MachelMZeitma. Nr. «4. Pranumllalionoplti«^ Im üomptoil «axzj. st n, balvj, fi, !'.s.,», Kür die 4>lftcll!ing in« Hau» Dinstag, lll.Mrz. Insttlionsgcbül: Kül lllin« Inl»«t« bl« ,u < ^cllen li5> lr., glößne pcr Zeile in. K ""' sich. ihre Arme erhoben sich, sie ,^en ."M. sich ihrer Mntter an die Brust zn ^ »um , ' ^ äu "kennen zn geben. Aber dies ^culke m, >!" "" rasches Anfflammen, welches der ^"stehen '' b"s ihrem Vater gefchehenc Unrecht im s? An„<. '"le- Das Fener erlofch in ihren Augen, V'll sicl f 5" "" 'W Seite herab, die Lippen Mcl) Mckl'^' das Wort, welches ihre Mnltcr nn- Mnd. ^./Inemachl habeil wüvde, nnausgespruchen Hl "ied '7^lW ließ sie sich wieder 'anf ihreil '"^'edene s^.?' H"ä "nss neue gestählt gegeu die di> ^er Lad '"w'^'^ ^"^ers. " .f!"°'"e"la^ ^"^" l)atte die rasche Bewegung. n?l' Sie ^ ,^'ltlärung anf Alexa's Gesicht be- N,!'^U vollN.^ ^ ^u '""'^' Theilnahn.e, »velche 5" ,?"W" '»agte der hoäMstellten fur ^le^ ' "'^ lhr Herz erwärmte sich noch >vi>!^"." ?,„ ""H von meinen einsamen trüben ^i,^' ^hre zL""" su' "ach einer längeren Panse lich^' "ne iü """"L Newaltsani zurückhaltend. „Ich ' ^- ein ?""' Schluester oder ein Kind innig ")enres Wesen, welches mir in Liebe zugethan wäre. Ich habe eine tiefe Neigung zu Ihnen gefaßt, Miß Strange, und hoffe, daß wir mtt der Zeit einander nähcr treten. Es mag seltsam scheinen, daß ich ohue Zurückhaltung zu Ihnen spreche, aber ich fühle mein Herz allmächtig zn Ihnen hingezogen. Es mnft eine wnnoerbare Gleichheit zwi^ fchen uns bestehen, — etwas, was man Seelen-oerwandtfchaft nennt. Es ist mir fast, als ob Sie mir angehörten, wenn Sie mir auch eine Fremde sind." Alexa öffnete die Lippen zum Sprechen, tonnte aber kein Wort hervorbringen, denn die widerstrebend-sten Gefühle tobten in ihrer Brust. Während die Güte nnd Freundlichkeit ihrer Mnttcr. ihre Leiden nnd Klagen nm den Verlust chreS Kindes sie mlwidcr-stehlich zu ihr hinzogen, wirkte der Gedanke, daß die stolze Fran ihren Gatten m der Noth verlassen, daß sie jetzt einen andern zn heiraten im Begriff stand, erkältend anf ihr Herz. „Ich fchmeichlc mir, rin treffendes Urlheil über Menschen nach Ihrem Acnßcrn fällen zu köunen," sagte Lady Wolga, „und ich sehe, daß Ihr Eharaktcr edel, Ihr Herz' voll Liebe ist. Diese Liebe mir zu erwerben, soll »nein Bestreben sein. Was sagen Sie dazu, Miß Strange? Wollen wir einen FrcundschaftS-vertrag schließen?" Alexa war versucht, das Freundschaftsanerbictcn der Lady Wolga abzulehnen mit Rücksicht ans das ihrem Vater geschehene Unrecht. Und tonnte sie Liebe geben ohne Vertrancn? Konnte sie die Fran liebgewinnen, die ihren Vater verlassen hatte? Sie blickte auf zu dem edlen, schönen Gesicht, welches nicht mehr kalt und stolz war, sondern in Innigkeit uud Wärme strahlte, und die wahre Natur deS Mädchens erwachte zu mächtig, als daß sie der künstlich dnrch Vorurtheile erzeugten Abneigung hätte Widerstand leisten können. Diese Fran war ihre Mutter, welche sic als todt betrauert hatte, welche noch um sie trauerte; an ihrer Brust, an ihrem Herzen hatte sie einst als Kind geruht, — und dieses Herz neigte sich jetzt instinktmäßig ihr zu, in Liebe und Zärtlichkeit. Konnte sie die Liebe ihrer Mntler zurückweisen? Des Mädchens Brust hob nnd senkte sich schwer. Sie war verwirrt, erregt und zitterte an allen Gliedern; ein leiser, unbestimmter Ruf kam voll ihren Lippen, und ihre Augen, strahlend in erwachender Liebe, begegneten nlit verlangendem Ausdruck denen der Lady Wolga. Diese trat rasch vorwärts, schloß das Mädchen an ihr Herz. und beider Lippen fanden sich zu einem innigen Kusse. Dann entließ Lady Wolga das Mädchen aus ihren Armen, trat einen Schritt zurück und sagte: „Wir haben unsern Freunbschaftsbund besiege! Darf ich sie mm Alexa nennen?" ^ „Es wird mich freuen, diesen Namen von ^lyl", Lippen zu hören," antwortete das Mädchen. "E5 ist ein seltsamer Name - Mexa. "Es ist eine Abkürzung """ ^ekH;. """U Alexa, noch bebend unter der Zärtlichkeit des KuM ihrer Mutter. ^ ^, ., ^. .Ihr voller Name ist Alexandra Strange.^ S« sollen mir eines Tages alles über stch selbst erzählen, über Ihren Vater und Ihrc griechische Heimat," 544 Vorlagen zu einigen haben. Durch diese Erklärung wurde eine der heftigsten Beschwerden, welche von oppositioneller Seite erhoben wurden, beseitigt und zugleich die formelle Erledigung einer Competenzfrage angebahnt, die gänzlich außerhalb des Rahmens der gegenwärtigen Verfassung liegt. Hinsichtlich der in nächstcr Zukunft einzuhalteudeu Politik wurde durch Interpellationen in beiden Delegationen ebenfalls eine wesentliche Beruhigung herbeigeführt. Der Minister des Auswärtigen erklärte ausdrücklich, es liege zunächst nicht in der Absicht der Regierung, das Saudschat Novibazar zu besetzen, wenn auch die Berechtigung hiezu unter gewissen Modalitäten im Berliner Vertrage ausgesprochen sei. Aber in keinem Falle werde eine solche Besetzung, die sich zumeist auf theilweise Garmsonielungen beschränken solle, stattfinden, ohne daß vorher eine Verständigung über die Modalitäten mit der Pforte angestrebt worden wäre. Die vielfach colportierte Nachricht, Oesterreich beabsichtige seine militärische Expedition bis nach Salonichi auszudehnen, wurde vom Grafen Andrassy noch in der gestrigen Sitzung der ungarischen Delegation als eine tendentiöse Erfindung gekennzeichnet. In meritorischer Hinsicht kann somit als ein günstiges Resultat der elien geschlossenen Delegations-berathungeu betrachtet werden, daß in der That das Vertrauen in die bisherige Führuug der auswärtigen Politik nnd damit auch das Gefühl der Beruhigung sich gekräftigt hat. Andererseits sind der Regierung die Grenzen markiert, innerhalb welcher sich zunächst ihre Action im Orient zu bewegen und innerhalb wclcher insbesondere die finanzielle Gebarung in der Occupationssache sich zu halten hat. Iu loyaler Weise hat die Regierung die Bestrcbnngen der Opposition anerkannt, im Punkte der Oekonomie den schwierigen Verhältnissen unserer Finanzlage Rechnung zu tragen. In ebenso loyaler Weise, vielleicht mehr als selbst von seinen Gcgnern erwartet wurde, hat Graf Andrassy ausdrücklich und wiederholt crlärt, er wolle aus der Thatsache der bewilligten Kredite und Snmmen dnrch-aus kein politisches Kapital für sich nnd seine ministerielle Stellnng schlagen, er betrachte sogar das zustimmende Votum nicht als ein dem Kabinete gebrachtes Vertrauensvotum, uud er fasse die ertheilte Indemnität nicht im politischen Sinne als eine vollkommene Billigung seiuer Politik auf. Umso auf-richtlgcr sonnte daher Graf Andrassy die patriotische Haltung ocr Delegationen offen anerkennen, indem er das Eutgegenkommeu derselben im Punkte der Geldbewilligung hervorhob und indem er sich des Anftrages entledigte, der österreichischen Delegation die „Anerkennung und den Dank" Sr. Aiajestät zu überbringen." Zur Katastrophe in Szegcdiu. Die neueren Nachrichten aus Szegedin, mit welchem die telegrafische Verbindung seit Samstag wieder hergestellt ist, brmgen neben den Details ülier die Verwüstungen der Hochflut die ersten Anzeichen einer Wendung zum Besseren. Die Inuudatiou in Szegedin nimmt merklich ab. Neu-Szegedin und ein Theil Nen« Palanta's sind bereits trocken. Der Sturm hat nachgelassen; dafür aber bildet der eingetretene Frost eine neue Ealamität für die Obdachlosen. Mit der Bessernng der Situation macht auch das Rettuugswerk Fortschritte. Aus der Umgebung von Szegedin lauten die Nachrichten ebenfalls günstiger. Die nngarische Regierung hat inbetreff des Hochwassers folgende Verfügung getroffen: Sämmtliche sprach Lady Wolga, ihre Hand auf das Haupt des Mädchens legend. Ich will Sie jetzt nicht länger vom Briefschreiben abhalten. Felice soll mich entkleiden, und dann, da Ihr Brief inzwischen wol fertig sein wird. will ich sie zu Ihnen schicken. Sie kann Ihnen bei Ihrer Nachtoilette helfen und kann Ihnen sagen, was Sie zu wissen wünschen inbetreff der Pflichten als Gesellschafterin," fügte sie in scherzhaftem Tone und lächelnd hinzu. „Fragen Sie sie nach allem, was Sie wollen, sie wird Ihnen Auskunft geben; denn sie kennt meine Gewohnheiten, von denen ich mich nicht gern lossage." Sie drückte noch einen Kuß auf Alexa's Stirn, wünfchte ihr eine gute Nacht nnd entfernte sich. „Ich verstehe mich selbst, nicht," dachte Lady Wolga, als sie in ihrem eigenen Gemache angekommen war. „Dieses Mädchen hat mich bezanbert. Wenn ich bei chr bin. vergesse ich meine gewohnheitsmäßige Vorstcht. In Wirklichkeit weiß ich nichts von ihr. als daß fte nur so gut empfohlen worden ist. Sie hat sich m mem Herz gestohlen. Seit vielen Jahren habe ich mit niemandem gesprochen, wie ich mit ihr gesprochen habe. In ihr scheine ich gefunden zn haben, wonach lch so lange gesucht habe. Ihre Gegenwart gibt mir neuen Frieden nnd eine wunderbare Rnhe. Ich will alles aufbieten, um mir ihre Liebe zu gewinnen. Die Vorsehung hat sie nur gesandt, glanbe ich, um mich zu bewahren, daß ich in Wirklichkeit werde, für was mich die Welt gegenwärtig hält — für kalt und herzlos!" (Fortsetzung folgt.) vaterländischen Communicationsinstitnte werden von der Regierung aufgefordert, den von Szegedin Geflüchteten gebürenfreie Weiterbeförderung zu gewähren gegen spätere Vergütung seitens des Aerars. Regiernngs-kommissäre Hertclendy und Stammer sowie der Bürgermeister von Esongrad wurden von der Regierung auf gefordert, die eingetretene ruhigere Witterung zur Ausbesserung der beschädigten Dämme zn benutzen. Zufolge Verfügung des Eummunicatiousministcriums werden bisher 27 Dampf- und 40 andere Wasserftnmpcn znr sofortigen Absendung nach Szegedin bereit gehalten. Der Vizegespan des Bekrser Eomitates wurde beauftragt, für die Erhaltung des gefährdeten Halasztelek-Bahocskaer Schutzdammes alles mögliche anfznbicten. Das Eommunicationsministerium hat den Vizegcspan des Szolnoter Eomitates sowie die Bürgermeister der Städte Kecskemet, Fclegyhaza, Nagy-Körös und Ezegled aufgefordert, behufs Aufrechterhaltung der gefährdeten Szenteser Dämme alle dort vorfindlichcn Materialien sowie Pfähle lc. sogleich zu sammeln und auf dem entsprechendsten Wege sofort nach Szentes zu seuden. Im ungarischen Abgeordnetenhanse kam in der Samstagsihung die Szcgediner Katastrophe neuerdings zur Sprache. Das Haus verhandelte die vor etwa drei Wochen eingelangte Petition der Stadt Szegedin, worin die Stadt die drohende Gefahr eindringlich geschildert nnd dcn Reichstag gebeten hat, die Theiß' regulierung zu veranlassen. Deshalb beantragte der Szcgediner Abgeordnete Ferdinand Bakay, die Petition glcich zu verhandeln und wünschte deren Vorlesung. Nach Verlesuug der Petition nahm Äatay das Wort und sagte nach einem Berichte der „Presse" im wesentlichen folgendes: Es sei nicht Zeit, zu warten und zu vertagen. Zunächst dankt er für die Unterstützung, welche Szegedin zntheil geworden ist nnd versichert, daß er bei der Frage ganz vom Partei-standpnnkte absehe. Er entwickelt dann mit Hilfe einer Karte des Inundationsgebietes, daß eine Hanpt-urfache der Katastrophe der Umstand sei, daß die Stadt Szegedin eine zu große Schutzliuic von l^.<»O Millionen an Mobilien nnd Immobilien. Hinsichtlich des oft betonten Mangels an Militär ist er der Ansicht, daß znmeist Genietruppen fehlten. Redner hegt die beste Meinung von dem guten Willen und der Ehrlichkeit der Re-giernng und bittet sie, iu der Abwendung der Folgen der Gefahr euergisch vorzugehen. Vor allem wäre es nöthig, der Bürgerschaft ein Bau-Aulehcu im Betrage von fünf bis sechs Millionen zu gewähreu, welches binnen 2<) Jahren zu amortisieren wäre, dann werde sich die Stadt bnld wieder neu erheben nnd fernere Unterstützung überflüssig sein. Gleichzeitig soll das Wert der Theiß-Regulicrung geprüft und begangene Fehler abgestellt werden. Alle verfügbaren Genietruppen nnd Pontonniers follen nach Szegedin entsendet werden, nm die Dcuumbrüche zu reparieren und die Durchstiche auszuweiten. In der Stadt selbst sind ungeheuere Arbeiten zu bewältigen, darum sei kein Zogern statthaft. Es muß der Schutt fortgeräumt, die Leichen hel vorgeholt, uud wenn das Wasser ausgepnmpt ist, dic Grenzen der Gründe von neuem festgestellt werden. Schließlich empfiehlt Redner dem Hause folgenden B^schlußantrag zur Annahme: Das Abgeordnetenhaus wolle eine au5 12 Mitglieder» bestehende Kommissi-'n mit dem Auftrage ent« senden, die Ursachen der über Szegedin hercingelno-chenen Katastrophe zn eruieren nud bezüglich der Beseitigung dieser Ursachen einen Gesetzentwurf aus-I zuarbeiten; ferner den Schaden an Mobilien und Immobilien in Szegedin zusammenzuschreiben uno über den Wiederaufbau der Stadt sowie über Zeitung des Theiß-Regnlieruugswerles uutcr Zuziehung von Experten ebenfalls einen Gesetzentwurf auszuarbeiten. Nach längerer Debatte wnrdc beschlossen, uver den Antrag Montag zn verhandeln. Die Ministerantlage in Frankreich. Die französische Presse spricht sich über den S'G den das Ministerinn« Waddington in der Antlagefrag erruugeu hat, zum größercu Theile ziemlich uerstnin» aus; der Erfolg wird für viel weniger bedeutend erachtet, als man ihn in Regierungskreisen erwartet hatte-Iu den letzteren hatte man bis znr Sitzuug gelM daß die Minorität höchstens 100 Stimmen betrag" würde. Es erregt Bedeuten, daß trotz der entschiedet Erklärung der Minister, zurücktreten zu wollen. 1^ Deputierte für dic Verfolgung der Ministerion Arogl nnd Rochcbouet gestimmt haben. Freilich hatte oi Regierung immerhin eine republikanische Majoru" von 40 Stimmen; eine Coalition der fortgeschritten,'' Republikaner mit den Partcigrnppcn der Rechten blei aber stets zu befürchteu. Bei dem Votum über ^ vou dem Abgeordneten Ramcau eingebrachte Motivs Tagesordnung stimmte ein Theil der äußersten ^llii mit einem Theil der Rechten dagegen, während M reiche, meist der Rechten angehörende Deputierte ny der Abstimmnng enthielten. Die der Regierung >H stehenden Blätter triumphieren denn auch anlast/ des Sieges blos iu bescheideuer Weise. Das „XIX.Si"". erachtet eiue uuverzügliche Ersetzuug Waddingtons dw^ Lc Royer als Eouici'lpräsideuten für entschieden ge^w' Den Verlauf der iutercfsanten Sitzung vom ^ ,Az schildert der Kammer-Bn'ichtcrstatler des „Journal oi Dcbats" in nachstehender Weise: . ... „Obgleich die Sitzung erst nm 2'/« Uhr beg'M' sollte, waren die Tribünen schon nm l Uhr übm""^ Man bemerkte auf denfelbeu eine beträchtliche M^ von gewesenen Beamten nnd von Frennden der f"u)k Minister. Die in den Eouloirs debattierte große lsU ^ ist, ob dic Debatte heute abcnds noch zn Ende g") werde; daß dic Anklage von einer hinreichend 1"" repnblitanischeu Majorität wird verworfen lvcr ! wird nicht mchr bczwciselt. — Um 2'/, Uhr ""^ Gambella den Präsidentensitz ein; sofort füllt slch^, Sitznnqssaal. Die Tribünen dcs Präsidenten der ^ pub'lit, dcö diplomatischen Eorps nnd dic Senat" . tribune sind vollständig besetzt. Alle Minister si"d " ihren Plätzen." Den Beginn der Debatte über M Antrag der EnqMekommission hielt indeß s"""^ der bonaparlistischc Abgeordnete Lenglc noch auf, ^ ^ er dcn DringlichtcitLantrag einbrachte, einen ^^^i von 22 Mitgliedern zu ernennen, welcher die Thätig zn prüfen hätte, die in der Zeit von Samstag, ,^" bis Donnerstag, 27. Februar, dcu Geldmarkt ^ flußt habcu. Diese bedauerlichen Vorgänge, !^, ,,l Antragsteller, die furchtbare Baifse der fünfperze'"^ Rente, ans welche dann infolge einer viel zu 'V, ^ gegebenen Erklärung des Finanzministers ^m'/",.i,c-starte Hausse folgte, seieu uoch jedermauu in ^^^N rung nud hätten in Frankreich uud im Auslande .^ tiefe'u Eindruck gemacht. Man hätte glauben dwi^ dic Regierung selbst werde eine Enquete " A,-af-Schliche anordnen, die dem Artikel ,^'> sten Redncr; wenn hier überhaupt vou Staats" hi> die Rede sein kauu, so sind sie nur von der "^,. kauischcn Partei nnd ihren Eomitcs bcgange" h,e Am 14. Ottobcr hat, wic am 4. Septelnbcl, ^ rohc Gewalt dcr Ucberzahl über das >>"'" .^it '"' Dic „Vorfrage" ward unter allgemeiner Hcn^ ^) allcii gcgcn cinc einzige Stimme, ue""^'^m-lisid^ Baudry d'Asson bcsticg dcr gewesene PN,ttbilh^ Lcon Rcnanlt vom linken Eentrnm die ^"' ^, ^ii Er vcrtrat dicjenigc Mcinnng, dic dann ul jc;B stimmnng gcsicgt hat. Er war mit den "'' 7^'>V,' gcn, wclchc dcr KommissionLantrag a/"/'" ?',, dlN'^ vom M.Mai und 2'j. Novcmbcr 1'"7L"U.n^ aus cinvcrslandcn, nicht abcr mit dein ^" , Oltt^ auf dic Ministcranklage, uud bekämpfte d I^ ^eli doch nur vom Standpunkte dcr allgememen 515 f, «'^"teressen des Landes und nicht etwa, als ob vo»> m .'.'6"ld welcher Schwäche fur die Männer Dl- ,.,«> «. ^iovenlbcr 1877 leiten lassen wolle. "nd die Verwersuug des Aus- Vch 3eldet" "' ^" '"" ^"""'"' ^ l"c- Mgesueuisskeiten. l , y77,„(?°rtntta) Eine Gesellschaft von fünf aus " '""'^^ff'z>eren der Olmüher Garnifou machte Von Ü00U N ^" ^^"' Stantslotteric einen Gewinst ««„^ (,^'e Reise der Königin Victoria.) mn A 5w- "" '"'" l^' ">e "Daily News" melden, an N V ^ ""^ dem Eisenbahndamm in Portsmouth Kav3 ^r ' ^"iglichen Yacht „Victoria and Albert". <^li ^^'"s"'. einschiffen und über Cherbourg nach m.'/" Weiterreisen. Der königlichen Yacht wird die den »/"3" "^ Avantcourier vorauseilen nnd über Nallitt " Manche dun der „Alberta". Kapitän l'eal? ?' "'^ ^" "Enchantreß". Stabscommandenr Hills. Mnn^ ?^" Die ttönigin wird ungefähr cinen Rück c "'- ^" ^stlandc verweilen und sich auf der N^ - ""^" '" ^hcrbonrg einschiffen. Sie wird eine "cyi „I der britischen Botfchasc in Paris zubringen nnck? ""W"' Tage über den Mont Venis und Turin .,.?...'" am Lagu Maggiore reisen, wo sie Sir An-Mlr^ "!!. ^"^ P"g" erwarten. Die Königin wird sH>?i. s^' «""'"^ Punsonby und einer Ehcendame. wahr-durck ? '^ Churchill, begleitet seiu und ungefähr Villn ss,"' ^^"' in der Herrn Hcnsrey gehörigen unael's ^" "sidiercn. die zwischen Baveiw nnd Stresa ^ »esayr eine Viertelstunde von der ersteren liegt nnd Gz "" wahres Erdcnparadies geschildert wird. Die lie// '"'d "°" "nßerordentlicher Schönheit, die Villa <>s« gegenüber den Borromäischcn Inseln (Isula Bella. ^, ''^adre nnd Isola Pescatori) nnd bietet eine machtvolle Anssicht über den Lago Moggiore. seiner^ ^ '^ ^ Krapotki n.) Znn, Attentate ans den Fiirtt ^"^wttnde erlegencn Gouvcrncnr von Charkow sH "' Krnputtin bringt ein Korrespondent der russi. äe,^ i/'^ Prlrrsbnrger Zeitnng" nachträglich noch fol-u wez Detail: Wenige Tage vor dem Attentate selbst Ieit, .. """'"-cntheile der russischen ..Charlow'schen Meist 5 ^ "" harzer „Rahmen" erschienen, wie er Eine <> ^""zeigen „.„zieht. Er enthielt keinerlei Text. der n > ^v^sM hntte die betreffende Bestellnng in Tert '"^ llcmacht und hirbei geäußert, sie werde den tnöae " "^"h",en" schm, später nachliefern, bis dahin druck?. «.^" /Rahmen" nnter den Annoncen offen Nihilist ^ ""ch bein Tode des Fürsten ließ die «e,.^We Vehme das Todesurtheil verbreiten, welches '" über ,hu gefällt habe. Dz, «« ,^ Dic 3i jgibahn nntcr dem Ha m n« e r.) betau !,' "'^ ^"" ^'3' "un Kaltbad nach Scheideck ist gert w "ch 'u Concurs gerathen und öffentlich vcrstci-von ?^"' Man hatte als Ausrufsprcis dcu Betrag trokd , "^^ "^ 1^^,000 Francs angefeht! Und Preis^ '^ """ tch in der dritten Feilbielung deu Nller>>' ^"" ^.l"A). sage zehntausend Francs erzielen, vetlisl'?^ '^ ^ dadurch erklärlich, daß der Känscr halte ^ ^^'^' ^"' betrieb der Bahn aufrcchtzu Entsck ^"'"^^ dieses Preises hat das Obertribnnal den dürfe c "^"^u. daß man die Bahn nicht verlaufen dieses ?"" ^"b man i,n Interefse der Gläubiger bffenMck ' ""slasscn nnd das Material derselben hübe^^"^'^"' solle, da nämlich dabei eine viel ^ )?" herauskommt. "fittderi^ «^ Musteranuonce) hat kürzlich ein den un^ m ""'^"" '"'l' s"lgt veröffentlicht: ..Freun-Wir ,.. "bannten widme ich hiemit die Anzeige, daß wurde ^"^ ?"" gestern dnrch den Tod entrissen gegeben "<^"" ^ """'i kräftigen Knaben das Lebcu »vcire ttusl "^' ^btercn suche ich eine gesnndc Amme nnd n,it ^,, ^ "lcht abgeneigt, behufs fpäterer Vcrehelichnng "Mte ^ °""^ '" Korrespondenz zu trete». Dieselbe Vermüa .^'""rdigen gratters, gesetzten Alters, etwas niiert«,, ?, ,"''d '"' stände sein, provisorisch mcinein renom. vorzustehen, in welchem alle Werde» '^ b'""c>' iwiils Stnllden prompt ausgeführt sandte ^ ^"^ bie Absicht, sur das Geschäft eine gc-bei frei, ?""" '"'^ ^"0 Dollars jährlichen Gehaltes U,n j^, Station anzustellen, sobald der ..Ausverkauf endet , >^"'2'" der augenblicklich im Gange ist. be-Erlegt '"'"^ Magazine in die Langestraße Nr. l l 500 DlM ^"'^en. wo ich ein Stockwerk für jährlich '— _____________ A>.«» ^^«les. '" ocr Handels- und Gcwerbekammcr sür Krain. ^3',^ ^nftrage haben die betreffenden k. k. Be-Mft!>)^"'^"schafte,' in Laibach nnd Onrkfeld lieveils ^"lheit ,'> ^"lhdein die infnsiöse Natm der Hadern- ^kehrl.,,^ "lull's "wissen ist. sind entsprechende M d^ h'!"! zuin Echnhe der Arbeiter unerläßlich, >, "'lN'lla .. H'"sle Schntz in einer dnichgveiscnden l "llem >, c "esinfecliun der Hadern liegt, su muß "^'e angestrebt werdend Von betheiligter Seile wiid behanplet, daß sich diefe Maßregel in Papierfabriken nicht dnrchfnhien lasse; es liegt nahe, in Erwägung zn nehmen, uo nicht den Papierfabriken die Verpflichtung auferlegt werden könne, nnr ^ereini^te, desinficierte Hadern zu verarbeiten, dagegen die ^unlftcnsovtieinuqsgeschäfte, die Lumpenhändler und Magazineure zur Reinigung und Desinfection der Hadern zu verpflichten, broor dieselben in weiteren Verlrhr gebracht werden. Die Nicht-durchführbmlcit dieser Maßregel kann umsowenigcr behanptet werden, als in anderen Staaten, beispiels-weife in Württemberg, Lumpensortiel imMeschäftc ver« pflichtet werden, dcn' hiezu bcnölhiglen Magazinen eine Einrichlnng zn geben, dnrch welche die eingelagerten Hadern entweder mittelst Dainpflöhrcn erhitzt oder geschwefelt werden können, um die ihnen anhaftenden Ansteckungsstoffe unwirkfam zu machen. Vor Erlaß hierauf bezüglicher Verfügungen erscheint es dem t. k. Ministerium des Innern zufolge Erlasses vom 2len Oktober v. I. angemessen, auch den Handelskammern Gelegenheit zn bieten, sich über diesen Gegenstand zn änßeru. Als Grundlage des Berichtes dienten der Section die Erhebungen der Hcnen f. k. Bczirlsärzte, die eigenen Erhebungen nnd die MiMieilnna. des Fabrilsbrsitzns Herrn Valentin Klispcl'. Dieser hält dafür, daß sich eine Verpflichtung de. Papierfabriken höchstens darauf beschränken könnte, daß die von denselben eingekauften Hadern mit Desinfeclionsuässen begleitet sind. Eine Verpflichtung über diese Grenze hinans ist nndnrch-führbar, indem detzinfmeilc Hadern uon nicht des-inficierten, insbesondere wl,m letztere längere Zeit gelagert haben, nicht ln nnterscheiden sind. Derselbe schließt sich der Ansicht an, daß die Vornahme der Desinfectiou von den Papierfabriken nicht verlangt werden folle, da der Zweck ein verfehlter wäre, denn es liegt auf der Hand, daß, wenn einem Uebel ge-steuert werden will, dasselbe an der Wurzel erfäßt werdcn müfsc. Demnach ist es folgerichtig, die Hadern von den Hadcrnhändlern d^sinficieren zn lassen, wobei die Controlle von hiezn bevollmächtigten Organen ge-sührt werden müßte, nachdem die Dcsinfection der Hadern von den Papierfabriten nicht constatiert wer-den könnte. Das Schwefeln dcr Leinen- nnd Äanm wollha^ern hält derselbe, insbesondere wenn diese längere Zeit hicranf lagern, für nachtheilig, weil die Qnalitä, dnrch das Auftreten der schwefligen Sänre unbedingt leiden würde. Ans diefem Grunde sei die Erwärmung dnrch den Dampf vorzuziehen. Die Section kann mit viücksicht auf die Berichte der Bezirks' ärzte constalieren, daß in den hn'rländigen Papierfabriken bisher die obbezeichnete Krankheit nicht behandelt wnrde. (Fortsetzung folgt) Hilfe jür Szegedin! Im amtlichen Theile nnsercs heutigen Blattes veröffentlichen wir einen vom Herrn Laiidespräsidcnlcn Nitter v. Kall in a an die Bewohner Krains gerichteten Anfiuf zur Sammlnng milder Beiträge für die nnglücklichen Bewohner Szegedins nnd der Thcißclienc. Die erschütternde Katastrophe, welche zn diesem Aufrufe Veranlassung bot. brauchen wir an diesei Stelle wol nicht nochmals zu schildein, sie steht seil acht Tagen im Gedächtnisse ganz (5nrvpa's und wiid als einer der furchlliarsteu Schicksalsjchläge, von denen eine blühende Stadt je betroffen wurde, noch lange Jahre hiedurch in der lheilnehmendcu Erinnernug aller Mitmenschen hasten bleiben. Seit dem großen Erdbeben von Lissabon, das vor l 24 Jahren die stolze Residenz am Tajo binnen wenigen Minnten in einen Schutthaufen verwandelte »nd Tans^nde vo» Menschen nnter den Trümmern begrub, hat die Geschichte lein Elementarereignis zn verzeichnen, das au Furchtbarkeit der Wirkung der Katastrophe uon Szegediu au die Seile zu steilen wäre. Cin einziger, einiger Rus nach „Hilje für Szegedin" durchschallt daher anch seit acht Tagen alle Länder — ohne Trennung durch räumliche odcr politische Grenzen — in denen ztnltnr nnd Gesittung, geadelt dnrch iutcrnatioualeMenschlichkcit nnd Brüderlichkeit, wohnen, nnd Tansende nnd Tausende von Menschen aller Stände nnd Konfessionen beeilen sich, dnrch Spc'ndnng von Liebesgaben das namenlose Elend unserer lies gebeugten Mitmenschen zn lindern. Daß anch die Bewohner ttrains hierin nicht zurückstehen nnd sich in warmem Mitgefühle an diefen, edlen Wcttlampfe belheiligen werden, — dafür bürgt uns der bekannte Wohlthatigkcitssinn nnfcrer Lands lente. der im Lanfc der letzten Jahre leider schmi bei fo manchem traurigen Aulafse Gelegenheit fand. sich glänzend zu bethätigen. Iu London. Paris, Berlin, Leipzig. München, Bukarest nnd vielen anderen Städten des Auslandes sind Snbscrlptionen im Gange, die schon jetzt namhafte Sumiueu anfweifen; — können nnd dürfen daher w i r zurückgehen, wo es gilt, unseren eigenen »ieichsgeiiossen iu ihrem schweren Unglücke hilfreich brizuspriugen? Speziell Krain. das schon wiederholt Veranlassung hatte, sür die eigenen Landsleute an die Mild. thätigkeit der übrigen österreichischen Länder zn appel- lieren, und dies niemals vergeblich that — wir er» innern hier nur an den jüngsten Fall, das Brand-nnglück von Loitsch (1870), zu dessen Linderung bekanntlich ganz unerwartet hohe Spenden aus den nördlicheren und südlicheren Provinzen Oesterreichs eingelaufen sind, — wird sich dankbaren Herzen' daran erinnern nnd, geleitet von dem Gefühle jener brüderlichen Zusammengchürlgleit, die uns mit den Bewohnern der jenseitigen Reichshälfte auf das innigste verbindet und uns ,eoen Schicksalschlag derselben als einen gemeinsamen Unglücksfall empfinden läßt, nach Kräften dazn beisteuern, die Noth der von einem vernichtenden (ilementarunglücke fchwer oarnieoergebengten nngarifchen Reichsgeno.sen zu mtloern. Wir glanben daher wol nicht fehlzugehen, wenn Wir die zuversichtliche Hoffnung anssprechrn. daß der Aufruf des Helrn Landespräsidenten in allen Gauen unseres engeren Heimatlandes jener vielseitigen warm-fühlenden Änsnahme begegnen wird. die er im vollsten Maße verdient uud die andererseits auch der Größe des Unglücks, dessen Folgen wenigstens theilweise gutgemacht werden sollen, entspräche. Um den Spendern die Abgabe der Liebesgaben durch Vermehrung der Sammelstellen thunlichst zu erleichtern, erklärt sich anch die gefertigte Redaction znr Uebernahme nnd Weiterbeförderung derselben mit Vergnügen bereit. Allfällige Beiträge werden m der Expedition der „Laibacher Zeitung" (Bahnhofgasse 1b) sowie in der Jg. v. Kleinmayr k Fed. Äambera/schen Buchhandlung in Laibach (Congreßplah) persönlich oder brieflich mit Dank entgegengenommen und allwöchent--lich in nnserem Blatte veröffentlicht. Die Redaction der „Laibacher Zeitung." — (Erhebung in oen österreichischen G rafrnstand.) Dem einzigen Sohne des gewesenen, vor längeren Jahren in Wien im Ruhestände verschiedenen Landcsgcrichtspräsidenten von Laibach, Freiherrn v. Petteuegg, Herrn Gaston Pöttnickh Freiherr» von Pettenegg. Kämmerer und RathSgebietiger deS Deutschen Rittcr-Ördcns. wnrde die Anerkennung und Bestätigung des seinem Vorfahren Iuh. Ad. Andreas Pöttnickh von Peltencgg vom Herzog Ferd. liarl Gonzaga von Man-tua mit Diplom von, I:',. Mai U'»^9 verliehenen und in der männlichen Erstgeburt vererblichen herzoglichen Mllutuaner Grafenstandcs in der Eigenfchaft eines österreichischen Grasen ertheilt. — (Josef Star« s.) Gestern morgens verschied in Laibach der gewesene Handelsmann und Ve-sitzer des goldenen Verdienstlreuzes Herr Iojef Start? im 84, Lebensjahre. Der Verstorbene, ein ehrenwerther, feiner Güte nnd Rechtlichkeit wegen allgemein geachteter Laibachcr Bürger von altem Schlage, war durch 27 Jahre (1627 bis 18l>4) im Besitze eines von ihm gegründeten Schnittwarengeschäftes. das seinerzeit zu den renommiertesten Geschäften unserer Stadt zählte. Ms im Winter 1847 bis 1848 zahlreiche Truppenzügr nach Italien durch Laibach kamen, zeichnete er sich dnrch sein patriotisches Verhalten besonders aus. indem er die marschierenden Truppen, die namelitlich in der Karft-»nd Wippcicher Gegend mit strenger Kälte und gesähr« lichen Vurastnrmcn zu lämpfen hatten, theils mit Geld vetheilte, theil» zu Hunderten mit schützenden Kleidungsstücke» an3 seinem Warenlager (Joppen. Strümpfen. Ülappen. Shawls u. dgl.) in uneigennützigster Weife ausstattete, wofür ihm auch später die kaiserliche An-erkenmmg d»rch Vcrleihnna des goldenen Verdienst. lle»zeS zutheil w»roe. Auch als Armenvater der Gt. Ialobspforrc wirkte Stc,r<> durch lange Jahre sehr verdienstvoll, desgleichen gehörte er zu Beginn der fünfziger Jahre der trainifchen Handels- und Gewerbe-tammer einige Jahre hindurch als Mitglied an. Seit dem Jahre 1854 lebte Stars in gröhter Zurück« gezogenheit im Kreise semer Familie, ohne nochmals in die Ocsfentlichkcit getreten zu sein. Das Leichenbegängnis des Verstorbenen, in den, die hiesige Kaufmannschaft cinen bei aller Schlichtheit seines Wesens höchst achtungs, werthen Repräsentanten aus aller Zeit verliert, findet morgeu am Namenstage des Verschiedenen — um 5> Uhr nachmittags vom Trauerhause (Rathauevlatz Nr. 11) aus statt. — (Tragisch.) Ein hiesiger jüugerer Kaufmann. Herr Albert P., der im vorigen Jahre von einem apoplellischen Anfalle betroffen wurde und seitdem ununterbrochen kränkelte, infolge dessen der bis bahii', stets lebenslnstig und heiter gelaunte junge Mann "' eine andauernde trübsinnige Stimmung verfiel, entfernt' sich in der Nacht vom Samstag auf Sonntag, nur noth dürftig bekleidet, aus feiner Wohnung und wird seithel vermißt. Alle Anzeichen lafsen leider darauf schlier", daß sich der Unglückliche in einem Anfalle mome'itcni" Geistesstörung ein Leid angethan und seinen Tod im Laibachfluffc gesucht habe» dürfte, « — (Veuefizvurstclluug.) Die b"«« K°' miler und Negisseur Siegmund Friedman «"d ^ tul!» e 0 er „Laib. Zeitunq.") Wien, l7. März. Der Wiener „Abendpost" zufolge beschloß dle Kaiserm infolge der Szegediner Katastrophe die sofortige Rückkehr, verläßt nach Vollendung der Neisevorbereitungcn Irland ulld trifft am 20. d. M. in Wien em. Budapest, 17. März. Die Ansprache des Bürgermeisters von Szegedin erwidernd, sagte der Kaiser mit vor Rührung bebender Stimme: Mein Herz schmerzte mir, als ich dieses große Unglück sah, lch hoffe, daß in besserer Zeit die Stadt wieder aufblühen wird. Der Kaiser erkundigte fich emgehendst nm alle Details und dnrchfllhr auf einem Ponton die Stadt, überall begeistert empfangen. Mittags reiste der Kaiser nach Wlm ab. Szegedin, l.7. März. Der Kaiser ist vormittags eingetroffen und von der ganzen zurückgebliebenen Bevölkerung begeistert empfangen. Er besichtigte auf Schiffen dle Trümmer der Stadt. Bisher wurden 23.000 Flüchtlinge befördert. An Lebensmitteln ist lein Mangel. Berlin, 17. März. Der Reichstag nahm den Rechenschaftsbericht betreffs Verhängung dls kleinen Belagerungszustandes über Berlin zur Kenntnis. Liebknecht vertheidigte das Verhalten der Sociallsten. Au-lähllch illoyaler Ausdrücke, namentlich als derselbe von einer „Republik Deutschland" sprach, entstand allgemeiner Lärm im Haufe, und drohte der Präsident, Liebknecht das Wort zu entziehen. Pest, 10. März. (Presse.) Se. Majestät der Kaiser wird von Szegedin aus direkt nach Wien zurückleisen, woselbst seiner Ankunft für Dinstag mor gens entgegenzusehen ist. Pest, 10. Mälz. (Frdlil.) Aus Szegedin wird gemeldet: Die Stadtrepräscnlanz beschloß heute durch den Oveia/spau Dani um Aufhebung des Regierungs-KolnmisslNlatz nachzusuchen, da die Regierungsorgane nilt den Lolalverhältnissen unbekannt sind. Die amtliche Zählung der Hänser ergab, daß nnr 300 Ge» bäude stehen und uon dlesen »im 250 bewohnbar sind. S.zegedtn, l0. März. (Frobl.) Von den siebentausend vorhanden gewesenen Häusern Szegedins stehen nach der heute erfolgtet« offiziellen Aufnahme nur mehr zweihundcrteinundsechzig. Szegedin, 16. März. Vei der Ausräumung der eingestürzten Häuser, die sporadisch schon heute begann, stößt man auf immer mehr Leichen von Verunglückten. Auch heute wurden mehrere solche Leichen aufgefunden. Die Räumung geht allenthalben gut vonstatten. Es herrscht kein Mangel mehr an Pontons und Kähnen, von ersteren gibt es tz7, von letzleren 300, die den Behörden gehören, nnd zweimal so viele uon Privaten. Die öffentliche Sicherheit ist äußerst befriedigend. Im ganzen kamen bisher zwölf Ausscheitnngen, mehrere Diebstähle und Erpressungen vor. Budapest, l<;. März. (Montagsrevue.) Die letzten Szegediner Telegramme besagen, daß sich bisher nach offiziellen Angaben ungefähr 17/' Rente 64 40. — Silber - Rente 64 80. ^ Gold- Ncnte 7630, 1860er Staats-Anlehen ll? 60. ^ Nanl-Nctien 792, - Kredit Acticn 244 . — London 116 95. - Silber —. K>. l. Münz-Dukaten 5 54. — 20 - Franleu »Stücke 9 31. 100-Nelchsmarl 57 45.. Wie». 17. März, 2',', Uhr nachmütags. (Schllchknrsc.) Kreditaclien ?44 7- -^ Egyplische -, Goldleittc 76 65. ungarische Goldrente 86 . Sehr ruhig. A«gekvmu»e»e fremde. Am 17. März, Hotel Stadt Wien. Sittig, Geometer, Nadmannsdors. — Nödi» acr. Maschinenjabrikant. Wien, — Uranic, Holzhändler, nnd Steiger s. Familie, Iiuxlc. — iturzthaler, Fabrikant, Dom schale. (>llgnl Hotel (klefant.' Goldstein, Kausm.; Macht, Wirthschastsrath: Müller, Neis.. und Bach, Beamter. Wien, — Malli. Kfi»., Nenmarttl, u. Fnlchleillhal, ^tealitäteubcsiftcr, Steicrmnrl. — ilarnac. Oberinspektor, uno Hofmann, Dr. d, Mcd,, !!iad- tcrsbnrg, Süippan, Vesil^er, Finme, Prarmaier, Ober forftnleistl'r. (>)raz Taffniu, Triesl, Hotel Europa. Ttieno, «^eschästsleitei, Marburg. - Hrovat nnd ssc'i>,cl. Landsnasz. - Plister. s. Familie, Agram, ttaiscr uo» Oesterreich. Kav^ii. Wirth, Idria. - - Grrbcnz. Gurtfeld, Mohren. Kastclih, Trieft, -- .^idcrman», Laibach, ^jde- ljansli, Prag, Verstorbelle. Den 14. März. Rosalia Zcrner, Privatenskind, t» Mo-nate 10 3age, Roscngassc Nr, 2U, Fraisen, Den 16, März^ Peter Recher. Ledererskinb, 6". Mon. Vorort Hradectydors Nr. 32, Lungenentzündung, Den 17. März, Josef Stcnö. gewesener Handelsmann, «4 I.. Rathausplah Nr. 11, Altersschwäche. Im Zivilsvitale vom 1, bis 4, März 1»7U. ,. ^, Am 1.: Franz Kosler, Arbeiter. 2? Jahre, HerzM«. Am 3.: Helena Kanmitar. Inwohnerin. «4 I., Elltlrastunl!, Valentin Kieler, Vcttler, 74 I., Wassersucht. Theater. Hentc (gerader Tag) znm Vortheile des Fondes der hies's^ freiwilligen Feuerwehr: Canned as. Komische ^pc^»/ 1 Anfzngc nach einem französischen Sujet. Musit uon lfl°^ v, Supp0. Drn Anfang macht: Schwert des Damoil ^ Schwant in 1 Act von G, zu Putlih, Tasse Thee. o°"' Ich bin nicht eifcrsiiä, tig, Lustspiel in I Aufzugc n»"/ dem Französischen von Emil Mumami. ^^^. Meteorologische Beobachtungen ill Laibach^. " "3 kZ^ ß^ N ^-,3 ^e 7"ü. Mg?' 7:l8 :'.2 —02! Ö. schlvach' hetter' . .,, 17, 2 „ N. 7:j6 74 >12 4 SW. mäßig heiter """ 9 „ Ab. 7:'.6?8 ^- «0 NW. schiliach sternenhell Tagsüber heiter, windig; sternenhelle Nacht. DaS Tage' mittet der Wärme ^- W während seiner langen Krankheit ihre Theilnahme W ^ widmeten, sowie allen denen, die ihm ssestern zl! M « feiner lebten Ruhrftiiltc das l^elrite gaben, da»» > ^ für die vielen schönen Kranzspenden und den » ^ Herren Sängern fnr den erhcbr„de>i Grabgcsang "^ > M sage ich hiermit den herzlichsten, aufrichtigsten Dam- M W Laibach am l7. März I«?!). W W Marie Reichmann, geb. Bachowez. W Gutt dem Allmächtigen hat es gefallen, Miseren W innigstcu'lil'btc'n l^ntten. beziehimgswcisc Vater, M Schwiegervater und (^oszuater, Heiln M gewesenen Handelsmaun und Aesi1"/ W meu Andenlen aller üUerlunndtcn und Freund^ ^ empfohlen. W Laibach nm 17. März 187!>. > ^ntonl« 8t»l-5, Gattin. . M .lo»«s 8tn,-<», f, Professur n» der Oberrealschlilr '" W Agram: 1»r. 4nt<»l> l>wl-»>, t. f.Obemrzl im 2'M" > Linien Ins. Regn,!., Sohne i'«,rl lilll«,- v. <»>"^' > f. l. Obe, Poftdirettor siir 2!eierinarl nnd Kärnte», « Schwi.'gl-isoh!, .l,lll^ I^<»<,/. fs«!>i. «<«N' M Hl»rle ^l»,«>, lt<»«» 61 !,,-<>, Tochter ^m»lle « l^tnr«, Schwiegertochter. ^a<»Is ItlN""'' W l. t. Po,tllNltöc,ssislc»l^ «^ri^ «<1l« v. (jlo^ "'^ W «ober, Mtter v. OI<»l/.. ^"" 9^lN'lpli!>!^'l^>^ ^lslkn, 15. März (1 Uhr.) Unter dem combinicrtell Eindrucke von Friedenszuversichl nnd Gcldabondaiiz stehend, gab die Äörse ciue ausgezeichnete StittlNlliNg <> ^l svlll. ^ll<2.> Depositenbank....... 160 l 227 Oesterreichisch--ungarische Vant 700 782 llmonoanl ........ 7350 7375 Vertrhrsbant...... 110 25 N0 75 Wiener Vankverein .... 113 N3'50 Actle« v«n transport Unterneh mungen. ««lb Ware Alföld-Nahn .......118 50 119- Honau.Dampfschiff.'Gesellschalt 537 - 539— Elijaoeth.Westbahn.....l«9 50 170 «e>b Wa»e Ferdinands«Nordbahn . . 2085-2090 -Franz-Ioscph'Äahn .... 134- 13450 Galizische Karl«Ludwig.Vahn 229 25 229 50 Kaschau-Oderberger «ahn . . 105 50 106--Lemberg.j8 80 89— (ilal. Karl^Ludwig-V. 1. Em 100^ ^50 Ocslerr, Nordwest-Vahn . . 89^ ^50 2icl>cnbiirger Bahn ... 64^" ^Zil Staatsbnhn l. Em . , , l6l ^?l' Sudbahn 2 3«/....... 112'" ^ 5«/,...... 99»" Devisen. Aus deutsche Pläkc..... 56 ^ ll?"b London, kurze Sicht .... //? ,,?l^ Loildon, lange Sicht .... U?" ^ ^ Paris.........- 4b ^" »eldlsrten. Dukaten . . . 5 fl. 54 kr. d s» ^^ , Napoleo»,«d'or . 9 „ 30'/,. " " Deutsche Reichs- .? 45 " N.ten .... 5? , 40 „ b?. ^ , 2ilbe>anldei, 100 . — « lu" - Mainische Grundeiltlastung« 2^"!'" ^ ^ Privatnotierung: <^ld 915''. "« Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrentc 63 80 bis 6585. Silberrentc 64'45 bis 64 55. Goldrente 76 55 bis 76 65. Kredit 239 - bis 239 10. Anglv 104?ü. London 117— bis l.1715. Napoleons 9 30 bis 9 30'/.. Silber 100— bis 1U0 -.