MbacherIeitunH. 4° «»« Donnerstag am R8. Dezember «83« Die Laibacher Zcitung" erscheint, mit Ausnalone der Sonn- »no äciertaqe, täglich, und kostet sainmt den Beilagen im Comptoir qanzjührig »l ft., halbjährig ü ft. 30 lr., mit "Kreuzband im Comptoir ganzjährig «2 ft.. halbjährig Nil. ,5ilr die Zuielllmg in'S Haus fi»? halbjährig W kr. mehr zu entrichten, Mit derPoft portofrei aan,läbrig, unter .ssrcnzband »nd gedruckter '.'lorcsse l.', ft., halbjährig ? st. 3« l>. — Iuse r l i o n sg ebü hr jür eine Tpaltenzeile oder den Raum derselben, ist für einmalige izinschaltnnq 3 lr snr zlvcimali.ie ^ lr., si,r trcimalige .i lr. ss, M. u. s. w. Zn dicscn ^.-bührcn il't nuch d.r InfertionsstHüN'el pr. III lr. filr eine jedesmalige (linschaltnug l,in,u ,u rechnen Inserate bis l2 Zeilm fatten < il, 30 'r. nir !'. Mal. 1 N. >0 fr. für 2 Mal nn> 5N fr. für < Mal smit Inbcqriff des Inscrtionsssämvlls). Amtlicher Cljeis. M^er Minister des Innen, hat im Einvernehmen mit dem Minister der Instiz den k. k. Bezirkamts» Aktuar. Alois Niedl, zum Adjunkten bei einem gc> mischten Vezirksamte in Tirol ernannt. Der Iustizminister hat den Obcr.Staatsanwalts-Stellvertreter in Venedig. Vencdikt Alvcr-'». zum Staatöanwalt in Vcllnno «nd den Staalöanwalts-Sul'stitutcn in Venedig . - Dr. Kamil! Acrtolini. zum Stellvertreter des vcnctianischeu Ober» Staatsanwalts ernannt, Der Iustizminister hat den Vezirksvorstebcr in Schweinih. Anton Schroll. znm Nathe des 5lrcis< gerichtes in Chrudim ernannt. Der Iustizminister hat zum Sekrclärsadjunkten des böhmischen Obcr»Landcsgcrichtes den Adjunkten des Landesgerichtes in Prag, Josef Tu m a, ernannt. Der Iustizminister hat die Stelle eines Adjunk» ten beim Lcmdtafclamtc des Triester Landcsgcrichlcs dem Offizialcn beim Kreisgerichte in Görz, Michael Alvian. verliehen. Der Minister für Kultus und Unterricht hat den dlrigircnden Lehrer an der crstcn Hciuptschule zu Kra« kau, Hippolit Sercdynski, zum Direktor ander« selben,' zm Mustcrhauplschulc erhobenen Lehranstalt ernannt. ________________^ Die im Umlauf befindlichen unvcrlosbaren (un» qarlschen) Münzschcinc betrugen zu Ende November 1886 0,773.3^2 fi. Vom k. k. Finanzministerium. Wien am 13. Dezember 16Ü6. Richlümllichl'r Theil. Laibach, 111. Dezember. Am Tage der Allerhöchsten Besichtigung des l'ie. sigen Truppenspitals bcfand sich unter den daselbst in Behandlung stehenden Kranken auch der Korporal Anton DolleS des Infanterik'Negiments Prinz Ho> henlohe Nr. 47. Derselbe hatle im verflossenen Jahre während seiner Beurlaubung das Unglück, auf dem wegen heftigen Borastürmcn und Schneeverwehungen berüchtigten Oabcreg bei Scnosctsch. Nachts bei hcf. tigem Schneesturme in einen Graben geschleudert und biebci derart beschädiget zu werden, daß er die ganze Nacht bewußt« und rcguugsloö in selbem verbleiben mußte. Am andern Tage wurde derselbe ganz er« starrt und kann, lebend nach Scnosetsch gebracht, wo dic angewandte erste Hilfe ibn zwar wieder zum Le> ben und Bewußtsein brachte, den Verlust beider Hände und beider Füße aber nicht verhindern konnte. Zum großen Unglücke des hierdurch jcdcr Selbst» ständigkelt uno jcdcr Selbsthilfe beraubten und ganz mittellosen Mannes l'attc derselbe leinen Anspruch auf eine künftige Militärversorgung, da er das Unglück sich nicht im Dienste zugezogen halle. In dicscm trostlose» Zustande fand ihn Sc. k. k. Maj. der Kaiser im hiesigen Spitalc. wo Allerhöchst, dieselben Sich huldvoll um die Details des eben geschilderten Unglücks zu erkundigen geruhten. N?it Allerhöchstem Kabinetsschrciben vom li. d. M. haben E»c. k. f. Apostolische Majestät dicscm un. glücklichen Manne eine lebenslängliche Gliaocngabe von jährlichen Einhundert Gulden aus dem k. l. Hos« zahlamte allergnädigst zu bewilligen geruht. Es zählt dieser Allerhöchste bulovollc Gnadcn> akt. womit bitteres Elend unvcrschllldelcu Unglücks gehoben wurde, zu jcncn zahllosen Ausfiüsseu unbc' grenzter Herzensgute, mit welchen wir bei jedem Schrille Sr. Majestät begegnen. Oesterreich. " Wien. l3. Dez. Es ist mehrseitig der Wunsch augeregt worden, zur Berathung der Maßregeln, welche das Auftreten der Seidenraupeukrankheit in dcr Lombardic und in Südtirol erheischt, einc Generalversammlung von Repräsentanten dcr lombardischen Handels, und Oewcrbckammer einzuberufen. Die Regierung hat von diesem Wunsche Akt ge. nommen, um den Handels« und Gewerbckammern ocr von dicscm Ucbcl heimgesuchten Bezirke ausnahms» meisc dic Ermächtigung zu ertheilen, in dieser für dic Scidenkliltur wichtigen Angelegenheit untcr einander im Wege der Korrespondenz in unmittelbare Verbin« dung zu treten. Es ist mit Grund anzunehmen, daß auf diesem Wcgc drr fortgesetzte Auötansch dcr wechselseitigen Wahrnehmungen uud Ansichten sicherer als einc mil dem Organismus dieser Körperschaflen nicht cntsprc-chrndc KoUcktivbcrathung znm Ziele führen und dic linzclncn Handclskammrrn dic erwünschte Gelegenheit bictcn wird. den Gcsammlschatz der gesammelten Er» fahrnngrn zu jenen sclbstständigen Anträgen zu bcnü' tzen. welcher von Scite dcr Ncgiernng im Vorans dic möglichste Berücksichtigung zugesichert worden ist. — Se. Erz. der Herr General.Gouverneur des lombardisch'vcnctianischcn Köüigreichs, F. M. Graf Nadctzky. hat dcn crilirtcn Giuseppe Vorghctli und Nobilc Giuseppe Martincngo Cesarcsco die straflose Rückkehr in die k. k. österreichischen Staaten und dcm politischen Flüchlliüg Carlo Billiaui von Uoiue außer» dem noch dlc Mitderzulassung zur östrrr. Staatsbül« gnschaft bewilligt. — Sc. k. Hoheit der Groghcrzog uon Toscana ist am 11. d. M. in Verona angelangt. — Ihre Majestät dic Kaiserin Karolina Augusta haben dcm Museum ('ul-clinl) - >Vl!!,mxl<'l,m ,'n Salz. bürg zur Bezahlung dcr in Folge der neucu Auf. stclll.ng in den erweiterten Lokalitäten sich ergebenen Ansstatlungs- und Einrichtlmgölosten dic Summe von 300 fi. zustellen lassen. — Se. Majestät dcr Kaiser Ferdinand haben zu dcm Könzcrlc zum Besten der Lesehalle dcr dent-schcn Studenten in Prag einen Beitrag von 30 fi. zu spenden geruht. — AUeö, sagt das Mailänder „Eco della Borsa" vom 16., bcrcitet sich vor, um dcm nahcn Besnche Ihrer Majestäten in der Lombardei dcn höchsten Glanz zn vcrlcihcn. I„ den leßten Tagen hat auf dcr Südbahn ein zahlrcichcs Hofgefolge für den Dienst des Ksiscrpaarcs dcn Weg „ach Mailand cingcschla« gcn. Untcr dcmsclbcn bcfindct sich einc Abtheilung rcitcnder Hofgcndarmcric iu prachtvollster Uniform. Zum Oebranchc dcS Hofcs sind mindestens 200 Zug. und 100 Ncitpfcrde nöthig, welche aus den kaiserl. Marställcn hicr eintreffen werden- sie sind größten» theils skbcnl'ürgischer Nace. Dic Wagen uno das Pferdegeschirr kommen meistens aus Wien; allein anf Dcn kaiserlichen Wunsch ist cmer der ausgezeichnclsten Fabrikanten in Mailand mit einem Thcil dcr Anf» trägc bctrant worden. I„ dcr großartigen Fabrik des Herrn (5. Sala sind drei herrliche Galawage» vcrfcrtigt wordrn. wrlche an Eleganz nl»v Geschinack mit dc» schöustril Pariser uud ^ondomr Equipagen ircllcisern können. Ein Schnciocr hat dic i.'icflrulig Ulni U.0 Ai'zügcu für die Hofbedientc». Lakaien u»d Llallkiicchtc ül'cri>om>ucn. -Ucbcrhaupt komlmn dic Arbcitcn aUcu Ocwcrbsklassen zu Gutc. die vollauf bcschäftigt sind, so daß dic Privatpersoucn, welche dic nöthigen AuSbesscrungcn an ihren Häusern uud in ibrcn Wohüllügcn vornehmen lasscn, sich in die gc> strigertcn Ansprüche der Haudwcrkcr fügen müssen. Dcm Vernehmen nach kostet dic Ausstattung der kai« snüchcu Vurg ^ Millionen Lirc. welche wie ein wohl« Wätiger Thau auf alle Schichten der Bevölkerung nicvm'allcn. Der frühere Podcstü. Herr Anton Pcstalozza, hat allßer dein Zcugniü dcr a. h. Zufriedenheit mit sei. ncn bisl'crigeu Leistungen cmc jäbrllchc Pension von 2000 fi/ erhalten. Der ncue. Hcrr Contc Sebrc« gondi, hat in Como Beweise seiner Umsicht und Thä> tigkcit gegeben, und wird hier noch mehr Gelegenheit haben, scin Vcrwaltungstaleut zu bethätigen. Der Stadtrath hat einen namhaften Betrag für dic öffentlichen Feste im kommenden Monat bestimmt. Unter denselben dürfte wohl dcr Ball im Scalatheatcr den ersten Nang einnehmen; man erwartet bcsondlrs Wnnder von dcm magischen Effckt dcr Gasbelcuch» lung, die lauter feurige Blumen darstellen soll. Vier» tausend Einladungsbillets werden vcrtbeilt werden. Auch das kaufmäunische (5asi»o wird cin glänzendes Ballfest veranstalten. Deutschland. Aus Berlin, 8. Dezember, wird den «Hamb. Nachrichlen" gerüchtweise mitgetheilt, daß eine Nole des k. prcuß. Kabinets an seine Vcrtrclcr bei den Großmächten. welche um den 6. d. M. abgesendet scin soll. auch die Frage dcr Neucnbnrger Gefangenen nnd cvcntucllc crnstc Maßnahmen mit wiederholtem Nachdrucke bespreche, Berlin, 13. Dez. Iu dcr gestrigen Sitzung des Hauses der Abgeordneten brachten die Abgcord« ncten Nohden und Genossen cincn bereits im vori> gen Jahre von ihnen eingebrachten Antrag von Neuem cin, dcr lautet: DaS Haus dcr Abgcordnclcn wolle bcschlicßcn: die k. Staatsregierung anszufordcrn, eine Gesch. vorläge einznbrmgcn, wodurch unter Abänderung des 8- l des Gesetzes vom 2. Jänner 1«4!) die geistliche Gerichtsbarkeit mit maßgebender Wirk« samkcit für die vou den Zivilgcrichtcn zu rrguli» rcndrn bürgerlichen Ncchtc dcr Ehclcnlc insoweit lricder hergestellt wird, daß die Entscheidung über Trennung, Ungilligkcit und Nichtgiltigkeit einer Ehc den geistlichen Gerichten znstebt. Der Antrag wurde dcr Kommission für daS Ehe» scheiduftgSgcjetz zur Berathung übergeben. Berlin, t3. Dez. Eine Note des Freiherr,, v. Manteuffel an deu k. preußischen Gcsandtrn in Paris wird durch die „Düss. Ztg." veröffentlicht. Diese Note spricht sich für den Zusammentritt dcr Pariser Konferenz aus und ist vom 8. Oktober da» tirt, einer Zeit also. wo Oesterreich und England noch durchaus gegen die Konferenz gestimmt waren, weil die Majorität betreffs Bolgrad damals nicht wic heute sicher gcwescu. Es geht aus diesem Aktenstücke hervor, daß Preußen den russischen Standpunkt in ocr orientalischen Frage wie stets, so auch bci dicscr Gelegenheit als dcn seinen betrachtet und bereit ist. dic russischen Ansprüche zu unterstützen. Die Note lautet: „Herr Graf! Augenblicklich vor meiner Abreise von Berlin hat Herr Marquis dc Moussier mir die abschriftlich beigefügte Dcpcsche vom 23. September und ibre Beilage mitgetheilt. Während mcincr Al>> ivescnhcit erfolgt ferner dic Mittheilung dcr gleichfalls bcigcfügtcn Dcpcsche uvm 1. Oktobcr. Dicsc Schrift» stückc bctrcffcn, wic Ew. Erzellcnz finden werden, die bcvorstchcndc Zusammenkunft dcr Pariser Konferenz, welche einigen Schwierigkeiten iu Betreff der Voll» strcckung des Vcrtragrs vom 30. März cin Gndc machcn soll. Ew- Erzcllcnz weiß. daß schon vor ei» nigcr Zcit Nußland uns seine Absicht eröffnet hat, die Lösung dcr Meiuunqsvcrschicdcnhcitcn der Konferenz anhcimzustcllen. Wir haben so lange als mög» lich gcrn gehofft, daß diese, übcr einige Dctailfra» gcn entstandenen Differenzen durch einc direkte und so zu sagen lokalc Verständiguug beseitigt würden doch trclcn wir auf dic Scite dcr Ansicht des fran>' zösischcu Kabinets. daß. da die streitigen Punkte eine ausreichende Aufklärung erhalten haben ohne daß eine Annäherung zu Staude gekommen'wäre nun ein Beschluß dcr Konferenz das natürlichste Mittel sein wurde, um einc Lage zu beendigen, welche nicht allen, dlc Fragen dcr Schlangcninsel und dcr bessa> rabischcn Grenzrcguliruug in Ungewißheit läßt, son» dcru auch dcn Bestimmungen des Pariser Friedens entgegen die Lösung anderer wcit wichtiger Fragen. «HVO verhindert. Der König, unser allcrgnädigstcr Herr, hat diese Ansichten zu genehmigen nicht umhin gekonnt, und Ew. Erzcllenz crfnhr schon auf tclegra. phischcm Wege. daß Se. Majestät gemäß der Einladung, welche das Pariser Kabinct in Folge der Vor« stcllnng desjenigen von St. Petersburg «n Seine Regierung gerichtet Hal, die nabc Zusammcnknnft der Konferenz genehmigt und Ew. Erzcllcnz mit den be-nöthigcnden Instrnklionen versehen wird, um an den dort zu fassenden Bcschlicßungen tbcil'.-.chmcn zu rönnen. Machen Sie, Herr Graf, dem Grafen v. Wa> lcwski liicrvon Mittheilung und sprechen Sic znglcich dem Herrn Minister der auswärtigen Angelegenheiten von Frankreich fur die Eröffnungen, die er nur machen zu lassen die Güte gehabt hat, meinen Dank aus. Empfangen Sie u. s. w. Berlin, 8. Oktober 1W. Ma ntcuffel." Italienische Staaten. In einer Korrespondenz der „Allgcin. Ztg." aus Neapel. N. December heißt es: Dcr 3iädelsfülircr d^s sizilianischen Pntschvcrfnchs heißt nicht Bcutivegna. sondern Bcncivcnga und gehört einer wcitvcrzwcigttn Familie an. In der sizi-lianischcn Revolution von 18^8 tiicb er sein Unwesen, mitunter mit günstigem Erfolg, an der Spitze cincr bewaffneten Bande; wobei er bei einem Zusammen» stoß mit königlichen Truppen einen Arm verlor. Später cmigrirtc er nach Malta uud erhielt erst im Laufe dcs Iltztvcrfiossencn Oktobers durch königliche Bcgna-digung die Erlaubniß zur Rückkehr iu die Heimat, Wie die Erfahrung beweist, l'at er dieselbe frischweg zn benutzen gesnchl. um das frühere Handwerk wieder zn beginnen. Die Vandc ivard nicht durch eine Kavallerie < Abtheilung. sondern dnrch sünf Jäger >Kon>-pagnien umzingelt. Schweiz. Der große Rath von Genf l>at dc» Professor der Geologie in Gcuf, Karl Vogt, zn seinem zweiten Abgeordneten in dcn Schweizer Ständcralb geirählt. Ueber die wiederholt erwähnte neuere Note — vom 8. d. M. '— welche die k. preußische Regierung in der Neu cu bürg er Frage au dic vier Groß» mächte gerichtet hat, gibt dic «Neue Pr. Zeitnng." nähere Al ökuuft. Die Note, welche dic k. preussische Regierung lmte jungen zu weiteren Schritten die Schweiz sich eine,? Vesscrcn besinnen nnd die Vermittlung einer befreundeten Macht l'dcr eincr der Mächte, welche das Lou> doner Protokoll unterzeichnet haben, anrufen sollte, für vcn Fall soll die preußische Regierung nicht ab< geneigt sein. erneuerte Erklärungen entgegen zu nehmen. Die „Ncne Pr. Ztg." betont dcn Pnnkt, daß die lönigl. Regierung für ihre demnächst zn ergreifenden Maßnal'men in keiner Weise irgendwelche fremde Mitwirkung bean, spru ch e. Eine Note ähnlichen Inhalts soll übrigens auch beim Bundestage abgegeben werden, dcr bekanntlich dem Londoner Protokoll bcigctrctcn ist. Eine von dem Buudcsrathe veröffentlichte Denkschrift über dic Nenciiburger Frage ist ein sehr um-fassende« Aktenstück; sie füllt !U Qn>irtscitcn. ist in 13 Kapitel getheilt und bringt im Anhange <> Aktenstücke. Am Schlüsse dcr Einleitnug heißt es: - «Dcr Ursprung dcr von dem Könige von Preußen in Anspruch genommenen Souverainetät, die Bedingungen. nnler denen dieselbe begründet wurde, die Ncchsclsällc. welche sie erlitten hat. dic Vorbe» halte, unter welchen Ncuenburg l8ll> in dcu Schwel« zcr Bnnd alifgcnommi'u wurde, dic Ucbclstände. lvcl-chc die Folge der gemischteu Lage dcö Kautons waren, die Gefahren, welche die Wiederherstellung der ehemaligen Ordnung dcr Dinge heraufbeschwören würde, das Interesse, welches die Schweiz uud En> ropa an der nnvcrletztcn Ansrcchthaltnug dcr Itt^ festgestellten politischen Ordnung haben, das sind die Punkte, welche uach der Reihe zu prüfen von Wich» tigkcit ist, und welche diese Arbeit aufzuklären den Zweck hat." Krankreich. Paris, 12. Dcz. Ein eigenthümlicher Prozeß wird binnen Kurzem vor den französischen Gerichten verhandelt werden. Der Abb>'> Mmiier gab vor nicht langer Zeit unter dem Titel „l'liüül»',.' <»u K> N,-<'!><>>-cl»! du w vöi-ill»", ein Buch heraus, das bci dem rö> mischen Hofe Anstoß erregte und zur Folge hatte, daß Mnnicr mit dem Interdikt belegt wnrde. Mnnier ließ sich aber dadurch uicht abhalten, seine geistliche Tracht fortzutragen. Der Bischof von Adras, zweiter Almosenicr des Kaisers, unter oesscu geistlicher Gericht barkcit Municr stcht, forderte denselben mehrere Male, jedoch vergebens, zum Ablegen dcr geistlichen Tracht anf. Der Bischof wandte sich deßhalb an dcn Staais-prokuralor von Paris, der Municr kommen Iicß uud ihm ankündigte, daß er ihn gerichtlich verfolgen werde, falls er die geistliche Tracht nicht ablege, da oas Gcsctz das uncrlanbte Tragen eincr Amiölracht bestrafe. Mnnicr ließ sich aber dadurch uicht cin< schüchtern, sondern begab sich znm Minister des öffentlichen Unterrichts, um ihm zn erklären, daß er es daranf ankommen lasse,', wolle, ob oie französischen Gerichte das Urtheil cincr geistlichen Gerichtsbarkeit auszuführen sich entschließen werden. Die Gerichte wcroen nun die jedenfalls eben so iutcresianlc als wichtige Frage zu entscheidcu haben, ob ein geistliches, in Rom erlassenes Urtheil auch iu Frankreich ansgc» führt werden könne. Ein Pariser Correspondent der „Allg. Ztg." berichtet Folgendes über ein großartiges Iiterarisch>finan> zicllcs Unternehmen, das iu Pans im Werden bcgris^ fcn ist. Der Hauptzweck dcs Unternehmens ist ein zweifacher. Es soll erstens dcr Bücherverlag derartig lonzenlrirt uud so großartig bctricbeu werden, daß durch die Gcschäftsmassc die Kosteu sich auf das möglichst kleine Minimum herabmindern, und es soll zweitens der Hauptgewinn dcr geistigen Thätigkeit dcm Schriftsteller werden. Die Gesellschaft, welche sich mit einem Kapital von 111 Mill. Fr. (20.(100 Aktien zu K00 Fr.) lonstituirt. besteht aus den Aktio-uäreu eincr - und ans den Schriftsteller andererseits , welche ihr dcn Verlag ihrer Werke übertragen. Sie übernimmt denselben von ledcm Werk, das die Spezialcomit^'s nach genommener Einsicht vom Ma-nnscript oocr (bei schon bekannteren Namen) nach Anhören dcs Planes dcr Arbcit, zum Drnck empfch-lcn. Sie bestreitct ans eigenen Mitteln alle Kosten dcs Druckes. der Anzeigen, dcr Versendnng n. s. w., nnd hat außerdem eine eigene Vorschußbank, welche dciu Verfasser während dcs Vcrkanses uud Druckes, nnd selbst schon währcud seiner Arbeit, anf Antrag oer bezüglichen Comite's, Darlehen bewilligt, die im Verhältniß zn dem muthmaßlichcn Gcwiun des Ver-lagsarlikcls stehen. Dic Veröffentlichung ist derart mit den Millcln und auf das Risico dcr Gesellschaft nntcrlwmulcn. aber das Geschäft acht cms Rcchunng des Verfassers. Dieser erhält nämlich kein sires Honorar, sondern bleibt dcr Eigenthümer seiner Arbcit. Von dem Reingewinn, dcn sein Bnch ergibt, erhält er »Ul Pvoz., weiln'c ^ Proz. werden der Hilfskassc zugeschrieben, welche die Gesellschaft gründet, uno dic von dcn Schriftstellern selbst verwaltet wird- die anderen 30 Proz. gehören der Gesellschaft. Als sehr günstig sür die schreibende Welt erscheinen besonders noch zwei Umstände: daß der Versasser dicsclbe Tantieme von ^ Proz. auch von allen späteren Anftagcu bezieht, und daü die Gcsellfchaft, auch nachdem das Buch in Folge der Gesetzesbestimmungen bereits öffentliches Eigcnthnm gewoben, doch noch das Eigenthumsrecht des Verfassers iu seinen Erben anerkennt, nnd ihnen für alle Zeit von dem Gewinn, den sie an den Verlagsartikeln macht, denselben Antheil wic früher dcm Verfasser selbst zugesteht, >nur daß sic davon l>l, anstatt .'i Proz. der' Hilfskasse zu überliefern haben. Die Gesellschaft selbst liefert au die Hilfslassc i!o Proz. dcs Reinertrages vom Verlag aller jcncr Bü-chcr (Elassikcr u. s. w.) ab, für die kcin Honorar zu zahlen ist. Herr von Lamartine und Herr Bcrangcr sind beide krank. Ersterer hat sich anf sein Schloß bei ^aint«Point zurückgezogen, wo er an Rhcumatismnö leidend darnicdcrlegt. Buchhändler haben dcm zweii. genannten Dichter bedeutende Summen für die Al." trclung seiner Memoiren angcboten. Bcrangcr hat diesen Anlrag ausgcschlagen und will nicht, daß die Memoiren vor seinem Tode erscheinen. Großbritannien. London, 51. Dezember. Dcr berühmte afrikanische Reisende, Dr. Livingstone, ist nach ^jähriger Abwesenheit endlich wieder in seinem Vatcrlande angekommen, im Gauzcn ziemlich wohl, aber dcs Gebrauches seines linkcn Armes fast ganz bcranbt. Ein Löwc battc ihm denselben gebrochen imd zn Schanden gebissen. als er mit einem ihm befreunde-tcn Afrikaner-Stamme durch die Wüste zog. Dcr Brnch war damals schlecht eingerichtet worden, und der Reisende hat dadurch bis auf dcn heutigen Tag viel zn leiden gehabt. Als cr an dcr Küstc von Mo zambiqne an Bord dcs „Frolic" kam. um dic Heini' rcise anzutreten, soll cs ihm schwer geworden sein. sich in dcr Mnttcrsprache auszudrücken, so sebr batte er sich durch die lange Abwesenheit drr heimische» Laute eutwöhnt. Er ist von nntersehtcr Statur, aber entschlossen in seinem Aeußcrn, jedenfalls einer der kühnsten Reisenden, die je von Enropa auszogen, um fremde Weltihcile zu erforschen, und bis jetzt der Erste, der den afrikanischen Kontinent, beinahe in dessen Mittellinie, von Westen nach Osten durchzog und Gegenden erforschte, die bisher kcincs Enropäcrs Fuß betreten hatte. — Er hatte einen jungen Menschen aus dem Innern Afrika's mit sich nach England bringen »vollen, abcr in Manritins machte der Anblick dcr Dampfschiffe nno anderer ibm so ganz neuer Gegeuständc einen so gewaltigen Eindrnck auf diesen Natnrmcnschcn, daß cr in's Wasser sprang und ertrank. Dic Stürme dcr letzten Woche haben im irischen Kanal nicht minder heftig als an dcr Südküstc Eng» lands gewüthet. Ein Schiff, dcr „Troubadour", der am < d. M. von Cork nach Milford abgegangen war. branchte vier volle Tage znr knrzen Reise und konnte nnr mit genauer Noth den Hafen von Dnblin erreichen. So heftig wogte das Meer. daß dcr „Tronbadonr", cm gntcr Dampscr, es nicht wagen konnte, sich der Küste zu uähern, sondern bemüht sein mnßte, in dcr Mitte dcs Kanals zu lavircn. Darüber gingen ihm die Kohlen ans; um diese zn ersetzen, wnrdc der Kessel mit 1l>0 Schweinen, die einen Theil der Fracht ausmachten uud dcr Seekrank-beit erlegen waren, geheizt und so kam das Schiff endlich bis Dnblin. Ans Dublin tclcgrapbirt man, daß am Modulations-Spekulationen. Nach dcm „Court'Iournal" hat Lord Palmcrston sür den Fall, daß Loro John Russcl! dic Konseils-Präsi-dcntschaft ansschlagcn sollte, sein Auge auf dcu Kriegs» minister und den Minister dcs Auswqrtigcu geworfen. Abcr Lord Panmure wehrt die Zumuthnng mit beiocu Händeu energisch ab und Lord Clarendon schützt seine gcnng zcitraubcndcn auswärtigen Geschäfte vor. ^0rd Gvmwiltc, ^!ord ^mwsdownr und !>!ord Palmer« fton sind schon scit Iabrcn mit Podagra behaftet. Nach einem anderen Gerüchte sncht die Regierung für die äußerste Noth den Vizckönig von Irland, Lord Earlislc, znm Konseilspräsidcnlcn und Führer im Obcrhansc zu erheben. Aber das „Chronicle" halt diesen Plan für eine bloße Drohung, um Lord John Russell eifersüchtig zu macheu uud zur Annahme zn bewegen, denn Lord Carlisle könne cs in dcr Debatte weder mit Lord Derby noch mit Lord Ellcnborongh anfnehmcn. Lovd Granvillc's Entschluß, von seinem gegenwärtigen Posten zurückzutreten, wrrdc noch ei» ncr andcrcn Ursache als dcr Gicht zugeschrieben. Rußland. Die Nachricht von dcr Anwesenheit eitler bedeutenden Anzahl rnssischer Offiziere in Pcrsicn wird jctzt als Vcrlenmdnng erklärt. Eben so wenig be< fehligt General Duhamel, wie cs in cincin andern Berichte aus St. Petersburg hieß. das per> fische Heer, welches Herat belagert, sondern cr wcilc als Senator rnhig in Petersburg, und auch von den drci andcrcn Brüdcrn jcncs Generals sei Kcincr in Pcrsien. Feiner sci die Nachricht, daß l»0.000 Rns» scn unter Biraloff bereit seien, anf den ersten Ruf dcö Schah die persische Grenze zu überschreiten, eine Erfindung; dieselbe sci zwar in Form cincr Peters» bnrgcr Depesche verbreitet worden, rühre jedoch wc> ocr ans Petersburg her. uoch sci sie ernstlich zu nehmen. Wir lesen im „Constitntionnrl" : „Es läßt sich nicht bezweifeln, daß Rußland sich für alle Eventualitäten, zu denen der gegenwärtig in Pcrsicn statlfindcndc Kampf Anlaß gcbcn könntc, in Bcrciischaft setzt. Mau crsichl bereits ans St. Pc> tersbnrgcr Koncspondenzcn, daß General Ehrnleff ein kleines Obscroalionökorps an dcn Grcnzcn dcö Kan-kasus befehligt. Fürst Bariatinski hat das kaöpischc Mecr llnd dic an dessen Ufm> errichteten Forts in< spizitt. Die Trtippcn von Orcnbnrg können daselbst »ölhigcnfalls vcrwcndct wcrocu. Von Grannnatin ti,id Bcbutoff werden Sefcr Pascha nnd Schamyl überwacht. Anßcrdem erfährt man aus Tiftiö vom l3. November, daß 300U Mann von dcr Kankasns. Rcscrve'Division, für dcn Dienst dcr Flottille auf dcm kaspischcn Meer bestimmt, Kistar pasitt haben; wci« tcrc 3000 Mailu sind von Astrachan nach dcu rnssi' scheu Militärstationen in dcr Nähc dcr persischen Grenze, nach Sakinsk und Astrabad transportirt worden. Zwi> schen dirftu Vcrfüguugcll lind dcr telegraphischen Nachricht, daß Rußland dem Schah von Persien «V» 60.000 Man», zum Kampfe gegen England zu Ge» böte gestellt babe, waltet jedoch ein bednitendcr Un< tcrschied ob. und es kann diese Nachricht jcner von dem Marsche zweier russischer Armeekorps gegen die österreichische Grenze an die Seite gestellt werden. Das Publikum muß übrigens jetzt bereits wissen, was eS von vielen solchen Depeschen zu halten hat." Türkei. Aus I assy. 2!). November, wirb der „Preuß. Korrespondenz" von einem abrnteutrliäicn Vcrschwc-rungs > Projekte eines ehemaligen Offiziers Namens Dimitriu berichtet, gerichtet gegen das Leben des Kaimakams und seiner Minister. Die «Prcuß. Korr." meint, daß nach dcm darüber Bekanntgewordenen Dimitriu für das Irrenhaus reif zn sein scheine. Asien. In der türkischen Hauptstadt halle man Nach> richten auS Teheran v. 8. November, welche die Ucbergabe von Herat an die Perser bestätigen. In Teheran waren in Folge dieses Ereignisses sieben, tägige Volksfeste angeordnet worden, mußten aber, weil der «jährige Erbprinz gestorben war, wieder unterbleiben, wobei jedoch der Schah durch eine Proklamation verkündete, er yabc die Kriegserklärung Englands angenommen. Dic Engländer haben sich zweier Inseln im persischen Golf bemächtigt. In Folge der Abreise des englischen Konsuls von Tehc' ran sind die britischen Unterthanen daselbst unlcr tür> kischcu Schuß gestellt worden. Amerika. Ueber die mutbmaßliche Politik des neuen Prä« sidentcn der Vereinigt. Staaten schreibt die „Times": «Was soll Vuchanan thun? Soll er Kansas zn ei» uem Sklavenstaatc oder zu einem freien Staate ma« cheu? Thut er Ersteres, so wird ihn der Norden als Vcrräthcr, n»d thut er Letzteres, so wird ihn der Süden als Renegaten verschreien. Seine Stellung ist eine schwierige, aber die Entscheidung muß in ei» ucr oder der andern Weise getroffen werden, und /läßt sich nicht aufschiebe». Sodann, aus was für Leuten soll Vuchanau sein Kabinet bilden? Soll er die Separatisten nnd Freibeuter dcS Südens zu sei» nm Nälben wählen, oder die Manner des Nordens? Soll er sich den Eroberungsgelüstcn und dem Kriege, welchen dieselben im Geolgc baden, widersetzen und vor Allem darnach streben, die Integrität der Union aufrecht zu erhalten, oder soll er, wie Herr Pierce, die fcinrlichcn Elemente mit einander vermischen und die Angelegenheiten des Landes mit cinem Kabiucte zu verwalten suchen, dessen eine Hälfte im direktesten und schroffsten Gegensahe zu der anderen steht? Er kann leinen Entschluß fassen, bei welchem er nicht viel auf's Spiel setzte und durch welchen er sich nicht einen bedeutenden Theil der Partei, der er seine Macht verdankt, entfremdete. Er befindet sich nicht nur in der gewöhnlichen Verlegenheit, zwischen dem, was recht und unrecht ist, unterscheiden zu müssen, sondern er hat die Gewißheit, daß. wie sein Entschluß auch immer ausfaUcn mag. derselbe cincn beträchtlichen Theil seiner Anhänger töotlich verletzen wird. Vercits beginnt der Norden, ihn zu ermähnen. wäb> rend der Süden es an Einschüchterungövcrsnchcn nicht fehlen läßt, und der neue Präsident wird des Vcr> rathes angeklagt, ehe er noch die Gelegenheit gehabt hat, aucl) nnr ein einziges Wort zu sagen oder eine einzige Handlung zu begehen. Die Sprache, welche ein Theil der Presse des Südens schon jetzt gegen ihn führt, erinnert uns stark an die Art und Weise, in welcher Sir Robert Peel angegriffen wurde, als er seine Absicht, die Korngcseße aufzuheben, ankündigte, nur mit dcm Unterschiede, daß slinc Par» tei doch wenigstens so lange wartete, bis der E»t> schluß ihres Führers bekannt war, während die Freunde Buchanan's scincn Entschluß dadurch zu be« stimmen suchen, baß sic ihn für gewisse, in Zukunft etwa eintretende Fälle mit Schmähungen überhän» fen. Die Tage des Ku^uum lull« luk» kommen in Amerika heran, und mancher arglose Sklavenhalter erwacht zu der Uebcrzengung, daß er hintcrgangen worden sei, und beschwört Nache auf das Haupt des Mannes herab. au den er sich wandte, damit er seine Feinde veiftuchcu möge. der sic aber jetzt, wic er glaubt, statt dessen geradezu segnet. So peiulich aber auch die Wahl für Herrn Buchanan sein muß, so kanu doch uuscres Erachtcns über das von ihm ein» znschlagende Verfahren eben so wenig ein Zweifel obwalten, wie daö bei Herkules am Scheidewege der Fall war. Wollte er mit dm ektremcn Führcru des Südens durch Dick und Dünn gehen, so würde cr dic iianoeSchrc verrathen, die republikanische Partei bei der nächsten Wahl unbesieglich machen, ci»c nicht miuder auszufüllende Kluft zwischen Norden und Sü> den reißen und Amerika um kcincs genügenden Grün« des wiUcu in die Gefahren u»o Kosten eim-s Krieges mit dem Auslande stürzen. Friede. Eintracbt und gute Ordnuug hingegen würden das natürliche Er« gcbniß der entgegengesetzten Politik sein. Wir hegen die ernstliche Hoffnung, daß. wenn die Zeit zum Handeln kommt, der Präsident keinen Augenblick zwi« schen den beiden Wegen schwanken wird." Tagsneuigkeiten. — Grctna-Grccu. das kleiue Ocrtchcu an der schottischen Grenze, wo der bekannte Schmid seit Jahren so vielen liebenden ihre Ehcfesseln geschmie» dct hat, hört mit Schluß dieses Mouats auf, ciue Quelle der Nomantik zu scin. Vom AI. Dez. an nämlich sind keinerlei Hochzeiten aus dem Stegreife mehr giltig in Schottland, wofern nicht Vrant uud Bräutigam oder Eines von Beiden 21 Tage vor Ab» fchluß der Ehe in Schottland gewohnt haben. So verfügt es eine Parlamentsaltc der vorigen Session, die mit Ende dieses Monats iu Kraft tritt. > Der interessante Prozeß, der sich wegen Schad' loshaltung für den aus eiurr fehlerhaft ausgefertigte» telegraphischen Depesche entstandenen Verlust zwischen dem Kölner Bankhaus S. Oppenheim Mi. uud (5omp. und dcm Frankfurter Handlungshaus I. I. Weillcr Söhne, und bcziehnngöwcisc zwischen diesen beiden Hänscrn und der preußischen Tclcgraphcnvcrwaltuug entsponnen battc. ist nun definitiv abgeschlossen. Die am 17. Jänner d. I. von Oppenheim nach Frankfurt crpcdirtc Depesche enthielt nämlich dcn Anftrag zum Ankauf, vou 1000 Stück österreichischer Krcditakticu uud für 100.000 fl. Bcrbachcr-Aktieu. wogegen die dem Hause Wciller zugestellte Ausfcrtiguug lediglich iu Folge eines Schreibfehlers, dcn ein Untcrbeamte dcr prcuß. Tclcgraphcnstation zu Frankfurt a. M. verschuldete, auf den Verkauf jcner Papiere lautete. Die genannten beiden Häuser ließe« die preußische Tclcgraphcuuerwaltung in der Person ihres Direktors Nottcbohm bcilaocn. damit dieselbe für dcn entstände, nen Schaden haftbar erklärt wcrde. Die «Allgcm' Ztg." hat mitgetheilt, oaß dicscr Antrag gcgen die Tclcgrapheuverwaltung vom Gericht zurückgewiesen, uno das Haus Oppenheim vcrnrthcilt worden ist, die von Weiller Söhne liquidirte Differenz im Betrage von 6?j198 fl. over 38.398 Tl»lr. 26 Sgr. zn zah. lcn. Nuumehr wird der «A. A. Ztg." berichtet, daß die beabsichtigte Berufung an cinc höhere Initanz zu^ rückgezogen wurde, und daö Haus Oppenheim sich dcm vom Kölner königlichen Landgericht gefällten Ur> theile unterworfen, und die Kosten des Prozesses bc> rcits gezahlt hat. Sonach wären also dic iu diesem NcchtSsticit verhandelten interessanten Fragen für den vorliegenden Fall enogiltig entschieden. Das Gericht l,at die Nichtvcrantwortlichkcit der Trlegrapbenver. waltnng einfach ans dcm §. 4l des Telegraphen«' glcments vom 1. Nov. 18lilj hergeleitet. s Dcr bekanlite Mäßlgleilsapostel Vater Mal« tl, eiv ist am 8. 0. M. iu Quccuötown in Irland, 67 Jahre alt und seit Jahren leidend, gestorben. I Man schreibt dcr ,.K. Ztg." ans Paris vom 11. Dezember: Wie ich erfahre, wird dieser Tage in den Tuilerien das Stück: ,>'ux <>!> l'umour <>t Eine Anlhograpden,Auktion wurde dieser Tage in Berlin abgehalten. Dieselbe ist überhaupt die zweite, welche in Berlin stattgefnuoeu hat. Ein Allelujah von Mozart wurde mit 18 Thaleru bczablt; ein Bcn» jamin Franklin mit 10 Tlialcrn. derselbe ist für Amc> rika zurückgekauft. Eiu Brief von Jean Iaqucs Nous, scau, worin cr preußische Zustände unter Friedrich dcm Großen bespricht, mit 17 Thalern; eine Unter-schrist von Gustav Adolph. König vou Schweden, nntcr einem Doknmcnt. mit 8 Thlr.; General Monk (AIl)umblatt) UV, Thaler; cin Stammbnchblatt vou Opitz ^ Thaler; ein Brief uou Casanova 4 Thaler, von Cagliostro 3 Thaler. Telegraphische Depeschen. <' Paris. 16. Dez. Saluandy ist gestorben. Die „Revue coxlemporairc" bringt cinrn Artikel, wor in sie bemerkt, die Stilumcmntl'rbcit werde in dcr Konferenz entscheiden; Frankreich anbelangend, habc eö scine Mcinung in dcr Bolgrad'Frage nicht gc> ändert. Neapel, 13. Dez. Von allen Seiten treffcn zahlreiche Glückwunschdeputationen hier ein. Das «Giornalc dclle due Sicilic" berichtet über das At» tcntat: Der Meuchelmörder heißt Agcsilao MÜano. ist aus San Benedetto Ullano in Calabricn gebür> tig. 26 Jahre alt. ward 1848 wegen schlechter Auf. fülirunq von dcn Schulkollegien ausgeschlossen, a^selltc sich hierauf zu oen Aufständischen, kämpfte gegen die königlichen Truppen, wurde jedoch im Jahre 1852 amnestirt. Telegraphisch liegen folgende Nachrichten vor: Aus Paris wird eiucm Brüsselcr Blatt telegra« phirt: ^Die neuesten Nachrichten aus Neapel lau« teu sehr günstig. In Sizilien ist der Aufstand voll« ständig zu Ende. Die Iusnrgentcn wurden mit ih' reu zwei Anführern verhaftet. Die Armee benahm sich ausgezeichnet gut. Die Bevölkerungen sind für die Rigicruug. Die Ruhe ist überall hergestellt." Paris. N.Dez. Der «Moniteur« meldet, daß dcr BelagcruugSzustaud in den Marken uuo dcr Nomagna, mit Ausnahme der Mark Ancona uud Bologna, aufgehobeu worden sei. Bern, 10. Dczbr. Die Freiburger Wahlen stud kirchlich ausgefallen. In Släffis wollte man das Scbloß stürmen, durch Gcwehrfcuer zurückgcdräugt. 2 Todte. (?) Die Gcwcrbefrciheit in Oesterreich. Ein Beitrag znr Beurtheilung des Entwurfs eines Ge» werbcgesetzes. Nebst dcm Abdrnck dieses EutwurfS. Prag, Calve 1886. 100 Seiten. 8. Eine von den zahlreichen Flugschriften und Ge» legcnhcitsbroschüren, welche der mit so ungethcilter Freude aufgenommene neue Gewerbegeseh« Entwurf iu's Lebcu rief. Wird auch der Fachmaun nichts Neucs dariu findcu. so ist es doch immer dankcns« werth, wenn die anerkannten Gesetze dcr Wissenschaft anch allgemein zugänglich gemacht wcrdcu. Die gc> sundeu und richtigen Prinzipien. von denen dcr Vcr» fasscr dcs obigen Schriftchcns ausgeht, sind daher an» zuerkennen, deßglcichen dic nicht uninteressante Zu> sammcnstcllnng. wic fich die Gcwerbcfreihcit iu deu verschiedenen cnropäischcn Ländern gestaltet, nnd welche Ncsultate sie gehabt hat. Eben so verdient, was über die Korporation im Gegensatz zur Association gesagt wird. Bcachtuug (S. 38). Auf S. «9—83 findet man cinc eingehende Kritik deS Gewerbcgesctz > Ent» wurfes. Dr. E. H. Costa. Handels- und Geschäftsberichte. Wochenmarkts - Preise in <3itti am 13. Dezember 18l!6 iu Couv.'Müuzc. Dcr Meheu Weizen hcim. 3 fl. — kr.; Korn 3 ft. —kr.; Gerste 3 st.; Hafcr 2 ft. ; Kukurutz 3 ft.; Hirsc 2 ft. —kr.; Heiden 2ft. 40 kr.; Erdäpfel l ft; das Pfund Fisolen 3kr.; Linsen heimische (i kr.; Erbsen hcim. 6 kr.; gerollte Gerste 14 kr., gestampfte Gcrstc U kr.; Hirscbreiu 4 kr.; Wcizcugrics 10 kr.; Rcis 10 kr.; Zucker 26 kr.; Zwetschken 6 kr; Zwiebel hcur. Nkr.; Kümmel 10 kr.; Wachholdcrbecrcn 7 kr.; Krau U kr.; Suppengrünes il kr.; Mundmehl 8 kr.; Semmelmehl 6 kr.; Vraunmehl «4 kr.; Kukuruh. mchl 3 kr.; Rindschmalz 30 kr. ; Schweiuschmalz 2« kr.; alter Speck 24kr.; frischer Speck 23kr.; saurcö Kraut 5 kr.; saucrc Nübcn 2 kr.; Sudsalz 5i kr. 2 dl.; frische Butter 24 kr. ; stcicr. Käs 12kr. ; das St. Ei 1 kr. 2 dl.; Limonie 8 kr.; daö Pfo. Niudftcisch 11 kr. 2 dl.; Kalbfleisch 12 kr.; Schweiufleisch 13 kr.; Olivenöl 28 kr.; raffin. Nübsöl 22 kr.; Glas.Kerzcn 26 kr.; graue Seife 16 kr.; die Maß alter weißer Wein 28kr.; ncucr 12 kr.; rotber neuer 32kr.; Glcgcr« Branntwein 36 kr.; ord. Vier 10 kr.; echter Wein« cssig bcstcr 12 kr.; mittcl. 8 kr.; ord. Milch 4«,,. fr.; dic Klafter hartes 30zöll. Brennholz 7 ft. — kr.; wcichcs !! ft. — kr.; dcr Metzcn harte Holzkohlen 40 kr., weiche 22 kr.; der Zent. Steinkohlen 24 kr. ; Hcu2ft.; ^agcrstroh 1 ft. 10 kr. ; Strenstroh 1 fl. (Graz. Tgsp.) Wochenmarkts - Preise in Marburg am 13. Dezember 18K6 in CM. Dcr Mctzcn Weizen 4 fl. 28 kr.; Korn 2 fl. 60 kr.; Gerste 2 fl. 30 kr.; Hafcr 1 fi. 48 kr.; Kuknrntz 2 ft. 222/z kr.; Hirse 2 ft. 24 kr.; Heiden 2 ft. ti4 kr/; Erdäpfel ü?'^ kr.; das Pfuud Fifolcu mit 2', kr.; dic Maß Linsen 9 kr.; Erbsen 10 kr.; 1 Maß Hir» scnbrcin 6 kr.; das Pfund Wcizeugrics 9 kr.; Ncis l> kr.; Zucker 26 kr.; Zwetschken 7 kr.; Zwiebel .'i kr.; die Maß Kümmel 20 kr.; das Pfo. Wachhol, dcrbccren 7 kr.; Kran .'! kr.; Suppcngri'iues 7 '^ kr.; Muuomchl 7'.. kr.; Scmmclmehl 6 kr.; Kukuruhmchl -i kr.; Nindschmalz 30 kr.; Schwcinschmalz 2i> kr.; Speck frischer 14 kr., alter 22 kr.; Schmccr 20 lr.; Sal: !i kr -Nische Buttcr 24kr.; steir. Käs 12kr.; das St. Ei 1"/ ^'! das Pf. Rindfleisch 11'/, kr.; Kalbfleisch 12fr - juuaes Schweinfieisch 14 kr.; Baumöl 28 kr.; Nübsöl 27 kr -Glas'Kcrzcn 26 kr.; ord. Scifc 18 kr.; Branntwein 26 kr.; Bier 10 kr; Weinessig 10 kr.; frische Milch , kr.; abgcrahmtc 4 kr.; die Klafter hartes 18" Holz 4 ft. 40 kr.; welches 18« Holz 3 ft. 30 kr.; dcr Mh. harte Holzkohlen 22 kr.; weiche 14 kr.; der Ztr. Yen 1 fi. 30 kr.; Lagerstroh 1 fl. 12 kr.; Streustroh "l> lr..________ (Graz. Tgöp.) Druck und Verlag vou Ignaz v. Klcinmayr H F. Vamberg in ^aibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. Bawbcrg. An^ana zur Iai^aclwrSeitmta. V ii r s e n b e v i ch t aus dl'm Al'cndl'lattc dcr östcrr. k^is. Wiener Zeitung. Wien 10. Dezember, Mittags 1 Uhr. In Folge dcr schwächn» Notinmgm dls Auslandes war für Industric^Lapicrc ^inc bcsondcrc Kauflust verhandln. Staatö-Papicie wurdc» wcnig bcnchrt mid blicbc» fest. Drviftu nicht vill »rrändttt glgcn gcst»'il!. National - Niilchcn zu 5 "/.. 63 '/, -83 '/. Aulchcn v. I. <85l 8. U. ,,l 5°/. i»0—!»l Lomb. Hciict. Anlchc», zil 5 V. l»ü -!»5» '/, StaatSschuldv.rschr.il'uii^» z» 5 '/„ «2 -8^ '/. dctto „ ^'/.'/« 7l7.-7^7. dctto „ ^°/« U^'/,-<^'/. dctto „ 3 7, 50-50'/. dctto „ 2'/,^« 40'/.-4, dctto „ 1°/, »6'/. —1U'/. WloMiiß.r Oblig. m. Nückz. „ 5 7« l>5----- Ocd.nburgkr dctto dctto „ 57, l<3----- Pcsthcr dctto dclto „ 4"/« 94----- Mailündcr detto dctto „ 4"/. W------ Grlliid.litl.-Oblig. N. Ocst. ., 5'/, 88-88 7. dclto v. Galizic», Um;nvn,c. zu 5"/, 7s '/.—77 dctto der librigcn Klo»!, zn Ü "/« l>4 '/, - 85 Va»fo - Odligationcn zu 2 7, '/, »l< — Como Nlntscheine l4 '/, —14 "/, Galijischc Pfandbricsc zu 4 °/, 7N-80 Novdl'ahil - P> il^r. - Ol'lig. zu .'» 7, 84—84 7, lYloMiih.r dettl' „ 5"/, 79 - 80 Donau Dampssch.-Ol'li.,. ., 5 7« 83 ''.—84 Lloyd dctto ii» Silbcr) ., 5 7, !N»i»l 3 7« Priorität Öl'!,.;, dcr Staal>j-^!ft»l'ahn- Gcscllschast z>, 275 ^r.ni^ pr. Stiick < l5 -l l<» slltin, der Natlonalbauk 1034- l0:i5 5°/« ^'saiirl'ulft dcr !)ilitio»all'li!is i^moiiatlichc «!>7. -W7. .. Ocstciv. Krcdit^lüstcilt 320'/.—320 V, „ N. Ocst. (5«5lo!!N'!!^ - ^>!»ul>d»cr, His.ul'ahn ' 254 - 25<» „ !)ll,'rdl'ahu 238 7.-23!» ^ „ StaatScisnll'.'Grftllschasi z» 500 FlaiilS 3ii5 7.—33N 5'/, 12üiouatlichs Kaiscri!,'Cllsal'clh-Äahu zu 2<»0 ft. mit 30 M. ^iu^ahlunq ll»2'/. -l0l''. ., „ Siid-^orddciitschc Bcvl'iiiduü^ob. 108 7.-^108', „ Thciß.Vahl, ' ' l02'/.—l«2 7. „ ^oml'.Vcuct. Eisnbahu 2«3-2<',4 „ Douou? Dai»pfschifffahrts- Gcscllschast b«5-5-80 „ Wicncr Dampfm.-Gcscllschcift 77—78 „ P'cßb. Tyrn, sc!,b. 1. (5miss, 2 l ^ Hi/n ' __ DarlchcnsinKrain, unoAcra-/ ^ ^ " ^. rial-Obligation!,'» von Tirol, l « ,.« " ^ Vorarlberg und Ealzlnng . s. " Darlchcn ,»it Vcrlosung v. I. z«3i>, silr <00 ft. l2»43/4 kombardisch ^'rnctianischc Oiftnb.ihn ..... 2'r. Slilck.....' . 1037 si. in (>M. Altini dcr östnr. Credit ^ Anstatt fnr Handcl un> ^cwcrbc zn200 st, Pr, St. 325! st. in (5M- Asticn dcr f l. priv. ostcrr. SlaatSciscnbahn- gcscllschast zu 200 st,. voll cingczahlt — st. A, V. mit !)ia!cüzahlu!l^....... 327 1/2 st. A. A. Mien dcr .«iaiscr Fcrdilland>j-No>dl'ah« gcircnnt zu 1000 st. (5M . . . 2427 !/2 st. («!l'i. ',1ftic» C!id'?lord:Aahn-Vcil'indu!!g ^u -.'00 st. mit 30"/., Vinzahluna, pr. St. 2li» »r» . . 458 3l T. Sicht. K. s. volln', Münz Dnsatc». Agio . . 0 1/8 Gold' nndSilberKnrse vom 1!i. Dezember ^8,^6. Gcld. Ware. Kais. Münz - Dukakn Agio.....!> l/4 l» 1/2 dto. Rand- dto. „ .....8 1/2 9 Gold !>l inülcn „ .....8 8 '.'capolemn'd'or „ .....8,12 8.13 Souvcrailiöd'or „ .....14.20 14.^0 Fricdrichs»'or „ .....8.4» 8.40 Gna,!. ScvcrciqncS „ .....10.2» 10.20 Nnssischr :'ü!!peria!e „ .....8.29 8.20 Sill'cr-A^io .....«ö/8 «7/8 Auzeig c der hier anssekommenen Fremden D.'i, 16. Dezemb^l' l85ll, Hr. v. Rilling, k. k. Moj?'.', »ach Zara, —Hr. Graf Aodlau, k. k. Hallpcilia»» , — Hr, Pelrooaj, f. k. LielilcinnU, — Hr. Saco, enql Nl!l,til>r, — Hr. Hem'iqu»,', aoierik. Reüticr, — Hr, Letaiig, »>,d — Hr. Grailbi.^, Il'gelü'eiil'e, — H>'> Baron Ma,schal, ^ Hr. '^wilbauill, — Hr. Sobil^lii,, und — Hr. Maquis Capracica, P,ioac!l'!S, und — Hr. Trautvctcer, prcilst. Prioacicr. vo» Wie«. — Hr. Schilling, Kauf-üilni», ron Tri^st, — Hs. Gailsc»', Pr«>xU!>r. vo» Gr^z — Fr. ^alom» Elchhoff, GlttsbeslßerSgemall'n, o0» Rakiri!^. W: ¦¦¦»-> Mtie vielen Beweise warmer Theilnahme, die ich bei dem mir unersetzlichen Verlust« meiner Gattin aus allen Kreisten der edlen Bevö/keruny dieser Stadt erhalten habe, werden mir stets unver-yesslich bleiben, und sind der schönste Trost in meinem so allye-mein als gerecht anerkannten Schmerze. Unbermöyend, jedem Einzelnen den Dank auszusprechen, den ich im Herzen Iraye, kann ich nicht umhin, denselben hiermit allen Denjeniyen zu entrichten, die mir ihre wohlthuende Theilnahme, der zu früh dahin Geschiedenen die letzte Ehre zu erweisen yeneiyl waren. Laib ach am 18. Dezember 1856. Andreas Graf MMohenwart, k. A\ Kämmervr und llufrath. Z. 2379. (l) Wem Lizitation. Auf der Herrschaft Odermurek, eine Stunde vom Bcchnyofe ln Splcl-fcld entfernt, werden am W. Jänner 1tt67 ZO Elmcr abgezogene Weine vom Jahre 1855, und ^30 Eimer Elgen^ dauweinc von der Fechsung des Jahres ittZb'am Lager von den Ianisch-bergcr, MlNlchderger und Kelchen^ berger Weingärten, in Gcbmden zu 5 Eimern an den Melstbletenden lm Llzltationswege gegen bare Zahlung veräußert werden, wozu Kaufer em. geladen werden. Obermurek am 1Z. Dez. 1856. Z. 2382. Die erste Aufstellnnft des «>z<», i»l,«tt'^ filioet bloß bis Sonntag Statt, Mon tag beginnt die zweite Ilufstellung. Z. 2351. (3) Att^ eigr. Man sucht für Trieft ^ Putzmacherinnen und l Schneiderin. Nähere Auskunft im hiesigen Zeitungs- Comptoir. Zmlmcher ^Ausliilfs^Kalsse.Verein< Kundmachung. Der Venvaltung^rach dcs Aushilfs Kassa Vereines brtngl hicmit zur allgemeinen Kennt' ms;, daß die für diesen Vcrcin entworfene!! Statuten von der hohen k. k. Landesregierung lido. 7. Oktober d. F., Z. 3643 F, genehmiget wurden. Der Verein wird mit l. Fanner 1357 seine Wirksamkeit beginnen. Es werden daher die 1^. Vereins-Mltglieder ersucht, die laufenden Emzahlungsraten vom 15. Dezember d. I. an, bei der Vcrcins'Kanzlci am alten Markt Nr. 165, 3. Stock, Nachmittag von ü bis 5 Uhr zu leisten, und die ausgefertigten Cinlagsbü-chcln in Empfang zu nehmen. Anmeldungen um Darlehen werden von 3. Jänner 1657 an laglich mit Ausnahme der Sonn^ und Feiertage, (nur von Vereins-Mitgliedern) entgegen genommen. Laidach im Dezember 1856 Vom Verwaltnngseathe. Dcr heutigen Zcuung liegt bei: Prospekt der beliebten Modezeitung „Bazar." Zu geneigten Aufträgen empfiehlt sich I»-«. v. MlVlnu«»^K- H I?Q«l. «»«nkOR'S's Buchhandlung in Laibach. ___________________________