'Ar. 292. Donnerstag, 21, Dezember 1905. 124. Jahrgang. Kibacher A5"umcrationöprris: Mit P ost vc rsr» d u » g : nan.ualirig »u li, halbjährig li» li, Im ttuütol: ganz. "!g 2ij li, hall-jälili« li li. stur die Züst^ll»!,» iüö va»K ganzjährig 2 X. — Insertiunögebühr: Wr llrine Inseralr t>i^ zu 4 Zeile» 50 k, größer»' per Zeile l2 k: bcl öfteren Miederholmiae» prr Zeile 6 b. Tie «Laibacher Zeitmlg» erlcheinl läglich, un! 'Auoüuyiüe de», ^ü»» uud Feierlage, Die Adminiftialtun l)cs>>l!>e! sich Nongrcßplah Nr, 2, die Medallion Lalmatingasse Nr, u>, Sprechstunde» der Nedaltiu» von 8 l>i« lu Uh> nurmittags, Unsraxlierls Priele werde» »ich! nügriwmmen, Ma»»ilripte »ichl zuruckgeltell«. Amtlicher Teil. , Seine t. und k. Apostolische Majestät haben '^Allerhöchster Entschließung vo,n 17. Dezember ^ I. dein Statthalter im HcrZogtume Stcicrmark Meiincn Nate Manfred Grafen Clary uu) loringen und dem Statthalter in der Mark-Mschaft Viähren Geheünen Nate Karl Grafen §/ eroti n den Orden der Eisernen Krone erster Mc mit Nachsicht der Taxe allera.nadia.st zu Verben geruht. , Seine k. und k. Apostolische Majestät haben ^Allerhöchster Entschließung vom 15. Dezember cv.I. dem Vorstande der Post- und Tclcgraphcn-^Mtion in Tricst, Hofrat Moritz Felicetti ,^! Liebenfels anläßlich der von ihm erbe-.^ien Versetzung ill den bleibenden Ruhestand tax ^das Ritterkreuz des Leopold-Ordens allcra.ua ^9st zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben ^U Allerhöchster Entschließung vom Kl. Dezember A I. dem Ministerial-Vizcsekretär im Ministerrats-^nsidium Robert Ehrhart von Ehrhart->tein das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens ^rgnä'digst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben M Allerhöchster Entschließung vom 15. Dezember b> I. die von dem Scktionschef und Gencraldirek-!?r für Post- und Telegraphen-Angelegenheiten im MNdelsnn'nisterium Dr. Rudolf N e u b a u e r er-! ^enc Übcrnahine in den bleibenden Ruhestand ^ ^"^-guädigst zu genehmigen und zu gestatten gc- ^ ^ht, daß'ihm bei diesem Anlasse in neuerlicher! Würdigung seiner durch eine lange Reihe von Iah-,"N mit treuer Hingebung geleisteten ausgczeichne-^u Dienste der Aufdruck der Allerhöchsten Ancrkcn- ^3 bekanntgegeben werde. . . Seine k. und k. Apostolische Majestät haben ^Allerhöchster Entschließung vom 15. Dezember »>"- die Versetzung des Oberpostdirektors Hermann ^ "ttay von Zara nach Trieft allergnädigst zu !,^^nigen und denselben bei diesem Anlasse tar-^," den Titel und Charakter eines Hofrates Huld-^i^zu verleihen geruht. Auer sp er g m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom W. Dezember d. I. allergnädigst m die sechste Rangsklasse zu befördern geruht: den Direktor Peter Wolsegger am Staats-untergymnasium in Gottschee. Ven 19. Dezember IWb wurde in der l. t. Hof- und Staats-druckerei das I.XXVII. und I.XXVIII. Stück des Neichsgesetz. blattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 19. Do zember IWb (Nr. 289) wurde die Weiterverbreitung folgender Preherzeugnisse verboten: Nr. 50 «Xavo^ölnill» vom 15, Dezember 1!)0b. Nr. 50 «ösrv/li,!^» vom 13. Dezember 190b. Nr. 153 und 156 «liuvnust» vom 12. und 15. Dez. 1905. Die nicht periodische, bei Karl Habicht in Vrünn gedruckte und im Verlage des Fr. Toujil in Brunn erschienene Flugschrift: «Vo^oi .-l Ii6». Nr. 24 .«»«inn. vom 15. Dezember 1905. Nichtamtlicher Teil. Die innere Lage. In einem Rückblick auf deu abgelaufenen Sessionsabschnitt des österreichischen Reichsrats spricht daZ „Neue Wiener Tagblatt" seine Genugtuung darüber aus, daß der tz 14 seine präpotente straft verloren habe. Varon Gautsch dürfe sich zu dieser ^ Renaissance des Parlaments beglückwünschen. Ohne ^ drastische, ohne verblüffende Mittel sei ein normales ! Verhältnis zwischen Kabinett und Parlament ge-! schaffen worden; Geschick und Glück verknüpfen sich. ! Die Wahlreform, noch nicht einmal eingebracht, wirke wie ein Inngbrmmen. Mit Befriedigung ! dürfe konstatiert werden, daß die Atmosphäre des Unbehagens geschwunden ist. Die „Deutsche Zeitung" schreibt, es sei eine erfreuliche Ernte, die das Abgeordnetenhaus gesichert hat, und mit froher Zuversicht dürfen alle, die in Österreichs politischer Welt eine Rolle zu spielen berufen sind, ihre Wcihnachtsferien antreten. Die Antwort auf die ungarische Frage sei aber bis jetzt noch immer nicht gefunden. Hier müsse das Parlament jederzeit lind überall wie ein Mann hinter I der Regierung stehen, sie rückhaltlos und ausdauernd unterstützen- dann wird dieselbe stark genug sein, ungarische Übergriffe niederzukämpfen, den in Sicht kommenden Friedensschluß in Ungarn für Österreich nicht bloß ungefährlich, sondern gleichfalls segenbringend zu gestalten. Das „Wiener Deutsche Tagblatt" führt aus, die Negierung könne mit der bisherigen Wirkung der von ihr in den Vordergrund gestellten Wahl-rcform zufrieden sein. Es war, als wollte man sagen: Nur rasch das Vudgetprovisorium für das nächste Halbjahr angenommen, damit freie Zeit geschaffen werde für die Hauptsache! Nun werden die Verhandlungen über die Zukunftsfrage ihre Fort» setzung finden. Ungarn. Die „Zeit" weist in einer Beleuchtung der Situation in Ungarn auf den bemerkenswerten Ulw stand hin, daß Graf Tisza erklärt habe, er werde mit seiner Partei für die vom Grafen Apponyi einzubringende Resolution gegen die Parlamentsvertagung stimmen. Welche tiefgreifenden Veränderungen im inneren Gefüge der gegenwärtig Wahl' berechtigten Bevölkerung muß das Regime Fejer-Vary verursacht haben, daß Graf Tisza sich in das Gefolge des Grafen Apponyi begibt! Die heutige Parlamentssitzung werde den Kampf auf seinem Höhepunkt zeigen. Mehr als den gesamten Reichs-» tag, Abgeordneten- lind Magnatenhaus, kann ein Ministerpräsident nicht wider sich haben. Die Parlamentarischen Mittel des Ministeriums Fejervary sind erschöpft. Jetzt gibt es nur noch zwei Mögliche kciten: entweder die Gewalt in offenem Widerspruch zur Verfassung oder der Friede mit dem Parlament. Die „Österreichische Volkszeitung" hält die Mission Lukacs nur für vorläufig mißglückt, sie hatte aber doch die gute Wirkuug, die Koalition zu einiger Zurückhaltung bestimmt zu habeu. Noch einen Schritt weiter lind sie werde erkennen, daß nur Unbedacht uud Verwegenheit die Parteien dahin brachten, wegen der plötzlich aufgetauchten fixen Idee der Kommandosprache die schönsten, wertvollsten Errungenschaften in die Schanze zu schlagen, und maßloses Unheil über das Land zu bringen. Ob dieser Schritt getan wird, das ist die Schicksalsfrage Ungarns. Die „Arbeiterzeitung" sagt, es sei doch nur ein Armutszeugnis der Koalition, wenn die Krise nicht gelöst wird. Ungarn habe eben eine Mehrheit, die Feuilleton. Vom Weihnachts-Büchertische. (Fortsetzung.) h /'Komtesse X-" Noman von Heinrich Lee. is/^s gebunden 4 80 X. Der Roman „Komtesse X" spannend und interessiert von Anfang bis Zu Ende, ^ vorgeführten Charakter sind lebenswahr geschil-I "' es sind Menschen, wirkliche Menschen. Das bc-d ^re Interesse des Lesers wendet sich gleich von shovel!, ^'r Komtess? Vita zu, die im Hause ihres i,.s uns gleichsam als Aschenbrödel erzogen wird und c,,°M lV'r ihr zuteil werdenden Behandlung, wie ^, ^'lch cine aufkeimende Liebe zu ihrem ander-d^tt verlobten Vetter veranlaßt wird, henulich da--HuMhcn und sich, als vorzügliche Rcitorm, dem ^. "'s zuzunx'nden, wo sie, um den Namen ihrer »"'^lic zu schonen, als Komtesse X auftritt. Eine ,^s "urdig verkettete und sich bis zur dramatischen ^ steigernde Handlung wird von den, Verfasser ^ "Nt äußerst geschickter Hand zu einem nuten llm durchführt. Die sichere und elegante Dar- ""tt gestaltet das Vuch zu einer fesselnden Lektüre, 'ch ^'D crNo m a u desGl ü ck e s." Von N e e r a. ^o.ieu Oktav, Preis 3'NU K. gebunden 4'80 X. ^ Kutscher Vcarbeiwna gibt uns der treffliche No-h"' der bedeutenden italienischen Schriftstellerln ^ ,^ cin fesselnde^ Lebensbild: di? Geschichte zweier ^nkinder. Ein kloines Dorf ist der Schauplatz, "'r die Holden des interessanten Romanes kennen lernen, ein armes Geschwisterpaar, Chiarina und ihre Brüder Giuseppo und Giovanni. Während Giuseppo, der ältere, sich in den dunklen Tiefen des Lebens ver> licrt, führt das Glück den intelligenten, rastlos arbei° tenden Giovanni immer höher. Fein gezeichnet ist das Verhältnis Chiarmas zu ihvem Bruder, neben dem rastlos höher strebenden Geiste Giovannis, das ruhige stille Warten der Schwester; sie aeht still, mit einer tiefen Liebe zu dem Sohne ihres Vormundes durchs Leben, während das Glück dem Bruder auch hier ' qctrcu bleibt und ihn die Jugendliebe erringen läßt. Durch den ganzen Roman weht südliche Luft, pulsiert echt südländisches Leben und die Dichterin läht den Leser die Schönheit des Landes mitempfinden. „Im Herrgottswinke I". Lustige Tirols Geschichten von Nudolf Greinz. Mit farbigem Umschlag von Max, Vernuth. Elegant gebunden 4-80 X. Nudolf Greinz kennt, wie selten einer. Laud und Leute seiner Heimat Tirol, und deshalb vereinigt sich in diesem neuen Bande lustiger Geschichten echte Üe-benswahrlicit mit einer Fülle des ihm eigenen, sonnigen Humors. Die von ihm geschilderten Gestalten wachsen in der markigen Kraft ihrer Bcrgheimat ordentlich aus den Zeilen heraus uud werden dem Leser so lebendig, als ob er ihnen persönlich begegnet wäre. Drollige Situationen^ entfesseln von Seite zu Seite schallende Heiterkeit und lautes, herzliches Lachen. Wer den Zauber des Humors so sehr in sich hat und ihn in so meistei-haster. und nngezwunaencr Weise auf feine Leser übertragen kann, wie Nudolf Greinz, der wird nicht nur stets eme große Nunde fröhlicher Zuhörer mn sich smnmelu, sondern kann auch des aufrichtigsten Dankes sicher seiu. „M o d est e." Noinan von Ioh. Rich, zur M e -gede. Mit Einband- und Umschlagzeichnung von Walter Tieiuaim. Gebunden 6 lv. Der Nomau hat des Dichters ostpreußische Heimat, das Leben auf den dortigen großeil Gütcru zum Hintergrund, und von diesem hebt sich leuchtend die Gestalt der Heldin ab, eiues großanaeleaten, innerlich vornehmen Mädchens, das sich uach schweren Kämpfen mit dem eigenen Her» zen uud mit deu dünkelhaften, niedrig deutenden Angehörigen den Platz au der Seite de» von ihr ge-liebten Mannes erringt. Dieser kurze Hinweis auf den Inhalt kann natürlich keinen Begriff vou der Handlung geben, die kaum weniger fesselnd und spannend als in „Quitt" ist. Dazu erscheint Megedes Darstellungskunst hier noch feiner und wirfimasvoller. noch fchärfer pointiert als in allen seine,, früheren Werken, die Charakteristik der Hauptpersonen, beson. ders der Titelheldin, von eiuer solchen Feinheit, daß sie von dem Mtagsleser vielleicht kaum in ilirer gan» zen Kunst gewürdigt wird. Und das Ganze ist durch, weht von einem erfrischenden, immer wieder durch, blechenden Erdgeruch, den namentlich die eingestreu. ten kleinen Naturschilderungen atmen. „Die Lcutc vom Blauen GuguckZ-haus." Noman von Emil Ertl. 450 Seiten, mit farbiger Umschlagzeichnnng von Professor von Schrot-ler. Elegant broschiert N-,10 K, gebunden 7'Ä) 15. Emil Ertl, der infolge seiner von der innstgebenden Kritik außerordentlich günstig aufgenommenen No> Laibachrr Zettung Nr. 292. 2658 21. Dezember 1905. weder die Kraft hat, die ungarische Verfassung, den Dualismus, aufzuheben, noch die Entsagung besitzt, sie zu bejahen. Dieser Widerspruch ist eben die Krise, und dieser Widerspruch kann höchstens für eine kurze Zeit verschleiert, kann aber nicht beseitigt werden. Politische Ueberkcht. Laibach, 20. Dezember. Das „Fremdenblatt" konstatiert in einer Besprechung der bisherigen Verhandluugcn im deutschen 3tcichstag, daß die Vergrößerung der Flotte von allen Parteien des Hauses gebilligt und daher ihre Durchsetzung keinen Schwierigkeiten begegnen werde. Die besonders günstigen aktuellen Verhältnisse lassen den Zeitpunkt, in welchem die neue große Forderung an das deutsche Volk herantritt, als trefflich gewählt erscheinen. Auch die Kolonialpläne, von denen man sich in Deutschland einen größeren Erfolg für die Zuknuft verspricht als bisher, gehen Hand in Hand mit den Flottcnplä-nen und die Geneigtheit, die für diese Seite besteht, wird dort, wo Hauptsachen in Frage kommen, für die andere nicht fehlen können. Der relativ rasch bewilligte Vau der Eisenbahnstraße Lüdcritzbucht-Kubub (Südwcstafrika) mag als ein Zeichen dafür gelten, daß man fich, ohne seine Partciinteressen zu opfern, auf neutralem Pooen zusammenfindet und so den Forderungen Rechnung trägt, ohne dcr^n Erfüllung die reichen Früchte jahrzehntelanger Arbeit nnd eisernen Fleißes nicht gesichert sind. Aus Cetinje, 19. Dezember, wird gemeldet: Fürst Nikolaus hielt heute in der Skup-schtina die Thronrede. Es heißt darin: Die Heschichtc wird anerkennen, daß er (der Fürst) die Ordnung und Nuhc in seinem Lande gesichert und es an den Gehorsam gcwöhut habe. Die Autokratie habe den Fortschritt und das Gedeihen Montenegros nicht behindert und sei für dasselbe bis heute notwendig gewesen. In der Überzeugung, daß für Montenegro die Zeit der Autokratie vorüber sei, habe der Fürst beschlossen, an deren Stelle ein anderes Regime zu setzen, das Montenegro auf dem Wege des Fortschrittes weiterbringen werde. Der Fürst kündigt an, daß dieser Skupschtina das Ver-fassungsgcsetz und das Gesetz über die Entwicklung der Organisation Montenegros in militärischer, finanzieller und religiöser Beziehung, sowie betreffs des Unterrichtes vorgelegt werden. Die Thronrede verweist auf das zwischen Muselmanen nnd den Orthodoxen herrschende Einvernehmen. Bezüglich der auswärtigen Politik erwähnt der Fürst in erster Linie Nußland, welchem Montenegro nächst Gott den meisten Dank schulde. Er gedenkt des Wohlwollens des mächtigen Herrschers des Nachbarrci-ches, des Kaisers Franz Josef, und der persönlich niemals getrübten Vczichuugen, was eine gute Bürgschaft für die Freundschaft und gute Nachbarschaft sei. Die Thronrede gedenkt wehmütig der Leiden der Serben in Altserbien und Mazedonien nnd zweifelt nicht an dem guten Willen des Sultans, den Frieden und die Nuhe herzustellen. Nachdem die Zwischenfälle an der Grenze in frcundschaftli- cher. Weise beigelegt sind, bleiben die Vcziehuugen mit der Türkei freundschaftliche. Sodann spricht die Thronrede über die Beziehungen zn den anderen Reichen, hebt insbesondere die Freundschaft mit Italien und Frankreich hervor, verweist auf die guten Gesinnungen des Kaisers Wilhelm und hofft, daß auch der König von England Montenegro Wohlwollen entgegenbringen werde. Insbesondere hebt die Thronrede die engen nationalen und verwandtschaftlichen Beziehungen mit Serbien hervor und spricht mit Ausdrücken der Sympathie von Bulgarien und seinein Fürsten. Nach Verlesung der Thronrede legte Fürst Nikolaus den Eid auf die Verfassung ab. Aus Kairo wird berichtet: Die Gereiztheit, welche sich unter einem Teile der Eingeborenen ^ Ägyptens seit dem Beginne der Flottendemonstration gegen die Türkei zeigt, hat inAlexandri e n am 1(X d. M. zu A kt en d es F re m d eu h a s -s c s geführt. Bei einem Streite zwischen zwei Grie- , chen wurde ein Eingeborener zufälligerweise durch eine Nevolverkngel verwundet, die einem der Griechen zugedacht war. Infolgedessen fand ein Zusam- z menlauf von Eingeborenen statt, welche die Ehri-stcn angriffen. In einer Viertelstunde waren meh- ' rere taufende Eingeborene in der Hauptverkehrsstraße und auf dem Hauptplatze versammelt, welche die Ehristen belästigten und gleichzeitig mehrere Eafcs uud Lädeu. deren Eigentümer Christen sind, ' plünderten. Der Polizeibcricht weiß nnr von zwölf Verwundeten; aus privater Quelle wird jedoch gemeldet, daß es zwei Tote und etwa fünfzig Ver- ! wundete gab, nnter welchen sich der armenische! Archimandrit Daniel befindet. In Kairo herrscht! Ruhe, dagegen wird aus der Provinz eine starke' Erregung gemeldet und die Lage der Europäer ist dort nicht ohne Gefahr. In Afteh sollen einige, , Griechen getötet worden sein. TlMsncmgteiten. — (Amtliche Meldun g.) T>er Soldat Nie« ^ dcrdorfer ist am letzten Tage seines Urlaubes in ! seiner Heimat gestorben. Der Bürgermeister des ^ Ortes erinnert sich als alter Soldat, daß über den Fall dem Regimentskommandeur Mitteilung gemacht werden müsse, was er in der> folgenden Weise tut: „Dor Cnsunderzeichnet Orthsbürgermcistcr bitet für den Soldat Nicderhofer um zwei Täg mer Urlaub, indem daß sonst sein Beerdigung nich stattfinden tan." l — (Eine höchst ergötzlich« Anekdote) ^ erzählt das „Vuch für Alle" vom Sultan Abdul Ha-mid. Als vor einigen Jahren in Konstantinopel die Pest ausbrach, erkundigte sich der Sultan bei seiner Umgebung, woher denn diese Seuche ihren Ursprung nehme. „Die Gelehrten behaupten, sie käme von vcr» unreinigtem, bazillenhaltigem Trinkwasscr", wurde' ihm zur Antwort. „Oho, der Sache müssen wir doch auf die Spur kommen", sagte der Sultan. „Den Herren Gelehrten muß man ein wenig auf die Fin ger sehen. Es wäre mir, nx'nn an der Idee etwas sein sollte, auch ganz angenehm, zu wissen, was für eine Sorte Trinkwasser wir hier haben." Damit klin» gelt? er und befahl dem eintretenden Diener, eine Karaffe voll Trinkwasser zu holen. Dann ließ er fiä sechs leere Fläscl)chcn bringen und sie aus der soebe« geholten Karaffe füllen. Er sah dem Füllen zu un> versiegelte die sorgfältig verkorkten Flaschen mit sei' nem eigenen Petschaft. Durch eiuen anderen Palast' bedienten, der so wenig von der stattgehabten Untel' redung, wie von dem Füllen der Fläschchen aus einel und derselben Karaffe etwas wußte, ließ er dam' nlle sechs Flasll>n zu dem namhaftesten Chemiker von zronstantinovel befördern und um Analyse der Wassel' proben bitten. Der VesckMd, der darauf erfolgte, wal verblüffend. Nach den aufgeklebten AnalyseberM" enthielten vier von den Fläschchcn Pestnnkroben, cin^ enthielt unreines, nicht trinkbares Wasser; nur ^ Quelle oder der Brunnen, aus dem das sechste gefü^ worden sei, enthalte gutes Trinkwasser. Abdul A' mid zuckte die Schultern, als ihm die untersuch^ Fläschchen zugingen, und er das Ergebnis der AnM studierte. Dann sagte er lachend: „Habe ich'Z n'O gesagt, daß man den Gelehrten auf die Finger M" muß? Dasselbe Wasser aus derselben Karaffe nx" nlso in vier Probon pestdurchseucht, in der fünft^ verunreinigt, in der sechsten klar und trinkbar. ^ sola>r Gelehrsamkeit muß mau unbedingt NesP"' haben!" — (Heißer Kopf und kalte Füße.) V^ sind die typischen Leiden der Stubenmenschen im W>" ter und geben den Anlaß zu vielen Katarrhen !»',' Verstimmungen. Sie beruhen auf falscher Vlutvertc'' lung im Körper: Vlutüberfüllung des Gehirne' Blutstauung im Unterleib und Blutmangel in ^ Füßen. Nur zu viele beachten diese Symptome ^ ginnender Störungen ihrer Gesundheit aber lei^ nicht. Oder sie geben den Kampf dagegen auf, >vc"" cinige äußere Mittel, wie Fußteppiche, Filzschl^' dicke Strümpfe ?c, versagten. Sie bedenken nicht, ^ sie mit diesen Mitteln nur die weniger wichtig angewandt haben. In erster Linie kommt es auf ^ tige Fußpflege durch tägliche warme oder heiße 3^ bäder, mit kühler Schlußfrottierung, auf saub^ trockene, genügend weite Strümpfe und auf bequ^ Stiefel oder Schuhe an. Weil die Stiefel "," Strümpfe die Zehen und den ganzen Fuß elend e>^ schnüren, weil man nasse Schnhe und Strümpfe "" Körper trocknen läßt, statt sie zu wechseln, dar»"' stellen sich die Leiden ein. Ein zweites ausgezeicl^ los Mittel hat der Leidende in der Vcwegung. H^ auf den Fußspitzen, Fußrollen, Kniebeugen im 3?' mer. Wandern, Lanfen und Bergsteigen in fr^. Luft, in bequemen Schuhen, befördern den Blutig lauf gewaltig. Endlich gibt es ein universales 2»^ gegen Blutandrang zum Gehirn nnd gegen k>" Füße. Es heißt: Beseitigung der schlechten LB,', Bureau-, Wohn» und Schulränmen dnrch regeln'^, Durchlüftung und Tiefatmung am geöffneten Fcns^ in Verbindung mit Freiübungen. — (Ein merkwürdiger Hochzeit -lbend.) Aus Paris wird berichtet: Ein Herr ^, rand hatte sich sterblich in eine junge Dame verl>^ so daß er ihr seine Liebe in feurigen Worten gcst^ Sie gewährte seine Bitte, ihn, zum Altar zu fo^' und am vorigen Sonntag fand die Trauung ^ der sich ein üppiges Hochzeitsmahl mit dem übli^ Tänzchen anschloß. Überglücklich führte Herr D^ vellen unter den neueren österreichischen Autoren a'i erster Stelle steht, hat mit seinem ersten Noman ein fröhliches, herzerquickendes Vuch geschaffen, das jeder-mann mit sonnigem Behagen lesen wird. „Das schwarze Holz." Noman von Ernst don Wildenbruch. Oktav. 357 Seiten, Geheftet 4 -80 K, gebunden 6 I(. Die Erzählung flutet aus dem heißen Temperament der Wildeubruchschcn Dichter-natur mächtig dahin wie in einem Guß, ergreift den Leser und reißt ihn unversehens mit sich fort in der wuchtigen Schilderung eines tragischen Menschen-Geschickes von, ersten Antrieb bis zur unerbittlich ein^ setzenden Katastrophe — eines Menschenschicksnls, in dem der Dichter das Seelenproblem eines einfachen Mädchens aus der Sphäre des scheinbar Alltäglichen machtvoll emporhebt in den großen Nahmen der lci-denden Menschheit. „Der Tag anderer." Die Verfasserin der „Briefe, die ihn nicht erreichten" steht nach wie vor mit im Vordergründe des allgemeinen Interesses. Ist soniit dem „Tag anderer" von vornherein die aller» stärkste Anteilnahme sicher, so wird dieser Novellenband um so mehr Beachtung finden, als in ihm, wie in den „Briefen, die ihn nicht erreichten", abermals ein? Fülle der feinsten Beobachtungen aus dem modernen gesellschaftlichen Leben — in erster Linie Amerikas — cuthalten ist und auch die rein dich-terischcn Elemente von dem größten Neize sind. „Der Tag anderer", nach dem der Band seinen Namen trägt, ist durch einige kleinere Skizzen ergänzt, die ^ ols anregende Lektüre gern willkommen geheißen werden. Preis gebunden 6 K. (Schluß folgt.) Das Kreuz auf dem Berge. Eine Liebesgeschichte, Ans dem Slovemschrn des Ivan Canlar, übelsetzt von F. Koch. (27. Fortsetzung,) Trauer und Scham überkamen sie. Sie erinnerte sich, sie habe ihm Äpfel geschickt. Die schönsten hatte-sie ausgesucht, rote und gelbe, jeden für sich iu dünnes Papier eingewickelt und jeder war wie ein freund-licher Gruß, wie ein liebes Wort. Froh lvaren ihre. Gedanken gewesen, als sie das schwere Paket ins > Pfarrdorf getragen. Im ganzen Zinnner bis auf die! Straße wird es duften, wenn er das Paket öffnet! und diese schönen freundlichen Grüße oben auf den z Schrank aufreiht, und er wird wcicheu Herzens an sie denken . . . Ach, laut lachte er auf über die ärmliche Gabe! Er durchschnitt die Schnüre, öffnete dns Paket und sie blickten beide hinein und beide lachten, er und jene schöne Dame mit den feinen, weißen Händen. Und als sie so am Pakete einander gegenüber saßen, begegneten sich beider Augen, vielleicht beider Lippen. „Sag's mir" — fragte die Dame, „sag's mir, Matthias, wie sieht denn das Mädchen aus, das dir Apfel schickt und dich so lieb hat? —" Matthias aber lachte und antwortete: „Sie ist klein und zart, läuft barfuß und ihre Arme sind bis zum Ellbogen entblößt und ganz braun . . . Und weißt du, was sie denkt?" — Die Dame blickte ihm mit neugierigen, fröhlichen Augen ins Gesicht und lächelte schon leicht, weil sie wußte, er, er wolle etwas sehr Drolliges und Nber-^ mutiges sagen. „Sie denkt, ich komme zurück und nehme sie mit!" Bis auf die Straße schallte glockenhelles Lachen und beider Augen wurden feucht vor Ausgelassenheit. Hierauf setzte sich die Dame und zer- schnitt mit einem Messerchen den schönen roten ^ diesen demütigen Gruß aus der Schlucht ... Vor langer Zeit, als er Abschied genommen, ^. ihre Liebe schon ganz ruhig, ergeben. Damals ^ kannte sie, daß sein Weg zu hoch und zn erhaben^ als daß sie mit ihren kleinen Schritten an seiner ^ .,, gehen könnte. Und als er versprach, zurü'ckzuk^ und sie mitzunehmen, lächelte sie beinahe mitl^^ Er ist fort und kehrt vielleicht nimmer Zurück,^ an sie denkt er unablässig; es ist ihm froh ums ^ wenn er abends zum Himmel blickt und sich eri>^ daß sie in ergebener Liebe an ihn denke . . - ^ sieh', keine Liebe mehr, keine Erinnerung! Es '> immer verschwunden ... , ^ Bei diesem Gedanken erglühte, wallte ihre ^ auf. Sie umschlang ihn mit beiden Händen, s^ "^! ihn am liebsten an der Hand gebalten nnd '^^ii ausgelassen, sie wäre ihm nachgcrutscht auf den -",",.,! „Dein Leben wird noch schwer sein, du wirst l'" -unter allzu schwerer Last . . . verstoß mich ui<^'','^ Doch er wollte sich nicht erbarmen, er bl>^^ ^ic einmal herab auf sie, die so demütig bat. Er zurück und zeigte es ihr nicht an ... Hanna verwahrt? den Brief. ..^i Machte sie ihm vielleicht doch nngerechteVornM ^, Sie hatte ihn noch nicht gesehen, nicht mit u)' ^, sprochen, weiß Gott, ob er zurückgekehrt sei. ^ .',' rer war ja betrunken, Bosheit hatte aus seinen ^ - „, geblickt. Er hatte vor Freude gelacht, da er " ' ^' Herzen einen unfreundlichen Gedanken erwecM . ^ war sein Blick rein und klar, sie erzitterte, w" sie berührte. Laibacher Z itung Nr. 292. "659 21. Dezember 1905. seine junge Frau in die hübsche zierliche Wohnung, i>:e er eingerichtet hatte. Kaum aber hatte die Vraut begonnen ihren weihen Schmuck abzulegen, als sie plötzlich Weiher wie Myrten und Brautschleier wurde und mit einem leisen Schrei ohnmächtig umsank, Herr Durand wurde von fürchterlichem Schreck erfaßt und stürzte sofort zum Arzt' erst nach einer Stunde gelang es ihm endlich einen zu Hause zu treffen. Es war ja Sonntag abend! Beide stürzten nun zu Herrn Durands Wohnung. Myrtenkran. Braut-Meier und Kleid waren noch da, verschwunden da-" aegen waren die Vraut und' 10.000 Franken aus dein Sekretär. — (Auf einem sinkenden Leucht, schiffe) hatte, wie aus Newyork gemeldet wird, tne Besatzung von 15 Personen furchtbare Stunden durchzumachen, ehe sie im letzten Augenblicke gerettet luer-. ken konnte. Das Nantucket-Leuchtschiff, das erste, das die von Europa kommenden Reisenden von Newyork sehen, wurde während eines Sturmes am Sonntag leck. Die Mannschaft teilte durch drahtlose Depeschen wit, daß das Schiff in Gefahr wäre zu scheitern. Rie. fige Wellen von der Küste Neu-Englands trieben das Fahrzeug, dessen Besatzung von Ingenieuren und Telegraphisten fünfzehn Mann betrug, weiter hinaus rn die See. „Schickt bald Hilfe, wir find in großer Gefahr," lautete die erste Depesche am Sonntag. Das Leck hatte sich erlveitert und die füv die Maschinerie des Schiffes nötigen Feuer wurden gelöscht. Nun befand sich das Leuchtschiff in der Gewalt dn großen atlantischen Sturzseen; wenn das Feuer gelöscht ist und die Maschinen zum Stillstand gekommen sind, ist es hilfloser als die alten Segelschiffe. Eine zlveite Depesche, die an Land empfangen wurde, lautete: .Nasser steigt noch. Schickt Hilf?. Wir sind hilflos." Schließlich wurde noch eine dritte drahtlose Nachricht ausgeschickt: „Schickt Hilfe von irgendwo her." Da der Sturm so heftig getobt hatte, verzweifelten fchon viele Leute an der Rettung der Besatzung, besonders l>a man nichts mehr von ihnen hörte, die Schiffbrüchigen waren durch ständiges Pumpen, Schlaflosigkeit und Aufregungen während des Sturmes so erschöpft, baß sie keine Nachrichten mehr geben konnten. Der Sturm hatte inzwischen die höchste Geschwindigkeit von 80 Meilen in der Stunde gehabt, 48 Stunden lang hat kein Mann an Bord etwas gegessen oder geruht. Als das Schiff Montag nachts schon tief im Wasser lag und die Wogen sein Vorder- und Hinter» deck bespülten, erschien endlich der Tender „Azalea". Man wollte das Leuchtschiff ins Schlepptau nehmen, aber es war unmöglich. Zehn Minuten, nachdem die Besatzung das Rettungsboot der „Azalea" bestiegen hatte, ging das Leuchtschiff unter. — (Ein Theater, in dem geraucht wird.) Die Verwaltung der englischen Stadt Hull bat dem größten Theater dieser Stadt die Erlaubnis erteilt, daß im Zuschauerraum des Theaters geraucht werden dürfe. Das Theater in Hull ist das erste Thea-ter in England, für welches das Rauchverbot aufgehoben wird. Vorgeschrieben ist, daß in dem Theater für genügende Ventilation gesorgt und die Niicklohne irden Stuhles mit einem Aschenbecher versehen wird. — (Automobilbrillen für Hunde) ist das Neueste, was wohl je dagewesen ist, und viele werden ein Lächeln nicht unterdrücken können. Trotz' dem ist es Tatfache, daß Hunde, die ebenfo gern wie ihre Besitzer dem Automobilsport huldigen und durch die durch die rasende Fahrgeschwindigkeit hervorgeru» fene schneidende Luft an bösen Augenleiden ertrunten, durch deren üble Folgen dem Tode preisgegeben wer» den müssen, und so gehen oft die wertvollsten Exem» plare zum Leidwesen ihrer Besitzer ein. Deshalb dürfte jeder Hundeliebhaber, der seinen Liebling auch an seinen Sportvergnügen teilnehmen lassen will, diese praktische und originelle Neuheit mit Freuden begrüßen: ist doch durch sie ein wirtlicher Schutz für die sportlicbenden Vierfüßler geschaffen. Lolal- und Prooinzial-Mchrichten. Der Wcihnachtsbaum in Österreich. Im 59. Hefte der „Österreichischen Rundsä)au" veröffentlicht Dr. E. M. Kronfeld eine längere Studie über den Weihnachtsbaum in Österreich, der wir folgendes entnehmen: Es ist historisch beglaubigt, daß die edle Gemah» lin des Erzherzogs Karl in Wien zuerst den Christ» bäum aufstellte. Es geschah dies im Jahre 1817 im damaligen erzhcrzoglichen Palais auf der Seiler» statte (Ecke der Annagasse). Ein früheres unzNieifel» Haftes Zeugnis des beleuchteten und aufgeputzten Tannenbaumes als Festgenossen des Weihnachtsabends für Wien beizubringen, ist bisher nicht gelun-gen. Nehmen wir dazu die wertvollen Belege der Familientraditionen, so ist die Auffassung des Christ» baumcs als eines altgermanischcn Brauches widerlegt und abgewiesen: der Weihnachtsbaum ist lein Hcidenbaum. In Österreich-Schlesien ist der Christbaum auch bei den Armen allgomein verbreitet; nach Graz kam er in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch protestantism Familien und nach Tirol kurz vor 1863. Im Jahre 1851 war er beispielsweise den Innsbruckern noch neu. Im katholischen Tirol wurde frü-her von der Kanzel herab vor dem Anzünden des Weihnachtsbaumes als einer Freimaurersitte gewarnt. Im Städtchen Mals im Vintschgau ist er seit 1889 mit Lichtern und buntem Putz eingezogen. In entlegene Alpentäler gelangt der Christbaum förmlich nur zufällig. Die Gemahlin des Mitschöpfers der Sonnblickwarte, Generalmajors Albert v. Ober« mayer in Wion, lvar es, die erst vor wenigen Jahren in das Tal von RauriZ einen Christbaum brachte. Vom kärntnerischen Drautale schreibt Fran-cisci noch zu Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts: „Das Anzünden des Weihnachtsbau» mcs ist beim Landvolke nicht in Brauch." — Im Gailtale findet man nach demselben Gewährsmanne den Weihnachtsbaum in seiner ursprünglichen Form; da wird in einigen Orten, namentlich bei den „Ver» gern", in der heiligen Weihnacht ein „Barz'n" (ast' reiches Fichtenbäumch?n), ohne allen farbigenSchmuck, ein Zeichen stiller Freude in der heiligen Zeit, im Schnee an der Ecke des Gehöftes aufgestellt. Wenn die Sonne es anblickt an frostigen, kalten Wintermor» g?n, da ist es mit Eiskriställchen behängen und schim» mert wie der Christbaum im Lichterschmncke. Im steirischen Ennstale stellt »nan zn Weihnachten einen „Graßbaum" (Tannenbanm) neben dem Gehöfte vor dem Stalle auf. Wenn das Vieh gewassert ist und „Er hat nicht die Wahrheit gesagt! . . . Mat-thias, verzeih, daß ich dich im Herzen beleidigte!" Aber die Unrnhc blieb, es blieb eine schwere, na-ycnde Ahnung. Sie hätte die Nachbarin gerne gefragt, wäre durchs Dorf gegangen, um den Leuten ins Gesicht zu blicken, um vielleicht einen mitleidigen Blick, ein schadenfrohes Läch?ln zu sehen. „Ist nicht der Matthias zurückgekehrt?" fragte der Vater, als si.' durch die Stube ging. „Nein!" antwortete Hanna mit unsicherer Stimme. Er blickte ihr ins Gesicht, Hanna schlug die Augen nieder. ..^, <-«. Als sie auf die Strahe trat, fühlte sie sich sehr lnüde, wie von einem langen Wege. von einer schwe-ten Arbeit. Die Magd aus dem Nachbarhanse lMt ste an. ..Vlan sagt, der Matthias ist zurückgekehrt?" „Weiß Gott, ob er zurückgekehrt sei!" antwor-tete Hanna und die Röte schoß ihr ins Gestcht. „Im Pfarrdorfe ist er geblieben, mcht emmal au Hause wissen sie's!" .^ ^ Hanna ging rasch weiter, solange sts chr nachblickt? und lächelte. Anton, der Amerikaner, kam ihr entgegen. Hanna wollte ihm'ausweichen, doch er breitete die Arme aus "nd blieb vor ihr stehen. « «,-^ ..Weshalb lveichst du mir aus, Hanna? Bm doch keine Scheuche! . . . Dein Schatz ist zurückgekehrt, bast du ihn schon gesprochen?" „Ich habe ihn nicht gesehen!" .,K^,„ sss^„ sa stelü's also? . . ." Er zwinkerte und lächelte ein wenig, als wäre ihm ein sehr lustiger Gedanke in den Kopf gekommen. „Wart'. Hanna, wohin gehst du denn? Ich gehe ein Stückchen mit, wenn's dir recht ist! ... Siehst du, Hanna, die Dinge liegen so: Auch ich will fort, nach Amerika zurück; schon zulange treibe ich mich hier herum, nur soviel, daß ich Gold verbrauche und dabei nichts verdiene. Ich habe dieses Tal satt, wo man gerade wie eingemauert ist. Früher sehnte ich mich manchmal nach dem Klänge der Glocken des heil. Linhart, jetzt wird ?s nicht mehr geschehen. Hier gibt's nämlich nichts anderes als Dummköpfe-, ihr Verstand ist gerade so verschlagen wie ihre Heimat... Deslxllb möchte ich fort, hin. wo die Welt etwas wei-ter ist ... Jetzt aber sage ich dir's. Hanna, ganz kurz und ohne Umschweife ..." Sie gingen langsam durchs Dorf; Anton fprach ruhig, mit breitem, zufriedenem Lächeln in dein roten Gesichte. Bei den letzten Worten aber hüstelte er nnd stockte. ..Sieh', Hanna, ich würde es anders machen als Matthias. Wenn ich l»ier fo ein Mädchen hätte, wie er es hat, würde sie nicht auf mich warten da unkn im Tale und weinen. Ich nähme fie mit und dannt basta! . . . Was sagst du dazu. Hanna?" Ohne Gruß und Abschied wandte sie sich auf die andere Seite. „Wohin, wohin? Zum Teufel, hab ich was Schlimmes gesagt? Eil> nicht, ich fresse dich ja nicht!" Er ging ihr nach und faßte sie an der Hand. (Fortsetzung folgt.) vorbeigeht, foll es sich am Baume wetzen, damit es vor Seuchen behütet bleibt. Die Slaven haben in den gemischtsprachigen Landschaften den Christbaum von den Teutschen an« genommen. Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war er in den Städten Galiziens gewöhnlich. Reinsberg'Düringsfeld verzeichnet im Jahre 18«3 aus Böhmen: „In vielen cz?chischen Familien beleuchtet man noch ein Fichten» oder Tannen» bäumchen, welches nut Papiergirlanden geschmückt und mit Obst, Backwerk, Süßigkeiten und mit Klei» dungsstücken behängen ist. In und um Prag stellt man diesen Weihnachtsbaum auf den mit einem glänzend weißen Tischtuch bedeckten Ehrentisch im Winkel der Stube, an welchem man das Abendessen einnimmt und der Hausherr mit den' ganzen Gesinde kniend oder stehend vor und nach den: Essen betet und Kolenda» lieder singt." Auch bei den Polen Galiziens heißen die Weih-nachtslieder, die die von Haus zu Haus ziohcnden Kinder singen, Kolenda. Dafüv erhalten die Kleinen Gefchentc. l In der Bukowina singen die rumänischen Vur» schon uralte Weihnachtslieder, die Corindclc heißen und teils den Hausherrn mit seinen schönen Töchtern, teils die Geburt Christi feiert». Die Sänger n?nnt man Corindatori oder Colindatori. Die Nuthenen haben gleichfalls ihre Weihnachtslieder, die von d?n ^ Weihnachtssängern vorgetragen werden. ! Auch zu den Südslaven, die einen unter großen Feierlichkeiten angezündeten Iulblock haben, ist der Weihnachtsbaum gedrungen. Bei den Katholiken ^ Dalmatiens wird die Seestrandskiefer und die Pinie als Weihnachtsgrün verwendet. Die steigende Nach» frage bedeutet eine neue Gefahr für das ohnehin waldarme Dalmatien. Die Serben Sarajevos hab?n noch heute keinen Christbaum, während er in den deutschen Beamten» und Offiziersfamilien der öfter» reichischen Reichslande zu Haufe ist. — (Veränderungen im Finanz-dienstc.) Versetzt wurdeu: Steuereinnehmer Josef Oblak vom Steuerreferate der k. k. N?zirkshaupt« Mannschaft in Laibach zn jenem in Gottschee; Steuer-amtstontrollor Franz Kobau in üandstraß in der Eigenschaft eines SteueramtsoffizialZ zum Steuer» amte in Radmannsdorf und Steueramtspraltikant Wilhelm Kobal von Mottling zum Steuramte für die Stadt Laibach. Evidenzhaltungscleve Iofef Hrstka wurde von Laibach nach Rndolfswert ver« setzt. Steuereinnehmer Anton N u c i 5- wurde in den dauernden Ruhestand übernommen. — (Gewerbebewegung in Laibach.) Im Laufe des Monates November haben in Laibach Gewerbe neu angemeldet: Firma Jakob Dall'Au und Pietro Fellin. Rathausplatz 17, Wein- ^und Branntweinhandel; Anton Leben, Alter Markt'15, Messerschmiedgewcrbe; Josef Iakopiö, Mirje 2, Landesprodutten» und Krauthandel; Ludwig Zadnit, Auerspcrgplatz 1, Schneidergewcrbe; Maria Mekinc, Austraße 18, Gemischtwarenhandel; Anton Rojina, Wolfgasse 8, Tischlergewerbe: Theresia Hesse. Wie. nerstraße 8, Damenschneidcrci; Josef Christof, Po!» janastraße 00, Informationsbüro««; Valentin Go^tiö. Große Schiffergafse 10, Schneidergewerbe; Johanna Florjanöiö, Vodnikplatz, Handel mit Wildbret und Grünzeug: Valentin Klemenöiö, Petersstraße 7, Fiakergewerbe; Franziska Lenz, Resselstraße 1, Hcm» del mit Landesprodutten und Krebsen; Ignaz Mulai. Rain 4, SäMidergewerbe; Ludmilla Tambornino, Alter Markt 19, Handelsagentur; Franziska Fakin, Hradetztydorf 23, Krauthandel; Iofefine Iuvan, Vod» nikplatz, Handel mit Wildbret; Matthias Maichin. Kongreßplatz, Verkauf von gerösteten Kastanien* — Anhcimgesagt, respektive faktisch aufgelassen wurden folgende Gewerbe: Peregrin Lonöar, Poljanastraß^ 20, Gemischtwarenhandel; Rudolf Kollar, Herrengass? 3, Uhrmachergewcrbe; Franz Ialopii-, Mirje 2, Han-del mit Landesprodukten und Sauerkraut; Franz Medveß?k, Großer Stradon 8, Schuhmachergewerbe; Paslal Haggi Aidinyan. Gerichtsgassc 2, Handel mit Teppichen; Bertram Schmelzer, Bohoriögasse 3, Sesselmachergewerbe; Maria Mohär, Zalot'argassc 9, Verkauf von Lebensrnitteln; Johanna Scönik, Au-straße 18, Gemifchtwarenhandel; Nikolaus TrSkan, Hradätzkydorf 23, Handel mit Sauerkraut und Selch» fleifch; A. Raiem. Pogaöarplatz, Verkauf von Obst. — (Sanitäts°Wochenbericht.) In der Zeit vom 10. bis 16. Dezemlx-r kamen in Laibach 13 Kinder zur Welt (17 9 pro Mille), dagegen star-ben 27 Personen (37-4 pro Mille), und zwar an Scharlach 1, an Diphtherltis 1, an Tuberkulose 5, an Entzündung der Atmungsorgane 1, infolgeSchlag. flusses 2 und an sonstigen Krankheiten 17 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 7 Ortsfremde (25-9 L?) und 13 Personen aus Anstalten (48-1 «A). Infektionserkrankungen wurden gemeldet: Diphthe« ritis 2. Lmbacher Zeitung Nr. 292. 2660 21. Dezember 1905. — (Kasin overcin.) Im kommenden Faschinge veranstaltet der Kasinoverein vier Tanzunter» Haltungen, zwei Bälle und zwei Kränzchen, di? erste am 6. Jänner als großen Eröffnungsball. Diesem folgen am 27. Jänner und 10. Februar Kränzchen, und den Abschluß bildet am Fafchingssamstage ein großes Karnevalofest unter der Losung „Ein Rendez, vous in t>er Unterwelt". — (Die Tarifherabsetzung für Zei» tungZbeilagen.) Bekanntlich ist infolge der Verordnung des Handelsministeriums vom 29. März l. I. eine beträchtliche Herabsetzung der Tarife für außergewöhnliche Zcitungsbeilagcn eingetreten, durch welche namentlich die Versendung von Zeitungsbei-lagen mit geringerem Gewichte, wie Annoncen, Ne^ klameblättor u. dergl. wesentlich erleichtert wird. Während früher für je 2(1 Gramm solcher Beilagen 1 Heller zu bezahlen war, und diese Gebühr stets unter Aufrundung auf den für 100 Stück entfallenden Betrag eingehoben wurde, beträgt das Porto jetzt für iede Beilage bis zu 10 Gramm ein Drittel Heller, von 10 bis 20 Gramm zwei Drittel Heller und von 20 bis 30 Gramm 1 Heller. Diese TarifermäßiZuna. hat bereits zu einem bedeutenden Aufschwünge des Neilagenverkehres geführt, wie die Statistik des Wiener Hauptpostamtes zeigt, welche in der Zeit vom 1. Juni bis Ende Oktober I. I. über 21/2 Millionen Stück Beilagen ausweist, was gegenüber dem Vorjahre eine Verdopplung bedeutet. Es kann daher erwartet werden, daß von der Möglichkeit, Geschäfts. Nachrichten auf billige Weise Verbreitung in weitesten Kreisen zu sichern, ein noch viel intensiverer Gebrauch gemacht werden wird, je mehr sich die Einrichtung der Zeitungsbeilagen einbürgert und daß bereits die heurige Wcihnachts- und Neujahrssaison einen Mas-fenverkchr von Geschäftsannoncen bringen wird. Durch die deutsche Ncichspost, deren Beilagentarif mit jenem Österreichs ziemlich übereinstimmt, wurden beispielsweise im Jahre 1903 ungefähr 233 Millionen Zeitungsbeilagen, versendet, so daß durchschnittlich jede fünfte Zeitung mit einer Beilage versehen war.' — (Charitas.) Der Vinzenzverein hat sich wie überall auch in Laibach während seiner 30jähriZen Tätigkeit zur Aufgabe gemacht, die wahrhafte Armut bei Familien sowie bei den erfolglos Beschäftigung suchenden Hilfsarbeitern zu unterstützen. Beteilungen der Hilfsbedürftigen werden nur nach vorhergegangenem Besuche und genauer Erhebung der Verhältnisse vorgenommen, so daß nur wahrhaft Bedürftige unter- ^ stützt werden. — Sein Hauptaugenmerk richtet der Verein darauf, würdigen und verschämten Armen, mittellosen Witwen, die für Kinder zu sorgen haben, und Kranken hilfreich beizustehcn. Diese segensreiche Tätigkeit konnte der Vinzenzvevein in dein obigen Zeiträume in unserer Stadt, dank dem bekannten Wohltätigkeitssinne der Bewohner Laibachs treulich erfüllen. Da nun die rauhe Winterszeit und die da» durch eintretenden Krankheiten die ,an den Verein gestellten Anforderungen bedeutend steigen,, so wendet sich die Domkonserenz des Vinzenzvereines anläß ^ lich der herannahenden Weihnachtsfeicrtage und deo Jahreswechsels an die hochgeehrten Bewohner Laibachs mit der Bitte, der Armut zu gedenken. Jede, auch die geringste Gabe wird mit Dankbarkeit ange-' nommen und im Jahresbericht? veröffentlicht werden. Gütige Spenden werden aus Gefälligkeit überneh- > men': 1.) K. k. Tabaktrafik des Herrn Soukal > Domplatz Nr. 12, gegenüber der Domkirche' 2.) Herr Domvirar Dr. Josef I e r ß e. Dompfarrhof; 3.) Herr Rektor I'. Bernhard Polak, Subprior des Deutschen Ritter-Ordens, Valllasorplatz. — (Weihnachtsfeier im I 0 sefin u m.) Die. diesjährige Christbeschcrung im Ioscfinum, wobei sowohl die Inwohnerinnen als auch die Stadtarmen beteilt werden, findet Samstag, den 23. d. M., nach-mittags 4 Uhr statt. Hiezu sind all> Vereinsmitglieder, Gönner und Wohltäter höflichst eingeladen. — (Die hiesige Le 0-Gesellschafi) veranstaltete gestern abends im kleinen Saale des Hotels „Union" eine Zusammenkunft ihrer Mitglie-der fowie geladener Gäste, welch letzter? der Vorfitzende, Herr Dr. Gruden, bestens begrüßt?, woi> auf Herr Dr. Eugen Lampe einen Vortrag über Medveds Poesien hielt. Der Vortragende skizzierte zunächst das Wesen der modernen Poesie, das er als impressionistisch und daher seinen Ideen nach gewissermaßen als paradox bezeichnete, um dann auf den Dichter selbst überzugehen, der zwar modern sei, sich aber trotzdem, von dcn modernen Poeten durch den logisch-klaren Aufbau feiner Erzeugnisse unterscheide und stets das Gefühl in den Bann des Verstandes zwinge. Medved sei der Repräsentant eine/ eigenen dichterischen Epoche, die jedenfalls die slovenische Mo. derne überdauern werde. Herr Dr. Lampe gab eine genaue Analilse von Medveds dichterischen! Schaffen, wobei er verschiedene Gedichte ins Treffen führte, um deren Hauptmomente (Liebe zur Natur, zur toten Mutter, zu teueren Freunden, zu der gesamten Menschheit) zu beleuchten. Er charakterisierte Med-ved als philosophischen, sodann als satirischen und endlich als epischen Dichter. Der Vortrag fand lebhafte Zustimmung; darauf entspann sich eine Diskus' sion, an der sich die Herren Dr. Krek, Dr. Op ek a, Prof. Dr. Iarc, Dr. Lampe. Dr. Usenitnik, Prof. Trßan und Prof. Dr. Ianeiiö beteiligten. Zum Schlufse dankte Herr Dr. Gruden dem Vortragenden für feine Ausführungen und teilte noch mit, daß der nächste Abend am 3. Jänner k. I. mit dem Vortrage des Herrn Prof. Dr. Krek über das Thema „Psychologie und Psychiatrie" stattfinden wird. — (Von der Gattin gerettet.) Am 18. d. M. gegen 3 Uhr nachmittags kamen die Zim-merleute Valentin Habe aus Podrtija und Jakob ßcmrob aus Idria (Cerinovßce) ins Wirtshaus deZ Alois Kobal in Idria und tranken bis 5 Uhr nachmittags drei Liter Wein. Von da begaben sie sich ins Wirtshaus des Matthäus Kobal in Idria, wo sie wieder drei Liter Wein tranken, worauf sie gegen halb 9 Uhr abends in trunkenem Zustande das Gast» haus verließen. Auf der Landesstraße, bei der Mühle Likar angelangt, verfehlten sie den Weg und gingen statt auf der Straße flußaufwärts neben der Mahlgerinne dahin. Etwa 90 Schritte von der Mühle entfernt, gerieten beide ins Wasser, wo Habe sein Ende fand, Nennov aber gegen Mitternacht von seiner Gattin, die ihn überall in der Stadt herumgesucht hatte, gerettet wurde. Er stand in der etwa 80 Zentimeter ti'.'fen Mahlgerinne, ans Ufer gelehnt, war aber schon bewußtlos. —1. — (In einer Kalk ^ru beverunglückt.) ^ Am 16. d. M. begab sich Franz Fajdiga aus Klein, otok, Gerichtsbezirk Adelsberg, mit seiner Ehegattin und seinen beiden ältesten Kindern in den Wald, um Streu zu rechen, während er seine übrigen drei, im Alter von 3 bis 6 Jahren stehenden Kinder unter Aufsicht seiner 70 Jahre alten Schwiegermutter Kath. Doles zurückließ. Gegen 2 Uhr nachmittag!' gingen die Kinder in Gesellschaft anderer Nachbarkinder auf den Hof, um bei der zirka 1 Meter tiefen, mit Wasser gefüllten und nur dürftig mit Brettern eingedeckten Kalkgrube zu spielen. Die Kinder zerstreuten sich bald und ließen die drei Jahre alte Marie Fajdiga bei der Kaltgrube allein zurück. Etwa eine halbe Stunde später fand äwtharina Doles das Mädchen in der Kalkgrube tot auf. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. —c— — (Vom E i sen bah n z u ge getötet.) Am 19. d. M. wurde von dem Bahnwächter Franz! Grat aus Skofcljca, Umgebung Laibach, im Tunnel unweit St. Marein die Leiche des Eisenbahnarbeiters Matthias Smrckar aus Razdrto aufgefunden. Smre» kar war von der Lokomotive erfaßt und 22 Schritte weit geschleift worden, wobei der rechte Fuß im Gelenke vollständig abgeschnitten nnd der linke im Oberschenkel gebrochen wurde. Wcitcrs wurde die Gehirnschale abgeschnitten und das Gehirn zerstreut. Smre-kar, der ziemlich oft berauscht lixir. dürfte in diesem Zustande im Tunnel eingeschlafen, beim Vorüber-fahren des Zuges erwacht und unter die Lokomotive geraten sein. —!. — (Todesfall.) Man schreibt uns: Die Familie des Herausgebers des bekannten illustrierten Blattes „Dillingers Reiseführer" ill Wien hat einen schweren Verlust erlitten, indem an« 18. d. M. die hochbegabte Tochter Paula des Herrn Dillingcr, eine Künstlerin auf der Harfe, im jugendlichen Alter von neunzehn Jahren nach kurzer Krankheit verschieden ist. Wäre der Tod nicht dazwischen getreten, so hätte das hiesige Konzertpublikum Gelegenheit gehabt, die Kunst des Frl. Dillinger in einem Mitgliederkonzerte der Philharmonischen Gesellschaft bewundern zu können. — (Schadenfeuer.) Am 18. d. M. früh brach beim Besitzer Lukas Logar in Vrbica, Gerichtsbezirk Illyrisch-Feistritz, ein Feuer aus, das in der -kürzesten Zeit die Keusche samt den darin nufgespei« cherten Heu- und Strohvorrätcn einäscherte. Das Feuer entstand durch die glühende Asche, die von der Ehegattin des genannten Besitzers tags vorher neben der Strcukammer allsgeschüttet wordeil war. Dem auf 1lX)0 X bezifferten Schaden, steht eine Versicherungs» summe voll 700 X gegenüber. —c— — (Wasserleitung für Brezje.) Der Wallfahrtsort Brezje in Oberkrain leidet bekanntlich ebenso wie die umliegenden Ortschaften all empfindli» lichen Wassermangel. Um diesem Übelstande abzuhel-fen, wnrde nun der Entschluß gefaßt, an die Errich. tung einer modernen Wasserversorgung zu schreiten. Mit der Durchführung der Vorarbeiten und der Aus« fertigung des Projektes wurde der hiesige Ingenieur K. Lachnik betraut. Das Projekt ist bereits fertig-gestellt und umfaßt die Ortschaften Brezje, ^rnivec, Noße, Otok, Hofdorf, Gutenfeld, Möschnach, Gorica nnd Vlbnje. Die Gesamtlänge beträgt rund 14 Kilo«, meter vom Reservoire der Nadmannsdorfer Wasser»^ Versorgung. ! ' (Durch die Puffer zerdrückt.) Ge» stern abends ereignete sich auf der hiesigen SüdbahN' station ^in schwerer UnZlücksfall. In der Nähe des Heighaufes wurde gegen 6 Uhr der 32jährige WageN' tuppler Valentin Velkovrh zwifchen zwei Waggon-puffern hängend aufgefunden. Er wurde aus seiner Lage befreit, starb aber sofort darauf. Der Verun' glückte war Hausbesitzer in der Gemeinde Moste; er hinterläßt die Witwe und vier kleine Kinder. — (Dem Studentenheim in Gott-schee) haben neuerdings Spenden zukommen lassen: Fräulein L. Iurmann in Fimne 100 X; Fürst Io-hailn Liechtenstein 200 X, Fürst Albert Turn-Taris 20 X, Bert. Karplus in Wien 10 X, Gebr. Moro in Viktring 10 X, Ergebnis einer Theatervorstellung m Gottschee 56 X 25 II, Graf Hoyos-Sprinzenstein in Wien 25 X, Graf Ungnad-Weißenwolff 20 X, Albert Faber in Trieft 20 X, Johann Hutter in Wels 30 K. Dr. Julius Lederer in Wien 4 X. Josef Krauland in Brvgenz 10 X, Dr. Julius Magg in Wien 10 k. Dechant Anton Nichter in Feldtirchen 50 X, Altuc Krupp 50 X, Matth. Stalzer in Wien 10 X, Legat des verstorb. Pfarrers Porubsky in Nesseltal 40 6, Matth. Iaklitsch in Graz 50 X, Dr. E. Ambrositsch in üaibach 72 X 68 n, Josef Zekoll in Trieft 20 K — (Ium Erdbeb en in Agr am) wird nock> gemeldet: Als interessante Tatsache ist nachträglich zu verzeichnen, daß das Eiscnbahnpcrsonal auf dem Südbahnhofe und das in der Südbahnrestauration anwesende Publikum schon acht Minuten vor dem Erdbeben von dessen nahem Eintritte unterrichtet waren. Die magnetische Nadel an dcn Telegraphen' appararen zeigte sich nämlich in solchem Grade un< ruhig, daß der Stationschef sich an die Theorie des früheren Post- und Telegraphendivektors, königliche Rates Vukoviö, erinnerte und den im Bahnhofgebä'ude Anwesenden mitteilte, daß ein Erdbeben bevorstehe. Während man noch über diese Mitteilung debattierte, erfolgte tatsächlich der erste Erdstoß, so daß sich die Theorie Vukoviö' praktisch in vollem Maße als rich« tig erwies. ^ (Die Laibacher Vcreinskapel l e) veranstaltet heute abends ein Mitgliederkonzert im Hotel „Lloyd". Anfang halb 8 Uhr abends, Eintritt für Vereinsmitglieder frei, für Nichtmitglieder 4l) n. — (Im städtifchen Schlachthause) wurden in der Zeit vom 4. bis einschließlich 9. d. M> 88 Ochsen, 2 Kühe, 3 Stiere und 1 Pferd, weiters 331 Schweine, 165 Kälber, 24 Hammel und Böcke sowie 12 Kitze geschlachtet. Überdies wurden in l!^ schlachteten! Zustande 12 Schweine und 6 Kälber nebst 550 Kilogramm Fleisch eingeführt. "(Verloren) wurde eine goldene Taschenuhr (Chronometer) mit Doppeldcckel, Wert 320 X, fer-ner eine Zwanzia,kronen°Note. Theater, Kunst und Literatur. — (Aus der deutschen Theaterkans" I e i.) Heute beginnt das Gastspiel des anerkannt gegenwärtig besten Wiener Operettentenorv Karl Meister. Der Künstler gibt die Titelpartie in der unverwüstlichen Straußschen Operette „Der Zigeuner« baron"; Freitag und Samstag singt er in dcn Op^ retten „Bettelstudent" und „Die schöne Helena". — („Ö sterreichische Garten - Zei' tung",) Organ der k. k. Gartenbaugesellschaft in Wieil. Diese neue, die Interessen des Gartenbaues vertretende Gartenbauzeitschrift erscheint als Folge der bekannten „Illustrierte Wiener Gartenzeitunss", nnd zlvar monatlich. Reicher, gediegener Inhalt und gute, naturgetreue Illustrationen werden auch dcM neuen Blatte viele Freunde zuführen. Die „ÖstN' reichische Garten-Zeitnng" kostet jährlich 8 X. — („Wiener Mode.") In den Klang der Weihnachtsglocken mischt sich ganz zart und leicht das Schellengellingel, mit dem Prinz Karneval sich nähert, und das leuchtende Gefunkcl, das in diesem Jahre voll ihm ausgeht, wirft seine Strahlen weit voraus. In eitel Gold und Silber hüllt er sich, und Blume" aller Art sind sein nächstes Gefolge. Von der M"' mode 1906 geht ein Glitzern und Gleißen aus, d"y einem die Augen schier übergehen und das zal^ Spitzengeriesel manch reizender, im letzten .Heft ^'^ „Wiener Mode" erschienenen Toiletten dem Äuge wohltut. Überaus originell und kleidsam sind auch d'e Kostünibilder dieses Heftes, von künstlerischem 6tt' schlnack zeugt die Handarbeit, und „Boudoir" uno ,Kinder"-Mode sorgen für Unterhaltung und Mt' tische Netätisluilg, kurz, alles in allein, eine überaus gelungene Nummer der „Wiener Mode". Geschäftszeitung. ^ (Firmen,) die Geschäftsverbindungen " Jerusalem oder Beirut haben oder suchen, k"N"e' im Bureau der Handels- und Gewerbekaimner " Laibach eine wichtige vertrauliche Mitteilung erbaten. — Jene Firmen, die am Importe und EN"?" Laibacher Zeitung Nr. 292. 2661 21. Dezember 1905. interessiert sind, werden eingeladen, unverzüglich in öen im Bureau der krainischon Handels- undGewcrbe» lammn- erliegenden Entwurf des neuen Warenver-zeichmsses zum Zolltarife Einsicht zu nehmen und eventuelle Wünsche sowie Abänderunsssanträge zu stellen. — (Lie f c r u n a. sa u s s chrc id u n g.) Die k- k. Post-Okonomiev?nvaltung in Wien teilt der Handels» und Gcwcrbekammer in Laibach mit, daß bei öer genannten Hkonomiooerwaltung für das Jahr ^906 verschiedene Telegraphen- und Telephon-Bau-luaterialim im Wege der öffentlichen Konkurrenz werden angeschafft werden. Zur Lieferung gelan-9'n große Mengen Eisendraht, Winkelträger, Schrauben, Nägel u. a. Die Muster, beziehungsweise Skiz-i?n der LicfcrungZartikel fowie die Lieferungsbedingungen sind bei der k. k. Post-^konomieverwaltung ^ Nicn, 1., Postgasse 17, ün I. Stock während der g> ähnlichen Amtöstunden einzusehen. Die schriftlichen Offerte find, nnt einer 1 X-Stempelmar5e versehen, Unter der Adresse: „K. k. Post'ökonomievclwalwng ^ Wien" und mit der Bezeichnung von autzm: "Offert für die Lieferung von Telegraphen» und Tele» ^on^Vaumaterialien" versiegelt einzubringen. Für °ie Einbringung der Offerte wird der Termin bis längstens 15. Jänner 1906, mittags 12 Uhr, fest-besetzt. Eine Abschrift der Lieferungsausschrcibung !^nt im Bureau der Handels» und Gewerbekammer ln Laibach zur Einsicht auf. Telegramme be» k. k. HelegrapheN'Korrespondenz'Zureaus. Ungarn. Vudapest, 20. Dezember. Das ungarische Tele» Aaphen. Korrespondenzbureau meldet aus Wien: "llnistcrpräsident Baron Fejerbary kehrte um 3 Uhr ^mittags in das Palais des ungarischen Ministe» ^tUmZ zurück. Wie wir erfahren, hat der Minister» Präsident die Demission des gesamten Kabinetts überreicht. Seine Majestät dor Kaiser behielt sich die Ent» »cheidung vor. Baron Fejervary kehrt um 5 Uhr nach. Mittags nach Budapest zurück. Budapest, 20. Dezember. Wie das ungarische Telcgraphen'Korr?spondenzburcau vernimmt, hat Seine Majestät der Kaiser die Demission des Ka» binettes Fejervary nicht angenommen. Die diesbezügliche Entschließung soll im morgigen Amtsblatte erscheinen. Grubenunglück. Neu satt ei, 2l). Dezember. Im Helenen» schachte in Neusattel sind heute vormittag infolge "Nsammlung von Gasen neunzehn Bergleute berun» Nlückt. Die RettunIsarbeiten sind bisher ohne Erfolg. Neusattel, 20. Dezember. Das Unglück ge-'chah infolge Einbruches einer abgemauerten Strecke. 6^uer und Gase schlugen durch den Durchbruch in die Fahrstrecke und entzündeten den Kohlenstaub, wo. "Urch das Schachtgewölbe Feuer fing. In der Nähe ^r Einbruchstelle arbeiteten von 34 Mann, die in der Frühschicht eingefahren waren, 23: von diesen konnten ^lh nur 4 retten. Man glaubt, daß die übrigen neun» ^hn, darunter der Obersteiger West. unrettbar ver-!^en sind. An den Bergungsarbeiten der Verunglück-"^ wird unablässig gearbeitet. Der Schachthof ist ab» ^sperrt und vor demfelben fpielen sich die herzzerrei' uendsten Szenen ab. Erdbeben. Rom, 20. Dezember. In Monte Leone hat man °^i heftige Erdstöße verspürt, in Pizzo deren meh-^^- In Scio stürzte ein Haus ein und begrub Mut-l und Tochter unter den Trümmern. Rußland. Petersburg, 20. Dezember. In der aestri-^ll Sitzung des Verbandes der Verbände wurde mit» ?"eilt, daß in Scbastopol wieder Unruhen stattfin' ^- Die Stadt Charkoo soll in den Händen des auf. ^lerischen Volkes sein, das eine neue Duma ge» .^hlt haben soll. Diese habe den Aufständifchen '900 Rubel angewiesen. Nach einer Darstellung des ^lovo" ist aus Tiflis di? amtliche Meldung ein» fangen, daß dort seit dem 12. d. abermals blutige ^scunnienstöße zwischen Armeniern und Tataren ^«finden, nachdem der Statthalter den Armeniern Ul üereir Ansuchen 500 Gewehre zur Bildung einer .. 'l'z bewilligt hatte. Die Truppen und die Gesell-'^t fordern die Entwaffnung der Miliz. Die Trup. k" haben aus eigener Initiative mit der Entwaff-z^"5 begonnen. In der Stadt herrscht Panik. Das- ^ Blatt berichtet aus Iaroslav, daß 600 bewaff. netr>. — Christina Vozelj, Keuschlerstochter, b I,, Diphtheritis. Am 17. Dezember. Josef Novak, Arbeit«, 50 I., ?n«umouiu. Lottoziehnng a« 20. Dezember 1905. Brunn: 49 73 70 65 78 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 30«-2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 nuu. ^»8U. 3l. ! ?4b 7! 0 b> windstill Halb bewblttj ^ s ' «b. 747 - 3^^7 NW. schwach heiter________ 21.j 7 U. F. ! 747 - 9 ! -70! NO. schwach s Nebel ! 0 0 Da« lagesmittel der gestrigen Temperatur -1 2°, Nor« «ale -8-1'. ' Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. , Kau« Schweizer Seide! Verlangen Sifl Muster unserer Neuheiten in schwarz, weisi oder farbig von K 116 bis 18"— per Meter. Spezialität: Seidenstoffe für Geseilaohafts-, Braut-, Ball- u. 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(5196) Danksagung« Der Aa»Bchii8s de» „Wohlft&tigkeitnvereine* der Buchdrucker in Kralu"- eilaubt sich auf diesem Wege allen jenen, die zur Christbaumfeier des Vereinen, welche zugunsten der Witwen und WaiHen verstorbener Buchdrucker veranntaltet wurde, Hei es durch Widmung von Genchenken oder durch Geldspenden, sowie allen, die auf welche Art immer zur Hebung der schönen Feier beigetragen haben, seinen herzlichsten Dank auszusprechun und knüpft hieran die Bitte, dem obgenannten Vereine auch fernerhin ein geneigtes Wohlwollen zu bewahren. Laib ach am 20. Dezember 1905. Hrainische Runstwebeanstalt in Laibach. EINLADUNG zur IV. Weihnachts-Ausstellung fiir jedermann Unantgeltlioh zuganglich fcb 1. d. M. in den Anstaltsräumen, Vir&ntSOhOS Hant, Sternwartgasse 1, II. Stock, von 8 bis 12 Uhr vormittag« und von 2 bis 6 Uhr nachmittags. *aa Stark reduzierte Preise, e^ Kein KanflW&ng. Tramway-Haltestelle. (4888) 7-7 ltin edle«, tr^uc« Herz hat aufßthürl zu lchlagen. Vom tiefsten Schmerze gebeugt geben wir allen Verwandten, Freunden und Velannten die traurige Nachricht von dem Hinscheiden unseres innigst» geliebten Gatten, bezw. Vaters, des Herrn Anton Schwab l. l. Oberingenieuis i. R. Nesihers der Jubiläumsmedaille und des Ritter» lreuzes des lvnigl. Ordens der Krone von Rumänien welcher den 30. Dezember um halb I I Uhr vormit» tags nach langem, schwerem Leiden, versehen mit den Tlüstungen der heiligen Religion, in seinem 55. Lebensjahre selig im Herrn entschlummerte. Die irdische Hülle des teuren Verblichenen wird Freitag den 22. Dezember um 10 Uhr vormittags im Traurrhause Kongreßplah Nr. 16 feierlich einge« segnet, sodann nach dem Slldbahnhofe geleitet und nach Brunn überführt, woselbst sie auf dem Zentral« filebhofe im Familiengrab« bestattet wird. Die heiligen Seelenmessen werden in mehreren Klrchen gelesen. Der Dahingeschiedene wird dem frommen An-denken empfohlen. Laibach am 20. Dezember 190b. «nna Tchwab geb. Vlewetz, Gattin. — »tuä. pnil. vtmar «chwab, Sohn - »lfriede «chwab, locht«. VeerbigunMnftalt b»» Franz Doberltt. «on namenlosem Schmerze gebeugt, geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht von dem Hinscheiden unseres mmgstgelltbten VaterS und Großvaters, des Herrn Stephan Wruß peni.l.k,hauptfteuereiimrhmers, Äesihers des goldenen Verdienstlreuzes mit der Krone, der »riegemcdaille, Ehrenmedaille, Jubiläumsmedaille ic. welcher heute, den 20. Dezember, nach kurzem, schwerem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbe» salramenten, in feinem 82. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle de« teuren Verblichenen wird Freitag, den 22. Dezember, um 3 Uhr nachm. im Sterbehause Dalmatingasse Nr. 3 feierlichst ein» gesegnet und sodann auf dem Friedhose zu Sanlt «lhrlstoph zur letzten Ruhe bestattet. Laib ach, am 20. Dezember 1905. Die trauernde Familie. V«iblgung»ans. ^>»> ^<^" «iicheitl Rente in Violen Mal» November p. ». 4 2°/„ , . , SS »5 8» 7» tnOllb,>än.-Iulipr,«,4'2«/„ «9 4» »8«' ,,3lot ^ebc,-«lug,prit 4 2"/„ 100 <0 1>»U 60 ,, ,, April, Olt.prK 4 2°/„ 10« 4« »00 «» »6b4ec Ktaat«losc 250 st, » ^>/» 18«0er „ 500 st. 4°/,, 15? — '5,»'— »»««er „ 1N(l st, 4°/, 1,,9-i.!'13l !U t8«4ei ,, 100 ft, . . «8!<- 2^,-' dto, „ 50 st. , . 2«»- 2^s Dom,-Pfllndbr. ^ 12« st 5°/» , 2«2 «!> 294 25 Staatsschuld der im Zeich»' l«t« vertretenen Hünigreich« und Länder. lXNerr. Volbreute. stfr., 100 st., per Kasse.....4°/„ ,!?-»» ,17>4<' dlo. Rente l» Kronenwshr., stfr., l per Kasse.....4°/„ p8 Ü"»^ <,y 7^, bto.dto.dtu. per Ultimo . 4°/« 8U »5 »9 75 y«fterr.Invchttion«Nente,stfr., per Kasse . , . 3>/,°/» 90 80 31 — G, . 4"/„ 8i> S0 l00^b Voiarlbergbahn in Kronenwähr, fteuerfs., 400 Kronen 4°» ft«-»b «0«-« > Z« VlaatSschnldverschreibnN' ,»« abgiftemp <5isenb.»«l»ien. Vlllabellibah» i!<«> st. KM, 5'/' /» von 2U0 st....... 4«V- 4S0 — dt«. Änz°Äudw, 200 vto. Talzb..Tir.«0ft fl. 0. W. K. 5»/,........ <4U-»„ 442-5U L. Karl-Ludw.-V'^ofl.K^l. <>v» von Ä0 M. 4"» ......1,7 »<» N«»25 ^ranz Io!e<,-«.. Em. 1884 (dlv. ! »t,! Silb,, 4°/o.....!00i,»1Ul — GalMche Karl Ludwig Äah.i (div Zt.) Sllb. 4°/u . . . 8S sz 1UU-8', Vorarlberger Bahn, 2m. 1884 !div, 3t.< Gilb. 4°/° , . W »;ü ,00 c° Staatsschuld d«r Länder dtl ungarischen Krone. j'>/„ UN». Oolbrente per Kasse . N3 80 Il8 !>u dto. dt«, per llltimo , . . ll»'30 l,» h > 4" „ dlo, Neiitt' in ,^ronc»wähi., ^ steuersrei, per Nasse , . . »5 ib 8l>'3b 4"/„ bto, dto dlu, per Ultimo . 9b «0 95-^ü Ung. St, Eis. ')l»l, Gold 100 fl. — - ",- dto, bto. Zilber l!» fl, , , . —'— -— dt». Ltaat« ,iübllg, (Ung. Ostb, v. I, 1«7«...... - — . dlo Tchantrcgal-Ablös.. Oblla. — - — dto. Pram..«, ^ lW'l. — 2W ll 21«-— 2>h dto, dto, 0, 5«eg. Uosl 4"/„ , , . 1^,7 üb 15» <5 4"/„ ungar. Grundentl.-Odllg. «5 6^, ^l ß, 4"/« troat und Üauon. detto 9S - u? > Hndlli «ssentl. Anlehen. 5"/» Honau-Rcg, Änirtyt !>i?» . 10l» 5N tN« .,0 Anlelicn der «lab! Gürz , , - ! - — Anlehen der ö,a0! Wir» . , . l»A N5 1"3-«5 dto, dto, dto, dto, ;i»94). . , . 9S'2 «>ü2> dto. dto, (l«88^, , . »!» 35 ,ca-,.5 Bö, °ebauA»lehen, verlosb. 5°,, l»U ü5 K«) 25i 4°/ tiT-ain,''' "nndl'ü'NnIi'bs!' -— Held War» Pfandbrief, »tt. Vublr. llllg. «sl,in5 3V 8l> >0« 8« 0esl.°ung. Ban! 40>/^ähr. verl. 4°,„ ........ tun l5l«1 15 dt«. dto, bOjähl, verl. 4°/c, 10c» 4» 101 4» 3parlaNe, l,»st,. ' IW'in ini l» Oesterr, Äiurdwrslbahn , , , tOU'4>' iNl 4! Slaatöbahn....... 42»>'^ 422 — Lüdbahü t» 3«/i, uerz.Iänn.-Iuli 31^< ?k »ili ?5 dtu. Ü.Ü"/,,...... 124 «l, l25 z-—------ Divers» Los» lper Gtüct). «erzlnSllche ose. 3"/, Vodentrcdit-Uose Vm, l»«»> 289 — 29« - »°/« ,. ., Vm, 1«»« ?8S - >2»8 4°/« Donau Dampfsch, 1W sl. . —-— —»- 5°/« Donau-Nsgul, Lose , . 2«4>— 26?-— Unverzinsliche Uost. Äudap, Basilica (Dombau! 5 >I. 24 1» i!S 1« «rsditlosc 1»U sl...... 4?i-,. !4«,.__ Claru Lose 40 !I. KVi, , . !46—!«b<> Oscne, «osc 4" sl..... 1«!, -.!l?b Palff«-Lole 4» fl, NM. . . 178 — 188^ NotcnKrenz, Oest. Ges., v.lNfl. ün 7ö !>2'7.'> ,. mi«. „ „ 5fl. »14» »»40 «udols Lo!e w f!.....6"-, «4-- 2alm-Lusc 4<» fl...... 20b'— 214 2t, Genoi^Loie 4« sl. , , . —- - - - - Wiener Comm.-Lose ». I. 1874 22ü>— 585» '«ewiüstsch. d, »"/„ Pr,°Tchuldc>. d, Vodrnlrcdltanst,, Vm. 1W9 87 — 1» 5 — >'3«ld War<> «Nien. ßrannporlunter» n«hmnng»n. Aussig«Tepl. «kisenb. 5U0 fl. . . 2250 2270' Äau. u. Betrieb«-««!, für ftädt. Ztrahenb, in Wien Ii». X . --— .>- dto. dto, dtl>. Ut. U . --— ^-- Mhm. Nordbah» 150 fl. . . »N1 - 3«4 — Äuschtiehrader Eis. 5<>«fl, KM. 8ü?5 3!>ii5 dto. dto. fl. l1t4- 1IL«-Donau Dampfschiffahrt«. Gesell. Oesterr., 500 fl, KM, . . , loyg- l,'i2 Dux Vodeübacher E.-Ä, 4UU X 53» »33 t>>> Ferdinand« Nordb.lNONfl. KM. 5?0N- k>?l^ Lemb^Czernow.-Iassl, »Eisenb.» «rjrllschaf! U0» sl. T, . . . 582- 585- Lloyd, Orst., Trieft, 50« fl. «M, 7^- 7«5^ Olsteri, Nordwestvalin 2> - dtn. dto. slil. «) l»W fl. 2. 4-l«»"<47ö^ Pran'Vux.rEisenb. loo sl.abssft. 2l? -- 2,9 Ztaatöeisnibahn 200 sl. E, . . ß«l 25 '>6U'?o Zübbayn 2W sl, 3..... 1l6 40 1>7»<> Kubnnrdd, Vcrb,-N. 200 fl. KM, 410 — 412 -lvamwllN'Gc!,, NeueWr,. Prio- ritätö-Mtien 10N fl . , »0 — »1- Unss,..^li»,Elsenb.2«Nfl. Silber -- --- Una.Westb,ft1iaab-Grai,)2«0fl.E, 404 — 40ü-— Wiener llullllbllhntn-Ult'Ges. . lby'— 160 - sank»«. ^Nglo-Oest. Äanl 180 fl. . . 318 — 3>U'ÜU iwnlverein, Wiener, 200 fl. . — >— .--. 6odkr,-Anst, Oesl, 20U fl. S. . Hu»' 1104 z,rdt,-Ans<. s, Hand. u.V. i«0fl. — - —-- dto. dtu, per Ultimo . . 0 — ss.F^,,,,». , ,__ __,_ Ländlrbanl, Oeft., 200 sl. , , — ^ "7."7 oesssrr. imgar, Vanl, 700 fl, , I«ä0 "»»» llniunbanl 200 fl..... 563 — öS»"" -zlerlehr«bai,l. »llg, 140 fl. . . süs — «60— Indnftri««Dnt»r« nehmungen. Aauaes.. «llg. öst., 100 N. . . 1S8'- »?'^ «gydier «tisen- und Stahl°I»d. in Wien 100 fl.....—' - 'I'" «isenbahniv.-Leihg..Erste. 100fl. t«L'-^"^ ..ltlbemuhl". Papiers, u, V,-.l!. 175 -!»?«^ Uieslüsser Ärau>.'rci 100 fl, , . 28l" ^'^ Montail-Gesellsch.. Oest.-alpine. oo?5^l>l'°" Prasser E!ieii°I„b.-OeI, ^00 fl. 24»«' «"' 3al«o-Tarj, Strinlohlen 100 fl, 519'^ """^ „Ichlüglmühl", Pap!l>l-s. 200 sl. 8l5^ »« ^ ,,Vtcyrerm", Papiers, u, H, <», 4«l>' "'""' Trlfailcr Kolilenw.Aesell, 70 fl. 277 -^ Waffc!!f..G.,O!-st.!nWien,I<'Ns.'. Zö<) — bs» Waggon-Leihansl. All», in Pesl, > .^ 400 li ....... 575 - »sb^ Wiener Vaugesellschaft 100 s!, , 1S3 — ,<«° " iSienerberller Ziegel-Nltien"»es. «05 - slb -^ Devisen. Kurze Sichten, l'lmfterbam....... ,88 40 l»»^ Deutsche Hlät^...... "7'?? ««» London ...... 24N>L^0' Paris.........8b «5 »b" Ht. Petersbu:» . . , . . . — >- ^ Haluten. Dulaten........11-^ ><^ -?!' '"l! «nbel ^.'lateü , , . '<:-!.'/„ ^, I Ein- lo-ao-d. 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