Schriftleitung: Nattza»«gassc Wr. 5. ttlt»»on Mr. ZI, tnttmb«. eeti«(intt: Zeitlich mit 6« gor.tt- ». jjtitt- ug<> tn 11—11 UQt dri. Ha»dtchl«lde» »ntat nicht «riMgtgtfctn, namevlik Sin-saümnjtn nii&t derilckstchOgt. ntannt 6« Vnnaltuna »«d<» M>il>»d» und Samt!», »dc»d«. ?«stl»ais»fle«.a»nls M.900. Berwaltung: RathauSgasse Sir. 5. Ki. Sl, taltmtam Be,»gsbtdmgunge> larch We Po? bezogt« : ?>«rl«Iiiidr>, . . . K I » SaJMntig . . . . K «•« liqiqilg. . . . K U M Sttt «illt mit BiiHtaina im Hau»: «Ranatli« . . . . K I I» CurttriSDri» ...«»-(tlMItyrtt — •aauiiVtig . , > . X it'— 8fei Kult ant (TljifcHi sich Kt a, das sich seinem trunkenen Auge darbietet: Zu Z)ie Kampfer um Gilli. Einst hat in sesten Häusern Ein stark Geschlecht gehaust. Die Wämser waren eisern Und eisern war die Faust. Die Ritter mußten sterbe», Der Rost zerfraß ihr Kleid. Die Deutschen sind die Erben Der alten Kampfeszeit. Sind eure Arme ehern Und eisensest die Seel'n, Wird sich kein Wende nähern. Um deutsches Gut zu stehl'n. Und deckt das Kleid von Linnen Erztaps're Herzen, holt Kein Feind von Cillis Zinnen Das Dreifarb Schwarz-rot-gold. _ O. Kernstock. Aeöer das Verhalten gegenüber den Aremden und Touristen. In vereinzelnten Fällen kommt es noch vor, daß seitens der Landbevölkerung und wohl auch von den Landwirten den Fremden und Touristen nicht jener seiner Rechten und Linken das hellschimmernde Sil-bcrband der Saun, deren rechtes User aus eine weite Strecke hin ein »eizvoller, dustig-fühlet Park begleitet; vor sich, gegen Süden, den jäh aussteigen-den, langgestreckten Nikolaiberg, dessen Kamm ein sernhin sichtbares WahljahrtSkirchlein trägt und dessen schön bewaldeter Hang geschmückt ist mit mehreren hübschen Landhäusern und einem Kapu^ zinerkloster, zu dem eine 96 Stufen zählende, ge-deckte Stiege führt; gegen Osten, durch die Saun vom Nikolaiberge getrennt, auf einer fast lotrecht abstürzenden Felshöhe die Ueberbleibsel der einst so stolzen Cillier Grasenburg, trotzig unv düster auf-strebend ins dämmernde Blau; die bleichen wild zer« rissenen Trümmer der UmsassungSmauern, gespen-sterhaft gereiht um den noch immer mächtigen Berg« fried, den griedrichSturm des Bolksmundes, bieten namentlich bei untergehender Sonne oder bei Mon-denschein ein Bild v .n unvergleichlicher traumhafter Schönheit; «och weiter im Osten, aus dem Dnnkel« grün des Josefibergwaldes wie zwei weiße Riesen» finger lngend, die Türme der Lazanstenlirche; im Hintergrunde dieses prächtigen Rahmens den scharf gezähnten Dreizack ^Petschonnik), überragt vom lang-gezogenen Rücken des herrlich bewaldeten Stadtberges (Dost). Uud erst da» Gemälde, das sich von der Spitze des 722 Meter hohen Dreizacks aufrollt! Jeder Versuch, es nur annahernd zu schildern, muß an der Armseligkeit menschlicher Sprache ge« genüber soviel Lieblichkeit und erhabener Wucht kläglich scheitern. Es sei nur das eine gesagt, daß sich hier dem entzückte» Beschauer eine Landschaft von so lebenswarmer, so mannigfaltiger, von so zauberhaft malerischer Gestaltung austut, wie sie auf gleich engbegrenzten Raume wohl »irgendwo anders angetroffei: werden bürste. Ich weiß nicht, Empfang und jene Zuvorkommenheit zuteil wird, die für eine gedeihliche Entwicklung des Fremdenver-kehre« unerläßlich erscheinen. Freundlicher Gruß, Bereitwilligkeit, den Weg zu zeigen, die Gegend zu beschreiben, einen schönen Aussichtspunkt anzugeben, das Vieh aus dem Wege treibe», Trinkwasser an-zubieten usw. machen den Fremden zum Freunde. Er bleibt nur selten wortkarg, zurückhaltend nnd stolz. In der Regel taut sein Gemüt in der schönen Gegend, der reinen Luft, unter gemütlichen heiteren Leuten ans Bind er wird freundlicher, fröhlicher, als er daheim ist. Gute Unterkunft nnd Verpflegung so-wie freundliche Ausnahme sind die Hauptbedingun-gen für den Fremdenverkehr. Man soll jederzeit be-strebt sein, billige Wünsche dem Fremden und Tou-risten zu erfüllen, um ihn den Aufenthalt so weit als nur möglich angenehm zu gestalten. Dadurch wird derselbe sich veranlaßt fühlen, die Schönheiten deS Landes hipanszutragen in alle fernen Gaue. Billige Preise können in Verbindung mit der Schönheit der Natur Reiselustige verlocken, bei uns ihren Erholungsurlaub zu nehmen. Ostmals hört man die Ansicht aussprechen, vom Fremdenzuzuge habe der Wirt allein den Nutzen, daher auch er allein tätig sein sollte, wenn er Fremde haben wolle. Diese Berechnung des Nutzens beruht aus falscher Ansicht. Der Wirt wird infolge des Fremdenzuzuges Tischler, Maurer, Maler, Wagner, Schmiede, Riemer und dergleichen Erwerbsleute im erhöhten Maße beschäftigen, wird manche Personen zur zeit- was berückender ist: der Anblick deS über die Maßen gerühmten Neapel mit seinem ewig blauenden Meere und seinem hochragenden Feuerberge von der Höhe San MartinoS aus, oder der Anblick ^CilliS und seiner Umgebung von der Dreizackspitze! Drnm o Fremdling, der du nach Cilli kommst, schene nicht den kaum zweistündigen Weg zu diesem reizenden Luginsland! Deine Mühe wird sich überreichlich be-lohnen. Du wirst von dem beranschenden Ouell die« ser hinreißend schönen Landschaftsherrlichkeit mit wonniger Begier schlürfen und schlürfen und dich doch nimmer sättigen können, Und wen» dn Neapel gesehen hast und den Spruch kennst: „Neapel sehen, dann — sterben l", so wird da droben vielleicht auch in dir wie in mir mit Macht lebendig wer-den das Gegenwort: „Cilli sehen, dann — leben!" Daß solch unerschöpfliche Fülle von Schönheit tiefgründiger wirken muß aus unserer Jugend Kopf und Herz als alle geographische Bücherweisheit — wer wollte das bezweiseln? DaS Klima Cillis. Fast in der Mitte zwischen Pol und Gleicher gelegen, hat Cilli ein Klima, das sich durch milde Winter und nicht allzu warme Sommer auszeichnet. Die glückliche Lagerung der Höhenzüge im Norden und Süden schützen die Stadt vor den schneidenden Nordwinden und den gliedererschlaffeuden Südwin« den ; der linde West hat jedoch ungehindert Zutritt und bringt ununterbrocheu einen sanften Strom er-quickender Lust mit sich, die sehr oft so klar ist, daß man die beinahe eine Tagereise entfernten, kühn umrifseuen Schroffen der Sanntaler Alpen in die unmittelbare Nähe der Stadt gerückt wähnt. Da die Luft überdies verhältnismäßig wenig Feuchtig-keit mit sich führt und wegen der Fülle dichten Waldes in nächster Nähe der Stadt sehr sauerstoff-reich ist, so zählen Erkrankungen der Atmungswerk« weiligen Aushilse benötigen und sie nach ihrer Ge-schicklichkeit höher als mit dem gewöhnlichen Tag-lohne bezahlen, als ihm dieS früher möglich war. Es wird mithin bereits durch Vermittlung des Wirtes Geld den Talbewohnern zufließen. Aber auch un-mittelbar kommt das Geld aus der Hand des Frem-den an die Talbewohner, sei eS durch Jnanspruch-nähme von Fuhrwerken. Träger- und Führerdiensten, Kaus von Photographien nnd anderen Angedenken an die Gegend, Abkauf von Sträußchen aus Feld-und Waldblumen, von Obst, Erdbeeren und der-gleichen Naturprodukten noch mehr. Mit der Frem-denansiedlung entstehen neue Industriezweige oder entwickeln sich andere, welche früher nur im Keime vorhanden waren. Der Gärtner wird zum Garten-Ingenieur, welcher Gärten und Parks anlegt; der Zimmermann läßt seinen Sohn, welchem er das Gewerbe übergeben will, vorher Architekt oder Bau« meister werden; der Fußbote wird fahrender Bote, Omnibusbesitzer, endlich Großfiaker; der Krämer wird Kaufmann, der Schankwirt wird Gastwirt, endlich Hotelier; ein Arzt, ein Buchhändler siedeln sich an; die Landwirte der Umgebung verlegen sich auf Milchwirtschaft, Geflügelzucht, Gartenbau usw. Manche« Fleckchen Erde wird an den Fremden um hohes Geld verkauft. Er baut sich auf demselben eine Villa, befahlt zu guten Preisen Fuhren und Werkleute, bezieht endlicy vom Nachbar Holz, Milch nnd Gartenprodukie, läßt von demselben die Wege herrichten, im Winter das HauS überwachen usw., Sei,« 2 Deutsche Macht Nummer 6S zeuge insbesondere der Lungen, zu seltenen Erschei. nungen. Sonstige Vorzüge. a) Die Sann. Cilli besitzt in seiner Sann ein Kleinod, um das es alle anderen Städte Oesterreichs beneiden können. Vom Mai bis zum Oktober, also fast ein halbes Jahr lang, locken ihre äußerst gün« stigen Wärmeverhältuisse zu einem Bade in den traulichen, glitzernden Fluten. Ihre Temperatur schwankt in diesem Zeitraume zwischen 17 und 30 (sage dreißig) Grad nach Celsius. Wo gibt eS einen zweiten Fluß in unseren Breiten, der ein ebenso blitzblankes Wasser, einen ebenso reinen Kieselgrund, eine ebenso wohlige Strömung und dabei ebenso glückliche Wärmeverhältnisse auswiese wie die Sann? Es ist daher auch leicht erklärlich, daß in den Sommermonaten sehr viele Fremde nach Cilli kom-men, welche die Sannbäder täglich zwei- bis drei« mal besuchen, so daß der liebliche und auch sehr heilkräftige Fluß zu jeder Tageszeit von fröhlich Badenden nahezu wimmelt. Für gute Badegelegen-heit sorgt die vortrefflich eingerichtete städtische Frauen- und Herren-Badeanstalt; anßerdem gibt es ein großes Wellenbad, das von der studierenden Jugend unentgeltlich benützt werden kann. b) Die Wasserleitung. Seit zwei Jahren ver-sorgt eine Hochquell-Leitung die Stadt nicht nur mit ausgezeichnetem, gesundem Trinkwasser, sondern ermöglichte auch die Anlage von Aborten, die allen Anforderungen in Bezug auf Sauberkeit und Ge-fundheit vollauf Rechnung tragen; auch wird auf die peinlichste Reinhaltung und Kühlung der Straßen und Plätze durch täglich mehrmalige Bespritzung großes Gewicht gelegt. c) Spiel- und Sportgelegenheiten. In un-mittelbarer Nähe der Stadt befindet sich die söge« nannte Festwiese, um die eine herrliche Linden- und Kastanienallee sührt. Da kann sich die Jugend allem Spiel und mancherlei Sport ungehindert hingeben; denn die Spielfläche ist so groß, daß darauf mehrere tausend Menschen bequem Platz und BewegungS-sreiheit haben; daher werden hier auch alle größeren Festlichkeiten abgehalten. Ebenfalls in nächster Nähe der Stadt gibt eS außerdem noch Gelegenheit zum Betreiben des Ruder-, Eislauf-, Rodel- und Schnee« schuhjportes. Die Schulverhältnisse Cillis. Die Stadt besitzt an deutschen Anstalten folgende: 1. Ein vollständiges Gymnasium. 2. Eine zwei-klassige Mädchen-Handelsschule. 3. Eine zweiklassige kurz, verschafft ihm fortwährend Nebeneinnahmen. — Der Nutzen der Fremdenpflege wird nicht aus-bleiben. Er wird sich in Zunahme des Vermögens, der Bildung, der Menschenkenntnis, der Geschäfts- !iewandtheit, endlich auch der gesellschaftlichen An« prache zeigen. Auch unter den Fremde» kommen manche Per-sonen vor, von welchen man sagen kann, es wäre besser, sie wären außer Landes geblieben. Gegen solche Leute muß der Einheimische den richtigen Takt finden. Am besten wird er tun, in artiger aber ernster Weise dem Fremden zu sagen, aus welchem Grunde er seinen Wünschen nicht entsprechen könne oder warum er ihn nicht als Gast zu halten trachte. Jedenfalls sind Grobheit, Ueberhalten im Preise und dergleichen Mittel, den Fremden zu entfernen, nicht richtig gewählt, weil damit dem Fremden Gelegen-heit gegeben wird, mit Recht üble Nachrede zu führn,. Der Umgang mit Fremden ist ein vorzügliches Mittel, weithin in gutem oder üblem Sinne bekannt zu werden. Zur Ehre der Steiermark kann eS gesagt werden, daß Ungebührlichkeiten seitens der Gastwirte und der Landbevölkerung gegenüber den Fremden und Touristen, wie bereits erwähnt, wohl nur selten vorkommen, aber auch einzelne Fälle sollten ausbleiben, um den guten Ruf der biederen Stetrer nicht zu trüben. Rükl. Knaben-Handelsfchule, die heuer eröffnet wird. 4. Eine Koch- und HauShaltungSfchule. 5. Eine Weiß-nähschule. 6. Eine Kleideranfertigungsschule. 7. Eine dreiklassige landschaftliche Knabenbürgerschule. 8. Eine dreiklassige öffentliche Mädchenbürgerschule. 9. Eine dreiklassige kaufmännische Fortbildungsschule. 10. Eine dreiklassige gewerbliche Fortbildungsschule. 11. Eine fünfklafsige Knabenvolksschule mit fünf Parallel-abteilungen. 12. Eine fünsklassige Mädchenvolks-schule mit fünf Parallelabteilnngen. 13. Eine Musik-vereinsschule. 14. Zwei Kindergärten. Außerdem bestehen noch mehrere Privatlehranstalten mit Ge-legenheit zur Erlernung von sremden Sprachen, Musik und Gesang. Von deu Schulgebäuden sind wegen ihrer ganz nenzeitlichen vorzüglichen Einrichtung besonders her-vorzuheben: das vor sechs Jahren mit einem Kosten-aufwande von nahezu 400.000 Kronen erbaute Mädchenschulgebäude in der Grabengasse und das im Rohbau bereits fertiggestellte Knabenfchulgebäude, daS einen Kostenaufwand von beinahe 500.000 Kronen erfordern dürfte. In Kürze wird auf der Insel, dem schönen Zuknnfts-Sladtteile von Cilli, auch ein neues Gym-uasialgebäude erstehen nnd an der Stadtgrenze gegen Gaberje ein großer deutscher Kindergarten. Zur Unterbringung auswärtiger Schüler und Schülerinnen bestehen zwei vortrefflich geleitete An-stalten: das Deutsche Studentenheim und das Mäd-chenheim Haußenbüchl. Der Zudraug zum Studenten-heim ist ein so bedeutender, daß die jetzt dasür ver-wendeten Räume nicht mehr genügen, weshalb schon in Bälde an den Bau eines neuen HeimeS geschritten werden wird, das gleichsalls aus die Insel — in die Nähe des neuen Gymnasiums — kommt. Um auch einen Einblick in die Schulfreundlich-keit der Bewohner Cillis zu gewähren, fei noch an-geführt, daß sich eine stattliche Reihe von Vereinen das Wohl von Schule und Schülern fehr angelegen fein läßt. So bestehen zur Unterstützung dürftiger Schüler, die -das Gymnasium, die Landes Bürger-schule oder eine Hochschule besuchen, eigene Vereine-Im Winter wird mehr als 200 Kindern der beiden Volksschulen täglich zu Mittag unentgeltlich warme Kost verabreicht. Die bedeutendsten Kosten hiesür bestreitet der Verein Wärmstube. Zur WeihnachtS-zeit werden alljährlich dürftige Schüler und Schule-rinnen von den deutschen Frauen Cillis mit Klei-dern, Wäsche und Schuhwerk beschert. Ferner gibt es eigene Vereine zur Unterstützung des Deutschen Studentenheimes, der HauSfrauenfchule und der Musikschule. Bedars es noch weiterer Beweise dafür, daß Cilli eine Schulstadt in bestem Sinne des Wortes ist? Wer also eines seiner Kinder auswärts studieren lassen muß, kann es getrost nach Cilli schicken. Er tut damit nicht bloß seinem Kinde etwas Gutes, sondern vollbringt überdies eine völkische Tat. Königskriinung und Aus-glrich. - Die „Wiener Deutsche Korrespondenz" veröffent-licht folgende, auf die bevorstehenden Ausgleichs-Verhandlungen in Böhmen bezughabende Mitteilungen, die, wenn sie sich auch nur auf Mutmaßungen stützen, doch ti«xr gewissen logischen Begründung nicht ent-behren und jedenfalls geeignet sind, lebhaftes Interesse zu erwecken. In den Zeitungen wird jetzt wiederholt auf den bevorstehenden Besuch des Statthalters von Böhmen, des Fürsten Thun, beim Kaiser in Jschl hingewiesen und diesem Besuche eine ganz besondere Bedeutung in Bezug auf die Ausgleichsaktion bei-gelegt. ES heißt, daß Fürst Thun mit ganz beson-deren Vorschlägen an den Kaiser heranzutreten be-absichtigt. DaS gibt einigermaßen zu denken. Mit diesen geheimnisvollen Andeutungen stimmen nun ge« wisse andere Vorgänge in Böhmen recht merkwürdig zusammen. Wie aus heiterem Himmel kam vor einigen Wochen aui Prag die Nachricht, daß der KrönungS- schätz im St. Veiler Dome sich nicht mehr vorfinde, daß er abhanden gekommen sei. Gleichzeitig wurde m der tschechischen Presse wie auf ein Kommando dai Verlangen laut, es möge der Aufbewahrungsort der Krönungsinsignien der böhmischen Könige geöffnet und daS Vorhandensein der Kleinodien festgestellt werden. Tatsächlich ist nun die kommissionelle Och'-nung deS Aufbewahrungsortes, wenn nicht so'ort. aber mit nicht verkennbarer Absicht gerade am Bor-tage des Geburtstages des Kaisers vorgenommen worden. Der feierliche Akt endete mit der protokol-larischen Aufnahme des Tatbestandes, daß die Za-signien sich nicht bloß vollzählig, sondern auch wohl-behalten vorfanden. Unmittelbar daraus wurde nun auf dem Wege durch den tschechischen Nationalrat eine Agitation in der Richtung eingeleitet, man möge am 14. September im ganzen tschechischen Gebiete Böhmens Massenkundgebungen sür das vor 40 Jahren erlassene königliche Reskript veranstalten. Der 40. Jahrestag des bekannten Reskriptes, aus welches die Tschechen ihre staatsrechtlichen Ansprüche stützen, und das bekanntlich die Versicherung enthält, der Kaiser sei geneigt, die böhmischen KönigSrechte durch einen Krönungseid zu erneuern, soll nun zum Anlasse genommen werden, mit einer lebhaften Agitation tiii die Königskrönung in Böhmen einzusetzen. Da liegt doch wohl der Gedankt nahe, daß diese Geschichte mit dem Krönungsschatze, der feierlichen Feststellung seines Vorhandenseins und die einsetzende Agitation für die Verwirklichung der Versprechungen im Reskripte mit den Vorschlägen des Statthalters von Böhmen, die in Jschl erstattet werden sollen, zusammenhängt. Die Vermutung, daß Fürst Thun, dem man ja nach seiner ganzen Vergangenheit und seiner Gesinnung derartiges wohl zutrauen kann an den Kaiser mit dem Vor-schlage herantreten wird, das im Reskripte vor 40 Jahren den Tschechen Zugesagte nunmehr zu erfülle», läßt sich nicht gut kurzerhand zurückweisen. Fürst Thun mag vielleicht in der Richtung seinen deutsch-tschechischen Ausgleich in die Wege leiten wollen, daß er dem staatsrechtlichen Anspruch der Tschechen wenigstens nach der formellen Seite hin genügt, daß eS zur feierlichen Anerkennung der tschechischen staalS-rechte durch einen Krönungseid in Prag kommt, daß man solcherart die Tschechen zunächst zufrieden zu stellen trachtet, um dann vielleicht mit dem eigentlichen Ausgleichswerke zu beginnen. Ob das aber der rich-tige Weg zur Erreichung deS Zieles ist, darf wohl bezweifelt werden. Denn das. was die Deutschen durch den Ausgleich erreichen wollen, würde durch eine, wenn auch vielleicht nur formelle Anerkennung des tschechischen StaatsrechleS geradezu hintertrieben. Die Tschechen würden aus der Erfüllung ihres Wun-sches nach einer Krönung deS Kaisers al» König vo» Böhmen jedenfalls Folgerungen ziehen, die sich mit den Forderungen der Dentfchen nicht in Einklang bringen lassen. Politische Rundschau. Oesterreich-Ungarn und die Marokko-Krise. Von maßgebender Stelle werden der „Wiener Deutschen Korrespondenz" folgende Mitteilungen über die Stellung Oesterreich«Ungarns in der Marokko-frage gemacht: „Die Wiener diplomatischen kreise waren vo» allem Anbeginne der festen Ueberzeugung, daß die Streitfrage um Marokko, so weitgehende politische Interessen Deutschlands wie Frankreichs daranzeknüpst sind, denn doch in ihrem Endziele einen friedlich«» AuSgang nehmen wird. Es soll nicht geleugnet werden, daß gewisse Schwingungen der Volksseele, hervor-gerufen durch die lange Dauer der Verhandlungen, aus beiden Seiten nicht ohne Einfluß auf die offi-ziellen Stellen geblieben sind, ohne aber in ihre» folgen nachdrücklichere Weiterungen hervorbringen ;» können. Die Ansicht, daß im Laufe der Berhand-lungen das politische Desinteressement Deutschlands mit territorialen Kompensationen seitens Frankreichs im übrigen Afrika ausgewogen werden muß, hat sich durch die letzten Kundgebungen bestätigt, wobei zu-gleich betont werden muß, daß auch England diesem Plane in seiner neuesten Form die Zustimmung nicht zu versagen scheint. Die Begrenzung der territorialen Zugeständnisse, wie sie im letzten französischen Mi-nisterrate festgesetzt worden sein dürste, wird wohl noch Gegenstand weiterer eingehender Konserenzm zwischen Cawbon und Kidnlen-Waechter sein, doch ist die Hoffnung, daß die Besprechung darüber ia einigen Wochen abgeschlossen sein wird, nicht vo» da Hand zu weisen. Bon Wichtigkeit für Oesterreich« Nummer 69 Ungarn ist aber die Formulierung der Vertrags-punkte, in denen die Handelsfreiheit aller Teilnehmer an dem AlgeciraSvertrag für Marokko festgesetzt werden soll; der übertriebene Protektionismus hat zwar den französischen Kolonien bis jetzt mehr Schaden wie Nutzen gebracht, trotzdem hat aber Oesterreich-Ungarn alle Ursache, gerade hier, wo es selbst mit cmem großen Teile seines Außenhandels engagiert ist. auf eine klare, scharf umrissen« Formulierung zu sehen. Wenn auch die Ansicht vorherrscht, daß Deutsch-land in diesem Punkte seine Rechte und damit in weiterer Folge auch die Oesterreich Ungarns volliu-halllich zu wahren versteht, wird es doch notwendig sein, bei der späteren Überprüfung des deutschfran« zislschen Marokkoabkommens, und zu dieser sind die Lertragsmächte berufen, die handelspolitischen Ab-machunge» einer genaue» Kontrolle zu unterziehen, um so jede Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Stel-lung Oesterreich-Ungarns zu verhüten. Die Audienz des Ministe» s des Aeußern Graf Aehrenthal in Jschl wird in diesen Intentionen Oesterreich-Ungarns keine Aenderung hervorrusen, sondern nur die Bekräftigung dieier seiner Politik der wohlwollend,» Neutralität bringen". Ein erfreulicher Erlaß des österreichischen Ministers für Kultus und Unterricht lautet: „In einer Reihe von Eingaben nnd Petitionen, welche der Regierung zugekommen sind, wird dem ledhasten Wunsche der Bevölkerung Ausdruck ge-geben, daß die Staatsgewalt jenen Ausschreitungen mit Nachdruck begegne, welche sich ei» Teil des Alerus, insbesondere durch den Mißbrauch der Sanzel zu politische» Jnvekliveu, in oft maßloser, ta» Ansehen der Gesetze verletzender, ja mitunter sogar die öffentliche Ruhe gefährdender Weise bei-gehen läßt. Bei wiederholte» Anlässen schon hat die Regierung den feste» Entschluß und die Not-weadigkeil betont, den Gesetz.-n des Staate« die gebührende Achtung und polizeiliche Befolgung zu sichern und jede in dieser Beziehung zutage tretenden Ucbergrisfe mit den zu Gebote stehenden Mittel» ge-setzlich zurückzuweisen. Als das geeignetste und wirk« samste dieser Mittel muß bei der Rllgemeingültigkeit des Strafgesetzes die Ahndung dieser Ausschreitungen auf strasgerichtlichem Wege angesehen werde», bei dessen Verfolgung zwar allerdings die direkte Ein-flußnahme der politischen Landesstelle ausgeschlossen ist, dessen Beschreitung jedoch auch von den Berwal« mngSbehörde» im Sinne des Gesetzes gefordert werden kann, da es der § 71 der Strafprozeßordnung vom 20 Juli 1853 allen öffentlichen Behörden und Aemtern zur Pflicht macht, die entweder von ihnen selbst wahrgenommenen oder zu ihrer Kenntnis gelangten strasbaren Handlungen, welche nicht bloß auf Der-langen deS Beteiligten zu untersuchen sind, ohne Ber-zug zur Kenntnis des Strafgerichtes zu bringen, in dessen Sprengel sie sich befinden . . Um Exzellenz Stürgkh vor Beschimpfungen von der einen und DankeSkundgebungeir von der anderen seile zu schützen, stellen die „Freien Stimmen" sest, daß diesen Erlaß am 10. April 1v72 Unterrichts-■totster — Dr. Stremayr herausgegeben hat. Er ist allerdings auch nach beinahe 49 Jahren »och immer zeitgemäß. Aus Stadt und Land. Ernennung im Sanitätsdienst. Herr Med.-Dr. Haring, Assistenzarzt der Statthalter«!, wurde zum Amtsarzt der BezirkShanplmannschast Gonobitz «nannt. Er tritt feine Stelle am 1. Sep> tewber an. Dom Finanzdienste. Es wurden versetzt: Der Finanzsekretär Dr. Karl Dobranc der Gebüh-rcnabteilung der Finanzbezirksdirektion in Marburg zum GebührcnbemcssungSamte in Graz; der Finanz-jikretär Dr. Karl Nowotny, Steuerreserent der Be-zirlzhauplmannschast in Rann, zur Bezirkshaupt« Mannschaft in Mürzzuschlag als Stcuerreferent; der Zuianzkonzipist Otto Fifchereder, Steuerreserent der Sezirkshauptmannschaft in Gonobitz, zur Bezirks-Hauptmannschaft 'n Rann als Steuerreserent, und der Finanzkonzipist Dr. Otto Brantner, Steuer-rrserent der Bezirkshauptmannschast in Mürzzuschlag, zur Bezirkshauptmannschast in Gonobitz als Steuer-rcjercnt; der Steuerosfizial Ladislaus Jerse vom Zteueramt in Pettau zum Steuerreserate der Be« zirkShauptmannschast in Pettau; der Steue osfizial Franz Ribitsch deS Steuerreferates der BezirkShaupt- L mannschasi in Pettau zum Steuerreserate der Be-zirkihauvtmannschast in Judeuburg; Joses Pogoreuc der Finanzwachabieilung in Cilli zur Finanzwach-kontrollbezirksleimng in Cilli; ferner der Evidenz-Haltungs-Obergeometer 2. Klasse Adalbert Gerhard der NeuvermessungSabteilung 2 in Graz zur Ornnd-steuer-Evidenzhaltuug in Liezen; der Evidenzhaltungs-geometer 1. Klaffe Georg Martine, der Neuvermef« iungsabtcilung 1 zur NeuvermessungSabteilung 2 in Graz; der EvidenzhaltungSgeometer I. Klaffe August Czakert der Neuvermrssungsabteilung 2 zur Neuver-messungsabteilung 1 in Graz: der Evidenzhaltungs-geometer l. Klaife Paul Czakert der Grundsteuer-evidenzhaltung in Liezen zur Grundsteuerevideiizhal-tuug ©eil und der EvidenzhaliungSeleve Paul Elll der Grundstenerevidenzhaltung in Pettau zur NeuvermessungSabteilung 2 i» Graz. Vom Postdienste. Es wurden versetzt der Bauadjunkt Stephan Hille von Graz nach Wien, ber Postmeister Martin Oberortner von Dellach im Oberdrautale nach Eisenerz, der Postosfiziaut Johann Werduik von Cilli nach Marburg und die Postoffi-ziautin Marie Knes von Trifail nach Prävali. Fuhball-Wettspiel. Wie bereits berichtet, ftndet am kommenden Sonntag den 3. September um halb 5 Uhr nachmittags auf der Festwiese ein großartiges Wettspiel zwischen dem Marburger Sportverein und dem hiesigen Athletik-Sportklub statt. Dieses Wettspiel bildet die Borrunde zu den in Graz stattfindenden Wettspielen um den Herbst» mefse-Wanderpreis.l wo sich dann am 1. Oktober der Sieger deS Oberlandes mit dem des Untertan-des treffe» wi> d. In Obersteiermark wird die Bor-'unde zwischen Knittelfeld uud Judenbnrg auSge-tragen und wird aus diesem Wettspiel voraussichtlich Kuittelfeld als Sieger hervorgehen, da die Juden-burger Mannschaft noch sehr jung ist und einem so starken Gegner wie Knittelfeld wahrscheinlich noch nicht gewachsen sein dürste. Für daS Unterland da gagegen ist eS sehr ungewiß, wem der Sieg zusallen wird. Der Marburger Sportverein trat erst in der letzten Zeit in die Otffe tlichkeit und aus dem Er-gebuiffe, das seine Mannschaft gege» die Grazer Sportvereinigung 1 erzielt, wo Marburg mit nur 4:2 unterlag läßt sich auf eine» sehr guten Geg» »er schließen. Obwohl der hiesige Athletik-Sportklub im heurigen Zahre noch aus keinen Erfolg zurückblicken kann, io wird er doch am kommende» Sonn« tag alle feine Kräfte anspannen müssen, um dem Gegner zu mindest eine gleichwertige Mannfchast zu stelleu. Da es sich jetzt ja auch um den Borrang handelt, indem die gewinnende Mannschast in die nächste Runde vorrückt, während die unterliegendc auS den Spielen ausscheidet, so hoffen wir, daß auch jeder Einzelne der hiesigen Mannschaft alleS aufbieten wird, nm das Möglichste zu lüften. Die dem Sparte jederzeit fehr gewogene Bewohnerschaft unse« rer Stadt möge es also nicht verabsäumen, vem hochinteressanten Wettspiel beizuwohnen. Sängerfest in Wöllan. Die Marburg« Südbahn-Liedertafel beabsichtigte Sonntag den 19. September eine Säugersahrl nach Wöllan zu unter-nehmen. Da jedoch an diesem Tage das große Süd-mark-Bolkssest in Cilli stallfindet und die wackeren Deutschen Wöllans aus einen zahlreichen Besuch der Volksgenossen aus den Slädten und Märkten des Unterlandes rechnen, so wurde das Sängerfest in Wöllan aus Sonntag den 17. September verschoben. Durch diese Verschiebung erwä ' st den Deutschen des Unterlandes die doppelte Ehrenpflicht, am 17. Sep« tember in Massen das Sängerfest in Wöllan zu be-suchen und unseren tapsere» Volksgenossen im Schall-tale sür ihr treueS Ausharre» im völkischen Kampfe Dank zu zolle». Diebstahl in einer Kantine. In der Nacht zum 28. d. wurde in der Kantine der Schema!-kaserne, in welcher gegenwärtig die zur Waff^nübuug einberufenen Reservisten des 87. Infanterieregimentes untergebracht sind, aus versperrtem Raume ein Be» trag von 600 Krvueu von einem unbekannten Täter gestohlen. Der Verdacht des Diebstahles richtete sich gegen eine» Ersatzresetvisten namens Pirkovic, der wegen Diebstahles bereits abgestraft fein und in der Nacht sich in der Nähe der Kantine ausgehalten haben soll. Die Nachricht, daß Pirkovic verhastet sein soll, entspricht nicht den Talsachen. Ein allslawischer Katholikentag in Laibach. Aus Olmütz wird mitgeteilt, daß aus dem kürzlich dort abgehaltenen Katholikentag be-schlössen wurde, im Jahrc 1912 in Laibach einen altslawischen Katholikentag abzuhalten. WeiterS wurde beschlossen, einen Zusammenschluß tschechischer und slowenischer Oreltnrilvereine, deren Tendenz sich gegen die fortschrittlichen Turnvereine richtet, anzustreben. Dieser Zusammenschluß soll aus dem all« slawischen Katholikentag zum Beschluß erhoben und ein diesbezügliches Organisationsstatut ausgearbeitet Seite 3 werden. In klerikalen Kreisen verlautet, daß sich diesem Verbände dann auch die polnischen und kroati-'chen Turnvereine anschließen werden. Die Vorarbeiten sür diesen altslawischen Katholikentag sind schon jetzt im vollen Gange. Sämtliche Rinderschauen sür 1911 abgesagt. Der steiermärkische LandeSanSschuß hat beschlossen, sämtliche Rinderschauen, die noch im lausenden Jahre abgehalten werden sollten, mit Rücksicht auf die Gefahr einer Verschleppung der Maul» und Klauenseuche abzusagen und den hiesür . zu Preisen gewidmeten Betrag für das nächste Jahr zurückzustellen. Tarifbegünstigte Städte. In die 50pro-zentige Ermäßigung der Eifenbahntarife sür Vieh und frisches Flcisch wurden außer Wien und Prag vorerst folgende Städte einbezozcu: Aussig, Bielitz, Brünu, Brüx, BudweiS, Czeruowitz, Dux, Eger Falkenau au der Eger, Graz. Innsbruck, Klad.'.o, Klageusurt, Krakau, Lemberg, Linz, Marburg, Mähr.-Ostrau, Olmütz, Pilsen, Reichenberg, Rum-bürg, Salzburg, Steyr, Teplitz, Trieft, Troppau, WarnSdorf und Wiener-Neustadt. Die Gewährung dieser Tarisnachlässe ist au die Voraussetzung ge» knüpft, daß die in Betracht kommenden Gemeinden die Aktion der Eisenbahnen durch Ermäßigung der Schlacht« und Marktgebühren sowie der Futterpreise unterstützen werden. Bisher ist jedoch von keiner dieser Gemeinden ein diesbezüglicher Beschluß gcsaßt worden. 39. Allgemeiner Vereinstag der auf Selbsthilfe beruhenden deutschen Er-werbs- und WirtschastSgenossenschasten in Oesterreich. In der Zeit vom 8. bis ein-schließlich 10. September findet in Marburg a. d. Drall der 39. Allgemeine Bereinslag der aus Selbsthilse beruhenden deutsche.r Erwerbs- und WirtschastSgenossenschasten in Oesterreich, statt u. zw. wird am 8. September abends die Borversammlung am 9. und 10. September die beiden Hanptversamm-luugeu im große» Kasinosaale in Marburg abge-halten werden. Die Tagesordnung des BereinStageS ist,' eine reichhaltige; sie enthält außer dem JahreS« berichte des AnwalteS und der Rechnungslegung, den Generalbericht über die in den letzten zwei Iah-rrn vorgenommenen obligatorischen Revisionen der BerbandSvereine, ferner Anträge der Anwaltschast sowie deS Berbandes der Vorfchußvereine von Wien, betreffend gesetzliche Maßnahmen zur möglichsten Verhinderung der Gründung von Erwerbs« nnd WirtschastSgenossenschasten durch Spekulanten und nicht vertrauenswürdige Persönlichkeiten, sowie zur Beseitigung von Auswüchsen und Mißbräuchen im GcnvsienschaftSwefen. Außerdem liegen Anträge der Anwaltschast nnd des deutsch-böhmischen Berbandes, sowie einzelner BerbandSvereine vor, welche Ange-gelegenheiten ?der Kredit-, Konsum- und Bauge-»osscnschastcn behandeln. Die dem Allgemeinen Ber-bände der deutsche« Erwerbs- und Wirtschaftsgeuos« seuschasten angehörigen Marburger Genosienfchaften habe» bereits ein Festkomitee, einen WohnungS- und einen Preß-AuSfchuß gebildet uud bieten alles auf, um den Besuchern des VereinStageS den Ausenthalt in Marburg recht angenehm zu machen. Unlauterer Wettbewerb. Die „Alpzeimng" schreibt: Kaum hatte mau das berüchtigte Schnee-ballensystem etwas eingeschränkt, kamen Kaffeezusatz« Fabrikauten, die bei Absatz von so und so vielen Paketen ihreS Artikels eine Uhr gratis darausgaben. Entweder war bei dieser lockeren Geschäftspraxis der Kaffeezusatz oder die Uhr, oder aber beides nicht viel wert. — Und doch reizte die ausgeworfene Prämie das unkundige Publikum zur erhöhten Kauflust, bis die Leute zum Schluß mit großer Enttäuschung ein-sehen mußten, daß sie eine minderwertige Uhr viel zu hoch bezahlt hatten. Die Entrüstung richtete sich aber jedesmal gegen den betreffenden Kaufmann, der sich zum Verkauf einer solchen Ware hatte beschwatzen lassen. Dabei ist i>M geflügelte alltägliche Schlag» wort die — „teure Ait" in aller Mund. Anstatt dem Konsumenten um sein gutes Geld auch die beste Ware zu geben, versuchen es gewissensweite Fabrikanten, mit solchen und anderen Lockvögeln ihre Ware an den Mann zu bringen. Solche Schädlinge, Lock» Mittel sollten mit Stumps und Stiel ausgerottet werden, jeder Konsument sollte im Jutcrcsse seines Magens und seines Geldbeutels, seiner eigenen Ge» sundheit wie derjenigen seiner Familie ein Leben?-mittel, welches mit sogenannten Prämienzugaben in Verkauf kommt, zurückweisen. Jede Hausfrau würde sich selbst dadurch das beste Zeugnis für sparsame Klugheit ausstellen. Trotz der Mißstimmung gegen derartige „Draufgaben* versendet in letzterer Zeit eine Gummiwarensabrik an Kaufleute solgende Hosen» trägerofferte: „Vom vorjährigen Jubiläum (zehn« Sciic 4 Wucht Nrnm^ 69 millionster Hosenträger) habe ich noch eine Anzahl tadellos gehender Herreuremontoii uhren. Wer inner-halb acht Tagen eine entsprechende Bestellung macht und das Losungswort „Mai" «»führt, erhält eine solche Uhr gratis mitgeliesert.' Mit solchen Mitteln wagt man sich heute an den Kausmannsstand heran, obwohl man weiß daß der anständige Teil gegen diese Art der Geschüstsmacherei ist. Wir haben genug tüchtige und leistungsfähige Gewerbetreibende, welche diese Beigabeartikel weil besser und billiger herstellen. Kaufet, Ihr kluge HauSfrauen. bei diesen Eure Be-darssartikel und leget Wert auf gute Lebensrnittel — ohne sogenannte „Gratisbeigaben' — welche nur Ihr Konsumenten selbst, und dies um teures Geld, bezahlen müßt. Eine Postbeamtin überfallen. Wie auS Graz gemeldet wird, ist dic Postadministratorin von Laufen in Steiermark, Fränleiu Rosa Theyrowski. da» Opfer eines nächtlichen Ueberfalles geworden. Sie wurde, als sie im Bett lag, von einem Räuber, der sich in die Wohnung eingeschlichen halte, über-fallen und durch sieben Stichwunden in den Kopf verletzt. Der Einbrecher floh dnrch das offene Fenster. Die Gendarmerie war dem flüchtigen Einbte-cher, der aus dem Tatort seinen Hut und die Schuhe zurückgelassen hatte, bald auf der Spur. Mittler-weile hat er sich jedoch selbst dem Gerichte gestellt. Seine Absicht war. sich nach Ueberwältigung der Postbeamtin der Schlüssel znr Postamtskasfe zu be-mächtigen, um diese auszurauben. Rockschneider an der Arbeit. Bei dem am 24. d. in Tüffer abgehaltenen Jahr- und Vieh-markte wurde einem Besitzer auS der Umgebung von Tüffer der Erlös aus dem Verlause eines Och-scnpaarcS im Betrage von über 1200 Kronen samt der Geldtasche aus dem Rocke herausgeschnitten und gestohlen. Vom Marktdiebe hat man keine Spur. Die Cholera in Kroatien. Die aus Kroatien kommenden Nochrichten über die Cholera sind ernster Natur. Zu dem an das Zalaer Komitat angrenzenden kroatischen Orte Faliiic sind sechs Cholerafälle festgestellt worden. Die Draubrücke, dic Kroatien mit dem Zalaer Komitat verbindet, steht unter strengster Kontrolle und aus Kroatien wird niemand nach Ungarn eingelassen. Eine diebische Samariterin. Am $24. d. kam der ZemenlsabrikSarbeiter Franz Kumrrc in Trifail im berauschlen Zustande gegen seine Behau-suug getorkelt. Als ihn die Arbeiter, gattin Ottilie Golob bemerkte, führte sie ihn in sein Schlafzimmer und legte ihn zu Bette. Dabei sah sie den Rock des Knmerc an der Wand hängen, nahm ihn herab und stahl daraus die Brieftasche mit einem Inhalt von über 70 Kronen. Als Kumerc erwachte, bemerkte er den Diebstahl sofort. Er schrie und tobte, aber die Golob hatte bereits durch das Fenster das Weite gesucht; dabei verlor sie in der Eile zwei Noten zu je 20 Kronen. Nach ersolgter Anzeige gestand die Golob den Diebstahl ein. Sie wurde verhaftet. Vom Prehbaum erschlagen. Am 26. d. verunglückte der beim Besitzer Jakob Selic in Mulena bedienstete Knecht Josef Solec beim Obstpressen auf schreckliche Weise. Als er sich bei der Arbeit über den Preßkorb beugte, fiel der Preßbaum auf ihn nieder, wodurch ihm der Brustkorb eingedrückt wurde. Er starb bald darauf. An diesem Unglücke trägt nur Solec selbst die Schuld, da er es unvorsichtigerweise unterlassen hatte, den Preßbaum zu versichern. Ein Opfer der Maul- und Klauen-feuche. Aus Rohitsch wird berichtet: Trotzdem im Orte Zerowetz eine Viehseuche ausgebrochen war, fand kürzlich dort ein Biehmarkt statt. Der In-wohner Franz Karlin aus Dol aß nun in einem dortigen WirtShause von dem Fleische eines er-krankten Tieres und zog sich durch deffeu Genuß, wie nachträglich ärztlich festgestellt wurde, eine Blut-Vergiftung zu. Er starb an derselben am 25. d. unter gräßlichen Schmerzen. Die Leiche wurde zur gerichtärztlichen Oeffnuuz in bie Totenkammer des Ortsfriedhofes Dol gebracht. Gegen die Gemeinde-vorstehung von Zerowetz, die den AuSbruch der Seuche nicht zur Kenntnis der Behörde brachte, ja sogar noch einen Biehmarkt abhalten ließ, wird auf daS strengste vorgegangen werden. Vom Krankenhaus in den Arrest. Kürzlich kam der Arbeiter Andreas Zupnik in daS Gasthaus Schuller in Windischgraz und zechte dort. Beim Fortgehen vergaß er auf dem Tische feine Brieftasche mit über 100 Kronen. Er erinnerte sich aber erst am nächsten Tage seines Geldes. AIS er sich gleich darauf ins Wirtshaus begab und um feine Geldbörfe erkundigte, bedeutete man ihm, daß man weder eine solche liegen gesehen noch gesunden habe. Die Magd Marie Zoffel aber, die die Gasthaus» räume jeden Morgen zu reinigen hatte, hatte, wie sich nachträglich herausstellte, bei ihrer Arbeit daS Täschchen gefunden und es behalten. Einige Tage später ging sie, da sie etwas kränklich war, in das Krankenhaus Windischgraz Durch einen Gendarm im Krankenhause wegen des Fundes zur Rede gc< stellt, leugnete die Zoffel hartnäckig. Nach vorgenom-mener Leibesdurchsnchung fand man an drei Ecken des Bettes unterhalb der Matratzen einen Geldbe^ trag von 91'20 Kronen Jetzt gestand sie, das Geld gesunde» zu haben. Die Zoffel wurde nur. am 26. August verhaftet und vom Krankenhause auS in den Arrest des Bezirksgerichtes Windischgraz eingeliefert. Wählerversammlung der Erwerb-steuergesellschaftcn der ersten und zweiten Klasse. Am Donnerstag den 7. September findet um 5 Uhr nachmittags im Stadtratssitzungssaale in Graz. Rathans S. Stock, eine Jntercfsenteuversamm-lnng statt, welche die Ausstellung eiuer einheitlichen Bewerberliste sür die am 16. September stattfinden-den Ersatzwahlen in dic Erwerbsteuerkommiisionen der ersten und zweiten Klaffe zum Gegenstande hat. Das Präsidium der Handels- und Gewerdekammer in Graz fordert als Einberufe? dieser Versammlung dic Wahlberechtigten zu zahlreichem Erscheinen aus. Ein Gespann vom Zuge erfaßt. Am 25. dS. fuhr der in Sauerbrunn ansässige Gastw'rt und Fleischhauer Julius Ogrisek mit einem Einfpän-nerwagen nach St. Marein bei Erlachstein. Auf dem Wagen befand sich auch die Besitzerin Helene An-derluh. In der Ortschaft Takacevo, wo die Straße über das Bahngel/ise führt, fuhr Ogrisek mit seinem Gespan» ahnungslos über das Geleise. Im selben Augenblick brauste ei» Zug der Lokalbahn Grobelno —Rohitsch, welcher gerade nach Rohitsch fuhr, heran. Die Lokomotive erfaßte das Pferv am Kopfe, wodurch es saml dem Wagen zur Seile geschleudert wurde. Es verendete gleich, während der Wagen in Trümmer ging. Die beiden Insassen kamen glückli-chcrweise mit leichte» Verletzungen davon. Einbruchsdiebstahl in einer Kirche. Aus Tüffer berichtet man uns: Am 25. d. brach der bereits vorbestrafte Agent Andreas Drevensek mittels eines Sperrhakens und Stemmeisens in die Sakristei der Filialkirche zu St. Georgen bei Tüffer ein, sprengte den Opferstock ans und entnahm diesem Geld in unbekannter Höhe. Hieraus machte er sich an den Schubladkasten in der Sakristei, aus dem er bei 20 Kronen stahl; auch zwei Sparbüchsen eignete er sich an. AIS Drevensek daranf in die Kirche ging, um auch hier sein verbrecherisches Handwerk zu be-ginnen, bemerkte ihn der MeSner Peklar. Da sich der Einbrecher längere Zeit in der Kirche aufhielt, kam eS dem Mesner verdächtig vor. Er ging in die Kirche Nachschau halten nnd ertappte den Drevensek gerade, als er sich mit seiner Bcnte flüchten wollte. Er verfolgte ihn, holte ihn ein, entriß ihm die zwei Sparbüchsen und Geld im Betrage von 15 Kronen und wollte ihn hernach festnehmen. Drevensek jedoch entriß sich ihm uud flüchtete i» den nahen Wald. Trotz sofortiger Anzeige und eiligster Nachforschung der Gendarmerie konnte man des Diebes bisher nicht habhast werden. Sprengschlag einer Dynamitpatrone. AuS Trifail berichtet man unS: Der Bergarbeiter AloiS Pirs des Bergwerkes Trifail, der eine Dyna-mitpatrone in ein Bohrloch bringen wollte, kam da-mit seiner BergwerkSlampe zu nahe, wodurch die Patrone sich entzündete und unter fürchterlichem Krach zersprang. Dadurch erlitt PirS schwere Ver-letzungen. Vier Finger der rechten Hand wurden ihm gänzlich weggerissen. Im lebensgefährlich ver-letzten Zustande wurde er ins Werksspital gebracht. Privatbeamtentag in Graz. Zur Zeit der heurigen Grazer Herbstmesse wird vom Reichs-verein der Privalbeamlen Oesterreichs eine Znfam-menkunft geplant, die in einem Privalbeamlentag in Graz, Sonntag den 1. Oktober, ihren Höhepunkt finden soll. Wenn einerseits schon die Zeit der Herbst-meffeveranslallung und die in diesen Tagen zu Ge-böte stehenden bedeutenden Fahrpreisermäßigungen sür ein Zuströmen der auswärtige« Kollegen, ins-besondere aus den Gauen des KronlaudeS Steier-mark, die günstigsten Vorbedingungen schaffen, so kann der genannte Zeitpunkt aber auch in anderer, mit den Zwecken der Tagung verbundener Hinsicht als glücklich gewählt bezeichnet werden. Die Privat-beamten. ein nach Hunderttanseuden zählender Stand i» unserem Slaate, die geistigen Mitarbeiter in In-dustrie, Handel und Gewerbe, haben sich erst vor wenigen Jahren aus bürgerlicher Grundlage organi-siert. Aus dieser Basis, die mit dem Programme der Sozialdemokratie ebenso wenig Gemeinsames hat, wie sie die Kampfesweise dieser Partei zu der ihren machen könnte, sucht die Privatbeamtenschasf eine Besserung und Vereinheitlichung ihrer StandeSver- Hältnisse. strebt, stet« mit den Abgeordneten aller bürgerlichen Parteien in enger Fühlung, die Hebung und den AnSban der zum Schutze des Standes be-stehenden gesetzlichen Maßnahmen an und ist be-müht, im Einvernehmen mit den Dienstgebern jene Fragen zn lösen, die einer zeitgemäßen Erledigung harren, um eine arbeitssreudige. zufriedene und ihren strengen BerujSpflichten gewachsene Beamtenschaft als vollwertigen Bestandteil des erwerbenden Mittel-standes in dessen Existenzkampf anderen, zerstörenden Mächten gegenüber zn stellen. Der Wert einer solchen Organisation wird denn auch in allen be-teiligten Kreise» voll anerkannt und eingeschätzt. Der Privalbeamlentag in Graz am 1. Oktober soll in erster Linie der Hebung dieses OrganisationSgedan-kens unter den Kollegen Steiermarks dienen und es ist zu hoffen, daß der Ruf nach recht zahlreicher Teilnahme in allen Gauen unserer industriereichen Alpenländer freudigen Widerhall finden möge! Der vorbereitende Ausschuß sür die Veranstaltung des PrivalbeamleutageS in Graz, der von zahlreichen Standesorganisationeu beschickt ist, versendet an alle Kollegen, welche ihre Adreffen mit Postkarte mit-teilen, die Einladungen zur Teilnahme am Privat-beamtentag am 1. Oktober und bittet, sich bei der Anmeldung der gekürzten Briefadresse „Privat beamtentag in Graz" zu bediene». Die Privalbeamlen werden gebeten, durch recht zahlreiche Teil-nähme zur Hebung des Standes und feiner Förd«> rung beizutragen und die geplante Kundgebung zu einer macht- und eindrucksvolle» gestalten zu helfen. Deutsche und slawische Wohltätigkeit. Den verschiedene» Blumentagen zu wohltätigen Zwecke« ist nun auch ein Bonbonlag für die Zwecke des österreichische» FlottenvereineS gefolgt. Am 18. August, als dem Geburtstage des Kaisers, wurden dic Süßigkeiten verkauft, aus derem Erträgnisse wohltätige Zwecke des österreichischen FlottenvereineS gefördert werden sollen. Gegen den Zweck und dos Unternehme», daS ihm gift, sei nichts gesagt, gewiß ist er ei» löblicher und der Unterstützung breitester Kreise wert. Aber man kann sich doch eines gewissen, die Freude an einem solchen Unternelimen be-einträchligenden Gefühles nicht erwehren, wenn man sich die Tatsache vor Augen hält, die sich aus den veröffentlichten Listen über oas Erträgnis dieser Bolidonvcrkäuse am 13. August ergibt. Daß in Wien in großem Stile der Bonbontag durchgesührt wurde,' ist selbstverständlich. Man hat aber gesagt, daß man im ganzen Gebiete Oesterreichs aus diese Art sür einen wohltätigen Zweck Gelder sammeln wolle. Tatsächlich haben sich auch außerhalb Wiens zahlreiche Gesellschaften gesunden, die diese Art von Sammlung durchführten. Aber wo ivurdejgesammcli und wer hat mit Rücksicht aus den Ort gegeben? Wir fiitden Orte aus allen Gebiete» der deutsche» Alpen- und Donauländer. aber nicht eine einzige Stadt, die im tschechische» oder sonst irgendwo m einem anderen slawischen Gebiete gelegen wäre. Und auch von den Italienern, denen daS Erträgnis doch am meisten zu statten kommt, ist kanm etwas zu lesen. Für den österreichischen Flottenveretu, der ja gewiß löbliche Zwecke versolgt, aber doch schließ-lich ein Verein von allgemeiner Bedeutung ist. wer-den wiederum nur die deutschen Bewohner Oesterreichs zn interessiere» versucht. Sie allein sind e», die sich beim Flottenvercin in größerer Zahl beteiligen und sie waren es fast ausschließlich, die die Kosten des Bonbontages sür eben diesen Flotten-verein bestritte» haben. Tschechen. Polen, Slowene» und alle anderen Nalioneu fehlten. Sie haben eben kein Geld, das für andere als rein nationale, nur für ihr BolkStum bestimmte Zwecke dienstbar gemacht werden soll. Diese Bemerkungen kann man nicht unterlassen. Es wärx nur gut, wenn auch andrer-seits auS dieser unbestreitbaren Tatsache gewisse Folgerungen gezogen würden. Dom ÜrsÜIaberg. Der Ursulaberg, dieser Bergriesc an der kärnlnisch-steirischen Grenze mit seiner herrlichen Fernsicht, wuide Heuer besonders stark besucht. Den Touristen wird es gewiß eine er» freuliche Nachricht fei» zu hören, daß der Bau der Schutzhütte feiner Vollendung entgegengeht und be-reits unter Dach ist. Die Sektion „Karawanken" des deutschen und österreichischen Alpenvereines, welche diese Schutzhülle baut, hat keine Koste» gescheut. dai Unterkunstshaus, welches zu den größten und fceü-eingerichteten in den Alpenländern gehören wird, mit allem Komfort auszustatten. Artaria's bekannte Karte von Steier-mark ist soeben in neuer Ausgabe erschienen, l'.e reichbeschriebene Karte, deren Bahnnetz auf ben neuesten Stand gebracht wurde, enthält auch die ganze politische und judiziclle Einteilung derart, daß die Gebiete der BezirkShauptmanufchaften in Farben- Numtner 69 Deirtsche Wacht Seite ö flächen erscheinen und die Haupwrte. sowie Sitze der Bezirksgerichte durch deutliche Signaturen kennt-lich gemacht sind. Besonderes Interesse gewinnt die vorliegende neue Ausgabe durch zwei Tabellen, welche bereits dic Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 enthalten. — Das Wachstum der Be-völkerung in zehn Jahren um 85110 Seelen cder sechsvreiviertel Prozent — ist aus der Bevölke-nn^sbewegung der einzelnen Beziikshauptmannschasten zu eutnehmen. ebenso die Zunahme aller steirischen Gemeinde» über 2500 Einwohner. wobei namentlich die außerordentliche Vergrößerung der industriellen One ausfällt. Die übersichtliche und sehr interessante Karle kostet drei Kronen und ist vom Verlag Artaria u. Eo. iu Wien sowie durch jede Buchhandlung zu bezieh?n Bad Neuhaus. (3W anöverunfall.) Wä!>rcnd der Trnppenmanövcr des boSmsch-herz. Jrianterie'Reg. welches von Meilenstein kommend, in 8d& Ncuhaus eintraf, ereignete sich ein Unfall, bei dein der Oberst deS genannten Regimentes selbst gesährdet war. Vormittags um halb 10 Uhr ritt tcr Oberst während der Manöver, die an den Wald-gchiingen stattfanden, mit einigen Offizieren längs bei SlanznikbacheS. Ein Stück oberhalb des Kur-buisfS faß er ab und führte fein Pferd über eine Nachdrücke, um dann dic jenseitige im Uebungsge-biete liegende Höhe zu gewinnen. Als der Oberst mit dem Pferde die Brücke überschritt, brach das Pferd durch die morsche Brücke durch, stürzte in den Bach und brach sich das Rückgrat. Nach einer guten Biertelstunde war daS wertvolle Tier tol. tzlucklicherweiie blieb der Oberst unverletzt. Weitenstein. (Gcmcindewah 1 en.) Am 21. August wurden hier in allen drei jWahlkörpern t».e Neuwahlen der Gemeindevertretung dnrchgesührt, wobei eS leider zu einem Kampfe unter Deutschen lim. Gewählt wurden folgende Herren: 1. Wahl« lotpcr: Ratmund Hofbancr, Holzhändler; Anton Tisqier, Echmiedemeister; Konrad Kunnig, Bäckermeister ; Josef Tcppei. Kaufmann und Gasthofbe-sitzcr 2. Wahlkörper: Anton Ritter von Schluder-mann, Gras Thurnscher Oberförster ; Hans Rnppnik, Oberlehrer; Dr. Kokoschingg, DistriktSarzt; Karl Jaklin, Kausmann. 3. Wahlkörper: Binzenz Schuster, «penglermeister; Anton Wenzig, Schmiedmei-slcr - Josef Kindenigg, Schneide meister ; Franz Pirch, Unichhauer. Schönstein. (O c s f c n t l t ch e r D a n k l Hochherzige Spende!) Herr Karl Emil ^ciherr von Haebler, Schloßbesitzer aus Gutenbüchel d i Lchönstein, hat nencilich seinen Edelsinn be-triefen und sür verschiedene Belange der Stadt Schön-Ittin in hochherziger Weise größere Spenden ge-macht: so gab er für den Ausbau der deutschen Tchulc, die mit kommendem Schuljahre in eine drei-Klinge vergrößert wild, den namhaften Betrag von 500 Kronen, dem deutschen Kindergarten spendete er 100 Kronen, der Freiwilligen Feuerwehr 50 Kronen, llnv versprach er, ihr auch bei der Neuanschaffung v« Requisiten, Uniformen hilfreich an die Hand zu gehen. Als Gönner des deutschen BolksgesangeS gab er dem Männergesangverein „Lieder kränz" 35 Kronen. W Schützer der Armen verpflichtete er sich, zur Ärbesserung der Unterkunft und Verpflegung ver Arme» im Franz Wofchnaggs'fchen Armenhaus« einen monatliche» Zuschuß vo» 42 Kronen zu leisten. ES ist ivohl mehr als begreiflich, daß die Stadt Schön-Kein, hocherfreut über die liebenswürdigen Gaben, sich verpflichtet fühlt, dem Herrn Karl Emil Frei-Herrn von Haebler hieftir öffentlich den besten und inr.izsten Dank auszusprechen und ihn zu bitten, er > öge auch fernerhin dic Belange der Stadt Schön-stein in gleicher Weife unterstützen. Windischgraz. (Kanalificrung,) Vorige Loche wurde mit den Kanalisierungsarbeiten bcgvn« iiei> Windischgraz hatte bis jetzt kein Kanalnetz und !i ist die Gemeindevertretung dadurch, daß sie sich iiuichtosien hat, die Stadt mit einem solchen zu ver-tyen, einem langgehegten Wunsche der Bevölkerung > :hzekommen Die Arbeiten, deren Ausführung die 3tnna Dirnböck aus Graz übernommen hat, schreiten rüttig ooraärtä und dürften in drei Monaten bc-«Hut sein. ES wird die ganze Stadt mit einem 'Mptkemal durchzogen der In der Nähe der Halte-*iele in die Mißling mündet. Die Ableitung geschieht durch Thouröhren Die Herstellungskosten belaufen ich aus 20.000 Kronen. Das nächste Jahr dürfte die Wasserleitung in Angriff gettommcn weiden. So bürste ÖcS freundliche Städtchen mit feiner herrlichen Umgebung in nächster Zeit, da die elektrische Be-^uchtrmg auch schon längst eingeführt ist, mit allen modernen Einrichtungen versehen sein, was aus den Zttwdmvelkehr, der Heuer ein sehr guter war, gewiß giwstig einwirken wird. Rohitfch-Sauerbrunn. (Ehrung.) Am 20. d. vormittags wttrde dem Herrn Sanitätsrat Dr. Joses Hoisel anläßlich seines 40jährigen Wir-kettS als landschaftlicher Brnnnenarzt im Kurorte vom Gemeindeausfchnffe eine Ehrenurkunde kor-porativ übergeben. Herr Ingenieur L. Miglitfch dankte in herzlichen Worten dem Jubilar für fein langjähriges, selbstloses Schasse«, wodurch er dem Kurorte nicht nur geradezu unentbehrlich wurde, fon-dern sich auch die wärmsten Sympathien erworben und einen großen Kreis von Freunden und Ber-ehrern nm sich gesammelt habe. Herr SanitätSrat Dr. Hoisel dankte tiesgerührt nnd versprach, so lange es ihm noch gegönnt sei, den Sanerbntnttern, deren Anhänglichkeit er dankbar anerkenne und welche ihn bewogen habe, in feiner schwierigen Stellung die lange Zeit auszuharren, stets die freundschaftlichsten Gefühle zu bewahren und die heutige Ehrung seiner-zeit in geeigneter Weise zu vergelten. Vermischtes. Automobil-Taxameter in Agram. Agram soll jetzt auch Automobil-Taxameter erhallen. Die Städteemeinde hat dcm Kausmanne F. Budicki die Konzession zum Betriebe vo» Automobil-Taxa-metern erteilt und gleichzeitig einen Taxametertaris aufgestellt, nach dem die Fahrpreise wie folgt ge-regelt werden: Tagfahrten: Der erste Kilomeier l Krone, jeder weitere halbe Kilometer 30 Heller. Nachtfahrten: Die erste» 666 Meter 1 Krone, jede weiteren 333 Meter 30 Heller. Dieser Nachttarif, der für die Zeit von II Uhr nachts bis 6 Uhr früh gilt, tritt auch bei Tagfahrten in Kraft, wenn das Automobil von mehr als drei Personen bc-nützt wird. (Starke Ausbreitung dcr Cholera in Italien.) Dcr römische Berichterstatter schreibt der „Ostd. Rundschau" : Angesichts der immer mehr nnd mehr um sich greifenden Choleraepidemie und der verwerfliche» Haltung der Rcgiernng.^dic weder zugibt, daß die Cholera wirklich exestiert, noch ausgiebige Maßregeln zu deren Unterdrückung ergreifen will, beginnt die Ocffetitlichkcit endlich gegen das Verfchweignngsfystem GiolittiS zu protestieren. In Livorno, wo in 52 Tagen 700 Fälle mit 389 To-deSsällen vorgekommen sind, forderte die Bevölkerung die sofortige Absetzung des Präfekten. Auch dic Ab-geordneten beginnen sich zu erheben; der Abgeord-nete Jncontri hat eine Interpellation an den Mi-nister des Innern gerichtet, in der er um Aufklä-rung ersucht „über die Gründe, aus denen man dic wirklichen gefnndheitlichen Verhältnisse Italic»» ver» schweigt, um gerade so im Auslande Benitruhigung hervorzurufen". Wie lächerlich nimmt sich dagegen die Interpellation des Giolitti nahestehenden Senators Astengo aus, der anfragt, warum die staatlichen und lokalen Sanitätsbehörden so — übertriebene Vorkehrungen treffen. Dabei muß betont wcrdcn, daß, wenigstens waS dic Regierung anbelangt herz-lich wenig getan wird. Hat doch zum Beispiel weder das Ministerium noch der Präsekt auch nur ans eines ver Telegramme geantwortet, die vom Manö-vergelände an sie abgesandt worden waren. In Novi Ligure, Borio, Parodi Lignre, Ge>vi, Mor> ncse, Tassarolo und Novi gibt es zahllose Fälle — in Bosio bereit» 40 Tote von 700 Einwohnern! — aber die Behörden tun absolut nichts; ein ein-ziger Arzt ohne genügendes Material ist an der Stelle. Kein Wnndcr wcnn die Bevölkerung ins Gebirge flieht, um, freilich ohne es zu wollen, die Seuche anch noch in die Bergdörfer zu trage». Zn Livoruo gab es am 3. Jnlt die erste» Fälle. Die Regierung aber wollte nicht, daß die Badefaifon gestört werde und tat so gut wie nichts zum Schutze der Leute. So erklärt eS sich, daß die Fälle stiegen: erst auf 25, dann auf 40, auf 00 und Mitte die feS Monates gar auf 69 im Tage. Dabei betrug die Sterblichkeit nicht weniger als 80 vom Hundert! Durch viele Tage hindurch gab es nur zwei Arten von Dienst: Abholen der Befallenen und Dienst im Lazarett; aber keine Desinfektion, keine Isolierung der betreffenden Herde; es fehlte, wie so oft in Italien, an der Leitung. Was gemacht wurde, ist der Anregung der Gemeinde oder der Initiative Pri-vatcr zu verdanken. Da kam es auf einmal ans Tageslicht, daß — die Wasserleitung schadhaft und verunreinigt war. Man kann sich das Entsetzen der Bevölkerung leicht vorstellen als sie davon Kenntnis erhielt. Nun aber, da der Schaden behoben ist, geht die Zahl der Erkrankten erheblich zurück; in den letzten fünf Tagen von 40 uuf 30, 15, 7 und 6. Anch in Turin sind etliche Eholerafälle zu verzeichnen. In Rom aber geht es mit der Epidemie un-heimlich rasch vorwärts. Die Hitze — 32 bis 36 Grad Celsius — trägt natürlich nicht wenig bei, der Ausdehnung dcr Seuche freien Weg zu lasten; nicht minder die Außerachtlassung der allergewöhn-lichsten hygienischen Grundsätze. (Eine fruchtbare Eisenbahnkatastrophe.) Aus Dobrowa Gornica wird telegraphiert: Der Vor-stand dcr hiesigen Grenzwache. Dimosrcj, begab sich mittelst SeparatzugeS nach Sosnovice, um die dor-tige Grenzwache zn inspizieren. Unwcit von Sosno-vice kam ihm ein Personenzug entgegen. ES erfolgte ein furchtbarer Zusammenstoß der beiden Züge. Beide Lokomotiven und drei Wagen des Personen-zugeS ivnrden vollständig zertrümmert, mehrere Per-sotten deS ZugSpersonaleS getötet und zahlreiche Passagiere schwer vcrlctzt. Der Borstand Dimosrcj erhielt schwere Verletzungen an Hüfte» und Kopf. Unter den Passagieren des PcrfoncnzngeS entstand eine furchtbare Panik. Aus Dobrowa wurde ein RettuugSzug requiriert, der die Verletzten in das Krankenhaus uach Dobrowa überführte. (Panik i n einem Kinematographen-theater.) Zm Opernhaufc zu PittSburg ereignete sich während einer kinematographifchen Vorstellung eine Explosion. Einer der Zuschauer rief: „Fcncr!", woraus in dcm mit Fraucn und Kindern dichtgt-füllten Saale eine furchtbare Panik ausbrach. Alles dniugte nach der auf die Straße führenden Treppe, wobei viele Personen niedergetreten wurden, andere erstickten. Die Zahl der Toten beträgt fündnnd-dreißig. Sechzig Personen haben teils schwere, teils leichtere Verletzungen erlitte». Wie gewöhnlich bei Unglücksfällcn in Schanspiclhäuscrit sür lebende Bil-der, gehörte auch diesmal die Mehrzahl der Be-fucher den Frauen nnd Kindern an. Man sprang über Bänke nnd Stühle nnd am AuSgange entstand ein entsetzliches Gedränge, so daß binnen wenigen Minuten ein Knäuel von Menfchenleibcrn die Trepp« hinunterstürzte. Als cs gelang, das grauenhafte Durcheinander von menschlichen Gliedmaßen zu ent-wirren, bemerkte man, daß fast alle Körper im wahrsten Sinne des Wortes erstickt waren; die meisten hatten auch Arme und Beine gebrochen. Früher und strenger Winter in Sicht? Von eine»» Bienen,Schier wird geschrieben: Höchst aus-säUig ist in diesem Jahre da» Benehmen der Bienen. Mitte Juli, also inmitten der Hochlracht, hat die Arbeit aufgehört und trctz der furchtbaren Hitze begannen dic Bienen alle Ritze und Fugen mit Pech zu verkleben uns sich für die Einwinterung vorzurichten. Die Bienen richte» sich so vor. als wäre i» kurzer Zeit groß« Kilte zu erwarten und stände der Winter vor der Tür. Nach die>em Verhalten der klugen Tiere zu urteilen, haben wir «inen baldigen Winter mit starker Kälte zu er-warten oder zumindest den Eintritt scharfer Nachtfröste in kürzester Zeit. Ueber Nervosität bei Schulkindern macht dcr Altonaer Schularzt Dr. Heriord in einem Aufsatz „Schulkind und Alkoholfrage' in der HalbmonttSschrist „Körper und Geist" folgende bemerkenswerte Ausführungen: »In der Tat stößt dcr Schularzt bei d«n nervösen Störungen de« KindeSatter» auffallend häufig, ja in den Volksschulen überwiegend auf den Alkohol-mißbrauch des VaterS als wahrscheinlich« Ursache; n«r-vös« Störung«« ob«r sind, wenigstens bei den Groß stadtkinderi», verhältnismäßig sehr reichlich vertreten. Schon bei den Aufnahmeuntersuchungen ist man er-staunt über die Fülle von nervösen Symptomen, die sich bei den geistig noch ganz vor Zwang und An-strengung bewahrten Kindern finden. ES vergeht kein UntersuchungStermin von derartigen Schulneulingen. bei dem nicht unter den etwa 5t) zur Untersuchung kom-menden mindestens 4 bis 5 stark nervöse Kinder fest-gestellt werden. Dic Erscheinungen sind verschiedenartig: Bettnässen, .tächtliche» Aufschrecken. Reizbarkeit. Schreck« haftigkeit, Stimmungsschwankungen. VeitSt.nrz und kon-vulsiviche Zuckungen, epileptische Krämpfe in manriig->acher Mischung und Kombination. Die Antwort nach dem Alkodolkonsum deS Vaters fällt bei diesen Kindern in den weilauS meisten F.illen bejahend auS, und e« liegt deshalb außerordentlich nahe, ihn al« Ursache ver-antworttich zu machen, wcnn mrn dabei auch wohl nicht vergessen darf, daß wahrscheinlich meist mebrere Ursachen zusammen«i,ken, al« welche neben dem AIko-bolmißbrauch noch die sonstigen sozialen Mängel deS ElternbauseS, namentlich ungesunde Schlaf- und Er-nährunzSverhältnisse. ungleichmäßige Erziehung u. s. w. in Frage kämen. Freilich handelt e« stch nicht bei jedem nervösen Kind« um ein Trinkerkind, ebensowenig wie ein Trinker strtS und nur nervös« oder krank« Kinder haben muß, aber sicher berechtigt daS Vorhandensein einer krankhaften nervösen Erscheinung dazu, an Trunk deS Vater« zu denken und danach zu forschen." Seite 6 flcuisrfie lUncht Nummer 69 Fischzucht in Japan. Ueber eine interes» sante Liebhaberei der Japaner berichtet Dr. Wilh. Berildt im ersten Heft der ..Arena" (Herausgeber Dr. Rudolf Presber, Deutsche Verlagsanstalt, Stritt-gart). Die ostasiatische Zierfischzucht ist viele Jahr-Hunderte, vielleicht Jahrtausende alt; wahrscheinlich reicht sie in ihrem Ursprungsland« in China, in un-endlich ferne Kulturepochen zurück. Der einfache Goldfisch, a» den sich schon eine höchst merkwürdige Abart ader Entartung dcr dunkelfarbigen Karausche, bei ber das naturfarbige Pigment — wie manche Forscher meinen, ähnlich wie bei isabellfarbigen Pfer den und bei Goldfüchsen, auch bei rothaarigen Men« schen — in eigenartiger Weise sich in ein typisch gelbiotes umwandelt („RutilismuS"), wird jetzt in Japan in nicht weniger als sieben Lpielraffen ge-züchtet, bei deren Anblick der nicht Voreingenommenc in ehrliche Zweifel geraten muß, ob er sie als Mon° strositäten oder als Wesen von hoher ornamentaler Schönheit ansprechen soll. In anatomisch biologischer Beziehung handelt eS sich sraglcS um Krüppel. Mit welcher aufopfernden Sorgfalt die »aturfreundlichen Japaner ihre bizarren Lieblinge pflegen, wie sich in gewissen Familien besondere Züchtungskniffe von Generation zu Generation forterben, wie die japanische Zikrfischzncht Tausenden LcbcnSu>iterhalt und Beschäf-ligung gewährt, wie Million«» und ader Millionen des Nationalvermögens für diese Liebhaberei verausgabt werden, das alles wird nur derjenige verstehen, der selbst dem Aiichzuchtsport huldigt. — Das erste Hest der „Arena" ist durch jede Buchhandlung zur Ansicht zu erhalten. Allerlei. K e u ch h u st e n m i t t«l. 2t) Gramm Weinstein« salz, 10 Gramm Cochenille und 30 Gramm raffi-niertre Zucker werden in etwas mehr als einem Biertelichoppen warmen Wasser» aufgelöst, und hier-vo» einem Kinde von 4—5 Jahren dreimal täglich jedesmal ein Kaffeelöffel voll und ein bischen mehr, so ost der Husten lästig wird, eingegeben. Dic Er-leichterung tritt aus dcr Stelle ein, und die Heilung ersolgt in 4 bis 5 Tagen. Bei trockener und milder Witterung führe man den kleinen Patienten in die frische Luft. Bei Halsent zündn» gen bilden frische P> eißelbeeren — Kronsbeeren — mit Zucker vermischt als Tee getrunken, infolge ihres großen Zi-ironensäuregehalteS ein vorzügliches MiiUl. Bein, Rotlauf der Kinder und sonstigen Hautentzündungen wcrden die Preiselbeeren, nachdem sie vorher zu Brei gedrückt wurden, als Ueb^rschlag angewendet, wo sie den Schmerz und die Entzündung sosort mit-dern und niemals schädlich sind. Mittel gegen Sodbrennen. Man löse einen halben Teelöffel gewöhnliches Kochsalz in ein wenig kaltem Wasier auf und trinke dies. Sodbren^ ncn und andere Magenbeschwerden finden durch dieses einfache Hausmittel sosort Erleichterung. Wenn die Quantität nach und nach bis auf einen ganzen Teelöffel und das Wasser bis ans einviertel Liier vermehrt wird, so wird es jeden einfachen Fall von Un-Verdaulichkeit heilen und kann man diese Dosis jeden Morgen vor dcm Frühstück nehmen. Zum Gurgeln bei HalSent zünd un-gen kann man statt Chlorkalium ebensogut und vollkommen unschädlich gewöhnliches Kochsalz n«hmen. Wenn man davon jedesmal und so oft man will ein wenig verschluckt, so wird eS den Hals gründlich reinigen und nach und nach dcu Reiz mildern. Gegen gichtische Zustände. Ordinäres grobes Kochsalz wird in Säckchen gefüllt, diese er-wärmt und auf die tranken Stellen plaziert. Man wiederholt dieses Verfahren so ost, bis die Schmer-zeu völlig gehoben sind. Sind die Sückcheu kalt, erwärmt man sie wieder anch laffe» sie sich zehn-mal gebrauchen, bevor das Salz darin durch frifcheS ersetzt werden muß. Gegen Magenkrampf soll eine Abkochung von getrockneten Hagebutten oder eine Mischung d.T-selben mit getrockneten Pfla.imcn wirksam sein. M a g e u st ä r k e n d e S Mittel. AIS solches ist zu empfehlen, die wässerige Rhabarbertinktur. Erwachsen« nehmen davon dreimal täglich 30—40 Tropfen mit Wein. Kinder die Hülste mit Syrup und wässerigem Zimmtwasier. Die Tinktue wiro bereitet aus 50 Gramm Rhabarber, 16 Gramm Pommeranzenfchalen, 8 Gramm Kardamomen, 100 Gramm Zucker und dreiviertel Liter Wasser. Setzt man statt deS WasserS eine Flasche Malaga hinzu, so entsteht aus dieser Mischung die »einige Rhabar- bertinktur. die hauptsächlich bei schwachem Magen verschleimter Kinder zu täglich einviertel Teelöffel voll in etwas süßem Wein gebraucht wird. Gegen Halsweh und Heiserkeit. Rühren die-selben von Erkältung her so ist da« allerbest« ein starker Salbeitee, dem man Honig bis zum füft werde» und nachher «IwaS Essig zusetzt Beim Schnupfen nimmt man täglich s«ch«> bis zrrölfmal einen Eßlöffel voll, beim Husten ebensoviel und bei Eikältung deS Halses gurgelt man täglich zwanzig- bis drnbigmal damit Außerordentlich empfehlenswert ist die Verwendung der Emser Pastillen. Man nimmt von dies«» 3—4 morgens und abends und lähi st« im Munde leicht zergehen. Gegen Stiche von Bienen, Wespen, Hornissen, Mücken, Fliegen, empfiehlt sich sehr die sofortige Anwendung von refnem Wasser und Essig oder Salzmafser, auch da« Auflegen von rohem Obst ist ein gutes Mittel. Weitere Mittel sind Ammoniak und besonders auch das Ichthyol entweder in reinem Zustande als Pinselung oder in der Form von zehn» prozentigcm Jchthyolguttaperchapflastermull. Gegen Stiche giftiger Insekten ist sosort eiue leichte Karbol-oder Lysollösung in Form von nassen Umschlägen in Anwendung zu bringen und der Arzt möglichst rasch zu Rate zu ziehen, denn schon häufig genug ist durch Stiche von Insekten, die auf AaS gesessen, Bliitvergistiing bewirkt worden. Um Petroleum flecke aus Marmor zu entfernen, bringe man folgende Pasta in Anwen» düng: 20 Gramm Soda, sein gestoßen, lO Gramm geschlemmtcr Bimsstein und 10 Gramm feinst ge-pulverter statt wcrden miteinander innig vermischt und mittels Wasser zu ei»:r Pasta. Bon dieser Pasta nimmt man, soviel als erforderlich, reibt damit die Flecke ein und läßt die Masse sodann einige Mi-nuten lang ungestört wirken. Darauf wird die Pasta wieder vom Marmor unter Anwendung von Seife und Wasser entsernt. Falls die Flecke noch nicht gänzlich verschwunden, ist das Verfahre» zu wieder-holen. Schrifttum. Le Traducteur. The Translator. 31 Traduttore. drei Halbmonatsschriften zum Stu-dium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Leute, die schon außer der Schule stehe«, finden in diesen Blättern Gelegenheit, ihre Kenntnisse dcr fremden Sprachen zu festigen und zu erweitern, ohne das lästige nnd zeitraubende Lexikon wälzen anwenden zu müssen, da jedem Ar-tikel eine Übersetzung gegenübersteht oder unbekannte Vokabeln unter dem Texte angegeben sind. Gediegene Aufsätze uno Erzählungen klassischer und moderner Autoren wechseln mit Gesprächen aus dem täglichen Leben ab, die in ausgiebiger Weise der Umgangssprache Rechnung tragen. — Probenum-mern für Französisch, Englisch oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur" in La Chaux-de-FondS (Schweiz). Wie ich mich selbst wieder jung machte im Alter von sechzig Jahren oder Was ist FletfcheriSmuS ? Von Horace Fleischer, deutsch von Julius Müller (0,30), 4. Auflage. Hos-Verlagsbuchhandlung Edmund Deuime, Leipzig .Mit vierzig Jahren war mein Haar weiß, mein Gewicht betrug 194 Pfund, etwa 50 Pfund mehr, als mei« ner Größe entsprach, alle sechs Monate bekam ich einen schlimmen Influenza Ansall, ich wurde gequält von VerdanungSbefchwerden und war behaftet mit jenem bekannten Müdigkeitsgefühl, ein alter Mann mit vierzig Jahren, dein Verfall nahe", so schreibt der Autor nnd wie viele dü ften wohl von sich ge-nan dasselbe sagen, wenn sie über ihr Befinde« ge-nau nachdenken würden. Wie nun der Verfasser die-fen Znstand beseitigte und Jugendkrasl und Ju-gendfrische wiedergewann, darüber soll uns die billige Broschüre ausklären. Die Quelle der Gesundheit. Im Ein-samilienhaus sür jede Familie eine Stätte des Glückes und Wohlbefindens. Mit zahlreichen Haus« beispielen, Ansichten. Grundrissen, Jnuenräumeu, Gartenpläneii nnd Perspektiven. Preis 1 Mark (Porto 10 Pfg.) Westdeutsche VerlagSgesellschast, Wiesbaden. Wer lange leben, gesunde Kinder groß-ziehen, seine Nerven nicht im unruhigen Treiben der rauch- und staubersüllten Städte aufreiben will, dcr muß aus den vielfach hygienisch nicht einwandsreien en-gen Räumen der riesigen Mietshäuser, aus dunklen Hosen ohne Sonnenlicht im Interesse der Gesund-heitspflege die Flucht ins Freie ergreifen, in die Vorörte. Aber nicht in die dortigen Mietshäuser dcr Spekulation, sondern in das Eigenhaus. Hier gibt es Erholung und neue Lebenskraft und Geiund^ l in enger Verbindung mit der Natnr. Diese Zcadt-flucht hat man als eine Notivendigkeit erkannt un» wie der Engländer schon seit Jahrzehnten, >'o wol-len auch wir jctzt hinaus auss Land, für jährlich 400—800 Mark oder mehr Zinsen eiu Häuschen mit Garten bewohnen. Diese kleine Schrift klärt über viele dieser Fragen leichtverständlich auf. Die Selbstsuggestion zur Heilung chro-nische? Krankheiten. Von Dr. m«v. Kühner, «nt und Amtsarzt z. D., Leipzig, Hof.Veilag Edmund Dcmme. Unter Suggestion v«rst«ht man di« Einwirkung auf da« Vorstellung ^vermögen ein«« Menschen durch «inen anderen wodurch in dem erst«?«» «in bestnnint« Gedankengang erweckt wird, der Handlungen zur Felge haben kann. Die Suggestion tritt alltäglich in ungern«» vielen Fällen IN Mitwirkung. Jeder Befehl, jede» <9<> bot, jede Beeinflussung eine« Menschen durch «um anderen beruht auf Suggestion. Noch viel näher liegt da« Beispiel der Beeinflussung «incr Pciion durch d!» eigenen Willen, die Selbstsuggcstion, dir Autosugg«sZic»> Wie sehr die Selbstsuggestion krankhafte Zustand« b«-«influsstn kann, darüber so] un« die Schritt d<« bekannten Autor« aufklären. lein Rletner Mi ist immer n mlr- •• aus der Eisenbahn, im Auto, ans den Berge« all im Wald — nämlich meine Schachtel SoDeitet Mineral Pastillen ächte). Die gebrauch« .ch nun schon seit fftnf Jahr«» und sritdem hab ich n:e unt« rErtäl I ringen q«l> tten.wüh rend ichsrüher eigentlich Ä,_ ni« recht gesund war.Fays ächte Sodene. kauft ma» W «f für K. 1.25 per Schachtel in alt«» «inichläg.Geichafte». Saxlehner'* Hunyadfl Jänos Natürliches Bitterwasser. ; Das altbewährte Abführmittel. »rlft« ans sine grfnnt>r r--utplw Mit. '(»tiffrti dr. treiben samt eint »atti nridx f-.ni nah nxltut let»! erlogt« <»> ntultti »>», M ant rat Stcckenpserd- Lilieumilchstift Marke ettilfimftTb) Ton Berstnann & Co., Tetochen a. B. 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Hell S» ttomp. und sehen sie aus die hier ^bgeditdete «chuhmar!« u. die nebenstehende Airmazeichnung auf jeder Etikette. Pramiirt mit Ebrendiplom Wien 18b!» und gold. f Medaille der Weltausstellung ---- in Paris 1900. Alle lonitigen inediitn.'chen und nische» Seifen der Matt, Berger sind in dm alle» I beigelegten GebrauchSan eisunge» angeführt. Ä haben in allen Apotheken und einsclilägiDeo Sesc Rummer 69 Heutsche Wacht Seile 7 Mit der Zeitschrift „Im eigenen Heim" Austritte Zeitschrift für Eigenbau», und Gartenstadt-besinbungen nebst den Beilagen .Landleben" und „Garten-Habt* jährlich 12 Hefte. Prei« Mark 4 (Porto 60 Pfg.) viobthkfle 60 Pfg. portofrei, hat die Westdeutsche berlagtgesellschaft in Wiesbaden auch die Kreise deS Mittelstände» und der Minderbemittelten für da» Ein-l-milicnbau» interessiert. Sie wirkt belehrend und auf« klärend und durch reichhaltige Abbildungen auch ge-ltaialkbildcnd. IahreSabonnenten erhalten sogar noch einen Bauratgeber „Eigener Herd ist GoldeS wert". 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Bei jedem Abgeordneten ist der Wahlbezirk, in dem er gewühlt wurde, die Stimmenzahl, die er und seine Gegner aus sich vereinigten, Name und Parteistellung des eventuellen Borgängers und in Klammer auch immer dic Anzahl der Stimmen an-gegeben, welche im Jahre 1907 für die einzelnen Parteien abgegeben wurden, so daß die politische Entwicklung in jedem Wahlkreise verfolgt werden kann. Auch sonst ist in dem Buch viel wertvolles und instruktives Material zn finden, eine Uebersicht über die bisherigen Legislaturperioden, die Namen und Funktionsdauer sämtlicher Abgeordnetenhaus-Präsidenten, eine große Anzahl sehr interessanter statistischer Tabellen über die letzten Wahlen (die Stimmenverhältnisse nach Nationalitäten, Parteien-, Alters-, HeligionS- und BerufSverhältnisse der Ab-geordneten), ein Sitzungsplan des Abgeordneten-Hauses, eine mehrfarbige Wahlkarte, eine Zusammen-stellnng der Abgeordneten nach Fraktionen, die Ge-schästSordnung und eine Sammlung von Gesetzen, welche sich aus die Verhandlung des Abgeordneten-Hauses beziehen. Das handliche Format und ein alphabetisches Register erleichtern die Benützung des gefällig ausgestatteten Buches, dessen Preis sich nur aus eine Krone stellt und daS für den. der den politischen Borgängen mit Aufmerksamkeit folgen will, geradezu unentbehrlich ist. Realitäten-Verkehrs-Vermittlang der Stadtgemeinde Cilli. 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