Nr. 246. Freitag, 26. Oktober 1906. 125. Jahrgang. Wbacher Mung PlllnumeiationSpreiS: Mit Postvr rscn d uüg: ganzjäliri« 3N k, halbjährig 15 X, Im Kontor: ganzjährig ^ Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Nuönahinr der Sonn« und Fe «!»^l>. Nie Administration bcsinbet »2 X, halbjährig li X. ffür die Zustellung ii,S Hnus gaiizjählig 2 «. — Insertionöncbühr: ssiir llei,« Inserate ? sich Kongrekplap Nr, 2, die Mcbaliiou Nalmatingasle «lr. lu. Vprcchstunden drr Reballio» von » biö n» Uhr vor. bis zu 4 Zeile» 50 d, größere per ZcUr 12 t,- bei öfteren Wiederliolnngen per Zeile « k. V mittags. Unfranlierls Briefe werden nicht angenommen. Mamislri!^ nicht zurllclgestcllt Nichtamtlicher Teil. Der Wechsel im Ministerium des Äußern. In italienischen Hof' mW Regierungskreisen wird, wie man aus Rom uleldet, in Übereinstim-nmug mit der öffentlicheil Meinung in Italien, über deu Rücktritt des Grafen (^iolucholvsti von der Leitung der älißereil Politik Österreich-Ungarns großen Bedaueril Ausdruck gegeben. Es herrscht Eiustiulluigkeit darin, daß Graf Goluchowski fich stets als cm höchst loyaler Staatsmailu erlvieseil habe. Die besondereil Smnpathieil, lvelche er als soläier in den leitenden kreisen, Italiens genoß, habeil denn anch viel zu den raschen und befriedigenden Lösungen aller Zwischenfälle beigetragen, wie fie dnrch die Tätigkeit „lluverailtloortlicher" in die Beziehungen beider ^cachbarstaalen nur allzuoft hiueiugeschleudert werden, ^vlan hat mit Erstaunen in Rom gehört, das', in Österreich-Ungarn, gegen den Minister Grafen Goluchowski Vorwürfe auch wegen eines angeblich verschlechterten Verhältnisses zwischen Italien und Österreich Ungarn erhoben wurden. In, Rom läßt man demgegenüber den, Grafen Goluchowski die Gerechtigkeit widerfahren, daß man seine gute Gesinnung für Italien dankbar anerkennt und feststellt, daß unter seiner Leitung der österreichisch uugarischen Politik das Verhältnis beider Staaten au Wärine und ganz besonders an Vertrauen erheblich gewonnen hat. Der neueruanute Minister des äußern, Lttois Lera Freiherr von Ä h r e n t Hal, ist am 27. September 1854 geboren. Nach Beendigung seiner Stndien, die er teils iu Prag, teils in Bonn ab-soloiert hatte, trat er anfangs des Jahres !877 in den diplomatischeu Dienst lind Uuirde der k. nnd k. Botschaft in Paris zngeteilt. Schou unl die Mitte des folgenden Jahres erfolgte, seine Übersetzung zur Botschaft in Petersburg, wo er bis zum November 1^8.'l blieb. Zu dieser Zeit wurde Freiherr von Ährenthal zur Dienstleistung iu das Mini'sterinm des Äußern einberufen, iu dem er zmn Hof- uud Ministerialsekretär ernannt und bald daranf durch Verleihung des Titels uud Charakters eim'S Lc-gationsrates ausgezeichnet ivurde. Nach 4'/jähriger Dienstleistung in Wien wurde Freiherr von Ähren thal neuerlich nach Petersburg entsendet und der dortigen k. nnd k. Botschaft als erster diplomatischer Beamter zugeteilt. Diesmal währte sein Aufenthalt in der russischen Hauptstadt über 5'/-- Jahre, nach 0eren Ablauf er wiederum ins" Ministerium eilt? berufen und zmn Gesandten ernannt wurde. Im Jahre 18l)4 ernannte ihn. Seine Majestät der Baiser zum Gesandten am rumänischen Hofe; am 26. Iän-uer 18!)!) erfolgte Freiherrn von Ährenthals Er-ueunimg zum Botschafter unter gleichzeitiger Verleihung der Würde eines Geheimen Rates. Im ^aufe seiner fast dreißigjährigeil Tätigkeit ist Freiherr von Ährenthal von meiner Majestät dem Baiser wiederholt durch Ordeusverleihuugeu aus-gezeichllct worden; er besitzt den Orden der Eisernen Kroue dritter Klasse, das Komturtreuz des Franz Joseph-Ordens mit dem Sterne nnd das Großkreuz des Leopold-Ordens. Die „Nene Freie Presse" teilt mit, daß die Bedingungen, an die Freiherr von Ährenthal seine Ernennung kuüpfeu mußte, im Laufe weniger Stunden sich als -durchaus erfüllbar gezeigt haben. Er habe die Bürgschaft erhalten, daß seine Person uud seine Politik in beiden Delegationen auf keinerlei Vorurteil stoßen nnd auch künftig einer nu,-befaugencn Prüfung werden unterzogen werden. Freiherr von Ährenthal stoße also weder in Öster-reich, noch in Ungarn auf ein Hindernis. Die Geschichte seiner Berufung werde ihm die Kraft geben, der Welt zu beweisen, daß Österreich-Ungarn die Einheit der auswärtigen Politik und die Überein stimmuug beider Staaten mit deren leitenden Grundsätzen vollständig unversehrt erhalten habe. Der rasche Verlauf der Krise und die Mäßigung, um uicht zu sageu die Versöhnlichkeit, die sich in Österreich uud in Ungarn dabei zeigten, werden dein Ansehen der Monarchie nützlich sein.. In dem Wunsche, die Machtvollkommenheiten der Krone in der answärtigen Vertretung der Monarchie unberührt zn lassen, haben beide Staaten der Monarchie übereingestimmt. Das ist ein Zeugnis für die noch nngebrochene Lebensfähigkeit der dualistischen Verfafsnng. Die „Zeit," erörtert die Schwierigkeiten der Stellung eines Ministers der answärtigen An gelegenheiten in Österreich-Ungarn nud führt ans, daß uuser Staat eineu Minister deo Äußern brauche, der mehr ist, als ein bloßer Zunftdiplomat, der mit Routine auch die tieferen Gaben des Politikers verbindet. Mit einem Worte: ein Staatsmann gehört dazu! Politische Übersicht. Laib ach, 25. Oktober. In einer Besprechung des M i n i st e r w e ch -sels in Frankreich weist die „Neue Freie Presse" darauf hiu, daß neue Kräfte von großer Wucht, unzweifelhafter Begabnug uud brennendem Ehrgeiz im Kabinett ElÄnenceau hervortreten. Darüber sei kein Zweifel möglich, daß die Ernennung (Mmenceaus zum Viiilisterpräsidenten bei semer starken Hinneigung zu Euglaud für Deutschland Grund zur größten, Vorsicht gibt. — Das „Frem-deublatt" bemerkt, Elümeni-ean werde sich voraussichtlich in auswärtigen Fragen au die enge Freundschaft halten, die Frankreich jetzt mit England verbindet und die ihm Herzenssache ist. Das Bündnis mit Nußlaud ist ihm immer eine Tatsache gewesen, die er von: kühlsteu Zweckmäßigkeitsstaudpunkte, anS je nach den Umständen bewertete. Daß er ernstlich bestrebt sein wird, den Frieden nicht zn gefährden, ergibt sich aus der Fülle der Aufgaben, die im Innern zu löseu siud. — Die „Österreichische Volkszeitung" ist überzeugt, daß sich auch der neuen Regierung Frankreichs eilte Friedenspolitik mit gebieterischer Notwendigkeit aufdränge. Das Mini-sterinm El^ineiueau habe eine Neformarbeit von richtigem Umfange zn bewältigen nnd dazu brauche es Zeit nnd Frieden nach außen. Von dein Ministerium El^menceau, welches seine Wirksamkeit rmt der Schaffung eiues eigenen Portefeuilles für die Fragen des Schutzes und der Wohlfahrt der Arbeiter beginnt, hat der Weltfriede nichts ^n be-sorgen. Aus Paris wird gemeldet: Die 'linde lind llu befangeuheit, mit welcher sich die tonangebende Presse Deutschlands zum Ministerium El6menceau stellt, befriedigt um so mehr, als es in Frankreich uicht an Stimmen gefehlt hat, daß mait in diesem ^mkte sich vielleicht einiger Voreingenommenheit des deutschen Urteils zu Verseheu habe. Von vielen anderen Gründeil abgesehen, liege eine Gewähr für die Erhaltung dcr bisherigen Nichtlime der interuationalen Politik Frankreichs unter dem Kabinette El<'mem-eau-Pichoil schon iu dem Umstände, daß dieses nach der ganzen Sachlage die Tnrchführnng des Kirchen-trennnngSgesenes als seine nächste nnd hauptsächlichste Aufgabe anznsehen uud somit vor allem seme Aufmerksamkeit den aus der Lösung dieses Pro- Feuilleton. Der zuvorkommende Hauswirt. Humoreske vou Ziril: Kc'nic;er. (Schluß.)' llild nnn zog der Herr Hanswirt anch die Weste aus nnd nnn hupp! hupp! hnpp! — das flog nur so uud fast ohne authöreu, ohne aufsehen. Die beiden Jünglinge, die zwei kräftige Holztnechte waren, kamen immer mehr und mehr iu Rückstand uud immer rastlos hupp! hupp! hupp! Die Leute blieben auf der Straße stehen, es fing scholl ait zu duukelu, die Scheite flogeu uoch immer über den Bretterzauu hiuweg. Herr Musi hielt auZ, uud Herr Musi war nicht lllir zuerst fertig, er warf sogar eineil Nest des Holzstoßes seiller beiden Gegner über die Wand. Das war eiu Sieg. Da stand er nnn wieder ill seiner Würde uud alle standen, und staunteu. Gern, hätte er weitere Beweise seiner Kraft gegeben, aber auf dem gauzen Holzplatz war nnr noch eiu Wellblechhäuschen, das bei Regen dem Holzhäudler als Unterschlupf diente. „Was gilt's'^" rief er, „ich werfe auch die Bude über den Zaun." Kciuer wagte mehr zu welteil, aber darum war es ja auch Herru Musi gar uicht zu tun. Was lag ihm ail dem Taler, den er allenfalls gewinnen konnte. Aber seine Kraft wollte er zeigen, uud er zeigte sie. Er trat ills Schilderhaus hinein, faßte kräftig zu uud trug e5 wie eiu Karteuhaus au deu Zaun. „Halt! halt!" fchriell eiuige, „loir werden es drüben auffangen!" Und sie raunten hinüber. Uud wirklich, wahrhaftig, der Zauu krachte. Herr Musi verlor zwei Hoseukuöpfe, lind machte sich sein steifes, weißes Hemd schmutzig, aber das Wellblechhäus-chen brachte er hinüber. Da staud er null auf deiu Platze vor einer An zahl bewuudernder Augen angestaunt. Und langsam, selbstznfrieden, zog er Weste und Jacke wieder au. Er lächelte verschmitzt, deuu er dachte sich, die Hauptarbeit haben sie jetzt erst, das Ieng allein wieder zurückzuwerfen, zudem war es schon fast Nacht geworden und hinter dem Zaun, wo sie das Holz hingeworfen hatten, war es fast finster. Er ging hinten um die Ecke um nachzusehen, was sie nun beginnen würden. Aber da —, was war das, da fuhr eben ein Wagen mit Holz weg nnd obenanf lag das Well blechhaus. „Nann", dachte er, „was ist los?" Aber er fand gar keilte Worte für sein Er stannen. Die jungen Burscheu aber auf dem Wagen schrieu „hü, hü uud Hot," und die Pferde schlugen eiu geliildes Träppcheu ein. Herr Musi schlug sich an die Stirn. „Türkenmicheldonner," — und so weiter. Er raunte auf den Holzplatz, aber da war der junge Holzhändler auch weg. Jetzt begriff er vollständig. Erst wollte er ihnen nachsetzen, aber ueiu, es wäre unter seiller Würde. „Einmal mit solchem Pack sich eingelassen," sagte er endlich, „und nicht wieder." Eine Weile stand er noch auf dem Platz, aber es war hier weiter nichts zu machen. Er ging hinauf iu feiu Zimmer, und seine Frau hatte ihm die Lampe schou angezündet. Aber heute trat er sogar seiner Fran gegenüber mit einer gewissen männlicheu Selbständigkeit auf, uud sie ließ es sich bieteu, er wunderte sich selbst darüber. Ais er aber nachher allein war, setzte er sich ruhig an seinen Tisch lind rechnete aus. EB waren hnndertundsechsllildzluanzig Mark, damit mußte man sich eben abfinden, aber daß er den Schnften geholfen hatte, Teufel noch mal.-------- Herr Musi soll zwar die Geschichte »licht weiter erzählt habeil, aber die Spatzen auf den Dächern der Umgebung erfuhren fie doch, nnd manchmal war das für Herrn Mnsi sehr, sehr unangenehm. Laibacher Zeitung Nr. 246. ______________ 229ft 28. Oktober 1906. vlemo erwachsenden Sorgen uno Kwnpfen, zlizu-wenden habeit wird. Es wird ferner erinnert, daß Minister Pichon, welcher zur Zeit dc5 chinesischen Boxeraufstandes, als Vertreter Frankreichs in China, im damaligen .Konzerte europäischer und außereuropäischer, Mächte eine vorteilhafte Rolle spielte, für Höfe und Regierungen keine unbekannte, vielmehr, eine wohlakkreditierte Persönlichkeit ist. — Tie persönliche Begegnung des Ministers Pichon mit dem russischen Minister des Äußern Izvolokij, erscheint durch den überraschend schnellen, selbst Herrn Clsmenceaus eigene Prognosen übertreffen-den Abschluß der Kabinettsbildung jedem Zweifel entrückt. Aus Londou, 2:i. d. M., wird gemeldet: Vei stark beschtein Hause fand heute die Eröffnung der H erb st se ssi o u statt. Premierminister Campbell-Vannerman erklärte, die Regierung beabsichtige, unverzüglich an die Ausführungen verschiedener wichtiger, in ihrem Programme vorgesehener Masmahmen heranzutreten, darunter auch an die Fertigstelluug eines Gesetzes über gewcrb liche Streitigkeiten. Da5 Haus nahni dann die Ve^ ratung des Handelsschiffahrts (Gesetzes lvieder auf. - Die englische Admiralität hat beschlossen, eine besondere H ei ma t s fl o tt e mit Eheerneß als Hauptquartier zu errichten, die aus Schiffen zusammengesetzt seil, wird, die sich teils im Dienste, teils in der Reserve befinden. Die Verteilung der Schiffe der Kanalflotte sowie der Mittelmeer- und der atlantischen Neserveflotte wird geändert werden, nm eine Verstärkuug der Mannschaftsstämme und eine Organisation der Heimatsflotte zu ermöglichen. Die Änderungen sollen allmählich vorgenommen werden. An die diplomatischen Vertretungen in Konstantinopel ist abermals ein die Unterschrift „O t t o m an isch es Komitee für Union nnd Aort schritt" tragendes Manifest, in kurzer Zeit bereits das zweite Schriftstück dieser 3lrt, gelangt, welches an diesen Stellen ebensowenig Eindruck machte, wie sein Vorgänger. Es schildert wieder den (^csundheitszustand des Sultans als bedrohlich und behandelt abermals die umlaufcu-den Gerüchte von angeblich angestrebte» Änderungen der Thronfolge, um auf deren verhängnisvolle Folgen aufmerksam zu machen. Es wird nns dazu neuerlich versichert, das; das derzeitige Befinden des Sultans, der am ersten Namazantage nach dem Iftar sämtliche Minister uud eiue große Zahl anderer' ottomanischer Würdenträger und nach dem letzten Selamlik die Mitglieder der ungarischen Rakoczy-Teputation iu Audienz empfing und deren Glücklm'lnsche, bezlv. Danksagung entgegennahm, keine Besorgnis einzuflößen vermag. Tagesneuigleiteu. — („T er Hi m ui el i st f re i",) und ihn anzusehen, ist jedermann gestattet. Dieses Rechtsprinzip ist kürzlich ausdrücklich von dem Polizeigerichte in Brentford aufgestellt worden. Jeder gute Englaxixr kann also den Himmel ansehen, so viel es ihin belieDl. Das; es über diese Frage zu einer richterlichen Ent scheidung kommen mußte, geschah so: Der Maler Thom. Hughes war angeklagt worden, auf der Straße stehen geblieben zn sein. die Sterne angeschaut und dadurch eine Verkehrsstörung verursacht zu haben. „Was hat er getan?" fragte der Vorsitzende den als sengen erschienenen Polizeimann. „Gar nichts', Sir." — „Ja, warum in aller Welt haben Sie ih>n denn arretiert?" Ter Polizeiinann setzt atlseinander, daß sich ein Menschenhaufen uin den Mann gesammelt habe, der den Himmel so interessiert anschaute, und er die Vert'ehrsstanung nicht anders beseitigen konnte, als durch Verhaftung des Sternguckers. Das Polizei-gericht erklärte jedoch, daß Hughes nicht schuldig befunden werden könne, zu der Menschenansammlung begründeten Anlaß gegeben zu haben. Er hatte ein gutes Recht, den Himmel anzusehen, und wenn eine Alizahl von Menschen ihn bei seiner Beschäftigung näher betrachten wollte, so sei das nicht seine Schuld. Also wurde er freigesprochen. — (Der Hanptmann von Kaper-u a n m.) Ein bibelfester Frankfurter Leser schlvibt der „Franks. Ztg.": Der Hauptmann von Koepenick identisch mit dem bekannten Hauptmann von Kaper-naum! Endlich ist es gelungen - aber nicht der Berliner Kriminalpolizei — die Identität des Haupt' manns von Koepenick festzustellen. Man überzeuge sich davon in der Bibel und lese: Evang. Matth. Kap. 8 Vers l). Der Hauptmann zlini Bürgermeister: Siehe, ich habe unter mir Kriegsknechte. Und weim ich zu dem ersten sage: „Gehe hin!" so geht er, nnd sage ich zum anderen: „Komme her!" so t'ommt eir, und zum dritten: „Tue das!" so tut er es. Evang. Matth. itap. 8 Vers l0. Der Hauptmann (fiir sich): Wahrlich, ich habe noch niemals gefunden einen solchen Glauben! ^ (Flugvers n che mit dem Aeropl a n.) Der Lnftschifser Santos Dnmont hatte am Hl. d. M. nlx'nds bei seinen Flugversuchen mit seinem Aerovlan „Ranbvogcl" auf dem Sportplatz „Bagatelle" in Paris den ersten großen Erfolg. Die Maschine erhob sich vier Meter vom Boden uno durchmaß eine Distanz von etwa sechzig Metern, worauf allerdings das leichte Bambusgerippc der Flügel brach nnd der Flug beendet war. Dumont gewann gleichwohl den Arch° dcacon-.Preis, weil er mehr als 25 Meter in freiem Flug zurückgelegt hat. Eine große Menge wohnte dem Ereignis bei und trug den Brasilianer im Triumph davon. -^ (Ter Dieb mit o e n :i li N a m e, n.) Die Bewohner der Rue d'Aligre in Paris waren sehr erstaunt, als sie erfuhren, daß ein gewisser Marime Ionsse, der in genannter Straße ein tleincs Milch geschäft betrieb und als durchaus ehrenwerter Mann galt, wegen Bandendiebstählen verhaftet worden sei. Pousse stand in Wahrheit, wie die Polizei festgestellt hatte, an der Spitze einer weitverzweigten Gauner nnd Diebesbande, die auf sein Geheiß in Paris nnd Umgegend Diebstähle ausführten. Er selbst hatte in den verschiedensten Stadtteilen unter 3<> verschiedenen Namen Läden und Depots gemietet, in denen er die gestohlenen Gegenstände verkaufte nnd sogar einen, schwunghaften Handel nach England, Holland und der Schweiz betrieb. — (Ein unwillkommener Auftrag) Von Labiche, dem witzigen Antor so vieler lustiger Schwanke, wird in der „Revne, Hebdomadaire" ein melancholischer Scherz aus seiner Todesstunde erzählt. Dieser „Vauoevilliste" war im Leben ein liebenswürdiger nnd tiefsinniger Philosoph, der dem Tod mit heiterer Seelenruhe ins Auge sah. Emile Augier, der als langjähriger Freund in seinen letzten Tagen nicht von seiner Seite wich, erzählt nun aus diesen Tagen folgende kleine Szene: „Stellen Sie sich vor, daß es gestern Labick)e ein loeuig besser ging. Er lag im Bett, und sein Sohn —ein ansgezeichueter Sohn! - stand einige Schritte vom Bette entfernt. Plötzlich übertam den jungen Mann, der einige Monate vorher seine Frau verloren hatte, eine tiefe Traurigkeit. Er trat an das Bett seines Vaters, beugte sich über ihn uno küßte ihn zärtlich. „Wenn du sie dort oben wiedersehen wirst, sage ihr ja, daß ich sie nicht vergessen habe . . ." Da glitt ein mattes Lächeln über die Züge des Sterbenden, under antwortete mühsam: „Möch-test dn doch das selbst bestellen!" - (E n a l i s ch e P a r lame n t sbrä u ch e.) Im Ottoberheft einer englischen Zeitschrift, „Tl?e Monthly Review", schildert ein kundiger Mann unter gelegentlichen aeschichtlichen Rückblicken die zum Teil sonderbaren Branclie, die bei den Sitzungen des eng-lischen Unterhauses beobachtet werden. Einige davon sind bei uns bekannt, zum Beispiel daß jede Sitzung mit einem von einem >laplan der englischen Kirche abgehaltenen Gottesdienst anfängt, dem kein Fremder beiwohnen darf, daß der als „Herr Spreä^r" angeredete Präsident ein kenlenartiges Zepter vor sich liegen hat, in schwarze Seide gekleidet ist und ebenso wie die drei obersten Nemnten des Hauses eine Perücke trägt nsw. Minder bekannt ist folgende Wunderlich teit: Nach Schlnß der Sitzung in später Nacht- oder früher Morgenstunde erschallt durch die Korridore des Hanfes der Nuf: „Wer geht nach Hause?" (XVIw <5<)(.»« bonw?) Dieser Nnf stammt noch ans oer um einige Menschenalter zurückliegenden Zeit. wo die nachts heimkehrenden Parlamentsmitglieder befürchten mußten, in den Straßen und Vorstädten Londons Dienst zweier Herren. Roman von A. L. Lindner. (4b. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Ist's denn so etwas Unverzeihliches, wenn mal jemand nicht m die allgemeine Hansfranenschablone paßt? Du forderst doch auch Berücksichtigung für dein Wesen, weshalb versagst du sie mir für das meine? Ich hätte die glücklichste Fran von der Welt sein können, wenn du nur gestattet hättest, mich nach meiner Eigenart auszuleben. „Ausleben," wiederholte er mit Hohn. „Den Ausdruck liebe ich besonders. Er ist das Schlagwort der rücksichtslosen Selbstsucht. Natürlich ist's angenehmer, sich ,auszuleben', als seinen Charakter in gewissenloser Erfüllung von Pflichten zu stählen, die durch stete Wiederholn»^ langweilen." „Laß nns nnr nicht um Wotte streiten", rief fte m nervöser Ungeduld. „Du weißt ja doch, wie ich es meine." „Im Gegenteil; ich wäre dantbar, wenn du mir klar und bündig mitteilen wolltest, wie on dir all das denkst, worauf du anspielst, bis jetzt habe ich eigentlich nur Tiraden k la Fräulein Prussimska gehört." Sie merkte an seinem Ton, daß er in gefährlicher Stimmung war, aber das half nichts; fic mußte sich endlich einmal alles vom Herzen hernnterreden. „Ach, das wäre alles so einfach. Nichts würde oarnnter leiden. Du würdest es kaum gewahr werden. Unser Mädchen ist tüchtig nnd ich tonnte sie leicht noch besser einschulen. Auch würde ich die Konzerte nach Kräften beschränken. Es würde nicht oft vorkommen: nur so dann und wann, damit ich mit dem Kunst' löben in Fühlung bliebe", sagte sie eifrig, nur bestrebt, ihm die Sache plausibel zn machen. „Ich würde eine ganz andere, frischere werben, wenn on mir anf diesen, Punkte etwas Freiheit ließest. Die Anregnng, die ich erhielte, würde anf unser ganzes häusliches Leben zurückwirken." Sie hatte unbewußt die Stimme erhoben, und die gefalteten Hände ihm eittge gen gestreckt. Die angstvolle Innigkeit ihres Bittens gab ihrem Gesicht einen Ausdruck, der den Mann befremdete und ^ abstieß. Fast theatralisch kam sie ihm vor. „Und das Kind?" fragte er nnd wunderte sich selbst, daß er noch immer rnhig sprechen tonnte. „Es ist ja schoil sieben Monate alt'und wird mit jeder Woche kräftiger, überdies könnten wir ja, um ganz sicher zn gehen, für die Tage, wo ich von Hause sein würde, eine zuverlässige Wärterin annehmen." Ihr Ton — Pflichlmäßig und etwas obenhin -erbitterte, Brcknfeld. Daß sie dem Heiligsten und Höchsten, was es gab, mit so geringer Wärme gegenüberstand! „Also Fremden willst dn dein Kind hinwerfen?" fragte er mit fnntelnoen Augen, Sie schöpfte tief Atem und schlang die Hände ineinander, um rnhig zn bleiben. „Wie dn übertreibst. Ich will gewiß nichts ver. sänmen, was man billigerweise von mir verlangen kann, aber daß ich Baby, das einstweilen nur für Körperpflege Verständnis hat, meine ganze Person lichkeit zum Opfer bringen muß, das kann ich nicht einsehen. Auch als Mutter bleibe ich ,Ich', ein Wesen mit geistigen Bedürfnissen nnd mit Gaben, die ich nicht nutzlos verkümmern lassen kann." , „Hier zeigen sich wieder die Folgen des schlechten Umganges, den du hast," sagte er, Mühsam beherrscht. „Das Recht auf EeMtsticht, der Selbstzweck der Fran und wie die Schlagworte alle heißen, oas ist's, was dir den Kopf verdreht hat. Ich habe dich cmf Händen getragen und will es noch jeden Tag mit Freuden tnil, wenn dn deiner Pflichten als meine Frau eiw gedeint' bleibst. Wo nicht, wirst dn mich von einer Seite kennen lernen, öie dir weniger gefallen dürfte." Er sah auf die Uhr, zum Zeichen, daß er die An gelegenheit fiir erledigt ansehe. „Also dn verweigerst mir wirtlich deine Einwilligung?" „Ja", sagte er hart. „Unbedingt. Jetzt nnd künftig. Komme mir nie wieder damit." Dies starre Entgegensetzen einer Gewalt, deren Berechtismng sie nicht einsah, empörte sie. „Ich bill t'ein Kind, dem man einfach sagt: Gehorche! Gib mir Gründe, wenn dn welche hast, vernünftige Gründe, das wenigstens tann ich verlangen." Er richtete sich steil auf. „Ich will keine Sängerin zur Frau! Dies Leben in der Öffentlichkeit, geht mir gegen oie Natur. Mein Hans soll nicht allen möglichen Einflüssen und Menschen ofsen stehen. Ich null's nicht, das ist mein Grund. Ich will meine Frau ganz und ausschließlich hlilx'n oder gar nicht." Ein kaltes, böses Gefühl stieg in ihr alls. In' diesem Augenblick war es ihr, als habe sie ihn über» hanpt nie geliebt. Sie warf den Kopf zurück. „Und wenn ich mich nun uicht füge?" In seinem Gesicht wetterleuchtete es. „So würdest on die Folgen zn tragen haben." IX. Eine schwüle, drückende Spannung herrschte zwischen den beiden Gatten, die unerledigte Streit» frage warf ihre Schatten lrx'iter und weiter. Brekenfeld war nicht minder empört als Ilse, nnd wie er meinte, mit vollem Recht. Es zeigte sich erst jetzt, wieviel harte, steifnackige Voreingenommen»-lieit in seiner Natur steckte, der es bisher nur alt Gelegenheit zur Betätigung gefehlt hatte, und wieviel heimliche Geringschätzung gegen alles „Komödianten-tllül". Ob eine Dame sich auf einer Bühne oder auf einem Konzertpodium produzierte, machte ihm verzweifelt wenig Unterschied, In diesem Stück schien das Bauerntum sämtlicher vergangenen Brekenselds in ihm verkörpert zu sein. Laibacher Zeitung Nr. 246. 2297 26. Oktober 1906. von Räubern angefallen zu werden. Es wurde Sitte, das) auf jenen Ruf hui die Abgeordueten, die ganz odor ungefähr denfelbeil Weg vor sich hatten, sich in Gruppen zusammentaten und in Begleimng von Fackelträgern genieinsam abzogeli, unl iiu Falle eiuos Ailgriffes sich gegenfeitig beistehen' zn tonnen. Jetzt hat der Rus längst teinon Sinn und keine Wirkung mehr, aber nach geheiligter Überlieferung besteht der alte Vrauch noch immer. — (Originelles Wettrennen.) Ein findiger Redakteur der Pariser Tpm'tzeitschrin „l'Auto" hat ein originelle? Wettrennen organisiere. Eine Preisfahrt zum Obelisken von Suresnes, ausgeführt vou allcu den Vehikeln, die als Vorläufer des heutigem Fahrrades zu betrachten sind. Das „Auto" rief, und alle, alle kamen, die Traisiue ohne Pedale, hölzerne Velocipede mit schn>erfälligen Kurbeln, schlvcren Holzbalken und träftigem Eiscnbeschlag der Räder, die Räder mit den ersten Vollgnniulireifen uud deu dicken Wülsten der ersten Pueumatiks. Hoch° räder, Treiräder, Räder mit Hand- und Hedelbetrieb, Eiuräder im ganzen an die hundert. Schließlich sogar ein „Automobil", das durch ein hinten angespanntes Pferd betrieben wurde. Alles von einer ehrwürdigen Staub- und Rostschicht bedeckt, ein lobendes Bild der Geschichte des Fahrrades, Ein Pistolenschuß gibt das Zeichen zur Abfahrt. Mil einem Gerassel, das nur dem einer attakierenden Kürassierschwadron vergleichbar, setzt sich all das alte Eisen in Bewegung. Tie Zuschauer guicken, jubeln, schreien und brüllen vor Vergnügen über dies unglaublich groteske Wettren, neu, und rings nm die Koüturrenten schwärmen die Räder von heutzutage, tuten, klingeln und verfahren sich ineinander. Das alles bunter, lustiger und in seiuer unfreiwilligen Komik witziger als ein Karncvalszug. ^ (Es gibt teine G r e i s e in e h r!) Ma,n schreibt ans Newyork: Die Fälle außergewöhnlicher Langlebigkeit mehren sich in unserem Jahrhundert, kürzlich erschien vor deiu Gerichte von Nochester im Staate Newyork eine Tame, Frau Mary Dean, 10! Jahre alt, die sich ganz außerordentlich wohl uud Mund fühlt. Sie kam als Zeugin gegen Eiu< brecher, die vor sechs Wochen in ihrer Wohnung einen Einbrnchsversuch gemacht hatten, die sie aber selbst vertrieben hatte, indem sie ihnen die brennende Pe troleumlampe an, de,u Kopf warf. INl vorigen Jahrhundert sagte man: „Es gibt keine Kinder mehr." Vielleicht wird man in diesem Jahrhundert sagen tonnen: „Es gibt keine Greise mehr." Mal- und Prouinzial-Nachrichtm. lA udienz e n.) Seine Majestät der K a i -s e r hat anläßlich der gestrigen Audienzen uuter ail-deren die Herren Hofmt Ludioig Marquis von G o ° zani und Landesregierungsrat Wilhelni Haas empfangen. Desgleichen wnrde Herr Neichsrats^ abgeordneter Franz Povüe in Audieilz empfangen. — (F r achte nv er t ehr nach Trieft.) Frachtgüter für Trieft t. t. Staatsbahn können wieder unbeschränkt aufgenommen uud abgesendet werden. — (Ge schw or e ue n a u slo s u u g.) Gestern erfolgte beim k. k. Laudesgerichtspräsidilluil in Laibach die Anslosnng der Geschworellen für die am 2<». Nl> vember vegiunende IV. Schwurgerichlsperiode. Es wurden misgelost: als H aup t gc j ch w o re n e: I. Adamie, Hansbesitzer iu Stein; Karl Brus, Privat-tajsier iu Laibach; Caspar (''arlnan, Besitzer in Bischof' lack- Ignaz Detela, Grundbesitzer und Wirt in Mo-räutsch; Anton Trailer, Besitzer uno Wirt in Franz-dorf; Johann Griöar, Kauslllann in Laibach; Fer dinand Hleb^, Kallfmann in Krainburg; Josef Ham, Fleifchhauer und Befitzer iu Laibach.; Iofef Hudovcr-uit, Knnfmann und Besitzer in Laioach; Joh. Jalen, Besitzer uild Gastwirt in Ratschach (Kronan); Joses Iaiunik, Besitzer uud Wirt in Piauzbüchel (Umgebung Laibach); Rudolf Iegiic:, Gastwirt in Krainburg; Franz Kalall, Handelsmann iu Kraiuburg; Peter Kerrie, Wageufabrilsbefitzer in Unter-^i^ta; Johann Kregar, Gürtler in Laidach; Franz Brenner, Privatier iil Krainburg; Matthias Kump, l. und k. Ha.uptinanu i. R. iil Laibach; Vinzenz Majdi«!', G roßin dnstrieller in krainburg; Mauril Mayr, Branereibesitzer in, Krainbllrg; Johann Modk, Gastwirt und Besitzer iu Blo^ta Polka, Bezirk Laas; Franz Modic, Besitzer in Laibach; Ignaz Paar, Kantineur in SavlZ-Krouaiu; Adols Perles, Fabrikant lind Besitzer in Laidach; Karl Poc'ivalnik, Gastlvirt und Besitzer in Laibach; Mar Samassa, Fabrikant und Besitzer in Laibach; Franz .^erko, Kaufmann und Besitzer iu Zirknitz; Franz Stupica, Kaufmann ill Laibach; Johann «vigel^, Kaufmann und Besitzer in Sevüik (Zirknitz); Franz ^vigelj, Fabrikant und Besitzer in Breg (Obe>r^ laibach); Leopold Tratnik, Gürtler lllid Besitzer ill Laibach; Johann Traveu, Kaufmaull, Gastwirt nnd Besitzer in Gleiuitz; Rud. Va,lenüind Besitzer; Johann Marcholti, Leder-Händler; Johann Medica, Privaltassier; Karl Megli<-, Buchhalter und Besitzer; Alois Pardnbsky, Kontorist und Besitzer; Anton Prnjnik, Fleifchhauer; iltobert Stenovec, Privatier; Franz Szautner, Schuhmacher; Peter Stipic, GusNvirt, alle in Laibach. ^1. (Weiuausstelluug.) Wie bereits gemeldet, wird am 17., Itv und 19. November l. I. im großen Sa,ale des „Mestni Dom" von der t. k. Landwirtschaftsgesellschaft für Krain eine Weinausstellung veranstaltet, womit auch ein Weinbantag, veranstaltet von einem, Spezialkomitee, in Ve» biudung steht. Die Weiuausstellnug wird Samstag, den 17. November um 5 Uhr nachmittags in Gegenwart von geladenen Gästen und der Aussteller feierlich eröffnet werden, woraus ste von ^ Uhr avendö weiter, sowie Sonntag und Montag von ^ Uhr uach-miltags an allgemein Zugänglich sein wird. An ieoem Abend wiro von 8 Uhr abends an die Laioaa^r Vereinskapelle konzertieren. Euitrittsgebühr ^(» n. — Auf dem Weinbautage werden solgende Fragen zllr Behaitdlung gelangen: 1.) Welche Edelreben sollen in Krain mil Rücksicht aus das Klima, den Boden und den Weinhandel lortgepslanzt werdcn^ 2.) Wie steht es mit der Verweildung von Weinhese in der Keller wirtschaft? 3.) Der Wert der krainischen Weine mu Rücksicht auf dereu chemifche Zusamnieujetzung. ^.)Wie N'äre der Weinhandel zu sördern nnd der Weim'rpol't, zn hellen'^ 5.) In welchem Verhältnis^ >oll die Viehzucht zum Weinbau stehen, damit dem Vedarfe an Dünger Rechnung getragen werde? (i.) Welche Er« sahrungen wurdell dllrch das Wetterschie»'n ge^ ivonllen? 7.) Andere eventuelle, den Weindan vetref-feilde Fragen. Der Zutritt zum Weinbantaa,e und dill Beteiligung all den stehen ledem Weingarwnbesitzer frei. - An die trainischen Weingartendesitzer ergeh! die dringende Bitte, sich am Weiubantage recht zahlreich zn oeteiligeii und die Ausstellung «lach Möglichkeit mit verschiedenen Sorten ihrer Weiuprodulte zu beschicken. Die feilleren, und wertvolleren Weine sind in regelrecht ausgestatteten Weinflasckjen wenigstens in ^ Flaschen von, Mer Sorte einzusenden, während die gewöhnlichen nnd insbesondere heurigen Weine in Faßchen zu ^ bis (il.) Liter oder mehr sranto an die l. t'. Landwirt-Ichaslsgesellschaft bis spätestens IU. November ein-geichiät werden sollen. Jene Weiugartenbesitzer, die ihre Weiue ausstelwll lvollen, lnögeil ihre Beteiliguug dis 5. ^iovember anmelden uud dabei auch die Zaht der Weinjorten solvie die Zahl der Flaschen, liezw. Fäßchrn angeben. Die ansgestellten Weine lverden durch Diplome allsgezeichnet werdeu. (E v a n geli s che Ki r ch en a e m eillde.) In der hiesigen evangelischen Kirche findet Sonntag, den ^. d. M., vorniittags ^'/^ Uhr, die Feier des Reformationsfestes statt. Donnerstag, den l. November, abends (> Uhr soll ein Totengeoächtnis-Gottesdienst abgehalten werde». (Der Ausschuß der La i oachei.-V e r e i n s ka pell e) konstituierte sich am Ht. d. M. wie folgt: Obmann Dr. Alois Kokalj, Obmann-Stellvertreter Ubald voll T r u t,"» c z y , Sekretär llnd Abgeber der Musikkapelle Matthias ('ade5, Kassier Milan Dra ch sler , Archivar l,nd Inspektor Josef V l ach, Ausschußmitglieder Vittor R o h r-lu a u n , Alexander H u d o v e r u i k, Alois N ovat lüld Josef Tu rt. - (Im Palioralua I llte r u at i o u al) am Poga a n> a) am Burgplatze in Laibach hält ill dieser Woche eine Serie recht interessanter Ansichten von London ausgestellt, darunter die großartigen Paläste Buckingham und Windsor mit ihren prächtigen Inneuräumen, das Innere der Wsstuünsterabtei, die Kathedrale Salisbury, die berühmte St. Panlkirche. Ruiueu meh. rerer kunstvoll gebauter Abteien, den Turm von, London, das Parlamentsgebäude, den Justizpalast, die ägyptischen Mnseen und noch mehrere sehen»» werte Objekte. Der Besuch dieser Bilderreihe mnß als sebr belehreud bezeichnet werdeu. In der nächsteu Woche folgen die frauzösifcheu Schlösser. (Versammlung der Pferdezüchter iuSt. Aarthl m ä.) Am 31. d. M. um ^) Uhr vor-niittags fiudet in St. Barthlniä auf denl Trabrennplatze (bei ililgüllstigem Wetter im Gasthause Tav° 5ar) eiue Versanillllnug oer Pferoezüchter statt. Daran werden auch ein Vertreter des l. l. Ackerbauminii'te'-riulus (Herr Karl Ritter von Haupt), ein Vertreter des k. k. Lanoesoerteidigunz;s»Minister!!Unis (Generalmajor Baroll von Vevsr) und Mitglieder der Pferdezuchtsektioil teilnehmen. Gegenstand der Beratung bildet iu erster Linie die Reniontiernng in cen Bezirken Gurtfeld lind Rudolfslvctt, die Wieder-einfi'lhrung der Trabrennen ill St. Barthlmä, die Aefchaffllng vou Fohleimuslaufplätzell, di>e Verteilung vou Zuchti'tilten an Züchter usw. Sämtliche Pferde züchter lverdeo z>l der Versammlung eingekideu, bezlv. ersucht an der Aeratullg teilzunehnien. Besitzer von Zuchtstuten werden zugleich erfucht, die Stuten an oiesem Tage uach St. Barthlnlä zu führen, damit sie die Koniluifsiou zlvecks richtiger Auswahl der Beschäl-heugsle besichtigen kann. — (Das Laibacher S tr oi chse r te tt) lonzertiert heute abends voll 9 Uhr an iin Caf^ „PreXeren". Eintritt frei. Ill heilulichein, gegenseitigem Beobachten und schwerer Uugemütlichkeit vergingen ein paar Tage. Der Beginn der Herbstferien war unter diesen Umständen eine Wohltat. Roland hatte seinem Vater versprochen, sie in Seehof zu verleben unter der stillen Voranssehtlng, daß Ilse mit der Kleinen ihu begleiten werde. Davon nahm er jetzt Abstand. Bei der gegenwärtigen Lage der Dinge bedeutete eine mehrtägige Trennung ja geradezn eine Erleichterung. Inzunschen hatte die musikalische Saison wieder begonnen, die Zeitnngen brachten die ei-sten Konzertanzeigjen. Da fiel Ilfes Blick eines Tages auf eine Annonce, die ihr ganzes Interesse erregte. „Am vierzehnten dieses Monats Konzert von Friedrich Sielmann unter Mitwirkn,ig der Konzert-sängerin Mary Tetharding." Friedrich Sielmann! Der Name nackte einen ganzen Troß von Erinnerungen aus fröhlicher Stu dienzeit. ^elbstvel-ständlich würde sie hingehen, um den alten Frennd spielen zu hören. Ob er gehalten hatte, was seine schöne Begabung versprach? Olga ni ei ute c5 ja. Sie lächelte vor sich hiu, als sie des großen blonden Menscl>n mit dem Kindergenlüt gedachte, so voll ehrlicher Begeisterung für seine Kunst, so anhänglich und treu gegen seine Freunde. Ein Nienig formlos und unbedacht im Wesen, aber lvas tat das gegenüber feineu sonstigen, echten und zuverlässigen Eigenschaften? Ilfe verdankte ihm eine Menge wertvoller, küustlerifcher Anregungen, und hatte zmu T-ank dafür gelegentlich den Mentor gespielt, wenn Sielmann die Änßerlichkeiten des Lebens mit allzu goldener Sorglosigkeit, lx?trachtete. Nun kam er nach Berlin! Ob or sie besuchen würde? Jedenfalls, er vergaß so leicht niemand, dem or einmal zugetan gewesen war. Ilse freute sich darauf, es würde doch immerhin eiue Ablenkung der Gedanken von all den Bitternissen der letzten Zeit bedeuten. -------- — Am Morgen des Konzerttages — Ilse hatte gerade die Kleine gebadet und cmaMeidet — klingelte es energisch an der Eutreetür. „Frau Äretenfeld zu sprechen?" rief eine atem° lofe Stimme, und fast gleichzeitig mit dem meldenden Mädchen erschieni ein muskulös gebauter blonder Manu. Ilse schrie beinahe auf. „Sielmann, lieber Freund! Das nenne ich eine Überraschung. Aber was führt Sie so früh her? Ich dächte, Sie hätten jcht geschäftlich zu tun?" Der Pianist ergriff ihre beiden Hände. „Frau Ilse, ich stecke ill emer schauderhaften Patfche. Sie umssen mir helfen." Dann ließ er sie wieder los und rauute erregt im Zinliner hin uud her, zu eminenter Gefährdung der Blumenständer. Das Haar hing ihm um die Stirn, als ob er sich andauernd mit allen zehn Fingern hiudurchgefahren sei. „Wollen Sie sich nicht wenigstens fetzen, oder erledigen Sie eine Brunnenpromeuade in meinem Zimmer?" scherzte Ilse, die seiire Art kmiute. „Uud dann zunächst erst mal ,Gnten morgen'. Das haben Sie überhaupt uoch gar nicht gesagt." „Wirtlich? Oh, dann bitt' ich um Entschuldigung. Ich mein's natürlich so gut, als ob ich's tauMdmal gesagt hätte, aber so lvas verMr sich, wenn niml den Kopf fo voll hat." „Wenn ich nur erst wüßte, was Ihnen denn eigentlich geschehen ist." Der Pianist fuhr hernm. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 246. 2298 26. Oktober 1906, — (Selbstmord.) Zll der bereit; gebrachten Meldung, daß am 14. >d. M. auf einer Wies« bei Selce, GerichtsbezirkAdelsberg, dnrch Hirten die Leiche eines nnbelannten Maules gefunden wurde, geht uns uoch die MitteUuny zu, daß der Unbekannte 50 bis lll> Iahn« alt, von lnittelgroßer Statur nnd stalk geballt war- or hatte ein rundes Gesicht, proportio-inerte Nase llnd Mund. graue Haare uud eilieir eben-solchen Schnurrbart. Die Leiche lvar mit einem schwär« zen, ieinen Anzug, einen: schwarzeu steifeu Hut, mit Schnürschnhen, eiuem lr^eißeil Hemde uud einem Tritotleibchen betleidet. Außer einem Dolch wnr-den bei der Leiche weder Gold, uoch irgendwelche Aufzeichnungen gefunden, ans denen sich die Identität des Toten konstatieren liehe. Der Unbe/taunte dürfte auf der Heimreise begriffen gewesen seiu. Nach der Au-gäbe eines Insassen aus Seloe, der tagsvorher mit den, Freilldeu verkehrte, dürfte der Fremde aus Krua. tien stamlneu, da er kroatisch sprach. Ncich denl Re-sllltate der Erhebungen liegt zweifellos eiu Selbstmord vor. —<^— -.(Ein sIovcnischcr kaufmännisch-g e w e rbli ch e r K a loud e r) wurde kürzlich vom .Herri! Buchhalter Fr. Zelen if in eigenem Verlage, derausgegebeil. Er enthält neben deni Kalendarinni in gedrängter Form alles, was der Kaufmann oder 5cr Gewevbsmanu sowohl cm gesetzlichen als alich an Verkchrsbestilnniniigen brancht, und empfiehlt sich daher selbst, zumal die Ausstattung sehr gesällig ist. Der Kaleilder wird jedem Geschäftsmanne sehr gnte Dienste leisten. (MildeZHe r b st w e t t e r) herrscht bereit» seit geraumer Zeit in ganz Unterkrain. Es änf;e,rt sich örtlicherweise in frischen! Vlütenansntze auf Obst-bä'u'nen. Sträuchern nsw. fowie dlirch neuerliches Aufblühen der ersten Frühlingsboten auf sonnscktig gelegenen Waldesstellen uild Vergabhängen. Anch Funde von reifen Walderdbeeren sind nicht selten; namentlich bieten hiefür die sonnseitig liegenden Ab-I)änge oes Iantschberges dein Vesncher ein dankbares ;>'ld. ^i^. (Eine gemütliche Tanzn ute r-Faltung.) An, 21. d. M. fand beim Gastwirte Peter Selan in Stranska Vas bei Dobrova, Bezirk Umgebung Laibach, eine Tanzunterhaltung statt, auf ,uelcher zluischen mehreren Burschen aus Stranska Vas imvie aus Tobrova alter Feindschaft wegen ein Wortwechsel entstand, der alsbald in eine Rauferei überging. Der Bursche Franz Ker/i^nik bewaffnete sich »nit einer Mistgabel lmd hätte den Josef Snhadolec onrchstochen, wenn ihm die' Gabel nicht rechtzeitig aus der Hand genommen worden wäre. Der Bursche Franz Sclan schlug mit einem Hammer herum, während die übrigen Raufbolde Gläser, Flaschen und sonstige Gegenstände als Waffe lxmützten. Mehrere Burschen, erlitten vielfache, auch schwere Verletzungen, meist Schnittwunden an: Kopfe und Oberarme. So ist Peter Doliuar bettlägerig. —!. - (Das Gastspiel des Grazer Orpheums) wurde bis auf weiteres verschoben, da für den großen Saal des Hotels „Union" keine Theaterdekorationen zu erhalten sind. * (V o u e i n e m K a st a u ieub a u m e ge ^ stürzt.) Gesteru nachmittag stürzte auf der Unter-trainer Straße der 11jährige Schüler Martin Iau-tovis- vou einem 5rastanienbaumc uud zog sich einen Beinbruch zu. Der verunglückte Knabe wuröe nut dem Rettungswagen ins Spital übersührt. * (Großer Taschendiebstahl.) Dem Handelsmann Paul Dick wurden diesertage am Hauptpostamte in Triest eine lederne Brieftasche mit 2.W Pfnnd Sterling sowie eine goldene Schnalle ge»-stohlm. " (M itdem F a h r iadc n ie de rg c st oße n) hat gestern ein 3tadfahrer einen Herrn in der Dal-luatingasse, ohne ihn jedoch beschädigt zu haben. * (U r b e i t e r t r a nsporte.) Vorgestern sind vom Südbahn'hofe uach Amerika 128 Kraiuer uud 11 Kroaten, weiters nach Tirol 28 Krönten ab gegangen. Zurückgekehrt sind 85 Kroaten. * (Gefunden) wurde eine Brieftasche mit !5 l< nnd verschiedenen Papieren und eine Pferde decke. ^ Am Südbahnhofe wurde ein Spazierstock, eine Handtasche, ein Paar Galoschen, ein Regenschirm und ein Geldtäschchen gefunden. * «Verloren) wnrde eine silberne Damenuhr mit vergoldetem Rande, ferner ein Stückchen einer abgerisseneu Silberkette. Theater, Kunst und Merntur. " (Deutsche Bühne.) Richard Wagner wrach den allgemeinen Erfolg des „Freischütz" seiner^ ,^'it mit folgenden Worten aus: „In der Bewun- derung dieser reiueu und tiefen Elegie vereinigen sich seine Lanüslente vom Norden und vom Süden, von dein Allhänger der ,Kritil der reinen Vernunft' Kants bis zu den Lesern des Wiener Modejouruals." Uud an dem Grabe Webers sprach der große Meister in seiner rührenden Trauerrede n. a.i „Sieh, nun läßt der Brite du- Gerechtigkeit widerfahren, es be-wnndert dich der Franzose, aber lieben kann dich nur der Teutsche: du bist seiu, eiu schöner Tag ans seinem Leben, ein warmer Tropfen seines Blutes, ein Stück von seinem Herzen ..." Herrliche Worte deo Meisters, zu desseu stolzen Ball musikalisch-dramatischer Kunst Webers Werke eine der unsterblichen Grund-lagen gelbildet hatten und die begeisterte Anfnahme, die der „Freischütz" bei jeder Aufführung fand uud findet, gibt Zeugnis für die Volkstümlichkeit dieser Oper, in der „die Natursage das ewig unerschöpfliche Element ües Dichter» für den Verkehr mit seinem Volte bildet". Ihr vermochte die Zeit nichts, gar uichts anznliabcn, namentlich gehört sie zn den Lieblingswerten der Jugend, die ihr anch vorgestern den gebührenden Zoll heller Begeisternng entgegenbrachte. Die letzte Aufführung der Oper seitens der Deutschen Bühne nötigte uns zu einigen Bemerkungen, die vollinhaltlich diesmal neuerlich am Platze siud. Groß sino die Schwierigkeiten, die sich einer idealen Wiedergabe entgegentürmen, die nicht nnr beglücken, sondern auch künstlerisch erziehen soll. Die Verhältnisse der Teutschen Bühne gestatten in der Regel nur die einmalige Aufführung älterer Opern: demzufolge müssen sie sich mit eine r Gesamtprobc begnügen. Am empfindlichsten macht sich dieser Übelstand an der Leistung des Orchesters bemerkbar, das besonders unter den Streichern über einzelne neue Mitglieder verfügt, deren Mangel an Theaterroutine nur wiederholte Proben ausgleichen könnten. Viele Unebenheiten im Orchester, die sich schon in der Ouvertüre bemerkbar machten, sind darauf zurückzuführen. Mit dem Fortschreiten der musikalischen Saison, der Aneignung einer größeren Routine »x'rden voraussichtlich diese Mängel auf eiu geringes Maß sinken. Ebenso erscheiinen einige Bemerkungen über die vom Kapellmeister Herrn Heß genommenen Tempi begründet. Die Themas wurdeu manchmal abgesetzt, es mangelte häufig die scharfe Abkzentniernng: ja auf die Gefahr hin, eine Polemik gegen unsere Kritik zu pro° uoziereu, behaupten wir, daß sogar einige Fermaten unberücksichtigt blieben. Wie bei der letzton Freischiitz-Aufsüln'ung entbehren die großartigen Szenen des Schlußaktes leider wieder des erhabenen Pathos, oa das Zeitmaß viel zu schnell genommen wurde. Gegen eine vernünftige Milderung des Geisterspukes in der Wolfsschluchl läßt sich nichts einwenden; ihre Schauer und Schrecken dürfen jedoch nicht völlig verbannt werden, da oer Charakter des Ganzen hierunter leidet. Die Leistungen der Solisten zeugten gesauglich von schönein Verständnisse, schauspielerisch vermißten wir insbesondere bei Fräulein Schulz als Agathe das Ideal des rührend Zarten, gepaart mit Frömmigkeit uno reiner Liebe. Gesanglich traten diesmal die Vorzüge ihrer tlangschönen, gut geschulten Stimme, die frei von jeder Treinolierneignng ist, sehr wirtsam hervor nnd ließen auch einige Gedächtnislücken, wie im Duett mit Ännchen, und die gar zu gleichgültige Prosa übersehen. Der stilvollen Wiedergabe des Mar kam der weiche, lyrische Tenor des Herrn M alten, den er mit musikalischer Iutelligenz verwertet, in Verbindung mit ei nein ansorucksvollen Spiele uud einer taoelloseu Prosa entgegen. Sein Mezzavoee ist von poetischer Feinheit: weitere Vorzüge bildeu die deutliche Aussprache, reiue Intonation sowie glatte Tongebung, Wie wir bereits nach dem ersten Auftreten des Sängers berichteten, wird man auf Ton° höhenparaden und damit auf gewisse brutale Effekte verzichten müfsen, die freilich noch immer auf einen Teil des Publikums große Anziehungskraft ausübeil. Die hübsche Sonbrettenstimme von Fräulein Pol a und ihr lebhaftes, schalkhaftes Spiel gaben eine gelungene Charakteristik oes „schalkhaften Spitzbuben" Ännchen. Die nicht immer reine Intonation ist wahrscheinlich äußeren, ungüustigeu Eiuflüssen znzuschrei-ben. Als Kaspar debütierte Herr G. N a n l w a r t. Er besitzt eine kräftige Stimme von ausgesprochenem Aahcharaster: er ist tüchtig nlnsikalisch, wenn anch seiner Tongebung eine gewisse Rauheit anhaftet. Das Unheimliche gestaltete er im Gesang ungleich besser als im Spiel. Sein Eremit hätte eine etwas edlere Haltung vertragen. Herr Kant sang den Fürsten Ottokar wirksam: Herr Mahr stellte schauspielerisch als Erbförster seinen Mann: gesanglich war er nnsicher. Recht brav gab Herr Hermann den Kilian. Warum Fräulein R i v r el die Brautjungfer gar so tomisch auffaßte, blieb uuanfgeflnrt. Der Chor schrie zu viel. Es gab für jeden Solisten warmen Beifall und viele Hervorrufe. Gestern fand eine Wiederholung des iibermütigen Schwankes von Kadel- blirg i „Der Weg zur Hölle" statt. Wie bei den meisten Reprisen von Prosawerken war das Theater schwach besucht. Die Aufführung lvar flott uud lustig nnd fano verdiente Anerkennung. Fräulein Nivrel wurde durch Widmung einer schölten Blumenspende beson ders ausgezeichnet. »f. — („Wiener Mode.") Noch immer gilt das Eiiipiregenre als bevorzugte Mode für Straße un5 Abendgesellschaft, vorzugsweife aber auch für Mäutel und Jacken. Daneben ist das Prinzeßkleid als neue Mode für schlanke Gestalten hervorzuheben. Sehr beliebk find auch die sogenannten Borjäckchen, die aus ^uch und Fell kombiniert oder auch aus Samt her» ^"stellt lverden. Zahlreiche Modelle bringt das neueste Heft lNr. 8) der „Wiener Mode", das auch die Fort. setzung des beifällig aufgenommenen Leln'knrses des Hutmacheus fowie einen ganz besonders l-eichhaltigen Handarbeitsteiil enthält. Geschäftszeitung. ^ (G e w ichts f e st st e l l u n g b e i Stück» g iiter u >d nrch oie Ve r frächt e r.) Das Eisen-dahnministerinm hat iin Interesse der Beschleunigung ?er Manipulation bei der Aufgabe von Stückgütern mit Wirksamkeit von, 1. Dezember 19W gestattet, daß bei den von bedentendcren Verfrachtern in Stationen der österreichifchen Staatsbahncn znr Aufgabe gebrachten Stückgütern von der vorgeschriebenen lialmämtlichen Gewichtsfeststellnng Umgang genuin--men werde, wenn sich die betreffenden Verfrachter verpflichten, bei den von ihnen znr Aufgabe gelangen' den Stückgütern das Gewicht nach den bahnseits geltenden Vorschriften festzustellen nnd in die Fracht? briefe einZnsetzen, Telegramme des l. l. Neichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 25. Oktober. Das Abegordneteuhaus erledigte hellte das vom Herrcuhause zurückgeleitcte Rübenrayonicrungsgesetz ill allen Lesnngen, nachdem Instizminister Dr. K lein den Wunsch der Regie-rnng zum Ausdrucke gebracht hatte, daß die großen Meinungsverschiedenheiten, welche in oiescr Frage zwischen den beiden Häusern bestehen, zn ckner für beide Teile annehmbaren Lö'suug sühren mögen und nachdem der Minister uxiters betonte, daß eine dauernde Unzufriedenheit eines großen Teiles der LanMvirte in den einzelnen Ländern für das Staats-wesen durchaus nicht gleichgültig sein kann. Da- einzelne Paragraphe des Gesetzes in der ursprünglichen Fassung deo Abgeordnetenhanses wieder angenommen wurden, muß das Gesetz ueuerlich au das Herren» haus geleitet werden. Das Haus zog dauu gemäß dem Tringlichkeitsantrage des Abg. Schwe g e l uud Genossen den Bericht de5 Eisenbahnausschusses über die Nordbahnverstaatlichung in Verhandlnng. Die Abg. d'Elvert und Dr. Ellenbogen befürworteten oas Minoritntsvotu'm bezüglich der konzes« simismäßigen Einlösung der Bahn. Die Sitzung wird sodann geschlossen. Nächste Sitzung morgen :, Uhr naämiittags. Der Wahlreformausschutz. Wien, 25. Oktober. In fortgesetzter Beratung des 5 42 der Reichsrats-Wahlordnnng unterbreitete Abg. Geßmann einen Antrag, wonach eine Än« derung der Wahllreiseinteilnng nur in Anwesenheit von mindestens 313 Abgeordneten beschlossen lverden tann. in welcher Zahl jedoch die parlamentarischen sowie das Präsidium und die Schriftführer nicht mitinbegriffen find: für Ände« rungen galizischer Landgenleindeil-Wahlbezirke ift außerdem die Anwesenheit der Hälfte der galizifchen Abgeordneten erforderlich. Der Antrag schlieszt jede Änderniig der Wahlkreiseinteilung im Wege von Tringlichteitsanträgen aus. Der Antragsteller hebt hervor, daß der vorliegende Antrag oas Resultat langwieriger Verhaudluugen zwischen den beteiligten Par« teien nnd der Negierung darstelle nnd appelliert im Interesse des Fortbestandes nnd Gedeihens lister« reichs an alle Beteiligten, das Wahlreformwerk fer^ liaznstellen. Abg. Kaiser betonte entschieden seinem ablehnenden Standpunkt gegenüber der Wahlreform. Abg. Per gelt erklärt, mit der Form des Antrages einverstanden zu sein, erachtet sedoch die vorgeschlagene Ziffer für uugenügend. Der Antrag Geßmaun wird hierauf mit 32 gegen 12 Stimmen angenommen. Lmbacher Zeimng Nc. ^46. 2299 26. Oktober 1906. Wicn, 25. Oktober. Dor „Nathaus-Korrospon d^iiz" zufolge lonrd'C hcute Bürl^'l-nii'istcr Dr. Lm'A'r ooi^ Ploft'ssov Ortü!,'r ci^ucinl'st untersucht. Dieser ton-st^tierte eine leichte Nk'r<'lmfs<'tticm, die aber tcilien AlMs; zur Besorgnis nebe. Wien, 25). Oktober. Ungefähr »»> l Uhr früh ist infolge oorzeltiger Freigabe dc5 Temaphors zwi-schon der Marchbrücle nni) der Station Marches^ ein Giitorzns, der ungarischen Itaatsbahn an eitien, an deron Güterzug angefahren. Hiebci wurde eiu Bremser getötet, ein Postkonontleur leicht verletzt. 11 Giitcr^ wagen sind teilweise umgestürzt und teilU'eise entgleist, U'oonrä, beide Geleise verlegt wnrdo.n, weshalb der Orient-Expreßzug, sowie der Frühperson,eu-zug aus Budapest, bezw. Preschurg die Strecke nicht passieren konnten und erst im Laufe des Vormittags in Wien einträfe». Kolmar, 25. Oktober. Kaiser Wilhelm hat den Bozk'kspräsidcuten Prinzen Alerauder zu Hohen-lohe eiustweilen in den Nnhestaird versetzt. M ii n ch e n , 25. Oktober. Hente vormittag saud auf der sächsischen Gesandtschaft die Begegnung zwi-scheu der Gräfin Montignoso und deren beiden ältc sten Söhnen statt. Die Begegnung, Nx'Icher auch oie Mutter der Gräsin, die Grofcherzogm vou Toscaua, bein'ohnte, dauerte zwei Stunden. Mittags setzten die beiden sächsischen Prinzen die Reise nach Inns-brück fort. Die Grofcherzogin von Tosmna fuhr um lmlb 1 Uhr mittags nach Lindau, während Gräfin Montignoso mit der Prinzessin Monika zur Zeit noch >n München weilt. >j a nsa 5 - (5 it n (Missouri), 25. Oktober. Das Gebäude der hiesigen Handelskammer wurde durch eine sseuersbrunst zerstört. Von den 20N Bewohnern der oberen Stockwerke, die beim Ansbrnche des Bran-des noch schliefen, find nach Nngabe der Feuerwehr über 20 ums Leben gekommen. 50 Personen erlitten Brandwunden. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Österr. Proletarier Liederbuch, Lieder für das arbeitende Volk, l< — 30. — Hard au er K,, Handbuch für deu Unter» richt der Terrainlehre an den Freiwilligen» und Unteroffiziers-schulen, X 1 80. — Wollemann. Dr. A, Vedcnluug uud Aussprache der wichtigsten schulgeographischeu Namen, k 1 44. — Haube rr isser, Dr. G., Me erlangt man brillante Negative uud schöne Abdrücke, iv 1 50. — Nein W., wrundrih der Ethik. K 3 84, — Schlächter Fr. Anton, Moderne Liuearoruameute, K 9. — Crome, Dr. C., Geordnete und ordentliche Buchführung, l< — W. — Oftwald W,, Leit-liuieu der Chemie, K 7 92. — Höcker G., Jena und Auer-städt, X t, «0. - Frank E, Das Bridge- uud das Whist-spiel, X 1 80 — Iuugfläulichteit? I^n» poenitsiuium, li —'96, — Spitzer T,, Lebensschicksale der (ljeschäftsreisenden uud dcr allgeuiciue ztouliirrenztampf, Ii —'60, vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. K I e i n m a y r äc- Fed. Ba inbc rg in Laibach, Kungrehplah 2. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Vom 21. bis 24, Oktober. Idstein s. Frau, Weißen beck, Liptovil^, Nsllc., München. — völlig, »fin,, Stuttgart. -Weimersheiuicr. Nfui,, Ichenhausen. — Echouebenc, itfm,, Haui-bürg, — Glünebamn, Ufm,, Franlfurt. — Baron Apsaltrrru, l, t. Kämmerer, Nrenz bei Ztein. - Mailgraf Loirnzi, l. t. Major, s. Frau uud Chauffeur, Lemberg. — Eppiug.r, Fabrikant; Löwe, Fischer, Barto, ilflle., Budapest, — Vryplistct, t, l. Forstbeamter, Idria. - ttlemeut, Beanucr, Vtttriug. Wulschcr, Ouis-bcsiherin; IeUouschcg. Private, St, Barihlmä — Ellsbacher, Naldor, Vollal, Neumann, «site. I Peyhar, Private, Graz. — Dr. Habyh. Arzt; Oltnat. t. t. Postoffizial. Nlagenfült, - Baron Gagcrn. Gmsblsitzer, Molcitz, — Dr. Conrad, Privat, Natschach, — Goldschmied, ilsm., Berlin. — Schiebet, H»ber. Nslle,, Mürzzuschlag. — ttraiuz, Nfm., Abbazia. — Djatovit. Kommis; Niutler, Vertreter, Agram. — Hirschl, Vertreter. Temesvar, — Thau, Nfm,, Basel. — Lmkmaun, Privat, Aßliug-Hütte, — Voltiuar, ttfm,, Marburg. — Rauch, Ufm.. Vrbovst. — Dueller, Hotelbesitzer. Eisenerz. — Epstein G., burner, Me.; Dr, Blodig, k. t. Kommissär, Trieft. — Cheit, Ksm,, Berlin. — ttregeloh. BlUhweis. «site., (Uraz, - Deutsch. Ksm,, G..Nauizsa. — Eouueuscheiu, itfm., Agram. — Mittler, !kfm, Warasdin. — Bullah, !tfm.. Fiunie. - Epstein S., itfin.. Prag, -Smolvina, t. n. l. M,'. schasst sich jeder durch regelte '/1 iN ^ mähigeuGebiauch von Nohi' LM WWW tsch/r..Tempel,uelle" " (als Mischung zu Weiu. Nog» M l ^i ^i ce <7 , »at, Fruchlsäficu od. Nohi« !!>e!!tItsAclvtchUchtlN^'^°^n°" sparsam, suoht Stelle als Wirtschafterin zu altem Herrn. Geht auoh aufs Land. Gefällige Auträge bis 29. d. M. unter „Witwe", hauptpostlagernd Lalbaoh. (¦1618) Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aurslilattej vom 23. Oktober 1906. Die notiert?» Kurie verstellen sich in N'oüemuührüiw Tie ^u»!<"-ima säüillickei iNltic» mid der ,,Diversen Lose" versteh! sich per Stiill. Weld Wnrc Allgemeine Staats, schuld. Einheitliche Rente: lllüv. steuerfrei, Hrrne» (Mal.Nov.) per Kasse . , »X ,!« l<» f' d«llu ^Iöu-Iuli, prr Nasse !^u 4ü Ä«üb » 2°/„ 0, W. Note» (Febr..«l!8) per Kasse......99 8b 1"! 0i. ^ L Vo 0, W, Silber (Npril-Olt) per Kasse ...,,. 8!» 8<> 1» 0 -l«!>0er Stantslose s>»iU fl, 4 ",„ 154 2N >!»> ö< ld»0cr ,, lüN sl. 4 "/n !i<'k-— ^z>'- l8N4er ,, WO sl. . . 2?ü k>0 l!?4 5< l«U4cr ,, bu fl. . . !>?2 50 «74 l,' Dom.-Psalibbr, i> l2l> sl, b»/« 2S^> - 2!)U ?.'> Staatsschuld d. i. Ncichs. rate vertretenen König« reiche und Läuder. Lsteri. Guldreiüe, slsr., Gulb per Kasse .... <"/„ ll6 liU >,6 4! iLfterr. Reute in Kiunenw. stfi,, llr, per Kasse , . . 4"/„ b8 9N 8l«'l! delto per Ultimo . , 4°/,. S8'V0 W'K t)st. Investitiun«, Rente, stfr,. Kr. per Kasse , 3'/,"/« «8 l>« 88 ?< l,N'St!>lltblch> ld> «tlschltibungtn. L!llabetlMl!!! in O,, ltuerfrei, zu 10.UU«! sl. . . , 4 "/„117— - -Zillü,, Iofes Nah» ln Silber ^diu. St.) . . , b'/<°/>, »23 - 124--«al. Karl Ludwi„Ä^I,n (div. Stücke) Kronen , . 4"/« 98 ?<> ÄU ?l RuboNbahn i» Kronenwälinuig, steurrsr, ldiv, Lt,> , 4"/„ 88 fl> SUO5, Vorarlberger Valin, steuerfrei, 4<»(, Kronen . . . 4"/„ 9S ?» «10 ^s Hu lßkl!tn. Eüsabeth-B, 2<>u sl, KM 5,^"/,, vun 4(>U itronen .... 4s>U — 4<>8-betto Linz.Uüdwei« 2'V,.....l27-— 4.N-- Gelb Ware z>o» Klantt zu» Zahlung illirr» ßbligalwnen. «ühm. Westbahn, Em. I8üü, 40« Krone» 4 °/„ . , . , U« 7! N!1?l> Vlisllbrthbal,!! NUN und 3U0U M. 4 ab !0"/n......1!«'>68b l1?»b Franz Josef «Bnlin En>, 1884 (div. Et.) Silb. 4"/« . . 98 K5 99 85 GaKzüche Karl kudwia Va!,» «div. St) Cilb, 4«/„ . 9«^ >»!» 5« U!,n.°aali,z, Vayu lio<, fl, E, 5"/„ 111'?.' 1!2 ?l, Vurnrlberger Ba!»i Cm. 1884 (biv. Sl) Silb. 4"/. . . 9U 4' tU»-I« Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ una,. Eoldrente per Kasse , i ls Nl> N2 i.< 4"/« detto per Ultinw i>2 !jl ,i^ i)< 4°/u una. Neute m Kronen Währ. slfrei per Kcmc . . 94 2- 94-!ü 4°/n detto per Ultimo !»4 »k l!» k>> »'/2"/» betto per Kasse . 84 10 84 3' Una., Prämirn.Anl, il 100 fl, , 204 50 li<><, l,<> detto k b0 . , . , 15« — Ib?'-«»/„ nngar. Wrulibentl.-ObXg l>4 2N 95^< 4"/., Iroat, u, slav, Ornnbeull, Oblig........!»U- 97 20 Andere öffentliche Nnlchen. Vosu. Landed-Anl, (div.) 4"/« , 8«'7( 94 ?< Vosn. ° hcreeg. Eisenb, - Lande«. Anlehen (blv.) 4',,«/„ . , ^9 l>i> 100 «!> 5"/u Tonau Reg,-Mnlell,l 1878 l»5'7s> l<»! 75 Wiener Vcrlehrl>'Ni>Iei!)e 4"/,. 98 !ü> ü9 :<ü betlo l9ua 4"/^ «8 »5 99 l>! «ulehen der Stadt Wien . . 101 8ü «02 k°. detto (S, od. G.) . . . 121 4N >!<2 4» detto (1894) .... 9«! en 97 »i!> detto (1898, .... U5'<>5 99 s/, detto (I'.WU) , , . , 98Ü'' 99 .V detto Iuv.-«l.) 1902 . «8 b ^ürsrbau Anlehen vcrlosb. 5"/„ 98 7', i»9b! Vulg, Staatseüenb. Hyp.< Anl, I»89 Wölb .... «°/^ 11«^.°, ,l!> 4! Vulss. Slaat«. H>)poiliclar Nnl. l»9!j......0"/l, N8 85 I<9 8i Weid Ware Pfandbriefe «. «odenlr,,aNn,üs»,in50I^I,4«/<, 98 5>c, 9!>- Bölim, Hüpolhelenbanl Verl. 4"/^. 99 - «9 !»<> ^eutralVud.Kred-Vl,, öslerr,, 45I, veil. 4>/,°/o , . , 102— — -Zentral Boo.Kred.M., üsterr,. U5I, Verl. 4"/« , . . . 99 80 Ikw Z> Kred.-Inst.,»slerr,.s, Verl.»Unt, u.üffentI,«rb,Kat,^v!.4'V« 98- 99— Lnndröb. d, Kdn, Galizien und Lodo,», !»7>/, I, ructz. 4"/^ 9? - 98'- Mahr, Hnpothelenb. «erl, 4"/^ 9860 99 ,P.>Äi!st.4''/<, 99 25 100 2Ü delto inll^^^Pr.verl^'^ 92— »2 t>u detto K..Schuldich, verl, 3'/2"/o 91-5N 92'5ü detto verl, 4"/^ 99'15 1U0'1^> cstrrr..u»l,ar. Vanl 50 jähr. verl. 4"/u 0. W.....Y8 f.« 99 bn delto 4"/« Kl.....9!» 2'< 100 2.°, Sparl. «.bst., «» y„ ,<,^,z^ dctto Em, 19l)4 i(x, _ i(!«'k<, Österr, Nordweslb, il>0 s>, S. I«4 75 105 7ö Stantebahn 500 Fr..... 4Uß - 4i« - ^übbahn il 3«/» Jänner »Juli 50U ssr. (per St.) . . , 314 L.°> 3in «i, Lüdbayn il 5"/«..... 124 in i!»ü u> Diverse Lofe (per Stücl). ßelz»n»llche fost. 3"/„ Vodei'lrrdit'Lose Em. 1880 278'K« 888 5<» drtto , W..... L58 50 2N7-. Serb, Pram,'Anl. v. 100 Fr, «"<>. !»? ^ 10.1- zluoer,>n»l!che fo>«. Vnd>,p,>Vasi!illl (Dumbau) 5 sl. ^l 3» 2380 Kreditlose 100 sl...... "!»' 459-- C!arl,.Lo!r 40 sl. ss, M. , - !4U-- 14« - Oseurr Lose 40 sl..... l«7^ 177- Pc»fs>i.Lo!e 4« . ^l> 75 ^7 ?! Noten Kreuz, una, Gel, v,, 5 !< 2^<> 29 2' «uduls'Losc iu >l......54- u„ .- Salm.Lose 4« fl. K. M. - ^ l!>b - 2> ,- Veld War? Türl, E,.«..Al!l, Präm..Oblig, 400 Fr, per Kasse . . , 1«! «0 ie2 i«lj>;<, Wiener kumm.Luse v. I, 1874 5,'2 ö<> 512 ü^ Oew,.Ech,d. 3"/^Prä,n,.SchuIdv, d,Vudc»lr,.Niist, <öm, 1889 88' 94'- Nltien. IlllUlpoit'Dlntenilhmungln. «ussiss.Trpl, Eiscub. ü«o sl. . 2435- 244U'— Viihiu, Nordliahn il>» sl, . , »72- «74- Bu!ch!iel)rader Ei,'b,500fl. KM, '8N^ deüu (lit. Il,'» 2<>0 sl, per Ult, l,82 - 113s -^ Tonau > Tampfschifjalir!«. Ges., ,., l. !. priu.. buu sl, KM, «088 - KU«-- Luf.Budeubacher Eisb, 4«n kr, 552- 558- Ferdi!!audK.Nordb,1ouofl.KM, 5»70-— !>7(,0-Lciub.'llzern,>Iassy > liisenbahn^ Gciellschast, 200 fl, S , 580 - 582- Lloyd,üsterr,,Trieft,,5"0fl.KM, 780— 79a- Österr, Nurdiuestl'al,!! 200 fl. S, 451 50 45» - dc!tu(lit,U.)20U fl.L.P, Ult, 44» öb 45I'2.°> Pral,.Du,el ltile»b,1«>l»fl.avgst 22c— 22l:j, Ltnalsrisb. 200 fl, S, per Ultimo N7.°> 10 N7«l 1<> Südb. 200 fl. Silber per Ultimo 178-75 179 ?,' Lüdüorddeutsche Berbiudunl>»b, 2<)0 fl., KM...... 407 50 408 50 Tramwal,.Gef., neue Wiruei, Priori!ilti«.Ailieu 10« sl. . —>— —-— Unuar, Wcslbahn (Maab-Graz) 20» fl, S....... 407-- 408'- Wr. Li>la>b..0fl.S «0^3— i«i>.^- Zrutr,.Äob,.K«bb, öst,. 200 fl. b.°>4- bdN -Kreditauslalt für Handel und Gewerbe. 10« fl,, per Kasse —— — — delto per Ultimo ,, 200 s>, . 8w - «1l- Depusitenbaul, allss,, 200 fl. . 452— 452 5< Eslompte. Oefellschaft, nieder. östeir.. 4 uud Kasseuverriu, Wiener, 2<»U fl........ 454'— 4t>8 — Hhpotlielenbani, österreichische, 200 fl. :>0"/u E..... «9«-- ?98'- Ländcrbnnl, öslerr,, 2<,o fl. per Nasse....... —'- —- detto per Ultimo . , . , 443 75 444'7!> ,,.Mr,iur". Wechselst,.Ältieu. Gesellschaft. 2uu fl, . . . S3l - «:,z-- Geld Ware Österr,.u!!„, Banl !400 Kronen 1755 - l?«4- - llUloubaul 20N fl...... ÜL6 »5 56? 25 «erlclirsbanl, allg,, 140 sl, . 8Ä» 75 33? 75 Inlusllle.jllnternehmungen. Äauges., allg, bsterr.. ion fl, , ,38'— I4ü — ^luxerkuhlenbernb, Gesioosl, 7»3— 7»?-— (tisenblll!!iw,.Lril,n,, erste, 10» sl, 2Ü8— 2!0 — ,,EIl!cmüI,I", Papiers, u, V,.O, l?6— ,80'— Eleltr,.Oes., all«, »slerr,,2uo sl, 448— 4b<1 — detto lutelnat..2uoll. 59»— 5»ü — ^irteuberger Patr... Zundh. u. Met,.Fabril 4«» Kr. . . «123- . «13« - Llesiuger Brauerei ion sl. . , 2«n-- 2><7 — Moutan.OeseNjch.österr,»alpine Ü9550 5'6'li« „Poldi.Hiitte", Tiegelgusislahl« F,.Ä,.O, 200 fl. ... 53!»— b89-Präger Eisen. Ind.» Ges. Em, ,905, 200 sl...... 2782— 279, — iMma.Mulnny. Salg°'Tarjaner Eiscuw. 100 sl..... 579 10 580 10 Zalnu.Iarj, Steinlohlen 10« sl, «,9- N^5 — ,,Sch!üz,lmüh!", Papiers,,2NNfl, 342'— 35b'— „Schoduica". Ä,»G. f. Petrol.. Ind,, 5U0 Kl..... 645— 65l'— „SteyrermilhI". Papierfabrik uud V,.0...... 470— 474 — Trisailer ttohlenw..«», ?o fl. . 280 — 881 ü0 Türl. Tabalregir.Ges. 200 Fr. per Nasse . —'— —-— betto per Ultimo 4U1 - 423 — Wassenf,.Ges., üsterr,, in Wien. ioc> fl........ ötis'50 570' — Wllggoii'Leihauslalt, alldem,, in Pest, 4«» — Wenerberger Ziel,elf..Alt,.Ges, 889 — 833-— Devisen. Kurze Sichten und Scheck». Amsterdam....... 198 U5 iW 85 Teutsche P'äl^c...... 117 50 n?-?o London........ 241— 241 äö Italienische Vaulplähe . . . 85-üi> 95 8» Pari«......... »5 50 «z «7 Zürich und Vasel..... 95 üo gh«H Valuten. Dulaten ....... ll'»ü l,40 ^0 Franlen Stücke..... l»l2 19-15 -'«'.Marl Stücke...... 2» 48 8,-üli Teutsche Reichöbanlnotrl! . . »17 50 ,17-70 Italienische Vauluoteil . . . »ü'«5 »li»^ Nubel-Nolen..... »^ »ü^ IEIxl- und "V«x]Ee.-va.f von K«'iil«*ii, I*tHiirl<'s<'ii, ¦»rlorltJUen Aklleu, , L.o*<*ii vie, Dwlseu uu«l Tttlulei«. j 65 Los-Versicherung. «V. C. Mayer . Bank- -u.n.a. "Wech.slQrgesch.&ft i I,albaK« «cilulov^«», uud zwar beginnend mit den Worten «lio «0 »« öitilli nntz !)<>»>v» und endend Nlit «u»»im N«mü1lim tr^uveßm llttlmi.'l» be» glüudet im Hinblicke auf das dg, Erkenninis vom 14. Oktober IW« ^r. Vll. 19/6/! dcu Tatbestand des Vergehens nach tz 24 des Gesetzes vom 17. Dezember 1862. N. G. Vl. 1863/6. Es werde demnach zufolge des t, 493 St. P. O. die voil der t, k, Staatsauwallschaft veifüsste Beschlagnahme der Nnmmer 27 der periodischen Druckschrift «Xavi «!uvon»ki 8^-> vom ^0 Oktober 1906 bestätigt uud a,e-mäß der W 36 uud ^7 de? Picha/sehes vo,n 17,De member 1862. R. (N, Vl, Nr, 6 pro 1863. die Weileruerbreilunss derselben verboten uud mis Vernichtung der mit Aeschlag belegte» Exem» plan berfclbeu linb nuf 3ct[ibtuuß bcö Sofccä beg beanftöiibetcn 9lctifeI3 etfoimt. Ä1. f. ifaiibroflcudjt iiaibarf), ?lbt. VII, am 22. Dftolict 1906. Monatzimmei scliön möbliert, mit sopanitoin Eingang1, ist Judengasse Nr. 1, i. Stock, mit I. N»vom- ber nur an einon Herrn ZU vermieten. NiUioroB dortselbst. (4433) 0-4 Wohnungen mit je aus zwei Zimmern und Küche, sind Römerstraße Nr. 16 tl> 1. November , eventuell 1. Dezember 1. J., zu vergeben. Anzufragen bei dei Laibaoher Kreditbank, Spitalgasse Nr. 2. (4647) 3-1