^r.291. Freitag, 18. December 1896. Jahrgang 115. LMcher .^»»»»«Noneprll«: M!< Postversenduna: «anziährl, fi lb, l,°lbl«l,r, Mr dls Zustellung ln« H°»» a«n»»Hhr<« ft, l, - Inl«rt»o»«gl»»l: FHi "tint Inserate bl« zu 4 Zellen »ü lr., «rüher« per Zelle « lr, i be< öfteren Wieberhulungm per geile » tr. lie «Laib, Zelt.» erfchelnt tiglich. »u«n und Gradisca sind für den 26. December 1696 '^ gesetzlichen Versammlungsorte einberufen. s< begeben in Unserer Reichshaupt, und Residenz» '?" Wien am fünfzehnten D cember im Eintausend-""hundert und sechsuudneunzigsten, Unserer Reiche im "tunundvierzigsten Jahre. ^, Franz Joseph m. p. ^adlni m.p. Welsersheimbm.p. futsch m.p. Bilinsli m.p. z,tdebur m. p. Gleispach m. p. ^lanz m. p. Rittner m.p. Guttenberg m.p. ^ ^ Ce. l. und k. Apostolische Majestät haben mit "uerhvchst unterzeichnetem Diplome dem Kaufmanne I^lelius Valero als Ritter des Orden« der eisernen Krone dritter Classe in G?mäßheit der Ordensstatuten den Ritterstand allergnädigft zu verleihen geruht. S?. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Advocaten in Spalato Dr. Eduard Tacconi den Adelstand mit dem Ehrenworte «Edler» allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließ mg vom 9. December d. I. dem Eentralinsp>ctor und Subdirector für den Ver» lehr und commelciellen Betrieb der prio österreichifchen Nordwestbahn Moriz Wilhelm den Titel eine« Re. gienmgsraths und dem Vaudirector dieser Vahn«Ge. sellschaft Wenzel Hohenegger den Titel eines Ober. bauraths, beiden mit Nachsicht der Taxe, allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. December d. I. dem Steuereinnehmer in Neumarkt Theodor Reiter, an» lässlich seiner erbetenen Versehung in den dauernden Ruhestand, das goldene Verdienstlreuz mit der Krone allergnäbigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Eheil. Aus dem Abgeoidnetenhause. Wien, 16. December. In der Specialdebatte Über das Budget des Landesvertheidigung«. Ministeriums hob Se. Excellenz Herr Landeeverlheidigungs Minister Graf WelserSheimb die Nothwendigkeit der Erhöhung der Gebüren der Gagisten der Armee hervor. Der diesbezügliche Entwurf sei vom Reichs'Kriegsministerium ausgearbeitet worden und die österreichische Regierung ertheilte demselben bereits die Zustimmung. Der Herr Minister besprach u. a. auch das Duell» wesen und erklärte, daS Duell ist ein Unfug, ein Rest von Barbarismus. Der Herr Minister pflichtet vollkommen dem Wunsche bei, dass alle zusammenwirken sollen, diesem Unfuge zu steuern. Der Minister müsse jedoch die Armee gegen die Beschuldigung in Schuh nehmen, als wäre sie das Pivot, worauf sich dieser Unfug im bürgerlichen L<>ben stütze, denn in der Armee finde man ihn im Gegentheile seltener, als in manchen anderen Kreisen. In der Armee bestehe eine strengere Vorsorge insbesondere in der Institution des ehrenräthlichen Verfahrens, damit sich solche Fälle weniger ereignen. Um o.m Uebel beizulornmen. müsse man vor allem der verletzten Ehre ausgiebigen Schuh, genügende Satisfaction und Sühne verschaffen. Dieser Weg müsse durch die Gesellschaft selbst betreten werden. Die Gesellschaft müsse erkennen, dass vor allem der Beleidigte den Schutz der Gesellschaft und des Ges'tzes verdient. Von Seite der militärischen Leitung kann man unmöglich wünschen, dass j^ne, die berufen sind, gegen die Feinde des Vaterlands zu kämpfen, sich unter einander oder ihre Mitbürger umbringen. Der Rede des Herrn Ministers folgte lebhafter Beifall. __________ Serbisches Concursgesetz. Man fchreibt ber «P. C.» au« Belgrad vom 14. December: Die Verhandlungen der Slupschtina, die a« 28. November wieder zusammengetreten ist, nehmen einen ruhigen Verlauf, welcher der gedeihlichen legislativen Arbeit sehr zustatten kommt. Unter den von ihr in den letzten Tagen votierten Gesetzen beanspruchen zwei, namentlich vom Gesichtspunkte des internationalen Handels, besondere Beachtung. Das eine betrifft die Vollstreckung der i« Auslande gefällten gerichtlichen Urtheile, während das andere sich auf das Concursversahren bezieht. Durch die Bestimmungen dieser Gesetze wird eine rasche Realisierung der lloncursmasse gesichert. Durch das rigoros definierte Anfechtungsrecht bezüglich der Verbindlichkeiten, welche die in Concurs gerathenen Geschäftsleute vor dem Falliment eingegangen sind, wird den Vlissbräuchen, die zum Nachtheile ber Gläubiger verübt »erden konnten und oft verübt worden find, in Hinkunft wirksam gesteuert werden. Der Zwangsausgleich ist nur dann statthaft, wenn der Schuldner mindestens 50 Procent zahlen kann, so dass Iwangsausaleiche auf Grund von zwanzig oder auch nur von zehn Procent, wie sie früher nur zu oft vorkamen, in Zukunft ganz ausgeschlossen erscheinen. Sollte die dem Ausgleiche zugrunde liegende Garantie nicht als genügend erachtet werden sowie ferner in dem Falle, dass ein Ausgleich nicht erzielt werden konnte, würde der betreffende Gerichtshof sofort die Veräußerung der Concursmasse verfügen und den Erlös ungesäumt unter den unbestrittenen Gläubigern vertheilen lassen. Feuilleton. Eine Vesteigunss des Vesuv. Von Dr. Gmll Vock. IV. 5. Nachdem ich nun an den Pforten der Unterwelt H^en Obolus entrichtet hatte, stiegen wir raschen ^l'ttes über das Schweselfelo und erreichten in we-Kei» Knuten den Rand ors Kraters. In der ersten U blies ein Nordost den ganzm Rauch und die li^kfeldämpfe uns entgegen, dass wir nur schwer llyd ^""ten. Aber das Geschick war uns günstig llllni "°^ wenigen Minuten fegte ein Südwest den h''M Krater rein und wir konnten mit Ruhe den !,n 5 S.""' schauerlichen Anblick des Kraters genießen. ^ "ichter. der in seiner oberen Orffnung über 900 ei„ " Durchmesser hat, fällt mit steilen Wänden, die großes Trümmerfeld sind, in die Tiefe zu einem bell 3) 'ch"arzen Loch, aus dem eS qualmt und bro leicht-^ kurzem Aufenthalte daselbst spüren wir eine iihA ^rschütterulig des Bodens, ein kanonensch'ss hej^z Geräusch ertönt in der Tiefe, ihm folgt un-fli^/'Ms Pfeifen und Sausen. Aus den, Loche empor-h»mde Steine, deren gellendes Niedeifallen in der ^.^eutlich zu hören ist, belehren uns, dass eine »l»z?°" von Wasserdampf Steine und dergleichen ^lddf ^'^° schleuderte. Eine Wolke von Schwefel-"'N veltreibt uns von unserem Platze und wir gehen zu emem ruhigeren Orte, um Nähe und Ferne besser betrachten zu können. Es fehlt mir die Kraft, um den Blick auf Neapel und seine Umgebung schildern zu können; ich müsste mich auf die trockene Aufzählung der Orte. Infeln Berge u. f. w. beschränken. Ich muss aber erwähnen die fesfelnde Lieblichkeit der Aussicht auf das FMand nach Süden, wo, in Auen, Gärten und Weinpflanzungen gebettet, reizende Ortfchaften und unzählige weiße Bauernhäuschen liegen. An der Grenze zwischen dem Grün der Anlagen und dem Braunviolett der Lava ruht die Ruinenstadt Pompeji, ein trauriges Erinnerungszeichen an die zerstörenden Gewalten, die hier verborgen sind, denen aber anderseits wieder gerade die Fruchtbarkeit dieser Gegend zu danken ist; denn als ob das Feuer d.s Erdinnern in die Rebe über-gienge, ist der auf Lava gezeitigte Wein der beste und feurigste. Der heutige Krater ist eme neue Durchbruchftelle und nicht jene, von welcher die großen Katastrophen des Alterthums ausgiengen. Pompeji und H.rculanum wurden durch einen Ausbruch des heute erloschenen Monte Somm2 zerstört, welcher, 1137 Meter hoch, vom heutigen Krater durch ein tiefes, sichelförmiges Thal, den älrio äel Cavallo, getrennt ist. Der Oater« nuovo ist beilänfig 1300 Meter hoch; allerding« ist dies eine wechselnde Höhe, je nachdem sich mehr Asche ansetzt oder diese durch neue Lava wieder in die Tiefe gerissen wird. Ein frischer Windhauch von der See, der uns den ganzen Tag begleitete und uns vergessen ließ, dajs w»r im Nesen Süden an einem Sommernachmittag eine Bergbesteigung machten — so wenig spürten wir von der Hitze — erfrischte uns angenehm. Wir stiegen nun am Westabhange hinunter über da« Schwefelfeld und giengen über und am Rande großer und tiefer, Gletscherspalten ähnlicher Zerklüftungen der trügerischen Drcke des Nschenkegels, aus denen es fortwährend raucht und qualmt. Nach abwärt« liefen wir in großen Sprüngen über die weiche Asche bis zu dem Pferde-standplatz und von hier zur Vuvetle. Von dieser ritten wir denselben Wrg zurück und machten halt bei einer unvermeidlichen Ofteria, wo wir bei trefflichem Schaumweine vom Vesuv mit der Padrona und unserem Führer auf unser aller Gesundheit, auf die unserer Familien und auf alle möglichen und unmöglichen Dinge anstoßen mussten, natürlich nur um eine möglichst stattliche Weinrechnung herauszuschlagen. Als wir gegen alle Aufforderungen taub zu werben anftengen, kam noch der Spitzbube von einem Pferdejungen und presste uns mit einem mühsam herausgestoßenen «Prosit meine Herren» noch eine Flasche Wein heraus. Die größte Vrquickung war es aber. im Garten der Osteria sich Trauben vom Stocke zu schneiden und saftige Feigen vom Baume zu pflücken. Das Meer war schon in das Gold ber untergehenden Sonne getaucht, als wir von der Osteria aufbrachen und nach Boscolrecase ritten, wo wir in tiefer Nbenddämm'rung ankamen. Von hier brachte uns eine Vareta nach Torre Annunziata, der nächsten Eisenbahnstation, wo uns bald der nach Neapel fahrende Eilzug aufnahm. Laibacber öeituna Nr. 291. 2500 16. December 189k Die bestrittenen Posten werden bei Gericht deponiert werden, so dass die spätere Austragung des Streites die Befriedigung der anerkannten Gläubiger nicht verzögern wild, was bis jetzt oft der Fall war und wo« durch diese Kategorien von Gläubigern so oft geschädigt wurden. Ueberdies ist auch das Gerichtsverfahren bei bestrittenen Forderungen nach Möglichkeit abgekürzt worden. Die mit Pfandrecht belegten Güter werden in die Concursmasse nicht einbezogen werden können; infolge dessen werden die Spesen und Entlohnungen der Advocate» aus denselben nicht entnommen werden dürfen. Der Pfandrechtinhaber wird in seinen Interessen nicht geschädigt werden können. Endlich sind die Spesen stark reduciert worden und ist vorgeschrieben, dass sie nur mit Einwilligung der Gläubiger gezahlt werden. Auf diese Art erscheint die Creditfähigkeit der Handelswelt in Serbien erhöht, indem die Rechte der ausländischen Gläubiger mit neuen Garantien ausgestattet wurden. Politische Ueberficht. La ib ach, 17. December. Die Sitzungen des Abgeordnetenhauses werden wahrscheinlich am Samstag nach Veschließung des Budgetprovisoriums unterbrochen werden. Die einberufenen Landtage werden mit Rücksicht darauf, dass das Abgeordnetenhaus anfangs Jänner seine Verhandlungen wieder aufnimmt, nur wenige Tage versammelt sein, um die allerdringendsten Angelegenheiten, in erster Reihe die provisorischen Landesbudgets, zu erledigen. Der Generalrath der österreichisch « unga« rischen Bank nahm in seiner gestrigen Sitzung die Mittheilung der beiden Regierungen zur Kenntnis, dass die Berathungen der beiderseitigen Referenten in Angelegenheit der Privilegiumserneuerung am 19 d. M. zunächst in Budapst beginnen. Iu diesen Berathungen wurden als Referenten seitens der Bank außer dem Generalsecretär und dessen Stellvertreter noch zwei Mit« glieder der Geschäftsleitung bestimmt. Der in derselben Sitzung vom Generalsecretär erstattete Bericht über die Geschäftslage der Bank bot keinen Anlass zu besonderen Maßnahmen. Im ungarischen Abgeordnetenhause trat gestern in fortgesetzter Debatte über den Adressentwurf Abg. Koloman Orley (liberal) für die freie Meinungsäußerung der Beamten ein und erklärte, dass er den Adressenlwurf des Ausschusses annehme. Abg. Franz Sima unterstützt den Adressenlwurf der Ugron-Fraction. Abg. Josef Agostin (liberal) wendete sich ins« besondere gegen den Adressentwurf der Nationalpartei und fragte, ob es denn kein Wahlmissbrauch sei. wenn die Pfarrer die Wähler zu sich rufen und ihnen kirch. liche Strafen androhen, wenn sie nicht für Apponyi stimmen. Die ungarische Nation habe die schönen Phrasen satt, deshalb habe er sich der Partei der Arbeit angeschlossen. Er nehme den Entwurf des Referenten an. Die siebente Gerichlscommission des ungari» schen Abgeordnetenhauses zog heute eine Petition in Verhandlung, worin die Wahl des im Simaer Wahl« bezirke gewählten Abgeordneten Nlkolaus Lakatos (Kossuth-Fraction) angegriffen wurde. Die Commission wies die Petition zurück und erklärte dis Wahl Latatos endgiltig für verificiert. Das preußische Herrenhaus wählte den Fürsten Solms zum Präsidenten. , In der italienischen Kammer wurde gestern der Handelsvertrag mit Tunis angenommen. In Beantwortung einer Anfrage dementierte der Minister des Aeußern die Nachricht von einer angeblichen Besehung russischerseits eines Punktes der Küste am rochen Mere, indem er erklärte, die bei der russischen Regierung eingeholten Informationen haben jedwede Occupationsabsicht in Abrede gestellt. Die französische Kammer nahm das Marinebudget an. Der Marineminister kündigte einen Gesetzentwurf betreffs der Vertheidigmigsarbeiteu in Cherbourg und Brest an. Bei der Berathung des Kriegsbudgets beantragte Deputierter Iaurcs ein Ammdement auf Abkürzung der Dienstzeit auf ein Jahr. Der Kriegsminister erklärte, man dürfe nicht vergessen, dass unsere Grenzen offen stehen. Die Einführung des einjährigen Militärdienstes würde die Streitlräfte der Armee vermindern. Das Amendement wurde mit 482 gegen 54 Stimmen abgelehnt. Aus Bern wird gemeldet: Der Ständerath genehmigte ohne Debatte den Vertrag mit Italien über den SimploN'Durchftich. Der belgische Senat setzte die Berathung des Gesetzentwurfs über die börsenmäßigen Wetten und Spielgeschäfte fort und nahm denselben nahezu einstimmig an. Im Senate von Washington befürwortete Morgan einen am 14. d. M. eingebrachten Veschluss-antrag, wonach die Vorlage des Briefwechfels gewünscht wird, der sich auf Cuba und auf das Verfahren bezieht, das daselbst gegen die Mannschaft des Dampfers «Competitor» eingeleitet wurde. Morgan drang auf sofortige Intervention der Vereinigten Staaten auf Cuba, um der grausamen, kaltblütigen Niedermetzelung , der Einwohner ein Ende zu bereiten. Die Vereinigten Staaten sollten nicht zögern, Spanien, wenn nöthia, , den Krieg zu. erklären. Die Zeit sei nahe, wo Amerika, wie die Botschaft Elevelands angedeutet habe, in ent« schiedener Weise vorgehen müsse. Das Haus nahm den Beschlussantrag an. — Das Repräsentantenhaus verwies den Beschlussantrag Woodmanns, wonach der Präsident zur Intervention auf Cuba und zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Insel , aufgefordert und worin die Art der spanischen Krieg« 'führung auf das strengste verurtheilt wird, an den Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten. — Nach einer Meldung der «Times» aus Newyork bildete sich dort eine Liga zur Förderung der Sache Cubas. Den Vorsitz führt Ethan Allen; außerdem betheiligen sich an der Bewegung der frühere Gouverneur von Newyork Flower, der frühere Major Gilroy und der Polizeipräsident Roosevelt. In der serbischen Skupschtina erklärte Ministerpräsident Novakovi«! in Beantwortung der Inter« pellation von 70 Abgeordneten, betreffend die Ueiküber Affaire, die Regierung habe alles gethan und werde alles thun, um die berechtigten Interessen der serbischen Bevölkerung zu wahren. Die Slupschtina nahm eine Resolution an, in welcher die Antwort des Ministers zur Kenntnis genommen wird. Die Resolution der Kammer spricht ferner das Bedauern aus, dajs oer ökumenische Patriarch die Interessen Serbiens NM ebenso wahrnehme, wie die der anderen Nationen, ^m ! Vertrauen auf die Regierung des mächtigen türMen Reiches und die Gnade des Sultans hofft die Slup- ^ schtina, die Negierung werde reüssieren, wenn die M< teien Serbiens einig sind. . . ^ j Ueber die Vorgänge in der Türkel um° gemeldet: Der Ministerrath hat den Vorschlag, oen Armeniern eine Amnestie zu gewähren, dem Sultan unterbreitet. D,s armenische Patriarchat muss aber aus Wunsch des Sultans die gemeldeten schriftlichen Versicherungen an die Pforte richten. Trotzdem die zu "-lassende Amnestie als eine allgemeine bezeichnet nnro, besteht die Absicht, Ausnahmen zu statuieren uno von derselben Individuen, die zu Kerkerstrafen von mehr als drei Jahren verurtheilt wurden, ferner nicy verhaftete oder noch nicht abgeurtheilte Comite'chefs uno solche Individuen, die gemeine Verbrechen verübten, auszunehmen. — Reuters Office meldet: Die Machte haben sich über einen endgiltigen Actionsplan gea/"" über der Türkei bisher thatsächlich noch nicht «eelM. England sondierte in dieser Beziehung andere MiM' und es kann zuversichtlich behauptet werden, dass N ein engeres Einverständnis als bisher besteht. Nach °^ Rücklehr des russischen Botschafters von Nelidow lM Constantinopel werden die Botschafter die Berathung ^über einen Reformplan wieder aufnehmen. I Wie die «Vgenzia Stesani» aus Petersburg »meldet, bestätigt man in officiellen Kreisen, dass °l 'Nachricht von der angeblichen Abtretung eine« Pl^ am rothen Meere seitens MenelilS an RuM"" absolut falsch sei. Tagesneuigleiten. — (Graf Trauttmansdorfff) Die2el/^ als am zweiten Tage des officiellen Empfangs " Nuntiu«, erschienen nebst dem Oberfthofmeister PA Liechtenstein noch der Minister de« Aeuhern Vraf ^'" chowsli. Ministerpräsident Graf Vaoeni. die MA Krleghammer, Kallay, Gautsch, Vllinski, Vlei«pa„ — (Sterbefall.) Cardinal Voyer W Vouraes gestorben. ^^? Unerbittlich Gericht. Roman von K. Klinck. (64, Fortsetzung.) Auf das Schlimmste vorbereitet, betrat er das Zimmer, und selbst wenn das, was er erwartet, sich ereignet haben würde, so hätte kein Zucken, kein veränderter Zug seines Gesichts verrathen, was in seinem Innern vorgieng. Nun sah er aber das Schlimmste sich erspart. Nicht ein Zusammentreffen mit Julius, nicht irgend ein Verrath von Seite des Bruders hatte verhängnisvoll aufLora eingewirkt, fondern lediglich ein Zufall hatte ihr das unglückselige Ende ihres Vaters verkündet. «Wie war es möglich, dass dieses Blatt in deine Hände gelangte?» fragte er, scheinbar schmerzlich bewegt. «Armes Kind! So ist dir dieser Schmerz dennoch nicht erspart geblieben! Was deine Mutter und ich dir so lange Jahre erfolgreich verborgen, um deiner Jugend dunkle, unheimliche Bilder fernzuhalten, ein grausames Schicksal machte dieses Mühen der Liebe zuschanden. Wie gelangte diese« Blatt in deinen Besitz?» «Ich fand es in deinem Zimmer unter Büchern,» entgegnete sie, erröthend und dann ebenso jäh wieder erblassend. Ihre Gedanken verwirrten sich. Sie halte sich diese Begegnung anders gedacht. War sie nicht am Ende doch in ihren Gedanken und Combinationen zu weit gegangen? Diese Ruhe. dieser Gleichmulh, der Schmerz darüber, dajs ihr ein Leid zugestoßen war! W,e sollte sie das alles mit den finsteren Vermuthungen m Emllang bringen, welche sie auch jM noch be« schastlgten ? ^.^"«"^mI'Nl'mr. Lora?. fragte er langsam. «Welche stnstere Gewalt lieh meine Absichten in Bezug auf die Erhaltung deines Seelenfriedens zuschanden werden?» Sie hatte, sich gefasst. Der Gedanke an ihren Vater, der ungerächt den langen Todesschlaf schlummerte, ließ sie die vorübergehende Schwäche überwinden. «Keine finstere Gewalt kann mir dieses furchtbare Geheimnis offenbart haben, sondern nur der Wille Gottes, den Schleier, der über dem an meinem armen Vater verübten Morde ausgebreitet liegt, zu lüften!» entgegnete sie mit einer Ruhe, die einen tiefen Eindruck auf Herbert Grüner machte. «Du denkst, dafs dir möglich sein wird, was allen gemachten Anstrengungen der BeHürden unmöglich war?» fragte er. «Ich hoffe es!» antwortete sie fest. «Ich frage auch: Wie konnte der Mörder unentdeckt bleiben? Du hättest ihn zur Verantwortung ziehen müssen, denn nur allein durch dich kann der Verbrecher Kenntnis davon erlangt haben, dass mein armer Vater das unselige Geld in jener Stunde hat holen wollen. Nur allein die Mutter und du haben davon gewusst» Auch diese Worte machten auf Herbert Grüner nicht den erwarteten Eindruck. Er blickte das junge Mädchen einzig ernst und traurig an. «Ich sehe voraus, dass du dir des Inhalts deiner Worte nicht vollbewusst bist. Es ist als ganz gewiss anzunehmen, dass dein Vater noch mit einem dritten oder vieiten von seiner Absicht g'sprochen hat, vielleicht unmittelbar vor dem Augenblick, in welchem er mit Herrn Walther von Friedemann zusammengetroffen ist. Der Weg von diesem Hause bis zu der Straße, in welcher er dem Freunde begegnete, ist ein weiter. Er könnte nicht nur mit einem, sondern sogar mit mehreren Bekannten zusammengetroffen sein.» «Nein, nicht eine zufällige Begegnung lo^ einen solchen Ausgang herbeigeführt haben.» ^Hetel sie, ohne sich beirren zu lassen. «Ein wohlvorbere ^ Plan muss zu diesem Ausgange geführt haben, N"^, Untersuchung zur Genüge ergeben hat. Mehrere .^ brecher waren gemeinschaftlich thätig, den Aermil ^ den Hinterhalt zu locken. Jener Greiling hat '^^K Todesstoß gegeben. Das ist nicht nur möglich, ^".^„d sogar wahrscheinlich; ein Weib leistete 'h".^Ml oder führte ihm auch nur das Opfer zu. ^ ^aKd aber gab es einen Menschen, der ihn der A?or>,^ überlieferte, indem er dem wirklichen ^^ ^ Oeld Stunde oder den Tag verrieth, an welchem er " ^.» bei dem Nanlhause Heinrichs und Co. erheben »".^ «Könnte nicht der Mörder selbst es von Vater erfahren haben?» . IM, «Unmöglich!» entgegnete Lora in e'"^ ^th, der nichts mehr von einer Physischen Schwache ^l wie auch ihre Haltung eine festere geworden w« > ^ Mörder war muthmaßlich ein Ausländer. " " ^r rechtigt zu der Annahme, oder lässt !'/ " en" ^ möglich erscheinen, dass dieser Mensch, .'.""'s,:,, sM mit dem Vater irgendwo zusammengetroffen» ^set», von demselben über seine Absicht, das Geio z unterrichtet worden wäre.» «wund. ^ Eie leises Lächeln umspielte Gruners ^ ; unv «Du sprichst ganz außerordentlich ver," ^lche beinahe, als ob du genau unterrichtet wa^'^der Schritie von den Behörden gethan s"d, ^ ^r "U zu entdecken,» sagte er. «Dann musst ou O«se wissen, dass man sich der Sache nm g"? angenommen hat,» ^ ^ Lora nickte beistimmend nnt dem «^i (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 291. 2501 18. December 1896. — (Aus Njaccio.) Ihre l. u. k. Hoheiten Herr Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich-Este lowie dessen Mutter die Frau Erzherzogin Maria Therese und dessen beide Schwestern wohnten nach ihrer Ankunft am 16. b. der Messe in der Kathedrale bei. Nach. »lttag« besuchten die höchsten Herrschaften Caftellucclo. Eelne Hoheit beabsichtigt, das strengste Incognito zu lvahren. — (Geographische Gesellschaft.) In der am Ib. d. in Wien abgehaltenen Monalsverfammlung der Geographischen Gesellschaft, welche mit dem 40jährigen bestände derselben zusammenfiel und an welcher Ihre l- u. l. Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzrssin-Vllwe Erzherzogin Stefanie und Sl. königl. Hoheit der Herr Herzog Philipp vonCoburg sammt seinem Eohne, be» Prinzen Leopold, theilnahmen, hielt Dr. Holub einen äußerst fesselnden Vortrag über die Malabele-Iulu, deren Sitten, Gebräuche, Kampsesweife und Kriegführung, «m Schlüsse des nahezu zweistündigen Vortrag« sprach die Frau KronprinzessimWitwe Erzherzogin Stefanie dem Vortragenden in huldvollen Worten die Anerkennung für den äußerst gelungenen Vortrag au« und stellte beim Fortgehen ein baldiges Wiebererscheinen in »usficht. — (Die Geschwornengerichte in Rufs-land.) Nach der russischen «Petersburger Ztg.» sprach iich die Specialcommission, welche im Justizministerium ble Frage der Abschaffung der Geschwornengcrichte berieth, mit großer Majorität für deren Velbehallung aus. Local- und Prouiuzial-Nachrichten. — (Ernennung.) Der k. l. Poftassiftent und absolvierte Rechtshörer Alfred Kasprzycll in Czernowitz wurde zum Postconceptspraltilanten bei der l. l. Post» und leleglllphendirecllon in Trieft ernannt. — (Der Poftoerlehr zu Weihnachten.) In Ergänzung unserer biessälligen Mittheilungen wird noch Folgendes bekanntgegeben. Au« Al,lass der in der bevorstehenden Welhnachtsperiode zu gewärtigenden außer» gewöhnlichen Steigerung de« Fcachtenverlchrs werden lolgende Maßregeln getroffen: Vom 21. bis 24. December Werden die Umtsstunden bei der hiesigen Fab/postausgabe Von 8 Uhr vormittags bis ? Uhr abends ausgedehnt. Das Publicum wird im eigenen Interesse, wie nicht winder zur Erleichterung der schwierigen Aufgabe dringend ersucht, die Sendungen so weit als möglich schon in den Vormittagsstunden oder doch zeitlich nachmittags zur Auf-zabe zu bringen, damit dieselben noch am gleichen Tage 'lftedlert werden können. Zur schnelleren und leichteren ^Wickelung der postalischen Manipulation empfiehlt e« ^, 5ie Sendungen ihrem Umfange, Gewichte und der "Mportftreck'', die dieselben zurückzulegen haben, ent-lachend fest und dauerhaft zu verpacken und mit einer lloren und denllichen Adresse zu versehen. Die Adresse l°ll unmittelbar auf dem Umschlage selbst geschrieben sein, Wenn jedoch dies nicht recht thunlich wäre, so ist dieselbe °us der Sendung anzunähen oder aber der ganzen Fläche "°ch haltbar und sest aufzukleben, in keinem Falle jedoch bl°h anzuflegeln. Sehr empfehlenswert erscheint es auch, °°l« eine zweite ganz genaue Adresse in die Sendung lelbst verpackt werde, da hledurch bei allsälligem Abfallen °t>er Verwischen der äußeren Adresse durch das Elöffnen «r Sendung die Möglichkeit geboten wird, dieselbe an °en richtigen Bestimmungsort zu leitcn. Auch ist es Wünschenswert, das« die Parteien die Vegleitadressen richtig ^ussertigen und den Inhalt a/nau declarieren, um bei °" »usgabe einem «nftande vorzubeugen. Im Interesse btr schnelleren Vestellung der ankommenden Sendungen werden die einzelnen Parteien ersucht, den Paketbefteller ^glichst rasch und ohne Zeitverlust abzufertigen, das ist, °ie Nbgabescheine zu unterschreiben und die Postgebüren zu begleichen, da jede, auch die geringste Verzögerung "Uf den Vesammlverlehr empfindlich hcmmend wirkt. — (Ausstellung von fremdländischen Stickereien.) Da« l. l. österreichische Han-d« l« museum veranstaltet dieserlage über Ansuchen der «lreclion der hiesigen gewerblichen Fachschulen in den Olimen dieser «nstalt eine Ausstellung ausländischer Stickereien. Die «usstellung wiid eine reiche Collection A.lnefischer. japanischer und überhaupt asiatischer Kunft-"lllerei.Arbeilen vorführen, denen sich mehrere Objecte °us der europäischen Türlei, aus Tunis, Corsu, Bul-^lien u. s. w. anschließen werden. Die Sammlung be° "eht au« lauter Originalobjecten. zum Theil von her« fragender Schönheit und hohem Werte. Wir nennen V'er das prächtige Mandarinenstaalslleid sowie die '«tlichen chinesischen Damenschuhe. aus einem Modell °« vttlrüppelten Fußes ft.ckend, Mandarinen-Distmctions-"zelchen, ein japanisches Nermelgewand, eine japanische "ecke Mit Drachen und Sonnen, diverse chinesische und "panische Mfter, Gänder und Geschenlbeckchen. japanische orauengürtel und Vehängc, diverse Goldstosse und Polen-Mrlel au« Persien, Sarong« aus Neft.Iaua. Stickereien! °" Ianina, Analolien. Stoffe aus Slutari, Arbeiten von °" Insel Rhodos, au« Corfu. Conftanlinopel, eine ^n°Uogendccke au« der Türlei u. a. m. Die Ausstellung '? die erste diese« Genre« in Laibach und wir zweifeln "'H. das« sich namentlich unsere Damenwelt sür dieselbe interessieren wird. Wie wir vernehmen, wird die Aus« stellung am 22., 23. und 24., ferner am 28., 29. und 30. December l. I. geöffnet sein. Wir werben übrigen« unsere Leser seinerzelt noch besonder» darauf aufmerksam machen. — (Die Welhnachtsserien an den hie-sigen Voll«, und Mittelschulen) sowle an der Lehrer» und Lehrerinnen«Vildungsanftalt beginnen, wie man un« mittheilt, am Mittwoch, den 23. December l. I. und dauern bis inclusive 2. Jänner 1897. x. — (Christbaum-Feier der üaibacher freiwilligen Feuerwehr.) Dieselbe findet, wie alljährlich, auch heuer am Stefanitage um ? Uhr abends im Casino-Glassalon unter Mitwirkung der Mililär-Musillapelle statt. Da« Reinerlrägnis ist für die kranken und unterstützungsbedürftigen Vereins - Mitglieder be« stimmt. x. — (Christbaumveranftaltung im ersten städtischen slovenischen Kindergarten.) Wie alljährlich findet an dieser Kinderanftalt auch heuer eine Ehristbaumfiier statt, bei welcher die Kleinen mit passen« den Geschenken bedacht werden. x. — (Canalisierung.) Laut einer uns zugehenden Mittheilung sind die gepflogenen Verhandlungen, betreffend die Eindcckung des in Unterschischla befindlichen tieftn Grabens an der linken Seile der Reichsstraße zum Abschlüsse gebracht worden, und wirb durch die im künftigen Jahre zur «ussührung gelangende Eindlckung dieses sür die Passanten zur Nachtzeit gefährlich?« und sonst nichts weniger als ästhetischen offenen Grabens ein sehr großer Uebelftand beseitigt werden. Zu den auf 2000 fl. veranschlagten Baukosten wird das l. l. Straßen» ärar 40, der Landesausfchuss 30 und die Gemeinde 30 pCt. beitragen. —o. — (Die Herstellungsarbeiten bei der Fahrstraße du:ch Hauptmanca) haben vorige Woche begonnen und dürften bei günstiger Witterung bis Ende December l. I. fertiggestellt werden. x. — (Die Wetterausfichten für diesen Winter) gestalten sich ziemlich günstig, wenn man den soeben erschienenen Prognosen von Rudolf Falb (Verlag Hugo Stcinih, Berlin) Glauben schenken darf. Mit Ausnahme der letzten Woche des December und der drei ersten des Jänner, für welche strengere Kälte zu erwarten ist, wird der ganze übrige Th'il des Winters als mäßig oder warm geschildert. Da sowohl der letzte milde Winter, als auch der verflossene überaus nasse Sommer und Herbst von Falb vorausgesagt worden waren, nehmen seine Freunde an, das« er auch diesmal das Richtige gelrossen hat. — (Die Ausverläufe.) Seit Jänner v. I. besteht bekanntlich da« Gef,h, nach welchem ^ Ausverkäufe» nur nach Bewilligung seiten« der Gewerbebehörbe angekündigt oder abgehalten werden dürfen. In dem nunmehr abgelaufenen ersten Jahre des Bestands diese« Gesetzes wurden im ganzen 269 Ausverkaufs «Ansuchen ein» gebracht, von denen 60 nicht bewilligt wurden. Von den bewilligten 209 Ausverkäufen entfielen die meisten, nämlich 63, aus Böhmen und 51 aus Niederüfterreich, davon 39 auf Wien; 13 Ansuchen wurden in Wien ab° schlägig beschieden. In Vezug auf die einzelnen Ve» schästszwelge betrasen die meisten Ansuchen um Ausver« lauf, nämlich 65, die Confections« und Galanteriewaren» branche, 47 Ausverkäufe bezogen sich aus Bekleidung»-artilel. Unter den Gründen für die Ankündigung und Abhaltung dls Ausverlaufs war in den meisten Fällen (141) Aufhören des Gewerbebetriebs, in 64 Fällen Ueberfiedlung des Geschäfts angegeben. Die «nzahl der Uebertrelungen des Ausoerlaufsgesetze« (unbefugte Ausverkäufe werden mit Geld bestraft) betrug 84, von welchen 52 auf Niederösterreich, darunter 50 auf Wien entfielen. — (Oesterreichisches Post. und Tele-graphen wesen.) D?r vom statistischen Departement des k. l. Handelsministeriums herausgegebenen Post- und Telegraphen-Slatistil für das Jahr 1895 ist zu entnehmen, dass sich im Laufe diese« Jahre« die Zahl der Postanstalten von 5466 auf 5628. die Zahl der Tele-graphen.Nnstalten von 4393 aus 4544 erhöht hat. Die Gesammtzahl der durch die Post beförderten Sendungen betrug 655 5 Millionen Slilck (1894 843 1 Millionen), darunter 788' 4 Millionen Vriefpostsendungen, und zwar 528 7 Millionen Briefe, 160 6 Millionen Postkarten, 82-8 Millionen Drucksachen und Geschäslspapiere und 16 3 Millionen Warenproben, ferner 26 1 Millionen Poftanweifungen, endlich 41 Millionen Fahrpoftsendungen. Von den Fab/postsendungen waren 5 4 Millionen Geld« brief?, 8 9 Millionen Sendungen mit und 26 7 Millionen Sendungen ohne Wertangabe. Im Postanweisungs-Vrrlehre wurden bei den Postämtern 499 M'llionen Gulden eingezahlt und 581 Millionen Gulden ausbezahlt. Von den belörderten 13 2 Millionen Telegrammen waren gebürenpflichlig 12'1 Millionen, und zwar darunter 6-2 Millionen für das Inland und 5-9 Millionen nach und aus dem Auslande, und 11 Millionen gebürenfrei. Ende 1895 bestanden 143 Stadl'Tclephonnehe und 53 interurbane Telephon-Llnien mit zusammen 68.095 Kilo» meter Drähten und 18.663 Theilnehmern. Die Tele» phon'Unlagen wurden von den Sprechstellen und «bon« n nten zu 63 Millionen Gesprächen und zur Vermittelung von 760.666 Telegrammen benutzt. Die nur in Wien bestehende Rohrpost besaß Ende 1695 43 Rohrpoststalionen, und betrug die Länge der benutzten Rohrstrecken 48.703 Kilometer. Die Oefawmlzahl der mit der vneu»atischen Post beförderten Gegenstände belief sich auf 47 Millionen. Das Gesammtpersonal der Post» und Telegraphen-Anstalten zählte Ende 1895 34,313 (1894 32.772) Personen. Post, Telegraph und Telephon lieferten im Jahre 1695 eine Einnahme von 45.484.751 fl. (1894 37.977.711 fl), welcher eine Ausgabe von 42.158.412 fl. (1894 34.514.115 fl.) gegenüberstand, so das» sich ein U.berschuss von 3.326.339 fl.(1694 3.463.59s fl.) ergab. — (Vewerbe-Förberunz«'Veirath.)U» 14. d. M. sand im l. l. technologischen Vewerbemuseu» in Wien unter dem Vorfitze de« S?ction«chef« Freiherrn von Welgelsperg die dreizehnte Sitzung des Veirath« de« Handelsministeriums in Gew?rbl»Förderung«'Nng»legen-h?ilen statt. V« wurde u, a. über die Durchführung der in der letzten Sitzung bewilligten Gesuche berichtet, wonach Arbeltsbehelfe an Genossenschaften, beziehungsweise an Consorlien von Handwerkern in Senfttnberg, Graz (Umgebung), Pilsen, Mariano und Dobczy:e übermittelt, serner den Nagelschmieden in Kropp und der permanenten Gewerbe-Ausstellung in Steyc die ihnen bewilligten Subventionen ausgezahlt wurden. — (Sanitäres.) In der G-meinbe St. Vivrgen, V liksu — bleiben), zwanzig aus 2^v6l (2>vöno) und 2iss (die Zehnzahl, Dekade), also Zahlung nach dem dekadischen Zahlensysteme). Zuber und Zober find das ahd. 2>vib»r, Gefäße mit zwei Bahren oder Trägern (Eimer, ahd. oindar, Gefäß mit einer Handhab?, «Aukai-an», vgl.d. griech. <^c<»^ d. lat. t'orro). Quirl und Quaste sind Spielarten der au«° gestorbenen Formen «A^vir!» und «2>vttgt6». Zwiebel aber entstammt dem lateinischen Worte oaopull» oder 0Ä6p» (davon auch das französische oidaule, italienische cipoItH, slcvenische ^dulj». Bei der Entlehnung dieses Worte« fand eine Anlehnung an das deutsche Wort «Volle' d. i. Knollen, Kugel, statt) u. a.«. So entrollt fich ein bedeutendes Stück der Eprach-entwicklung in dem einzigen Worte Zwei. Den Schluss des anziehenden Vortrags bildete eine Ermahnung an die «Sprachgärtner», die Philologen und deren Nerufsgenofsen, die lehrreichen und bildenden Er» gebnifse der Sprachforschung auch weiteren Vollslreisen zugänglich zu machen, das« die gesprochene Sprache nichts als etwa« Todtes, nicht nur als geeignete« und nothwendige« Werkzeug des Verkehr« und der Milchet« lung empfunden werde. Diesem Vortrage folgte der des Herrn Professors Wallner über die Fremdwörter in der deutschen Sprache. Der Gedanlengang desselben ist folgender: Da« Fremdwort ist das Zechen einer Cullursprache. Ein Voll, wie das deutsche, das aus eine so bewegte Geschichte zurückblickt, da« mitten im Vollsverlehre steht, muss nothwendig eine benächtliche Anzahl von Fremd« Wörtern, alten und neuen, aufweifen. In der Thal hinterließ jede Bewegung, die von außen her umgestaltend auf deutsches Leben Einfluss gewann, ihre Spuren in der Sprache. Von Rom aus wurde den Deutschen dc» Christenthum übermittelt; daran erinnern die lateinisch n Ausdrücke: Kreuz, Papst, Münster, Opfer. Segen, Predigt. Fest u. a. Dem Handelsverlehre mit den Römern verdankt die deutsche Sprache die Wörter Markt, Münze und Pfund; sie gab der lateinischen basüc die Ausdrücke für Flaum, Seife, Hemd und Hofe. Den Steinbau lernten die Deutschen von den Römern, daher die Ausdrücke: Mauer, Mörtel, Kall, Fenster, Pforte. Die ersten Straßen (strut») in Deutschland waren Römerftrahen. Als zur Zeit der Kreuzzüge von Frankreich her das Ritterthum in Deutschland Eingang fand, la» mit ih« eine Menge französischer Gezeichnungen in Aufnahme: Preis, Abenteuer, Lanze und Banner gemahnen an jene Zeit. Alle diese Wörter, die ihre ursprüngliche Gestalt längst eingebüßt, haben Htimatrecht im Deutschen erworben. Man nennt fte Lehnwörter. Die Hauplflul von Fremdwörtern, die geradezu ver. heerend Nnrlte, drang in die deutsche Sprache zur Zeit, als der Glaubenskrieg da» deutsche Voll dem Untergänge nahegebracht hatte, als au» den kläglichen Trümmern jede« Selbstbewusstsein geschwunden war, zur Nlamodezeit. Für diese Fre»dwörter darf es leine Duldung geben. Ihr Gebrauch entspringt keinem Bedürfnisse, denn da« Deutsche übertrifft ja an Wortreichthu« bei weitem das Französische, da» in Wortschatz und Wortbildung, wie der Vortragende an einer Reihe von Beispielen aufweist, von Sprachgut und Sprachweise der Germanen ganz durch» setzt ist. Nur für Geiftesträge find die Fremdwörter mit ihrer meist recht verschwommenen Bedeutung ein willkommener Nolhhehelf. Denn immer bort, wo Begriffe fehlen, da stellt da« Fremdwort zur rechten Zelt fich ein. Oder fie find ein Zeichen eitler Unbildung, die mit fremd« sprachigen Brocken prahlt, ohne zu wissen, dass sie ver. allete Ausdrücke gebraucht, die das Französische von heute in dieser Bedeutung längst nicht «ehr lennt oder über« Haupt nie gelannt hat. Man vergleiche nur etwa Couoert (envolappo), Parterre (l«-ä6-otlkus»6o), Loupe' (com-partiwLuy, Compliment (rövörynoo) und Coulance (!). Au« der Sprache der Gebildelen verschwinden denn auch die Fremdwörter immer mehr; viele fristen nur noch in den untersten Volksschichten ihr Dasein. Man sieht eben ein, das» es «in g ichen höchster Bildung ist, wenn man seine Muttersprache so beherrscht, dass «an der sremden Lappen enlralhen lann. Neide Vorlläge wurden «it allseitigem, laute« Veisall aufgenommen und verdienen Veröffentlichung und Verbreitung in weitere Kreise. Mit Worten des Danles an die beiden Vortragenden und an die anwesenden IulMer für ihre geschenkte Auf-M«lsa»l«it schloss der Obmann die Versammlung. — (Die Frauen'Ortsgruppe Laibach des Deutschen Schulvereins) veranstaltet am Samstag den 19. December um 6 Uhr abends in der Tonhalle eine ChristbauM'Feier für die den Kindergarten des Deutschen Schulvereins besuchenden Kinder. Programm: 1.) Vegrühungslieb der Kinder. — 2.) Weihnachtslied «Heilige Nacht» von Franz Gruber, vorgetragen von den Knaben der IV. Classe der deutschen Knabenvollsschule. — 3.) Weihnacht« - Gedicht, verfasst und der Frauen-Ortsgruppe gewidmet vom Herrn Regierungsrath Dr. Fried. Keesbacher, gesprochen von Fräulein Lilly Maurer. — 4.) Lieder und Spiele der Kinder. — 5.) Ansprach?. — 6) Verlheilung der Geschenke. — (Philharmonisches Concert.) Wie bereits gemeldet, enthält die Vortragsorbnung des über« morgen stattfindenden Concerts der Philharmonischen Gesellschaft auch noch die 4. Symphonie in 15 äur von L. van Beethoven. Jedes Werl des großen Meister« hat einen besonderen tonlünftlerischen Wert, der jedem Concert« besucher llar sein soll. Unter den lelchtfasslichen Er» läuterungen, die nun den Zwcck verfolgen, in klaren, knappen Zügen ein Bild des Wachsens und Gedeihens der Motive und ihrer thematischen Durchsührung zu ent« rollen, steht der vollsthümliche «M us il fü hrer», herausgegeben von Morin, Verlag von h. Verchhold in Frankfurt a. M., in erster Reihe. Der billige Preis (12 kr. per Heft) erleichtert die Anschaffung desselben. Bestellungen nimmt die Buchhandlung Jg. v. Klein» mayr H Fed. Namberg entgegen. — (Gemeindevorftands - Wahl.) Beider am 26. November vollzogenen Gcmelndeoorftanbswahl in Kanberö« wurden Martin Brodar, Grundbesitzer in Dolgo Brdo zum Gemeindevorsteher, Stefan Hribar, Grundbesitzer in Dolgo Vrdo und Josef Zajc, Grundbesitzer in gahrib, zu Oemeinderäthen gewählt. — (Slovenisches Theater.) Die gestrige Erstausführung der Oper «Norma» fand eine sehr beifällige Aufnahme. Eine nähere Besprechung behalten wir uns sür die morgen stattfindende Reprise vor. Neueste Nachrichten. Hihung des Abgeordnetenhauses am 17. December, (Original-Telegramm.) Eine Zuschrift des Vicepräsidenten des Herrenhauses dankt für die Condolenzlundgebung anlässlich des Ablebens des Präsidenten des Herrenhauses Grasen Trauttmansdorff. Das Abgeordnetenhaus nahm das Landesvertheidigungsbudget an und begann die Debatte über das Budget des Ministeriums für Cultus und Unterricht. Bei Titel «Ventrale» stellte Unterrichtsminister Baron Gautsch mehrere Ausführungen der Abgeordneten Wahilko und Stephanomic; betreffs der Bukowina richtig sowie des Abg. Stransly betreffs Mährens und fügte bei, er werde es mit Dank begrüßen, wenn die Bemühung der Regierung betreffs Errichtung einer mährischen Universität seitens der beiden bestehenden böhmischen Universitäten die vollste Unterstützung finden werde. Gegenüber dem Abg. Campi, welcher eine italienische Universität verlangt, betont der Minister, die Regierung sei bemüht, an der Universität in Innsbruck italienische Parallelclassen zu errichten und sei einiges bereits geschehen. Leider ermuntere der bisherige Besuch nicht die Bemühung der Unterrichtsverwaltung. Der Minister wolle angesichts d?r vor kurzem geführten Debatte auf die großen principiellen Fragen des Unterrichtswesens nicht neuerdings eingehen und wiederhole nur die Bitte um etwas Ruhe für unsere Schulen, da der Grundsatz <^uist» non movyre noch lange Zeit unser Programm werde bilden müssen. (Beifall.) Wir wollen die einzelnen Anregungen prüfen und die nothwendige, mitunter undankbare, mühevolle Kleinarbeit verrichten. Der Minister halte es jedoch für nicht an der Zeit, mit großen Reformvorschlägen an das Haus heranzutreten. (Lebhafter Beifall.) Die Verhandlung wird sodann abgebrochen. Der Landesvertheidigungs - Minister legt einen Gesetzentwurf, betreffend die Versorgungsgenüsse der Gendarmeriemannschaft sowie deren Witwen und Waisen vor. Nächste Sitzung morgen. Telegramms. Wien, 17. December. (Orig.-Tel.) An dem heutigen Familiendiner bei Sr. k. und k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Rainer nahmen Se. Majestät der Kaiser sowie die hier weilenden Mit» glieder des Kaiserhauses theil. Wien, 17. December. (Orig »Tel.) Der König von Serbien reiste um ^ 9 Uhr abends nach Belgrad Bis Budapest begleitete ihn König Milan. Mit dem gleichen Zuge reiste der Onkel des Königs, Katargiu, nach Bukarest. Zur Verabschiedung auf dem Bahnhöfe waren die Gesandlen von Serbien und Rumänien er» schienen. Wien, 17. December. (Orig.'Tel.) Der Budget« ausschuss nahm das Vudgetprovisorium für Jänner 1897 an. Abg. Nitsche und Kaizl erklärten, ihre Parteien werden gegen dasselbe stimmen. Sodann referierte Abg. Ruß über das nach dem letzten Ausschussbeschlusse amendierte Gesetz, betreffend die Aufhebung des Z"-tungsstempels. Das Gesetz wurde angenommen. Rom, 17. December. (Orig.Tel.) Der Senat nahm nach kurzer Debatte den Gesehentwurf über den Schutz der militärischen Landesverteidigung in Friedens' zeiten an, welcher mehrere Abstufungen von Freiheitsstrafen im Falle von Spionage festseht. Paris, 17. December. (Orlg..Tel.) Die Kammer hat den Gesetzentwurf, betreffend das einmonatllche Vudgetprovisorium, mit 479 gegen 55 Stimmen angenommen. London, 17. December. (Orig..Tel.) Heute wurden in West« und Mitteldeutschland Erdbeben wahrgenommen. Belgrad, 17. December. (Orig.-Tel.) Der Kömg wird bei seiner Ankunft von der gesammten Skupschtina erwartet werden. In der Kathedrale findet morgen em von der russischen Gesandtschaft zu Ehren des Namenstages des Kaisers Nikolaus veranstaltete« Tedeum statt. — Der Finanzausschuss verhandelte das Budget. Vukarest, 17. December. (Orig.-Tel.) Monsignore Gheorghian, der als Metropolit.Primas im Jahre 1s9^ seine Demission gegeben hatte, wurde heute zum Bischof von Roman gewählt. Aiterarisches. Kalender pro 1897. Beim Jahreswechsel gehört wohl ein guter, praktischer Kalender zu den dringendsten w<" brauchsgegenstanben des Lebens. Es ist deshalb angenehm >"^ bequem, in einem Verlag alles beisammen zu finden, was dl'l moderne Culturmensch zur Einführung in das neue Jahr ^ nöthigt. Diese Concentration leistet unstreitig am vollendetste!' der bestbetannte Verlag von MorizPerles, Wien, I., Seiles gasse 4. Diese rührige Buchhandlung pflegt in einer eigenen M' theilung ihres weitverzweigten Geschäfts den Kalenderverlag al" Specialität mit besonderer Umsicht und großen Erfolgen. ^ diese Jahrbücher namentlich hier zu verzeichnen ist ihrer große» Anzahl wegen unmöglich, aber einige wollen wir doch erwähnen -Ein ausgezeichneter Erzählungslalender z. N. ist der «Oeste^' Vollmalender», welcher in einem besonders reich ausgestatteten (53.) Jahrgang vorliegt und nebst interessanten Novellen erst" Schriftsteller eine Fülle ernster und humoristischer Bilder enty" ' Josef Wichner, gegenwärtig unseren besten Vollsschriftsteue"' beizuzählen, leitet das Buch mit einer sinnigen Erzählung e>"' Meister Ludwig Hevesi schließt sich mit einem munteren Capr>cc> — graciöseste Ciselierarbeit! — an. Es folgen u. a. M Sto"" mit einer heiteren Drülerie, Fr. Stcinebach mit einer Novels welche den unvergesslichen Vollslaiser Josef II. zum Helden h"'' Poetische Beiträge haben u. a. Hieronymus Lorm, Karl 2^ steiner und I. G. Frimberger beigesteuert. Von belehrenden ""< sähen verdient der des Abgeordneten Roser besondere Bcach<""H eine flammende Philippika gegen den Dämon Lotto, die hoffe^.^ beherzigt werden wird. Unter den hübschen Illustrationen !°" der originelle Bilder« Cyklus von Karl Clleder besonders am-«Zeichen des Thierlreises in's Wienerische übersetzt». ^ machen wir auf einige elegante Erscheinungen, den Staffel (Nippes.) Kalender, den Nijou. Kalender und den Vo"0"" Kalender aufmerksam. «Die feine Welt» (Tage- und NoNM?" enthält pro 1887 das neueste Bildnis der Erzherzogin Mar Ioscsa. Es ist überhaupt schwer, nach einem Kalender z" sunA der bei Perlcs nicht zu finden wäre. Von dem zierlichen ^^ monuaie'Kalender, wohl der kleinste des Verlags, bis ö" ^ großen «Schreibunterlage »Pultmappe» sind alle 3^"^^ M treten. Die Fach. (Berufs») Kalender präsentieren sich ""' h/, im Taschenformat elegant gebunden, sind sie doch b^,u stimmt, die täglichen Begleiter unserer Aerzte, Ndvocaten.Apotyei ' Land» und Forstwirte, Baumeister, Lehrer, Studenten, p" ^. graphen, Bienenwirte, Iagdfreunde, Elcltrotechnilcr.Eiscnbahner ' bilden. Höher gewachsen sind die Volks. und Auslunfls.Kalen" ' die Haushaltungs.Vücher und Hausfianen.Kalendcr. E,ne N^ aparte Stellung nehmen die fo überaus praktischen u"^>^ liebten Block. (Abreiß) Kalender« ein. welche unter dem.^ ^ Univcrsalblock, Küchcnblock, Mignonblock, Wochenblock «. m .^ Sorten in, Pcrles'schcn Verlage enthalten sind und '"N^ dieser Abtheilung pro 1887 zum erstenmal auch ein must!" '^„ Abreiß-Kalcnder eingereiht,d er auf jedem Blatte eine M" , " g Erinnerung bringt, die zu dem betreffendem Tage in "ezl.ey ^ steht. Es ist somit für alle Bedarfsfälle gesorgt und wer 'M einen Kalender braucht, wende sich an die Buchhandlung -" Perles (Wien. l., Seilergasse 4). Dieselbe versendet auch eieg»' Kalender-Prospecte gratis. .. ^ Alles in dieser Rubrik Besprochene lann durch die h»e!» Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H Fed. Bamvr bezogen werden. ^^» Angekommene Fremde. Hotel Vlefant. . ^ Am 13. December. Edle v. Fichtenau, Gutsbesitzerin, " dolfswert. - Majbic s. Gemahlin, Mühlenbesitzer, Krattw«« — Munda, s. Gemahlin, Besitzer; Schwentncr, Vuchhano'^ Balau, Besitzer, Rann. — Samide. Bürgermeister, Mtiml. ^ Kranner. Privatier, Loitsch. - Picl. Schepitz, Me., T"e O^ Trevn, Kfm., Assling. - Pichler, Kfm., wraz. - ?»'" '„bler, mahlin. Spihenhändler. Marienbad. - Priester, Spchenyan Agram. - Zell, Kominil, Epstein, Edlr, Spitzenhandler, — Meier, Spitzenhändler, München. Oladva, Am 14. December. Graf Christallnig. Gürz. "1,^,^. Doctors-Gattin. Stein. — Podmenil, Gasthosbesitzenn, lN^ ^ — Engelsberger, Kfm.. Neumarltl. — Wutscher, «^'^a-MegycS. Ing.. Budapest. - Bieneustocl. Kfm , Oraz. tijevic s. Gemahlin, Kfm.. Agram. — Braun, Kfm., ^"' - ^. Am Ib. December. Dr. Dereani s. ^emahM', ^ ^. Germ. Gutsbesitzerin. Schloss Weinhof. — Mauer, M«^"' "^, — Ast, Ing.; Löw. Guttmann. Äolgeri, Krause. Maye^, ^ mer, Goldhammer, Kflte., Mien. - Lauriö. Pn«ate. ""c ^ Havas, Kfm., Gr..K°nizsll. - Kranh s. Tochter, Pnvate, " Hotel Stadt Wien. ^sl Am 14. December. Brocke. Techniker. Pilfen. — M"^. " .^. meister. Hollenburg. — BoUe, Scholz, Kflte., Graz. ^, ^, hofer, ttfm,. Brunn. - Kawer, Pisl, Kflte.. W'en. ^ ^ Kfm,. Berlin. - Mandl. Kfm,. Pinczehely. Laibacher Zeitung Nr. 291. ___________________ 2503 18. December 1896. Am 15. December. (Uraf Aichelburg, Herrschaftsbesiher, «tides. —Steinbach, Oberinspector; Nuckel. Malier, Kary, Pranter, Msl, Kflte., Wien. - Steffel, Journalist; Schmidt, Kfm., Piaa.. — Sauer, Kfm., Gr..Kanizsa. — Lehmann, Kfm., Mün^ MN - Nossan, Lederfllbricant. Nesselthal. — Miihle, Jurist, ^dolfswert. — Laube, Kfm., Berlin. Verstorbene. , Am 15. December. Johann Seret, Schneider, .^7 I., UoMat 59, ?ul»sreul. pulm. Am 111. December. Maria Kozelj, Gärtnersgattin, " I., Polanaftraße 47, Tuberculose. — Michael Zabulovec, «rbeitersjohn, .'l Mon., Karlstädterstraße 1«, Darmlatarrh. Im Civilspitale. >, Vm lii. December. Franz Vizjal, Arbeiterssohn, 14 I., ^t»ercul«56 pulm. « . Am 13. December Maria Verck', Amtsdienersgattin, ' I., ^lllll8MU«. Am 14. December. Franz Pirc, Lederer, 52 I.. Tuber» Am 16. December. Stefanie Obrelar, Eckriftsehers-'Wer, I I., pneumonia p0»t DiplUnerit. Vieteorologische Beobachtungen in Laibach. ä °^H kI^ k" , '"" d„H!mu.el« H^^ 1?. ^Ü.N. 7.«j'i5 -0^8 SW. schwach ^ bewöltt" ""^" 9 . Nb^^3i^4 _i-2 wmdstM , Schnee____ " l?Ü.Mss., 730-8 , -1-6 NÖ. schwach ! bewvltt 's 3 5 ,, . Das Tagesmittel t»er gestrigen Temperatur -1'4". um ^^über dem Normale. "erantwortlicher Stedacteur: Julius Ohm«lv Nilter vun Mssehrad. 49. Vorstellung. Außer Abonnement. Ungerader Tag. s Freitag den t8. December Zum Benefiz des Regisseurs und ersten Gesangs« und Charakter« Komikers Herrn Kranz Felix Giroflä-Giroflk. Komische Operette in drei Acten von Albert Vanlo» und Eng. Leterrier. — Musil oon Charles Lecocq. Anfang präcise halb 8 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. M Dr. Heinrich Edler von <5ron, k l Landes Wl Regieiungs.Secretär in Laibach, gibt im eigenen und ^ im Namen seiner Gattin Marie, geb. Prodnigg, die ^ tieferschiitternde Nachricht von dem Hinscheiden seines M einzigen, innig geliebten Bruders, resp. Schwagers, ^ dcö Herrn » Otto Edlen von Cron W l. u. l. Hauplmann des Generalstabs - Corps, W welcher am 14. d. M. um 1 Uhr nachts im 3!. Lebens» M jähre nach langem, schwerem Leiden entschlummert ist. ^ Das Leichenbegängnis fand am 15. d. M, um ^ halb 4 Uhr nachmittags vom Trupprnspitale in ^ Zara aus statt. ^ D>e heiligen Seelenmessen wurden am 16. d. M. ^ in der St. Simeons-Kirche in Zara um 9 Uhr vor- ^ mittags gelesen und werden in Laibach an einem W später zu bestimmenden Tage gelesen werden. W Za ra an« 16. December 1896. Marsala bester sicilianischer Desserts ein wird von den Herren Aerzten den Kranken und Reconvalescenten empfohlen. (5353) Vo Liter-Flafohe 90 kr. 10-1 1 Llter-Fla»ohe fl. 1 60. Bei größerer Abnahme entsprechender Nachla&s. Apotheke Piccoli „zram Engrel", Xjai"bacli. Course an der Wiener Börse vom 17. December 1896. ^« dm. ^eum «ourMatte SlN»t».Hnl»h»N. «,ld «iar, ,"i,«lal N°«mber . . . l0l »b l0l 4!> ^?"N v«,. FtbruarNugusi loi il!^ lUl 45 " V!Ib,i »^ IÜ!»!«-Iull l0l'4ü!lUl-«ü ,»^ " « llprll-vctob« l0l 4K l0l«ü l«n> ' "^° St!»<,<«losf. »5U fi. ,4» !>4, !>u >«».." ^0 " yanze blX» l. 148-bU l44 — !««?" l>"/° » llanllel 'lM l. l54 ?s> lül. ?!. "«l V»llltrftellüri!(X)Nii»ienNl>m. 100 75 10«'8ü d»o. dto. per UMmo . . lav 75 ln« 8^ 'chreibn»«en. ll>""^«hn ,n «.. sttuerfre« 'll«,ll'.^')' für lW fl. G. 4°/» N8 8U 1»N l»0 (b<"F°>'ph-«°hn ^."nenw, Ntuers.,4 z,^">»'Nubwt<« »no fi. «. W, Oeü' «a« «,» V«««»»e zur Hahlnn» Uber»o»»tn« Eileno.'Pri»r.» vbllgationn». »lllabethbabn «00 u.3000 M. !Ür »W M. 4°/,..... ll« 3N ,l? »<» »lüabethbahn, 4«<> n. LOM) Vl. ü«U M, 4°/,...... ««0L5l«-«5 ss, 89 35 4°/^ bto. dlo. per Ultimo . . S9 20 894U bto.<3l.«.«l.»l»ld l00st.,4>/,°/<, 12» S<1 l28'«0 dto, dto, Vilb« llXI fi., 4>/,°/. l0l lU l0»--dt». Eta l»l — bNol.^)bl. 100 - 101 — bto. Präm.»«nl. 5 l»>0 fi. ». W. Ibu-o« 1dl 5(1 bto. blo. k 50 fl. 0. W. 1«) — 151 — Tht<ß>i«e«.'2ol« 4"/„ ION fi. . 1»6 75 1»7 75 Grundentl.' Hbligallon»» (für 100 fi, llM.), 4°/, lroatllcht unb slavonische . 97 40 — — 4»/» u»8°r«che (100 fi. «.«».) . 97,0 98 30 Hnl»»l« 2ff«ntl. ßnl«h»n. D,'»»u «t«'Luit 5°,',..... 189'bO 130-50 dto. «Nleihs 1«7« . , 10? eo 10» S» Nüllhen d« Tlabt «ürz, . . 112— —'- «nlthen b. Vtadtgtmeinde Wien 10» 70 104 70 «»le3r» »>. Ltadtaemeinde Wie» lLllb« «der Gold).... I27'50 — — Pr«mie»«nl. b, Vtadtgm. Wien 1«2 l»0 1»3 50 Vi»rlet>au «»lehrn, b»!o«b, 5"/, 10125 102lb 4" Ni-ail,!'!- l!a,,d,« V!nl-b,n . 8385 9» »5 ««ld «»« ßsandblllf» (für 100 fi.). «0bcr,»N«.«>st.lN bU I,VI.4°/„». »S 40 100 40 dt«. „ „ in 50 ., 4°/, 115 75 11L75 bto. Plim.'Schlbv. 3°/„l.«m. 117-K7 75 bto, bto. »°/<>, II. «m. — - -- 3t..»fterr.Lanbe»'Hyp, «nst.4°/<> io« — loa so Oest.'un«. Ban! Verl. 4°/, . . i«Xl 10 101 — bt». dto, 5Nn»n (für 100 fi.). Ferdlnllnd»loil «°se 40 fl. «ü» . ?!-— ?»-. WaldsteinLose 20 fi. «M. . . «0-.. N2--MnbüchgsHh Lose 2" fi. n. . 15 30 IS — dto. dto. H. »Acll»» lper Vrllck). «nglo vest. V»nl 200 fi. »0»/, ». 15« — 15« 50 Vai.tvertin, Wener, 100 fl, . z>57 75 25» 2l> Uodsr.°«Nft..0eN.,200fi,E.4O°/, 447 — 448 — «rbt.'«nst. f. Hanli.u. », ISO ft. — — — - dto. dto. per Ultimo Veptbr. 872 25 87» 75 «redilbanl, »ll«. unz,, 200 fi. . ^4o?k»04O» — DtpofitenbllKl, «ll«., 200 fi. . ll3L-5O 237 50 E«compte° Ges., Oesterr. 500 fi. «lVi. . . , 4N» 50 499 — Dlii'Vobenbacher«. !t!.»»l»fl,L. K4— «5 — Nerbinaud« ^iordb. 1N00 fi. .. «esellschllft »00 ft, s. . . . »88'—28b'bO Lloyb, 0eft., Irlesl. 500 fi. «M. 42« — 42?'— vefterr. Nordtoefib. »00 ft. <3. . 2«9»5 »«9 75 bt,. dto. <1it. U) »00 fl. V. 2?»50 N3-— Prag Dultl Eisenb. 150 fi.G. , 93 50 94 50 Vta»l»elstnbahn 200 fl. O. . . 357 — »5? »5 Gübbllhn 20« fi. T.....81-50 9» 50 Vübnorbd. Verb..«. »00 fi. «Vl. 215 — 21« -Irll«»ay«Vtl.,wr.,I?0fl.». U, «o — 4b» — bt«. «m.i«87.z,ll. , . . — — — — tramway.»,,., «eu« «,., Pr<«. M»t».ilctlen 100 fl. . . . l03 »5 lO» ?ü U"«.>«»ll». Hisenb. 2 >U st. Kllbn ,07 25 »0»»!. ll'>i.tl>eft°.lN«b^„a,)i!n,n.»r,,.«^. «u— «,_. l»»er Vtüll). Vllunes., «llg. »st., 100 fl. . . „.50 ,,,»« «»ll^er «tlsen. »nb «««hl.Inb. " " in «Sien 100 st.....57-zb 5» »' «isenbahnw.^eihg., Erfle. »0 st. 1«» _ ,3i -'««lbemlihi'', Papiers, u. ». H. «.«, "^ «ieflnger Vraueret 100 fl. . . „,.__ ,«. M°nt°n.«t,ell,ch.. 0tfi..«lpin« 8«- Nbö Prag« st. «4?_ «,»." «H»^' S'einlohln, »0 I. «05-«10- .,«chl»«l»ühl" Papier,., «0 l. «? - «0 - lrifailer Kohln,».. «es. ?o fl. i« .. «»." «»Nens..«..0,st.!n»«,n, lOO l. 8,1 — «». »»a«lm.llevic, 9. December 1896. Franci8ca Razboršek.J l5227) 3-3 Nr. 23.640. Curatelsverhiinaung. Vom k. k. städt.-delcg. Bezirksgericht in Laibach wird belannlgemacht: Ueber Johann Schischek. gewesenen Privatlrhrer in Laibach, wurde mit dem Beschlusse des k. l. Landesgerichts Laibuch vom 10. November 1tt96, Z 9664. ob Altersblödsinns die Curatel verhängt, und wird ihm Herr Ferdinand Mahr, laiserl, Rath in Laibach. zum Curator bestellt. Laibach am 27. November 1896. ^^^Trnköczy's Mundwasser mSbkF eine Vlasche 5O kr. M Trnköczy's Zahnpulver M[ eine Schachtel 3O kr. sowie sämmtliche medicinisch-pharmaceutischen Präparate, Specialitäten etc., diätetischen Mittel, homöopathischen Arzneien, medicinischen Seifen, Pariümerien etc. etc. empfehlen und versenden nach allen Richtungen der Welt die Apotheker-Firmen: (&obi)4 Ubald v. Trnköczy, Laibach, Krain. Victor v. Trnköczy, Wien, Margarethen. Dr. Otto v. Trnköczy, Wien, Landstrasse. Julius v. Trnköczy, Wien, Josefstadt. Wendelin v. Trnköczy, Graz, Steiermark. IFost-versezKS.-u.2i.gr ¦uaxxgfeli.exa.d..