^-155. Dienstag, 12. Juli 1898. Jahrgang 117. Macher Zeitung »O'Mhiig fl. N? N«f>^ l,^°^"^^nbung: ga»zjHhrlg fl. 15. halbjährig fl. 7 50. Im Lomvtolr: 'Um. I,,serait b«". ^^'.^'^' ^ "e Anstellung ' p^"'schm Forstmeister und Gemeinde-seiner ^li'? - ^ Josef Kor <"^ Präsident derselben entfalteten Rathes t?^''^^^gkeit die Würde eines Geheimen "UM allergnädigst zu verleihen geruht. ^ctimis^/ ""° ^ Apostolische Majestät haben dem sür Cu,r,.ä^ ^" königlich ungarischen Vtinisterium lbcz^ "^ und Unterricht Alexander Freiherrn Aar-alleranäki^ ^i"la die Kälnmererswürde taxfrei ^U^lgst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. Juni d. I. dem Vorstande der Forst« und Domänen - Direction in Görz, Oberforstrathe Josef Redl aus Anlass der erbetenen Versehung in den dauernden Ruhestand taxfrei den Orden der eisernen Krone dritter Classe allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst zu ernennen: den Feldmarschall-Lieutenant Otto Morawetz von Klienfeld, Landwehr-Divisionär in Iosef-stadt, zum General-Inspector der Militär-Erziehungs-und Vildungs-Anstalten; den Generalmajor Anton von Sterzi, Commandanten der 50. Infanterie-Brigade in Laibach, zum Landwehr-Divisionär in Iosefstadt. Der k. k. Landespräsident für Krain hat die provisorischen Aezirkscommissäre Karl Graf Künigl und Franz Schitnit zu definitiven Vezirkscommissären und den provisorischen Landesregierungsconcipisten Dr Max Schescharg zum definitiven Lanoesregierungs-concipisten in Krain ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die politische Lage in Italien. Man schreibt der «Politischen Correspondent aus Rom: Das Cabinet Pelloux hat sich mit den Erklärungen des Ministerpräsidenten in der Kammer unleugbar günstig eingeführt. Eine lebhafte Aufnahme konnte General Pelloux für seine Kundgebung von vornherein nicht erwarten, da er sich darauf beschränkte und nach dem Staude der Dinge darauf beschränken musste, sein Regierungsprogramm nur in großen Zügen zu entwickeln. Ein Thoil der öffentlichen Meinung glaubt zwar einstweilen noch mit jedem Urtheil über die Richtung des neuen Ministeriums zurückhalten zu sollen, um dessen Thaten abzuwarten, und zwar legt man sich diese Reserve an zwei einander diametral entgegengesetzten Punkten der politischen Welt auf. Einerseits ist es eine Fraction der Linken, die eine gewisse Unruhe darüber zu empfinden scheint, dass General Pclloux bei der Wahl der Mittel zur Sicherung der Ordnung und des geregelten Ganges der Verwaltung zu weit gehen könnte, während anderseits von einer ausgesprochen conservativen Gruppe im Gegentheile ängstliche Zweifel darüber geäußert werden, ob der Ministerpräsident beim Schutze der bestehenden Institutionen das nach den letzten Ereignissen erforderliche Maß von Energie entwickeln werde. Manche schließen gerade aus dem Umstände, dass man auf diesen zwei Seiten Ermahnungen an die Regierung für nothwendig hält, dass General Pelloux die richtige Mitte einhalten und in den für die Herbstsession vor^ zubereitenden Gesetzentwürfen ebenfowenig die Bahn der Reaction betreten, wie die sich aus den Erscheinungen der jüngsten Zeit ergebenden ernsten Lehren unbeachtet lassen werde. Dies scheinen eben die erwähnten parlamentarischen Gruppen ans den Erklärungen des Ministerpräsidenten ungeachtet der allgemeinen Fassung derselben herausgefühlt zu haben und daher rührt die Kühle ihrer Aeußerungen über das parlamentarische Debnt des Cabinets. Das Kunststück, es allen Parteien der Kammer mit seinem legislativen Programm recht zu machen, wird selbstverständlich auch General Pellonx nicht zustande bringen. Immerhin darf er aber die vorläufige Haltung der Volksvertretung als ein günstiges Omen für die weiteren Schicksale seines Cabinetes ansehen. Die Reserve, welche die Extremen der verschiedenen Richtungen ihm gegenüber einstweilen beobachten, wird sich, sobald er einmal mit einem detaillierten Programme hervortritt, gewiss in mehr oder minder entschiedene Opposition verwandeln, die Mehrheit der Kammer dürfte aber, foweit sich dies nach der Wirkung der ersten Erklärung des Ministerpräsidenten und nach der Zusammensetzung des Cabinets bisher beurtheilen lässt, mit dessen leitenden Grundsätzen übereinstimmen. Man darf vielleicht die Hoffnung hegen, dass sich unter dem Walten der jetzigen Regierung eine dauernde und im wesentlichen homogene Majorität, an der es dem Cabinet Rudini bekanntlich immer gefehlt hat, herauskrystallisiercn werde. Sehr Feuilleton. Die Schwiegermutter. Schuldlosigleit und wahres Ver-dienst triumphieren zuletzt über alle Verleumdungen. Wenn's nur in uns richtig bleibt, dann hat's mit der Lästerung böswilliger Menschen nicht Noth. Die Sonne mag ja auch durch Nebel zeitweilig unsichtbar werden, aber einmal muss der Nebel nieder« sinlen und da strahlt dann die Sonne wieder in nnuermiudertem Glanz. So anch verlaunle Mensche»«. (Nach Kämpe.) ^tel?'vHm?^^^ "" so ""es, was vergangene l"ssen wtn ^ ^ ^"^ sie nnberührt liegen ge-GerechU '' ausMl.che» wird, wo der Ruf nach burch di." und Wurdlgung auch des Geringsten t"ne S „3? ^.^" geht, wo wir keine Leibeigenen, "der Nan^ !l " ""ch 'lg"«" welche Dienstbartcit derbar m. V ""erkennen wollen, muthet es son-^ann H^^^s^^^enclassen sozusagen mit einem keines ""c? ^- ^" und ein schönes Zeugnis ist es sten Vn ^ die Welt, dass es gerade eine der nach- ^ «"l bie vorstehende '"utter und ^ ^tn Verhältnis zwischen Schwieger-^ltMen di?Z3'^5^^"'^ "ie bei allen Missver-Teit li^?^o mcht ausschließlich auf der einen ist aber, dass es Posit o?','^'^^ .""" Menschen in eine schiefe » Vo urtl^l^"' '"," "an erst ein festgiwu!-Lanzen SV d..^"' ")» Persönlich, wie gegen den ^r""W a/s^ic7,?2chört gefasst hat. Und dieses 1 NH »st es. dem ,ch entgegentreten möchte. Vorurtheile irgend welcher Art sind eines gebildeten Menschen unwürdig, sie sind Fesseln, der freien Nrtheilskrast angelegt, trübe Gläser, die den klaren Blick hemmen. Und wie schwer sind sie zu besiegen! Umso schwerer, als meistens der gute Wille dazu fehlt! Jeden Menschen in der Welt sehen wir als unschädlich, als achtungswert u. s. w. all, bis er uns erst Gelegenheit gibt, an seinen guten Eigenschaften zu zweifeln. Sellist das Gerichtswesen ist auf dieser Voraussetzung basiert, dem Verbrecher wird die Wohlthat des Zweifels zutheil, bis seine Schuld unzweifelhaft erwiesen ist. Er tritt nicht etwa als Schuldiger schon vor die Schranken, lediglich bemüht, seine Unschuld zn beweisen. Die Schwiegermutter aber befindet sich in letzterem Falle. Ihre verwandtschaftliche Stellung allein, zu der sie doch sehr nach den Wünschen ihrer Schwikger-kinder gelangt ist, drückt ihr von vornherein das Kainszeichen auf die Stirne und es bedarf nie endender Vc-mühungcn, selbstloser Opfer ohne Zahl, es zu verwischen. Und selbst, wenn sie diese Opfer ohne Murren bringt, so ist sie schließlich doch eben die mit dem Odium der Unleidlichkcit behaftete — Schwiegermutter, in der man den Geist des Unfriedens förmlich verkörpert fehen — will. Dass das letztere der Fall ist, und dass es geschehen kann, ohne dass man sich der ganzen Welt gegenüber ins Unrecht setzt — das kennzeichnet genügend die empörende Natur der Stellung, die man der Mutter verheirateter Kinder einräumt, eine Stel« lung der Rechtlosigkeit. Auf die Schwiegermutter passeil alle die Regeln nicht, die man gegenüber jedem andern Menschen in der Welt treulich zu erfüllen trachtet, theils aus angeborenem Anstands- und Pflichtgefühl, theils um des Urtheils der Welt willen. Wenn mau von irgend jemandem in der Welt Wohlthaten empfangen hat, wenn jemand freundlich und hilfreich sich erwiesen hat, wenn er theilnimmt an unserem Wohl und Wehe, uns einen guten Rath gibt, einerlei, ob ausführbar oder nicht, und man ist unerkenntlich, undankbar, ja man benimmt sich hässlich und spricht über ihn, dann wird jedermann, der diese Verhältnisse kennt, empört, und wir werden als rohe, charakterlose Menschen verschrieen sein, die es nicht verdienen, dass man sich ihrer annimmt. Dass man der Schwiegermutter gegenüber von allen diesen Verpflichtungen entbunden ist, versteht sich von selbst, es muthet einem niemand zu, sich ihr gegenüber irgend welchen Zwang auf-zncrlcgen. Eine Schwiegermutter darf ihren Kindern eine ganze Existenz gründen, sie darf ein krankes Mitglied der jüngeren Familie Tag und Nacht Pflegen, sie darf einen beträchtlichen Theil zum Unterhalt beisteuern, die Kinder des jungen Paares lheilweise kleiden — wenn der Schwiegersohn sich aber in seinen Club setzt nnd sie seinen Freunden gegenüber lächerlich macht, wenn er die stehenden Schwiegermuttmvltze liest und anhört mit der Miene dcs Mannes «>vl»o kno^vs :»,!! udout, it,» so wird cs deshalb doch niemandem einfallen, in ihm einen verächtlichen Menschen zn sehen, sondern man wird von ihm sprechen, als von dem «armen Kerl», der eine Schwiegermutter hat. Und wenn die junge Frau, welche sich geduldig doch auch die gröbere Hausarbeit von der Schwiegermutter besorgen lässt, die ruhig ausgehen kann, wenn jene zu Hause bei den Kindern bleibt, die sie ihr sogar Nachts überlässt und in Krankheitsfällen ohne sie gänzlich hilftos dastehen würde, im Kreise ihrer Freundinnen die alte Frau als einen Stein im Wege und sich als armes Opfer hinstellt, so wird sie jederzeit Sympathien er» wecken. Laibacher Zeituna"N<155. 1270 " 12. Juli M viel wird in dieser Beziehung auf das ökonomische Programm dcs Ministeriums ankommen. Unter allen Umständen aber kann sich General Pelloux einstweilen durch die Aufnahme, die ihm von der überwiegenden Mehrheit der öffentlichen Meinung des Landes bereitet wurde, ermuthigt fühlen. Der Ministerpräsident beabsichtigt, sofort nach Schlufs der Kammerverhandlungen eine Inspicierung verschiedener Präfecturen vorzunehmen. Gerüchtweise verlautet, dass er in Turin eine große politische Rede halten werde, in der er sich über einige Puukte seines Programmes etwas eingehender äußern soll, als er es im Parlamente gethan hat. Vom neuen italienischen Minister des Aeußern, Vice-Admiral Canevaro, entwirft das «Neue Wiener Tagblatt» folgende Schilderung: Vice-Admiral Graf Napoleone Canevaro, etwa in der Mitte der Fünfziger stehend, diente bisher in der italienischen Kriegsmarine mit besonderer Auszeichnung. Er hat wiederholt größere Expeditionen commandiert und als Vice-Admiral und Doyen der Commandanten der europäischen Schiffsdivisionen vor Kreta sich durch besonderes Geschick und seltenen Takt bei Ausführung dieser überaus schwierigen, in Italien nichts weniger als populären Mifsion die allgemeine Anerkennung, insbesondere auch der diplomatischen Welt. erworben. Obwohl nicht Diplomat von Beruf, hatte er in feiner mehrjährigen Stellung als italienischer Marine-Attache' in London Gelegenheit, den diplomatischen Geschäftsverkehr kennen zu lernen. An dem politische» Leben Italiens nahm er lebhaften Antheil, er ist geuauer Kenner der parlamentarischen Verhältnisse. Ein aufrichtiger und überzeugter Anhänger des Dreibundes, ohne darum Frankreich unfreundlich gesinnt zu fein, wird er die auswärtige Politik Italiens zweifellos in den Bahnen feiner Amtsvorgänger zu erhalten wissen. Seine Frau ist eine Oesterreicherin, eine Schwester des jüngst verstorbenen k. u. k. Generalconsuls in Mailand Peter Ritter von Cozzi. Politische Ueberficht. Laibach. 11. Juli. Ein polnisches Blatt meldete, die Negierung werde, falls die Verhandlungen über die Regelung der Sprachenfrage zu keinem Resultate führen sollten, den Reichsrath in diefem Jahre nicht mehr einberufen. Wie das «Fremdenblatt» berichtet, ist diese Nachricht ebenso falsch, wie andere Mittheilungen, welche in der letzten Zeit über die Absichten der Regierung, betreffend die Einberufung des Rcichsrathes, verbreitet wurden. Das «Vaterland» widmet der Opposition, die gegen einzelne Vorfchläge znr Regelung der Sprachenfrage erhoben wird, eine Auseinander-schung, die in der Klage gipfelt: «Von allen Seiten wird die Nothwendigkeit und Ersprießlichkeit der Verständigung anerkannt und beinahe von allen Seiten thut man sein Möglichstes, um der Anbahnung derselben die größten Hindernisse zu bereiten.» Von czechischer Seite wird erklärt, dass die Meldung des «Vaterland», als beabsichtige Ministerpräsident Graf Thun die Sprachenfrage in Böhmen in der Weife zu regeln, dafs bei den fogenannten einsprachigen Aemtern die Institution von Dolmetschern eingeführt wird, den Thatsachen nicht entfpreche. Die italienische Kammer nahm Ifast einstimmig einen Commiffionsantrag an, wonach die Ermächtigung zur Verfolgung der Abgeordneten Nifso-lati, Costa und Bertesi verweigert, sowie mit 207 gegen 57 Stimmen einen Commissionsantrag, wonach die Ermächtigung zur Verfolgung der Deputierten Pescetti, De Andreis, Turati und Morgan ertheilt wird. Der Ministerpräsident erklärte sich mit dem Antrage der Ermächtigung zur Verfolgung der vier Deputierten einverstanden und bemerkte bezüglich des Antrages der Verweigerung der Verfolgung, die klammer möge erwägen, wie schwer die Entscheidung sei, welche sie zu treffe» im Begriffe stehe. Die französische Kammer erklärte nach einer lebhaften Debatte die Wahl des früheren Ministers Turret, welcher iu einem Blatte militärische Actenstücke über seiuen Gegencandidaten, einen ehemaligen Officier, veröffentlicht hatte, für ungiltig. Turrel erklärte, er habe angesichts der Verleumdungen seines Gegencandidaten so gehandelt und verlangte selbst die Annullierung seiner Wahl. Es ist dies die erste Wahl, welche ungiltig erklärt wurde. — Oberstlieutenant Picquart, der frühere Chef des Informationsbureaus des Kriegsministeriums, richtete an den Minister' Präsidenten Vrisson ein Schreiben, iu welchen: er erklärt, er sei in der Lage nachzuweisen, dass die zwei ersten vom Kriegsminister Cavaignac in der Kammer verlesenen Briefe, welche das Datum 18^4 tragen, nicht auf Dreyfus anwendbar seien, und dass der dritte, vom Jahre 18W datierte Brief alle Merkmale einer Fälschung besitze. Es werde dann offenkundig zutage treten, dafs die Gutgläubigkeit des Kriegsministers wie die aller jener, welche an den Wert der beiden ersten uud an die Echtheit des dritten Schriftstückes geglaubt haben, getäuscht worden sei. Nach einer aus Paris zugehende» Meldung «sind die Gerüchte über die bevorstehende Ersetzung des Generalgouverneurs von Algier, Herrn Lupine, durch eine andere Persönlichkeit verfrüht. Die Regierung habe in dieser Angelegenheit noch keinerlei Beschluss gefasst. Nach einer aus London zugehenden Meldung ist dort eingetroffenen glaubwürdigen Nachrichten zu entnehmen, dass man in der Union, trotz der amerikanischen Waffcuerfolge, dem baldigen Abschlüsse des Friedens mit Spanien durchaus nicht abgeneigt wäre. Die «»geheueren Kriegskosten, die ! enorme Schädigung, welche Handel und Industrie ^ durch den jetzigen Zustand erleiden, sowie die Erwägung der Eventualitäten, die bei einer langen Dauer des Widerstandes Spaniens eintreten könnten, bewirken, dass man in allen amerikanischen Kreisen die 'Beendigung des blutigen Conflictes vorziehen würde. Man sei daher auch iu Londoner diplomatischen Kreisen überzeugt, dass ei» directes oder indirectes Friedens-anerbietcn Spaniens in Washington Gehör finden würde. Das bekannte Circulare der Pforte an die vier Mächte charakterisiert die gegenwärtige kretische Nationalversammlung, welcher die Admirale die Verwaltung des Innern der Insel zu übertragen beabsichtigen, als eine Versammlung von Führern der Aufstäudischen, die die Sicherheit des Eigenthums, den Handel, die Industrie und die Ordnung und Ruhe Kretas schwer geschädigt und alle Arten von Vexationen zuln Nachtheile ihrer muhamedanischeu Landsleute begangen hätten. Das Circulare erklärt, dieser Gnt-schluss sei den Principien des Rechtes und der Billigkeit widersprechend und mit den von den sechs iD der Pforte gegebenen Versicherungen und der versprochenen Respectierung der Souveränitätsrech Pforte und der territorialen Integrität des ottoM Reiches unvereinbar. Das Circular erklärt es!H lich für unmöglich, die neue durch die EntsW der vier Mächte geschaffene Lage anzuerkenne^ lehnt die Verantwortlichkeit für die daraus entM Conscquenzen ab. Ueber die Antworten der ^ anf diesen Protest der Pforte verlautet, da!« englische Regierung hervorgehoben habe, dass ^ dic Verwaltung Kretas beschlossenen Masinahll^ temporär seien, während Graf Murawiew einc ayl Erklärung abgab, und unter anderem daran eriül dass die Mittheiluug der getroffeueu Maßnahl^ die Pforte der Initiative Russlands zu daM Uebrigens werde die Meinung der Pforte bcziiaM definitiven Regelung dieser Frage eingeholt ^ Außer dem Circular der Pforte an die vier 3^ richtete diese ein anderes Circular von fast deM Inhalte an die Vertreter der Türkei bei den.^ Großmächten. Infolge wiederholter Schritte der M russischen Botschaft wurden den türkischen M"' an der türkisch-russischen Greuze Instructioncn ge!" wonach die Rückkehr der geflüchtcten Armeniel, dem Kaukasus für den Fall gestattet werden soll/ diese türkische Unterthanen sind. ,. Nach einer Mittheilung der «Neuen Freien ^, ist die verfrühte Rückkehr des MinisterpläN Demeter Sturdza, welcher erst am 8. d. <", Bnkarest erwartet wurde, wcmger mit der seit lä^ Zeit für den 6. d. M. angekündigt gewesenen "' des bulgarischen Fürstenpaares al§ der Bukarester Reise des deutscheu General-Postdil^ und Staatssecretärs Generals von Podbielsll Zusammenhange stehend, mit welchem gleM Ministerpräsident Sturdza über Verciurova ill rumänische» Hauptstadt eingetroffe» ist. Zwt", auf etwa zehn Tage berechneten Anwesenheit' Staatsfccretärs vo» Podbielsli und seiner IM des Postdirectors Sydow und des Geheilt' Giesecke, sei der Abschluss der bereits vor einiget' angeknüpften Verhandlungen über Herstellung ^ directeu Telegraphen-Verbindung zwischen Bukarest Berlin und über Einführung mehrerer Verbessert im rumänischen Transitverkehrs mit Deutschland. Nach einer aus Cetinje zugehenden M"' haben dort kürzlich unter dem Vorsitze des F^ Nikolaus militärische Berathungen stattgefunden, denen sämmtliche Brigadecommandanten theiluaff, Den Gegenstand der Conferenzen sollen die Euell^, täte», die an der montenegrinisch-albanesischen ^ eintreten können, sowie im allgemeinen die nat^ Vertheidigung betreffende Maßregel» gebildet hab^, Wie man aus Belgrad meldet, dürste Session der Stupschtina bis Mitte August tB, In der nächsten Woche wird die Skupschtiila, Berathung der wirtschaftlichen Vorlagen der Regies in Angriff nehmen. ^ König Alexander wird feine Badereise nach ^ bad nach Schluss der Slupschtinasessio» au^ König Milan beabsichtigt vorläufig nicht, eine ^ landsreise zu unternehmen. >, Die Gerüchte, betreffend den Rücktritt , Scctionschcfs im Ministerium des Aeußern, H Djaja, haben bisher keine Bestätigung gefunden.^ I)er Grauin vom Oolös. Roman von Drmanos Gandor. (55. Fortsetzung.) Sie hatte befürchtet, dass Thura ihr vorgezogen und vorangestellt, dafs die schöne Hamburgerin von allen Seiten gefeiert und bewundert werden würde; aber sie war in ihren Befürchtungen nicht fo weit gegangen, um zu denken, dafs die Fremde ihr John Blidding abfpenstig machen könne. Ihre instinctive Abneigung vor Thora steigerte sich dnrch diese Entdeckung zu grenzenlosen! Hass. Es wäre Alice wahrscheinlich leicht geworden, Thoras Entlassung aus dem elterlichen Hause zu bewirken, allein klug, wie sie war, sagte sie sich, dass solche Maßregel eher das Gegentheil von dem, was sie wollte, bezwecken würde. Dass Thora Gründe hatte, nicht wieder in ihre Vaterstadt oder nach Deutschland überhaupt zurückzukehren, hatte sie längst durchschaut. Entweder also würde Thora in einem anderen Hanse in Kalkutta Stellung finden, oder auch, schütz- und hilflos, wie sie dann war, John Bliddings Werbung ohne weiteres annehmen. Denn dass dieser ernste Absichten in Vezng auf Thora hegte, bezweifelte Alice keinen Augeublick. Sie brütete deswegen über einen Plan, wie sie die verhasste Nebenbuhlerin verderben und für immer unschädlich machen könne. Ein Zufall sollte ihr darin zu Hilfe kommen und es ihr an die Hand gebe», vernichtend in Thoras Schicksal und Leben einzugreifen. Lord und Lady Trombwell beherbergten' seit mehreren Tagen einen hohen Gast i» ihrem Palast, dcn Rajah Purah von Bankalstlza», mies der lleiucn britischen Bundes- und Vasallenstaaten im mittleren Indien. Der Fürst liebte europäisches Wesen und europäische Sitten. Als Jüngling hatte er sich ein Jahr in England aufgehalten, seitdem besuchte er hin und wieder die Würdeuträger der britischen Herrschaft in I»die» u»d nahm ihre Gegenbesuche an seinem Hofe entgegen. Lord uud Lady Trombwell gaben ihrem erlauchten Gaste und dem ih» begleite»de» Hofstaat zu Ehre» ein märchenhaftes Gartenfest. Ein zauberisch fchöner Tropenabcnd begünstigte das Gelingen des wundervollen Arrangements. Die Familie Greve u»d mit ihnen Thora waren auch eingeladen und erfchienen. Thora hatte nie zuvor in ihrem Leben etwas annähernd so Blendendes uud Großartiges gesehen. Das Trombwell'sche Palais lag anf einem Hügel. Terrassenartig stieg der großartig angelegte Garten zum Meere hinab. In der abendlichen Beleuchtung von taufenden bunten Lampions und Lichtern erschien das herrliche, palmenbeschattete, vom tropischen Duft unzähliger Blumen und Blüten durchwogte Stück Erde »och mehr als ein entzückendes Eden, als im Sonnengolde des Tages. Und in den Rahmen der feenhaften Umgebung pafste die märchenhafte Toilettenpracht, der in taufenden Farbcnblitze» funkelnde Iuwelenglanz der zum Theil exotischen Gesellschaft, die sich plaudernd und lachend zu den süßen Klängen eines unsichtbaren Orchesters durch den Garten bewegte. Aber alles Gepräge und Farbengleißcn verblasste dennoch vor der inmitten eines orientalisch pomp- haften Gefolges auftretenden Erscheinung des ilM Fürsten. Selbst Thora fühlte sich im Moment H thümlich gefangen genommen und geblendet von ^ lvie aus tausendundeiner Nacht herausgesehn^ Persönlichkeit. « Rajah Purah war sehr groß; fast um H^ länge überragte seine Gestalt die ihn umgeb^ Höflinge. Ein herrliches, weihseidenes, goldgestH Gewand von nicht zu schätzeuder Kostbarkeit u"T seine kräftige uud dennoch eigenthümlich gesch'^ Figur. An Turban, Gürtel und Toga blitzte eiü^ ermesslicher Reichthum von Diamanten und f^" Edelsteine». ^ Lady Trombwell stellte dem Fürsten die ß wesenden vor. Jetzt kam die Reihe an die A Greve. ^, «Mr. Greve, Kaufmann und getreuer NnteH Ihrer britischen Majestät, nebst Gemahlin und ^ Und hier Fräulein Thora Bartholdy, eine l"' Deutsche, aus Hamburg.» q< Die mächtigen, dunklen Flammenaugen des ^ diers richteten sich sccunde»lang »lit einew.^ definierbaren Ausdruck auf die sich verneigende > Dame. jj «Wie ist der Name der Lady?, fragte et, reinsten Englisch. «Ich habe nicht recht versta"^ «Fräulein Thora Bartholdy, aus Ha^" lautete die erklärende Antwort des Gastgebers. ^ In deni scharfmarkiertcn Gesicht des M veränderte sich kein Zug, aber feine Augen "^ mmutelllallg mit unverhohlener Vewu»deru"ö Thora ruhen. ^aibacher Ieltuna Nr. 155. 1271 12. Juli 1898. Tagesneuigleitelt. iu^p^ ^^ Huldigungsfeier der Schul-nedt Di I^l.) Aus IM wird vom 9. d! M. ju end an?^s^"3' Huldiguugsfeier der Ischler Schul-S Ma es ä^ ^k 'Ihrigen Regieruugs-Iubiläums Verl.. '«? !" Baisers uahm einen glänzenden Vubli n k°^' ^'" heater hatte sich ein zahlreiches be 7 D 73?^ Elches Se. Majestät enchusiastisch Xn ^ T)as Theater war im Parterre und in den Ä^.. ^reichen Kinder,, besetzt. Die eigentliche Ä^ I bildete das zweistimmige Festliederspiel H"bsburgs Kronen das von Ischler Bürgerkindern d amawnsch und ,nusikalisch nut warmen. Pathos vor-chische tz^s/" ^"' ^Wiel schloss sich die öster-b. n, 3 ^"serhymne. Se. Majestät der Kaiser sprach ^^°^" ^s Theaters dem Bürgermeister seine iMuedeuhelt aus. Vel.^ ^^^.^^b'sche Theorie und der in ^ ^. ^°^ ^Mnio Semmola veröffentlicht eneNs ! ^-^titutoä'Incoi-a^iainslit« (Neapel) suck,.,, -r" "'^chcr er, gestützt auf vergleichende Unter-? ^ "ber Vesuvthätigkeit, Mondstünde und Spring-w?' ^e vom Juli 1895 bis Juli 1897 geführt b"ss kein Zusammenhang zwischen erhöhter Thätigkeit und Mondständen erkennbar war. Die warp.. ^.V^aximal- und Minimalthä'tigkeit des Vesuvs liällp . Zahlreicher als die Mondstände, die man dafür er"«, ?""°"lich machen können, und die Lavaflüssc Nt ''.?.. '^ n,e,st zwischen den für bedenklich ausgegebenen zebn s ?. " h"bH in der Mitte. Eine Vergleichung der 2/??"" Vesuv-Eruptionen von 1800 bis heute l,^' , 1s bei fünf derfelben ungefähr Neu- oder Voll-das P,s^' "ehrend bei deil übrigen fünf Eruptionen bildete s? ^^^ ^'^"" die nächst entfernte Phase Nesuvtbäti^'. '".' ^""^ keine Beziehung zwischen we 2 2 c" ""^ Mondphasen erkennbar oder nach-"vunr zu sem. 9 ^ (Eisenbahnunfall.) In Ulm ist am auf e n ^""ags eine von Ulm kommende Locomotive Iuuoiuaen »n!."m^^ ""^laufen, welcher sich zwifchen ein "3" u"d ^eunerstätten auf dem freien Geleise in Die MÄ> " '" der Nähe einer Nlockstation befand, "'s dem ^'^ "'^ d"i Wagen des Materialzuges wurden letzt ss "^ geworfen, ein Bahnbeanlter leicht ver-abgeriffen '"> Badenischen Arbeiter wurden beide Beine ein dritter?^'" anderen ein Bein abgerissen, während nwtiMfn-^ l?^" Verletzungen davontrug. Den Loco-der Mate^s ^"" Verschulden zu treffen, da sich ^ "r lllzug auf eiuer Curve befand. 6vusta„>- bosnischen Mckkapilger in hat eine n . ° k ^ l) Wie man aus Constantinoftel schreibt, bosnisHp,, m>.. '°" der auf der Rückreise dort weilenden Ualice /. ,apllger ^'" k. und k. Botschafter Baron bnrkeit sn ^ "ufwartung gemacht und hicbei der Dank-der bosni!< ^^"^^"'"'^"l' die sie dank der Fürsorge lahrt a?,, ?" Landesregierung während der ganzen Pilger-l'ud von ^ "'c Trinen Ausdruck gegebeu. Die Pilger "klärte d? ^"""dlichen Empfange beim Botschafter, der werde '^ < ^ ^ ihre baldige Heimkehr Sorge tragen ' >eyr befriedigt. genieldtt ^ "6 erconferenz.) W^ aus Brüssel October ?' ^'" die Zuckercollferenz bestimmt im Belgien s"'!!""""'- Deutfchland, England, Oesterreich, ^" >^«».m ^ ^p""'"!' und Schweden unterzeichneten ein provisorisches Uebereinkommen, wonach die Zuckerprämien abzuschaffen seien. Frankreich und Russland kündigen Vermittlungsvorschläge an, von deren Annahme sie die Unterzeichnung der Convention abhängig machen. — (Der spanisch-amerikanische Krieg und die — Citronen. Der Krieg zwischen Spanien und Amerika hat einen großen Einfluss auf den sicilia-nischen Markt geübt. Insbesondere ist der Citronenprcis sehr in die Höhe gegangen. Es ist erstaunlich, welche Mengen von Citronen die beiden kriegführenden Armeen consumieren. Aber auch die Sperrung der Zufuhr von spanischen Citronen auf amerikanische Märkte hat dazu beigetragen, die sicilianischc Ausfuhr zu erhöhen. Die sicilianischen Citronen, die noch vor wenigen Monaten mit fünf Francs per 1000 Stück vertauft wurden, tosten jetzt 50 Francs per Mille, so dass die Grundeigenthümcr die besten Geschäfte machen. Allein, dass auch für sie die Bäume nicht in den Himmel wachsen, sorgen die amerikanischen Cartelle und die Concurrenz. Die sicilianischen Exportcure suchen einander den Rang abzulaufen und schicken enorme Mengen nach New-Iork. Dort aber haben sich die Importeure coaliert und drücken den Preis, soviel sie können. — (Ace tyleng a s-Explos ion.) Aus Berlin wird vom 9. d. M. gemeldet: Heute vormittags fand in der Metallwarenfabrik Goliasch & Comp. in der Linien-straße eine Explosion von Acetylengas statt. Ein Werk-meister wurde sofort getödtet, eine zweite Person leicht verletzt. Local- und Proviuzial-Nachrichten. Das Kaiser Lrauz Josef-Spital in Kandia. Seine Excellenz Herr Landespräsident Freiherr von Hein, welcher am 9. d.M. in Begleitung des Landes-sanitätsreferenten und des Präfidialsecretärs mit den« Morgenzuge in Nudolfswert eingetroffen war und am Vahnhofe die Vorstellung der gesammten Beamtenschaft durch den Bczirkshaufttmann entgegengenommen hatte, wurde bei dem am Eingänge der Stadt errichteten Triumphbogen unter den Klängen der Volkshymne seitens der Gemeindevorstehung ehrerbietigst begrüßt und emftfteng dieselbe nach der Defilierung des uniformierten Bürger-corps im Amtsgebäude der Bezirkshauptmannfchaft. Der Herr Landeschcf begab sich dann in fein Absteigequartier, die Propstci, wo er vom hochw. infulierten Propste Dr. Sebastian Elbert und dem Capitel empfangen wnrde und nach kurzem Aufenthalte die Fahrt zu der für 11 Uhr angefetzten feierlichen Einweihung des Kaifer Franz Ioscf-Spitals der barmherzigen Brüder in Kandia durch die festlich geschmückte Stadt fortsetzte. Auf dem Wege dahin nahm Seine Excellenz die Vorstellung der Gemeindevertretung von St. Michael-Stopit entgegen. Im Vestibule des neu erstandelun Krankenheims bewillkommtc der aus Graz erschienene Provinzial der barmherzigen Arüder Pater Leitner Seine Excellenz und gab den Gefühlen des Dankes für das Wohlwollen der Staatsverwaltung und die ehrende Anwesenheit Seiner Excellenz Ausdruck. Nach huldvollster Erwiderung seitens des Herru Landespräsidenten nahm der hochwürdigstc Herr Fürstbischof Dr. Ieglic unter großer Assistenz den Bencdictionsact vor und betonte in beredten Worten die Bedeutung des Festtages. Einer eingehenden Besichtigung des neuen, sehr ge-räumigen und zweckentsprechend hergestellten, sowie des s'ch unwMf- ^""ente im Leben, in denen der Mensch "bernat, v<-^ H """ "ner höheren, unsichtbaren, etwas n!?k" Gewalt berührt glaubt, in denen sich dichte t>pä n"" vollzieht, an das man im nüchternen '"an w,.-"^lichen ^dens nicht glauben oder das Austin l M/"6 "'Hl anerkennen würde - halb In Ab Ahnung. ""getretp. )?^ ^m war ein solcher Augenblick war ih/ r« "^" Schauder überrieselte sie. Es saunte- c?!-^b eine geheimnisvolle Stimme ihr zu- ^.', fliehe!» vvr si^ ^ im Geiste etwas Dunkles, Schreckliches "tennen f '" keinen Namen geben, das sie nicht 'hr eiiw s« c"^' «der sie hatte die Empfindung, dass Gefahr. '"^ ^°^ """'" fürchterliche, riesengroße Aanl,^^?"!'e des indischen Fürsten brach den - "er aus ihr ruhte. 'Hamburg'., sagte er. .Ich habe viel von dieser / "MM, deutscheu Handelsstadt gehört. Sie al, .'^ -^ von Ihrer Vaterstadt erzählen — ,y Twmb/'n^' "^ ""^"' Wohnen Sie hier bei '^eit?^.""A> ^bh wohnt in meinem Hause, '?"e 'es U ^' ^"^'' vortretend. «Eine hohe Ehre Huheit ki» ^""?, ""d meiue gauze Familie, wenn ^reiten^uN'"' """^ ^ als Gast über- DerNajah'lächelte. l"M er an2"" ^" Einladung an, Mr. Greve,- ^e Ange 2 AMU selber geschäft- '" der Hh^ "' besprechen wollte. Ihre Reformen ^ ^"uuvmnuug luteresjieren mich ich wünsche dieselben auch den Geschäftsleuten meines Landes nutzbar zu macheu.» Er nickte dein sich tief verbeugenden Kaufmann leutselig zu und schritt weiter. Zur großen Erleichterung Thoras kam sie im Laufe des Abends nicht wieder iu die Nähe des Fürsten. Seltsam unheimlich berührte sie diese orientalische Erscheinung. Einmal war sie im Gedränge der Gesellschaft von den Greves abgekommen und stand plötzlich, sie wusste nicht wie, allein in einem verschlungenen Wege des tropischen Zaubergartens. Schon wollte sie, von eiuem leisen, schreckhaften Gefühl befangen, eilig wieder dem Theile des Gartens, auf den die Gesellschaft sich coucentrierte, zueilen, als sie einen leichten Fächerschlag auf der Schulter spürte und, sich umwendend, in Alice Grevcs blitzende Augeu schaute. «Sie habeu heute abeuds einen großen Triumph errungen, Fräulein Vartholdy,» sagte Alice uud ihre Stimme klang mehr erregt, als spöttisch. «Triumph?» gab Thora gedehnt zurück. «Ich verstehe Sie nicht, Miss Alice!» «Nicht? Ei, sind Sie aber uaiv und weuig eitel! Ist es Ihnen deun gar uicht aufgefallen, welche glühende Bewunderung in den Augen des Najah aufflammte, als Sie ihm vorgestellt wurden? Alle Welt bemerkte das! Uud doch nur Ihretwegen will er uns mit feinem Besuch beehren! Als ob er nicht ebensogut mit jedem anderu Hamburger und deren gibt es hier gerade genug — über Hamburg reden könnte! Das ist doch nur ein durchsichtiger Vorwaud! Aber wirklich ist das für Sie ein großartiger Triumph, um den Sie von den gesammten anwesenden Damen, mich nicht ausgenommen, beneidet werden!» (Fortsetzung solgt.) ' alten, noch in Verwenduug stehenden Spitals durch die Festgäste folgte ein Dejeuner im Refectorium des Ordenshauses, bei dem der hochw. Provinzial und der hochw. Pater Prior in der liebenswürdigsten Weise die Honnenrs machten. An dem anlässlich der Feier beim hochw. Propste stattgehabten Diner zu 66 Gedecken uahmen außer den schon genannten Honoratioren zahlreiche geistliche Würdenträger des Unterlandes, die Vertreter der krainischen Sparcasse: Präsident Luckmann und Amts-director Dr. Suppau, seitens des Großgrundbesitzes des Bezirkes Graf Margheri, Baron Wambolt, Graf Thurn und Ritter von Langer, die Erbauer des Spitals: Architekt Professor They er uud See-mann, Baumeister Oliva, die Beamtenfchaft, die Gemeinderepräsentanz, der Commandant des uniformierten Bürgercorps uud andere theil. Nach einem begeistert aufgenommenen Trinkfpruche des hochw. Ordensprovincials auf Seine Majestät den Kaiser, welchen Seine Excellenz mit einem Toaste aus den die wahren Ideale christlicher Nächstenliebe verwirklichenden Orden der barmherzigen Brüder erwiderte, nahm der hochw. Herr Propst Anlass, des seltenen Festes zu gedenken, welches die höchsten Vertreter der geistlichen und weltlichen Macht im Lande nach Rudolfswert geführt nnd ließ seine wärmstens gehaltene Begrüßung in ein lebhaft acclamiertes Hoch und Zivio auf diese Würdenträger austlingen. Einer neuerlichen Tischrede Seiner Excellenz des Herrn Landespräsidenten auf den Hausherrn und einer ebenso herzlichen Erwiderung seitens des hochw. Herrn Fürstbischofs folgten noch zahlreiche weitere Toaste auf alle Factoren, welche zum Zustandekommen des Spitals beigetragen hatten, unter denen insbesondere jener auf die nimmermüde Wohlthäterin des Landes, die lrainische Sparcasse, erwähnt sei. Seine Excellenz besuchte im weiteren Verlaufe des Tages das Taubstummen-Internat und die Volksschule der ehrwürdigen Schwestern 6s 5fotro Ouins in Sanct Michael, allwo sowohl die staunenswerten Sprachunter-richtserfolge der Pflegebefohlenen als auch ein sehr hübsch vorgetragenes patriotisches Liederspiel der vollsinnigen Schuljugend die rückhaltloseste Anerkennung Sr. Excellenz fand. Endlich besichtigte der Herr Landeschef die im Bau befindliche Reichsstraßenbrücke über die Gurl und die staatliche Rebenanlage. Abends nahm Seine Excellenz den Thee in Gesellschaft des hochwürdigsten Herrn Fürstbischofs, des mittlerweile angekommenen Gendarmerie-Infpectors FML. von Horrat und anderer Festgäste beim Bezirkshauptmann, vor dessen Wohnung die Nürgercorps - Kapelle einige Piecen in exacter Weise vortrug. — (Für Vorschusscassen.) Das t. k. Finauzministerium hat mit Erlass vom 14. v. M. eröffnet, dass die Ausdehnung der den begünstigten Erwerbs- ulld Wirtschastsgenossenschaften rücksichtlich der Abfuhr der Rentensteuer mit dem Erlasse vom 30sten Jänner 1898, Beilagen-Blatt Nr. 3 zum Verordnungs-blatte für den Dienstbereich des l. t. Finanzministeriums, eingeräumten Begünstigung auf die Gemeiude-Vorschuss-cassen keinem Anstand unterliegt. —l>. — (Entscheidung in Kranker - Ver-sicherungs-Angelegenheiten.) Ueber eine einschlägige Beschwerde hat der Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass außer den gesetzliche.: Einschränkuugen (§ 24, Z. 2, Krantenversicherungs-Gesctz) der gesetzliche, beziehungsweise statutarische Kranken-Unterstützungsansprnch der Arbeiter von der Ursache der Erkrankung gänzlich unabhängig ist. (Unfall bei privater Arbeitsverrichtung). —o. — (Priester-Jubiläum.) Der hochwürdige Herr Canonicus Audreas Zamejc celebrierte vor-gesteru in der Domkirche unter Assistenz der hochwür-digen Domherren eine goldene Messe. Die dankbaren Schüler des hochwürdigen Jubilars verehrteil demselben bei dieser Gelegenheit ein schönes Messbuch, einen Blumenstrauß und einen Ehrenstab. Samstag veranstaltete der Gesangverein «Slavec» dem Iubelpriester eine Serenade. — (Aus dem V ereinslcben.) Wie uns mitgetheilt wird, ist in Laibach die Gründung eines Bezirksvereines des in Wien bestehenden «Ersten allgemeinen österreichischen Werkmeister-Verbandes» im Zuge uud wurden die bezüglichen Statuten behördlich bereits genehmigt. Zweck dieses Verbandes ist, alle österreichischen Wcrtmeister-Bezirtsuereine in einer großen Verbindung zu vereinigen, nm die Interessen des Wcrkmeisterstandes sowie der einzelnen Mitglieder dieser Vereinigung, als auch der Angehörigen derselben gemeinsam zu vertreten, und zwar dnrch Unterstützungen bei Todes- und besonderen Nothfällen sowie auch in, Alters- und Invalidi-tätsfalle, Stellenvermittlung, Gewährung von unentgeltlichem Rechtsschutz in allen aus dem Dienstverhältnisse entspringenden Fällen, Pflege der Berufsstatistik, Dis-cussioneu und Vortrage über zweckentsprechende gewerbliche, wissenschaftliche, technische, ökonomische uud sociale Themata, mit Ausschluss von Politik uud Neligiou, Ab-Haltung von Versammlungen uud gesellige» Unterhaltungeu, Anlage von Bibliotheken. Einführung eines Fach-blattes,c. «_^> Laibacher Zeitung Nr. 155. 1272 12. Juli 1898. * (Personal Nachricht.) Seine Durchlaucht der Herr General-Truppeu-Inspector G. d. C. Ludwig Prinz zu Windisch «Graetz ist in Begleitung Ihrer Excellenzen des Herrn Corpscommcmdanten FML. von Succovaty, des Divisionscommandanten FML. von Höchsmann, des Generalstabschefs Oberst v. Pfeiffer und des Flügeladjutanten Oberstlieutenant von Tschur-tschen thaler mit dem Eilzug der Südbahn gestern mittags von Trieft in Laibach augetommen und hat die Reise fortgesetzt, um sich nach Ungarn auf seiue Besitzungen zu begeben. Der Herr Corpscommandaut sowie die Suite Seiuer Durchlaucht sind iu ihre Domicile zurückgereist. — (Licitatious-Ausschreibuug.) Nach einem der Handels- und Gewerbekammer zugekommenen Handelsministerialerlasse wird für die Lieferung von 4000 spitzen Schaufeln und 2000 Stahlkrampen ohne Stiel am 22. Juli l. I. im techuischen Ingenieur-Departement des Kriegsministeriums in Belgrad eine öffentliche mündliche Licitation abgehalten werden. — (Orgclschule.) Die Orgelschule beschließt das heurige Schuljahr Donnerstag, den 14. d. M., um 8 Uhr früh. Das ueue Schuljahr, seit dem Bestände der Anstalt bereits das 22., wird den 19. September l. I. eröffnet. . — (Sanitäres.) Im Verlaufe der letzteren Zeit erkrankten in Weißenfcls 30, darunter mehrere schulpflichtige Kinder an Keuchhusten, weshalb unter anderen sanitätspolizeilichen Maßnahmen auch die dortige Schule vorläufig auf drei Wochen geschlossen wurde. —o. * (Brandschaden infolge Blitzschlages.) Am 8. d. M. gegen 5 Uhr nachmittags schlug beim Niedergänge eines Ungewitters in Kanoia der Blitz in die Getreideharfe des Eduard Nozina und in Froschdorf in eine Harfe des Josef Zibert ein und zündete. Beide Harfen sind trotz des heftigen Regens und der Bekämpfung des Feuers durch die fofort auf dem Brandplatze erschienene Feuerwehr von Rudolfswert sammt den darin befindlichen Futtervorräthen und einigen Getreidegarben niedergebrannt und es erlitten Rozina einen Schaden von 500 ft., welchem ein Versicheruugsbetrag von 300 fl. entgegensteht, uud Zibert einen solchen von 1600 fl., indem 200 Centner Heu und mehrere Wirtschaftsgeräthe zugrunde giengcn. Die Harfe des Hibcrt war mit 600 fl. versichert. Die Bezirkshauptmannfchaft entsandte an die Brandstätten Beamte. —r. * (Brand.) Am 3. d. M. brannten dem Anton Zajc in Oderga, politischer Bezirk Rudolfswert, seine hölzerne Kaische, Stallung und Harfe gänzlich nieder. Das Feuer wurde durch die vierjährige Tochter des Besitzers, welche mit Zündhölzchen spielte, verursacht. Der Schade beträgt circa 500 fl. Zajc war jedoch nicht versichert. —r. — (Viehdiebstahl.) In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli wurde dem Besitzer Martin Skerjanc, vulgo Borinc, aus Salloch, Gemeinde Mariafeld, aus dem unversperrten Stalle eine auf 75 st. bewertete Kuh durch einen bisher unbekannten Thäter gestohlen. Die Invigilicrnng nach demselben wurde eingeleitet. 1. * (Aus dem Polizcirapporte.) Vom 10. auf den 11. d. M. wurden zwei Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Trunkenheit und eine wegen Herumstreifens in der Stadt. —r. — (Cur-Liste.) In der Zeit vom 29. Juni bis 7. Juli sind in Abbazia 26? Curgäste angekommen. Merarisches. Die Pensionen und Provisionen der l. t. österreichischen Civil st aatsbedie listeten und Staatsarbeiter sowie die Versor gu n g s g en üs se ihrer Hinterbliebenen. Nebst den einschlägigen administrativen Vorschriften nach amtlichen Quellen zusammengestellt von Dr. Benno Freiherrn von Possanner. Von diesem Werke ist das sechste Heft erfchienen. (Manz'sche Hof- und Univerfitätsbuchhandlung in Wien.) Deutsch - österreichische Literaturgeschichte.) Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Dichtung in Oesterreich-Ungarn. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgeuossen herausgegeben voll Doctor I. W. Nagl und Prof. Jakob Zeidler. Wien, Karl Fromme. Auch diefe (12.) Lieferung behandelt noch den Abschnitt «Reformation und Gegenreformation». Mayer behandelt den oberösterrcichischen Meistergesang, die Schulen in Steyr, Wels, Eferding. Endlich folgen die Zeitgedichte und Lobsprüche, eine der beliebtesten uud bevorzugtesten poetischen Gattungen jener Acra. Die Anfänge der Kalenderliteratnr, die später ill Oesterreich einen Anzengruber zeitigte, werdeil besprochen. Der nächste Abschnitt widmet sich der dramatischen Dichtung. Es ist nicht möglich, in wenigen Worten die Reichhaltigkeit dieses Heftes zu erschließen. Der Wissende wird sie angedeutet finden in den« vorstehenden Auszüge. Jeder aber, der sich über die Üiteraturzustände jener Zeiten nur halbwegs orientieren will, wird künftig zu diesem Buche nicht nnr greifen müsseil, sondern auch gerne greifen wollen. Des Reichhaltigen ist hier soviel geboten, dass jeder das finden wird, was er begehrt. Mit Freude sehen wir schon den künftigen Heften entgegen. Cosmopolis. Internationale Revue. (Ill drei Sprachen.) Jährlich 12 Hefte ä 1 fl. 50 kr. (A. Hartlebcns Verlag in Wien.) Das nns soeben zugehende Inliheft 1896 des drittelt Jahrganges dieser interessanten dreisprachigen Weltrevne hat folgenden Inhalt: Deutsch: Holdrio (Paul Hcyse). Gladstone (Theodor Barth). «Kriegsstimmungsbilder aus Spanien» (Siegfried Samosch). Deutsche Bücher (Anton Bettelheim). Das Theater in Berlin (Felix Poppellberg). Politisches in deutscher Belcuchtuug («Ignotus»). — Englisch: ^ Wo-man ^loiik (Part 1. Mrs. W. K. Clifford). 'I'Ilo 'I'l^ t>0>v6i'« LM 6l660L (Charles W. Dilke, Bart., M. P.). >VilIiiun ll>vurt ttluästono (Justin Mc Carthy, M. P.) ^«räinanü I^l-oili^i'atli !i8 a ^'i'A.nsluwi' (Mrs. Freiligrath-Kroeker). ^ows on Now Look» (Andrew Lang). 1Ilo I'btnw« in I^onäon (Arthur B. Walkley). 1'lio Oiobo unä tli6 I»lanä (Henry Normall). — Französisch: IIn Vöriwblü ^.nwni-(Masson-Forestier). 1^6» Iloii^nciiu» il, ^ava IV. (Josef Chailley-Bert). Olad^ton^ (tVanoi» äo 1^688<3n«6). Utuäos ä« Vio Noäei'no. I. (Utionno Tricon). I^o I^ivry k I'ari» (Nmilo I^aFuot). I<« ^iiölltre I^aii» (^rancisyuo 8»r«o^). Itovny än Nms (^ranoi» äo ^1-L88LNU6). Anhang: Literarifche und dramatische Notizen. Zeitschriftenschau (deutsch, englisch, französisch). Alles in dieser Rubrik Besprochene kann durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr ^ Laufe des Vormittags mehrere schwache Erdstöße l»>' cm starker verspürt. In Siuj wurden iu der vol gestrigen Nacht drei kurze nnd im Laufe des gestrig Tages zwei Erdstöße und fünfmaliges Erddvöh^ wahrgenommen. In Vojuic ist eiuc venun»^ Pcrson gestorben. Der spanisch-amerikanische Krieg. (Original-Telegramme.) Madrid, 11. Juli. Wie die Blätter mclw sei es Minister Gamazo, der eine Ministcrkrise hervos rufe. Die officiöse «Correspondencia» bestätigt d^ Meldung. Madrid, 11. Juli. Die Meinung über t" Frage des Friedens oder Krieges ist getheilt, MilM behaupten, die Armee auf Cuba fei fast intact; «B muffe den Krieg fortfetzen, felbst wenn Santiago fall/ Ministerpräsident Sagasta soll der Königin-Rege»^ die Vertrauensfrage unterbreitet haben. Gerüchts verlautet, der Kriegsminister habe neuerlich ein T^ gramm von Blanco erhalten, in welchem er ertl^ dafs die Armee und die Freiwilligen auf Cuba ^ Fortsetzung des Krieges wünschen, denn sie hoffen a"' einen Erfolg zu Lande. London, 11. Juli. Der Correspondent A «Daily Telegraph» meldet aus Madrid vom ^ strigen: Aus bester Quelle erfahre ich, dass man s^ dem 5. d. M. in Friedensverhanoluugen eingcttt^ sei, welche bereits zu einem nicht unbedeutende ^ folg geführt haben und bald in einem officiellen "^ von beiden Seiten den Höhepunkt erreichen sollen. Newyork, 11. Juli. Das «EveningTelegraf berichtet aus Santiago vom 9. d. M.: General T<^ habe in dem Briefe an General Shaftcr mitgethc>>' er habe eine ausreichende Verstärkung erhalten, >' auf das beste verschanzt uud mit Munition und P"' viant wohl versehen. Er habe ferner darauf h"' gewiefen, dass seine Armee an das Klima gewO sei, die Amerikaner aber würden bei der Belagert sicherlich durch Krankheiteil sehr mitgenommen wcrd^ Washington, 11. Juli. Ein Telegramm ^ Generals Shafter vom 10. d. M. 3 Uhr 4U Min^ nachmittags bezeichnet die Lage als nnvcrändclt. ^ besiude sich in einer uneinnehmbaren Stellung ^ fürchte keinen Angriff. New York, 11. Juli. Ein Telegramm des ^ peschenbootes «Wauda» auf der Höhe von IuM" berichtet vom 9. d. M., dafs kurz vor Mittag ^ nifche Officiere mit einem Brief des Generals T^ eingelangt seien, worin dieser dem amerikanischen ^ neral mitgetheilt habe, er sei bereit Santiago zu i^, geben, unter der Voraussetzung, dass seineu TruP^ erlaubt werde, unangefochten mit ihren Waffen ""' Feldzeichen nach irgendeiner Nlchtung hin abzuM Die Bedingungen sind telegraphisch nach Washing gesendet worden. Washington, 11. Juli. Von antonta^ Seite wird erklärt, Präsident Mac Kinley werde >', bedingungslos die Uebergabe von Santiago dc 6'" annehmen. ^ Newyork, 11. Juli. Eine Depesche A «Newyork Herald» aus dem Hauptquartier ^ Generals Shafter berichtet, dafs 20.000 Personell"", El Gancy vertrieben wurden und ohne dic Hilft ^ Amerikaner dem Hungertode preisgegeben aM wären. Newuorl, 11. Juli. Nach einer Mittheil""! des «World» wird Admiral Ccrvera nach Annap" gebracht und daselbst einige Wochen interniert lve? und soll später unter Ehrenwort, die VereiB' Staaten nicht zn verlassen, in Freiheit gesetzt we^ Mess in a, 11. Juli. Die spanischen TorpH jäger «Audace». «Proserpina» und «Osada» >''„» nachdem sie Kohlen gefaßt hatten, heute früh " hier in der Richtung nach Norden abgedampft. ^ Berlin, N. Juli. Die «Norddeutsche allgc schlff «Geier» bringt die deutschen Passagiere "" Vera Crux. ^ " Helegranrine. ^ Berlin, 11. Juli. (Orig.-Tel.) Der östeN« ungansche Botschafter Szögyeny - Marich hat ^ mittags einen mchrmonatlichen Urlaub angetrete"" sich auf seine Güter ill Ungarn beaeben. .^ Brcslau, 11. Juli. (Orig.-Tel.) Den M^ blättern zufolge beschlossen gestern die Maurer <,,« Generalstrlte einzutreten. Sie verlangen einen SW'' j, lohn von 45 Pfennigen und zehnstündige ArbeH Paris, 11. Juli. (Orig.-Tel.) Der socially Deputierte Fourniere, ein Anhänger der Nevis'^, Processes Dreyfus, beabsichtigt morgen den 'M > Präsidenten Arisson inbetreff des Briefes Plc^" zu interpellieren. ^^Httung Nr. 155._________________________________1273_______________________ ,2. Juli 1898. "chmiqte d^^^'' ^ch'°Tel). Der Senat ge- Etraft ür VeN'"^"? Treffs Verschärfung der n. ,^ "errath und Spionage. "elden aus K.^.^g.'Tel.) Die «Times-<^ona s/^l ""'^° de Chile vom Gestrigen, der ratorium .nn ^ü ^ angenommen, welches ein Mo-—_'""l uon 60Taaen bewilligt. Angekommene Fremdes ^ Hotel Hicfnul. ^andler"Quc!d^Ä!' ^"^' ^""°t, s. Familie; Pfeiffer. Noslau - 3''.Gemahlm, Kslto., Trieft. - Warawa, Priuat. ^otl, ssak'-i^''. Ä'6,' Advocaturs-Candidat, s. Gemahlin; ^d ec^'^ Dar«, Haupt, Sänger, ,. Gemahlinnen Cbeliö E?Ä""lt". ,. Gemahlin; Sochaly. Neurath. iMte.; T°vch' Vm^ä^."- " Eiotta, Gutsbesitzer, Fiun.e.' -Gattin 2«' "°"slllvas. - Dell Adami, Marineofficier^ ^ Ecklauf ^ c?l' ^^, l. l. Notar, f. Gemahlin, Sittich, Bieste Ml3"°^^^'^"in, s. Töchtern, Graz. ^ itumer, ^ttme ws Ä..^ ^"Z' Kl'", Linz. - Landsteiner, t. u. l! ^rolio, ^ N "' '' ^'"ilie, Wels. - Hrach, Chemiker, Eisnern - A "' Beamter, München. - Nowak. Procurist. b" Gasfal'ri, I"""'' Werksleiter. Stein. - Vaigl, Director Private N„' ^^°'"' ^ ^«^3, Beamter. Lobosih. - Bach, Voratti'l , ^'? Pavel«!, Privatier, f. Gemahlin, Gospic. -^nghart VrN?"^« Strafanstalt, f. Familie, Vigaun. --^u^^zrwaNer, P,lfen. - Nückl. ttallaewerke, Hrastnigs,. Verstorbene. l^be 2,"'Tub?He^' ^^^ ^"""' ^"^' ^ ^""" ^'" ^udemena«^ ?"^' Antonia Nolli, Redacteurs-Gatlin, 47 I.. "M>ie , dafs das Gemeinde - Ausschußmitglied I. Gocten die Wahl in das Comite für Errichtung eines Kranken« und SicchcnlMfes in Neumarltl abgelehnt habe. Da die Gründe der Ablehnung verschwiegen worden sind, so muss ich obige Bemerkung als Herabsetzung meiner Person ansehen, denn die turze Mittheilung macht auf den Nicht-eingeweihten den Eindruck, als wäre der Unterzeichnete gegen die Errichtung des schon lange nothwendigen Kranken« und Siechcnhanses. Ich habe aber im Gegentheil schon im vorigen Jahre in einer Ansschufssiyung augeregt, man möge aus Anlass des Regierungs-Iubila'ums Sr. Majestät unseres Kaisers ein Kranken» und Siechenhaus im Jahre 1898 erbauen. Dass ich ein Freund von Wohlfahrtseinrichtungen bin, beweist der Um« stand, dass schon vor 1'/? Jahren 12.000 fl. auf Grund meines Antrages für die Herstellung einer Wasserleitung aus Gemeinde-mitteln bewilligt, und dafs diese Summe, wieder infolge meines Antrages, fpäter auf 17.000 fl. erhiiht wurde. Der Grund, warum ich es ablehnte, in das fragliche Comitö als Mitglied einzutreten, ist folgender: Anfang des Jahres 189? sandten die Erben nach Freiherr Julius v. Born ein von Berlin datiertes Schreiben an das Markt» gemeindeamt Nemnarltl — das Schreiben wurde den« Gemeinde» ausschllsse vorgelefen — womit dieselben, um das Andenken ihres verstorbenen Vaters zu ehren und indem sie glauben, im Sinne des Verstorbenen zu handeln, welcher öfters größere Geldbeträge an die Armen des Marktes vertheilen ließ, 10.000 fl, den Armen Neumarltls widmen und ausdrücklich bestimmen, dafs die jährlichen Zinsen au die Armen der Gemeinde Neumarltl vertheilt werden sollen. Nun brachte aber der Gemeindevorsteher nach Verlesung seiner Rede in der Sihung von« 15. Inni vor, man könne die Bom'schen Erbe» veranlassen, die Widmung bezüglich der 10.000 fl. abzuändern und diesen Betrag dann zum Bau eines Kranken» und Siechenhauses verwenden, der Fehlbetrag wäre durch freiwillige Beiträge leicht aufzubringen. Ich vertrat die Ansicht, dass,dic Born'schen Erben über die 10.000 fl. bereits klare und deutliche Bestimmungen getroffen hätten, dass das Geld Eigenthum der Armen des Marktes sei und dass die Gemeinde lein Recht habe. mit den» Gelde der Armen ein Kranken« und Siechenhaus zu erbauen, es sei vielmehr Sache der Gemeinde, aus eigenen Mitteln die Baukosten zu bestreiten. Zwei anwesende Mitglieder des Comites stimmten jedoch dem Vorschlage des Gemeindevorstehers zu nnd da auch die meisten andern Mitglieder Anhänger des Gemeindevorstehers sind, so hatte ich den Eindruck, der Vorfchlag des Gemeindevorstehers fei eine unter der Hand bereits abgemachte Sache und weil ich weder gegen meine Ueberzeugnng, noch gegen mein Gcwisfcn handeln will, fo bedauerte ich, bei den Arbeiten des Comite's nicht mit» wirken zu können und erklärte, eine Wahl in das Comite" ablehnen zu muffen. Schlichlich bemerke ich noch, dafs der Gemeindevorsteher der Gemeindevertretung die Frage vorlegte, ob die von den Born fchen Erben gewidmeten 10.000 fl. für den Bau eines Kranken« und Siechenhauses verwendet werde» follten. Bei der Abstimmnng hierüber antworteten 7 Ausfchuss« Mitglieder mit "'°- per m''"'^«m. ..,<,»)l«1-l(, ^ "'"' - - 92 - «220 ' - > . 99 UV >0U <><> 0 Eliladellibal,», 400 u. 2000 M. . ^ 20»! M, 4«/'...... »20 - 12» 80 Franz Iuscs Ä,, <3m. !884, 4°/. 9» «" U'<» W «alizljche Karl'Uudwig«Bahn, diucri,-Slücle 4°/„ . . , . 99 3,100^ Vurarlbergei Äah», ltm. 1884, ^"/«(diU.St,) T,, f. lU0 ft. N. W 45 1W'45 Ung. Glllbreilte 4°/„ per «lall» l20'8'» 121 - bl°. dto, per Ultimo .... !20'80 121 — dto. Nentr in ttruncüwähr., 4"/« steucrsrcisür20UkronenNom. »910 9!>zn 4"/« dlo. dto. pci Ultimo . , U»'N> »9-3» dto St, V Al,Oold«wsl,,4»/,°/, 119 ün'l^o — dto. dto. Silber iua /,"/, 9i!üi) luu 90 dtu. StaalsOblig. (Ung. Ostb.) v, I. 1U7L. 5"/n..... 12l 4>1 122-40 d<°.4'/»"/«2cha»tre8al Nbl,'Obl. l0« L<» in» t><» bt°, Vräm,°N»l. k 100 «l. 0, W, 158 — ,59 — bto. bto, ^ b0fl. K, W, 15725 1l>8- lheii»Äe«..Lult 4°/, iuo ft. . 139 i><> 140 5N Hrundentl.'Gbligatione« ,5> 97 «5 «»/, lroattlche und slavunllch« . »? 50 U» 2l, A«de« ossenll. Anlehen. Tonau<«e<,..Lose 5»/«. . . . 128 75 129 75 bt». .Nnlclhe 1»?» . . iU9,lul1UU> «nledeil ber Stab! «ürz . . 112-50 —- «nleben d. Vwd!>,e»l!'i»be Wien w4 7l» IU5 7!, «»leben b. Stadl^lülinbe Wie» Mlbei oder Vuld) . , . . <2« - 12?-- Prämien-Aul, b. Otadtam,Wen ,7^ ^ i?u 8« Vöilebau.Nulehen, derlosb, 5"/, ,y<, z»', n>l 2l> Veld Ware Pfandbliest (für 100 sl.). «odcr. allg.üsl.In!»uI,vell.4<'/« 98-Ü0 99 L« bto, Prcim.'SchldU. »«/„, l. »!». Vanl verl. 4°/„ . . iuu'80 101-2« dto, d!u, 5»!ülil. ,, 4«2 ^,n dlo. i>"/„5 2»Wfl, P. loU ft. >2«-7« !27?» Una.galiz, «ah»..... w»-45 l<>9 45 ^V, Unterlrniner Vahnen . . 99 5« 10« - zank-Allien (per Stück). «nalo-Oest. Bank 200 sl. «0«/, E. 15? — 15? 50 Umilverein, Wiener, 10« ft. . 2«« 25 2N6-75 Vudcr. Anst.,vest,20«f!S,4Nn/, 452 — 453 — Crbt, Anst. s. Hanb.u. O, i»»a ft. —-— —-— dtu, bto, per Ullimo Nevtbr. ^58 1« 358 60 Ereditbanl, Allg, nng.. 200N. . 3?2 — 3!>2 5<> Deposilenuanl. Mg,, 20« st. . »25 — 22« - E«cumpte,Ecl,, Ndrüst., 500 fl. ?5'.-50 757 50 Eiro-u, «lassend,, Wiener. 200ft. 257 — 2s.s - Hyp°thelt>.,Otst.,2««fl.25''/„». »»— 84- Länderbaill, Orst., 200 sl. . . 22» 75 227-25 Oesk'll.-ungar. Nanl, 600 ss. . 908 — 912 > Uniunbanl 20« sl..... 295 50 2W - «l«l«hl»b«nl. ««».. «N ft. . 172 50 ,7» 5», «eld Ware Hctitn von Transport» Unternehmungen (per Stück), Nulsi« Tepl, Eisenb. »an sl. . lL3« 1«37 Aöhm. Nordbahu 15N fl. . . 2öN-— 258'— Äuschtiehrader Eis. 50« sl. CM !«9ä l?Uü blo, dtu, Mt. Ii) 20N fl. . «»?'- 6U8--Duuau - Daiilftsschiffahl!« - Ges., Oesterr., 50« fl. CM. . . 486 — 4s?-— DuxAodenbacherE. N.200sl,S. 69— 70— Fcrblüllnd« Nurdb. looofl.CM. 34^2-5 »4^2-5 Lcmb,-Czcr» uw, Ja ssy - Eljenb.» Oosellschaft 20« fl, S. . . 291 25 292 25 Lloyd, Orsl., Trieft, 50« fl.EM, 43S — 44«- Ocsterr, Nordwestb, 20» fl. S. 247 50 248-50 dtu. dtll. (lit. Ij) 20« sl. S. 262 75 263 25 Prä« Dnfl'r Eisenb, 150 fl. O. . 85-50 96 - Staat^isenbal!» 200 fl. S. . 357'— 357-50 Eüddahn 20« fl. S..... 7?-— 77-50 Sadnorbb. V>'ru,Ä. 200 fl, CM, 208 ?5 209 — tramway Gef,,Wr,, 170 sl.b,W. —-— — — dlu. lim. l»87, 200 fl. . 51450 515-50 Tramway Ges., Nenc Wr., Prio, rltäts Äclleil 1«0 fl, , . . ,i2'?5 112 75 U»g,-aaliz, Eisenb, 200 sl, Silber 213-50 214'— Una Westb,(«aab Graz)20«fl,S. 210-5U 211 — wiener Uacalbahnc»-Act.Ges. — — — — Industrit'Hctien (per Stück). Vauges., All«, »st., I«0 ft. . . NN'— l1025 Vgydicr Eisen- und Stahl-Ind. in Wien 100 fl..... »i>— 82 - Eisenbahnw, Ll'ilm,, Orste, «0 fl. 12s — 13» — ,,Elbemül,I", Papierf. ». «. G 9« — «2' — Lieslilaei Vvnuersi 100 fl. . . 154—155 — Wunla» Ol'si'lllch , Ocsl,-alpine ittl 75 I>>2-25 Pm„er Eiscn I»d, »Oof. 200 fl. ?»->-—?8?-— Salqo Tarj. Sleinlolill-n 60 fl. «21 — 624- „Schlöalmilhl". Papiers. 20« fl, 209 5« — — „Stelircrm.", Papierf. u. N-V. i?«i — i?8 — 1 Veld «are Trlfailer ttMenw.-lYes, ?« s, l?2- 174 5« Wasfcnf,'G,.O.'st,inWlen,1U0fl, '^^- »»«»<» Naagul! Ueihanst,,All«,, iiiPest, «« fl........ , 64» - röü-— «Ur. AauaefeNschaft 100 fl. . . 106 — >n? 4« Wlenerberner Ziege! »ctieli Ves. «^^ ^ »«0 — Diverse Lose (per Stück). Vübllpest-Nasillca (Dombau) »75 ?-— Crebltlose 10« fl...... 2«1 75 2N— Rothe» Kreuz, Oest,Ges,v., 10fl 19 80 2« 80 Ruthen Kreuz, U»a. Ges, v., bfl. i«-2N ti — NnduIph'Uose 1« fl..... 20 50 2750 kalm Lufe 4« fl, . CM. . . 60 — «1 50 Vewiüstsch, b. «"/» Pr,'Ech»5 5 6? LO-ssrancö Stücke ...» 9-53 9l>4 Deutsche Rcicheiianlnolen . . 5880 58 »5 Italieniiche Vanlnuten ... 44 35 44 45 Pap<,r.«ub«l . . . i . i 1267^1 «?,<> (2695)--~-----—¦--------- ' Opr. št. Firm. 112. Zadr. II. 7. ^ Razglas. pOd^uCvkFr'dieželnein kot lrg°vskem «r«ie: LJublJani ae je izvršil vpis ^apnli.ica *? l)oa<>Jilnica v *m\ zadruga z neoin«-v yar, Jeil<> zavezo Vila tddnSao8Qe °pira na zad™*na pra- '*javo 2 rLi'naja l898 in dodatno ^ež v o, ,24-Junija 1898, ima svoj Svojih eia^ri]ah in namen, razmere °^ ^aVvaVtnraVnem in *motnem V Dr«- ' v t0 8Vrho: , ** 3!^ü.denar famine vloge) ; dobivati '¦ , ^jati posojila. '\ «attT1 kat6re i2V0li °bèni lVa^ udje"nafielatvam. naèelnik: Ivan Kromar, župnik v Sturijah; odborniki: Jožef Budihuja iz Sturij St. 13; Edvard Cigoj iz Sturij St. 11; Filip Tröelj iz Sturij St.. 90; Franc Stopar iz Sturij fit. 75; Jožes Repiè iz Zapuž št. 65; Anton Brecelj iz Za-. puž št. 48. Naèelstvo podpisuje v imenu za-druge tako, da se podpiäeta dva uda pod (irmo zadruge katera naj bode pisana ali s peèatom natisnjena. Svoje sklepe razglaša naßelstvo z oznanili, v uradnici nabitimi. Dan, ura, kraj in dnevni red obè-nega zbora razglasiti je osem dni prej v dnevniku «Slovenec>, izhaja-joèem v Ljubljani. G. kr. deželno kot trgovsko sodisèe v Ljubljani, odd. Ill, dneö.julija 1898. (2698) l.. 5/98^ Edict. Anton Kralj, Besitzer und Tischler in Veldes Nr. 90. wurde mit Belchluss vom 14. Juni 1898, I.. 5/98/6. ob Verschwendung unter Euratel gestellt und demselben Anton Piber. Besitzer in Veldes, zum Curator ernannt. K. l. Bezirksgericht Nadmannsdorf, Abth. I.. am 30. Juni 1893. (2696) Opr. št. Firm. 116. Posam. II/9. Razglas. Pri c. kr. deželnem kot trgovskem sodiaèu v Ljubljani se je izvrSil vpis firme: M. Erklavc, trgovinaz jeHihoiu in Matije Erklavc v Udmafu St. 3 kot imetelja te firme v regiatru za posa-mezne firme. G. kr. deželno kot trgovsko sodišèe v Ljubljani, odd. III., dn6 5. junija 1898. (2617) 3—3 Opr. St. A. 172/98 Oklic, s kateriua se pozivljajo sodišèu neznani dedièi. C. kr. okrajno sodišèe v Ljubljani, odd. I, naznanja, da je dn6 24. t'ebru- varja t. 1. v Lazih št. 5 železniški de-lavec Jožef Peènik brez oporoke umrl. Ker temu sodišèu ni znano, ali in komu dedinska pravica do njegove zapušèine pristoja, pozivljajo se vsi, ki iz katerega koli pravnega razloga iste se menijo lastiti, da svojo dedin-sko pravico tekora let a, raèunsi od spodej navedenega dn6, pri tem sodisèu priglase, jo izkažejo ter hkratu za dedièa priglase, ker bi se sicer zapušèina, kateri se je med tem gospod dr. Josip Kušar, odvetnik v Ljubljani, zapuSèinskim kuratorjem postavil, 7, onimi, ki so se za dedièe priglasili in naslov do svoje dedinske pravice izkazali, razpravljala in njim priso-dila, nenastopljeni del zapusèine pa, ali, èe se ne bi nikdo za dedièa pri-glasil, vsa zapušèina bila pa od dr-žave kot brezdedièna prevzeta. C. kr. okrajno sodišèe v Ljubljani, odd. I, dn6 17. junija 1898.