^t. 282, Samstag, 10. December 1892. 111. Jahrgang. Zeitung. ill,, ^^"---------------------________________________________— ----------------------- ^!"n",°"V"!»: M< Postver,tndunn- an«zl«^la fi. l5. halbjährig fl. 7b0, I« «omptoil: ^, "">""e bi« z>, 4 ^i,„, !i5 lr., «rüßire per ^«s »! »r,; be< «flsre» Wn-dcrvoluna.'N per Zr/ ^"^ k- Apostolische Majestät haben mit Wj"^ Entschließung vom 20. November d. I. dem Vl,', "ye der Lemberger Polizei - Direction Karl "! den V^ "^^ ber von ihm erbetenen Versetzung b'An„ "ttt" Ruhestand in Anerkennung seiner "lM-, ^"'^" "nd ersprießlichen Dienstleistung ^ve« ! "ides Franz-Ioscph-Ordcns allergnädigst "^n geruht. ^rhüchs'' "nd k. Apostolische Majestät haben nnt ? dh s- ^'"schließnng vom 1. December d. I. ^ Edua l!'""^"^^ ""d Finanzdirector in Klagenfnrt ^«thez ?auter den Titel und Charakter eines ^leihen "^ Nachsicht der Taxe allergnädigst zu U""ht. Steinbäch m. l^. ^ ^e?"'^^^s'dent als Leiter des Ministerinms ^"sctti ^^ ^" Statthalterei-Sccretär Johann !^>>en zn ' " Scan der zum Bezirkshauptmann Alois Lasciac zum Statt-^^"^arim Küstcnlaude ernannt. ____ Uichtamtllcher Hheil. ^brhlllldlllNssell des Neichsrathes. ^^ --Wien, 7. December. ?c ei„ ??^"^"aer Debatte gieng hente z»l Ende, M^'"isbares Resultat zu haben, da nach unserer ba?>e^'!""g die Stellung eines Antrages bei der den ^ s^^llations.BeantwortlMg gepflogenen De-A /l'^s'Ug 'st. Die zweitägige Debatte hatte nur Ü)?'hk,t ^wlg. dass wieder 'zwei Tage von der slMlei. ^Hauses verloren gegangen sind und die 3"' "u ' ^s Budget vor IMesschlnss fertigzu. ^tdar."^ leerer ausgeschlossen ist, als sie es ^ erst, Nedner. Abgeordneter Bendel, betonte de " ^ll,k '^'^ sich der Erklärung des Abgeord-H" zur '' bass die Antwort des Ministerpräsi-U "'cht notorischen Behandlung der Angelegen-iz' °ie V^relche. Der Vorgang, welcher in Bezug «el ''?lerung einer so wichtigen und ernsten l^'"iveie„« l es die Auflöfurg eines so bedeutenden ^"'e erste Motivierung im Ansiösungsdccrete enthalte außerordentlich schwere, aber ganz allgemeine nnd vage Anschuldigungen. Dann kam das «Präger Abendblatt» mit einer Darstellung, als wenn in Reichen-bcrg förmlich ein Nest von Verschwörern und Hoch-verräthcrn ausgehoben worden wäre, und da bei uns die Liebedienerei viel stärker ist als der Freiheitssinn, fanden sich, ohne dass wirklich Fälle von unpatriotischen Thaten erwähnt worden wären, gleich eine Masse von Zeitungen, die an den Patriotismus und die Loyalität aller Entgegengesinnten appellierten und die Regierungsmaßregcl ohneweiters billigten und verlangten, mau soll der Regierung in der Regenerierung dieses verkommenen Stadtwescns zuHilfe springen. Die in der Iuterpellations-Bcantwortung angeführten Gründe sind ebenfalls nichtig. Sie sind gar nicht vollständig in Uebereinstimmung mit den Motiven des Ausschuss« decretes. Dass man aus so nichtigen Gründen die Vertretung einer bedeutenden Gemeinde auflöst, ist ein Vorgehen, das in einem Rechtsstaate unter keinen Umständen stattfinden darf. Hier handelt es sich vor allem um einen Angriff auf die Gemeinde-Autonomie. Redner besprach die Aussührungeu derIntcrpellations'Veantwor-tung über die Frage der Compctenz des Rcgierungs-Commissä'rs und betonte, wenn das, was der Ministerpräsident darüber gesagt habe, Rechtsgrundsatz werde, so sei es um die Gemeinde-Autonomie geschehen. Die Herren von der Rechten nennen sich Autonomisten, ihnen muss die Gemeinde-Autonomie ebenfalls am Herzen liegen. In den nächsten Tagen wird das Inbilä'um der Verfassung begangen werden. Die Völker Oesterreichs haben keinen Grund, diesen Tag mit besonders gehobenen Gefnhlel» zu l'egchen. Damals sind wohl die Grundlagen für die Freiheit gelegt worden, das Gebäude wurde aber nicht ausgebaut, man hat es verstanden, die wichtigsten politischen Rechte zu beschneiden nnd zn verkürzen. Die Maßregel war anch gegen den deutschen Charakter Reichen bergs gerichtet. Die Ausdehnung der Sprachenvcrordnung, das Eintreten für den czechischen Lehrer Fuks seien genügende Beweise für die Behauptung, dass die Auflösung gegen den deutschen Charakter Reichenbergs gerichtet war. Man habe den Grafen Coudenhove nach Reichenberg entsendet, um die bürgerliche autonome Verwaltung zu ersetzen. Wir Deutschen, schloss Redner, werden gewiss treue Unterthanen des Kaisers bleiben, aber zu einem Bcdicntenvolke des Grafen Thun lassen wir uns nicht hcrabdrückeu.__________________________ Abg. Masaryk bemerkte ironisch, dass sich das abgekürzte Verfahren wunderbar bewähre. Das Haus komme aus den Generaldebatten nicht heraus. Es sei interessant, dass gerade die Erfinder des abgekürzten Verfahrens dem Hause gar bald vorführen werden, was in Reichenberg gekocht und gegessen werde. Redner will nun die Frage erörtern, ob es wahr sei, dass die Deutschen in den böhmischen Ländern bedroht seien. Er führte unter Hinweis auf die Volkszählungsresultate aus, dass in den Ländern Böhmen, Mähren uud Schlesien der Zu-nahmeprocent der deutschen und czechischen Bevölkerung ziemlich gleich sei, eher sei ein Rückgang des czechischen Elementes zu constatieren. Man dürfe daher weder von einer Slavisierung noch von einer Germanisierung reden. Die böhmische Frage werde nie objectiv besprochen. Redner polemisierte gegen den Abgeordneten Groß nnd erklärt: So lange nicht die in Mähren um eine Million stärkeren Slaven gegenüber den Deutschen ihr Recht erhalten, insolange die Czechen und Polen in Schlesien niedergedrückt werden, werde die Rnhe in den Ländern der böhmischen Krone nicht einkehren. Die Deutschen wollen keine Gleichberechtigung, und selbst die Regierung habe den Terrorismus der Deutschen Reichenbergs constatiert. Die Czechen wollen in Reichenberg nichts als was sie in Städten mit czechischer Mehrheit den Deutschen concedieren — Gleichberechtigung. Es werde nie zur Ruhe kommen, so lange die Deutschen ihre nationalen Prätensionen nicht aufgeben. Abg. Adämek polemisierte gegen den Abgeordneten Bendel. Das Spielen der russischen Volkshymne sei in Oesterreich noch nicht verboten. Die Czechen würden allerorten auf das fchwerste von den Deutschen bedrängt. Die Deutschen suchten die Schulen der czrchi-jchen Minoritäten zugrunde zu richten. In Neichen-berg zum Beispiel arbeite man mit aller Kraft an der Auflösung der czechischen Schule, deren Leiter ein Deutschnationaler sei. Da köime man nicht von einem Ausgleiche sprechen. Die Debatte habe nachgewiesen, dass die Deutschen die böhmische Frage nicht als eine Rechts-, sondern als eine Machtfrage betrachten. Abg. Dr. VaKaty sagte, die Debatte über Reichenberg sei von der Linken beantragt worden; nun betheilige sich aber die liberale Partei an der Discussion selbst nur in sehr geringem Maße. In Reichenberg treibe die deutsche Cultur am Ende des neunzehnten Iahrhundertes eigenthümliche Blüten. Die famose Aufschrift im Gemeindebade und das «Fensterrecht», demzufolge die Feuilleton. ^^"l Strande von Abbazia.» !" ^Ne^V«^ bracistert mein Gruß, ^liel,,^'' Nbr,a's Küste! M in c.., ^ w,c jeder lieben dich muss, M d'r ss'"" Wüste! ,, 5°N ,ü3. '""n Sehnen, nach dir stand mein Sinn, '»ich «« i". t"' du Äeanadete, hin, . H " "men Gaben aufs neue zu erlaben. !^ Po? ?hlhiramliische Gruß, den ein begabter IV^uz °^ 'n Wort und Bild bereits viel ge-^/Hviera g^ und Mittelpunkte der «ö'sterrcichl-!^°sIranl «i?"" unvergleichlich schönen Abbazia N HMM" hnht der Dichter, der seinen Vsi'ldene s" 'lud dabei so lebenswahren und V^derselk brmMls an eine Verstorbene,* dem , ^funden. "°ls ""' Strande von Abbazia», «im °l>e?dich"'U«uschelu. gewidmet hat. K i.?es- .,,.>^"" spiegelt sich getreulich die ganze > 7 begH ^"deusgeschichte des uneudlich glück-'i»<"he>,^" gebenden und dann dnrch den, ach ^l°t? Grltwl? b" Heißgeliebten so unendlich nn->?" Gr.,,,s!'"'! Den in Abbazia gesnndcnen und ^^U,d,"'^''d dieser glücklich^m.glücklichen Liebe ^l/Ul^"^ bieder an eine Verstorbene ^3>, """).,' spat« N'nannlen Werte ans demselben "" eHA ^ V»chl)m>dll.nn Jg. v. Klcin»myr Ich liebte dich, den Nana »^l. mcht den Stand. Vor meinem Herzen warst dn Wclb aMicben; Wir sanden nns am grünen Merrevstrand, Und nnenncftlich tief war un,er Lieben. Und es ist ein bezaubernd schöner Herzensroman, der sich dann vor unserem geistigen Auge in mehr als einem Halbhnndert längerer und kürzerer Lieder ab- lvielt die anscheinend lose aneinander gereiht erscheinen -- wie Tagebuchverse und Stammbuchreime und doch in der innigsten Wechselbeziehung und logischer Folge zueinander stehen, beziehungsweise nacheinander gesetzt erscheinen dazwischen wie bei emer Nosenkette die e:n- nen Vl..men und Knospen durch das erfrischende Grün Zarter Blätter verbunden werden, die das un- mtbehrliche, unterscheidende und hebende Beiwerk bilden, Gedankenfülle zwischen Stlmmungsbluten uud Herzcns- ergichuiigen.^ ^ ^^ ^n, modernen Walther .in.. k?r Voaelweide, die der Erinnerung an die in und leider so bald uud so grausam >.^ o.?i eue Geliebte - eine Dame der Gesell- !^ -Äeihtm Töne der höchsten Lnst und der Mm Trauer meisterhaft gelungen womit er uns mächtig erhebt und gewaltig ergrelft, so hoch er reut ^ ^,.-r„d fesklt er uns durch die seme Lieder '" ^ anken^ Schilderungen der Oertlichkeit von re.zend """''^0" ^ ^ „us recht schwer zu "^'5 "Elchen? de Einzellieder dieser Art wir den S3 zuerk"'möchte.>, ^b dem Lieoe -Im Parke, mit den Einaangsversen: ^ war im Süden Nosenzeil, Die SlM'""lllu'lMssen Da lwd wir plaudert, Sc.t' an Seü', Im Park dahingegangen oder dem «Gefunden», das also beginnt: Im Dunkel liegt das Meer; schon lange sind Hinabgetaucht der Sonne Plirpurglutrn. Die Woge rauscht. Die Lust weht weich nnd lind, Gekühlt vom Hauch der salzgetränttcn Fluten. Vom Lorbeerhaine dringen an das Ohr Der Nachtigallen schmelzend süße Psalmen, Orang' und Myrte duften, kühn empor Ragt über uns die schlankste aller Palmen. «O, rausche Meer!» ruft er an anderer Stelle begeistert aus: . . . Ich höre gern dein Rauschen, Wenn deine Wogen an die Klippen schlagen; O, ransche nur, denn ich versteh' dein Planschen Und will dir auch von meinem Glücke sagen. Nur dir allein darf ich es anvertrauen, Was mir die Vrnst bewegt seit wenig Stnndcn: Ich liebe, und die schönste aller Frauen Hat wiedcrlicbcnd sich zn mir gefunden. Und vom Meere wendet er sich zur alten Kirche, dem letzten Ueberrcste der einst hier bestandenen Benedictincrabtei, der Namengcberin von Abbazia: Gebadet liegt der Ort im Sonnenschein. Kein Lnfthanch kühlt die tropenhaflc Schwüle. Ich trete in das alte Kirchlein ein: Hülbdunlel hier nnd angenehme Kühle Da sehe ich auf eine Scitenbank: Du kniest dort im Gebete andachtstrunlen; Ä»f deine Hände, ach, so üuerschlanl Ist drin geliebtes Haupt herabgesunlcn. O bete nur! Was Frauenliebe weiht, Was sie zu mächtigem Empfinden hebet, Ist solch ein Hauch von tiefer Früulmiatcit Der über einer Frauenseele schwebet. Latbacher Z-itung Nr. 282. 2466 10. December M Fenster der czechischen Schule immer wieder von den Deutschen eingeworfen würden, sei ein deutlicher Beweis hiefür. Abg. Morre" tadelte die Denunciation der «Reichen-berger Zeitung» in der Ordens-Affaire. Als der Bürgermeister den Orden anlegte, wurde er verhöhnt, als er ihn nicht anlegte, denunciert. Und was das Uniformentragen anlangt, so sei dies jetzt eine Leidenschaft in Oesterreich geworden und er staune, wenn er des Morgens ausgehe und jemanden treffe, der keine Uniform trage. Man habe den Beamten 500.000 fl. bewilligt und trage ihm das Tragen von Uniformen auf, die mehr als 1 Million kosten. Wenn man von den Officieren das Tragen von Uniformen verlange, so sei das begreiflich, wenn man aber einem Beamten aufträgt, selbst wenn er das Unglück hat, bucklig zu sein, so sei das albern. Die Sicherheitswache habe auch in der früheren Uniform ihre Pflicht gethan, habe sie nicht die Czechen in ihrer Reichenberger Beseda mannhaft beschützt? (Gelächter der Czechen.) Es war nicht politisch, nicht klug, nicht vorsichtig, sofort die schärfste Maßregel gegen Reichenberg anzuwenden. Er gebe zu, dass es schwer sei, in Oesterreich zu regieren. Wenn Sie aber die Noth des Volkes beachten würden, dann würden Sie nicht hier so viel Zeit mit Unnützem vertrödeln. Abg. Dr. Lueger sagte, in Oesterreich gebe es nach eigener Aussage der Deutschen und Czechen weder für Deutsche noch für Czechen Recht und Gesetz. Nur für die Juden gibt es ein Recht. Die Juden stecken hinter dem ganzen Nationalitätenstreite. Es freut mich, dass Sie Gegner der Denunciation sind. Aber ist die «Reichenberger Zeitung» nicht ihr Parteiorgan. Und ist die letzte Interpellation des Abgeordneten Somma-ruga keine Denunciation? Redner untersuchte sodann die Frage, ob es in Oesterreich ein gleiches Recht für alle gebe. Reichenberg wurde wegen Terrorismus auf< gelöst, und weil sie die Meinung anderer missachtet hat. Passt das nicht auch auf den Gemeinderath der Stadt Wien? Gibt es eine ärgere Unterdrückung der Minorität als hier? Gibt es eine ärgere Parteiwirtschaft als in Wien? Man muss sehen, wie im Wiener Gemeinderath Recht und Gesetz mit Füßen getreten wird. Ist nicht der Bürgermeister von Wien gleichfalls in Conflict mit dem Statthalter wegen der Choleravorschriften? Ist ihm da was geschehen? In wessen Interesse wurde eigentlich Reichenberg aufgelöst? Sie ist nicht wegen der Czechen, nicht wegen des Doctor Schücker geschehen. Sie ist geschehen im Interesse der Linken. Damit erklärt sich die Ruhe dieser Partei, als ob Reichenberg in der Türkei liegen würde. Ich bin überzeugt, schloss Dr. Luegör, dass Dr. von Plener nicht gefragt wurde, und ich glaube es. Vielleicht wurde aber ein anderer gefragt? Aber so viel ist sicher, man will die liberale Partei ans Ruder bringen. Nun zum Schlüsse: Wenn wir es so weitertreiben, wie bisher, so werden die Völker Oesterreichs hieherkommen und uns mit Stöcken aus diesen Bänken jagen. Da fressen einmal die Czechen die Deutschen, die Deutschen die Czcchen, und dann frcfsen wir zur Abwechslung die Iudcn, und am Ende frisst uns alle die Noth. Wenn wichtige Fragen hier verhandelt werden, ist das Haus leer, heute ist es voller, weil Sie glauben, dass es eine Hetze gibt. Gott möge uns die Sünde verzeihen, dass wir für diese sogenannte Thätigkeit 10 fl. täglich aus dem Säckel des Volkes ziehen. Damit schließe ich und bitte Sie, sich zu bessern. Es sprachen noch die Abgeordneten Prade, Masaryk, Dr. Ruß, Bendel, Adämek, Zucker und Dr. Lneger. Die Verhandlung über die Reichenberger Affaire wurde fodann ohne Abstimmung, ein Antrag lag nämlich nicht vor, geschlossen. — Nächste Sitzung Freitag 11 Uhr vormittags. Verfassungsänderung iu Bulgarien. Das bulgarische Journal «Suoboda» berichtet über eine Privatversammlung von bulgarischen Deputierten, welcher fast alle Abgeordneten der Regierungspartei sowie die Minister beigewohnt haben. Diesem Berichte zufolge wurde über die Frage einer Abänderung der Verfassung auf Grundlage der Bestimmungen derselben berathen. Die Regierung sondierte die Abgeordneten, ob sie zu gewissen, nicht wesentlichen Abänderungen ihre Zustimmung geben würden, welche die bestehenden Rechte und Freiheiten des Volles in keiner Weise schmälern und nur einige in allen Volksvertretungen und seitens der Bürger prakticierte Gebräuche, bezüglich welcher in der Verfassung nichts vorgesehen ist, wie der Titel des Prinzen, Ordensverleihungen u. s. w., in eine legale Form kleiden. Die Regierung verlangte weiter eine Verminderung der Deputiertenzahl, und zwar soll statt auf 10.000 Bewohner erst auf 20.000 Einwohner ein Deputierter entfallen, das allgemeine Stimmrecht aber in nichts beeinträchtigt werden. Weiter wurde eine legale Auslegung des Artikels bezüglich der geheimen Abstimmung gefordert, da derselbe von den Nationalversammlungen entgegen seinem buchstäblichen Wortlaute besondere Auslegungen erfahren hat. Ueberdies wünschte die Regierung die Vermehrung der Ministerien um zwei und eine Abänderung des Artikels 38, betreffend die Religion der Nachkommen des Fürsten; dieser Artikel lässt denselben nicht die volle Religionsfreiheit, die sonst allen Bürgern gewährleistet ist. Die «Svoboda» fügt hinzu, dass eine anderweitige Abänderung der Verfassung nicht beantragt wurde. Wenn zwei Drittel der gesammten Deputierten, wie dies die Verfassung vorschreibt, für die gemachten Vorschläge stimmen, so werde man an die Einberufung der großen Nationalversammlung schreiten, welcher die Entscheidung der Frage anheimgegeben ist. Die diesfalls erforderliche Majorität beträgt zwei Drittel der gesammten Deputierten. Politische Uelierstcht. (Aus dem Ministerium.) Aus Kreisen der Linken wird mitgetheilt, dass Minister Graf Kuenburg Mittwoch mittags 1 Uhr von Sr. Majestät dem Kaifer in besonderer Audienz empfangen worden ist und dass diese Audienz nahezu eine Stunde gedauert hat. (ReichsrathswaHl.) Bei' der Mittwoch stattgehabten Reichsraths-Ersatzwahl in Brunn (Handelskammer) wurde der Deutsch-Liberale Rudolf Auspitz, Zuckerfabrikant, gewählt. Auspitz war bekauntlich früher Vertreter der Städte Nikolsburg-Pohrlitz und wurde dessen Mandat seinerzeit vom Abgeordncteuhause annulliert. (Der Budget - AuKschuss) verhandelte Mittwoch vormittags über die Regierungsvorlage, betreffend die Beschaffung der Geldmittel zur Uebernahme der Telephonnehe in Graz, Prag, ^?', mninn Czernowitz, Pilsen, Reichenberg, Bielitz-Bma ^ ^ und Linz in das Staatseigcnthuin. Die Vorige nach einiger Debatte unverändert angenommen. (Aus Galizien.) Der Unterrichtsmim" ^ die Einführung der phonetischen Schriftart ! ruthenische Sprache in sämmtlichen galiMw ^ . verfügt. Die in Lemberg stattgehabte EnG"c u ^ scher Pädagogen empfahl diese Neuerung, wn^ ^ Seite der altruthcuischeu Führer als cm ^ M ruthenische Nationalität gerichtetes Attentat o^U, wird. ,,,.n siil (Militärisches.) Das «Verordmmg > das k.uud k.Heer. veröffentlicht des Kriegsministers, wonach die Erhöhung k's 6 ^, standes bei 25 Infanterie-Regimentern "°n ^„nel jcstät genehmigt wurde. Es wird demnach "0"V 15 1?, bei den Infanterie -Regimentern Nr. 2, 4, , ' ^ 19, 22, 23, 24, 27, 31, 32, 34, 38, 4N, 4?^ . ^ 81, 82, 85, 95. 97, 100 und 101 bel I^ ^ Compagnie der Friedeusstand um 1 Corporal, freiten und li Infanteristen erhöht. ... M> (Parlamentarisches.) Nachdem 0^^ Handlung über die Reichenberger Affaire zu ^ führt wurde, wird das Abgeordnetenhaus " ^ Budgetdebatte fortsetzen; in Berathung steM " ^^ «Ceütrale» dcs Ministeriums des I""/"'.^^ laufe derselben wird der von der Lmlen l" MM gekündigte Nesolutionsantrag inbetreff der / > ^ des Reichenberger Stadtverordneten - »cgmn^il gebracht werden'. Nach langjähriger GepflogeM)" .^i, derlei in der Budgetdebatte eingebrachte .«?!" ^, dem Budgetausfchuffe zur weiteren VeraM.u gewiesen. Kta^ (Stand der schwebenden/»..^ schuld.) Zu Ende November 1892 befanden '^ ^ dem von der Staatsschulden-Controlscomnnw^ öffentlichten Ausweise im Umlaufe: 4. ^acy Felder österreichisch-ungarischen Bank geführten .^„^, prüften Vormerkungen: Partialchypothekaranwr, ^^ auf österreichische Währung lautend: ") "M" ,D 25.450 fl., k) zu 3 pCt. verzinsliche .stchsn ^,^< 37.951.650 fl., 0) zu 2'/, pCt. verzinsliche" ^ ^ liche 27.114.700 fl., zusammen "5.091.8""'''^el-aus der Mitsperre der beiden Controlscomm^^fi, folgten Staatsnoten, und zwar zu 1 ^,,'«., 450 h' zu 5 fl. 138,799.315 fl., zu 50 fl. ^'HM. zufammen 346,901.445 fl., im ganzen 4N,^ ^»,' (Montenegro und diePforte.) ^ tenegrinische Vertreter in Constantinopel, ^" '> e ^! der Pforte Schritte unternommen, um eme !' ^dl strafung der Urheber der letzten Ueberfaue " ^-und Hoti auf montenegrinisches Gebiet herv zB Der Großvezier ertheilte Vatic die der Sultan, von dem Wunsche beseelt, nnt 0 ^„ 5 von Montenegro die unterhalten, die strenge Bestrafung der 9^"^^ bereits angeordnet und neue Verfmpngen i ^B> deu Sicherung der Ruhe an der türklsch-n" schcn Grenze erlassen habe. .»,«nd.) ^ (Der Nothstand in Russ an^ russische Regierung hat den Betrag von ^sM''' Rubel zur Unterstützung der nolhleidendlM ^ za dichu Winter gewährt.' In der letzte" /1' ^hst^ reiche Petitionen um Negier ungMnttrstnMi.>^, Doch bald finden wir die Liebenden wieder «am Meere», und jubelnd ruft der Dichter aus: Wir standen eng uns aneinander schmiegend Und sahen weit ins blaue Meer hinaus. Als aber nach vielen selig verlebten Stunden mit der Innigstgeliebten an demselben Orte, wo «betäubend strömt der Duft aus tausend Blumen, die in Blüten prangen», er von der «auf ewig von ihm Scheidenden» «den letzten Liebcskuss in diesem Leben auf seiuen Lippen brennend gefühlt», da wirkt erquickend auf ihn ein — das «Unwetter», das er, nun allein am Strande von Abbazia stehend, also apostrophiert: Ja, rase Sturm, zerschmettere die Väumc! Du, Mccr, wirf deine Wasser an das Land! Thurm' dich empor mit Vehemenz und schäume, Wirf deine Wcllemnassen an den Strand! Ich flieh' sie nicht, ich trotze diesen Wogen, Sie stürzen über mich, sie kühlen meine Glut . . . Und immer wieder donncrn neue Bogen . . . Die Kälte schüttelt mich — wie thut das gut. Nachdem der Dichter seine Todte noch «in der Gruft, besucht, wo in einer Nische steht, geformt aus Erz der große Demokrat mit Uhr und Hippe, schwört er im «Nachwort»: «In diesen Liedern, dir gesungen, ist dein Name nicht genannt». Und nie soll eine Nennung ihn entweih'n! Nur im Gebete flüstert ihn die Lippe, In tiefster Nacht, vor meinem Gott allein . . . Wir sind überzeugt, dass diese durch Inhalt und Form gleich ansprechenden trefflichen Lieder vor allem auch an Ott und Stelle, der sie ihre Entstehung verdanken, am Strande von Abbazia, die beste und vollste Ancmpsinduug finden werden. Aber nicht minder verdienen die nachstehenden Erscheinungen der Literatur*, die wir jetzt zur nahenden Weihnachtszeit und eben in den Tagen der beginnenden Hochsaison in der durch die Südbahn so glücklich entdeckten und in fortwährend sich steigernder Pflege erhaltenen «wunderbaren Lenzesstätte» der Beachtung des bücherfreundlichen Publicums empfehlen, die freundlichste Aufnahme wie im allgemeinen in uuserem Kreise, so speciell auch an dem so viel und gerne besuchten «Strande von Abbazia.. Da erscheint vor uns einer der vornehmsten Dichter unserer Tage, der formgewaltige, ausgezeichnete Julius Grofse mit einem neuen Roman «Am Walchensee., so schön, so spannend, wie alle Arbeiten Grosse's, und auch so vollendet in der Darstellung, welch neues Blich dcs gefeierten Romanciers ein neues, herrliches Zeugnis seiner ausnehmend hohen, glänzenden Begabung abgibt und auf dem Büchertische keines Freundes eiuer wahr« haft gediegenen Lecture fehlen soll. Solch ein Roman, wie der vorliegende, versöhnt gegenüber so vielem, das auf diefem Gebiete eben in unseren Tagen gegen Geist und Herz verbrochen wird! Die liebenswürdige Erzählerin Marie Bernhard legt den neuen Roman «In Treue fest» vor, der wahre Cabinetsstücke an Schilderungen aus der Gesellschaft bietet und zugleich einen reichen Born von Gemüthstiefe und Herzcnshoheit darstellt. Gleichfalls in der hohen Gesellschaft bewegt sich das Sujet von des trefflichen Reinhold Ortmann Roman «Moderne Römer», der eine solche Fülle packender Situationen enthält und * Sämmtlich aus den« nnermüdlich thätigen, auf Inhalt und Ausstattung sciuer Erzeugnisse gleich bestlirdachtm Verlage von E. Pierson in Dresden nnd Leipzig. in'soferne als er auf Wiener M'den sp""'"" ^ t>e" U specielles erhöhtes Interesse einflößt, dli»s ' ^ ,ir halt der zwei ziemlich starken Bände "'" ' ^ger»e" gernder Lust in uns aufnehmen und nnr ' ^ Schluss der Handlung anlangen. ^„tcrcss^^l Ein gleiches warmcs und fcssel"^ ^eN» f„. abcr auch unsere vaterländische Sch'»l'^gMlu Maria Lacroma mit ihren so besch"""'. ^se ^, betitelten Skizzen und Studien zu ">""" ' ^ Mv gatcllcn sind ebcn durchaus kcinc «" ^,.sM . in Inhalt und Form gleich gediegen "" ^ KÜ' Wertstücke aus einer reichm Schcchk"'"!"-^ gl""^. mit dem sinnerfreucndcn Arabeskensch"'^ Ac ^. den, berückenden Phantasie der Da'stell"'«^e O''" ^ fache Ilchllltsangalie des «der berich""" ^ul'v>",. Prokesch Osten (Fricdcrile Goßmann) " ^icte"'sse» und Bewunderung ihrer Kunstgroße g ' ^f " ^j sehnlichen Buches' würde allein g"'"^ '^sM , Lesung begierig zu machen, doch "' ^M^ hinzufügen, dass hierzulande, °^,, FM'"' l ^ Perlen dieser Sammlung: Im alten» Predll 5 Die prähistorischen Funde Santa ^cm ' M»^. Pontebba, Die Königsgruft der cxw" ^ s" ^ (in Görz) kennen zu lernen, allem l^'^^ B „ lichsteu Aufnahme dieser litcransch^ Feder der in immer , höchste Anerkennung findenden Schrei' ^ ^el "" 'Neues aus dem kigk !>l« bringt "^tts^Me «Erzählte Lustspiele» die berühmte ,^ AM ^ Pferin Baronin von Snltner, d,e m ^be" " M vielseitige Begabung in den swuS'"" " es '"" mors und der guten Laune spielen "> ^blchrr Zeitung Nr. 282 2467 10 December 1882. W« >^" gekommen, von welchen man glaubte, Msi !"" gute Ernte haben. Es ist evident, dass der M !? ?^ "°ugen Jahres sich auch im heurigen . c wiederholt, wenn er auch nicht auf so weite decken ausgedehnt ist. NM^U'sland und Bulgarien.) Wie dem m/'/^" bureau aus Sofia aus guter Quelle ge-Aen? ' ^' ^^ "uch mit der Vertretung der rus< Äe <ö c ^" betraute deutsche Generalconsul von ^ '""lslands beauftragt worden, Bulgarien an die Man^i^ Omlvationskostcn zu mahnen, welche seit lMndi ?'>. "° "^ ^^te Zahlung geleistet wurde, Wittib italienischen Parlamente) ist ktl>2?^ Budget des Ministeriums des Aeußern Wbr "°^"'- Selbstverständlich ist dies nicht ohne lltzlere? Tripel-Allianz abgegangen. Dabei ist der bp, "'"l merkwürdig gut weggekommen. Selbst ^" ,°""e Irredentist Barzilai hat dieselbe in dem kz A ? """rhmbar gefunden, welchen idr der Minister "wtzern. Nrin. zu geben verstanden hat. ^^"schweizerischen Nat io nalrath) ^ z ^ beantragen, es möge dahin gewirkt werden. °M, !3'^sfalle Kirchen, Schulhäuser, Museen und >A?s» "lWMche Gebäude unter den Schuh der Ge-Rrn, «?'" ^"hen Kreuz gestellt uud mithiu für 7 "klärt werden. R »3"^2 age in Suda n,) Die «Times» melden tch k?' Die egyptifche Regierung erhielt die Nach-^ljs °"'s Osman Digma Verstärkungen ans dem T°laz . "^^- Derselbe erklärte, er beabsichtige, die HtenzpVugreifen. Derwische bedrohen die italienischen tele/^uz Hedjaz.) Die «Times» veröffentlichen ein "H?? aus Constantinopel, wonach Verstärkungen ^tH? gesandt worden seien. Die Pforte habe im KtG " ^lche den Gouverneur von Hedjaz zurück- ^3-^,_________________^^_«___ Tagesneuigleiten. >l^. Majestät der Kaiser haben, wie das Schild?, ^'"tsblatt meldet, für die durch Brand le 25yMn Bewohner der Gemeinden Büta und Lövtte ^ lften^' s"r jene der Gemeinde Szlanicza 550 si. ^" geruht. ^lDer Theaterkrach in Berlin.) Der ^ °7 »n Berlin dauert fort. Die Direction des ^^/'"h-Theaters entließ ihr gesammtes Personal Mch z 's den Betrieb. Dies ist schon der fünfte Theater-^n^ diesem Winter. Die Dircctorin des untermal« ^^aters ist Frau Streilmann aus Wien, "l.tz^tglied der Iosefstädter Bühne; die Frau hat Ms Member ?0 000 Mark dem Unternehmen ge-^» ?.?zeitig wird aus Berlin gemeldet, dass we i!^ " Ron acher, welche der Unternehmung angehörten, plötzlich ent< !>n > sind; sie wollen nun gegen das Unter-""jeht - " ^"den. Hundeste von Schauspielern 5 ^^N^^^ln brotlos herumgehen. >te ^""schuhe in der österreichischen Elchen ^" ijsterreichischeu Militärkreisen hat man der 3 liin^'deulmig des Ski-(Schneeschuh-) Sportes schon ^it Beachtung geschenkt; die Offic.ere des ^^Wmenles in Korneubura betreiben ihn se.t °>^" ""schli'den welcher der so^terln Erzähl ^t Cl^'^l und Mirzl., «Ein Weihnachtslustsplcl., ^cht. Schimmer.. «Langeweile-, «Ermcncglldcns ^lle ^"hüNungen. man den Vorzug geben oll; 3^rfez dM" den Leser nach der Tendenz chrcs «s? Zlveck^ ^s beste und erfüllen ganz uud voll «^^' zu uuterhalten und zu zerstreuen. Der 3"ttitel.l3"?ust Niemann vereint unter dem Gell der '.^standsgeschichten. vier ansehnliche Men: ^uz^'" Gesellschaft, Das Missverstäudnis Das ^)kr 1^5" ^°lle und Im Pfarrhausc, voll denen V die ???"nnten. die im Hause eiues Pastors sp'elt, I> so vor^^"ichen möchten, namentlich ob der ^. füglich gelungenes Charakteristik der Per- I^e/^we Novellen» lässt unter dem Geleitwort an nns vorüberziehen; es stnd g?Inh^.«'^"' die nns durch die Verschiedenst «t rill." verschiedene Stimmungen zu versehen >d^und? "" ""b die, im ganzen gut geschne-^. °e von solchen Bluetten gewiss ansprechen ^^dich3!"^'eser Zeilen sei noch eines erzähle?' «Eil.^'Johannes von St. Gallen», ruhmend ^?? Plot/' I^gerlied. von Emma Croon-Mayer, ^ Bei .^'" dasselbe: l'ei- g^'^u »6 a«'r» ge-^ "Nd N^""^tem Streben nach Schönheit der !V ""« llr,!r?")eit des Inhalts, wie es aus diesen, K> sich«/"«' können wir der hochbegabten Dlch-ill Fbst a^/uösicht stellen, dass sie das von ihr °"äen '2, ^iel, zur Sterncnhöhe des Ruhlues ' ""yl erreichen wird. ^^ dem vorigen Jahre. Nunmehr soll auch in der Militär-Akademie in Wiener-Neustadt der Sport unter die Uebungen der Zöglinge aufgenommen werden, und es wurde zu diesem Zwecke bereits ein Officier des Eisenbahn-Regimentes an die Akademie berufen. — (Ein fürstlicher Trappist.) In dem Trappiftenkloster von Aiguebelle verstarb unter dem Namen Pater Antonio von Padua der ehemalige Prinz Mala testa, ein Mitglied der berühmten italienischen Familie, im Alter von 84 Jahren. Mit Louis Bonaparte, dem späteren Napoleon III., hatte er in seiner Jugend in der Romagna gegen die päpstlichen Truppen gelämpft. — (Telephon Fiume-Bud ape st.) Wie die «Bilancia» erfährt, steht der Bürgermeister von Fiume, Ritter v. Ciotta, neuerdings mit der Regierung in Unterhandlung wegen Herstellung der telephonischen Verbindung zwischen Fiume und Budapest. Die bestehenden Telephonlinien Trieft »Graz - Wien und Wien - Budapest sollen zu dem Zwecke benilht werden. — (Ein reiches Vermächtnis.) Der verstorbene Rentier Wilhelm Lew in hat dem Magistrate von Berlin sein bedeutendes Vermögen von 750.000 Mark für Zwecke der Wohlthätigkeit vermacht. Vorweg geht allerdings eine Reihe von Legaten mit circa 118.000 Mark au Verwandte ?c. ab. Trotzdem kann mit dem Zinsenertrage der verbleibenden 632.000 Mark manche Thräne getrocknet werden. — (Process der Petarden Werfer.) Die Schlussverhandlung gegen die anlässlich der letzten Petarden-Attentate in Trieft verhafteten Guido Wallop, Johann Menesini, Roman Mauro und Amadeus Herlitzka wird vor dem Schwurgerichte in Wien abgehalten werden. Die Verhandlung dürfte noch in diesem Jahre stattfinden. — (Die Przibramer Katastrophe.) Der Oberste Gerichtshof hat die Strafe der an der Katastrophe im Przibramer Silberbergwerke fchuldtragenden zwei Bergleute Emanuel Kriz und Johann Kadlec von 3 Jahren auf 2 Jahre, refp. 18 Monaten auf ein Jahr herabgefeht. — (Schnee stürme in England.) Auch in ganz England ist Plötzlich strenge Kälte und Schneewetter eingetreten. Seit drei Tagen wüthet ein heftiger Schnee» stürm im Norden Schottlands. Mehrere Bahnzüge wurden eingeschneit. — (Malversationen.) Im Provinzial-Steuer-amte von Caltamisetto in Italien wurden große Malversations entdeckt. Dieselben belaufen sich auf 550.000 Lire. Cs wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. — (Selbstverständlich.) «Auf der Jagd gewesen?» — «Ja.» — «Etwas getroffen?» — «Ja.» — «Wie viel mussten Sie Schmerzensgeld zahlen?» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem Reichsrathe.) Im Abgeord-netenhause des Neichsrathes beantwortete gestern der Herr Ministerpräsident Graf Taaffe die Interpellation der Abgeordneten Dr, Gcßmann und Genossen, betreffend die Geschästsgcbarung der Versicherungsgesellschaft «Oesterreichischer Phönix». Sodann wurde die Debatte über den Titel «Centralleitung» des Voranschlages des Ministeriums des Innern fortgesetzt. Als Vertreter der Regierung nahm Herr Sectionschcf Freiherr Erb von Rud-torffer an der Discussion theil. Die nächste Sitzung findet Montag statt. * (Deutsches Theater.) Die dritte Ofteretten-novitä't dieser Saison «Die Uhlanen» von H. Wittmann, Musik von Karl Weinberger, hatte gestern ein volles Haus, eine vorzügliche Aufführung und einen großen Erfolg zu verzeichnen. Die ziemlich harmlose Handlung spielt zu Beginn des deutsch-französischen Krieges im Jahre 1670, von welchem der Zuschauer eine Episode erlebt, in der selbstredend die beiden Tenorhelden sich auch als Kriegshelden erweisen. Den Kern der Sache bildet eine Licbesgcschichte, und wie nicht anders bei Operetten vorauszusetzen, bekommen sich die stimmlich zueinander passenden Paare, nachdem sie ihre Prüfungszeit mit so manchem Solo und Duette durchgesungen haben. Der frische militärische Zug, der durch die Operette geht. gute, mitunter schon bekannte heitere Wortspiele und Scenen, so die Exercierscene im zweiten Acte, die allerdings lebhaft an den «Vcilchcnfresser. erinnert, erhalten den Zuhörer in fröhlicher, animierter Stimmung. Die Musik ist frisch packend, voll hübscher, obschon nicht durchwegs unmittelbarer Melodien, pikant sowie sorgfältig instrumentiert und insbesondere imt reizenden Walzerthemen d lrchflochten. Einige Nummern, so der Uhlanen-Marsch, Waller und Polka, wie nicht mmder einige Lieder, sind beliebte und bekannte Repertoirestücke der Musikkapellen geworden und daher dem größeren Theil des Publicums, in anaenehmer Erinnerung. Den Löwenantheil an dem z durchschlagenden Erfolge hatte die mit gewissenhafter Sora alt und knnstverständigem Eifer vorbereitete Auffüh- ^ runa für deren Inscenesetzung dem Director Frintc, fürj die Einstudierung des musikalischen Theiles hingegen dem Kcivellmeister Korolanyi die vollste Anerkennung ge-bürt Die Gesangslräfte hatten diesmal Gelegenheit, ihre schönen Stimmittcl zu entwickeln, waren nebstdem trefflich disponiert, so dass jede Gesangsnummer reichen Beifall fand. Herr Fabbiani, durch Ueberreichung eines Lor-beerlranzes ausgezeichnet, gewann durch seine mctallreiche Stimme und den wirksamen musikalischen Vortrag, Fräulein Kollin durch die Entfaltung ihrer trefflichen Ge-sangstechnit, Herr Straßer durch den packenden Vor^ trag seiner Lieder und die bekannte humoristische Auffassung seiner Partie, ebenso Fräulein Dore durch die ungezwungene Wiedergabe ihrer munteren Rolle die volle Gunst des Publicums, wie die zahlreichen stürmischen Hervorrufe zur Genüge bewiesen. Herr Hopp sorgte als Kanonenfabrikant ausgiebig für die Erheiterung der Zuschauer; Director Frinke erfreute sich nach einem gelungenen Couplet der gewohnten Sympathiekundgebungen, Fräulein Mikola, die Herren Schwarz undPfann erfüllten, wie auch die Vertreter der übrigen Nebenrollen, ihre Schuldigkeit. Chor und Orchester hielten sich sehr brav, die Scenerie sowie die Costüme waren geschmackvoll und hübsch, ja selbst der kleine Uhlane zündete mit seiner Empfangsrede. Zweifellos wird diese Operette, die nach dem «Vogelhändler» die beste musikalische Aufführung dieser Saison war, verdientermaßen noch mehrere volle Häuser erzielen. ^. — (Vom Eislaufplatze.) Unter den zahlreichen Saisongenüssen des Winters nimmt der Eissport einen angesehenen Rang ein, ja er hat sich zu einer Macht emporgeschwungen, der die junge Welt schwer widerstehen kann, soll sie nicht verwöhnt und muthlos erscheinen. Die schöne Eislaufbahn Laibachs, eine der größten existierenden, muss jeden Schlittschuhläufer, noch mrhr aber jede -Läuferin mit Freude und Stolz erfüllen, bietet sie doch volle Gelegenheit, Sicherheit, Eleganz sowie Ausdauer zu zeigen und verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, denn der Preis für eine Saisontarle ist so gering bemessen, dass die Kosten in keinem Verhältnisse zu den Vortheilen der kräftigenden, schönen Leibesübung stehen. Der Eislaufverein sorgt mit rühmenswerter Zuvorkommenheit für den Comfort des Publicums, Beweis dessen die Herstellung eines 36 Meter langen und 10 Meter breiten Pavillons durch die krainische Baugesellschaft, dessen Nordseite zur Aufnahme der Herren-, die Südseite hingegen für die Damengarderobe bestimmt ist. Stellagen mit 438 Kästchen, zu denen der Schlüssel gegen eine Vergütung von 30 kr. in der Handlung des Herrn Mahr zu beheben ist, dienen zur Ausbewahrung der Schlittschuhe. Der alte Pavillon gewährt den Begleitern der Eissportjünger einen bequemen und angenehmen Aufenthalt, der durch die Aufstellung eines Buffets noch gewinnen dürfte. Für den guten Zustand des Eises wird eifrig gesorgt und das Schneeis entfernt, so dass den Mitgliedern eine schöne Eisbahn für die ganze Saison zur Verfügung steht. Gleichwie in den Vorjahren wird durch Aufstellung von Musik, bei deren heiteren Melodien es sich so angenehm läuft, der Erheiterung und Abwechslung genüge gethan, und so möge das Interesse für den schönen und gesunden Eport immer weitere Kreise zikhen, das Eislaufen jedoch zu einem obligatorischen Vergnügen der Gefellschast werden. — (Localbahn-Project.) Dem Bergbaubesitzer Cajetan Faber in Wien ist von Seite des ungarischen Handelsministeriums die Vorconcession für den Bau zweier normalspuriger Eisenbahnen für den Personen« und Frachtenverkehr, und zwar für die von der ungarischen Staatseisenbahnstation Leslovac nach Samobor und für die von dieser projectierten Bahn, Station Ralitje, nach Zapresiö führende Eisenbahn, verliehen worden. Derselbe beabsichtigt, die projectierte Lestovac-Samoborer und seinerzeit auch die projectierte Ralitje-Zapresicer Eisenbahn mit den gegenwärtig im Bau befindlichen Unter» lraincr Bahnen in Verbindung zu bringen. Der Vorconcessionswerber hat nunmehr auch bei der österreichischen Regierung um die Bewilligung zur Vornahme der technischen Vorarbeiten für den Bau einer von GoNschee, Rudolfswert oder von irgend einer anderen projrctierten, in der Richtung gegen Kroatien gelegenen Endstation der Unterlrainer Bahnen nach dem für den Anschluss an die projectierte Lcskovac - Samoborer Eisenbahn geeignetsten Punkte der lraimsch-lroatischen Landesgrenze führenden normalspurigen Eisenbahn angesucht. "(Erdbewegung.) Zwischen Rudnik und Lauerza zeigt sich unweit der Fahrstraße auf der Oberseite eines Golouz - Ausläufers eine an Ausdehnung langsam zunehmende Erd- und Gesteinsspalte, welcher die berufenen Techniker nun besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Da die vorgenommenen Messungen ergaben, dass die betreffende Partie zur Abrutschung kommen dürfte, musste der Bewohner des unter dem Rutschterrain postierten Häuschens mit den Seinigen ausquartiert werden. Die Gefährlichkeit der Lehne findet schon durch die Schiefstellung der darauf wachsenden Bäume ihre Bestätigung, welche Metamorphose jeder Vorübergehende leicht wahrnehmen kann. Diesertage nahm die bedenkliche Böschung auch Herr Rcgierungsrath Mahlot gelegentlich einer dienstlichen Fahrt in Augenschein. ^ — (Herr Franz Dörfler), k. k. Professor i. R., will in einigen Tagen einen Vortrag mit Demonstrationen veranstalten. Herr Dörfler ist in Laibach nicht unbekannt, da er bis October d. I. in Gottschee am Gymnasium in Verwendung stand. Professor Dörsler Lalbacher Zeitung ein 8>^' Kasten,» Einige Tage später hatte ich Oelegenyw, ^„ günstiges Urtheil über die Auler.Steinbaulasten zu '1". . ^c»l und Kinder sind ganz entzückt von deu PrachtbaM»^. ^ über die Einrichtung, dnrch ErgänzimaMstcu ^'! „sa»bc^' Vüchcrvorrath jedes Jahr vergrößern zu ^nnen, M » ,^ ^ halb allen Eltern diesen gediegenen ^cschenl^ÄrM"^,^^ Linie mit dem Bemerken empfehlen zu sollen, ^" „' l'Nll»" Anker-Steiubaulastm-Fabrit in Wien auf Wimsch ll"n »^ eine Preisliste zusendet. feSii Die Beaehtung dieses #°**L brand-Zeichens, sowie <& rotlien Adler-Etiquette W*r als Schutz empfohlen Qe9 die häufigen Fälschung©1 von Mattoni's Giesshihler Saoerjri^ Zur Ausgabe int gelangt: Band 1, II und III von ^ ( Levstikovi zbrani spisi- IMdil Franöliek Leveo. Levstiks gesammelte Schriften werden Bände umfassen. nqchiert Subscripfionsprei.s für alle 5 Bände b*°.n.tf)t ö. W. fl. 10-50, in Leinen gebunden \ 1. A ,er. in Halbfranz fl. 14-50, in Kalbleder, Ließ"» einband, fl. 15-50. Verl&gs' Subscriptionen nimmt entgegen die handlung lg. v. Kleinmayr L FeiBamM? In Xja,i"ba,clx. Julius Nebits« gibt im l''N"'"' l° „M Namen seiner Geschwister und "brigen "" ,^ die traurige Nachricht von dem Hinsche'"" geliebten Tante, des Fräuleins Maria Ncbitsch ! welche heute um 12 Uhr mittags, versrhc" "'^ ^. > heil. Sterbes.icram.'nten. selig im Herrn ""!"' ' ^n > Die irdische Hülle der theuren Dah'M," „<,ä!' , s wirb Sonnlag den 11. December "", ./^hol"'"' > mittaas im Trauerhausc Thratergasse ^-' " ^ ,i,'d > n»f den Fricdhof zu St. Christoph "lier "V « daselbst im eigenen Grabe beigeseht weroei^ .^chc , Die heil, Seelenmessen werden m °er ^, > l Mariä'Verlülldiguug gelesen. ! Laibach am !). December 1892. Danksagung. ^, ! ! Für die vielen Beweise der Thcilu"h'"^M's > mir aus «nlass der Krankheit und °<" > meiner innigstgelicbten Gattin OmMe ! zugekommen sind, spreche ich im Ht«,. D"'l > Namen aller Angehörigen den tieMI«" ^ aus. ! Littai am 8. December 1892. ...hcl'3' ! l Tr. Julius Wurzbach Edl. v.Tan^l^ PlU^ Meil'age. ^^^.ist s"'^ Der heutigen Nummer der «Laibach" Z" Stadt'Abunnenten ein Verzeichnis von . A^«? Aalenösrn pro^ ^,, beigeleqt, worauf wir besonders "uf""" "'h t,»rrätB Sämmtliche angezeigten Kalender 1" Buchhandlung ^,l,ecS Jg. u. Meinmayr ^ M' ^ Laibach, CongressM ^^cherZeitung «ir. 282. 2469 W.December lUttU. Course an dcr Wteller Börse vom 9 Decenlber 1892. «»«^m officieam lour««««« ., . ! «eld War>> ^ zl°»t,.Hnlth»n. ÄlH^^nte in Noten 97«., 98'- 'b i«« /« » «nn« 50» fl. 144 ^ 1<4b ^kl kl»°«.'l^"M lOU fl. ,5!^Xö 156 cnn»lt, » ,«(,«0 10^8' ^ «" «al!N <5nlss. INN ^ . 9,4« ti..>° ^'""F "-W. 1«<>0 ,44 ii^^"/« 100fl. «. W. l39 ,5 l39 7b »eld Ware Gnmt»lnU.'Vl>lization«n (für «X, fl. l»d »üstenlaub . . — — — — 5«/« »iebrrosirrlsichische . , . 109 75 —'- 5°/, steirische...... -'- -'- 5°/« rroatische unb slavonlscht . W 50 97 K0 5°/n siebenburaische ....--------- —-— 5>"/n Teme>rr Banal . , . . —'- —'- s»«/,, ungarische...... »4 »5 U5 4o Ander« 2ss»nll. Hnlehen Dlüillu.Ntz.-Lole 5"/« l5 i>0 10« - Präm>«nl. d, »' ^lgem, Men lS4 L^ l« ?<> Vör!cnbau«nlehl Verio«, 5«/„ !<,'.— ,..<»5N Vsandblies» (für 10« si.). «odencr. allg. 0ft. 4»,« V. II» «» «19»,, dt°. dtll. 4'/,»/, . . 1lX> <<> 1(>1 ^>, dlo, du>. 4"„ , . s«4s> 97 Ü" d».o. Pr«»,'LchuN»verschr, 3°/» ll« Ü" »8 b> ON. Hypotbtlenbanl l0j. b0V° »« «" !w'?l' ocst.^un». Van» nerl, 4'/,°/, > »«,< — 1>'0 5t detto » 4»/o , M 7» l«u»" betio «^jihr, » 4°/„ . . »»?n l0U »«> Prisril8t«.Vbligatil>n»n (,iil 100 st.), Feidinant>».«oidbllhn Em. l88« ll u - i>x, 20 Galizllche l«rl.«ubw<«°«ahn Vwatebahi, ......,»7 75 188 7 Liidblltm i^ 3"/^.....IKl «!> lt.2 ,U . ll 5"/. , . ,.,?»- >»»7<> Ung.-oes >. Nahn.....l<>8- 103 7« givers» zoft (per Stück). Vredll'oje inn fi...... l»4 - l9v- «llary fi...... ^- 5b'5'> 4°/» Do»al!-Dllmpfsch. INN st. . 1«9'. — — Llllbllchcr Präm.'Nnleh. 2U ft.----------- - Ofen« Lole 4« fi..... K« o» " Palffy-Lose 40 fi...... 2!» «« l>6- .««then Kreuz, «ft. Ves. v . 1U fl. l'^ 7" '» <0 Nudlllpb'Loss ,U fl..... »» f>" i4 5l> Hlllm llo>c 4(1 st...... b« — 67 Vl.'«enc Wlllbstein-Lolt »0 st..... 3»b« 89 iU W«nbNfl.«(>»/„«, , 149 «n lbN80 Ganlvereln, Wiener, 100 fl. . 114 114 f,n Bdcl.-Anst. öst., 2NU fi. G. 4N<>/<, ztzg »«^ 86« 2- Dtposilenbanl, «III«., »00 st, »08 b0 »0» K> Eicompll'He,., Ndröfi., ««ft, «»« — «27 — «0 Ocftcrr.-ilnz. Ban! «0l> «. . , 98U - »84,- Unionbanl 200 ft...... »3« 2K 23U ?.> Nerlehiibllnl, «llg., 140 . . ,68 >><> 164 2b Actitn van Zrnn»p«rl-Mnt»rn»hmnng»n lper Truck), «lbrecht-Vahn »00 st. Sllber . 98 5', ?< Lü Alfülb^FiumllN. Ullhn 200 fi. V. 20,,-l», 200 N»hm. Norbbcihn 150 fi. . . 18!, 50 I»,? — » Weftbllhn «00 fi. . . »4/ — »43 - Uulchttth?ab?r «is. 5!X» ft, ?0 l„8(. dto. M. Ü.) »l>U ft. . <4» 4K^- - Donau' Dllmpfschlfffaurt > H«>., Oefterr. 50« fl. CM. . . . 8l8 51^ - Drau'E«!. (V.»Db.°Z.)20<)ft. L, 199 75 i»0« 2!, Dui«V°brnb.'3lI°N. »on ft. G. .... _,. Ferbinllnds-Nordb.1NWfi.llM. «8^,« »80!» »»I. «arl«Ludw.«.200fl, «Vl «7— ,1/^0 «fmb.. «Ktrnow. ° Iassl, ° lilen- ahN'Veftlllch. »0ft si. T. . »4» 50 »<6 yb,»st,.ung.,lrteftb«»fi.«IVl 37»- »75- vester:. Nordwe«b, l,0tt fi. Lilb, 511- »,8 - bl», (Ut, lj) «00 fi. B. . »>/ ^o Liidbalin l«00 ft, L!lber , . 92 25 9ll 75 3üd-«ordb.Verb,-U,l!l»0fi,«M. 191 5<< 192- Illlm»ll^<»cf.,Wr..17Ufi.e. W. »40— «4» -» neue Wr., Priorität». «lrrien 100 fl...... 91 5« 93- . Ung.^aliz.Eiltnr. »l»0st.V«llllb-«!ra<>!il'«ft.L. ivft'Lv »<»<>- Indullrl»»Hcli»n (per Ctiicl). Vauae!.. «ll«. Oest.. 100 ft. - "«'5'» ll><» -Eßybier Eisen- und Etahl-Ind. in Wien 100 fl...... «l.- «6-.. (tllenbahnw.'lielhn.. erfte, 80 ss. »" „) bi< «(tibemühl. Papierf. u. ».-«. ^' ÜI-- Llestnqer Vrauerel 100 fi. . . W3' - K>3 D0 Vlonlan. Gesell., «sterr, -alpine »» »" i>2 «<> Prayer Eism-Inb.-Ves. 200 fi, ^n 403,- - S°l«°»?'b" '»9 ^.'' .Eteyrer»ül,!..P°psn1 ««,.«, '" " '" «> trisailer »vhlenw, ' «e°«g°n-^iihanft.. «ll«, W Pefl 80 fi....... 1<>3'50 Ii'4» . Wr. Vnu»esellschaft 100 fi. , . »< ^ "b — Witnerbrr«crZte«tl.«crien.»el. ^x »5 »b« «> O'Vtft». Deutsche Pliht...... l>»'"5 »>» »fb London ll!U'5l20 8b Pari»...... ^ 4? Hz illlllultN. Ducale»........ b b8 H l>9 «0-sss-nc^ Stücke..... 9 s>7 95>« Heuttchr Neichitanlnoten . . l>9 ,>,>> 5«'l2. «a;,l77 :«ubr!...... I 1l>„ i «' ZtüIieulsHe Sllnlnoten (100 L.) — - —.— .^o gledišce v Liubljani. J St. 22 *""="" ! Dr. pr. 499. Y Nova opera! s°boto dne 10. decembra Lir«„a Tehar»kl plemlöl. Pu"lekP7ia v freh flejai-jih. Spisal Ant. ¦Lußlasbil dr. Benj;unin>Ipavec. ,^ez.tzhrater iü Lailmch. "N'^ist.^r.52). Gerader Tag- Zum zweill'ninalr: . ^ l r ll l, l a n e,,. ^lllg. " sür dir Kominende Ulüche: «!>'V'b'il A»" bi^l ic wl'bot! Dirustag ^ ^»r„.'^''"«V. Gregoriè af''se hieher zurückgekehrt und mil v°* a KridlnlGrt tägiioh \S*I 4 Uhr nachmittag« . jj^"'c (l('r Sonn-'uiid Feiertag«. ^ieUhlanen. ilSn m drei A(len von 1Iu«° m- Musik von Carl Wein- V1 lden' iUönd "• für Clavier tu zwei («I-Wa'u sl- * 50. Kei'2°. sÜr Clavier zu zwei Händen, \!en" ,7^SCh sÜr ClaVier 7ei ij!1' Polka schnell, für Clavier ^'^"90. ' r Ciavier zu zwei Händen, Ljjj 6i(jg ^,. i, ^WiT.mine mit lWorle: V >e, fi Walzer für hohe oder tiefe ii rl1 li p '9°' (¦ II * für h^' wie ein Lieutenant ^pü^'Vf). "olie oder tiefe Stimme, : '^ehr ) T1.V1 raucht er net., fl. -GO. i. Vot«C! hira»kr- *I«V Fi »uchharifllung _olM2ong:roaHplatr j 2 Erklärung. Seit Monaten bilden die Versicherungs-Gesellschaft und die Lebensversieherungs-Gesellschaft «Oesterreichischer Phönix» den Gegenstand heftigster Angriffe im «Deutschen Volksblatt» welche mit einer Interpellation der Herren Dr. Gessmann, Dr. Lupger, Mechaniker Schneider und Genonsen ihren Anfang genommen haben und nunmehr von derselben Seite fortgesetzt werden, trotzdem beide "Gesellschaften den Urhebern ,1er Angriffe den Nachweis der vollständige.. Grundlosigkeit der erhobenen Anwürfe wiederholt direct und indirect angeboten haben und bislang von diesem Anerbieten in keiner Weise Gebrauch gemacht worden ist. Obwohl wir nun nicht besorgen zu sollen meinen, dass d.ese Art von Angriffen unsere geehrleo Versicherten zu beunruhigen geeignet sind, finden wir uns doch veranlasst hiemit öffentlich zu erklären ; „ Dass alle KeKen die beiden Gesellschaften und deren Leiter erhobenen Vorwürfe und vorgebrachten Verdächtigungen jeder thatsächlichen Begründung entbehren und auf Unwahrheiten und Entstellungen beruhen ; dass alle Maßnahmen, welche seit Berufung der gegenwärtigen Geschaftsleitung der beiden Gesellschaften zur Durchführung gelangten, zuvor von dem gesamrnten Verwaltungsrathe in reisliche Erwägung gebogen und auf Grund derselben genehmigt W°rde'dass die geschäftliche Gestion der beiden Diredoren, Herren Dr. Klang und Denis Sienkiewicz eine durchaus tadellose und in jeder Beziehung rückhaltslos anerkennenswerte ist u'nd dass dieselben daher auch das uneingeschränkte Vertrauen der Verwaltung genießen, welche es angesichts der unverdienten Angriffe auf die genannten Directoren für ihre Pflicht gehalten hat, diesem rückhaltslosen Vertrauen zu denselben öffentlich Ausdruck zu geben. Wien, den 9. December 1892. (&620) IDer T7"er"^rsiltia.ngrsrsitli der Kais Unisl urivil Versicberaiigs-Gesellscban and Leüeasyersiclieruiigs-Gesellsc&an „Oesterr. Pfiönii" SJ kJi Blei F?inz Freiherr Kleiu v.Wie.onberg Gn.tav Hodek Sar^u. Freund Johann Freiherr v. Llebigr Henri Ehrmann Maroug xreunu Mlllanioh vom Hause C. Cognel & Co. Crl«tlan Helm ^^ Qraf Telßkl Albert Olgot Viotor Schreyer. Joi^efine Schumi Zuckerwaren-Erzeugung Laibach, Congressplatz (Sternallee) Nr. 13 empfiehlt für ihr gro««e« und billiges Lager von „ i7r7Piiisi Vanino Judengasse Nr. 7. (5623; 2-1 Vor Weihnachten nur noch ein Papierblumen-Cursus, Lehrdauer eine Woche: Feldgasse 14, I. Stook. Die P. T. Damen werden ersucht, Welhnaohtsgesohenke: Blumenkörbe, Decorationsfächer etc., reohtzeltlg zu bestellen. (6624) Nett möbliertes kleines Zimmer mit separatem Eingang, gassenseitig, Parterre , ist sofort zu vermieten. Anzufragen: Polanastrasse 9, Parterre, zweite Thür link«. 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