Nr. 192 Vlännmllal«°n«ple««- 3« «omplolt «anzj. «. ll, halbj. st. »5 giöße« pi. Zeile « ll.l »ei ifte«,, W,«delholuns«n pl. »nd darf, bevor e« 10 Jahre all ist, zu Arbeiten verwendet werben, und wenn c« zu jllnr Zeit noch nicht imstande 'st, ein gerinne« Maß von Kt.,nl..issen nachzuweisen, muß c« znr Erlcich.ma dieses ZicleS nach dem Halbteil-Schul-y,ttme b.s zu seinem 14. Jahre ume^t werden. In Ermangelung von Schulbehürden haben die Stadt ^,"^.°^^^"^ "' VormundschaftSbetMden das Ansichlarcchl wahrzunehmen. Im ^aufe der Ver Handlungen versuchte nun Mr. Mundella den all gemeinen Schulzwang durchzusetzen, doch wurde sein Aluel'dement mit Zwe dr'tiel-Majorilät verworfen. Da das Gesetz die Errichtung von Privatschlllen und damit dcn Einfluß dcr Kirchen begünstigt, machle sich a.»aen die bezüglichen Vestimnnmaen eine hefliae Opposition der Oissidenlcn, allerdings vhne Erfolg, geltend, währe« d der frühere liberale Untcrrichtsmmistcr Mr. Förster im Interesse des Ganzen sich nicht sehr gcgen diese Einzelheit stemmte. * Heftigen Widerspruch der Opposition rief ein Amen« dement Lord Montagu's hervor, welches bestimmt, daß die Vormunoschaftsdehörden für Kinder das Schul, geld bezahlen foll, deren Ellern es zu thun nicht in der Lage sind. Der Minister Lord Sandon gab ansang« der Opposition nach, mußte sich aber infolge heftigen Eintretens der Eonservativen für die Elausel ein Dementi deS Finanzministcrs gefallen lassen. Unter Zustimmung Mr. Forsters, welcher von der Mehrzahl der Liberalen abwich, wurde schließlich das Amendement angenommen. Alle ferneren Amendemenls der Opposition wurden mit starten Majoritäten verworfen und schließlich da« Gesetz unter heftigem Widersprüche seitens der Dissidenten an. genommen. Die Mebiationsjrage. Aus den widerspruchsvollen Nachrichten, welche von allen Seilen über den augenblicklichen Stand der Me« dlationsfrage durcheinanderwirbeln, hüll e« schwer, ein bestimmtes Bild der Situation zu extrahieren. Am 15. d. telegraphiert der belarader Eorrejpondent der pe« terSburger „Neuen Zeit" seinem Blatte, der serbische Minister Slevca Mihajlooit habe ihm erklärt, Serbien halle sich, was auch geschehen möge, an Rußland; e« verlasse sich auf Rußland bi« zum Aeußersten. Dem Sinne nach ähnlich lautet ein pariser Telegramm der b:rliner „NalionalZeilung". demzufolge Fürst Milan dem belgrader diplomaiijchen Eorp« bemerkt Hütte, da« serbische Heer sei intact und also eine Nothiguaa zu Waffenstillstand oder Friedensschluß nicht vorhanden. Nach unseren eigenen Informationen — schreibt die ,.N. Fr. Pr." — stehen in Belgrad die Frieden«, und die Kriegspartei einander noch mit gleichm Chancen gegenüber. Jener neige sich Milan zu, welchen da« Glückwunschschreiben des CzarS zur Geburt seine« Soh» neS in seiner KampslSmudigleil bestärkt Hütte, so zwar, t»aß er nur noch den AuSgang der nächsten Schlacht ab warten wolle; mit dieser werde vermuthlich Ristii fal» len, dessen Ministerschafl die am 88. d. zusammenlie» lende Sluvschlina nichi überdauern dürf>e. Der „Aug«« burger Allgemeinen Zeitung" wird au« Wien »ach an» gedlich ganz verläßlichen Mi'theilungen telegraphisch ge-meldet, die enali,che Friedensaclion, welcher sich Italien und Franlreich sofort angeschlossen hüllen und die drei Kaisermächle ebmfals inlürze beitreten würden, verspreche unmittelbare Resultate. Ristit werde einem neuen Eabi-net Platz machen und d'eses die Vermittlung der Groß» mächte anrufen, sobald Milan vertraulich in Erfahrung gebracht haben würde, daß man dieser Anrufung folge-geben wolle. Diese Annahme findet durch eine mit gleich, zeitigen, Nachdrucke von den berliner und wiener Offi-ciösen ausgegebene Parole ihre Bestätigung. Dort wie hier nemUch heißt es, an der Kosung der orientalischen Frage seien alle Großmächte gleich sehr betheiligt und leine Entscheidung habe Aussicht auf Erfolg, über welche Feuilleton. Der Teufels-Capilän. Roma» von 3. Sleinmaun. (Fortsetzung Zilli, die sich fortwährend in unbeschreiblicher Wuth vtnu.ht hatte, sich von Etienne loszureißen, hörte plötz ' ch i„ ihler Anstrengung auf. Ihr scharfes Ohr hatte "n dumpfes Geräusch, von der Treppe herkommend, ae» ^rt. Sie wußte, daß sie sich nicht täuschte. Ben Joel ^llt ihr Billet erhallen und kam ihr nun mit seinen pfählten zu Hilfe. Sie blieb einen Augenblick ruhig, ,"nn aber gab die Ueberzeugung, daß Hilfe nahe sei, ^ "tue Kräfte. Mit einer heftigen Bewegung befreite " sich und floh in die Tiefe des Zimmers h. "Ah, mein Herr TeufeiS.Eapilan," rief sie. ..Sie bks k b" Gemach nicht verlassen, als ich es Ihnen sl^ mi! Hohn gesprochenen Worte Tbü ^""t»e enlsiyhen, als heftige Schläge an der lm"! ertönten, die von wüthendem Geschrei und wilde,. ""<"«" begleitet waren. vasullan erschrak mü> deutete nach der Thür. Teufel i ü ^' gnädiger Herr, da draußen ist der ^'ltNne wandle sich mit blitzenden Augen um. ..Vor diesem infernalifchen Geiste habe ich mich nie gefürchtet," sagte er, ,.u.>d werde es auch jetzt nicht, zumal da die Teufel draußen Fleisch und Bein haben. Jetzt müssen unsere Degen ihre Schuldigkeit thun. Das verdammte B»ch steckt hier in dieser Kiste. Wir müssen es haben, ehe die Schurken uns auf den Hals kommen." Ich meine," erwiderte Eastillan, .das Wichtigste würe"j!ht, unser L.ben zu vertheidigen." Ein lautes Krachen ertönte, lim heftiger Stoß halte die Thür aus >hren «„gel" aehoben, so daß sie in den Raum hi'.cmficl. Fünf Strolche, von Ben Ioll angeführt, slü'zte" ins Zimmer. Alle waren mit Dolchen und Degen bewaffnet. ^ . » .. ^ . ^ Jetzt Herr TeufelsEapilän," schr.e Ben Joel, ..wollen wir unsere Rechnung l>u«aleiche„. Vorwärts, Kameraden, und lein Paldon gegeben!" ..Ja, lödlet ihn! »ödlet ih,,!" brüllten die Banditen, auf Etienm eindringend. Nber da« war leichler gefchrien, als gethan. Etienne, gewandt in der Kunst des Fechtens, wie leiner, ließ feinen m vielen Duellen erprobten Degen, wie ein sich schnell drehendes Rad den Zigeunern ent, gegcnblitzen, so daß sie vor ihm zurückwichen. ..Gebt Raum, ihr Schurlen." befahl er, „wenn eul, euer nichtswürdiges ^eben lieb ist." Er ha'tc eben diese Worte gesprochen, al« er einen stechenden Schmerz an seiner Hüfte verspürte. Ein Messerstich Ben Joels, der sich auf die Erde geworfen und wie eine Schlange an Etienne Herangelrochen, hatte ihn verwundet. Der Bandit hatte die Abficht gehabt, so dem Kampfe schnell ein Ende zu machen. Eliennl schwang rasch seinen Degen nach dem Schurlen. Der Tod schwebte Über ihm. »ber er entaina ihm dadurch, daß er zurücksprang und sich hinler seinen Geführten verbarg. Während Etienne schnell seine Schürpe um die Wunde band, versuchten die Banditen einen «nariff. Aber Casllllan machte seinem Herrn und Meisler Lbr ^em langer Degen fuhr wie ein Blitz umher, und es gelang ,hm, zwei der mordsüchligen Gesellen zu oer-wunden. „Stoß zu. wackerer Bursch," ries Etienne, dessen Legen wieder die erwühnlen Kreise beschrieb. .Tod fur Tod! da die Schurken es nicht ander« wollen." Der tapfere Schreiber gehorchte, und einer der Banditen sanl, die Brust durchbohrt, ächzend zu Voden. In demselben Augenblicke stürzte Elienne auf die anderen ein und seine Waffe zielte nach Ben Joel. Dieser wich mit einem Schrei zurück, aber er glitt au« in dem Blute, das- bereits den Boden bedeckte, und fiel auf die Kniee, sein Messer zum Schutz vor sich hallend. Troh' dem wäre er verloren gewesen, halle ihm F'Ua nu,i ^^Dies^Welche bis dahin unbeweglich «"d stumm geblieben, ergriff schnell eine« Mantel, "r 'N 'Y"r Nähe auf einem Stuhl lag, und warf oenfelben dem Eapllün über den Kopf. ^ ..., c . «^ Die Banditen stießen einen Iuvelruf au«. Über sie triumphierten zu früh. LastilllM parierte glücklich 1500 nicht das ganze Concert des pariser Vertrages sich vorher geeinigt hätte. Was inzwischen das Verhalten der Pforte zur Mediations-Frage anbetlisst. so heißt es, daß im otto-manischcn Ministerrathe die Frage der von Serbien nach dem Kriege zu fordernden Entschädigung oder Garantie noch mit leinem Worte berührt worden sei. Vorläufig habe die Pforte sich mit der Herbeischaffung der Mittel zur Fortführung des Krieges zu befassen; außerdem bilde die allgemeine Lage im Innern des Reiches den Gegenstand ihrer vollsten Aufmerksamkeit. Wahr hingegen sei es, daß die maßgebenden Personen am goldenen Horn von der übereinstimmenden Meinung geleitel wären, daß Serbien, welches ohne jeden von der Pforte gebotenen Anlaß den Krieg vom Zanne gebrochen habe, dazu verhalten werden sollte, selbst und direct um die Einstel« lung dieses Krieges zu bitten. Die hohe Pforte würde eine großmächtliche Intervention nicht ohneweiters zurück« weisen, wenn eine solche auf eine ausdrückliche Bitte Serbiens unternommen werden sollte, da ja in solchem Falle die Großmächte oder eine Großmacht lediglich als Fürsprecher des eingestandenermaßen gedemüthigten Für-stenthnms erschiene. Alle Details von angeblich schon formulierten Forderungen seien grundlos, und es frage sich, ob sie nicht mit der bestimmten Tendenz erfunden wären, die öffentliche Meinung Europa'S gegen die hohe Pforte einzunehmen. Soviel dürfe als feststehend ange» nommen werden, daß man in Konstantinopel nicht weiter gehen werde, als recht und billig sei, und da das Gleiche wol auch von den anderen Großmächten gesagt werden dürfe, so wäre aus Anlaß der künftigen Friedensbedin-aungen mit Serbien irgend welche Befürchtung über Weiterungen zwischen der Pforte und den Mächten voll« lommen überflüssig. — Die „Turquie", welche ebenfalls die Möglichkeit einer Mediation ins Auge faßt, erklärt, diefelbe sei ein Werk der Humanität seitens der Mächte, und glaubt, daß Pourparlers in dieser Richtung allerdings gepflogen werden. Indessen um wirtsam und an« nehmbar zu sein, müsse für dieselbe ein geeigneter Zeit« Punkt gewählt werden; außerdem müsse sie Gerechtigkeit und Billigkeit zur Voraussetzung haben und eine Aner-tennung der Rechte der Pforte enthalten, welche sich immer geneigt bewiesen habe, weitgehende Zugeständnisse zu machen. Fürst Milan über den Frieden. Am 20. d. M. begab sich eine aus 20 angcsehe» nen belgrader Bürgern bestehende Deputation unter Führung eines gewissen Tersibasit zum Fürsten Milan, um demselben zur Geburt des Prinzen zu beglückwün-schen. Nach der Gratulaiion entspann sich eine lebhafte und interessante Conversation, in welcher Fürst Milan seine Ansichten über die i5riedensschließung offen mit-theilte. Ueber den Gang dieser im gegenwärtigen Augen, blicke zur Charakterisierung der allgemeinen Stimmung in Gelgrad nicht unwichtigen Unterredung geht der ..Presse" von ihrem Special-Correspondenten in Belgrad im telegraphischen Wege nachstehender Bericht zu: „Fürst Milan befragte die Deputation zunächst nach der Stimmung des Volle« und erhielt zur Antwort, daß die Belgrader zu jedem Opfer bereit feien. Zwar habe das Voll getrauert, daß ein Theil des Landes von den Türken besetzt sei, allein es hoffe doch noch anfeine Wendung des Kriegsalückes. Der Fürst befragte weiter die anwesenden Kaufleute über den Geschäftsgang. Die Antwort lautete: Alles stocke, es gäbe lein Geschäft mehr. Fürst Milan bemerkte, das sei unvermeidlich; aber dle Bevölkerung, die selbst den Krieg amM, hätte voraussehen müssen, daß diese Folge eintreffen werde. Sodann befrage ein Mitglied der Deputation den Fürsten über die flüchtigen Bewohner dks TimollreiseS. Die Antwort lautete, daß die Regierung rechtzeitig den Befehl zur Flucht gegeben habe, so daß nahezu eine voll» ständige Räumung möglich gewesen sei. Die Bevölkerung habe mit ihrer ganzen Habe die Flucht ergriffen und wenigstens das Leben und das bewegliche Eigenthum gerettet. Uebrigens wurde constatiert und hervorgehoben, daß viele Einwohner, welche geflüchtet waren, zurückzu. kehren beginnen, nachdem die Türken weder in Njegotin noch Kladova sich aufhalten, sondern aus diesem Land striche sich zurückzogen. Die Bürger beklagten sich fer. ner, daß der Telegraph durch die Serben zerstört wor-den sei, wodurch viel Verwirrung entstanden. Man hätte wol daS den Feinden überlassen können und lieber so lange als möglich die telegraphische Verbindung erhalten sollen. Der Fürst anerkannte, daß dies ein Fehler ge wesen sei, der durch Uebereilung verursacht wurde. ..Freilich", fügte er hinzu, ..wenn man alles ruhig über. blickt hätte, so wäre manches vermieden." Ueber die Aus-ficht eines weiteren Kampfes wurde nicht conoersiert, doch äußerte ein Bürger über den eventuellen Frieden, die Bevölkerung wünsche einen ehrenvollen Abschluß und wolle lieber einen Kampf bis aufs äußerste, als ein un-ehrenhaftes Ende. Der Fürst erwiderte, das möglichste weide angestrebt werden; er sei überzeugt, lein Serbe werde einen andern als einen ehrenvollen Frieden annehmen; er habe in Uebereinstimmung mit dem Volte den Kampf begonnen und hoffe, " des Paschas von Philippopcl werde nicht Word« ^^ ""^ fortgetrieben und Menschen er- Ueber vorläufige Friedensaussichten meldet eln Tele-gramm aus Belgrad: „In den Verathungen des Fürsten mit den Ministern und dem Skupschtina» Ausschüsse sei man zu dem Schlüsse gekommen, über den Frieden in Unterhandlung zu treten, vorausgesetzt, daß drei als unannehmbar bezeichnete Propositionen — die Absetzung Fürst Milans, die Annexion serbischen Gebietes durch die Türkei und die Einsetzung einer türki-slhen Verwaltung in Serbien — nicht zur Bedingung gemacht würden. Die serbische Regierung sei bereit, auf Basis des 8wtu8 quo äuto bsiluw zu unterhandeln." — Alle Mittheilungen, daß von irgend einer europäi« schen Macht, also auch von England, Mediations' Versuche eingeleitet oder ein Anbot gemacht wurde, einen Waffenstillstand herbeizuführen, werden dagegen in lon-stantinopler offtciellen Kreisen in Abrede gestellt. Nachrichten au« Belgrad melden, daß bereits das Blei für die Munition zu fehlen beginne. Die Verluste an Waffen in den Gefechten bel Zajiar und Knja. ieoac konnten bisher durch neue Abschlüsse für Waffen-lieferungen noch nicht gedeckt werden, fo daß ma« anstatt Gewehren Revolver zur Bewaffnung der Armee senden mußte. DaS Slupschtina Comil6 beschäftigte sich auch mit der Frage der Unterstützung des bosnischen Aufstandes. Demselben flössen bisher auS den serbischen Staatskassen 200,000 Dukaten zu. Man beschloß, diese Unterstützung zu siftieren, und erwartet auch in dieser Richtung Hilfe vonseiten Rußlands. Saatenstands- und Erntebericht des l. l. Ackerbauministeriums nach dem Stande Mitte August 1876. In dieser Periode herrschte eine mit Trockenheit verbundene hohe Temperatur. Maxima über 30" V. wurden sehr häufig, an vielen Orten beinahe täglich beobachtet. Ausgiebige Regen fielen nur sehr vereinzelt, an vielen Orten regnete es gar nicht. Nachdem nun die Trockenheit in dcr Mehrzahl der Lagen bereits über vier Wochen, an manchen auch länger ununterbrochen l und in ziemlich vielen Lagen mit seltenen und nur kurzen Unterbrechungen bereits durch zwei Monate anhält, werden sehr viele Klagen über schädliche Dürre vernehmbar. Zunächst litt darunter die Vegetation der Kartoffeln, Rüben und sonstigen Hackfrüchte, dann die des Feld- und Wiesenfutters, ferncrs wurde die Acker, bestellung sehr gehemmt, zum Theile sogar gänzlich ver« hindert, und wurden manche junge Rapssaatcn vernichtet, andere wenigstens geschädigt. Dagegen ist auch der Vor« theil nicht gering anzuschlagen, daß das Getreide ohne Verlust und ohne die geringste Schädigung der Qualität eingeheimst werden konnte. Alpen- und deren Vorländer. (Nieder, und Oberösterreich Salzburg, St'eiermark, Karnten und Krain, Tirol und Vorarlberg.) Hitze und Trockenheit tierrsckt,,, «,..4, > ».i.l.« und auf je emcn Regentag beschränkt. Die Getreide. Ernte ist vollendet. Die bereits mitgetheilten Schähun. gen der Ernte bestätigen sich, so weit die Berichte rei-chcn. Nur dürfte nachzutragen fein, daß in Kärnten fowol Weizen- als Gerstenerntc unter dem Mittel blie-ben, ferner daß in Krain und in Steiermark die Wei-zenernte nur als eine mittlere geschätzt werden darf. Infolge dessen dürfte der Gesammtdnrchschnitt für diese Ländergruppe eine „gut mittlere" Ernte nicht übersteigen. Die Hafercrnte kann jedenfalls im Durchschnitt als „gut" eingeschätzt werden. Sie hat sich „ur im wiener Becken nicht über die Mittelmäßigkeit erhoben, dagegen wird sie in Steiermart und Krain „sehr gut" ge. nannt. Druschprobcn-Ergcbnisse sind nur aus dem ein-liacn Vcnrle St. Polten mitgetheilt worden. Diesen nlfolae lieferte je ein Hektar 30 Hektoliter Weizen a 81 Kilo und 45 Hektoliter Gerste 5 65 Kilo. Dieses Er-aebnis dürfte indeß wol nur eme erfreuliche Ausnahme bilden. Ziffermäßigc Erntcschätzungen werden mitgetheilt: aus dem Bezirke Mödl.ng: Ertrag per 1 Hektar Roggen 18, Gerste 2b, Hafer 37 Hektoliter; aus dem Bezirke Ms: I" heuten emerguten Mittelerntc lieferte Weizen 90 Perz., Roggen 70 Perz., Gerste W Perz., Hafer 100 Perz. MaiS steht in Stciermarl schön und setzt viele Kolben an, auch in den übrigen Andern dieser Gruppe, in welchen er gebaut wird, »st man m»t seinem Stande ziemlich zufrieden, nur steht er auf manchen Feldern etwas lückenhaft. Der Buchweizen »st zwar gut auf-gelaufen, leidet aber jetzt bereits durch die Dürre. Kartoffeln sind bisher großtenthcils gesund, das Auftreten der Kartoffcilranthctt wird bisher nur aus ttürnten und einem Theile Nieoerösterreichs berichtet. Dagegen liegen mehrere Klagen über Verheerungen durch die Engerlinge vor, und im Wiener Becken schadet be. reits die Dürre. Da indessen die Kartoffeln bis zu An» fang dieser Periode recht gut standen, dürften diese Schäden das Gesammlresultat nicht sehr well herabdrücken. Der Flachs lieferte in Oberösterreich und in Tirol eine ziemlich gute Ernte. Rüben und Kraut haben bis-her einen befriedigenden Stand. — Die Grummeternte hat bereits begonnen und fiel, beziehungsweise fällt ln den eigentlichen Alpenlänbern überall gut, zum Theile sehr gut, in den tieferen Lagen Niederösterrelch« und der Steiermarl mittelmäßig oder auch unter mittet au«. Der Wein in Südtirol und Vorarlberg fo wie in den wenigen verschont gebliebenen Lagen der übrigen Länder dieser Gruppe entwickelt sich gut, und hofft man auf eine gute Qualität. Die Schwlndborke aber macht noch immer viel Schaden auf den edleren Sorten in Südtirol, dagegen der Schaden durch das Oldium fich heuer nicht sehr bedeutend herausstellt. In SNdtlrol hat man am 12. d. M. die ersten gefärbten Veeren beobach-let und beurtheilt demnach das Stadium der Meise als zwölf Tage hinter dem eines normalen Jahrgange« zu. rückgeblieben. Hagesneuigkeiten. — (Dom Pedro ll.) Der Kaiser von Vrafilien ill »m 17. d. M. in Kopenhagen eingetroffen. — lLivillifie, «panagea und Sta«t«pe«, sionen in England.) Die Livilliste der Klnigin von Eng« land befiehl au» einer durch du» Parlament festgesetzten Vewilli-gung von 385,000 Pfd. St. und ifl geringer »l» da« Einlom«en früherer britischer Monarchen. Die Mitglieder der l»niglichen Familie erhalten au« einem dazu bestimmten gemeinsame» Fond» folgende Illh«»gehlllte: der Prinz von Wale« 40,090 Pfd. St., die Prinzessin von Wale« 10.000 Pfd. St.. dn Herzog von «din» burgh 25.000 Pfd. St., der Herzog von tonnanght 1b,000 Vfd. St. Prinz Leopold 15,000 Pfd. St., der Herzog von lambridge 12,000 Pfd. St., die deutsche Kronprinzessin 800" Pfd. St.. Prin, zessin Ludwig von Hessen 0 »00 Pfd. St.. Prinzessin llhristian von Schleswig-Holstein 6000 Pfd. St.. Prinzessin Luise (vlarqmse von Lorne) 6000 Pfd. St. die Herzogm von «lambridge 6000 Pfd. Gt., Fltrftin Teck (ehemals Plinzessin Mary von l»«bridge) 5000 Pfd. St., die Herzogin von Mecklenburg,Strelitz : „western (den 18. d> abend« ungefilhr um sech« Uhr wurden dle hiesigen Kurgäste plötzlich durch Feuerrnf in Schrecken versetzt l Da« kleine, au« Holz und «iegelwänden bestehende Theoter ft«nd in Flammen! Natürlich war an ein Netten de« Objecte« selbst gar nicht mehr zu denken, und alle Anstrengung mußte sich darauf beschränlen, den Vrand zu lokalisieren uud do» in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche sogenannte „Triester.Hllus". ein schöne« zweistöckiges, von distinguierten Kurgästen bewohnte» Vebäude zu schützen; zum Glücke gelang die« vollständig, da während der ganzen Zeit de» Vranbes die Luft nicht die leiseste Vewegnng zeigte und die lleine Kunstbaracke ruhig in gerade himmelwärl« aufstrebender Lohe sich verzehrte. In Zeit von zwei Stunden war jede Gefahr vollständig gebannt, und ein Haufe rauchender Irllm-mer war al« einziger Nest de« TheaterchenS übrig geblieben. Da« Theater wurde im Jahre 1872 vom jetzigen Director Rosenfeld (nachmaligen Pächter der komischen Oper) mit einem Der ehemalige L»nde»»r«ft-dent von Kram, Se. Vrcellen, der gegenwärtige l. l Statlh«!, ter von Niederüsterreich, Gehnmrolh Slgmund Freiherr s»"' rad v. Ey be« fell», wurde in »nerlsnnung sein« treo" un» vorzüglichen Dienstleistung von Sr. Majest" dnn """" ""^ Verleihung de« Vrohlreuze» de« Franz I°s,l-0rd,n« «»««',"«"- Vldiuncten in Ourlfeld ernannt - lvürgerme > Schöpsenfleisch ., — 36 Hirse . — z . HUHndel Pr. Stuck . — 35 Kulurutz „ 6 00 Tauben „ — — Erdäpfel „-------- Heu pr. 100 Kilogr. 2 80 Linsen . ,, "- — ! Stroh „ . 2 20 Erbsen „--------- Holz, harte«, pr. «ubil. Fisolen ,. - — Meter.... 2 71 Rindsschmalzpr.Kilog. — 8V/—weiche«, „ — — Schweineschmalz ,. - 89 Wein,roth.,prHetlolit. 10 60 Speck, frisch, „ —.->, — weißer „ 10 60 Speck, «eriluchert „ -80 Leinsamen „ k < 50 Angekommene Fremde. Am 22. August. Hotel 2t
äs heitti ^ 22. 2„N. 735.,3!-j-28.3 SW. mäßig theilw. bew. 2.,o 9 ,, Ab 735.^4 -l-22.« SW. stark l ganz bew. i Starker Slldwest. Nachmittags zunehmende Vewüllung Abend« Wetterleuchten. Vorüberziehendes Gewitter mit Sturm aus Slld-west, schwacher Regen. Da« Tagesmittel der Wurme ^- 2s 9', um 4 5° über dem Normale. Verantwortlicher Vedacteur? l"»»»«,»«.,»' «««.»>. ^» V^eMTM^M^W^^ »ebrn«.) «tute l.....66 50 66 60 3«n?A ^ / ' ' 66 60 66 70 «!!3. 1 Silberr»nte - - 70 80 70 Ü0 : I860 ,n 100 st. . . .iiß.^;^ DomllnenrPfandbriefe .... 143bo —-. Plilmienanlehen der Gtadt Wien 9b 7b 9S_ Vöhmen j ^^„^. l . 100- im - «alizien l """ < ' 3^" s«« Siebenbürgen s H„, . . 74t.0 7^- Unaarn ^ ^ " l. . ?»8b 73 6b Vonau-siegulierunge-kose . . 10500 I0b?b «?e°«"o°imunäl^ - 3325 9350 «etle» As» v«»le«. «ngl°.V«nl........72b0 727b Vanlveilin........—— —^ V«dul««dit<«ftall , ^ . . . —.. — ' «rebitanstalt........ 14« 30 I4K50 «reditanftall, ungar..... 1837b 124 - Depositenbank....... —-— - — E«compteanftalt...... 670— 680 — ßranco-Vant....... — — — — 3i«ti°n°lbanl....... 863— 86b-— Oefierr. Vanlgesellfchaft ... --— —-— Unlonbanl ........ 56 — 08X5 verlehrsbanl ....... 8V— 83 50 «etieu ,« Tr«»bport-N»ter»etz-««»«e». «niavelylilUefibahn . . I5>ulvi ,«n. «l^WH.V°hn(«wzeVudiveis« ^ '^" ßerdin°nd«'.«or'dbähn '. ' ' ,«iL^,ui?.^ »ranz. Joseph. «H« . . ' . i^'?«!." 3en>l,..«,ern..I°ssy.V^ ' U.A »» " Lloyd.Vescllsch.. '...'- Zz?'" !?/.." Oefierr. Nordwestbahn .... ^^ ?^." z"°«b°hn........z^7b «^25 Slldbahn.........7b 2b ?f»l>n Theiß-Vahn.......' itz4hy ,«5 _ Ungarische Nordoftbahu . . . wl bv 102 — Ungarische Oftbahn.....gz z^ »,..« Tramway-Gesellfch...... 114." ^^.^ v«n«ese«,ch.fte». Nllg. llfierr. Vaugesellschaft . -.^ ^.^ Wiener Vaugesellschaft..... __._ ^..^ Vl«»dbriefe. «llg. »fterr. Vobweredit . . . 10550 ,06 - «« .. "l3 . . !ü ^ I^«n V9 b0 89 7b Nationalbanl ö. W. . 27.« «7.^ Ung. Bodencredit.....' y«.^ ^ ^ Vrlorit«te». Elisabeth.,«. 1. «m..... ^.«^ °,.7° zerd..zN°rdb..T....... ,«gZ ^^.^ ^r»n,«I°seph.V..... ß2'— 92^5 3°l K°rl.kudwig-V.. 1.«m. ' 967b 97 2b Oefterr. N°rdweß-V. . . «ß-zh ^75 Vltheubür,«.......ßi _ g^.^ __ ^ . »elb ware Gtaalsvahn........ Ibft — 156-^ Subbahn 5 8«/....... 11350 114"7 « b»/.......9810 9S'sb Slldbahn, Von«......— .. —'-^ Ung. Ostiahn....... 09-70 60'^ Prid«««se. «rebit.L..........iß0b0 161'^ «nd«lf««L.........1800 l<'^ «e«»el. Nngsbnrg.........b930 59s^ »raulfnrt.........b930 5s3b Hamburg.........593s) k»9'3o London .........182 40 12« s? Pari« .........4835 4s 4b «eldsorte«. »elb ««« . Dncaten .... 0st.84 lr. b fi.86 lr. «ap°leon«d'or . . 9 ^ 72 ^ 9 „ 78 -Preuß.«»sseuschein< b9 ^ 8b ^ b9 ^ 9b -Vilber .... 108 ^ — ^ 108 ^ 10 , ltralnische Vrnndentlastunge-Obligationeu, Prwauuttenw«: Geld SV —, ««» —-^