LllibllcherWMtung. Nr. 51. Piäni! meratlonoprei»: Im Comptoir gailzj. N. 11, V Ul'i. fl. 5.50. Für bieZussellun« ins Hau« halbj.5u lr. «t>< der Post ganzj.fi. >5, halbj.si.7.50. Dounerömg, H.März ^"ltrtl ons^hilhr bi« 10 Zellen: ,mal 6l» lr., »m. lu lr. u.s. w. IoscslionOstempel iede«m.30l». 1869. Amtlicher Theil. . 3>c. k. und k. Apostolische Majestät haben mit °er Allerhöchsten Entschließung vom 28. Februar d. I. "kuerlich zum Präsidenten der Akademie der bildenden Dünste in Wien über einstimmia.cn Vorschlag des aka-"eMlschcn Ralhcs derselben den Ministcrialralh im Mi-"'»terium für Eultus nnd Uulcrricht Dr. Gustav Hcidcr "Uergnädigst zn ernennen geruht. Hasner '»>. l'. ^ Se. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Eulschlicßuug vom 23. Februar d. I. dein Imstande der Schloßhl.nptmannschaft zn Ofen nnd Gö-^llö Franz S n pp den Nanss uud Charakter ciucö k. k. ^^loßhauptmauues allcrgnädigst zn verleihen geruht. Hnlte N'ird iü deutschem uud zuczleich slovcnischem Texte ""gegeben ,i»d versendet: ^csctz- und Vcrordnnngö-Blatt für daö Hcr- zogthnm Krain. IX. Stück. Jahrgang 1869. IiihnltS-Uebersicht: K 12. "llnbmachuug der k. k, Laudesregierluif! für Kraiil vom 15te» ^ , Februar 1fts;9. Nr. 130«. ^o»iit der Pilült 2? der Kimdmachmig der l k Landesregierung >"r Kraiii vom !<». Iänner ^»i!', 9ir. «K8.'i, rilcksichtlich derAnf-"ahlNc einjährig Freiwilliger in das Heer aus der t. t, Ata-demie der bildenden Killistc iu Wim erläutert wird, K ^' "Ulldmachlilig der l, l. Landesregierung für ilrain vom 15ten ,^ , Februar 1^9. Nr.'l^0i», ss^'ll der Umfang der Delcgirnng der t. t Landeörcgicrnng ;ur «.I 'll'uig vc>i, Gcsuchni uin die ausnahmsweise Ehcbcwilligung "H § 44 de^ Wehrgesetzr^ uom 5>. December 1868 nähe» bezeichnet wird. Laibach, dcii 4. März 1869. Vom I. k. NrdactioiMilrrali des Gesetzblattes für Kwin. --________________________________ Nichtamtlicher Theil. Dcr Umschwung in Arain. . Die „Presse" schreibt: In keinem dcr Bänder, die ^litc vor zwei Jahren noch znr elerical-nationalen Ligua U gen djz. Wiederherstellung vcrfassuugsmäßigcr Zustände horten, ist seitdem ein so wohlthuender Umschwung ,5llctrctcn, wie in Kram. Das Sislirnugs - Rcgimcnl Erließ dies Kronland, das es noch als deutsches Bun-"land vorgefunden, bekanntlich in einem Znstandc, der n°/^'^ Zierde nnscrcr Litcratnr, wie Anastasius Grüu, ^ ^"l^ll nnmöglich inachlc, dort noch länger die Rolle r cs Abgeordneten zn übernehmen. Selbst die Auflö-übn?' ^ ^aibachcr Landtags vermochte nicht einmal eine httl/^ Sendung zn Gunsten des germanischen Elements ^^ufühvcn, wie in Prag nnd Brunn; ci< blieb dabei lw, !>'^ Ausnahme dcr Großgrnndbcsitzcr-Eunc alle übri-^^ ^ rvntirlcn ausschließlich den Slovcncn angehörten, sch», °^ ün Viai vorigen Jahres die Wogen dcr czcchi Nlicl, . '^^Nung wieder einmal gar hoch gingen, fielen Hader«" ^^^'^ einige brntalc Scenen des ?lationalilätcn-lecht' ^^^- Allein die große Masse dcr Slovcucn kam laii,^^ iur Besinnung. Statt zuinE^arcu zu pilgern, ^Nlnl, '" ben Ncichsralh, und wenn sie selber keinen hat h. Ychadt haben, dieses Compromiß z» bereuen, so cs ^.-! ^^tere Entwicklung auch zur ssrcndc aller, die Drsl^ der Befestigung constitntioncllcr Zustände in Tptt, , ^ ^ln'^ "ch'uen, deutlich gezeigt, daß jener ^el il?' dcn dcr Klcrns an dcr Spitze dcr fanatisirlcn dcii ','en Landbevölkerung zur Zeit dcr Wahlen für ^"""unordentlichen" aufgeführt, ein künstliches Mach-"cllcn ^^i ^'^ Verständigen nntcr den Kraincr )iatio-Polilil " " !'^ute kaum mehr an eine Rückkehr zn jener Mal!be.^° ^ znsammcn mit den Polen, Ezechcn nud mit den böhmischen Hochtorics uud '"achen s. " ^^ Verfassung in Böhmen unmöglich zu durch d', ?^"- Wenn einzelne neuerdings , angeregt ^lrsack !!'""' ^" ^c Wnbcrgcr^andtags-Rcsolntion Nien" ausw' ^'märe von einem .Königreiche Slovc-I'chcn M,,:s"'!"'. das unter cincm eigenen verantwort' Und das T r"/"-' ^"'"' Südstcicrmark, Iftricn. Görz w sich duck . ^'""" ^" priest ninfasscn soll, sc lraucu ""tut z^, liisf ' . "'""ul mchr den Schleier dcr Auony-f°U»bcr fi„h ''' "I dem richtigen Gefühle, daß die Zeiten "' noch ^ s "an mit dergleichen Ueberschwänglich. . , So ist ,"""" machen konnte, v, ^. ^inistt, ^"'" clicnsu erklärlich wie bcmcrlcnswcrth, l"")'"e nef^ ° '" ^ibach eine fast enthusiastische ^lundcn, von der sich auch dic Führer der Nationalen und dic kirchlichen Würdenträger nicht fern» hielten — er selber hat nach dem „Laib. Tagbl." geäußert, daß cr „ciucn solchen Empsang gerade in ^aibach nicht erwartet habe." Daß dcr Krainer LandeSausschuß bezüglich der Betheiligung an der Durchführung dcr neuen Schulaufsichts-Vcrordnung trotzdem in die Fuß-ftapfcu dcr Tiroler tritt, kaun unö ninfowenigcr Wunder nehmen, als ja diese flovcnischc Körperschaft auch das Bcifpicl des ober- und niedcröstcrrcichischcu Landes-ansschnsscs für sich hat — es wäre eine Unbilligtcit, von einer rein slovcnischcu Corporation zu verlangen, daß sie es besser als ihre dcntsch-lidcralcn Collcgcn vcr^ slchc, den freisinnigen Ideen allenfalls auch auf Kostcu der „Autonomie" die gebührende Ehre zu erweisen. Immerhin ist es daß man zur selben Zeit. wo die Polen ihr wieder mit dcm Begehren ciucr föderalistischen Vcrfassuugs-Rcuisiou auf dcu ^eib rücken, wo dic Geistlichen in Tirol den Kleinen in den Volksschulen unter Thränen antüudigcn, daß die Kirche in Zukunft mit ihrem Unterrichte gar nichts mehr zu schaffen haben wolle . ., daß man zu dieser Zeit in ^aibach dcm „Vürgerministcr" Giskra Hochs bringt, die reichlich mit HivioS und Slavaö gemischt find. Von der Seite also hat die Verfassung in Zntnnft eine ernste Anfeindung kaum mehr zu befürchten, uud die offen mannhafte Art, in welcher dcr Minister dcs Innern sich dem Dr. Blciwcis gegenüber in Betreff dcr „nationalen" Wünfchc ausgesprochen, wird, wie wir wenigstens hoffen, das Ihrige thun, um einc Verschmelzung dcr Slovcncn mit dcr Vcrfassungs» Partei entschieden zu fördern. Es mag sür dic Föderalisten niederschlagend sein, daß Dr. Giskra rundweg erklärte, wohl die Autonomie der Einzclländer in ihren historischen Abgrenzungen re-spcctircn zn wollen, sich aber in tcinem Falle zur Zerreißung der bcstchcudcn uud Bildung neuer Gruppinm-gen nach den Vicbhabercic» Einzelner herbeilassen zn können. Mit dcm GruppcuslM'm fällt allerdings für die Nationalen auch die lctzlc Möglichkeit, dein Föderalismus ein constitutioucllcs sscigenbatt vorzubinden: denn 17 Landtage ohne weiteren Zusammenhang sind dcr nackte Absolntismus. Dcmungcachtet können sic, nach dcu Erfahrungen, dic fic nutcr Äclcrcdi gemacht, nicht lcngncn, daß Dr. Gislra Recht hatte zu behaupten, „kein öftcrrcichifchcr Minister" wcrdc das jemals lhnn. Wenn selbst daö Sisliruugsrcgimc an dcr energischen Einsprache Mährens und Schlesiens mit dcm Versuche der Wenzels-krone, dic doch noch am ehesten anf cincm Schein historischer Berechtigung Anspruch erheben darf, vollständig scheiterte, so ist es wohl klar, daß an die Hcransschnci-dnng eines Königreichs Slovcnicn anch Blciwcis nnd Toman nicht mchr denken töuutcn, wcun sie morgen „österreichische Minister" würden! Wir meinen, es wird nicht gar so lange dauern, bis auch unsere Gcgucr in Kram sich überzeugen, daß dcr Rcichsrath uud autonome Landtag ihnen in freiheitlicher wie in nationaler Beziehung Garantien für dic Zntnnft bictcu, dic ihncn gestalten, uuausführliarc Marotten ohne Klage nnd Trancr znr ewigen Rnhe zu bestatten. Anf cincm ganz anderen Brette stehen die Beschwerden der Slouc^ ncn wegen angeblicher Vernachlässigung der sprachlichen Gleichberechtigung, und wenn wir auch hier jedes Wort dcs Ministers an Herrn Blciwcis uute,schreiben müsse», so verdient dicfcr Punkt doch cinc besondere Erörlernng. Der Minister dcs Innern blieb durchaus den Grnnd-sätzen getreu, die cr als Abgeordneter und ^cmdcsansschuß-milglicd iu Mähreu verfochtcu: dcr Utraqnismuö im Vortrage von Lchrgcgcusländcn widerspreche allcu Gruud-sätzcu einer gcsnndcn Pädagogik, weil dcr Innge dabei — gequält in zwei Sprachen denken zn lcrncn — es überhaupt nicht lcrne. Diesen Satz noch erst beweisen wollen, das ist in den Angcn eines Jeden, dcr nnr das geringste von» Nutcrrichtcu versteht, ebenso überflüssig, wie cincm Mathematiker die Richtigkeit dcs pythagoräischen Lehrsatzes zu demonslriren. Viel besser, das Geld in den Brunnen werfen, als nationale Hctzanstaltcn in Form von Schulen mit dcntsch-slavischcn Parallelklassen ;n errichten, wo statt Bildung nur beschränkter Faua-tisiuus ausgebrütet wird. Dr. Giotra verdammt auch gerade heraus die Idee eiucs Eftracheuzwauggcsctzcs, wie Graf Bclcrcdi cö für Böhmcu sauctionirte. als „Sprach-lyiannci" — und die Föderalisten werden wohl am Eudc bekennen müssen, daß dic Freiheit darin l'cslchc, wcdcr den Slaven zur Erlernung dcs Deutsche» zn zwingen, noch nmgckchrt den Deutschen wider seinen Willen mit dcm Ezcchischcu odcr Sloucnischcn zn quälen. Iu Böhmen und in Mähren, wo namentlich Dr. Gistra das Vcrdtenst für sich in Ansprnch nehmen darf, sich dcm ^Ystcm der Parallclclasscn nachdrücklich und wirksam zu haben, ist man denn auch, nach der Vcrstchcrung des Ministers, schon längst übcr diese Zwci-lhcllung dcs Vortragcs hiuaus. Den Gedanken unter dcm Vorwandc dcr nationalen Glcichbcrcchtianna mit Sprachenzwanggcsctzcn und Parallelclassen dic Deutschen und dcrcn Untcrrichtsanstaltcn zu slavisircn, müssen die Ezcchcn und Sloucnen nnn ciumal fahren lassen. Das ist Sache der cinfachstcu Gerechtigkeit, so wie andererseits dcr Minister gewiß mit gntcm Grnndc sagen kann, die zur Amtirung in slovcnischer Sprache geeignete Vu' rcalikratic hcrauzuzichcn sci Sache dcr Nation, nicht dcs Staates, sowie von dcm „lebhaften Nationalgefühlc" anch die Gründnng rein slovcnifchcr Schulen aus Landes» mittcln zu erwarten gewesen wäre. Wenn wir aber gar von den Principicnfragen auf die ..Volkswünsche" zurückgreifen, so ist dcr Minister des Innern erst recht be« fngt. zu behaupten, „daß dcr gemeine Mann in Krain wie in Mährcu mit allem Nachdruck den deutschen Unterricht für seine Kinder verlangt, damit sie sich dnrch die Welt helfen können, und daß nur die Geistlichkeit an« ders urtheilt — aus leicht erklärlichen Gründen." 1«8. Sitzung >cs Abgeordnetenhauses vom 2. März. Der Finanzministcr Brcstl übersendet die Staats-rcchnnngsabschlüssc für 1865)—1806, ferner einen Gesetzentwurf, betreffend die Ertheillmg der Bewilligung an die Stadt Stanislan zur Aufnahme eiues Lotterie« Anlchens zur verfassungsmäßigen Behandlung. Untcrrichtsministcr Hasner überreicht den tznt-wnrf cincS Gcsetzcs, durch welchen die allgemeinen Grundsätze des Unterrichtes bezüglich der Volksschulen festgestellt werden, mit folgenden Worten: Die Gesetzgebung übcr das Voltsschulwcsen hat zu ihrer Aufgabe, dic allgcmciuc Volksbildung den Anforde-rnngm der Zeit gemäß zu gestalten. Es ist meine Ucbcrzcngnng, daß der Maßstab für die Eultur eines Staates nicht in der Bildung dcr höheren Classen, sondern iu dcr allgemeinen Volksbildung gelegen ist. Die Volksbildung ist das Fundament, dessen die Staatsverwaltung bedarf, um in ihren Reformen vorwärts zu lommcu, darum ist auch dcr Zweck, die allgemeine Volks-bildnug ans die möglichst höchste Stufc zu bringen, gerechtfertigt. Ich bin weit entfernt, das. was bisher in Oesterreich in dieser Beziehung geschehen ist, gering anschlagen zu wollen; Niemand aber wird es verkennen, daß nuserc UuterrichtS-Geschgcbung gleichwohl den An-fordcruugcn dcr Zcit nicht in vollem Maße entspricht. Abgesehen von den inneren Motiven znr Abfassung dcs vorliegenden Gesetz-Entwurfes, war auch ein änßcrliches Motiv darin gelegen, daß in dcm (5haoS von gesetzlichen Bcstiinmnngcu im Gebiete dcs Unterrichts. Ministers, welche ciue Uebersicht selbst den erfahrensten Männern unmöglich machen, cine Codification, schon um die Gesetze handhaben zu können, zur Nothwendigkeit geworden ist. Die Regierung hat sich bci dieser Vorlage ein weites Zicl gesteckt; sic hat die besten Gesetzgebungen, dcrcn Bestimmuugen durch die Erfahrung erprobt cr-schciucn, benutzt. Gleichwohl war sie überzeugt, daß man das Ziel überschießen könne, nnd um nicht jene Grönländer, sür welche die Bedingungen eines höheren ZiclcS gegcbcu sind, den gleichen Schritt mit den anderen einzuhalten zu zwingen, hat sie die Bestimmung ausgenommen, welche mit Rücksicht auf manche Krön« läudcr dcr Laudcs^Gcsctzyebung die Beurtheilung überläßt, ob die Bedingungen vorhanden sind, denselben Standpunkt einzunehmen, oder nicht. Die Regierung hat sich bci Abfassung des Gesetzes dcr äußersten Vorsicht bedient, sie hat sich znerst mit cincm engern kreise von Sachverständigen in's Einvernehmen gesetzt nnd cincn Entwurf ausgearbeitet und fo-dann denselben einem weiteren Kreise von Männern zur Bcgntachtnng übergeben. Mit sorgfältigster Benützung der erhaltenen Rathschläge ist dcr vorliegende Gesetzentwurf ;n Stande getommeu, die Regierung ist jedoch, indem sie denselben vorlegt, weit culfcrut von dcr unbescheidenen Voraussctzuug, damit etwas Vollendetes geleistet zn haben, vielmehr wünscht sie, daß durch Zusmmuenwirkung aller bcrnfc»cn Factoren cm solches vollendetes Wert zu Stande gebracht werde. Ist das erreicht, dann ist da« Streben dcr Regicruug hinreichend belohnt. (Bravo.) Es wird hicranf zur Tagcsorduuug übergegangen. Das zur ersten Lesung gelangende Gesetz, betreffend einige Aenderungen in den Rangverhältnisscn nnd Bc- 362 zügen der GerichtSbeamtcn und Diener wird dem Bud-getausschussc zugewiesen und erstattet hierauf Abg. Kardasch den Bericht des confcssioncllen Ausschusses über die Regierungsvorlage cincs Gesetzentwurfes, betreffend die Systcmifirung der auf Staatslo-steu zu besetzenden Dicnstplätzc bei den Laudcö- und Bezirks-Schulräthcn. In der General-Debatte ergreift zueist daS Wort Abg. Sawczinsty, um sich gcgcn das Gesetz zi, erklären, denn cinelscils enthalte cS Acslilnmungcn, welche mil der Syswmsirung gar nichts zu thnn haben, dahcr ganz übclstnssig siod, anderseits präjndicirc es den Landtagen. Es werden Posten systtmisirt, deren Bcrürfniß noch nicht festgestellt ist, sondern eist dnich die Landtage fcstclcstcllt werden soll. Redner behält sich vor, in der Spccialdcbattc einige Amendcmcnts zn stellen. Ab^. Giovanclli hält das Gesetz als ciuc Conseqncuz dcr letzten Verordnn,>g über die Schulanf-sicht, lind da er diese, lrotz der ministcriellen Eclläru»' gen noch immer für ungesetzlich halte, weiden er und sciue politischen Freunde gca/n das Gesetz stimmen. Abg. Figuly ist gleichfalls der Aüsicht, daß daS Gcfctz in einzelnen Bistimmungcn in die LandcSgcsctz' gebung eingreife; andcrclscits müsse er jedoch anerlcn-nen, daß die jchigcn Verhältnisse nicht lä„gcr fortdauern können, und Anstalten getroffen werden müssen, um daS Rcichsgrsctz ciional in Vollzug zn setzen. Abg. To man schließt sich dcr vom Abg. Giova» relli abgegebenen Erklärung uolllommcn an. Abg. Dieusll: Er werde gegen jene Bestimmungen, die ihm als eine Bcschlänluug der Landcö-Gcsctz' gebung erscheinen, stimmen. Abg. Hanisch wundert sich, daß man immer über Verletzung der Landtage schreie; er habe ubcr noch niemals schreien gehört: „nur uicht den Rcichsrath verletzen." Dieses Gcs^tz beweise ihm, daß das Schreien über Verletzung dcr Landtage ungerechtfertigt ist; denn die Competcnz des Rcichsrathcö scheine ihm außer allen Zweifel. Minister Hafner widerspricht, daß das Gesetz die LandcSgesctzgebuna präjudicire. Es handle sich um Sy-stcmisinmg von Stellen, dcren Erncnnnng dem Staate zusteht, und deren Besoldung dem Rcichc obliegt. Es sind lediglich Bestimmungen getroffen über die Art uud Weise jener Organe, die den Bezirks- nnd Laiidesschnl-räthen zur Seile zu stellen sind. Die Sttllnng dieser Organe dcr Landcsgesctzgcbnng gegenüber sei nicht piä-judicirt, denn Sache dcr Landtage wird cö scin, von diesen Organen dcn wunschcu^welthcu Gcbranch zn machen. Nach dem Schlußworte des Berichterstatters wild zur Spccial-Dcbatlc geschritten uud hicl'ci das Gesetz nach Verwerfung sämmtlicher ciugebrachtcu AmenoemenlS unverändert angenommen nnd zugleich in dritter Lcsmig zum Beschlusse erhoben. (Dagegen stimmcu die Polen, Slovene» und Tiroler.) Schlnß dcr Sitzuug '/. 2 Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag. Vlmrblgmchtc. Der Ausschuß für die Eoncursordnung hat über den Gesetzentwurf, bctrcffcud die Errichtung von Gc-werbcgerichtcu, die Berathung beendet uud liegt dcr von dem zum Berichterstatter gewühlten Abg. Dr. Fetz verfaßte Bericht bereits vor. Derselbe enthält im Wescutlichcu nachfolgende Ausführungen. Der Gesetzentwurf bezweckt, für die Austragung bestimmter, innerhalb gewisser Ocwcrbc-Untcrnehmnngcn vorkommender Streitigkeiten dcr Arbeitsgeber einer- und der Arbeiter und Lehrlinge andererseits, dann dcr Letzteren unter einander, Gewerbe- und GcnosscnschaftS-Gerichte zu schaffen, deren Aufgabe in der Beilegung dieser Streitigkeiten im Vcrgleichswege und eventtiell in der richterlichen Entscheidung derselben zu bestehen hat. Nachdem dcr Bericht writers dargelegt hat, daß schon die Gewerbe-Ordnnng vom 20. December 1859 Genosscnschafts-Gcrichtc kannte und daß dcr vorliegende Gesetzentwurf auch mit dcn diesbezüglichen Normen dcr französischen Gesetzgebung im Einklänge steht, kommt derselbe zu den darin niedergelegten leitenden Principien, welche er in folgender Weise prücisirt: 1. Die Gewcrbcgcrichte werden uicht obligatorisch eingeführt, sondern nur, so wie sich das Bedürfniß danach in einem bestimmten Bezirke und für einen bestimmten Erwerbszweig gclteud macht, für dicfcu Bezirk und Erwcrbszweig mit dcr durch das Gesetz vorgeschriebenen Competcnz und Zusammcusctzung gcschaffeu. 2. Die Zusammensetzung dcr Gerichte ist eine solche, daß die Interessen dcr Arbeitsgeber uud dcr Arbeiter in gleicher Weise berücksichtigt werden. Z. Dcr Zweck dieser Gerichte ist zunächst die vergleichsweise Beilegung der bei ihnen anhängig zu machenden Streitigkeiten und eventuell deren richterliche Entscheidung. Das Verfahren vor denselben ist nach einfachen Grundsätzen geregelt und an die Bestimmungen dcr Proceß-Ordnung nicht gcbnndcn. 4. In allen wichtigeren Angelegenheiten ist dic Anfechtbarkeit der Erkenntnisse der Gcwerbcgcrichte vor dem ordentlichen Gerichte gestattet. Nur wenn die Streit- summc oder der Werth dcS Streitgegenstandes dcn Be« trag von 50 ft. ohne Ncbengcbührcn nicht übersteigen; ferner wenn über die Auflösung des Arbcits- oder Lehr» Verhältnisses erkannt wird, sind die Erkenntnisse der Gcwerbcgerichte inappellabel. Sodann führt dcr Bericht fort: Der Ausschuß ist der Ausicht, daß die gleiche Betheiligung dcr Arbeiter an dcu Gcwcrbegcrichtcn als Mitglieder derselben, so wie sie den Anfordcruugcn des Richters entspricht und einen entschiedenen Fortschritt gegenüber dcn Bestimmungen dcr Gewerbe.'Ordnnng üdcr Gcnosscnschllftsgcrichlc in sich schließt, wohlthätig anf das Verhältniß der Arbeiter zu dcn Arbeitsgebern zurückzuwirken geeignet ist. Daß die Gewerbegerichlc nicht an die Vorschriften dcr Proccß'Ordnung gebunden sind, entspricht d^r Natur dcr Sache; denn einerseits fnngircn die Gcwcrbcgcrichtc ihrem Wesen nach als Schiedsgerichte, die, wenn sie vertragsmäßig constituirt werden, in der Rcgcl nicht an die gesetzlichen Formeln des Verfahrens gebunden werden, andererseits werden dic Mitglieder solcher Gerichte regelmäßig mit deu Vorschriften dcr Proceß-Ordnung uicht vertraut sciu, und es winde ihre ganze Wirksamkeit illusorisch gemacht wcrdcn, wollte mau sic an dic Formen dcr Proceß Ordnnng binden. Dic Apcllabilität dcr Erkenntnisse der fraglichen Gerichte in allen wichtigen Fällen fchcint nothwendig, um die Möglichkeit schwerer Rechtsverletzungen auszuschließen. Indem sonach dcr Ausschuß dcr Ansicht ist, daß das Institut der Gcwcrbcgcrichte nach Maßgabe dcr iu der Regierungsvorlage cnthalttncn Bestimmungen jenen Bezirken uud Industriezweigen, in welchen sich dcr Wunsch danach geltend macht, nicht vorenthalten werden soll, wird mit dem Bemerken, daß dic Begründung dcr von «hm beantragten Aenderungen nöthigcnfalls mündlich erfolgen wird, dcr Antrag gestellt: „das hohe Haus wolle dem vorlicgcudcu Gesetzentwürfe feine Znstimmung ertheilen." Zum Untergang dcs „RMOy." Aus Pola, 23. Februar, wird der „Wchr-Ztg." geschrieben: Die Katastrophe anf dcr „Radctzky" welcher beinahe uicrthalbhundcrt Menschen zum Opfer ficlcu, und welche natürlich alle Gemüther in die traurigste Stimmung versetzte, ist hier selbstverständlich der ausschließliche Stoff dcS Tagesgespräches. Besonders dcr Umstand, daß tciucr dcr Geretteten eine Ursache der Pulvcrexplo-sion anzngebcn vermag, gibt dcr Phantasie rcicycn Spielraum, uud diesem ist cs znzuschrcibcn, wenn man auch auf dcn Fall zu fprcchcn kommt, daß dic Entzündung dcs Pulvers cine absichtliche, dcm unglücklichen Gcdan-! ken der Rachc cntsprun^cnc, gewesen scin konnte. Wärc diese Annahme richtig, so würde mail unwillkürlich znr Beurtheilung dcr individuellen Charaktere, aus welche».! der Schiffsstab zusammengesetzt war, schreiten müsscu, dcun cinc solche Rachc könnte nur durch ciu Mitglied dieses Stabes hervorgerufen worden sciu. Wir lcuncn dcn größten Theil dcr eingeschifft gewesenen Officicrc ganz genau und tonnen daher die Versicherung abgeben, daß vom Eommandantcn abwärts, jeder dcr Officicre theils durch ihr glückliches Naturell, theils durch Erziehung und Bildung die Grenzen dcr Humanität stets cinhicltcn. Selbst dcr General-Detail-officer, welcher im gesellschaftlichen Umgang jederzeit sich! als ein intelligenter und liebenswürdiger Officicr cr-wicS und nur im dienstlichen Verkehre schr schwer zu! befriedigen war, dinftc nicht dcn Anlaß zu einem solchen^ Rachcact gegeben haben, da wir überzeugt siud, daß cr das, ihm vom Commandanten vielleicht eingeräumt gc-! wcscue Strafbcfngniß des geringsten Ansmaßcs sicher uicht, selbst einer ihm autipathischcn Person gegenüber mißbrauchte, während dcr Aatlcric-Osficcr, welchem die Aufbewahrung dcr Schlüssel zu den Pulverkammern oblag, nnd ohne dessen Wissen und Beisein die Thüren !zu dicscu Kammern gar nicht geöffnet weiden durften, als ein gediegener Eharaktcr und als ein Officicr bekannt war, dcr sich immer durch gcwisscnhaftc und pünktliche, selbst pedautischc Erfüllung seiner Dienstes-obliegenheiten auszeichnete. Diese beiden Personen, welche am Bord der „Radetzty" vermöge ihrer dienstlichen Stellung in stetem Verkehr mit der Mannschaft waren und daher anch direct cincn Einfluß anf deren Geist ausübtcu, lasscu uns in ihrem Charakter kcincu An-haltspuntt crkcnncn, alls wclchcm wir uns dic znr verbrecherischen That gewordene schreckliche Absicht crtlärcu und ableiten könnten. Aber auch alle anderen Vcrmnlhungcn schrumpfcu nur zn Phantasicgcbildcn zusammen, wenn mau berücksichtigt, daß die Explosion an cincm Samstag und um 11 Uhr Vormittags crfolgtc. Auf unseren Kriegsschiffen, und wir glauben, bci allen Kriegs-Marinen, ist dcr Samstag theils zur allgemeinen RciniMlg dcs Schiffes, theils zur Personal- und Effecten-Reinigung der Mannschaft bestimmt, somit, wenn eine Pnlvcrkammcr überhaupt geöffnet gewesen wärc, diese znr Frühstücks-stnnde des Stabes bereits gcschlosscn scin mußte, bc-soudcrs da auch der Batteric-Osficicr, wahrscheinlich um den Wachofficier Barth zum Einnehmen dcö Frühstückes abzulösen, im Momente der Katastrophe sammt dcn die Wache habenden Cadetcn auf Deck gewesen scin muß, weil nur hiedurch deren Hinausschlcuderu iu dic See, als die drei einzigen nicht beim Frühstück anwesenden Idividucu dcs Stabes erklärlich wird. Die Version, daß dic Explosiou durch Selbstentzündung dcr Kohle oder gar durch Entzündnng dcs Pul' ucrs ohne äußeres Hinzuthun vcrnrsacht wurde, drängte sich unwillkürlich nach Erhalt dcr ersten Nachricht uns auf, wir mußten aber die cinc wie die andere verwerfen, da letztere beinahe gar nicht denkbar, erstere aber durch die Entwicklung dcS Kohlengascs, welches durch alle Fugcu durchdringt, hätte entdeckt wcrdcn müsse»' Ucbcrdics geben, wic gesagt, alle Geretteten an, cinc Ursache dcr Explosion nicht zu kennen, und ist nur aus dcm Umstände, daß gerade Jene, welche sich anf dem Hintcrthcil dcs Schiffes aufhielten odcr vermöge ihres Dienstes bcim Steucrradc sich anfhaltcu mnßtcn, gcret« tct, bczichnngSwcise in dic Scc geschlendert wurden, z" cntnchmcn, daß dic Explosion in cincr dcr vordcrcn Pulverkammern crsolgtc, ober welcher sich jedoch anf Deck die Mannschaft dcr Scgclwachc anfhält. Ob die Zeit wohl je das Räthsel dcr Ursache dieser Katastrophe auf' klären wird? Heute Früh war bereits die Seelenmesse, wozu sämmtliche Marine-Truppen ansrücktcn, die Frcgalle „Bcllona" die Tranersalvcn nnd dic Mariuc-Infantcric dic Dcchargcn gaben. Sc. Excellenz dcr Herr Hafens miral und Festungs-Commandant mit fämnttlichcn dienstfreien Stabs- und Obcrofficicrcn, Beamten :c., sowol dcr Flotte als dcs Heeres, wohnten diesem Trauet actc bci. Unter dcn Opfern dcr Katastrophe befindet sich auch dcr als Bord-Rcchnnngsführcr eingeschifft gewesene Ma' rinc-Vcrwallungs-Official Augnst Ernst, welcher vor wenigen Jahren, nm seine Brant heiraten zn können, vom Zcugscorps Obcrlicuicnant in die Marine-Verwal-tnngs-Branchc übertrat, leider aber die nachgesuchte He>' ratsbcwilligung nicht erhielt, wodurch nunmehr seine Vrant und ihre mit ihm crzcngtcu Kinder, da sie nacl) dcm Gesetz keinerlei Anspruch auf eine Staatsucrsor-gnng haben, in die hilfsbedürftigste Lage versetzt sind. Um nun, wenigstens momentan, dcn armen unschuldige» Kindern zu helfen, und so gleichzeitig das Andenken a» dcn Verunglückten zu ehren, haben die hier stationirtc» i Kameraden eine Eollectc veranstaltet, die trotz des übel' ans bescheidenen Einkommens cincs Jeden dcn schönste» Bcwcis liefert, daß man zur Lindcrnng eines unverschuldeten Elendes lieber selbst, wir möchten saqcn, darbt» als darben läßt. Diese Beamten haben anch aus ihrcr Mit^ für die unmündigen Kinder dcs Verunglückten Vornüi»' dcr bestellt und dieselben beauftragt, im Namcu dcr ga"' zcn Branche hohen uud höchsten Ortes die entspreche"' dcn Schritte zu thun, um eine ausgiebige Unterstütz»!^ lind, wenn möglich, auch cincn Vcrsorgungsbeitrag fln' » die Kinder im Gnadenwege zu erwirken. Vci dcu h^ > manen Anschauungen unscrcs Herrn Marinc-Comma»' > dantcn sind wir überzeugt, daß die Bittenden an ih»> > cinc kräftige Unterstützung und eine eifrige Befürwortn»!! > finden wcrdcn. - » „Ans dcm mit dcm Eapitän Vcnusfi dcr östeN'» Brigg „Antco" am 21. v. M. zu Lussin amtlich aiif^ genommenen Protokolle — schreibt die „Tricstcr Zeitung' — ist zu cntnchmcn, daß die Fregatte „Radctzky" n»l 4 Seemeilen von dcm erstgenannten Schiffe entfernt w«l, als die vcrhängnißvollc Katastrophe stattfand. Dcr ^ pitän, sein Bordofficicr und die ganze Bemannnng dc" „Antco" waren Augenzeugen des Unterganges dcr „3^ dctzty." Aus dcn zu Protokoll genommenen Aussage!' dcs Capitäns (welche unter andcrm darthuu, daß ^ Katastrophe dcr Fregatte durch die Achtcr-PnlucrkalN>»^ crfolgtc), geht hervor, daß derselbe bcim Sinken zulcß noch daS Verschwinden dcs Außcnklüvcrbanmcs ^ „Radctzky" deutlich ausnchmcu kountc, woraus wir dc Schluß zu zichcu berechtigt sind, daß dcr „Antco" ^' deutend näher als 4 Seemeilen von dcr Fregatte i! wcscu sciu mußte, da anf 4 Seemeilen nnd bci bcwcg^ See das Verschwinden dcS bloßen Anßentlüucrbaul^ unserer Ansicht nach nicht wahrgenommen wcrdcn la»' Von Seite des Capitäns Bcnnssi wurden anch "!" dic geringsten Anstalten getroffen, um dcu Unglückl'^ dcr „Rad'ctzly" Hilfe zu leisten. Würde Eapitän ÄcH seine Schuldigkeit erfüllt uud dcn Hnmanilätörüchia)' dic gebührende Bcachtnng geschenkt haben, so wärc „Antco" im Zeiträume von wcnigcr als einer ha».^ Stuudc an dcr Unglücksstältc angelangt uud lMte " ^ leicht dcm Linicuschiffslicutcnant Freihcrrn von S"' nck, dcm Marinc-Infaiitcriclicntcnant Schckc und . dcrcn Pctfoneu dcr Schiffsbcmannnng dcr Fregatte i Leben rcttcu könucu. Die Handlungsweise dcS C"P> ^. Genllssi kann unmöglich Billigung finden, nnd lN That vernehmen wir, daß gcgcn denselben auf ^ ^ lasfung andcrcr Capitänc unscrcr sonst so achtu»a> ^ lhcn Handelsmarine ciuc Untersuchung eingeleitet .^ ihm daS Patent entzogen werden soll. DaS P^lls mit dcu bcidcu Trabatclführeru, welche sich.^^gch in dcr Nähe dcs Schanplatzcö befanden, ist bisher ^ nicht eingetroffen. Wir hoffen, daSfclbc werde cvc^ znr Veröffentlichung gelangen, worauf man ersehen ^, in welcher Weise diese beiden ihre Handluugsnicljc , fertigen." ! 368 » Aus icm Corps lcgisllltif. Der französische gesetzgebende Körper döitc am ^6- Februar ii, Fortsetzung dcr Debatte übel' Alt. 1 °^r ans die Sladt Paris l'c)üglichc>l Vorlage die mit Spauuun^, erwart,tc Rcde des Staatömiuistels Herrn Nouhcr. Dicsc 9tcdc war in der That nahezu eine offizielle ^cllcuguung, wenn nicht selbst eine directe Vclmthci° llnig des Haußinaun'schcu Systems. Im Äc^inu will Herr Nouhcr allerdings nicht zligcbcu, daß dcr Seine« prascct dem Gesetze Trotz geboten habe, noch daß die -Uclamworllichlcit des ttaisnö hier, wo cö sich cinfach U'tt Fra^cn dcr Auchführnug und Fiuanzrcchiiung handle, ms Spiel g^og^u wcrde^ löune. Doch g'bt Herr "iouher zu, daß die in dcr ^li^. llr« lruvlUl.v dcpo-nittcn Gcldcr doit hättcn zur Verfügung dcr EMo-^Utlen bleiben müsscu, daß man, indem man sie mit "t" andern Foudi> dcr Cassc uermischtc u»d cinslwcilcn anderen Zwecken zuführte, in Wahrheit ein Anlchcn wachte, folglich eine neue „Unregelmäßigkeit" beging, ^as sci abcr noch nicht die schlimmste Uclicrschrcitung «ewcseu. Die Casse halte das Nccht, Aouö nur in Höhe vou hnndclt Aiill,oucu auszugebcu ; dicsc Grenze '>l um 5)<) Millionen übcrschritlcn, das Gcsctz ist miß-slchttt worden. Das müsse mit aller Auflichtigkeil gc° !"gt werden; aber solche Mißbrauche lönnlcn sich jetzt "lcht mehr wicrclholcn, wcnn fortan das anßcrordcnt« llchc Bndgct dcr Sladt der Kalumcr vorgelegt würde. An dieser Gclcgcuhcit cut«uickclt dcr Aiinisler cin> 8chcnd die soeben von dcr Stadt ncgociirte Operation füglich dcö Entrepots uon Acrcy und gibt das Vcr-, l^cchei^ daß die Regierung diese Opcraliou oder wcuig->lcne die in dcrsclbcn culhallcnc Abrede uor dcr Dcpo-» ^u„g inner Cautioncn nicht genehmige» wcrde. Dic! ^uwultnng dcr Sladt müsse sich in Zukuuft streng an! ^ ^cgclmäßigkcit dcr Fmmcn und an die Bcdillguu-j ^u einer guten Buchführung halten: teine Delegations^ ^S, leiue (5autioucn, keine zu audcrcu Zwecken vcr-wei'dclcu Einlagen mehr. Herr Iulcö Favrc macht den Staatsmiuistcr dar« ^f «ufmertsam, daß er die doppelte Rcchloucllrtzung, . clche sich der „Clcdil foucicr" zu Schuldeu kommen, ^u< iudcm er einmal der Stadt ohne die gesetzliche z ^'vrisalion lieh, und zweitens mchc als 5 FrS. 45' °"l. p^, ^»„d^t Commission nahm, gar nicht zu vcr-! ^'digcu gesucht habe. i Staalsmilnstcr iltouhcr will erst seiuc Couclusioncn', . ^cu l,nd dann Herrn Iulcs Faure aulworlcn. (5r > h^f ^,^ "^"' Die Regierung, welche uns voranging,! reis, ^'- ^'»'^'stiguug von Paris geschaffen und Frank» > ^H >>t ihr dankbar flir dieses große Werk, welches mit! h ^ ftalriotischcu „Uurcgclmäßigtcil" begann. Wir ha-^'..^c Stadt selbst neu gcschaffm, die iiöuigin der .adle. Wenn lllircgclmäßiglcitcn im Einzelnen vor> ^ ^lu, so wird man sic vergessen, um sich nur des lv^chlcn zu flcucu, sowie mau jene vcrgesscu hat, Llcu ^ Anlage dcr Befestigungen uuu Paris bc- ^ bclr Thiers. „Ich protcslire gegen daS Wort: l ^Mmäjziglcit." (^ärm,) I ^taalkministcr Nouhcr will endlich noch Hc>rn c>lln?^.^ uulwortcn. Er thul dics iud^ß nnr mit ,^ ^iucn RcdcuSarteu: man müsse die Regierung V^. litt alles vcrantwolllich machen; wcuu sie ihre !»^.^t üdcr die Fiuauzgcscllschastcn allzu schrgeltcud l>lt^ .: ^ klage man sic der Tyrannei an; die Pri'M-^l, <3 ,ulicrwachlcu am bcstcu sich selbst u. s. w. ^oi' ^^^ ^^ ^ " ^^'^ ^^^' ^" ^ " Mcmoncu l>aß ^.^ zililtcn Brief Uciweisen, iu w^lchciu es heißl, ^e>>,/^ Ansicht des damaligcu Niinistciftiäsidcnlen vh»e «,^^,^s) d^,hill lautete, mau müsse möglichst oicl sc<>,^ ^,'willlnig dcr Kammern thun, da dicsr i>l, Än» l^h^,^'^""ls die hixrcichcudcu Ercdilc bcwilligtcn, ^hilii,., '^ spnlcr stels die vollzogenen Thatsachcn gc. ^"> (Heitert.) ^eii^ ^f.,°'t ,.Fla»z. Corresp."oo» ucrlrauciiswüldi^cr ^ sciii K ' ^^ Baron Haußmann Ficilag dem Kai' u,lh scho,, ".ll"!'sm,g5gch!ch übcrrcicht. Dicscr Full hat ^«l >.^^^ crci^lict; neu ist alnr, daß der Kaiser "^r h °s Entlassungsgcsuch zwar nicht angenommcn, , °hl>von ^U1u-k^^^^^ lli,d dcu Seincprnfcctcn u>,ter ^"l>c„tz ^'^'" Vcrsichcrungcn scincs nngcschwächien Ver< °°'N l,i(,,,7^t"l h,t, die Geschäfte bis auf weiteres mit w«. ^d?.?'^^'f" fol'zuführen. li "scheiß ^"lllcrungskreistn hält man cs daher fur o,"2 der s! ^^ die Prafcctur uoch vor NuSschrci ^» dil,f.» ^'"liueu Wahlen iu audcrc Häudc über-t>^ ^r z.ss Es jst cmch nicht uudcmcilt gcblicbcu, n" Tuilcri ,^ ""' ^6. Februar nach dem Diner i» be?^ls , wclch^l, ncbst uiclcu Deputirten auch dcr ?lu '"tc, mit ^^- Smicprästtten Herr Alfred Blanche -^^" Lch^t l, t ^" ^"^ langc Unlerrcdung unter vier ,, ^.. , Oesterreich, ^,°"u '^"^ "'it 7 gegen 3 Stimmen dcu '^ So d .,^' ^«"dsturm ab. Dic Minorität Vriinn, 2. Niarz. (Ein Hirtenbrief) Der Bischof r>ou Brunn theilte iu eiuem Hiitcubricfc dciu Elcrus die Äliuislcrial'Vcrordnuüg rücksichtlich dcr Schul» aufsicht mit; er anerkennt die Macht dcr Thalsache und fordert Eoi'sislorum uud Schulaufschcr auf, iu den ischwcbcu'cu Vcrhaudluugcn die crsordcrlichcu Bch^lfc dcu Bchördeu zu übcrgebcu. Dcr Bischof erwartet vom Elcrus, daß derselbe, so lauge die Schule christlichen Ocist festhält, dcr letzteren uicht scilid, soudcrn zugethan und forderlich fein werde. Trieft, 2. März. (V o n dcr F lottc.) S. M. Kanonenboot „Hum" ist von Lissa zurückgekehrt uud übcrniulmt wieder den Hafeuwachdicust. Dcr gerettete ^iuicnschiffsfähnrich Earl Barth erlitt bei der Explosion dcr „Radctzky" eine Lähmung der beiden Füße, befindet sich jedoch auf dem Wege dcr Besserung und dürfte bin-neu kurzer Zcit vollkommen hergestellt sein. S. M. Es-cadrc befindet sich gegenwärtig iu ^issa, dürfte aber verläßlichen Nachrichten zufolge sich baldigst nach Fasaua begeben. Wir glauben, daß letztere Anordnung mit dcr Kaiserreisc zusammenhängt, Uusland. Geislingen, (In dcr heut abgehaltenen Lande sv crs am ml un g der deutschen Partei), welcher uahczu 2000 Personen unwohntcn, wnroe cin-stimmig bcschlosscu: „Dcr Eintritt der süddeutschen Staatcu iu drn 9iolddculscheu Bund ist der uatmge-mäßc Wea zur Verwirklichung der laugcrschutcu Ein. hcit des ValerlaudS, Iu dcu freien Willen Süddculsch-lauds ist cö gelegt dicscu Wca zu bctrclln; für die Regierungen ist cs dringende Pflicht Verhandlungen darüber zu cröffucu. Kcinc europäische Macht hat ein Recht gegen die fortschreite,>dc Einiguug Dcutschlauds Emsprache zu clhebcn. Druhuugen deö Auslands dürfen nicht aufhalten in dcr Arbeit für dicfeö höchste uud be-rcchligtc Ziel." Hagesneuiftkeiten. — (Ka is er reise.) Se MajestHt der Kaiser begibt sich am 2. d. Abends 8 Uhr mit drm gewöhnlichen Pciso-ncuzugc nach Ose». Ihte Majislüt die Kaisci» reist e,sl am 3. d. M. Früh 9 Uhr mit einrm ScvaiatHofzual' dahin ab. Das nun cndgillig itstglsllllll.' N-iseplogiamm lautet: 8le>i März: Absahrt von Ofen um 7 Uhr Früh, Anlunst in Agiam 8. Uhr Abends, Illumination. 9. März: Vorslll-lung der Nrhütdcn und dts Landtage? , Äesichtigung de< üsfciUlichcn Gebäude, Diner, Ill^lll»'i»<>r<>. 10. Mälz: Ac-sichligm'g dei Galniion, Audienz, Vesuch des Partes von Iuljav.'ö, Diner, Soin'e und Concert. II. März: Absah,! um 5 Uhr Fiüh nach V.lluvar, Ncsichtiguna, der St. Geoi qer-Creilhei und St. Georssli-Waraödincr Grcuzregimenter, Abends Nilcllehc nacd Agram. 12. März: Ausflug nach Sissrt und Petlinia, Vcsichliguug der beiden Aanal ° Grenz-tc^imenlrr, Abends Nilcttihc nach A^ram. 1^. März: Ar-such von Ka'IjtaN. 14. Mälz: Fahll nach St. Peter mil, trist Eisenbahn, von dort mit Waqen nach Fiume. Ankunft daselbst 15. März: Empfang ver V.höcoe,', Äesicttigunq der Gainison, der Malin»,-Atadl)!ll»»culli l, culVu. 16. Mäiz: Besichtigung der Escadre, u»ter ande'.m del Panzetjregalte „Feidinand Maz" und des Panzclschisses „Ealamandl,!." E»stcrcs ist mit achtzölligen Krupp- nnd llljtercs mit subenzolligcn Armjlrong^Geschützcn aimiit. Um 10 Uhr Vormillags Abjahtt nach Poilu 3t>', von hiec nach Vuccaii und endlich nach ZlNgg. AbcndK Abfahrt noch Pola. 17. März: F,üh 'ilnlunst in Pola. Besichtigung des Aise» nalS, sämmtlicher W^ilftältcn, der Gav,,ison, der Schulen, der Kasernen, deß Matimspilals und der Ansi^dluug zu Neu-Po!.'. Älsl,ch der Olmen Ios.ln uno des Scoglio Grande. 18. Mä>z: Besuch des Allilleiie.-Lchulschisfes „Äoria," d.s IungenSchuIschiffes „Venus" und des Malrojen-Rauten, lchisses „Villona." Blsichtignna, der Nef.stiguulzen der Foils Flanz, Maiia Louise u»d Vlioni. Abends Aofahit aus dlM Dampfer „Gr.is" nach Tiiest. 1l>. März: F.iU) A<>-kunfl in T'i.st. Im Gefolge Ihrer M^jeflät der Kaiserin sollen sich folgende Personen b'ftnden: dil Olieislhvjmeisle-rin-Stllluertrrlelin, wahlscheinlich die Gemalin dcs ungarischen Mi»is!n.Prasit>euten Giafen Andcafsy: Hofdame Für-slin Taxis und Obeislbosmeislcr Baron Nopcsa. Im Gefolge 5r. Mc>i: Bewerbungen bis 15. März beim Präsidium- ferner eine adjutirte Auscultanlenslelle für ssärnten. — Beim Bezirksgerichte Kötschach eine 2It>juncle»stelle mit dem Gehalte von 800 fl.: Gesuche bis 14. März an das Landesgericht zu Klagenfurt. — Endlich wird von uer hiesigen Nolarialslammer bereits die dmch Dr. Vucars Tod erledigte Nolariatsslelle in Ndelsberg ausgcfchrieben. Bewer« bungen sind innerhalb 4 Wochen einzubringen. — (Die erste Abendunterhaltung im Ca> sino) ist gestern sehr glänzend ausgefallen. Die Regiments» bände von Huyn execulirte in sthr gelungener Weise die Ouvertüre zur Oper: „Stumme von Portici," die „Geschichten aus dem Wiener Wald," dann „An der schönen blauen Donau," beides Walzer von Strauß, endlich ein Potpourri aus der Oper: „Gcohherzogiu von Gerolstein" von Offen« dach und Frl. Pich on entzückte durch den vollendeten Vor« trag des „Ave Maria" vou Gounod und der Cavatine aus dem „Barbier von Sevilla." Ein zahlreicher Damen« stör in gewählten Toiletten verschönerte den Abend und die Tombola ergab einen bedeutenden Betrag zum Besten der Armen, wobei wir auch dcr großmüthigen Spender der hüb« schcn Gewinnste, deren Krone die Landschaft unseres talent« oollen Karingcr, gedenken müssen. Muscalversammlung vom Htt. Februar. (Schluß.) Sodann wies Kustos D e s ch m a n n mehrere Münzen aus der römischen Zeit bis in dic Gegenwart veickend, vor, welche bei dcr letzten Vertiefung deö Flußbettes dcr Laibach gefunden wnrden, und durch Herrn Ingenieur Hausn er dem Mufeum zukamen; besonders schim erhalten ist eine Kupfermünze Kaiser Trajans auf die Uutcrjochnug Armeniens und Mesopotamiens 115 n. Chr. Geb. Bezng uchmeud. Interessant ist auch ein von derselben Malilät herrührender eiserner Nagel, an welchem (Nesteinörollstncke verschiedener Große mittelst des aus Eisenoxyd und seinen Sand gebildeten Zementes in dcr ganzen i!äuge des Nagels fest angelittet sich befinden, den Beginn einer Konglomerat» bildnug darstellend. Writers demonstrirtc Kustos Dcscbmann an dem prä^ parirten Brustbeine eines Singschwaneö den eigenthümlichen Ber-lauf der Lnflröhrc dieses Vogels, sie dringt in eine ÄuöiWlung oeö Bruslbeinkcmnnes ein, biegt daselbst nm, und gelangt dann erst in die BrnMhle. was Zu dem von den Dichtern gerühmten Oesange des Sin^schwanes wesentlich beitragen mag. Dcr Vogel, von dem das Präparat herrührte, wurde von Herrn Perd an bei Luslthal erlegt, er befindet sich in dcr Vogclsammlung des andesuulsenms. Baron Nikomcd Nastern hatte an den Verein ein Fascikel lraiilischcr Pflanzen zur Einsicht nnd Mittheilung der an dichlben geknüpften kritischen Bemerkungen des Botanikers Pro« fessor Dr. K ernc r in Innsbruck eingesendet. Dieser stellt meh-rere neue krainische Pflanzenartcn auf, dic bisher mit andern Arten verwechselt wurden, so z. V. das schline azurblaue Lunge, n l r ci u t vom Schischtaberge als I'ulmouai-ia ^'i-iacn,, die auf unsern Alpm vorkommende bisher als llulüoria Iiil8u,ta, geltende Grasart, alö Ii, «arniolica; dcr schöne ^stl-ÄMw» voäi-ckriu8 vom Nauos ist eine neue ausgezeichnete Art, durch die längliche cylindrische, über den Kclck, doppelt hervorragende Hülfe sehr leicht zn unterscheiden, nnd wird als ^.. carniolicug be« schrieben werden; auch unterscheidet sich die ^,nt,liM8 muntanH 1.. vom Nanos nnd vom Karste wesentlich von der in Savoyen vorkommenden echten ^.., mont-ula; diese ist eine wcichzottige Pflanze mit großen purpnrrothcn Blüthen, sie kommt in den östlichen Alpcnlcindern gar nicht vor. Prof. Kcrner nennt die in Krain nnd in Nicdcröstcrrcich vorlommcnde Pstanze ^. ^3,e- Hierauf folgte die Vorweisung einer schönen Sammlung europäischer Cladonicu odcr Säulchcnflcckten, welche unscheinbarentripto-gamischcn Gewächse aus der Classe dcr Flechten zu den zierlichsten Pflanzengebilden gehören uud in ihren strauchartigen Nc- 364 präsentanten den Buden unserer Waldungen oft anf weite Strecken Überziehen. Die complete Sammlung enthält alle europäischen Formen dieses artenreichen Geschlechtes, und wurde vom berühmten Kriptogamisten Naben h o r st herausgegeben. Zum Schlüsse besftracli Moriz Schenk die Lebensweise des grüßten hierläudigeu Käfers nämlich des Eickrnbockläfers Ilam»,. tinero« Iwro8, von dem er auf den größten in einer gelungenen Abbildung dargestellten, erst vor kurzem entdeckten Käfer Nlacrn-wiull Iwi-05 überging, welker auf den Viti Inseln in Amerika die Stelle des IwmlttiUorog vertritt, wie dies auch bei dem vorgewiesenen prachtvollen I'rocorns Wuricu5 der Fall ist, einer Laufläferart. die in der itrim anstatt des bei uus nicht seltenen lrocorug 8iß»8 auftritt. Weiters legte der Vortragende eine vor kurzem bei 'I'oöko öei« gefangene Biper in Spiritus vor, deren Gebiß näher demonstnet wurde. Hierauf besprach der Vorsitzende Dr. Lehman nach einer ihm zugetommcuen Mittheilung des Oberstlieutenants Semed lovski einen merkwürdigen Fall aus dem Leben eiues weißen Storckes. Der Pogel war wegen Bcrlctzuug des Flügels auf einem Hofe in Ungarn znrückgcblicben, wo er ganz heimisch wurde und auf Ratten, die durch eiue Rinne in den Hof kamcu, förmlich Jagd machte, bevor er jedoch ein gefangenes Stück verspeiste, ertränkte er es in einem im Hofe befindlichen Bottich- Als neue Mitglieder sind dem Vereine bcigctreten: Landes' hauptmannstcllvertrcter Peter Kosler, Professor Wnrner in Laibach, Josef Krnpiila, l. t. Geometer in Krainburg. — (Aus Idiia) wild auch dem „Tagbl." gemeldet, daß der dollige Bürgermeister und Notar itall Hdchtl von mehisacher S.ite aus^esoibert worden sei, für die erledigte Landtagsabgeordnelenftcll,' zu candidiien, invem ihn die Voltigen Vülger in WiUdigung seiner Verdicusle um das Gemeinwesen als Mann ih>es Vertrauens zu wühlen bead: j,chligkN. Del beliebte Bürgermeister jedoch wies jede Canbi» dalui von sich und forderte seine politischen Gesinnungsgenossen auf, ihre Stimmen dcm das allgeuuiue Vertrauen geniehendtn Betgralh M. Lip old zu glben, von dem zwar l.in politisches Glaubenöbelenntnih voili^t, sür dessen soltjchrittssieundliche und auf praktische Ziele gerichtete Ae-sttebungen auher den mannigfachen, seil seiner Amlslcitung eingetretenen Rrfoimen auch dll Umstand spricht, dah ei dulch sein entschitdenes Aujllelen der Idlianer Schule die den Anfoidklungen einer Vergslabt entspiechende Nlchtung zu erhallen grwuht hat. Neueste Vost. Wien. 2. März. Wie die „Corresp. Schw." vernimmt, hat der Exkönig von Hannoucr sich vcran» laßt gesehen, gegen das uon Preußen erlassene Gesetz vom 1!,. Februnr d. I., betrcsscnd die Beschlagnahme des hannoocl'schen HausocrmögcnS, einen neuen Protest zu elhelic», der sich au den unterm 8. April 18<>8 er-lasscneu Prutcst wider dic Verordnung vom ii. März, denselben Gegenstand betreffend, anschließt. Prag, 2. März. (Pr.) Die ..Zeit" demeiilirt daS den Cardinal . Erzbischof betreffende Gciücht und sagt, sein Ncisrzwcck sei, an cincr Bcsprcchnng des Epis-copatö ubcr die Schulaufsichlij-Oesetzc thnlzunchmen, wcs« halb auch der Domscholasticus Prucha luitgcreiöt sei. Prag, 2. März. (Pr.) Smolta, von Dlcöden durchrciseno, vcilchlte heute hier mit dcm Führern der Czcchcil und fand ciuc uur kühle Aufnahme. Abcudö ist er nach Wien abgereist. Pest, 2. März. (N. Frdbl.) AuS zahlreichen Gegenden laufen Berichte ein, über zum Theil sehr «rnste Wahlconflictc. Bei mehreren Wahlschlägcrcicn gab es Todte auf beiden Seiten. Die ^inle benutzt lllch'ichtöloö alle Miltcl zur Agitation. Achtzehn tuxig-liche Commissure sollen bcrcits als solche das Dccrct in der Tasche haben, nm sofort dahin abgehen zu tonnen, wo die bei den Wahltäinpfcn herischcndc Erbitterung ihre Gegenwart nöthig macht. Fiir daö Pcsler Co-mitat wurde Graf Naday zum löniglichcn Commissar ernannt. Berlin, 2. März. Die „Noiddculschc Allge< meine Zeitung" hört, dah die Abberufung drs Grafen Usedom von Florenz auf seinen Wunsch erfolgte und daß ihm bei dieser Gelegenheit eiue hohc Auszeichnung verliehen wurde. Berlin, 2. März. (N. Fr. Pr.) Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt, die chauvinistischen uud Hietzingcr Blätter in Paris verbreiten die Nachricht, daß bei Berliner Correspondcntcn sür französische Blällcr Haussuchung gehalten worden sei. Diese Fabel will lediglich den Glauben befestigen, diese Erfindungen seien wirklich aus Berlin geschickt worden. Die Untcnntniß der einfachsten hiesigen Localverhällnissc verräth zweifellos den Pariser oder anderen Ursprung. Keine Behörde wird durch solche Machwerke zu einer Haussuchung veranlaßt werden. Paris, 2. März. (N. Fr. Pr.) Das seit längerer Zeit angekündigte Buch Olliuicr'S coustatirt fol« gcndc, gegen Ollivicr gemachte bcmcrkenöwcrlhc Aeußerung Walewsti's: Ich wie der Kaiser sind überzeugt, daß das Kaiserreich sich ohne die Freiheit nicht erhalten und befestigen kann. Telegraphische TUcchselcourse vom 3 Mm-;. 5perc. Metallene« 63.40. - Kvcrc. M.talliqucö mit Mai- und Novcmbcr-Ziuscu 63.40.— 5verc.!1la!ional-AnIcheu 71 10. —I«60er SlaalSaulchcn 1'^3,20.—Bantaclicn 736. - Crcdiiaclieu 301.50. London 123.70. —Sillier!^. — K. t Ducatcu 5,84 Kandel und Golkswirthschastliches. itaibacher Gewerbcbank. Der Termin zur De- pouirllng der Aktien anläßlich der am 15. d. M. stattfindenden Gcneralversainnllung geht am 6. d. Vi. zu ünde. Die Actionäre müssen sich demnach mit der Deponirnng ihrer Actien respect, des Intcrimscheineö beeilen, da sie sonst im Falle eines Versäumnisses bei der nächsten Generalversammlung nicht stimmberechtigt wären. Lieferungen für die Armee. Die Gcueralbauk, vereinigt mit ciuein Wiener Consorlinm, hat eine Offerte zur Ueber» nahinc sämmtlicher Licscrun.,cu für die Armee eingereicht. Dcm Reichötricg^uinistcrinm liegen nicht wcniger als 15 solcher Offerten uor. Bei solcher Houcurrcu; wird hoffentlich oaS Militär-Budget ausgiebig profitireu, Erhitzung der TUeine Die Versuche mit der Erhitzung der Weine werdcu demnächst bcgiuucu, uud zwar mit dem vom! Actcrbaumiuistcriuni auS Paris bestellleu Oeuutheliuc uoil Terrel' dcö Chc-ucS. der soebeu iu Wieu eingelangt ist. Tic Prrsuchö-! commissiou ist verpflichtet, dem Artcrliaumiuislcriuiu cioeu ge- ^ ucnieu Bericht zur Veröffsutlichung uorzulegm ; sie beabsichtigt ^ Versuche mit mehreren Gatlungeu Weiucu verschiedcucli Alters ^ uud aus vcrschiedcucu Krouläudcrn auzustelleu, um über dic ?lll-wcndbartrit des Fcuerns der Weine ein eingehende« Unheil abgeben zu louucu. B i di.-ser Snchlagc ist - so schreibt die „Oc. H." — zn erwarten, daß die Versuche uud dic Brubachlliug der, Erfolge der Erhchuug längcre Zcit in Anspruch nehme» werdcu. ! Änch bringt cö die Statur dieser Versuche mit sich. daß au dm-selbcu sich vorläufig uur die Mitglieder der Counuissiou bcthcili-gcu lönueu. Das Ende der Export- und Ilnport-Gesellschaft. Die Aclionärc dieser Grsell>ch>,st werdcu zu ciucr am 30, Mär; stattfindenden Geiieraluerjaiuuilnng geladen, Gegenstände der Verhandlung sind: 1. Bericht des bei der außerordentlichen Gene-ralucrsamnilung am 10, August v. I, gewählicu 3tevisiont> Eu-mill's, ii. Bericht und Anträge dcö Finanz:Cumit,:'ö. 3. Antrag dcö Vcrwalllmgöralhcs auf Austüsuug und i,'iquidiruug der Gc- ! schäfte. > Tchwebeude Tchnld. Zu Ludc Februar 1869 befanden sich lant Kuudmachnug der Commission znr Controle der Siaatö-schuld im Umlaufe: au Parlialhypolhetaranweisnngcn 99,^07.3«^ sl. 50 tr.; an zu Staatönotcn ertlärleu Ein- uud Filnfgiilombanl' notcn 10,455.640 st., an fürmlichrn Slaatönoten 2«'»,5>5>8.371 fl,, au Mltuzschcincu zu zehn illcnlrelizcru 7,677.128 fl. 70 tr., im gauzrn 4«6.»98,52^ fl. i^0 Ir. (MonatdallsweiS der Nationalbank.) Der am l.d. lluSgcgcbciic ^louatl>auswciö N'cist dic nachfolgenden Vcrändc-rnngcu gcgcu den Vormonat nach. Passiva: Metallschatz 10»'.642,912 fl. (um 16 fl. wcuiger); iu Metall zahlbare Wcch-scl 3»,«63.5>l3 fl, (um 1"9.62l'fl. mchr); ct«compl!r!c Wechsel und Effecten zahlbar in Wien 3^,5^..3^'6 fl, (nm 3,591.,17^ fl. weniger); evcoinvlirle Wechsel zahlbar in den Filialen 3^ Mill. 697,5)01 st. (um 79.493 st. »uenigcr) ; Darlehen gcgcu Haudpfand iu Wicu 3^.115.210 st. (um «,534,956 sl mchr); in den Filialen 14,66^.500 sl. (nm 1,625.00li st. mchr) ; Stacusnolen dic der Bank gehören. 3.6^6,lttl st. (nn, 5^.701 fl. mchr)- Hypo« lhelar-Dallchcu 67,636.623 fl. (um 20,^.797 fl. weniger); bör-ssumäßig lliigcfauflc Pfandbriefe der Bank 9,114 271 st Passiva: Aauluotennmlanf 2«4.04«.?70 st. (um 6.81^.730 st. mrhr); uiibchobene KavitalSrilctzahlungcn 768,892 st. (um 276.27? st. wcniger); cinzulösende Bank < Anweislingeu 2,142.680 st. (uw 891 099 st. mehr); Giro-Gnthnbin 121.067 fl. (um 2l,087 st-wcnigcr); unbchobcnc Dividenden 482 3l0ft. (um 724.680 st-weniger); Pfandbricfc im Umlaufe 60,037.755 fl, (um 33.800 st-weniger); uubchobcnc Pfandbriefzinscn 91 01« st. (um 64.77!>fl-wcniger); Saldi lanf^idcr Rcchnungcn2,502,440fl, (um673.419st. lnchr). __________ s.'aibach, 3, März Auf dem heutigeu Marlte sind erschienen: 2 Wagcn mit Getrcidc, 4 Wagen mit Hcu (70 Clr. 50 Pfd) uud 12 Wagen mit Holz. _______________Hurchschiiltts-Preise. ^. Mll.. Mgz.- Mlt.» Möi-' fi. lr. ss. lr. fi. lr. st. ll. Weizen pr. Mehrn 4 50 5 10 Butter pr. Pfund - 48 —^ Korn „ 3 3 30 Eicr pr. Stilct — iz -^ Gerste „ 2 70 3 — Mllch pr. Maß —10 — Haser „ 1 90 2-- Ninbstcisch pr Pfd. -21—^ Halbsrucht ,.------- 364 Kalbfleisch „ —22------ Heidcn „ 2 50 3 10 Schweinefleisch,, 20------ Hirse „ 2 60 2 80 Schöpscnstcisch „ —16 — ^ Kntnrntz „ —!-. 2 92 Hähndel pr. Stils —40-- Erdapscl „ 140-— Taubcu „ -15-^ Linseu „ 4 - —— Heu pr. Zentner — 90 - — Hrbscn „ 4----------- Stroh „ —70—^- Fisulcn „ 480— Holz,hart.,prKlft. -— 750 Nindöschmal; Psd, -53 — — - wcichcS, „ —— 550 Schweineschmalz „ —43 —— Wein, rother, pr. Speck, frisch, „—26-^ — , Eimer ^-9 — — geräuchert „ —40^—! - — weißer ,. — — 10 - 2lngckomtt«ene Fremde. Am 2. März. Tladt Wien. Dic Herrcu- Verdcrbcr, Handclsm,, von Go^' schcr. — Pick, Haarclänfer, von «alladai. — Holstein und F>' scher, Rcilcndc, und Brcsani, Kaufm., von Wicu, v. k>l' trow, t. k. Obcrst. von Fiuine. . Brachfeld, von Pcst. ^ Frau Kandolline. von ^'aschilsch. 'Elefant. Die Hcrrcn: Prlschnig. ssaufm,, von Krainbmg. -" ! Turk, ztanfiu,, uou St. Veit — Preiuruu Bcsttzcr. - Nupp^, > Kausm., von Linz. — Hrumcr, Handclöin, von Agram. -" Hirsch, Geschäslöm. — B^Ia Uray, vou 3ll,iregyhaza. — 3"'' , git, von Klagensurl. — Preyßl, von Mailand. — Hcrold, Kanfm., von Wicn. — Kavic, von Kreßnitz, — Dr v. Ba>l' calari und Leon Simons, von Tricst. -^ Pust, vou Trifa'l' ^ Landschaftliches Theater. Hcntc: Znm Brucsizc dcs ChorpcrsoualcS zum lcytcu Male: Faust Over vou Gounod. MelelirosliMlie Hil'uhachluilucll in l!nilil,cli. 6U. Mg. 316.?« -p <».« Ö. mäßig i trllbe ! 3, 2 „ N. 318.2? ^- 4.8 NO. start ganz bew. ^ l),o> 10., Ab. 320,,!5 -l- 2.1 NO. mäßig slerncnhcll Nachts trübc. Reif. Vormittag dicht bewollt, Nachuiilt^ hefligcr Nordost, in den Alpen Schneegestöber. Große Trotts hcit dcr ^'nft. Abendrolh, Daö Tagesmittcl dcr Wärme -j-2'5' um 0 8° ilbrr dcm Normale. Vrrantn'orllichcr Ncdartenr: IgnäV ÜT^K l e ii, „i a V, r?^ ClinstiluliollellcrVcltinillLail'licli Der Ausschuß beehrt sich hicmit, die Hcrrcu Vcrcil's' Mitglieder zur eilfteu Versammlung, welche Freitag, am 5. März «kitttt, um 7 Uh/ Abends im Saalc dcr Schießslätte stattfindet, höft'^ einzuladen. TlMöordlllMi. 1. Vorlrag über die Errichtung und den Nli^" der Volksküche. 2. Besprechung über die bevorstehenden Gemei»^. rathswahlcn, inobcsondcrc auch mit Beziehung auf ^ Erklärung des Vereins „Slovcnija." 3. Gericht dcö ZInsschnsscs über dic formelle ^ , handlnng des Gaustcr'schcu Antrags auf AnfsttllH , eines Programms jener wirthschaftlichcn Fragen, wc^ einer gesetzlichen Rcgcluug im Lande dringend licdln's^ N^t'l^nllNl'i^t ^lUien, 2. März. Die Börse vcrlchrtt in verzinslichen ötaalöfoudS zu ctwas matteren, in ^'oscu und iu der Mehrzahl dcr Indnstrievavicrc aber zu höheren Üoursc>l> ^ A»UzflUl»lltU)l. vifen uud Valutcu schlössen fester. Geld ziemlich siUssig. ^- z AUgemeiue Staatsschuld. Mr 100 st. Geld Waare Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: iu Noten vcrziusl. Mai-November —.— —.— „ „ „ Fcbruar-August 63.50 63.60 „ Silber „ Iäuucr-Iuli . —. - —... „ „ „ Aprll-Octobcr. 71.50 71.7« In üstetr. Währ. . . zu 5pCt. Ü9.75 60. detto v. 1.1866 . . 5 „ 64.50 64.60 dctto rückzahlbar (?). 5 „ 98.- 98.50 dttto „ (y. 5 „ 97.- 97.50 Silber-Aul. 1864 (l,St.) 5 „ 76.— 77. -1865 (FrcS.) 5 „ 78.— 79.— MetalliqucS . . .zn4'/, pEt. 57.- 57.2.> Mit Verlos, o. 1.1839 203.— 204.— MitVcrlos.v 1.1854 zu 25l) si. . . „4 „ 9450 95.-Mit Verlos. v.J. 1860 zu 500 st. . . „ 5 „ 104.25 10450 Mit Verlos. v.J. I860 zu 100 ft. . . „ 5 „ Il)7.— 107.75 Mlt Verlos, v I.1864 zu 100 st...... 126.80 127.- Lomo-Reulensch, zu 42 1.,ro «U8l. pr. Stück.....23.50 24.— Staats-Domäncu-Pfaudbriefe zu 120 fl. ö W. (300 ssr. 5 pCt.) iu Silber Pr. Ltucl . . . 116,25 116.50 Gr»!«dentlastunsss-Obligationen. Für 100 st. Geld Waarc Nicdcr-Oestcrrcich. . zu öpCt. 89.— 89.50 Ober-Oesterreich . . « 5 „ 89.— 89,50 Salzburg .... „ 5 „ 87.— 88.— Bühmen .... „ 5 „ 92.— 93.— Mähreu .... „ b „ 89.— 89.50 Schlesien .... „ b „ 88.50 89.— Steicrmarl ... „ 5 ^ hg.— 90.— Uugarn .... ., 5 « 79.- ?9.25 Tcmcser-Bauat . . „ 5 „ 77.50 73.-, Eroallcu uud Slavonien „ 5 „ 7« 50 79.- Galizim...... 5 ^ 72._ 73.35 Sicbcubürgcu . . . « 5 ,. 75. - 75.50 Buloviua . . . . „ 5 „ 71—72 — Ung. m. d. V.-E. 1867 „ 5 „ 78.- 78.50 Tem.B.m.d.V.-C. 1867,, 5 „ 7«.50 77.- Actien (pr. Stück). Nalioualbaul...... 737.— 738,— Kaiser FerdinaudS-Nordbahu zu 1000 fl. EM.....2345.-2348 — Eredit-Austalt zu 200 fi. ».N, 298.70 29890 N.Y,Escom.-Gcs.zv500st.ö.W. 788.- 792.— Stataeiseuv.-Ges. zu 200 si.CM. oder 500 Fr...... 320.70 321.20 Kais. Elis. Nahu zu 200 sl. .— Ocslcrrrich. ^'loyd in Tricst Z Z 305.- 31«).— Wiru.Dampfm.-Nctg, . '. . 325.— - .— Pester Kellcnbrüclc .... 645.— 655.— Aüglo - Austria - Banl zu 200 ft. 293.— 291.— Lcmbcrg Czcruowitzcr Acticu . 187.-188,— Verslchcr.-'Gcscllschaft Douau . 250- 256.- Pfandbriefe (filr 100 st.) National- j baut auf ^ verloSbar zu 5°/, 100-80 100.90 (t. M. j Nat,ünalb.lluf!j.W.verlo«b.5„ 96.10 96,25 Uug.Vod.-Ereb.-Aust. zu5'/. „ ^.- 93.25 Mg. öst, Bodcn-Crcdit-Nnstall verlo«bar zu 5°/. iu Silber 107.25 107 50 dto.in33I.rüclz.zu5pCt.inö.W. 90.— 90,25 Uose (pr. StUck.) Ereb.-N.f.H.u,G.z.100st.ij.W. 167.25 167.75 D°n.-DmPfsch-G.z.100st,.1" Paris für 100 Fraulö . . . ^>'-^ EourS der Gcldsorten Geld ^ss ^'