....._________, ,.'«--5- H.5 -435«» ----------------- Freytag den n. November 1626. Am? Ursprünge der laibach. Sonne l^ <^ich. üaiba ch'ü erNe frische Silb5rquelle, Die sprudelnd aus dem Fels sich hebt empor, Die rings umschwebt der Nixen leichter Chor« Dich grüßt des jungen Sängers' trunl'ne Seele ! O reihe n^e zum Zorne dein« Welle, Daß wachsend sie der Wiesen grünen Flor, Den die Natur ;um Glänze dir erköhr, Verheerend mir ihr Wüthen nicht entstelle^ Nur lehre sie auf ihrem Wasser.Nucken', Geduldig Laften tragen an'g Gestad, Damit die Schiffer, mir entzückten Vlickenv Ein Liedchen singen auf dem blauen Pfad, Damit der Fleiß, die Mühe ihrer Hände/ In deinem Wellen »Drang' nicht crautiK ende. B ss b n i g g. ---------,------»>««—----------- Bie allgemeine Vnsorgungsanstalt« Die am »2. Februar d. I. als dem glorreichen Geburtsfesie unsers allergnädigsten LanVesvaterS eröff« nete und mit der ersten allgemeinen österreichischen Spar» casse vereinigte allgemein« VersorguugSansialt für die Unterthanen des österreichischen KaiserstaateS ist ein so wichtiges und wohlthätiges Institut, daß «S der heson« deren Aufmertsamkeit des Publicums nicht genug empfohlen werden kann. —» Tiese allgemeine Versorgungs, anstalt ist ein Verein, dem alle Unterthanen des östev« reichischen Kalserstaates ohne Unterschied der Religion, des Geschlechts / Alters und Standes beytreten können, und der zum Zwecke hat, daß die Beylretenden sich durch eine oder Mehrere Einlagen, ein jährliches, allmählich wachsendes Einkommen sichern, durch welches sie sich nach Verhältniß ihrer Bedürfnisse selbst versorgen können. Man tritt diesen? Vereine mirEinlagen von 2oo ss. E. M. bey, die man so oft machen kann, als man will. Da aber nicht Jedermann einen so großen Betrag auf ein Mahl zu erlegen im Stande ist> besonders wenn man, in der Voraussetzung, daß die zu erwartenden Früchte einer einzigen Einlage den Zweck der Selbsiver» forgung nicht genügend erreichen dürften, mehrere Ein« lagen machen will, so ist es auch gestattet, theilweis« einzulegen, und zwar für Personen vom Tage der Ge< burt bis einschlüssig 60 Jahren mit wenigstens 1a si. C. M., für Peisonen von 6a bis eil'schlüssig 65 Iah. ren mit wenigstens 5ofi. C.M./ und fürPersonen über 65 Jahre mit wenigstens »00 fi. C. M. für eine Einlage. Die Einlegenden bilden nach den Abstufungen ihres 3e, benSalters sieben verschiedene Classen, welche, in so fern die Einlage immer zwischen dem ,. Februar und dem ». December einei jeden Jahres geleistet wird, zusammen eine abgesonderte Iahreögesellschafl begründen, wsmit daS Recht verbunden ist, vom 1. Jänner deS darauf folgenben Jahres an, von jeder Einlage ei. ne Mrliche Dividend? anzvsvsfch«y, welche allmählich bis auf den Betrag jährlicher fünfhundert Gul» den von etnerEinlage zu 2aa fi. steiget. Da nun das Lebensalter, welches die Theilnehmer am letzten December des Euüagjahres erreichen, für die Classisi-tation entscheidend ist, so ergibt sich hieraus die Noth. »endigkeit, daß dasselbe bey der Aufnahme deS Theil, nehmers durch Taufscheine oder ander« Urkunden er« wiesen werden müsse. Di» geringste Dividende, die man gleich anfanglich und zwar zu Ende de5 nächsten Iah« reS nach dein Emlagsjahr« beziehet und die nicht fallen kann, ist folgendermaßen bestimmt: Für die l. Classe, daß ist für Mitglieder vom Lage der Geburt bil einschlüssig ,a Jahre, 6 fl. C.M.; für di« 2. Classe, d. i. für Mitglieder von 10 b«s einschlüssig 20 Jahre, 6 fl. 2a kr. C. M.; fü» die 3. Classe, d. i. für Mitglieder von 2a bis einschlüssig 55 Jahre, 9 fl. C. M.; für die 4 Classe, d. i. für Mitglieder von 35 bis einschlüssig 5a Jahre, y fi. 3a kr. C. M. ; für die 5. Classe, d. i. für Mitglieder von 5a bis einschlüs» sig 60 Jahre, n fi. C. M.; für die 6. Classe, d. i. fürMitgliedervon 6a bis einschlüssig 65)ahre, i2fl. CM-, endlich für die 7. Classe, d. i. für Mitglieder von 65 Jahren und darüber i3fl. C.M. Die Dividenden müssen von jedem Mitglieds welches eine oder mehrere ganze Einlagen macht,, jahrlich behoben werden, da man sich sonst der Gefahr aussetzen würde, binnen 6 Monathen nach geschehener nahmentlichen Vorladung für todt geachtet zu werden, und den Anspruch auf elne künftize Dividende zu verlieren. Die Dividenden der theilweisen Einlagen aber, welche nach Verhältniß des »ingelegten Betrages zu berechnen sind, werden denEm» legern in so lange ihrer ursprünglichen Einlage zugeschrieben, bis dieselbe auf einen Betrag von 20a st. C. M-gebracht ist. Dieses letzter» geschieht daher entweder ») durchNachzahlung, an die man gar nicht gebunden ist, und die man nach Bequemlichkeit, jedoch nicht unter 2 fl. CM. leisten kann ; d) durch Zuschreibung der theilweisen Dividend», endlich c) durch Verlosung. —> Es werden nähmlich inGemaßheitderStatuten einige Einkünfte der glieder, deren Nummern in einer all» Jahr« Statt sin« denden Verlosung gezogen werden, zu ergänzen, und dadurch die verlosten Einlagen, in so weit diese Ein» künfte reichen, auf ein Mahl voll zu machen. Das Recht, theilwlise Einlagen zu machen, ist jedoch durch die Statute» dahin beschrankt, daß in einer und derselben Iahresgesellschaft von einem Gesellschafter in der 7. Classe nicht mehr ali fünf, in der 6. nicht mehr a!« z,hn, in der 5. nicht mehr als fünfzehn, in der 4. nicht mehr als zwanzig, in der 3. nicht mehr als fünfundzwanzig, in der 2. nicht mehr als dreyßig und in der ». Classe nicht mehr als fünfunddreyßig theilweise Einlagen gemacht werden dürfen. Die Erbe« eines Mitgliedes ha» ben ein doppeltes Necht; zuerst erhallen sie für jeden Fall die Dividende deS Jahres, in welchem der Erblasser verstarb, und zweylens bekommen sie die ganzen oder lheilweisen Einlagen deS Erblassers zurück, jedoch nach Abzug dessen, was bereits aus der Anstalt an Di« videnden bar bezogen wurde. Wenn daher z. B. der Erblasser zur Zeit seines Todes bereits »ine Dividende von 25a st. für eine Einlage bezog, so erhalten die Erbe» auch diese Dividende des Sterbejahres , welch«, wie man sieht, mehr betragt, als ursprünglich die Ein« läge ausmachte; dagegen muß man sich auch gefallen lassen, daß, wenn der Theilnehmer schon nach dem er-sten Jahre stirbt, nach welchem er z. B. eine Divi« dend« von il fl. bezogen hat, di« Erben nur mehr ei« nen Betrag von »6g ss. zurück erhalten. AuS dem letz, ten Beyspiele ersieht man, daß dem Vereine der Ge« nuß des Einlagscapitals durch ein Jahr zu Guten kam, da die hierven bezogenen Interessen nicht herauSbezahlt werden. Dieser Gewinn wird nun der Csasse und Jahres« gesellschaft zugeschrieben, in welcher der Theilnehmer ein» gereiht war, und dieß geschieht so lange fort, als ein einzig gesMitglied einerund derselbenClasse amLeben ist. Stirbt' nun eine Classe völlig aus, so strömt nun der ganze mit ihrem Capitale errungene Gewinn auf die übrigen Classen dergestalt über, daß nach Abzug von 10 Per-cent für di« Regiekosten 4') Percent der zunächst ältesten Classe, und die übrigen 45 Percent zu gleichen Theilen den übrigen Classen zugeschrieben werden, und so geht es von der 7. bis zur ,. Classe fort. Stirbt jedoch eine ganze Iahresgefellschaft aus, so wird der durch dieselbe gesammelte, Gewinn zu gleichen Theilen den übrigen Iahresgesellschaften zugeschrieben. Durch diese mehreren Veranlassungen geschieht es dann, daß die ursprüngliche Dividende oft plötzlich bedeutend wächst, nach und nach sogar die Htzhe von 5oo fi. C. M. er- reicht, und auch auf di, Höhe von mehreren Tausend«« sieigen könnt«, wenn nicht statutenmäßig d,r höchst« Betrüg emer Dividende auf 5oo fi. bestimmt worden N'ä?e. Di< Zeit, binnen welcher diese Veränderungen nach de« natürlich«» Laufe der Ding« eintreten müs. fen, kann sich Jedermann selbst berechnen, wenn man dis oben angegebenen Jahre einer jeden Class< in Er» wägung zieht und weiß, d^ß die 7. Classe aus Perso» nen über 65 und die 6. aus Personen über (io Jahre besteht. Diese altern Classen haben dafür den Vortheil dllß nicht nur ihr« Dividenden äußerst schnell Neigen, sondern baß ihre ursprüngliche geringste Dividende schon so hoch ist, daß man mit demEiniagscapicale nirgends auf eine sichrereArl fol .4 Früchte erzielen dürfte. Dieser Verein hat auch seit seinem Beginnen bereits schr be. deutende Fortschritte gemacht; er zählt seil den »eni» gen Monathen seiner Entstehung eine. groß, Anzahl Interessenten, u»d beützt ein beträchtlichei Capital, welches auf sehr solide und auf das Strengste geprüfte Hypotheken pupillarisch versichert wurde. Di« näheren Bestimmungen über diesen Verein sind zu «rsehen, >i) aus den Statuten, im Verkaufs» preise von 1» kr. CM ; I>) aus den Grundzügen der« selben im Verkaufspreise von 5 kr. CM., un» c) aus den Erläuterungen der Statuten, verfaßt von dem Herrn kaiserl. Rache Doctor Ignaz Sonnleithner, welche sämmtlich in Wien in der Vereinskanzley im eigenen Hause der Sparcasse am Graden und Peter Nro. Z7«, woselbst auch die Einlagen in Wien gemacht werden, und bey sämmtlichen Commanditen zu bekommen find. Möchte doch Jedermann diesen wahrhaft wohlthätigen Verein wohl beherzigen, und die Gelegenheit nicht versäumen, seine und seiner Angehörigen Zukunft bjz in die spates« Zeit zu sichern. Zwey nachträgliche patriotische Wünsche *) zu meinem, d«s Unterzeichneten, allgemeinen W«in< vtl besserungimittel in der Monarchie, welches bey Maus< berger in Wien in diesem Jahr 182b in Druck gelegt«, »nd sattsam bekannt geworden« Mittel einerseil« mit Üblsgehung aller anderen Erfordernisse derWeincultur *) Aus dem Wanderer. sich bloß auf die so wichtigen Verbesserungen bey unse, r«r W«inl«s« und del Eintell?rung beschränkt, anderer-s«ilS aber, abgesehen von dem, was in den Blättern d«s Wanderers vom »7, Iuny und 2«. Iulyd. I. so< wohl eine weintlinlende Gesellschaft in Wien, als der Herr Doctor und Professor Gesrg Carl Rumy nebst noch and«ren unbefangenen Sachkennern dem Publicum btsonbers Vortheilhaftes davon versprachen, dieNatur selbst und eine gesund«, vernünftige Überlegung allein schon jidem'getreuen Befolg,! den !lnlNi5bleib1ichtN gro» ßen Gewinn dieses Vertrags offenbar vor AuAn legen. In der That könnt« nnr ein, die interessantesten valer« länbisch»n P«strebungen verkenn«ndes Zeiraller fähig s«yN/ d«rgl«ichen Anhandgebungen für sich selbst zu ver» nachlassigen, und einer emsigeren, auch besser berech» nenden Nachkommenschaft zu übti'sassen. Doch ganz an« deren Erwartungen wollen wir von Seite nnserer rvein-bau«nden, g«ehrtesten Landwirthe entgegen sehen. Erster Wunsch. Dieser besteht darin, daß die Vortheile der obgedachten Weinverbesserung bald schon zur Gutmachung jenes vor ungefähr vierzig Jahren be> gangencn großen landesöconomischel, Fehlers beytragen mögen , wodurch «in so beträchtlich?! Theil des östellei-chischen Weinbaues vo»> den Bergen und Anhöhe!«, wohin er nach Sonne, Lufc und Erde gehört, wi« auch den Weinbauern ihre mehrere Müh^e durch vorzügliche Güt« lohnet, in di« ebenen Ackerfelder übersetzt wu>» de, wo derselbe ohne Vergleich an Oute und Anwellh viel schlechter wächst, nebstbey aber auch im Feldbau vi«Istitige Hindernisse verursacht. So muß es kommen, w»nn man der Mutter Natur zuwider handelt; wenn die Landes- Oconomie ohne Beyspiele, Belehrung uny Leitung der feldbauenben Massen sich selbst überlassen ist, und wenn dieselben aus Trägheit und Nachlässigkeit die Verg« nicht steigen woll«n. Dem sicheren Vernehmen »ach werden nun die Folgen dieser Mißwirthschaft als bitter «mpfundt,?, also auch, wie man glaube» soll, gern« verbessert werd«n. Zweyter Wunsch. Mit dems,lb,n wird di, nicht ruinder von vielen gleichgesinnten S°ach. und Landken» nern gewünscht werdende Verbesserung unserer Wein« culeur dahin bezweckt, daß unsere gewöhnliche Lesezei« um drey oder vier Wochen verspätet melden möge, wi« solches iu allen Rheinländern und überhaupt in Deulsch, tsnd sehr wohlbedachtlichund nützlich um solche Zeitge. schieht. Denn da weiß man lange schon, daß, was in diesen wenigen Wochen durch das bischet. Einschrumpfen der Beere und Verdunsten ihrer wässerigen Theile an der Weinmasse entgeher / dagegen wieder durch eine weit besser werdende O.ualiiär des Weines an Geisi, Kraft und Haltbarkeit mehr als dreyfach gewonnen wird. Ja, an einigen Orten wird aus dieser nichlichen Überzeugung das Lesen bis zur Frost- und Schneezeit verschoben> wo man dann auch llm so kostbarere und einträglicher,« Wcinfechsungen macht. So versieht man nähmlich im Ausland besser a/s bey uns sowohl diese als noch viele andere Naturgaben zu benutzen, und durch Anstrengung zu verdienen. Warum aber sollte nicht bey so vielel?,NachahMungenfremderModeyund Sitten endlich auch unsere öconomische Landeocullur auswärtige Nützlichkeiten aufnehmen,, unv so das alte Sprichwort an sich bewahren wollen ', BesserspäralSniemahl! -^ Nein' solange die Erfahrung kräftiger als Worte bleiben wird, soll es bey unserer Landeskultur und ihren Angehorigett nicht zu erleben möglich seyn, was während der Min-derjahrigkeit Ludwig XV., Königs von Frankreich, ge< schah, wo man unter ander» glaubre, bey einer absoluten Vernachlässigung der Nacurgaben alles Nolhwen'» dige und Nützliche bloß durch gesteigerte Künste, In» dustrien und Erklügluilgen zu erreichen, sich aber dabey so sehr betrogen fand, daß ein Mangel, ein Mißgeschick auf da5 andere folgte. Möge diese Erinnerung an unsere feldöauenden werthesten Landlelne nicht ohne Wirkung bleiben ! Mö» gen sie dieselbe von einem 70jährigen Beobachter genehm halten, der diesen Eifer für ihr Bestes mit einer vierzigjährigen theoretisch» practischen Öconomie nnd einer ausgewiesenen Allerhöchst landesfürstlichen vieljahvigen' Berufung zum mitwirkendett Betriebe dieses allgemein« sten Bedarffaches in stch vereiniget. Wien, den 3. Oktober ,625. Joseph von Lewenau/ wirll. k. k. Rath. Ich bin mit obigen wohlgemeinten und beherzi« glMg.ä>verchen Ansichten und Vorschlägen einverstanden. und bemerke nur noch zur Bestätigung die' zwey That» fach«,?, daß: './ Der kluge Minister Pombal in Portugal! die von den Unterthanen aus Gewinnsucht von den Hügeln in dieEbenen verpflanzten Weinstöcke, da da« Lurch nicht nur Getreidmangel encstand, sondern auch der Wein verschlechtert wurde, aus Regierungs » Vollmacht ausrotten lies,; und 2V Daß auch bey Tokay' im nördliches Ungar» die Weinlefe- siets erst rin November Statr sindet, und d-aß großentheils auch daron die Milde und Güre des Tokayer Nektars abzuleiten ist. M'en, den 3. O'ctober ,825. Dr. Georg Carl N u m yv M i s c e l l e n. Die Dubliner Abendzeitung erzählt / d"aß ihr f'os.' gende Bescheinigung einer Obrigkeit in'Carlow iu Ge« sichte gekommen: „Ich Unterzeichneter bescheinige hier^ mit, daß lle berdri ng« r ditses der selige Johann Hanna, vo„ der ersten Compagnie hiesiger Besamung, d«m 28. März. i825 gestorben ist." Neulich wurde Jemanden zu Paris im Schauspiel hause eine Uhr gestvhlen; kaum merkte diesi der Eigen, tbilitier, als er rief: „Es ist gerade sieben; in einigen' Minuten wird meine Uhr repetiren; sie hat einen sehr starken Schlag, und wird mic schon verrathen, wo sie steckt." Sehr erschrocken versuchte der Dieb sich aus dem Staube zu machen, und' waro eben dadurch entdeckt. In China soll es schon vor dreytausend Jahren Uh'» ren gegeben haben. Ein irländischer Missionär hat kürzlich aus China eine Uhr nach England gebracht, welche im I. !0li7 verfertigt wurde. Diese Uhr ist mir den feinsten Zierrathen geschmückt, und zeig« die Stunden, Mi-nuten und Secunden; seir Ho Jahren war diese Uhr' nicht reparirt worden, und wich doch nur um ><>Minu> ten ab. Gbdrvckt bey Ia>-n