!^t.I34. Samstag, 14. Juni 1902. 121. Jahrgang. Macher Mum. '''"^ N"s: Mit Posl Versendung: «»»Mir!,, 2U X. Halbjahr!« lü « I"> «°"t°r: ganz- ^ ^ '''l!°a^.""''6 ,1 K, 5>>r die «nstell.,na ins Hm.s aanzjäl,ria 2 »(. - Insertlonöaebuhr: ssnr lleine . ^^ " "'« z>> t «eile,. 5>« d, gii)fne pe> Zeil.' »2 I." bei öftren Wicberliolmiaen per Zeile <> b, ^ Vie «llaibacher Zeitung, erscheint »üalich, mit Abnahme der Coun^ und Feiertage, Die Ädminiftratlon befindet sich Nungrehplah Nr. 8, die »icdaltlon Dalmatin-Gasse Nr, U. Sprechstunden der «edaltion von 8 b!« l0 Uhr vormittags. Unsranlicrte Vliese werden nicht angenomnlen, Waimsiriple nicht ^urüclaeNellt. ^ Amtlicher Teil. !'! dp? ^/' ^Mldespräsident ini Herzogtiune Krain ">!lhi^ ^"ldhüter der Gut^herrschaft Rlipertshof '^ , uiar die mit den, Allerhöchsten Hand^ " dioni >'"^' '^^"lt l«»^ gestiftete Ehrenmedaille "äiahng^ Grelle Dienste zuerkannt. A U^?/"^blatte zur «Wiener Zeitung, vom 12. Juni U"isle d,3 !"""e die Weiterverbreitung solgender Preß< ^^l. I2o'"""tner Zeitung» vom 6. Juni 1902. ^ Der Plcßgesctzcutwurj. M> ,^'u ^Ministerpräsidenten Dr. v. Koerber vor- »or H ^geso^ntlulirf wird von der gesamten Ti? ^ dunstig benrteilt. »do ^'^'^ ^'-'"e Presse" schreibt: „Der grund° '"ist^ , "^ Motivenberichte^ und die Rede des l bringen in erfreulicher Weise eine ^drii^! ''"'^ >n der Behandlung der Presse zürn ?^N do!"^ ^" venvaltlingsrechtlicheu BestilN- schritt ^ ^""vurfes sind iibeNviegend als ein '"chtrn ^"'nber dein bestehenden Preßrechte zu ^n nm'^?^ ^"^' Gleiche kann von allen Vestini' ^nnss^"" '""deil, die im Justizministerium ihre tz^hal^^r''" ^"gblatt" wirft die Frage ^^se,„ '""u b.>i soviel Liebenswiirdigkeit fiir ^ ^ übor di.s """'l"sw hat, in den Vorstadien ?^Vori, , "ud" Wlt fest, daß die Regierung ^ "Nhttl^ / "" '^ueo Versprechen eingelöst habe, ^ "' in m, ""e Herr v. .««Werber mit Recht sagen, 'Nsson ^. "'^. "nschlcigigen Beziehnngen den Be. ^"»on s„>. ^"t und der Verhältnisse entgegenzn-^llirz. "' ^ie Vorlage sei eine Reform, lein Das „Fremdenblatt" sagt von dem Entwürfe, daß er sich über viele Vonu-teile, in welchen die Pres^ gesetzgebung bioher befangen war, hinwegsetze und sich einer modernen Auffassung der rechtlichen Stel lnng der Presse anschließe. Die „Arbeiterzeitung" erkennt an, daß das Preß. gefeb ein modernes Werk sei, das geeignet ist, „zu seinem Teile Oesterreich cmf geradezu euroväifches Niveau zn hebeu." Die „Ostdeutsche Rundschau" lagt vou dein Entwürfe, er sei geeignet, einen großen Teil der bisherigen Beschwerden zu beseitigen. Er habe einen durch-aus modernen und gchmden Kern, g(H^ der Presse einen viel größeren Spielraum al5 bisher, lege ihv aber auch eine ernstere Verantwortung alls. Und das sei recht so. ^ . Die „Oesterreichische Volkszeitung" erklärt, es gehe durch das nene Preßgesetz ein moderner Jug und es bedeute eineil dankenswerten Fortschritt. Das Alatt konstatiert, daß die Preßreform und nicht minder die Einbegleitnngsrede de5 Ministerpräsiden-ten im ,5ause sichtlich den besten Eindruck hervorriefen. Das „^lene Wiener Ionrnal" erklärt, daß die Preßreform einen starken Fortschritt bedeute. Die parlamentarische Lage. Die Nachricht von der Demission des Ministers Dr. Rezek begleitet die „ReiclMvehr" mit der Bemerkung, Dr. Rezek znr Demission zu drängen, konnte stets nnr als ein Erfolg der Deutschen, niemals aber al5 eiu Erfolg der Ezcchen gedentet werden. Und uuu habeu fich die Ezechen gleichwohl diefen Erfolg znge, ^ogen ^er konservative Großgrundbesitz sehe jetzt mit Maliern alle Erfolge der früheren lvohlbcdachten nnd zielbewußt geführten Politik deo Ezechenklnb^ '" ^c5 ^Nche Volksblatt" erblickt in der- Demission den Beweis, daß Minister Nozek sich mit der Regiernng solidarisch fühlte. Vorläufig werde alles Mögliche, getan, der Fahrkartensteuer trotz aller Schwierigkeiten doch noch die Wege zu ebnen. Der „Deutschen Zeitung" erscheint die De-mission wie überhaupt jede, eiuschneidende Verände» rung auf innerpolitifchem Gebiete von ungünstiger Wirkung. Das gesamte Augenmerk müsse, auf den Ausgleich kouzentriert werden. Diese große Entscheidung könne durch iunerösterreichisäie Krisen nnr in ungünstigem Sinne beeinflußt werden. „Das Illustr. Wieuer Extrablatt" meint, es sei nicht zu entdecken, was die Czechen zu erreichen hoffen. Die Demission Dr. Rezeks soll für sie die ernste Mah« nung sein, die Nriickeu noch nicht ganz abzubrechen und sich einen Rückweg auf das Gebiet der politischen Vernunft zu wahren. Das „Vaterland" hält es für nicht aufgeklärt, welche politischen Erwägungen oder Hoffnungen die Majorität des Czechenklubs bewogcu habeu, gerade die Fahrtartensteuer zum Ausgaugspunkte einer Altiou zu Wahlen, welche in ihreu nächsten Kon» segnenzen die ganze innerpolitische Situation in Frage stelleu muß. Es bleibe nur die Annahme übrig, daß der Ezechenklub noch nicht das letzte, jedenfalls nicht das allerletzte Wort gesprochen hat. Die „Wiener Morgenzeitung" bezeichnet es alö eine Folge der czechifchen Politik, daß die Czechen in Dr. Rezek eine wertvolle Vertretung ihrer Interessen und Wünfche im Kabinette verlieren. Dann aber wer» den die Iungezechen bald genug veruehmen, wie sich die Wählerschaft zu dieser Taktik stellt. Das „Neue Wiener Tagblatt" zitiert eine Aeuße> rung des Ministers Dr. Rezek, er habe die Demission überreicht, weil ihn die Iungczechen im Stiche gelassen hätten. Das „Fremdenblatt" richtet an die Czechen die Bemerkung, ihre Führer hätten wissen müssen, daß die Regierung so hochgeschraubten Ansprüchen nichc entsprechen kann. Die Iuugczechen haben eine ernste Situation geschaffen, eine ernste für das Parlament, aber eine noch weit ernstere für sich selbst. Die De^ mission des Dr. Rezek sei ein WarnungszeiclM, das Feuilleton. ° Das Lamm. ,/ "Zersetzung von Katharina Ärenniny. ^^er. . ^chintz.) i '^ !m?^^ "' semen Kollegen, der mit jener " !>> h.<Äa bnm blonden, mitleidsvollen Tochter / i^>r ^ ^. U"m hätte er die Seele des Mädchen» ? lnich/^U'chm u^l^wmg. erforscht, er wagte ! ^j^Ui'e? Er, Professor Riccardo Biscaglia, ? ^h/^l" rief der Kollege ihn, ans der -l^ih,. esicht rotübergossen, nahte er sich mutig l' "cf. ' prallte aber beiin Anblicke des Gewinnes ^ 'lelll^ ^"»nn!" riefen die bei der Lottie An- / ^, -"nun!" lviederholten sclMzhaft die Um-^ «b. ^"«lui st^ ^^ ^.^^^ ^^^ ^^ ^ ^.^^ '^ t,nn' i/'^ ^"' '""lloge noch kräftiger, als er , "^ ^n " '^ "' ^"' Hand erblickte. '.?"". d""""" geistvollen Manne kommende ! ^>t V' !" ^""' ^"'diente ^ob fiir eine fchwie- ^ ll,^ "'Uw, belebte den Profefsor uiit ueueü, .u Und s^'^'rft^ defsn,, denn sie stand vor ihm. V^n, "1'en zu sagen: Warlun haben Sie es ^)t wäl ^^^ ^ ^^ norden es gut behan- Ihre schöne handschuhlosc Hand strich über den Kopf des Länunchens: Augen und Mund des Pro-fcssors, der einer Amme mit einem ^auglmge auf dem Arme glich, erwiderten aber mcW ,Vist du glücklich?" sagte der Kollege, ihn deu Tmnen vorstellend: „Professor Viscaglm - die Tainen Erocchi." , .. ^ ^ «>-,'. ,.Das Los hat Ihnen Unschuld und Nemheit gebracht", sagte die Mama. „Wie ich Sie beneide um das reizende Gefchöpf!" fagte die Tochter. Es fehlte wenig, so wären Korb und Lamm den Händen Biscaglias bei dem Stoße entfallen, den de: Freund ihm mit dem Ellbogen versetzte, um ihm deu Gedanken zu suggerieren, der ihm selbst schon ge-kommen war. ^. _,^ ^ Ueberrot sprach Viscaglm: „Wenn das gnädige Fräulein erlauben... Sie könnten besser Sorge tragen fiir das Tierchen als ich ... ^ch habe keine ^>rau " Die Tochter blickte die Mutter fragend an: diese gab ein zustimmendes Zeichen. Beide bedankten sich und d,e mit Zärtlichkeit be-grüßte Unschuld und Reinheit wanderte aus Riccardo Viscaglias Händen in das Reich der zartsinnigen Signorina Irma Erocchi. — Mehr und besser als zur Raserei, nämlich mit Veruunft, war Riccardo Viscaglia verliebt, denu seine Liebe war nicht einer blinden Neigung entsprungen, sondern der Bewunderung von Herzensgüte. Mehr als Irmas Schönheit hatte ihr mitleidiges Gemüt sein Herz bezwnngen. Schönheit ist vergäng. lich, Güte nicht, wenn sie dem Herzen entspringt,-Freundlichkeit ebenfalls nicht, wenn fie aufrichtig und natürlich ist. Von solchen, Mädchen geliebt sein — bedeutet da» nicht Trost für jede Qnal, jeden Schmerz, jede Mühe, jedes Leid? Fräulein Irma mochte noch fo arm fein, er liebte sie. Er war verpflichtet, den Damen, die sein Geschenk angenommen, einen Vesuch zn machen. Er beschloß, dieser Pflicht zu genügeu, und nur, um s,ch zu vergewissern und den Kopf auf dein rechten Zleck zu behalteii, fragte er den Kollegen: „Nicht wahr, die Crocchis haben keine Mittel?" „Sie haben immerhin etwas. Weder arm nock reich." ^ Ein Strahl durchbrach die Wolke; ein Leucht, turn, wurde m der Finsternis sichtbar. Eine Vereint» gung des Gedankens mit dein Gefühle, der Liebe mit dem Verstände, der Poesie mit der Wirklichkeit war al,o möglich! Irma hatte Herz - so viel Herz! Und lie be,au mcht mehr oder wenig mehr, als eine Hütte wert ist. .n«^ b"<^ um i'W Hand anhalten. Glück war also keine Illusion! Gesegnetes Lamm! Das Lamm wählte er zum Brautwerber, machte ^ zum Bilde semer Traume, zum Gegenstande seiner Gedichte, zum Symbol seilies Herzen" l. ?^'"!> ^'^' ""d Sancho Pansa sich jetzt im Gemnt de» Proses,ors ^inigt hatten, so stieg e^ wie erlist Tartar.n den Rigi erstieg, die Treppen zu den Damen Croccln hinauf. ^"" - - - 3wei . . . drei Treppen. Die Damen wohnten sehr hoch. Bein, Steigen wuchs seil, Herz-lwpseu, es sank das Blut. Blaß, keuchend hielt er auf ^»i letzten Treppenabsatze an und las auf einer der Tureu den Namen: Erorchi. Er fühlte sich so bleich, daß er nicht sofort die elek. tnfche Klingel zog, fonderu sich erst die Wangen rot rieb. Sein Vorhabeu schiel, ihm lächerlich; er befürchtete, daß ihn jemand sehen, oder aus dem Treppcnfenster erspähen könnte. Er wandte sich . . . Aus dem gegenüberliegenden Kücheufeuster hiug das Lamm . . . geschlachtet. Laibacher Zeitung Nr. 134. 1132 14. IllM^B^ ihnen noch rechtzeitig Belehrung bringen kann. Noch sei Zeit zur Umkehr. Die „Nene Freie Presse" ironisiert eo, daß die Ezechen Obstruktion machen, um ihren ureigensten Minister los zu werden. Tie Bombe sei geworfen wor den, aber das Ministerium sagte, wie einst der Präsident der französischen Kammer: Die Sitzung dauert fort! Mögen die Ezechen, obstruiereil gegen Witwen und Waisen, gegen Pensionisten, Diurnisten und Au<" lultanten. Es wird ihnon bei dieser Arbeit schwul werden. Das „Neue Wiener Journal" zieht aus der Ueber-reichung dieser Vorlage den Schlich, daß der Minister-Präsident die Schrecken, die ziemlich unerwartet den parlamentarischen Boden aufwühlen, nicht schwer zu nehmen scheine. Er habe offenbar die Hoffnung nicht aufgegeben, daß die Schwierigkeiten geebnet werden, wiewohl es zutage trete, daß die inuere Konsolidie-rung deo Abgeordnetenhauses noch sehr viel zn wün scheu übrig läßt. Politische Ueberficht. : Laibach, 13. Juni. Die „Politik" veröffentlicht Aeußerungen eines „aktiven Politikers", der das Vorgehen der Iungczechen au5 staatlichen, nationalen und parteipolitifchen (Gründen al5 verfehlt bezeichnet, I'.n jetzigei» Zeitpnnrw, in welchem für die Zukunft überaus bedeutsame Frageil ihrer Gosling nähergebracht wei'den sollen, sei es am wenigsten angezeigt, dem Landsmannminlster Schwierigkeiten zu bereiten. Wenn nicht in letzter Stunde eine vernünftige lim kehr sich vollziehe, werde der Iungczechenklub eine Schlappe erleiden, welche, politisch demoralisierend wirken und seine Stellung vor der Hauptschlacht w<^ sentlich verschlechtern müsse. — „Hlas Naroda" will die Hoffnung auf ein baldigeo Einlenken der ^ung-czeclM nicht anfgeben. Zn wichtige Interessen knüpfen sich an das rechtzeitige Zustandekommen der Fahr-lartensteller«Vorlage, als daß der Iullgczechelllllib sich dem Vorlvinfe au5setzen kölulte, er habe durch seiuen Widerstand gerade die in ihrer E,ristenz am Nleislon bedri'lckten Volksschichten geschädigt. Im Herrenhanse des preußischen Landtages sagte Abg. Koscielski bei der Veratung der P o le nvorlag e, die Polen halten fest an ihrem aus zwei Punkten bestehenden Pro-gramme, welches lautet: Wir bleibe» Polen und lassen uns durch keine Bemühungen verleiten den Boden des Rechtes zn verlassen. — Der Reichskanzler Gras > Biilow hielt hieranf eine längere Rede und schloß mit den Worten: „Wir denlen nickt daran, unsere polni^ scheu Mitbürger aus der Heimat zu vertreiben, sie ^ ihrer Sprache und Religion zu berauben. Wir hoffen dielmehr, daß unsere polnischen Mitbürger in An> c-rkennnng der ihnen seit eineinhalb Jahrhunderten, zn teil gewordenen Wohltaten mit der Zeit ans voller! Ueberzeugnng gnte loyale Preußen und Deutsche sein ^ werden. Der fortschreitenden Polonisiernng der öst- ' lichen Provinzen »vollen wir entgegentreten dnrch kon-! sequente soziale, wirtschaftliche uud kulturelle Hebung des Dentschtums. Dieseln Zwecke soll auch das Geseh dienen." (Lebhafter Beifall.) Aus Loudou, 12. d. M., luird geiueldet: Voi eäuem gestern zn Ehrei» der königlichen Beamten veranstal teten Bankette hielt E h a m b e rlai n eine Rede, in welcher er sagte, der gefchloffene Friede fei für beide Teile ehrenvoll. England habe alles erlangt, wofür es kämpfte. „Wir haben dem Gegner gegenüber, was die Persönlichen und privaten Angelegenheiten betrifft, Großmut an den Tag gelegt, doch haben wir nichts Wesentliches zugestanden und nichts getan, was für die eventuelle Löfung der südafrikanischen Frage von Nachteil sein könnte. Die Art, wie die Änren die Be» dingnugen annahmen, ist eine günstige Vorbedentnng für die Zukunft. Wir haben viel für die Festignng de-.' Reiches getan." Mit der Einleitung der neuen Aera in Süd' afri k a wird nach einem Berichte der P. Korr." aus London fehr energisch vorgegangen. Das Kolonial' amt, dem die beiden neuen Kolonien nnterstellt sind, nchm't bereits mit den nenen Verhältnisse!,, und zwar ist dies derart durchgreifend ins Werk gesetzt, daß schon, seit dem Beginne dieser Woclx' eine gesonderte Verrechnung der Ausgaben für das Reich nnd der-jenigeu für die neuen Staatsglieder eingetreten ifl. Mit anerkennenswerter Liberalität bemüht man sich, das neue Regime so wenig wie wöglich auf die per-sönliche Freiheit drücken zu lassen, trotzdem zunächst noch nnr von einer Militärverwaltung die Rede ist. So wird mail in kürzester Frist für alle größereu Be-völterungszentren das Kriegsrecht aufheben und es nur in jenen änßeren Bezirken doch längere Zeit an-daueru lasseil, wo Störungen immerhin nicht zn den Unmöglichkeiten gehören könnten. Was die Gefan-genen betrifft, so sott nur der eine Unterschied gelten, ob sie den Loyalitätseid leisten oder »licht. Die ersteren luird man ohneweiters repatriieren, »venn schon manche von ihnen gerade nicht als wünschenswerte Untertanen betrachtet Nierdell. Die Unversöhnlichen wird mail „anderswohin" bringen. Bezüglich der-jenigen, welche aus dein Lande geflohen oder die de portiert worden sind, behält sich die Regierung div Entscheidung für jeden einzelnen Fall vor. Hinsichtlich der eigentlichen Entwickelung des Landes ist sich die Regierung völlig klar darüber, daß das Heil der Zukunft nicht allein von den, Minen kommen kann, man wird im Gegeilteile, alles Mögliche tun, um die Land» wirtschaft zu unterstützen nnd zn modernisieren. In T u u i s ist am 1 l. d. M. der B ey Sidi A l i gestorbeil. Am gleichen Tage fand die Ein-setznng seines Sohnes, des Prinzen Mohammed e l H a d i zum Bey von Tnnis statt. Der französische General resident P i ch o n , der mit dem Personal der Residentilr und mit den tunesifchen Behörden der Feierlichkeit beiwohnte, gab zunächst dem Beileide der französifchen Regierung anläßlich des Ablebens Sidi Alis Ausdruck, erteilte fodanu dem »»eilen Bey in'. Namen Frankreichs die Investitur nnd sprach die Hoffnung aus, daß die neue Regierung ebenso wie die frühere der Gerechtigkeit, der Zivilisation nnd dem Fortschritte geweiht sein werde. Mohammed erwidert", er werde treu die Politik seines Vaters befolgen. Tagesneuigleiten. ,^, - (Eine fidele Wie ma» aus Budapest schreibt, sollen die -"''3'' H angeblich ^00 Uöpfe zählenden 'nohammedai"!^ ^ schwerdedepntation aus Bosnien und der Herceg ^i nach A»ldapest lamen, um gegen die jetzige ^wa M ollupierten Länder zu demonstrieren, währei.b iy F entHaltes in der ungarischen Hauptstadt nicht w"» ^. ^0.000 lv bloß anf Nachtfialer. Caf6s-chanta» p « ^ licl> schöne Dinge verausgabt haben. Nach "! h^F es, daß es den bedrückten Mohammedanern dalM so übel ergeht. ^ ^' — (Die Toten von Martinique,)"^' liche Bericht des Oberarztes der Kolonie". .b"^,F' Insel Martinique geschielt worden war, um ^ ,^Mle i' Mittel zur Beseitigung der Leichen von SauN^^ studieren, liegt jetzt vor. Dr. Lidin lonstatierte, daß ^ der Leichen, welche beseitigt werden mußten, »»» ^>'' einer Seuche, von der man anfangs sprach, 3" ^ .M! gcring war im Vergleiche zu der Menge der Ver ^^ Dir meisten Leute, schrieb er (am 13. Mai), °'^l^ vulkanischen Ausbruche betroffen wurden, liegen ^§ eingestürzten Decken und Dachstühlen der H""l .^iiz^ nichts zu inachen, und die Leichen sind durch wc^^' Trümmerschicht gedeckt. Die Straßen sind g""e>> ^ die eingefallenen Mauern und die Trümmer be l ^ ^,, k sperrt. Viele Leichen sind unter der Asche bey"^ ^ Wegräumen des Schuttes ist nicht zu deuten. D'e>e „ ^ >>.'äre durchaus unnütz und würde einen beträch ^ ^ >rand von Arbeit erheischen. Sie wäre lcstspieug ^stF drein gefährlich, einerseits wegen des mögliche" ^ch l< von Maueri» und anderseits, weil ein neuer ^^ftß^. Vnllans die Arbeiter überrascheil lönnte. Dtt I ^Zi^ Leichen findet man in der Umgebung der ^"<<^ K^ , spitals. in den Straßen de la Mairie>e ^ella" ^,,)?' . Longchamps; manche von ihnen sind halb ^l!°? ^ > Wcgschaffung bis nach der Küste, wo sie begras' .,^ ^ geäschert werben sollen, ist mit großen Schw'"'^ B, . bunden wegen der versperrten Straßen und ^. schrittenen Verwesung. Das Richtigste wäre. n^j«' < diese menschlichen Ueberreste mit Asche ^s "^M.^ j. Steingebröckel und legte darüber von dem V^ch. ^' ' haft vorhanden ist. Auf gewissen Puntte". !^,l^ z. V., würde es genügen, die Körper mit ber"^^. , zn überschütten, die in dichten Schichten vorlM' ^, i die gänzliche Verwesung rasch erreicht. Wenn '"" .B^ die Dinge so ließe, wie sie sind, und die Verweh s>! Lnst erfolgte, so wäre meines Erachlens die ^>^hll' ; Kolonie nicht groß. Fast die ganze Stadt war aw ^ ^ ^ hohen Hügels, der sie einschloß, gebaut; °"s e^,/ ^ Seite hatte sie das Meer. Die herrschenden W"'" M^ ^ del See hin. Die Umgebung wird in einem ^' M^: ^ auf lange Zeit hin unbewohnbar sein. ^^< vel^ ^ Leichen sind in verhältnismäßig geringer ^uza^^U^ - ((5in neuer Vazillus entdea «^ , ^,, Blätter melden, in dem Tochter-Institut des ^ ^, ^ Laboratoriums in Saigon, das Dr, Ealinetl ,^ ^ h l,^ — (Die gelräntte Unschul d.) Vor " /^ , , gerichte in Liverpool erschien diesertage ein "^n! Aj John Wilson, der seit 1881 beständig zwiscl)e" jft,^ hause und seiner Wohnung hin und her a/N^..„" s^i inal wnrde er für zwölf Monate „in den Sch"'^B^ , Als er das Urteil hörte, sagte er im Tone tiefst^B / ^ „König Eduard soll also' am Tage seiner >" ^^ ^ seiner treuesten Untertanen nicht zu sehe"^^^,' ,^ Ver öchwiegersohn auf f)robe. humoristischer Roman von Gustav Nehfeld. (31. Fortsetzung.) In Zeidler eiiipörte sich alle-5 gegei», die Ma»»i ^r dieses Manne?, aber schließlich »vürgte er seinenAerg^r hinuntei- und sagte, wie sich entschuldigend: „O, Herr Fimnlel, ich bin schon längst aufge standen! Ich fürchtete jedoch zn störeil, da ich kei» Geräusch iil» Hanse hörte." „So, dil bist schon längst aufgestanden?" sprach Herr Amandns ihm mls;trauisch nach. „Wann ist dcim deine, gewöhnliche Zeit?" „Sieben — sechseinhalb — je nachdem!" „Pflegst dil früh etwa,5 ^u elssen?" „Allerdings — dao heißt, je nachdein es »neine Zeit erlaubt. Wenn im Geschäfte viel zll tun ist und man ans dem Posten sein mnß, dan»» komme ich zn weilen nicht dnz»l, zn frühstücken." „Tann haft du also keine regelmäßige Gewöhn-heiten!" sagteFimmel bedentlich. „Tas ist mlrecht! Ich trinke seit meiner Gebnrt j^den ^vcorgen Kasfee und esse eine Äuttersemmel dazn. Nicht fiir ein Königreich möchte ich darauf verzichte!». So bin ich — ja!" „Kafee nnd eine Vutterfemmel — das ziehe ich auch allen a>,deren Diügc'i» vor!" rief Zeidler be> geistel-t. Er verspürte in seinem Magen eine bedenkliche. Leere und sehiite sich nngemein nach dem braunen Trank der Levante. „Ich mei»ie5teil5 zielie nichw vor!" erklärte Anialldlls verlveisend. „Ich habe nnr die Gewohnheit, am Morgen .Unffee zu trinken und eine Temmel zn essen. Ein emster Mann sollte überhanpt nichts vor-zichen!" „O, »veh!" dachte Zeidler. „Der Tag fängt ja schöi» an!" Tic Sache war die: Amandus hatte gefnnden, daß er tagsznvor zn mild nnd liebevoll gewesen war. Heute illlll stand sein Entschlnß fest, dem künftigen Ichluiegersohn gründlich auf den Zahn zll fühlen und ihn ernstlich zn studiercu. „Wozu soll man sich denn geniere»»?" dachte er. „Ich habe, der Liebe dreißig Mark gezahlt — dafür lulls; sie mir ein ganze» Sortiment Schwiegersöhne liefern. Wo werde ich denn gleich den, ersten nehme», den sie mir schickt? Das habe ich ja »licht uötig! E5 handelt sich nnr darum, einen Grund zn finden. Dao trinkt, gern Kaffee nnd ißt gern eine Semmel dazu —- so etwas! Freilich, der größte Fehler wäre da,5 noch nicht!" „Wir fnihstückeii erst in einer Stunde, lieber Emil!" sagte er laut. „Die Damen sind erst anfgestau-dei». Solange mußt du dich also schon gedulden. Ill zwischen -^ wie wäre es — möchtest dn nicht einige Eimer Wasser voll der Pumpe holeu und die Tonne dc.' füllen? Ich begieße gern mit abgestandenem Wasser!" Der Heiratskandidat sah seinen Schwiegervater nnd die Tonne — eine der größten ihrer Art - ver blufft an. Dann ergriff er die bezeichneten Eimer un') begann ohne den geringste»» E»thusia5mi>5, alx>r auch »licht widerwillig den il)iu gewordenen Auftrag ,->,: vollziehen. „M'äftig ist er!" dachte Am an du s, der den jungeil Mann schweigend beobachtete. „Nnr das gefällt mir »licht, daß er seinen Rock nicht dabei anszieht. Er kam' ihn sich doch beschniichen! Ist »licht sparsam, der Bursche! Der würde mein Geld bald durchbriugen! Oder sollte er es auo Nespekt nicht lnn? Um sich vm -----------------------------------------------------------^5 „ mir »licht in Hemdsärmeln zn zeigen- ",.. ,,!> egal! Wieder etwno, was mir nicht ges^ I Ff Und der unglückliche l'nd schleppte, bis die Tonne mit sech^. ^ füllt war. Man rief endlich zum Frühst'^' ^1'^ „Nnn?" fragte Adeline verstohlen ^l>'-,,l> Dieseo ,Nnn'<" besagte: „Hast dn ol>o^' ^l''^ deckt?" Amandns runzelte die Stirn »»'^ ' .^/« denklich den Kopf. Die Hausfrau neue Indizien vorlägen, und machte inf^ ^,»' fehr reserviertes Gesicht, als der j""^ ' ^ srenndlich nach ihren» Vefinden erklindw ^i^, Alich Anila »uar weniger freundlich ^^ ,^'^ aber uatürlich a»is eiileiil anderen ^"'I'^^!f erschien ihr so artig nnd nett, daß sie fu^^,F,,/, den Ihren gefallen. Was aber Mo I^F"'' wenn sie ihn abwies, falls er, wie ihr PlN ,^ ! ulil ihre Hand ailhielt? ,, Zl^^ Zeidler ver»nochte die ihm f"'ldll^^^^ l i>', der Familie Fimmel während des ^,,»^, > g^>»om!neilell Frühstücks l,»lfch»uer zu ?,, sc^F'> den Griind z», abllen. Da5 lvar fchoi» "''^^^V mehr, das war offene Spionage. "l!»^> ^i-!'^ nnd Aopafia " alle drei hielte!» '"^^»^^ Augeu auf ihir gebeftet, verfolgten i"/,lui''^^ ^ gnngeii olme die geringste Scheu, ^""/,-^h >>'','n^» zige. die ilm nicht ansah. Der HlU'^'h"'!'^ ^,i^> Tisch, um sich z», vergewissern, »vie er^ ^,B^,^ ff Aspasia sah zu, wie er von der Se»»»'" .^ sli» .^ ^ Tasse zum Mnnde führte. Wellig l^l^^B^/« ein, wieviel er mit einemlnale tränt- ' ^.iil^'M» ungeniert den Stoff seiner Hosen "'",„ i'l'^MW lun sich von der Güte und den» Werte ä M'/« Knrz. dabei tollute nur ein Mann '^. ^»' » Haupte»», der nnbedingt entschlossn»' > ^cher Zeitung Nr. 134. H33___________________________ 14. Juni 1902. '^Mr^ Dauerte das gleichfalls, aber er konnte dem ^. ?m! ^"'ne nicht helfen. l Pttetäs^' bliche Mittelschulprofessoren.) ^Il"ttii?ta..wkb ^sch^^he,,. ^^^ ^„^. Entscheidung 'ltchigss/^ministcimms lönnen Fraueil an den vier un-^ sllll^ ' ^ Mittelschulen als Professoren angestellt wer-^ lß, "forderliche Qualifikation besitzen. ' ^bo^"^)utlich.) In Landsberg a. L. erloschen '.n '>Nn' ^uoche eines Abends Plötzlich alle elektrischen ^ ^ bie n's ^ ganze Stadt lag buchstäblich im Dunkeln. ^ ''^dtt W'^' Die Vetriebslraft des Elektrizitätswerles '"lsl^"^bach. nnd in diesen war ein Pferd gestürzt. ":^ .,,?.""auszubringen, muhte das Wasser abgelassen ''^/^j ° °,"burch lain das Werk einige Zeit zum Still-^higl^ ?urger fanden das zwar nicht ganz in Ordnnng. "Alaue ^ "^^' "^ s" hörten, daß der Gaul gerade > ^(D? Ä"^' ^" sur Zeit das beste Vier hat. ''"'ln>> m/l ^3 enschirm des M i n i st e r p r ä s i -'""' tn^l/ ?'^'"U' Eoinbes hat seinen Regenschirm ver-^eise d? ^ «Journal des Döbats". Nährend er im ,^'hin s^,, ganzen politischen Welt nach Ministern suchte, ^tnai. '^l"s Parapluie abhanden gekommen. Das > "Iatvoll "^ ^^"^ s"'"" schmerzensreichen Aussen !j^. / ' 'ch habe mein Ministerium gefunden, aber ?^tchau' ' '" Floren!" Es wird berichtet, es habe ^°U^V^ "'" ^" kostbares, durch besondere Vor-^lher s,'7"les Regendach gehandelt. Es war ein ganz s""b'^"M"< schurr Regenschirm, aber er war ihm ^littl/m." ^"^^ llmge Jahre seine Schuldigkeit getan. >, zufola.^ "^^t sich in allegorischen Betrachtungen. ?^«n ^ °°^ Regenschirm, der Herrn Combes abhanden ^'9'bl si<< s Unbelanntsein. die Verborgenheit gewesen !<, t>iest/I "?" '"' übrigen der trostreichen Hoffnung hin. ^ »oiird " keinerlei symbolische Bedeutung in sich ^°» ^ '^„ Schlaflranlhcit in Ugand a.) Von 6N Off ^" ^ "'^ englische Expedition, welche vom , nach i,^ "'^ "on der Noyal Society" organisiert ^°che» Ä"'^ ,"'^ ^r bcmerlenslverte Experimente über Ily. der w . Mimischen Eampagna gemacht hat, Doktor ^ '" ^ndi "^ medizinische Forschungen am Niger >5 ^nslitm Vltellt hat. und Dr. Castellani vom >' Haupt k', '^ Forscher werden sich nach Entepp?, ^6, Y^ ^" bekannt und jetzt auch den Kongo ent- '?° ! derb!»- " ^loininen ist. Man befürchtet, daß sie 'i!?^en >n'"'/ !'nd. Sie hat viel Gemeinsames mit der ^!" »voide,, ^''/ ^.^ ietzt sind nur Eingeborene davon V^äusern' s ^ ^"^ wurden vor kurzem in Londoner ^ sind i>, ^°"belt. Nach den letzten Berichten aus "nd die E^^°2a allein 20.000 Menschen daran er- ^ lE i n e s^ ^ll noch im Zunehmen sein. ^- "). dies, ^'nder spiel halle in den "'lies. b«s- "ueste Ausgeburt menschlichen Erfin- ^M dort ^ ^ selbstverständlich in Newyorl. i!,'' ^ach ej, '" der Madison Avenue ein Haus sehen. V'^'wn z.n'.!^'^ Konstruktion aus Eisen Holz und ' Spiels ""''^atelier ähnlich, trägt. Diese Glashalle ^ I» ein '^' ^''^er bestimmt. Die Neuheit findet ^'b u>,d d 7^'"^" Höhe ist die Luft rein. Licht in -l» tvird sck ^'cherheit größer als in den Gassen. Der l^> der ^ '.'üchgeahmi. Ein Herr P. Norihup hat ' ^" AorsM '"schen Gesellschaft für Kinderheil- "''ltlplci^ ^ gemacht, in den großen Städten ähn- 'i.'^^hnei ^ "^" Dächern zu errichten. Was werden "'"tnell^-?" ^"' deren Wohnungen sich unter plagen befinden werden? ^ifs^ ____ ?' ^luM!""^"' ^nd dies u,m-, bei Zoidlor der ^ ^bor „V ^"' a^nr das Geschäft voraräw'n. !«)nll^ '^U) !ur alloiinat' N^chlNliig U'ciwl-flihrcu. ^ E^s.."'Nte o<' indoo in del- Tat c>incl- N'olir-^ ^l l.«.^"^"uint>n,ia siir ihi,, dc»,, Haushrl, i, ^ 3U w -' "lwroil Tmiien nicht di>- Tcissl' i>," °lt, ^n (s,,^ ^^ Friihstlicks ergriff Adeline das !!?^on^ k"" Kleinholz uiehr! Dil könntest den "ht!« "l dch^^,,^ ^.Nandus, daß or c-twas llein ^ch>?^" Donat bestellen?" ineinte der Hcm^ 'llt^, ' "Wer weiß, ob der hente taun! Aber ^ ..Hir, s^ "uderes eiil!" fiic,te er wie erleuchtet et»v^ '""ben wir ja den Emil, der inacht dir ^"^hr' 6 fiir dio Miche klein. Wa'?, Junge?" /^d. N"'n!" bestätigte Zeidler, innerlich ^ ^ll^eitt^ luhtte ihn stracks anf den Hof. wo-^-^n ,.,'^' ^lus^ „lächtige, schon zersägte Scheite ' V^ Und s.""^' '^'" ""^ 'lrt. Aspasia war beiden ' ?Mt,i ' "'b 'n einiger Entfernnng, nni ihre '' ^l./^l^ " f"tz'.setzen. ^ °^ unk """ "" Stiick Holz, legte es anf den ' ^^'N ls's ' '^ der nngewohnten Arbeit mil' , ^ls^, ''"' bin, während Amandns daneben '"' '"Nl^>> ^ l'inerlich ft>ine Glossen machte. '^ a^i^l ^"' ^'"ck! Der Vnrsche gibt anch '^). ""a^. ^,f ^.^^ S^^.^,« ^s^,„ie>te er (Fortsetzung folgt.) Lotal- und Prolliuzial-Nachrichten. Handels- uud Gcwellickalumcr für Kram. — Die Handels- und Gewerbetammer für .Nrain hielt gestern abends eine Plenarsitzung ab, an welcher unter Vorsitz dec Kammerpräsidenten L e n a r <- i 5 22 ilammerräte teilnahmen. Als Vertreter der t. l. Negierung war Hofral Dl. N iiling Edler von Niidingen erschienen. Eö wurde zunächst zur Wahl eines Nammerabgeord-ncten fiir den krainischen Laildtag geschritten. Abgegeben wurden 22 Stimmzettel. U) Stiinmen entfielen auf den hiesigen Advokaten Dr. Danilo M a j a r o n. 2 auf den Vizepräsidenten .ttollmann, ein Stimmzettel war leer. Doktor Majaron erscheint somit zum Landtagsabgeordneten gewählt. Es folgten sodann verschiedene Mitteilungen des Präsidiums. Die Wahl des Kammerrates Lenaröiö zum Präsidenten und des Kammerrates K ollm a n n zum Vize. Präsidenten der Kammer wurde vom l. l. Handelsministerium genehmigt, desgleichen das von der Kammer beschlossene Vndgct Pro U»02. Eine Zuschrift des t. t. Justizministeriums macht die Mitteilung, daß die Leitungen der dicfcin Ministerium unterstehenden Strafanstalten den Auftrag erhalten haben. Aeslellu»gen auf Tischler-. Schneider. Schuhmacher, und andere ähnliche professionelle Arbeiten nicht mehr entgegenzunehmen. Präsident Üenaröi^ berichtete über seine Tätigkeit im Eiscnbahnrate. wo er im' Vereine mit Kammerrat L u ct -m a n n bemüht war, verschiedene das Land Kram betreffende Fragen einer für unser Land günstigen Lösung zuzuführen, so z. N. verschiedene Tariffragen, dann die Frage dec Wiedereinführung des sogenannten Erdbebenzuges auf der Staalsbahn, eines Ausflüglerznges. welcher an Sonn-und Feiertagen um 5 Uhr früh von Laibach abgehen und um 11 Uhr nachts wieder in Laibach eintreffen sollte. All? diesbezüglichen Anträge wurden vom Eiscnbahnrate an-glnommen. desgleichen auch der Antrag, daß der nachts von Trieft nach Wien verkehrende Eilzug auch in der Station Lcitsch Halt machen solle. Kammerrat Luckmann machte d,e Mitteilung, daß ec im Eisenbahnrate auch dafiir eingetreten sei. fiir die Land-bevöllerung. welche in Laibach Geschäfte und andere Verrichtungen abzuwickeln hat, einen zusagenden Zug zu erwirken. Sollte es tatsächlich nicht möglich sein. den sogenannten Erdbebenzug wieder einzuführen, so sollte wenigstens der um 4 Uhr nachmittags von Laibach abgehende Personcnzug um etwa eine Stunde später von hier abgelassen werden. Auch mache sich der Mangel eines direkten Wagens zwischen Laibach und Prag sehr unangenehm bemerkbar, da die Passagiere welche nach Prag reisen wollen, mehreremalc umsteigen müssen. Redner machte im Eisenbahnrate auch darauf aufmerksam, daß auf der Oberlrainer Lime zumeist nur abgenützte Nagen in Verwendung stehen und stellte den Antrag, daß diesbezüglich eine entsprechende Aenderung Platz greife. Kammerrat Luckmann besprach schließlich verschiedene Tariffragen, welche im Interesse des Landes eine Aenderung er- Kammerselreiär Dr. Murnit berichtete über die ^ätialeit des Kammerbureaus, worauf zur Wahl der Vertreter der Handels- und Gewerbclammer in verschiedene Ausschüsse und Korporationen geschritten wurde Gewählt wurden: für die tommissionellcn Verhandlungen wegen Sicherstellung der Naturalverpflegung für das Heer die Kammerräte Vinto M ajdl ^md Jean Schrey; in den Ausschuß der gewerblichen Fortbildungsschule in ^öplitz-Saqor .fiandelsmann Andreas Man er in Sagor; m den Ausschuß'der gelverblichen Fortbildnngsschule in Vel-deü der dortige Handelsmann Johann N u ö; zu Nevlsorcn zur Prüfung von Projekten für die Errichtung von Aktien-aesellschaften die Herren Heinrich Feßl in Aßling, Paul Endlicher. Wilhelm Tönnies Josef Weibl. Julius Verov 5 et. Johann I anesch . Albin Mayer. Johann Ko 3 enina , Alois La v r e n^ i 5 . Jean Schrey und Franz 8 trulelim Laibach. Franz Aha -5i5 in Neumarltl. August N o v a t ,n Elsnern. Johann Milola in Iosefstal und Theodor Fröhlich m Ober-laibach: in die Erwerbsteuer-Landestommisston fur Krain Gutsbesitzer Felix Star5; zum Ersatzmann im Zollbeirat? Mühlenbcsitzer V. M a j d i <<. Zur Besetzung der Stelle eines fachmännischen Laienrichters be»n l. l. Landesgenchte Lai-bach wurden an Stelle des verstorbenen Karl Altmann in Vorschlag gebracht die Herren Karl Vrus. Alois Kai -zelj und Alois Lavren?i5. In das Kuratorium für di.< landwirtschaftlich-chemische Versuchsstation in Laibach wurde Präsident Lenaröiö als Vertreter der Kammer entsendet, gleichzeitig aber die Erwartung ausgesprochen, daß die Anstalt ehestens entsprechend ausgestaltet und zur Ausstellung von Attesten über Lebensmütelproven befugt werde. Der provisorische Vorsitzende Vaumgartner besprach sodann in längerer Ausführung den bevorstehenden Abschluß der Zollverträge mit Ungarn, Deutschland und ! Italien und machte anf die vitalen Interessen aufmerksam, l welche Oesterreich hiebei zu wahren habe. Redner lenkte die Aufmerksamkeit der Kammer auf die Erklärung, welche Seine Exzellenz der Herr Ministerpräsident Dr. v. Koerber am ?.0.' Mai im Herrenhause des Neichsrates abgegeben l>at. und beantragte eine Resolution, womit der l. t. Regierung volles Vertrauen votiert und die Hoffnung ausgesprochen wird. daß es gelingen werde, mit Ungarn einen Ausgleich, respektive Icllverirag, abzuschließen, durch welchen die berechtigten Interessen unserer Reichshälfte gewahrt werden. Kammerrai Hribar sprach sich dagegen aus, daß der Negierung volles Vertrauen ausgesprochen werde, da ein solches Votum leicht in einer Weise ausgelegt werden könnte, welche von der Kammer nicht beabsichtigt sei; wohl aber sei er damit einverstanden, daß der Regierung für ihre Haltung in den Verhandlungen mit Ungarn der Dank der Kammer ausgesprochen werde. Kammerrat Luckmann stellte den Vermittlungsantrag, lvHNiach die beantragte Resolution im Prinzipe angenommen, gleichzeitig aber ein sünfgliederiges Komitee gewählt werde, welches den Wortlaut der Resolution festzustellen habe. Dieser Vcrmiltlungsantrag wurde angenommen. In das bezüglich? Komitee wurden die Kannnerrätc B a u m gar tn e r, Hribar, Majdiö, Supanöiö und Tönnies entsendet. Das Komitee wirb heute zu eiuer Sitzung zusammentreten. Den Wortlaut der Resolution werden wir in der nächsten Nummer nachtragen. Sodann berichtete Kammerselretär Dr. Murnil in Betreff dcr gutä'chtl. Aeußerung über die Frage, ob Greisler und Gemischtwarenhändler, die Vrot verkaufen, zur Teigerzeugung berechtigt sind, und kam zu dem Schlüsse, daß die Tcigerzeugung nicht als Hausindustrie angesehen werbe.« tonne und daß daher den Greislern und anderen Verkäufern del Verkauf von Vrot aus selbsterzeugtem Teig zu verbieten sei. Nachdem Kammerrat Luckmann fiir eine liberale Auslegung des Gesetzes eingetreten und Kammerrat Sch re y sich für den Antrag des Referenten ausgesprochen, wurde bei der Abstimmung der Antrag des Referenten angenommen. Die Kammer erledigte schließlich noch mehrere Dispens-gcsuche zum Antritte von Gewerben. Vor Schluß der Sitzung stellte Kammerrat Tönnies den Antrag, die Kammrr solle nach Kräften dahin wirken, daß bei Vergebung öffentlicher Arbeiten in erster Linie einheimische Firmen berücksichtigt werden sollen. Kammerrat Hribar sprach den Wunsch aus, day »ach parlamentarischer Gepflogenheit Referate nicht vom Kammcrsetrelär, sondern von den Referenten der einzelnili Sektionen erstattet werden sollen. Kammerrat Gaßner gab dem Wunsche Ausdruck, daß Plenarsitzungen der Kammer künftig stets für 6 Uhr abends und nicht wie bisher für 2 Uhr nachmittags anberaumt werden sollen. Nach Erledigung der Tagesordnung, wurde sodann die Sitzung um i/2l1 Uhr abends geschlossen. — (Militärisches.) Das hier dislozierte 1. Ba-tcillon des Infanterie-Regiments Nr. 17 marschiert am 1. Juli zu den Uebungen nach Adelsberg ab und kehrt am 19. desselben Monates nach Laibach zurück. Das Infanterie-Rcgiment Nr. 27 marschiert am 17. Juli von Laibach nach Adelsberg und lehrt erst am 9. September Hieher zurück. — Ferner werden heuer größere Truppenabteilungell des A. Korps die Manöver in den Gegenden von Präwalb, Adelsbcrg, Nalet, Maunih, Zirlnitz, Äezuljal und Wigaun durchführen. — (Rotes Kreuz.) Bei der am 12. d. M. unter dem Vorsitze des II. Vizepräsidenten, Herrn Josef L u ck >-' m ann , abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung des Landes- und Frauenhilfsvereines vom Roten Kreuze für Kram wnrden die Wahlen für den Vereinsaus' schuß und das Rechnungs-Kollegium vorgenommen. Hiebei wurdcu nachfolgende Herren gewählt, und zwar „) als Ausschußmitglieder für den Stamm verein die Herren: Dr. Karl Ritter v. Vleiweis, Dr. Emil Vock, Franz Doberlet, Josef D r a I la. Peter Grasselli, Josef Üuckmann, laiserl. Rat Johann Murnil, Johann Nellovrh, Andreas Zamejic; die Frauen: Marie Galle, Exzellenz Varonin Hein geb. Gräfin Apra« xin. Antonie Kosler, Eugenie Raspi, Flora Nude s ch, Helene von S ch o e p p l - S o n n w a ld e n , Flora Tormin, Fanny Varonin Würz bach, Luitgarbe Zeschko; !») für die Zweigvereine die Herren: Albin Achtschin, Gabriel P i c c o l i, Dr. Jos. S ta r ö; di> Frauen: Hermine Del Cott, Melanie Luckmann »nid Ninla Luckmann; c>) Zu Rechnungszensoren die Herren: Viktor Colloretto, Karl Karinger und Icsef Lozar; <1) als Ersatzmitglieder die Herren: Raimund Arcc und Viktor R e ch e r. — Der neugewählte Ausschuß hat sich sofort nach der Generalversammlung konstituiert, und es wurde Herr taiscrl. Rat Johann Murnil zum P:äsidenten. Frau Flora Rudesch zur Präsidentin, Herr t l. Hofrat Josef Dralta zum I. Vizepräsidenten, Herr Josef Luck m a ii n zum II. Vizepräsidenten. Ihre Exzellenz Frau Olga Baronin Hein geb. Gräfin Avraxin zur l. Vizepräsidentin. Frau Antonie .Kosler zur II. Vizepräsident,'» gewählt. Der Vereinsausschuß nahm sodann die Wahl der Delegierte» znr Vundesversammlung vor, und es wurden gewählt die Herren: Oberlandesgerichtsrai Dr. Andreas Ferjan(!il1 und Exzellenz Anton Graf Pace für den Stammverein; Ministerialrat Ludwig D i m i tz für die Zweigvereine; die Frauen: Antonie Kosler und Luit-garde Zefchto für den Stammverein. Eugenie Raspt für die Zweigvereine. In das Schiedsgericht wurden berufen die Herren: Landesrcgierungsrat Ludwig Marquis Go-zani, Oberlandesgerichtsrat Josef Martinat. Hofrat Dr. Iofef Raöiö; als Ersatzmitglieder die Herren: Lan-gesgerichtsrat Franz Anbol«el und Advotat Dr. Franz P a ft e 5. — (Vau- und öffentliche Arbeiten.) Die Witterung leistet heuer den Bauunternehmern und Bauarbeitern schlechte Dienste, und die vierzehn Tage vor Mc-dardi können als ein wahrhaftiges Präludium zu feinem Namenslage bezeichnet werden. Der Fortschritt wurde in dieser Vauperiode arg gestört, und nur der Vermehrung der Arbeitskräfte ist es zu verdanken, daß die Arbeiten trotz der größtenteils ungünstigen Witterung ziemlich weit gediehen sind. An der Petersstraße ist das .Haus der A. Regali unter Dach gebracht, an der Gerichtsstrahe ist das Haus des Uhr machers ^uden im Rohbaue nahezu fertig und erhält in der nächsten Woche den Dachstuhl; das Hans der Gebrüder Po^ gm-nik befindet sich bereits unter Dach. In der abgelaufenen Woche wurde daselbst mit dem Baue der Grundmauern für das Haus des Fr. Supan5w und jenes des A. Vodnil be. gönnen. Beim Iustizgebäude wurde an der Ostscite nvit der Pflasterung des Geheweges begonnen. Die Verputzungs-atbriten an der Außenseite des Fr. Vahovec'schen Hausetz und an jenem des Advokaten Dr. Krisper sind bereits weit Laibacher Zeitung Nr. 134. 1134 14. Juni 19^> gediehen. Die Reloustruktionsarbeiten beim Hause Nr. 10 am Polanadamm und die Aufstellung des eisernen Gitter-zauncs daselbst sind fertiggestellt, das Hans selbst erhielt außerdem einen frischen Anstrich; einen gleiche» Anstrich erhielten im Laufe der letzten Woche auch die Häuser Nr. 12 am Kaiser Josefs-Platz, Nr. 51 und 47 an der Polanastrahe, — Der Besitzer Al. Korsika läßt auf feinem Grunde an dec Bleiweisstraße ein zweistöckiges Doppelhaus aufführen; in dieser Woche wurde daselbst mit dem Abtragen der eisernen Einfriedung und den Grundausgrabungen begonnen. An der Elisabcthstraße wurde längs dc» Kinoerspitalsgarkns ein Drahtgitter aufgestellt, und in den nächsten Tagen wird ein solches auch längs der Schießstättgasse errichtet werden, woselbst die Maurerarbeiten bereits im Zuge sind. — Auf dem städtischen Turme am Kastellberge wurden in dieser Woche die Dachbeckerarbeiten in Angriff genommeil. Dii Adaptierungsarbeiten im Kolesiabade sind fertiggestellt, — Die innern, Arbeiten in der landschaftlichen Burg werden in kürze foweit gediehen sein, daß die Uebersidlung sämtliche landschaftlicher Aemter wird stattfinden tonnen. Die Tir-uc-uerlirchc erhält im Laufe dieses Monates ein neues Hauptportal; die bezüglichen Arbeiten sind bereits im Zuge. — Wie wir vernehmen, sollen nach Uebersiedlnng der Gerichts' ämter, der Staatsanwaltschaft u. f. w. die bisher von dieser innegehabten Räume — Schwurgerichtsgebäude und das Inquisitionshaus — an die k. t. Bczirlshauptmannschaft als Amtslokalitäten abgetreten, vorl^r jedoch entsprechend adaptiert werden. Die vom slovenischcn Arbeiterbauvcreinc i>, dieser Bausaison bereits aufgeführten Objekte sind — sowohl jene in Waitsch wie in Udmat jenseits des Etadt-pom'öriums — unter Dach und verputzt. In den letzten zwei Wochen langten hier neuerdings zirta 140 auswärtige Maurer und Arbeiter an, welche von drei hiesigen Baufirmen akzeptiert wnrben. Die Zufuhr von Baumaterialien ist eine hinreichende. Unglücksfälle lamen in dieser Vaupcriode leine zur Anzeige. x. — (Parlamentarische Lage.) Uebercinstim-menden Berichten der Blätter zufolge hat sich die Situation im Parlamente wesentlich gebessert, Auf Grund von Verhandlungen, die vorgestern gepflogen wurden, ist die Zurückstellung der zahlreichen Dringlichleitsanträge zugestanden, das Aufgeben der Obstruktion und die Erledigung der Regierungsvorlagen, speziell 5>er Fahrlartensteuer. mit Sicherheit zu erwarten. — Die Blätter melden auch, die Demission des Ministers N ezel sei von Sr. Majestät dem Kaiser nicht angenommen worden. — (M il i t tä r C i nqu a r t ic r u n g.) Für die vor-übergehende Einquartierung des Militärs in Laibach im Jahre 1901 wurden aus der Stadtlassc 782!) X 43 i> ausbezahlt, während die diesbezügliche ärarische Ver gütung 3647 X 95 i, betragen hat, somit der unbedeckte Rest mii 4131 X 48 1> von den zur transenalen Einquartierung verpflichteten Hausbesitzern vergütet werden muh. Nach d-c Berechnung sind für jeden Mann 1 lv. für jeden Ober-offizilr 10 und für einen Stabsoffizier 20 X zu zahlen. — (Ein seltenes Jubiläum.) Wie man uns aus Gurlseld meldet, wird Herr Karl Scheuer am 17. d. scinen 25. Jahrestag als Hauptmann des l. t. Priv. Bürger-torps in Gurlfeld begehen. - Wir kommen in der nächsten Nummer auf dieses Fest noch zurück. — (Die L ai ba ch e r Ve re i n s mu s i l ta pc l l >-) veranstaltet heute abends 8 Uhr im Gasthofe „Zur Neuen Welt". Maria Therefienftraße, ein Konzert, zu welchem die Vereinsmitglieber undKinber freien Zutritt haben. Eintrittsgebühr für sonstige Besucher 30 Ii. — (Gem ei ndev or st ands w ah l.) Bei der am 20. Mai vorgenommenen Neuwahl des Gemeindcvorstandes der Qrlsgemeinde Sagraz wurden Ignaz Orel in Fuöinc zum Gemeindevorsieher, Franz Vidic in Walitschendorf. Josef Erjavec in Sagraz, und Anton Ko/.elj in Tol^ane zu Giineinderäten gewählt. — (Genossenschaftliches,) Die Borschuhtasse ia Sittich zählte am Schlüsse ihres siebenten Berwaltungs-jahres 1901 74 Mitglieder und erzielte einen Gesamtgeld' verkehr von L0.578 X 39 K. Das Reinerträgnis derselben betrug 3 X 84 k. —il<. " (Vrand infolge Blitzschlages.) Am 8 d. M. um (i Uhr nachmittags schlug, wie man uns ans Adelsberg mitteilt, der Blitz in das Wirtschaftsgebäude de? Johann Vrh aus Rateiovo Brdo ein und zündete. Hiebei sielen dieses Gebäude, dann das Wirtschaftsgebäude des Franz Gril und des Jakob Vrh dem Feuer zum Opfer. Es verbrannten auch viele Haus- und Ackergerätfchaften. Eß-waren, Getränke und eine Kuh des Auszüglers Johann Senli«"' aus ^embije. Der Gesamtschaden wird auf 8390 X geschätzt, die Versicherungssumme beträgt 3W0 X. — Der Brand wurde von den Insassen aus Ratexevo Brdo und vor, jenen der umliegenden Ortschaften gelöscht. —i-. — (Was soll man im Sommer trinken?) Spielt im Winter das Essen die Hauptrolle, so ist es im Sommer der Trank, Frisches klares Wasser ist an und für sich das gesündeste Getränk, jedoch muh man im heißen Sonnner sehr vorsichtig damit umgehen, da nach dem Genusse von kaltem Wasser erfahrnngsmäßig oft Verdauungsstörungen eintreten. Manchen Gutsbesitzer hört man klagen, dah er nicht weih, was er den Leuten zu trinken geben soil. Nach dein Genusse alkoholhaltiger Getränke taugen die Arbeiter nicht mehr zu schwerer Beschäftigung. Alkohol regt für den Augenblick an, um' nachher umsomehr zn erschlaffen. Auch vermehrt er die Herztätigkeit und somit die Leibeswärme, daher lehren Herzschläge mitten auf der Straße nach dein Gennsse schwerer Getränke jeden Sommer wieder. Am empfehlenswertesten ist einfaches Vier. Vermischung des Wassers mit Essig. Zitrone, kohlensaurem Natron und Weinsteinsäure, überhaupt alle Limonaden, die ohne Zucker am meisten den Dürst niederschlagen. Sehr erfrischend ist Apfelwein nut gelochtem Wasser verdünnt genossen, um ihn für die, die ihn anfangs nicht vertragen, bekömmlich zu muche». Für Touristen ist es empfehlenswert, stets kalten Kaffee oder Tee mit sich zu führen, da diese Flüssigkeiten tali beruhigend wirken. Angenehm und erfrischend sind alle Früchte, Am Morgen vermeide man den aufregenden Kaffee. Bei Anstrengungen unterlasse man das Ranchen, laue statt dessen vielinehr irgendeine Fruchtschale (z. Ä. von Zitronen, Apfelsinen :c.) möglichst lange, um dadurch den Durst zu bannen. Als zweckmäßiges, äußerst erquickendes Getränk wird ferner kalter Kakao empfohlen. Seitdem es gelungen ist, den Kakao bis auf ein Minimum zu entfetten, ist er als kaltes Getränk sehr geeignet. Mit Selterwasser vermischt, bildet der gelochte und dann abgelältete gesüßte Kakao ein ebenso erfrischendes wir kräftigendes Getränk. Sowohl für Hausfrauen wie für Gastwirte dürfte es sich empfehlen, von dieser neuen Verwendungsart des Kakao, besonders in der jetzigen Jahreszeit, möglichst ausgiebigen Gebrauch zu machen. Uebrigens ist Kakao auch das beste und unschädlichste Mittel gegen den sogenannten Sommerdurchfall. Man Hai wiederholt von langjährigen Kakaotrinlern gehört, daß sich — entgegen der landläufigen Auffassung — gerade iiv. Sommer die Vorteile des Kalaogcnusses augenfällig be-merkbar machen; insbesondere ruft Kaffee bei nervösen Per-srnrn im Sonnner noch weit leichter Wallungen, Schwindel--anfalle u, f. w. hervor, als im Winter, während Kakao, selbjt warin genommen und selbst bei der größten Hitze, niemals aufregend wirkt. — (Bon der Erdbebenwarte.) Gestern gegen 8 Uhr 25 Minuten abends bezeichneten die Instrumente eine sehr schwache Bewegung von fast örtlichem Charakter. — (S cl b st m ord v e r sn ch,) Gestern abends versuchte sich der Korporal Marius Neff der 4. Kompanie des Infanterieregiments Nr. 27 mit seinem Dienstgewehre zl. ei.tleiben. Der Schuß ging fehl und verletzte ihn an d? linten Hand. Nach Anlegung eines Notvcrbandes wurde der Unteroffizier ins Garnisonsspital überführt. — (Der Laibacher deutsche Radfahrerve r e i n „E d c l w c i ß") untrrnimint morgen eine Vereins ausfahrt nach Oberlaibach. Die Teilnehmer treffen sich nm 2 Uhr nachmittags im Kasinogarten, von wo Punkt ^/>3 Uhr abgefahren wird; die Führung hat der 11. Fahrwart I. V e l t c r inuc. Die Mitglieder werden um zahlreiche Teil nähme ersucht; Gäste sind willkommen. Bei schlechtem Wetter wird diese Allsfahrt aus den crstschönen Sonntag verschoben. 1'. — (Laibacher Sportverei n.) Die erst seit clwa vier Wochen bestehende Offiziers-Mannschaft des Laibacher Sportvereines begeht am 15. d. W. ihre Feuertaufe in einem Wettspiele gegen die Mannschaft des Cillicr Sportvereines dortselbst. Wenn auch fleißig trainiert wurde, so ist doch gegen die überlegene Cillier Mannschaft lein günstiger Ausgang zu erwarten, da es unserer jungen Mannschaft an jeder Wettspielerfahrung mangelt. — Das Retourwettspiel dürfte in kürzester Zeit auf unserem Spielplatze stattfinden. —o. — (La ibacher Sportverei n.) Eingetretener Hindernisse Wege» mußte das ll. Lawn-Tennis-Turnicr auf den 20. Juni nachmittags >^8 Uhr verschoben werde». Auf dem Programme befinden sich: 1.) Herren-Einzelspiel um die Meisterschaft von Laibach für 1002. 2 Ehrenpreise. 1 Ehrenzeichen; 2) Damen-Einzelspiel um die Meisterschaft von Laibach für ^I!i02, 2 Ehrenpreise, 1 Ehrenzeichen; 3,) gemischtem Doppelspiel, 2 Ehrenpreise, 1 Ehrenzeichen; 4.) Herren-Doppelspiel, 2 Ehrenpreise, 1 Ehrenzeichen; 5.) Herren-Einzelspiel mit Vorgabe, 2 Ehrenpreise, 1 Ehrenzeichen; 6) Damen-Einzelspiel mit Vorgabe, 2 Ehrenpreise, 1 Ehrenzeichen. — Der Einsatz beträgt bei den Einzelspielen 5 X, bri den Doppelspielen 3 X. Anmcldungen wollen an Herrn Leo H a m ann , Rathausplatz, gerichtet werden. Nennungs schluß ain 18. Juni abends 6 Uhr. Das Ergebnis der Auslosung wird am 19. Juni auf dem Sportplätze belanntgege^ bcn, wo auch die Programme erhältlich sein werden. — (Der Laibachcr B i c y c l e - K l u b) gibt hie-mit bekannt, dah für den heutigeil II. Familicnabend in de^ Glasveranda des Kasino die vollständige Militärkapelle (Streichorchester) unter persönlicher Leitung ihres Kapell meisters Herrn Christoph das Programm aus jenen ausgewählten Stücken vorträgt, welche sie vor ein paar Tagen in Graz beim Burggartenfeste des Statthalters unter größtem Beifalle des Elitepublilums uorgetragen hat. Dies dürft, viele Musikfreunde bewegen, sich diese musikalische Auffüh rung nicht entgehen zu lasse». Wir wollen nur verraten, daß Liszt, Wagner. Hellmesbergcr und andere Meister zu Gehö'. kommen lind dah auch die heiteren Vwcen beste Namen führen, wie Christoph, Baron Zois, Reinhardt ?c. " (Eine Verhaftung mit Hindernissen.) Die Knechte Florjanc''^ alls Iar^e und Josef Straüar aus Dom/ale gerieten gestern nachmittags im Hofe dcs Hotels „Äaierischer Hof" in einen Streit, der bald in eine Rauferei ausartete. Florjan^u- stieh seinen Gegner in die Brust, beschimpfte und bedrohte ihn. Ein herbeigerufener Sicherheitswachmann ermähnte den noch immer exzedierenden Flor-jain-N' zur Ruhe, und als alle Ermahnungen erfolglos blieben, schritt der Wachmann zu dessen Verhaftung. Der Arretierte ging willig aus dem Hofe; auf der Straße angelangt, ergriff er die Flucht, wurde jedoch vom Sicherheits wachmannc eingeholt. Nun widersetzte sich Florjam'u' dein Eicherheitswachmanne, beschimpfte ihn und versuchte ihn zn beiße», Erst mit Hilfe zweier Verzehrungssteuerbedienstete» und noch eines Sicherheitswachlnanncs tonnte endlich die Ar. rrtierung bewerkstelligt werden. — (G a r t e n l o n z e r t.) Morgen nachmittags um 5> Uhr findet im Gasthausgarten „Fortuna" in Littai ein Konzert des Salonorchesters aus Sagor statt. Eintritt 40 lV — (W a sse r st a n d der Save,) Der Savefluß hc.tte im verflossenen Monate bei Littai laut den am Pegel de. Littaier Savebrücke aufgenommenen Verzeichnungen den höchsten Wasserstand am ^ mittlere Wasserstand des Scweflnsses im Mona» ^ tlug 1-103 c-.u. . lei« — (Der Laiba chfluß) ist mfolge " ^ Regengüsse um 2 10 ,n über das Normale anaM^, Alunio» »»or» Sonntag, den 15. Juni (H^'g" ,^< Genossen. Märtyrer). Hochamt um 10 Uhr: M ^ von Dr. Johann Benz. Graduate ^^"^"b"' . ,, von Anton Foerster, nach den, Offertoriu»' "" C0l- IU<.'UU1 von I. Ch. Rinck. h Zn der SwbtpfnvrUirche St. ?""^.i5 Sonntag, den 15. Juni, um 9 U^H^, Messe in 5'-cwr von Felix Uhl. Graduale 1" ^> killet! von Anton Foerster. Offrrtorium W"" von G. E. Stehle. Ausweis über den Staud der TierWl in Krain für die Zeit vom 3. bis 10. Juni l902. Es herrscht: ,„^ der Nottauf im Bezirke Radulanusdorf in der u" I«« (1 Geh.); . Oe»< dle Schweinepest im Bezirle Gottschee lit den . ^ Gottschee (9 Geh.), Lienseld (8 Geh.); '" . ,'Zl,s"K< Umgebung in der Gemeinde Lipleiu (2 ^?/'> j„ del (1 Geh.), Schleinitz (4 Geh.); im Bezirke «'"a^ j« meiude Schalna (1 Geh,); ini Bezirle Tschel"'" Gemeinde Vöblitsch (6 Geh.). Erloschen: „el ^ die Pferderäude im Bezirke Tschcmembl in Tschernembl li Geh.). K. l. Landesregierung für Krain. Laibach am 10. Juni Telegramme , des k. k. TelegraplM-Eorresp.-W" Reichsrat. Sitzung des Herrenhauses. ,^' W ie n . )3. Juni. Das Herrenhaus nahm ^hB 5 allen Lesungen die Gesetze, betreffend die """ <,l/,i Maut. solvie betreffend den Schuh des Zeichet ^ ^ des Roten Kreiizes. an, und begann die D^" >^, Gesetz, betreffend die Begünstigungen für 9^' »I<^ gen, welches in der Fassung des Abgeordnete"^ , genommen wurde. Zu Beginn der Sitzung ^ ,ha»^! Graf Aucröperg gegen die im Abgeordl'^,^!' geworbene Beeinflussung des Herrenhauses bez"l! ratung der Terminhandelvorlage. Sitzung des Abgeordnetenhaus^ ^ Wien. i:;. Juni. Nachdem die Dringlich ^l^ zurückgestellt wurden, ging das Hans sofort w ^ ^,, ordnung ein und nahm in allen Lesungen ^ ^ ar.trag.' betreffend die Grllndsteuer-AbschreibuN^z ^ zi, 8 2 gestellten Kompromißanträgen König ^, hofer an. 'i-iB^i^ Das Abgeordnetenhaus nahm die Reg'^'l ^ betreffend die'Regelung der Arbeitsverhältinsie ^ Eisenbahnregiebauten verwendeten Arbeiter, ^. ^ Vorschlägen 'des sozialpolitischen Ausschusses/"i,M..,' wrung an. daß fich der Arbeitsbeginn für ^l>^,'-!' bciter'von 5 Uhr auf 6 Uhr früh beschränken '"^se^ hierauf den Dringlichleitsantrag des "lbg. z,„ ^ an, in welchem die Regierung aufgefordert ^ 'K^s eine Vorlage, betreffend die Herabsetzung der 5. ^B Gebäudeste'uer, einzubringen. — Nächste SitzU"« Parlamentarisches. .^ Wien. 14. Juni. Ein Communia,u5 ^^/bt^ besagt, nachdem die Regierung erklärt habe, t,,^'./ sechs Forderungen des Klubs im Prinzipe ^ ^ ^ entfallt- s^r den Klnb der Grund, die Berath ^,,. lcrtensteuervorlage dnrch Obstruktion zu ^"' der Zeit zwischen der Sommer- und H^ i^l^/ Reichsrates Schritte unternehmen wolle, wel^ ' ^ ^ der sprachlichen Zustände führen würden. " ,g i""/ als unerläßliche Vorbedingung für die ^estl"" ^^ tischer Verhältnisse sowie für die Lösung d" 9 ^ < gierung und des Parlamentes harrenden ÄUsU ^ _________________ all'',' London. 13. Juni. Die „Times" '"l^ ö^, vom 12. b. M.: Rußland verharrt bei '"",,,,d<^ gegeil das Eisenbahnablommen mit Engl""/' me>^^ dis Ratifikation des MandschureiVertrages. ^^B/ kommen nicht geändert wird. Das chinesische "^"^ wird sich mit Zustimmung dcs englischen Äej" ^ ^ de» russische» Einwände» zu begegneil. >eldel^^, ! London, 18, Inni. Reuters Office "'^1^'^.! London von gestern: Während eines he^'^,^"^!^« den gestern drei Segelschiffe. „Aurora" (^"' de"«/j> (Deutschland) und '„Atbara" (Norwege") ^,ul ^.<« glworfen und sind gescheitert. Die aus H ^s ^ V Besatzung der „Atbara" ist mit Ausnah^ ,^,(!< , > der sich am Lande befand, ertrunken, ^" ^",o^ah^ > Mmeo und in Catania zwei leichte Erbstoße > ^Hn Rpitunn swv 134 H35 14. 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" »« " ^ 20 straneö Stücke..... 1»'"» !9'iO Deutsche >>teich«bal!l»°»e» . - "7 32 ,1750 Italienische «antnuten - > - »»^ ,^.^ Nudel viote» ..... ,20^«»»,» ßaibadjer ^itung Mr 134. __________________________U3^_________________________________________JA_3«niJ^> Reuigkeiten vom Büchermärkte. Puttlammer P., Was muß man von der Reitkunst Wissen? k 1-20. — KubeD. H., Wie schreibe ich meine Privat' briefe? Kl 20. — Henneberg D. E., Was muß man von der Malerei wissen? k 1-20. — Röttgcr N., Wie begründe ich mein Lebensglück? K 1 20. — Franke D. H,. Was muß man von der Kunstgeschichte wissen? X 1 20. — Vusmann E., Mas müssen wir von unseren Kolonien wissen? K 1 20. — Verger W., Der persrlte Kellner, li 1'20. — Urban E,, Was muß der jnngr Kaufmann wissen? K1-20. — Lieben owO., Wie lege ich meine Kapitalien an? X 1 20. — Droese M,, Wie muß der Handwerker seine Vüchcr führen? k 1 20, — Minopsio D. I., Nie erledigt der Kauftnann seine deulsch,-Handelskorrespondenz, X I 20. — Freybcrg K., Was muß man von der Gemüsezucht wisse»? k 1 20. — Wagner E., Was muß man vom Erbrecht wissen? X 1-20, — Jung D. P., Was muß man von der Entstehungsgeschichte des Menschen wissen? X 1 20, - Just H., Wie wird eine Ehe geschlossn und geschieden? K 1 20. — V asinger D. W., Was muß man von der Chemie wissen? K 1 20. — Langer D. W,, Was muß man von der Astronomie wissen? X 1 20. — Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v, Nleinmayr (i2)(ffi)(fö)(iiD(ifö(ffi)(ffi) wpy vffiy vzpy vzpy vsfer vsfer v&pr vsyzr wffgr vspy vsjzy xh Angenehmer, sehr gesunder sx i Landaufenthalt 1 §K für den Sommer (2304) 3—1 Sä M in Zwischenwässern, || £Ö zwei Stationen von Laibach, mit vollkommen 2?S x£) neuer Einrichtung, auch mit Küchen- und 3x vNk Tischgeschirr. Auch sind noch einige Woh- ^ &g nungen an ruhige Parteien zu vermieten. Sä &S Zur Verfügung steht eine Kegelbahn, ein 5x v|s Lawntennisplatz in den schattigen Anlagen g$ ^S und sehr gesundes Flußwasser zum Baden. vK ><ö Im Orte selbst ist Post- und Telegraphenamt, öx ^ Allfällige werte Anträge an Franz Jarc, £& föß Eigentümer in Zwischenwässern. Q^ Wichtig für Hausfrauen! Mit dem chemisch reinen „Kaiser»Norax" wird der Frauenwelt ein Hilfsmittel an die Hand gegeben, das sowohl in der Körper-, Haut- und Gesund» hritspsiege, wie auch im Haushalte durch seine Vorzüge sich bald unentbehrlich machen wird. Schon die Wichtigkeit des Kaiser« Vorax als zuverlässiges Mittel zur Verschöuerung des Teints macht ihn äußerst wertvoll nnd in hygienischer Veziehung kommt der Kaiser-Vorax für die Wundbehandlung, fürs warme Bad, zur Pflege des Mundes, der Zähne und Haare, als Mittel gegen Fußschweiß und zur Desinfektion in Betracht. Unbegrenzt ist jedoch seine Verwendbarkeit als Rei» nigungsmittel im Haushalte zum Reinigen von Silberzeug, Spiegeln, Teppichen, Gardcrobegegenständen, kurz aller Haus» und Küchengeräte. Beim Einkauf verlange man ans» drücklich den echten Kaiser Borax in roten Kartons nnd begnüge sich nicht mit losem Norax, welcher oft alo ir. ist ,,'in kleiner Löffel sowie eine ausführliche Gebrauchs« anweisung beigegeben, welche höchst wertvolle Notizen über die vielseitige Verwendbarkeit des Kaiser Borax als Schönheit-?-, Heil» und Reinigungsmittel enthält. Kaiser-Borax ist in j^dem besseren Geschäfte zu haben. ' (2258) Schwarze und farbige in grösster Auswahl empfiehlt («66)« Alois PerSCllÖ, Domplatz 21. Mir praktisch auf Reisen. - Unentbehrlich nach kurzem Gebrauche. Sanitätsbehü rdlich geprüft. ^%jf S^ A-110»1 Wien, ii. Juli 1887. unentbehrliche ZAHN-CR^ME Hervorra^endn Hygieniker beslälifjon, da^s eine sorgfältige Pflege der Zähne uad des Mundes unorlässlich für unsere Gesundheit ist. Namentlich Magen-Krankheiten können so verhindert werden. Als bewährtestes Mittel hiezu erweist sich „Kalodont", welches die antiseptische Wirkung mit der nothwendigen mechanischen Reinigung der Zähne in vorzüglicher Weise verbindet. (3948) 5-4 Samstag, den 14. Juni, im Kasinogarten (bei ungünstiger Witterung in der Glashalle) j 1L FamiilJIii - Äfeiii Gartenfest des £aibacher Bicycle-Klubs. der vollständigen Musikkapelle des k. u. k. Infanterie-Regiments Hr. 27 Leopold II. König der Belgier. Beginn 8 Uhr abends. Eingang nur durch die Kasino-Gastwirtschaft. (2266)3-3 Eintritt für die Person 80 Heller. >M^ Meilage. '^l ^^ Der heutigen Nummer unserer Zeitung M'^" Beilage von der bestbclanntcn und bedeutenden Seifen- und Berzenfabriks-M'" Georg Schicht in AufftS ^ ^ bei, auf die wir deshalb im Interesse der H°"Nhcn ^ ganz besonders aufmerksam machen, weil au^ ^.^^!'' vorgeht, wie wichtig es ist, beim Einkaufe von ^ ^g^ Schutzmarke nnd besonders auch ans die Finna ver^^A, achten. 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