^ 66.________ _________Freitag, 21. März 1890._____________1tt9. Jahrgang. Zeitung. «a»,!«,? l, "lp"is: ^llt Pllstvel<«ndun« : ani'lMrig fl, lb, halbjahrig fl. 7 5U. Im «lomptolr: ^, Die «Laibacher Htitxng' «ischfint tüalich mit »u»nllhme der G«nn. und lleitttaze. Die »dminiftration lltiiw o > "' halbjährig fl, 5-50. Für dic Zustellunn in« Hau« ganziähri« st, 1, - Inscrtionsaebür: Kür V befindet sich Lo»°rr!»platz i>, die Äldacilon Vahiihosgassc l«4, Gprechstlmben bei «edaction »änlich von ^ zulernte bis zu 4 Zeilen 25 lr,, gref>cre per jjeile 6 lr, - bri üftr«,! Wisdrrhulunacn per Zeile !l lr, V iu bi» li! llhr vormittag«, — Uüflllnlierte Vnefe werben nicht anaenemmen und Manuscriptc nicht iiirückgestellt. Amtlicher Weil Ihre Majestät die Kaiserin und Königin haben ^'t Allerhöchster Entschließung vom 11. März d. I. die !^°"en A,,,,2 Gräfin Csäty von Keresztszegh n o U dorjän, geborene Gräfin Golza; Margaretha ^raftn Apponyi von Nagy-Appony. geborene ^aftn vo„ Seherr - Thoß; und Rosalie Gräfin zlraly von Cziräk und Dine sfalva. gebo-ih^^'I Keglevich von Buzin. zu Allerhöchst, ^n -palastdamen allergnädigst zu ernenn eil geruht. «.„ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung vom 12. März d. I. den bn« 2emberger Oberlandesgerichtes Josef Do- s"5^nski sowie den Rath des Krakauer Obcr ^esgenchtes Karl von Ebner zu Hofräthen des "^ Hotelcoupons und Rnndreisekarten uud dutH 5 Schädigung des internationalen Reiseverkehrs «^ oiese Makre^l s..^^ Hierauf folgten Berichte über Petitionen. Bei einer Petition aus Böhmen gegen die in Pribram vorgekommenen Wahlmissbräuche be« schuldigte Stejskal die Iungczechen. dass dieselben nach der Polizeigewalt rufen. Abgeordneter Engel erklärte, er protestiere gegen die Ausführungen Stejskals. Die Petitionen um Äufrechthaltung der Grenzsperre gegen Rnssland und Rumänien und Erleichterung des Grenzverkehres mit dem deutschen Reiche wurden, nach. dem Dr. Heilsberg dieselben im Interesse der Land. wirtschaft in den Alpenläudem befürwortet hatte, der Regierung zur vollsten Berücksichtigung und eingehend« sten Würdigung empfohlen. Die Petitionen zahlreicher Körperschaften, darunter des steiermärkischen Landesausschusses und der Landwirtschaft«. Gesellschaft in Klagenfurt, betreffend den dirccten Bezug der Ver-Pflegsartikel für die Armee bei den Producenten, wurden der Regierung zur eingehendsten Würdigung und vollen Berücksichtigung dringend empfohlen. Die Petition von 840 Gerichtskanzlisten Oesterreichs wegen Verbesserung der Avancementsverhältnisse wurde der Re» gierung zur thuulichsten Berücksichtigung abgetreten, ebenso die Petitionen der Amtsdiener und Gefangen« aufseher um Verbesserung ihrer Lage. Hierauf folgten Wahlverificationen. Die Wahl Hagenhofers wurde ohne Debatte agnosciert. Nbgeord-neter Späcet berichtete über die Wahl Foreggers. Abgeordneter Dr. Gregorec wendete sich als katholischer Gastlicher besonders deshalb gegen die Anerkennung der Wahl des Dr. Foregger, weil derselbe ein Freimaurer sei und daher einer von der Kirche mit dem Banne belegten, vom Staate verbotenen Gesellschaft angehöre. Redner erörterte hierbei eingehend das Wesen der Freimaurerei, welches er vollständig verdammt. (Beifall. Widerspruch und stellenweise große Heiterkeit.) Redner behauptete, dass die Freimaurerei bei allen Revolutionen betheiligt und dass sie speciell gegen Oesterreich thätig sei. Präsident Dr. Smolla ermähnte den Redner, bei der Sache zu bleiben, denn es handle sich jetzt nicht um die Freimaurerei, sondern um die Wahl eines Abgeordneten. Abgeordneter Oreqorec schloss seine Rede mit der Bitte, die Wahl des Dr. Foregger zu verwerfen. Abgeordneter Vosnjal wendete sich gegen die Wahl und beleuchtete mehrere bei derselben an» geblich vorgekommene Unregelmäßigleiten. Bei der Ab« stimmlmg wurde die Wahl des Dr. Foregger mit großer Majorität agnosciert. Die Wahlen der Abgeordneten Kyrle und Freiherr von Lapenna wurden ohne Debatte anerkannt; die Agnosck'iung der Wahl des Abgeordneten Auspih wurde ans heute verschoben, da der Referent der Minorität, Dr. Zäcek. durch eine Schwurgerichts-Verhandlung verhindert war, in der Sitzung zu erscheinen. — Die Abgeordneten Dr. Sooboda und Genossen interpellierten den Landesvertheidigungt-Minister, ob derselbe nicht geneigt sei. den Angehörigen des 22. Iägerbataillons, das zumeist aus der Umgegend von liger rekrutiert wird und das schon seit zwei Jahren zu Liono in Bosnien liegt, für ihre Mehrleistung in der Präsenzdienstzeit eine anderweitige Vergünstigung zu erwirken. Der Finanzminister theilt mittels Zuschrift mit, dass im Staatsooranschlage in der Rubrik «Allgemeine Cassenverwaltung» infolge des Verkaufes einer Partie Actirn eine Veränderung um 17.000 fl. eingetreten sei (und zwar eine Verminderung in der Bedeckung). Die heutige Sitzung des Abgeordnetenhauses hat vor halb leeren Bänken stattgefunden. In den Couloirs wurden desto eifriger die Demission des Fürsien ViS-marck und die Wiener Vemeinderathswahlen besprochen. Das Haus beschäftigte sich vorerst mit der Vorlage, betreffend die Herstellung eines Universitätsgebäudes in Graz. Dieselbe wurde unverändert genehmigt. Hierauf wurde der Gesetzentwurf, betreffend die Gebäudesteuer, in Verhandlung gezogen. Derselbe bezweckt mehrfache Steuererleichterungen, er normiert Steuerfreiheit für solche Gebäude, welche nicht mehr als neun Wohn-bestandtheile enthalten und ein Jahr hindurch unbenutzt geblieben find. Die Vorlage soll namentlich Tirol Vor» theile bringen, wo es 111.304 solcher Gebäude gibt. Zu den Anträgen des Ausschusses sind zwei Minorität«-voten angemeldet. Das eine, vom Abgeordneten Wildauer eingebracht, will die Steuerfreiheit für alle leerstehenden Gebäude; das zweite ist vom Abgeordneten Keil und bezweckt: 1.) die Hauszinssteuer von den jetzigen 26'/, Procent auf 24 Procent herabzusehen; 2) die Steuerfreiheit der Alpenhütten und Weingartenhauser. In der Generaldebatte nahm zunächst der Mino-ritätsrefrrellt Abgeordneter Dr. Keil da« Wort, um darauf hinzuweisen, dass es die Linke gewesen sei, welche bestrebt war, die großen Härten des Gebäude« steuergesehes zu mildern. Berlin zahle per Kopf 2 fl. 19 kr., Wien hingegen 15 fl. 4 lr. an Gebäudesteuer. Abgeordneter Dr. Angerer erklärt die angebahnte Reform für ungenügend. Der Antrag der Majorität sei ein Werk der clericalen Partei. Eiani acceptiert die Vorlage als Abschlagszahlung. Vergani macht das Präsidium darauf aufmerksam, dass von 353 Ab-geordneten jetzt kaum 50 im hause anwesend seien. «Wenn das so weitergeht, wird die Anzahl der Stenographen und Diener bald größer sein, als die der an- Feuilleton. Nadinens Flucht. y. Agram. 19. Mäiz. eine M - ^"" Vlätter haben vor kurzer Zeit über i«nski ?'? .""«halb der Familie des Herrn Slav-llaqensw Z - ! ^meldet, eine Affaire, die umso lie-t°lemvoll "3 F' °ls es sich um die juuge, schöne uud !>'Aa.r^ F^.t" des Künstlerpaarcs. Fräulein Nadja handelte. Fräulein Nadinc hatte Wo sie ^"verlassen und sich nach Budapest gewendet. Aedacte „« 3 Familie des mit Slaujansti befreundeten ur« Andreas Szabo Aufnahme fand. schenk " c^ war es auch, der den Apostel rujsi-Initial ?-'""U^ "'K'ew kennen gelernt und auf defsen ^aliae 5« . ""^ Äudnpest und Ungarn in die dies-ö°grn rm,? der Slavjanski'schm Kapelle mit einbe-3"' ihre ^ ^ Fräulein Nadine eigentlich bewo< Meiheit ok -'^ ä" verlassen, ob der Drang nach Ü?ch un5°,^ ""k andere zartere Regung, war damals Affair" ,"!". Nachdem aber mit dieser Nachricht die Unserer 2. '^n Abschluss gefunden, melmehr in ^"cht d°» «5, - mannigfachsten Gerüchte über die ^selben ,,, Kleins Nadine wie über die Motive " Nlaube. . - " begleitenden Umstände verbreitet sind, M de„ ^ ? "n Interesse der Familie Slavjanski senden liche «Gazeta Lwowska» dementiert die Meldung des ruthenischen Journales «Aervenaja Rus», womach in zwei Gemeinden des Bezirkes Horodenka der Hunger» typhus ausgebrochen sein soll. (Das k. k. Ministerium des Innern) hat, um mehrfach ausgesprochenen Zweifeln zu be« gegnen, entschieden, dass die bestehenden Krankencassen zur Vorlaqe eines Rechnungsabschlusses sowie der statistischen Nachweise vom Beginne ihrer Wirksamkeit bis Ende December 1889 verpflichtet sind. Die erwähnte Zeitperiode wird demnach als erstes Rechnungsjahr für die betreffenden Cassen zu betrachten sein. (Schönerers Verzicht auf die Politik.) In der letzten Nummer der «Unverfälschten deutschen Worte», dem bekannten Organe Schönerers, findet sich im «Briefkasten», den Schönerer angeblich selbst schreibt, Folgendes: «Herr Schönerer erklärte ausdrücklich, dass er seine öffentliche politische Thätigkeit derzeit als ab' geschlossen betrachte und dass er Zuschriften in Partei-Angelegenheiten nicht mehr beantworte. Hauptursache der Zurückziehung Schönerers ist der Verrath, die Untreue und Unaufrichtigleit, die Schwindelei und Ner-gelei, die Streberei und Muthlosigkei. dann die Verflachung des deutsch'Nationalen G dankens, die sich im bisherigen deutsch-national-antisemitischen Partcilager immer mehr auszubreiten beginnen.» (Die Regelung der Valuta.) Die «Bud. Corr.» meldet: Demnächst wird auch die zwcite Note des Finanzministers Dunajewski in Angelegenheit der Regelung der Valuta vom Finanzmiuister Weckerle beantwortet werden, nachdem diese Frage jetzt bereits in ein vorgeschrittenes Stadium getreten ist. Die beiden Finanzminister sind übereingekommen, eine gemeinsame Valuta-Enquete nicht einzuberufen, hingegen wird jeden» falls eine österreichische und eine ungarische Enqußte stattfinden, und dürften die Berathungen der ungarischen Enqueue bereits im Mai stattfinden. (Oesterreich. Ungarn und Deutsch» land.) Die gesammte österreichische Presse beschäftigt sich mit der Demission des Fürsten Bismarck. Die Bewunderung für die Größe dieses Staatsmannes, die dankbare Empfindung für den Urheber des innigen Allianz'Verhältnisfts zwischen Oesterreich-Ungarn und dem deutschen Reiche kommen einhellig zum Ausdrucke, So wenig aus der Entfernung eine Beurtheilung der inneren Verhältnisse des deutschen Reiches und Preußens jetzt schon möglich ist, so wird doch dem Gefühle schmerzlichen Bedauerns darüber Worte geliehen, dass urplötzlich jeder Ausblick in künftige Gestaltungen ver« hüllt und an die Stelle einer klaren Willensmeinung das Ungewisse gesetzt ist. (Das neue französische Ministerium.) Die französische Regierung kündigte in einer Erklärung in der Kammer den Entschluss an, nicht nur die republikanischen Einrichtungen, sondern das gesammte demokratische Werk der früheren Vertretungen zu ver« theidigen. Die Regierung will die alten repulilaniW Kräfte zu einem engen Bunde vereinigen und eine tolerante uud friedliche Republik dauernd begründen. Iy" Hauptaufgaben seien der Schuh der nationalen Nrve> und Besserung dcs Zustandes der Arbeiter. Die Mia« rung wurde sehr günstig aufgenommen. Auf die Intel' pellation Lockroy's erklärte Ministerpräsident Freyem", die Regierung werde weder das Militärgeseh lM das Schulgesetz antasten lassen. Das Vertrau-nsuolM für die Regierung wurde mit 318 gegen 78 Stlinn'"' beschlossen. (Zur Demission Bismarcks.) Der »e liner «Reichsauzeiger» meldet, dass der Kaiser «n» Bötticher und später mit Caprivi conferiert habe, nM letzterer fortdauernd als künftiger Reichskanzler un^ Ausscheidung der auswärtigen Angelegenheiten betraG wird. Verfassungsmäßig kann die Verabschiedung °t Kanzlers nicht ohne gleichzeitige Ernenuung des. ^ folgers erfolgen. Die «National-Zeitung» ^ s Verabschiedung Herbert Vismarcks für zweifellos, soM Veränderungen im Ministerium seien jedoch 'U^-,. gewärtigen. Vollkommen sicher sei, dass ein Syit^ Wechsel in der auswärtigen Politik nicht bevorstehe, von Bismarck geschulten' diplomatischen Kräfte wuror beibehalten werden. Mehrfach wurden die G^s Müusttr uud Eulenburg in Ministercombinationen » naunt. Als Ursache des Rücktrittes des ReichskaM wird auch angegeben, dass Bismarck Windthorst eliips" gen habe, ohne den Kaiser zu befragen. ..) (Heeresrüstungen der 'Niederta"^ Die holländische Regierung brachte in der Ka'N . einen Gesetzentwurf ein, wodurch im Hinblick aus Vergrößerung aller europäischen Armeen die N^^ diqkeit der obligatorischen Militärdienstpflicht anwa^ die Dienstzeit der Milizen um ein Jahr «mang und zwei Aushebungen in jedem Jahre angeordnet den, so dass sieben Miliz Contingenle verfügbar I sollen. ,««. (Aus Monastic) wird der «Corr. de.H, berichtet: An der griechisch-türkischen Grenze be» ^ sora in der Ebene von Perivlaki hat ein Heftl8"^^l zwischen einer Compagnie türkischer Truppen nu^ > Bande griechischer Briganten stattgefunden, wobel < ^ ganten und 25 Soldaten getödtet und 1 Ofsicier jcy verwundet wurde. , :^e (Die italienische Kammer) genehlW einen Credit von 10 6 Millionen Lire für das ^ ordentliche Budget des Kriegsministeriums p^,^„el! bis 1891 und'die Mehrausgaben von 5 M"'"ch für das Marinebudget zum Ankauf von Munition dem neuen Typus und von Kohlen. «i^- (Fortificatorische Arbeiten l« " ^ mänien.) Der rumänische Kriegsminister Ma"" ^ die Beschleunigung der Befestigungsbauten, U"'?.^ den Bau der Forts um Bukarest und jener »m ^ ^1 thale, anbefohlen, so dass dieselben bis Apr" fertig sein sollen. Tagesneuigleiten. ^ Se. Majestät der Kaiser haben der ^"^ft St. Georgen am Steinfelde im politische» ^ü St. Polten in Niederösterreich zur Zahlung der ^ ^. für den Schulerweiterungsbau eine Spende von ^, aus der Allerhöchsten Privatcasse zu bewillige" U — (Ein österreichisches Geschwa° ^ der Ostsee.) In Erwiderung des vorjährigen^^? kany, dem Orte des Zusammentreffens mit Nadina, fortzusetzen, wurde er mit dem nächsten Zuge wieder nach Agram zurückgebracht. Ueber den Verbleib seiner Tochter Nadina erhielt Herr d'Agrinev bereits die beruhigende teleqraphische Nachricht, dass sich dieselbe bei der Familie Szabo in Budapest befinde. In diesem Stadium befindet sich die Affaire gegenwärtig. Es mag doppelt schmerzlich für das Vater» herz des Herrn d'Agrsneo sein. gerade jetzt nach den Triumphen, die er in Oesterreich-Ungarn gefeiert, auf seinen Namen und sein Glück einen solchen Schatten fallen sehen zu müssen. Nadine war sein und der Fa« milie Stolz, er hat auf ihre musikalische Ausbildung viel verwendet und große Opfer gebracht, nun begann sie eben die Zierde der Gesellschuft in künstlerischer Be< ziehung wie durch ihre blendende Erscheinung zu werden, als die Gewissenlosigkeit eines jungen Mannes, der ihrem Vater zu beständigen Danke verpflichtet ist, allen diesen Hoffnungen ein Ende macht. Herr Slavjauöki nahm Ioanov noch als Knaben zu sich. als er auf dem Punkte stand, gänzlich zu ver« wahrlosen. Ivanovs Vater war Theaterdirector, der mit seiner Truppe im asiatischen Russland Vorstellungen gab. Er besaß auch ein Theater in Simbirsk, der Hauptstadt des Tataren-Gouvernements gleichen Namens im östlichen Theile des europäischen Russlands, kam aber gänzlich herunter, als ihm das Theater zu wiederholtenmalen abbrannte. Slavjanski nahm nun den Knaben auf. erzog ihn und stellte ihn den anderen Mitgliedern stmer Gesellschaft voran, indem er ihn ausnahmsweise in seine Familie einführte, an seinem Tische theilnehmen ließ und ihm, trotzdem Ivanov als Sänger ein sehr untergeordnetes Mitglied der Kapelle ist, einen höheren Monatsgehalt bezahlte, als selbst den berühmten Bassisten der Gesellschaft. Zugleich ver-wendete Slavjanski Ivanov in der Vertrauensstellung eines Reisemarschalls, als welcher er, da er in der Familie Slavjanski auch einigermaßen die deutsche und französische Sprache beherrschen gelernt, mit der Be< sorgung der Angelegenheiten auf den Eisenbahnen betraut war. Wie Ivanov seinen Wohlthäter auch soust täuschte, qeht schon daraus hervor, dass er seit jeher sein wahres Alter vor ihm verleugnete und dasselbe gegenwärtig mit 22 Jahren angibt, obgleich er. wie Slavjansli vor kurznn erfuhr, zwei Jahre mehr zählt. Das aber hat für den letzteren feine unangenehme Seite. Herr d'Agre'neo haftet der russischen Regierung gegenüber für seine Leute bezüglich ihrer Stellungspflicht und hat dafür zu sorgen, dass alle Assentierungspflichtigen all« jährlich zur Stellung erscheinen, widrigenfalls Herr Slaojanski ein mehrere tausend Rubel betragendes Pö-nale zu bezahlen hat. Ivanov, dem das Leben als fahrender Künstler besser behagen mag, denn als russischer Soldat, entzog sich bereits zweimal der Re« crutierung, iudem er, wie gesagt, sein Alter Herrn Slavjanski niedriger angab, als es in der That ist. Allerdings aber hat auch Iuauov in Falle seines Erscheinens auf russischem Territorium zu erwarten, als Militärflüchtling ergriffen und in eiue der wegen ------------^-^^—^—^^-------^^ie"" ihrer Grausamkeit berüchtigten Militär-Strafcol" ^ fßl Turüstau oder sonstwo gesteckt zu werden, w ^ h,e iedes Dienstjahr sechs Strafjahre zu bleiben 7^e schwersten Arbeiten zu verrichten hätte. Vielle^ .^ he» er. auf diesem Wege. was sonst kaum denkbar. ^ zß Besitz Nadinms zu gelangen und sich eine P" ^F schaffen, welche ihn als Gemahl einer aefelertu .M lerin in den Stand gesetzt hätte, in gesicherter ^ von einer für ihn so verhängnisvollen Rua Russland für immer absehen zu können, ^.„cht, l Das ist der Roman von Nadinens o"'" M. Roman, der wie viele andere die Wahrye , ^ „B dass schließlich der am meisten Schuldige " ^ ^ die schwerste Strafe zu tragen habe. . > - ^ ^ "' mittags erschienen Herr und Frau v. Agrene" ^ reau des Staatsauwaltes v. Kraljevic, um ^F selben die schon bei der Polizei in Antrags W. Verfolgung des Ivanov wegen Entführung ^lje" ulitreuung neuerdings zu verlangen. H^^she h^tt lieh das Ehepaar, das von dem über da» ' ^t H gebrochenen Unglücke geradezu niederge7 Dr. Aeccari in Sumatra eine Aroidee, welche ' ly durch erstaunliche Größe auszeichnet, und gab ihr den tw? ^"plioMIIu» ^iwmim. Es ist eine nahe Ver> andte des in unseren Wäldern häufigen Aronsslabe«, w^.^^""l' Ein Exemplar dieser Riesenpflanze, lü??^ " ^" botanischen Garten zu Kiev gelangte, ist 2 ^selbst zur Vlüte gekommen, Die Knolle hat un-^^ ^5«tn Umfang, der Stiel des einzigen Mattes d "^°" lang, die Blattfläche hat 1430 om Umfang, " Schaft ist 57 cm hoch, der Blutenkolben ist 190 em h "2' und das denselben einhüllende Blatt, die Spatha, entN « ^ Durchmesser. Der dem mächtigen Blutenstände luromende Geruch erinnert an denjenigen faulenden Elches und ist fast betäubend, illak ^ (^in Jag dun fall.) Bei einer Schnepfen-^no.auf den Besitzungen des Grafen Ivan Drailo-ln Sübungarn wurde dieser durch das plötzlich los-u u°ngene Gewehr eines Treibers in der linken Hilfte ?" verletzt. Es besteht keine Hoffnung auf Erhaltung > "es Lebens. In der nächsten Woche sollte Erzherzog "l°nz d'Este zu den Jagden dort eintreffen, nett "" .(doctor der Musik.) Aus Prag von vor-«lern wird gemeldet: In der Sitzung des Professoren-h T^'Ulns ^ philosophischen Facultät der böhmischen ^'lversttat beantragte Professor Durdik, dem Comftonisten verl^ ^" Ehrentitel eines Doctors der Musik zu das?". ""^ ^ bie böhmische Universität überhaupt Vöbm ä" «wirken, mit Rücksicht auf den alten Ruhm neuen m c"^ "'"^ musikalischen Landes und auf den tor d ssch"U"S. der Tonkunst daselbst den Titel «Doc-sen ^ n "^' °" verdiente Musiker verleihen zu dür. ^er Antrag wurde einem Comits zugewiesen. Aus N /^"zweiflungsthat einer Mutter.) furcht. ^ ""lb ^'" 18. d.M. berichtet: Eine Eine ^ "^ ^"^ beute abends am Donau-Ufer statt, dier »?«?" ^""ns Mutics versuchte sich und ihre «°sichts ^ «>'/" jüngstes drei Monate alt ist, an-Ander Pul.cums in der Donau zu ertränken. Drei Kind „, . fettet. Die Mutter und das jüngste Vi^ """en aber trotz aller Rettungsversuche. DaS °er That soll ein häuslicher Streit gewesen sein. brei^ , " Doppelgänger des Dr. Mark« der >, . 6" Stafford in England wurde vorgestern Gustav ^Mftlich wellende österreichische Ingenieur Tzcza,^ ^nei' der in der Ammoniak-Sodafabrik in s°iner°.«/" ^^izien in Verwendung steht, infolge breiter 5 ^ehnlichteit mit dem flüchtigen Dr. Mark. h°stet 5 l> """ich steckbrieflich verfolgt wird, ver< ^nsv^" '^ ^" I^'"'k im Besitze von Legitima. lurzer 3^"" ^sindet, wurde dessen Freilassung nach Etubi^ !^sch.°ssc"-) I" Walde Topolovcak bei "us St° m ^ngst der Vauernbursche Franz Hren Die ein« ! l. °^^ "'^ durchschossenem Kopfe aufgefunden, der N«?^ Untersuchung ergab, dass am selben Tage slreisk n 2" Alois ^acer in jener Gegend umher. Achiitw.. ^^acht, der sich gegen Sacer lenkte, erhielt bricht« ?6 durch ^" Thatsache, dass sich dieser beim — (Blutvergiftung durch einen Bienen-st i ch.) Aus Ulmiz in Freiburg wird gemeldet, ein dorti-ger Bienenbesitzer sei beim Füttern der Bienen jüngst in den Nacken gestochen worden. Der Stich blieb anfänglich unbeachtet, bis die Symptome der Blutvergiftung: Ge. schwulste am ganzen Leibe und stellenweise Blasen auf der Haut, sich zeigten. Der herbeigerufene Arzt constatierte wirkliche Blutvergiftung. — (Die russische Vocallap elle.) Wie aus Csseg geschrieben wird, concertiert über Einladung des Bischofs Stroßmayer am 20. März die russische Vocallapelle des Herrn Slavjansi in Djakovar; am 28. März wird dieselbe in Vinlooce und am 31. März und am 1. April in Csseg Concerte veranstalten. — (Fabriksbrand.) Wie aus Brunn gemeldet wird. ist dort vorgestern morgens die erste Brünner Stearinkerzen- und Seifenfabrik von Semmler und Fren-zel bis auf die Seifensiederei, ein Magazin und da« Wohngebäude niedergebrannt. Der Schaden beziffert sich auf fast eine halbe Million Gulden. Vierhundert Arbeiter sind brotlos geworden. Die Fabrik war versichert. — (Große Ueberschwemmung.) Es herrscht ununterbrochen das schlechteste Wetter im Innern der Insel Sardinien. Große Gebiete sind überschwemmt. Beinahe 20 Brücken sind eingestürzt. — (Der Liebling der Damen) «Herr Lieutenant, Sie haben ja eine Menge blauer Flecken im Gesicht. Woher kommen den» die?» — «Aeh, Mädels haben gestern massenhaft ihre Augen auf mich geworfen!» Local- und Provinzial-Nachrichten. Jubiläum des Herrn Landespräftdenten. Wie bereits gemeldet, fand gestern um 2 Uhr nach' mittags im Saale des «Hotel Elefant» ein Festbankett zu Ehren des Herrn Lanoespräsidenten Baron Winkler statt. An demselben betheiligten sich u. a, Landeshauftt» mann Dr. Poklukar mit den Landesausschussmitglie-dern laiserl. Rath Murnik, Otto Detela und Dr. Voönjak, ferner Bürgermeister Grasselli und Vicebürgermeister Petricii sowie mehrere Gemeinde» rathe der Landeshauptstadt, der Vizepräsident der Han-dels« und Gewerbelammer Herr Johann Per dan, der Vizepräsident der k. k. Landwirtschafts'Gefellschaft Herr I. F. Seuni g, die Landtagsabgeordneten Dr. Papez, Kersnik, Pfeifer und Svetec und die angesehensten Repräsentanten zahlreicher auswärtiger Gemeinden. Herr LandeSpräsid?l,t Baron Winkler wurde bei seinem Erscheinen freudigst begrüßt. Den ersten Toast, auf Seine Majestät den Kaiser, sprach Landeshauptmann Dr. Poklukar, ausgehend von den verdienstlichen Bemühungen des Herrn Landes. Präsidenten zur Herstellung eines friedlichen Einvernehmens zwischen den beiden Nationalitäten des Landes. Derselbe habe sich stets die Worte Seiner Majestät vor Augen gehalten: «Ich will Frieden haben zwischen meinen Völkern!» Gegenwärtig seien wesentliche Erfolge auf wirtschaftlichem Gebiete durch das Zusammenwirken beider Volksstämme erreichbar geworden. «Diese Erfolge sind nur möglich unter der schirmenden und schützenden Huld Seiner Majestät des Kaisers. Wenn wir heute hier zu dem Zwecke versammelt sind, um der Dankbarkeit für die gedeihliche Entwicklung des Landes in den letzten zehn Jahren Ausdruck zu geben, so weiß ich mich in voller Uebereinstimmung mit Ihnen allen und mit der Bevöl- kerung unseres ganzen Landes, indem ich vor allem unserem innigsten Dankgefühle für Seine Majestät unseren geliebten Kaiser Worte leihe. Ich bin deshalb überzeugt, dass ich Ihnen, verehrte Herren, und dem ganzen Lande aus dem Herzen spreche, indem ich das Glas erhebe mit mit dem Rufe: Unser allgeliebter Monarch, Se. Maje-ftät Kaiser Franz Josef, lebe hoch!» (Dreimalige begei« sterte «Slava»-Rufe.) Sodann ergriff Bürgermeister Grasselli das Wort. Er betonte in seine Ansprache, dass das dem gegenwärtigen Ministerium zu großem Danke verpflichtet sei. Die Regierung habe dem Lande ihr Wohl' wollen dadurch bewiesen, dass dieselbe eine Reihe von ökonomischen Fragen, die für das Land von höchster Wichtigkeit seien und schon seit Decennien auf der Tagesordnung stehen, der gedeihlichen Lösung nahe gerückt. (Lebhafter Beifall.) Und wenn die Regierung nichts anderes gethan hätte, als die oberste Verwaltung in die Hände des Herrn Landespräsidenten Baron Winkler zu legen, dem zu Ehren sich die ansehnliche Tafelrunde hier zusammengefunden, so würde das Land schon Grund genug haben, der Regierung von ganzem Herzen dankbar zu sein. (Stürmische Zustimmung.) Wollte man die Verdienste des Herrn Landespräsidenten Baron Winkler in dem abgelaufenen Pecennium gebärend würdigen, so müsste man die letzten zehn Jahrgänge des Landesgeseh-blattes für Krain und die stenographischen Landtags» berichte der gleichen Periode hier verlesen und außerdem eine endlose Zahl sonstiger Thatsachen aufzählen, die alle Zeugnis dafür ablegen, mit welchem Eifer, mit welch vielseitiger, unermüdlicher und aufopfernder Schaffensfreudigkeit sich der hochverehrte Herr Lanbespräsident das Wohl des Landes angelegen sein lasse. In einem Kreise von Männern, die vermöge ihrer Stellung im öffentlichen Leben das segensreiche Wirken des Herrn Landespräsi-denten ohnehin kennen, sei es überflüssig, sich hierüber des weiteren auszulassen. Aus den zahlreichen Kundgebungen der Erkenntlichkeit und Anhänglichkeit, worin während der letzten Tage alle Landestheile miteinander wetteiferten, wird wohl auch der Herr Landespräsident entnommen haben, dass die rastlose Thätigkeit, die er im Interesse des Landes entfaltet, allenthalben dankbar gewürdigt wird. Die Versammlung bringt daher nur die Gesinnungen der Bevölkerung des Landes Kram zum Ausdrucke, wenn sie in den Ausruf einstimmt: Hoch der Herr Landespräsident, Freiherr von Winkler!» (Die Versammlung bricht in stürmische Hivio»Rufe aus.) Landespräsident Baron Winkler: «Geehrte Herren! Gestatten Sie, meine Herren, dass auch ich in diesem feierlichen Momente tiefbewegt das Wort ergreife. Unter allen Gefühlen, die heute mein Herz erfüllen, ist das Ge> fühl der Dankbarkeit das mächtigste. Danken muss ich vor allem für die Begeisterung, mit welcher der erste, vom Herren Landeshauptmanne auf das Wohl unseres allergnä'bigsten Monarchen ausgebrachte Trinkspruch ausgenommen wurde. Seit ich auf dem ehrenvollen Posten stehe, auf welchen Se. Majestät mich vor 10 Jahren allergnädigst zu berufen geruhten, bin ich persönlich in der Lage, die huldvolle Gewogenheit unseres kaiserlichen Herrn für baö Land Kram wahrzunehmen — wahrzunehmen, wie unser allgütiger Herrscher Jahr für Jahr unzählige Wohlthaten jeder Art dem Lande spendet. Mit Recht lieben deshalb die Krainer, vereint mit den anderen Völkern der Monarchie, mit so warmer und treuer Liebe unseren Kaiser, welcher in der That ein wahrer, milder Vater ist allen seinen Völkern. (Stürmischer Beifall) Voll Dankes schlägt mein Herz für die biedere Bevölkerung Krains, y 3>ie Zrilte. "' den Memoiren eineS Malers. V°n Heinrich Tienliewiez. (1«. Fortsetzung.) 'h s ""b eines hellen Baches. Ihre Augen ^n, ha? °!e Eigenschaft, früher als der M.md zu ^nenstr^s ^ """be ihr Gesicht heller, als ob . le Euki?" .°us dasselbe fielen. Eine unvergleich» ? Kopf ?"" '". der Form des Mundes... Es war k" ^lleu " ,^'von Carlo Dolce gemalt, obgleich ""e d"z g""d Augenlider an Sanzio im edelste ... Ich li^°"^ erinnerten. Vatte si7 ^ zu essen auf und betrachtete sie — ich n- 'Gesi^um Tode anschauen mögen, ^a. «ich "! warst du nicht bei mir', sprach Hela zu w « «Frük w "e dich Nachmittag.» ^ ich ^z" lch auf der Probe, und nachmittags w. '55a. nbp,. "^lde Magorski's sehen.. Hast du °«"'chl «"'au. da ein großes Gedränge ^ gesehen?. «Ich war früh dort. Das ist aber ein Dichter, man möchte mit seinen Juden mitweinen.» Ewa warf mir einen Vlick zu, >md ich fühlte mich glücklich. «So oft es mir nur die Zeit erlauben wird, werde ich noch das Gemälde anschauen gehen.» sprach weiter Hela. «Gehen wir mitsammen hin»; gut? Viel-leicht noch heute?» Ich fehlte ein großes Vergnügen, nicht nur bei der Betrachtung dieses Gemäldes, sondern auch bei dem Gedanken, dass ein solches Talent sich bei uns gefunden hatte.» Wie sollte ich jetzt dieses Weib nicht anbeten! Hela sprach weiter. «Schade, dass von Magorski so abenteuerliche Sachen erzählt werden. Ich gestehe, dass ich mich nach seiner Bekanntschaft sehnte.» ' «Ach!» sprach nachlässig Ewa. «Du kennst ihn? Nicht wahr?» «Ich kann dich versichern, dass man bei einer näheren Bekanntschaft mit ihm enttäuscht wird, er überhebt sich und ist in einem hohem Grade eitel! . . .» Kaum konnte ich mich enthalten, Ewa die Zunge zn zeigen, sie aber heftrte ihre schelmischen ueilchen-blauen Augen auf mich mch sprach: «Mein lieber Alter, du scheinst keine Lust mehr zum Essen zn haben.. Jetzt halte ich es nicht mehr aus! Sie sprach weiter zu Hela' «Ja, es ,st besser Magorski zu bewundern, als mit ihm bekannt zu werden.'Ostrzynsti bezeichnet ihn als ein Genie im Körper eines Coiffeurs.» Ostrzynski würde ich züchtigen, wenn er so etwas reden würde, doch von Ewa wusste ich es, das« sie ein Spassvogel war. aber sie begann bereits die Grenzen zu überschreiten. Glücklicherweise war das Frühstück zu Ende. Wir begaben uns in den Garten, wo ich einige Lieder singen sollte. Dies verdross mich etwas, ich wäre bei Hela lieber in meiner eigenen Haut, als in der Rolle eines alten greisen Lautenschlägers aufgetreten. Doch da« half nichts. Ich sehte mich an eine Mauer im Schatten von Kastanienbäumen nieder, zwischen deren Blätter Sonnenstrahlen drangen und am Rasen helle Stellen bildeten. Diese hellen Flecke zittern, schwinden und leuchten wieder auf, je nachdem die Blätter von einem Windhauche bewegt werden. Der Garten war sehr groß, d?r Straßenlärm war hier also nicht hörbar, übrigens machte ihn das Plätschern eines Springbrunnens ver-stummen. Es herrschte eine große Hitze, zwischen dem grünen Laub zwitscherten matt die Sperlinge, gleichsam schläfrig. Sonst war es still. Ich bemerkte, dass wir prachtvoll gruppiert waren; der Garten, die grünen Bäume, die hellen Fleck-n am Rasen, der Springbrunnen die zwei aneinander gelehn» ten außerordentlich schönen Frauen und ich greiser Lautenschläger, alles dies besaß einen ungewöhnlichen Reiz, den ich als Maler fühlte. Ich vergaß fast meine Rolle und begann begeistert zu singen. (Fortsetzung ^oht.) Latbacher Zeitung Nr. 66. 520 ____________ 21. März 1890.^ welche mir, seit ich in ihrer Mitte weile, und insbesondere jetzt bei Gelegenheit meines 10jährigen Jubiläums als Landeschef, so viele Beweise des Vertrauens und Wohl« wollens entgegenbrachte. Stolz bin ich darauf, der Landes« Hauptstadt Laibach und vielen anderen Städten, Märkten und Landgemeinden als Ehrenbürger anzugehören, so dass ich Kram als meine zweite Heimat betrachten darf. Ich lann mich allerdings leiner besonderen Verdienste rühmen, aber der Krainer ist ja mit wenigem zufrieden. Als ich ins Land kam, habe ich den guten Willen mitgebracht, meine Pflichten getreulich zu erfüllen, ein warmes Herz habe ich mitgebracht für unsere braven Krainer; und das hat den Krämern genügt, dem schreibe ich ihr Wohl« wollen für meine Person zu, für welches ich auch von Herzen dankbar bin. (Deutsch fortfahrend:) Ts gereicht mir übrigens, meine Herren, zu besonderer Befriedigung, zu großer Freude, dass mir aus Anlass meines Jubiläums auch von deutscher Seite, namentlich von der Etadtgemeinde Gottschee und von anderen Gemeinden des Gottscheer Bezirkes sowie von der oberkraimschen Gemeinde Weißenfels, die herzlichsten Kundgebungen der Sympathie zutheil geworden sind; auch sür diese Kundgebungen sehe ich mich zum innigsten Danke verpflichtet. Ich bitte die Versicherung entgegenzunehmen, dass mir das Land Kram theuer sein wird, auch wenn ich nicht mehr hier weilen werde, dass es mir theuer sein wird bis zum letzten Athemzuge. Ich lann nur dem sehnlichsten Wunsche Aus' druck geben: Gott segne das Land Krain! Gott verleihe demselben eine schöne, glückliche Iulunft! Und auf dass sich dieser mein Wunsch erfülle, ersuche ich Sie, meine Herren, ihre Gläser zu erheben und mit mir einzustimmen in den Ruf: «öivil», äsiviH TrauMa, 2vy8tk köi voliko, moxoöu» H.v»tri^! (Cs lebe unfere lrainische Heimat, die treue Tochter des großen, mächtigen Oesterreich!) Hoch das Land Krain!» Die Rede des Herrn Landespräsidenten wurde mit frenetischem Beifall aufgenommen. Im weiteren Verlaufe des Festbanketts wurden zahlreiche, aus Anlass des Iubi« läums theils an den Herrn Landespräsidenten, theils an die Veranstalter des Banketts gelangte Telegramme und Zuschriften verlesen. Außer den gestern bereits angeführten liefen noch Kundgebungen ein von den Gemeinden: Eben« thal, Godowitsch, St. Martin bei Littai, Kostel, St. Veit ob Laibach, Rakna, Hresnjevec und Altenmarlt bei Pöl« land, dann von der Lehrerschaft von Ratschach und zahl« reichen hervorragenden Persönlichkeiten aus allen Theilen des Landes. Die Stimmung der Festtheilnehmer war eine sehr animierte. Als der Herr Landesfträstdent sich verabschiedete, wurde er von den Anwesenden stürmisch acclamiert. Um b Uhr war das Bankett, welches allen Iheilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben wird, zu Ende. ____________ — (Besuch der Otoker Grotte,) Die Sec« tion «Krain» des deutschen und österreichischen Alpen« Vereines versendet heute die Einladungen zu dem am Dienstag den 25. März (Marien-Feiertag) stattfindenden Ausflüge in die neu aufgeschlossene Großotoler Grotte, deren interessante und noch in reiner Jungfräulichkeit glitzernde Stalaktitgebilde Herr Dr. Bock vor kurzem in unserem Blatte als höchst sehenswert schilderte. Nach dem uns vorliegenden Programme erfolgt die gemein« schaftliche Abfahrt Dienstag nachmittags mit dem um 1 Uhr 17 Minuten von Laibach in der Richtung nach Trieft abgehenden Postzuge mit der Ankunft um 3 Uhr 24 Min. in Adelsberg. Hierauf Besuch der Großotoker Grotte, abends Zusammenkunft im Gasthofe «zur Krone» und um 9 Uhr 42 Minuten Rückfahrt nach Laibach. Großotok ist von Adelsberg auf guter Fahrstraße in einer halben Stunde bequem zu erreichen, und haben überdies die Arrangeure für den Fall einer stärkeren Betheiligung an diefem Ausfluge von Seite unserer verehrten Damen in Aussicht genommen, mehrere Fahrgelegenheiten am Adels« berger Bahnhöfe zur Benützung bereit zu halten. Die Grottenverwaltung fcheute bei der Herstellung der Weg» anlagen in der Grotte keine Kosten, so dass dieselbe nun von jeder Dame anstandslos begangen werden kann. Außerdem werden die Groltenräumlichkeiten für diese Ge« legenheit festlich beleuchtet und steht demnach den Theil« nehmern am Ausfluge zu diesem neuentdeckten Wunder Krains ein Naturgenuss seltenster Art in Aussicht. Ueber« dies hat die Südbahn für die Fahrt nach Adelsberg eine bOprocentige Fahrpreisermäßigung bewilligt, nach welcher eine Fahrkarte nach Adelsberg und zurück in der zweiten Classe 2 fl. 71 lr. und in der dritten Classe 1 fl. 80 kr. lostet. Anmeldungen zu diesem Ausflüge werden von heute ab bis spätestens Montag mittags beim Vereinscassier Herrn E. Stöckl entgegengenommen, woselbst auch die zur Fahrpreisermäßigung nöthige Legitimationen zu haben sind. Von Mitgliedern empfohlene Gäste sind,wie bei allenVeranstaltungendieses Vereines, willkommen. — (Neue Decorationen.) Die von Seiner Majestät dem Kaiser gestifteten, sichtbar zu tragenden Zeichen der Allerhöchsten Anerkennung für im Kriege und Frieden geleistete militärische Dienste werden, wie wir hören, auch jenen zutheil werden, welche der Allerhöchsten Belobung bereit« vor Stiftung der neuen Decoration gewürdigt worden waren. — (Todesfall.) In Illyrisch-Feistritz ist gestern nachmittags nach langem, schmerzvollem Leiden der dortige Landes-Districtsarzt Herr Franz Bachmann im Alter von 60 Jahren gestorben. Die Beerdigung findet morgen um 10 Uhr vormittags auf dem Friedhofe zu Dornegg statt. — (Ein Wolf im Tarnowaner Walde.) Im Tarnowaner Walde stieß vor einigen Tagen ein Holzarbeiter, welcher sich zeitlich am Morgen in den «Vukova Bajta» genannten Wald zur Arbeit begab, auf einen Wolf, welcher ein Reh schleppte; auf das Geschrei des Arbeiters ließ das Raubthier seine Beute fallen und verschwand im Dickicht. — (KritischerFrühlingsanfang.) Gestern um 4 Uhr 46 Minuten nachmittags hielt der Frühling seinen friedlichen Einzug. Besonders freundlich gestaltete sich die Ankunft des holden Lenzes nicht, denn der Himmel machte ein recht griesgrämiges Gesicht; auch nicht der geringste Sonnenglanz erhellte die düsteren Wolkenmassen, und unablässig gieng ein leichter Regen nieder. Falb, der uns nur immer unangenehmes Wetter voraussagt, hat den 20. März schon wieder als kritischen Tag bezeichnet, und es scheint wirklich, dass der Frühlingsanfang lriti« sche Witterungsformen annehmen wolle. Auch für die nächsten Tage wird uns von den Meteorologen Regen« Wetter in Aussicht gestellt — hoffentlich gibt es nicht auch noch Schnee. — (Hilfsbeamten «Verein.) Der Hilfs-beamten-Kranken- und Unterstützungsverein für Krain hält SamStag, den 22. März, abends 8 Uhr im Gasthause zum Mikuz, Bahnhofgasse Hs.'Nr. 3, eine außerordentliche Generalversammlung, bei welcher nur inbetreff der Aenderung der Vereinsstatuten Beschlüsse gefasst werden sollen. — (Gemeinbewahl in Tomische l.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Tomischel im politischen Bezirke Laibach wurden gewählt, und zwar zum Gemeindevorsteher der Grund» und Gasthausbesiher Johann Aoigelj von Brest, zu Ge° meinderäthen die Grundbesitzer: Johann Persin aus Iezero, Franz Seslar aus Tomischel, Johann Kralic aus Brest und Michael Kumse aus Tomischel. — (Unglücksfall.) Aus Stein meldet man uns: Der verehelichte Inwohner Simon Balantic aus Unterstranje, 55 Jahre alt und Vater von 4 noch unversorgten Kindern, war am 18. d. M. im Orte Du« plica bei Stein mit der Niederreißung eines bereits aus» geräumten Kalkofens beschäftigt, gieng aber dabei derart unvorsichtig zuwerke, dass er die bei 4 Meter hohen und V, Meter dicken Erdwände trotz der Warnung des Mitarbeiters Anton Zupanc aus Duplica untergrub, so dass ein Theil derselben einstürzte und ihn erschlug. Anton Iupanc, welcher sich gleichfalls im Kallofen befand, kam mit dem bloßen Schrecken davon. — (Auszeichnung.) Se. Majestät der Kaiser hat dem Director der Kärntner Sparcasse in Klagenfurt und Vorstand der lärntnerischen Advocatenlammer. Dr. Anton Ritter von Milesi, den Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei verliehen. — (Aus Stein) berichtet man uns: In der diesertage abgehaltenen Generalversammlung des Gesangvereines «Lyra» wurden zu Vereinsfunctionären gewählt die folgenden Herren, und zwar: Martin Novak zum Obmann, Alois Vremsak zum Obmann-Stellvertreter, Ludwig Stiastny zum Secretär, Anton Arigler zum Cassier, Franz Stele zum Chormeister, Anton Stabler zu dessen Stellvertreter und I. Pohlin zum Archivar. — (An Blattern gestorben) ist vorgestern der Wasenmeister Matthäus Ioras in der Tirnauer Vorstadt. Wie man vermuthet, ist die Krankheit aus Cilli eingeschleppt worden. — (Cin Passionsspiel in Kärnten.) Im freundlichen Curorte Pörtschach am Wörthersee wird am 23., 25. und 30. März das Passionsspiel im Kärntner Dialekt zur Aufführung gelangen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 20. März. Der Budget - Ausschuss nahm heute mit 18 gegen 11 Stimmen die galizische Grund« entlastungsvorlage an. Dafür stimmten die Mitglieder der Rechten und Abg. Lorenzoni. Ebenso wurde die Resolution dis Abg. Lupul angenommen, welche die Regierung auffordert, mit der Landesvertretung der Vulovina wegen Regelung des Verhältnisses zwischen dem Staat und dem Grundeutlastungsfond dieses Landes auf gleicher Basis wie mit Galizien ein Ueberein-kommen abzuschließen. Berlin, 20. März. Die «Norddeutsche allgemeine Zeitung» schreibt: «Als Nachfolger des Fürsten Nis marck in der Stellung eines Reichskanzlers und preußi« schen Minister.Präsidenten wird in den Zeitungen und parlamentarischen Kreisen jetzt übereinstimmend General Capriui genannt.» Vcrlin. 20. März. Es bestätigt sich, dass General von Capriui zum Reichskanzler und preußischen Mi« nister-Piäsidenteu designiert sei. Bötticher bleibt V,ce' Präsident dcs Staatsministeriums und behält auch das Reichsamt des Innern. Es heißt, der Reichsanzelg" werde den Wortlaut des Entlassungsgesuches des M» steu Bismarck und der Antwort des Kaisers bringen- Berlin, 20. März. abends. Ein Extrablatt w Reichsanzeigers veröffentlicht ein kaiserliches HaM schreiben an den Fürsten Bismarck, worin der MonM mit den Ausdrücken innigsten, wärmsten Dankes fur d" seinem Hause und dem Vaterlande geleisteten DieM. für seine weise und thatkräftige Friedenspolitik, die dtt Kaiser auch künftig aus voller Ueberzeugung zurRB' schnür seines Handelns zu machen entschlossen ist unv welcher auch im Auslande allezeit mit ruhmvoller M erkennung gedacht werden wird, das AbschiedsgeW des Fürsten annimmt und demselben als Ze^ seines und des Vaterlandes unauslöschlichen Dankes 0>e Würde eines Herzogs von Lauenburg verleiht lM das Geschenk eines lebensgroßen Kaiserbildes anlu^ digt. Der unauslöschlichen Verdienste Bismarcks um l»e Armee gedenkend, welcher mit nie rastender SoW und Aufopferung dafür eingetreten ist, um dem deiltsO Volke die ererbte Wehrhaftigkeit zu bewahren und o»' mit die Gewähr für die Erhaltung der Wohlthat" des Friedens zu schaffen, ernennt der Kaiser den F" sten Bismarck zum Generalobersten der Kavallerie "" dem Range eines Geueralseldmarschalls. — M"^ Publicationen des Reichsanzeigers betreffen die Trnen nung des Generals Caprivi zum Reichskanzler U" Präsidenten des Staatsministeriums. Graf Herbert M marck wurde mit der Leitung des Ministeriums ^ Aeußern einstweilen beauftragt. , Rom, 20. März. Der Tiber ist im Steige" ^ griffen. Die niedriger gelegenen Stadttheile wul" heute nachts überschwemmt. Das schlechte M" hält au. .« London, 20. März. morgens. Infolge des Stm der Bergarbeiter befinden sich augenblicklich 400 ^ , gons Kohle in London, und sind heute nur zwei KW ziige angekommen. Man befürchtet, dass ein KoY mangel bereits am Samstag eintreten würde. ^ Petersburg, 20. März. Kriegsminister Vano^ hat auf Befehl des Zaren die Vorarbeiten s"r . Organisation des russischen Landsturmes anM dessen erstes Aufgebot im heurigen Sommer zur Was! Übung einberufen werden soll. Verstorbene. ,„, Den 19. März. Margareth Bruncic, I»"Xt^ 73 I., Kralauerdamm 10, Marasmus. — Valentin -" 15. Aushilfsbeamter, 50 I,, Kaiser-Ioscfs.Platz 2, 0arc>"0" ^. ryngi». — Josef Iagodnil. Weber, 29 I,, llastellgaM ^ berculose. achtel, Den 20. März. Katharina Tmsiö, Arbeiters'»"" 2 I-, giegelstrahe 15, Vronchitis. Im Spitale: ^c- Den 1 9. März. Martin Hren, Inwohner. 85 ^' rntartung. ^-< Meteorologische Beobachtungen in Laiba^ Z H° W^ Z" ""'" be» Himmel« Z^ Z___^Z_ ^ ______-------^ ^ V DW7"724 '2 ^" ^ ^OTschwach^ Neg" ^g 20,2 . N. 722 2 68 O, schwach i Regen lM 9 . Ab. 723-9 i 5-2 windstill , NegeN ^3 Regen mit geringen Unterbrechungen anhaltet'^gie> TageSmittel der Temperatur 6-0" um 2-1" ilbei^dem^^^ Verantwortlicher Nedacteur: I. Naglic. I l.'lllt l^ Pauline Nachmann gibt schmerzen"" ^ eigenen und in, Namen aller Verwandten^ H^s betrübende Nachricht von dem H'nscheldr" ^, innigstgrliel'ten, unvergeßlichen Gatten, des V Franz Fachmann Landes'Districtsarztes welcher nach langem, schmerzvollem seiden, ^ I. mit den heil. Stcrbrsacramentcn, am ^"'<,,c,»Mal)" um halb 2 Uhr nachmittags im lXI. "v sanft im Herrn entschlafen ist. ,„ild Die irdische Hillle dcs theuren Vcrblichc>>e ^s Samstag, den 22. d. M.. um 10 Uhr vo ^ ^he auf dem Fricdhofe in Dorncgg zur eN"N bestattet werden. ., zu Dornegg gelesen. f^ Der unmrgessliche Verblichene w«rd 0 ! men Andenken empfohlen. ^ Illyrisch.Feistritz am 20. März 521 Course an der Wiener Börse vom 20. März 189t). «°«dem oMen«, «°ur«bl°tte ^ Geld Ware Etaatö-Aulchtn. Vntt?^ ^"'" '" '""t'N 8? - 87 2« >3r V/° ^""^^ ' 2b, ,««< g^^ ßg.^y ^^.l!.„. ^ bO 4« „ ,00 n, l,y,7h ^7.^ «cld Ware Gnmbentl.-jiDlllilllltlonen (sür 10a fl, «M.), 5"/„ «alizische...... l»< 5U 1N5 25 5°/„ Mährilche...... W9 K0 1lU — t>°/» Krain und Küstenland . , —-— — — 5°/« nleder«Nerre 10? — Nnleben der Ltabt O0« , . ,in.. —.. llnlehrn b. Ttabtllemewde Wien 105 — 1W'— Präm..«nl. b. E»nd»>,em, Wien 148 — 148 50 U»ssenb»u>«nlthfn verlo» <»"/„ «7 50 98 b<» Psanddliesc (für IW fl.), «odenc-r. all«, ösl, 4"/„« , , 1i» 5,' dtll. » 4'///„ , , ,W . >00 ^0 dto, » 4"/„ , . ö« 1<, l»8S0 dt«, PrHm.'Gchuldverschi. »°/, >08 KN 108 — lücst. H»,pl!tyelellbll»l 10j. bv°/» <0< Lb «02 25 Oeft.'im«,. Haul veil, 4'/,"/« «n, .10 IUI'90 bett» , 4«/,, , , lnn'w >00'6<» detto .'.OjHhr, . 4"/a , , ,00 10 K'li'öO Prioritilts-Obligationcu (sür l<»0 fl.), Ferdinands Rordbahn . 1888 9»8U l<>0 «<» Vallzilchl »arl'Ludwig.Äayi! ltm. «««l 300 ft. N, 4>/," „ , »9 k» 100 40! «eld Ware Oeslerr. Noidwestbahn . . . 10750 «08 — 8 ft. 5,-75 zz «.,, Osenei Lose 40 fl..... «,.75 «^ »5 P°lfsy.ll°se 40 fl...... ^.;^ ^.^ Rothen Kreuz, ««. Ves. °., ,0 fl. ,9 _ i»bo «ud°lph.L°,e 10 fl. , . , . 2075 ,,,° ?""^K40fi...... g,.z„ g250 -l,°!l!en°<«.l»l,l, 40 st. ... «._ ««75 Waldslein-Lole »0 fl..... 7Z75 ^75 M»d!sch'G,ätzL°ft »0 fi. . . A^ b4bll «riu-Vch. dZ^Piam.^chulb-'olsch b. »obencreb«anstal< . 17 — ,« — «auk. Nctien (Per Oiüll), ÄNsslu Or», Van! L00 fl. «0<7, E. ,b!> — 151 — VaulDersln, Wiener U»> st, . ,17 5» 1I79N «d»rr.<«nst. üsl, 200 st. <3. 40°/„ ^,N'H0 311 50 , ,«!,fl, >809'2ü 809'?^ lircbitbanl, «llg, ung. 200 st. . 847 — »47'b0 Depusitenlillnl, «llg. 200 fi. . 195-— 197 — Wc°niptc-Vcs.,Ndriift. 500 fl, , 588'—572 — Girv' u. llnjftnv., Wiener »00 st. «1« — »I«'— «0l>'5« Böhm. Nordbahn 150 fl. . . .LlU lb LII — » Nestbahn 200 fl,, , . »««'—3»8 — Nulchtlehrad« Eis. 500 fl. «Vl, i«40 1«»0 bto. slil. U) 200fi. . 4u» — ill — Donau ° DanMchWodrt. Hes., Otfterr. 500 st. 25». . , . »59 - »61 - Drau-ltil. W-Db. «.)2N0fi,G. -— — — Dul-Ändenb. «is.-«. 200 fi. V. ^-- — — sserbinand« Äiorbb. 1000fl.«M. 2Sl? 2<>l1 «8 — 357 — vtfttri.Norbwestb, 200 fl. Vllb. »01 bN Li>2 — bto. (lit. L.) 200 fi. <3. .215 25 216 — PiagDuler« 75. Lllbbahn 200 st. Silber. . . 124'5l>!i25'5<> Eüd-İrt»b.Veib,.Ä.200fi.TM. I»9'?o!i?o 1« lramwau Vcs.,Wr.,i?Nst.e.W. —'.------- neue Wr.. Prwrlt«»» «rrien 100 fi...... 99 — 99 50 Un«,°«»Il,. 88!»<. Ung.Weftb.(«llllb^»r»,)20ast.G. "1 — t»» io Inlmllrle - 20? — »Vteyrermühl»,Papiers.u.V.»«, 1»» — 187 — Irifail« Kohlen» «Gel. 70 fi. . 123 — 18» 5l) waffenf.'V, Vest.in Wien 100 fl, 421 — 4»b — waggon.UeihllnN , llllg. ln Pest »0 st......... 80 - »1 .- Wr. BaugeselljHast 100 fi. . . «0 50 81 50 Wlenerberger gieael'Actini'Gt!. 175 50 176 bu Devisen. Deutsch« V«»«...... »» üll» « «2. London........ ll9'50ll»90 Pari«......... 47 »0 4?'«7, Valuten. Pucaten........ , l'»2 ^" 20.Franc«'3tÜ!lt..... ! »'45 l» 4«. 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