Poltnina pfaCana v gotovIiiL 78. Jahfgang fincheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwal^ng und Buchdruckerei Tel. 25-C7, and 2!^. Maribor« KopaliSka ulica 6. Manuakripte werden nicht retonrniert. Anfragen ROckporto beilegen. Nf. 170 FreHig, dM 29. Ml 19M SlnMi'^ten- und AbonnemenCs*Annahme in Maribor, Kopali^ka ulica 6 i^erwaltung). Bezogsprei*: Abholen moiuiUich 23Din, zustellen 21Din, orch die Poit monatlich 23 Dln, für das Ausland montUich 35 Din. Emzebrnmoier t50 und 2 Din. Preis IMfi rso ÜlmruiBter »titiut i^portfüil^eruno wie Jugoslawiens Export gefördert werden könnte, zeigt uns am besten der letzte Bericht der Vereinigung der ExfKir teure Jugoslawiens In Beograd, In den CS u. a. heißt: Die Fruchthandelsektion der Vereinigung befaßte sich mit der Frage der Aus fuhr rohen Obstes, da die Ausfuhr von Dörrpflaumen restlos den Exporteuren entzogen und dem »Prlzad« anhelmge-stellt wtirde. Neben dem Export von gedörrten und frischen Pflaumen Ist der Ex port von Aepfeln mengenmäßig und nach seiner Bedeutung der größte. Die Placierung von Aepfeln auf ausländischen Märkten Ist jedoch vollkommen ungeschützt und lediglich dem guten Willen der Käufer Überlassen. Dasselbe gilt für die Traubenausfuhr. Im Interesse der Obstproduktion müßte unbedingt das Prinzip des freien Handels siegen, damit der Obsthandel sich In' freiem Wettbewerb entfalten könnte. Der Geflügel- und Eierexport nimmt im Jugoslawischen Außenhandel einen wichtigen Platz ein und verdient das allgemeine Augenmerk. Der Export dieser Artikel Ist jedoch zum größten Teile durch die Viehexportkontrollverordnung reguliert;und außerdem von den zugewiesenen Kontingenten abhängig. Die Vertelliiing dieser Kontingente kann jedoch keinesfalls alle Exporteure zufriedenstellen. Außerdem verteilt diese Kontingente Deutschland als der größte Abnehmer von Eiern und Geflügel, wobei die Importfirmen die Ware oft zu Preisen anfordern, mit denen nicht einmal die Spesen gedeckt werden können. Die Ausfuhr von Geflügel und Eiern nach Italien ist Infolge kleiner Kontingente stark eingeengt worden. Um den Eier-nnd Geflügel-Export zu heben, müßten die Kontingente in den Kontingentstaaten vergrößert werden. Durch Intervention bei den maßgeblichen Faktoren ist eine bedeutendere Ausfuhr von Nußstämmen erzielt worden, während ein Teil davon infolge zu kurzer Befristung der Ausfuhrbewilligung nicht mehr ausgeführt werden konnte. Es ist zu hoffen, daß die Frage der Ausfuhr des restlichen Teiles der Nußhölzer einer günstigen Erledigung 7Ugeführt werden wird, damit noch größerer Schaden der nationalen Wirtschaft vermieden wird. Schafwolle pro 1937 wurde von fien Kaufleuten, Exporteuren und Fabriken zu Preisen aufgekauft, die über der Weltnarität lagen und ebenso auch auf der Basis guter Verkaufspreise aus der früheren Saison 1936-37. Da der Preis 'cither ständig zurfickejing, konnte nichts ausgeführt werden. Noch schien es zunächst, als ob Deutschland Schafwolle Thnehmen würde, für die verhältnlsmä-gute Preise geboten wurden. Infolge >icr tiefliegenden Wnllpreise kaufte Deutschland icclnch in Südafrika ein, Und '/war in der Form von TauschKc-^'cfi'lfti'n. Als Mitte Jc'inner 1038 die Woll nticftiiir nach noiifFcMand RcnehmiKt v^r. konnte die Wolle in Deutschland schwer zum Verkaufe gebracht Verden. Auf diese Weise wurde die 6tatt 33en3inmotor in 3uM — ^o0lenflau&molor EPOCHEMACHENDE TECHNISCHE ERFINDUNG B e r n n. 28. Juli. Einem ehemaligen Mitarbeiter des großen deutschen Technikers Diesel, nach dem der Dieselmotor benannt ist, ist es in jahrelanger Forschungsarbeit ge lungen, einen Motor zu konstruieren, der nictit mehr mit Benzin oder Oel, sondern mii Kohlenstaub gespeist wird. Der Kohlenstaub wird direkt In den eigens konstruierten Zylindermotor gespritzt und erreicht so die gleiche schnelle explosions artige Verbrennung, wie beim Benzinmotor, Die Schwierigkeit, die Rückstände des Kohlenstaubes, wie Schlacke und Asche, aus dem Zylinder zu entfernen, Ist technisch einwandfrei bei der neuen, jetzt veröffentlichten Erfindung gelöst worden Wie mitgeteilt wird, hat die Stadt Berlin bereits Aufträge bezüglich Lieferung von Kohlenstaubmotoren an den Erfinder Ubermittelt. Es sollen u. a. die im Berliner städtischen Dienst stehenden großen Autobusse und Lastwagen mit dem Kohlenstaubmotor ausgerüstet werden. Für kohlenreiche, aber Ölarme Länder dürfte der Kohlenstaubmotor eine ideale Lösung der Treibstoffrage bedeuten, falls steh der Kohlenstaubmotor als Leichtmotor, also für das Auto und das Flugzeug, als betriebssicher und geeignet erweist. 9raiico« B u r g 0 s, 28. Juli. Der nationalspanische Heeresbericht meldet: Unsere Truppen sind jetzt mit der Säuberung der Ebro-Niederung beschäftigt, in welche die rotspanlschcn Truppen eingedrungen und nach kurzem heftigen Kamp fe wieder zurückgeworfen worden waren. Der Gegner, der zahlreiche Kriegsbeute zurückließ, wurde vollkommen zer sprengt. Auch an der Estremadura-Front wird die Säuberung des gewonnenen Ter rains mit unverminderter EntschToss'^n-helt fortgesetzt. Bei Mora del Ebro an der Straße Gan-desa-Tarragona setzten die Franco-Trup pen ihre Einkreisungsmanöver fort und schnitten den rotspanischen Streitkräften die rückwärtigen Verbindungen ab. Die im Estremadura-Gebiet gefangen genommenen rotspanischen Truppen gehören den Brigaden 20, 21, 25, 91, 103 und 109 an. Tokk) für definitive Grenzziehung zwischen Sowjetrußland und Mandschukuo. Tokio, 28. Juli. Das japanische Außenministerium erließ ein Kommuniquee, in dem es heißt, daß die japanische Regierung großes Interesse an einer definitiven Festlegung der Grenze zwischen Sowjetrußland und dem Staate Mandschukuo habe, und zwar zwischen dem Hang Ho und dem Tjumen-Fluß. Die Mitteilung faßt sodann das gesamte Hi-storiat der bisherigen Kontroversen zwischen Tokio und Moskau zusammen und erklärt am Schlüsse, daß an den Uner-qulcklichkelten dieser Grenze die größte Schuld Moskau zuzuschreiben sei. C r e m 0 n a, aus Italien ausgewiesen. Dr. Cremona ist Engländer und war früher Berichterstatter der t^Tlmes^. In der amtlichen Mitteilung heißt es, daß seine Ausweisung nicht mit seiner journalistischen Tätigkeit in Zusammenhang stehe. »News Chronicle« In Deutschland verboten. B e r 1 i n, 28. Juli. Die Reichsregierung hat dem Londoner Blatt »News Chronic-le«: das Postdebit bis auf weiteres entzogen. Der Aufstand auf den Antillen unterdrückt N e w y o r k, 27. Juli, (TR) Der Aufstand auf der Antilleninsel Portorico wur de durch das Eingreifen der Regierungstruppen im Keime erstickt. Während der Kämpfe zwischen den Aufrührern einerseits und der Polizei sowie Regierungstruppen andererseits wurden zwei Personen getötet, 35 zum Teil schwer ver-'■^1?^ T^cr nher die Tnso! verh^tngte Bela-^[frunffszustand "»leibt aufrecht. Schiffskatastrophe bei Kapstadt. London, 27. Juli. (TR) Hiesigen Blättermeldungen zufolge, ereignete sich I in der Nfihe von Kapstadt während eines heftigen Sturmes eine Schiffs - Kalastro-phe, der 20 Menschenleben zum Opfer fielen. Die meisten der Verunglückten waren Eingeborene, die sich nach ihren Heimatsdörfern unterwegs befanden, um dort Hochzeit zu feiern. »Ohserver«-Korrespondent aus Italien autgewiesen. Rom, 28. Juli. Die italienische Regierung hat ohne Angabe der Gründe den Korrespondenten des »Observcr« und des »Christian Science Monitors, Dr. Paul )>Tunnel8chlangen« — ein neuer Erpressertyp hl den USA. N e w y 0 r k, 27. Juli. Seit einiger Zeit macht sich in den Vereinigten Staaten ein neuer Erpressertyp unliebsam bemerkbar: die »Tunnelschlangen«. Es handelt sich dabei um auffallend schöne Mädchen, die hauptsächlich in Eisenbahnzügen ihr Unwesen treiben. In der letzten Zeit haben Schur des Jahres 1937 im Ausland nur in sehr geringen Mengen verkauft. Der größte Teil blieb unverkauft im Staate, und zwar bis zu der neuen Schur der Schafe. Es wurde beispielsweise beantragt, die Wollausfuhr gegen Clearing-Zahlung zu bewilligen, da auf diese Weise bessere Preise erzielt werden könnten. Dieser Antrag ist jedoch nicht durch gedrungen. Ts wurde ferner beantragt, die Ausfuhr vnn Wollhadem zu verbieten und die Hinfuhr feiner australischer Wolle einzuschränken. Die Vereinigung der Exporteure ist fer- ner der Ansicht, daß die Einfuhr von K u n s t w 011 e aus Casein und Zellstoff beschränkt, wenn nicht ganz verboten werden müßte, und zwar so lange, als die Ausfuhr von Wolle nach den Clearing-Staaten gegen Clearing-Zahlung verboten ist. Dieser Wunschliste könnten unsere Exporteure noch manchen Hinweis hinzufügen. wie in Jugoslawien der Export, diese bedeutendste nevisenquellc unseres Staates, entsprechend berCickslchtigt und gefördert werden könnte. sich nämlich die Falle gehäuft, daß männliche Fahrgäste, die in dem gleichen Abteil reisten, von den Mädchen nach dem Passieren eines längeren Eisenbahntunnels aufgefordert wurden, ihnen sofort einen größeren Geldbetrag einzuhändigen, widrigenfalls sie sich beim Zugspersonal darüber beschweren würden, von dem Mitreisenden in unsittlicher Weise belästigt worden zu sein. Die Mädchen hatten mit ihren Erpressungen zumeist Erfolg. Im vergangenen Monat wurden allein 20 Fälle derartiger Erpressungen bekannt. USA fordert territorialen Zuwachs. Washington, 27. Juli. Der Regierung Ist aus Kreisen des Repräsentantenhauses ein Vorschlag zugegangen, der als Entgelt für die britischen Kriegsschulden die Abtretung der Insel Terra Nova im Atlantischen Ozean sowie der Halbinsel Labrador an die USA vorsieht. Von Frankreich wird die Abtretung eines Inselgebietes in Westindien und Franzö-sisch-Guyana gefordert. Begründet wird dieses Verlangen damit, daß die Vereinigten Staaten von Amerika diese Gebiete zur besseren Organisierung ihrer Landesverteidigung benötigen würden. Eine seltene Epidemie. Tokio, 27. Juli (TR) In der letzten Zeit waren vor allem in Tokio Massenerkrankungen an Blinddarmentzündung festzustellen, die fast einen epidemischen Charakter annahmen. Die von den Behör den angeordnete ärztliche Untersuchung zeitigte das überraschende Ergebnis, daß die Massenerkrankungen auf die Be nützung minderwertiger Zahnbürsten zurückzuführen war, deren Borsten ver-schuckt wurden und so in den Bünddarm gelangten. Schwhnmerin taucht 105 Meter tief. London, 27. Juli (TR) Die bekannte Schwimmerin und Tiefseetaucherin A^iß Anna Bernard in Cardiff holte bei dem Examen, das sie kürzlich abzulegen hatte, aus einer Tiefe von 105 Meter ein<* eiserne Kassette an die Oberfläche. aus (Siferfu(Dt In Sv. B a r b a r n trug sich eine schwele Bluttat zu, der ein junges Menschenleben zum Opfer fiel. Der 18jährigö Ziehsohn eines dortij^en Besitzers, Wilhelm Witschansky hatte schon einige Zeit ein Liebesverhältnis mit einem Mädchen, dai; ihm bald die Feindschaft der Burschen im Dorfe eintrug. .Als nun W" ..ansky am Montag abends mit dem Mädchen durch den Wald ging, fielen olötzlich zwei junge Burschen aus dem Hinfcrhplt über ihn her und fügten ihm mit ihren Messern schwere Stichverletzun jen zu. Witschansky brach blutüberströmt zusammen und starb kurz darauf. Die Gendarmerie nahm bereits einen der Tt'itcr in der Person eines kaum I6iähri-■■^cn Burschen fest und überstellte ihn dem Bezirksgericht in Sv. Lenart. »örle Z ü r i c h, 28. Juli. Dev'sen: Beograd 10, Paris 12.0675, London 21.4S875. New york 436.50, Brüssel 73.875, Mailand 22.97, Amsterdam 240.075. Berlin 175.40, Wien 32.50. Prag 15.07, Warschau 82.40, Bukarest 3.25, Budapest 86.50, Athen 3.95, Istanbul 3.50, Konenhage-i 95.95, Oslo 108.00, Stockholm 110.80, Helsinki 0.475, Buenos Aires 113.50. Do« Wettervorhersaf*e für Freitag: .Andauernde Bewölkung mit Aussicht juf Bcsserunj;. »Mariborer Zeitung« Nummer 170. 2 Freitag, den 29. Juü 1938. lOie erften ^etaitö Ded l^rogrr !7Rin&erMeti^otutö 3eflimmungeii flder öle <9etoaoruno der ftulturautonomie, über 5ni 0ra(Denfrage Prag, 28. Juli. Das »Präger T a g b I a t t« vcrüffentliciit den Inhalt cits vom politischen Ministerkomitee ge-iichmigtcn Minderheitenstatuts. Das Statur enthält drei Einführungsbestimniun-{;en und 13 Abschnitte. Der erste Einlei-uingsparagraph enthält eine grundsätzliche Erklärung über die tschechoslowakische Minderheitenpolitik. Er lautet: »Um die Bestimmungen des Nationalitätenrechtes der tschechoslowakiaschen Republik neu zu schaffen und zu ergänzen und um neuerlich den Willen der tschechoslowakischen Republik zu kün-aen, ihre geschichtliche Mission und die Annäherung der Völker im Geiste der Demokratie voll zu erfüllen, wird dieses Nationalitätenstatut der tschechoslowaki sehen Republik herausgegeben.« Das erste Hauptstück wiederholt tiic bereits in der Verfassung festgelegten Grundsätze über die G 1 e i c h h e i t der Staatsbürger ohne Unterschied der Nationalität. Der § 1 enthält die Bestini-riung, daß die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse, Sprache oder Religion kein Grund dafür sein kann, die Person als staatlich unzuverlässig zu bezeichnen. Das zweite Hauptstück handelt von der Regelung der n a t i o n a 1 e n Z u-gehörigkeit und der Sorge um den nationalen Frieden. Dort wird gesagt, daß die Nationalität in der Regel nach der Muttersprache bestimmt wird. Jeder Staatsbürger, der 18 Jahre alt geworden ist, kann vor der Behörde erklären, daß er sich zu einer anderen Nationalität bekenne, als zu der er bisher (auf Grund der Angaben seines Vater oder Vormundes) gehörte. Das Bezirksamt, hei (ieni diese Meldung zu erfolgen hat, kennt aber das Bekenntnis zu einer anderen Nation als zu der der Muttersprache nur dann an, wenn jemand seine Muttersprache weder in der Familie noch in seinem Geschäftsleben spricht, und die Sprache jener Nation, zu der er sich be-' f'nnen will, vollkommen beherrscht. Ferner muß das Bezirksamt feststellen, ob das Bekenntnis zu einer bestimmten Nation nicht aus eigensüchtigen Gründen zur Erlangung eines Vorteils erfolgt. In einem solchcn Falle wäre das Bekenntnis nicht anzuerkennen. j u d e n können sich auch dann zur jiddischen'Nationalität bekennen, wenn dir sprachlichen Voraussetzungen nicht pe,erben sind. r)as dritte Hauptstück handelt vom sprachrechtlichen S c h u t z der nationalen Zugehörigkeit und des nationalen Friedens. Jede gewaltsame l^ntnationalisierung ist sfraf-bnr, ebenso die Entnationalisierung durch Hostechinig. Wer eine Person, die älter ist rN 1H Jahre, durch (jewalt oder Droh iing dazu zu bewegen trachtet, sich zu einer anderen Nation zu bekennen; wer als gesetzlicher Vertreter einer Person, die jünger ist als 18 Jahre, diese zu einer anderen Nationalität als der ihrer Mutter-;;ornrhe anmeldet; wer im Zeichen der T-i'-intionalisierung eine ihm anvertraute Person in eine Schule mit einer anderen TJntcrrichtssprache als deren Muttersprache sendet, wird wegen Verbrechens mit ' e s, 26. Juli. (TR) In verschiedenen Teilen vdn Argentinien macht sich 'eine katastrophale Heuschreckenplage bemerkbar, durch die großer Schaden verursacht wurde. Der Gouverneur der Provinz Entre Rios hat dem Landwirtschaftsministerium eine Denkschrift Oberreicht, die die Einberufung eines internationalen Kongresses an regt, der sich mit einer grofizOglgen und regeimäBigen Heuschreckenbeklmpfung zu befassen hätte. Farbiger Innenputz aus Olas. Auf der kommenden Leipziger Herbstmesse, die vom 28. August bis 1. September stattfindet, zeigt eine sächsische Firma ein neuartiges Baumaterial, einen Mörtel, der aus Glasgespinst hergestellt ist utid wie jeder andere Mörtel mit Wasser angerührt und mit einer. Spezlalkelle als Putz aufgetragen wird. Das neue Material hat alle bekannten Eigenschaften des Grundstoffes beibehalten. Genau wie Glaswolle wirkt auch dieser Putz aus Qlasgespinst schalldämpfend und wärmeisolierend. Außerdem ist mit diesem Putz durchaus eine feste Fläche herzustellen u. man kann mit ihm große Flächen fugenlos überkleiden und Hohlkehlen, Rundungen, Ecken, Kanten usw. gut verputzen. Der Putz kann mit jeder beliebigen Partie gemischt werden, ebenso läßt sich auch die Oberfläche des Putzes nach Belieben glatt, rauh oder profiliert gestalten. Die Vorzüge des neuen Materials liegen einmal in der einfachen Art, mit der durch den Wandputz die Akustik und die WMr-mehaltlgkeit verbessert werden kann und zum anderen darin, daß dieser Putz auch feuerhenimend ist und so die sonst wünschenswerte Imprägnierung des Balkenwerks bei Neubauten erspart. Der neue Putz ist auRcrdem sehr leicht und hat überpH ein starkes Interesse erregt. Er ist in 27 Auslandsstaaten patentiert. 6d^aU(r)idD(d ^inOeööranta EIN lOND VON SCHWEmCN AUFOEFREaSCN. PctrInJa, 28. )un In Pjddanica bei Vrglnmost lleB di^ Bäuerin Draginja Ma rinid ihren dreijährigen Sohn und das einelnhaibjährig^ Töchterchen in der Stu be und begaio sich auf einen Acker, um ihre Arbelt zu verrichten. Als sie zurtck-kehrtf, boft sich ihr ein gräfilicher Anblick. Zwei große Schweine waren mit Ihren Ferkeln in die Stube eingedrungen und hatten bereits die Füße und Hände des Weinen bereits toten Kindes In der Wiege buchstäblich aufgefressen, so daß nur mehr der Rampf und der Kopf tbrig geblieben waren. Der Dreijährige, der von dem Drama in der nebenstehenden Wiege scheinbar keine Ahnung hatte, saß vergnügt auf dem Fußboden und teilte den Sterz, den Ihm die Mutter vorgesetzt hatte, mit den kleinen Ferkeln. Die Mutter erlitt beim gräßlichen Anblick eine OhnmachtsanfaU. ^lorm im Tteto Dörfer 6ta6()entruni QRASSLtCIffiR SELBSTMORD EINES REICHEN MANNES. — N e w y 0 r k, 28. Juli. In der FIfth Avenue gab es vorgestern nachmittags ein seltenes Schauspiel zu sehen, welches sogar den NervenUtzel der Amerikaner meh rere Höhepunkte erleben ließ. Der 28jäh-rlge John W a r d,, der Sohn einer steinreichen Familie aus Newyoric, kletterte aus einem Hotelzimmer des 17. Stockwerkes und ging auf dem 35 Zentimeter breiten Gesimse »spazierenc. Der Junge Mann rauchte eine Zigarette nach der anderen und schien geistesgestört zu sein. Als Ihn die Passanten auf dem Gesimse entdeckten, wurden sofort die Feuerwehren alarmiert, die mit Leitern und Sprungnetzen In Aktion traten. Der Mann wurde aufgefordert, in ein zwischen dem <5. und 18. Stockwerk gespanntes Netz zu springen. Ward rauchte jedoch — nun waren bereits fünf Stunden verstrichen — noch eine letzte Zigarette und sprang dann absichtlich neben das Netz In die Tiefe. Er landete auf dem Asphalt nur mehr als ein zerfetzter, blutiger Fletschklumpen. Der dramatische Vorgang wurde von den.geschäftstüchtigen Amerikanern auf dem Filmstreifen festgehalten, so daß man den Selbstmord Wards In der Film-Wochenschau wird verfolgen können. G4»lto(froen-9unfte Hfiren <8f«mefrtrao0Men Die Todesfahrt der SchrOdar-Strantz-Expedltk». Die Auffindung von einem Treib holzstamm mit eingekerbten DAE-Buchstaben, von Faltbootresten, Oelzug und Filzstiefeln an der Westküste Spitzbergens bietet Gelegenheit, die Vermutungen Uber das tragische Schick sal der 1912 in der Arktis umgekommenen Schröder-Strantz-Expeditlon nachzuprüfen. Die Zahl der Forscher, die. In der Arktis Ihr Leben Im Dienste der Wissenschaft geopfert haben, hat sich In den letzten 50 Jahren ständig vergrößert. Nicht einmal gelang es späteren Rettungs- und Forschungsexpeditionen, die Umstände zu klären, unter denen sich die mannigfaltigen Eismeertragödien ereigneten. Dies ist auch der Fall gewesen, als im Jahre 1912 die deutsche Schröder-Strantz-Ex-peditlon auf dem Kutter >Herzog Ernst« in der Arktis scheiterte. Jahrelang hat man sich vergeblich bemüht, genaueres über den Tod der deutschen und norwegischen Forschungsteilnehmer zu erfahren. Einiges Licht Uber Ort, Zeit und Umstände dieser Eismeertragödle brachte die Auffindung eines alten Zeitlagers im,Vorjahre durch nordische Fischer. — Vie)e. der damals aufgefundenen Gegenstände fielen beim Berühren auseinander, so daß man nachträglich das Alter des Lagers auf 20 bis 25 Jahre schätzen konnte. Der in diesem Monat aufgefundene Treibholzstamm nnit den. eingekerb ten Buchstaben DAE (was. wahrscheinlich Deutsche Arktis-Expedition bedeutet) reiht sich den vorjährigen Funden an. • Die Schröder-Strantz-Expedition bestand aus 14 deutschen und 5 norwegischen Teilnehmern und wollte ozeanö-graphische und hydrographische, ■möglicherweise auch zoologische und Wetterkundliche Studien im Eismeer treiben. Im Herbst des * Jahres versuchte Schröder-Strantz mit! vier anderen Deutschen von der Sarge Bay im" hohen Norden, In die sie der umgetaufte, nnd- umgebaute' rtor-wegische Kutter »Herzog Hrnst« gebracht,, über das Eis nach dem Nordost-iand zu gehen. Sie wollten in Verbindung m|t wissenschaftlichen .Aufgaben die Bewegung des Elses erforschen. Niemals hat die Welt seit dem etwas von ihnen erfahren. Man mußte annehmen, die tapferen M.inner Wctren bei der üeberque-rung des Eises, das an dieser Stelle sehr schwierig ist, verunglückt. Die Funde des Vorjahres, voraussichtlich auch die dieses Monats legen aber die Vermutung nahe, daß Schröder-Strantz und seine Gefährten doch das Eis überqueren konn ten und das Festland erreicht haben. — Tagebücher und Notizen konnten die Fischer im Vorjahre nicht entdecken, so daß man daraus auf einen Weltermarsch der Arktisforscher schließt. Erst bei diesem Weitermarsch muß sie.dann der Arktistod ereilt haben. Die Expedition stand überhaupt unter einem unglücklichen Stern. Die meisten Teilnehmer, auch die, welche sich nicht an dem gefährlichen Uebergang nach dem Nordostland beteiligten, kamen ums Leben. Der x>Herzog Ernst« fror an der Sorge Bay ein. Man mußte überwintern. Die Besatzung zerstreute sich deshalb u. versuchte auf getrennten Wegen, mensch liehe Niederlassungen zu erreichen. Der Schiffskapitän versuchte mit einigen anderen nach Longyear am Adventfjord durchzukommen. Er allein erreichte die amerikanischen Siedlungen des Fjords. Beide Beine mußten ihm amputiert werden. 1917 fand die Besatzung eines gestrandeten Schiffes die Leichen von zwei Expeditionsärzten, die ebenfalls nicht den Adventfjord erreichen konnten. Eine norwegische Renntier-Expedition fand im Frühjahr 1913 zwar den eingefrorenen Kutter, aber keine Spur der Verunglückten. Eine kritische Phase In den britischen Handelsvertragsverhandlungen. London, 27. Juli. Trotz der Erwartungen englischer Wirtschaftskreise ist der vor einem halben Jahre angekündigte britisch-amerikanische Wirtschaftsausgleich noch nicht erfolgt. Welter hat eine indische Abordnung vor einigen Wochen London unverrichteter Dinge verlassen u. auch die australische Abordnung hat jetzt die Verhandlungen mit der Londoner Regierung als aussichtslos abgebrochen. Es verlautet, daß die Konzessionen, die das britische Mutterland an dritte Staaten zu Ungunsten seiner Dominionen und Kolonien zu machen bereit war, nicht ge-nli'^t haben, um die Verhandlungspartner in Waschington für ein umfangreiches bri tiscli-amerikiinißches Wirtschaftsabkommen zu gewinnen. Auch die Wirtschaftsverhandlungen mit USA sollen vor dem Abbruch stehen. Unter diesen Umstanden gewinnt die Europareise des amerikanischen Schatz-sekret.lrs Morgentliau besondere Be deutiing. Daß der Bcsuch dieses Staatsmannes in Paris trotz der ausdrücklichea Versicherung der Beteiligten nicht ganz persönlich gewesen ist, ergibt sich aus dein Umstand, daß Morgenthiu vom Staatspräsidenten, dem Außenminister u. mehreren anderen Mitgliedern der französischen Regierung empfangen worden ist, Wetter befand sich gleichzeitig mit Schatzsekretär Mergenthau der britische Kriegsminister Höre B e 1 i s h a in Paris. Obwohl Morgenthau , die Hoffnung aasgesprochen hat, während seines Erholungsurlaubes nicht über Währungsfragen sprechen zu brauchen, liegt eine Aussprache zwischen dem Finanzminister des Präsidenten Roosevelt und führenden britischen Finanz- und Wirtschaftspoli-tikem keineswegs außerhalb des Bereiches der Möglichkeit. Die Transawopastrafie London — btan-boL Wien, 27. Juli. Von der geplanten großen Transeuropastraße London — Istanbul führen 1000 Kilometer über deutsches Gebiet und zwar von Aachen an der Westgrenze des Reiches Ober ^ Köln nach Süddeutschland und Oester-] reich. Von Wien aus wird die Transeuropastraße südlich gehen und auf Jugoslawisches Gebiet übertreten. In Deutsch iand wird die Transeuropastraße zum Teil vom Westen nach Südosten verlaufend die Reichsautobahnstrecke benutzen. In den letzten Wochen wurden deut scherseits Verhandlungen mit Holland geführt, die eine baldige Weiterführung der Straße auf hollandischem Boden erhoffen lassen. In Belgien wurde Mitte des vorigen Jahres der erste Spatenstich für eine Reichsautobahn von Ostende nach Brüssel nach deutschem Muster getan, so daß die westlichen Anschlüsse der großen deutschen Straße Aachen — Wien gesichert erscheinen. Irrenwirter wird tobsöcthig. Krakau, 26. Juli. (TR) In einem hiesigen Park begann sich plötzlich ein Mann splitternackt auszuziehen und die im Parke weilenden Personen in der unflätigsten Weise zu beschimpfen. Schließ lieh erlitt er einen Tobsuchtsanfall und konnte nur mit Mühe überwäligt und in eine Irrenanstalt überführt werden, wo sich herausstellte, daß der Mann als Wärter in der gleichen Anstalt angestellt war. I Die »größte Hochzelt des Jahrhunderts«. London, 25. Juli. (TR) Auf dem Schlosse Skib bei Dornoch (Schottland) findet am 27. Juli im Beisein von etwa 1000 Gästen die Hochzeit der 18jährigen Louise Carneg ie-Miiler, Enkelin des im Jahre 1919 verstorbenen berühmten amerikanischen Stahiindustriellen u. Philantropen Andrew Carnegie, mit dem 40jährigen schottischen Rechtsanwalt James Thomson statt. Am Vorabend der Hochzeit werden nach altem schottischen Brauch auf allen umliegenden Bergen Freudenfeuer abgebrannt. Schon wegen der Riesenzahl der Hochzeitsgäste wird das Ereignis als die »größte Hochzeit des Jahrhunderts« in Schottland bezeichnet. Tragischer Selbstmordversuch eines Vaters. P r a g, 26. Juli. (TR) Auf einer hiesigen Polizeiwachstube erschien gestern ein Polizist, der die Meldung erstattete, daß er die Leiche eines Selbstmörders gefunden habe. Der Beamte, der das Pro tokoli aufnahm, erkannte aus der Personsbeschreibung, daß es sich um seinen 17jährigen Sohn handelte, der aus unglücklicher Liebe Selbstmord begangen hatte. Der Beamte nahm das Protokoll zu Ende auf, ging dann in den Nebenraum und versuchte dort, sich durch einen Schuß in den Kopf zu töten, in hoffnungslosem Zu'-iand wurde er iiiü Iü-.mi-. I kenhaus gebracht. Mordversuch nach zweijähriger Trennung I P r a g, 20. Juli. (TR) Der Musikant 1 Fianz M 0 r a V e k aus Olmütz lebte be-' reits seit zwei Jahren von seiner Gattin I getrennt und zog auf den Dörfern umher, I wo er zum Tanz aufspielte. Dieser Tage kam er nun wieder einmal nach Olmütz iinu wurde von seiner Frau gesehen. Die-i sc eilte sofort 7u ihrem Lebensgefährten ' Alois P 0 1 a s e k und erzählte ihm, ihr Mann sei wieder d:i und wolle sie beide I iiuibringcn. Dnranfhin überfie! das sau-(forisctzung Seite 4.) ^Maflborcr Zeitung« Nummer 170. rrettag. 'olliiliL M -i«e. mn 6t. Deter tDfrmcß fel&-ftänöigr (Semrinöe toerörn? DER OEMEINDRAT VON KOdAKI FÜR DIE BEIBEHALTUNG DER GRENZEN DER KOMMASSiER TEN GEMEINDE. Dieser Tage veröffentlichten wir einen Aufsatz, in welchem u. a. die Feststellung gemacht wurde, daß,in der Gemeinde KoSaki, zu der bekanntlich auch Sv. Peter zählt, Spaltungserscheinungen eingetreten seien. Insbesondere wurde in dem betreffenden Artikel darauf hingewiesen, daß Sv. Peter als überwiegend bäuerlicher Gemeindeteil wieder eine selbständige Verwaltungsgemeinde werden möch te. Zu jenen Ausführungen wird uns nun von interessierter Seite geschrieben: Es ist aus der Luft gegriffen, wenn behauptet wird, daß in der Ortschaft Sv. Peter Tendenzen vorherrschen sollen, die auf die Absprengung von der Gemeinde Ko§aki hinzielen. Im Gegenteil: noch nie vorher waren die Mitglieder des Gemeinderates von KoSaki ohne Rücksicht auf die politische Zugehörigkeit so einmütig in der Auffassung verbunden, daß die heutige kommassierte Gemeinde nach wie vor in ihren Grenzen zu belassen ist. Wenn in Ko§aki gewisse Kreise aus der Frage der Stra^enbe-sprengung schon die Schlußfolgerung ziehen, daß die »bäuerlich« denkenden Gemeindefunktionäre aus Sv. Peter hiefür wenig Sinn aufbrächten, so muß aujh diese Angelegenheit sachlich geklärt werr^n. Man wird daraus ersehen, wie unbegründet die Befürchtung ist, ^ daß das »bäuerliche« Element von Sv. Peter für den »bürgerlichen« Teil der Gemeinde in Krfevina und KoSaki »nichts übrig« habe. Der Sachverhalt mit der Straßen-•besprengung ist der folgende: • Die Besprengung der Reichsstraße In Kosaki wurde seit einigen Jahren in der Weise durchgeführt, daß freiwillige Kostenbeiträge bei den Interessenten an der Straße eingehoiyen wurden. Die Beiträge wurden immer kleiner und blieben schließlich ganz aus, worauf die Verwal-tungsgemeinde das Besprengen auf eigene Rechnung übernahm. Die Straße wurde besprengt und wird auch weiterhin besprengt werden. Es frägt sich allerdings, warum im Juni und Juli nicht gesprengt wurde. Die Gemeinde« Kosaki schuldete nämlich der Stadt Maribor den Betrag von 32.000 Dinar, und zwar für Strom, Wasserleitungsgebühren und für das vorjährige Besprengen der Straßen. Die Stadtgemeinde forderte von Ko§aki die Bezahlung der Schuld bis zur letzten Pära, da ansonsten mit dem Besprengen der Straßen aufgehört werde. Von dieser Schuld hat die Gemeinde KoSaki die Hälfte getilgt. Mehr konnte aus diesem Titel bis jetzt nicht gezahlt werden, da die Gemeinde KoSaki eine erhebliche Summe von Rückständen in Form von nicht entrichteten Genieindeumlagen in den Büchern führt. Es ist ferner zu bedenken, daß die Gemeinde KoSaki die niedrigsten Umlagen im ganzen Drauba-nat einhebt. Die Gemeindeverwaltung will solid und gesund haushalten, deshalb denkt sie nicht an eine etwaige Ver schuldung, die eine weitere Belastung der Gemeindebewohner zur Folge haben müßte. Alles in allem: die Gemeinde Ko-§aki-will unversehrt in ihren heutigen Grenzen bleiben, sie berücksichtigt alle Teile in gleicher -Weise, wobei jedoch mit -dem • Möglichen gerechnet werden muß, nicht aber mit dem Unmöglichen. feier m 9Wortbor Viertetfahrpreifi auf sämtlichen Linien der Staatsbahnen für die Zeit vom 12. bis 20. August. Mit Erlaß GD br. 72.883 vom 22. Juli hat die Generaldircktion der Staatsbahnen die Giltigkeitsfrist des Viertelfahrpreises für Teilnehmer der Mariborer Jubiläumsfestlichkeiten so abgeändert, daß die Fahrtbegünstigung für die Fahrt nach Ma ribor vom 12. bis 20. August und für die Rückfahrt ab Maribor vom 14. bis 22. August gilt. Jeder Teilnehmer muß das Abzeichen und die Legitimation besitzen, wenn er auf die 75%igc Fahrpreisermäßigung reflektiert, da Abzeichen und Legitimation auch für den Eintritt zu den einzelnen Veranstaltungen berechtigen. Die örtlichen Teilnehmerausschüsse werden ersucht, die Anmeldungen und die beiläufige Anzahl der nachträglichen Anmeldungen bis spätestens 1. August dem »Odbor za prosiavo 20letnice Jugoslavi-je, Maribor, SIom§kov trg 6, einzusenden, damit ihnen die genügende Anzahl von Abzeichen und Legitimationen zugeschickt werden kann. Außerhalb Sloweniens sind die Abzeichen und Legitimatio ncn bei allen »Putnik«-Geschäftsstellen zu beziehen. berc Paar Moravek auf der Straße und* bearbeitete ihn solange mit einem Schürhaken, bis er blutend zusammenbrach. Passanten befreiten ihn schließlich, nach (Inn Polasek auch noch die Ziehharmonika des Ueberfallenen zerschlagen hatte. Das Paar wurde verhaftet. Zeugen sagten aus, daß die beiden Angreifer Moravek aufs Bahngleis hatten schleppen wollen, wo wenige Minuten später ein Zug vor-überbrauste 0roM SfflufltDorlfefl in Oltariibor Wie bereits berichtet, findet am S o n rt tag. den 7. August auf dem Flugplatz in Tezno unter dem Ehrenschutz des Kriegsministers General Ljubomir Mari ö ein großes Flugmeeting statt, für dessen Programm in allen Kreisen der Bevölkerung, insbesondere aber in der Jugend, das größte Interesse herrscht. Eine der interessantesten Vorführungen wird ein Fliegerangriff mit mehreren Flugzeugen auf eine künstlich angedeutete Siedlung bei gleichzeitiger Abwehr gegen diesen Angriff sein. Von den übrigen Attraktionen wären ferner Zweikämpfe von Jagdflugzeugen, Fallschirmabsprünge usw. zu erwähnen. Tezno wird am 7, August der Schauplatz von hier noch nicht gesehenen Waghalsigkeiten seini 2>onner4tag, &cn 28.3uli energische Untersuchung eingeleitet und es ist zu erwarten, daß man die Langfinger, alsbald fassen wird. 3ru((>ta6lret&ung4afrare Uli Zusammenhang mit der gestern gemeldeten Kindesmordaffäre in Nova vas wurde von der Gendarme-'o eine gewisse I. Z. fest' • "' "tnen, die sich schon seit einiger Zeit mit berufsmäßiger Fr'jcht-abtreibung beschäftigt. Die Frau gestand, tatsächlich bei acht Mädchen einen ver botenen Eingriff vorgenommen zu haben. Im Falle der T. K. handelte es sich um einen achtmonatigen Embryo, dessen Fund die ganze-Affäre aufgedeckt hat. Die Untersuchung wird fortgesetzt. eamt 6nii ODttvcnncli 5ae btriftraiitit Aus Sv. Benedikt in den Slowenischen BUheln wlr4 eine folgenschwere Feuersbrunst gemeldet. Während sich die Besitzersleute K m e h auf dem Felde be fanden, blieb der im Hause beschäftigte 11jährige Hirte Franz P a v 1 i C allein zurück. Der Knabe, dem das Wespennest am Heuboden seines Arbeitgebers schon lange ein'.Dorn Im Auge war,, wolltie es diesmal durch Ausbrennen entfernen. MI Hilfe einer Pechfackel, die er ins Nes steckte, wollte er die Wespen ein für allemal aus dem Gebäude verjagen. Die Fackel fiel jedoch zu Boden und steckte das Heu sofort In Brand. Der Knabe versuchte zwar zu löschen, was sich löschen ließ, doch griff das Feuer derart rasch um sich, daß Im Nu das ganze Gebäude in Flammen stand. Außer dem Wirtschafts Objekt brannte auch, das Wohngebäude nl^er, sodaß der Schaden nahezu 80.000 Dinar beträgt,- der nur zu g^nz gerfn -gem Teil durch Versicherung gedeckt er-schehit. Der Knabe ist seitdem unauffindbar. Bei Stuhlträgheit, Aufblähung, Sodbrennen, Kopfschmerzen infolge Verstopfung bewirken 1 bis 2 Glas natürliches »Franz-Jo8ef«-Bitterwasser gründliche Reinigung des Verdauungsweges. Das Franz-Josef-Wasser wird auch von Bettlägerigen gern genommen und gut gefunden. Reg. S. hr. 15.485/35. Am Herrschaftsbesitz des Mariborer Industriellen Inspektor Josef Tscharre In Sv. Jurij an der Pesnica wurde in der Nacht zum Mittwoch ein großer Einbruch verübt. Bisher noch unbekannte Täter drangen gewaltsam in das schloßartige Gebäude ein und plünderten alle 14 Zimmer aus. Es fielen ihnen verschiedenes Wäschezeug, Kleider, Decken usw. im Werte von etwa 25.000 Dinar zum Opfer. Außerdem ließen sie auch eine wertvolle Geige mit sich gehen, deren Wert auf 6000 bis 7000 Dinar geschützt wird. Die Gendarmerieposten haben sofort eine m. Evangelisclies. Sonntag, den 31 d. M. findet um 10 Uhr vormittags der diesjährige Berggottesdienst bei St. Wolfgang am Bachern statt. Der Aufstieg erfolgt frei. Sollte es stark regnen, wirc der Gemeindegottesdienst um dieselbe Zelt in der Christuskirche abgehalten. 'm. Luise Qirstmayr l. Auf ihrem Gut in Ko§aki ist heute die Großgrundbesit zerin Frau Luise G i r s t m a y r im Alter von 79 Jahren gestorben. Die Verblichene, die sich ob ihres feinen und liebenswürdigen Wesens zeitlebens größ ter Wertschätzung erfreute, wird am Samstag um 16 Uhr in Pobrezje zur letz ten Ruhe bestattet. Friede ihrer Asche Der schwergetroffcnen Famier irgend ein Zim* mer und Nächtigungsmögllchkelt verfü* gen, ihre Adresse bekanntzugeben. m. Wo ist der Kube? In einer der letzten Nummern unseres Blattes wurdd berichtet, daß der 15 jährige Heinrich V i d o V i £ aus RuSe dem Elternhause entsprungen sei uqd noch .nicht aasfindig gemacht werden konnte. Wie uns jetzt seine Eltern mitteilen, ist der Jüngling zu einem Lehrherm nach., J^sllnj^ geschickt wohlen, ohne dort • eingetroffen zu sein, so daß Uber seinen Aufenthalt keine Gewißheit vorhanden sei. Die t>e8orgten Eitern ersuchen ont zweckdieA liehe Mitteilungen an die Adresse H. Vi-dovii, Ruie. * Dr. Rudolf Lovric,. Stroflmejerfeva ul. 8, ordiniert wieder. 7293 m. Wieder ein meeleclier HMkehrer. Nach 24 Jahren kehrte jetzt der Landwirt Nikolaus Dursum aus der Umgebung von Sarajevo aus Rußland über Marl-bor In die Heimat zurück. Dursum ^ar zu Beginn des Weltkrieges in datizten gefangen genommen worden. Erst {etzt ist es ihm gelungen, die Bewilligung für die Heimfahrt zu erlangen. m. Arbettsvergebaog. Am 9. August um 11 Uhr gelangen bei der Divisionsverwaltung In Ljubljana Im Wege einer schriftlichen Versteigerung die Arbeiten für die Generalreparatur düs Mariborer Verpflegsmagazins zur Verge'jung. m.Wohin am Sonntag? Der »Putnik« veranstaltet am Sonntag zwei überaus genußvolle Autocar-Ausflüge und zwar ins Logar-Tal und zum Wörthersee. Die Logar-Tal-Fahrt kostet 110 Dinar, während die Fahrt nach Klagenfurt und zum WOrthersee auf 120 Dinar samt Visum zu stehen kommt. m. niistische Marjeta Leiter der Volksschule in Sv. a. d. Pesnica Janko S a i n a * Uhren, Ooldwaren, feine dleUcrtetalle in reichhaltiger Auswahl, auch gegen Teilzahlungen ohne Preisaufschlag bei M. JIgerJev sin, Gosposka 15. 6573 m. OroBglockner-Fahrt dee »Pntnik«. Das »Putnlk«ReisebUro veranstaltet vom 12. bis 15. August eine wunderschöne Au-tocar-Fahrt auf den Qroßglockner, wobei auch Zell am See, Salzburg und St. Wolf gang berührt werden. Gesamtarrangement Dln. 1000.—. Wer diese herrliche Fahrt mitmachen will, melde sich noch heute bei »Putnik«, Maribor. 7184 m. Menschen fliehen aus dem Leben. In Litija feuerte der Vorsteher des Bezirksgerichtes Johann H u 11 e r, der gerade dieser Tage in den Ruhestand trat, in selbstmörderischer Absicht einen Schuß aus dem JaRdj^ewehr Kcgen sich ab. Hutter, der im 60. Lebensjahr stand und als ausjg^ezeichneter Jurist bekannt i^reitag, den Juli 1938. •>Marfborer ZeWijng« Nummer 170, Besuchet die VII. MARIBORER FESTWOCHE vom 6« bis 15. Aufrnit 1938 Faigpwiti wlMlgauf Mf If—I» IIB—fcek— VMi 4.~17. AatMt IfM BromKiMir'WüWlilidMHirtfw JuMttro Kulturausstellung — Industrie — Teztil — Handel — Gewerbe —* Landwirtschaft — StraBenausstellung Fremdenverkehr — AusstellunK der Photoamateure — Philatelie — Gastwirtschaft — Weinproben — Nationale Handarbeit ~ Jusoslawische Nationaltrachten Imkerausstelluns — Kleintierzucht — Konzerte und Theatervor* stcilunsen — Snortveranstaltonten — Versnüsunfspark Im ÄusstellunKSse- geiände usw. Dm MviboMr bmibadi dii setafloite Freibad JvfoslawlMf — Das frloe» roiMfltiiclM • PohorlMliklrga — Die Wrinnttgolen Storwnlw gorlea Dil fMtfmndllGbe Stadt Marlbor laden Sie zum Besuch ein ! war, erlag kurz darauf der erlittenen Ver Ictzung. — In einem Zagreber Hot:l wurde der 35jährige Privatbeamte Anton L o Kar aus Litija mit durchschnittener Schlagader tot aufgefunden. Logar war verheiratet und hinterlaßt neben der Wit we ein unversorgtes Kind. QlpotltrtMnadl^tMciifl , Bis zum 29. d. versehen die M a r I a-hilf-Apotii e k e (Mag. Pharm. Kö-li^) In der Aleksandrova cesta 1, Tel. 21r79i, und die St. A n't o n - A p o t h e-k e (Mag. Pharm. Albaneie) in der Fran-kopanova u1. 18,-Tel. 27-06, den Nachtdienst. Frtitas. 29. JaO. Llnbljaiia, 12 Konzert 19 Nachr., Na-tioiulvortrag. 20 Schallpl. 20.10 Frauenfunk. 20.30 Konzert. — Beograd, 18.30 Volkslieder. 19.30 Nationalvortrag. 20 Konzert (aus Zagreb). — Png. 16.15 Konzert. 17 Promenadekonzert. 19.25 Marschmusik. 20.35 Konzert des Mährischen Lehrer-Qesangvereins. — Pragll., 18 Lieder. 19.30 Lustspiel. 20 Konzert. — Budapest, 17.30 Zigeunermusik. 19 Konzert. 20.25 »Othello«, Oper von Verdi — BeromUnster, 18.30 Vortrag. 19 Konzert. 20 Gastkonzert Dr. H. Scherchen: Amerikanische Musik. —- Paris, 14.30 »Qraf Ory«, Oper von Rossini. 18 Kanunermusik. 20.30 Konzert. — Lyon, 17 Konzert. 20 Bunter Abend. — Strafi« barg, 18.30 Konzert. 20.30 Operette. — London, 18.30 Konzert. 20 Hörspiel. — Rom, 19.30 Konzert. 21 Operette. — Mailand, 19.30 Konzert. 21 Blasmusik.— Dentschlandsender, 18 Vortrag. 19 Klingender Reigen. 20.10 Bunter Abend. — Bartin, 18 Konzert 19 Sport. 20 Opernmusik. — Braalia, 18 Konzert. 19 Sport. 30 Unterhaltungsmusik. — Laipzig, 18 Vortrag. 19 Sport 20 Schallpl. — Miln-chottt 18 Konzert. 19 Sport. 20 Sinfonie* konzert. — Wlan, 12 Konzert 14.10 Schallpl 16 Konzert 18 Bauemmusik. 20.10 Unterhaltungsmusik. ^tüs Cdiß c. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 31. Juli, findet der Gottesdienst, den Herr Pfarrer D. Gerhard May hält, um 10 Uhr vormittags in der Christuskirche statt. c. Todesfall. Mit jäher Hand hat der Tod in ein blühendes Leben gegriffen. Am Dienstag starb hier der erst 14jäh-rige brave Schüler Mojmir Moll, ein Sohn des pensionierten Lehrers Oskar Moll in Trbovlje. Er erkrankte an einer Lungenentzündung und wurde zur Heilung ins hiesige Krankenhaus gebracht, von wo er ins Jenseits abberufen wurde. Das Begräbnis findet heute, Donnerstag, um 16 Uhr im Ortsfriedhof von Trbovlje statt. c. Ehie Aato-Ftbel. Sollte jemand im theoretischen • Unterricht für Herrenffah-rer noch nicht alles restlos verstanden haben, so wende er sich an das Schrift-fUhreramt des jugoslawischen Auto-klubs in Maribor (Trg Svobode) und kaufe sich für ein paar Dinar die AutoFibel von Rudolf Sertiö im Druck der »Mariborska tiskarna«. Das Büchlein ist schon deshalb von großem Wert, weil es die slowenischen Fachwörter für alle Motorbestandteile und alle sonstigen Fachausdrücke enthält die zur Ablegung der Prüfung vonnöten sind. c. Leichtathletik. Von prächtigem Wet ter begünstigt wurde am letzten Sonntag auf dem Glacis ein Olympischer Fünfkampf abgewickelt. Sieger unter den Senioren wurde PleterSek (Primorje) mit 2363 Punkten vor Stavbe (SK Celje) mit 2030 Punkten und UrbanölC (Primorje) mit 2027 Punkten. Vierter wurde Tkal-öiö vom Sportklub »Olymp« mit 1998 Punkten. Von den Junioren siegten in der B-Klasse Veble (SK Celje) und in der C-Klasse Horjak, ebenfalls vom Sportklub Celje. Neben den drei hier bereits aufscheinenden Kluben Primorje, SK. Celje und »Olymp« hat auch der Sportklub »Jugoslavija« daran tellgenom men. Bnrf-Tonklno. Bis einschließlich Donnerstag der sensationelle Hans Albers-Film »Der Geheimkurier«. Ein aufregendes Zwischenspiel aus den Nachkriegs-wlrren. Hans Albers in der Doppelrolle eines deutschen Offiziers und eines bolschewistischen Generals. — Ab Freitag der große Abenteurerfilm »Gefangene der Totenlnselv in deutscher Fassung. Eine dramatische Handlung für starke Nerven! Unkm-Tonkino. Der spannende Liebcä-roman »Manja« mit Maria Andergast, Olga Cehova, Peter Petersen und TraudI Stark. Ein ausgezeichneter Wiener Film, der im Milieu der vornehmen russischen Vorkriegsgesellschaft abrollt — Als nächstes Programm wird der erste original-italienische Großfilm »VIverc« (Das Leben) mit dem weltberühmten Sänger Titto Schippa gegeben. Ein selten schöner Film! Vom 2>(utf4k«i VtrIfftMbaro In 3ooreib Zagreb, 28. jull. Die Zagreber Blätter haben Im Zusammenhange mit der Eröffnung der neuen Räume des Deutschen Verkehrsbüros am Zrinjevac die Mitteilung abgedruckt daß das betreffende Palais von deutschen Behörden um den Preis von 4.5 Millionen Dinar käuflich erworben worden sei und daß in demselben auch das deutsche Konsulat sowie andere deutsche Einrichtungen untergebracht würden. Wie wir nun erfahren, ist diese Version völlig aus der Luft gegriffen, da offiziell von einem eventuellen Kauf des Hauses nichts bekannt Ist. Warum in die Ferne schweifen? Sieh', das Oute liegt so nah! Nach der Zeltung mußt du greifen, Um zu sehen, was geschah. Heitere Ecke Auch Kinderwagenräder. Als Caruso einst auf seiner Amerika-reise auch in einem kleinen Städtchen ein Konzert gab, stand auf dem Programm das Brahmssche Lied »Der Schmied«. Kurz vor Beginn wurde dem Sänger ein Mann gemeldet der sich nicht abweisen lassen wollte, weil er den Künstler unter allen Umständen noch vor dem Konzerl in einer äußerst wichtigen Angelegenheit sprechen müsse. Caruso empfing den Mann. »Wie ich im Programm gelesen habe«, strahlte der Mann, »singen Sie heute abend auch ein Lied vom Schmied. Ich bin der Schmied dieses Städtchens — und da möchte ich Sie doch herzlichst bitten und ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn Sie in das Lied ein paar Worte einfügen möchten, daß ich auch Kinderwagenräder repariere.« Je nachdem. »I'h're Frau ist doch blond, nicht wahr?* »Das kann ich nicht so ohne weiteres behaupten, sie ist gerade beim Friseur!« Buen Humor. « Roman uon Karl Sctimiöl Copyrlgh.l Horn & Co. 6. m. b. H., Berlin \JJ 3 S War das Fenster nicht vergittert gewesen? Ja...l Deutlich sah er vor sich im Geiste die-gebogenen Stäbe vor dem hell erleuchteten - Fenster. Und der Fremde hatte sich nicht mühselig durchgezwängt, sondern war in raschem Sprunge durch das Fenster gekommen. Wie war das zu erklären? Frank schauderte. Das Unheimliche der Sache ■ erregte ihn jetzt Doch ein Verbrechen? Ob -is nicht seine Pflicht war, sofort die Polizei zu verständigen. Unschlüssig stand er still. Doch der Regen rann unaufhörlich und durchnäßt u. frierend entschloß er sich schließlich nach Hause zu gehen. Morgen früh würde er dann schon sehen. War nichts geschehen, so hatte er sich nicht unnötig blamiert. Und wenn ^ d^nn konnte er sich immer noch als Zeuge melden. Morgengrauen. Verregnet liegt die Vorstadt in düsterem Grau. Das blasse Däni-nierllcht des frühen Tfges schleicht matt über die Dächer herein in Straßen und Gassen und durch Fenster an denen Regentropfen hängen. ' Im Konstruktions-Zimmer des Mauruswerks liegt noch tiefe Dämmerung. In dem weichen Ledersessel, vor einem langen und breiten Tisch liegt lässig eine unbewegliche Männergestalt das Haupt vorübergeneigt, die Arme schlaff über die Lehnen hängend. An die verschlossene Tür klopft es einmal — zweimal — diskret, unaufdringlich — dann nach einer kleinen Pause wieder, etwas stärker. Wieder ist eine Zeitlang Ruhe, iann entfernen sich schlürfende Schritte von der Tür und wieder liegt tiefe T?ulic über dem geräumigen Zimmer. Nach einigen Minuten, nahen Schritte mehrerer F'ersonen und vor der Türe wird leise geflüstert. Ein Schlüssel wird ins Schloß gesteckt und umgedreht, die Türe öffnet sich und das grelle Licht der elektrischen Lampen erfüllt den Raum. Der Hausmeister tritt ein, hinter ihm ein kleiner, schmalhüftiger Bürodiener. »Herr Doktorl« Keine Antwort, Die Gestalt im Lehnsessel rührt sich nicht. Der Hausmeister macht ein paar Schritte vorwärts. Etwas lauter klang es: »Herr Doktorl« Plötzlich fühlt sich der Hausmeister von einer zitternden Hand am Arm gepackt. Erstaunt dreht er sich um. Das Gesicht des Bürodieners ist leichenblaß und verzerrt. »Was ist Müller?« »Ich weiß nicht,« antwortet stotternd eine flüsternde Stimme. Plötzlich ein Aufschrei. »Er ist tot!« Der martialische Hausmeister hielt einen Moment inne. Dann schüttelte er den Aengstlichen resolut von sich ab und während dieser Ihm von Schauder geschüttelt nach schaute, ging er mit schnei len Schritten auf den Sessel zu. Doch kaum hatte er einen Augenblick auf den Ruhenden geworfen, da fuhr er erschrok-ken zurück. Den Ausdruck dieses blassen Gesichtes, diese verkniffenen Lippen kannte er nur zu gut von den Tagen da drüben an der frandrischen Front — das war der Tod. Rasch entschlossen und doch stark auf geregt, trat er zurück. Müllners stiere Augen rangen nach Gewißheit. »Kommen Sie, Müllner! Dr. Soerner ist tot.« Leise schlichen sie hinaus. Draußen auf dem Gang stand der Hausmeister unent- schlossen still. MÜllner sah hilflos zu ihm aut »Gehen Sie ins Büro II, Müllner und bitten Sie Ingenieur Sealson sofort, wenn er kommt ins... da kommt er selbstl« Eine schlanke, elastische Gestalt kam in raschem Tempo den Gang entlang. »Ist Dr. Soerner bereits da? — Was ist? — Was haben Sie?« »Dr. Soerner muß etwas zugestoßen sein. Er ist da drinnen ... tot.« Sealson sah maßlos erstaunt von einem zum andern, dann eilte er rasch in das Zimmer. Die beiden warteten wortlos. Nach kurzer Zeit kam der Engländer eiligen Schrittes zurück. »Haben Sie im Zustand des Zimmers etwas geändert?« »Nein, Herr Sealson, nicht das Geringste. Wir haben keinen Gegenstand berührt.« »Gut!« Er eilte davon. Die beiden folgten ihm. In weniger als zehn Minuten hatte Sealson die Polizei und den Arzt angerufen. Dann steckte er die Hausleitung ein und rief an: »Bitte Herrn Dr. Maurus!« Der Fabrikant lag noch in kräftigem Morgenschlummer, als er von seinem Diener geweckt wurde. »Herr Doktor! Herr Ingenieur Sealson läutete an. Er will Sie selbst sprechen, eine Sache von sehr großer Wichtigkeit!« Gähnend kroch Maurus aus dem Bett. Er war ärgerlich gelaunt. War die Sache wirklich wert, daß man ihn aus dem besten Schlaf riß. Wieviel Uhr war es denn? Fünf Minuten nach 7 Uhr! In Schlafanzug und Pantoffeln schürfte er in sein nebenanliegendes Arbeitszimmer. »Hallo, Sealson! Hier Maurus! Was ist denn los in aller Herrgottesfrühe?« Seine Augen weiteten sich. »Was, Soerner? — Mensch, Sealson, wissen Sie, was Sie sagen. Sind Sie betrunken?« Aengstlich horchte er weiter. »Ich komme sofort!« Er warf den Hörer auf den Tisch und eilte ins Schlafzimmer um sich notdürftig anzukleiden. Ungewaschen, ohne Kra gen eilte er dann hinüber ins Büro. Sealson erwartete ihn im Gange. »Sealson, ists war?« rief er ihm leichcn-blaß entgegen. »Leider, Herr Maurus! Mir ist das traurige Los zugefallen, Ihnen mitteilen zu müssen, daß der Hausmeister und ein Bürodiener Herrn Soerner tot im Konstruktionszimmer aufgefunden haben. Ich habe mich selbst überzeugt, Dr. Soerner ist tot Arzt und Polizei habe ich bereits angerufen.« »Mord?« stammelte Maurus. ^ »Das festzustellen vermag ich nicht. Es war keine Spur von Gewalt zu bemerken. Im Zimmer war alles in Ordnung. Vielleicht ein Schlaganfall. Wir warten am besten ab, was der Arzt sagt. Kr muß alle Augenblicke hier eintreffen. Wollen Sic das Zimmer sehen?v.* Schaudernd wehrte Maurus ab. Nach ungefähr fünf Minuten ertonten im Erdgeschoß Schritte. Der Hausmeister kam mit dem Arzt die Treppe herauf. Auf '""e«it eilte ihm der Fabrikant entgegen. »Out, daß Sie endlich kommen, Doktor!« »Keine Aufregung! Wenn er tot ist, kann ich auch nicht mehr helfen^., unterbrach ihn der Arzt rasch. »Führen Sie mich in das Zimmer.« »Herr Sealson wird Sie führen'-, ricJ Maurus rasch, »ich ma^ Tote nicht mehr sehen.« Befremdet sah der Arzt auf den Fabrikanten. So waren sie nun mal, diese Geldprotzen. Das Grauen vor dem Tode löschte das Gefühl der Dankbarkeit, das doch gerade Dr. Maurus seinem toteij Chefingenieur in höchstem Maße schulde te. Was für ein jämmerlicher, kleinlicher Mensch dieser Autoniobilfürst war! Wie ein überführter Verbrecher, der das spenst des Sctiaffotts vor sich sieht, stan. er da, * ^ > »Mariborer Zeitung« Nummer 170. #sfRiutdstküu S>er jugoilatDifcDr B c o ß r a d. 26. Juli. Nach den.aml-liilicn StalistiUcn vorzciclinclo der jugo-slawfcqiic Ckariiigstaad am 22. 'd. im Vergleich zu der Vorwoche einen Rück* gan,^ der jugoslawischen Forderungen^ ge «onübcr Italien um 15.4 Millionen 1 >inar. Gegenüber Deuts c'h la" vi d Aktiver Cleaiitig ' sind die Forderungen um 2fi Mill, Mark zurückgegangen» Die Clearingschuld Jugoslawiens gegenüber der S c h w e i z ist. hingegen i4pi„464.000 Franken ^cßtie-«cn. .Der letzte jClearingstand, verzeichnete folgende j^psfen:. Bulgarien (ordentl.) Din Bulgarien (Tourist) Din Italien (alter) L. it. Italien (neuer) Din Deutschland RM Polen Din Türkei Din Spanien Pez Passiver Clearing Belgien Belga Ungarn Din Rumänien Din Tscechotilowakei KC Schweiz Schw Fr. 22.VII 2,012.000 286.000 286.000 8,012.000 103,170.000 7;36l.OOO 8,801.000 13,100.000 2,909.000 2,971.000 35,100.000 10,655.0(XD 154,700.000 3,870.000 M 15-yii 2^.000 267.000 267.000 13,966.000 104.855.000 10,016.000 8,309.000 ^ 12,843.000 2,909.000 2,986.000 33,934.000 11,615.000 155,728.000 3,406.000 Unterfchled + 7000 + 19.000 + 19.000 — 5,954.000 1,869.000 — 2,655.000 4- + 492.000 263.000 — 15.000 + 1,166.000 ^ 960.000 — I.028X)00 + 464.000 ^drfen^riiiyte Zagreb, 27. Juli. Staats werte: Kriegsschadcn 481--483, 4V« Agrar 62— 63, A%. Nordagrar 62^3» 6% Begluk 92.50—93.25, Go/o dalraat. Agrar 91.75— P2.50, 1% StaWlisationsanleihe 98, 7% Invcstitionsanleiiie 98—^99, 7®/# Hypothekarbank 99, 7% Blair 93.50, S% Blair 98—99; Nationalbank 7250, priv. Agrarbank 228. • - . • L j u b ] a n a, 27. Juli. Devisan: Berlin 1746.53 bis 1760.41, Zürich 996.45 bis 1003.52, London 213.91 bis 215.96, New-york 43)7.26 bis 4353.58, Paris 119.94 bis 121.38, Prag 150,13 bis 151.24, Triest 238.07 bis 231.15; eng!. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 14.80. ^nternaHonale Oformrntaouno der Internationalen Noumentagung 193H, über die-wir berichtet haben, befaßte sich der Fachausschuß ■ ftir Eisen lind Stahl, der unter dem Vorsitz, von Dr. Brünzly (Schweiz) zusammentrat, ^rnc'i' mit der Frage, wie die Stahlsorten 'im internationalen Verkehr bezeichnet v.crdcn sollten, damit durch die Bezeich-niiiijj ihre (>}iialiläten möglichst eindeutig an'Tc.^oben würden. Mehrere frühere Be-schüiP'^^ f'iber die Markenbezeichnungen •'ir Stall! wurden ergänzt. Vor allem n-ch • num /.u einer einheitlichen Reihe "on liir die Zugfestigkeit zu kom- men, denn man war sich darüber einig, (Ir.ß r'tr'-d^ die Zii'^festifkeit ein charak-'orisf.sc'iL's Tkninl tür die Güte des ge-n-ölir»i'i;lion St.-^his ist und daß deshalb fTp ''iif clip bezügliche Angabe auch in rin- R'^T-r.i.-hnung mitgeteilt werden müs- ro wie d'cs in Deutschland geschieht. Dh. iinihn^i-oichen Arbeiten dieses Fach-befaßten sich ferner mit dem n-fUv^rf-hrf^.-; rijr Stahl. 5!7iprnn«onolfr CRDhffoinn&rr ffino« *>ö&er Die zuversichtliche Stimmung der internationalen Rohstofmärkte hielt auch in der Rerichtswochc an. Fester waren \oii Ali'tallen Kupfer und Zinn, wogegen nach ein^'r Reihe von Jahren Aluminium in l.ondon im Preis um 6 v. H. herabgesetzt wurde. Haumvvolle hat die vorwü-clii'^en Verlusic zum Teil wieder aufgeholt. Von üetrc'idc-n bröckelt nunmehr aucli Mnis langsam ab. Bei den übrigen Rolistoffen waren kerne größeren Aen-dcriir'ren zu verzeichnen. Die auf Gold-;;ii'ii(iiar;e (linde 1933 — 190) errechneten Kenn-,^alden belrugcn am 22. d. M. (•ric,';:en den 15. il. M.): Kupfer 115.5 fül.rj), l;;ei 117.8 (118,3), Zink-94.2 (r).?.r\ Zinn 7G.3 (75.5), Aluminium 81.8 ai.hi, N.krl 03.2 (93.1), Silber 89.0 ' ) 7,'t.O (70.3), u'.iulhchuk I (''1.'; (155.1), iiaumwolle 84.7 (82.7), Kopra 101.2 (10^5). Leinsaat 1^.7 (131.0), Schmalz 162.9 (163.3), Weizen 139.5 (139.9), Röggen 122.1 (122.9), Mais 155.5 (157.7), Kaffee 82.8 (82.9), Kakao 93.7 (91.4), Zucker 97.2 (96.7). Die durchschnittliche Kennziffer für die genannten 19 Rohstoffe ist wieder um eine Kleinigkeit höher, und zwar 109.4 am 22. d. gegen 109.0 am 15. d. und hllt sich damit weiterhin etwa auf dem Stand von Mitte Mal. X Moratorium ftr den Verfaiiid dar aloweatochen Ocnotaeiiscbafteii. Der Mi- aislerrät' hat .auf Antrag des Ackerbau-mkiisfers dem Verband der slowenischen Genossenschaften -te -Liubijana ein Moratorium. gewfthr^ .welches sich auf, sechs Jahre erstreckt und.fUr, Verpflichtungen gilt, die ois zum 27, August 1Ö37 ent-siiuiden, sind.^ Der- Zinsf^uB filr Einlagen bis zu.'di^m TerttrU'a betrAgt X Senkung der BMcÜ-Cxpoftpnlie. Wie verlautet, hat der gte'chÄftslührende AusschuB'des 'Orob-,^ Mittel- und Uftlver-sal-Eisenverbandes ' in der vergangenen Woche fn BrOsiel beschlossen, mit Rücksicht auf den amerikanischen Außenseiter Wettbewerb die Exportpreise für Blech auf fast allen MÄrkteh mit sofortiger Wir kung um etwa 10 Qoldschtiting Je Tonne herabzusetzen. X Amtliche Anlettungta sur BeUnip-hiiig des Traubeowkklcff. Das Landwirt schafftsministeriumi Abteilung für pflanzliche Erzeugnisse, hat unter Zahl 25 genaue Anleitungen zur Bekimpfimg des Traubenwicklers (Heu- und Sauerwurmes) während der Sommer- und Winterzeit gegeben, die den in Frage kommenden Stellen wie Weinbaugenossenschaften, anderen WeinwirlKhaftsorganiiatio-nen usw. auf großen Anschla|(bllHcrn zur Verfügung gestellt wurden. Nebst den wichtigsten und erfolgreichsten Beklmp-fungsmaßnahmen gegen diesen sehr gefährlichen Weintraubenschldling wird dort auch der Schädling selbst ausführlich beschrieben. Damit sind den Weinbauern im ganzen Lande entsprechende Richtlinien zur Darnachhaltung geboten worden. Freitag, den 29, Juli 1938. Sfeg der Amerikaner kam überraschend. Die besten Ergebnisse erzielten der Engländer Brown, der Ol>tr 440 Yards in 48,9 Sek. und Uber 880 Yards in 1:56,6 Min. siegte. 3iu«l9funo in aserlfn In Berlin wurde gestern die Verlosung der Oegner des am 29., 30. und 31. dJ in Berlin stattfindenden Finalkampfes des Davis-Cup zwischen Deutschland und Jugoslawien vorgenommen. Die Kampfe werden sich demnach In folgender Reihe abwickeln; Freitag, 29. Juli: Pun£ec gegen Henkel und Pallada gegen Metnxa. Samstag, 30. Juli: KukuljevlC-MitlC gegen Henkel-Mettxa. Sonntag, 31. Juli: Pallada gegen Henkel und PunSec gegen Metaxa. Die Spiele werden an allen drsi Tagen durch die deutschen Sender übctragen werden, Freitag und Samstag um 18.30 sowie am Samstag um 17.30 Uh.' wird die Spielübertragung auch über di; jugoslawischen Sender erfolgen. Als Soea-ker wird Sportredakteur Hrvoje M a -c a n 0 v i c aus Zagreb fungieren. (SrOnbunQ rinrr Stödten 3uB&air-Stga? Die Sportklub »Ba5ka« (Subotica), »Slavija« (Osijek), »Vojvodina« (Novi Sad) und »Concordia« (Zagreb) leiteten sofort nach Abschluß der Qualifikationsspiele für den Aufstieg in die Nationalliga eine Aktion ein, mit der die mit den Qua lifikationspielen unzufriedenen Vereine eine Abänderung des Splelsystems, even tuell auch die Gründung einer zweiten Liga anstreben. Dieser Aktion haben sich auch die Vereine in Sarajevo und NiS angeschlossen. Später gesellten sich zu diesen auch Unzufriedene aus anderen Unterverbänden, so daß nun Vereine aus allen Unterverbänden mit der Forderung hervortreten, eine zweite Liga zu schaffen. : Nachtspiele In Mengei. In dem bisher wenig bekannten MengeJ, wo sich jetzt eine bcRcisloric SportRcincnide zu-sniiimcngcschlossen hat, werden am näch sten Samstag und Sonntag zwei Fußballspiele bei künstlicher Beleuchtung stattfinden. : Ein neuer Sportplatz wird am nächsten Sonntag In Zagorje eröffnet. Aus diesem Anlaß wird dort ein Fußballturnier stattfinden. : In ftlbenik trug ein Fußballteam der englischen Kriegsmarine ein Match gegen eine dortige Matrosenmannschaft aus. Die helmische Elf siegte mit 6:1. : In Spitt fand am Sonntag ein Leichtathletikkampf zwischen »Hajduk« und der Zagreber »Concordia« statt. Die Zagreber siegten nur knapp mit 68:52. iNoji schlägt Kucodnskl. In Warschau wurden die. polnischen; Ldchtathletlkmel-sterschaften ausgetragen^ Das größte Interesse galt dem 5000-Meteilauf, in dem der polnische Rekordmann No)i auf Ku-cocinski, den Olympiasleger von Los Angeles traf, der nach mehrjähriger Pause erstmals wieder startete. Noji. gewann mit 14:52,6 Min., vor dem Olympikonent der 14:56 Min. benötigte. : Der groBe Preis von Frankreich tür Motorräder wurde, auf elher 2,5 Kilometer langen Rundstrecke bei Nizza ausgetragen. Die Ergebnisse waren: Kategorie bis 175 ccm (28' Runden, d. 1." 70,7 km): 1. Petruschke, ' Deutschi., DKW, 48:22,3 Min., d; 1.' 87,021 iStkm. — 250 ccm (30 Runden; d; i;>75,6 km): 1. Kluge Deutschi., DKW, 47:33,S Min., d. I. 95,3(96 Stkm. — 350 c(jm (32 Runden, d. i.' 80,6 km): 1. Löyer, FrankNch, Velovette, 51:59 Min., d; I. 93,009 Stkm. — 500 ccm (34 Runden, d. i.'85,6 km): K Cordter, Frankreich, Nörtön, 52:28 Min., d. I.'97,99 Stkm; - • ' USA—Englalid 9:3. Im Londoner White City-Stadion kam es am Wochenende zu dem schon traditionellen LHcht-athletiktreffen zwischen den Hochschulen von Amerika und England. Die Amerikaner Waren durch ein Team von Prlnce-lown und Cornell vertreten, die englische Mannschaft bestand aus einer Komhina-i tion von Oxford und Cambridge. Der hohe ®a« 119. 3fPPtlin-SuflMiff Ein neues Wunder der Technik vor der Volleiidung. Unser Dr. Fa.-Mltarbelter hatte Gelegenheit, das seiner Vollendung entgegengehende Luftschiff LZ 130 in Friedrichshafen zu besichtigen; er gibt darüber unseren Lesern folgenden interessanten Bericht: Das neue, m der großen Bauhalle des Luftschiffbau Zeppelin a. B. in Bau befindliche Luftschiff LZ 130 ist das 119. bisher erbaute Zeppelinluftschiff. Der Schiffskörper wird nach den gleichen Plä nen ausgeführt, wie LZ 129 (Minden-bürg), er weist also die gleichen Ausmaße und die gleiche Bauart auf wie dieses Schiff. Das 0:rippe besteht aus Längsträgern und Ringen, die aus einer beson^rs festen Lelditmetall-Leglerung zusammengenietet- werden. Die von den Ring- und Längsträgem gebildeten Felder Virerden durch eine Verspannung aus hochwertigen Stahldrähten verknüpft. Die Außenhaut des Schiffes besteht aus einem festen Stoffgewebe, das durch einen Cellon-Anatrlch wetterfest gemacht Ist. Als Traggas ist das unbrennbare Helium vorgesehen. Das Helium wird in 16 von einander unabhängigen Gaszellen mitgemhrt, die aus einem von der Balton-bau-Abteilung des LZ In Berlin — Tempelhof nach einem besonderen Verfahren hergestellten gasdichten Stoffe bestehen« Zum Vo.rtrieb des Schiffes werden wieder 4 Dalmler-Benz-Dleselmotoren von je 8000 PS Dauer- und etwa 1000 PS Höchstleistung dienen Die Motoren werden in 4 paarweise an den Schiffsseiten aufgehängten Gondeln angeordnet. Sic sind hier gut belüftet und leicht Uberwach bar; etwaige Störungen können daher jederzeit während der Fahrt behoben werden. Zwei weitere kleinere Dleselmoto** ren sind Im Schiffskörper untergebracht; sie dienen zur Erzeugung des für Beleuch tung, Kreiselkompaß, Funkentelegraphie usw. erforderlichen elektrischen Stromes* Die Auspuffwärme dieser Motoren wird gleichzeitig zur Beheizung des Kochherdes und der Fahrgasträume benutzt. Der Betriebsstoff für alle Motoren wird in großen, längs des Kleiaufganges angeordneten Behältern mitgeführt. Alle für die Schiffsführung erforderlichen Einrichtungen und Geräte sind in der unter dem Bug angeordneten Füh* rergondel vereinigt. Hier befinden sich die Handrflder für die Höhen- und Seitensteurung, die auch elektrisch betätigt werden können, ferner die Schalttafeln für Gas und Ballast. Maschinentelegraphen und Fernsprecher verbinden die Führung mit 'den' einzelnen Motorengön^ dein und anderen Schiffstellen. Für die Navigation dienen Kreiset- und iMagnet-kompasse, Peilgeritei' Höhenmesser und Echolot. Geschwindigkeit, Motofen-Dreh-zahl Und Zustand der Oaszellen werden dufch besondere Meßgeräte angezeigt. Die Uber der Führergondel liegende Punk Station ist'für länge'und kurze Wellen sowie für SprtchVerkehr elngerichteti Besondere Peilrahmen ermöglichen Richtempfang. Die Fahrgasträume werden, wie bei LZ 129 in den eigentlichen Schiffskörper eingebaut. Die Anordnung der einzelnen Räume ist aber eine andere als'belm letzten Luftschiff^ Der Speisesaal Hegt etwas erhöht In der Mitte zwischen den anderen TägesrHumen; diese umfassen Gesellschaftszimmer, Lese- und' Schreibzimmer, sowie ein Rauchzimmer mit Bar. Zu beiden Selteri befinden sich große'Aus sichtsfenster, ' . , , ; Die zweibettfgen, auch als Elnbettkam-mern benutzbaren Schlafkabinen sind mit warmem und kaltem fließenden Wasser ausgestattet. Ihre neuartige Anordnung ermöglichte es, dem größten Teil der Schlafkanimern durch Atif^enfcnstcr direktes Tageslicht zu geben. Mohrore Kammern erhalten als Luxusriiunio bo-snndcr.«5 große. Aussirhtfcnstcr. Die Schiffsbesatzung wohnt in zweibi't I 1 rfeitag, dfcri S«. Jlfli 1938. rmm titjen Kammern, die längs des Kiellauf-i^angcs angeordnet sind. Ferner stehen de Besatzung zwei wohnlich cingerich-tett Räume zur Verfügung. Im Kielaufgang befinden sich an geeigneten Stellen die Pacht- und Frachträume. Interessant sind auch noch einige Zahlen, die über die Größenverhältnisse, den Bau, das verwendete Material usw. dieses Luftriesen Auskunft geben. Seine Gesamtlänge wird 245 m betragen, der größ tc Durchmesser zeigt 42,2 m. Der Gasinhalt beläuft sich auf 200.000 cbm und die Gesamttragkraft weist die stattliche Zahl von 200.000 kg auf. Bei einer Höchstleistung der Motoren von 4000 PS werden die Dauerleistungen 3200 PS, die Höchstgeschwindigkeit 135 km (Stunde und die Marschgeschwindigkeit 125 km) Stunde betragen. Mit Verwunderung erfährt man daß die Gesamtlänge der Gerippeträger etwa 22 km ausmacht und daß etwa 135 Kilometer Stahtdraht und 5,5 Millionen Nieten verbraucht werden, daß die Oesamtlänge des verarbeiteten Stoffes der Außenhüllc etwa 28.000 qm und die Gesamtfläche des verarbeiteten Zellenstof-les 56.000 qm umfaßt. Es sind Pionierleistungen deutscher fuftschiffahrt, die demnächst in der Fertigstellung das LZ 130 ihre Krönung finden und die als eindrucksvolles Symbol friedlichen Aufbauwillens dem Weltverkehr neue Brücken schlagen werden. •>Marlborer Zeitung« "Nummer 170. GMnstHtorf mllMot 3lli>«i{ke Hoch Im Gebirge, etwas oberhalb von Riva am Gardasee, liegt der Ledro-See, manchem Reisenden, der das Tal durcheilt, durch den berühmten und schönen Ponale-Fall vertraut. Am Ledro-See voll-Tieht sich in diesen Tagen eine merkwür dige Erschebung; Die Ueberreste eines prähistorischen Dorfes entsteigen den •kühlen Wasserfluten. Ursachc dieser merkwürdigen Erscheinung ist der empfindliche Wasserschwund, unter dem der Ledro-Sec seit einiger Zeit leidet. Schon kommen die • ersten Ueberreste zum Vorschein, ragen Dachteile über den Wasserspiegel. In der ganzen Gegend sieht man dem weiteren Verlauf mit Spannung entgegen. Man macht sich auf eine schönc vorgeschichtliche Ausbeute gefaßt, da nach alten Berichten das dem Alpensec entsteigende Dorf wahrscheinlich schon in der Steii»-zeit erbaut worden Ist. Auch über die Ursachen 'des dauernden l\bsinkens des Ledro-See-Wasserspiegels — ganz abgesehen von jährlichen Wit-ierungsschwankungen ergeht man sich in den verschiedensten Vermutungen. Manche schreii>€n dem Ponale-Fall die Schuld zu. Diese alpine Sehenswürdigkeit gereicht der Gegend in doppelter Weise zum Wohle. Sie zieht die Fremden heran und sie treibt ein Elektrizitätswerk. orarburgrennen 1938 reiciy on etnfationen Der Kampf um iden Großen Preis von Deutschland» der am Sonntag auf dem Nürburgring ausgetragen wurde, ist von Richard Seaman auf Mercedes-Beiiz gewonnen worden. Das Rennen war reich an Sensationen. — Die größte' jedoch die, daß Manfred von Brauchitsch, der den Steg schon in der Tasche zu haben schien, von seinem Rennleiter vor den Tribunen ans seinem in Fhunmen stehenden Wagen gerettet werden mußte. — Unser Bild links zeigt die dramatische Szene vor TriMnen, «Is üle Mannschaften herbeieilten, um Brauchitsch zu retten und den Brand zu löschen. — Rechts: Korpsführer Hiihnlein beglückwünscht den Sieger und Detttscliea Straßenmeister Seaman (Schirner-M). !3ttontmartre-„6(0le;pperln" plfinDm l^roMnslerin attö Schlimmes Pariser Abenteuer während des Königsbesuches. Der Ueberfall auf eine junge Engländerin während der Pariser Königsbesuchstage, der die französische Oeffentlichkeit lebhaft beschäftigte, fand jetzt eine überraschende Aufklärung. Er zeigt, welche Gefahren Leichtsinnige im »Vergnügungszen-trum« Frankreichs ausgesetzt sein können. Eine junge Engländerin aus der Provinz, die die Königstage in Paris mitgenic ßen wollte, hat In diesen Tagen eine bitterböse Erfahrung gemacht. Man fand sie eines Morgens bewußtlos im Pariser Vorort Neuilly auf der Straße. Als sie in einer Klmik zu sich kam, erklärte die 33-jährigc, übrigens verheiratete junge Frau die bei ihrer Auffindung in elegantes Weiß gekleidet war, dem Polizeft)cam-ten ganz energisch, sie wolle keine Erklärungen über diesen Vorfall abgeben. »Ich wünsche, daß man mich in Ruhe läßt. Ich habe eine Dummheit gemacht und muß schwer darüber büssen! Wenn ich bestohlen worden bin« — was sich Vielleicht ist sie auch die letzte Ursache für das Auftauchen des uralten Steinzeitdorfes. Sie <2fo(r-3lor5tDaiiö i^estounoni (n dreitägigem Kampf haben vier deutsche unerschrockene Alpinisten, die österreichische Seilschaft Harrer und Kaspareck und die Münchener ^ilschaft Förg und Heckmeier, zum erstenmal die Nordwand des Elgers bestiegen. Man war um die Bergsteiger bereits In großer Sorge, als es ihnen endlich am Sonntagmittag gelang, die 3974 Meter hohe Gipfelhöhe des Eigers zu erreichen. Allein In den letzten drei Jahren hat die berühmte Nordwand des Eigers acht Todesopfer kühner Männer gefordert, bis jetzt den vier Deutschen die erste Besteigung gelang. Unser Bild zeigt «einen Blick auf die Eigerwand (Schcrl-Bilderdienst-M.). und Leichtsinn in einer Grolistadt Paris bitter rächen. wir 'yMo !9orM Sraeiflerung^-fhtriP f(ir Me ^BtNUIeoer m inzwischen in ihrem Hotelzimmer herausgestellt hatte — »so bin ich allein daran schuld. Ich habe gegen niemanden eine Klage zu erheben.« Die Entscheidung lag nun aber nicht mehr bei der Ueberfalienen und Bestoh-Icnen. Die Nachforschungen der Polizei führten sehr bald auf eine merkwürdige und mehr als verdächtige Spur. »Dany«, eine junge als Mann verkleidete Französin, deren Photographie man bei der Bewußtlosen gefunden und die sich mit der jungen Engländerin bereits in Pas de Calais bald befreundet hatte. Die Identifizierung erfolgte durch das Hotel, m dem die Engländerin abgestiegen war. Es.ergab sich, daß »Dany fOr orfl—f Ai» ••ndung von chHIf• BrtelWI IW slw* — Anfr«a*n Ist «In« 0*bMirv«nS0l