LmbacherWMtung. Nr. 31. Pränumeratioilspreis: Im Comptoir ganzj. fl. ll, hall'j. si. 5.5l». ffilr die.^iistcNuüg ins Hau« hatt'l.üolr. Mit derP>,'st^, H.Ul'i. fl.?.50. Donnerstag, 7. Februar Insertl ousgebilhr bis :o Zeilen: imal ssu lt., «m.80lr., 3>».i f!.! sonst pr.Zeilc n». «ll., L>n.8lr., 3m. 10 tr. u. s. w. äuscrtionilstcmpel jedeSm. 20 li. 18id Vczirkövorstchcr Johann Pajk für Laibach, den Vezirkshauptmauu und Aezirksvorsteher Joseph Derbitsch für .^'rainburg, ferner die dermaligen Bczirksvorstehcr: Angnst v. Fladnng für Gottschce, Anton Ogrinz für Loitsch, Anton Globocnit für Adclsbcrg, Joseph Ekel für Rndolfswcrth, Leopold Ritter v. H ö f f e r n für Glirkfeld, Anglist W u r z b a ch Edlen v. Tan n e n bcrg für Nadmannsdorf, nnd Alexander Grafen v. Ancrsperg für Littai, endlich den im Staalsministerium in Verwendung lÄ^' /'" b"u. Titel nnd Eharalter eines Statt-". ^ Yo: l n s t y zur Tichcrücmdl. .... Dcr Minister für Handel nnd Volkswirthschaft bat w eu !"^" ^?"?" ^""^ ll"d Wasserbmüb ! c?> .., ^ 7^ ^^s" '"'u Obcringcuicur in dcr technischen action dcr Ccntralsecbehörde ernannt. Nm 5. Fcbrnar 1«i',7 wurde in der l. l. Hof« und Slaatö- druckerci in Wien das IX. und X. Sliicl des. Reichögcsetzblattcö ani«ssegel>en und versendet. Das IX. ^tiict rnthält uutcr Nr, 17 die Verordnung des Staatöininisserimni! vom 23, Jänner I8>>7 über die .Inform dcr poliiischen Verwaltnnci iu den Königreichen Galizien und ^odomerien mit dem Oroßher-zoglhumc Kralau uud den Herzoathiimcru Anßschwitz und Zator. Das X. Stück enthält unlcr Nr. 18 dcu Erlas; deö Finauznnnistrrinniö vom ^1, Jänner 1807, betreffend den Einc,angiditt; Nr. 1'.» die Nundiimclnma. des Fincmziinnistennmö vom ^5. Jänner !>-<>? über dic Berl^ung de? österreichischen Nelien'stenerrilckvcrgülu:ig in daö Anßlaud an^^esührleu Bieres; Nr 22 die Vcrordnnna. des EtaatSminii'krinmS vom 3. Februar I8,;7 über die Reform der volitischeil Bcnvaltuna, in dem Hcrzoglhnmc Krain. ^W^. ^lg. Nr. 30 v. 5. Febrnar,) 3tichtmntlicher Theil. H. Verzeichnis der gpj'pelldrtcli Grmillustc siir die uiitrr drm Pro- irctoratc des t'aidnchrr Franrlnnrolns mrallstaltctr ivohlthätigltcitö.Effrctl'U-Qittcrir. Eils itnpserstichc; ^ier Ailder in Rahmen suon einer ungenannt sein wollenden Person). (5in Oclgcuiäldc in (Mdrahmcn; cilic Modcratcnr-Lampe; ein Kupferstich in Goldrahinen (Herr Dr. Josef Slippan). Ein Oelgcmäldc in Goldralyncn, Landschaft von Martin; ein Trinkglas mit Deckel, ans rothem Glase, >nit Goldarabcsten; eine Snppenschale mit Untertasse, anö weißem Porcellan, mit Goldrand; ein Wandpapierkorb aus Weideugcflecht; süuf Bände EolN'crsationcj'Lcri« con, von Dr. O. L. Wolf, mit m'elen Knpfcrstichcu, complct (Herr Eduard v. Strahl, k. k. Landcsgericht^ rath). ^ Ein Tabaköbcntel, gestickt (Herr Twcrdy, Landcö-rcgiernngö-Rcchnnngö-Offieial). Ein BntterlMcr anö Porcellan (Hr.Hitlo, Portier). Eine Medaille (Äar. Stcllfricd in Fir'alie). Ein Vild in Goldrahmcn (von cincr ungenannt fein wollenden Pcrfon). Eine Blnmciwasc, mit Gold moutirt (Herr Heinrich Skodlar, Kanfmann). Laibach, am 6. Fcbrnar 1867. Laibach, 7. Februar. Die „Reformen" in Frankreich erhalten die große Nation noch fortwährend in Athem, indessen soll Napoleon III. sehr nngchalteu darüber sein, daß die Ionr-nale sich dafür so wenig dankbar beweisen. So ganz mag niln dieses denn doch nicht der Fall sein, wenigstens liegen Aenßcrnngcn auö Paris vor, welche eine thcilwcise Acfriedignng constatircn, die in die Gemüther der Franzosen eingekehrt ist. So lesen wir in einer Eorrespondenz der'„A. A. Z." : Seitdem die guteil Pariser schwarz alls weiß im „Monitcnr" gesehen haben, daß die Tribüne in dcr Kammer wieder hergestellt wird, halten sie dic Sache dcr Freiheit für wenigstens halb gewonnen. Man uiag ihnen über die Aedentungslosigkeit dieser Einrichtung sagen, was man will, die Tribüne behält in ihren Augen das Ansehen eines Sinnbildes von fast magischer Kraft. Uebrigens hat es allerdings mehr und mehr den An» fchcin, daß die Rcgicrnng die Geister, die sic rief, nicht so leichten Kanfes mehr los werden könne. Sie wird von der öffentlichen Meinung nnd der Nothwendigkeit dcr Ereignisse beim Wort genommen. Während Prcvost-Paradol im „Ionrual des DcbatS" die Erinncrnng an dic liberaleren Preßbcstimmnngcn dcr Restanration lind der hnndcrt Tage heranfbcschwört, nm die Regierung zn drängen, ihrc Hand weiter mifznthnn, als sie ihm zu beabsichtigen scheint, erklärt Forcade in der „Revue des dcux Mondes" die angekündigten Prcßerleichternngcn für die wichtigste dcr Reformen; an die Fcsthaltnng dcr ministeriellen Genchmignng hätte man nach den deutlichen Worten des Kaisers nicht denken können. Er denkt im allgemeinen sehr gut von dem Dccret des N1. Iän^ ncr; über den Wegfall dcr ohnedies meist uniuchen Adresse tröstet er sich; zwar beklagt er dic Einschränkungen des Interpellationsrcchts, aber er hofft, dasselbe wcrdc sich schon in der Praxis seinen-Weg machen; das Vcrsamm-lilngsrccht werde den nichtpolitischen Interessen sehr zn statten kommen, aber anch während dcr Wahlen eine wich-tigc Ergänzung des allgemeinen Stimmrcchts sein. Was Forcade, der bekanntlich von Ronhcr insftirirt ist, über die Ministerfragc fagt, ist sehr wichtig. Er glanbt, daß dic Solidarität dcr Minister, von dcr man jetzt nichts In einem alttömijchcn Boudoir. Wir haben beiläufig die Zeit des Kaisers Tibcrins nn Ange. Schon lange vorher war der Lnrus und dic Genußsucht uud alle dic kleinen Künste des' gescllscba^ lichen Lebens auf eine enorme Höhe gestiegen — so das' man schier den Pelion anf den Ossa, Paris nnd Lon don zusammenwerfen müßtc, nm cin beiläufiges Bild der Verhältnisse Roms zn jener Zeit zn erhalten. Alle Ucbchwndc welche in nnsercr Zeit von den Vernünftigen nnd (^uteu beklagt werden, von den höchsten a. ^e^ wdln M nN sichtigeiiVdaß wir"^ doch über gan; andere .^ilfsmm « . ? ^ " ^"" mc am Eudc der R^ bl " ,? .tt ' " " ^'' ^'"-freilich die roheste Ai/ de 'Lnr " v'"^!' ?ühte der Tafel; hatte doch das dcrn Zweck. Die antilisirenden Zchäf/^ le 7 ?'^ nnd 15. Iahchinderts waren anch den Römem jcucr Zettcn angenehm und das N^nu jener Mabl'.'it ^ ,< < ^cntnlns Niger vor 091 beim Antritte seiu's ^« f^ catcs gab und an der dic Poutifieeö - Cäsar wa " ^ "" — die vestalischcn Iuugfraucu, andere Priester nnd "Mvandtc Damen Theil nahmen, dürfte iu einige, s^. ^.^' Gänge auch modernen Gastronomen die geistig cv^""ndtschaft mit den römischen Schlemmern crweisci, ^u och, die Fosgcil l.,licben nicht aus; Plutos verschlang uc n ^' '"'^ iiron^^ z,„h so fa,,,, cö nicht Wunder ^'uc", daß Eäsar z. V. nnl 092 nach Abzug seiner Activa an 4,000.000 fl. Schulden hatte, Marcns An° tonins als Vicruudzwanzigjähriger I', Millionen; vierzehn Iahrc später aber an 5 Millionen Gulden, Cnrio 7 Millionen, Milo 9 Millionen. Soweit ließen sich, unr vielleicht in kleineren Zah-lcn, in unseren Tagen ähnliche Vn-Hältnissc nachweisen; aber worin nns Moderne das Rom jener Zeiten durchaus — nnd nicht zn unscrcm Schaden — übertraf, das war dic Verderbnis; iu der Francnwelt. Ockouomisch freilich waren sie längst cmaneipirl und schon zn Eäsars Zcit gab es eigene Fraueimuwälle, die ihrc Geschäftsthätigkeit alls die reichen Damen beschränkten, dcncu sie onrch ihre Rechtskeimtuisse impmiirtcn uud aus denen sie reichlichere Trinkgelder nud Erbschaftsauoteii erpreß, ten als andere Pflastertreter dcr Börse. Die B^llerl^ ncn nnd Primadonnen jener Zeit, wie groß ihr Einfluß war, hatteu gleichwohl cincn schweren Stand dnrch die sreic Knnst der Damen ans den aristokratischen Kreisen. Nur eiue gewisse Zeit dcr französischen Hofgcschichtc ist vielleicht einigermaßen dcu zahlreichen und völlig nnge-ni'teu Liaisons jener römischen.IlcUiw-vcIeo durch die Meugc nnd Pikantcric ähillichcr Verhältnisse zn vergleichen. Nnr cin gan; ausnchincndcr Scandal Ulachtc sic ;nm Gegenstände zeitweiligen Klatsches, nnd cin gericht-lichcs Ei»schreiten würde gar lächerlich bcfnudcn wor< den sein. Vaiac und Putcoli — das römische Baden-Baden nnd Hombnrg - waren vom April, an, wo man ins Bad ging, dic Hanptsitze dcr raffinirtesten Eoqnctteric nnd Verschwendung. Dahin drängten denn auch iu Schaarcn dic römischen Elegants, gan; den unsern gleich — mit glattem Kinn, feiner, näselnder Stimme, trippelndem Gang, mit siopf- nnd Bnscntüchcrn, Manchcttcnhcmdcu u. s. w. Dic Eitclkcit dieser Leute, die lein audcrcs verdienst ihr nannten, als den vom Vater überkomme- nen Reichthnm und dcn altadeligcn Namen, war natür» lich nligcmein — hatte doch anch Eäsar dcn Lorbccrkrcmz gctragcn, nm dic Glatze zn verbergen. Daß bei diesem allseitigen Raffinement dcr Aeußcr-lichkeiten die Toilette überhaupt, nnd bcfondcrs die der so vielfach tonangebenden Frauen, kciuc geringe Rolle go spielt, ist wohl kanm anders zn erwarten, nnd wir bit« ten uun dcn Lcscr, nns in das Vondoir cincr der großen Damen jener Zeit folgen zn wollen, daß cr sich davon übcrzcngc. An der Hand Lnlians sind wir rich« tiger Führung sichrr. Die Dame ist eben in ihr Anklcidczimmer gctre» ten nud wird von dem schon stundenlang ihrer harrenden Schwärm der Sklaven nnd Anfwärterinncn in Empfang genommen. Im Eintreten hat sie jener Sklavin, welche dic Porticrc ihrcr Antichambrc hütet, gesagt, welchen genau bezeichneten Persönlichkeiten, galanten Zuträgern und dergl. allein dcr Eintritt gestattet werden dürfe. Sie denkt dabei dcr Wortc des Dichters: „Niemals lomme das Töpschen zur Schau, daV die Schön» heit bewahret Eurem Geliebten! Es hilft nur die verheimlichte Knnst!" Sie weiß gar wohl, daß Amor davonflog, als dic allznneugicrigc Psyche ihm mit dcr vcrräthcrischcn Leuchte nahtc. Und frcilich, das Bild, wclchcs nns Lnkianos von den Damen vor ihrer Toilette entwirft, ist nnr wenig darnach, Gefallen an ihnen zu finden. Also schildert cr sie: „Sollle jemand diese Damen sehen könncn, wcnn sie sich endlich von ihrem Morgcnschlafe erheben, so würde cr sicher glanbcn, cincr Meerkatze odcr cincm Pavian gcgcnüberznstehcn. Darnm verschließen sie sich nm diese Zeit sorgfältig, daß man sie nicht schcn könne; dann treten sie in dcn Kreis dienstfertiger Alten nnd Zofen, die alle um dic Wcttc sich abmühen, d,e nbge- 202 wissen wolle, sich mit dcr Zcit als vortheilhaft ni,d noth« wendig cnveiscn werde; Ronher werde sich vor den phantastischen öffentlichen Arbeiten zn hüten haben lind die Kräfte fin- die Znlnuft zufammcuhaltcn. Die „Rcvuc Contcmftoraiuc" dagegen glaubt: schon die Bereinigung des Finanz- nnd des Staatsministerinms zeige, daß dieses Eabinet nnr von knrzer Dauer sei; die Auflösung der Kammer sei wahrscheinlich nnd nothwendig. Die „Ncvnc moderne" hofft anf den von Nonher bisher in dcr Nationalökonomie bewiesenen Liberalismus nnd beschränkt sich anf den Wnnsch einer nencn Kammer für die ncnc Lage; in dcr Prcßgesetzgcbnng werde ein wirk' lichcr Fortschritt gemacht; iiber das Vcrsammlnngsrecht lassc sich noch nicht urtheilen; zwischen den Ministern Mld der Kammer müsse sich nothwendig mit der Zeit eine gewisse Solidarität herstellen. Nach dcr „Rcvnc Contcmporainc" ist die seither nnftopnlärc Adresse erst seit ihrer Unterdrücknng populär geworden; man hätte das Intcrpcllationsrccht geben nnd die Senatoren nnd Abgeordneten selbst die Adrcßverhanolnng beschränken lassen sollen; das Intcrpellationsrecht sei trotz seiner bc< bäuerlichen Eiuschränlnng vorlhcilhaft; die Unterdrückling der Vcrwaltnngsjnsti; ein wirklicher Fortschritt. Das Erscheinen der Minister müsse zn hänfigerem Acinister-Wechsel führen, da der Kaiser entweder für einen nnter-liegenden Alinistcr einen besseren Advocaten entsenden oder einem anderen seinen Beschlnß zur Ansführnng geben Nlnsse. Eine Anftlärnng für die große Eile, mit welcher die deutschen Südslaaten ihre Ätilitärrcformen betreiben, dürfte dcr Artikel eines offieiösen Berliner BlattcS bieten, das merkwürdige Enthüllungen enthält. Die „Berliner Rcvnc" schreibt nämlich: „Wic ein geschickter Staatsmann alles, auch das> Bedrohlichste, zu seinem Vortheil zn wenden weiß, so dienten anch die Compensations Forderungen Frankreichs beul Bcrlincr Eabinetc dazu, um den Süden auf die Nothwendigkeit hinzuweisen, daß er den Anschlnß an Preußen mit Eifer betreibe. Jene Eompensationsfordc« rungcn hatten eine Ansdchunng, in welcher dergleichen Dinge sonst nnr von einen, Trinmphator nach unerhörten Siegen formnlirt zn werden pflegen. Es ist wahr, Napoleon III. wollte sich nicht an prenßischcn Territorien vergreifen — dcnn der Hinweis anf dic Saar-gegcnd trat nnr sehr schüchtern nnf—aber dafür wollte er die füddcntschen Fürsten wieVogelfreic behandelt wissen, an denen sich die getränkte Eitelkeit der Franzosen erholen dürfte. Der Kaiser verlangte Rheinbaiern nnd Rhcinhcssen. Dic Integrität Deutschlands cxistirlc für ihn nicht mehr; vom Main hernnter gab cs nnr einen Teig, den die Gewaltigen nach Belieben theilen und formen könnten. Baicrn sollte seine schönste Provinz verlieren. Sicherlich genügte die Mittheilung dicscr For dernngcn an dic bnicrischen Unterhändler, die sich damals in Berlin aufhielten, nm sie zn überzeuge», daß nnr die Hingabc an die preußische Führung die Plänc des Nachbars vereiteln werde. Schon damals wnrde demnach dcr Grund zn einem Einverständnis; gelegt, dessen Re snltat jetzt in den Kundgebungen des Münchener Cabinets zu Tage tritt." Diese Belehrungen mnsiten wie hiczn ein Wiener Blatt richtig bemerkt freilich in München einen tiefen Eindruck machen und rasch die nöthigen Entschlüsse zeitigen helfen. So wäre cs dcnn doch Napoleon gewcfcn, dnrch dessen bedrohliche Intervention dic Einignng Dentschlands um ein Stück vorwärts gebracht würde. Dicscr Mann dürfte vielleicht berufen sein, ganz gegen seinen Willen Deutschland noch weit größere Dienste zn leisten. Adrcjsc dcr Stadt Pest an dcn Mst-Primas von Ungarn. Der „P. Lloyd" veröffentlicht nachstehenden Wortlaut dicscr Adresse: Ew. Excellenz, Fürst-Primas von Ungarn! Unter den gegenwärtigen Umgestaltnngsvcrhältnissen nnscrcr staatlichen Existenz haben dic Bürger nnseres Vaterlandes ohne Unterschied des Standes nnd des Ranges mit gespannter Aufmerksamkeit darauf gewartet, daß die erst vor einigen Wochen vacant gewordene höchste, znglech staatsrechtlich hochwichtige Würde der katholischen Kirche Ungarns, dic ocs Primas nnd Grancr Erzbischofs, wieder besetzt werde. Diese bedeutungsvolle Thatsache ist, wie wir ans dcn hentc erschienenen amtlichen Blättern er» fahren, am 20. d. M. erfolgt, indem Sc. Majestät, nnser allcrgnädigsler Herr, znfolgc Seines Apostolisch königlichen Rechtes Ew. Eminenz für die erwähnte hohe ! Stelle zn ernennen geruhle. Wir halten die Besetzung cincr Landcswürdc anch nntcr gewöhnlichen Umständen für cinc Thatsache von großer Bcdcntnng; abcr doppelte, ja vielfältige Bcdeu^ tnng nnd Wichtigkeit müssen wir dieser Thatsache jetzt zuschreiben, wo cs sich handelt nm dic Schöpfnng cincs ! anf Iahrhnndcrte wirkenden Werkes, nämlich unsere säst zwei Iahrzchcntc hindurch snspcndirte Verfassung wicdcr ins Leben einzuführen nnd sie dcn Verhältnissen dcr gc» ! genwärtigen Zeit angemessen zn entwickeln, — nm ein Werk also, bei welchem der Primas dcs Bandes nicht allciu dcm allcn Gebrauche gemäß als Vermittler zwischen dem Monarchen nnd dcr Nation, sondern ohnehin anch als cincs der dcn Körpers wesentlichen Einfluß, cincn Wirkungskreis von großer Tragweite nnd somit cinc außerordentlich schwere Aufgabe hat. Bei einer solchen dnrch die Last dcr kirchlichen nnd weltlichen Sorgen erschwerten Anfgabc sind, damit dic Pflichtcn gegen den Thron lind das Vaterland mit glei» cher Pünktlichkeit erfüllt werden können - - nnßcr der dynastischen Trenc nnd reinen Vatcrlandöliebc ^ inniger religiöser Eifer, ausgezeichnete geistige Fähigkeiten, slaats-männischer Tact nnd ansdaucrnde Energie nncntbchrlichc Bedingungen. Encr Eminenz hat anch schon bisher dic glänzend-sten Beweise Ihrer unerschütterlichen Treue nnd Anhänglichkeit sür das allerdnrchlanchtigstc Hcrrschcrhans gegeben, — Ihr Patriotismus schließt jeden Zweifel ans, — Ihl'cn religiösen Eifer, Ihre rastlose Emsigkeit in Ihrem Bcruf verkünden anßcr Ihrer anfopfernden Thä> tigkcit lant jene großmüthigen Verfügungen, welche Sie in Ihrer bisherigen oberhirtlichen ^tellnng im Interesse dcs Scclenheiles dcr Glänbigen nicht allnn im Gebiete Ihrer Diöecse, sondern anch in nnscrcr Stadt gctroffcn haben; - dcr übcrzcngendste Beweis Ihrer ausgezcich-nctcn geistigen Fähigkeiten ist die hohe Stufe, zn wel» cher Ew. Eminenz - ohne Geburts-, Vcrulögeus- nnd sonstige cinflnßreiche Vorthcilc — i>n Äiannesaltcr Ihres Bebens einzig nnd allein traft Ihrcs Genie's nnd Ihrer zahlreichen Fähigkeiten allmälig erhoben wnrdcn; — Ihrcn staatsmännischcn Tact habcn Sic in ansgezeich« netcr Weise in jenen hohen Aemtern bewiesen, welche Sie im Interesse dcr Kirche nnd dcs öffentlichen Unterrichts mit dcm größten Eifer bekleideten; schließlich ist Ihre ausdauernde Energie, bei welcher Sic unerbittliche Strenge mit der größten Gcrcchtigkcitsliebc verbinden, im ganzen Lande bckannt. Gerechte Befriedigung kann daher ganz Ungarn nnd die katholische Kirche darin finden, daß Ew. Eminenz dnrch a. h. Entschließung zu der hohen Würde des Fürst« Primas und Graner Erzbischofs erhoben wurde; nnd da die ausgezeichneten Eigenschaften Ew. Eminenz, welche wir oben nnr in schwachen Umrissen wiedergaben, als sicherste Bürgschaft dicncn, daß dcr Glanbc in Ew. Eminenz dcn cifrigstcn Hütcr, dcr öffentliche Unterricht dcn mächtigsten Protector, nnfer Vaterland abcr cincn energischen Vertheidiger seiner constilntionellen Rechte gewinnen wird: so begrüßen wir znfolge nnsercr nncr-schütterlichcn Ucbcrzcngnng und dcr angenehmen Rück« crinncrnng an Ihr eifriges Wirten als Eaplan nnd Profcfsor in Pcst — Ew. Eminenz anläßlich Ihrer ncucstcn anszcichncndcn Ernennung mit doppelter Freude, nnd fügen zn unseren aufrichtigsten Glückwünschen den heißen Wnnsch hiuzn: die himmlische Vorsehung möge Ew. Eminenz mit dauernder Gesundheit segnen und Ihr Leben bis an die änßcrste Grcnzc dcs menschlichen Alters er» halten, damit Sie, in den Fnßstapftn Ihrer großen Vorgänger wandelnd, die Angelegenheiten des Vaterlandes nnd der Kirche mit nm so reicherem Erfolg fördern können. Die wir nns Ihrer oberhirtlichen Gnade empfehlend in tiefster Achtnng verharren — im Namen der Eommnnität dcr Stadt Pest, Ew. Excellen; nnterthänigcn Diener Leopold Roltenbiller, Oberbürgermeister »>. >»,, Karl Gerloczy, Obcrnotär »». l>- Pest, 1. Fcbrnar 1^07. Oesterreich. VZicu, 5. Februar. Die „Wiener Abdpst/' schreibt: Der Einsender des in der „N. Fr. Pr." vom ZI. Jänner enthaltenen, mit der Ehisfrc ^V. li. unterzeichneten Artikels „über dcn Taxerlag" hat übersehen, daß selbst in dem Falle, als die Durchführung der kaiserlichen Verordn nng vom 2l^. December 1866 — nach seiner übrigens irrigen Voraussetzung — wirklich sistirt wäre, zu-' folgc dcr imRcichsgcsetzblattc vom 3. Juli 1660, XXXIX. ^tück, Nr. 15i5 kundgemachten Nachtragsbestimmnngen zn der Vorschrift über Stellvertretung im Militärdienste, dic Frist znr Annahme dcr Militärbesreinngstaxc nicht mchr auf dcn Monat Octobcr beschränkt wärc und dic politischen Behörden anch ermächtigt sein würden, nicht allein dcn im militärpflichtigen, fondern anch dm nicht in dicscm Alter stehenden Individuen den angemeldeten Tarerlng sofort zn bewilligen. Prass, 4. Fcbrnar. Landtagswahlc» dcs Fidci^ commißgrosigrundbcsitzcs: Adolf Schwarzcnbcrg, Moriz Lobkowitz, Ferdinand Kinski, Iaroslav Stcrnberg, Ma;.' Fürstenberg, Johann Schwarzcnberg, Iaromir Eerni», Frail; Harrach, Joseph Nostitz, Erwin Schönboru, Lco, Friedrich nnd Theodor Thun, Bonqnoi, Rndolf Ehoiek, Johann Kolowrat. ftorbcucn Neizc ihrer Gebieterin wicdcr anfznfrischcn. Da werden allerlei Salben nnd Pnlver anfgelragcn und Gesicht nnd Arme und Nacken nnd Bnsen mit Schönhcitstinctnrcn angestrichen. Jede Zofe hat ein an« dercs Geschäft." Gewiß, LukiauoS ist nicht galant; abcr er hat so Unrecht nicht, zumal was dcn schauerlichen Mccrlatzcu' vergleich betrifft. Denn um dic Hant wcich und zart zn erhalten, hat die Damc Abends vor dein Schlafengehen das ganze Gesicht mit ciucm Teig von Brod, das in Eselsmilch gefeuchtet war, belegen lassen. Nero's Gemalin, dic Poppäa Sabina, war dic Erfinderin dieses nach ihr benannten Schönheitsmittels. Dicscr Schönhcitsklcister war natürlich über Nacht anf dcm Gesichte eingetrocknet nnd nun dcS Morgens sah das damit incrnslirtc Gesicht nns wie ein zerborstener Gypsabgnß. Es ist denn anch das crstc Gcschäft ihrcr Pntz-mädchcn, diesen Uebcrzng zu entfernen. Es ist schon erwähnt, daß jeder kleinste Theil der Toilette seine eigene, nur dazu bestimmte Sklavin hatlc. Diese ordnen sich dann, wic sie nach dcr Reihe auftreten und zuerst dic Schminkmädchcn, die Roth. nnd Wcißanflcgcrinncn, die Augenbrauen Malerinnen und dic Zahnpntzerinncn. Diese Mädchen hießen Kosmetcn und anch alle ihre Mittel hatten griechische Namen, wic hcntzntagc französische. Die Operationen beginnen. Ein Mädchen mit einem Becken ganz frisch gcmol. teller lancr Esclsmilch wäscht mit einem zarten Schwämme die erwähnten Brotkrusten vom Antlitz dcr Dame. Nachdem sie dann mit ^eifcnkngcln und Efscnzcn dic Hant glatt und gleißend gemacht — ein ungalantcr Zeitgenosse dcS Eiccro nannte ciuc solche runzclvcrlrcibcndc Hautsalbc sehr lumisch ciucn „Lcdcrspauuer" — uaht der Gebieterin dic zweite Sklavin, welche das zweite j Gcschäft dcr Schminke besorgt, nud unn die rein gewaschenen nnd geglättctcn Wangen mit Weiß und Roth anmalt. Znvor hat sie cincn Mtallspicgcl angehancht nnd ihn der Dame znm Aeriechcn gereicht, damit diese sich überzeuge, ob die Sklavin dic ihr vorgeschriebenen Pastillen gekant habe, nm einen wohlrichenden Speichel zn habcn. Dcn dic Schminkc mnß ulit Speichel ange-ricbcn nnd anfgetrageu werden. Indeß die Schminke-stlavin so vollauf beschäftigt ist, bereitet sich schon die nächste in der Reihe vor. Sie hält in der linken Hand eine Mnschcl, worin sic cine scinc ^chwärzc von pul-vcrisirtem Blciglanz gerieben nud mit Wasser befcnchtct hat, iu dcr Rcchtcu eiueu kleinen nadelspitzen Pinsel. Sie hat nämlich die Anfgabc, dic Augenwimpern nnd Brauen zn schwärzen nnd letztere in zwei schön gewölb, ten Halbkreisen an dcr Nascnwnrzcl cng anmmndcr lnnfcn nnd sich glcichscun begegnen zn lassen, ^chon tritt cinc vierte an ihre Stcllc. Sie reicht dcr gnädigen Fran Mastix von dcr Inscl Ehios, das dic Da-mcn allcwcgentlich als Schutzmittel gegen das Fortschreiten dcr Fänlniß angefressener Zähnc zil tauen pfleg, ten. Neben diefem trägt sie anf cincm Tellcrcheu cincu ganzen Apolhelervorrath von Zahntinctnrcn und Pulvern nnr znm Schein, denn die Zähne, welche hier in cincr nicdlichcn Kapsel verwahrt, von dcr klngcn Zahupntzcrin socbcn in das zahnlose Fleisch eingefügt wcrdcu sollen, bcdürfcn dcr lünstlichcn Politur nicht. So ist uun das Gesicht dcr Damc hcrgcstcllt bis znr Frisur, und dicse bereitete auch den römischen Sklavinnen nicht mindere Schwierigkeiten als jetzt dcn Fri-scnrcn. Lnkianos sagt cs ausdrücklich: „Dic größte Knnst und die nicistc Zcit wird an dcu Haarschmuck vcr-schwendct. Einige, welche dic Wuth habcu, ihr natürlich schwarzcs Haar in blondes oder goldgelbes nm zu tan scheu, färbeu cs mit Salben, dic sie dann in dcr Sonne am ! Mittag eintrocknen nnd eiubcizcn lassen. Andere, die sich ihr schwarzes Haar noch gefallen lassen, verschweig den daran das ganze Vermögen ihrcr Männer nud las, sen einem das ganze glückliche Arabien ans ihrcn Haa ren entgegcnwehcn. Da werden Brenneisen geglüht, nM franse Löckchcn zn schaffen, welche die Natur verweigerte. Vorn werden die Haare iu die Stirne herab bis in dic Angcnbraucn gczogcn, hinten aber wallen in stolzen Wellen dic Lockcn übcr dcn tief entblößten Rücken." Endlich ist der Pntz vollendet, die Haare sind nnl doppeltem Bande zierlich dnrchflochten, vorne mit Pul/ nadeln, von denen man blos dic Köpsc sieht, aufgesteckt! über dic Schultern fließen sie in nachlässig wallenden Lockcn. Das fcinc Gewand mit dcr fchön gestickten Ei»' fassung, nm die Hüften lose gehalten von einem diamaN' tcnblitzendcn Gürtclbandc, fällt in reichen Fallen >,m die schöne Gestalt, Ohrgehänge, Armspangen nnd 3li»^ sind nm- nnd angelegt — die Dame tritt ans dc>» Bondoir. So, ihrcr Schöichcit bewnßt, empfängt sie ihre" Gatten, ihre Verehrer, so schrcitct sic von Sklavin»^ gefolgt dnrch dic Etraßcn. Hinterher zifchclt wohl eiucr: „Donna, Dich flickt Dcii, Püljlisch aus bundctt Teia"' ^ sammcn, Während i» Nom Tu ledsl, rölhct Dh" a.'f. Und zwei Tiitlel vvn Tir liegen in Schachteln ""pam-Wangen und Augenbrauen, womit Du Erhörung "i'" ° wintst, « Malle dcs Mädchens Kunst, die Dich am Morgen gcsch""'l"l' (Dcb.) 203 Pest, 3. Februar. Aus der Rede, mit wclchcr Denk iu der Sitzung dcS l>7cr-Conntc's vom 1. d. die Gegner ciudriuglich crinahutc, die Vtcinuug aufzu-gcbeu, daß dic Vlajorilät uicht auf die Herstellung dcr Vcrfassuug dringe, zligleich abcr dic Zwcckinäßi^kcit uud Nothwendigkeit dcr beabsichtigten Modificationcu uachwicö, theilt eiu Korrespondent dcr „Wr. Abdp." solgeudeu Auszug "lit: Wir habcu, sagtc cr, zwcicrlci Aufgabcu, cinninl dicjcuigc deö Laudtageö ükrhaupt, dic Herstclluug dcr Bcrfassuug zu urgireu, uud zweitcus dic specielle Aufgabe dcr Counuission, cillcu Borschlag auszuarbeiten, wie die geiuciusameu Augclegcuhcitcu uubcschadct dcr Sclbststäudiglcit dcö Landes am zweckmäßigsten ucrwal< tet werdeu solleu. „Wir habcu," fuhr er hierauf fort, „die 48er Gesetze uicht aufgegcbcu; wir urgircu dic Hcrstellliug derselben ebenso, wie wer immer im ^audc, uud auch wir fordern dic rc^litutw in iilt.6<;rum. Ob Wir au dcr Schwelle dieser Restitution stchcu, darübcr Wciß ich nichts Gewisses; ich weiß nur, daß ich stets rut Fürsprecher dicscr Restitution war. Aber ich fragc Sic, hat uns dcr Landtag damit beauftragt, daß wir in Zuknuft leiucu Zug, keiucu Auchstabcu dcr 48cr Gesetze verändern? Nein, sondern damit, daß wir hin-sichtlich der Behandlung uud Verwaltung dcr sogcuauu-tcu gemeinsamen Angelegenheiten — nubcschadet dcr Sclbstständigtcit des Landes — eiucu Cutwurf ausar-bcitcu. Wcuu die 48er Gcsctzc bis zum heutigen Tage nutcr sriedlicheu Umstäildcn iu Giltigkcit bcstaudcu hätten, glaubt jciuaud, daß jeder Buchstabe dieser Gesetze heute so bcstüudc, wic damals, als sie gebracht wurden? Gewiß nicht: denn diese Gesetze bildeten ciucu so plotzli. chcu Ncbcrgaug, sie wurden so rasch uud in so kurzer Zeit beschlossen, nnd Zeit uud Umstäude habcu seitdem so vieles geändert, daß die Gesetzgebung selbst sie in mehreren sehr wichtigen Puuttcu, bcsoudcrö aber hiu. sichtlich dcr gemeinsamen Angelegenheiten abgeändert hatte. Daß die 1848er Gesetzgebung nicht Zeit hatte, für die nöthigen Modificalioucn zu sorgeu, weiß jcdcr-niauu. Gleich bciiu erstcu Schritt stockte sie, soust hätte sie dafür gesorgt. Wir habeu jetzt die Aufgabe, zu thuu, worau die Gesetzgebung damals gehindert war, wir niüsscu ius Reine bringen, was 18 Jahre in Verwirrung gebracht. Damit hat der Landtag uus beauftragt, ^ir geben den Rechtsbodcu nicht ailf, loelchcr darin besteht, daß die Gesetze nicht beseitigt werden dürfen, so lange die Gesetzgebung sie nicht ändert. Diesen Rechts-bodcn hat uiemaud aufgegeben." — „(5s fragt sich jetzt "icht", fl,hr er nach ciucr bekräftigenden Wiederholung fort, „ob dieser Entwurf mauchc Punkte der 48cr Gesetze äudcrt, sondern ob diese Aenderung uützlich uud nothwendig sei, uud ob sie die verfassungsmäßige Selbst-standlgle.t des Laudcs nicht gefährdet."' Dazu, setzte er wetter ause.nander, solle eben die Discnffiou diluen. lulltet ^i.. '"^' Z" ^"' ^bcnds 5> Uhr nbge. Uuslanö. Stuttgart, 4. Februar. Die erste (äoufereu-. ll^ung hat gestern Vormittags slattgesuuden. fti u> Empfang Dmcr uud sscstthcatcr. Heute zweite Sitz.5 D,c Vcrhaudlungcn dürften morgeu bccudet wei-dcu Darmstadt, 4. Februar. Nach einer beute vi.l.li. ^"lteu dic Abgeordue/eü'ü " w' nud'K ^"^t täa^ich f„ ^,^ ^,^ ger Vertrctuuc.' ^, ^«^! '^^"' ^ie Kosten ctwai-Staatseasse. ^ ^' °ffeutl.chcn Beamten trägt dic die ihm"!o'^ auf baldi die Hoffuuua. al.ö V ^ ^' ^'^ ^"ri> der armen'candiot^'^^^^^ hat sich uutcr dcm Namen <',,.. ^.^. ^'^ zweite' Freimaurerloge gebildet, angehört als die früher errichtete letztere hängt von dem „großen Orient" in V^>'' ab, dcm Garibaldi als Großmeister vorsteht wä . "stere den ital. RituS gefolgt uud ihren Großmciftcr n ulorcuz hat. Von der italienischen Grenze, 31. ^uu., vn-d der „A. A. Z." geschrieben: Dnrch dic Vcrhand- ">M>l Toucllo's schciut nun auch dic Frage der Setzung des Erz bis thu ms Mai laud ihre cnd- ^ Entscheidung zu finden. Dcm Vernehmen nach wird Msgr. Corti, Bischof vou Mautua, cm Prälat vou ge< luäßigtciu uud versöhnlichen! Charakter, auf jcuen (Vtuhl crhobcu wcrdcu. — Zur Affalrc - La n g raud - D u-monccan veröffentlicht „Diritto" ein Rundschreiben dieses Hauses an seine Actiouarc iu Betreff dcr Ope-ratiou mit dcu Kircheugütcru. Vcmcrkcuswcrth ist nur dcr Aufaug dicscs Schrcibeus, welcher also lautet: „Wir bcuachrichtigcu Sie hicniit, daß wir mit der italicuischcu RV'gieruug eiuc große Operation abgeschlossen haben, nach langen Verhandlungen, welche gleichzeitig in Florenz, Rom nnd bei den Bischöfen Italiens eröffnet wnrdcn. Diesem Geschäft, welches bedeutende Erfolge für die Zuknuft uusercr Etablissements habcn wird, sollen noch zwei andere sehr wichtige folgen, die dcm Abschlüsse nahe sind." — Ueber die Art uud Weise dcr Steucrcin treibn ng wird folgender flagrante Fall erzählt. Eiu Ea-fctier verkauft uach seiner Bcfuguiß auch verschiedene Liqncnrc. Eincs Tagcs wird ihm dic Taxe von ^') Lire als Prodnctcnsteucr auf Liqueurc abvcrlaugt. 5luf seine Beschwerde, daß er ja die Liqucure uur verlaufe, uicht producire, wird ihm erklärt: es fei ja möglich, daß er seine Spirituoseu durch Wasser dcr Quautität uach ver^ mehrc, uud dics sei der Produetiou gleich zu achteu. Die Entscheidung auf ciue weitere Reclamation gegen ciuc so seltsame Iuterprctatiou der Stcucrgcsetze ist noch nicht crsolgt. Vriissel, 4. Februar. Französische nnd cnglischc Iugeuicurs siud zur Rcgeluug dcr Schcldc-Augclcgeuhcit hier ciugctroffcu. Zu Marchicnnc au Pont ist dic Ruhe wicdcr hcrgcstellt; die Arbeiter nehmen ihrc Bcschäftiguug wieder auf. — Eiu Brüsseler Blatt gibt uach authentischen Quellen cin Resume des frauzösi s ch c u Äl ilitär - Nc -orga uisati ouö - Projectcs, wic cs nach Beschluß« fafsllug des Staatsrathcs cndgiltig festgestellt sein wird. Das Eontingent, welches alljährlich vom legislativen Körper gefordert wird, s^l in seiner bisherigen Ziffer, 100.(X)() Mann, beibehalten wcrdcu. Dic Verpflichtung znm activen Dicustc iu dcr Armce foll auf fcchs Jahre bestimmt fciu. Eiuc cigentlichc Rcfcrvc soll cs uicht gc-bcu, dagcgcu würde jcdcr Äianu, dcr bereits sechs Jahre gedient hat, im Falle ciucs itricgcs zu eiueiu weiteren Dienst während drei Jahre einberufen wcrdeu. Diese Verpflichtung hat für ihn drei Jahre vom Tagc des Ablanfcs scincr sechsjährigen Dienstzeit zu daucru. Alle Franzosen voln 20. bis zum 29. Altersjahrc sollcu iu die Liste dcr mobileu Natioualgardc eingetragen wcrdeu, wclchc iu Kriegszcitcu den Garnisousoicnst zu vcrtrc-ten hat. Aus London wird berichtet, daß die Regierung beschlossen hat, im Laufe der Session ciuc Ncformb ill einzubringen. Dic Fcuicr sind fast verschollen, in Irland herrscht fortwährend Ruhe und Frieden, dcr Name Fcnicr wird dort nur uoch gclcgcuheitlich zwifchcu crbittcrtcu Pnrtcigcgucru als Schimpfwort gcbrancht. In Canada schmit anch dic Fnrcht vor einer ucucu großen Invasion geschwunden, nnd dic Brndcrschnst findet nnr in Proceß, berichten nnd dazu gehörigen Doeumenteu von dorther Erwähuuug. Stcphcus, jüugst uoch allcuthalbcu wo er nicht war, gcsucht uud verfolgt, in den amerikanischen Zcituugeu als Schrcckcusgespeust gegen England mit romantischen Artikeln gepriesen, heißt in denselben Spalten jetzt, uach nicht sechs Wochcu, ein Humbng, ciu Feigling, Vcrräthcr und englischer Spion. Sein Nachfolger an dcr Spitze dcr nnr in den Hirngcspinnsten der imaginativen Söhne Irlands spukenden Fenicr-Ne» Pnblil ist „General" Glceson, cin jnngcr, hauptsächlich dnrch Körpcrlängc hervorragender Irläudcr. Iu dcr Grafschaft Tippcrary gcborcu, war cr schou iu früher Jugend iu dic vou Zeit zu Zeit nuftaucheudcu Vcr« schwöruugsprojecte vcrwickclt. Im Jahre 1860 machte cr sich in dcr päpstlichen Armee, dcr cr 109 Mann zn-führtc, dnrch pcrsöulichcn Muth bcmcrklich. uud wurde verschiedentlich von General Lamoriciörc lobend ausgc» zeichnet. Nach scchsmcmatlichcr Gefaugcuschasl nach der Affaire bei Aucoua lehrte cr uach Irlauo zurück, nnd von dort nach Amerika, wo cr in das 09. Regiment eintrat nnd in demselben -42 größere oder kleinere Schlachten nnd Gefechte mitmachte. Nach dcni Krieg trat cr dcm Bnndc dcr Fcnier bci nud ging uach Irland mit einer „speciellen Mission", fand aber dic Behörden da-felbst auf ihrer ^ut, wurde aufgcgnffcu nnd fand fnr 0 Monate in Montjoy Prison in Dublin hinlcr schloß und Ricgcl frcics Ouartier. Gleich nach sciuer Frci-lassuug begab cr fich wieder uach ?icw-^ork und nahm feitdcm an dcu Aiachinationcn dcr Brudcrfchaft lcbhafteu Authcil. Das ueuc Feuicrhaupt ist 28 Jahre alt uud crhiclt während feiner Dienstzeit bci dcm 09. Regiment in der Polomac-Armcc dcu Character als Brigade-Gcucral. Kopenhagen, 4. Februar. Im Volksthing erklärt dcr Eoufcilpräfidcüt anläßlich cincr Interpellation des Abgeoronetcu Carlscu über die auswärtige Politik: Dcm Rcichsraihc im gegcnwärtigcn Augcublicke Cr-läulcruugeu geben, wäre nuvcrautwortlich; cr stellt jedoch ciue Auftläruug für cinc gclcgcuc ^cit in Ans« ficht. Hicranf licß Carlscu sciuc IutcrpcllaUon fallen. Belgrad. 28. Iäuucr. (M.) Gestern wurden alle höheren Officierc, alle Bataillons-Commandanten der N'ationalgardc, dic hicr ciucu tactifch.stratcgischcu Untcrrichtscursus hörten, znm Diner bci Sr. Hoheit dcm Fürstcn gcladcn, und am Schlüsse dcr Tafcl hielt dcr Fürst folgende Ausprachc au dic versammelten Gäste: „Meine Herren Officierc! Uutcr den Institutionen, die meine Regierung theils von Grnnd aus aufbaute, theils fortcutwickcltc, ist dic wichtigste uuslrcitig dic Reorganisation des stehenden Heeres und die Begründung dcr Natioualgardc. Dcr Gcdaukc, welcher mciueu seligen Vater schou bestimmte, daS Landwehr - Institut ciuzu-führcu, daö cr abcr, vom Tode ereilt, nicht vollziehen konnte, besteht darin, daß Serbien bcfähigi wcrdc, eine Stellung auf dcr Valtauhalbiufcl eiuzuuchmcn, dic scincr, als christlichen Staates, würdig wärc. Mir vcrlieh Gott dic Ouadc, dicsc großc patriotische Idcc ius Lcbcn zu sctzeu. Mciuc Herrcu! DaS heutige Serbien — dies tauu ich dreist bchauptcu — nimmt bereits die erste Stelle unter allcn Staaten uud Lüudcrn ein, die Jahrhunderte lang mit nns dasselbe traurige LooS theilten, uud mit dcuen wir, bis vor Kurzem, noch nicht auf einer gleichen Stufe staudcu. Dcr fcrbifchc Namc, bis jctzt kaum Europa bctauut, wird jetzt überall mit Achtung ausgcsprochcu. Das Hauptvcrdicust dicscr glück-lichcu Erschciuuug hat das Hccr zu bcausprlichcn, wcl-chcö iin Friedcu ciuc Garautic dcr Gesetzlichkeit uud Orduuug ist, im Kriege abcr, zn dcm ich nnd das Vaterland cs rnfcn werden, der Schrecken des Fcindcs scin wird." Die Worte dcs Fürsten wurden mit begeistertem „Ura!" von den Anwcscudcu auf-gcuounucu uud faudcn cinc Erwiderung in einem Gegen-toaste, den cin Bataillous-Commandant ausbrachte, dcr zum Schlnfsc dic bci allcu Scrbcn cincn Widerhall findcudcu Wortc aussprach: „Erlauchter Herr! Rechnen Sic stcts auf die feste Kraft, dic Aufopferungsfähigkeit rud Tapfcrkcit Ihrcr gctrcueu ^iatioualgardc uud dcs stchcudcu Heeres, wclchc insgesammt nur auf Ihren rittcrlichcu Ruf harrcu, um mit Bcgcistcrnug Ihrc edlen Gcdaukeu zu vcrwirtlichcu. Cs lebe uuscr erste Krieger, der Fürst Michael!" Uud so ist cs, fügt dcr Corre-spoudcnt bci, es spreche dcr Fürst das eutschcidende Wort aus: und alle — selbst Greise uud Kinder werden in dcn Kampf cilcu. Scrbicu ist, dics kaun man ohne Ucbcrhcbuug sagcu, bcdcutcud stärker als Griccheuland nnd Romauieu zusamlncngcnounucn. Ooustantinopcl, 4. Februar. (Direct.) Es wurde die Abschaffuug dcr Militärrationcn nnd die Reduction dcr Gchaltc bcschlofscu. Bei Gehalten zwischen Z« bis 10,000 Piaster erfolgt cin 20percentiger, über 10,000 Piaster cin AOpcrccutigcr Abzug per Monat. HagesueuMeiten. ^ — ^Die U eb e rs ch w cmmun gs u ot h in Äöh« men) hcit bereits bedeutend abgenommen. — (Journalistisches.) Die Triester Grieche» habcu beschlossen, dem gegexw^rtig in Vem'dig velweilniden Nl'dcictnir dcs „Journal des Delmls," Herrn Snint-Malc Girnrdin, Mitglied dcr französischen Akademie, zum Zeichen dcmlbarcr Ancilcummg filr seine gricchcnfrcundlichcn Gesin» „»»gen ein prächtiges Album darzubringen. — sMit Eis eingemauert.) Man schreibt aus Ullzril: In den leIUen Tc,gcn waren hicr Arbeiter belchllf« ligt, die Eislellev dcr Ksause'scbcn Vrauerei zu silllen, zwei derselben packten im Innern des großen KellerS die von anderen hincingescdasstcn Listafeln zusammen und gtwahrten zn ihr-m nicht geringen Schrecken, als der Keller ziemlich gfsllllt war, das; sie sich ganz mit Eis zugemauert hatten. Ccsl nach einiger Zeit wurde draußen ihr Hnlferuf vernom« men und man traf sofort Anstalt,», sie ju befreien. Allein die Eisslilcle waren schon zusammengehören und bildeten eine nicht mchr fortzubringende Masse. Schließlich tam man noch zu rechter Zeit aus den Gedanken, ein Loch durch die Stein,» maucr zu blichen, durch welches die von Angst und Kälte gemarterten Männer befreit wurden. — (Dic Erdöl quellen in Württemberg.) Wie Württemberger Vllltter berichten, flicht die in Töttin« gen aufgefundene Erdülauelle noch immer bald reichlicher, bald spHllich.'r, und cs ist jctzt durch genaue Untersuchung conslalirl. daß das Oll wnllichl's Erdöl und lein Schiescröl isl. Die Besitzer der betreffenden Grundsislcke haben sick mit cincr behufs der Zlusdculung gebildelen Aktiengesellschaft a/eimgt und sind bereits 3l Acticn ä 500 fl. gezeichnet. Das gewonnene Ocl stcht dcm amecilanlschen nicht nach. — (Ein ncucr Komet) ist in der Nacht vom 22. auf den 23. Jänner im Slcrnbilde des „Widders" cüldcclt wordcn. Cr ist nahezu runo, bat einen ziemlich glänzenden Kcru uud läßt laum die Spur eines Schweifes gewahren. — (Crdboden-Vewegung.) Man schreibt aus Ncrn, 31. Jänner: In der Gcmnnde FaterneH im Cha» blais hat sich in Folge starter Regengüsse ein circa 35 Hektaren umfassendes Stuck Erdboden in Acwegung grscht, wo> durch das Torf Planla vollständig in zwei Hälften getheilt ist. Viele Häuser sind durch diesen Erdrutsch in Trümmer gelegt, cine Menge Bäume und andere Gegenstände in dem Abgrunde, dcr sich gebildet bat, in welchem schwarzes Wasser cinherbraust, verschwunden. Auch das Bett des dort ftie-ßendcn Baches hat sich verliest und wälzt in seinem zu einem Strom gewordenen Gewässer dunllc Erdmassen cinhcr. Lchte» Nachrichten nach ist die Erde noch immer in Bewegung, so dah "och größere Verheerungen drohen. Tie Behörden habett sich an Ort und Stelle begeben, um zu untersuchen, was zu lhun ist, um weiteres Unheil abzuwenden. In den Zwan/ ziger^Iahren hat sich in dorligcr Gegend cin ähnliches Un« glück, jedoch von nicht so großen Dimensionen, ereignet. 204 — (Ein Elephanten-Pony.) Eine uaturhislo--fische Curiosität, welche dieser Tage in Liverpool anlangte, ist ein laum drei Fus; hoher Elephant — ein Elephanten» Pony — auK lttanglln (Pegu). Er ist cm sel)r gelehriges Geschöpf: auf dem Wege vom Eckiff zu seinem lilnftigen Helln trat er in ein ofscneZ Wirthshaus ein, steckte da seinen Mssel in einen im Vorplatze stehenden Äicrlrug und soff ihn aus. — (Vären und Wölfe in Frankreich.) Au« Frankreich kommen aus allen Theilen Berichte über Anfalle Kungnger Wölfe auf Heerden und FuszeMger. In den Pyrenäen ist eine Iagdparlie von Vären angegriffen nnd arg zugflichlft worden. Tort ist die Vertilgung der Wolfe noch besondere» Beamten überlassen, und so lange diese Maßregel in Kraft bleibt, werden natürlich die Beamten dasur Sorge tragen, daß ihre Stellen nicht eingehen. — (Eine gemüthliche St ad l v ertr c t u n g,) Neulich ging in dem Gnncinderath von New-^olt ci» Demokrat zu den Repudlicanern über und wurde deshalb zum Präsidenten gewählt. Ties ärgerte natürlich dic Demotrale», und laum hat der neue Präsident seinen Sitz eingenommen, als er mit dem Nufe „Meinndiger, Hallunke, Schnft, Dieb" und ähnlichen bezeichnenden Erilhcten begrüßt wnide. Einer ging sogar so weit, sein Tintenfaß nach dem itupse des Präsidenten zu werfen, welches ihn zwar nicht traf, aber sein Gesicht ganz mit Tinte bespritzte. Der so mißhandelte Pläsident zog ein Pistol hervor, besann sich jedoch, zu schie« hen, und händigte es leinem Secretär ein. Eildlich entstand eine allgemeine Schlägerei nnd Valgerri, bis sich die Polizei ins Mittel legte und den Präsidenten nebst seinen Se-cretür und das ausfallige Mitglied beH Gemcinderathes verhaftete. Locales. — (Selbstmord) Vorgestern um 0^ Uhr früh rrschoh sich im Coliseum ein wegen seiner vorzüglichen Eon» buile und guleu Verwendbarkeit bcli btcr recngagirter Ge« meiner der 3. Compagnie des hier garnisonirenden 31 ten Linien-Inf.-Äeg. Großherzog von Mecllcnbnrg-Strelili, und soll die Furcht vor einer, wegen eines begangenen unbedeutenden Vergehens zu gcwartigcnden Strafe Moliu zu diesem verzweifelten Entschlüsse gewesen sein. Die .ssligel drang durch die Arust und blieb im rechten Schulterblatte hasten. — (Füllung der Eiskeller.) Wic wenig Vertrauen die Besitzer von Eisgrubcn aus eine entschiedene Nilcltehr deö Winters haben, zeigt dcr Eiser, mit dem auch vorgestern noch alles ln der Nähe von Laibach vorsindige <3is aufgesucht und eingefühlt wurde. Tie Ticke der Eis« platten, die in einer großen Anzahl von Magen im Laufe de3 Tages nach dcr Stadt gebracht wurden, betrug nur selten über zw. Sümssich, Inneres; Baron EütoöS, Unterricht; Äalthasar Horvath, Justiz; ^onyai, Finau;en; Graf Imrc Miko (gewesener Gmivcrneur von Siebenbürgen), (5onnnnnication nnd Ackerban; Äawn W cnthcim, ^audcsucrthcidigung ^wuv^l^lom) und Gorov6, Handel." Wien, 6. Februar. Die „Ncne Fr. Presse" meldet von gut uuterrichtctcr Seite, die Landlagscröffnnug finde am 1^. Februar slatt. Den Landtagen werde cinc laiscrl. Botschaft ^ngchcn, daß dcr außerordentliche Reiche rath, da der Ausgleich mit Ungarn znm ersten Abschluß gelaugt sei, gegenstandslos geworden sei und daß der Kaiser nnnmchr den verfassungsmäßigen Neichsrnth nach der Fcbruarocrfassnng berufen werde. Diesem Reichs-rathe werde das neue Hecrcscrgän;uugsgesetz, dann die Regierungsvorlage betreffs dcr Abänderung dcr Februar-Verfassung mit Rücksicht auf dcn Ansgleich mit Ungarn vorgelegt werden. Die Eröffnung der Reichsrathsscssion werde ungefähr in dcr Mitte des März stattfinden. Die Regicrnngsvorlage werde die Vcstitigung des Paragraphen 13 und die Einführung dcr Miinslerverantwort-lichtcit enthalten. Die Ernennung Andrnssy's zum Präsi-deuten dcs ungarischen Ministerinms sei sicher, Lonyay werde Finanzministcr. Die übeigcu Pcrsoualsragcu seien unentschieden. Dic „Wiener Zeitung" enthält eine kaiserl. Verordnung, welche die Gesetze zum Schutze der persönlichen Freiheit und dcs Hausrechtes iu Südtirol außer Virk° samkcit sctzt, weil durch ueucrliche Unrnheu dic öffentliche Sicherheit daselbst in hohem Grade gefährdet erscheint. Das „Frdbl." schreibt: Vor einigen Tagen habcn wir nach Grazer Blättern eines angeblich in Graz cur» sirendcn Gerüchtes Erwähuung gclhan, nach welchem dem ^andesgcrichtsrathe Slrc m a y c r in Graz wegen seiner angeblichen Theilnahme an dein Proteste dcs steierischen ^andcsansschnsses gegen die Octroyirnng der ncnen Gc> richtsorganisation cinc Maßregelung drohen solle. Von eompctenter Seite wird uuS uun versichert, daß dieses Gerücht vollkommen unbegründet sei. Gcrüchtweisc wird dcr mit dcr Leitung der dal-m a ti nisch «cr oati s ch ' slavouis ch c n Hoflanzlei bctrantc FML. Freiherr 5t ußcv ich von Szamobor als dcr künftige Banns an Stcllc dcs Frcihcrn von Sotccvich bezeichnet. Iin Laufe dieser Woche wird dic Untcrzcichnnng dcs n orddc n lschcn Bundcsvcrtrages erwartet. Im H c r r c n Hans e sprach Minister B i s m a r ck gcgcn den ^Gesetzentwurf über dcn Schutz wahrheitsgetreuer Reichstagsberichtc, dessen uuvcrändcrtc Annahme die Eom-mission empfiehlt. Graf Bismarck sprach sich gegen das Gesetz aus nnd hebt die Gefahren hervor, welche die öffentliche Rnhc uud dic Entwickelung der Verfassung bei einer völligen Freiheit der Berichte bedrohen, znmal nntcr den Parlaments Eandidatcn jetzt Personen genannt wcrdcn, welche sich vom Vaterlandc losgesagt hätten nnd im Solde dcs Auslandes ständen. Telegramme. Berlin, 5. Februar. Dic „Morgen-Zeitung" meldet: Dcr König hatte gcstcrn cinc längcrc Unter-rcdnng mit dem ans Schleswig ciugctroffcnen Nachfol' gcr Mautcuffcls, General u. Mannslcin. Verli,,, 5. Februar. Die Vcrlobnng dcr Prinzessin Aiarie von Hohcnzollcrn mit dcm Grafen von Flandern ist sicher. Der Graf von Flandern wird demnächst znm Bcsnche dcr fürstlichcu Familie iu Düsscl-dorf cintreffcu. — Das AbgcordnctcnhanS gcnchmigtc die Aufhebung des Einzngsgeldcs und vcrwarf dcu Gesetz, cntwurf, betreffend die Versetzung von Instizbeamten ans dcn uciicn ^andesthcilcn in ältere. — Das Herrenhaus genehmigte dcn Taxis'schcn Poswcrtrag. Stuttgart, 5. Fcbrnar. Die hicsigc Tagesprcssc, welche dic Älilitär Reorganisation mit Anfmcrlsamlcit verfolgt, glanbt, den Eardinalpnnkt dcr Eonfcrcnzcn bilde dic größcrc oder geringere Daucr dcr Präseuzzcit. «oudon, 5. Februar. (P arlam cuts > Eröff« n u n g.) Dic Thronrede bezeichnet die Bezichnngcn znm Anslandc als freundlich nnd befriedigend. Dic Beendigung dcs prcnvisch-österrcichisch-italicnischen Krieges wcrdc hoffentlich einen dancrndcn Frieden bewirken. Die Vor« schlage znr Schlichtung der Diffcrcnzcn nut Amerika seien gemacht; hoffentlich erfolgreich. Dcr spanisch.chile. nische Krieg dancrc leider fort; die cnglisch'französischc Vermittlung sei leider umsonst gewesen. England und Frankreich seien ohne dircctc Einmischung bemüht, die Beziehungen der Türkei zu deren christlichen Unterthanen zu verbessern, ohnc dic Rechte dcs Snltans zu bccin» trächtigen. Die Verhandlungen betreffs dcr Stellung des Fürsten Karl in den Donaufürstcnthümcru seicn befriedigend abgeschlossen. Irland wcrdc hoffentlich bald beruhigt ohnc weitere Anfrcchthaltnng von Ausnahmszuständen. Dic Thronrede verspricht keine Ncformbill, sagt aber, dic Aufmerksamkeit dcs Parlamentes wcrdc auf nothwendige Wahlrcsormcn gelenkt werden. Die Thronrede verheißt schließlich Gesetzvorlagen betreffs dcr Arbeitcrverhältnisse, der kaufmännifchcn Marine, dcr Eisenbahnen nnd der Armcnzuständc, ferner betreffs dcr Bankerott« gcsetzc nnd der irischen Angelegenheiten. Bukarest, -',. Februar. Die Kammer votirte die BndgctS für das Ministerium der Justiz uud des In ncrn. Es bleiben noch die Bndgets für die Ministerien des Cultus, der öffentlichen Arbeiten nnd dcs Acnßcru zu erledigen. Fürst Karl gibt in Iaffy glänzende Feste nnd vertheilt ans seiner Privatcafsc bcdentendc Snmmcn an Nothlcidendc (Calcutta, 8. Jänner. Bei einem Feste im botanischen Garten sind ans dem Flnssc zahlreiche Personen verunglückt. — Dnc Alcnfon ist auf dcm Wege nach Bombay znr Eiuschiffuug nach Europa hier angekommen. ^ Dcr zwcite Gesandte dcs Königs von Bokhara ist in Pcschawcr angclowmcn. Die Rnsscn schlugen das Heer dcs Königs und stchcn cinigc Märsche von Sa-markand. Telegraphische Wechselccnrse vom l>. Februar. 5prrc. MrlaNiciuce 61.25. — f,pere. Melnllicnies mil Mai- und Nov^nü'rr-Zins^!! 0<.10. — 5ipcrcNa!,o»al Anl»-lien?0 80. — Rank« ! a tin 744, — Ereditactirn 173. — 1800er Slaatsanlehl» 86 60, — Silber I2ll.^5'. — London 127.?!>. — K. l.Dueatci! li.05>. Das Postdampfschiss „Allcmannia," Eapitän Maicr, ging, crvcdirt von Hcrrn Aligust Voltcn, William Millcrs Nachf., am 2. Februar vollbesetzt vou Hambnrg vin Southampton nach Ncw-Aork ab. Keschästs-Zeitung. sGlaatsnote».) Zn Ende Iämirr I^l',7 haln-n sich i,n Nüillnisc l'cfl,iidl'!i: I. an zn Stlial^üolcn erllärteil Ein- und ssüüs^ttldendanlllotcü: ;n eiiicin Onlde» /U^.080 fl., znsaunin'n 137,7^1.640 fl. ^'. Parlial-hypulhlwinnwcisüüstl'il W,W2,4N2 fl. s)0 kr,, ftrner an von der ^oinuiission ,;ur ^cmtrolc dcr Slaaleschuld nus der Musftcrre cr folgten fürnilichl'N Slantönntcn zu rineiu Olildcn 200.000 si, zu fünf Gulden 7«,?><^,0<>0fl,, zusammen 78,700.0'>0 fl,, im GnnUü 31 Nagen mit Heu uud Stroh (Heu 6'^ Clr. 30 Pfd , Slroh 3l> Ctr. 80 Pfd.), 40 Wagm und ^ Schiffe (12 Klafter) mit Holz. Dnrchschu ills-Preise. Mll.° H)t«,.« ^ ' Mtl.- M»z.< fl. lr. fl. ,lr. ! fl. lr. st. ill. Weizen pr, Mchf» 6 «<>'— -. Bnllcr pr. Pfund - 42 —!— ^tmil „ 4 30------- Eier pr. Stile! -2-^— Gerste „ 3------— Milch pr. Mnh —10 !— Hafer „ 1 80 — —^ Nindfle.schpr. Pfd. - ,8 — — Hallif.ucht „ -l- .-!— Knlbsteisch „ ._ 22 —^ Hfidlii „ 3'------->--!! Schnu'inesleisch „ .„ 1? —>— Hirse „ 2'80-'—! Schöpsenfleisch „ —13 — — Kiilurich „ —'-------—> Hähndel pr. Slllct — 35 — — Erdäpfel „ 2 20—^- Tanken „ _.)5.->-- linsen „ 5 5V—^— Hm pr. Zeittner 1 20 - — ^rlis>!l „ <:!------- i Stroh „ —80------- Fisolen „ «------—! Holz,lM..pr.Klft. -^- 750 Nindc 3.2 SW.schwach, Regen ^. Dic Wolleiidecke wgliber geschlossen. Nachm. stoßweise fl ^ SW. Gegen Abend dünner Regen. Der Schnee iu dcr beinahe ganz geschmolzen. Dcr Schloszbcrg schneefrei. _.-----' Perautwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinma « l-