Erscheint wfichantllch siebenmal. SchrffHeltuag (Tel totemi*. Nr. 26701 Mwie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Interarb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul.* Brief! Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returnlert ♦ hseraten* o. Abonnements-Annahme to Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monatl 23 Din, für des übrige Ausland monatl 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Din, Montags-Ausgabe ur gestorben Pari S, 23. November. Erlern spät abends ist der ehemaUze Mi nisier Lcuis Loucheur seinem Leiten erlegen. * Loucheur war Ingenieur von Bern' und tra. erst 1914 sichtbar in de» poli! 'hm Vorderrrund, als ihm b'c Orgauija iou der 31t uni tione Herstellung übertragen wurde. 1019 wurde er im Departement du Nord zum Deputierten gewählt. Im Jahre 1920 tra: er gemeinsam mit Clemenceau zurück. Im Kabinett Briand bezog er den Posten ■eines Ministers für die befreiten Gebiete. 1921 übernahm er das Handelsministerium im Kabinett Poincarü. Als Finanzminister des Kabinetts Briand im Jahre 1929 vermochte er seine Pläne nicht zu verwirklichen. Im Jahre 1928 trat er wieder als Arbeitsminister in das Kabinett Punčar,- ein und verblieb auch nach der Neubildung 'nt der ernannten Rea'eruug. Er gehörte auch den Regierungen Tard'en und Chautemps am znstht war er Vorsitzender des Avßm am chusses der Kammer. iaöko des WirtWastöbeimkes Exodus der Agrarier — Hmdmburgs InMative zur Mederauftichtung der deu! chen Wttüchaft der äuft im Ganöe — Heute fällt öle <šnt cßeiöuim Berlin, 22. November. Bor ringen Wochen hatte Reichspräsident von Hindenburg im Einvernchmsn mit der Nrichsreg erung den sogenannten Wirt-schasiZützirat ins Leben gerufen, d:ss:n Ausgabe darin bestand, in wichtigen, die allge-1 meine Wirtschaft betreffenden Fragen der Reichsregstrnng als beratendes und die Jni tiat'.vc für Gesamtlösungen ergreifendes Or-l (tan abzugeben. Die in den WirtschaMei-i rat gesetzten Hoffnungen waren aber bereits : von vornherein ganz gering gewesen, denn man wusste es schon bei seiner Gründung, j dag die zwischen Arbeitnehmern und Arbeit gebern bestehenden Spannungen und Gegen j sätze nicht so einfach zu beseitigen waren, j wie es vorgedacht erschien. Statt an die gro-' feen Kardmalsragen unverzüglich heranzutreten und ihre Lösung anzustreben, verlor sich der Wirtschastsbrirat in kleinlichen Ne. bensüchlichkeiten, man kam aus Verlegen-he.tssituationen nicht heraus und drückte sich so lange um die Kernfragen herum, bis es den deutschen agrarischen Vertreter» schliefe-(ich zu bunt wurde. Am Samstag erklärten die Vertreter der Landwirtschaft Dr. B r a n d e s, Oppen und G o l d m a t e r, dafe sie an den weiteren Verhandlungen des Wirtschastsbeirales nicht mehr teilnehmen werden. Es hatte sich bereits in den letzten Tagen herausgestellt, dafe es kaum möglich sein werde, die Beratungen einem gedeihlichen Ende entgegenzuführen. Tie Agrarier verlangten die Herabsetzung des Diskonts für landwirtschaftliche Hypothekaranleihen, ihre Unzufriedenheit bezog sich aber auch aus die oftmals kritisierten Hilfsmaßnahmen der Reichsregierung für den deutschen Osten, wo die dortigen Großgrundbesitzer „sa- S"MenhJ'or-Kalsrqi ii.. . i'kn Kod? -Frieden-?preis vsr-geschMgm S ! o ck h o l m, 23. November. Der ideelle Schöpfer der neuen Panenro-sta-Bewegung, Graf Dr. Nikolaus R'chard E o u d e n h o v e - K a I c r e, i ist von '-r. Seite» mnd Dr. Erich Koch-Weser für den heurige«' Röbek-Friedku>. preis vorge-Ichiag-ett worden. Den Vorschlag unterzeich-Ueten ferner Schober, Renner, Jorga, 3a:= l11'5, Herriot, Loucheur, Quesnay, Freud, 'Wstptmgnn, Selnm Lagerlös, Thomas ‘titn, Jour Kreuzer u. a. in. Ti o! den Habd ärgern .tttu Inn 3. b r u ck, 23. November. Tiroler „Oberin n d" wird eine .stftatur unter Otto 1. von Hcrksbnrg-Lot'h-^ßert g^ ondert. Das Blatt teilt mit, das; vergangenen Sonntag in zwei Ortschas-jl.n .Versammlungen stattgeümdeu haben, a'c i'ch in Ent sch leßungeu dieser Forderung ^bl/schlossen und sich entschieden gegen jede ^chch.'ufepolitik an Deutschland ausgespro-tz '"ll hät-en. Fünfzig Landgemeinden haben u Beschluß gefaßt, Otto zum Ehrenbürger • ernennen. iu^!? österreichischen Monarchisten wollen tltll tVo,I mit dieser Aktion die Bundesregie-teu ^.^r Außerkrafterklürung des sogenann dies» N> Habsbuvgergesetzes zwingen, um auf iu ^ cht'iic d e Ansiedelung der Habsburger dürfe dieselbe nicht der Hinausschleppung der Österreich zu ermöglichen. ^ Explosion. ^'l^bnr f|iv bollständig ausgeschlos- »Vlr, icfe Verlobung zustandekommt!" 50tl'm denn?" n? %=Fv?ren Sie mal — der Vater hat ei-^ '"'?rungsgesellschaft und der Schmie-c,tle Zündhölzchenfabrik!" Entsendung einer Großmacht lpmmiffion nach der Mandschurei - Mit Äneschlnß des VermiLtlungsrechtes P a r i s, 23; November.' sich nicht für die sofortige Einstellung der mi-Am Samstag war der neue japanische Vor lilärischcn Operationen und für die Eva-schlag bereits zur Ganze bekannt: die japani- lniernng des besetzten Gebietes ausspreche. : iche Reriernng schlug dem Bölkerbnndrat die China könne also in Verhandlungen wegen j Aufstellung u. Entsendung einer aus Vertre-1 Räumung der besetzten Gebiete nicht treten, 1 lern der hauptsächlichen Natsmächte gebildc-; es sei aber bereit, die Verantwortung für ten Untersiichungslöminisjion in die Mand- die Sicherheit des Lebens und Eigentums schnrei vor, und zwar mit der Ausgabe, die '»panischer Bürger in der Mandschurei zu Lage an Ort und Stelle zu prüfen und so-1 übernehmen. dann die geeignetste Lösung zu finde». In j Schließlich verlaß Dr. Sze eine Erklärung, Ratskrrisen wurde dieser japanische Vorschlag in der gegen die Bildung der Untersuchungs-mit sichtlicher Befriedigung entgegengenom- j Kommission kein Einwand erhoben wird, doch men. In diesem Zusammenhänge wurde auch ’ " ---- die Version in Umlauf gesetzt, die auf diese Art gebildete Kommission werde über die Evakuierung des von den Japanern besetzten Gebietes zu entscheiden haben. Die Blätter beschäftigen sich in Ihren Samstag-Ausgaben mit der Zusammenstel-r.»!) der Untersuchungskommission, und der Mati n“ glaubte mit Sicherheit berichten 'it können, die neue Kommission werde aus Vertretern Frankreichs, Englands und der Bereinigten Staaten gebildet werden. Hiezu meldete der „E x c e l si o r", der Vorsitz sei dem amersistnischrn Botschafter Dawes (London) ongeßeieu worden. In der gestrigen Sitzung des Völkcrbund-ratcs kam die japanische These darüber konnte auch vorher nach der bisherigen Stirn mnng bei den übrigen Ratsmächten kein Zwei sel auskommen völlig zur Geltung. " Es wurde dem japanischen Vorschlag zugestimmt, nach welchem die japanische Truppen bis zum Abschluß der Tätigkeit der Untersn-chungslömmission des Völkerbundes das besetzte Territorium halten und die Okkupation noch aus die Stadt Tschingtschau erweitern, die auf der Bahnstrecke Peking-Mukden liegt. Der japanische Vertreter Botschafter Po-shisawa setzte sich für die Entsendung einer Studienkcmmission ein, jedoch ohne die Ermächtigung in die eventuell zwischen den beiden Parteien beginnenden Verhandlungen ernzugreisen oder die militärische» Operationen der beiden Parteien überwachen zu dürfen. Demgegenüber erklärte der chinesische Vertreter Dr. Sze, man könne keine Entscheidung als Lüftma des Konfliktes ansehen, die niert" werden sollen unter selbstverständlicher Beeinträchtigung der west- und süddeutschen Landwirtschaft. Die landwirtschaftlichen Vertreter des Reiches hielten in ihrer Stellung nähme die finanziell. Opfer für d. Osthilfe als untragbar, weil durch die geplanten Maßnahmen zwar eine Stützung der landwirtschaftlichen Preise erzielt werde, nicht aber gleichzeitig eine Hebung der Konsumkraft der inländischen Bevölkerung. Im übrigen fordern die Landwirtschaftsvertreter neue Zollschutz-mafenahme für eine Reihe von landwirtschast lichen Erzeugnisse. Morgen, Montag, tritt der Wirtschaftsbeirat unter Vorsitz von Hindenburg neuerdings zusammen, um die bisherige Tätigkeit zu resümieren. In politischen Kreisen gilt die Aktion mit dem Wirtschaftsbeirat als gescheitert. Die Initiative bleibt nach wie vor bei der Reichsregierung. militärischen Räumung der Mandschurei dienen. Die nächste Ratssitzung wird sich nach einer Erklärung Briands mit der Zusammensetzung der Untersuchungsiommission zu befassen haben. Tokio, 23. November. Auf die Meldung hin, dafe Marschall Tschang Kai Schek in die Mandschurei kommt, konzentrierten die Chinesen 50.000 Mann bei Tsching-Tschau, um eine neue Offensive gegen die Japaner in Gang zu fetzen. Dadurch werden die Japaner naturgemäß zu einer Gegenoffensive gezwungen. Wie aus Schanghai berichtet wird, hat sich der Chinesen eine europäcrfeindliche Nervosi-tät bemächtigt, die auf die jämmerliche Haltung des Völkerbundes zurückznführen ist. Es scheint, dafe China immer mehr ins russische Fahrwasser gerät. Ein Fünfjahres-VLm für Europa Im Schatten des deutsch-französischen Komitees Mau Hat lange nichts mehr von einem europäischen Fün'jahres-Plau gehört. Inzwischen hat Hoover, der amerikanischen Re kordsucht schmeichelnd, einen 50-I.rhreSvlau angetündigt und Chma das Programm eines 10jährigen Aufbaues ausgestellt, ohne daß man die praktischen Folgen dieser Gedanken verspürt hätte. Und nun ist in Paris die Geburt eines Fünf-JahresplauS für Europa gestiert worden. Die Lorbeeren 61a lins scheinen manchen westeuropäischen Politikern feine Ruhe zu lassen. DaS französische Studienkomitee des euro päifchen Zolluniongedankens' trat dieser Tati/ unter dem Vorsitz des ExministerZ Le Trocquer zusammen, um zu erforschen, was zur Förderung der Arbeiten des deutsch-französischen WirtschachskomitseS seinerseits geschehen könnte. Das Stub'cnfomitee hör-tc sich den Bericht seines führenden Mit-(stiebe Lucien Coquet an und machte dessen Vorschläge sich jU eigen. Herr Lucicit Co-puet muß also als Verfasser des neuesten Fünfjahres-Plans für Europa gelten Er mar dabei in besonderem Maße bemüht, zu beweisen, daß die Idee des Füufzahresplau'Z als solche von ihm keineswegs Sowjetrußland entnommen worden fei. Vielmehr ent- spricht die Periode von fünf Jahren gewis-fen Berechnungen, die aus Zusammenhänge/ zwischen dem Frankfurter und dem Vcr faiftcr Frieden (!)) erwachsen. Das Haupt« z:el des europäischen Fün'jahresplans wäre progressiver Abbau der Tarife und Steigerung der Kontingente. Emile^ Borel, ein bekannter französischer Wirtschafts- und Finanzpolitiker, bestand darauf, daß das Komitee seinen Vorschlag, großangelegte öffentliche Arbeiten ins Leben zu rufen, annehme, was das Komitee auch getan hat. Es wurde dabei die Äiisich' vertreten, daß umfangreiche öffentliche Ar feiten große 'Mengen Rohmaterialien und Fer.iaprodukte verschlingen und daher der Belebung der Wirtschaft dienen. Dagegen können irgendwelche anderen Mittel zur Be kämp'ung der Arbeitslosigkeit in der Industrie und Landwirtschaft zu keinem produktiven Ergebnis führen, weil sie außerstande wären, die lleberproduklion und die ltnteo konsumation zu bekämpfen. Zum Schluß wurde eine Delegation gewählt, d e alle maßgebenden Persönlichkeiten besuchen sollte, um diese von der Notwendigkeit der Durchführung eines europo-iichen Fü^fahresptans zu überzeugen. Zu diesen Persönlichkeiten, die belehrt werden ' sollen, gehört in erster Linie Ministerpräsident Laval, Außenminister Briand (der zugleich Präsident des Studienkomitees der eu ropmschen Zollunion ist) und Gigno ux, der Präsident der deutsch-französischen Wirtschaftskommission. Der Fünfjahresplan soll sofort gntgeheißen werden, mit seiner Durch sührung soll man keinen Augenblick zögern. So wollen es seine Schöpfer. Die Freunde der Planwirtschaft können triumphieren. Was wäre ein europäischer Fünfjahresplan anderes als ein Versuch, in den mechanischen Ablauf des internationalen Wirtschaftslebens ordnend und leitend einzugreifen? Kürzlich fand in Rom ein internationaler Plan-Wirtschaftskongreß statt, auf dem die Russen die These vertraten, daß eine Planwirtschaft im. Rahmen der kapitalistischen. Gesellschaft ein Ding der Unmöglichkeit sei. Trotzdem ließen sich die bürgerlichen Planwirtschaftler und Vlanwis senfchaftler durch diese These nicht überzeugen. Es dürfte vielleicht nicht unbekannt sein, daß in Amerika neuerdings der Gedanke der Gründung einer Zentralstelle aufgeraucht ist, die die gesamte Produktion Amerikas regulieren soll. Die Durchführung dieses Planes würde in der Praxis die These der Russen widerlegen. Zunächst allerdings ist in Amerika noch nichts aui dem Wege zur Verwirklichung des Plangedankens geschehen. Die Aktivität der Franzosen ist zum Teil durch den Beginn der Tagung der deutsch-französischen Wirtschaftskommission zu erklären, aber nur zum Teil. Denn andererseits darf nicht unberücksichtigt bleiben, daß das Eindringen der Krise in Frankreich neuerdings große Fortschritte gemacht hat. Die Arbeitslosigkeit ist in schnellem Steigen begriffen, die Last der Ueberproduktion macht sich mit jedem Tage bemerkbarer, der innere Verbrauch wird geringer, der Export geht zurück und der Import wirb weitgehend eingeschränkt. Die französische Presse schlägt Alarm, und die französische Oeöent-lichkeit drängt zu praktischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise. Laval, dessen Bericht über seine diplomatischen Reifen nach Berlin und Newyork von dem Kammerausschuß als unzureichend zurückgewie-sen wurde, sah sich veranlaßt, wieder einmal zu erklären, daß die französische Wirtschaft an sich gesund fei und daß sie nur 'unter dem Einfluß der allgemeinen. Weltkrise leide. Diese Erklärung vermag jedoch nichts an nackten Tatsachen zu ändern, die jeder Franzose immer deutlicher zu spüren bekommt. Der europäische Fünfjahresplan soll eine beruhigende Wirkung auf die bereits sehr erregten Gemüter in Frankreich ausüben. Sein Aut tauchen zu diesem politisch nicht gerade günstigen Zeitpunkt ist ein .Zeichen für die Unruhe, die sich in Frankreich angesichts der Verschlechterung der Wirtschaftslage beobachten läßt. Inwieweit der europäische Fünfjahresplan, falls ■ er verwirklicht werden sollte, geeignet sein wird, die Krise zu bannen, bleibt abzuwarten. Königliche Schütze In Windsor — In Teheran — Millionen im Grab — Die Schatzkammer der Romanows i-S*- Jm Londoner South-Kensington-Mufeum wurde dieser Tage eine Ausstellung eröffnet, in welcher die Schätze gezeigt werden, die die englischen Herrscher seit hundert Iah ren als Geschenke erhalten haben. Eines der wertvollsten Stücke dieser Sammlung ist ein reich mit Gold verziertes und mit Diamanten besätes Silbertett. Dieses Bett schenkte Indien der Königin Viktoria anläßlich der Eröffnung der Weltausstellung von 1851. In dieser Sammlung ist auch ein mit Gold, Silber, Elfenbein und Perlen geschmückter Thron zu sehen, außerdem einige aus tibetanischen Tempeln, stammende Oelgemälde in goldenen Rabmen. Diese schenkte der Da-lal Lama dem König Georg y. Natürlich sind alle diese Kostbarkeiten nur ein kleiner Teil der Schätze, die im Schloß von Windsor angehäuft sind. Eines der Prachtstücke dieser Sammlung ist ein goldener Pfau, der nach Schätzung der Sachverständigen einen Wert von nicht weniger als 15 Millionen Dinar hat. Ein anderes Stück der Sammlung, ein Tigerkopf aus purem Gold, gilt als große Sehenswürdigkeit. Die Augen und die Zähne dieses Tigerkopfes find aus teuren Kristallen geschnitzt; seine Zunge ist aus einer Goldstange geschmtedet. Auch ein Eßservice für 150 Personen aus reinem Golde befindet sich unter diesen Schätzen. Sein Wert beträgt etwa 38 Millionen Dinar. Die Porzellansammlung der Königin Viktoria soll 170 Millionen Dinar gekostet haben. Die Edelsteine, die die königliche Krone zieren, haben einen noch größe-. ren Wert. Aber nicht nur in Windsor sind schier unermeßliche Schätze aufgeistatpelt, auch die Teheraner Schatzkammer des Schah von Persien ist eine Sehenswürdigkeit. Eine der Berühmtheiten dieser Schatzkammer ist ein Goldglobus, aus welchem jedes Land der Erde aus Diamanten, Smaragden und anderen Edelsteinen zusammengesetzt ist. Dieser Globus wurde vor etwa 30 Fahren auf etwa 300 Millionen Dinar geschätzt. Neben ihm ist eine zwei Fuß hohe und anderthalb Fuß breite Glasvitrine zu sehen, die mit Perlen von unschätzbarem Wert bis zum Rande angefüllt ist. Diese Perlen sammelten die Herrscher von Persien seit Jahrhunderten. Der Schah von Persien besitzt ferner 48 große goldene Schüsseln, in denen lauter Diamanten von ausgesuchter Größe liegen. Wie groß der Wert dieser Kostbarkeiten ist, kann niemand sagen. Sicher ist nur, daß von all diesem Reichtum weder der Schah noch die Welt einen Nutzen haben. In China hat die letzte Kaiserin Tsu-Tsi unermeßliche Schätze aufgehäiist. Als sie im Jahre 1908 starb, wurde ein Teil dieser Kostbarkeiten ihr ins Grab mitgegeben. Den Sarg, weicher die Leiche der Kaiserin barg, deckt eine aus goldenen Fäden gesponnene, zwei Zoll starke Decke, auf der verschiedene Muster aus Perlen gestickt sind. Auf die Decke ist ein seidener Stoff gearbeitet und auf diesen Buddhas Goldstatue gesetzt. Die Haare der Leiche ziert ein Diadem. Auch der ganze Körper ist mit auserlesenen Kost barkeiten bedeckt. In dem Sarg befindet sich u. a. Obst aus Gold. Den Wert all dieser märchenhaften Schätze kann man nur ungefähr wissen. Die goldene Decke soll 250.000 Gold franken gekostet haben. Der Wert des goldenen Obstes wird mit einer Million Goldfranken nicht zu hoch angenommen. Der ganze Schatz, den die Kaiserin-Gruft birgt, ist annähernd 156 Millionen Goldfranken wert. Vor drei Jahren wurde nun diese romantische Kaiserin-Gruft von den in Peking einziehenden. Nationaltruppen geplündert. Der Reichtum der i n d i s ch e n Maharadschas ist ja weit und breit bekannt. Ter Nizam von Ha derabad, der Maharadschas von Kaschmir, Dschodpur, Patiala, Udepur, Sindia und wie sie alle heißen mögen, sind alle vielfache Millionäre, viele unter ihnen sogar Milliardäre, und ihr toter Reichtum ist nicht zu schiätzen. Mben diesen noch immer bestehenden Schatzkammern gibt es aber auch solche, deren Dasein seit dem Weltkriege in ein mysteriöses Dunkel gehüllt ist. Noch vor zwanzig Jahren war Franz Josef I. einer der reichsten Monarchen der Welt. Die Schatzkammer in S ch ö n b r u n n und in der Hofburg enthielt schier unermeßliche Schatze. Heute sind die Habsburger fast aus nahmslos arme Menschen, und auch der österreichische Staat hat nicht viel von diesen Kostbarkeiten. Ebenso weiß niemand, was mit der Schatz kammer der R o m a n o w s geschehen ist. Die russischen Zaren besaßen ungezählte Kostbarkeiten. Allein die Krone, m'ck welcher der letzte russische Herrscher Zar Nikolaus und seine Gemahlin gekrönt wurden, hat einen Wert von 700 Millionen Dinar. Unter den Schätzen des Kreml haben fast alle Edelsteine ihre eigene, zumeist höchst romantische Geschichte und diese erhöht nur ihren Wert. Die Edelsteinsammlung der russischen Herrscher wurde von Jahr zu Jahr größer, denn die Untertanen überraschten den Herrscher bei jeder feierlichen Gelegenheit mit auserlesenen Schmuckstücken. Heute weiß jedoch niemand, was das Schicksal dieser Schatzkammer eigentlich ist. Fest steht nur soviel, daß im Jahre 1917 bei Ausbruch der russischen Revolution auch aus dieser Schatzkammer unersetzliche Werte verschwunden sind. Sven Hedin behauptet zwar in seinem Buch, in welchem er seine Reise von Sibirien nach Moskau beschreibt, daß er auch im Kreml war, wo ihm die Schatzkammer der Zaren gezeigt wurde. Er fand dort die größte Ordnung und stellte auch fest, daß diese Schätze auf das sorgsamste behütet werden. Sven Hedin mag recht haben. Er konnte jedoch nicht beurteilen, ob auch tatsächlich alle Wertgegenstände vor Händen sind. Und da von Zeit zu Zeit sowohl in England wie auch in Amerika verschiedene, aus Rußland stammende Schmuckkästchen zum Verkauf angeboten werden, liegt die Vermutung nahe, daß diese aus der Schatzkammer der Zaren stammen. Heute besitzt die Welt wiederum eine Schatzkammer weniger. König Alfons der Dreizehnte hat ja bekanntlich, bevor er sein Land verließ, einen großen Teil seines Vermögens nach dem Ausland geschafft. Einen anderen Teil nahm Königin Ena aick ihrer Flucht mit. Neue Lohnkürzungen fn DeuMland B e r l i n, 23. November Es ist als gewiß anzunehmen, daß der Wirtschaftsbeirat morgen hinsichtlich des Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung zu keiner Einigung kommt. Die Vertreter der Gewerkschaften halten die Lohnkürzungen als unannehmbar, da sie mit den geplanten Herabsetzungen der Zölle, Mieten u. Lebensmittelpreise nicht im gewünschten Ver hältnis stünden. Ohne Exodus soll diese Meinung in einem Minderheitsmemorandum festgelegt werden. Reichskanzler Dr. Brüning hielt im Plenum eine Rede, in der er auf die Notwendigkeit des Preisabbaues und der Herabsetzung der Produktionskosten hinwies. Lokales <$m Fe! en gefährdet den Kärntner 3ug Zwischen den Stationen Trbonje u. Dravograd wäre es Samstgg vormittags beinahe zu einer folgenschweren Katastrophe gekommen. Gerade als der Frühzug herankommen sollte, bemerkte der Bahnwärter, daß die Strecke in der Nacht durch einen Erdrutsch verräumt worden war. Rasch eilte er dem herannahenden Zug entgegen >und es gelang ihm wirklich noch, denselben W!,t Lichtsignalen einige Meter vor der verräuM ten Stelle anzuhalten. Das Zugspersona-nahm sofort die Aufräumungsarbeiten a»n Hoch oben über dem Bahnkörper hatte siw über Nacht ein Felsen losgelöst, der einen ziemlich dicken Baum und Gestein mit M riß. Nach einer halben Stunde war ine Strecke wieder gesäubert, woraus der S;!i'5 die Fahrt fortsetzen konnte. In der Malschule. „Nee, Fräulein, was Sie da malen, das sind keine Augen mit Wimpern, das Knopflöcher mit Fransenbesatz." Noman von ZTlary Misch Copyright by M. Feuchtwanger, Halle (Saale) 42. Fortsetzung. Die kleine Dame sucht beständig, Annemarie allein unter die Hände zu kriegen, aber Hochwürden der Herr Pfarrer ging den beiden nicht von der Seite und folgte ihnen auf Schritt und Tritt, bis Annemarie unter emütigen Knixen und Handküssen an der »artentür Abschied nahm. Durch Bergau war an diesem für Annemarie so ereignisreichen Vormittag ein eleganter Landauer gefahren, hinaus zum Sanatorium. Der Posthalter, dessen Herz gegen jeden nicht Omnibusfahrenden erbittert mar, blickte dem Wagen in grimmem Zorn nach. Wer weiß, am Ende war es schon einer von den Eisenbahnkerls, die der Teufel holen möge. So grollte und schimpfte er, denn er war hochgradig nervös, der Herr Posthalter. Das neue Eisenbahnprojekt war ihm auf die Nerven gefallen. Und nicht ihm allein. Als die erste Nachricht auftauchte, daß vom Staat eine ueue Eisenbahnlinie durch diese Gegend beabsichtigt sei, die vielleicht gar über Ber- gau führe, daß Bergau vielleicht gar Station würde, da fing es in Bergau fürchterlich zu gären an. Die Geister prallten aufeinander. Im Sanatorium sah man natürlich der neuen Verbindung mit der Außenwelt freudig entgegen; damit, wie der Posthalter bissig äußerte, noch mehr Verrückte hergezügelt werden konnten, die königliche Postwagen ins Wasser schmissen. Heddy besonders, die in einigen Tagen für immer nach Hause kommen sollte, schrieb über die Eisenbahn so begeisterte Briefe an ihre Eltern, als ob eine schnelle Beförderung von oder nach Ber gau einen Teil ihres Lebensglücks ausmachte. Der Insasse des Landauers, Kommerzienrat Engelmann, war am Sanatorium ausgestiegen. Er hatte sich sofort zu Doktor Hö-berle führen lassen, und hielt sich nun schon längere Zeit in dessen Arbeitszimmer auf. Die Frau Doktorin, die, durch die lebhafte Unterhaltung veranlaßt, eben eine höchst unbequeme Stellung am Schlüsselloch einneh men wollte, wurde von ihrem Gatten ebenfalls hereingerufen; auch Doktor Hartlieb und der dritte Arzt wurden hinzubeordert, worauf abermals eine erregte Debatte stattfand. Plötzlich stürzte die Frau Doktorin mit verstörtem Gesicht wieder hinaus, und befahl dem Dienstmädchen, in das Leineweber Häuschen zu springen und die Annemarie auf der Stelle heraufzubringen. Annemarie war schon eine gute halbe Stunde daheim. Vergnügt hatte sie ihren Schatz immer wieder durchgezählt, als die rothaarige Grete auf einmal ihren Auftrag hereinschrie. Sie glaubte, sich erst verhört zu haben. Aber die Magd blieb dabei, „lebendig oder tot" müsse sie hinauf ins Doktorhaus bringen, und ruhte nicht, bis sie ihr versprochen hatte, gleich nachzukommen. Annemarie konnte es nicht fassen. Seit zwei Jahren hatte niemand vom Sanatorium außer Heddy mit E- gesprochen. Feind selig gingen sie aneinander vorüber. Wer von droben bei ihr vvrbeikam, schaute steif geradeaus, damit kein B^ck das Leineweberhäuschen streifte. Zornig und doch voll Angst machte sie sich auf den Weg. Als die F-au Doktor Höberle an der Vor treppe stehen und winken sah, richtete sie sich stolz auf. Die sollte nicht denken, daß sie sich fürchtete. Um den Mann, um Ansehen und Ehre hatten sie sie doch schon gebracht, was konnten sie ihr denn jetzt noch tun? Keinen Schritt ging sie schneller, mochte die noch so eifrig winken da oben. Die Doktorin schaute ungeduldig der Kommenden entgegen. „Da bist du ja, Annemarie, komm schnell, wir warten alle auf dich!" rief sie schon von weitem, als ob es nie eine Feindschaft gegeben hätte? „Was will man von mir? Ich hab' keine; Zeit", sagte Annemarie und riß ihre Hand j j los, die die erregte Dame ergreifen wollte. Der guten Doktorin war es mehr als uu* behaglich zumute; sie dachte, die Situatw am erträglichsten zu machen, wenn sie Annemarie vorläufig gar nicht zu Worte kommen ließ. So begann sie mit großer Zusil genfertigkeit zu schwatzen, indem sie rasch voranging und die junge Frau nach sich bis sie an ihres Gatten Arbeitszimmer am gelangt waren. Mit roten, erhitzten Gesichtern — sie ten sich gegenseitig der Unachtsamkeit ^ treffs des jungen Engelmann beschuldigt "Z standen sich die Herren gegenüber. Ann marie erblaßte vor Schreck; sie dachte, sei eine Gerichtsversammlung. Mit stockendem Atem, aber irotzd^ trotzig und hoch aufgerichtet, blieb sie an Tür stehen. Doktor Hörberle trat auf zu, faßte sie bei der Hand, und sagte: „Wenn es Ihnen möglich ist, oeW Sie uns, Frau Annemarie! Eine Kette unglücklichen Zufällen ließ uns an JA Schuld glauben. Wir haben Ihnen und 0 rem Manne schweres Unrecht zugefügt; y te erst haben wir es erfahren. Sie m immer brav, und wir müssen Sie uni .ff zeihung bitten". Und nun teilte er G * raschen Worten mit, daß der unglu ^ Kranke in seinem Wahn die Streiche v.^ hatte, für die sie gelitten, und aus Weise es jetzt entdeckt worden sei. * (Fortsetzung ^ Sport vom Sonntag Um den L. N. V.-Sup ,Mar.bor" erledigt „Svoboda" mit 11:1 (5:1) — „Železničar" besiegt "Rapid" mit 4:1 (3:1) Mit einer Doppelveranstaltung heute die Wettkämpfe um den Unterverbandspokal ausgenommen. Als Sieger sind „M a r i b o r" und „Železničar" heroorgegangen, die nun am nächsten Sonn tag um den Eintritt ins Finale kämpfen werden. . Die Weißschwarzen standen Heu* te der aufopferungsvollen „2 v o b o d a"= Mannschaft gegenübet. Schon nach den ersten erfolgreichen Angriffen verlor der allzu beschäftigte Torhüter „Svobodas" jeden Ueberblick, so daß die Elf einer schweren Niederlage entgegenzusteuern schien. Schließ lich wurde S i n k o v i č 2 ins Tor zurückbefohlen, dem es trotz größtem Eifer auch nicht gelang, die drohende Gefahr zu bannen. „Maribors" Angriffsquintett, von der Deckung ausgezeichnet unterstützt, setzte sich schließlich dauernd im gegnerischen Feld lest. ,,Svoboda" kam zwar mitunter aus der Um klammerung heraus, doch war dann wieder «Maribors" Hinterspiel rasch zur Stelle. Während in „Maribors" Reihen die Mehrzahl der Spieler in großer Form am Werke war, gefielen bei „Svoboda" vor allem S t r n a r d in der Verteidigung und M i-iofavljevičim Sturm. Das Resultat 11:1 (5:1) entspricht so ziemlich dem Spielverlauf, doch wäre es bei besserer Leistung des Torhüters nicht so rasch zustandegekommen. „Maribors" Leistung war aber doch so überwältigend, daß sich der Mann-schal: nun reichliche Chancen für den Endsieg bieten. ALLIf FÜR JOPQ!>7 billigste Preise — Größte Auswahl tSYRSR, Gosposka uSSca 22 Das Zusammentreffen von „R a p i d" Udd „železničar" nachher war jeden-salls das Hauptereign’s des Tages. Die Chancen schienen auch auf beide Teile so Ziemlich gleich verteilt gewesen zu sein, so daß dem Treffen mit Recht eine ganz be-iondere Bedeutung zukam. Aber d e Eisen-dahner sind doch verflirte Kerle. Schon nach dem ersten Gemetzel und noch ehe sich H e r-w a n n im Tor zurechtgefunden hatte, lan dete von P e z d i o e k s Fuß der erste ^reifer „Železničars" im Netz der Schwarz-diauen. „Rapid" übernahm zwar gleich die Initiative, doch verfloß eine hübsche Spanne Zeit, bis es P i s ch o f gelang, gleichzu-z'ehen. Gleich darauf entstand vor dem „Ra H'd"-Tor eine heikle Situation, die zum zweiten Treffer der Eisenbahner führte. Ein icharfer Ball traf dann F l a ck am Rücken, Zs aber vom Spielleiter als „Hands" mit etnem Freistoß von der Strafraumgrenze fahndet wurde, dem dann unmittelbar das °r tte Goal „železničars" folgte. „Raipths" Widerstand ließ nun nach diesem Zwischen-» » sichtlich nach. Dagegen liefen jetzt die Brüder Pezdiček, Gačnik und Z 0 u I i n zu besserer Form auf, so daß . w Angriffsführung der Eisenbahner recht ^ndrucksvoll vonstatten ging. Zehn Mirtu-vor Abschluß mußte das Spiel beim« Staude 4:1 abgebrochen werden. Das vierte Goal wäre allerdings zu halten gewesen „Železničars" Sieg war verdient. Bor Zm war auch das mal hieiür das ungleich ^!>ere Spiel der Deckung A n t o l : č i č -g r Q n 3 e g * R o n j a t entscheidend. Ter boUrm f^rte cin nützliches Angriffsspiel ah' 3'mar wenig Feinheiten aufwes, let^ ^'"werhin eine ständige Gefahr bedeu M a r i bo r, 22. November, wurden I aus, sodaß der Angriff mit vier Leuten zu wenig Kraft aufbringen konnte. Während Schiedsrichter Besnover im ersten Spiel beide Mannschaften zufrieden stellen konnte, zeigte Schiedsrichter B e r-g a n t allzu offensichtig seine Einstellung. Ueberdics ist ihm eine Reihe von Fehlern unterlaufen. Wenn auch „Železničars" bessere Leistung für den Sieg ausschlaggebend war, so mußten doch die Fehlentscheidungen den ruhigsten Kämpfer von der Gegnerseite entmutigen. Auch in Ljubljana wurde um den Unter-verbands-Potäl gekämpft. „J l i r i j a" hatte gegen „S lova n" leichte Arbeit, wenn auch der Sieg nur knapp 4:1 (1:1) ausgefallen war. In der ersten Spielhälste hielt sich ,/Slovan" ausgezeichnet. Als zweites Spiel ging das Treffen „P r i m o r j e" — „S v o b od a" vor sich. Auch hier brachte der Favorit wenig Kraft auf, sodaß sich „Primorje" mit einem 4:2 (1:2)-Sieg begnügen mußte. „Svoboda" hatte bis zur Pause die größeren Chancen für den Sieg. B. G. K. vomn Die Beograder siegen in Split gegen „Hajduk" mit 2:0 — „Gradjanski"—„Sask" 2:1 und „Eoncordia"—„Maeva" 0:0 greber dem Verlauf entspricht. Trotz des außergewöhnlichen Tempos traf Dr. Pin- Auch die siebente Runde der Staatsmeisterschaft konnte nur noch den Endsieg des B. S. K. bekräftigen. Die Beograder standen gestern auf dem Heißen Spliter Boden dem „Hajduk" gegenüber. Nach einem höllischen Kampf gingen die Beograder mit 2:0 als Sieger hervor. In Tirnanič und Marjanovič hatten sie ihre besten Spieler. Schiedsrichter Mies aus Wien konte denn scharfen Kampf, nicht immer in den Händen haben. Das zweite wichtige Spielen ging in Zagreb unter Leitung unseres heimischen Schiedsrichters Dr. Planinšek zwischen „Gradjanski" und „Sašk" vor sich. „Gradjanski" konnte auch diesmal nicht vollends befriedigen. Auch „Sašk" spielte r^cht zerfahren, sodaß der knappe 2:1 (1:1) der Za- ninsek energisch seine Entscheidungen. „Eoncordia" stand in Zabac der dortigen „Mačva" gegenüber. Nach beiderseits so ziemlich ebenbürtigem Kämpf begnügten sich beide Teile mit dem 0:0-Unentfchieden. Der B. S. K. ist nun mit 14 Punkten weit voran. Es folgen „Gradjanski" mit 9, „Hajduk" mit 8, „Eoncordia" mit 7, „Sašk" mit 4 und „Maeva" mit 2 Punkten. Komplette Ski-Ausrüstung von Dinar 190'— aufwärts iwöi Bogomir Divjak, Glavni trg 17 Leichtathletisches Meeting des SK. železničar. Maribor, 22. Nov. Am „Rapid"-Platz trugen heule die Leichtathleten des SK. železničar ihre Klubkämpfe aus. Es siegten: 100 Meter Stonej 12.2, 200 Meter Stonej 25.2, 400 Meter Rak 59.4, 800 Meter Rak 2.16.4, 1500 Meter Podpečan 4.36, 3000 Meter Podpečan 9.46.8, Kugelstoßen železelj 10.49, Diskus Železelj 35.48, Speer Tokal 38.45, Hochsprung Eerar 1:52, Weitsprung Stonej 5.97 und 4 Mal 100 Meter Stonej, Strahalm, Cerar, Starešina 49. Schöner Erfolg eines „Marathon"-Athleten. L j u b l j a n a, 22. Nov. Beim hier abgehaltenen Waldlauf über 10 Kilometer des SK. Ilirija siegte der junge Athlet des SSK. Marathon aus Maribor G e r m o v 8 e k in 37 Minuten vor Ilovar und Jakopič. Hinterspiel war P i š ö f der beste •ycattn. ^b"Napids" Leistungsfähigkeit wurde durch st" ^zulängliche Unterstützung der Läufer Vüg '^^et. H e r m a nn hielt mehrere Nicnt ’m Zroßen Stil, dagegen ließ er we-A0 einmal den Ball ganz unnütz durch bct f.°5n Verteidigern war diesmal F l a ck Vom ni e- Die Läufer waren nur defeniiu ; a "chen. Im Sturm spielte wieder P >-0 • lecht gut. V e n ko schied allzu balo Tttm chkn die er Zett Wir lesen im Berliner „Tempo": Sie ist Nachtportier in einem kleinen Hotel im Westen Berlins. Wenn sie um 8 Uhr erscheint, in ihrem tadellosen Aeußern, denkt man, es ist irgendein eleganter Gast. Zehn Minuten darauf sitzt sie mit Schürze und Schlüsseln im Bureau und beginnt ihren Nachtdienst. Viel verdient sie nicht, aber sie kann gerade sich u. ihre zwei Kinder ernähren. Kleider haben sie noch von früher: sie hatte ein große. Hotel in Düsseldorf. In einem kleinen Zigarrengeschäft steht ein kultivierter, reizender, alter Herr. Wenn man bei ihm Zigaretten kauft, wird man behandelt, wie ein Besuch. Man darf sich setzen, Zeitungen liegen da, Blumen stehen in einem alten russischen Krug. Ich unterhalte mich mit ihm, er war Bankier in Memel — jetzt hat er dieses Geschäft mit einem kleinen Zimmerchen, in dem er wohnt. Bei einem Schuster in Wilmersdorf sitzt ein intelligenter, junger Mann und klopft an den alten Schuhen herum, die neben ihm liegen. Er näht, repariert, schneidet Gummi und Leder, wie ein Fachmann. Er wollte Ingenieur werden, ließ hier mal seine Schuhe flicken, konnte sie nicht bezahlen, wurde mit dem Meister bekannt, trat als Lehrling ein und arbeitet nun schon dreiviertel Jahr Er ist geschickt, «s «acht ihm Spaß; Essen und Schlafen verdient er. Und wenn die Zeiten besser sind, wird er weiter studieren. Das find nur ein Paar 'von den Vielen, die sich mit der neuen Zeit abaefunden haben. Und wenn ich Herrn Großgärtner N. in einem Hausflur Obst verkaufen sehe, jo drücken wir uns die Hand und sprechen uns aus. (Novi AusvMWe ©pieie Osijek: Slavija—Gradjanski 5:1. Beograd: Jugoslavija—Vojvodina Sad) 2:2. Wien: Vienna—Austria 3:0, Abmira WAE 2:0, Slovan—Wacker 1:1, Rapid— FAE 3:2, Sportklub—Hakoah 2:1. Prag: Sparta Teplitzer FE 5:2, Plzen— Meteor 7. 1:1, Kladno—Biktorija-Mkov 2:1, Slavia—AJK (Stockholm) 3:2. Budapest: Nemzeti—Kiespest 1:0, Hunga-ria—Szabaria 1:0, „11"—Vasas 4:1, Feren-czvaros—Ujpest 1:0, 3. Bezirk—Bocskay 3:2. Berlin: Hertha—Wacker 04.6:3, Tennis Borusia—Adlershofer BE 2:1. Wnrzburg: Sp. V. Fürth—Kickers 1:0. Hof: 1. FE Nürnberg—Bayern 6:2. NaAo Montag, 23. November. Ljubljana 12.15 und 13: Repro,du zierte Musik. — 17.30: Salonquintett. — 20: Populäres Konzert. — 21: Konzert. — Beograd 20.30: Violinkonzert. — 21.10: Bun:er Abend. — 22: Abendkonzert — 28 i e n 17: Musik des Rokoko. — 20: Bunter Abend. — 22.30: Jazzmusik. — Mühlacker 19.45: Schlager. — 20.05: Unterhaltungskonzert. — 22.50: Zigeuner-muiif. — Toulouse 20.45: Tanzmusik. — 21.15: Wiener Orchester. — 22.15: Opernarien. — 24: Klassische Musik. — 23 u k n r e st 20: Kammermusik. — 20.45: Konzert auf zwei Klavieren. — Rom 21: Leichte Musik. L a n g e n b e r g 20: Abendkonzert. — 20.05: Jüdische Kirchenchöre. — 21: Orchesterkonzert. — Mailand 21.30: Werke von Schumann und Chopin. — Budapest 19.40: Philharmonisches Konzert. — 21.50: Salon- und Zigeunerkonzert. _ Warschau 23: Leichte und Tanzmusik. — D a v c « .> r y 21: Operettenlieder. _ 22.50: Kammermusik. — 24: Moderne und Tanzmusik. Aus aller Welt Sin dreitausend Znhre altes Wörterbuch In der Sitzung der Pariser Akademie der Inschriften ist über das Ergebnis der Ausgrabungen Bericht erstattet worden, die in der Nahe von Ras Schamra in Syrien zur Zeit ausgeführt werden. Diese Ausgrabungen können als im höchsten Maße sensationell betrachtet werden. Es stellte sich näm-. lich heraus, daß die Frauen schon 1200 Jahre v. Chr. die Verschönerungskunst mit großem Raffinement zu betreiben wußten und daß Wörterbücher für zwei Sprachen schon damals in Syrien in Gebrauch waren. Aus den Ruinen eines Hauses wurde ein Toilettenschränkchen gehoben, in dem 22 verschiedene Toilettengegenstände aus Alabaster und Elfenbein lagen. In den Schubläden sind zahlreiche Flakons und feingemeißelte Dosen gefunden worden, die offensichtlich zur Aufbewahrung von ‘Salben, Kremen, und aromatischen Substanzen dienten. Manche Dosen sind aus Elfenbein m Form von kleinen Enten künstlerisch gearbeitet. Sachverständige vermuten, daß es sich um eine kosmetische Kollektion handelt, die einer hochgestellten Dame, einer Fürstin oder Priesterin von einem Verehrer im 13. Jahrhundert vor Ehr. zum Geschenk gemacht worden war. Der Ort Ras Schamra gilt im 13. und l4, Jahrhundert v. Chr. als Zentrum der Wissenschaft. Davon legen zahlreiche Jnschrifts-tafeln Zeugnis ab, die in den Ruinen bei den Ausgrabungsarbeiten entdeckt wurden. Es wird vermutet, daß diese Tafeln aus einer großangelegten Bibliothek stammen.. Die meisten Keilinschriften stellen eine Art Wörterbuch dar und sind in zwei oder mehreren Sprachen gehalten, meistens aber in arameisch und ägyptisch. Da die ägyptische Sprache damals in Vorderasien als internationale Kultursprache galt, kamen die Bibliothekare von Ras Schambra auf den Gedanken, ein Sprach Wörterbuch auf Tafeln zu schaffen, um den Wißbegierigen die Erlernung fremder Sprachen zu erleichtern. FünsLihr-Xee für Heiratsluftige Da ist ein Berliner Ehepaar, ein älteres gesetztes Paar. Es annonciert fast täglich seinen Heiratstee. Bei dem Paar geht es so sittsam zu, daß man sich in die Zeit unserer Väter und Großväter zurückversetzt glaubt. Junge Damen oder Witwen und geschiedene Frauen, die gern heiraten mochten, erscheinen um 17 Uhr zum Tee, zahlen eine Mark, fünfzig und erhalten die Bekanntschaft einiger Herren, die gleichfalls eine Heirat beabsichtigen. Bei intimer Beleuchtung setzt man sich um einige Tische, und die Dame des Hauses macht Konversation. Ehrensache, daß fein Name genannt wird, aber es soll schon vorgekommen sein, daß sich Bekannte, Freunde, geschiedene Gatten auf diesem Tee begegneten und keine Miene verzogen. Nach einiger Zeit verteilt die Dame des Hauses N u m m e r n. Jeder Anwesende erhält eine Nummer, die sichtbar anzushecken hat. Nun dürfen Briefchen geschrieben werden. Der Herr Nummer sechs schreibt z. 23. „An Nummer sechzehn. Sie gefallen mir. Wollen Sie mir gestatten, Ihre Bekanntschaft zu machen?" Er unterzeichnet mit seiner Nummer. Die Dame des Hauses sammelt die Briefchen und verteilt sie. Die Adres saten lesen den Inhalt; man lächelt sich zu, trinkt den Tee, und um 19 Uhr sagt man sich „AufWiedersehen" und geht, um sich auf der Straße für einen anderen Tag zu verabreden. .»>»«- Schlechte Regie. Federmann hat eine Schiffstaufe mitgemacht. „Nun?" fragte Mücke. „Hat alles geklappt?" „Nichts hat geklappt," schüttelt Federmann den Kopf. „Zuerst hat der Oberbürgermeister, der die Rede hielt, eine Sektflasche zerschmissen, und dann — man sollte es nicht für möglich halten! — hatten sie das Schiff so schlecht befestigt, daß es einfach ins Wasser rutschte." \ Das Rätsel eines Abends ^riinrnalnovellette von Th. L. Gottlieb (Schluß.) Die Ta-gesprefse hatte die MordWschichtej mit aller Aufmachung aufgogriffett. Spalten lange Artikel ergingen sich in,ben gewagtesten Vermutungen über die Perion des Mörders. Und so war es, wie schon so oft, auch diesmal die Presse, die den ersten Fin-gerMg zur Entdeckung des Mörders gab. Am zweiten Sage meldete sich auf Grund der Presseberichte bei der Polizei ein Mann, der folgendes zu Protokoll gab: „Auf der kleinen Haltestelle H. stand ich im Korridor des Abteils, in dem der Mord geschah. Der Zug hatte kaum noch gehalten, als ein Maurt mich fast umrannte und in rascher Flucht die Station verließ. Ich kenne ihn: es war der 'Schuhmacher Charley Hochiran, der eine Station später hätte aussteigen sollen, da er dort wohnt. Ich rief ihn an, er wollte nicht hören. Er eilte rasch davon. Nun weiß ich, warum er so lief: es war der Tote, der ihn forttrieb . . ." So mußte man denn den Namen des Täters! Blitzschnell arbeiteten Telephon, Telegraph. Radio . . . Schon eine Stunde später betraten drei Herren die Wohnung des -Eharleh Hochmut. Sie fanden ihn über nicht zu Hause. Die erschrockene Frau sagte aus, daß, er vorgestern spät abend von einer Fahrt in die innere Stadt znrückgekehri sei,,. ganz verstört und niedergeschlagen. Es sei ihm etwas Außerordentliches passiert, das er mir aber nicht sagen könne. Er nahm Geld, soviel im Haufe zu finden, war, und sagte, er müsse aus einige Tage verreisen. Bedeutete aber ausdrücklich. daß die Frau keinem Menschen etwas davon sagen dürfe, bis er nicht selber zurückkckhre. Dann sei er fortgeeilt, und bis heute habe sie fein Zeichen von ihm bekommen. Hopmans Schuld an dem Morde war also einwandfrei erwiesen, seine überstürzte Flucht der klarste Schuldbeweis. Der Steckbrief wanderte durch den Draht und durch die Luft nach allen Himmelsrichtungen . . . Wo aber war Hopman? Ziel- und planlos war er an dem verhäng nisvollen Abend in den undurchdringlichen Nebel hinausgeeilt. Die Stadt zu verlassen, wagte er nicht; er wußte, daß die Verfolger ihm schon auf den Fersen sein würden, daß er außerhalb der Riesenstadt nicht weit körn men würde. Sicherer war er in den Mauern der Stadt; es gab Schlupfwinkel zu Hunderten, speziell in den Hafenkneipen, wo ein von der Polizei Gehetzter wohl sicher ein verstecktes Plätzchen fand; bemüht man sich dort doch, der Polizei hie und da ein Schnippchen zu schlagen. Hopman wanderte zu Fuß, das dünkte ihm sicherer. Als er so dahinschritt, überfiel ihn die Reue. Warum war er denn überhaupt geflohen? Warum hatte er nicht gleich den Vorfall der Polizei gemeldet? — Die genaue Untersuchung hätte seine Unschuld an den Tag bringen müssen! Aber: das Gesicht des, Toten, seine gebrochenen, verglasten Augen, die schwebten immer, ohne Unterlaß vor seinen Augen. Sie sprachen: „Mörder! Mörder!" — Nein — cs konnte nicht möglich sein: von seinem Faustschlag konnte der Riese Bobkins nicht getötet worden sein! Nein — tausendmal nein! Aber doch Widder: nach seinem wuchtigen Schlag zwischen Stirn und Augen war Bobkins zurückgesunken, und — — — Nun war er tot. Und er, Hopman. galt als sein Mörder. Das stand fest. Stundenlang irrte der Flüchtige. Ein leiser Wind hatte sich erhoben und trieb den Nebel in Schwaden. Dadurch entstanden Lücken in dem wallenden Meer und ließen auf Gedankenlänge den Blick frei. Hopman vermochte sich zu orientieren. Er befand sich nicht mehr weit von der Themse. Das Lichtermeer wurde spärlicher. Dafür aber leuchteten kleine, farbige Lampen in den trüben Abend: die Seemannskneipen. Zaudernd verhielt Hopman den Schritt. Er zwang sich zur Vorsicht. War er auch groß und stark, so besaß er doch keinerlei Waffe, ohne die hier auch ein Riese oft wehr los ist. Wenn er sich in eine dieser Kaschemmen begab, mußte er auf manches gefaßt sein. Zaudernd überlegte er noch. Da öffnete sich eben die Tür einer solchen Kneipe, und mit viel Geschrei und Poltern traten zwei Männer auf die Straße. In »hrer Mitte führten sie ein Frauenzimmer, das sich scheinbar wehrte, mit ihnen zu gehen, denn sie suchte sich immer wieder aus den Händen der Männer zu befreien, doch ohne Erfolg'. Jeder andere hätte in diesem Tun der beiden Männer nichts Anstößiges gefunden, zerrten sie doch nur eine Hafendirne mit sich, in deren Gesellschaft sie bislang gezecht hatten. Hopman, in jeder Hinsicht rechtlich denkend, selbst verfolgt. und vom Schicksal getrieben, fühlte etwas in sich aufsteigen, was ihn zwang, den Beschützer zu spielen. Jede Vorsicht außeracht lassend, stellte er sich den beiden Männern in den Weg. „Was wollt ihr mit dem Mädchen?" Die Gruppe stand. Starrte verwundert den Störer ihrer nächtlichen Idylle an. Der eine sagte: „Ei, sieh' mal da den Häsen an! Was willst du? Aus dem Weg mit dir! Willst du mit uns anbinden?" Die Dirne merkte das Bedrohliche der Situation, kreischte auf und floh davon. Hopman hörte die gezischten Worte: „Du, Jimmy — daS ist was für dich!" — sah eine Gestalt auf-sich zuschnellen, spürte einen heftigen Schmerz im Rücken und sah tausend Funken vor seinen Augen tanzen. Sank ächzend- nieder auf den Boden, fühlte noch, wie eine eilige Hand seinen Körper abtastete. Dann zog sich ein dunkler Vorhang über sein Denken, dunkler noch als die Nebelnacht.-------- In dem überfüllten Saal der Charitee lag ein Mann, von de nt niemand wußte, wer er war. In der Nacht fand ihn ein Kon stabler in der Nähe der Hafenkneipen in tiefer Bewußtlosigkeit auf. Die gefährliche Stichwunde im Rücken erforderte eine sofor tige Operation. Von einer Vernehmung konnte keine Rede sein, infolge der tiefen Bewußtlosigkeit. Der Mann hatte keinerlei Papiere, und nicht einen Penee Geld bei sich. Auch fand sich sonst nichts von Wert vor, so daß berechtigter Grund vorhanden war zur Annahme, daß hier ein Raubmord-versuch vorliege. Die Polizei war aber rasch bei der Hand und war sich im klaren: der gegen den flüchtigen Mörder Hopman erlassene Steckbrief paßte harrfcharf auf den unbekannten Mann, und nach genauer Prü fung kam man zur unumstößlichen Gewißheit: man hatte hier den des Mordes verdächtigten Hopman erwischt! Sonderbare Tragik des Schicksals! 6:n Mörder, der aus seiner Flucht einem Verbrechen zum Opfer fällt! Inzwischen war aber Scottland Pard nicht untätig gewesen. Einer der beiden Defektive, die Hopmans Fall verfolgten, hatte wiederholt die Frau des Flüchtigen ausgesucht und sich über verschiedene Lebensqe-wohnheiten ihres ,Mannes informiert. Afen= cy benützte seine Zeit zu eifrigen Rekognoszierungen in der Nähe des Bahnhofes, wo Bobkins tot gefunden wurde. Seine Spürnase roch bald einen Braten: er fand am Wege knapp außerhalb der kleinen Station, vom Winde in einen versteckten Winkel geweht, einen kleinen Zettel. Es liegen ja viele Zettel auf den Straßen', aber ein solcher . . . Dainned! Es war e'n kleines, unscheinbares Pmpierchen, dem A euch just seine besondere Aufmerksamkeit schenkte. Er hob den Zettel auf, warf einen Blick darauf — und stand und starrte. Sofort machte er Kehrt, betrat das Stationsgebäude und überreichte dem Beamten der Gepäcksausbewahrung das kleine Ding. — Hopman — er war es wirklich — befand sich laut Aussage der Aerzte soweit, daß man ihm ein kleines Verhör zumuten konnte. Zwei Beamte der Kriminalpolizei saßen am Morgen am Bette Hopmans, der erst verwundert um sich blickte, dann aber den Zweck des Besuches erriet. „Sie sind Eharley Hopman, nicht wahr?" Der Kranke wandte das Gesicht ab und erwiderte nichts. „Sagen Sie nur ruhig ja. Wir kennen Sie. Legen Sie ein reumütiges Geständnis ab, damit erleichtern Sie sich Ihre Lage. Also: Sie geben zu, den Händler Eddie Bob kins ermordet zu haben?" Diese direkte Beschuldigung riß Hopman aus seiner Teilnahmslosigkeit. Er drehte den Kopf herum, schrie fast: „Nein! nein! Ich habe ihn nicht getötet! Ich nicht!" Ter Untersuchungskommissär lächelte. Er kannte das. Jeder erwischte Verbrecher ist vorerst unschuldig wie ein neugeborenes Lamm. Auf die eindringlichen Fragen gab nun Hopman mit schwächer Stimme einen Bericht über den Hergang der Sache, Er verschwieg nichts. Auch nicht die unscheinbarste Kleinigkeit. „Hm — sonderbar. Sie geben ihm einen Hieb ins Gesicht, und er hat dann eine tödliche Stichwunde im Nacken. Dieses Märchen glaubt Ihnen kein Mensch. And — warum sind Sie dann geflüchtet?" Hopman erwiderte nichts. Er sah ein, daß es verzweifelt schlecht für ihn stand, und wenn tein Wunder geschah, war es aus mit ihm. Ein Wunder? — von woher sollte es kommen. Namenlose Verzweifluna siegelte sich in seinem Blick. lieber Wunsch des leitenden Arztes wurde die Vernehmung unterbrochen, da Hopman in einen Schwächezustand oerffel. Die beiden Kriminalisten wollten sich eben entfernen, als eine Anstaltsschwester das Zim- mer betrat und dem Arzt etwas ins 'Ohr flüsterte. In dessen Gesicht malte sich maß» lose Ueberraschung. „Ich bitte die Herren, wandte er sich an die beiden Krmiinaliiten, „noch einige Augenblicke zu verwerfen. hat sich etwas ereignet, was mit dem <.yaU Hopman in Zusammenhang steht." Er öffnete die Tür, und herein trat — dem Detektiv Aleney und jener Arzt, der bei der Totenbeschau die seltsame Wunde an Boblins entdeckt hatte. Atencn trug m der Hand eine Tasche, bei deren Anblick der Kranke in seltsame Erregung geritzt. „Wenn es mir gestattet ist, mochte ich an Hopman einige kurze Fragen richten, die von äußerster Wichtigkeit sind." Der Arzt bewilligte es, mit dem Bemer» ken, den Kranken möglichst zu schonen. Alency wandte sich nun an Hopman, dessen Gesicht jetzt stark gerötet war und ansteigendes Wundsieber verriet. Es war nur ein kurzes, leise und sachlich geführtes Gespräch. , „Ich habe einen Fund gemacht, der uns das Rätsel jenes: verhängnisvollen Abendlüst. Hopman ist tatsächlich unschuldig! Was er erzählte, ist pure Wahrheit. Bobkins, von dem ich Beweise habe, daß er eine dunkle Existenz war, geriet mit Hopman in. emen Streit, worauf er diesen tätlich angrifr. Das weitere wissen Sie aus dem Munde Hop" mans. Mein kurzes Gespräch mit ihm bestätigt mir alles. Wie war es möglich» daß Bobkins tat zusammenstürzte? Daß er die eigenartige Wunde im Genick erhfelt, ohne daß Hopman semen Hals berührte? Hiermeine Herren, sehen Sie das Mordinstni-ment!" Alency hielt den gänzlich überrasch" ten Männern die Tasche hin. Mir war von Anfang klar, daß es mit dem Morde an Bobkins eine ganz besondere Beumndt-nis haben müsse. Ich fand emen wegaewor-fenen Garderobezettel, mit dessen Hille lazu meiner kleberraschung eine Tasche aus-Molgt erhielt, die SchuhmacherwerkfeUst enthielt. War nicht der vermeintliche Mörder Hoipman Schuhmacher? Ich untersnW den Fund sofort auf dcks Genaueste und — fand das her." Er entnahm der Tauche eine keine, lang6 Schusterahle. Stellen Sie sich nun folgenden Vorgang vor: Bobkins ging auf Hopi'wn los. dieser versetzte ihm einen Hieb: der ,")> zurücktaumeln ließ. Dann svrang er in pH scher Wut hoch, stieß mit Wucht an die nfet das Gepäcksnetz herausragende Werk.zeu§ta« sche. Die durch Zufall heranZragende IW Ahle rannte er sich so in das Genick, dag c sofort tot zusämmenstür'te. Sfe sichen nn ihr noch einen winzigen Rest von S>Ht._-' 0 Vorgang ging blitzschnell vor sich, daß HvP-nmn nicht zum Denken kam. Er verlor tn seinem Schrecken, als er Bobkins io.urP-B;' lich' zusammensinken sah, seine Selbitbebc" schung und floh kop'los. Das war fern ry “ ler. den er beinah mit dem Tode büßfe Einipe Minuten war es still m L Krankenzimmer. Man ließ die lieber' ' schung auf sich wirken. Als die jlnmi’fen1-V sich endilch nach Hopman umsahen, ferner, ten sie, daß er still und erschüttert in tu Polster schluchzte. bei Kranzablösen :hen und ähnlichen Anja1-. 3er Antituherhtilosenlisa Maribor! 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