Nr. 103. Dienstag, 5. Mai 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Zeitma Vr»nu«eratilMsprel«: M! «»tnalime dcr Tonn und ssririlanr. Dir «b»lniftr«tt,n befinbs: »« «, hlllbjüliria 1, «, Mr die ZusleNima rr l«,b°ltic>i, vc», ^ hi« w Uhl «i bis zu 4 Zeilen 50 d, «löhere pci «eile l2 »,; bei östeie» WieberliollML"' vrr Zeile 8t,. V mltlll««. Unsranlierle Blir!e weiden nich« angenommen. MunuÜlw«, nicht zurüsgtNeM, Telephon-Nr. der Redaktion 258. Amtlicher Geil. T>eu 2. Mai 1906 wurde in der I. l. Hof. und Staats» druckerei das XXVI. und XXVII. Stück der polnischen, das XXVIII. Stück der kroatischen, das XXIX, Stück der kroatischen, Polnischen und ruthenischen, das XXXIII. Stück der italienischen, das XXXIV. Stück der kroatischen und polnischen, das XXXV, Stück der italienischen nnd kroatischen, das XXXVI. Stück der böhmischen, kroatischen und polnischen und das XXXIX. Stück ber bühmischen Ansqabe des Reichsssesehblattes des Jahr« ganges 1908 ausgegeben und versendet. Den 4. Mai 1W8 wurde in der l. k. Hof. und Staats, druckern das XXXI V. Stück der ruthenischen, das XXXVI. Stück der italienischen imd ruthenischen und das XXXIX. Stück der slovenischen Ausgabe des Rcichsgesehblattes des Jahrganges 1U08 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblattc zur «Wiener Zeitung» vom 3, Mai 1908 (Nr. 103) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß» erzeugnisse verboten: Folge 99 »Alldeutsches Tagblatt« vom 28. Ostermondes (April) 2021 n. N. (1908.) Nr. 18 «Xäi-. vom 30. April 1908. Nr. 17 «IIIn,8)l rollrollu» vom 25. April 1908, Beilage zur Nr. 108 «KovnvLt» vom 1. Mai 1908. Nr. 17 «öo8lcn8lc>vn,n8k/l Uoi-kv^» vom 25. April 1908. Nr. 17 <^ul»in». vom 2b. April 190«. Nr. 18 vom 2K. April 1908. Nr. 21 «Lvodoän,» vom 23. April 1908. Nr. 92 .Dito. vom 25, April 1!»0«. Nr. 28 5.'j7 Uarb, l.'ine Snmilie Geld für die Armen von Clave-^'»N, mit der ihnen einmal jährlich zwei Fässer triune gekauft werden sollen. George Staverton, der hundert Jahre später Nnrb, vermachte der Stadt Wokingham <» Pfund Sterling jährlich, mit der Bestimmung, das; mau ^neu fetteu Ochsen kanfe, ihn anf dein Markte zll ^.ode hotze lbait) nnd danu sein fleisch für die ^lneu verkaufe. Die Ochseiljagd hörte erst im ^ahre l<^2:i anf; aber noch helltigestages wird eiu N' ter Ochse einmal jährlich geschlachtet nnd sein ^l"sch ,l,^,^^ ^. ^vinen verteilt. Der alteHerr wird ^) aber s,^ Grade, noch ärgern, daß inan seinen pullen uicht, mehr hetzt, deuu er lvar ein Sports-^an aus der alien Schule, ans deu Tagen, lvo dull-"5'nnq noch zu dein Sport des „alteu Eilglands" „nylte. ^ Ein ähnlicher gemütlicher alter Kanz muß 'verr John Knill, vor hundert Iahreu Bürger, ''.elfter der Stadt St. IveS iu Cornwall, gewesen n>, de^„ ^. Unterließ dieser, Stadt eine betracht- lye ^umme unter der Vediugnng, das; die Einsen 'Uer zlvci Witlueu, zehu juuge Mädcheu und eiinm meoler verteilt lvürd<'n. Diese ihrerseits müsseu sich '^pfnchieu, feierlich dreiinal im Gäusemarfch n,n >whn Kuills Grabstätte herumzumarschieren, siebeiv uu rundiun zu tauzeu und sich daun an Inglver ""u uud.Alcheu zu erquicken. s Wie im Laufe der Jahre der Wert des Voden5 ^'Negen ist, belueist folgeilder Fall. Ein Einwoh ^r d^. n^liMm Stadt Neduesbnrl) vermachte "l- aw Ende des 10. Jahrhunderts 200 Pfund für dou es vou den Parteieu zlir VeianNvoNnng gezogen werden kann. Niemalo lverdeu die Teutschen jedoch dulden, Naf; die böhmische Amtssprache sich durch eine Hintertür einschleiche und das; sie von deu Beamten eigenmächtig vei-fügt werde. Nicht blos; die Ciuheit, souderu auch die Möglichkeit eiuer geordneten Staatoverwaltung hört anf, weun die czechischen Veainten nnd nach ihnen vielleicht die slovenischen uud kroatischen, Verbündete der Abgeordueien lind nicht mehr Werkzeuge des Staates und der Negiernng sind. Das „Fremdenolail" konslalierl, das; die Differenzen, mit denen man hellte zu kämpfen habe, wieder der gegensätzlichen Anffassnng über die Cr-ledignng böhmischer Eingaben in Teutschböhmen entstammen. Wao sich sonst an Unregelmäßigkeiten ergeben habe — die Zwischenfälle im Postvertehr lind bei einigen laudesfürftlichen Behörden — sei bereits wieder in Ordnung gebracht oder alls dein Wege der Regelung. Tie ^ioulroversen, die sich an die Alntiernng der dentschen Gerichte in Böhmen knüpfen, können aber nur dnrch ein Gesetz beseitigt lverden. Die Znsammensetzung der gegenwärtigen Negierunn bürge dafür, das; die iu Aussicht stehende Vorlage vom Geiste der Gerechtigkeit und Billigkeit erfüllt sein werde. Nnr ein parlaineniarisches >tabinett^ dem erprobte Vertrauensmänner des deutschen und böhmischen Volkes angehören, könne mit Aussicht auf Erfolg an die Lösung einer so schwierigen Aufgabe schreiteil. Das Zusammcnwir ken von ^egiermlg und Parteien habe in den letzten zwei Jahren die größten Erfolge gebracht. Es steht zu viel auf dem Spiele, als das; es nicht anch jetzt feine schöpferische Kraft, bewähren sollte. Das „III. Wiener Extrablatt" glanbt, es sei mindestens verfrüht, jetzt fchon von einer offenen Sterling und verfügte, daß ans den Zinsen jährlich je drei Mauus- uud drei Weibspersouen der Armeu der ^tadl mit .Kleidern versehen würden. Das Vermächtnis wurde damals von deu lveit-blickenden Stadtvälern in Land augelegt,, und so kommt es, das; heuligentages das Kapital vou -^000 auf l^0.000 Kronen angewachsen ist, lind die öffentlichen Verwalter < Charity Eommissioners» '200 Frauen nnd <»0 Männer für da-5 ganze Johr ausstatte» kö'unen. Noch besser daran ist die englische Stadt Leigh-ton Bnzzard. Ein Bürger namens Wilkes vermachte der Stadt eine so große Summe, daß von den Zinsen nicht weniger als zehn Armellhäuser unterhalten werden können. Znm Andenken an seine Hochherzigkeit werden jährlich einmal die Grenzen des von ihm hinterlassenen Eigentums von den Verwalteru des Vermächtnisses, ill Begleitung des städtischen Ansrnfers und einer AnzahIJungen abgegangen. Zum Schlüsse wird das Testament vorgelesen, nud während der Verlesung muß einer der Jungeil anf dem >topf stehen, denn so steht es im Testament gesell rieben. Ans neuerer Zeit ist das Testament eines Herru Watson zn erwähnen, der von Australien zurückgekehrt, sich einsam nnd allein nnd arm, wie man annahm, in einer kleinen Hütte zn Portadown in Irland abschloß. Als die Nachbarn einige Tage den Alten nicht zn Gesicht bekamen, wnrde die Polizei benachrichtigt, die die Tür erbrach nnd Wat son tot vorfand. Aber sie entdeckte anch ein Testa-ment, worin er der Stadt 200.000 Kronen vermachte, die znr Eri-ichtnng von öffentlichen Anlagen nsw. verwende: werden sollten, worin das Volk die frifche Luft nnd Gottes Sonnenschein ge »ießen könnte. Trotz seines abgeschlossenen Lebens mnß der alte Sonderling doch ehemals kein Verächter eines gu-teu Essens nnd eines ebenso guteu Tropfens gewesen sein, denn er bosrinunte weiter, daß alle fünf Jahre die Herren Stadtverordneten >trise zn sprechen. Es wäre sachlich nicht zu be greifen, weshalb durch die neuerdings aufgetauchten Schwierigkeiten die Idee der parlanientarisä>en >toalitionsregiernng für erledigt gelteil follte. Die „Öslerr. Voltszeitnng" sieht den Angelpunkt der Lage ill dem Sprachengesetze, das seiner Ferligstellnng im Schoße der Ncgiernng entgegengeht» Das Verhalteil des Kabinetts gegenüber den Beschwerden der Dentschen lvird der Prüfstein für die Erwartungen sein, mit denen die Dentschen dem Sprachengesetze der Regierung entgegenzusehen berechtigt sind. Das „Neue Wiener Journal" meint, wie immer NKM den kritischen Zustand des Abgeordneten Hanfes betrachte, so tonnne man zn dem Schlüsse, daß es nur aus eigener >traft sich helfen kann. Diese sei jedoch nnr aus dem Verantwortnngsgefühle der Gesamtheit gegenüber zu holen. Italien. Unter der Überschrift: „Mögliche und unmögliche Ziele der italienischen Politik" veröffentlicht die „Neue Freie Prefse" eine Darlegung ans der Feder des Berliner Universitätbprofefsors Fnedrich Paulsen. Der Autor erblickt nach der geographisch! Lage Italiens nnd seiner >iüstenentwicklu7rg die Lebensbediiigungen lind somit die Zukunft des Landes in der Herrschaft über das tlirrhenische Meer. Dem Besitze dieses letzteren galten die bluti gen z^riege Roms mit Karthago, und ihr günstiger Ausgang für Nom lrxir entsäieideud für dessen Wellstellung. Vermag sich Italien nicht im westlichen Miltelmeere eine Stellung zu schassen, dann wird es eine Weltstellnng überhaupt nicht haben. Die Adria, Albanien lind die Schwarzen Berge auf seine Kosten ein opulentes Mahl einnehmen sollten, dessen dosten er auf 20 Kronen für jeden festlegte. >^err Josef Gibson, der jüngst in Sleaforo verstarb, war seines Zeichens Kohlenhändler und hatte es in dem Gewerbe zll etwas gebracht. Er war stolz anf seine von dein Kohlenstaube angeschwärz ten Wagen nnd traf demnach in seinem Testamente die Bestimmung, daß nach seinem Tode der schwärzeste aller seiner.Kohlenwagen ihn im Sarge alif den Friedhof schaffe. So ist es auch geschehen-und infolge dieser eigenartigen Klansel ging fast die ganze Stadt hinter dein Kohlenwagen her, denn man wollte doch „dabeigewesen" sein. Ein Sarg auf eiuem Kohlenwagen — das ist jci kein alltägliches Ereignis! Sich mit Geld von einem Fluche lostaufen, ist auch nichts Alltägliches, besonders nn 20. Jahrhundert. Dazu mußte sich aber ein junger Mann verstehen, ehe er die Erbschaft seines Onkels antreten konnte. Er schuldete seiner Hauswirtin die Snnrme von l20 Kronen für Kost und Wohinulg, lind da er nicht bezahlen konnte, fiel die Daine, eine Irländerin, auf die Knie und verfluchte ihren Mieter bis zmn dritten Geschlechte. Das war dein Onkel bekannt nnd er vermachte ihm sein Geld nnter der Bedingung, daß er der Darnc die Schuld mit Zinseszinsen abtrage nnd sich des Fluches entlaste. Die Irländerin war so gütig, das nach geleisteter Zahlung schriftlich zu besorgen. Zum Schllls; sei noch die Geschichte von dein Schmierkäse erwähnt. Eine Dame hatte ein Mädchen an.Andesstatt angenommen und ihm versprochen, ihm ihr Venuögen von annähernd 25.l»00 K zu hinterlassen- dafür müsse das Mädchen aber, so-lange die alte Dame lebe, bei ihr wohnen bleiben. Das Mädchen aber heiratete nnd die Pflegemutter, um sich zu entschädigen für die Unbill, eilt erbte die Tochter und hinterließ ihr 50 Heller zum Ankaufe von — Schmierkäse. Laibucher Zeimng Nr. 103. ^"l^ 5. Mai I^. kommen aber hiefür nicht in Betracht. Für Italien ist die Adria von sekundärer Bedeutung, von ab' soluter dagegen für die Tonaninacht Österreich-Ungarn, da sie deren einzige Au5' nnd Durchfahrt ;um Ozean darstellt. Triest und Filline mil entsprechendem Hinterland sind für Österreich-Ungarn eine Lebensbedingung. Triest wird nie eine italienische Ttadt, die Adria nie ein „nmre nostro" werden. Und auch das Trennn nicht. Der Zerreißung Tirolo könnte auch Teutschland nicht gleichgültig zusehen, To unmöglich eo für Teutschland wäre, die Ausgänge aus der Ostsee in den Vesitz einer starken Macht gelangen zu lassen, ebenso wäre es für Österreich-Ungarn unerträglich, beide rüsten der Adria auch nur streckenweise in der Hand einer Macht zu sehen. Nach Osten und Norden sind Erpansionen Italiens unmöglich. Nach Westen sieht man ihre Unmöglichkeit in Italien selbst ein, obwohl Korsika halb italienisch ist, und Nizza, für Frankreich nur, ein Prunkstück, keine Lebensbedingung bedeutet. Bleibt also der Süden: Tripolis. Was ist aber dieses ohne Tunis? Wer dieses hat. kann jenes immer haben, wenn es sich ihm verlohnt. Von Bizerta aus kann eine starke Teemacht ganz Italien lahmlegeil. Toulon und Vizerta sind die Italiens Weltstellung angelegten Taumschrauben. Was soll also Italien tun? Einstweilen nichts anderes, als sich kulturell und materiell in die Höhe bringen, militärisch znr Tee und zn Lande bereit sein und sich gegen Gefährdungen und Tchmälernn-gen seines Besitzes Schuh durch kluge Bündnisse schaffen. Das ist denn anch Italiens offizielle Politik. Die Wahl der Verbündeten ergibt sich von selbst. Wenn Italiens Zukunft im westlichen Mittel meere liegt, dann kann es sich. wie es dies ja auch tut, nur mit Mächten verbünden, die dort nicht seine Konkurrenten sind. Die Bevölkernng Italiens mus; sich nach und nach von der Einsicht durchdringen lassen, daß seine Zukunft auf dein Wasser, aber nicht in Triest und Trient, liegt. Politische Ueberficht. Laib ach, 4. Mai. Die „Deutschnat. Korr." meldet: Die Aussichten für die E r l ed i g u n g d es B u d g ets würden sich, wie in deutschen parlamentarischen Kreisen verlautet, nicht so ungünstig stellen, wenn man wenigstens bis Mitte Mai mit den Ausschnstbera-tungen fertig würde. In Kreisen, die mit der ^tegie-rnng Fühlung haben, wird versichert, die Negierung wäre nicht abgeneigt, in eine Verlängerung der iektigen Tagungsdauer bis Mitte Juni eiuzuwilli gen, wenn sich für eine abgekürzte Beratung des Die Carreaudame. Roman von U. 3lo«l. (2. Fortsetzung.) sNachdruck verboten.) „Bemüh' dich nicht, Otto!" lachte oas inuge Mädchen. „Was hab' ich von deinen Komplimenten? Uebrigens hört es die Milly doch nicht bis Abbazia." Urbans dritte Tochter weilte nämlich zur Erholung am Meeres strande. Zur Erholung des Gatten und des Hauswesens, wohlverstanden, meinten die Schwäger, und diese Witze wurden ungescheut anch vor Ürban und seiner, Frau gerissen. Löber war im Grunde doch der Lieblings-schwiegersohn des Professors, obwohl anch nicht vollwichtig-, auch er ragte in keiner Weise an Urban hinan, der anch äußerlich mit seiner hohen, wuchtigen Gestalt und dein graugemengten geteilten Vollbart den berühmten Mann sehr glaubwürdig vorstellte. Mit Milly hatte Löber die Niete unter den Urbanschcn Töchtern gezogen. Sie war die einzige, die nicht nur „Nerven", das heißt Launen hatte, sondern sie machte dein Gatten auch dnrch ihre Neigung zur Hysterie, die in der ganzen urgesunden Familie belacht wurde, viel,zu schaffen. „Geh, Nelly, sei doch nicht so!" mahnte die Mcnna, als ihr Töchterchen sich über Millys Krankengeschichten vor Lachen ausschütten wollte. „Nimm dich lieber ein bißchen des Doktors qn," riet Urban. „Das junge Volk muß zusammenhalten!" „Innges Volk!" wiederholte Nelly. „Zu dem gehören wir beide schon nick>t mehr. Wir sind gesetzte Leute," versicherte sie mit komischem Ernst. „Sagen wir lieber die Einschichtigen, sonst ist doch hier beinahe alles zweischichtig." „Zu den Einschichtigen gehöre ich auch," sagte Dr. Kahler, ein älterer Junggeselle, mit Hermann, einem Universitätsprofesior und dessen Frau die Budgets Vereinbarungen erzielen ließen. Allerdings müßte die Negierung zuvor über die Schwierigkeiten des Dringlichkeitsantrages Kolowrat hinwegkommen. Die aus diesem Grnude augesetzte Vollversammlung der dentschfreiheitlichen Parteien mußte wegen der Leichenfeier in Äbtsdorf verschoben werden und wird nun in der zweiten Hälfte dieser Woche stattfinden. Sie wird sich auch mit dem Zusammengehen der Dentschfreiheitlichen mW der Ehristlichsozialen in nationalen Fragen, zn beschäftigen haben, bezüglich welcher 'Angelegenheit heute eine Besprechnng der Abg. Dr. Ehiari, Doktor Lneger und Dr. Schreiner stattgefunden hat. Der Finanzansschuß des u n g a r i s ch e n Abgeordnetenhauses hielt eine Sitzung ab, in der der T ta ats v o r a n s ch l a g pro 1!X)tt mit gewissen, vom Ministerpräsidenten beantragten Modifikationen angenommen wurde. Ministerpräsident Dr. Wekerle beantragte nämlich, daß die gemeinsamen Ausgaben, die inzwischen von den Delegationen festgesetzt wurden, mit den genauen Beträgen in, das Budget eingestellt werden, was eine Mehrausgabe von !),^7^.ltcnen Vortrag.) Von Albert Vlattmann t>. I. (Schluß.) Wegen des hier knietiefen Schnees muhten wir sofort die Nagelschul)c anziehen und freuten uns der nun wieder ldealen Nuclsäclc. Unseren Plan. vom Kugybanbc direkt ubcr den Nordgrat zum Gipfel zu steigen, muhten wir wohl begraben. Wir versuchten zwar, in den hinanziehcnden Schluchten knietief im Schnee watend, emporzukommen, aber nach einstündiger Plage lehrten wir reuigen Herzens wieder sum Kugybande zurück, um auf dem Kugywege den Gipfel zu erreicheil. Nar die liebe Sonne in der Nordwand mit uns zu Itlefmütterlich vorgegangen, so erfreute sie uns jetzt mit ihren ^ngenden Strahlen derart, daß wir sie mit manchen undankbaren Worten belegten. Dcr Kugyweg mag für gewöhnlich als idealer Fclscnsteig gelten, für über die Nordwand Gc-vnnnene ist er ein Leidensweg, und mancher Schweißtropfen 'Uißte von der Stirne gewischt werden, ehe wir nach anbert-halbstündigem Schinden den Gipfel des Großen Triglav "reichte». 2 Uhr .".0 Minuten. Hier oben blies ein eisiger Wind und wir zogen uns ''den eisernen Turm zurück, um nicht zu erfrieren. Knie- lefer Schnee Hinberte uns, die faulen Glieder zu strecken. er sonderbarerweise war mit dem letzten Tritte zum Ml jede Müdigkeit geschwunden und gebannt blickte das "gc auf all die Pracht ringsum. Wenn es Alpinisten gibt, e behaupten, nach einer schwierigen Tour sei der Geist des ^ ^nschcn nicht imstande, den Naturgcnuß voll und ganz zu lassen, so bedauere ich solche Bergsteiger aus vollem .herzen, Nn entweder waren sie der Tour nicht gewachsen odcr sie ä,,d b!"l'"t, daß sie im sportlich Unreifer gegen alles ^ vere blind sind und das Gipfclglücl überhaupt nicht kennen. Vl // b"l.chaeführte ^.^ ^ ^.^ ^.^ ^ ^^ ^ usteln bis aufs äußerste anstrengende Unternehmung, und elend wir uns auf dem Kugywcg gefühlt, so vergaßen lr obe„ auf die müden Glieder vollständig und manches d/ l^'^ol hinausgcsnngcn. während das Auge. vom Glanz -^turschönhcit berauscht, von Gipfel zu Gipfel schweifte. , "^llenlos lachte der Himmel auf uns nieder und selten der f>s ^ '^ "'" ^ h"l^ch reine Fernsicht gefunden. Von »ns " ^'" bis zu den Nergcn des Ennstales flog >er Nlick. während die Nachbarn des Triglav, in keusches "n gelleibet, einen gar mächtigen Anblick boten. Vor allen anderen ist c5 der Suhi Plaz. der durch seine formeuschönc Gestalt ausfällt. Doch auch Prisojnit, Cmir u. a. bieten eine prächtiges Äild. Und tief unten die Trcnta und das Vrata-tal gleichen einer fremden Welt, die uns erinnert, daß es höchste Zeit ist, an den Abstieg zu denken, eine Kleinigkeit von 2000 Metern bis zur Aljaö-Hütte. Wir stiegen über den kleinen Triglav an der Kredarica-Hütte vorüber und den Vratawcg hinab und erreichten nach zweistündigem Sturmschritt um 5 Uhr die Aljax-Hütte. — Die letzten Hühner unseres Gastwirtes mußten ihr Leben lassen ob der gelungenen Norbwandslour, dann gingen wir in die herrliche Sternennacht hinaus und bewunderten die im vollen Mon-deblichte stehende gigantisch Felswand, die schier ins Unendliche zum Himmel wuchs. Unserem Wirt, der als Zweifler auch uns die Nordwandbesteigung ableugnete, wurde mit überlegenem Lächeln der Rücken gelehrt und wir schlüpften in unsere Vetten, um von Zlatorog und seinem Zauberreiche zu träumen. Wenn ich zum Schlüsse noch den Eindruck der Tour zusammenziehe, so finde ich sie als eine der schönsten in den Alpen. Ist der Charakter der Kletterei durch die riesige Höhe der Wand auch ein tiefernster, so gehen die Schwierigleits-grade doch nicht über jenes Maß hinaus, das noch vernünftig genannt werden lann. Die schwierigen Stellen, die von den Erstcrsteigern gemacht wurden, haben jedenfalls infolge des schlechten Wetters auf die Herren den Eindruck ganz besonderer Schwierigkeit hinterlassen, doch sind diese Stellen ohnc sonderliclM Umweg überall zu vermeiden. Schon die Tatsache, daß wir unser Seil fast nie benutzten, zeugt davon, daß die Kletterei nicht so arg ist. Die Schwierigleiten declen sich ungefähr mit denen der Dachstein - Südwand. Etwas anderes ist die gewaltige Höhe. Man benle sich nur eine 1000 Meter reine Wand und man wird die Vorstellung des Endlosen nicht übertrieben finden. Was die Seilversicherung anbelangt, so ist diese überhaupt schwer möglich, da man bei richtiger und gewissenhafter Seiltechnit zu zweit beinahe doppell so lange Zeit braucht, weswegen die Tour an einem Tage sehr knapp durchführbar ist. An die Leistungsfähigkeit und Ausdauer sowie an den Nerginstinlt stellt die Wand die größten Anforderungen, da ein Verhauer genügen lann, ein Freilager heraufzubeschwören. Meiner unmaßgcbenden Meinung nach wird die Tour noch oft gemacht werden und schon im Jahre 1908 dürfte die Triglav-Nordwand mehrere Werber zu Gesichte belommen. Später werden schließlich auch die dortigen jüngeren Führer den Mut aufbringen, sich einer führerlosen Tour anzuschließen, und so im Anschauungsunterrichte die in diesem Gebiete unter den Führer» ziemlich unbekannte moderne Klettertechnik kennen zu lernen. Wäre die Triglav-Nordwand mehr an den Bergsteiger-Metropolen Wien oder München gelegen, sie hätte gewiß schon vor Jahren ihre Bezwinger gefunden und wäre heute eine „vielgcplagte" und belagerte Wand. Wenn auch uns von der strammen Wiener Schule die Triglav-Nordwand leine sonderlichen Schwierigkeiten bereitet, so ist die Tour doch infolge der riesigen Wlandhöhc ein sehr ernstes Unternehmen, und an rin „Zurück" ist sehr schwer zu denken, da dir Felsen im Abstiege rccht ungemütlich sein dürften. (Ti telvcr leihung.) Wie man uns aus Wien meldet, hat Seine Majestät der K aiscr dem Professor ani Ersten Staatsgymnasium in Laibach Herrn Dr. Heinrich Gartenaucr anläßlich dessen Uebertrittes in den bleibenden Ruhestand den Titel eines Schulrates verliehen. — (Staatssubvention.) Seine Exzellenz der Herr Ackerbauminister hat der landwirtschaftlichen Filiale in Sairach, politischer Bezirk Loitsch. als Beitrag zu den Ko sten der Errichtung einer Ob st bäum schule eine Staalssub^ vcntion von 200 X bewilligt und die l. l. Landesregierung für Kram ermächtigt, diesen Betrag zu .Handen der l. l. Landwiitschaftsgescllschaft in Laibach flüssig zu machen -i- - (Die vereinigte Pionierabteilung) dcr 28. Infanterietruppcndivision ist Sonntag hier eingetroffen. Die unicr Leitung des Oberleutnants Karl R o s c n-bcrgcr des Pionierbataillons N>r. 15 vorzunehmenden Uebungen erstrecken sich auf größere tcchnifche Arbeiten ins besondere felbmäßiae Sprcngübungen. Notbrückcnschlägc. Fcldbeftstiguugsaibeitcn im größeren Stile und Wasscr-fahrtcn auf der Laibach unter schwierigen Verhältnissen. " (Aus den Erkenntnissen des l. l, Vcr-waltungsgerichtshofes.) 1.) Die feuersicheren Herstellungen anläßlich eines Bahnbaues sind Vorkehrungen lvelcl?c die Ausübung des Eigentumsrechtes an dem acqen Feuergefahr zu sichernden Gegenstande einschränken. Eine solche Einschränkung zugunsten der Eisenbahn fällt unter die Bestimmung des tz 2 des Eisenbahn-Erpropriations-gcsetzes vom 18. Februar 1878. R.-G.-Bl. Nr. 30 und es ist daher das Rccht auf Duldung der genannten Herstellungen durch die Bahnunternehmung beim Abgänge einer gütlichen Vereinbarung im Enteignungswege zu erwerben, — 2) Es besteht leine gesetzliche Bestimmung, auf Grund welcher die Bahnrainrr verlangen lönnen, daß die Bahnuntcrnehmung für den Fall einer künftigen, derzeit nicht einmal sichergestellten Verbauung der längs der Bahn gelegenen Grundstücke die feuersichere Eindcclung der betreffenden Objekte üwrnchme. (Erkenntnis vom 7. November 1907, Z. 9966.) —i-. * (Aus drI, Entscheidungen des t. t. Obersten Gerichtshofes.) Das Anlehnen der Hand an ein? offenstehende Wagentür eines in Bewegung befindlichen Eisenbahnzuges begrünbet auch bei einem Unmündigen ein Selbstverschulben an dem durch Zufallen der Tür herbeigeführten Unfälle unb befreit sohin die Eisenbahn gemäß 8 2 des Gesetzes vom 5. März 180!), R.-G-Vl. Nr. 27. oon der Haftpflicht. (Entscheidung vom 27. November 1907, Z. 18.821.) —r. — (Voitra g.) Im evangelischen Gemeinbesaale hält heute abend 8 Uhr Herr Vikar Fritzler einen Vortrag über „Die Deutschen an der Wolga". Da der Vortragende die revolutionären Ereignisse Rußlands an Ort unb Stelle miterlebte, dürften seine Ausführungen besonderes Interesse erwecken. — (Zum Fremdenverkehr in Laibach im Monate April.) Im Monate April sind in Laibach 3788 Fremde angekommen (um 442 weniger als im gleichen Monate des Vorjahres und um 116 weniger als im heurigen März). Abgestiegen sind in den Hotels Union 936. Elefant 760, Stadt Wien 253, Lloyd 318. Kaiser von Oesterreich 207. Grajzer 115. Ilirija 215. Südbahnhof 129, Bayrischer Hof 132, Ktrulelj 129 und in anderen Gasthöfen und Ueber-nachtungsstätten 594 Fremde. ks—. — (Das Schauturnen des flovenischen christlich sozialen Verbandes) lockte vorgestern um 5 Uhr nachm. in den großen Saal des Hotels „Union", dessen breiter Ballon und ausgedehnte Galerien sich in diesem Falle sehr bewährten, eine außerordentlich große Zahl von Zuschauern. Der große Saal war. um den turnerischen Evolutionen Platz zu bieten, bis auf das Podium, worauf rine Abteilung der Militärkapelle Platz nahm, ausgeräumt worden. Unter den Klängen des „Sokolmarsches" zogen die fortgeschritteneren Turner bes genannten Verbandes. 120 an der Zahl. teils Laibacher, teils Mitglieder verschiedener Ortsgruppen lBischoflack. Aßling usw.), in den Saal, um, ausgehend aus der einfachen Flanlenlinie. einen Reigenaufmarsch zu entwickeln. Gewählt würbe dic schwierigere Form der Winlelzüge — mit Ausweichen und Durchkreuzen in der Mitte, zur Stirnsäule zunächst der Paare und bann der Viererreihen, um durch Achterreihen unmittelbar in die Aufstellung für die Freiübungen überzuleiten. Das Auftreten der Turner in ihrem Dreß, der bem der Sokolen bis auf geringe Abweichungen in den Emblemen ganz gleicht, war im allgemeinen ri» strammes und korrektes. Vollkommenheit war nicht zu erwarten, da zahlreiche Turner vom Lande hereingekommen waren unb nur im letzten Moment an ben Gesamtübungen teilnehmen tonnten, ohne namentlich gegen bas Lampenfieber offenbar ganz gefeit zu sein. — Darauf folgten die Freiübungen, welche vier Gruppen umfaßten, zusammengesetzt aus Arm-Halten mit Spreizübungen unb Beugungen. Bis auf die unsicheren Einsätze repräsentierten sich die Uebungen gut unb legten Zeugnis ab, bah gehörig gebrillt worden war. Unier Bildung eines gelungenen Drehsternes in Achterreihen traten die Turner ab, um 40 Bürschlein, dem jungen Nachwuchs, Platz zu machen, die mit Fähnlein hereinhüpften unb eine Partie von Freiübungen mit Fahnenschwenlen unb Zwirbel-drehungen absolvierten. In einzelnen Iungrn steckt offenbar turnerische Verve, die etwas erhoffen läßt. — Hierauf wurden rasch die Turngeräte aufgestellt: auf dem Podium das Reck, im Saal zwei Narren, ein Pferd, zwei Böcke, zwei Springgerätei an allen würbe von besonderen Riegen gleichzeitig geturnt unb zugleich Stab- unb Hantelübungen produziert. Das Ganze war offenbar auf eine Massenwirtung berechnet unb kam celreichte, ein verdienter war. — Das Publikum begleitete das Schauturnen von Anfang bis zum Ende in allen dessen Teilen mit tosendem Beifall und die abziehenden Turner wurden mit einem Blumenregen überschüttet, —in— Um 8 Uhr abends fand im bichtbesetzten Saale des Hotels „Union" ein Festlommrrs unter Mitwirkung der hiesigen Militärkapelle sowie bes Gesangsvereines „Ljubljana" statt, wobei mehrere Redner bas Wort ergriffen, So begrüßte zunächst dcr Präses bes Verbandes der Turnseltionen. Herr Dr. Pogac'nil, bie erschienenen Gäste unb lieh im Verlaufe seiner Rede der Befriedigung Ausdruck, daß dem Ver-banbe heute bereits 22 Sektionen angehören; auch verlas er ein Begrüßungsschreiben bes Herrn Fürstbischofes Dr. IeoM sowie brs Herrn Reichsratsabgeoroncten D?. Krel. Herr Lanbebausschußbeisitzer Dr. Lampe pries bie schöne Disziplin in den Reihen der Jugend, worin er die Gewähr für bas strte Fortschreiten bes Volles auf ber betretenen Nahn erblickt. Ferner wünschte er einen Reigrnanfmarsch des gan-zcn slovcnischeu organisierten Volles zu sehen; dies würbe der slovenischcn .Heimat die Rettung bringen. Herr Kanonikus 5>iäta beglückwünschte in längerer Rede die Turner Laibacher Zeitung Nr. 103. 350 5). Mai ,90«. zu deren schönen Erfolgen und forderte sie zum Ausharren in der Arbeitsfreudigteit sowie in der Liebe zur Kirche auf. Sodann sprachen noch die Herren Reichsratsabgeordneten Gostin 5 ar und Herr Dr. G r c g o r i i/. von denen ersterer das Prinzip der Arbeit, letzterer das Ideal der Disziplin hervorhob und auch die Absendung eines Vegrühungstele-grammes an Herrn Dr. Kiel als den ersten Verfechter der Idee der Turnsettionen in Antrag brachte. Alle Reden wurden mit stürmischem Veifallc aufgenommen. Zur Hebung der ohnehin animierten Stimmung trugen die vorzüglichen Mu-sitnummern der Militärkapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters C h r i st o p h sowie die gediegenen Pieccn des Gesangsvereines „Ljubljana" unter Leitung des Herrn Svetel wesentlich bei. Ein Quartett, bestehend aus Fräulein Dobr^el, Frau E l a r, Herrn Etar und Herrn Svetek, erfreute die Zuhörerschaft durch den fein abgetönten Vortrag von zwei Liedern. — (Ve rc i n s w e se n.) Das k. l. Landespräsidium für Kram hat die Bildung des Vereines „i^okoi^i dnm v Idriii" mit dem Sitze in Idria nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Sinne des Vereinsgesehes zur Kenntnis genommen. —<>— — (Landeshilfsverein für Lungenkranke.) Die Marltgemeinde Neumarttl sowie der Sanitätsdistrikt Neumarttl sind dem Landeshilfsvereine als Förderer mit einem Jahresbeiträge von je 20 X, die Ortsgemeinde Pölland als Mitglied mit einem Jahresbeiträge von 5 X beigetreten. — Herr ApotlMr Josef Mayr hat an Stelle eines Kranzes für die verstorbene Frau Piccoli dem Landeshilfsvereine den Betrag von 20 X gespendet. — (Die „Glas be na M a t i c a" in A g r a m.) In Ergänzung unseres gestrigen Berichtes entnehmen wir dem „Agramer Tagblatt" folgendes: Nach dem Konzerte wurde ein Tanzlränzchen improvisiert, das sehr animiert verlief. Sonntag wohnten die slooenischen Gäste der musikalischen Messe in der Kathaiinenlirche bei. Um 12 Uhr fand eine Sitzung des Ausschusses der „Glasbena Matica" und des Musitvereines statt, in welcher die Veranstaltung eines zweiten Konzertes besprochen wurde, das demnächst im Musilverein stattfinden soll. Um 2 Uhr fand im „Kolo" ein Festlommers statt, wobei Frau Maja Turtovil» und Herr Architekt Janlo Holjac die Honneurs machten. Es wurden zahlreiche begeisterte Trintsprüche ausgebracht, in welchen die kulturelle Solitarität der Kroaten und Slovenen betont wurde. Abends gab ein zahlreiches Publikum den slovenischen Gästen das Geleite zum Staatsbahnhofe, wo eine herzliche Verabschiedung stattfand. " (Neuwahl des Bezirks st raßen aus-schusses Stein,) Gewählt wurde Herr Andreas Meja<">, Besitzer und Gemeindevorsteher in Kaplja Vas, zum Obmann, und Herr Matthias W i l t s ch n i g g. Gutsverwalter in Kreuz, zum Obmannstellvertreter. —i-. — (Stellungsergcbnis im politischen Bezirke Stein.) Vei der am 27. und 28. v. M. im Stellungsorte Stein für den Gerichtsbezirl Stein und am .')0. April und 1. Mai im Stellungsorte Prevoje für den Gerichtsbczirl Egg erfolgten diesjährigen Hauptstellung wurden insgesamt 6<^ Stellungspflichtige vorgeführt. Von diesen wurden 226 für den Militärdienst tauglich befunden, und zwar mit der Widmung und Einteilung als Rekruten 192 und für die Ersatzreserve 34. Es wurde mithin ein durchschnittliches Ergebnis von 33-3 Prozent erzielt, welches Ergebnis als außerordentlich günstig bezeichnet werden muß. — (G o l d e n e H och z e i t e n.) In der kleinen, kaum 1000 Seelen zählenden Pfarre C o l bei Wippach werden im heurigen Jahre sechs Ehepaare die goldene Hochzeit feiern, ein Zeichen, daß die dortige Gebirgsluft der menschlichen Gesundheit besonders zuträglich sein muh. <^. * (Aus dem Voltsschuldienste.) Der k. l. Bezirksschulrat in Tschernembl hat die bisherige Supplentin an der Volksschule in Dragatu^ Fräulein Franzisla M i -lavec zur provisorischen Lehrerin an der vorgenannten Schule ernannt. — Der l. l. Bezirksschulrat in Adelsbcrg hat an Stelle des bis zum Schlüsse des Schuljahres 1907/1908 krankheitshalber beurlaubten Lehrers Herrn Ludwig Kranjec die gewesene Supplentin an der Voltsschule in Hotedr^ici Fräulein Iosefa Z a l e t e l zur Supplentin an der Volksschule in Lozice bestellt. —r. * (Moltereilurs in Oberlaibach.) Man teilt uns mit. daß der diesjährige Mollereiturs in Oberlaibach der Leitung eines Kuratoriums, bestehend aus je einem Vertreter der k. t. Landesregierung für Kram. des trainischen Landesausschusses, der „Mlelarsla Zveza" und aus zwei Vertretern des Zentralausschusses der t. t. Landwirtschaftsgesellschaft für Kram. unterstellt wird. Zum Vertreter der t. l. Landesregierung für Kram wurde Herr Landesregierungsrat Wilhelm Ritter von Lasch an ernannt. —1-. * (Sanitäres.) Wie uns berichtet wird, herrscht schon seit längerer Zeit in den Ortschaften GloboÄce, So-benja Vas, Prilipe. Malence und Mrzla Vas der Gemeinde /.!ü,,i'Q sowie Gesangs- und Musilproduttionen. Die Maifeier verlief, vom prächtigsten Wetter begünstigt, ohne jedwede Störung, in aller Ruhe und Ordnung. —ik. " (S o n n t a g s chr o n i l.) Samstag abends wurden in der Vahnhofgasse zwei reichsdeutsche Stromer wegen Vet-telns verhaftet und dann dem Gerichte überstellt. — In einem Vorhause in der Stadt fiel ein Arbeiter in berauschtem Zustande nieder und mußte in die Sicherheitswachtstube gebracht werden. Als man ihn entlassen wollte, beschimpfte er die Sicherheitsorgane, weshalb er wieder in den Kotter zurückwandern mußte. Auf der Martinsstraße wurden des Nachts zwei total betrunkene Taglöhner schlafend angetroffen. Ein Sicheiheitswachmann veranlaßte deren Ueberführung in die polizeilichen Arreste. — Ein Hafnergchilfe, der tagsüber schon ziemlich viel hinter die Binde gegossen hatte, rempelte alls der Radetzlystraße eine Straßenpatrouille des 27. Regiments an. Da er sich nicht entfernen wollte, sondern sie fortwährend beschimpfte, wurde er auf Veranlassung des Patrouillenführers durch einen Sicherheitswachmann verhaftet. — In Gradi.^e wurde nachts ein betrunkener 20jähriger Knecht auf dem Boden liegend aufgefunden und durch einen Sicherhtitswachmann in den Arrest abgeführt. " (Ein Fahrrad gestohlen.) Vorgestern gegen 11 Uhr nachts wurde ein vor dem Hotel Elefant gestandenes Fahrrad gestohlen. Das Fahrrad, ein Diamant-Vicycle der Firma Iax, ist schwarz lackiert, mit gerader Lenkstange und gehört dem Straßenaufseher Alois Vezeljal in Iexica. — (Die Laibacher Vereins! a-pelle) konzertiert heute im Kinematographen „Edison", u. zw. bei den Vorstellungen um 4, 5, 6. 7 und 8 Uhr. "(Warnung vor einer H o ch st a p l e r i n.) Diesertage tauchte in Agram eine bei 20 Jahre alte Frauensperson auf, die sich für eine Wjaise und verunglückte Russin ausgab und dadurch Geldunterstützungen herauslockte. Die Schwindlerin will nach ihren dort getanen Aeußerungen nach Laibach kommen, worauf das Publitum aufmerksam gemacht wird. " (Ein O p fe r st ock d ie b) macht sich wieder in der Umgebung von Laibach bemerkbar. Diesertage wurde bei der Kapelle in (','e^njice, Gemeinde Dobrunje. ein in einem Pflock angebrachter Opferstock ausgehoben, in den nahen Wald geschleppt, dort aufgebrochen und des Inhaltes von 40 k beraubt. " (Wem gehören die Taschentücher?) Anfang Juli v. I. brachte eine unbekannte Magd zur Stickerin Anna Trampn^ am Brühl N'r. 23 für ihre Dienstgeberin zwölf weiße Taschentücher zum Sticken, holte sie aber bis heute nicht ab. — (Vermißt,) Seit etwa zehn Tagen wird ein gewisser Anton Luznar vulgo Bizjat aus Niederdorf bei Sel-zach vermißt. Er ist 35 Jahre alt. Vater von sieben unversorgten Kindern. Nedienstet war er als Pferdeknecht und wurde zuletzt von seinen Bekannten in Nicderdorf gesehen. Er ist stark dem Alloholgenusse ergeben. —<>— * sVermißt) wird seit 24. März der schwachsinnige 62jährigc Keuschler Anton Dcbevec aus Hrenovic im Adcls-berger Bezirke. " (Verlöre n) wurde: eine Pferdedecke, ein schwarzledernes Geldtäschchen mit 80 X, ein Geldtäschchen mit 0 X, eine Fünfziglronennote, eine silberne Damenuhr, eine Zwanziglronennote, eine silberne Damenuhr samt Kette, ein goldenes Armband, ein goldener Armreif und eine Eisenbahnlegitimation mit der Photographie einer Frauensperson. * (Gefunden) wurden: zwei Werthcimschlüssel, ein Doublezwickei, eine Krawattennadel. Gefunden wurden ferner auf der Sü'dbahnstation folgende Gegenstände: eine Po-lizze. Eisendraht. zwei Peitschen, ein grauer Ueberzieher. ein Sack mit alten Kleidern, ein Paar Kinderschuhe, eine Handtasche und ein schwarzer Hut. Theater, Kunst und Meratur. — (Festkonzert.) Die Philharmonische Gesellschaft in Laibach veranstaltet Samstag den 9. d. M., abends halb 8 Uhr. anläßlich des 00jährigen Regierungsjubilänms Seiner Majestät des Kaisers ein Festkonzert unter dem Protektorate der Frau Karla Baronin Schwarz. Das Neinerträgnis wird dem Wohltä'tigleitsuntcrmhmen „Das Kind" gewidmet. Leiter des Konzertes: die .Herren Professor Hermann Grädener aus Wien und Wusitdirettor Josef Zöhrer. Mitwirkende: Frau Martha Winter-nih-Dorda, Opern- und Konzertsängerin aus Graz; Herr Konzertmeister Hans G e r st n e r, ein gemischter Chor, ein Jugeudchor und großes Orchester. Vortragsord-nung: l.) Richard Wagner: Meistersinger-Vorspiel. 2,) G-F. Händel: Sopranarie a. d. Oratorium „Der Messias". Frau Martha W i n t e r n i tz - D o r d a. 3.) Hermann Grä-dener: „Der Sftielmann" (Gedicht von Emanuel Geioel), Rhapsodie für Chor und Orchester und eine Sologeige. Unter Leitung des Komponisten. (Erste Ausführung in Laibach.) 4.) L. v. Beethoven: „Abscheulicher, wo eilst du hin?" Arie aus der Oper „Fidelio". Frau Martha Winter n i tz - D o r d a. 5.) K. M. v. Weber: Jubelouvertü're mit der österreichischen Vollshymne als Schluß, letztere gesungen von dem gemischten und dem Iugendchore mit Instrumentalbegleitung. — Es wird gebeten, im Festlleide zu erscheinen. Preise der Sitze im Parterre 10 X, 8 X, 6 ^' 5 X und 4 X; Galcricsitze 0 X und 4 l<: ein Stehplatz 2 X; Studentenlarten 1 X. — Der Verkauf der Sitze in Otto Fischers Buch- und Musitalienhandlung (Tonhalle) und an der Abendlasse. Der Wortlaut der Gesänge ist zuM Preise von 20 I> erlMlich in Otto Fischers Buch- und Musi' lalienhandlung und am Konzertabend an der Kasse. — („I X V <.! « t .i ll ^l n X l^ i' « k c: j? ll < l ! rl ^ < ^' 6 /.-l Xra„.i «!<<>.") Inhalt des 1. Heftes: I. Abhandlungen: 1.) Leopold Podlogar: Geschichtlick)< Miszcllen aus dem Großlaschitzer Bezirke. 2.) Dr. Guido Sajovic: Krainische Weichtiere. 3.) I. V r h o v n i l: Die St. Georgs-lapelle im Laibacher Kastell. II. Literatur (mit Beiträgen von I. Vrhovnit und V. S t e s k a). 111. Kleine Mitteilungen: 1.) A. Koblar: Dr. Ernst Kramer. 2.) V. S.: Berichte über Sitzungen und über die Hauptversammlung des Musealvereines. — („Ljubljansli Zvon.") Inhalt des Mai-Heftes: 1.) Vladimir Levstil: Mein Glück. 2.) Milan Pugelj: Ins Album. 3.) Vladlo Küret: Im Hain<> 4.) Vojeslav M o l <">: Helena. 5,.) Dr. Josef ToMi n 5 c l: Das glorreiche und das elende Italien, s),) Aug. Strni 5a: Ich zahle meine Schulden ab. 7.) C. Golar: Ueber Rost" und übers Mädchen. 8.) Ivan Canlar: Jakobs V"' brechen. 9.) Vladimir Levstil: Maxime. 10.) Milan Pugelj: Dämmerung. 11.) Dr. M, Murlu: Kopital und Vuk Karad5i<>. 12.) Milan Pugelj: Matthias und dessen Liebe. 13.) P od l i m b a r s t i: Aus alten Aufzeichnungen. 14.) Fr. Strnad: Sodoma. 15.) Vojeslav Mol5: Des Dichters Tod. 16.) L. Pintar: Satura. — Die Rubriken „Vücherneuheiten" und „Allgemeine Nund' schau" enthalten Beiträge von Dr. Iv. Mohär, Dr. Ios^ Tominäel u. a. — („Laibacher S ch u l z e i t u n g.") Inhalt der 4. Nummer: 1.) 14—21. 2.) Ein letzter Schultag. 3.) Anton Herget: Zum modernen Zeichenunterrichte. 4.) Zuschriften und Mitteilungen. 5.) Bücher-, Lehrmittel- und Zeitungs-schau. »!,) Aufruf. 7,) Jugendfreunde! Menschenfreunde. Telegramme des k. k. Trlrgraplien-Korrespondenz-Dureaui' Demonstrationen der tierärztlichen Hörer. Wien. 4. Mai. Den Blättern zufolge veranstalteten hente in der tierärztlichen Hochschule die Hörer eine lärme» Demonstration. Sie verlangen die Unterstellung der H^a> schule, die heute dem Rcichslriegsministerium unterstellt N' unter das Unterrichtsministerium, freie ReltorLwahl usw-Zur Aufrechterhaltung der Ordnung schritt Militär ein. das die Studenten mit aufgepflanztem Bajonett auseinander-trieb, wobei ein Stndent leicht verletzt wurde. Die Studenten entsandteil eine Deputation in das Abgeordnetenhaus, um 3 demonstrieren und zogen korporativ zur Technil und zur UN dersität. um die Kommilitonen zum Anschlüsse zu bewege^ Wien. 4. Mai. Gegen 2 Uhr nachmittags wiederholte' sich die Demonstrationen im Tierarzneiinstitut. Die in Ställe von etwa 100 Studenten erschienenen Demonstrante wurden durch die bereitgehaltene Militärassistenz hmau ^ gedrängt und von der Sicherheitswache weggewiesen. DieS ' denten zogen abermals vor das Parlament, entsandten neue ^ dings eine Deputation, um Beschloerde zu führen, und aM ^ dann vor die Universität, wo sie eine Deputation zum Nc ^ schickten. Hierauf zerstreuten sie sich ruhig. Im Verlaufe ganzen Demonstration kamen weder Verwundungen, n eine Verhaftung vor. Ermordunss eines britischen Vcamtcn in ''lM"'^. K airo. ?>. Mai. Der Stellvertreter des Inspektors ^ Blauen M-Provinz, Scott Momcrieff, ist von einem ScY^' der sich selbst zum Propheten ausgerufen hatte, ermordet w Sciibqtfjcr ^cititm] 9žr. 103. 951 5. ÜÄai 1908. den. Der Scheil hatte etwa 150 Derwische um sich versammelt und in der Nacht Mm Samstag dic unter dem Befehle des Distriltükommandanlen Dickinson Bai stehenden Truppen angessriffen. die zur Wicderl)i :,, I5»s»s) Kronen Geldstrafe verurteilt. Belgrad. 4, Mai. Der „Politila" zufolge yai oer akademische Senat der Belgrader Universität die Aufnahme von hundert Hochfchülern der Agramcr Universität mtt der Begründung abgelehnt, daß der Instriptionstermin für das Sommcrscmester bereits verstrichen ist. Fort Wayne (Indiana), 3. Mai. (Auf deutsch-atlantischem Kabel). Das Hotel „Adeline", das größte Gasthaus der Ciiy, ist vollständig niedergebrannt. 25 Personen sind in den Flammen umgekommen. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t c l. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union Am 2. Mai, Morawus, Leutnant, Novizmo. — Ha» nuscki, Leutnant. Monfalcone. - Manszc, Oberleutnant; Bude, Leutnant, Trieft. — Chrestcls. Leutnant, Gradisca, — From-mrr, Schweiger, Prusfailer. Hendl, (tberl, Nsd.; Ritschel, Hock, Kflte.; Dr. Stemmender, Wien. — Stiglcr, üaudtaa> abgeordneter, Steher. — Orehcl, Kaplan, Rcifnih. — Pcchani. Orafenbrunn. - TIalak, Restaurateur, Steindruck, — Ehrlich, Nsd., Klostcrneubura,. — v. Xköver. Gutsbesitzer, Graz, ?lm 3. Mai. Sachscl, Flamm, Hamburger, Kossover, Schöuauer, Nsdc.; Fried, Langer, Pelarrk, Lindcubera, lrflte.; Mayer, Wien. - Pollanz, Ina..; Kuschar, Am.. Villach. -Minach, Konsul, Fiumc. — Mürz, Leutnant; Neumann, Fian» dra, Trieft. - Weingartner, Bankbeamter, ttlagensurt. — Roscuberger, Oberleutnant, Pettan. - Schwarz, Nsd., Brunn. — Noscubaum, Nsd,, Nürnberg. — c^meynrr, Bergdireltor, ttarmel. Roth. Rfd., Lmz a,/D. - Pick, Rsd., Prag. -Zauon. Kfm.. Agram. — Dr. Perles, Oberstabsarzt, Zara. — Ttazinski, Pfarrer, Trbojc. — Ürubat, Leutnant. Pola. Verstorbene. ?l m 1. Mll i. Eduard Kos, Schuhmacherssohn, 2 Mon., Floriausgasse >3, Bronckntis. Am 3. Mai Josef Hude?cl, Iimmcrmalcissohu, 1 Mon., zlarolincngrnnd 1, Darmlatarrh. — N. Julia Laurenzia Naprch, Mostcrfrau. 75 I, ttongrcßplaft 18, ^rwsic>8«I«sO8!8. Am 4. Mai. Stanislaus Brancelj, Ledererssohn, 14Taqe, Martinsstraße 1«, Lebens chwäche. — Maria Hoc'evar, 85 I.. Inwohnerin, Iapeljgassc 2, Marasmus. Im Siechenhause: Am :?. Mai. Ioscfc, Petan. barmh, Schwester, 37 I., I'u^rc».,,!. pulm, — Gertrud Rus. Arbeiterin, 44 I, ^r-^Iiriti», Komoutill. Im Zi v i l spitale: Am 30. April. Johanna Cundcr, Arbeiterin, 18 I., ^ukorcul. pnlm. Nm 1, Mai, Agnes Sterle, Näherin. ii2 I., ^«pliriti» »«n<», - Theresia Kotar, Amtsdicuersgattin, 70 I,, I5i>i1epm»,, ()«»!o.mll, s»ulm. SppetitlasighBit.VerdauungsmängBl warden durch periodisches Trinken von Rohitscher „Tempelquelle" am einfachsten behoben. Bei älteren und chronischen Zuständen dieser Art ist „Styriaquelle" (stärker) vorzuziahen. (1906) 4 — 1 Meteorologische Bcobachtunssen in Laibach. Seehühe .'MI 2 m, Mittl. Luftdruck V3'7 U. ss ! 732 5 s 14 5 » 7"bewöltt ^^0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 15 7". Noi» nale 12 5°. Wstternorausillsse für den ,'>. Mai für Tteierniarl und Kärnten: Größtenteils bewölkt, milde, gleichmäßig anhal» tend, unbrstäudig; für Kr a in: zuuehmendr Bewültiing. milde, trübe; für Trieft: zunehmende Bewölkung. mäßige Winde, mäszig warm, vorerst noch schön, später Trübung. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (Ort: Gebäude der l. t. Staots'Oberrealschule. Lage: 3lörbl. Breite 46«03'; Östl. Länge von Greenwich 14" 31'. ^ Vegi nn_______ ^ ^. ^ ^, Herb- Z^. Zi: H3 -H- ^- ^ distanz UZ Z- ZH ^ff^ "H3 T« A"ß ^D ^^" Z5 3 ^3 ____ "V ^V ^>l>_________^ Z " «t-. ^ Icm d in 8 b in » dm» llin» dm ^ 3. «700 02 00 27 02 10 10 02 32 35 _________"w Al i c n: 3. 9000 02004«!--------------------0243-0315 >V Bebenbcrichte: ** 3. Mai: 18 Uhr 50 Minuten bi? 10 Uhr 31 Minuten seismische Störung; Maximalausschlag 2 0 Millimeter, 20 Uhr ?3 Minuten bis 21 Uhr 4 Mi. uuteu sehr schwache Störung. B öden un ruhe:-""* 12 ' Telulid>-„peudrl und 7 . Se> lundcnpcndel «sehr schwach», 4. Seluudeupendel »schwach» bis «mäßig starl». » li« bebrüte,,: !<' »»n «sl>,!,l.«h!,rl »' Dir ,>!»'!,n,,„aI»-„ , ,,,i, „,,,, ,„„ft,„ von Müteriiach» !>!» Mitli-i-imch, <, !!>,, »" Dit »» od en »» r » tie wirb ,, ,n«i Vl«esch>äne l>ie zu , Milli,,,,!,', .s^,,, ,,.,,,,' «schwach», vu» « li, ,„ .inuii,» Hull», vu» . «ftll,!», »w,< 7 bi' >! .ilhr slnll., ,,»b illirr ll» ', oldeüOich slarl», ^ , !>,>br,,,,,,r!il!!'' l»»^,,!,-! <,,,,!,. „........ »Narls» Vüllche a»' allr» Pr!tt>>!» Sanatorium Gmunden flanijäörifl geöffnet. fturpenfionen für WcrDcn-, frcr^., Wagen-, $arm* jmb 3ucfer« franse, ©rosier $arf, Üiefleterraffe, 5Bcfrf)äfiißuiifljlcouin, ftaltWaffcrfur, Äofyleiifniirebäber, ^anberjanl. Kurhotel Gmunden (1416)10-5 ^amilifiibotfl I. Manor*. (1912) C. 1.57/8 Oklic. Zoper Jozefo Novak iz Malevasi ?t- 21, katere bivališèe je neznano, se J? podala pri c. kr. okrajni sodniji v velkih LaSèah po Janezu Zalar. po-«estniku iz Geste st. 8, tožba zaradi 425 K s prip. Na podstavi tožbe se ¦öoloca ustna sporna razprava na dan 19. majnika 1908, ^°poldne ob 91/.,. uri, pri tej sodniji. ^ V obramlx) pravic tožene Jozefe °vak se postavlja za skrbnika gosp. Jjace Virant v Velkih La&èah št. 21. la skrbnik bo zastopal toženo v Ozsiameujeni pravni stvari na njeno nevarnost in strosko, doklor se ta ne glasi pri sodniji ali Tie inienuie po- ^laWenca. j p- kr. okrajna sodnija v Velkih ^ašcah, odd. I, dne 2t). aprila 1908 (1881) _C. 54/8 1. Oklic. M\ SÄOl>er ^aro Kuhelj, posestnico na 8 e"evem, katere bivališèe jo neznano, v V^ V.01^51^ pri c. kr. okrajni sodniji visnjigorj po Mariji Jevnikar, po- sestnjka ženi, tožba zaradi 400 K 8 pp. Na podstavi tožbe odredil se je narok za sporno ustno razpravo na dan 11. maja 19 08, ob 8. uri dopoldne, pri tej sodniji. V obrambo pravic toženke se postavlja za skrbnika gospod Avgust Karlinger, posestnik v Ivanènigorici. Ta skrbnik bo zastopal toženko v oznamenjeni pravni stvari na njeno nevarnost in stroške, dokler se ne oglaBi pri sodniji ali ne imenuje po-oblašèenca. C. kr. okrajna sodnija vVisnjigori, odd. I, 30. aprila 1908. (1895) C. 81/8 Oklic. Zoper Petra Predovièa iz Jugorja št. 6, oziroma njegove neznane dedièe in pravne naslednike, kojih bivališÈo je neznano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Metiiki po Jankotu Damjanovièu, posestniku v Dragi št. 9, tožba zaradi lastnine s prip. Na podstavi tožbe se je doloèil narok za ustno sporno razpravo na dan 2 0. maja 19 08, ob 9. uri dopoldne, t sobi št. 2. V obrainbo pravic toženca se postavlja za skrbnika gospod France Tome v Businji vasi. Ta skrbnik bo zastopal toženca v oznamenjeni pravni stvari na njegovo nevarnost in stronkc, dokler se ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija Metlika, odd. II, dne 28. aprila 1908. Für ein großes Sommerhotel wird eine tüchtige Wäsche-Büglerin und eine Wäscherin für ständig aufgenommen. Anzufragen in der Administration dieser Zeitung. rl94()) j Wohnung. Im Hauae Nr. 14 In Oradiiöe ist eine schöne Wohnung im I. Stook mit vier Zimmern samt allem Zugehftr mit dem nächsten Augusttermin zu vermieten. Anzufragen dortselbst und beim Hausmeister Rumorst™ ßr. \> 10. (1Ü37; 1 Gesacht wird einfach möblierte Sommerwohnung bestellend aus zwei oder drei Zimmern und Küche sowie mit Garten (kein Ziergarten) und Badegelegenheit. Gefl. detaillierte Anträge unter M. Hermann Nr. 1942 an die Admin, dies. Ztg. erbeten. (1942) 2-1 Wohnung gegenüber dem LandeBtheater, im III. Stock. bestehend aus fünf Zimmern. J> zimmer, Küche etc. ist wegen Tran.....' (193H) sofort zu beziehen. 3-i Anfragen TheatergasBe Nr. IS, J. Stock läiis (Hotel-Sekretär) wird für ein erstklassiges Saisonbote] mit 15. Mai gesuoht. Gefordert wird vollkommene Kenntnis der deutschen und sloveniscben Sprache in Wort und Schrift (solche, die auch italienisch verBtehen haben den Vorzug), nur erstklassige Keferenzen, gesetztes Alter' und vollkommene Kenntnis der doppelten Buchhaltung. Oflerte sind zu richten unter „Hotel-Buohhalter" au die Adm. d. Ztg. (1941) Laibacher Zeitung Nr. 103. 952 5. Mai 1908. kilialo sor k. l. priv. Nosterreiellizebeu Lrsäit- ^^^ Hustalt lür Uauäei nuä Lowerbe w I^aibaoll. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslilatte) vom 4. Mai 1908. Tie notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung, Die Notierung sämtlicher Altien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stück. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4°« lonvei. steuerfrei, fronen (Mai-Nov.) per Ku,se . . »7 30 97 50 bett« (Iänn.-Iuli) per Nasse 97 15 9? 35 4 2« „ ö. W. Noten (F«bi.-^lug.) per Kasse......9? 99 20 »«"«ö. W. Silber (Npril-Olt.) p«r «asst......99 05 9« 2b 1860er Otaatllose 500 st, 4",„»50 50,54 5« 1860er .. 100 fl. 4"/,,213-50ü!7 5« l8S4«r .. 10" fl. . .263 25267 25 »8s4er ,. 5« fl. . .262 25 267-^5 Tom. PfllNbbr. il 120 f!, 5° „288 10290 10 Staatsschuld d. i. Reichs« ra« vertretenen König» reiche und Länder. ßfterr. Voldrente steuerfr.. Gold per Kasse .... <"/„lt5 90ii6 10 ^stcir. Rente in Kronen», stfr., per Kasse.....4"/« 97 30 9?-5« detto per Ultimo . . . 4"/„ 97 30 97-50 Ost, Investition» Rente, stfr., Kr, per Kasse . . 3>/,°/„ 87'8b 8«'0ü Gislnbahn>zta»t»schult. . Vtlschrllbungt«. tlisabeth-Bahn i. G., steuerfr,. zu tO.oo« fl.....4"/„ — — —-- Kranz Ioseph-Vahn in Silber (div. St.) . , . . 5'/<"/<>i»9 2b 120-25 Galt». Karl Lubwig-Gahn (div. Etücke) Kronen . . . 4"/„ 9S 30 97 30 Rubolf-Vahn in Kronenwühr. steuersr. (div. St.) . . 4"/„ 96 5b 97 55 «.oiarlberger Bahn. stfr.. 4«0 und «000 Kronen . . 4",„ 9« 50 »7 50 )» ll»»l»schnll>oelschttibungeu »bgtstnnPtltk GisenbahN'Akiien llisab«th.«. 200 fl. «M. b'/^/n von 4U0 Kr......458 — 46? — deito Linz-Vudwei« 200 fl. ö. W. O. 5>//Vn . . . . 427 2b43l'2b detlo Salzburg Tirol 200 fl. ü. W. T. b"/„ ... .42250 426 b0 «rrmstal Vahn 20« u, 2000 Kr. 4"/„.........1!>4b«1N5bN Geld Ware P«m Zlaotl zur Zahlunz üb«> n»»m»»l fflslnliahN'Plilllitst»- Pbligationtn. Böhm. Westbahn, Lm. l«95, 400, 2000 u. lo.uoa Kr. 4"/n 87-15 98'lb «llisabclt, Nahn 600 u. 300« M. 4 ab I0"/„......115-50 NS'50 /,"/nl 85 70 8« 70 «orarlberger Bahn »3 50 detto K 50 sl 169 Ü0l»3 50 Theiß Nea.-Loic 4"/„ . . . . 14^ - >5N -4"„ »ngar, «Nrnndertl.-Oblin. 93'2,'i 94-25 4",«lroat. u. slav, Eibentl.-Obl. 84 50 »550 Andere öffentliche Anleyen. Vo«n, LaudeK-NnI. (div.) 4«/„ 91'2 4'/,",„ . . 88 20 99 2« 5"/„ Tonau Ncn.-Nnlcihc 1878 103-50 - - Wiener Vcrlrhrs-Anl. . . 4"/« 9745 98-45 dcltll IWN 4",, 97 80 9» 30 slnlchen der Stadt Wien , . 10075 lo>-7>'> belto (E. oder G.) 1874 I2«»«u!2l 60 dettll (1894).....84?" 9570 betto iVa«) V. I, 1898 . 9«'50 97'50 delto (Vleltr.) v. I. i««s» 9« 50 u? 5« detto (Inv.A.)V,I.1«02 9650 9?-5<> Närsebllü-Anlehen verlosb. 4"/„ 9? 25 »8 25 Nussijche Staalsanl. v. I. 190« f. 100 Kr. P. K. . . 5°/„ 9440 9480 delto per Ultimo . . 5"/„ 94-40 9490 Vulg, Staals-Hyvothelar-Änl. ,«»2......«"/<> l2l-40 122-40 Geld Ware Vula. Staats - Guldanleihe 1907 f. 100 Kr. . . 4'/,"/„ 8«IN 8? 90 Pfandbriefe usw. Bodenii,.allg,t>st.i. 50I.vl.4"/„ 9585 96-85 Uöhm. Hnpothelenb, verl. 4"/„ 98 6b 99-60 Zentral «od.-Kred.-Vl., österr.. 45 I, verl.....4>/,"n 102-— —-— betto 65 I. vcrl. . . . 4°/« 98-- 99--Krcd.Inst., österr., f.Verl.-Unt. u. üffentl.Arb, Kat. X. 4"/„ 9«?b 97-75 Landcsb, d. Kü». GaNzicn und Lodom. 57>/, I. rüclz. 4"/« 94 75 95'75 Mühr. Hypothelcnb. veil. 4>v„ 97 6« 98 60 N.-österr. Landc«!-Ht,p,-lllnst,4''/>, 98 25 98-25 belto inll. 2"/„Pr. verl. »'///l, 8»-- — - dctlo K.-Lchuldsch. veil. 3'/,> 88- 90-— bclto verl......4",n 9810 98-lN Ostcrr.-iinaai. Vanl 50 Jahre Verl. 4'Vn ö. W..... 98-45 99'45 detto 4"/« Kl...... 98-50 89 5« Sparl., Lrste öst., 60I.verl.4«,« 99-- 100 — Eisenbahn-Prioritäts. Obligationen. t)stcrl-, Norbwrstb, 200 sl. 2. . 102-80 103-80 Llaatibahn n,l) Fr..... 403- 409-— Südbat,» k 3"/s, Jänner-Juli 500 Fr, (P«I St.) . . . 294-— L86-- Südbahn 5 b°/o »00 fl. S. °. G, 120-30 121-10 Diverse Lose. Dlliin»liche ssose. 8°/n Vodenlredit-Lofe <- Ofcner Lose 4« fl...... 213-- 228-- PalfsyLole 40 fl. «Vl. . . . 190-— 196 — Rutci, Kreuz, öst. Ges. v. 10 fl. 50'8b 5485 Noten Krr„z, una.. Ges. v. 5 fl. 27-5« 29-5« Nnbolf-Lnse 10 sl...... 68'— 72-— Salm Lose 40 fl. KM . . . 229- 239 — lürl. «l.-Ä-Nül. Präm.-Oblig. 400 Fr. pcr Kesse , . . —'— -'- dctlu ver Medio . . , <8?»45 188'45 Veld Ware Wiener Numm.-iiose v. I. 1874 497— 50?--Vew.-Sch. d. 3«/„ PrHm.'Schuld d. Vobenlr.-Änsl. it, Ii> 200 sl. prr U!t. 1,26'— 1I2S'— Donau - Dampfschiffahrt« - Ges., 1.. l. l. priv,. 500 sl, KM, 1022-— 1032'- Lux Bobcnbacher E.V. <00ttr. 56«-— 569-- Ferdinanbi, Nordb. »000 sl, »M, 5265'— 53t0--Naschau - Oderberner Eisenbahn 200 sl, S....... 362— 364- - Lemb,- Eisenbahn- Gesellschas!, 200sl. S. . . 564'— bl!8-- Lloyb. üst,, Trirst, 50U fl..KM. 423-- 425'— bstcrr, Nordwestbahn 200 sl, S. 449— 44^5« dct!o(!it. 1l)20N fl. L. p U!t. 444-- 446 50 Prag-Du^er0 LNdbahn 200 sl, Silber per Ult, i»5 60 Nl660 Südnorbbcutsche Verbinbungsb. 20«sl. KM...... 404— 407- Transport-Ges., intern., ll.-G 20« Kr........ —— 140 — Ungar, Weslbahn (Raab-Eraz) 20« fl. S....... 40b'— 409-- Wi. Lollllb.-ANienVes. 800N. »10— L40-— Banlen. Aiißlo-idsterr. Nant, I2«sl, . 297 25 28825 Baulvercin, Wiener ver Kasse —-— —-— dettll per Ullimo 52275 52875 «odenlr.Anst. »st., 300 Kr. , ,054'— 1U60-— Ze»ll, Bob.-Nredbl. «st. 200 fl. 535'— 542'-Krebitauslali sür Handel und Wcwcrbe. 16« fl., per Kasse —- - —-— detlo per Ullimo «2875 c30'7I> Kredübanl, unn. allss., 200 fl, 74«-— 741'- Depusilcnbanl, all«.. ^00 fl. , 456'— 457'-Eelompte - Gesellschaft, nieder- üsterr., 40« Nr..... b8»'— 585 — Giro- u. kassenuerein, Wiener, 200 fl........ 455-— 45?'. Hppolhelcnbanl. vst. 200 Kr. 5"/„ 286'— 288-— Länberbanl, österr,, 20« sl., per »asse....... --- --- belto per Ultimo 434'— 435'— ,,Mcrl»r", Wechsclstub-Ätlic!!- Gcsrllschasl, 200 sl. . . . 6,2-— 6!«-— Osterr,-»»«nr, Ban! 140 oo sl..... 545'— b4s Saln»Tarj. Sleiulohlcn 1«O fl. 572'— ^b'^ „Schlönlmiihl", Papiers.. 20« fl. 318'— 322'^ ,,Cchnd»i(-n", Ä.O. f. Petrol.- Iodüslrie, 500 Kr. . . . 468'— "^'^ ,,E!ctirslm>!hl",Papiflf,u,V.G. 435'— ^'71 Trifailer Kchlenw.-G, 70 sl. . 284— «s«»" lürl, Tabalregie-Ges. 200 Fr. pcr Kasse...... —— 7l" delto per Ullimo . . . 406' - "" .. Wassenf.-Wes. österr,. 10« fl, . 540-50 541'"» Wr, Ällunesrllschaft, 100 sl. . . 15«— ^4'- Wienerdclnc ^ien>-lf,-Mt,.Gel. 7l«— ?>^" Devisen. Hurl« Klchten unl> 3chk— 2b''" Zürich »nb Basel..... 954« «b'b» Valuten. Dulalc»........ N»I> ^'»» 20Franl«n-!3tülle..... t909 <"'" 2O.Marl-S<ücle...... 2349 «''A Deulsche Neichsbanlnoten , , 117-52» <^^5. Italicnische Ba»l»»ten . . , 95 «0 sb?" Rubel-^ule»....... 2'51 '^'"^ ! ^Q8-V«t-3lQ^6^UN«________________l34)______________________»<»«»»,»«>>. >>l»^»«»^^,»««<'. Vest!»»!!!!» V«!> »»s«lN>«,«!! Im !l»Nt«-l<»ss«!!< «!>l! «Ill Nls»!l»!!l», ^