Nr. 142. Freitag, 25. Juni 1909. 128. Jahrgang. Mlmcher Zeitung Priinnmtrnllonsprtltz: Mi! Postvcrsrnbunn: Mizjälirin 30«. halbjährig 15 K, Im Nmitul: nanzjähliq ^ 22 «, halbjähriss N X, ssiir dis ^„ftellniif, i„« Ha»« ncmzjäNrill. L«, — Inseltlonssstbühr: ^ür llsinr Injrlatt 1 bi« z» 4 Ni'Uen l>0 l,, nröftrrr vrr Zrilr ,^ »,; lisi usttrrn Wisbriliol»,!!,!'!! prr Zrilr X t>. ^ Lis «Lnilincher «eNu»!,' crlchrini !äs>Nch, mi» Ni,i»alims t>sl Sonn- >mt> sseieiiagf, Dir «dminiftra9 (Nr. 141) wurde die Wcitrrverbreitung folgender Preß« erzeugnisse verboten: Nr. 2716 «11 l'osiolo». Nr. 12 «Wkl16 ?rou<1>. vom 18. Juni 1909. Nr. 42 «/5l!rulm. vom 19. Juni 1909. Nr. 25 «NkZo I^vu» vom 18. Juni 1909. Heute wurde das XIII. Stück des Landesgeschblattes für das Herzogtum Kram ausgegcbcu und versendet. Dasselbe enthält uutcr Nr, 14 die Kundmachuug der l. l. Finanzdireltion für Kram von, 1«. Inni 1'.'09, I. U. III. 1098/10, bctresfcnd die mit den Erlässen des l. t. Fmanzministerinms vom 7. Septcm-her 1907, I. «4.125, und vom 17. Dezember 1l»08. Zahl 85,407, a,cnel)iuia,tc Verlegnns, des LinicnverzehrunaMeuer' amtes «Agramcrtiuie» in Laibach. Von der Redaltion des Landesgeschlilattes für Krain. Laibach, am ^5. Juni 1909. MichtclmMcher UeU. Kreta. Aus Athen loird berichtet: Nach Berichten mis Kanea treten die christlichen Kreter mit größter Entschiedenheit allen Gerüchten und Auffassungen entgegen, als ob aus der Abberufung der internationalen Besatzungen von Kreta fich irgelidlvelchc ^'achteile für die mohammedanische Bevölkerung der Insel ergeben könnten. Mit nicht geringerer Energie nehmen die christlichen Kreter auch gegen die Annahme Stellung, daß das Mißvergnügen der christlichen Bewohner der Insel über eine etwaige aber^ malige Hinausschiebung der Union mit Griechen-land in feindseligen Ulkten gegen die Mohammedaner zum Ausdruck gelangen könnte. Ter Präsident des kretischen Exekutivkomitees. Michelidatis. hat an Sir Charles Tilkc, an den italienischen Abgeordneten Galli und an ein philhellenisches Mitglied der französischen Kammer Telegramme gerichtet, worin er darauf hinweist, daß Erwägungen der Gerechtigkeit, die Versprechungen der Tchutzmächtc und die gewissenhafte Erfüllung dcr Bedingungen der Schutzmächic seitens der Kreter die Erfüllung der Sehnsucht des kretischen Volkes nach endgültiger Lösung dcr kretischen Frage rechtfertigen. Als autonomes Staatswescn könne Kreta auf dcr Vahn des Fortschrittes und der Kullur nicht vorwärts kommen. Tie rein nominelle Oberherrlichteit der Türkei dürfe nichl den Anlaß zu künftigen Einmischungen der Türkei bieten. Möge Kreta nicht von Europa zu neuen Opfern und Leiden verurteilt werden! Die internationale Politik des Präsidenten Taft. Aus London wird gemeldet: Das Hervortreten des amerikanischen Syndikats für Finanzierungen in Ehina hat die Aufmerksamkeit aus die Politik des Präsidenten Taft gelenkt, Räch den Schilderungen eines in diesem Punkte gut Orien- tierten wünscht Präsident Taft in keiner Weise in der großen internationalen Politik der Mächte eine .'Nolle zu spielen. Bezüglich aller europäischen Angelegenheiten stellt auch er sich auf den fast traditionell gewordenen Standpunkt, daß mit allen Mächten freundliche und freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten seien, weil ein gutes Einvernehmen mit allen die notwendige Basis des Gedeihens und der Fortentwicklung des amerikanischen Handelsverkehrs bildet. Tie Vereinigten Staaten werden sich somit jcdci Einmischung in europäische Politik durchaus fern halten. Es wird demgemäß keine Politik finanzieller Ententen getrieben werden, die Gegensätze akzentuieren oder Bitterkeiten hervorrufen könnte; bei etwaigen Komplikationen, die nicht geradezu vitale Interessen Amerikas mit-belreffen, wird vielmehr allerstrittestc Neutralität gewahrt werden. Tadurch hofft man zu erreichen, daß selbst im Falle von bedauerlichen Verwicklungen der amerikanische Handel ungelähml bleibt. Ter Schwerpunkt dcr auswärtigen Politik für die Vereinigten Staaten liegt eben nicht in Europa, sondern im fernen Westen, speziell in Ehina. Präsident Tasi. der die Verhältnisse aus eigener Anschauung kennt, hegt die Überzeugung, daß Handel und Finanzunternehmungen mit der Politik dort ganz besonders Hand in Hand zu gehen haben. Er ist überzeugt, daß jenem Lande, welches die erfolgreichste finanzielle und kommerzielle Tätigkeit entfaltet, auch dcr größte politifche Einfluß bei der chinesischen Regierung zufallen muß. Vor allem ist nach seiner Anschauung dafür zu sorgen, daß keine fremden Ansprüche den Weg sperren-. monopolisierenden Bestrebungen müsfc also energisch entgegen gearbeitet werden. Irgend eine Beschlagnahme von Feuilleton. Herr Tarras. Aus dem Schwedischen des °M. Mcrginctn«. (Fortsetzung.) Eines Tages wandelten die Liebenden von, frühen Morgen an auf einsameu Pfaden im Walde. So kamen sie zur Kupferspitze und traten auf die kleine Brücke, die zwischen Himmel und Erdc schwebte. Die Septembcrluft stand blauweiß über dem Falle, doch kühlte sie nicht ab. Sie stachelte wie roter Wein die Begehren der beiden auf. sie lrug ihnen dcn berauschenden Tust welkender Pflanzen zu . . . Herr Tarras Pflegte nach dem Frühstück täglich in die Stadt zu fahren und tain selten vor fünf Uhr zurück. Er befaßte sich mit elektrischen Erperi-inenten, die seine ganze Zeit in Anspruch nahmen. An diesem Tage kam er nach wenigen Stunden zurück und setzte sich wie gewöhnlich unter das Zeltdach auf dcr Tcrrasfe. Er zündete feine Zigarre an und wartete. Der Rauch quoll wie Pulverdamps mis seinem Barte hervor. Er wartete und dachte an etwas, das er abends vorher gehört. Sie dürften nun wohl bald erscheinen. Er beugt sich vorsichtig unter dem Zeltdache vor und während seine haarige Hand nach dem Fernglas greift, späht er aufmerksam nach dem kleiuen Eisensteg auf der Kupferspitze. Und nun fliegt der Feldstecher ans Auge. Wie oie Mündung einer Kanone ist das Glas alls das Paar gerichtet, das auf die Brücke vortritt. Voran sie, erschreckt vom Sturm, mit beiden Händen ihren Hut festhaltend, und dich! hinter ihr, den Kopf fast auf ihrer Schulter, der junge Mann. So stehen fie eine Weile still, befangen. Tann nimmt er ihr ' Gesicht in beide Hände, biegt es zurück und küßt sie lange, lange, als könne er ihre Lippen nicht loslassen. Sie versucht die Arme emporzuheben, läßt sie jedoch gleich wieder fallen. Die Kanonenmün dung ftehl fest und Blicke schießen wie Projektile durch sic hindurch. Ohnc das lciscste Zittern dcr Hand legt Herr Tarras das Fernglas in den lcdcr-nen Behälter zurück. Nur seine Stirnabern sind angeschwollen und sehen fast schwarz aus. Er sitzt im Lesezimmer, als er das Paar auf der Treppe kommen hört, und gehl ihnen entgegen. „Guten Tag!" „Wie, du bist fchon zu Hause?" stammelte die Frau. „Ja. ^~ Guten Tag, Herr .Roggen/' Sic fetzten sich zu einem Tische. Herr Tarras schiebt dem jungen Manne einen Fauteuil hin. „Heute habc ich endlich Klarheit erlangt", sagte er. „Das Wenige, was noch zu tun ist. kann ich ganz ruhig anderen überlassen. Und morgen reisen wir." Er sprach so ins Blaue hinein, ohne sich direkt an jemanden zu wenden: doch sein Blick bemerkte den kleinen Ruck im Handgelenk der Frau. „Wir reisen? Du hast mir ja gar nichts davon gesagt!" „Ich wußte es nicht vor dem heutigen Tage. und nun, Herr Roggen, bitte ich um das Vergnügen Ihrer Gesellschaft zum Mittagstisch. Ich 'möchte Ihnen gern für die Freundlichkeit danken, meiner Frau so lange Gesellschaft geleistet zu haben." Dcr junge Mann verbeugte sich schweigend. Er war bleich, und als er Frau Tarras ansah, merkte er, daß sie ein Zcitungsblatt in ganz kleine Stückchen zerriß. Ihre Pupillen waren' starr und dunkel. Niemals war Heri Tarras ein so liebenswürdiger Wirt gewesen. Sein wortkarges Wesen hatte sich ins Gegenteil verwandelt; er schall scherzhaft dcn jungen Mann, warum er denn nicht ordentlich esse und trinke und fröhlich sei. wie man es sollte, wenn man jung. stark und noch nicht dreißig Jahre alt wäre. Er nannte ihn einen schlechten Kavalier, der es zugab, daß eine junge, schöne Frau still und stumm neben ihm saß. ohne an der Unterhaltung teilzunehmen. Lange wollte keine Stimmung aufkommen. Erst mehrere Gläser süßen schweren Weins lösten die dumpfe Schwere, die auf den beiden Schuldigen lastete. Der starre kalte Blick der jungen Frau schmolz vor den verstohlenen Blitzen aus den dunklen Augen ihres Begleitern und kurze Seufzer stiegen aus wie Perlen im Schaumweine. Der junge Toltor trank auf das Wohl seines Gastgebers. Ei wurde immer kühner. Er verachtete Herrn Tarias, daß dieser sich so leicht betrügeu lasse. „Aber warum wollen Sie schon morgen reisen? Tas ist ein Unrecht gegen ihre Frau. Bleiben Sie wenigstens eine Woche' noch!" „Leider ist es unmöglich." „Abcr ich bitte Sie darum." Die Frau erhob ihr Glas. Ihre Pupillen glänzten. „Ich halte es mit Herrn Roggen. Lasse uns noch eine Woche da bleiben. Es ist ja noch so herrlich hier." „Nun wohl. so will ich dir den Willen tun!" Keine Muskel zuckte in Herrn Tarras Antlitz. Er ergriff sein Weinglas, leerte es in einem Zuge und als er es wieder auf den Tisch niederstcllte, sprang klirrcnd der Fuß des Kelches entzwei. Plötzlich wandte er sich an seine Frau. „Aber du bist ja ganz bleich. Finden Sie nicht auch, Toktor. daß sie ganz schwach und erschöpft aussieht?" „Ja, ich weiß wirklich nicht." „Ja, ja, entschieden! Dir ist nicht wohl! Kannst dich ja kaun, aufrechthaltcn. Tu mußt dich sofort zur Ruhe begeben." Und damit hob er sie auch schon vom Sessel empor und führte sie trotz ihres Widerstrebens hinein. Im Gehen wandte sie sich noch einmal mit einem langen Blick zu Roggen: „Er ist ein Tyrann", fngtc sic lächelnd. „Und cin Menschenkenner. Man kann ihn nicht betrügen. Sind Sie einverstanden, Doktor, daß wir den Whisky auf der Terrasse nehmen? Es wird gnt tun. cin wenig Luft zu schöpfen." „Mir ist's recht." (Schluß folgt.» Laibacher Zeitung Nr. 142. 1286 25. Juni 1909. Gebieten oder Entwicklungszweigen sei nicht zuzulassen. Wenn Präsident Taft den geeigneten Mann zur energischen Durchführung dieser neuen aktiven auswärtigen Politik im fernen Westen findet, sei ein Erfolg sehr wahrscheinlich, zumal die Staaten, abgesehen von dem mit seiner eigenen Entwicklung beschäftigten Japan, die nächsten Nachbarn Ehinas sind. Diese neue Ära amerikanischer Politik ist für die Entwicklung der Dinge im fernen Westen gewiß im Auge zu behalten. Politische Ueberftcht. Laib ach, 24. Juni. Die „Neue Freie Presse" bemerkt, der Rücktritt Wekerles toste Ungarn eine der umfassendsten politischen und finanziellen Intelligenzen. Er werde wahrscheinlich nicht zum lctztenmalc der maßgebende Ratgeber der Krone gewesen sein. Nach dem Sturze der Koalition sei eine parlamentarische Lösung der Krise fast nur im Klub der Unabhängigkeitspartei zu finden und diese Tatsache stellt die Krone vor sehr ernste Fragen. Dr. von Lukacs hat nicht den Frieden nach Ungarn gebracht. Wenn es ihm selbst gelänge ein Ministerium zu bilden, so würde diese Frucht einen Wurm in sich tragen. Die Monarchie hat schwerlich eine Zeit der Nuhe zu erwarten. König Eduard von England wird am :il. Juli, wie man aus London meldet, eine große Flottenschau im Solent abhalten, .und es ist der Wunsch des Königs, daß den Mitgliedern beider Häuser Gelegenheit gegeben werden soll, der Revue beizuwohnen. Dieser Entschluß ist bemerkenswert, da noch vor einigen Tagen erklärt wurde, das; in diesen: Jahre keine derartige Flottenbesichtigung stattfinden werde. Die spezielle Bedeutung liegt wohl in einem Zusammenhange mit dem Besuche des Kaisers von Nußland in Cowes. Es darf als sehr wahrscheinlich gelten, daß die im Solent konzentrierte Flotte, welche ein imposantes Bild ihrer neuen Organisierung liefern wird, den kaiserlichen Gast vor Spithead oder auf dem Solent salutieren wird, wobei ihm ein voller Eindruck von der modernen britischen Teemacht geboten würde. — Nach dem Schlüsse der Nordseeflottcnmanöver soll die ganze englische Flotte in der Themse von deren Mündung bis Westminster Aufstellung nehmen. Diese Parade, die einen imposanten Anblick gewähren wird, ist bisher noch nie veranstaltet worden. Die Admiralität wird an Bord des „Enchantrcß" ein großes Fest geben, zu dem der Lordmayor und alle Zivilbchörden der englischen Großstadt geladen werden. Man erwartet, daß bei dieser Gelegenheit Neden für die Vermehrung der Kriegs, flotte gehalten werden. Aus London wird berichtet: Neben dem viel besprochenen Besuche der Mitglieder der russischen Duma, der gerade vor sich geht, erregt ein für'die dritte Iuliwochc angekündigter Besuch von Mitgliedern des türkischen Parlaments große Ausmcrt-samtcit und Sympathie. Die Herzoge von Hamilton und Sutherland, die Grafen von Ashburnham, Beßborough, Duhraven und Nonaldshay, die Lords Lamington, Notschild, Avebury, Blyth, Monkwell und Weardalc, sowie viele Mitglieder des Hauses gehören zum Empfangstom itec. Bei dem großen Willkommen-Diner wird wahrscheinlich Lord Eur-zon den Vorsitz führen. Die erste Lesung der dänischen Landesverteidigungsvorlagen in dem neuen Folkething hat, wie den „Hamburger Nachrichten" aus Kopenhagen gemeldet wird, bisher keinerlei Veränderung in dem Standpunkte der Parteien und Gruppen bewirkt und voraussichtlich werden auch die weiteren Verhandlungen im Plenum hieran nichts ändern. Die tatsächliche Entscheidung ist jetzt in die Hände des früheren Ministerpräsidenten Ehristensen und seiner Anhänger gelegt. Christensen hat erklärt, daß er weder von der jetzigen Landfestung noch von der vorgeschobenen Fortlinie etwas wissen will. Wenn er daran festhält, daß Kopenhagen auf der Landseite nur durch das Heer, nicht durch feste Werke geschützt werden soll, wird er die Durchführung der Landcsvcrteidigungsvorlagcn verhindern und den Rücktritt des Ministeriums Nccrgard herbeiführen. Aus den Äußerungen Neergards konnte der Schluß gezogen werden, daß das Kabinett mit der von ihn, vorgeschlagenen Fortlinie stehe und falle. Diese Äußerungen erfolgten bei der Einbringung der Lan-dcSvcrteidigungsvorlagen; jetzt aber hat der Ministerpräsident mitgeteilt, daß es dem Kabinett nicht gerade auf die von ihm in Vorschlag gebrachten Forts ankomme, sondern vielmehr auf den Grundsatz, daß die Verteidigung der Landeshauptstadt auch durch feste Werte auf der Landseite gesichert werden müsse. Die baldige Entscheidung steht in Aussicht, weil der Ministerpräsident angekündigt hat, daß er seine Vorlagen nur dann im Landsthing einbringen werde, wenn er eine parlamentarische Mehrheit als Stütze im Folkcthing finde. Tagesnemgleiten. — lDie Nlijz.qefnhr für Menschen.) Jetzt, da wir in dir Periode der Gewitter eintreten, mögen einige Worte über die Vlitzgefahr für den Menscheil wohl am Platze sein. Im allgemeinen ist sie sehr gering, weit geringer natürlich in den Städten als ans dem flachen Lauoe. Nach der Hcllniannschen Statistic lötete der Blitz in einem 50jährigen Zeitraum durchschnittlich in Pren-ften 4-4, in Baden 3-.8, in Frankreich 3, in den Nieder-landen ebenfalls 3, in Schweden 3'1, in England nur 1, in Ungarn dagegen 16 von einer Million Menschen. Im Innern eines Hauses, besonders in den größeren Städten, steht die Angst, von der sich wohl viele bei einem heftigen Gewitter beherrschen lassen, in leine»» Verhältnis zu der kaum nennenswerten ftiesahr. Anders verhält es slch auf freiem Felde, wo, allen Warnungen zum Trotz, vom Gewitter überraschte Personen immer wieder Schutz unter Bäumen snchen. Wer auf einem Pferde oder Wagen sitzt, ist dadurch, daß er über seme Umgebung hiuwegraqt, in höherem Grade gefährdet als diese. Ansammlungen von Menschen und marschierende Truppen scheinen den Blitzschlägen weit mehr ausgesetzt zu sein als einzelne Personen. Hie warme, feuchte Luft« säulc, die sich infolge des Almuugsprozesses über größeren Menschenansammlungen bildet, soll als ver« lMnismäßig guter Leiter den Blitz gewissermaßen an« ziehen. Äußere Verletzungen schwerer Art gehören bei den vom Blitz Getroffenen zu den Seltenheiten, in den weitaus meisten Fällen wird der Tod wohl durch eine Lähmung des Newensystelns sofort herbeigeführt. Tic Bewußtlosigkeit tritt sofort ein. Wie wir Professor Dr. A. Gockels Buch über das Gewitter entnehmen, oer» mochten von den vielen durch den Blitz betäubten Per-soncn, die später wieder zu sich kamen, nur ganz wenige sich über ihre Empfindungen in dem verhängnisvollen Augenblick Rechenschaft zu geben, weitaus die meisten nahmen weder Blitz noch Dunner wahr, nur einige wußten von Feuerkugeln zu erzähleil, die auf sie los» sprangen. — lTtraßcntampf um einen Topfhut.j Die neueste Hutmodc der Dameuwelt, der Topfhnt, der bei seiner „Kreation" eben so beredte Lobrednerinnen wie scharfe Gegnerinnen fand, hat in der heißen Atmosphäre It"-liens zu einem Kampf auf offener Straße Veranlassung gegeben. Eine englische Dame der Lebewelt erschien, so meldet mail aus Nom, mit eiuem ungeheure» Top!' Hut im Var>V'M)eater der Via Venlisetlembre. Sofort erhob sich das gesamte Publikum mit Pfeifen und Prolestrnsen und zwang die Dame, das Theater schleu» nigst zu verlasse»,. Als das Publikum aber die Eny» länderin auch auf der Straße verfolgte, stürzte sich die Tochter Albions mit geballten Fäusten auf die Menge und teilte nach allen Seite» Fanstschläge und Fußtritte alis. Sofort teilte sich die Meuge in zwei Parteien: die eine sür, die andere gegen England. Es entspann sich ein regelrechter Straßenkamps, bis die Polizei cr« chien, das Objekt der Völkerschlacht heraushieb und es amt seinem phänomenale» Topshut in einen« Fiaker i» Sicherheit brachte. — lVrinncrunsscn an Nyron.j Die Zeitschrift „T. P.'s Weekly" 'veröffentlicht Erinnerungen eines englischen Militärarztes, des Dr. Alexander, der lange Zeit in Genua mit Lord Byron zusammengelebt hat. Als Alexander den Dichter zum ersten Maie sah, be» merkte e'r nicht, daß Ayrons rechter Fuß verkrüppelt und einwärts gedreht war; er sah es erst, als Byron eines Tages, während er auf einem Diwan sas; nnd plauderte, die Beine übereinanderschlng lind den Mll;» gestaltete» Fuß etwas vorstreckte. Nyron beinertte den flüchtigen Blick des Doktors, errötete wie eil' lunaes Mädchen »nd stand ganz verstört auf. Als er Tags darauf in der Zeitung einen Artikel über seine neue-ste» Gedichte las, siel ihm sofort eiue Phrase von recht zweifelhaftem Geschmack i»s Auge; es sla»d da nämlich zn lesen: „Die neue Dichtung Lord Byrons kann nicht befriedigen; seine Verse sind ebenso lahm wie sein Fuß." — „Dieser Fuß," rief Nyrou aus, „ist die Geißel meines Lebens!" Er vertraute dem Doktor an, daß l'l' sich ill London den Fuß amputieren lassen wollte; di? Chirurgen hätten es jedoch nicht tun wollen. — Byron arbeitete in Genua mit fieberhaftem Fleiß; er saß Am Franzosenstein. Original»Roman von Vrich Ebenstein. (52. Fortsetzung.) Nachdruck velboteu.) „Wie du gleich aufbrausest!" lächelte Kon-stanzc. „Höre mich doch erst an! Natürlich mußt du den Schaden gut machen. Aber es muß ja nicht auf einmal geschehen. Mir kommt immer vor, der liebe Gott hätte es in seiner Vorsehung so eingerichtet, dass wir einander lieben! Wenn du mein Mann wirst, Hans, bist du Herr über alles und ganz in der Stille wirst du allmählich die Sache in Ordnung bringen und jedem das Seine geben. Da du nun auch die Leitung der Herzogschen Werke übernehmen mußt — Papa kann dabei leider gar nichts mehr helfen, und ich--------------" sie lächelte schelmisch, „will mich nun ganz zur Nuhe setzen und nur mehr dir leben — kannst du es recht leicht einrichten. Meine Schwägerinnen verstehen nichts von Geschäften — wer weiß, ob die arme Sabine je wieder aus der Anstalt herauskommt--------und Melanie Wird sehr zufrieden sein, wenn du ihr auf einmal erhöhte Zinsen schickst und mitteilst, daß der Wert der Gewerke oder die Eisenbahnakticn so beträchtlich steigen. Aus dein Verzeichnis dort weißt du ja, was ungefähr den Herzogs gebührt. Nach und nach, wie es sich einrichten läßt, ohne Aufsehen, wirst du ihnen ihren Anteil sicherstellen und damit ist die ganze Sache geordnet. Hab' ich nicht recht?" Hans blickte schweigend vor sich hin. „Und das Bewußtsein, zu Notlügen greifen und täuschen zu müssen?" sagte er endlich. „Ich fürchte, ich werde es nicht ertragen!" Wieder schmiegte Könstanzc ihren Kopf an seine Brust und blickte zärtlich zu ihm auf. „Tu's um deines Vater» willen und denke, daß es noch viel schwerer zu ertragen wäre, wenn die Leute ihm ins Grab hinein Böses nachreden würden. Und dann, Hans — bin ich nicht an deiner Seite? Sind wir nicht zwei, um zu tragen?" Hans atmete tief auf. „Ja, Konstanze - du bist bei mir! Du hast recht, es wird alles gehen, sobald ich dich neben nur habe. In eins aber mußt du willigen: Peter Herzog soll um die Sache wissen. Ihn kann ich nicht täuschen! Er hat um meines Vaters willen so viel gelitten, daß ich ihm die Wahrheit schuldig bin. Auch soll er wissen, daß, wenn der Herzogsche Besitz zu neuer, ungeahnter Blüte kommt, er es nicht dem Zufall verdankt oder meinen Verdiensten, sondern einzig seinem guten blecht. Meinst du nicht, Liebste, daß wir seinem traurigen Alter wenigstens diese Genugtuung geben müssen?" Konstanze dachte einen Moment nach, dann nickte sie. „Ja. Hans, du hast recht! Aber nicht du — ich selbst will es ihn, sagen lind mir zugleich von ihm das Versprechen, zu schweigen, ausbitten. Willst du mir das erlauben?" Er blickte gerührt in ihre schönen klugen. „Mein guter Engel!" murmelte er leise: denn nur zu gut verstand er ihre zarte Absicht. Sie wollte ihm das Demütigende des Geständnisses abnehmen. Und plötzlich kam mit jubelndem Glück die Erkenntnis über ihn, daß alles Schwere, das seit gestern über ihn hereingebrochen war, im Grunde nichts anderes bedeute als einen Gnadenbeweis Gottes, der ihn. erkennen ließ, welchen Schah er an dein Weibe seiner Liebe besaß. Konstanze nestelte sich an seinen Arm. „Komm'," sagte sie, „laß uns nun hinübergehen und gemeinsam an der Leiche deines Vaters beten, ich meine, das wird uns wieder ganz den Frieden geben." „Ja", murmelte Hans, „und daß ich's wieder kann '- auch dies verdanke ich dir!" Dann gingen sie hinüber. Man hatte den allen Paur inzwischen aufgebahrt. Brennende Wachskerzen und Blumen waren rings um ihn und es schien Hans, als er nun in das stille, bleiche Gesicht des Toten blickte, als sei es weniger hart als hcuce früh im Murgengrauen. Etwas Feierliches lag darüber ausgebreitet, als habe eine geheimnisvolle Hand leise glättend darüber gestrichen. Lange standen sie Hand in Hand an der Leiche. Dann schritten sie hinaus, und als Konstanze draußen im Sonnenschein Hans die Hand zum Abschied reichte, sagte sie: „Ich glaube, er war ein armer Mann trotz alledem, denn fein Weg führte durch die kalten, finsteren Gefilde des Hasfes. Wir aber wollen unseren Weg suchen im warmen Licht. Lebe wohl, Liebster, nun gehe ich zu Peter Herzog — fürchte nichts! Er ist ein edler Mann, und dn' Schuld des Toten drin wird in seiner Brust begraben bleiben." Und sie hatte recht. Als sie Peter Herzog alles erzählt hatte, saß er lange schweigend in tiefer Erschütterung. Endlich sagte er, in Erinnerung versunken, mehr zu sich selbst als zu Konstanze: „Damals, als ich im sinkenden Abendschein neben ihm am Grabe meiner Margarethe stand, war mein letztes Wort au ihn: ,Wcnn ein Gott im Himmel i>l' wird er richten zwischen dir und mir, und du wu'it dein Ziel nicht erreichen!' Nun hat Gott gerichtet zwischen uns — wir aber wollen's dankbar hinnehmen und schweigen." 2';. Kapitel. Vor dein Wirtshaus „Zum hl. Florian" hielt ein Wagen, dem zwei Reisende entstiegen. Ein eleganter junger Mann und eine Dame, die, mit ausgesuchter Eleganz gekleidet, noch einen 5'lugenblict nebeil dem Nagen stehen blieb und bewegt über den stillen Platz blickte, auf dem die Nachmittags-sonne lag. „Wollen die Herrschaften nicht i'^ Ertrazimmer?" mahnte die Kellnerin, welche her- Laibacher Zeitung Nr. 142. ________1287_________________________________ 25. Juni. !909. gonze Nächte am Schreibtisch, aber diese Täligleit schien ihm nicht zuzusageu. „Ein Mann," sagte er einmal, „muß etivas auderes machen als Verse. Tie Literatur isl eitel uud nichtig- dazu war ich eigentlich nicht be» rufen. Wenn ich i,och zehn Jahre lebe, sollen Sie weit (Größeres mm n>ir sehe»: ich will eine Kosmogonie scljreiben, die selbst die Philosophen in Ersla»!,en setzen soll." Bald darans brach in (Griechenland der Krieg ans, Byro» bat den Doktor, u,it ihin nach Hellas zu ziehen, aber Dr. Alexander enviderle: „Ich kann nicht mitkommen, ill) habe eine ^ran." — „3^ei inir ist es nmgetehrt," enlgegnele Byron, „ich gehe, »veil ich eine ,^ra» habe." — l's qrößtc Kreu^z nuf der Wclt.j Ei» Schreiner-meister ans einem Mü»che»er Vorort hatte sich vor dem Schöffengerichte München II ivege» Nedrohnng seiiier 7nan zu verantivorieil, denn er hatte dem zän» kischen Weibc mit einer alten Donnerbüchse zn Leibe ri'icten lvullen. Die ^rage des Vorsitzenden nach der Ursache des Streites beantwortete der biedere Hobel» meister zur größten Erheiterung des Gerichtshofes mit folgenden Worten: „O mei, Herr Aiutsrichla! 's größte Krenz ans da Welt hab i! Denn mit so aran Wei'lbj !o nöt ainal da Teisi hans'n! Nir.'n hilft, was i scho og'saiigt hab', aber dös hilft, bal's as G'wehr fiegl, na laft s' dcwo, i spirr' na' zna lschließ' dann znj nnd hab' mein' Nuah!" — Der Gerichtshof benrteilte dar-anfhin die Sache sehr milde nnd verurteilte den Schwer, geplagten zu 8 Mark Geldstrafe oder I Tag Gefängnis. >>obil Afrika durclignert hat, gegeulvärlig in Hamburg weile. Der Baiser sprach sofort den Wnnsch ans, dieses Automobil zu sehen. Es wurde ihm von Oberleutnant Gräh vorgeführt. Der Kaiser fragte uach der Berei-suug, wer sie geliefert uud lvieviel Grätz gebraucht hattei Grätz antwortete, er habe insgesamt 20 Decken gebraucht. Die beiden ersten Decken der Vorderräder hatten von Dar es Salam bis Buluwayo ansgehalten. ?er Kaiser fragte ferner, wie fich die Eingeborenen gegeuüber dem Automobil verhalleu hätten. Grätz er. widerte, die Eingeborenen hätten stellenweise ihre Dör» fer vollkommen verlassen, seien vor dein Geräusch des Motors in die Gebüsche geflohen, andere hätten sich in ihren Hütten verbarrikadiert, im Glauben, es kämen lansend Löwen, da sie etwas Schreckliches vermntelen nnd der Löwe für die Eingeborenen den größten Schrecken bedentet. Air das fremde Geräufch iu der Wildnis fanden fie keine Erklärung. Graf Götze» machte den Kaiser auf die Verstärkuug der Htäder uud aus die aus einer Geschützachse hergestellte Vorderachse aufmerksam. Der Kaiser verabschiedete fich von Grätz durch Häudedruck mit deu Worleu: „Ich freue mich, daß Sie wieder hier siud." Lolnl- und Provinzial-Nachlichten. z/ailmch iu Ziffern. IV. ^- Besonders eingehend werden im „Städtebuche" die Konsumverhältnisse sowie das Marllweseu behau. dell. Nicht weniger als dreizehn Tabellen geben nns Aufschluß iiber die Kousnmverhällnisfe iu Laibach. Hinfichtlich des Fleischkonsums ersehen wir aus deu Ausweiseu des städtischen Schlachthauses, daß im Jahre 1906 geschlachtet wurdeu: 3935 Ochsen, 276 Stiere, 324 Kühe, 8523 Kälber, 8546 Schweine, 229«' Schafe, 2679 Kitze uud 37 Pferde; tot eingebracht wnr. gen: 29 »tiuder, 1214 Kälber, 380 Schweine, 33 Schafe nnd 584 Kitze; außerdem wurden 24.886 Kilogramm Niudfleifch eingeführt. Die Znfuhr au Geflügel ufw. belief fich auf 80.271 Stück zahmes uud 1578 Sliicl wildes Geflügel, 545 Rehe uud Gemfeu, 2280 Hasen, 402 Stück ausgehacktes Wild und 32.745 Kilogramm fische. Die Zufuhr au fonfligen Lebeusmitteln uud Ver» brauchsgegenftänden weift folgende Ziffern ans: Butter 104.668 Kilogramm, Schweinefett nnd Speck 99.979 Kilogramm, Talg nnd Unfchlitt 16.876 Kilogramm, Käse 62.781 Kilogramm, Reis 168.282 Kilogramm, Mehl 5,357.615 Kilogramm, Gemüse 76.621' Kilo» gramm, frisches Obst 962.594 Kilogramm, gedörrtes Obst 87.716 Kilogramm, Lein- und Nüböl'110.612 Kilogramm, Vrennöl 82.907 Kilogramm, Seife 110.474 Kilogramm, Wachs 6588 Kilogramm, Eier 1,537.921 Stück, »veiters 36.132 Kubikmeter hartes uud 4593 Kubikmeter weiches Brennholz, 322.829 Kilo» gramm Holzkohle, 44,641.310 Kilogramm Steinkohle, 1,084.962 Kilogramm Hafer und 3,237.948 Kilogramm Heu und Stroh. Au Getränken wurdeu im genannten Jahre zugeführt: 26.383 Hektoliter Bier >nm 969 Hektoliter'weniger als im Jahre 1905), 18.573 Heklo-liter Weiu tomin', Aleran-der!" Ter Herr bot ihr lächelnd den Arm. dann betraten sie den Garten, in dem Prachtvolle welken und Rosen der Nosenanerin Stolz — in voller Blüte standen. Tie Kellnerin schos', in die Knche. wo die Rosenauerin neben der alten Nandl saß und die letzten Winkler Ereignisse besprach. „Aus der Weis' ist's, wie's in dem Jahr zugeht", sagte sie eben und zählte die Heiligkeiten au deu Fingern her: „Erst wird die Sabine verrüell. dann erblindet der alte Herzog. Ter Paur stirbt Knall und Fall aber gelt, Nandl, das war eine schöne Leich' heute? Ter Junge hat sich nickt spmlen lassen! und jetzt sagen sie gar noch —" Sie beugte sich ganz nahe znr Nandl. „das', der >>ans Paur die Constanze Herzog heiraten soll! ,^enn das wahr wäre —--------" „Glaubt's nit. <^ird wieder so ein unsinnig's Gerede sein. Und überhanpt hat er ja seine Vrant." „Pah — —" die Nosenauerin schnipste mit den fingern, „das armselige, häßliche Ting, die Landi! Ich wette, die Hal er längst satt. Nnd etwas muß doch an dein Gerede wahr sein. denn. Nandl. das halie ich mit eigenen Angcn gesehen, wie gleich nach der Leiche, als wir vom Friedhof gekommen sind, der junge Panr mit dem Fräuleiu Barbara ins Schloß hinüber zu den Herzogs gegangen ist. Ertra deswegen bin ich ihnen ein Stück iiber die Brücke hinans nachgegangen-------" In diesem Moment stürzte die Kellnerin herein. „Fran Mutter", rief die Kellnerin, „geh's nur geschwind hinaus ins Saletll — Fremde sind gekommen, ein nobler Herr nnd eine Fran, die ganz gewiß eine Gräfin sein muß —- eine lmWnächtige goldene Ketten hat's um nnd ein seidenes Gewand nnd--------" „Na, na. was denn noch? Sag' lieber, was die Fremden ang'schafft haben?" „Gar nichts noch derweil. Geh die Frau Mutter nnr selber hinaus, sie lann besfer reden mit die noblen Lent' als ich--------!" Die Nosenanerin erhob sich selbstbewußt. „Na. Gott sei Dank. daß die Mirzl das nnr einsieht!" Sie rückte den Schlüsselbund zurecht, steckte eine rote Nelke in das noch immer glänzend schwarze Haar und ging hinaus nach dein Salettl. ,,5'lha Liebeslent'!" dachte sie nach einem von weitem mlsgefandten Kennerblick auf das zärtlich flüsternde Paar. „Sind just leine befonderen Kunden sonst, verliebte Lent', aber nobel fchanen sie wirtlich aus." Mit einem vernehmlichen Nänfpern trat sie näher. Tas jnnge Paar schien wirklich ein wenig verliebt, denn es fnhr erfchrocken auseinander und bemühte sich, eine harmlose Miene anzunehmen. Aber die Rosenanerin war noch nicht ganz bis an den Tisch herangekommen, als sie erstaunt die Hände zusammenschlng. „Iesns, das ist ja - nein, so 'ne Überraschung! Die Fränl'n Landi! Na. der Herr Hans wird aber eine Freude haben!" „Bst, liebe Nosenanerin!" Ina Landi. denn fie war es wirklich, legte den Finger an die Lippen, „nichi so laut, ich möchte ihn gerne überraschen." Tabei lächelte sie. nnd die Nosenauerm begriff gar nicht, wie diefe Landi anf einmal fo schön geworden war. Überhaupt, das Mädel halte sich herausgemacht — Pickfein - wirklich nobel sah sie aus. Wo sie das nur her hatte, die Seide und die schwere, lange goldene Keile? Tann streifte ein mißtrauischer Blick den Herrn. Und wer der etwa sein mochte? Tie halten ja ganz merkwürdig vertraulich getan vorhin, die beiden.-------- «Schluß folgt.) Instanzen anhängig nnd wird erst iu der nächste» Berichlsperiode zum Austrage gebracht werdeu. Hinsichtlich des Straßeiiwesens iu Laibach entlieh» men wir der Zusammenstellung folgende Daten: Die Anzahl der Straßen, wasseu uud Plätze belief sich aus 227. Das (Yesamtslnchenmcch betrug 2,410.140 Quadrat» meter; davou wareu 58.117 Quadratmeter gepflastert. 2,352.023 Qnadralmeter nngepslastert. In der Erhal-tung der Stadlgl'meinde befanden sich 2,289.395, des k. k. Ärars 98.522 und in der Erhaltung von Privaten 2223 Quadratmeter. Die lyesamtfläche der ^rotloire betrug 177.955 Quadratmeter; davon wareu 25.230 Quadratmeter mit Porphyr und 15.671 Qnadralmeter mit Asphalt gepflastert. In deu Berichtsjahren 1905 und 1906 wurden im ganzeu 3424 Quadratmeter neugepflastert. Hievon entfieleu 2320 Quadratmeter auf die Fahrbahnen, 1104 Quadratmeter auf die Trottoire, (hehwege und Neitsieige. Die Pslasteruug der ^ahrbahueu wurde mit Grauit, jeue der Trotloire, Gehwege uud Aeilsteigc mit Asphalt uud Porphyr vorgenommen, ^ür die Neuher» stelluug der gepflasterten Strafte» wurden 6743 1< ver» ausgabt. Die Erhaltung bereits hergestellter Straßen erforderte in den Berichtsjahren einen Anfwand von 97.078 K. ^'jur Straßensäuberung dienten in deu beiden Berichtsjahren eine Straßenwalze, 10 Kehrichtwagen, 5 Kotwagen, 20 Schneewage» und 7 Schneepflüge. Die ^ahl der zur Ttraßeusäuberuug verwendete» Ärbeits» tage betrug im Jahre 1905 im ganze» 12.320, ,m Jahre 1906 dagegen 13.325. Die Anzahl der erforder» lichen Tlraßenlehricht., Kot» und Schneefuhren belies sich im Jahre 1905 auf 17.536 uud stk'g in, Jahre 1906 aus 19.000. Die Eiuhritspreise pro Straßen-lehrich!» und Kolfuhr betrugen in beiden Berichtsjahren l 1< 40 1>, pro Schneesuhr oagegeu nur 95 l>. Die Gesamtsosten für die Schneesäuberung beliesen sich im Jahre 1905 aus 28.731 X, im Jahre 1906 auf 38.542 K. Die Slraßenbespritzung fand durch Schlauch, lrommelwageu statt. Die Nespril'.uugsfläche betrug rund 240.000 Qnadralmeter lährlich, der tägliche Wasserbedarf zwecks der Bespritzung dagegen ruud 14.000 Hektoliter. Die Auslagen sür die Bespritzung bezifferten sich im Jahre 1905 aus 2399 l< n»d steiger» te» sich in, Jahre 1906 auf 4990 l<. Eine tabellarische Darstellung der städtischen ^mauzen <»ach den NechnnngSabschlüssenj beschlicßl die Monographie „Laibach" nnd beleuchtet die fina»ziellen ^'essourcen der Stadlgemeinde. Es würde zu »veil füh» re», der Darstellung alle wissenswerte» Date» zn enl» »ehme». Wer sich nm die Entwicklnng nnserer Landes» Hauptstadt interessiert, möge die informative Schrift felbft zur Hand nehmen. <Äeim t. t. Vclwaltunqsqelilhtshoflj werde» ösfentliche mündliche Verhandlungen stattfinden: an, 1. Inü: die „Glasbena Matiea" i» Laibach wider de» steiermärkische» Lnndesansschuß wegeu einer Subven-lion ans Bezirksmittelu: am 3. Juli: Josef Prosenc in Laibach wider das t. f. Finanzministerium wegen der allgemeinen Erwerbsteuer; am 7. Juli: die Vor» schußlasse in Tschernembl wider die s. k. Hinanzdirek. tion in Laibach wegen der besonderen Erlverbsteuer izwei 7^ällej; am 8. Juli: Dr. Otto Vnllenlschag i» Laibach wider de» krainischen Landesausschnß wegen einer Bausaclse. — iAuozcichnlln.q.j Wie man nns ans Wie» meldet, l>a< Seine Majestät der Kaiser dem Amtsdieuer des Preisgerichtes Rudolsswert Eduard Schmidt a». läßlich der vo» ihm erbetene» Versetzung in deu Nuhe» stand das Silberne Verdienstlrenz verliehen. lKlcdilqcnossenschaft für richterliche und poli. tische Veamte.j Ma» berichtet aus Wie»: Ei»e Tepu» lalio» des Wiener Präsidiums des Juteruationale» Anwaltverbandes begab sich in de» letzten Tage» zum I»stizmi»>ster uud zum Minister des Innern, um die Förderung e,iner zn gründenden Kreditgenossenschaft für richterliche und politische Beamte, Advokaten und Notare zn erbitten. Die Deputation »vies darauf hin, daß die ge»a»»te» Berufszugehörigeu in den Aufäugeu ihrer Laufbahn häusig auf die niomenlane Aushilfe durch einen billigen nud diskrete» Kredit cmgewiesen fi»d, aber auch fouft durch Zufälle, Uuglücksfälle oder ^amilieuereiguisfe vorübergehend einen Ansfall im Bndget erleiden und fich nicht an fremde Kreditinstitnte wegen Geldbeschaffung ohne Schädigung ihres A». sehens lveude» könne». Da die Nislen bei diesen juri» Nischen Berufe» mi»imal sind, eignet sich für dieselben nicht eine allgemeine Beamte»organ>salio», welche auch die höhere» 51iiske» von Beamten mit mmdere» (5l)an» ee» auf Erhöhuug ihres Eiukoniineus nmfaßt. Die zu grüiidende Ge»offenfchaft fei selbstverständlich nicht auf Gewinn berechnet. Die etwa doch erzielte» Gewinne solle» fnr d,e Unlerstütznng von Witwe» nnd Waisen verwendet werde». Beide Minister erkannten die Er-sprießlichkelt des Unternehmens und der Minister des I»»ern w,es daranf hin, daß bei dem Unternehmen jedenfalls anch die vom ^i»a»zmi»isterinm geplante Aktion zur Entschuldung der gesamte» Beal»te»schaft milberücksichtigt »oerden niiisse/ Die Deputation er->viderte, daß auch bei dieser E»lsch»ld»»gsaktio» ei»e Scheidulig der Neamteuschaft »ach ^'isikoglüppen tech. »isch »iierläßlich sein wird und daß auch dem Gesichts» punkte der Diskretion nur durch eine solche Scheiduug nach Gruppen Rechnung getragen werden könne. Beide Mmister stellten znm Schlüsse eine eingehende Wür» digung des Projektes in, Ei»ver»ehmen mit dem Finanzministerium in Aussicht. Laibacher Zeitung Nr. 142, 1288 25. Juni 1909. " sTubventionszuschüssc an qewcrblicheu Fortbil» dunsssschulc» in Krain.I Seille Exzellenz der Minister für öffentliche Arbeileil hat nachbeilannten gelverb» lichen Forlblldlülgsschnlen in Krai» pro 1909 ein» malige Subvenlionsznschüsse belvilligt, und zwar: der gewerblicheil Fortbildnngsschule in Vischoflact 310 X, in Gnrkfeld 58«) K, in Krainbnrg 3<)l, K, in Neu» »larktl 800 K, in Radniannsdorf 300 X, in Reifnil', 40<> K, in Rudolfswert 5)20 1v, in Stein 26l. X und in St. Martin bei Lillai 650 !<. —r. — jTchuIgcldciuliebunq.j Um die Angehörigen voil Mittelschülern oder diese selbst von dein immerhin mit Zeilanfwano nnd Unbequemlichkeiten verbnndene» An» kaufe der seit dem Jahre l886 zur Entrichtung des Schulgeldes an den Staatslniltelschulen venveildeten Schnlgeldmarlen zu entlasten, wurde seitens des Mini» sters für Kultus und Unterricht verfügt, das; die Enl» richtling dieses Schnlgeldes voin klimmenden Schnl» jähre an nicht mehr durch Schulgeldmarken, sondern i,n Wege der Postsparkasse erfolge. Zn diesem Zwecke soivie znr Vereinfachung des Geldvertehres lverden alle Tireltioneii der Slaalsmittelschnle» dem Scheck» nild Clearingverkehre des Postspartassenamleö angeschlossen. Eine die neue Ar! der Schulgeldeinhebung regelnde Verordnung wird demnächst veröffentlicht werden. Ter Verkauf der bisherigen Schulgeldmarken durch die hiezu berufenen öffentlichen lassen und Steuerämter wird mit Ende Juli d. I. eingestellt werden, Für zu dieseiu Zeitpunkte schon angekaufte, unbeschädigte und zweifellos ungebrauchte derartige Wertzeichen wird unter Ein» ziehuug derselben der hiefür erlegte Betrag bis Ende Dezember d. I. über ein an die zuständige Landes» schulbehörde zn richtendes Ansuchen rückvergütet wer» den. — sDic vereinigte Pionierabteilung! ist hexte halb 6 Uhr früh, von der Mnsik des Infanterieregiments Nr. 27 bis zur Tabakfabrik begleitet, uach Beznljas abmarschiert, wo sie acht Tage verbleiben wird. — Min Fest der Arbeit.) Im Nachhange znr gestrigen Notiz sei mitgeteilt, das; Herrn Ruling im Verlaufe des gestrigen Tages zahlreiche mündliche und schriftliche Begrüßungen zugekommen sind. Unter ande-ren gratulierte ihm persönlich in herzlichen Worten sein Ehef, Herr Drnckereiinhaber Bamberg sen., wä'h-rend ihn Herr B a m b e r g inn. in telegraphischem Wege begrüßte' weiters erschienen eine Deputation des österreichischen Faklorenverbandes Sektion Krain und eine Deputation des Presbyterinms der hiesigen evan» gelischen Gemeinde. Der Tnrnrat des Laibacher Dent» schen Turnvereines lies; dem Jubilar ein Glückwunsch» schreiben zukommen. — sDer Balkon, und Feustervlumenschmuct) scheint sich erfreulicherweise auch iu Laibach immer mehr eiu-j bürgern zu wollen. Seit Wochen sieht man zahlreiche! Fenster nnd Balkons mit bnnlen Blumen geschmückt, denen sich auch schlanke Zypressen und üppige Lorbeer» sträucher anschließen. Die Ausschmückung verrät in den meisten Füllen Geschmack und Kunstsinn. !^—. — lDie Vabcsaisou in Ttuliica»TöPlitz.j Man schreibt uns von dort: Unser reizender Badeort, der im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Herren gewech» selt, feiert heuer seine Wiedergeburt. Herr Baron Geza Rauch bewies eine besonders glückliche Hand, da er als Eigentümer dieses seit alters her bekannten heil» kräftigen Bades den ehemaligen Direktor des Bades Krapina.Töplitz M. Franz Dob er let zum Diret» tor uud Dr. Gjnro Vnkinae zum Badearzt be» stellte. Herr Doberlet hat binnen knrzcr Zeit mit seiner Energie, seinem Eifer und seiner langjährigen Ersah» rung die ganze Verwaltung des Bades reorganisiert und auf cine moderne Höhe gehoben, so daß es sich nun, jedem hierländischen Bade zur Seite stellen kann. Die Quellen, wurden gereinigt, die Gesamteinrichtnng renoviert, die Verpflegung der Gäste ist geradezu musterhaft und ladellos, die Preise mäßig, der Part gewissenhast gepflegt. Die Verbindung des Bades mit den Eisenbahnstationen Zabot nnd 2tubiea»Töplitz ist eine sehr günstige. Den Gästen steht eine große An» zahl von Zeituugeu zu Gebote. Die Prumenadewege sind im besten Stande und bieten reizende Spazier» gäuge auf den Kamenjak nnd zum Zagoriauer Pano» rama, von dem ans sich großartige Ausblicke auf uuser schönes Zagorje, von der Ivau6ica an bis zu den Kärut» ner und Kraiuer Alpen eröffnen. In dem schattigen Kurparke konzertiert täglich von 10 bis 12 und von 4 bls 7 Uhr die Knrkapclle. Iu Dr. Bnkinae besitzt das Bad eine junge moderne ärztliche Kraft, die über alle Ersahrungcn der heutigeu Thermal-Hydropathie verfugt und ihr ganzes Können dafür einsetzt, um dieie Perle unseres Zagorje, zu eiuer Heimstätte aller Heil» nnd Ruhebedürfligen zn schaffen, so daß zn hoffen ist, Stubiea werde mit seiner nnd des Direktors Hilfe binnen wenigen Jahren eine vollständige Metamorphose zu einem modernen Kurorte durchmachen. Schon jetzt. nach der kurzen Frist von zwei Monaten ist ein ge» waltiger Fortschritt bemerkbar. Täglich treffen Gaste ans der Umgebung lind voll weiter Ferne eiu und ans der Umgebung und von weiter Ferne ein unt belrägl deren Zah! seit dem l. Mai bis hente 302. -- <(5iu Konzert ,,, Kraiuburq.) Das am 19. d. M abends im Sololsaale in Krainbnrg zugunsten des Leh. rerlonviktes veranstaltete Konzert wickelte sich pro-grammäßig ab und erzielte einen großen Erfolg. Ein. geleitet wurde der Abend dnrch die Ouvertüre zu Verdi« Oper „Rigolelto", worin das Orchester neuerdings der Beweis erbrachte, daß es anch größere technische Schwie rigkeiten bewältigen kann. — Foersters „I.Mliicul", ein, der vortrefflichsten heimischen Kompositionen, würd« lom gemischten Chore mit reger Begeisterung vorge» s ragen; hie nnd da wäre etwas mehr Zartheit am I Plätze gewesen. — Frau Auica Pirnat erfreute die ^ Zuhörer dnrch den tiefempfundenen Vortrag der sehn- i 'nchtsvollen Lieder „(^- lür pcch'n,».! ro^i i^clc" (von k Dr. B. Ipaviej und „I'n^ji-" ,ierchor „Xn clun" l>kno,n" c trat der gemischte Chor anfänglich zn kräftig hervor; -anch vermißle lnall in der Aussprache die nötige Klar» 5 heit. — Der Liebling des Kraiuburger Publikums, I Herr Karl Mahkota, Lehrer in Trieft, sang Satt» ners Lied „^lio^tlll! pti5" nnd die Arie des Fürsten l Grenlin ans der Oper „Onjegin". Herr Mahkota ver» -fügt über eine nmfaugreiche Stimme; er versteht es ! aber anch, mit echtem Gefühl lind innigem Verständnis < vorzutragen, weshalb ihm stets der Erfolg verbürgt ist. < Anch an diesem Abend löste er Innte Begeisternng ans ^ nnd war Gegenstand der lebhaftesten Ovationen. - Der < Männerchor sang sodann H. V. Vogri^' liebeglühendes ^ Lied „!.!,!,!«> i,^«'", der geinischle Chor aber mil Or» ! chesterbegleilniig den Chor der Landleute ans Smelanas ^ Oper „I'i'<^1l>!>!l n<>vi'«ill". Die Sänger sowohl als anch das Orchester waren ihrer Ansgabe vollauf gewachsen; die Partie des Ianko sang Herr K. Mahkota, jene > der Mariilka Fran Aniea P i r il a t. — Als Dirigent füngierte Herr Vilko Rus, denl überhaupt das Ver. ! dienst um das Zustaudekommeu des so herrlich verlause» neu Konzertes gebührt. — Der Saal war bis znm letzten Plätzchen besetzt; nnter anderen beehrten das Konzert mit ihrem Besuche: Großindustrieller Vinko M ajdi 5 , Bürgermeister kais. Rat Karl 8 avnik, Laiidlagsabgeordileler Cyrill Pirc, die Komponisten Oskar T e v vär' tige Gäste usiv. ^ ^. — sTchadcnfeucr.j Aul 21 . d. M. nachnlillags brach ans der Dreschtenne des Besitzers Martin Libert in Vrezovo, Gemeinde Nründl, ein Feuer aus, »vetches zwei Häuser samt den Stallnngen des Gena'nnten voll» kommen einäscherte. Libert erlitt einen Schaden von 5000 X, dem eine Versicherungssumme von 2600 Iv gegenübersteht. Weiters fielen dem Fener noch nach» stehende Objekte zum Opfer: das Wohnhans, 1 Vieh» stall samt Keller und Dreschtenne, ! Schweineslall »nd 1 Doppelharse des Johann Liberi iSchaden 7000 K, Versichernngssnmme 2000 I<); das Wohnhaus, I Keller samt Gelreidelammer, I Schweineslall, ! Viehstall nnd l Doppelharse des Johann ^nidar^i^ ließ in hochherziger Weise Herr Josef Billet, l. k. Hofral lind Vorstand der Verg° direllion, der als Mitglied nnd Stifter die Vereins- > bestrebnngen nach Kräften fördert, eine Geldnnler- tützung im Betrage von 20 Iv zukommen. Die „I^uä^kl, ünnilüilü! in i)c)«o.,'i1,!i<.tt" in Idria spendete 10 !<. ^emselbeil Vereille trat die „()l<.,^>.iii'n!l'll" in Idria als Stifterin mit dem Betrags >on 1l)0 Iv bei. Den edlen Wohltätern sei hiemil der wärmste Dailk allsgesprocheu. — löffcutliche Effettcniombola.j Der Kinderschnl.;» ind Fürsurgeverein iln Gerichlsbezirke Idria veranstal^ et am 18. Juli um halb 4 Uhr nachmittags aus dem Mlptplatze in Idria eine öffentliche Esfellenlombola ,u Vereinszuiecken. Da am selben Tage die Fi'M'.mg n Idria stattfindet, bietet sich den Firmnngspalen Ge» egenhl'it, durch Anlauf von Tombolakarlen nicht n»r )cn Firmlingen passeilde Firmniigsgeschenle zn ver> chaffen, soiidern damit anch ein gutes Wert zu tun. juversichllich findet diese einem eminent wobllc'üigen Zwecke dieneilde Veranslallung bei allen Schichten der M-ianer Bevöllernng den »öligen Anklang, aus daß )er finanzielle Erfolg ficherer nnd größer sein wird. " lTanitärcs.j In den Ortschaften Tornegg nnd .ioseze, Gemeinde Dornegg, politischer Bezirk Adels» ,'erg, sind eine Fran »nd fünf Kinder an Scharlach 'rkrankt. Sämtliche befindeil fich ill hänslicher Pflege, Wegen Hmwnhallnng der Weiterverbreiliing der ,Ira»kheil w»roen die vorgeschriebenen saniiätspolize!» ichen Vorkehrungen gelrosse». —l'. " ll5ine gemütliche Iohauniofeier.j In der So»»' vendnachl zündeleil sü»s Arbeiler a» der slawischen Pomörialgrenze nächst der Grünen Grube ein Johannis-'euer an. Um den allen Sitten tren zn bleiben, wnrde sichtig gezecht, so daß die Gesellschaft gegen Morgen lichlig berauscht war. Der Eisenbahnarbeiter Valentin Ver<"'i."- provozierte einen Streit, der i» eine Ransere! insarlele. Znersl beleilte er den Arbeiler Nernol l»i> Ohrfeigen »nd übersiel sodann den 22jährigen Eise»-^eßer^Ioses ttordin. Dieser »vehrle sich mit ei»em ofse< »e» ^Taschenmesser nnd einem langeii Nagel, wodurch Ver>en einige Lehrlinge mit einer zehn Zenlinieter lauge» eiserne» Röhre, die an einem .^olzslücl befestig! war,^im Parke am Ambroxplatze. Die Ladung slog dnrcl, eiu Fenster in ein Wohnzimmer. Ein Sicherheilswach. mann »ahm den Lehrlingen das neuartige Geschütz weg nnd erstattete gegen sie die Anzeige. " «Unfall.j Diesertage brach sich der 19jährige Besitzerssohn Josef Kolar in einer Lederei in Sl. Marti» be, Lillai das linke Nein. Er wnrde mit dem Personen-znge nach Lai bach gebracht nnd sodann von der Süd-bahüstation mit dem Reltungswagen ins Krankenhaus übersühvt. -' lPronil'nadekonzert.j Günstiges Weller vorcul^ gesetzt, N'ird heute abends von halb 7 bis halb 8 Uhr die Musikkapelle der „Slov. Filharmonija" in Tivoli ein Promenadekonzerl vera»stalle». '' lVeendeter Streik.) Ter vorgesler» i» der Zie-gelel der Firma ^jnpan^i^ ausgebrochene Streik wurde gestern beendet. Drei istrianische Arbeiler verließen die Arbeit. '" l>ln,l symbolisches Vild, das sie „Der einsame Weq" benennt und in dem sich ei» Selbstbekenntnis ausspricht. A»siesichl5 des Bildes lmnnit es zu einer erreqlen Aus. spräche zwischen de» Gatten, die jedoch die erhofslc Verständigung nicht bringt. Crst die dabei dnrch einen Blitzschlag hennirgernsene Blendung der Malerin, die sie der Schlraft soweit beraubt, das; ihr weiteres Schaf» fen oersagt bleibt, bewirkt die Versöhnung, durch die die ^rau, den schmerzlichen Freuden ihrer Künstler, schaft leidooll entsagend, endlich Befriedigung ihres heißen Herzenssehnens an der Seite des wiedergewon-uenen geliebten Mannes findet. — l„Dic Jungfrau von Orleans" i« Ämerita.j Aus Nelmi^rk »r>ird' gemeldet: Zweitausend Slndenten der Haruard'Unil'ersitäl veranstalteten Dienstag zum Besten des Germanischen Museums unter freiem Him» mel eine Anssührnng von Schillers „Inngfran r>0n Orleans" in englischer Sprache. Die bekannte Schau» spielcrin Maud Adams spielte die Titelrolle. Die Vor-slellung ».nirde mit stürmischem Beifall ansgeiwmmen und dein Fräulein Adams !7oalionen dargcbraclil. Geschäfts^eitung. — Die !. l. Inten» danz des ^andivehrtominaildos in Graz übermittelt der Handels, und Gl'werl'elammer in ^aibach eine Aren» dierungsknndmachiiug, betreffend das beilänfige (5rsor> derois an Ä.'om t. Ollober !9<»9 bis 30. September !91<», bezir». wm 1. April 1910 bis 15. September 19M, für oerschie» dene Stationen. Das Erfordernis besteht aus Heu, Stroh, Brenuholz, Steinkohle und Braunkohle. Die Ticherstellungsoerhandlnngen werden an verschiedenen Orteil all bestimmten Tagen, dir erste am 2^. Juli, die leple am 2. September !9<»9 abgehalten. Die Areu-dierungslundmachung kann im Bureau der Handels» und Gewerbekammcr in ^aibach eingesehen- und bezogen werden. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der Tan von Solferino. Wien, 24. Inui. Dem Kapitän der ungarischen Trabantenleibgarde Baron ^ejeroan) sind gesleru und heute aus Änlaf; des 50jährigen Gedenktages der Schlacht bei Solferino, in der er sich den Maria Theresieuorden erwarb, zahlreiche Gratulationen zn> gekommen. Um l2 Uhr wnroe Baron ^ejervary von Seiner Majestät dein Kaiser iu besonderer Audienz empfangen. Wien, 24. Juni. Heule um 6 Uhr abends saud bei Seiner Majestät im Zcrcmoniensaale der Hosbnrg eine Allerhöchste Tafel stall, zn welcher n. a. Erzherzog Nainer, Erzherzog Ferdinand Karl, Freiherr von ^e> jervary, der NeichSlriegslniuister Schöilaich, Minister von Georgi nnd die Generalität erschienen waren. Wäh» rend des Diners brachte der Kaiser folgenden Trink» spruch aus: „Es war mir Herzenssache, den heutigen Ehrentag des Generals der Insanlerie Baron ^-ejer» vary festlich zu begehen, an dem ich Sie, meine Her. re», hier versammelte. Wir seiern den Tag, an dem der junge Generalstabshanptmann von ^ejervarv, vor fünf» zig Jahren bei San Marlino auf jenem Teile des Schlachtfeldes von Colferino, auf welchem unsere Was. fen erfolgreich kämpften, die höchste mililärische Ans-Zeichnung erworben Hal. Die Erinnerung an diese Tal» sache ist eine erhebende und soll festgehalten bleiben. Ich weiß mich eins mit Ihuen, indem ich Sie aus» fordere, das Glas zu leeren a»f das Wohl des hoch» verdienstvollen Maria Theresia-Ordeusritlers, Generals der Infanterie Baron ^ejervarl), den die gesamte Wehrmacht heule erneuert zu seiner Wafsentat beglück» wünscht. Er lebe hoch!" Die ganze ^estversammlnng stimmle begeistert ein. Der Kaiser trank Baron ^ejer» Vary zu. Gerührt verneigte sich derselbe dreimal vor dem Kaiser. San Martino, 2l. Inni. Anläßlich des fünfzigsten Jahrestages der Schlacht bei Solferiuo fand heule eine Gedächtnisseier statt, der das Königspaar, der Kriegs» minister, der französische Botschafter mit einer Abord» nnng französischer Ossiziere, der österreichisch.ungarische Konsul in Venedig in Ver'retnng seiner Negierung, Abordnungen der Kammer und des Senates, Vertreter aller Korps, die an dieser Schlacht teilgenommen haben, sehr zahlreiche Veleranenvereine nnd eine große Me», schenmenge beiwohnten. In der Kirche lind in der Grab» kapelle von San Marlino wurden Messen gelesen. Nach der feierlichen Einweihung des Monumentes der Nri» gade von Piemonl, reiste das Königspaar nach Venedig. Große Brände. Vriinn, 24. Juni. Gestern nachmittags brach in Ttefansan bei Gewilsch ein Brand ans, der insolge des herrschenden Sturmes rasch an Ausbreitung gewanu, so daß biuuen kurzer ^eil !i2 Häufer in flammen slan» oen. Zwei Granen und ein Mann wurden als Leichen unter den Trümmern hervorgezogen. Dem Brande nnd viele Haustiere zum Opfer gefallen. Die wenigNen Häuser sind versichert. Budapest, 24. Iuui. Die Ortschaft Kis-^ehota im Neutraer Komitat ist abgebrauut. Zwei Personen fan» c>en in den Flammen den Tod. Grnbenunsslück. .Karlsbad, 24. Juni. Aus der ^-rischglüclzeche im ^tevierbezirk Elbogen ist infolge Saudeinbruches ein Wasserhaltungsschachl eingestürzt. Bei den Newäl» tigungsarbeiten sind fünf Maun tödlich vernnglüctt. Erdbeben. Reggie di Calabria, 24. Juni. Um 2 Uhr 20 Mi» nnten silih wurde hier ein hesliges Erdbebeu verspürl. Eiuige Mauern stürzten ein. Die erschreckte Bevölkerung verließ die Hänser. Mileto, 24. Inni. Un, 4 Uhr 45 Minnten früh ivnrde hier ein leichtes Erdbeben wahrgenommen. Vor. hcr hallen die Seismographen des Observatoriums zwei Erdstöße in nächster Nähe verzeichnet. Die ncnc holländische Kammer. Amsterdam, 28. Juni. Nach den heutigen Stich, wählen ist die neue Kammer folgrndermaßeu zusammen. gesetU: 25 liberale, 18 Demokralen, 7 Sozialisten, 25 Kalholiken, 28 Protestanten nud 12 Mitglieder der Par-lci der historischen Ehrislen. In der neueil .Kammer beträgt die Zahl der Abgeordneten der rechts stehenden Partei Nl> nnd die der links stehenden 4<>, gegen 49, bezw. 51 in der allen Kammer. Wien, 24. Inni. Erzherzog Franz Ferdinand hat mit Entschließung vom 22. d. das Protektorat der Ge» sellschafl vom österreichischen Silberne» Kreuz zur Für. sorge für heim lehrende Reservisten übernommen. Berlin, 24. Inni. Der Neichstag Hal das Erb» schansslenergeseN abgelehnt. Aus dem Abgcordnetenhause. In fortgesehler Nndgeldebalte ergriff gestern n. a. Abg. Dr. k'rek das Wort. Er besprach die Frage der italienischen Universität und erklärte sodann, er r>er» urteile Demonstrationen, mögen sie in ^aibach, in Gotlschee, in Eger oder in Willen sich ereignen; er habe dieseu Slandpnnkl mil seiner Parlei immer ver-trelen. In« Pnnkle der nationalen Verständigung ohne Sozialdemokratie könne ein wirklich fester Boden nicht geschaffen werden. Er finde, daß in dieser Richtung auch ein Negierungsgebilde mit den Eozialdemotraten znsam. men möglich wäre. — Reduers Partei bekämpfe die Er. nennung des drillen Landesschnlinspellors in Krain. Es sei demoralisierend für den Staat, daß aus Grnnd einer Hinlerlreppenpolitil für eine einzelne Nation dnrch Verordnnngen Kouzessioueu gegebeu werden. Dr. Krek beschäftigte sich mit der Bier» nnd Konsum, sleuer und erklärte im Verlaufe seiner Anssührungen, auch unsere äußere Politik werde keine großen Erfolge zeiligen können, solange wir am Dualismus kranken, »veil die Völker, die mit uus in einen Nnnd lreten sollen, nicht wüßten, mit wem sie in Berührung treten, ob mit Ungarn oder mit uns. Der Schlüssel sür die Großmachtslellnng Österreichs, für die Erhaltung der einheillichen Armee, des eiuheillichen Zollgebietes, für die Gewinnung von Freunden anf dem Balkan fei die südslavische Frage. Der Gedanke müßte sich Bahn bre» chen, daß das selbständige Kroatien schon da ist, lind an Kroalien seien die Länder zu reihen, die nalnr. gemäß zu ihm gehören. Redner stellte schließlich den Ail trag anf Streichung des Betrages von 5<><><> Kronen ans Kapitel 10, Tilel I, des ordentlichen Ersorder-nifses des Fiuanzministeriums und begründet diesen Antrag damit, daß der Finanzminister Ritter von Bi» linsli einen Ionrnalisten, der anläßlich des Amts. antrittes des Finanzministers ans der Österreichisch, ungarischen Bank in das Finanzministerium nbernom» men wnrde, alls Staatsmitteln bezahle. Nachdem die Abg. Dr. P eleI e n z nnd N i e ß -ner gesprochen, ergriff Finanzminisler Dr. Rittei voll Bilinski das Wort lZwischenrnfe »nd Lär»< bei den Slovenen). Der Finanzminister belo»lle nenerlich die unbedingle Notwendigleil, deil Fiuanzplan der Regie» ruug in Beralung zu zieheu, um rechtzeitig die für deu Claal >lot>r>endigen neuen Eiunahmsgnellen zl> schassen. lWir kominen auf die Rede des Finauzminislers uuch zurück. Anm. d. Red.) Im Laufe der Debatte beklagte sich Abg. M a Iik über die Verdrängnng des deutschen Ele»lentes in den südlichen Alpenländern sowie im Küstenlande durch die Slovenen und griff den Abg. Hribar wegen der Inter» pellalion an, worin den denlschen Professoren die Be» günstignng denlscher Stndenlen vorgeworfen wird. Für all diefe Gaunereien und Lumpereien gebühre dem Ab» geordneten Hribar eine solenne Ohrfeige. lStürmische Proteste der Sloveneu. Abg. Malik rust dem Abgeoid» neteu Hribar ein beleidigendes Schimpsworl zn, was der Abg. Dr. N e n l o v i <'- gleichfalls mit einem Schimpfwort erwidert. Anhaltender Lärm. Malik er> hält den Ordnungsruf.) Nächste Situmg morgen. Verantwortlicher Redakteur.- Anton F u n t e l. Verstorbene. Am 8 3. Juni. Franz Gregore, Vahnadjunltenssohn, 11 I., Illyrischc Gasse 1!>. Unmußiti» l>n,»il»i-i8. — Iohami Smerajc. Mccht, 62 I., Nadetzkystraße 11, Domeutia ut lllcul». cllrou. Im Zivil spitalc: Äin 22. Juni. Theresia Golob. Tischlerstochter. 13 I.. 'I'uliorclll. pulm. Mit 1. Juli 1909 beginnt ein neues Abonnement auf die Daibacher Zeitung. Die PränumerationS. Bedingungen bleiben unverändert und betragen: mit Postoelstndung: sür ßaibach: ganzjährig . . »<» X — t, ganzjährig . . »» « - d halbjährig . . 15 » — » halbjährig . . >l » » vierteljährig . 7 » litt » vierteljährig . l5 » »V » monatlich. . . » » »0 » monatlich. . . l » »» , Für die Iußellun g ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Priinumcrationsbctrag für die «Laib. Zeitung» stets rechtzeitig nnd in vorhinein zu entrichten, da sonst die Zusendung ohne weiteres eingestellt wird. M^ Nie ?länumesi>tion> »elliise wollen ponolltl luge»en«lel wessen. Jg. v. Kleinmayr K Fed. Zamberg. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 23 Juni. Polt. Bildhauer, Abbazia. Dr.Iamtel. Abvolat, Littai. — Pretz, ftsm., Cilli. - von Gorup, Private, s, Sohn, Fiumr. Voltemarin, Privatier, Veutbig. — Wibiral, Privat, s. Frau, Böhlcrwrrle. — Nedana, Ingenieur, Prag. — .ttobcr, Private, s. Schwester, Grulcit. — Berndt, Kfm,, Georgs» wald. — Kafla, .^tfm., Mattuu, — Scherb. Mm,, Leipzig, — Tercel, ilfm.. Linz, — Gayrr, .Weitscher, Ingenieure; Reiner, stern, Kflte, Trieft. hambül, Firmann, strenbenreich, Becl, Trebitsch. Horal, Karp, Taussig, Pollal, Dörner, »flte.; Smolil, Privat, Wien. Löwe, ttfm., Stcinaman^er, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 3ttl! 8 m. Wittl. Lustbrull 736 0 mm. Z <^2 D5^ Z" Mnd b,, Himmel« ILZ "< 2"u7N^ 733-0 , 2', ö "SW. mäßig !el"^^" "' 9 U. Ab. 733 9 ^ 16 8' SW. schwach i^.rc_______ -'öl 7 U. F. ,735-3 14 9 S, schwach . 0-5 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 17 l)», Normale 18 7°. Wettervoraussage für den 25. Juni für Steier» mark, Kärnten und .^ rain: Vorwiegend trübe, mäßige Winde, kühl, unbestimmt, unbeständig; für das Küstenland: Schönes Wetter, mäßige Winde, warm, unbestimmt, herrschende Wit« ternng anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Vldbebenwalte «sssrm,»,! vl», l>»r Nsoi», Gvorlnüe >««?) lOlt: Gebäude der l, l. SiaatS-Obrrrealschlile.) Lna.e: vli>ldl.Vleitr,„t, ,»,>,!>',' Mitdenveilagen.M » W Monatlich2yeft<^ M die » H /ll «ompletter Jahr- 5rauenwelt. MM>Dg«ng marl 7.2tt. AU5 der 3eit UMWvulch all. vuch- flir die3e,t. «MK2»Handlungen und Ver Naturfreund. WWW« poftanftalten zu VUchertisch. >WW beziehen. ^u beziehen llurck >g. v. IKleinmAM ^ lell. Vambergs V«ch-bnnülung in Imbacb. Laibacher Zeitung Nr. 142. 1290 25. Juni 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 24. Juni 1909. Die notierte« Kurse «erstehen stch in Kronenwährung, Die Notierung lämtlichcr Alticn nnd der ,.Diversen liosc" versteht stch per Ltiill, Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. «lnheiMche Rente: 4°, lonver. steuerfrei, Kronen (Mai-Nuv,) per Ka,je . . SL - »«2« dettll (Iänn.-Iuli) per Kasse »6— 9t! 2« 4 i«/, ö, W. Nuten (Febr.-Aug. per Kasse...... 98 7b 98-95 t 2°/„ ö, W. Silber (April-ON.) per Kasse......s8 80 9!» — 1860er Staatslose 5U0 fl. 4°/„i60 — »64-1860er „ 28?' 2»«7b Vtaatsschuld d. i. Reichs-rate vertretenen Königreiche und Länder. Osteir. Ooldicute stcuersr., V old per Kasse .... 4»/„ 11745 >i?eb Österr. Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4"/° »6 — 9N 20 detto per Ultimo . . . 4°/„ 9S - 9«-2« Öst. Investition«, «entt, stfr., Kr. per Nasse . . »>/,»/«! 85 U5 8b 8b GUlnbahN'Slllllllschuld. »«schltibungtn. tlisabeth-Bahn i. O.< steuerfr.. zu 10.000 fl.....4°/„ — - --- Franz Ioseph-Bahn in Silber (MV. St.) . . . . 5'/<°/„ 118 2'!l lg'20 Gal«z. Karl Ludwig-Äahn (div. Stücke) Kronen . . . 4°/„ 95 80 96 80 !»>udl»lf-Blll,n in Kronenwähr. steuerfr. (dlu. St.) . . 4°/« »« »5 97-«orarlberger Bah», stfr., 40« und 2000 Kronen . . 4/<°/„ .... 42«'- 432 -detto Salzburg-Tirol 200 fl. 3. W. S. 5"/„ . . , .424 — 427 — Nremstal-Nahn 200 u. 2000 Kr. 4°/".........191 - 192' Oeld Narr ü>»m Ktaale M Iahlnnz ül>«< nommeue Eisenbahn'Pltoriiiil,- ßbliglllionm. Vöhm. Westbahn. Em, 189b, 400, 2000 u, 10.000 Kr. 4"/o 96-zo 97 26 Elisabcth-Nahn 600 u. 3000 Vt. 4 ab 10«/„......116-15 l17'10 Elisabeth-Äahn 400 u. 2000 M, 4"/n........l1!>^0ll7 30 Ferbinands-Norbbahn Em. 1886 97 35 98 «5 detto Em. 1904 96'5ü 9? bb Franz Ioseph-Äahn Em 1884 (biv. Et.) Silb. 4"/° . . . 9ö 40 97 40 Glllizische Karl Ludwig . Vahn (div. Lt.) Silb, 4"/„ . . . 9b 7« »«70 Una.-gallz. Nah» 20« fl, S. 5"/« l«4 10 '«5 10 detto 400 u. 500N Kr, 3'/i"/n «« ?l, 89 75 Vorarlberger Uahn Em. 1884 (div. Lt.) Silb. 4°/„ . . !!« «b 97 6b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/„ »na. Oolbrcntc per Kasse . 113"?0<1»90 4°/„ detto per Ultimo 11365Nü 8b 4"/» unaar. Rente in Kronen- währ. stfr, per Kasse . . 92 »5 93-ib 4"/„ delto per Ultimo 92 ül, 93-10 5'/l"/n detto per Kasse «2"?b 82-95 Ungar. Vrämicn,AnI. n. 100 fl. A0«> 7b ü0l-7ü bettll k 50 fl 20« 75!«2 lb detto (S. oder G.) 1874 120 2b >21 25 dettll (1884).....9!l'4» 94-4« detto (Gas) v. I. 1898 . 96 10 97'l» detto (Elcltr.) v. I. 1300 96 2« 9?-20 dcttll cInv.-N.)V,I,1!!02 9N75 97-2b Börsebau-Anlehen verlosb. 4"/„ 97- 9« - Nusstsche Etaatsanl, v, I. 19U« f. 100 Kr. p, K, . . 5°/« »s 3b ü« «5 detto per Ultimo . . 5°/„ 99 35 99 8b Vulg. Staats-Hypothelai Anl. 1892......6°/n «22'60 !23>!0 Veld Ware Vula. Staat« - Goldanlcihe 1907 f. loo Kr.. . 4>/l"/„ 9!i5 92 1b Pfandbriefe usw. Nodciiir.,aNg,üst.i.5<>I.vl,4"/n 95 30 96-30 Vühm. Hyputhelenb. Verl. 4»/^ 97 <>5 »ü-eb Zcntral-Bod. Krcd.-Nl., österr., 45 I, ucrl.....4>/,"/n ,01-ko l«2b!> betto «5 I. uerl. . . . 4«/„ V7-2K u«-!i5 Kred.-Inst., üsterr., f.Verl.-Uut, u. üsfent!. Ärb. Kat. ^,. 4°/„ <>b-4U 9«-40 Landesb, d. Kün. Galizien und Lodom. 57>/, I. ruclz. 4°/„ 94 5« 95'3^ Mähr. Hlipothclenb. verl. 4«/„ 96 80 9? 2b N,-österr, Landes-Hup,-Anst. 4"/« 97-5>0 Fr..... 40» - 4«l>-— Südbahn il 3"/„ Jänner-Juli 500 ssr. lper St.) ... ->— —>— Nüdbahn il 5«/n A00 fl. S. 0. G, 119-3» 12N-30 Diverse Lose. z>tl,ln«licht Los«. 3"/„ Bodenlrrdit-Lose Em. 1««« 27« - 282 - detto Em, 188« 26»-7b 274 75 5"/a DllllllU-NegUl.-Lose 100 fl. 264-75 2?0-7b Serb. PrHm.-Anl.p.t00Fi.2<>/„ 95^ K»l- Bn«tziu,Ilche lose. Vudap.-Basilila (Dombau) 5 fl. 2l )i5 23-25 Kreditlose 100 sl...... 4N8-- b««'- Claiy'Lolc 4« fl. KM. . . . 180-— 190-- vfener Lose 40 f!.......->— ---— Palfft, Lose 40 fl. KM. . , . 213-- 223- Roten Kreuz, üst. Gcs, v, 10 fl. 51 7b 5575 Roten Kreuz, nna. Wes. v, 5 fl, 3040 3.-40 Rudolf.Losc 10 fl...... e«>- 74- - Salm-Lose 4« fl. KM- . , , 254 50 2«4b« Tiiit. E.-V.-Anl-Präm.-Oblig, ssc ... -------------- --— detto per Medio . . . 185-- 186'- («elo Ware Wiener Komm.-Lose 0. I, 1874 b^'i t>3i — Wcw,°Lch. d. 3"/^ Präm,'Schuld d. «obenlr.-Nnft. Gm. 188» 8<-- »:>-— Altien. zianiPlllt'ZlnltlNlhmnngen. Ausstg-Tcpliyer Elscnb. 500 fl. 2 40- L^l,«-- Nöhmischc Nordbahn 15» fl. 408 — 4U» 50 Vuschtiehrader Eisb, 500 fl, KM, 2750 - 2??u»- detto sül, l!) 200 fl. per Ult, 974'— 97«'-Donau - Tampsschisfahrtü - Nrs,, 1.. l. l. priv., 500 fl, KM, 932— 9,^.','- Dux Nodrnbncher E,-V. 40« Kr. l>7«-— 5,»<0' Ferdinanbs-Nordb. 1000 fl, KM. b<3»-- b4s,n- ^ Kaschau-Oderbrracr Eisenbahn 200 sl, S....... 362 b« »64'50 Lemb,'Czer!!,-Iassy-EisenbahN' Gesellschaft, 200 fl. S. , . 568-^ 5ün ^lm,b. «st., Trieft, 500 fl., KM. >»«''' 470 — Österr, Nordluestbahn 200 sl, S. 4«1 50 463 50 detto (lit. li) 200 f>, T. P, Ult, 4«, bn 4«!! 50 Praa-Diixer Eisenb, inofl.abgst, 22U-5« «27-50 Ltaatöcisenb, 200 sl, S, per Ult. 724 0 Niibbah» 200 fl, Silber per Ult. l«»8-?b 109-75 Liidiiorddcutsche Verbindungsb, 200fl, KM...... 404— 40«-- Tranöport-Ges., intern., N.-G. 200 Kr........ 79 - 8!'— Ungar. Westbahn (Raab-Vraz) 200 fl. S....... 408-- 412-- Wr. Lolalb.-Ältieü-Ees, 20« sl, 180- 220'— Vanlen. «nglo-Ostcrr. Vaul, 120 fl. . 298 50 29»'50 Nanlvcrein, Wiener per Kasse —'- —'- dello per Ultimo 526 25 527 25 Äodenlr.-Mlst. üsl,, iluo Kr, , >U94- 1 ><»»'- ^entr.-Vod.-Krebbl. üst,, 200 fl. b8f>-- b90>-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse —-- —'- dctto per Ultimo 63«'!« «37 !N Kreditbank, una. allg., 200 fl, 750' 75<-> Drpositenbanl, alla., 200 fl. , 454'- 456'— Eölomptr - Gesellschaft, nieder- österr., 400 Kr..... 6,'3>- 60b'— Viro- u, Kassciwcrein, Wiener, 200 fl........ 454- - 460- — Hypothekenbank, öst. 200 Kr, 5"/,, 2U2— 293' — Länderbanl, östcrr., 200 fl,, per Kasse....... --- --- detto per Ultimo 451-40 452-40 „Merkur", Wechlelstub.-Altieu- Gesellschaft, 200 fl. . . , N13 5» 6l«>— Osterr.-ungar. Bank 1400 Kr, 1774-- 1784«— Asid Warc Unionbaul 200 fl...... 549 6« bbO'60 Uuionbaul, böhmische 10» fl. , 244 50 24h'l>0 Verlehrsbanl, allg, 140 fl.. »,',» 7b 54« 7 ö znduftllt-zintkmehnmngen. Vauacsellsch,, allg, ost., 100 sl, 9 — '7lb<» Un^erKoh!e»bergl>,-Ges.iunfl, 7:8 — 719 — Eisenbahnverkehr«-Anstalt, öst., 100s!........ 4l3— 41«" Elsenbahuw-Lrihg,, erste, 100fl. 202'— L04-— ,,Elbcmühl", Papierf. u. V-V. ll>0 fl........ 18»— 190- Elektr. Wes, all«, österr., 200 fl, 388- 390 — Elcltr. Gesi'llsch,, intern. 200 fl. —- - —'^ Eleltr.Gesrllsch., Wr. in Liqu, 224 5>« 225'— Hirteuberger Patr.-, Zünbh. u, Met.-Fabrik 400 Kr. , , ,045 - l«s<0 - Uiesinner Ärauerei lN<> fl, . , 208- üil.' - Montan-Mes,, üst, alpine 100 fl, 643 l>« «44 '") ..Poldi-Hüttc", Tieaelguhstahl- ff.-A, O. 200fl..... 447— 45! — PragerEiscii-Iüdustrie-Vesellsch. 200 fl........ 255« - 2b«7- - Rima- Murann Salgo-Tarjaner Eiscnw. 10« fl..... 57^75 57375 Zalgo-Tarj. Steinkohlen 100 fl. 565-- b>?-^ ,,SchlögImiihl", Papiers., 20«fl, 300— 32dniea", «. W, f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. , , , 514— 51s »0 ,,Slel!rermühl",Papiers,»V,G. ^ Türl. Tabalregie-Ges, 20» Fr. per Kasse..... -'- -^'^ deltu per Ultimo . , , N83-— 586 -» Wasfenf.-Ges.. österr.. 100 fl. , «40— «44^ Wr. Uaussesellschaft, lao fl. . , 1«3- 164 »0 Wicuerbcrge ^lsaels.-?llt..Ges. 745'" 74«'- Devisen. Kur,« Sich»»» nn» Scheck». Amsterdam....... 198-92 1S9 12 Deutsche Äaulplähe , . . . 117 45 >17 6b' Italienische Ganlplilhe . . . 94>«? 95 12 liondun........ 239 U5^ li4c» i-l» Pari«......... 95-üft »^'45 St. Petersburg...... 253 b0 254 — Ziiiich und Äascl..... 95-22 9b 3» Valuten. Dukaten........ 11-35 i!'"v uo-Franlen-Ltücl«..... 19 04 13-27 20-Marl-Gtücte...... LN-bN 2» bü Deutsche ReichLbanlnoten , , 11?-40 117 Ui» Italienische «anlnolen ... »5 - 3b 2ü Rubrl-^iolcn..... , 2'5,'<" 254 von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, n ^J • *^-. IVIaVBr q rrivat-Depots (Safe-Deposits) Aktien, Losen etc,JJevlsen und Valuten. -g- Bank. und WechslergeschAft "g- unter dBenem v«rsehlull der Part.l. |^____________________Verzinsung von Birelrli|ei Im Kuti-Kirrent «»< i»T Blri-»«it«,