Nr. 2l9. Donnerstag, 24. September 1908. 12'. Jahrgang. Oaibacher Zeitma Vra«nmer»tl»nSpltlS: Mlt Postverlendun «! nllüzjihlist 30 X, halbjähria lö ll. Im Kontor: „an^jahllg ^ U tl, halbjährig 11 ll. ssür die ZustrNung in« Hn»« nanzjilhiist L ll. — Insertionezebühr: ssür lleine Inserate ! bi« zu 4 Zeilen «l b, grüßric per j^eile 12 b; bel öfteren Wieberhnlungen per Zeile « b. 1 ^ Die »Laibacker Zeitung» erschein» täglich, m« «uenahme ber Eonn- und sseiertogc. Die Udwtnlftratio» bsfindel l sich Milloiiöstraße Nr. 20; die Medallion Dalmalmnasis Nr, ll», Sprechstunden der «rdutlion von » bit lb Uhr f vormittllll». Unfranlierte Vriese werden nicht angenommen, Manuslrivt, nicht »«rüllgestellt. Telephon «Nr. der «edaltion 52. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Hoheit die dlirchlauchtigste Frau Erzherzogin Renata Maria, Tochter Seiner k. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs K arlSte p h a n , hat sich mit Allerhöchster Bewilligung Seiner k. und k. Apostolischen Majestät mit. dem Prinzen Hicronymus Nadzi -lr> i l I verlobt. Den 22. Septenlber 1908 wurde in der l. l. Hof. und Staats» druckerei das X0I. Stück des NeichsgesehblatteS in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 22. Sep. tcmbei li»O« (Nr. 218) wurde die Neiteroerbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 210 .7)^n«üiki> an die Ossi-ziere uud Militärbeamte ist eine Reform ins Leben getreten, die für die Armee von viel höherer Be-dentuug ist, als, eK auf den ersten Blick erscheinen mochte. Hervorgerufen wurde sie hauptsächlich durch 5u' abgekürzte Dienstzeit bei der Fahne und die, daraus hervorgehende Schwierigkeit, die alljährlich in erheblich größerer, Anzahl als früher zur .lieserve zu entlassenden Mannschaften genügend auszubilden. Bei der bisherigen vierjährigen Dienstzeit mußten die als Offiziersburschen ii«^,iki" nur zwei Jahre verwendet wurden. Bei der jetzigen dreijährigen Dienstzeit hätten sie bei Beibehaltung der bisherigen Bestimmungen lein Nekrutenjahr und ein Jahr Frontdienst vor der Entlassung zur Reserve) nur ein Jahr als Offiziersumichen verbleiben können. Oder man hätte die Zurückstellung in die Front während des dritten Dienstjahres aufgeben müssen, und dadurch zu viele Mannschaften mit ungenügender Ausbildung bei der Reserve gehabt. Um diese, die Kriegsbereitschaft fchon bei der früheren längeren Dienstzeit fchwer schädigende Zahl zu verringern, blieb nichts anderes übrig, als die ln'sherige Norm der Zuteilung von Burschen an die verschiedenen, Chargen zu beschränken und diese für den Verlust mit Geld zur Beschaffung von Privatbedienung zu entschädigen. Zu diesem Mittel ist man denn anch geschrillen. Bisher standen den Generalen drei, den Stabsoffizieren zwei, den Oberoffizieren ein Bursche zu, den Militärbeamten je nach ihrem Nange entspreäiend drei bis einer. Die Zahl aller „^.j'-i^i-iki" belief sich nach dieser Festsetzung sogar nach dem Friedensetat auf ,x!.<)00. Nach den neuen Bestimmungen erhalten fortan zur Friedenszeit fämtliche in Dienstleistun' gen in der Front oder bei den Stäben )c. befindlichen Offiziere, einschließlich der Generale, nur einen Burscheu lind für die ihnen nach der neuen Verordnung entzogenen Leute pro Mann monatlich zehn Nubel Entschädigung. Den Mililärbeamten und der Geistlichkeit werden die „(^«'».^ilci" w ,>lll,l,-:>. ganz entzogen; sie beziehen dafür nur pro Mann monatlich zehn .Nubel Mielsgeld. Dadurch, das heißt bei Einhaltung der Vorschrift, würde die Zahl der Burschen bei der ganzen Armee, lim ^j.(XX) Manu, der Prozentsatz der mangelhaft zur Reserve entlassenen Leute entsprechend verringert werden. Nach der neuen Verfügung dürfen ferner zu BurftlM nur gesunde, tadellose und intelligente Leute genommen werden, vorzugsweise solche, die sich freiwillig dazu melden. Vorbedingung bleibt wie bisher die Durchmachung des Nelruteujahrs iu der Front. Die Wiedereinstellung der Vurfchen im letzten i dritten» Dienstjahre fällt dagegen fori. und sie werden lauf Grund ihrer nur einjährigen Frontallsbildung) der Reserve als „Nichtstreitbare" überwiesen und auch im Kriege nur als solche, das heißt nicht mit der Waffe, verwendet. Streng verboten ist, die Vnrsä>en, wie bisher viel-sach üblich, iu Livreen lals Kutsslier, Reitknechte, Lakaien und dergl. > zu kleiden, Für die Disziplin ist der bei reffende Offizier verantwortlich und es kann ihm eintretendenfalls der Burfche zeitweise entzogen werden. Zur Kriegszeit bleiben die Burschen bei der Person des Offiziers. Nur im Kaukasus und im asiatischen, Nußland dürfen sie bei der Familie zurückgelassen werden, in welchem Falle eine Geldentschädignng nicht gewährt wird. Der ausrückende Offizier erlM einen Vertreter lmjü ktovvoi», der aber alle Monate abgelöst wird, die auf Burschen sonst keinen Anspruch habenden Personen erhalten im Kriege, in den Friedenslageru, bei den Manövern usw. außer der l^ldenischädi-gung und eventuell einem Pferdewärter, je eine solche provisorische Bedienung. Die nach langen Polberatungen zustande gebrachte Aenderung schlägt einen Miitelloeg zwischen den ertremen Forderungen der fortschrittlichen Parieien und dni Bedürfnissen der militärischen kreise ein, von denen die ersteren die bisherige Verwendung der Tol-daten als „Bediennng im weitesten Tinne" als für den Militärstand unwürdig bezeichnen, während die Offiziere und ihre ivainilien geltend machen, daß sie bei den besonderen VerlMnissen Nnßlands ohne eine Bedienung >n n<'»1i,i-i, nicht, auszukommen und Feuilleton. Sanskrit. Nach dem Russischen de« Andrvzcr» von Feldscher Auftikor». (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Der Professor erklärte mir: ,Es freut mich, daß Sie mich zu hören kom-»'«.'„. Wie Sie sehen, sind es uur weuige, sehr wenige, die nach meiner Wissenschaft Verlangen Uagen. Nur ein Herr kommt regelmäßig. Er wohnt Ul Taint Eloud. Alle vierzehn Tage besucht er »leine Vorlesung. — Doch beginnen wir. Da meine Vorlesungen schon im Oktober anfingen, ist der ^ursus schon zur Hälfte beendet; aber, da Sie zum, "'st^umal hier sind, gehe ick alles mit Ihnen in stürze von vorne durch. Das Sanskrit-------------' Mit beredter, Stimme, ausdrucksvoll in Tor» und Gebärde bemühte sich nnn der alte Herr, mir ">e Schriftsprache unserer ältesten Ahnen ninnd-l^'lX'cht zu machen. Er sprach so, als ob der Saal ^wll Mensche, wäre. Nach nnd nach begannen mich lcine Ausführnngen zu interessieren, so daß ich. als ^r fragen an mich richtete, diese zu beantwor> U'n wußte.' Mit dem Augenblicke, da die Vorlesung endete, lwg er an Franzose zu werden. Ein frenndliches picheln auf den Lippen, kam er vom Katheder lxrab. 'Gestatten Sie, gnädiges Fräulein, Professor Matthieur.,' stellteer sich vor. ,Es ist mir eine große Freude, Sie zur Hörerin zu haben. Ihr Interesse wird stetig wachsen. Noch muß Ihnen manches unklar sein. Aber Sie lverdcn scheu. — Darf ich wisfen, mit wem ich die Ehre habe?' ,Varka Gordon,' sagte ich einfach. ,AH, eine Nussin! Das ist mir eine doppelte Freude. Erstens weil wir doch Freunde sind und zweitens kenne ich die russischen Damen als ernste Jünger der Wisseuschafteu.' Der alte Herr rieb sich vor Freude die Hände. ,Sie werden das Sanskrit schnell erfassen. Lesen Sie fleißig. Es würde nur wirklich ein Vergnügen sein, Ihnen einige Bücher zu leihen. Darf ich? — Bitte hier,' er reichte mir seine Visitenkarte, ,meine Adresse. Ich bin verheiratet. Also Ux'nn Sie nur die Ehre eines Besuches geben. Auf Wiedersehen! Anf Wiederfcheu!' Kopfschüttelnd blickte ich d.'in forttrippelnden Professorcheu nach. Was hättest du an meiner Stelle getan?" „Was ich getan hätte? Ich wäre einfach nicht mehr hingegangen," antwortete Marja. „Denselben Gedanken hatte ich zuerst. Doch ich besann mich eines anderen." „Sehr a.ut!" lacHe Marja. „Dn lachst. Aber so bedenke doch. Versetze dich einmal in die Lage des alten Herrn. So ohne oder mit ganz wenigen Zuhörern muß er seine Vor-lesnngen halten, nnd mm die Sensation: eine Dame. Eine Dame, die Sanskrit hört! Freudestrahlend erzählt er es den Seinigen. — Soll nun beim nächsten Mal der Hörsaal »nieder leer sein? Soll die russische Hörerin, ans die er sich die Woche hindurch freilte, eine mystische Persönlichkeit sein? Nein, die Enttäuschung konnte ich dem freundlichen, liebenswürdigen Professor nicht antnn. So machte ich mich nach drei Tagen zu seiner Wohnung auf. Mir ward ein herzlicher Empfang. Ich mnßte eine Tasse Tee tnnken lind 5lakes knab bern. Die Damen staunten mich au. Sie bedeu teten mir, es müsse wohl von der Kälte, die bei uns herrsche, herrühren, daß wir Russinnen uns für Sanskrit interesfierten. Der alte Herr aber murmelte immer wieder: ,Wir sind Freunde'. Er gab mir dann eine ganze Menge Bück)er und Broschüren nnd ries mir uoch in der Haustür nach: ,Auf Wiedersehen in der Universität!' Dnrfte ich nnn das nächstemal fortbleiben? .Nein. Ich tat noch mehr als hingehen. Ich gab mich daran, die mitgebrachten Biul>er zn lesen, um beim nächsten Male wenigstens einigermaßen orientiert zn sein. Du hättest sehen sollen, wie er sich dann stcute, als ich ihn verschiedentlich unterbrach und nach diesem oder jenem fragte. Das war nur Lohn genug für meine Mühe. Mit dem ständigen vierzehntägigen Hörer kam ich auch einmal ins Gespräch. Ich frug ihn, einen starken Fünfziger, ob er sich sehr für das Sanskrit interessiere. ,Nissen Sie,' gab er mir ernst ?,ur Antwort. ,Geschäfte führen mich allc vierzehn Tage nach Paris und bringen es mit sich, daß ich von 1 bis der Front entnommenem Dienstpersonal ganz unzulässige Dimensionen annahm und oft zehn und mehr Leute umfaßte, die dadurch dein nn'litärischen Dienst fast ganz entzogen wurden und dementsprechend die Zahl der unausgebildcten Reserven vermehrten. Politische Ueberftcht. Laibach, 23. September. Die „Nar. Listy" melden aus Wien: Die Negierung beabsichtigt, den Zusammentritt des Rcichsrates für Dienstag den 3. No^ vember festzusetzen, und zwar auch in dem Falle, wenn die Delegationen mit ihrer Arbeit noch nicht fertig sein sollten, so das; die Delegationen und der Reichsrat nebeneinander tagen würden, wie dies schon einigemale geschehen ist. Die Regierung will im Abgeordnetenhause auch den bereits fertiggestellten österreichisch - rumänischen Handelsvertrag vorlegen, der zugleich mit dem österreichiscl^serbi-schen Handelsvertrag zur Verhandlung gelangen wird. Zwischen der Pforte und dem türkischen Kommissär in Sofia hat, wie aus Konstantinopel gemeldet wird, über den Z w i schenfa Il G e 5 ov ein Austausch telegraphischer Mitteilungen stattgefunden, aus N>elä>em l^ervorgeht, daß die bulgarische Regierung in dieser Frage an den vom Fürstentum erworbeneu Rechten mit aller, Entschiedenheit festhält. Man läßt sich in Sofia durch keinerlei abschlvää?ende Deutungen von der Auffassung abbringen, daß das Unterbleiben der Einladung des bulgarischen Vertreters zu dem vom türkischen Minister des Aeußeru, Telvfik Pascha, gegebenen Diplomatendiner eine Verletzung der Würde Bulgariens sei. In gewissen türkischen Kreisen wird eingeräumt, daß die Pforte nicht werde nmhin können, die erwähnte Unterlassung in irgendeiner Form gutzumachen, und es wird vorausgesehen, daß es, falls türkischcrseits eine Genugtuung durchaus verweigert werden sollte, zu politischen Schwierigkeiten zwischen den beiden Staaten kommen könnte. Nach dem russischcn Vudgetvorau -schlag für das Jahr 1900 beträgt die Totalsumme der, ordentlichen Einnahmen 247N Mill., die der ordentlickfen Ausgaben 2473 Millionen Rubel, so daß die Einnahmen die Ausgaben um drei Millionen übersteigen werden. Der Großwestc hat nach einer Meldung aus K o nsta n tin op c l an alle Ministerien ein Rundschreiben gerichtet, in dem, auf das Herannahen der Einberufung des Parla m e n t s hingewiesen wird und die verscln'edenen Ressorts aufgefordert werden, die in der Volksvertretung einzubringenden Gesetzentwürfe bis zur Eröffnung der Kwnmcrtagung fertigzustellen. Es erregt in vielen Kreisen Befremden, daß das Groß-wesirat seit der Wiederherstellung der Verfassung zwei Monate verstreichen lies;, ohne eine Verfügung für die Vorbereitung der Regierungsvorlagen zu treffen. Die den Ministerien gestellte Aufgabe bietet infolge der Eigenart der politischen und nationalen Verhältnisse im ottomanischen, Reiche, sowie wegen dessen internationaler Stellung außerordentliche Schwierigkeiten, angesichts deren die Möglichkeit, die erforderlichen Gesetzentwürfe in der noch zur Verfügung stehenden kurzen Zeit auszuarbeiten, stark bezweifelt wird. Tagesneuigleiten. — (Die Tochter mit dem Bräutigam der Mutter durchgegangen.) Aus Arab wird gemeldet: Die hier wohnende Witwe Elisabeth Kubiczay, eine schöne, junge Frau, war seit einigen Monaten mit dem Gutsbesitzer Andreas Gyutics verlobt und in lurzem hätte die Hochzeit stattfinden sollen. In der letzten Zeit widmete jedoch der Bräutigam der dreizehnjährigen Tochter seiner Zukünftigen, ebenfalls einer außerordentlichen Schön-heil, mehr Aufmerksamkeit, als seiner Braut lieb war, bis er schließlich mit der Tochter spurlos verschwand. Jetzt wird er wegen Entführung einer Minderjährigen gerichtlich verfolgt. — (Die gestohlene Schildwache.) In Baku hat sich, wie das „Deutsche Vollsblatt" meldet, das seltsame Ereignis zugetragen, daß ein auf der Wache stehender Soldat von seinem Posten gestohlen wurde und seitdem nicht mehr zum Vorschein gelommen ist. Es war am vorigen Donnerstag, da spazierte um 10 Uhr abends der Soldat Ephim Kleüev auf seinem Posten am Kasernentore des Regiments Slavjanslij hin und her und gab hübsch acht, daß dem kaiserlich russischen Aerar nichts gestohlen werde. Da kamen drei elegant gekleidete Herren in einem Phaethon angefahren, machten vor der Kaserne Halt, und ehe sich der Nachtposten gefaßt hatte, ward er gefaßt, schön vom Boden aufgehoben und mit sanfter Gewalt in den Nagen gesetzt; hierauf jagten die Räuber mit ihrer ungewöhnlichen Beute im Galopp von bannen. Die Militärbehörden und die Polizei geben sich seitdem alle Mühe, der sonderbaren Sache auf die Spur zu kommen, aber bisher tonnte nichts entdeckt werden, als daß der Soldat Kle«ev kurz vorher von einer jungen Dame ein Liebesbrieflein erhalten habe, worin die Einladung stand: „Erwarte mich um 9 Uhr!" Vielleicht dauerte der jungen Dame das Warten zu lang und ließ sie sich den Wachtposten lurzweg holen und zu ihren Füßen legen. — (Die streitenden Feuerwehrleute,) Ein Schildbürgerstück wurde in dem oberpfälzischen Marlt- ort Massing verübt. Dort gerieten nach dem Ausbruch eines Brandes zwei Feuerwehrleute am Spritzenhaus in Streit, weil jeder die Prämie für das zuerst herbeigebrachte Spritzengespann verdienen wollte. Zuerst prügelten sich die beiden Konkurrenten, dann entstand eine allgemeine Rauferei, und das Haus brannte inzwischen nieder. — (Eine Ausstellung von Zähnen.) Im „Hotel Cecil" in London haben die englischen Zahnärzte eine Ausstellung abgehalten, die nur von Zahnärzten und Zahntechnikern besichtigt werden durfte und bei der über zwei Millionen Zähne ausgestellt waren. Unter anderen Eigentümlichkeiten fiel besonders ein französisches Gebiß auf, das bereits vor hundert Jahren verfertigt worden war, und ein künstliches Gebiß, zu dem als Material die Zähne eines Flußpferdes verwendet worden sind. Dieses Gebiß unterschied sich sehr vorteilhaft von den heutzutage angefertigten, da es nicht die reguläre Genauigkeit der Gebisse aufwies und durch seine unsymmetrisch angeordneten Zähne die Natürlichkeit vorspiegelte. Dann sah man noch künstliche Modelle der Indianerzähne, die der bei den Rothäuten üblichen Sitte gemäß bronzefarben, grün, rot oder blau gefärbt waren. — (Eine Erfindung, mit deren Hilfe man von Paris nach New York sehen kann,) verspricht der französische Ingenieur Armengaud der erstaunten Menschheit binnen lurzem vorzulegen. Armengaud, der schon vor einigen Jahren Versuche mit einem von ihm konstruierten „Telespeltroslop" gemacht hat, hat seinen Apparat immer weiter vervollkommnet und umgeformt, und nachdem nun die Grundlagen für die praktische Anwendung erprobt sind und sich bewährt haben, wird der erste praktische Versuch lediglich von der Vervollkommnung einzelner Details abhängen, die nur eine Frage kurzer Zeit sind. Der Apparat zeigt eine gewisse Verwandtschaft mit dem System der Fernphotographie. wie Professor Korn sie ausgebildet hat. Der französische Erfinder stützt seinen Versuch auf eine Ausnutzung der Eigenschaften des Sileniums; den Ausgangspunkt seiner Erfindung bot eine Anregung, die ihm die Tätigkeit des Kinematographen gab. — (Die Postlagernbe Frau.) Auf das Postamt in Nohla kam diesertage ein Mann aus einem Nach-barborfe und wollte die „Frau sehen, die auf dem Postamt liege". Der erstaunte Beamte erkundigte sich ob dieser seltsamen Frage nach der Ursache und erfuhr, das; der Mann ein Heiratsgesuch gelesen habe mit dem Schlußsätze: „Postlagernd Rohla". Trotz Aufklärung unter stiller Heiterkeit des Beamten war der Mann aber von seiner Meinung nicht abzubringen, daß die Frau „auf dem Postamt liege". — (Vom Bänkelsänger zum Heldente n o r.) Aus London kommt die Meldung von der eigenartigen Entdeckung eines prachtvollen Tenors, dessen freilich noch ungeschulte Stimme an ihrer natürlichen Schönheit an Caruso gemahnen soll. Eine Anzahl amerikanischer Touristen hatte einen Ausflug nach Whitechapel unternommen, nach dem berühmten Stadtviertel Londons, in dem einst Jack der Vufschlitzer seine Schreckensherrschast ausgeübt. Ein amerikanischer Theateragent, Jack Goodson. und einer der bekanntesten Newyorler Advokaten hatte an der Exkursion teilgenommen. In der Middlesex Street blieb die ganze Gesellschaft unwillkürlich überrascht stehen: in der Der Weg zum Leben. Roman von Erich Kdenftein. (63. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) X. Nun war Wolfgang schon acht Tage am Mondsee, nnd es lr>ar Renaten noch immer nicht gelungen, Klarheit über seine Beziehungen zu den Thomas zu erlangen. Als sie ihn einmal scheinbar harmlos über 5kmnlla ausfragte, sagte er kur,^ weg: „Sie ist ein armes, krankes Geschöpf, trotz ihrer äußeren Schönheit. Du brauchst keine Angst Zu haben." „Aber Wolfgang! Welche Angst meinst du?" Sie tat ganz beleidigt. Er ließ seine schönen braunen Augen mit unangenehmer Klarheit auf ihr ruhen und sagte trocken: „Sei Fremden gegenüber diplomatisch, Re-« natc; mir, dem Bruder gegenüber, gib dich wie du bist. Glaubst du, ich lese dir die Angst nicht von der Stirn? Du fürchtest, ich könnte mich in Ka-milla verliebt l>aben, die, wie du ganz richtig annimmst, weder eine Käthe Pollberg, noch eine Lutz von Langenstein ist. Sei ruhig. Kamilla ist mir nur eine liebe Freundin. Aber damit dn nicht sagst, ich sei hinterhältig: ja, ich habe mich in Solitude verliebt und inehr als das — ich habe das einzige Weib dort ssefunden, das mir. Vollglück hätte geben können. Aber die Sache hat sich zerschlagen — heute ist alles aus, und ich bitte dich, frage nicht tveiter darüber." Renate atmete tief auf. Ein Stein fiel ihr vom Herzen. Das „heute ist alles aus" klang ihr wie Musik. Kein Gedanke stieg in. ihr auf, das; ihm diese „Sache" Schinerzen bereitete, keine Spur von Mitleid mit der Enttäuschung, die so etwas ja im Gefolge haben mußte, nur tiefe Befriedigung, daß er also doch keinen „dummen" Streich gemacht. Sie wollte ihn ja verheiratet sehen, gewiß. Aber absolut nur mit einem Mädchen aus vornehmer, reicher Familie, das entweder durch Schönheit oder durch Geist alle anderen überragte. Nur lim Gottes willen keine blöde Liebesheirat! Sie fragte nun nicht weiter. Zum Teil war sie beruhigt, nur manchmal stieg ein fatales Gefühl in ihr auf, daß da in der Seele Wolfgangs eine neue Welt erstanden sei, die bestimmend auf seine Zukunft einwirken lvürde. Eine Welt, an der sie keinen Teil hatte. AIs er ihr in den ersten Tagen von seiner ärztlichen Tätigkeit erzählte, hatte sie mit einem nachsichtigen Lächeln, wie über einen sonderbaren Sport gesagt: „Armer Wolfgang! Wie mußt du dich gelangweilt haben!" Seitdem hatte er von seinen Plänen mit keiner Silbe mehr gesprochen. Fast den ganzen Tag stieg er mit Margit, in den Bergen Heruni, nnd abends schrieb er täglich an Kamilla oder Frau Thomas. Letztere hatte ihm mitgeteilt, daß Kamilla nach seiner Abreise einen besonders heftigen Anfall erlitten habe und seitdem sich nicht erholen könne. Nachrichten von ihm feien die einzige Freude ihres Daseins. Kanu'llas Zustand beunruhigte Wolfgang selir. Er hatte damals bei der Untersuchung'Un,-rcgelmäßigkeiten in der Herztätigkeit bemerkt, welche, wenn sie schon länger bestanden — was er freilich nicht wußte — zu ernsten Befürchtungen Anlaß gaben besonders in der Zeit nach einem Anfall. .heute war der letzte Tag seines Aufenthaltes hier, morgen reisten sie alle ab. Er mit Margit nach Dresden, Renate mit ihren Söhnen und dein Hofmeister nach M, wohin er in, einigen Tagen folgen wollte. Nnn packte Margit drinnen ihre Sachen, und Wolfgang hatte es sich mit seiner Zeitung auf der Terrasse bequem gemacht. Aber ev las nicht. Traurig glitten seine Blicke über die Fläche des Sees, der wie eine flammende, rotgelbe Masse im Abend sonnen schein dalag. Blauviolett zogen sich die Ufer darum hin, nur gen Westen zu Nxir es hell. da glühten die Felsen, lind der herbstaMc Wald schien zu brennen. Und überall war es still und einsam, denn die meisten Sommergäste waren bereits abgereist. Eine feierliche Stimmung kam ül>er Wolfgang. Er dachtc an die seltsamen Töege des Schicksals, wie es ihn mit Hed-wig, Kamilla und Martha zusammengeführt hatte und wie sie im Grunde doch alle wieder einsam für sich blieben, keines glücklich. Aber wer war deim überhaupt glücklich? Seine Eltern fielen ihm ein und Theodor und Frau Thomas, zuletzt Renate. Niemand . . . höchstens Menschen, wie Grete oder Herr Thomas. Plötzlich sprang er auf und reckte sich und streckte die Arme kraftvoll in die Höhe und lächelte. Nein, nur nicht ungerecht sein! Er, dachte an den Friedhof und das Vö'sigtal und manche arme Hütte hier nnd dort. War es nicht Glück, was er damals einPfunden? Ja. Und jeder Mensch hat seinen Punkt in sich, von den, aus er das Glück fassen kann, es gilt nnr, den Punkt zu suchen und festzuhalten. (Fortsetzung folgt.) laibachcr Zeitung Nr. 219. 2037 24. September 190«. Nät>c hörte man eine wundervolle Tcnorstimme, die cinc Strophe aus einer volkstümlichen Ballade sang. Man folgte dem Stimmenllang und entdeckte schließlich einen armen halbzerlumpten jungen Menschen, der vor der Tür einer Var sein Lied sang. Eine halbe Stunde später war der junge Straßensänger von dem Thcatcragenten für Newyorl engagiert, wo er auf zehn Wochen mit 1000 Kronen Nocken-gage, im Falle des Erfolges mit doppelt hohem Honorar im American Theatre Balladen singen soll. Der Name des nrucnlbeckten Tenors lautet Mirzla Gynt. Bei einem bekannten Londoner Musiler hat er bereits begonnen, die Noten-säirift zu lernen, denn bisher hat er ohne besondere musi-lcilische Kenntnisse nur nach dem Gehör gesungen. — (Ein K i nderpoli zei lorfts.) In dem Lcmdc der Iugendgerichtshöfe hat man zur Vervollständigung dieser Einrichtung jetzt auch ein Kinberpolizeilorps geschaffen, und zwar im Staate Iowa. in Council Bluffs. Dem Chef der Stadtpolizei ist es gelungen, die wildesten dc>- Straßenjungen, Stiefelputzer lc. dafür zu begeistern. Polizisten zu iverben. Hat man irgend einen Jungen bei einer kleinen Untat erwischt, so fordert ihn Herr Richmond in der menschenfreundlichsten Weise auf, dock) seinem Polizei-lorps bcizutreten. Das Vertrauen, das man den Knaben entgegenbringt und das Ehrenvolle der Ausgabe, dessen sie sich sehr wohl bewußt sind, erzeugt bei den Jungen die besten Resultate, und es gibt leine größere Schande für einen Jungen, der einmal bei der Iugenbpolizei gestanden hat, als selber davon verhaftet zu iverden. — (Ein Voll von Dieben.) Einen interessanten Aufsatz über die Maghaja Doms, den „Stamm der indischen Diebe", veröffentlicht ein langjähriger britischer Be-cmXer in Indien, Mr. Kennedy, in der Zeitschrift „Bengal Gazette". Von der frühesten Kindheit auf wird der Maghaja systematisch zum Diebstahl herangebildet. Kein Schuhdach 'st sein Eigentum, von Siedclung zu Siedelung schleicht er, von der Polizei gehetzt, von der Bevölkerung verfolgt. Ein kühner Diebstahl, das ist sein höchster Stolz, sein größter Ehrgeiz, und ein gelungener Raub wird als Heldentat gefeiert. Das Gefängnis birgt ihm leine Schrecken: es ist nur eine Folge von Stümperschaft und zeigt, daß der Verurteilte seine Kunst schlecht verstanden. Sir Henry war der erste, der dem Treiben dieser Gesellen Einhalt zu gebieten suchte. Die meisten „Doms" wurden verhaftet, für jeden Angehörigen des Diebesstammes, der sich im Bereich der Polizei herumtrieb, wurden die Sichcrheitsbeamten zur Verantwortung gezogen und die Doms unter Bedeckung in entlegene Gegenden gebracht. Man gründete landwirtschaftliche Niederlassungen für sie; aber alle erzieherischen Versuche gleiten ab an der standhaften Zähigkeit dieses seltsamen VollsstammeZ, der seiner Moral unentwegt treu bleibt. In dm Häusern der Ansieblungen findet man noch hmte nur Frauen und lleine Kinder: die Männer und Burschen besuchen nur selten diese Heimstätten, ihr Leben sind nach wie vor ihre Dicbeszüge, ihre „Kunst", und die Frauen helfen ihnen, soviel sie es vermögen, als Spione und Hehler. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Bericht über das Ocwcrbcwcscu in Kram. (Schluß.) Recht unerfreulich sind die auf dem Gebiet der Lehrlingsausbildung im Vaugeloerbe herrschenden Zustände. Mangels eines Lehrvertrages wird lein regelrechtes Lehr-Verhältnis geschaffen, der Lehrling arbeitet jedes Jahr bei uncm anderen Meister, welchen er, nachdem die Aufnahme dieser sich fast durchwegs aus Görz und Gradisca rekrutierenden Lehrlinge zur Arbeit durch die Poliere erfolgt, oft nicht einmal lennt. Ob der während der Winterszeit wieder Ul seine Heimat abgehende Lehrling eine Fortbildungsschule besucht, darum tümmcrt sich überhaupt niemand. Von einer wirklichen Freisprechung ist unter solchen Umständen natür-I'ch leine Rede. sondern es erfolgt ganz einfach ein stiller Übergang zur Gchilfenzcit dadurch, daß der betreffende Lehrling nach einiger Zeit sich selbst als Maurcrgehilsc deklariert und sich ein sich hierauf beziehendes Arbeitsbuch be-sorgt. — Das Fehlen von Lehrverträgcn bildet in jenen Hallen die Regel, in welchen die eigenen Söhne bei ihren ältern in das Lehrverhältnis treten. — Wie selten der Lehrvertrag die ihm gebührende Beachtung findet, illustriert bas in einigen Fällen geübte Vorgehen eines aus einer Bau-schlossere« und Vautischlcrci bestehenden Unternehmens, in welchem mehrere Schlosscrlehrlinge nach vollstreclter einjäh-l'aer Lehrzeit gegen ihren Willen einfach in die Bautischlern "''gereiht wurden. — Im Hinblick auf die häufig am flachen <-ande zutage tretende Verlcnnung der Wichtigkeit der im Interesse einer gedeihlichen Entwicklung des Handwerkes gc-l^cnen fachlichen Lehrlingsausbildung muß das Bestreben k'uigcr sich selbst zu materiellen Opfern bereit erklärenden Bister eines kleinen Ortes mit 35 Lehrlingen nach Errich-^'"g einer gewcrbliÄM Fortbildungsschule als um so er-'"ulicher bezeichnet werden. lV- Wirtschaftliche Lage der Arbeiter. Trotz der im abgelaufenen Jahre sich fast auf alle ^''dustriezweige erstreckenden günstigen Konjunktur war die Ausnutzung der vorhandenenWerlseinrichtungen mit Rücksicht auf den allgemein herrschenden Mangel an Arbeitskräften nicht möglich. Namentlich in den eisten Monaten des Berichtsjahres sanl durch die starke Auswanderung brauch-barster Arbeitskräfte der Arbeiteistand derart, daß einzelne Firmen infolge des großen Abgangs und Aufhörens jeder Nachfrage nach Arbeit zu dem bisher nicht nötig gewordenen Mittel, sich durch Agenten von auswärts Arbeitskräfte zu verschaffen, greifen muhten. Die früher sich vorwiegend nur auf die Männer erstreckende Auswandcrungs-lust hat heuer auch die Frauen ergriffen, wodurch infolge bes Ausfalls weiblicher Arbeitskräfte insbesondere die Stroh-Hut- und Textilindustrie betroffen wurde. Nachdem die fortschreitende Teuerung der erste Beweggrund zu der immer mehr um sich greifenden Auswanderung war, so war man in einigen Unternehmungen bestrebt, sich durch Verbesserung der materiellen Lage der Hilfsarbeiter einen den Betriebs-anfordcrungen entsprechenden Arbeiterstock zu erhalteu. Die vorgenommenen Lohnerhöhungen bewegten sich in Grenzen oon 10 bis 20 ^. Während der heurigen Saison muhte cine Zicgeleifirma sogar zweimal die Löhne erhöhen. An den oorher geschilderten Zustanden hat die durch die amerikanische Finanzlrisc mit ihrer wirtschaftlichen Depression bedingte Rückwanderung bis zum Schlüsse des Icchves nahezu gar nichts geändert, da die Rückwanderung der einheimischen Arbeiter bisher in nur sehr geringem Grabe erfolgt ist. Daß bei dem allgemein empfundenen Arbeitermangcl und der fortwährenden und die Arbeiterschaft auf das empfindlichste treffenden Preissteigerung sämtlicher zum einfachsten Lebensunterhalt notwendigen Nahrungsmittel und Gebrauchgegenstände (ücbcnsmittel 3 bis 10 A>, .Kohle 15 A. :c.) einzelne Arbeitergruppen bestrebt waren, sich den Tn:erungsverhältmssen entsprechende Lcbensbtdingungen zu verschaffen und dieses Ziel durch im größeren Umfang durch-gcführtc Lohnlämpfc zu erreichen suchten, ist naheliegend. Um einem empfindlichen Mangel an geeigneten Wohnungen für die Arbeiterschaft abzuhelfen, wurden in zwei Maschinenzicgcleien je 1 Albeiterwohnhaus, in 1 Ketten-fabril und in 1 Baumwollspinnerei je 2 Wohnhäuser neu aufgeführt. Die dem Amte zur Kenntnis gelangten Arbeitseinstel-lui.gen betrafen: 1 Maschincnziegelei. 1 Feilenhauerei. 1 Bauspenglerei. 8 Maschinen- und 2 Handtischlereien Lai-bcchs, 1 Dampffäge. 1 Buchbinderei und 3 Baubetriebe (einen der letzteren 2mal). Insbesondere im Tischlergcwcrbe, in welchem sich bereits im Monat Mai eine Lohnbewegung gcltcnd machte, wurde der Streik mit besonderer Heftigkeit geführt und, nachdem die zuerst bei 2 Einzelfilmen erhobenen Forderungen unberücksichtigt geblieben waren, auf alle größeren Betriebe als ein dieselben allgemein umfassender Streik, der von seinem ersten Stadium bis zur vollständigen Beendigung desselben nahezu 3 Monate dauerte, ausgedehnt. Unter Intervention des Amtes erfolgte die Beilegung dieses luftigen und an Wcchsclfällen überaus reichen Lohnlampfcs durch Abschluß eines beide Teile befriedigenden Kolleltiü-vcrtragcs. Die beiden oberwähnten Streite der Vauspengler und Buchbinder waren gleichfalls die Folge einer vorhergehenden Lohnbewegung, welche in den übrigen Betrieb?» dicscr Branchen durch Annahme des seitens der Gehilfenschaft vorgelegten Lohntarifs noch vor Ausbruch eines allgemeinen Ausstands zum Abschlüsse kam. Aber nicht nur hier, sondern bei allen den vorerwähnten Ausständen bildete neben einer durchgreifenden Lohnerhöhung auch das Verlangen nach Verkürzung der Arbeitszeit die Hauptforderung der Arbeiterschaft. Im Gast- und Schanlgewerbe in Laibach wurde ein Arbeitskonflikt noch vor Ausbruch eines Streikes durch teilweise Aufbesserung der Löhne gütlich beigelegt. Laibachcr Gemcinderat. Der Laibacher Gemeindcrat trat gestern abends zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, an welcher unter Vorsitz des Bürgermeisters Hribar 26 Gemcindcräte teilnahmen. Zu Vcrifitaloren des Sitzungsprotololles wurden die Gemeinbcrätc Dr. Majar on und Dr. Triller nominiert. Auf der Tagesordnung befanden sich lediglich Mitteilungen des Präsidiums. Bürgermeister Hribar: Die unschuldigen Demonsira^ tionsopfer wurden gestern unter Teilnahme aller Klassen der Bevölkerung zur ewigen Ruhe gebettet. Laibach hatte bisher eine so imposante Trauerlundgcbung nicht zu ver-zeichnen' mehr als 40.000 Personen gaben den beiden Toten das Ehrengelcitc, Ich habe das Nötige veranlaßt, daß am kommenden Montag ein feierliches Requiem für die Verewigten abgehalten werde (Bravo-Rufc) und lade die Mitglieder des Gcmcindcratcs zur Teilnahme an dieser Traucr-feicr ein. Die Trauerflaggen auf den städtischen Gebäuden bleiben bis zu diesem Tage ausgestellt i ich hoffe, daß auch die Laibachcr Hausbesitzer diesem Beispiele folgen werden. Die Mitteilung des Vorsitzenden wurde stehend zur Kenntnis genommen. Der Bürgermeister ersucht um die Ermächtigung, den Laibacher Aerzten, welche den beiden Dcmonstrationsopfern sowie auch den übrigen bei diesem Anlasse verletzten Personen ihre Hilfe angedeihcn ließen, namens der Stadl- gcmcinbe den wärmsten Dank aussprechen zu dürfen. Es sind dies Dr. Ritter von Bleiweis, Dr. Oraien, Dr. Rus, Dr. Föbiansberg, Dr. Illner, Dr. Dol^at, Dr. Klajmer, Dr. Fridrich. Dr. Pl>5nil und sonstige Spitalsärzte. Desgleichen den Domdilären Dr. Ier5e und Potolar für die Tröstungen der hl. Religion, welche sie den beiden Sterbenden auf der Unglücksstätte zuteil werben ließen. (Lebhafte Bravo-Rufe.) Bürgermeister Hribar machte writers die Mitteilung, bah er gestern nachmittags die anläßlich der jüngsten Demonstrationen verletzten Kranken im Landesspitale besucht und ihnen sowie ihren betrübten Angehörigen Trost zugesprochen habe; alle seien schwer verletzt, doch habe sich die Krankheit erfreulicherweise zum Nesseren gewendet, so daß Hoffnung vorhanden sei, sie sämtlich am Leben zu erhalten. Der Bürgermeister stellte ihnen, da sie alle mittellos sind. die Unterstützung der Stadtgemeinde in Aussicht. Die Verwundungen seien bei sämtlichen Verletzten von rückwärts (Rufe: „Schmach!") und aus unmittelbarer Nähe erfolgt. Aus den ärztlichen Protokollen sei ersichtlich, baß auch Ada» mw und Limber von rückwärts erschossen wurden, sPfui-Ruse.) Der Bürgermeister ersucht um Bewilligung eines Kredits von 1000 X zur Unterstützung der Verletzten und deren Familien sowie um bi< Ermächtigung, ihnen die nötige Spitalspflege in der ersten Klasse angebeihen zu lassen. Redner ersuchte Herrn Dr. Majaron, zugunsten der Verletzten eine öffentliche Sammlung einzuleiten, und spendete je )00 X für das den beiden Verstorbenen zu errichtende Grabdenkmal und für die Unterstützung der in Spitals-pflege befindlichen Verletzten. Die im Sitzungssaale ausgestellten Schleifen d«r den Demonstrationbopsern gewidmeten Kränze sollen für das projektierte städtische Museum aufbewahrt bleiben und darin in einem besonderen „Zimmer der unschuldigen Opfer vom 20. September N'08" zur Ausstellung gelangen. Der Bürgermeister sprach weiteis allen bei der Wiederherstellung der öffentlichen Ruhe und Ordnung tätig gewesenen Herren aller slobenischtn Pcrteirichtungen den wärmsten Dant aus und gab schließlich bekannt, baß für die Opfer der Demonstrationen aus der ganzen slavischen Welt lebhafte Sympathiekundgebungen eingelangt sind. Der Görzer Landtag hat vorgestern zum Zeichen der Trauer einstimmig beschlossen, die Sitzung zu schlichen. Telegraphische Sympathiekundgebungen seien eingelangt von den Stadtgemeinden Prag und Agram, von den Gemeindevertretungen Littai. Idria. Flitsch. Karfreit. Kanal:c., vom slovenischen Landtagsllub in Görz, von der Leitung der kroatischen Rechtspartei und der nationalen Fortschrittspartei in Steiermarl. von den Abgeordneten Kotlar, Hajn. Klofaö. Bara, Kalina u. a. Bürgermeister Hribar lam sodann in eingehender Weise auf die jüngsten Laibacher Vorfälle und deren Schilderung in der deutschen Presse zu sprechen und unterzog insbesondere die Schreibweise der Grazer Blätter, namentlich der „Tagespost" einer scharfen Kritit, Wenn diese Blätter zu behaupten die Stirne haben, bah die Deutschen in Laibach ihres Lebens nicht sicher seien, so wisse man. daß dies eine absichtliche Verleumdung sei; nur Uebelwollen und nationaler .Haß könne eine solche Schreibweise diktiert haben. Aber auch in offiziösen Berichten wird u. a. behauptet, das ausgerückte Militär habe sich zum Gebrauche der Waffen entschlossen, weil es von den Demonstranten mit Steinen bcworfen worden sei. Es sei nunmehr amtlich konstatiert, daß diese Behauptung der Wahrheit nicht entspreche, und Redner habe hievon auch den Ministerpräsidenten Freiherrn von Beck telegraphisch in Kenntnis gesetzt, mit welchem Erfolge, beweisen die Angriffe des offiziösen ..Fremdenblatt". Der Bürgermeister lehrte sich sodann gegen eine Reihe von Mitteilungen der „Tagespost" und stigmatisierte dieselben als Entstellungen und wissentliche Verleumdungen, unwürdig eines anständigen Menschen. Landsmannminister Prabe lasse sich von Frau Lina Kreuter-Galle informieren. Alle deutschen Faltoren seien einig in dem Vorgehen gegen die Slovencn und neben der l. l. Landesregierung eristiere h«l noch eine Ncbenregierung. auf deren tendenziöse Berichte die Zentralregicrung großes Gewicht zu legen scheine. Das slo-vcnische Voll aber sei reif und selbstbewußt genug, um allen diesen Angriffen zu widerstehen. Die maßlose Hetzerei der Deutschen müsse notwendigerweise einen festeren Zusammenschluß aller slavischen Parteien zur Folge haben. Gemcinderai Dr. Tav^ar sprach sich zunächst abfällig darüber aus, daß beim Leichenbegängnisse der unglücklichen Dcmonstrationsopfer die Regierung nicht vertreten gewesen sei, und wendete sich bann in längerer Ausführung gegen einen die Laibachcr Vorfälle behandelnden Artikel des ..Fremdenblatt" sowie gegen die Forderung, daß deutsche Richter mit der Untersuchung über die jüngsten Vorfäll-in Laibach betraut werden sollen. Er rufe seinen Stam-mcsgenossen: Seid vernünftig und vorsichtig! Aber auch die Deutschen mögen Vernunft annehmen, denn durch ihr Vorgehen erweitern sie den Abgrund zwischen den beiden Volls-siämmen bes Landes. Dieses Vorgehen werben die Deutschen selbst noch bitter bereuen! Die Kugeln, welche zwei junge Menschenleben vernichtet haben, werden auch den Deutschen sich tief in das Fleisch bohren. Gemeinderat Dr. Tav^-ar beantragte schließlich folgende Resolution: „Der Lllibacher Goneinberat weist die lügenhafte Berichterstattung deutscher Laibücher Zeitung Nr. 219, 2038 24. September 1908. Blätter über die Vorfälle in Laibcich mit Verachtung zurück und betont, daß weder das hiesige Amtsblatt noch der politische Kommissär es gewagt haben auszusprechen, daß das Schiehen seitens der Militärmacht berechtigt gewesen sei. Der Gemeinderat hält seine Forderung nach einer strengen Untersuchung, welche insbesondere auch gegen die beteiligten Militärpersonen ausgedehnt werden muß, aufrecht und protestiert dagegen, daß auf Grund absichtlich übertriebener und unrichtiger Berichte der deutschen Koterie in Laibach eine Diktatur des deutschen Ministers Prade eingeführt werde, da dadurch die Gegensähe zwischen der slovenischen und deutschen Bevölkerung noch vertieft würden. Der Gemeinderat gibt daher der Erwartung Ausdruck, daß in Laibach nicht nach einem anderen Maßstabe vorgegangen werden wird wie in Cilli, Marburg und Pettau." Gemeinderat Dr. Triller beantragte zu dieser Resolution einen Zusatz, worin die l. l. Landesregierung aufgefordert wird, unverzüglich und mit aller Entschiedenheit die lügenhaften und absichtlich provozierenden Berichte deutscher Blatter zu demen-tiercn, bezw. richtigzustellen, da dies im Interesse einer verläßlichen Beruhigung der frivol verleumdeten slovenischen Bevölkerung unserer Stadt unerläßlich notwendig sei. — Die Resolution des Gemeinderates Dr. Tav^ar wurde bei der Abstimmung mitsamt dem Iusatzantrage des Gemeinderates Dr. Triller einstimmig angenommen. Gemeinderat Dr. Majaron dankte zunächst im Namen des vereinigten nationalen Komitees für die Anerkennung seiner Tätigkeit seitens des Bürgermeisters und erklärt, daß das Komitee auch weiterhin seine Pflicht tun werde, Redner beantragte, dem Görzer Landtage für seine Sympathiekundgebung telegraphisch den Dank auszusprechen, welcher Antrag einstimmig zur Annahme gelangte. Dr. Majaron wies sodann auf den Umstand hin, daß bezüglich der Aufschriften in Laibach in den letzten Tagen eine bemerkenswerte Aenderung Platz gegriffen habe. Diese Operation sei für die Gegner am allerschmerzlichsten. Sollte hiebci irgend ein Terrorismus mitgewirkt haben, so sei dies zu verurteilen. Allein die Wandlung sei mit Zustimmung und zumeist aus eigener Initiative der betreffenden Faktoren erfolgt und sei daher aufrichtig zu begrüßen. Von nun cm gelte die Devise: Der slovenische Handelsmann hat slovenische Aufschriften (lebhafte 2ivio-Rufe). Die Trennung der Geister sei nun da und möge auch äußerlich in die Erscheinung treten. Die Handelswelt selbst werde wissen, was sie zu tun habe, und die Bevölkerung werde nun klar ersehen, was ihre Pflicht ist. — Auch die Stadtgemeinde Laibach — fuhr Gemeinderat Dr. M a j a r o n fort — habe zweisprachige öffentliche Aufschriften. Diese müssen nunmehr verschwinden. Die slovenische Metropole müsse auch äußerlich ihren slovenischen Charakter zeigen, das sei der entschiedene Mille der gesamten slovenischen Bevölkerung. Der diesbezügliche Beschluß des Gemeinderates liege dem lrainischen Landesausschusse bereits vor. und es sei Pflicht der Gemeindevertretung, beim Lanbesausschusse die endliche Erledigung dieser Angelegenheit zu urgieren. Ueber Antrag des Redners wurde sodann einstimmig eine Resolution angenommen, worin der Landesausschuß ersucht wird. die Frage der öffentlichen Aufschriften in Laibach unverzüglich der Erledigung zuzuführen. Die Annahme der Resolution wurde mit lebhaften 2ivio-Rufen begrüßt und sodann um 8 Uhr abends die Sitzung geschlossen. — (Zum Stapellauf S. M. S. „Erzherzog Franz Ferdinand") meldet das „Polaer Togblatt": Anläßlich des Stapellaufes des 14.500 Tonnen-Schlachtschiffes „Erzherzog Franz Ferdinand" begeben sich am 26. d. M. mehrere Schlachtschiffe, darunter S. M. S. „Erzherzog Karl", „Erzherzog Ferdinand Max" und „Erzherzog Friedrich" nach Trieft. Die Röunion gelegentlich de» Stapellaufes findet an Bord S. M. S. „Erzherzog Karl" statt, woselbst die Vorarbeiten für das im großen Stile gehaltene Fest bereits begonnen haben. — (FZM. Eugen Freiherr von Albori.) Seine Exzellenz der vormalige Kommandant des 15. Korps und Kommandierende General in Sarajevo und Chef der Landesregierung für Bosnien und die Hercegovina, nunmehrig« General-Truppeninspeltor FZM. Eugen Freiherr von Albori feiert Sonntag, den 27. d. M., seinen 70. Geburtstag. — (Kasinoverei n.) Wir erhalten folgende Mitteilung: Mit Rücksicht auf die bedauerlichen Ereignisse der jüngsten Tage und deren mögliche Nachwirkungen sieht sich die Direktion des Kasinovereines in Laibach veranlaßt, das auf den 4, Oktober in seinen Lokalitäten anberaumte Kaiser-Huldigungsfest, für welches das Programm schon vor einiger Zeit Verlautbart wurde, abzusagen. Ferner wird die Kaiser-Iubiläums-Kunstausstellung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. * (Aus dem Volksschuldienste.) Der l. l. Bezirksschulrat in Gottschee hat die absolvierte Lehramts-tandidatin Fräulein Agnes Klun zur provisorischen Lehrerin an der Volksschule in Fara-Vas ernannt. — Der t. !. Bezirksschulrat in Radmannsdorf hat an Stelle des krankheitshalber beurlaubten Lehrers Herrn Josef Lampe die absolvierte Lehramtslandidatin, Fräulein Franzisla Bedenk, zur Supplentin an der Volksschule in Ovsi.^-e und an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Fräulein Emma Schittnil die geprüfte Lehrsupplentin Fräulein Marie Zhorsty Edle von Zhorxe zur Sup« ftlentin an der Volksschule in Ahling bestellt. —r. * (Ausgabe von Organisations- und Lchrplänen für Frauengewerbeschulen sowie für Koch- und HaushaltungZ-schulen.) Die steigende Bedeutung, welche die gewerbliche Ausbildung von Mädchen und Frauen im Wege von einschlägigen Spezialschulen und Kursen für die Hebung der allgemeinen Erwerbstätigleit der weiblichen Bevölkerung gewinnt, veranlaßten Seine Exzellenz den Herrn Minister für öffentliche Arbeiten, diesem entwicklungsfähigen Zweige des gewerblichen Unterrichtswesens erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Als eine der wichtigsten Vorbedingungen für das Gedeihen dieser Nildungsstätten erscheint vor allem eine möglichst gleichartige Gestaltung der organisatorischen Grundlagen und deren Lehrverfassung. Zur Herbeiführung befriedigender Verhältnisse in dieser Richtung fand sich Seine Exzellenz der Herr Minister für öffentliche Arbeiten bestimmt, zunächst für die wichtigsten Kategorien dieser Schulen, die Frauengewerbeschulen für Neißnähen und Kleidcr-machen und die Koch- und Haushaltungsschulen typische Lehrpläne sowie Grundzüge für die Organisation beider auszugeben, welchen nach Maßgabe des auftretenden Bedarfes künftighin weitere einschlägige Normative folgen werden. Den kompetenten politischen Vezirlsbehörden und anderen maßgebenden Faktoren wurden von der Landesstelle Lehrpläne usw. mit dem Ersuchen übermittelt, den in Betracht kommenden Kommunal-, Vereins- und Privatschulen für die gewerbliche Ausbildung von Mädchen und Frauen sowie jenen Vereinen und .Korporationen, welche derartige Schulen erhalten oder fördern, zukommen zu lassen und hie-bei den betreffenden Faktoren nahezulegen, die Organisation und Lehrverfassung der bestehenden oder zu errichtenden einschlägigen Bildungsstätten den erwähnten Normativen möglichst anzupassen. —r. — (Die D e m o n st r a t i o n e n in Ü a i b a ch.) Am Perron des hiesigen Südbahnhofes ereignete sich gestern abends eine Demonstration gegen Leutnant Mayer, der in Begleitung von mehreren Offizieren auf dem Bahnhof erschienen war, um nach Graz abzureisen. Sonstige Vorkommnisse, wodurch die Ruhe in der heutigen Nacht gestört worden wäre, sind nicht zu verzeichnen. — (Die Wiederlehr des Halleyschen >t o m e t e n.) Der nach seinem Entdecker bekannte Hallcysche Komet wird nur immer nach 75 Jahren auf der Erde sichtbar. Gegenwärtig wird seine Ankunft wieder erwartet. Das letzte Mal ist er im Jahre 1835 in der Erdnähe gewesen und diese wird er im Jahre 1910 wieder erreichen. Nach Berechnungen des Herrn Dr. Holletschel von der Wiener Ui'iversitätssternwarte wird man schon im kommenden Monat Oktober die ersten Anzeichen der Wiederlehr des Kometen feststellen können. Unter der Annahme, daß der Komet bei seiner ungeheuren Entfernung nur das Licht eines Planeten habe. würde er als Sternchen 19. Größe zu erkennen scin. — (Die Pest fälle in Trieft.) Die Seebehörde vcrlautbart folgendes: Am 18. d. sind auf dem Lloyd-dampfer „Erzherzog Franz Ferdinand" zwei Pestfällc konstatiert worden. Die beiden erkrankten Personen wurden unverzüglich in das städtische Infeltionsspital überführt, das Schiff samt Bemannung in das Scelazarett San Varto-lomeo in Quarantäne geschickt und dort einer Rattenver-tilgung und Desinfektion unterzogen. Die beiden Pestkranken waren seit Monaten in keinem pestverseuchten Hafen, wurden jedoch während der Reparatur des Schiffes im Arsenal mit dem Auskehren von Schiffslorridoren beschäftigt, in denen mehrere tote Ratten gefunden wurden. Dieser Umstand sowie das Ergebnis der balteriologischen Untersuchung eines Rattenkadavers vom Schiffe muhten zu dem Schlüsse führen, daß sich die beiden Kranken auf dem Schiffe selbst durch infizierte Ratten die Krankheit geholt hcben. Da nun seit der Isolierung des Schiffes leine neuen Erkrankungen vorgekommen sind, die Inkubationszeit verstrichen, der Infektionsherd (die Ratten) vernichtet und beseitigt ist, kann man jede Gefahr als ausgeschlossen betrachten. — (Die K a st a n ie n r ö ster) haben ihre Tätigkeit in unserer Stadt bereits begonnen. Die Kastanien sind zumeist klein und werden drei Stück um 2 Heller verlauft. In einigen Tagen dürfte bessere Ware auf den Markt gebracht werden. k«—. — (Schuleinweihung in Waltendorf bei Ru dolfswert.) Man schreibt uns aus Rudolfs-wcrt: Das bereits am ?.1. August l. I. lollaudierte neue Schulgebäude der mit dem Schuljahre 1908/1909 auf drei Klassen erweiterten Volksschule in Waltendorf wurde Sonntag, den 20. d. M., feierlich eingeweiht. Zum Festakte waren erschienen die Herren: Vezirlshauptmann Freiherr von Rech bach, Propst Dr. Elbert. Äezirlsschulinspeltor Josef Turl, Landtagsabgeordneter Josef Dular. Bür- germeister Josef Zurc mit dem Gemeinderate Znanc, Prior Pater Vavpotiö, die Schulleiter P. G. Pod-gl'rZek, M. Matlo, F. Reiniger und einige andere benachbarte Lehrer und Lehrerinnen sowie der vollzählige Ortsschulrat von Waltendorf. Um 9 Uhr hielt in der Pfarrkirche zu Waltendorf Herr Propst Dr. Elbert eine der Feier entsprechende Rede an die in der Kirche versammelte Schuljugend und die Eltern. Sodann zelebrierte er eine hl. Messe, und nach deren Beendigung vollzog sich die Einsegnung des neuen Schulgebäudes. Nach Anrufung des hl. Geistes begab sich die Schuljugend unter Führimg ihrer Lehrer, die anwesenden Gäste, viele Eltern und andere Personen zum neuen vor der Ortschaft stehenden Schulhausc, wo der Herr Propst unter Assistenz der anwesenden Geistlichkeit die Einweihung des neuen Gebäudes vornahm. Nach Beendigung dieses Aktes hielt Herr Bezirlsschulinspeltor T u r l an die vor dem Schulhause versammelte Schuljugend. Lehrer und Eltern eine dem Feste entsprechend gehaltene Rede. In seiner Einleitung erwähnte er die Entwicklung des Schulbaucs, gedachte der Schulfreundlichleit der Gemeinde St. Michael-Stopiöe und des an deren Spitze stehenden Gemeindevorstehers .Herrn Josef Zurc sowie des schul-freundlichen Qrtsschulrates in Nlaltcndorf. Redner wandte sich sodann an die Schuljugend, mit der Aufforderung, durch Fleiß, Folgsamkeit und gesittetes Verhalten ihre Dankbarkeit der Gemeinde und den Eltern, welche ihnen die schöne, geräumige und freundliche Schule besorgt haben, zu bezeugen. Die anwesende Lehrerschaft forderte er auf, sich ihrer wichtigen Aufgabe stets bewußt zu sein und nie zu vergessen, daß der Lehrer auch Erzieher der Jugend ist. Jeder müsse bestrebt sein, sich die Liebe und das Zutrauen der Kinder zu gewinnen und durch diese wird er sich auch die Achtung und das Zutrauen der Eltern gewinnen. — Eingehend besprach Redner die Wechselbeziehungen zwischen Schule und Haus und welche Aufgabe die Eltern als Miterzieher beim Unterrichte zu erfüllen haben, damit ihre Kinder einmal brave und tüchtige Menschen werden, auf die sie mit Stolz werden blicken können. Mit dem Wunsche, daß alle zur Erziehung der Jugend berufenen Faktoren: Schule, Kirche und Elternhaus einheitlich wirken mögen, daß aus der neuen Schule Segen der Jugend und der Bevölkerung auillen möge. schloß der Redner. — Sodann ergriff Herr Nezirkshauptmann Freiherr von Rechbach das Wort. Er dankte allen Faktoren, die zu diesem schönen Schulbau verholfen haben, ermähnte die Kinder, stcts ihren sorgsamen Eltern und Lehrern danlbar zu sein und diese Dankbarkeit durch Fleiß und Folgsamkeit in und außer der Schule zu bekunden und sich in Erinnerung zu halten, daß ihre Schule im Iubiläumsjahr Seiner Majestät des .Kaisers erbaut und eröffnet wurde. — Zum Schlüsse ergriff noch Herr Bürgermeister Jos. Zurc das Wort und betonte, daß die Schule in Waltendorf im 50jährigen Jubiläum des Papstes Pius X, und im Mjährigen Regierunqs-jubiläum unseres erhabenen Kaisers Franz Josef I. erbaut wurde, welcher wünscht, daß sein Iubiläumsjahr durch! Wohltätigleitsanstalten und -Werke gekennzeichnet werde. Um diesem Wunsche gerecht zu werden, hatte die Gemeinde dahin gearbeitet, daß die Schule in Waltendorf im Jubiläums-jahre zur Eröffnung gelangte, Redner dankte allen Faktoren, die der Gemeinde bei dem nun beendeten Schulbauc mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind. eiferte die Schuljugend zum Fleiße an und gedachte zum Schlüsse noch des obersten Förderers des Fortschrittes, des Schirmers und Freundes der Jugend, Seiner Majestät des Kaisers. Er forderte die Vesammelten auf, auf den Monarchen ein drei-maliges „Slava" auszurufen, welcher Aufforderung mit großer Begeisterung Folge geleistet wurde. — Den Beschluß der Feier bildete die Besichtigung des neuen Schulhauses mit seiner inneren Einrichtung, Das Schulhaus, einen gefälligen einstöckigen Bau, hatte zur allgemeinen Zufriedenheit der Bauunternehmer Ignaz Spacapan aufgeführt. IV — (Dem Kinderschuh- und Fürsorge-verein für den G< r i ch t s bc z i r l I d r i a) ist Frau Marie Istini«. Grundbesitzerin in Ieli<1ni Vrh. als Stifterin mit dem Betrage von 100 X beigetreten, wofür ihr der wärmste Danl ausgesprochen wird. * (Eine explodierte Bierflasche.) Gestern abends füllte der neunjährige Zimmermannssohn Othmar Qgrin in einem Garten am Gruberlai eine Vierflasä)e mit ungelöschtem Kalt und Wasser an. Die Flasche explodierte nach einiger Zeit und der Knabe wurde durch die umherfliegenden Splitter am Hals und am rechten Auge schwer ve, letzt. Herr Dr. v. Födransperg legte ihm einen Notver-band an und veranlaßte dessen Ueberführung ins Kranlen-hcus, * (Holde Weiblichkeit.) Diesertage erschien auf dem Marktplätze eine betrunkene Greislerin. die unter den Käufern ihren Mann suchte. Als sie ihn schließlich fand. begann sie ihn zu schimpfen und zu mißhandeln. Nur mit Mül)e gelang es einem Sicherheitswachmann das böse Weib zu entfernen, worauf er sie unter dem Gejohle der Straßen-jugend auf die Sicherheitswachtstube abführte. * (G e f u n d e n) wurde auf der Südbahnstation einr Schachtel mit alten Kleidern, ein Geldtäschchen mit Prc^ zioscn und ein Regenschirm, Laibacher Zeitung Nr. 219. 2039 24. September 1908. " (Ein entwichener Z w ä n g l i n g.) Der am 16. d. M. entwichene Zwängling Franz Spitz wurde durch den Gendaimeriepostcn in Eisnern angehalten und in die Zluangsarbeitsanstalt rücleingelicfcrt. ^ (Verlöre») wurde: eine silberne Damenuhr, eine goldene Uhr, ein goldener Ring, eine schwarze Handtascl)« mi. einem Geldtä>a)a)en und einer Zwanziglronen-Note, ein schwarzer Plaid, ein Geldtäschchen mit 10 X, eines mit l> und eines mit 40 X. Geschäftszeitung. — (L i e fe ru ngsau s schre i bu n g.) Das l. t. Landwchrinfanteriereglment Laibach )?r. 27 schreibt die Lieferung von etwa 514 Meterzentner Hafer für das Jahr 1909 aus. Die Anbole sind bis 21. Oltobcr 10 Uhr vormittags bei der Verwaltungslommissiou des genannten Regiments einzubringen. Die diese Lieferung betreffende Kundmachung liegt den Interessenten im Bureau der Handels- und Ge-werbclammcr in Laibach zur Einsicht auf. — (Ausstellung in Brüssel.) Die hiesige Handels- und Oewcrbctanuner teilt uns mit, daß im Jahre 1910 in Brüssel eine internationale Ausstellung stattfinde» wird. Jenen Interessenten, die sich für die Ausstellung »äher interessieren, liegt im Bureau der Handels- und Gewerbclammer ein Ausstellungsprospelt zur Einsicht auf. Telegramme des k. k. Teleyraphen-Üorrespondenz-Oureauo. Dic Cholera. Petersburg, 2?.. September. Die Eholerastatistil weist hente A92 Neuerlrankungcn und 155 Todesfälle anf. Die Gesamtzahl der Erkrankungen beträgt 1672. Budapest, 23. September. Die Leiche des gestern unter verdächtigen .stranlheil5crscheinnna.cn verschiedenen Nachtwächters Kulla wurde vormittags obduziert. Die Obduktion ergab als Todesursache Apoplexie infolge vorgeschrittener Sklerose. An der Leiche wurde nicht das geringste Merkmal irgend einer Infektionskrankheit gefunden. Berlin, 2A. September. Bei der gestern unter cholcraverdächtigen Erscheinungen in das Rudolf-Virchow-Krankenhaus eingelieferten Frau Grigolcwsli hat die Unter^ suchung mit Sicherheit ergeben, das; Typhus vorliegt. Die Ursache des Todes der Frau des Kohlenarbeiters Koszy-pleida ist vermutlich Brechdurchfall. Die Familie und die beiden Schlafburschen, welche ganz gesund sind, wurden vorsichtshalber zur zeitweiligen Beobachtung als ansteclungs-vcrdächtig im Rudolf VirchowKranlcnhaus untergebracht und isoliert, so lange die Todesursache der Frau noch nicht bestimmt festgestellt ist. Marokko. Paris, 23. September. Der französische Botschafter i'i Berlin, Eambon, telegraphierte gestern dem Minister des Aeußern, Pichon, den Inhalt der von Deutschland auf die französisch-spanische Note erteilten Antwort, deren Wortlaut ttst morgen durch einen Spcziallurier nach Paris gebracht weiden wird. Das Ministerium des Aeuhern wird darüber nichts veröffentlichen, sondern es der deutschen Regierung als der Absendcrin der Note überlassen, den Inhalt oder den Wortlaut in der ihr genehmen Form bekanntzugeben. Unbestätigten Gerüchten zufolge stellt Deutschland das Recht Frankreichs, einen Ersah der militärischen Ausgaben zu verlangen, nicht in Abrede, bemerkt jedoch, dah Frankreich in Marokko lein Spezial-Manbat habe und von Mulcy Hafid lein Spczial-Pfand, wie z. N. die Besetzung irgendeines Punktes marokkanischen Territoriums, verlangen dürfe. Die N'ote Deutschlands sei in höflichem Tone gehalten und ernste Schwierigkeiten zwischen den beiden Regierungen seien daraus nicht zu ersehen. Vudapcst, 23. September. Das bulgarische Fürsten-Paar traf vormittags hier ein und wurde am Bahnhöfe von Erzherzog Josef samt Gemahlin und den Spitzen der Vehörden empfangen und herzlichst begrüßt. Nach Abschrci-lung der aufgestellten Ehrenkompanie fuhren die Fürst lichlcitcn unter Ovationen des Publikums durch die festlich ^schmückten Straßen in die Hofburg, wo sie zunächst von d«l Hofwürdenträgern und sodann von Seiner Majestät dem Kaiser wärmstens begrüßt wurden. Mittags fand ein Familicndejcuner, abends ein Galadincr statt. Sofia, 23. September, Nach hiesige» diplomatischen Gleisen aus Konstantinopel zugekommenen Informationen hat der Großwesir die Absendung einer Note an die bulgarische Regierung anläßlich des Zwischcnfalles Ge^ov angekündigt, »oelchc die Erklärung enthalte» soll, daß die Pforte ^urch die Nichtcinladung Geiwvs keineswegs Bulgarien beeidigen wollte. Da jedoch die Note die von Bulgarien verlangte Genngtnnng und die Anerkennung des bulgarisch-diplomatischen Agenten nicht erwähnen soll, dürfte die Note nach der Ansicht der politischen Kreise zur Beilegung des Streitfalles wenig beitragen. Velfort, 23. September. Der Unterpräsclt von Semurc-Grosjean stürzte mit seinem Chauffeur bei eincc Automobilfahrt in den Rhein-RH5ne-Kcmal. Beide ertranken. Verantwortlicher Redakteur,: Anton F u n t c I. Asthmatiker! Es gibt nur ein einziges Mittel, welches sofortige Linderung bringt, und das ist das von hervorragendsten Aerzten des In- und Auslandes empfohlene Dr. Elswirths Astmol-Asthma-Pulver, von Tausenden erprobt und gelobt. Es wird in Kliniken und Hospitälern mit Vorliebe verwendet, um so die lästige Brustbeklemmung und Engbrüstigkeit zu lindern und zu heilen, und vor allem um sofort helfend einzugreifen. Probcmustcr werden gratis und franko versandt durch die S ch w a ne n - A ftot he l e, Wien, Schottenring 14. Ml) b-l Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 12. bis 19. September 1908. Es herrscht: die «otzlranlheit und die Räude im Vczirle Adelsbcrg iu der Gemeinde DorinM (b Geh.); der Rotlauf der Vchweine im Bezirke Adelsberg in der Gcmciudc Ndelsbcrg (1 Geh.); im Bezirke Gottschcc in den Gemeinden Altlag (2 Geh.), Maliern (l Geh), Rcifnitz (3 Geh.); im Äczirle Gurlfeld in den Gemeinden Nrch (1 Geh.), Zirlle (1 Geh.); im Vczirle Laibach Umgebung in deu Gemeinden Horjnl (2 Geh.), Oberlaibach (4 Geh.), VrHlcnje ^1 Geh.)'. die Vchweinepest im Bezirke Gurlsrlb in den Gemeinden CatcZ (1 Geh.), Hl. Kreuz (0 Geh.). Zirlle (4 Geh.); im Vczirle Laibach Stadt (1 Geh); im Bezirke Laibach Umgebung in den Gemeinden Moste (1 Geh.), Helimlje (1 Geh.); die Wuilranlheit im Vczirle Rudolfswert i» der Gemeinde St. Michacl.Stopic (1 Geh.). Erloschen ist: der Rotlauf der Schweine im Vczirle Laibach Umgebung iu den Gemeinden Vrmmdorf <1 Geh.), Horjul (4 Geh.), Obcrlaibach ,1 Geh.); im Vezirle Rudolsswert in der Gc< mcinoe Honigstem (1 Geh.). A. k. Fc»«de<5rcgicrung für Arain. Laibach, am 19. September 1W8. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. ?lm 21. September. Dr. Vellobcrl, Agram. — Tomc, St. Petrr. - Stazinsly, Pfarrer, Trbojr. — Dr. Qnnrantotto; Dr. ssrancllich, Tricst. — Bobcl, Pfarrer. Gobovit. — Sega, Soderschih. — Krasovic, Kfm., St. Georgen. — Hocevar, Nassenfns;. — Tomc, Feistritz. -— Schweitzer, Eibiswald. — sscmstmann, St. Ulrich, — Führer, Ksm,, Mailand. — Bloch, Njd., Vudweis. - Goldt,era.er, Nid., Iägerndors. — Slotnitza, Nsd., Warnsdorf. — Stäber, Kfm., Dresden. — Vruuner. Rossi, Rsd., Graz. — Mangold, Hug, Mandl. Vondi, Löwu. Ebrz, Horn, Kflte; Rottauscher, Medina, Bahner, ltreidl, Weiß, Frey, Rsd., Wien. Am 22. September. Stein, Direktor s. Frau, Vuda» Pest. — Vulalovit, Agram. — Botti. Kfm.; Davide, Feltul. — Caniaa, Verona. — Valtriny, Vrhnil, Veldes. - »nisii, Pfarrer, Tomiselj. — Dr. Racii s. Fam., Spalato. — Krasovic, Saaz. — Dcrul, Kfm., Lyon. — Zagar s. Töchtern. — Hrowat, Pfarrer, Scnosetsch. — Reimpcrt, Forstmeister, s. Frau, M»m. — Burger, Graz. — Kyrar, Reisender, Dubrmlöla, — Lcnie, Laverca. — Majdii, Krainbura,. — Rcdlni, Ingenieur; Freiherr v. Walbstättcn, Hauptmann; Neuner, Iaenchcn, Hamburger, Kflte.; Brauner, Sprenger, Nsdc., Wien. Verstorbene. Am 22. September. Maria Martina!, Private, 79I, Nathansplatz 24, Schlaafluß. — Franz Kcrian, Kondukteurs, söhn, I I., Raunilargassc 'l, I'uoumoniu,. Nm 28, September. Johann Eppich, Tischlerssohn, 12 I., Sparlafsestrahc 13. Durchfall. Meteorologische Beobachtungen in üaibach. Seehöhe W« 2 in, Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. «.. 2 U. N. ?^« 1 , 18 4 SO. mäßig heiter 9U. Nb. 73« 7! 11-1 NO. schwach 24l?U.F ^«-81 5-0^ windstill Nebel !«0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11 b°, 3ior< male 13 8°. Wettern oraussaqe für den 24. September für Steier. marl, Kärnten und Krain: Meist heiter, stellenweise Voden» ncbcl, mäszi^c Winde, lühl, unbestimmt, Trübung; für das Küstenland: Schönes Wetter, mäßiqc Winde, mähic, warm, Nleichmähig anhaltend, herrschender Wittcrungscharatter an» haltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Lalbacher Erdbebenwarte issssssiiüds! lw« der Niai», Npnrlnjjr !tt»?>. (Ort: Gebäude der l. l. Slmits.Oberrlalschnle.) Laae: Viördl.Vnitc 46°li:V; Östl. Läuar vo„ Grerlüolch >4°3l'. Bobcnuliruhe, * He»tc a,„ 24. September a.crilla.c Zunahme. 12 . Selunbcnpcndcl und 7 . Sclundenpendcl «sehr schwach», 4'Selundcnpcndel «schwach». ' Die »l< obrn » »r » l>e w!ld <„ loln,nl>fn C!<,1slsnmt>r!, l!als!fiz!f>l! A>,«!chl«gr bi« z« 1 M>ll«n!c!f>' >!>chr Ichwoch., »o» l >>i« ü Mil!i»,s>er »schwach., lw„ i! l>i« 4 Millimslss» «müj,,« ftnr»», l>on 4 l>>« ? Millimslfs" »stnll». vu>, 7 bi« «1 illlilllmf!«'»!! »lchr stoil» »»d iil»r >n M'> »«»sicr orbenlüch slarl.. - .«Nllsscn«'!!«'Uob!>>!»»^»l"» l^d,»»sl gifichzrX!» a„U»<'>!'»t', «slnil,» V»sül,s a»j alls» Pfiidel», Ein verbreiteics Hantzmittel. Die steigende Nach» frage nach »Molls Franzbranntwein nnd Salz» brwcist die erfolgreiche Verwendbarkeit dieses, namentlich als schmerzstillende Oinreibnna. beftbelannten antnheumatijchen Mittels. In Flaschen zn X 1 90 Tässlicher Versand sskssen Postiillchnahme durch Apotheker ?l Moll. l. u. l. Hoflieferant, Wien I, Tuchlaubcn !1. In den Depots der Provinz verlange man auedrNcllich Molls Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. (2355 t) I ^oclor ^(!l,il<<> ^Ion«cn »oilt« 6»,» ilueb „<5»»nnü- lrlinlcn vl!r»knljet: (Hymikor v. H.. 2nblN»Nli, ^Vlsi» XX., ?litl-»,8<:l!82,880 I^r. 4. (3WK») Dssiziersreise mit „Thalia". Die nächste Vergnü» gungssahit dcr «Thalia» des Osterr. Lloyb ab Trieft vom 8. bis 2!». Oktober mit Vesnch von »orsu. Malta, Tunis, Nl» gcr, Tanger, Gibraltar, lagliari und Trieft wird den Charakter einer Vrrgnügnngs» und Studienreise fiir Offiziere haben, da eine gröhrrc Anzahl derselben an dieser Fahrt teilnimmt. Mit Rücksicht auf die eben stattfindenden Mansver ist bn An» meldungstermin für Offiziere bis zum 30, September erstreckt worden. In den für die Hcrren Offiziere publizierten ermäßig» ten Prcisrn sind die Landausflüge inbearissln. Proipelte und Anmelduilgeil bei dcr Internationalen Transportgesellschaft, Wien I., Walfi'chgasse 13, nnb bei dcr General»Agentur des Östcrr. Lloyd. Wien I., ttärntnerring 6. Es folgt ab Trieft vom 10. November bis 4. Dezember eine «ärztliche Studien» reise» über?lbbazia, Gravosa, Cattaro, Malta, Syralus, Mesiina, Palcrino. Neapel, Civitavecchia, Ajaccio, Nillesranche, Genua, Trieft. Anmeldungen bei Dr. Hugo Start, Karlsbad. — Aus» lünfte ulld Prospekte bei oer Gmeralagmtur des Öfterr. Lloyb, Wien 1,, Kärntucrring 6. (3852») Statt jeder besonderen Anzeige. ! Schmerzcrfüllt geben wir allen Ver> I wandten, Freunden und Bekannten die trau- > rigc Nachricht von dem Hinscheiden unserer > muigstgcliebtcn Tochter, bezw. Schwester und I Nichte, des Fräuleins > Ichsine ßantz welche gestern friih um 2'/. Uhr, versehen > mit den heiligen Sterbesakramenten, selig im > Herrn entschlafen ist. > Das Leichenbegängnis findet Donners« > tag den 24. d. M. um 4 Uhr nachmittags ! vom Traucrhausc Blciweisstraße Nr. 11 auf ! den Friedhof zum Heil. Kreuz statt. ! Die heil. Seelenmessen werden in der > Pfarrkirche zu Maria Verkündigung gelesen ^ werden. (386«) > Laib ach, am 23. September 1908. ! Die tllllltlnlle zlllllilie HlllillS sllll^. ! ! Danksagung. ^ I Der Verein der Vuchdrutter «rainb > spricht hiemit allen P. T. Teilnehmern und geehr» > ten Korporationen, die unserem teuren Mitgliebe, > Kollegen l Nudolf Dunder I Maschinenmeister > vorgestern das letzte Geleite gegeben, seinen wärmsten > Danl aus. > Auch danlt der Verein für alle schönen Kranz. > spenden, die aus diesem Anlasse gewidmet wurden. D Laibach am 24. September 1908. Danksagung. ! Für alle Beweise herzlicher Teil- » nalnnr an dr,n unersetzlichen Ver- > lustc spricht ihren tief empfundenen > Dank aus > Fliiiiilic >«!ll> «il Laibacher Zeitung Nr. 215__________________________________2040___________ __________________________24. September 1908. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 23. September 1908. Lie notierten Kurse »erstehen sich in Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher Nltien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stück. «eld Ware Nllgemeine Staats» schuld. «kiiiheitliche Rente: »»,'. lonuer. steuerfrei, fronen (Mai Nov.) per Kuise . . 9« 3a 96 50 bettu (Iann.-Iuli) per Kasse »«3« 9« 5« »-««/« ö. W. Noten (Febr.-Nug. ^ per Kassc......»9 2« 9« 4« t->»/„ 0. W. Oliver («pr per Kasse......S9 2« 99 2« ISSOtr Vtaatllose 500 fi. 4"/„,b2--156--18«0el „ 100 fl. 4°/„li17-25 22l-25 l8S4er „ 1 18«4«r .. 50 fl. . . 2«U50 2«4üc> Vom.-Pfandbr. k 12« fl. 5°/° »9i'l»» 292-50 Staatsschuld d. i. Reichs» rate vertretene« König» reiche und Länder. Osterr. Holbrent« fteuerfr., V old p«i Kasse .... 4°/„ 11570,15 90 Österr. Rente in Kronenw. stfr.. per Kasse.....4"/» 9s 35 9« »55 detto per Ultimo . . . 4"/« 9« 3b 9655 dst, Investition« - Rente, stfr., Kr. per Kasse . . 3'/,°/«, 87 0b 87 2b GN'Zt»llt»schnId' »tischreibnngln. «llsabeth «ahn i. «.. fteuerfr.. zu 10.000 fl.....4"/„ — — —'— Franz Ioseph-Nahn ln Silber (blv. Lt.) .... 5'/.°/„l1s'50 1l9-5<, Galiz. Karl Ludwlg-Nahn (div. Stücke» Kronen . . . 4"/« 9b 90 96 9« Nubols-Bahn in Kronenwähr, fteuerfr. (biv. Vt.) . . 4"/„ 9«'— 9?--Norailverger Bahn. stfr., 400 und 2000 Kronen . . 4°/° 9« 02 97-Ob 5» llaalüschnllwllschrellmngen «i>lftl»p«ll» Gislniahn.Akttl» «lisabeth-V. 2U«fl. KM. 5'///, von 400 Kr.....458 - 4S« — dttto Linz-Bubtvei« 200 fl. ö. W. S, 5>//>/„ . . . .431'—434'— detto Salzburg-lirol 200 fl, ö. W. 3. »°/„ . . . .422-424 — llitmstal-Uahn 200 u, 2000 Kr. 4°/„.........193'—194- Geld Ware Dom 3l»»!l ,nr Zahlmiz 2bel> no»»»Nt Eisenbahn >Pli»rillt»- Gbligatlonen. Böhm. Westbahn, 4 98'60 9!» 60 Franz Ioseph-Bahn ' 96 90 Ung.gallz. Bahn 200 fl. S. 5"/„ ,03 2K !«4'2b b<>/,"/„ 86 2b 872b Vorarlberger Bahn Em. 1884 (div, Ot.) Eilb. 4°/, . . 9ü 15 9715 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4«/„ ung. Vüldrente per Kasse . 1>0'9511, 15 4°/„ detto per Ultimo iio-Zbii1 lü 4°/„ ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 92'6« 93--4"/» deito per Ultimo 92 75 92-95 5'/,"/., detto per Kasse 82-5<» 82-70 Ungar. Prämien.Nnl. k 100 fl. I8b?5'89-75 deito il 50 s< i8b ?5i «9 7k Theih-Rcg.-Lose 4"/„ . . . .,44 40 148 4« 4°/« ungar. Orunderitl.'Oblig. 93-10 94-10 4«/„rroat. u. slav. Grdentl.-Obl. «350 9450 Andere öffentliche Nnlehen. «o«n, Laubcs-Alil. (div,) 4"/n 90-40 91-40 Bo«n,-Herceg. ltisenb. -Landes- Unlchen (dw,^ 4>/,"/n . . 98-l« 99-io 5"/n Donau Reg.-Anleihe 187» 102'- 103- Wiener Verlehrs-Änl. . . 4"/„ 9595 96 9l> dctto 1900 4»/, 95 95 96 95 Nnlehen der Stadt Wien . . 10070'01-70 detto (O, oder O.) 1874 129- - 121 - dettll (1894).....9365 94-6Ü detto (Gas) v. I. I898 . 95-9« 9600 detto «ilettr.) u. I. 1900 95'6Ü U6-65 betto sInv.«.)V,I,1902 96'^ 97- Uörscbau-Mnlehen vcrlosb. 4"/„ 95 50 9« 50 Russische Staatsanl, 0. I. 190« f. 100 Kr. p. K. . . b«/« —-- .-— detto per Ultimo . . 5"/» 96— 96-45 Bulg, Staat« - Hypothekar Ä nl. 1892......«"/» 120-75 ,2175 Geld Ware Vulg. Staat« - Volbanleihe 1907 f. 100 Kr.. . 4>/»"/» 87 05 88 t 5 Pfandbriefe usw. Äodenlr..llllg.°st.i,5NI.ul.4"/<, 95-- 9«-— Uöhm, Hypothelenb. Verl. 4"/» 97 50 98-05 ZentralBob.-Kied.-NI., «sterr., 45 I. veil.....4>/,",„ ,02-- —-— dettu <>5 I. verl. . . . 4"/° 9725 98-2b Krcd.'Inst.. üsterr., f.Verl.-Unt. u. üffcntl. Arb. Kat. ^. 4"/n 95-. 96--Landeilb, d, Kön, Galizicn und Lodom. 57'/, I, riickz. 4"/„ 9275 94-?b Mähr. Hypuihclenb. vcrl, 4"/s, 96 9U 97 30 N.-bsterr, Lande«-Ht,p.-«li>st.4"/« 9?-- 98-- betto inll. 2"/„ Pr, vcrl, 3>///n 8»-2b 89 25 dello K,-Sch»ld>ch. verl, 3'/,"/° 88-25 89-25 detto uerl......4"/° 9675 97-75 Osterr.-nnssar. Banl 50 Jahre uerl. 4"/n ». W..... «8-4< 99-4« detto 4"/n Kl......96-80 9!< «0 Sparl., Erste«st.,S«I.verl. 4"/« 99-- - - Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Österr, Nordwestb. 200 sl. S. - ,03-25 —-- Etaatsbahn 500 Fr..... 400'- 404'— Südbahn ^ 3"/„ Jänner-Juli 500 Fr. (per St.) . . . 276-50 27« 50 Sübbahn il 5"/n i!00 fl. S. 0. , ,20-- ,2!-— Diverse Lose. Deriln,liche k»s«. 3"/<> Bodenlredit-Losr Em. ,8«o 287'- 273- detto km. 1889 !»«,-- 2«7 - 5"/n Donau Regul,-Lose 100 fl 257-75 263-7?! Serb. Präm.-«lnl,p, 100 Fr.2"/„ 103 75 ,09-75 Dn»erztnollche fose. Vudap.-Vasilila (Dombau) 5 fl, 2N 65 22-6Ü kreditlose ion fl...... 474-50 484'5l< Clary-Lllse 4» fl. KM. . . . ,47'- 157- Oscner Lose 4« fl...... 200>- .-— ^alssy-Lose 40 fl. KM. . . . 1S8-- 20ij- Rote» Kreuz, öst. Vel. v. 10 fl. 48-80 52 80 Rolen Krruz, uiig. Ges. v. 5 fl. 26-5« 28'5U Rubolf-Lose ,0 sl...... 68-- 72'- Salm-Lose 40 fl. KM . . . 221-- 24,-Türl. E.-V. Anl, Präni.-Oblig. <00 Fr. per Krsse . . . ,85-25 1«6'2!> betto per Mcdlo . . . ,84-7,'. >«li-?5 .Oeld Ware Wiener Komm,-Lose v. I, I874 490'- 500'— Gew.Sch. d, 3"/, Präm.-Schuld d. Blldenlr.-Unst, (tm, ,889 7i00 75'50 Altien. TlllNlplllt'ZlnltlNlhmnngen. «ussiN-TcPlivcr Eisenb. 500 fl. 2415'- 2425'- Böhmische Nordbahn ,50 fl. , 4U4-— 4N55U BuschtiehraberEisb, 50« sl. NM, 29l0— 2»2<>- - bettn (lit, ll) 200 fl. per Ult, 1057'- ,063'-Donau - DampNchisfalirt« - Oes,, ,.. l. l. priv., 500 sl, KM, «0L2-— IN»»'— Dux Bobenbacher E.Ä.-»00 Kr. 56ö-— 569'- Ferdilillüds-Nurdb. ,00« fl, KVl. 5120'- 5160'-Naschllli - Obrrbcrger Eisenbahn 20»sl. S....... 360'— 364'- Lenlb.-Czern,-Iassy Lisnibahn- Gch'NIchaft. ÜOU fl. S, , . 557'— 560'- > loud, »st., Trirsi, 5><»N sl.. KM. 434— 44>>'- Öslerr, Nordiucsibah» 200 sl, S. 452- 454-- detto (!il. li) 200 sl, S.P U!t. 451-- 453- Pran DulerCisrnb, KMsl.abgst, 223'- 224'- Llaatsciwlb. i!00 fl. V. per Ult, 69« - «9?-- Lüdbahn 200 sl, Silber per Ult. ,1875 1,9 75 2üdnordt>e»tschc Verbinbungsb. 20«sl, ÜlM...... 40!'— 403-75 Transport-Ges., intern., «,-O. 200 Kr........ 114— 118 — Ungar. Westbahn (Naab-Graz) 200 fl. S....... 40?'— 4,«'- Wr. Lolalb.-Ultien-Ves. LNOfl. 20b— 2,0'— Banken. Anglo - Österr. Vanl, 120 fl. . 297-75 298 75 Bankverein, Wiener per Kasse - -— —-^ deito per Ultimo 5l7"?ü 51875 Bodrn'r.-Anst. öst., 300 Kr. . 1071- - ,o?4'- jlr!!tl,Vod..Krebbl. öst. 200fl. 530'— 534' Nrebitanstall für Handel und Gewerbe, 160 sl., per Kasse —'— —'- detlo per Ullimo 643'— 644-- Krcditbanl, »ng. allg., 2N<» fl, 7<«5'— 74«'— Depositenbank, all«,, 200 fl, . 45l'- 456'— Eelomptc - Gesellschaft, nieder- üsterr., 400 N-r..... 588'— 590'- Giro- ». Kassenverein, Wiener, 200 fl........ 455'— 457'- H fl. . . . 596'- 600'- Ostcrr.-unssar. Banl ,l<»n z,r. 1750- - ,76«-- weld Ware Unionbanl 200 fl...... 55140 552 40 Unionbanl, böhmische ,00 fl, . 245— 24« — Verlchrsbanl, allg , 140 fl.. . 34''50 348 — Znduftllt'zlnlllUlhmnngeu. Bll»gesellsch., all,,, öst., ,0« fl. 14«'- ,43 — Brüxi'r,<,uhle»bcrgb,-Gel. inofl. 722'- 726-EislMlialiiwerlchr«-Anstalt, öst., ,00 sl........ 399- 4«,'— Eisenbahnw-Leihg., erste, 100fl, 208— 210-— ,,(t!bcn»!HI", Papiers, u. »j.-G, 10« sl........ 197 5« ,98— Elcltr,Ges,, allg. »sterr,, 200sl. 899— 40,-— Eleltr. Wesellsch,, inicrn. 200fl. «28-^ 680'— EleltL-GeseNsch., Wr. in Liqu. 229 5« vlll'-Hirlcnbergcr Patr.-, Zündh. u. Met.-Fabrik 4<,<> Kr. , . 944'- 948 — Liesinger Brauerei 10» sl. . . 234'— 2^9 — Mo!»a»-M's., üst. alpine ,«0 fl, 667'50 66850 ,,Poldi-Hütte". TiegelguMahl- F.-Ä.O. 200 sl..... 422- 425'— PranerEiscn-Industrie Gesellsch, 200 sl........ .'670'- ,68l)' — Nima- Muranu - Elllgo Tarjancr Eisen«. ,00 sl..... 558 60 559 6« Talgo-Tarj. Sicinloblen ,00 sl. 595- 60«-— ..Echlüglmühl", Papiers.,liousl. 29950 —-— „Schobnica", «.-«. f. Petrol- Industrie, 500 Kr. . . . 488' - 49»'— ,,S!cnrcrmilhl",Papicrf.!i,A.G. 430' - 436 — Trifailcr Kul,le»w,'O, 70 fl. . 2?0'— 274- — Türl. Tabalregie-Ves. 200 Fr. per Kasse...... —-^ —'— detto per Ullim« . . . 893— 394 - Waffcnf.-Oes,, üsierr., ,0» fl. . k>60- - 563 50 Wr. Äangelellichast, ,0« sl, . . iü4--> ,bb-5« Wienerberge Ziegelf.-Mt,-Ges. 72«- 730-— Devisen. Aurzl Zlchl« un> Scheck». «instcrbam....... 198 2b I98'45 Dentfchc Banlplähe . . . , ,,?-37^ ,,7'b?' Italienische Vankpläl^e . . . 95>20 UK32' London........ 239 27' 23»-57'> Paris......... 95 «0 95-50 Zt. Pciersburg...... 25l-26 25175 Zürich und Basel..... 95-2« 95 35 Valuten. Dnlaten........ ,,32 ,,-3S ljo-ssranlen-Etttcke..... 19 10 ,9-,-i 20-Marl-Stacke...... 23 4« 2»b2 Teutsche Reichsbanlnoten . . 1,7 35 1,755 Italienische Banknoten ... 95 15 9535 Üiiilicl-N «!>,'»....... 2'5>" 2-52 I„ ^ 77*. ^ffl^ Privat-Depota (Saso-Deposite) I Ten Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Ä» • ^L/* xmjm.mm.^ v=7m. • \ i / ¦ L,onen etc., Devisen nnd Valuten. 1 Bat33.1c- "U.X1.<3. T^7"e clisleig-e sclJ-äoft untsi 9lEen»m Vt^icHlugi det PutiLl Los-Versicherung. (34) JLaibach, strltaricrtsw«. Verzlmang von Bareinlagen Im Kanto-Korrent un< auf ain-KonU, I