Mm Po^tnin* lapeana ▼ got1» 60-—, g«,j»h^g »in HO*—. fttr bo3 Krilaai «rhöhung. — Einzeln« Jlummern Im l M Rnmmer 64 | Sonntag, den 15. August 1926. | 51, Jahrgang AalKan. Schon der selige KarlMch hat uns in seinen hochbe-lihwlen Büchern .Durch da« La»d der Skipnaren" »»d „Ja den Schlucht«» bei Baila«" darüber be» lehrt — wie «an allgemein w«>ß. i« unvergeßlicher und unerreichter Weise — daß da unten, wo die beiden feindlichen Brüder, der Serbe und der Bulgare. («pij auf dem KriegSpsad wandeln, wenn schon nicht auf dem offiziellen, so wenigster« aus de« pr v,te«, die Pistolen, die Handschar« und die «»bernste« Mauser al« schönster Bauch, und Schul-terschmrck von jeberwana geschätzt und begehet wer-der. Diese öffentlichen Gegenstände fallen dort so ««tiig aus wie bei uv« ein Spazierftöckchen ober ein Girardihut ober ein Fahrradel. Sie sitzen so locker, da« da« Gewicht einer Fliege gerügt, um aal ihnen eine Kugel in Schwung zu bringen. In dieser herrlichen Gegend find sogar die Zeitung«-ccbaCteute .weiße Heplli«^e", die nach j.be« Re» daklionSschluß an der Spitze ihrer „Krieger" und stattlich gerüstet zu entsprechenden Taten ausziehen. Oft bekommt so einer eine» Schuß und dann reicht der Lär» etwa« weiter, al« wenn bloß ein gewöhn-licher „Wojwode" in die ewigen Rakigiünde der« sammelt wurde. So erzählt Karl May und in der Tat: die Mitteilovge» diese« .vielerfahrenen" Krieger« Hit biiher noch niemand al« übertrieben bezeichnen können. Zm Gegenteil: der große Weltkrieg war für diese wilde», tcpserev Herzen eine uuerhöite Quelle männlichen Genusses. Da brüllten deriiable große Kanonen durch die finstere« Schlnch-ten, sicherlich bat schöoste Konzert sür die einge-borenkn Helbensöhne. Nach bem Friedensschluß kehrte man wieber in den gemäßigten Alltag zurück. Weil n»v Mazebonie» «in Land ist, u« da« «an sich preilel. die Serben sagen, daß die Mazedonier Serben, diese selbst urd die Bulgaren behavpie«, daß sie Bulgaren seien, so hötte« die kleinen Ge- Ker yritte. v«rsöhn«n, Streit und Haber schlichten, Wie schön! — Doch gleiche du mitnichten Dem Weizenkorn; ba» sah mit Leibe Lwei Mühlenstein«, die sich rieben: Da sprang'S als Mitller zwisch«» beide; Sie treiben fort, wie fiel« sie trieben, DaS Xorn doch ist zu Staub verrieben. _ Slnaftaftu« ®rön. sSnfcr iitnnssnmisrtii'r ^sfioo« im Wttetmeer. Von Tr. Wilhelm Neuner. III. Nach den Mitteilungen der ur.« begleitenden ita U'nischen Führn war der l.tzte «uSbrnch flüssiger, feuriger Lava vor ungefähr einem Monat erfolgt und war da au« dem Haupikrater selbst die Lava heraus >>flössen. Seither Hat bet Vesuv noch nie ganz geruht. #i arbeitet seither fortwährend und der vorhin erwähnte Kegel, welcher sich unter urS aus der lkratermitte erhob, hatt« sich seit eiv«m Monate durch fortwährend auS b,m E,dinv«,n Herr«,geschleuderte Steine, Lavateile und Aiche «.bildet. Die Lava selbst, bie, wie erwähnt, der einem Monat da« letzte Mal in g>öß«r«r Menge h«rau«g> flössen ist. war st.llenweisi noch immer heiß «nb im Innern noch immer fenrig flüssig. fechte und Ftldzüge (Einbrüche in da« „fremde" Territorium) bi« zu« heutigen Tag nicht aus. Die Wojvoden, Ansührer der fechtenden „Truppen", genießen Hüben und drüben legendäres Ansehen. Sogar unsere slowenische» Blätter (mit dieser Ge-gend verglichen ist nämlich Slowenien roch immer eine friedferiige Schlafmütze, obzwar auch hier schon bemerkenswerte Ansätze zu einer .Besserung" vorhanden stnt) beschrieben seinerzeit mit großem Relptkt die Szene, wie »in solcher „Heiplliag" von seinen Genosse» am Berawng«seuer erschösse« wurde, während er arglo« einen Raki hinunierschlürfle. Da« wäre, nicht zu sehr karikiert, da« Milieu der Ereignisse, von deren Folgen wir in den letzten Tagen soviel Beunruhigende« hörten. Um in den völligen Ernst zu sollen: die Gesandte« der drei Balkanstaaten Jugoslawien, Rumänien und Griechen» land haben am 11. August d«m bulgarischen Außer-minister Baroff eine Note überreich'. Infolge der Ei» flußnahwe England« und vielleicht auch Italiens, da«, wie glaubhast behauptet wird, hinter all diese» Balkangeschichle« steckt, hat die Note da« Meiste von der m^prünglich beabsichtigten brandelnden Schärfe verloren. Es wird in ihr in sehr gemäßigtem Ton die Auflösung der „mazedonischen Organisation" verlangt, die durch ihre verbrecherische« Einfälle de« Frieden am Balkan störe. E ne Forderung, von der die fordernden Staate», die selber über ähnliche .vereine" verfügen, wissen, daß ihre Durchführung ganz einfach urmöglich ist. Denn «an muß wissen, wer diese „Mazedonischen" find. Ihr Kern find bulgarische Flüchtlinge ar» Maze-donien, verzweifelte, zu alle« entschlossene Balkanesen, die d«n bulgarischen Patriotismus verkörpern und die absolute Macht im Land und in der Gesellschaft i« Besitz haben. Wie köante die jeweilige bulgarische Regierung, die vo« den „Mozedonischer." ^stützt wird und von ihnen abhängig ist, ba» „Mazeboni-sche Komitee" im Ernst arflö'en b. H. seine .patrio Als wir biese« Bild vor uns eine Zeitlang be trachtet hatten, machten fich »»et italienische Führer er» titip, bc6 sie un« sür eine Entlohnung von je 25 Lire pro Person ein»«!» bi« jur neugebildeten kegelförmigen E' h>burg in den Hauptkiater knapp zur einen Monat allen heißen Lava und zum Echlunde hinführen wollen, von wo noch jitzt alle ein bi« zwei Minuten mit un-gehturer Wucht Steine, Asche und feuriger Schwefel-rauch herausgeschleudert werden. Einige faßten wir auch den Mut und gingen aus biese« »«bot ein unb kletterten tatsächlich in den Haupikrater hinein; ähnlich wie —— » ... •«. gelangten wie dort, vorstchtig über erstarrte Lavaströme bahioschrcilevb, zwischen verschiedenen in der Lava durch Abkühlung entstandenen Sprüngen vorüber und an Boderlö^rrn, au« welchen heiße Luft strömte, vorbei, bi« knapp zur noch immer glühenden, vor einem Monat au« dem Erdinneren he,vorgetretenen flüssigen Lava. Wir befanden un« dann bei kaum erträglicher Hitze unmittelbar an der vorhin erwähnten kegelsöimigrn Erhebung, an deren Höhe ein breite« klaffende« Loch weiß 85ott wie tief »um feurigflelssigen Eidinneren hineinsützrt. E« war die« die O>ffiung, au« welcher alle 1 bi» 2 Minuten Steine, Asche und feuriger Rauch mit ungeheurer Woche nnd Gepolter tief au« ber Eide heraus an bie Oberfläche brangen. Unter un« aber fühlten wir ein fortwährendes Beben, G>polter unb Getöse, al« wären große Massen in Bewegung, bie jeden Mrment mit großer Gewalt hervoibrechen wollten. tische" Tätigkeit wirklich einstellen! Wir haben im heteren T«il bieser Betrachtung fgesogt, daß unser Elovenie» i« vergleich mit bieser^ heldenhasle«, revolver» und geweh'knatternden vo ntbeu- bei auch roch bie Blutrache al« ehrwürdig» und sorgsältig befolgte Familievtridition in Blüle steht, eine friedl ch« Schlasmiitze ist. Diese Behauptung trifft sicherlich vollkommen zu. W:cn nun i» Slowenien, dieser westeuropäi'chestin Brlka' Provinz, die Arfli-s»»g unserer lteden „vij'ina" garz einfach nicht möglich ist — zur „A> fläsung" in Ljubljana lachen die Hiihneil — eben weil allerhand „pitrloiischr" Momente ies Gewicht sallen, wie sollen dann die „Mazedonischen" von ihrer Regierung ausgelöst wer-den löanen, Freilchärler, die um ihr jogenanvie« Baerland aktiv kämpfen u«b fallen, ande:« al« unsere „Ausgelösten", deren berühmteste „Ta-ten" bisher darin bestanden, Tanzbälle nnd Gesarg«-sonderte einet ungefährlichen nationalen Minderheit z« flöce« und nächtlicher Weile «i« paar Bombe» zu legen. Au« diestm krassen vergleich «steht «ao am beste«, daß die Note der stegreichen Balkan-staoten an den bestegten Balkavstaat für die Gi> meir.dewahlen in Südserbien, wobei man i« nit dem Schießen eben arch nicht genauer al« landesüblich nimm!, eine gonz feine Sache sei« mag, daß st« jedoch den Kleinkrieg nicht ausHede« und die .Mazedonischen" natürlch nicht .auflösen" wird. ES wird so bleiben wie bither. Ganz gut, daß e« aus den Schluchten de« Balkan da«« und wann etwa« aufraucht, denn e« geht «eben dem alte« Ruf auch um salzendes: Wen« die Großmächte Europa« schon so verzweifelt rüste«, ban« muß «a« doch um Gotre«willen ein« Gegend habe«, von wo au» es wieder einmal, ohne besonder« aufzufallen, .loSgehee." kann. Wozu hätte «an den« die v'ele« große« Kanonen ? I Wir waren eingihüA ta Ichwefelig riechenden »Ichen-rauch. E« war eine dlück^nde und uirbehazliche Stim-mung, w?«halb wir beichlrff n, lobild al« möglich die Stelle zu verlassea und zu unseren am B-suvz>pfel auf un« wartenden LandSleuten zurückzakchren. Damit wir aber doch ein kleines Andenke« an biese keinesfalls angenehme Situation nach Haufe mit-bringen und damit wir einen Beweis darüber bestgen, daß da« Eedinnere lat'ächlich feurtgflüsstg ist und daß wir an jener Stelle waren, wo man diese« Naeurichaa-ipiel »üb ba« Feuer lehen kann, zu diesem Behufe ••• »IMk» von meinem iialiknischen B gleiter mitgcbrachten auf langem Sliele b>fenigten kleinen eisernen Schaufel einige kleinere Slui»p:n fcuriger Flüistgk.ii au« der heißen und h >lb flü ft^en L>iv.,muff« h-rvorg'holt. Wir h.b^n dies« flüsst^e» — flü srgcn» Eilen gleichenden — kleinen ttluwpen auf S rinplatten gelegt und ein Äcld-stüek hinein^ v cfit. damit wir dies«» Slümpven mit» lammen mit eem c«NA>pi,ßtlN Gildstück in erftaritem unb abgikühllen Zustande al« Andenken mitnehmen könnten. Ein piöeit-d.» ö. en unter un« und ein« plö»tiche ungeheure Detonation in unmtltelbaoer Nähe, Schwefel ger ch, feurige, R.u», »ich« und Steine, die unter großem Eciöusch duicv di> O ffnung de« oben eiwZhnten neugebitdelen «rg>l» ^.«s d>m Erdinnern herauegeschleu-bat wurden unv t» u«miitelbarer Nähe von un« ni«. deiflelen, harten un« von dieser Stelle verj^zt. Wir «Uten so schnell al» mS^li« am selben Weg, den wir Seite 2 Cillier Zeitung Nummer 64 H, Karintyiacus! Wie wir der „Goltscheer Z itung* entnehmen, weilten a« b. unb 6. I wi einigt M.tgliedcr de« „Rcc:d«!o p'vlko brus dom (Oer deutsche (Bottiche» GesangSverein müßte einen slowenischen N tmen annehmen, um bewilligt zu werdev!) in Kärnten, wo sie sich nur unter ihre« Lanlsleuten aushielten und an keinen .politischen' Manifestationen teilnahmen. Die Folge diese« Aufenthalte« ist der unten folgende Beschluß der BezirkShauptmaunschasl Socevj'. Wir fragen: 1. Würde ein slowenischer Verein in Kärnten ausgelöst werden, wenn feine Mitglieder den Laodsltuten in Slowenien einen Besuch machen und — ganz ander« alS die Go'.tfcheer — aktiv an hiesigen Manifestationen teilnehmen wollten? 2. Welchen Wert HU da« Geschrei i» den hiesigen Blättern über die Auslösung slowenischer Vereine in Italien, wenn «an in Slowenien solche Bei» spiele ausstellt? 3. Ist die deutsche Minderheit hierzulande so groß, so mächtig, so gefährlich, daß min den Italienern eine so glänzende BernfungSmöglichkeit aus da« hie-sige Vorgehen hinwirft? 4. Durch die Behandlung eine« mitten i« slawischen Gebiet lebenden und isolierten Bö'.lchenS von einigen Tausend Seelen will man demonstrieren, daß die Italiener die 509.000 Jigosiawen richtig behandeln? Der Beschluß der BeztrkShauptmannschaft Ko- ievji lautet i» deutscher Uedersetzang: BezirkShaupimannschaft Koievje am 6. August 1926. Z. 483 pov. A» den Goitscheer Gesangverein in Sotevje zu Handen deS Obmannes H:rrn Dr. Georg Röthel in Accesse. ES wurde sestgestellt, daß der Saagwart de« vereine? Herr Dc. Hau» Arko anläßlich einer Ge< sangSprode die Berei»«mitglieder aufgefordert hit, sich an der Feierlichkeit am 5. und 6. Jani 1926 in Kärnten zu beteiligen und daß sich an dieser Feierlichkeit tatsächlich 17 Mitglieder und zwar drei unterstützende, die übrigen aber al« anSübenbe Mit-glieder beteiligt haben, weiter«, daß die verein«. Mitglieder bei den erwähnten Feierlichkeiten im Au«» lande «it Liedernummern und verschiedenen Reden ausgetreten sind. <18 besteht der gerechtfertigte verdacht, daß sich der verein durch seine B:rtreler an etner politischen Manifestation im Auslande beteiligt und hiedurch seinen statutarischen Wirkungskreis über-schritten hat. Infolgedessen stelle ich im Sinne de« >rt. 2, § 25 de« veretn«gefetzeS vom 15. November 1865, RGBl. Nc. 134. bie Tätigkeit de« benannten vereine« bi« zur endgültigen diesbezüglichen Sc-ledigung ei». Da« BereinSvermögen wird einstweilen sequestriert und die Verwaltung diese« Vermögen« de» Herrn Regierung«!ek.etär Dorninik Dereani in Lckevie übertragen. I h trage Ihnen ans, ba« verein«-vermögen dem angesührten Herrn Regierung«sekcelär sogleich unter Ihrer persönlichen Verantwortung auszufolgen, der die nach dem Gesetze «forderlichen Vorkehrungen treffen wird. gekommen waren, über den Hauptkiater hinweg und kletterten »um Bcsuvzipfel zurück hinauf, wo unsere Freunde unser harrten. Mittlerweile war auch schon durch die unmittelbar vorhergegangenen Eruptionen nicht allein der Vesuv» »iVlel selbst, sondern alle« ringsum in Rauch gehüllt. Wir aber freuten un» über da« Ratnrschausplel, da! wir gesehen hatten und stiegen in angeregtem Besprich mit unseren Freunden zu Tal. Aber wir kehrten nicht «ach Neapel zurück, sondern fahren zu den Ausgrabungen der allröarilchen Stadt Pompeji, um die durch die neuerlichen Forschan» gen zu Tage geförderten Ueberreste dieser römische« Stadt zu sehen. Wie früher erwähnt, ist diese Stadt im Jahre 79 a. Ehr. <9. durch einen AuZbruch de« Vesuv, auf dem wir un« knapp zuvor befanden hatten, verschüttet und vernichtet worden. Am 24. »ugust de« Jahre« 79 hatte nämlich der Vesuv begonnen, diese Stadt durch 36 Stunden hindurch mit einem Regen voa Steinen, BimSsteinkugrln, Asche und heißem Wasser »u überschütten, sodass die ganz« Stadt voa dieser Masse 4 bis 4 eivhalb Meter hoch »ngcs kanntmachung durchzuführen. Für den BezirkShauplmann: Dr. &:«(a m. p. Politische Rundschau. Inland. ?r. Korosec über einst uad jetzt. Ja Trebinje fand a« Sonntag eine Versammlung der Slowenischen Bolkip artet statt, auf welcher D'. Koroic eine groze Rede hielt, der wir folgende« entnehmen: Welche Arbeit (im alten bedrückaag«« vollen Oesterreichl) führte der einstige kcainifche LandeSauSschuß bu ch, al« daria die Slowenische Bolttpaclei die Entscheidung hatte! Da« zeigen die Wasserleitungen, die Mafterstallungen, die Genossen-schasien, sür welche der LandeSauSjchaß Utterstütz Ingen hergab, llebrrall sehen wir noch die Spuren der Regierung der Slowenische» vollSpartei. Rar eivmil regierte sie und dieser Zeit brauchen wir unS nicht zu schämen. Und heute? Wer von den RegierungSmenschen hilft Viehzucht und andere Ge« nossenschaften gründen? Wer kümmert sich um die Stille? Die Viehzucht geht zugrunde, unser Bauer geht zugrunde. Schaut i» die Darlehenskassen! Die LlUte kommen u» Gel», um Steuern zahlen zu können. Wenn der Bauer da« Geld für die Steuern auSborgea muß, ist daS daS Ende, I ist e« der Tod de« Bauernstände«! In un-serem Staate hatten wir starke Uiberschwemmun-gen. Wie zeigten sich dabei die maßgebenden Fak. toten? AI« der König v?« U,glück erfuhr, reiste er sofort in da« U berschwemmungSgebiet. Er interes-sierte sich für daS Schicksal der Leute, lrö'iete ste und machte ihnen Mut. Und alS er nach BIed zurückkam, spendete er für die Ueberschnemmten 1,200 000 Dinar. Sin königliche« Geschenk! Urd die R gierung? ll>unooif ging ii seinen G burtS-ort schauen, wo Uederschwemmung war, gleichzeitig aber die Gemeindewahlen vorbereitet werden. Er kümmerte sich »ehr um die Wahlen al« um die Uiberschvemmung. Ujunooö ist [ein reicher Mann. WaS glaubt ihr, wieviel hat er für die lleberfchwem«-teu gegeben? verrechnet hat er sich, wie man »tr sagt, an« der Staatskasse nach dm Vorschriften über die Diäten 7000 Dinar für den Weg! Alle Minister verrechneten sich bei ber Inspizierung der Ueberschwemmuugen ihre Diäte»! Wer soll nach ihrer Meinung den Ueberschwernrnten helfen? Der Beamte. Die Regierung hat den Beamten Prozente abgezogen. Hat man da« den Banken, Millionäre» und G oßgrnndbesitzern auferlegt? Nicht« hat man ihnen auferlegt. (Zwischenruf: Ja Beograd zahl«, die Millionäre nicht einmal Steuern l) Den Beamten reißt »an am Lohn ab. Sind wir noch Christen? 5®ei Stunde« lang waren «ir in den Gassen dieser neu entdeckten altrömischen Stadt herumspaz'ert. Wir sahe« außer einer Menge voa lkuastschätzea in dem a« Ort und Stelle errichteten neuen Museum verstei-«erte Leichen von Menschen und Tieren; e» wurden unS steinhaite verbrannte Kuchc« und Brote gzeigt, die man aus einem verschüttete« Bäckerladen hervorgeholt hat und desgleichen auch mehrere Töpfe mit fast versteinerten Bohaen und Linsen, die vielleicht gar irgend ein« römisch« Hausfrau al« Speise sür ihre Familie zubereitet hatte. Am Schlüsse aber hatten wir bei unserem Rand-gange durch die Sassen de« ehemaligen Pompeji de« Eindruck gewonnen, daß diese einstmals gegen 20.000 Einwohner zählende Stadt reiche und arbeilSsame Be-wohner gehabt haben muß Eine große Zihl voa Brunnen auf Gassen und öffentlichen Plätzen, Spring-brunne« in zahlreichen Lichthöfen der Prlvalhluser, viel« zum Teil noch gut erhaltene Wandmalereien, U berufte von Ttmpeln und Statuen, sowie viel« Hunderte von Marmorsäule« flößte« un» alle« den Eindruck ein, daß in diesem alten S ädtchen vor seiner Zerftöiung durch daS Feuer dc« Vesuv ein Lebe« mit große« Ansprüchen geherrscht haben muß und daß dessen Bewohner vor 2000 Jahren mindestens schon ebensoviel Kultur und Sin« sür Ordnung, Schönheit und Retn lichkeit gehabt haben müssen, wie die« die B wohner der benachbarten Millionenstadt Neapel heutzutage an den Tag lege«. Sind wir noch Leute? Und glaubt ihr, daß da« alles diejenigen bekommen werden, die v?n den Ueberschwemmungen geschädigt warben? Jh kenne die Verhältnisse und muß sagen: Ich glaube nicht! Kemeinsames Einschreiten der Balkan» mächte tn Sofia. Am 11. August überreichten bie Gesandten von Jugoslawien, Rumänien und Griechenland dem bul» ga ischen Außenminister eine Sollektivaote, worin die bulgarische Regierung aufgefordert wird, ihre Srenz« behöeden zu einer Pfl ch'erfüllung auszusordern, wie eS die nachbarlichen Beziehungen und die geschriebenen Abmachunzen über die Verfolgung von Komitadschi-banden v:rlangen, ferner gegen die fteeise, die solche Verbrechen begingen, bie Köstlichsten Schritte zu unternehm in. Ja einer Sondern»!« verlangt unser Staat die Auslieferung jener unserer Staatsbürger, die nach Bulgarien ge-flohen find und von dort aus als So» mitadschi Ueberfäll« auf unser Gebiet durchgeführt haben. D esc letzte Änderung ist außerordentlich schars, denn sie beinhaltet nicht« weniger al« bie AaSlieferung deS „Mazedonischen Komitees*. 2Ö e daher einige unserer Blätter dazukommen, in schreiender Aufmachang vor einer B l a» «age unsere« Außen»inist«S in dieser Angelegenheit zu reden, weiß bloß der Eagel der sauren Gurkenzeit. Wir wünschen Kein Abenteuer? Durch diese den Journalisten gegebene E klärung wollte Außenminister Hr. Riaül die Stellungnahme Jugoslawien« Bulgarien gegenüber erklären. Von sehr systematischer Schärfe waren die ganze letzle Zeit über die Auslassungen der serbische-, Presse. Sine Reihe falscher Alarmmeldnngea schwirrte zwische» Beograd, Bukarest. Athen und Sofia und über de» Balkan hinaus. So wurde die von beunruhigende» Erscheinungen begleitete MTz'donische Frage in de» politischen Vordergrund deS Balkan« geschoben. Nachde» die Geduld BeogradS, ebenso wie Bukarests und Athen« erschöpft sei, müsse, so heißt e«, die endgültige Klärung ber „mazedonischen Machenschaften" durchgesetzt werden, indem die beteiligte Regierung von Sofia bie revolutionären Umtriebe der Mazedonier endlich zu» Stillstand bringen müsse, von bulgarischer Seite wird daraus hingewiesen, daß die bulgarische Regierung dem an sie gerichteten verlangen, de» mazedonische» Hebelgriffen Einhalt zu tun, durchaus entgegenkommen wolle. Infolgedessen wünsche auch Bulgarien eine durchgreifende Untersuchung, die aller-dingS nicht einseitig auf bulgarischem Gebiet zu er-folgen habe. Die bulgarische Regierung müffe sich auch diese« Mal aus da« entschiedenste gegen die scharfen Angriffe wegen Beteiligung an den maze» konischen Uebersällen verwahren. E« wäre nicht l»« gisch, «ine solche Teilnahme der bulgarischen Regierung vorauszusetzen. Die bulgari'che Regierung hab« bisher von der FiÜchtlingSanleihe nichts erhalten. Wie könnte sie sich da vorher durch irgent-welche Sewalt«aßvah»en selbst ko»pro»ittiere» ? Aber andere Mächte gäbe es aus dem Balkan, die ein Interesse daran hätten, Bulgarien al« den Brand« herb aus de» Balkan hinzustellen, weil sie eine fton-solidierung de« bulgarischen Staates nicht wünschten. So habe seit ber Konferenz von BIed die Aktion der Baifaniiaattn eingesetzt, um die Uebergabe der Genfer Anleihe an Bulgarien zu stören. Um die beiden jetzt »iteinander verbundenen Fragen der bul-garischen Anleihe und der ma,edorrlschen Unruhe» geht gegenwärtig ein politisches Getriebe, in de» England und Italien ihre Hände halten, wie die Entwicklung der Ereignisse weiter erweise» wird. Die Beograder Regierung, die „kein Abenteuer" will, wie auch von bulgarischer Seite hingewiesen wird, si'ht sich immerhin «wer durch die Pr->se^wpag>e gegen Bulgarien erregten öffentlichen Meinung gegenüber. Ausland. Att Madrider Aertrag. Bor einigen Tagen wurde zwischen Italic» und Spanien ein Vertrag abgeschlosse», welcher bie angestrebte Vorherrschaft Italiens im Mittelländische» Meer um einen schönen Schritt vorwärt« brachte. Die Verhandlungen über diesen Freundschaft«- unb Schied»gericht«vertrag wurden in größter Heimlichkeit gejährt, so daß selbst jene diplomatischen Kreise, die da« Gras wachsen hören, von ihm überrascht wurden. Der Bertrag die einmütige Behandlung aller Fragen des Mittelmeeres vor. Er wird beim Völkerbund al« „Madrider vertrag' proto-kolliert werde». Wir leben im Zeitalter ber Verträge. Na»»er 64 Eillier Zeitung Celte 8 Mchtige Nesolutionen für die nationalen Minderheiten. Gegen bie französisch-», tschechischen unb pol-uischen ©limast« hat bec Wiener Ko»greß der Intel-national Llw Associaton drei Resolutionen a»ge-kommen, von denen die erste den Grund» satz der Oeff enil ich ke it bei der BeHand, lung de» Petitionen in Minorität«-fragen an« sprach. In der zweiten wird dem Wunsch Ausdruck gegeben, daß der Jahresbericht deSGeneralfekretariatS de« Völkerbünde« «ine Liste der von den Minoritäten unterbreitete,'. Petitionen aufstelle. Die dritte Resolution weift darauf hin, daß g'mäß de» Bestimm,,« gen der vertrüge alte MeinnngSver ichiedenhelten in M in oritüi S a ng e legen Heiken, entsprechend ihrem internatio-nalev Eharakter, vor den Jnternatio nalen Gerichtshof zu bringen sind. Schutz des priv.lten Eigentums. Auf de« in Wen abgehiltenen Kongreß der Jsternational im Asirc ation (JttetnaHonola Ja-r>fteuverba«d>. der am D.e «tag bkendet wurde jt.ib auch die B.st.mmungen zu» Schutze de« privaten Eigentums beraien woiten. Die erste E'ischwßung bestimmt, daß nach de» geltenden R chl ufl r zivilisierten Staaten Privateigentum ohne E»l-s ch ä d lg u n g Nicht enteignet werden darf. In ber brüten Resolmton wiib jedem Staate völkerrechtlch die Befugnis eingeräumt. seine Angehörigen in einem anbeten Slaale gegenEnteignung zu s ch ü tzen, gleichgültig, vd zwischen diesen und den An gehörigen deS anderen Slaa'ii ein Uaterjchied ge» macht wiid oder nicht, ferner tn Falle eines rff-n kundigen U»rech>eS. Ji einem v>e:ten L its^tz wird festgestellt^ dap die FiiedenSverträge dle Uuverletzlichke it ve« P rivateigen,u m l anerkennen und bah sie bei Enteignung ehemaliger Feinde eine Ersatz pfltch! fest stillen. Auch ein Antrag von fch-ve,-zeiischer Seite war?« ai genommen, wonach M ß> »igeln, die in»irelt »a« Pl vattigentum enteignen, veruilült »erden. Dieser Antrag wurde aus Antrag be« Präsidenten bet Afftc a»>oa Lorb Ph'll »ore aus ?lu»lander unb vertraglich geschützte Mi voritäten beschränkt. Klemenceau u.d ^'ooltdge. Die Notrufe u« den versinkenben Franken haben ben alle« Tiger Ciemenceau au« seiner Rahe za eine» offenen Brief ausgerufen, ben er dieser Tage an den Präsidenten ber vereinigten Staaten Coolibge lichtete. Ir dieser sensationellen vemon-Ittation hecht e» u. f.: »Wir sind Schuldner und ihr seid Gläubiger. Frankreich blick, heuie beunruhigt aus Amerika. Wenn die vö.ker bloß Kaufhäuser wären, dann müßte »an da« Schicksal der Welt mit gewöhnlichen Bavlabrechnnngen einrichten. Ihr verlangt, wir sollen unsere Schulden zahlen, die aber keine Handel«-, sondern Keiegtschulden sind. Jh. wißt, daß unsere Kassen leer sind. WaS ihr von unS verlangt, ist eine eiufcche Komödie, weil eS sich nur tarum handelt, datz ihr euch mil Hypotheken unsere« Grui d-igentumS bemäch'igel, wie ba« e,nst»al« mit ber Türkei geschah, was wir aber nu»aiS erlauben werden. Frankreich ist nicht auf Abbruch zu verkaufen, auch fttr feine Freunde nicht. Auch wena e» unter ben Schlügen seiner Feinde und seiner ge-schwörenen .Freunde" verschwinden würde, best hm bleiben würde trotzdem sein stolzer Name. Wir haben alles geopfert, Blut und Gelb, nicht nur für un«, sonder» auch für England unb bie vereinigten Staaten. Der Feiob vernichtete unsere Provinzen. Kommt in unsere Dölser unb schaut euch ursere Friedhöse an! Ist nicht die Krast unserer verlorenen Jugend auch eine „vankadrechnung* ? I» übn. gen wird dieser Brief de« alten „Tiger«" überall in «»erika belächelt. Nach der Lektüre diese« Briefe« g»b Präsident Eoolibge durch die Journalist n eine scharfe Antwort. Er erklärte, die Verhandlungen über die französtscheu Kr,eg«>cholbeo seien ge« schloffen; bie ««erikanijche Regierung hätte sich bei ihren Beziehungen mit Frankreich au die üble, chen parlamentarischen Grundsätze gehalten, was auch Herr Tlemenceau w.ffea könnte. Keine Evolution in Außkand. In den letzte» Tagen brachten die Blätter sensationelle Nachrichten über große Wilitäraufstände in Rußland, an deren Spitze Trotzki und Sinowjew ständen. Man schrieb auch, daß diese beiden verhaftet worden wären u. s. w. Wie rt sich herausstellt, war alle« nicht« al« ein großer Flug Enten i» einer verregneten Sauregmkenzeit. Aus Stadt «ni» Land Au» dem Gemeinderate in Celje. Die schon zweimal eiabtrufene Gemeinderatifitzung konnte wegen Beschlußunsähigkeit nicht abgehalten werden. Kirchenmusik in der Marienkirche zu Celje Da« Patroz!ni»«»jest „Mariä Himmel-sahet" der Murieukirche in Celje wird wie alljähr-iich so auch Heuer festlich begangen runden unb am Sonntag, kr» 15. d M. staket um 9 Uhr vor-rnitfaj« ein feierliche Pont sikalamt statt, da» Herr Abt Peter Jarak zelebrieren wird und bei dem der verstärkte »ircheschor Pater HoMin Saitner'S „Misfa Serophlca' mit vollem Occhester und Orgel zur Ausführung bringt. Pater Hogulin Sattner ist Vorsteher dc« granzi«kai,e,kloster« in Ljudljana und einer der hervorragendsten K rchevkomponisteo Jago-siawien«. Al» OfferioiiamS-inlage singt Frau Direktor J»a Schulz da» Sopransolo im „Ave Maria" von Golifiled P^eyir m» Ehor-, Orchester« und Orgeldegleitung. Die »usikal»che Leitung hat err Vaumeister L. Kali,chnlgg, den O.gelpart Fcl. reil Wolf inne. Satlner'« ,®l ffa Snaph cj* ist ein ziemlich schwieriges, j doch ungemein klang-schön« Werk, da« zum erster male mit voller Be-setzang in E'Ije zn Gehör gebracht wird. Die sür diesen Festtag in Borbereituig gewesene berühmte große Messe d<« großen Meiste!» Fcaiz Schubert mußte inso'.ge einiger H>dermsfe in der Besitzung aus einen späteren Zeilpunkt — voraussichtlich zu» 8 Dezember — zurückgestellt werden. Gvangeltschk Gemeinde. Sonntag, den 15. August, miß ber GoiteSdievst aussallen. Der nächste GoiteSdlenst siidet am 22. August statt. Für die Wahlen in die Ha,del«,, Gewerbe- und I idustnekammir sür Slowenien in Ljudljana, die a» 22. E,p!e»der sta> finden werden, hat der (leiikale »Slov-.nic" in seiner Donnerstag«-folge einen gioßen. von hervorragenden Wirtschast.rn Slowenien« unterfertigten Ausruf an die wahlberechtigten 32000 Gewerbetreibcnben, Kaufleute und Industriellen erscheinen lasfen. Wir lesen darunter ü. a. svlgende Namen: Ivan Jeliscan Jan., Groß (aufmann in Ljudljana. Radols Sler»lck«, Odmanr«. de« Handel«gre»tum« in C-lje, Franz H inrhir, Jadustlietler in Skojja Sofa, Ivan Lorber, Malermeister In Maiibor usw. Wte e« scheint, haben sich alle Parteien vereinigt, um die H:ge»onie der nune-risch schwächsten Partei im Lande, ber Prtbiötv ä-Demokraten, auf dem Gebiete der Wirtschast zu stürzen. Wenigsten« «klärte der Olimann der gegenwärtigen Handel« und Jnbustriekam»-.! Herr Ivan Jelicm aus der Beltrauei-Smänneroersammlung, »,e am 11. August in Ljudljana stattfand, u. a. folgende»: „Die slowenische ErwerbSwelt hat zur Selbständigen Demokratisches Partei jede« vertrauen verloren. Ihr Haß und die persönliche Feindschaft gegen die außerhalb dieser Partei st-h-ndev Personen machen jede Verständigung unmöglich. Weil sie wissen, wte uobiliebt sie sin», versuchen sie mit verschiedenen Tlik« die Wählerschaft zu verwirren. Herr We>xl z. V. virsuchie in Marivor eine Ait „SiandeSliste" zusammenzustellen, natürlich nur au« selbständigen Demokraten. Die Sünden dieser Partei an ber slowenischen Wirtschaft siab ungeheuer. Für die Allgemeinheit leistete sie nicht«, sondern höchste»« irgendeine Kleinigkeit sür ihre Gü-stlirg?. Z?»isch erichlug bie selbständige Demokraievpartei Ex.slenzen unb zynisch ruinierte sie unsere Wirtschaft. Sie hals bie Relation 1 : 4 burchsühren und beraubte damit Slowenien eine« ungeheuren vermögen«. Dieser Schaben läßt sich nicht wteber gutmachen. Mit eine» gewisse« Geldinstitut gingen 150 Millionen Dinar unsere« Gelbe» flöten, seine Unternehmungen sind für bie Slowenen für immer vnloren." Du v ze piäsi)ent ber Kammer H rr Vogrin erklärte: Der „Jrtro" gieijt mich uno den H-rra Piästnolen Jewiin an, we>l wir biese Versammlung einberusen haben. Ich gloude, daß der Präsident und v'ze< pc&sibent »er Kammer dazu wenigsten« ebensoviel berechtigt waren al« bie H rrn R bek unb Z >dkar, die >n Eetje anory^e Kvmiite« auth.ck.ev. — Za dieser Angelegerheu bemeiken wir vorläufig dlog da« eine, daß diese Liste e» nicht sür not-wendig hielt, einen deutsche« Vertreter aufzunehmen, trotzdem «« inSlowe-nlen eine durchaus erkleckliche Zahl von deutschen Kaufleuten, Gewerbe-treibenden und Industriellen, somit zahlreicher undvielleichtdie au» schlag» gebenden Stimmen für »ie zum ersten-malin unserem Staate zu wühlende Kam» mjer, gibt . . . Bssjügltch der Wafferschuyarb.iten am Köitingvach haben wir m unseren letzten „Kleinen Nachrichten au« Slowenien' die irrtümliche Notiz gebracht, daß die Soldaten neuerding« mitarbeiten. Aus den Irrtum aufmerksam pen icht, zogen wir r.öhere Jasormationen ein. deren Niederschlag in nachfolgend-.» besteht: AI« in der Zeit vom 13. bi« 21. Jali l. I. die im Gebiete de« Köttingbache» nieder gegangenen Wolkenbliiche ungeheuren Schaden wwfacht hatten, wurde über Ersuchen de« Herrn BezirkShauptmanni« Regierung«rat Dr. Zujek. sowie der beiden Gemeinden O'ol ca E lje und Skosjava« vom Militüikommani'v in dankenswerter Weise mili-tärische H lse vo» 300 Mann durch fünf Taze hindurch zur Beifügung gestellt, womit jedoch die Schatz, arbeiten am rechten Köitingbachuser trotz h ranze-zogener Zwilarbeiter nicht beendet w'iden konnteo. Si haben sich daher die Besitz-r am Köttingbache an den Her,« Ackerbauminister Pncelj mir der Bitte gewandt, zu erwirken, daß zur Leendigunz der not-wendige» H'iffarbeiten noch weitere mili ürisch. H lse beigestellt werde und dies» wurde vom Kriegsminister berei willigst zugesagt. L-ider ist die H'lfe au« Gründe» der Bor schuften für die v r Wendung de« Mililär« sür ntch! militärisch' Arbeiten unterblieben, so daß die Beendigung dieser Schutzarbeiten gegen die Hoch-woss rgesahe bi« heute roch immer n'cht duichgeführt ist. «ü de militärische H lse, wie sie vom Krieg«-mniister zuge>azt wurde, beigestellt worden sein, so wü^de da« l'tzle Hochr»asf-.r teilwelle weniger Schaden verursacht haben, al« e« bedauerlicherweise gesch hen Ist, weil da« Wafs-r durch die Aufschüttung »er Va»»e >m vachdett rasch'r abgeflossen wäre, ohne üb r b e kä»me a> «zutreten. E» ist also nicht richtig, daß zur Vollendung die er Schatzardeiten neuerlich M>li är beigestelll wölben ist, wie die« in ber Aufgabe der „Eillier Zeitung" vom 12. b. M. milge» teilt wurde. Wir muffen noch eriühzen, baß sich bie Herren ber B zutehaupimannschast, intbesoade,« Herr RegierungSrai Dr. Z |*f, H rr Pol',eirat Dr. Senekc» i unb H:rr I >g. P ienö iu danken«-werter Weise allßeror«enli'q darum demühen, die Stadt E-1 je und die Umgebung der Stadt Lelje vor dem Hzchwaffer zu schütze«; die Schutzaktion würde »icht so weit gedi eine» sehr intelligenten Sir.de geschrieben wurde. Bravo! In der „Maiburger Zeitung* vom Dienstag führt „SkarabaeuS" >aS von ei»er deutschen Schülerin in Strabburg nach der französischen Ottho graphie niedergetch iebene deutsche ..Bater uaser* al» B-weiS dafür an, daß die elsüssijch-lochrlagische Schuljugend u« die angestammte Muttersprache betrogen weide, ohne daß sie imstande wäre, die auf-gezwungene französische Spiache fehlerlos zu schreiben. Und eS heißt wettet: „Nun pendelt sie zwischen zwei Kulturen; und ist i« späteren Leben für jeden höheren Beruf, der mit geistiger Arbeit zusammenhängt, un. tauglich genecht. Wozu ich düS eljäsfischc Beispiel er-wähnt habeP Weil ich die deunche Mama nicht verstehen kann, die ihr Budi mit einem Dinar um „fladoled" schickt an-statt um Gefrorene«. (BravoN) Urdweil ick nicht einsehen kann (brcvzll), wieso die atäq-aie deutsche Bezeichnung „Wachmann" einem phonetisch verstümmelten, de» Slowenischen entliehenen „« rojj " weichen mußte. . . An der Staa>S>Realschule gesey>«h> eS täglich, daß deut ch: Schüler uvteretvander der-sichein, ihre „naloga" bereits reirgeich ieben zu hib«'. Sie gehen auch zum .rabnalelj", alS ob sie da» Wort Leiter oder Direktor nie gehö.t hälter. Ji, eS ist ein Jammer, diefer Pendelschlag zw sch.-n zwei nationalen Kulturen. Einst wurden die sloweniichen UmgebungSdewohner wegen „Windischpfuschtr«!" belächelt. Uav heute schieße» die „Demschmfcibn" au» ihrem HeimaiSboden wie die Pilz« >n dt-ser irost losen Reget p-riode.* — So stößt uns «in verständiger slowenischer Journalist, den so etwa? wie alle anständigen Slowenen anwidern muß, mit der Nase auf einige bittere Wahiheiten. Ji. >S ist ein «fanlil und eine Schande, daß deutsche Mütter ihre Ki,t>er, veven sie im Hinblick aus die fehlende deutsch: Schule erst recht die »euisch« Muttersprache rn p.ägen sollten, nach „Slatoled" und nicht nach .Äesrorenem" schicken. Es ist ein Skandal und eiae Schande, wenn erwachsen« deutsche Mensche» dte alten ruhmbedeckten Namru Mardurg, E lli, Pettau u. f. w. in G. präch nnter«ivaad«r Martbor, Cclj«, Ptuj nennen. Ji alledem geben wir dem Mardurger slowenischen Journalisten vollkommen recht und ni schämen u»S für jene Deutschen, denen er eS sagen nußie. WuS wir aber »it Erbitterung ablehnen, i|i der Vo wu f gegen unsere Jugend, daß sie .naloga- statt ,«uf-gäbe" und „raonatelj" statt .Drekor" sag«, viefer Lorwutf gehött an eine andere Adresie. Uad zwar dte Adresse seiner slowenischen La^dSleute. Sn d'e Adresse deijevigeu. die genau w>« die F ar zosen « E.saß und »ie Italiener tn I alten, unsere Kinder zu geistigen Krüppeln »ache>>. So sehr er da» Recht hat, ha» „Sladoled" der deutschen M^t«a un» den deutschen „tfWaubom" zu be!äch:ln, da« Recht hat «r nicht, unsere Ki->der „Deutschverderber'' zu heißen, denn dir haßerfüllten, >yste»iutschen. fe«l«nmor»en»e» Deuischverderber sitzen dort, wo der deutsch: Unterricht und jede 5pur de» Deutschtums verboten werden. Wenn unser slowenischer Kolleg« in Martbor einmal diesen Herrfchaften so recht ktäftrg und direkt in« Gesicht die Wahrheit sagen wollte, dann würden wir die defonder« Achtung, die wir ihm ohnedies eotgegeei-bringen, mit erne» dreifachen .Bravo!" unter» streiche», »tr wünfchen, daß er auf dem bisher so wenig erhörten Wege fortfahre, ver „Marbuiger Zeitung" die AuSzeichnarg, ein deutsche« Blatt genannt zu werden, allmählich zu verdiene». Oho! Unter der Uederfchrift .Der Funden, verkehr bet un»" schreibt da« ander« hiesige Blatt, nachdem eS zuerst festgestellt hatte, daß sich die Stadt, die BerkehrSmöglichkeiten und der Stadipark unter dem gegenwärtige» Aemeinderegime so gehoben haben, daß ein Vergleich mit dem Stande unter den deutschen Vorgängern „ketneSfallt" möglich sei (die Entwicklung »er Automobilindnstri« in den letzten 20 Jahren gehört nämlich zu den „Verdiensten" de« neuen Regime«!) n. a. folgende«: „Trotzdem würden wir aber behaupten, daß wir im allge»einen «it dl» Funde? v:t kehr in der Stadt selbst nicht zaf, iedeo sein können. ES kommen zwar viel Leute her, aber alle fliehen an un« vorüber i» die Alpen, nach vobrna, nach Slatina, nach Lcsfo usw. In der Siadl selbst bleiben wenig und es standen und stehen ncch eine Menge Z mmer zur Beifügung. Der erste und hauptsächliche Grund dafür ist die sür einen Fremden schrecklich« C liier Langeweile. Nirgend« ein Konzert oder ein andere« Ttngl Ta»gl („oder ein anderes" ist gut!); wir Cillier gehe» schöi» anständig mit de» Hühnern schlafen. Unsere Koffeehau«- und RestaurationLunternehmnngen denken sich aber, wegen dieser paar Fremden und Nachtschwärmer braucht man sich nicht zu echauffieren! Da« ist natürlich nicht der richtige Standpunkt! Im Sommer müssen wir schon, wenn auch mit kleinen Opfern, der Stadt eine Art schm ssiger Leb hastigkeit und Unterhaltung geben, sonst kommt rie» »and zu un« mit Luinahme der ältest-n Hofiäie. — Bor einigen Tagen hörten wir ohne Absicht nachfolgendes Gespräch zweier sich voneinander verabschiedender Fremder zu: „Wo gehst Du abends hin? Es ist verdammt langweilig!" — „Jh möchte ins Kino gehe», aber ich versteh: die Erklärungen »ich« und so ... . Ich werd schuu'a, daß ich von hier wieder weiter komme I . . .Haifische tn der südlichen Adrta. Die slowemiche» Blätter bringen au« Lastova die Nach richt, daß in da« dvrtige Bad Haifische eingedrungen seien und sechs Personen gesr ss:n hätten. Nach dem Lorsall habe schreckt che Panik im Bad un» in der ganze» Stadt geherrscht. — Ha ft che heiße» aus Slowenisch »norski pst", waS wörtlich „Seehunde* heißt. E» ist anzunehmen, daß die sechs Personen nicht von de» „Seehunden" der Adrta, sonder» von den „Sees ch langen" der saure» Sa»ken,eit verspeist wurden. Wte wett dte Kunde von der Eatlassuvg deS De. Camrllo Moivcatti aus dem Staatsdienste reichte, zeigt unS ei» langer Leitartikel der ,Hatz-sel»er Z itung" (1iu«änisch Bauat) mit der Aujschrtsl „Dr. E^millo Msrvcnti" vom 25. Juli l. I. Hierin heißt eS u. a.: E,» be»aueru«wert«s, im Kampi« um dte Verwirklichung der Minderheitevrechte gefallene« Opfer ist der bekannt« deutsche PuN ztst und Miudrr-heilenvertreter Dr. L imiilo Moroca'.ti, bith-r KceiS arzl tn St. <40g">t v»i Marburg, Den die ilowenische Landesregierung i» Liidach aus de» Staatsdienste entlassen hat. Die Entlassung erfolgte gerade »it Rücksicht aus sein« publiz stische Tätigkeit im Jsteresse der Berwirklichunz oe« Minderheiten rechte«. E< nah» also der Mächtige dem Rechtsuchenden da» Brot au» dem Munde, er nahm ihm seine Existenz. Und darum sagten wir schon oben: Macht ist brutal; friedfertig, versöhnend ist inner nur daS Recht. Dr. Tamivo Morocutti, den wir anläßlich seiner brutalen Maß regelung zugleich mit unserem tiefsten Bedauern auch unsere Hochachtung und Wertschätzung aussprechen, wird keinesfalls der letzte unter jenen Männern sein, die im Kampfe um die Verwirklichung der Rechte d,r nationalen Minderheiten ihrer Existenz beraubt werden, denen nan »a« Brot aus »en Munde nehmen wir». Wa« für eine Lehre aber ergibt sich au« de» Fall Morvcmti? Der engste Zusammenschluß aller Min»er hetten. Ihr AuSdau zu jenen internationalen Macht- faktor. welchen sie nicht nur seelenmäßig, sonder» auch in kultureller und ethischer Hinsicht darstellen. U,v nur von diesem »uibau uns voa »er Anerkennung der Mi»d«th:ilen al« internat-o-altr Fakior durch sämtliche MSchte, in deren Grenzen Minderheiten leben, erhoff?» wir den Einzug jene« Frieden» auf Erden, ohne den die aus tausead Wua»«n blutend« und nach Liebe und Versöhnung lechzende Menschheit darch die Furien »eS Hasse« nur den «bgruud eot g-geng p-n,cht wir» I Lcgitlmatlouen für die 6. Zagreber Mustermesse yom 15.—23. August 1928 erhältlich bei der Eraten kroatischen Sparkasse, Filiale Celje. Frei» Din 30.—. Kleine Nachrichten aus Stowenten. Der «svokat Dr. J,nko L «cml in Rogatec hat die AuSüdung der «»vokatur niedergelegt. — In den Ooerkratiier Serg«n tst am So.intag N »schnre gefallen, der tief tn »a« Tal herabretchte. — Um SanStag verunglückte im Faler ElekirtzitätSwerk »er Eitkuomonieur Herr Augustin löilich; er stel ist einen 14 Meter liefen Schacht un» starb bat» daraus. — Aus I.itativ: einer Wiener Däne sammelten die Reijenoen »e« entgleisten Wiener Schnell-zugei 1000 Liaar sür den verunglück,«» Heizer Ramsi«lj. — Am Sonntag fand m Ljudljana da« Legräbnt« des RegieruogSrate« Dr. Mrlko Lubec statt, der vor zwei Monaten am Prtsoji»? v«run glückt war und deffen Leiche erst Dieser Tage ge-sun»ea würd«. — LaS Turner',che Besitztum >» Maribor hat nun doch Herr Dr. Glari»ik, und zwar u» den P^ei« vo, 591.000 Dinar, gekauft: der Ljubljanaer „Jatro" jammert« seia«rz«U bet »et etpeu Nachricht, »aß Herr Dr. Slaröuik den Besitz kaufe» woll,, darüber, daß Diese« ultraslowe-nische Anwesen rtun iu Deutsche Hä,de übergehe. — ver Ljubljanaer „Slosev-c' berichtet, daß die Mit-glteter der ausgelösten Orja«a nach wie v?r in Uvtform gehen un» Passanten verprügeln, so habe an Sonntag ein Trupp von 17 nnifornierien Or-jutaschi» in Posavj- srteditche Stragengänger über-fallen un» ei»«» vovon ein blaue« Auge gemall; in einem Llubljanaer Äasthau» sührte ein nmsor-mlirle« J,dtv>»rum ebeosallS einen erkleckliche» Skandal aus. — Die Ärzahl »er Wahlberechtigten für die Hati»ilS> und G-werbekammer in Ljubljava beträgt in Marburger BerwaltusgSgebiet angeblich 10 770. darunter 3824 Kaufleute. 756S Gewerbe-»reibende un» 75 Industrielle. Ueberiiahmsanzeige. Wir beehren uns dem P. T. Publikum geziemend bekanntzugeben, dass wir mit 15. August 1. J. das Gast- und Kaffeehaus Gozdna restavracija in kavarna vom Herrn F. Confldenti übernommen haben. Wir bitten das P. T. Publikum um geneigten Besuch und werden trachten, stets mit einem guten Tropfen Wein, mit kalter und warmer Küche, sowie auch im Kaffeehaus mit allem zu massigen Preisen und mit aufmerksamster Bedienung zu^Diensten zu sein. Wir bitten uns das unserem Vorgänger, sowie uns seinerzeit auf dem Annensitz geschenkte Vertrauen zu bewahren und zeichnen A. & M. M i s j a Hochachtungsvoll Rex 44 )) Einsiedegläser, Apparate und Dreyer's Fmchtsaft-apparate sind die besten! Niederlage: Julij Klein, Ljubljana Glas- und Porzellanwaren-Niederlage. Möbl. Zimmer sofort zu beziehen. Askercevft ulica Nr. 3, I. Stock links. Arisches Madchenheim Heimgard in St. Andrä am Ossiachersee (Post St. Ruprecht bei Villach). Ganzjähr. Aufenthalt. Anleitung junger Mädchen zum Kochen. 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In der Stadt Tcenten (Staat Rewy-rfe») ist der Eibauer der berühmten Brookly.ier Brücke, der deutsche Ingenieur Roebling, im Alter voa 8V Jahren gestorbea. — Ja Zagreb find der Z'hnarzt Dr. Jovo Mrvos und zehn wettere Personen verhaftet worden ; Dr. Jcr> Mivoi war der Leiter eine« großzügige« «okainschmug. get«, der stch über halb Europa erstreckte. — Mussiliai wurde mit der höchsten Auszeichnung der Tschechoslo-wakel, mit dem .O^de« d.« weißen LSwen", au»ge-zeichnet. — Der kleine Thronfolger Peter ist dieser Tage in Dalmaiien angekommen; der Ljubljanaer „Sle»m»ki Niiod- beschreibt den Empfang de» 3 jäh-rigeo Prirzn folgende,maßen; Gestern nachmittag« um 2 Uhr kam Thronfolger Peter mit Gefolge in ÄaJ'tl stjmb.lctic an, wo ihm ein feierlicher Empfang bereitet wurde. Am Bahnhof v:rfammelie fich eine große Menge Bolle», zumeist in Ratio aatirachien. Da» Dorf war geschmückt mit Blumen und Fahaen, an m hreren Stellen waren Triumvfbozen ausgestellt. Bei Ankunft de» HosjuzeS spielte die Stat :Qe die EtaatShy nne, worauf der Bürgermeister von Kaitel den hohen Gast begrüßte, den der begleitende Sek.loaSchef Gcgic dann auf dte Schulter hob und unter den stürmischen Ooa «Ionen de» Bolke» in» Automobil trug. Z vischen dem Spalier der Schulkinder, de» ScM und der Orjuaa fuhr der Thronfolger, fröhlich mit den Händchen grü» ßend, tn dte sür iha bereitete Villa, wo ihm Machen einen schöne» Strauß überreichten. — Ntkola Paiit befindet stch gegenwärtig, gesünder denn j', in Monte H,rlo. — Da» Rockefeller Unternehmen Standard Oil So tn Beograd hat für die U-bcrscha?emmte« großmütig ftOOO Dinar gespendet. — Die R gierung hat eine Vorschrift für die Postautomobile herausgegeben; darnach dürfen mit diesen Aalomobilen nicht fahren: Personen mit ansteckenden Krankheiten, Seist »krank-, Betrunkene, unreine Personen, Äinier unter 6 Jahren »hur Begleitung, Sträflinge und Reisende mit geladenen Gewehren oder aufgepflanzten Bajonetten. — Der Beitrag für dte Arbeiterkammer, der bisher 0 5 Pc« zent de» versicherten Lohne» betrug, ist ab 1. August auf 0.3 Prozent herabgesetzt worden. — Der au» der radikalen Partei au»zestoßeae vizebürgermetster von Beograd Bobic hat, wte da» in solchen FNen immer ber Fall ist, ein neue» Blatt „Verteidigung Beograd»* gegründet, da» in Taufenden voa Ex mplare« um'oast »erteilt werden so?. — Am Sonntag wütete über Zagreb ein doppelter Wolkenbruch, der eine und dann drei Stunden dauerte; die Straßen der Stadt waren * Der Doppelgänger des Herrn (Emil Schnepfe. Roman von Karl Schüler. Amerikanische« Copyright bq Robert Lutz in Stuttgarts lsi« Der Mann wagte keine Einwendungen mehr. ^Er öffnete die Türe und sagte sehr höflich: „Bittet Sin Stückchen geradeaus gehen, dann rechter Hand um dte Ecke!" Er ließ Dorival an fich vorbei auf den Korridor treten. „Wollen Sie nicht mitkommen?" „Danke sehr, Herr Baron", wehrte der Mann ab. .Ich habe noch Arbeit in der anderen Abteilung". Und schon war er verschwunden. Er schien einen Zusammentreffen mit dem Direktor Zahn, im gegenwärtigen Augenblick, keinen besonderen Wert beizumessen. Wenige Augenblicke später stand Dorival dem Di» rektor de« „PtcmtlheuS" gegenüber. Der kam, beide Hände zur freudigen Begrüßung entgegenstreckend, mit strahlender Miene ihm entgegen. „Meinen Glückwunsch, verehrter Herr Baron! Wir haben ihn! Sie werden endlich voa dem lästigen Doppelgänger befreit sein. Freuen Sie stch denn nicht auch? WaS machen Sie denn für ein Geficht >" „Ich erkläre Ihnen", polterte Dorival lo», „Sie und Ihr Institut „Prometheus" können mir beide ge stöhlen werden! Ich betrete soeben arglo» den Bor-räum. Wa» geschieht? Sine Rotte von Wahnsinnige« fällt über mich her! Ich werde mißhandelt, gestoßen, geschlagen. Hier, sehen Sie stch diesen bemitleiden»' werten Hut an. Er war fast neu, als ich ihn aufsetzte, um voll der schönsten Hoffnungen hierher zu eilen. Jetzt ist er eine Ruine. Uad meine Hoffnungen find »um Teufel. Wenn Sie wirklich den richtigen Smil Schnepfe gehabt haben, so ist er Ihnen schon längst wieder durch die Lappen gegangen. Und daS Heer von Idioten, da« Sie beschäftigen, hat mich mit dem «u» reißer verwechselt und mir die Prügel verabfolgt, die dem anderen zugedacht waren. Ich danke! Da» ist nun schon da» zweite Mal, daß ich von Ihre« Angestellten Cillier Zeitung Wildbäche. — Der berühmte englisch« Dichter Bernard Shaw erklär!« dem deutschen Botschafter in London Sthamer in seinem Danischreiben für die Glückwünsch« zum 70. Geburtstag u.a. folgende«: Deutschland v?r« danke ich meine Anerkennung in Europa al» Denker und dramatischer Dichter. Wichtig ist aber, daß Europa da» Gefühl für die Bedeutung de» Denken» und der dramatischen Dichtung Deutschland verdankt. Eine An» elk-nnuag Deutschland» bedeutet dah-reine Auszeichnung für mich, dte mir kein andere» Volk der ffi.lt ver leihen konnte. Wenn ich ein Deutscher wäre, würde ich stolz auf die Auszeichnung sein. — Der gewesene Bürgermeister der Stadt Sombor Dr. Georg Gjuric sprang dieser Tage in den Bruunen seine» Hause»; er wurde nach zwei Stunden al» Leiche herauSgezog-n; er war trotz seiner 63 Jahre in zweiter Ehe mit der 21-jährigen auffallend schönen Tochter deS Somborer Kaufmannes Marschall verheiratet. — Die englischen Kohlenarbeiter streiken bereit« 103 Tage; trotzdem die Lage der Streikenden sehr schwierig ist, besteht noch keine rechte »uSficht auf eine Einigung. — Ja da» Gefängnis in Split wurden im Zusammenhang mit dem Mord ia «ailel Sncarce d«r Orjuna-Anführer Zie und zw«t andere O junafchen elngelefrt. *■ - Vergessen Sie nidit, das gute, selhsl tätige \V asdunittel Persil in kühlern Waller auszulösen, da es bei dieser Verwendung am wirksamsten itt , »erfolgt und mißhandelt werde. va» mache ich nicht länger mit. Ich entziehe Ihnen den Auftrag. Solange ich rt mit dem Schnepfe allein zu tun hatte, war der Zustand noch erträglich. Seit ich Sie zu Hilfe gerufe« habe, bin ich meines Leben« nicht mehr stcher t" Dorival schnappte nach Luft. Herr Direktor Zaha schnappte auch nach Luft. „Herr Baron', sagt« er, .Ihre Mitteilungen über« raschen mich in hohem Grade. Ich werde sofort feststellen, ob Emil Schnepfe wirklich durchgebrannt ist. Zuvor aber muß ich Ihnen bemerken, daß Ihr Unwille Sie zu einer ungerechten Beurteilung de« Falle» »er-leitet. Roch vor einer Stunde hat auf dem Platze, auf dem Sie jetzt stehen, Emil Schnepfe gestanden Ich habe ihn gesehen, wte ich Et« srh«. Uad ich kann Ihn«» sazen, daß mir tn m iner langjährigen Praxis noch nie eine solch« AehnlichkeU zwischen zwei Menschen vor» gekommen ist, die stch ganz sremd st ad, die ganz ver» schieden«» Gesellschaftsklassen angehören. Diese A-Hnlich-keil macht eine Verwechslung entschuldbar. Ich muß meine Beamten gegen Ihre vorwürfe in Schuß nehmen. Wenn Sie selbst Gelegenheit gehabt hätten, den Schnepfe zu sehen, würden Sie mir recht geben müssen. Bitte, kommen Sie jetzt mit mir zu der Arrestttlle". „Ich komme eben voa dort", brummte Dorival. Aber er folgte. Die Arrestzelle war natürlich leer. Run würd« Direktor Zahn wütend! Dorival verstand jetzt, warum der Athlet einer Begegnung mit feinem Brotgeber so scheu auSgewichea war. Dte Stimme de» Dtr>kior» schallte scharf und schneidend durch di« Gänge und schließlich gelang «» ihm, dte Schuldigen zur Stelle zu schaffe». Die Untersuchung ergab folgende«: Schnepfe war tn dem Raum, der für gewöhnlich dem Diener de» Direktor» al» AufenihUt diente, ein« gesperrt worden. Dieser Raum wurde Arrestzelle genannt, aber al« solche natürlich nur ia Ausnahme> fällen benutzt. Gegen vier Uhr nachmittag« hatte man Schnepfe hier eingesperrt. Die Tür, die da» Zimmer mit dem Korridor verband, war mit einem guten Sicherheitsschloß versehen. Sie war die einzige, dte ia den Raum führt«. Der Tür gegenüber, an der anderen Seite 5 Wirtschaft und Verkehr. Erhöhung der Eisenbahntarife tn Jugoslawien. Mit 1. September d. I. trete» >» Jagoslawie« die erhöhten Eise«bahutarife ia »cafl. Bei den erste« 190 Kilometer» beträgt die Erhöhung «ach dem v,m B:rkehrSmi»ifler ausgearbeitete» und von der Regieruog geoehmigtea Plaae durchschnittlich 8«/,, b-i 200 lm fällt fie auf 6«/, bi# 7%. b!» 300 km beträgt fie durchschnittlich 5°/. und bei 403 km 3«/,. Die so oft sogar mit Angabe de« Mo,ai«da,um» — angekündigte Er» niedriqunz u»sere Eisenbahntarife ist somit all Erhöhung endlich ia Erscheinung getreten! VII. International« Sketch,nbergsr Messe. I,. bis 20. August 1926. Für die zu erwartenden B-sucher der R'ichenberger Messe ozm 14 bi» 20. »UM stehen gute P.-ivatwohaua-gen i» der Preislage voa Kö 10 bis Kö 20.— pro ©ctt in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Die Wohnungszuweisung erfolgt beim Eintreffen ia Reichenb-rg durch de» WohnungSnachveis des Messeamte», welcher gegenüber dem Bahnhofe eta» bliert ist und permanente« Tag« uad Nachtdienst hält. Bei vorant bestellten Wohnungen, wo wegea der vorgerückit« Z it der Zuweifungsscheiu im Wege der Post nicht mehr zugesendet werden konnte, kaun derselbe vom Besteller ebenfalls bei« Eintrefft« im WohauvgSvachweif« fbehoben werden. Im Messe» Wohnungsnachweise stehen für die Mefsebesucher auch Dolmetsche für alle Sprachen zur Verfügung. Sport. Autorennen Stov. Vistrica—Maribor abgesagt. Di8 für Sonntag, 15. August, projektierte Schnell-Autorennen, da» der Autoklab Sektion Maiibor auf der Strecke Slov. Bistrica-Maribor zu arrangieren beabsichtigte, findet nicht statt. Der Grnnd der Absage liegt im schlechten Zustande der Rennstraße, die bei dem letzte« Gewitter sehr staik gelitte« hat. Die Veranstaltung wird aa einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Das Wettspiel Gradjanskt Athletik» daS infolge der Ueberschwemmung am letzten Son«» tag nicht stattfiaden konnte, wird am Sonntag, de» 22. August, gespielt werden. Die sportlich«» Kreise sehen dem Spiel zwischen der erstklassigen Zagreber Mannschaft und den heimischen Atletikern mit Ua-geduld entgegen. Schmalseite de« Zimmer«, befand stch ela kleine«, ein» flügelige« Fenster, da» durch eine rifern« Lasche derart mit dem Fensterrahmen verbunden war, daß man «S nur nach Entfernung einer Schraube öffnen konnte. S» führte auf einen mit Steinfließe« belegte« Hof. Direktor Zaha stellte fest, daß die Schraube au» d«r La'che herausgedreht worden war, ein« Arbeit, die Schnepfe wahrscheinlich mit einem starken Taschenmesser ausgeführt hatte. Wie Schnepfe dann feine Flucht weiter fortgesetzt halle, erschien dem Direktor Zahn vollkommen klar. Unterhalb de» Fenster» ltef ein starkes Gestm» ring» um da» Hau«. Boa diesem hatte, nach Anstcht dc« Detektiv», der Flüchtling den Sprung in d«n Hos g«lvagt. „Und wahrscheinlich hat er fich dabei verletzt l" meinte Ziha. Dorival widersprach natürlich nicht, aber er über» zeugte stch, daß ein geschickter Turner, w«au er stch flach an die Wand de« Hause« drückt« und stch mV de« ausgebreiteten Armen aa den Fensterrinfaffungen festhielt, auf dem Gestm« vorstchtig weitergehend bi« z« dem großen Fenster gelangen konnte, da« in da« Treppenhau« führte. Diesen Weg hatte sei« kühner uad gewandter Doppelgänger genommen. .Wte ist e« Ihnen eigentlich gelungen, den Schnepfe zu fangen und hieher zu bringen?* fragte Dorival, der nicht begreifen konnte, daß die ungeschickten Leute de» „PiomUheu«' den gewitzigten Schnepfe überlistet hab:« sollten. „Wir habe« Glück gehabt!* antwortete Direktor Zahn .Der Mann ist un« selbst ia« Garn gegangen. Er eischien heute nachmittag in der anderen Abteilung meine» Institut», tn der Au»kunftei. Er nannte fich Graf Hohenlohe und verlangte eine private Auskunft. Raten Sie, über wen?" „Wte kann ich da» raten?' antwortete Dorival und zuckte mit den Achseln. .Da» ist ja auch gleich« gültig'. Direktor Zah« lächelte überlege«. „Wie Sie meinen. Er v«rlangte eine genaue Au«« kunft über eine« gewiffen Herr« Dorival von Arm» brüster'. „Ach n«I" staunte Dorival. Stile 6 Eillier Zeitung 9Ju*mfr 64 I Einlagrenstand: Din 13,000.000 - X Gegründet 1000 I Geldverkehr: Din 90.000.000'— Spar- und Vorschussverein in Celje regiitrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung Hranilno in posojilno drustvo v Ce!ju registrorana tadruga z neoniejeno zavezo im eigenen Hause » Glavni trg Nr. 15 übernimmt wr Spareinlagen gegen günstigste Verzinsung Die Beaten- nnd InTalidenateuer ron den Spareinlagotimien tr> die Anstalt. Gewährt BUrirschssts- nnd Hypothekar-Darlehen sowie Kontokorrent« Kredite mit entsprechender Bieherstellun* unter den gtlustixston Bedingn » xe ». Vermietet zur Aufbewahrung von Wertgegenständen Panzerfächer „Safes". Selbständige Köchin mit Jahreszeugnissen, welche gut bürgerlich kochen kann, rein, fleissig. ehrlich u. anständig ist, die deutsche Sprache halbwegs beherrscht, wird für Celje ab 1. September neben Stubenmädchen gesucht. Gute Bezahlung u. Behandlung. Anzufragen bei Frau Marie Wambrechtsamer, Kralja Petra cesta 24,1. Stock rechts Ton 10—1 Uhr. Wir suchen Platz- bezw. Bezirks- V ertreter für Massenartikel. Anfragen an: »Katzky« A.G., Zemun. Graz, Schuljahr 1926 27. Mädchen finden liebevolle Ans-nähme bei bester Verpflegung und Aufsicht bei Frau Ing. Hannemann, derzeit Rogaska Slatina, Hotel Europa. in den verschiedensten Qualitäten Ton Baumwolle, Halbleinen, Leinon, abgepaust und vorgednickt Tablets Polster Wand' schöner d wie stick-Garne I seide Woll-garne Handarbeitsstoffe nach Meter X. 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Beginn l/i9 Uhr abends. Hiezu ladet höflichst ein Eintritt frei. ) ) ) ) ) ) Achtung, Strickereien! Aus eigener Wolle lassen wir grosse Mengen Stutzen, Wickelbinsen, Kappen, Schawis, Socken, Strümpfe u.s.w. ausarbeiten. Briefliche Preisofferten oder persönliche Vorstellung. Grösstes Zagreber Wollen- und D.M.C.- Warenlager BRACA HIRSLER, ZAGREB - Gajeva ulica br. 3. Aus allen Ländern Europas kommen die Waren Aus allen Ländern der Erde kommen die Einkäufer zur VI. Wiener iiitrrnnlioiinlcii liesse 3. bis 12. September 1926 Wo bleiben Sie ? Sonderveranstaltungen : Internationale Motorrad-Ausstellung. Kohlenmesse. Technische Neuheiten und Erfindungen. Möbelausstellung mit Sonderabteilung: Kleinwohnungseinrichtungen. Rundfunkmesse (M«ssepalast: 3. bis 19. September 1926) Kein I'nssvihtun. Mit Messeausweis und Reisepass freier Grenzübertritt nach Oesterreich. KahrpreisermSssigung auf den österreichischen u. ausländischen Hahnen und auf der Donau. — Auskünfte aller Art und Messeausweise zum Preise von Dlu 40 erh<lich bei der Wiener-Messe A.-G. Wien VII. sowie bei den ehrenamtlichen Vertretungen in M a rl h or : Stevo TonCifi (Medjunarodno OdpremniStvo) Tel. 230 Sc-enker & Co., Erste jngo&l. Transjort-l-t, Meljsb eesti Ir. (I (*ig«ntslmer, und Schrislleiler: Franz Sdiaucr in Celj». — Druck und B«rlaa: Beremebuchdruckerei «(Seleja" in 6*lj». Für die Xtudtrei veranttvorlUch: Guido Lchidlo in &lje.