N^l23. Mittwoch, 29. Mai 1889. 108. Jahrgang. Macher Zeitung. w,<»z?,"«"»»»P»t«»l »ttt V°fiv«»itnbung: ,»n,i«d»!« fi, «, h»lbl»bll« sl. 7.50. I« «omplol«: ^,,"'« >l.»i> halbjiihllg ,l, ».»a flu« bi« ttuftellim« «n« Hon« «anMli, N.,. - Iolertl,»»,,»»»« ssU« ^ "' vlnl»a«e b>, ,^ 4 >c «e»»s»<,» Vahnhofgassc 24, Gprechstunben b« «edaction läalich vol, ,0 b!« 1« Nh» vormittag«.— Nnsranf»«!« Orl»f, ^«i»».,, nich« «".i,:n"m«en und «Xonn!«!»»«« nicht »»»abgestellt m^^ ^ Feiertages wegen erscheint die nächste -^^wmcr am Frettag den 3l. Mai. Mit 1. Juni bkllinnt si„ neues Abonnement aus die Daibacher Zeitung. »Nh» X Pränumerations«Vedinliunnen bleiben rändert und betragen: »nit Poslvrrsendllng: fill Laibach: ""l'ch . . l „ ^5 „ monatlich . . - „ 92 „ ^°3^ die Iustellunss ins haus siir hiesige ""enten per Jahr 1 Gnlben. lrei V^.^ie Pränumerations'Veträge »voUen Porto» "'aesendei werden. ^^^ )g. v. Rleimnayr H Fed. Vamberg. UmtlicheVMeil, ^a» ^ 3lnauzminister hat eine im Bereiche der st^ ?'"ction in Klagenfurt erledigte Finanzralh«. ^iback ^ ^'"anzrathe Dr. Franz Adamitsch in »^ ^ "n Wege der angesuchten Uebersetzung verliehen ^tt ^' Die Conccssionäre sind verpflichtet, dm Betrieb lftie.zMlsllitlicrtcn Bahn im Mobilisierungs- nnd '"^eit ^derzeit ohne Anspruch anf Entschädigung HlveH n ^'^ ^ lange einzustellen, als dies zum ^Hen ^ ^ruppenbcweguligen oder sonstigen militä-t^htei, Operationen anf einer der von der Aahn be->llt nots,?""lchen Straßen seitens der Militärbehörde y q "dig erkannt werden sollte. "'- d ^ "le Dauer der Concession mit dem im ß !1. ^^^^Eiscnbahn Concessions Gesetzes ausgespro- chenen Schlitze gegen die Errichtung neuer Bahnen wird ^ anf neunzig (90) Jahre, vom heutigen Tage an gerechnet, festgesetzt, und sie erlischt nach Ablauf dieser Frist. Die Concession kann von der Staatsverwaltung anch vor Ablanf der obigen Frist als erloschen erklärt werden, wenn die im H 3 festgesetzten Verpflichtungen bezüglich der Inangriffnahme und Vollendung des Baues, dann der Eröffnung des Betriebes nicht eingehalten werden, sondern eine etwaige Terminüberschreitung nicht im Sinne des ß 11. lit. d., des Eisen bahn-Concessions-Gesetzes gerechtfertigt werden könnte. § 10, Der Betrieb der den Gegenstand dieser Concessions-Urkunde bildenden Bahn wird vom Staate fiir Rechnung der Concessionäre geführt. Die Modali« täten diefer Bctriebsführung werden durch einen zwischen der Staatsverwaltung und den Concessionären abzuschll> ßenden Betriebsvertrag geregelt. § 11. Die Concessionäre sind verpflichtet, der Staatsverwaltung über deren Verlangen jederzeit die Mitbenutzung der Bahn für den Verkehr zwischen schon bestehenden oder künftig erst herzustellenden, im Staatsbetriebe befindlichen Bahnen derart einzuräumen, dass die Staatsverwaltung berechtigt ist, unter freier Feststellung der Tarife ganze Züge oder einzelne Wagen über die milbenützte Bahn oder einzelne Theilstrecken derselben gegen Entrichtung einer angemessenen Ent-schädignng zu befördern oder befördern zu lassen. Diese Mitbenutzung hat jedoch nur insoweit stattzufinden, als hiednrch der eigene regelmäßige Betrieb der mitbenutzten Bahn nicht gestört wird. Die Feststellung der zu entrichtenden Elitschädigung erfolgt nach den als Bei« lagc Q zur Concessions-Urkunde vom 1. Jänner 188ft für die Kaiser-Ferdinands.Nordbahn im R. G. Vl. Jahrgang 1686, Seite 63, kundgemachten Bestimmungen. H 12. Die Staatsverwaltung behält sich das Recht vor. die concessionicrte Bahn nach deren Vollendung und Inbetriebsetzung jederzeit unter den nachstehenden Bestimmungen einzulösen: 1.) Z»r Bestimmung d.s Einlösnngspreises werden die jährlichen Remerträgnisse ider Unternehmung während der dem Zeitpunkte der Einlösung vorausgegangenen letztabgeschlossencn sieben Jahre beziffert, hi'cvon die Rcinerträgnisse der ungünstigsten zwei Jahre abgeschlagen, und wird sodann der durchschnittliche Reinertrag der übrigen fünf Jahre be-rechnet. 2.) Sollte jedoch die Einlösung vor «blauf des siebenten Betriebsjahres erfolgen oder der in Ge- mäßhcit der Bestimmnngen im Absähe 1 ermittelte durchschnittliche Reinertrag nicht wenigstens einen Iah-resbetrag erreichen, welcher der zur planmäßigen Verzinsung und Tilgung der mit Genehmigung der l. f. Staatsverwaltung ausgegebenen Prioritäts-Obligationen erforderlichen Annuität zuzüglich jener Annuität gleichkommt, welche zur 5proc. Verzinsung des von der l. k. Staatsverwaltung genehmigten Actiencapitales und zur Tllgimh des letzteren innerhalb der ganzen Concessions» dauer nothwendig ist, so wird der vorhin bezeichnete Iahresbetrag als das der Bemessung des Einlösungspreises zugrunde zu legende Reinerträgnis festgesetzt. 3.) Die zu leistende Entschädigung hat darin zu be« stehen, dass den Concessionären während der noch übrigen Concessionsdauer die zur planmäßigen Verzin. sung und Tilung der Prioritäts-Obligationen erforder. lichen Beträge bis zur vollständigen Rückzahlung der ersteren zu den planmäßig festgesetzten Fälligkeitster« minen, dagegen das nach Abzug dieser Beträge verbleibende Durchschnittserträgnis im Sinne des Absatzes 1. beziehungsweise, insofern einer der im Abfatze 2 vorgesehenen Fälle eintritt, die daselbst angeführte A,,' nuität für das Nctiencapital in halbjährigen, am 30sten Juni und 31. December jedes Jahres nachhinein fälligen Raten ausbezahlt wird. 4.) Dem Staate wird das Recht vorbehalten, wann immer anstatt der noch nicht fälligen jährlichen Zahlungen eine Capitalszah lung zu leisten, welche dem Betrage der im Zeitpnntte der Einlösung nach dem genehmigten Tilgungsplane noch ungetilgt aushustenden Prioritäts'Obligationen zuzüglich des zu 5 pCt. per Jahr, Zins auf Zins gerechnet, discontierten Capitalswertes der nach den Be^ stimmungen im Absähe 3 außer den zur planmäßigen Verzinsung und Tilgung der Prioritäts-Obligationen erforderlichen Beträge halbjährig zu leistenden Zahlungen gleichkommt. Falls der Staat sich zu dieser Cap,talszahluug entschließt, hat er die Wahl. dieselbe in Barem oder in Staatsschuldverschreibungen zu leisten. Die Staatsschuldoerschreibungen sind dabei mit jenem Course zu berechnen, welcher sich als Durchschnitt der an der Wiener Börse während des unmittelbar vorausgegangenen Semesters amtlich notierten Geldcourse der Staatsschuldverschreibungen gleicher Gat-tung ergibt. 5.) Durch die erfolgte Einlösung der Bahn und vom Tage der Einlösung tritt der Staat gegen Aus- Feuilleton. ^ Aufstand dcr Weiber von Vcldcs. ""d ^ ^ reizende Seelandschaft von Veldcs ist weit ^tel, bekannt. Auch die dortigen Bade.Nnstalten Nacs, 1 großer Beliebtheit. ^'H,k/ ""seren unglücklichen Kriegen gegen Frank- elchez w '"te» Napoleon das Königreich Illyrirn, ^te N' Obcrlärnten, Istrien. Tr'icst und Fiume .MsH.' Allein die fortwährenden Kriegsrüstungen >H beim m " Geld. und die Franzosen, trotzdem sie ?^rlei «olle beliebt zu macheu suchten, mussten zu ^ditiiw ?^aeln ihre Zuflucht nehmen, welche die ^ der Vn pichle der Bevölkerung verletzten. Dies ^rin,i l "uch in Kram. als man die Kirchen-_ Ez?W wollte. l. ez ,,, " '" der Mitte des Monates März 1813, WeNss <5°" Wirtsstube beim Petran in Veldes lustig ^Nlle.« Mädchen tanzten mit den Burschen, nnd ^ilin, selten darauf los. Einige Säuger stimmten "phe s. ""' "v" denen namentlich die schalkhafte yeransllang: Du Grisser beginne, Die Griijchlcin qewinne, ^,, Die wnWlem sind dein, He Hz D" Mädchen sind »nein! Ut ez nn^lMcine Heilerkeit erhöhte. Aber plötzlich de^nze^ "" Blitz m die lustige Bewegung, dass ' Tinten '^stoben nnd die Fiedeln der Geiger >/^ Besitz des Hauses. Jakob Klincr. trat "" Stube und brachte die Nachricht aus Laibach, wo er, als Händler von Trieft kommend, kurze Zeit weilte, dass dcr Mrchenschatz von Insclwert abgeschätzt und veräußert werden soll. Die Frauen kamen aus der Nachbarschaft herbei, es bildeten sich Gruppen, welche mit drohenden Worten ihrem Unwillen Luft machten, und bald war in der ganzen Gegend die Schrcckenskunde verbreitet. In der Mairie (Gemeindeamt) zu Anritz. einem Dorfe auf der östlichen Anhöhe gelegen, welches gleichsam die Eingangspforte zur Seelandschaft bildet, traten die Männer' zusammen, um zu berathen, was zu thun sei, und die empörten Vemüther zu beschwichtigen. Es ward beschlossen, eine Bittschrift beim Intendanten der französischen Regierung in Laibach einzubringen, um deren Beschluss rückgängig zu machen. Unter dem Vorsitze des Maircs Ignaz Novak wurden zwei Vertreter in dieser Angelegenheit gewählt, und zwar der erwähnte Jakob Klincr nnd der Jakob Kokal aus Seebach, welcher ebenfalls Besitzer und Händler war; diese setzten die Sache gleich nach crfolgter Kundmachung durch den bereitwilligen Maire ins Wert. Ohne sich um die drohende und gefährliche Stimmung des Volkes und die bereits eingeleiteten Schritte zu kümmeru. erschien der Steuereinnehmer Louis Fokö von, beuachbarten Radmannsdorf in Vrldes. um mit den Herren in der Mairie die Hebung des Klrchen-gntes vorläufig zn verabreden. Fol<< war e,n ehrge.z.ger und inlriguanter Mann. der sich bei dem neuen Regime beliebt machen wollte. Man zeigte ihm d,e VittMif vor, woranf der Steuereinnehmer fortg,eng. ohne viel Worte zn verlieren. < > ^ c ^ Da die geschäftsmäßige Erledigung des Gesuche anf sich warten ließ. steigerte sich die Ungeduld der In-sasseu. denn es galt eim> Lebcnssragc. '"dem sie die Hebung des Kirchenschahes für gleichbedeutend mit der Auflassung des Wallfahrtsortes erachteten, welcher durch den Zuzug vieler Leute von nah und fern den umliegenden Ortschaften oft nützlich ist. Frauen mit ihren Kindern schifften zur Kirche auf der Insel hinüber, und fortwährend ertönten die Klänge der kleinen Wunschglocke. Diese Art Glocken find sehr häufig in Krain, meistens frei auf einer Anhöhe angebracht, und herrscht im Volle der Glaube, dass das in Erfüllung geht, was man sich während des Läutens wünscht. Unterdessen hatte dcr Receveur weitere Schritte unternommen. Er kam abermals nach Veldes. und zwar in Begleitung eines Silberarbeiters aus Laibach, welcher die Kostbarkeiten bewerten sollte. Der Receveur trat beim Maire in Nurih ein, um sich dessen Beistand für die Commission zu erwirken. Aber Novak bedeutete ihm. dass eben der Maire-Adjunct Anton Potocnil auf dcr Insel anwesend sei. An den Ufern des Sees hatte sich eine Menge Volkes zu. sanlmengeschart. Als die Leute den verhassteu Reccveur. der aus gutem Grund immer linen großen Faughund bei sich hatte, und den Silberarbeiter erblickten, erhoben sie ein großes Geschrei, vermischt mit Wehklagen und Verwünschungen. Bald waren beide Männer umringt. Die Bäuerin Maria Tervinc alls Secbach trat aus der Menge, um mit aufgehobenen Händen in den Rece-v'ur zu driuqen. er möge noch solange warten, bis die Erledigung der Bittfchrift erfolgt. Dann kam der Maire-Adjnnct, welcher ebenfalls um Aufschub bat. was er mit der erbitterten Stimmung des Volkes begründete. Allein der Receveur war ein eigensinniger Kopf. hörte zn, sagte nichts und fuhr fort zn handeln. ^aibacher Feituna Nr l2Z. 1054 2!). Mai 18«9. bezahlung des Einlösuugspreises ohne weiteres Elltgelt in das lastenfreie Eigenthum und in den Genuss der gegenwärtig concessionierten Bahn mit allen dazu gehörigen beweglichen und unbeweglichen Sachen, einschließlich der etwa angeschafften Fahrbetriebsmittel und der Materialvorräthe sowie der aus dem Aulagecapitale gebildeten Betriebs- und Reservefonds, so weit letztere nicht mit Genehmigung der Staatsverwaltung bereits bestimmungsgemäß verwendet worden sind. § 13. Bei dem Erlöschen der Concession und mit dem Tage des Erlöschens tritt der Staat ohne Entgelt in das lastenfreie Eigenthum und ill den Genuss der concessionierten Bahn und des sämmtlichen beweglichen und unbeweglichen Zugehörs, einschließlich der etwa angeschafften Fahrbctriebsmittel, der Materialvorräthe und der aus dem Anlagccapitale gebildeten Betriebsund Reservefonds in dem im § 12, Z. 5, bezeichneten Umfange. Sowohl beim Erlöschen dieser Concession als anch bei der Einlösung der Bahn (ß 12) behalten die Concessionäre das Eigenthum des aus dem eigenen Erträgnisse der Unternehmung gebildeten Reservefonds lind der etwaigen Abrechnungsguthaben, dann auch jener aus dem eigenen Vermögen errichteten und rück» sichtlich erworbenen besonderen Alllagen und Gebäude, zu deren Erbauung oder Erwerbung die Concessionäre von der Staatsverwaltung mit dem ausdrücklichen Bei« satze ermächtigt wurden, dass diese Sachen kein Zu-gehör der Eisenbahn bilden. § 14. Die Staatsverwaltung ist berechtigt, sich die Ueberzeugung zu verschaffen, dass der Bau der Bahn sowie die Betriebseinrichtung in allen Theilen zweckmäßig und solid allsgeführt werde, und anzuord« nen, dass Gebrechen in dieser Beziehung hintangehalten und rücksichtlich beseitigt werden. Die Staatsverwaltung ist auch berechtigt, durch ein von ihr abgeordnetes Organ Einsicht in die Gebarung zu nehmen und insbesondere die projects- und vertragsmäßige Bau>Ausführung durch auf Kosten der Concessiouäre zu entsendende Aufsichtsorgane auf jede ihr geeignet erscheinende Weise zu überwachen. Im Falle der Bildung einer Aktiengesellschaft hat der von der Staatsverwaltung bestellte Commissär auch das Recht, den Sitzungen des Verwaltungsrathes oder der sonst als Gesellschaflsvorstand fungierenden Vertretung sowie den Generalversammlungen, so ost er ls für angemessen erachtet, beizuwohnen und alle etwa den Gesetzen, der Concession oder den Gesellschafts-statuten zuwiderlaufenden, beziehungsweise den öffentlichen Interessen nachtheiligen Beschlüsse und Verfügungen zu sistieren; in einem solchen Falle hat jedoch der Commissar sogleich die Entscheidung des Handelsministeriums einzuholen, welche ohne Aufschub erfolgen uud für die Gesellschaft bindend sein soll. Für die hier festgesetzte lleberwachlmg der Bahn-Unternehmung haben die Concessionäre bis auf weiteres eiue besondere Vergütung an den Staatsschatz nicht zu leisten. Von den zufolge i> 89 der Eisenbahn-Betriebsordnung vom 16ten November 1851 (R. G. Bl. Nr. 1 ex 1852) begrün, deten Verbindlichkeiten in Bezug auf den Ersatz eines etwa aus der polizeilichen und gefällsamtlichen Ueber-wachung erwachsenden Mehraufwandes und in Bezug auf unentgeltliche Herstellung und Erhaltmlg von Amts-Localitäten werden die Concessionäre enthoben. ß 15. Der Staatsverwaltung wird ferner das Recht vorbehalten, wenn ungeachtet vorausgegangener Warnung wiederholt eine Verletzung oder Nichtbefolgung eiuer der in der Concessions-Urlunde. in den Concessions Bedingungen oder in dm Gesetzen auferlegten Verpflichtuugeu vorkommen sollte, die den Gesetzen ent-sprechenden Maßregeln dagegen zu treffe» und nach Umständen noch vor Ablauf der Concessionsdauer die Concession für erloschen zu erklären. Indem Wir jedermann ernstlich warnen, den Bestimmungen dieser Concession eutgegenzuhaudeln, und den Concessionären das Recht einräumen, wegen des erweislichen Schadens vor Unseren Gerichten auf Ersatz zu dringen, ertheilen Wir sämmtlichen Behörden, die es betrifft, den gemcsseueu Befehl, über die Concessiou uud alle darin enthaltenen Bestimmungen strenge und sorgfältig zu wachen. Zu Urkund dessen erlassen Wir diesen Brief, be» siegelt mit Unserem großen Iusiegel, in Unserer Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, am vierzehnten Tage des Monates April im Jahre des Heiles eintauseud achthuudcrt achtzig und neun, Uuserer Reiche im ein-undvierzigsten. Franz Joseph m. p. Taaffe m. l). Dunajewski m. p. Vacquehem m. p. Politische Uebersicht. (Die Delegationen.) Es scheint nunmehr festznstehen, dass die Delegationen für den 15. Juni einberufen werden sollen. Der ungarische Reichstag dürfte nämlich bis zu den Pfingstfeiertagen das Budget erledigen. Sodann sollen in der am 11. Juni neu zu eröffnenden Session sofort die Wahleil in die Delega» tion vorgenommen werden. Es wäre demnach, vorausgesetzt, dass man in Budapest consequent ein rascheres Tempo in den Verhandlungen einschlagen wird, kein Hindernis mehr dagegen vorhanden, dass sich die gemeinsamen Vertretungskörper um die Mitte des nächsten Monates versammeln. (Kärnten.) Der vom Kärntner Landtage beschlossene Gesetzentwurf wegen Abtrennung der Catastral-gemeinden Pusaruitz und Möllbrücken von der Orts-qemeinde Sachsenburg uud Constituierung derselben als selbständige Ortsgemeinde Pusarnitz hat die kaiserliche Genehmigung erhalten. (Oesterreichisch-nngarischer Lloyd.) Vorgestern vormittags begannen im Auswärtigen Amte unter Vorsitz des Sectionschefs Herrn von Szögyeny die Verhandlungen der Delegierten der beiderseitigen Regierung über die Fahrordnung und die Normaltarife des Lloyd. Von der uugarischen Regierung sind zu den Verhandlungen delegiert die Herren Sectionsräthe Nador und Graf Balthyany und vom hiesigen Handelsministerium die Sectionsräthe Becher und Dr. Alfred Frei' Herr von Lilienau. Für die Dauer der Sitzung wurden drei Tage in Aussicht genommen. (Die Streikbewegung) hat auch am Sonn» tag erfreulicherweise einen ruhigen Verlauf genommen. In Kladno kam es, trotz des Massenaufzuges der Arbeiter, zu keinen Ruhestörungen. Die Streikenden beharren auf ihren Forderungen. In Prag und Umgebung macht sich bereits Kohlennoth bemerkbar; man befürchtet eine Erhöhung der Kohlenvreise. (Das neue Strafgesetz.) Der aus V. zehn Mitgliedern bestehende Ausschuss für W ^ rathuug des neuen Strafgesetzes hat vorgesteril !" Verhandlungen aufgeuommen. Außer den AbgeorMir.. welche dem für die Ferien permanent erklärten n schusse als Mitglieder angehören, sind ersch^'' Iustizminister Dr. Graf Schönboru, Hosrath von «ru" uud Abgeordneter Dr. Krouawctter. Die Verhallt».! M sollen eine Dauer vou bloß fünf Wochen in AlM^/ nehmen. Eine Generaldebatte hat in der vorge!"'^ Sitzung nicht stattgefunden, sondern es wurde i I die Specialdebatte begonnen. ,.. (Die Neuwahlen für den Tiro)'-Landtag) sind bereits ausgeschrieben. 2m>," werden stattfinden: in der Gruppe der LandgemeM am 3. Juli, in der Gruppe der Städte uud ^m " 5. Juli, in den Handelskammern zu Innsbruck, H mid Roveredo am 6. Juli, im großen Grundve,»? am 8. Juli. . ^, (Sträflingsarbeiten.) Samstag naaM tags ist abermals eine Sträflingsabtheiluna. ^ . Aufseher nnd 80 Mann — aus' der Strafanstan ' der Karlau zu Wildbachverbauungs-Arbeiten nacy » ßenbach bei St. Gallen transportiert worden. ^ (Ungarn.) In der Samstag ferenz der liberalen Partei des ungarischen M'aM"« hat der Ministerpräsident Tisza seine Ansichten '" das Arbeitsprogramm des Reichstages für die o^ bis zum Schluss der jetzigen Session dargeM -die Eröffllung der Delegationssession für den i^ " angekündigt. „i-uo.) (TechnischeMittelschuleinSaraiev Mit Beginn des Schuljahres 1889/90 wird M ^l« jevo eine technische Mittelschule mit einer Va> - ^ Forstabtheiluug eröffnet werden. Wegen Vesetzn"» Stelle eines Directors dieser Anstalt sowle " ° Lehrstellen an der Bau« und der ForstatM" ^ schreibt die Landesregierung für Bosnien "N° Hercegovina einen Concurs aus. .«,ss. (Die Berliner Entrevue) ist p"ll, "g„ mäßig zu Ende geführt worden. In einer W , i glänzenden Festen und militärischen SchanM"^ wnrde die innige Freundschaft uud die pol'"U M< lidarität, welche die Herrscher Italiens ""d "^'ü lands und die unter ihrem kaiserlichen und lo>nu ^ Scepter stehenden Völker verbindet, feierlich "^luch Welt aufs neue bekundet. Der bevorstehende ^, uuseres Kaisers in Berlin wird diese großarug^ ,, nifestation des Friedenswillens zu Gunsten de» -'" ,, wärtigen legitimen Besitzstandes in Europa crg ^ und daran werden alle Nergeleien der ^?^, M nicht einen Deut zu äuderu vermögen. H^s.« co»' liegt der Ernst jener Feste, hierin liegt die grM .^ servative That, deren Zeuge Europa soeben gelvr, ^^ (In Belgrad) ist Sonntag die ^^l grobe Excesse, welchen auch Menschenleben znm «^ fielen, gestört worden. Der Pöbel versuchte. ^" ge"! gefundenen Parteitag der Fortschrittler zu ^^Mtc»> die Gendarmen, welche die Versammlung >^^ wnrden mit Steinen beworfen, Mitglieder ^„ schrittspartei verhöhnt uud misshandelt. Dle M'' ^, machten von ihren Waffen, die FortM"'" sial" Revolver Gebrauch, ein Gendarm und em^y^-!« Er wollte mit seinem Begleiter in das bereitstehende Schiff steigen, um zur Insellirche hinüberznfahren und *amtzuhandeln». Die Weiber jedoch eilten zum Schiff, stießen es mit großer Gewalt in den See, überschütteten den Fährmann mit Wasser, dass er sein Fahrzeug weder lenken, noch ans Land bringen konnte. Der Receveur Fot^, als er die drohende Haltung seiner Umgebung wahrnahm, unter welcher er verkleidete Männer ver« muthete, sah ein, dass er sich zurückziehen müsse, und begab sich ins Gasthaus zum Petran, um den Maire im Namen der Intendanz zur persönlichen Intervention aufzufordern, indem der bestimmte Wille der Regierung respectiert und ausgeführt werden müsse. Dagegen lud der Maire den Receveur und die Bevollmächtigten des Volkes zu einer Berathung in den Pfarrhof ein. Dort kam man zu dem Entschluss. von der entgegengesetzten Seite des Sees, wo die einsam gelegene Mühle des Mathias Benc, insgesammt Ribez genannt, liegt, zur Insel hinüberzufahren. Der Maire raffte sich zum Befehl auf, ein Schiff beizustellen. Zugleich ließ er den Dorfrichter und einige Bauern rufen, welche beschwichtigend auf das störrische Volk einwirken sollten. Zur bestimmten Stunde war kein Schiff zn sehen. Auch erschien keiner von den Vorgeladenen. Die Situation begann immer bedenklicher sich zu gestalten. Der bisher schweigsam brütende Recevenr wurde wüthend, er stampfte mit dem Fuße und verlangte vom Maire und seinem Ndjuncten die sogleich? Veistellung eines Schiffes. Diese sagten zu, sie würden thun, wozu sie in ihrer Stellung verpflichtet seien. Indessen hatten die Weiber von Veldes ein kühnes Meisterstück der Abwehr vollbracht. Denn alle zur Herbeischaffung eiues Schisses Ausgesandten kamen mit der leeren Nachricht zurück, dass sämmtliche Schiffe im ganzen Umkreis des Sees zur Iusel hinübergeschasst worden seien, so dass ein nenrs Schiff hätte gezimmert werden müssen, um zur Iuselkirche zu gelaugen. Der Zorn des Receveurs war aufs höchste entflammt. Er drohte, den voltsbeliebten Maire-Adjuncten, dem er die Vereitlung der Expedition zuschrieb, gefesselt nach Radmannsdorf führen zu lasfen. Am nächsten Morgen sollte der Dorfrichter mit den Gendarmen herbeigeholt werden. Diese kamen mit der gehorsamen Meldung zurück, dass der Richter nirgends zu finden sei. Endlich ward ein Schiffer alls dem Schalkendorf gleichfam zwangsweise zur Mairie gebracht, von dem man Vermuthete, dass er ein Schiff verborgen habe. Mit pfiffig blinzelnden Allgen sagte er zu, ganz gewiss zu kommen. Allein znr bestimmten Stunde war weder das Schiff noch der Schiffer zu scheu. Dem Rcceveur riss der Faden der Geduld. Auf seinen Befehl zogen ein Gendarm und der kaiserliche Forstmeister, diese beiden zu Pferd, mit sechs Forst, leuleu, alle bewaffnet, gegen Seebach aus, nm mit Gewalt die Beischasfmlg eines Schisses durchzusetzen. Kaum war der Zug in Bewegung, waren mit Blitzesschnelle die Weiber der ganzen Gegend versammelt, und hinter ihnen tauchten diesmal die Männer, darunter riesige Gestalten, auf. Es gelang jenen wirklich, ein kleines, nur zwei Personen fassendes Schiff aufzutreiben. Der Receveur und ein Forstlnecht hatten den Muth, ins Schiff zu treten, um eine auf dem See herumschwimmende Plätte zu erHaschen, mittels welcher die ganze Karawane zur Insel hinüberschiffen sollte. Als abcr der Neceveur und der Forstknecht von, Ufer stießen, ertönte auf der Insel die Sturmglocke, uud am jenseitigen Ufer wurde es lebendig, indem viel Voll in zahlreichen Schiffen herangerudert kam. Man sandte den beiden im Schiffe laute WarnunM l.^,, so dass sie gegen das Schloss Veldes "»' ""gM' Ufer den Rückzug nahmen, wohin auch o" „„d Adjunct, Forstmeister und Gendarm i" H, eile" die Forstkuechte zu des Receveurs SH"v wollten. nsiiechle ^ Kaum war der Rcceveur mit dem Forn ' ^W landet, sprang ein großes, starkes Vauernwe ' ^,v Ferjan, aus dem Weibertroß hervor, ft" ^ jM des Forstmeisters iu die Zügel, wove» ^ tB kräftige» Hand die Trense zerbrach, «"d " ^'l Forstmeister vom Pferde zu reißen. ^''MidA seiue Pistole und drückte los, so dass das M Weibes angesengt wurde. Auf den Knall o' ^ ,yl Männer hervor und erhoben schon d»e Min, ^ 5' Arbeit zu beginnen und die «Feinde» w werfen. . ,-„ü t,er O"le In diesem gefährlichen Augenblicke l,cV " erH Adjunct seiue kräftige Stimme ertönen. '" "^elcht^ bösen Folgen der Gewaltthat den Leuten"^ He' machte und darauf hinwies, dass ohney'' ^M! schaft der Franzosen bald ein Ende /M^geM ihnen der Kirchenschatz und die Wallfahr«!^ bleibe. „..,. vern'l'> In der That waren die GebnMl s^ l gen Erwägnng/u zugänglich. Die M'.'^ ^ Z mit heiler Haut davon. Die Schlaf ^l ' änderte die Weltlage, uud Illyrien N" Oesterreich. . <,,., Oss "i< Obiges Ereignis in Veldcs na.. He'"'"" jacher Zettung Nr. 123._________________________________1055 N. M<,i 18^. ^l wurden getödtet. zahlreiche Personen mehr oder 'Mr verletzt. Die Ruhe wurde nach einigen Stun-'" hergestellt. Es scheint, dass es die Behörden MM haften, die nothwendigen Vorsichtsmaßregeln «üläs^/ der italienischenKammer) erklärte 3le2 ^^ Verlesung der Depesche des deutschen b^"gsfträsidenten in Beantwortung des italienischen d"r?Mwssrs über den Empfang König Humberts w> - stellt, die Kammer sei glücklich, dass ihre Ge ^° eine so herzliche Aufnahme seitens der Vertreter futschen Nation gefunden haben. Sie schließe sich 1 " ""t dem aufrichtigen Wunsche an. dass die zwi- 2 - "! und Deutschland bestehende Freundschaft. H.F em Unterpfand des Friedens ulld das Glück der v Mtt beider Länder bilde, fortdauere. bzlz Montenegro.) Fürst Nikola hat angeordnet. »,. ^ Feier anlässlich des Oedenktages der Schlacht W«.!" Kosovofelde sich in Montenegro auf einen N'esdienst in der Kathedrale von Cetinje zu be-bl""' habe. — Der Minister des Aeußeren, Voj-W b? k" Radonic. ist zu mehrwöchentlicher Cur ^ «rapina.Töplih abgereist, v^^er Schach von Persien) ist vorgestern ben, <>5 ourg abgereist und wurde vom Kaiser uud il^ ^onfolger zum Bahnhof begleitet. Der Kaiser Koll'Me dem Schach ein an der Brust zu tragendes ""mit Brillanten. At k b' rische Eisenbahn.) Das Project einer ge«./°!llch Sibirien führenden Eisenbahnlinie wird !»1ck^?'ll in amtlichen russischen Kreisen sowie in ^" der Geschäftswelt vielfach ernst erörtert. Das ^hat Aussichten auf Verwirklichung. Tagesneuigleiten. H^-Majestät der Kaiser haben, wie die «Grazer Vw M' meldet, der Ortsgemeinde St. Paul bei 85h ss Id zllr Bestreitung der Schulenveiterungskosten >^zu spenden geruht. filt ^' Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote ^cin!> ""b Vorarlberg» meldet, der Kirchen-ill s^.! ^langgcross zur Kirchenrestaurierang 150 fl. 'penden geruht. __________ ^"7 (^3 arettaufsehung) Wie bereits gemeldet, ^ La3 ^^^^rzbischof von Prag. Graf Schönborn, ^letzun ö"«, Cardinal ernannt. Die feierliche Varelt-^ Mn, ^"^ ^"' ^°'ser l'"bkl am Mittwoch, den litchz.' um 11 Uhr vormittags in der Hofburgpfarr» Gsch^^ie Rache der Schwalben.) Die fran-^li ihr ?N'sche Gesellschaft hat drr Regierung angezeigt, ^lvlllb ^'"^ ^"^ ornithologifche Calamilät drohe. Die ^viNin^ " feinen nämlich ernstlich gesonnen zu sein, ihr ?'° ^^-^"'" "'cht ""hr in Frankreich aufzuschlagen. ^""Nen ^ 'b"s Fleische« schlitzt sie vor den Nach-l H" der Köche, und ein Aberglauben zu ihren Gun-^ Vö '^" ^ch". Aber die Modistinnen, welche l^lan ^^'" Hutbcsatz brauchen, haben einen Feld-^'Nel,. <^^"' sle ersonnen, den sie beobachtet zu haben der Rhonemündungen ist einer der großen Landungsplätze für die aus Afrika kommenden Schwalben. Maschine,,, welche aus Drähten gebildet sind, die mit elektrischen Batterien in Verbindung stehen, sind längs der Küste ausgestellt worden, um sie zu Hunderten zu todten. Wenn nämlich die vom Fluge über die See ermüdeten Vögel sich auf den Drähten niederlassen, fallen sie todt herab. Die Leichen werden danu für die Putzmacheriuneu präpariert und große Körbe mit Tausenden von ihnen nach Paris gesendet. Das ist durch mehrere Jahre so fortgegangen, aber in diesem Frühling wurde bemerkt, dass die Schwalben nicht mehr a„ dieser niedrig liegenden Küste gelandet sind, sonder,, Weiler grgen Westen uud Osteu gezogen sind und sich in größerer Zahl als gewöhnlich nach anderen Theilen Europa's begeben haben. Es gibt Plätze, sagt die zoologische Gesellschaft in ihrer Petition, wo sie früher sehr zahlreich waren und die jetzt verlassen dastehen, obschon es nicht an Mücken und anderen Inseclen mangelt, von deneu sie leben. Wenn dic Schwalben eine allgemeine Boycottierung Frankreichs beschlossen, würde der Verlust unberechenbar sein. — (Eine neue Fabrik in Bosnien.) In Zenica fand vorgestern in Gegenwart des Ministers Kallay, des Landrschcfs Baron Appel, des FML. David, des Civil'Adlatus Baron Kutschern u. s. w. die feierliche Be-triebseröffnung der Herrn Musil gehörigen Papier- und Holzstoffabrik statt. — (Das Ohr als Erkennungszeichen.) Das Polizeipräsidium von Berlin wies die Behörden darauf hin, dass zur Erleichterung bei der Vergleichuug von VerbrecherPhotographicn es sich empfehlen würbe, die Aufnahme so zu halte,,, dass das linke Ohr deutlich erkennbar wäre, denn wenn sich im Lause der Jahre die Gesichtszüge völlig verändert haben, so hat das Ohr seine Formen beibehalten; auch dürste es kaum zwei Personen mit ganz gleich geformten Ohren geben. Nicht ohne Grund wurde dabei noch vor jeder Rctouchierung gewarnt. — (König Milan.) Wie aus Beyrut gemeldet wird, ist König Milan nach einer sehr mühevollen Reise durch den Libanon vorgestern in Ncyrut angekommen uud begibt sich von dort nach Constantinopel. — (Eine interessante Reform.) Der Wiener Magistrat hat sich in einer an die Polizei-direction geleiteteten Aeußerung filr die Regelung der Taxe an die Fialer und Einspänner seitens des Fahr-gastes bei Antritt der Fahrt ausgesprochen, da hiedurch eventuellen Differenzen zwischen Kutscher und Fahrgast vorgebeugt werde», Wune. Es würde sich der Versuch gewiss empfehlen, ob durch eine solche Einrichtung gewisse unangenehme Erörterungen zwischen Kutscher und Fahrgast auch wirklich verhindert werden können. — (Franciscaner als Freiwillige.) Ein jedenfalls seltenes Einjahrig-Freiwilligen-Examen wurde jüngst in Münster abgehallen. 22 junge Mönche, Novi< zen des Franciscaner-Ordens, erschienen im Regierung«, gebäude, um sich der schriftlichen und mündlichen Prüfung zu unterziehen. Alle bestanden ohne Ausnahme. — (Postdebil-Entziehung.) DaS Minisle-sterium des Innern hat der in Petersburg in russischer Sprache erscheinenden Zeitschrift: «8luvM,8!chH I^v^u-8t>>» auf Grund des t> 2l> dcs Pressgcsehes den Post-debit für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder entzogen. — (Fürst Sullolvsly,) Die deutsche», Behörden bewilligten über Ansuchen der Vormundschaftsbehörbe die Ueberprüfung des Geisteszustandes Sullowsly's. — (Scharlach-Epidemie.) In Oroshaza ist der Scharlach so heftig aufgetreten, dass man die Schulen sperren musste. Es wurden bereits umfassende Schutzmaßregeln gegen das Umsichgreifen der Epidemie ge« troffen. — (Zu guter Letzt.) Im Glück kennst du dich nicht, im Unglück kennt man dich nicht. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Persona lNachricht.) Se. Majestät der Kaiser haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Mai dem Statthaltcreirathc bei der Landesregierung in Laibach, Herrn Alexander Schemerl, den Titel und Charakter eines Hofrathes zu verleihen geruht. — (Aus dem Landcsschulrathe.) Ueber die jüngste Sitzung des k. k. Landesschulrathes für Krain er-halten wir folgenden Bericht: Nach Eröffnung der Sitzung durch deu Herru Vorsitzenden trug der Schriftführer dir im currenten Wege erledigten Gcschäftsstücke vor; diese wurden zur Kenntnis genommen und sodann zur Erledigung der Tagesorduuug geschritten. Die bisher einrlassige Volksschule in Hotederschitsch wurde, vorbehaltlich der Zustimmung des trainischen Landesausschusses, vom Schuljahre 1890,91 an aus zwei Classen erweitert. Der bisherige Oberlehrer an der Volksschule in Wocheiner-Feistritz, Herr Karl Bernard, wurde zum definitiven Oberlehrer an der Volksschule in Assling ernannt; der definitive Ober» lehrer an der Volksschule in Kronau. Herr Joses Medic, aus Dienstcsrücksichten als Oberlehrer an die Vollsschule in Wocheincr-Feislritz versetzt. Der bisherige provisorische Lehrer an der einclassigen Volksschule in Verbovo, Herr Anton Simoncic, wurde zum definitiven Lehrer für diese Lehrstelle ernannt. Die erledigte dritte Lehrstelle an der Vollsschule in St. Veit bei Laibach wurde der definitiven Lehrerin in Wocheiuer-Feistritz, Fräulein Agnes Miklaucic, die Lehrstelle an der einclassigen Vollsschule in St. Michael bei Rudolföwert dem definitiven Oberlehrer an der Volksschule in Podzemelj, Herrn Johann Barle, und die vierte Lehrstelle an der Volksschule in St. Martin bei Littai der definitiven Lehrerin in Sairach, Fräulein Alexandrine Adamic. definitiv verliehen. Die bisherige definitive Lehrerin für die vierte Lehrstelle an der vierclassigen Vollsschule in Adelsberg, Fräulein Johanna Pra ftrotnil, wurde zur definitiven Lehrerin sür die erste Mädchenlehrerinstelle an dieser Schule, die bisherige definitive Lehrerin an der Vollsschule in Senosetsch, Fräulein Caroline Perus el, zur definitiven Lehrerin für die neucreierte dritte Mädchenlehrerinstelle an der Vollsschule in Abrlsberg ernannt. Dem gewesenen Ve-ueficiateu in Harije und nunmehrigen Pfarrer von Vrem, Herrn Johann Slerjanc. wurde für die während der mehljährigen Führung des Unterrichtes an der Noth» schule in Harije bethätigte schulfreundliche Haltung und die von ihm erzielten lobenswerten Unterrichlsersolge die Anerlcnnung des Landeöschulrathcs ausgesprochen. Ueber das Ansucheu des Ortsschulrathes von St. Varthelmä u»n Bewilligung des Halbtagsunterrichtes wurde die Einführung des Halbtagsunterrichtes für die erste und zweite Classe, und zwar vorläufig für das laufende Schuljahr, Unter den Granatbäumen. . Si,^ (Schluss.) » AM ?. ^ Sonne im Untergehen, die Schatten ^l'atl,« >'ch zeigten, würden sie beide unter den ^ U?!"" bei den Marmorgrüften fein, Adelina ^IchstU . ö" nehmen. .Ich riskiere einen vergifteten '^e N "s Herz., schloss Endritta - «allein ich s. "e son "?be meinen guten Fernando und kann "°lben , s"c Contessa vor Sehnsucht nach Euch nicht ^"bil^" ^M'" der Nacht, als das Funkeln der M dm U,"'" Himmel begonnen, als der köstlichste 3 ?1illrsal ^"boldei, bes Flieders, der Orangen und ?^'Nll ,,?!^" entstiegen, da waren sie gekommen, s't dem ^"dntta's Kleide,,,, das tief schwarze Haar MlH ^la"atstrauß nnd der Spitzeumantille ge-e z'H ""schleiert. Discret blieb die kleine Ver- ^ene «"^ sich Adelina in leidenschaftlichem Us lr sj .'"ne Vrnft geworfen, zum eustemualc Wtidnjz^ "° geküsst u,',d von ihren Lippen das li„. He l °" Gegenliebe empfang.:,. l!^"delk^"e ihm Treue gefchworen und er ihr. li? die ^ """ bis über das Grab hinaus — »y> Und m" ^Messen hatten dazu gcraufcht, die ^''lose QiV^umonllmente ihre Schwüre vernommen, ^ssend^ttcu huschten an den sich und die Welt ln»? Manls"'^ morgen ins Kloster und er. er zog ^ Aber 3' ""' R"hm und Reichthum zu sam- l»l,f! ^ar 3l>! ?." zwei Jahre dann kehrte er wieder, h,/ "i,d li „ '"" H"rin ihrer Hand nnd ihrer Zu '>ll/'" Ml?U "on niemandem ab — und er? Er '^Nite?/". dessen Ruf. desfeu Name die Welt "ach zwei Jahren, da wollten sie sich an dieser Stelle wiedersehen — was auch geschehe, an dem Schwüre hielten sie fest. Er war da, wohl noch ohne die hnnderttauscud Francs Renten, aber dennoch mit einem Namen, den ihm sein Talent uud das Componicre» zweier Opcrn verschafft — aber er brachte mehr als Reichthum, er brachte eiu treues Herz voN heißer, uuendlichcr Liebe, nnd cr wusste, dass seiner Braut dies das liebste Geschenk sei, doch... «Adelina, Geliebte! Wo weilst du? Siehst du nicht, dass es Nacht wird?» Schwer lag der Duft der Blumen auf Erno's Sinnen, dann kam eines jener Blumcngeisterchen geflogen, fetzte sich ihm auf die Brust und drückte lhm'die Augenlider zu. .Adelina, bist du es?» So lag er im Halbschlaf. Da umfieugen chn zwei weiße, volle Arme, und an feinen Lippen trank sich ein dnrstiger Mnnd satt und wieder durstig — leise wurden dicht an seinem Ohre süße Schmeichel-worte gehaucht. «Bist du gekommen, Adelina, süße Braut?» murmelte er schlafumfangen. Sie sprach nicht, sie küsste ihn wild. Schien ,hm doch. als seien die Lippen so kalt! Es zuckle etwas m seinem Herzen, und das Gehirn begann ihm von chrrn Küssen zu glühen. Sie sah ihn mit großen, seltsamen Augen an. War denn das Adelina, sein Mädchen? Ja — sie war es! Sie sah ihn an. aber so bleichen Vrstchts und die Lippen so farblos, nnd er wollte stch aufraffen, wollte sie fragen — abcr da riss sie chn ge» waltsam zurück in ihre Arme. und ihr wllder Kuss benahm ihm den Athem, auf seiner Brust saß der Blumengeist---------es vergiengen ihm d,e Emne. Im Hospiz fand er sich wieder. Nach langen Monaten, in denen das Leben mit dem grausamen Tode gerungen, siegte das Leben und seine Jugend-kraft. Endlich kam er heim zum Vatrr. Wehmüthig empfieng ihn der Alte. und doch glückselig! Eruo's erste Frage galt Adelinen. «Du weißt nicht?» murmelte erschrocken der alte Mann. «Sie starb vor vier Monaten am 6. ... als die Sonne ihre Strahlen ins Meer tauchte!» Ein seltsames Verständnis überkam Erno Travestre. »Ja!» dachte er und sah traumverloren vor sich hin, «sie war-gekommen, ihren Schwur der Treue zu Hal-ten! Was auch geschehen, sie war unter die blüheudeu Granatbäume gekommen. Warum verstand ich dich denn nicht, meine Adelina?!» Erno Travestre blieb nicht beim Vater. Auch nach Frankreich gieng er nicht wieder. Er verschwand Plötzlich. ^ Nach einem Jahre kam den, trostlosen Alten die Kunde von einem jungen Vettelmönche, der so wunderbare Kirchcncumpositioncn für alle Messen liefere; besonders die Requiem, die traf er meisterhaft. Nur schade — es gehe. trotz seiner Jugend, mit seiner Gesundheit bergab. Es litt den alten Mann nicht; er musste nach Rom. Mühsam schleppte er sich bis zum Kloster. Man hatte den jungen Bettelmönch zwei Tage früher im Kreuzgang begraben. Dort brach der Alte zusammen. Erno Travestre's oder besser: Frater Venedictus' Ruheplatz gleicht eiuem luftigen, grünen Holluudrrntst^ überschattet von einem großen Granatbaum, Er selbst hatte sich kurz vor seinem Scheiden dieses Plätzchen geschmückt und seiner leidenschaftlichen Vorliebe fü, Adelinens Lieblingsblumen Rechnung getragen. M. von Marlovic. Laioacher Feitung Nl. 12:j. 1056 29. Mai lM^ gestattet. Das Gesuch eines Realschülers um Befreiung von der Theilnahme am obligaten Turnunterrichte wurde aufrecht erledigt. Dem Gesuche eines Gymnasialschülers um nachträgliche Befreiung von der Entrichtung des Unterrichtsgeldes wurde keine Folge gegeben. Der Beschluss des Lehrkörpers der k. l. Lehrer-Bildungsanstalt in Laibach auf locale Ausschließung eines Zöglings erhielt die Bestätigung. Anlässlich der Anfrage eines Be-zirlsschulrathes, wer zur Ertheilung von Urlauben an Oberlehrer, beziehungsweise Schulleiter mehrclassiger Volksschulen berechtigt sei, wurde den Vezirlsschulbchörden eröffnet, dass zur Ertheilung solcher Urlaube die O,ts-> schulbehörde competent ist. — (Truppen in spicier ung) Se. Excellenz der Corpscommandant FZM. Baron Schönfeld ist gestern nachts 11 Uhr 50 Minuten aus Görz in Laibach angekommen und hat im «Hotel Elefant» Absteigequartier genommen. Heute morgens inspiriert Se. Excellenz die Truppen der hiesigen Garnison auf dem großen Exercierplatze und später die übrigen Militäranstalten. — (Nürgermeisterwahl in Gottschee.) Am 25. Mai wurde von den neugewählten Mitgliedern des Gemeinde-Ausschusses von Gottschee Herr Hotelier Alois Loi zum Bürgermeister gewählt; derselbe ist ein Stiefbruder des früheren Bürgermeisters Herrn I. Braune. — (Auszeichnung.) Der Hofrath und Leiter der Vezirkshauptmannschaft in Görz, Franz Freiherr von Rechbach, wurde anlässlich der von ihm erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand durch Verleihung des Comthurkreuzes des Franz-Iosef-Ordens ausgezeichnet. — (Todesfall.) Der k. k. Oberstabsarzt erster Classe i. R. Herr Dr. Emil Bock ist vorgestern im Alter von 6? Jahren einem Schlaganfalle erlegen. Der Verblichene, der sich in allen Kreisen der hiesigen Bevölkerung großer Sympathien zu erfreuen hatte, diente als activer Militärarzt längere Zeit in Laibach und kehrte auch nach seiner Versetzung in den Ruhestand sogleich in die ihm lieb gewordene lrainische Landeshauptstadt zurück. Dr. Bock war insbesondere ein warmer Freund und Förderer des Elisabeth-Kinderspitales, und es ist zum nicht geringen Theile sein Verdienst, dass dieses humane Institut nun in kurzem ein würdigeres Hcim erhält. Leider war es ihm nicht gegönnt, die Eröffnung des neuen, ihm so sehr am Herzen liegenden Institutes zu erleben. Der Verstorbene war auch Curator der evangelischen Kirchengemeinde in Laibach. Die irdische Hülle des Verblichenen wird heute um 4 Uhr nachmittags unter militärischen Ehren zu Grabe getragen werden. Ehre seinem Andenken! — (Der krainische Waisensond) erhielt au« dem Ertrage der Staatslotterie den Netrag von 10.000 st. und hat nun die Höhe von 400.000 fl. erreicht. — (Von der Po st direction.) Wie wir lesen, ist der Postrath Karl Polorny in Wien mit der Leitung der l. l. Ober - Postdirection in Trieft betraut worden. — (Hilfsbeam ten-Verein) Der Nusschuss des «Hilfsbeamten-Unterstützungsuereines für Kram» hält heute um halb 8 Uhr abends (im Hause Trüber-Gasse Hs.'Nr. 1, ersten Stock) seine siebente diesjährige Sitzung ab, mit nachstehender Tagesordnung: 1.) Vorlesung des Protokolles der letzten Sitzung; 2) Bericht des SecrctärS über die Thätigkeit des Vereines im abgelaufenen Monate; 3.) Verlesung der von einem Mitgliede eingelangten Eingabe; 4.) Bericht des Cassiers und Vorlage der Monatsrechnung pro Mai l. I.; 5.) Wahl dreier Ausschuss. Mitglieder behufs Werbung von unterstützenden Mitgliedern, beziehungsweise Sammlung von Unterstützungen im allgemeinen; 6.) Berathung und Veschlussfassung über allfällige andere Anträge. — (Vom Landes museum.) Die Bildergallerie des lrainischen Landesmuseums wurde diesertage durch das Porträt des letzten Priors der Barmherzigen Brüder in Laibach und zugleich Vorstehers des hiesigen Landesspitales, Pater Dr. Faustus Gradischeg, welcher sich nach der französischen Occupation nach St. Martin unter dem Großgallenberge zurückzog und dort am II. Novem« l ber 1637 starb, bereichert. Das Porträt befand sich im Besitze des Klosters St. Veit in Kärnten. — (Plötzlicher Tod.) Der 21jährige Marine« Urlauber und Marqueur Bertrand Heinzmann ist ^ vorgestern nachmittags in der Sternallee eines plötzlichen ^ Todes gestorben. Derfelbe saß auf einer Bank, als er sich ! Plötzlich unwohl fühlte und um Hilfe rief. Dr. Illner ^ war zwar alsbald herbeigeholt worden, doch war mittlerweile Heinzmann dem Blulsturz erlegen. Die Leiche wurde in die Todtenlammer überführt. — (Die Braut von 83 Jahren.) Marcus Mrak, 46 Jahre alt, Conducleur der Tfchakathurn-Agramer Eisenbahn, führte vor einigen Tagen die 83jährige Jungfrau Katharina Dominic in Warasdin zum Traualtar. Die 117 Jahre alte Mutter der jugendlichen Braut schwimmt in einem Meere von Wonne, dass es ihr noch vergönnt war, den Augenblick zu erleben, da auch ihr «Kind» unter die Haube kam. ^ — (Porträts nach Photographien.) Dem bestbelannten Porträtmaler Herrn Siegfried Bodascher, i welcher gegenwärtig zur Entgegennahme von Aufträgen Laibach weilt, sind — wie wir erfahren — hier» lands so viele Aufträge zugegangen, dass er sich entschloss, seinen Aufenthalt in Laibach für kinige Tage zu verlängern. Eine Muster-Collection von lebensgroßen Porträts ist im Hotel «Stadt Wien» ausgestellt und zeigt uns die Fertigkeit des Künstlers im besten Lichte. — (Ernennungen.) Die Postpraklilanten Matthäus Pogacnil, Jakob Velec und Josef Otrukelj wurden zu Postassistenten ernannt und der erstere dem k. k. Postamte in Trirst, die letzteren dem k. k. Postamte in Laibach zur Dienstleistung zugewiesen. — (Unglücks fall.) Am 22. d. M. hat der Gastwirt Anton Kuznil von Tnsfei, eine Fuhr Laub nach Hause geführt, und während sich derselbe mit seinen Knechten anschickte, den Wagen umzustürzen, kam dessen 2'/4 Jahre altes Töchterchcu unglücklicherweise hinzu und wurde vom umstürzenden Wagen getödtet. — (Wochenausweis der Sterbefälle.) In der Zeit vom 19. bis 25. Mai sind in Laibach 24 Personen (14 männlichen und 10 weiblichen Geschlechtes) gestorben. In der gleichen Periode kamen 11 Knaben und 16 Mädchen, zusammen also 27 Kinder, zur Welt. — (Curlisten.) Im Kaiser Franz.Iosessbad zu Tüffer sind bis 15. d. M. 120 Parteien mit 228 Personen und 14 Passanten und in Krapina-Töplitz bis 17. d. M. 213 Parteien mit 263 Personen eingetroffen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 28. Mai. Der permanente Strafgesch-Ausschuss gieng sofort in die Specialdebatte ein und erledigte eilf Paragraphs Eine lebhafte Discussion rirf die Frage der Todesstrafe hervor. Graf Schönborn erklärte, die Schwere des Verbrechens, der Schutz der Gesellschaft und die staatliche Ordnnng erheischten die Beibehaltung der Todesstrafe. Die Todesstrafe wurde sodann mit allen gegen die Stimmen der Abgeordneten der Linken angenommen. Lcmberg, 28. Mai. In Podhajce wurden bei dem gestrigen Brande mehrere hundert Häuser und das griechisch-katholische Pfarrgebäude vollständig eingeäschert. Mehrere tausend Einwohner sind brot- und obdachlos, das Elend ist unbeschreiblich. Rom, 28. Mai. König Humbert, der Kronprinz und Crispi sind nachts in Monza eingetroffen; Crispi setzte die Reise nach Mailand fort. Belgrad, 28. Mai. Von radical« Seite wird verbreitet, dass die Königin Natalie der am 20sten Juni stattfindenden Salbnng des Königs anwohnen werde. Velgrad, 28. Mai. An dem Leichenbegängnisse des angeblich von Garaöanin getödteten Studenten MiK-lovic nahmen etwa lMA) Personell theil. Die Regierung traf umfassendste Mahregeln behufs Verhütung von Unordnungen. An der Stelle, wo die Tüdtung erfolgte, hielt der Leichenzug; die Gesangvereine intonierten ein Todtenlied; ein Student bestieg den mit zahlreichen Kränzen geschmückten Todtenwagen, verabschiedete sich im Namen der Studentenschaft von dem College» und sprach den Fluch über Garasamn aus, den das Volk schon längst verflucht habe. Di? Menge erwiderte stürmisch den Fluch. Die Ordnung wurde bis 9 Uhr abends nirgends gestört. Garasanin wurde unter polizeilichen Schutz genommen; die Erbitterung gegen ihn ist groß. Sofia, 28. Mai. Der Prinz, umgeben von den Ministern, Civil- nnd Militärwürdenträgern, den De-tachements jeden Regiments der Garnison nud den Mililärzo'glingen, nahm am 27. d. M. die feierliche Grundsteinlegung der neuen Militärschule vor. Nach der kirchlichen Feier hielt der Prinz eine der Feier entsprechende Anrede. Athen, 28. Mai. Die Nachricht der «Times» be. treffs des Beschlusses der Kretenser Nationalversamm« lung auf Anschluss an Griechenland ist unrichtig. Ncwyorl, 28. Mai. Nach Berichten au« Haiti ist General Hippolyte auf dem Marsche nach Port-au-Prince. wo die Armee des Südens sich im Zustande völliger Auflösung und Zügellosigkeit befindet. Corrcspoudenz der Redaction. Herrn —S hier: Wir haben nirgends behauptet, dass Sie der Versasser des Artikels 'Zum zwanzigjährigen Bestände unseres Ncichsvollsschulgeschcs» wären, weshalb wir uns auch nicht veranlasst sehen, Ihre Zuschrift zu publicieren. W. V r in W.: Wir haben das Manuscript zurück-gesendet. Auf eine Umarbeitung «flectieren wir nicht. P—l in Vurlfeld: Wird demnächst verwendet werden. Verstorbene. Den 2 7. Mai. Dr. Emil Bock, l. l. pensionierter Ober< stabsarzt. «7 I.. Vegassasse «, Herzschlag. — Johann Accuta. Maurerpoliers Sohn, 9 Mon., Maria-Theresienstrafte ll, (tou< vulsionen. Den 28. Mai. Theodor Ritter von Gspan, Notars Sohn, 9'/, I.. Unter der Trantschc 2, Gchirnlähmung. Im Spitale: Den 24. Mai. ssranz Brezic, Arbeiter, 89 I., p»ra-l^8l» prnßre»lflivn. Volkswirtschaftliches. Ausweis über den . ., GcsllMsstaud der k. l. priv. wechselseitigen VrandWor' VcrsichcrmllMlistnlt in Graz mit 30. April 1889. I. Gebäude Al'thciliiug: 9li.42ü Theilnchlner, 225.1^^" l:i?/UU,878 sl. Versicherungswert. . ,^Mll. II. Mobiliar-Abtheiluug: 14.2^2 Versicherungsscheine, >»" 44:l.lll!s! sl. Versicherungswert. . ^I89ft' III. Spiegelglas-Abtheilung: 280 Versicherungsscheine, bo.l Versicherungswert. Schäden: .«q?,? I. Gebäude Abtheilung: Zuerlanut in 80 SchadenMN» '^ Gulden 48 lr. Schadenvergütung, prudent für >' "^ fälle 2882 fl. 52 lr, Schadensumme. ,„„ .. .Msl, II. Mobiliar-Abtheilung: Zucrlaunt in lNSchadcnsallen^ ^ Schadenvergütung, penoent filr 5! Schabrnsälle ."< > > Schadensumme. . <» 4.M> ft. <^ "-Graz im Monate Mai 1889. (" (Nachdruck wird nicht honoriert.) Nudolfswert. 27. Mai. Die Durchschnittspreise ste < sich auf dem heutige» Marlte wie folgt: ------------------------------------------------------------------^5 Weizen per Heltoliter « 50 Butter pr. Kilo - ^ 1 b Korn » 5 4 Eier pr. Stück > ' ' ^. ^ Gerste . 4 54 Milch pr. Liter . ' ^ jl) Hafer . 2 60 Rindfleisch pr. Kilo . ^ 48 Halbsrucht » 5 52 Kalbfleisch ' ^ ^ Heiden » 4 22 Schweinefleisch ' ^ ^ Hirse . 4 54 Schöpsenfleisch ' ' ^. B Kukuruz . 4 54 Hähndel pr. Stück - > ^. j4 Erdäpfel pr. Meter Ltr. 1 4ll Tauben » ' ' 5 ^ Fisoleu per Hrltolitcr 5 85 Heu pr. 100 Kilo - > ^ 80 Erbsen » 5 52 Stroh 100 » - ' Linsen » 5 68 Holz. hartes, pr. C«bll< ^ ^ Leinsamen » — — Meter. . - -,,' Nindsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Cuvll" ^ ^ Schweineschmalz » — 80 Meter. - ' ^. -^ Speck, frisch. . — 70 Wein, roth.. pr.E»«" ^ ^, Speck, geräuchert. » — 80jj Wein. weißer, » Die Weinprcisc variierten zwischen 8 und 10 Meteorologische Beobachtungen in^aiba^ 6 5° W^ ß« «"nd d°«H!»""" ZA _!_ 2 s«-3 j^ ^^___-Ä--^ ^^l.M^7:!i, Morgens leicht bewöllt, tagsüber abwechselnd So«' ^ Gewitterwollen; stcrneuhellc Nacht. Das TageSMMe» pcratur 17 9«, um 10" über dem Normale. ^. — «erantwortlicher Redacteur: 3. Naalil^^^ W Marie Edle von wspan N'" '".A"di" D W wie im Namen ihrer Kinder allen Velann"' ^ « M betrilbrude Nachricht von dem Hinscheiden « M inuigstgeliebten Sohnes, bezw. Bruders » W welcher am 28. b. M. um halb 4 Uhr »'"'aHH- > W lurzem Leiden im Alter von 9'/^ I°l)ren ^ ^,, » W Das Leichenbegängnis findet <"» ", °'<. stall- > > 5'/, Uhr von der Todtencapelle zu St. CH"M ' > W Laibach am 26. Mai 1869. Der ewige Kreislauf der """^e'«F bei welchen, es leinen Stillstand gibt und dem °, „, fto ^ alles, was lebt, unterworfen ist. macht slch '" ' Ml Y° ^ im Frühjahr ganz besonders ausfällig bem" var.^z^, ^ da nicht schon an sich selbst fahren, dass'»«' « Sch>^„ Glieder, Unlust. Blutandrang nach Kopf «nd ^' ' ^n ^ ?0H^ Schwcizerpillen sind in den Apothclen k ü-cy"", vorräthiH___________________________»^——' ^ Zür Haube. ^, »M Eine Person, welche durch ein einfaches ^ ,1^1, rigel Taubheit und Ohrcngeräuscheu nehe'U '" nllr"H,. I>" eine Beschreibung desselben in deutscher AP"^ „, AH^ gratis zu übersenden. Adresse: I. H- Nlcyo.!^^)^.^^ Kolingasse 4._________________________—"^aflfpH Maßstab 1 : 75000. Preis per Blatt 50 lr.'" < auf Leinwand gcfpannt 8" «,./zsla^'" 2ll. n. klemmanr K /5ll. «amwa5 "" in Ac»i0c»ch. wacher Fcitung Nr. 123. ____________ 1057 29. Mai 1889. Course an der Wiener Börse vom 28. Mai 1889. N°« dem offic^m ^0^^^ »el» War, Etllllts-Aulchcn. ß l^^tllchc Rente in Noten 8ü 80 8«'— l»° ,...... »620 8« 40 lwA U» Ctaatslosc . 250 fl. ,38 ?5 1N7 ?.', l^°/!> » aanze 500fi. ,44->,44 5<> l^ ' » ssünftel ,00 st. ,i«> 25,l,47 i!!> ^ vlaatiiosl! , . ,00 si, ,»<>'— ,«0 b« "°!N,'.Psdbr, k !L0 fi. . . 148 80 150 40 0H,^-5 108 55 ""-'"°>cnre»tf. slruersrel . ,00 70 100 U3 ^"««ltrte Elsenbal,«. llüV ""'"»"ibungt«. 3:»m ^^" ^" V> Neuerfre« . ,25'«, 12t - «°r°r^ '^ ^"h" m 2«b« - 1,5 80llN40 llilaV^ w"h" <>' T'lber ,05'-,05 50 ^!°i> n °^" ^" ^- > ^!° ft'^ ^»l'Wsl« «00 fl, ü, W, 2,8 75 — - Alll,^ . ^'"' '"'" st- "' w- «'«'-''" "^ W° U . '" !'" 200 Mllll . ,,3 5« ,14 1" ^^,:'°'cpl) Äaw, ltm. ,884 . N« - 9«'5» "°er«ti Äah.i Emiss. ,884 9550 W ü» H^«'"e4°/« .... i«L lb W2 »l. U»° Z^'"re»tt 5«/„ . . . 87 20 8? 40 i!» ^Nb...U„i, liiofl ß.W.N. ,42 ._ ,42 s.0 >»», Qft/°' c»„!»i, Eliillt . . ,,42 .. ,42 ^riori,«!en . .,100 20,0«,'»" ^ N'^bl'Nnt, v, I, 187N l,»... 1,3 s." >»,, ^"<^'tt «bl. llb, 10» ss. 8960 10« l» !>!, *°"'Anl. ^ ,W fl, 0. W. ,43-,43 50 ^>i>'l!l.° >. . b 50 fl. ö. W. 142 50 ,48 - °«e»'ܰle 4°/„ ,°/„ Icmcsrr Bana» .... 105,0 105 u<, 5"/„ uüssllrische...... ,«5,0 '0Ü-U0 Andere öffcntl. Anlchen. Donau, >«rg.Lose ü"/„ 100 fl. . ,24- ,24 .'.0 dN'Vahn «m, ,««, 300 st. S. 4'/,"/, . ,02 W ,02'LO Veld Nave Oeslrrr. Nordwefibahn . . . ,07 5<> ,0« — Liaatilbah» . , . — — ,8«'^0 Eübbahn lz 3°/„ . ' . . . 14? 75 14!,'«5 » il b°/„ . ... ,19— 11!, 50 Ung.'gnliz. «ahn..... 10160 --- Diverse Lose (P« Stücl), Crebltluse 100 fi...... i»f. — i«? — Clary «use 4<> fi...... gz, zr, ß»-zz 4"/,, Donau-Dampfsch, i<»u fl. . ------,:»« - Laibachcr Präm, VInIeh. 20 fl, 2550 2«! 50 Osenrr Lose 40 fi..... «4-75 «>i^u Palssl, Lose 40 fl...... 8l?s. «z 25 Nolliri, itrcuz, «st, «es. v., ,0 st. „) ,u z,<>-^ Nudolph Lose 10 fi..... W7k 2, L5 NalmLusc 40 fi...... ßh.. g5'75 Et.Oeno!«'L°se 40 fl. . . . «450 ys. — WalbstrinLose 20 fl..... 42b<> 43' - WindNch Gray Los? 20 fl. . . 5»— b8--Vrw. Lch, d, ««/„ Präm,-Lchuld- vcrsch d, Vodencrrditanstalt . ,?-— ,«-— Vanl. Actlcn (per Stück). Anglo Och. Uaill 200 st. «0"/, 75 8,7 25 Drposill'nbanl, Ällg. 200 fl . ,«? — ,«!> - «iscompte Gcs..Nbr«st, 500 fl. . 543 — 54« — Giro. u. Vassrnv,. Msner 200 fl. »'»« — 208 — Ht>plill»sl«»b,,i!st. 2»u ft. «5°/ Acticn von Transport-Unternchmnugen. (per Ltück). «lbrecht-Vahn 200 fl, Silber . l>8 — »,0 > «lfOld-ssiuman. Bahn 200 fl. T. 205 80 20<> !«» Bvhm. Nordliahn ,bU fl. . . . 2,9 l.0 220.5',' . Westbahn 200 fl. . . . 84l< — 841 — Nuschtiehiaber »l Vobenb. «tis.^Ä. 200 st. 2.---------------- Ferdinand« «oibb. ,000 fl, CM. »Lib 2820 Oal, Carl Lndw,-Ä. 200 fl, EM. 23575 »06 25 llemb, ° Czeniow. - Iassl, - (tisen. bahn-Vesellsch, 20» st, 2, , . 243 - «44 — lllonb,öst.°uni,,,Lriest500fi.ÜM. 400 — 4>)L — Oestrrr. Nordwestb. 200 fl, Eilb. 1», 75 ,82 «5 dto. (lit. U.) WU st. 2. . . 2,4 50 214 7b Pra« DuxerEiienb, ,50fi.Silb. 5475 55 «0 Nnbulvl, «ahn 2«, fi. Silber .---------------- SlaalHriknvahn 200 fi, Silber «4, — 24l b0 Eübbalm 200 st. Silber, . . ll«z0l,,4 — Süd°«ordd.«elb,-V. 200fl.«M. ,88 — ,6» 5>< TlllMwll!i.V,!.,Wr,.!?ufl, «, W. 2?3»b «38 7l, » neue Wr.. Priorität«- «stien ,00 st...... 100.. ,00 5,> Ung.°«allz, Elsenb, 200 fl. Silber ,94 75 195 Lb «el> Ware Una Norbostbahn »00 fl, Silber ,9, ?>. „2 »v Un«,Westb.(Na»b Vr»,)200fi.T, ,94 bl> 1l»b'— IndustrieNctien (per Stück). Vllua,rs,, Nll». Oest. ,00 fl. . 89^. «, 5ft Vaybier Visen- und Ntahl»Inb. in Wien,00 fi...... S9— 79' — Vilenbahnw-Aeihg., erste, 80fi. 9,»- 9,— .Elbemühl., Papiers, u. ».'«. 5? — 57 bO Llesingi-r Vrauerel ,00 fl. . . ,0? »><> lo« 5« Wontan-Vesell,, österr,-alpine s>8 »n 7u »(, Präger VllenInd-Ves, 200 fi. 3«',» - »04 — Ealgo-Tarj Steinlohlen »0 fi. »c»0 — 305 — »Lchlüalmichl», Paviers. »00 fi. »,l'-«,4 - '2leyrerm!chI»,Papl>b Valuten. Ducaten........ 559 5 s, 20-Franc» Stücke..... 94, »4» Deutsche »ieichsbanlnoten . . b? «b 57 90 Papier-Rubel...... > ,«,,. i»«^, Italienische Vanlnoten (100 L.) 4» »0 46 90 ¦In Donnerstag den 30. Mai "ii Schweizerhaus National-Concert ta Tiroler Terzetts Anna Ploner A^ aus Innsbruck. aile hull, 4 Uhr. Entree frei. Abends 8 Uhr jj Brauerei Auer. |lute Mlttwooh den 29. Mal Hotel Bairischer Hof "WH ^-^^__ Abend» 8 Uhr. (2280) Insel Grado. u *üi?* ^ee')a(^ in Oesterreich-Ungarn ^eere p cke"(1or Lage am Adriatisclien St^ji- rat-litvol]er, unvergleichlicher Strand. lHl^ Bade-Anstalt ersten Ranges. Saison-Eröffnung ^**i 1. .Juni. N ^ll*n*eigen: Scrophulöse Drüsen- Jes Re' .U!l|-l^iden. chronische Katarrhe r rv^e,liraUons' mul Vcrdamingstractos. Us. ^^"^"ngen, Anaemie und Rhachi- eigung zur Schwindsucht, Frauen- Bh J Krankheiten. (2239) 5—2 • *wQO berühmt, durch sein segens- Jjjt [::.. V| reich wirkendes Seehospiz, U est af!'h miUels Dampfer sowohl mit ^ bie^. ^ll(:n »n't Aquilea verbunden, 6't ?.u . "e'i Fremden jede Bequemlich-Näl "Essigen Preisen. lere Auskunft bei der ife*^-^^ Stadtgemeinde Grado. MW ^tten-Quelle hJ^lteLv110111 da» voriUgllohtte *H JftÄat«, J?"* «ohmeokendo «owie ^tfc **ftki? ,retl>ä-nk, sondern auoh S;?Lten der Verdauung»- u. ^inr,, lOrffane ein Heilmittel C°>n «iJrH*6?, *«*•¦¦ Ü't'h, *r«il»«i! h: llosraU) Prof. Dr. Braun, ^C^au, i, von Kokitannky, k. k. ]{e- "•««"ßer Wlllt('r»»tz, Ilosrath l'ros. »»y)»»»»»»»»» Morgen am Himmelfahrtstage Militär-Concert und Garten-Eröffnung im neuangelegten Gasthansgarten znm Trinker Unter ster neuen Infanterie - Kaserne. Anfang um (> Uhr. Eintritt 10 kr. Der Gefertigte wird stets bemüht sein, durch gute, schmackhafte warme und kalte Kiiohe, vorzügliche Weine aus der Kellerei des Herrn Jos. Trinker, gut abgelegenes Kosler-Bier, bei Concerten auch PÜBner aus dem bürgerlichen Rrau-bause, sowie Kaffee, Chooolade, Thee, Ober0 und sonstige Erfrischungen ein hochverehrtes Publicum auf das beste und billigste zu befriedigen. Um geneigten Besuch bitlet hochachtungsvoll Jos. Sinkovic. Bei ungünstiger Witterung findet das Concert am Sonntag statt. Restauration 9Europag (Wienerstrasse Nr. 13) ist iib Michaeli l. J. zu verpachten. Näheres bei der Hausadministration. (2286) 2—1 Friedrich Hoffmann Uhrmacher empfiehlt in sohöner Auswahl Firmungs-Geschenke und bittet um geehrten Zuspruch. (22H2) B-l S Feuerfeste Cassen Cassetten billiest und in soliaester Ausführung. Auf allen Ausstellungen höchst prämiiert. Lieferantsäninitl. österr.-ung. Eisenbahnen, k. k. Postsparcassen etc. Decoriert von Sr. k. k. Majestät mit der #r. gold. Medaille f-Knnat^Vinsensclmst u .Industrie.. Felix Blažièek hu wi-'m, Wien, V., »StranHHonga.HHo Nr. 17. Dank und Anempfehlung. Am 20. Mai d. J. wurde ich von dem furchtbaren Unglücke betroffen, indem meine sämmtlichen Gebäude abbrannten. Zu meinem Glücke war ich bei der «Ungarisch-französischen Ver-sicherungs-Actien-Gesellschaft» (Franco-Hongroise) seit einem halben Jahre versichert, welche Gesellschaft schon heute, also den vierten Tag nach dem Unglücke, den Schaden erhob und mir den vollen versicherten Betrag ohne jeden Abzug allsofort ausbezahlte. Ich fühle mich demnach verpflichtet, dieser Anstalt sowie deren Hauptrepräsentanten Herrn Jos. Paulin in Laibaoh, Marienplatz Nr. 1, für die überaus coulante und rascheste Entschädigung meinen wärmsten Dank öffentlich auszusprechen sowie diese Anstalt dem geehrten p. t. versichernden Publicum aus eigener Ueberzeugung nur bestens zu empfehlen, hingegen aber die jüngsten, nur von böser Concurrenz verbreiteten frevelhaften Nachrichten über diese durchaus ehrliche Anstalt als grundlos zu bezeichnen. Grahovo bei Rakek am 24. Mai 1889. Josef Logar. Johann Oblak (ierneinde-Vorsteher, Zeuge. (2240) 2 Oeffentlicher Dank. Meine Wohn- und Wirtschaftsgebäude sind vor kurzem durch einen Brand zerstört worden. Glücklicherweise war ich bei der «Ungarisch-französischen Versicherungs-Actien-Gesellschaft» (Franco-Hongroise) versichert, welche Anstalt schon heute den Schaden erhob und die volle versicherte Summe ohne jeden Abzug durch ihren Hauptagenten Herrn Job. Paulin in Laibaoh, Marienplatz Nr. 1, sofort ausbezahlte, demnach ich mich gedrängt fühle, dieser Anstalt meinen vollen Dank öffentlich zu bekennen und solche dem p. t. Publicum aus meiner eigenen Ueberzeugung in jeder Weise bestens zu empfehlen. Anna Vouk (2241)2 in Sleuz bei NasHenfuss. Eröffnungs-Anzeige. Die Restauration im Ciirhause zn Stein ist seit 18. Mai eröffnet. Feine Küche, exquisite Weine, Grazer Bier. F. Bernhart (2281) Restaurateur.