Nr. 62. P,änum«l«tion«p»«i«: Im somptolr ganzj. si. 11, halbj. N. 5 5«. YUr dlt Zustellung w» H,u» halbz. »0lr. Mi» der 'l'oft gauzi fl,'5. H^ldi, sl,? 5o, Freitag, 14. März. Inserti°n»geb«l! Für llllne »nle»»t« »!» ,n 4 Zlilen !i5 lr., größere per Zeile « lr,, bei öfteren lUieberhoilinssen pür Zlile !> lr. 1884. Amtlicher Theil. An. ^ l' und k. Apostolische Majestät haben mit d""Mter Entschließung vom 29. Februar d. I. zg" Erector der Fiuanz.Landescasse in Graz Johann «..s^z m Anerkennung seiner vieljährigen aus. U'3"An Dienstleistung das Ritterkreuz des Franz. "">epy-yrdens aller gnädigst zu verleihen geruht. drucket"'^' ^tärz 1884 wurde in der l. l. Hof- und Staat«, kaltes ^"s.^'."l das VII. und VIII, Stück des Rcichsgeseh« und Verses ^ "^ '^ deutscher Ausgabe, ausgegeben Nr. 27 Ij^ Itiict enthält unter Oes o H"udclsconuc!ttil)n vom 18, Februar 1884 zwischen ^r, 28 k>« ^'Ungarn und Frankreich; vom 9° °5s des Ministers für CultuS und Unterricht D>' 7^ 3elnuar 1884. betreffend die Auslassung der ihrer n" ^^' administrative Statistil und Vereinigung milsi 2^b"l mit jenen der statistischen Centralcom- 1gö^""^„u!!g des FinanzministcriumS vom 29. Februar für ^ "^^tsfeud die Gewährung der Steuerrückvergütung Svir^ ^"^ Erzeugung von Knallquecksilbcr verwendeten ^30^'^"'^" «"er ri^ ^«ordnung des Ministers für Cultus und Unter. k-7. «""? ^eS Finllnznlinisters voin 2. Februar 1884. AS ?'^ 3"st zur Erstattung der in den 88 7 und 8 °"'Uerordnuttg vom 21. August 1881 (3t. G. Bl. Nr. 112) N7l!.13^"^^"°^betenntnisse zur Vcmessuna der Nr ..,"''.lN°"ssonds.Ncnrägc; " ''l d,e Concesstous-Urlunde vom 6. Februar 1884 für die Nv >>y i?""tiv-Ei!enbal)n von Elboacn nach Gichhübel- 1»»/ V^rdnung des Iustizministcriuins voiu 8. Mnrz i«v4 betreffend Aenderungen des Gebietsumfanges der «H'^^.ts'prcugel Oleslo. Vrody, Zalosce und Ibo- Nichtamtlicher Theil. N^' Majestät der Kaiser haben, wie der hllu«^ '" ^l^l und Vorarlberg" meldet, zum Schul, geruht ^" Gemeinde Vigolo 200 fl. zu spenden Wien, N. März. (Orig.'Corr.) das V,^ seftrige zweite Tag der Generaldebatte ilbkl der ers<« ^^^r ungleich lebhafter und bewegter als Baron m , " ^igen der Redner eröffnete Minister der letz»? N^' ^" auf Herrn von Carneri's Rede in Intelv.n". ^""9 replicierle und dabei indirect die recht" k" Über den Ausdruck «böhmisches Staats-""twortet m" Minister gebraucht haben sollte, be-schen N/nl , "on Prc,z^ ^" «lpenländern für den nationalen Frieden 'n Böhmen - ""^ gewesen sei, und dass es selbst ^lsöhnliff,. "A an Zeichen einer hervorbrechenden Dem ^ ,?''""nung unter den Deutschen fehle, nch diese «5 ^lt widersprochen. Natürlich! Ränge l Ne durck, c ^^ Stimmung in Böhmen jemals zum öusaa.en knH ^"" ""em großen Theil der Linken Wen. Sz. ,"^ politische Brot vom Munde weggenom-, Diesem >fiir den Kampf! " erste N,>>^°"en gab auch Herr von Plener. "" grober ^ ^n die Linke gestern ins Feld stellte. "°ermal« >>.« Harfe Ausdruck. ltr proclamierle ^.^ Mit ei«" "atwnalen Krieg um des Krieges willen, ^/Nn ihm " ?. ^."'ste. der komisch zu nennen wäre. «leerte er k ! ^"^ unbewusste Tragik innewohnte. U °b dies.« ^ Iroject einer Zweitheilung Böhmens, wtte. I^pol.tische Impromptu eine Berechtigung vergleiche zu seiner letzten Rede war der Abgeordnete der Egerer Handelskammer übrigens ge-stern wenigstens insoferne gemäßigt zu nennen, als er nicht wie damals mit Insinuationen, beleidigenden An» griffen und Behauptungen herumwarf, die ebenso stark als unerwiesen waren. Dafür verlegte er sich auf das Geschäft des Zifferngruppierens. Die gegenwärtige internationale Situation, die große Heeresausgab^n erfordert, die gegenwärtige kostspielige VerWallung, die Höhe des Erfordernisses für die Staatsschuld, die Nothwendigkeit, die nolhleidenden Bahnen manchmal mit recht schweren Opfern zu verstaallichen, das alles verdankt Oesterreich doch wahrhaftig nicht dem Ministerium Taaffe-Duuajewsli. Dieses hat eine Erbschaft übernommen, und zwar die Erbfchaft eines Systems und von Staatsmännern, die dem Abgeordneten von Plener doch gewiss nicht unsympathisch sind. Herr von Plener muss selber zugeben, dass das Gebarung«-deficit gegen 1880 um 2,2 Millionen gefallen, die Staatseinnahmen seit damals um 25 Millionen gestiegen seien, die Rente hat den höchsten Cours er. reicht; niemals stand der Credit Oesterreichs im In-und Auslande höher als jetzt; wie kann man da von einer verschlechterten Finanzlage sprechen? Freilich mit einer Finanzpolitik, die gegen alle Eisenbahnbauten Fiont macht, die sozusagen mit Groll die völterver-lnupfknden Schienen sich in immer dichteren Massen über das Reich lagern ficht, mit einer Finanzpolitik, die den Staat und die Bevölkerung einer ökonomischen Hungercur untelziehen möchte, um buchhalterisch bessere R'chnungsabschlüsse zu erzielen, ist schwer zu rechten. Auf die Anklagepunlte hin. die der Abgeordnete der Egerer Handelskammer gestern formulierte, wird das Voltsgericht da2 Cabinet Taaffe nicht verurtheilen. Zum Schlüsse feiner Rede kam Herr v. Plener auch auf den AuzuahinLzustand zu sprechen und erklärte, er finde ihn noch heute nicht gerechtfertigt. Nachdem sich, feit Herr v. Plener zum letztenmal gesprochen, die bekannten Ereignisse begeben haben, fo liegt in diefer Erklärung des Redners ein gewisser Muth; nicht jedermann hat die Unbefangenheit, zu erklären, dass er feine Privatanschauungen und Vorurlheile höher stelle, als die Logik der Thatsachen und Ereignisse. — Herr v. Plener hat gestern gezeigt, dass er diesen Muth besitzt. Von Seite der Rechten wurde gestern nur Graf Dziedufzycti ins Treffen geführt. Derselbe wies in treffender Weife auf die Unzuläsfigleit der von der Linken beliebten Budgetverweigerung, die nicht etwa eine Regierung, sondern den Staat selbst in Frage stelle, hin und betonte die Nothwendigkeit, die Machtstellung und Existenz des Reiches durch ein entsprechendes Heeresbudget zu wahren. Der Redner zollte mit warmen und vom Herzen kommenden Worten den Herrscherthaten des gegenwärtig regierenden Kaisers Anerkennung, der zuerst die Gleichberechtigung der Nationalitäten ver» wirllicht habe. Die Polen würden jetzt und immer für die Macht und das Ansehen des Kaiserstaates eintreten, und sie ebenso wie die andern Elemente auf der Rechten seien weit davon entfernt, zu verlangen, dass Oesterreich als slavischer Staat behandelt werde, nur als poly. flotter Staat sei es anzusehen; Gleichberechtigung aller Stämme, nicht Herrschaft eines Stammes über die anderen sei erforderlich. Durch die ganze Rede des Abgeordneten aus Galizien wehte ein warmer, wohl-thuender Zug von Versöhnlichkeit, ebenso wie durch die des Iustizministers — die Rechte rief lebhaft Beifall, die Linke, die den heftigen Tiraden Herrn von Pleners zugejauchzt hatte — blieb kalt. Dr. Menger (von der Linken), ein Redner, der es seit jeher liebl, den Galiziern etwas am Zeuge zu flicken, polemisierte in einer längeren Ausführung gegen den Grafen Dzie-duszycki und berief sich auf Perikles, Miltiades und Thennstokles. Theunstolles würde sehr erstaunt sein. könnte er vernehmen, dass er bei Gründung der athenischen Kriegsmarine an die Abwehr gegen den Cze-chismus gedacht habe. Nachdem Dr. Menger genug Polen erschlagen und Griechen gemisshandelt hatte, machte er sich an die Czechen, speciell an den Abgeordneten Adümek, dem er „Angeberei" voiwarf, ein Ausdruck, der vom Vorsitzenden, Vicepräsidenlen Grafen Richard Clam, geriigt wurde. Herr Dr. Menger, den die Lorbeeren feines CoNegen von der Egerer Handels« kammer nicht schlafen ließen, machte zuletzt noch einen Excurs auf das Gebiet der auswärtigen Politik und erklärte, die freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland. Russland und Italien seien nicht aufrecht zu erhallen, wenn ma» die Deutschen, Ruthrneu und Italiener unzufrieden mache, Es ist sehr patriotisch und löblich von Herrn Dr. Menger, dass er dem Fürsten Bismarck, den Herren v. Biers und Mancini Maleriale gegen den österreichischen Staat an die Hand gibt, indessen möchten wir dem verehrten Abgeordneten rathen, sich vorläufig nicht die Köpfe der genannten Minister zu zerbrechen. Wenn Deutschland, Russland, Italien die Allianz Oesterreich Ungars suchen, so verstehen sie darunter nicht Freundschaft eines Vollsstammes und nicht die Zustimmung eines einzelnen parlamentarischen Redners, sondern die Verbindung mit dem Reich als einem Ganzen, und diese Verbindung ist unabhängig von jeder parlamentarischen Opposition. Resümieren wir das Resultat der gestrigen Sitzung, so haben wir: eine versöhnliche Rede des Iustizmini-sters, eine versöhnliche Rede eines Abgeordneten aus Galizien. zwei Brandreden von der Linken — es ist gut, das zu constatieren. Heute wird die Budgetdebatte fortgesetzt und wahr« scheinlich zu Ende gebracht. Reichsrath. 341. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 11. März. Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolka eröffnet um 11 Uhr 10 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des Ministe« riums des Innern Graf Taaffe und Ihre Excellen« zen die Herren Minister Dr. Freiherr v. Ziemial-kowski. Graf Faltenhayn. Dr. Freiherr von Praz<5k, Dr. Freiherr v. Conrad«Eybesfelo, Dr. Ritter von Dunajewski und Freiherr v. Pino. Auf der Bank der Regierungsvertreter: Sections« chef Ritter von Nuerhammer und Oberrechnunas« rath Eibel. Zur Vertheilung gelangt die Regierungsvorlage betreffend den Abfchlufs eines Uebereinkommens mit der Landesvertretung von Steiermark bezüglich der sogenannten Invasions-Ford erungen Steiermark 3 vom Jahre 1809. Nach Mittheilung der eingelangten Petitionen wird die Regierungsvorlage, betreffend den Gesehentwurf über die Einführung befonderer Erbtheil ungs« vorfchriften für landwirtschaftliche Ve« fitzungen mittlerer Größen in erste Lesung gezogen und auf Antrag des Abgeordneten Ritter von Grocholski dem Agrar-Ausschusse zur Vorberathung zugewiesen. Das Haus schreitet hierauf zur Fortsetzung der Generaldebatte über den Staatsvoranschlag und das Finanzgesetz für das Jahr 1884. Das Wort nimmt Se. Excellenz Finanzmimster Dr. Ritter von Dunajewfli. (Die Rede Sr. Excellenz haben wir in der gestri« gen Nummer unseres Blattes vollinhaltlich mitgetheilt. Anm. d. Red.) Abg. Tonner, welcher unter großer Unruhe des Hauses das Wort nimmt, wendet sich gegen die pessimistische Darstellung, welche das Budget und die finanziellen Zustände des Staates von Seite der Redner der Linken gefunden haben. Indem er gegen deren Ausführungen polemisiert, stellt er dem rech« nungsmäßigen Deficit den wirklichen Abgang geaen« über und hebt die Summen hervor, welche das Deficit hauptsächlich veranlassen, aber zu produktiven Anlagen verwendet werden, wie zum Baue der böhmisch^mäh« rischen Transversalbahn und anderer Bahnen, über deren Nutzen sich der Abg. von Plener mit Unrecht so geringschätzig ausgesprochen habe. In dieser Be< ziehüng und in der ganzen Behandlung des Budgets glaubt der Redner das Verhalten der jetzigen Majorität, als sie in der Minorität und Opposition war, als Muster vorhalten zu dürfen. Den Vorwürfen, dass die Majorität ihre Stellung zur Erreichung ver. schiedener Sonderzwecke ausnütze, erwidert der Redner: Wir sind zur Realisierung unserer Pläne berechtigt, und wenn uns die Regierung dabei unterstützt oder doch nicht entgegentritt, so übt sie nur Gerechtigkeit; es ist daher auch nur natürlich, dass wir uns bemühen, die Zügel der Regierung nicht wieder in die Hände unserer Gegner gerathen zu lassen, """ b"/"' Wir Gerechtigkeit mcht zu e,w.ir«en habe». Wie berechtigt und zugleich wie >m.ßvoU »Mi^ns die An. Laibacher Zeitung Nr. 62 5,0 14. März 1884. sprüch? der jetzigen Majorität seien, das illustriert der Redner an der Errichtung und Einrichtung der böhmischen Universität in Prag. Den auf der Gegenseite laut gewordenen Ausruf: Armes Parlament! findet der Redner einigermaßen begründet, aber nur insofern, als das Parlament sich so viel mit nutzlosen Streitig« leiten quälen müsse. Da die Nationalitäten- und Sftrachenfrage von der Gegenseite in die Budgetdebatte hereingezogen worden, so geht der Redner auch seinerseits darauf ein. um die erhobenen Vorwürfe zu widerlegen oder richtigzustellen und Klagen mit Gegenklagen zu beantworten. Er erinnert dabei u. a. auch an die „struppigen Karyatidenhäupter" Hebbels, ist aber reeit davon entfernt, die deutsche Nation für ähnliche Verunglimpfungen verantwortlich machen oder sie der Feindseligkeit gegen die Slaven zeihen zu wollen. Er geht dann näher auf die Nationalitäts« und Sprachenverhältnisse Böhmens ein, über welche er eine Reihe von statistischen Daten anführt; auf die Forderuugen bezüglich des Gebrauches der böhmischen Sprache in Schule und Amt, um den üblichen Entstellungen der billigen Forderungen entgegenzutreten. Redner schließt seine Rede mit einer energischen Verwahrung gegen die Zweilheilung Böhmens, die nur der Anfang einer Zerstückelung Oesterreichs wäre, da sie ja auch die Theilung anderer Kronländer zur logischen Consequenz hätte. (Bravo! rechts.) Abg. Dr. Ruß wendet sich gegen den Vorwurf, dass die Budgetdebatte nichts als Monologe enthalte. Der Vorwurf sei berechtigt, man dürfe aber nicht übersehen, dass in den gehaltenen Reden kein Stoff geboten worden sei, welcher den Ausführungen den Charakter einer Debatte gegeben hätte. Er selbst habe nur Anlass, zwei Rednern zu erwidern: dem Abg. Adümek und dem Abg. Grafen Dzieduszycki. Wenn der erstere oem Abg. Carneri gegenüber vom Sinken der Nctien des Spiritismus sprach, so kennt er nicht die Bedeutung des Mannes und seine philosophische Richtung. Ein Angriff auf ihn trifft auch die ge« sammte Partei. Was die loyalen Aeußerungen des Abg. Grafen Dzieduszycki anbelangt, so theile er den Inhalt derselben; doch habe jener Redner vergessen, dass im politischen Kampfe derlei Aeußerungen nicht an die Stelle von Argumenten treten sollen. Redner wendet sich hierauf zur Besprechung der politischen Situation, und da er in der Erwartung lebt, dass die Regierung das Haus auflösen werde, so will er über die fünfjährige Session die Bilanz ziehen. Er erinnert an die Sprachenverordnung, welche die Aufregung in Böhmen genährt, und an den Ueber» gang zur Tagesordnung über den zur Beschwichtigung der Beunruhigung eingebrachten Antrag Wurmbrand. Abg. Gregr habe eine vom Redner in einer Wählerversammlung gemachte Aeußerung über das friedliche Zusammenleben beider Volksstämme Böhmens citiert, aber den Schluss übersehen: das Recht der Erstgeburt in dieser Völkerfamilie werden wir nie preisgeben und auch nicht um das Linsengericht der Versöhnung verkaufen. Die deutschböhmische Frage, die man ihrer Wichtigkeit wegen nicht als provinzielle ansehen kann, wird lmmer wieder an die Oberfläche treten. Die Deutschböhmen fassen ihre Stellung von dem Gesichts« punkte auf, dass sie mit den Deutschen in den übrigen Ländern zusammenhängen. Das Schlagwort der Zweitheilung sei vollständig missdeutet worden. Die Deutschen müssen vor allem sich gegen das Missverständnis verwahren, als wollten sie eine Trennung der Verwaltung. Sie hallen fest an der Einheit derselben, allein sie wollen, dass die Deutschen in Böhmen in den ungemischten Sprachgebieten dasselbe Recht genießen , wie in den übrigen Provinzen Oesterreichs. Die innere Amtssprache, d. h. sowohl die Gerichts-als die Verwaltungssprache, soll allein die deutsche sein, und darin kann man nichts Verletzendes finden. In den gemischten Bezirken solle der Grundsatz eifer-süchtigster Gleichberechtigung aufrechtgehalten werden; das schließe natürlich nicht aus, dass auch in den rein deutschen oder rein czechischen Gebieten einzelne Beamte im Verkehre mit Parteien sich der anderen Landessprache bedienen können, dass also in dieser Richtung ein Zwang nicht bestehe. Auch sei es erwünscht, dass im Instanzenzuge in den verschiedenen Sprachen der ersten Instanz amtiert, dass aber jeden« falls den Parteien das Urtheil in ihrer Sprache inti-miert werde. Er habe diesbezüglich jedoch nur seiner persönlichen Meinung Ausdruck gegeben. Fasst man die Iweitheilung von diesem Gesichtspunkte auf, dann werden alle Einwülfe verstummen müssen. Wir weisen mit Entrüstung den Anwurf zurücl — sagt Redner — als ob wir Deutfche ein Verwal' tungsgebiet schassen wollten, das bei irgend einem Zu« !^?"st°^. leichter nach Norden abfallen könnte. (Belfall linls^) Die Linke halte an dem Bündnisse mi< Deutschland fest, und sie beruße auch die Bildung der deutschen freisinnigen Partei im deutschen Reichs« tage mit Freude. (Beifall. Schönererruft: Oho! Kei-terkeit.) Wir wollen den nationalen Frieden, fährt de, Redner fort, daher auch ein Sprachengesetz. Ist dei nationale Frieden einmal hergestellt, fo werden viel« jetzt durch den Nationalitäten-Streit gebundene unl zurückgedrängte liberale Elemente in den Vordergruni treten, und dann wird die gegenwärtige Regierung von Schauplätze verschwinden. Wenn aber der Liberalismus wieder ans Ruder kommt, dann werden auch die wirt. schaftlichen Bedürfnisse Befriedigung erhalten und die wirtschaftlichen Zustände sich ändern. Der Redner kommt auf die Thätigkeit der Regierung im Unter-richtswefen zu sprechen, die er tadelt, auf die Schulnovelle und die Durchführungsverordnung, mit der die Liberalen zufrieden sein könnten, welche aber zu dieser Novelle durchaus nicht passe. Dasselbe System zeige sich auch in der wirtschaftlichen Politik der Regierung. Das zeige die Action in der Arbeiterfrage, welche zu allen Folgen geführt habe, welche die Liberalen schon 1880 vorausgesagt, als man die Arbeiten gegen sie auszuspielen begonnen habe. Die von drm G.werbe» Ausschusse in der bekannten Enquöl»,' unler Vmsitz des Abg. von Zallinger veinommeuen Arbeiterführer predigten die sociale Revolution. Die Folge sei jetzt der Ausnahmszustand. Wie die Arbeiter habe man auch den Kleingewerbestand und die Bauern gegen die Liberalen auszuspielen versucht. Bezüglich der Bauern war in Böhme» der Erfolg den Erwartungen entgegengesetzt, denn liberale Bauernvereine wurden gegründet. Es sei indes sehr bedenklich, den Bauernstand in die politische Bewegung hineinzuziehen, denn derselbe werde unter Umständen auch radical, wie eben das Beispiel von Dänemark, Schweden und Norwegen zeige. Der Redner kommt auf das jüngst eingebrachte Höfegesetz zu sprechen, mit welchem nach seiner Meinung rasch für den Erlass der galizischen Grundentlastungs-schuld Stimmung gemacht werden wolle. Er verliest gedruckte Aeußerungen von Dr. Rudolf Meyer, dem „8pii'iw8 i-eewr" der Gegenpartei in der socialen Politik, der sich scharf über die aristokratische Socialpolitik in Oesterreich ausspricht. Die Stützen der Regierung, führt der Redner weiter aus, streben die Decentralisation und den Föderalismus an. Die Politik der Regierung aber, welche die kleinlichsten nationalen Bestrebungen verhätschle, werde ganz andere Früchte als die erwarteten tragen, wie sich bei künftigen Wahlen zeigen werde. Das deutsche Volk in Oesterreich beginne sich aufzuraffen. Seine Vertreter auf der Linken wollen nicht bloß Deutfche. sondern vor allem Oesterreicher sein; sie werden aber den bisherigen Kampf unentwegt fortsehen. (Bravo! Beifall-Rufe links.) Se. Exc. Ackerbauminister Graf Falle nhayn: Hohes Haus! Ich habe mir das Wort nur zu einer Berichtigung erbeten, und zwar darüber, dafs mir eben von dem letzten Herrn Redner vorgeworfen wurde, ich hätte in der Sitzung des Aqrar-VlusschusseK unlängst auf eine Interpellation die Antwort gegeben, dafs das Gesetz, welches ich an dem darauffolgenden Tage vorgelegt habe, noch nicht alle Stadien der Reife durchgemacht hätte, welche nothwendig sind, damit ein Gesetz im Reichsrathe eingebracht werden könne; über Nacht sei aber diese Reife eingetreten und das Gefetz sei da gewesen, jedoch ohne den Motivenbericht. Die Sache hat sich ganz einfach so verhalten: Erstens ist es unrichtig, dass ich gesagt hätte, es habe der Gesetzentwurf nicht alle Stadien der Reife durchlaufen, sondern der Herr Abgeordnete, der die Interpellation an mich richtete und mich fragte, wie es sich mit dem in allen Zeitungen publicierten Gesetzestexte verhalte, wird sich ganz wohl erinnern, und auch die anderen Herren werden es eben so gut wissen, dass ich gesagt habe, das Gesetz habe noch nicht alle Sla» dien durchlaufen, welche nothwendig sind, damit ein Gesetz von der Regierung im Reichsrathe eingebracht werden könne. Das hat vollständig der Wahrheit entsprochen, und das Stadium, in dem sich das Gesetz damals befand, war jenes, dass das Gesetz Sr. Majestät zu dem Zwecke unterbreitet worden war, die Allerhöchste Ermächtigung zu erwirken, dasselbe einbringen zu dürfen. Nachdem aber dieses Gesetz durch eine mir bisher unbegreifliche Indiscretion in die Zeitungen gekommen war und da besprochen wurde, nachdem ich vo dem geehrten Herrn Abg. Dr. Sturm im Ausschüsse befragt worden war, wie es sich damit verhalte, habe ich Sr. Majestät die Bitte unterbreitet, mich zu ermächtigen, das Gesetz, wenn es eingebracht werden solle, sofort einbringen zu dürfen, damit alle Discufsionen und Kritiken in den Zeitungen, ob da« so oder nicht so ist, dadurch abgeschnitten seien und das Gesetz selbst dem hohen Hause übergeben werde. Ich bitte Sie, den Vorgang, wie er dargestellt wurde, nicht als eine Art Bauernfängerei zu betrach» ten, fondern nur als jenen einfachen natürlichen Vorgang, wie er bei dem Zustandekommen eines jeden Gesetzes stattfinden muss. (Lebhafter Beifall rechts.) Der Präsident bricht hierauf die Debatte ab. Se. Excellenz der Herr Finanzminister Dr. Ritter von Dunajewski überreicht eine Regierungsvorlage, betreffend die Betheiligung des Staatsschatzes an den Kosten der Regulierung desGlan-Flusses. Der Präsident beraumt die nächste Sitzung für morgen vormittags 11 Uhr an mit folgender Tagesordnung: 1) Erste Lesung der Regierungsvorlage, betreffend die Invasionsschuld von Steiermark. Auöschuss an Stelle des Abg. Dr. Mikysla. 3.) Fortsetzung der Budgetdebatte. Schlnss der Sitzung 3 Uhr 15 Min. 342. Sitzung des Abgeordnetenhauses Wien, 12. März. Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolka eröffnet um 11 Uhr 1U Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des M"-steriums des Innern Graf Taäffe, Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Freiherr v. Ziemiat-kuwsti. Graf Falkenhayn, Dr. Freiherr v^ Prazäk, Dr. Freiherr v. Conrad-Eybesfelv. Dr. Ritter von Dunajewfki und Freiherr vo" Pino. Zur Vertheilung gelangt die gestern eingebracy« Regierungsvorlage, betreffend dieB eitr ags leistuNu des Staatsschatzes zu den Kosten der Ne' gulierung des Glan-Flusses in Kärntt''< Nach derselben soll der Staatsschah zu den Kos"" dieser Regulierung im Gesammtbetrage von 195000 st' einen Beitrag von 58 500 st. leisten. Nach Mittheilung der eingelangten Petitionen schreitet das Haus zur Tagesordnung. Die Regierungsvorlage, betreffend den Gesetz' entwUlf über den Abschluss eines Uebereinkomnie^ mit der Landesvertretung von Steiermark bezilgl^ der sogenannten Invasionsforderung Steiermarls a^ dem Jahre 1809, wird in erste Lesung gezogen. Abg. Dr. Matt us beantragt die Zuweisung "" den Budget.Nusschuss. Abg. Dr. Heilsberg unterstützt diesen Antrag' nimmt aber den Anlass wahr, um gegenüber den ^ Molivenberichte der Vorlage enthaltenen Ausführn"^' zu bemerken, dass das Invasionsanlehen für den St^. unter Bürgschaft des Landes gemacht worden u" daher eigentlich als eine Schuld des Staates zu ^' trachten sei. Im Laufe der Zeit habe sich diese "^ pflichtung so verschoben, dass dermalen der Staat elü Abfindung von 320000 fl. für Leistungen von nahei" sieben Millionen Gulden biete. c Der Antrag des Abg. Dr. Mattus wird hie"" angenommen. . Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist ^' Wahl eines Mitgliedes in den Gewerbe-AusM»' Die Stimmzettel werden abgegeben und das ScrutiniNl" dem Bureau deö Hauses übertragen. Es folgt die Fortsetzung der Budgetdebat"' Abg. Dr. Eduard Gregr erklärt, dass ihm ""' dem bisherigen Verlaufe der Budgetdebatte besonde^ das glänzende Duell zwischen dem Abg. Dr. v. Plen" und Sr. Excellenz dem Herrn Finanzminister vor AM schwebe. Beiderseits sei für Angriff und Abwehr " viel Material angeführt worden, dass es einem in" Finanzwirtschaft weniger versierten Abgeordneten schlv falle, sich in den Zifferncolonnen zurechtzufinden- ^ wolle in dieser Beziehung sich jeder weiteren ^ führungen enthalten, nur der Bemerkung des A'A D>. v. Plener inbetreff der Reform der WahlordnU"« der Prager Handelskammer müsse er mit der Erklärn » entgegentreten, dass dieselbe nichts anderes gewesen l ' als die Sanierung eines schreienden Unrechtes a« . überwiegenden Mehrheit der böhmischen BevöllerU"« des Prager Kammerbezirkes. Redner wendet sich ^ auf zu den Ausführungen des Abg. Dr. Ruß und ° grüßt die Erklärungen desselben mit Freude, nameN'l aber die Perhorrescierung der Theilung Böh'^l ' Durch die Ausführungen des genannten Abgeordnc habe dieses Phantom seine aufreizende, seine ag'la rische Macht verloren. (Beifall rechts.) Das fuel" A Nebeneinanderlegn beider Volksstämme könne auch " anders als durch eine Vereinigung, durch das S"1^-menhalten. aber niemals durch die der Geschichte V " mens widerstrebende Trennung erfolgen. Ueber Vorschlag, den der Abg. Dr. Ruß im Detail zeich"' ^ sei vorläufig ein decisive« Urtheil nicht möglich,^, man könne ihn daher nur als sehr schätzenswertes <" terial betrachten, das zur Klärung von großem 3/"^ sein wird. Wenn r8 sich wirklich'nur um die natl0> sprachliche Stellung der deutschen Stammesge^u.^ handelt — sagt Redner — dann sind wir 9"""' e" ihnen alle möglichen Garantien zu geben, verla'^ andererseits aber auch die verlässlichsten Ga/a" ,, dafs keine für die Einheit des Landes schädl'che H^ gen daraus entstehen, und so lange nicht S'^Ht geboten wird. dass dieser administrative Riss stcy ^r eines Tages zu einem tiefen Spalte erweitert, '> Vorfchlag nicht annehmbar. ^s« Dem Abg. Ritter v. Carneri hätte ich g"" ^ss führlich geantwortet, allein ich bin belehrt worde". .^t er feiten« der Linken als noli ms ttuißore ^y. ^. wird, und deshalb will ich ihn nicht "äher vel"^^ Nur fcheint es mir, dass, wenn man mit bren ^ Pechkränzen um sich wirft, man es doch erlauben ' ^ dafs auch wieder herübei geschossen wird. I^lof^ neugierig, ihn zu hören, weil sein Ruf als P^ ^c fogar bis in die böhmischen Wälder ged""'g" che" und ich überhaupt noch nie einen Philosophen ^ ^e gehört habe. Ich war aber enttäuscht, denn »^ ^aibach^ Zeitung Nr. 62 511 14. M!irz 1884. ' "»em Philosophen Ruhe und Objectivität voraus s^ f^^ahrte dagegen nur die Eruption eines leiden-^ /M erregten Gemüthes, so dass ich ihm gern den vbil^ ^" Lehrsah eines bewährten anonymen Lebens-empfehlen möchte: .Mensch, ärgere dich '^l- (Große Heiterkeit im ganzen Hause.) Cl^ ^6' Dr. Menger war so liebenswürdig, die z Yen und Polen mit den barbarischen Persern zur te n ^ Themistokles. sich selbst aber mit den gebil-Ner l 5. " ^' vergleichen. (Heiterkeit rechts.) Solche lltül^'^ ""d ^^^ Redeweise zeugen aber kaum von tM" Feinheit uud hellenischem Salze. (Sehr gut! Ll^. ^u ^n seiner hellenischen Art zu sprechen, hat er dem ."^"fen Dzieduszycli „grobe Unwissenheit" vor-urworfen. Nach dem Geschmacke so eines czechischen lein ?5^-" dieser Ausdruck nicht. (Lebhafte Heiter« Epf.i,>. . '^ das eben der Ausdruck eines hellenisch Poeten der Linken. (Neuerliche Heiterkeit.) Doch hat denn A lV 5"^ Unwissenheit an den Tag gelegt, seine«? Dz'eduszycki ^o nicht, wie er sagte, wegen Vllr«? ^"l^etens im galizischen Landtage oder weil er lon^?"d eines Clubs ist, was er ja gar nicht ist, ilh.rn deshalb der Athener genannt, weil er ein Buch Men geschrieben hat. (Sehr gut! rechts.) dH.^H wende mich nun zur eigentlichen Budget« I "^' doch werde ich mich nicht in die Tiefen und ich «K des österreichischen Budgets einlassen, was Eindr 5 Tauchern überlasse, sondern nur einige tuna un? vorbringen, die ich bei flüchtiger Beobach-inniger ^" Fmanzwirtschaft empfangen habe. Mit nabm!>n^^ habe ich wahrgenommen, dass die Ein« zu Jahr erheblich wachsen. Die Uan ,/ k hat einen so hohen Cours wie noch nie. geheuer? ^ """"glich unbeachtet lassen, dass ganz un-lvenl^ ^"lnmen auf productive Investitionen ver-Sand tt ^"' ^"'H ^^e es, den Kopf in den unter d "' ""^k man nicht fehen, dass gerade die 3l- «? letzigen Regime im Eisenbahnwesen durch wärt» c^!ch""a lehr erfreuliche Schritte nach vor-leben F?«^" sind, und jeder Unbefangene wird jetziäp.' Ä dle Behauptung, welche beim Antritte der dass n i?'!^"^ von jener Seite aufgestellt wurde, tine «,! ^! Arcanum, das einzige Mittel besitze, « aede,hl,che volkswirtschaftliche Politik zu treiben «ine Fabel ist. (Sehr gut! rechts.) ^ "°"°"' lttnn.n ^ '^ ^^de nicht unparteiisch genannt werden r°^-' ^«Vi! "^^ ""^ die Schattenseiten sehen U« V?^^ bie beständig sich steigernden Aus-U. .des Staates, das Goldagio, die classische Ein-achhnt des Mittels, um das Deficit aus dir Welt den 5 ^"/,. "?"l'ch neue Steuern. Dadurch aber wer-bei's?"."p!.'achllch wieder jene Kreise der Bevölkerung m ".'"',..dle schon unter der jetzigen Steuerlast fast zu imm !^"' Der Realbrsitz ist der Atlas, der noch das« ^ höhten Lasten trägt, und es ist bedauerlich, sind ^ '"""er nicht die Mittel gefunden worden Millio"^ ""^ die Capilalisten und namentlich die neue S» ^ entsprechend heranzuziehen. Heutzutage wären V^"' ^" ^^" ""^ "^^ die fatalen Wähler wallte b ' ^^ ""^ ^^ dem Vater, der vom Iahr-»vaz er N^"'"'^ ""o von den Kindern gefragt wird, Neuen St "^ "^ ^""^ bringe. Wenn wir mit ^Pfana m" ^mlnen, dann winkt uns ein frostiger wen z°^' gerade wir czechischen Abgeordneten kom-^'Nlle , ^"^ "it vollen Taschen der hässlichsten von dies ^"^' ^^ ^^" "'^ Böhmen denn verordnlin ?.^lerung bekommen? Eine Sprachen-isl, «ine k^i ^" """" wahren Erisapfel geworden Landsni« ^^ Universität, einen abhandengekommenen Rechen !!""N'tter (große Heiterkeit) und das Ver-versalh.f, " ^"" der böhmisch.mährischen Trans-gietung ,' '" ^"gr'ff zu nehmen. Eine czechische Re-Nerade j.,'^?'^ "^" die gegenwärtige, und doch ist Viinisje^? den Mund des'uns am nächsten stehenden Und w°^ 6 böhmische Staatsrecht negiert worden. Fallend ^^en Sie noch den „Czechen" Grafen ..Czech" .?"' den „Czechen" Freiherrn von Pino, den Herrn. " ^°f" Welsersheimb, den ..Czechen" Frei- Na^, ^°"°d. (Große Heiterkeit.) Freih^s . °" linkerseits beliebten Terminologie ist sollte in?. " ^"^k ein slavischer Mährer, und man Slaven X"' dass es wenigstens in Mähren den diesen ae^ , 6^' als im Königreiche Böhmen. Aber Noch ^^ es noch weit schlimmer. In Mähren bestehen ^Utiaez ss l,s?"^"^"cti und Verhältnisse, die ein beeilt siH ' ^ früherer Regierungen sind, und man Ü? Mit^"^ immer nicht, sie abzuschaffen, obgleich Hechtes in c'° °^ betonten Grundsatze des gleichen w'Mer si,k I^reiendem Widersprüche stehen. Noch bischen K " slavischen Bezirken Beamte, die der navenfein^^e nicht mächtig oder die Mitglieder ^lkerün^« Vk"ine sind. Dadurch entsteht in der ^N'erun/. ^lsstrauen gegen die Intentionen der °°ch nickt« ""? die Utraquisierung der Schulen ist ^lunn 5u. eres, "^ der Weg zur Entnationali-.5 eignen E,7,^isichert. dass die Czechen. eingedenk ?' die ^..V^""gen und Leiden, nicht daran dach« . "' daz sÄ ^" in Böhmen slavisieren zu wollen, ^len Plen . N möglich wäre. Auf den vom Abgeord-d?.' ^trem " ,>n Iungczechen gemachten Vorwurf, " lljorwurf ^'^' P""ei zu sein, erwidert er, wenn ' vedeuten solle, dass die Iungczechen lein Atom von den nationalen Rechten ihres Volkes vergeben wollen und werden, dann verdienen ihn alle Czechen, und sie nehmen ihn mit Stolz an. Dann ge-höre aber auch der Abg. Plener einer extrem nationalen Partei an, der deutsch-liberalen, die aber über das Extrem der Czechen weit hinausgehe und nicht nur das gleiche Recht für ihre eigene Nationalität, sondern die Herrschaft über alle anderen verlange. Der Redner und seine Partei sind bei aller Wahrung der eigenen Nationalitätsrechte stets bereit, die Fremden zu achten. Sie wissen auch recht wohl, dass es neben der Nationalität noch andere Güter für ein Volk gibt: Bildung und Wohlstand. Sollte es denn nicht möglich sein, dass die Völker Oesterreichs diese Güter erlangen, ohne sich zu befehden und zu beneiden? Es sei gesagt worden, dass Napoleon III. die Nationalitäts-Ioee aufgebracht habe, um Oesterreich lahmzulegen. Nach der Ueberzeugung des Redners ließe sich aber gerade die Natio-nalitäts-Ideezum großen VortheileOesterreichs ausnützen, und das würde auch dessen Finanzen sehr zustatten-kommen, denn ein Hauswesen, wo Eintracht statt Zwietracht herrsche, das blühe. Die Herren auf der Gegen» seite nehmen sehr mit Unrecht das Privilegium, für Freiheit und Fortschritt zu kämpfen, für sich allein in Anspruch. Durch ihre nationale Herrschsucht und Un-duldsamkeit haben sie gerade andere liberale Elemente genöthigt, vor der »hnen vorgehaltenen falschen Freiheit Schutz zu suchen bei Männern, welche zwar weniger von Freiheit sprachen, aber ihnen doch das nackte Leben ließen. (Lebhafter Beifall rechts.) Wenn es der Rechten jemals gestattet sein sollte, auf die Verfassunas.Insti. tutionen Einfluss zu nehmen, werde sie niemals die Freiheit zur Dienerin einer Partei oder einer Nationalität machen. (Applaus rechts.) Redner wendet sich hierauf der Besprechung der äußeren Politik zu, vergleicht die dermalige Situation mit dem verschleierten Bilde von Sals und erklärt, dass er jede Allianz für eine gute halte, die dem Frieden und der Wohlfahrt der Völker dienlich sei. (Beifall rechts.) Nach diesem Excurse auf das Gebiet der äußeren Politik wendet sich Redner der inneren Politik zu. Vor allem wünscht er den Streit zwischen Czechen und Deutschböhmen als eine rein häusliche Angelegenheit aus dem Parlamente verbannt; dasselbe solle nicht der Tummelplatz von Nationalitäten-Streitigkeiten sein, und dies sei eine Hauptursache, dass der Parlamentarismus in Oesterreich so tief gesunken, dass das geflügelte Wort: „Armes Parlament!" einen so mächtigen Widerhall gefunden. Dies Wort habe ihn schmerzlich berührt; es enthalte eine ganze Welt zerstörter Ideale, fast scheine der Zweifel berechtigt, dass Oesterreich seiner Natur nach überhaupt nicht für den modernen Constitutionalismus geeignet sei. Die Verfassungs' Partei habe ihr Kind, die Februar-Verfassung, gepflegt und nach ihrer Art groß gezogen; jetzt nach 22 Jahren, nachdem das Kind als kräftiger Jüngling dastehen sollte, jetzt fürchte sich die Verfassungspärtei selbst vor der kläglichen Jammergestalt, schlage die Hände zu< sammen und rufe: „Armes Parlameat!" (Lebhafte Heiterkeit und Beifall rechts.) Wie steche dagegen der kräftige Constitulionalismus in Ungarn ab. Die dortige Volksvertretung basiere auf einer gesunden Gliederung politischer Parteien, was hier nicht der Fall sei. Das österreichische Parlament sei lebensmüde, und wenn es stets so gehalten werd?, wie bei dieser wichtigen Debatte, wo die Abgeordneten der einen Seite stets vor den Reden der anderen Seite die Flucht ergreifen (Heiterkeit), so werde man eines Tages sagen, der österreichische Parlamentarismus sei abgelaufen wie eine Wanduhr. (Beifall rechts.) Das österreichische Parlament sei aber nicht nur arbeitsmüde, es sei auch krank. Die Heilung sei nur möglich, wenn der unfruchtbare Boden nationalen Streites verlassen und das Gebiet der Agrar-Gesetzgebung, der großen socialen Fragen erfolgreich betreten werde. Das Haus sollte nicht auseinandergehen, ohne wenigstens die diesbezüglichen Vorlagen der Regierung erledigt zu haben. Redner kommt nun auf die Entstehung der österreichischen Verfassung zu sprechen. Man wollte — führt er aus — ein deutsches Parlament zustande bringen und schuf zu diesem Zwecke eine künstliche Wahlordnung mit ihrer I>iteressen«Vertretung, die ein wahres Unicum ist. Das Kunststück gelang zuerst; dann kamen Unglücksfälle und infolge derselben die Umgestaltung der Februar-Verfassung von 1861 in die Dezember-Versassung von 1867, welche die Idee eines deutschen Oesterreich und deutschen Parlamentes in kleinerem Umfange verwirklichen sollte. Daher auch die Beibehaltung der Wahlordnung und Interessen-Ver-tretung. Weil der Zweck doch nicht erreicht wurde, schlägt man jetzt die Ausscheidung von Galizien und Dalmatien aus dem Rahmen der Verfassung vor, um die Vermanisation mit sicherem Erfolge auf die übrigen Länder zu concentrieren. Die österreichische Verfassung sei von ihres Grundgedankens Blässe angekränkelt, und das sei der Grund, warum sie bei den Völkern so wenig Anklang gefunden. Wenn die Redner der Linken jüngst bei der Debatte über die Ausnahmsverordnungen über die kümmerlichen Freiheitsrechte geklagt haben, so hätten sie nur sich selber ihrer Unterlassungssünden angeklagt. Redner und seine Partei wollen durchaus nicht den Umsturz dieser Verfassung durch neue Octroyierun- gen; sie halten dieselbe für verbesserungs- und entwicklungsfähig und glauben, dass durch gemeinsame Arbeit ein gesunder Constitutionalism«« aus ihr sich entwickeln könne. Der Redner zählt auch auf eine gemeinsame Arbeit, denn die Gegenpartei habe aus der Abstinenzpolitik d?r seinigen Nutzen gezogen und aus deren Schaden gelernt. Es sei daher auch das Gespenst einer deutschen Abstinenzpolitik nicht zu fürchten, eher ein anderes Gespenst, welches als reactionärer Absolutismus Fleisch und Blut gewinnen würde. Auch dieser Absolutismus würde kein deutscher sein, er würde versuchen, mit den Mitteln der Gewalt die Aufgaben zu lösen, welche der Parlamentarismus nicht zu lösen vermochte. Von dem österreichischen Parlamentarismus aber werde es dann heißen, er sei seiner großen Aufgaben nicht gewachsen gewesen, er habe geglaubt, ein Ilium zu erstürmen und statt dessen einen Frosch« mäusekrieg geführt. Der Redner fordert schließlich die Gegenpartei auf, den Gedanken aufzugeben, dass Oesterreich deutsch sein müsse; es solle weder deutsch noch slavisch sein, sondern ein Verein gleichberechtigter und gleichstrebender Nationalitäten. (Bravo! rechts.) Auf Antrag des Abg. Doblhamer wird der Schluss der Debatte angenommen. Zu Generalrednern werden von den noch für und wider den Ausschufsantrag eingetragenen Rednern Dr. Mattus und Dr. Herbst gewählt. Abg. Dr. Herbst findet es, da das Budget auch ein Ausdruck der politischen Zustände des Staates ist, erklärlich, dass die Budgetdebatte nach allen Seiten über das Budget hinausgreift. Auf die von der Gegenseite vorgebrachten Vorwürfe gegen seine Partei wolle er diesmal nicht antworten, da dieselben schon oft genug widerlegt worden, und es sei daher mehr als auffallend, dass der Abg. Dr. Gregr eben wieder die Linke für die schweren Opfer, welche die Verstaatlichung der Franz-Josef- und der Rudolfbahn erheische, verantwortlich machen wolle und daher nicht einmal wisse, wann und wie diese Bahnen concessioniert wor« den seien. Statt wieder auf diese und andere längst widerlegte Anklagen zu antworten, will der Redner sich lieber mit dem Berichte des Audget-Ausschusfes beschäftigen, dessen Gründlichkeit er anerkennt, wenn er auch vieles an demselben auszusetzen hat, und zwar zunächst an del, Ziffern des Abganges und der Sfte-cialisierung des Deficites. Er findet sowohl die Vermehrung der Einnahmen als die der Ausgaben in der Budgetvorlage und dem Ausschussberichte unrichtig dargestellt. Eine Verminderung der Ausgaben liege eigentlich nur bei den Eisenbahn-Subventionen, bei der galizischen Transversalbahn und bei den Pensionen vor. Die Abstriche seien willkürlich gemacht und ohne Rücksicht darauf, ob sie sich auch wirklich werden ersparen lassen, wie es bei der galizischen Transversal-bahn gewiss nicht der Fall sein werde. Willkürlich sei auch bei den Ansätzen erhöhter Einnahmen vorgegangen worden, namentlich bei den Staatseisenbahnen, bei deren einer die Einnahmen auf das Fünffache erhöht worden seien, die Ausgaben aber gar nicht. Alle diefe Voranschläge werden sich nicht verwirklichen, wie die Linke schon bei früheren Anlässen ganz richtig vorausgesagt habe. Der Herr Finanzminister habe allerdings mit Recht verlangt, dass nur Gleichartiges verglichen werde. Allein es werde in dm Berichte auch nicht der Voranschlag für 1884 mit dem für 188?. sondern mit diesem und seinem ganzen Anhange von Nachtragscrediten verglichen. Daher sei der Vergleich falsch. Redner bespricht das Deficit und bezweifelt, dass sich dasselbe im nächsten Jahre günstiger gestalten werde, denn die Zinsenerhöhung der Staatsschuld halte mit der Vermehrung der Einnahmen gleichen Schritt, und da man die nächstjährige Bedeckung des Deficits nicht wie heuer zum großen Theile aus den Casse-beständen werde vornehmen können, so werde durch Bedeckung des Deficites neuerdings die Staatsschuld gesteigert werden. Es bleibe also die Perspective, dass schließlich die Erhöhung der Steuern mit der Erhöhung der Zinsenlast nicht werde gleichen Schritt halten können. Er tadelt, dass der günstige Zeitpunkt steigender Einnahmen nicht zur Consolidienmg des Staatshaushaltes benutzt worden sei. Die drei Kriterien eines jeden Budgets: Deficit, Staatsschuld und Valuta , sprächen nicht zu Gunsten der gegenwärtigen Finanzverwaltung, weil sie weder das Deficit vermindert , noch das Wachsen der Staatsschuld verhin-dert, noch der Verschlechterung der Valuta vorgebeugt habe. Allerdings ständen diese drei Kriterien unter einander in Wechselwirkung, so dass ein Versäumnis bei einem Factor sich sofort in dcm Producte aller drei Factoren wiederspiegle. Länder, die früher zu den wohlhabendsten gezählt wurden. seien jetzt kaum mehr imstande, die Lasten zu tragen, sie verlangen nicht, dass man ihnen 70 oder 100 Millionen schenke. Das Gleichnis des Abg. Grcqr, dass die vom Parlamente heimkehrenden Abgeordneten von einem Jahrmärkte kämen, sei ein recht unglücklicher, denn auf einem Jahrmärkte werde gehandelt. (Große Heiterkeit links.) Wenn eine Majorität aus vier ganz verschiedenen Fraction?,, bestehe, so könne dieselbe nur durch Concessionen zusammengehalten werden. Aber auch oa gebe es eine gewisse Grenze. >'il'?r die keme ^'eru, g hinaus kann. Ha.'dle rs sich m,,s 6"^... da höre Laibacher Zeitung Nr. 62 5,2 14. März 1884^ auch die Cinmillhigkeit der Fractionen auf. Es müsse bereits eine sehr kühle Temperatur auf der Rechten herrschen, wie dieS auch der Umstand zeige, dass fast alle Redner der Rechten nur einer Fraction angc-hörrn. Von der galizischm Grundentlastungsschuld, von der Gebürennovrlle sei es jetzt wirder sehr stille geworden. Ja, es scheint fast, als ob eine Fraction ganz aub dem Hause verschwunden wäre. Rcdner kommt sodann auf die Wahlen im mährischen Großgrundbesitze zu sprechen. Die Wahlcom» mission habe das Ochtz unzweifelhaft vellcht, ohne dass der Wahlcommifsär dagegen einschritt. Dies lönne nur mit Zustimmung des Statthalters und wohl auch mit jener der Regierung geschehen sein. Redner geht nunmehr auf die Beantwortung ein, welche dic Interpellation an das Gesammtministerium iibl'r die vom Minister Fveih^rn v, Prazät bei der Debatte über o,e Sprachenveroldnmlg gethane Aeußerung, bet'sffind dai Slaatsrecht und die tausend« jährige Geschichte Böhmens, gefunden hat. Die Interpellation sei nicht rechtzeitig beantwortet worden und die Antwort passe nicht auf die ungezogene Aeußerung des Ministers, denn man l,ab? nie und nngends unter dem Staatsrechte Böhmens im Zusammenhange mit dlsscn tausendjähriger Geschichte die gegenwärtige Verfassung vetstanden; was der Redner auch aus früheren Erklärungen des Ministers nachzuweisen fucht. Bezug» lich der Zweitheilung Böhmens hebt der Redner hervor, dafs dieselbe in einem wichtigen Punkte bereits bestehe, und zwar ohne alle Beeinkächtigung des böhmischen Staatsrechtcs, nämlich in d?n Schulbezirken, die durchwegs entweder czechiscke oder deutsche seien. Das könnte ja auch in der Gerichtsverfassung der Fall sein. Wenn es in Oalizien zwei Oberlandesgerichte gebe, warum nicht auch in Böhmen ein deutsches und ein czechisches? Es ließen sich die Agenden sprachlich unter denselben ebenso vertheilen, wie sie unter den Senaten des Obersten Gerichtshofes vertheilt seien. In Steiermart soll das praktische Bedürfnis für die Gerichtssprache ausschlaggebend sein, in Böhmen aber das böhmische Staatsrecht! Redner bespricht des Weitelen die Gesichtspflege in früherer geschichtlicher Zeit Böhmens und sucht den Nachweis zu führen, dass die damaligen Gepflogen« heiten auf dem Standpunkte der vollen Gleichberech« tigung der deutschen und böhmischen Sprache standen und dass die tausendjährige Geschichte Böhmen« der Abgrenzung nach Sprachengebieten nicht widerstrebe. Ja, es wäre nach Ansicht des Redners ein Glück, wenn es gelänge, in BölMn alle gemischten Bezirke in rein deutsche und rein czechische zu zerlegen, denn es führe nicht zum Frieden, weim m^:i Nichtzusammengehöriges zum Zusammenleben zwilige; ei:>e unglückliche Ehe werde durch den Zwang nicht glücklicher. Es sei eine Forderung der Deutschen, die sie nie aufgeben werden, dass in den rein deutschen Bezirken nur deutsche Beamte angestellt werden; es fei dies eine Forderung des Hausrechtes. (Beifall links.) Dadurch, dass eine Partei in die Minorität kommt, geht sie nicht zugrunde, und die Linke sei nur deshalb in die Minorität gekommen, weil sie ihr nationales Interesse hinter das Slaatsinteresse zurück-treten ließ. Und einer solchen Partei werfe man vor, dass sie zu sehr egoistische Zwecke verfolgt habe. Die Deutschen seien es allein in Oesterreich, die kein engeres und weiteres Vaterland haben, die sich als Oesterreicher und nur als Oesterreicher betrachten, und es würde darin eine große Gefahr liegen, wenn dies einmal nicht mehr der Fall sein sollte. Vier Jahre der Versöhnung seien verstrichen, und keiner der vielen Gegensätze, die in Oesterreich bestehen, sei beseitigt worden. Da mag wohl manchen treuen Patrioten, wenn er die Zukunft ins Auge fasst, die Sorge be-schleichen: Was soll, was wird aus unserem Oesterreich noch werden? (Lebhafter Beifall und Händellatschen links und auf der Gallerie.) Der Präsident ermahnt die Gallerie, sich aller Beifalls- und M>ssfallensäußerungen zu enthalten. (Schluss folgt.) Locales. — (Zum Schmerling-Jubiläum.) Der Herr Hofrath Dr. Rainer Nitter von Schmerling in Wien wurde anlässlich seineS jüngst stattgestabten Jubiläum», wie mau uns mittheilt, auch seitens des ärztlichen Vereins für Krain, und zwar auf telegraphischen, Wege. beglückwünscht. ^ (Der l. l. Gewerbe. Inspector) für Steiermarl. lkrain. Trieft, Küstenland und Dalmatien, Herr Dr. Valentin P°gatschnigg. der. wie wir ge-meldet haben kürzlich die Gewerbe in Krain insfticierte. befindet stch derzeit in Trieft, von wo er sich nach Dal-matten begeben wird. Nach seiner Rückkehr von dort Werden d,e Fabriken m Gürz. Hcudenschaft u s w von ihm besichtigt werden. '^ ' ' "' — (Enqnöte.) Um über die Hebung de» Bauern-stand's eingehende Berathungen zu pflegen, wird der kramische Land-sausschuss eine EnaMe einberufen, deren Verhandlungen am l6, April ihren Anfang nehmen sollen. An dieser Enquete Werden sich über Einladung des Landesausschusses die h. Regierung, die LandtagSab, geordneten, die k. k. Landwirtschaftsgesellschaft durch drei Vertreter und verschiedene Landwirte als Experten be-theiligen. Die Berathungen werden sich unter anderen, mit der bäuerlichen Erbfolge, mit der Hypothelarverschul-dung und den bäuerlichen Creditverhältnisfen, mit den Mitteln zur Förderung und möglichsten Hebung der Landwirtschaft und der heimischen Industrie (Strohhut-und Topffabrication, Wollwirkerei, Holz« und Lederwarenerzeugung, Spitzentlöppelei ;c.) und namentlich mit der Beschränkung des überhandnehmenden Brantweintrinkens befassen. — (Aus Stein) schreibt man: In Kamenca entstand am 24 v. M. gelegentlich einer Tanzunterhal« tung im Gasthause des Franz Zupancii! zwischen ein, heimischen Burschen und Äurjchen von Brdo ein Streit, der bald in eine Rauferei auöartete und einen sehr un» glücklichen Ansgang hatte. Zwei Burschen au3 Brdo griffen nämlich zu den Messern, stießen damit im Zimmer herum, wobei der Bursche Aloi« Stefin von Kamenca einen Stich unter dem rechten Vorderarm erhielt, infolge dessen er in wenigen Minuten verschied. Verwundet wur» den außerdem auch der Wirt, der die Rauferei zu hindern suchte, dessen Bruder Johann Z'lpankic. ferner Andreas Vidmar, Albin Zupan und Johann Ieunikar. — (Au3 Adelsberg) schreibt man: Der 18jäh. rige Besitzerssohn Martin Moze aus Pototsche führte am 29. v, M. einen mit zwei Ochsen bespannten Wagen Trame zum Verkaufe nach Trieft, Nachdem es tags» darauf unaufhörlich geschneit und eine ungeheuer starke Bora geherrscht hatte und Martin Moze zu bestimmter Zeit mit dem Gespann nicht nach Hause gekommen war, so giengen dessen Vater Michael Moze und der Vesitzers-sohn Michael Celedin aus Pototsche nach 8 Uhr abends demselben entgegen. Nach 9 Uhr abends fanden die beiden den gesuchten Martin, ungefähr 15 Minuten von Pototsche entfernt, auf dem Gemrindeweg, wo man von Gaberk gegen Pototschc geht, im Schnee. d«s Gesicht gegen die Erde zu, liegend und erfroren an, die Ochsen fanden sie vom Fahrweg circa 50 Schritte weg im Schnee an dem Wagen stehend. Der Verunglückte wurde gleich in die väterliche Wohnung übertragen, wo an ihm Wiederbelebungsversuche angestellt wurden, welche jedoch erfolg/ los blieben. — (Landschaftliches Theater.) Auch der dritte Gastspielabeuo des Herrn Clemens Grün jal) ein nahezu ausverkauftes Haus. in welchem sich die ge« wählteste Gesellschaft versammelt hatte, um sich an dem eoelgehaltenen Lebensbilde ..Onkel Bräsig" und darin in erster Linie an Grüil's Spiele zu erfreuen, zu er« heben. Und wahrlich, es war ein Kunstgenuss in des Wortes Vollstem Sinne, den u„s der hochgeschätzte Gast in dieser seiner Meisterleistuug bot Begleitete reichlicher Beifall die einzelnen Details in der Darstellung Grün's, so war dieser Beifall ein minutenlanger bei der Begegnung Bräsig's mit dem „Scheusal Pomuchelskopf". Mehr über diesen Abend, um den auch die übrigen Darsteller sich bestens verdient machten, morgen, -cä. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung" Wie», 13. März. (Abgeordnetenhaus.) Die Ne< gierung übermittelte einen Gesetzentwurf, betreffend die Zugeständnisse und Bedingungen zum Baue von Local« bahnen. — Nach der Rede des Budget-Referenten beschloss das Haus mit großer Majorität, in die Svecialdebatte über das Budget einzugehen. Wien, 13. März. Der Process gegen den Frauen-mörder Schenk hat heute früh um halb 10 Uhr be. Nonnen. Nach Verlesung der Anklageschrift begann das Verhör. Berlin, 13. März. Im Reichstage rechtfertigte heute Füist Bismarck sein Veihalten in der Laster-Angelegenheit. Paris, 13. März. Die Franzosen zogen am 12ten März in BacNinh ein; die Chinesen flüchteten. Der Verlust der Franzosen beläuft sich auf 70 Verwundete. London, 13. März. (Olficiell.) Die britifchen Truppen begannen mit Tagesanbruch den Kampf mit Osman Digma und nahmen das feindliche Lager nach heftigem Kampfe. Ihr Verlust beträgt über 70 Todte und 100 Verwundete. Suakim, 13. März. Mit Tagesanbruch wurde der Feind durch die britische Infanterie und Artillerie aus den Verschanzungen verjagt. Washington, 13. März. Auf Ansuchen des Prä-sidenten Urlhur richtete der Veneralanwalt ein Rund. schreiben an die Districtsanwälte, wornach selbe zur Verhütung schändlicher Verbrechen die Verschiffungs-bestimmungen genauestens überwachen und Uebertreter zur Rechenschaft ziehen sollen. Wien, 13. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses hielt der General-Bericht-erstatter über das Budget, Graf Heinrich ClamMar» tinitz. das Schlufswort, worauf zur Abstimmung geschritten wurde. Dieselbe ergab eine bedeutende Ma-jorität für die Annahme des Staatsvoranschlages als Grundlage für die Specialdebatte. In der Special-debatte wurden die ersten fünf Capitel des Voran. Ichlages nach den Anträgen des Budget-Ausschusses unverändert genehmigt. Morgen wird die Berathung fortgesetzt. , St. Petersburg. 13. März. DaS „Journal de St. Pctersvourg" dementiert kategorisch die Meldung des ..Standard" von der bevorstehenden Ernennung eines russischen Gesandten für Afghanistan. . Suakim, 13. März, 10 Uhr morgens. Die Schlacht begann bald nach Tagesanbruch. Der Fe>no wurde durch die englische Infanterie und Artillerie aus den Verschanzungen vollständig verjagt. ^ Handel und Volkswirtschaftliches. Oesterreichisch - ungarische Banl. Stand vom ?. März: Vaulnotm-Umlauf 345 022 000 fl. (- 2817 000 fl.). Silb" 119131000 fl, (^ 292000ft.). Gold 65833000fl.(- 754000fN Dcuiscn 13 001000 fl. (->- 718000 ft.). Portefeuille 126585000 ft. (-1606000 ft). Lombard 22 746000 fl. (-903 000 fl.). M°? thelar-DarlclM 87 892 000 fl. (-52000 ft.), PfandbricfumlBI «5W8 000 fl, (4> 298000 ft.) Laibach, 12. März. Auf dem heutigen Marlte si"d erschienen: 14 Wagen mit Getreide, 6 Wagen mit Heu ">'° Stroh und 20 Wagen mit Holz. Durchschnitts-Preise. ^. Mlt.. Mgz^' Mli^^s^ fi.!'r, 'fi.,lr. fl.!li. I^L.' Weizen pr.Heltollt. 812 8 40 Butter pr. Kilo . —85"!'" Korn „ 5 85 6 33 Eier pr. Stück . . — 2^^ werste « 5 20 5 45 Milch sir. Liter . — 8 ^ ^ Hafer . 3 25 3 17 Rindfleisch pr. Kilo — 62 ^ Halbfnicht . —,— 6 70!Kalbfleisch „ ^ 60 - -^ Heiden . 5 56 5 77, Schweinefleisch ., - 64 -"" Hirse „ 5 58 5 47z Schöpsenfleisch ^38^"^ Kullirilz „ 5 58 5 58 Hähndel pr. Stuck —55 "" Erdäpfel 100 Kilo 3 38-------Tauben . _. i« - ^ Linsen pr. Heltolit. 9----------Heu 100 Kilo . . 2 23 " Erbsen „ 9-----------Stroh „..25 Fisolen „ 10------------Holz, hartes, pr. -- " Rindsschmalz Kilo 1 4------- Klafter 7 50 — ^ Schwcineschumlz „ — 38------------- weiches. . 4 50 — " Zpeck. frisch „ - 60--------Wcm, r^lh.. 100^'it. 24 ^ — 6rrni!ch<>rt„ — 72— — weifte, . ^ - 2l> " Angekommene Frcn«dc. Am 12. März. Hotel Stadt Wien. Krenn, Poppclbaum. Ncischcr und Nuß' mann. Kaufleute, Wien. — Urbaulschitsch, Gutsbesitzer. W' lein. Aiiorejal. Pfarrer, Mosel. Hotel Elefant. Falter und Dielrichstcin, Kaufleute, Wien. ^ Noßan, iiausm., Agram. — Arhar. Haudlungscommis, Mar- burg. - Außch. l. t. Postmeister. Gurlfcld. Kaiser von Oesterreich. Detcla. I. k. Fiualizwach.Oberllllfseh", Gorenoula. — Schneider Emilie, Private. Neiße. Verstorbene. Den 13. März. Wilhelmmc Saplrto, Näherin, 33 I>, Karlstädlcrstraßc Nr. 6. Lungentuberculosc. — Stesania Zdesal, Schustcrstochtcr, 2 I., Wienerstraße Nr. 7. Noidu« Uri^l^ nach DiphtheritiS. Theater. Heute (ungerader Tag) Gastspiel des Dialekt, und Charaltel' lomilers Herrn Clemens Grün vom Stadttheater in 3"'"' fürt am Main: Das Mädl aus der Vorstadt oder-Ehrlich währt am längsten. Posse mit Gesang in ^ _______________Acten von Johann Nestroy. Lottoziehung vom 12. März: Brunn: 19 82 77 53 84. Meteorologilche Beobachtungen in Laibach^. ^U.Mg. 739,48 -^ 1.6^O7schwach beiteV ^^1 13. 2 . N. 740.02 -l-16.6 SW. schwach heiter 0.0" 9 « Ab. 742,28 -j-11.6 >SW. schwach bewölkt Reif. heiter, warm; abends leichte Bewölkuna. Das Tage«' nuttel der Temperatur -s- 9.9°, um 7,1° über dem Normale- Verantwortlicher Redacteur: P. v. Radics. via ssokoltiFton i>. t. VoroinZmitssliodor wordon lliolU" 2u äor vleu»t»3, üon IS. «äri 1. 5., adomlg s ^>" 8til,ttliuäonäou (ünncort äor UuMkaiiolio äug lc. k. 17. Ink.-Itosstg. ^i-oil'"'' v. Xudn. Ilumorigtigelior Vortra^. Ilriln^cdou. Dio 6uIIolio vsirä um 8 Mr goössuot. I/uidaod »m 13. Niirx 1684. Nis llaZinavgrning-NissotioN. Danksagung. Der löbliche Verein der trainischen Sparcasse hat W,,^ am 6. d. M. abachaltcncll Gencralversammlung für das > '» Armcninstitilt 2350 fl. und für die NuterslühlMg bcdiM' « aus dem Civilspitalc elltlasfener Recoiwalesceuten dcu »" per 200 ft. votiert, ^<.se Die Armeninstituts'Comulissiou fühlt sich verpflichtet, ^ nusgiebigen Spenden des löblichen Sftarcassevcrcins " ^,is Ausdrucke des wärmsten Daulcs zur öffeutlichen 7,<'cj) zu bringen. l^" Bon der Armeninftituts-Commissio«' Laibach am 10. März 1884. 513 Ämkhlalt M Laibacher Zeituna Rr.62. Keitag. den 14. März 1884. Das ^unämaHunl,. Nr. 2355. ^em Erlas.v » ^ ^ Handelsministerium hat mit den Vorm ^" ^ Dezember 1883, Z. 44 960. !°'nmer i,> ? °? ^" Handels, und Gewerbe« b"r°ae v°n ?°?' ^° ^^ «m Erfordernis-^"anzil, ^.l» "^'^ zwcihundclt cinund-"" KAuss,, " (4221 fl,) ö, W. genehmiget "ne Umla.P '^^ll dieses Erfordernisses durch °"f dk Er^?^"^^ "°" «cht Krenzern suschl^^ ^^stcuer. und Massenqelmr (ohne c°NcX^^^ stanfsichisdicnst dcr Politischen "?"> und,." Krain find fcchs Forsiwart-m^lichen N.,, " zwei zweiter Clnsse mit den 7"!vitlits ",zugen. als: 400 ft. Gehalt. 100 fl. lursgeil, u,,^ 10" fl. Ganggeld. 75 fl. Mon- ",3°rstw^s^^ KanMpanschale. dann i?^I'chcn N""tcllcn dritter Classe mit den ^'"tatszul«' "' «'s: 200 fl. Gehalt. 75 fl. ^sgcid Kulane 100 st. Ganggeld. 75 fl! Mon-le!l« ^'Lenhäi.^' ^anZleipauschale ^ besetzen, '"hung diese! ^ Ncschncbene Gesuche um Vcr« ^' > b s , llcn sind längstens ^'" l'^zum 15. Upril l.I. ,, Insbesn«> "besregicrung zu überreichen. ^"°fsici?°^ere werden jen/ ausgedienten ft>.' ^ril i«>) '"^chc nach den, Gesetze vom v^>chun. >,5' G- Vl. Nr. 60. und der )l?^d«gu"" ^ Ministeriums für Bandes-d/.^<"^°'" 16. Juli 1879 R.W. Bl. N ^UUs' No.'!?^"le "ach § 5. Absah 3 l, ^.Vl. v^ f""'dmmg vom 27. Juli 1883. ae^bcncn <5^ ""^ ^ie Verleihung der aus-U>t"? Stellen Anspruch haben, auf-V^sbcre° "" dem Certificate über ihre z>v?',TeH'z^z b^gten Gesuche bis zum dc„ ^"knich/^^ . " Landesregierung, und N ^Werber /^ !" Militärverbandc stchen-N° oder H^b^n Commanden. Lüilitär-he^^le nicht « '/""en einzubringen. i?^'''soVd"^^im Militärvcrbande ste-ein ? U'Uerosfic '"s,t ö" de« anspruchsberech^ Al <^°'N Gem, ">>" ^hörigen Bewerber haben N^^ltsott^^^^teher ihres dauernden ^V"lL"is .»>. "."sgkfertigtes Wohlverhal. d°n ""° für d I bezüglich ihrer körperlichen öe, ^em anttli^ ^^geschriebenen Stellen ein «'s. °lle K b^'""/^rzte ausgefertigtes schuh, "»weis Üb7,^^^r ihren Taufschein. c>bn7, und tcsm?l^" Vc ähigung zum Forst-" ?o>° PriV^'" Hilfsdienste durch die 3ir H'unz' v°n ^ "n Si,", der Ministerial-Und?' l"ner ik.!, >?"""" 1850. N. G. Vl. d°t°n^ slovenisch , ^ ^nntnis der deutschen fang Väschen Z " °dcr mindestens einer an. über die allen-" '"en. «""steten öffentlichen Dienste bei- ^^l2^z1884. (108^?-----^^rcgierun^________ Eia^üt daz ^""ümackun«. Nr. 2472. <^^tz r^st„d sieben Friedrich iroe mit Elnhundert zwanzig- sechs (126) Gulden, für arme, nothleidende, besonders kranke, in Laibach wohnhafte Wit» wen uud Waisen aus dem krainischen Herren-stände zu besehen, Bewerberinnen um diese Präbcndcn haben ihre mit dem Taufschciue und Dürstigtcits. zcugnissc, ferner mit der Bestätigung des krai° uischeu Landcsansschusscs, dass ihre Familie dem krainischen herrcnstcmdc angehört, endlich, im Falle ihrer Verwandtschaft mit dem Stifter, mit der dieselbe nachweisenden Urkunde versehenen Gesuche spätestens . . bis 10. April 1884 ue« der f. f. Landesregierung in Laibach zu überreichen. - Laibach am 10. März 1884. Hon der l. l. Laudeörcgieruna für Krain. (1099—2) Aunämllckunl,. Nr. 1147. Vom l. k. Bezirksgerichte Lack wird bekannt gemacht, dass zum Behufe der Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgemeindc Cisuern die Localcrhebungen aus den 2«. März 1884. vormittags 8 Uhr, bei Herrn Michael Thaler in Eisncrn Nr. 19 mit dem angeordnet wurden, dass bei denselben alle Personen, welche an der Ermittlung der Vcsihverhältnissc ein rechtliches Interesse haben, erscheinen und alles zur Aufklärung sowie zur Wahrung ihrer Ncchte Nothwendige vorbringen können. K. l. Bezirksgericht Lack. am 10. März 1884, (1062—3) Kunllmllckunll. Nr. 1858, Von dem gefertigten t, k, Bezirksgerichte wird bekannt gemacht, dass, falls gegen die Nichtigkeit der zur Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgemeindc Zalog verfassten Bcschbogen. welche nebst den berichtigten Verzeichnissen der Liegenschaften, der Copie der Mappe und der über die Erhebungen aufgenommenen Protokolle Hiergerichts zur allgemeinen Einsicht aufliegen, Einwendungen er« hoben werden sollten, weitere Erhebungen am 24. März 18 84 hicrgcrichts werden eingeleitet werden. Zugleich wird den Interessenten bekannt gemacht, dass die Ucbcrtragung von uach § 119 a. G. G. amortisierbaren Privatfordcrungcn in die neuen Grundbuchscinlagcn unterbleiben kann, wenn der Verpflichtete binnen 14 Tagen nach Kundmachung dieses Edictes darum ansucht, K. l. Bezirksgericht Stein, am 8. März 1884.__________________________________ (1063—2) Kunämlltkunn. Nr. 1448. Vom k. l. Bezirksgerichte Illyr. ° Feistriz wird bekannt gemacht, dass die auf Grundlage der zum Behufe der Anlegung eines nenen Grundbuches für die Catastralgcmcinde Zarcöje gepflogenen Erhebungen verfassten Aesi^bogm nebst den berichtigten Verzeichnissen der Liegen« schuften, den Mappencopicn uud den Erhebungs» Protokollen durch 14 Tage, vom Tage der ersten Einschaltung dieser Kundmachung an, zu jeder» manns Einsicht in der dicsgerichtlichcn Amts-lanzlci aufliegen. Für den Fall, als Einwendungen gegen die Richtigkeit dieser Vcsihbogcn erhoben werden sollten, wird zur Vornahme weiterer Erhcbun» gen der Tag auf den 2li. März 1884 vorläufig in der Gerichtskanzlei bestimmt. Zugleich wird den Interessenten bekannt gegeben, dass die Uebertragung der nach ß 118 des allgemeinen Grundbuchsgcsehcs amortisier-baren Privatsordcrungcn in die neuen Grund» buchseinlagcn uutcrbleibeu kann, wenn der Vcr» pflichtete noch vor der Verfassung der Einlagen darum ansucht. K. t. Bezirksgericht Illyr..Ieistriz. am 9ten März 1884. (1044-3) KunümnHun«. Nr. 1060. Vom l. k. Bezirksgerichte Lack wird bekannt gemacht, dass die auf Grundlage der zum Bc< Hufe der Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgcmcinde Salilog gepflogenen Erhebungen verfassten Besitzbogen nebst den berichtigten Verzeichnissen, der Map» pencopic und Erhcbungsprotokollcn bis zum 24. März 1884 hiergcrichts zur allgemeinen Einsicht aufliegen, an welchem Tage anch im Falle gegen die Nichtigkeit der Besitzbogcn Einwendungen er» hoben werden sollten weitere Erhebungen wer» den gepflogen werden. Die Uebcrtragung amortisicrbarcr Privat« forderungen kann unterbleiben, wenn der Vcr» pflichtete noch vor der Verfassung der neuen Einlagen darum ansucht. H. k Bezirksgericht ilack. am 4. März 1884. (1098—1) KunämllHun«- Nr. 1504. Vom k. k. Bezirksgerichte Oberlaibach wird gemäß 8 26 des Landesgcsetzcs vom 25. März 1874 bekannt gemacht, dass die behufs Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgcmeinde Franzdorf angefertigten Vesitzbogcn, Licgcnschastsverzeich» nisse und Mappen von heute angefangen zur allgemeinen Einsicht aufliegen. Sollten Einwendungen erhoben werden, so werden die weiteren Erhebungen am 26. März 1884 gepflogen werden. Die Uebcrtragung amortisierbarer Förde» rungcu ins neue Grundbuch wird unterbleiben, wenn der Verpflichtete vor Verfassung der Ein« lagen darum ansucht. K. k. Bezirksgericht Oberlaibach, am 12ten März 1664. (1083-2) KundmachUNO. Nr. 3650. Vom k. l. Oberlandesgerichte für Steiermarl, Kärnten und Krain