.?° 33 IG45 Taibacher Zeitung Samstag dcn 3 Mat. ,7.,,,^,,^ n^ ,,. 3 l l v r i e n. 3t-eumarkt l, 30. April. Die Gefühle der iuiugsten Auhanglichkeit und wärmsten Dankbarkeit für so mele Wohlthatelides allgeliebten Landesvaters, haben sich auch bet den Insassen des MarktesNemnarktl durch fclerliche Begehung des am l9. wiedergekehrten glorreichen GeburtsfesteS Sr. k. k. apostol. Majestät Kaisers Ferdinand I. kund gegeben. Bereits am Vorabende deS zur Feier bestimmten TageS >uar der Markt auf das Festlichste beleuchtet, wob« sich weh» rere Gebäude durch Transparente, insbesondere eineS durch Beziehung auf die große Wohlthat der Herabsetzung oer Mlitardienstzeit hervorthat. Die Musik-bände des Marktes, die Volkshymne anstimmend, durchzog unter Böllerschüssen und lautem Iubelruf sämmtlicher Marktinsassen und vieler Landbewohner die Stra» ßen. Am Morgen des Festtages selbst verkündeten Pol.-lersalven und ein von der Musikbande ausgeführter Reveille die hoh, Bedeutung dieses Tages. Um lft llhr hlelt der hochwmdige Herr Ortspfarrer ein feierliches Hochamt mit 't'« veum, bei dessen gewöhnlichen Hauptabtheilungen abermals Pöller gclöset wurden. Nachmittag wurde vou der Schützengesellschaft an der Schlcßstätte zu Rozhevnza ein Volksfest mit Freischn'ßen oeraustaltct, be. welchem sich eme große Menge von Thellnehmern elnfand, die sich rhcils auf den zu dlesem Zwecke eigens im F^ien errichteten Tauzboden, und theils durch verschiedc.ie mit Prämien verbiliioeue Spiele belustigte. Abends wurde unter Pöllersaloen und Mitwirkung der Musikba>,de ein Feuerwerk abgebrannt. Den Schluß der Festlichkeiten machte ein Ball auf dem PostHause, welcher durch felerlxhe Absingung der Volkchyume eröffnet wurde, und wobei sich die Beamten deS k. k. Bezirks.-commissariaces, die angeschenercn Insassen und Bürger des MarkteS nno mehrere fremde Gäste emfanden. Seine k. t< Majestät h'a^en üt< den Stcllvertre^ ter des ersten Obersthofmeisters und k. k. Obcrsthof-marschall, Peter Grafen von Go«si, nachstehendes allerhöchste Handschreiben gnädigst zu erlassen geruhet: „Lieber Graf Goöß! ES ist zu Meiner Kennt» »niß gekommen, daß Tie an dem heutiger. Tage das »Fest Ihrer vollendeten fünfzigjährigen Laufbahn im uHof. und Staatsdienste feiern. Ich ergreife diesen »Anlaß, um Ihnen übel- Ihre durch elne so seltene „Relhe r>on Jahren geleisteten treue«, auSgezelchncten »Dienste Mein besonderes Wohlgefallen mit dem «Wunsche zu erkennen zu geben, daß Sie »och lange »nut demslben Eifer Ihre Dienste fortsehe» und für „Ihre Far/ lie erhalten werden mögen.« „Wien, den 27. Aprll !845. Ferdinand m< p." <-.^ ..< (W. Z.) Kchweijerkstht ^iMnossenschaft. Zür,ch, 2l. April. Die Tagsahungs. Comnus» sion hat so eben der versammelten Tagsayung einstimo mig folge^.oe Beschlüsse angetragen: §. l. Der Vorort ist bevollmächtigt, die noch im eidaenösslschen Dienste stehenden Truppen nach sorgfältiger Würdigung der Verhältmsse cheilwelse oder ganz zn entlas. sen. oder nöthigen Falls auch Ablösung derselben an« znordnen. §. 2. Cr ist ferner beauftragt, in Bezie. hung auf eidgenössische Repräsentanten durch Entlassung oder durch neue Wahlen nach Umständen das Erfor. derl.che zu verfügen. §. 3- Für den Fall, das; der Landfriede «euerdlNgS durch gesetzwidrige Ausdrüche ernstlich bedroht werden sollte, w»rd der Vorort für Handhabung desselben alle zunächst dringend erforderlichen Maßregeln. scy es durch Verwendung der im eidgenössischen Dienste stehenden Truppen oder durch neue Truppen-Ausgebote von sich aus treffen. Wenn Neue Truppen aufgeboten werden, oder überhaupt bei 230 fortdauernder Gefahr odcr bei wirklicher Störung des Landfriedens wird der Vorort unverzüglich die Tagsatzung wieder einberufen. §. 4. Zu Deckling der Mi. litärkosten ist der Vorort ermächtigt, die erforderlichen Anweisungen alls die eidgenössischen Kriegsfonds zu ertheilen. §. 5. D>e gegenwärtige außerordentliche Tagsatzung ist auf unbestimmte Zeit vertagt. «Tit. Die ausierordentliche Tagsatzung hat für einmal ihre Geschäfte beendigt, da sie die weitere Aus. füyrung ihre:- Beschlüsse, so wie die nächste Sorge für die Zukunft mit verdankenswerthem Vertrauen dein Vororte übertragen hat. Unter dem unmittelbareu Eindrucke der traurigen Ereignisse, bei der gespanine» sten Aufregung des Vaterlandes ist die Tagsatzung zusammengetreten, um, unterstützt von einer ansehnliche» Truppenmacht, 0en Landfrieden zu gebieten. Mit welchem Rückblicke auf die Vergangenheit, mit welcher Hoffnung für die Zukunft darf sie scheiden? Sie hat wemg gethan nach der Ansicht vieler, sehr vieler, welche in einer edlen Begeisterung über jrde Schranken des vorhandenen Nechtszustandes hinwegspringend nur dem Zuge ihreS Herzens folgen möchten und die Tagsaßnna. als Individuum betrachten, dem sie nicht mir ihre Gefühle und Sympathien, sonderu auch völlige Willensfreiheit zuschreiben. Sie hat vieles gethan, wenn man den wirklichen, nicht erträumten Kre«s ihrer möglichen Thätigkeit in's Auge faßt und im guten Glauben vorausseht, daß sie Gehorsam und Unterstützung da finden merde, wo sie es fordern darf, und ein freundeidgenössischcs Gehör da, wo sie im Interesse vieler Unglücklicher und im Iuteresse del Beruhigung des gesammten Vaterlandes dringend sich verwendete. Noch ist der Horizont nicht ganz frei von den Wolken, aus denen das Ungewitter sich entladen, noch gehen die Wellen etwas hoch in Folge- des Or-kanS von Leidenschaften, der die Eidgenossenschaft durchbrauste. — Doch hat die heilende Kraft der Zeit m dieser kurzen Frist schon manchcs zur Beruhigung gethan; sie wird ferner wirken, wenn es der ernste Wille der Behörden und Privaten ist, jedem gewaltsamen Angriff auf den Nechtszustand im Staate entschieden entgegenzutreten, und wenn alle eidgenössischen Her-ztn sich öffnen, um daS beunruhigende Los so vieler Unglücklichen nach besten Kräften zu mildern. — Soll' te, w,e ich glaube, diese hohe Versammlung, beste« hend aus einflußreichen Magistraten aller Cantone, jene Ueberzeugung theilen und mit dem Vorsatze sich trennen, thatkräftig in jenem Sinne mitzuwirken, so -wage »ch es zu hoffe,,, daß die gefährlichste Crisis überstanden sey, und daß bei Eröffnung der ordentli. chen Tagsatzung wir etwas heiterer in dle Zukunft blicken dürfen. — Indem ich Ihnen, Tit., daS Zu> trauen und die Nachsicht, mit der sie meinen, ersten Auftreten in dieser schwierigen Laufbahn entgegen ka-men, von ganzem Herzen verdanke, erkläre ich die Sitzung für geschlossen und die Tagsatzung auf unb>-stimmte Zeit vertagt." (M. Z.) Der Regierutigsrath von Luzern hac die An-ordnuug des vom großen Nath beschlossenen Dank - und Bittfestes durch folgendes Schreiben bekannt gemacht: ^ ^^Ge treue, liebe Mitbürger! Der hohe große Rath hat uns beauftragt, ein Daukfest für den durch Gottes allgücige Vorsehung unterm 3l.März und I. April abhin errungenen Sieg anzuordnen. »Das gemeinschaftliche Gebet des frommen Ll>-.zerner Volkes wird bei Gott Gnade sinden! Stehen »wir muthig zusammen, in Freud und Leid, in Ge-»fahr und Noth mit unerschütteillchem Vertrauen auf »die Fürbitte der seligste,, Jungfrau und auf die E>'-«barmung des- Allerhöchsten!« So haben wir Euch vor Kurzem am Feste der heiligen Victoria zugerufen. Und siehe, der allmächtige Gott hat unser vereintes Flehen erhört. Er, der der Völker Schicksale lenkt, der Gott unserer Vater, hat die Feinde der Ordnung, des Friedens unseres Cantons und der Eidgenossenschaft neuerdings zu Schanden gemacht, und Dir, o Volk, im Vereine mit den treuen Brüdern der Urschweiz, über Landesve'-rath und Friedensbruch einen entscheidenden und ruhmvollen Sieg verliehen. Gottes Haud hat sichtbar über unsern Canton und über dessen heiligste Güter gewaltet, und der Engel des Herrn hat offenbar über die Kämpfer für Freiheit und Vaterland gewacht. Weihen wir daher Golt unsern Heisiesten Dank für den errungenen Sieg, für die Rettung und Erhaltung desVatellandes! Danken wir ihm im verein» ten innigsten Gebete, das; er durch seine göttliche Für-sehung die verbrecherischen Pläue d^s Aufruhrs zernichtet, und uns die höchsten Güter jedes freien Volkes, Sicherheit, Freiheit und Selbständigkeit in seiner al. erbarmenden Güte und Huld gerettet hat. Vereinen wir uns zum innigsten Dankgebet in dem Tempel, an dem Altare deS Herrn, um ihm unser» tiefstgchlhlten Dank darzubringen! Von diesen Gefühlen geleitet, lind in Vollziehung des vom hohen großen Rache erhaltenen Auftrages Verordnen wir: §. i. Dic hochwürdige Calnonspfarrgeistllchkeit wiid auf Sonntag den 27. April ein allgemeines 231 feierliches Tanfgebet für den durch Gottes aNgütige Vorsehung am 31. März und l. April abhin errungenen Sieg und die Rattling des Vaterlandes anord, nen , und 3- 2. Sie wird das christliche Volk durch eine dem Ernst der Ereignisse angemessene Predigt dazu vorbereiten. Liebe, treue Mitbürger! flehen wir aber auch um die Fortdauer der ewigen Güte Gottes für unser» Cainon so wie d,e ganze Eidgenossenschaft, und bitten wir auch um Abwendung lünft,ger Gefahren und um die Bekehrung und Erleuchtung derjenigen Mitbürger und Miteldgenossen, die vom falschen Wahn verleitet die Bahn des Landverrathes und LandfrirdensbrucheS betreten haben, auf daß sie, den Weg deS Unrechtes und der Parteiung verlassend, alS treue Söhne unsers allgemeinen Vaterlandes und Bundes fürderhin sich zeigen mögen. Nach Erfüllung dieser Christenpflichten vertrauen wir uluthvoll und fest dem Gott unserer Väter, treu einander in Freud und Leid, in Gefahr und Noth'. Gott erhalte unser theures Vaterland! Gegeben, und zum Verlesen auf den Kanzeln verordnet. Luzern, den l5. April !845. (Folgen die Unterschriften.) (Oest. B.) V ii n r ni a r k Von Dragö wird gemeldet, daß daselbst am 14. die ersten Schiffe aus der Ostsee angekommen sind, nämlich 4 GrönlandSfahccr von Bornholm und 1 Ga> leasse von Sonderburg. Jene waren am Feiertage von Bornholm abgesegelt, und an diesem Tage lange von Eis umlagere gewesen, dagegen hatten sie gestern keines gesehen. Sie berichten, daß sich dasselbe rings um die Insel Bornholm gelegt hatte, und nach der Beschaffenheit von Strom und Wind von der einen Seite der Insel nach der andern geschoben ward, und das; man häusig von derselben kein offenes Wasser sehen konnte. Einer der Grönlandsfahrer hatte ein neues großes Boot aufgenommen, welches mit dem Kiel nach oben im Eise lag; auf dem Boote hatte ein Hund gestanden, auf dessen Halsband aber eben so wenig, wie am Boote ein Name zu lesen war. Der Zustand deS Hundes deutete übrigens darauf / daß er sich län. gere Zeit ohne Nahrung befunden. Wahrscheinlich hat das Boot zu cu'em verunglückten Schisse gehört. (W. Z.) Frankreich Algier, »8. April. Die Expedition im Osten lst auf den 2. nächsten Monats angekündigt. Der Marschall hat aber gegen seine Umgebung geäußert, daß man sie nicht bis Budschia verfolgen werde, au- ßer die Umstände mußten sehr gunstig seyn. So lange Abd-El-Kader nicht oon der Westgränze entfernt ist, so lange er eine Derah um sich hat, welche eine Art kleines Heer ist, wäre es in der That eine große Un-klugheit sich in den Gebirgen der Kabylen allzu sehr zu vertief.,,. Indessen bei dem wohlbekannten Charakter des Herzogs von Psly ist allerdings zu furchten der kriegerische Instinct möchte ihn über die Einge-düngen des gesunden Sinnes hmauöführci, , und er wenn einmal mitten in Kabylie», so weit vordrinae» als er eben kann. Vielleicht, daß er der Versuchung nicht zu widerstehen vermag jene starke Linie zu durchbrechen, welche vo» einigen Jahren der Häuptling Amziau aufgestellt hat, mittelst deren er Budschia absperrt und jede Art von Communication verhindert. Dieser Kabyle, Bruder des berühmten Ulid Uraba, gebietet dem großen Stamm der Ulad - Ben . Abd. El .-Dschcbbar, und übt aus diescm Grunde einen mächtigen Einfinß auf die übrigen Stämme dieser Landschaft aus. Diese würden gern mit uns in Verkehr treten, aber Amzian widcrsetzt sich diesem Vorhaben, weil er sich von uns auf immer geschiedeil weiß durch emen Mord und einen Ve'.rath, den wir ihm unmöglich vl'l^eiht'l, tö'm,en, durch die Ermordung des Commandanten Salomon de Mussis, der vor de» Thoren von Budschia erschlagen wurde auf daS Geheiß und unter den Augen Amzians, welcher den unglücklichen Officier unter dem Vorwand ei' ner Unterredung i<» vine schändliche Falle gelockt hatte. In der Zwischenzeit bis nach Osten aufgebrochen wird, hat der Marschall die Arbeiten an der Schiff» besichtigt. Diese Straße, durch einen Einschnitt des Atlas über dem Bett des FlnsseS geführt, ist eine riesenhafte Unternehmung, welche Millionen kosien wird, und schon mehr als 300 Soldaten gekostet hat, welche durch gesprengte Minen getödtet oder verwundet und sonst verunglückt sind. Nachdem der kleine Hafen von Dschemma - Rhazäwat im Interesse der militärischen Operationen an der Westgränze temporär beseßr worden war, ist jetzt beschlossen worden eine bleibende Niederlassung daselbst zu errichten. (Allg. Z-) Am l9. April haben in der polytechnischen Schule zu Paris bedeutende Ordnunaswidrigkeitel, Siatt gefunden. Ein Schüler hatte einen andern thatlich beleidigt; die übrigen wollten vermitteln, und traten deß« halb im Hofe zu einer Gruppe zusammen, welche die Oberpolizei der Schule zu zerstreuen befahl. Die Schü« ler gehorchten nicht, und m Folge davon erelgnete» sich beklagenswert!)?, beispiellose Auftritte. Adjutantei» und sog7u" höyei'e Offiziere sollen -Wh behandelt wor, den seyn. Nun wollte General Rostolan, der Com.- 232 ma-'dant der Schule, selbst die Ruhe herstellen, allein auch ihni tönten schonungslose Neden entgegen: »einige Stimilien, den Tumult übertäubend, sagte» ihni lallt, was man sich ois jetzt seid seiner Ernennung zum Conimandant^n in der Schuld nur zugesiüstert hatte." In Folge dieser Ordnungswidrigkeit wurden nun 2^l Schüler nach dem HauS- und 1 l nach dem Militär, gefangn is; iu der ?lbb.:ye abgeführt. Die Sache wurde sofort an den Dlsciplinarralh gebracht, welcher bereits am H<0. April über einige der Tumultuanten sein Ur.- theil sprechen sollte. Die »France« vom 18. d< zeigt an, das; einer iu Panis ebr» angekommenen Nachricht zu Folge, die Prinzessinn von Belra, Gemahlinn des Infanten Don Ca»1o5, ln Bourges sehr gefährlich erkrankt war. Mehrere, Acrzre aus der Hauptstadt waren auf die erste Kunde hiervon nach Bourges abgegangen. Wie die »Gazette de France« meldet, hat der zur Consultation nach Bourges berufene Dr. Crur-ei-lhier dle Gemahlinn des Don Carlos in einem fehl' bedenklichen Zustande augetroffen. Wach der ^Presse" wä>e dlc Neglernng entschlossen, die französischen Besitzungen m ^eanien aufzugeben. (Oest. B.) Toulon, 18. April. Mit dem heute eingelaufenen Dampfboote ..Gomer«, welches Oran am lZ. d. verließ, sind ungefähr 30 Paffagiere angelangt, fast sämmtlich emfinsireiche Häuptlinge, die oo» unsern Truppen ln dem Augenblicke festgenommen wurden, wo sie ihre Stämme zur Auswanderung nach Marocco verleiten wollten. S>e werden nach der Insel St. Marguerite gebracht. Dle französischen Truppen durch-stre,feu das Land nach allen Richtungen, um die AuS. »vanderung der Stämme zu verhindern, wahrend die Emissäre Abd-el' Kad,er's chre Umtriebe fortsetzen, und lebhafte Aufregung unterhalten. Der Emn soll ein zahlreiches Corps um sich versammelt haben; er findet besonders viel Anhang in den maroc>,anischen Provin-zen, wo sein Name volröthümlicher ist, als der des Kaisers. — In Algier traf man fortwährend Anstalten zur Expedition gegen Kabylien. — Von hier ge« hen wieder mehrere Dampfschiffe mit Truppen nach Algier ab. (W. Z.) Die für Algerien so wichtige Frage für die Errichtung einer Bank zu Algler »st durch das General-Conseil der Bank von Frankreich entschieden worden. Ein besondeves Comptoir wird zu Algier mit einem Capitale von z«h>, Mllllonen Fr. errichtet uud durch die Vant von Frankrelch verwaltet werden, welche zwci Millionen von dieser Summe für ihre Rechnung liefern wird. Ein Gesetz in dieser Hinsicht soll unver-züglich den Kammern rorgelegt werden. In Betreff der Erkrankung des Hi». Guizot enthalten das »Journal des Dcbats" und der »Moni-teur Parisien» nachstehenden vom »v. datirten Artikel: Der Herr Minister der anöwärtigel» Angelegenheiten ist im Laufe des heurigen Vormittags von einer leich? cen Unpäßlichkeit befallen worden. Ein ziemlich starker Schmerz, welcher in der Lebergegend sich Plötzlich ein» stellte, hat der Einwirkung einiger leicht«» Vcrsichrs-mittcl ziemlich schnell nachgegeben. Die meisten Pariser Journale melden, das; die Krankheit des Ministers von der Absonderung eines Gallensteines herrühre, der fich m d«e Intestlnalhöhle senkte; übrigens habe sich der Zustand des Patienten auf die Anwendung von Blutegeln und Bädern gebessert. Der Herzog von Montpensier ist nach einem Schreiben aus Marseille vom l5. April dort eingetroffen, um sich nach Algerien einzuschiffen. Der Trompeter Escoffler, und sein UnglückHgefährte, der Jäger von Afrika, Brlant, ware,, zu Marseille a„gekol„,„e„. Escoffier >st durch den Kriegs - Minister nach Paris berufen worden. Nach der „ScntmeUe« vou Toulon vom 13. April findet dort die Verabschiedung der Matrosen nach dem größten Maßstabe Statt. Man verabschiedet Alle, welche es verlangen. Au5 Toulon schreibt »nans vom 14, April: Unsere Correspondenzen aus Alg,er melden uns, daß ein An» fang von Aufregung sich im Osten kund gibt: einige Flintenschüsse sind schon zwischen der Garnison von Gegelly uud den mchtuuterworfeuen Kabylen gewech» sett worden, und die Garnisonen der längs dem Vito« rale besetzten Platze waren auf ihrer Huth. Es ist jndeß mehr als wahrscheinlich, daß die Kabylen kei. nen Angriff gegen die besetzte» Puncte wag.n werden; sie werde» alle «hre Mittel li, den Gebirgen concentri-ren, wo unsere Truppen einen kraftvollen Widerstand finden werden. Die Bewohner Kabylien's sind «M be-waffnct uud mit Munition versehen. Der Oberst Yus, sus, welcher, wle wan sagt, die Cai'allerie der Erpedi-tions.Armee commaudlren wird, «st m>c semer lungei, Frau zu Algier angekommen. Man versichert, nach dem Feldzuge werde dieser Ober-Officier zum Märe» chal.-oe.-Camp befördert werde,'. Den 2l. d. war das Wasser der Seine bei Pa-rls so bedeutend gestiegen, da,; d«e Schiffahrt auf derselben vor der Hand eingestellt werden mußte. (W. Z.) Verleger: Ignaz ÄlviS Vdler v. Kleinmayi.