Nr. 6. Dienstag, 5. Jänner 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung Pr»»«mtr!ltin>löprelS: Mit Postversend»»«: gaozMriss ?>0 K, halbjälirlss ,k X ssm fflmtiil.' naoziahliss . ^2 Ii, yalb>ül,ri>i N li, ssür dir ^!,s!sN»„n >»s Hans na»^nl>risi 2«. - Insertiimcnchuhl: ssül llsi»s Insrratt' Iiis zu 4 Zcileil l>0 k, „Mere per Zeile i!i k; bei öfteren Wieberliuliüinr!, plr .'Inlc «1>. ' Dir »Uaibachsl Zsiluxss» ellcheiüt tässlich, mi! Vliieimlime t>sr Loilü »lid ssrifrwN!-, Die Administration bsfintxt sich Milloiiöstrusio Nr 20! die Mrbaltion Millu«ili'!rllke Ni, 2«, SpirchÜimdsü der Nrdulliu,, uo» « l>>« ,<) Uhr vl>lNlit>>. i>. Schreiner m. p. Iorka s ch in. p. Matajam. p. Holzknecht u>. p. .^ anera «>. i». Pop in. ?. Wi ckenburg .m.z). Forst er m. p. Den 3. Jänner 19N9 wurde in der l. l, Hof, und Staats» druckcrei das II. und III. Stück des Ncichsgesetzblattes in deut« scher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 3. Iänuei I9N9 ,Vlr. 2) wurde die Wcitcrverbreitung folgender Preh. erzeugnissc verboten: Nr. 298 «Alldeutsches Taa.blatt» vom 29. Dezember 1908. Nr. 1< 0 «.lixoi-2«» vom 30, Dez mbcr 190«. Nr. 51 'I>c»l1v)'8oell6 I.ist)'. vom 18, Dezember U)l>8. Der Rellamrlalcndcr des Iobann Basn? aus Rolrtnitz. Nr. b3 «Monitor» vom 27. Dezember 190«. Nr. 1 «Voeiku» vom 1. Jänner 1909, Mchtclnitlicher Heil. Österreich-Ungarn und Deutschland. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Nochenrundschau: „Es besteht in der Beurteilung der hinter uns liegenden politischen Ereignisse eine herzliche, nicht zu erschütternde Übereinstimmung der öffentlichen Meinung in Österreich-Ungarn und in Deutschland. Bei uns ist man fest entschlossen, der verbündeten Mcmarchie. wk- stets, so auch unter den gegenwärtigen schwierigen Umstän-den treu zur Seite zu stehen und in Österreich- Ungarn weiß man genau, daß man auf uns zählen tann. Nenn wir die leitenden Gesichtspunkte der deutschen Politik seit der erneuten Aufrollung der Orientfrage rekapitulieren, so sind es diese. Der deutsche Standpunkt war vom Anfang an der, daß wir die Wahrung der Großmachtstellung Österreich-Ungarns auch als ein eminentes Interesse der deutschen Politik betrachten, daß wir deswegen ohne Zögern an die Seite unserer Bundesgenossen getreten sind, und daß wir nach allen Seiten über unsere feste Entschlossenheit, uns nicht von Österreich-Ungarn abdrängen zu lassen, Klarheit gaben. Dies erklärte der Reichskanzler im Reichstag in der entschiedensten und unzweideutigsten Weise wiederholt vor aller Weli. Zu der Leitung der verbündeten Monarchie aber haben wir das Zutrauen, daß sie am besten beurteilen kann, welches die unentbehrlichen Voraussetzungen ihrer Großmachtstellung sind. Ihr steht es daher auch allein zu, in den Einzelfragen die entscheidenden Entschlüsse zu fassen. Von Deutschland kann sie mit Recht erwarten, daß es keinen Schritt tun werde, der als unerbetenc Einwirkung oder Bevormundung ausgelegt werden könnte. Der Ruf nach Vermittlung, den die deutschen Zentrums-Politikcr erhoben, mag gut gemeint sein, mag aber auch von der Absicht bestimmt sein, die deutsche Politik, das heißt den Reichskanzler, zu einem Schritt zu verleiten, der in Österreich-Ungarn als inopportun empfunden werden könnte. In Wien weiß man ganz genau, daß der Reichskanzler nichts unternehmen wird, was die Absichten der österreichisch-ungarischen Politik stören könnte. Wir sind überzeugt, daß der Geist, der in der Wiener „Reichspost" und in der Berliner „Germania" sein Wesen getrieben hat, wie die Dinge einmal liegen, ebensowenig als ein Interpret der österreichisch - ungarischen wie der deutschen Politik gelten darf. Feuilleton. In der Meerenge von Messina. «ine Reiserinnerunss. Von Sv. Josef VominZok. (Fortsetzung.) Catania (150.000 Einwohner) ist eine aain moderneStadt, mit rauchendenSchloten gro en N L7^ ^r"';on, nonnaleuropäischen, tom- ortablen Häusern, einem Wald von Masten - wie w!./^ ^"'^ !"^) aufblühenden Handelsstadt ^ südländisch! Weil von Wr aus t, f emgcschmttene Täler zum Herzen von ^l'm fuhren, so mußte Messina, das kein Hinteren f,s?^l/ H""d'lsstadt vor Eatania zurücktreten. An h s mtschen Sehmswürdigkeiten bietet die Stadt »n^L"> /'^^ ^""'' das zum größten Teile unter d r Erde liegt nichts Besonderes; sie hielt ia den stets sich wiederholenden Erdbeben auf die Lauer mchts stand, und nur dem enendlichcn Rcich-um des Bodens ist es zu verdanken, daß die Ve-werden, die zerstörten Hütten k,> .A Ä ' ""'Ü5 wieder aufzubauen. Catania ist af ür '^"^ ^ l'ü'rin liegt ihre Anziehungs-^nf/ " . ^'uden; hier ist auch der Ausgangspunkt fur die Bahn, die den Ätna am Fuße (145 N'lomctcr) rund herum umkreist. ' 1« „ s?" ""bcschrciblicher Schönheit ist die Fa h r t! külte l^" w""."^ worden längs der Meeresküste, bis Me s i n a. Die Bahn führt uns bald A.ir/ l.7ü!^"^""' ^"ch des Äna, zuerst (bis a 1 ^nL ^i'!'^ ^biet, das 1200 Einwohner auf 1 Quadratkilometer aufweist, dann in den hatten es Verges selbst, liessen Größe und Gewalt emen Eindruck ausübt, um uns schier den Atem zu benehmen. Der Vesuv kommt uns gegen" über dem Ätna gar — niedlich vor... Wie ich so dahinfuhr, vergaß ich ganz, daß sich zur rechten Hand das Meer ausbreite; ich erkämpfte mir ein gutes Plätzchen an der linken Seite und betrachtete nur diese ungeheuere, isolierte, runde Bcrgmassc, die sich in ihrer gesamten Höhe (über Z200 Meter, der Vesuv hat nur rund 1300 Meter) dem Auge darbot: unten das dunkle Grün der üppigen Bäume und Reben, dann das schwarze Chaos der erstarrtet, ^ava, in der Höhe ein weißer Schneetranz, bald verhüllt vom Rauch, bald von Wolken, die den Gipfel umspielten, ein stets wechselndes Bild, mannigfaltiger noch dadurch, daß sich uns oft Plötzlich ein tief cingcschnittenes Tal öffnete, das zum Herzen des Berges führte, während unser Zug. sei es den hitzcglühcndcn Schutt eines trockenen Gießbaches, sei es ein wirkliches munteres Flüßchcn auf hoher Brücke donnernd überfuhr, um etwa in einem Tunnel zu verschwinden und uns dann wieder in ein ucucs Reich von Schönheit zu versetzen! Schöne Ortschaften prägen der Landschaft ein Merkmal höchster Cultur ein. Bei Giarre vereinigt sich die ätnaische Ringbahn mit der Hauptstrecke, von hier bis Tnormina erstreckt sich eine größere Ebene. Diese Ebene, woraus der Ätna unmittelbar aufsteigt, ermöglicht einen freieren Ausblick aus den Berg: daher ist Taormina berühmt infolge seiner Aussicht auf den Ätna. Noch ein Blick zurück und wir fahren in einen Tunnel ein; das Gebiet des Ätna ist hinter uns und die Peloritanischen Berge begleiten ohne Unterbrechung das Meer, sich in steilen Abstürzen trotzig zu demselben senkend. In dein vorgelagerten Schutt hat sich indessen der Mcn-schenflciß festgesetzt und blühende Kulturen und nahezu alle Viertelstunden einen reizenden Ort hervorgezaubert. Ich machte mich nun auf eine gleichförmige Fahrt gefaßt und glaubte, mir einc'Tasse schwarzen Kaffee — das einzige absolut ungefährliche Getränk in der Hitze Italiens -^ gönnen zu dürfen. Der gute Kaffee! Bezahlt wurde er wohl: noch jetzt habe ich die bewußte Rechnung über die 50 Centesimi — aber getrunken wurde er nicht. Denn wie ich nunmehr durch die rechte Fensterreihe einen Blick hinauswarf, fesselte mich das Meer; von wunderbarer, lichtgrüner Farbe schäumt es blendendweiß an der hier nur felsigen Küste aus, bricht sich bald spielend, bald zornig an den kohlschwarzen Fels-kliPPen aus vulkanischem Gestein, die die Küste ununterbrochen begleiten. Über allem aber breitete sich der wunderbarste blaue Himmel aus, wie ich ihn in solcher Pracht noch nie gesehen, und spiegelte sich im Grün des Meeres, wo dieses seine kleinen ruhigen Buchten bildete. Wir aber fuhren dahin, immer zwischen den herrlichsten Gärten mit Südfrüchten, deren dunkles Laub zu all den satten Farben prächtig Paßte. Wir befanden uns schon in der Meerenge von Messina. Als ich, bald jenseits von Taormina, über die nächste Umgebung hinaus über das Meer nach Osten blickte, schien das Meer dort in der Ferne durch eine blendendweiße Wolkenwand abgegrenzt zu sein. Doch rasch nahm die helle Wand deutliche Konturen an, wuchs mehr und mehr aus dem Meere empor und näherte sich zusehends: es war die Fclscnküste Kalabriens, ein Kalksteinkoloß, dessen Verbindung mit der bräutlichen See nur stellenweise durch schmale Uferterrassen vermittelt wird. Es senkte sich schon der Abend langsam hernieder; daher ergoß die Abendsonne ihr volles Licht gerade auf die kala-brische Küste, so daß die geschwungenen Höhen mit greifbarer Deutlichkeit hervortraten, wenn auch die Entfernung zunächst rund zehn Kilometer betrug. Auf jener Terrasse lagerten mit ihren blinkenden Mauern jene kalabrisch'en Städte, deren Namen man Laibacher Zeitung Nr. 3. 22 5. Jänner 1909. Die Balkankrise. Wie man aus Paris schreibt, erregen dort einige Ausführungen der Neujahrsbetrachtung des „Temps" allgemeine Aufmerksamkeit. Das Blat: macht der englischen Presse zum Vorwurf, daß sie seit dem Beginne der orientalischen Krise systematisch unnötigerweise eine aggressive Haltung eingenommen hat. Auch die Äußerungen hoher englischer Persönlichkeiten klangen nicht beruhigend. Angesichts der gegen Österreich Plötzlich entfesselten Wut frage man sich, ob die englische Politik bloß darauf ausgeht, den türkischen Markt dem Deutschtum zu entreißen, oder ob sie etwa an andere Kämpfe denkt, bei denen die eigene Gefahr unbedeutend wäre. Ein europäischer Krieg wegen der Balkanverwicklungen würde gegenwärtig für keines der kontinentalen Länder von wirklichem Nutzen sein. Als entschiedener Anhänger des englisch-französischen Einvernehmens würde das Blatt wünschen, daß man im beginnenden Jahre in London gewisse Unklugheiten nicht wiederhole, die den Gegnern dieser Entente zustatten kommen. Bezüglich Österreich-Ungarns betont der „Temps", es sei gewiß, daß diese Macht zu ihrem Vorgehen durch die Ereignisse, insbesondere durch die türkische Revolution gedrängt, wenn nicht geradezu gezwungen worden sei. Man möge sich aber in Wien des Interesses erinnern, welches Österreich-Ungarn hat, den europäischen Frieden nicht zu gefährden und somit den vertragsmäßigen Rechten Europas Rechnung zu tragen. Politische Ueberkcht. Laib ach, 4. Jänner. In der serbischen Tkup^tina ergriff am 2. d. nach Verlängerung des Budgctprovisoriums für 1909 Minister des Äußern Milovanovi« das Wort. Er sagte u. a.: die Rechte des serbischen Volkes wurden durch die Annexion schwer verletzt. Die Bestellung Österreich-Ungarns als Wächter gegen die Eroberungsgelüstc Rußlands auf dem Balkan, bis die Lage auf der Balkanhalbinsel sich gefestigt haben würde, zeige, daß die Mission Österreich-Ungarns Provisorisch war, die nunmehr beendet sei, da die Bürgschaft für die Unabhängigkeit der Valkan-staaten geschaffen wurde, und es vollkommen klar wurde, daß Rußland auf dem Balkan keine aggressiven Absichten verfolge. Es sei die bitterste Ironie,! daß. während die Valkanvölkcr ihre Freiheit, welche sie vom Jahre 1812 bis 1«70 inne hatten, durch Rußland erlangten, Österreich - Ungarns erster Schritt auf dem Balkan die Unterjochung zweier slavischer Länder sei. Jetzt müsse gegen Österreich-Ungarn das Gleichgewicht verteidigt und ihm der Weg zum Ägäischen Meere versperrt werden. Österreich-Ungarn müsse aufhören, ein Valtanstaat zu sein. Eine Verbesserung der durch den Berliner Vcr-tiag geschaffenen Verhältnisse könne nur erzielt wer-den, wenn Bosnien und die Hercegovina volle oder wenigstens halbe Souveränität unter der Kontrolle Europas erhalten. Tic rechtlichen Grenzen zwischen Österreich-Ungarn und dem Balkan müssen die Save und die Donau bleiben. Wenn Österreich-Ungarn seine Mission, eine Verbindung des germanischen Volkes mit den römischen und slavischen Völkern herzustellen, erfüllte, könnten sich die Baltanstaatcn um dasselbe scharen, nicht aber, wenn es Gewalt anwenden wolle. Diese Eintracht könnte herrschen, sobald Österreich-Ungarn seine bisherigen Grenzen als definitiv betrachtet. Der Minister bittet schließlich, da ill der Entwicklung der internationalen Lage verschiedene Momente eintreten könnten, wo das serbische Volk volle Handlungsfreiheit haben müßte, die SkuMina, der Regierung das Vertrauen auszusprechen. (Wiederholter stürmischer Beifall und Händeklatschen bei den Iungradikalen und Fortschrittlichen, ostentatives Schweigen bei den Alt-radikalen. Die Nationalisten waren fast sämtlich abwesend.) Gegenüber der in der letzten Zeit wiederholt aufgetauchten Meldung, daß der Vatikan geneigt sei, seine Haltung bezüglich der durch das Tren-«ungsgeseh geschaffenen Lage zu ändern, ist „Echo dc Paris" ermächtigt, folgende Erklärung abzugeben: Der Hl. Stuhl denkt in keiner Weise daran, seine bisherige Stellungnahme aufzugeben, die mehr denn je durch die Ereignisse gerechtfertigt ist. Wenn die Lage der Kirche in Frankreich bedroht ist, so beklagt dies der Hl. Stuhl in erster Reihe, aber er ist der Überzeugung, daß es nur einer standhaften Haltung gelingen werde, mit Hilfe Gottes die Lage der Kirche zu verbessern. Der „Daily Erpreß" will wissen, daß König Eduard Ende Februar England verlassen und eine Mittclmcerfahrt unternehmen wird, die ihn wahrscheinlich nach Konstantinopel führen wird. Der König fühlt sich gedrängt, dem Sultan seine Genugtuung über die in der Türkei eingeführten Reformen und über die Verleihung der Konstitution auszudrücken. König Eduard gedenkt auch, dem Sultan ein Geschenk in Form eines englischen Reitpferdes zu widmen. Der Sultan hat nämlich eine spezielle Vorliebe für englische Pferde besonderer Art. Tligesneuigteiten. — sWas König Eduard raucht.) König Eduard, der bei allen Eingeweihten als cm außerordentlicher Tabak» kenner gilt, hat kürzlich bei einer Newyurkcr Firma 5W Zigarren bestellt, die in bezug auf den Preis noch teurer sein werden als die IWl) Zigarren, die der König our zwei Jahren in Amerika anfertigen ließ und die ihm damals mehr als 15.<10l> Mark kosteten. Die 500 Zigarren werden direkt von Hauanna nach England ge» schickt. Die königliche Schatulle wird dafür nicht weni-ger als 8000 Mark zu bezahlen haben, so daß die Ein» zclzigarre nicht weiliger als 16 Mark kostet. „Das ist durchaus kein übertriebener Preis, wenn man die Kosten des Fabrikanten in Rechnung seht", so äußerte sich dazu ein amerikanischer Fachmann. „Wenn itönig Eduard für 1000 Zigarren 15.000 Mark bezahlt hat, so ist der Gewinn des Lieferanten dabei doch ein außer» ordentlich geringer gewesen. Denn der Fabrikant hat natürlich auch den Ehrgeiz, den König königlich zu be-dienen, und scheut dabei keine Kosten. Die Zigarren waren acht Zoll lang und an dem dicksten mittleren Teile von einem Zoll Durchmesser. Sie werden aus dem köstlichsten Vuelta.Abaja'Tabat angefertigt, und natürlich kommen nur erlesen schöne Blätter zur Ner» arbeitung. Jedes Blatt geht durch die Hände von zwei Kennern, die die Tausende von Blättern Stück um Stück genau prüfen, nicht allein aus die Qualität, son» deru auch aus die Farbe, auf Format und ob sie frei sind von größeren Nippen. Im täglichen Leben gibt König Eduard übrigens der Zigarette den Vorzug, deren er täglich eine erkleckliche Anzahl verraucht. — Wne eigenartige Denkmawenthiillunq.j Der Domplcch der toslanischcn Stadt Prato war bereits von zwei Denkmälern geschmückt, heute zählt er ein drittes zu Ehren des Begründers des städtischeu Waisen» Hauses. Das Monument ist in höchst komischer Weise enthüllt worden, uud zwar früh um 3 Uhr von einem Zeiluugsverläufer, während alle Bürger noch in tiefem Schlafe lagen. Ein an der Vasis angehestetes Blatt Papier gab die Erklärung für den eigenartigen Vorfall, es lautete: „Mitbürger! Der Unterzeichnete strebt nicht nach Pomp und Ehren, er will dem Denkmaltomilee (Held sparen und beschloß daher, das von dem Unter» zeichneten ausgeführte Denkmal selbst zu enthüllen. Roreste llhilleri." Das Komitee hatte dem nngedul» digcn Künstler mit der Enthüllung zu lang gezögert. — s1!M!1, das Jahr der Zcntcnarfeicrn.j Neiuahe könnte man in die Versnchuug kommen, das Jahr 18W das Jahr des Genies zu nennen. In diesem Jahre er» blickten nämlich folgende „Unsterbliche" das Licht der Well: Der grofte Musiker Mendelssohn, die Schrift-steller Edgar Allan Poe und Lord Tennyson, der bedeu» tende Gelehrte und Begründer seiner Theorie Darwin, und die sicherlich bedeutendsten Staatsmänner ihrer Zeit, Gladstone und Abraham Lincoln. Mendelssohn wurde am 3. Februar 1809 geboren und starb im Jahre 1847. Im gleichen Monate und an einem Tage, nämlich am 12. Februar des Jahres 1809, erblickten Darwin und Abraham Lincoln das Licht der Welt. Elsterer starb 1882, letzterer 1865. Poe wurde am 19. Jänner 1809 geboren. Die Reihe der großen Geister beschließt Gladstone, der am 29. Dezember geboren ist und vor zehn Jahren, im Jahre 1898, gestorben ist. — lDer Phonograph als Zeugc.j Eine eigentüm» liche Gerichtsverhandlung fand, wie aus Paris berich» tet wird, vor wenigen Tagen in der französischen Metropole statt. Mme. H., die Besitzerin eines Phono. graphen-Geschäftes, hatte gegen einen Lieferanten die Klage wegen Beleidigung und tätlicher Mißhandlung er-hoben und als Zeugen einen Phonographen angegeben. jetzt in allen Zeitungen liest. Zunächst im Süden S. Lazzaro, von wo an (nach Süden, aber nicht nach Norden) die Bahnlinie noch unzerstört ist; etwas weiter nördlich, malerisch hingelagcrt an den Südrand des Vorgebirges Pellaro, hob sich das kleine Boccali aus dem Grün der Orangenbäume hervor, jetzt eine zerstörte Stadt; an der Nordseite des genannten Vorgebirges guckte aus dem Hintergrunde einer halbkreisförmigen Bucht das größere Pcllaro herüber, jetzt ein Bild der Verwüstung! Von diesem Vorgebirge an ist nach Norden überhaupt der Verkehr unterbrochen; denn infolge des Seebebens in der Meerenge ergossen sich die Fluten über die Terrasse und rissen die dort ausgeführte Bahnlinie nieder, nach Norden zu mit immer größerer Gewalt: der nächste größere Ort, S. Gregorio, ist vernichtet und gleich darnach kommt Reggio, das vielgenannte. Wie konnten wir damals ahnen, daß diese uralte Stadt, etwa von der Größe Laibachs, hingezaubert an den Fuß des 1700 Meter hohen Äspro-monte, heiter erglänzend in einem Meer von Licht und Widerschein, ein Opfer der Scylla werden soll! Doch hatten wir keine Zeit, Betrachtungen anzustellen; unsere nächste Umgebung nahm uns ganz in Anspruch. Denn unser Zug eilte schon über einen schmalen, ebenen Küstcnstreifcn schnurgerade unserem Ziele entgegen: rechts vor uns waren die dräuenden Festungsanlagen von Messina (mit der Zitadelle) und links das Häusergcwirr der Stadt zu sehen. Noch einige Minuten, und wir fuhren in den großen Zcntralbahnhof von Messina ein. Wer hätte sich damals träumen lassen, daß dieses Bild europäischer Hochkultur — denn diesen Eindruck machten alle Anlagen — in wenigen Sekunden vernichtet werden könnte! Ich kaufte mir da Ansichtskarten wie an jedem mitteleuropäifchen Bahnhof, beförderte sie an Ort und Stelle in den Briefkasten, versorgte mich beim Automaten mit Ei- frischungsbonbons — und nun nach der Pflichtprosa die Poesie des Genusses! Hinaus in die Natur! Vom Zentralbahnhofe erstreckt sich nach Norden eine schmale sichelförmige Halbinsel, der Messina seinen wunderbaren Hafen zu verdanken hat. Die Halbinsel ist mit gewaltigen Forts bedeckt, die Stadt selbst breitet sich von der Innenseite des Hafens, d. i. vom Bahnhof, längs der Fcstlandküstc noch weit nach Norden und im Hintergründe bis an die nahen Berge und auf deren Lehnen aus. Die Stadt als s 0 lchebot an Bauten und Kunstschätzcn nichts Außergewöhnliches. Den Kai (er heißt natürlich „Eorso Vittorio Emanuele") rahmte eine geschlossene Linie von durchaus unbedeutenden und eintönigen Gebäuden ein (schon Goethe ärgerte sich im Jahre 1787 über die Einförmigkeit der dortigen Bauten); nur das Rathaus, das ungefähr die Mitte des Gestades einnahm, hob sich aus der Nachbarschaft, auch durch den davor angelegten Neptunsbrunnen, imponierender hervor; heute soll vom Palast nur mehr die Fassade erhalten sein. Es ist ja klar, daß gerade diese Gebäude den Sturzwellen am meisten ausgesetzt waren. Hinter dem Rathause steht das Postgebäude, in der Garibaldistraße, die Parallel mit dem Korso verläuft; es ist die Hauptstraße von Messina. An deren nördlichem Teil liegr der königliche Palast, in der Nähe ihres Südendes öffnet sich ein breiter Platz landeinwärts, dessen Mitte der große Dom einnimmt. Das Postgebäudc und der Dom, die somit beide in Nähe des Meeres l'egen, sollen ebenfalls zerstört sein, während die entlegeneren Stadtteile offenbar weniger gelitten haben. Unter den Schätzen Messinas nahm die erste Stelle wohl der alte, kostbare Hochaltar (aus dem 1 /. Jahrhundert) im Dome ein, den schon Goethe bewunderte; der Altar soll eine Million Lire gekostet haben. (Schluß folgt.) Die junge Exzellenz. Roman von «eora Hartwig. (50. Forts, tzllNss.) (Nachbnicl verl'Mm.) „Exzellenz, es ist sehr liebenswürdig, mich als Eindringling unter Ihnen zu dulden", flüsterte Eva, ein ungewisses Lächeln um ihren reizenden Mund zaubernd. „Sie versprachen sich", schote Herr von Lücken, ihr den Arm reichend. „Die Liebenswürdigkeit ist auf ganz anderer Seite zu suchen. Auf der unseren findet er nur Selbstsucht, den Ihrigen ein beneidenswertes Vorrecht streitig gemacht zu haben." Eva errötete vor Vergnügen. „Ich kann nur bedauern", fuhr der Hof-marschall fort, neben seinem Gast Platz nehmend, „daß die Eisenbahn nicht galant genug war, Sie einige Stunden früher in unsere Mitte zu führen, sonst wäre heute schon ein Huldblick aus den schönen Augen unserer Landesfürstin auf Sie gefallen." „War die Landesfürstin heiterer Laune?" fragte Helene, Evas Tasse füllend. „Vortrefflich. Sie läßt dich grüßen. Vor ihrer Ankunft schwatzte die kleine Dosla unglaublich naives Zeug zusammen. Sie sorgte wenigstens dafür, daß wir aus dem Lachen kaum herauskamen." „Fräulein von Solden hat, glaube ich, wenig versäumt, Papa", sagte Helene mit ihrer gleichbleibenden Ruhe. „Wenn sie der Herzogin beim Hos-konzcrt vorgestellt wird, hat sie gleich die beste Gelegenheit, sich in aller Nuhc in dem neuen Kreise umzuschauen." „Zweifellos!" erwiderte Herr von Lücken verbindlich. „Fast könnte man glauben, dieses Konzert sei nur zu dem Zwecke angesetzt worden, den neuen Stern des Hofes in vollem Glänze aufgehen zu sehen." Laibacher Zeitung Nr. 3. 23 ________________ 5. Jänner 1909. Sir hatt? gerade die Walze eingelegt, um ein lustiges Silvestergedicht hineinznsprechcn,' das sie zum Schluß des Jahres zu verlausen hoffte, als ihr Mr. L., ciucr ihrer Lieferanten, gemeldet wurde. Dieser, ein sehr energischer Maun, erhub gegen die Dame Forderungen, uud als diese uicht eingelöst wurden, beschimpfte er Mme F. iil geradezu unglaublicher Weise' er packte sie sugar an den Handgelenken, rüttelte sie und ließ sie erst ans ihre wiederholten Hilferufe los. Jedes Wort, auch die Schmerzeusschrcie der guten Dame gab der Phono-graph getreu wieder. Die Nichter und der Sachver-ständige erkannten die Stimme des Mr. L. und die Folge war, daß der rabiate Herr aus Grnnd des seil. scnnen Zeugeu zu sechs Wochen Ge ängnis verurteilt wurde. — lDer Wcttcrinstintt bcr Tierc.j Mau schreibt der „Neuen freien Prefse" aus Jägerkreisen: All-gemein bekannt ist der Instinkt mancher Tiere, das Wetter voraus zu ahneu. Heuer beobachtete mau z. V. eiu frühzeitiges Sammeln uud Südwärtsziehen der Hausschwalbe. Kaum waren die letzten Vögel sort, trat auch schon ein länger andauernder Frost ein. Auch der Krammetsvogel wird als ein Wetterprophet angesehen; m vieleil Revieren stellte er sich ebenfalls heuer früher als sonst ein, woraus man schon im Spätherbste aus einen strengen Winter schließen konnte. Waldschnepfen und Wildtauben haben ihren Zng nach Süden ziemlich normal angetreten, obwohl auch sie gute Wetterprophe-ten sind nnd dein Gebirgsjäger regelmäßig den defini-tiven Einzug des Frühjahres kündigen helfen. Die Wach. tel, ein sehr sensitiver Zugvogel/ ist uach den Beob-nchtungen vieler Jäger heuer ebenfalls schon frühzeitig gegen Süden gezogeil, wo die Felder bei uns noch mit Getreidcreslen versehen waren und daher von einem Nahrnngsmangel — eiuem Hauptmotiv des beginnen» den Herbstzuges — wohl nicht die Rede sein konnte. Aber die Jäger haben noch ein weiteres Zeichen, auf eineu strengen Winter schließen zn können. Ans einigen Gegenden Rnßlands meldet man nämlich ein stärkeres Auftreten der Vären, die westwärts ziehen. Im Gouver-ncmenl Vologda sollen sie aus einem Dorfe in lnrzer Zeit über 50 Kühe und Pferde gerissen haben und das m tiefer Waldeinsamkeit gelegene Dorf förmlich be-lagern. Iu den Wald wagt von den Dorfbewohnern niemand einzudringen, da' man fürchtet, die Bestieu konnten auch Menschen ohne weiteres angehen nnd da die me,sten Jäger nur notdürftig mit allen Flinten bewafs-net find. Wie Privatnachrichten ans dem Gouvernement Archangelsk melden, zeigen sich dort ebenfalls ausfallend viele Bären; aber auch Elche ziehen südlicher, und schon wurden viele erlegt. Aus dem Gonvernemenl Tambov meldet man desgleichen das Anftreten vieler Vären. — lDie Dauer der Vrdstohc.j Die Geschichte der Erdbeben zeigt, daß die Daner der Erderschülternngen mannigfachem Wechsel ausgesetzt ist. Man hat Erdbeben beobachtet, die lanm den Bruchteil einer Sekunde währ-tcu. Aber die Erschütterungen können einander in der kürzesten Frist inil solcher Schnelligkeit folgen, daß ihre Verwüstungen alle Vorstellungen übertreffen. Vei der Katastrophe von Ischia am 28. Juli 1868 war alles in sechzehn Setlinden vorüber. Dagegeii hat man Fälle beobachtet, wo die Erdbewegungeu sich Monate, ja Jahre hindurch fortsetzteu. Vei dem Erdbeben von Viso im Wallis wurde am 1. Inli ,85)5 ein starker Erdstoß be> »urlt, der sich sogar bis Paris furtpflanzte. Ihm folgte im Zeitraum von vier Monaten eine unerschöpfliche Zahl neuer, schwächerer Erdbeben, die erst zwei Jahre später, 1857 aushörten. Auf den Sandwichinseln lunn» ten 1868 im Lause eines einzigeil Märzmunats zwei-lausend Erdstöße beobachtet weiden. Das Erdbeben vom 25. Dezember 1884 in Andalusien sehte sich bis zum II. April des folgenden Jahres fort und zerstörte noch am letzten Tage eine Reihe von Häuseru. Am 23. Fe» bruar 1887 Vollzug sich an der Ligurischen Küste die Erschütterung in drei Folgen von Erdstößen; die erste nnd heftigste wurde in Manton um 5 Uhr 38 Miuuten verspürt nnd dauerte ueunzig Sekunden; dabei folgten die Schwantnngen einander in Zeitränmen von zwei bis drei Zehntel' Sekunden. Die zweite Erschütteruug elfolgte elf Minuten später und die dritte, schwächste, um 8 Uhr 15 Minuten. Aber die Erregung der Erde dauerte fort, uud bis Eudc Mai kam sie nicht wieder völlig zur Ruhe. Iu Gifu iu Japan verzeichnete man 1891 vom 28. Oktober bis zum 10. November nicht weniger als 1360 Erdstöße, von denen mehrere Er» schütlerungeu außerordentliche Wncht zeigten. Der Um. sang der vertikalen Erdstöße und ihre Kraft können nngehener sein; bei dem chilenischen Fort San EarloS wnrde 1837 ein zehn Meter tief in die Erde gegrabener nnd dort mit Eisenllammern befestigter Fahnenmast gewaltsam in die Lnft geschlendert, nnd bei der großen Erdbebenkatastrophe in ktalabrien 1763 sah mail ganze Bauten wie von einer snrchtbaren Erplosion empor, geschnellt in die Höhe fliegen. Vierzehn Jahre später, bei dem Erdbeben, das Riobamba iu Ecuador zer. störte, saud man nach der Katastrophe menschliche Lei» chen, die durch die Erdstöße über den FInß uud aus den Gipfel eines etwa hundert Meter hohen Hügels ge» schlendert worden waren. — jDic Amcrikanerinnenj haben es für uötig ge» funden, endlich einmal festzulegen, was der Mann, den sie lieben sollen, für Eigenschaften haben muß. Natur, lich hat fich auch eiue große Zeituug, der „Newyorl Herald", gesunden, der die Sache in die Hand genom. inen und die Antworten von 9000 Franen geordnet hat. Da hat sich denn herausgestellt, daß, je jünger die Frau ist, desto älter ihr männliches Ideal ist, und umgekehrt, daß ältere Frauen überhaupt »nr von ganz jungen Männern etwas wissen wollen. Alle Amerikanerinnen nnter 25 Jahren behanpteten, der Mann, den sie lieben könnten, müßte mindestens 40 Jahre alt sein; ein Schnurrbart dürfe nicht fehlen, er müsse düster blicken nnd aus seiuen Gesichtszügen müsse man herausleseu können, daß er das Leben satt habe, weil er es gründ» lich kennen gelernt und genossen habe. Zwischen dem 25. nnd dem 40. Jahre wählt die Ameritauerin einen 30jährigen Mann; er muß harmlos sein und muß sich noch belügen nnd hintergehen lassen, damit er dem Schmerz der Täuschung noch zngänglich sei. Die Ameri» lanerinnen aber, die die 40 überschritten haben, erklären kurz uud bündig, sie wollten uur einen 20jährigen Jüngling, der noch schüchterne Liebeserklärungen zu stammeln imstande sei. — lDas „Wcltcndc".j Trci amerikanische „Pro. pheien", die uuabhängig voneinander ihre heiligen Bah. nen wandeln, nnd merkwürdigerweise alle drei den Weltuntergang ans den 27. Dezember vorausgesagt hat-ten, sind jetzt durch das Furtbestehen der Menschheit Evas Wangen glühten höher. Nie linder Val-sam legten sich diese Worte auf ihr schwer verwundetes Herz. „Meine Unerfahrenhcit —" flüsterte sie schüchtern, doch nicht ohne Koketterie. „Ich fürchte, Exzellenz hegen da eine zu gute Meinung von mir, die niemen Mut eher niederdrückt, als erhebt." „Dann", scherzte der Hofmarfchall, „muß ich schleunigst das Feld räumen und es meiner Tochter überlassen, das gut zu machen, was ich schlecht gemacht habe." Er stand auf, verneigte sich leicht vor Eva und reichte seiner Tochter die Hand. „Gute Nacht, Lena! Ich denke, du dehnst das Plauderstündchen nicht zu lange aus. Fräulein von Coldcn könnte dich sonst morgen für eine dürftige Nachtruhe verantwortlich machen." „Keine Sorge, Papa!" Herr von Lücken verlief das Zinnner. „Wie ist mir das alles wunderbar!" rief Eva lebhast. „Wahrhaftig, wunderbar! Ich kann's dir nicht beschreiben, was mich so verwirrt. Wir haben den ganzen Sommer unter fremden Menschen in fremden Verhältnisfen zugebracht, aber wenn du mich fragst, ob ich davon irgend welche Freude, ja nur ngend welchen Eindruck gehabt habe, ich müßte dir sagen, daß ich vor Bitterkeit —" „Laß das für heute, Eva!" fiel die Baronesse abwehrend ein. „Papa hat recht, du mußt zu schlafen versuchen. Es ist zu spät -^ Mitternacht. Ich werde Justine rufen." „Ach, Schlaf! Schlafen!" rief Eva erregt. „Sage hinlegen, die Augen schließen und alles, was da über mich gekommen ist, mit höhnischer Klarheit vorüberziehen sehen. Wenn du das Nuhe nennst! Ich, die ich vor dein, was geschah, nur den Kopf in die Kissen zu legen brauchte, um in den Morgen hinein zu träumen, wie manche Nacht habe ich seitdem mich mit brennenden Augen herumgequält, auch nur eine Stunde Schlaf zu finden. Mama allein weiß, wie es in meiner Seele aussieht feit jener schrecklichen Stunde. Vor Papa durfte der Name -du weißt, wen ich meine ^ nicht mehr genannt werden von unfcren Lippen. Es wäre ihm eine Herzens-erlcichterung gewesen, diesem Manne mit der Waffe Rechenschaft abzufordern für den Schatten, den er anf nieinen Weg, für den Makel, den er auf meine Person geworfen hat. Al^r die abscheulichen Verhältnisse'lagen damals so, daß er daran nicht denken konnte um'meinetwillen. Die Sache hat ohnehin schon genug Aufsehen geinacht. Eine entlobte Braut! Jeder zuckt die Achsel, jeder lächelt bedeutsam. Wenn ich daran denke, wie ich vor der Bekanntschaft mit - mit ihm im Kreise der Herren unseres Regiments gefeiert und begehrt wurde! Und jetzt dazustehen, mitleidig betrachtet, schadensroh belächelt von denen, deren Huldigungen ich zurücksetzte für den Einen - " Sie stürzte zu Helene und drückte sie an sich. „Du bist edclsinnig, Lena! Du willst gut machen, was deine Verwandten Abscheuliches getan. Wenn ich meinen Papa recht kenne, so lag der letzte Grund seiner Einwilligung, mich hierher gehen zu lassen, in der Erwägung, daß meine Aufnahme in deines Vaters Haufe es der öffentlichen Meinung vollends unmöglich macht, an meiner Person den leisesten Tadel zu finden." „Niemand wird je daran gedacht haben, dich so sinnlos zu verdächtigen", sagte die Baronesse kopfschüttelnd. „Das Außergewöhnliche, Aufsehenerregende deines Falles hat von sich reden gemacht, das ist wahr. Aber in unserer raschlebigen Zeit, wo sensationelle Dinge tagtäglich sich ereignen, verblaßt auch dieses Ereignis schneller, als du denkst." (Fortsetzung folgt.) Lüge gestraft wurden und alle drei sind verschwunden. Der eine predigt in Kalifornien, der zweite in Florida und der dritte in Nyact im Staate Ncwyort. Die New» Yorker Zeitungen hallen es nicht versäumt, zu dem an» gekündigten „Wellende" des letzteren ihre Berichterftat-ler zn entsenden, und deren Mitteiluugeu lassen jetzt er-kennen, welchen gewaltigen Einfluß der Prophet, der in seiuem Zivilberuse Lee Spanglcr heißt, auf seine Gläubigen gehabt haben muß. Viele seiner Anhänger hatten sich geweigert, am Samstag zu Bett zu gehen, uni den Trompetenruf zum jüngsten Gericht nicht zu versäumen. Am Murgen versammelten sich alle in be> sonders angefertigten weißen Gewändern, und zusam» men zog die Schar zum Eisenbcchngebände, wo der Pro» phet sie treffen wollte. Spangler wollte angeblich in der Umgebung noch einige andere Heilige einholen, um dann „wie Elias" gen Himmel zu fahren. Aber statt defseu nahm der Heilige einen Einspänner uud fuhr davon. Die Gläubigeu harrten umsonst; aber sie waren auch nicht zu bewegen, wieder heimzulehren. Schließlich zogen sie alle gemeinsam nach dem schneebedeckten Gipfel des South Mountain, um hier bei einem kleinen Kirch» hos das große Wunder zu erwarten. Nach der Vor» aussage des Propheten sollten sich die Wollen vorm it. tags Punkt 11 Uhr auseinanderrollen; allein die Wollen zogen anch um 11 Uhr ruhig ihren Weg weiter, und noch am Nachmittag gegeil fünf saßen die Gläubigen da und warteten. Schließlich ließen sie sich dazu herbei, die Nahruugsmittel auznnehmen, die mitleidige Land-bewohner ihnen boten. Mit Einbruch der Dämmerung wurden sie von dem Ausseher des Kirchhofes veranlaßt, den Friedhos zu verlassen, und sehr enttäuscht und miß. gestimmt zogen die wieder einmal nni das Paradies Be> trogenen nach Hanje. Der Prophet Spangler aber ist uud bleibt verschwunden; die Polizei hat seine Ver> folgnng eingeleitet. LolaI- und Provinziell-Nachrichten. * ^Provisorische Weiiercinhebunq der Bandes. umlagcn im Jahre 1M»!>.j Seine Majestät der Kai-ser hat den Beschluß des trainischen Landesausschusses vom 22. Dezember 1908, betreffend die provisorische Forteinhebung der Landesumlagen im Jahre 1909, in dem sür das Jahr 19<<8 bewilligten Ausmaße mit der Vestimmnng genehmigt, daß die Einhebnng der Landes» zuschlage zur staatlichen Verzehrungsstener durch diesel' ben Organe nnd Mittel wie die EinHebung der Stamm, steuer zu erfolgen habe. Es wird somit eingehoben we» den: 1.) ein 4l> <^,iger Zuschlag zur Verzehruugssleuer von Wein, Wein» und Obstmost sowie vom Fleisch; 2.j eine selbständige Landesauflage aus deu Vierverbrauch mit 2 X per Hektoliter; 3.) eiu 4s» ^igcr Zuschlag aus alle direkten Steuern mit Ansnahme der Prrsonalei». kommenstener nnd der Erwerbsiener der Hausierer. —r. — lTitclvcrlrihung.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Oberrechnnngsrate und Vorstände des Rech» nnngsdeparlements der Finanzdirektiou in Laibach, Herrn Anton Svctel, anläßlich der von ihm erbe» tencn Versetzung in den dauernden Ruhestand den Tiiel eines Nechnnngsdireltors verliehen. — - chasten «Referent Plant an); d) über das ^> der Slovenian Philharmonie drei Gemeinderäten >n deren ^1« ^ ' ^ Plan tan); <) über das Gesuch der Maria x Laibacher Zeitung Nr. 3. 24 5. Jänner 1909. Belassung der ihrem verstorbenen Gatten Fran.', ver» liehenen Jubiläumsstiftung ^Referent Dr. Majaru n). — 2.) Berichte der Finanzseltion lNefere>,ten Mil»» hnoja und Ma ill)): l>) über den Voranschlag des städtische,! Armeufonds pro 1909; l>) über den Vor-anschlag des Nürgervermögensfonds pro 1909; <-) über den Voranschlag des städtischen Lotterieanlehens nnd des Amortisationsfonds dieses Tarlehens pro 1909; ) über das Gesuch des k. und k. Stationslommandos um außer-ordentliche Bedeckung eines größeren Betrages für eine Transenalunterlunft; f) über das Gesuch des Eyrill» und Methodvereines nm Iahressnbvention; t?) über das Gesuch des Handelsgremiums um Subvention für die Gremialschule; l>> über das Gesuch des Kraulen- und Unlerstützungsvereines der Hilfs- uud Privatbeamten um Iahressubvention; ij über das Gesuch des Uuter-stüluingsvereines für slovenische Hochschüler in Wien um Iahressubvention; ^j über das Gesnch des St. Nikolai» Institutes in Trieft um außerordentliche Subvention; I) über das Gesnch des Slowenischen Alpenvereines um Iahressnbvention; in) über das Gesuch des Landeshilfs» Vereines für lungenkranke um Iahressubvention; n) über das Gesuch des Schulausschusses für die Er» richtung und Erhaltung einer Koch. uud Haushallungs» schule um Subvention; <») über das Gesuch des Elisabeth. Kinderspitales um Erhöhung dei Iahressubvenlion; i>) über das Gesuch des Landesverbandes zur Hebung des Fremdenverkehres um Subvention für deu Gaft-wirtekurs; >-) über das Gefuci, der Philharmonischeu Gesellschaft in Laibach um Iahressubvention; ^ über das Gefuch der Sloven,scheu Philharmonie in Laibach um Iahressubventiou uud um eiue außerordentliche Subvention. — 3.) Berichte der Vausektion lNeferent Hanu,^): :>) über den Bericht des Stadtmagistrales, betreffend die Änderung der Regulierung des Planes tin der Kreuzung der Bleiweis-, der Römer- und der Triester Straße- d) über den Bericht des Sladtmagi-strates, betreffend die Kanalisierung der Sonnengafse. — 4.) Bericht der Negulierungsseltion über das An-gebot der Maria ('epin um Anlauf eines Teiles der städtischen Grundstücke an der Zoisslraße «Referent Ha Hi, .5). — 5.) Berichte der Schulsektion ) über den Jahres-bericht des städtischen Mädchenlyzemns pro 1908; <>) über die Wahlen zweier Vertreter des Gemeinde-rates in den k. l. Etadlschnlrat. — 6.) Bericht des Direktoriums des städtischen Schlachthauses über den Voranschlag des städtischen Schlachthauses pro I9<>9 «Referent Dr. Ritter von Vleiweis). — 7.) Bericht des Direktoriums des städtischen Wasserwertes über dcn Voranschlag des städtischen Wasserwerkes pro 1909 jReferent H a n u 5). — 8.) Berichte des Direktoriums des städtischen Elektrizitätswerkes «Referent 5nbic): -,) über den Voranschlag des städtischen Elektrizitäts-werles pro 1909; K) über die Eilschrift des Bürger-meisters betreffend die Änderung des gemeinderätlichen Beschlusses in betreff der Fahrordnung der elektrischen Straßenbahn auf der Unterkrainer Straße und der Revision des Fahrtarifes. — Hierauf geheime Sitzung. — lAus dem Volksschuldienste.) Der k. k. Bezirks-schulrat in Loitsch hat an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Maria Ieieue die absolvierte Lehramtskandidalin Fräulein Franziska Maver zur Supplentin an der Volksschule in Godovl'5 bestellt. — Der t. l. Bezirksschulrat in Krainbnrg hat an Stelle des krankheitshalber beurlaubten Lehrers Herrn Joses SvetIi <: die gewesene geprüfte Lehrfupplentin an der Volksschule in St. Martin bei Krainburg Fräulein Ljuboslava Orehek zur Supplentin an der Volks» schule in Nischoflack bestellt. —>-. — lSchulsperre.j Die Schule in Unler-Ki^ka wurde bis auf weiteres gesperrt, da bei den Kindern des Schul-dieners der Scharlach konstatiert wurde. Sonstige Scharlachfälle siud bisher nicht bekannt. —s,— " ^Gültige Vcrpflcgsgeliühren in dcn allgemeinen öffentlichen Kranken- und Landeshumanitätsanstaltcn in Krain pro 1!»»!».) Die Verpslegstosten für das Jahr 1909 wnrden per Kopf uud Tag im Landeskrankenhause zur Deckung der Saalkosteu. — M« japanischer Untcrhaltungsabend) wird vom Laibacher Turnvereine „Sokol l" ani Samstag um 8 Uhr im „Mestni Dom" veranstaltet werden. Das Programm enthält folgende Nummern: 1.) Anton Svetek: ,,1'"6 no^", Männerchor, vorgetragen vom Ver. einschore. 2.) ' Quartett der „Glasbena Malica" iMatjan, Stcqnar, Zavr^au und ^ebe-n i k) 3.) «Tiu Sin und der Mandarin", komisches Ter--,ett mit Klavierbegleitung. 4.) Quartett der „Glas-bena Matica". 5.) Dr. G. Ipavic: „«uv,^a", Männer- chor, vorgetragen vom Vereinschore. Zwischen den ein-zelnen Numtuern Vorträge des Orchesters der Clove» nischen Philharmonie; nach Schluß des Programmes ein Tanzvergnügen. Eintrittsgebühr l !<, für Mitglie-der 60 !>. ' — sZwci Nicncnzüchtervcisammlungenj finden mor-gen in Nischoflack lum 1l) Uhr vormittags bei Herrn Ignaz Guzeljj und um halb 4 Uhr nachmittags in Presla Uhr vormittags die Lokalverhandlung, betreffend die Kollaudierung der Reparatursarbeilen an der Pfarr» klrche in Reifnitz, unter Intervention eines Staalsbau-techuikers der t. k. Landesregierung statt. - r. — sNeue Zigaretten.) Das töu. ung. Tabatgesälle hat unter der Bezeichnung „Kiräly" eine neue Zigaret-tensorte in Verkehr gebracht. Diese Zigaretten sind zu l<» Stück in kleine niid zn 1000 Stück in große Papier-schachteln gepackt. Der Preis wurde wie folgt festgesetzt: 1000 Stück 40 K, 100 Stück 4 X, 10 Stück 40 »,, 1 Stück 4 l,. Die „Kirälv/'-Zigaretten sind sowohl in der Form wie in der Zusammensetzung des Tabaks den zn den Spezialitäten zählenden „Princefas">Zigare«en ähnlich. — sÄellerwirtschaftöturs.) An der l. l. höheren Lehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg wird in jedem Winter ein zweiwöchiger Lehrlurs über Kellerwirtschast für Weingartenbesitzer, Weinhändler, Kellermeister, Wirte u. a. abgehalten. Der nächste der-artige Knrs, zu welchem von der Direktion der Lehr-anstalt Anmeldungen bis 31. d. M. angenommen wei> den, findet vom i'. bis einschließlich 13. Febrnar statt. Unangemeldete oder solche Besucher, welche sich erst nach dem 3'.. d. M. anmelden, können zu dem Kurse nur zugelassen werden, wenn die Zahl der Teilnehmer 60 noch nicht erreichte. Jeder Teilnehmer an dem Kurse hat eine Tare von 24 Kronen im vorhinein zu ent-richten und erfolgt hievon in keinem Falle eine Be» freiung. Erst die Entrichtung der Tare sichert den Platz. Das Programm enthält Vorlesungen über Kellerwirt, schasl, chemische Begründung der Kellerwirtschast und Gärnngsorganismen. Im Institntskeller werden die in Weinkellern gebräuchlichen Apparate und die verschie-denen Kellerarbeiten demonstriert. Ebenso wird die Handhabung der einfachsten Most- und Weinunter» snchungsapparate gelehrt. An die Vortrage über Gärungsorganismen reihen sich mikroskopische Demon-slralionen dieser an. Schließlich werden mehrere Erkür-siouen in größere Kellereien teils nach Wien, teils i» die Umgebung von Klosterneuburg unternommen. — franken bewegn»ss.j Im Kaiser Franz Joses» Spitale der Bahrmherzigen Brüder in Kandia bei Rudolfswert verblieben Ende November v. I. 7l Kranke in der Behandlung. Im Dezember wurden 127 tiaute Personen aufgenommen. Die Summe der be-handelten kranken Personen betrug somit 198. In Ab-gong wurden gebracht, und zwar als geheilt 85, als gebessert 29 und als ungeheilt 5 Personen. Gestorben sind 6 Personen. Mit Ende Dezember blieben 125 Per-sonen in der Behandlung. Die Snmme aller Verpslegs-tc.ge betrug 2556, die durchschnittliche Verpslegsdauer für eiuen Kranken 11-39 Tage. Vorwiegend wurden körperliche Verletzungen und Krankheit der Digestions-Organe sowie der adner.en Organe behandelt. Ohne bestimmte Diagnose standen zwei Personen in der Be-Handlung. -- Der Krankenstand im Jahre 1908 war folgender: Mit Ende Dezember l907 verblieben in der Behandlung 10! Kranler. Im Jahre 1908 betrug die Gesamtzahl der aufgenommenen Kranken !692. Es wurden demnach im Jahre 1908 insgesamt 1793 Per-scnen behandelt. In Abgang wnrden gebracht, nnd zwar als geheilt 1031, als gebessert 484 uud als ungeheill 129 Personen. Gestorben sind 76 Personen. Die Summe aller Verpflegstage betrug 34.861, die durchschnittliche Verpflegsdauer für eineu Kranken 19 44 Tage. ll. — bniar 18l>9j, dessen Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncell; <,p. 12; I^-clu,-. 2.) Nilhelm ,^ienzl: Adagio für Violoncell nnd Klavier, c.^>. (>9. >) Franz Schubert,- Wandrers Nachllied 1. nnd N.; Hugo Wolf- Verschwiegene !^iebe; 3' I^»»l»ll. Erste Anffühning iu ^aibach. Am Klavier der Tondichter. Illusion. »n.or2 i« dcr KonrkircHc. Mittwoch den l». Jänner >> (^llur mit Instrnmenlalbegleilnng und Gra» dl!ale ()n>n<>« <1<> !>>!,!)!» v<>ni<>>!< von Anton Foerfter, zum Offertorinm (^«'üi vi!ti^ pn^tol-l^? von Karl Nieith. Z« der Kwdtpfarrkirche Kt. Iclkc>b. Mittwoch dcn <». Jänner sdas Fest der heil. drei Könige) nm 9 Uhr Hochamt: Ai^u i>, lu»n<>,,'!>! l^iN:n>, Nnrilii! Vir^ini« in (j-maU von Ioh. Schiveit» zer, Gradnale ()m,x>« !>!, von Altton Foersler, Offerlorinnl I!<,^c!> ^nr^i^ von I. V. Tresch. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Vureaus. Das Erdlicbcu in Nntcritalicn. Turin, 4. Iäuuer. Ministerpräsident Giolilti er-llärte in einer Uulerrednug mit dem Korrespondenten der „Stampa", er hege die Hoffnung, daß die für .^aladrien nnd Sizilien eingeleitete HilfSalliou ihren ^wecl vollsonnnen erfüllen N'erde. Nach den Insor^ mationen des Inslizmiiiislers Orlando sei die halbe Vevöllerung ums lieben getommen. Es gebe etwa 80.000 Leichen. Die ftiesahr^ des Ansbrnches einer Epi> demie infolge Verwesung der Leichen sei noch großer als ans einem Echlachtselde. Es sei sicher, daß an die Nninen von Messina nicht vor sechs Monate», werde Hand angelegt werden können. Die Kammer werde un-verweilt einbernfen werden, nm einen (Yefetzeutwurs zngnnsten der heimgesuchten (Gebiete in Vemtnng zu ziehen. Catania, 4. Jänner. In Messina danern die Erd-stoße fort und rnsen großeil Schrecken hervor. In Cata-nia winden von 1000 VeNvnndeten 600 im fransen-hause untergebracht. Die weniger schwer Verwundeten wurden in Gefängnissen nniergebracht. Siebeil Ver» »vnndete sind gestorben, drei irrfinnig geworden. Die Zahl der in Catania eingetrossenen Überlebenden ist außerordentlich groß. Der iu Messina eingetrofsene De-pntierte Farande, erklärt, Mesfinn müsse und werde wieder erstehen. Er telegraphierte dem Minislerpräsi-denten Giolitti, der Vizepräsident des Oeueralrates Deputierter Fnlei habe alle geretteten Generalräle zn einer Veisammlnng für den 6. d. im Vahnhofe von Messiim einbernfen. Die Generalräte loollen die Pro-vinzoerwallnng, die ihren Sil) in Messina ha<, re> aktiviere». Catanzaro, !^. Jänner. Eiil Spezinlberichterslatler djer „Agenzia Stesani", der zu Fus; iu Neggio eintraf und mit dem ersten Zuge nach der Organisierung der Hilfsaktion hierher zurückkehrte, berichtete, daß der An-blick der Stadt trostlos ist. Der üble Geruch ist nn» erträglich. Am 2. d. um 2 Uhr uachmittags ging der eiste Zug mit 2500 Überlebenden ab. Der Zug' fuhr dnrch trostlose Gefilde. Überall bringen Soldaten Hilfe nnd transportieren die Toten in die Nähe des Meeres-»fers, nm sie dort zu begraben. Längs der Strecke find Tragbahren mit Verwundeten aufgestellt. Die Reise nach Lazzaro dauerte die gmize Nacht hindurch. Der Zug traf am 3. d. mittags in Ealanzaro ein. Die Über» lebende» reisen nach Neapel Weiler. Genietruppen begannen mit der Deinoliernng der beschädigten Hänser. Lcbensmillel sind reichlichst vorhanden. Die Verteilung geht iu aller Nnhe vor fich. Die Bevölkerung ist ruhig. Der Erdboden zeigt zahlreiche Nisse. Nom, 4. Jänner. Nachmittags sind zahlreiche bei der Erdbebenkatastrophe Verletzte hier eingetroffen nnd in das St. Martha.Spital im Vatikan gebracht wor. den. Unterpräfekl Palisa und Monsignore Miseialelli haben persönlich den Dienst geleilet und den Verwun. delen Veistand geleistet. Kurz darauf besuchte Cardinal' Staatssekretär Merry del Pal die NerlelUen. Während seines Vesnches erschien auch der Nnrgermeifler vou Nom, Nalan, ehemaliger Großmeister der Freimanrer, nnd ließ sich bei Monsigüore Misciatelli melden, der ihm entgegenging und in die Säle führte, wo er ihn dem 5iardlnal"Slaalssekretär vorstellte. Natan und Merry del Val wechselten einige liebenswürdige Worte. Die dosten des Unterhaltes der Flüchtlinge nnd Verletzten bestreitet der Papst. Messina, 4. Jänner. Das Wetter ist cmdanernd sehr schlecht. Es regnet ununterbrochen, was die Arbeiten der Soldaten bedeutend erschwert. Nahrungsmittel sind nunmehr reichlich vorhanden. Die Balkanfrancn. Bclqrad, A. Jänner. Die Skup>lina hcil mit allen gegen die Stimmen der Sozialdemolralen die von dem ^ Allrudilalen Pasit' beantragte, von der Negierung akzep» tierte Tagesordnung angenommen, wonach die Stnp» j ^tiua Nußland, England, Italien und Frankreich für die Sympathien herzlichst dankt, die ebenso der Gerech, j tigkeit der serbischen Sache, wie der Interessengemein^ ^ schusl entspringen. So erhofft die Elnp^tina von diefen! Mächten, besonders von dem brüderlichen Rußland, auch z sachliche Unterstützung nnd erwartet von der serbischen! Negiernng alle Maßnahmen, damit anläßlich der Nev!^ siou des Berliner Vertrages sür Seibien nnd Monte ^ negro eine vollkommene politische und ökonomische Un> ! abhängigleil gesichert lverde. Nach der Überzeugung der Clup'tina »vird dies erst erreicht sein, wenn Bosnien ^ die internationale Stellung eines Vasallen.Fürstentnms nnler der Souveränität des Sultaus nnd der Garantie, de: Großmächte erhält unter Sicherung der territorial! len Verbindung Serbiens mit Montenegro über Vos- , ilien nud uuter Garautie für deu Tranfitverlehr Ser^ ^ biens nach allen Eisenbahnrichtungen und allen Staaten. ! — Die Slnp^ina votierte 60.000 Dinars für die Opfer! der Erdbebenkatastrophe nnd vertagte sich bis 1(i. Jan. j »er. l Wicn, 4. Jänner. Das „Fremdenblatt" bespricht! die Nede des Ministers Milovanovi«' nnd sagt, sie ^ dürfte i» den Zentren der europäischen Polilit gegen ' die serbischen Staatsmänner eine unangenehme Aus» merksamleil hervorrufen. Die enropäifchen Großmnöite ^ haben nicht bloß einmal den Belgrader Politikern die Nückkehr zu einer friedlichen nnd maßvollen Haltnug nachdrücklich empfohlen nnd sie mit ihren Ansprüchen! und Hoffuungeu auf die Konferenz verwiesen. Ans der > Nede des serbischen Ministers des Änßern kann Enropa jetzt entnehmen, wie »venig seine Ermahnungen in Bel- ! giad gewirkt haben nnd wie schwer die Anmaßungen der serbischen Politiker es nns machen müssen, unserem Programme mit Gednld und Nachsicht tren zn bleiben. ! Tie Nede Mi!ovanovi<" wirkt befremdend durch die! offenkundige Feindseligkeil gegen nusere Monarchie nnd durch deu aus ihr klingeuden Ton von Unwahrhaftigleit. Besonders bedanerlich sei die Stelle in der Nede Milo. vanovu'', wo ei sich soweit vorwagt, zn behaupten, Oster-reich-Ungarn habe das Volk von zwei slavischen Ländern zu Eklaveu gemacht. Wenn seine Nede in den vorlie» gendeu Berichten au dieser Stelle richtig wiedergegeben ist, so wird Milovanovi<' darüber auf diplomatischem Wege sich zu äußern haben. Minister Miluoanovi^ welde bald Gelegenheit haben, zu merkeu, daß seine ganze Politik ans einer großen unerfüllbaren Illusion bestehe. Die serbischeu Politiler scheinen ans dem, was sie in Petersburg, in London, in Paris nnd in Berlin gehört haben, nichts gelernt haben. Weitere Enttänschnn. gen werden ihnen noch beschieden sein, wenn nicht sehr bald ein gründlicher Umschwung der Geister in Belgrad eintritt. — Die „Nene Freie Presse" sagt, die Nede Milovanovi,'' nnd der Beschluß der Stup^tiua mögen eine Nedenlnng für die serbische Pnrleipolilik haben, im übrigen ist dnrch dieselbe nichts geändert. Auf die inter» nationale Situation werde fie nur infoferne Einfluß üben, als sie jedermann deutlich zeigen werde, was der sei bische Appell au die öffentliche Meiuuug der ganzen Well eigentlich sagen will. Wir in Österreich.Üngarn haben nnr eine Antwort auf diese Kundgebungen: Hand weg von dein, was zn nns gehört! Nskiib, 3. Jänner. Nach sicheren Erhebungen kann festgestellt werden, daß der hiesige serbische .Vub otto-manische Serben nach Belgrad entsendet, welche zur Formierung von Banden gegen Bosnien bestimmt sind. Sie reisen mit Pässen für Bulgarien ab nnd werden dann von Ni^ dnrch Spezialagenten uach Belgrad ge> bracht. Sofia, 4. Jänner. Die bnlgarischr Negiernng wnrde von ,^onsJ~ l r^^"**^ Neuheiten: U S:ivon sin „Lilas Blanc" por Stück......K - 40 » >• „Violette de Niue" por Silick ...» — -50 Hl! !M ic!l !»i>z lic>!!!!!l!l! m »«!!!! ^lllls ül!lll:!l>l!l!I!l, ^^ dr„ hailiiäctisssteli ilalaiih vu» drr Wrll! Tiocteurr ^^M Hals, schinrrzrndc Bionchirn, Ttechen bei jedem ^ W Atemziiss — dann der Cchlrim, der sich gar nicht lösen will. — Aber Mensch, wnrum quälen Tie sich M denn damit? Verlang!! Tie in der nächsten Apotheke, M Trvssrrie oder Minelnlwnsserhandwnss sür 1i 1 ^ib eine Tchachtel Todener Mineral ^Pastillen (Fays >W echte) und ich wette, ^ie sind alle Beschwerden los, wenn wir nns abends am Stammtisch sehen! Oeneralrepräsenlllnz für bfterrcich»Ungarn: W, Th, Guntzert, ^le,., IV/1, Große Nrugafse Nr, 17. ^u bezieden llurck banlllung in laldack. Meicorologische Beobachtungen in Laibach. Seelwhe llOii ii m. Mittl, Lllstdrnck 7300 ium. " ^ff7U7"^7bI '^ I 4MW"schwllch! bewölkt > ^ l)U. Ab. ^750 8,-0-5! windstill heiter > 5./ 7 U. F. i 749 7 > -«'< N, schwach , Nebel l 0 0 T>as Tagesmittel der gestrigen Temperatur -4 5", Normale -2^_____________________________________^ Wettrrvoraussasse für den b, Dezember für Eteier» mart, itärnten und .Urain: Meist liritrr mit slellenweisem Bodennebel, mäßige Winde, lalt, schönes Wetter: für ocis Küstenland: Schönes Wetter, stürmische Bora, sehr kühl, Monatsttbersicht. Der verflossene Monat Dezember war meist trüb nnd lalt. - Die Beobachtungen am Thermometer liefern durchschnittlich in Celsinsgraden: Um 7 Uhr früh -I!-?", um ii Uhr nachmittags-0 »°, um !1 Uhr abends-2'^", so daß die mittlere Lufttemperatur des Monates -8 4° beträgt, um 0 !)« unter dem Normale; Maximum 3 tt" am 2l ; Minimum -10 4° am 8. früh. — Die Beobachtungen ain Büro» meter liefern 737 3 mm als mittleren Luftdruck des Monates, um l 3 mm üi'er dem Normale; Maximum 7-18-l' am 31. abends, Minimum ?!4 0 am N. abends, - Nafse Tage gab es ll, darunter !) mit Schnee; der Niederschlag, Regen und Schnee, betragt im ganzen 85 8 mm, wovon 17 1 als Meist» betrag auf d<,n 18. e„tfallen. — Uutcr den Winden war der SO, vorherrschend; Nebel hatten wir an 12 Tagen. — Im lauseudcu Monat Jänner lommt der Mond am 19. mittags in Erdnähe. Iahresnbersicht. Daß verflossene Jahr 190« war inäszig warm und sehr trocken. — Die Beobachtungen am Thermometer lirfern durchschnittlich in Celsiusgraden: Um 7 Uhr früh 5 43°, um 2 Uhr nachmittags 1-' 7l»°. nm 9 Uhr abends 8 24", so daß die Jahrestemperatur im gewöhnlichen Mittel 8 79° beträgt. Die Meteorologen bringen jedoch die Abend' temperatur zweimal in Rechnung; danach ab»'i ist das Mittel '/, (?", l?', U", 9'') -^ 8 65«, welches vom bisher für Laibach angenommenen Jahresmittel 9 <»I« um 9 3tt° abweicht; Ma» ximnm 3'^ 0° am 20, Juni. Minimum -14 3° am l3 Jänner, Die Beobachtungen am Barometer liefern 73t! 94 mm als Jahresmittel drs Luftdruckes, um 0 94 mm über d'm Normale; Maximum 753 4 am Itt. November früh, Minimum 714 0 am '.Dezember abends, — Nasse Tage gab es 11A, der Nieder-chlan beträgt im ganzen 1W4 7 inm, wovon auf den 15, Au», gust allein 124 l) mm entfallen, ein Betrag, der einzig dasteht. Sonst war das Jahr sehr trocken und wnrde allgemein über Dürre geklagt; wahrscheinlich ist hier einer der Kometen im Spiele, deien mehrere heuer auf den Sternwarten beobachtet wnrden: seine Nähe gab fich auch durch größere Metrorfälle tunb. Diese Himmelslörpcr, welche nichts anderes sind als durch Vultanismns zerbröckelte Planeten, brsihen eine bedeu» tendc und glühend hrisjc Atmosphäre; lammt nun dieselbe mit der.cbeufallö weit ausgedehnten Erdatmosphäre in Berührung, so entzieht sie der ll^tercn einen großen Te,l der Fruchtialcit, wodurch die Niederschlüge auf der Erde fehr oermmin'rt w'.rvrn. Mag man über diese Hiwothrse, die wir m e,ncr ssroßercn Schrift weitcr auszuführen grdenlen, urteile» w>e "'"' ".'"' dies wird man zngeurn müssen, daß im ueraanaem-n ^y'r Zustand der Erdatmosphäre lein normaler war. hatten wir an 92 Tagen. Laibacher Zeitung Nv. 3. 26 5, Jänner 1W9. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (gegründet vo» der Krain. Sportasse 1897). (Ort: Gebäude der t. l. Staats-lüberrealschule.) Lage: Nürdl.Breite 46« 03'; Östl. Länge von Greenwich 14« 31'. Bodenunruhe* am 5. Jänner: 12«Sekundenpendel «sehr schwach», 7»Tekuudenpendcl und 4-Tclundenpendel «mäßig stark»; zunehmend. ' Die Boden unruhe wird in folgende» Stärlegradcn klassifiziert: Ausschlä'gc bis zu l Milliiuetcr »sehr schwach», von 1 biä 2 Millimeter «schwach», von 2 bis 4 Millimetern »mänig Narl», von 4 bis ? Millimetern «stail», von 7 biö 10 Millunelern »sehr starl» u»d über 10 Millimeter «auncr-orden'lich Narl», — «Allgemeine Äodennninhc» bedeutet gleichzeitig auftretende »starle» Unru!,e a» aNcn Pendeln. Van lier cier 5aidacker Leitung -------^ uam 2. December 1908 ^-^n-^^i zin^, Hiwnge äer Varrat reiclit, nacti (xem^larc ?u liaben in cler Lucliliancllung lg. u. Xleinma^l- sc ^ec!. iZamderg unci n cl^r N^miniltration äer 5aibac!ier leitung. preis < ll. konällolei und Kattee W»!l lii«, IM ltongressplat) 8 enips.eklt täglick friscke WWlOll Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrsblatte) vom 4. Jänner 1909. Tie notierten Nnrle vc>-s!eh»'N sich in >lrone»wäl,rnn,->. Lie Nulieruuss samtlicher Allien nnd der «Diversen Lose» verstell! sich per Stilcl. ! «rid Ware Allgemeine Ttaatoschuld. Einheitliche Rente: 47» lonver, steuerfrei, Kronen lMai Nov,) per ilassc . , 9425 9445 drtto (^änn.-Iuli) per Kasse! 94 25 94 45 42"/,. ü, W, Noten 18!!0er ., 100 II, 4"/„!2n8s>0 2>2 5,0 t^^'r ,, 100 fl, , , 2«^ 50 2?« 50 Ik!>4er ., 50 sl. , , li«4 !^n 27«! l',n Lom.-Pfa»dl,r, ^ ,20 fl, 5'7„ 29025 292 25 Staatsschuld der im Rcichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Oesterr. Oolbrentestcuerfr., ^°/n^ «4 30 »l-50 Eisenbahn» ^ Staatss ch uldverschreibunntn. Elisabeth-Valn, i, O,, steucrsrei, ^ zn 10,00!) sl, . , , 4"/„ — —! — — ssranz Iosepl,-Vahn, in Silber ,biv, st,, , , , 5>/<"/„!i17'«<> N8'<;o Oalizische Narl Ludwig-Nahn ! it) , ^"/„ 94 60 «5 !><> Vorarlbersser Vali», stcucrsrei, ^ ^W nnd ^uoo «roncn 4"/„! l>550 95 W ,>i« Etaatsschulduerschrei» bunden abssestempeltc Eisen>! bahü'Alticn. l lilisabeth-Valin, 200 fl, KM, !»^"/„ von 400 Kronen , 452 — 456'-dettu Linz-Buoweis 20« fl, , ü, W, in Silber. 5'/<'7„ . <2S — ^42!) — detto Ialzbura-Tirol 20^ fl. ! ö, W, in Silber, ü«/n . , »19 — 421 — Kremslal-Bahl! 200 nnd 20U0 »ronc», 4"/„.....^g2-—19»-— lysld ^ Wa,,- Vom Etaatc zur Hal>lu«n übernommene (?isr»ba!>»> I Prioritätv'Qblinatiui.cn. Vül,!N, Westdahn lim, 1«!'5>. 400, 20UÜ u, 10,00» Kronen !"/„ 95,-Iiü 9655 Eli,'abc!hVal,l! «00 », ',,000 M, 4 av lu"/„...... Ilü 15 116-15, 0^ VN^ !<7- — ssiau,^ Iuseph-Äahn Ein, l»>84 (div, ö»,!, Silber, 4"/n , 9U — 97 — Oalizische tt'arl Lndwi^-Bahn !div, S>,!, Silber, 4"/„ , 95-?5> 96-75 ll»>1, OalizBah» 2M! sl, S, 5"^ 1< 3-- l<»4- deltll ^00 u, 5000 K 3'/,,"/« «530 «6-?.0 Vorarlberger Bahn Em, 1«»^ (diu. St). Silber, l ",„ , »5 6U 96 — Staatsschuld der Länder der nngarischen.^irone. 4 ' „ un>i, lyoldrcutc p>r !»assc , l0!»L« lN!) 70 4«,« dct!» per llltimu 10I»-5« 109 70 4"/n unssNenle in Kronenwähr,, steucnrei, per Nasse , , 9«,«5 9!-25 4"/„ dcttu per Ulnmo! 9l— :»1-2N 3>/l"/„ delto per Kasse . «»-«5 «,-«5 Unss, Prämienanleihe i< 100 fl, i«5 50 l«',»-50 detlo k 5,0 fl. 185-50 !«!»5« Tl,cik,-Rcn,-Uo!e 4"/,..... 140-2,14425 4"/<, UN«, Ornndentl-Oblig, , 9250 9U 50 4"/„ lruat, », jlav, Ornndentl, Obligation!'»..... 9N50 9450 Andere Vffentl. Anlchen. Busn, Lllndcsanlclicn (biu> 4"/« »875 8975 Aosn, Iicrccg, ^isenb,-Landes- Anlchen 'diu,, 4'//'/,, ^ ^ W80 97 «0 ,',"/„ Nona» ,»ieg,-A!!lclicn 1878 >«!! 20 104 20 Wiener üjcrleliiüllnlcycn 4"/n , 94.50 !»55> delto l800 4'Vn Ü40« 95.',l A»!el,en der Stadt Wien , . 102^0 io»-4' dcllu (2, oder G) 1874 »21 -- 1-^2 — ditto (I89>)..... 9330 94-30 dclto 8«8 , 9525 9l>25 detto lltlcltr,, u. I. lixxi 95 25 ü« >5 delto iInU, Ä,'V, I. 1902! 95— 9,', !!5, detto V. I, 1908 , . .! !!5'4<> !!6 1.'> Nürsenliau Anlchen verlueb, 4°/„^ «5.5» 9« 50 Russische Ltaalüanl, t>, I, i!>06 f, 100 lv per Kasse , !>"/„ —— —- dettu per Uliimo 5"/„ 97K.i 9805 Vulg, Tlaüts-Hüpolhelllranlehen l 1892......6"/,! ll!2-— !28- ! Meld Ware Än!g, Staat« ^oldanlcihc <9<>7 f, 100 Kronen. , 4>/,"/o 8N-35 87 8,, Pfandbriefe usw. Vooeulredü, aüq, österr,, i» 5» Ialnc,, urrlo-lbar , ^"/« 94- 95- - Vühi», Hupolyrlcnl!,, uerl, 4'7„ 96— 9««<» Zentral,-^wd,-«red,-Pl.,ijs!err,, !5 Jahre vcrl, , 4>/,'V„ ,«2- - detto !p,-Anst, 4"/„ !'?' ! 9«- dello in!!, 2"/„ !i>r. vrrl, 3'/,"/,, 8« 25 8!'-^'. detlu N,.Schn,dsch, ver!, «'//'/« 88-^5 8925 dcltu verl.....4"/„ 96'75> 9775 Oeslcrr,n»g. Banl. 50 Jahre «eil,, 4"/„ ü W, ,, , 9770 98-70 dettu 4»/.. Nronen-W, , , 99- »00,- Spar!., Ersteiisl,«>oI.uerl,'."/« 99 — 10« Elsenlinhn-PriVritats-Ollllgationcn. llesleri, Nordwestbahn 200 fl. 3, 103-25!1«4 25 Hlaatvbahn 500 ssr..... 390— U97 Ludbllhn !l 3"/„ IänuerIuli 50« ssr, sper St,» , , , 2N6-50 268-50 Südbahn-l 5'7„ 200 sl, S,o,W, N7- 118- Diverse Lose. lPer Süict) Verzinsliche liosi. 3"/„ VodrnlreditLose Em, l880 2N4 5» 2705« dctto Em, >88!» 2!>3 — li6!,-- 5'7„ Donan Regi», Lose '09 ,1, 253- 259- - Serb,Präm,.«nl,v,i')0Fr,2'7,, >.!0 75 96 75 Unverzinsliche iiose. Vndap, Basilika iLomban> 5 sl, 19-80 ^iil-80 kreditlose 100 fl......469— 479 — l5lar» Lule l<» sl, « -M, , - l42- «52 - Olener Lose 40 i!......225--tz -' Paln» Lose 1« f,, ür,-M. , - >«5'^ 205---Notru ,N>eu^, »st, lUrj, v,, l»fl, 50— 5.-»iute» llrenz, nnn, <»cs, v,, 5 fl, '2«-972 75 l73-75, ditto per Medio , , , >l72 5«!<73 5.« Meld ^ Ware Wiener ttomni-Lose v, I, 1«74 479- -' 48!» -Gew, Schd, 3"/nPrn,»,.Schuld, d Bodeulr,-Ans>, ^-»!, »889 ! !>9 5>l', 73 50 Altien. T,a>lsporlunter»thmunlle,s. ^ Anssig-Tepliyei liisenl', 500 fl. 2285 — 2305, Böhmische ^idlmh» l,'>0 sl. . 400--> 40 -Än!ch!,el»wderEi!l>.,>000s>,llM, !49^0 - 5»«!0 — llafthan O^erbersscr (iijenvah» 200 sl, S....... 35N-- »'8 - Lemb, (5zein,-Iasi»-ltisl'»bahn- Oesellschail, 200 fl, H, . 540— 544 — Llo»>», üslerr., 400 Kronen , , 3-!«- 4»< — Leslerr,Norowcstlialin,20«fl,<2, 44150 443,-><> detto lit, N)'^00 sl, Np, Ult, <4>-5!> I^i- — Pn,ssTiu-cr(5iie»b, I0«sl,al!„sl, 2Ü— 2>5- ^laalüciieüb, 200 sl, L, per Uü,! l?5 102 75> Südiwrddeu!,che ^eibindungsb, 200 fl. «,-M..... 897-50 40150 Tran6purin.l'>el!ichasl, internat,, A.-(Y,, 200 .«ronen , , . 110 — 12» -Ungar, Westbahn (Naab-Graz) 200 fl. 2.....', . 406— 408- Wiener Lolalli-Alt,-<^s, 2<»o fl, 20N— 2<>5> 50 Vanle». ^ Anglo Oesterr. ll'anl, 120 fl. , 2«»-50 290 50 Äanlucrein, Wiener, per Kasse! -— .--., delto Per Ullimo! 504 25 50525 ^odel!tt,-Anst..alla.,üst,.3«0«r, >025— W35> — ^e,üt.-^od. ,ssredbl,,üst,,200fl. 526— 527— »redilanstall für Handel und lN>w.. »!i0Nr,, per ttajse , —- - —- beüo per llllimo 617 50 «18 - «redülianl, »ng, allg., 200 itr, 716— 717 — Tevusüenbnul. alln, 200 jl, . 456- 457 -(Klumpte - «Yesellichail, nieder-! üilerreichijch!', 400 kronen 57I— 575— Oiru n, ,«as>cnu. Wr,, 20!>fl. 445- 41« - Hüputhltenbl,. öst, ^00«r, 5«,„ 284— 288— Lmidelbant, öst,, 20«, fl,,p, Kasse --— — — drtlu per Ullimo! 420 50 42150 .Mertar». Wechselstub, Attien-! Gesrllschast, 200 s,. . . .! 5W— 594— Oesterr,-nng.Banl, l400ssrone» !i728— 1738- Uniunbanl, Ä»!» fl. , . .! 520- 52!- Umunl>a»l, bohiuijche, 1<»0 sl. ! ^45— 2l!'<— Verlchl-.-uanl, alls,,, !4,» sl. ,^ »37'75> 33Ü25 «elb Ware Iudustlicnnterurhmnnnc». !i- «ohlcnbcrgl>an Velrllsch, ! 100 !tlben!Nl!l», Papierlabril und Ver, lUelellschnfl, 100 sl, , 17850 17925 Elellr.-Ge,',. all«, üslerr,. 200 sl, 393— 394— >, , , 820 2LL — Montan «>s, üst, alpine, U!OfI, <>?« 75 6^775 »Pl'ldi - ,hii!le» . T!l'N>->g!!s,s!ahl- ^, Al,, w>!elllch»!!. 200 fl. 412— 420— Praaei- (üieninduslrienesellschaft Ä><> !1........ 2388 — 2398 — Aimn Mixanx-Salgo Tnrjancr llüeiüu, !00 f!..... 514-25 5«5 25 Sal^o-Tarj, Sleiniohlen !00 fl, 5,7l— 573 — '2chI0gelmnI,!',Papierf,.2l>U-?0 608- Wiener ii'annelellicha«, 100 fl, 14,»-— 141 — Wlenerbnger Siegels, All, <^ej, 665— «72 — Devisen. ,«»rze Cichtrn und Tchtcks. Amslesdain....... lü» »7> 199-15 Denlsche !>'5.60 St. Pete «burg...... 250 50 251 ?.', Zürich nnd Basel..... 95>4» 9545 Valuten. Lulaten........I 11 8l 11-38 20-Franlcn Ttüclc..... 1909 1912 ^0Marl Slnckr...... 23.43 2849 Teutsche Neichsbanlnoten . , «1702' 11722 Ilalienijlhe Vanlnolen , . , 95-10 95 30 »iuuel Nuten....... ^-50'' 2i>1 Ein« und Verkauf von Renten,' Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. Los-Versicherung. JT. O. Mnyer ' Bank- uiicl ^Wcoliwloi-ROMcliiVft: I yiiil^iioli, StHturgnwHi»,______ Privat-Depots (Safe-Deposits) unter eigenem Verschluß der Partei. 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