Nr. 154. Samstag, 8. Juli 1899. Jahrgang 118. LMcher O Mnna. pr«»»mer»tlo««prt<»: M!t Postvlil, ndung: gaxMrlll fl. 15, halbjährig fl. 7 50. Im llomptoii: »«»iläl/rig II. ll, halbjährig fl. ü 50. »ür b österreichischen Vanl in Wien Karl Morawitz den Orden der eisernen Krone dritter Classe mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Seine l. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. Juni d. I. dein Advocate« Dr. Franz Rabl in Trieft das Ritterkreuz des Franz Iosef-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. o u' o ? Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. Juni d. I. der weneraloverin der barmherzigen Schwestern des Mutter-YauseS in Zams. Schwester Borgias Aloys dag goldene Verdienstlreuz mit der Krone und der Deutsch. ordens-Schwester Johanna Baptista Maschle in Freudenthal die Elisabeth-Medaille allergnädigst zu verleihen geruht. Nach den» Amtsblatte zu« «Wiener Zeitung, vom n', l« ^'^ (Nr- 152) wurde die Weiterverbreit««» folgender ^«lserzeugnisse verboten: li^. ^ 12 «Mttblichtcr Postkarte» (Verlag der «Neueu Gllch "« ch, 7. Juli. Eine Berliner Meldung des «Fremdenblatt» bezeichnet die Nachricht, dass Graf Go-luchowsli und Fürst Hohenlohe am 25. Juli zusammentreffen werden, als unrichtig. Graf Go-luchowski gebraucht bekanntlich in Vittel eine mehrwöchentliche Cur, und der deutsche Reichskanzler weilt um diese Zeit wahrscheinlich zur Erholung in Wildbad illl Schwarzwald. Vorgestern wurden die Berathungen der zoll» politischen Abtheilung des Industrierathes über die Vorbereitung der neuen Handelsverträge und über die Zolltarifrevision nach dreitägiger Dauer geschlossen. Es handelte sich dabei in erster Linie um die Begutachtung der in der Presse wiederholt besprochenen productionsstatistischen Fragebogen, die in etwa 16 den verschiedenen Branchen angepassten Formularen versendet werden sollen. Handelsminister Baron Dipauli versprach in seinem Schlussworte die möglichste Berücksichtigung der von der zollpolitischen Abtheilung gestellten Nbanberungs-antrüge bei der Ausfertigung der Fragebogen. Sowohl der Minister wie der Nbtheilungsvorsitzende Max Ritter von Gomperz sollen der Hoffnung Ausdruck gegeben haben, dass es möglich sein werde, den autonomen Zolltarif im Einvernehmen mit Ungarn festzustellen und die Handelsverträge auf eine möglichst lange Zeit abzuschließen. Die Fragebogen werden nach ihrer endgiltigen Textierung sofort an die Intercsscntenfirmen versendet werden und da die Antworten im Laufe des Sommers eintreffen sollen, lässt sich der Beginn der Materialverarbeitung für den Herbst erwarten. In einer Wiener Korrespondenz de« «Pest er Lloyd» werden die Chancen etwaiger neuer Ausgleichs- oder Vermittlungsversuche zwischen Majorität und Regierung und den Ob-structionsparteien erörtert. Es weiden verschiedene Modalitäten in Betracht gezogen, darunter auch eine Vermittlungsaction der katholischen Volls-partei. Es werden aber alle diese Modalitäten als völlig aussichtslos bezeichnet. Der Schluss ist: »Unter dermaligen Verhältnissen gibt es für die Sprachenfrage keine Besprechungen und leine Vermittlungen von Parteien. Es gibt nur eine Vermittlung: die Mediation des H 14 unter gleichzeitiger Beseitigung der Erlässe». Wie man aus Belgrad meldet, wurde der Militärattache' der dortigen russischen Gesandtschaft, Feuilleton. Schwarze Könige im Exil. Wenn man sich früher einen Negerfürsten im ^lil vorstellen wollte, so dachte man gewöhnlich an den Freiligrath'schen Mohrenlönig, der auf dem Jahr-Markte vor einer Bude die Trommel schlug und beim Gedanken an seine Heimat und Geliebte so derb darauf zutrommelte, dass das Fell «rasselnd zersprang». Solcher «Mohrenfürsten» wird es natürlich mehr als einfn gegeben haben. Aber diese Zeiten sind jetzt wohl für immer vorbei; auch Afrika ist jetzt eine Weltbühne geworden, und es gibt seit etwa zwei Jahrzehnten afrikanische «Könige», die, sozusagen unter die Räder des Wagens «Politik» gekommen, gleich einem Napoleon vom Throne gestoßen und verurtheilt worden sind, das bittere Brot der Verbannung zu essen. Als ein würdiger Herr zeigte sich der vor einigen Jahren in der Verbannung gestorbene Cetevayo, der 1863 unter Beihilfe Englands mit großem Pomp zum König des Zululandes gekrönt worden war, sich aber eines Treuoruches gegen das ihn protegierende Albion schuldig machte und einen Krieg mit England gewissermaßen vom Zaune brach, welcher den unglücklichen Prinzen Napoleon veranlasste, nach Afrika zu< eüen, um dort statt der vielleicht erhofften Lorbeeren den Tod zu finden. Die Ermordung Lulus erbitterte d« englische Regierung ganz besonders, und so wurde denn alles daran gesetzt, Cetevauos habhaft zu werden. Dies gelang im September 1879. Cetevayo wurde mit allen seinen Hauptleuten gefangen, und während man letztere unter gewissen Bedingungen mit Gebietstheilen des von England mit Bejchlag genommenen Landes belehnte, im Capstadt-Castell interniert. Hier führte nun der Schwarze König, der wie ein rechter Despot über seine Kaffern geherrscht hatte, im Kreise seiner aus drei Frauen und einer Tochter bestehenden Familie ein beschauliches Dasein, welches ihm vier Diener nach Möglichkeit erleichterten. Cetevayo konnte für einen fchünen und sehr intelligenten Kaffer gelten; er war nahezu sechs Fuß groß, breitschulterig, besah eine würdevolle Haltung und nicht gewöhnliche Charalteranlagen, er war auch nur durch allerlei Missverständnisse in den Krieg hineingetrieben worden und wurde deshalb von England rücksichtsvoll behandelt. Als er nach Eapstadt kam und dort den Besuch des Premierministers der Eapcolonie empfieng, sprach er sich diesem gegenüber mit einer nahezu königlichen Würde aus. «Ich war ein Kind der britischen Regierung», sagte er. «Ich war ungehorsam; und mein Vater (d. h. die britische Regierung) kam, um mich zu strafen. Ich abc,r fieng den Stock auf, mit dem er mich schlagen wollte, und zerbrach ihn. Ich war im Unrecht und bin bestraft worden.» So fügte rr sich denn auch mit einer gewissen Würde in alles, was über ihn verhängt wurde; selbst als man seine Bitte, ihm doch wenigstens fünfzehn feiner Lieblings' frauen in die Verbannung mitzugeben, abschlug, sagte er resignier!: «Ich kann mich auch mit drei Frauen ^begnügen.» Sehr aufgeregt zeigte er sich nun, als man sich weigerte, jeden Tag einen ganzen Ochsen für ihn zu rösten — es empörte sein königliches Herz auf» tiefste, dass er sich mit Fleischstücken eines Ochsen begnügen sollte, der zugleich anderen Sterblichen zur Nahrung dienen müsste. Sehr komisch benahm sich dieser würdige Negerfürst, als er zum erstenmale die Klänge einer Drehorgel vernahm. Man hatte, um ihm eine Unterhaltung zu schaffen, einen Leiermann kommen lassen, der kaum zu spielen begonnen hatte, als Cetevayo und seine Damen in die grüßte Aufregung geriethen. Zu guter Letzt sehte sich Cetevayo breitbeinig auf die Drehorgel und blickte ganz verklärt auf den klingenden Kasten hinab. Als man ihn fragte, warum er sich auf die Drehorgel gesetzt hätte, sagte er strahlend: «Um die Musil besser zu fühlen.» Gleich Cetevayo ist auch der Sudan-Fürst Amadu bereits aus der Welt geschieden; er wurde von den Franzosen sehr kurz gehalten und empfand es namentlich als eine große Schmach, dass man ihm nicht alle seine Weiber in die Gefangenschaft mitgegeben hatte. Eine gewisse Schwäche besaß er für europäische Kleidungs, stücke, die er aber manchmal etwas abenteuerlich verwertete. Als er eines Tages m seiner Umgebung einen Herrn mit einem Cylinderhut erblickte, nahm er diesem ganz ausgeregt den Hut vom Kopfe und stülpte ihn sich mit so viel Enthusiasmus auf den Schädel, dass dieser gleich durch den Deckel des Cylinders drang. Nrnadu aber bahnte sich auch für den unteren Theil seines Kopses einen Ma. durch den Deärl und bl.älr nun Laibacher Zeitung Nr. 154. 1232 8. Juli 1899. Oberst Baron Taube, vom König Alexander in Abschiedsaudienz empfangen. Der König hat dem Obersten gegenüber die größte Freundlichkeit be« wiesen, ebenso König Milan, von dem sich der Oberst später verabschiedete. Die Nachricht, dass Baron Taube Belgrad, verlassen habe, ohne dem Obercommandanten einen Vesuch abzustatten, war eine tendenziöse Unwahrheit. Wie man aus Sofia meldet, soll der feierliche Schluss der Sobranje Sonntag den 9. Juli stattfinden. Die von der serbischen Gesandtschaft am 5. d. M. überreichte Antwort auf die tür« tische Note vom 1. Juli spricht die Befriedigung über die Erklärung der Pforte aus, dass diese niemals von einem Telegramme des Königs von Serbien und von Erklärungen des Gerenten des Ministeriums des Aeußern in Belgrad, Losanovi»!, enthaltend den Ausdruck des Bedauerns, gesprochen habe, welche Versicherung auch aus dem Wdizpalais abgegeben wurde. Die Pforte sei somit für die falsche Meldung nicht verantwortlich sei, aber verpflichtet, eine Untersuchung einzuleiten und die Functionäre zu bestrafen, die für die in der Eonstantinoveler Presse in officieller Weise erschienenen Meldungen verantwortlich sind. Die Note spricht die Hoffnung aus, die Pforte werde das Erforderliche veranlassen, um diese zwischen beiden Staaten bestehenden Differenzen zu beseitigen und schließt mit dem Ausdrucke des Erstaunens darüber, dass die Pforte unter Berufung auf eine noch nicht abgeschlossene Untersuchung die Haltung der tür-tischen Soldaten in der jüngsten Grenzaffaire als correct bezeichnete. Die königliche Notschaft, mit welcher die rumänischen Kammern geschlossen wurden, constatiert, dass die außerordentliche Session sehr fruchtbar war. Der König drückte zum Schlüsse dem Parlamente den Dank in seinem Namen und im Namen des Landes aus. Wie man der «Pol. Corr.» aus London meldet, sind in jüngster Zeit von cartistischer Seite neuerlich Bemühungen aufgeboten worden, in England eine größere Anleihe — man spricht von fünfzehn Millionen Francs — zu erlangen. Der Versuch sei jedoch diesmal ebenso erfolglos geblieben, wie der vor einigen Monaten unternommene. Von unterrichteter Seite verlaute, dass die Haltung der englischen Regierung zum Scheitern dieser carlistlschen Action nicht unwesentlich beigetragen habe. Unter allen Umständen aber lasse sich versichern, dass die hie und da ausgesprochene Vermuthung, als ob die carlistlschen Bestrebungen von maßgebender englischer Seite eine Begünstigung erfahren würden, vollständig ungerecht-» fertigt sei. Ganz abgesehen von dem Umstände, dass die lebhaften und oft kundgegebenen Sympathien der Königin Victoria für die Königin-Regentin Marie Christine nicht ohne Einfluss auf die Haltung des Londoner Cabinets bleiben tonnen, dürfe demselben überhaupt nicht zugemuthet werden, dass es auf dem Gebiete der internationalen Politik solche Schleichwege betreten würde. Anlässlich des Inkrafttretens der Verträge mit den Mächten erließ der Kaiser von Japan eine Verordnung, durch welche dem Volke befohlen wird, im Verkehre mit Ausländern Höflichkeit und Takt zu beobachten. Eine gleiche Verordnung erließen die Minister an die Beamten ihres Ressorts. Tagesneuigleiten. — (Die Katze als Mörderin eines Zwillingspaares.) Der Familie F. in Marlran-städt wurde vor einigen Wochen ein Zwillingspärchen beschert. Da nun die Leute als Liebhaber von Katzen sich eine solche im Hause hielten, so ordnete die Hebamme an, dass das Thier sofort aus dem Schlafraume entfernt werden sollte. Dies ist jedoch leider nicht geschehen. Als diefertage die Mutter durch eigenthümliche Töne aus dem Schlafe geweckt wurde und sofort nach ihren Kleinen sah, bot sich ihr ein entsetzlicher Anblick dar. In dem Kinderkorbe saß die Katze und hatte das eine Kind bereits erdrückt, während sie dem anderen das linle Händchen und die Nase vollständig abgenagt und auch noch ein Stück aus dem Aermchen herausgebissen hatte. Das bedauernswerte Geschöpf starb bald darauf an diesen Verletzungen. Dieser Fall mahnt von neuem zur Vor-sicht für Eltern und diejenigen, denen Kinder anvertraut sind. — (Vor neun Jahren.) Diesertage war, wie das «Agramer Tagblatt» berichtet, ein Herr in Agram nicht wenig überrascht, als ihm ein Schneiderlehrling einen Rock brachte, den er vor vollen neun Jahren dem Schneider R. zur Ausbesserung übergeben hatte. Anfangs erinnerte der Rockeigenthümer den Schneider öfters wegen des Rockes, der Schneider gab aber eben so oft sein heiliges Versprechen, den Rock «so bald wie möglich» zu bringen. Veide schienen jedoch mit der Zeit auf den Rock gänzlich vergessen zu haben. Erst jetzt wurde, wie erwähnt, der Rock ausgebessert und mit einer Rechnung über 1 fl. 50 kr. dem Eigenthümer überbracht. Dieser ist jedoch seit den letzten neun Jahren etwas dick geworden, kann also den Rock nicht brauchen und will ihn auch nicht annehmen. Der Schneider fordert aber sehr energisch seinen Lohn und droht mit dem Gerichte. Nachdem sich jedoch der Eigenthümer des Rockes hartnäckig weigert, denselben anzunehmen, dürfte diefe neunjährige Rockgeschichte vor dem Gerichte ihren Schluss finden. — (Eine Jung gesellen st euer.) Die zweite Kammer des hessischen Landtages hat Samstag mit 18 gegen 16 Stimmen den Beschluss gefasst, eine Iung-gesellensteuer einzuführen. Nis zu 25 Procent follen die «männlichen, unverheirateten, großjährigen Steuerpflichtigen» Hessens höher besteuert werden, als jene Braven, die mit kühner Entschlossenheit den Sprung in die Ghe wagen. Wie die «Mainzer Neuesten Nachrichten» mittheilen, ist die Stimmung in Damenlreisen eine der Steuer sehr günstige. Ein, jedenfalls lediger Mitarbeiter des genannten Blattes, dem der den Junggesellen auferlegte Tribut nichts von seinem Humor geraubt hat, macht den Vorschlag, dem Antragsteller, Abgeordneten Dr. Osann auf der höchsten Höhe des Odenwaldes ein Denkmal in folgender Form zu errichten: Dr. Ofann hält einem noch verwendbaren Junggesellen, dem die Cravatte schief sitzt und mehrere Knöpfe fehlen, die Steuerschraube auf die Vrust und ruft in unverfälschter Darmstädter Mundart: «Heurath' Scheusal oder blech'!» — (Unterredungen mit Räubern) sind in Italien ebensowenig etwas Ungewöhnliches wie Zuschriften der Mordgesellen an die öffentlichen Blätter, ^wenn nach ihrer Ansicht ungerecht oder irrig über sie berichtet worden ist. In Sardinien hatte jüngst ein ^ Carabinieri-Lieutenant eine längere Unterredung mit einem gefürchteten Räuber Namens Salis, um diesen zu freiwilliger Stellung zu bewegen. Die Einwohner- schaft von Nurgos und Esporlata im Kreise Ozieri war wegen nachweislicher — wenn auch zumeist nicht freiwilliger — Unterstützung des Räubers mit zahlreichen Verhaftungen bedroht und hatte deshalb einen Druck auf ihn ausgeübt, der ihn vermochte, auf eine Vorbesprechung mit dem Commandanten des Carabinieri-Postens einzugehen. Unbewaffnet und von dem Vater des Salis begleitet, begab sich dieser in die schluchten- und waldreiche Gebirgsgegend und sah nach stundenlangem mühseligen Klettern den Gesuchten vor sich. Dieser war gut gelleidet und trug nur einen Dolch und einen Patronengurt bei sich, während seine Flinte in den Händen eines Genossen war. Die Begrüßung war ganz förmlich; man stellte sich einander vor. schüttelte sich die Hand: und begann die Unterhandlungen. Salis war bereit, sich zu stellen — aber nur gegen Zahlung von 1500 Lire, das heißt des Preises, der auf seine Gefangennehmung gesetzt war, Zubilligung dreißigtägigen freien Geleites «zur Erledigung seiner Geschäfte und Einziehung seiner Forderungen» und des Versprechens der Straflosigkeit oder doch sehr milder Bestrafung. Der Officier konnte betreffs des letzteren Puultes leine Zusage machen; die 1500 Lire glaubte er versprechen zu können, das freie Geleite nur für die Dauer von wenigen Tagen. Dagegen folle der Herr gut behandelt, während des Transportes nach Sassari nicht gefesselt werden und auf der Eisenbahn zweiter Classe reisen! Dies genügte dem Stolzen nicht; vergebens legten sich auch sein Genosse und sein Vater ins Mittel und stellte der Officier ihm vor, dass nach der bevorstehenden Verhaftung aller seiner Helfer es ihm bald an den Kragen gehen müsse. Er blieb fest und man trennte sich «mit Bedauern». Es dürfte jetzt bald ein Kesseltreiben beginnen, an dem vermuthlich viele Personen aus den beiden Ortschaften theilnehmen werden, um der Gefahr, die ihnen von dem Räuber droht, zu entgehen. — (Aus dem Hundeleben.) Ein hübsche« Vorkommnis wird aus Nulle (Kanton Freiburg) berichtet. Ein dort wohnender Herr machte diesertage einen Ausflug nach der einige Stunden entfernt liegenden Ortschaft Chatel-St. Denis und wurde dabei von seiner trächtigen Hündin begleitet, die hier nun vier Junge warf. Die Jungen wurden in Chatel-St. Denis zurückgelassen, allein am Morgen des folgenden Tages fand der Eigenthümer der Hündin die Jungen fammt der Mutter in feinet Wohnung in Bulle vor. Während der Nacht hatte die Hündin den ganzen Nachwuchs von Chatel-St. Denis hergeholt und zu diesem Zwecke mehreremal den mehrstündigen Weg zwischen den beiden genannten Orten zurückgelegt. — (Der Palast des Nebuladnezar.) Aus London schreibt man: Die deutsche Orientgesellschaft versendet in diesen Tagen die erste ihrer «Sendschriften», betitelt «Babylon» und von Friedrich Delitzsch verfasst Es wird darin näher auseinandergesetzt, welche Aufgaben die von der Gesellschaft ausgesandte Expedition zunächst losen will. Zunächst soll die grüßte der Ruinenstädte des alten Babylon, El Kasr (d. h. «Schloss») von der heutigen Bevölkerung genannt, ourchforfcht werden. Ma" weih, dass da wirklich ein «Schloss» verborgen ist. nämlich der Palast des Nebuladnezar, des Zerstörers vo" Jerusalem. Schon frühere, bald aufgegebene Nachgrabungen an dieser Stelle haben interessante Dinge an den Tag gebracht, und systematische Arbeiten versprechen reiche" Erfolg. Die Funde werden also vor allem der Aufhellung der «neubabylonischen» Periode (die etwa vom Falle Ninives 606 datiert) zugute kommen, sowie auch der del persischen Herrscher; denn in den Palast des Ncbuladnezal strahlend auf feinen glänzenden Halsring hinab, der ihm erst nach einigen Tagen mit List entwendet werden konnte. Als er einen Frack kennen lernte, ruhte er nicht eher, bis er sich die Zipfel desfelben angeeignet und sie sich als eine Art Schürze vor den Leib gebunden hatte. Der Exkönig Behanzin, der sich selbst «das Ei der Welt» nennt, lebt auf Martinique in viel behaglicheren Verhältnissen. Er genießt eine Rente von 12.000 Francs und könnte damit gewiss recht an« genehm leben, wenn die Gefangenschaft nicht allzu fchwer auf ihm lastete. Er liebte die Freiheit wie ein Löwe oder ein Adler und betrachtet Martinique als seinen Käfig. So foll es denn auch in feiner Behausung stets aussehen wie in einem seit Wochen nicht gereinigten Vogelkäfig; in allen Ecken der schmucklosen, unsauberen Räume liegen abgetragene Kleidungsstücke und zerrissene Strohmatten. Eine ganz besondere Vorliebe hat er für goldene Schmucksachen. Er betastet Uhrketten, Armbänder und Ringe, wo er sie gewahr wird und in seinen Augen flammt alsdann wilde Begehrlichkeit auf. Mit echtem Negerstolz verachtet er den Mulatten. «Die Schwarzen sind eine Rasse, und die Weißen sind eine Rasse. Ein Mulatte aber, das ist wie Kaffee mit Milch — weder guter Kaffee, noch gute Milch» — pflegt er zu sagen, und im Grunde hat er nicht ganz unrecht. Sein Haupt« vergnügen besteht jetzt darin, aus der großen Pfeife zu rauchen, die seine Hauptfrau Dada, die Exkönigin, chm stopft und. während sie aus seinem Schoße sitzt, ihm zum Munde führt. MaöatN« Dla^ciffe. Roman von «l. «ast. (64. Fortsetzung.) Das Mädchen gieng und Madame blieb allein. Es war so still, so todtenstill in dem lauschigen Gemach, dass sie vermeinte, das Schilf rauschen zu hören, !das draußen in dem Dewlinoer Walde den kleinen Teich umstand, dessen Wasser so tief und deffen Grund so moorig war. «Aber das ist ja gar nicht möglich,» murmelte sie. «Ich bin zu weit von jener Stelle entfernt und doch — das Rauschen klingt mir beständig in den Ohren!» Lutowojsli und Sonja kamen, nahmen an ihrem Bette Platz und erkundigten sich unter tausend Liebkosungen nach ihrem Befinden. Das alles quälte sie, denn sie hätte lieber dem Rauschen gelauscht, das ihr ein tiefes Grauen einflößte und ihr trotzdem so weit mehr vertraut klang, als das Geplauder Sonjas und die zärtlichen Worte ihres Gatten. Endlich vermochte sie die Anwesenheit der beiden nicht länger zu ertragen. «Geht jetzt, meine Lieben!» bat sie. «Ich fühle, dass ich schlafen werde!» «Thun wir nicht doch besser daran, nach dem Arzt zu schicken?» fragte Lutowojsli wohl schon zum zehntenmal. «Nein, lass nur. lass!» wehrte sie. «Morgen bin ich wieder ganz wohl. Ich habe nichts al« Kops- weh, und dabei ist Ruhe immer die bestwirkenW Medicin.» «Ach. nun müssen wir heute ohne dich soupieren!' klagte Son,a. ^ ' ^ «Ja, und lasst es euch gut schmecken! Bring« auch Etienne emen Gruß von mir und---------» Sie hob plötzlich lauschend den Kopf aus den Kissen, «Da rollt foeben ein Wagen in den Hof. Geht nur! Es kommt Besuch. Vielleicht ist's Leczinsli mit -^ seinem —» Ihre Stimme gieng in ein unverständliches Oe' murmel über und seufzend fanl Madame wieder au! lhr Lager zurück. «Auf Wiedersehen!» flüsterte Lutowojski. «Ich"Mate'l ist auf 15 englische Meilen per Tag ",,?"" (die Maschine kann mit Volldampf 3b Meilen d?n ° e. "^ zurücklegen) und soll San Francisco gegen "rn ersten August erreichen. Local- und v,. c^^^biläums.Medaille.) Se. l. u l Apostollsche Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung allergnädigst zu gestatten geruht di? ^ Civil'Staatsbedimstete auch der St^s?^ ^ dem Finanzministerium unterstehenden ^aatsbetnebe unter folgenden Modalitäten zuzuerkennen: Arl^, Jubiläums-Medaille ist nur solchen stabilen wel^ «r °^'" Unterschied des Geschlechtes zuzuerkennen. V Anspruch auf eine seinerzeitige Pension ober lick 5?" ""s dem Staatsschätze oder aus einem staat-am b°l""en 3onds haben. 2.) Jene Arbeiter, welche aetta^ ^«"ber 1898 nicht mehr im activen Dienste Wanden st„^ „halten nur dann diese Medaille. S«^- c/""^Ws zehn Jahre ununterbrochen im ^aasdlenste zugebracht haben. 3.) Jene Arbeiter. welche am 2. December 1898 im, activen Dienste 'N^n^ch'dcnchte^^^nl^^ "^wch darauf hinzuzusetzen: «Man sagte mir be-N"s im Hof. dass Drubezloi nicht hier ist!, «stau t ^"^ ^"" ^"""^' fragte Lutowojsli °kn. '^' ^ hat am Nachmittag Dewlino verlassen, nick ä" "gen, wohin er geht, und ist bis jetzt noch N Zurückgekehrt. Er pflegte sich ja täglich stundet r?«^ Freien aufzuhalten; so lange wie heute ist das« "^"" fortgeblieben. Ich vermuthete daher, oa^s er entweder aus eigenem Antrieb hierhergcgangen ww oder dass .rgend jemand von euch draußm mit lym zusammengetroffen sei und ihn nach Alexandrowo lNllgcnominen hätte.» lassp,,'^!."' h'er hat sich dein Freund nicht blicken ae «m ""b von uns lst heute niemand aus dem Hause 2 w"^'' erw.derte Lutowojeli. -Madeleine "war habe ^s "'^ ^ sH^eich nach Tisch nieder; ich und Etienn""-?? glasen, später gelesen und Sonja Er blickte seine Tochter fragend an. scbnpN m3 e" musiciert und geplaudert,, sagte sie «^ «Aber weshalb bist du eigentlich so besorat 'Ich dmle" ?^'' """dte sie sich an Leczins^ lünnpn u .? '! su groß, um verloren gehen zu Won lange gemüthlich zu ^ause^wahrend du dlch auf der Suche nach ihm be- wird iA'nH ^°"^ ^°"l" bat Recht. Drubeztoi sein'.^^ ^«lino zurückgelehrt (3vltjetz«ng johl.) standen, haben nur insofern Anfpruch auf die gedachte Medaille, als sie dem Staate schon mindestens drei Jahre ununterbrochen gedient und das einuno-zwanzigste Lebensjahr vollstreckt haben. 4.) Für die Be-rechnung der »ud 2 und 3 erwähnten zehn«, beziehungs-weise dreijährigen Dienstzeit ist auch die in nichtstabiler Eigenschaft zurückgelegte Dienstzeit anzurechnen. 5.) Im übrigen finden die Bestimmungen der Allerhöchst ge-nehmigten Urkunde, betreffend die Jubiläumsmedaille für Civil - Staatsbedienstete, analoge Anwendung. Die Ver-leihung der Medaille erfolgt über vorheriqe Anmeldung, und zwar haben die noch im activen Dienste stehenden Bediensteten ihre Ansprüche unmittelbar bei ihrer vor« gesetzten Behörde im kurzen Wege anzumelden, jene aber, welche dem activen Staatsdienste nicht mehr angehören, im Wege der politischen Landesbehürden, woselbst auch die den Anspruch auf diese Medaille oarthuenden Documente zu producieren sind. — (Einlösung der Einsernoten.) Aon den am 24. Juli 1894 einberufenen Staatsnoten zu einem Gulden per 57,883.361 st. waren bis Ende Juni 1899 eingelöst, vernichtet und als getilgt abgeschrieben 57,202.710 st., so dass noch 680.651 st. im Umlaufe verblieben. Es wurden im Juni 303 Stück Elnsernoten eingelüst, während im Mai 998 Stück zur Einlösung gelangt waren. — (Lebensret tungstaylia.) Diel. k. Landes« regierung hat dem Knecht Franz Zalelj in Staravas für die von ihm am 15. April l. I. mit eigener Lebens« gefahr bewirkte Rettung des sechsjährigen Knaben Illkob Demsar von dem Tode des Ertrinkens die gesetzliche Lebensreltungstaglia im Netrage von 26 fl. Lb kr. zuerkannt. — (Schulschluss.) Am hiesigen k. k. Ober-gymnasium wurde das Schuljahr 1898/99 gestern in der üblichen Weise mit einem Festgottesdienst in der Domlirche und mit der darauf erfolgten Zeugnisvertheilung in den Schullocalitäten geschlossen. — (Reisen des Herrn Fürstbischofs in Unterlrain.) Am 22. o. M. trifft der Herr Fürstbischof mit der Vahn in Rudolfswert ein. Am folgenden Tage findet die Consecration der adaptierten Kirche und der vier neuen Altäre in St. Peter statt. Die Pfarrkirche ist nun eine der schönsten Renaissance. Kirchen im Bezirke, die Altäre bestehen aus Marmor. Am 23. d. M. wird der Herr Fürstbischof das Kloster der armen Schulschwestern in St. Michael bei Rubolfs-wert einer Visitation unterziehen. Derselbe nimmt sein Absteigequartier im Rudolfswerter Capitelgebäube beim Herrn Propste Dr. Elbert. —6— — (Der I. Hausbesitzerverein in Laibach) hält morgen, Sonntag den 9. Juli, um 9 Uhr vormittags im Gartensalon des Hotels «Zur Stadt Wien» eine Generalversammlung ab, welche die Aufgabe hat. den Ausschuss zu wählen und den Jahresbeitrag pro II. Semester 1899 zu bestimmen. Die den ?. 7'. Mitgliedern bereite zugestellten Einladungen gelten als Legitimation und sind beim Eingänge abzugeben. — (Das Gründungsfest des Werk-meister-Vezirlsvereincs für Laibach und Umgebung) dürfte, sich nach den bisherigen Vorbereitungen zu urtheilen, zu einem durchaus gelungenen Feste gestalten. Es ist Sorge dafür getragen worden, dass dasselbe auch bei ungünstigem Wetter im Garten der Hafner schen Vierhalle stattfinden kann. — Das Rein-crträgnis fällt dem Invalidenfonde des Vezirlsvereines Laibach zu. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Ieit vom 25. Juni bis 1. Juli kamen in Laibach 20 Kinder zur Welt, dagegen starben 30 Personen, und zwar an Masern 5, Scharlach 2, Tuberculose 5, Entzündung der Athmungsorgane 2, durch Selbstmord 1 und an sonstigen Krankheiten 15 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 6 Ortsfremde und 8 Personen aus Anstalten. Von Infectionslranlheiten wurden gemeldet: Masern 9, Scharlach 4 und Diphtheritis 1 Fall. —(Maturitätsprüfungen aml.l.Staats-Obcrgymnafium in Nudolfswert.) Bei den am 4., 5. und 6. d. M. in Rudolfswert abgehaltenen Maturitätsprüfungen wurden folgende Maturanden für reif erklärt: Ceiarl Albin aus Laibach, Kandare Franz aus Adelsber«, Kinski Rudolf aus Klagenfurt, Koletii Iofef aus Gurkfeld (mit Auszeichnung), Kozina Johann aus Wilingrain (Krain), Kunc Karl aus Rudolfswert, Malnar Josef aus Malinisce bei Osilniz (Krain), Marolt Vincenz auS Trilagora bei Gurkfeld, Perne Heinrich aus Zoll bei Wippach, Podlogar Leopold aus Podlog (mit Auszeichnung), Keöel Franz aus Senosetsch (mit Auszeichnung), Suklje Vladintir aus Kandia bei Rudolfs-wert und Urbas Johann ans St. Lorenzen (Sleiermark). Von den übrigen Maturanden wurde einer reprobiert, dreien wurde die Wiederholungsprüfung gestattet. — (Aufstellung eines Landbrief-trägerpostens.) Die 23 Dörfer umfassende Ge-meinde Trebcleu, eine der größten im politischen Bezirke Littai. entbehrte bis in die jüngste Zeit jedweder posta-tischen Verbindung. Nun ist für diefelbe die Creierung einer Landbrieftrilgerstelle im Zuge. —ill. — (Schnellzugsverbindung Trieft-Wien.) Die Wiener Handels- und Gewerbelammer genehmigte in ihrer am 5. d. abgehaltenen Plenarsitzung u. a, den Antrag der Section, betreffend die Verbesserung des Personenverlehres zwischen Wien und Trieft, der dahin geht, die Kammer wolle in Unterstützung der Petitionen der Triester Börsen-Deputation an das Handelsministerium sowie an das Eisenbahnministerium mit der Bitte herantreten, dahin zu wirke«, dass der gegenwärtig nur einmal in der Woche verkehrende Ostende-Expresszug zwischen Wien und Trieft in Zukunft täglich verkehre und womöglich noch einigermaßen beschleunigt werbe, ober dass wenigstens durch Auflassung einiger Haltestellen in der Strecke Laibach-Triest eine Beschleunigung der gegenwärtig bestehenden Schnellzüge erfolge, von denen außerdem der abends von Trieft abgehende Schnellzug derart zu verlegen wäre, dass die Reisenden noch die morgens von Wien abgehenden Schnellzüge der anderen Bahnen erreichen können und die Post noch rechtzeitig zugestellt werde. — (Die Vezirlslranlencasse inLittai) nahm am 2. d. M. im Gasthauslocale des Herrn Ludwig Treo in Grazborf bei Littai die Wahl des Obmannes und Obmannstelloertreters fowie des Obmannes des Schiedsgerichtes vor, wobei mit Stimmeneinhelligleit Herr Iofef Ranzinger I., Glasmachermeifter in Sagor, zum Obmann und Herr Franz Knaflic, Besitzer und Lederermeister in St. Martin bei Littai, zum Obmannstellvertreter, serner zum Obmanne des Schiedsgerichtes Herr Josef Ranzinger II, Glasmachermeister in Sagor, gewählt erscheinen. —ik. — (Feuerwehrfest.) Die am verflossenen Sonntag von der freiwilligen Feuerwehr in St. Martin bei Littai veranstaltete Vereinsunterhaltung hatte sich trotz minder günstiger Witterung eines großen Zuspruches von nah und fern zu erfreuen, fo dass der aus diesem Anlasse festlich decorierte Garten des Herrn Iatlic, in welchem die Unterhaltung stattfand, die Zahl der Besucher kaum fassen konnte. Sämmtliche Programmnummern des Gesangvereines «Zvon» und des Tamburasehen-Clubs sowie der Littaier Feuerwehrlapelle fanden lobende Anerkennung j die meiste« zum Vortrage gebrachten Piece« mussten wiederholt werben. Das äußerst gelungene Fest fand erst spät nachts seinen Abschluss. Der sehr rührige Verein dürfte auch materiell einen schönen Erfolg erzielt haben. —ik. — (Die landwirtschaftliche Filiale für St. Martin und Littai) hielt am 2S. v. M. ihre Generalversammlung. Es wurde die Errichtung einer Rebenanlage behufs Hebung und Förderung der Weinrebecultur im Bezirke Litlai beschlossen. In den Ausschuss wurden gewählt: Ignaz Zore, Gasthausbesiher in Schwarzenbach, zum Obmann, Franz Knafiii, Realitäten-befitzer und Leoerhändler aus St. Martin, Johann Vartl, Oberlehrer in St. Martin, Johann Lavrencie, Pfarr-bechant in St. Martin, Franz Slanc. Gasthaus- und Realitätenbesitzer in Littai, und Johann Ienlo, Stations-vorstand in Littai. —ik. — (Wasser st and der Save.) Die während des Monates Juni beim Pegel der Littaier Savebrücke vorgenommenen Messungen der Save ergaben den höchsten Wllsscrstanb am 26. Juni mit 1 iu 64 oui und den niedrigsten am 17. Juni mit 54 «m ober 0. —i^. * (Aufgefundene L e i ch e.) Am 2. d. M. wurde im Laibachflusse bei Fujine die Leiche eines unbekannten, 30 bis 40 Jahre alten Mannes aufgefunden. Die Leiche ist mittelgroß mit rundem Gesichte, schütteren, schwarzen Haaren, braunen Augenbrauen und rüthlichem Bart. Die Meidung besteht aus einem dunklen, abgetragenen Stoff-anzuge. Die Leiche dürfte circa vierzehn Tage im Wasser gelegen sein. Der Verdacht einer strafbaren Handlung liegt nicht vor. —r. — (Oeffentliche Gewaltthätigkeit.) Der wegen verschiedener Delicte bereits 4 2 mal abgestrafte ledige Zimmermannsgehilfe Johann Coj von Mlestevo gerieth am 1. d. M. mit seinem Unterft«ndsgeber in Streit und bedrohte schließlich denselben mit dem Er« schießen. Da Coz allgemein als roher und gewaltthätig« Mensch bekannt ist, wurdr über Anzeige oeS Bedrohten dessen Inhaftierung und Einlieserung an das Bezirksgericht Sittich durch den Gendarmerieposten daselbst veranlasst, ^'ll. — (Beschädigung durch einen Vewthr-schuss.) Der Grundbesitzer Johann Omahen von Strein-oors. Gemeinde Orohgaber, probierte «m 2. d. M. vor seinem Hause ein Gewehr und gab aus demselben einen Schuss ab. Da er hiebei jede Vorsicht außeracht lieh, traf der Schuss die in einer Entfernung von etwa 20 m von ihm stehende Inwohnerin Maria Buiar von eben-dort so unglücklich, dass dieselbe eine schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzung am Oberkörper erlitt. Omahen wurde wegen unvorsichtiger Handlungsweise dem com-petenten Gerichte angezeigt. —ilc. — (Plötzliche Irrsinnsfälle.) Die In-wohnerin Maria Selan aus Miijidol, Gemeinde Gra-dijre. wurde am verflossenen Dienstag plötzlich irrsinnig und drohte den Dorfbewohnern mit dem Anzüden ihrer Häuser. Da sich dieselbe thatsächlich daran machte ihre .Drohung autzuMren, trasen du in Angst und Unruhe Laibacher Zeitung Nr. 154. 1234 6. Juli 1899. versetzten Nachbarn entsprechende Mahregeln, und hiemit wurde die Uebersührung der Selan ins Irrenspital bereits tagsdarauf vollzogen. — Am nämlichen Tage erlitt auch der in St. Georgen bei Littai wohnhafte, verheiratete Grundbesitzer Ialob Snnelar einen Irrsinns' anfall und suchte seinem Leben ein Ende zu machen. Er wurde jedoch von seinen Angehörigen daran gehindert und muss nun stetig bewacht werden. Der Irrsinnsanfall bei Smrckar ist darauf zurückzuführen, dass der ziemlich gut situierte, ob seines Sparrsinnes allgemein bekannte Besitzer vor nicht langer Zeit einen Waldlauf ab-schloss, hiebei jedoch den Netrag von 50 fl. verlor. —ik. — (Regulierung des Platzes vor der U r s u l in enti rch e.) Wie wir bereits gestern erwähnt, beschäftigte sich der Laibacher Gemeinderath in seiner vorgestrigen Sitzung mit der Regulierung des Platzes vor der Ursulinenkirche. Der Platz, wo gegenwärtig die Randsteine stehen, um deren Beseitigung es sich in erster Linie handelt, ist, wie aus einer Urkunde des Ursulinenarchivs hervorgeht, Eigenthum des Klosters, obwohl derselbe im Grundbuche als öffentlicher Platz bezeichnet erscheint. Die damalige Klosteroberin N. Maria Rosalia Edle von Lanthiery hat den Platz (eine Garten-Parcclle des Fürsten Eggenberg) im Jahre 1726 aus dem Schellenburgfonde für das Kloster käuflich erworben. Die Regulierung des Platzes kann daher nur im Einvernehmen mit der Klostervorstehung durchgeführt werden. Durch Intervention des Herrn Bürgermeisters und infolge dankenswerten Entgegenkommens der Klostervorstehung ist ein Einvernehmen bereits erzielt worden. Der Gemeinderath hat nun in seiner vorgestrigen Sitzung beschlossen, im Einvernehmen mit der Klostervorstehung die unschönen Randsteine vor der Kirche sofort zu befeitigen, dortselbst ein Asphalttrottoir herzustellen und auch den Raum zwischen diesem Trottoir und der Kirchenstiege mit Asphalt entsprechend zu pflastern. Gleichzeitig wurde der Stadtmagistrat ermächtigt, eine Abschreibungsurkunde auszustellen, auf Grund deren die Klostervorstehung in die Lage versetzt wird, das Eigenthumsrecht auf den Platz zwischen der Ursulinentirche, den beiden Colonnaden und dem neuherzustellenden Trottoir, der einen Bestandtheil der Parcelle 3lr. 160 Cat. Gem. Stadt Laibach bildet, zu Gunsten des Klosters grundbücherlich sicherzustellen. Wie wir vernehmen, wird mit den Regulierungsarbeiten demnächst begonnen werden und dieser Platz eine wesentliche Verschönerung erfahren. — (Gemeindevorstands - WaHl.) Bei der am 20. v. M. stattgesundenen Neuwahl des Gemeinde» Vorstandes der Ortsgemeinde Ustja wurden Franz Stibilj aus Ustja zum Gemeindevorsteher, Anton Aratina, Anton Stibilj und Josef Cermelj, alle aus Ustja, zu Gemeinde« rathen gewählt. — (Ein c o n f i s c i e r t e r Schweinetransport.) Am 6. d. M. abends gegen 6 Uhr brachte der Schweinehändler Bartholomäus Nebolj aus Tersain in Oberkrain einen Wagen mit 40 Stück Schweinen zur Verladung nach Videm-Gurkfeld. Er hatte dieselben in der Umgegend von Gurkfeld angekauft und wollte sie am 7. Juli auf den Markt in Laibach stellen. Bei der Verladung constatierte der Thierarzt in einem Viehpasse nachträgliche Eorrecturen, beanständete deswegen den ganzen Schweinetrieb und ließ ihn zurück nach Krain führen, wo er bis zur Aufklärung des Sachverhaltes in den Isolierstall am Marktplätze in Gurkfeld eingestellt wurde. Der Schweinehändler gibt an, alle Schweine bis auf drei Stück schon früher gekauft zu haben; unterwegs aber, als er die gekauften Schweine mit dem Wagen abholte, wurden ihm in Rovisce, unweit von Arch, noch drei Stück zum Kaufe angeboten, welche er auch laufte. Da er nun mit den neu angekauften drei Schweinen einen Viehpass nicht mitbekam, einen solchen bei dem nahezu eine Stunde entfernt gelegenen Gemeindeamte in Aründl aber wegen der vorgerückten Abendzeit nicht mehr holen konnte, schrieb er unvorsichtigerweise die drei Schweine in einen anderen, von dieser Gemeinde ausgestellten Viehpass ein, ohne zu bedenken, dass er sich hie-durch einer Fälschung des Viehpasses schuldig mache. Rebolj wird sich vor Gericht zu verantworten haben. — (Waidmännisches.) Man schreibt uns aus Gurkfeld: Am 5. d. M. gegen 3 Uhr nachmittags, bei schönstem Wetter, kam ein mittelgroßer Rehbock, über die Save schwimmend, in Gurkfeld an und wollte unter dein Treppclwege, beiläufig 200 Schritte unter dem Gerichts-gebäude, landen. Galt es, den Waidmännern von Gurt-feld einen Befuch abzustatten, oder waren es andere Triebe, die ihn hierher zogen, ist schwer zu errathen; man sagt, er wollte auf Brautschau in den benachbarten Stadtberg. Ein passionierter Waidmann ohne Waffe spazierte eben am Treppelwege und bemerkte das schnaubende Thier, welches gerade auf ihn zuruderte und ihm den schlanken Hals aus den Wellen entgegenstreckte. Selbstverständlich schickte er sich sofort an, den unerwarteten Besuch gebürend zu empfangen. So geschwind er konnte, sprang er über die Böschung des Treppelweges zur Save und breitete die Hände aus, um ihn beim Hals zu nehmen. Der Bock war über den unerwarteten Empfang aufs höchste überrascht, an solche Zärtlichkeiten jkltens der Waidmänner war er offenbar nicht gewöhnt; eine Umarmung konnte er jedoch nicht vertragen, denn er lehrte Plötzlich um und schwang sich in die Wellen zurück. Wie versteinert vor Ueberraschung und Aufregung stand der enttäuschte Waidmann am Ufer, dem edlen Thiere nachsehend, welches in den Wellen verschwand, aber balo wieder auftauchte und dem steirischen Ufer zuruderte. Anfangs gieng es schnell, aber gegen die Mitte deS reihenden Flusses zu verlor es immer mehr und mehr die eingeschlagene Richtung und wurde von den Wellen immer tiefer in schräger Richtung getrieben, bis es endlich nach langem Ringen weit unten beim Eisenbahn-durchlasse unter der Villa Schmiermaul ziemlich entkräftet das feste Land erreichte. Am Ufer angekommen, schüttelte sich der Rehbock ab und verschwand unter dem Bahn-durchlasse in die grüne Steiermark. — In letzterer Ieit ist das Rehwild in der Gegend von Gurlfeld nicht mehr so selten. Vor einigen Tagen wurde ein Junges auf ähnliche Art an der Save in der Vrbina unweit von Gurlfeld gefangen und in das Schloss Thurn am Hart gebracht. —c — (Vom Blitze erschlage n.) In Görz wur-den vorgestern Theologen auf ihrem Spaziergange von einem Gewitter überrascht. Der Theologe Plesnicar wurde vom Blitze getroffen, so dass er todt liegen blieb; der Theologe Vodopivec wurde betäubt und musste ins Spital übertragen werden. — (Zugsverspätung.) Der von Wien nach Trieft verkehrende Schnellzug hatte heute früh eine Verspätung von 1!/, Stunden, weil in der Station Mürz-zuschlag ein Waggon eines Lastenzuges entgleiste. Infolgedessen konnte der Schnellzug die Station nicht rechtzeitig passieren. Sonntag den 9. Juli (Heiliger Vir-gilius) Hochamt in der Domlirche um 10 Uhr: Ui»»u .^«»u lisäemptor. von Adolf Kaim, Graduate choraliter, Offertorium von A. Foerster. In der Stadtpfarrlirche zu St. Ialob am 9. Juli Hochamt um 9 Uhr: ülislm teitiu op. 7 von Mich. Haller, Graduate «Gloria, ot konors. von Moriz Brofig, Offertorium «Inveni Oaviä» von Ioh. Bapt. Trefch. Neueste Nachrichten. Attentat auf den König Milan. (Original-Telegramm.) Semlin, 7. Juli. Das Individuum, welches das Attentat auf den König Milan ausführte, ist ein Bosnier Namens Gjuro Knezevi«!, welcher seinerzeit Feuerwehrmann in Belgrad war und in der letzten Zeit in Bukarest geweilt hatte. Die eingeleitete Untersuchung stellte fest, dass der Attentäter mehrere Complicen hatte. Der Attentäter versuchte sich auf seiner Flucht durch einen Revolverschuss zu entleiben und sprang, als ihm dies nicht gelang, in die Save, aus welcher er herausgezogen wurde. König Milan wurde durch einen Streifschuss leicht verletzt, während sein Adjutant am Arme und an der Hand zwei Schusswunden erlitt. Auf Grund gravierender Momente wurden 14 Radicale, Mitglieder des früheren radicalen Centralausschusses, heute nachts verhaftet, darunter der ehemalige Ministerpräsident Kosta Tau-sanovii, Advocat Zizkovit, Eigenthümer des radicalen Organes «Odjek», der gewesene Ministerialinspector Stojan Protic, der pensionierte Oberstlieutenant Vladan Nilotic' u. m. a. Der gewesene Ministerpräsident PaZi? wurde unter Polizeiaufsicht gestellt. Semlin, 7. Juli. Nach aus Belgrad hier eingetroffenen Meldungen ist der Führer der Radicalen, Nikola Pasic aus PoZarevac, der heute früh verhaftet worden war, nachmittags in Belgrad eingetroffen und unter starker Bedeckung ins Polizcigebäude gebracht worden. Heute wurden in Belgrad sechs Anhänger der radicalen Partei verhaftet. Weitere Verhaftungen follen bevorstehen. Dem aus Anlass der glücklichen Errettung des Königs Milan heute vormittags in der Kathedrale abgehaltenen Gottesdienste wohnten das diplomatische Corps, die Minister, die Generalität, die Officiere und eine überaus große Anzahl angesehener Nürger bei. Heute abends veranstaltete die Bürgerschaft zu Ehren des Königs Milau einen solennen Fackelzug. Die Stadt ist festlich beleuchtet. König Alexander erließ einen Armeebefehl, in dem er die Armee zur glücklichen Errettung ihres Obercommandanten Königs Milan beglückwünscht. Konig Milan wird überall, wo er sich zeigt, spontan in der herzlichsten Weise begrüßt. Der Gemeinderath hielt heute eine Festsitzung ab, in der einstimmig eine Entschließung angenommen wurde, in der der Gemeinderath im Namen der Gesammtbevölkerung von Belgrad das ruchlose Attentat verurtheilt. Semlin, 7. Juli. Gestern abends erschien der Ministerpräsident und alle Staatswürdenträger, sowie sämmtliche Mitglieder des diplomatischen Corps bei König Milan, um ihm zu seiner Rettung zu gra-wlieren. Als einer der ersten erschien der in Belgrad weilende türkische Botschafter in Berlin Tewfil Pascha. Der Attentäter ist von kräftiger Gestalt. Ec schoss viermal auf König Milan. Der Adjutant Luti für die liebenswürdige Aufnahme und für die Wünsche, welche die Königin für das Gelingen der Konferenz ausdrückte, und schloss mit einem Hoch auf die Königin, in welches die Anwesenden einstimmten. Die Musik spielte das Wi'lhelmuslied. Nach dem Diner, das um 9 Uhr beendet war, fand im großen Thronsaale ein Empfang statt, wobei sich die Königinnen mit mehreren Delegierten unterhielten. Hlelegvantrne. s Wien, 7. Juli. (Orig.-Tel.) Die gestern während der Arbeiter-Demonstrationen verhafteten Arbeiterführer Dr. Adler, Reimann und Bretschneider wurden dem Üandesgerichte eingeliefert. Von den 45 gestern Verhafteten sind außer den Arbeiterführern noch 21 Personen wegen des Vergehens des Auflaufes dem Landesgerichte eingeliefert worden. Zehn wurden dem Bezirksgerichte angezeigt und auf freiem Fuße belassen. Elf Personen wurden polizeilich bestraft. Wien, 7. Juli. (Orlg.-Tel.) In der heutigen Sitzung des Gemeinderathes interpellierten Vogler und Genossen, Watcher. Brix und Aschenberger wegen der gestrigen Strahenvorgänge, beziehungsweise wegen der Meldungen der Blätter, wonach der Bürgermeister und der erste Vicebürgermeister gegenüber den Socialdemokraten Aeußerungen machten, wie: «Ehrlose, nichtsnutzige Bande., «Buben», «Diebsgesindel. u. s. w. gebraucht habe. Bürgermeister Dr. Lueger erklärte in semer Antwort, dass, trotzdem alle drei Interpella-twnen mcht in die Kompetenz des Gemeinderathes gehören, er dieselben zum Anlasse nehmen werde um über den Gegenstand zu sprechen. Es sei eine ganz infame Verdrehung, wenn das, was er gesagt habe, aus alle Arbeiter bezogen werde. Er meinte damit nur zene Arbeiter, die auf der Straße tumultuiert und Katzenmusiken gemacht haben. Diesen gegenüber hate er seine Ausdrücke aufrecht. Zu Demonstrationen gab er nie Veranlassung, er lasse sich aber durch keinerlei Terronsmus einschüchtern. Uebrigens werde er die Interpellationen zur weitern Amtshandlung vorlegen. Pans, 7. Juli. (Orig..Tel.) Mline hielt gestern abends bei emem ihm zu Ehren veranstalteten Bankette eme Rede, in welcher er unter anderem sagte, er habe dem neuen Cabinet seine Unterstützung versagt, da er sich emer Politik nicht habe anschließen können, welche Anhänger der socialen Revolution zur Macht gelangen lieh. Redner fürchtet, dass dieses Ministerium zur Liquidierung der Affaire nicht fähig sei. Das Land werde das Urtheil der Richter in Rennes anerkennen und wünsche das Aufhören der Streitigkeiten sowie die Einigung aller Republikaner. Laibacher Zeitung Nr. 154. 1235 8. Juli 1899. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wirn A n, 3. Juli. Pcrusic, Ksm., Fiume. — Vl", nhaldt. Vuchhaltcr, Marburg — Vcllina, Kfm.. s. Frau, Linz. — ^Schindler, l. u. l. Rittmeister, Klagenfurt. — Dich, Wachs, Veamter. L>'udenburg. — Mitrovic. l. u. l. Generalmajor, Iara. - Ionle. t. l. Finanz. Obercommissär, St. Veit. — Deutsch, «sm,, Brunn. — Faleschini, Student, Rann. — Saus. («eist. Ilchcr. Amerila. — Nandl, Verwaltrr, Krupp. — Kustcruigg, Volzhändler, s. Tochter. Frldlircheu. — Etoilpil, Forstbcamler, Hlcinwand. — Pach, Tomicich. Kslte.; Echachncr, Agent. Trieft. — Iawadil, Untcrbeamter, s. Frau, Laibach. — Külbacher, Nelsender. Graz. — Kr.sche. Kfm., Altlag. - Potoschcl. Privat, j^Frau, Brod. — Mmigsteiu, Kfm,, Pilsen. — Hinterschweiger, «fm, s. Frau, Lichteucgg. — Spihmüllcr, Holzhändler. Straft-burg. — Nelman, Privat, s. Tochter, Hamburg. — Licnarz, Franlcl, Löwit, Nicchal, Raab, Stern. AlfM, Kfltc,; Obach, Di> rector i Vrunmüller, Claviermacher, Wien. Am 4. Juli. Graf Müller. Privat; Preutman. Mosscr. Me.; Hasclsteiner, Bildhauer; Nergcr, Valttechnilec >Graz. — Dllucha. l. l, Vezirltzhauptmann, Görz. — Wolfs, Kfm.. Frant-suit. — Zenler. Buchhalter, Karlsbad. — Dr. Menz, Klagenfurt. 7" KroSclj. Private, Warasdiu. — Noval, Oberförslersgatlin, j. Tochter, Hermsburg. — Arch, Beamtenswchler. Nudolsswert. ^ Tognio. Reisender, Pettau. — Hofrichter, Private, Fiume. «av,r, Monteur, s. Frau, Leipzig. — Frch, Schmucker. Schlosser, -lmeser, Lang, Rubin, Schasranel, OreSnil, Ncuzil, Kaufleute und Reifende; Schoeple, Privat, f. Frau; Alt ebil, Privat: Nürslmger, l. l. Finanzrath, f. Familie, Wien. Hotel Elefant. Am li. Juli. Gräfin L. Pace, Gräfin M.Pace. Schlofs ^yurn . Gallenstein. — Dudan, l. l. Beamter der Tabal-^eglr, f. Gemahlin. Laibach. — Marcl, l. ung. Ministerialralh; 6urst. Orpheum. Director; Schulhof. Artist; Duneil), Kfm.. Budapest. — de Marsauo, Majors-Witwe, s. Tochter; Fleisch, mann Kohn. Kflte., G^az. — Bugler, Kapellmeister. Teplih. — Mill, Artist; Schenl, Vuchta, Schah, Altistinnen; Prem, «ing. Kleien. Oesterrcicher. Felix, Kst>e ii<>, Lungcneutzilnduug. w A" 7. Juli. Miroslava Miculinii, Vesitzerstochter, 2 M,, ^"chengasfe 18. Darmlatairh. Meteorologische Vcobachiungen in Laibach. ^^ Sechiihe 30« 2 m. Mittl. L»fldruck ?3N 0 mm. «/Ab. ?36 6ii6i! NW. mähig heiter , « l'/ U. Mg., '.37 0 ,13 8 , S schwach . ihnlw. bew. , 0 ? ,^ ^°s Tagesmillel der gestrigen Tcmperalm l? 7«. «or> verantwortlicher Redacteur: Anton Fuutel. Depot der k.u.k. Generalstabs-Karten. Wa&ftab 1 : 75 000. «ßrcis per 93(citt ft() fr., in Xafdjenforniai auf iifiuiuanb qefpaunt 80 h. ?9- o.|lrinniai)r & ^rb. gambcrgs gudjljnnbiunc, in faibadb. ; ^[[^gtijjj^^^ .........I'lll'i'XSBiBffl Heinrich Kenda, Laibach ^rösatei Lager und Sortiment allor ßrayattfifl-Specialteö. (2.r)8ß) 2 Fortwährend Cravatten - Neuholten. I. Allgemeiner österr, Werkmeister-Verband. Bezirksverein Laibach und Umgebung. Der Werkmeister-Bezirkgverein für Laibach und TTinsebung veranstaltet am 9. Juli 1899 In Hafneri Bierhalle anlässlich seines einjährigen Bestandes ein Gründungsfest verbunden mit —-N^3h Conceit -&^<-* Glücksliafen und Tanzkränzclien unter Mitwirkung der Musikkapelle des k. o. k. Ins.-Reg. von Hilde Nr. 17. Beginn des Concertes um 4 Uhr nachmittags. Eintritt für die Person 50 kr., Familienkarten for drei Personen fl. 1' 20. Eintrittskarten im Vorverkäufe per Person 40 kr., Familienkarten für drei Personen 1 fl. sind im Vereinsiocale in Hafners Hierhalle, in der Haupttrafik und bei Herrn Kaiisch erhältlich. Für gute Bewirtung sowie elegante Decoration der Räumlichkeiten ist bestens gesorgt. Hiezu ladet alle Freunde des Vereines höflichst ein (2628) 3-3 das Comit6. 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Gourse an der Wiener Börse vom 7. Juli 1899. N«« d«m oMene« Courm^ Z!°°l«.ßnl.htn. ^" "" «^/, «nheitliche «ente in Not« »N». Mai N«»,»b«r . . . «o««««' in «»ten «rz. Februar» «ugust lKo 40 »«X» »0 „Vtlber verz. IHnner-Iull l00 zl> l> „ ,, April »October llK>») lO> »0 l«4er 4»/, 8t»a»l°le »50 ft. i?u za ,?l - l«««Xr 5°^ „ aanze »0 fl. »,»» «89 ß0 l»«o«l ü»/« „ Fünftel iva fl. l»? b« ^e »»/, »«»..yfandbr. U t« fl. z« ,,j.4« — »?/, vestrrr. «oldrente, stlurrf«< i»9 35 liS Lb 4"/» d», «ent« ln ttronenwähr., steuerfrei für 200 »ronen No». t«, zo l ÜO lOO 70 »'/>'/« »fterr. Investition».«««« für »00 Kronen stom. . . «? 12 «? 3» »ist»b«hn-Staalssch»l>»«» schr«l»»»>tl»« »llsabethbahn in «.. steuerfrei (biv. Lt.), für 1 fi. », 4°/, !»«?<» N? zo Franz»Joses.«ahn in Gilber (di« Et.) f. 100 ft, Nom. 5'/.»/, 1« 4" «»s <<, >lu»olf«bab,n 4«/n in Hr«n«n», »euerf. (bin. Et.). f«r ««erschrelbn». «e» «bgeftemp. »lse»h..»cl 70 «eld War« Vo» V W. 4«/,......»ls- lls ü» Dr«nz°I°sef-».. «». ,««4. 4«/, »i lU S« i>» «alizlich« »orl - Lud»i<. Vah». Xverje Stücke 4»/. , . , . «»10 SS-Voi^ilberg« Vahn. E«. <8«4. <°/, (div. «t.) G, s. l«) ft. «. S8 1ö 99- U««. «»lb«W« 4»/, pn ««H, 1l9 80 «9 50 btl>. bto. p« Ulti»o .... Iis'30 II« 50 dto. «ei'te in /,°/,Vchanlr»aal-Nbl.°Obl. . . ,(,« so lOU 60 »»l»be» der «ladt Osr» . . Otc>b!g«»^l,!oe Wien l0»>»<> 10» ül> Hnlei« >. Gtadl2,u»eind« Vl<» lGilb« ok« »old! . - . ,«4 75 !«.'. 5,^ Ijräuiien'A»! d, K»abtff».».«»lthe«. »en»»» »'/, « )ü —— 4, «eld «a« Psandbrieft (für ic» fl.). Vobcr. all«.«st.bo l i» 20 N.«Ofteir, Üanbe».Htw..«lnst. 4°/, »« ?u l 70 vest,»un«. Vaill oerl. 4»/, . . lyu - l0l — dt«. dto, bojahr. „ 4°/, . . loo- 101-. Oparcasle,l.ösl.,801.5'/,°/,vl. IM b(' -- Prtorttä!«.ybllg»tl«n«n (fill 1lX) ,l.). ffeib!nand«/,^Frl«.eo<>P.Tt. «, - «»g.. Sübbahn 8"/, 5 ßrc«, ÜOO p. 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