^. 269. Freitag, 22. November 1889. 1V8. Jahrgang. Zeitung. NlinlV'i'^ h»lb>ähllz sl,b.eo FÜ» bl« Zuftlllen« !n« Haut eanzjilh»«« fl. I, — I»l«rz,ltiln»" «rschlwt tilgllch »n«n«hme l>»» Gonn- unb y«»«t»,: D<« «b»l»«str»tt»« btftnbet sich Lonnirsevlatz 2. bi« Re»»cN»» Vahnhofgasst »«. Vpi«chftunb«n be, ««doclion täglich von 10 bis >« Uhr vormittag«.— NnslunNerltOl»,^ »«d«.-> i^cht anstinommiu nvb Vtannlilivt« u^ bem Lantxsgerichte in Klageufurt Max ^tz? v"" Aichelburg für Millstatt. den Ge. Vio "ll'ncten bei dem Laudesgerichte in Graz Dr. ^lUM Ivichich für Neumarlt. den Bezirksgerichts-fiii^ " m Leibnitz Rudolf Edlen von Wurms er Füch. ssach und den Bezirksgerichts«Adjuncteu in ^Net I c Douglas Nichelberg für Rottenmann; ^bwin bt: ^c Vezirksrichter Än!on Thöny von ^llch^ ""^ Mautern. Victor Has ling er von H<"? "nch Frnsach. Josef Wurm brand von b°n n^ "ach Deutsch-Landsberg, Franz Starte! ^Ni.,i t "ach Winllern. endlich Karl Winkler-"'"lern nach Spital. ^'tätz!^ ^""oelsminister hat den Hafen- nnd See-"»d ^'f pl'ti'Nm Hermann Milosevic zum Hafen->^^täts-Adjuncten eruannt. Aichtamtlicher Weil. Kraiuischer Landtag. Elfle Siting am 12. November. Hh (Schluss.) X^a^ r ^avcar referierte namens des Ver« !?l»i .ei! 3," "st "ach seinem Tode. als einer der >v >itten Ä" W""s. Der Fall. welcher nicht nur dl. ' dass «?"' bas größte Aufsehen erregt, zeigt "iemci^ '" Wien noch reiche Leute gibt, von 5°l>r?d wiß, die lein7r lennt. de^" deiz ^?^""'^ H^r Franz Tomas. war der ^i I' ^leis^l,' " Wieden zilm reichen Mauuc gewor-"> s "r F.n'.? Tomas. nach welcheui die Häuser dttMk di? ^"^e Nr. 15 und Ecke der Schleif-Hell> der >>'..'""s'Häuser» benannt sind; er war sMl^ichall 9 "' ^"z verstorbenen unverehelichten M^"Ic^. '""'°ms I^sef Tomas und der eben-diit^le siH f9e verblichenen Freifrau von Uhl. Tomas Al, ^ Erl.' ^ den Studien, doch als er das ^Me^ «"trat, das ihm bereits damals eine "l Ner !" "bwarf. erwählte er den gewiss an-'"I -^ eine» Rentiers. Er aalt in srmen jüngeren Jahren als Lebemann und unternahm zu seinem Vergnügen jahrelang große Reisen. Eine Eigenschaft zeichnete ihn damals schon aus. er wusste mit seinem Vermögen haushälterisch umzugehen. Wcnn er sich auch nichts abgehen lirß und das Leben genoss, so wusste er doch klugerweise seine Capitalien zu ver. mehren, anstatt selbe zu vermindern. Franz Tomas blieb nuvm flicht, und nachdem er in den fünfziger Jahren im Kreife seiner Frennde man-ch s Abenteuer erlebt hatte, zog er sich plötzlich ganz ins Privatleben zurück. Er wurde das. was man in Wien einen «Spießbürger, nennt... Vo>, seii,em vierzigsten Lebensjahre an führte Herr Tomas ein spar-sames, beschauliches Leben. Für feinen Gebrauch gab <>r nicht mehr aus, als ein kleiner Beamter. Er nahm Grwohilheitm an, an welchen er bis zu seinem Tode festh'elt. ,5^5 Sein Haus theilte seit mehr als 65 Jahren d,e vaushälterin Fräulein Rosine Bauer und deren Schwester, welche die Küche besorgte. Anfangs hielt fich Herr Tomas noch eine Equipage, doch gab er bild auch diese auf Im Sommer bewohnte er scin Landhaus in Perch, loldsdorf. In Wien verbrachte er einen Tag wle den andern. Am Morgen las er Zeitungen m>d rauchte seinen Tschibuk. mittags aß er Slippe und Ml>ldfltlsch und legte sich niemals eine dritte Spnse zu. Nachimt. tags unternahm er regelmäßig linen Spaziergang über den Ring und holte ' sich im «Cafö GnensteM. als Subabonuent die «Frankfurter Zeitung». Selten nur benutzte er zu seinen geschästlch'N Verrichtungen einen Einspänner. Seine Küidcr t.ug ec jahrelang nnd nützte sie sehr ab. Theater oder Vergniigungsorte suchte er niemals auf. Heuer im Sommer kränkelte Herr Tomas. und als er vom Lande hereinzog, wurde er bettlägerig. Wäh. rend seiner Krankheit lieh er außer dem Arzte, der Haushälterin und dem Hausbesorger niemanden vor. Donnerstag vor 8 Tagen starb er, und am darauffolgenden Sonntag fand das pompöse Leichenbegängnis statt, welchem auch die Erben, die Kinder seiner verstorbenen Schwester, anwohnten. Nach dem Tode des Hausherrn wurde von dem aufgestellten Testaments-Hxecutor Dr. August Wiesner und dem Gerichtscommisscir Notar August Ka»h im Beisein der Erbberechtigten das Testament eröffnet, welches sich in dr,i Exemplaren vorfand. In demselben werden zu Universalerben die folgenden neun nächsten Augehörigen, Neffen und Nicht n des Verstorbenen, eingesetzt: Maximilian Ritter von Uhl in Wien, Alsied Ritter von Uhl in Gleisdorf. Iosefine Wruss in Go-nobitz, Valerie Köthe in Graz, Emilie Weber in Wien, Hcdwig Gräfin Lazanski in Gersthof. Helene Nadikowitsch in Mödling, Leonline Bauer in Graz, Marie Köthe in Giaz. Die Höhe des Vermögens war in dem Testamente nicht angegeben. Gleich nach der Ernennung der Universalerben beschäftigt sich der Erblasser mit dem L.gat an sei»e langjährige Freundin, seine Haushälterin Frl. Rosine Vaner. Dasselbe enthält vier Punkte. Es vermachte ihr Herr Tomas ein Capital von 20.000 fl., ohne Abzug dr^i Monate nach seinem Tode von den Erben auszubezahlen. Ferner sein schuldenfreies Haus ^aibachcr Fcitung Nr 2i;9. 2304 22. NovclllberiM^ Wasserverhältnisse im sogenannten «dürren Kram», wo das Trinkwasser für Menschn und Th e e im Sommer durch mehrere Wochen oft stundenweit beschafft werden mufs; von drr mangelnden Bewässerung für den Boden gar nicht zu reden. Großartige Resultate wurden in einem ähnlichen Falle durch allerdings sehr kostspielige Anlagen auf der «Rauhen Alp» in Baden erzielt. Eine Abhilfe thut hier dringend ncth, und zwar wäre zunächst mit einer Turbinenanlage mindestens für Beschaffung, resp. Hebung des Trinkwassers zu sorgen. Im übrigen beantragte drr Berichterstatter a<1 1) Uebcrmittlung an den Landesausschuss zur Erhebung und eventuellen Autragstellung; aci 2) das gleich»; :n1 3) die Befürwortung bei der k, k. Regierung; a^ 4) den Auftrag an den Landesausschuss zur Prüfung und eventuellen Veranlassung lines Projectes und aä 5) Abtretung an die crmp tente Behörde. Nachdem acl 4) Abg. Hribar uud aä 5) Abg. Pfeifer ge sprochen, der eine nachträgliche Befürwortung beantragt«, wurden sämmtliche Anträge mit dem letzterwähnten Zusähe zum Beschlusse erhoben und sodann die Sitzung geschlossen. Tie Revolution iu Brasilien. Ueber die Art und Weise, wie General Da Fonseca den Ausbruch der Revolution in Brasilien angezettelt, die ihm unterstehenden Officiere zum Eidbruche verteilet und schließlich selbst die Anwendung von Gewalt an der Per' son seines Monarchen veranlasst hatte, wird des näheren berichtet, der General habe sich von dem Tage an, da er von dem liberalen Ministerium mit dem Commando der Garnison von Rio de Janeiro betraut worden war, dar» auf verlegt, allabendlich große Soireen in seinem Palais zu veranstalten, bei denen die Ofsiciere in aufrührerischen Reden und Toasten für die Sache der Republik gewönne»' wurden. Fonseea bedeutete ihnen, dass sie, die zu den am schlechtesten bezahlten Officieren aller Armeen der Welt ge. hören, unter der Republik von den für die Apanagen des Herrscherhauses bestimmten Summen erhöhte und pünltlich ausbezahlte Gagen erhalten werden. Solche Reden verfehlten ihre Wirkung auf die Offi< ciere nicht, und als Da Fonseca solcherart die Unzufriedenheit aufs höchste gesteigert sah, entschloss er sich zum «Losschlagen». Er vertheilte die Truppen in der Nacht vom 14. auf den 15. November in die volkreichsten Viertel der Hauptstadt, und als die Bevölkerung am Morge» erwachte, wurde sie von allen Seiten mit Hochrufen aus die «Vereinigten Gtaaten von Brasilien» begrüßt. Da Fonseca, der sich zum Dictator der Stadt aufgeworfen hatte, begab sich am Vormittag des 15. in Begleitung Benjamin Constants, der nicht Advocat, sondern Professor an der dortigen polytechnischen Akademie ist, und in Begleitung einer Deputation mittels Eisenbahn nach Petro polls, um dem Kaiser Dom Pedro seine Absetzung und die erfolgte Proclamierung der Republik bekanntzugeben. Per Kaiser, der von seiner Gemahlin, seiner Tochter, seinem Schwiegersöhne und deren drei Söhnen umgeben war, empftel'g die Deputation mit größter Fassung und Seelenruhe. General Da Fonseca erklärte, Brasilien sühlü sich in der Cultur so weit vorgeschritten, dass es jetzt auch ohne monarchische Regierungsform seiner Weileren kulturellen Entwicklung nachgehen könne. Pas Land danke dem Kaiser für die vielen nützlichen und patriotischen Dienste, die er demselben geleistet, sei jedoch fest enlschlos» sen, fortan nur die republikanische Regierungsform als die allein geeignete zu seiner weiteren politischen und wirtschaftlichen Entwicklung beizubehalten. Kaiser Dom Pedro, den seine stoische Ruhe und Würde leinen Moment verließ, erklärte, dass er keineswegs dem Throne entsage, wohl abcr der Gewalt zu weichen sich entschließe. Noch in derselben Stunde musste die kaiserliche Familie das Schloss Pctropolis verlafseu und unter Escorte zu Wagen nach dem änßercn Hafenplahe fahren. Hier murdeu der Kaiser und die Seinen unter persönlicher Anordnung Da Fonseca's auf ein bereitgehaltenes bra-silianisches Kriegsschiff gebracht, dessen Commandant den Befehl hatte, sofort in See zu stechen und die weiteren Bestimmungen seiner Fahrt aus einem erst auf off>ner Zee zu eröffnenden mitgegebenen versiegelten Äefehle ent gegenzunehmen. Politische Uebersicht. (Ne ichs rath.) Die Tagesordnung der nächsten Zitzung des Abgeordnetenhauses, welche ant 3. December stattfindet, lautet: Erste Lesung des Antrages Noser, betreffend die Eiuführunq vou Schulsparcasseu. des Autruges Siegmund. betreffend den Schul) der Heil» quellen, uud des A,«träges Reicher, betreffend den Er> sah der Verpfl'gekosten für Natuvalstationeu; zweile Lesunq desAduocatentarises und der Seemannsorduunq. (Dr. Eduard Grsgr.) Wir haben bereits ror einiger Zeit gemeldet, dass Dr. Eduard Gre'gr s'i» Reichsrattismandat niederzulegen beabsichtigt. Dieser Ichrilt ist nunmehr erfolgt. Der Iilngcz»chenclud in, böhmischen Landlage candidiert nämlich Herrn Gre'gr für den Laud'5ausschuss und hat erklärt, dass er das Landesautschuss- und Reichsrathsmaudat für incompa-tibel ansche. Infolge dessen hat bereis Gre'gr der Kan lei des Abgeordnetenhauses uou seinem Mandats-ver,,ich > dicren und hierüber eventuell unter der """M Gesetzentwurfes in der nächsten Session z" """ wuld' gleichfalls mit großer Majorität an^'> ^. Der nunmehr zur Verhandlung g^angte ^ütm« dey's. uach welchem künftighin ein 2^'dc^'l^ > Beisitzer von den Vertretern drr sl^msaM ^ gemeinden gewählt werden solle, wurde abgeuui - (Die Stadtgemcinde Klagensurl/^ beim Landtage ciue Petition um Föidmma. °^"^ .iuer Eisenbahn über die Karawanlen mit .^" .^. gaugspuukte Klageufurl durch das Rusenthal "'s, ° ' (Die Vertraucnömäuuer der ^e" > .^ böhmeu.) Die Vertrauensmänner der ^"li^ .^ Böhmen werden ai, 28. d. M. zu einer»""« Prag zusammentreten. ^ aemeldet (Aus Sarajevo.) Wi> aui Saia, vo gr> wird. schreitet die dortige städtische V"wa« ^ auf der Bahn der Reformen vor. Der VM ^ für das Jahr 1890 wurde iu der lchten SW ^. Ztadtverlrctung nach den Anträge!» des ^" ^. strates in folgender Weise festgestellt-sordemis 158.547 fl.. außerordentliches ^'V t, 39.102 fl, 62 kr., es beziffert sich s"'"ch das ^ M erfordcrnis mit 197.649 fl. 62 kr. Dic °^ ^,t, Bedeckung beträgt 204.682 fl. 50 kr., die licho 12,000 fl.; es resultiert somit "" ' ^„ch von 19.032 fl. 88 kr. Die Stadt selbst li""" ^„m^ die vielen Neubauten und StraßenregulieruMi' ^^ im-hr ein europäisches Allssehen, wozu auch oc ^ Hof. die Pferdebahn und die Stadtbeleuchmng '" ^ Maße beitragen. > «erlas (In der französischen Kam'^ Ti>ard dieErllä,»ug der Negierimg. Dlc>eM' "^z den b.kannteu Andeutungen, hebt besonders Y"l . ^ Frankreich die Erhaltung des Friedens w""" ^ die Nüstlingen einzig und allein zur Vl'rtheid>g >'^^^ setzen werde. Im allgemeinen wird rme ll >" ^e Politik empfohlen. Der Radicals Maujean m ^^.^ die Revision der Verfasfuug und verlangte ^r ^„< lichleit, welche mit 345 gegen 123 Stimme» ^^„. wurde, nachdem Tirard erjllcht hall'', " ^ Ä„a»z' l.likaner «nt^weirnden Fragen zu beseitige». ^'HM commissiou des Senats nahm einen Credit von ^' Francs für die Marine vorbehaltlos ""- ,^ beipl (Rllssland.) Der russische Nottrha'^ ^,„ Vatican. Izvolsly, wird demnächst iu ^ ^,„ M treffen, um der Regierung die vou ihm um .^. d,c lichen Stnhle abgeschlossene Vereiubaruug " ^, Ernennung mehrerer katholischer A'schöft ''^HcHafte^, zulegeu. -'- Die Rückkehr des frnuzüsischen ^ ^l> am russischen Hof', de Laboulaue, nach P^"" ,' Oot' für den 25. November, diejenige des "ln,^^ schafterö. General v. Schweinitz, für den ^-erwartet. , ^ his ^ (Der dentsche Reichstag) d"s ^d Berathung der Commissionsbeschlüsfe uv'r ^.^hlt Social'stcngeselH kaum den Schauplatz we""" ^^gei'i politischer Debattm abgeben. Die Detaiiv^^^» welche ihn gegenwärtig beschäftigen, ".^te" ^M Posten des Etats, die' ernsthaft nicht bey"". Mri' Für Oesterreich erfreulich war "M""h'" " ,Ml chuug des Viehausfuhrverbot« die Auerlenw "^^^ Minister Bötticher nud Virchow den " "^^^ in Percdtoldsdorf am Platz Nr. 16 sammt allem und jedem, als Möbel, Küche«. Kellereinrichtung, das Wein« lager :c. (kostenfrei zu übergeben.) Dann legiert er ihr sämmtliche Wl)hnungs'Einr,chlungsg<'gcustände in der Radctzlystraße Nr. 1, als Möbel,' Bilder, sämmtliches Silberzeug. Gold» und Silbermüuzcu, Pretiosen, Klei> der, Wäsche, uud übergibt ihr die Wohnung zu einjähriger freier Benützung. Endlich eine jährliche Lrbens-rente von 1000 fl.. ohne Abzug von den Erben aus« zubezahlen. Der Schwester seiner Haushälterin, der laug' jährigen Dienerin Karoline Bauer, wird eine Lebensrente von 500 ft. jährlich legiert. Zwei Firmpathen, Söhne eines Postconducteurs, erhalten je 500 fl., das Spital der barmh.rzigen Brüder 1000 fl.. das Blinden-Institut 1000 fl. Schließ lich wünscht der Testator einen Conduct 'erster Clasfe durch die ^litrkpriZk cl68 poms>68 tuntikrks, Bestattung in der eigenen Gruft ai.f dem Eentralfriedhofe und ein Grabmonument aus Granit in Form eiins Obelisken. 50 Arme des dritten Bezirkes und 50 Arme des dielten Bezirkes sind mit je einem Gulden zu be«! theilen. Nun gieng man daran, die Höhe der Verlasseu-schaft festzustellen. Dieselbe besteht vor allem aus v er^ Hänsern in Wien: 3. Bezirk, Radehlystraße Nr. I.die! zwei Tomas'Häuser auf der Wiedell und das Haus auf der Mariahilferslraße Nr. 79, die zusammen einen Wert von mehr als einer Viertelmilliuu besitz n; fer« ner die Villa in Perchtoldsdorf. Der Vcrstoibene Haltes in seiner Wohnung drn Eiseucassen, da jedoch nur die Schlüssel der einen Casse gesunden wurden, mussten! d,e anderen zwei angebohrt und gewaltsam geöffnet' werden. i In den Cassen fanden die Testamentsvollstrecker zu ihrem Erstaunen bedeutende Mengen baren Geldes, das seit Jahren nnuerzintt hier angehäuft worden war. Die Zahlung ergab 256.000 fl. in Bank- und Staats-noteu, darunter allein 148 Stück Tausendernoten. Ferner wurden ganze Stöße von Privat-Wertpapieren gefunden, die einen Nominalwert von 1.300,000 st. repräsentieren und nun auf über zwei Millionen Gulden geschätzt werden; endlich Staatspapiere in der Höhe von 39,670 fl. Ein Theil des Geldes wurde auch außerhalb der Cassen, und zwar in den verschiedensten Enveloppcs. aufgestöbert. So fchlllg man ein Buch auf. welches den Titel «Reisestizzen» trug. Das erste Bild war eine Landschaft, dann eine zweite, dritte, bis die Bilder plötzlich mit Tauseuderiwten abwechfelten, von welchen 14 Stück dem Skizzenbuche entnommen wurden. Außerordentlich überrascht wurde auch die Haushälterin Fräulein Bauer, welcher, wie erwähnt, eine Iahresrente, ein Haus. 20.000 fl uud Eiurichtungs-gegenständ.', »Gold- nnd Silvermünzen» vermacht wurden. Wie sich nämlich bei der Aufnahme des Nachlasses herausstellte, hatte der Verblichene einen «eisernen» Vorrath in Goldmünzen angelegt, so dass man Na-poleonsd'or im Werte vou 80.000 fl. in Säckch^n. au verschiedenen Orten aufbewahrt, vorfand. Diese «Gold- und Silbermüxzen» repräsentieren also ein Vermögen, durch welches die Haushältcriu fast ebenso hoch aus dem Erbe bctheilt erscheint, wie die ueuu Universalerben. Verschlungene Iüöen^,,,, Roman aus dem Englischen vo>, Hermine 3 (»2. ssorlsehmil,.) ^ ^cht" «Ich hätte sie nicht zu meiner Fl „jedtt' sollen,- sagte er sich immer und m ^, -. «Jugend und Alter passen "'«mal " ^ So^ und obwohl ich sie mit der größten ^r ^ e fält umgebe, kann ihr das doch jene " ^^Z. L" s.tzen. nach der ihr junges Herz verlas ^ wird mir treu sein. Ja. ich möchte «">' ,« ' ihre Treue und Reinheit einsetzen, t"'" ' ha» ' edles, gutes Wesen, das uic anders a s ^,„e könnte; - ich werde sie vor meimn 'lu^n ^ ^t. sehen wie eine Blume, die ohne Ms" ld d^ uud ich werde fühlen, dass »ch d'e ^ zlg"' .^ dauo,l nicht kannte, bildete sie stch <''',.,,en'. ""'nach gekränkt zu haben, w,n abcr ." M^ ^, nach der Ursache zu fragen; so t" ^,„ el <^,^ eine Entfruudllng zwischen den bel^n ^^a"^ so' Selbst die Dieu.'rschaft beu'e"te^ ,^c" ,c ^,^ welche platzgegriffen hatte, uud ste "<" ^ M wohl um ihres Herrn willen, an " <^°«rt Zrttnng Nl. ^.'69. 2805 22. November ljttiv. !,H" ^" bescheiden im Vergleiche mit anderen ^.Mn Staaten anch nllsere Exportbezirhungenzu ^lmm s,„^ hj^s^ ^ Verlilst dieses Absatzgebietes, ^. " ll'fulge der neuesten Ereignisse besorgt, unter !!,!, 2"wärtigen Verhältnissen dennoch sich empfind-^ s > ^'lsere Haudelsuerbinduugen werden je« chc, ""^^licßlich dnich Pariser Exportfirmen ver-^ ' '^^ wenigstens das G,ite hat. dass den hei-^ /lportcnren ein Verlust durch eine etwa zum tl>y^' gelangende Haudelskiise in Brasilien nicht ^ IM, I'' ß Milan) äußerte sich, wie die «Corr. !^ . .s, ^richtet, eiuem seiner Freunde gegenüber in bc M l Ascher Weise über die Lage in Serbien. !ch" >^ar der Befürchtung Ausdruck, Königin Na-^ lonk ^"^ '^^ fortgesetzten Intriguen n'cht nur M^z, ^" auch ihren Sohn compromittieren nnd ^ den Sturz der Dynastie herbeiführen. Mn <>" k" a. lischen Unterhause) sprach vor-liih^ MNl>ss,'n über Kreta und erklärte, die christ-^ ic^^^ ^"rt.i habe die Gewaltthätigleiten anf ^i,,, M)l,es;!ich der Ermordung türkischer Soldaten V^.<.""b die Unruhen scieu lediglich das Wert ''^Mcher Pallcien. Tllgesneuigleitcn. l^3'Majestät der Kaiser haben dem Ortsschnl. >"3ti^'',^°ß.Riedcnthal im politischen Bezirke Krems s!l!tz^ ^lcircich znm Schulerweiterungtzban eine Unter-l" bewis,"' ^w fl. ans der Allerhöchsten Privatcasse "'"gen geruht. ________ ^ '^^^ hvnographischePnppe ") Eine Puppe, ^/"^» und «Mama» sagen lann, war bisher das i'kt ^"?s leden Kindes, der verhätschelte Liebling in ^er Ä"^'' Das soll nun in Mrze anders werden. ^. ^°lsl)n hat die verblüffende Erfindung des !°l A> ' ' ^"^ ^lr die Kinderstube verwertet und lt lß ""p des Apparates zur Herstellung sprechen« "°n a?" ver>uendet. Die phonographischen Puppen ^ tick, ^ Flechen, was man ihnen in den Mund ""! we?" '" b'e Magengegend legt. Ein Wachsring, !°" Kich "''^ H"le eine» phonographischen Apparates !,''"i,»« »esprochen wurde und der infolge dessen "eine,, zu ^°" Schallwellen enthält, wird mit einer ^ dl,l?"buetwl!sme,nbrane »n die Puppe eingesetzt s?'^ llbrs^'^ ^^"' ^lche am Nilckcn der Puppe durch > solch'^ssel aufgedreht wird, in Action gebracht. ?'° do«, «N'ng kann fünfzig bis achlzig Worte fassen. '> Qrfs«, Ne reproducierte Sprache kommt durch win« °er tz^s ""sen. die sich unter dem Kopshaare und an > in h- ^" Puppe befinden, zu Gehör. Natürlich lann i ^l dies ^!^"' verschiedene Ringe einsehen, so das« i ^le vl> ^ ^^ mancherlei zu sprechen imstaude ^'die ^°"°^afthischen Puppen sind etwas schwerer ^Uschast ^"l'che" und losten in Amerika, wo eine , der fürstlich Melter-nich'schen Schlosskellerci in IohanmSberg wurde das beste Halbstilck des 1386er Iohannisberger kürzlich auf Fla° scheu gezogen uud der Preis derart festgestellt, dass dicscs Halbstück 200.000 Mark oder die Flasche rund 25 Mark lostet. — (Verhast ung einesOe st er reichers in Russland.) Die polnischen Blätter erzählen, dass ein Krakauer Student Namens Ignaz Paszynski, welcher zur Uebernahme eines Erzieherpostens nach Russland gereist war, seit sechs Monaten sich dort in Hast befindet. Daszynsli, welcher den Posten auf Empfehlung des akademischen Senats erhielt, wurde in Russland aus Grund der Namensgleichheit mit einem von den Behörden gesuchten russischen Revolutionär verhaftet, und trotzdem seine Familie alle Beweise, die seine Identität feststellen, seit langem beigebracht hat, wird er bis jetzt gefangen» gehalten. In dieser Angelegenheit dürfte ein Mitglied des Polen-Clubs im Reichsrathe eine Interpellation einbringen. — (Ermordung eines Afrika-Reisen-den.) Abermals hat die Erforschung Afrika's ein Opfer gefordert. Wie aus Paris gemeldet wird, hat die sran» zöfifche Regierung die bestimmte Nachricht erhalten, dass der französische Asrita-Furscher DoulS im Haggar-Gebiete der Sahara ermordet wurde. — (Hohes Alter.) Aus Brunn wird geschrieben: Vor einigen Tagen starb der Ausgedinger Johann Pala in Mralotin im hohen Alter von 104 Iahreu. Derselbe war zweimal verheiratet und stets gesund; nur in der letzten Zeit konnte cr seine Füße nicht mehr gebrauchen. — (Veruntreuung.) Wie man aus Belgrad meldet, ist der Cassier der serbischen Bahnen, Josef Iovanovic, nach Veruntreuung von 20.000 Dinars flüchtig geworden. — (Die moderne Köchin.) «Kleiner Waschbär, ist deine Gnädige zu sprechen?» — «Entschuldigen Sie, mein Herr, ich bin selber meine Gnädige.» — «Verzeihung, Gnädigste, wie konnte ich vermuthen?» — «Was soll ich thun? Unsere Köchin hat gerade Clavier-stunde.» Eine Hinrichtung in Bangkok. Aus Bangkok bringt der «Ostasiatischc Lloyd» die, folgende Schilderung einer dort jüngst vollzogenen Hinrichtung. Der Verbrecher war ein Siamese, der einen Chinesen, in dessen Haus er eingebrochen war, mit einen: Knüttel erschlagen hatte. Die Richtstätte war ein gewöhnlicher, mit Gras und Gebüsch bewachsener Platz, auf dem gleich daS Grab für den Unglücklichen gegraben war. Dcr Verurtheilte war etwa 30 Jahre alt. Er schien sich um di«» Vorbereitungen zu seiner Hinrichtung nicht im geringsten zu lümmern. Vielmehr gab er bald seinen Wächtern zu verstehen, dass er etwas zu essen haben möchte, ein Wunsch, dem auch sofort Folge geleistet wurde. Nach der Mahlzeit rauchte er sodann mit Vehagen eine Cigarrettc nach der andern. Unter den anwesenden Europäern befand sich Dr. Haywarb Hays vom Vangkoler Hospital, der den Puls des Verurtheilten fühlte und bis zur Enthauptung als vollständig «normal» feststellte. Ein auf dem Platze er» richteter Altar wurde inzwischen mit Opfergegenständen, gelochten Schweinsköpfen, Hühnern, Früchten aller An, Kuchen, Gewürzen, geistigen Gelränken u. s. w. überladen. Der Henker trat nun vor, kniete nieder und verbeugte sich mehremall, jedesmal die Erde mit seiner Stirne berührend. Darauf wurde Reis von dem Gehilfen des Scharfrichters um den Altar herum gestreut; ein Henker» gehilfe bespritzte mit geweihtem Wasser sämmtliche Opser-gegenstände, und jedes b^r Schwerter, die auf dem Allare lageu, wurde dann ehrfurchtsvoll von dieser Person in die Hand genommen, sorgsam mit diesem Wasser benetzt und dann dem betreffenden Gehilfen, dem die Waffe zu« gehörte, überreicht. Der Scharfrichter, welcher sich von den anderen durch seine weihen, mit Goldfransen besetzten Beinkleider unterschied, zog nun ein rothes Gewand an, um seinen Kops wand er eine rothe Binde; sein ganzer Stab dasselbe. Der Verbrecher wurde dann auf Palmblätter gesetzt, das Joch, welches auf seinen Schultern lag, wurde ihm abgenommen und seine Ellbogen an einen kurzen Vambuspsosten befestigt, der in die Erde hinter seinem Rücken eingetrieben war. Der Scharsrichter redete nun den Verurtheilten an, scheinbar ihn um Vergchung bittend, und der Mörder nickte mit dem Kopse, als wenn er damit einverstanden wäre. Ein Gehilfe bezeichnete zunächst eine Iinie auf dem Nacken des Gefangenen und sprach ihn mit tröstenden Worten an, während er die Ohrlöcher des Mörders mit Thon zustopfte. Mit den religiösen Ceremonien wurde „och immer fortgefahren; brennende Lichter und Raucher» kerzen wurden in die Hände des Mörders gegeben, auch auf die Erde vor ihm hingestellt. Während der Henker sich vor den Altar begab und dort betete, streichelte sein erster Gehilfe den Kopf und das Gesicht des Verbrechers, dessen Lippen sich wie im Gebete bewegten und dessen Haupt zur Erde gebeugt war. Nun trat mit abgemessenen Schritte der Vollstrecker des Gesetzes auf den Gefangenen zu und stellte sich hinter « h^tung hiengen, als auch um Lady Lyn- ^'tat , ' die seit den wenigen Monaten ihrer NewH ä«m allgemeinen Liebling in Lynwood- k"g. ^ ""en, beobachtete mit heimlicher Vefriedi-^Vo " ledoch aufö forgfältigste verbarg, alle hilft mir,, dachte er für ^ Auzs^" "ber die Lage der Dinge nachdachte. 3> Zchn gegen Eins, dafs Onkel Hnl>rd p "! °""nt stirbt, denn in seinem Eigen. V^Nräm.'"" Absichten nicht ändern, so lange die V Word '''^/"'euert ""d 9""'sse Grundstücke »,, ^>»e„ .,„./". N"d. und wenn seine Kräfte weiter so 5iss^tt U ^tzt. so wird er. ehe er es sich versieht, "icl. "Nd V?, zn leben. In diesem Falle aber g.hen ^'s°„st V"N ""l m'ch über; ich habe dann >„ .6'üsz '^Mtrrbt. nnd werde dennoch Herr hier!» «ü!^ VM.., U''"s begegnete Adrienne ihrem Gatten Mtr. "lie. als derjelbc sich >!scher "^ Dorf, weil ich einiges mit dem ^'"lich V' b'sftrechcn habe. und ich werde mich ^zi^ber V ,^'" 6 't b.i ihm oushalten.» 3 Me.? "" unterdessen vor seinem Hai.se K^ H' ".'"nte sie. ^ k^ ^ se.n, seres gesammten Hauses denken, als im Vorjahre meine Schwägerin den Ring, ohne dass sie sich erinnern tonnte, wo, verlor. Der Talisman der Familie, dieses andere «Glück von Edenhall», war verloren! Alles Suchen hals nichts, der Ring blieb verschwunden. Aber er sollt»' sich wiederfinden, nach mehr als Jahresfrist. Am 14, d. M, wilrde in unserem Garten Grünzeug ausgehoben, um für den Winter eingelagert zu werden. Beim Ncini-gen desselben fiel meiner Schwägerin eine gelbe Niibe durch ihre sonderbare Form auf, sie nahm di, selbe zur Hand. und sieh da, lief in die Frucht ein-u id fest mit ihr verwachsen, saß der verlorene, lange und schmerzlich gesuchte Ring, rein, schön u»d glänzend! Das Olück ist wieder in das Haus eingelehrt, wir wenigstens hegen den Glauben und hoffen, dass es nicht wieder verlorengehen werde. Denn mindestens vorläufig wollen wir das sonderbare Naturspiel erhalten so lange als möglich, und belassen den in die Rübe eingewachsenen Ring, wie wir ihn gefunden. — (Für Bienenzüchter.) Vom Herrn Martin Drag an in Weißenfels erhalten wir folgende Zuschrift: Die k. k. Landwirtschafts-Gesellschaft in Wien erlässt an alle Landwirte die Einladung, sich an der vom 15. Mai bis 15. October stattfindenden allgemeinen land« und forstwirtschaftlichen Ausstellung in Wien zu belheili-gen. Krain ist, wie so vielfach in Imlerblättern zu lesen ist. sozusagen das Paradies der Biene, aus welchem jährlich Milliarden von Bienen nach allen Weltgegendcn versendet wurden und hoffentlich noch versendet werden. Da« mit dieser altbewährte Ruf der lrainischen Bienenzüchter auch fürderhin erhalten bleibt, erlaube ich mir an alle Vienenfreunde in Krain die Anfrage zu stellen, ob es nicht gerathen wäre, ei>, Comitö zu bilden, um d°m Aufruf, der in dem Wiener Bienen-Fach- und Vereinsblatt «Der Bienenvater» erschienen und mit welchem alle Imker eingeladen werden, sich an dieser Ausstellung zu betheiligen, Folge zu leisten? Es wäre demnach angezeigt, das« sich alle Imker Krams vereinigen und vereint eine eigene Ausstellungs - Abtheilung mit der Bezeichnung «Krainer Bienen» anstreben. Nachdem unser Bienen-Vereinsblatt sich fiir diefe. für uns lrainische Bienenzüchter so hochwichtige Sache nicht zu interessieren scheint, so bin ich gerne bereit, alle allfälligen Anfragen der krainischeu Imker sofort zu beantworten und das weitere zur Reali« sprung einer corporative« Ausstellung zu veranlassen. — (Hyme n.) Der k. l. Negierungs - Concipist in Gurlfeld, Herr Anton Klein, hat sich mit Fräulein Anna Gregoric in Gurtfeld vermählt. — (November -Meteore.) Sternschnuppen über Sternschnuppen, das ist das Zeichen des Mouats November. Am 9. beginnt die Erde die Bahn der Leo-niden zu durchqueren, die, in immer dichteren und dichteren Scharen sich ergießend, am 13. ihr Maximum er« reichen. Bald aber nähert sich die Erde einem zweiten Strome, dem der Andromediden, die am 27. November in ganz besonderer Fülle herabtommen. Die Andromediden erscheinen nicht immer in gleicher Menge, sondern neh- ! mcn in ihrer Häufigleit periodisch ab und zu. Wenn nun allerdings in diesem Jahre nicht hervorragend viel zu erwarten sind, so sind doch die Beobachtungs-Bedingun« ! gen diesmal außerordentlich günstig, weil der Mond mit seinem Glänze nicht störend dazwischen tritt. Endlich sei noch bemerkt, dass fast den ganzen Monat hindurch aus dem Sternbilde des «Hercules» Sternschnuppen theils vereinzelt, theils in Gruppen hervorbrechen. — (Aus dem Ursulinnenkloster.) Im hiesigen Ursulinnenlloster haben gestern das feierliche Gelübde abgelegt die Fräulein: 8. Agnes Gula, 8. Ialobine Gula und 8. Maria Kovce. — (In der Cist erne verunglückt) Der 29jährige Besitzer Franz Krajec in Unterseedorf bei Zirlnitz reinigte am 18. d. M. nachmittags die in seinem Garten befindliche, 2'/^ Klafter tiefe C'sterne, bei welcher Arbeit ihm feine Gattin und sein Vater behilflich waren. Krajec war eben in der Cisterne, als seine Helfer einen > leeren Bottich hinabließen; im selbe» Momente lösle sich, von der Cisternenmauer ein circa 5 Kilogramm schwerer^ Ttein, fiel dm Kcajec, welcher es unterließ, während des Herablassen« des Vottiches unter einem Schutzbrette Deckung zu suchen, auf den Kopf und verletzte ihn derart, dass er eine SNmde darauf verschied. Ob an diesem Unglückssalle die Angehörigen des Klajec, welche mit ihm arbeiteten, irgend welche Schuld tragen oder nicht, wird dic gerichtliche Untcrsuchmig darthun. — (Der Arbeiter - Bildungs verein) in Laibach begeht Sonntag, den 24, November, um 7 Uhr abends im Casino-Glassalon sein 20jähriges Gründungsfest mit folgendem Programm: Begrüßung, Festrede, Gefang und Tanz. Die Musik besorgt die Kapelle des 17. Infanterie-Regiments. Karten sind in der V ? Tabaktrafik und in der Trafik der Citalmca^^ An,tst nnd Ziteratuv. - s« Das todte Herz,. ) so beutelt sich ^5'^c'< kai' s „euestes, im Verlaqe der tenstci n in Wien erschienenes Werl, das, cms."' .^ischrn cms dem Jahre 18W geschöpft, die Liebesaeschichte c>ne^ ^,, ^^ Emirs und einer syrischen Prinzessin behandelt, ^n ^^,, Pila/rfcchrt nach Melta wm Malle znl""'»'"^'""" d,^5 Dieser Zufall a.reift entscheidend in briber ^'" "'^is.? >vic die Leidenschaft, die ebenso im «todten Harzen» d^^^ im Vnsen der Prinzessin geschlummert, s" 5" lodMM^u^„e anfachend, die sie zu verzehren droht. Im Taiime> ,^ ^ sseben sie sich endlich wll und qanz ihrer erwachen dann plötzlich zur schrecklichen Wirllichlcit, 5 ,^i das eine unübersteigliche Scheidewand zwischen ih"" " .' zh^s sie erwachen zu einer Wirtlichst, die als N""'"'."^.'^ fiii^ siiudissen Wouucrausches ihr Lcbeu heischt. Und ^ .^ ..,. Des iu dem Emir ihren standhaften, unerbittlichen ^' '' ,„Mlk!', Dichlcrs liinstleiisches M>mc zaubett uns den N"' y. ,^,. >«>>' farbenprächli^en Girlen des Morqeulauocs "" . '5^,, fre»^. sehen frcmdartia/ Blumen um uns sprießen, >v,r Yl. ,^ Wll< seltsame Laute au unser Ohr driuczen. wir nmclM ^ ^ fahrt nach der heilia.cn Stadt d.-r Muhimedaiier n,u, ^, ^ Propheteustadt Mett.i, In meisterhafter Ärt M^''^,' ^ri»' modcrueu realistische» Richtung huldigend, «''^z ^rci^ ""' malerci die Sitten und Gebräuche der Mellacr p»Nl ^„^ ihrer düsteren Symbolik, und dazwischen rantt !'"> )^ dcleb! voll die Geschichte zweier liebeudeu H^M und I!' ^ ^i" durch die wechselnde Scenerie, das Interesse des "," letzten Nlatte. _______ ^---^ Neueste Post. Original-Telegramme der «Lalbach^ ^ Wien, 2l. November. Der Strafgcktz^"'^.< nahm heute seine Thätigkeit in Anwesenheit o>^ ^ ministers wieder ailf und giexg in die ^" 1 'bi'li' eingelangten Abändcrnnqs Anträge ein. ^ ssäl»^ siliamsche Gesandte theilte gestern dem Glase" ^, amtlich die Proclamierimg'der Mpublik nut l ,^ ständigte denselben, dass' dic brasilianisch«' '"^^^ l,ach der Wahl des Präsidenten mit einem A"gM bcn wegen Anerkennung der Nepublik "",.?^,, M' t>rantrrten werde. — Die Vcnedictiner nM" bert Gunkel zum General-Abt. lAeNieü^ Prass, 21. Number. Bei den engere" ^ ^" wählen im ersteu Wahlkörper der N"W0l ^ sechs Altczechen, im dritten Wahllörper t>" " ^ drei Iungczlchen und zwei Altczech „, '".^ .^5 körper drr Altstadt der jmlgczechische Ca"d'v" ' ^ ^, Die Deutschen betheiligten' sich nur an d^r ersten WalMrper der 'Neustadt. ^ O' Berlin, 21. November. Aus Zanzibar '" ^tFs cisll gemeldet: Stanley. Emm Pascha U"d "" , el> trafen am 11. d. M. in Mpwapwa ein. ^w' § B wartet deren Eintreffen in Vagamoyo.'l"H.^P^ 1. December. Der Zustand in der Station ^ ? ist sehr befriedigend. ,, ., uelöff^ Paris, 21. November. Das Amtsblatt ^,'. licht eine Verordnung, woruach die Einstchr o^ ^ Hammeln, Z'ea/n nud Schweinen dmtschcr ^M reichisch u'gali'sch-r Provenienz in Franlre^. die Durchsnhr, verboten wird. . ^l,la "' , London, 21. November, ^richte ""« ^ ^ dm rine schreckliche UeberschwemmllNgskata'N^ ^^e Yang-tse-kimig trat am 11. o. M, a.lf "^l e' von 100 Meilen an«. Ueber taufend ^„telkB tranken; etwa 15.000 M nschen sind oh'" liW und Lebensrnittel. Einige H'ifen wurden " die Ernte ist vernichtet. . provisos Rio dc Ilmciro, 21. November. D ep ^ "" Rea>rung crlicß em D^cret. dnrch welcyr gemmie Stimmrecht eingeführt wird. . ,.lHiffe'"', Washington, 21. November. Zwei r. g« ^Kil""s' dem Befehle des Admirals Gilles erhielten nach Brasilien abzugehen. Mgelomllleuc" Fremde. Am 20, November. ss«F„, Hole! Stadt Wien. Schwarz, geller 'K/jta"i'"'' . Wie». — Singer, K'aufm,. Graz. -— 6'"^ ^"!' lwuar. - Puticl, Plauina. . Wsltlna""^»!«'' Hotel lzltfailt. Fricdmanu. Kiinisssbccsser uno " .,^ ,c ^.^, leute; Schwarz und Marlousli, Wien. 77 .^^, ^ ,^ Karlsruh. — Moliue. Neumarktl. — ^" O.-r!', g,si!""' Kmlischl». — Conte Mistruzzi, Ronch«. ^^lchl'. "^ Innsbrnck. — Azmau, Pfarrer, Garir. -^„^ Pctt« Gasthof Kaiser von Oesterreich. Hriliar, Naus'»-. ^ ^ lious.l. ^Netz, . Ässraw' Hotel Siidlmhnliof. Starlet, Kleidermachcr'»' ^, cialti, ttaufm., Trieft. ^ . Rasthof Sternwarte. P^el. H.iasl.er.,. ^ ' Rudulföwert. - Hoceuar, Älsitzcr, P"^^^-«^^, -7-------- ..... ^ ^7 ^l!lVlUI>^ " ^l.^, ?.^ « s'4 , D. schwach he,o0 .s 21. ^! . N. 752 8 4 » ^ NO. schwach ^ ^,oi»t> ^'" <> . A!'. 75!j 0 ! 3-2 NO, sch""« ^ IM ^ Triibe. lein Souueul'lick. Das Taa.es""t ^^. 2 6". um 02" unter dem Normale^^^^ ^. --------------------------------------------------------------------c» ^lllff' V, rc.nl» orttichsr Nedacteuc: ^5> 2307 Course an der Wiener Dorse vom 2l. November l889. i^ dem.si«^ «°ur«blatte. Oe!d war, »«'"" Nome iu M^«4» ^. '..... 85".'l> 8s. 9^ >^i z/,»^a°!«lusc . 25,! st, ,3, s.0 ,!!,!>!! ^li . ' »anzc f>O(»si. ,»!>2,''!>I!!7^ H«!' ^"'"' '" Silbri 102 50 ,0» - ^°«',."''! " 6Nl. . . li4..-. 24» - ^ E» ,. ^'"" ""' ^ «' W. »15 7^l2, Ä"r,h^,.^'!'°> "«> s>, », W, 2<«< no «lo 5.0 ^,^''Mnrl 4>v,., . . ,l?f.<>,,«- M!>NI,et^" ^ " '" ^"' "«4 - !'7'lu "7 "l' »"^Ullhi, «NUN, ,««4 »4 25 !>5- >N7"''^''/., , , , <.?.,<' !.V U0 ° d!° "'" >"'N ÜWS, !,4'l!<'l,s. - ° ^ein. ^' >na», v,I, ,»,7« ,18 - ,,4 ^ N. dl° '" ^">«>N,ü,W. ,8»75,40^ ^» -l'n!» . ^ -^" !> « W, ,38'l.l'lit'- - ^^' "" 4«, „«. ft ,2?>4u!lzl? 70 Geld Ware Grnnt>eutl.-Ol,ligationen (für ,<«» fl. CM.). .'»"/n <,a!iz,schc...... !«3 75 ,a< 75 5°/,, »iiil»rischr...... llw'5N l,l)- b°/u «rain unl> Kilsienland . . —'—-------- 5"/l> mcdcrljslslrslchische . , . 1N8 5l. «10 5« .>,"/« sirirUchr...... -.-.' - - b"/n lroaluchs u»d slauon05 ,n i"/n T,mestl Vana! ,...—- -------- .V/n »nnllllschc...... »8 <>l> «3 ü<> Andere öffentl. Anlehcn. Dona» >«!>«, iivse ü"/„ ,<»n st. . ,22-85 ,2» «5 bto. «l.ttihc ,»7« , , ,0/ — ,»? «> «niehr» dcr Eladt Mr» . , I,:»'- — — Nnlshl» d, Vladtgemeinbs Wirn <0l> 7^ ws, 25 Plilm.Mnl, b. Sladlgrm, WIen l4:> 5» ,4» «>, ViirlenbauNlilfhe» verlo«, !>"/« W 2K i»7'2t> Pfandl'riefc (Iiir U>0 f!,), Vndciln, allg. ösl, 4"/,,« , , ,,8-35 ,i»-?5 dtl>, ' > . <(!<>4<> l<',' bin. . 4"/„ . , . 9« 4<1 l»« 9" b»ii. Pram, Schuldverlchr, 3"/« !U» 2b ,U8 75 Oest. ^yputhslsiikllnl ><»j, bN"/n .. — 102'" vfs!,.,mn, Va»l vcrl, 4'/,"/<> - «»^'75 ll>l'2,'> d>tlo » 4"/,, . . V!»'«<» ,00 li» ds«o 5'Ojiihr, » 4"/,, . , 99'«<» ,0»«,' PlioritiltsOblissntionen (siir ,00 fl,), sss,bl»a,!dl! NoldbllyN !tm, ,»«!> ,0!» - ,<»N ft, 3, 4>/,"/n . 9U-8U lA' 4» «eld Wlln oeslerr, Nordwlstb«hn . . . ,0« »0 ,07 40 Llaatsbahn....... 183- »84-- Eükbahn b »°/a..... ,45 »n 14« - » ll 5°/n..... ,,» 75 ,19 7K Una,.«al 0,l,,l-r i>°,e 4« ss..... <>, iz «, ?.>> PalssY Lu,<> 40 si...... K7 «5 f.? 75 No!!)!-» Kreuz, «fl. «r». v,, U> st. ,« »o ,9 ,<> Nudulph Lule ,0 fi.....,„ _, ____ Talni Loir 4« ft...... gzl.u 63 - E<, «rnl><« ^o>c 4« s>, , , , g^-,,, ,14 ^<> Waldstei» Uole 20 si..... 4,,.. 4u.. Wiudisch «räh Ln,<> 20 si, , . 5«.«, b»-wnv, Lch, d,.'»"/„Pram, Schuld versch d, Äodcncredttansial! , ,7— ,»>— «anl. AtNeu (per Lllicl), NnnloOest, Van! 200 fi, nn»/„», l«'»0 ,4« 4l> ittcliilorrr!«, wiener «X» fi. . . tt«l'^,,s b!' Vdiicr.Nüsl, üst, 200 fl, s, 4«»^ 284 - «95 — , u, O, ,«<»fi. i»,,'.'81,'!»<» VrebÜbaül, NNss, »ing. ^,0 fl, . 333 75 324 25 DspoNleubaiil, All», 2!X! fl, , 2»i3 5<> 2»»4 l»o «tscnmpte «el.Nbrüst, s»l>o fi, . 5»« — b?l»'— Giro u. Lllssenu,. Wleix-r 2<><»fi, »,4 — »>7 - Hypulheleob., öst. »Nil». «b<>/„ll, 70— 7l — «-ld War» L«nb«rbanl, »ft, LNU fi. . . . «20 -- 280 5<» vestrrr-ungar, Vanl S0« fi. . l»?L - »»i - Unlonbllnl 200 st...... «»U 50 240 - «slkrhrebanl, «ll«, ,40 fi. . . lbi» — ,b9 50 Ncticn von Transport-Untcrnchmnngtn. (per Vrllcl), Mbltcht-Vahn 20« fl, Silber . 5? 5» NKÜld ssiumai,, Valjn 200 fl. 3. »01 50 2!»l «ühm, Nordbalm «!><>fl, . . .»,4-^,5-» Weslbllhn 200 fl, . . .»33-334' Vulchtiehraber E« 500 fl, !lM. l3«3 ,027 dto, slit. U) 20« fi. . 3»? - 88« — Donau . Dampfschiffflllill . e!.. Oesterr, 500 fi, «Vl . , . »«, - »84 Dräu (til, <«. Db,-Z.)20Nfi.K, ..'.------- Dul»°benb, E«. iss, 200 fl, G. -----...... iferdlnand« Älordb. ,000 fi. HW, ^58l> «5»!. VaI.Carl°i!ubw,-V, liOO sl, LM, ,86'— ,»«:>>> Lemb, ^ Lzeriww, - Iasst! - (tile»« bah» Helrlllch, 200 fi. E. . . «H2 - 232 5l> Lloyd.öst, unz,,llirslüWff,VM. 4"0 - <04 Oestrrr, «orbwestb. 200 fi. Sill,. ,»« 50 ,8'» b» dto, (lit, U> 200 fl, E. . 2l« - »,b ko PraaDulerltillub, ,5Nfl.<3ilb, «»75 «3 !»0 Mudolpli Äalm 200 fi. G Lubblll,« 200 fl, LIlbrr , . , l«9 ?! l3»'2 - »l-. Vllenbahnwllcih»,, erste, 80 fi. 9u b" «,!.(> ««lbemühl», Papiers, u, V.-«. «„70 «I ,<< Liesinger «rauerei ,rerm!ll,I..Pap Wafft!!f..«,.OeN,!iiWien,N0fi. 442 - 447-Wangon-lieihanft,, «llg. in Pest »0 fi......... Sl - 8« — wr, «llugeleMlbaft ,00 fl, . . ... - — Wlenerberger Ziegel Nctien »es, ,8? 7ü ,«8!« Devisen. Deutsch, Plstze...... 58 3 iionbou........ «18 7u ,»»»!< Pari«......... 47 <»«. 47 »2. Valuten. Duraien........ b'üs 5 U« 2O.ssranc«Vtü