Ar. 30. Sonntag, den 11. April 1880. Y. Jahrgang. (siilifr Jritima. Priinumerations-Bedingungen. Mr (fiUi l ÜioitatitA . . . —.55 ?»»!-! ltllrij. . 1.&0 . . . S.— «toneatm(. . . 6.— (ouihii (Fiwzeliie Nummern 1 fr. Mit Poft. vrrseuduug: ?iI»ei Joto» 11 »»«lnich). «ttSsoirU ttttrnirn 31«ftro11 Für Bte mt: tt. Moftc in A;»ii. »nd otfni dedeiil«»»«» Stii»lc» «> > »l»ni>n-n»'. <«»• reich in Ä»»z> 4. Cppdit ant Wtittv k <ä«.n'j In wir», ii. Ut«;if jjmulti)«-Hjciilur »» ?>>b»ch. Aus der Wudgetdeöatte. Das Redetournier, welche» sich diese Woche in dcr Generaldebatte Über da» Budget im All» gevrtnctcnhause entwickelte, zeigte nach jeder Richlung lie Ueberlegenheit der deutschliberalen Kämpen. Alle Argumcntc, welche von den Rednern der Rechte» für die Autonomie und De-ccnlraliialio» ins Treffen geführt wnrden. zer-ftot>«n an der Euada uns dcr unerschütterlichen Logik der Redner der Vc,fassung?p.,rlei. Da» alte Malheur unserer Nationalen, da» im RcichSrathe ihie Ausführungen zu begleiten pflegt, blieb ihnen auch diesmal getreu und wie in der Wehrgesetzdcbatte die Kapriolen de» Pater tkljnn allgemeine Heiterkeit erregten, so wurteu auch diesmal die Hallucinationen des Lande«» thierarzte» Herman, dcr in lai'gweiliger Rede s ine in der steirischen Lanvstube schon wiederholt zum besten gegebenen Theorie» auskramte, mit mitleidigem Lächeln begrüßt. Dcr Zufall süßte e« auch, daß der na-tionale Exaltado seine RettungSphantasien gerade nach der glänzenden Reoe de« Abg. v. Plener loSlass'N mußte, daher die Hohlheit un? Geistes» armulh seiner Expectorationen, denen auch der kleinste Schwung einer B»geisterung fehlte, in contra-stirenter Grellheit zu Tage trat. Herr Herman sprach sich in erster Linie gegen cie Eentralisatiou und gegen die Abhängig» keit dcr Landesverwaltung vom Staate aus. Die Länder der österreichische» Monarchie seien schon in den frühcsten Zeiten autonom gewesen und noch ehe »>e Habsburger regierten, habe man in Steiermark den Herzogshut gehabt. Dcr Kaiser regiere das Reich, das Land aber beherrsche der LanseSherr. Der Schwerpunkt dcr Verwaltung müsse im Landc sclbst sein. ES müsse daher die Majorität deS Haust« cin Autonomiegcsctz ein» bringcn, welche« die öompcien; deS ReichSratheS auf das Reich beschränkt und den Landtagen die Verwaltung de« Landes überläßt. Die Politik der Zweidcntigkcit hat cS aber dahin gebracht, daß Niemand we>ß, woran man sei. Die Aenrerurig des jetzt herrschenden Systems ist die Hauptsache, allesUebrige Nebensache undAufgabedeSParlamenie» ist e«. die betreffenden Maßnahmen zu treffen. Wie bei einer Dilettanten-Vorstellung die Nachsicht des Publikums einen unfähigen Da,-steiler oft durch Applaus ausmuntert, so klatschte auch diesmal die Rechte dem freiwilligen nationalen Märtyrer Beifall. Aber dieser Beifall bewies eben, wie ber Abgeordnete Dr. M en g er t,cs» send bcmcrklc, daß mit cmcr Prrtei, die sich nicht schcuc eine solche Rede zu acclamiren jede Di«» cusfion unmöglich sei. Der kristallisirle Blödsinn, der nichts Geringere« als die Beseitigung kc» österreichischen StaatSgedankenS verlangt uuv die Entthronung de« Monarchen aussprich«, fand da» her nur die gebührende Abfertigung. Von dcn Rednern der Rechtspartei sei hier poch der Rede de» Führer« dcr Iungczechcn Gregr Erwähnung gechan. Dieser Abgeordnete, dessen Mundwerk sonst von Pcrsöhnuii^Sphrascn ' übersprudelt, bezeichnete die Deutschböhmen al» | Nachkommen eine» aus der ginzen Wclt zusammen» ' gelaufenen Gesinrel«, welches nach Veröiung Böv-mens im dreißigjährigen Kriege sich in seiner Heimaih angesiedelt habe. Daß zu diesem „Gesinde!." welche» nach dem Jahre 1620 in Böhmen einwände, te auch die Geschlechter der Schwarzenberg, Thu», Liechteus.ein gehören, irritirt« deu mit der Mist gabel hantirenden Parlemantarier sehr wenig. Ebenso wenig dachte er daran, daß gerade ein deutscher Fürst Karl IV. aus dem Hause Luxemburg. Böhmen zu einer Blüthe brachte, daß durch ihn Künstler und Handwerker au» Deutschland herbeigerufen, Dörfer und Städte gegründet, Ackerbau und Geiverbesleiß de-fördert, Straß.» und Brücken angelegt. Haiden und Walter urbar gemacht und die erste v e u ts ch e Universität i» P.ag errichtet wurde, welche bald von 5tOO bis 7000 Studi,e»den. die gewiß nicht den Nachkommen Ljibussa« entstammten, besucht wurde. Die Budgetdebatte, in der von dcn Rednern unserer Partei, da« deutsch-liberale Pio^ramm mit durchwegs sachlichen Gründen verth.idigt wurde, wahrend die gegnerischen Abgeordneten ihre altbekaunteu Anklage» frisch übertüncht zum Ausdrucke brachte», bringt neuerdings den Be-weis, daß von einer Aussöhnung dir Rationen »och lange keine Rede sein kann, daß Trotz und Eigensinn da» reichSgcfährliche Begehren der Rechtspartei nicht aufgeben läßt vnd daß nur der nationale Fanatismus ihre staaldeglückenden Programme redignt. Polnische R»»«sch»». Citli. lv. April. Die Krise im Reich» Fiuanzministerium ist definitiv zum AuStrag gebracht. Gestern publicirlen die amllichen Blätter in tLieu und Pe't die Enthebung de« Baron Hosmann und tie Ernennung Szlavy« zum ReichS-ginanzminister. Die Enthebung de« Baron Hoffmann vom Amte Fcuillcton. Pas Keyeimnib dcr chrafenfamitie. Roman von Emil Henry. <4. Fortsetzung.) Gras Roman errieth diesen H.'rgang, ino um keine» Verdacht aufkomme» zu lasse«, bestärkte er sclbst noch die Leute in ihrem Glaube« an den Vampqr, während der Arzt das einfache Factum eines Schlaganfalls conftatirte. Colin warf die Cigarre fort und sprang auf. — Und wo ist jetzt Graf Adam ? Hat man ihn nie wieder gesehen? — Niemals. Graf Roman reiste bald dar-auf nach Pari«, feinen Cousin sah er nie wieder, hörte auch nie wieder etwas von ihm. — Er ist also todt? . . . — Der Graf vermuthete da» Geqeniheil. Er belMpiet, ihn gestern auf dcr Jagd gesehen zu haben. — Welchen Grund kann er aber haben, so viele Iahie verborge» zubleiben? Warum trat rr nicht aus u id verlangte sein Erbe? — Du vergißt, daß sein Tod constatirt war. Dem Grafen Roman wäre es gewiß nicht schwer geworden, ihn für eine» verwegenen Abenteurer und Betrüger zu erklären. — Da« mag wohl sein. Er wird aber seine Ansprüche deshalb nicht ausgegeben haben. Be» denke, daß seine Existenz für un« eine Gefahr ist. Kaun er sein Recht beweisen, so ist Graf Roman ein Bettler, und die Millionen der schönen Wauda sind verloren. Wenn er zwanzig Iaire geschwiegen hat, so folgt daraus noch nicht, daß er seine Ansprüche ausgegeben. Er wiro eine« Tage» auftreten und fein Erbe zurückverlangen, ooer er wird . . . Weiß Graf Roman, ob erge> heiratet, ob er Nachkommen hat? — Ich sagte Dir schon, daß Graf Roman nie mehr etwa« von ihm gehört hat. Eolin durchmaß mit großen Schritten da» Zimmer. Ein Gedanke schien ihn lebhaft zu be-Ichäftlgen. Der Fürst folgte ihm besorgten Blicken. — Du glaubst doch nicht, sagte er, daß unser Plan noch mißlingen könnte? Der Andere blieb plötzlich vor ihm stehen. — Mißlingen? rief er. Rein! Wenn wir wachsam sind und klug, kann er nicht mißlingen, obwohl ich jetzt bestimmt glaube, daß un» Ge» fahr droht. Du sagtest, daß der angebliche Vampyr, dcr au dc» alte» Grasen Sterbebette gesehen wurde, sein Sohn war. Wer war dann der Vampy , 5en heute Fiau Hedwig sah? Oenn sie hat Je» mand gesehen, jetzt glaube ich nicht mehr, daß ihre Einbildung ihr etwa» vorgejpiegelt. Ist e» Di? nicht aufgefallen, daß Wanda nicht sofort öffnete ? Hast Du nicht ihr scheue» Weseu be-merkt? — Hölle und Teufel! rief Dimitri, auf-springend. Wenn Du Recht hättest! — Ich habe Recht. Darauf kannst Du Dich verlassen. Wir werden un» nach zwei Seiten zu wehren haben: gegen etwaige Erbansprüche de» Grasen Aoam, uns gegen den Liebhaber Deiner Braut. Laß un» ruhig überlegen, wa» wir thu» müssen. Er ließ sich wieder in cin Fautcuil nieder und zündctc eine frische Cigarre an. Sein unverwüstlicher Gleichmuth regte den Fürsten auf. — Ich begreife nicht, rief er, wie Du dar-über so ruhig und gleichgiltig sprechen kannst. Wen» Wanda einen Anderen liebt und ihm in ihrem Zimmer Rendez-vouS gibt, dann muß e» ihr Vater e,fahren . . . — Wcil die» dcr bcste Weg ist, die Liebe Deiner B,aut zu erwerben, sagte Colin und sah mit spöttischem rächcln den Rauchwölkchen nach, die in bläulichen Ringen zur Decke emporstiegen. Nein, nein! fuhr er fort. Wir müssen einen anderen Weg einschlagen. Vorerst müssen wir er-fahren, wo wir unsere Gegnern zu suchen haben, denn gegen unsichtbare Feinde zu kämpfen, ist des ReichS-Finanzminister» erfofßte unter Vorbehalt der Wiederverwendung und Verleihung dcS GroßkrenzeS des LeopoldordenS. Im ungarischen Dgeordnetenhanfe kam es zu einer intcreffanlen Sprachenfrage-Dedatte. Der Abgeordnet? MadaraSz hatte die Entdeckung ge macht, daß in der StaatS-Maschinenfabrik in Pest die Geschäsissühning jum Theil in deutscher Sp'ache e,folge. Seine Entrüstung darüber wurde selbst durch r*i Einwand nicht gemildert, daß es keine magyili^che Terminologie in diesem Fache gebe. Angenommen selbst. meinte er, daß eS keine ma.yarische Termino'ogie gibt, so möge man sich der magynistben Sprache mit fremder Termino-logie bedienen. EommunicationSminifter Pechy suchte den Vorwurf des unzulänglichen nationalen Eifers durch die Verdienste, die er sich um die Mazyiri sirung der Eisenbahnen in Ungarn erworben, zu entkräften und sprach schließlich den gewiß richtigen Satz au», daß es nicht angehe, tie Deutschen mit einem Schlage au» allen öffentliche» und privaten Stellung»» im ^ande zu entfernen, sondern daß dieser wilnschenSwerlhc Proceß allmälig zu erfolgen habe. In gleichem Sinne sprach auch Herr v. Tisza, womit dieser Zwischenfall seine Erledigung fand. Als weiterer Beitrag zur Charakieristk des magyarischen Chauvinismus mag die Nachricht des „Pesti Hirlap" dienen, daß man im ungarischen Ministerium gesonnen sei, dem deutschen Theater in Pest eine Galgenfrist von drei Monaten zu gewähren, „die heurige ThealerSaison bis Ende Juni ruhig zu Ende gehen zu lassen u»d dann diesem deutschen Theater keine wiitere Eon« cession zu ertheilen, wie denn überhaupt in ganz Ungarn (das Sachsenland und das Banal aus-genommen) keine Concession für ein dculschcS Theater mehr ertheilt werden solle." Die Kanzlerkrisi« in Deutschland hat den allgemein erwartete» Abschluß gefunden. Der Kaiser hat die Demission des Fürsten Bismark nicht angenommen, sondern denselbe« ermächügt, heil» BundeSralhe die ihm nöthig erscheinende» Aenderungen de« organischen Statut? zu beantragen, um der Wiederkehr solcher Vorgänge wie in ter SamSlagSsitzuüg deS BundeSralhe» vorzubeugen. Der deutsche Reichstag hat gestern die erste Lesung des Wuchergesetzes vorgenommen, und wie sehr dieses Gesetz als eine Nothwendigkeit betrachtet wird, geht aus dem bezeichnenden Umstände hervor, daß selbst ein Schulze-D-litzsch. also cin Vertreter der fortschrittlichsten ökonomischen Theorie, seine frühere Opposilioa geize» das Wuchergesetz aufgab. Allerdings hob der Redner hervor, daß cin C»i-minalgesetz allein nie der wucherischen Ausbeulung der Nolh steuern werde und daß die „kleine Volks-wirtbschafl" nur durch die Entfaltung des Genos-seaschaftawefenS zu retten uns zu fördern sei. Reichensp-rger begrüßt die Vorlage freudig und bedauert nur, daß die ähnlichen Gesetze in Ame- stelS eine mißliche Sache. Wir müssen erfahren, wer Wanda« Geliebter ist . . . — Ader wie? Wo finden wir ihn, da wir ihn doch nicht gesehen haben V — Geiuld I DaS überlasse mir. Ih werde ihn finde». Das heutige Rendez-vonS wird nicht das letzte gewesen sein, und beim nächsten wird er nicht so sparloS verschwinden wie heute. — Ja wohl, wir müsse» ihn anhalten . .. — Beileibe nicht! rief Eolin. NichlS wäre ungeschickter al« das. Außer, wenn der Fürst Di-mitri Pelloff vielleicht ?ust hat. mit seinem Ri-vali» ein paar Kugel» wechseln und sich durch einen gul gezielten Schuß seiner zu «»tledige»... — WaS willst Du also thun? fragte Di-mitri, ohne die Ironie in den letzten Worten seines Gesährten zu beachten. — Was ich thun will? Das ist doch sehr einfach. Ich werde ihm folgen, um zu erfahren, wer cr ist. und dann werde ich daiür sorgen, daß ein neues Rendezvous ver'itelt wird und er Dir nicht etwa die Braut noch vor dem Hochzeitstag einführt. I l Wanl>a erst Deine Frau, dann habe» wir ihn nicht mehr zu süichten, und es bleibt nur noch Gras Adam, mit dem wir auch noch fertig werde». — Dieser dürfte aber schwerer zu finden fei». — Vielleicht doch nicht. Mir ist nur Eins noch unklar. Wenn Graf Adam seine» Vater und rika und Oesterreich i» ihren Bestimmungen zu wenig scharf seien. Die Bischöfe von ManS, Nante«, Anger» und Laval richteten an den Präsidenten der fran-zösilchen Republik einen Protest gegen die März-Decrete, worin sie behaupten, die Decrele ent« hielten einen Angriff auf die Rechte der Bischöse Und der katholischen Kirche. Der Präsident wird aufgefordert, die Deciete zurückzuziehen. N<>ch einer Mittheilung de? „Times" werden . die Minister nach erfo gter Rücktcdr der Königin einem Clbinete der Viber*(en Platz machen. Ueber die voraussichtliche Haltung de« neue» EabinetS in Fragen der äußeren Politik geben sich die „Times" der Hoffnung hi», daß es keine gar zu große Veränderung auf diesem Gebiete hcraufbe-schwöre» werde. „ES wird — so sagt daS City-blatt — den Berliner Vertrag i» Uebereinstimmung mit der öffentlichen Meinung Europa» uns der Politik der Gioßnächte aufrechterhalten." Entgegen den Gerüchten, daß mildere Zeiten im Czarcnreiche aufdämmern klingt die Nachricht, daß in Petersburg die Zahl der Polizeirevierauf-feher von 250 aus 100J e,höht wurde. Gemrindcratho-Tiyung vom 9. April. Unter den vom Borsitzenden. Bürger-»i e { st t r Dr. Neckerman n. zur Verlesung gelaugten Einlaufen befindet sich eine Zaschrift des Statthalters Baron Kübeck. worin derselbe bekannt gibt, daß er die Glückwünsche der Stadt Eilli aus Anlaß der Verlobung de» Kronprinzen mit dcr Pri»z:ssi» Stephanie von Belgien sowohl dem Kaiser wie dem Kronprinzen überbrachl hibe. daß die Glückwünsche huldvollst entgegengenommen worden seien, und er beauftragt worden wäre den Allerhöchste». beziehungsweise höchsten Dank zur Kenntniß der Stadt^emeinde zu bringen. — D»S Schriftstück wird dem städtische» Archive.'inverleibt. E>» Erlaß der Statthaltern gibt bekannt, daß da» ^andeSverlheidigungSministerium die Be-willigung zum Umbaue der Vasfnigg'schen k'eder-sabrik in eine Vandwchrkaserne bewilliget hibe. A S EomnnssionStag für die Prüfung und Fest-setzuug de» BaaprogiauimeS wird der 20. d. M. angesetzt und die Wahl von fünf Mitgliedern de« Ausschusses in die Commission beschlossen. Ei» Amtsvortrag ,ibt bekannt, daß die Blal-tenkrankheit sehr um ;ich greife, daß dieselbe sehr leicht epidemisch werden könne, daß es daher die Vorsicht erheische, zumal daS Gisela-Spital über-füllt sei. ein Noihspital zu errichten. — Es wiid daher die Sektion II ersucht unier Zuziehung des SladiarztiS. sofort die nothwendigen Erhebungen zu pflegen und Vorschläge zu erstatten. Der Verein zur Hebung der ^ande-pferdelucht in Steiermark ersucht zur Regelung de« Hufbeschlag-wesen» die Errichtung eii e« diesbezügliche» sechs-wöchentlichen EurseS für Schmiedegejellen in Graz die andeien Verschwörer der russischen Regierung verrathen hat oder verrathe» wollte, dann mußte er nach dieser Seite Verbindungen hibcn. die er nach seiner Flucht au» dem Gefängniß gewiß leicht dazu benutze» konnte, seine Indenlität irnt dem Erklärten nachzuweisen. — Das ist die Vliese, die mir in de» Grasen Erzählung auffiel, bemerkte Dimitri. „Er wird sich natürlich gescheut haben, ein-zugestehen, daß die Documenee, durch welche er Adam'» Schuld nachwies, g,fälscht waren . . . — Gefälscht I Vo» wem? Wie wäre da» möglich! — Seit wann we ßt Du nicht mehr, daß eine geschickte Hand, j.de Schrift nachzuahmen vermag? — Graf Roman sollte also die von ihm vor» gelegten Briefe gefälscht haben, um seinen Cousin z» vernichten? .. . — Und dann sein Erbe zn werden! Aller» ding» ! — Ich muß gestehen, daß die einen Augen-blick auch daran dacht?, ol» der Graf von dcn Papiere» sprach. Er schien befangen, eilte rasch, mit wenige» Worte» über diese» Vorfall hinweg. — Deine Verwuchung kann richtig sei» . . . — Dann ist sie unbtiahlbar! Al» Mitwisser einer Schuld de» Grase» hab«» wir ihn in un« scicr Gewalt. durch Stifung klciner Stipendien vo» 20 — 30 jl. zu unterstützen. Ein zweite» Schreiben de» gleichen Vereine« ersucht um eine BeitragMriftung für Beschickung der Sande« Aufstellung im Interesse der Pf er Je» juchl. Beide Schreiben wurden der Fiuanzsection zur Beschlußfassung überwiesen. Nun gelangt ei» vo» sämmll che, Ge» meiiidertilhen unterzeichneter Retolulionsantrag zur Verlesung. Derselbe lautet: „D{t^tmtinöt-rath muß jeden V c r | u 4, d i e Mittelschulen de« steirischen Unterlandes zu slovenifiren al« einen ungeheuren Rückschritt in allen Zweigen des Unterrichtes bezeichnen, er muß in einem solchenVersuche einen An-griff auf die vitalen Interessen nicht bloß der Stadt uns der Deut-schen, sondern auch d e r Slovenen erblicken und müßte diesem V e r-suche mit allen gesetzlichen Mitteln entgegentreten." Nachdem dieser Antrag mit markigen Wem» begründet worden war und all die Gefahre» für den Unterricht in einer Sprache, die noch nicht Über die elementare Ent-Wicklung hinaus ist, die stets nur eine Umgangs-spräche sür engere Kreise sein und bleiben wird, klargelegt wunen, wurde der vorstehende Autrag e i n ft i m m i g zum Beschlusse erHoden und gleich-zeitig die Absenkung einer Petition an beide Häufer des Reichsrathe» um Nichtzulassung dcr Slaven ist-r u li g dcr Mittelschulen des steiri-sche» Unterlande« beschlossen. Den Gegenstand der Tagesordnung bildet der Bericht der Finanzsection üver die Gemeinde-lechnung pr. 1879. Hiebei referirte GR. Ferjen über die Psründnerrechnung, G.R. Carl M a t h e » über die Armensandrechnung, G.R. Julius Ra kusch über tie Mauth-, Tbeater-, Hundesteuer- und FriedhosSrechnung. G.R. Frcnz Zangger über die Voksschuirech-nung und G.R. S t i g e r über die übrigen Ver-waliungeposien. Nach Prüfung sämmtlicher Posten und An-nähme der von der Finanzsection gestellten Anträge wird dem Bürgermeister für da» VerwallungSjahr 1879 da« Absotutorium ertheilt. Wir entnehmen hiebei dem Abschlüsse der Kamincramtsrechnung der Stadtgemeinde Eilli pro 1879 nachstehende Zahlen: Einnah inen: Bezahlt. RüctNände. Büegerrechtstazen.......221.UI 10.— Mielh- und Pachtzins«.....9019.01 Aorstproduete.........S16S.8? 1100.22 Äausichillingt.........2798.08 1107.— jr Forlsrtzung im Einlageblatt. ~&G Vor eist freilich könne» wir nichts thun al« warten und beobach en . . . Hier ist ei» Brief für Dich, der soeben angekommen ist. fügte er hinzu. — Ein Brief? Ah! Vom Fürsten! Dimitri erbrach den Brief und überflog rasch feinen Inhalt. — Der Fürst schreibt mir. sagte er, nachdem er gelesen, daß er e« sich nicht versage» könne, zur Feier meiner Verlobung selbst »ach Warschau zu komme». Wen» ich diese» Brief erhalte, werde er schon unterwegs sein. — Dadurch bist Du gezwungen, sofort ab-zureisen, erwiderte (Solin. Da der Brief Dir von Warschau hieiher nachgeschickt wueve. trifft der Fürst wahrscheinlich schon heute dort ein. — Wie kann ich jetzt fortreisen? Du weißt doch, daß wir Wanda'« Geliebten suchen müssen. — lleberlaffe diese Sorge mir. Ich bleibe hier, und r« genügt wenn Einer von un« Wache hält. Ueberdies bin ich gezwungen, hier zu bleiben, denn auch ich habe einen Brief e'halten, und dieser bestimmt mir hier ein Rendezvous für heule Abend. — Ah! — Einen Blies au» Warschau! — AuS Warschau? 'Wer sollte Dir von dort schreiben? Du bist doch fremd ... Beilage zur Nr. 30 der„Cillier Zeitung." Divers?........... 64.13 Artiv-Inleresien........ 1020.50 Jahrmarkt und Standgelder . . 767.40 Hund^euer.........316.— Mauth. verschiede«« Einnahmen RÜckersätz«........(5862.19 3570 Gemeindeumlagen aus die directe Steuer.....11451.68 4851.59 15'/. Umlage aus eingeführte« Bier und Branntwein'. . . 341.— 16V» ^rzehrungisteuer aus Wein und Fleisch..... 1800 — 15'/, Umlage aus Bier und Branntaeinerzeugung . . . 1076.68 2*/o Zin?treuz«r .......2805.59 1140.78 iöorf rt fiffc aus Ziücker atz .... 1017.94'/, Ausgaben: Ausgegeben. Rückständig. Funtlions Gebühr deS Bürger-meitter», Gehalt». Pensionen. Wachmann ichasl, Kanzlei und Arrestersorderniße.......9406.70 8.48 Steuern U.Umlagen Reparaturen an den städtischen Gebäuden . . 3779.4' 89.74 Gewinnung von Forstprodukien . >721.9? Werkzeuge. Kaminseger, Mähr- ungsräumer....... 293.87 Waldcullur und Aussicht .... 1186.31 Feueraflecuranz und verschiedene Auslagen........ 206.33 Passiv-Interessen eapilalisirt und bezahlt........26879.85 Städtisch« Gesälle div. Ausgaben . 205.97 Strabenerhallung. Pfiasierung, Kanäle, Brücken. Stege, Userschutz. Strapenbeleuch-hing. Stadtverschänerung Mauih tnhebungsregie . . . 7485.39 12.75 Armenoersorgung ....... 1644.09 SanitätSauSlagen....... 557.76 31.— Feueilöschersordernjsse undÄrun- nenerhaltung ......187.55 Bürgerschule......... 1940.98 Bslksjchule.......... 4425>0 Beiträge für Kunst und Wissen- ,'chafl.......... 71.38 10- Heeresergänzung, Bequarlirung. Abichreibungen, Festlich- teilen k.......... 738.27 Vorschüsse auf Rückm'ay .... 312.23'/, 302.82'/, Theater........... 7790.34 Zriedhof........... 9112.13 1732.77 Sämmtliche Pafjio-Öapitalieu bestehen in: ft. 100.000 — erste steierm Spar-Casse in Graz. „ 26.000.— Spar Caffe Eilli-„ 12.600.— „ Laibach. sl 5.460.— Frau Therese Degen. „ 9.000.— Kaufschillingsrest vom Theater. „ 9.500.— Friedhof. st. 162.500.—. ES verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß mit Schluß des Jahres alle Rück-stände bis auf ff. 151.97 geordnet, olle Zinsen in Vorhinein bezahlt waren und ein baarer Cassa-rest vo» st. 6262.26 verblieb. Ueber das Ansuchen des Schützen-Comit»!« zum Bundesschießen in Wien einen Beitrag zu leiste«, so wie über daS Ansuchen einen Veitrag zu einer WohllhäligkeilS-Lotterie zu Gunsten des Vaufondes der M arienkirche zu Jaroslau zu leisten, beaniragt der Obmann der Finanz. Sektion G.R. Stiger Uebergang zur Tages« ordnung. Schließlich wird über Antrag StigerS beschlossen im Sinne der neuen Sparcassestatuten an den Sparkasse.Ausschuß ein Gesuch zu richten um AuSsolgung von fl. 10.000.— au» dcn Zinsen des ReservefondeS zur Deckung der durch die Erbauung der Volks» und Bürgerschulen, deö KreiSgerichtSgebäude», der Erwerbung des Theater-gebäu?eS, der Erwerbung und Erbauung der vor« fchriftSmäß'gen Landwehrkaferne aufgewendeten und «och aufzuwendenden Summen, sowie deren Ver-zinsung und Amortisation. Kleine Chronik. vitli, 10. April. (Tüffer, den 8. April.) Heute wurde dem hier anwesenden Professor Dr. ^orenj Ritter v o n S t e i n das Ehrcnbürgerdiplom des Marktes Tüffer durch den Bürgermeister E. A m o n in Gegenwart der Gemeinde«üthe ElSbacher und D r o l z in feierlicher Weife überreicht. (Thierfchutz Verein.) Dem Verwalter des Gutes Gairach Carl Dsppler wurde vom steiermälkischen Thierschutzvrrcin durch den Filial-volsteher ^u Tüffer Herr E. Trapp ein Anerken-nungS-DtPlom für seine besondere Thierfreund-lichkeit übergeben. Hcrr Doppier hatte eine.'. Hund, der sich in ein FuchSgeschleis v.rrannt halte und nicht mehr ans demselben herauskommen konnte, dadurch gerettet, daß er auf eigene Kosten durch fünf Tage Sprengunzen vornahm um das Thier vor dem Hungertode zu bewahren. Außerdem ist der Genannte als Thierfreund bestens bekannt. (Neuer Kohlenbau.) Im Drann-Tha!e, welches vom Bacher Gebirge gegen tie Drau zieht, eröffnete die Fürstin Dawid ff in London einen ergiebig'» Back- und Braunkohlen-Bau. (GemeinderathS-Wahlcn in Lai back.) Ä ie der II. Wahlkörper, fo wäh te auch der I. Wählkörp.r mit bedeutender Majorität nur liberale Eandidaten. DaS Siiminenve:hä'.t»iß im — Aber die Schreiberin des Briefes ist mir nicht freu». — Ah! Ich b greife. Eine kleine Liebes-assaire . . . Anstatt zu antworten, zog Colin einen Brief hervor und Hielt ihn Dimitri dicht vor die Augen. Dieser prallte entsetzt zurück. — Cornelia! tief er. — Sie selbst. Der Brief enthielt nur die lakonischen Worte: „Ich komme heule Abend. Cornelia." Colin weidete sich einen Augenblick an dem Entsetzen seine« Freunde». Dann faltete er dcn Brief bedächtig zu-fammen, steckte ihn wieder in sein Portefeuille und fragte lächelnd: — Was nun ? — Der Brief war an Dich gerichtet? — Ja wohl, an mich. — Sie scheint also nicht zu wissen, daß ich da bin. — Thor! Dieses Weib weiß Alles, was eS wissen will. Wenn sie mich gefunden hat, dann weiß sie auch, daß Du hier bist. — Sie wird uns verderben! Sie wird Alles verrathen! — Das glaube ich nicht. Wenn sie es wollte, hätte sie eS schon längst gethan. Da sie a» mich schreibt, zeigt sie, daß sie Lust zum Unter-handeln hat, und ein Feind, der sich in Unter« Handlungen einläßt, ist nur noch halb gefährlich. — Du wirst sie a^so empfange» ? — Soll ich sie abweisen? fragte Ea'.in statt einer Antwort. Damit sie hingeht und Überall er» tählt, der Fürst Dimitri Petroff fei nicht der, für den er sich auSgiebt, sondern . . . — Schweig! rUf Dimitti, Indem er k-ampf-hat Colin'S Arm ergriff und sich scheu umsah. Die Wände haben hier Ohren I — Du mußt sie empfangen, fuhr er fort. Ader was willst Du ihr sagen? Daß ich ver-lobt bin? . . . — Da» dürfte sie längst wissen. Wenn sie erfahre» hat, wer Fürst Dimitri Petroff ist, dann kennt sie heute auch schon Alle», was Du feit Deiner Ankunft in Warschau gethan hast. Darauf kannst Du Dich verlasse». Du kennst sie übrige»? eben so gut wie ich. — Sie wird verlangen, daß ich mei'ie Verlobung auflöse. — Da» wird sie nicht. Cornelia ist ein zu kluge» Weib, um einen sichern Gewinn einem un« gewissen zu opfern. V-rräth sie Dich — dann ist ihr Gewinn gleich Null, ganz abgesehen von der Gefahr, der sie selbst sich dabei aussetzt, denn auch Laibacher Gemeinderalhe ist dHer: 20 Liberale und 10 Nationale. Der Beginn der neuen Aera, welche mit Böllerschüssen begrüßt werden sollte, ist daher wieder hinausgeschoben worden und auch die für den Wahlsieg eigens angeschaffte Fahne, welche von der Citalnica herab das kommunale Morgenroth verkünden sollte, muß für bessere Tage aufgehoben werden. (Tanzunterricht.) Der Tanzlehrer Ca» jetan Ooix. der bereits im vorige» Jahre hier Tanzuiilerricht ertheilte, und dessen Unterricht«. Methode tom besten Erfolge begleitet war, beab-fichligt auch diese« Jahr einen TanzeursuS hier zu veranstalten. Da Herr Doix sich hier einer all-seitigen Beliebtheit erfreut, so nehmen wir mit Vergnügen Anlaß das geehrte Publikum auf diesen CursuS, der mit l. Mai beginnen soll, aufmerksam zu mach.m. Eventuelle Vormerkungen werden be« reitwilligst in der Redaction unseres Blattes ent-geg »genommen. (Präservativ - Mafiregeln.) Da« Stadtamt Cilli bringt anläßlich des häufigern Vorkommens der Diphtcriti« und Blattern die Kundmachung vom 28. Jänner J879 Z. 241 womit eine allgemeine Desinfektion in der Stadt angeordnet wurde, neuerdings in Erinnerung. (Lebensgefährlich verletzt.) Beim Brande de« Rccher'schen Haufe« in Rohitfch ist der Gastwirlh Martin Lesiak vom ersten Stock« werke herabgestürzt? die Verletzungen sind so ge« sährlick', daß man die Rettung de« Verunglückten bezweifelt. (Wenn man Pech hat,) so kann Ei. nem nicht einmal der vordestimmte Haupttreffer in dcn Schoß fallen. Eine Teplitzer Familie, die mit einem reizenden Tötiterchen, dafür aber we-niger mit irdischen Gü:ern gesegnet ist, hatte tie Absicht ein Laibacher Loo», dessen Ziehung am 2. April stattgefunden, zu kaufen. Man verschob die Ausführung dieser Absicht, um in letzier Stunde eines der letzten, welche bekanntlich besonders glück-bringend sin), zu kaufen. Iia Trubel der G.schäfte vcrgaß man daran und der Verkäufer F. schickte den Rist pr. 6 Slück am Ll. v. M. an den „Merkur" nach Wien retour. Der boshafte Zufall wollte es nun, daß auf eines dieser Lose — Nr. 150.193 — der Haupttreffer fiel. (Eine Aufklärung.) I.i einer russischen Provi» »statt wurde kürzlich das Lustspiel „Viel Lärm um nicht«- gegeben. Nach der Vorstellung wurde lebhaft applaudiert und einer der Zuhörer im Parterre rief laut nach dem Dichter. Der Vorhang hob sich, worauf der Regisseur vorlrat und sagte „Entschuldige» Sie. der Autor, Herr Shakespeare, ist f l;on seit 2i) Jahre» toM." « * » Sacher Mai och gibt vom 18. April d. I in Budapest eine Wochenschrift unter dem Titel „Belletristische Blätter" heraus, dieselbe dürste in mehr als einer Be- wir können Mittheilunge,, machen, die ihr nicht angeinhm wären; schweigt sie aber, dann kann sie hoffen, mit uns theilen zu können. Glaube mir, sie kommt, un» ihr Schweigen zu verkaufen. — Wir müsse» es erkaufen. — Wir werde« es erkaufen. — Um jeden Prei»! — Wenn er nicht zu hoch ist. Deine Eor« netia darf nicht vergessen, daß wir in einer gün-stigeren Loge sind als sie. Uns kann eS leichter werten, sie für kurze Zeit wenigsten« unschädlich zu machen, al« ihr, uns ungestraft zu schaden. Reife ruhig nach Warschau — vielleicht folge ich Dir schon morgen, um Dir anzuzeigen, daß ich eine Gefahr beseitigt und eine Spur gefunden habe, die uns ermöglichen wird, auch der zweiten, nach meiner Meinung der ernsteren Gefahr zn begegnen. Sie besprachen noch rasch einige Angelegen« heiten, die Dimitri in Warschau eile'igen sollte. Dann ging dieser zum Grafen Roman, um ihm den Grund feiner plötzlichen Abreise mitzutheilen und sich zu verabschieden. Eine Stunde später hatte «r das Schloß verlassen. V. Die Sonne war untergegangen. Noch ein letzter, matter Lichtschimmer zitterte über die cotonnc auf dem Wege üfrr Csem und Szanto in d«r linken Flanke gedeckt. Die Wagen fuhren auf der Generals-Wiese in Ofen auf. ich aber rückte mit den fünf Uhlone» in's Lager ein. wo wir mit lautestem Jubel empfangen wurden. Bedenkt man, daß die Strecke vom Nordende Pest'S über Ofen nach Gran und zurück 24 deutsche Meilen ausmacht und daß wir dieselbe in 36 Stunden unter schwieligen Verbältnissen meist bei Nacht zurückgelegt hotten, so ist die« gewiß eine sehr achtbare Leistung von Mann und Pferd, was auch allseitig anerkannt wurde. Ich hatte kaum Muße gehabt die Kameraden zu begrüssen und Rapport zu erstatten. il» mich auch schon Seine Excellenz nach der Ofner Burg zu Sr. Durchlaucht dem Marschall hetzte, wo ich aber nur von dessen AdlatuS dem Feldmarschall» lieutenant N. empfangen wurde, da Seine Durch laucht unwohl gewesen sein soll. Meine Meldung wurde so entgegengenommen, als ginge da« gesehene Gefecht, so wie der Tod des General Götz die Herren in der Burg gar nicht» an. Ich machte eS daher kurz und wurde auch bald entlasten. Hierauf lhat ick zu Pest im Hotel Erzherzog Johann was O ysseu» der gött-liche Sauhirt stets ge.hin, ehe er weiter wan-derte: ich stärkte mich durch Ep.-i'e und Trank und kehrte kluger Weise erst nach Tisch in» Lager zurück, woCicellenz Banu» Iellucbich ne^st vielen hohe» Herren sich befanden, eeneu ich alles Erlebte wiederholen mußte. Dcr BanuS beglück-wünschte mich, drück« mir die Hans, ließ meinen Namen vormerken und stellte mir dcn Antrag in seinen G^neraistab einzulreten. Allein Se. Excel« lenz F.M.L. Es. piotestirte dagegen, mit dcr Be-merkung, daß ich im nächsten Monal Lvanciren und seinem Generalstab zugetheilt werde» würde, was auch wirklich geschah. Im Lager selbst wurde eine kleine Festlichkeit veranstaltet. Die Mannschaften von EivallaU Uhlanen und der Infanterie wurden von den Of-ficieren b:ider Regimenter gleicher Nationalität bewirthet und jubitirte» di» spät in die Nacht. Auch wir Officiere toaslirteu in heiterster Stim» mung auf verschiedene Personen und Dinge. Für die 6 braven Uilanen wurde eine Collecte verau-staltet und jeder Mann mit 11 fl. Silber betheilt. Hauptmann H. aber, der mich beim Worte genommen halte und somit Ursache der ganzen Affaire gewesen war, nahte sich mir ernst, reichte mir die Haus und sagte: Verzeih Bruder, mit Dir streite ich nie mehr i n Leben, die Angst, die ich durch zwei Tage um Dich hatte war ein f, rcht-bare Strafe. Ein kameradschaftlicher Händedruck und Alles war beglichen. Ich meinte blo» : Gott-lob e« siel gut aus, halle abee sehr leicht schlimm werden können. — Nun, die Bagage war da und noch am selben Tage hatte tie gejammte Armee-Division frische Wüsche — eine unschätzbare Wohlthat — und Geld bekamen wir auch, da die Lassen ebenfalls da waren. Honrse der Wiener Aörse vom 10. April 1880. Golbrente...........90.15 Einheitliche Staatsschuld in Noten . . 73.80 „ , in Silber . 74.20 1860er Staa'.S AnlehenSlose .... 130.50 Bankactien...........841.— Creditactien........... 287 50 London............118.60 Navoleond'or.......... 9.44 ^/, k. t. Münzbucaten........ 5.58 100 Reichsmark.........58.35 Ankunft und Aßsafirt der Eilen-öaknjüg e in Rittung Wien« Tricst: Ankunft Abfadri Post,ua.....................11.26 11.34 Mitlq. Gemischter Zua..............5.22 5.32 Abds, Beschleunigter Postzug.........11.59 12.01 NchlS. Schnellzug...................3.57 3.50 Nchts. Richtung Triest - Wien: Beschleunigter Postzug ........6.29 6.37 Früh. Gemischter Zug ............. 8.56 9.03 oorm. Bos'zug................... < 31 *.3U Itchm. Schnellzug..................12.15 12.18 9icht-J. Localzug Cilli-Laibach: Abs v. Cilli 5.?0 Früh. Ankfl. v Laibach lü.32 Nacht». Mit I. April 1880 begann ein neue» Abonnement auf die wöchentlich zweimal erscheinend« „Hillier Zeitung". Der Abon» ment^prei» beträgt: Für Cilli mit Zastellung in» Hau»: Monatlich fl. —.55 Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig , 6.— Mit Postvcrsendung (Inund): Vierteljährig fl. 1.60 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig , 6.40 Jene P. T. Alioun^nten. deren Abonnement mit 31. März d. I. zu Ende ging ersuchen wir um sofortige Erneuerung, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administration dcr „Cillier Zeitung." ziehung eine Spezialität werden. Vor Allem schreib! Lacher Masoch sein Blalt ganz allein und dann besitzt er unstreitig ein ihm ganz eigenthümliches Gebiet von fascinirender Pikantem, was dem neuen Blatte ein be-sondere« von dem Character beutst er Familienbläller abweichendes Gepräge geben und dasselde ausschließlich zu einem Salon und Äoudoirbla'te machen dürste. Episode aus dem Kriegsleben 1819 in Ungarn. (Bon einem Veteranen.) (Fortsetzung und Schluß.) Ein solcher Umstand mußte da» Gcmülh de» grausamsten Oberlieutenant» bestechen, geschweige denn meines, da« sich bi» zur Stundc keine» rück-sichtSloscn Vorgehen» fctuldig machte. Auch hatte ich nicht gewußt wa« ich mit diesem Honved Of-freiere, fall» ich ihn gefangen nehmen wollte, an-fangen sollte. So schwatzten wir denn Alle recht lustig und heiter bei dem für mich schnell berei» teten Male. Gerne wären meine Leute sowohl al.' ich noch einige Stunden dort geblieben, wenn nicht plötzlich ein Mädchen u. z. da» Schönste todten-bleich in da» Zimmer gestürzt wäre mit dem ängst-lichen Rufe: „Schnell fort, die Hu'aren kommen!" Gleich darauf knallten auch zwei Schüsse der Grenadier Bedetten. Obzwar ich ganz gut wußle, daß die Husaren sich unmöglich in diese» beherrschte nur wenige Schritte breite Difi 6 wagen würden, wo sie auf Grenadiere stoßen mußten, beendete demungeacktet mein prächtige» unerirartete» Diner und nahm auf allseitige Bitten mich zu retten von der lieben»-würdigen Familie Abschied. Ich war bereits einige hundert Schritte in der angenehmsten Stimmung mit meinen Uhlancn in Trasp geritten, al« es mir einfiel, daß ich ganz vergessen halte nach dem Namen meines freundlichen Gastfreundes zu fragen. Ich lehne daher nochmals zurück und so erfuhr ich den be-reits genannten Namen. Die guten Leute waren jedoch sehr entsetzt, denn richtig befanden sich Husaren etwa ein Zug staik in dcr Nähe. Al« sie uns erblickten ver-schaffte ich den Mädchen da« Vergnügen einen hüb-schen, wenn auch leider kurzen Nun sehen zu lassen. Denn nur zu bald stießen wir auf Grenadiere, welche die Herren Husaren mit einigen Äugeln zur raschen Fronländerunz nöthigten. Nun ritt ich langsam gegen Gran mehr an die schönen OociSkischcn al» an oie Bagage denkend. Um 6 Uhr Abend« traf ich daselbst ein. Ich meldete mich sofort beim Commandan'.en dem Oberst des 22. Infanterie-Regimentes, we.cher die Abfindung der Bagage für den nächsten Tag auf der Hauptstraße über Dorog, Scaba nach Ofen Pest veranlaßte. Am gleichen Tage Nachmittag« zwei Uhr brachen auch wir dahin auf und langten glücklich um talb 4 Uhr Morgens doit an. Ich hatte mit meinen Uhlanen die Wagen- Landschaft dahin und ließ die Fenster de» Schlosse» rosig erglänzen. Auf dem Boden zeich« rieten sich die großen Schatten der Bäume ad, immer schwächer und schwächer, bi» sie in dem allgemeinen Halddunkel verschwamme». Alle« Leben schien in der Umgegend de» Schlosse» erstorben zu sein. Nur dann und wann schwebte noch ein Nachtvogel geräusch'o» unter den Zweigen hin. ader genau Acht gab. konnte eine dunkle Gestalt bemerken, die sich zwischen den Gebüschen vorsichtig vorwärt» bewegte, uns konnte dann deutlich einen Mann erkennen, der sich dem Schloß näherte. Er schien Jemand zu suchen, wollte a er selbst nicht gesehen werden. Au» dem Schloß kam ihm Jemand ent> gegen. ES war Eolin, dessen scharfem Blick die Ge-ftalt zwischen den Gebüschen nicht entgangen war. Der Andere bemeikte ihn. Er ging nicht »uhr vorwäll«. Er blieb im Schatten stehen und wartete. Im nächsten Augenblick stand Colin ncbcn ihm. Der Fremde zog den Hut. — Guten Abend, mein Herr, sagte er im reinsten Französisch. Colin erwiderte, ein wenig überrascht, den Gruß. — Sie scheinen nicht erwartet zu haben, mich hier zu treffen, begann der Ander« wieder. — Ihre Ansicht dürfte richtig sein, crwic-derte Colin. Ader Tie haben vielleicht Jemand Anderen erwartet, fuhr jener fort. — Wohl möglich. — Eine grau? — Eine Frau .. . — Die nicht gekommen ist, weil ihr Diener der vor Ihnen steht, e« übernommen, ihre Stelle zu verlreten. — Wer bürgt mir dafür, daß sie dir Wahr-heil sagen? Der Fremde trat näher an Colin heran und flüsterte ihm in's Ohr: — Cornelia I — Die» genügt! versetzte Coli.'. Lassen Sie unö jene Lichiuug im Wald aufsuchen. Wir können dort ungestörter sp-echen al« bicr, wo hinter jedem Strauch ein unbefugter Lauscher sich verbergen kann. Die Beiden schritten zwischen den Bäumen der Lichtung zu, und blieben in flüsterndem Ge-sprach in der Mitte derselben stehen. Die Nacht war inzwischen eingebrochen. Auch die kleine Lichtung, an der sich noch am längste» ein schwacher TageSschimrrer erhalten hatte, war nun in Dunkel gehüllt. Die in der Mitte Stehenden konrten zwar, wenn sie scharf ausblickten, auf mehrere Schritte Entfernung einen sich Nähernden bemerken, sie körnten aber nicht seh n, was am Ran) der Lichtung vorging, dort, wo eine uralte Linde ihre mächtigen Zweige wie ein schützentel Lauddach weit« hin ausbreitete. Auch von der Linde au» konnte man die beiden Gestalten inmitten der Lichtung nicht seben. Sonst hätten dcr junge Mann und da« Mäd-chen, die unter der Linde standen, nicht so sorg« lo» geplaudert. Da«, wa» sie sich mittheilten, war auch nicht der Ait, daß e» für Jedermann» Ohr bestimmt fein koni te. Der „Bampyr", der in dcr vorigen Nacht Frau Hcdwig so sehr crschrcckl hatte, stand dort »eben Comtesse Wanba, sie innig umschlungen haltend. Sie hatte» st» Beide zu dem Rendez-vou» bei der alten Linde eingesunden, welche Wanda in der Nacht, al» sie überrascht «urven, iu der Eile bezeichnet hatte. (Fvitsetzung folgt.) Danksagung. Allen .leiten die otn während der Krankheit wie bei dem Hinscheiden der unvergeßlich theuren Mutter 135—1 Agnes Gedlizka ihre Theilname in so liebevoller Weise bezeigten, danken wir aus tiefstein Herzen. Besondern in-itig> n Dank erstatten wir noch dem „Cillier Lcichcnbestattungs Comite", und allen Übrigon lür die Spende der schönen Kränze und dia überaus zahlreiche Hegleitung der uns so frtlh Entrissenen in ihrer letzten Ruhestätte. Die trauernd Hinterbliebenen. Schöne Wohnung befriedend lus 4 Zimmern. einem Sal n mit Bilkon, Küche, Speise. Holzlage nnd separatem Keller, Bodcr-slntheii etc., i !< r>0 Pferdekräfte) sammt Wohn-, Wirthsohaftsgeb&uden und Grundstöcken billig zu verkaufen oder auf 10 Jahre zu jedem anderen Unternehmen xu verpachten. 181 — 1 Näheres in der Expedition d. B, Siebente Hilfe legen Hals- v. Brnstleifleo aller Art bietet Apothek r O. Äfenieiir'* ein sehr angenehm aromatisch schmeckender, vollkommen haltbarer Extr ct der wirksamsten Alpenkräuter Tirols. 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Schmlt Alois und dessen Gattin, geb Bonlmayr, Anton, Josef und Michael, die betrübende Nachricht von dem Ableben ihres innigstgeliebten Sohnes, beziehungsweise Bruders und Schwagers, des Herrn CARL TISCHLER, Handelsmann und Realitätenbesitier in Wöllan welcher nach langjährigem Leiden, verseben mit den Tröstungen der hL Religion, im 43. Lebensjahre, heute den 7. April 6 Ubr Nachmittags «elig in dem Herrn entschlief. Die Beerdigung fand F.eitag, den S. d. M, um 10 Uhr Vormittags auf dem Friedhofe zu St. Martin bei S«hallek statt. TWe heiligen Heelenwessen worden Samstag den 10. d. M. um 8 Uhr Früh gelesen. Wöllan. den 7 Apiil 1880. 134-1 Anfertigung aller Gattungen Druck-Arbeiten in neuer Geschmacksrichtung.^ Tlitt*Kirten 11. —80 bis fl. 1*50 und höher. VerlatsliailDi Drucksorten für Gemeinde-Aemter, Pfarren, Nota; e, Advokaten, Haus- und Gasthofbesitzer etc. Bad Tüffer ia Untenteiermark. (Kaiser Franz-Josess-Bad.) m- d. Telegrasen-Statioii. Eröffnung der Saison um 1. Mai. 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Zu Folge seines äußer« anqenekmen tieschmackeS ist er »lindern nützlich, ein Bedütjniß aber lungen-tranken Menschen : Sängern und Rednern gegen um-flotte Ltimmen oder gar jjjeijutcit ein nothwendiges Mittel. Diejenigen P. T. Käufer, welche den seit dem Iabre 1855 von mir erzeugten vorzüglichen Schneebergs Ä.üute Allop echt zu erhallen wünschen, belieben stelS ausdrücklich Wilhelm's Schneebergs Kriiuter-Allop ;u verlangen. Anweisung wird jeder Atasche veigegeben Sine versiegelte Origiualflasche kostet I fl. 'ir> kr. und ist stet» im frischen Zustande zu haben beim alleinigen Erzeuger Franz Wilhelm, Apotheker in Neuiitircheu (ttitk.*Dt|lrrr.) Die Verpackung wird mit 20 kr, berechnet. Der echte Wilhelms SchneebergS Kräuler-Allop ist auch unr zu bekommen bei meinen Herren Ab-nekmern in Eilli Baumbach'sche Apotheke, „ bei Ios. kupferschmid, Apotheker. DaS P. T. Publikum wolle stets speciell W i I-belm'S Schnccbcrgs «rSuiee-AIIop »erlangen, da dieser nur von mir echt erzeugt wird, und da die n»ier dcr Bezeichnung Julius Bittucr'S Schnccbcrgs tirautre-Allop tiorkvmmcndcu ?abrikatc unwürdige Nachdil-duristkn sind, vor deut» ich besonders waruc. Sr. 772 Edikt. Keiner Reclaine keiner MürKtsctireierei bedarf da* von mir fabricirte und seit einem Jahr-hundert durch «eine riesigen Erfolge so rühmlichst bekannte Heil- und Wundpflaster. Universalheilm ttel gegen jede, selbst veraltete Wunde. kuochenfrass, Knochenkrankheiten, Fistelschäden, Salzfluss.Skropheln. kalten Brand, Ge-■ohwure aller Art, Wurm um Finger, krebsarti ge Uebel, erfrorene und verbrannte Glieder, Gicht u»d rheumatische Schmerzen, sexuelle Leiden et«, etc. Preis für eine Sohaohtel 2 Fl., für 3 Schachteln nur 5 FL österr. Whrg. Zusendungen erfolgen (nebst genauer Gebrauchsanweisung) narh geschehener Einsendung oder gegen Sachnahmc des Betrags. G. A. Mchger, Leipzig. SB. Obiges Pflaster. seit 1783 Familienge-helmnlss, wurde früher nur in Familie und Bekanntenkreisen verwendet, durch seine riesige, rasche und sichere Erfolge jedoch se'.t 1845 !> r Oeffeutlichkeit gegen geringe Vergütung preisgegeben. Der Obige. * Vom k. k. Bezirksgerichte TÄfser wird bekannt gemacht: Es sei ans Anstichen de« Herrn Joh. Radakovits, Cancnrsmasse-Verwalter die ver« stcigerungsweise Veräußerung des zur ConcurSmasse des W. BlaiiC. Krämers in Hrastnigg. gehörigen auf 3243 fl. 52 fr. gerichtlich bewertheten Mobilars, insbesondere deS gemischten Waarenlagers bewilligt und zur Borname derselben ein Termin auf den 12. April 1880 u«d nöthigenfallS an den folgenden Tagen Bormittag von 8 — 12 Uhr und Nachmittag vZ« 2 — 6 llhr in Hrastnigg Gemeinde St. Leouhard mit deut Beisätze anberaumt werden, daß die Veräußerung auch unter dem Schätziingswerthe stattfindet, daß übrigens die Meist-böte baar zu erlegen nnd die erstandenen Gegenstände sogleich wegzuschaffen sind. Tüffer. an, 17. März 1880. ***-' Per k k. Rez.-AilAer als öoncurskommissär. Ii Mit ihn ach ant/. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis» gebracht, dass am Donnerstag den 22. April 1. J., Vormittags 9 Uhr in Loke bei Sagor die Freiwillige Versteigerung der zum Verlasse des Herrn Blas Dellaoordo gehörigen Hausrealität Conscr. Sr. 52 s-unmi Waarenlager stattfindet und die Lieitations-Bedinguisse sowohl beim k. k. Bezirks - Gerichte Littai als auch in der Advokaturskanzlci des Herrn Dr. Johann Sajovic In Cllli eingesehen werden können. 132—3 „TIIK GRESBAra" Lebens - Versicherungs - Gesellschaft in London. Filiale für Oesterreich, Wien, Opernrins 8. Recbenscliasts - 13eriolit vom 1. Juli 1877 bis lnol. 30. Juni 1878. Acliva...................................kr. 62.Ü19.S18 — Jnhreseinkommen aus Prämien und Zinsen............. ....... 13,050.747 • 15 Auszahlungen für Versicherung*-und Rentenverträge, Rückkäufe ete. seit 1813 . . . . » 8i$,00tt,n00 * — In der letzten iwOlftnonatlichen Geschäftsperiode wurden hei der Gesellschaft für . 54,736.050 • — neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesammtbetrng der in den letzten 25 Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als................ stellt. 1 Vom 1 Juli 1878 bis lncl. 30 Jun 1878. Activa...................................kr. Jahreseinkommen ans Prämien und Zinsen................. • • - Auszahlungen für Versicherung^- und Rentenverträge. Rüc kkäufe etc. seit 1848 ..... In der letzten zwölfsiionatlichctt Gesehäftperiode wurden bei der Gisellscl a~> f"" . . ,, neue Anträge eingereicht, wodurch der Gcsanuntbetrag der in den letzt - ±6 Jahren eingereichten Anträge sich aus mehr als.................. Mi.OOO.OOO • — stellt. T)ie Gesellschaft übernimmt zu fc..Cen Prämien Versicherungen auf < en Todesfall in t 9" Percent Gewinnatitheil oder auch ohne Anliieil am Gewinn, ferner gemischte und auf verbundene Leben: schließt Renten- und Ausstattung*-Verträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Polizei, den ItUckkaof-tür Polinn svf IVdesfa'l oc'er gnn keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. Prospekte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten uijd von dem General . Aifcnten t'sti- Krnln iiixl Sstilutelermavk. Vaentin Zeschko. Trieste«- St»»sse Sr !! in I.iibnrh 899,000.000 * — 02:1 • 95 1?,»128.702-40 »0.343.390 • — 5ÜI«jBÖ0 • — 34 Trifailer ( Steinbrttcker i Portland - Cement Perlmooser 1 Roman - Cement Eisenbahnschienen zu Bauzwecken bei D. Rakusch, Eisenhandlung Cilli Prock und Verlag von Johtinn Rakusch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max ßesouci.