Laibacher Zeitung. Nr. 202. Plann merati on «preis : Im Eomvloir ssanzj. ss. 1,, l>albi. si. 5.I-.0. Für die Zustellung in» Hans halb». .'.0 lr. Mi! dcr Post ssnuzi- st. 15, halbj. fl. 7.5,«. Montag, 3. September Inslrtionegcbühr bi« 10 Zeilen : Imalßull., !im. ««lr., »m. l fi.; sonst pr. Z^ilc l in. ü lr., l»m. 8 tl., »m. l<» lr. u. s. >v. Inscltionesteulpel jübcsm. 30 li. ^87U. Amtlicher Theil. ^aiserl. Patent vom 3. September ^ir Fran^ Joseph der Erste, v°n Gottcb Glladcn Kaiser von Oesterreich, König ^?^ ^ii^arn n»^ Aülilnc», von Dalmalini, Eroalicu, ^lanonici!. Galizicn, Vodomcricn nnd Illyrien, König ^" Jerusalem :c.; Erzherzog von Oesterreich; Groß- ^lzog von Toscona und Kralau; Herzog von ^o!h' 'm^cn, von Salzburg. Striez 5kärnlcn, Krain und dcr Bukowina; Großfürst von Siebenbürgen; Marl' ^"f Von Miihlc»; Hclzoa von Obli- nnd Niedcr> Schlesien, von Modcna, Parma, Piaccnza und Gua- t"lla, ^^„ A„f^^^ ^^^ Zalor, von Tcsclicn, Frianl, "lanusa und Zara; acfülstetc^ Graf von Habsbuig "ud Tirol, uon Kyburq. Görz und GiadiSca. Fü,st ^» Tricnt und Ariden; Marlaraf von Ober- nnd ^ieber-Vansitz und in Istrien, Graf von Hohencwbs, ''^liich, Arcgcnz, Sonncnlmg :c,; Her, von Trieft. ^^Eallaru nnd anf der windischen Äiatt; Groß' '^jwod dcr Wojmodschafl Serbien :c. :c, lhnn kund ""d zu wissen : Der Zusammentritt dcs von Uns mit dem Patente ^ '^' ^"^ ^ ^ "^^ ^" '^ September laufenden Mes ^, ^^ ^^^^, ^nd Residenzstadt Wien cin^ ^"lenen Reichsrathcs hat am !5>. September 1870 zu üln ^^cbcn in Unserer Haupt- und Residenzstadt Wien ^ns?f' ^^ptcinbcr im cintanscndachthundertsicbcnzigstcn. ^ bleiche i,n zweiundzwanzigstcu Jahre. Fnn,) Joseph in. p. Hol^"' p- ^""ffe in. i». Tschal'uschniaa '.,. i>. ^"linelhan N. p. Petrinü m. i). Strcmayr m. p. li^ ^- k. und k. Apostolische Majestät haben dem Ober v. 3?""l bcs zeitlichen Ruhestandes Alexander Frciherrn zu^ '^''ch ^ic k. k. Kämmcrcrswürdc allergnädigst leihen geruht. ^., Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller-hMer Entschließung voin Z<». August l. I. den See> w,n Ä "" Äiinistcrium des Innern Friedrich Ha an tiln ^^nistcrialrathc «xtra «wtum nn Ackcrbaumiuistc' ^ allcrgnädigst zu ernennen geruht. Pctrinü in. p. bri,^",' ^- Sfptember 1870 wurde in der l. l. Hof- und StaatS-^geii." das Xl.V, und XI.VI. StUck deö NcichögcsctzbwttcS aus- Na« ""d vcrscndct, ^r, ^>'V. Stiltt riUhält uulcr ^ die <5unccssi°»surlimdr vom 25. Juni 1870 zum Baue ^ '" Ncirn-dc cincr ^ücoluoliveiscubahu ' von ^iiiubln^ cm die Rcichögrcuz«: bei Telscheu mit ciuer ^ ^zw^igimc, uach Prn.,; ' °on der Rrichi !. qrüanutcu Nme nu dir ^, "'len'cichischt Nordwcslliahu >)ei Chlnmch; endlich ^ °°n cmrm Plniltc dcr «»>. l. gl'ülnntteii Linie au eiucu Neclgnrtm P„>,^ dcr Pardnbi^-Deutschliroder Linie der w^«« v'""'chischcn NordN'eslliahn. "' Uo . !' ^Ulcl nnhält inner die l,?' /"'s"liche Patent vom . Vrplrmbcr Wr. ^tg. Nr. ^W vom 8. September,) Nichtamtlicher Theil. A. Wien, 2. September. ,^fassu,,„« lälirige ^andtagsscssion hat die österreichische ""schade Milchte "'" eine Abnormität, zum Glücke, i ^"hnuw ^"' bereichert. Es sind dice« die Rechts ^ ^urarl^,"' '"^ b"M' in einzelnen ^audtagcu, wie '^lger ^" ^/ Stcicrinark, strain u. s. w. von Seite ?n5" den N?' "icllö ^3c.l die Verfassung, theils k ' ^cbutirt ' ^ ^ ^^'^ ^'^^ ^'^ ^usallunengenom .^'tige ^... !^^'^ Unserer Ueberzeugung nach werden mögen sic auch noch so pomphaft ,^N'cn f^,^, ^cchtVdcständigkcit dcr Verfassung nicht le?""""a ^!'^ ^" ^lucnl Falle verdienen sie jene N7'l für .,, ? "au ihuen im liberalen ^agcr bcizu H"^' di Bas!«". "'^ l^ar Niiene nmcht. diesen . ^"uc>cn Ä-^ ^"' Verfassung zu erschüttern, nüt ^n^^b"" ^tttc zu beantworten. "t" cLe " !" "'s"' Nichtmig im hcntigcn ..Frcm ^" yochst beachtcuöwerthcn Äcmcrtungen. die wir im Nachfolgenden aneinander reihen wollen. Unter dcr Ucberfchrift „Ein neues Schlagwort" schreibt dieses Blatt: „Es ist leider schon wieder ein neues und nicht unbedenkliches Schlagwort ausgegeben worden. In pnblicistischcn Organen wird nämlich behauptet, dcr Rcichsrath. in welchen Einzelne mit Vorbehalten wählen, sci nicht mehr dcr rcchtc, verfassungsmäßige Ncichörath. „Nnn sind wir die ersten, welche solche Vorbehalte verdammen. Unserer Ansicht nach muß man die consti^ tntioncllcn Pflichten ganz. ohnc Clause! und ohne Hinter gcdantcu, erfüllen. Aber nie und nimmer können wir ^cs .zugcbcu, daß es dein Belieben eines Einzelnen, einer einzelnen Partei oder Wählcrgrnppc überlassen sein kann. den offkicll und grnndgcsctzlich feststehenden Eharakter dcs RcichSrathcs umzugestalten oder zu ändern. Unsere Verfassung kennt nur einen Rcichsrath, und deshalb gibt cs in Oesterreich uur den verfassungsmäßigen Reichs-rath. Nur dieser verfassungsmäßige Rcichsrath ist einberufen worden, nnd nnr dicscr tonntc einberufen wer-dcn. Ob Ezcchcn und Sloucncn Vorbehalte machen, ob sic dieses oder jenes sich denken oder anssprcchcn — das vermag an dem Rcchtstitcl des Ncichsrathcs auch nicht ein Haar zu krümmen, und jene sind schlechte Verfaß sungstrcuc, und geben den Rcichsrath und dic Verfassung dcn Gegnern Preis, welche plötzlich mit dem Schlagwortc auftreten, daß durch czcchischc oder flovcnischc Vorbehalte dcr verfassungsmäßige Eharaktcr dcs Rcichsrathcs. das heißt, dcr Reichsrath selbst vernichtet werden kann." Man crlcbt cs oft in conslilulioncllen Körperschaften, daß einzelne Mitglieder derselben Vorvchalle machen, Plolcstc erheben, sich dcr Theilnahme an dcr Vcrhand lung und Abstimmung über einen Glgcnstaud cntschla-. gen. Aber noch niemals ist cs geschehen, daß man solchen Aeußerungen der Opposition Folge gsgebcn und ihnen das Recht zuerkannt halte, die ganze Thätigkeit jcncr Körperschaften zu lahmen. Wenn mau sagcn wolltc, weil die Czcchcn nur uulcr Vorbehalten in dcn Rcichsralh wählen, ist dicscr Rcichsralh nicht mehr der vcrfllssungSlnäßiac und die Deutschen dürfen i» dcnsellnn nicht mehr wählen; so wä'rc das nur Wasser auf die Mühle derjenigen, welche geschworene Fcindc des RcichsrnlhcS und dcr Verfassung sind, und welche sich in» Fäustchen lachcn würden, wenn sie so leichten Kaufes, und noch dazu mit Hilfe dcr Vcr-sassungölrcncn selbst, daS nichtigste Bollwerk dicser lctz-lcren übcr den Haufen acwnifcn hätten. Unter Bclcredi halte die Stantögewalt ausdrücklich nicht dcn verfassungsmäßigen, sondern einen außerordentlichen RcichSralh einberufen. Jetzt aber. wo dcr »er-fassnngSmäßige RcichSrath einberufen ist, kann keine Erklärung irgend einer Wählcrgruppc diesen indcrVer» fassung unwandelbar gegebenen Charal-ter hin wcgc skamotircn. Wer daS Gegentheil sagt, opfert die Verfassung nnd gibt sie dcr Willkür und Sophistik ihrer Gegner preis. Können das diejenigen wollen, die sich verfassungstreu nennen?" Znr auswärtigen Laae bringt dcr ..Pester Lloyd" übcr die von Berlin aus jetzt beanspruchte Annexion des Elsaß und Lothringens einige Bemerkungen, welchen wir, ohnc sic gerade in ihrem vollen Umfange zu acccftlircn. hier dennoch Raum geben wollen, weil sic cine klare nnd objective Auffassung dcr Situation verrathen. Dcr ..Pest er Lloyd" schreibt: ..Europa, d.h. die neutralen Machte, -und vornehmlich wir, Oesterreich-Ungarn, haben das l höchste Interesse daran, einen dauerhaften Frieden zu begründen und daS europäische Gleichgewicht zu erhallen. Beides ist für Europa und für unS verloren, wenn Preußen im Friedensschlüsse die beiden Provinzen Frankreichs beansprucht, denn Frankreich muß sclbc zurückzuerobern trachten, und wird in kürzester Zeit wieder Knen, beginnen. Das ohnehin schon übcrmächl'ac und übermüthige Preußen, dnrch Geldcntschädigung. Aufnahme SüddentschlaudS in dcn Vnnd. militärisches Prestige und obendrein noch durch I '/2 Millionen Scclen. große Festungen und eine für die Offensive ganz vorzügliche geographische Position im Westen sich verstärken zu lassen, ware gleichbedeutend mit dem Anfgcbcn des europäischen Gleichgewichtes, wäre diplomatische Impotenz und politische Sünde. Wir haben auch allen Grund, zu hoffen, day, ganz abgesehen von dcn Launen dcs Kricgsglücks, die bcab-sichtiistc Annexion nicht so leicht gelingen dürfte, daß man sie anf neutraler Seite nicht so leicht nehmen, za. reden wir ganz offm — ,.!^l.u ^in^ wm lmii(.','l daß man sie nicht zulasstn wird. Die ganze „NeutralitälSliga" kann, wenn sie über- haupt einen Zwcck hat. nur diesen Zweck haben. Sie ist dann freilich clwas ganz Anderes, als was ihr Name bcfagt. allein in solchem Sinne wollen auch wir sie uns gefallen lassen. Die Elausel, daß einzelne Glieder, falls sie aus dcr Neu!ralität heraustreten wollen, dies anzeigen mögen, hat dnnn offenbar die gegen Preußen ye lichtctctc Pointe, daß, im Falle Preußen zu billigen, das Interesse des neutralen Enropa'S nicht gefährdenden Fricdcnsbcdiugnngcn dnrch diplomatische Mittel nicht zu bewegen wars, dic i?iga einzelne ihrer Mitglieder er» machtigt. die Annahme durch crnstc Drohungen oder noch ernstere Thaten von dem erschöpften Preußen zu erzwingen. Also ein zweites Nicolsburg, doch nicht von einer Macht inscenirt. sondern von allen, oder doch von mehreren und unter gegenseitiger Garantie. Politische Uebersicht. Laibach, 4. September. Die „Eorrcspondenz Warrens" enthält folgende zwei Noten: „In einem Wiener Blatte ist die Angabe zu lesen, daß der Statthalter von Böhmen. Fürst Mensdorff Dictrichstcin, eine größere Anzahl von Vollmachten böhmischer Großgrundbesitzer in seinem Besitz gehabt habe, welche er unterlassen hätte, zu Gunsten der deutschen Partei zu benutzen. Man meldet uns nun. daß alle diejenigen Großgrundbesitzer in Böhmen, welche zu Gun-stcn der dcutscheu oder der sogenannten verfassungstreuen Partei stimmten, Mann für Manu als Vollmachtträger für einen abwesenden Stimmberechtigten ihrer eigenen Partei auftraten, also neben ihrer eigenen Stimme noch eine andere kraft einer in Händen habenden Vollmacht abgaben. Das Gesetz bestimmt aber, daß ein Großgrundbesitzer nur einem anderen Großgrundbesitzer die Vollmacht zur Stimmenabgabe an seiner statt ertheilen kann und daß niemand die Vertretung für mehr als eine einzelne Stimme auszuüben vermag. Dicscr Thatbestand genügt, um oarzuthun, daß bei dcr beschränkten Anzahl dcr anwesenden stimmberechtigten Großgrundbesitzer cinc gesetzliche Möglichkeit nicht be stand, cinc größere Stimmenzahl zur Geltung zu bringe» als diejenige, wclchc an dem Wahlacte Theil genom-mcu hat. Nebenbei sci bemerkt, daß Fürst Mcnsdorff. dessen Großgrundbesitz sich in Mahren befindet, in Büh men nicht stimmberechtigt ist. Dcr Statthalter hat übrigens bei jcncn Wahlen sich aller Parteinahme enthalten. Der Regierung war cs darum zu thun, eine echte Repräsentanz der politischen Meinungen dcr Wähler erstehen zu lassen." — „Eine besonders fette Ente schwimmt auf den Wässern der Journalistik, dcr wir leider dcn Garaus machen müssen. Der Ministerpräsident Graf Potocti, heißt es, wolle oder solle zurücktreten, um seinen hervorragenden Platz einem födcralistifch gesinnten Staatsmanne einzuräumen. Ja man will fogar wiffcn, daß der Reichs' tanzlcr diese Mähre czcchischen Parteiführer» mitgetheilt habe. Wir wundern unö darüber, daß cs nicht allge^ mciu bekannt ist, wie oaS ungetrübteste persönliche und politische Verhältniß zwischen dem diesseitige» Minister. Präsidenten und dem Reichskanzler besteht. Auch ist es cinc Thatsache, dic wir verbürgen können, daß seit dem Amtsantritte dcs jetzigen cislcithanischeu Cabinets nie und nirgendwo cinc Begegnung zwischen dem Grafen Beust uud irgend einem dcr Häupter der czechischm Partei stattgefunden hat." In dcr östtrreichifchen Provinzialpresse werben dit außer landtaglichen Ausgleich «bestreb ungen in Böhmen lebhaft besprochen. Die ..Linzer Ztg." hebt in einem dcr „Nationalitätenversöhnuna" gewid» metcn Artikel hervor, duß es sich bei den Berathungen, die jetzt in Prag gepflogen werden, darum handeln müsse einen moäuu vivvnäi für das Zusammenleben der bei» den Nationalitäten ausfindig zn machen. In dieser Beziehung fei die Thatsache. daß die hervorragendsten Vertreter und Führer beider Parteien zusammentreten, um am giüncn Tische friedlich über ihre beiderseitigen nationalen Angelegenheiten zn berathen, bereits als ein schöner, das Gelingen verheißender Anfang de« lana> ersehnten VersöhuuunMcrtes zu betrachten. ..Pesti Naplo" bespricht auch hcutc wieder die Präger AusglcichSvcrsuchc und mahnt sowohl die Deut. schen, als die Böhmen zur Einigkeit. Ungarn, sagt „Pcsti Naplo." sei cS ganz yleichgiltia,. unler welchen Modalitäten ein Ausgleich zu Stande kommt; daß aber ein solcher zu Stande komme, sei ein ^cbenSbldürsmh sür Ungarn, nicht minder wie <ür Oesterreich. 1442 Ein Ausgleichs versuch der verfassungsfreund« lichen Partei in Zara ist an der Unversöhnlichfeit der Nationalen gescheitert. Bei der Wahl - Verificirung wurden die mangelhaften Wahlen der Nationalen sämmtlich convalidirt; von den siebzehn Wahlen der verfassungsfreundlichen Partei wurden sieben annullirt, die übriggebliebenen verfasfungsfreundlichen Abgeordneten legten unter Protest ihre Mandate nieder. Statt drei ausgeschlossener Abgeordneter wurden drei Nationale trotz des Widerstandes des RegierungScommissärs, sofort als Landtags-Abgeordnete erklärt. Es herrscht hierüber große Entrüstung. Di« durch Frankreichs Niederlagen auf die Tagesordnung gesetzte Frage, der Wiedervereinigung des Elsaß und Lothringens mit Deutschland wird namentlich von der Berliner Tagesftresse fortwährend ventilirt. Die „Spcner'sche Ztg." will die Annexion „vor allem im Interesse Süddeutschlands/' damit dieses dem politischen Einflüsse und der feindlichen Invasion Frankreichs nicht mehr offen liege, damit Frankreich auf Süddeutschland leinen militärischen Druck mehr ausüben könne. Bei der Gelegenheit gibt die „Spcner'schc Ztg." den Süddeutschen folgende Versicherung: „Wir in Deutschland suchen keinen Einheitsstaat. Es wird Niemanden einfallen, den deutschen Süden in Nord-deutschland aufgehen zu lassen, die helle nationale Begei« sterung, die heilige Freude, die das Volk in Nord und Süd empfindet im gemeinsamen deutschen Handeln, abzukühlen durch Zumuthungcn einer usurpatorischen Politik. Verfassungsformen, die nach freiem Entschluß den Süden mit dcm Norden Deutschlands verbinden werden, können nicht von der Art sein, daß sie die Selbstbestimmung und freie Belegung der südlichen Staaten völlig aufheben." Die „Liberts" sieht die Lage Frankreichs nicht als eine verzweifelte an. Sie schreibt: Paris ist furchtbar gerüstet: bedeutende Streitlräfte besetzen die Forts; die Mobilgarde ist bereit, ins Feuer zu gehen, und die Nationalgarde erhält morgen (30. August) 180.000 Gewehre. In Lyon und hinter der Loire bilden sich neue Heere, die jetzt schon sehr bedeutend sind. Die Marschregimenter und die Bataillone der Moliilgarde organi» siren sich. Die Straßen, welche nach Paris führen, sind noch lange nicht preisgegeben; die Städte werden befestigt und wit Garnisonen versehen, dic schwierigen Pässe beseht. Eine Niederlage unserer Waffen würde uns zu neuem Kampfe bereit finden. Darum abwarten! Gestern wie heute, am Vorabend einer großen Schlacht, wiederholen wir: „Pariser, Frankreich bedarf Eurer!" Auf dem Kriegsschauplätze hat sich eine überraschende Wendung vollzogen. Kaiser Napoleon III. ist der Gefangene des Königs Wilhelm. Der Krieg ist zwar dem Anscheine nach nahezu beendigt. Allein es frägt sich, welche Wirkung wird dieses unerwartete Ereigniß auf Paris üben? Wcrdcn die Pariser die Nachricht der Capitulation von Sedan und des Ab-tretens Napoleons vom Schauplatze — denn seine Ge-fangcnergebung kommt einer Abdankung ganz gleich — gleichmüthig aufnehmen, werden sie dcr Kaiserin nicht den Gehorsam versagen? Werden die Mächte die Dynastie Napoleon aufrechthalten, wird König Wilhelm sich durch den tiefen Fall des einstigen Beherrschers Europa'S milder stimmen lassen? DaS sind Fragen, welche vielleicht schon die nächste Zukunft beantworten wird. Alles ist unberechenbar. Ariegschromk. Um einen Begriff von den Verlusten zu gcben, welche die Schlacht bei Vionvillc namentlich den Brandenburger Regimentern gekostet, theilen wir folgende Stelle aus einem Berichte dcr „Kölnischen Zeitung" mit: „Bei den Namen Vionvillc und Flavigny" — schreibt Hr. G. Horn dem rheinischen Blatt — ..werden noch lange, lange heiße Thränen stießen. Das 21. Regiment hat 47 Officiere und 1400 Mann verloren, das 64. Regiment 4l Officiere und gegen 1000 Mann, vom 12. Regiment sind 6 Compagnien und 8 Officiere übrig; bei dem 64. und 24. Regiment führte je cm Premier lieutenant ein Bataillon, beim 12. Regiment zwei Sc-condelieutenants ein Bataillon vollkommen schlagfertig gegen den Feind. Das 7. Cürassier-Regiment hat drei französische Treffen durchritten. Am rechten Flügel ritten zwei Schwadronen Zieten'schc Husaren zwei feindliche Bataillone nieder. Das 1. und 2. Garde-Dragoner-Regiment büßte sein rechtzeitiges Eingreifen in den Gang der Schlacht mit dcr Hälfte seiner Officiere und Mannschaften durch Tod oder Verwundung. Untcr den vielen Opfern, welche dieser Sica losletc, ist auch der General v. Döring zu beklagen, welcher als ältester Officier durch einen Granatsplitter oernnmdct wurdc uud bald daraus starb — ein braver erfahrener Führer, der sich jüngst noch am Spicherer Berg ausgezeichnet hattc. Es ist ein neuer, voller, reicher, wenn auch in Blut getauchter Lor-bccrkranz, den die tapfern trefflichen Kinder von Brandenburg auf ihren alten blutgetränkten Fahnen in die Heimat zurückbringen." Der gemeinschaftliche Berichterstatter der Berliner ^Blätter schreibt: „Bar-le-Duc. 25. August. Nach kurzem Aufenthalt in Commercy brach das Hauptquartier schon ge-slern früh von dort hicher auf. Es ist nicht aut mög-lich, die Stunde zu bestimmen, wann Aufbruch oder Ankunft erfolgen, da dic Reise immer in einzelnen Staffeln gemacht wird, die Fouriere in ziemlich großem, mindestens mehrstündigem Abstand voran, der Könia fast zuletzt. So war es auch gestern wieder, und der König wird Commercy etwa um I Uhr verlassen haben. Gleich hinter diesem Orte beginnen die Forkts dc Commercy, eine ausgedehnte prächtige Waldung. Dcr Haupt« stationspunkt auf dem Wege von Commercy und Bar-le-Duc, ungefähr der halbe Wca, ist Ligny, ein anschli-lichcr, schöngebautcr Ort, tief in einem Thallessel liegend. Die Hügel ringsum sind micoer mit Wein bepflanzt. Hier fängt cS wieder an lebendig zu werden. Dcr Kronprinz hat hier sein Hauptquartier, und in , dcn Straßen wimmelt es von Truppen. Rechts vom Marktplatz, in der Straße, welche nach dcr Richtung von Bar-Ie-Duc führt, weht dic große Fahne, welche dar« Hauptquartier des Kronprinzen, des Oberbefehlshabers der 3. Armee, kennzeichnet. Vor dcm Hause stehen in dichten Gruppen dic Officicre oeS Stabs dcr 3. Armee und des lronpriuzlichcu Gefolges. Baicrischc Truppen stehen längs des TruttoirS, als Ehrenwache für den Empfang des Königs. Endlich tritt auch der Kronprinz aus dcm Hause heraus. Ein Theil deS Haupt-quartiers passirt allmählig; dcr Kronprinz unterhält sich namentlich schr lange mit dem Kriegsminister von Roon; dann kommt der König, der nach kurzer Begrüßung sogleich an die baicrische Ehrenwache herangeht und dann sich zu den Ossicieren aus der lronprinzl' chen Armee wendet. Besonders herrlich war die BeW' ßung des jüngsten Prinzen v. Hohcnzollern. DM streckte dem König die Hand entgegen, der König tw mit dem Ausdruck des Erstaunens einen Schritt zMücl, und küßte den Prinzen, so recht aus dem Herzen kB« mend, auf beide Backen. Schr herzlich war auch o." Begrüßung des Herzogs v. Manchester, obgleich aM keiner der Officiere Grund hattc, sich zu beklagen. Un« den Ossicieren befand sich auch dcr sehr jugendM Sohn des Prinzen Luitpold von Äaicrn, dcr mit dw Regiment, dem er angehört, rüstig zu Fuß marsch^ Dcr König blieb mit seinem Gefolge etwa cinc StlB bei dem Kronprinzen, dann wurde die Fahrt hierher l»l. gesetzt. DieEnlfcrnung beträgt nur 16 Kilometer, und SW' kungeu gab es unterwegs nicht, so daß dic Ankunft hll noch iu früher Abendstunde erfolgte. Bar-lc-Duc ist^ erste größere Stadt, welche wir berühren; sie zählt 11).^ Einwohner (gegenwärtig vielleicht noch mehr, da die f^ zösischcn Angaben nicht immer neu sind) und hat 8^' das Aussehen einer Provincialhauptstadt. Die M°° kcrung ist unacmein Höftich und entgegenkommend. S^ gestern auf dem Wege von Ligny hierher war alles b!"' von baicrischcu Uniforme» gewesen. Heule marsäM vom frühen Morgen un Baicrü aus, und auch dcr^ nig staub gegenüber ocm Haus, in welchem er nm^' ciner Filiale der Vauquc dc France, in dcr Nuc ^ ' Banquc, zu seiner Seite die baicrischcu Generale»', Tinm und Stephan, diese zu Pferde, dcr Köni^ Ü"' einfach im Ucbcrrock, nur mit dcm daicrischcu H^ tusordcn im Knopfloch geschmückt, zu Fuß. So sta>^, v!ele Stuuden laug, jeden Officier begrüßend, u»b ' Truppen zeigten die höchste Begeisterung. DaS Hu^,, rufen nahm kein Endc, und viele Officierc, nicht M. den mit den Schwenken der Säbel, schwenkten auch . Helme. Die Franzosen sperren hier, wie sie es übel gethan haben, nur Mund und Nase auf. Was ^ neben dem ungeheuren Truppeumassen, die sich wie ^ Sündfluth über das Land ergießen, am meisten imp^ ist die Stattlichkcit der einzelnen Leutc, Wclche sck^ Leute! hört man überall, nicht blos die ssraucn^ sondern selbst die Männer sagen. Dcr Blindeste ",, freilich auch sehen, wie viel größer und stärker dieses sind als die Franzosen. Dabei sind sie in der ungl" > reu Mehrzahl außerordentlich freundlich und sogar ^ lich. Dcr König und Graf Bismarck sind die bc^ Personen, welche überall das arößtc Aufsehen cl^ Wahrscheinlich kennt die Bevölkerung sie aus den^' schreibungcn und Bildern, denn crkaimt nierdci, sie ^ all. Die jugendliche Frische dcS KöniaS und scme ^. fachhcit (c'ost äiüio que 1o wi n'u M» p1u8 ä'«ta^ saacn die Leute) erregen daS meiste Erstaunen. Dcl»^ uud die Verachtung geacn dcn Kaiser Napoleon p^ lich sind unglaublich groß." >/ Aus Nheims, 24. August, wird dcm „M^ geschrieben: ..Um 12 Uhr Mittaas brachen dic z^' ^ in der Stadt Chalons casernirtcn Regimenter ^, ^, auf und ließen die Stadt gänzlich ohuc Verthci^^. Um 2 Uhr erschienen 80, sage achtzig, Uhlunen ^.h4 lons und zeigten ein kleines Corps an, das uM ^ ^ Uhr folgen werde. Dic Preußen zogen iuS H^lleü' Mililürdivision, wo ihr Chef sich festsetzte. D>e,^ bahnverwaltuna ließ eilends ihr Material, daS nUl ,j dcr Armee beladen ist, auf Mourmclou schaffen. ^,l 88 beladene Wagen konnten aus Mangel an L" Mlisselml. Eine Erinnerung an Paganini. Wem wäre nicht die Sage vom Rattenfänger von Hameln bekannt? Mit dem seltsamen Tone seiner Pfeife machte er zunächst die Ratten toll, daß sie ihm nachliefen, wohin er immer ging, bis er sie zuletzt in die Weser führte, wo sie glücklich ertranken. Als aber dann die guten Bürger von Hameln ihm den Lohn verkümmern wollten, den er dafür begehrte, daß er sie von den lästigen Gästen befreit, da stimmte er ergrimmt seine Pfeife um und diese gab nun ganz andere Töne von sich, Töne der wunderlichsten, unerhörtesten Art, wie sie Niemand jemals vernommen hatte. Und wie vorher die Ratten, so tonnten jetzt die Kinder der Stadt den Zauberllängen nicht widerstehen, sondern liefen, trotz des Flehens der Eltern und dcs ScheltenS der Schulmeister, dem unheimlichen Musikanten nach, wohin er wollte. Der aber führte sie zu dem nahen Kuppelbergc und auch der Berg that sich vor dem Tone der Pfeife auf und schloß sich erst wieder, als er den Hexenmeister und die Kinder in seinem Schoße hatte. Weit über ein halbes Jahrtausend war seitdem ver« strichen, da mochte dem alten Flötenkünstler die Zeit im Berge zu lang werden; er stieg heraus und mischte sich wleder unter die Lebenden. Indeß hatte er Manches in seinem Costume geändert. Den Bart ließ er im Berge zurück. Das lange Haar, das ihm dort gewachsen, fchnltt er zwar nicht ab. aber er lernte es manierlich ordnen und statt des groben Wammses, das für den Rattenfänger getaugt hatte, zog er einen modischen schwarzen Frack an. Auch das einstige Instrument des Rattenfängers paßte ihm nicht mehr in die Zeit, er vertauschte es mit einer Crcmoneser Geige, aber auf diese übertrug er den ganzen wunderlichen, sinnverwirrenden Zauber, dcr vormals in der Pfeife von Hamcln gewallet hatte. So verwandelte sich das Mährchcn der Vergangenheit in ein Wunder dcr Gegenwart, es verkörperte sich zu einem seltsamen, allgemein angestaunte!!, vielbespro» chenen und vicldeschriebenen Manne, der sich Nicolo Paganini nannte. Wenn er so vor seinem Auditorium stand, dcr Mann mit den dunkel glühenden Augen, den bleichen, scharfen Zügen, die schwarzen Locken zurückwerfend, dann lasen die Leute, noch ehe er dic Wundcrgeige hervorholte, schon aus seiner Erscheinung allerlei Wunder und Geheimnisse heraus und glaubten steif und fest an die schaurigen Gerüchte, die über das Vorleben des Maestro umherliefen, und welchen er wohl absichtlich nicht allzu ernsthaft widersprach, weil er wußte, wie eben dcr fahle Duft des Unheimlichen, in welchen er sich hüllte oder hüllen ließ, das Interesse für ihn steigerte; denn ihm war es jetzt nicht mehr um Ratten und Kinder zu thun, wohl aber um Applaus, Zeitungslob und — Ducaten. Wie klug er sich aber auch hütete, aus solchem Nebel der Romantik herauszutreten, so bedürfte cr zur Herstellung seines Apparates doch mancher VertraucnS-personen, welche dann außer dem Bereiche der optischen Täuschung standen und und mit nüchternem Auge in jene kleine Wunderwelt hlueinblickten. Diese wußten recht gut, daß der Paganini für sich und seinen Haus° bedarf ein anderer war, als der Paganiui für das zahlende Publicum. Schon im oberflächlichen persönlichen Umgänge tonnte man diesem Dualismus auf die Spur kommen. In gewöhnlichen Tagesstunden wurde das Haar zum Theil in die Cravalc hineingeschoben und ........'......' ^! machte sich wenig bemerkbar; das freundliche, ae>> .,» Auge hatte durchaus nichts Dämonisches; die 2v^i' zeigten eine leichte Nöthe; der feingeschnittene Mu>^ wann im Gespräche unwillkürlich einen sehr ""^ acn Ausdruck; Gang und Haltung waren uugezw und fest. d/ Rückte aber die Stunde des Concertes Hera", .^ griff der schlaue Meister zu seinen gewohnten, ^' gefundenen eigenthümlichen Toilcttcnkünstcn. Die ! / zen Lockcn wurden in wohlbcrechnetcr Unordnu - ^ dic Schläfe und über dcn Nacken geschleudert; da ^ her sanfte uud freundliche Auge mußte jctzt ""sjch ^ düster starren; der hübsche Mund verdammte 1 ^ einer Verzerrung und hätte nicht das Licht o ^ßl lampcn und Wachskerzen die Züge dcs Ma"'^ .^ cl hin bleich uud eingefallen erscheinen lassen, s"^he ^ vielleicht nicht verschmäht habcn. jenc leichte ^^ Wangen mit irgend einer weißen Schminke ^F^ Auch Gang uud Hallung waren vor dem ^< ^ga nach cincm bestimmten Schema gercaclt. Vev ^W nini die Gciac anlegte, zeigte er sich "bcrai's ^cht^ und hinfällig; man mußte jeden Augenblick " ' ^1" ihu zusammenbrechen zu sehen. Aber mit vc ^e Vogcustrichc änderte sich daS Bild; die ^^^bcll''j,' kcln erhielten, wie von ciucm elektrischen F"'" ^t " urplötzlich Elasticität und Energie und folgw ^„u spiclloscr Naschheit dcn stürmisch wcchscl"^ seines Spieles. ^^ ^ Nach Wien kam Paganini im Iayre ^ v" erregte hier einen beispiellosen Enthusiasmus ^jt in ganz Deutschland wiederhallte. Das l^ gM Unerreichten fehlte, an keinem Schaufenster, lruaen cs in ihrcn killen. , „^ a^ ^ so Mochte auch sciue Composition ""M^ ^ Ausführung berechnet sein, so war 1" ^ 1443 ^vei, nicht fortgebracht werden, und die erste Sorge der preu^'ii war nun, die Eisenbahn vor dem Auögang aus °eni Bahnhöfe zn ^erstürm, nm sich das Material zu M'.cr» > Die l^ten Truppen ans dem Lager von Chalons "cum gcstcrn (23. August) abg^ogcn. Die Preuße» wcil sich beeilt, dicsc Positiv» zu besetzen; ihre Plänklcr l«lm ini Lause de^ Ta^>ö, '.hrc crslcn Trnppcn um 5 "hr Abends ein. Das Material und die Munitionen °°» Mourmclon und Chalons werden auf RhcimS gc-">>ckt; man weiß hier aber nicht, ob die Bahn noch ll" ist. Man schickt uon hier nach Paris aus der Bahn °°n Laon und Soissons alle Wagen, ob beladen oder "". Um 2 Uhr ging v^ll Rhcims eine ftarlc Rc-^'wscirung von Gendarmen gegen Maurmclon. Der präfect des Marne-Departements ist noch nicht hier in '"llttms eing^iuffc». Dcr kaiserliche Prinz fuhr heute um 2 Uhr uon hier mit dein Stab und von Hundert-wardm cöcorlirt nach Nethcl ab." Das Gefecht bei Vusanry . Prag, 2. September. Die „Politik ^oeröffent- M folgendes Telegramm aus München, 1. September, Nachmittags^ Gcucral T^nn meldet unter dem Wten Must. 11 Uhr Nachts aus Äufancy: Heute gegen -lmttag stj^^ ^^ deutschen Truppen auf die Vorhut ^ Generals Failly bei ArmoiseS. welches bereits von ^Mden beseht war. Sofort begann ein Geplänkel, wel- Hes sich in cincr halben Stunde in cin hitziges Gefecht umwandelte. Da es ungewiß war, welche Stärke der 'wnd desitze, wurden stärkere Colonnen herangezogen, Mt zeigte sich, daß der Feind in starken Massen von ^tonnc vorrückte. Kronprinz Albert ließ in Folge ^t>ner Meldung die Garde am linken uud die sächsischen huppen theils im Centrum, theils auf dem rechten ^u'yel in Schlachtlinie aufrollen, während welcher Zeit ^ Kampf auf der ganzen Linie mit größter Heftigkeit ^cinntc und sehr erbittert beiderseits geführt wurde. .l, Feind, numerisch viel schwächer, leistete einen hart- ^>acn Widerstand, uud erst nachdem ihn« die rechte "'ante durch deutsche Cavallnie übcrsiügcll war. zog ^,,s'ch unter beständigem Gefechte nnd in Ordnung M« auf Mouzon, theils nach Maizoncltc gegen Ven- a^e. Die in die Hände der Deutschen gerathenen . ^"gcnen sagen, daß blos die Avantgarde Mac Ma- ^ im Gefechte gewesen, welcher das Corps Canrober! ^ ^r Straße folgte, das jedoch an dem Gefechte keinen Nn, stenmumen hat. Der Verlust ist gegen den cr- i^^cn kleinen Sieg groß. Den Franzosen wurde be/, s' ^^ ^^ ^^^' Danoillers und Meh gesperrt, sH llc in dieser Linie gewinnen wollten. Die prcußi- ^ ^pcrationsbasis wird dadurch geändert. s. Dcr König wird hier erwartet, er war am ANten Mist in Mcnehould. Die Franzosen verloren 400 ann Gefangene und einige Geschütze, die von der deut. l" Kavallerie genommen wurden. Die Truppen sind l" Muthes, die Franzosen werden fort verfolgt. Die Schlacht bei NoisseviUe. ^, Berlin. 2. September. iOsficicll.) Malancourt !>^Mctz), 2. September, Vormittags. Vom Morgen den 'H August dis Mittags den l. September hat Marschall n»«^'^ ^^ unausgesetzt versucht, mit mehreren Corps de« >, ''l'llcrschmuck von sich wies; welche hinreißende k ", dem Uomlo drilwitu! s^.. -"'e schön war die Melodie des Gebcles aus „Mo-Tnit "^ ""ö uarriirt in dcr Sonate auf dcr ll-lWt ^ '"^ kein bloßca Kunststück unerhörter Schwie-brirte ^ ""! ^^' Saite allein zu spielen; sie vi-^chwi "'^ ^"^ '" 'h"" weichen Schwcbunycu und tz^"'gungen ganz anders, als wenn daS nämliche Dctav ^ acwöhnlichc Weise gespielt worden wäre. Dcr ^". d?""^ w° die Töne so schnell auf einander folg-^tdin ^ zugleich zu erklingen schienen, war merk' des C' ^"d die herrlichen Variationen am Schluß schilp?^s auf der Violine allein, wie rcichbcgleitct Das h'^' welche Fülle reizender Ideen boten sie dar! wlzc ^""^rsamc Pizzicato des Misters, womit er den, Bll^'^ ""b auch Triller ausführte, indem er mit °lt launi '"^ Melodie gehaltener Noten spielte und ^lchtc ' ,^"zclne Guitarrenllängc in das Violmspicl ^ß cr'an "5 l" sehr zu seinen Eigenthümlichkeiten, schloß. "^ nchiig nlit einer solchen Passage humoristisch ?^er,dnn H"b°l'vringen der Flagcoleltönc war seine ^cholliinc^ ""^ sichelt cmz'g, dic Doppelgriffe, die °ah rr s^ ""." Mlbcrisch; man hätte sagen können, schön a^r^ufig anwendete, wcnn sie nicht so wuu- >"ö" beri'ch ! ""5 '""dc auch Pagnnini's „Hcxcn ^chtig ,,, /^/-. Dieses phantasievollc Stilck bcwicö, wic s ^otcsf '""suhlend dcr Äicistcr bis in das Gebiet ^ zu vevs ss ^" schweifen verstand, ohne in das Oa- "sauen. Selbst bei diesen, Mährchcn dcr Töne blieb das Gefühl nicht unbefriedigt; mit der lieblichsten Melodie fing cs an, um dann in den kühnsten Humor sich zu versteigen. Lächelnd und doch mit cincm gewissen Schauer vernahm man das Wimmern und leise Kichern dcr älteren Hexen, glaubte mcm daö Hüpfen und Springen dcr muthwilligcn jüngeren Zaubcrschwcstcrn zu sehen. Das Rondo mit Begleitung dcö Glöckchcns war cin entzückendes Sfticl dcr muntersten Laune, des aus gclasscnstcn Muthwillcnö. Selbst diese Begleitung artete keineswegs zur Spielerei aus, sondern gehörte wesentlich zum Charakter des reizenden Stückes. Dic Art, wic dic Violine oicsc hellen Silbcrtlängc aufgriff und bc. antwortete, war einzig. Die Speculation dcr Zeitgenossen war bemüht, eme solche außerordentliche Erscheinung in verschiedener Weisc zu verwerthen. Manche Novelle machte Paganini zu ihrem Helden, indem sic sich an die mythische Seite klammerte, wclchc cr geflissentlich zur Schau trug. Auch dic Parodic blieb ihm nicht erspart. Das Schlimmste aber war, daß man ihn nicht blos im Scherze, sondern anch im Ernste zu copircn suchte. Er. dcr im Reiche dcr Phantasie und Laune herrschend, sich Allcö gestatten konnte, wcil ihm Alles gelang, für den dic unerhörtesten Schwierigkeiten mühelose Tändelei waren, dcr das Bi^ zarrstc durch dic höchste Anmuth so reizend zu machen wußte, daß cr cs neben das Erhabene stellen durste, — cr hätte im voraus jeden Nachahmer abschrecken sollen. Und doch strengte z. B. selbst dcr ausgezeichnete Violin-spiclcr Alexander Aouchcr, statt seinen cigcncn Weg zu gchcn, sich vielmehr an, das zu scheinen, was Pagamm war, und verlor sich darüber in Eharlatanericn. Die unvergleichliche Tonsprachc Paganini'S wollte nur angehört nnd empfunden sein; alls dm Lippcn und unter dcn Händen dcr Nachahmcr wurde sic ,znm babylonischen Lautgcwirrc. ! Pulverprahm waren Stiicke von Planken herausgerissen — ^ wären die 8000 Pfd. Pulver noch ,rplodirt, lein Fahr. zeug, leine Seele wäre übrig geblieben! Haben Sie eine Ähnung uon unseren Contact-Torpedos? Dieselben bestehen aus einem Torpcdokessel von Eisen, mit 100 Psd. Pulver» ladung, der durch eiserne Bänder an einem schirumrtig geformten Anker befestigt ist. Di,e Zünder, Vleiröhlen, sind mit Zündstoff gefüllt, der Torpedo schwimmt dermUlelst eines luftgefilllten Raumes etwa 10 Fuß unter dem Wasser, spiegel, und sobald ein Echiff die Zünder berührt, und verbiegt, wird die Ladung entzündet. Tie Torpedo« liegen so dicht an einander und in vielen Reihen quer übn dem Hasen, daß kein Echiff unbeschädigt passiren kann. Auch liegen andere dort, die vom Land aus beobachtet und mil« telst elektrischen Stromes entzündet werden können. Der er> wähnte Schlag auf meine Schulter ltihmte mir bis jetzt den linken Arm, bei näherm Nachsehen sand ich mein Jacket und Hemd durchbohrt, und eine Wunde in der Schuller und zwei Zoll lange Knochensplitter steckten darin — nicht von meinem Gebein, es muh ein größeres Glud eines der Verunglückten mich dort getroffen haben." — (Abkürzung der Schulpflicht.) Bekanntlich hat daS Vollsschulgesetz durch die auf die Dauer von 8 Jahren ausgedehnte Schulpflicht der Kinder seinerzeit auf dem stachen Lande eine große Mißstimmung erzeugt und spielte diese theoretisch ganz richtige, praktisch jedoch nicht Überall durchführbare Norm namentlich bei den Agitationen gewisser Parteien gegen das Voltsschulgeseh selbst eine be» deutende Rolle. In der neuen so eben erlassenen Volle» schulordnung wird allen diesen mitunter nicht unberechtigten Recriminationen in zutreffender Weise im § 13 ein Ende gemacht, indem derselbe eine Verkürzung der gesetzlich vorgeschriebenen Schulzeit für die den zwei letzten Jahres» stufen angehörige Schuljugend auf dem Lande gestattet, ohne den Unterricht gänzlich auszuschließen. Gs bleibt nämlich unter Berücksichtigung einschlägiger Wünsche und Anträge der Orts- und Bezirksschulbehörden, der Landes» schulbchörde die Befugniß, diese Verkürzung der Schulzeit durch Verminderung der wöchentlichen Stundenzahl, durch Einschränkung des Unterrichtes auf das Winterhalbjahr, durch Einführung von Abendschulen oder abwechselnden Werttagsschulen u. f. f. zu erreichen. Der Lehrzweck »ird hierbei in Wesenheit erfüllt, während gleichzeitig den Be» dürfnissen der Landbevölkerung die gebührende Rechnung getragen wird. — (Der Brigante Fuoco), von dem wir jüngst berichteten, daß er nebst zwei andern Brigaulen von seinen Gefangenen im Schlafe erschlagen worden, hatte nicht weniger als 160 Mordthaten verübt. Seit 10 Jahren war er der Schrecken der neapolitanischen Provinzen gewesen. Zweien von den Gefangenen, die ihn erschlugen, hatte er wenige Wochen zuvor dic Ohren abschneiden lassen, u« sie den Verwandle» der Geraubten als Zeiche» zu über» schicken, daß daS längere Ausbleiben des geforderten Löse« geldes von noch verderblichere» Folgen begleitet sein würde. -Locales. Nekrolog. Wir haben den Tod eines Mitbürgers zu verzeichne», der durch seine frühere Stellung und öffentliche Thätigkeit sich sowohl die Achtung der hiesigen Bewohner erworben hat, als auch besonders durch sein hervorragendes Verdienst um die hiesige evangelische Gemeinde in weiteren Kreisen rühmlichst bekannt geworden ist. Gustav Heimann, zu Schwarza in Thüringen geboren am 20. Juli 1809, kam schon als junger Mann nach Laibach, wo er sich lauf» männisch ausbildete uud im Jahre 1638 etablirle. Ein schöpferischer Geist, große Willenskraft und ein natürlicher Edelsinn befähigten ihn, an allen hervorragenden öffentlichen Fragen sich mit Erfolg zu betheiligen, und als Handels-lammerralh, Filialbankcensor, Gemeinderath und Mitgründer dcs Handlungslrankenvereinö wußte er, vielfach anregend, in das öffentliche Leben einzugreifen. Am größten jedoch ist seine Bedeutung Mr die hiesige evcmgclifche Gemeinde. In kurzer Zeit hat er Unglaubliches geleistet. Er betrieb im Jahre 1647 die Errichtung eines kirchlichen Fondes und suchte überall die Theilnahme für die junge Gemeinde zu wecken. Im Jahre 1tt4Ä wurde der Bauplatz für die Kirche acquirirt und am 6. Jänner 1852 konnte dieselbe schon eingeweiht werden. Am 22sten Mai 1855 wurde die Schule eröffnet und bald darauf auch der Friedhof geweiht. Woher kommen die Mittel? Hcimann wußte durch unermüdliche Thätigkeit, durch viel» fache Reisen, durch unausgesetzte Korrespondenz mit ausg« zeichneten Persönlichkeiten der evangelischen Kirche, besonders Deutschlands, immer neue Liebesgaben zu erwirken. Er hatte wackere Mitarbeiter an seiner Seite; allein er war es, der Alles leitete und sich selbst den größten Opfern unterzog. So hat die Stadt ihrem wackern Bürger, hat die evangelische Gemeinde ihrem Gründer und langjährigen Vorsteher ein ehrenvolles Andenken zu bewahren. Er starb am 26. August, Abends halb 9 Uhr; die Beerdigung, bei welcher eine große Menge der angesehensten Bürger 'dem Trauerwagen folgte, sand am 30. August statt. — (Ernennung.) Das l. l. Oberlandesgericht in Graz hat den Rechtsprakticanten Johann Vencajz zu» nicht adjutirten Auscnllanten für das Herzogchum Kral» ernannt. 1444 — (Auf der Linie St. Peter-Fiume) stan-den im Juli l. I. 3415 Taglöhner, 522 Professionisten, 203 Pferde, 918 Karren und 11.090 Curr.-Meter Roll. bahnen in Verwendung. Beim Unterbau waren 12.3 Perc. ausgeführt. An Materialvorräthen waren 11.520 Cub.-Meter Steinmaterial, 5100 Cub.-Meter Gerüst- und Bauholz, 57.100 Kiloar. Cement und 3000 Kilogr. Schmiedeisen vorhanden. Bei den Tunnels Nr. 1, 2, 3, 4 und 5 sind die Arbeiten im Gange. Bei der Blechbrucke über den Ieistritzbach und der Gitterbrücke über den Reccafluß wurde mit Fundamentsaushub begonnen. Bei dem Viaducte über die Wittigneschlucht ist der nördliche Widerlager bis zum ersten Absähe aufgemauert und die Fundamentirung für den südlichen Widerlager begonnen. Die Witwe eines fleißigen Arbeiters mit fünf unmündigen Kindern ist ihres Ernährers beraubt, der Verzweiflung nahe und wendet sich aus diesem Wege an menschenfreundliche Herzen mit der Bitte, ihr auf irgend eine Weise, fei es auch nur durch Zuwendung einer Arbeit oder Beschäftigung behilflich zu fein. Nähere Auskunft ertheilt die Redaction dieses Blattes. Neueste Post. svriginal'Telegramme der „Laibacher Zeitung.") Verlin, 4. September. Telegramm des Königs: Die Zusammenkunft mit Napoleon fand bei Sedan statt. Der Kaiser war gebeugt, aber würdig in Haltung und ergeben. Zu dessen Aufenthalte wurde Wilhelmöhöhe bei Eassel bestimmt. i Paris, 4. September. Gine Proclama-' tion des Gesamlnlministeriums an die Fran-! zosen gesteht das Mißgeschick der Armee, die Gefangennahme des Kaisers ein und sagt, diese UnnlücksfäUe erschütter»» nicht unseren Muth. Paris ist im Vertheidiguugszustande und hat binnen wenigen Tagen eine neue Armee unter seinen Mauern. Vine andere Armee bildet sich an den Loire Ufern. Die Gnergie, der Patriotismus, die Ginigkeit der Franzosen »erden Frankreich retten. Paris, 4. September. (Kammersitzung, Mitternacht.) Jules Favre beantragt, Kaiser und Dynastie aller verfafsungsgemäften steckte verlustig zu erklären und (Krnenuung einer Kammercommission, ausgestattet mit allen Negieruugsrechten und mit der Vtisston, den Feind vom französischen Gebiet zu vertreiben. Die Kammer nahm den Antrag mit tiefem Schweigen auf. München, 3. September. (Pr.) Die letzten Verluste find von nie dagewesener Größe. Die Fortsetzung des Kampfes durch die Regentschaft ist mcht unmöglich. Man spricht von einem Waffenstillstand. Berlin, 3. September. (Pr.) Gerüchtweise verlautet, der König habe es dem Kaiser der Franzosen freigestellt, sich cinen Aufenthaltsort in einer der Hauptstädte in den östlich und nördlich gelegenen Provinzen Preußens zu wahlcn und die königlichen Schlösser in Künigdcrg, Stettin oder Breslau in Vorschlag gebracht. Mit Rück« ficht auf den leidenden Zustand des Kaisers wurde ihm auch das Schloß Schönhausen bei Berlin oder die Schlösser ErdmannSdorf und Fischbach im schlesischen Riesengebirge zur Verfügung gestellt. Der Kaiser dürfte sich wahrscheinlich für Erdmannsdorf entscheiden. Brüssel, 3. September. (Pr) Die Anzahl der gefangenen Franzofen beläuft sich auf 80.000. Die Schlacht begann vorgestern um 4 Uhr Morgens unter den Mauern von Sedan, wurde gegen 2 Uhr unterbrochen und um 3 Uhr wieder aufgenommen; um 5 Uhr Nachmittags war fie beendet und Mac Mahon nach Sedan zurückgeworfen, welches von 250.000 Mann deutscher Truppen cernirt wurde. Um 6 Uhr Abends kam ein Stadsofsicicr als Parlamentär, später der General-Adjutant Neille, um iilicr dic Capitulation zu unterhandeln. Dic Deutschen verlangten von dcn Franzosen die Ucbergabc auf Gnade und Ungnade. Plötzlich riefen die Soldaten: der Kaiser ist da; zugleich kam ein eigenhändiger Äricf dc« Kaisers an, in welchem Napoleon fagt: Da es ih» nicht gelinge ;.i sterben, lege er den Degen in dic Hände des Königö. Eine Viertelstunde später spielten tnc deutschen Musitlianden; immenser Enthusiasmus gab sich im deutschen Heere kund. Der Kaiser kam gestern in Begleitung mehrerer Generale in das deutsche Hauptquartier. Brüssel, 3. September. (Frdbl.) Es wird hicher gemeldet, daß der fayerliche Prinz in Lhimay eingetroffen und im Schlosse des Fürsten von Chimay abgestiegen ist. Die Zahl, d?r nach Velstim überyettrwun Franzosen betrug gestern etwa 10.000 Mann, die allc die Waffen niederlegten. Dieselben werden vorläufig nach Namur geschafft, cbcnfo mit ihnen 400 Artillerie-Fahrzeuge, 1200 Pferde und 2 Geschütze. Brüssel, 3. September (Frdbl.) Das Journal „Ctoilc bclge" meldet, daß ein französischer Soldat den General Failly gelobtet habe. Telegraphischer Wechsclcours uom3. September. 5perc. Mctalliqucs 57.85, — 5pcrc, Metalliqucö mit Mai-und Novembrr-Ziuscu 57.85, — 5perc. Nalional-Anlehm 6!i,35. 1860er StaatS-Aulchen 91.75. - Bantactirn 700 Credit-Acti'en 257.25. London 12410. - Silber 122.5)0. - K, t. Münz-Ducaten 5.88. Navolcoud'or« 9.80'7,<>. -Handel und WlkswirWjaMches. Monatsausweis der öst?rr. Nationalbank pro August, Activa. Mctallschatz 115.136.4Wfl,, in Metall zahlbare Wechsel 32,417.0^0 fl., escomptirle Eff^'lcn in Wien 68,413 400 fl., bei den Filialen 40.5K6.97? st., Darlehen gegen Haudpfand iu Wi.'U 25,.501.000 st., bei den Filialkihciusialttu 20.506.5sX) st., SlaatSuoleu, welche der Baut gehören 3.0.'j8,!!'.»-1 st., Darlehen ail den Staat für die Dauer des Baiilprimlcginmö «0,000000 fl., Hypothekar-Darlehen 64,151,180 st., lMscumäßig angekaufte Pfandbriefe der Nntionaldaiil 9.552,'.»60 fl.. Effecten des Reservefonds, nach demEourtzwMhev,80. Juni 1870. i!,,31l) 74« fl., Effecten des Peusionsfondü, uach dein Lourswcrlhe uom 30teu Juni 1870, 1,"«4.180 fl , Tchulducrfchreibuugcn der k, l. privil. gali^ischcn Karl ü?udwigbnhn 2,74, nach dem CuurswcNhe vom 3l>. Juni 1870, 172.480 fl., Gebäude in Wien, Pest und Trieft, dann gesummter l^mm« »»»U^w» 3,l02.44<: fl,, zusam men 488,423."73 st. - Passiva. Aanlfond l»0.000.0l,0 fl., Rescrucfond 15.3i!).751 st., ^ankuoimnmlauf 315,751.430 st,, uubehobeuc Capitals'Nürlzllhlnngeu 236.655 st., ciu^nlöseude Bnul-llnwcisuugcu 1,33!).215 st., Oirogulhauen 8I,4 4 70^ 4 16 Hier pi, St,!cl — 1z - — Gerste ,. 2 50 312 Mlch pr. Majj '-10 Hafer „ 2 10 2 50 Rindfleisch pr, Pfd, !, - 23------ Halbfrucbt „ -------4 48 Kalbfleisch „ -22------- Heiden ' „ 310 3 42 Schweinefleisch,, -24------ Hirse „ 2«0 329 Schüpscusleisch „ —1«-,. Kukurutz „ — - 3 96 Hähudcl pr. Stück —30 — -- Erdäpfel „ 160------- Tauben „ ^16—- Liuscn „ 4 50------- Heu pr, Zculuer 145 - — Erbse,'. „ 5 - — Stroh „ 1 10------ Fisolen „ 5----------- Holz, hart., pr,Klft. ------7 80 NiudSschmalz Pfd. -- 52 — — - weichcö. 22" - - 5 60 Schweineschmalz „ — 46 — Weiu, ruther, pr, Speck, frisch, „—35------- Eimer . — 9 _. — sieräuchcrt „ —44— —.— weißer ,. ------^10- Lottoziehung vom 3. September. Trieft: l4 37 43 30 24. Verstorbene. Den 20. August. Dem Josef («abroöel, Greisler, sein Kn>° Franz, alt 20 Tage, iu der Hradcztyvurstadl Nr. 38 an d« Piämie. Dell 27. August. Katharina Setina, Imvohnerswinvc, "' 75 Jahre, iu der Polcmavurstadt Nr. 70 au der LeberentaitM — Dem Franz .ttolesar, Mäller, fein Kind Iusef, alt 1'/, I^' im Huhurrdorfe Nr !< ain Keuchhusten. — Josef Pece, Iuwoh»" alt 01 Jahre, im Civilfpital an der Ruhr. Den 28. August. Iofef Persic, Schueidcrlehrjunge, all ^ Jahre, im Civilspital an der Wassersucht iu Folge der Nuhr. ^ Herr Gustau Heimami, Kaufmanll, alt 62 Jahre, in der S^' Nr. 214 au der Elttkräflimg, Den 29. August. Der Frau Franzista Walle, HauSbesM«' witwc, ihr Fräulein Tuchter Mathilde, alt 15 Jahre, in °" Stadt Nr. 233 an der Herzlahmuna., - - Sebastian Kaucic, 2" wohner, alt 83 Jahre, im ElUilspital au der Nuhr. Den 31. August. Helena Lebze. Iüsiitutaarme. alt 61 3«^ im Vnlürguug^ause Nr 4 au der Lnürästunl,, Den l, September Der Gertraud Mchenc, Kaischlersivl^ ihr Kind Iohauua, alt 4'/, Jahre, am Moorgruude Nr. 56^ "der Ruhr. Dem Herrn Matthäus Nrecelnil, ^asttiebcr ^ Obsthändler, sein Kiud Johann, alt !» Tage, in der St M>' Vorstadt Nr. 17 am Kinnbacfenlrampfe, 'Ursula Dobnitar, A wohmrin, alt »;5 Jahre, im Eivilspital an Altersschwäche. A u m ertu u g. Im Monate August 1870 ' sind 73 ?'' soucn gestorben, unter diesen waren 42 männlichen und 31 «B lichen Geschlechtes, «' Z.....M'"^......"...............''"VI"'"" W j- I3'6", um 0 U" ilber dem NorM^ iUll'llnlwoNlichc,' Redacts»! .' Icznaz ». K I c i » m « U r ,, Es wird zur allgemeinen Ken»! niß gebracht, daß der Pferde-Eint^ für das Aerar mit dem heutigen Di eingestellt wird. (:n»"Ä Laibach, am 3. Eeptembcr i^l> Von der k. k. klemMen-Ms' CmmijjiM Nr. 7. Fllr die außerordentlich zahlreiche Betheiligung a" dem i.'cicheubcgäl!gnisse nuserer inuigstgelieblen Mathilde spricht den wärmste» Dant aus die Familie Galle. (2095) Hürjcnbmcht. Wien, 2. September. Das Vorgcschäft au der Efftctcusocietat begann, au die gestrige Abcudbürse ankuilpfcud, ,u reducirten Cnrsen, welche sich >iu lueitereu V rlaülc ,',j ermäßigten. (Credit 253'50-252'25, Auglo 22)50 -233'25). Nur Karl^'udwig-Acticu rcglcu Begehr au (23!, 75^ 240 75). Im ersten Theile dcr Mit!agte zweite Nörfeuhälftc gestaltete sich bedeutend günstiger. Der Umsntz belebte sich und' die Course !> -Man nolirlc schließlich: 4. Allgemeine Staatsschuld. Fllr 100 st. Geld Waar«» Hinheitliche Staatsschuld ,u 5 pCt.: in Noten verziuSl.Mai-Nouember 5«.70 56.80 „ „ „ Februar-August 56,70 56.80 » Silber „ Iilnner-Iuli . 66.— 66.20 ^ „ „ April-October. —.— -.— Steueranleheii rückzahlbar (^) . -^.— —.— LostvI. 1«39 ..... .228.-230.— „ „ 1854 (4"/,) zu 250 n. 8l.— 82.— „ .. 1860 zu 500 st. . . 90.75 91.— „ „ 1860 zu 100 st. . . 99 50 100.— « ,. 1864 zu 100 st. . . 112.75 113.— Gtllat««Domänen-Pfllndbriefc zu 120 st. ü.W. in Silber . . 119.50 120.— ». Gvundlntlastunsts->0bliaationen. Für 100 st. Geld Waare Oühlmu . . , . zu 5 pTt —.-- ., __ Galizieu......5 .. 71.25 71.75 Nieder-Oesterreich. . „ 5 „ 89.— 91.— Ober-Oesterreich . . „ 5 ,. ..— .-.^ Siebenbürgen ... « 5 „ 73-- 74.— Gtelermarl ..... ^' .." - Uu««n> .... ' t) ^ 77.50 78.- V. Actien von Bankinstituten. l Geld Waare ^ Anglo-üsterr. Baul abgest. . . 225 25 225,75 ! Auglo-uugar. Baul .... 79.50 80.50, Vanlvercin.......1^«.— 199.— ^ Älldeu-Crcditaustalt . . , . 250 — 260.— , Kreditanstalt f, Haudel u. Gew, . 254,— 254,25 ^ Creditaustalt. allgcm. ungar. . , 75,50 76,5>0 Eöcomptc-Gcsellschaft, n. ö. . .868.^ 872.— ^ Franco-üsterr. Baul . . , . 95.25 95.75, Generalbauk.......70,50 "150: Natioualbanl.......694 — 695 — > Niederländische Aunt . . . . —-^ -"-" 1 VcreiuSbaut.......90.— 91.— ! Verlehrsbaul.......89.- 90 - ^ Wiener Bank......69.- 71.-, ». Actie» von TrauSpovtunterneh- MUNgen. Geld Waare Alfüld-Fiumaner Bahn . , . 162.50 163.— Vühm, Westbahn.....236.- - 237 - - Carl-Ludwig-Bahn.....242.75 243.— ! Donllu-Dampfschifff. Gesellsch. . 547,— 549.- - , Elisabeth-Wcstbahu.....215 - 217,— Ferdiuands-Nordbahn . . . .1992,—1i'97.-ßUufllrchen-Barcscr-Bllhu , .161.-162.— ^ Frauz-I°sept,«^ '^ Siebend. Vahu in Silber urrz. . ^'^ >B< Staalöb. G. 3"/« ü '>00Fr.,.!, Em. 132,— ^^,,s,' Sltdb. G. 3''/, « 500 Frc. „ . . 113-^ ^ Sildb.-BouS 6 7.. (1870 -74) ^.^ « 500 Frl.-s......^ '. gb,^ Uug. Ostbahu......«5.15 «. Privatlosc (pc^ Slilck.) ^ lireditaustalt f. Haudrl u. Gew. G"° ^.l'" zu 100 st. ü W......I'"''' i5>^ Rubolf-Sliftuug zu 10 st. . > ^^ Oa^ Mechset(3Mm,,) ^ M Augsburg filr 100 st, Mdd. W. 1 ^" i<>5sz Fraulfurta,M.I00st. detto 1')^ ^ Hamburg, silr 100 Mars Banco -'" ^5H z!oudo«, für 10 Psuud Sterling IA^ 59.^ Paris, für «00 straucs . - - ^" (,>l,l»ue« dcr Gcldft^'"« ^a"/' Nc,pc>1rml«d'°r . . 9 .. ^ " ^ s^ BerciuSchalcr . . . 1 » ""' " ,2>j , " Silber , '23 .. 25 ,. ^, ......"- ^iillationc"' Kraiuische Gruudeutlastuugö - """" ^grc^ I valuatirung: —-" '""v,