«r. 282. Dienstag, 9. December 1«W. l U9. Jahrgang. Zeitung. ^»«n»»at«°n«prel,: «lit « « fi v, i<, n bu ng : «a»,i»l,l<8 fi, ll.. h°ll'«äl,.!g fl, 7 5«. Im « o mv t °, r : ""''«hli« si, „. halbjllhr!« fi 5 !«'. Für bit ijusteNung in« Hau« «an„«hr!« st, ,. -- I»sertlon«°eb»r: ssür "'««« In,,ra f hi« ,n 4 Zeiltn « tt. ,rößer "per «,,grrs«p!atz 8, bit «ebaeti,» Gahnholgl,^, l4, Sprechstunde« der Nedactlon täglich von IN bi« »i! Uhr vormittag«, — UnfranNt«« Vritse »erden nicht angenommen mid Manuscript« nicht zurückgestellt. Amtlicher Keil, Se. t. und l. Apostolische Majestät haben mit ^höchstem Handschreiben vom 2«. November d. I. "M k. und l. Kammern und erblichen Mitgliede der ungarischen Magnatentafel Alexander Markgrafen Pal« l°vicini die Würde eines geheimen Rathes taxfrei ^"gnädigst z» verleihen geruht. ^ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit ^""höchster Entschließung vom 26. November d. I. An Domcusto» des Metropolitancapitels zum heiligen ?lthhan in, Wien Leopold Stöger zum Domdechant "lseslMettopolitancapitel« allergnädigst zu ernennen «lttuht. Gautsch m. p. ^^^ Uichtamllicher Hheil Krainifcher Landtag. «chluss-Eihung am 25. ««»ember. (Forlschunc,) . Namens des Verwaltungsaussch"sses referierte Abg. "e rzn i'l betreffs der Vereinfachung der jetzigen com-^""krten und kostspieligen Gemeindeverwaltung. Landes» Präsident Baron Winller hatte in dieser Angelegenheit ^erm 25. October d. I. an den Hrrrn Landes-^"ptmann folgend?« Schreiben gerichtet: ,. 'lluer Hochwohlgchoren l Im Anschlüsse beehre 3 wich. Euer Hochwohlgeboren ein Verzeichnis zu )bermitttln. au« welchem die Zahl der Mitglieder der ^lnen Sanitätsdistricts-Vertretungen im Lande er. UUich ist. Danach beträgt die Oesammtzahl dles.r "Mieder 967 ; im Sanitätsdistricte Tschernembl allem ^erreicht die Mltgliederzahl "icht weniger als ^9. '" lenem von Stein 'b0. von Rudolfswelt 55. von ^'b°ch sogar 60: unverhältnismäßig stark lft die ^Mtälzo,rtretung — mit Rücksicht auf ihren Nicht ?? umfangreichen Wirkungskreis — auch m sehr ^len anderen Districten. was hauptsächlich eine Fulge 3 '" § 3. 2. Satz im Absätze 3. des Gesetzes vom si.' April 1888 L V. Bl. Nr. 12, enthaltenen Ve. '"lnmung ist . Das« sich bei diesem schwerfälligen Apparate »n °" Praxis Schwierigleiten und Unzukömmlichkeiten er-^n. ist selbstverständlich. Die meisten Mitglieder der Sanitätsdistricts°Vettretungsn sind Landwirte und Geschäftsleute, welche gewöhnlich nicht so gut situiert sind, dass ihnen der Zeitverlust sowie der Aufwand an! Reise« und Zchrunaskosten gleichgiltig sein könnte, zumal sie vielfach auch Mitglieder anderer Vertretungs-körper sind. Darum ist es für den Obmann einer zahl» reichen Sauitätsdistricts.Vertretung gar so schwer, die zur Beschlußfähigkeit derselben erforderlichen zwei Dritt» theile ihrer Mitglieder zusammenzubringen, weshalb einzelne Vertretungen beschlossen haben, ihren Mit» gliedern für das Erscheinen bei den Sitzungen die Vergütung der Weg« und ZehrungsloNen zuzugestehen. Voch diese Kosten würden sich bei nahezu 1000 Mit« gliedern auf wenigstens 2000 bis 3000 fl. nur für Eine Sitzung belaufen. Nicht zu übersehen sind aber auch die besonderen ähnlichen Kosten der verschiedenen Vezirksstrahen-Ausschüsse im Lande, die in Gemähheit des Landesgesehes vom 28. Juli 1689. L.G.Bl.Nr. 17. verstärkt wurden, ungeachtet ihr Wirkungskreis dadurch, dass schon biöher 23 der wichtigsten Vezirksstrahen zu Landesstrahen erhoben wurden, eine Einschränkung er-, fahren hat; und ebenso sind nicht zu unterschätzen die, Kosten der noch immer bestehenden Bezillscass«'. Vertretungen. In den Wirkungskreis der erwähnten drei Kate» gorien von Vertretungen, deren Gebietsgrenzen stch übrigens größtenteils Mchselweise decken, fallen ge-meinfame, nicht leickt abgesondert zu besorgende Angelegenheiten der betreffenden, behufs einer gemein« schaftlichen Geschäftsführung vereinigten Gemeinden. Nußer diesen g-meinsamen. wenngleich drei verschiedenen VertretunaMrpern zugewiesenen Angelegenheiten gibt es aber erfahrungsmäßig nvch mehrere andere An» gel'genheit?n, oeren gemeinschaftliche Behandlung erwünscht wäre und auch in der That gewünscht wird. So ist z. B. von dem löblichen Landesaus schusse selbst, in Ermangelung von Beznlsoertretungen in Kram, die Vereinigung von Gemeinden behufs Anlage gemeinschaftlicher 'Forstsaatschulen in der geschätzten Zuschrift vom 17. Februar 1890 als nothwendig bezeichnet worden; so ist von vielen Gemeinden der Wunsch ge° äußert worden, dass die Kosten für die ärztliche Behandlung kranker Armer statt von der betheiligten Hrimals- oder Ortsgemeinde aus dem gemeinschaftlichen Sanitütsdistrictfonde bcstrilten werden; und eben jetzt, angesichts der bevorstehenden Volkszählung, zeigt sich bei der Unfähigkeit so vieler schwacher Gemeinden, dieses Geschäft selbst zu besorgen, das dringende Be-dürfnis d»>r Vereinigung mchrerer solcher Gemeinden zur Besorgung desselben, respective zur leichteren Auf« bringung der damit verbuudenen Kosten. Gs lann wohl keinem Zweifel unterliegen, dass unter anderen die gewiss nicht unbedeutenden Kosten der nach § 7 des unterm 11. August 1890 Allerhöchst sanctionierten Landesgesehes zur Hebung der Rindoieh-zucht einzusetzenden Licenzierungs Commissionen größten-theils entfallen würden, wenn gehörig organisierte Ge-meinden selbst imstande wären, durch eigene Organe diese Aufgabe zu erfüllen. Es ist hier nicht der Ort, um weiter auszuführen, was alles als eine gemeinsame Angelegenheit mehrerer Gemeinden durch eine gemeinschaftliche Vertretung besorgt werden könnte, es genügt, was übrigens schon der Bestand der oberwähMen drei Vertretungskategorien beweist, zu constati-ren, dasi es viele wichtige Angelegenheiten der Gemeinden gibt. welche gemeinschaftlichen Vertretungilörpern bereits zugewiesen sind, und dass noch viele andere derlei Angelegenheiten bestehen, welche solchen Vertretungen znr wesentlichen Erleichterung der Gemeinden zugewiesen werden könnten. Unter dieser Voraussetzung könnte ja auch einzelnen Gemeinden, welche behufs Erlangung ihrer Selbständigkeit oder Autonomie »n eiqenrn Angelegenheiten die Trennung von anderen Gemeinden, mit welchen sie jetzt vereinigt sind. anstreben, solche ohne Anstand gewährt werden. Wenn es nun gemeinsame Angelegenheiten der Gemeinden gibt, welche durch gemeinschaftliche Vertretungen besorgt werden und füglich nur durch solche besorgt werden können, so ist die Frage naheliegend, ob diese Angelegenheiten, statt wie gegenwärtig, nach Gruppen getheilt, durch drei verschiedene Vertretungen, nicht — zur Vermeidung der Geschäftsvervielfältigung und der mit dieser verbundenen großen Kosten — alle zusammen durch eine und dieselbe Vertretung besorgt werden könnten, welche in der Lage wäre, dieselben Angelegenheiten gleichzeitig in einer und desselben Sitzung, statt wie jetzt abgesondert in drei Versamm-lungeu. zu behandeln und zu erledigen, worauf die Durchführung der betreffenden Beschlüsse einem Executio-organe, statt dreien, übertragen wäre. Feuilleton Die Kunst des Plauderns. b- 'Die Kunst des Plauderns» ist eigentlich nicht 'e richtige Wiedergabe für das ursprüngliche I'art 6e ^r, da sich der Begriff des «Causierene. nur ,n v3.?l'ste der ftanzösischen Sprache findet; trotzdem c>l'"hen Sie mich. verehrter Leser, und ich will d,e Uge an Sie stellen, ob Sie viele Menschen in Ihrem U"' gekannt haben, die zu «plaudern» verstünden? Ä 'khr wenige, und oft drängte sich mir die Frage »U woran es wohl liegen möge/dass oft hervorragende dezm ' °st f"r geistreich gepriesene Frauen die Kunst Aauderns so wenig verstehen. !> . Worin besteht denn die Eauserie. wöbe, lch unter U'erie einzig und allein die unter vier Augen ver-^?k' da alles andere «Conversation» ist? Im Be-d"?lln der verschiedenartigsten Themata, im Vermelden zaristischen «zu viel. von sich selber Redens, un UU^" Sich'AuKsvrechen. im Entwickeln persönlicher z^Wen mit individuellem Gepräge . . . und da will d?l,io - Behauptung aufstellen, dass das Pla"d«n nur H>" gegeben sein kann, die Takt. Nachsicht. Wohl-l "Uen en.e Dosis Heiterkeit und keine Selbstverhimm» H- ^'Ven. denn Menschen mit verbittertem Cha-ba, n '"agierte Widerspruchsgeiste!-, boshafte Klatsch- '^Werden nie plaudern können, sondern, scharf ab' Eilend, durch ihre Bitterkeit jeder Conversation den HP" ihrei überlegenen Schärfe aufdrücken. Zu emer Nat?' anregenden Eauserie. wie ich sie verstehe, »st es l!l,r >^ "iithig. anerkannt geistreich zu sein; es gehört Vr°k^ Auffassung dazu. Routine, em gewisser H von Giite (um nicht in die geistreich sem sollende, ^"le zu fallen) und — ich gebe es zu - etwas flunkernder Esprit, denn bei «meiner» Causerie will ich ja nicht tief in« Menschenleben eingreifende Fragen wissenschaftlich behandelt sehen, schließlich aber auch eine nicht zu junge, jedoch hübsche Frau deren Part-ner eine zum Turnier sich eignende Persönlichkeit sein muss. ^ l ^ , . Vielleicht macht man mir den Vorwurf, dass ich entsetzlich oberflächlich bin, am Ende gar frivol, und einen versteckten Sinn in meine Auffassung der Eau< serie lege. dass «die hübsche Frau und der ihrer wür-dige Partner» in ihrer Causerie nur das Ziel des Miteinander Kokcttierens verfolgen. Nun muss sich bei einem anregenden Gedankenaustausche bis zu einem ge> wissen Grade allerdings ein sympathischer Faden, ein elektrischer Strom von dem einen zum anderen ziehen, was aber noch lange lein Kokettieren bedingt (soll es sich denn ohne Augenverdrehen und versteckte Erklimm-gen durchaus nicht plaudern lassen!), denn bei voll-kommen heterogenen Charakteren, bei ganz entgegen» gesetzt laufenden Ansichten würde jede Causerie durch die absolute Meinungsucrschicdenheit in vollständige Ver< ständniKlosigkrit ausarten. . Bei «meiner» Canserie müssen beide Theile mcht nur aus derselben qchllschasllichen Höhe stehen, sondern sie müssen sich in ihren gebildeten Ansichten, in ihrer ganzen Lebensauffassling überhaupt verstehen, sich eben-bürtig sein — ein gewandter Weltmann wird nie mit einem Gänschen, und eine vernünftige, lebhafte Frau nie mit einem blöden Jüngling «plaudern» löimen. Harmonie und Gleichgtstelllsein sind wohl umrläsLlich. da es vor allem darauf ankommt, sich auch bei «Hal« ben» Worten «ganz» zu verstehen. Ist der cine dem anderen überlegen, sein Gedallkenflllg höher, so soll er, statt hinabzusteigen, seinen Partner zu sich empor-ziehcn; eine begabte Natur schwingt sich rasch z»lr höhe und entdeckt in sich selber schlummernde Fähigkeiten, die nur geweckt zu werden brauchen. Ein berühmter Pallamentsredner, der es gewöhnt ist, bewundernd sich selber sprechen zu hören, eine Frau, die in ihrer Eitel-keit stets darauf hinzielt, direct oder indirect in Weih. rauchswolken gehüllt zu werden — sie beide werden es niemals zu einer fesselnden, sie beide befriedigenden Causerie bringen. Das Plaudern will geübt sein, wmn es auch ohne Anlage, ohne gewissermaßen natürliche Gabe sich nicht erlernen lässt. Wer sich in Gemeinplätzen ergeht, schablonenhafte Phrasen je nach Bedarf zur Verwendung bereit hat oder durch beißende Satire geistreich zu sei» vermeint, wer überhaupt nach dem «Gristrrichen» hascht und den Mangel an Ideen mit schönen Wortcn verhüllen will, der plaudert nicht, er recitiert au« dem Gedächtnisse und macht den Eindruck des Vurberei-teten, früher sorgfältig Einstudierten. Die Causerie sei eine fortwährende Improvisation, das variierte Ausspinnen eines -angeschlagenen Themas, vom Grundton ausgehend, in Ml! und Dui', in Ac-corden und Arpeggien. in auf- uud abwärts sich be-wegenden Läufen, und rasch und wie von selber eröffne» sich der Causerie immer neue Felder, immer neue Bahnen, und wie der Schmetterling von Blume zu Blume flattert, so gleite die leicht beschwingte Rede von einem zum anderen und cndige in einem harmonisch abschließenden Schlussaccoid, dessen Vibration nachhaltig, wohlthätig verklinge. Wie jedes Bild eines Rahmens bedarf, so bedarf auch die Causerie eines solchen. Ein Sich-El-gehen im Wald und Flur wird bei hellem Sonnenschein ganz andere Gedanken und Empfindungen hervorrufen, als ein Spaziergaug in sternenheller Nacht, ebenso wild eine Causerie im Weltgetümmel, z. B. in der Ecke lkllmcher Zeitung Sir. 282. 2356 9. December 1»»l). Ich beehre mich. diese meine Anschauungen im Interesse der thunlichsten Vereinfachung der jetzigen complic'erten und kostspieligen Gemeindeverwaltung Eurer Hochwohlgeboren zur gefälligen Erwägung mit« zutheilen, indem ich zugleich mehrere Abdrücke dieser meiner Zuschrift zur allfälligen Vetheilung noch anderer Persönlichkeiten mit derselben beiz„schließen mir erlaube. — Empfangen Cuer hochwohlgeboren die Versicherung meiner vollkommenen Hochachtung. Der k. k. Landes« Präsident: Winkler m. p.» Referent Nbq. Kersnik betonte hie hohe Wichtig« keil der in dieser Zuschrift angeregten Fragen; leider sei die Zeit zu kurz bemessen gewesen, als dass der Ansschuss die Angelegenheit nach allen Seiten hin gründlich hätte berathen können. Der Referent stellte schließlich namens des Ausschusses den Antrag, die durch den.Landeshauptmann dem Landtage übermittelte Zuschrift dcs Präsidiums der k. k. Landesregierung vom 25. October 1890 sei dem Landesausschusse zur Be< rachung und Würdigung der darin erwähnten Fragen mit dem Auftrage abzutreten, in^der nächsten Session hierüber Bericht zu erstatten und entsprechende Antläge zu stellen. Der Antrag des Referenten wurde einstim. mig angenommen. Zu diesem Gegenstände ergriff Abg. Svetec das Wort und erklärte, er stimme ausH vollem Herzen den Ausführungen des Referenten bei. Die Zuschrift des k. l. Landespräsidiums, beziehungsweise des Herrn Landes« Präsidenten Baron Winkler, sei von hohem Interesse; aus derselben gehe hervor, welch reges Interesse Baron Winkler für die Angelegenheiten des Lande« habe, wie ihm das Wohl des Landes am Herzen liege. Darum bringe ihmlaberZauch das Land volles Vertrauen ent> gegen in Würdigung und Anerkennung seiner Ver« dienttc um unser Land (lebhafter Belfall auf der Linken). Auch die Landesvertretung stimme dieser öffent« lichen Meinung gerne bei, auch sie bringe dem Herrn Landespräsidenten Wolles Vertrauen entgegen (Bravo-Rufe auf der Linken). Deshalb seien er und seine Ge» sinnungsgenossen nicht wenig erstaunt gewesen, als an» lässlich einer Abstimmung im Landtage durch die öffentlichen Blätter jüngst die Nachricht verbreitet wurde, diese Abstimmung — es handelte sich um die 600 fl. für den nicht obligaten Unterricht in der deutschen Sprache — bedeute ein Misstrauensootum für den Chef der k. k. Landesregierung. Dies sei vollkommen irrig. Die Landesvertretung, insbesondere die Abgeord« neten auf der linken Seite dieses hohen Hauses, haben keinen Grund, dem verehrten Herrn Landespräsidenten ihr Misstrauen auszusprechen (Beifall auf der Linken). Jene Abstimmung sei nur eine Demonstration gegen die Germanisierung gewesen, welche hierzulande unter der Firma des deutschen «Schulvereiues» betrieben wird. Der Redner bittet, diese seine Erklärung zur Kenntnis zu nehmen. Sodann referierte Abg. Pouse namens des Verwaltungsausschusses betreffs der Beitragsleistung zu den Anlage- und Erhaltungskosten einer staatlichen Forst« saatschule bei Rudolfsweit. Die l. k, Landesregierung hat schou mit Note vom 11. Jänner 1689 die Anlage einer unter selbständige technische und administrative Leitung der l. f. Forsttechniker zu stellenden Forstsaat« schule bei Rudolfswert gegen Beitragsleistung des Landes angeregt, der Landesausschuss war jedoch damals nicht in der Lage, auf diesen Vorschlag einzugehen, da in Stauden ohnehin eine auf Kosten des Landes angelegte Forstsaatschule bestand, aus der die Bedürfnisse der politischen Bezirke Rudolfswert und Tschernembl an Waldpflanzen hättm gedeckt werden sollen. Inzwischen hatte es sich jedoch herausgestellt, dass diese Saatschule keineswegs den gehegten Erwartungen entsprach, indem in derselben theils wegen nicht sachgemäßer Behandlung, theils infolge anderer Umstände fast sämmtliches Pflanzenmateriale zugrunde gieng, so zwar, dass sich der Landesausschuss über wiederholtes Ansuchen dir Direction der Wein« und Obstbauschule in Stauden, die den Misserfolg hauptfächlich der mangelhaften Boden« beschaffenheit des bezüglichen Terrains zuschrieb, veranlasst sah, die Verlegung der Saatschule auf einen anderen Ort mit entsprechendem Flächenmaße zu bewilligen. Allein auch dies hatte nicht den gewünschten Erfolg, und war es namentlich der in großen Mengen aufgetretene Engerling, der das Pflanzenmateriale in der verlegten Saatschule arg zurichtete. Gegenwärtig kann von einer Forstsaatschule in Stauden kaum mehr die Rede sein, und erscheint es nach den bisherigen Erfahrungen sehr fraglich, ob eine solche unter der Lei» tung der dortigen Direction überhaupt je prosperieren würde. Demnach dürfte sich empfehlen, die Saatschule in Stauden ganz aufzulassen. Ueber einen diesfälligen Bericht der k. k. Bezirks-Forstinspection in Rudolfswert kam nun auch die k. k. Landesregierung auf ihre eingangs erwähnte Note zurück und empfahl abermals die Anlage einer staatlichen Forstsaatschule bei Rudolfswert, in der Weise, das« die Nnlaa/« und Erhaltungskosten, die sich pro Jahr auf beiläufig 730 Gulden belaufen dürften, zwi' schen Staat und Land getheilt würden. Nunmehr beschloss der Landesausschuss, diesem Vorschlage näher zu treten und theilte der k. k. Landesregierung mit, dass er dem Landtage in der laufenden Session den Antrag auf Uebernahme der Hälfte der Anlage« und Er« haltungskosten einer derartigen Forstsaatschule auf die Dauer von drei Jahren vom Jahre 1891 weiter unterbreiten werde. Laut Mittheilung der k. k. Landesregierung vom 18. October l. I. hat das k. k. Ackerbauministerium die beantragte Einrichtung einer Forstsaatschule im Forstbezirke Rudolsswert in der Voraussetzung genehmigt, dass das erforderliche Grundstück vom Lande zur Verfügung gestellt, dass die technische und administrative Leitung der Saatschule vom k. l. Forsttechniker in Ru« dolfswert besorgt wird. dass die Anlage- und Betriebskosten zu gleichen Theilen vom Lande und Staate getragen und dass die dem Staate hieraus erwachsenden Auslagen in der nicht zu erhöhenden Staatsdotatiuu für die Central«Saatschule in Laibach und sür Auf-forstungen überhaupt ihre Deckung finden werden. Bei der stetig zunehmenden Anzahl von Auffor« stungs.Aufträgen in den politischen Bezirken Rudolfswert, Tschernembl und Gottschee macht sich der Bedarf an Waldpflanzen«Material bereits in einer Weise geltend, dass der Bestand einer selbständigen Forstsaat' schule in Unterkrain zur unabweislichen Nothwendigkeit geworden ist. Dieser Nothwendigkeit konnte sich de^ Ausschuss nicht verschließen und beschloss daher, tm Tubveutiomerung einer staatlichen Forstsaalschule bel Rudolfswert zu beantragen. Der Referent stellte schließ' lich folgenden Antrag: Der hohe Landtag wolle beschließen : 1.) Die Focstsaatschule in Stauden wird ausgelassen. 2.) Zum Zwecke der Anlage und des Wut-schaftsbetriebes einer unter selbständige technische und administrative Leitung der l. f. Forsttechniker zu ste' lenden Forstsaatlchule bei Rudolfswert wird pro 1691. 1892 und 1893 eine jährliche Subvention bis zu" Höchstbetrage von 395 Gulden au« dem Landescultur' fonde unter der Voraussetzung bewilligt, das« die Gtavl' gemeinde Rudolfswert das hiezu erforderliche Gruno' stück unentgeltlich zur Verfügung stellt. — D"!" Antrag wurde ohne Debatte angenommen. (Schluss folgt.) Politische Ueberficht. (Verhandlungen des Reichsrathe«) In der Samstag-Sihuug des Abgeordnetenhauses leg« die Regierung einen Gesetzentwurf vor. betreffend die Ausdehnung des Gesetzes über die Versorgung ^ Witwen und Waisen von Ofsicieren und der MaN^ schaft^dessHeeres, der Kriegsmarine, der Landwehr UN" des Landsturmes auf die Witwen und Waisen, dere" Gatten, respective Väter, vor dem 30. April 1867 nW mehr activ, sondern im Ruhestande waren. Abg. .Htv" und Genossen interpellierten den LandeSvertheidiguM minister wegen Mittheilung des Gesammtresultates vc abgelegten 'Einjährig -^Freiwilligen - Prüfung und °' « Ursachen des in einzelnen Orten auffallend ungüiM Resultates der Prüfungen und verlangen zur ^ ruhigung der nichtdeutschen Bevölkerung, dass bel 5 legung der Prüfung die unvollständige Kenntnis " deutschen Sprache für die Erlangung der ^W^c, z charge bei sonstiger Qualification nicht hinderlich !' Der Iustizminister beantwortete eine InterpellatU". dass die auf kaufmännischen Facturen enthaltene v merlung : «Beide Theile unterwerfen sich dem V^A«. gerichte. nach dem Gutachten des Obersten Oencyl Hofes berücksichtigt werden müsse. > (DasProgramm derIung - Ruthenel Sehr nachhaltig ist der Tindnick, den das Auft"^ der Iungrutheueu im galizischen Landtage ä"l gelassen. Diese neue Partei erstrebt ein friedliches ö sammenwirken mit den Polen auf der aememiaw Basis der österreichischen Staatsidee und bat folgen^, Programm formuliert: Wahrung der ruthenischen ^ tionalen Eigenart, Treue für Oesterreich "lid Dynastie. Festhalten an der katholischen Kirche. " mäßigter Liberalismus' in der Politik und 3^1 für die Bauern und den Vürgerstand. Erzbischos ^. brawwicz erklärte seine Zustimmung zu diejew V gramme. eines überfüllten Ballsaales, ganz anderer Art sein, als in trauter Dämmerstunde am Kamin, und ich halte diese letztere, die «(?.äU86ris au coin äu t'eu». für die (inzige wahre u»d gute. Wo läfst es sich auch besser plaudern, wo sammelt man besser seine Gedanken zu heiterem, spielendem, prickelndem Austausche, als an der Ecke des Kamins, wenn an kalten Winterabenden im wohligen Gemach die verschleierte Lampe in dis-cretem Lichte erstrahlt, der Theekessel summt und eine liebenswürdige Frau, in deren klugem Auge eine ganze Offenbarung liegt, mit ihren welßen Händen den Plauderlranl «lm äs Lieds» — den duftenden Thee credenzt, während behaglich im weichen Fauteuil ihr Gegenüber, ein bevorzugter Sterblicher, sich der Gunst erfreut, in ihrer holden Nähe weilen zu dürfen? Und bald ist die Causerie im Gange — in leicht beschwingtem Fluge kreuzen sich die Gedanken, graue Theorie und himmelstürmende Phantasie, sie wechseln ab im heiteren Zwiegespräch — Rateten gleich sprühen Witz und Humor in launigem Verein, und unbemerkt verrinnt Siunde um Stunde «im wohligen Gemach am kalten Winterabend». Und nun, verehrter Leser, wenn Sie sich bald in dieser angenehmen Lage befinden sollten und Sie «dann» nicht plaudern können, wenn Sie nicht das Talent wsitzen, den richtigen Ton zu finden, der beim ersten Anschlagen melodisch erklingt, dann haben Sie es eben nicht weg, und ich kann Sie nur bedauern, w-nn Sie diesem intelltctuellen Oenuss Ihren Club vorziehen oder die Gesellschaft derjenigen, bei denen «Plaudern» als überflüssige Anstrengung gilt. ^______ Dory* * Dass untcr dem Pseudonym «Tory», mil dem das Feuilleton gezeichnet ist, sich eine Frau verbirgt, die selber die «Kunst», von der si? hier spricht, in hohem Maße innehat, verräth wohl diese «Plauderei» selber. Dann ist es aber auch mcht wdiscr^t hinzuzujügen. dass die Dame Gelegenheit hat, l>«^e lkunst in ,hren ebenen Kreisen zu beobachten und zu üben. T>ie Redaction. ««chdrucl verboten. Derstoßen unö verlassen. Roman von Emile Mchebourg. (1b9. ssortschung.) «Laurence von Merulle, mein Kind, mein Kind!» rief sie in höchster Erregung, während sie die Arme ausbreitete. «Laurence von Merulle,» sprach der Vicomte feierlich, «umarme deine Mutter!» Das junge Mädchen sank in Gabriele's Arme und beide hielten sich fest umschlungen. Ihre Augrn weinten Thränen, ihre Herzen schlugen zum Zerspringen. «Sie erinnert sich, sie findet ihr Gedächtnis wieder!, sagte Herr von Merulle sich. «O mrin Gott. ich danle dir! Du liehest geschehen, was ich von dir «flehte!» Und in trunkenem Tntzücken sah er auf Mutter und Tochter. Frau Saulisfe stand wie versteinert. Plötzlich gewahrt? Laurence, dass ihre Mutter die Augen schloss, dass ihr Athem immer schwächer ward. Erschrecken ließ das junge Mädchen sie sanft auf einen Sessel niedersinken. Die Schwäche-Anwandlung war nur eine momentane; in der nächsten Secunde öffnete Gabriele bereits wieder die Lider und lächelte ihrer Tochter matt zu. Herr von Merulle athmete t,ef auf. «Ich habe die Tochter in die Arme ihrer Mutter geführt, nun bin ich meines Schwules entbunden!» flüsterte er leise vor sich hin. «Mir ist.» sprach Gabriele plötzlich, und e« war, als wenn sie zu sich selbst spräche, «als wenn es L,ä,t werde in mir, als wenn die finstere Nacht, die mich umgeben, von mir weiche. Wer, wer hilft mir, mich zu erinnern?» «Ich!» jprach der Vicomte ernst und er kniete vor seiner Frau nieder. «Sie?» wiederholte diese leise, indem sie ihn unverwandt betrachtete. Der Vicomte fuhr fort: . ^l. «Ja, ich! Hören Sie nur und folgen ^ ^S Sie haben sich im Jahre 1864 vermählt; es P"" ^ bald dreiundzwanzig Jahre her. In P^'s ' ^"s Philippölirche fand die Trauung statt, d,e ^°" ,.. des Fräuleins Gabriele von Saulieu mit dem «l Ernst von Merulle.» , : ^s. Die Fremde stieß einen durchdringenden Vcyl ^ «Ja, ich — ich bin Gabriele von Sa"l>e». .^ Gattin des Vicomte von Merule!» rief sie. '"H^tel!' Heirat willen traf mich der Fluch meiner -l"" ^ Mit Selbstüberwindung nur hielt der V'""' sich, um ruhiq zn sprrchen: «llerdings «Die Mnrquise von Saulieu fluchte ""zMel' ihrer Tochter Gabriele, weil dieselbe gegen 'h""^ ^» sich mit dem Vicomte von Merulle verheiratete ^l., «Ja. ich erinnere mich an alles ^ flüsterte Gabriele. ,^„ StilN«" «Aber., sprach der Vicomte mit f"erl'ch" " he' writer, «die Marquise von Sanlieu hat ^ ^chtel reut. dass sie einst erbarmungslos gegen ly" ^z, war; sie hat ihren Fluch längst zuriickgenommr ^ Wie ein elektrischer Schlag berührten o,c Gabriele. , r^ach ^ «Sie hat d,n Fluch zurückgenommen/- I? mechanisch nach. ^ „- ««« ^ «Ja. Gabriele von Saulieu. VlcomtHe " .^' rulle. hat längst aufgehört, eine Verfluchte z ^ «Ist das wahr, ,st das wirklich wahr<" Fremde mühsam aus. , . ^.„ Loch^ «Ich schwöre es! Die Mutter hat o" längst vrzieden!. - ^^lte Gabriel r «S,e hat mir verziehen?» wiederhole ^r wie zu sich salbst sprechend, ohne dabel me einen Moment von dem Vicomte abz"wen0"'' ^tel «Ja, Gabriele.» erwiderte dieser. «^ .„ .^B hat Ihnen verziehen. Einsam vertrauert 1" ^h"' prächtigen Palast ihre Tage, nur von der tfalllllcher Zeitung 5K. 282. 2357 9. December 18W. (Parlamentarisches.) Der Budgetausschns« bei Abgeordnetenhauses nahm Samstag die kaiserlichen Verordnungen, betreffend die Bestreitung der Auslagen anläjölich der September-Ueberschwemmungen, zur Kennt« "'s. Betreffs der jüngsten Katastrophe in Karlsbad er. «alte der Ministerpräsident, die Regierung beschäftige >lch bereits mit der Angelegenheit; Hauptsache sei es. «arlsbad rechtzeitig curfähig zu machen. Der Budget« ^sschnss beschloss, diesbezüglich die Regierung aufzu. ^dern. nach Maßgabe der Erhebungen sofort das ^thige zu veranlassen. Bezüglich der Unterstützung der ^etlmlltter.Knopfalbeiter beschloss der Auöschuss. die ^»ierung aufzufordern, auf Grund der gepflogenen «Hebungen das Nöthige zur Linderung der eingetretenen Nothlage zu veranlassen, hiezu die nöthigen Geld-?"ttel anzusprechen sowie die Bildung von Genossen« haften in den betroffenen Industriebezilken thunlichst »u begünstigen. ,. (Das Reichsgericht) wird im Jahre 1891 >e>ne regelmäßigen Quartalsihungen am 12. Jänner, ^" April. 6. Juli und 26. October beginnen. (Der «l! esly Klub») versammelte sich Freitag Mndz zu seiner ersten Sitzung. Dr. Rieger betonte in ""kr Begrüßungsrede den Ernst der politischen Situa« ^n. Dr. Rieger wurde zum Obmann des Clubs, A Nitter v. Meznik und Oraf Friedrich Kinsky zu ""en Stellvertretern wiedergewählt. Die Wahl in die ^llllmentarische Eommission der Rechten wurde vertagt. , (Oroßcommune Wien.) Der niederöster« "lchische Landtag nahm am vergangenen Samstag un< Wandert die noch restlichen Paragraphe des Statuts lur Gioh.Wien an und begann dann die Specialdcbatte über die Vemeinde-Wahlordnung für Oroß-Wien. ^ l. äffend die Wahlberechtigung, wurde unverändert an« genommen, die Anträge betr.ffs Einführung des oll-^Meinen Wahlrechtes aber abgelehnt, n (Localbahngesetz.) Die Geltungsdauer des "calbahngesehes vom Jahre 1887 läuft am 31. De-celnber 1890 ab. Um nun die bisher gewährten finan-Men Begünstigungen im Toncessionswege auch weiter« M einrällmen zu können, brachte die Regierung einen «esehentwurs ein, womit die Wirksamkeit des m Kraft "eyenden Localbahngefehes bis Ende 1893 ausgedehnt "erden soll. In dem Motivenberichte wird mitgetheilt, °">s gegenwärtig Ofsuche um die Concessionierung von "ehr als 40 Lucalbahnlinien in der Gesammtlänge von ""hr als 1400 Kilometer der Regierung vorliegen. (Ungarisches Budget.) Man telegraph»^ °"s Budapest - Der Finanzminister unterbreitete im Ab' »evrdnetenhause unmittelbar nach Abschluss der Budget» fttte das Finangeseh für das Jahr 1891. Dasselbe "z'fferl die Ausgaben mit 368.969.328 fl.. die Ein-"ahmen 369.008.583 st., und schließt daher m»t emem Ueberschusse von 39.260 fl. Der letztere ist nach ß 2 3? 3inanzglseyes den Lassebeständen zuzuführen. Das Ananzgeseh wird vom Anslchusse gleichzeitig mit der Mtion der ungarischen Waffeufabrik um Rückeistattung !" Caution verhandelt werden. Nächsteil Dienstag Ü^det die Debatte über das Finanzgeseh slatt._______ !"ht beseelt. Tochter und^Enlelin doch noch einmal an '^ Herz schließen zu könnenl. .. Dle Unglückliche, welche so lange ihrcs Verstandes vermibl gewesen war. athmete schwer und starr sah ste V den Mann, der diese Worte zu ihr sprach -?"lte. die eine Welt voll Erlösung für sie m sich »en. Aber unbewegt blieb ihr Blick. Kam ihr eim ^lnnerung — die bedeutsamste ihres Lebens — oder löblich der schwache Strahl des Lichts aufs neue, der '" 'hrer Seele aufgeflammt war — verblich er, um sie Mloz in die frühere Nacht zurücksinken zu lassen — " "e Nacht finsteren Wahns? h Mit hochllopfendem Herzen, welches allein die , "'"gung, die in ihm tobte, verrieth, fuhr der Vl-comte fort: 5 'höre weiter. Gabriele, und erinnere dich! Einige ^ge nach deiner Vermählung führte drin Gatte, der 3'c°mte von Merulle, dich zuerst nach Lyon. dann nach Uulouse zu seiner Familie. Im Schlosse PadiiUe ^sinete ein holdes, kleines Wesen, welches in der Taufe "° Namen Lanrence Emilie erhielt, die Augen dem Zeigen Lichte. Du verbrachlest dann einige Zeit m ^°n; von dort begabst du d,ch mit drinem Gatten U° dem Kinde nach Marseille, wo dein Gatte den "«Mm Aland führte. Dein Mann war lein böser ""nsch und doch hat er dich unglücklich gemacht, ob-^^/ er sowohl dich als auch das Kind ausnchtlg l 3 s ^^ war ein Spieler, er war charakterschwach, er «5? .s'ch von Leidenschaften hinreißen, und in solch einer ^"'tl'gkn Stunde begieng er das schwere Unrecht, dich, A beste und tugendhafteste der Frauen, zu insultleren, ^war ein Elender!- ^ . ri^ '^kin. nein!, rief Gabriele, sich Plötzlich anf. .Mnd. «Das war er nicht! Er war schwach, entsetzlich Uwach. aber er liebte Weib und Kind trotz allem. 3r^" s'ch °n ihnen vergieng. so war nicht er M 3!s"be schuld daran, sondern jene Elenden, deren p>er er war l. (Fortsetzung solgt.) (Schulreformen in Deutschland.) Aus dem Schlüsse der vom Kaiser Wilhelm in der Schul. reforM'Conferenz gehaltenen Rede, die der Reichs» anzeiger'verössentlicht, sei noch Folgendes nachgetragen. Auch dürften nicht junge Leute Unterricht ertheilen, deren'Charakter häufig selbst noch der) Ausbildung bedürfe. Die erziehliche Thätigkeit des Lehrers sei die Hauptsache. 'Es gelte, die jungen Leute für das^jeyige praktische Leben vorzubilden. Unter Anführung von statistischen Ziffern über Schülerzahl, wöchentliche Zahl der Lehrstunden. Schnlkrankheiten und Zahl derHKurz« sichtigen betonte der Kaiser die hygienische Frage. So gehe es nicht weiter. Männer dürften nicht durch Brillen die Welt ansehen, sondern mit eigenen Augen und müssen an dem Vaterlande und an dessen Ein» richtnngen Gefallen finden. — Im Abgeordnetenhaus? wurde das Volksschulgeseh berathen. Minister Gohler führte aus. die Vorlage regle die Schulerhaltung. Die Unterhaltungspflicht der Volksschule solle ein Glied des communalen Organismus unter Wahrung der staatlichen Rechte weiden. Der Religionsunterricht dürfe aus den Volksschulen nie verschwinden. Das Haus möge des Zusammenhanges mit dem ganzen Reform« werk eingedenk bleiben. (Aus Italien.) Der italienische Abgeordnete Bonasi wurde von Crispi aufgefordert, das Unter-Staatssecretariai des Innern definitiv zu übernehmen. Die Sache ist bemerkenswert, weil Aonasi stets zur alten Rechten zählte und gemäßigten Grundsähen hul digt. Die Amtszeitung veröffentlicht die Ernennung des Dichters Viosur Carducci zum Senator. Derselbe wurde, da der Senatsausschuss dessen Verdienste um die vater« ländische Literatur nicht als genügend erachtete, als Mitglied des obersten Studienrathes zum Senator ernannt. (Die Republikaner inPortugal.) Trotz aller Beschwichtigungsnachrichten dauert die republi-kauische Bewegung in Portugal mit ungeschwächler Kraft an. Der «Seculo» veröffentlicht einen Aufruf für einen republikanischen Congress, welcher m Lissabon vom 4. bis 6. Jänner 1891 abgehalten werden soll. Auf dem Festlande in Portugal hat gegenwärtig die republikanische Partei 40 Centren, Clubs und Gesell« schuften auszuweisen. (Der Conflict der Pforte mit den Griechen.) Der Ausgleich zwischen der Pforte und dem griechischen Patriarchate ist nahezu vollzogen; alle Differenzen sind merilorisch geordnet, und die formelle Lösung der ganzen Frage hängt nur noch von der Abfassung und dem Austausche von Documenten ab, deren Punctationen im beiderseitigen Einvernehmen bereits festgestellt sind. (Parnells Rücktritt.) Die irischen Depu« tierten sehten ein Comitö zur Berathung mit Gladstone nnd den übrigen Führern der Liberalen bezüglich der Homerule.Vorlage ein. Wenn dieselben Concessionen betreffs des irischen Parlamentes machen, dürste Parnell zurücktreten. (Serbien.) Wie verlautet, hat Königin Natalie das angekündigte Memorandum, betreffend die Regelung ihrer Beziehungen zu ihrem Sohne, dem Könige Alexander, der Stupstina bereits zugehen lassen.Z Tagesneulgleiten. Se. Majestät der K a i s e r hiben.I wie das unga» rische Amtsblatt meldet, für diePlliser römisch-katholische Schule und die evangelische Schule in Tarjän je 100 fi.. ferner für den römisch-katholischen Lehrer.Unterstützungs« verein des Turöczer Comitates und die griechisch, katholische Gemeinde in Mohäly je 50 fl. zu spenden geruht. ____________ — (Die Wasserlüufe des Karstes.) Mit Bezug auf eine vor einiger Zeit auch von uns gebrachte Notiz über die heurige Dürre und Trockenheit in Kram schreibt Major v. Groll er, Nbtheilungsvorstand im militär-geographischen Institute: In der Notiz über die «Dürre in Krain» wirb behauptet, durch da« Nicht« ausbleiben des Timavo sei «endlich erwiesen», dass dieser Fluss nicht die St. Canlianer Reka sei. Diese Behauptung ist, so ohneweilers ausgesprochen, durchaus nicht stich» Hallig und der prätendierte Beweis keineswegs erbracht. Oeftüht aus eine vieljährige allerintimste Btlanntschast mit allen namhaften Kachgebieten der Monarchie, kann ich zur Begründung meines Widerspruches Folgende« auf« stellen: Sehr häufig enthalten die unterirdischen Fluss« länfe mehr oder weniger geräumige Erweiterungen, ja ich möchte sogar das Vorhandensein solcher Erweiterungen als typisch bezeichnen. Sinken solche Erweiterungen unter die Wasserlaufslinie, so bilden sich naturgemäß unter-irdische Seen («Iezera»). Es hängt nun ganz von dem Ublaufscanal oder genauer von der Form desselben ab. ob aus dem «Ieztro> constant so viel Wasser abfließt, als sein Zulauf von oben beträgt oder ob die Menge des Ablaufes eine andere ist, als die des gleichzeitigen Zulaufes, ob endlich — und hier resiectiere ich auf die eingangs citierte Notiz — noch Ablauf besteht, während der Zulauf gänzlich aufgehört hat. Letzteres ist der Fall, wenn der Ablauf in geeigneter Weise nach dem Heberprincip aufgebaut ist, also eine der intermittierenden Quelle ähnliche Form besitzt. Angenommen, der unter-irdische Flusslauf des Timavo hätte eine ähnliche (und das Gegentheil ist nicht bewiesen), so werden sich in allen vorhandenen Erweiterungen «Iezera» bilden, deren ständiger Wasserspiegel durch die Schwelle der flussabwärts liegenden Stufe gebildet wirb. Hört nun der Zufius« von oben auf, so wird nicht sofort auch der Nusfluss aus dem Lagort aufhören. Denn der erfte oberste See gibt nach dem Heberprincipe so lange Wasser an den zweitnächsten untern ab, als sein Spiegel höher liegt, als sein «kritisches Niveau», und inzwischen fließt auch der Ti« mavo unvermindert aus. Erst wenn der Spiegel in dem zweiten See unter das «kritische Niveau» gesunken ist, versiegt der Timavo, und dieser Zeitpunkt tritt um so später nach dem Versiegen der Rela ein, je geräumiger die unterirdischen Seen sind. Hiemit glaube ich bewiesen zu haben, dass ich der Behauptung des Herrn Einsenders jener Notiz mit Recht widerspreche. — (Zur Heilung der Tu bereu lose.) Alle russischen Zeitungen sprechen von dem Bericht des Doctor Us pen sly in der hygienischen Gesellschaft in Peters« burg über die. wie der Vortragende sagte, bisher be-friebigenben Versuche, welche er gemacht hat, um die Heilung der Lungentuberculose durch das stimulierende Mittel des Herrn Brown - Sscaro zu erzielen. Wie der Bericht ausführt, bezweckt das Mittel, dem menschlichen Organismus eine ausreichende Kraft zuzuführen, damit derselbe des Uebel«, welchem gegenüber er bisher ohn« mächtig war, Herr werden könne. Herr Uspensky hat seinen Gericht durch materielle Beweise unterstützt, die in einem Expose' zusammengefasst sind, welches die bisherigen Erfahrungen bei Anwendung des erwähnten Heilmittels bei einer Anzahl von Lungenkranken darlegt, deren Namen er anführt, ebenso wie die Namen der Aerzte, welche bei der Behandlung mitgewirkt haben. Die letzteren bestätigen ihrerseits, dass bei den Kranken, welche Injectionen mit dem stimulierenden Mittel Vrown-Sicards erhalten haben, eine beträchtliche Vermehrung des Körpergewichts, sich ein entsprechendes Sinken der Temperatur und eine ziemlich rasche Rückkehr der erschöpften Kräfte gezeigt haben. — (Ein 3lauchgeseh.) Nm 1. September d. I. ist im Staate Newyorl eine Vestimmung in Kraft getreten, welche Kindern das öffentliche Rauchen verbietet. Dieser Zusatz 7 zu 8 291 des Strafgesehbuches lautet wörtlich folgendermaßen: «Kein Kind, welches thatsächlich oder augenscheinlich unter 16 Jahre alt ist, darf rauchen oder in irgend einer Weise eine Cigarre, eine Cigarrette ober Tabak in irgend welcher Form auf einer öffentlichen Straße, Platz oder Raum gebrauchen. Eine Verletzung dieser Veftimmung soll als Vergehen angesehen und mit einer Strafe von nicht mehr als zehn Dollars und nicht weniger als 2 Dollars für jedes Vergehen bestraft werden.» — (Fahrparlvermehrung der Staatsbahnen.) Nußer den auf Grund früherer Beschlüsse ins Budget eingestellten Beträgen für Fahrbetriebsmittel von zusammen etwas über zwei Millionen Gulden sind im Staatsvoranschlage pro 1891 noch zur Beschaffung von 36 Stück Locomotiven sammt Tendern und Reserven, welche sür Massentransporte erforderlich sind, der Getrag von 1'3 Millionen Gulden und für 200 Personenwagen 928.000 st., zusammen also rund 2' 2 Millionen Gulden eingestellt. — (Ein serbischer Gesangverein in Budapest.) Der größte und befle serbische Gesangverein «Stanlooit» trifft in einigen Tagen au« Belgrad in Budapest ein, um das Grab des beliebten serbischen Compositeurs Cornel Stanloviö, dessen Namen der Verein führt, zu besuchen. Aus diesem Anlasse gedenkt der Verein in der Hauptstadt zwei Concerte zu veranstalten, in welchen die neuesten serbischen Weisen zum Vortrag gelangen sollen. Der Verein steht unter Leitnng des Hochschulproslssors Hivoin Simii. — (Professor Villroth) demonstrierte am vergangenen Freitag sämmtliche bisher auf seiner Klinik nach der Koch'schen Methode behandelten Patienten und äußerte sich über die erzielten Heilresultate sehr günstig. Der diagnostische Wert des Koch'schen Heilmittels sei ab» solut nicht mehr anzuzweifeln. Es handle sich nur darum, die Injectionen fortzusetzen, um enbgiltige Heilresultate zu erzielen. — (Durch eine Lawine verschüttet.) Wie man der «Klagensurter Ztg.» schreibt, sollen am Sonntag in Gnoppnih aus dem Kirchgänge nach Greisenburg zwei Personen von einer Lawine verschüttet und bis jetzt noch nicht ausgesunden worden sein. Der Schnee hat bort eine Höhe von über einem Meter erreicht. — (Vischof Dr. Stroßmayer) ist Freitag aus Kroatien in Wien eingetroffen und im «Hotel Mihl und Schadn» abgestiegen. Noch Freitag abends stattete er dem Nuntius, Erzbischos Valimberti. einen Besuch ab und verweilte zwei Stunden bei demselben — (Duell.) Aus Budapest wird gemeldet: Aus dem Schlosse des Grafen Gregor Bethlen in Roszlow hat zwischen dem Fürsien Arthur Obescalchi und Johann von Klobuschihli ein Pislolenduell stattgefunden, welch?« unblutig verlief. Es sand eine Versdh ung der Gegner Laibacher Zeitung Nl. 2>2. 2358 3. December W0. statt. Die Ursache des gweilampfes soll eine Vallaffaire gewesen sein, — (Blattern in Petersburg) Wie man aus Petersburg meldet, ist die Vlattern»lkpidemie, welche in der russischen Hauptstadt seit einiger Zeit grassiert, seit mehreren Tagen in wesentlicher Abnahme begriffen — (Vo shaft.) «Herr Wirt, Sie werden auch nie zum Militär genommen!» — «Warum denn nicht?» — «Weil Sie das gehörige Maß nicht haben!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Vom Hofe.) Man telegraphiert uns unterm Gestrigen au» Wien: Anfangs Jänner finden bei Ihren Majestäten einige Diner« für da« Diplomatencorp« stalt; ferner wird ein Rout abgehalten werden, wobei die Kai» serin die Vorstellung der Damen der Gesellschaft entgegennehmen wird. In der zweiten Hälfte des Jänner findet ein Hosball in der Hofburg statt, vor welchem der Kaiser ein Eercle für das Diplomatencorps abhält, beim Hof» balle felbst werden die Majestäten durch Erzherzog Karl Ludwig und Gemahlin vertreten sein. — (Allerhöchste Sanction.) Der vom trai-nischen Landlage in der abgelaufenen Session beschlossene Gesetzentwurf, betreffend die Regulierung der Gehalte der Lehrpersonen an den hierländigen öffentlichen Volksschulen hat die Allerhöchste Sanction erhalten. — (Von der Wasserleitung.) Wir er« halten folgende Zuschrift: Zum Schutze gegen das Einfrieren der Wasserleitungsröhren innerhalb der Häuser werden den Hauseigenthümern von der Betriebsleitung des städtischen Wasserwerke« folgende Vor» lehrungen empfohlen: Die Räume, in welchen sich die Rohrleitungen und Auslaufhähne befinden, sind durch sorgfältiges Abschließen gegen den Zutritt der kalten Luft zu schützen, es sind deshalb beim Frostwetter, die zu solchen Räumen führenden Thoreinfahrten und Haus« thüren, dann die Fenster und Nischenthüren bei Tag und Nacht abgesperrt zu halten. Vei Leitungen, die kalte, un» absperrbare Räume oder offene, mit der Nußenlust unmittelbar communicierende Vorridore und Gänge passieren, oder die in offenen Höfen emporgeführt sixd. wo daher die Gefahr des Einfrierens nnd nachherigen Berstens der Rohrleitungen sehr groß ist, darf man die Nuslaushähne bei mähigem Frost etwas tropfen lassen, wobei die Ab« laufröhre mindestens einmal im Tage mit heißem Wasser durchzuspülen sind. Bei starkem Fiosle empfiehlt es sich, solche Leitungen über die Nacht ganz entleert zu halten. Es befindet sich nämlich in jeder Leitung entweder im Keller oder in der Einfahrt in einem Schachte ein kleiner Entleerungshahn, der mit der Hand oder mittels Schlüssel auf- und zugemacht werden kann. Man sperrt nachts den im Hause befindlich,« Hauplabsperrhahn mittels Schlüssel ab und öffnet den Gntleerungshahn für so lange, bis die ganze Leitung entwässert ist, dabei sind die Äuslaufhähne der letzten Etage etwas offen zu halten. Bei der Füllung des Röhrenstrangr« am nächsten Tage früh müssen, bevor der Haupthahn geöffnet wird, die Nuslaufhähne in den Stockwerken aufgemacht werden, damit die zusammen-gepresste Luft entweichen kann. Auch muss das Auf» machen des Haupthahnes bei vollkommen gesperrtem Entleerungshahn sehr langsam vor sich gehen, damit die Leitung nicht dem Stoße ausgesetzt wird, daher diese Arbeit nur vollkommen verlässlichen Personen zur Ve» srrgung übertragen werd.nkann. Die Steckschlüssel für die Haupthähne sind im städtischen Bureau am Lager vorräthig und werden im Laufe dieser Woche an die HauSrigenthümer vertheilt werden. Die Schlüssel für die Entle>!rungshähne müssen, wo sie nicht fix angebracht sind, von den betreffenden Installateuren beigestellt werben, die hiezu bereits den Auftrag erhalten haben. — (Unterlrainer Bahnen.) Der Gemeinde« Ausschuss der Stadt Gottschee hat w seiner am 6. December stattgehabten Sitzung beschlossen, der Regierung für deren hochgeneigte, sehr förderliche Thätigkeit zu Gunsten des Zustandekommens der Unterlrainer Bahnen den ehr furch!«vollen Dank auszusprechen. Dieser Beschluss wurde vom Herrn Bürgermeister Loy auf telegraphischem Wege zur Kenntnis des Herrn Landespräsidenten Baron Winller gebracht. Wie wir weiters erfahren, ist von der genannten Sladtgemeinde auch an den Herrn Landeshauptmann Dr. Pollular ein Telegramm eingelangt, laut welchem dem trainischen Landtage für die Förderung des gleichen Zweckes der Dank ausgesprochen wird. — (Deutsches Theater.) Die sonntägige Vor-flellung fand vor nahezu ausverlauftem Hause statt. In Ecenc gesetzt war die melodienreiche graziöse komische Oper «Die Glocken von Corn?ville» von Planquette. Die Regie war sorgfältig, die Ausstattung nett und die En» semblescenen meistens gelungen; sür letzteres gebürt dem gut geschulten Damenchore alle Anerkennung. Gute gefangn liche Leistungen boten Frau haberland als Halde« rose und Fräulein Bachmann als Oermaine, wobei wir jedoch das ungemein befangene Spiel des letzteren Fräulein neuerlich constatieren müssen. Als schähens« werte schauspielerische Kraft erwies sich Herr Gyürly, der die Rolle des Gasparo insbesondere in der Wahn« stnnssttne sehr charakteristisch wiedergab. Das Publicum 5vend«lt auch den Vorgenannten Beifall. Herr Orlhaber ist ein recht braver Komiler, konnte aber durch stiu Spiel kaum das gut machen, was er al« Tenorist verbrach. Herr Iungmann (Marq«is de Corneville) genügte diesmal wcbe: in gesanglichtr noch schauspielerischer Äe-ziehung. Sehr unangenehm bemerkbar waren wiederholte Schwankungen und insbesondere die Unsicherheit in dei« Einsähen bei den Solisten. Cs wird dem künftighin durch eingehendes Studieren und gründlichere Proben vorgebeugt werden müssen. Das Vollsschausftiel «Der Fleck auf der Ehr» von Anzengruber, welches gestern gegeben wurde, erzielte mit den zwei ersten Acten einen durch greifenden Erfolg. Der dritte und vierte Act vermochten trotz vieler wirkungsvoller Scenen der spärlichen Hand» lung halber die Zuhörer nicht in gleichem Maße zu fesseln. Die Aufführung war tadellos, und es wurde ausnahmslos sehr gut gespielt, Reichen Beifall errang Frau Marie von Gyürly, welch? die Rolle der schwatz haften, warmherzigen alten Bäuerin Christine mit natürlicher Komik und sprudelndem Leb.'« wiedergab. Den gleichen Erfolg erzielte Fräulein Lafon tai n e, welche wir schon in der Rolle der «Eoa» als begabte Schauspielerin kennen gelernt haben. Herr Josef Nrösch als Wirt und Herr Julius von Gyürly als Dorflump boten ebenfalls an-erlennenstmite Leistungen. Die übrigen kleineren Par« tien waren gleichfalls in guten Händen. Auch zu dieser Vorstellung hatte sich ein zahlreiches Publicum eingefunden. 1. — (Gratulations-Enthebungslarten. Seit Jahren haben Wohlthäter die Gepflogenheit, sich von den Neujahrs- und Namenstags-Gratulationen mittels Löfung von Enthebungskarten zu Gunsten des städtischen Armenfondes zu befreien. Auf biefe löbliche Gewohnheit erlaubt sich der Stadtmagistrat auch heuer die Aufmerk-famkeit des verehrlichen Publicums mit dem Beifügen zu lenken, dafs die Handelsleute Herr Karl Karinger am Rathhausplah Nr. 8 und Herr Albert Schaffer am Congressplatz Nr. ? sich abermals bereit erklärt haben, Enthebungstarten auszufolgen. Außerdem wird der Stadt» Magistrat in GemählM des bestehenden gemeinderäth-lichen Auftrages wie im Vorjahre zur Bequemlichkeit des p. t. Publicums folche Enthebungslarten behufs gefällige Abnahm« durch amtliche Organe in die Hä»fer zuschicken. Für jede Enthebungskarte von den Neujahrs« oder Na-menstags-Glückwünschen wird wie bisher der Betrag von sünfzig Kreuzern erlegt, und es wolle im Sub-scriptionsbogen neben dem Namen die Anzahl der ge« lösten Karten angesetzt werden. Der Großmuth werden leine Schranken geseht. Vei brieflichen Geldsendungen wolle die Adresse deutlich angegeben werden. Die Namen der Wohlthäter werden in den Zeitungen entgegen veröffentlicht werden. — (Aus dem Gerichtssaale.) Am letzten Verhandlungstage der letzten diesjährigen Schwurgerichts-session fanden noch drei Verhandlungen statt. Bei der ersten wurde der des Verbrechens der Brandlegung angeklagte 30 Jahre alte Taglühner Josef Trebec aus Suhorje freigesprochen. Vei der zweiten Verhandlung wurde der kaum 1b Jahre alte Gemeindehirt Simon Modic aus Oblat zu sieben Jahren schweren Kerkers verurtheilt. Modic hatte am lI.October d. I. aus Rache dafür, dass er als Gemeindehirt in Radlek entlassen wurde, den Stall des Gemeindevorstehers Franz Macel in Brand gesteckt. Das Feuer verbreitete sich rasch und äscherte sechs Besitzern sämmtliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude ein. Der Angeklagte leugnete zwar die That, doch wurde dessen Schuld durch Zeugen festgestellt. Bei der letzten Verhandlung hatten sich Franz Ieglic. Anton Kuhar und Franz Krivec aus Radmannsdorf des Verbrechens der Münzvcrfälschung zu verantworten. Ieglic wurde zu sechs Jahren, Kuhar zu drei Monaten schweren Kerlers verurtheilt, während Krivec freigespro« chen wurde. Die letzte Verhandlung dauerte von abends 6 Uhr bis '/.3 Uhr früh. — (Auszeichnung) Bei der am 3. d. M. in Wien statlgefundenen Preisvertheilung für weiblich? Hand> arbeiten wurde unter den zahlreichen, nicht nur aus Oesterreich, sondern auch aus dem Auslande zur Eon-currenz eingeschickten Objecte Kunststickerei eine Arbeit des Fräulein Johanna Föderl. Lehrerin an der hiesigen l. t, Fachschule für Kunststickerei und Spitzennäherei, mit einem Preise ausgezeichnet. Es ist dies ein achteuiges Tischchen, ausgeführt auf Rohseide (Mcxilo) in bunter Flach-ftickerei, da« auch auf der letzten Ausstellung der gewerb» lichen Fachschulen im hiesigen Redoutensaale allgemeines Interesse erweckte. Das Tischchen wurde seinerzeit aus Anlass des 40jährigen Regierungejubiläums Sr. Majestät von Frau Marie Murnik sür das Landksmufeum gl» stiftet und angefangen und nachträglich von Frl. Födcrl vollendet; es ist eine von jenen Arbeiten, welche aus dem gleichen Anlasse von zahlreichen kllnstsinnigen Laibacher Damen unter dem Protectorate der Frau Landespräsidentin theils ausgeführt theils in Angriff genommen wurden, um später in der Fachschuule vollendet zu werden. Sämmtliche Arbeiten haben die Bestimmung, dem zu errichtenden Ge Werbemuseum behufs einer permanenten Ausstellung ins Eigenthum übergeben zu werben, um den Grundstock für die Vertretung dieser Kunstrichtung im Museum zu bilden Es sei noch bemerlt, dass unter den Juroren für die erwähnte Preisoertheilung U!»s>re erslcn Ku stgröhen fun- gierte», so die Hosräthe Storch und Falle und der Director der kaiserlichen Kunstsammlungen, Dr. Ilg, b'e Tireclrice der höheren Fachschule für Kunststickerei '» Wien, Fräulein Mirani und die Directrice des Frauen« vereine«, Fräulein Vergmann. — (Presirens gesammelte Werke.) D« hiesige Verlagsbuchhandlung Kleinmayr r° die erste vollständige Ausgabe Presirens sein und M auch durch elegante äußere Ausstattung auszeichnen. — (Juristischer Verein «Pravnil»! Morgen abends halb 8 Uhr findet im Clubzimmer de« «Hotel Elefant» die erste gesellige Zusammenkunft der Mitglieder des hiesigen juristischen Vereine« «Pravnil' statt, wobei der l. l. Staatsanwalls-Substitut Dr.Kavc>c eine Vorlesung «über die Errichtung einer Rechtsalsdewle in Laibach» halten wirb. — (Das Koch'sche Heilverfahren) Der oberste Sanitätsrath verständigte die staatlichen Kranken' Häuser, dass die Koch'sche Lymphe in genügender Ou°N' tität eingelangt sei, um mit dem Heilverfahren allgemein beginnen zu können. Neueste Post. Oriftinlll'Teleqramme der «Laibacher Ztg.' Wien, 8. December. Der heute hier stattqefuM« E^ugress der Bergarbeiter, wobei auch einige Reichsra'y Abgeordnete erschienen waren, beschloss mehrere 3Ml tionen betreffs des allgemeinen Wahlrechtes und ^ liesscrung der Lage der Bergarbeiter. In Parlamentär scheil Kreisen verlautet. Graf Taaffe habe an Dr. Hel"' anlässlich dessm siebzigsten Geburtstages ein heri"^ Schreiben geschickt. — Der Väckergchilfentag setzte i Einführung der Streikorgamsation über die ga"« Monarchie ein ConM ein. ^ Berlin, 8. December. Die Anerkennung der "' pilblit der vereinigten Staaten von Brasilien . 737 0 00l O. schwach bcwöllt^^^ 7U. Mg ?37 li 10 O. schwach bewöllt ^ 8. 2.si. 736 6 14 windstill! bewüM , 9 . Ab. 738 1 i -1 6 O. schwach ! bewölit , ^.^ Den 6. Morgens Nebel, dann trübe. «benbS ge^ Regen. — Den 7. anhaltend trübe. — Den 8. taaMv" ^ sternenhelle Nacht - Das TaaeSmittsl der Temperatur ^.5 drei Tagen 13, 05 und 04°, beziehungsweise um " ' und 0 1 über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic, ^^. S potrüm srcem naznanjava vsem s° ^r I nikom, prijateljem in znancern, danamajeP I dragi, predobri oèe, gospod I Fran Mikuš I umtl danes zjutraj ob 9. uri, prejemSi sy. »v ^^ I za umirajoèe, po kratki, a hudi bolezni T I dobe svoje. ... ob I I'ogreb bode v torek dn6 9. decemür» h ¦ 3. uri popoludne \z hiäe ät. 11 v Kolodvoi ¦ ulicah na pokopaliäße pri sv. Krištofu- Q. I "I f Dragega pokojnika priporoèava v biaK I min in molitev. aQ() I V l.jubljani dn6 7. decembra low- I ŽalujoCa sinova -|kll#, I Fran Mikui, Anton »** I c. kr. okr. sodnik. de«. urado'^ ¦ «Machn Zeitung Nr. 282. 2359 9. December 1890. Course an der Wiener Börse vom 6. December 1890. «°«dem «M«^ «our«««««. H,Ib Wnr, Etaats-Nnlehtn. "/. ewheitllcht »tentt w «oten ««'«» »>»z^ »ilbttrentt....... «9 l^! «V 45 ""« 4»/, G»»a<,ll>,<), " , «5 ?""lb«,tr «lliin in LUbtl „^,75 ._> ,"'»blthb°bn »on fi. <> fi, ö. V. >l<, - «»»bltbbabn für «lx> Marl . l>>« —^ll « ?' 7"« lur 20a Marl 4"«. , . ll« '/5 l», ?s ^"»'Ivi'pb^llhn lf« l»»4 . sol« "?- °"»ilbll,t. Vob^ «^lss, l«^« »3- v»-?b ^ «»ldltxte 4°,, .... ,'««>, n««0 n"° Vapltrrentc ü'/„ . . . »9 »!. l«o "5 ""» «lt«b..«nl.,onfi.e.«.G. >,«4<» li4 — ü« ^"° cumul. Glücke . . 9N— I««« 1 ° ^baI,!,.>Ur »«» - ^"'»»»<,..^»le 4'. »0k st. l»? ?b 1»» > «leib W»« Grnndentl. °Oblin lltlonen («ll loo n d llavonilch» . »„4 .. 104 50 b°/, litbenbulyNchs , , . . „.^ _,_ ^ leniesel lftan»! , . , „... ^.._ !^.„ »»«cilOch, «9 ^. ,9.^ Nnbe« össentl. Anlcbtn. ! lonaU'Mez.'Uose ö"/„ 1lX> ft. , ,,«,« ,,, 9 llnlfh»« drr ktllft <«r» . . ,<, . ,. ilnlfb»», b, ttl^eu>tj!lö« Wlen ,, ,.^^ '<< 5«, Pfandbriefe (für llx» ft.). Vod«»fl. »llg. ö«. »»/„ » l^3 — ll4 - dlv. ' <'/ , . ,,^5», in, _ dt», » 4". ... <,7,z .7,75 bt«, VrHm,.Schl. »«/, <„« ». ,K sn Otst.'Ul'g, Vanl verl. 4'/,",, . . _ _ ^ b«t° » 4«.. 99 R>!,«,»< Prlorttiits-Obliglltloueu (Ml l<'U «,). sserbiilolift? violbbabn <^n> ««»« 9, zu »9t«' ^m .^"! <'«''; - ,'.°« l>»«> 99 — Oeft,ri. «ordwlstbahn . . . N6 — 3lant«bal»n....... l<»7 — «89 — Nüdbalm > »«^..... >5l — l5l — Un, '<,al<^ «aim ,<«, ,, l'»0 9» Dtverle sole i^r Glück» «lrebltlol« loo st..... ««4 l!0'»>l ' «InrN'Ll>!e 4« ft..... ^4,>, ^l» >» ö"/» D°nau»T>llmvssch. l»« - Lalblllb« Viüm,.«nltl.. «> tt 2, - ?4 ^ Oltüer Lol, 40 «. , . 5« — 57 P«lffy.L«se 40 «..... k., ?„ 5, «b «o »»..»»„»««.zklt 4U fl. , «l— «4 — Walbsttm.llol« «a fl. . »« « »s 75 « »7 — « - t'Mll.Ulttrn !tv«c>n, «,, HvltNtr^uufi ! —>— — - »eld Wol? dvvothelenl.. »N. »00 «l. »z°/, >(> «inbrrbanl. vst, »no fi. «. . , «l» »» «,»?', Ocftell.»»m<,ar. »anl SON ff. . 87»- - >», llnlonbanl »0« fi......«4!»?5?4«z zy ««« >.l, . Veftbabn «x> N, . «n - g«3 — j-»^ll»«!ed«der »l,t, N.)»'X)ff. ^,5 _ ^«7 _ tvnau. D»»Pfsch«ff»hr< < ««1, Oeftrrl. boo fl, ü<>dtnb. 3(I!«»fi.iU, ,7«^ ,77?. »«l, «ail.Äud».'«. »l» fi. «« „.I zz „,3 ?z ü,« b<;l!i,.Ve!" ft. S. . , ^7 ?z ,„ 75 ^!oyd,öfi.'Uny,.Tr!tNzl'l>z — 3»9 — s>ftnr. ««bwrstb. «uo fi. «ll^ ^» «b ^i, 75 d»°. M. U.) «lXi^. 5. «>< ^ ,,,:>(. «raz Duz« V«enb. l«! ft. ä «. siib^^ z!4, z^z« ?, «iidbahn »00 ft, Vllber . . ,«4 ?, ,85 »5 VÜb.««»b.«^l>,>«.«««N,«M ,7Z „b ,^, :.„ l,:» . 75 »»:> — an«,We»b,s«»ab.«ia<)»<»<>!I.s l9i b<» <9S - )ndnNrle.Actlen ^vei Vtück». Vau,es., »!lIX) sl..... ?i. — 80 — Wenbabmo'Aelhg,, erst«, »0N »z . ».— «Elbemühl» Mp fi, , b'l — »»5,/ Monlan'llleltll,, öNeri,-«lein, 8»zo ü» - Urnsssl E^l»,P!il><»rf u,s "b l2» — l»9 — trttall« Nohlenw «Gel, 70 ft, «49 - «z<. — Hllft,nf.«Ä!.,«>si,l!!Hlenl!)0st »»« ^ 470 — lNagffon AtlhaoN,, «lllg, in P,f! »oft........ 8'.» «e — «»l. V»u,e!eMHaft Iue«»«n..... , 5 4<» z43 »n.^?llNs«Vt^ckc 9 >< 9l», Deut!Hr »e< d»b«nf«>»,», »« Ü«» « 2« i»»vi,»N»!»el . . . . , 5» , Z »t^ Z»Hlltlil!!l>t «»„»no«»,, s» >1,, 4»««I 4l> -^ Jr Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten Beeten und Valuten empfiehlt sich bestens die «ijgglj_ 300-79________________________ Wechselstube t Bankhauses Scliamer & Schattera WIEJf, L., KüriitiicrHlriiHHC 2O. Der grosse Krach!!! Newyork und London haben auch das europäische Festland nicht Unverschont gelassen, und hat sich eine grosse Silberworenfabrik veranlasst, j^ehen, ihren ganzen Vorrath gegen eine ganz kleine Entlohnung der Ar-Oei|skrftfie zu verschenken. loh hin bevollmäohligl, diesen Auftrag durchzuführen. , 'eh verschenke daher an jedermann, ob reich oder arm, nachsende (JeKensländß gegen blosse Vergütung von fl. 6'60 und zwar: 6 Stück feinste Tafelmesser mit echt englischer Klinge, 6 Stück amerik. Patent-Silbergabeln aus einem Stück, 6 Stück amerik. Patent-Silber-Speiselöfsel aus einem Stück, *2 Stück amerik. Patent-Silber-KaiTee'.öslel aus einem Stück, 1 Stück amerik. Patenl-Silber-Saueenschöpfer aus einem Stück, 1 Stück amerik. Patent-Silber-Milchsohöpfer aus einem Stück, 6 Stück englische Victoria-Tassen, 2 Stück eitectvolle Tafel leucht er, 1 Stück Theesei her, -....J^Slück feinster Zuckerstreuer. 42 Stück zusammen. Alle oben angeführten Gegenstände haben früher über 40 fl. gekostet all ?ind jelsct zu diesem minimalen Preise von fl. 6 60 zu haben. Das ^rtkanische Patent-Silber ist durch und durch ein weisses Metall, welche» je Silherfurbe 25 Jahre behalt, wofür garantiert wird. Der beste Beweis, j.|Jss diese« Inserat auf keinem Schwindel beruht, verpflichte ich mich hiemit Beritt'h' Jedem» welchem die Ware mcht conveniert, ohne jeden Anstand Betrag zurückzuerstattea \> Versendung nur gegen Postnachnahme oder vorherige Einsendung des Urßge.s übernimtnt P. Perlbergs Agentur («m) 2 der vereinigten amerikanischen Patent-Sllberwaren-Fabrik In Wien, —^____________II, Rembrandtitragae 33. ______________ _ *Uderlaffe der weltrenommierten, proUgekronten Fabrik von Christbaumschmuck 1 , cIcn Fried. Roth, Karlsruhe 1)61 Jos. Bernard's Nachfolger Julias Klein, Laibach. 'L* ff6.otvoll©r «¦ *^6nTeiohiteT ^y"tali,ohmuok als: /rl«»iuall«nFar- t»nn Krlichtfl "'SMren flir Bonbonnieren mit Metallvereicrting, Flimmer-Guirlanden , KnK<»lH-haar, EiBflimmur, Haarsterne, VUgel, Engel mit bewegliehen Flügeln und Lichthalter zu nJIerbilligsten Preisen. ^^ PV^ €3- » *» at am o mm I "•^ lr Herrlich ausgestattete Weihnachts-Krippen 111 ^«Knrftii in mehreren Grössen und Zusammenstellungen. (Auftrage naobau.wärt. werden prompt effeotuUrt.) (6091) lü-a Guts-Kauf. Ein landtäfllche* Out im Preise his zu 100.000 fl. wird gegen Barzahlung sofort zu kaufen gesuoht. Gewünscht wird ein hübsches Bohloss mit Park, gute Wirtschaftsgebäude, angenehme gesunde Lage. Gefällige Offerte nur direct von Besil/.ern erbitten königl. ungar. penB. Über-fürsterHorvath ". Richard Plats,Wien, Margarethenstrasse 12. (5157) 3-1 (5159s 3—1 Ni. 2490. Executive Feilbietung. Am 12.December 1890 um 10 Uhr vormittags wird hiergericht« die zweite executive sseilbietung der Realität des Johann Simsii von Rodolendolf Nr. 36 «ub GlUlldbuchs. Vintage Z. 43 der Lalastralgemeinde Nodolrndurf, statt» finden. K. l. Vrzirlsgericht Ndrlsbcrg, am I I. April 1890.' (5163) 3—1 Sl. 6120. öklic. C. kr. okrajno sodišèe v PoHtojini naznanja, da se je na prošnjo Medica & Križaja iz St. Petra (po dr. Pita-Tiiicu) proti Ölefanu Dovganu iz Kala v izlerjanje terjat.ve 34 gold. 21 kr. H pr. dovolila izvršilna dražba na 2065 gold, cenjenega nepremakljivega posestva vložna 5t. 57 zemljiske knjige katastralne obèine Kai in na 50 gold, cenjene pritikline. Za to izvrftitev odrejena sla dva röka, in sicer prvi na dan 9. deoembra 1 890. 1. in drugi na dan 9. janu varja 189 1.1., vsakikrat ob 10. uri dopoludne pri tem sodišèi s pristavkom, da Be bode to poseslvo pri prvem röku le za ali nad cenjeno vrednostjo, pri drugem pa ludi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zernljiške knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodiäci upogledati. C. kr. okrajno sodiäöe v Postojini dne 29. avgusta 1890. (4947) 3—2 St. 8716. Oklic. C. kr. okrajno sodiäöe v Kamniku naznanja, da se je na prošnjo dr» Karola öchmidingerja iz Kamnika dovolila izvršilna dražba na 640 gold, cenjenega nepremakljivega poseHtva vložna öt. 793 zemljiske knjige katastralne obèine Kamnik brez pritikline. Za to izvršitev odrejena «la dva r6ka, iu sicer prvi na dan 2 0. decembra 1 890. 1. in drugi na dan 17. janu varja 1 891. 1., vsakikrat od 11. do 12. ure dopoludne pri tern sodišèi s pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem röku le za ali nad cenilno vrednosijo, pri dru-gem pa tudi pod into oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zrmljiške knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri lern sodisöi upogledati. G. kr. okrajno sodiftèe v Kamniku dne 7. novembra 1890. ~(494ÄJ~3—2 ~^ SlT 8753. li, v.1(iJ Oklic. C. kr. okrajno sodiftèe v Kamniku naznanja, da se je na prošnjo Matevža Jermana iz Dorne (po dr. Pirnatu) proti Janezu Jeraju iz Dobruäe v iz-terjanje terjatve 238 gold. s. pr. z od-lokom z dne 9. novembra 1890, ftf. 8753, dovolila izvršilna dražba na 1925 gold, cenjenega neprernakljivega posestva vložna ölev. 49 zemljižke knjige kata-Btralne obèine Kepne, in na 33 gold, cenjene prilikline tega posestva. Za to izvrsitev odrejena sfa dva röka, in sicer prvi na dan 13. decembra 18 90. 1. in drugi na dan 10. janu varja 189 1. 1., vsakikrat ob 11. uri dopoludne pri tem sodi&èi s pristavkom, da »e bode to posestvo pri prvem r6ku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod isto oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiske knjige morejo se v na-vadnih uradnih urah pri tem sodišèi upogledati. C. kr. okrajno sodisèe v Kamniku dne 9. novembra 1890. "(4953)3"—2 St. 5131." Oklic. C. kr. okrajno sodisèe mv Velikih LaAièah naznanja: Na prosnjo Antona Novaka iz Novega Mesta (po gosp. dr. Slancu iz Novega Mesta) se z odlokom z dne 26. julija 1890, štev. 3995, na dan 29. oktobra in 29. novembra 1889 odloèene, z odlokom z dne 21. sep-tembra 1889, št. 5125, s pravico po-novljenja ustavljene izvršilne dražbe zemljišèa Katre Podlogar iz Turjaka, vpisanega v vlogi St. 35 katastralne obeine Turjaške ponovljaje dovolijo, ter se odloèijo na dneva 19. decembra 1890. 1. in 23. jaouvarja 1891. 1., vsakikrat od 10. do 12. ure dopoludne pri tem sodiSèi s poprejšnjim do-slavkom. G. kr. okrajno sodišèe v Velikih Lašièah dne 10. oktobra 1890.