Prä»»,»kill tions-Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. . Halbjährig... 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 10 „ Monatlich 70 „ Laibacher Redaktion Bahnbofgaffe Nr. 132. M i t der Post: Ganzjährig...............12 fl. Halbjährig................ 6 „ 'BiertclWrig 3 „ Für Zustellung ins Hans »iertelj. 25 fr., monatl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 fr. Expedition- & Anseraten-Bnreau: Cvngreßplatz Nr. 81 (Buch-tfanMuini von Jgn. c. Kleinmayr & get. Bamberg.) Anscrtioncpleiie: Für die civipal!!ge 'Igelit-eile ä 4 fr., bei jirciuiiiliijcr Einschaltung ;i 7 fr., dreimalic.er ä IV fr. Insenionestempel jedesmal 30 Er. 'l’ei grc[Vrnt Inseraten und öfterer Einschaltung entkpre-iteiiter Rabatt. Anonyme Mitrbeilnngeu werden nicht berücksichtigt; Mannscripte nicht znrückgesendei. Nr. 30. Lamstag, 7. Februar 1874. Morgen: Johann. Montag: Apollonia. 7. Jahrgang. Schwarzes Demagogenthum. (Fortsetzung.) „Wie steht es den» eigentlich mit der Freiheit der Völker, die man uns immer virheißt, wie steht es mit der Bildung, mit dem Fortschritt und dem Wohle der Unterthanen? Ich denke, daß ich nicht übertreibe, wenn ich sage, was die Freiheit betrifft, ist alles so ausgeklügelt, daß die Freiheit selbst in großer Bedrängnis sich befindet. Alle freie Bewegung ist derart mit Paragraphen umstellt, daß man beständig darauf achten muß, daß man sich nicht unversehens in dem einen oder ändern verfangt, und darin, glaube ich, besteht die größte Freiheit, daß eilt Mensch mit Erlaubnis der Regierung alles Ihun darf. Da es jedoch bei den Erwachsenen schon schwer hält, die Sehnsucht nach der Freiheit zu ersticken, so sind die zwangsweisen Schulgesetze so eingerichtet, daß das Gefühl der Freiheit schon in den Kindern erstickt wird. — Der Zweck der Schule ist, die Jugend auszubilden — aber wozu? Dazu, daß sie dem Staate nützlich werde; die Jugend lernt, lernt sogar viel, treibt Turnerei u. s. w., damit sie dem Staate nützlich werde, und diese Sernerei zum besten des Staates dauert vom sechsten bis zum vierzehnten Jahre. Vom zwan-zigste» bis zum zweiunddreißigsten Jahre muß der junge Mann dem Staate dienen und jeden Äugen-glick bereit sein, sein Leben für den Staat in die Schanze zu schlagen. Kommt er dann glücklich mit gesunden Gliedern nach Hause, so mag er tüchtig arbeiten, wozu? Dazu, damit er gewissenhaft feine Steuern zahlen, daß er dem Staate nützlich fein kann. Das ist der ewige Refrain der gesegneten modernen Erziehungskunst — daß die Jugend viel lerne zum besten des Staates. Wenn nun der Mensch von der ersten Kindheit an einzig und allein für den Staat erzogen wird und nur für den Staat arbeiten muß, so gewöhnt er sich auch von Kindheit an die unbedingte Unterwerfung unier den Staat, das ist unter jene, welche gerade das Ruder in Händen haben. Wird ein solcher Mensch, falle der Staat etwas rechtswidriges fordert, seinem ungerechten Verlangen in ausdauerndem Widerstande sich zu widersetzen und sein Recht zu oertheidigen wagen? Ungerechten Gesetzen zu widerstehen haben nur den Muth glaubensstarke Männer, wie z. B. die Bischöfe in Preußen. Sonst wird im ganzen Volke mit der Zeit der Geist der Freiheit erstickt, das Volk verliert seinen Charakter und Charakterlosigkeit tritt an dessen Stelle." „Aber vielleicht hat der Liberalismus das persönliche Wohlbefinden erhöht? Sicher hat er es! werden einige gewesene Minister antworten, oder Lieferanten, auch zahlreiche Beamten u. s. w, und sie werden euch sagen: uns geht es weit besser, man erhöht uns die Besoldung von Jahr zu Jahr. Was sagt aber das arme Volk dazu, der Bauer, der Handwerker, der Arbeiter, die alle von Jahr zu Jahr höhere Steuern zahlen müssen und denen man außerdem noch andere Lasten aufbürdet ? Werden diese auch sich eines größeren Wohlseins rühmen können?" Zum Schlüsse meint der menschenfreundliche Priester, es sollen es nur alle so macken wie er, in den katholischen Casinos soll man die Grundsätze und die Ziele der Liberalen und Freigeister bis in ihre letzten Consequenzen den frommen Schäflein vor Augen stellen — jeder Heuchelei die Larve vom Gesichte reißen, damit das Volk dc;t Baum an der Frucht erkenne. Nun, wir sind seinen Ausführungen bis zum Schluffe gefolgt und wollen auch noch feiner fchließlichen Aufforderung folgeleisten und die Maske des klmealen Demagogen in etwas lüften. Daß es in Oesterreich unter dem liberalen Regimente mit der Freiheit nicht so schlimm bestellt sein kann, wie der volksverhetzende Pfaffe da vergibt, davon liefert den besten Beweis seine Capu-cinade selbst. Wer in Gegenwart des Polizeicom-missärs ohne die Spur einer Rüge einzuheimsen einer Versammlung von geistig Unmündigen ins Gesicht sagen darf, die Liberalen, die das Ruber in Händen haben, betrachten vermöge ihrer Grundsätze das Volk als dummes Vieh, das fleißig arbeiten und erwerben muß, um ben Liberalen das Leben zu versüßen, wer dies Thema in hundert Variationen durch ein paar Stunden Wiederkäuen und dem schlichten Manne aus dem Volke mundgerecht machen darf, der hat sich wahrlich nicht über Mangel an Freiheit zu beklagen. Wir möchten den Staat außer Oesterreich kennen, wo solche volksver- Ieuilleton. Die Jüdin von Toledo. Trauerspiel in 5 Acte« von Franz Grillparzer. Der große vaterländische Dichter Franz Grillparzer ist in die Gruft gestiegen, aber fein Geist lebt fort in feinen Werken und diese sind das Palladium seines Volkes — des deutschen Volkes. Der Genius, dem cs beschieden war während mehr als eines halben Jahrhunderts seinem Volke voranzuleuchten, gehört dem ganzen deutschen Vater, lande, aber fein Herz, das edle Herz des österreichischen Patrioten gehört unserem engeren Vaterlande, gehört Oesterreich, für das cs wie für Oesterreichs Herrscherhaus während eines langen, rrichbewegten, ja stürmischen Dichtcrlcbcnö bis zum letzten Athemzuge in glühender, begeisterter Liebe schlug! Dieses österreichische Herz hat auf den Genius des Dichterfürsten allmächtigen Einfluß geübt und in die Lorbeeren des olympische» Triumphators die Myrthcublühtcn der Liebe geflochten. Wenn Gjill- parzer zürnt, fo zürnt ein Gott in ihm, wenn er verzweifelt, fo verzweifelt ein ganzes Volk durch ihn, und wenn er liebt — dann liebt eine Welt mit ihm! Der große Dichter starb, und an feinem Grabe trauert Germania, an feinem Sarge weint Austria, und wie fein Leben Poesie für fein Volk war, so waren „Die Jüdin von Toledo", „Der Bruderzwist im Hause Habsburg und Libussa" daö Erbe, welches Franz Grillparzer feinem Volke hinterlassen. Die erste Liebhaberin und Heldin unserer Bühne, Frau Kle tzinsky-Bürger hat es übernommen, uns einen Theil dieser Erbschaft zu vermitteln, uns mit feiner unsterblichen Tragödie, „Die Jüdin von Toledo" bekannt zu machen, da sie diese Novität zu ihrem Benefice gewählt. Grillparzers: „Die. Jüdin von T0-ledv" ist ein ganz eigengeartetes, hochinteressantes dramatisches Gebilde, über welchem der märchenhafte Zauber in einer sich selbst und alles um sich vergessenden Liebe ruht, einer Liebe, welche schon in ihrem Keime den Blüthenstaub der Reinheit obstreift und unter den sengenden Strahlen der Sinnlichkeit zur tragischen Gemalt, aber auch zum tragischen Cvnflicte reift. Sie tritt mit so gigan- tischer Kraft aus, daß vor ihr der Schrecken einherschreitet und hinter ihr Blut den Weg bezeichnet, den sie genommen! — Nur in sich und um sich schwelgt sie im Glücke ihrer Ueberschwänglichkeit und beglückt sie im Duste ihrer Unendlichkeit. Das Trauerspiel athmet trotz Blut und Schrecken eine so bezaubernd«! Poesie, daß es uns in diesen Con-trasten befremdet und doch mit Blumenketten fesselt, daß es uns zurückdrängt und doch mit magischer Gewalt anzieht. Nur ein Dichterheros, wie Franz Grillparzer, ourste es wagen solche Zweisel in ein Ganzes zu schmelzen, solche Gegensätze ineinanderzufügen — echte Menschen in ihrer menschlichen Unvollkommenheit zu den handelnden Personen, ja sogar gerade in dieser Unvollkommenheit zu den, Helden einer klassischen Tragödie zu machen. Steht doch dem Dichterheros die Allgewalt einer Sprache zu Gebote, mit welcher er tobte« Gebilde zu vollem, pulsierendem Leben um* schasst, mit welcher er schwache irrende Menschen zu Helden — zu Halbgöttern macht! Der tiefe Kenner des menschlichen Herzens hat uns in seiner „Jüdin von Toledo" eine Geschichte der Irrungen eben dieses Herzens geschrieben, welche diese in jeder Zeile treffender charak« hetzende, Haß und Verachtung gegen die Gesetze schürende, von der gemeinsten Schmäh- und Kra-kehlsucht diktierten Auslassungen ungeahndet hingehen könnten. Und nun erlauben wir uns eine Frage an den Casiiioredner: Was soll dies Alteweibergeschimpfe über die Liberalen im lichtscheuen Con-ventikel, heraus mit der Sprache, Herr Katechet. Was bezwecken Sie damit? Etwa nichts weiter, als daß Sie dein Verdachte Nahrung geben, daß Sie zu jenen Armen im Geiste gehören, die blos deshalb schimpfen, weil dies selbst den ungebildeten Menschen nicht das geringste Kopfzerbrechen kostet. Oder was können Si» dem Liberalismus in Österreich mit Recht zum Vorwurf machen? Hat das lib-rale Regiment in Oesterreich Throne umgestiirzt, gekrönte Häupter guillotiniert, die R publik oder gar die Commune proklamiert? Haben die Liberalen die Kirchen niedergebrannt, die Altäre um gestürzt, die „Vernunft" zur Göttin erhoben? Hindert der Liberalismus in Oesterreichs irgend jemanden seine religiösen, staatsbürgerlichen oder Familienpflichten nach jeder Richtung hin im vollsten Umfange zu erfüllen? Hindert er jemand, ein guter Mensch, vin guter Christ, ein guter Familienvater, ein guter Staatsbürger, ein tüchtiger und braver Geschäftsmann, ein redlicher und fleißiger Arbeiter zu sein? Und wenn er dies alles nicht thut, warum das Geschimpfe? wozu die Hetze gegen die Liberalen? Wir wollen mit der Antwort nicht hinter dem Berge halten. So oft Oesterreich einen Schritt weiter zum Rcchtsstaate hin vollzog, immer in dem Augenblicke, wenn eine von den Liberalen heißersehnte Reform der Verwirklichung nahte, geht eine allgemeine Reichshetze los wider die Träger der Ordnung und des Fortschrittes im Staate. Die Versammlungssäle der ultramontanen und feudalen Finsterlinge widerhallen von Anklagen und Verleumdungen gegen alle freiheitlich gesinnten, die Spalten ihrer Organe triefen förmlich von Petroleum. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 7. Februar. Inland. Ein kaiserliches Handschreiben an den Präsidenten der Meltaus-stellungs - Commission, Erzherzog Rainer, welches von der „Wiener Zeitung" publiciert wird, verfügt die Auflösung dieser Commission, indem es gleichzeitig allen Mitgliedern derselben die kaiserliche Anerkennung ausspricht. Die einzelnen LandeScom-misfionen in den Kronländern haben sich zum großen Theile bereits aufgelöst, und der ganze Organismus, auf dem das gewaltige Werk der Weltaus- terisiert als die ganze moderne Literatur der Franzosen dies je vermöchte, und während diese sich hiezu der gewöhnlichen mitunter sogar verwerflichen Mittel des Theatereffectes bedient, hat Grillparzer seine Geschichte der Irrungen durch die Macht seines Genius von den Schlacken der Leidenschaft gereinigt nnd durch den Weihekuß der Poesie zum Kunstwerke geadelt. Das Trauerspiel stellt kolossale Anforderungen an die Kunst der Darsteller, insbesondere an jene der Titelrolle und des Königs. Es ist dies ganz natürlich, denn auf den Schultern dieser beide» Rollen ruht das ganze Gebilde aus den wunderlichsten Gegensätzen, welche denn auch in ihnen wohl vermittelt aber doch ganz bestimmt zum Ausdruck 1 .mutten müssen. „Die Jüdin von Toledo" hat übrigens bei ihren Aufführungen in Wien, Prag, Brünn, Graz und Wiener-Neustadt das Publicum mit dem ganzen unendlichen Zauber ihrer mährchenhaften Reize so sehr umstrickt, daß wir uns vom Herzen freuen sollen, dieselbe nun auch kennen zu lernen. C. 13. stellung ruhte, ist somit nach dreijähriger Thätig-keit beseitigt. Nach der „Neuen freien Presse" ist cs die Absicht der Regierung, den Reichörath am 28. März zu vertagen und die Delegationen nach den Osterserien, am 20. April, zusammentrelen zu lassen. Danach ist wenig Hoffnung vorhanden, daß außer dem Budget, dessen Vorberathung im betreffenden Ausschüsse rüstig vorwärts schreitet, auch nur eine der wichtigen Vorlagen der Session vor der Vertagung werde erledigt werden. Es ist erklärlich, daß das Schicksal der c o n f e s sionellen Vorlagen Spannung erweckt. Bezüglich der Behandlung derselben scheinen innerhalb der Vcrfaffungs-partei verschiedene Strömungen vorhanden zu sein. Die eine ist auf die Verfassung eines das Rechtsverhältnis aller Kirchen zur Staatsgewalt regelnden allgemeinen Gesetzes, in welches die beiden Vorlagen, betreffend die äußeren Rechtsverhältnisse der katholischen Kirche und die Anerkennung neuer Religionsgenossenschaften zu verschmelzen wären, gerichtet. Diese Strömung bedeutet die Schaffung eines Religionsedicles, neben welchem noch einzelne Specialgesetze besondere Rechtsverhältnisse zu regeln hätten. Die andere Strömung will durchwegs die Schaffung von Einzel gesehen im Anschlüsse an die Regierungsvorlagen. Daß die Ehegesetzgebung gleichzeitig mit den Regierungsvorlagen Gegenstand der Berathung sein wird, unterliegt keinem Zweifel mehr; nur erachtet man von einer Seite die Gesetze zur Wahrung der Staatshoheit für wichtiger als ein Civilehegefetz, und betont jene mehr, während man von anderer Seite letzteres für ebenso wichtig erklärt. Bezüglich der Altkatholikenfrage sind zwei Richtungen erkennbar: Schaffung eines besonderen Altkatholikengesetzes und Behandlung der Altkatholiken als Katholiken; Regelung der Rechtsverhältnisse der Altkatholiken durch die Regierungsvorlage, betreffend die Anerkennung neuer Religionsgenossenschaften. Die Rulhenen scheinen zwar den Regierungsvorlagen zuzustimmen, einer Ausdehnung der Gesetzgebung auf die Civilehe jedoch abgeneigt zu sein. Die Polen lassen ihren Klubmitgliederu volle Freiheit der Action inbezug auf die coiifessio-nellen Frage»; doch ist ihr Sprecher in diesen Fragen ein Gegner der Civilehe und ein Schützer der Ansprüche der katholischen Kirche. Die Rechtspartei, die mährischen Czechen und I u n g s l o v e n e n rücken mit ihren Ansichten noch nicht heraus. Die Einbringung der confessionellen Vorlagen in das Abgeordnetenhaus hat die Wuth der Kleri-calen aufs neue entfesselt. Die katholisch-politische» Convcntikel werden einberufen und die Bauern in der nichtswürdigsten Weise bearbeitet, um sie zu Ein Priesterstaat am stillen Ocean. (Schluß.) Die Leitung der Volksschule ist ausschließlich dem „Orden der Brüder der christlichen Schule" übergeben, damit die Jugend in ganz bestimmten Ideen heranwachse; und damit der übrige Theil der Einwohnerschaft keine falschen Anschauungen in sich aufnehtne, hat die Presse als die Vertreterin individueller GeisteSfreiheit, die gewaltsamste Unter, drückung erfahren. Außer einigen unbedeutenden zahmen Kaplansblättchen existiert nur ein Haupt-blalt „El National", von dürrstem Inhalte, das die amtlichen Erlässe mittheilt und erläutert; die frommen Väter haben im diesjährigen Congreß auf dem Wege der Gesetzgebung dafür gesorgt, daß jede unbequeme Regung geistiger Selbständigkeit, jede Vorstellung menschenwürdigen Zustandes von dem Volke entfernt bleibt: Bücher und Schriften unterliegen einer strengen Censur, das Einbringen fremder Literatur ist strenge untersagt. Nichts haßt Garcia Moreno tiefer als das benachbarte Columbien, wo man in engere Beziehung zu dem freireligiösen Deutschland zu treten sucht und wo die Ideen des französischen Liberalismus mehr und mehr Eingang finden; die Colum- Resolutionen und Petitionen gegen die Vorlagen zu vermögen. So donnerte am 2. Februar in Waidhosen an der Ibbö ein Priester der „Religion der Liebe" vor einer angeblich vielhundertköpfigen Menge gegen die Versassungspartei und erklärte, das gegen-wärtige System werde gar bald „in den Petroleum f l a m m e n der a u s g e s o g e n e n, betrogenen, entchristlichten Arbeiter sein rithnt« loses Ende finden." Nach dieser frechen Brandrede wurden Adressen an die rebellischen Bischöfe Ledo-chowski, Förster, Melchers, die „armen Schweizer Katholiken" und x~ an den steiermärker Abgeordneten Hermann beschlossen; ferner wurde beschlossen, den Kaiser direct zu bitten, die confessionellen Gesetzentwürfe, wie sie aus den Berathungen des Reichsraches hervorgehen werden, nicht zu sanktionieren. Die Katholisch-Politischen in Graz beschlossen außer der Adresse an den Fürstbischof noch eine Resolution folgenden Inhalts: „Die confessionellen Vorlagen greifen in das ausschließliche Rechtsgebiet der Kirche ein, verleugnen die Traditionen Oesterreichs, schädigen die heiligsten Interessen und tragen den Keim des Zerfalles der Monarchie und der Dynastie in sich." Im „Vaterland" wird ein Protest der böhmischen Bischöfe gegen die confessionellen Vorlagen angekündigt. Daß derselbe so lange auf sich warten läßt, wird damit motiviert, daß man „von der Kirche Böhmens auS" gedenke, den Protest „recht gründlich zu motivieren. Ausland. Vorgestern wurde der deutsche Reichstag durch den Fürsten Bismarck im Namen des Kaisers eröffnet. Die Thronrede constatiert, daß die Regelung der politischen Neugestaltung Deutschlands in der Hauptsache abgeschlossen und die gemeinsame Gesetzgebung fast ausnahmslos durchgeführt sei. Die allen deutschen Lande, welche durch die früheren Kriege Deutschland entrissen und durch den frankfurter Frieden wieder mit dem Reiche vereinigt wurden, sind zum ersten-male verfassungsmäßig vertreten. Die Thronrede kündigt ein Militärgefctz an, welches in wenig abweichender Fassung bereits dem letzten Reichstage vorgelegt wurde. Die ernste Regelung der deutschen Wehrkraft ist namentlich durch die Hauptpflicht geboten, die Unabhängigkeit des Staatsgebietes und die friedliche Entwicklung der geistigen und wirthschaftlichen Kraft zu schützen. Die Thronrede kündigt weiters mehrere Gesetzentwürfe an, namentlich über die Errichtung eines Rechnungshofes, ein Reichspreßgesetz, welches die berechtigten Ansprüche auf die freie Meinungsäußerung durch die Presse mit den Anforderungen in Einklang bringen wird, S&T Fortsetzung tu der Beilage, lg* biatter beehrt er ohne Unterschied, mögen sie con« servativ oder liberal sein, mit dem Beiworte rojos, die Rothen, sucht sie in seinem Lande dem Hasse preiszugeben und erschwert zu eigenem Schaden nach Kräften den Verkehr mit dem Norden. Als Prinzip seiner Regierung hat er mehrmals angegeben, das Glück müsse den Völkern aus gewaltsamem Wege zugeführt werden, und so wende» seine Bewunderer aus ihn oft das bekannte Wort an, das Si6yös beim Beginne des ConsulatS über Napoleon sprach: „Wir haben einen Herrn, er kann alles, er weiß alles, er will alles." Aber hier haben wir nur einen schwachen, schlechten Abklatsch jenes Gewaltigen vor uns, der mit nie täuschendem Griffe stets das Nöthige und Wesentliche zu finden wußte. DaS zeigt sich namentlich in feiner Finanzpolitik. Eine tüchtige Schule hat Don Gabriel hier niemals durchmachen können, weil da» Land seit den Tagen seiner Unabhängigkeit von seinen Gewaltherrschern wie Flores und Urbina mehr ausgesogen als verwaltet wurde. So haben auch keine von den zahlreichen Fiuanzlünsten Garcia Morenos bisher verfangen wollen, vielmehr ihm nur den stillen Grimm seiner Unterhalten eingebracht, deren denkende Köpfe da« Gefühl einer tiefen Niedergeschlagenheit und Ermattung Beilage zum ",Laibacher Tagblatt" welche gegen den MiSbrauch dieser Freiheit erhoben werden. Eine Novelle zur Gewerbeordnung soll die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern durch ein einfaches Verfahren sichern und den rechtswidrigen Einwirkungen auf den freien Willen der Arbeiter, sowie dem Vertragsbrüche Vorbeugen. Die Ergebnisse des vorjährigen Reichshaushaltes weisen einen namhaften Ueberschuß aus. Unsere auswärtigen Beziehungen berechtigten zu der Ueberzeugung, daß alle fremden Regierungen gleich der unseligen entschlossen und bestrebt sind, den Frieden zu bewahren und sich durch keine auf dessen Störung gerichteten Parteibestrebungen in ihrem gegenseitigen Vertrauen irre zu machen. Die Begegnungen mächtiger, friedliebender und einander persönlich nahestehender Monarchen und die erfreulichen Beziehungen Deutschlands zu den uns durch geschichtliche Traditionen befreundeten Völkern geben dem Kaiser jedenfalls ein festes Vertrauen auf die gesicherte Förderung des Friedens. Wie den „Basl. N." geschrieben wird, soll Erzbischof Panelli, derselbe, der in Genf als allkatholifchrr Bischof fungierte, in den Senatoren-stand des Königreiches Italien ernannt und zum Oberstcapellan (Armeebischos) des italienischen Heeres erhoben werden. Da die Versicherungen der osficiöfen Journale der versailler Regierung, daß das Sep-t cu ii n t respektiert werden sollte, nicht genügt haben um die durch den Zustand der Ungewißheit beunruhigten Geniüthcr zu beschwichügen, und da außerdem auch die legitimistischen Journale noch immer an dem angeblichen Rechte der Royalisten festhielten, gelegentlich der Debatte über die consti-tutionellen Gesetze die Monarchie zu proclantiertn, so sah sich Marschall Mac Mahott selbst veranlaßt, eine Erklärung über das Septennat abzugeben. Der Wortlaut dieser Erklärung beseitigt alle Zweifel, welche noch etwa aufkommen konnten. Die Erklärungen des Marschallt dürften wohl die zaghaftesten Gemüthcr beruhigen. Wenn man in denselben etwas vermissen wollte, so wäre dies höstenS der Umstand, daß Mac Mahon gerade in dem Momente, wo alle Anstrengungen der Legitimisten auf die Beseitigung des Titels „Republik" gerichtet sind, es verabsäumt hatte, zu betonen, daß die Nationalversammlung ihm die siebenjährigen Gewalten als „Präsidenten der Republik" übertragen hat. In französischen Blättern circuliert ein Telegramm, wonach die Behörden der Stadt Bilbao eine Deputation in da« Carlistenlager entsendet hätten, um über die Bedingungen der Uebergabe zu unterhandeln. Spanischerseits wird die Nachricht mit sich herumtragen. Der Handel fristet ein trübes Dasein, das sich jetzt noch kümmerlicher gestalten wird, seitdem der knechtische Congreß die Ansund Eingangszeile einer widersinnigen Vorlage zufolge erhöht hat. Kein einträglicheres Gewerbe gibt es jetzt als den Schmuggel, der über zahlreiche und verwegene Arme gebietet. Schlimmer ist, daß die Erhöhung der Zölle die Kunden aus dem Süden weggescheucht hat, die früher in Quito bedeutende Einkäufe machten und eine lebhafte Geldbewegung hrrvorriefen. Statt dessen herrscht eine Geldkrisis über die Maßen; für Wechsel auf Europa zahlt man unglaubliche Preise; trotzdem wird viel fort, geschickt, so daß die Münze immer spärlicher wird ein fortwährender Aderlaß; in Guayaquil er« Wt man auf Silber eine bedeutende Prämie. Der Kredit der Banken ist jämmerlich, besonders ist daö vertrauen auf die früher geachtete Bank von Guayaquil tief gesunken, weil sie der Regierung eine Mil» l'oit Pesos hat vorschießen müssen und dafür nach Belieben unfunditrtes Papiergeld ausgibt, ihre Gewinne aber sofort nach Europa sendet. > < Die Beamte» des Präsidenten sind im allgemeinen höchst unpopulär; besonders verhaßt ist das System der Landmilizen; die im militärpflichtigen Alt« stehende» müssen Sonntags exercieren; wer dreimal nach der Reihe fehlt, wird i»s Heer ge- Nr. 30 vom 7. Februar f§?4. vom Entsätze dieser wichtigen Stadt zunächst noch aufrechterhalten. Fort Luchana, zwischen Bilbao und Portugalete, ist von den Carlisten mit einer Besatzung von 115 Mann genommen worden. Man wird sich erinnern, daß vor 37 Jahren dort bei der Brücke von Luchana die entscheidende Schlacht geschlagen worden ist, durch welche Espartero dem damals gleichfalls von den Carliften belagerten Bilbao Entsatz brachte und sich selbst den Titel eines Herzogs von Luchana verdiente. Jetzt sind es leider die Carlisten und nicht die Liberalen, die bei Luchana gesiegt haben. Ihren Erfolg von Portugalete schätzen die Carlisten übrigens höher, als die madrider Nachrichten zugestehen wollen; sie behaupten, 1500 Gefangene dort gemacht und neun Geschütze nebst 2000 Gewehren und zwei Millionen Patronen erbeutet zu haben. 900 dieser Gefangenen haben sie zum Austausch angeboten. Das spanische Rundschreiben, welches bereits in der madrider ossiciellen Zeitung veröffentlicht wurde, war noch mehrere Tage danach dem Gesandten in Berlin nicht zugegangen. Es soll dies geschehen sein, weil ihm Sagasta erklären ließ, man halte die Anwesenheit der Gesandten oder bevollmächtigten Minister an größeren Höfen, „namentlich in Berlin und Wien vorläufig nicht für nothwendig". Sollte Herr Sagasta damit einen sanften Druck auf die noch immer nicht zur Anerkennung der Serrano'schen Republik geneigten Mächte ausüben wollen? Die Vereinigten Staaten haben durch ihren bei den central-amerikanischen Republiken beglaubigten Gesandten eine Zusammenkunft ihrer fünf Präsidenten in Vorschlag bringen lassen, um endlich eine Versöhnung zwischen diesen brudermor-derischen kleinen Staaten zu ermöglichen.________ Zur Tagesgeschichte. — Jüngst, gerade an dem Tage, an welchem die große „Arbeiterdemonstration" hätte statlfinden sollen, erschien in dem Organ der Arbeiterparteien, im „VolkSwillcn", ein Artikel, der offen und unver-holen die aufregenden und aufreizenden Ausstreuungen, die während der letzten Tage das wiener Publicum beum uhiglen, als ein Manöver jener darstellt, deren Organe zuerst diese Gerüchte publik machten. Wir eitleren aus diesem Artikel folgende bezeichnende Sätze: „Das Haup'organ der Feudalen, „dar Vaterland", hat zuerst die Lärmirommel gerührt. Es sieht überall den Weizen der StaatSreller blühen und wünscht seinen Patronen die Leitung deS Staates. In Oesterreich fehlen indessen die Vorbedingungen zu einer StaalSrettung, wie sie beispielsweise Broglie in Frank- steckt. Die Weißen wissen sich zu drücken und zahlen für ihre Befreiung vom Dienste jährlich drei Pesos; die Indianer müssen dafür 12 Realen entrichten ; das machen sich die Präfecten misbräuch-lich zu nutzen, greifen massenhaft Recruteu auf und lassen sie nicht eher los, als bis sie ihre 12 R. herbeigeschafft, (überhaupt haben die Eingeborenen viel von den Präfecten zu leiden; man schickt sie oft drei, vier Tagereisen weit fort, damit sie Frontdienste bei den öffentlichen Arbeiten leisten, während die Laudwirthe die nöthigsten Arbeiten liegen lassen müssen. Dieses ganze dtegicnmgsfyftem ruht aus 3000 Bajonnetten, also auf sehr schwanker Grundlage; die südamerikanischcn Armee» haben mit wenigen Ausnahmen so oft durch den schnödeste» Verrath ihre Wassenehre besudelt, daß auch hier über kurz oder lang, aber nicht unerwartet, ein Tag kommen kan», an dein eine blutige Reaction alles über den Haufen wirft und auch das wenige gute wegfegt, was Garcia Mortto und feine geistlichen Freunde geschaffen haben. So scheint es, als ob der Auflösungsprozeß, von welchem das spanische Mutterland ergriffen ist, sich auch nach feinen früheren reichen Kolonien hinüberspielen sott. (K. Ztg.) reich durchgeführt. Wir selbst, akS Vertreter eine« durch Stellung und Thäligkeit gleich bedeutenden Be-stsndlheileS des arbeitenden Volkes, geben den Herren Feudalen die Versicherung, daß ihnen die Gelegenheit, im trüben zu fischen, nicht geboten werden wird. Die furchtbaren Leiden anderer, in der socialen Entwicklung mehr vorgeschrittener Völker wären fruchtlos gewesen, wenn dadurch nicht die Klippen ersichtlich geworden, on denen Volksbewegungen scheitern. Gerade die Partei, welche die Umgestaltung der Production und damit die Beseitigung jeder Klassenherrschaft auf ihre Fahne geschrieben, welche in ihren Bestrebungen Schritt hält mit der Entwicklung der Thatsachen, ist nicht geneigt, ihren Gegnern zuliebe Thorheiten zu begehen." — Gegen den LuxuS. In Klausenburg haben mehrere Frauen aus den dortigen angesehenen gesellschaftlichen Kreisen einen Verein gebildet, welcher den Entschluß faßte, während deS jetzigen Faschings auf den Bällen weder in Seiden- noch in anderen (heueren Kleidern zu erscheinen. — Verdient Nachahmung. — Hadernkrankheit. Laut Nach, richten auS Marcz im ödenburger Comitate in Ungarn sind daselbst in der verflossenen Woche wieder zwei junge, kräftige Mädchen, welche bis dahin in der Papierfabrik in Ober-Eggendorf bei Wiener-Neustadt in Arbeit (landen, an jener eigentümlichen Krankheit gestorben, welche daselbst und in mehreren Papier» sabriken der Umgebung die Arbeiterinnen in den Ha-demmagazinen oft so plötzlich dahinrafft und die deshalb einer Vergiftung durch Hadern zugeschrieben wird. Bekanntlich ist diese« Factum zuerst im Jahre 1870 auS der Papierfabrik in Schlöglmühl in die Oeffent-lichkcit gelangt und hat großes Aufsehen und da# Einschreiten der Sanitätsbehörden veranlaßt. Local- und Provinzial-Angelegeuheiteu. — (Zur Grundsteuerregulierung.) Die Landesregierung hat soeben die Grundsteuer-Classi-ficationSlarife veröffentlicht, wie selbe die nach dem Gesetze vom 24. Mai 1869 zur Regelung der Grundsteuer eingesetzte LandeScommisfion auf Grundlage der Ausarbeitungen der BezirkSschätzungScommissionen richtig gestellt hat. (Die richtig gestellten Tarife lagen vor einigen Tagen dem „Tagblatt" bei.) Bei allen Gemeindeämtern und bei allen BezirkSschätzungScommissionen liegen die ClafsificationStarife gegenwärtig auf, so daß jeder Steuerzahler davon Einsicht nehmen kann. Der Zweck der Veröffentlichung der Tarife ist, damit jedermann, der sich durch diesen Tarif mit Abgaben überbürdet fühlt und die» schriftlich zu beweisen vermag, seine Klage bei der BezirkSschätzungS-commission einreichen kann. Die Beschwerdefrist nimmt ihren Anfang mit dem 15. deS laufenden Monates und läuft ab mit dem 31. Tage des kommenden Monates, dauert also sechs Wochen. Jede Gemeinde, jeder Grundbesitzer hat daher hinlänglich Zeit, sich darum zu kümmern, ob die betreffenden grundsteuerpflichtigen Objecte auch richtig eingeschätzt, ob ihre Weingärten, Obst- und Gemüsegärten, Ackerflächen, Wiesen, Hutweiden, Waldungen, Almen (pla-nina) auf Grundlage ihrer wirklichen Ertragsfähigleit richtig classistciert, ob die fraglichen Grundstücke richtig gemessen, ob sie in die richtigen Classification«» districte eingetragen wurden. Finden sie einen Jnthum und können denselben erweisen, so müssen sie ihre de»« fallsige Beschwerde beim Referenten der Bezirks-fchätzungScvmmission schriftlich einreichen oder aber beim Gemeindevorstand oder sie können dieselbe auch zu Protokoll dictieren. Der Gemeindevorstand hat die ihm Übergebenen oder dictierten Beschwerden längstens binnen acht Tagen nach der abgelaufenen sechs-.wöchentlichen Frist der BezirkSschätzungScommission zu überreichen oder derselben anzuzeigen, daß keine Beschwerde Lei ihm eingelaufen. Die Grundsteuer-Bezirkscommission prüft die Beschwerde ans das sorgfältigste und läßt durch die Localcommission, bei welcher aber nicht jene zwei Mitglieder der BezirkScom-Mission, welche bei der ersten Einschätzung fungierten, sondern zwei neue Mitwirken müssen, die nöthigen Er- Hebungen pflege«. Demgemitß sind die Beschwerden, soweit sie gerechtfertigt sind, schnellstens zu erledigen. Jen« jiilagen, welche die BezirkScominifsion ein» stimmig znrückweiSt, sind endgiltig als erledigt zu betrachten. Außerdeni muß die BezirkScominifsion die Beschwerden, denen sie entweder ganz oder lheilweise nicht Folge geben kann, mit ihrem Gutachten und allen einschlägigen Acten der Landescoinmission vor-legen. DaS Gesetz hat also hinlänglich vorgesorgt, aus daß niemand auf was immer für eine Weise bei der Grundsteuerregulierung benachteiligt werde. — (Turnunterricht.) Nachdem nunmehr auch der Turnunterricht an den Schulen begonnen hat, eröffnet der laibacher Turnverein durch seinen Lehrer Herrn Gulielmo noch folgende Specialcurse: 1. Turn-curfnS für die Turnvereinszöglinge jeden DinStag, Donnerstag und Samstag von 61/2 bis 7!/8 Uhr abends. 2. Militärisch - gymnastischer Porbildungrcrtrsus für Schüler höherer Lehranstalten jeden DinStag, Donnerstag und Samstag von 5 '/* bis 6 '/* Uhr abends. 3. Specialturncurses für kleinere oder schwächer Knaben mit besonderer Rücksicht auf Heilung körperlicher Schwäche und KrankheilSanlage jeden Dkoutag, Don^ nerStag und Freitag von 4 bis 5 Uhr nachmittags. — (Aus dem Sanitätsberichte des laibacher Stadtphysikates für den Mo» nat Dezember 18 7 3) entnehmen wir folgendes: Meteorologisches: Die mittlere Temperatur de« Monats Dezember war — 1 73" C., das Maximum am 18. -J- 8'8° C,, das Minimum am 31. — 12 6° C. DaS MonatSmittel des Luftdrucks betrug 742 73 Millimeter, das Maximum am 8. war 753'60 Millimeter, das Minimum am 28. 729 80 Millimeter. Der mittlere Dunstdruck betrug 3 55 Millimeter. Die mittlere Feuchtigkeit 86 50 °/0, bas Minimum derselben am 8. 40 °/0. Die MonatSfumme des Niederschlages betrug 1155 Millimeter, bas Maximum desselben am 20. 4 70 Millimeter, die mittlere Bewölkung war 4 6 Millimeter. Die Zahl der Tage mit Niederschlagen 4, mit Gewittern 0; vorherrschende Winde waren Ost, Nordost und West. Die Sterblichkeit war eine ziemlich hohe. Es starben in Liefern Monate 81 Personen (gegen 69 im Vormonate und 46 im Monate Dezember 1872). Bon diesen waren 40 männlichen und 41 weiblichen Geschlechtes, 54 Erwachsene und 27 Kinder, daher an der Sterblichkeit so ziemlich gleichmäßig beide Geschlechter, Erwachsene jedoch überwiegend parllcipreUcn. Die TodeSurfache in Rücksicht aufs Älter betreffend, so wurden todtgeboren 3; im ersten Lebensjahre starben 9 Kinder, unb zwar an Blattern 4, an Fraisen 3, an Blutzersetzung unb Lebensschwäche je 1; vom 2. bis 20. Jahre starben 14 Personen, und zwar an Blatter» 5, Lungenlähmung unb DiptheruiS je 2, an Auszehrung, Gehirnentzündung, Lungenentzündung, Fraisen und Typhus je 1 Person; von 20. bis 60. Jahre starben 39 Personen, und zwar an Tuberculose 8, au Blattern 5, an Lungeuövem 3, an Schlagfluß, Lungenempljysem, Typhus, zufälligen Ber-lehmigen, Lungenlühmuug, Abzehrung je 2 Personen, an Brustwaffersucht, Ruhr, Gehirnlähmung, Entartung der UnlerleibSorgane, Erschöpfung der Kräfte, Wassersucht, Hcrzlähmung, Nmhlauf, ^everkrebS, Herzfehler und Wechselfiederkachexie je 1 Person; über 60 Jahre alt starben 16 Personen, und zwar an Marasmus und Schlazfluß je 3, an Lungenemphyfen und Tuberculose je 2, au Auszehrung, Luftröhren-schwindsucht, Ruhr, Herzsehler, Brustkrebs und Lun> genlähinung je eine Person. Aus dem k. k. Gar» nison sspitalc ging folgender Bericht zu: Vom Ende November v. I. sind Kranke verblieben 144, seither sind zugewachfc» 143, zusammen 287 Man». In Abgang gebracht als geheilt 143, als ungeteilt 16, gestorben 7, zusammen 166 Mann. Verbleiben mit Ende Dezember 121. Die Perzentualverhältnisst zum Locostande der Garnison waren 4 5 °/0. Der herrschende KrankheilScharakter war bei katarrhalische ber AlhrnungS- und BerdauungSorgane. I» diesem Monate haben auch im Militär bie Blattern sich gezeigt (21 Fälle), jedoch ohne einen epidemischen Eha» rakter anzunehmen. Die Kranken kamen tHeils vom Lande, lheilS bei; verschiedenen Kasernen und Trup« penkörpem. — Gestorben sind 2 Mann an schwarzen Blattern, au Jleo.yphus 1, au i'uiigaiemzündung 1, an Herzklappe»fehler 1, an Follicularenterms 1, an Ruhr 1 Mann. — (Für den krainischen Schulpfen -urg) sind seit dem letzten Rechnungsausweise pro 1873 vom 17. Jänner l. I. eingegaugeu folgende Beiträge: AloiS Waldherr, JnslituiSinhaber, 5 fl, LandeSpräsident Graf Alexander Auersperg 20 st., Anton Samassa 10 fl, Jeanette Lnckmann 5 fl — (Defraudation.) Dieser Tage ist man in der hiesigen Finanzdirection einem großartigen Uuterschleif im Cigarrenmagazine auf bie Spur gekommen. Bis jetzt soll der Abgang von mehr als breißigtaufenb Stück Cigarren aller Gattungen konstatiert sei». Beschuldigt ist dieses Unterschiedes der MagaziiiSanfseher selbst. Derselbe hat eS nemlich verstanden, die Kisten im Magazine ohne das Siegel zu verletzen von rückwärts zu öffnen, inbem er ein Bret losaiachte, und bann au« verschiedenen Kisten einzelne Crgarrenpakeie entnommen. Auf diese Weise scheint er bas saubere Geschäft geraume Zeit hindurch betrieben zu haben. Die Untersuchung über den Unter-schleif ist noch im Gange. — (Faschingschronik.) Wie wir ans den uns vorliegenben Einladungskarten ersehen, veranstalten am 10. d. die „Kegelbündlei" in der Kosler'scheu Bierhalle ein geschlossenes Tanzkränzchen, welches nach den ergangenen Einladungen, de» miö miigeiheilten Dekorationen, und überhaupt auf Grund der in diesem Genre stets mit großem Erfolge wirkenden Arrangeure, eine ebenso gewählte, als animiert gemüthliche Unterhaltung zu werden verspricht. — (Theateranzeige.) Montag den 9. Februar verdanken wir der Benefizevorstellung unserer Heldin und tragischen Liebhaberin Frau Kletzinsky-Bürger die Vorführung von Grillporzcr's hier noch nie ausgesührler „Jüdin von Toledo"! Das herrliche Werk mit seiner schönen, des großen Dichters würdigen Sprache wird gewiß nicht verfehlen, auch hier jenen nachhaltigen Ersotg zu finden, den es im Burg-lheater Wiens gefunden, und den es nicht bloß dem Namen des unsterblichen Dichters, sondern feinem inneren Werthe, der spannenden Handlung und der glänzenden Charalterzeichnung verdankt. Wir beglückwünschen Frau Kletzinsky zu dieser vor.reff-ichen Wahl! —! (3)er heurige Winter) »st seit 1872 der dritte, der einer bleibenden Schneedecke entbehrt. Ja er ist noch fchnctäimer als feine beiden Borgänger, denn nicht nur die Ebene um Laibach blieb bisher schneefrei mit Ausnahme von ein paar Schnee» fällen, deren Riste jedoch fchon am nächsten Tage ver-fchwundeu waren, auch der Südabchang bet tUpcn ist bis gegen 5000 Fuß Seehöhe, ja einzelne Hochalpen-gipfel, so z. B. Slor^ü, Zaplata, sinb bis zu ihrer Spitze noch immer schneefrei, die Alpenkette zeigt nur stellenweise eine zufaniuienhängenbe Schneedecke. Wegen Mangels einer dauernden Schiteebahu mußte bisher bie Förderung beS in den HochgebugSroalbungen auf» bereiteten Holzes unb der Kohle unterbleibe». Infolge ber anhaltenden Trockenheit sind viele Quellen versiegt, der Wassermangel macht sich überall fühlbar. Trotz beS Mangels ber Schneedecke ist der Stand der Wintersaaten ein ziemlich befriedigender, nur die Gerste und der Winterlei» sind stark auSgewintett. In einigen Gcgtnoen OberkrainS richteten bie Felbmäuse auf den Saatfeldern arge Vcihcetuitgen au. Die Temperatur zeigte bisher einen normalen Gang. Seit Dezember hält bie Eisdecke auf stehende» Gewässern an, bie Freunde des EiSspoileS kennen schon durch Wochen hindurch bei bem heitersten Wetter dein Vergnügen de« SchlillfchuhlausenS sich mit vollcr Passion Hindun. Analog dem normalen Gange der Temperatur fttui, nun auch bie ersten Regungen dcö PstanzenlebenS mit bei» gewöhnlichen EntwickluugSphafe» überein. Gestein wurden an sonnigen Abhängen die ersten Schnee, glöckchen (üaiautlius nivalis) beobachtet. An ähnlichen Standorte» stäuben bereits bie vollkommen entwickelten Kätzchen der Haselstaude (C'orylus Avollaua). Scho» um den 20, Jänner gelangte» die erste» Mü- ihen der schwärzen Nießwllrz (Ilelleborus niger) an der Südfc'te M GroßkahlenbergeS zur Entwicklung. Die ersten Primeln (Primula acaulis) emfutteieu sich den 28., zur neuilichen Zeit traf um» auf den Kalkbergen der Umgegend bie fchönen JÖUlthen dt« dreilappigen Leberkrauies (Hepatica triloba). Seit ein paar Wochen flehen vereinzelte Büsche deS Heide-krantes (Erica carnea) im schönen, rosenrothen Blii-lheuschmucke. Die Sahlweide (Salix capraea), und die Cspe (Populus tremula) tragen bereits an der Spitze geöffnete Knospen, ans denen die seidenglän-zende Hülle der Blüthenkätzchen hervorblickt. Auch i» der Bogelwelt beginnt es sich zu regen. In der ersten Januarhälfte traten in ber Umgebung Laibachs zahlreiche Scharen von Dohlen auf, ben 20 v. M. be» zogen sie ihre Bauplätze auf den Kirchthllrmen unb anderen Gebäuden der Stadt. Die ersten weiße» Bachstelzen wurden den 27. v. M. beobachtet, die Feldlerche kam dieser Tage an. — (Von Veldes) erhallen wir die Nach» richt, daß der See noch immer prachtvoll gefroren fei, eg werden infolge dessen morgen, wie wir ver» nehmen, wieder mehterejHemn hinauffahren, um sich beim herrlichsten Wetter mit Schlitlschuhscihren zu unterhalten. , Witterung. Laibach, 7. Februar. Herrlicher, wolkenloser Tag. Wärme: morgens 6 Uhr — 3 6', nachmittags 2 llbt -+• 5 4° C. (1873 4- 0 0«, 1872 I 6'4°). Barometer im Fallen 74308Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 12“, um 16° über dem 'Jionnale___________________ Verstorbene. Den 5. Februar. Blasius «Sicher, Bettler, 85 3., Civilspital, allgemeine Wassersucht. Den 6. Februar. Adam Agnic, Arbeiter, 39 I., Civilspital, Brustwassersticht. Telegramme. Wien, 6. Februar. Das Abgeordnetenhaus nahm in dritter Lesung die Regierungsvorlage betreffs Gebührenbehandlung von Börsenschiedsspnichcil unverändert an, ebenso die Aufhebung der Jn-feratenstcuer, und wählte endlich die Mitglieder des Staategerichtshofes. Der confeffionelle Ausschuß des Abgeordnetenhauses wies die vier Regierungsvorlagen einem siebcngliedngen Subcomilü zu und beauftragte ein fünfgliedriges SubcouM, Reform« entwürfe der Ehegesetzgebung auszuarbeiten. Bersaittes, 6. Februar. Buffet wurde als Assembleepräsident gegen Leon Say wieder» gewählt. Rom, 6. Februar. Die Demission Scia- • lvjas wurde angenommen und der Minister des Innern interimistisch mit dem Unterrichtsporte, feuille betraut. Telegraphischer Cursbericht am 7. Februar. Papier Rente 60,50 — Silber Diente 74,GO — 1860er Staats Antel,err 102,75 — Bankactien 981,— Lredil 237,00 — London 112,70 — Silber 106,85— ä. I. MünzDucaten - 20-Francs-Stülke 9,03. >/„ Mit PS |Z|, als Preis eines l'ofes Nur sind zu gewinnen IOOO »IK SltCll effektiv in (Solbt diese Lotterie enthält außerdem Treffer von 300, 200, lOO, lOO Ducaten, 400 Silbergulden, 3 Original Creditlose und viele andere Kunst- und LÜerthgegenstände, zufammen (684 -8) 3000 Mer im 60,000 1 Die Ziehung erfolgt schon am 17. Februar IH74. Kauter von 5 Losen erhalten 1 Los gratis. Bei geneigten auswärtigen Aufträgen wird um gefällige Einsendung de- Betrages, fmvie um Beifchließung uuil 30 fr. für Zusendung der Liste seinerzeit etfucht. Wechselstube der k. k. pr. wiener Handelsbank, vorm. J. C. Sothen, 18» "Wien, Gruben 13. Derlei Hufe sind auch zu bejitljeu bei •loh. Ev. Wutsclier in Luibacli. En detail Offeriere: Lose der wiener 2lr»nen-8ot teric ü !)0 !r. Haupttreffer 1000 Ducateu. Ziehung schon am 17. Februar. Promefsen auf unflor. Prä„.ien-Lv,e ä 2 fl. 50 kr. ö. W. Haupttreffer 200.000 fl. ö. W. Ziehung schon am 15. Februar. Auswärtige Aufträge werde» prompt ' effectuiert. iiuuun x iuuuj Wechselstube, Grnz, Snctstraste 4. Sind auch bei Christ. Jetschminok, Lotto-Eollectant in Laibach, Elesanteugasse, zu haben. (89-1) Großer Pferbeoerftauf. Am 10. und 11. b. M. findet in priest beim alten Lazareth, ehemals St. Theresa, um 9 Uhr vormittags eine freiwillige Bersteigcrnng von 24 Stiidi Zngpftrdcn, der Unternehmung ötbrüber Dllffand gehörig, statt, rcojii Äauflufligt eingeladen werden. (88) cm 8 8 o iS> rs z d 'S 2 ^ üJ Ln£ 5 s 3 R tilge 5 s 7 3? ^ ? . (Z. »| g 55 '5 5* = e i* US. *57 •2 V 5 te e £- S fi O IS V ^ 05 C £ ^ g Ww *-* to V 05 d " i ^ ~ •- £ M G =- £ B C o. & ^ ^ E a E# “ .s © s .i «a-1 'S *3 .5 £®g " Ä » s E a •?- 5 a w 0) 8 o fc ® s--5 ='S O ^ H- *3 e >8 elegantesten Sorte. Ilerrcn-Stlefletten: 15. von der einfachsten bis zur Bestes Ralftleder . . . fl. 5— bis 7-50 Talon-Lackstiesletten . von Mi&lr&er für leidende Füge................... dato mit Lackkappen . . Rusfich-Lack mit dreifachen Sohlen .... detto mit Filz besetzt . . Mnderstiefletten in allen Grö G - « 8-- 550 „ 6-50 6"— ft 8-— 6-50 „ 8— 7-50 „ 8-50 Echtes Leehnndsleder fl. von echtem Juchten, wasserdicht.........„ Jnchtenstiesel ......... hohe Juchten-Jagdstiesel ............... Commodeschilhe. . . „ 7-50 bis 10-- G-— 8-50 12-— 110 7-— 12 — 15 — 2 — „ —................. Ben zu den billigsten Preisen. __ Filzbeschuhnngen mit Filz- und Vedersohlen in grofter Auswahl von fl. 1-20 bis st. 3 50 für Herren und Damen. 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(t>7—y (Ein Diener, der lesen und schreiben kann, deutsch und flovenisch spricht, wird zu einem kranken Herrn gesucht. Näheres im Annoncen-Bureau in Laibach (Fürstciihof 206). (90) t: 5 © § ^ »»t § & Ci ^ « 5 2 "§ 5 5? e s 5- c s & 5 s 00 5 U» S - 1 B o QS> jrj n K §. S 05 *t5 : 'Z’ ^ & = £ e . n 5 5.7 -S5 = o «=J o z ^ t; * u der slkienn.Eöcoiliptrhank besorgt gegen mäßige Provision die Behebung neuer Coupons-Dögen au (83-1) galizifchen flrimDentfafiuiifl8= flfiliflatmiicn. f Fourniere. c'’ ö© \)tv Vft . 5>is’ «r M Es finden in der bevorstebendcn Fastenzeit drei ßammcnimfiknlicniir statt, ivtld'c von de» Herren J. Zöhrer (Piano), J. Gerstner (Bioliue) und J. Peer (Cello) an slovenischen Theaterabenden veranstaltet wcr-tcn. Das vollständige Programm ist zu haben bei Herrn C. S. Till am Hauptplatz, woselbst auch der Kartenverkauf ftattfinfcet. Preise ifiv sämmtliche drei Abende: 1 Familienkarte, giftig für drei Personen, 5 ft. 1 Personeukarte 2 fl. JUtT Ter Kartenverkauf wird am Ittlen .,9 Februar bestinimk geschloffen. (78—1) wMMwwmmm Ciilimi-llad)vid)t. | m m m m E m Tie Casinodirection hat beschlossen, die Reihenfolge der abznhaltenden Tanuinterbaltuugen im laufenden Carneval wegen eingetretencr Hindernisse dabin abzuändern, daß der I. Wall am 4. Aebruar, der II. Hall am 11. Aebruar abgehalten wird. Von der Abhaltung einer allfälligen dritten Tanznnterhaltung wird die Direction rechtzeitig die verehrten Vereinsmitglieder in Kenntnis setzen. Laibach, am 16. Jänner 1874. (59-4) Von der CasinovereinS-Direction. m m Dreschmaschinen, Moriz Weil jun. | welche per Stunde so viel leisten, als drei Drescher per Tag, liefert von Gulden 130 an unter Garantie und Probezeit (144—12) Frankfurt a. 51., Wien, FYaitzcnsbrückcnstrasse 13. $■/>)> äox: $_6 1 i( 5.5 § % 5.5 Deachtenswerth! Eine medizinisch-populäre Erörterung der Heilkräfte und Wirkungen des ZE" echten i ^ ! l\ £* 1 iwV^ -""iarthritischen B III 11‘C1III g 11 llgS- w w L 811 X.V a 111 ailtirhenmatischen ll C 4i durch thatsächliche Beweise dargestellt. Fonrniere. (»i-1) J 1 -i} y Ich fühle mich angenehm verpflichtet, der Wahrheit gemäß zu bezeugen, daß ick.das vom Herrn k. k. Hoszahuarzt Br. Topp erfundene Muudwafscr durch längere Zeit gebraucht und hievon die wohllhätigste Wirkung verspürt habe. Therese Freiin v. Tchlistrr m. p., (Cf—1) k. k. GeneralSgattin. Depots in: Laibach bei Petrlclö & Pirker, Josef Karinger, Ant. Krlsper, Ed. Mahr, F. M. Schmitt, E Birschitz, Apotheker; K rainbnrg bei F. Krisper und Seb. Schaunlg, Apotheker; « leiburg bei Herbst, Apotheker; WaraSdin bei Halter, Apo-theker; Rudolfswerth bei D. Rlzzoll und J. Bergmann, Apotheker, und Josef Bergmann; Gurkfeld bei Friedrich Bömches, Apotleker; Stein bei Jahn, Apotheker; Wipp ach bei Anton Deperls, Apotheker; (55 üv a bei Pontoni, Apotheker, und J. Kelter; SB ar • t enberg bei F. Gadler; Adelsberg bet J. Kupferschmidt, ‘ Apotheker; B ischoflack bei C. Fabianl, Apotheker; Kottschee bei J. Braune, Apotheker: Idria in der k. k. Werksapotheke ; Littai bei K. Mühlwenzel, Apotheker; Radmannsdorf in der Apotheke von Sallochers Witwe. 8 » '* 5$ *5 r: Ocffentlicher Dank Druck von Ign. v. itleinmayr 6 Aed. Vamberg in t’oibach. Nur die vielen Beweise vett der eminenten Wirksamkeit obgenannten Thees in gicktischen uud rheumatischen Leiden, sowie die beisällige Aufnahme und Anwendung von vielen rationellen Aerzten veranlagten und, hier diesem wichtigen Agens das Wort ui reden. Groß ist die Zahl derjenigen, die jährlich die Schwefelbäder besuchen, um daselbst Milderung oder Befreiung ihrer gicktischen oder rbeumaiiscken Leiden zu finden, und wirklich wie neugesckafsen heimkehren. Doppelt schmerzlick muß es also denjenigen sein, die entweder beschränkte Ver-mögensuwstände oder Unmöglichkeit, sich von ihrem Berufe, von ihren Angehörigen zu trennen, davon ans-sckließen, an dieser Heilkraft der Mutier Natur Tbeil zu nehmen; sie sind zu immerwährenden Leiden verdammt. In diesem Falle ist es nun, wo dieser Thee als Heilbringer sich bewährt nnd deshalb von hockzn- sckätzendem Werthe ist. Dieser Thee bat eine specifiscke Wirkung aus den Urin, den Schweiß und das Blut des Kranken, welche Beobachtung wir durch chemische Untersuchung sowohl des Urins, als auch des Schweißes machten, und kann jeder an Gicht und Rheumatismus Leidende, der diesen Thee gebraucht, die auffallende Veränderung, zumal im Ihine (welcher sich schon nach wenigen Tagen immer mehr nnd mehr trübt und endlich einen Bodensatz zeigt, in welchen, die anomalen ansgesiibrten reizenden Stoffe enthalten sind) selbst beobachten, . wobei er zugleich die Freude erleben wird, sein Leiden sich täglich vermindern und endlich ganz verschwinden ZK zu sehen. Ebenso bringt dieser Thee (vor dem Schlafengehen genossen) ein Prickeln auf der Haut und eine sehr SK mäßige Transspiration der Haut hervor, welche dcu Leidenden stets eine große Erleichterung verschafft, w Der Genuß dieses Tbees ist keineswegs unangenehm, er belästigt nicht die Verdauung und besördert Ei sogar bei manchen Individuen die Leibesöfsuung. Wir haben datier alle Ursache, diesen Thee als eine schätzens-*2 werthe Bereicherung der Heilmittel gegen Gicht und Rheumatismus nnd Blntreinignng zu bezeichnen. *5 S sjf bem Herrn Franz Wilhelm, Apolveker i» Nennkirche», Erfinder ves aiitiarthrilische» antirheu-$5, «»«tischen VlntrelninnngstlieeS, l'lntreiniqend nennt Wicht nnd Rhenmatisinns. Wenn ich hier in die Ceffeiitlichfeit trete, so ist cs deshalb, weil ich eS zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn ** Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, meinen innigsten Dank a»sz»spreche» für die Dienste, die mir dcsfen » Blntreinigungsthee in meinen schmerzlichen rheumatischen Leiden leistete, und sodann, nnt auch andere, die die sem gräßlichen liefet anheimsallen, auf diesen trefflichen Thee aufmerksam zu machen. Ich bin nicht im stände, die marternden Schmerzen, die ich durch volle drei Jahre bei jeder Witteruugsveräuderuug in meinen Gliedern ; litt, zu schildern, und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Sckivefelbäder in Baden bei ; Wien, befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach vier Wochen langem Ge brancke obgenannten Thees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit. nnd bin eö noch jetzt, nachdem ich schon sechs Wochen keinen Thee mehr trinke, auch nicht ganzer körperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, daß jeder, der iit ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Thee nimmt, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin DndfchinStrettfeld, (610—4) Lberstlientenaiits Gattin, Wien, WLhringer Hauplstraße. Vor Verfälschung und Täuschung wird gewarnt. Der echte Wilhelm’s autiarthntische autirheumalische Blnlreiniaungsthee ist nur zu beziehen aus der ersten internationalen Wilhelm's antiarthrilischen antiiheumatischenBlulreinigungH-Thcesabrication in Neun kirchen bei Wien oder in meinen in den Zeitungen angeführten Niederlagen. (f-itt in 8 Waben gell,eilt, nach Vorschrift de« Arztes bereitet, sammt Gebrauchsanweisung in diversen Sprachen 1 fl. Separat für Stempel und Packung 10 fr. Z„r Bequemlichkeit deS p. t. PublicumS ist der echte Wilhelm’s antiarthritische antirheuma-3S tische Blutreinigungs-Thcc auch zn haben in Laibach: Pet<-r 1,o*niiIIi , l£ i 11 i: IlitiHtibii'fcht Apoibeke, Katisrhor und Curl Krisper : Görz: A. Franzonl: tt l a g « n f u x t: Carl (’lement.selih.scli; Marburg: Alois (liiandest; PraSberg : Trlbitc : Villach: ^1. Fürst; Wara -din: l»r. A. Ilnher, Apotbeker. Verleger nnd filt die Redaction verantwortlich: iT ttemar Bamberg.