OMcherG Zeitung. Nr. 142. st. »l, halb», fi. 5 f»<». Mr di« >. 15, halbj. fl, ? 50. Freitag, 23. Juni. » Zeilen »l^ ll, größere pr. ZeU« « ll.; b», olle«« wielerhvlu!!, lü p>. .^leile ü >T. «87«. Anttlicher Tbeil. <^hre Majestät die Kaiserin und Königin haben Mit Allerhöchster Entschließung vom 12. Juni d. I. die mauen: Antonic Prinzessin von Thurn und Taj.is, geb. Gräfin Schasfgolsch; Aglac Gräfin Manusfrld, llkb. Gräfin Festet ic^ v. Tolna. ,md Ansclina Gräfin ^ Thun - Hohc ustcin ' Sardagna. geb. Frciin "- Pach, zu AllerlMMHrcn Palastdamen allerguädigst iu ernennen geruht. Se. l. lind l. Apostolische Majestät haben mit ^lllvhüchst unterzeichnetem Diplome dem gewesenen Linien-Mfslirutenanl nstcr Klasse und nunmehrigen nautischen "Mncten der l. l. Seebehördc in Trieft Franz Hopf. aartncr als Ritter des Ordens der eisernen Krone ^ltter Klasse in Gemüßhcit der Ordensstatuten den ^ltterstand allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben dein Ailtmeister in der tön. ungarischen Landwrhr.Cavallerie dippolyt Markgrafen Csäly.Pallavicini die k. l. "äunnererswürdc allcrgnädigst zu verleihen geruht. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 15. Juni d. I. allcrgnädigst zu gestatten geruht, daß dem vormaligen Bandes-gcrichtSrathe in Oraz Wilhelm Väter Ritter v. Ar-tcns bei Anlaß seines Austrittes aus dem Staatsdienste für seine treue und ersprießliche Dicnstlcistnng die Allerhöchste Anerkennung ausgesprochen werde. Nichtamtlicher Theil. Iournalstimmen. Wie die Presse hört. hat Minister Graf ^,. brassy „ach dem Ableben des Freiherrn v. Holzgethau ble Leitung des gemeinsamen Finanzministeriums bis 'uf weiteres übernommen. Ueber die Dauer dieses Pro-^orlum« ist vorläufig nichts bestimmt. lie Presse tann den lautgewordcnen Wun,ch, '5 t>as gemeinsame Finanzministerium abgeschafft wer. b" '"vge nicht theilen. Das Blatt ist dafür, die Neste "°" einheitlicher Organisation, welche dem Reiche noch "blieben, nicht nur zu erhalten, sondern auch auf ihre Artbildung und Stärkung bedacht zu sein; eS wurde "blich die Abschaffung auch nicht dem Ge.ste der Aus-«lelche.InsMulioncn entsprechend finden. Dem Fremdenblatt wird versichert, daß die Entrevue zwischen den Kaisern Franz Josef und Alexan« der wahrscheinlich erst gegen den 9. Juli stattfinden werde. — Die berliner Meldung einiger Vlätter, daß Fürn Gortschaloff angeregt habe, sich schon jetzt für den Fall. als die eingetretene Waffenruhe nicht zu dem erwarteten Rcsullatc sühien sollle, zu verständigen und daß diese Anregung vom Forsten Vism-rck und vom Orafen Andrafsy abg^chnl worden sei, wird demselben Blatte mit dem Benäh-, nls unbegründet bezeichnet, dah eine derartige Anregung bis heule von leiner Seile er» folgt ist. In ähnlicher Weise wie die „Presse" perhorreScierl auch die Tagcspres sc die Auflassung des gemm,. samen Finanzministeriums, indem sie dieselbe als dem Ansehen der Monarchie nach außen hin schädlich, die RciHsmtercsscn gefährdend; allmülig zur Personalunion führend bezeichnet. Weit eher thue eine Kräftigung der gemeinsamen Interessen auf dem Gebicle der Finanz. u„d Handelspolitit noth, welche nur durch die (>rcierung eines gemeinsamen Handelsamleö und durch eine ciicheillichc Zoll- u„d Handelspolitik nach außen hin erzielt werden könnte. Das Extrablatt, die schwierig Lage Serbiens besprechend, mcim, cö se; unler dcn jetzigen Umständen leicht möglich, daß sich Fürst Milan zu einer Vcrzweif-lungölhai entschließt und den Krieg eröffnet, was vom humanitären Standpunkte zu bedauern, für die endliche Konsolidierung der Türlei aber — nach des Blattes Ansicht — sehr erwünscht wäre. Dic Neue lreie Presse unternimmt cS, anlaßlich des Umstandes, daß, so osl sich im liberale» Slaatc irgend eine Aenderung voi bereitet, so oft eine neue wichtige Frage auftaucht, die Ultramuntanen und Feudalen dies als Niederlagen des Liberalismus auszu» geben bemüht sind, die wahren Ziele des ^ibtralismus llarzulcgen und die Unmöglichlett eineö aufrichtigen Bündnisses zwischen Klerical.n und Eommunistcn „ach» zuweisen. Die Vorstadt. Zei lu n g endlich betrachtetes als feststehend, daß auch die Einschränkung deS linkischen Despotismus durch Rcpräsenlatioformen nach Milhad' schem Recepte die Türkei nicht vor dem Zusammenbruche retten könne. Die Kaiselbegegnullg in Rcichstadt. Die Zusammenkunft der beiden Monarchen O este r-reichs und Rußlands vom vorjährigen Juni soll in den nächsten Tagen ihre Wiederholung erleben. Wie in^ verflossenen Jahre, so macht auch heuer wieder der Kai. ser von Rußland seine Rückreise von Ems na« seinen Staaten über österreichisches, speciell über böhmische« Gebiet, und wie damals, so führt ihm auch diesmal wie» der der Kaiser von Oesterreich entgegen, um ihn z» be. grüßen. Im vorigen Jahre crwarlele unser Monarch den Czar in Eger und begleitete denselben auf der Fahrt über Karlsbad, Komotau und Duz bis Bodenbach. Heuer soll sich die Kaiserbcgegnunll nicht auf eine gemeinsame Fahrl im Eisenbahnwaanon beschränken, sondern Kaiser kllerMder wird einen Aufenthalt in SchloßRelchstadt nehmen und daselbst der Gast des österreichischen Kaisers sein. Wie im vergangenen Jahre, so ging auch heuer der Entrevue der Beherrscher von Rußland und Oesterreich eine Zusammenkunft des Ezaren mit dem deutschen ttaiser voraus, und wie man damals diesen Moi'llrchmbeaegnungen eine hochwichtige politische Bedeu. tung zuschrieb, so wird man auch jetzt wieder in ihnen mit Recht einen offenkundigen Vewcis dafür eiblickln dürfen, daß die drei Kaiserhöfc nach wie vor im auf, richtigen Einverständnisse mit einander stehen. Im oori. gen Jahre waren die Allarmisten unablässig bemüht, der Welt glauben zu machen, daß daS im September 1878 in Berlin zustande gekommene Drei Kaiserbündnls auf dem Punlie stehe, vollständig in die Brüche zu gehen, und dieselben lärmten nicht gründlicher widerlegt werden^ als durch die Thatsache, daß die drei Kaiser einander in offenster, herzlichster Weise entgegenkamen. Hcucr war für die politischen Schwarzseher t»ie Zeit eine noch günstigere. Die Aufständt in den tür-tischen Provinzen und die i„ ihr^r Folge an die Ober. fläche gedrängte „orientalische Frage" schielten nur zu sehr geeignet, europäische Wirren hervorzurufen, und schon vor Monaten wollte man wissen, daß es in dem Gefüge des Drei KaiserbündnisscS knarre und krache. Namentlich das Verhältnis zwischen Oesterreich und Ruß. land sollte von seiner früheren Freundlichkeit v'tl einae. büßt haben, und ein Bruch zwischen den beiden Mäch. ten wollte von manchen schon ^3"^ w°" mitzusprechen haben; ab« das l,t doch stcher anzunehmen, dah, wenn die Ve iehun. Feuilleton. Ver Uhrmacher von Äraßburg. Historische Novelle von F. Klinck. (Schluß.) !>,» .D" Herbst war frühzeitig ins «and gekommen; ." Wrlichen Sommertagen folgte kaltes, regnerisches ""° stürmische« Wetter. An einem solchen Herbstabent» z'Wttn sich zwei Gestalten dem Münster von der Ruck» 3.l- Die eine ManneSgestalt groß und schlank, ihm zur ?," ging, in einen dunklen Mantel gehüllt, emc zarte '>. welche sich zwar innig an ihreu Vegleiter an-' '"itnle. ihn aber dennoch zu führen schien. "Vorsicht, Gunda!" flüsterte der Mann. t., "Keine menschliche Seele well und brell, I»aal , "Nutte die Frau ebmso leise, blia c^ z°8 einen Schlüssel hervor, und einen Augen, sch^ spater waren beide durch die kleine Settelilhur ver. ^"'UNdfl, l«i ..A mich, Ouuda." sagte jetzt der Mann sich von " d ^^"leilerin losmachend. „Hier kenn ich W g st^^!^' hier lünnle miin Fuß sich an keinem Stein d°tw^"b d°ch! Schon nachdem Isaat ein paar Schritte ^l« gethan, sagte er voll unendlicher B. lerleil Unv,'?""" G"noa, leih' mir deine M'gcn ! O. dleft V«en, mir das Theuerste zu nehmen! ttchl^un stoben beide vor der Uhr. welche I otHab' ^°dt^. '° kurzer ^cil mil ^ust und V.ebe ausge,ttllt. ^t'nstille Herr chte ringsum, und man vernahm n.chls, " ^«nbelschlag des gewaltigen Uhrwerks ^ "Deine Mühe und Arbeit ist unnütz verschwende!,' ^"'e der M,ister «Oeffne jetzt das Thürchen zur Rechte:,, Gunda," fuhr er dann zu seiner Gefährtin ge« wendet fort. ..und merke genau meine Worte." Sie tha», wie er ihr geheißen. ..Führe meine Hand in das Innere des Uhrwerks. Mit leichter Mühe lann ich mich dann zurcchlfiudcn." Ein paar Minuten später hielt Isaat Habrecht drei kleine Räder in seiner Hand — in demselben Augen, blick aber hatte auch der Pcnoel>chlag der Meisteruhr aufgehört. Ein Frösteln überlief ihn. ..Komm Gunda," flüsterte er leife — „mein Werl ist hier vollendet!"------------------- Isa^l Habrecht und sein junges Weib hatten eine lleine bescheidene Wohnung aufgesucht und lebten hier in aller Stille und Zurüct^ezogenheit nur sich und ihrem Glücke. Freilich war das Glück durch die Grausamkeit und Unoanlbarleit seiner Mitmenschen arg getrübt, und Isaal ging mit verbuudenen Augen umher, um die Gattin nicht durch die leerci, Höhlcn zu erschrecken. Längst zwar war Isuals Ohre wieder hergestellt, aber dir Auszeichnungen, mit welchen man ihn aufs neue umgab, lounten ihn nicht sein verlorenes Augenlicht vergessen mach:n. Ein finsterer Menschenhaß hat'e sich des edelsten Gemüthes bemächtigt, und nur der sanf ten Stimme feiner Gattin tonnte es gelingen, die Wogen seines Zornes zu beruhige". Er wies alle von sich, welche ihn einst so erbarmungslos verfolgt, und das Geld, womit man ihn überhäuft, llebte ihm wie Blut an den Händen. Eines Morgens halle Isaal Habrcchl sich abermals düster und traurig von seinem L«^er erhoben, und Gunda's Trostesworle erwiesen sich als ungenügend. Er halte dcn Kopf mit den edlen Gesichtszügcn an die treue Vrust seiner Gattin gelegt und diese vermischte ihre Thränen mit den seinen. Da wurden draußen Schritte laut, ein heftige« Klopfen donnerte gegen die Thür. ,'^°s ist das?" fragte Gunda erschreckt. Triumph" 2" Antlitz aber ergoßt sich wie ein m, ls<"^" Tag der Rache ist da, Gunda." versetzte der ^ ""l'. "3°sse Muth. ich glaube, ich kann wieb lächeln, wenn meine Rache gestillt ist." Kaum halte Isaal ausgesprochen, da trat ein Note e,n mlt verstörten Mienen. ^ " ..Herr." sagte er. „folget mir sogleich zum Mün, er weil ein gar großes Unglück geschehen ist. Sch°„ ft"d die Herren vom Rathe versammelt und wren Eucr mit Ungeduld." inrrrn Da erhob sich Isaal sogleich. gewendet '"" ^"" """'" 5°^ « zu dem Voten ., Mit sichtlicher Befangenheit that der Vote wie 'hm geheitze.., indeß Ou..da zitternd den Gatt" m den"'wa^" ""l°W' bis er ihren Vliien entschwun! l.. ..?^ ^"s""" "°"b" °Ue bit Herren vom Rathe in großer Uufreguug um Isaal Habrechls MeiftVrubr versammelt chre lebhaften Geberden bewiesen, daß H w.chliges sich ereignet haben müsse. V i ^saa, e? rechts Erschien eilte Kurt von Hensiche« ^ f^^ zulöse^^^ AberV»^^^^^ vollt^e'r tümm7' ^^^^^ „Aber Ihr müßt die Uhr wiede»- i« c^ °u!, .m°d V'^H!«^^ ^e G.!w>. hoch 1098 gen zwischen den beiden Nachbarrelchen wirtlich so er« lallet wären, wie man hie und da behaupten will, die Monarchen dieser Reiche gewiß nicht die Gelegenheit aufsuchen würden, einander zu begegnen und zu begrüßen. Und darum werden auch alle, denen es aufrichtig darum zu thun ift, daß cas Drei»Kaiserbündnis nach wie vor als eine Bürgschaft des Friedens unerschültert aufrecht erhalten bleibe, die bevorstihenbe neueste Kaiscrbegegnung auf dem Boden unseres Heimatlandes mit wahrer Ge-nugthuung begrüßen. Im vorigen Jahre — mit diesen Worten schließt die „Bohemia" den vorstehenden Artikel — benutzte Kaiser Franz Joseph die Reise nach Böhmen zur Be» grüßung des Czaren auch dazu, die Hauptstadt Prag zu berühren und seinem greisen Oheim, dem Kaiser Ferdinand, einen Besuch zu machen. Der Monarch traf am 28. Juni um 7 Uhr abends von Bodenbach iu Prag ein, fuhr in die Burg am Hraoschin und setzte drei Viertelstunden später seine Reise über Budweis und Linz nach Ischl fort. Schon am nächsten Tage (am Et. Peter- und Paulfestc) ereilte ihn dort die erschütternde Nachricht von dem Ableben deS Kaisers Ferdi' nand. Keine vierundzwauzig Stunden waren seit seinem Besuche im hradschiner Schlosse vergangen, als sein im Dezember 1848 zur Ruhe gegangener Vorgänger am Throne von der kalten Hand des Todes dahingerafft wurde, um zur ewigen Ruhe einzugehen. Die heurige Zusammenkunft der Monarchen findet gerade iu jenem Schlosse statt, in welchem der verblichene Kaiser Ferdi« nand durch eine so lange Reihe von Jahren die Sommermonate zu verleben gewohnt war.— Schloß Rcich-stadt, welches als Sommerresidenz des gütigen Monarchen einen wohltönenden Namen erlangt Hal, das schon früher dadurch in ganz Europa bekannt geworden war, daß der Sohn des Kaisers Napoleon I. nach demselben den Namen eines Herzogs von Reichstadt führte, erhält durch die bevorstehende Kaiser-Entrevue daselbst einen neuen Anspruch auf historische Berühmtheit. - Die Stimmung in Konstantinopel. Nichtsweniger als verläßlich und übereinstimmend sind die Berichte, welche sich über die gegenwärtige Stimmung im türkischen Reiche und speciell in Konstantinopel aussprechcn. Rosig gefärbte officiclle und düster gehaltene Privatschilderungen wechseln in bunter Aufeinanderfolge mit einander ab und lassen den entfernt Stehenden nur sehr schwer die wahre Situation erkennen. So versendet die Pforte unter dem 20. o. M. die nachstehende, sehr günstig gehaltene Schilderung: Infolge böswilliger Gerüchte sind von mehreren europäischen Hauptstädten Anfragen über die Stimmung in der türkischen Hauptstadt und über die Lage im allgemeinen eingetroffen. Die Pforte beeilt sich, hierauf zu qntworten und ihre auswärtigen Vertreter entsprechend zu instruieren. Die Stimmung in Konstantinopel ist eine solche, daß sie nur diejenigen nicht befriedigt, die Europa in fortwährender Aufregung erhalten wollen. Die Regierung wandelt mit Entschlossen heit ihre vorgezeichnetcn Wege. Der Sultan befindet sich in absoluter Uebereinstimmung mit dem Cabinet, in welchem Einigkeit herrscht. Die aus der einmal vorhan-denen finanziellen Lage entspringenden Schwierigkeiten sucht man systematisch und unermüdlich abzuschwächen. „Gebt mir mein Augenlicht, Ihr Herren — einem Blinden mag es wol nimmer gelingen, das zu voll« führen." Und die Herren vom Rathe erschraken, daran hatten sie wol nicht gedacht. Isaal Habrecht aber wandte sich wieder zu seinem Begleiter: „Führt mich sogleich heim, denn ich habe hier nichts mehr zu schaffen." Niemand wagte ihm zu widersprechen, und festen Schrittes verließ Habrccht das Münster, um in die Arme seiner getreuen Gattin zurückzukehren. Friede und Ruhe zog nach langem Kampfe in das Herz des schwergeprüften Meisters. Auf alle Bitten des Rathes hatte er nur das eine Wort: „Gebt mir mein Augenlicht!" Scharenweise zogen von Nah und Fern die wackeren Gesellen der Uhrmachcrlunst herbei, ihr Heil zu versuchen. Geld und Ehren wurden vom weisen Rath von Straßburg genug verschwendet, aber Isaat Habrechts Uhr zeigte fernerhin uicht mehr Tag und Stunden. Sie stand und blieb stehen. Niemand ergründete das Ge« heimnis des Meisters, indeß er voll Ruhe und Frieden im Kreise der Seinen lebte, nur mit dem einen unheilbaren Schmerze in der Brust, vergebens gearbeitet zu haben. Erst in neuerer Zeit wurde das astronomische Uhrwerk von Isaat Habrecht im Münster zu Straßburg wieder in Gang gebracht. Der Ritter von Raveshorst war nimmer in seine Burg zurückgelehrt. Niemand hat je wieder Kunde von ihm erhallen. Lange nachher war sein Roß herrenlos und abgemagert nach der Raveshorst zurückgelehrt — er selbst aber war und blieb verschwunden und kein Feind konnte ferner Isaat Habrechts stille Häuslichkeit Ende. Aus den insurgierten Provinzen sind von den Pforten-commissären Meldungen eingelangt, nach welchen die Unterhandlungen mit dcn Insurgenten als bereits eingeleitet betrachtet werden dürfen. Auf einen Theil der Aufständischen, insbesondere in Bosnien, wird von dritter Seite noch immer eine starke Pression ausgeübt, so daß hier die Annäherung eine etwas schwierige ist. Indessen herrscht einige Besorgnis rücksichtlich Serbiens. Die Pforte ist nach wie vor fest entschlossen, bis zur äußersten Grenze des Möglichen nachgiebig zu sein, aber rück« sichtslos in einen Kampf auf Leben und Tod cinzu» treten, falls Serbien den Frieden bräche. Derartiges wird hier keineswegs gewünscht, weil man die dringende Reformarbeit nicht unterbrechen möchte. Der neue Minister des Aeußern erläßt heute oder morgen ein Rundschreiben an die Pforlenvertreter in Europa. Savfet Pascha wird dcn ernsten Willen der Pforte, mit allen Mächten das beste Einvernehmen zu pflegen, betonen und hinzufügen, die Türkei beginne ihr Neconstructionswcrl, das auch im Interesse Europa's liege. Die Bevölkerung ist ruhig, doch ist die Apathie von ehedem gewichen. Man nimmt Antheil an den öffentlichen Vorgängen und bespricht dieselben mehr oder minder lebhaft. Dem gegenüber erklärt dagegen eine Correspondenz der „Deutschen Zeitung" die Situation für sehr ge» fährdct. I>, den Kreisen der SoftaS gährt eS noch fort» während, und man spricht sogar von Conspirc-lionen unter den Truppen des Gardecorp', die indessen schon zum größten Theil vom jetzigen Sultan nach dem Kriegs» schauplatze geschickt worden s'nd. Milhad Pascha wird als Chef der jungtürtischen Partei betrachtet, welche außerdem von Aghia Effendi, Zia Bey, dem Minister Khalil Scherif Pascha :c. geführt wird. Einer weiteren, übrigens durch nichts begründeten Behauptung zufolge liege auch die Vermuthung nahe, daß Mithad Pascha dem jüngsten Ministermorde nicht vollends ferne gestanden sei, und daß Hassan gerade so wie seinerzeit die Sostas, ,auf Bestellung" han« delle, oder daß sein Fanatismus zum Werkzeug Milhads wurde. Hievon wird wol nie der Schleier gezogen werden. Sultan Murad V. hält sich seil Tagen im wohl. befestigten Sternenliosl zurück, als fürchte er, sich seinen Unterthanen zu zeigen. — Schließlich meldete die officiöse „Turquie" diesertage, daß die englische Flotte im Mittelmeer demnächst aus 2(1 großen Panzerschiffen mit 10,000 Matrosen und Soldaten bestehen werde, und es circullert auch bereits daS Gerücht, sie mache sich bereit, im Marmorameer zu erscheinen — und bei dem allen ist es den Blättern streng verboten, aufregende Nachrichten zu verbreiten, während man sich auf eiliem Vulkan befindet. Nicht uninteressant ist desgleichen auch der nach< stehende, unmittelbar am Tage des Mordes geschriebene, somit unter dem vollen Eindrucke der That verfaßte Bericht, der der „Pol. Corr." ans Konstan tin opcl zugeht und die Signatur jener Tage anscheinend sehr naturgetreu wiedergibt. „Die Aufregung zu schildern — so äußert sich der genannte Correspondent, — welche sich ganz Konstanti» novels infolge der bei Mithab Pascha zugetragenen Schlächterei bemächtigt hat, ist jede Feder zu schwach. Alles rennt wie besessen hin nnd her mit dem todtfahlcn Ansornckc des Schreckens und der Angst vor weiteren Blutthaten in dcn Mienen. Man weiß nicht, ob das furchtbare Ereignis dcn Beginn einer Schrcckcns-Acra bedeute, welche den Eintritt einer gewaltigen politischen und socialen Katastrophe einleiten soll. Ruchlosigkeit und Bestürzung sind die Signatur des Tages. In diesem Momente weiß sich noch niemand Rechenschaft zu geben, was das Gemetzel der letztverflossenen Nacht zu bedeuten habe. Hat man es mit der ersten Action einer Contrerevolution oder einem Rachcact zu thun? Auf dcn Gesandtschaften selbst hat man sich noch leine Meinung zu bilden vermocht, nnd nur aus dcn türkischen Regierungskreiscn transpiriert die einzige Parole: Privat, räche. Ohne fürs erste die politischen Conscquenzen der gestrigen Bartholomäusnacht in den Kreis der Erwägungen zu ziehen, mnß man doch ill den Ausspruch einzel» ncr diplomatischer Kreise einstimmen, daß die Pforte gestern zwei ihrer bestell Staatsmänner verloren habe, nnd dieser Verlust allein ein schwerer politischer Schlag für sie sei. Hussein Avni und Rasch id, die beiden im Pfortcnrathc so unentbehrlichen, weil das ganze Wesen der türkischen Politik ill diesen» Augenblicke so wohlthätig ergänzenden Gegensätze, sind vom Schauplatze verschwunden, und ihr Abgang hinterläßt eine Lücke, welche, mit wem immer ausgefüllt, dennoch lange offen bleiben wird. Zwar ist Mit had übrig geblieben, welcher, was die Energie seines Charakters betriff«, viel Gemeinsames mit Hussein Avni aufwelsl; er ist aber doch ein etwas zu starker Idealist u„d lein Soldat. Der arme Raschid, welcher hinter seiner äußerlichen Abgespanntheit und seinem Phlegma doch eine gute Portion Scharfsinnes barg, wird auch von der fremden Diplomatic, welche sich an seine bonhommistischen Allüren schr gcwöhi't hat, stark vermißt werden. In der gegenwärtigen Sachlage verlieren Murad V. und das Reich an den beiden Todten der leh»en Nacht außerordentlich viel." Der Mörder Hassan wurde bekanntlich bereits justi ftclert. Bei seiner Ergreifung soll er mehrere Wunden davongetragen haben. Eine Version will wissen, daß er von AbdulAziz gefaßt und durch einige Redensarten vM rathen habe. Infolge desse» sei seine TialiofericruM nach Bagdad anbefohlen worden, und diesem Oefch" widersetzte er sich so hartnäckig, daß zu seiner Vcrhaf' tung geschritten werden mußte. Wie es ihm gclm'gc» ist, aus der Haft im Seraskierat loszukommen, darübcl differieren die Angaben. Von einer Seile wird bchauptc>, es seien ihm die Miltcl zur Selbslbefrcumg gtllese>l worden, während andererseits verlautet, daß er seine Entlassung aus der Haft dem Versprechen verbal'!", sich der Abgangsordre nach Bagdad fügen zu wolle". Ob das Kriegsgericht mehr Licht in die heule „cch l" dunkle Angelegenheit gebracht hat, muß bei der PrilN^ livltät der türkischen Procedur dahingestellt bleiben. W Aus Salonichi ist die ganze tüllische CommissiM bestehend aus dem Präsidenten Omcr Fevzi Pascha, «W Saib Pascha, Echref Pascha, den Generalen O'«" Chefti und Hevzi, Nedjib und Edhcm Pascha und dt« Obersten Ibrahim und Ata Bey in Konstanlinopcl ei«' getroffen. Wegen Unzufriedenheit der Botschafter straw' reich« und Deutschlands mit dem an Ort und Sltlle geschöpften Urlhelle foll das ganze Gerichtsverfahren gegen Mehcmet Rcefet Pascha, den Gouverneur vo« Salonichi, und Emin Bey von neuem aufgcnomine» werden. Wahrscheinlich wird die GcrichlscommlW aus anderen Mitglieder» als die obgcnannlcn neu gtbll' det werden. Politische Uebersicht. Uatbach, 22. Juni. Se. M a j e stät der Kalscr hat nachstehe"' Allerhöchste Handschreiben zu erlassen geruht: ^ Lieber Freiherr v. Koller! M Mit aufrichtigstem bedauern habe Ich die ?l"i^ zur Kenntnis genommen, d^ß Sie sich durch Ihr a"' dauerndes Körperleiden zur Bitte um Enthebung "^ Posten Meines ReichslriegsministerS und Versetzung '^ dcn Ruhestand gezwungen sehen. ^W Die hervorragend vorzüglichen Dienste, welche durch eine Rcihc von Jahren auf dcn schwier!»^ Dienstposten mit wahrer Selbstaufopferung ^cis" haben, lassen Mich Ihr Scheiden aus der Activilal ^ die Größe des Verlustes um so schwerer empfinde!'. Schmerzlich berührt und nur vom Wunsche ^ leitet, Ihre Mir sehr am Herzen liegende Wle^' genesung zu fördern, enthebe Ich Sie, Ihrem Ansull" gemäß, bei Versetzung in dcn wohlverdienten Ruhest"' von der Stelle Meines Nclchslriegsministers m, leihe Ihnen, als Zeichen dankbarer Nnerlennun« , um Mich und Mein Heer erworbenen großen Verdick taxfrei das Großlreuz Meines St. StcphanS.Ordcns Schönbrunn am 20. Inni l «70. Franz Joseph m.j'' lieber Graf Bylandt.Rheidt! ^ Ich ernemie Sie zu Meinem Reichslricgsm'"'^ und verleihe Ihnen gleichzeitig taxfrei die Wiirde e>"' geheimen Rathes. Sch 0 nbrunn am 20. Juni 1876. Franz Joseph m. z,. Graf Andrassy m. l' Im Militär.Verordnungsblatte wird die Verleihs der Würde eines geheimen Rathes an dcn neuerna"" Chcf dcS Gencralstabes, FML. Freiherr» v. S"d "° ^ slrulioen Militärcomitus, ernannt. Graf Byla"o ^ seine Earriöre in der Artilleriewaffe gemacht, ^,' ^el ein wissenschaftlich hochgebildeter Mann und tu" ^ Artilleriegeneral. Die Einfühlung der neuen ^'g^ ist vorwiegend seinem Eintreten für die Uch"> ^c nonen zu danlen, und er wird besser als em ^' in der ^agc sein, die Lösung der Artillerie. u'^s< schützfrage von, Standpunkte des verantwortlicht Kriegsministers durchzuführen. . . , hc'^ Das l. Rescript, welches vorgestern '" o" ^^^ Hänscrn des ungarischen Reichstages v""»^ ^ erklärt in kurzen Worten die Sitzungen des «^ „"'' tigcn Reichstages bis 2«. September vertag'. " ^ die die nächste Thätigkeit der Regierung bctr'w, ^ ^ Arronoieruna dcr Cmnitate ungesäumt d»>"W' aM' dcn. Anch ist die Wahl dcr behufs ^ G^" ^^ ^ rung zn entsendenden RegierungscommiMc 1099 hoffen, und die Gr. Majestät zu unterbreitenden Vor. schlage bezüglich der Obergespans. Ernennnngcn sollen denmächst in einem Ministerralh cndgillig festgestellt werden. Wie der ..N. fr. Pr." aus Paris geschrieben wird, 'st der erste Secretär der dortigen russischen Bol> «haft, Herr v. Fonton, mit Depeschen des Fürsten Gor« lschaloff an den stursten Orloff dorthin zurückgelehrt. In pariser gutunterrichtelen Kreisen glaubt man zu wisse», baß diese Depeschen auf die eben im Zuge befindlichen Unterhandlungen zwischen den contlnentalen Mächten und England Bezug haben werden, daß sie die Einwilli» Nung Rußlands in daS Princip der Nichtintervention beställgeu. Danach, glaubt man, werden jetzt alle Mächte sich ohne Schwierigkeit dahin einigen, die Türkei ihren Kampf mit der Insurrection allein ausfechten zu lassen. Daß dies Verfahren den Beifall Englands haben würde, lasse sich bereits aus der letzten Rede Earl Derby's ent» "ehmen. Mit dem Gemeldeten harmoniert auch ein Te> legramm der ,TimeS" aus EmS, wonach der Zar bei seiner Abreise auf einen ihm dargebrachten Reise» Glückwunsch erwiderte, er hoffe in Iugenheim ruhigere Tage zu verleben, als ihm in Ems beschert gewesen. Sultan Murao hat noch immer nicht das Schwert Mohameos, des Eroberers, umgürtet, und es fehlt ihm in den Augen der musclmäunischcn Welt sozusagen die eigentliche Weihe des Paoischah. Ueber die Verschiebung dieser Ceremonie cursiercn, nach eincm lou< Nantinopelcr Bericht des „P. ttl.", die verschiedenartigsten Gerüchte; bald heißt es, daß »nan die Ankunft des ^icelünigs von Egypten abwarten wolle, bald wicdcr, daß man vorerst das Verhältnis zu Serbien und Montenegro klargestellt sehen möchte. Eingeweihte wollen jcduch dcn Beweggrund der bereits viermaligen Vertagung dcr fraglichen Ceremonie darin snchcn, daß Murad sich scincm Volle uicht früher zeige» wolle, bevor nicht dic in seinem „Hat" verheißene Reorganisierung der ganzen Aoministra-Uon proclamicrt sein wird. In diesem Falle müßten die Moslimö allerdings noch einige Zcit sich gedulden, bis sie des Sultans ansichtig werden tonnten. i Dcm „Standard" wird aus Konstantin opel unterm 17. o. ^ telegraphiert, dic türkische Flotte habc Befehl erhalten, in cincr wichtigen Expedition nach Kreta abzugehen. Hobart Pascha soll die auS acht Schiffen erster Klasse bestehende Flotte befehligen. Dieselbe soll in etwa cincr Woche absegeln. Wenn sich die Meldung bestätigt, so schciut man seitens dcr neucn Regierung dem Landfrieden auf Kreta nicht allzuviel zu trauen. Die Insurgenten in der Herzegowina haben die Waffenruhe thalsächlich acceplicrt, aus Mostar wird offt-siell nach Konstantinopcl gemeldet, daß Mnkhtar Pascha m NiM eingetroffen sei, ohne auf Aufständische zu stoßen. Ein zweiter ttcbensmittel.Transport soll von Mostar nach NiM dirigiert werden. Auf Freitag wird Atuthlar Pascha wieder iu Gaclo erwartet. Die Pforte erhielt officielle Mittheilung, daß dem» "üchst Herr Kristlc aus Serbien eintreffen wcrde, "»' den Sultan im Namen deS Fürsten Milan zu be- Glückwünschen. ,. . . ^ ., Die vorgestern beendeten rumänischen Depu. limenwahlen im dritten Wahlcollegium sind beinahe 'usschliehlich zugunsten der national'liberalen Par'ci anS-lllfallen. «uch in der Hauptstadt wurden sümmlllche sechs Candidate» dieser Partei gewählt. . . Der nordamerilanische Smat zu Washmg. t°" beschloß, den Prozeß Bellnap bis zum b. Inll zu Etagen. Der Kaiser und die Kaiserin von Brast >en l'nd von Philadelphia wieder in Newyorl eingetroffen. ^ Hastesneuiglieiten. » Die Schulsparlajjen und ihre Gegner. » (Schluß.) st < »bsolut unhaltbar ist jedoch die d r i t t e Einwen- >> Hat dcnn die Schule und insbesondere d,e Vollst ">Ule mit ihrer erziehenden Thätigkeit nicht das HauS 3 "ganzen und zu unterstützen? Muß ihre Sorge ^ mitunter die Stelle'dcr «"? Gerade bei der Erziehung zur Wirthschaft ch' ,? und Sparsamkeit erwächst ihr diese letztere hoch. '^tlge Aulgab E ist ja notorisch, daß die erwähn en ^'"schaften nicht eben zu den herrschenden Tuenden ^"3amilien gehören. We sollen nun diese ,hre Kinder l «was anleiten was ihnen selbst seither eme un- l ' ""' Größe war. Ke!n wahrer Pädagog, welcher '"UM ^iese Einwendu"g ernsthaft /m M^de uhren^ t>tn 3°" "icht viel größerer Stichhält.aleit . das, wa ^"Gegenstand der vierten Einwendung " ' D ^lchlet.enheit des Besitzes ist nun einmal «" That. tin? ^" der Schule beaeanen dürfen? Darf die «cnntius Reichen, Ntld und Verbitterung auf Seite der Armen. ES ist nun allerdings in der menschlichen Natur be, gründet, daß solche Folgen entspringen können, Aber nicht immer und überall treten sie auch zutage; es gibt viele Fälle, wo von ihnen leine Spur war und Reich und Arm in schönem Frieden nebeneinander leben. So wenig jene Gegensätze erst durch die Schul, sparkassen in die Schulen eingeführt werben, so wenig laßt sich auch die Behauptung vertreten, daß sie durch die neue Institution eine Verschärfung erfahren würden. Es liegen aus allen Ländern, wo die Einrichtung bestehl, bereits Erfahrungen genug vor, um diese Besorgnis als grundlos zu erklären; nirgends sind die gefürchteten Gefahren zum Vorschein gekommen. Sollten sie gleich, wol bei uns irgendwo zutage treten, hat nicht die Lehrerschaft felbst das Corr-ctiv gegen sie in den Hän-den? In seinem pädagogischen Tacte, in ^ehre und Ralh, in Ermahnung, Tadel, Rüge und Strafe besitzt der Lehrer Hilfsmittel genug, um den heranziehenden gefährlichen Feind zu bclämpfen; mehr als das noch wird die unparteiische Gleichmäßigkeit der Be« Handlung aller Schüler, mögen sie nun Kinder reicher oder armer Leute sein, vonseitc des Lehrers dazu beitragen, dcn etwa aufleimenden Gegensätzen der Klassen wieder die Spitze abzubrechen. Solcher zwar möglicher aber immerhin hintanzuhallender Gefahren halber jedoch die Einrichtung selbst zu bekämpfen, deren erziehende Wirkung eine ganz ungewöhnliche genannt werden muß, erscheint ebenso leichtfertig, als wenn man. um etwa einen trivialen Vergleich zu brauchen, die Einführung des Messers aus dem Grunde verhindern wollte, weil man sich mit diesem Instrumente leicht schneiden kann. Mit diesen vier Punkten sind die wesentlichsten Bedenken erschöpft, welche die österreichische Lehrerschaft gegen das Institut ins Feld geführt hat. Was sich sonst noch vernehmen ließ, läuft auf eine mehr oder minder geschickte Variation eines jencr Themen hinaus. Die vorstehende Analyse hat gezeigt, daß die geltend gemachten Vcdenlen nicht gewichtig genug sind, um daS Project turzweg als pädagogisch verwerflich zu erklären und eine ablehnende Haltung gegenüber jcncn Bestrebungen zu rechtfertigen, welche auf die Realisierung desselben gerichtet sind. Es bleibt schließlich noch übrig, den Weg zu er. örlern, auf welchem sich die Einrichtung bei uns am besten durchführen ließc. Zwei Momente werden in dieser Richtung nicht übersehen werden dürfen ; einmal, daß die organisatorische Bcwrgung in unserem Schulwesen noch nicht ihren Abschluß gefunden hat, und sodann, daß ullcr Erfolg einer neuen Maßregel und Elnrichluna schließlich doch zumeist von dcm nute» Willen und der eifrige,, Hingebung der Personen abhängt, deren Handcn die Ausführung über« lassen ist. Deshalb würde es sich empfehlen, nicht gleich jetzt schon mit der obligatorischen Einführung dcr Schul» sparlassen an der Seite sämmtlicher Volksschulen vorzugehen, sondern die Einrichtling vorderhand nur der freien Initiative von Einzelnen und Corporationen zu überlassen. Dadurch würde einerseits vermieden, ein seinem Erfolge nach in erster Linie von der eifrigen Mitwirkung dcr Lehrerschaft abhängiges Institut gegen deren Ansicht und Zustimmung ins Leben zu rufen, anderseits wäre damit die Möglichkeit geschaffen, daß man eine Reihe umfassender und verläßlicher Erfahruiv gen gewälme, die für oder gegen die obligatorische Or» ganisalion des ganzen Institutes durch den S'aat sodann ^endgiltig entscheidend würden. -- (H o fnachri ch t.) Dcr Kaiser ha«, wie man drm „P. N." aus Fiume schreibt, gestaltet, daß der Erzherzog Karl Stephan, Sohn des verstorbenen Erzherzogs Karl Ferdinand, mit Vrginn deß nächsten Schuljahres in die finmaner Marine, atademie trete, wo derselbe den dreijährigen Ems als ordentlicher Schüler hären wirb. (Sterbefall.) Wie ein Telegramm aus Petersburg meldet, ist daselbst der Herzog Georg von Mecklenburg-Btrelitz gcstolbcu. — (Versicherung fit r Passagiere.) Ein wiener Blatt bringt die Nachricht, daß der Hanbelsminister au die Nahn» gesellschaften einen Lllaß ergehen ließ, in welchem der Wunsch ausgesprochen wird, eine allgemeine Beisicherung sllr Passagiere einzuführen, — (Ueber die Fabrication der U chati us< G e> schütze) wild mitgetheilt: Vis zum 15. Juni waren fertig ge. stellt im l. l. Arsenale: 1?0 ueu^centimetrige StalMonze.Gc-schütze sammt den hiczu gehörigen Eisenblech.Lafcllen; 370 ueun-ccntinielrige Rohre sammt Anschluß und 10 7'/, centimctri^ Gcbilgtzlanoucn ohnr Verschluß. Es werden jetzt durchschnittlich jede Woche 30 Stücl Rohre und 24 Lafette« erzeugt. An Protzm und Mlmilions-Hintcrwa'gcli, die nur von Privaten erzeugt wer-de«, sind biö jcht blos 158 SlüÄ abgeliefert wölben. Am schlecht lesten ist eS mit den Projectile« bestellt, deren Erzeugung an 31 Eisengewerle vergeben w»rde. Von der normierten Anzahl von einer Million Geschosse sind bis jetzl circa 130,000 abgeliesert worden, von welchen die. UevernahmScommission 57,000 Slücl zurückgewiesen hat. - (Oesterreich ans der Weltausstellung in Philadelphia.) Oesterreich bildet - so schreibt ein Correspondent der „Kolu. Ztg" aus Philadelphia — mit den beide», Westmächleu ein Kleeblatt, dem sich die kleine Schweiz „icht nnwltrdig anschließt. Die Oesterreicher haben bei ihrer eigenen Ausstellung zu Vcbculcndes geleistet und zu viel gelernt, als daß sie — min verzeihe das Wort — nicht unwilllllrlich „ausstellern" sollten, sobald sich die Gelegenheit dazu birtet. Ihre ! Abtheilung ist reichlich und anschnlich genug ausgesallen. Zugleich ist sie so ziemlich die einzige, in der den genauer Zuschauenden der Gedanle überkommen liinnte, daß es auch etwas wie einen Ausstellungsehrgriz gibt und nicht lediglich ein Ausstellung»' Interesse. - (Mortalität.) In der am 27, Mai beendeten Woche sind von je 100,000 Einwohnern als gestorben notiert: In Wien 58, in Pest 98, in Prag 107, in Verlin 5l, in Vitslau V0, in Stettin 56, m Köln 96, in Hannover 41, in Hanau 65, in Franlsnrt a. M. 44, in Magdeburg 40. in Straßl-nrg 84, in Chemnitz 60, in München 87, in Paris 49, in Vrüssel 53, in Amsterdam 54, in Rotterdam 50, in Haag 51, in Vasel 05, in Ehristiania 48, in Kopenhagen 46, in Stockholm 67, in Rom 68, in Turin 42, in Nlerandrien (Egypten) 90, in London 41, in Glasgow 48, in Liverpool 47, in Dublin 44, in Edinburgh 44, in Newyorl 53, in Philadelphia 50, in Boston 43, in Lhiiago 2«. — (Seidencrnte in Italien.) Aus Mailand wird !vom 15. b. geschrieben: „Die letzten ungünstigen Witterung«- Verhältnisse, von welchen einige Partien Seidenwllrnier gerade in dem hcilleu Momente deS EinspiinienS betroffen werden, lassen l neues Unheil fürchten. In der Gesammtheit jedoch durste die , diesjährige Seibrnernle sich heute sllr Frankreich ans eine halbe gewöhnliche Ernte, sllr Italien aus eine Zwridrittelernte und nur für den Orient auf eine vollständige Ernte abschätzen lassen. Die aus dem cellularen Wege confcclionierlen Samen und die jap». nesischcn EnrtonS machen sich rllclsichtlich des Erfolges gegenseitig das Primat streitig, während die industriellen Reproduktionen fast Überall versagten. Die gelben Eocon« werden mit 3 35 bis ! 4 20 Lire per Kilogramm bezahlt, während für grüne 2 40 bis 1 360 sllr ein Kilogramm bewilligt werben." ! fokales. W Aus dem laibacher Gemeinderathe. « Außerordentliche Sitzung vom 20. Juni. (Schluß.) Nach Beendigung deS in der gestrigen Nummer ge-schilderten Zwischenfalles Horat-Deschmann ergriff Bicc-Bürgermeistcr Dr. v. Schrey das Wort. Derselbe wies dic Gcringfügiatcit dcr dnrch die projcctierle Neu-numcrierung verursachten Kosten nach; dieselben belaufen sich für die Gemeinde blos auf i^OO fl., den Rest tragen die Hausbesitzer, welche oft zn weit weniger dringlichen Zwecken größere Summen gerne und freiwillig im Sammlnngswege aufbringen, daher anch durch diese geringfügige Steuer von ! menes und sehr übersichtlich gehaltenes Resum6, indem er die zu Eingang der Sitzung gestellten Anträge im Interesse der Stadtverschönerung und der Verkehrs» erlelchlerung nochmals dringend zur Annahme empfiehlt. Es wird hierauf zur Abstimmung geschritten, wobei der von Dr. BleiweiS gestellte Gegenantrag mit 14 gegen 5 Stimmen in der Minorität bleibt, dagegen Punkt 1 und 2 des SectlonSantrages mit dem gleichen Stimmenverhältnisse zum Beschlusse erhoben werden. Als man unmittelbar hierauf zur Debatte über Punkt 3 schreiten will, verlassen die Gemelnderäthe: Dr. Bleiweis, Horal, Gorslö. Iuröii und Regali den Berathungösaal. Die Versammlung wird infolge dessen beschlußunfähig, worauf der Bürgermeister dieselbe schließt. In der gestern abends ad boc einberufenen zweiten außerordentlichen Sitzung wurde die Vera« thung über die vorliegenden Anträge fortgesetzt. Den Bericht über diese Sitzung bringen wir morgen. Ginladung zur pariser Weltausstellung. Das l. l. Handelsministerium hat mit dcm Erlasse vom 29. Mai 1870, S. 14,679, der unterzeichneten Kam« mer mitgetheilt, daß das f. und l. Ministerium des Aeußern demselben die Zuschrift des französischen Botschafters in Wien übermittelt hat, in welcher die l. und k. österreichische Regierung in officieller Weise zur Be» theiligung an der internationalen Ausstellung von Erzeugnissen der Urproduclion, der Industrie und der bildenden Künste eingeladen wird, welche zufolge der Decrele deS Marschall-Präsidenten vom 4. und 13. April l. I. in Paris mit I.Mai 1878 eröffnet und mit dem 31. Oktober desselben Jahres geschlossen werden soll. DaS l. l. Handelsministerium ladet die Kammer ein, die betheiligten Kreise von diesem Projecte zu verständigen und eine Berathung über diese Angelegenheit, zu welcher auch Vertreter der agricolen und künstlerischen Interessen aus dem Kammeibezirke zuzuziehen sind, ehe. stens zu veranlassen und sohln einen Bericht über die betreffs der Betheiligung Oesterreichs an der erwähnten Ausstellung im Kammerbezirle hervortretenden Anschauungen und Wünsche zu erstatten. Die Kammer beehrt sich, den p. t. Herrcu Industriellen, Landwirthen und Künstlern, welche sich um die hierfraglichc Angelegenheit interessieren, hievoll die Mittheilung mit der'höflichen Einladung zu mache», zu der am 27. Juni l. I. um 5 Uhr nachmittags im Magistratssaale diesfalls stattfindenden Berathung gefälligst erscheinen oder bis dahin eine schriftliche Aeußerung der gefertigten Kammer übermitteln zu wollen. Handels - und Gewerbekammer für Krain. Laibach am 20. Juni 1870. — (Todesfall.) In der Nacht vom 21. zum 22. d. M. starb Hierselbst der l. l. Hauptmann-Nuditor im Ruhestände Herr Iohaun Kallina im 70. Lebensjahre. Die Beerdigung desselben findet heule um 6 Uhr abends vom Trauerhaust — Lon-greßplah Nr. 20 - auS statt. — (Geme indcwahl.) Bli der am 31. Mai b. I. statt» gehabten Neuwahl des Gemeindeuorstaude« der Ortsgemeinde Palovii, politischer Vezirl Stein, wurden VlaS Vcruot von ÄabcnSberg zum Gemeindevorsteher, Mathias Vaupolii vo» Uuterpalovii uud Josef Gabrovc van Vabenüberg zu Gemeinde« rathen gewählt. — (Krainische Ballgesellschaft.) Zufolge Ve. schlusse« der Generalversammlung wird der Ncliencoupon vom 1. Juli b. I. von diesem Tage an mit 5 fl. per Stück bei der hierortigmOesellschaftslafse oder beimBanloereine in Triest eingelüst. — (Die steiermär lischt Escomptebaul) gibt bekannt, daß ihre hiesige Filiale mit 3(1. d. M. geschlossen wird und daß deren Geschäfte von diesem Tage an von dcr neugegrlln-dcteu lra inischeu Cscomple-Gcsellschaft fortg/fllhrt werden. Desgleichen werden die Credit-Inhaber der genannten Filiale zu der Sonntag den 25. d. M., 10 Uhr vormittags, im hiesigen Gemcinderathssaale stattfindenden Versammlung des größeren Ausschusses derselben eingeladen. — (Bad VeldeS.) Die Vadcfrcquenz in Veld?« scheint lmmmhr mil Eintritt der warmen Witterung recht lebhaft in Fluß gerathen zu wollen, Wie man uns von bort auS schreibt, sind in der Zeit vom I. bis 20. d. M. im ganzen 112 Kurgaste und Passanten in VeldcS eingetroffen. Unter den letzteren be, zeichnet man uns in«vesonders den Herrn Landespläsidenten Ritter v. Wibmann, Se. Excellenz Feldmarschall.Lieuteuanl Varou Kühn, Se. Excellenz Feldmalschall-Lieutenant Gleudgen, Gencralstabs» Viajor v. Poltzer aus Graz; Graf »nd Gräfin Nuersperg uud die Grafen Wurmbrand auS Laibach; Oberst Baron Dlllher aus Klagenfurt; Baron Seenu« sammt Familie aus Wien — lcljlere sowie eil.e Anzahl wiener und triester Familien zu längerem Ausenlhlllte. Fl»r die nächste Zeit haben eine Anzahl vornehmer Gäste ihre Ankunft angezeigt. DaS Wetter ist Prächtig und »läßt nichts zu wUnschen übrig, — (?ro und contr» „S ch l a ch t m a S le.") Es wurde lllrzlich im «Laibacher Tagdlalt" einer Beschwerde Er» wähnung gethan, die seitens der Fleischhauer Klaacxfurl« gegen die Anwendung der anch in unserer Stadt theilweise eingeführten Schlachtmasle mit der Motivierung vorgebracht wurde, daß sich das damit geschlachtete Vieh durch die infolge der blitzartigen Tödtuug in der Regel eintretenden Knochenbrüche und die hiedurch weiters bedingte Nlutergl?ßung und Rolhfikbung des Fleisches weniger gut verwerthen lasse und nicht selten um cinen unter dem Cinlaufswerlhe stehenden Preise verlauft werden mlisfc. NlS Rcplil gcgm diese Beschwerde geht nun dcr „Klagensurtcr Ze>. allein mir der höheren Temperatur zuschreiben will. Derselbe schreibt: „Während der Wintennonatc. als die Temperatur durchwegs bedeutend uulcr Null stand, gab es leine Nnstände wegll» der Voutrolleschlachlung nnd da« Fleisch wurde niemals „roth." Mit der beginnenden wärmeren Jahreszeit aber zeigte stch der Uebelstand be« „RothwcrdenS" häusig nnb brachte den Fleischet» nicht unbedeutenden Schaben, da unser Publilum (im Gegentheile zum englischen) einen lebhaften Abscheu vor blut» unterlaufenem Fleisch hat. Nun ist es zweifellos, daß die Voutrolleschlachlung auf das Thier selbst im Winter und Sommer die gleiche Willung hervorbringt; daß mau aber in der lallen Jahres« zeit nichts davon merit, daS lann nur daher lonnneu, daß der tiefen Temperatur halber das auSgerounene Blut sogleich gefriert, während es in dcr Wärme sich fchncll zerfetzt, welche schnclleZer-fehung ja eine belannle uud gefährliche Eigenschaft des Blutes ist. Es scheint also, daß weniger die «Knochenbrllche" (von wcl, chen übrigens Schreiber dieses niemals reden horte, noch solche selbst beobachtete) als die huhcre Temperatur die Schuld daran trägt, daß sich in dcr warmen Jahreszeit Nnstände mit der Vou-trolleschlachtung ergeben. Sachverständige mögen diese Frage auf» llären/'______________________ _______ Ntuelle Voll. Rom, 21. Juni. Der Papst empfing heute eine Schar deutscher Wallfahrer, deren Führer eine den Gesinnungen der deutschen Katholiken gegen den heiligen Stuhl Ausdruck gebende Ansprache verlas. Der Papst erwiderte, indem er sagte, daß Gott mehrmals stine Kirche heimgesucht habe, um sie zu läutern. Er sprach sodann von der gegen die Katholiken gerichteten Verfol» gung, welche fortdauere, führte Veispiele über das Ende von Kirchcnverfolgern an und belobte die Standhaflig' keit der treuen Bischöfe und Priester Deutschlands, denen er seinen Segen ertheilte. Die Wallfahrer präsentierten dem Papste mehrere Geschenke, welche er dankend annahm. Sodann sangen sie zwei fromme Hymnen ab und brachten dem Papste ein dreifaches Lebehoch. Sechzehn Cardinäle und weh' rere andere Prälaten wohnten dem Empfange bei. Kairo, 20. Juni. Heute vormittags fand in Gegenwart der Prinzen, der hohen Würdenträger und der Consuln die feierliche Verlesung des die Thronbesteigung Murads V. notificicrcnden Fermans statt. Telegraphischer Wechseleours vom 22. Juni, Papier - Rente 66 95, — Silber, Nente 70 2b. — 166c»« Staats-Nnlehen 110 60. - »aul-Aclien 854 -. Credit-Act"" 150 — — London 120 75. - Silber 101 80. K. l. Mmn-D»" laten 5 79. - Napoleoned'or 9 61'/,. - 100 ReichSmarl 59 3<1> Wien, 22. Juni. Zwei Uhr nachmittag«. (Schlußcoull^) «lreditactien 150-, 1860er Lose 110 80. 1864er Lose 130 2b, österreichische Rente in Papier 66 90, StaatSbahn 273 - , Nord' bahn 184—, 20.Franlenst',cle 9 62',, ungarische Lreoltactic« 131 25, österreichische straucobaul 14'—. österreichische Anglobanl 7380, Lombarden 89 —, Uuionbaul 62—, austro-oricntolWe Vanl — —. Lloydactien 351- -, austro-ottomauische Vanl ' ^ lürlische Lose 19 25. Communal - Anlchen 97 — , lllgyp«,^ 88--. Flauer. Handel und Volkswirth schastüches. Laibach, 21. Juni. Auf dcm heutigen Marllc sind e" schienen: 7 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Hen und TtM' 25 Wagen und 5 Schiffe mit Holz (56 Kubilmeler), Durchschnitts» Preise. ____ VIlt.. Mgz.. «tl«.» W'' st. lr. ft.!»».! fl. tt. ^!I: Weizenpr.Hellolit. 8 80 10>- Butter pr. Kilogr. -!85-l^ Korn „ 6 20 6 30 Eier Pr. Stllck - N "" Gerste „ 4 _ 4 57 Milch pr. Liter 8 -" ^ Hafer „ 4 - 3 95 Rindfleisch pr.Klgr. - 48 - -" Halvfrncht „ -------6 55 Kalbfleisch „ -44^^ Heiden „ 5 40 6 10 Schweinefleisch „ — 66 ^ ' Hirse ,. 4 80 493 Schöpsenfleisch „ -30-^ Kulucuh „ 5 80 5 72 Hähudel pr. Stllck — 30 - ^ ErdäpseliOOKilogr. 4 20------ Tauben „ — 18-^ Linsen Hkltoliter 12---------- Heu pr. 100 Kilogr. 3 85-^ Erbsen „ 10----------- Stroh „ 3 15-^ Fisolen „ 8----------- Holz, hart., pr. vier Rinbsschmalz Klgr. - 98------ Q.-Meter------s^ Schweineschmalz „ — 85------- — weiche«, „-------b/ , Speck, frisch „ - 70------- Wein.roth..100Lit.------ss^ — geräuchert,, —75 s— —weißer, „ — 20^ Angekommene Fremde. ÄM 22. Inni. ^ Hotel 2taot Men. Keßler. Reisender, und Hofbaucr, «U veamter, Vraz. — Simonöil, Triest. — Sefe», Reif,; M'"^ «fm.; Neumann, Techniker, und Edler v. Samuel, W«A ^ Hirschmann, Kfm., Sissel. — Kramolin, Temcsvar. ^ ^ mann. Vieumarltl. — Devler, Kfm., Vodenbach. , ^. Hotel Elefant. Wolfsegger, Vottschee. — LeSlowitz, 35""'^. Mari, stiume. — Kraschoivih, Marburg. - «leinleM, ^.'^ Hotel GuroHa. Briweg, Samobor. — Weiß, GetreidelM Sissel. Mohren. Kratly, Görz. — Milawz, Klagenfurt. ^- 7 U. Mg. 7Ü47oi! 4 15»! windstill Nebel ^ l'» 22, 2 ,. N. 733.40-^19.« WllW.schw.' bewöllt M'" 9 „ Ab 734.«, > -^17.« VO. schwach fast heiter ,,. Morgen« dichter Nebel, vormittags heiter, sonnig, "?, M lag« fernes Gewitter aus NW. nach NO. ziehend; nach "' M sanfter Regen, beiläufig eine Stunde anhaltend, um !^n,sgcl'< abend« vorllberzlcheude Gewitterwollen au« NO., gering^ ^, ^l dan« Änfheiterung, Wellerlcuchtcn in NO. Da« Tage««"" Wärme -i- 17 5°, nm 13° uuter dem Normale. Verantwortliche, Redacteur: Ottomar Vanibe^^' ^lit^N^Vll^ Wien, 21. Juni. Die Stimmung erlitt leinen Abbruch, das Geschäft war aber gering in allen seinen Verzweignngeu, VemellenSwcrlhe Neuillteileu fehlen nnd dk <^v^^,»v^^^l. culation verharrte in der einaenommmen Slelluua. ^^ «°l- ) „,^., l.....e«7k «6 8b Februar.) """ <.....66 75 66 8b Jänner-) ^.,^.^.«.. ( . . . 70 20 70 40 «°lt, 18S9........ 246 - 248 - » 1W4........ 10K?b 107 — w 1S50........ 1,080 I,, 10 » I860 zu 100 fi. ... 118 50 1IV 50 " ^«64........ ,802b 1l<075 »»Münen-Psanbbritft .... I»«7b 189 - vrömienaulehenderGtadtWim 96 75 97 Lb « .^" l «ruub. l ' - l00 - 101 - N:r""" I Hn« j - .' Z^o 74 bb D°nau-«ellulilruug«.rose . . 104 1042b Una.. Eljtlibahu-Nul.....W50 9?-- Un°. Prün.im-Vnl......72 1h 72-20 -wtener «ommunal, «nlehen . 92— 82 2b «etien v,» V«»,e». ^ . ^ »eld W«« !H'«<">........?<,» ?<«« «,1b <»«« «reditanfialt........ 149-50 14» 70 «rediiansialt, ungar..... 121— 1UI'b0 Deposttenbanl....... —'- - '— E«c°mpteanstalt...... 640'— 650 — stranco-Vanl....... 13 k>0 14 — Hllndelebanl........ b8 — 58 l>0 »!»liolllllbanl....... H49— 8k>0 — Oesierr. Vanlglsellschnft . . . —-— - - Umonbanl ........ S1 — 61b0 Verlthr«l>anl ....... »4«' Sb- Netten >«« Tr«ubport-Unterneh-«nnge». «elb w.le «lftlb.Vahn........1057b 106— «arl-Ludwig.Vahn.....204 2b 2l'4 50 Donau.Dumpschiff. 5 Gesellschaft 370— 372 — Ellsabtth-Wefibahn.....lbs- 1b8— EKsalieth.Vohn (Linz-Vudweiser Strecke).........— — . — ßerdinllnd«°»l«,rdbal,n . . . lh<5— 1847 — strau,. Joseph , «ahn .... l»6 — 197 — Xeml,..«zeiu..Illfl.y.V»hu . . 120 7b 12125 Lloyb.Gesellsch........»48 — 845 — Otfterr. «««dweftbah» .... ^3850 Idö — l «elb >v»« Rubolie-»zahn....... IN b0 112 - Stlllltsbahl,........ »72 — 272 b0 Sitbbahn......... 8850 8875 Theiß-Vahn........ 195- 196- Ungarische Nordoftbahn . . . 1<Ü7b 104 2b Ungarische Ostbahn..... V1 50 V2>- Tramway-Vesellsch...... 111 112 — Vau«ese«sch«fte». «lllg. »fierr. Vaugesellschaft . . —«— —-- wiener Vaugtsellschaft...... —-— — — Pfandbriefe. «llg. Ufterr. «odencredit . . . 108 50 104 — dlo. in 33 I°h«n 88 — 882b N»tb0 8b'?b Prlorltste«. Elisabeth..«. I. «m..... 8«'b0 8? - sserb.U 0ft«r. «orbwtlj-V..... «b»b 8«bO ----------------------------------^iii «°F^ Sieb.nbllrger.......6«b0 .50 Staalsbahn........lbl .,ft^ Sildbahn Kb«/....... N» ^ 91F Slldbah«, Von« !.....7^'^ SV"' Un«. Oftöahn.......b9l" «redi..L..........l60^ ^.^ «udolf«-L.........'^"^ Wechftl. ^^ ^H Londou .........!?7b ' Pari« ........." «eltzforten. ^.„ Dncaten - > - - bfi" ^. b^./., ,i°poleon«b'or . . 9 ^ <'^ " .g , 40 -Preuß.K°ssensch.ine b9 .^b . ^ ^ 70 - Kralnische Orunden«l°ft«nge-ObliS°l^.^ Privalnolittung: Geld 9b -, «""