Nr. 50. Mittwoch, 8. März 1909. 128. Jahrgang. OMcher Mmg PranumrrationöpreiS: Mit Postversrnduün: nnnziälirin 30 X. hall'jahnn 1Ü K, Im Kontur: nniizjah,,!, "" >1nN'i!iI,nn n K, ss,,^ hie husten»»!, i„s Hnlis i,a»o l>, „rüßcrc pcr Zcilc l2 >>; l>c> öftrirn Wirdcrholunnr» pcr Mir 8 >>. Dic «Laibachrr Zsit>l»n» erscheint tcisslich, mit ?!>,:!,nlinie der Eoiiü- und sseirrtasss. Tie ?lbmini die lNrdnltion Millröicslraße Nr, L«. <3plccl,s!m,de» der Ncdallir,, vo» t< die il> U!,i vl'rniittnsss, Unllnulierte Bliese werden nicht nngeuvmmen, Mannilripte „ich! ,-,»riic>lie'!ell!. Telephon-Nr. der Nedattion 52. Amtlicher Teil. Heute wird das VI. Stück des Landesgesctzblattes für das Herzogtum Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält mitrr Nr. 6 die Kundmachung der k. k. Finnnzdireltion für Krain vom 83. Februar 190!) Z. Z II 514/12 nx 1909, betreffend die Ausscheidung des Gerichtelbezirtrs Radmannsdorf aus dem Umlrcise der Finanzwachabteilung Äszling und dessen ^u. Weisung zu der neuerlich ins Leben tretenden Finanzwach. abtellung Radmannsdorf. Von der Medallion des llandeSgefetzblattes für Krain. ____ Laibach, am 3. März 1909. Mchtamtlicher Heil. Zur internationalen Lage. Die „Norddeutsche Allg. Ztg." schreibt: Als bedeutsailistes Ereignis auf dem Gebiete der internationalen Politik der verflossenen Woche ist die Unterzeichnung der Verständigung Österreich-Ungarns mit der Türkei an die Spitze der heutigen rnctbl ick enden Betrachtung zu stellen. Überall, wo dn- aufrichtige Wunsch obwaltet, dem kritischen Zustande im Osten unseres Weltteiles ein Ende zu be-^lten und den allgemeinen Frieden zu festigen, wird man mit lebhafler Genugtnung von dem am M'eitag inKonstantinopel vollzogenen Akte Kennt-lus nehmen, einem Akt, bei dein es keinen Sieger "och einen Unterlegenen gibt. Durch weises Ent-UMnkommen von beiden Seiten wurde schließlich "n Einvernehmen erzielt. Wenn dnrch die Entschließung Österreich-Ungarns, die okkupierten Provinzen endgültig einzuverleiben, Rechte Dritter berührt werden, so konnten es nur solche des Otto-mmuschen Reiches sein. Im Enlenleprototoll zwi-chen Osterreich Ungarn und der Türkei wird von letzterer der durch die tatsächliche Angliederung ge-Ichasfelie Zustand ausdrücklich anerkannt, womit leder schein eines Rechtes, gegen die Annerion ^lnipruch zu erheben, entfallen ist. Die Berliner Signatarmächte hätten von der Änderung des! Rechtszustandes allenfalls noch Kenntnis zu nehmen. Neben dieser internationalen Tragweite des Übereinkommens kommt das vom Wiener „Fremdeitblatt" mit Recht hervorgehobene Moment in betracht, daß durch die Regelung der bosnischen Angelegenheit eine neue Periode des Friedens und der Freundschaft zwischen Österreich-Ungarn und der Türkei eröffnet wird. Lebhaste Erörterungen rief das Verhalten Serbiens hervor. Die Situation erschien zeitweilig so gespannt, daß vielfach der Ausbruch eines ernsten Konfliktes mit Österreich-Ungarn in Rechnung gezogen wurde. Auf den Gedanken, in Wien Vorstellungen zu erheben, wurde von allen Seiten verzichtet/nachdem Deutschland zu erkennen gegeben hatte, daß es sich ail einem solchen Schritte nicht beteilige. Inzwischen ist die Anregung, in Belgrad ans eine ^'lndernng der serbischen Politik einzuwirken, Gegenstand diplomatischer Unterhandlungen der Mächte geworden. Ein solcher Schritt würde sich von selbst ans der Erwägung ergeben, daß die gespannte Situation zwischen Österreich-Ungarn und Serbien ganz allein dadurch entstand, daß Serbien Ansprüche erhob, für die ihm jeder Rechtsgrund fehlt. Serbien hat nichts verloren, was es früher besessen hatte. Gleichwohl wurde in Serbien eine heftige Agitation entfacht, zu der sich Drohungeil amtlicher Persönlichkeiten und halbamtlicher Organe sowie fortgesetzte Rüstungen gesellten. Natnrgemäß mußte Österreich-Ungarn Gcgenvorkehrungen treffen. Nicht Österreich-Ungarn bedroht den Frieden, sondern Serbien. Für die Mächte liegt daher kein Anlaß vor, in Wien Schritte im Interesse des Friedens zu unternehmen, wohl aber Serbien auf die verhängnisvollen Folgen seiner Politik der Herausforderungen aufmerksam zn machen. Nach der von uns schon verzeichneten Havas-Meldung hätten alle Mächte, auch Rnßland, im Prinzipe einem freundschaftlichen Schritte bei der serbischen Regierung zugestimmt, um Serbien zu bewegen, nicht auf ter- ritorialen Entschädigungen zu bestehen. Über Wesen ulid Form dieses Schrittes schweben noch Verhandlungen. Eine weitere Bestätigung dieser Mitteilung liegt noch nicht vor. Tollte sie sich als richtig herausstellen, so hätie Rußland sich in dankenswerter Weise um den Frieden verdient gemacht, indem es in schwieriger Lage allen Sonderbcstrebungen ent-sagt und dem Gesichtspunkte der allgemeinen europäischen Interessen an der Beseitigung der Spannung anf der Baltanhalbinscl zum Siege verholfen hätte. Serbien sähe sich dann dem einhelligen Willen Enropas gegenüber, den es nicht mißachten dürfte, ohne alle Folgen für ein solches Verhalten auf sich zu nehmen. Hoffentlich wird die serbische Regierung der Vernunft Gehör geben, zumal sie aus dem Abschlüsse der Verständigung Österreich-Ungarns mit der Türkei erkennen muß, daß die Türkei als Karte im serbischen Spiel gegen Österreich-Ungarn auch nicht einmal mehr theoretisch in Betracht zu ziehen ist. Wir halten an dieser Hoffnung fest, obwohl auch jetzt noch zum Teil kriegerische Nachrichten verbreitet werden. Politische Uebersicht. Laibach, 2. März. Die „Rcichspost" veröffentlicht eine Erklärung des Abg. (sbcnhoch, worin er sagt, er habe in der christlichsozialen Vereinigung ausdrücklich erklärt, daß er die Präsidentenstelle nicht annehme. Das habe er auch jedem gesagt, der außerhalb der Vereinigung ihn darum gefragt habe. Gegeneinander intrigierende Gruppen gäbe es in der christlichsozialen Vereinigung nicht. Er selbst trete für die Wahlwerbung des Abg. Dr. Pattai zum Präsidenten des Hauses ein und glaube, damit die Erörterung dieser Frage abgeschlossen zu haben, soweit dabei seine Partei in Betracht komme. Aus den Kreisen der Mitglieder der Tlavischen Union verlautet, daß sich die Aussichten für die kom- Feuilleton. Der Einbrecher. Von Grnft Wrenckc-ndovss. (Nachdnict Ul-rliolr»,) , t5wnz Beckmann saß am Fenster seiller im Wetten Stockwerke befindlichen Wohnung und ,chautc gedankenvoll aus den Hof hinab. Es war ^acht gegen l Uhr. In seinem Zimmer brannte ttin Licht. Ebenso dnnlel wie die Wohnungen der Mafenden Hausgenossen, lag die seine da. Schon drei Stunden lang saß er so am Fenster, -'cach nnd nach waren alle die ans den gegenüber-l'Menden Häusern blinkenden Lichter erloschen, er-Iwrben. Weißgrau hoben sich die mächtigen Mauern ?"r ihm in die Höhe nnd aus ihnen blickten gleich schwarzen, drohenden Riesenaugen die dunklen Fen-stn-höhlen. So gefiel es ihm. Das paßte so recht zu seiner ^tlnlmung. Nicht als ob auch in ihm alles er-> "rben und still gewesen wäre. Nein, in ihm I-aininte ein heißes, wildes Begehren nach R'eich-luni und nach Vergeltung. Sich einmal losreißen 6u klinnm aus den einfachen dürftigen Verhäll-'ussen, einmal triumphieren zu können über die, welche jhn jetzt über die Achsel anschauten, das war !"u ganzes Sehnen. Schon seit zwölf Jahren war er am Rathause "M)asligt und schrieb dort an den trockenen, nichts-NW'nden Aklenbündeln. Für einen Hungcrlohn ar-n,! ^ ^' tagaus, tagein; jahraus, jahrein, mit im-, er derselben gczwuugenen Regelmäßigkeit. Es war "" manchmal, als ob er verrückt würde, wenn er da saß, er mit seiner weltdürstendcn Seele unter den verknöcherten Pedanten, eine Maschine unter Maschinen. Dranßen lachte dann wohl die Sonne in ihrem schönsteil, goldigsten Glänze vom azurblauen Himmel herab: doch nicht für ihn. Er mußte schreiben schreiben — schreiben. Seine Eltern hatte er nicht gekannt. Es waren mine Taglöhner draußen anf dem Lande gewesen, die knrz nacheinander starben, ehe er noch ein Jahr alt war. Da hatte ihn sein Onkel, ein steifer, Pedantischer Hagestolz, aus Liebe zur verstorbenen Schwester, in die Stadt zu sich genommen. Eine alte Haushälterin hatte ihn aufgezogen. Kein Licht war in seine Ingendzeit gefallen, Liebe und Zuneigung blieben ihm fremd. Die verknöcherte Zärtlichkeit des Onkels, die nnter einem barscheil, herrischen Benehmen verborgene Gutmütigkeit der Haushälterin stieß ihn, da er sie nicht erkannte, nur ab. Eintönig flössen die Tage, die Wochen, die Monate dahin. Er durfte' sich nicht in fröhlichem Spiele mit Altersgenossen tnmmeln. Wenn er sich einmal fortstahl aus dem ihm wie ein Gefängnis vorkommenden Hause seines Onkels und neugierig hintrottete zu andereil Kindern, so kümmerten sich diese nicht uin ihn, den Fremden, oder aber sie lachten und spotteten über ihn, seiner altmodischen aus Anzügen seines Onkels hergestellten Kleidung wegen. So ward er scheu, verbissen, in seiner frühesten Jugend. Die Schulzeit war erst eine rechte Leidenszeit, besonders die ersten Jahre. Er lernte gern und gilt; aber er hatte keine Freunde, keine Gefährten, die doch dem heranwachsenden Knaben so nützlich und notwendig sind. Später fand er sich ja damit ab. Er ging den einsamen Weg und wurde immer zu- rückgezogener und verbissener. In ihm speicherte sich eine Flut von Haß nnd Rachedurst auf gegen die ganze Well, noch ehe er wußte, was die Welt war, wie die Menschen waren. Er haßte seinen Onkel nnd die, die Mutterstelle an ihm vertrat. Er haßte alle, die er kannte lind die er nicht kannte mit kindischem Haß. Und einen haßte er besonders, einen Bankicrssohn, der ihm sein Liebstes fortgenommen. Dreizehn Jahre war er alt geworden. Da, als er eines guten Tages, wie altgewohnt, zur Schule ging, sah er in einem der an seinem Wege liegenden Häuser in der Tür ein Mädchen von etwa zwölf Jahren stehen. Es war ein hübsches, liebliches Kind. Aus dem zarten Gesichtchen leuchteten ein paar schöne, klare, blaue Augensterne. Hellblondes Haar fiel in reicher Fülle lose am Nacken herunter nnd lenchtetc in dem auf ihm einherzitternden Morgensonnenlichte wie gesponnenes Gold. Franz glaubte einen Engel, eine Fee zu sehen. Sein Trotz verratendes Gesicht überhuschte ein Schein voll Erstaunen und Bewunderung. Er wußte nicht, wie ihm geschah. Auf einmal fühlte er, daß er die Mütze vom Kopfe genommen, und seinem Munde entflog ein schüchternes, leises „Guten Morgen!" Lächelnd nickte ihm das holde Kind zu und verschwand dann im Inilern des Hauses. Einige Sekunden lang starrte Franz noch wie verzückt auf die Stelle, wo das schöne, herrliche Wesen gestanden; dann eilte er schneller wie sonst zur Schule. Den ganzen Morgen über war er fröhlich nnd munter. Er vergaß den Groll, den er nenen seine Kameraden hegte, und j^lich mcht 'me ,ml,t Laib acher Zeitung Nr. 50, 430 3.März 1909. mende Neichsratstayung gebeffert haben. Sie sind entschlossen, von der Obstruktion abzulassen, wenn gleich mit der Beratung der Rekruten- und Ver-staatlichnngsvorlage begonnelt wird. Die Erledigung dieser beiden Vorlagen ist bekanntlich auch in dem Arbeitsprogramm des Ministerpräsidenten Vicnerth enthalten. Aus Berlin, 1. März, wird gemeldet: Vei der heutigen Feier des Äriegsministcriumö hielt der Kaiser eine Ansprache, in der er u. a. sagte: ^luf den Schlachtfeldern von Auerstädt und Jena hat sich das Geschick Preußens erfüllt und in Tilsit hat ein Friedensvertrag von grausamer Härte die Niederlage besiegelt. Drückender als je lastete um die Wende des Jahres 1808 das Joch des Eroberers auf dein verstümmelten Staat. In dieser Zeit tiefster Demütigung rief mein in Gott ruhender Herr Urgroßvater weiland König Friedrich Nilhelm Hl. das Kriegsdepartement mit der Bestimmung ins Leben, daß zu dem Geschäftskreise dieser Behörde alles gehören soll, was auf das Militär, dessen Verfassung, Errichtung, Erhaltuug und den von ihm zu machenden Gebrauch Bezug hätte — ein Entschluß von unermeßlicher Tragweite, denn bisher hatte das Heer der einheitlichen Leitung und Verwaltung entbehrt. Es gereicht mir zur wahren Genugtuung, heute, an dem Tage, an welchem vor 1W Jahren das Kriegsministcrium seine reichgesegnete Tätigkeit begonnen hat, ihm mit freudigen: Stolze bezeigen zu können, daß es mein und meiner erhabenen Vorgänger auf dein Throne Ver-lrauen alleronens vollauf gerechtfertigt hat. Dafür sage ich ihm tiefbewegt meinen königlichen Dank und wenn diese Anerkennung allen gilt, die im Kriegs-ministerium für des Vatcrlaudes Macht und Ehre ihre ganze Kraft eingesetzt haben, dann richtet sich mein Blick besonders auf die beiden größten unter ihnen, Scharnhorst und Noon, die Waffenschmiede, jener der Befreiung Preußens, dieser der Einigung Deutschlands. Möchte die verhängnisvolle Zeit, in der das Kriegsministerium gegründet wurde, immerdar eine Mahnung bleiben, nie zu rasten in der Arbeit für das Vaterland, kein Opfer für dessen Rubin und Wohlfahrt zu grüß oder zu schwer zu erachten. Dann wird der Segen des Allmächtigen für alle Zukunft auf dem Wirken des Kriegsministeriums ruhen, dann wird Deutschland alle Stürme, die der Ratschluß der Vorsehung heraufführen mag, siegreich bestehen. Das walte Gott'. Aus 5tonstantinopel wird gemeldet: Infolge ähnlicher Verhältnisse wie nnter dem jungen Offizierskorps haben die Direktoren der Universität und der Zivilschulcn den Befehl erlassen, worin den Ttudcnten altgeordnet wird, sich nur mit ihren Studien zu beschäftigeu und den Professoren verboten wird, Vorlesungen über Politik und über Divergenzen der philosophischen Systeme zu halten. Tagesnemglciteu. — lDas große «eheimniö.j Zu einem Privaten in Wien lam vor einiger Zeit ein Mann und gab sich für einen Techniker aus Budapest aus. Er redete dein Mauue ein, daß ihm das große (Geheimnis bekannt sei, wonach schon seit Iahrhnndertem vergeblich gesucht würd».', Gold anf chemischem W«'ge zu erzeugen. Das Verfahren habe er wohl, doch fehlen ihn, die Mittel, es zu verwerten. Der Private glaubte alles und gab für die Anstellung der Versuche boo lv. Mit dem «elde verschwand der Schwindler und der Betrogene sncht jetzt vergeblich den Mann, der den Stein der Weisen gefnnden haben will. — lDie Tat einer Stiefmutter.) Ans Prag mel-det man- In dein Orte Tu^nik, in der Nähe von Prag, hat vor einigen Wochen der Hänsler Sartorius, dessen erste Fran vor mehr als einen, Jahre gestorben ist, zum zweitenmal geheiratet. In die zweite Ehr brachte er seine drei Kinder aus der ersten Ehe m,l. Dle St,es° mutter begegnete von, ersten Tage an den Kindern nut großer Antipathie, sie qnälle und mißhandelte sie. Vor zwei Tageu erzählte die Fran, das jüngste Kind, ein zweijähriger Knabe, sei plötzlich gestorben. Es entstand sofort der Verdachl, daß das Kind nicht auf natürliche Weise aus dem Leben geschieden wäre. Man brachte die Kindesleiche nach Prag nnd bei der gerichtlichen Ob» dnltion wnrde festgestellt, daß der Tod in gewaltsamer Weise herbeigeführt worden war. Dem Kinde war ein lenger starter Holzpflocl dnrch den Körper getrieben wmden, wodurch schwere innere Verletznngen herbei» geführt wnrden. Der Holzpflock war bis zur Lunge gedrungen und hatte die inneren Orgalle verletzt. In» folge der schweren Verletnmg trat der Tod ein. Auf das Ergebnis der Obduktion hin wnrde die Sliefmnt. ter des Kindes von der Gendarmerie verhaflet uud dem Strafgerichte eiugeliesert. — lDer Verbrecher im Rcijckorbc.j Auf dem Bahn-Hofe Kandrzin in Schlesien wnrde in der Nacht znm Fieitag von einem unbekannten Manne ans Gleiwitz ein sclM'rer Neiselorb zur Ansbewcihrung übergeben. Als der Korb im Gepäctranm Platz gesunden halte, ver» nahmen Bahnbedienstete, ein verdächtiges Geräusch, das aus dem Korbe zu kommen schien. Der Korb wurde ge» öffnet nnd man fand darin einen Mann vor, der erst vor vierzehn Tagen aus dem Zuchthanse entlassen wor-den war. Er scheint beabsichtigt zn haben, in der Nacht die Billetttasse zu beraube». Auch der Unbekannte, der den Korb zur Aufbewahrung übergeben halte, wnrve dnrch die Polizei ermittelt und verhaftet. — lDic türkische Frau und das Theater.) Aus Smyrna wird bevichlcl: Tie ttirlischen Granen haben bald ersennen müssen, daß der Sieg des Iunglin'len-tnnls ihnen keineswegs die erwartete Erfüllung ihrer Wünsche, bringt. Sie hatten anfangs gehofft, daß der politische Umschwung anch die Vernichtung aller allen mohammedanischen Traditionell mit sich bringen würde, man sah anf den Straßen unverschleierte Frauen spazieren gehell, nnd schließlich schlosseil sich einige Hundert Tamen znsammen, die siir f'ch die Aufführung eiues patriotischem Schauspiels verlangten. Das Theater sollte bei dieser Gelegenheit imr den Franen zngänglich sein, aber trotzdem blieb ihnen schließlich der ersehnte Kunst-gennß versagt. Das junglürlische Komitee hatte sowrt den Frauen die Erfüllung ihres Verlangens zngesagl, aber an dem Tage, da die Aufführung stattfinden sollte, umdrängten Hunderte von empörten Mohammedanern, mit Messern bewaffnet, das Theatergebäude nnd droh» tcn, jede Fran zu erstecheu, die den Verslich machen würde, der Vorstellung beizuwohnen. Die Behörden hie!» teil es für klüger, die Dinge lanfen zu lassen, wie sie liefen, und versuchten, das niedere Volt für die Kund» gebnng verantwortlich zu machen. Aber es ist ein offenes Geheimnis, daß auch die meiflen der modern gesinnte» Beamten in bezug aus die Stellung der Fran den allen Traditionen anhängen und ebensowenig wie die nie° deren Vollsllasfen es wünschen, ihre Franen im Theater zu seheli. In Aidin, der zweitgrößten Stadt des Kreises Smyrna, haben die Nehürden jetzt sogar einen Erlaß anschlagen lassen, ill dem jeder Mauu, den man anf der Straße oder irgendwo im Gespräche mit einer ttir» tischen Frau trifft, mit einer Strafe von 100 Piastern belegt wird, während die Fran die Vastonade erhält. Lotal- und Prouinzial-Nachlichtm. Laibachcr Gcmeindcrat. -. Der Laibacher Gemeinderat hielt gestern abends nnler dem Vorsitze des Bürgermeisters Hribar eine ordentliche Sitznug ab, zu welcher sich 18 Gemeinde» rate eingefnnden hatten. Als Negiernngsvertreter wichute der Sitzung Landesregiernngsrat Kremen» ^e k bei. Zn Verifitatoren des Sitznngsprotokolles wur-den die Gemeinderäle L e n<'e k nnd Mallv nomi' ilierl. Der Vorsitzende machte znnächfi die Mitteilnng, daß i» Prag vorgestern der gewese»e Bürgermeister der lölligl. Hcmptstadl Prag, Dr. Thomas ('^erny, gestorben sei nnd verlas hierauf e,u Schreiben des Vizebürgermeisters Dr. Karl Ritter von N ! e i w eis» Trfleni^ki, worin er seinen Enlschlnß tnndgibl, mit Nüctsicht auf seiu hohes Alter nach 34jähriger Tätigkeit im Gemeinderate sein Mandat uiederzulegen nnd sich vom öffentlichen Leben zurückzuziehen: er bittet, der Gemeinderal möge seine Mandalsniederlegnng zur Klunlnis nehmen und ihm ein freundliches Andenken bewahren. Bürgermeister H r i b a r hob die großen Verdienste hervor, die fich Dr. Ritter von Nleiweis während der laugen Daner seiner öfsenllichen Täligkeil nm die Siadlgemeinde erworben, und erbat sich die Er» mächtignng, dem scheidenden Vizebür^ermeister dnrch eine besondere Deputation den Dank des Gemeinde-rates aussprecheu zu dürfeu. Noch im Laufe dieser Woche werde der Gemeiuderat zu einer außerordeut« lichen Sitznnq einberufe» werden, nm die Wahl eines »enen Nizebürgermeisters vorzunehmen. Der Bürgermeister machte Weilers die Mitteilnng, daß der Ehef der Firma „I^-im tt <» n v :> >, »in" an» läßlich der Eröffnung seines Handelsgeschäftes für die städtischen Armen den Betrag von 100 !< gespendet »ud daß Gemeinderat Dr. Ora5eu seiueil Anstritt cms den, Verwaltnngsrale der städtischen Sparknfse an» gemeldet hat. Schließlich verlas der Bürgermeister eine Zuschrift der städtischen Sparkasse, wornach der Ver» wallnngsrat i» seiner Sitznng vom 26. Febrnar be» schlössen habe, die Stelle eines definitiven Kanzleidirek» tors mit einem Gehall von 7200 K, dem Anrecht auf fünf in die Pension einrechenbare Qnadriennien per !000 Iv und 1200 !< Qnarliergeld oder Natnralwoh' »ilng zn syslemisieren nnd mit dem Kompetenzlerlnin bis 81. März zur Nesetznng ansznschreiben. Bewerber Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (94. Fortsetzung.) (Mchdnic! verbuk,.', „Lena kann tnn und lassen, was sie tun und lassen will", rief die junge Frau hastig dazwischen. „Sie hat mich nicht gefragt, ob sie nach Konstanz gehen sollte oder nicht. — Um nichts bin ich befragt worden, dabei mag's sein Bewenden habcn. Viag lie trauern! Tief oder nicht, lurz oder lang, mir ist's oleich, obwohl ich bei meinem Eintritt in dieses >>aus lieber etwas anderes gesehen hätte als schwarze Kleider und Rüschen." „Nach allem diesen", sagte der Freiherr mißbilligend, „lann ich dich nur bitten, vergangene Dinge vergangen sein zu lasfen und so zu handeln, wie es für Lena und mich und für Koleman allein verständlich ist." Er erhob sich. Eva griff nach seiner Hand, ein ersticktes Lachen auf den Lippen. „Rücksicht auf Koleman legst du mir auf? Und cr hat's nicht der Mühe wert gehalten, uuserer Hochzeit beizuwohnen!" Sie mußte es heraussprudelu, ihrem zornigen Gefühl gegen Helene Luft zu schaffen. Da sie ihr selbst nichts vorwerfen konnte, griff sie ihren Verlobten all. Um fo zweckloser, als sie sich völlig in den Verhältnissen irrte. „Ja wohl! Nicht der Mühe wert gehalten, uns hier willkommen zu heißen. Eilte allernatürlichste Mfmerkfamkeit, die ich als deine Frau und Papas' Tochter beanspruchen dürfte. — Wie käme ich >.azu, Rücksicht auf die Gefühle des Grafen Wechting zu nehmen? Das sage mir!" „Wenn du dich nicht über deine persönlichen Empfindungen erheben kannst in Weser Angelegenheit", sagte Herr von Lücken, die Glocke berührend, „so erlaube, daß ich dir zur Hilfe komme." „Die Kammerfrau Ihrer Exzellenz!" „Ihre Exzellenz legt morgen fur drei Wochen Ganztrauer an, dann für weitere dre, NVochcn .^alb-naucr. Veranlassen Sie das weitere, ^hre EMl-lenz ist zu ermüdet." Eva war heftig erblaßt. Das Herz ta>. lhr :veh. Herr von Lücken nahm ihre Hand und druckte sie leicht. „Die lange Fahrt hat dich erregt. VeMders nach dem Pariser Lärm. Lena weiß das zu würdigen —" Es war, als spräche er zu einem Ktndc, dein man die Scham über einen Tadel versüßt. „Du siehst aus, als hättest du Ruhe dringend nötig, Lena. Tue dir keinen Zwang an. Aus morgen denn! — Eva! Lena sagt dir gute Nacht!" Die junge Frau, welche sich an ihre^n Blumentisch zu schaffen gemacht, wandte flüchtig das Haupt. „Gute Nacht! Gute Nacht!" Eine Träne sank heimlich in den Noscnkelch, welchen ihre Hände zerpflückten. 1 4. K a Pitc l. In der Kirche zu Großminten, deren Hügcl-lage sie weithin aufragen ließ durch die flache Landschaft, fand inmitten der Familie und einer erlesenen Versammlung die Traucrfcicr für Laura von Wechting statt. Vlumenüberfchüttet, verfchwindend fast '.utter Kranz- und Echleifenschmuck, stand der ^arg der unglücklichen Gattin Eginhards vor dem Altar, .md neben ihm, amnutstrahlcnd, die junge Frau, deren Herz laut aufschlug in unversöhnlichem Haß Und doch war die, welche zwischen den Eichcnbrellern ruhte, schon bei Lebzeiten allem einrückt, was ^n-mals ihre Seele in die Nacht des Wahnsinne ge^ stürzt. Das letzte Amen des Geistlichen verhallte i:ü einsehenden Geläut der Glocken. Sie riefen es in dcn flammenden Eommerlag hinein, daß abermals ein Mitglied des alten Geschlechts seinen letzten Weg antrat zur Familiengruft, welche der Geschmack eines AHitherrn am Eingänge des großen Partes in Turmform hatte errichten lassen. Hinter dem Sarge die Kirche an der Seile ihres Gatten verlassend, bemerkte Eva neben dein Portal einen gräflichen Diener, welcher eine soeben noch eingetroffene Blumenspende, die schönste nnler allen dargebrachten, in den .Händen hielt. Ringsum flüsterte man: von wem? - Plötzlich war's Eva, als durchzuckte das blendende Sonncnspiel auf den grünen Kastanienblät-tern schmerzvoll ihre Augen. Auch hörte sie in diesem Moment das Glockenspiel in den Lüften nn'hl mehr. Sie fuhr zusammen. Richard Wechtings Name war hinter ihr genannt worden. Der Freiherr, sie betrachtend, flüsterte: „Nur etwas Geduld noch, so ist's überstanden. Die Hitze ist allerdings belästigend." Sie nickte, ohne cin Wort verstanden zu haben-Vor ihren Geistesaugen sah sie den stillen Mann, mit der roten Schußwunde in der Schläfe, an dc^ sen Sarg sie versöhnlich treten sollte, während "' sie doch herausgesprengt hatte mit einem Druck sc^ ner Hand aus Glück und Frohsinn, Hoffnung u/d Liebe . . . lssoitseyung folgt-) Laibacher Zeitung Nr. 50. 431 3. März 190U. um diese Stelle müssen absolvierte Iilrisle»» und in der Lage sein, eine mehrjährige praktische juridische Tälig, leit »achznweisen. Außerdem müssei» die Ve»verber im Bank- n»d Sparlasseiigeschästesoluie anch im Gruud» buchsloese», versiert sein. Namens des Sladtmagistrates berichtete Stadi-mchitekl Koch über die Vergebung der Möbelliefe-r»»»ß verlragsiuäßig am 1. Illli I. I. eröffnet werden. Sodann wnrde zur Erledigung der Tagesordnnilg geschritte». Ge,nei»deral Milohnoja berichtete na» >>!>ns der Persmml. nnd Rechlssektion über die dies-»ihrigen Ergänznngs>vahlen für den Laibacher Ge-üxinderal. In, Sinne des 8 16 der Gemeindeordining ,cheide» folgende Mitglieder ans der Gemeindeverlre. lnl,q, nnd z»uar: ans dem dritten Wahllörper die Ge° meinderäte Franz Vergant, Alois Leu«ek und ^oan Pav^ek; aus dem zweiten Wahllörper die Ge» meinderäte Jaromir Hau n.^, Karl Mayer nnd ^vnn i>ubie; ans den, ersten Wahllörper die Ge-»leinderäte Ivan K u e z, Dr. Ivau Ora / e n , Ivan Plantan, Joan Velkovrh nnd schließlich Dr. ^arl Ritter vo» B l e i >u e i s , »oelcher sein Mandat niedergelegt hat. (5s »verden soinil heuer I I Gemeinde-rate ne»z>noählen sein. Als Wahltage Nmrde» festgeselu: der 19. April siir den dritte» Wahllörper, der 21. April für den zweiten Wahllörper »nd der 23. April sür den ersten Wahllörper. Eventuelle engere Wahlen sollen am 20., bez»v. an, 22. nnd 24. April vorgenommen »verden D>e Wahlen finden im große» Saale des „Mestni Don," statt, und zwar für den ersten und zweiten Wahllörper von 8 bls 12 Uhr vormittags, für den dritten Wahl-korper von 8 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags. Z»> Vorsitzenden der Wahllommissione» n.mrden ge° wählt! sur den ersten Wahllörper Genieinderat Josef Le»<,e, fur den z,oeiten Wahllörper die Gemeinde, rate Dr. Danilo Majaron nnd Ivan Plantan nnd fnr dell dritten Wahltörper die Gemeinderäte Dr. ^vau Tavi'ar nnd Dr. Karl Triller. Gemeinderat Dr. Oralen berichtete über die vou der „^ln-txliill "h» vo» 2 K 6l) !> n»d einem Jahresbeitrag von 6« K; von drei bis zu sechs Dieiifljahren »nil einem Taglohn w» 2 X 80 I, „„d einem Jahresbeitrag von 180 Iv; von sechs bis zu nenn Dienstjahren mit einem Taglohn von 3 l< m,d einem Jahresbeitrag vou 220 !(; vom "Tinten Dieustjahre an einen Tagiohn von 3 K 20 >> nnd einen Jahresbeitrag von 240 K. Die tägliche UrbeNszeit soll nicht mehr als zehn Stunden betragen, em Tag m der Woche s^ll dienstfrei sei». Die Reso->"l'o» verlaiigt schließlich die Einsnhrnng der slove-n'ichen A>»ls,prache »nd die offizielle Anerle»»u»g der ^ga,u,al>o,i der Bediensteten seitens der Leilnng der elellri,che» Straßenbahn. Der Gemeinderat beschloß, d,e Re,o!iil!o» der Leitung der elektrische» Straßenbahn >mt d(',n Er,uche» zu übermitteln, den darin geäußer-»cn Wünschen ehesteus Rechi,u»g tragen zu »vollen. Gemeiuderat Plan tan referierte über die Zu- u'nsl des l. l. Landesgerichlspräsidinms hinsichtlich des m den Nezirlsgerichtssprengel Laibach zn aktivierenden Das Landesgerichtspräsidium machl n ^^^lig ans die in der Gemeiuderatssilmug von, das/v 'U"' beschlossene Ertlärnng darauf aufmerksam, »<->i, "'' "' ^"" ^"ll^, daß die im Amlsgebäüde dem ',, "^^nchte z»r Verfügung gestellte» Aiutsräume weiii ^'"" ^""l"l benutzt werden müßten, ander» V^.. ,^e '"'^ b"' notlvendige» Cinrichlnng versehenen ' ,s"'"'^l"len samt Beheizung und Veleuchlnng bei° '>'>u>len, sondern auch dann, »oenn sich das Bedürfnis n," a»der>oeitigeii Unterbringung Heransstellen sollte, eners "»ch die Verpflichtung, in jedem ^alle, ins-" midere auch deriuale», die außerdem der Gemeinde '"negeiiden Verpflichtungen zur Veistellung der anßer ' " Lolaliläten, Beheizung nnd Beleuchtung notwen-l'!l c/""lt'ge» sachliche,/ Erfordernisse zu erfülle». ... "'/l»irag des Referenten »vnrde beschlossen, die ver-züchtende Erklärung des Gemeinderates in diesem 6"'"e zu ergänze». ' Namens der ^inanzsektion berichtete Gemeinderal ^V'^ ''^'" ^' ^'ugabe der Laibacher geineinnützigen ^ul)nlingsbange»ossenschast, betreffend den Verlauf der ^nrzellen Nr. I7l> oder 177 der .^alaslralgemeinde npnzinervorstadt, d. !. der Tivoliwiese an der klagen» N'"er ^leichsslraße oder der nmsriedeten. derzeit zn «-"Nzweclen verniendele» Wiese gegenüber dem Koli» !!,!'. Neide Parzelle» sind jenseits der Südbahnstrecle a»-??' ^"' ^"»"»derat habe - »vie der Referent das, ! - ^ bereits seinerzeit den Beschluß gefaßt, l'er" 's '!^' Grundstücke jenseits der Südbahn nicht ^ "Mrt „nd verbant »oerden dürfen nnd es erscheine ei„> /^"li'^ die schönen Allee» zn beseitigen »nd so 'l ueliebte Promenade verfalle» zn lafseii. Der Ge-s,,^"°""t beschloß, den Verkanf der beiden in ^rage l)lndeu Parzellen abznlehne», der Wohnnngsba». genosfenschafl hingegen den nächst dem Staatsbahnhofe gelegenen städli>chen Baugrund znm Preise von 4 !< pro Quadratmeter zum .Uaufe anzubieten. Gemeinderat Dr. Oralen berichtete über die Z» schrist des l. n. k. Reichskriegsminisierinms hinsichliich des Ei»lausches der drei französische» Kanonen aus dem Schloßberge. Wie belannt, befinden fich auf den, Laibacher Kastell drei französische Geschütze samt Lafclteu, welche in den Hranzosenlriegen am Ende des 18. nnd z» Beginn des 19. Jahrhunderts von der k. u. k. Armee erbeutet nnd vom Kaiser Hranz I- der Stadt Laibach als Geschenk überlassen wnrden. Das Reichskriegs. Ministerium wünscht diese französischen Geschütze sür das l. u. l. Heeresmnseu», zu erwerben und ist bereit, sie gegen drei Vorder, oder Hinlerladergeschütze samt den zugehörigen Ansrüstnngsgegenständen einznianschen. Der Gemeinderat beschloß, den angebotenen Tausch mit Rücksicht ans den historischen Wert der im Besitze der Sladtgemeinde befindlichen franzöfifchen Kanonen abzulehnen, sprach jedoch die Bereitwilligkeit aus, diese Kanonen den, Reichskriegsminislerium für die projet-lierte Erzherzog Karl.Ausstellung unter der Bedingung zn überlassen, daß mittlerweile zum Zwecke der Avisierung von Brände» kosle»Ios drei andere Kanonen beigestellt werde». Die erwähnten französischen Kanonen bleiben für das projektierte städtische Mnsenm in Lai° bach reserviert. Namens der Schnlsellion referierte Gemeinderal Dimnik über die geplante Syftemisiernng der Stelle eines Schularztes, für welche der erforderliche Betrag bereits in den städtische» Voranschlag pro 1909 ein-gestellt wnrde. Eine derartige Institution besteht schon in mehreren größere» Städten nnd hat sich bestens bewährt. Dem Schulärzte siir die öffentlichen Voltsschulen in Laibach fällt die Anfgabe zu, die fauitäreu Verhältnisse in den Schulen sowie die Gesundheit der Schüler zn lonlrollieren, nnd ist dem StadtphMat untergeordnet, welchem er über seine Tätigkeil Bericht zu erstatte» verpflichtet ist. Die Stelle foll mit de» Bezügen der zehnten Rangstlasse ausgestattet nnd mit 1. September 1909 aktiviert werden. Von den Bewerbern wird die Ablegnng der Physilalsprüsung verlangt werden. Der Schularzt wird etwa 4000 Schnllinder in sanitärer Beziehung zu beanssichlige» u»d zu Beginn des Schul-jahres alle in die erste Klasse eintretenden Schüler nnd Schülerinnen systematisch zn nnlersnchen haben. Nach einer knrzen Debatte, an der die Gemeinderäle M i -I o h noja nnd Lilozar teilnahmen, wurde der Ve-schlnß gesaßt, die Stelle siir die Dauer von zwei Iah. ro, gegen eine jährliche Remnneration von 2400 Iv provisorisch zu besetze». Die Stelle wird mit den, Kon,-pelenzlermine bis 31. März sofort ausgeschrieben wer-den. Der k. k. Landesschiilrat soll ersucht werden, die f. k. Übnngsschnle de», städtischen Tchnlarzle gegen angemessene Remnneration znzuweise». De,» Rekurse des Gastwirtes und Hausbesitzers Josef (5 vti 5 gegen den magistratlichen Nefcheid, womit ihm die Baubewillignng für die Errichtung einer Baracke bei seinem Hanse an der Sallocher Straße verweigert worden war," wnrde ^olge gegeben, doch ist das zu er-richtende Objekt als Provisorium anzusehen und mnß über eventuellen Auftrag des Stadimagistrales beseitigt werden. . . ,, Schließlich wnrde dem Hansbesitzer M^l'o Ko-kalj in der Pfalzgnsse die vorgeschriebene Gebühr für den Wassermehrverbranch ans die Hälfte ermäßigt und fodann die öffentliche Sitzung um halb 7 Uhr abends geschlossen. Vcschrcibuuss der Dcnkwiirdisskcitcn in Ncumarktl aus dcr frauzösischcu Zcit uou Jakob Pcharc. (ssortschung.) AIs der französische Gonvernenr von dieser schau» dervollen Katastrophe in Kenntnis gesetzt wnrde^ befreite er die Mairie für dieses Jahr von der Anshebnng. -Ans die Verwendung des Gonvernenrs Marmont m Paris, bewilligte Napoleon snr das vernnglnckte N^n-markt! 100.000 franken ans den Regliuentslasien. ^». dem aber nach einem Zeiträume vo» siebe» Wochen der untere Teil der Stadt Krainbiirg "> ,» Asche gelegt -"' Am 18. Mai l6ll nm halb 2 Uhr nachmittags brach das Feuer in der Mitte der Stadt in, Hause Nr. 16 in der Nähe der Wohnnng des Stenereinneh. mers aus. lT6l5graphe »fsieiell l811, n « 42. Nach den, älteste» Gruudbuche der Stadt Krainburg beim gleich, namigen Bezirksgerichte trägt in der Mitte der Stadt lei» Haus die Nummer 16, sondern es erscheinen unter diese/ Nummer ein Haus im Naumgarten und ein ,^a»s in der »ntere» Vorstadt vor de», Stadttor, das letztere ist gegenwärtig Eigentnm der ^ran Märend, i»'welchem ste anch ein Spezereigeschäsl betreibt. Damit stimmt anch die mündliche Mitteilung des Wjährigen Greises Kittel in Krainburg, welcher erzählt, daß das ^euer iu den, Mohorschen oder Maren<'i<"-schen Hanse ansgebrochen sei, überein. Vou anderen Personen, darunter vom Herrn Anton Preve ,u Krainburg, wird eine zweite Versiou erzählt, wornach das Theuer in dem .^anse entstanden sei, das hente Eigentum des Wachs-siehers 5i»k ist' ans dieses Haus würde die Angabe ini 3l'l.'gr. off. passen.) Der W,nd war heftig und trug die flammen mit einer solchen Eile, daß die Stadt nnd ein Teil der Vorstadt in zwei Stunden zerstört wurden. Sogar zwei Dörfer jenseits der Kanker, Hnje und Kla- wnrde, teilte man die obige bewilligte Summe, und zwar wnrden 70.000 franken für Nenmarltl, 30.000 franken aber für Krainbnrg bestimmt.-" Durch die Herren Bartholomäns Mally und Urban Globv^nil wurden die 70.000 franken behoben. — Das volle Geld wurde in Villach behoben. Dieses war eine groß-mutige kaiserliche Gabe! Anch lame» von mehreren Städten Geldsammlnngen, Kleider nnd Wäsche, vom Lande aber Getreide, Leinwand n»d Viktualie» als Gaben zur Verteilung nnter die Verunglückten. Bei so großer Hilfe neben dem Gewerbefleißc nnd lebhaften Handel, hat sich Nenmarktl bald erhöht nnd in seinen früheren Wohlstand gesetzt. Nachdem die Wiener Banto-zettel ans dem ^lnrse gesetzt waren, erschien zngleich auch die Verordnung, anßer dem Sonnlage leine» Feiertag nxhr zn seiern. Eine Ausnahme machte das Napoleons-fest. Diese Verordnung war eil, belaubender Schlag für alle Kalholikeu. -- Mehrere Geistliche, die dieses Edikt nicht respeltierten, daher an jedem Feiertage den Gottes-dienst feierlich begingen nnd den Sonntag anch nicht, gemäß der Verordnnng, ans die Daner von zehn Tagen, sondern wie früher, von acht Tagen, feierten, wurden eingezogen, andere aber mnßten sich über die Grenze flüchte». Im Jahre 1811 am 15. August feierte man das erste Napoleoussest. Vor dem Klanderschen Hause wur- uee, wurdeu vernichtet. Von den 263 Häusern, welche die Stadt samt den Vorstädten bildeten, wurden 184, dann 1! Scheunen voll Getreide nnd Futter in Trum» mer und Asche gelegt; eine öejahrte Frau verbrannte auch nnd viele Tiere wnrden vernichtet. Bloß eine Vor. sladl, die nicht in der Windrichtung lag, blieb samt dem Pfarrhause und dem Schlosse verschont. Der Verlust wurde auf 300.000 Franken gefchätzt, nicht inbegriffen die Meiereien. Der Verlnst konnte um fo schwerer gut gemacht werden, als der größere Teil der Bewohner ans Taglöhnern nnd Armen bestand. Die hohe Lage der Stadt machte die Hilfeleistung schwieriger, weil man das Wasser aus der Kanker nnd der Save nnr schwer hinanfbringen konnle. Die Ortsobrigleit tat ihr Mög. lichstes, der Bürgermeister Scaria uud der Brigadier der Gendarmerie retteten die Kasse und die Register des Sleueramles; der Domänenverwalter brachte lieber die öffentlichen Gelder und Papiere in Sicherheit als sein eigenes Geld und die Zimmereinrichtung. 'iai» beimchrichligt. Dieser Beamte begab sich sofort z»m Geiieralinlendanlen nnd daraus zum OberlommaN' danten General Delzons und reiste, mit den nolwen-digen Weisnngen versehen, nach Krainbnrg. Ihn beglei» leten die >» aller Eile vo» dem kommandierenden Gene» nil beorderten 250 Mann Kavallerie nnter dem Kom> Niaildo des Brnn. Der Generallommissär und der Eskadronschef mit seiuen Soldaten bliebe» die ganze Nacht auf der Braildstätte, erHöhlen durch ihre Hilfe-Icistung den Mnt der unglückliche» Bewohner nnd vcr-hinderten durch ihr Eiugreifen noch größere Verluste. Auch der Eifer des Nalale Pagliarueei muß rühmend hervorgehoben werden. Ans die Brandstätte kam anch sogleich der Intendant von Oberkrain Baselli mit sei-mm Sekretär nnd brachte wie früher in Neumartll die erste Hilfe iu Geld und Nahrungsmitteln den Ver. linglückten^ lT5ll.gr. ofsie. 1811, i>«' 43.) Naselli ließ auch gleich die öfselilliche» Sammluugen veranstalten, die eine ansehnliche Summe ergäbe»; der erste Ausweis jiu ü " 54 des T<"'lc"'gr. ofsie.) weist 4995 Franken 15 Ee»t., der zweite l<. in der Vischoflacle, '""'^Mit dem Dekrete vom 25, Juli. T^graphe ofsic. i!" 69. Laibacher Zeitung Nr. 50. 432 3. März 1909. den zwei acht Klasler hohe Fleiheilsbällme ausgestellt, die mit Fett und Seife anstrichen warell. Ihre Krollen prangten im Glänze vo» Taleril. Jedem, dor diese Prämie zu haben wünschte, wurde in Gegeilwart der militärischen Wache erlalibt, dieselbe z» holen. Viele verstlchten hiilanf zn klettern, aber nnr lveiiige» gelang es. Nebenbei stand nnter der Aufsicht eines Kellners ein Tisch, mit Würsten, Schlveinefleisch und Vratcn be» legt. Jedermann durste essen nnd trinken, was ihm beliebte. Da nun dieses Fest ans einen Samstag fiel, so wollten die meisten das Kirchengebol nicht übertreten und nnr »venige nahmen Anteil an diesen Fleischspeisen. — Vor der St. Andreaskirche stand anf einer Bühne die Schönheitsgöttin Venus. Alljährlich wiederholten sich diese Festlichkeiten. So ging es »u» bis znm Jahre 1813. ' ' «Fortsetzung fulgt,) — sFrist zur Einbringung der Gesuche um eiuheit» liche Bemessung der allgemeinen Erwcrbstcucr für das Hansitunternehmen und für die mit demselben zusam» menhängenden Zweigaustalten.j Tas k. k. Finanzmilli-sterinm hat mit dem Erlasse vom 21. Iä»»er-I909, Z. 4377, auf Grund des H 12, Absatz 7 des Personalst,, nergesetzes als den Zeitpunkt, bis zu welchem bei der Einreihung der Steuerpflichtigen in die Steuerklasse» ^ 12, Absah 61,^ Zuwächse und Abfälle berücksichtigt wcrdeu können, für die kommende Vera»lagu»gsperiode der allgemeinen Erwerbsteuer l!9l0/!9llj den 1. Inni 1909 festgesetzt. Mit Rücksicht darauf werden jene Steuerpflichtigen, welche im Gru»de des H 37, Absatz 2, des Personalsteuergesetzes die gemeinschaftliche Ve-fteuerung von Zweiga»stalle» mit der Hauplcmslalt ail-stieben, auslnerkfam gemacht, daß derlei Gesuche uach ^ 37, Absatz 4, dieses Gefetzes nnd Artikel 35, Z. 6, der Vollzngsvorschrift znm ersten Hanplstüct des Personalsteuergesetzes mindestens sechs Monate vor Ve» ginn der betreffenden Vera»Iagn»gsperiodc, daher für die Veranlagnngsperiode 19l0/191l spätestens bis 1. Juli 1909 bei der k. l. Finanzdirektion in Laibach, bezw. wenn die gemeinsam zu besteuernden Anstalten in verschiedenen Bändern liegen, bei einer der in Be-tracht kommenden Finanzlandcsbehörden einzubringen sind. — (Personalien dcr Staatseisen linliuverwultuug.j Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung wnrde in An» eUennung langjähriger und ersprießlicher Dienst-leistuug aus Anlaß der Versetzuilg in den danernden Ruhestand verliehen der Titel eines Inspektors der k. k. österreichischen Staatsbahnen an: Otto Geyer, Maschiiieu-Oberkommissär, nnd Leopold Pieler, Oberrevident der Österreichischen Staatsbahneu, k. k. Staatsbahndirellion Villach: ferner wnrden ernauut, uud zivar: Rudolf Schmidt, Balwberlommissär nnd Vorstaildstellverlreter bei der k. k. Vahnerhall»llgsseltio» Aussee, zum Vorstandstellvertreter bei der l. k. Bayn-erhallnngsseklion Klagensurt! Johann Mölke, Van-oberkommissär und Vorslandstellverlreter bei der l. i. Bahnerhaltungssektion Klage»furt, z»n, Vorftailde der l. f. Vahnerhaltnngssektion Waidhoffen a. d. Mbs. — sgur sonntägigen Wählcrvcrjammlung.j Herr Abg. H riba r ersucht' uns unseren in der vorgestrigen Nummer veröffentlichten Bericht über seine in der sonntägigen Wählerversammlung geinachten Mitteilungen dahin richtigzustellen, daß er niclsi gesagt hätte, es werden die Ttaatsbahiiwerkslälle!, bereits im nächsten Icil^e an 1000 Arbeiter beschäftige», sondern daß mit dem Vaue dieser Werkstätleu, in denen an 1000 Arbei-ter Beschäftigung finden werden, im nächsten Jahre begonnen werden dürfte. Der Herr Abgeordnete hat weiters nicht gesagt, daß die Stadtgemeinde das Grund-stück zwischen der Üatlermannsallee und der Weltachscheu Villa dem Ärar überlasse» werde, sondern daß sie die ausgedehnten Bauplätze hinter dem Slaatsbahn-hofe, die gegenwärtig einen Wert von 200.000 l< repräsentieren dürfte», vom Lande Krain im Tanschwege für das genannte Grundstück erworben habe. — jVcrtclirostörungcu.! Wegen Schneeverwehungen wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. d. der Gefann-verkehr auf der Strecke Villach - Ponlafel, Villach-Rosenbach uud Klagenfurl-Aßling anf unbestimmte Zeit eingestellt. Ebeuso wurde wegeil Sch»eeverwehu»g der Gesamwerkehr auf den Linien Aßling-Tarvis, Aßling-Klagenfurt, Aßling-Villach, Aßliilg-Wocheiuer Feistritz uild Kraiuburg-Neumartll eiugestelll. Personenzüge ver. kehreil nur auf der Linie Triest-Wocheiner Feistritz; der Güterverkehr wurde auf der genannten Strecke ein» gestellt. — jAus dcr Laibachcr Diözcse.j Dem vom fürst» bischöflichen Ordinariate i» Laibach herausgegebenen (^tiil^n^ ^levi inl'nnw nnno l9>^9 eiltilehilleil wir folgende Daten: Diese Diözese umfaßt das ganze Herzogtum Krain mit 572.6l3 katholischen Einwohnern. In administrativer Hinsicht wird sie in fünf Archidiakonale und 21 Dekanate eingeteilt, nnd zwar: 1. Archidiakonat Stadt Laibach! 2. Ärchidialonal Oberkrain mit den Dekanaten Altlack, Krainbnrg, Radmauusdorf »nd Stein; 3.) Archidiakonat Junerkrain mit den Dekanaten Adelsbcrg, Dornegg, Idria, Reifnitz, Wippach »lld Zirk° iiij;- 4 Ärchidiakonat Mitlellrain mit de» Deka»aten "mbach lLand), Littai, St. Marein, Moränlfch uud ^bttlaibach^ 5. Archidiawnat Unterkrain >ntt den De- lellen sind systemisiert: I Fürstbischof, 17 Kapiltllare, 29« Pfarrer, I Pfarrvilar, 3 Kaplaneien alter Art, 15 E^pofitnre», 235 Kapläne, 6 Friihmefser uud 30 Benfiziaten. Davon silld derzeit nnbcschl: 1 Xtapitu» Iar°, 28 Pfarrer», 6 Expositureu-, 96 Kaplanei», 6 Früh»,esser° und 17 Venefiziateustelleu, zusammeu 154 Posten. Derzeit besteht der Klerus aus dem Fürst-bischofe, 16 Kapitnlare», 444 Seelsorgern, 62 Priester in weltliche» Anstellnngen, 51 Pensionisten, 25 außer-halb der Diözese lebende», 14 fremden Diözesen ange-hörigen Priestern und 134 Orde»sgeistliche», z»sammen 747 Persoile». Ter Senior nnter ihnen ist der in U»-lerfernik lebende pensionierte Pfarrer nnd Jubelpriefter Valthasar Nartol, geboren zu Sodraxiea am 6. Jan» »er 1821, Priester seil 2. August 1846. Diesem zunächst kemmen »och vier andere Priester, vo» denen jeder das 80. Lebensjahr bereits überschritten hat. — In den Klöstern lebe» als Ordenspriester 29 Zisterzienser in Sittich, 60 Kartäuser in Plelerjach, 98 Franziskaner in Brezje, Laibach, Rndolfswert, Stein und Waitsch, 14 Kapuziner in Bischoflack und in Gnrkseld, I barmher-ziger Bruder iPriesterj in Kandia bei Rndolfslverl, 10 Jesniten nnd 18 Lazaristen ill Laibach, I I deutsche Ritter-Ordenspriester in Laibach lind ill Unterkrain, 19 Salesianer in Kroifenect bei Laibach n»d i» Rad»a. Weilers leben in de» Klöstern 187 Ursuli»eri»ne» i» Laibach, Bischoflack uud Münkendorf, l6 Karmeliteri»» ile» in Selo bei Laibach, 284 barmherzige Schwester» i» Laibach, in der Irrenanstalt ill Cludenee, in der Neiberstrafanstalt in^Vigaun, im Waisenhanse in Goll° schee, im Sieche»ha»se i>i U'ller^Idria, i» de» Spitälern in Adelsberg, Gurkseld, Stein, Koi»,nenda-St. Pelev, im Weiberspilale zu Rndolfslvert, i,n Spilale zu Rat-schach und in den fürstbischöfliche» Lehrcmslalte» in St. Veit ob Laibach; 68 Schnlschlvestern in Laibach, Repnje, St. Michael bei Rudolsswert und Dorneggi 7 barmherzige Schwestern vom heil. Krenze in Laibach. In den Mä»»erklöstern leben anch 98 Laienbrüder und >» Kaildia bei Rudolfslvert 17 barmherzige Brüder lLaien). ' l^. — lSelbstmord eines Obersten.» Am 27. v. M. hat sich in Wien der »lit Warlegebühr beurlanble Arlillerieoberst Simon Ritter Borota vo» Vxda» b r a » durch einen Revolverschnß getötet. Oberst Ritter von Vorota hatte vor drei Jahre» einen Schlagansall mit Lähmung der rechten Körperseite erlitten, weshalb ei im Jahre 1907 mit Wartegebühr beurlalibt wurde. Das Leide» ist auch der Gruud des Selbstmordes. Oberst Ritler von Norola war seinerzeit bei der 5. Artilleriedivision in Laibach als Hauptma»» gesla»» den. — Öffentlicher Vortrag.j Gestern abends um halb 8 Uhr fand im großen Saale des Holeis „Union" bei außerordentlich lebhafter Beteiligung ein öffenl» licher Vorlrag statt, wobei Herr Dr. V. R o/. i <"^ die Gegendeil des österreichisch»serbischei< Konfliktes, Vos-nien nild die Hereegovina, vom historischen, geographic schen, ethnographischeii, kulllirelle» »nd volkswirtschaftliche» Gesichtspunkte behandelte. Die Wirkuxg der an der Haild ei»er tra»spare>lte>l Karle des in Rede sle> henden Gebietes vorgebrachten Disknfsionen wurde durch eille Fülle prächtiger slioptischer Bilder iil bedenteiidem Maße erhöht. Rlictgreiseiid iil die Zeiteil der römischen Ansiedliingen nnd die im siebenten Jahrhundert erfolgte Ei»wa»deru»g slavischer Stämme, entrollte der Vor-tragende einen historischeil Überblick über die Wechsel« vollen Phase» dieser Länder, die sich nnr kurze Zeit einer gedeihlichen Entwictlnng nnter der Verwalluilg heimischer Dynastie» erfrente» und gar bald der tür-kischen Gewallherrschast völlig aicheimfielen. Die Türke» teilte» das Vermögen dieser Gebiete zwischen Staat, Kirche und türkischen Adel auf und bedrückteil das Volk mit unerträglichen Stenern und Frondienste». Ei» Anf-fla»d reihte sich a» den anderen — doch wurden alle miterdrückl, wobei mall vor den gransamste» Mitteln nicht zurückschreckte. Der letzte große Ausftaud datiert aus dem Jahre 1877, worauf im Znfanlmenhange »lit dem rnssisch-lürtische» Kriege der Jahre 1877 nnd 1878 und dem Frieden z» San Stefano Österreich durch do, Berliner Kongreß bevollmächtigt wnrde, das bos-»isch.hercegovi»ische Gebiet, um dort eudlich Ruhe her' zustelle», zu okkupieren. Österreich hat »nn in einer dreißigjährigen Periode seine Kulturmission in glän-zender Weise erfüllt, Ruhe und geordnete Verhältnifse i,l einem früher durch blutige Anfstnnde zerwühlte» Lcmdgebiele geschaffen. Österreich hat Millionen sür die Erreichnng seixer Zwecke geopfert n»d den dreißigjäh, rigen Besitz i„l Vorjahre durch die Auner.iou als der berufenste »nd berechtigteste Staat iil rechtliches Eigentum umgewandelt. Österreich hat Handel n»d Gewerbe anf ein erfreulich fortschrittliches Niveau emporgehoben, überall moderne Einrichtungen eiugefnhrt, in früher ungastliche Gegenden prächtige Hochbauten, Fabrikanlagen, Kommunikationsa»stalteil gesetzt uud sie durch gnlausgebaute Straßenzüge lind Eisenbahnwege ver-'bunden. Die Kulturmis'sio» wird in Zukunft noch weit segeilsreichere Früchte zeitige», wen» das Land als ge» ordueter ko»flituüoneller Staatsteil zu einem innig vcrbnndene» Gliede der Monarchie werden »nd als Hiiilerlaild Dilmalie»s »ach Ansbannng aller Kommn-nikaliollswege de» Wert diefes letzteren fowic seiile» eigeile» znr volle» Geltung bringen wird. — Von den zahlreichen slioptische» Bildern, welche instrnktive Per» fpettiuen in dieses interessante Land, wo Orient und Okzident sich sichtbar die Hand reichen, in überreicher Fülle erschloß, sind unter anderem als Spezialität die Typeil der spanischen Inden nnd Jüdinnen zn nenne», die ii» 17. Iahrh»»dert a»s Spa»ien nach einer Juden-verfolgnng eingewandert sind und sich in Tracht lind Sitte bis anf den heutige» Tag erhallen haben. — Das Publikum zollte de» aktuelle», mit gutem Humor ge« würzleu Ausführungen lebhafte» Beifall. — lNcsihwechsel.j Herr Gemeinderal Joses Ko-zak hat sein Haus Nr. 56 au der Petersstraße an Herrn Josef Gru^elj nm 11.000 !< verkauft. (,. — lTchwurgerichtsvcrliaudlungen.j Gestern sla»d der 36jähl'ig.>, ledige Cch»eider Aiito» Kokee, derzeit »»stete» Aufenthaltes, aus Velila Vas vor dem Schwur-gerichte, dem Herr Landesgerichlsrat Vederujak präsidierte, während die Anklage Herr Dr. Educn'd Pajni <"- vertrat und als Verteidiger Herr Advokat Dr. Sajovie fungierte. Kokee wurde wegeu der begailgeueu Diebslähle, die er überhaupt zngestehl, zu schwerem Kerker in der Dauer von drei Jahre» sonne Abgabe an eille Zwangsarbeilsanslall nach verbüßter Strafe verurteilt. Die zuerkannte Strafe »ahm Kolec ohile Allstand an, protestierte aber gegeil die Abgabe a» eine Zwangsarbeitsanstall. —<>-- — lTodesfall.» Am 28. v. M. ift in Kandia bei Rüdolfswerl Herr Johanil ^ » i d a r,^ i <"', Oberleh-rer i» Brusiiica, geslorbeil. Das Leichenbegängnis hat gestern nachmittags slattgefuude». (5. ^ s(5inc liemertenowerte Tour nnf Sticrnj wurde am vergangenen Sonntag vo» vier Herre» der Sektion Krai» des D. u»d Ö. Älpeiivereines durchgefiihrt. Die Partie verließ gegen 8 Uhr früh Zwischenwässern und erstieg über St. Katharina all der Grmada vorbei, meistens dem Sommerweg folgend, den To^. Der Gipfel l>02l Meter) wnrde »m>^ Uhr erreicht. Man fuhr dann anf dem nordwestlich ziehenden Höhenrücken über St. Gertrud und Weiler über St. Oswald und St. Andrä nach Bischoslack ab, das nm 7 Uhr abends ei reicht wurde. Die Abfahrt, befonders ill de» höhere» Partien, soll sehr genußreich gewesen sein. Alls dein ganzeil Wege, der znm Teil auf der Südseile schon schneefrei gewesen war, lag von den Echneefällen der letzten Tage eine Schneedecke l,,o» durchschnittlich ein Meter Höhe. — s„Lobcnswl'rtl'5" Vctrngen.j Das soeben erschienene Hrsl der „Österreichische» Rnndscha»" e»lhäl< einen Anfsatz des berühmten Pädagogen Professor Ludwig G » rlitt über „Netrage», A»smerlsa»ileil u»d Fleiß", i» welchem er die schwere» Anforderungen geißelt, die man häufig in der moder»e» Schnle an die Jugend stellt. Professor Gurlilt schreibt: Es gehört wirklich eim' wahre Kanzlistendemut und Se!bste»läußer»»g dazu, il»i das ganze Jahr hindurch ei» Betrage» znr Schau zu stellen, das unsere öffentlichen Schuleu als „lobens-wert" bezeichnen. Hier muß eine viel freiere uud hei» tere Lebensauffassung ihren Einzug hallen. Wir ware» so weit gelomme», daß selbst ein harmloses Lachen, das vo» dem Lehrer als Slörnng ins KIasse»b»ch ein» getragen war, die Belragenözensnr herabsetzen konnte. Nehmen wir aber den gesellschaftlichen Ton als vorbildlich: »vie weil darf man im vertrauliche» Verkehre seine Lannen nnd seine Leidenschaften frei lassen, ehe dir Gesellschaft daraus den Anlaß zur Feindseligkeit nimmt. Auch das Kiild sollte in der Schnle sich als freier Mensch nnter seiuesgleichen und nnler ihm wohlgesi»»-ten Erwachsenen mit einem hohen Maß von natürlich" Lebensfrische äußer» dürfen. Wen» es de» ganzen Tag und seine ganze Ingend hindnrch nnr ans zahllose Ver-halliingsoorschriften bedacht sei» muß, dann kann ^' sich unmöglich zn eiiu'r freie» nnd sicheren Natürlichkeil elilwl'ckel». Es muss.'» also die Pflichten der Jugend st' herabgesetzt uud überhaupt so gestaltet werden, daß ihre Befolgung die E»twictl»»g fördert, statt sie zu hemmen- " , durch zufällige tödliche Beschädignug 5 uud durch Selbst» »lord 1 Person, alle übrige» a» sonstigen verschiede!'^'» Krmlkheite». Ei» Mord oder Totschlag ereignete stcl) nicht. —r. " sTanitäres.j Wie man nns mitteilt, sind vor kur< zem in einem Hause i» der Ortschaft Jel^e sü»f und >" einem Hanse i» der Ortschaft Zlalinel, Gemeinde Glo> goviea, politischer Bezirk Stein, zwei Personell cm Typhus erkrailll; von del. Erkrankten ist bisher die Fra» des Besitzers in Iel^e gestorben. Nehnfs H>'nl' aichaltlmg der Weiterverbreituug der Kraiikhcit wurde» sa»ltälspolizeiliche Vorkehrungen getrosse». Der Typhl^ soll durch eineil vor zirka drei Woche» !yph»slrank a»^ dem Trisailer Kohlenreviere heimgelehrte» Bergarbeiter eingeschleppl worden sein. .'—^- / " lLeichensund.j Am 7. v. M. »ac/imitlags wurde bei Radmcmnsdors i» eilleiu Henschnppen die Leicii^ eines el»va 50 Jahre allen Mannes a»sges»»den. Dei Verstorbene, der sehr kränklich anssah, hatte a>n >^. "-iil Rad>»an»sdors gebettelt. Er ivar ziemlich gwß »"^ schlailk, hatte ein mageres Gesicht, schwarze H"cire uin eineil Schnnrrbarl voil gleicher Farbe, trug einen ^ braunen Mantel, ciueu grauen Anzug, eine Pelzkappe und Stiefel. Die Idenlilät des Verstorbellen w»»" bisher noch nicht festgestellt werde». Laibacher Zeitung Nr. 50. 433 3. März 1W9. — dolss»verl »vnrden im Monate Februar 164 Krank' auf» genommeu. Von dieseil »vurdeu 99 als geheilt, 50 als geoessert und 4 als uugeheilt eullasseu; 5 sind gestorben. An mancheu Tageil »var der Andrang der Aufzuueh. »uudeu so stars, das; man einige Kranle ab»veisen und cms spälere Tage vertrösten mußte. In einzelnen fällen, die nicht abzuweisen »varen, luußle man Notbette» a»s. stellen. — ftl. t. Postspartasse.j Im Monate Februar be» lnlgen in Krain die Einladen im Sparverkehre W.729 X 26 !>, im Scheckverkehre 6,136.176 lv 33 !,, d>e Rlickzahlungeu im Sparverlehre 62.449 K 26 >>, >m Scheckverlehre 3,659.878 Iv 25 li. ^ eubacl,slraße gelegeneil Villa des Vanmeisters Wil-hell» Treo, die in den Wintermonale» nicht bewohnt >v>rd, statteten diesertage vermutlich »nehrere Diebe rmen Besuch ab. Eie durchstöberten alle Räumlichlei. ll>', sprengle» mit Gewall die basten aus und nahmen "ne griiudliche Durchsuchuilg vor. Wie nun festgestellt >vurde, hallen sie eine Keiler angelehnt, »vorauf sie über zwei Täcl)er sliegeil, die Oberlichte eines Sliegeu» seusters entfernten nnd sich aus einer Höhe von vier Meter auf die Stiege hinabließe», von >vo aus sie un> gestört dnrch die Verandalür eindrangen. Ob die nacht, lichen Besucher etwas mitgenomme» haben, sonnte >,ichl ennitlell »verde». " <(5iul»ruch in einen Fleischerladen.j In einer der letzte» Nächte brachen unbesannle Diebe die Tür auf die vom Hofe aus in den Ladeil des Fleiichhauermeislers Joses Podlov au der Petersstraße führt, und öfsueleu gc»vall,am die versperrte Geldlade. Zu ihre,» Be° dauern mußten sie ohne Aeute fortgehe». <(5in fremder Reqenmantel.j Ei» Vanlbeamter scuid unlängst iu seinem Zimmer eineu neneu Rege», mantel vor, ohne sich erklären zu töunen, anf »velche Art das Kleidnngsstüct hiuein gekoinmell sei. Der Eige». luiuer >v,rd aufgefordert, sill) bei der Polizeibehörde zu nielden. — lBchinden.j Am I. d. M. »achmillags 4 Uhr lvurde in der Tchelleuburggasse eiu Betrag vou 5 X gesunden. Nachzufragen Kougreßplatz Nr. I, I. Stock. — l l e, Kaufmann in Laibach: Suoj lo l>-Ro/.i<^ i<» ,,. Krainar !0 b' Koder 10 !>; Ve^aj I ><: ^rle I«) ti- 0elesnik 20 l>- Slruxuik 20 b- Pillar -- Sanwtorc'-an 20 1,; Sturm Franz, Hausbesitzer, > l; Telster Auua 20 !>; Nreökvar Anton 20 1>; Lokar Anna 10 !>: ^»-ar Ivan 20 !>; Vitene Ivana 20 b; Vitene Andrei. '^ >>; Miheli.' Maria 20 !>; Repar Iosesa 10 !>! Trojer ^'caria 60 I>- Steplo^et Anton 20 !,; 7.irovnil Ieriea ^' l,- Polauee Leopold 20 !,; Vanovee Ivana 20 1,' ^ukret Malko, Hau^besikev, 2 !<- Pavlovee Marg. ^ !>- Schnell Maria 60 !>- Tolas Adols I !<^ Speil ""r,a 40 l>- Willitzcr 60 1,- Ve<'aj Alois, Ofensabri. am, 5 X; c;l>,teh Ivnu 30 I,- Petras Ivau 30 !,; ^'/"'u'' ^ntoi, 30 !.; Pajt Viulo 3l» l,- ^ov^in Leo^ -. «, . ' '^"'^ """ä 3<> I'.' Vidmar Ludw. 20 1>: ^ Albert 1 l<; Maria Si.'eva 1 K; Ieu.'i.' Alois '", ,-' ^'.^'"" > ><; Noval ^rauz I I<^ .^a>n Jose, 7,, ''. ^','naro ^i. 20 K. ^ Gesammelt von Herrn 0'cbriel Pieeoli, Apotheker iu ^aibach- Mar.nlo ,)'anz, '^ugiuhrer der Südbahu, l K- Udy Raimund, Vauplnninu, 2 I<: Dr. Kosler Josef 20 K; gelber An° wnia 2 l,- Pav^ek ^ranz , X- barman Maria 60 l>; ^oileeli I">l'f 60 !>; Vevli ^udw. 50 !>; Theuerschul) ^m,z 40 !>- Bolhar Auna 60 !>; Iam-igaj Val. 60 1,-,--"'»zovsty ^ranjo 3 K; Bune ^rauja 2 I<: Zajee "aria 40 I>- Unbenanul 40 I>; Unbenannt l l(- Alba 'l""r uud Friedrich 2 X- Gratzl Josef 1 K; Pavli."> x"'">;, .V"»sbefi^er uud Zugführer, 2 X; Petrol >v',e,a I l<- ,^'ßlcr Marias Gerichtsratc'gattin, 2 !<; ^nar.'i<: ^utoil 2 K; Lauter 2 K; Lah ^ugeu 2 X-5">er Heleue l !<- Ndland M. 20 !>; ^inxgar 50 !,' "">l ,^'auz i i<- ))ieiuhold (idler v. Niiliug, Hofrat, ^ '^! Paichl'I Heim. 10 K; Prof. Dr. Maudl 2 !< i 'N")er Rich. 2 X; Pe^uil ^-annt) 1 I<- .^utlmann .^ein» ^^ > l<- lHj^.tz ^.a„z 60 l>; Smolej Maria I ic-,^l''l»s Maria 1 X- Va^>5 ^tomana I X; Kiemen.'i." ^vmi 2 !<- Neltic' Elisabeth ! X; Vrhovee Maria 2 X--p^a.nnl ^., Näherin, 1 ><: Komar ?fanny 1 K^ Pi-nrln,f 80 ,.. Slauka Aul. 1 I<- Mazi Ios., Inspellor ^' H. B. i. N., 5 !<; Potm-nis Olga I X; Valenla Alba ^" ''! N. N. 60 l>- Soder Otto' 5 X; Nag. Nmberlo ^'N'ari 5 i<- Tribut Jos. sen. 5 X; Iavornik Josef, ^lusmdnu und Vesit.'.er in ^alna, 20 K; Majoechi G. .> '^ ^rassi Peter'jun. 5 X- Trolan Andr. 50 1,; >^ue 20 i>; P^hove Maria 40 !>' Tome ^ranzisla "" >>^ Graeer Maria uud Alois 2 l< - Nelar Ioh. 40 1>; "«rl.ui 60 ,,- Mohär M. ^0 b; Baijel Ne/.a 50 1>; ' u!er Leup. 40 ,>; Oblal Ivaua 40 I>; Lotri(> I. 40 b; ^iuv^ek Martin I X- Eder Rosine 2 l<- Kandare AMiz, Advokalursbeamter, 4 X; Velkavrh Maria, ^Ningl'rin, ^i ,<. ^„.ilie K^zelj Val. 3 X- Slerle """^. Arbeiler, 1 1<- Tereelj Ivana, Arbeiterin der ^',."l1c,br,l, 60 !,: Arh Maria, .^ansnleisterin, 2 X; Arbeiter der 3abalfabr,f, 1 !<; Tur-besii "'"' Arbeiterin, 60 !,- Papex Maria, Haus. Vll "'"' '^ '^' ^imilie ^uider^i^, Schlosser, I X 10 !>-b^..','^"nz, Arbeiter, 40 I>; Ievuilar ^ranzista, Ar-2 I<.'m'^^ ''.' ^l'ner Maria, Sparsafsebeamtensgatlin, 'li'li.'i "^""uu Kornelius, Schauspieler, 2 X; Mrak '^ " 2 l<- I^„^i<^. Maria, l. l. ^inanzselrelärs- gattin, 2 K- ('ernivee ^ranz, s. I. Bahnangeslellter, 1 X; Valenta Ottilie 2 X- Lipov/. Iranz, Tischler-meister, 2 X- Lipovx Iosefine, Gattin, 1 X; Nro5i5 Anna, Hausfrau, 1 X; Muys Olga, Vibliolhelars. »vilwe, 2 X- Uciteljsla Tiskarna 5 X; Sedlal M. 2 X; Rebek Ivaua, Besi^eriu, 5 X; Gölzl Auna 40 I,; Pelan Oton 1 I<- Hubmayer Ter. 2 X; Vehove Maria 3 !<- Kumi Anton 2 l<; Ivane Aloisia 1 K; Ionse Martina 1 X; PodlraM Max ! X; Machlota Mar° jela 2 X; Kosee Matevx 1 X; 7>van Nexa 20 !>; Pod-logar Ivan 1 X; Debelal Maria 50 !<- Lon<^ar Ivan 1 I<; Kuhar Ios. l X; Mally ^ranz 5 X; Slare Franz Xav. ll) K; Novalovi^ N. 5 «; Hiler Ivan 2 K: Drachsler Milan 5 K; Hraster Katharina I X; Pohef Maria l X; Prilryl Villoria, Hanpunannsgatlin, 2 l<; Sn^nil A. 4 X; Vrüclner P., l. t. Hanptmannsgatlin, 2 X; Weinlich 1 X- ^'erne Ludw. 2 X; Knez Ivan 2 X; Lina Kreuter-Galle, Private, 5 X; (iger Maria 3 X; Pros. Dr. Nejedly 5 X; Golf, Oberfinauzrals-Witwe 3 X; Poto<'nit Maria, Hausbesitzerin, 5 X; Dr. Suyer Albin 10 X; Nexi.' Mari'a 1 X; Mrvar Maria 60 I>; Wisial Ivana, Willve, 1 X; Perdau Franz 1 X; Lapajne Anna 3 X; Iebaöin Ant., Maler, 2 X; Ieuko Luta 40 l>; Ieriua Valentin 1 X; Navin. ^el Emil 2 X; ()erne Franz 40 1^ Schaus Iohanila 40 I»; Verghauser 40 I>; Klepee Matija 40 !>; Ko^al 30 !,; Marut 2l» l,; Kopac' Lueia, Hausbesitzerin, 1 X; Luzuar Ivau 50 !>; Oertauc Iernej 40 i>; Terpolec Anna 2'"!'; Rihlar Maria, Fleischhauerin, 40 !i; Zajec Maria, Revioenteusgaltiu, 1 X; ^eleznikar Ivan, Beizer, 60 !>,' .^nsler^i5 M. 20 !,; Dolene Anna 40 !>; To!'n^i<"' Anna 20 l>; Rumpl Adela 1 X; Kraler Maria 1 K,- Peterea Ier. 20 !,^ Haila Ferd., Apotheker iu Tschernembl, l<» X; Baume Ant., Geschästsleiter, 2 X; Bechmann Karl, Geschäftsführer, 1 X; 2abota Fanuy 1 X; Seidl Anlonia 1 X; Dolene E. 1 X; 7.lemberger Martin 1 X; Hiuterlechner Konstanze 1 X; F. Edl. v. Salomon l X; Munda Jakob 2 X; Mimda Bettn 2 X; Grilj Fanny 1 X; Pfeifer Frauja 1 X; Nitsch Viltoria I X; Vo/.i5 Llieia 1 K; Debeve Toili 1 X'; Osredlar Elisabeth 20 1>; Ambroxic» Rezi 2o !,- Kaduue Üizi 40 !,; Äallazar Ivan 40 l>; Vuct Stephan 40 1>; Kon» ,^et Antonia 20 1>; ^imene Jakob 4 X; Orehek An-tonia 1 X; Jurtlian Kati 1 X: Nu<^ Hinlo 5o i>; Iagonak Theresia 20 I,; Kun^id Maria 1 X; Kalan Philipp 4" 1>; Polo^nik Helena 2 X; Nolli Velty 2 X; Nolli Ema 2 X; Ledrer Elisabeth 1 X, ^abuikar Maria 4 X; Summe 402 X 50 ii,- bereits ausgewie-seue 4775 X 35 I>, daher zusammen 5177 X 85 1>. Thratrr, Kunst und Literatur.^ — s„I'1niiin8ki Vo«tni1<.") Inhalt der 3, Nummer: 1.) I. Mlakar: Auf den hohen Alpen und urch die niedrige Lombardei. 2.) Dr. H. Tuma: Ter !>pik über Poiiee. 3.) Dr. Franz Tomin^el: Eriuuerungen uud Entwürfe. 4.) Ialob Z n p a u ^ i s-. Spaziergänge auf deu Gorjauei. 5.j Dr. V. Kor»»! llber den Vesuv nach Pompeji. 6.) Nereinsmilteilungen. 7.) Umschau. 8.j Unsere Bilder. 9.) Literatur. — Das Hesl enthält zwei Abbüduugeu oie die ^oebek-Hütle mit der Iu> biläumskapelle aus der Koln-la Planina). — >„I) <> ,„ !, 5 <> <> ^ n ., i ^ <"- <>.") InHall der z>vei> ten Nummer: I.) Pros. Dr. Ianlo Bez j a l: Über den Gehorsam. 2.) Rudolf Horval: Nber die Erziehung der Kinder im vorschulpflichtigc'n Aller. 3.) Bilder aus der Erziehung lVeim Onkel Arzte aus dem Lande). 4.! Feuilleton »Andreas Rap5: Am Schlüsse des Halb. I a hres). 5.j Mizellen. Telegramme des k. k. Telcgraphen-Korrcspondenz-Vurecms. Dic Balkauflnsscu. Konstantinopel, 2. März. Minister des Äußeru Freiherr vou Aehrenlhal Hal dem osterreichiich-unga-rische» Botschafter Markgrafen Pallaviein, die Aller-höchste Auerlennuug und deu Allerhöchsten Dank fur die nnermiidüche Ärbeil »ud Ausdauer bei der Er» n'ichuug uud dem glücklichen Ab,ch!n,,e der langwierigen und mühevollen Verhandlungen nber das Enlenlepro-tololl telegraphisch milgeleiü, indem er den Botscl,aster gleichzeitig zu dieser schmeichelhasteu und wohlverdien, ten Allerhöchste» Auerleummg beglückwiinschte und ihn, neuerdings seinen wärmst"' Dcml für die nmfichtige Führung nud deu Abschluß der besagten Verhandluugen anssprach, »oelche geeignet seien, eine günstige Rückwir. lüng ans die politische Lage zu übeu. ' Andapest, 2. März. n Belgrad nichts be. kannt. Zwar habe die serbische Regierung eiue Erklärung liber ihr zukünftiges Verhalten veröffentlicht, allein diese Kuudgebung ist »>"' '" cillgemeiueu Ausdrücken gehallen und enthält keine einzige tonkredilierte Zusage, nicht einmal die Zusage beMlich des auch von Ruß. land geforderten Verzichtes Serbiens auf territoriale Kompensationen. Die Situation habe sich daher nach Aussassuug der hiesigeu diplomat,scheu Kreise trotz der Inlerveiltion Rußlands bisher nicht geändert, insolauge uichl Serbien die von Osterreich-Ungarn im Interesse des Friedens geforderte Znsage rncthallloo und mit dem aufrichtigen Entschlüsse, sie auch slriltest einzuhalten, gemacht habe» wird. Paris, 2. März. Die „Ageuee Havas" bezeichnet die Meldung des Blattes „Le Journal", das französische Ministerium des Äußern sei heute uachts verständigt worden, daß Serbien infolge der russischen Note auf territoriale Kompensationen verzichtet habe, als mirich-tig. Bis hellte mittags sei dem Ministerium leine Mil» teilung iiber die Haltung Serbiens zngelommen. Belgrad, 2. März. Wie verlautet, wird die serbische Regierung gegenüber dem ihr von feiten Rußlands er» teilten freundschaftlichen Rate, von den territorialen Forderuugeu abzusehen, folgenden Standpunkt eiuneh. inen: Nach der Auuer.iou Bosniens und der Hereego» viua habe sich Serbie», dem freundschaftlichen Rate der Großmächte folgend, darauf befchräntl, feine An» sprüche, deren Befriedigung ein Lebensbedürfnis des serbischen Staates sei, zu formulieren und nnter Wal), rung des Friedens deren Verhandlung seitens einer europäischen Konferenz der Großmächte abzuwarten. Serbien habe dieses Versprechen in der striktesten Weise eingehalten. Wenngleich nuu heute erklärt wird, daß die serbischeu territoriale» Allsprüche auf leine Unterstüt. zuug der Großmächte zählen könnten, so könne die ser» bische Regierung uichl umhiu, die definitive Entschei» dung über diese Forderungen »ach wie vor deu Groß. niächleu zu überlassen. Da die serbischeil gerechten An> sprüche sich strenge innerhalb der Grenzen der uner-läßlichen Lebensbedingungen des serbischen Staates und des serbischeu Volles bewegten, habe die Regie» rung das größte Vertrauen iu eine gerechte Entschei-dling der Großmächte, zumal von derselben die gründ» liche Lösung der schwebenden Fragen abhängig sein werde. Gleichzeitig sei die serbische Regieruug vou der Überzeugung durchdrungen, daß ein die sachlichen Ver-hältuisse auf der Nalka»halbi»sel »ichl beachtender Ve> schlnß Europas keineswegs zu eiuer Festigung des von allen Staaten dringendst erwünschten Friedens beilra» gen würde. Moskau, 2. März. „Rustoje Slovo" veröffent-licht ein Interview mit einem leitenden Diplomaten im Auswärtigen Amte, der erklärte, Rußland werde Ser-bicn nicht nur anraten, vo» territoriale» Kompensatio-nen abzustehen, sondern auch Serbie» anfsordern, we» ge» der ökonomischen Frage» in direkte Verhaudlungen mil Österreich.Ungarn zu lreteu. Dsterreich-Uugaru habe recht, weun es behauptet, daß vlonomische Vor-teile für Serbieu wichtiger feien als politische. Paris, 2. März. Der „Temps" spendet dem Mini-ster des Äußern Izvolskij warmes Lob, weil er durch seiue der Belgrader Regieruug erteilten Ratschläge der Cache des Friedens einen große» Dienst erwiesen habe. Dieses Vorgehe» Izvolskijs lege Österreich-Ungarn die moralische Verpflichtung zur Mäßigung auf. Freiherr von Aehrenthal »verde nicht vergessen, daß er, »achdem seine Politik die Krise entfesselt habe, mehr als ein anderer die Pflicht habe, an ihrer friedlichen Regelung mitzuarbeiten. Vclqrad, 2. März. Anläßlich des gestrigen .Hos-diners zu Ehren der neuen Regierung kündigte der König die Begnadigung sämtlicher politischer Verbrecher i» einer Rede an, worin er znnächst die A»»äheruug zwische» de» politische» Parteieu Serbiens, aus welchen die gegenwärtige Regierung hervorgegangen, als Serbe nnd als Herrscher begrüßt. Die Verhältnisse seien zwei» sellos schwere, er und das ganze Volk blicken aber vertrauensvoll in die Zukunft, da sie die Fichrer des Volkes geeinigt an der Leitung der Staatsgeschäfte sehen. So wie alle Serbeu im gegenwärtigen schicksal^ schweren Augenblicke alleNeleidigungen und Angriffe der Vergessenheit überweisen, verzeihe auch der König alle ihm nnd seinem Hanse zugefügten Beleidigungen. Möge, so schloß der König, von jetzt an unter uns jede Uneinig, keii schwinden, möge unsere Brust nicht mehr vou Haß nud egoistischen Wünschen erfüllt sein, damit wir alle wie ein Mann, von gleich großer Liebe zum Vaterlaude getragen, uns znr Wehr seiner bedrohten Zulunft sehen! Der König sei überzeugt, daß die aus auertannten Pa-nioten zusammengesetzte Regiernng in der Lage und gewillt sein »verde, die in sie gesetzten Hoffnungen zu rechtfertigen. Der Köuig schloß mit Hochrufe» auf Ser» bie» uud das Serbe»t»m. Novalovi^ erwiderte mit ei»er Da»krede uud begeistert aufgenommeneu Hoch» ruseu aus den König und das Köuigshaus. Wien, 2. März. Das Herrenhaus wird Mittwoch den 10. d. um 5 Uhr nachmittags seiue erste Sitzung abhalte». Wien, 2. März. iZiehung der Ungarischen Roten Kreuz.Lose.) Deu Haupttreffer mit 30.000 X gewann Serie 495 Nr. 91, 2000 l< gewann Serie 1150 Nr. 62. Konstantinopcl, 2. März. Nach Depeschen aus Siwas dauert dort das Erdbeben fort. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtck. Erschreckende Resultate ergaben die bisher vorgenommenen Untersuchungen an Soldaten und Muste-rmigspflichtigen (1er Breslauer Garnison. Von S00O Soldaten hatten nur 184- gesunde Zähne. Die Zahl der zerstörten Zähne betrug 26.394, eine wahrhaftig erschreckend große Anzahl. Nur durch eine rationelle Pflege der Zähne mit einem unschädlichen, guten Zahnputzmittel ist es möglieli Zahnerkrankungen vorzubeugen und die in Verbindung mit denselben auftretenden Magenerkrankungen etc. zu vc-rliin-dcrn. Als ein vorzügliches Zalinpiibsmittel hat Bicii m aJJen Kreisen .das allbekannte «Sans» K* odon > ^uÄ führt, wie sein von Jahr /m J»i'r bteigemu.r ^ß.d) besten be weißt. Laibacher Zeitung Nr. 50. 434 .'!. März 1909. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. _______Seehöhe 3052 ni. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. A Ißt ß.K F'"D 3» 7 U. F. ! 720-7, 'i 8 SO. mäßigt bewüll^^lL^S T>as Tagesmittel der gestrigen Temperatur 3 0°, Nor« male 15". Wettervoraussage für deu 3. März: Für Steier-mart. Kärnteu und Krain: Trübes Wetter mit Nieder^ schlagen, lebhafte Wiude aus dem SüdwrstQuadrantm. uu-bestimmt, uubestäudia.; für das Küstenland: vorwiegend trübe, Winde aus dem Nordwcst - Quadranten, milde, allmähliche Besserung. Eeismischc Berichte und Beobachtungen der Laibachcr lirdbebenwartc lgegrnudet du» der Krai», Sl',ull>sie >x!>7) (Ort: Gebäude der l .k. StaatsOberrealschuIe.) Lage: Mrdl.Äreite4tt" 03'- Östl.Länsse von Greenwich 14» 3l'. Die Bode nuu ruhe* hat im Verlaufe des gestrigen Tages noch einige Verstärkung erfahren. Sie war am >2. Tekuudenucudel «schwach", am 7»Teknndcnpcndcl «mäß,g start» bis «start», am 4-Setundenpendel «sehr start» und «außerordentlich start». Gegen Mitternacht ist eine starte Ab» nähme an allen Pendeln festzustellen, die gegenwärtig noch an» hält. Heute, am ^. Februar, 8 Uhr früh ist die Vodcnnnruhe am 12'Setundenpendel «sehr schwache, am 7.Selundcnpendel «schwach», am 4»Ielnndcnpendel «mäßig start». * Die V o d e n u n r u h e wird in sülzende» Slärlegrade» llassifiziert: Äusschläge bis zu 1 Millimeter >sehr schwach., von 1 bis ,l Millimrler »schwach», von 2 bis 4 Millimetern »mänig start», »0» 4 bis 7 Millimetern »start», vun 7 bis 10 Millimeter» »sehr start» und über 10 Millinietrr «mcher-ordentlich start», — «Allgemeioe Vudcnnuruhe» bedeutet gleichseitig anstreteude «starle» Uurulie an aNru Pendel». Landcstheater in Laibach. 88. Vorstellung. / Gerader Tag. Heute Mittwoch den 3. und morgen Donnerstag den 4. März 190» Gastspiele des Opernsängers Theo Werner Uon den ver> einigten städtischen Vühncn in Graz. Tiefland. Musildrama in einem Vorspiel uud zwei Auszügen von Eugen T'Albert. Anfang um '/-" Uhr. Ende 10 Uhr. Aus Oießhiibl Sauerbrunn wird gemeldet, daß dort die Füllungen und trotz des drohenden Frostes auch der Versand des altbekannten Gießhüblers schon in seinem ganzen Umfange wieder aufgenommen werden mußte. Die eben beendete Neufassung der Quellen ergab ein geradezu brillantes Resultat und wird das regste Interesse aller erwecken, die in diesem Sommer die Ursprungsstatte dieser für Heil- und Erfrischungsbedürftige anerkaunt wertvollen Quellen aufsuchen. (792 a) Dos ist eben eine böse Zeit, Frau Muller - jeht nicht mehr Winter und doch auch noch nicht ^oni'.ner. Wer da nicht fest ist, holt sich leicht einen tüchtigen .wmcts. Dem Himmel aber iri Dant bei mir ist alles gesund. Ich hübe stets Fays echte So° dener Mineral ° Pastillen im Hans und bei mir hören Sie nie einen Husten und so recht erkältet sind wir j nie. Fays echte Sodencr sind eben wirklich llcine , Wunderdinger, Und billig: nnr K 1 2:"> die Schachtel, ! die man überall laufen lann. Lasfrn Sie sich aber , unter leinen Umständen irgend eine Nachahmung auf' , hängen, sondcln verlangen Sie immer ausdrücklich die ! echten von Fay. (5039)2-1 Gl'nernlrepräsmtanz für Ö stcrrei ch ° llngarn : W. Th. «tnntzert. Wien, IV/1, Große Neugasse 17. Im zarten Kindesalter drohen den kleinen Lebewesen zahllose Erkrankungen duz oh Verdauungsstörungen. Hiergegen gibt es keinen besseren Schutz als die Ernährung mit „Kuseke", welches alle guten Eigenschaften in sich vereinigt, die einer rationellen Kindernahrung zukommen, es ist leicht verdaulich, äußerst nahrhaft, fördert die Muskel- und Knochenbildung, verhütet und beseitigt Darmkatarrh, Diarrhöe, Brechdurchfall otc. (4078) Verstorbene. Am 1. März. Martin Kralj, Fleischhauer, 50 I., Orelgasse 3, Dementia. Im Zivilspitale: Am 28. Februar. Matthäus Mestcl, Keuschlerssohn, 22 I., Peritonitis. Kinematograph Pflthe (früher Edison). I *i-oLLi-Li,m hi vom 3. bis 6. März 1909: 1.) Folgen einer Ducllforderung (komisch). — 2.) Zoologischer Garten (Naturaufnahme). — 3.) Ein Monat verheiratet (komisch). — 4.) Die Hand (Drama). — 5.) Esel und Hexe (koloriert). Möbllepiefi jtfonatzimmer sogleich zu beziehen. Auskunft: Villa. (812) Wettaoh, II. Stook. 3—1 Trgovska in obrtniška zbor-nica za Kranjsko naznunja tužno vest, da je njen zaslužni dolgoletni pravi èlan gospod Anton Ditrich trgovec v Postojni danes ob 2. uri zjutraj preminul. V Ljubljani, dne 2. marca 1909. Die Handels- u Gewcrbetammer für Krain gibt hicmit dic traurig Nachricht von dem Ableben ihres verdienstvollen langjährigen wirklichen Mitgliedes, des Herrn Anton Ditrich Handelsmannes in Adelsberg welcher heute um 2 Uhr früh verschieden ist. Laibach. am ^ März I «109. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrsblatte) vom 2. März 1909. Dic notierten Kurse verstehen sich in Kruneowälniinn, Tie Notiermm !ä'»tlichcr Altien »»d der »Diueiic» Luj»>> urrslel»! sich per Tlüct, Geld Warc Allgemeine Staatsschuld. Einlicitliche Nenlc: 4"/„ lunucr, steiicrsrci. Kronen (Mai-^l0v,) per,ttas,c , . 9425 9445 detto (.'»änn.-Iuli! per Kasse 8425 94-^b 4'2"/n ö, W, Nuten «4 nü iDesterr, diente in Niunenwäh», steuerfrei, per «aste. 4"/« 9^25 9445 detlu per Ultimo . . 4"/» 9415 8435 Oest, InuestiNons-Nente. steuer- frei. «r, per Kasse g'/^'n «470 84 9u VlscnbaliN' Etaat6sch«ldur»sch«ibu«ntn. Elisadclt, ^lll,» i, »Ä., steuerfrei, zu 10,00« sl, . , , 4«/„ —>_ __ _ Franz Iusepli-Vay», in Silber >d'v. St,, , , , ü'/<"/n liLbo NU«!> Galizischc Narl Ludwig-Bahn > baljN'Atticn. Tlisal'etliBali», ^OU fl, ss.-M. l'^/4"/n von 400 Kronen . 454 — 4KL' -detto Li»z'B>ldwei!j 300 sl. ü, W, in Li,l>er, 5>//'/„ . 427 — 430 — dettu ZalMw-Tirol ^00 sl. ö, W, in «iluer, 5"/„ , , lLI'—42»-— «rcinstal-Pat!» 2«a >'nd 2000 Kronen, ^>,„.....193 — 195' — Geld Ware Vom Staate z»r ^nhluust ülierin'mmcnr (siieulinli». Prioi itiitii'^blinatiuncn. Vühm, Westuahn Lm, l«!'5, 400, ^N0l! u, laonl» ,ttronen 4"/n 95— 96-Wsauech.Nal,,! «00 n, 3NUU W, 4 al> 10'Vn......1«6 10 117-10 Elisal'cll, Aah» 400 u, 200» M. 4«/<,........llN —lI7 - Ferdinands-Nurdbahn Em,188L 95 90^ u»z-9 detlu E,N. >!!0i 95 65> ÜO'65 Franz Iuseph-Äat!» lHin,^»4 (diu. St, >, Silber, 4",n , 9ü'7b 9!> ?-'> Galizische Karl ^udwi^-Nahn >diu. St,). Silber, 4"/„ , 9525, 9625 Ung,-Oaliz, Bah» -M» sl, S. 5," „ 1i ü'75 104 75 bclto 400 n, 500» K »'/,"/« «6'U« 87 !w Vorarllierner Äahu Em, 188t . 9490 95'!w Staatsschuld dcr Länder dcr ungarischen iiroue. 4"/„ ung, Ooldrcnie per «asse , 111-25, 111 45 4"/« bctlu per Ultimo 111-20 I1l'4« 4"/„ unss, Rrnlc in ttronenwäyr,, steuerfrei, per «lasse , , 91Ü5 91 «5 4"/„ dcitu per Ultimo 9i»>0l «1-80 »'/,"/» bettu per «assr . «i'.'o! 82-10 Ung, Prämienanleihe il 100 fl, 1U2—iiüU— dclto ^ 50 fl, 192—^','K - Tlicif>,.Ne>i,-iio!e 4"/,.....142-75 I4U 75 4«/n Nüss, Orund 'tl-Oblia, . U2'10 9!i 10 4"/» lroat. u. sla Gruudent!, Obligationen , . , , 93'75 9475 Andere öffcntl. Anlchcn. Bus», La„dcöa»!ehen (biv,> 4°/n 9140 92U0 Vuön,-l>ercen, ^isenb,-Landes- Vlnlrhe» ,div,> 4>//V« . , »7-45 9845 5"/„ Nunan-Neg,.A»Iel,eu 1878 >03 20 —- Wiener Vcrlcl>rsanlelien 4"/„ ,, l)5 2« 9L20 deltu 1900 4"/„^ '.»5-2» W 2» Änlelieu der Stadt Wie» , , !iM'5»> 1N2-i,U drtto ,L, oder G,) 1U74 l!il 05 1^2 <>5, bett» (189.).....lwUI, »4- dettu (Gas, 0, I, 18W . 95 25 9« 2.^, detto (lileltr,' v, I, N!0n! 95—^ !>»>-delto (Iuu, U,> U, I, !90^ 9s,-40i 9« 40 dettu v, I, 1W8 , . , Ü54L !»s>-15 Vüisenbau Änle!>en uerlosb, 4"/„ Ü5,«<> 9ü«0 Russische HlaaKzanI, u, I, i!»06 f. 100 li ver ,«assr , 5'V« !<6 «5 97!!l'> dettu prr Ulümu 5"/„ 9 PuIi^Elaats-Hnpotbcwranlchcn t«92......6"/„j119-50!i20 5,0 ! Geld ! Viare Aulg, Staals Guldanleiyc ll>07 s, !N0«r°nen. . 4>/,2>^ «e-2ü 87-25 Pfandbriefe ufw. Vudcülrcdit, all«, üst>rr,, in 50 Illl,ren vciluübnr , 4"'<> Ni'" ^!»' - ÄälM, H>,potl,ele»b,, vrrl, 4"/„ '->« ^ '->''"" Ienlral, Bod,.,Nrrd,.«l.,öNcrr., l -i5 Jahre berl, . 4'//'/» > Ludom,, 57 >,,, I. riiclz, 4"/s> 93 ^! !14 25 M/ihr, Hupu,helenb,, veil, 4'Vn '^ «« W «<> N, usterrLlliides-Hyp, ^lnst.4"/,> »«50 !<7 i.u bi'llu inll, ^.'"/„ Vr, verl, S'/«!"/,, ^- - , — — del!« »,-SchuIdjch, verl, «'/2"^ ^,- , - -- de«u veil.....4"/„ "b'2!> »7 ^' ves«err,.ung, Vanl. 5.« Iah« verl,. '.«/„«. W. . , ^,^3«"' dellu 4"/„ Krone» W, , > "" ^" 9.» .!.> Sparl,.Ersteüst,,«uI!verl.4"/., !»!»— —- - Eisenbahn-Prioritäts-Obligationcu. Ocsler,- «ordwestbahu 20UilT. 10^" U'5 - Ltaat«bal>» 5l<0 ssr, , , , - ^l»»- 40!»' Siidbalin :>, 'Z>>/ Jänner-^uli , ü0<» ssr, (per 2l,j , - - 26925^27125 Südbnh» u 5"/„ 20« sl, S o,G, li8 9,, 119U5 Diverfc Lose. >Per Lüicl,) Vc,zintzliche «use. < »"/n Äudcülledit Lose (tm, '»"0 27225 278-^5 dettu (K,„ >««!» ^<,Il 75 ü6!!'75> 5"/„ Dona» Nean, Lose 109 ,!, 2!>»-5U 26» 50 Selb,Piäm,.A»I.p,,^>aFr,2"/, «6 50 !»!< 75 Unverzinsliche Üose. V>idap,^asilil.i (Dumhaiü ü fl, 2<>'b« 2o"5l' Nreditluse >00 s>...... 465— 475-— Clarx-Luse lU ft, ^,-M, . - 145— 155- Oscner ^use 40 sl, , , , . !2l2 — 222 Palftl, ^use 10 f, « -M , .! ü»l — 201 - - Roten Kreuz, üst, Oej, v,, 1" s>. 5"^''' ''^'5 üiuten Kreuz, una. («es, U,, 5 fl. 30- il2 — Ruduls ^uje 10 sl , - 66'— 70- Salm Lose 40 fl zi -M . > 248— 25« -Türl, ,.Pran<'-Oo!!a,. "0 Fr, per ziasse , - !^''" ^«l ^' ditto p« Mel>iu , , I»!j 20 1«4 20 , Oeld ! War, Wiener itomm-Lose u, I, l874 488— 4"«-Vew,-Sch d, :>"/s, Prnm, Schuld, d,«udeutr,.Vlnst, (i,M, ,889 705« 74 50 Altien. Tranöpurtllntrinchmunnen. Äüisiss Teplihcr Eisenl,, 500 fl. 2240- 225s- Vül!»>ische Nurdbahn 150 fl, . 404-— 405 — Bnschtle!irade>-Ei!l',5,00f!,K',-W. 2740 — 27es.,1., ! l, I, prw,, 50« !I, K,M, . »w-—! 91b- Nni-VudenbacherlHisenb, lU0!«'l. ^>50— 56«- Fi-idiuand^turdb, N)00f!,K«Ul, 518>> — 5220 -Nalchan'-Oderbeiger liiseubah» 200 fl, S....... »57— 8b9" Le!!lb,.Czeri!,.IasIl,.Ciseubllh!i. wrsellichnsl, 200 f>, S, , 551-. 55,4 ,. Llond. öslrrr,, 400 Krunen , , 420— 42< — Oeslerr.Nurdweslbah!!,200fl.S. 44«-— 447-. detlo lül,, I!» 20N ll, 2,p, Ult, ^45- 44?- Prag TuierEisenb, >0Ofl,abgst, 220- 220^0 Ltnatseijenb, 200 7> «72 Lndbal!» 200 fl, S, per Ultimo I0»>o i04lo Lndnurddentiche Verbiudungsb, 200 f>, K-M..... 3U4'" !l95 - Tranopurtsiesellschnf!, inlernat,, Ä, («,. 200 Nrunen , , . 110- 115, -Ungar, Westbahn (Raab Oraz) 20« fl, T....... 4NU — 410-50 Wiener Lulalb,-Alt,-Äes, 200 fl, ----- 200-- Anlilcn. ÄnnluO^terr, Banl, 120 fl, , 29350 2 »4 50 Banluerein, Wiener, per Kasse —'— - - drlto per Ultimo Kl9- 520- s'0oenlr..?liist,,alla,öst,.:j00,Nr, >071- ,07«- Zentr,.Bud, Kreddr.üst, 200fl, 530— 5«ü-Krcditanslalt für Handel und Gew,. 320 Nr,, per Kasse . -'— -- betlu pri Ultimo! «'>!w 25 83125 nredttbanl, ung. alla, 200 Kr. 7»«^ 73'/- Teposilenba,,!, aNa, 200 fl, , 447-50 449 — Eiloinlüe - Gesellschaft, nieder- österreichische, 400 ülrunen 5UL— b00- Giro- u, Kasse»»,, Wr,, 20« fl, 44«-— 4^4 — Hvputhelenb!,. us!,. ^00 Kr, 5"^ 288— 292 — Ländcrlianl.öst, 200 fl. p, Kasse -' betto prr Ullimu 43535 43l!»l> »Mertiir.. Wechselstilb,'Allien- Gesellschaft, 200 sl, . , . 000 - 6ü 50 Oeslrrr-nng.Vanl, !400Krone» I757-— l?«? - Uuiunbant, W«> sl..... 5»<>- 5«?- Unionlmnl, bohuiische, 100 fl, , 24N-- - 70l» — (i!senbah,werlel'ls-Äns!,, üslerr,. >00 sl, , , , , , , , , 40'.!-— 410 lw «iisenbalüiw-Leihg,erste. lOOsl, 204- :l>«->0 «ltlbeinühl», Papierfabril »nd !l ,72-" (tlellr,-Wes,, allgüsterr,, 200fl, 389— 3!»0 ^ «ilelir, Wef,, intern,, 200 fl. . —- ^ Elellr-Attien («es,, vereinigte , 210'— "12'^ Hinlerberger Pair-, Wudh,- n, Me!,^a>ril, 400 «ruiieu , ÜÜ4-- l«4N-^ Liesinaer Brauerei !<>o sl, , 2!9 - 2^2-^ MontanMes.. »st, a,pli,e. ,oofl, !>27 50 «2<"^ "Puidi-Hnlle«, Til-„,->n>,s!s!nI>I- ,f, AÜ, GeN'llschas!, 200 sl, 4«1'- 4l,'<— Präger lHiseninbnsliiegesellschafl 200 !1........ 2345- 23b5'^ Nima Äinrann-Salgo Tarjaner Eüenw 10" sl..... 524— b'.>5'-" 2a!»o Tarj, Cleinluhlen 10« sl, 577 — 57« -" «Schl»ne!mü>,l.,Pavie!f,.2«0fl, 302— 3«S^ -Schudniea», A,-(«, fnr Petrol, Industrie, 50,» Kvunen , 412' 4!« «Sleiirermiihl», Papierfabrik », Veilaa^geslllschast , . . 425-- 4!!0^ Trifailer Kohleuw-Wes, 70 fl, XL7 - 27«^" Tiirl, Tabatregieges, '» «2! ^ Wiener Vangeiellschasl, 100 sl, I5l>- - 152 -" Wienerbergrr Ziegels, Vltt,<«es. l>99-- 70«-^ Devise». Nurzc Tichtc» und Echr«li>. Vlmsterdam...... >!,? !>o >!'"'", Denische ^anlplähe , , , , ,1 117 l^ Ilalicnüche Vanlplätze , , , !»4!>« 94 vu London........ 23!>-?7 24« ^,^ Paris......... »5 05' !>5'' 2t, Petersburg...... 252 25 ^ >» Zürich »nd Basel..... 95-10 «ü'^ Valuten. Dnlaien....... 1,85 !>/? 20-ssranIs» Stncle..... 1!» «» !!>'"« ^N-Marl Lliicle...... 2» 45> ^ "' Trnlsche üieichsbaulnuten , , >t'!!>0'i N7 >" Ilalienischr Panicle» , . . 94Ü!'> «^"",, Rubel ^utr»....... i '^ 5'