fltaanimtiitone - Preilr: Fiir Laibach . . . ti fl. — ft. Haldjiihrig . . . 3 „ — , tiimtljabrig. . . l „ 50 „ Wsant'.iis . . . — „ 5u „ Mit Set Post: •anjiSWa - . . 9 fl. — ft. Halbjahrig . . . 4 „ 50 » ^icrieljahrig. . . i „ ib , Auftellung mil Haus eicrttl« (S6tig 25 tc., monallich i) kr. 4tn»£lne SJlumatcra 5 It. Laibacher blatt tlnonime Mittheilungcn merbeit nicht beriicffidjtigt; Manustriple nichl juriirfgesenbet. U cbn lit ioiii fla^nUofgafie Sir. is*. žrprMtion and 3nftraltn tinmm: iicngtcSplat Nr 81 (Su^nnMunj con 3. B. illcittmain isF.B anil'crfj) 3ttfcrtii)ttsptfift: flit bit einfyaltigc Pelitzcile 8 ft Sei zweimaligcr Einlchaliung ii 5 kr. bramal it 7 fl. JnicrtioncftemDel Internal 80 fr 8ei grotzeren Onferaten unb oUeret i£iti|(taltung enisprcchindcr Mabatt. Kr. 241. Donnerstag, 21. Oktober. — Morgen: Kordula. 1869. Zwei Gesetze zum Schntze der Boden-kultur. n. Das in dcr gestrigcn Sitzung angenommcnc Gesetz, lietresfend dcn Schiitz der fur die Bodenkultur niitzlichcn Bvgel laiitet: 8 1. Das Ausuehmeu vber Zerstbren der Eicr unb Nefter aller wild lebeubcn Vogel, mit Ausriahme der im Aiihange A augefiihrten schablichen (tinttnngen und Arten, ,fl verboten. § 2. Das Fangen oder Tbbten der im Anhange A be nannten schiidlicken Vbgel ist zn jeder Zeit gestattet. Alle iibricien Biigel diirfen iit der Zeit worn 1. Februar bis icy ten August meter gefangen noch getvdtet werden. 8 3. Die im Anljangc B augefiihrten Bogelarten ditr-len in dcr Zeit vom 1. September bis 31. Jduuer, nnter Ichriftlick zn ertheilender nnd vom Gemciudevorstcher zu be-glanbigender Zustimmuug des GrundbesitzerS ohne eirte roci tcve Bewillignng gefangen oder gettotet werden. § 4. Ansnahmsweise diirfen and) die im Auliaugc U augefiihrten Vogelarten, vom 1. September bis 31. JSnner Nnter der im § 3 erwahnteu beglanbigten Znstimmnng des GrnndbesiherS gegen elite nuf ein Jalir laiiteiite Bewilli-gimg der politischen Bezirksbehvrde gesangen oder getbdtet werden. Beidieser Bewillignng ist gctiaii zu erwagen, ob der Vogelsang mit Riicksickt auf die Verhaltuisse der Boden-kultnr zuliissig fei. Das Ansucheu ist im Wege der Ge-weindevorstebnng einznbringcn, welche sick iiber die Zulas-figfeit gntiichtlich zn au|]cm Hat. Bon jeder Bewillignng 'ft die betrefsende Gemeindcvorstebnng zn verstandigen. § 5. Zum Erlegen von Vogeln mit Schietzgewehren ist nebst der in den Fallen §§ 3 nnd 4 vorgeschriebenen Zu stimmung des Grnndbefitzers auck die Znstimmnng des Jagd berecktigien erforderlich. 8 U. Als verbotcne Fanaarten und Fanginittel werden erklcirt: a) der Gebranck gebleitCeter Lockvogel nnd 1)1 das Fangen mittelst der Deck- nnd Stecknetze an niederen Hecken und Gcbiisdien, so roie mittelfl der Dohnen. 8 7. Die politifche Bezirksbehbrde ertheilt im Falle des § 4 iiber die erfotgte Bewillignng eiiteit mit Sent Amts sicgel verscheueii Schciu. Dicser hat den Stamen, die Per sonsbeschrcibung des Ermcichtigten, dcn Bezirk nnd die Zeitdaner. silr wrlcke die Bewillignng ertheilt wnrde, so roie die etrociigen Bedingnngen, welche die Behiirde von Fall zu Fall beiznsiigen' fitr nolhig emchtet, zu ertheilen Der Vvgclsanger hat sick bei Ansiibuug seiner Besugnitz im Falle des 8 3 mit der fchriftlicheu Zustimmung des Gruud bcsitzcrs, nud im Falle des 8 4 mit der Bewilliguug der politischen Bezirksbehvrde auszinv^isen. 8 8. Der Handel mit den im Auhange B und C be-zeichiieten todteu vder lebeuden. wShreud der imd) § 2 vcr-botenen Zeit gefangenen Vbgel ist nnlersagt. Die im Anhange C bezeickneten Vbgel diirfen aber and), abgesehen von der Zeit, in der sic gefangen wnrden, im rodten Zu-staude uic verkauft werden. 8 SI. Nebertrelungeu der vorstehenden Anordnungen find turd) dcn Gemeindevorstand mit einer Geidstrafe von 1 bis 10 fl. und im Wiederholuugsfalle bis zn 20 fl. o. W., vder im Falle der Zahlnngsuufahigkeit mit eiiter Arreststrafe von 12 Stunden bis 4 Tagen, bei Kinder ii aber nadi der Sdiul-vorfckrift zu ahnden. Antzerdern sind die Fangwerkzenge nnd die gefangenen Thiere, wovon die lebenden' gleich frei zu laffcu siiibj zu kvnstsziren. Die Geldstrafen, fowie der ErloS der konfiszirten Gegenstande haben in die Geinciude-kaffa ciiiziifliefjcn. 8 10. Das Straferkenntnitz ist der Parlei entweder in fdiriftiidier Ausfertiguug zuzustellen,; u'ber aber derfelben in (SJegcnrocirt zroeiet Zeugen in 'bet Gemeindekanzlei miinbiidi kuudzninachen. In diesern Falle ist die gesdie-hene Kunbniadiung nnb ber Tag, an jreldjm biefelbe er« solgte, von den Zeugen auf den, Straserkenntnisfe zu be-siatigeu. 8 11. Berufungen gegen die Verweigernng der Bewillignng znin Logelfange vder gegen die mit der Bewillignng vcrknllpften Bedingnngen (§8 4 und 7) sind an bie poli-tifdic Lanbesstelle nnb im weiieren Jnstan^enznge an bas Alkerbauministeriuin, Berufuugeu gegeu ein Slrafcrkeuut-nijj (8 S)) aber an bie politifche Bezirksbchbrde zn richten unb finb in bvm crftcn Falle bei ber politifdjen Bezirks behbrbc nnd im lctztcrcn Falle bei dem Gemeindevorstande biimcit 8 Tagen vom Tage der evfolgtcu Knndmachnng oder Zustelluug des Erkenntuiffes miludlick vber fdjriftlid) einziibriitgcn. 8 12. Der politischen Bezirksbehbrbe licgt es ob bar-iiber zu roachen, batz bie Bestiinmnngen bicfcs Gefetzes von den Geineindevvrstehern geuau bcfolgt werden. Die poli-tijdjc Bczirksbeliorde hat insbcsondere dafiir Serge zu tra gen, das; dieses Gesetz alljahrlich im Dezeuiber nnd im Friih-jahre bui'd> die Gerneiudevorsteher in den Geineinden orts-iiblid) ku«bgeinad>t roerbe. 8 13. Die Untertaffung ber in biefem Gefetze bem Gemeinbevorstanbe ziigcroicsenen Obliegenheiten roirb von ber politischen Bezirksbehijrde mit einer Ordnnngsstrafe von 10 bis 20 fl. zn Gunsten der Gemeinbekaffa geahnbet. 8 14. Die k. k. Genbarmerie, bas Forst-, Jagb nnb Felbschntzpcrsvnale, banit alle offciiilichcn Anfsiditsorganc sind vcrpstichtct, jede roahrgenoinmcnc Ucbertrehmg des Ge setzes dem Gemeindevorstehcr anznzeigen. 8 15. Fur wissenschaftliche Zweckc {aim die pvlitifche ^'andeSbehbrde AnSnahmen von ten Bestimmungen dieses Gesetzes ciiitrctcii laffcu. 8 16. Die BolksfchnUehrer sind vcrpflichtct, die Schul jugend iiber das Sdiadiiche des Nestcrausbebens, Fanges nitD Tbdtens der niitzlicheu Vogel zu belehren, und ihr ins-befondere jdhrlid) vor dem Beginne der Brntzeit die zum Sdiutze diefer Vogel erlaffeueu Bestimmungen des gegen« roartigen Gesetzes vorzuhalten uni bcgfigliche Uebertrctimgen, foiucit es ihr Wirknugskreis gestattet, zu vcrhindeni. 8 17. Alle frithereii mit den Anordnnngen dieses Gesetzes im Widersprnche stehenden Gesetze, Verordnnngen mit Vorfchrifteti werten hiemit aiifgchobcn. Anhang A. Die Adierarten, der Wanderfalke, Blau-fuhfalkc, Zwcrgfalke, Lercheufalke, die Kabelweihe, der schwarze Milan, Hiihuergeier, Sperber, die Rohrgeicr, der Uhu, die. grotze und Heine Sperelster, die Elster, 'der Kolkrabc, die Nabcnkrtihe nnd Nebclkrahc. Anhang B. Thnrmfalkc, Wcspcnbussaid. Zarretzcr, jironawetter, Amsel, Dorndrcher, Stuhheber, Tanucnbeiier, Kernbeitzer, Stikawitz, Meerzeisig, Hansspatz, Feldspatz, Ain merit. Anhang C. Mausgeier, Schncegeier, Eulen (ohne Uhn), Stachtschwalbc, Thnrrnfdiwalden, Schroalbcn, AtandelrrLhe, Wiedehops, Banmlaufer, Kleuer, Zaunkonig, Heusd>reckeuf8n-ger, Rohrscinger, Binsensdnger, Waidnachtigall, Auuachtigall, Miillcrchen, Sd:warzpldttd>en, HeckengraSiniicke, Gartengras-miiefe, Sperbergrasuiiicke, gelbe Spotter, Lanbsdnger, Fitis, Gartenrothschivanz, Hausroihschwanz, Rothkehlchen, Blankehl-d)cn, Goldhdhnchen, Steinfchmtizer, Braunellc, Mciseu, Bach« stelzen, Singdrossel, Weindrosfel, Ringclamsel, Blandrofsel, Steinrothel, Gvldamsel, Fliegenschnapper, Saatkrahe, Dohle, Siaar, Bnchsinkc, Sticglitz, Zcisig, Hirngrillerl, Gritnling, (8impel, Krenzfchnabel, Htinfling, ^erdicu,Spechtc,Wendchals, Kukuk. Das Schulaufsichtsgesetz im oberosterr. Landtag. Gegen dassclbe hiclt Bischof Rudigier cine langc Rede. Das vom Rcichsrath beschlossenc Schul-gesetz bindc die Gewisscn dcr Katholiken nicht. Nkan tonne nicht die Aufsicht iiber die Schule dem Staate iiberlassen, das widcrstreite dem katholischen Bewuht scin; ebensogut tiimic man gleich auch den Religions^ unterricht dem Staate anheimgeben. „Das Anfsichts- Ieuilleton. Ueber Robert Hamerlings „Ahas-verns tit Rom" unb eine Beurtheilung desselben von B. (tzolvscheidcr. III. Ahasvcrus hatte stumm alien Vergnugungen >n der Schanke zugesehen und lieh auch die Lauuc der trunkenrn Hateren iiber sich ergchen. Doch ein ©rnucn befallt die Spotter, sobald sein Auge dem ihrigen begegnet. Nun hatte sich die Schlange des ludischxn Magiers aus ihrem Gcflingnisse befreit und SakkuS gibt dem Thiere Weiu zu trinken, wo-durch es berauscht roirb und von den Spatzen des luftigen Schusterleins gereizt, geht es, roie ein Krie-9« hoch aufgerichtet, auf den nachsten los. Es packt der Schrecken die roilden Zecher. Ahasverus rrhcbt sich, bringt das Thicr in seinen Bchalter zu- riick und achtet es nicht. datz er von ihnr am Fin-> ger gcstochen ronrde. Es graul der Morgcn. Nero steigt auS dem Brautbette der Spanierin. „Da blicft er beim Scheine matter, iibernachl'ger Lampen in die roiiftc Schanke»s;ene auf ihrem Gipseipnukle. Im Banne des Bakchns, der Venus sieht er alle, sieht nun auch den tocifcn Seneka mit keckem Arm die Hiiften jener Tauzerin umschlingend, die er so langc roah-lerisch gemuftert." Nero roe eft seine Hochzcitsgaste und ladet sic fiir die nachste Nacht in seine duftigeu Garten an der Tiber, wo er sie beroirthen wolle, roie sie heutc ihn beroirthet. Auch ben schweigsamen Ahasverus ladet er ein. „Wer bift bu" fragt, ben Blick mit stolzer Fcstigkeit erroiebcrnd, Nero. „Jch bin," vcrsetzt der Greis, „id) bin ein Mann, Der stcrbeu will." „Wie sterbcn?“ ladjelt Nero. „Und id), sich', bin ein ffliantt, ber lebcii will! Es treibt mid) unermetzuer Sebensbrang." „Unb mich treibt uncrmepne Tobessehnsucht. Hier in Rom ist viel Tobesreises, deshalb bin id) hieher gekommen, vielleicht, bah es mir gelingt, mit zu ftevben. Nicht bein ©egleiter will ich, both dir itnnter nahc sein und dir bein Geschick vollenden helfen." Bon dem Geheiinnitzvollen unb Unhcimtichcn roenbet sich Nero zu Sakkus, dem Schusterlein von Benevent, unb crwahlt sich bicscu zu seinein Bc-gleiter. „Plagl mich zu sehr dcr Drang in? Un-ermehne, so soll des ManneS Anblick mich beschroich-tigen, des Streben ganz im Bauche sich vereiniget." Mit bem voden Glanze ber Morgensonne bricht die nachtlichc Bcwohnerschast ber Schanke auf und auch Ahasverus stiirzt sich in dcs ForuinS Volksgcroimmcl. Hicr endct der erste von ben 6 Gesangen des Epos. * * * Im Bakchanal beschreibt der Dichter mit ben hellsten und unverganglichften Farben zuerst die Garten des Nero; „wa's da prunkt in NeroS Garten, iibermiithig strebt es himmelan unb mahlos in bie Weite." Feurige Guirlanden um alle Beete unb alle Saulcn, alle Giebel, alle MarmorbSgen, oben Fcnerballen, Teppiche, roeich schroellend aufge^ schlagen im Rascngrunb, hundertc von (chmachten- mid Leitungsrecht (in Betreff tier Schulcj hat nur der Klerus, und zwar ber Pfarrer, der Bischof und in hochster Jnstanz der romische Stuhl; uorn Klerus wird daher eine andere Bcrsugung nic als gesctzlich verbindlich anerkannt werden, dcnii sic ware im Wi-derspruche mit dem hSheren inenschlichen Gesetze, mit dem Konkordate, welches zugleich Gesetz und Bertrag ist." Writer sagt der Bischof, er sei nnglncklich, einem StaatSgcsctzc entgegentreten zu mussen, allot it seine Pflicht als Katholik und Bischof lasse ihm kcinc Wahl. „Da nun die Kirche anf das ihr an--geborene Aufsichtsrecht in der Schnle nicht verzich-ten tann nnd sich ohne papstlichc Znstimmung das OberaufsichtSrecht de« Staates nicht gefallen lassen tann, so stellt der Bischof den Antrag, das; die StaaSregieruug angegangen werde, init dem heiligen Stuhle iit Rain cine Bereinbarung wegen Abande-rung der Schulgcsctzc zu erzielen." Der Statthalter sertigte den Herat Bischof mit einer Energie ab, Vic wcuig zu wiinschen ubrig [apt. Der Bischof sei selbst im Episkopat vereinzelt mit seiner Opposition gegett daS Schulaufsichtsgc-setz. Die Rcgierung sci ohnedies sehr gernahigt aus-getreten! „Sie hat selbst weitergehende Wiinsche cines Theiles ihrer politischeu Freunde bekampft, uin dem grohen Werke der Schulreform die allseitigc Unter-stutzung und die jedensalls sehr werthvolle Mithilfe des Klerus zu sichern. Allein man versnche es nicht, die Rcgierung wetter zu drangen, als sie uberhaupt geheu tann. DaS ReichSgesetz vom 25. Mai 1868 ist der Bodcn, anf dcm sic stcht, von dem sic nicht weichen darf, mid von dcm sic sich nicht vcrdrangcn lasscn wird. (Bravo! Bravo!) Jcdcr Lcrsuch in dicser Richtuug miihte zum entfchiedenen Nachtheile der Partei auSfallen, die ihtt wagen solltc; derm er kSnnte nur zu dem Refnltate fuhreit, dah die Re gierung selbst den gcsetzgebenden Korpern jene Mah-regeln vorschlagen wnrde, die sie bisher bekampft Hat." Der Antrag des Bischof« wurde genugeud un-terstiitzt und an den Schulausschuh verwiefeu. Hier mogen zum Schluh ttoch citttgc kraftige Sorte des Abgeordneten Baron Wcichs folgen: „Die katho-lifche Kirche", fitgtc er bei, „ist gegenwartig nur mehr cine politifche Partei, welche im Wege der Kauzel und dcs Bcichtstuhlcs das Feuer iiber das gauze Land anzuziinden und zu schiiren bemiiht ist, und muh ebeu deshalb auch bekampft werden." Aus Dalutalien. Uebcr die Unruhcn in Dalmatien crbalt die „Tr. Z." folgendcs Telegramm: Bon Risotto aus wurden mit Lahitle-Gcschlitzcu die Hotzeii pcfiin. bcrt, morcuf die Hanpikolonn^ widcrstandsloo bio zur Hvhe sndlicb con Eueslak voirucktr, vopfctbft den Purpurzeltcn, stille Groilcn, mit Moos. Efeu, SchlinggewSchsen, mit toftbarcn Tiichern auSgelcgt, auf rcictjcn weichverhullten Gondeln, „bacitt sich vcr-schwicgene Wonue schaukcln mag." In diese Raume hat Revo Tausende zn Gaste geladen, deehald sind sic noch iuebcsondcrc geschiiillckt. „Und sich, beu btaucn Strom tjetuntcr kommt Gezogen durch die stille Soiumernacht Aus Prunkfahrzengen eine schimmernde Armada aller Schbriheit, alles Glanzes, Den Rom in seinem wetter: Schotze birgt; Die schonsteit Frauen, sie alle ftnb geladen, Was edel ist entstammt >»td reich, es kommt Auf Neros Wink." Musik erklingt. Der Plan verwandelt sich in ein Slrnfitheater, in eine Arena zum Gladiatorcn-kampfe, in tin ungeheures Wasscrbecken, auf wel-chem Seegefechle aufgcfuhrt werden. Und uoch ein mat — zum letzten male wechselt diese wundersame Schau. Siihes Rauchwerk umhullt die ganzc Szene, doch bald, wie Morgennebel in der toontte, zertheilt der duftige Rauch sich wieder allmalig und es steigt aus dent Chaos der hohe Olimp mit sei--„m Gvttern aus. Allein die Ruhe der GStter wird fie lagert. Die Scitcntolonnc des Obcrst Fischer ist im Vorrucken. Risano, 19. Oktober. Die Insurgenten wurden hcutc Morgens Burch Gelchtitzfcner von den Hdhnt obcrhalb Risano oertricdeii. Die Hiiheit wurden nach getingcm Widcrstande gcnotnmctt. Sat taro, 20. Oklober. DaS Stanvrecht wurde pnblizirk. — Fort Dragali ist cnlfctzt. Wie es hciht, haben folgende K r icg sbam -pser die Weisung erholten, sich in den Kanal Don Cattaro zu begeben, und zwar die Radbantpfev „Lnzia", „Andreas Hoftr", der Schrauben-Schoo-ner „Mbuc“ und zwei Kanonenboote. Diese verei-nigen sich nntcr dem Kommando des Linicnschiffs-kapitanS M i l l o f f i ch. Wad) roiedcrholtcn Tadclsvorschlagen scitcns dev anncxiouistischcn Minoritat des 6 a l m a t i n i s ch c n La n diages gegen bič Rcgierung, wahrcnd Auf-ftand in Cattarv herrfchte, bcantvagte vorgcftern die Majoritat svsorligc Beringtmg dcs Vanblagcs und vcrlich mit Hochrufen auf den Kaiser den Saal unter slurruischeui Bcifall von dev Galerie. Die Minoritat schwicg oerblufst. Die Insurrektiou tit Spanien. Obwohl die Aufstandischen Balcttcia gegen das Heer, das vor der Stadt lagertc, nicht zn Hal-ten vermochten, legen sie doch fortwahrend eine grohe Lebenskraft an den Tag. So haben sie sich erst jitngst der wichtigen Stadt Cartagena bemachtigt mid der Anfstand tann keineswegs als erloschen be'trachtet werden. 9ioch stehen Insurgenten genng in Waffcn, ja die „Siorddeutfche Allgemeine Zeitnng," also ein Blatt, welches gewih nicht in dem Geruchc steht, mit bat Republikauern zu simpathisiren, schatzt die Zahl der.im Felde stehenden Aufstandischen aits 100.000. Cine Madrider Korvespondenz der „Jndepen-daitce" vom 13. meldet Folgendes: Die Brigade Bur-, gos wurde aus dem Marsche gegen Balencia von zirka 1000 Insurgenten angegriffen. Obwohl die Regierungstruppen mehrfach iiberlegen waren, danerte der Kampf doch mehrete Stunden. Erst bann zogen sich die Aufstandischen zuruck, 01 Todte und eine grohe Anzahl Berwnndeter auf dem Platze lassend. Die Regierungstruppen hatten 18 Todte (darunter einen Kapitan) und 38 Berwundete. Rach und nach hattc die Rcgierung 12.000 Mann mit 40 Ge-schutzen vor Valencia zusammcngczogcn. In Saragossa ist das Bolk, statt burch das neutiche Blutbad cingcschiichtcrt zu sein im hoch-sten Grade erbittert. Mehrete Soldaten, die burch bie Strahen spaziercn gingen, wurden getodtet. Ein Madrider Telegramm vom 17. meldet: Dic Matcrialwaarcnhmibler haben die Rcgierung vcrstandigt, bah kiirzlich bcbeutctibc Quantitaten Terpentin verkaust wurden. Diese Anzeige stimmt ge- durch einen heranbrausenden Zng von Bakchaitten, gefiihvt von Dionisos, dein Gotu deS Weincs, gestovt. Es ist utimbglich die Bcschieibnng dcS ZugeS der Bakchanten wiedcr zn gebcn, man lese sie im Weike uttb bcirunbeve. Der WeindioniS ist nic-mand audcvcr als 9iero, Sakkus als Silen schreitet voran zum Throne des Jupiter nnd rnft ihm den Befehl seines Herrn zn, seine, die Herrschast dcs Jupiter, sei voruber, er sei alt gcwordcn, tin ncuer Gvtt sei nothwendig, und dieser neue Herrscher sei Rero-Dionisos. Die Olimpier grcifen zu ben Waffen, allein diefe sind verrostet und nach kurzem Kampfe weichen sic dcm tteuen Gotte, der ihtten freien Abzug geroahrt. Die Stelle nahmen jetzt bie wusten larmenden Gestalten der Faune, Satiren, Rimfen, Koribanten ein. „Dem Wink' des Herrschers folgend mischt sosort Der Gaste Schwarm sick in der Bakchen Schaar. Die Frauen (egett Kranze, reicb und duftig, Dem neuen Gott zu Fiitzen, schlviirmerisch Entbrennend in verstohlner Glnt fiir ihn, Den (»onett, hauptumlockten Dionisos." itau mit der beu Bchbrben zugekommenen Mitthci-lung von bcr Absicht ber Revolutionary Madrid in Brand zu steckcn. (?) Die Rcgierung hat alle BorsichtSmahrcgcln crgriffcn. Die Ueberrcstc mchrc-rer Banden in Catalonien haben sich ergeben, uich-rcre klcinc Banden in Anbalusictt uttb Granada wurden gcschlagcn, bcr ubrigc Theil von Spanien ist ruhig. Dic „Epoca" sagt: Der Regent hat in einer Konferenz mit ben Dcputirtcn von Valencia die Ueberzeugung ausgebriickt, bah es nothwenbig sei, allsogleich das Land zn konstituirat, mn itcne Konflikte zn vcrmeidcn. Politische Rundschau. Laibach, 21. Okiobcr. Die G e r ii ch t c von einer M i n i st e r -k r i s is tanchen mit grohcr Jpartnacfigkcit immcr wiedcr anf, trotz ber Versichcrnngcn ber Offiziosen, bah alles unbegriindet ist, was bariibcr ocrlautet. Zur Abwechslnng wird jctzt anstatt bent Grafcn Bcust bcr Graf T a affc als derjenige gcnannt, welcher im Begriffe ist, seine biirgcrlichctt Kollegcn aus dcm Sattel zu hebcn. Ja, es hcixt jetzt, dah er auch den alltnachtigen Reichskanzler fclbst bei ©cite sthieben will. Dcr ReichSkanzler Graf B e n st gab, nach einer Mittheilung dcS „Rcucn Frcmbenblattes," mehrevcn hervortagenben bShmischcn Landtagsmit-gliebern die bcruhigeitdc Erklarnng, dah er, was seine Person betrifsr, mit bcr VcrsassnngSpartci gchc, in ihr ftche ttnb nicht«* hittter ihtctn Riickcn begittnen wcrdc. Die ..Krcuzzcitling" bcstatigt die Smeti-n u ti g des prenhischcn G e s a n d t c n W c r -the r in Wien zum Botschastcr in Paris. Die „R. Fr. Pr." meldet, bcr Landtags-schluh finde am 30. Oktober, bie Erossnung des Reichstags erst Endc November statt, rocil ihn der Kaiser pcrsonlich zu croffnen gcdeiikt. Dcr u n garifch c RcichS tag ist Sams-tag wieder eroffnet und mit Riicksicht daranf der kroatischc Landtag vcrtagt worden. Schon in der ersten nngarischen AbgeordnetenhauS-Sitzung wurden mehrcrc werthvolle Reform-Antrage eingebracht, und es scheint, dah die Opposition doit sich nun ein roenig praktischcr haltcn wird, indent sic ihre prinzipicllc Gcgncrschast wider die Ansgleichsvcr-sassung aufgibt und dafur die Fiihrung in der Reform uberuinnnt. Das ware ein sehr ctsprieh-lichcr Umschwting. Der r n s s i s ch e K o n s u l in R a g n s a hat bent Vernehnten nach von seiner Rcgierung die Weisung erhaltcn, auch nicht den leiscsten Verdacht auf-kommcn zn lassen, dah der dalmatinische Anfstand auf irgcitd welche Simpathicn odcr gar anf eine roertthčitige Untcrstntzung Rnhlands zn rcchttcn Habe, Und dicser vcrkiindet baS Gcsttz seiner Herr> schaft. Gennh und Frcndc Icintct die ticue Bot-fchaft; „Wic Prometheus den Mcnfchcn cinft das Licht brachtc, so bringt Gott Ncro-DioniS ihnctt die Lust. Wozn roiire aller Rcichthtim dicscr Welt zusammcn hicr gesirbmt im goldncn Rom, wenn wir in suhem Rausch ihn nicht veyprahten ?" „Wir Zasarcn sind Fortuna'« Sackclmcistcr. Das Dcnken ist Tramn nnd alles Handcln Stiim-perwerk, nur das Gcnichcn ist das cchtc Thun. — Dcr Mcnsch soll gvttlich werden burch die Lust, und schicksalslos und ein Beherrscher; nur die Be-gicr ist unstcrblich." Und als Nero in dcr hiichstcn Entziickung seiner Machtfiillc schwelgt und braust und dcs Jnp.ters Blitz crgrcift, Gewolk und Don-ncr und Wetterstrahlen erzcugt, da taucht dcr cwige Jude auf im Schwarm ber Gaste „Recht wie ein alterSpraucr Gvtter Ahnherr, Der gegen Nero's Gottermacht Verwahrung Einlegen will im Namen seiner Enkel." Aber bas versnmmelte Volk jubclt bem neuen Gotte und seinem Zcitaltcr Hcil uttb Verehrung zu- und falls sich dazu eine passende Gelegenheit bicteii fvlltc, speziell den Insurgenten jeden diesfalligen Zweifel zu benehmcn. Und der russische Konsul in Cattaro? Dariiber schweigt die Geschichte. AuS l o r c n z roirb iibcr cine thcilwcife Ministerkrisc bcrichtet und das Geriicht von citur AuflSsung dcr Kamner dcmcntirt. Die Kammcr toitb am 16. November zusammentreten, behufs Erledigung des Budgets. Die Auflosungsfrage wird davon abhangen, roic die Kammer sich ver-Wt. Am 20. d. roirb die durch die Lobbia-Af-faire in Jtalien schon monatelang geuahrte Mitz-stimmung gegen bic Regierung ihren Gipfelpunkt erreicht haben. An dem bezeichneten Tage kommt niimlich Dor ben Assisen in Florenz der von ber Staatsbchorde gegcn Vobbia angcstrengte Kriminal-p^vzeh zur Verlianblung. In Compwgne ist bcschlossen warden, es sei Einberufung der Kaimnern auf den 2!). November zu belassen, aber burnt mit cincr Rcihc von ucucn Gcsetzentwurfen hervorzutretm, welche der Regierung die Majoritat sichern, da hiedurch alle Soi'benmgcit des Tiers-partic erfullt werden. Der Wiederbeginn dcS Aufftanbes in Valencia, ben ein Telegramm auS Bayonne vom /8. mctbctc, roirb bcmentirt. Die Kort es haben >hre Sitzungen roiebcr aufgcnommen. Zur Tagesgeschichte. Das Reise-Diarinm des Kaisers ist solgendermatzen sestgestellt worden: Am 25. Oktober Abreise von Wien nach Basiasch mit Eifcnbahn; AW 26. Ankunft in Basiasch; 5 Uhr Morgens Abreise nach Rusttschuk mit Danipfschiss. In Turn-Sc-derin Wcchsel der Schiffe. Am 27. um 11 Uhr Vor-MittagS Ankunft in Rusttschuk, Abreise nach Santa mit der tihlifchht Eiseubahn; um 8 Uhr Abends Ankunft in Varna uud Eiuschifsuug. Am 28. Ankunft in Konstantinopel um die Mittagsstuude. Dejeuueur auf dem Schiffe. Am 29., 30., 31. Oktober und I. November Aufenthalt in Konstantinopel. Am 2. Abreise nach Athen, am 3. Ankunft in Athen, ani 4. Aufenthalt daselbst; am 4. November Abends Abreise nach Palastina; am 8. Ankuust in Jaffa und Abreise mit Karawauen nach Ranile, wo genachtet wird. Am 9. Ankunft in Jerusalem, am 10. und II. Aufenthalt daselbst; am 12. Rlickkehr nach Jaffa liber Ramle; am 13. Ankunft zu Jaffa uud Ein-schiffiing; am 14. Ankunft in Port Said; 15. bis 22. Aufenthalt in Egipteu; am 22. Abreise, am 28. Ankunft in Triest, ant 29. November Ankunft in Wien. Fiinf Kouriere werden wahrend diefer Zeit von Wien an ben jeroeiUgeit Aufcuthaltsort des Kai-sers cxpedirt werden. — Affaire MLller-Hompcsch. Das DberlandeSgericht Hat cntfchiedcn, bay das Bcrlangcn des Grafcn H v m p c f ch, gegen Kantion auf freieit Fntz gesetzt zu werdeu, zuriickzuweisen sei. — Die Abberusuug des Fiirstcn M cttcruich aus Paris soll trotz allcdem nicht crsolgen, rote die ,Fr. Corr.," welche mit dem Botschaster in einer ge-toiffeit Verbinduug steht, zu meldcu in der Lage ist. ^olal- und Proviuzial-Angelegenheiten. Original-Korrespondeuz. Jdria, den 20. Oktober. (Dcr national-^erikale Obcrbergrath Lipold und die ^brtaner ©chute. — Mihstimmung seiner Wahlcr.) In Jhrem Blatte vom 18. Oktober etfcheint ein Anwnrf gegen Herrn Obcrbergrath Lipolb ^egen zu bcsurchtender Slovcnisirmtg ber ©chute in Jdria. Wir mussen diescn Anwurs uubcdiugt zuritckwei-'cnr indent Obcrbergrath Lipold bisher den mehrsachen ^ersuchen, die Wcrks- und Hanptschnlc in Jdria ganz 5« slovcnisircn, mit otter Entschicdenhcit entgegenge-ircten ist. Das bertichtigte Bleiweis'sche Sprachcnzwangs-^sctz kann aber uberhaupt auf die Jdriaucr Schulc '«ne Anwcndung finden, da die Gemeindevertretung bercits hit verflosscnen Jahre in cincr anch voui Ober-bergrath Lipold mitgcsertigtcu Petition an den kraini-schcit Landtag dagegcn ausdrlicklich protcstirt und der Landtag selbst in der 20. Sitzuug der letztcu Session diese Petition mit dem erlcdigct hat, datz die Gesetze zur Wahrung der Gleichbcrcchtigung dcr slovenischen Sprache sowie liber die Schulaussicht ltur jene Schu-lcn bctreffcn, welche aus Staats-, Landes- oder Ge-uieindeniittelu erhaltcn werden ; da die Jdriancr Schulc vom k. k. Moutan-Aerar erhaltcn wird, so siitden diese Gesetze auf die hierortige Schulc keiite Anweu-buitg.* Es scheint allcrdings, datz die klerikale Laudtags-majoritat sehr viele Lust hat, mit ganzlicher Nichtbe-rlicksichtiguug ber Auwuvmie dcr Gcmeinden, die deut-schc Sprache aus den Schulen ausznschlictzen, alleiu das find nur blinde Schreckschlisse, vor deucu man nicht zu erfchrcckcn braucht, denn sic haben cinzig den Zrocck, ein wenig Larm zu ntachcit. Datz llbrigens Obcrbergrath Lipold in biefer Hiusicht andcrs denkt, bcweist dcr weiterc Uinstand, datz vor Ansang dieses Schuljahres, als von Seite der Schuldirektiou die Melduug ersolgte, datz keiite dcutsch-slovcnischcn Fibeln mehr vorhanden und solche auch int Schulbiichcrverlage nicht zu bekommen find, nun-mehr rein slovcntsche Fibeln befchafft werden miiffcn, — Obcrbergrath Lipold dieses Aitstitnen zuriickwies, souderu sich an das k. k. Uuterrichtsministerium mit ber Bittc wcnbetc, dah die deutsch-slovcuischcn Fibeln wiedcr aufgclcgt werbeit mogen, welchem Attfnchctt auch willsahrt wurde; als nun die Bestelluug crsolgen sollle, stellte es sich allcrdings heraus, datz noch dcutsch-slove-nische Fibeln zur Gculigc vorhanden warcn. Es ist somit ganz sichcr, datz die Jdriancr Wcrks-schule durch Obcrbergrath Lipold dcr Gesahr einer Slovcnisirung nicht ausgesctzt ist. Es ist iiberhaupt uubegreiflich, roic trotz des § 6 des Gefetzes vom 14. Mai 1809 der Bleiweis'sche Spracheuzivangs-Gcsetzentwurf, so weit dcrsclbe die Bolksschulen betrisft, nur die mindestc Unterstittzuug erhalteu konntc. Trotzdem in Jdria nicht die mindestc Besorgnitz gehegt roirb, dah durch Obcrbergrath Lipold der An-latz zur Ausmarzung der deutschcu Sprache aus der hiesigen Schulc gegeben werden kvnnte, so mutz doch int allgemeiiten konstatirt werden, datz die bediuguugs-lose Unterwersuug desfelbeu unter die Statute« des liationaten Klubs, sowie auch die Mitunterzeichnung des Bleiweis'schen Sprachenzwaugs-Gcsetzes bet eittcm grotzen Theil seiner Wcihler arge Biitzstimmung her-vorgcrusett und mattche seiner wciriustcn Freuude rccht mtaitgeitehnt bcrtihrt hat. Lokal - Ehroni!. — (S i c b z c h n t c L a n d t agss i tz ung am 21. Oktober.) Dcr L a n d c s h a n p t m au u gibt bekannt eiite Petition des Malers Johann Franke urn eine Landesunterstittzuug zur Fortsetzuug seiner Malerstudicn. Wird dent Petitionsausschuffe zuge-roiefett. Sodann begriindet Dr. Toma n den Dring-lichkeitsantrag, es wolle der Landtag die Wichtigkeit einer Eisenbahnverbindnng zwischen Lack und Gorz siir das Landcsintcrcssc anerfetuten. Gcht an den volks-wirthfchaftlichcn Ausfchutz. Sodann bcrichtet Abg. K r o m e r int Naitten des volkswirthschastlichen Ansschnsses iibcr die Uebcr-nahtne des frainijchen Normalfchulfondcs in die Bcr-wahrung und Vcrwaltnng der Landcsvertretuug und * Der Umstand, dah Herr Lipold in Jdria gegen die Slovcnisirung der dortigen Schulc energifeb aufgetrctcu ist, sowie datz das Sprachcnzwangs-Gesctz auf die Jdriancr Schulc kcinc Anwcndung findet, cindert an dcm Urthcilc iibcr die Haltung dcs Abgcvrdnctcn siir Jdria gar nichts. Denn halt cr bit Slovcnisirung dcr Jdriancr Schulc flit ein Ucbcl, warum will cr dicscs Ucbcl dr tit iibrigcn Lande jtraiit itttto dcr Stadt Laibach zusiigcn, halt cr sie fllr kcin Uebel, warum tritt cr toaittt in Jdria dagegen aus? Uebri gens ist die Fragc gar nicht als erlcdigct zn bctrcichtcn, datz das Bleiwcis'schc Sprachenzwangs-Gcsctz siir Jdria fetne Anwendung htitte. Denn rocnn das MontanLrar das An -rccht auf Ausnahmc Hiittc, warum (otttc es nicht auch eine Kommune, z B. die (Slrotzfontrnune Laibach kiabcn nud nm-gekchrt, roenit die Sornrnuncn des LandcL das Ausnahms-recht nicht haben, warum sollte daS Moutaniirar cine Aus' nahme machen kvnncn? AnM. d. Red. detaillirt beit Voranschlag dieses Fondes pro 1870. Der Prafibent wnnscht, datz auch die Gehatte bet Lehrer ber Parallelklassen an der hiesigen Norntalfchule nachtraglich in das Pralituinare anfgenommcn roiirdett. K r ojm e r fpricht bagegen und cs bleibt bci ben ur-spriinglichen Ansatzen. Nach Annahme ber iibrigcn Ansschutzancrage re-ferirt K1 router iibcr bret von ber Regierung befi.tr-wortete Gesuche zur Eiustellung einer Kongrua-Ergan-zuug in ben Voranschlag dcs NormalschulsondcS pro 1870, und zwar siir die Lehrer von Dorn und Nutz-dorf int Betragc von je 50 fl. Wird angenommen. Ein weitercs Gesnch des Lehrers von Grasenbruun um Erganzung seines Gehaltes um 50 ft., welche thin durch bic crhohten Zinsen siir KouponS einer National-antehens-Obligation von 4000 ft. cntsielcn, wird vor-lanfig a it beit Landesansschutz zur ttaheren Information, ob diefer Ausfall nicht auf anbere Weise zu deckeu sei, gewieseu. Sue tec verliest die Aittrage des RechenschastS-berichtausfchiiffes in Bctreff der Grundsteuerabfchrei-bnngcn in Kraiit, worunter auch einer lautct, batz die Stcuerbiichel in dcutfchcr und slovenischer Sprache auf-znlcgen fcieit. Nachdem der RcgierungSvcrtreter seine Benier-kungen zu dent Bcrichte gernacht und beit lctztcn An-trag, batz die Kosten der Katastral-Rcanibultruug auf ben Staatsfchatz zu Ubertragen feictt, als unftatthost erl'lart hatte, fpricht auch Dr. Toman rnehrere WUitsche aus, batz ttarnlich bci Rcalcxckutionen ber fundus instructus nicht aitgegrifsen roerbett ittoge, uttb batz die ©tcuerbeamtett jeberzeit die Stcuerzahlungcn entfernter Parteicu in Empfang nehmeit fatten. D c s chnta nn stcllt den Antrag, es ntoge der Landesansschutz beit Anssallcn, welche bie Landes- unb Gemcindeumlagcn durch Stcncrabschretbungcn crleideit, seine Aufmerffantkeit zuweuden und iibcr die geeignete Abhitf iu ber nachsten Session Antrage stcllen. Red-tier weisct auf bie hohe Ziffer von beitaufig 30.000 Gulbeu hin, um die ber Lanbcssonb int Jahre 1868 in Folge ber Sieuerabschreibuitgcn hinter bent Prati-ntinare zuriickgcbticbcn ist. Seiit Antrag wird aitge-ltoutnteit. Koster fpricht fitr die Abfchretbuitgen ber Stcncrn in beit Bczirkcn Rcifuiz unb ©ottfchce, bie in ben tctztcn Jahrcn gar nicht beriickfichtiget rour-beit. Nachdem noch Bcrichlcrstattcr Svctcc gcspro-chett, roerbett bie AuSschutzautragc aitgettommett. Abg. Pintar verliest ben Bcricht dcs volks-roirthfchaftlichcn Ansfchusscs iibcr Dr. Raztags Antrag roegen Bcgriinbung cincr Feucrassckuranz in Krain; cs wird bariit dcr Antrag gestellt, datz dcr Laudesaus-schutz int nachsten Jahre dariiber eine Vorlage ein-brittgen rnoge. Deschntann wcist unter Berusung auf bie in Oberostcrreich gentachten Erfahrungcn nach, batz etz sich hier vorerst um bie Entschcibung ber Vor-srage haitble, ob bie Assekurauz eine freiioittige ober eine zwangsweise fetn suite; roiirbe sich ber Laubtag nicht siir letztere entfcheiben, so ware ohnehin ber Ge-genftanb abgethan, baher man schon jetzt barliber schtlisfig werden sollte; er wiinscht tiochmatige Berathung biefer Frage durch beit Ausfchutz. 3 a g ore fpricht fiir die zwangsweise Fcneraffc-kurauz im ganzen Lande. Dr. Toman fpricht fiir bie Sammtuug statistischcn Materials burch ben Lan-desansfchntz. Schlietzlich wird der Antrag Defchmanns abgelehnt. Die barauffotgende Debattc iibcr beu Lanbcs-ausfchutzbericht, betreftenb bie Erwirkung cities Lan-dcsgesctzcs zwecks mchrcrcr von ber Gcmcindc Laibach beabfichtigten Vcrkansc von Morastgrliitbeit, belenchtet das Parteigetriebe ber Lanbtagsmajoritat im klarstcn Lichtc. Defchmantt referirt im Namen dcs Lanbcs-ausschusscs fllr ben Berkanf. Die tibrigen bret Lan-desansschutzmitglicder Dr. Btciweis, Dr. Costa, Dr. Toman fprcchcn dagegcn, ohnc ciiteit triftigcn Grnnd vorzubringen. Dr. Kattenegger bekanipst die vorgebrachten Einwendungen. Baron Apfattrer be-zcichnct beit Borgang dcs Landesausschusses als etnctt unwiirdigen. Lanbeshauptniann Wurzbach gibt bie«-falls cine Aufkliirung, bie jeboch von Dr. Costa be-richtigct roirb. Schlietzlich gibt D c schm a nn grotze Sensation erregende Erklarnngen ab Uber die Beiseiteschiebnng, welchc dieser Antrag schon im Landesausschussc erfuhr. Die Majoritat des Landtages spricht sich gegen die Genehmigung avs. Nachdem noch Dr. Zarniks An-trng der Spitalsreform nach einigen von Deschmann gemachten Bemerkungen angenommen rourbe, fand der Schlutz der Sitzung urn 3 Uhr statt. Heute Abends um 6 Uhr wird die Sitzung fortgesetzt. Tagesvrd-nung: Die Vormittags nicht erledigten ©egenftanbe. " — Die heulige „Laibacher Zeitung" enthcilt fol-geubeu A u f r u f: „Jn der Gemeinde Stockendorf (Be-zirk Tschernembl) wurden am 14. Juli l. I. durch einen ftirchtbaren Hagel und Wolkenbruch nicht nnr sammtliche Feldfruchte ganzlich vernichtet, svndern auch das gauze Erdreich derart von den Aeckern hinwegge-fchroemmt, bah den arnien Bewohnern nicht einmal die Erdapfel und das Kraut geblieben find. Die ge-nannte Gemeinde bfiudet sich daher in der erbarmungs-wurdigsten Lage und geht, wenn ihr nicht schuell mit ciuer ausgiebigen Unterstiitzung nnter die Arme gegrif-fcu wird, — im Hinblick auf den herannahenden Winter der Hungersuoth entgegen. In Anbetracht der Grotze des Ungliickes hat sich das Landes - Presidium bestimmt gefnnben, zur theilwcifen Linderung des Noth-standes ber hiednrch Betroffeuen eine Sammlung milder Beitriige im ganzen Kronlande anznordnen. Es er-gcht daher an alle Menschenfreunde hieinit der dringende Aufruf, fur die Verungliickten ein Scherflein beizutra-gen, da auch der kleinste Betrag dankbarst angenommen wird. Beitrage werden bet dent Laibacher Stadt-magistrate und bei siimmtlichen k. k. Bezirkshauptmann-schaften entgegengenommen. — (Der Zippenfang frei gegeben.) In der gestrigen Landtagssitznng hob der Abgeordnete Deschmann bei der Debatte iiber das Gesetz zum Schutze der Vogel die mindere Bedeutung der kleiuen Zippe und bcS Wieseupiepers im Vergleiche zn den ubrigcn in dem Berzeichnifse fur den Laudwirth und Obstbaumzuchter niitzlichen Singvogel hervor, indent fie bet uns nuv in den Alpen und im hohen Akorden nistet, in der Ebene auf threm Herbstzuge tier« weilt, und ihre Saison etliche tiicr Wocheu dauert. Das Verbot des Berkaufes dieses Bogels ware gegen eine eiugelebte, so zu fagen national gewordcne Be-schaftiguug der Krakauer gerichtet und wurde einen Krawall der Vogelfanger und Kochinnen zur Folge haben. Die kleiue Zippe ist beziiglich der Vertilguug des Gewiiruies eher deu Schuepfeuarteu gleich zu stel-len, die, obwohl fie ebenfalls tioit fchablichen Jnfekten sich nahren, unter feinett besonderen Schntz gestellt find. Wolle man schon eine Zippenart schonen, so ware dies die grotze Zippe oder der Baumpicper; sie nistet in uuferen Walderu, wird von Ende August bis Mitte September gefaugen und als ein beliebter Artikel fllr die Laibacher Gourmands auf die Markte ' gebracht. In Folge dieser Auseiiianderfetzungen be-fchloh der Landtag, die Zippeu atts dem Berzeichuisse der Vbgel, die besonders zu beschiitzen find, ganzlich zu streicheu. Dr. Toman driickte seine Befriebi-gung daruber auS, batz dieser Vogelsang als eiite nationale Gepslogenheit bezeichnet wurde. Nach dieser Erklarnng zu schlieheu, hatte die LaudtagSmajorttat den Zippenfang keinesfalls so nachsichtig benrtheilt, wenn er etwa blos bet den Gottscheern lanbesiiblich ware. — (Der slovenische dramatische Ver-e i n) ersreut sich der Protektion des Abgeordneten Zarnik im hohen Grade. Nicht genug, datz er auf deficit Befiirwortuug eine bebeutende Subvention aus bent Theaterfonbe erhielt, in bet gestrigen Sitzung brachte Dr. Zarnik einen weiteren Antrag ein, wornach bcr LanbesanSfchuh beint Abfchluffe bež Thcaterpachtver trages barauf Riicksicht zu nehtnen hatte, batz das Theater bent bramatifchcn Vereine fur vftere Borftel-lungeu, alleufalls auch ftiufmal im Monate, refervirt wurbe, tttib ilbevhaupt bcr Laubesansschutz sich mit bent gebachtett Verein inS ©tntientehitten sctzcn und bessen Mllnfchen vollstaudig Rechnung trageit foll. Der mt-crwartet bet bcr Debatte iiber ben Rechenfchaftsbericht eingefchmuggelie Antrag fchieit fogar bcttt Berichter-ftatter Svetce etwas sonberbar, ba ja gar fein Ansu- chett des bramatifchcn Bereincs vorlag, und dcr Lau-dcshauptmamt nteintc, wenn berfelbe im Janner bad Theater fur sich begehren witrbe, so miitzte ihttt bies gewahrt werben. Schlietzlich wurbe biefer Autrag als ein selbstanbiger erklart, Dr. Zarnik wiutschte benselben bcttt Verfafsungsausschusse zugewieseu zn sehen, jeboch ba es auffiel, in wclchem Zufaminenhange daS Theater mit der Verfaffuug stiinde, iiberwieS man ihn an den Finattzattsschutz, wclchcr darilbcr die Antrage zn stcllcu haben wird. — (Ucbcr den Sichelburger Grenz-b i ft r i f t) gab Dr. Savinfcheg bei Bcgrundung femes Atttrages auf Gcltendmachung bcr Territorial-rechte Krains eiitzelnc intereffante Details. 9iach bcttt Freiheitsbrtefe Kaiser Fcrbinanb 1. erhielten bie ba-sclbst angefiebelteit Uskokcn Grunb unb Soben als erb-liches Lehen gegett bcttt, batz sic bent Aufrufe zur Lau-desvertheibigung in Tiirkenkriegcn Folge zu leisteu unb fur bie Hube blos ciitc ©tetter von 1 fl., ben foge-nannteit „Rauch" (štibra od peči) an bas Bizebom-amt in Laibach zu zahlctt hnttcn. Sichelburg ist ber Gcburtsort bcs ostcrreichifchcu Generals Gvozbanovie, ber in ben franzosifchcu Kricgcn sich ausgczcichuct hat. Der Distrikt bestcht aus zwei Kompagnien, Osterz und Sichelburg, crstcre mit 35 Dbrfern, 2800 mantt-lichen, 2912 iveiblichen Bewohnern, letzterc zahlt 36 Dorfer, 2103 Manner, 2189 Weiber. Die Ge-sammtbevolkernng betragt beuumch zirka 10.000 Scclcn, bas Territorinm umfatzt 37.500 Joch ober nahczn 4 Quabratmeilcn. In den 9 gut cingerichtcten Schulen wird antzer ber 9Jfutterfprache auch beutfch getehrt. Die Gcistlichkcit zahlt 3 katholischc unb 8 griechisch unirte Pfarrer. Dcr Viehstaitb ist 1000 Kiihe, 4800 Schasc, 1300 Ziegcn, 1000 Stuck Borstenvieh. Zur Hebting bes Riudviehschlages rottrbett vom KricgSmi-nisteriuitt eble Ratzctt ciugesiihrt. Dcr Marienthaler Distrikt im tiemembler Bczirkc hat nnr 3 Dorfer, 31 Hauser, 400 Eimvohucr unb 2025 Joch. — (Ein merkwllrdiges Quid pro quo). Die alte „Prcssc" bvingt iit ihter Dicnstags-9iuntmer einen Artikel iiber den krainischen Landtag anlatzlich bes Bcrichtcs iiber bie saiuose Sitzung bee-selben vom tiergaitgeiteit Freitag. Aus jenem Artikel geht hervor, batz bie „Prcsfe" iiber tutfcre Landtagsver-haltnisse sehr schlccht aufgeklart ist, inbent sie an-nitnint, bie natioual-klcrikale Partci sei in ber Minorita!. Etn Dvuctfehter kanit ba nicht uitterlaufeu fein, bentt bie gauze Stilifirnng spricht bafiir, batz ba ber Fchlcr nicht ant Sctzcr, sonbern ganz wo ait-bcrs liege. Dcr Artikel steht autzcrvcm im Wibcr-sprttchc mit sich sclbst unb mit bent folgeubcn Land-tagsbericht. Es ist bebauerCich, wenn grotze Blatter iiber unfere Verhaltnifse so schlccht uuterrichtet find und battn doch auf Gnutblage solcher Provinzialkeunt-nifse „Ansgleiche" vorfchlageu wollen! Witterullg. t'aibad), 21. Oktober Scit geftevit Abends U Uhr Lurch die gauze Nacht Re gen. Hcute triibe, regnerijch. Wa r m e: 'JJlorgcnd 6 Uhr + 4.4", Nachm. 2 Uhr + 6.7' (1868+ 8.0"; 1869 11.9"). Barometer: 325.43"', ftationdr. DaS gestrigc iagesrnittet ber Warnic + 4.7", um 3.9" untcr dem Nor male. Die HLhe be-3 gcstrigcu 9iicber|d)t«ge§ 11.49"'. Angekommcne Frcmde. Sim 20. Oktober. Stadt Wlcn. SKetosbtouif, jlaufnt., Wien. — Rikli, Naturarzt, Triest. — Earmau, Steiermark. — Prager, Kanfm., Wien. — Bervar, Rudolfswerth. — Heimann, Reprtiseutaut deS Sinker, Triest. — Mtiller, Kaufm., Rem schcid. — Globocuig, Gewerksbesttzer, EiSucru. — Ke-meutzi, Kaufm., Wiett. — Just, Kaufm., Wien. — Kan Loliui, Private, Grohlaschitsch. — ^iosmaun, Private, Sagor. Elel'ant. Sicherl, Schnlkatechet, Pisino. — Sonic, Fiume. — Simons, Kaufm., Fiume. — Ribcr, Haudelsm., Wiett. Ferjovsky, Frauz, Beamte, — Calie, Private, Fiume. — v. Geronday-Sebastiani, Professors-Witwe, Pest. Gedenktafel iiber die am 23. Oktober 1869 stattfindenden Oizitationen. 3. Feilb., Dachs'fches Haus, Lonsc.-Nr. 66 a>od)(cit bei Uatcrncnfcbeiti, Opciette tn 1 M. Morgen: Lein tKiuzigstcS, Lnstspicl in 3 Akten. /ran A. I. Fischer! Ihre, iu der gestrigen Rummer des „TagbIatt" gc brachte Eiuschaltung beweist nun vollends Jhren Brotnetd. Nachdem Sie sich erfrecheu, mit dffcntlich nahe zu treten, nuijj ich eittgegneii, dah Sie sich dnrchaus nicht riihmeu ktittncn, aus nteinent Gefchafte, welches ich im Vor-jahre noch nicht auf diesem Fuste gefiihtt babe, als jeht, gar uichts gebrancht zu habenj, denn jeder Geschaftsniann sucht sich, roenu er etwas schuell braucht uud es ihm eben fehlt, auf naherem Wege zu verschaffen. Datz ich im Borjahre ans Jhrem Gefchafte Waaren geiioiniiicii Habe, gebe ich zn, doch war damals mein Ge-schast nnr answarts vertreten, ich ltahnt tittr Waareu, die mir fiir ten Angenblick fehlten, denn ich wntzte mit selbe biltiger zu verschaffen, aid Sie anS Jhreu Bezugsquelleu selbe bcsitzeu. Ihre gerichtliche Eintreibuug ntciner nnbedentenden Reft-schnld war dnrchau« uichi uSthtg. Sie haben es mir nnr des-halb augethau,weil Sie wntzten, dah ich uichts niehr von Jhnen kaufen werde; tibrigens verbitte ich mir, von Jhrer Schnld-fordeniug jemals noch zn erwahneu, da selbe schou laugst getilgt ist, widrigenfalls ich Sie gerichtlich belangen werde. Ob ich an Jackeu niehr AuSwahl besitze ale Sie, bitte sich selbst zn iiberzeugcn, betreffs Billigkeit lasse ich tncine gechrten Kunden entscheiden. Schlietzlich erlanbe ich mir noch zn bctnerfeii, datz Sie in Geografie etwas besser Unterricht itehmen sollten, damit Sie nicht die von Jhnen crstbeitamtten Ortschaften als Stadte angeben. (357) .losef Hodei* senior. Znaimer (3io—7) Weh»lssig"Surlceii9 in Vi und V8 Eimer-Fahln. Kommissions-Lager bei .loll. A If. llartiiiauii in Laifi>ach. Wiener Borse vom 20. Oktober. Berstordene. Den 20. Oktober. Dem Anton Blojek, Taglbhner, feitt Kind mdunlicheit Geschlechtes, nothgetanft, in der Stadt Nr. U9, wdtgeboreu iu Folge schwerer (Sebiuct. — Matthaus Moskerz, IBettler, alt 42 Jahre, im Zivilspital an der Wassersucht. Stu&tsfonds. Gelb Ware 5perc. osterr. Wabr. . dto. Rente, oft. Pap. 59.— 59.10 bto. dto. ost.in Silb. 68.75 69.— Lose von 1854 . . . 87.— 88.— Coie von 1860, ganze 93.50 94." Vole von 1860, Fiinft. 98.— 99.- Pramieusch. v. 1864 . 113.50 114.— C4rundentl.-Obl. Steiermark ;u5pCt. 92.— 92.50 ttarnten, Kram u. Kustenland 5 „ 86.— 94— llngarn. . zu5 „ 78.50 79,— Kroat. u. Slav. 5 „ 81.50 82.50 Siebenbiirg. „ 5 „ 75.75 76.- Action. Nationalbank . . . 705.— 707— Srebitanstalt . . . 238.50 239.— N. o. C'^compte-Gef. 808.— 810.— Analo-osterr. Bank . 228.— 225.— Oest. Bobencreb.-A. . 215.— 250 — Oest. Hypoth.-Bank . Steier. Escompt.-Bk. 77.- 73.— Kaif. Ferb.-Norbb. . 2105 2110 Stibbahn-Gesellfch. . 246.— 246.50 ttaif. Elisabetb-Bahn. 173.— 174.— Larl-Lubwig-Bahn 230.50 231.50 Siebenb. Eifenbahn . 160— 160.50 Kais. Franz-Iosefsb.. 171.50'l72.— Mnft.-Barcfer E.-B.! 169.50 i70.50 Alfold-Fium. Bahn . 163.— 163.50 Pfandbrlefe. 1 Nation. L.W. verloSb. 93.50 | 94.- ttng. Bob.-Crebitanst. i 91.— Allg.Sst.Bob.-Crebit. 107.50 108.50 dto. tn 333. ttidj. 90.25 : -90.75 Oest. Hypoth.-Bank. Priorlt&ts-Obllgr. Siidb.-Ges. zu 500 Fr. btc. BonS 6 vCt. Nordb. (loo sl. CM.) Sieb.-B.(L00st.o.W.) Nudolfsb.(300fl.o.W.) Franz-2os. (200 fl.S.) Lose. Credit 100 fl. 0. W. . Don.-.Dampssch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 fl. CM. . dtv. 50 fl. 6.213. . fener . 40 fl. v.W. Salm . „ 40 „ Palffy . „ 40 „ Clarv . „ 40 „ St.Genots„ 40 „ ^vindisckgratz 20 „ Waldstern . 20 „ jdeglevich . 10 „ RudolfSstist. 10S.W. Wecheel(3Mon.) AugSb.ioofl.slidd.W. Franks. 100 fl. _ „ vonbon 10 Pf. ©ter!. Paris 100 tzrancs . Mtinzen. Kais. Mitnz-Ducaten. 20-FrancSstitck. . . BereinSthaler . . . Silver . . . . Geld Ware —98.50 115.25 115.50 92.*— 92! 50 80.25 86.75 90.25 90.75 91.25 91.7 155.— 156.— 90.50 91.50 126.— 128.— 56.25 — .— 34.50 35.50 39.50 40.50 28.—I 29.— 32. 3(>.— 20.50 Ll.50 14.50 14.— 102.50 102.50 123— 48.95 5.85 s 9.83 5 1.81 120.— 33.— 31.— 21.50 22.50 15.— 15.— 102.75 102.75 123.10 49.— 5.86* 9.84 1.81 120.— Telegraphisckcr Wechselkours vom 21. Oktober, bperz. Rente often. Papier5s.25. — 5perz. Rente ttflerr. ©tlber 69.—. — 1860er Staatsanlehen 94.10. — Bankaktien 708. — Kreditaktien 242.—. — London 122.80. — Silber 120.65. — K. k. Dnkaten 5.85. Berleg°r unto fiir die Redaktion verantwortlich: Otto mar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinma,yr & Fed. Bam berg in Laibach.