"r. 1»H. ' .^,,^'^ z„? «>«,".H ^?^,,7,i°- Dienstag, 25. August. ' «">- «^,?^>u'^'^,^',^""""' 1885. , _______________ _______________________^ ._ , ____ Amtlicher Theil. Nllp^^' und f. Apostolische Majestät haben mit ^^Mster Entschließung vom 4. August d. I. aller-Ob,l » " gestallen geruht, dass dem Finanzwach-Nefaf. " '^"^"''el Fritz für seine mit eigener Lebens-T? .vollbrachte Rellung eines Menschenlebens vom rrtenn Ertrinkens die Allerhöchst belobende An- ________ M)tanMcheV^hell? Die Kaiser-Gntrevue in Kremsier. >n di^tt n^^^ ?" ewigen Macht der Geschichte zieht T 'n ll;ue erzbischöfliche Sladt ein, welche in diesen teick n Majestäten von Nussland und von Oester-hrer'ct 9"n, die ihnen nächststehenden Mitglieder Weich. '-^" ""^ ^" höchsten Würdenträger beider und l. ^.'^lkn Mauern behelbergen wird. Dauernde Manien w^ Erinnerungen werden sich fortan an den leiben ^licher lnilpfen. Denn es wird unvergessen den ^!' ^ ^ei mächtige Monarchen, erfüllt von law i^" ^^ Friedens und der Sorge filr die Wohl-zur,r. l Kolter, sich dort die Hand gereicht haben l9und Velräfligung ihres Bundes. Wenn dieser ber <3^!^ ^r Pflegenden Hand der Souveräne und leicht «Jänner ihres Vertrauens zu neuen segens-Wan a ^"enserscheinungen emporwächst, dann wird zw^ .H danlbar der Stätte gedenken, in welcher er Nuz^.!? entstanden ist, wohl aber seinen feierlichen w? "halten hat. b'natim """ ^" ^^'lk auf die politischen Com-hliltniz m ^"lück, aus welchen das gegenwärtige Ver-geaann Alands zu den Zwei-Kaisermächten hervor« sich n ..'st, so sind es ernste Erwägungen, welche ^ie ^ ^ festliche Stimmung dieser Tage mischen. Iabn^ . kriegerischen Entscheidungen der letzten «wl v?« ^lten die Weltlage schweren Erschütterung Polili» V^^"- Das pentarchijche System, das die halte ^apoleons III. bereits moralisch unterwühlt ä"saw'»- ""^" ber Gewalt ungeheurer Thatsachen hatten : krochen. Tiefgreifende Machtverschiebungen d'e 3^. ^ Gleichgewicht der Kräfte zerstört, welches ber e„ ?I? von 1815 als Voraussetzung und Basis t)er in« s^"' Friedensordnung aufgestellt hallen, löst. 2?"^ Zusammenhang der Cabinette erschien ge« ""ionlll. . politischen Gegnerschaften hatten sich durch sich 'lbnk 'stallt. Die Ideen der Vergeltung hatten "dorben, «Ml" bie Ideen der Vertheidigung wohl° Elreitfr^ ^^' Die Fragen des Orients. uralte hellen A europäischen Völkerbeziehungen loderten ^^ «lammen auf. Es war gelungen, sie einer Lösung entgegenzuführen, aber die Bürgschaften für die Dauer der so geschaffenen Zustände waren nicht gefunden. Nach allen Richtungen hin zeigten sich die Keimpul'kte ernster Verwicklungen. Man sprach von der Unvermeidlichkeit des gewaltsamen Zusammenstoßes der romanischen Welt mit der germanischen, der germanischen Welt mit der slavischen. Der Continent entbehrte jeder Autorität, die gewichtig und mit aus« reichender Autorität für die Sache des Friedens und der ruhigen Völkerentwicklung einzutreten vermocht hätte. Aus solchen Zuständen, aus Verwirrung und Widerspruch erhob sich zuerst das Bündnis Oesterreich-Ungarns und Deutschlands. Es schloss die Macht zweier großer Reiche dauernd zusammen. Aber die Zwecke dieser Vereinigung waren ausschließlich defensive und friedliche. Die materiellen Kräfte des Bundes galten seiner Selbstvertheidigung. die moralischen Kräfte der Aufrechterhaltung der bestehenden Rechtsordnung, dem Schuhe der Vel träge, der Erhaltung des 8tiiw« (1U0. Die beharrenden und erhaltenden Tendenzen der Zeit hatten damit wieder einen Mittelpunkt gefunden. Indem das Bündnis der Centralmächte dem Friedens' bedürfmsft der Völker Deutschlands und Oesterreich« Ungarns den kräftigsten politischen Ausdruck gab, entsprach es zugleich einem tiefen Bedürfnisse Europas. Es erfüllte niemanden mit Mifstrauen oder Sorge. Es vermochte sich alsbald ein ideelles Ansehen zu er-werben, welches man jeder Verbindung von unklarerem und zweideutigerem Charakter zweifellos verweigert hätte. Ohne besondere Action der Cabinete, nur durch das natürliche Gewicht seiner Existenz vermochte es einen Theil jener Funclionen auszuüben, welche das ältere System Europas in das Zusammenwirken der fünf Großmächte gelegt halte. Diesem Bündnisse, verstärkt durch die loyale Annäherung Italiens, stand Russland anfangs unentschlossen gegenüber. Nichts ist begreiflicher, als dass ein so ausgedehntes, aus so zahlreichen Elementen zusammengesetztes Reich von den mannigfachsten Rich« tungen der öffentlichen Meinung durchströmt wird. Zwischen der Auffassung jener Partei, die Russland als groß genug bezeichnet, um seinen Schwerpunkt in sich und ausschließlich nur in sich selbst zu suchen, und der Auffassung jener, die der nordischen Monarchie die Mission zuerkennt, alle Stämme des großen Slavenlhums unter ihrem Scepter zu vereinigen, liegen alle nur denkbaren Nuancen. Es war das Vordrängen der einen oder der anderen dieser ungezählten Regungen der russischen öffentlichen Meinung, welche jene Schwanlungen hervorrief, die in dm Beziehungen zwischen Russland und seinen Nachbarstaaten von Zeit zu Zeit einzutreten pflegten. Indes solch? Spannungen wiesen wohl auf Gegensätze hin, aber sie warfen die Gegensätze nicht auf. Es bedürfte nur wohlwollender und fester Hände, um sie zu beseitigen und dem Unbehagen eiu Ende zu machen, das von derartigen Situationen untrennbar war. Allein eine derartige gewissermaßen vorbereitende Thätigkeit war unvermeidlich. Es musste ein aufrichtiger, herzlicher, vertrauenerweckender Verkehr zwischen'Russland und den Kaisermächten eingeleitet werden, dass man hoffen tonnte, die Bedingungen seiner intensiven und bleibende,, Annäherung an die Ziele des Iwei-Kaiserbilnd-nisses geschaffen zu sehen. In welch hohem Grade die Durchführung dieser Aufgabe gelungen ist, bedarf nicht erst der näheren Ausführung. In Deutschland wie in Oesterreich'Ungarn hat man iu dieser Beziehung die Verdienste der gegen« wärtigen Leitung der auswärtigen Politik Nusslands gleich dankbar anerkannt. Aber wie diese Bestrebungen den stärksten Rückhalt in der persönlichen Freundschaft der Souveräne gefunden haben, so haben sie auch die mächtigste Förderung durch letztere erfahre». Und hierin vor allem liegt die Bedeutung der Tage von Stier-niewice und von Kremsier. Das Verhältnis Russlands zu den Zwei-Kaisermächten gründet sich auf die Basis wohlerwogener gegenseitiger und allgemeiner europäischer Interessen, aber es hat sich entwickelt und ist zur Reife gediehen auf dem Boden der Gesinnunaen. Und diese Thalsache hat ihre Einwirkung auf die Völker der drei Reiche nicht verleugnet. Alte Urtheile und Vorurtheile, vor allem aber ungerechtfertigte und halllose Antipathien mussten schwinden, als die Monarchen selbst den Nationen ein erhabenes Beispiel edler Empfindungen der Selbstlosigkeit, der Versöhnlichkeit und Friedensliebe gegeben hatten. Kaiser Alexander III. wird in dem Jubel, der ihn in Kremsier umrauscht, ein Zeichen dieser populären Stimmungen in Oester-reich'Ungarn erblicken dürfen. Niemand vermag hier das Gewicht der Thatsache zu verkennen, dafs der größte Militärstaat Europas die Ideen des Zwei« Kaiserbundes zu den feinen gemacht und seine un« berechenbaren materiellen Klüfte den hohen Zielen des letzteren zur Verfügung gestellt hat. Zeitungsschau. Die „Hamburger Nachrichten" besprechen aus Anlass des sechsten'Jahrestages der Bildung des Cabinets Taaffe die Stellung desselben gegenüber den Nationen Oesterreichs und die Rückwirkung der von dieser Regierung befolgten Politik auf das österreichisch» deutsche Bündnis. Das Blatt führt aus: «Das Ministerium Taaffe hat diesertage sein sechstes Lebensjahr vollendet. Es blickt zurück auf eine Periode, die reich gewefen ist an Feindschaften, Kämpfen und Schwierigkeiten aller Art, reich aber auch an Forlschritten und Erfolgen. Wir, die wir den inneren Feuilleton. ^ Her hat die schönsten Augen? ^Mh^a>?Ä"lter der Eisenbahnen, Telegraphen, "acht MV «riege, in dem man als Glückslind über MiigliH """"' «ber im Schweiße seines Angesichts °tn ia,^ «roeltend unter Umständen auch Bettler wer-v-^lhundp,. leichtgeschürzte, goldstrohende neunzehnte n!° Lusls^ «' dem als absolutes Problem kaum noch «Mfttnu^'Nerel zu ermöglichen erübrigt, belächelt — schlich a, c.^ seien sie auch anscheinend unaus ""'sse 5>' '^"ls ein für allemal überwundene Hin-^ ein vp/. . " liegt nicht mehr „weit hinten". !!"> reich.» U^l" Spaziergang um die Welt« sichert l as rnebr :7""'", ^r ihn sich bieten kann, leines- "st leben»,"!" wunderbaren Nimbus, von dem sich n Auch V zehren lieh. 5' Dank s^ lammte Frauenleben der Erde rollt ^«N. fa bN^^rtehrsverhältnisfe. endlich in fer->«erlei N^l^"" vor uns auf und fordert zu "" wir l ^. pichen heruus. Wandern wir! Wan. h)t di? G^lus, in Tiflis. dem Frauenparadiefe, ^^"bildes ^'.7"' '"' öauber des morgenlä.idischen w. Teint vn. ^"arz das Haar. blendend weiß N"bar /«N dlr. Ihr lichtblaues Auge mit einer ^""Lenbei. V""s von Sinnlichkeit und k.ndlicher ^" überwindet dich lächelnd. Wir berühren die Heimat der vielgepriesenen lscherkessischen Schönheiten. Höchst zierlich ist ihre Gestalt, tiefschwarz ihr Haar, unnachahmlich ihre Grazie. Leuchtend und seelenvoll ist ihr Nnge. Der Tartarinnen Augen fun« keln, aber dem schönen Gesichte, den leuchtenden Lippen ist untrennbar Aberglaube, Klatschsucht und Schwatz« haftigkeit gepaart, und sie wiffen nicht, was — Leibwäsche ist. Tag und Nacht tragen sie ihre kostbaren Kleider. Die Armenierinneu Vorderasiens haben tief blauschwarzes Haar, frische, geschmeidige Haut, weihen Teint. Ihre großen, dunklen, oft tiefliegenden Augen geben einen äußerst bestrickenden milden Schimmer von sich. Die Kurdinnen, ebenfalls Vorderasiaten, sind keusch und streng, blond ist ihr Haar, ihr Gesichtsschnitt edel, ihr mildes blaues Auge bezwingend. Die „gazellenäugige braune Maid" drs Wüstenliedes ist einem Beduinenstamme entsprossen. Die Perserin hat große, mandelförmig geschlitzte, von Liebe trunkene Augen. Die Turkmenin Mittelasiens trägt dichtes, langes, glänzendes Haar, gebräunt und feingeschnitten ist ihr Gesicht, leuchtend und lebhaft sind ihre Augen. Die Kaschmiritin Vorderindiens ist genusssüchtig und sehr sinnlich veranlagt, ihr Witz scharf. Sie genießt den Ruf befonderer Schönheit, bezaubert durch Herr« liche, feuchtschimmernde Augen. Die Virmanen sind unter allen hinterindischen Völkern die leichtlebigsten und heitersten. Gräfin Nostiz erzählt: Ihre Frauen sind von zierlicher Gestalt und quecksilberner Lebendigkeit, sie besitzen Mianoliaesichter mit Stumpfnäschen und schelmischem Ausdrucke. Glän- zend schwarzes Haar fällt frei vom Hinterhaupte herab. Vetelkauen verdirbt die Zähne rafch, und die Ohrläppchen sind so übermäßig ausgedehnt, dass man Blumensträuße in deren Oeffnungen zu stecken Pflegt. Die Siamesinnen tragen — nie einen Schmuck. Sie haben glänzende, feuchtfchmarze Augen, werden aber fehr früh hässlich. Die Schauspielkunst erfreut sich einer besonderen Pflege, jedoch treten bloß Frauen oder bloß Männer auf. Die Malaiinnen (hinterindische Inselwelt) haben kuftferbraune Haut, doch bleibt sie lange glatt, ge« schmeidig und zart. Besonders glänzend und mit einem zuweilen bestrickenden feuchten Schimmer bedacht sind die Augen. Volle und fleischige Lippen umrahmen tadellose Zähue. Kohlschwarzes Haar wird nach rückwärts gelammt und zu einem Knoten geschlungen. Die Tagalinnen auf der Insel Luzon (malaiischer Archipel) sind außergewöhnlich schön, sie haben üppiges, glänzend schwarzes Haar und glänzend schwarze Augen. Die Chinesinnen füllen keineswegs da« Schön-heitL-Alvum der Erde. Sie sind klein und ttnanfehn-lich von Gestalt, haben das Gesicht me'st mlt emer krankhaften Bläfft überdeckt, und dasselbe >st nahezu kreisrund. Schie geschlitzte Ange... das charakmlst.sche Merkmal der Mon.Mn. gewähren oft e.nen plkanten Anstrich. Hervorstehende Backenknochen, eme kurze, platte Nase. fleischige Lippen, schlichtes, grobes Haar. «Innmih schemt den Bewohnerinnen des Insel-reiches des Sonnenaufganges, den Japanerinnen, an« geboren, Mld das offene, kindliche Gesicht ist ein Lalbacher Zeitung Nr. 192 1550 25. Angnst 1885. Angelegenheiten der Habsburgischen Monarchie ferner stehen, aber durch internationale Freundschaft«- und Vündnisbeziehungen uns eng mit ihr rurknüpft fühlen, haben zwar leine Veranlassung, weder fiir noch gegen das Ministerium Taaffe Partei zu ergreifen, wohl aber dilnkt es uns am Platze zu sein, mancherlei diesseits verbreitete und systematisch genährte irrlhilmliche Anschauungen zu berichtigen, umsomehr, als solche, bis in ihre äuhelsten Konsequenzen weiter gesponnen, nur zu einer schiefen Beurtheilung der Gesammt-Siluatio» Oesterreichs in Deutschland führen können, was im Interesse einer fortgesetzten Annäherung von Volk zu Volk zu beklagen wäre. Eine bei uns ziemlich landläufige Phrase, die von Kennern der wirklichen Sachlage auf das entschie» denste verurtheilt wird, liebt ts, der Politik des Ministeriums Taaffe den Vorwurf zu bereiten, dieselbe liefere das stammverwandte Deutschlhum jenseits der schwarzgelben Grenzpfähle mit gebundenen Händen und Füßen wehrlos dem Andränge der slavischen Nati> »aliläten aus. Die Preisgabe der österreichischen Deutschen an den Cmicurrc'NMld der Slaven s^i gewissermaßen der Preis, welchen das Ministerium Tuaffe für Fristung seiner gouvernementalen Existenz zahle; letztere sei in tem Augenblicke dem Tode geweiht, wo Graf Taaffe jene Zahlung einstelle. Unter dem Gewichte dieser Darstellung arbeiten sich nun die Ten« denzen hervor, welche das Ministerium Taaffe in der öffentlichen Meinung Deutschlands zu discreditieren versuchen, Tendenzen, die sich in den Mantel deutsch-nationalen Empfindens hüllen, in Wahrheit aber den wohlverstandenen Interessen der deutschen Nation schwe< ren, ja vielleicht unheilbaren Schaden zufügen wiüden, wenn die Loglk der Thalsachen sie nicht zur Maßlosigkeit verurtheill hätte. Es gehört ein hoher Grad politischer Emsichts-losigkeit dazu, es dem Cabinet Taaffe als Verlnechen anzurechnen, dass es sich nicht in den Dienst der Herrschsucht der deutsch-nationalen Heihspome begeben will, die in dem Club der Linken ihr Wesen tre'be». Wir sind sicherlich die letzten, welche den unvergäng« lichen weltgeschichtlichen Verdiensten, di> sich der deutsche Stamm in der Ostmark um Pflege und För» derung von Gesittung und Cultur, um die Ausbreitung der Civilisation nach Osten erworben hat, die gebärende Achtung versagen möchten; wir stellen aus vollster Neberzeugung die staatsbildende Krnst des deutschen Volkselements unendlich höher, al» das in dem Hin- und Herwogen der kleinen slavischen Na tionaliläten sich präsentierende elementare Chaos, und dementsprechend sind wir uns auch sehr wohl bewussl. auf welche principielle Rolle das Deutschlhum in Oesterreich ein unverjiihrbares. unveräußerliches Anrecht besitzt; trotzdem aber, oder besser eben deshalb vermögen wir nicht in das Verdammungsurtheil ein. zustimmen, welche« der deutschmationale Chauvinismus hüben wie drüben dem Ministerium Taaffe fort und fort entgegenruft. Steht das Deulschlhum in Oesterreich als der geschichtlich beglaubigte und in-tellectuell allem befähigte Vorkämpfer alles öffentlichen Forlschritts da, weil deutsche Kraft, deutsche Einsicht, deutsche Arbeit Oesterreich erst zu dem gemacht haben, was es heute ist, so sollten die Führer der Deutsch, liberalen umsomeniger prätendieren, dass alle Völker der Habsburgischen Monarchie das Opfer ihres In-tellects darbringen und unter Verzicht auf das Recht ihrer Selbstbestimmung sich bedingungslos ihrer er« leuchteten Führung anvertrauen sollen. Das Gegen-theil widerspricht dem höheren und als solchen ganz von selbst wirksamen deutschen Standpunkte und bringt auf den Gedanken, dass die Selbstüberschätzung ebenso groß ist wie ihre Unterschätzung der Gegner, dass die Heißsporne der Linken ganz und gar der tiefen Lebens-wahihcit des Goethe'schm Wortes vergessen: Was du ererbt von deinen Vätern hast, Erwirb cs, um es zu besitzen. Das Ministerium Taasfe hat jedenfalls das Verdienst, den einzig ruhenden Pol in der Erscheinungen Flucht nlannt und zum festen Angelpunkt seiner Re-gic'ruügslhätigke'.t gemacht zu haben: den österreichi' schen Slaatsgednnken. Diesem gegenüber sich indolent verhalten zu haben, ist der wahre Grund für die jetzige Decadence — nicht des Deutschthums in Oester» reich, sondern seiner geschwätzigen Parlaments-Wortführer. Niemand wird leugnen wollen, dass die politische Pointe des mitteleuropäischen Friedensbundes in möglichster Unerschütterlichkeit der Machtgrundlagen aller theilnehmenden Facloren besteht, dass insbesondere den Interessen Deutschlands innerhalb der heutigen Verhältnisse nur durch ein nach Außen staikes, nach Junen gefestigtes Oesterreich gedient ist. Ob aber die Prcisgebung des österreichischen Staatsgeocilllens, die Herausforderung der nichldeutschen Stämme Cis-lelthampns durch deutsche Suprematiegelüste als die wahren, uns nützlichen Quellen der Staatsmacht Oesterreichs zu erachten sind. möge sich jeder ehlliche Beob' achter österreichischer Verhältnisse selbst sa^rn. Er wird dann sehr bald und gründlich von allen Vorurlheileu gegen die österreichische Politik des Ministeriums Taaffe geheilt sein und nicht zögern, die wesentlichen Verdienste dieses Ministeriums um die Ermöglichung gegenwärtiger deutsch-österreichischer Entente nach Gebür zu würdigen/'_______ ________________________ Inland. (Zur Eröffnung der österreichisch-un gar ischen Ausgl?ichsverhandlunge n.) Zu Veginn des Monates September werden die östrreichischen Minister wieder vollzählig in Wien versammelt und auch Herr v. Tisza von Ostende zurückgekehrt sein. Wiewohl die österreichische und die ungarische Regierung entschlossen sind, die Aus» gleichstierhandlungen möglichst bald zu eröffnen, so werden doch dies- sowie jenseits der Leitha zunächst die Vorbereitungen für die Eröffnung der beiderseitigen Parlamente zu treffen und jene Vorlagen festzustellen s.in. welche denfelben zu unterbreiten fein werden. Dazu gehört in erster Linie der S'aatsvoranschlag. Mit Rücksicht hierauf werden die Ausgleichsverhand, lungen frühestens in der zweiten Septemberhälfte, möglicherweise aber erst im Oktober beginnen. Be< kanntlich soll zunächst die Frage der Erneuerung des österreichisch.ungarischen Zoll- und Handelsbündnisses zur Verhandlung kommen; wahrscheinlich wird aber hiemit die Discussion über die Revision des österreichisch-ungarischen Zolltarife«, beziehungsweise über die Festellung der bei Erneuerung der Handelsverträge zu beobachtenden Handelspolitik, verbunden werden. Da die österreichische Regierung seit längerer Zeit im Besitze jener Wünsche ist, welche die ungarische Regierung anlässlich der Erneuerung des Ausgleiches geltend zu machen beabsichtigt, so dürfte sofort in die meritorische Verhandlung eingetreten werden können. Ob dem Zusammentritte der österreichisch-ungarischen Zoll« und Handelsconferenz noch eine gemeinsame Mimsterconferenz vorangehen wird, oder die Verhandlungen im schriftlichen Wege eingeleitet werden, steht noch nicht fest. (Anton Ritter von Schmerling.) Seine Excellenz der Herr Präsident des Obersten Gerichts» Hofes Anton Ritter von Schmerling begieng ^ gestern in erfreulichster körperlicher Rüstigkeit ul»° voller Geistesfrische sein achtzigstes Oeburtsfest. „^ aufrichtigsten Glückwünsche, schreibt die „Wiener WM post", die dem Gefeierten anlässlich dieses seltenen ^ oenktages aus dem Kreise seiner Familie und sell" zahlreichen Verehrer zukommen werden, finden gAW auch in ganz Oesterreich ein verständnisvolles EH^» Ueberall wird man den hohen Tngenden. insbesoM' der Pflichttreue und dem Patriotismus, von de!U>> Ritter v. Schmerling während einer langen und ehr^ vollen Laufbahn so viele leuchtende Proben abgeleö hat, vollste und rückhaltloseste Würdigung und »" erkennung cmgedeihen lassen." ,., (Parlamentarisches.) Das ..Grazer Voll« blatt", welches als ein Organ der Fürsten Liech" stein gilt. begrüßt mit Freuden die jüngste Emlncial'0" des Abgeordneten Lienbacher in der „Salzburger M nik". Es meint, dieser Artikel mildere in bemerle^ werter Weise jene schroffe Haltung, welche mau " Hofrathe Lienbacher wider Czechen und Polen i schreibt, und er scheine auch «die Hindernisse 3^ ^ seitigen, welche den wackeren Abgeordnelen von eU> > Wiedereintritt in den Centrums. (Liechtenstein)/^" abHallen könnten." Es wäre inlerrssint. wenn die " verschiedenen Seit,» so aufgebauschte „Clubfrage" . dem Wiedereintritte des Abgeordneten Lienbachel den Liechtenstein Club ihre Lösung finden würde^^ Ausland. (Der russisch-englische Streit) über °" afghanische Grenze scheint beendet zu sein. Die,A. unklaren, aber sehr optimistisch lautenden 2M^h lungen, welche die Toryblätter letztertage brachten. " insbesondere die Versicherung des „Standard", "^ land habe neuesten« auf Grundlage der von se"' , topographischen Bureau an der Grenze durchgeWl Delailstudien und angefertigten Kartenskizzen Vorsch^ gemacht, welche durchaus annehmbar seien, erhält l auch aus Petersburg ihre directe Bestätigung. ^ „Herold", ein, wenn es sich um russische Dinge ^ solcher Wichtigkeit handelt, sehr vorsichtiges »l» versichert, die russische Regierung habe auf Grund " erhaltenen Detailkarten die Ueberzeugung gewon" dass sie auf die sogenannte Zulfikar-Region verM.^ könne; Russland werde, heißt es, nicht mehr a«! j, Einverleibung dieses Grenzgebietes bestehen. ^.« ist der letzte Differenzpunkt beseitigt, welcher inbel^ der Grenzregulierung noch in der Schwebe war " immer wieder von neuem Anlass zur Erhitzung 9 geben hat. ^ (Deutschland und Spanien.) Die n^ Meldung über den Streit zwischen Deutschland " Spanien wegen der Carolinen-Inseln enthält eine . z pesche der „Daily News" aus Madrid, die wie'^ lautet: „Nicht nur besteht Deutschland auf Hers""" „ feines Proteclorals über die Carolinen-Inseln, so"" H Graf Solms (der deutsche Gesandte in Madrid) hat ^ dem spanischen Minister des Auswärtigen. EldlM^ eine Note überreicht, welche gegen die Entsendung ^ spanischen Kreuzern und Truppen zur Besetzung ^ Yap-Insel protestiert." In Berlin herrscht trotz ^ heftigen Sprache der Madrider Blätter forlwäy^ die Meinung vor, dass die Angelegenheit bald friedliche diplomatische Lösung finden werd?. hel (Irland.) Kaum hat die Wirksamkeit «z Krimis ^ot. in Irland aufgehört, so mehre" gi dort wieder die Agrarverbrechen. In der Nachl ^ vorigen Montag zum Dienstag wurde das al'del^. Meilen von der Polizei-Station Beaufort unwe" Spiegel ihres ganzen Wefen«. Die etwas schief stehenden Augen sind glänzend schwarz und besitzen einen unbeschreiblichen schelmischen Ausdruck. Helle Gesichtsfarbe, schöne rolhe Backe» sind r.alürliches Erbtheil. Trotzdem regiert die Schminke. Man färbt Gesicht und Hals marmorweiß, die Wangen rosa, die Lippen brennend roth, die Augenbrauen intensiv schwarz. Die Lippen malt man mitunter mit einer matten, goldig schimmernden Bronzefarbe. Die Hawolinnen (Südsee-Inseln) sind oliven. braun, haben elastischen Körper, große, schelmisch blickende Augen und volle, rothe, schöngeschwung-ne Lippen, zwischen denen prächtige Zähne wie seuchte, frischgeschälte Mandeln schimmern. Ein unvergleich. liches Augenpaar lächelt uns zu, eine neckisch.grüßende Erscheinung bannt, anmuthige Bewegungen werden zur köstlichsten Augenweide. In Carthagena (Südamerika) bietet ein Neaer-knabe vorüberwandelnden Damen eine Käferart, „Co-euvo8" genannt, an, deren Augen in der Dunkelheit einen eigenthümlichen, phosphorescierenden Glanz ver-breiten. Diese Käfer benutzen die Schönen dort mit Volliebe als originellen Haarputz. ind?m sie bre, b,s vier derselben in ein kleines Netzsäckchen sperren und dasselbe in den Haaren befestigen. Der öffentliche Markt Carthagenas zeigt Mesti-zmneu von außergewöhnlicher Schönheit. Piächtiger K"F2' angeborne U„,nulh. graziös schön geformte Büste, Newer, zierlicher Fuß. ein feuriges. U0N Le< benblust trunkenes Auge. Doch die allerschönsten Frauen Südamerikas soll Lima besitzen. Mit der Glut des Abendrolhes wetteifern Hunderte von fun-lelnden Augen. Die Frauen von BuenoL«Ayres ruhen rauchend auf ihren Schaukelstühlen, wie hingegossene, holde Geschöpfe. Die Guarano-Frauen der Indianer-Republik Paraguay (Südamerika) sind unter allen Indianerinnen die gesittetsten, sympathischesten, culturfähigsten, wenn — sie nur ihre lange, möglichst dicke Cigarre haben. Dem Boer in Südafrika gilt am weiblichen Geschlechte Wohlbeleibtheit als Ausdruck der höchsten Schönheit. Bezaubernd ist das liesdunkle, zuweilen mystisch breuuenoe, dann wieder mild anziehende Auge der Egyvterin. dem häufig eiu feuchtes Lustre eigenthüm» lich ist. Dies Auge kann ebenso fiebrisch glühen als umschleiert schmachten. Das Fellahweib. welches nicht« sein Eigen nennt, als sein blaues Baumwollhemd, den Henlellrug und eiuige falsche Schmuckgegenstände, trägt das Elend auf beiden Schulter»,. Nl2 Mädchen wächst d,e Fellahin sozusagen mit dem lieben Hauövieh auf, verwandelt sich dann aber mit einem Schlage in ein belückeüdcs Flauenbild voll natürlicher Grazie und von bezauerndem Kö'fterebenmaß. Ka,l von Vincent! gibt das Bild eines Fcllahmädchens wie folgt: Haut wie helles Erz, Stirn fchmal u»d niedrig. äb?r aus druckslioU, Nase sphinxenhaft, leicht gestülp!, das dunkle große Auge tiefliegend, schön geschnitten, im Glänze schwimmend. Ein Arab-rmiidchen ist — nach Maltzan ^ ^ kurze Zeit „vollendet" schön, aber in dieser Ze't ei" dig, eine Braut für Göltersöhne zu sein, sie w a^ Stück Wüstenpo carnats, die phosphorescierende schwarze Haarst" ^l dem schönen Stich ins schillernde VlausclMl^»^ tiesdunkle, fehnfuchtumhauchte Blick mit der sa^ „^ Wimpergardine, die geschmeidig-edle, wohlgel" ^» Gestalt finden unter jugendlichen feurigen Wüsten'w"' würdige Kenner. .,h dec In Europa ist die Portugiesin das Sim'l^ ^K Frömmigkeit, ausgenommen die stolze Schöne des i ^c Lissabon. Vornehm Prächtig sind dessen Fra""'', sit der Schimmer des Vergehens und Verblühe"«. " ,„it streift, gibt ihnen einen Rciz, der viel Veh''l>c« ^,le» dem eines durch Jahrtausende verwitterten Ku>''""^Ml' Unvergleichlicher Zauber haslet an holdselige»^ ^t mmgen. Den phantastischesten Eindruck "'""? ^he" Granadierin. Wie die Purpurro e im H"^. " B' j ihre Lippen, wenn sie lächelt, und der Schleie ^< . kost wie ein Zauberschatlen das leicht broi^'" ^l ficht mit dem unvergleichlich funkelnden N"H,sss,l^ In Sevilla. der Stadt des Weines und °cr ""^l ist das Leben der Massen, unberührt von ?" g^ prosaischer Dürftigkeit, ein einziger. N^a''^ Jubel, und wenn die Sevillanerin ihre SM-" >M umwirft, ist diese Bewegung an sich ein G^'" j,chs» laga, du Zauberin mit dem ewigen Friihlu'li ' 1 baibacher Zeitung Nr. 192 7551 _______25^Auguft 1885. !^? gelegene Hau« des Haupttaxators der irischen ^commission. Mr. Hayden, von einer Schar Be-«°Mieter angegriffen. Ehe die Bande das Haus be-.."' feuerte sie zwei Schüsse in das Parterrezimmer V,' ^ Familie befand sich zur Zeit im Schlafe. Die ^""Membande bemächtigte sich der im Hause be-^oilche» Wissen und zog von dannen. Eine ähnliche "u«lchre,tul,g ^z^ ^^z ^s,l> Island gemeldet. «. 'Egypt en.) Wie der ..Wiener Abendpost" aus «"ro gemeldet wird. ist. nachdem die Emission der »euen egyptischen Anleihe vollzogen ist. die Liqui-"lerung und Auszahlung der Entschädigungen filr die ulH das Bombardenlent von Alexandrien veranlassten ^'gmthumzvelluste nunmehr thatsächlich in Angriff »i ,?"' worden. Die Publication des hierauf beglichen Reglements ist bereits unter dem 7. August l1,","uo erfolgt. Danach werden die zuerkannten Ent-W'gungen im Sinne der zwischen den Mächten ge< "Nenen Vereinbarungen voll, jedoch ohne Verzugs-' n,en zur Auszahlung gelangen. Die Verification der ^oemuuätstitres ist bereits im Zuge. und zwar wird ""ei ,n der Weise vorgegangen, dass zunächst die " ^m.mtätLansprilche der Eingebornen geprüft werden und ^""u! die den Europäern zugespiochenen Titres, sol^ ?^ '" b" französischen alphabetischen Reihen-^u^der betreffenden Staaten, an die Reihe lommen. Tagesneuigkeiten. .,„. Se- Majestät der Kaiser haben dem Berg« laoennler.Unterstiitzungsveleiue in Leobm 100 fl. zu 'ptnden geruht. l- >7"(Der dreizehnte internationale Ge-°'de. und Saatcnmarkt k«^« "' lur Theilnahme an dem Saatenmarkte ent-""ngenommen werben. Vy,77 (Von einem Ochsen get botet.) Aus stgtn^^a wird unterm 18. d. M. über den grau-s°laen5 ^"" Irauen durch das Wüthen eines Ochsen °be>,bä , erschütternder Bericht mitgetheilt: Als gestern N«rn^ " ^er siebenten Stunde der Chaussee-Arbeiter git», s "b Seiffersdorf von Neudorf a. R, nach Hause den, ß-'^ " dicht hinter dem Dorfe, in der Nähe des tinen?^"besiher Wenzel j„ Neudorf gehörigen Feldes. Arbeit ^''^ den Hörnern einen menschlichen Körper siher d/a^ ^^ ^^° 'n bas Dorf zurück, um dem Ve-l«nb«sj/, "^ldes Mittheilung zu machen. Mit dem Stel, der St-ll ^«l wohnt der Schwiegersohn desselben, war dal, ! " ^" ^"^' zusammen. Der Letztgenannte beschäftigt. Auf die empfangene Anzeige eilte er mit Leuten hinaus aufs Feld, und dort bot sich ihm ein schrecklicher Anblick dar. Vor ganz kurzer Zeit waren Frau und Schwiegermutter auf einem mit Ochsen bespannten Leiterwagen aufs Feld gefahren, um Nachreche zu halten. Beide fand er als Leichen; seine Frau in einer Furche des zugehörigen Feldes zu Boden gedrückt, die Schwiegermutter in einiger Entfernnng davon auf der anderen, zur rechten Seite der Goldberg'Haynauer Chaussee, von Kleidern entblößt, mit aufgerissenem Leibe. Wahrend man mit der Fortführung der Leichen beschäf> tigt war, kehrte der Stier anscheinend ruhig von selbst wieder in den Hof des Besitzers zurück. Hier Ware ihm der letztere, der siebzigjährige Stellenbefitzer Menzel. beinahe noch zum Opfer gefallen. Trotz des Abmahnens anderer wagte es der inzwischen hinzugekommene Mann, den Ochsen allein im Stalle festzubinden. Das Thier warf ihn zu Boden, und nur der Hilfe zweier Nach» barn, welche dem Thiere mit Heugabeln zusetzten, verdankte er es. dass er seiner Flau und Tochter nicht in den Tod folgte. — (Die neue deutsche Künstlertracht.) Aus Düsseldorf berichtet man. dass auch in den Kreisen der dortigen Maler auf Vorgang des Herrn Johannes Grhrts eine ähnliche Bewegung in Bezug auf Einführung einer kleidsamen Tracht im Gange, ist wie in Dresden. Der Anzug des genannten Malers besteht in dunkel.marineblauen Strümpfen biö übers Knie, in weiten Pluderhoseu von schwarzem Sammt sowie bis oben schließender Weste und kurzem Rocke von gleichem Stoffe. Diese Tracht wird durch einen großen runden Filzhut vervollständigt und erinnert im gunzen an das Costüm in der Zeit des Rubens. — (Ein Doppelselbstmord zweier Schwe. stern) in der Vorstadt Wehlheiden beschäftigt — so schreibt man ans Kassel — die Gemüther in hohem Grade. Ueber die unselige That wird berichtet: Die Geschwister Bertha und Elisabeth Haines waren früher als Zofen in Diensten der Fürstin von Hanau; sie er hielten reichliche Pension und ersparten sich bei ihrem genügsamen Leben eine hübsche Summe Geld, man spricht von l2000 Thalern. Seit einiger Zeit bemerkte man an den beiden, über fünfzig Jahre alten Damen Spuren geistiger Geftörtheit. eine Art religiöser Schwärmerei, hervorgerufen durch allzu vieles Bibcllesen. So bildete sich die ältere Schwester, nachdem sie am Sonn» tag eine Predigt über die Zerstörung Jerusalems gehärt, ein, sie fei persönlich dabei betheiligt gewesen. Vor einigen Tagen nun schnitten sie sich beide mit einem Federmesser die Pulsadern auf, um gemeinsam zu sterben. Als man das Schlafzimmer erbrach, schwam» men die Schwestern förmlich im Blute. Trotzdem sofort ärztliche Hilfe zur Stelle, ist die ältere Schwester alsbald gestorben, und die jüngere Schwester wird wohl kaum am Leben bleiben. — (Kritik.) Der Dichter Halm sagte bekanntlich in feinem „Sohn der Wildnis": „Zwei Seelen und ein Gedanke, zwei Herzen und ein Schlag." Die Art. wie gegenwärtig viele Ehen geschlossen werden, recht» fertigt die Variante: Zwei Seelen und kein einziger Gedanke, zwei Herzen und viele Schläge. Die priiliiftorischen Funde in Krain. (Schluss.) Custos Dcschma n n aus Laibach widersprach der Meinung, dass zwei Stämme, ein herrschender und ein beherrschter, charnlterisiert durch die Art der Lcichenbcstattung, durch die ssundc iu Watsch erlennbar seien. Wenn in dcr That die Sleletgräber des reicheren Schmuckes wegen dem herrschenden Stamme, also dem krustigeren, reicheren, angehörten, so sollte erwartet werden, dass diese Thatsache auch durch die Absonde-Nina dcr Gräber, wie anderwärts, znm Ausdrucke lomme. Abcr aanz '>» (iieqcnthcik- s^i neradc die Bestattung durch Verbrennung mit offenbar weit «roherem Pompe geschehen, was bei einem beherrschten Volle verwunderlich wäre. Tass in man chcn Gräbern leine Waffen gcfnnden wcrdcu. sei einfach dadurch erklärt, dass dies Francnnräbcr seien. Auch der Unterschied zwischen Tumuli nnd FlaclMäbcrn sei lcincswcsts inaszgcbcnd. seien doch ncwiss qar manche Tumuli nivelliert worden. In Watsch sei lein Slauenschädcl gefunden worden, und im selben Tumulns (z. A. in St. Margarethen) finde man oft zugleich Ilrnen nnd Knochen. Finde man aber auch leine Knochen, so sei dies von geringer Bedeutung, das lrainische Voll sage sprichwortlich, ,',die Erde fresse den Knochen". Die Urnen wieder seien oft so prachtvoll, dass dcr Schluss aus eine hohe Cultur» stusc des Volkes, welche sie gebraucht habe, völlig gerecht fertigt sei. Wie wolle mau da zwischen einem herrschenden und einem beherrschten Volle unterscheiden! Höchst beachtenswert seien allerdings die rothen Urnen mit hohlem Fus; und schwarzem Sgrafsitrand. Wo diese sich fänden, seien stets bedeutendere Funde zu erwarten. Sehr wichtig seien auch die hohlen Arm« riugc. in deren Mhr stets der reichste Lcichenschmnck gefunden werde Verbrennung und Vchattnng lamen gemeinschaftlich vor, ohne nationalen Unterschied der deichen. Ancl, der Vergleich der Urnen aus Watsch mit dein lrainischcn Tops sei sehr uuglücl' lich. Die Slovrncn seien selbst nach slavischen Forschern erst im sechsten Jahrhundert in unsere Länder eingewandert. Einen cclatanten Vewcis siir die Einheit jener prähistorischen Nation habe ein erst vor lnrzcm durch ihn anfgcdecktcr Tumulus go liefert, worin ein Krieger verbrannt, dcr andere bestattet aus» gefunden wurde, Varon Hauser bcmerll, iu Knrnten habe man bis vor ganz kurzem gar leine Bestatlnngs-, sondern blosz Vrandgräber gekannt. Er neigt zu dcr Anschauung des Prinzen Windisch Graeh, dass die Slcletgräber den Taurisleru angehören. Herr N. Much erklärt sich aus historischen und liuguisti^ scheu Gründen gegen WindischGraeh und für Deschmann und also gegen dic Anwesenheit dcr Slaven in den Alpenländcru in vorhistorischer Zeit. Professor Alphons M ü llucr uimmt wiederum zwei sla» vische Einwanderungen an. Secretär Szombathy warnt vor einer zu lebhaften Erörterung eines rein wissenschaftlichen Themas. Die Frage sei ausnehmend schwierig, die Versammlung jedenfalls dem Vor tragenden zn Dank verpflichtet, dass sie gestellt wurde; gelöst könne sie abcr wohl heute uicht werden.' Der Unterschied der Slclelgräber gehe abcr doch wohl tiefer, als EnstoS Deschmcmn zugeben wolle. Die versuchte Aufstellnng craniloogischcr Unter-schiede sei aber ganz hinfällig, da die Crania eben nicht vor» Handen, weil verbrannt seien. Professor Dr. Will). Neumann erklärt sich gegen die Meinung des Prinzen Windisch-Graeh über die Urncnformcu. Ein Volk, das ein so gemeines Material wie Thon künstlerisch gestalte, liefere schon dadurch den Äeweis einer hohen Cultur. Gewisse Gefäfiformen seien naturgemäß und deshalb allent» halben mehr oder weniger gleich, andere seien Kunstsormen. Er leugne die Existenz ciucr nalionalen Continuität zwischen deu Uruensormcn von Watsch und dem Kraincr Tops und also auch die historische Contiuuität des Volles. Für eine zweimalige Einwanderung dcr Slaven sei von Professor Mülluer lein Beweis gegeben worden. Damit wurde die Debatte geschlossen, und der Vorsitzende resümierte das Ergebnis derselben dahin, dass es Anlass gebe zu weiterer gründlicher Forschung und zur Arhutsamleit iu dem Aussprcchcu einer Entscheidung. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Ihre kund k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzessin Stefanie) ist gestern abends 6 Uhr 10 Minuteu mit Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten jungen Frau Erzherzogin-Tochter Elisabeth sammt Hofstaat auf der Reise nach Miramar mit dem Wiener Eilzuge in Laibach eiu» getroffen. Hier hatte sich auf dem Perron des Südbahn» Hofes ein zahlreiches distinguiertes Publicum, worunter die Damenwelt stark vertreten war, eingefunden, welches bei der Einfahrt des Zuges in begeisterte Hoch« und Zivio'Rufe ausbrach. Ihre l und l Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzessin erschien alsbald am Irou^, <>^ Orangen, vom Meere bespült, deiner Nicht zu s - '^ dunkel, das Auge aber, wenn auch dicksten zn '6' entzückend infolge der außerordentlich Nlul)e»dez ""' selche dem Blicke etwas tief Durch. Wimpern s^'^lstehbar Fesselndes ve, leihen. Die "n!er de»z !3 ""gemein lang. und ein Blick, verstohlen "Her N,^, hervorgeschossen, ist von ganz u»beschreib< flicke. Fi?^' rauschende Seidenrobeu, ftlühende brid. Baretten und kolettete Frauen. Das ist Ma-^liick un! s^ ' wandelnde Frauenblumen, deren «lugen ^lcelona ^""z in die Seele brennen. Das ist FlkMden^Ni^-^'^bar ist dessen Tochter für den ..^lh^'.,,7'" lasst ihte Augen sprechen, wenn je die '.'we Stöll? '^' Mollöle behauptet, es fiude sich b" jeoe N i°" sich im Herzen nicht Beifall zollte lesser Na.?- ""N. die ihre Augen gemacht, und eiu i'e Nomane'^bt sogar ^'"i"' Der Pariserin seien "Ne. welch, «,.He ^ selbst macht, interessanter als ^tnl »iest. lblaleu M^,^" reich an edlen Franen. welche die U°chen. d', punkte des Culturlebens gewisser Zeit. ahnlich ^. " 6"'ver eines orientalischen Märchens !"? unaalam ^"v Der moderne Italicner ist über« ^l"ilv8 die l» - ^" U"d anmuthig sind fast aus. n "ponnes, " « "^Mlien, namentlich die blauäugigen ^ <° iih "'""" am Taygetus, deren goldige Locken. un7 ^raNk '"^''^ °n den weißen Obergewän- l">'lelnl.?m prächtige Frauenlöpse, Diamanten ""be Auge.,. Das ist Bukarest. Die Ma- gyarin bleibt die vielgefrierte „ungarische Frau". Selbst-bewusst und stolz, zeichnet sie sich durch grohe Köiper-schönheit wie Anmuth der Erscheinung aus. Abgrundtiefe, fieberfeuchte Augen offenbaren eine fremdartige Gefühlswelt, die milchweihe Hind, welche das schöne Haupt stützt, zeigt femes, himmelblaues Geiider. gleich malten Ultramarinfäden auf Carraramarmor gehaucht. Und die Frauen aus dem Volke? Sie sind Erscheinungen voll pikanten Reizes. Musterbilder von löiper-licher und seelischer Gesundheit. Ihre Augen glühen, ihr eingezwängter Busen wogt, als wollte er die Fesseln sprengen, und die ganze elastische Gestalt schwingt in unvergleichlichen Rhythmen. In Serbien sind wirkliche Schönheiten dünn gesäet. Nur das schöne braune Auge verleiht dem Kopfe mitunter einen pikanten Reiz. Nächst der Amerikanerin ist die Russin die unabhängigste unter allen Flauen gesitteter Völker. Die Klein« russin hat dunkle, ausdrucksvolle Augen und schwarze Haare, welche kokett durch eiu fingerbreites, goldenes Stirnband emporgehalten werden. Die Hrohrussiu ist, obwohl kleiner von Gestalt, deibtnochiger. Ihr Auge ist hell und besitzt einen freundlichen Ausdruck, eine forglofe Munterkeit spricht aus ihm, ohne Schwär« merei, aber mau vermisst auch die wanne Empfindung oder vollends die schwüle Leidenschaft, die mit» unter die Seele der Südrussin durchwühlt. Als glänzendste Repräsentantin der slavischen Frauengallelie gilt die Polin. Sie zählt anerkannt zu einem der europäischen Schönheitsideale, ist ein Bild hervorragender Rnss^nschönheit. Ihre Elschel wählt. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 24. August. Se. Majestät der Kaiser richtete an Se. Excellenz den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, Anton Ritter v. Schmerling, anlässlich dessen Geburtsfeier ein herzliches Beglilckwünschungs' Telegramm, ihm den wärmsten Dank für seine treue Anhänglichkeit wiederholend. Der Ministerpräsident beglückwünschte Schmerling im eigenen und im Namen sämmtlicher Ministercollegen und übermittelte zugleich die Glückwünsche der Beamten des Ministeriums des Innern, dem Schmerling der so hochverdiente Chef gewesen. Wien, 24. August. Das Kaiserpaar, der KroN' Prinz und die Suite sind um 11 Uhr vormittags, der russische Botschafter Fürst Lobanow mit Begleitung um eine Viertelstunde später nach Kremsier abgereist. Kremsier, 24. August. Generalintendant Freiherr v. Hoffmann lud die anwesenden Vertreter der Kunst und der inländischen und ausländischen Presse (bisher 38), die Minister, die hohen Beamten und Standespersonen zum Thee für heute 9 Uhr abends in die Schiehstätte. Der Verkehr mit der Stadt ist in leiner Weife geändert, nur die Schlossräume und der Fest-plah sind abgeschlossen. Die Polizeivorschriflen sür die Fremdenbehandlung werden zwar genau gehandhabt, aber die einheimische Bevölkerung ist völlig unbehindert. Keinerlei politische Verhaftung ist vorgenommen worden, bloß stadtbekannte Vagabunden und Trunkenbolde wurden in Verwahrsam genommen. Kremsier. 24. August. Das Allerhöchste Kaiserpaar ist mit Gefolge hier eingetroffen. Der Bürgermeister beglüßte die Majestäten mit einer herzlichen Ansprache und sprach schließlich czechisch die Freude Klrmsiers über den Allerhöchsten Besuch aus. In offnen Wagen erfolgte der Einzug in die Stadt uuter brausenden Slava- und Hoch-Rufen. Vor dem Schloss« Portale streuten Mädchen Vlumen. Im Schlosse Empfang durch den Cardinal. Den Glanzpunkt des Festes bildete das Defilieren aller Corporation«« und der Hanakenbanderien, gegen 3000 Köpfe mit 1200 Pferden. Der fast eine Stunde lange Zug brachte stürmische Ovalionen dar. Um 5 Uhr fand Hoftafel zu 52 Gedecken statt, an welcher die Erzherzoge, der Cardinal, die Minister und Civil- und Militär-Dignitäre theilnahmen. Mit zunehmender Dunkelheit erschien die Stadt prachtvoll illuminiert. Die vom czechischen Verein „Moravan" und dem deutschen Vereine „Concordia" dargebrachten Serenaden verliefen aufs glänzendste. Mehrere hundert Fackelträger sperrten den Raum für die Sänger ab. Als der Kaiser am Fenster sichtbar wurde, erbrausten minutenlange Slava-, Nazdar- und Hoch'Rufe. Nach Beendigung der Serenaden verneigte sich der Kaiser danlend, worauf abermals donnernde Rufe ertönten. Petersburg, 24. August. Der ..Regierungsbote" meldet: Heute nachls ist das Kaiserpaar, begleitet vom Großfürsten-Thronfolger, dem Großfürsten Georg Mxanorowitsch. dem Großfürsten Wladimir Alexan« drowitsch und dessen Gemahlin, dem Hofmeister Grafen Wo'0lizow'Daschkow und mehreren Hofchargen, zum Besuche des österreichischen Kaiserpaares nach Kremsier abgereist. An der Grenze werden sich dem kaiserlichen Zuge anschließen und mit demselben nach Kremsier reisen: der Minister des Ueuhern Gier», der öster-reichischluugarische Militär »Attache Oberstlieutenant Klepsch, Kümmerherr Graf Lamsdorff, Kammerjunler v. Giers, der Commandeur des Kexholm'schen Gre< nadier'Regiments. Panjutin, und der Commandant der ersten Compagnie dieses Regiments. Madrid. 23. August, nachmittags. Auf dem Prado findet soeben die signalisierte Kundgebung von 150000 Personen statt. Dieselben sind mit etwa 60 Fahnen ausgezogen. Redner haranguieren die Menge. Die Demonstcanteu ziehen vor dem Ministerraths.Hotel und dem Ministerium des Innern vorbei unter den Rufen: ..Es lebe die Integrität Spaniens! Es lebe die Armee!" Das deutsche Gesandtschaftspalais wurde in leiner Weise belästigt. — Das dritte Schiff ist nach den Caroline« abgegangen. Madrid. 23. August. Ein Gerücht will wissen dass Deutschland eine japanesische Insel beseht habe'. Für Nachmittag wird ein Meeting auf dem Prado angekündigt, um gegen die deutsche Occupation der Caroline,, zu protestieren. Die Negierung traf die nöthigen Maßregel.i. um Ausschreitungen zu verhindern. Die öffentliche Erregung ist noch immer im Wachsen. Einzelne Blätter vel öffentlichen sehr hefliae Artikel. — Gestern sind in ganz Spanien 56U4 Er-tlunlungen lmo 1721 Todesfälle infola/ von Cholera vorgekommen. Madrid, 23. August. Die Cholera nimmt in der Umgebung zu. Die Regierung hat Mahnahmen g" troffen, um anti-deutfche Kundgebungen zu verhindert — Der König kommt morgen Hieher, um einer Vll' nisterrathssihung zu präsidieren. Angekommene Fremde. Am 2!l. August, Hotel Stadt Wien. Malilsch. Kauf»,,. Innsbruck. - Rill" U, Verger, f. l. Postrnth, sammt Frau; Ritter v. Erhol". Vanldircewr. sammt Frau, und v. Lencl. Privatier, sa"""' Familie. Trirst. ^ .,,, Hotel Elefant. Iclcnc. Präfect am l, t. Theresianum; Sp'V" und Lebowitsch. Reisende. Wien. Pohlionl. Fabril»m, Leitmerih. — Spital»!, MoutlNiiugenieiir, Graz ^ "^ ' Kaufm. und Nunu- Iola, Cassierln. Agrnm. , ,„ Gasthof Südlmhnhof. Mclmasec. Privat. Graz. ^ MilM Private. St, Peter , Oasthof Kaiser von Oesterreich. Olretil. l, t, Raths-Ausciiltan', Trieft, — Kohlmaier, Student; Zeleula, Comptmrist, ">« gcnfurt. ^. Verstorbene. Deu 2 l. August. Audrcas Mcglic, Schmidt. 24 I.. P"' lanastrahe Nr. 42. Caries. . <^ Deu 2'i. A u a u st. Albert Hoffe, u »titter von Saal»""' gewesener Notar. 73 I,, Pelcröstrafte Nr, 5?. VlaseuCarcM'"''' — Michael Premt, Arbeiters-Sohn, 7 Mou.. Karlstädtcrst"» Nr. 6, '1'ii88l» eanvulslvli. — Maiia Braj^r, Maurers-W>>'"' 73 I.. Kralauerdamm Nr. 20. Pneumonic. ., Den 24. August, Hcrmiue Mühlciseu, Handelsmann» Witwe. «4 I. Wienerstrahe Nr. 22. Hcrzläljmuug. Im Spitale: ^ Den 21. August. Johann Peternel, Inwohner, 65 »)' Indoreliloäi» pulmonuni. , » Den 22. A u g u st. Martin Podboiset, Iuwohuer,A H'' sterbend übcrbracht. — Maria Vostjaucic, Arbeiterin, "" ^ Gehirnlähmuug. Meteorologische Beobachtungen in LaibaH> « s,5tz ° «___________5 " ^ 5^5 7U.Mg, 732,55! 12.0 windstill Nebel ' „ 24. 2 „ N. 782.88 22.2 W. schwach bewöllt <>'" 9 „ M>. 734.80 14.6 ! O schwach säst heiter Morgeutz Ncbel. tagsüber ziemlich heiter; moudhclle M Abends Wetterleuchten in O. Nachmittags gegen 0 Uhr N^ bogeu. Das Tagesmittcl der Wärme 16,3«. um 2.0" ""' dem Normale, ___^- Verantwortlicher Redacteur: I. Von tiefstem Schmerze gebeugt geben wir hie« W M mit die Nachricht, dass unsere innigstgeliebte Mutter. » ^ beziehungsweise Groh» und Schwiegermutter, Frau M » Kermine Mihleisen « W geb. Rothauer M nach längerem Leiden am 24. August 1885 im ^ 65. Lebeusjahre, versehen mit den Tröstungen der ^ heil, Nclissiou. sanft verschieden ist, ^ ^ Das Leichenbegängnis findet am 25. Mgust 188^ W um halb 7 Uhr nachmittags vom Hause Wiener- M strafte Nr. 22 aus statt. ^ Die Verblicheuc wird dem frommen Audei'^'N ^ aller Verwandten und Velanuten empfohlen. M Lai bach. 24. August 1885. ^ Arthur, Ernst und Emil Miihleisen, Söhne. W Marie Mühleisen geb. Nudesch, Schwiegertochter ^ Erich, Hermann, Lothar, Erna, Paula u»d W W Valerie Mühleise«, Enkel. > NeerbigungSanstalt des Franz Doberlet. kalbach. ^ Für die herzliche Theilnahme während der W ^ Kraulheit fowie für das zahlreiche ehrende Geleite « W zur letzte» Ruhestätte seiuer unvergesslichen, theure!' « W Lebensgefährtin und Gattiu W > LudKlilla > W spricht allen, msbesoudcle den Spendern der sch^'A M ^ Kränze, seineu tiesstemvsuudeueu, herzlichsten 2)"' « ^ aus der trostlose Gatte W > Karl Eifert. > W Für die wa'hreud der Kraulheit uud bei d" » ^D Vcstatlung meiner unvergesslichen Tochter W > Mcrrie > W bewiesene liebevolle Theilnahme spreche lch allse> « « ineiuen innigsten Dank aus. W > Benj. Sch'lll"- > ^ Kropp, 2«. August l 885. ^» 1553 Course an der Wiener sörse vom 34. AnM 1885. ^, dem 0^«. Coursbl°tte. «^, Oelp Wai» Stantö.Nnlehen. eUl,«l,,n^.......»2'Ul> 63-- >»6<>er s> «7 ^laal«l°se 25»u st, 12?-- - 128->««,^'./,° .^,!>""z° l'NU ,. 13925,189 7c 'Nklcr'Ct" . ?""'M l«<» ., 140-141- <"enltnschtl»t . per St, 43 . 45-- ^ft3"^^""^' N '"'rei , .«8 85 109 05 ^ "iotexienlc. st. crsrei , 8» 85 luo^ ""«.Voldrente ^°/ " bapien,«,,^^ ' ' ' - »»»0 99 0° " i!ise»>> «, . ^° ' ' - »2 45 9231 " vNn'i?l, ^0,fi.°,W.S, 148 75. 14925 " eta,.« O.'"'tat<-'' - »»«« »» - ^ta>u«»0bl. (Ung. Oftb.) 12450 I2550 >, ^liin,',,„ 2, , ^°M I. 1876 10920 10970 ^^N^"^lü0st,ö,W. 117-80 I182U "2 'l!osc 4° , ,00 ft, . . ,22-80 I»» 20 Geld Ware 5°/« Temeser Banat . . . , io3—103 00 5"/« ungarische......la»'— 1»» "> Andere öffentl. Nnlehen. Don.ni Reg,«Loft 5,"/,, i«0 ss. . lia b0 H7 — dt — — «nlche» d, Sladtssemeindc Wie« lU^i - l03'5>2 Änleucii d, Ltadtgenieiiide Wi<» (Silb« »inb Gold) , . . , —'- —'-PläuiieixÄnI.b.Etadtsscm.Wic!, 125 8b 124-20 Pfandbriefe (ftir inu fl.) Vobciicr. aNg,°steir.4'/«"/«Gold, 124 50 124 80 dto. in 5>« „ „ 4 V, "/<> 100'^ 109 >i0 bto. in 5,0 ,, „ 4 V« - «"'— »<^ kio dto, Prämien ^.chulduersch,.'!"/„ 98- 9S'0N Oeft, Hypotbctcnbanl inj. 5 >/, °'° iai— — — Ocft,»lM«, «anl Verl. 5«/„ . . 10» 2/,"/<> ^ l0i8<, 102-10 dto. „ 4 "/<> . . 0»^ s« 40 Ung,allg. Vodcncledit'Nclicnges, ln Pest in I. 183!» v«l.5 >/,°/u l02-9U 10»'50 PrioritätS - Obligationen lfiir 100 fl.) «tllsnl'clh-Westbahn 1. Emission 115— lie — sterdiiuinbs-Norbbahl! in Silb. 106 — K.7 — Franz'Iosef-Vah».....«2U0 9» »0 GaKzischc Karl - Ludwig. «ah« E»>. !«81 !!!»0 fl, S.< >/,°/° . I00-7N 101' — Oestcvr. Norwestbahn .... l03-8) 104L0 Siebe»bilr,iet......»8'7<> 8920 Geld War Staatsbahn I. Emission . . . »9? 25,197? Silbbayn l», 3°/,,...... 153-26 in» 7 ,, k 5"/"...... 128 2b 128? UNsi.'galiz, Vahn..... 99 «c> 999i Diverse Uose (per Stiia, kreditlose n,n fl...... 17g— 179 5, 0 fl. . N4-- 114 2l i,'aibacher Prämien Anlche» «<»st. 21-75. 22- Osener Luse 4«, ft...... <2 75 4»-2t Palffy°i,'ose 40 sl...... «>--. 40« Utolhcn Kreuz, öst. Ocs, v. K» sl. 14-90 I5ic Mubols^Lose i»fl..... 18-65 I»-- Salm-Lose >>0 fl, . ... 5>4-25, s>4-?l St-Geuoi<«'Lrse 40 fl. ... 49- - 49-52 Waldstl'in^'osc 20 fl..... 2?'s>o 28 , 225.5.0 22L-5» Lrbt,'A»st. s. Hand, u, G, luufl. 2«5<-75> 280- ^ -bitbant, ?ll^. u»g. 200 fl. . 288 — 2U8 50 Depositenb. Ällss. »oa fi. , . . i»2 — i»3 — Escompt« Ges., Niederöft. 5,00 ss, 090 — «a«'— Hypothelenb.,öft. 200 fl. «5°/°E. 59>— «1-— Länbeibanl, öst, 200ft. «.50«/i,E. 98 er 9890 Oestcr, Ung, NanI..... 872 — 87«- Unionbanl 10!) ft...... 79 75 8«' — Veilehrsbaul «llss. I« fi. 14« — 146 60 Geld Ware Acticn von Transport-Uuternehmnngen. (per Slllcl) Albrecht-Bahn 2N0 fl. Silber . t>ll-— «0 — Alsöld-sfiii», -Vahn 20«ft, Silb. 1UK-^ 165 50 AuM Tcp. Sisend. 2U»> ft. 6M,---------------- Nohiu. Norddahn 15,» fl, . . . > -—------- Weftdahn 2ua ss. . . .---------------- Luschtichradel Eisl'. 5>uu fl. CM.-------—-— (Ul, ll,) LU0 N. . —-— — — Donau « Danlpsschiffahrts » Ges. Oesterr, 500 fl. uuN.S. —-—------- Du,'V0de»l'.ichel^, Ä. 2«»0fi.S. — —------- Elisabeth Äah>i 2a<» sl. l5M. , 228 75 2.19-50 ,. Lin^Uudweis L<>» fl. . . , —-—------- , Sald,-Tirol.Ill,^,l8?3l!UNfl.S, 20«?5> 203 25 Ferbiiunids Nordb. 1000 st. !LM. 23«? XU72 fftanz-^oses'Äahn 200 fi, Eilo. ^li-40 zii 8» ,fl!nstir0 «42 — «la,'5lö,lacher E.<Ä,200fi.ö.W, — — - .. »ablenbera-^isenb, lua fl, . . — —>— Kaschau-Obcrb. Eilcnb. 20U fi.S, 149-- 149-5U l!>:mbelg-l5zcrnow.»IasIy Eisen- bahn-Gcjell. 2UU ö. w. . . 22« 2; 22«?5 Moyb.üst.-ung..Trieft500fl.CM. 5«0— 5«2 - Oesscrr, Norbwes»,', «00fl. Gilb, 1«L'50 1«? — dto. (lit. IN 200 fi. Silber . 15? 75 15» »5 PragiDurcr Eisenb.i50fi. Sllb. ——------- Nudolf «al)n 20" si. Silber . . 18575 18« 25 Siebenbürger ^isenb, »no ft. . I83L5 l8»?0 Staatselsenbahn «00 fi. ü. W. . »95-50 2«« — V«lb Ware Slldbabn 200 fl. Silb« . . . 138 — 183 »5 Süb-Norbb.°Verb.'V.2aafl,EVl, 16150 1L1-7Ü Theill-Vahn 200 fl. d.W. , , 251 — 252 — Tramway-Oes.. Wr.i?« ft, ö, W, 1»l 75 IOll-25 Wr,, neu iW si. ioä-75 10«-«5 Tranöporl-NeseNschaft IW fl, . —- 55 — l!n>,,»qali^. «iisenb, 200 fl Silber I75eo 1?« -Unss. Norbostbahn 2«o N, Silber 17» — 1?U'<5 Ung.Westb (Naab»a fi. . —-— _.^ E!senbahnw.«?eihss. I.»0".