Nr. 152. y. il. halbl, N. b5l». Yllr b«l «uft«»un« ln« H«u« halbj. 50 l«. Vi!t b« <,'.'ft ga»»j. ft. ^. h>,ll>>. N, ? 5« Freitag, 4. Juli. 1»84. Amtlicher Theil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Juni d. I. den Domherrn des Seckauer Domcapilels Dr. Jakob Missia zum Fürstbischof von Laibach allergnädigst zu ernennen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Juni d. I. dem Prior und äonventvorstande de« Prämonstratenfer. Stifte« Tepl Hugo Karl it in Anerkennung seine» »'eljährigen ersprießlichen Wirkens das Ritterkreuz des Franz.Ioseph.Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Am 2. Juli 1834 wurde in der f. k. Hos- und Ttcmt«. druckerei in Wien da» XXX, Stück des 3teich«nesebbla«- marck daran gelegen war. urdi 6t ordi die Wichtig« keit derselben zum Bewusstsein zu bringen. Die Er« klärungen schlössen mit den folgenden Sähm: »Zwi« schen unserer und der Regierung in Frankreich herrscht volles Vertrauen auf die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit der gegenseitigen Beziehungen und auf das Wohlwollen, mit dem wir jede französische Bestrebung betrach ten, die nicht gerade auf die Wiederherstellung der früheren unnatürlichen Einrichtung, die von Ludwig dem Vierzehnten her datierte, gerichtet wäre. Es ist aber lein Grund, augenblicklich zu befürchten, dass die französische Politik dahin gienge. und es freut mich. dass der Herr Abg. Richter durch seine Wieder« erwähnung des Wortes Metz mir Gelegenheit gegeben hat, nicht nur den Reichstag, fondern unsere ganze Bevölkerung über die Möglichkeit eines Krieges mit Frankreich, soweit menschliche Voraussicht reicht, jetzt und für die Zukunft vollständig zu beruhigen." Veranlasst waren diese Auslassungen de« Reichskanzlers durch eine Bemerkung des Abg. Richter. Der letztere halte im Verlauf seiner ersten Rebe hervorgehoben, dass eines derjenigen Worte des Fürsten Bismarck, welche die höchste Anerkennung verdienten, dasjenige sei, welches zu einer Zeit gesprochen, als Verwickelungen in den Donaufürstenthümern die Möglichkeit des Ausbruches eines Krieges nahegelegt haben. Damals habe Fürst Bismarck gesagt, dass die ganze bosnische Frage ihm nicht die Knochen eines Pom< merschen Grenadiers wert sei. und an diese« Wort müsse man sich erinnern, wenn da« deutsche Reich jetzt Miene mache, eine Colonialpolitik zu betreiben, die möglicherweise kriegerische Verwicklungen in frem< den Welttheilen zur Folge haben könne. Um die Gren. zen seines Vaterlandes zu vertheidigen, verlasse der deutsche Landwehrmann, wie wir 1870 gesehen, be> geistert Haus und Familie. Aber er würde eine neue Politik sehr nüchtern aufnehmen, wenn dieselbe ihn vor die Aussicht stellte, in fernen Welttheilen für die Interessen von Auswanderern einzutreten, welche bei der Ausbeulung wilder Völkerstämme mit anderen An-siedlern in Concurrenz gerathen sind. Fürst Bismarck hatte darauf erwidert, dass von solchen Verwicklungen nicht die Rede sein könne. Wenn jemals unsere Eo> lonialpolilil irgend welche Schwierigkeiten herauf« beschwören könne, so würden dieselben wahrscheinlich nicht in überseeischen Ländern, sondern unter den Thoren von Metz zum Auitrag gelangen. Dieses Wort oe« Reichskanzlers war allerding« einer Mifsdeu'ung jähig, und wie der spätere Verlauf der Debatte zeigte, hatte es eine Auffassung gefunden, die seinen Intentionen keineswegs entsprach. i Dadurch sah sich Fürst Bismarck in einer spä« teren Rede veranlasst, jeder Möglichkeit einer solchen Missdeutung durch seine Erklärungen über die Beziehungen Deutschlands zu Frankreich vorzubeugen. Er hob dabei hervor, dass seit dem Friedensschluss im Jahre 187l stets von der Nothwendigkeit eines neuen deutsch« französifchen Krieges die Rede gewesen sei, etwa so. wie Friedrich der Große nach der Beendigung de« ersten schlesischen Krieges einen zweiten führen musste. Es hat niemals an Elementen gefehlt, welche diese Möglichkeit herbeizuführen gesucht hätten, — in erster Reihe natürlich in Fiankieich, wo die von Deutschland im Vertheidigungslcimpf geschlagenen Wunden noch nicht vernarbt waren, aber auch bei anderen Nationen. Man werde ihm (dem Reichskanzler) da« Zeugnis nicht versaqen können, dass er es in den seitdem vergangenen Jahren verstanden habe, den Frieden zu be« wahren, und jetzt seien rundum, so weil wir sehen können, nur friedliche Aussichten und die absolute Un-wahrscheinlichleit vorhanden, dass wir in den nächsten Zeilen in Klieg gerathen können. Der Reichskanzler fuhr dann fort: „Dass wir aber namentlich mit der französischen Regierung — mit der jetzigen sowohl als mit der vorigen — ununterbrochen in so vertrauensvollen Beziehungen gestanden haben, dass mein per-sönliches Wort jederzeit genügt hat, die französische Regierung über unsere Absicht für die Zukunft voll-kommen zu beruhigen, das ist bei den histolischen Verhältnissen, wie sie sich seit 1870 entwickelt haben, nußerordenllich viel, diesem Maß von Glauben und Vertrauen in unserer Politik zu begegnen durch meh« rere Regierungen hindurch, und ich kann Ihnen die Versicherung geben, dass dieses gegenseitige Vertrauen auch jetzt und sür die Zukunft unverändert fortbesteht." Seit lang-r Zeit hat es keine Aufklärung liber die deutschen Bezwungen zum Auslande gegeben, die eine gleiche oder ähnliche Entschiedenheit gezeigt halle, und wir können nicht umhm. dieselbe mit aufrichtiger Befriedigung zu begrilhen. So gering auch das Maß von Befürchtungen gewesen sein mag. welches man wäh. rcnd der letzten Jahre in Deutschland in Bezug auf die Gefahr eines ernstlichen Conflicts mit Frankreich hegte, so sind die von Zeit zu Zeit an die Olffentlichkeil gelangenden Aeußerungen und Bestrebungen der Revanche» Politiker doch derart, dass sie geeignet erscheinen, ein gewisses Bangen zu erregen vor den Gefahren, welche die Zukunft in sich birgt. Die Erklärungen des Fürsten Bismarck lassen erkennen, wie sehr unbegründet eine folche Auffassung ist; sie lassen zugleich erkennen, welch' ein Interesse die deutsche Reichsregierung und mit ihr JeMeton. „ S e r a p h i n e ". Cmilie war eine sehr glückliche Frau. und sie war ch auch lhres Glückes bewufst. Nun halte sie schon lnf Ehejahre hinter sich. zwei liebliche Blondlöpfchen n Knabe und ein Mädchen, fpielten bereits zu ihren llhen. und noch hutle sich die Liebe ihre« Hugo nicht errmgert. hr sprach, war so ganz verschieden von dem, was früher den Stoff ihrer Gespräche gebildet. Da hatten sie sich schwärmend in die Zeit zurückversetzt, al« ihre Herzen silr einander erglühten und sie still diese Liebssflamme Wie ein Heiliglhum nährten, ohne sich einander mitzu- theilen; da hatten sie entzückt jene Stunde gepriesen, in der ihre Herzen sich vereinigt und die Lppen ohne ein Wort des Geständnisses sich gefunden. Dann hatten sie sich versprochen, das» es ewig so bleiben solle zwi« schen ihnen, und hallen die Kinder geküsst, als ob sie diese damit zu Zeugen dieses Versprechens machen ge« wollt. Jetzt waren ihre Gespräche ganz anderer Nalur, und einzig Hugo halte diese Veränderung auf dem Gewifsen. Er sprach nur von schönen Pferden, vom Turf. vom Grandprix. fuchle ,hr Interesse sür die zweijährige Stute „Diana" und für den vorjährigen Sieger im Derby, den Hengst „Oberon", zu erwiir« men — Emilie hörte ihm zu, uno wenn er fort war, da seufzte und weinte sie, denn er hatte sie nur — auf die Stiine gellissl. Allmählich stieg in ihr der Verdacht auf. dass Hugo's Liebe sür sie erkaltet sei. Während sie den traurigen Gedanken hin und her wendete, um ihn nicht zur Ueberzeugung gestalten zu müssen, brachte ihr das Dienstmädchen einige Stückchen Papier, d»e es beim Ausräumen im Zimmer des Herrn gesunden, mit der Frage, ob sie dieselben wegwerfen dülfe. Emilie fah sie durch. Es waren Fidibusreste und unbrauchbare Schnitzel. Da« letzte Stück, welches sie in die Hand nahm. war die Hälfte eines Briefes; die andere war weggebrannl Emilie las: «Kamerad! Daf« dir „Seraphine" gefällt, ist nur ein Beweis für deinen Geschmack und dein Verstandn,« aus «aibacher Zeitung Nr. 152 12«« 4. Juli 1884. ganz Deutschland für die Erhaltung und kräftige Aus« vildung der gegenwärtigen Staatsform in Frankreich hegen muss. Was die Republik Frankreich zu gefährden geeignet ist, das muss danach zugleich als eine Gefahr für die Erhaltung des Friedens erscheinen. un> jeder Versuch der Royalisten oder der Imperialisten zur Erschütterung der republikanischen Staatsform wird daher nicht nur in Frankreich selbst, sondern auch in Deutschland das ernstlichste Missfallen zu erregen geeignet fein. Glücklicherweise sind die Chancen für ein Gelingen solcher Versuche äußerst gering. Sowohl die Royallsten als auch die Bonapartisten haben keinerlei Auisichten für sich; beide Parteien sind innerlich gespalten und ohne jeden Credit bei der großen Mehrheit der französischen Bevölkerung. Die einzige Gefahr, welche dem Bestände dei gegenwärtigen Staalsform in Frankreich droht, kann ihr nur durch die Radicalen erwachsen; aber auch diese Gefahr fällt zur Zeit nicht sonderlich schwer ins Gewicht, da es das Ministerium Ferry ver» standen hat, seine Stellung zu befestigen und ebensowohl nach rechts wie nach links seine Selbständigkeit zu behaupten. Mit den Erfolgen, die es bei seinen überseeischen Unternehmungen enungen hat, mit dem Triumph, den es über England in der egyptische,, Angelegenheit erzielt, ist nicht nur das Selbstbewusst-sein, sondern auch die innere Stärke des Cabinets Ferry wesentlich gewachsen, und so lässt sich hoffen, dass die gegenwärtige republikanische Regierung eine Eontinuität gewinnen wird, welche den Interessen des Friedens zustatten kommen wird. Inland. (Zur Landtags - Wahlbewegung.) Vor« gestern abends fand in Wien eine Versammlung der Landtagswähler statt. Um die fünf Mandate des ersten Bezirkes beweiben sich sieben Candidaten, wovon fünf, und zwar Nicola, Sommaruga, Köniaswarter, Lederer und Mahenauer, der vereinigten Linken, Silberer und Struska der deutschen Volkspartei angehören. Silberers Rede wurde ruhig angehört. Als ein Wähler bemerkte. Silberer hätte sich früher zur Linken bekannt, entstand ein kolossaler Lärm, Rufe: Pfui! Hinaus! wurden hörbar. Nur mit Mühe konnte Ruhe hergestellt werden. (Galizien.) Wie man aus Lemb-rg meldet, fand vorgestern in Krakau eine Versammlung des dortigen Hilfscomile« und der Obmänner der westgalizischen Bezirksvertretungen statt, welcher der Statthalter bei« wohnte und welche darüber schlüssig geworden, wie die Hilf 2 action im Landtage eingeleitet werden und welche Anträge diesbezüglich an die Regierung gerichtet werden sollen. (Der kroatische Landtag) votierte vorgestern definitiv das außerordentliche Budget sowie die Vorlage inbetreff der Gründung einer Ackerbauschule in PoZega. Ausland. (Deutschland.) Der deutsche Reichskanzler hat vorgestern früh Berlin verlassen, um zunächst einen kurzen Aufenthalt in Varzin zu nehmen und sich alsdann nach K'ssingen zu begeben. — Der deutsche Bundesrath wird seine Thätigkeit nicht über diese Woche hinaus fortsetzen. — Den Mitgliedern des preußischen Staatsrathes ist über die Zeit der elst. maligen Einberufung noch keinerlei Mittheilung zu- gegangen, doch dürfte die Versammlung nicht vor Ende September oder Anfang Oktober einberufen werden. (Das oftrume tische Memorandum.) Be< kanntlich haben sich vor einiger Zeit zwei ostrumelische Delegierte, die Herren Guechov und Christov, auf den Weg gemacht, um für die Vereinigung Ostrumeliens mit Bulgarien Propaganda zu machen. Sie führten ein Memoire mit sich, das sie den verschiedenen Cabi« netten zu überreichen beabsichtigten. Dieses Memoire wird nun vom „Parlamentär" veröffentlicht, und wie man aus demselben ersieht, ist es bemüht, die Union als ebenso nothwendig wie vortheilhaft darzustellen. Irgend eine Bedeutung ist der Mission der erwähnten Herren indessen nicht beizumessen; sie sind auch nirgends empfangen worden, und wir glauben nicht, dass sie Gelegenheit gefunden haben, ihre Denkschrift irgendwo zu überreichen. (Bulgarien und die Türkei.) Seitens der bulgarischen Agentie in Constantinopel sind der Pforte im Auftrage der fürstlichen Regierung sehr beruhigende Mittheilungen über den Conflict mit Serbien gemacht, und ist namentlich betont worden, dass die bulgarische Regierung bemüht sei, die schwebende Angelegenheit mit Hinblick auf die Aufrechterhaltung künftiger friedlicher Beziehungen mit Serbien zu regeln. Was die übrigen zwischen der Pforte und Bulgarien schweben» den Fragen betrifft, so hat Bulgarien von neuem der Pforte bekanntgegeben, dass es alle in türkischer Sprache erfolgenden Mittheilungen der Pforte unbeantwortet lassen werde. Man glaubt, dass der frühere Odar^ ä'2,t?airs8 der Constantinopeler Agentie, Herr Kara> mihailoff, und zwar als definitiver Agent Bulgariens, wieder nach Constantinopel kommen werde. (Fürstenb egegnung.) Kaiser Alexander von Russland hat mit Gemahlin auf seiner Jacht Peterhof verlassen, um den finnischen Scheren einen Besuch ab« zustatten. Dies scheint indessen nicht das einzige Reise-ziel zu sein. Wie die „Post" vernimmt, wird in Zoppot bei Danzig, wo gegenwärtig die deutschen Flottenmanöver stattfinden, auch der Kaiser von Russ« land erwartet; der deutsche Kronprinz soll bereits heute dort eintreffen. Diese Fürstenbegegnung kommt ziemlich überraschend, da bisher nirgends von derselben die Rede war, allerdings vielleicht aus naheliegenden Gründen. Tagesneuigteiten. Se. Majestät der Kaiser haben der freiwilligen Feuerwehr in Drachenburg 60 fl. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben dem Veteranen» Vereine in Roviglio für die aus Anlass des Fahnen« weihfeftes dargebrachte Huldigung Allerhöchstseinen Dank aussprechen zu lassen geruht. — (Se. Majestät der Kaiser im Vrucker Lager.) Se. Majestät der Kaiser begaben Sich am 1. d. M. früh nach Brück an der Leitha zur Inspicie. rung der dort im Lager befindlichen Truppen, Se. Majestät verfügten Sich vom Bahnhöfe auf die Wiese nächst dem neuen Barackenlager, wo das Infanterieregiment Herzog von Nassau Nr. 15 in Marschadjustierung Auf« siellung genommen hatte, und beorderten ein Bataillon zu einigen Exercitien, während die beiden anderen Bataillone mit der Befetzung der auf dem nahen Verge be» findlichen Schanzen beauftragt wurden. Nachdem das im Thale verbliebene Bataillon die BataillonK.Exercltien beendet, wurde es zur Markierung des Feindes auf den gegenüber gelegenen Berg commandiert, wo die Manöver begannen. Mit einer Defilierung wurde die Uebung beendet. Ihr folgte die Besichtigung und ein Manöver des Infanterieregiments Erzherzog Ludwig Salvator Nr. 58. Um 2 Uhr war Hostafel zu 65 Gedecken, zu welcher das ganze Gefolge, die Generale und Stabsofficiere so wie die Spitzen der Eivilbehörben geladen waren. Nachmittags inspirierte Se. Majestät die aus 181 Officieren der Infanterie, Jäger und Cavallerie bestehende Armeeschützenschule. Bei der Insvicierung wurden die Schießübungen in Form eines Feuergefechtes vorgenommen. Die Haufttiibung im feldmähigen Schießen wurde auf dem eine Stunde vom Lager entfernten Zeilerberge abgehalten. Nach Beendigung der Uebung begaben Sich Se. Majestät in das Hoflager nach Vruck. Vorgestern früh sehten Se. Majestät der Kaiser die Inspicierung der Truppen mit der Besichtigung des Infanterieregiments Freih. v. Handel Nr. 10 fort, Aus diesem Anlasse hatte das Regiment um 7 Uhr früh nächst der neuen Caval-lerie»Baracke Aufstellung genommen, woselbst auch auf Allerhöchste Anordnung von einem kombinierten Bataillon geschlossene Exercitien durchgeführt wurden. Auf dem nahegelegenen Spittelberge wurde hierauf nach den von Sr. Majestät ertheilten Dispositionen ein Feuergefecht markiert. Um 8 Uhr 45 Minuten lehrten Seine Majestät mit dem Allerhöchsten Gefolge nach Wien zurück. — (Die Cholera.) welche in den zwei großen mittelländischen Häfen Frankreichs ausgebrochen ist, bleibt in der Zahl der täglich gemeldeten Erkranlungs« und Todesfälle ziemlich stationär. Auch ihre Ausbreitung schreitet nicht in der befürchteten Weise fort, wenn auch einzelne Erkrankungsfälle von Orten gemeldet werden, Wohin sich Flüchtlinge aus Toulon und Marseille gewendet haben. Es werden übrigens allerwärts Maß« regeln gegen die Weiterverbreit»««, der Krankheit getroffen. Die italienische Negierung schickte ein Trans» portschiff nach Toulon, um alle Italiener, welche Frankreich verlassen wollen, aufzunehmen. Dieselben werden dann in Sftezzia eine lange Quarantaine durchzumachen haben. Im Bahnhöfe von Cette ist der Befehl eingelangt, leine Fahrkarten für Italien mehr auszugeben, da dieses Land niemanden mehr über die Grenze gehen lassen Will. Ein spanisches Regiment sollte vorgestern abends in Valcarlos bei Pamplona eintreffen, um einen Sanitiltscordon herzustellen. — Auf den französischen Bahnhöfen sind Desinfektionen angeordnet. Vielleicht wird den Neisenden auch eine Quarantaine von einigen Tagen in einiger Entfernung von Paris auferlegt werden. — Am Cap Matifou bei Algier ist eine große Quarantainestation für die au» Frankreich ankommenden Schiffe, in Algier selbst das Lazareth vollständig eingerichtet worden, — Der Madrider Correspondent der „Times" meldet, dass die Gerüchte von dem Auftieten der Cholera in Seoilla amtlich dementiert wurden Der Correspondent überzeugte sich persönlich, dass fünf an< gebliche Chuleraoc-toren Brouardel und Proust, welche von der Regierung nach Toulon entsendet worden waren, wohnten der Sitzung bei und machten das Resultat ihrer Beobachtungen bekannt. Sie neigen sich besonders mit Rücksicht auf die Crlrankungssälle in Marseille zur Anficht hin, dass man es mit einer milden asiatischen Cholera zu thun habe. Eine Subcommission wurde ernannt, welche sich mit den Mahregeln zu befassen hat. die bei einer allfälligen Ausbreitung der Epidemie zu ergreifen wären gen» »erde ich für dich vorarbeiten, und wenn du nicht knauferst, wird „Seraphine" dein. Freitag. . . ." Pas Weitere hatte die Flamme verzehrt. Aber Emilie wusste ja genug. Hugo liebt eine andere, eine Unwürdige, deren Liebe käuflich war. Stand es doch hier klar und deutlich! O. dieses Weib musste wohl schön sein, wenn es ihn der Gattin und der Kinder hatte vergessen und so lüstern nach fremden Reizen hatte machen können. Nun wusste sie, was ihn verändert hatte, nun verstand fie die Bedeutung seiner Rechnungsübungen. Er rechnete aus, wie viel er auf die Gewinnung des schönen Weibes verwenden wolle, und er beschäftigte sich darum so viel mit dem Renn-sport, weil er wohl beim Totalisateur spielte, um zu gewinnen und so zur geplanten Eroberung so viel als möglich flüssig zu haben. Früher hatte er doch auch für die Wettrennen und die Pferdezucht überhaupt Interesse gehabt, aber so ganz hatte es ihn nicht eingenommen. Diese Gedanken durchstürmten Emilien« Hirn, und ihr Herz klopfte wild. Ein Thränenstrom wollte ihren Augen entstürzen, aber sie fasste sich gewaltsam und rang nach einem Entschlüsse. Bald war sie mit sich einig, dass es ihrer unwürdig sei, sich mit jener käuflichen Seraphine in das Herz eines Mannes zu theilen, und sie beschloss, mit den Kindern das Haus zu verlassen und jener den Platz zu räumen. Schnell kleidete sie die Kinderchen an, welche friedlich am Boden spielten und sich nur ungerne stören liehen, vertauschte dann selbst ihren Schlafrock mit einer Strahentoilette und wollte dem Dienstmädchen llm-geln, ulS — Hugo eintrat und auf Emilien zugleng, um sie zu küssen. Sie wich zurück mit vorgestreckter Hand und rief: „Berühren Sie mich nicht!" Hugo blieb erstaunt stehen und fragte: «Was soll das bedeuten?" Mas das bedeuten soll?" rief Emilie. «Das soll bedeuten, dass ich Sie verlasse, mein Herr, um Ihnen freien Spielraum zu lassen für Ihre Liebschaft." «Für meine Liebschaft? Bist du verrückt, Emilie?" Und Hugo lachte laut auf. „Spielen Sie nicht Komödie, mein Herr!" fuhr ihn Emilie an. „Hier habe ich den Beweis." Und sie reichte ihm den angebrannten Brief hin. Hugo fah darauf und verfiel in einen Lach« krampf, der kaum endigen wollte. Emilie stand da in glühender Erregung und fasste schon die Kinder an den Händen, um die Stube zu verlassen, als sich Hugo fasste und immer noch unter Lachen sagte: „Du meinst „Seraphine" ? Das ist ja ein Pferd, und heute habe ich's gekauft. Ich wollt' dich überrafchen!" Emilie stand wie vom Donner gerührt. „Und die Z'ffern, die du fchriebst?" fragte sie beschämt. „Ich rechnete mir den äußersten Preis aus." „Und deine Zerstreutheit, dein übertriebenes Interesse an den Rennen? „Alles wegen „Seraphinens", die auch heute den Preis bekommen hat. Ich hätte gerne gehabt, dass du dich mitfreuest. Aber du..." Sie erstickte den Vorwurf mit einem Kusse, der das alte Vlück auf's neue einleitete. k. ä. Jean Loup, der Irrsinnige von Mareille. Noman nach Emile Nichevourg von Max von Weihenthurn. (68, Fortsetzung.) „Ich brauche Ihnen nicht Vorsicht zu empfehlen, Herr Chevty. Sie übernehmen eine schwierige Mission. Für mich steht es als eine unumstößliche Thatsache fest, dass der Freiherr von Simaisc die Marquise hat verschwinden lassen. Vielleicht hat er sie in ein Irrenhaus gesperrt!" „Der Elende!" «Aber das Kind?!" «Das Kind aufzusuchen, wird Ihnen größere Schwierigkeiten bereiten. Befassen Sie sich für's erste nicht mit dem Kinds, sondern trachten Sie, die Mutler zu finden. Sobald Sie wissen, wo dieselbe sich aufhält, können Sie mit weit glöherer Kühnheit vor den Baron hmtrelen und ihn fragen: „Wo ist das Kind?" In Port Marly, wo die junge Frau gewohnt hat, wird man vielleicht in der Lage sein, Ihnen mancherlei zu erzählen vun dem, was sich zutragen Hut." „Rathen Sie mir nicht, mich sofort mit der Po-lizeipräfectur ins Einvernehmen zu setzen?" „Nein, das hieße den Freiherr« von Simaise eines Verbrechens zeihen, ohne chm etwas beweisen zu können!" „Und was ist daran gelegen?" „Zweifelsohne verdient er lein Mitleid, aber er hat eine brave, hochsinnige Frau, zwei liebe Kmder. Wir müssen der Schuldlosen schonend gedenken. Z,l- Lainam« «eitnnil Nr. 152 1267 4. Juli 1884. — Der von dem Minister des Innern entsendete Ge-neralinspector des Verwaltungsdienstes Herr Gramer behauptet in seinem Berichte, dass bisher nur in einem einzigen Falle Symptome analog denen der asiatischen Cholera constatiert wurden. Per Vice-Admiral Kranh bemerkt In einem Schreibe», das er am Sonntag an den Marineminister gerichtet: „Man mächte sagen, dass die Krankheit durch ihre Verbreitung an Heftigkeit überall dort, wo sie sich zu Anfang gezeigt, verliert. Unsere Organisation ist vollständig, und sind wir in der Lage. allen Ereignissen Rechnung zu tragen," — (Originelle Verhaftung) Einem Straf, ling Namens Firsov. der zur Zwangsarbeit in Sibirien Verurtheilt war, war es gelungrn. auf dem Wege dahin zu entkommen. Er hatte sich sonach mit einem Revolver ausgerüstet und drohte jeden, der ihm nahrlommen Würde, sofort niederzuschießen; um seinrn Worten den gehörigen Nachdruck zu geben, gab er einen Schuss aus dem Revolver auf seine Angreifer ab; dies geschah in der südrussischen Stadt Morzansk. N emand wollte sich der Gefahr aussehen, von dem bis aufs äußerste ge> triebenen Flüchtling erschossen zu weiden, und standen die Häscher rathlos da, als jemand den Rath gab, ein Ieuerwehr-Commando holen zu lassen und den ver» zweifelten Menschen durch einen Strahl kalten Wassers zum Aufgeben feines Schlupfwinkels zu veranlassen. Anfangs widerstand der von oben bis unten übergossene Firsov standhaft dem Wasserstrahl, dann aber fand er die Situation etwas ungemüthlich und kroch in den Ofe», doch auch dahin folgte ihm der Wasserstrahl, so dass Iirsov sich genöthigt sah, seinen Oberleib in den Rauch» fang einzuzwängen. Aber die Verfolger ließen von ihrem Beginnen nicht ab; einer derselben kletterte auf's Dach und richtete den Wasserstrahl von oben in den Rauchfang. Das war wohl dem gequälten Firsov zu viel; er ergab sich feine» Verfolgern. — (Cin Trupp eleganter Touristen) aus den besten Kreisen war beim Roulette in den Spiel» fälen von Monaco versammelt. Unter den Zuschauern stand auch Frau v. B. mit mehreren Bekannten am Arm ihres Gatten. Sie verfolgte das Spiel mit lebhaftem Interesse. Plvhlich schien ihr ein Gedanke durch den lkopf zu fahren: „Was meinst du", wandte sie sich lächelnd an ihren Galten, „wenn ich einmal auf me!n Alter setzte? P« weißt, du hast mir felbst davon ge. sprochen." ..Ja", sagte Herr v, V.. ..es ist ganz gewiss, dass eine Dame. die anf Nummern ihres Alters scht. das erstemal gewinnt." „Das werden wir ja sehen", meinte Frau v. G. schelmisch, öffnete ihre Börse und nahm zwei Goldstücke heraus. Alles reckie die Hülse, um zu sehen, auf welche Nummer die Dame ihre zwei Goldstücke setzen würde. Sie beugte sich graziös vor und wählte die Nummer 30, Frau o. B war sehr hübsch, sehr unmuthig, sehr elegant, und die Nummer schien aufrichtig gewählt zu sein. Iliou ns va plu8! erlünte es in diesem Augenblick, Die Kugel rollte, fiel. rollte noch ein Stück weiter und blieb endlich auf 30 stehen, „Siehst du", fagte der Gemahl der Dame, „dass mein Rath gut war. hättest du die Wahrheit eingestanden, so hättest du jetzt 70 Louisdor gewonnen l" Die Dame war bestürzt, aber nicht darüber, dass sie nicht ge-Wonnen hatte. Aanösls- nnö Osn>srbeka:nrnsr. Sitzung vom 30. Mai 1884. (Fortsetzung.) . VI. Der Herr Kammcrsecrctär trässt vor den Bericht, betreffend die Frage, ob die Müller zum Betriebe der Schwarzbrotbäckerei eines Befähigungsnachweises bedürfen. Die k. k. Landesregierung theilt infolge hohen Handelsministerialerlafses vom 2^i. Jänner d. I. mit, dass der Vorstand der österreichischen Müller, und Mühlen-Interessenten sich an hochdassclbe mit dem Ersuchen gewendet habe um amtliche Hinausgabe einer Erläuterung der Ministerialvcrordnung vom 17. Sev-ember 1883, R. G. Bl. Nr. 148, in dem Sinne, dass unter dem handwerksmäßig betriebenen Bäckergewerbe nur die Weißbäckerei zu verstehen, beziehungsweise in dem Sinne, dass die Schwarzbäckerei als znm Mühlen-betncbe gehörig zu betrachten sei. und in keinem Falle von Müllern, die Schwarzbäckcrei aus ihreu Mahl-producteu betreiben, der Befähigungsnachweis im Sinne des Gesetzes vom 15. März 1883, R. G. Bl. Nr. 39, verlangt werden könne. In der betreffenden Eingabe wird an der Hand einer Reihe von gesetzlichen Vorschriften ans älterer Zeit dargethan, dafs die Schwarzbäckerei ein Bestandtheil der Gewerberechte der Müller sei. und zugleich auf die schwierige Lage hingewiesen, in welcher sich die kleiueu Mühleubctriebc gegenüber den großen Dampf-uud soustigeu Mühlen befinden, die als fabriksmäßige Unternehmungen an die Erbringung eines Befähigungsnachweises nicht gebuuden sind. Nach den Bestimmungen des erwähnten Gesetzes nnd der Ministerialverorduung erscheint es unthunlich, dem Begehren der Pctenten in der Richtuug zu entsprechen, dass bloß die Weißbäckerei als ein handwerksmäßiges Gewerbe anznsehen sei, beziehungsweise dass unter Bäckerei bloß die Weißbäckerei zu verstehen sei. da dies im Gesetze nicht begründet wäre. Was aber den zweiten Theil des Pctitums aubclangt, wird erwähnt, dass die gewerbliche Stclluug eiue verschiedene sei, je nachdem es sich um Müller handelt, welche ihr Gewerbe noch nnter der Wirksamkeit der älteren, vor dem Nen Mai I860 giltigcn Bestimmungen, oder unter der Herrschaft der Gewcrbc-Ordnnng vom 20. Dezember 1859, oder aber seit der Wirksamkeit des Gesetzes vom 15tcn März 1883, R. G. Bl. Nr. 39. angetreten haben. Was die znerst erwähnte Kategorie anbelangt, so war wohl in den «leisten Ländern mit der Berechtigung zum Betriebe des Müllcrgewerbcs auch die Berechtigung verbunden, aus den eigenen Mahlprodueten uud mit eigeucu Lenten Schwarzbrot auch für den Verkauf zu erzcugeu. Bezüglich der zweitgenannten Kategorie wurde bemerkt, dass der Besitzer eines unter der Herrschaft der Gewerbe-Ordnung vom Jahre 1859 angemeldeten Müllcrgcwcrbcs. wenn er nicht auch die Bäckerei angemeldet hat, nur berechtigt ist, die Müllerei, nicht aber auch das Verbacken sciuer Erzeugnisse zu betreibcu. In Ansehnng der dritten Gattung von Gewerbetreibenden wird nur erübrige», die Besitzer von Müllergewerben, welche überdies die Schwarzbäckerei betreiben, zur Erwirkuug des Gewerbescheines für die Schwarzbäckerei, beziehungsweise zur Erbringung des Befähigungsnachweises zn verhalten. Das hohe k. k. Handelsministerium beabsichtiget im Einvernehmen mit dem hohen k. k. Ministerium des Innern eine ausführliche Erläuterung für die iu Rede stchcude Augclcgenheit an die politischen Landesbehördcn gelangen zu lassen. Da jedoch die genannten hohen Ministerien bei dem Umstände, als bei' den obigen Gewerben wichtige Momente der Approvisioniernng der Bevölkerung unterlaufeu, Wert darauf legen, vorerst die Aeußerung der k. k. Landesregierung über die factischen Verhältnisse des Betriebes des Müllergcwerbcs nnd dessen etwaige Verbindung mit der Erzeugung von Schwarzbrot zu erhalten, so hat sich diese an die Handels- und Gewerbckammer um deren Aeußerung gewendet. Das Kammerpräsidium hat sich in dieser Frage an die k. k. Bezirkshauptmannschafteu gewendet. deren Berichte dahin gehen, dass die Müller Schwarzbrot für den Verkauf uicht erzeugen und auch das Bäckerei-gcwerbe nicht betreiben. Die Section pflichtet den oben angeführten Ausführungen des hohen Ministeriums bei und beantragt: * Die Kammer wolle der k. k. Landesregierung berichten, dass sich die Miillcr in Krain mit dem handwerksmäßigen Betriebe des Schwarzbrotbackens nicht beschäftigen.» Der Antrag wird angenommen. VII. Herr Kammerrath Vaso Petriiie berichtet über das Gesuch der Stadtgcmeiude Radmannsdorf um Bewilligung, dass an drei dortigen Iahrmarktstagen, uud zwar am St. Gregoritage s12. März), am Pfiugst-dieustage und am St. Luciatage (13. Dezember), Viehmärkte abgehalten werden dürfen. In Radmannsdorf werden auf Gruud des Privilegiums vom 20. September 1844 sechs Jahrmärkte abgehalten, von denen zwei auch Viehmärkte sind. Die marktberechtigten Gemeinden des Bezirkes Radmannsdorf und der Bezirks-hanptmannschuften Krainburg und Klagenfurt erheben dagegen keine Einwendungen, nur die Gemeinden No-segg in Kärnten und Tolmein im Küstenlande erheben jede gegen je einen Martt Einwcnduugeu, weil daselbst an denselben Tagen auch Märkte abgehalteu werden. Die Section halt jedoch diese Einwendungen wegen der großen Entfernnng dieser Orte von Radmannsdorf für belauglos und erklärt sich mit Rücksicht darauf, dass die Viehzucht im Bezirke Radmannsdorf ciuc bedeu tcnde genannt werden kann und zu erwarteu ist, dass auch die Märkte zahlreich besucht werden dürften nnd den Viehzüchtern Gelegenheit geboten wird. ihr Vieh in der nahe gelegenen Bezirksstadt zu verknusen, für die Erthcilung der Concession. Der Berichterstatter stellt daher im Namen der Section den Antrag: «Die geehrte Kammer wolle das Gesuch der Stadtgemeiude Radmannsdorf um die Concession zur Abhaltung von deu weitern drei Viehmärkten bei der t. k. Landesregierung wärmstens befürworten.» Der Antrag wird einstimmig angenommen. (Fortsetzung solgt.) Local- und Provinzial-Nachrichten. Sek. und l. Apostolische Maje stilt haben mit NllerhllchsterEntschließung vom l4ten Juni den Domherrn des Seck au er Dom-capitels Dr. IalobMissia zumFür st bisch os von Laibach allergnäbigft zu ernennen geruht. — (Ernennungen.) Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den V-zillsgerichte.Adjuncten im Grazer Oberlanbesgerichts'Sprengsl Max Langer Nitter von Podgoro zum Verichtsabjuncten bei dem Preisgerichte in Rudolfswert und die Auscultanten Anton Vrumen zum Vezilksgerichls'Adjuncten für den Grazer Obellandesgerichts'Sprengel und Dr, Josef Fraidl zum Vszilksgrrichts'Adjuncten in Oberlaibach ernannt. — (Vincenz-Verein) Zum Präsidenten des Vincenz Vereins wurde der hochw. Propst Dr. Anton I arc gewühlt. — (Der städtische ständige Gesundheit s r a t h) hält heute seine diesjährige conftitulerende «st also suchen Sie mit Umsicht und Geduld. Erst wenn alle Ihre Bemühungen sich als vergeblich er-Welsen, nehmen Sie die Hilfe der Behörde in An» Much. Und nun Muth. Herr Chevry, und guten Erfolg. Ich werde mit Ungeduld Ihren Nachrichten ent-gegensehen." Noch ein kräftiger Händedruck, dann trennte sich Ehevry von Van Otten. Drei Tage fpäter trafen Charles und Ielima in Paris ein. Mit Wehmulh betraten sie den Boden Frank, «ichs. Es war ein düsterer, nebeliger Tag, und so dlcht, wie die Schleier, die über der alten Seinestadt Yinwogten. so dicht war auch das Dunkel, das vor chren Blicken die Wirklichkeit verhüllte, deren Erfor. Uu"» sie sich zum Ziel gestellt hatten und sie den ^re,s des eigenen LebenS losten sollte. Ach, ste ahnten nicht, dass derselben Hand. die die arme Marquise ins Verderben gestürzt, auch sie zum Opfer fallen würden. Die Nichtswürdigkeit eines Elenden feierte weiter Ihren Triumph, bis zn der Stunde, da die sühnende Vergeltung ihm ihr gebietende« ..Halt!" entgegendun, "ern und die Rache Gottes, die nimmer ruht, auch °as Haupt des Schuldigen treffen sollte. 12. Capitel. 3>ie Mssagen eines Zeugen. . . Charles Ehevry hatte sich zugeschworen, sich keinen '"»'gen Tag der Ruhe zu gönnen, ehe er nicht kNt- deckt hatie, was aus der Marquise von Chamarande geworden sei, und er hielt Wort. Schon am Morgen nach seiner Ankunft in Pari« ließ er sich einen Wagen kommen, und von Zelima herzlichen Abschied mhmend, fuhr er nach Port Marly. Dort angelangt, erkundigte er sich nach der Villa des Ormes. Man wies ihm die Richtung. «Ist die Villa bewohnt?" fragte er. Die Antwort lautete verneinend, doch könne der Gärtner dem Herrn vielleicht Auskunft ertheilen. Geraden Weges eilte Ehevry nach der Villa, die zu finden er keinerlei Schwierigkeiten hatle. Er läutete an der Gartenpforte, und der Gärtner kam alsbald, um ihm zu öffnen. „Ich komme zu Ihnen, von der Hoffnung geleitet, dass Sie imstande sein werden, mir einige Auskünfte zu ertheilen." „Wenn ich es kann, so stehe ich zu Diensten." „Sind Sie schon lange Zeit hier Gärtner?" «Seit zwei Jahren!" „Ah — ich wünsche Auskünfte über Personen, welche im Jahre 1848 hier gewohnt." „Ich verstehe, es handelt sich um die Marquise, ich habe von ihr reden hören. Allerdings bin ich nicht in der Lage, Ihnen nähere Auskünfte zu erlheilen. Sie werden sich an den früheren Gärtner wenden müssen." „Wo finde ich ihn?" «Er lebt noch immer in Port Marly." ..Kann ich ihn sprechen?" Der Manu erklärte sich sofort bereit, den Gewünschten holen zu lassen. Cs währte nicht lange, so erschien Pore Vincent, ein alter Mann von behäbigem Aussehen. Er sprach von seinen ehemaligen Gebietern, als ob er sie sehr gut gekannt habe. Den Marquis schilderte er als einen stolzen, kalten Mann, welcher an leinen der Dienerschaft das Wort zu richten pflegte; nur im Garten, mit ihm, dem P6re Vincent, habe er zuweilen einige Worte gewechselt. Die Dame habe gar kein Französisch gesproch-n und sich gleich dem Marquis um nichts im Hause ge-kümmert. Der Freiherr von Simaise reaierlr das ganze Haus, man betrachtete ihn als den Herrn und gehorchte nur ihm. Der alte Gärtner lobte in warmen Worten den Freiherr»,, ohne zu bemerken, dass die Stirn seine« Zuhörers sich umdüsterle. Er berichtete, wie man plötzlich in der Villa den Tob des Marquis „fahlen, wie die Dame wahnsinnig geworden, wie der Onkel aus England einen Irrenarzt geschickt, wie die Leute überrascht gewesen seien, dass die Dame nicht d,e we-mahlin sondern nur die Gelieb.- des M"qu.« ^ Wesen, und wi, de. Irrenarzt d.eselbe endl.ch z" dem Onkel nach England g-bracht. tFortschun« folgt.) Lalbacher Zeitung Nr. 152 126« 4. Juli 18«4. Sitzung ab Wie man uns mittheilt, werden in dieser Sitzung auch die Vorkehrungen, welche gegen die Cho- leragefahr getroffen werden sollen, zur Sprache gebracht werden. — (Nus Rudolfswert) erhalten wir folgende Zuschrift: Es ist schon eine geraume Zeit verstrichen, dass der hierortig angestellte l. l. Vezirksarzt derart kränkelt, dass er sein Amt bis zur Wiedergenesung nicht mehr versehen kann. Bereits im Vorjahre suchte dieser Herr in auswärtigen Bädern und in Wien Hilfe zur Linderung seiner Leiden, doch vergebens; gegenwärtig befindet er sich ebenfalls schon durch lange Zeit im Sfti tale der barmherzigen Vrüder in Agram, und wie wir huren, ist sein Zustand so bedenklich, dass am 29. Juni Herr l, k. Regierungsrath Dr. Valenta aus Laibach be^ Hufs Consultation nach Ngram berufen wurde, es daher nicht abzusehen ist. wann er seinen Dienst wieder wird antreten können. Hierorts befindet sich somit kein graduierter Doctor und die Bevölkerung ist somit bemiissigt. sobald eine Krankheit die eine oder andere Familie heimsucht, im telegraphischen Wege einen Arzt zum Kranken ein-zuladen, was mit großen Kosten verbunden ist, die nicht jedermann bestreiten kann. Was die Folgen eines solchen Uebelstandes sind, braucht nicht erst angedeutet zu werden, und wenn z. B. beim hiesigen Gerichtshofe «in graduierter Doctor zur Abgabe eines Befundes benöthiget wird, so muss der» selbe von Gurlfeld, also zwei Stationen weit, zur Ver< Handlung geladen werden, was nicht nur der Partei, sondern dem hohen Aerar ebenfalls Kosten verursacht, Es ist dringend nothwendig, dass hier baldigst Ab» Hilfe geschaffen und für den erkrankten Herrn Vezirlsarzt ein Substitut bestellt werde. Die hiesige Bevölkerung wird durch die oben geschilderte Misüre stark in Mitlei' denschaft gezogen, und deshalb geben wir uns der Hoff« nung hin, dass man competentenorts nicht ermangeln werde, diesem traurigen Zustande ein Ende zu machen. — (Schadenfeuer.) Vergangenen Montag um 3'/^ Uhr nachmittags kam in dem mit Stroh gefüllten Streuschupften des Besitzers Franz Hoöevar in Sleftsek. Gemeinde Nassenfuß, Feuer zum Ausbruch. Zwei Knaben, der eine vier, der andere fünf Jahre alt, fpielten mit Zündhölzchen und verursachten hiedurch den Brand, welcher, von einem Nordostwinde angefacht, sofort das Nachbargebäude des Besitzers Johann Zitnit und das über 300 Schritte von der Brandstätte außerhalb der Ortschaft liegende Wirtschaftsgebäude deS Besitzers Joses Hitnil ergriff. Der mit zwei Spritzen auf der Brand« statte erschienenen freiwilligen Feuerwehr aus Nasseofuh und den mit einer Spritze herbeigeeilten Insassen von St. Ruprecht gelang es, den Brand auf die ob< genannten Objecte zu beschränken. Ohne diese Hilfe hätte sich das Feuer bei dem herrschenden Winde mit aller Wahrscheinlichkeit über die ganze, aus zwölf Häu» fern und Wirtfchaftsgebäuden bestehende Ortschaft SlepZel verbreitet. Der Gesammtschaden beläuft sich auf circa 2800 st. — (Der slavische Arbeiterverein in Trieft) veranstaltet am Sonntag. 6. Juli, mit einem Separatzuge einen Ausflug nach Gürz. Nnlass zu diesem Ausflüge ist die feierliche Fahnenweihe des dortigen slovenischen Brudervereins, welchem die Frauenabthei« lung des Triester Vereins ein kostbares Band spenden wird. An dem AuSfluge werden sich auch Deputationen des slavischen Casino, des „Sokol". der Vereine aus der Umgebung von Trieft sowie auch eine starke Abtheilung der „Unione Operaia Trlestina" betheiligen. Auch ein über l.00 Personen starker Sängerchor sowie die Musikkapelle des Triefter Veteranenvereins nehmen an dem Ausflüge theil. __________ Aus dem Gerichtssaale. (Per Mord auf dem Carolinengrund) ^Schluss 1 Vertheidiger Herr Dr. Suftpan: Hoher Schwurgerichtshof! Meine Herren Geschwornen! Dass Sie die erste Frage nicht bejahen werden, davon bin ich wohl vollständig überzeugt, und in dieser Richtung glaube ich mich ziemlich kurz fassen zu können. Ich staune nur darüber wie die löbliche Staatsanwaltschaft den An< geklagten als einen Menschen hinzustellen versucht hat. von dem man es erwarten kann. dass er jemand anderen umbringen werde, um von der Arbeit enthoben und ein ruhiges Leben führen zu können. Ich glaube, dass die Verhandlung ein ganz anderes Bild von dem Angeklagten gegeben hat. als es die löbliche Staatsanwaltschaft zu entwerfm versucht. Ich constatiere, dass der Angeklagte von Jugend auf ein kränklicher Mensch war, dass er fortwährend und so viel es ihm möglich war gearbeitet hat, dass er sich seinen Lebensunterhalt verdient und dass er seiner Schwester die Kost und Wohnung bezahlt hat in dem Maße, wie es Leute solcher Lebensstellung überhaupt zu thun pflegen. Durch die heutige Verhandlung wurde confiatiert, dass der Angeklagte kein ausschweifender Mensch war. dass er nie gespielt habe. nie betrunken war und immer zu Hause gewesen sei; und da soll er plötzlich ein Mensch sein. dem es gleichgiltig ist, seinen Nächsten zu ermorden. Das ist eine ganz unbegründete Annahme. Und wenn man nach den Motiven der Handlungsweise des Angeklagten fragt, wird man wohl kaum zu sagen vermögen, worin dieses Motiv gelegen sein soll. Einerseits wird behauptet, er sei arbeitsscheu gewesen und es wird hingewiesen auf die Aeußerung, die er einmal gethan haben soll. die aber nach den Umständen nicht als ernst zu nehmen ist, dass er jemanden um« bringen werde, um dann nicht arbeiten zu müssen. An« derseits aber soll der Angeklagte gestrebt haben, den Liebhaber seiner Schwester zu beseitigen, damit er noch weiterhin bei derselben die Kost und Wohnung werde haben tünnen. Nun sagt er aber selbst, dass er an eine wirkliche Verehelichung feiner Schwester mit Voskovic nicht geglaubt habe. Er brauchte sich folglich auch nicht zu fürchten, dass er die Kost verlieren werde. Dieses Motiv entfällt sohin. Und anderseits glaube ich doch. dass man es niemandem zumuthen kann, dass er eines so geringfügigen Grundes wegen einen Menschen um« bringen werde. Ich bin daher überzeugt, dass die Herren Geschwornen eine solche Absicht nicht voraussetzen werden und dass sie nicht überzeugt sein könne«, dass der Au« geklagte wirklich den Streich auf Boslovic deshalb geführt habe, um ihn aus dem Leben zu schaffen. Es wäre dies auch eine sonderbare Art, sich die Zukunft zu sichern. Das wäre also ganz und gar unlogisch Es entfällt somit jedes Motiv für die Handlung des Angeklagten. Er sagt, der Zorn habe ihn erfasst, die Hacke war gerade bei der Hand. er ergriff sie und schlug Boskoviö mit derselben, ohne eine bestimmte Ab» sicht gehabt zu haben. Dies ist glaubwürdig, auch wenn man von dem krankhaften Zustande des Angeklagten ab> sieht. Ich bin in dieser Richtung so vollkommen über« zeugt, dass ich es geradezu für unmöglich halte, dass Sie die erste Frage bejahen könnten. Die Schwierigkeit liegt in der Beantwortung der zweiten Frage. Wenn die Frage, ob er im Zustande der Sinnesverwirrung gehandelt habe, zugelassen worden Wäre, so würde dies eben bei Beantwortung jener Frage ins Auge zu fassen sein. Jetzt muss dieser Umstand bei Beantwortung der zweiten Frage berücksichtiget werden. Wenn die Herren Geschwornen nicht zur vollen Ueber« zeugung gelangen können, dass der Angeklagte damals wirklich mit Wissen und Willen gehandelt hat, so können Sie auch nicht annehmen, dass er in irgendwelcher feind. seligen Absicht, sondern momentan, vom Affecte hingerissen, gehandelt hat. Und in dieser Richtung ist sein gei« stiger Zustand zu beurtheilen. Der Angeklagte ist Epileptiker. Seit seinem 6. Lebensjahre sind bei ihm ohne längere Zwischenräume epileptische Anfälle eingetreten. Er hat monatlich wiederholt große und heftige, kleinere epileptische Anfälle aber noch öfter erlitten. Nun ist gerade bei Epileptikern die Beurtheilung der Zurechnungs> fiihigkeit eine sehr schwierige. Die Anschauungen der Gerichtsärzte und Psycho« logen gehen da weit auseinander. Es gibt nämlich Gerlchtsärzte und Psychologen, welche annehmen, dass, wenn jemand auch nur einmal oder zweimal einen starken epileptischen Anfall gehabt, er nie mehr als vollkommen geislesgesund angesehen werben kann. Und Wie die Herren Geschwornen aus den Ausführungen des Sachverständigen Dr. Ritter v. Bleiweis ent-nommen haben, so wird angenommen, dass 62 Procent unter den Epileptikern zu den Geistesverwirrten zu zählen sind. Nachdem die Epilepsie eine nervöse Gehirnkrankheit ist, so ist es selbstverständlich, dass dieses geistige Organ nicht intact bleiben kann. Das Gehirn ist nicht wie eine Kautschuklugel. die in ihre Form zurücklehrt, wenn der Druck auf sie aufhört, es bleiben vielmehr beim Gehirn Nachwirkungen, und diese äußern sich dahin, dass der an dieser Krankheit Leidende weder sich seiner Handlungen vollkommen bewusst ift. noch imstande ist, selnen Willen frei zu bethätigen; er verliert also die Herrschaft über seinen Willen. Alle Symptome eines durch die Epilepsie getrübten Geisteszustandes findet man beim Angeklagten. Es ift erwiesen, dass er immer zurückgezogen gelebt hat. dass er reizbar war. Der Angeklagte hat sich Ihnen wieder heute als einen Menschen hingestellt, dem es ganz gleichgiltig ist. was mit ihm geschieht. Das ist doch ein Beweis. welch' eine hochgradige Verwüstung die Epilepsie in seinem geistigen Leben an« gerichtet hat. Und es ist auch nicht anders möglich, da er seit seiner Jugend an dieser Krankheit gelitten. Die Handlung, welche er verübt hat, steht daher mit den Folgen der Epilepsie im Zusammenhang?. sie wurde verübt im Affecte, in der Leidenschaft, kurz auS solchen Motiven, welche sich aus der Krankheit erklären lassen. Wenn der Epileptiker betrügt, stiehlt, falsche Banknoten macht, kann man allerdings von Sinnesverwirrung nicht reden. anders ist es aber. wenn er im Affecte, in der Leidenschaft handelt. Und. meine Herren Geschwornen, wenn Ihnen auch die Aerzte gesagt haben, dass Sie einen solchen Zustand bei dem Angeklagten nicht annehmen können, so glaube ich. dass Sie deshalb noch nicht überzeugt sein werden, dass er damals in einer bestimmten feindseligen Absicht gehandelt hat. Denn die Gründe, aus denen die Aerzte ihr Gutachten abgegeben, sind sehr verschieden in der Motivierung und gehen von Voraussetzungen aus, welche nicht als erwiesen angenommen werden können. Der Vertheidiger führt nun in seiner weitern Rede diese Behauptung näher aus und kommt zu dem Schlüsse, dass die Geschwornen beide an sie gestellte Fragen zu verneinen in der Lage sein werden. Die Geschwornen haben die auf Mord lautende Frage mit neun gegen drei Stimmen verneint; die Frage auf Todtschlag aber einstimmig bejaht. Karl Treu wurde daher vom Gerichtshöfe, da bedeutende Milderuiigsgründe vorlagen, nur zu drei Jahren schweren Kerlers verurtheilt. —sr— NeMeVost. Original-Telegramme der Lall,. Zeitung. Graz, 3. Juli. Ein Erlas« des Statthalters ver. fügt neuerlich die vorjährigen Schuhmaßregeln gegen die Cholera. Kcskcmet. 3. Juli. Bei der heutigen Reichstags« Stichwahl unterlagen zwei Antisemiten gegen einen Liberalen und einen Unabhängigen. Rom, 3, Juli. Das Gerücht über einen Cholera' fall in Lworno wird dementiert. Paris, 3. Juli. Die „Agence Havas" schreibt: „In dem heute vormittags abgehaltenen Ministerrathe theilte der Ministerpräsident seinen Eollegen aus China eingelangte Depeschen mit, nach welchen das Tsungli Iamen (auswärtiges Amt) die Action der regulären chinesischen Truppen von Langson nicht desavouiert und anerkennt, dass die chinesische Armee auf seinen Befehl im Vesitze von Langson geblieben sei. Das chinesische auswärtige Amt weigere sich, die zwischen Li-Hung'Chang und Fournier vereinbarten Vestim« mungen, welche die Räumung von Langson, Chatk«, Caobank und Laokai für die Zeit vom 6. bis 2ll. Juni anberaumen, anzuerkennen. Paris, 3. Juli. Die Kammer verwarf ein Amendment zur Revisinnsvorlaa.''. welches die Aufhebung des Rechtes der Kammerauflösnng verlangte. Paris, 3. Juli. In Marseille sind seit gestern früh zwei, somit in den letzten 24 Stunden vier Per« sonen an der Cholera gestorben. „Voltaire" dementiert die Meldung der Blätter, nach welcher gestern in Paris drei Cholerafälle constatiert wurden, und sagt, die Aerzte begegnen in jedem Sommer einigen isolier« ten, aber genau bestimmten Fällen. Der Gesundheitszustand ist bisher gut. Toulon, 3. Juli. Die Ndcht verlief besser; ftit gestern um 7 Uhr abends sind drri Bterbefälle infolge von Cholera vorgekommen. London, 3. Juli. Die finanziellen Experten der Conferenz treten am Sonnabend zusammen, bis wohn, wahrscheinlich die Prüfung der einschlägigen Fragen beendet sein wird. London, 3. Juli. „Daily N^ws" melden ans Assulln von gestern: Es verlautet, dass zwölftaufend Aufständische Debbah eingenommen und dreilausei'd Mann der Garnison und die Einwohner niedergemetzelt haben. volkswirtschaftliches. Laibach, 2. Juli. Auf dem heutigen Marlte smo erschienen: 8 Wagen mit («etreide, 4 Wagen mit he» und Stroh, 12 Wagen und 5 Schisse mit Holz (üOllubilmeter). Durchschnitt«-Preise. ' ^ll^Mz^ ......"............. Mtt^. M,,« N.jlr, fi.,ll, ,:,, lr. ft,I sV. Weizen pr.heltoli, 7,06 6 62 Nutter pr. Kilo . -85-, Korn . 5^85 6 52 Eier pr. Stück . . >L — Gerste . 5^9 ^65 Milch pr. Liter . ! 8 — haser . 335 :^2? Rindfleisch pr.itilo 64 ! — Halbfrucht .-------«^Kalbfleisch „ - 5.4 — Heiden .. 5 85 5 ^Schweinefleisch „ - ?o — virse . «50 5 WlSchüpsensleisch „ 40 - Kukuruz .. 5 60 5 96 hähndel pr, Stu<5 -40 Erdäpfel 100 Kilo 2 50-------Tauben , - 18 Linsen pr, Hettoll». 8----------heu 100 Kilu . . 1 W Erbsen , 8-------Stroh „ . . 1 78 Fisolen . 9------- holz. hartes, pr. — Rindsschmalz Kilo-!).'!------ Klafter 7-------. Schweineschmalz „—80 — weiches, „ 4 50- Speck, frisch . - 60-------Wein, roth,. lOWIt.-----24 - — aeräuchert« — 72------- — weifzer . 20- Verstorbene. Den llO. Juni. Aogmuil Äoslovic. Schuhmacherssohu. 2'/, I.. Floriansnasse Nr. 16. Gehirnhautentzündung, Den 2. Juli, Franz Zeglar. Hausmeisterssohn. 1'/, I, Wicnerstraße Nr. 35, DiphthcritiS. — Walter Dcu. AdvocatenS söhn, 2'/, Mou., Wieuerstrasie Nr. 1:1. Atrophie. - Johann Stajer, Arbeiter, 46 I,, starb in der Maria-Theresien-Strakc unterwegs ins Spital an der Wassersucht. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 7 U.Mg. 737M^j.l'7.8"'W7schlich" säst hlil« 711 3. 2 „ N. 735.58 ^26,4 O. schwach zicml. heiter «?'^ 9 „ Ab. 736.18 ^-18.4 windstill s.ganz bcw. ^en Morgens ziemlich heiter, nachmitlags abwechselnd duulle Wollenzüge, abeuds gegen 7 llhr Platzregen, ferner Donner Has Tagesmlttel der Wärme -l- 20,9°, um 1, »llo«l>lu,e.......l>i<0 h!-65 l«54n <"., «taal«lose , «50 «, l,t?6 l«s, 5c, !««)« 4« „ gan,c 500 , 135 — 13b «0 i8«!»«r <"/„ h«n,«, 1«, , ,44 «c 14s. »c l»«4er <<><<,H!«l,s< . . ,ou , ic» ,«8 5u l««^r , . . 5u , l«, cl>,»«>- «!>M»'N«nt«» - 4, . t^/, eft«lr. Notenrenl«, fteulifte! . »l,oi; »ii »5. Uu«, «olbreut« »°/. ... 1,1 ,s, izi»l, « ., /» <'/».... «.Lo 9l «o . pHpielrentc »«/,. .... 8b 16 l>8 «o , Hi«eub..«nl. i»0fi. s.W.G. ,«— ,, («Nss, One,^! 1,7 5,, 1,8 bo , , vom >1. lu?« 101 75 10» »l , Vl«»!«N««nl. k lOOft.v.W. 114 ?5 115 ,5, lh« fi- . . N4 h» lib L« Vrnndentl.»Oblizatlonen (fül 10Ul«.V<> ^,i«ft«r«cnb«lg!lch< ... lbi »l 101 75 »tU» «Ua»e <;»/, leme«v, I«» »s< 103'— , (Vllber c>bcr «old) . . . ,------— — Plllmlen<»nl.d.Et»btgem.M!.n I««- 1l» « Pfandbriefe tt»lI00ss.) i'^d,«.,'!, allg, i!st«l <'/,»/, «ulb il^5<> llI-85 dtl,. ln 5« . . <'/,'/» »' »?^l, bto. !'! 5<» „ . 4«/, . l,»'kc »l» — bt«. PraniieN'SchuIbvlllchi.»»/» »? l5 »775 Oeft, Hyeolhelrnboul I«j. b'/,»,'» > .. — d!'' . <",°/^ , , l»5 50 l00 7K dt«. , 4«/« . . »030 l»5»0 Nng. »llff.vob«nclebtt»>ctlcngel. in Pest in 34I. v«l. 5'/,°^ , 10« — ,? 40 l07 80 sselbwan^Moldbahn in Gilb. >05 ?l> I0»^o 3ran,<3usl:s'Val)N.....vo— hyzo liu,, l«»> »00 ft. S, 4'/,»/,, , . l« — ivc 5<» O«st«li, >N»rbwtftbayn .... 108 7« l04 II. VieblNbülg«.....9« ic be 5n G«id Wo« «5taal«bah» l. »milfton . . .1« 55 187 l.a V«bl>«hn ^ «"/,......,44- . I<4 50 l 5«/,......„l,o 1^, „ Uu«..,all,. »ah» . . . . ,«— ,»l,o Diverse i!»se (per G<, kreditlose 100 N...... 175 ^5 I?i ?t «l.,ry,s°I« 40 fi....... 4,t0 4>« io 4»/^ Donl»u»Dnmvllch. U« N, — —------- k»,b»chn Vlllmien'Nnlehen »oft. «, — ,t- Osen« «ose 40 fi...... 41 50 »'/50 Palsfh.Lole 40 si...... 28?«^ »,»5 «olhen «leu,, ilst. «es, v. 1° fi, 1,'kü 18 il. N»>»,ll»?olt IN 0...... 1N-75 1<»l5 Salm.eise 4U k..... 55'5ll 5»-^li Vt.«Venoi««i»° «-l,0 V»nl ° Nctiru (per , «nglo'lUlfti«. Vanl ,00 fl. . . ioz> «10» 50 «, iuc> sl, . . >0!i 10 105 »» «dncr.»e » » ff, 2,9 40 ,»9 ?:> «lrbt.<»ntt., All«, UN«, «oo ff, , ,,» ?5i»0l. — Depofitenb., »lln, ^vo ss. . . . ,»»- - »0« s.o «««»pte.Vcs.. Niebnsft. «0 N, »,t- -!»«» — »ypotbtlenb., «ft. ,00 ft. »z»/« «, « —^ «» — sällb«bant oft, »0u fl. V, zo«/,H. ico »s i<.o bo O«ste«l.»Nng. V»nl.....«b» — «il - llnioubllul luo fi......105 75 104 — V«teh»«l,'<»,!l ^lll,. 14» «. . 148» »48 5!. «eld W«» Netle» von Tr«n«ft,?t. 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M. «> «00 ff, Gil»« . 1», n '.«» 5i «lag.Dllf« «i^enb. l5»0>l.Gilb. 415<< 4» 5l» «Uboli' «lihn »00 ff. V«lb«r . «o « 1»c «> Viebenbulzer (llseub. «00 st. V. »,5. '17^5» Vlnat«eilenb»l>n «ou 5. « «9. . «5 ^ui«1l; 75 5«l> ^ W»l« »ildblldn »0« n «!,, »ilenb. «0» s>, «,!!>Ienbabnw,'i!elhi>, l,»U ft. 4tt"/ I05 «> 1c» — .«ldcmUhl-, Pup"»!. ». »..»^ «, — «4-- Vlontan^Geselll, often.»alpine , 58 5«. t>'— «lag« »llen.3i'h..«e<. «» II .»1 cc l« 55 V^lgo.Tarj, iliseiilHff l«u ?!, ll« b» ll?'— l0i><1enf..» , OeN. ln «ll. IU0 ft-------—- Tlllaile» llohlenw.»»«!. I«» fi , .— — — Pevlfe«. Deutsch« Vläh«......5» 05 b»« »>,nbo».........»1 »« >>ll »5 Part«.........«„. t« 4^ P«ln»bul,......—-. — — Valnte». Ducaten . . ..... »77 »»» «.iftanc«.«tli