Poltnina platena v goiovifii. 78. Jahrgang Erscheint wöchentlich scclisiiial (mit Aiisoabnie der Feiertage). Schrillleitung, Verwaltung und Buchdruckcrei Tel. 25-67, 25-68 und 25-69, Manfcor. KopaiiSk^ ulica 6. Manuskripte werden nicht retourniert. Aufcagen Rückpcueto beilegen« Nr. 74 Samstag, dm 2. April 1958 Inseraten* und Abonnements*Anuahme in Maribur, Ropaliäka ulica 6 fVerwaltung). Bezugspreise: Abholen monatlich 23 Din, zustellen 24 Din, durch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1.50 und 2 Diu. Preis Din T50 MmüPitr Hntnng ®ie fotolanifdicn ©e^aratiften —sid— Die Tage oder vielleicht noch Wochen der Machthaber in Barcelona sind gezählt. Damit erfüllt sich auch das Schicksal einer Bewegung, die sich sehr zu ihrem eigenen Schaden allzu fest mit den spanischen Linksparteien und den verschiedenen kommunistischen Richtungen verband: der katalanische Nationalismus. Die Ehe zwischen einer historischen Nationalbewegung und dem ge-schichts- wie staatsfeindlichen Bolschewismus konnte nicht zum Guten ausschla gen. Sie verwandelte den Nationalismus in Separatismus und rief Männer an die katalanische Front, deren radikale Gesinnung die Kräfte der Bewegung in ein fal sches Bett lenkten und das Werk der Vorgänger dadurch in Gefahr und Mißkredit gebracht haben. Wer sind die Katalanen, was erstreben sie, welche Rüchwirkungen wird ihr Verhalten im spanischen Bürgerkrieg auf die Politik General Francos ihnen gegenüber nach sich ziehen? Fragt man einen Katalanen: Welche Gebiete soll euer Staat denn umfassen? — so wird er antworten: Alles Land, in dem iibcrwiegend katalanisch gesprochen wird oder gespro chcn worden ist! Das wäre also die heu-ligc Provinz Katalonien mit den Bezirken Barcelona, Tarragona, Kcrida und (jcrona. Sic umfaßt etw.a 2.3 Millionen l'iinvohner. Dazu kämen die Provinz Va Icncia, die Balearen und Landstriche nörd lieh der Pyrenüen bis nach Roussillon hin auf. Dann ini'ßte aber auch die sardini-hclie Stadt Algehro dazu f^erechnet werden. Auch dort haben sich katalanische Sprachrestc erhalten. Zusammen ein Gebiet mit einer 1-inwohncrzahl von etwa 4 Millionen, also mehr als Irland. Vo^ dem Ausbruch des Bürgerkrieges huldigten nur wenige solch f^roßkatala-nisch-separatistischen Gedankengängen. Der Kampf, den die Mehrzahl der Katalanen in den letzten /.wei Jahrzehnten ge l^en die .spanische Zentralregierung führte, hatte lediglich eine mehr oder minder weitgehende Selbstverwaltung Kataloniens innerhalb des Gesamtreiches zum Ziel.Auch wurde nur für die Provinzen des engeren Kataloniens eine gewisse Selbständigkeit erstrebt. Die erstrebte, eingeschränkte Autonomie erhielten die Katalanen 1032, nachdem die Cortes das sogenannte Autonomiestatiit annahmen, wodurch die katalanische mit der spanischen Sprache gleichgesetzt und der »Ge nernlidad« als der Regierung Kataloniens kultiirclte, soziale und wirtschRftliche AuRübimp:rechlt' gewährt wurden. Die ZentralrcgieiMiiiLT behielt sich das Recht vor, die diplonnli^HMic imd konsularische Vertretung sowie i-do Außenpolitik, Kriegserklärung und FricdL-n-.verträge zu bestimmen. Sic schaffte entgelten den An trägen ans Barcelona die in Spanien bestehende Heeresdienstpfiicht in Katalonien nicht ab und gestand den Katalanen ;ils den größten Steuerzahlern nicht das Recht zu, die bezahlten Steuern für eigene /.wecke zw verwenden. So erfüllte das Stntut iiiclil sünitliche Wünsche, sndaß x'iek' Katalanen äußerten: »Warum nicht \.Mnes eigenen Creuga Pei in C5H AUSSCHALTUNG DEJVIAOOOISCHER ELEMENTE AUS DER DEBATTE ÜBER DAS MINDERHEITENSTATUT P r a g, 1. April. Die Tschechoslowakei steht am Vorabend wlchtlsrer Entscheidungen über ihr weiteres innerpolitisches Leben. Den Beweis dafür liefert das Verbot aller politischen Versammlungen, welches vom Innenminister auf Grund einer Vereinbarung zwischen den Parteien der Regieningskoalition und der Opposition erlassen wurde. Das Ziel die-»er iVlaßnahme ist, aus der bevorstehenden Beratung über das von der Regierung in Aussicht gestellte Minderheiten-Statut alle demagogischen Elemente auszuschalten. »•Narodn iPolitika« schreibt zur gleichen Frage: »Die deutsche Minderheit hat die Versicherung erhalten, daß es unser guter Wille und unser ehrliches Bestreben ist, in der Verständigungspolitik fortzufahren, daß es dabei auch gewisse Grenzen gibt, über die ein Volk, das seine staatliche Souveränität nicht preisgeben will, nicht hinausgehen kann und wird. Es liegt also an der deut sehen Minderheit, sich demgeanäß zu ver halten. Aber sie möge sich dabei die Wor te aus der Rundfunkbotschaft Dr. Hodzas vor Augen halten: Stark und fest sind Nation und Staat, stark und fest ist auch seine Regierung.« Prag, 1. April. Zum Problem der nationalen Minderheiten schreibt »Narod-ni Osvobozeni«: jfDas Problem der Minderheiten gelangt nach der Rede des englischen Premiers Chamberlains in das richtige Licht des Saint Germainer Vertrages und unsere Verfassung. In ihrem Rahmen werden wir fortschreiten und wollen die gan ze Welt von unserem guten Willen über zeugen. Unser Verhältnis zu den Mlnder-hriten unterliegt der Kontrolle des Völkerbundes. Niemals geschah es, daß der Völkerbund die vereinzelten Beschwerden für berechtigt erklärt hätte. Wir halten unsere Verpflichtungen aus den Frie densverträgen auch gegenüber denjenigen ein, die diese Verträge für sich selbst nicht anerkennen, wohl aber sich uns gegenüber auf sie zu berufen wissen. Die Kodifikation des Minderheitenrechtes be-c^rüßen wir, sie ist in höchstem Maße nö tig für das richtige Verständnis unserer Minderheitenpolitik im In- und Ausland.« Sori) .^rtlifaj ift Optimift Der englische Außenminister über die weltpolitische Lage zufrieden. — Die eng tische Opposition stößt wieder gegen die Außenpolitik Chamberlains vor. L o n d o n, 1. April, Außenminister Lord Halifax nahm gestern an einem Bankett der Auslandsjournalisten teil und erklärte den Banketteilnehmern, t es sei ein gutes Zeichen für die Welt- j läge, daß er nichts Neues zu sagen ha- j bc. Das politische Barometer zeige seit einigen Wochen auf beständig. Nichtsdestoweniger werde England fortfahren, seine Stärke auszubauen, damit Englands Stimme im Rat der Völker besser vernommen werden könne. L 0 n d 0 n, l. April. Die Labour-Oppo sition und die Oppositionsliberalen bereiten einen neuen Mißtrauensantrag im Unterhaus gegen die Regierung Chamber lain in Fragen der Außenpolitik vor. 4 0 tilottieter pr Klüfte Vom spanischen Kriegsschauplatz. Rom, 1. April. Der Korrespondent des >;0 i o r n a 1 e d'I t a l i a« berichtet seine n Blatte von der katalanischen Front, daß die rotspanischen Streitkräfte wieder hun- dert Flugzeuge sowjetrussischer Provenienz als Verstärkung erhalten haben, Saragossa, 1. April. Die Kämpfe um Lerida sind im vollen Gange. Im Südosten haben die Spitzen der nationalspanischen Kolonnen Höhenpunkte besetzt, die nur mehr 40 Kilometer von der Mittelme^ -küste entfernt sind. Die Nationalisien sehen bereits das Meer, das Ziel ihrer Offensive. General F r a n c o ist gestern an der Front eingetroffen und wurde bei seiner Ankunft von den Truppen mit jubelnder Begeisterung empfangen. Die nationalspanischen Truppen sind bei Leridae im Laufe des gestrigen Tages von der gegnerischen Artillerie heftig beschossen worden .konnten aber trotz de« starken Feuers ihre Terraingcwinne unbehindert fortsetzen. Hitler beglückwünscht Mussolini. München, 1. April. Der Führer u id Reichskanzler Hitler hat an Benito Mussolini eine Depesche gerichtet, in dtr er dem Duce zu seiner Ernennung zum Ersten Marschall Italiens herzlichste Glückwünsche übermittelt. Seyß-Inquart spricht in Essen. B e r 1 i n, 1. April. Wie die »National-Zeitung« meldet, wird der deutschösterreichische Reichsstatthalter Dr. 6 e y ß-l n q u a r t die Besuche der führenden Persönlichkeiten des Reiches erwidern lind am Donnerstag, den 7. April in einer Großen Massenkundgebung zur Wahl des großdeutschen Reichstages und der Vereinigung Großdeutschlands das Wort ergreifen. Die erste Abstimmung. Bilbao, l. April. An Bord eines hier vor Anker liegenden deutschen Schiffes ist gestern die erste Abstimmung für den großdcutschen Reichstag und für den Anschluß Österreichs an Deutschland vorgenommen worden. .An der Abstimmung beteiligten sich die in Bilbao und den entlegenen spanischen Städten lebenden Reichsdeutschen und Österreicher. Alle 400 abgegebenen Stimmen entfielen auf Ja. S900jtilonirttr oOn(3tDifd^n-ianbuno HOHe v.DARTMOtrrH AZO«EN •• KANAI. LAt PALHAI KAPVERD.Jn. % CAgA\rELLA6 R.d. JANEIRO Eine deutsche Domier-Do IS-Maschine mit zwei Junkers-Schwerölmotoren hat soeben einen neuen Weltrekord im Lang-Streckenflug aufgestellt. Die Maschine wurde an der englischen Küste von dem Flugstützpunkt »Westfalen« gestartet und landete am Dienstagvormittag in Caravel-las (zwischen Bahla und Rio de Janeiro Die zurückgelegte Strecke beträgt 8500 Kilometer, also 1500 Kilometer mehr al^ der bisher von dem Italiener Stoppani gehaltene Weltrekord. Unsere Karte zeigt den ungefähren Weg des Flugbootes. (Scherl-Bilderdienst-M '• 30rf( Zürich, l. April. Devisen: Beograd 10. Paris 13.35, London 21.655. Newyork 436,25, Brüssel 73.71, Mailand 22.96, A.n-sterdam 241.45, Berlin 175.10, Prag 15.23, Warschau 82.20, Bukarest 3.25. 2>a« aDriter Wettervorhersage für Samstag; Mildes Wetter anhaltend. In den sudlichen Alpengebieten vorwiegend heiter. Statuts einen eigenen Staat?!« Erst recht in einer Zeit, da es auf der Linie herrschender politischer Anschauungen liegt, auf selbständigen Sprachen selbständige Staaten aufzubauen. Auch auf Grund ihrer Geschichte und Kultur glaubten sich die Katalanen zu solchen Wünschen berechtigt. Was für eine Geschichte haben nun die katalanischen Landestelle? In rö mischer und westgotischer Zeit erging es ihnen nicht anders als den meisten spanischen Provinzen.* Katalonien geliurte zur Provinz Tarraconensis, allerdings ohne Valencia, das in der Provinz Cartha gcnensis lag. Dann w'urtle es, wieder wie ga:iz Spanien maurisch. Der l.änder-namc Catalonicn (von Gotalonien) tauch tc im 12. Jahrhundert auf. Gemeinsam ntit Navarra und Asturien entwickelte es sich 7U Widerstandszentren gegen die Araber. Ludwig der Fromme machte es 801 zur spanischen Macht. Schon acht jnhre später empörte sich Wilfried, der Graf iler Matk. Damit begann seine Lauf balm al' kleines- unabhängiges Gebiet, das mir einigen anderen aus der Flut der mnurisi^hen Fürstentümer aufstieg. Dann setzten jedoch die ersten Schritte zur Einigung Spaniens ein. Ks kam zur Vereinigung mit der nördlich nordwestlich gelegenen Provinz Aragonien. Der Graf von Barcelona wurde König über beide Gebiete, aber unter dem Namen »König von Aragonien«. Die Könige Ivon Aragonien trieben großartigen Seo-ihandel, eroberten die Balearen, Sizilien und afrikanische Küstengebiete. Die Rechtsbegabung der Katalanen schenkte Europa das erste codifizierte Seerecht ^Lleys des Consultat de Mar«. Katalanische Leistungen unter aragonischem Namen? Hieß es doch in jener Zeit »Die Fische des Mittelmeeres würden nicht wa gen, sich auf dem Wasser zu zeigen, wenn sie nicht auf dem Rücken die Pfäb le von Aragonien, ( das Wappen der Gra fen von Barcelona) trügen.« Als die Dynastie ausstarb, entstand ein Htlrgerkrieg. Die Katalanen aus Angst vor Bedrückung schlugen schließlich sogar einen verhaßten Kastilier vor, ein Be- :>Mariborer Zeifung« Nummer "W Samstag, den 2. April 1938 weis, daß ihr Nationalismus nicht als Pprtikularisinus war, 1479 endlich heiratete der König von Aragonien in Katalonien die Königin vqn Kastilien. Die Ein iicit Spaniens hatte trotz aller verschiede nen lkanzlers Adol' Hitler, der nach einer offiziellen Be kaimtmachuing am Sonntag, den 3. Apri kurz nach 15 Uhr mit einem Sonderzug auf dem Grazer Hauptbahnhof eintreff« wird. Nach erfolg-ter Begrüßung durch die Spitzen der Grazer Landesbehörden wird der Reichskanzler vor dem Bahnhof die Ehrenkompagnien und Formationen der NSDAP abschreiten und sich sodann in die große Montagehalle d»3r Weizer Waggonfabrik begeben, wo die große Kundgebung stattfinden wird. Ganz Graz legt reichen Flagige^n- und Girlanden schmuck an und es werden in fieberhafter Eile alle Vorbereitungen für den Emp fang des Kanzlers getroffen. Adolf Hitler wird sich nach der Wählervers-ammlung ins Landhaus begeben, wo ein feierlicher Empfang stattfinden wird. Momtag, den '4, d. M. um 9 Uhr vormittags wird Hitler Graz wieder itn Sonderzuge verlassen Die Wohnräume für den Reichskanzler sind im Park-Hotesl 'bereitgestellt worden 9oM&urger*'Ornn6gen toirOtr mtrignrt Wien, 1. April. Wie die United Preß berichtet, wird das Gesetz, auf Grund dessen die frühere österreichische Regierung den Habsburgern ihr einstiges Vermögen rückerstattete, annulliert werden. Aus dem Ertrag soll ein Fond zur Unterstützung der Kriegsteilnehmer gegründet werden. Oftaniftft ötr ^ientr Xld^tc^en W i e n, 1. April. Der Volksrat der Wiener Tschechen, deren Zahl auf ca. 100.000 geschätzt wird, hat einen Aufruf erlassen, in dem alle Tschechen aufgefordert werden, für die Vereinigung Oesterreichs mit Größdeutschland zu stimmen. Der tschechischen Volksgruppe sei jetzt zum ersten Male die Mitarbeit im öffentlichen Leben eingeräumt worden, damit aber habe der neue Staat die tschechische Volksgruppe auch mit ihrem bestimmten Kreis der Kulturrechte anerkannt. Die tschechische Minderheit yi:£jde ihren Dank dafür mit dem Aus-(Wck der Loyalität und der Anerkennung def Vatsachen aussprechen. Die tschechi sehe Volksgruppe spreche damit auch ihren Willen aus, sich kulturell, wirtschaftlich und snrlal im großdcutschcn Reiche auszuleben. ISifoger O^legirrungdroalftion gegen ^utonomleforöerungen ALLE POLITISCHEN VERSAMMLUNGEN VERBOTEN. — DIE ANTWORT AUF DIE FORDERUNGEN DER HENLEIN-PARTEI, DER HLINKA-PARTEI, DER UNGARN UND DER POLEN. Prag, 1. April. In der gestrigen Sitzung des Senats gab Senator Dr. S t e fa-n e k im Namen der Regierungskoalition eine Erklärung ab, die sich gegen die bekannten Parlamentserklärungen der Volks gruppen der Sudetendeutschen, der Slowaken, der Ungarn, der Karpathorussen und der Polen richtet. Die Erklärung der Regierungskoalition stellt eingangs fest, daß die Regierung in der Frage des Minoritätenschutzes nichts zu verbergen habe. Die Minderheitenpoli-er 0ultan bon 3oOore trennt fiCD bon feiner fd^ottifcl^en <9altin Unter den zahlreichen Ehescheidungen, die in der beginnenden :»Frühjahrssaison« in London nun angekündigt werden, findet die größte Beachtung die Trennung des Sultans von J o h o r e von seiner schönen schottischen Frau, die er vor sie ben Jahren nach englischem, aber auch nach mohammedanischem Gesetz und Brauch geheiratet hat. Der Sultan ist ein Fürst der Malaiischen Inseln und gehört zu den reichsten Männern der Welt. Da sein Land in unmittelbarer Nähe von Sin gapore liegt, so stiftete er Großbritannien eine halbe Million Pfund für den Bau des mächtigen britschen Flottenstütz Punktes. Als der Sultan von Johore Mrs. William Wilson, die Witwe eines Arztes aus Glasgow, heiratete, besaß er bereits vier andere Frauen in seiner Heimat. Aber nach mohammedanischem Gesetz war er dazu durchaus berechtigt, und das britische Ehegesetz kümmert sich in diesem Falle nicht um eingeborene Nebenfrauen. Die jetztige Scheidung wurde bereits vor 3 Niwwmu 71 'drei Monaten in den Malaiischcn Staaten nach mohammedanischem Brauch durchgeführt, in dem der Sultan viermal das \^^ort »Talak« aussprach, das soviel wie »Mach, daß du herauskommst«, bedeutet. Noch bei den Krönungsfeierlichkeiten im vergangenen Jahr wurde das in orientalischer Pracht und Schmuck der berühmten Johore-Juwelen erscheinende Paar überall bestaunt und bildete eine Sensation im Gefolge des Königs. Der Vater des verstorbenen ersten Gat ten von Mrs. Wilson war Leibarzt des Vaters des gegenwärtigen Sultans gewesen, und in ihrer ersten jungen Ehe besuchte die schottische Frau mit ihrem Mann auf einer Vergnügungsreise den Sultan. Zu dieser Zeit schon scheint eine große Leidenschaft bei dem Fürsten für die Frau entstanden zu sein, die er fünfzehn Jahre später dann heiratete, obwohl sie jetzt über 40 Jahre alt war. Nach eng lischem Gesetz übrigens ist die Ehe nicht aufgelöst, und der Sultan kann eine europäische Frau nicht wieder heiraten, ohne sich der Bigamie schuldig zu machen. Stabschef Lutze in Oesterrdch. L i n z, 1. April. Der Stabschef der SA, Viktor L u t z e, ist in Oesterreich eingetroffen. Lutz begibt sich zunächst nach Leonding, um auf dem Grabe der Eltern Hitlers einen Kranz niederzulegen, dessen Schleife die Inschrift trägt: »In tiefstem Dank den Beiden, die uns den größten aller Deutschen schenkten.« 3ugoflatDifdD-UalienifdD( Sein* in 6fopIje WASSER AUS DEM VARDAR FÜR DIE HCLDENOLOCKE IN ROVERETO. S k 0 p l j e, 1, April. Gestern fand an der Du§an-Brückc eine erhebende Feier der jugoslawisch-italienischen .gemeinsamen Heldenehrung statt, ben Anlaß bot die Entnahme von Wasser aus dem Vai-dar-Fluß für .die Einweihung der riesigen Heldenglocke in Rovereto. Unter den Festgästen sah man den Armeekommandanten General J e c m e n 1 c mit den Offizieren seines Stabes, den Gehilfeh des Banus, Bürgermeister Dr. Cohadzic, das Konsularkorps und eine Ehrenkompagnie des ersten Infanterieregiments mit Musik und Fahne. Die kirchliche Zeremonie vollzog der katholische Militärsupe* rior S a j i 1 o, der in einer Ampulle dem Vardar das Wasser entnahm, um sie dem italienischen Konsul Mario V a 11 a i zu überreichen. Superior Sajilo verwies auf die Bedeutung der Glocke von Rove- reto, für die 14 Staaten, darunter auch Jugoslawien, das Material aus alten Geschützen lieferten. Konsul V a 11 a i hielt in serbokroatischer Sprache eine Rede, in der er die serbisch-italienische Waffenbrüderschaft im Weltkriege feierte. Redner evozierte eine Reihe von persönlichen Kriegscrln-nerungen und der Kameradschaft mit jugoslawischen Kriegern in Ajaccio, Er verwies auf die freundschaftlichen Beziehungen beider Nationen und sagte wörtlich: »Die erhabene Erinnerung, die uns hier zusammengeführt hat, wird es nie mehr erlauben, da sich Italien und Jugoslawien jemals in zwei feindlichen Lagern flnden.m Zuchthaus werde ich's besser haben als 7U Hause!« Die Eier. »Ja, Frau Nachbarin, wenn sich die Eier halten sollen, muß man sie an einen kühlen Ort legen!« — »Hm... aber wie kann man das den Hühnern beibringen?« Olm ^Borrino lauert Der „m »Hcf' Ben zu iberwundenit wenn »er Gegner tötot!«, wie die «ntiwiuiiiteciiie Reklame so schön sag/Lt, >(Benny läßt die Seele eiasdifuBti^fciflK Das wurde edties der HauptscMagworte seines Managers. Für die entsprechende Ainzaihl Dollars machte Ben den Gegner seines Käufers fertig. Klar ist, daß er für seinen Blick bezahlt bekam. Die Honorare waren durchaus nicht klein. So koTWite er sich im Verlauf der letzten sechs Jahre ein anständiges Vermögen erwerben. Aus seinen Rundfunkvorträgen hatte er eine weitere günstige Einnahmecjueile. Daß er sein Qehelmnis nicht verriet, ist selbstversitändlich. Trotwiem sprach man immer wieder davon. Es ist bekannt, daß jeder, der vor einer schwierigen Aufgabe steht, besonders nervös ist, so auch Boxer. Besonders nervös aber wurden die Männer, wenr» da unten am Ring ein kleiner Mann sali und sie einem absolut starren Auge ansah. Sie fühlten, daß da unten etwas lauerte, etwas, was ihnen fremd war, was auf ihre Niederlagie wartete. Die Tatsache war unbestreitbar, daß Ben da unten saß und sein Opfer nicht aus dem Au$^; Heß. Er wußte, daß der Boxer von der Reklame verwirrt war, die natürlich die Erfolge des Auges ins Riesenhafte aufbauschte. Er wußte auch, daß die Boxe;^ mehr oder weniger aus primitiven Verhältnissen kommen und... in der M*sbr-zahl abergläubisch sind. So »siegte« Ben jahrelang, bis in diesen Tagen des Uffheil geschah. Ben mußte von dem Schauplatz seiner vernichtenden Tätigkeit abtreten Er wird ihn wahrscheindlich nie wieder betreten können. Jeder ist in Amerika geschlagen, wemi er sich lächerlich macht. Im Fall B»2n Harrick geschah dies so; Vor wenige;i Tagen sollte in Houisiana ein I^xkampf zwischen Bob Ripley und dem Farbigen Elyson Cadogan «stattfinden. Bens Manager hatte mit dem Manager Cadoga'is abgeschlossen und dieser stieg nün siegessicher durch die Seile, während die Zuschauer schon Bob Ripley als geschlagenen Mann ansahen. Es kam dem Publikum garnicht darauf an, die Schläge und Technik der beiden Boxer zu bewundern. sondern ihm lag nur daran zu sehen, wie Ben Ripley »tötent würde. Aber schon in der zweiten Pause hatte das tödliche Auge aufgehört zu sehen. Ben Marrick saß in der Ecke Ripley», unverwandt wie ein Reptil starrte er seinen Gegner an. Ein Auge hatte er zugekniffen, während das andere wie ein l>öses gehässiges Tier nach otoen sah. In diesem AugenbHcT^ langte Ripley mit dem Hand-sclnich durch die Seile. Es gab einen leisen Klatsch. Die ZunächstsitZf^^nden hörten etwas klirren, dann war es wieder still und Ben stand auf und verschwand. Er wurde nie wieder gesehen, Ripley (beendete den Kampf als Sieger und als er später aus dem Ring kletterte, stieg er zu Bens Platz hi^iunter und hob ein paar Weine G'lasscherben auf. Das tödliche Auge... war ein Glasauge gewesen! DAS GEHEIMNIS UM BEN HARRICK GELÜFTET — ER BOXER DURCH SEIN AUGE. »TÖTETE« JEDEN Bei einer Boxveranstaltuiig in Douisiana wurde eine der Hyänen des amerikanischen Boxsports Bau Harrick. der Mann mit dem bösen Blick außer G^eclit gesetzt. Irgendwie erinnert mau sich der mittelalterlichen Geschichte vom »bösen Blick«, wenn man die Geruchte hört, die über den Rundfunkreporter Ben Harrick in USA im Umlauf waren. Trotzdem er nur klein und schmächtig war und mit seinen neunundreißig Jahren durchaus nicht den Eindruck eines furchtgeb«-tenden Mannes machte! Vor Jahren wurde in Pittsburg ein Boxkampf ausgetragen, Billy Conn gegen Jolly Krieger. Ben Harrick fungierte als Rundfunkreporter u. saß in Billys Ecke. Er ließ kei'uen Blick von Billy. Jolly Krieger, der aus der Heimat Bens, Brooklyn stammt, hatte keine Chance und doch gewann er Jen Kum^pf durch k, o. über den Lokalheros Das hatte er Icdiglich Ben zu verdanken, denn durch den vernichtenden Blicit Ben's wurde Billy so irritiert, daß .^r mehr auf den kleinen Mami acht gab, als auf seinen Gegner. Aber noch wußte Ben nichts von seiner Macht. Er machte sich zwar Gedanken über den eigentümlichen Ausdruck, mit dem Billy ihm nachsah, aber daß das etwas mit seinem Blick zu tun hätte, kam ihm nicht in den Sinn, Spike Wcbb sollte in St. Louis gegen Joe Knigh't kämpfen. Wieder saß Ben unten im Ring mit seinem Mikrofon. Wieder sah er Knight an und wieder verlor dieser, trotzdem er haushoher Sieger sein mußte. Diesmal allerdings hatte Ben sich vorgenommen, Kmight zu »lähmen«. Er ließ während des Kampfes kein Auge von ihm und erlebte tatsächlich, daß Knight auf seinen Blick einging u. wirck-lich »einging«. Nach ein paar weiteren Kämpfen, die Ben als Reporter mitmachte, um sich mit seinem Blick zu üben, wie er sagte, bekam er einen Namen in Boxerkreisen. Nicht w. daß bei den Kämpfen die einzelnen Ik)xer groß angekündigt werden, nein, auf den riesigen Plakaten prangte sein Name. Und aus der Umgebung der betreffenden Stadt strömten die Menschen in die Arena, nur 9on itoetonfinnmi gleichseitig gef Frau Hinrickson erfuhr, daß ihr Gatte durch einen Unglücksfall ums Leben kommen war, heiratete sie einen Mann namens Lowden. Nach kurzer Ehe stellte sich heraus, da die Nachricht von dem Tod ihres ersten Gatten verfrüht war. Nun wollen beide Männer nichts mehr von ihr wissen und der Richter entsprach ihrem Wunsche. Die Chippewa-Indianer auf dem Kriegs-pfade. Aus Minneapolis wird gemeldet: Avs Protest gegen die Verlegung eines Vor waltungspostens des Aufsehers über die Indianerreservationen ist unter den Chip-pewa-Indianern ein Aufstand ausgebrochen, der jedoch einen friedlichen Verlauf nimmt. Obwohl die Indianer zum erstenmal seit 40 Jahren wieder das Kriegsbeil ausgegraben haben, ist mit Blutvergießen nicht zu rechnen. Die wehrhaften Krieger des rund 13.000 Seelen zählenden Stam-um' mes der Chippcwa versammelten sich in »Mariborer Zeitung« Nummer 74 4 Samstag, den 2. April 1938 voller Kriegsbemalung unter dem Dröhnen ihrer Kriegstrommeln vor dem Amtsgebäude des Regierungsaufsehers Lewis Balson in Caß Lake (Minnesota). Nachdem sie ihren Protest vorgebracht hatten, umstellten sie das Gebäude und machten den Aufseher damit praktisch zu ihrem Gefangenen. Bei Verdauungsbeschwerden» wie Blähungen, Aufstoßen, Sodbrennen, hervorgerufen durch trägen Stuhlgang, ist es zweckmäßig, abends ein halbes Glas und früh nüchtern die gleiche Menge natürliches »Franz-JosefÄ-Bitterwasser zu nehmen. Das echte Franz-Josef-Wasser bewährte sich stets als ein durchaus zuverlässiges Darmreinigungsmittel. Reg. S. br. 30.474/35. Aus Cdii Aus iUuU Mud IhMebm „j0inrfd5tuno" (Ined Sötoen EIN EINZIGARTIGES »JAODERLEBNIS« UNSERES NIMRODS J. GUSTINCIC. c. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 3. April findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr vormittags in der Christuskirche statt. Der Kindergottesdienst wird um 9 Uhr abgehalten. c. Bestattung. In Store starb Frau Ajina U r a b i Witwe nach dem Fabriksbetriebsleiter Ignaz UrabiC. Sie war eine allseits bekannte Frau. Die hohe Wertschätzung der Dahingeschiedenen bezeigte die zahlreiche Teilnahme am Begräbnis im St. Anna-Friedhof zu Te-harje. c. Ein neuer Schachkhib. Die Beliebtheit des Schachs, dieses glanzvollen Spiels der Könige, zieht immer weitere lö'eise. So fand kürzlich in La§ko die Gründungsversammlung eines Schach-klobs statt. Als Vertreter des Schachklubs Celje war Herr Fachlehrer Gramer zugegen gewesen. Die Wahl des Klubrates hatte folgendes Ergebnis; Vör sitzender Dr. Delak; Stellvertreter Ernst Obal; Schriftführer Viktor Jenko; Schatz meister Milan Koren; Bibliothekar Ludwig PotoCnik; Klubräte: 2ener, Vreöko, Podboj, Zadravec und Masten. c. Um StraOenbesprengung wird gebe^. Aus mehreren Zuschriften an uns geht hervor, daß die Bewohner gewisser Straßen, besonders der noch immer vernachlässigten Mariborska und ASkerde-va cesta seit Eintritt des Frühlings eine tägliche Besprengung der sehr staubigen Fahrbahnen vermissen. Bei Wind und vorüberf ahrenden Kraftwagen wirbelt der Schmutz haushoch. Eine böse Ecke ist auch der Knotenpunkt vor dem Hotel »Post«, Aus Gesundheitsrücksichten (Tuberkulose!) und im Hinblick auf den Cha rakter einer Fremdenverkehrsstadt ist so fortige Abhilfe geboten. Heller Kopf! Praktischer Sinn! Inserieren bringt Gewinnl Dem hiesigen Nimrod Justin Gustin-öie ist gestern das seltenfe Jagderlebiiis zuteil geworden, durch einen wohlgezielten Kugelschuß aus seinem Jagdkarabiner einen bengalischen Löwen niederzustrecken. Der Schuß fid auf einer Hang-wiese unweit des Gasthauses Perko in Bresternica. Zum ersten Male ist der K(V nig der Tiere im Angesicht eines Fichtenwaldes aus dem Leben getilgt worden. Es klingt wie ein 1. April-Witz, aber es ist volle Wahrheit. Mögen sich daher unsere Leser den Sachverhalt näher erzählen lassen. In Studenci hatte zu Josefi ein kleiner Wanderzirkus sein Zelt aufgeschlagen. Der Zirkusbesitzer Michael W e r t h e m brachte auch zwei Löwen mit; den gut dressierten, sonst gutmütigen, fünf Jahre alten ^^Cäsar« und den dreijährigen ^tNe ro«, eine Bestie, die so hinterlistig und gemeingefährlich war, daß sie ständig a!s größte Gefahr für die Besucher und als Risikoquelle für den Besitzer empfunden wurde. Wertheim entschloß sich daher, den Löwen zu verkaufen. Er fand sehr bald den Käufer in der Person des Ka'jf-man^es und Weidmannes Justin "rw-s t i n ö i 5, der ihm für den Löwen ein altes, gebrauchtes Auto übergab. Da üu-stindfi die Trophäe haben wollte, wurde der Abschuß gestern nachmittags vollzogen. »Simba«, wie die Neger den* König der Wüste nennen, wurde im Käfig auf einem Lastwagen in Begleitung einiger Freunde des neuen Besitzers des Löwen nach Bresternica gebracht, wo er sich einige Minuten an dem Grün unserer Fichten und dem ungewohnten Sonnenschein auf einer grünen Matte ergötzen durfte. Aus einer Entfernung von etwa 30 Schritten sandte Gustinöic dem Löwen die todbringende Dum-Dum-Kugel mit ein^m Meisterschuß in den Kopf. 12 Minuten rang die große Katze mit dem Tode, worauf der Präparator W a 11 n e r an die Arbeit ging. Der auf diese Weise »hingerichtete« Löwe ist Im Schaufenster des Kaufmannes GustiniiS in der Tatten-bachova uHca zur Schau ausgestellt. den i. SIprfl Schuß: Direkto! Matthäus D o 1 e n e als Obmann, Direktor Stanko D e t e I a als Vizeobmann, ferner iie Rechtsanwälte Dr. Franjo H o j n i k und Dr. Ferdo L a-5 i C sowie Karl J a n C i C und Zdcnko P i n u §, Otodft stoef oteue Dafutendntfmmun-grn in Oe1lrnrei(|^ Im Reisendenverkehr mit dem Ausland und dem übrigen Deutschland. — Sonderbestimmungen für den Grenzverkehr. Der Reichsfinanzminister erließ neue Devisen- und Valutenbestimmungen über den Reiseverkehr mit dem österreichischen Teile Deutschlands. Die neuen Vorschriften sind bereits in Kraft getreten und sind bis auf weiteres allgemein verbindlich. Bei der Ausreise aus Österreich können im Laufe eines Kalendermonats inländische Scheidemünzen im Betrage bis zu 20 Schilling oder 13.33 Mark und ausländische Zahlungsmittel im Werte bis zu 30 Schilling (20 Mark) mitgeführt werden. Im Grenzverkehr dürfen Scheidemünzen im Betrage von höchstens 10 Schilling (6.67 Mark) bei jedem Grenz übertritt mitgenommen werden. Für gi*Ö-ßere Beträge ist in beiden Fällen ei o besondere Bewilligung der Wiener D'i-visenstelle erforderlich. Bei der Einreise nach Österreich ist den Reisenden gestattet, im Laufe eines Kalendermonats ohne besondere j Bewilligung der Devisenstelle österreichi- BOSCH SERVICE MARIBORt Alfred ilarini, Triaika c. 16 Elehtro-Werkzenge Auch mit altmodischen Werkzeugen kann man arbeiten. Oft sogar ganz gut. Aber gute Arbeit allein genü^ nicht. Nur gute und schnelle Arbeit der Bosch-Werkzeuge macht sich bezahlt. 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In der Gegenrichtung, d. h. bei der Reise aus dem übrigen Deutschland nach Österreich, dürfen Banknoten oder Scheidemünzen nur in der Höhe bis zu 450 Schilling (300 Mark) im Laufe eines Kalendermonats mitgenommen werden. Im Grenzverkehr zwischen Deutsch land und Österreich können bei jedem Übertritt der formell noch immer bestehen den Grenze höchstens 30 Schilling oder 20 Mark mitgeführt werden. Diese Bestimmungen gelten für jed>? Person ohne Rücksicht auf das Alter. Demnach entfällt die bisherige Vorschrift, daß sich die Devisen- und Valutenbcstinj-mungen nur auf die mehr als 14 Jahre alten Personen beziehen. <2rfolorefAe genontnfd^aflliitte Stiatiouna Jahreshauptversammlung der »Posojilni- ca« in JVlaribor. Die Spar- und Vorschußkasse »P o-s 0 j i 1 n i c a«, die bekanntlich Besitzerin des Narodni dorn ist, hielt dieser Tage unter dem Vorsitz des agilen Präses Dr. K a c ihre Jahreshauptversammlung ab. Aus den erstatteten Berichten ist ersichtlich, daß die Anstalt auch im vergan genen Jahre ihre Aufgabe, ersprießliche Betätigung auf genossenschaftlichem Ge biet una Sammlung kleiner Kapitalien, voll erfüllt hat. Ende 1937 belief sich der Mitgliederstand auf 2879, was gegenüber dem vorangegangenen Jahr einen Zuwachs von 176 darstellt. Die Anteile machen bereits 613.700 Dinar aus. Der Einlagenstand erhöhte sich auf 56,130.613 und der Darlehensstand auf 55,398.213 Dinar. Der Um salz weist die stattliche Ziffer von 149 Millionen 356.011 Dinar aus. Der Reingewinn betrug 298.667 Dinar, der je zur Hälfte dem Reservefond und dem Pensionsfond der Beamtenschaft zugewiesen wird. An der Spitze der Anstalt stehen für das laufende Jahr die Herren Dr. Viktor K a V, als Präses, Rechtsanwalt Dr. Leopold B 0 § t j a n c5 i (5 als Vizeobmann» ferner Professor Dr. Anton D o 1 a r. die Kaufleute Mi!o§ 0 s e t, Rado L e n a r d lind Fr^nio M n i r r ;;owic Rechtsanwalt Dr. Igor R o s i n a. — Aufsichtsaus- Wie bekannt ist, findet Sonntag, den 3. d. um 14 Uhr in Maribor (Trg Svobo-de) die in allen Bevölkerungskrelsen schon mit soviel Spannung erwartete Großtombola unseres Roten Kreuzes statt. Wie wir hiezu erfahren, werden am Trg Svobode zwei Lautsprecher montiert werden, die die gezogenen Nummern deutlich und laut verkünden werden. Es ist dies das erste Mal in Marlbor, daß ein elegantes Luxusauto mit einer Ausgabe von kaum 5 Dinar gewonnen werden kann. Blickt ins Schaufenster der Firma Weka (Aleksandrova cesta) und beeilt Euch mit dem Ankauf der Tombolakarten, solange diese nicht vergriffen sind! m. Joumalistenklab. Samstag, den ?. d. trifft ein Delegierter der Sektion Ljubijana der Jugoslawischen Journali' stenvereinigung in Maribor ein, um am selben Tage die Mariborer Journalisten Uber verschiedene aktuelle Standesangelc genheiten zu informieren. Zu diesem Zwecke findet an diesem Tage (Samstag) um 18 Uhr im Extrazimmer des Cafe »Bristol« eine Klubsitzung statt, zu der die Mitglieder vollzählig erscheinen mögen. Im Rahmen dieser Klubsitzung gelangen auch die neuen Elsenbahnlegitl-mationen zur Verteilung. m. Jahreskongreß der Journalisten Stoweniens, Sonntag, den 3. d. um 10 Uhr vormittags wird im Mariborer Rathaussaale der heurige Jahreskongreß der Sek tlon Ljubijana der Jugoslawischen Journalistenvereinigung abgehalten. Es ist dies das erste Mal, daß die Journalisten Sloweniens die Stadt Maribor als Kongreßort gewählt haben. m. Trauungen. Dieser Tage wurden in Maribor getraut; Stanislaus Bajt, Monteur Putnik4: die Besorgung des Vi sums beim Konsulat in Ljubljana, worauf alle Interessenten für Reisen nach Deutsch-Oesterreich aufmerksam gemacht werden. m.Beeilt Euch! Seit einigen Tagen stehen die neuen Klassenlose der kommenden Spielrunde der staatl. Klassenlotterie den Spielinteressenten bereits zur Verfü-;;ung. Mit Rücksicht auf das große Interesse, das sich in der letzten Zeit gerade in unserer engeren Heimat bemerk bar macht, erscheint es angezeigt, sich unverzüglich an die Anschaffung der neu -en Lose zu machen, die in unserer Glücksstelle und bevollmächtigten Hauptkollek tur der staatlichen Klassenlotterie Bank geschäft Bezjak (Maribor, Gosposka ulica 25) in großer Auswahl aufliegen. m. Verhängnisvoller Sturz. In PoCehova stürzte der 56jährige Realitätenbcsit?er Johann ö a m e r n i k aus einer Höhe von 5 Metern von einer Leiter und blieb bewußtlos liegen. Im Krankenhaus steltte man eine Gehirnerschütterung sowie mehrere Rippenbrüche fest. m. Wetterbericht vom 1. April, 8 Uhr: Temperatur plus 7, Barometerstand 733. Windrichtung W—O, Niederschlag 0. m. DiebstahL Aus dem Automobil des Kaufmannes Rudolf Fräs wurde gestern abends von einem noch unbekannten Langfinger ein neuer Herrenmantel gestohlen. tVvotftelennad^t&fdili Vom 27. März bis zum 1. April versehen die S V, A r e h-A p o t h e k e (Mag. Pharm. Vidmar) am Hauptplatz 20, Tel. 20—05 und die Magdalenen-Apo-t h e k e (Mag. Pharm. Savost) am Kra-Ija Petra trg 3, Tel. 22—70, den Nachtdienst. fHuf ftaufleutetagung Die Kaufleute-Vereinigung für Ptuj-Sladt hielt dieser Tage ihre Jahreshaupt-Versammlung ab, in der Obmann S n o j ausführlich die Lage der Kaufmannschaft besprach und die allgemeine Wirtschafts läge streifte. Darnach bewirkten im Vorjahr die Wetterunbilden einen geringeren Bodenertrag, so daß ein bedeutender Ausfall in der Obst- und Weinernte zu verzeichne" "'nr, was auch die Geschäftstätigkeit nicht wenig beeinflußte. Eine der größten Industrieunternehmun-gen von Ptuj, die Firma »Petovia«, mußte wegen des unbefriedigenden Geschäfts ganges den Betrieb einstellen, was zu Ar neiterenllassungen führte, wodurch wieder die Kaufleute in Mitleidenschaft gezogen wurden. Einen großen Schaden stellen die Hausierer dar, auf die ein wachsames Auge geworfen werden muß. In $, Foltys 5, Gerstenfild 4*/a (1), Frydman, Kolski, Regedzinski und Petrov je 4V2, Najdorf, Appel und Steiner je 4, Sulik 2}4 (1), Frau MenSikov 2V; und Dr. Seitz 1 (1) Punkte. Das kalte Bad, »Wenn Sie nicht auch im Winter kalt baden, und zwar müßten Sie dies jeden Tag tun — wird Ihr Körper schwammig und speckig werden. Können Sie sich etwas Aergeres vorstellen?« — »0 ja. Ein kaltes Bad im Winter.« Union-Tonkino. Die Premiere der toi • len Filmkomödie »Engel mit kleincfi Fehlem«. Eine lustige Verwechslunsgko-niödie, deren komische Situationen einander jagen. Dies ist auch der letzte Film der verewigten Filmkünstlerin Adele Sandrock. In den übrigen Rollen R. A. Roberts, Jack Trevor, Charlotte Daudert u. a. Ein Film, bei dem man nicht aus dem Lachen herauskommt. — In Vorbereitung die majestätische Interpretation des berühmten Romans »Die gute Erde«, ein Meisterwerk in deutscher Sprache mit Louise Rainer und Paul Muni. Btirg-Tonkino. Die jugoslawische Erstaufführung des neuesten deutschen Mii-sterfilmwerkes »Das Schweigen im Walde« nach dem gleichnamigen b-^kannteii Roman von Ludwig Ganghofer. In de»; Hauptrollen Paul Richter, Hansi KnötecU, Hans Adalbert Schlettow, Stark-Gestetcfi • bauer und Friedrich Ulmer, bekannt aus den Ganghofer-Filmen »Schloß Hubertusc und »Der Klosterjäger«. Ein wunderbarer Landschafts- und Liebesfilm, zu dem die Wände und Gipfel der Alpen einen -leuchtenden Rahmen geben. — In Vorbereitung der Napoleon-Film »Gräfin Walewskc) '^ mit Greta Gart)o und Charlie Boyer. Samstag» 2. April. Ljubljana, 12 Schallpi. ]7 Konzert. I7.4f) Vortrag. 18 Zitherkonzert. 18.40 Soz.-Vor trag. 19 Nachr., Nationalvortrag.20 Außenpolitischer Vortrag. 20.30 Bunter Aben«i. — Beograd, 18.05 Schallpi. 19.30 National Vortrag. 20 Volkslieder. — Prag, 15.15 Konzert.. 1740 (Brünn): Deutsche Sendung: Lustige Kabarettstunde. 19.10 Ein großes Kunterbunt. 20.50 Festkonzert aus Pisek. — Budapest, 17.30 Lieder. 19.30 Zigeunermusik. 20.50 Operettenmusik. — Zürich, 18.30 Blasmusik. 19.20 Aus Tonfilmen. 19.55 Handharmonikonzert. 20.35 Alte Volkslieder. — Paris, 18.35 Klavierkonzert. 20.30 Sinfoniekonzert. — Straß-buf^, 16 Schallpi. 19.30 Klavierkonzert. 20.30 Kinder musizieren. 21.30 W:.lzer-Abend. — London, 18.45 Funkorgel. 20 Werke von R. Wagner. 21 Kabarett. — Rom, 19.30 Konzert. 21 Lustspiel. — Mailand, 19.30 Konzert. 2] »Alda«, Oper von Verdi. — Toulouse, 19 Schallpi. 20.30 Hör spiel. — Bukarest, 19.10 Konzert D-dur von Mozart. 20.10 Abendnmsik. — Warschau, 19 Hörfolge. 20 Unterhaltungsmusik. — Brüssel, 19.10 Konzert. 20 Belgi-schu Musik. ~ Wien, 7 Konzert. 8 Nachr.. 8.30 Konzert. 11.25 Blasmusik. 12 Konzert der Wiener Philharmoniker. Dir. Oswald Kabasta. 14.10 Unterhaltungsmusik. In Konzert. 18 Lieder, 19.10 Lustspiel. 20 Wiener Bilderbogen. — Leipzig, 18.15 Zitherkonzert. 19.10 Soldaten singen. 20 Bunter Abend. — München, 18.10 Solisten stunde, 19.10 Schallpi, 20 Bunter Abend, Berlin, 16 Konzert. 18 Unterhaltungsniu-musik. 19.10 Italienische Musik. 20 Bunter Abend. — Breslau, 18.15 V^ortrag. 19.25 Bunte Musikunterhaltung. 21 Militärkonzert. — Deutschlandsender, 18 Musikalische Kurzweil. 19.10 Lustspiel. 20 Bunter Abend. ^Maritioret Zeifnngc !faumci 74 6 Samstag, den 2. April 1938 Uittsdiäiiikki 2)ie 3agre6er SauernDodD* fAule Vor einigen Tagen war in den Zagreber Zeitungen zu lesen, daß auf der so-j^enannlen Bauernhochschule, welche von den führenden Persönlichkeiten der ;>kroatisch-nationalen Bewegung« vor zehn Jahren ins Leben -gerufen worden war, unlängst der 10. Kurs für Männer beendet würde und daß mit 1. April d. J. der 10. Kurs für Frauen beginnt. Der 10. Kurs für Männer, in welchen 40 kroatische Bauern und Bauernsöhne aufgenommen und in ehiem eigenen Internat un-lergebracht wurden, dauerte vom 15. Oktober bis jetzt. Wie ist nun die Organisation beschaffen und welche sind* die Ziele der Zagreber Bauernhochschule? Jedes Jahr wird ein fünfmonatiger Kurs für Männer (vom 15. Oktober bis 25..März) und ein dreimonatiger Kurs für. Frauen (1. April bis Ende Juni) abgehalten. Aufgenommen werden Icdiglich Bauern und Bäuerinnen, sowie deren Söhne und Töchter aus allen Gegenden Jugoslawiens. So sind durch diese Kurse schon Ober 500 männliche und ebensoviel weibliche »Hochschüler« gegangen. Aufgabe der Kurse ist vor allem, den Bildungshorizont der Kursteilnehmer zu erweitern, insbesondere in der Kichtung der richtigen Beurteilung der Erscheinungen und Ereignisse in der Natur, in der Gesellschaft, in der Wirtschaft and in der Staatsverwaltung. Die Besucher der Kurse lernen den richtigen Bau von Stallungen, Bauernwohnhäuser, Aborten u. drgl, insbesondere in Bezug auf Hygiene, um auf diese Weise Vorkämpfer für den gesundheitlichen Fortschritt der Dorfbewohner und ihrer Viehbestände zu werden. Sie werden über die Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten und die daraus entstehenden Gefahren für Mensch und Vieh be-Ifehrf. leder At>solvent eines solchen Kurses I^hrt heim mit der Ueberzeugung, daß nur dn gebildeter, kultivierter und zivi- lisierter Landwirt Wohlstand und angC" nchmeres Leben erlangen kann, daß nur ein solcher sowohl in der Gemeinde- als auch in der Staatsverwaltung nützlich mitwirken kann. Ohne, die guten Traditionen unserer nationalen Kultur außer Acht zu lassen, strebj die Bauernhochschule darnach, daß der Landwirt auch die Fehler selbst erkennt, daß er alles, was die eigene nationale und kulturelle Entwicklung Gutes geschaffen hat, pflegt und weiterentwickelt, daß er sich aber auch die Lehren der Wissenschaft zunutze macht, daß er mit deren Hilfe seine Wirtschaft vervollkommnet und seine Arbeit erleichtert, die Produktion vergrößert und ihre Qualität verbessert und schließlich daß er auch Mittel und Wege findet zu einem angemessenen hygienischen Leben. Die Besucher der Kurse werden gleichzeitig über das Leben und Wirken in der Familie, Gemeinde und im Staat völlig unterrichtet. Im Internat, wo die »HochschUleriung m'i';enf'on Freisen.!m Australien ha-ben sich die Japaner seit Be- se 8800 Lei, vor 14 Tagen 10.200 und zu Beginn Januar 13.^ Lei. Benzin fob Konstanza notiert 2.59 Lei gegenüber 2.88 vor 14 Tagen, Schwerbenzin 2.46 gegenüber 2.75, Motoröl 1.81 gegenüber 2 und Leichtöl 2.30 gegenüber 2.33 Lei. ginn der Saison erstmals recht aktiv beteiligt. In Südafrika war eine größere Be festigung namentlich für lange Kamm-Wollen zu verzeichnen. In Neuseeland und am La Plata wurden Kreuzzuchten für britische, festländische und japanische Rechnung in steigendem Umfang erworben, X Das Ciaenwerk Zenka hat. wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist, im Vorjahr seine Produktion stark erhöht und betrug diese bereits 34.648 Tonnen. Die Arbeiterzahl hat sich binnen Jahresfrist von 1845 auf 2586 und der Betrag der ausbezahlten Löhne von 16.4 auf 25.3 Millionen Dinar erhöht. X Efehenhobaushihrverbot in Rumänien. Der rumänische Landwirtschafts-minister hat ein Verbot für Eichenholzausfuhr erlassen. Dieses Verbot ist erlassen worden, weil der Bedarf an Eichenholz in der rumänischen Industrie immer größer wird. X Rückgang der Petroleumpreise In Rumänien. Die rumänische Petroleumproduktion beträgt gegenwärtig 1800 Waggons täglich und ist in der letzten Zeit unverändert geblieben. Die Petro-leumprcise sind jedoch gesunken. Pro Waggon betragen gegenwärtig die Prei- Suod ^tunOfunlflbrrtraouno im „3el(snUar"-GtaMoii Im Rahmen des sonntägigen Meisterschaftsspieles »Maribor«; — »Cakovcc«, das bereits um 15 Uhr Im »2eleznli5af«-Stadlon in der Tr2aSka cesta seinen Anfang nimmt, wird auch eine Rundfunkübertragung des in Beograd stattfindenden W eltmeiste rschaf tsaussche i dungs-kampfes Polen — Jugoslawien bewerkstelligt werden. Die Uebertragung wird vor und nach dem Spiele sowie in der Pause erfolgen. Der ohnehin mit lebhaftestem Interesse erwartete Waffengang der beiden Spitzenvereine der Unterver-bandsmeisterschaft »Maribor« und >Ca-kovec« erhält hiemit eine neue Zugkraft. d#r An dl» P. T. Abonn«ntM „Maribom Zeitung" Die gcsch. Abonnenten der »Mariborer Zeitung* werden höfL ersucht^ die rück-ständigen Abonnementsbeträge so bald als möglich zu begleichen^ damit die Verwaltung nicht in die unangenehme Lage gebracht wird^ in der Zustellung des ßhtten eine Unterbrechung ein-treten laxuo.n zu müssen, — Dir V c r» w 0 11 u n g der »M a r i h o r e r 7, ei' t un g*» omiK fdiyiaot ^rniel Die Sensation der dritten Runde der Tennismeisterschaften in Alexandrien war der glatte Sieg des jungen M i ♦ i c über den hochfavorisierten tschechoslowaVl-schen Meister Menzel. .Witlc, der die beiden ersten Runden glatt gewonnen hatte, spielte auch gegen Menzel reciit unbekümmert und ließ sich auf keinen langen Ballwechsel ein, während Menzel immer wieder versuchte, das Tempo aJI stoppen. Da aber Mitic auch genug si:iior war, hatte Menzel diesmal keine Waffe mehr gegen ihn, sodaß er sich mit 3:6, 6:4, 6:3 geschlagen geben mußte. Da auch PunCec bisher glatte Siege errungen hat, ist mit einem jugoslawischen Finale Miti^—PunCec der ägyptischen Tennismeisterschaften zu rechnen. Ulfffftrfffflfffcfff kranktes Kind nie überreden odo» gar zwingen. Selbst Säuglinge vertragen ein mehrtägiges Fasten ohne Schaden, und es ist immer der beste Weg, um Verdauungsstörungen zU beheben und den Verdauungsapparat , .zu entlasten. Man gibt Frucht- oder Zitronensaft in abgekochtem, mit Sacharin gesüßtem Wasser, bei Durchfall nichts als'Fenchel- oder schwar zen Tee und zur Beruhigung des Darms in Wasser gekochten, schwach gesalzenen und durchgerührten Haferschleim. Man lüftet fleißig im Schlafzimmer, schützt das Kind vor greller Beleuchtung und sorgt für Ruhe. Mehr kann und braucht die Mutter für den Anfang nicht zu tun. Bessert sich das Befinden innerhalb 24 Stunden nicht. Steigt das Fieber oder stellen sich sonst Beschwerden, Schmerzen ein, dann säume man nicht, den Arzt zu rufen und — befolge dann vor allen Dingen gewissenhaft und pünktlich seine Anordnungen. — Das ist ein wunder Punkt bei mancher Mutter, die da denkt, sie müsse es doch wohl besser wissen, oder es werde wohl so wichtig nicht sein. Bei den sogenannten Kinderkrankheiten, wie Masern, Röteln, Scharlach usw., ist es sehr wichtig, daß man die Kinder lange genug im Bett behält, um die oft viel gefährlicheren und langwierigeren Nach-krankheiten zu verhüten. Das ist zwar eine Geduldprobe für beide Teile, aber einsichtige Mütter werden sich ihr doch gern unterziehen, und erfinderische Mutterliebe wird mit allerlei Spiel und Beschäftigung die Genesungszeit schnell vergehen lassen. Dr. med. Albert Köhler. Biiiitßtsdium tfrfir für Oim franit Mnö Man wünscht es keiner Mutter, daß sie Krankenpflegerin in ihrer eigenen Familie sein müsse. Am t>estcn ist es für alle Beteiligten, wenn Krankheit ein unbekann ter oder doch jedenfalls ungewohnter Begriff im Hause istj wenn die Mutter sich roter Backen und strahlender Augen bei ihrer kleinen Gesellschaft erfreuen kann. Aber ganz werden die Nöte und Sorgen der Krankheit wohl keiner Mutter erspart bleiben, und es ist dann wichtig u. auch ein gewisser Trost für sie, wenn sie weiß, wie sie sich in solchem Falle zu verhalten hat. Merkt die Mutter aus allerlei Anzeichen, wie Appetitlosigkeit, Fieber, Unlust usw., daß sich eine Krankheit bei einem Kinde vorbereitet, so ist Bettruhe zunächst immer das Beste und Richtigste. Oft schlafen sich Kinder wieder zurecht, wenn es sich etwa um eine leichtere Verdauungsstörung, Erkältung oder drgl. handelt. — Auch, daß Kinder, namentlich kleinere, gleich stark fiebern, ist an und für sich noch kein .Grund zur Beunruhigung. Der kindliche Organismus reagiert eben heftig und schnell auf alle Störungen, und das Fieber ist seine natürliche Abwehrmaßnahme, die man auf keinen Fall durch Medikamente oder Bäder lahmlegen darf. Natürlich kontrolliert man das Fieber durch regelmäßige Messungen (etwa alle drei Stunden) und schreibt die Ergebnisse auf, als Anhaltspunkt, falls ein Arzt gebraucht wird. Was nie schadet, ist eine feuchte Pak-kung, die den Schweißausbruch befördert. Auch sorge man vor allen Dingen für Darmcntleerung (Rizinusöl im Kompott, Apfelbrei, Apfelsinensaft gereicht). Zur Nahrungsaufnahme soll man ein er- b. Das FinanzieUe Jahrbuch des »Mer-cur« für das Jahr 1938 Ist soeben erschienen. Das »Finanzielle Jahrbuch« für da-^ Jahr 1938 verzeichnet in Millionen von Ziffern die bis 31. Dezember 1937 ausgelosten, aber zur Zahlung noch nicht vorgewiesenen Treffer und ist mit seinem leichhaltigen Inhalt dank seiner Vollstän digkeit und Genauigkeit ein unentbehrliches Nachschlagewerk für alle Finanz • Institute, Behörden, Vermögensverwaltungen und privaten Effektenbesitzer. Außer den systematisch geordneten und nach den Kategorien angeführten Restanten-Verzeichnissen enthält das einzig in seiner .Art existierende Jahrbuch ein Universal - Verlosungskalendarium sämtlicher europäischen Lose und aller sukzessions-staatlichen sowie zahlreicher ausländischen, vcriosbaren sonstigen Effekten, ic* ner CouponsfälUgkelten, Emissionsdat«:n und Laufzeiten der verschiedentlichen ver • lösbaren Staats-, Landes- und Städiear.-leihen. Dieses im Verlage der Mercurbank alljährlich erscheinende Universal-Restan-tenbuch wird an die Jahresabnonenten Jt-s in der ganzen Welt bekannten Authentischen Verlosungs-Anzeiger -^Mercur«; gratis abgegeben. Das Jahresabonnement wird in der Verwaltung des Authentischen Verlosungs-Anzeigers »Mercur«, Wien I., Wollzcilc 1—3, entgegengenommen, wi> auch alle Auskünfte bereitwilligst erteilt werden. b. Der Humor als Sprachlehrer! Frohes Lachen und heitere Zerstreuung in Ihren Mußestunden verschafft Ihnen die bei jung und alt beliebte »Paust i a ns Lustige Sp rachzeitschrif« (Hamburg). Sie bietet Ihnen — in englischer und französischer Sprache — den fesselndsten Lesestoff, den Sie sich denken können. Jeder, der einige Vorkenntnisse in einer dieser Sprachen hat, kann den Inhalt dieses einzigartigen Blattes ohne weiteres verstehen, denn der ganze frisch fröhliche Text ist mit Vokabeln, Erklärun gen. Uebersetzungshilfen sowie Aus-sprachbezeichnungen versehen, so daß das lästige Nachschlagen im Wörterbuch erspart bleibt. Gleichzeitig lernen Sie aber bei dieser angenehmen Lektüre die beiden Weltsprachen beherrschen und können bald englische und französische Bücher, Zeitungen und Fachzeitschriften lesen, mit Ausländern sprechen und korrespondieren, auswärtige Rundfunksender verstehen usw. — Auch Sie können sich, Ihrer Familie oder Ihrer Gefolgschaft diese so viel Nutzen bringende Zeitschrift für wenig Geld verschaffen, den für nur 30 Pfg. erhalten Sic ein Heft von 16 Seiten mit englischem und französischem Text. Im Monat erscheinen 3 Hefte (ma 5.. 15. und 25. ieden Monats). Bestellungen an »Pnusins Lustige Sprach Zeitschrift« — Hamburg, Samstag, den 2. April 1938 y 7M^\vifik Nummer 74 » . . . li' ii r . u;ndiSO kotlifAf alles wieder ins r'eine mi^ SCHICHT Tlllftl'ENTIN SEIFE Kulturhlitoritche Reportaq» Uosbfidtikt M ftMfiff Ifoettßd Briefwechsel, ein Privileg der Machthaber Im heutigen modernen Leben stelit die Post eine unentbehrliclie Einrichtung dar, die uns als eine selbstverständliche Angelegenheit erscheint. Aber gerade in unserem Zeitalter der RadioUbertragung und des herannahenden Fernsehens, ist es reizvoll und interessant, auf die Entstehung der Nachrichtenübermittlung Rückschau zu halten. Der griechische Geschichtsschreiber He rodot berichtet, daß die erste Tagesbeschäftigung eines Pharaos von Aegypten darin bestand, die aus den verschiedenen Teilen des Landes eingelaufenen Briefe sich vorlesen zu lassen. Damit ist der Beweis erbracht, daß bereits im Altägyp tischen Reiche eine Art Post funjctionier-te. Auch Papyrusse, die aus dem Jahre 1400 V. Chr. stammen, mögen als Beweise für diese Annahme dienen. Die Pharaonen unterhielten zu jener Zeit eine brlef liehe Verbindung mit den babylonischen Herrschern. Der Briefwechsel trug einen privaten und familiären Charakter. Trotzdem konnte von einer Post Im heutigen Sinne in Aegypten noch keine Rede sein. Denn um dem König von Babylon eine Nachricht zugehen zu lassen, bediente sich der Herrscher In Theben eines besonderen Boten. Auf dieselbe Weise verfuhren die Fürsten, Priester und Ge waltigen des Landes, wenn sie in Korrespondenz miteinander treten wollten. Den breiten Bevölkerungsschichten Aegyptens war dagegen keine Möglichkeit geboten. Sonderpost für sich in Anspruch zu nehmen. Die »Beine des Köniflis«. Tm altpersischen Reiche hingegen, war die Organisation der Post viel weiter fortgeschritten. Die persischen Satrapen ließen im ganzen Lande ein Netz von kleinen Türmchen errichten, die in Tragweite der menschlichen Stimme von einander entfernt lagen. Wachen, die in diesen Türmchen stationiert waren, konn ton sich also miteinander verständigen. Auf diese Weise pflegten Nachrichten aus den entlegenen Teilen der Riesenreiches nach der Residenz des persischen Königs übermittelt werden. König Cy-rus vervollständigte die Postorganisation indem er die Institution der Läufer einführte, die längs der wichtigsten Landstraßen postiert waren und sich stets zum Lauf bereithalten mußten. Sie wurden :^Belnc des Königs« genannt. Der eigentliche Schöpfer der altpersi-schcn Post war der König Darius 1. Er befahl, mit Pferden versehene Poststationen im Lande zu errichten. Die Nachrichtenübermittlung wurde nunmehr von berittenen Boten übernommen. Das Amt des obersten Leiters der Post wurde nur höchsten Persönlichkeiten übertragen und König Darius III., war vor seiner Thronbesteigung sozusagen königlicher Postdirektor. Philippides, Vorbild aller Briefträger. Auch in China existierte bereits viele Jahrhunderte vor Christi eine Postorgani sation, die der allpersischen ähnlich war. Man bediente sich ebenfalls berittener Boten. Im alten Griechenland kannte man die sogen.'inntcn »Hemcrodroni^c, d. h. Tages \äufer. Die griechischen Chronisten be- richten, daß ein gewisser Philippides In zwei Tagen die Strecke von 270 km zu-rüchlegte, um den Lacedämoniern die Kunde vom Herannahen der Perser zu überbringen. Am besten war die Post im alten Rom organisiert, dessen staatliche Einrichtungen überhaupt den Vergleich mit moderner Staatsorganisation aufnehmen können. Das Wort »Post« entstammt dem la teinischen »Posita«. Julius Cäsar ließ an den großen Heeresstraßen besondere Sta tionen anlegen, in denen nach persischem Muster berittene Legionäre stets in Bereitschaft stehen mußten. Diese Stationen wurden »Posita« genannt, und die Reiter hießen »equitos positi«. Auch in Rom stand die Post nur dem Kaiser und den höheren Behörden zur Verfügung, dem Senat, den Konsulen und den Präfekten der Legionen. Die zivile Bevölkerung mußte in gewissen Fällen för die Beförderung der Gewalthaber unentgeltlich Pferde und Wagen stellen. Allerdings konnten nur Personen, die ein besonderes Privileg des Kaisers oder Senats besassen, auf Lieferung von Pferd und Wagen Anspruch erheben. Solche Privilegien wurden in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christi im Ue-bermaß erteilt, sodaß die Pferde- und Wa genstellung für die Bevölkerung eine schwere Belastung bildete. Farben und Knoten statt Bachstaben. Die ersten Posteinrichtungen, derer sich nicht nur die Behörden, sondern auch die Bevölkerung bedienen konnten, sind entgegen der verbreiteten Meinung nicht in Europa, sondern in Japan ent-' standen. Schon in der Anfangsperiode der japanischen Kultur konnte jeder beliebige Mann im Lande gegen ein bestimmtes Entgelt dem Postboten eine schriftliche Mitteilung zur Weiterbeförderung übergeben. Die Postboten trugen die Briefe in einem schwarzen hölzernen Kasten, der an einem langen Stock befestigt war. Sie waren mit einer Glocke ausgerüstet und alle Passanten mußten auf das Glok kengeläute der Postboten hin, die Straße freigeben. Lange vor der Entdeckung Amerikas durch die Europäer besassen die hochzivilisierten Völker der Azteken und In-kas weitverzweigte Posteinrichtungen. Allerdings waren die Briefe der Inkas nicht aus Papier, sondern bestanden aus bunten Fäden, die zu Schnüren zusammengeflochten waren. Jede Farbe, wie auch jeder Knoten hatte eine besondere Bedeutung. Auf diese Weise pflegten die alten Inkas von einem Ende ihres weiten Landes zu anderen ihren Angehörigen und Freunden Nachrichten zu übermitteln. SfutlAt ilrlouMr hl aiftRo Unser Bild zeigt uns die Teilnehmer der »Kraft durch Freude« ■ Urlaiibslahrt mit den Dampfern »Sierra Cordoba«, »Der Deutsche« und »Oceanla«, an der 2500 deutsche Arbeiter und Privatbeamte teilgenommen haben. Hier erleben sie die afrikanische Wunderwelt. All diese Einrichtungen alter, zum Teile längst untergegangener Völker, sprechen eine eindringliche Sprache und können dem jungen Europa als Beweis dienen, daß es schon längst vor unserer Epoche ungemein entwickelte Kulturvölker gab, daß Zivilisation absolut nicht »europagebunden« ist, wie wir es irrigerweise manchmal annehmen. ®aftronoraie tunft Die sröBten Genies waren Feinschmecker. Die Frage, ob die Gastronoinie eine Kunst sei, wurde jahrzehntelang eifrigst diskutiert, war aber schon am Anfange unzeres JalirhuTiderts einer positiven Lösun« zugeführt, und die offizielle Bezeichnung der neunten Kunst wurde für die Gastronomie geschaffen. Ist der Koch nicht Künstler? Vatel Be-chamel, Careme und viele andere waren wirklich schöpfcrische Talente, deren Namen und Werke noch Generationen von »Ooiirmands« in helle Begeisterung versetzen werden. Und wer könnte Clause, dem Schöpfer der Leberoastete der durch klug erdachte Mischungen dieses herrliche Gericht kombinierte, vergessen? Da nun einmal die Kochkunst offiziell anerkannt worden war nahm auch die französische Küche, die ohnedies bereits wohlverdienten Weltruf genoß, einen neuen, ungeahnten Aufschwung. — Mit Recht behauptet man, daß der Franzose den kultiviertesten Geschmack besitze und kein einziges Volk desgleich ihmvsr sitünde, mit absoluter Sicherlreit Gerichte und Getränke einzuschätzen. Die neunte Kunst statKi immer in eIlster Verbindung mit ihren Schwesterkünsten und es ist bekannt, daß darstellende Künstler oftmals gerade gastronomische Motive — man denke an die unzähligen S^lleben jeder Art — wählten Außerdem waren g^srade die großen Genies wie Meyerbeer, Verdi, Betthoven Schoiibert begeisterte Gourmands und bei Rossini erreichte diese Vorliebe wohl den Giirfel: Er heiratete seine Köchin. um diese hervorragende Repräsentantin der neunten Kunst mit unlösbaren Fesseln an sich zu ketten. Allerdings ein Beispiel das wenig Nachahmer fand. Umgekehrt waren auch viele berühmte Gastronomen Freunde und Anhämger der schönen Künste. War doch z. R. BriHaN Savarin ein begabter Violinist. Auch die großen Schriftsteller befaßten sich des öfteren in ihren Werken mit Weinen Uud köstlichen Gerichten. Wir denken dabei besonders an den König der Romanciers. Al^ksander [>uimas, dei diese Schwächc für die Gastroiiomie auch seinem Sohne vererbte, denn in »Fran-cillo^i« lesen wir einen begeisterten Lobgesang des japanischen Saluts. Heute wird die neunte Kunst als eine den Schwesterkünsjten voll und ganz gleichwertige Muse betrachtet, die gepflegt und weitergeführt wird. Im Paris hat sich ein Klub der »Gastronomen und Kunstfreunde« gebiWet, der sich nicht nur auf die Herstellung wohlschmeckender Gerichte beschränkt, sondern Vorträge und Ausstellungsbesudie orgaw-siert und 'bemüht ist. durch tjutsreleitete Ausstellungen die neunte Kunst zu popularisieren. r>as Eröffnungsdiner dieses neuartigen Klubs war allerdintjs eine Sehenswür digkeit für sich und woM würdig, von der Feder eines Dumas verwertet und für die Nachwelt, wenn aucli nur in »literarischer« Form festj:ehalten zu werden. Dj. jy^arg. Binder (ATP). ^Mufiboror Zeitung« Nummer 74 8 Samstag, den 2. April 1938 1 Das Glück ruft! In Kwze bcainnt wi«der eine 06116 Splolrmide H der StaatliclMii lüaaBeiilotterie. Be«cWf« rin Viertel Din SO*—. Schöne Drelzlmmerwohnunx Im Zentrum bllUc: zu vernilÄ ten. Adr. Verw. J946 Diuerwellapparat. uiodcrn ge baut, zu verkaufen. Ed. Cl-iek. Elelitr., Marihor, Vod-nlkov trg 3. 2912 Motorrad 350 ccni hilligst zu verkaufen. — Ing. Ledincik. üozdna ul. 28!^ Kompl. Scfalaiiiaiaier (Kirsch holz) sofort 2u verkatifen. — Adr. Verw. 2918 Möbl. Zimmer zu vermieten. Atifr. (>rc>2nava 4 i. Qcschäft. 2930 iiluiuojakübcl, Waitchwuiiiicn iTÜliKst, Siil/,cr, raßhindcrcl. \V>jaÄiiiik.t 7- 2927 S|»arh«rdKinmM' (leer oder möbliert) zu vergeben, üub« ieva 3, Mclje. 2942 Qcsucht wird adbllertes Zimmer. Verpflecong or' wünscht. Unter »Refn und sonnte« an die Verw. 2900 llaarschnciden Rasieren 2 Dinar. BilÜEcr hrlscnr Mlin ska nl. K 1002 Leeres Zimmer im Zentrum zu vcrzebeti. Koro?ika ce&ta 26-11. 2943 Kttbe uad Zimmer samt Zubehör mit b Mai zu vermieten. 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Hier, in dcni bunten eleganten Treiben des nchö-iicn, berühmten Seebades an der belgischen Küsle kommt man vorerst nicht so Iciclit mit den lieben Freundinnen .lus Berlin /usainnieii, die einem mit ihrer Neugierde lästig werden könnten. Hier j{ibt es .iui:h Zerstreuung genug, um eine tiowisse Stunde zu vergessen, die einem eine große Demütigung brachte. Allerdings, so weit liegt nun Ostende .lucli tiirht .'IIIS der Welt, daß man nicht (lorh hin und wieder bekannten (ieslch-urn hcgegnele. Zum Beispiel dem des l?pnnfahrers Max Jahn, der da plötzlich iiberrascliend eines Tages im Hotel anf- ! taucht, in dem Ina und Frau Kramer Woh nung genommen haben. Er hat, so erzählt er, ktlrzlich in Brüssel an einem Rennen teilgenommen und dabei den zweiten Preis geholt, und nun habe er sich noch ein bißchen in Ostende erholen wollen von den Strapazen des Trainings und des Rennens. Möglicherweise werde er in einiger Zeit auch nach Amerika hinüberfahren, um dort an weiteren Renn Veranstaltungen teilzunehmen. Aber Ina /.we|feHc keinen Augenblick daran, daß .der immer fixe und flotte Jahn genau wußte, daß sie sich zur Zeit hier aufhält und seine stillen Absichten mit diesem Besuch verfolgt. Ein immer amüsanter Gesellschafter, den man gern haben kann. Und dann taucht eines Tages auch Dr. Axel Fricke» der Jugendbekanntc auf, und tut auch 80| als htttte ihn der Zufall gerade hleihergeweht zur sommerlichen Eifcoit ng. Und bei Ihm allerdings klingt es darthaus glaubhaft. Er ist kein junger Mann mehr im ci-gentliclifn Sinne, er ist Anfang der Dreis-siger, äußerlich keine imponierende oder auffallende Eraclieinung, aber stets gepflegt und gut angezogen, und der mflnn liehe Emst, den er Im altgemeinen zur i^chau trägt, kann in gewissen gehobe-niMi Stimmungen in einen warmen, zQn-de n dm Humor umschlagen. Kein Wort fillt Ober das, was gewesen. Ks sind schöne, bunte Tage, die sich /u neuen Wochen schließen. Jahn ISßt schon längst ein bißchen den Kopf hängen, er hat her au »gekriegt, wer dieser Dr. Fricke ist. Sein quicklebcndlger Hu- mor läßt auffallend nach. Ks gibt keine Gelegenheit meh ftlr ihn, mal mit Ina allein zu sein. Dieser Dr. Fricke ist Uberall da« ob es sich nun um Tcnnisspielen handelt, um Segelbootfahrten ins Meer oder um Wanderungen in die Dünen. Einen Trost hat er allerdings: Man könnte nicht mit Sicherheit sagen, wen Ina Kramer eigentlich von den Verehrern bevorzugt, die sich um sie bemühen, um sie und wahrscheinlich auch um ihr Geld. Sie ist etwas anders geworden, als Jahn sie von Berlin her kennt. Hcriier, weniger exzentisch, Uberlegsamer. Und wenri sie jemanden anblickt, wenn sie zu sechs und sieben in den Dünen liegen oder aul einer langsam treibenden Segeljacht, und kühl lächelt, so kann niemand ahnen, daß sie zuweilen schemenhaft das Gcsicht eines anderen Mannes sieht, dem sie nie mehr in seinem Leben mehr sein wird als eine bloße Erinnerung und — lin Irrtum. Es kann auch niemand ahnen, wie sie sich selber, wenn sie allein in ihrem Zimmer ist, nach den bunten Unterhaltungen und den sich oft tlberstUrzenden Abwech seiungen des vTages, zuweilen ärgerlich befiehlt: Vergessen, Ina! Nun mußt du das endlich vergessen! Vernünftig sein! Und wieder ist ein schöner, hundstags-mäßig warmer Tag. Man verbringt die heißen Stunden am besten an so einem Tage in bequemer, leichter Kleidung auf dem Wasser. Man wird dann übrigens auch besonders frisch sein lür die Re-union, die am Abend wieder einmal im Hotel stattfindet. Ina lehnt sehr wirkungsvoll am Mast der Segeljacht, in der sie mit einer Grup pe Damen und Herren aus dem gleichen Hotel ins Meer hinausgefahren ist. Blauer Himmel, blaue See, Ina trägt weite, seidenweiche Matrosenhosen, mit einem hellblauen Schal um die Hüften festgehalten. Dazu ein goldgelbes BlUschen und auf dem Haar eine rote Zipfelmütze. Ihr Gesicht ist leicht gebräunt von Sonne und Luft nach den vielen Wochen, die sie nun schon hier verbringt. Axel Frickes Blick hängt an ihr mit einer ernsthaft-zärtlichen Heiterkeit. Einer singt und klimpert dazu auf der Laute. »Der Seemann, ja der Seemann, Der braucht auch eine Braut —<• Zwei, drei andere summen leise mit. Dr. Fricke blickt Ina an — und langsam kehrt ihr der Blick aus der 'Weite von Meer und Himmel zurück und wendet sich ihm zu. »Er legt in vielen Häfen an, Da nimmt er, was er kriegen kann, Doch so im rechten Sturmgebraur Potz Hagelschlag und Hiebe! Da denkt er nur an die zu Haus, An seine große Liebe — Ja Liebe! Ahoi!« »Ja Liebele singen die andern im Chor. >Ahoi!« Ina lächelt und Axel Frickc empfängt dieses Lächeln wie ein Gcschenk. . . Einige Tage später ist große Reunion im Hotel. Dr. Frickc tanzt viel mit Ina. Sie l'aben schon einige Glüser getrunken, mit einem leisen, verhaltenen Lächeln beobachtet Frau Direktor Kramer die beiden. Eben spielt die Kapelle einen zärtlichen Tango. Dr. Fricke flüstert: »Wie wäre es naclihcr mit einem kleinen Mondscheinspaziergang, Fräulein Ina? Man sollte mal ein bißeben frische Luft trinken und die See riechen. Die vielen Menschen hier.« Ina blickt ihn an. lir ist so groß wie sie, ihre Augen sind einander nahe. >Ja, gern«, lächclt sie. Er holt narh dem Tanz ihren Schal vom Tisch und ktlßl Frau KraniiT di«' Hand. (Fortsetzung folgt.) Chefrednkteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarnn« in Mariborc, — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO OCTfiLA« Üfiiiifi wohnhaft in Maribor,