m KaaftUf-SoanUg Ii Rpl Intliuiiiet gcitung Amtliches Organ des Verlag und Schriftltitunsi Mirburg a.d. Drau, Badeasse Nr. 6, Fernruf: 35-67. 35-68. 35-69. Ab 18.30 ühr itt die Schrlftieitung nur auf Fernruf Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlanzte Zuschriften werden nicht rückgesandt — Bei Anfraseo ist das RQckuorto beizulegen* — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608 Steirischen Helmafbundet Erscheint wAchenttich sechsmal als Morsenseitung (mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl Postgebühr; bei Lieferung im Streifband zuzügl. Porto; bei Abholen in der Oeschiftsstelle RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzügl, 36 Rpf. Zustellgebühr 9tr. 294 Jltorduro-Prou, TOllttoMft, 2i. Ottober 1042 82.3aDrQano Widerstand in diciitem Waid geiirociien Waitar« Erfolg« an dar Pats>Stratsa nach Tuapsa — SHubarungtkümpfa in dar Gaschtttilabrik uRola Barrlkada*' — LuftangrHfa auf Ostangland Pührerhauptquartier, 20* Oktober Das Oberkommando der Webmachl gibt bekannt: In dem dichtbewaldeten GeUnde des west-.ukaslscben Gebirges wurde trots ungttn-•rf;' jer Wetterverhiltnisse harter feindlicher ' iderstaad in luakerstellungea gebrochen, der PaBstrafle nach Tuapse wurde die irblndung der beiden Angrifisgruppen, die ch nördlich und südlich der Strafle voige-.(ttmptt hatten, an dev Strafe selbst hergestellt. Am Terek-Abschnltt scheiterten feindliche Gegenangriffe. In Luftkämpfen vrarden lehn Sowjetflugzeuge abgeschossen. Im nArdliclyn Vorort von Stalingrad entrissen die deutschen Truppen den Sowjets eine weitere HXusergruppe. Die KImpte zur Ser-raacht daher nicht, daß die Londoner Presse immer kleinlauter wird und die Bevölkerunjf auf den neuen großen Schlag vorzubereiten beginnt, nachdem man doch vor einer Woche geglaubt hatte, die Walze dea Optitnia* mus ankurbeln zu können. Im Blatt der Roten Armee anscheint nunmehr Aufruf auf Aufruf an die Vertei-diger der Stadt, daß sie ihre Stellungen um Jeden Prei.s zu halten hätten. Disa wäre daa schönste Geschenk an Stalin sun^ konri-menden 25. Jahreatag der bolschewistlsohen Revolution. Den Kommunisten wird der Blid abverlangt, »die Vernichtung der Fainds bin zum IstJBten lebenden Menachen fortzusetzen». London wieder steht den Ereignissen hilflos gegenüber und begnügt sich, durch Reuter mitzuteilen, daR »StaHngrads lAgc jctat gefährlicher ael aia vordemc. In cinena Bericht aus Moeksu heiftt es: >Dpr Sektor, auf dem der neue deutsche Angriff vor sich geht, fleicht einer glithendsn Hölle. Deutsche Artillerie und Minenwerfer haben sich gegen die BStalingrad wird Dr. A. H. Türkei wehrt USA-Uebergriffe ab Roes•v^lts Gm^ralangriff auf dia fUrliitcha NautralltSt - Grob« Varlatiung dar Gastpflichtan durch dU Nordamarlkanar . BritMiePabmflghiitoiiiienveniidiM Berlin, 20, Oktober Leichte deutsche Kampfflugreuqe waren «m }fl. Oktober zu überraschenden Tief-nngrifien »jecien britische Fahrzeugkolonnen im Rücken der südlichen Alamein-Front ein-ffesetzf, Am frühen Nachmittag war ostwärts der Felsenhügel Quor El Laban eine große Ansammhinr? von Lastkraftwagen das Ziel unserer Flieger, Von den an Steilhängen liegenden britischen Stellungen schlug ihnen heftiges Feuer entgegen. Schwere Boraben schlugen zwischen den Lastkraftwagen ein und set7t<»n eine Anzahl von ihnen in Brand. Kur?« 7eit späfer griff ein Verband leichter Kampfflugreugt britische Prjnrerkampf-wagen und -spähwagen in den Bodensenken nördUch der Saltseen von EI^Maghra wir-kunasvoll an. Zahlreiche mit Treibstoff be-ladene Begleitfahrretige sowie mehrere Pan-/erkampfwagen blieben schwer getroffen liefen. Dir italiMisilffi W<^lirmdillNridil Rom, 20. Oktober Der italienische Wehrmachtbericht gibt Wkannt: In Ägypten mäßige Tätigkeit zu Lande. Die luftwaffe der Achsenmächte griff die feind-hchea Nachschublinien an und beschoß Kraftwagengruppen mit Maschincngewehr-fsuer. über Tobruk trat der Feldwebel der Flie-ffer Agftstini Querriero aHein siDem Verband riermotoriger Bomber gegenüber. Er schoß »inen davon ab und traf rwei andere. Vier weitere britische Flugzeuge wurden von deutschen Jägern im Luftkampf zerstört. rtalienische und deutsche Verbände unternahmen bei Tag und Nacht wiederholte Angriff« auf die Stützpunkte von Malta. In heftigen Luftkämpfen verloren die feindlichen jjger zwei Flugzeuge. Vier weitere wurden •m Boden in Brand geschossen. Tm östlichen Mittelmeer bombardierte eines »nserer Flugzeuge während eines bewaffne-len Aufklfirungsfluges ein Handelsschiff im Tiefflug und beschädigte es schwer. IIisiMbB dwArMlslagimi in Rotorg Berlin, 2Ö. Oktober Ib Koburg fand am Montag die Arbeitstagung der Führer der SA-Gruppen Groß-Heutichland ihren Abschluß. Vorher hatten Hie SA-Führer durch die Oberste SA-Führung Hie Richtlinien für die Erziehungs- und Ausbildungsarbeit des Jahres 1942/43 erhalten. Höhepunkte dieser Arbeit werden neben dem vielfältigen sonstigen Einsatz der SA, die Winterwehrkämpfe, die Schießwehrkämpfe und die Wehrkampftage 1943 sein. Entschei-ilende Bedeutung wird dabei die weltanschau-hche Ausrichtung und Vertiefung der SA-Männer im Rahmen der von der SA durchgeführten Wehrerziehung haben. Der Stabschef der SA, Viktor Lutze, faßte die Ergebnisse der Arbeitstagung zusammen ond zeigte dem SA-Führerkorps seine be-tonderen Autgaben im gegenwärtigen Kampf •uf. Wie einst in Koburg, so wird die SA ■urb in Zukunft draußen an allen Fronten tnd in der Heimat die unentwegte Sturm ■bteilung des Führers sein. Cripps contra Clmnlilll Genf, 20. Oktober vVie di« Londoner Sonntagszeitung ,,People" fterichtet. ist in Kreisen von Unterhausmit gliedern das Gerücht im Umlauf, daß Sir Stafford Cripps infolge von Meinungsverschiedenheiten aus dem britischen Kriegskabinett auszuscheiden gedenke. Wahr srheinlich habe die Indienfrage Anlaß zu diesen Schwierigkeiten gegeben. Andere aber glaubten, daß „die beiden einander entgegensetzten Temperamente" Churchills und Cripps •'•"h nicht mehr länger miteinander vertrügen Ankara, 20. Oktober Rooscvelts Anspruch auf UniversaltRmus hat nun auch aus Ankara einen Dämpfer erhalten. In diesem Jahr läuft bekanntlich das englisch-türkische Abkommen ab, in dem sich London das Monopolrecht auf den Bezug von Chrom au.s der Türkei Resichert hatte. Die Türkei hat diese.'' Abkommen nicht erneuert, .<*ondern sich für die Zukunft freie Hand bewahrt. Sie wird jetzt auch, wie das im letzten deutsch-türkischen Wirtschaftsabkommen festgesetzt wurde, Chrom an das Reich liefern. Roosevelt glaubte, in dieser Anfelegenheit ein Wörtchen mitreden zu müssen. Er ließ den auf einer Amerikareise befindlichen tür-kischefi Journalisten, kaum daß sie amerikanischen Boden betreten hatten, mitteilen, die USA fänden türkische Chromlieferungen an das Reich unerhört. Die türkischen Gäste wurden solange unter Druck gesetzt, bis sie entsprechende Kabel in die Heimat sandten. Die Reaktion in Ankara war unzweidentis:. In einem geharnischten Artikel ließ man durch den Abgeordneten Sadak in der Istanbuler Zeitung »Akscham« diesen Washingtoner Einmischungsversuch zurückweisen und brachte den Freunden jenseits des Ozeans zur Kenntnis, daß die Türkei in vollem Bewußtsein ihrer Neutralität und ihrer Selbständigkeit über die Verwendung ihrer Güter selbst bestimme. Darüber hinaus gab man den USA zu verstehen, sie wüßten wohl am besten, was bisher aus allen Versprechungen Washingtons geworden sei. Zum Schluß heißt es, der deutsch-türkische Austausch Chrom gegen Waffen kennzeichne ein Vertragsverhältnis zwischen diesen beiden Staaten, dem die USA nichts Gleichwertiges entgegensetzen könnten. Damit ist Washingtons plumper Einmi-schuntjsversuch in türkische Angelegenheiten wirksam pariert. Der ganze Vorfall ist in Ankara aufmerksam beachtet worden, weil er für den Standpunkt charakteristisch ist, den die USA der Türkei gegenüber einnehmen zu können glauben. Auch das Auftreten der Nordamerikaner in der Türkei selbst hat die Grenzen des Erträglichen erreicht. Ohne die geringste Beachtung der Gastpflichten hat sich die USA-Agitation in der letzten Zeit über den Wunsch der türkischen Regierung, die kriegführenden Mächte möchten im Lande keine offizielle Propagandainstitution errichten, hinweggesetzt und in Istanbul ein großes »Informationsbüro« aufgezogen. Außerdem versuchte man, die amtliche türkische Nachrichtenagentur durch hohe Honorarversprechungen zur Mitarbeit an diesem amerikanischen Unternehmen zu verpflichten. In der türkischen Presse macht sich gegen dieses Vorgehen eine deutliche Abwehr bemerkbar. Führende Blätter, wie z. B. der Istanbuler »Tasviri Efka«, machen nun die Öffentlichkeit des Landes mit dieser Seite der Washingtoner Politik bekannt. Man britigt der türkischen Öffentlichkeit mit entsprechenden Kommentaren die Veröffentlichungen offiziöser amerikanischer Zeitschriften über das demokratische Friedensbild mit einer aus Thrazien und von der ägäischen Küste verdrängten Türkei und mit den Sowjets in den Dardanellen zur Kenntnis. Daneh€n wird nicht versäumt, an die Dro-hiing des USA-Admirals Sterling mit einer >Öffnung der Meerengen mit den Waffenc als eines gewaltsamen Bruchs der Neutralität zur Erleichterung der Sowjethilfe zu erinnern. Die hemmungslosen Agitationsversuche der USA können diesen Aufklärungsfeldzug der türkischen Presse als ersten >Erfolg<£ verbuchen, In det Türkei hat man ein sehr feines Gefühl für politischen Takt und sehr klare Vorstellungen über die Wahrung der Neutralität. jedenfalls zeigt die türkische Reaktion, daß man in Ankara offensichtlich erkannt hat, gegen welchen Partner des alliierten Lagers man in Zukunft mit Entschlossenheit die Sache der Neutralität zu vertreten haben wird. inniiniiiiniiinHiiinninmimmiininlfnniinitiiiiiiinniniiriiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiHniiiinniiiinilfniiiiiiiiininHiiiifinimiiiiniiniiiHiiNiiiin Churchill kam Roosevelt zuvor Der Weltpräsident wollte Madagaskar einstccken — Verärgerte amerikanische Kritik an den englischen Operationen Paris, .20. Oktober Wenn man den Äußerungen der den USA-Diplomaten in Vichy nahestehenden Kreisen Glauben schenken darf, .so ist Washington wesren der engli.'?chen Aktion auf Madagaskar sehr ungehalten. K.s wird an dem Verlauf der militärischen Operationert herumgenörgelt und die Meinung vertreten, daß bei dem. englischen Übergewicht an Material und Truppen die Operationen in etwa 14 Tagen hätten beendet - werden müssen, zumal der wichtigste H»fen Diego-Suarez schon vorher in enjrli.'Jc'her Hatid war. Tatsächlich aber ist der Feldrug nun nach fast acht Wochen immer noch nicht abgeschlossen. Im Zusammenhang mit dieser Kritik wegen des neuen Prestigeverlustes der englischen Waffen wird von amerikanischen Kreisen die »mangelnde Vorlicreitung« und der »allzu ha.stige Beginn« getadelt. Da gleichzeitig auch von einem »amerikanischen Plan« gesprochen wird, dem die englische Ausführung zuvorgekommen sei, so wird die amerikanische Verärgerung erklärlich. Die USA wollten Madagaskar sich selbst einverleiben, zumal in Washington der Gedanke vertreten wird, den Indi.^ichen Ozean im Hinblick auf die verlorenen Positionen als amerikani.sches Meer zu deklarieren. So stellt sich Madagaskar als ein Teil der ständigen engliscli-amerikani.schen Afrika-Auseinandersetzung dar. An der Westküste Afrikas wird noch um »Einflußsphären« gestritten. Auf Madagaskar aber ist Churchill Roosevelt zuvorgekommen, ähnlich wie auf Saint-Pierre-et-Mique-lon an der neufundländisohen Küste. Das ist für Roo.sevelt besonders ärgerlich, weil Madagaskar, für das sich auch Smuts stark interessierte, eine gewisse Rolle in der Beein- flussung der südafrikanischen Politik durch Washington hätte spielen sollen. | Bei Ambositra auf Madagaskar, wo die Franzosen seit drei Tagen ihre Stellungen, halten, ist es den Engländern immer noch nicht gegliickt, einen Durchbruch zu erzwin-Rcn. In Vichy wird amtlich bekanntgegeben, daß die Kämpfe bei Ambositra fortdauern und sehr heftig sind. Die Engländer versuchen ihren Mangel an strategi.scher Qe.schickllch-keit durch weitere Terrorakte auszugleichen. Am Sonnabend wurde in der Nähe von Ambositra der "Waßcn eines Arztes, der Verwundeten Hi'fe bringen wollte, von Flagzeu-gen aus mit Maschinengewehrfeuer beschossen, trotzdem das Rote Kreuz auf dem Wagen deutlich zu sehen war. VordriRflei der lapaner aal Giiailalcamr Tokio, 20. Oktober Den Japanern gelang es am 18. Oktober auf der Salomon-Insel Guadalcanar, die amerikanischen Truppen weiter zurückzuweifen. Durch Einsatz von Panzern und Sturzkampf-fliegern war es ihnen möglich, drei wichtiite zentrale Hafenplätze der Insel, darunter auch das Gebiet von Tefere, in ihre Hand zu bekommen. Feindliche Gegenangriffe scheiterten, wobei die Amerikaner schwere Verluste erlitten. In Luftkämpfen über Guadalcanar und den benachbarten Seegebieten schössen japanische Jäger acht amerikanische Bombenflugzeuge, darunter drei „Fliegende Festungen", ab. Vier weitere feindliche Flugzeuge wurden über der Insel Santa Cruz zum Absturz gebracht. Auf Neu-Guinea gehen die harten Kämpfe bei Joribaiva, am Südabhang des Owen-Stanley-Gebirges, weiter. Ein erfolgreicher japanischer Durchbruch führte zur Vernichjung einer feindlichen Kampfgruppe von 300 Mann. Mehrere nordaustralische Küstenplätze wurden am 19. Oktober von japanischen Kampfflugzeugen mit guter Wirkung bombardiert, darunter auch Port Darwin, wo ein Transporter von 3500 brt in Brand geworfen wurde. Tscmmokinn ist niliiravisdi Schanghai, 20. Oktober Nach einer Meldung aus Tschungking, die von der in Tienlsin erscheinenden Zeitung „Takungpao" veröffentlicht wird, ist man auch dort gegenüber den britisch-amerikanischen Versprechungen über die Aufhebung der exterritorialen Rechte mißtrauisch. Man befürchtet in Tschungking, daß die Verhandlungen mit diesen beiden Bundesgenossen nicht den gewünschten Verlauf nehmen könnten. Der Entwicklung vorgreifend, betont man, daß eine Ubergangszeit für die Abschaffung dieser Rechte absolut nicht nötig sei. „Takungpao" weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß die Briten und die Amerikaner in China 16 Sonderrechte besaßen. Diese müßten abgeschafft werden, um China aus dem halbkolonialen Status herauszureißen und das Prinzip der vollen Gleichberechtigung zu verwirklichen. USA gegen Moldtow Der Generalstaatsanwalt fordert die Todesstrafe für „patriotische Heldentaten'' der Sowjets Berlin, 20. Oktober Nachdem vor wenigen Tagen Molotow die verschiedenen Arten von Krieg«verbrechen — Sabotageakte, Spionage, Streiks, Aufreizung gegen die Besatzungsmaxiht etc. als Akte des höohflten Patriotismus gefeiert hatte, hat nunmehr der Generalstaatnanwalt der Vereinigten Staaten, Biddle, solchen Verhalten gegenüber einen durchaus entgegen-goaet2rt-en Standpunkt eingenommen: er hat den nordamerikaniachen Kongreß aufgefordert, ein Geaet« zu verabschieden, da« To-doMtrafe oder lebenslängliches Gefängnis für jeden vorsieht, der Sabotage verübt, Spioitage betreibt oder sonstwie dem Feinde hilft Nach diesem neuen »Kriegsslcherheits. geeetz« sollen nicht nur die Täter als solche mit Todesstrafe bedroht werden, sondern beispielsweise auch diejenigen, die einen Feind beherbergen. Der nordamerikanische Staatsanwalt hat damit zu erkennen gegeben, daß die mannigfachen Möglichkelten der Bekämpfung des Gegners durch die Zivilhevölkening, die Molotow als lobenswerte Taten hinstellt, ihm als todeswürdige Verbrechen ange-seiien werden, mit anderen Worten, er ver- tritt damit den deutschen Standpunkt, nämlich das Recht einer jeden kriegführenden Macht, sich ihrer Widersacher im Hinterland mit allen Mitteln zu erwehren. Er desavotiiert aber gleichzeitig die Greuelkämpagne, die immer wieder berechtigte Notwehrakte der Achsenmächte als »blutrünstige Kriegsverbrechen« zu stempeln versucht. Um so mehr müssen die systematischen Aufforderungen der alliierten Seite zu solchen Gewalttaten nach den Grundeätasen> wie sie Biddle niedeirgelegt hat, als verwerflich bezeichnet werden, denn sie sind die eigentliche Ursache für die scharfen MaRregelungen, zu denen sich die Besatzungsmächte genötigt sehen. Diese aufreizende Agitation ist doppelt unverantwortlich, well sie im vollen Bewußtsein aller Folgen für die Zivibevölkerung betrieben wird. Diejenigen Stellen in den allierten Ländern aber, die als die heimtückischen Anstifter aller Arten von Sabotageakten wirken und damit weite Kreise wissentlich ins Unglück stürzen, süid somit die wahren Kriegsverbrecher, die sich eines Tages für ihr Verhalten zu verantworten haben werden. Relchserzlehungsminister Rust von Duce empfangen. Der Duce empfing den Reichser-zieliungsminister Bernhard Rust ra einer etwa cinstündigcn herzlichen Unterredung. Der Italienische General Perraro-Orsi ai» der A^ypten-Front gefallen. General Fre-derico Ferraro-Orsi, Kommandant eines Armeekorps, ist an der ägyptischen Front gefallen. Er gehört zu den Offizieren des italienischen Heeres, die die meisten Tapferkeits-auszeichnungcn haben. Er fiel am 18, Oktober in vorderster Linie inmitten Feiner Infanteristen, Goldene Tapferkeit.skmedaille für Enzo Grossi. Kapitän zur See Enzo Qrossi, der Kommandant des erfolgreichen italienischen U-Bootes, das zwei Schlachtschiffe versenkte, wurde mit der goldenen Tapferkeitsmedaüle ausgezeichnet. Amnestie zum 30. Jahrestag des Marsches auf Rom, Anläßlich des 20. Jahrestages des Marsches auf Rom am 28. Oktober hat laut Mitteiluntr des italienischen Amtsblattes König-und Kaiser Viktor Emanuel III. eine Amnestie erias.sen. Vergehen gegen die Sicherheit des italienischen Volkes im Kriege, \^ne Schwarzhandel usw. sind von dieser Amnestie ausgeschlossen. Mandschukuo schließt sich dem iapaniscben Vorgehen an. Das Hauptquartier der Kwan-tung-Armee hat am Montagnachmittag auf Anordnung des Oberbefehlshabers General Ume?u eine Bekanntniachuntr veröffentlicht, in der erklärt wird, daß im Rahmen der gemeinsamen japanisch-mandschurischen Verteidigung die gleichen Maßnahmen eegen feindliche Flieiier getroffen werden, wie sie von japanischer Seite am Mdntag angekündigt worden sind. Churchills Kriisg wird den Engländern sehr teuer. Der englische Schatzkanzler Kingsley ■ Wood beantragte im Unterhaus die Billigung eines neuen Kredits von 1000 Millioneti Pfund und erklärte dabei, daß die Ausgaben QroB-britannlens sich gegenwärtig auf 12% Millionen Pfund täglich belaufen. SowiethlHe aus englischen Reservebeständen. Der Handelsniinister Ilugh Dalton ^ab am Dienstag im Unterhalts bekannt, daß mau große Mengen von Kleidungsstücken, medizinischen Erzeugnissen und anderen nxjtwen-digen Bedarfsgegenständen nach der Sowjetunion schicken mü,sse. Alle derartige Hilfe müsse aus den Vorräten, die für die britische Zivilbevölkerung zurückgelegt waren, entnommen werden. Britische Luftwaffe hat Ersatzschwierig-Reiten. |n Anbetracht der schweren Verluste der britischen Luftwaffe wurde das Alter fiir den aktiven Dienst in der Luftwaffe wesentlich heraufgesetzt. Druck ood Vtrias! Marbnrter VerlsK«- «od Drsckeret» Oes. a b. H. — VerliKtltilanc; Cfon Baumiartneri Hauotschriftlelter* Anton Qerichack alli In Mtrborr a. 4. Dran BadKatw 6 Zur Zeit fDr Anzelceo die PreftUtt« Nr 2 vom I Inli 1943 kOKIk. Ausfall der Lieferune de» Blatte« bei höherei Q^vall oder Betriebsstörunr clbt kelrifn ^nsprocb auf '^QcJfcahinnc daa ftezuKtgeidea Nrnnmer 204 »Marburger ZcTfitng« 21. Oktober 1042 ^Tte 3 UüiikütOd JtOHt Stufm auf das Traktoranwark DsharshinsklJ — DI« vMan Fabrikthallaii varnlchtat und var-•chUttat — Hundarta hllllotar Frauan und Klndar von dan Sowjatt Mngamordat PK . . ., im Oktober Wie eine Bastion hebt sich, wenn man vom Westen her ßcpen Stalingrad kommt, der nr)rdliche Stadtteil Barrikady aus dem durchfurchten und schkichtenrachen Höhengelände am Westufer der Wolga. Hier haben die Fabrikarbeiter von Zariryn im Jahre 1018-19 unter der Führung Stalins und Woroschilows die Stadt ge^n die Weißen Armeen Denikins verteidigt. Barrikady ist heute ein einziger Trümmerhaufen und zum größten Teil in deutscher Hand. »Akropolis« und )»Burg« Dahinter erhebt sich ein zweiter Berp;. Er ha; auf unseren Karten keinen Namen; aber wir nennen ihn die Akropolis, weil der Berg ein einziges Ruinenfeld ist. Von der großen Arbeitersiedlung, die das Hochplateau bedeckte, steht kein Haus mehr. Nur die Schornsteine und Kamine ragen anklagend zum Himmel empor. Dahinter in nordöstlicher Richtung erhebt fich ein dritter Berg. Wir nejinen ihn die Burg, weil er im «teilen Abfall ringsum von tiefen Schluchten eingeschlossen ist und nur von der Stadtseite her über eine schmale Landbriicke einen Zugang hat. Hier standen sowjetische Mietskasernen, von denen nur Reste von Ziegelmauern übrig blieben. Durchstoß In* zweieinhalb Kilometer Breite zur Wolga über diese Höhe stürmten deutsche Infanteristen, Pioniere, Sturmartilleristen, Panzerschützen und Panzergrenadiere, warfen die Bolschewisten in erbitterten Kämpfen aus ihren Feldbefestigungen und Bunkern, überwanden den steilen Abfall zur Wolga, stürmten das Traktoren- und Panzerwerk und brachen in zweieinhalb Kilometer Breite bis zur Wolga durch. Der Sturm auf das Traktorenwerk, das den Namen des OPU-Blutsäufcrs Dshershinskij trägt, war einer der kampfreichsten und schwersten Tage der Schlacht um Stalingrad. Das Riesenwerk, eine der größten sowjetischen Industrieanlagen, liegt auf dem Höhen-geländc, das vorher im Sturmangriff und in stundenlangem, zähem Kampf Mann gegen Mann genommen werden mußte. Diese Höhen bildeten den besten natüriichen Schutz, den man sich nur denken kann. Die Angreifer mußten aus der Niedcjrung gegen sie anstürmen. Nur schmale Ränder der Höhenrücken waren seit Tagen von uns besetzt. Dahinter lagen, fast einen Kilometer tief, die Ruinenfelder der völlig zerstörten Wohnviertel. Sowjetschützen in den Schornsteinen Hier hatten sich die Bolschcwisten in Feldstellungen und tiefen Erdbunkern so eingegraben, daß sie tagelang dem Trommelfeuer unserer 'Artillerie und den rollenden Angriffen iinscrer Stukas und Kampfgeschwader standhalten mußten. Sogar in Schornsteinen hatten sich sowjetische Schützen eingenistet, die durch kleine Schießscharten im Mauerwerk schössen. Auch das Werk selbst wurde von starken sowjetischen Kampfgruppen zäh verteidigt. Aus jedem der zahlreichen Wohnblöcke, die rings um das Werk gruppiert sind, nrasselte dem Angreifer starkes Feuer aus Mü und (jewehren entgegen. Auf dem Vorgelände des Werkes stehen jetzt noch mehrere Batterien sowjetischer Salvengeschütze, die alle zehn Minuten ihren kr.ichenden Oranatenhagel zu uns herüher-schickten. Zahlreiche Feldkanonen der Sowjets waren zum direkten Beschuß der Höhe eingerichtet. Jenseits der Wolga standen die schweren sowjetischen Batterien. Hinter Mau ern und in gut getarnten Kampfständen lauerten die Scharfschützen mit ihren Panzerbüchsen. Nur noch ein Trümmerhaufen Das Traktoren- und Panzerwagenwerk ist, vor allem durch den Einsatz unserer Stukas und Kampfgeschwader, völlig vernichtet worden. Der Veriust dieses bedeutenden Rüstungsbetriebes, in dem In der Hauptsache mittlere Panzer des Musters T. E. 3 (26 Tonnen) gebaut wurden, ist ein schwerer Schlag für die Wehrkraft der Sowjetunion. Die riesigen Fabrik- tind Montagehallen, die sich am Ufer der Wolga fast einen Kilometer lang ausdehnen, sind vollkommen zerschlagen. Das ganze Werk ist nur noch ein Trümmerhaufen. Die Umfassungsmauern all der vielen Fabrikshallen stehen wohl noch, innen ist aber alles zerstört, vernichtet und verschüttet. Unsere Infanteristen — die Helden des Tages Durch vorbildliches Zusammenwirken aller Waffen, vor allem durch den massierten Einsatz der Artillerie aller Kaliber und der Luftwaffe. wurde der sture und nutzlose Widerstandswille der Bolschcwisten regelrecht zu-sammengehäniniert. Deutsche Panzer- und Sturnigeschütze haben sich im Kampf gegen die schwer befestigten Hauptwiderstandsnester des Feindes, die in direktem Beschuß auf nächste Entfernungen zusammengeschossen werden mußten, hervorragend ausgezeichnet. Die Helden des Tages waren aber doch wieder die Infanteristen, die Panzergrenadiere und die Pioniere, die im Nahkanipf oft Mann gegen Mann oder mit Handgranaten und geballten Ladungen die verbissen kämpfenden Bolschewisten aus ihren Löchern und Bunkern aus-f-äuchern mußten. Die Zerstörungen sind hier noch größer und gründlicher als in den südlichen und mittleren Stadtteilen, die schon weit mehr als drei Wochen fest in deutscher Hand sind. Die Stadt Stalingrad wird, wenn diese Schlacht beendet ist, nur noch ein rauchendes Ruinenfeld sein. Sic ist schon heute ein Symbol eines der ruchlosesten Kriegsverbrecher der neuen Geschichte. Stalin hat die offene Stadt zur Festung ausbauen lassen und läßt nun diese Festung Stalingrad Haus um Haus bis zum Trümmerhaufen verteidigen. Sowietnieicer bombardieren die flöcbtemle Zivilbevölkeruag Mitten im Kampfgebiet lebten noch Zehn-tausende hilfloser Frauen, Kinder und alter Männer, die allen Schrecken des modernen Krieges atisgeliefert waren. Sie hausten wie Ratten und i^aulwürfe in und unter der Erde in Crdlöchem, Bunkern und Splittergräben, und man muß sich nur wundem, daß noch so viele am Leben geblieben sind. Mitten durch das Feuer der deutschen und sowjetischen Artillerie und durch den Bombenregen der Flieger laufen sie nun abgehetzt, verhärmt, halb verhungert, mit ihren elenden Habseligkeiten bis zum Umfallen bepackt, um ihr Leben. Sowjetische Flieger bombardieren die langen Flüchtlingskolonnen ihrer eigenen Leute am hellichten Tage. An den Straßen des größten Massenelends liegen zu Hunderten die Leichen gemorderter Frauen und Kinder, die. nachdem sie längst aus dem Wirkungsbereich der Artillerie glücklich heraus waren, von den Bombensplittern sowjetischer Luftpiraten gelötet wurden. Inzwischen geht dieses blutigste Drama des Krieges gegen den Bolschewismus langsam dem Ende entgegen. Nachdem die südlichen und mittleren Stadtteile genommen sind, ist nun — nach der Einnahme des Traktoren-und Panzerwagenwerkes — die Voraussetzung geschaffen worden, die von den Bolschewisten noch besetzten Industriewerke an der Wolga aufzurollen. Kriegsberichter'Leutnant Oswald Zenker Ausland.sbild (Wb) Das war einst das groBe Traktoren- und Panzerkampfwagenwerk Dsherstalnakl] Konzentrische LiHaigrilfe anf Halb Verbifleene Gegenwehr .der britiiclien Jäger — I>er »britische Flu|;*«igtTiii;er« Im Bombenhagel Bei der Luftwaffe, im Oktober Am GefechtÄStand unseres Verbandes rasseln fast ununterbrochen die Telephone. Eine eigenartig gespannte Atmosphäre wirkt über diese Räume hinaius, pflanzt sich fort bis in die Unterkünfte des fliegenden Personals und erfaßt jeden, der hier in unmittelbarer Nähe zu tun hat. Werden anfangs nur Vermutungen laut, so verdichteten sie sich bald zur Gewißheit, daß nach längerer Zeit wieder Malta das Eins&tzzlel sein wird. Nur die Stunde, in der die ersten Ju 88 bombenbeladen starten würden, war noch ungewiß. Nun ist plötzlich die Minute des Einsatzes da. Sie hat etwas ErlöBendee. Denn das geduldige Warten gehört nicht zu den Obliegenheiten der Kampfflieger. Sie wollen an- Staltngrad InmittRn des mörderischrn Rinnen» um Sta der Zivilbevölkerunq. Sobald der erbitterte aus ibrpn Kellern und sonstigen Schlupfwln ichöpfeo und nach — heute PK-Kriet«'hcrichtcr flfbrniatin (PBZ.Svli* linqrad lebton tatsächlich noch Anciehörinp Kampf auch nur etwas abebbte, kamen sie kein hervor, um schnell etwas Luft 7u Wasser zu suchen greifen, zuschlagen, eine Entscheidung bringen. Na-chdem ein Angriff In den späten Nachmittagsstunden die ersten Erfolge über Malta einbrachte, beginnt im Morgengrauen des folgenden Tage« der rollende Einsatz. Im Verbandsflug gegen die Inselfestung Die Sonne strebt dem Mittag zu. Nach einer kurzen Einsatzbesprechung gehen wir zu unserer startklaren Ju 88. Da und dort springen schon die Motore an. Wir beeilen uns, legen Schwimmwesten und Fallachirme um. In wenigen Minuten rollen wir zur Startbahn, über die bereits die ersten Flugzeuge brausen. Etwas packt unsere Herzen, spannt unsere Nerven. Wir wissen, daß uns drüben der Feind mit voller Schärfe entge-gentretten wird, aber um so härter ist der Wille, anzugreifen, zu bestehen ... Ich sehe las junge, frische Gesicht des Feldwebels H., unseres Flugzeugführers, das ruhig und .psammelt erscheint und doch ger^ichnet «t vom Ernst des Kommenden. Eine Auf-fibe steht vor ihm, der nun in erster Linie in Denken gilt. Und da ist Unteroffizier H., äsen offene Art uns allen Uebgeworden ist. ^tzt hat er seinen Platz am Funkgerät ein-mommen, die Hand vollzieht die notwen-Igen Griffe. Eben liest der Beobachter, Un-^roffizier K., die steigenden Geschwindlg-.eitszahlen, 170 ... 180... dann hebt Feldwebel R. sein Flugzeug sicher vom Boden ab. In großer Höhe sammelt sich der Verband, Jagdschutz kurbelt hoch und dann: Kurs Malta! Hellweiße Wolkenschwaden huschen gespensterhaft an dem Flugzeug vorbei, nehmen für Sekunden die Sicht. Terufllscher Tanz vor der KUste Links das weite Meer unter uns. Geschlossen fliegt der Verband gegen das Ziel, überwindet spielend Kilometer um Kilometer. Immer näher kommen wir an Malta heran. Scharf spähen die Augen den Himmel ab, tasten sich vor zum Horizont, dorthin, wo nun bald die Steilküster der englischen In-Hclfestung aus dem Wasser ragen muß. Gespannte Erwartung ist in una. Und dann ist jäh das La.uerti im Ungewissen vorbei Kaum haben wir die KUst» PK-Aufnahme: KricKsberichter Petcrtil (Wb) Nach der Rückkehr von Malta Der Beobachter (links) zeigt dem Flugzeugführer die genaue Trefferiage der Bomben an. Deutlich spiegelt sich auf den Gesichtern die Anspannung der letzten Stunden von Malta gesichtet, beginnt ein teuflischer Tanz: Spitfires greifen an! Drei Stück, sechs, zehn.., Sie stoßen aus der Höh« auf uns herab, verwickeln unsere Jäger In Luftkämpfe. Verbissen und zäh greift der Brite an. Blitzschnell flitzen einzelne Splt-fires in den Verband der Kampfflugzeuge, versuchen ihn zu sprengen. Deutsch-italienische Kampfkameradschaft Eben wollen zwei Spitfires zu einem verderbenbringenden Angriff auf eine Ju 88 ansetzen, da stößt ein italienischer Jäger auf die beiden Briten zu. Ein voller Feuerstrahl aua allen Rohren.,. eine Spitfire ist getroffen, grelles Feuer leckt am Rumpf, mit einer dicken Rauchfahne stürzt si« steil ins Meer. Ein Sekundenwerk. Im nächsten Augenblick hat der italienLsche Jäger die zweite Spitfire im glänzenden Angriff erledigt \ Noch immer eine tolle Kurbelei. überall tobt der Kampf. Angriff und Abwehr in wechselnder Folge, gefährliche Leuchtspur zuckt durch die Lüfte, Stahl schlägt auf Stahl. Jetzt hämmert, das Maschinengewehr unseres Funkers loa. Eine Spitfire geistert wie ein häßlicher Vogel vorbei, grau und rußig im Auasehen.» Rechts neben uns werde icti für Bruchteile von Sekunden ein düsteres Bild gewahr: Eine Ju 88 ist getrdf-fen, geht steil nach' unten. Dort ein Fall-achlrm.., — dann ist mir die Sicht genommen. Inzwischen sind unsere Bomben'gefallen. Wieder meldet der Funker: >Achtung, Spit-fireslc Feldwebel R. reißt die Ju in die Tiefe, er beherrscht sein Flugzeug -roll und ganz. Eine Wolke taucht auf. Hinein! Und dann dicht hinunter auf das Wasser und Kurs zurück. Kriegsberichter Josef Laschober, PK Zuviel ZigamR für CInirdiUI Wirklich,^ die persönlichen Betiehungen zwischen Churchill und StaHn müssen nicht gerade zärtlich sein. So .sehr sich das aus den Meinungsverschiedenheiten der beiden über die Kriegserfordernisse begreifen läßt, so sind sie sich offenbar auch gegenseitig so unsympathisch, daß einer dem anderen geradezu mit Lust »eins auswischtt. Da hat nun — man höre! — Stalin seinem britischen Gast seinerzeit, als Churchill in Moskau weilte, eine Kiste Zigarren gs-sche^nkt, weil er wußte, daß Cliurcliill ohne die Zigarre zwischen den Lippen nur ein halber Menscli ist. Der Brite bekam sogar noch ein Kistchen als Gastgeschenk mit auf die Heimreise. Und was tut Churchill nun mit dem kostbaren Kraut? Er verschenkt es! F.r hat die bolschewistische Gabe, wie Globe-reuter meldet, zu beliebiger Verwendung »zur Verfügung gestellt«! So etwas tut man doch sonst seinem Spezi nicht an! Aber Churchill hat in Moskau, sclieint es. iiicht*> geschmeckt, weder die Politik, noch die Zigarren. Und da er selbst im Kreml mehr als eine »Zigarre« bekam, gibt er nun eleich die ganze Kiste weiter. Wird man das im Kreml glicht übelnehmen? Es werden doch nicht gerade Stinkadores gewesen sein, die man Churchill in die Reisetasche schob! CSJMln 'ALTA Se^tHgmgmi ^ ^ C u. liifaii ^ ^ BsvMm Strmset! mrna ^ ^ ^ ^ MSkeKmäBftrw fals- iBin/tmm UMätianti kJigne SUksoH ßleoim^ rSrihomts e^Sf/eh iJkh'mmv ^^Z'Zabhiem L'Uk» ZfAhintr BSrktHmrn X'Xetichia A Kirte; \rchiv Scite 4 »Marburger Zelhingc 21. Oktober 1942 Nummtf 2d4 VotA und JCutüu biür- BDd BaliMteiialmd lerMrl Abtii hi Cilli Das Konzert, das der Kainmersätijer Her- Alsen in Verbindung mit Pr. flgon Kor-iiauth in Cilli fibt, vcrspriclu durcli den hohen Rani dir Künstler und durch die erlesene VortraKsfoljfe ein lanz seltener Kunst-;;enuß zu werden. 'CinniütiK hebt die Kritik cas prachtvolle Urjtan und die hinreiüendc Oestaltunjfskraft dey Bassisten der Wiener Maatsoper hervot und unterstreicht die technisch souveräne Meisterschaft und das starke Musikteniperanient des Pianisten. Auf dem Proitramni stehen neben emiffen der inaciit-\ollsten Tnndichtunjicn Sclriberts (Grenzen iler iMensclilieit. An Scliwajier Kronos, Gruppe . US dein Tartarus) seine seltener gehörten I ieder ans op. 2\ sowie Mut . Der stür-n:ischc Moryent n, a. \On Carl I.oewcs s^ro-Ücn FJalladen werJen einige der crischütternd-^ten und hinieilicniistcn wie »l'ld wiird*. Odnis Alecresritt ii. a, ni. zum \ ortran l-oniincn. I»as Kon/.ert findet am .Mittwocli. tit'i) il. Oktober, mn Lilir. im S.tal des Kieisliiuiscs in Cilli statt + Der Tod des Bildhauers KdUfftingen. Vor kurzem stdrb in Wien im 87. Lebens-jrjhr der Biidbauei Ptotessor Richard Kauflungen. Er war lange Zeit hindurch nis Lehrer der Bildhauerscbule an ritr Wiener riauenakademic tätig und war Milglied des Wifner Künstierhduses. Sein bekanntestes Werk ist das Rdlael-Donner-Denkmal am Schwarzenborgpaiais, auch der Raiiierbrun-nen und der Sirbrnbrunnen stammen von ihm. Karl Ftöhm — Wiener Stantsoperndirek-tor. Mit Znstltniinintj des Reichsstattltalters und Reiclisleiters ISalJnr von Schirach hat der Clcncralintendant der Staatsoper iti Wien. Lothar Miithel, don bisl»ericcii Staatsopern-direktor in Dresden. Professor Dr. Karl Böhm, zum Direktor der Staatsoner Wien berufen. Ais N.n.iifol.uer wurde mit Zustiiil-mung des Reiclisstattiiaiters und (jauleiters NUitschmann der ncncraiirnisikdirektor Karl filmendorff. Mannheim, zum Direktor der Sfaatsoper Dresden berufen. Der Reiclisnii-iiister für Vöiksaufklärun;; und Proiiaganda l»r. ol P«'«rl Harbour im Spielfilm. Tn .lapan .sinci liie Vorboreitun^'^en 7M einen; frrüiien Spielfilm, der das htstori-.ct he Genrhehen de.s Anerrlff« jnpanischer Flujfzrtjf^e auf die noiiJamerikanische Flotte bei lYarl Hurbonr und die prroßen Erfolffe fiiespfi ITntrrncbniens zum Inhalt hat, zu Kndt Kcfibrl. In einem Vorort Tokios «ind von der Toho-Filmpo8ell«chaft Rroße Bauten durchgeführt worden; man bat Modelle mit ^ienatior Narbahmung der amerikani-.srben Kriegssobiffn und der militfirischcn F.inrichtunft des Hafens zur Zeit de« An-^jriffe.i verfertigt. EleUtfi.sch betriebene kleine IT-Bocjte und Flug:ze\i>?e werden, der Wirklichkeit entfiprechend, den Angriff re-UonHtruieren. Der Uenifseur wird von Vertretern der amerikanischen Marine beraten. Untwslvirisch« B«rgknapp»n im Dtenst cl«iitsch«r Kultur 1 ritails drittes Symphrtni^-Konzert — Musik Roderich von Mojsisvics - Mojvars und g-moll'Syinphonie Motartt Zugleich mit der tröfftiung der Volkshil- h-ographitch bekennt, »Zwti Skikzcn für uiin{^sstä1te Trifail durch tlen Sfeirischen Hei-niatbund am 24. (Jktober bc{^'innt die Kreis-mn^ikschnle Trifail des Stcirischen Musik-schiilwcrkes mit ihren Zweigschulen Ficht.il imtf FJIinjjen ihr neues, reichhallißes Arbeits-jrdir. Der Leiter der Krelsmusikschule, Miisik-•^chuldirvktor Pp. Konrad Stekl, hat es ver-sljtiulen, innerhalb eines Jahres im Trifailer S\ mphonie-Orchester einen Klangkörper aut-/nhnuen, der bereits anlai^lich den Trifailer Krtistape.s mit der Darbietung der »tpmont-Ouvertürv' die uneingeschränkte Anerkennung des Bnndesführers fand. In das neue A'-heitsjahr 1^42-Ki tritt die Kreismusikschule mm mit ihrem dritten Symphonie-Konzert ei:i. das die weitgesteckten künstlerischen Ziele ihres Leiters hell aufleuchten l.ißt. Die Pflege ehrfürchtiger Tradition im Rewußtsein det kostbaren nuisikalischen Kdelsteine im Kiiltnr.schatz des deutschen Volkes steht ebenso aiit dem Progratiim der Kreismusik-schiile wie die schwnng\olle idealistische Pionierarbeit für die schöpferischen Meister lind die ins Neuland der musikalischen Zukunft vorwörtssiiirmcnden musikalischen Kräfte der ("iegenwart. rinem Sohne der grünen Steiermark und führenden mnsikalisehen üestalter unserer Tage. Rodirich von Mojsisovies-Mojsvar. der in diesem Jahr seinen W. Geburtstag feiert, ist der erste Teil des Konzertes gewidmet. Weitetbildung romanzischen Musikempfindens im (ieibte unserer Zeit stellt das musikali.sche Schäften des Meisters dar, wie er selbst auto* Frauen-Chor«, die »Nordische Romanze« und die Istrianische Serenade« werden die mu-sikfilische V'orstelhmgswelt Roderich» von Mojstsovics vor seinen Trif.iller Hörern offen-ba» werden lassen. Den Übergang zum zweiten Teil des Konzertes bildet das anmutvolle, melodiegesät* tigte Violoncello-Konzert B-dur von Luigl Boccherini, einem Zeitgenossen Josef Hig Jahren in Graz zuletzt gelesen, auch aus dem Schillcrroman. Am nächsten Tag war ich bei Peter Rosegger. Und er hat sehr viel für mich getan. Fs ist daher ganz richtig, daß ich aus dem Schillerroman le.se.« Das Kapitel »Schillers Weihnachtsabend« ftlhrte zum Höhepunkt der dichterischen Darstellungskunst, getragen von einer vorzüglichen Wie-ticrsabe. Mit Lebensweishelten In Vers und -f Richard von Schaukai g«storb«n. Tn Wien ist nach monattlan^em Sitcbtum d«r Dichter Richard von Schaukai im Alter von 68 Jahren gestorben. 0. tirtMti dtr deutschen VoBcignippe ki Ungarn tür das Wintirfliltswerk. Nach einem Aufruf des Führers der deutschen Volki-gruppe In Ungarn ist das dieslihrlge Winter-nllfswerk der Volksgruppe eröffnet. Er verbindet damit den Appell zum freudigen, tat-kräfngct Einsatz der Volksdeutschen im In-tercbse der Front. 0 13UOOO Joch OrundbesitK für ungarische Krontkäffipter. In Ungarn lat ein Qeseti in Vorbereitung, nach dem im Verlauf der Ent* eignung des jüdischen Grundbesitzes in Ungarn L^OOOO Joch ungarischen Frontkämpfern zur Verfügung gestellt werden. 0. Neue kroatische Brietmarktn. Die kroatische Postdirektion hat neue Briefmarken »tt O.TS Kima (olivgrün mit Bild der Stadt Wa-raFchdin), 3 Kuna (rothraun mit Bild Kathedrale von Esseg), 5 Kuna (blau mit Bild der Stadt Semlin) und 12 Kuna (hellbraun mit Bild der Stadt Klisch) herausgegeben. 0. Gefaßter jüdischer Vermögensichieber m Buiüfarlen. Eine pifttzilche Revision bei drei grof^en Industrieunternehmen In Bulgarien ergab, daß der Hauptaktionir. ein Jude, seine Aktien im Werte von einer Mill. Lewa durch Scheinverkäufe an Bulgaren übertragen hat. Bei einer bei Ihm vorgenommenen Haussuchung wurden weitere 30 Kilogramm Qold im Werte von 12 Millionen Lewa gefunden, die sämtlich zugunsten des Staate» beschlagnahmt wurden. In einer Schneiderwerk.statt eines Juden wurden gleichfalls fl.^0000 Lewe gefunden, die der Beachlagnahme verfielen, da sie nicht angemeldet waren. Die Betroffenen sehen schweren Strafen entgegen. 0. Das Bairam-Fest in der Türkei feleilicb begangen. In diesen Tagen feierte die Türkei das Balram-Fest, das ffroße Feiertage in sich schließt. Alle Amter, Schulen und Geschäfte blieben drei Tage geschlossen, nur die Zeitungen In nlchttürkischer Sprache erschienen wie gewöhnlich. Der andere Haydn Johann MicbacL der Bruder des berühmten Joseph Auffallend ist der Doppelfall von zwei Brüdern, die auf dem Gebiete der gleichen Kunst Her\orrrgcndes leisteten, ohne gleich großen Ruhm zu ernten. Wir denken hier besonder! an den Bruder Joseph Haydns, Johann Michael, von dem man hOchtt selten etwas im Konzertsaal hört, den zweifellos sein bedeutend berühmterer Bruder beherracht. Wohl war Joseph Haydn der Begründer unterer klassischen Sinfonie, wie auch unieret Streichquartetts. Dafür darf Johann Michael den Anspruch erheben, die ersten unbeglei-teten Männerquartette geschrieben zu hiben, also der eigentliche Vater unseres Mlnner-cliorgesanges gewesen zu sein, de$Mn Aufblühen allerdings erst nach seinem Tode möglich wurde. Eigenartig ist die menschliche Verschiedenartigkeit zwischen beiden Brüdern, überblickt man die unerhörte Fruchtbarkeit beider an Reim schloß dieser eclitc Dichterabend, der t mi.sikali.-chen Werken, so findet man in ihr als zweiter in der Vortrnsfsreihe der Kante« radscliaft Steirisclier Künstler und Ktinst-freundc die hohe Aufsähe der Kameradscliaft. \'crmittlerln zwlsclien Kühstier und Volk zu sein, unter Beweis stellte. ^ Später las W alter vnn A^olo in der ( jauscliule \T)r der Trauen'iclnft. in Leoben und Mürz-•/-usclilaü. Kurt lli!dcbrai)d .Matyiak + Goetheraedaille für Hugo Thimig. Der Führer h'it dem Holschfiuspielor i. R., Hugo Thimi^, in Wien aus Anlflß seines 70jährigen Jubiläums in Würdigung seiner Verdienste um das deutsche Tbeaterlcben die Goethe-medaillc Iur Kunst und Wissenschdlt verliehen. 2)as itedocme Jxh Roman von A. von Sa Genhofen 2n. ,,Vater urhimplt, wenn wir nicht um zwhif Uhr, .Sriqt Fritz. .Ich nehme das schon auf mich, Junrjens. Hdbt keine Angst", beruhigt Berndt sie. ..Hier müssen wir halten!" schreit plöl/lich Hans laut „Da drüben sind die Felsen!" Berndt stoppt den Wagen und springt m't den .hingen» heraus. Sie laufen 7w den Blöcken. Hans ist voraus. Vloos fliegt unter seinen Händen Im Bogen * eg, er driickt flas Cesicht in den Spslt, Idhrt mit dem Arm hinein und hält trium-phinreiid eine groiic Ak'^n'nsche ho.h. „Da ist siel W.-^nn wir groß sin 1, h >hrn wir auch solche Tasche, Fritz und'irhi Bitte, mnrh' sie auf!" Berndt nimmt sie In die Ha-id und liihlt. Wie ihm das Blut ans d«'n Wjnr|im w.ficht. Boflmann kann slf abgeworfen haben, als er sah daß keine Rettung mehr war, l^hrt es li m durch den Sinn. ,,Bitte, mach' sie aul!" ..flier nicht. Kinder! Ich brauche einen Schlüssel dazu, Überhaupt mache ich eucii emf'n Vorsfhitig Was wollt ihr mit d«'r Tasche anlringcn/ Sio duseinanderschn idrn, «.o dcih jeder seine Utiltte bekommt. H'lrlt 'br nicht, dris waro schode darum Wenn ihr «:o gioli seid, daß ihr sie brauchen kiVnnt, i?t sie nicht mnhi sr hiin und ansehnlirh gen: (j, 7timal Sie an diesem teiu bten Aulbew.ih-ninnsort schon qebtlen hat. Durum mache "b ♦»Hf h einen Vixs'Ich kaiifp sie e^Kh "'■) nnfl ripbe letlfin ihn M^nk fin ll 'Üte, M^uis mid t rit' luiljen ubene Miinder. Zehn da» einzige beiden wirklich üenieinsame. Der im Nachruhm (jliickllchere. der uns so wohl bekannte Joseph, war in Wahrheit der vom Leben recht stiefmütterlich Bedachte; dies gilt wenigstens fllr seine Ehe. Seine Frau, Tochter eines Wiener Perflckenmachers, soll manches wertvolle Manuskript Ihres Mannes, darunter Sinfonien, kaltblütig zum Ofenanfeiiein verwendet haben. Ganz anders glückte es unserem Johann Michael, der in der Tochter des Domkapell-mcister.-^ Lipp, iMaria Magdalena, einer ausgezeichneten Sopranistin, eine Weggenossin fand, die seiner hohen Kunst mit vollem Verständnis entgegenkam. So fühlte sich denn Johann Michael als Orchesterdirektor, dann im mu.mtLmtmrnmmmmmmmmsam Konzertmeister und Organist in Saitburg, so wohl, daß er alle ehrenvolle Anträge zu grö-fieren und noch auMichtsreicheren Stellunten abschlug und 44 Jahre lang sein Saltburger Amt verwaltete. Er war fünf Jahre jünger als Joseph, starb aber schon 1806 in Saitburg, also drei Jahre vor seinem älteren Bruder. Seltsamerweise tat er alle», um nicht berühmt zu werden; er gab seine zahlreichen Kömpositionen nicht zum Druck und schlug dem schon damals bedeutenden Musikverlag Breitkopf A; Härtel ab. Ihm Werke zum Druck zu überlassen. So blieb fast alles Manuskript, vor allem seine unzähligen Kirchenkompositionen, neben denen er nur .'^0 Sinfonien, drei Streichquartette, ein Sextett und 50 Präludien für Orgel hinterließ. Im gleichen Jahr 1707, in dem seinem Bruder die Hymne gelang, die unser l'->utsch-landlied wurde, gab auch Johinn Michael Lieder heraus, >Dle auserlesene Sammlung von Liedern mit Melodien«, von denen kaum nn<> etwas gesungen wird. Gar manches seiner von den Zeitgenossen sehr hochgcschäti-ten Werke wurde versehentlich unter dem Namen Josephs bekannt, wie ja auch noch der Verfasser des Mozartverieichnissfs, Kftchel, tinter Nr. 444 Michael Haydns Sinfonie in 0-dur Mozart zuschrieb. Johann Michael liebte die Stille und Einsamkeit seines glücklichen Heimes, das feinem berühmten Bruder niemals beschieden war. Hier mag man das Walten einer höheren (ierechtigkeit erkennen, das dem einzelnen Sterblichen nicht ungezShlt alle GlUcks-güter zuteilt, Friedrich Baser mMmmmmmmmmmmmmmmmmtmmm Mark für so 'nen ollen Kram? Dann aber iu-beln sie und zählen auf, was sie sich allos dafür kaufen wollen. Berndt schaltet neunzig Kilometer ein. Die Ungeduld verzehrt ihn. In 2ehn Minuten sind sie zu Hause, „Ich nehme nie Verspätung aul mich. Die Jungens können nichts dafür!" sagt er hastig in die Küche hinein, „Bitte, das Essen erst in einer Viertelstunde." Dann läull er die Ireppe hinauf in sein Zimmer, schließt hinter sich ab und nimmt sich nicht erst die Zeit, den Mantel auszuziehen. Er schneidet mit seinem Taschenmesser das Leder aul und läßt sich auf einen Stuhl nieder. Er muß sieb die Stirn mit einem Taschentuch trocknen, sie ist ganz feucht. Die Diamanten sind da. Die Verträge, liegen dabei. Es fehlt nichts. Das ist wahrhaftig ein seltener Zufall, denkt Berndt. Nein — Bestimmung, rätsel-haft-segensvolle Fügung. Und der, dem diese Tasche gehört, lebt, muß leben, fühlt Berndt visionär; — denn sonst fehlte diesem Fund die logische Eingliederung in das menschliche Schicksal. * Auf dem Schreibtisch des Bankdirektors Gersfenburger läutet das Telephon. „Kirsch soll kommen!" Als Kirsch in den etwas dämmrigen Raum tritt, der alles Llrht nur auf dem großen Srbrelbtisch versammelt, sieht ihm der Di-rr-ktor entgegen und hält in der beringten Hand einen Zettel hoch. „Lesen Sie diese Depesche, Kirsch!" Kirsch nimmt das Formular und liest. Er <»trht vor einfm der ledersessel. AI» er g»« ienen hat, lallt er hinein, steht aber gleich wieder erschrocken auf. ,,nerr Direktor, das Ist ja — — großartig — wiind^rvolll" Sein fJesitbt ist gar nirh' Direktor Gerstenburger lichelt, „Bleiben Sie nur sitzen, Kirschl Der freudige Schreck ist Ihnen in die Beine gefahren. Sie sehen, daß ich recht hatte. Man soll sich nicht zu früh den Kopf zerbrechen. N« ja, die alte Schule hängt halt noch an Ihnen. Lassen Sie sofort unserer Filiale in Berlin wi8i«^n, oeß wir zur Kenntnis gendmmen haben, daf> dio Edelsteine durch j-Ierrn Berndt bei ihi deponiert worden sind. Gleichzeitig soll veriin-laßt werden, daß dem Gastwirt Schlüpke zugunsten stiner Söhne Hans und Fritz ein Mn> derlohn von 5 Prozent de* Wertes ausgezahlt wird, und veranlassen Sie weiterhin. d«5 Doch heute im Kundfunk mitgeteilt wird. da0 der flüchtig gewähnte Herr Bodmann leider bei dem Absturz ums' Leben gekommen Ist, sich erfreulicherweise aber das ihm anvertraute Gut gefunden hat. Bs ist immer bes> ser, eine Bank «ählt keinen Defraudunten zu ihren gewesenen Angestellten. So, nun schicken Sie mir bitte das Börsenblatt von vorgestern," Kirsch steht ruckartig, fast verjüngt auf. „Jawohl, Herr Direktorl Als er durch die Doppeltür schreitet, lächelt er vor sich hin und denkt: „Gott sei Dank, dafi alles wieder da istl Das Ut wahr* haftig kein Pappenstiell" * „Frau Schlüpke!" ruft Berndt in die Küche hinein. „Ja bitte schön?" gibt sie freun:i1ich tragend zurück. „Ich komme heute nicht zum Essen, mache einen größeren Ausflug, Abends bin ich wieder da." „Schön, Herr Berndt. Viel Vergnügen!" Danke!" Berndt geht in die Garage und mehr bleich und wesenlos. Es ist vrrjunn' holt seinen Wagen heraus. Es ist ein ganz und tiiscb i hellei, windstiller Tag. Dtis Meur liegt harm- los, wie eine schiefende Katze, in der Sonne gegen den Horizont ein wenig abgewölbt und seidig glatt, mit schnurrendem Geräusch. Es sind die kleinen Wellen, die sich spielend zum Strand tragen. Es kommt Berndt, wi« er an diesem goldenen Herbsttag so die gepflegte Küstenstraße entlangfährt, sinnlos vor, auf der Suche nach einem toten Menschen zu sein. Ob ar es nicht Haber aufgibt und heimkehrt? Sein Herz klopft stärker, er hört es klopfen. Dies tut es immer, wenn ihm Gerty in den Sinn kommt. Ob Bodmenn verschollen oder tot ist, bleibt sich einerlei, tn beiden Fällen ist sie für ihn frei. Aber sein Beruf treibt Ihn welter, zwingt Ihn, nichts unversucht zu lessen. Ohne schlüsalge Beweise f(ir eine Sache heimkehren das gibt ea nichtl Seine Liebe zu Gerty entspringt nicht alnn* liebem Verlangen. Sie ist einfach und oroB, so unverlangend für sicli wächst eine Liebe nur aus einer gemeinsamen Kindheit heraus. Neue Zuversicht erfüllt ihn, Ist die Tasche gefunden worden, wird sich auch eine Spur von ihm selbst finden, Tn Olt bleibt er über Mittag, Da Markt ist, mischt er sich unter die Stadtleute und Fischer, An einem Blumenttand kauh er ein paar rot« Rosen, ohne zu wissen, wem er sie geben soll. Er trägt sl« zu seinem Wagen unu liegt sie auf den leeren Sitz neben sich. Nach kurzem Umherwandern iöt er in einem Gasthof zu Mittag und läßt den Wagen dort. Dann schreitet er über kleine, schmale, sandige Wege und turnt zwischen den Klippen herum, bis es Nachmittag geworden Ist. Er ist ärgerlich, daß auch dieser Tag zu Ende geht, ohne Neues gebracht zu haben. Das Meer hat plötzlich seine Farbe verändert. Es kommt eisrngrau und mit hartem An-RCblaq r\im Ufer, Im Osten wird der Himmel schwarz. »Marfeurger Zeitung« 21. Oktober 1942 Seite 5 Mutter und Kind gilt unser« Sorg« In 33 Mütterheratuncen 817 Kinder und S2 werdende Mütter untersucht WlDdischgraz erhielt eine Volksblckerei Unter zahlreicher Beteiligunv der Bevöl-Trn Rerichtsmonat September wurJe dicl\^nrdcn. I)ie üesrtintbe«uclier^alil in den ki^runR fand die>er 'l a^e in \S indischsrai Zahl der Kindertagesstätten itn Kreis Mar- milfsstcllcn hc/iffert sich auf 163! Personen: die Pröffiiuns der N olkshiiciierei statt. In burjf-Land utti weitere zwei f'-i ntekinderffur-1 aulierdein wurden w eitere I""aniilien in 173J .seinen einleitenden \\urien betonte der Bür-ten auf 30 erhöht, in denen S6 Fach- und i hüusbesuclicn crialit. Mit Lebensinitteln, Be-j (-eriucistcr die croL'iC Ausw alil werlvoller Hilfskräfte beschäftigt sind. In den Kinder- kleidunß und Präparaten wurden betreut: f^üclier und Zeitschriften, die' nun allea tagesstatten sind nunmehr 1062 Kinder ein- i„4 vverdende Mütter, lü9 Wöchnerinnen, 108 , Schichten der Bevölkerunj zur Verfü^uns Keschrieben, von denen derzeit 417 mit 91M ' ..... Mittagessen verköstitct werden. Im Kre'sjue-biet sind fünf neue KinderRärten der Vollen-duna nahe, während mit dem Umbau von weiteren acht begonnen wurde. in den Hilfs.stellen Mutter und Kind fanden in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt 33 MiitterberatunKen siatt. bei denen ^17 Kinder und 52 werdende Müter untersucht Sänelitiffc und 24 Kleinkinder. | stehen und lud die licwohner von Windisci»- \'on der Juciendhilfe wird derzeit Aufsicht ci"' von dieser Möglichkeit regen Gc- üher 510 Pficaekinder und Amtsmündel «e- "brauch zu machen. Kreisinspekteur und Orts-führt, die mit nur «erincien Ausnahmen alle l ßfuPPcniiihrer Kaltenböck hob die noch bei unter 14 Jahre alt sind. Weitere 40 laufende 1 h«lehcnden .-an 4 .1 , . < rj^ i chen Schwierigkeiten hervor und richtete ".y.' 11" l-esnnder, an diese die Aufforderung, die Schutzaufsicht, auf .Ius:endj:erichtshilfe und ürzlchuncsberatunc. Die Front spricht zar Heimat (jut besuchter Vortrag der Volksblldungs* stätt« Cilli In dem bis zum letzten Plätzchen gefüllten Kroßen Saal des Deutschen Hauses in Cilli .sprach Leutnant Adolf Becker über seine Erlebnisse an der Ostfront. Aus seinem hinreißend gebrachten Vortrag sprach das gante m. Opfer der Arbeil. Der bei einem Mftr-burger Baunnternebmen bescbältiqte, aus Kroatien qcbürtine Sljähriqe Arbeiter La/.flr Vojim, derzeit in der Mozarlslraftp wohnhaft, wurde bei der Arbeit am Bauplatz,e vom Aufzuge erfaßt und blieb mit schweren inneren Verletzungen liegen. — In einem Mtir-burger Betrieb kam der 32 Jahre alte Schlosser Anton Kunstl aus der BIücherstraRe in Ki'oße Rrleben des deutschen Frcintsoldateii. ■ Marburg mit der rechterf Hand In eine Ma-Dle wirklichen N'erhältnisse im Sowjetpara- ' schine. wobei ihm der Daumen abgst-ennt dies, dil Mentalität des Sowictmenschen- und und der Zelgefintier verletzt wurd*. ~ Soldaten, die ungeheure Weite des rusrischcn j Verletzten wurden vom Deutschen Roten Raumes wurden den Zuhftrern zum unniittel- Kreuz ins Marburger Krankenhaus überführt. hären Erlebnis. Die größte Wirkung des Abends aber lag in der Schilderung der schlichten Größe des deutschen Frontsoldaten, wie sie so wunderbar in den Worten des frelwilllRcn Stoßtruppmanncs »Wann's mi brauchen, geh i a mit« zum Ausdruck kam. N^it einem Sieghell auf den Führer sciiloß l.eutnant Becker seinen Vortrag, der den Zuhörern, übtr 600 an der Zahi, zum bleibenden Erlebnis wurde. Kurl du ORR in Wlndlichgrai Wli in den übrigen StAdten der Unter-tteiirmark, findet auch in Windiachgraz dem-niehat ein neuer Kurf für Helfer und Hei* ferinnen dea Deutschen Roten Kreuzes statt. Uber dat Ziel und die Wichtigkeit des Aua-bildungakuraea braucht nicht viel erwähnt zu werden, da ea bereite Jedermann bekannt ist, von welchem Nutzen eine solche Ausbildung für den einzelnen und für die Ce-samtheit ist. Der Kurs wird 20 Doppelstjiuif^n umfassen, vom Arzt Dr. Ulrich geleitet wer- Vnlksbücherei zahlreich und ständig zu besuchen und sich so durch das Lesen guter deutscher Bücher selbst in der Sprache wei-ttr/uhildcn. Nncli der Übergabe der Bücherei durch den Kreisinspekteur an den riürgcrnieister eriolgte die Be.^ichticuns der N'olkshiicherei. die bei den \ olksRenossen rescs Interesse fand. m. Eine Kampf-Sportanlage entsteht in Windischgrai. Kürzlich wurde der erste Spfi-tenstich 7ur Kflmpf-Sportanlage In \Viodisrh-graz durchgeführt. Ortsgruppenführer und Kreisinspektor Kaltenböck sprach zur angetretenen Wehrmannschaft und stellte die Cja-meinschaftsarbeit aia höchstes Ideal im nationalsozialistischem Deutschland vor Augen. So wird dieses Werk der Ertüchtigung unseres Jungen Volkes im Gameinschuftsqei^^t erstehen. Der Kreisinspektor tat den ersten Spatenstich. Zu dieser Peiergestaltung halten sich die führenden Männer der Stilt eingefunden. Nach Abschluß der Feier begann die Wehrmannschaft soglcich tnit den ersten Arbeiten. ' ' m. Der Kranz des Führers für Dr. Leopold Pötsch. in St. Andrä bei Wolfsberg fand am Monfagnachmitleq in Anwesenheit von Gauleiter Dr. Rainrr, de.s gesamten Gaiistahes von Kärnten und zahlreicher hohar Vertre-tfr aus Partei, Stciat und Wehrmftcht des Ciaues Kärnten und der Ndchbargaue die Trauerfeieriirhkeit iiir den verstorbenen Lehrer des Führers, Professor Dr. Leopold Pötsch, statt. Die Trauerrede hielt Steilv. Gauleiter Tbimel. Gauleiter Dr. Rainer legte am Grabe des Verstorbenen einen Krana des Fiihrers nieder. m. Unglücksfälle in Cilli. Vom Deutschen Roten Kreuz wurden in das Cillier Krankenhaus folgende Verunglückte eingeliefert: Philipp Kälterer aus Tüffer mit einer gefährlichen Rißwunde, Franz Janschitsch aus Esrhtal bei Römerbad mit einem doppelten Armbruch, den er bei einem Sturz erlitt, Jn-sef Tschurek aus Dornbichl mit Kopfverlat-Zungen, Stefan Hren aus Burhenschlag mit einem Unterjchenkelbrurh, Leopold Pölmar aus Unter-Kötting und Johann Maren, C'lli, wegen mißglückten Selbstmordversuches. Nachtmusik im alten Grenzschiost Streichquartette und Volkslieder anläflilch des Krelstaxes in Rann Altes, hohes ücinäucr von wildem Wein umsponnen. darüber ein samtschwarzer den und zweimal wochentags von 20 bis 22 Uhr stallfindcn. nie Eröffnung des Unter- nrhtei wird Dr. Korichitz vornehmen. Ari*.jj|gj Klänge Schuhertsclier Musik in der nieldüngen werden am Sonntag, den 25. Oktober, von 9 bis 11 Uhr, In der Unfallstelle des DRK in Windischgraz entgegengenommen. m. Von der Stadtbttcharei Marburg, Wie uns die Stadtbücherei Marburg mitteilt, ist dieselbe für den Partelenverkehr jeweils Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von I.V30 bis 18.30 Uhr geöffnet, am Mittwoch von 11 bis 13 Uhr. Es ist zu erwaiten, daß sich die Bücherei seitens der leselreu-digen Einwohnerschaft größten Zuspruchs erfreut. m. Verunglückt. Der 68 Jahre alte Philipp Fuker aus Graz hatte am Bnrgplatz in Marburg das Mißgeschick auszurutschen, wobei er mit dem Kopfe in eine Aushgensrheibo stieß und dabei eine Kopfwunde .-»rl.tt. — FuRverletzungen zogen sich zu: An seiner Arbeitsstätte der 42Jährige Franz Wodou-schek aus der Immelmanngasse In Dr^uwei-ler bei Marburg, der 24)Shrige Hilfsnrbeiter Ludwig Kos aus der Waldgasse in Oberrotwein bei Marburg, und die BeamMn Mjrta Wiwod aus der Günther-Prien-Gasse. — Sämtliche Verunglückten wurden vom DRK ins Marburger Krankenhaus gebracht. Ahgc.schlossciilicit des Bur;(liofcs am Norabend de.s Krci.staj:es ... .lenselts der Mauern die kleine Stadt im Fahnenniecr und festlicher Stiinmuns. Wjlhrenil draußen die 7.t\{ an der Oberflüche .zieltet, weckt Musik in einer lauschenden Ocmeinde die tiefen und dunklen ürund-kräftc des Lebens. Denn die Mit^ik bedarf tiicht der aktuellen Bezosenheit auf Tatsächliches, sie registriert nicht das Geschehen, sondern weist prophetisch über die geschichtliche Wirklichkeit hinaus, sie ercänzt. erweitert utid erhöht. So zauberte auch Haydns Menuett in den Schioß-hnf an der flretize deutsches Rittertum und schlang damit Bande zwischen dem Finst und Heute . . Voraussetzung d^zu ist, daß die (Jcnieiiulc nicht nur Feier, Frhebung und Gemeinschaft der Herzen verlangt, sondern auch die Bereitschaft mitbringt für die letzte und eigentliche Bestimmung der Tonkunst: das Hinausführen aus den Grenzen des Realen, zum Idealismus des Geistes und zum neuen Glauben, der heute licranwachst. r>cnn (ilaube, Sehnsucht und Not waren auch die Diesen Findrücken konnte sich kaum einer der Zuhörer entziehen, die das Ullmannquar-tett mit vier besonders schönen und wertvollen Streichquartetten, jedes Markstein und Persönlichkeitsdokument ini Schaffen der Komponisten, erfreute. In formaler Abrun-dung im Klang, im Zusammenspiel und im Gestalten, wurden alle Werke in immer diskreter kammermusikalischer Stilhaltung und dem gewissen Mozartschen »gusto« gesudelt, die zuliefst beeindruckten, fesselten, erfreuten und bewegten. Den Übergang zum pulsenden Leben der Gegenwart brachten helle Mädchenstimmen, die alte deutsche und Qottscheer Volkslieder sangen, aus dem Zauberhanne klassischer Musik. Damit bot die Kreisstadt, wie tnIt sehenswerten Ausstellungen und der mächtigen Kundgebung am Sonntagmorgen, ein eindrucksvolles Bild politischer, geistiger und kultureller Arbelt, wie sie nirgendwo wichtiger ist. als an der Grenze, Gottscheer, Bessarabier, Dobrudschaner und Sildtlrolcr. bewährt in jahrhundertelan-ccnt Volkstumskampfe haben den .Auftrag an der (irenze verstanden und werden ihn. mit all den Männern von Partei und Staat, die ihnen zur Seite stehen, erfüllen. Schwert und Pilus: und Leier, diese L'rkräfte deutschen Oucllcii aus denen ein Schubert, ein Mozart \'()lkstum<; standen als unsichtbare Symbole und Havdn schöpften ... • libcr dem Kreistag zu Rann. Ordelt MuffiiMf 204 Atu Stadt und £aiid hUs« Utnsdiaa hab«s keine Liedsr" »Wo mAn aiAft, dt laft dich ruhif nieder — l)Ö8e Manschen haben keine Lieder!« Ea Haft ein Kömleln Wahrheit in jedem Wort, daa vom Volk fepräft wurde. So ist ea aicher kein Zufall, daß daa lleder&nnfte Volk Auf dar Walt dM engliache iat! Das Ist Tttaacha: echt« Volkslieder aind wohl in Irland und Schottland, aber nicht In England Ru Kauac. Dia anfliache Kr&meraeele Itonnia dort nicht achöpferiach wirken, wo dar QutU dea Volkatuma am reinaten und atirkaten niedt, t>#r Kehrreim dea »engliah aonfc htifit »Pfund« und »Dividendac 1 Daa Deutaehi Liad iat ein Bagriff in der ffanaan Kulturwalt. Im deutachen Volkslied nahen wir von unteren Ahnen ein klingendes Erba Uberliefert bekommen, daa nicht nur fehUtet, «ondern von Geachiccht bu Ge-achlecht vermehrt wird. Unaer Lied ist unsere JVelt, heute wia ehedem. Der Führer hat diesen Oedanken einmal in folgende Worte gekleidet: »Daa deutache Lied be- gleltat una von vmaerer Kindheit bia ins ^reiaenalter. Ba labt um una, und ea läßt, fftna fleieh, wo wir sind, immer wieder die Urheimat vor unteren Augen erstehen, nämlich Deutachiand und daa Deutache Reich!« Bei der zweiten Relchaatraßensammlung wirbt unaer deuttchea Lied In einer sehr netten Form für das Kriegswinterhilfawerk; aechs kleine Liederbüchlein, klein genug, um im Knopfloch zu baumeln, groß genug, urn als wirkliche Liedersammlung zu gelten, werden in den friedlichen Kampf geführt. Der ganse reiche, lebendige Liederschatz unserea Volkes ist hier in Kostproben zu einem Strauß gebunden. Die farbigen, reizenden Einbände achließen Volkslieder, Lieder der Bewegung, Soldatenlieder, Felerlie-der, Llebealieder und Kinderlieder ein. Diese Büchlein aind ein Spiegel der deutschen Volksseele. Daß die kleinen — aber nur äußerlich nicht allzu »gewichtigen« Heftchen im Feldpostpäckchen ganz große Freude machen, nur nebenbei. Die schaffende und die kämpfende Front holten sich im Lied neue Kraft. Und so wollen wir diese kleinen Sendboten deutachT Liederfreudigkeit auch werten: sie «ollcn una stärken in unserem großen Kampf, de8-»en aiegreichen AbachluB wir durch unsere Spenden und Opfer befestigen können. A. Sch. m. Den Bund fUra Laben schlössen Montag, den 19. d. M., vor dem Standesamt in Marburg Fräulein Gertrude Plautz von Kellers-ield, Tochter des bekannton Marburger Re-staurateurs und Hotellers, mit Herrn Dipl.-Ing, Wolfhard Ludwig aus Wien. m. TodasfÜlla. In der Znaimergass« 21 in Marburg verschied der 82jahrige einstige Schuldiener der Landrs-Obst- und Weinbau-schule 1(1 Marburg Jakob Lepei, dar dieser Anstalt mehrera Jahrzehnte hindurch in Treue und Pfllf-htbewußtseln vorbildlich gedient hat. Trote seines hohen Alters war Lepei erst vor einem Vierteljahr in den verdienten Ruhestand getreten. — In der Waldgasse 3 in Neudorf starb im Alter von 7 t Jahren die Private Gartfude Germ geb. Wauchnik. — In der Burggassa 28 in Marburg ist der 70jährig« Lederer Alois Spindler gestorben. m. Spielplan-Änderung im Stadttheat«r Marburg. Die Intendanz des Stadttheaters sieht sich aus krlegsbedingten technischen Schwierigkelten veranlaßt, die Erstaufführung der Operette „Maske in Blau" auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Um das Publi-kurn ru entschädigen, findet am kommenden Samstag ein sehr reichhaltig ausgestattfller „Bunter Abend" statt. Slonnvogel deutscher Einfielt Von Eitel Kaper Einem machtvollen Strom vergleichbar, der auf seinem ganzen Laut immer wieder aus reinen Gebirgsbäc hen gespeist wird und der in sich die ganze Fülle der deutschen Landschaft spiegelt, so geleitet das deutsche Lied seit der Frühzrit den Gang unserer Geschicke; Tröster in schweren und ernsten •Stunden, Kamerad jedem einzelnen in den Zeiten der Ernte und der Freude, Ansporner nnd Mahner auch dann wenn-das Leben einmal allzu behjibig oder nüchtern zu werden droht. Seit den fröhlichen und zarten, den streitfrohen und den besinnlichen Gesängen Walthers von der Vogelweide, seit dem Nibelungenlied. dem Hildebrand-, Waltari-und Gudrunlied, seit dem Aufklingen der f'kaldengeiünge und Sagas g^ibt es im germanischen und deutschen Geschehen kein Zeitalter, das nicht auf das überkommene Liedgut lurückgreift und — oft genug aus dem Namenlosen Neues hinzuschafft. Nicht mit Lfnrecht hat ein großer Historiker festgestellt, das deutsche Volk habe sich TRcht seine Freiheit und Einheit „ersungen". Gewiß wird nichts ohne den rechten Mann und die befreiende Tat erreicht, aber das Lied als Ausdruck des Volksempfindens, der ewigen *>ehn8Ucbt aller Deutschen haben die 'Br-sten begleitet und aufgerufen, Gut und Lnben für das Höchste zu wagen. Im Lied blieben die Glfln^reiten nn«!erer Gpschlrhte OMch dann noch lebendig, wenn ringsum nlles wie ein Hnhn auf die Grörte rirtitsrber Könige und Heidon SMnger und Denker wirkte Und wenn sich 'rgendwo eine kleine Vorhut zusammenfand tinter einer neuen verheißungsvollen Flagge, dann klang alsbald auch das alte Lied wieder auf. Singend zogen die deutschen Blutzeugen in den Tod, ob es nun gegen die Fremdherrschaft des Korsen, gegen die Armeen einer großen Koalition, zur Feldherrnhalle oder durch den Berliner Wedding ging. Es ist vom kleinen Heimallied, von der selbstversunkenen Zwiesprache einer deutschen Seele bis zum machtvollen Gesaug der Nation ein unendlich breites Feld. Was die deutsche Landschaft dem einzelnen zu t»agen hat, — das Lied spricht es aus. Das Lied bewahrt ebenso den köstlichen Schmelz reiner und unvergünglicher Liebe zweier Menschen, Lust und Leid der Familie, Aufbruch zum Kampf und sieghaftes Anstürmen gegen vielfache Übermacht, verhaltenen Groll über Zeiten der Untüchtigkeit und Dank an die Vorsehung, di« dem Volke in schwersten Prüfungen den Preis suerkannte. Wer die Stimmung im Heerlager des Prinzen Eugen und des großen PreuQenkönigs ganz miterleben will, der mag auf die Melodie des Eugeniusliedes horchen, auf den Dessauer und Friedberger Marsch und den bergeverietzenden Sang vom „Fridericus tex". Das Lied unterschlägt die kleinen und großen Miseren nicht, es kann fluchen und rüsonnieren^ aber es stellt alles unter das höhere Gesetz. Und ist es nicht ebenso im Jubelnden Radetzkymarsch, dem Prelslied auf den deutschen Soldaten der Alpen« und Donaugaue, im Lied der Kaiserjlger? Goethe, der uns das zarte „Heiderösleln" schenkte, Ist im Burschenlied „Ergo blbamus" von jungenhafter Übermütigkeit. Und Schillers Rel-lerlied aus dem DreiOlgjährigen Krieg „Wohlauf. Kameraden!" trägt schon im Text den mitreißenden Rhythmus der deutschen Kflvalleri«*, wie Beethovens Marsch für die Yorckschen Soldaten den Marschtritt der In- fantoriebataillone. Uhland verdanken wir den „Guten Kameraden", der längst zum wahren Volkslied geworden ist. Schubprt und Haydn, Brahms und neuere Meister sind reich vertreten in dieser Front, Und sind nicht schon Bachs Orgelmusiken ragende Lobgesänge an den ewigen Göll, den freilich keine Menschentüftelei und kein Dogma jemals /u erfassen vermag? Wo immer in der Welt deutsche Menschen wohnen, da wird auch die Wunderkrait des deutschen Liedes lebendig. Das muß schon ein trauriger Kerl sein, der keinen Sinn mehr hat für das deutsche Soldatenlied, für die mächtigen Chorwerke unserer Größten und für das unsterbliche Volkslied. Und so erleben wir — kurz vor dem Ausbruch dieses Krieges —, wie vor dem Führer der Deutschen auch die auslanddeutschen Sänger huldigend vorüberziehen, elend und verfolgt manche und in völkischer Not und doch mit dem deutschen Lied auf den Lippen. Adolf Hitler ist allen das lebende Zeichen dafür, daß auch in unseren Tagen noch aus der Tiefe des Volkes Melodien um Melodien aufsteigen, wenn nur eine Bewegung da ist, die die Herzen wahrhaftig bewegt, die Müden aufrüttelt und die Kleingläubigen beschämt. Horst Wessels trotziger Gesang ist längst zum Hymnus der Nation geworden neben dem Lied der Deutschen, das Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland ersonnen hat und das wir nach der Weise Josef Haydns singen Wird der neue Krieg die Sänger zum Schweigen bringen? Die Gegner mögen es hoffen, aber es kommt ganz anders! Während man in England und Amerika über den Mangel an Soldatenliedern klagt, während man das Gedudel jüdischer Jazzband- und .Swing-,.Harmoniker" zu einem Surrogat für echten Gesang emporlobt, blühen in Deutsch- n.TlP .-nnr: - tr'r land, an der Front wie in der Heimat, neue Lieder aus dem Boden. Der Atem dieses Schicksdlsringens ist in ihnen lebendig und manches von ihnen schreibt ein Feldgrauer da draußen, während ringsum das Geschütr-feuei kracht, wahrend die Maschinengewchie hämmern. L'nd zu den neuen Waisen Klingen die rwiggrünen Gesänge eines Arndt vnd Schenkendorf, eines Uhland und Körner durch das Volk. Wann hat man den Mdnn besser verstehen können, der den Deutschen einst zurief, daß der Gott, der Eisen wachsen ließ, keine Knechte und Memmen wollte? Was einst, vor 130 Jahren gesagt wurde, das wird erst heute voll begriffen: „Das soll es sein, das ganze Deutschland soll es sein!" a. Höfliche Verkehrsvorschriften. Daß Sich in Japan, dem Lande der größten Höflichkeit, auch die nehörden dem Publikum jregenüher des allerhöfüchsten Tones bedienen, kann nicht verwundern. Charakteristisch dafür sind die japanischen Verkehrsvorschriften. Da heißt es z. B.: »0 Automobil, du bist so schön, du bist schnell, du bist kraftvoll. Aber mißbrauche deine Schönheit, deine SchnelÜR-keit. deine Kraft nicht! Denke an deine kleinen Brüder. eiche dir so unterlejten sind: den ffund, das Pferd und den FußgSntrer. Der Hund fürchtfct sich vor deinen Reifen, die ihn so leicht zermalmen können. Gib ihm die Mößllclikelt. sich in Sicherheit zu brinten. Das Pferd erschrickt über dein Geräusch, deine nänipfe, deine schlechten Gerüche. Vermeide es. seine Ohren, seine Auaren, seine Nilstern zu b^HcidiReni Vor allem Ist der ruRgänffer dcrienljre, auf den du am wenigsten Rücksicht nimmst. Du tätest aber «ut, Mitleid mit ihm zu h.iben und Ihn ru »ehen. Denn morgen fÄJart auch er vielleicht Auto.« ;effe 6 »MarburgcT Zelhing« 21. Oktober IW2 Nummer 20^. Beim größten Weinfaß in Untersteier £in Befuch in der Kellereigenossenschaft Pettau Nach der Eingliederung des Unterlandes in das Reich geht auch das Genossenschaftswesen der Untersteiermark einer neuen Blüte entgegen. Als ausgesprochenes Weinland nehmen die Kellerergenoss«nschaften natürlich unter ihnen einen hervorragenden Phtz ein. Wir besuchten unlängst die Kellerei-genossenschdft Pettau, eine der größten Kellerpigrnossenschaften des Unterlandes; der Kreis Pettau ist ja auch der größte und bedeutendste Weinkreis dos Landes. Der Betriebsleiter der Genossenschaft, Herr Franz Wratsrhko, ist unser liebenswürdiger Führer, der uns durch alle „Geheimnisse" seines ober- und hauptsächlich unterirdischen Rei-fhes führt und uns eine kleine Ahnung von drr Wissenschaft um den Wein, hauptsachlich aber von der Wcinkellerwissenschaft vermittelt. Fürwahr, es ist eine Wissenschaft, die viel Studium und noch mehr Erfahrung erfordert, um all den heiklen Aufgaben zu genügen, die einem die Weinkellerci stellt. Denn der Wein im Faß ist ein recht schwieriger Gesell, er will mit Liebe und Verständnis behandelt werden, er hat seine Launen imd zeigt sie bis zu seiner Flaschenreife — wip eine Primadonna vor der Premiere. M/m merkt es gleich, daß jetzt in diesen Späfherbsttagen eine große Zeit für die Krllrrejwirtschdften da ist. Frühmorgens schon kommen von weit und breit Wein-bduern und Besitzer mit ihren Wagen, auf denen die mit frischem Weinmost gefüllten Fässer liegen und um und um duftet es nach dem süßen Saft. Vor der Kollereigcnossen-srhaft Pettciu, die sich gleich neben dem Stadtmuseum befindet, herrscht reges Treiben. Mostabnahme! Die Weinbauern lagern ihre Weinernte ein. Achthundert Kolloser und Pettauer Weinbauern sind die Mitglieder der Genossenschcilt.' Die Vorteile, einer Genossenschaft anzugehören, werden Qualität durch eine Weinbewertungskom-missiOD preistariflich bestimmt wird. Die Genossenschaft übernimmt auch den Verkauf und dann erhält der Weinbauer, der von allen diesen Geschäften befreit ist, stine endgültige Abrechnung. Ab Dezember kann die Kundschaft mit den ersten neuen Weinen des jeweiligen Jahrganges rechnen. Nun führt uns aber der Betriebsleiter Wratschko in sein unterirdisches Reich, in den großen Weinkeller. Fässer, nichts als Fässer! Sie alle harren der neuen Füllung. In Reih und Glied stehen sie da, dickbäuchig und rund — aus jedem Riesenfaß scheint uns das weinselige Gesicht des Gottes Bacchus wahrhaftig entgegenzulachenl In diesem Faß haben nicht weniger als 37 OOO Liter Platz — es ist das größte Holzfaß in der Untersteiermark und wurde in der Faßbinderei lacen hergestellt. Die beiden nächster Fässer mit m je 17 000 Liter — auch eine ganz nette Menge — sehen neben dem Riesenbruder beinahe zierlich aus. Vierhunderttausend Liter Wein fassen allein die Fässer, die wir hier im Hauptkeller Pettau der Genossenschaft sehen. Die Genossenschaft hat aber noch ihre Filialkeller in Sauritsch, Ankenstein, Weinberg (Okitsch) und Haslach. In einem guten Jahr beträgt die Weinernte der Mitglieder bis zu 8000 Hektoliter, Wie wir aus dem Keller in das Freie treten, blendet uns das helle Sonnenlicht, das sich über neue Fuhren von Mostfässem legt, die eben angefahren sind. Wollen wir hoffen, daß aus dem süßen Saft nun in allen diesen Fässern, die wir sahen, ein gar edler Tropfen wird. Das wünschen wir der Kellereigenossenschaft Pettau und allen ihren Mitgliedern. Hans Auer Der neue Wein rollt vor den Keller Aus aUecWett In langen Reihen Faß an Faß Aufnahmen; Stcffcn-Lichtbild ümz Auch in Marburg lagert ein guter Tropfen üds größte Gebinde der Untersteiermark immer weitfren Kreisen klur, besonders seit dem Jahre 1941, in dem die 1902 gegründete CJcnosscnschaft ihre deutsche Wiedergeburt erlebte. Immer mehr gewinnt die Überzeugung Raum, daß die Kellercigcnossenschaft der Treuhänder der Weinbauern des Kreises ist. Der Weinbauer liefert seinen Most ab, der sortiert wird, bekommt einen Vorschuß und ist jeder weiteren Sorge um die Behandlung des Weines enthoben. -Die Genossenschaft unt<-^r ihrer hervorragend fachkundigen, erfahrenen Leitung bürgt dafür, daß der ihr anvertraute Most zum besten Wein heranreift, der natürlich erst dann nach seiner Die Kellereigenossenschaft r. G. m. b. H. in Marburg hielt, nachdem nach der Landnahme die frühere Leitung behördlich enthoben und mit der zeitweiligen Führung der Geschäfte ein Wirtschafter bestellt worden war, am 30, September 1. J. ihre Generalversammlung ab, bei welcher der Vorsitzende und Wirtschafter, Rechtsanwalt Dr. Lothar Mühleisen, eine Anzahl von Ehrengästen begrüßen konnte. Nach Genehmigung der Bilanz wurde ein neuer Vorstand gewählt, der seine Tätigkeit aufnahm. Die Generalversammlung hat neue Satzungen angenommen, um damit ihre Tätigkeit mit den in der Ottmark geltenden Bestimmungen für landwirtschaftliche Genossenschaften und mit den besonderen Zielen, welche die Wein- und Kellerwirtschaft der Ostmark verfolgt, in Einklang zu bringen. Der Geschäftsführer der Kellereigenossenschaft in Pettau, Franz Wratschko hielt einen dbschlußreichen Vortrag über Stand, Wesen und Ziele der IJntersteirischen Kellereigenos-senschaftnn, dem reicher Beifall gezollt wurde. Hierauf übernahm der neugewählte Obmann Rudolf Pöltzl den Vorsitz und schloß die Generalversammlung mit dem Führergruß. Die Kellereigenossenschaft in Marburg zählt heute schon 216 Mitglieder, ist aber bestrebt, sämtliche Weinbauer ihres Wirkungskreises, der sich ungefähr mit den Gebieten des Stadt- und Landkreises Marburg deckt, liir den Eintritt in ihr gemeinnutziges Unternehmen zu gewinnen. Durch Einkeile- rung der Weinmoste und Weine der Mitglieder in den vortrefflichen Genossenschafts-kelleieien, durch sorgfältige Pflege der Weinprodukte und genossenschaftliche Werbearbeit soll der Ruf der im Marburger Weingebiete gezogenen Weine In den weiten Gauen des Deutschen Reiches bekannt gemacht und dadurch Absatz und Preisbildung gefördert werden. Die Genossenschaft als Erzeugervereinigung ist berechtigt, die Wein-moste und Weine ihrer Mitglieder auf Lager zu nehmen, weil sie diese Produkte nicht kauft, sondern vorerst nur einlagert; deshalb wird sie auch von einem allfälligen Verkaufsverbote, wodurch der Verkauf vom Erzeuger an den Händler verboten wird, nicht betroffen. Die eingelagerten Erzeugnisse werden für Rechnung der Mitglieder von der Genossenschaft verkauft, derart, daß die Mitglieder jenen Preis erholten, den die Preisprüfungsstelle festsetzt, wobei lediglich ein geringfügiger Abzug für die Kosten der Lagerung und der Pflege erfolgt; bishin erhalten die Mitglieder einen Vorschuß in der Höhe der Richtsatzpreise für Weinmost je nach Güte. Die Geno.ssenschatt verfügt über einen reichen Gebindebes'and und ist deshalb in der Lage, ihren Mitgliedern Transportgebinde zum Zwecke dei Einlagerung der Erzeugnisse bei der Genos.son-schaft leihweise, jedoch unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Die Kellereigenossenschaft in Marburg hat somit ihre Tätigkeit, durchweht vom Fuls-schlage einer neuen Zeit, wieder migenom-men. a, Kalbling-Westwand lorderte zwei Todes-Opfer. Am 17. Oktober unternahmen der 2ljährige Anton Bigseis und der 20jährige Ernst Pölzl, beide aus Knittelfeld, einen Ausflug auf den Kaibling, um die schwierige Westwand zu bezwingen. Sie sind aus unbekannter Ursache beide abgestürzt? man fand sie beim Einstieg in die Westwand tot auf. Bergwachtmänner von Admont und Heeresangehörige bargen die beiden Leichen am selben Tag und brachten sie nach Admont. a. Eine 1300 Jahre alte Flehte. In eineni der Göttin Wakemasie Hinte geweihten Haine in .lapan steht eine Fichte, die nach der Uber-licferunK unter dem Kaiser Jonei (629—641) Kcpflanzt wurde und daher jetzt das stattliche Alter von 1300 Jahren aufweist. Die.ser naiMii hat im Laufe der Jahrhunderte eine Höhe von 24 Metern und einen Umfang von 12 Metern erreicht. Die Äste erstrecken sich in der einen Richtung auf 80. in der anderen -soRar auf hundert Meter. Um die unteren Äste zu stützen, wurden 380 Säulen aus Hol« und Stein errichtet. Manche Äste sind sogar durch Schutzdächer gegen die Unbill des Wetters besonders geschützt. Zur Zeit des großen Festes der Qöttin, das alljährlich im Spätsommer stattfindet, wird dieser Baum von zahlreichen Gläubigen besucht, zu denen im Laufe der Jahrhtinderte auch viele Kai.ser zäWten, Das Abbrechen von Zweigen ist streng verboten und wird mit schweren Strafen belegt. Sechs labre ZiAlhajis ffir jOdiidwii laii RasseDschander Der aus Rumänien stammende 36|jährige Jude Salomon Israel Stern wurde von einer Strafkammer des Landgerichtes Wien wegen Verbrechens der Rasscnschande unter besonders erschwerenden Umständen «u sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Stern war seit Dezember 1941 polizeilich nicht mehr gemeldet und hielt sich abwechselnd in W;en und Berlin auf. Er lebte auf großem Huh, verkehrte in zahlreichen Nachtlokalen, machte große Zechen und knüpfte mit deutichblüti-gen Mädchen intime Beziehungen an. Nf.ch seinen eigenen Aufzeichnung3n werbrauihte er z. B. in einer Woche 3400 Reichsmark, doch blieben die Quellen seiner Sinkünlte dunkel. Er gestand u. a., daß er sich von einem Juden in Berlin 6500 Reichsmark hnfte geben lassen, um eine Palästinareise zu erwirken. Bei Bemessung der Strafe hat des Gericht neben den Vorstrafen des Juden als erschwerend angenommen, daß er inm'.tten der deutschen Gemeinschaft ein Parasiten-und Prasserleben geführt und sich ils ein verabscheuungswürdiges asoziales Eleraetit von besonderer Verantwortungslosigkeit erwiesen hat. Der Kreistag In Rann im Bild Der BundetiUluer nach der GroflkuAdgobung 4ut buatgeBchmUcklen Wagen in die JüreUitadt AuJoaiiucu; WciUeottciUM Nummer 294 »Marburger Zeitung« 21. Oktober 1042 Seite 7 Ein neuer Stein am Neubau Europas 13 Linder Im •uropäischCD Post- und Fernm tidsvtreia — D»r Reichspostnlniftttr wür* dlgt« das Wtrk Zur Förderuni der europäischen Zusammenarbeit auf den Gebieten des Post- und Fernmeldewesens wurde in Wien am 19. Oktober von den Bevollmächtigten der Postver-waltunge^i Albaniens, Bulgariens, Dlnemarks, Deutschlands, Finnlands, Italiens, Kroatiens, der Niederlande. Norwegens, Rumäniens, San Marino*, der Slowakei und Ungarns ein Übereinkommen über ciaen »Europäischen Post- und Fernmeldeverein« abgeschlossen. Das Werk stützt sich auf den Weltpostvertrag und den Weltnachrichtenvertras:. ReicJis-postminister Ohnesorge würdigte anläßlich der'Unterzeichnung in einer Ansprache das Übereinkommen, das, wie er ausführte, in mehrfacher Beziehung tiefe innere Bedeutung hat. Es ist der beste Ansporn für die Bewältigung der weiteren Aufgaben der Wiener Arbeitstagung, es gibt .mitten Im Kriege ein Beispiel der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit und Eintracht und wird den Aufbau fördern,helfen, wenn einmal die Waffen ruhen. Mit der Gründung des Europäischen Post-und Fernmcldevereines ist, so unterstrich der Minister, eine Entwicklung zutfr Abschluß gekommen, die erst vor einem Jahr durch die Unterzeichnung der deutsch-italienischen Post- und Telegraphenabkommen eingeleitet worden ist. Mit dem heutigen Tage besitzen die europäischen Post- und Fernmeldeverwaltungen ein Instrument, das nicht nur ihren eigenen Ländern, sondern der gesamten europäischen Öffentlichkeit sehr beachtenswerte Vorteile verschaffen wird. Denn nicht umsonst heißt es zu Beginn des Übereinkommens, daß der Europäische Post- und Fernmeldeverein das Ziel hat, die einzelnen Dienstzweige im gegenseitigen Post- und Femmeldedienst zu vervollkommnen. Durch die Tagungen, die von Zeit zu Zeit nach besonderer Übereinkunft stattfinden, sowie durch die im Übereinkommen vorgesehenen Ausschüsse wird es .möglich sein, alle Erfahrungen des einen Landes den anderen beteiligten Verwaltungen zugute kommen zu lassen. Das Übereinkommen, im Geist des besten Einvernehmens geschaffen, hat offengelassen, daß jede europäische oder dem europäischen Raum benachbarte Post- und Fernmeldeverwaltung jederzeit dem neuen Verein beitreten kann. Der Minister gab dann im Sinne aller Anwesenden der Hoffnung Ausdruck, daß auch die heute noch nicht angeschlossenen Postverwaltungen dem Verein I beitreten werden, sobald es ihnen möglich ist. j Sodannn gab er seiner Freude Ausdruck, daß I der Verein sich entschlossen hat, die im Über-I einkommen vorgesehene Oeschäftsstelle in 1 Wien einzurichten, die in ihrem engeren Be-! reich ähnliche Aufgaben hat wie die Büros !des Weltpostvereines und des Weltnachrich-I tenvereines. In diesem Zusammenhang stellte Ohnesorge der Geschäftsstelle die passenden 'Räume in dem Palais, in dem die jetzige Ta-' gung stattfindet, zur Verfügung. \ j Das Abkommen, dessen Wesen wesentlich-I ste Bestimmung der Reichspostminister in j seiner Ansprache erwähnt hatte, sieht im einzelnen noch vor, daß die Verhandlungssprache auf den Tagungen deutsch und italienisch ist. Die Vertreter können sich anderer Sprachen bedienen, müssen aber für unmittelbare Übersetzung in die deutsche oder italienische Sprache Sorge tragen. Bei den Abstimmungen entfällt auf jedes Land einschlieG- j lieh der abhängigen Gebiete usw. eine Stimme. Das Übereinkommen wird am L April 1943 in Kraft treten. VerheiBung^svolIe« Alter Der Maler Salentin l«t 88 Jahre alt geworden. Als er am Abend aeinea achtzig-' aten Geburtstages in den »Malkasten« kam, sagte er: >Ich bin jetzt fein heraus; ich I konrun* nu in das Alter, wo die wenigsten Leut' sterben!« CHE LIED AM ^4/25. OKTOBER I^IEGSWINTEMIlFSWERK1942/43 Ddr )»FAl(KAmUnz«r« Der Philosoph Max Scheler sah in »einem Seminar manchmal Meinung und Gegenmeinung heftig aufeinanderprallen. Rede und G^enrede gingen hin und her. Einmal bemerkte er jedoch unter seinen Hörern einen Studenten, der sich überhaupt nicht zum Wort meldete, ALs Scheler Uin nach dem Grunde befragte, sagte er: >Schweigen ist Gold, Herr Professor!« Scheler blickte ihn prüfend an, lächelte und sagte leise zu ihm: »Falschmünzer!« II PROTHESEN BANDAGi^N ■ GUMMI- I STROMPFE -I LEIBBINDEN - EINLAGEN I NACH MODELL UND SÄMTLICHE I ORTHOPÄDISCHE BEHEl FE P. Egger, Marburg (Drau) ■I MELUNGERSTRASSf S ' sw CUtutUfdusttit tfM. «•. e. M. Marburg. (Drau) T«9«ltlieffttratM 44 Ferom» 24-17 Mineralöle Pflanzensch utzm 'ttel Farben Chemikalien Karbolineum Bautenschutz u. s. w. Franz Weifer_ Spezialgeschaft für P ARFUMERIE und F A R B E N MARBURG (DRAU) 5446 Herrengasse 29 Fernruf28-20 fUr Erw«rbtgSrtMr für jdmek und Bluiiimgart«n Fachsamenhandlung Wf F#l und der Kundenliste W. WOSCHINEGG Imdmf'M Apfbf«d«r» und $€huhobmrtmUm'Hmn^tung 5447 MARBURG (DRAU) KXIINrNSKSTaASSC U rmmnuaa-n Buchhandlung W. ff eins, Herrensfass« führt stets sämtliche Nmu9r*€hmlnuHamnl Romane — Gesamte Fachliteratur — Schulbücher — Zeitschriften i-m MAX PUCHER MODE, WASCHE. WIRK-UND KURZWAREN MARBURG (DRAU) 5 U-) HERRENGASSE 19 Für ein im Aufbau befindliches großeg Werk der ehem.- und Metallindustrie in der Unter-steiermark werden folgende Kaufleute gesucht: (Hii Konto RorrentBochlialter ein Rommissions-Boclilialter etai Anlageboclilialter ein Lagerboclilialter Ferner suchen wir für die Leiter unserer Abteilung Einkauf und Wolliiungsbau ie eine tüchtige Dame, die sämtliche anfallenden Arbeiten nach Diktat und kurzen Angaben selbständig erledigen kann. Eilangebote unt. >4 Buchhalter« an die Ver-waltung. 10S06 Anzeigen (auch amtlich«) für die Samstag-Senntag-Ausgabe werden oor bis Freitag, Uhr, aufgenommen. W50lCRATI^4 litlll «ueli Smm, (g stilh Jmi Sehmarc und «rfrltl temp*- raturh«rabmind«md. St« NEOKRATIN Ii» ikr«r Ape«k«h«, PaelNin« w 8 fM t-f f IlMlersfeirer! Du gehörst zur deutschen Volksgemeinschattl Daher sprichst Du nur Deutsch! I An unsere Postbezlelierl Wenn der Pobtbole zl. Ihnen kommt und die Be-zugsgebühr für die >Marburger Zeitung« einhebi, bitten wh Sie, daiiiil in der Zustellung keine Unterbrechung tintritt, die Zahlung nicht zu verweigern. Die Bezugsgebübr ist immer im voraus zu bezahlen. Miaiburger Zeitung«, Vcrtriebsabteilun^» gehört in Imdm Famlfli d«s Untmrimndmsl Danksmgung Aasnahmen kSnaeo ao« technlicheo Griindea o^ht fe macht werden Marburg«! Zeitung Ao teigeo* Abteilung DANKSAGUNG Außerstande, allen lieben befreundeten Familien und Bekannten für die zahlreichen Beweise innigster Anteilnahme und die schönen Kranz-und Blumenspenden anläßlich des Hinsciieidens meines herzensguten Gatten, des'Herrn Karl Jug. Stadtoberinspektor, zu danken, bitte ich, auf diesem Wege meinen Dank entgegenzunehmen. Besonderen Dank dem Herrn Oberbürgermeister, Herrn Pelikan für die Grabrede und allen Gefolgschaftsmitgliedern für die zahlreiche Beteiligung. 10826 Marburg, Graz, den 20. Oktober 1943. nie trauernden Familien .fug und Steher. Anläßlich des unersetzlichen Verlustes unseres Großvaters, Vaters und Gatten Johann Wldonla sprechen wir auf di&sem Wege der Firma Stein-klauber, allen Gefolgschaftsmitgliedern sowie allen Bekannten für die überaus schönen Blumenspenden und die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnis unseren tiefsten Dank aus. Pragerhof. MarhurK''Drau, Görz, Wien. Familien V^ldonia, Zlzmood 10833 'ind alle übrigen Verwandten Unser guter Vater Jakob Lepei ist heimgegangen. Wir werden ihn am Mittwoch, um 16.30 Uhr, auf dem Stadtfriedhof zur ewigen Ruhe legen. 10847 FAMILIE LEPEI DANKSAGUNG 1 Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme anläßlich des schweren Verlustes unserer lieben Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, der Frau Truger Luzie, Försterswitwe, sowie für die 'schönen Kranz- und Eilumenspenden, sage ich im Namen aller Verwandten allen auf diesem Wege meinen, innigsten Dank. Truger Hubert, Buchhalter der Deutschen ■ . ' IJmsiedlungs-Treuhandgesellschaft. 10S36 DANKSAGUNG Für die vielen Beweise liebevoller Anteilnahme und die Blumenspenden zum Tode meines lieben Manne«, Vaters und Großvater,.dc-s Herrn Rudolf TsdireHcJinik, Tischlermeister, danke ich herzlichst. Insbesondere danke ich der Tiachler-genossenschaft sowie Herrn Speglitsch. Obermeister, für die rasche Hilfe. Cllli, im Oktober 1942. Marie THchreechnik. Gattin, samt Kindern und Schwiepersohn. I084.*j Seite 8 ►Maf^uffer 21. OWofeer 1942 fvumintr 30< i Sladtlbiatir Marbiro i. d. Orav Mlttwoob. den n, Oklotar 0«achlo«Mao VorateUanf fttr dl« Welirmaoht JCablncflsicrJM In fs«fil Komödie in drei Akten voo Zdtnko von Kraft. B«fliui SO Uhr ^ End» 22.S0 Uhr St«irisch»r Heimatbund — KrelslUhrung CIIH Amt Volltblldunt — Kulturamt der Stadt CIIH Mittwoch, 21, Oktober 20 Uhr im Saal des Kreishauses Lieder- nnd Balladenabend Kammersänger Herbert AUen, Staatsoper Wien, am flügel Dr. Egon Kornautb. Eintrittspreise RM 3.— bis 0.60. 10797 Dipl. ing. woHhard lodwig Gerlrod Ludwig gtii. Ptanli «m RellenMd leim ikre Wmfllilnio an 10S46 Wohnorl- and ADSChrttlilndeniiig niüMen unsere Hoalbezleher sofort dem zuständigen Postamt (nicht dtm Verlaf) melden. »Marbiirger Zittung«, VertriebHbteflung Verwalter nelbstHr Vgr, umsichtip^^ für Marburg aoioii geaucht. Bueh-haltung, I3eschaffun£ 7<--3en, Personalbeaufsichtigimg. Ver-trauenapcaten mit Aujwilcht auf Dauerstellung im Staatsdienst. — Anträge unter »Gehobene Stellung 876« an die Verwaltung. Anttiiche Bekanntmachungen Oer Chef der Zivilverwaltung In der Unteritelermark Der BeMiftragt« für di« Ztvllrechtftpfloge, DIensteteUe CUtt 5 Nc 340/42, ■ antragung elnw OenoiicnscAalf Eingetragen wurde in da^ GenosscnBchaftsregijstef am 17. Oktober 1942. Sitz der Genoaflenschaft; Weltenatein. GeposaenÄchaftaflmia: Raiff eisen Rasse Weitenstein, eingetragene Genoaaenachaft mit* unbeachränkter Haftung. Gegenstand des Unternehmens: Der Betrieb einer Spar-und Darlehenskasse 1. zur Pflege des Geld- und Kreditverkehra und zur Förderung des ßparainna; 2. ^r Pflege des Warenverkehrs (Bezug landwirtschaftlicher Bedarfsartikel und Absatz landwirtachafUicher Erzeugnisse); 3. zur Förderung der Maschincnbenutzung. Gonossenschaftsvcrtrag (Statut) vom 29. April 1942- Ein Genossensc:haft8anteU beträgt RM 50.—, Die Genossonachaft lat eine unbeschränkte. Der Vorstajid besteht aua dem Obmannc, seinem Stellvertreter und weiteren zwei Mitgliedern, Die Mitglieder des ersten Vorstandes sind: Obmann: Roland Woduschegg, Besitzer In Weitenatetn, Obmannstellvertrcter: Konrad Kurnig Besitzer in Welten-Stein. Voratandamitglieder; Johann Zintauer Besitzer in Wei-tenateln, Franz Jewniachek, Besitzer in Weitenstein. Die von der Genosacnschaft ausgehenden öffentlichen Bekaimtmachungen erfolgen im Wochenblatt der Landea-bauernachaft BUdmark. Dl« Wlllenaerklärung und Zeichnung für die Genoesen-«chaft muß durch zwei Vorstand«nitglieder, darunter den Obmann oder seinen Stellvertreter erfolgen, wenn sie Drit» ten gegenüber Rechtaverblndlichkelt haben soll. Die Zeichnung geschieht In der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genoasenachaft ihre Namensunterachrlft beifügen, 10851 DBB CHEF DER Zmu.VERWALTUNG IN DER UNTE*-HTBIEBMARK, — I>IEN8TSTELX,E MARBURG/DRAU. Der Beauftragte fUr die Zlvilrechtapfl«|;e. HRA IV 11 Amulwunamn bei ciliar flrnia Im Register wurde am 19. 10. 1942 bei der Firma: Podravska druiba R. Hllty & Co., ßUi: *Ober-Pulaga*, tolgende Änderung eingetragen: Ausgeschieden die Gesellscliafterin Emilie Marenetz. Firmawortlaut verdeutjscht in: Drauland-Gesellachaft R Hllty & Co. Der Sitz wurde von Ober-Pulagau nach Marburg (Drau) verlegt. Die Prokura de« Matthias Marenetz Ist erloechen. Die persönlich haftende Gesellachaftcrin Josefine Hro-negg führt infolge Verehelichung den FamUiennamen Hilty, Vertretungsbefugt ist nunmehr jeder der beiden Gesell-•chafter selbständig. * Als nicht eingetragen wird bekarmtgemacht: Geschäfta-»weig: Gew^pnung von Kuhle und Erzen eowle Handel mit ciieaen. Oeschäftalage: Marburg (Drau) TegetUioffstraRe 24. 108fi2 inaa Marburg/Drau» Tegcithoffstr. 22 Ruf 28-10 ordiniert wieder JMei Wort koatM für Stallengttuch« 6 Roi i»t lettcttdruckt« Wort 2C RpI Iflr Q«l<|. Reilltl-(•■vtrkahr Brlehreciisal lad Heirat U Rof dM Kleiner Inzeiger innniiRnii^^ lettttdmckt« Wort 40 Bpl. lOr alle Obrlaen Worttntelf«! 10 Rpf das fitt*edr«kt« Wort 10 Rpf. Ow Wortmlt idt bis n ff Buchstaben I« Wort KeaavortftMhr M Abhotoei dar Aaitbott 85 Rpl b«l Zastn-diaa «arcli Poai oder Bolaa W Rpl AaskagfUiabOhr Hr Antiftn mit dsn Vernarkt »ABSkanft ta dar Varwaltuag oder OetchWtsatalle« au Rpl Aateltea AaaaJimeachlaS: An Tagt vor CrschalaaB am 16 Uhr Kleine Ansalgaa wardaa aar lagaa Vertlaseadnag de« Betragaa (aocli cflitlce Brlatwarken) aulaeaoniiiiBB. MlndatttahOhr tnr eine Kleina Aacelsa I RM 2ll Zu verkaufen 27 vollständige Opempartituren, 80 RM, fünf Bände »Sang und Klang« um 40 RM, Lieder, Vortragsstücke etc., verschiedene Notenhefte, Schulen. 1 Sessel* achretbpult, verstellbar, für Schulkind 70 RM. Adresse In der Geschäftsstelle der »Marburger Zeitung« in Cilli. 10841-3 Simmentaler Melkkuh, trächtig, wird wegen Futterman- Jel verkauft. Preis 620 RM. .nzufragen Marburg/Drau, Adoif-Hitler-Piatz 4, im Geschäft. 10837-3 Intelligentes FrSuleln, perfekt im Maschinschreiben und Stenographie, sucht Stelle bei einem Arzt. Anträge unter »Tüchtig 53« an die Verw. 10839-5 Vflt lÜMiellMg VM Arbeit«» luiftee 8nUI ZaaUflaaMiag d«a uaUüidigea Arbeitaamtee eiagehell «erden. Köchin für alles sofort gesucht. Franz Kohl, Trafik, Adolf-Hltlcr-Platz lö, Mar-burg-Drau. 10840-6 Stubenmädchen, rein und fleißig, wird sofort aufgenommen. Baronin Twickel, Marburg/Drau, Kokoscliiiieggallee Nr. 1. 10824-6 WMscIierln und BUgltrlil für Viltenhauslialt dringend gesucht. Villa Franz, Meilingerstraße 19. tOfii.'i-g Hausgehilfin, kfnderliebend, wird sofort aufgenommen. Vorzustellen täglich von 8 bis 10 Uhr vormittags: Marburg-Drau, Znaimergasse 22. Flaschenfüllerln wird sofort aufgenommen. Adalbert Gu-sel, Marburg (Drau), Tegett-hoffstraße 39. 10785-6 Gehilfin und Lehrmädchen für Schneiderei werden aufgenommen, Nowak, Miihlgasse 39/1, Marburg, 10776-6 Expedient, deutsch, verläßliche Kraft, die einem Personal vorstehen kann, ehestens gesucht. Molkerei Marbtirg, r. (j. m. l). H., Tegetthoffstraße 51. 10752-Ö Kdchin für alles, für ge^ ten Villenhaushalt bei Cilli, gesucht. Anträge unter »Zentralheizung« an die Geschäftsstelle der Marburger Zeitung, Cilli. 10708-6 Prtiwimge fQr den Wachdienst In den besetzten Qe< bieten, auch Pensionisten, Rentner, jedoch unbescholten und einsatzfähig. Im Alter von 24 bis 60, zu sofortigem Eintritt g^ueht Auikutilt bei allen Artjeltslmtem und bei der Werbeleltunf fQr dit Oft-marki Thiel Rudoli Werbeleiter, Graz, Sackstraße 27, Tel. 42-42, und Inntbruck, Hotel Mondschein, MarfahOf Nr, 6. 2609-6 Brave Kellnerin wird sofort aufgenommen bei Vollgruber, Hindenhurgstraße 17, Mar-burg-Drau. 10850-6 Beir. Gemeindeamt Kaisera-berg wird sofort ^ tüchtige, dea Maschinenschreibens und der deutschen Sprache in Wort und Schrift kunditje Kanzleikraft aufgenommen. Angebote zu richten an das Gemeindeamt in Kaisersberg bei Frtedau. '0586-6 Für Kaffeehaus werden gesucht; I Kassierin, 1 Kaffeehausköchin, 1 Privatköchln, 2 Küchenmädchen. Anzufragen Cafd Rathaus. Marburg, Dom-Platz 5. 10764-6 GeacbNftalokal in der Mellln-gerstraße 26 ist ab sofort zu vermieten. Anzufragen bei Pirich, Tegetthoffstraße 21. 10833-7 Betriebaleiler, Ingenieur, leit-weise auf Reisen, sucht nur schönes Zimmer, event. mit BadebenUtzung. Dringende Angebote unter »Betriebsleiter 007« an die Verw. 10676-8 Direktor, Reichsdeutscher, sucht ein bis zwei möblierte Limmer mit zwei Betten und Kuchenbenützung oder Not-ktlche (wird eventuell eingerichtet). Wäsche kann ebenfalls gestellt werden. Auch teils möbliert angenehm. Anträge unter »K. 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Oktober: TOSCA Für Jugendliche nicht zugelassen. 1063*4 T IN-LiCHTSPIELE PETTAU Ven Dienstag bis Donnerstag * Fnuiziaka Kinz, Gusta-v Fröhlich in einem ergrei-I fenden FUm von Tirol, seiner Bergwelt und H seinen Menschen: Frau Sixta FUr JugendlicJie zugelassen! In St. Martin wurden Sonntag Kleidungsstücke verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, g6gen Belohnung in Marbuirg/Drau, Mozartstralis 23, 1/3, abzugeben. 10S3S-13 yustUiäekes Briefmarken Oroßdeutsch-land liefert im Abonnement, Prospekt frei: H. Korenjak, Brieimarken-Versand, Brückl-Kärnten. 6861-14 Blauer Regengummlmantel Sonntag abends vom Bahnhof bis Kadettenscliule verloren. Abzugeben gegen Be'onnu'ig Arbeitsamt, Abt IV, II. Stock 108.1Ü-13 Tages-Preise für jede Mange Altmasqhinen, Eissn, Metalle, Abfälle aller Art. Übernehme Abwracksbetriebe. Lagernd große Auswahl Autoteile, Maschinenteile und Nutzeisen. Max WclB, Nagystraßc 14, Telefon 2130. Vormals Gustintschltsch. 9882-14 Diejenige Person, die am 18. Oktober Vormittag^ im Restaurant Zamparutti Stranner einen Damenmantel entwendete, Ist erkannt worden. Sofort zurückerstatten, sonst erfolgt Anzeige. 10842-13 Tausche einen Tennisschlä< ger samt sechs Stück Ballen für komplettes Herrenfahrrad gegen Nachzahlung. Anschrift in der Gc.schäftsstelle der »Marburger Zeitung9 bis Vsli Uhr im Burg-Kino ein Reisepaß auf den Namen Walch Marie. Per ehrliche Finder wird gebeten, seihen gegen gute Belohnung am Fundamt abzugeben. :0827-13 Neinl Photokopieren lassen, »Fotokopist«, Graz, Grleskal 60, Ruf 67-95. 6988-14 FUr JugendlicJie zugelassen! 1044 L SfKumtke vom 26. bis 31. OIctober 1942 1044 L Sinnlos kaufen bedeutet das erarbeitete Geld zum Fenster hinauswerfen. Wer spart, erhHIt und vermehrt die Erträgnisse seiner Arbelt. DIE GELDINSTITUTE IN UNTERSTEIERMARK