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Eilli als tzrzieyerin. veim Südmarkcommerse hat der wackere Ab« dncie D o b e r n i g au« Klagenfurt stramme »sche Worte gesprochen, die von der Hochwacht uischer Gesinnung aus das unermüdliche Rin-tec Alpendeulschen mit den slavischen und zen Volksfeinden treffend beleuchteten. Diese Worte musSlen aber auch, wenn sie auch «che bittere Wahrheit enthielten, insbesondere Herz jede» deutschen Cillier« höher schlagen ea, eS mit Stolz erfüllen. Der liebwerte Gast au« dem in nationaler !?qiehung so fortgeschrittenen Kärntnerlande hat ^omber den officiösen und slavischen Lügen fest-sk^elll. dass unser Cilli eine durch und durch tmsche Stadt ist, das« alle«, was in Cilli besteht, ici Cilli ziert und schmückt, deutsch und das Mische Flilterwerk, mit dem die Pervaken Cilli ttd) außen umgeben, nicht« als eitler Schwindel ß> Der Redner hat auch der srohen Zuversicht liiiirucf verliehen, dass Cilli zu halten ist, wenn kie Bürgerschaft immerdar so austriit, wie heule. [ Diese Voraussetzung de« wackeren Abgeord-nun können wir schon heute in da« Gewand der Mummen Versicherung kleiden. Cilli wird deutsch »toi, weil die radicaldeutsche Gesinnung und die tastlben entsprechende zielbewusSte, durch keinerlei Müsse und Bedenken eingeengte Thaikraft de« Mn BürgerthumS nicht nur immer auf der glei-im bolze» Höhe bleiben, sondern wachsen wird in k* Maße, in welchem der klar erfasste Ernst der iir.DMlen Noth die gebotenen Abwehrmittel zu Min energischeren und mächtigeren gestalten wird. Sbch sind wir die Herren der Stadt, und der HauS» fat weiß, das« er sein Hau«recht immer fester de-lüden, das« er immer kräftiger von feinem Mechie gegen Friedensstörer und anmaßende birrmglinge Gebrauch machen muss. Ganz wie , Dobernig sagte: „Denjenigen, der den Ariefe von zarter Kand. Humoristische Skizze von ft. Gegen 10 Uhr vormittags versammelten sich Mt Timen, die in der Villa Tristan in st. Wolf-sing »ohnten, zum gemeinsamen Frühstück auf der Amen Terrasse, die aus den See gieng. Die meisten ittlltßw erjl sehr spät das Lager — man ist doch Ml m der Sommerfrische, um sich in seinen Be-Pvulichleiien stören zu lassen! Nur Frau Mathilde, fcfcark zu werden begann und viel Bewegung «ch«i sollte. kam um diese Zeit schon erschöpft IM ihrem halbstündigen Waldspaziergange zurück, ul die schöne Frau Victorine. die eine leidenschast-lty Radfahrerin war, hatte bi« zum Frühstücke nc Sonne brannte am Morgen nicht so stark, den Teint allzu sehr zu gefährden — einen «hrstündigen AuSflug erledigt. ? Lm der kleinen Terrasse bot sich eine entzückende ltlfid)t aus den spiegelhellen, leuchienden, berg-aiuhmün. waldumkränzten See. Ein würziger L»Much wehte von den Bergen herab und ein ich minder wohliger, wenn auch von jenem durch-n4 verschiedener Dust stieg au« der umfangreichen Joft«fanne auf, die die Hauswirtin mit Milch. ba»r. mürben Kipfeln und goldbraunen Kuchen tnklschlepple. * Trotz dieser Annehmlichkeit des Leben« waren Rwnlliche Damen an diesem Morgen sichtlich ver-jiiimi. Ihr Appetit ließ zwar nicht« zu wünschen Hausfrieden bricht, wirft man einfach hinaus - und wenn er hinausgeworfen ist, dann wird er daran glauben.- Ja, Herr Dr. Sernec, auch Sie wer-den „daran glauben" müssen — viel mehr al« wir un« jemals würden „daran gewöhnen" müssen. Die Ueberschrift unsere« Aussatzes bezieht sich freilich nicht aus diese schmeichelhaften AuSführun-gen des Abgeordneten Dobernig. Er unterschied im nalionalen Wendegange der Südmarken drei Etappen: Laibach. Cilli, Klagenfurt. Beim Ansturm auf Laibach — das war der Sinn seiner Ausführungen — war das radical-national be-wusSie Deuischlhum noch nicht gerüstet: Laibach ist gefallen. Und al« die Slaven an Cilli Hand anlegten, da sanden sie ein stramme», volkSbewus«-te« Bürgenhum, daS der nationalpolitischen Auswertung der freilich lange geduldeten pervakifchen Vorwühlereien mit eiserner Faust entgegentrat. Klagensurt habe au« dem Schicksale Cilli'« gelernt, wie man dem Feinde zu begegnen hat. Die Cillier Frage, so sagte Dobernig, hat wie ein greller Blitz die Situation beleuchtet. Ja, e« ist richtig: DaS Vorgehen der Regierung gegen da« deutsche Cilli hat in einer bedeutungsvollen nationalen Lebensfrage gezeigt, dass daS gegen-wärtige feudal-clericale System die Auslieferung de« Deutschthum« an das Slooenenthum zum Angel-punkte der neuösterreichischen Staatsraifon gemacht hat. Freilich wird sich ein folche« Neuösterreich um jenen Angelpunkt dem Zerfalle zudrehen. Allerding« hat nicht da« Schicksal Cilli« allein erzieherisch gewirkt, denn in den nationalbewusSten Kreisen der deutschen Bevölkerung war der slovenisch-klerikale KriegSplan — slavische Schulbildung zur Heranbildung eines slavisch-nationalen Beamten-standeS und Sprachenverordnungen — kein Geheimnis. Allein die Lauen, Unentschlossenen, die Ahnungslosen, die Arglosen wurden aufgerüttelt und aufgeklärt, das» die liberale Staatspolitik da« übrig — das ist eben der Vorzug der Höhenluft — aber ungewohnte Verschlossenheit und über-raschende Schweigsamkeit waren bedenkliche Zeichen geheimen Verdrusses. Endlich ergriff Frau Julie, eine Dame mit spitzigem Kinn, da« verschmähte Wort, indem sie sich zu ihrer Nachbarin wandte: Nun. Frau Victorine, Sie haben ja heute auch einen Brief erhalten . . . Aus der Stadt?" „Mein Mann schreibt mir. das« er wieder keine Zeit hat, am Sonntag herauszukommen." Die Stimme klang fanst und süß und gleichmüthig wie immer, nur die Augen der schönen Frau sunkelten im Zorne. Die Dame mit dem spitzen Kinn zog ein zu. sammengeballteS Papier au« ver Tasche, entfaltete e«, strich e« glatt und sagte: »Ganz wie der meine. . ." Dann la« sie vor: „Verzeih, liebe« Kind, aber die Geschäfte häufen sich, ich muss meine Sehnsucht bezwingen; es ist unmöglich, ab-zukommen . . .' Im Nu hatten auch die anderen dr.i Damen zerknitterte Briesblätter hervorgezogen und ergänzten aus ihren Episteln den Vortrag. „. . . Denke Dir." verla« Frau Ottilie, .die große Maschine in der Fabrik ist gebrochen, wir müssen die ganze Woche, vielleicht auch Sonntag arbeiten, um sie wieder in Stand zu bringen. Ich bin trostlos, vielleicht hier bleiben zu müssen, aber Du weißt eS ja, e« geschieht nicht«, wenn der Herr Deuischlhum den Slaven ausgeliefert habe. Diese Erkenntnis war der erzieherische Wert der Cillier Frage, und die gewaltigen Kampfrufe deS Cillier deutschen Bürgerihums, die damals alle Deutschen aus die den Grenzstädten drohende Gefahr aufmerk» sam gemacht haben, jene Kampfrufe haben ein Echo geweckt, welches zeigte, dass von diesem Augenblicke an ganz Deutschösterreich vereint zur Abwehr schritt. Die zielbewusSte Art. wie da« Cillier Deutschthum dem tückischen Feinde entgegentrat, indem e« mit den reichlich aufgebotenen Mitteln aller VolkSgenoffen an die Gründung bedeutungS-voller Trutzanstalten schritt, dieses kampfeSsichere Vorgehen de« Cillier DeutschthumS hat wiederum gelehrt, dass diese« der gemeinbürgschasilichen Hilfe würdig sei, und hat die besten Mittel eine« wirk-samen Gegenkampse« aufgewiesen. Auch darau« konnte man in deutschen Landen lernen. So können wir denn stolz ausrufen: Unser Cilli ist der Ausgangspunkt des deutschen Radi-cali«mu«. Es ist eine stolze Sendung, die unsere Stadt damit erfüllt haben wird. Wie einst von den Zinnen deS gewaltigen GrafenschloffeS Graf Hermann von Cilli weit über die Gemarkungen feines Eigens ein gewaltige? Wort gesprochen hat — so hat unser heutiges Cilli in den nationalen Kämpfen der Deutfchösterreicher sich eine ehrenvolle, weithin geachtete Stellung erworben. Das Cillier deutsche Bürgerthum aber wird diese ausgezeichnete Stellung durch mustergillige nationale Pflichterfüllung, durch eine nachdrückliche, zielbeivufSle Abwehr sich immerdar erhalten. DaS walte Gott! Z)ie Weitnaömstofigkeit derHeweröe-treiöenden. In dem jüngsten Jahresberichte der Wiener Handels- und Gewerbekammer über die Theil» auS dem Hause ist." Und Frau Ottilie fügte pro-phetisch hinzu: Die Maschine wird ganz sicher nicht bis Eonutag heil." „Unglaublich," murmelte Frau Mathilde. Und dann verlas sie mit halblauter Stimme abgerissene Sätze aus ihrem Briefe: „Geschäftsfreunde au« Paris . . . wichtige materielle Interessen .... Vertragsabschlüsse .... Fremdenführer wider Willen . . . Ein kurzes, spöttische« Lachen schlos« die Citate ab. „Ach. mein lieber Schatz, wie bin ich untröst-lichl" verla» Frau Wilhelmine, mit drolligem Humor die Zärtlichkeit de» Schreiber« persislierend. „Denke Dir, eine Conserenz im Ministerium — ich bin dringend berufen . . . Eine Conserenz — am Sonntag! Wie grausam zerstört sie meine schönen Absichten!" Die Damen konnten sich de« Lachen« nicht erwehren. Dann aber wurden sie plötzlich wieder ernst, falteten ihre Briefe zusammen und eine kurze Pause trat ein. „E« scheint ja, das» die Herren viele Geschäfte in der Stadt haben," sagte dann Frau Julie mit beißendem Hohn. „Oder viel Unierhaltung." klang e« wieder sanft und melodisch von den Lippen der schönen Victorine. „Ja, lieber Gott, hier gibt e« zwar viel schöne Natur, aber sie schließt die Langeweile nicht au«," bemerkte Frau Mathilde mit einem leichten Seufzer. 2 ..Ke»Lfche M-cht" I 1899 nähme oder richtiger TheilnahmSlosigkeiten der Gewerbetreibenden in Bezug auf die Genossen-schafien, insbesondere aus dem Lande, heißt eS: Die Handelsgenossenschaft in Schreins berichtet, das» die Generalversammlung, welche nach Ablauf von 5 bis 6 Jahren zur Neuwahl der Vorstehung stattfand, beschlussunsähig war und bei der zweiten Generalversammlung nur 6 bi« 7 Mitglieder er-schienen; die ApprovisionierungS-Geuossenschakt in UbbS theilt mit, dass bei der ersten Generalver» sammlung von 105 Mitgliedern nur zwei Mit-glieder erschienen! Ebenso beklagt die Handels-genossenschast Pultau, dass keine Generalversamm-lung mehr beschlussfähig fei. Es erscheinen nur 4 bis 5 Mitglieder. Der Vorsteher derBekleidungs-genossenschast in Waidhosen a. d. Thaya schreibt, dass die Mitglieder nicht einmal im Jahre zu einer Generalversammlung zusammenzubringen sind; man Köre nur, dass die Genossenschaften keinen Zweck haben. Der Vorsteher der ApprovisionierungS-Genossenschaft in Zweitl schreibt: „Die Genossen-schaft besteht nur, weil sie bestehen muss". Die ApprovisionierungS-Gewerbegenossenfchaf« in Kirch-berg a, d. Pielach: „ES ist unmöglich, irgendwelche Thätigkeit zu entfalten, da die Mitglieder zu einer Versammlung nicht einmal zusammenzubringen sind." Die Genossenschast der Handels- und Bekleidung?-Gewerbe in Marbach: „Die hiesige Genossenschast hat gar keinen Zweck, die Mitglieder bringen der-selben gar kein Interesse entgegen und eS werden auch schon einige Jahre keine Sitzungen abgehalten.' Die Gründe dieser Theilnahmslosigkeit liegen zum Theil darin, dass die Genossenschasten von der Gewerbebehörde keine Mittheilung über den AuSgang erstatteter Anzeigen bekommen. Indeß glauben wir, dass hierin allein kein hinreichender Grund zur Erklärung des mangelnden Interesses für die Genossenschafien gegeben ist. Es kommt vielmehr daher, weil die Genossenschaften in ihrer heutigen Verfassung ein Rahmen ohne Inhalt sind, ein Körper ohne die primitivsten Rechte, aber mit einer Menge von Verpflichtungen. Und da kommen dann die Anwälte deS Manchesterliberalismus, des „freien Spiels der wirtschaftlichen Kraft", unsere judenliberalen Zeitungen, und gießen die volle Schale ihres Spottes über die Genossenschasten auS. Da seht Ihr, wohin Euch die rückschrittlichen Gewerberetter geführt haben. Ja, eS ist richtig, dass sich die Gewerbegesetzgebung des Jahres 1883 nicht bewährt Hai, aber nicht, weil sie „rückschrittlich" und Künstlerisch" war, sondern weil sie auf halbem Wege stehen geblieben ist und weil die Gegner der Gewerbereform e« verstanden haben, dem Vogel, der da ausgebrütet werden sollte, die Flügel zu stutzen, bevor er noch die Eierschalen abgestreift hatte. Und jetzt machen sie sich darüber lustig, dass er nicht fliegen kann! Der gewerbliche Selbstschutz ist gewiss ein schönes Ding und wir werden immer sür denselben eintreten. Allein den Genossenschaften, die auf dem Principe der Selbst-Hilfe aufgebaut sind, dürfen nicht nur Pflichten aufgehalst, sondern e« müssen ihnen auch greifbare Rechte eingeräumt werden. DaS Hineinzerren der Politik in die Gewerberesorm ist gewiss vom Uebel. Aber man braucht nur die klerikalen Zeitungen zu lesen, wo gewerbesreundliche Männer nur deshalb „Die Herren brauchen Zerstreuung," sagte Frau Ottilie, „wie wär'S, wenn wir ihnen auf dem hohen Trimm ein Tingeltangel einrichten?" „Sich die ganze Woche alS flotter Strohwitwer in der Stadt amüsieren und am Sonntag noch die eigene Frau unterhallen — daS ist offenbar zu viel verlangt!" rief Frau Wilhelmine sarkastisch. Sie schwiegen wieder einen Augenblick, dann brach Frau Victorine mit ihren zarten Händen einen neuen Kuchen an, lächelte malitiöS und sagt«: „Wenn ich wollte---wäre er da!" „Hm, ja, wenn man wollte!" wiederholte Frau Julie, und die Worte fanden ein Echo im Kreise. „Warum wollen wir eigentlich nicht?" sragte Frau Victorine plötzlich, und die weiche, flötende Stimme hatte mit einemmale einen entschiedenen, aufrührerischen Klang angenommen. „Wir müssen wollen . . . Jedenfalls gehe ich, was meine Person anbelangt, jede beliebige Wette ein, dass mein Mann am nächsten Sonntag hier sein wird. Und auch Sie, meine Damen, sollen Ihre Macht zeigen — daS ist doch die geringste Genugthuung, die wir uns verschaffen dürfen!" Und da aller Kuchen ver-zehrt und auch die Kaffeekanne schon leer war, erhob sich die erzürnte Dame lebhast und sagte: „Ich schreibe ihm sofort." „Ich auch — ich auch!" ertönte eS in der Runde, und rasch und mit flatternden Röcken eilten die Damen in ihre Wohnungen. verunglimpft und verdächtig« werden, weil sie in der Noth treu zu ihrem Volk« halten und die „Politik deS VerratdeS" bekämpfen. WaS die bessere fachliche Ausbildung deS gewerblichen Nach-wuchseS anbelangt, so müsste gerade auf diesem Gebiete der Staat viel mehr leisten al« bisher. Die Gewerbetreibenden haben derzeit Sorgen genug; sie sind nicht in der Lage, neue Opfer auf sich zu nehmen. Der Staat wirft ja fönst das Geld mit vollen Händen hinaus. Worte allein thun'S nicht. Mit solchen lassen sich die Gewerbetreibenden nicht mehr abspeisen; sie wollen Thaten sehen. Wstksgenossen! GraSlitz, am 29. August 1899. Der Tod hat Ernte gehalten in unserer Stadt. Auf den Spitzen der Bajonnetle, auf den Kugeln der Manlichergewehre kaut er dahergerast und holte sich seine Opfer. Dort wählte er sich den blühenden Jung-ling, den Stolz und die Freude seiner Eltern, denen er den einzigen Sohn raubte; dort wieder mähte er den stillen Mann, den Familienvater nieder und rif« ihn aus dem Kreise seiner Familie, die schreckensbleich an der Leiche des Ernährers stand. Neben de» Todten aber giebt es noch eine größere Anzahl Schwervcrwundeier, welche die Ernährer ihrer Angehörigen waren und heute zwischen Tod und Leben schweben. Wieder andere sind verhaftet und schmachten im Kerker, während ihre unschuldigen Kinder, bezw. Frauen brotlos sind. Die Ereignisse des 20. August sind sattsam be-kannt, denn die öffentliche Meinung hat sich über daS Eingehendste mit ihnen beschäftigt. Wir wollen daher von einer Schilderung derselben absehen, und obwohl unS heute noch das Herz in stürmischer Erregung klopft, obwohl uns das Blut heiß in den Adern wallt und die Lippe bebt, so muss doch ein anderes Gefühl in unS die Oberhand gewinnen, das Gefühl deS Mitleids, welches Hilfe für die nothleidenden Angehörigen der Erschossenen, der Verwundeten und der Verhafteten, bezw. jener, welcher etwa ein ähnliches Schicksal noch wartet, fordert. Wie sehr die Hilfe noth thut, ist aus folgender Liste zu ersehen, die den gerichtSärztlichen Befund darstellt. A. Todte: I. Michael Dietl, Schuhmacher, 56 Jahre alt, Vater von 6 Kindern; 2. Georg Bäuml, Maurer, 27 Jahre alt, Vater von 2 Kindern und 3. Friedrich Sto-wasser, Holz-Instrumenten macher. 4. Rudolf Rödig, Schlosser, 19 Jahre alt. ö. Schwerverwundete: 5. Josef Pötsch, Gelbgieber, 21 Jahre alt, erhielt durch eine Kugel den linken Vorderarm zerschmettert; sein Geschick ist tragisch. Vom Militär entlassen, nm feiner alten Mutter eine Stütze zu fei l, wuide er dauernd zum Krüppel geschossen. 6. Wenzl Böhm, Drucker, 44 Jahre alt, erlitt eine schwere Verletzung de» Unterschenkels. 7. Ernst Kriegelstein. Weberssohn, ein elfjähriger Knabe, er erhielt eine schwere SchusS-Verletzung des Oberschenkels. Die Kugel schlug ihm daS Fleisch ungefähr ein dm3 so heraus, als ob man Möitel von der Wand herausschlagen würde. 8. Jacob Willnauer, Weber, 15 Jahre alt, erhielt eine schwere Schussverletzung durch den Kopf. Die Kugel drang An demselben Tage wurden die folgenden fünf Briefe nach der Hauptstadt abgesandt: * I. Wie schade, liebes Männchen, dass Du am Sonntag nicht herauskommen kannst, es ist hier wunderschön poetisch. eS läsSt sich auf Waldesbänken so herrlich träumen . . . Denke Dir, auch die picante Aeanka Teremtette, die ungarische Soubrette, für die Du schwärmst, ist hier. Und Toiletten hat sie, einfach entzückend. Ihr Bicycle-Coftüm ist ein Gedicht — mit kurzen „Strophen" und reichem „Inhalt". Sie wird natürlich von vielen Herren umschwärmt, doch verkehren auch wir Damen gern mit ihr, in der Sommerfrische wird man bald bekannt, und eS wäre lächerlich, hier zimperlich zu thun; wir sind sroh, einen solchen Schatz von Heiterkeit hier gefunden zu haben. Du hättest Deine Freude an ihr. denn sie ist im Privatleben ebenso herzig, wie auf der Bühne. Aber Du hast recht, lirbeS Männchen, dass Du Dich nach der vielen Arbeit mit der Reise hierher nicht abhetzest. ES ist ja au» aiideren Gründen sehr erfreulich, dass sich die Geschäfte häufen, aber achte daraus, dass Du eine Uebrranstrengung vermeidest. Du mein armeS Männchen! Musst in der heißen Stadt schwißen, während ich mich hier im Hochgebirge an den Herr-lichsten Seen ergeh«. Ich mache mir manchmal rückwärts ein und kam im Gesichte wieder heraus sein Befinden ist ein relativ gute». 9. Franz Lang Hammer, Jnstrumenlenmach«, 18 Jahre alt, erhielt eine schwere Schussverletzung am linken Schulterblatts Da seiue Wunde zu eitern anfieng, mussten die Aerzte. den Wundcanal aufschneiden. Die fünf Letztgenannte» liefen im Krankenhause zur Behandlung. 10. Der Bäckergehilf« Reiter erhielt eine schwere SchnsöverletzuiW am Arme. I I. Die Mutter des schwerverwundete» Kriegelstein erhielt einen Schuls über die Schulter. All« Todten, sowie sämmtliche Verwundeten sind nach dem gerichtSärztlichen Befunde von rückwärts geschossen worden. C. Verhaftet«: 1. Josef Korayin. Hausierer. Witwer, Vater vo» 5 unmündigen Kindern, deren ältestes erst 8 Jahr« alt ist. 2. Adam Wilhelm, Taglöhner, Bater eineS Kindes. 3. Wilhelm Bauer, Tischlerlehrling. Außer« dem befindet sich noch eine große Anzahl Beschuldigter in Untersuchung. Die in diesem Verzeichnisse Angeführten gehören verschiedenen Parteien an, aber alle sind Deutsche, es sind deutsche Bürger, deutsche Arbeiter, somit — möge» sie nun dieser oder jener Partei angehören, sich zu dieser oder jener politischen Gesinnung bekennen — Deutsche. Volksgenossen, Deutsche Brüder I DeSbUd soll ihnen auch ohne Unterschied Hilfe zu Theil werden, ihnen allen, bezw. ihren nothleidenden Angehörigen sollen die Spenden nach Bedürfnis gewidmet fein, welche bei dem gefertigten Deutschaationalen HilfSauSschusse ei»-laufen. Diese Spenden und ihre Vertheilung wird derselbe regelmäßig in ten Zeitungen veröffentlichen. j Trage jeder Volksgenosse durch eine Liebesgabe dazu bei, nach seinen Kräften die Roth lindern zu helfen, damit nur einige Tropfen Balsams da» schwere Leid mildern; -S gänzlich zu heilen, wird selbst die Zeit, aller Leiden Stiller, nicht vermögen; trag« jeder deutsche Volksgenosse dazu bei, dass sich zu dem Leide in den Familien der armen unschuldigen Opfer nicht auch noch die Noth und der Hunger gesellen! Um milde Gaben wird daher dringendst gebeten. Für den d«utschnationalen HilfSausfchufS: JUDr. ßarl Witter KriegeMein v. Sternfett, Rechiianwalt. JIUDr. Heorg Mitter vo« Stein, Obmann-Stellverireier der Ortsgruvve Graslitz des iJunbei der Teutschen in Böhmen. Hermann Fuchs, Mit-Chef der Firma „Bohlans u. Fuchs". Heorg Kraenka, Schriftleiter. Wenzet Heöter, Baumeister und Obmann deS „Gewerbe-Vereines". Daniel Kohtert, Mit>Ches der Firma „Vmcenz kohlert'S Söhne". Anton Stark, Eh«f der Firma „stark u. Köstler". Anton Herstner, Koiert KölUer» Baumeister. Gelbgietzer. 1 Angnlt Kochöerger, Baumeister und Obmann - steUvertreler deS „Deutschen LoltSoereineS". Aran; Stiever, Obmann des deulschnationalen ArbeiterbundeS. wirklich Vorwürfe — und rote ich Dich bedauce! Nun leb' wohl, mein liebeS Männchen, ich schicke Dir 1000 Küsse. Deine besorgte Mathilde." I\ 3. Die Teremtette läsSt zwar, um gewissen Verfolgungen zu entgehen, in den Zeitungen ver« breiten, sie verbringe die Ferien in der Heimat, sie bleibt aber jedensallS noch bis in die nächste Woche hier. ?. 8. Wenn Du nicht herauskommst, so schick' mir doch wenigstens daS hübsche Tourislen-Costü«, daS Du mir versprochen hast. Die Geschäfte 6«!>m ja gut!" * • IL .Da« mit der maschin lieber Alter ist doch ein seer Unangenehmer zwijchenfall mier get «S gutt ich tu den Ganzen tat nur Ejen und Trinken wir haben nämlich eine undezalldaare Wirthin unter sechs siebe« gängen am muiat thut 5i£ nicht und am Abend drei vier heute hatten wir Capaun mit Hafcheh und Ragguh von trüsseln gefallt denk Dir Ein pfundt trüsseln nihmt sie zu ein Capaun das Hascheh au» zarten Hühnerbrüstchen mit den son-stigen darin ist sie eine Speciaaluhet der Capaun war mit Speckschnitte und Gewüctz belegt dazu braun« sohS mit Zucker und Citronen in glüht gedünstet und daS Ragguh darüber ich sag' die 1899 Aotitische Wund schau. sin Auchs als Ariedensengel. Dem ver« dichtigen Treiben des unverbesserlichen Kuppler« ihhimecky. ist nun eine „VerständigungSaction" seilen» de« Präsidenten de« Abgeordnetenhause». Dr. von Fuch», gefolgt. Ein Mensch, der unier kn niederträchtig volkSverrätherischen Miigliedern der Katholischen VolkSpartei ruhig zu den nieder» nichtigsten gezählt werden darf, wagt e«, zwischen rechte und link« „versöhnend" wirken zu wollen. !ec gefährlichste aller Deutschseinde, der ilnic.tli«mu«. dem vor allem wir Deutschen unfer« ftzmachvolle Lage verdanken, kommt in weißem «leide mit der Friedenspalme, al« hätte er den ttatpftn der letzten Jahre mit verbundenen Augen Mschen, die Wage kühler Unbefangenheit in ver HM. Eher noch wären die Jungischechen zur Rolle M Makler« geeignet, al« der clericale Fuch«. Wir Teutschen wollen aber überhaupt nicht« wissen von Lnständigung, solange nicht nur unsere elementarsten Änderungen/ beding»nglofe Aufhebung der Kpiichenoerordnungen u. a. nicht erfüllt, sondern Zag für Tag noch neue Impertinenzen dazugefügt miden. Ein deutscher Abgeordneter, der den trau-nzm Muth besäße, am 24. d. M. um 11 Uhr «rmitiag« in der Kanzlei de« Fuch« zu anderem Zvicke zu erscheinen, al» dem Frechling ein »rast-bw zuzurufen, müsste vom deutschen Volkssorn« »erbittlich weggefegt werden. Weg von Fuch«, md hin zu Wolf, ist die Losung der deutschen Lählerschast, die sie mit jedem Tag aul« neue slinmisch erschallen läsSt. Sprach doch Wolf in Leidnitz die herrliche Versicherung au«: las« die Zelegation« wa h len nicht zustande kommen, und wenn man da» Leben Ussen müsse. Graf Thun dürfe aber überhaupt nicht mehr in« Parlament kemmen, denn da würde er Dinge über Sratlitz hören, die ihm mehr al« un-„genehmwerdenwürden. Die Delegation«->al}l hänge von der Aushebung der Sprachenver-«ditungen und von der Revision de« Ausgleiche« id, dann werde e« im Parlament wieder ruhig «rdin. Heilige Pflicht jede« deutschen Abgeordneten ifl i«. dem kühnen Führer der Deutschen mit aller »kllst beizustehen. In diesem Gedanken blicken wir mtrauenSvoll vor allem auf die Deutsche Volk«-«toi. Hin lumpigcr Schwindel. Die „Ostdeutsche Klndschau" kennzeichnet in einer ihrer letzten Kuimern die unlauteren Bemühungen der „M ü »-«hener Zeitung", welch« die Postdebitenziehung ter „Münchener Neuesten Nachrichten" zum eigenen Vinheil ausnützt und sich an Stelle de« verbotenen flotte« in den Alpenländern eindrängt. Der Wiener Korrespondent der »Münchener Zeitung" ist derselbe mg. (Czerny, der sich auch Stolzing zu nennen be» litdt), der im „BreSlauer Generalanzeiger" sich in der schuftigsten Weise über die deutschen Parteien «icheleert hat und dessen Berichte dann mitunter »Regierungsblättern al« reich«deutsche Stimmen pM un« Deutsche citiert wurden. Nun thut der Lnrsche in der „Münchener Zeitung" wieder deutsch, nt alpenländische Abonnenten fangen zu helfen. Lrr zweifeln gar nicht daran, das« die „Münchener da« war ein Capaun von dem kann man träumen ich miiß ja di« all« Bngitt kocht gutt aber so etwa« Itfeqt sie Dir nicht zu stand und alle tat hat sie ttirnJ neue«. Heute meinte die Hauswirten nämlich tredien die Du ja so gerne haben wir hier Uiber» slijt nächsten Sonntag kriegen wir krebsen in Sahne ml schampinjons Spargelköpf und Spanischen zwisel sofl ElwaS auserlesene« fein wie die Hosrättin sagt Q'.jc sli gegrüßt würd dir gutt thun ach» Tak hier ßsse» sag der Brigitt sie soll reinemachen nicht vergessen und dem schuster er soll mir ein paar Lichte schuh schicken die numer weiß er schon. Deine treue Ottilie. wenn ich einen Fehler in Rechtschreibung ge-macht habe, so Schreib» mir Die Brigitt soll die marillen nicht zu Theuer knien zu den marmelahten hier sind« seer billich." » « IIL „Lieber Alfred l Ich bitte Dich, schicke mir gleich Geld — so viel Tu hast — kannst ja da« ganze Jahr Geiz-ball sein — ich trage ja ohnehin alle« geduldig --ab«r wenn man in der Fremde ist. kann mann nicht alle« fo berechnen--hi«r ist nämlich hohe» Spiel--ich habe daS ganze Geld, »»mit ich bis Ende August auskommen foll, ver- Zeitung" nicht umsonst die Dienste sür Herrn Thun zu leisten hat. Wir warnen nicht nur vor diesem Blatte, sondern fordern unsere Gesinnungsgenossen auf, diefe« Blatt überall in den Alpenländern, wo e« etwa doch eingeschmuggelt werden sollte, hinaus» zuwerfen. Wieder eine Kereinsaussösung. Wie die „Ostdeutsche Rundschau" meldet, wurde der vom Abgeordneten Schönerer im Jahre 1894 begrün-dete „Bund deutscher Landwirte in der Ostmark", dessen Ehrenvorstand Schönerer war und oer über 7000 Mitglieder zählte, behördlich aufgelöst. An feine Stelle ist der «teutsche Landwirte-Bund" getreten. Z)reysns ist vernrtheilt. Fünf von den sieben Mitgliedern de« Kriegsgerichtes, gegen welche auch nicht der Schein der Bestechung oder Corruption vorliegt, haben nach ihrem besten Wissen und Ge-wissen da» Urlheil gefällt. Und wenn nun dagegen die Presse, die ja feit Wochen mit Hochdruck arbeitete, ein Wehgeheul anstimmt, so gilt dasselbe weniger der Person de« Dreqsu«, al« der Erkenntnis, das« da« gesammte Judenthum eine mächtige Ohrfeige bekommen hat. Die geschäftigen Tmtenkuli« schrieben sich fast die Hände wund, erschöpften sich in Rühr-geschichten, flegelten die Zeugen, die gegen die arme Taub« auszusagen wagten, an, und all dies ohne di« Richter in ihrem Spruche beeinflußen zu können. Darum jetzt diese ohnmächtige Wuth. Dreyfu» musste ja freigesprochen werden, weil er eben der DreyfuS ist und darum musst« die „Affaire", die unS eigent-lich gar nichts angeht, zum Europa bewegenden Drama aufgebauscht, mustten stet» unter der MaSke der Menschlichkeit dem sensationslüsternen Publicum erschütternde Nachrichten vorgesetzt werden, welche daS allgemach schon erschlaffende Interesse wach er-hallen sollten. Warum rührt sich denn die Mensch» lichkeit dieser Blätter nicht angesicht« jener Justiz-morde, welche gegenwärtig die Rachsucht Milan« in unserer nächsten Nähe zu verüben im Begriffe steht? Die Antwort liegt wohl so nahe, das« wir sie nicht erst zu geben brauchen. Hin sehr bemerkenswertes Wort über die Berufung Chlumecky'S zum Kaiser von Oesterreich bringt die „Kölnische Zeitung": „AIS Szell und Chlumecky damals eine auf-fällige Besprechung hielten, konnte ich darüber authentisch melden, sie habe keine Actualität, aber für di« Zukunft vi«lleicht Bedeutung. Dasselbe gilt von der jetzigen langen Unterredung deS Kaiser« mit Chlumecky. E« handelt sich bei ChlumeckyS Be» rufung nach Jschl noch nicht um die Berufung zur Bildung eine« neuen Ministerium«, sondern, so viel bekannt, hauptsächlich um die Frage, wie die bedrohten DelegaiionSwahlen zu ermöglichen seien. . . . Sobald der Ausgleich thatsächlich durch-gesührt ist, wird Thun überflüssig, und eS rückt die Frage der gesetzlichen Ordnung der Dinge, vor allem der Delegationswahlen, heran." Der Kaiser von Oesterreich würde aber bald erfahren, dass die „liberale" Stütze, welche er für die Politik seines Ministerium« zu suchen scheint, morsch geworden ist im Lause der letzten Jahre. spielt--und Ehrenschulden habe ich auch ge» macht--man kann nicht zurückstehen-- die muss man bezahlen — also raffe zusammen wa« Du hast — und schick' eS mir--ich bin über den Verlust in solcher Aufregung — ich kann gar nicht schreiben — ich schließe auch wegen der Post — so viel habe ich im Leben nicht verloren --unverantwortlich, eine Frau so ohne Geld dasteh'n zu lassen-- Deine verzweifelte Julie. Di« Summe, die ich verloren habe, will ich Dir gar nicht sagen — erst nach und nach —" • ♦ IV. „Mein armer Karl I Also wirklich? Du kannst nicht herauskommen? Wie ich Dich bedauere! Müssen die im Ministerium auch im Sommer con» ferieren I Ich erlaube mir keine Bemerkung darüber — um den schuldigen Respect nicht zu verletzen, den Du ja immer beobachtet haben wirst, trotzdem daS Ministerium nie Rücksicht auf die Frauen nimmt — aber — ich sage nicht» wie .aber'. Hier ist nichts Neues. Einen interessanten Gast haben wir — denke Dir, den Sultan von Kung, mit Brillanten auf der Mütze, daf« man sich nicht satt sehen kann. Tragen in Kung die Frauen auch Brillanten auf den Hüten? E« wäre eine sehr 3 Ans Stadt und Land. Kamiliennachricht. Dienstag den 12. d. M. fand in der Plarrkirche zu PurkerSdorf bei Wien die Vermählung deS Herrn Dr. Gregor Kroi«» leitner, Steuer-Oberinfpector in Cilli, mit Fräu» lein Marie Modi statt. Hrnennnngen im Aultijdienste. Der Kaiser hat den LandeSgerichtirath Dr. Alexander R i e g» l e r zum Rathe beim Grazer Oberlande«gerichte und die LandeSgerichtSräthe Victor R o ch e l und Warmund Ritter von Kar n itsch n igg zu Vice-Präsidenten beim Grazer LandeSgeriiite ernannt. Hrneunungen im Aechtsditnke. Das Ober» landeSgericht für Steiermark. Kärmen und Krain hat ernannt den RechtSpraktikamen beim k. k. KreiSgerichte in Cilli Anion Muley zum Au-fcultanten sür den OberlandeSgerichtSsprengel Graz, und den RechtSpraktikanten beim Kreisgerichte in Marburg Franz O«vatic zum Auscultanten für den OberlandeSgerichtSsprengel Graz. Ernennungen im Landesvnrgerschnldienlle. Der LandeSausschus« hat in seiner letzten Sitzung im Stande der LandeSbürgerschulen ernannt zu Direktoren die LandeSbürgerschullehrer Anton Paul und Josef Sahner, ersteren für Cilli, letzteren für Voitsberg, weiter? zu LandeSbürgerfchullehrern die Volksschullehrer Rudolf Fiala und Ludwig Oprefchnig, ersteren sür Voitsberg, letzteren für Hartberg. Der LandeSbürgerschullehrer Karl Frey« berger wurde über sein Ansuchen von Hartberg nach Cilli versetzt. Wählerversammknng des Avgeordneten Pr. Aosef Sommer. Donnerstag den 14. September wird unser rührger Abgeordneter Herr Dr. Josef P o m m e r seinen Cillier Wählern über seine Thätig» keit Bericht erstatten und den ZwangSauSgleich mit Ungarn eingehend erläutern. Die hochinteressanten und actuellen Ausführungen werden sicherlich einen sehr starken Besuch der Versammlung rechtfertigen, welche um 8 Uhr abendS im Saale des „Hotel Terfchek" beginnt. Deutsche Wähler, erscheinet voll» zählig l Z>ie Windischen und das Südmarktest. Die gesammte windische Presse befindet sich im Zustande hochgradiger Nervosität. DaS tschechische Hetzfest hat gar keinen politischen Rebbach eingetragen, ja man ist bekanntlich sogar im eigenen Lager über» einandergekommen. weil irgend ein „Slovene" in einem lichten Augenblicke die Stadt Cilli als sür die Slovenen „fremdes Gebiet" bezeichnet hat. Der radicale „Slov. Narod" erklärt einen „niedri» gen Clericalen" al« Urheber dieses „verräth«» rifchen" Ausspruches, der clericale „Slovenec" schweigt darüber ganz, wa» als Zugeständnis an» gesehen wird, der .Slov. Gofpodar", da« Organ des Marburger DomcapitelS, ist jedoch der Ansicht, das« die Worte „fremdes Gebiet" nur der Feder irgend eine» „niedrigen Krainer Slovenifch» liberalen" entflossen sein könne. Wir glauben dem „Narod", wenn er da» „Vaterland", in dem der schreckliche Verrath begangen wurde, nicht sür so dumm hält, dass e« einem unbekannten liberalen Politiker der flovenifchen Partei aufsitzen könnte. „Narod" bezeichnet ganz unverblümt den Dr. Schusterschitz, der bekanntlich auch eine kleine schöne Mode. Du bist imstande, zu sagen, die Frauen in Kung tragen überhaupt keine Hüte. Das sähe Dir ähnlich. Ist aber undenkbar. Ich kenne Deine Spässe. Der Sultan ist sehr leutselig, spricht die Leute auf de» Spazierwegen an — englisch — und wenn sich einer mit ihm unterhalten kann, so gibt ihm der Sultan gleich seinen Orden, Leoparden» orden oder so etwa». So einen könntest Tu auch kriegen, wenn Du hier wärest. Du hast ja noch so wenig, könntest ihn ganz gut brauchen und die Brillanten mir schenken, denn die Leoparden sind in Brillanten. Aber freilich. Du kannst wegen diesen unglücklichen Konferenzen nicht kommen, wa» nützt Dir jetzt Dein Englisch? — Schreibe mir au»-sührlich, denke manchmal ein bischen an mich und fei vielmals geküsst von Deiner Wilhelmine. Denk Dir, ein gewöhnlicher RechnungSrath hat auch den Orden bekommen." * * • V. „Liebster! Sei doch fo freundfich und schicke mir da« Tandem, da» Du ja während meiner Ab-Wesenheit nicht brauchst. Gruß! In großer Eile Victorine." Am nächsten Sonntag trafen die Herren Ehe» gatten sämmtlich „zufällig" in St. Wolsgang zu-sammen. 4 deutschnationale Vergangenheit hat, als den Ver« räther, der seit zwei Wochen am windischen »Schand-psahl" steht und melancholisch „an der Laterne" baumelt. Zu diesem Missgeschicke ist nun noch der Umstand getreten, dass gegen die Macher der Tschechencomödie, die Herren Sernec und D«cko, dem Vernehmen nach die ftrasgerichtliche Unter-suchung wegen Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit eingeleitet worden sein soll. So ist eS sehr erklärlich, das« die ganze windische Presse in sinnloser Wuth tobt und über daS Südmarksest, dessen prächtiger äußerer Anstrich und glänzender Verlaus den Pervaken ganz unzweideutig gezeigt hat, wer Herr in Cilli ist, einen Lügenkohl zu-sammenbraut, der bei jedem Theilnehmer der Süd-Markfestlichkeiten einen urkomischen Eindruck machen mns«. Da wird gelogen, das« nur 35 auswärtige Gäste hergekommen seien. Und wegen 35 »Mandeln" ein« solche Wuth! Diese kleine Zahl Hai also den Herren so furchtbar imponiert! In ihrer Wuth-blindheit haben die samosen Gesellen eben nur jeden zwanzigsten Südmarksestgast gesehen. Auch die übliche Beamtendenunciaiion hat diesmal einen recht komischen Charakter. Herren, die als Festtheilnehmer denunciert werden, wie Slaatsanwalt Ekl und Prosessor Binder au» Laibach, wären vielleicht recht gerne beim Parkseste gewesen — wenn sie gekonnt hätten, denn daS Fest war ja so schön und so harmlos, dass sich auch etliche einge»chlichen« Slovenen dabei recht gut unterhalten haben. Auch das kann nur Heiterkeit erregen, dass „keine schwarz-gelben Fahnen" zu sehen gewesen seien — die Geschichte von Lichtenwald hat gezeigt, dass die Herren solche Fahnen nichl sehen können und da haben sie eben in Cilli beide Augen zugedrückt. Die Cillier Polizei kommt auch diesmal schlecht weg: der Zweck heiligt die — Lüge. Am meisten aber haben wir darüber gelacht, dass sich Herren über die muster-haste Ruhe und Ordnung, die zur Festzeit in Cilli herrschten, gar so grimmig geärgert haben. Wir machen eS eben den Sernec, Delfchko und „Dr." Hribar nicht nach. Viel hätte freilich nicht gefehlt, und die Sicherheitswache und die zum Schutze der Stadt ausgebotene Gendarmerie wäre in Acnon getreten — gegen jene windischen Rausbolde, die schon im Vorjahre die Stadt unsicher machten. In allen Umgebungsgemeinden war nämlich von d«n Cillier Slovenen eine wüthende Agitation einge» leitet. Die Bauern wurden aufgehetzt, in die Stadt zum Südmarkfeste zu kommen und hier Excesse gegen die Deutschen zu inscenieren. Die »Führer" haben sich aus Cilli gedrückt, um die Bauern allein „wirtschaften" zu lassen. Diese aber sind den Doctoren nicht aufgesessen, da sie ja von der Ueber» zcugung ausgehen, dass die Cillier Deutsche» ihnen noch nie elwaS BöseS angethan haben. Die Bauern, welche ja auch die Ruhe lieben, sind also schön zuhause geblieben. Nur etwa 30 Burschen und Knechte wurden im Narodni Dom von einem »Doclor" mit Wein, Bier und Cigarren reichlich regaliert, damit sie den richtigen KampseSmulh be-kämen. Die Labung ist aber so start ausgefallen, dass die betrunkene Gesellschaft samml ihrem Doctor zu matt war, um thätlich einzugreifen. Ver-muthlich hat die begreifliche Furcht da auch noch ihre Rolle gespielt. Die Drohung des „Narod", dass eS zu windischen Demonstrationen kommen werde, ist somit schändlich inS Wasser gefallen, sie hat auch keinen Deutschen abgehalten, sich an dem so prächtig verlaufenen Feste zu beiheiligen. So wünschen wir denn den Herren baldige Genesung und Beruhigung! Sie hätten sich über die große Eroberung von Laibach: Anbringung von slooeni-schen Straßentaseln, nicht die Freude verderben lassen sollen. ES ist wahrhaft komisch, dass uns die slovenische Politik der Tragikomödien gar so viel zu lachen giebt. Zum SudmarkfeAe. Alle jene, welche noch Zahlungsforderungen über Leistungen beim Süd-markseste zu stellen haben, werden gebeten, ihre Rechnungen dem Obmannstellvertreter Herrn Dr. Eugen Negri (Postgebäude) zu übermitteln. ßoucurs. DaS KreiSgerichl in Cilli hat über daS gesammte Vermögen de« AloiS H o b a ch e r, Regenschirm-Erzeuger in Cilli, den ConcurS eröff-net. Zum ConcurS Commissär wurde Landesgerichts-rath Ludwig Perko mit dem Amtssitze zu Cilli und zum einstweiligen Masseverwalter Dr. August S ch u r b i, Advocat in Cilli, bestimmt. Wählerversammlung der Krwerösteuergesell-schaft der l. und II. ßlasse. Es wird auch an dieser Stelle daraus aufmerksam gemacht, dass Freitag den 15. September d. I. um 8 Uhr abends im Saale des „Hotel Florian" in Graz eine Ver-fammlung der Wähler der Steuergesellschaft der I. und II. Classe stattfindet, bei welcher eine Can- „Viufthc Wacht" didatenliste einerseits sür die auf den 20. d. M. anberaumte Wahl der Erwerbsteuercommisswn sür die Sleuergesellschaft der I. Classe und andererseits für eine auf den 21. d. M. angesetzte Wahl sür die Steuergesellschaft der II. Classe vereinbart werden wird. Für diese beiden Classen besteht bekanntlich der Veranlagungsbezirk aus dem Sprengel der Handelskammern in Graz und Leoben. Landeslttpendien am Hymnasium i« Cilli. Infolge Beschlusses deS steierm. Landtages vom 18. Mai 1899 gelangen am StaatSgymnasium zu Cilli 5 Stipendien zu 100 fl. und 5 Stipendien zu 80 fl. zur Verleihung. Die Ausschreibung wird alljährlich im December erfolgen. Verunglückt ist beim Wetierfchießen Samstag den 2. September der Winzer Johann Kovaöiü beim Weingarten deS Herrn Franz Kartin in St. Peter, Bärnthal. Leider ist dieser brave sachkundige Mann am 10. d. M. an den Brandwunden ge-stürben. Die trauernde Wilwe mit 7 Kindern er-hält, da Kovaöiö durch den Herrn Franz Kartin gegen Unfall versichert war, 4000 Kronen aus-gezahlt. Benützet die wohlthätige Einrichtung der Unfallversicherung. F>ie Hrazer postdirection. Ein ganz unge-heuerlicher Fall von Rücksichtslosigkeit oer Grazer Postdirection gegen eine langjährige Bedienstete wird der »Ostdeutschen Rundschau" mitgetheilt. Am 28. v. M. wurde in Pragerhof die Abgängig-keit der Postmeisterin Prähauser bemerkt. Man fand, als die Wohnung geöffnet wurde, auf dem Tische die Kafseschlüssel, ein Telegramm an die Schwester der Unglücklichen, ferner Briefe an den Pfarrer, worin sie ihm ihr Vorhaben, sich zu töd-len, mittheilt und dies damit begründet, dass sie von der Postdirection nach 30, schreibe dreißig« jähriger treuer Dienstzeit an die Lust gesetzt wird. Bewohner deS Orte» und die Gendarmerie fanden die Unglücklich« in einem Acker mit geöffneten Adern, abrr »och lebend. Man brachte sie fofort nach UnlerpulSgau in die Pflege des Oberlehrers und Dr. Wolf leistete ihr die erste ärztliche Hilfe. Sie halte zuerst eine Mischung von Chloroform und Morphiumlösung zu sich genommen und war auf den Friedhof geeilt, um am Grabe ihres Mannes den Tod abzuwarten. Nachdem sie über eine Nacht bewusStloS gelegen und gegen Anbruch des Tage» wieder zu sich gekommen war, brachte sie sich mit einem Rasirmesfer am Arme schwere Verletzungen bei. Die unglückliche Frau Prähauser war seit 30 Jahren im Pragerhoser Poslamie un-ermüdlich thätig und ließ sich nicht das Geringste zuschulden kommen. Da nun durch die Steigerung deS Verkehrs die Ansprüche, die man an sie stellen musSie, immer größer wurden, sah sich die Post-direciion veranlasst, dem Amte einen ärarifchen Leiter — Postofficial — zuzutheilen. Nun begann die Direktion der Postinhaberin stückweise ihre Rechte zu nehmen und ihr Einkommen zu schmä-lern, bis man ihr auch die bisher vertragsmäßig zugewiesene Wohnung kündete. Die einstige Post-inhaberin war längst zur bloßen Bediensteten dcS AmleS geworden, und nun setzt man sie durch Kündigung ihrer Wohnung binnen sechs Wochen sozusagen kurzweg an die Luft. Sie wag ja „normalmäßig" keine Ansprüche an daS Aerar haben, aber man hätte doch wohl die dreißig Jahre dienende Frau berücksichtigen können, deren einziger Beruf und Erwerb der Postdienst im Laufe der Jahre naturgemäß geworden war. Wenn man schon keine genügende Verwendung, welche ihr eine leidliche Fristung deS Lebens ermöglichte, für sie hatte, so braucht man sie doch nicht stracks auf die Straße zu jagen. Die beträchtlichen Ueberschüsse des Postärars würden eS wohl auch al« billig er-scheinen lassen, der allen Fran einen »Gnaden-gehalt" auszuwerfen, wenn sie auch keinen Anspruch aus „normalmäßige" Pension haben sollte. Hlann, am 12. September. Wähl er ver-sammlnng de» Abg. Dr. Pommer. Am l l. d. M. fand im Saale des „Deutschen Heim»" unter dem Vorsitze des Herrn Bürgermeisters F a-l e S ch i n i eine sehr gut besuchte Wähleroersammlung statt, in welcher der ReichSrathsabgeordnete Dr. I. Pommer seinen Rechenschaftsbericht erstattete. Der Abgeordnete sprach in ausgezeichneter, sast dreistündiger Rede über die vom September 1898 bis 31. Jänner 1899 währende Tagung des ReichSralheS; er gab einen eingehenden Bericht über seine Thätigkeit und di« im Herbst« vorigen JahreS eingetretene sogenannte „neue Taktik", über welchen an der Hand eines umfangreichen Dokumenten-MaterialeS den nöthigen Ausschluss gab. Im weiteren Verlause seiner Rede sprach der Abgeordnete über die Wirtschaft mit dem § 14 und den ungarischen Ausgleich. Am Schlüsse seiner — von 18&9 den Wählern mil sichtlichem Interesse verfolgten — vortrefflichen und mühevollen Ausführungen, be-antragt Dr. Pommer die von ihm schon in der Versammlung deS deutschen Vereines in Cilli am 25. März 1899 vorgeschlagene Resolution, welch« einstimmig angenommen wurde. Lebhasier Beifall lohnte unseren Abgeordneten für seine klaren Dar» legungen. Herr Apotheker Hans S ch n i d e r« s ch i t s ch beantragt nun folgende Resolution, welche ebenfalls einstimmig zur Annahme gelangt«: „Die heute versammelten Wähler RannS danken ihrem verehrten ReichSralhSadgeordnete» Herrn Dr. Josef Pommer sür seine treffenden Ausführungen und namentlich dafür, dass er den Verkehr mit seine» Wählern so rege ausrecht erhält. Sie bitten ihn — gestützt aus die bisher gemachten Erfahrungen, das» nur thatkräftiges Handeln, nie jedoch da« von einigen Parteien immer wieder beliebte und die Wählerschaft jedesmal nur verwirrende »Unter-handeln" den Deutschen helfen kann. — um ein rücksichtsloses, nur vom VolkSintercfse geleitete« Vorgehen, bis da» gegenwärtige deutschfeindliche System beseitigt und dem deutschen Ostmark-Volke sein Recht geworden ist". Unter herzlichen Dankes-und VertrauenSworlen an den Abgeordneten schloss der Vorsitzende in sehr vorgerückter Stunde die Versammlung, welche das vollste Einvernehmen zwischen dem Abgeordneten uno seinen Wählern klar zum Ausdruck gebracht hatte. Am Kauptganlage des llcirischen Hlad-fabrcrgauvcrbandes, welcher am 8. d. M. in Judendurg natnand, wurde einstimmig beschlossen, den nächstjährigenHauptgautag inCilli abzuhalten. Heil! Die Neuwahlen haiien folgendes Ergebnis: Dr. Franz Pefferl erster, Franz Fuch« zweiter Vorsitzender; Dc>mmeS erster. Heider zweiler, Gratzmann dritter Gaufahrwarl; Drazilund Querefer Zahlmeister; Tauber, Guschnigg und SlresSler schrislsührer; Dr. Miglitz, Dr. Stauder, Koneczny und Pichler Beisitzer. Der Gauverband tritt dem neu zu gründenden Bunde der Herrensahrer-Ver» bände Oesterreichs bei und beschließt die Heraus-gäbe einer wöchentlichen Bundeszeitung. Der Gau-vorstand beantragt, künftig keinerlei Rennen, weder auf der Straße noch auf der Bahn zu veranstaltrn. Die Begründung de» Antrag«« liegt in den letzten Vorkommnissen beim steirischen Herrensahrer-Rennen. Nahezu einstimmig wurde der Antrag angenommen, erhöhte Aufmerksamkeit dem Tourensahren und der Straßenverbesserung zuzuwenden. Dem bisherig«» Vorstand wurde da» Vertrauen kundgegeben. ßrabrenncn in Marburg. Das am Freitag den 8. September in Marburg stattgefunden« Herbst-trabrennen nahm einen sehr interessanten Verlaus. Die einzelnen Leistungen müssen al« hervorragend« bezeichnet werden. An dem Rennen betheiligte sich aus Cilli Herr Franz Vollgruber mit der sünf-jährigen ungarischen Fuchsstute Vercse (v. Pan), welche im Badener Fahren üder 3000 w als vieri« mit 5 Minuten 25 Secunden am Ziel« anlangt«. Der Bericht der Grazer „Tagespost^, welch« Herr« Vollgruber als fünften und Herrn Schüdl auS Graz (ver in 5 Minuten 55 Secunden gefahren ist) al« vierten bezeichel, wird hiedurch richliggestellt. Im Fahren um den Wiener Preis (2000 m) war Herr Vollgruber mit 60 m Zulage zweiter mit 3 Minuten 44 Secunden. Im Fahren um den Thesenprei« (2000 w) musste Herr Vollgruber 380 m Zulage geben, wogegen die anderen Be-werber 50 und 25 m Vorgab« halten. Herr Voll-gruber ist alS dritter mit 4 Minuten 32 Secunden am Ziele angelangt. Zöeiteustein. (Eine verhaute Geschichte.) DaS nationalclencale Fest mit RechenschasiSderichl, veranstaltet vom hiesigen Pfarrer und ReichSrath-abgeordneten I. ?, ickar, welches am 10. d. M. um 4 Uhr nachmittag in Slapernik» Gasthaus zu Paak abgehalitn werden sollte, wurve von der politischen Behörde verbalen. Der hiesig« Pfarrer wollte trotzdem eine Versammlung nach § 2 in diesem Gasthause abhalte», dieselbe wurde jedoch durch die au« Cilli und Umgebung herbekommenen Socialoemokralen gesprengt und der Pfarrer zog eilends mit einer fehr kleinen Schaar Ergebener in das 6 Minuten von dort entfernte Privathau« deS I. Brodej unter forlwährenden P ereat- uns Abzug-Aitkar-Rufen mit Gendarmeriebegjleilung ab. Die Socialdemokraten kehrten dann nach Weilenstein unter denselben Verwünschungen zurück und fuhren um halb 8 Uhr abendS heimwäris. Im obigen Privaihause hielt sodann Pfarrer nach § 2 seinen Rechenschaftsbericht ab. Unter dein Zuhörern befanden sich 8—10 Bauern, der hiesig,« national-clerical« Huterer und Sohn, fernerS d»i« sür da« Fest bestimmten Sänger. 6 Musikante» und einige Idioten. Diesen intelligenten Zuhörer» erzählt« er, 1899 taif er für die armen Bauern im Reichsrathe »ichii thun konnte, da die Deutschen die Arbeit durch Lärmen und Poltern störten. Den Grund, mrum die bösen Deutschen die« thaten, hat der schlaue Herr wohlweislich verschwiegen. Al« Keiner trat auch der sattsam bekannte national« «lecicale Med. Doclor Iankovic, ein guier Freund unseres Pfarrers, auf und ermunterte die vauern, fleißig Z.-ilungen zu lesen und ihr ganzes Venrauen auf die Geistlichen und ihren Anhang » setzen, nur dort werden sie ihr Heil und Rettung 5«den> Auf diesen Herrn Agitator möchten wir unseren LandeSauSschusS ««»merksam machen. Einige Cillier Haupt-sl»oe»en scheinen Lunte gerochen zu haben und bilde« durch ihre Abwesenheit geglänzt. AuS Cilli nur d-r bekannte Hetzer und Prooocateur Dr. Tvetko. Auscultant beim K-eiS-ierichle. als Füh-nr einer fadenscheinigen Abordnung erschienen. Bei sei»» Ankunft war aber Tickar schon auS dem ur-jorünglichen VersammlungSlocale vertrieben und die Cillier Slovenen blieben kleinlaut bei Slabernik fsen, da sie e« nicht wagten, dem Seelenhirten rachzuziehen. Wiudische Dankbarkeit. In Pr...... im Bezirke St. Btarein wurde eine zweiclassige Volksschule erbaut, und vor zwei Jahren eröffnet. Saat der Fürsorge deS Obmannes des OrtSschul-tastj«*, welcher persönlich auch ganz bedeutende Lv'er brachte, steht diese Schule rückfichtlich ihrer Hmrichtung und der beigeschafften Lehrmittel muster-pliig da. Der verdienstvolle Obmann — ein Ärammdeutscher —. welcher auch den Baugrund, faxi« den erforderliche» Grund für den Schulgarten vieilgelilich der Schulgemeinde abtrat, verköstigte i:«r die Wintermonate bei 20 arme Schulkinder a jedem Schultage und bedachte di« arme Jugend im Winter auch mit warmen Kleidern. — Zum AeqierungS * Jubiläum deS Kaisers veranstaltete derselbe ein Schulfest, und wurden die Kinder leider Classen mit Speise und Trank reichlich it.in«; sämmtliche, gewis« nicht unbedeutende ! Äofan «rüg der Obmann einzig und allein auS isig. Die Ausschrist prangt «der heute noch und ist Fürsorge getroffen worden. Mi. wenn eS dem windischen, jesuitisch angehauchten tMnche» und seinem Anhauge einfallen würde, «oa durch einen Gewaltsteich den Beschluss auS-pjchren. dieselben entsprechend gehindert werden. Z>ie Münchner „Neuesten Machrichten", lie gaöaktraftk in Sachsenfeld, Bezirk Cilli» verbunden mit dem Stempelmarken« und Postwertzeichen-Verschleiße mit dem jährlichen Brutto-gewinne von zusammen etwa 373 fl., gelangt im Wege der öffentlichen Concurrenz zur Besetzung. Die Offertoerhandlung findet den 3. October 1899 um I I Uhr vormittag bei der k. k. Finanz-Bezirks-Direction in Marburg statt. Hingesendet. (Ein vorzüglicher weißer Anstrich sür Waschtische) ist KeilS weiße Glasur. Der Anstrich trocknet sofort, klebt nicht und ist vollkom-me» geruchlos. Dosen ä 45 kr. sind bei Trau» & Saget und bei Victor Wogg in Cilli erhältlich sess—2i Herichtssaat. Vom Kodtschtaze freigesprochen. Cilli, S. September 1899. Vorsitzender L.-G.-R. Perko, öffentlicher An-klüger SlaatSanwaltiubstiiut Dr. Bayer, Ver» theidiger Dr. Stepischnegg. Die k. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhebt gegen Anton öket. 63 Jahre alt, verehelicht, Grund-besitzer in Ostrozno, wegen DiebstahleS dreimal abgestraft, die Anklage wegen Todtschlages. Am 11. Juni 1899 kam Anton öket stark angeheuert nach Haufe und gerieth bald in einen Streit mit feiner Gattin Maria 6ket; er warf eine Schüssel mit Salat zu Boden, sie verlö chle die Lampe und gieng hinaus; als ihr Mann ihr nach-eilte, schlug sie ihn mit einem Stocke einigemal?, öket wollle sich nun aus fei» Weib stürzen, wurde jedoch von seinem Sohne Josef, der ihn an den Armen erfasst hatte, daran gehindert. Josef öket lieb feinen Vater erst aus, nachdem ihm diefer ver-sprachen hatte, ruhig zu sein und der Mutter nichts zu thun; kaum hatte ihn jedoch der Sohn freige-geben, stürzt, er aus sein Weib los und versetzte ihr wuchtige Messerstiche in Kops und Arm, infolge dessen sie so starken Blutverlust erlitt, dass sie am 13. Jnni 1899 morgens starb. Dieser Sachoerhalt ergibt sich aus dem Geständnisse des Beschuldigten und der Aussage seiner Kinder. Die Geschworenen nahmen jedoch Volltrunken-heit an, weshalb Anton Zket nur wegen Ueber. 5 tretung nach § 523 St.«G. zur Strafe de« Arrestes in der Dauer von 3 Monaten verurtheilt wurde. Kodtschlag. Cilli, ». September 189». Vorsitzender L.-G.-R. Perko, öffentlicher An-kläger Staalsanwaltfubstitut Dr. Baier, Ver-lheidiger Dr. Stepifchnegg und Dr. S ch u r b i. Die k. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhebt gegen Michael KreSnik, vulgo Verhovsekov, 25 Jahre alt, geboren am 29. September 1873 in SlraZe Nr. 16, zuständig in N^ukirchen, katholisch, ledig. Taglöhner, zuletzt in Unter-Kötting, und gegen Josef Prevorsek. vulgo Kocjan, 27 Jahre alt. ge-boren am 5. März 1872 in Arzlin Nr. 17. zu« ständig in Bischofdorf, katholisch, ledig, BesitzerSfohn in Arzlin Nr. 25, die Anklage wegen Todtschlages. Am Abende de« 4. Juni 1899 kamen im Gasthause deS BrückenwirteS Anton Randl in Hochenegg Michael KreSnik und Anton krempuö zusammen. Bald fanden sich ebendort Georg BidemZek. Joses Dremel und Franz LangerZet, zuletzt endlich auch Josef Preoor».>k und Johann Gajjeck ein. Diese Gäste zechten in den obange-führten Gruppen und waren guter Dinge. Gegen halb 10 Uhr wurde ausgebrochen und verließen voran Michael KreSnik, Krempus und Prevoröek, nach ihnen Georg VidemZek und Joses Dremel da« GasthauS. Vor dem Gasthause verabschiedeten sich noch die beiden L«tzl«r«n von den Uebrigen und schlugen den Weg um daS Wirtschaftsgebäude über die Aecker und Wiesen gegen daS Gehöfte de« Faller ein. Wie nun Josef Dremel bestätigt, blieben er und VidemSek hinter dem WirtShause stehen, alS sie plötzlich daS Geräusch vom Abbrechen von Zaunlaue» und nahende Schritte vernahmen. Georg Viciemöek ergriff die Stützstange vom nächsten Obst-bäume, als auch schon Michael KreSnik voran, dann Joses Preooröek und Anio» KrempuK herbei-geeilt waren und Michael KreSnik, ohn« ein Wort zu sagen, einen Hieb mit einer Latte gegen den Kops deS Videmsek führte, fo dass dieser stürzte. Josef Dremel floh, von KreSnik verfolgt, und gelang e» ihm zu entkommen. Als er nach wenigen Augen-blicken zurückkam, fand er Videmöek besinnungslos an der Stelle, wo er niedergeschlagen wurde, ver-anlasSte dessen Uebertragung in daS GasthauS de« Randl. wo Videmöek am 5. Juni 1899, ohne da« Bewusstsein wieder erlangt zu habe«, starb. D>« gerichtSärztliche Obduclion ergab, dass Vidmärf infolge de« Schlage« mil einem stumpfe» Werkzeuge (Latte, Prügel) gegen die rechte Schläfe, woraus ein Sprung im Schläfenbeine und infolge dieses ein BluiauStritt ins Gehirn entstand, an Gehirnlähmung starb. Michael KreSnik leugnet nicht, dem Erschla-genen den Hieb versetzt zu haben, verantwortet sich einmal, daia er auf Videmsek losschlug, weil ihn Josef PrevorSek hiezu verleitet, dann aber sucht er seine That damit zu beschönigen, dass er gegen BidemZek im selben Augenblicke schlug, als dieser mit einem Prügel gegen ihn einen Hieb führte, somit in Nothwehr gehandelt habe, dann aber, dass er unerwartet auf VidemZek stieß und in Angst de» Schlag that. Wa« vorerst die in der Verantwortung des KreSnik gelegene Beschuldigung gegen Josef Pre-voröek betrifft, sd erscheint dieselbe begründet. Die Erhebungen ergaben nämlich, das« Josef Prevoräet schon seit längerer Zeit gegen Dremel und Videmöet Groll hegte, weil diese ihn einmal misshandeln wollten. Josef Prevorsek bestätigte die» auch kurz vor dem Borfalle gegenüber Anton Krempus. Durch die Aussage deS Anton KrempuZ wird aber auch die Angabe deS KreSnik, welcher be-Haupte», PrevorSek hätte ihm abseits und mit leiser Stimme zugeredet, die beiden zu überfallen, wefent-lich unterstützt, indem Anton Krempus bestätigt, dass Prevoröek dem KreSnik nachaieng und dann leise mit ihm sprach, worauf KreSnik sich mit einer Latte bewaffnete. Wird nun erwogen, dass für KreSnik allein kein Motiv vorgelegen wäre, Dremel und VidemSek zu überfallen, wird erwogen, das« die heimliche Verabredung zwischen KreSnik und Prevosek von KrempuS bestätigt wird, dann kann nicht gezweiselt werden, dass die Angaben deS KreSnik. PrevorSek hab« ihm zugeredet, die beiden zu überfallen und zu prügeln, der Wahrheit ent-sprechen. Damit hat aber Josef PrevorSek den Michael KreSnik zu feindseligem Handeln gegen Dremel und Videmsek verleite«, angeeifert und hat als Mitschuldiger die ganzen Folgen der That deS KreSnik zu verantworten. Da» Leugnen des Josef Prevoröek verdient bei dieser Sachlage keine weitere Beachtung. Di« Verantwortung de» KreSnik, er habe in der Noth» 6 wehr, bezw. in der Angst gehandelt, ist durch die Aussagen sowohl de« Mitb«schuldigten Josef Pre-vorZek. al« auch durch jene der Zeugen Anion Krempus und Josef Dremel, welche bestätigen, das« BidemZek zwar einen Prügel («den die Baumstütz-stange) neben sich stehen Halle, jedoch nicht einmal Miene machte, mit derselben loszuschlagen, wider-legt, andererseits ganz belanglos, denn nach eigenem Geständnisse unternahm ja KreSnik den Angriff und kann sich somit mit der Behauptung gerechter Noth-mehr nicht entschuldigen. Die Geschworenen bejahten nach dieser Sach-lag« die Schuldsragen auf Todischlag, weshalb KreSnik zu 3 Jahren und Prevoröschek zu 2 Jahren Kerker verurtheilt wurden. Kindesmord. Cilli, ll. September 1SSS. Vorsitzender L. - G. - R. Katzianifchitz, öffentlicher Ankläger St.-A. -Subst. Dr. Baier. Die k. k. SlaaiSanwaltfchaft Cilli erhebt gegen Maria Kropej, 13 Jahre all, die Anklage wegen KindeSmordeS. Gegen Ende März 1899 bemerkten di« Nach-darinnen de« Johann Kropej. Besitzers in Osredek. das« dessen Tochter Maria, welche schon seit dem Herbste 1898 da« Aussehen einer Schwangeren bot, im Körper schlanker wurde. Diese Beobachtung kam der nachforschenden Gendarmerie zu Ohren, welche sofort dieSfällige Erhebungen einleitete. Von den Zeuginnen Maria Mancher, Barbara Podkrajschek und FranziSka Koroscha wurde bestätigt, das« Maria Kropej seit Ende 1898 sehr starken Leibesumfang zeigte, dass sie jedoch auf alle Fragen bezüglich einer Schwanger-fchafl diese ausdrücklich in Avreve stellte und behauptete, sie sei krank — wassersüchtig. Eben diese Zeugen bestätigten aber auch, das« sich da« Aussehen der Beschuldigten mit Ende März wesentlich verändert habe, somit Maria Kropej ge-boren haben musste. Auch dem erhebenden Gendarmen gegenüber leugnete Beschuldigte überhaupt je in Hoffnung ge-wesen zu sein oder gar geboren zu haben und wieder-holte, sie sei wasserfüchlig. Erst nachdem der zuge-zogene Arzt Dr. Lautner im Begriffe stand, festzu-stellen, dass Maria Kropej vor kurzem geboren haben müsste, gestand sie, das« sie in der Nacht zum 26. März 1899 mit einem Kinde männlichen Geschlechte« niedergekommen sei. behauptete, das« daS Kind zwar athmete, balv aber ohne jegliche« Zuthun von ihrer Seite, verschied. Sie gestand endlich ou« Scham die Geburt verheimlicht, hievon selbst ihren Eltern nicht« ge-sagt und die Leiche im Schweinestalle begraben zu haben. Die wiederholte gerichtsärztliche Untersuchung der Beschuldigten und die Odduction der Kindes-leiche ergab, das« da« Kind männlichen Geschlechte« ganz entwickelt lebensfähig war, gelebt hat und an Erstickung infolge Absperrung der Luftwege ge-storben ist. Auch jetzt noch behauptete Beschuldigte, das« sie deut Kinde nicht« gethan habe, erklärte e« jedoch für möglich, das« da« Kind erstickt sei, weil e« mit einer schweren Decke bedeckt war. Erst nachdem auch diesbezüglich durch da« Gutachten der Gerichlsärzle nachgewiesen erschien, das« da« bloße Aufliegen einer Decke den Erstickung«-tod eine« Kinde« nicht herbeiführen kann, gestand Beschuldigte, das« da« Kind gleich nach der Ge-burt aufgeschrieen habe und das« sie sofort, um weiteren Lärm, der die neben ihr fchlasende Schwester wecken könnte, zu verhindern, dem Kinde zwei Finger in den Mund zwängte und das« die« nach etwa einer Minute den Tod de« Kindes ver-anlasSte, den sie (Beschuldigte) jedoch auf keinen Fall beabsichtiget habe. Die Geschworenen giengen von der Annahme au«, das« die Angeklagte die Tödtung ihre« Kinde« nicht beabsichtigt, sondein durch Fahrlässigkeit her-beigesührt habe. Maria Kropej wurde daher wegen Vergehens gegen die Sicherheit des Lebeu« nach § 335 St.«G. zu einer Arreststrafe von fünf Monaten verurtheilt. Schweineschmuggel. Cilli, ll. September I8SS. Vorsitzender L.-G.-R. K a tziantschitz, öffentlicher Ankläger Dr. Bai er. Die t. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhebt gegen Josef Pristoufchek, 43 Jahre alt, verehelicht, Grundbesitzer und Gemeindevorsteher in Lastnic, die Anklage wegen MisSbraucheS der Amtsgewalt. Wegen der im benachbarten Königreiche Croatien herrschenden Schweinepest hat die k. k. Sialthalterei für Steiermark zur Verhinderung der Einschleppung dieser verheerenden, den Volkswohlstand bedrohenden Krankheit den Eintrieb von Schweinen auS Croatien seit einer Reihe von Iahren verboten. Leider wurde dieie« Einiuhroerbot von zahl-reichen gewissenlosen Grundbesitzern am Grenzflusse Sotla nicht respektiert und der Schweineschmuggel vielmehr in großem Umfange betrieben: infolge dessen tauchte die Schweinepest auch im Jnlande bald hier, bald dort auf. Eine der wichtigsten Maß-regeln zur Verhütung der Weiterverbreitung ist die Einführung von Viehpässen, welch« eben darthun sollen, au« welchen Gegenden die zum Verkaufe getriebenen Schwein« stammen; eS ist klar, das« sür au« Croatien eingeschmuggelte Schwein« keine Viehpässe erlangt werden können, e« sei denn, das« der Gemeindevorsteher, dem die Ausstellung der Viehpässe anvertraut ist, hintergongen wird, oder das« er selbst gewissenlos genug ist, und sich gegen Bestechung herbeiläjSt, auch für eingeschmuggelte Schweine Viehpässe auszustellen. Dieses letztere hat der Angeklagte gethan und damit dem Schweineschmuggel Vorschub gegeben. Pristouschek ist vollkommen geständig, in Ueber» einstimmung mit Vajdic, Hedderich Franz und Johann Filipancic diesen Leuten Viedpässe in voller Kenntnis, das» damit geschmuggelte Schweine gedeckt werden sollten, ausgestellt zu haben; damit waren diese Schmuggler gegenüber der nachforschenden Gen-darmerie gedeckt und konnten unbehindert ihr ver-bolenes Gewerbe ausüben. Pristouschkk gieng jedoch noch weiter, indem er in diesen Fällen nachgewiesener und geständiger« maßen die Viehpässe nicht auf Namen der «m sie kommenden Schmuggler, sondern auf falsche Namen ausstellte; dadurch wurde zweierlei erreicht, einmal, das« die Schmuggler sich den Anschein geben konnten, das« sie die Schweine von einem Dritten erworben haben, andererseits wurde damit erreicht, das« die nachforschende Gendarmerie nicht bei Durchsicht der zurückbleibenden Viehpaf« juxten darauf kommen könnte, das« die Schmuggler überhaupt Viehpäffe gelöst haben. E« ist klar, dass Pristoufchek dadurch direct den vom Staate mit der Einführung von Vieh-pässen angestrebten Zweck vereitelte und vereiteln wollte, daher zum eminenten Schaden des Slaale« sein ihm anvertraute« Befugnis zur Ausstellung von Viehpässen, also seine Amtsgewalt misSbrauchle. Die Geschworenen bejahten denn auch die Schuldfrage, weshalb Josef P r i st o u f ch e k wegen MisSbraucheS der AnuSgewalt zu einer Keikerstrase von acht Monaten verurtheilt wurde. Deutscher Schulverein. In der Ausschuß-Sitzung am 5. September wurde Herr Karl Schandl. Beamter der Unionbank aus Grund der Bestimmungen des § 26 der Ver-einssatzungen al« Ersatzmann sür den am 28. Juni l. I. verstorbenen I. Zahlmeister de« Vereine« Herrn Juliu« Eckel bestellt und zugleich zum I. Zahlmeister für die Dauer bi« zur nächsten Haupt-Versammlung gewählt. Sodann wurde der Ort«-gruppe Weldau sür den bedeutenden Ertrag eines Volksfeste«, der Ortsgruppe Eichwald für ein Sommersest, der Ortsgruppe Kar big für ein Volks-fest, ferner dem Herrn Bürgermeister Josef Schön-dorfer in Hallein für eine Spende und endlich dem Bibliographischen Institut Meyer in Leipzig für eine reiche Bücherspende der geziemende Dank auS-gesprochen. Der Anfall eineS Legales von 3000 fl. nach dem verstorbenen I. Zahlmeister deS Vereines Herrn Julius Eckel und der Dank deS OrtSschul-rathe« in Mahrenberg für eine SchulhauSbau-Sub-vention wurde zur Kenntnis genommen. Für Dom-schal« wurde eine Schulbau-Subvenlion und für Süssenberg ein Beitrag zur Anschaffung von Lehr-und Lernmitteln bewilligt. Zur erfreulichen Kennini« wurde ferner genommen, dass die früher vom Ver-eine ausreichend unterstützte Privatschule deS Dr. O. Reiser in Pikerndorf nunmehr nach Uebernahme von der öffentlichen Verwaltung infolge der be-deutenden Schülerzahl zweiclafsig geworden ist. Schließlich gelangten VerwaUungSangelegenheiten der VereinSanstallen in Nieder - Eisenberg und St. Egidi sowie einige Lehrerunterstützungen zur Berathung und Erledigung. An Spenden sind dem Vereine zugekommen: Ortsgruppe Mißlitz fl. 4, Ortsgruppe HannSdorf fl. 60, Ortsgruppe Arnoldstein fl. 1842, Ortsgruppe TraiSkirchen fl. 12, OrlSgruppe fl. 13 32, Herr Essinger in Salowitz, Sammeljchütze fl. 15 und Ortsgruppe Nieder-Leutensdorf fl. 68. 1899 Hleichenberger Ladebrief. Gleichender g, am s. September. Die Curfaifon g«ht ihrem Ende nahe. Schon verließ uns die größere Zahl der Gäste und ein nur ganz geringer Theil ist zurückgeblieben; aber auch dieser wird bald wegziehen, und dann wirk Gleichenberg wieder leer und öde werden. Be» klagenswert erscheint die eine Thatsache, das« die Saison im Herbste ein so rasche« Ende nimmt, irotzdem die WitterungSoerhältnisse sehr günstige sind und gerade der Herbst den Fremden viel An» ziehende« bietet. Da ist besonder« die seltene Pracht der Naturschönheit hervorzuheben; die dichtbelaubten Bäume unserer Alleen gewähren dem Fremdet» Schutz vor den sengenden Strahlen der Mittag«» sonne. Die Umgebung bietet den Ausflugsbedürs» tigen und Naturfreunden eine Fülle wohlthuender Plätze, wo der Wanderer feine Blicke in ungestörter Muße an herrlichen Fernsichl«punklen weiden kann. Sie lockten heuer zahlreiche Gäste an, die in«« gtfamml ihre Freude an dem paradisifchen Fern-blicke einzelner Stellen hatten. Leider dauerte diese Zeit nur einige Wochen in der Hochsaison, un» heute, wo die Saison al« überstanden gilt, erübriget nur die,' Erinnerung an die schönen Tage. Im allgemeinen war die letzte Saison eine ganz be» snedigende; sie entwickelte sich spät und endete früh, aber die Qualität der Gäste war eine bessere al« im Borjahre und auch die Quantität in der Hochsaison eine ziemlich bedeutende. Interessante Fälle, die meist daS zarte Geschlecht betraten, blieben wir nicht bar. In dem internationalen Curorte ereignet sich im Laufe einer Saison so manche«, wovon die Bewohner anderer geschlossener Märkie und Städte nichts zu erzählen wissen. Gott der Liebe hält fleißig Wacht über die Menschenkinder, und dennoch entgeht viele« seinen gestrengen Blicken. Wie viel« Herz«n«geh,imnisse werden hier nicht zum allgemeinen Gaudium de« Publikum« auSge« plauscht! So eine Badeliebe ist aber auch etwas ganz Merkwürdiges. Sie dauert gewöhnlich vier, mit Prolongation auch sech« Wochen. Und wenn so ein angebltete« Wesen nach überstanden» „Cur" dem Orte Valette sagt, dann ist man sicher, einen Berg von Blumengewinden an ihrer S«ite zu finden. Gleich einer Blumen>Königin, umgeben von dustenden Spenden, entführt sie ein Landauer auf baldige«, oder auf Nimmerwiedersehen. Viel umworben werden hier die Damen vom Theater, denen fleißig nachgestiegen wird; öfters wird ihnen wohl des Guten zu viel zulheil. Wer hinter den Coulissen zu schauen versteht, dem iällt so verschieden«« auf. Mit GlückSgött«rn sind b«i un« wohl di« wenigsten Künstler im Ueberflusse bedacht, und doch kommt e« vor, dass sie mit dem Wenigen auskommen; andere freilich ziehen e« vor. mit Hinterlassung von Schulden in die Ferne zu ziehen. Die Breiter, welche die Welt bedeuten, haben e« auch einer jungen Künstlerin angethan; ihre Badeliebe hatte vor Jahren zu tiefe Wurzeln gefasst und die Früchte dieser eigenartigen Badeliede bekamen wir heuer zu Gesicht in Form zweier feschen Knäblein, denen daS Gleichenberger Mineralwasser ganz gut bekam. Dieses Acqna C'onstantia hat überhaupt die Macht und geheim« Krast, die Lirb« in den Herzen junger und älterer Leute anzufachen. Die Lehre daraus ist leicht zu ziehen. Vermischtes. Als vierter Band d«S 8. Jahrganges der Ver» öffentUchungin des Kereins der Bücherfreunde (Se- schäflSleitung Alfred Schall, königl. Hofbuchhandlung), Berlin 23., erschien soeben: Marschille, Gene-ral«, Soldat«» Napoleons I. von Carl Bleib-treu, Preis geb. 5 M., «leg. geb. 6 Mark. Bleibt reu hat ein besondere« Studium daraus gemacht, die Kriegs-epoche des ersten französischen Kaiserreich zu beleuchten. Der besten« bekannte Verfasser entrollt ein gewaltige« historisches Gemälde und gliedert den gross«» Stoff in ebenso umfassender, wie lichtvoller Form. DaS Buch ist da» Resultat tiefgründigster Forschung und wird bei der sehr interessante Behandlung deS Stoffes eine für Jedermann interessante, gehallvoll« Lectiüre sein. Cur- und Fremdenliste des Kaiser Franz Josefe-Bades Tüffer. Vom 26. August bis 7. September 11899: FrSulein Marie Mader, Erzieherin, au» Wien ; Herr Friedrieh Busch. Privat, mit Gemahlim, au* Wien; Herr Alols Ton Seidel, k. k. Ober-Official, mit "ieumh-lin und Kind, au« Triest; Herr Robert liursghardt, I'n-vat, aus Wien; Herr Jakob Gros», Pfarrer,, au» batfor;: Herr Ludwig Ertl, Privat, aus Oraz; Uerrr Jiicodnne «ras Potoeki, mit Gemahlin Gräfin Aageelc Potoekl, 1899 .Deutsche Wacht" wa Wien; Herr Oustar Fuhrmann, Hausbesitzer, an» Wien; Herr Lndwi? (S.vka, £.; Frau Fanny Kozak, Pri-w.t, aus Graz; Frau Justine Kralnz, Private, aus St. Jeser im Sannthal; Fräulein Marie Tsehampa, Concert-Bjjrerin, aas Wien; Fräulein Fanny Tschampa, Con-Btogcriu, aus Wien; Frau Mary Korntner, k. k. PedfliHgattin, aus Graz; Fräulein Thores« Lackner, Idvate, und Frau Ida Kiemelinoser, Wirtin, aus Frauentag; Frau Uosa Vetllg, Hafnermeisterin, aus VV in-wb-Feistritz; Frau Emllle Kebriczek und Paula Kirschner, Schneidermeisterin-Directrice, aus Graz; Jan Antonie Resehl, Private, mit Kind, aus Graz; Frau Antonie K! rehleb »er, Private, aus Graz; Frau larie Gruduer, Private, aus Graz; Frau Katharina Ekr»taller, Hausmutter im Bnromeum, aus Graz; Htrr Gustav Pipetz, Landsch. Taultstummenlehrer, mit Äottfr Anna Pipetz, aus Graz; Frau Anna Berjrles, fotiadWiiucrin, aus St. Veit; Fräulein Amalie Grub-towr. Lehrerin, aus Marburg; Herr Dr. Eduard Seitz, .''• stier, aus Gör*; Fräulein Therese Silberer, Pri-We, aus Graz; Frau Therese JernoJ, k. k. Steuerein-maengattin, au» Klagenfurt, mit Fräulein Anna Mau nr. OberfiSrsteretochter, aus Ferlaeh; Frau Marie Seitz, Ptrise, aus Görz; Frau Marie Trummer, Private, aus dru Herr Med. »mir. Dr. A. Roszner, Operateur, «i* Budapest; Frau Margit Gräfin Kethlen, Private, «js sK'va in Siebenbürgen ; Frau Emilie Edle von Molla, Osiiciersgattiri, mit Fräulein Tochter, aus fax; Frau Kathi Kuehar, Private, mit Kind, aus faj; Frau Helene von Braumfiller, Landes-Ingenieurs-itiTf, mit Sohn, aus Puntigam ; Frau Gabriele Cerne, hin», aus Pilsen; Fräulein Josephine Skasa, Gast hofbesitzerstochu-r, aus Wollan; Herr Franz üolezell, k. n. k. Bentmeister i. R., aus Graz; Fräulein Emma Spiller, Private, aus Wien; Frau Theresia Krallt, Keuschlerin, ausWerba; Frau Anna Bretterklieber, Private, aus Graz: Frau Minka Cajukar, Landesgerichts-rathsgattin, aus Lichteuwald; Frau Antonie Preve, Ad-vocatensgattin, ans Krainburg; Herr Ludwig Tlapek, k. u. k. Oberlieutenant, aus Marburg a. d. D.; Herr Heinrich PoHnfok, k. u.k. Oberstlieutenant, aus Marburg a.D.; Herr Hugo Baizar, k. u. k. Oberlieutenant und Lehrer der Jnfauterie-Cadettenschule, mit Gemahlin, aus Marburg; Fräulein Marie Krkoscbka, Lehrerin, aus Stanz; Herr Alois Korntner, k. k. Pedel, aus Graz; Herr Heinrich Griebbauer, Bürgerschullehrer, aus Marburg; Herr Carl Martinak, k. k. Landesgerichtsrath, aus Marburg; Herr Friedrich Witouseh. k. u. k. Oberlieutenant, und Johann Witouseh, Official im k. u. k. Reichsfinanz -Ministerium, aus Wien; Frau Jobanna Koch, Landes-Obereinnchmerswitwe, mit Fräulein Tochter, aus Graz ; Herr Carl Hofmann, L.-K.-Official, aus Graz; Frau Alexandrlne Hosmann, l.andea-Officialsgattin, ans Graz; Frau Marie Edle von Hirschfeld, Private, mit zwei Enkeln und Stubenmädchen, aus Graz; Frau Marie Rratani£, Private, aus Cilli; Gräfin Ilona Klitsky, Gutsbesitzerin, mit drei Kindern und Bonne, aus Schloss Fünfthurn bei Leibnitz; Frau Emma Winkler, Ober-Intendantens^attin, aus Wien; Hoch würden Herr Franz ClzeJ, katholischer Pfarrer, aus St. Martin bei Schallek; Herr Franz Ritter vou Gadolia, Stadtraths-Official, aus Graz; Frau Juliana Kaun, Private, mit Frl. Tochter, aus Marburg; Frau Gabriele Zuzek, Private, mit Kind, aus Laibach; Herr C. A. Lasser, Privatier, aus Cilli; Herr Alols Tllrk, Iyehrer, mit Gemahlin, aus Wien; Herr Einest Fridrleh, Baumelster, aus Halle a. d. S. Zusammen 673 Parteien mit 1276 Personen. Zur Kenanlage von Ilnus-Toleirrnfeu-nnd ToW'loii-Anlageii, Kleofa'fftir-Apparaten, Thor- und Gewfilbeklinallen in sein Fach einschlagenden IleparatnMgPmptielilt .ich unter Znsicherang prompter MDWuger Bedienung Schmidt, 3511 Cilli, JE3Ia^55tpla,tz £Tr. 18, 3. Stocle. Preisvoranschläge bereitwilligst. Umsonst und portofrei ^ n^llt jftmaumn eine ^ra^enun»wer fcjcJflitn« tvochMchrifi ?r«f.Dr.A. Singer. 0r\ Führendes, vollstiindig unabhiinÄgeS Organ für Politik, PollölMischast. WisteMast und Kunst. Brjngtp"'* für (PtflÄtld; wrt Pfut'iWi J)M. »•- ilKt. pol Tarch jtM twataiaisin ]« jrflw«, <»>»>« »Iir« Me , 1l»mliil|lt(itlojj^tle 3rit" W»n, Uo. wnf ^__w r.Mnrich Äauner. Photographische Apparate II. Lo kJTnd (Kanstpschkrel S9JW# X (»ncli für rU.llalu-.-i ) ii allen Preisen. Moment-Aofnah-ignissen sprechen e Qualität unserer rate. Müller) > Manufact^fQr Photographie. (Ci^tr.-Werkst iltte.) Jen, Grnbeit-31- hikann fi. vi.n Um die Anwendung künstlicher Düngemittel in der Landwirlschaft. insbesondere für den Obst- und Weinbau in Steiermark zu fördern, hat der hohe steierta. LandeSausschusS mit Verordnung vom 30. Juli 1895, Z. 20396, die strierm. landwirtschaftlich-chemische LandeS-VersuchSstation in Marburg beauftragt, die Bestellung solcher Düngemittel auf genossenschaftlichem Wege in billigster und zuverlässigster Weise durchzuführen. Die Bestellung durch die genamtte Anstalt erfolgt, sobald sich Theilnehmer für eine Menge von nahezu 10.000 Kilo^r. gefunden haben. ES ergeht daher an alle Interessenten, welche ihren Bedarf an künstlichen Düngemitteln in diese» Wei'e decken wollen, die Auf- forderung, jidj für jedenfalls schriftlich An der Art des benölhj zeichnete Leitung zu sönlich in den Räj zu machen. Die kunft der Send» werden, am Ba geringen, durch Aufschlag Versuchs! de» DüAemitM« zu ertheilt der ,ifott thunlichst sofort, September entweder ünschten Menge und ittelS an die unter-enden,^?der diese Angaben per-Anstalt (Urbanigasse 23) t sogleich nach An-lnehmer verständigt MarbuN oder gegen einen UeberfübruiMkoften verursachten im Lagerräume der Bezahluug^k sofort beim Empfange Alle näheren Auskünfte Leitung Laudes-Bersuchs-Station in Marburg. Ueber die Art und Menge der anzuwendenden künstlichen Düngemittel gibt die oben gezeichnete Leitung auf schriftliche Anfragen umgehend Auskunft. Diese Anfragen müssen die Angabe enthalten, welche Cultur-gattung gedüngt werden soll, die Beschaffenheit der Bo-den» (leicht, schwer, Lehm, Sand ic.), ob das Grundstück nass oder trocken ist, die Vorfrucht und etwaige Dünznng desselben und allfällige sonstige wissenswerte Bemerkungen. 4225—75 „Germania" . Lebens - P ersi ch erungs-^"Nen - HeselrsH«ft zu Stettin. 3n Ctfltrrtid) j«ar82,800.427 it Ä»ttaqe in 1S98................1« 60,881.089 rhkil«f»uds Ende 1SJ>8 . . ... ..........f „ 250,285 487 Bezug der erftcn Dividende S Jahre. D^lch Abschluß der Mrücherung. Dividende tJabrt 1900 an die nach Plan H Bersichoi»« aus 1880: 60*iUff88l; 57°/,, 1882: 54°/, iLm der MÜtn Tari|sprä«ie. y Gewinnreserve in Versicheren Ende 189S t.. IS,7S8.014. Mitversicherung deS tfttrflffusilrt und der JuliB^Uätsgesahr. — Keine Arztkssten. Prospekte und jede wtilete KtKtunft kojlUkft^ durch Herrn Fritz Nasch, Buch-WMa in l^illi. Elesaiüe WoliniK iit'ii in ^iupbnrg ^ im Stadtpark, in s^ifonster, v^ltlcommen staubfreier Lage mit prächtiger lussidt, besteheijrf'aus 3ZM 4 ZimraerM, Tofeiramer, Dienstbotenzimraer, Bai r as am Park ojjy^Tyt assen u^ ^ona^gera Ztigehör, sind sofort b-aehbar zu vermietheiu Die das Gymnasium, die Lehrer- Einugsanstalt und di# Volks^fiulen3—5 Minuten entfernt. Zinso ■iusig. Auskunft eril^fit der Eige^tlmmetf ¥ Stefan Gruber I .Eil—74 MArbnrj; a. (1. Draa, Pnrkstrassp 16. 1. St. IffliislscMtitterei „CelBja" empfiehlt sich zur Anfertigung sämmtlicher Druckarbeiten. Von der hohe« k. k. Landesschulbehörde cono. Privat- Musikschulen Kaiser Wien, VII., VIII. and IU. Bezir*. 26. Sohuljahr. Freifueai 1MB 99: 352 Zöglinge aus fanz Oeat«rreich-Unj»p|^^n>l dem ▲«■Undc. 2« Lehrperooncn. Gesang, Ciavier, »immtl. Streich- ou. W.* unter 0. 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K. 7 Wien I. . dioeret. Anfragen fdert Rudolf Mosse, 4231 Eine geprüfte ludiistrieleltrcriit Hcrrengasse Nr. 30 I. ertheilt vom 1. September an UntcrrijjKl im Weissnähen und Weist sticken, »«wie auch in allen anderen modernen Jftindttrbiiten gegen billiges Honorar. ^Dßelbnt werden auch Mädchen in Wujrfting und Verpflegung auf genommen./^ '207-74 Ein Darlehen von 250 wird gegen m lll niUjjp üillH T lluii| auf bAlabre auf.'sucht. — Anträge unter ,A* SS.*" an die Verw. der ,D. W.* HI. Ilreilciisteiii Antiquariats - Buchhandlung Wien, JJt /3, JTahrinairstrasse 5 emp&eblt jlir ri u^fei-s LaÄj *e ,!*< .tV»' 10 Probekart. frauco Vorher. i«nd(. t. 50 kr. In Brietoarktn. FilrVi«4«rTt Mi 53. Tirol. Wohnung, bestehend aus 3 Zir nebst Zu- gehör. Herrengas^Nr. 25, I. Stock. Anzufragen bei^r .Sparcassa dor Stadtgemeinde Wli". 4( • Wein'Presse neuester Con>truction. mit Patents. 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