EINZELPREIS} woclMaftgl 19 Rpt SaHula^-SMntag IS Hpl ünoiturgtr gtituag Amtliches Organ ^ ® ^ ^^^■■'Ischen Heimatbundes okL'S® "• ?• ö^d^s** Nr. 0, Fsmrut: 2Ä-ö< :.rBcheint wöchentlich lechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme dei Sonn- unä 29-08, io-oO, Ab 18.30 Uhf Ist die Schriftleitung nur auf Pemrul Nr. 28.tli l-eiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einschl. Hostge- trr^nbar. — Unverlangte Zuschritten werden nicht rflcicgesandt — Bei oühr; bei Lieferung im Streifband zuzügl. Porto; bei Abholen in der üeschäftsstelle Anfragen Ist du KQckporto beizulegen, — Fostschcckkonto Wien Nr. 54.608. KM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzügl. 36 Hpt. Zustellgebflhf ^r. ^64____?Ror6uro-S>rau, Oltontag, 2i. September 1942 82.3a5rgan0 Die schwerste Geleltzugkatastrophe dieses Krieges Ungeheure Rriegsmaterialmengen für die Sowjets versenkt NordniMr-G^Mtzug fast völlig vernichtet — Kampfflugzeuge und Unterseeboote versenkten 38 Schiffe mit 270000 brt und 6 Kriegsfahrzeuge Stalin droht London Führerhauptquartier, 20. September Des Oberltommendo der Wehrmacht gibt bekannt: > Am Terek warfen deutsche Truppen den Feind aus befestigten Stellungen. Im Raum von Stalingrad dauern die KImpfe la unverminderter Härte an. Entlastungsangriffe des Feindes von Norden scheiterten. Bei Woronesch wurden feindliche Angriffe lum Teil Im Nahkampf unter hohen blutigen Verlusten abgewiesen. Im Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen Dampfer von 1200 brt und vier Transportsegler. Einzelne britische Flugzeuge führten am Tage wirkungslose Störflüge über dem Reichsgebiet durch. Ein Flugzeug wurde abgeschossen. In der Nacht flogen britische Bombenflug-seuge nach Südwest- und Süddeutschland ein. An einigen Orten, u. a. in der Stadt München, entstanden Spreng- und Brandschäden vorwiegend in Wohnvierteln und an öffentlichen Gebäuden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Zwölf der angreifenden Bomber wurden teils durch Flak, teils durch Nachtjäger zum Abstura gebracht. Nach Tagesangriffen auf Industrieanlagen an der britischen Südostküste belegten deutsche Kampfflugzeuge In der Nacht tum 20, September das Industriegebiet von Sunder* Und mit Bomben schweren Kalibers. Wie durch Sondermeldung bekanntgege-fien, ist im Nordmeer eine grofie Geleitzugschlacht gewonnen worden. Nach der völligen Vernichtung eines GroBgeleltzuges im Nordmeer In der Zeit vom 2. bis 7. Juli 1042 wurde am 13. September von britischer Seite ein erneuter Versuch unternommen, ein von starken Flotteneinhelten gesichertes GroBge-leit durch das Nordmeer in einen sowjetischen Hafen lu führen. Die sehr schlechten Wetterbedlngnngen and die einen weit nördlichen Kura erlaubende Bisgrenze begünstigten dieses Vorhaben. Deutsche Kampffliegerverbände und Unterseeboote griffen an und serschlugen auch diesen aus rund 4il Handelsschiffen bestehenden Geleitzug in tagelangen aufopferungsvollen Kämpfen. Unter schweren Kampfbedingungen auf weite Entfernungen bei schlechtem Wetter und starker feindlicher Flak- und Jagdabwehr versenkten unsere Kampfflieger aus dem Ge-leittug insgesamt 25 Handelsschiffe mit zusammen 177 000 brt Acht weitere Dampfer wurden ao schwer beschädigt, dafi sie als verloren ansusehen sind. Außerdem vernichtete die Luftwaffe von den Sicherungslahr- zeugen einen Zerstörer sowie zwei Bewacher und warf einen zweiten Zerstörer in Brand. Unsere Unterseeboote schössen in harter Verlolgungsjagd fünf Handelsschilie mit zusammen 29 ODO brt aus dem Geleilzug tieraus und erzielten auf zwei britischen Zerstörern Torpedotfeffer, deren Untergang bei der herrschenden Wetterlage nicht beobachtet werden konnte. Damit erlitt der Feind eine seiner schwersten Niederlagen in Geleitzugkämpfen. Er verlor innerhalb von sechs Tagen 38 mit Kriegsmaterial aller Art beladene Handelsschiffe, darunter auch Tanker, mit zusammen 270 000 brt. Dazu kommt der Verlust von sechs Krlegslabrzeugen. Nur Reste des Geleitzuges, zum Teil erheblich beschädigte Schifle, konnten entkommen. ♦ Ferner gibt das Oberkommando der Wehrmacht bekannt; Die von amtlicher sowjetischer Seite bekanntgegebene und von der Reuter-Agentur übernommene Behauptung, dai) Generaloberst von Kleist gefallen sei, ist unwahr. Starke Brfinde in Sanderland Berlin, 20. September Nach MitteiluHigen dea Oberkommandos der Wehrmacht imtemajimen in den Mor-genatunden des Säinstag- leichte deutsche Kampfflugzeuge Uberraschende Vorstöße ge-gcsn die englische SUdostkUste und warfen aua niederen Höhen Bomben schworen Kalibers auf eine größere Fabrikaanlage nördlich Sandwich. Diu*ch Volltreffer wurde das Hauptgebäude zerstört, während eine gfoße Montagehalle nach den Bombendet-onatlonen einstürzte. Am Nachmittag griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge britische Schiffsfahrzeuge, die in der Saloombe-Bucht ostwärts Ply-mouUi ankerten, mit Bomben und Bordwaffen an. Die Bomben schlugen unmittelbar zwischen drei nebeneinander liegenden Booten ein und brachten sie zum Sinken. Eine leichte Flakbatterie, die den Angriff der deutschen Kampfflugzeuge abzuwehren versuchte, wurde Im Tiefflug mit Bordwaffen bekämpft und zum Schweigen gebracht. Im Laufe der vergangenen Nacht bombardierten deutsche Kampfflugzeuge Stadt und Hafen von Sunderland an der englischen Ost-kUste. Spreng- und Brandbomben verursachten in den angegriffenen Zielen starke Brände und Zerstörungen. Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 20. September Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Italienische bnd deutsche Luftwaffenverbände haben auch gestern in rollendem Angriff auf das Hinterland der ägyptischen Front mit sichtlichen Ergebnissen feindliche Kraftfahrzeugansammiungen angegriffen. Ebi britisches Flugzeug wu^de von den Flakbatterien einer unserer Divisionen abgeschossen. Einer ifnserer Bomberverbände rief auf dem Flugplatz von Micabba beträchtliche Brände hervor. Ein feindlicher Einflug auf Navarino (Griechenland) verursachte keinen Schaden. In der vergangenen Nacht ^vurdoll von englischen Flugzeugen einige Bomben in der Umgebung von CaLania und von Licata abgeworfen, ohne Opfer zu fordern. • Der italienische Wehrmachtbericht von gestern gab wiederum die Versenkung eines feindlichen Unterseebootes im Mittelmeer durch ein italienisches Torp€dolx>ot bekannt. Radie-Phanlasieii der Krlegsverhredier Ein teuflischer Plan Churehills und seiner bolschewistischen Handlanger — Sie wollen den deutschen Müttern ihre Kinder nehmen Im Vorgeiande von Port Moresbv Berlin, 20. Septeml>er Auf Nau-Gubiea dauern die achweren Kämpfe im Vorgclände von Port Moresbji an. Die Japaner dringen auf der ganzen FVantbreite weiter vor und überwinden den Widerstand der australischen Truppen in sähen und erbitterten Binxelkämpfen in unwegsamem Urwald- und Dschungelgeländo, teilweiae jetzt auch selben auf der offenen Savanne. Die Australier hatten in den Kämpfen dea Donnerstag und Freitaf Uber 800 Tote sdlein im mittleren Abschnitt der Kampffront. In Luftkämjpfen schoesen japanische Jä-^ ger bei nur swei eigenen Verlusten neun feindliche Flugzeuge ab, dainmter awei amerikanische Bomber vom Typ »Fliegende Fe-ötungc. Townsville und Port Darwin wurden am Samstag erneut von japanischen Kampfflugzeugen bombardiert. In den Hafenanlagen und milltärlachen Einrichtungen wurden schwere Schäden angerichtet. 60 indische Soldaten von den Briten orschosscn In der Proviiui Bihar versuchten 100 indische Soldaten zu ' den Japanern überzugehen, um für die Freiheit Indiens zu kämpfen. AI« sie sich von ihrem Barackenlager entfernten, w\irden sie von englischen Soldaten überrascht. Die Engländer eröffneten das Feuer und töteten 00 indische Soldaten. Berlin, 20. September In England wurde der ungeheuerliche Plan bekanntgegeben, die deutschen Kinder nach dem Sieg der Alliierten zu internationalisieren. Die in London erscheinende, von Churchill bezahlte Zeitung „Vrij Nederland" fordert, wie das amtliche englische Reuter-Büro mitteilt, daß alle deutschen Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren ihren Müttern weggenommen und für die Dauer von 25 Jahren ins Ausland geschickt werden müßten. Bei dieser Methode würden die Deutschen nicht mehr von ihrer Nationalität besessen sein, würde ein Völkergemisch entstehen, das nicht mehr als deutsch zu bezeichnen sei. « Mit der Veröffentlichung dieser teuflischen Absicht wird das gemeinste Verbrechen verkündet, das jemals Menschenhirne ersonnen haben. Wir haben uns niemals einer Täuschung darüber hingegeben, welches Schicksal dem deutschen Volke von der bolsche-wistlichen Bestie und den plutokratischen Weltverbrechern zugedacht Ist. Stalin und Churchill wollen die Vernichtung aller nationaler Gesinnungen, welche die Kraft In sich fühlen, der bolschewistischen Völkerversklavung Widerstand zu leisten und den Willen besitzen, sich gegen ihre plutokratischen Ausbeuter zu erheben. Wir kennen ihren teuflischen Plan seit langem. Ihr Ziel ist die Ausrottung des deutschen Volkes. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, um auch dorn blindesten Volksgenossen die Augen tu öffnen, dann ist diese Veröffentlichung das unwiderlegbare Zeugnis dafür, was das deutsche Volk, was seine Mütter und Kinder von diesen unmenschlichen Verbrechern zu erwarten hätten. In Ostkarelien, in Estland, In Litauen, Lettland und Gallzien hat die Welt die bolschewistischen Handlanger Churchills und seiner Kumpane am Weika gesehen. So meidela „New York Journal American" am 16. Oktober 1941: 150 000 Litauer, darunter Kinder von zwei Jahren an aufwärts, sind von den Sowjets nach Sibirien verschleppt, unmün-dlqe Kinder ihrem Schicksal überlassen worden. „Stockhohns Tidningen" meldete aus Lettland; 200 000 Einwohner, vom kleinsten Kinde bis zum BOjührigen Greis, sind in die russischen Steppen und In die arktischen Gebiete Sibiriens gebracht worden. Die Kinder sind verschwunden und niemals zu ihren Eltern zurückgekehrt. Von deutschen Truppen wurden auf dem Güterbahnhof in Riga vier verschlossene Güterwagen voller Kinderleichen gefunden. Die finnische Zeltung „Aamulehti" betont, dal^ die Verschleppung und Hinrichtung der Esten nicht nur eine Maßnahme zur Beseitigung der politischen Klassengegner gewesen sei, sondern daß es sich um einen Aus-rottungsprozeß gehandelt habe. Und so, wie hier geschildert, haben ^ie Bolschfewisten, die die Geschäfte Churchills und seiner jüdischen Verbrecher besorgen, überall gewütet, wo ihre Soldateska Fuß fassen kocnte. Die ungeheuerlichen Enthüllungen des Londoner Blattes stimmen durchaus mit dem übarein, was gerade am Samstag der amerikanische Marineminister Knox in einer Rede in Kansas City erklärte: „Nach dem Siege wird ein Friede vorgeschrieben, in dem Deutschland und die Achsenmächte völlig beseitigt werden. Es kann keinen Kompromiß geben!" Mit diesem letzteren wird Knox recht haben. Es wird mit diesen Kreaturen keinen Kompromiß geben! In der Entschlossenheit des deutschen Volkes aber werden sich diese Verbrecher täuschen! Im Bewußtsein seiner Kraft hat es den Kampf seines Lebens gegen seine Ver-derbor aufgenommen. Die Anstifter und Llr-heher solcher Verbrechen aber wird ihr verdientes Schicksal erollon, Sie werden ihre unabwendbare Niederlage nicht übcrlaben. rd. Berlin, 20. September In Stalingrad tobt noch immer der Kampf. Zwischen Steinhaufen ünd rauchendcn Trümmern wehren sich die zusammengeschlagenen Verteidiger der Stadt des roten Zaren in einem wahnwitzigen und verzweifelten Ah-wehrkampf gegen das unabwendbar gewordene Schicksal. Sowohl in Moskau wie in London hält man jedoch nicht mehr mit der Erkenntnis zurück, daß alle diese Anstrengungen vergeblich sind. Neues über die Schlacht in Stalingrad könnte im Augenblick nicht erwartet werden, berichtet der Militär-korrcspondent der »Times aus Moskau. l)as einzige, was gesagt werden könne, sei, daß sowohl die Kämpfe wie die deutschen Bombardements an Intensität weiter zugenommen hätten. In demselben Umfange aber, wie der sowjetischen (Mientlichkeit bewußt wird, daß all die Opfer, die um die Verteidigung von Stalingrad gebraciit wurden, daß die an Wahnsinn grenzenden Anstrengungen im Endeffekt doch vergeblich sein müssen und den deutschen Sieg an der Wolga nicht aufhalten können, macht sich erneut eine tiefe Enttäuschung und wachsende Empörung über die bniäiigkeit der plutokratischen Bundesgenossen bemerkbar. Die sowjetische Öffentlichkeit hr"tte alle ihre Hoffnungen an die Versprechungen geknüpft, die Atolotow im Frühjahr über die Errichtung einer zweiten Front gegeben wurden, und sie war darin durch den Besuch Churchills erneut bestärkt worden. jet/t muß sie sehen, daß Stalingrad verloren geht, ohne daß von den Plutokraiion ein ernsthafter Versuch gemacht wurde, den bolschewistischen Verzweiflungskampf zu unterstützen. Denn Dieppe und die versenkten Schüfe der für die Sowjets bestimmten üe-leitzüge können ja nicht als Unterstützung der bei Stalingrad oder sonstwo an der Ostfront kämpfenden Bolschewisten aufgefaßt werden. Die scliwedische Zeitung »Aftonbladet^; ill aus zuverlässiger diplomatischer Quelle in London erfahren haben, daß diese Entwicklung erneut zu einer tiefgreifenden Verstimmung zwischen A^oskau und London geführt habe. Es heißt, von den Sowjets werde Uic l'orderung aufgestellt, daß sofort eine zweite Front in Frankreich, llolland oder Belgien errichtet werden müsse, uni den deutschen Druck an der sowjetischen Front abzulenken. Ks müf>?e erreicht werden, daß nu'ndestens bis 40 deutsche Divisionen nach Westen ahr*C7.ogen wür''I(n. Die sowjctirchon \'or-würfe richten sich vor allem gegen die britischen Militärs, die aus Furclit vor einen möglichen neuen Dünkirchen mangelnde Entschlußkraft zeigen. Scliließlich werde auf die Gefahr hingewiesen, daß die bolschewistischen Armeen ihre Offensivkraft verlieren und im nächsten Jahr nicht mehr in der Lage sein werden, dann eine zweite Front der Alliierten ihrerseits zu unterstützen. Nach den Enthüllungen des schwedischen Blattes wird in britischen diplomatischen Kreisen gegenüber diesen neuen, in sehr bestimmter Form vorgetragenen sowjetischeti 1-ordcrungen, die auch gewisse Drohungen in bezug auf die künftige Entwicklung des Verhältnisses zwischen den Alliierten und den Sowjets enthielten, darauf hingewiesen, daß Mülotow im Frühjahr keine Versprechungen gemacht worden seien, die nicht erfüllt würden. Es sei kein Zeitpunkt für die Errichtung einer zweiten Front ausgemacht worden, und die öffentlichen Erklärungen nach Churchill« und Aioiotows Konferenzen seien »nur für die inneren Propagandazweckec bestimmt gewesen. Die neue Krise in den britisch-sowjetischen Beziehungen kommt auch in einigen kritischen Äußerungen der Londoner Pres.se zur Lage zum Ausdruck, aus denen hervorgeht, daß das britische Interesse an der Errichtung einer zweiten Front in dem gleichen Ausmaß schwindet, wie die Sowjets ihre Positionen im Osten aufgeben müssen. Stalin wird übrigens gerade jetzt von Churchill kaum dls sehr bequemer Bundcage- S«}fe 2 ►Martjurffw ZeituTiR« 21. September 1942 Nuimmer 264 » —-\ nosse empfunden werden. Da haben sich nämlich jüngst in London einige Politiker zusammengesetzt und beschlossen, eine Partei zu gründen. Der eine dieser Männer heißt Sir Richard Acland, der andere Priestley. Zu ihnen gesellten »ich Vernon Bartlett und Tom Wintringham, also Politiker, die durchaus nicht gerade zu den zahmsten Biedermännern gezählt werden. Sie traten nun mit großer Reklame an die Öffentlichkeit und gaben bekannt, daß ihre neue Partei für die Massen des englischen Volkes das Paradies eröffne. Alle Sclilagworte, die in England populär sind, angefangen von den Rufen gegen die Ungerechtigkeiten der Regierungsmaßnahmen auf allen üobieten bis zu den Vorwürfen der völligen Vertroddelung und Verkalkung der Regierungshäupter, finden sich im neuen Parteiprogramm. An sich also eine scheinbar recht harmlose Angelegenheit, um die sich im Augenblick in der Welt kein Mensch gekümmert hätte, wenn nicht ... Hier hört nun die Harmlosigkeit auf. Denn auch die-englische Presse hätte die Sachc harmlos gefunden, wenn nicht eben einige Punkte des nunmehr in seinen Einzelheiten vorliegenden Programms die eigentlichen Hinterm.Tnner der neuen Parteigründung verraten würden. Man spricht im Programm von der Aufhebung des Eigentums, von der Verstaatlichung der Produktion, der Verteilung der Güter, man geht von der Annahme aus, daß der Kapitalismus bereits zusammengebrochen sei, will den Wettbewerb der Unternehmer beseitigen und — die Sowjetunion als das Ideal der modernen Gesellschaftsordnung hinstellen. Es wäre nun selbst der englischen kapitalistischen Presse vielleicht möglich, an Hand der Tatsachen oder sogar an Hand des Chur-chillschen Buches über die praktischen Auswirkungen der Sowjet-Diktatur dieses kommunistische Agitations-Programm der Lächerlichkeit preiszugeben. Lächerlich aber und sehr ergötzlich sind nun die englischen Kommentare zu diesem trojanischen Pferd Stalins. Man wagt es nicht, die neue Partei-griindung anzugreifen und sie als das hinzustellen, was sie ist, nämlich eine Mine Stalins gegen Churchill und seine Parteien. Man fragt vielmehr mit verwundertem Augenaufschlag, was denn eigentlich an der gegenwärtigen britischen Gesellschaftsordnung schlecht wäre. Churchill habe doch während des Krieges sozialistische Maßnahmen durchgeführt, die »vielversprechend« für die Zukunft wären, der einfache Mann auf der Straße aber könne »die Planung durch eine Elite« (das sind die Wirtschafts- und Finanzjuden) nimmer ersetzen. Dieses neckische Spiel mit dem eingeschlichenen roten Wolf dürfte bald ernstere Formen annehmen. Denn es ist ganz klar, daß diese neue Parteigründung nichts anderes als einen weiteren Vorstoß Stalins ins englische innenpolitische Leben darstellt. Der Erfolg der wiederzugelassenen kommunistischen Zeitung >Daily Worker« hat den Kreml Morgenluft wittern lassen. Churchill kennt diese Gefahr zweifellos ganz genau. Mit gebundenen Händen muß er aber zusehen, wie der von ihm ins Land gerufene rote Wolf die britischen Schafe aufzufressen sucht. Vergebliche Massenopfer der Sowjets Berlin, 20. September Die Bolachewisten leisten in den sahlrei-chen bimkerartig ausgebauten Häusern, die größtenteils bereits von den Granaten der ArtUleiHc und den Bomben der Kampfflug-r.euge bis auf die Grundmauern zerstört waren, zähen Widerstand. Abschnittweise muß jedes Haus, jeder Trümmerhaufen von den deutschen Infanteristen erstürmt und dem Feinde der heißumkämpft# Boden entrissen werden. Alle Versuche der Bolschewisten, in verzweifelten Gegenangriffen die Vemlch-timg aufzuhalten, scheiterten an der entschlossenen Angriffakraft deutscher Infanteristen und Panzersoldaten unter schweren Verlusten für den Gegner. Im Raum südlich von Stalingrad führten verbündete Truppen einen erfolgreichen Erkundungsvorstoß durch, wobei 17 feindliche Bunker genommen und eine Anzahl Gefangener eingebracht wurden. Zerschlagene EnilustungHangriffe Die von Norden her gegen die deutsche' Riegelstellung geführten Entlastungsangriffe der Bolschewisten blieben auch am gestrigen Tage erfolglos. Immer wieder versuchte der Feind mit starken, zahlemnäßig weit überlegenen Kräften unter Einsatz zahlreicher Panzerkampfwagen, die deutsche Abwehrstellung zu sprengen. Durch den heldenmütigen Einsatz deutscher Infanteristen und Pioniere wurden alle Maasenangriffe zerschlagen und starke Kräftegruppen der lolacbev.'iaten m umfassendem Gegenangriff "emichtet. Harte Schläge der Luftwaffe Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge belegten feindliche Panzerkampfwa-jen und Bereitstellimgen mit Bomben. Der Schwerpunkt der Luftangriffe lag aiif den feindlichen Batteriestellungen, in denen 13 Geschütze zum Schwelgen gebracht wurden. Ein großes MunHionalager flog in die Luft. Angriffe deutscher Kampfflugzeuge richteten sich gegen den bolschewistischen Naclr-grhubverkehr. 117 I^tkraftwagen, die mit Munition und Truppen beladen zur Front fuhren, wurden zenitört. Mehrere Güterzüge erhielten schwere Beschädigungen. Schlacht-und Zeratörerflugzeuge griffen angetretene Feindgruppen, noch ehe sie aich entwickeln konnten, im Tiefflug an und zersprengten ^le. Deutsche Jagdflugzeuge schössen in Luftkämpfen 32 feindliche Flugzeuge ab, weitere Ii wurden durch die Flakartillerie vamichtet. Sechs Tage Geleitzugschlacht D«r gröttt« britisch-amerikanisch« Versuch, Kriegsmaterial fUr die Sowjets durchiubrlngenj wird zerschiagen — in acht Tagen verlor der Feind 5600(90 brt Berlin, 20. September Die Schiffsversenkungen, die unsere Feinde an ihrer empfindlichsten Stelle treffen, haben sich in überraschender Weise gehäuft. Innerhalb von acht Tagen meldete der Wehrmachtbericht nicht weniger als viermal von riesigen Versenkungsergebnissen: am Sonntag, den 13. September, waren es 131 500 brt, der folgende Montag brachte gleich eine weitere Geleitzugskatastrophe mit 122 000 brt, am Samstag berichtete eine Sondermeldung von 100000 brt versenkten Schiffsraumes und heute sind es sogar 270000 brt, die auf den Grund des Meeres geschickt wurden. In acht Tagen verlor der Feind somit über 560 000 brt, ein unersetzlicher, katastrophaler Verlust an Schiffsraum und an F'racht, denn auf diesen Schiffen waren weit über 800 0(X) Tonnen verladen. Sie kommen nicht durch Der im nördlichen Eismec in einem sechs Tage währenden ununterbrochenen Angriff durch deutsche Kampfflugzeuge und Unterseeboote aufgeriebene feindliche Geleitzug war der grüßte, der bisher einen Durchbruch zu den bolschewistischen Häfen versuchte. Der nach langen Vorbereitungen unter dem Schutz besonders starker Kriegsschiffeinheiten unternommene Versuch scheiterte auch diesmal an der Wachsamkeit und Schlagkraft der im hohen Norden eingesetzten deutschen Fliegerverbande und der Angriffsfreudigkeit der Unterseeboote. Trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit und der damit verbundenen ungünstigen Witterungsverhältnisse wurde der nach Osten laufende Geleitzug durch die gemeinsamen, hartnäckig durchgeführten Än-griffsoperationen der Kampfflugzeuge und Unterseeboote zersprengt und eine große Zahl voll beladener Frachtschiffe vernichtet. Der Geleitzug fuhr auch diesmal wieder hart an der Packeisgrenze südlich Spitzbergen entlang. Weit auseinandergezogen waren die feindlichen Sicherungsstreitkräfte um den ganzen Geleit/ug herum verteilt, damit die Sfallngrail - Londoos letzte Hoffnung Dumpfes Starren Englands nach der Wolga — Was kommt nach dem Fall? — Amerikanische Ostküste als bedroht angesehen Stockholm, 20. September „Die Ereignisse bei Stalingrad haben in London eine dumpfe, abwartende Stimmung hervorgerufen, die unwillkürlich an die Tage vor Dünkirchen erinnert", heißt es in einem Lagebericht des englischen Vertreters der „Stockholms Tidningen". Obwohl man den Fall der sowjetischen Festung noch nicht als unvermeidlich anerkennen wolle, werde in London zugegeben, daß sich die Situation einer Krise nähere, deren schwarze Wolken alles andere überschatten. Alle Blicke in Washington und London richteten sich auf die Wolga. Mit besonderer Sorge beschäftige man sich in beiden Hauptstädten mit der Frage, wo die starken deutschen Luftstreitkräfte, die jetzt gegen Stalingrad eingesetzt seien, wohl später verwendet werden würden. Sowohl in Washington wie auch in London sei man der Auffassung, daß unbedingt mit einer konzentrierten Massenbombardierung Englands zu rechnen sei. Aus New York kommende Meldungen sprechen sogar Befürchtungen aus, daß sich die deutschen Bömbenangriffe künftig auch quer über den Atlantik bis auf die Städte an der Ostküste der Vereinigten Staaten erstrecken würden. Der von Roosevelt bestochene brasilianische Außenminister Aranha scheint ebenfalls vor Angst vollkommen verwirrt zu sein. In einer Rede vor Pressevertretern phantasierte er: „Wenn die gegenwärtige Schlacht um Stalingrad durch die Einnahme der Stadt beendet sein wird, werden die Deutschen versuchen, an einer leichteren Front einen Sieg zu erkämpfen. Aus den Stützpunkten in Frankreich könnten Flugzeuge leicht den Atlantik überqueren, um einige brasilianische Städte zu zerstören." ' Die „Times" beschäftigt sich mit der ! Frage, ob die Katastrophe der Bolschewisten j durch die Witterung abgewendet werden [ könnte. Das englische Blatt bringt zum Ausdruck, daß die Situation bei Stalingrad unbedingt kritisch sei und daß es hieße, die Gefahr zu unterschätzen, wenn man das deutsche Vorrücken als einen Wettlauf zwischen den deutschen Armeen und den Mäch-S'ten des Wetters betrachten wolle. Vorläufig erlaubten die Witterungsverhält-nisse auf jeden Fall noch viele Wochen lang eine Fortsetzung der Kriegführung im gleichen Stil wie jetzt. Damit stellt sich die „Times" bezeichnenderweise in einen Gegensatz zu den ständigen Behauptungen des englischen Nachrichtendienstes, die in der plutokratischen Welt den Eindruck erzeugen möchten, als könne die bolschewistische Katastrophe, an dere Wolga von der einsetzenden Herbstkühle aufgehalten werden. Weitere englische Berichte über die Schlacht um Stdlingrad betonen die ungestüme Kraft des deutschen Ansturms und den intensiven Einsatz der Luftwaffe. Neue Erfolge unserer U-Boote 19 einzelfahrende Schiffe im Atlantik und im Bismeer mit zusammen 100000 brt versenkt Führerhauptquartier, 19. September Das Oberkommando der Wehrmacht gibt In einer Sondermeldung bekannt: Deutsche Unterseeboote versenkten In harten Kämpfen in der Karibischen See, vor Afrika, im St.-Lorenz-Strom und im Eismeer 19 Schiffe mit 100 000 brt sowie einen Schlepi>er. Drei weitere Schiffe wurden tor-l>edlert. Das Oberkommando der Wehrmacht teilt ergänzend mit, daß diesmal die vernichteten 19 Handelsschiffe etnzelfahrend auf den Meeresgrund geschickt wurden. Unter ihnen befindet sich auch ein schwer bewaffnetes feindliches HiLfskriegsschiff von 11500 brt, das im St.-Lorenz-Strom in der Küsten- und Geleitzugsicherung eingesetzt war. Die Schläge, die der Versorgnngsschiffahrt des Feindes immer wieder zugefügt werden, treffen also die allein ihre Route ziehenden Schiffe wie ganze Geleitzüge gleichermaßen. Das Ringen um Stalinnrad Führerhauptquartier, 19. September Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Terek durchbrachen deutsche Truppen in harten Kämpfen stark ausgebaute imd verminte Feldbefestigungen und warfen den Feind ajus Mehreren Höhenstellungen. Der Kampf um Stalingrad wurde gegen zähen Widerstand erfolgreich fortgesetzt. Ein von NoAen gegen die deutsche Riegelstellung geführter örtlicher Entlastungsangriff starker feindlicher Infanterie, und Panzerverbände brach unter schweren Verlusten zusammen. In die eigenen Stellungen eingedrungene feindliche Kräfte wurden In hervorragender Zusammenarbeit von Verbänden des Heeres und der Luftwaffe aufgerieben. Es wurden zahlreiche Gefangene eingebracht und 120 Panzer vernichtet. In Luftkämpfen über Stalingrad verlor der Feind am gestrigen Tage 77 Flugzeuge. An der unteren Wolga warfen Kampfflugzeuge drei ölschiffe in Brand und setzten die Zerstörungen von wichtigen Eisenbahnknotenpunkten mit Erfolg fort. Bei Woronesch wurden fortgesetzte Angriffe des Feindes gegen den Brückenkopf in erbitterten Kämpfen zum Teil im Gegenangriff abgeschlagen. Verbände der deut- schen imd italienischen Luftwaffe brachten den Truppen des Heeres hierbei wirksame Entlastung. In Nordafrika führte die deutsche und italienische Luftwaffe rollende Angriffe mit Bomben und Bordwaffen gegen britische Panzerbereitstellungen und motorisierte Kolonnen. Bei nächtlichem StörfUigen briti.scher Bomber im Küstengebiet der Ostsee wurden zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Vor der englischen Südküste versenkten gestern leichte deutsche Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 1500 brt und beschädigten vier weitere Schiffe durch Bombentreffer. Roosevelt sucht 90000 Matrosen Lissabon, 20. September Die Kugländer und Amerikaner müssen sich innner mehr anstrengen, um mit l.ist und Überredung die letzten Dumiitfen zu finden, die für den Plutokraten-KrieR als Ma-. troseii ihre Haut zu Markte tragen. Verzweifelte Bemühungen unternehmen zur Zeit die USA-Schiffahrtsbehorden, um Leute, die irgendwann einmal zur See fuhren, dein nassen Element wieder zuzuführen. Über 90 000 Seeleute, so heißt es in amerikanischen Meldungen, würden für 1943 benötigt. Den unmittelbaren Zusanimenhaiwi dieses Matrosenmangels mit den deutschen U-Boot-Erfolgen sieht jeder Seemann, der den Ozean im »sicheren Geleit« überqueren sollte, ohne weiteres ein. So berichteten ägyptische Seeleute. die Anfang September in Ägypten eintrafen, daß sie ursprünglich mit einem anderen Geleitzug fuhren, von dem drei Viertel der Schiffe durch deutsche U-Boote versenkt wurden. So wird es verständlich, daß die Matrosen jeden Landaufentlialt bemitzen, um spurlos zu verschwinden. Die »New York Times-« stellt fest, daß nach amtlichen Berichten von April bis Juli 2820 ausländische Seeleute in den USA festgenommen worden seien, die von einem solchen l.andurlaub nicht zurückkehrten. Es gelang, 900 zu bewegen, ihr Heil noch einmal der »alliierten Sicherung« anzuvertrauen. Die übrigen zogen es lieher vor, hinter festen Mauern zu sitzen, als ihr I.eben wegen einer Sache auf Spiel zu setzen, die sie nicht verstehen und die sie nichts anifcht. zu erwartenden deutschen Angriffe rechtzeitig erkannt und vom Kern des üeleitzuges ferngehalten werden konnten. Trotz der starken Sicherung durchbrachen die deutschen Kampfflieger in den Tagen vom 13. bis 18. September immer wieder den Abwehrring. Vergebliche jagdabwehr Einer der erfolgreichsten Tage dieser Geleitzugschlacht war der 13. September. Trolz stark aufkommender Nebelbänke blieben die Kampffliegerverbände den ganzen Tag über am Feind und versenkten vom Morgengrauen bis in die späten Abendstunden neun Handelsschiffe mit zusammen 61 000 brt. Vergeblich bildeten die begleitenden- feindlichen Kriegsschiffe, in Zickzackkurven fahrend, einen mehrfachen Ring um die schwer bedrohten Frachter. Auch der Hinsatz feindlicher Jagdflugzeuge konnte die deutschen Kampfflugzeuge nicht von ihren Zielen abbringen. Zwei britische Flugzeuge stürzten, von dem Abwehrfeuer der deutschen Kampfflugzeuge schwer getroffen, brennend ins Meer. Die Auflösung des Geleitzuges Auch in den folgenden Tagen wurden die Angriffe trotz sich stetig verschlechternder Wetterlage erfolgreich fortgesetzt. Schon zu diesem Zeitpunkt lagen mehrere Frachter brennend und im sinkenden Zustand weit hinter dem Geleit. Erneute Bombenvolltreffer führten zu ihrer völligen Vernichtung. Durch die ununterbrochenen Angriffe wurde der Zusammenhang des Geleitzuges immer mehr zersplittert. Die einzelnen Schiffe versuchten auf eigene Faust weiter nach Norden auszuweichen, um ihrer Vernichtung zu entgehen. Am Nachmittag des 14. September flog ein mit Munition beladener großer Transporter, von schweren Bomben eines Kampfflugzeuges getroffen, unter riesigen Explosionser-scheinungen in die Luft. Zwei weitere Handelsschiffe erhielten zur gleichen Zeit so schwere Treffer, daß sie auseinanderbrachen und versanken. Damit waren bis zum 15. September weitere 16 Schiffc mit zusammen 119 000 brt vernichtet. Kurz vor dem Ziel bombardiert Die Reste des Geleitzuges wurden am 18. September kurz vor Erreichen des Bestimmungshafens noch einmal von den Kampfflugzeugen angegriffen, wobei weitere acht Handelsschiffe mit zusammen 61 000 brt versenkt wurden. Auch die Sicherungsstreitkräfte erlitten durch die Versenkung eines feindlichen Zerstörers und von zwei Bewachern empfindliche Verluste. Ein weiterer Zerstörer wurde in Brand geworfen. Damit haben die Luftwaffenverbände unter Führung von Generaloberst Stumpf in einem sechstägigen harten Kampf den Nachschub für dir Bolschewisten mit der Vernichtung von 241000 brt feindlichen Handelsschiffsraumes auf das Schwerste getroffen. Zusammen mit den von deutschen Unterseebooten versenkten fünf weiteren Transportern mit insgesamt 29 000 brt betragen die Gcsanit-veilu.ste des Feindes, wie durch Sondermeldung bereits bekanntgegeben, 38 Schiffe mit insgesamt 270000 brt. HumHatkääUiH Glückwünsche des Führers an den König von Thailand. Der Führer hat dem König von Thailand zu seinem Geburtstag am 20. September mit einem in herzlichen^ Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. Neuer Eichenlaubträger. Der Führer verlieh dem Leutnant Heinz Schmitt. Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum l^itterkreuz des Eisernen Kreuzes. Ein Geschenk des führers. In Budape.st traf ein I.azarettilugzeug ein. das der Führer durch Frau von Kallay, der Gattin des ungarischen Ministerpräsidenten, dem ungarischen Roten Kreuz zum Geschenk gemacht hat. AbschluU des europäischen Juxendtreitens. Am Freitag wurde die Tagung der europäischen Jugend mit einer öffentlichen Sitzung im Wiener Gauhaus in feierlichem Rahmen geschlossen. Sowjetischer Generalstabschef gefangen. Bei dem Angriff auf Stalingrad geriet ein sowjetischer Generalstabschef mit allen Offizieren und Hilfskräften in deutsche Gefangenschaft. Flugboot und Bomber abgestürzt. Wie Reuter meldet, ist ein englisches Flugboot auf dem Flug von Westafrika nach England mit 13 Passagieren und einer Besatzung von sechs Mann verlorengegangen. Weiter stürzte jn Columbia (USA) ein Bomber kurz nach dem Start ah. Vier amerikanische Flieger fanden denTod. Japan errichtet ein Ministerium für Großostasien. Der Kabinettsrat genehmigte in seiner heutigen Sitzung rund 13 Millionen Yen, die für die Gründung des neuen Ministeriums für Großostasien benötigt werden, das voraussichtlich am 1. Oktober seine Arbeiten aufnehmen wird. Druck and VerlsKi Marburcer Verlaus- and Druckerel-Qes. m b. H. — VerlaBsleitunn; CßDn BauniKartncrt Hauptschrlftlelterr Anton Qerscliack; alle io Marbur* a, d. Drau ßadRnssr 6 Zur Zelt (Dr AnzeiKcn die PrelsMsle Nr. 2 vom I Juli 1943 ! RÜltlE. Aiislail der Lieferune de» BInticf het h/iherer I üewait oder BctrlchssiftrunR sibt keinen 'Vi ""cli auf Rückzahlung des BeEugsseldei Numm«r 264 ►Marburzer Zeitun«« 21. September 1942 ^eite 3 .Mus Stadt uud £aiid Kntanl«n »Bumi« macht das grüne Etwas, das nach rasender Fahrt gerade an meiner Nasenspitze vorbei auf dem Boden aufschlägt, und aus der bchaie springt eine glänzend braune Ka-stanle, die lustig die Straße entlang kellen. Am Uebsten würde ich hinterherlaufen und "il "nd — Schande, auf meine alten Tage! — damit spielen. Doch als ich mir noch (iberlege, ob solche» Tun der Würde eines erwachsenen Menschen keinen Abbrucn tut, sind auch schon zwei kleine Mädchen nerbeigesprungen, die sich auf die begehrte Bwte stürzen Eine stattliche Anzahl davon haben sie schon in der Tasche, und einige sind sogar schon >vcrarbeitet», zu Körbchen, zu Pfeifchen, zu SchJilchen, zu allem möglichen, was so die Kinderphantasie aus den einfachsten Dingen zu ersinnen versteht. Während sich die beiden Mädchen auf das bescheiden, was sie bei ihrem emsigen Suchen finden, was ihnen das Schicksal zuwirft oder der Wind vom Baume weht, greifen ein paar kleine Jungen den Kastaniensegen aktiver an. Mit Steinen und Stöcken schleudern Sie nach den Früchten. Ihre Devise »und folgst du nicht willig, so brauch ich Gewalt« ist auch entschieden von Erfolg gekrönt, wie ihre prallgefüllten Beutel zeigen. Wenn man sich doch auch noch einmal so unter den Kastanienbaum stellen und mit ganzer Hingabe nach den glänzenden braunen Dingern zielen könnte! Nur eben, weil man sie gern haben möchte und man in so jungen Jahren eben mit allem etwas anzufangen weiß, Doch je älter man wird, umso weniger ist man geneigt, eine Sache nur um ihrer selbst willen zu tun. So denkt man allmählich wohl nur noch daran, daß Kastanien in der Hosentasche gut gewn Rheumatitmus sein sollen und daß die Edelkastanien geröstet sehr gut schmecken. Dat Glück der Kasta-nienieit kann man nur empfinden, wenn man sehr jung ist und vieles noch ohne Sinn und Zweck tun darf. St. m. TodMfälle. Im Marburgtr Krankenhaus 0taxb die 64-jährige BeAitzerin Arma Wene geb. Horwat, aus d^m Jakobstal Nr. 16, und der 56-jährige Besitzer Simon Koaar aus Roßwein. — In Marburg, Tauri«keratraße 3, i«t da« Bäckersöhnchen Siegbert Jowan aus Hohenmauten 4 verschieden, in der MUhl-gasse der 33-jährige Hilfsarbeiter Cyrill Ko. bal aus der Seltzerhofgaaee 5, am Meilingberg 23 die 55-jährlge Winzerin Juliane Muletz geb. Senitza, in der Edmund-Schmid-Gaeee 9 in Marburg die Hausbesitzerin und Kaufmannsgattin Jdsefine Sabukoscheg geb. Borschltsch im Alter von 78 Jahren. Wer für Deutschland fiel, lebt welter! Ol« OrUgruppe Rotwein vcrabKhiedete sich von Alois Robnik — Ein tretier Kämpfer 'zw letzten Ruhestätte geleitet Vor der Ortsgruppendienststelle Rotwein, Kreis Marburg-Stadt, weht die Hakenkreuzfahne auf Halbmast. Das Rot des Fahnentu- ches erglüht in der herbstlichen Nachmittags sonne, als wolle es Abschied nehmen von einem Mann, der in dieser Dienststelle se:n zweites Heim gefunden hatte, in der er Tag Um Tag arbeitete zum Wohle seiner Ortsgruppe und zum Schutze seiner Heimat. Nun weht die Flagge zum letzten Mal dem toten Kameraden, als wolle sie ihn grüßen auf seiner letzten Fahrt . . . Samstag, den 10. September, war die ganze Ortsgruppe vor der Dienststelle versammelt, um «ich von ihrem Mitkämpfer Alois Robnik zu verabschieden, der vor den Aiigen seiner Frau und seinen Kindern als Opfer meuchlerischer Kugeln für Deutschlands Freiheit und Sicherheit fiel. Die Deutsche Jugend, die Wehrmannschaft, die Feuerwehr und Gendarmerie waren angetreten, um bei dem toten Kameraden die letzte Wache zu halten. Der Sarg mit der sterblichen Hülle des Ermordeten, den das Hakenkreuztuch und die Wehrmannschaftsmütze schmückte, war im Hof der Ortsgruppendienststelle aufgebahrt. Um 15 Uhr erschien Kreisführer Strobl in Begleitung des Führers der Wehrmannschaftsstan-darte Marburg-Stadt, SA-Hauptsturmführer Kogelnik, und anderen Vertretern des Steiri-schen Htimatbundes und des Staates. Stumm hob der Kreisführer die Hand zum Gruß vor seinem toten Mitkämpfer. Als der von einem Musikzug der Wehrmannschaft gespielte Trauermarsch verklungen war, verabschiedete sich Ortagruppenführer, Pg. Petz, mit tief-' empfundenen Worten von dem auf so tragische Weise um« Leben Gekommenen, dankte ihm für seine Mitarbeit und gelobte, nicht eher zu ruhen, bevor die Mörder vernichtet sind. Unter den Klängen von Trauermärschen hielt Kamerad Robnik für immer Auszug aus seiner Ortsgruppe, um den Weg zur letzten Ruhestätte anzutreten. Spaliere von Menschen umsäumten die Wege, Menschen, mit denen de. Tote seit Jahren lebte und die ihn schätzen lernten. Am Friedhof in Brunndorf hatten sich schon lange vor dem FJntreffen des Leichenzuges viele .Menschen eingefunden, die dem Toten ihre letzten Grüße überbringen wollten. _ Vor dem offenen (irah verabschiedete sich Kreisführer Slrobl von seinem treuen Mitkämpfer und gedachte mit dankbaren Worten der tatkräftigen Mitarbeit und der Verdienste des Verstorbenen. »Wieder stehen wir am Grabe eines Mannes, der für Deutschland Sein Lehen gab. Die Frau verliert damit ihren Mann, die Kinder ihren Vater, der Führer aber verlor einen Kämpfer!« »Kamerad Robnik« — rief der Kreisführer abschließend aus — »du bist nicht tot, denn wer für Deutschland fiel, lebt weiter!« Wieder ertönte über die stillen Gräber Brunndorfs das Lied vom Guten Kameraden. Der Sarg mit Alois Robnik wurde in die Gruft gesenkt. Hunderte von Händen waren zum letzten Gruß erhobtn, als der Kreisführer den Kranz des Bundesführers und den seinen auf das frische Grab lej^te. Viele andere, wie der der Ortsgruppe Rotwein, der Deutschen Reichsbahn, von Sturmkameraden und Verwandten, sowie zahlreiche Blumen schmückten die letzte Ruhestätte. Dumpf schlägt als letzter Gruß die Erde auf den Sarg . . . Kamerad Robnik, ts ist deutsche Erde! m. Msrburger Mvslkkapslle in Klsgenhirt zu Galt Die Muslkkapslle des Rb.-RAW Marburg besuchte kürzlich t^Klagenfurt und gab dort im Gsstgarten „Zur Glocke" ein Abtnd-konzert, dessen Reinerträgnis dem DRK in Klagenfurt überwiesen wurde. Die unter der Leitung des Kapellmeisteri Schönherr zum Gehör gegebenen Darbietungen fanden allgemeinen Beifall. Es mußten immer wieder Zugaben bewilligt werden. Am folgenden Sonntag unternahm die Musikkapelle eine Rundfahrt auf dem schönen Wörthirsee. Leider war der Aufenthalt in Klagenfurt sehr kurz. Die Klagenfurter dankten den Marbur-ger Gästen für den lieben Besuch. Es ist wahrscheinlich, daß dieser Besuch am 10. und 11, Oktober erwidert wird. Im Dienst für das gross« Werk unseres FUhrers Die Ortsgruppenbesichtlgungen Im Kreis Marburg-Stadt abgeschlösseo Mit der Besichtigung, der Ortsgruppe Oams fand Freitag, den 18. September, die erste §roße Besichtigungsfahrt des Kreisführers trobl ihren Abschluß. Somit erhielten rund 1100 Amtsträger des Kreises Marburg-Stadt klare .Ausrichtungen und Arbeitsrichtlinicn iiir die kommenden Wochen. In der Orts-Tupj! i-ams waren neben sümllichen Amts-♦rägern auch die Wchrmannschaft und die Deutsche Jugend angetreten, um den Kreisführer zu en^fangen. Nach den Begrüßungsworten des Ortsgruppenführers Rupprich und der Besichtigung der Dienststelle sprach der Kreisführer zu den Amtsträgern und führte unter anderem aus: >Kein Untersteirer kann in Zukunft endgültiges Mitglied des Steirischen Heimathundes werden, der sich nicht eindeutig durch den Gebrauch der deutschen Sprache zu un-'^erem Volkstum bekennt. Wir leben in Deutschland und da wird nur deutsch gespro- chen. Nicht Herrscher, sondern Führer wollen wir sein und nur jene werden ihre Aufgabe voll und ganz erfüllen können, die vom tiefen Glauben der Richtigkeit unseres Zieles und der gestellten Aufgaben überzeugt sind. Wie der Soldat an der Front, der seine ihm gegebenen Befehle bedingungslos durchführt, auch wenn er weiß, daß t-s ihm das Leben kosten kann, so werden auch wir in der Heimat unseren Dienst am Volk und für unseren Führer unter Zurückstellung aller persönlichen Wünsche restlos erfüllen. Wenn einst die Frage an uns gestellt wird, was hast du für den Sieg beigetragen, während unsere Väter, Brüder und Söhne ihr Leben für Deutschlands Zukunft und Größe einsetzten, dann soll jeder von uns mit Stolz sagen können: »Auch ich habe meinen bescheidenen Betrag geleistet und mitgearbeitet am großeji Werk unseres Führers für eine glücklichere Zukunft unserer Kinder. Glwis Nsms für Uarliaro Rund um das Herfostfest Um den schaffenden Menschen nach des Tages Last und Mühe von Zeit zu Zeit Erholung und harmlose Belustigung zu bieten, urde auch in Marburg die traditionsmäßige Durchführung von deutschen Volksfesten zu diesen Zweck geschaffen. Es kommt daher heuer erstmalig ein Marburger Herbstfest auf dem Gelände gegenüber der Autobus-Garage, Triesterstraße, in der Zeit vom 19. bis 27. September 1942 statt. Vor einigen Tagen begann auf dem Festplatx ein reges Treiben und Arbeiten. Eine große. Kolonne von Wohn- und Packwagen war aufgefahren und in kurzer Zeit entstand eine verkleinerte Ausgabe des Wiener Praters. Riesenrad, Kinder-, Motorrad- und Fahrrad-karussels, Illusionsschauen. Lachtempel, Autodroms, ein lehrreiches Museum und vieles andere stehen seit Samstag jung und alt zur Verfügung. m. Kundenlisten bei Schuhmachern auch in der Untersteiermark. Durch Anordnung des Chefs der Zivilverwaltunq haben Betriebsinhaber einer Schuhmacherei und anderer Werlestätlen, die Schuhe ausbessern, bis 15. Oktober 1942 Kundenlisten für Schuhausbesserungen nach vorgeschriebenem Muster anzulegen. Die Eintragung in die Kundenlist"? erfoigt gegen Vorlegung der 3. Reichskleiderkarte. Kinder bis zum Alter von drei Jahren sind in die Kundenliste nicht einzutragen. Die erfolgte Eintragung bestätigt der Schuhmacher auf dem Stammabschnitt der Reichskleiderkarfe durch Angabe seines Namens oder seiner Firma, des Betriebsortes und des Tages der Eintragung. Jeder Verbraucher darf sich nur in die Kundenliste des einen Schuhmachers eintragen lassen. Falls er keinen findet, der bereit und in der Lag« ist, ihn in Seine Kundenliste einzutragen, so weist ihm der zuständige Kreishandwerksmeister eine Schuhausbesserungswerkstittp zu. Jeder Schuhmacher hat die Kundcnlist«» ordnungsmäßig zu führen. m. Unfälle. Blutvergiftungen srlitten die 16-Jährigs Aloiala Jenuseh aus der Graeer-Straß« in Marburg, wsil sie auf tiMn verrosteten Nagel getreten war, und die 19 Jal^e ^t« Luise Frech auf der Camerigasse j »W er einen falschen BcRriff vom Glück In Marburg. Bei einem Radsturz durch- , hat, hat auch immer einen falschen Begriff schnitt sich der 15-Jährlge Schüler Paul . von Pflicht. Pflichterfülluns: ergibt sich so e Tegetthoffatraße in Marburg ' selbstverständlich und so Iciclit. wenn man 11t , 5^"* Unken Hand. — .Die Verun- | nur weiß, daß man nicht zum Nichtstun, son-gUckten wurden vom Deutschen Roten dem zur Tätigkeit geboren wurde.r Kreuz Ins Marburger Krankenhaus gebracht. • Johann Gottlieb Fichte Deutsches Handwerk seit jeher im Unterland Uralter Gedenkstein erzählt von deutscher Granzwacht an der Sava Drei Kirchlein krönen das fruchtbare Weinland. dessen Ausläufer bereits über die Grenze nach Kroatien greifen und von den Ortschaften Rann, Wisell und Rieaelsdorf begrenzt werden. Es sind nur drei kleine schmucklose Filialkirchen, die heute nurmehr dazu dienen, durch Glockenruf die Tageszeit anzugeben. Während die Erbauer der Kirchen von Jakobibers: und Barbarahügcl unbekannt sind, erzählt über die Gründer des Kircli-leins am Freudenbcrg bei Dittmaiinsberg ein Gedenkstein, der oberhalb des Einjjantres an-cebracht ist. Ganz absonderlich und stolz hebt .sich der Kraue, bereits etwas verwitterte Sandstein von der Kirchenwand ab. An-fänRlich findet man sich in dem krausen Gewirr der jahrhunderte alten Buchstaben kaum zurecht und das Ause ermüdet beim Buchstabieren. Doch schließlich läßt sich die Inschrift entziffern, sie kündet uns in deutscher Sprache, daß die Kirche St. Bartlmä im Jahre 1693 erbaut wurde. In den weiten F.dclkastanicimäldern, die sich um das Kirchlein ausdelinen, raunt und flüstert es, daß Bartlmä zum Dank der Befreiung aus Tiirkennot und Pest erbaut wurde. Diese überlieferte Erzählung wird leicht verständlich, denn gerade in diese* Gegend hausten die Türken in erschreckendster Weise. Viele Funde von türkischen Waffen und verstümmelten Namen bestätigen diese Sage. Die aus Türkennot erlöste und von der Pest befreite Bevölkeruns: mag ja wirklich in ifläubiger Dankbarkeit dieses Kirchlein, das weit ins Land hinausluzt und kühn in den Himmel greift, erbaut haben. Die steinerne Tafel mit der deutschen Inschrift aber hat sicher einer der vielen ortsansässizen deutschen Handwerker verfaßt, denn diese saRen ja von Anbeginn der lleiinatsKCschichte in der Untersteiermark und beteiligten sicli naciidrücklich an der Kultivierune des I,indes. Davon zeujrt die Geschichte, künden Qrab-mälcr und Gedenksteine, davon spricht aber auch die Gegenwart in ihren sichtbaren Werken und dahin weist unsere Arbeit verheißend in die Zukunft. ^lc'^er uraltt (iedenksteiii ininitten je-heimnisumwittcrter Edelkastanienw.'ilder Überdauerte .lahrhunderte. F,r wird auch weiterhin erzählen, daß die Untersteierniark immer deutsches l.and war und nun für immer zum Reich gehört. R. Paidasch Das joedaeene 3xh Roman von A. von Sazenhofen 3. Das Ftäulein Hanna wird schon wissen, wa« zu tun ist, denken sie. Und ihre Fiauen: Fräulein Hanna hat allerlai Zeitschriften für rlie Hausfrauen, und wenn es manchmal mit der Hausarbeit ausgeht, darf man zu ihr kommen und neue Strickmuster lernen oder um Blumensamen bitten... Hanna hat den Kaffee in die Stuba getra-nen, die sich von denen in den Fischerhäusern dadurch unterscheidet, daß alles von feinerer Holzart ist und von einer strahlenden Sauberkeit. Sie geht in den Garten und Stricht ein paar Blumen, die sie in einem klein-henkeligen Tonkrug auf den Tisch stellt. Dann klopft sie an der gegenüberliegenden Tür auf dem kleinen Flur, dem rote Backsteine ein warmes Licht geben, wenn die Sonne darauf scheint, wie jetzt. — „Vater, komm zum Frühstück!" Die Tür geht auf. Der Kapitän erscheint Äuf der Schwelle. Der Türrahmen ist zu klein lür seine Größe, aber dann richtet er sich «uf. — „Morgen, Hannchen! Hast du den Sturm gehört heute nacht?" „Ja, Vater." „Wird für manchen verdammt unangenehm newesen sein dn draußen." Er weist mit dem qestreckten Arm durch die offene Tür, wo dris Meer in seidiger Glätte hereinleuchtet. „Das Bind die 'schlimmsten, die so heimtückisch kommen und wieder vergehen. Möcbf auch keinem den Weg über die Klip-pon geraten haben in der heutigen Nacht, tußer den Unsern, die die Sturzflut nicht zu fürchten brauchen, weil sie sich auskennen in den Klippen." Sie sitzen sich gegenübef. Vater und Tochter. Während Hinrichs ißt, hat er sein Wohlgefallen an ihr. So sagt er lachend und unvermittelt; ,,Daß du dir nicht einfallen läßt zu heiraten, Hanna!" Sie legt ganz erschrocken den Löffal wag. ,,Aber, Vater!" „Bist Ja ein junges Ding. Das soll ja in der Welt so herkömmlich sein, daß junge Dinger heiraten. Aber laß es dir nicht bei-kommenj was soll ich alter Esel allein anfangen In dieser Koje?" „Aber, Vater!" Jetst lachte Hanna, und dies Lachen verschönt sia so, daß man wünschen könnte, es möchte nie vergehen. — „Wen sollte ich denn heiraten? Etwa den alten Jürgen drüben? Oder den Hainz Steffen, der 140 Kilo wiegt? Ich bleibe doch bei dir!" „Na, schon gut! Viel Aussichten sind ja natürlich nicht, aber wer weiß, ob es dich nicht auch einmal über Bord schmeißt? Nichtstuer genug lungern immer am Strand vor den verdammten Seebädern herum!" „Komm. Vater! Ich schenke dir noch eine Tasse ein. Was du für Ideen heute hast!" Er brummte etwas, aber es war ein gutmütiges Brummen, hinter dem ein lachendes Glück stand... seine Hanna, Er will sie noch behalten. Kann ihm doch kein Mensch verdenken. Wie er aufsieht, sagt Hanna; ,,Vater, ich gehe nach Olt hinauf einkaufen. Ich brauche Gemüsepflanzen für den Garten und hole deine Schuhe vom Schuster. Außerdem hab' ich noch einiges nötig für die Küche. Die Post bringe Ich mit. Üm elf bin ich wieder da." Er nickt. „Ja... aber nimm den Hund mit! Ich habe nicht gerne, wenn du ohne Schutz gehst." Hanna räumt den Tisch ab, macht sich lu-recht und ruft den Hund. Der Morgen ist klar wie selten einer. Fern zieht ein Dampfer. Es sieht aus, als glitte er am Himmel hin, wie auf einem blaugrauen Prospekt. Die weißen Vögel sitzen wartend in ausruhender Kraft und punktieren die Felsen, die der Brandungsschaum bespült, mit einer fast spielerischen Geste, wie eine Liebkosung. Diese sind hoch hinauf überzogen von feuchter Dunkelheit. Hanna geht die breite Küstenstraße entlang. Sie ist zerfurcht in ihrem gelben Sand von Radspuren. In Olt ist Leben. Die rote Backsteinkirche hebt ihr leuchtend goldenes Turmkreuz in den einfarbigen Himmel und läßt um ihre Steintreppen herum das Marktleben sich wiederholen wie alle Wochen. — Hanna hat ihre Besorgungen gemacht. Aber e« fällt ihr noch etwas ein, was sie gar nicht aufgeschrieben hat, weil sie gerade bei dem kleinen Goldarbeiter vorübergeht. Sie muß ja ihr silbernes Kettchen abholen, das sie zu nieten gegeben hat. Als sie in den Laden tritt, steht ein breitschultriger Mann darin, den sie kennt. Es ist der Wirt vom Nachbardorf. Der Juweller, sein Gehilfe und seine Frau beugen sich über einen Ring und stecken die Köpfe zusammen. „Was sagen Sie, für einen gebackenen Fisch und eine Blutwurst...? Mensch, Sie haben wohl nicht alle Sinne beisammen? Den dürfen Sie nicht behalten! Den müssen Sie dem Herrn zurückgeben. Der Ring ist ein paar Hunderter wert! Wer war es denn?" Der Wirt kratzt sich am Kopf. „Das weiß ich eben nicht! Weggerannt ist er! Ich kann ihm doch nicht nachlaufen ... In die Nacht 'naus ist er gerannt." Der Juwelier zuckt die Achseln. „Fraulein Hinrichs... Sie wollen wohl Ihr Halskettchen? So... bitte, hier! — Ja, da müssen Sie sich halt erkundigen, lieber Mann! Der Fremde wird in einem der Hotels wohnen. Unsere Leute haben so was Wartvolles nicht. Der Stein ist echt. Tragen Sie den Ring auf die Polizei." „Nee! Wer 'zahlt mir dann die Zechel" brummt der Wirt, und der Juwelier wandat sich von ihm ab. „Zwanzig Pfennig, Fräulein Hinrichs. So... danke sehr! Wenn Sie wieder etwas brauchen ..." Hanna windet sich durch das Gewühl des Marktes und sucht die stilleren Gassen. Irgendwie klingt in ihr das Gespräch nach. Einen Ring im Werl von einigen hundert Mark für eine Blutwurst und einen gebackenen Fisch? In welchem Zustand muß der Mensch gewesen sein, daß er so etwas getan hat? Hatte er kein Geld? Warum ist er dann ins Wirtshaus gegangen? Man gibt doch nicht einen so wertvollen Ring her! Ist er betrunken oder in einer so starken seelischen Aufregung gewesen, daß er nicht mehr wußte, was er tat...? Die kleine Stadt liegt hinter ihr, Ein sanfter Wind kommt .landwärts auf und treibt gegen die See. Die Wolken ziehen mit. Es ist eine ertrischende Luft über allem, ein wenig zu kühl für den Sommer, aber man ist das hier gewöhnt. Ein großer Fels kommt jetzt, sie nennt ihn das „Boot". Es ist ein länglicher Felsblock in Bootsgestalt, wie aufgefahren auf einer Sandbank, — und dann,..! Haana ruft den Huad. Seite 4 »iMarburger ZeihitiKc 21. September 1942 Nummer 264 Hurra - heute mittag gibt es Champignons! Der König der Schwätnxne in der Kaserne gezüchtet —Vorbildliche Freizeitgestaltung unserer Soldaten Es war eine echt serbische Kaserne, bevor unsere Landser kamen und dort Ordnung machten. Das Gebäude war schön und groß, die dazugehörige Grundfläche weit und ausbaufähig, aber das alte Sprichwort hatte hier in Pettau in der Serbenzeit volle Gültigkeit gehabt: „Außen hui, innen pfui!" Nicht lange dauerte es aber und diese untersteirische Kaserne bekam ein anderes Gesicht Zuerst verschwanden einmal die gewissen, schwarzen, kleinen, springlebendigen Pünktchen In den Räumen, und die größeren glatten Dinger, die beide zusammen den geflügelten Abendgruß rechtfertigten: „Angenehmes Floh- und Wanzenbeißen, Kameradi" Und dann machte die Kaserne unter den fleißigen Händen unserer deutschen Soldaten eine Verjüngungskur sondergleichen mit; Heule steht sie in vollem Glanz da — ein Musterbeispiel für die Freizeitgestaltung unserer Soldaten. Denn was wir heute hier sehen, das haben die Kameraden einzig und allein ohne fremde Arbeitshilfe in ihrer Freizeitgestaltung zwischen Exerzieren, A^isrük-kung und theoretischem Unterricht geschaffen. Und was sie alles geschaffen habenl Da bietet sich unserem Auge ein Gemüsegarten dar, ein Mustergarten geradezu. Pralle, rote Paradeiser hängen schon platzreif sorgsam gebunden an den Stöcken, daneben sprießt junger, zarter Salat aus den gepflegten Beeten, Karßolköpfe lugen zwischen saftigen Blättern sehon kochtopflüstem heraus, Bohnen ranken sich empor, Sellerie, Karotten und Spinat ergänzen die vitaminlustige Grünzeuggesellschaft, bei deren Anblick dem Kompagniekoch vor Freude das Herz im Leibe hüpft. „Das war eine Wüste, als wir hier einzogen!", erklärt der Hauptfeldwebel, „dort hat auch eine Granate eingeschlagen — das hat aber wenigstens ein bißchen umgeackertl" Voll Stolz zeigt er uns dann sein Reich. In Grupppn sind die Kameraden mit entblößtem Oberkörper in sengender Sommersonne tätig. Sie werden dann von anderen abgelöst, die gerade dienstfrei haben. Mit welcher Freude sind sie bei ihrer erdigen Beschäftigung! Sehr viele sind darunter, die in ihrem zivilen Beruf Gärtner oder Landwirte waren, und ? ... Humor alt Kasernen-Wandschmuck dann: Man denkt an den Magen, der alle diese Früchte ernten wird! Der GemüsebedarT der Kaserne wird so *um größten Teil durch die Arbeit der Soldatenhände gedeckt. Dabei wurde auch auf die äußere Ausgestaltung Wert gelegt, es ist kein „wilder Gemüsehaufen", sondern eine komplette Mustergärtnerei, umrankt von Blumenkulturen, die hier entstand. „Was gibts heute zu Mittag?" fragt der „Spieß". „Champignonsoße!" ertönt es im Chor. „Was? Champignons? Dieser teure Edelpilz als Soldatenmenage? Ja, woher beziehen Sie denn diese Delikatesse?" wage ich die schüchterne Frage und denke an die 'vornehme Speisekarte großer Hotels, auf der diese lukullischen Genüsse neben entsprechender Preisangabe aufgezeichnet zu sein pflegten. „Beziehen?" lagt der Herr Hauptfeldwebel. „Die züchten wir selbst! — Jäger X.!" ruft er. Jäger X. ist nämlich jener Mann, der diese Delikatessen auf den soldatischen Mittagstisch zaubert. Von Beruf Fachgärtner, hat er in den Jahren vor dem Krieg große Cham-plnnonkulturen betrieben. Während seiner Militärdienstleistung hier in der Kaserne kam er auf den durchaus fruchtbaren Gedanken, durch eine Champignonzucht das Essen der Soldaten zu bereichern. Die erste Voraussetzung hiezn war gege- dinge. Wird die Kultur reif — was allerdings wochenlanger Vorbereitung bedarf — so schießen dann über Nacht aus den Erdke geln, die mit der Brut „bespickt" wurden, und die wie pralle Würste daliegen, hunderte von weißen Knöpfchen auf. Das sind die Champignonbabys, die binnen kurzem aber nahezu tellergroß werden können! Auch im Keller besitzt die Kaserne eine Edelpilz zucht. Die Zucht erfordert wohl eine lange und gründliche Pflege mit allerlei Finessen Die Arbeit lohnt sich aber. Hat man doch in dieser Champignonzucht in der Kaserne bis zu 15 Kilo im Tag abgeerntet, reichlich genug für eine Mahlzeit für alle Kameraden» Mehrere andere untersteirische Kasernen sind bereits diesem Pettauer Beispiel gefolgt und haben Champignonkulturen angelegt. Es sprach sich im ganzen Kasernenland herum! Auch in jeder anderen Beziehung ist diese Pettauer Kaserne votbildlich. Wir besuchen die Kantine — ein eingerückter Gastwirt aus Oeblam führt sie. Weite helle Räume mit stilvollen Tischen sehen wir, und die Wände ben. Denn dieser „Champignonknabe" saß ja I zeigen schmissige Malereien des bekannten Die Soldaten sind In ihrer Freizelt eifrig beim Gemttsebau hier an der Quelle. Und diese Quelle sind, um es schlicht und einfach zu sagen, die lieblichen, kleinen Äpfelchen, die von den Pferden kommen. Pferdemist ist die Grundbedingung für eine Champignonzuchtl Und da dachte sich unter Jäger X. „Kampf dem Verderb" und bezieht nun diesen Rohstoff sozusagen aus erster Quelle. Noch dazu ist es ein ganz vorzüglicher Mist: Denn die Güte des gezogenen Pilzes hängt ganz von dem Futter ab, das das Pferd verdaut. Der beste Mist ist der von Militärpferden, die genügend Bewegung haben und hauptsächlich mit Hafer und Heu gefüttert werden und im Tag viereinhalb — ausgerechnet! — Kilo Roggen- oder Weizenstroh als Einstreu erhalten Ja. der Champignon ist ein gar heikler Geselle! Diese Voraussetzungen sind in einer Kaserne alle gegeben. Jäger X. zeigt uns sein? Wunderbeete. Diese zugedeckten Mistbeete im Garten sind nämlich wirklich Wunder Der getreue Eklcehart Goethes Zum 150. Gebartstag Johann Peter Eckermanns ^s ist sehr oft darüber geschrieben worden, daß Bücher Wegbereiter, liebe und vertraute Freunde von Menschen geworden sind, von denen sie sich nicht zu trennen vermögen, deren Last ihnen nie zu schwer wird, die in den freudigsten und ernstesten Stunden ihres Lebens bei ihnen sind. Zu der bevorzugten Literatur dieser Art gehören unzweifelhaJt auch Eckermanns „Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens 1823—1832"» , vermitteln sie doch einen so farbigen Abglanz der Ereignisse dieses leidenschaftlichen Lebens in den letzten zehn Jahren, da der Dichter auf diesem Stern weilte, daß man nicht müde wird, Immer wieder aus der Blickrichtung seines begeisterten Schülers und Vertrauten, der mehr als ein „Sekretär" war, zu dem We-lenskern des Olympiers vorzustoßen. Es gibt wirklich keinen Zweiten, der sich m.t solcher Hingabe und solcher bedingungslosen Treue in das Genie Goethe versenkt hat, wie Eckermann. Lange bevor er ihn sah, lebte bereits in ihm, wie er schreibt, „kein «nderer Trieb, als ihm nur einmal einige Augenblicke persönlich nahe zu sein". In der Einsamkeit der Lüneburger Heide hütete er eiust die Kühe, sammelte er Holz und Eicheln für den Winter und half gelegentlich dem Vater, der in den Dörfern mit Band und Zwirn hausieren ging. Er wurde Schreiber und machte die Freiheitskriege in einem Jägerkorps als Freiwilliger mit. In Hannover wollte er sich -zum Künstler aus- bilden lassen, doch wurde er krank und kam | denkt, „das Größte und Beste, was in seiner nun endlich als Rekonvaleszent zum ausgie- reichen Natur lag sich jetzt den Weg zum Studium, ging nach Göttingen und schrieb schließlich selbst „Beiträge zur Poesie", die er Goethe zwecks Empfehlung an den Verlag Cotta einsandte. Als er erfuhr, daß der Dichter eine gute Meinung von ihm hatte, wanderte er nach Weimar. Die Stunde der Lebenswende war da, er stand am Tor seiner Zukunft. Und er ist nie wieder aus Weimar herausgekommen, Liest man Eckermanns „Gespräche", die ihm Weltruf verschafft haben — es ist wenig bekannt, daß er auch Goethes Gesamtwerk herausgegeben hat — so ist man beglückt, überall über das nur Künstlerisch-Literarische hinaus bis zu jenem „Reichtum mystischer Volkskraft" durchzustoßen, die auch im Leben und Werk dieses großen klassischen Dichters steckte und die ihn dem Lebensgefühl der Gegenwart erst vertraut und lieb macht. Eckermann zeigt uns, daß Goethe ein Mensch war wie wir. Er weilt bei ihm im Sommer und Winter, in heiteren und trüben Stunden, er lernt die Verwandten und Freunde kennen, Goethe experimentierte mit ihm in der Farbenlehre, er zeigte ihm Kupferstiche und seine Gemmensammlung, er disputierte mit ihm über Gott und die Welt. Er liest ihm nicht nur den sich in diesen Jahren zur reifenden Frucht rundenden „Faust" vor, sondern er bekennt ihm auch in stillen Stunden, wenn der Abend sich neigt und der Greis des sich allmählich nahenden Endes besonders ge- Grazer Malers Paul Schmidtbauer. Und In der Kaserne selbst erwartet uns eine neue, lustige Überraschung. An den Wänden sind Wegweiser von einer unwiderstehlichen Komik angebracht. Es sind holzgeschnitzte, bemalte Karrikaturen, von der Hand eines Künstlers gemacht. Sie sind das Werk des Herrn Hauptfeldwebels, der im Zivilberuf Grazer Baumeister ist. Da sehen wir Soldatengruppen aus Holz geschnitten, aus deren Gehaben und Aussehen schon hervorgeht, daß in der Richtung des Pfeiles der Weg zur Bekleidungskammer — oder zu sonstigen Notwendigkeiten — führt. Mit Vergnügen betrachten wir diese lustigen Skulpturen, in deren Gestalten sich mit Schmunzeln man eher „U. v. D." oder gar ein Herr Feldwebel mit seinen kleinen Eigenheiten erkennt. Alle Nüchternheit, die doch einst mit unabwendbarer Selbstverständlichkeit zu einer Kaserne gehörte, ist durch diesen netten, heiteren Schmuck weggeblasen. Und die Kameraden zeigen auch alle fröhliche Gesichter, natürlich besonders auch, als es zur Menage ging. Und da verließen wir die Kaserne freilich nicht, ohne daß man uns zuvor einen Teller vorzüglicher Champignonsoße geboten hätte, wofür wir dem Züchter dankbar ■-,¥■ *'iivft ■ i 4'. . Hier wird das ,,Beet" mit der Champignonbrut „bespickt" Aafqahmen: Steffen-Lichtbild, Qraz die Hand drückten und seinen braven Helfern, den strammen Pferdchen, unseren Dank auf die schnaubenden Nüstern tätschelten, den sie mit freudigem Wichern quittierten! h. a. Die besondere Sorge der ToIhsItiliraDg gehOrt der lugend Relchsgeaundbeltifttlirer Conti sprach auf dem deutacfa-awländlachan Medizinertreffen Im Featsaal des Innsbrucker Landhatisea wurde in Anwesenheit des Reichsgesund-heltsfilhrers Dr. Conti ein deutsch-ausländisches Medizinertreffen eröffnet, an dem das mit Deutschland befreundete Europa geschlossen auf der Anwesenheitsliste erscheint Aus fernen Ländern sind u. a. Japan, China, ln4ien und Thailand vertreten, liii Rahmen der Veranstaltung gab der ReichsgesundheitsflUirer einen interessanten Überblick Uber den Gesundheitsstand des deutschen Volkes, beleuchtete die Rassenpflege und betonte, nachdem die Fragen der Wehrmedizin, der Krebsforschiuig imd Krebsbekämpfimg, der Bevölkenmgspolitik und der Tuberkulose ihre Behandlung erfahren hatten, daß die beoondere Sorge der VolksfUhrung der Jugend gehöre. Deutschland werde seine Jugend ohne die gesund-heiUichen Schädigungen früherer Kriege durch diesen uns aufgezwungenen Welt-kampf bringen. Der Austausch der medizinischen tmd ärztlichen Erfahrungen diene allen gutwilligen Völkern. Alle seien hier Nehmende und Gebende. Das deutsche Volk biete allen Freunden hierzu bereitwillig dio Hand, Medtlenlrargisdier Sdiriitlnmspreis llr Ions Bhilie Im Rahmen der zweiten niederdeutschen Dichterstunde am 19. und 20. September in der Gauhauptstadt Schwerin, an der außer Jakob Schaffner und anderen bekannten Persönlichkeiten mehr als zwanzig Dichter aus dem niederdeutschen Raum teilnahmen, verlieh Gauleiter und Reichsstatthalter Friedrich Hildebrandt am Sonntagmittag in einer Feierstunde im Staatstheater dem Dichter Hans Ehrke den Mecklenburgischen Schrifttumspreis 1942. Hans Ehrke ist durch Bühnenstücke, Romane, Novellen, Kriegsgedichte und Kriegsbücher weit über den niederdeutschen Kulturkreis bekanntgeworden. Unmenschliches Ausbeutungssystem in der „guten alten Zeit" Vor hundert Jahren wurde der Feld- und Blutzehnt abgeschafft bigen Lesrn. Er las Klopstock und Schiller, danach Goethes Gedichte. Ein heller Funke «tprang in sein Herz über und entfachte ein Feuer, das nie mehr erlöschen sollte, „Ich dachte und sprach nichts als von Goethe." Unter großen finanziellen Mühen bahnte er „Heute war ich bey Goethe", schreibt Eckermann oft genug in sein Tagebuch, bis schließlich doch die Stunde des Abschieds schlägt. „Goethe schwieg. Ich aber bewahrte seine großen und guten Worte in meinem Herzen." ErtMt Wilhelm Balk Man kann sich heute, im Zeltalter des Reichserbhofgesetzes, kaum noch eine Vorstellung davon machen, wie im Mittelalter der Bauemstand ajusgebeutet und unterdrückt wurde. Es gab damals neben den rücksichtslos geknechteten wohl auch teilweise oder völli^^ freie Bauern, die aber ebenfalls der Fronpflicht imterstanden. Am schlinunnsten erging es natürlich den sogenannten Hofhörigen und Leibeigenen. Der unfreie Bauer mußte' sich von semem Herrn zur Besetzung jeder beliebigen Gutsstelle gebrauchen lassen und ihm bis dahin als ländliches Gesinde dienen, teils umsonst, teils gegen dürftigen Lohn, wobei er sich sogar körperliche ZUchU£;ungen gefallen lassen mußte. Femer hatte jeder mündige Unfreie eine jährliche Abgabe, den Leibzins, zu entrichten. Starb der Bauer, so nahm der Gutsherr imter der Bezeichnung >Besthaupt€, »Butteilc oder »Todfallc einen Teil des Mobil iamachlasses an sich, womit zugleich Beschränkungen hinsichtlich letztwüliger Schenkungen oder Verfügungen des Unfreien verbunden waren. Auch Heiratserlaubnis tmd Vererbung waren für ihn mit hohen Abgaben verbunden. Dazu kamen nach der Übernahme eines Gutes noch eine Anzahl jährlicher, in Geld oder Naturalien abzuliefernder Zinsen, die den Bauern stets daran erinnerten, daß er kein freies Eigentum habe. Eine große Rolle hierbei spielten als Abgeltung für heute selbstverständliche Nutzungsrechte die Buben-, Fastnachts-, Hals-, Haupt-Herd-, Holz-, Laub-, Leib- und WeidohUhner. Femer waren der große und der kleine Zehnten zu entrichten. Manche Bauern mußten den vierten und sechsten, andere »nurc den zehnten TeU Ihrer Eniteerträga an die Kirche und außerdem den neimtcn Teil an den Landesherm abgeben. Hierbei war zwischen dem Feld- oder Prädialzehn-ten und dem Blut-, Vieh- oder Wirtschaft»-'zehnten zu unterscheiden. Der große Feldzehnt wurde von allen Getreidearten umi Wein, der kleine von Baum- und Garten-(rüchten, also Gemüse, Obst und Wurzelgewächsen, der große Blutzehnt von größeren Tierarten, Pferden, Rindern, Schweinen und Schafen, der kleine vom FÖiervieh emgeho-gen. Vor htmdert Jahren, 1842, wurde in Braunschweig als einem der ersten deutschen Länder die Entrichtung des Naturalzehnten abgeschafft, auf den bis zu diesem Zeitpunkt Adel .Geistlichkeit, Kirche und Klöster Anspruch erhoben hatten. In den nächsten diei Jahrzehnten wiu*de auch in den übrigen Staaten der Zehnten im Zusammenhang mit der Agrarreform teils gänzlich aufgehoben, teils einer Ablösung unterworfen oder in feste Renten umgewandelt. Ein wirklich freier Mann auf seiner eigenen, von den Vorfahren ererbten Scholle aber ist der deutsche Bauer erst in den letzten zehn Jahren geworden. Der Zehnten Ist daher heute nur | noch als ein historisches Rechtskuriosum zii betrachten, das einst wie ein Alpdruck auf] dem fleißigen Ltandvolk lastete. Nummer »Marf)ur?er ZeHuns:« 21. September 1942 Seite 5 Spaet und JMmen Mailand empimg die ersten Gfiste Die ersten ausländischen Vertretungen für die Sportwettkämpfe der europäischen Ju-gend sind In Malland eingetroffen. EJa handelt sich um die Mannschaften der Niederlande und Spaniens. Andere befinden sich auf dem Wege nach Mailand, ao beispielsweise die kroatische Ustascha-Jugend, die in einer Stärke von rund hundert Mann aus Agram abreistfe. Insgesamt werden 365 männliche und 110 weibliche Teilnehmer sowie eine größere Zahl von Jugendführem und -führerinnen zu den Spielen erwartet, die Donnerstag in feierlicher Form eröffnet werden. : In Graz schlug die Grazer Fußballaus-Wahi eine aus Spielern von Sturm und Reichsbahn zusammengesetzte Mannschaft mit 1:0 In Kapfenberg erzwar^ der SC K^p-feViberg gegen den Floridsdorfer AC ein 3:3-Unentschieden. ' : Wloncr WHW-Splele. Wiener Sportklub-Vlenna 2:1, FC Wien—Wldner Sparta Fav. AC 3:3, Wacker—Austria 2:2, Wieher AC— Rapid Wien 4:2 .Admira—Auswahlelf Flo-ridsdorf 3:0. : Bei den deutsch-mmänlschen Terniis-kämpfen in Bukarest haben die Gastgeber bereits eine 4:1-Führung erlangt, sodaß der Endsieg der Rumänen noch vor* Abschluß Premiere« gerechnet werden kann. Aalon von Rulbner. der Sohn der Berge Rincr der ersten deutsciien Alpinisten war der Salzburger Rechtsanwalt Anton Kdlcr von I-^ütlincr, dctiscn 125. (jchurtstas: aui den 21. September 1942 fällt. Wiener von Geburt, studierte er Jurisprudenz, wurde Advokat in Wien und Steyr und liefi sich im Jahre 1875 in Salzburg nieder, um seinen geliebten Bergen noch näher zu sein. Schon als Student liatte er in den Alpen die waghalsigsten Klettertouren unternommen und inanclien (iipfel als erster Arensch erklommen. Rr war Mitbegründer des 1863 ins Leben gerufenen Österreichischen Alpenvereines, der sicli zeliti'Jahre später mit dem Deutschen zu dem berühmt gewordenen Deutschen' und ösfer-reichisclien Alpenverein zusammenschloß, aus dem im Großdeutschen Reich unser heutiger Deutscher Alpenverein entstehen sollte. Anton von Ruthner war auch einer der ersten deutschen Alpinisten, der seine Rrleb-nisse in der Einsamkeit der schroffen Berg-wände mit der Feder festgehalten hat! Seine flücher »Aus den Tauern« und 'Aus Tirol sind noch heute lesenswert. Rutlintfr starb am 17. Dezember ISQ7 zu Salzburg. a. 65 000 Kreuzottern gefangen. In der Ce- ' gend von Pilsen lebt ein 65-jähriger Mann namens Josef Horn, der das Gewerbe einps Schlangenjägers ausübt Tag für Tan durchstreift er die Wälder des Kammwaldcs, und • bis zu 60 Kreuzottern sind an schönen Sonnentagen seine Ausbeute. Er stellt schon seit seinen Jugendjahren den Schlangen nach und behauptet, insgesamt 65 000 Kreuzottern getötet bzw. gefangen zu habe^. Oft sei er von Schlangen gebissen worden, aber sein Körper sei gegen das Gift völlig immun. Kann Mitleid Scliuld werden? Von Ursula Oxfort Endlich war es soweit. Der Vorfrühling wehte üb^r die schmelzenden Schneereste hin, und die kahlen, schmalknospigen Zweige hingen schon voll erster, zaghaft süßer Vo-Hcllaute. Der Gefreite Gotthard Stößer meldete sich im Dienstzimmer des Lazaretts und bat um Urlaub für den Nachmittag. Zum erstenmal seit seiner Einlieferung ins Lazarett durfte Gotthard ohne Begleitung ausgehen. '.Vochen der Schmerzen und der Hilflosigkeit ^'ersanken hinter ihm. Wie hatte er sie übersehen sollen ohne Lilo? Die kraftvoll schlanke Gestalt vom weißen Kittel streng verhüllt, das lockere, nußblonde ifaar mit zwei Hornkämmchen gerafft, ernsten Antlitzes, Stenographieblock und Bleistift in der Hand, war Lilo hinter dem' Stationsarzt zum ersten Mal ins Krankenzimmer getreten. Kaum einmal hatte sie die stillen, braunen Augen erhoben, während ihre ring-loscn Hände rasch die Befunde notierten, die der Oberarzt mit Reflexhammer und Blutdruckmesser erhob. Aber dann war ihr Blick den fragenden, sehnsüchtigen Augen Gott-liards begegnet und hatte sekundenlang freundlich In ihnen geruht. Manchmal war sie nun gekommen, um Gotthard eine Apfelsine oder ein paar Zigaretten zu bringen. „Bleiben Sie doch etwas hol mir!" hatte er gebeten, und sie hatte auf Seinem Bettrand gesessen und mit Anmut eine Partie Schach gegen ihn verloren. Dem Verwundeten hatte Lilos ruhige Nähe wohlgctan, und er hatte allmählich eine herzliche Neigung zu dem stillen, freundlichen Mädchen gefaßt. Seine Angehörigen lebten ia einer fernen Stadt und konnten iha kaum besuchen — um so dankbarer war Gotthard für jede Stunde, die Lilo ihm schenkte. Sie konnte so geduldig zuhören, wenn Gotthard von seiner Heimat in Oberschlesien erzählte, von seiner Kindheit, von geliebten Büchern oder auch von den Kameraden an der Front, zu denen er bald zurückzukehren hoffte. Von sich selbst sprach Lilo wenig. Daß sie 22 Jahre all war, In einem altmodisch möblierten Zimmer lebte und gern in Konzerte ging, war fast alles, was Gotthard von ihr wußte. Einmal hatte Gotthard sie gefragt: „Wenn mein Erholungsurlaub genehmigt wird, kommen Sie dann auf ein paar Tage mit zu meinen Eltern jnach Ratibor? Ich würde mich so sehr freuenl" Aber Lilo hatte eine Weile geschwiegen und schließlich, als mache sie mühsam einen Scherz, geantwortet; „Ach, wenn Sie gesund sind, Gotthard, denken Sie schon gar nicht mehr an michl" Das Thema Ratibor war nicht wieder aufgenommen worden seither. Der Gefreite Gotthard Stößer schritt schneller aus, denn er wollte Lilo, die heule ihren freien Nachmittag genommen hatte, mit seinem Besuch überraschen. Solange er ein halber Krüppel gewesen war, hatte er es nicht gewagt — heute aber wollte er ihr sagen, daß er sie von Herzen liebte. Fast zärtlich drückte er das kleine Buch, das er unter dem Arm trug, fester an sich. Es war ein Band Gedichte, den Lilo ihm geliehen hatte. Auf einmal leuchtete es drüben auf der Straße auf — eine Blumenverkäuferin bot eine gelbstäubende Wolke von Mimosen zum Verkauf. Gotthard kaufte den schönsten Strauß davon für Lilo. y Eine ältere, rundliche Dame, Lilos Hausfrau, öffnete ihm. „Ach", sagte sie, „sind Sie schon allein gekommep? Da wird das Fräu- lein Lilo aber traurig sein, daß sie Sie auf dem Bahnhof verpaßt hati Na, dann kommen Sie nur hereinl" Gotthard stutzte — aber als er ins Zimmer trat, erkannte er schmerzlich seinen Irrtum. Auf Lilos Schreibtisch stand die Fotografie eines fremden Soldaten mit der kurzen Widmung drunter: „Immer Dein Herbertl" Um diesen Herbert von der Bahn abzuholen, hatte Lilo also heute früher Schluß gemacht! Schon in der nächsten Minute konnte sie mit ihm zusammen ins Zimmer tretenl Nur sekundenlang erfaßte Gotthard eine müde Enttäuschung. Dann raffte er sich zusammen, schrieb ein paar Worte auf den Schutzumschlag des Gedichtbandes, legte ihn auf den Tisch, wickelte die Mimosen aus dem Papier und breitete sie lose darüber Leise verließ er dann die Wohnung. Draußen saß er lange auf einer Bank im Park. Und als er aufstand, wußte er, daß er keinen Zorn gegen Lilo hegte. Sie hatte ihn ja nicht betrogen, ihm kein Gefühl vorgespielt, sie war nur immer gekommen, wenn ihn nach ihrer Nähe verlangte. Und von Herbert hatte sie nie gesprochen, um ihm. dem einsamen Kranken, keinen Schmerz zuzufügen Sicher hatte sie sich sehr behutsam von ihm wieder lösen wollen, er aber halte ihr vergegriffen Doch war er nun nicht gfesund, und hieß es nun nicht für ihn, mit männlicher Haltung über eine zerschlagene Hoffnung hinwegzukommen? Blieben die hellen Stunden mit Lilo nicht der unantastbare Besitz seines Herzens? « „Was hast du, Lilo, du wirst auf einmal so st'll?" fragte Herbert etwa zur "elbe.n Zeit seine Braut, als Lilo gerade auf dem Buch-Umschlag unter Gotthards Blumengruß die Worte gefunden hatte: „Ich werde Dir immer d&nkbar seinl" Lilo bezwang sich und lächelte Herbert zu. Er war auf Urlaub hier, und sie lieble ihn. Warum sollte sie seine Freude bes-hatten mit der Frage, ob Mitleid auch Schuld werden könne? Anekdotm- »Das kann ich mir nicht leisten . . .« Der berühmte französische Maler Degas führte einst einen Verehrer seiner Kunst durch sein Atelier. Mit Staunen sah der Besucher nicht ein einziges Bild von der Hand des Meisters in den Räumen hängen. Als er seiner Verwunderung darüber Ausdruck gab, zuckte Degas die Achseln und sagte: < »Ich bitte Sie — ein echter Degas kostet heute auf jeder Auktion eine halbe Million Franken. Mir derartig kostspielige Bilder* in mein Atelier zu hängen, das kann ich mir wirklich nicht leisten.« ^ Sprichwörtlich Als der junge Bildhauer Rauch in Berlin durch seine ersten Arbeiten berühmt wurde, ergab es sich von selbst, dal^ dadurch der Ruhii Schadows. der bis dahin als der be-dcntcrcstf Bildhauer seiner Zeit galt, etwas vcrdiipkelt wurde, Schadow aber war keineswegs neidisch, sondern giinnte dem jungen Kollegen seine Krfolge, Nur einmal kam seine Selbstlosigkeit ins Schanken: als Rauch Men Auftrag erhielt, das [')enkmal für Friedrich dett (iroßen zu schaffen. Vergeblich hatte Schadow sein Leben lang auf eine so große Aufgabe gehofft. Wehmütig sagte er zu Fontane: Mein janzer Rnhni ist in Rauch uffje-janßen.c SelTe ö sMaySuirer Zeltmfr* Segfcm!^ T9^ Ntrrnmer 264 Merkwürdiger Zweikampf im Damenkemil Eine merkwürdige Sitte io der Minnesän-garzeit beitand darin, daß der Ritter sich das Hemd leiner Dame auilieh, ehe er in den Kampf log. Wlhrend dea Zweikampfes trug •r es über seiner RQstung. Kehrte er dann siegreich zurück, so trug die Dame das Hemd — als Zeichen seiner Treue — ungewaschen welterl An einem solchen Hemd hatte man sicher« lieh die Wirksamkeit eines bewahrten Ein-weichmittels erproben können. Man hätte daran erkennen können, wieviel Schmuta allein schon durch gutes Einweichen aus der Wäsche herausgehtl Viele Frauen wollen das auch heut« noch nicht einseben. Sie halten immer noch dai Waschen fflr die Hauptsache. In Wirklichkeit ist das Einweichen viel wichtiger, weil es den Schmutz nicht nur w^ich macht, sondern selbsttätig aus dem Gewebe löst. Machen Sie sich auch klar, dafi Ihre Wäsche rascher entxwelgcht, }« mehr sie gekocht und gerleben wird? Sollte man heute nicht alles tun, um dl« Wäsch« länger su erhalten, dadurch, daA man sie länger und gründlicher einweicht? Zwei bis drei Stunden genügen nicht — mindestens eine- ganze Nacht soll die Wäsche in der Einwelchlösung liegen. Besonders gut löst sich der Schmutz, wenn Sie die Wasche*;tücke von Zeit zu Zeit im Einweichwdsser hin und her bewegen. Bei sehr schmutzig'er Wäsche nehmen Sie am besten einen Witchestampfer su Hilfe. Das Waschpulver hat dann beim Waschen nachher weniger Arbeit, und Sie kommen auch mit einer geringeren Menge Einweichmittel znrecht. Dabei geht ohnf Waschen schon der größte Teil des Schmutzet h#raus. Nach dem Einweichen darf man auch das Spülen nicht vergessen. Es wäre ein grober Fehler, den schon gelösten, aber noch im Gewebe hängenden Schmutz mit der Wäsche In den ''ochitessel zu tun, wo er die Waschlauge unnötig verbraucht und sich vielleicht gar wieder In der Wäsche festsetzt. Werden Sie bei Ihrer nächsten Wäschi daran denken? i Stadtlhiatsr Marborg a. d.Draii Moatag, 91. S«pt«iiib«r' Preis« Z DIE DOROTHIE Operette In drei Akten, von Arno Vetterfing Hleiierlizeiger Jede» Wort kostet fUi StellenKesochs 0 Rpf. dal lettKedruckt« Wort ff _ Rpf. für QeM.. RMlIti- iiiiiiiiimniiiiiiniiiiiintiinniiiiiiiiimNiiimuiiiiiiiiiiiii feuiedruckte Wort «40 Rpi. fflr aMe Obrlieo Wortanzeittn 10 Rpf. da* fetttednickte Wort 30 Rpi. Der Wortprela tiU bla cb 19 Bechstabea I« Wort KeoawortcelHIhr bei Abhotuns der Aorebote 85 Rpi, bei Zusen-daig durofe Poat oder Bote« TD Rpf AMknalletabBhr tir Aatelseo mH dem Vermerkt »Auekunfk lo der Vervaltaat oder OetcbMtntella« 90 Rai. ADtelgen AnnabraeschluS: Km Taga vor cracheioeo oro 16 Uhr. KlelM AmeliteB werdea nar Keten VorelosendonK dea Betrage« (aach gOltlge Bf(etmarkan) aatcenommeB. MladestrebObr fflr eine Kleine Aazeitte 1 RM Wer näht in oder außer dem Hause Trainings- und Skihosen für 30 Buben? Taurisker-Straße 29. 9578-6 Kaufe Sparherd oder Ofen, gut erhalten. Anträge unter »Kocherc an die Verw. 9531-4 SMUkfgsutlit Von 11 bis 14 Uhr Abwa-scherln gesucht. Gasthaus Alt, Meiling, Mellingerstraße 33. 9579-6 2ii iifciiifrtfii Zehlkelinerln — Serviererin sucht Stelle in gutem Lokal. Geht auch als Kasslerln. Anschrift in der Verw. 9589-5 Zwei Arbeiter werden auf Kost und Wohnung genommen. Anfragen In der Verw. 9582-7 & ffiitttH Bürokraft mit Schulausbildung und Maschinenschreibkenntnissen sucht womöglich In Marburg eine Stelle. Zuschriften unter »Marburg« an die Verw. 9587-5 Teehnischer Direktor sucht baldmöglichst möbliertes Wohn- u. Schlafzimmer bzw. Wohnschlafzimmer mit Bad oder Badbenützung, wenn möglich Telefon. Sehr viel durch Reisen abwesendl Angebote unter »Dringend!« an die Verw. 9592-8 futtdt 9 Junge Frau sucht Hausm^-•t«rposteo, möglichst Nähe Marburgs. Zuschriften erbeten unter »222« an die Verwaltung. 9593-5 SUlitH Vor llnittlliBK VM Arb«lt*> kraileo mal ZiilitaniMc des SQStftndlzea Arbeltsamtes elnirehcilt werden Orauer Hund, halbgroßer, lanf^haariger Schnauzer, am Bachern entlaufen. Trägt Halshand mit Steuermarke Nr. 995, hört auf »Schnauzt«. Abzugeben gegen gute Belohnung: Mellingerstraße 11, 1. Stock. 9420-13 Frtiwiilige für d4n Wachdienst in den besetzten Gebieten, auch Pensionisten, Rentner, jedoch unbescholten 24 bis 60, zu sofortigem Ein-j tritt gesucht. Auskunft bei allen Arbeitsämtern und bei der Werbeleitung für die Ottmark: Thiel Rudolf, Wert)e-lelter, Graz, SackstraBe 27, Tel. 42-42, und Innsbruck, Hotel Mondschein, Mnriahüt Nr. 6. 2609-61 Buchhalter und Kanzleikraft, j der deutschen Sprache mächtig, wird in der KellereiRe-nossenschaft Friedau aufRe- nommcn. 9510-6 Mädchen und Burschen von 14 Jahren aufwärts werden zwecks Ausiiildung ztim Facharbeiter gesucht. Die Aufnahme erfolgt nach Überprüfung durch das Arbeitsamt. Ebenso werden Frauen und Männer in allen Altersstufen als Arbeiter aufgenommen. , Anzufragen bei Anton Pinter, Marburg, Reiserstraße 16, o. Zwirnerei Thesen. 8054'-6 Wer wagt-- gewinnt! ibOMlLÜGNENS Bciitfcht Hcicholotterie- Winzerfamilit mit 3—4 Ar-hei4skrälten wird am l. November bei Ml. Kreuz aufgenommen. Kann sich 3 bis 4 Stück Vieh halten. Richard Hlep, Ober-Kunigund. 9590-6 Staatllcli« LetItrI« - Einnahm« Wesiack Marburg (Drau) Hvrrongatt« 31 i D i e gehört in lad« Famlfla das UnimriandmM r Amtliche Bekanntmachungen DER LANDKAT DES K1UCIBB8 PKTTAV (YMertaimail) Zahl: 1/1—1943 Pettan, den 19. Sepfc. iMS Bttxtfft: TifltqniieMi Anordnung Da« Fe««ein dar Tiere der W«kl« (KtirabkMtan von Kapt nüt einem Fuß oder Fußfe«Mbi) wird wef«n der fUr die Tieire damit varbund«iMn QuMler«! v«ftaAen> Verstöße gegen ditsas Verbot 'Verden bestraft. Der LnxMlrat I* V.: Dr. fiob., AmtstlerMt Wichtig fUr alle! Soeben erschienen! Venrihiinis- niil Aalsblatt des Chefs der Zivilverwaltung to der Untarsteiermark Nr. 97 vom 11. Soptambor 1942 INB ALXl Verordnung über die SteherstaUung dar Slaktrl^tlta- und Gaaveraorgung vom 98. Augun IMS. Ano(rdnung mir HlnfUhrunf der Kundenliaten bei den Schuhmachern vom 1. September 1942. Bekanntmaehuniren Ober die Bin- und DarcihftAr von Kno-(dienm^ und ähnlichen Erzeugniaaen ao^ Knochen vom 91. Auguat 1942. Bekarmtmaehung tlber den Verlnat «Inaa Ftilupariclietae®. Einselpreia 30 Rpf. Erhältlich beim Schatter der MarburgmrVmrIaga- u. Drutkgrgl-Gea. m. f». ff. Narbifrg/Oraih aadgasee # hei den Geschäftsstellen der »JKarburger Zeilenf« IN CILU Marktplatz 12 (Pemrut 7) IN PCTTAU, UngartorgassQk Herr Georg Pichler und bei Uen sonstigen Verkaufsstellen. Bezugipreie: Monatlich RM t.25 (tlett tat tohm nhlber). Beanisbeatelluniao werden bei den Oes^lHssUllen der »Marburger Zeitung# und Im Veriai. Mertmff-Dnu, Bad-gasse 0. angenommen. Unaere liebe, gute Gattin, Mutter, QroBmutter und Tanta, Frau loseflne SabHkoscheg Kaufmann«- nnd HealltätenbeeltaerBgatthi hat Sonntag früh um 2 Uhr nach schwerem Leiden tüx inrunfOr verlaasen. Dl« Beisetzung der teuren Verblichenen findet am Dienstag, den 22. September, um 16.30 Uhr, von der Ka^l« dea Städtischen Friedhofe« In Drauweüer aus in die Familleni^ruft ataitt. Marburg^ Graz, Agram, 20. September 1942. In ttofer Trauer: Ludwig Sabukoeobav, Oatte, Stefl Leban, Tochter, Georg Lelian, Enkel, und alle übrigen Verwandten Namens aPer Verwandten teilen wir mit, daß unser lieber Mann und Vati, Pg. Guido Wer DIpL Forstwirt Leutnant d. R^. Im ehemaligen Qeb.-Schiitzen-Rgt. 1, Besitzer mehrerer AuszeichnunROn aus dem Weltkrlejc 1914/1918, sowie der Ostmarkmedalile, an den Folgen einer im Weltkrieg zugezogenen Krankheit am 18. September 1942 im 47. Lebensjahre von uns gegangen ist. Die Beisetzung erfolgte im Sinne des Verblichenen in aller Stille in Cilli am 20. Sept. 1942. Clin, Lorenzen (Bachern). Graz, Lint (Donau), ijüsseldorf, im Felde, am 20. September 1942. Grete Igler geb. Wamhrechtsammer, Gattin. Doli Igler, Töcht<*rcheii. 9683 BURG-KINO Heute 16,18.30.21 Uhi WUli Forst, Truda Marian, Otto Treßlei, Paul Hfirbigw, Ouatav Dießl in dem «paonendan Krlxnkialfllm M^hk jUH fftoirffflff (»Bavarlac) Kulturfilm: Wild und Weldwerkl ^ooheaaeliaul FUr Jugendlich« nieht mgelaaaent 9429 ESPL AM ADE 2, u». KINOFILM: Die gläserne Kugel mit Alln-echt Sdiönhals nnd Hilde von Stolz. Zirkueluft und Manegenzauberl Bin spannender Artiatenfilml — Kulturfilm; Volkskunst und V<4kall«d im Erageisli^e. Wochenielmu. Für Jugendlich« zugelassen I 9458 Metropoi-Lichtspiele Cilll Vom 18w Mi 24. September: BRÜ OERIEIN PEIN Dar froBe Wltn-Film mit Mart« Har«ll, Hans Holt, Paul HOrbiger, Oiaa Wurm, Karl Oehman, Jan« TUden, Wilhelm Hein, Winnie Markus, Karl Slcraup. FOr Jug«ndlioh« unter 14 Jahren nicht ausgelassen. T ON-LICHTSPIELE PETTAU Heut« zum letztenmal dar Tobia-Film ] AKKO Ein Tobia-Film nach dem Roman von Alfred Weidemann Fir Jugendlich« iug«l«ta«nl Yorstellungant Wechantaga um 1S.90 und 31 Uhr, BTKIKISCHBB HCIMATBUND Amt VoUcbUdOBg VolkaliMdiiiigastätte CHlll Lieder- u. Arienabend Hadi Hinkar Die UM vialan Veranstaltungen de« Vorjahre« bekMmt« CUlier KUiuitlerin singt Lieder und Arien deutscher und Italienischer Meister. Mittwoch, 28. September 1948 20 Uhr Helmatbandsaal — Krelshaua Karten «um Preis« von RM I.— und —.50 in der V«rkaufB8telle dea Amtes Volkbildun^r (Kreishaus) und an dar Abeindka«s«. — Inhaber von Hörarkarten der Volksbildungsstätte zahlen halbe Pretoe. Ö307 Restaurant BuiükßUit macht die werten Qäste aufmerissam, daQ der Faniilientisch welter besteht und bei der neuen Kartenperiode die beste Möglichkeit wftre. sich zu abonnieren. ' Preis: Mittag- und Abendessen tlglich RM 1,80 Markenabgabe wöchentlich: Pett 175 Gramm Fleisch 350 Gramm Nährmittel 175 „ Brot 350 » Weißmehl 250 „ Zucker 450 « monatlich Anmeldungen im Burgkeller von 10 bis 14 Uhr. Für eine gute und reichliche Verpflegung sorgt die Leitung. 9489 Bastellscbeio loh spiele mit. Senden Sie sofort U, /«, 'Ii, /» Originallos der L Klasse der 8. Deutschen Relchslottcrie. Betrag folgt nach Erhalt des Loses. Ziehungsliste erwünscht. — (Nicht Gewünschtes streichen.) Name und Anschrift: Versuciie Dein Glück bei PAULMiCHL, GRAZ Staatl. Lotterie-Eionahme 8chmi«dgass« 24 Ziehung 1. Klasse 16., 17. Okt 94f)S