PrSnumerationS-Pretse: . Fiir Laibach: Sanzjiihrig ... 8 ft. 40 kr. Halbjtihrig ... 4 „ 20 „ Vierteljiihrig . . 2 „ 10 „ SZonatltch . . — » 70 „ Mit ber Post: GanzjShrig... 11 sl. — kr. Halbjahrig ... 5 „ 50 „ Liertkljiihrig . 2 „ 75 „ F lir Ziistellung i»8 HauS vicr-teljiihrig 25 kr., inonatl. 9 kr. Sinzelne Nnmmern 6 ti Laibacher Tagblatt. Anvnymc Mittheilungen werden nicht beritckfichtigt; Manuscriptt nicht zurLckgeftndel. tttbectidtt: vah»h«fgaffe Nr. 188. Srpedittvn- * Jn serateu-vnrea«: Tongrkhplak Nr. 81 (Buch» handlunft Bon Jgn. e. Rtein« mayr k Fed. ©amber#.) Jnftrtionsprrise: gilt die einlpaltigk Petitzeilr 4 4 kr., bki zweimaliger Čin* schailung h 7 kr., tvrimaligtr A 10 kr. J»sertion«stempel jebeemel 30 kr Bn grflfjtrtti Inserattn unl »ftcrrr Sinschaltuag entfpres chender Rabait. Nr. 27. Montag, 3. Februar 1873. — Morgen: Andreas C. 6. Jahrgang. Der gesetzliche Schutz der Arbeit. In der Freitagssitzung deS Abgeordnettnhiusts lam cin Gesetz zur Berhandlung, welches einem wciten StaatSviirgerkreis in unmitttlbam Wei se zustatten fommt und gewih scitens der grohen Klasse dcrjenigen, die Don ihrer Arbeit sich und ihre Familie erhalten, der sympathischesten Auf-nahme sich erfreuen wird. Je mehr mir uns dem Rechtsstaate nahern, desto mehr lautert sich der Begriff der persSnlichen Fr ei h e it, desto mehr Harten in den einschrankenden Gesetzen werden beseitigt. Das romische Zwolstafclgesctz lieh du harte Schuldknechtschaft zu, mit Leib und Ltbtn muhte berjenige, der zur Contrahiernng einer Schuld seine Zuflucht »ehmen muhte und in einem Abhan-gigkeitsverhaltnisse sich befand, ffli die punktliche Ruckzahlung derselben einstehen. Langst zwar ist die Haft mit Leib und Leben aus unseren Gesetzen vtrschwundtn, jedoch bis auf die jiingstt Zeit herab betrachtete selbst die Rcchtswissenschaft die Arbeit und deren iSrtrag als einen von der PersSnlichkeit losgeloSten Bermogenswerth und rauwte dein Glau-biger das Recht ein, auch den noch nicht verdienten Lohn des Schuldners mit Beschlag zu legen und der Execution zu unterwerfen. Die neueste Forschung auf dern Gebietr des Rechtswesens hat es jedoch unwiderleglich dargethan, bah die Arbeit auf daS innigste mit der Rechtspersoulichkeit verknnpft ist, tint Beschlagnahine derselben oder ihres LohneS dern-nach einen Angriff auf die personliche Freiheit ent-halte. Die deutsche Gesetzgebung trug dieser Thatsache zuerst Rechnung und die vsterreichische Gesetzgebung ehrt sich nur selbst, wenn sie sich beeilt, die alte Ungerechtigkeit, hervorgerufen durch irrige Rechtsanschauungen, raid) zu beseitigen. Dieses Gesetz, welches der Beschlagnahme der Beziige aus nicht dauernden Arbeilsverhaltniffen uni) bet dauernden bis zum Betrage von 600 fl jahrlich Einhalt thut, stand schon im Borjahre in Berhandlung, ohne dah gegen seine volkswirthschaft-lich richligen und juristijch unanfechlbaren Beitim-mungen damals grundsiitzliche Bedenken geltend ge-macht worden waren. Ein Zwischenfall verschob damals die Austragung der Frage. Es war voraus-zusehen, dah der Gesetzentwurf, namentlich unter den Rechtsgelehrten der atten Schule. zahlreiche Gegner sinden wiirde. Ueber die Generaldebatte tarn man zwar in der Freitagssitzung noch nicht hinaus, jedoch ist das Zustandekommen des Gesetzes gesichert, ein Vcrdienst, das dem Justizmiuister Dr. Glaser zugeschrieben werden darf. Derselbe bekampfte in einer glanzenden, nach alien Seiten hin erschopfenden Rede die Scheingrunde der Her ten Mayrhofer und Kuh, welche fiir ben Ueber-gang zur Tagesordnung sprachen, indem sie das ^Sesetz theils als uberflussig, theils als geradezu fchadlich btzeichneten, weil eS nicht nur nieder-briickenb auf den Arbeiter wirke, fondern auch set-lien Credit fchmalere und bezitglich der Durchfiihr-barfeit auf fast unuberwindliche Hinderniffe stohe. Sir lassen hier den wesentlich'.u JnhaU aus der Rede des Justizministers fotgen: Meine Herren! Wir leben in einer Zeit, wo die Vorgange in der auswartigen Gesetzgebung kcin GeheimniS btciben ftinncn und wo es kcinem Staate gestattet ist, sich loszusagen von dem ftlusse der Jdeen, welche die Gesetzgebung aller civilisierten Staaten durchstrvmen und ihnen mehr oder wenigrr entschieden tine gleichartige Richtung geben. (Bei-fall.) Es geht nicht an, datz der eine Staat die Thatsache ignoriert, dah in einem antieren Staate tine grohe Frage zur Sprache gcfo;nmen ist, bah sic dort ihre Losung gefunden hat; bas ist nicht eine Thatsache, die nur auf dem Papiere sttht; btnn das ist nicht tint Thatsacht, deren ideale Be-deutung durch die Zollschranken abgtbdinmt wtrdtn kann, tS ist tint Thatsacht, welche auf der Macht der Jdeen beruht, und Zdeen uberschrcitcn bit Zollschranken und wirken auch jenseitS der Grenzen der Lander, in wclchen sit zuerst auSgejprochen warden und bit trstt Stattt ihres WirktnS und KtimenS gtfundtn habtn. (iPtifafl ) Ist es wirklich weise, in der Gesetzgebung zu warten, bis das Borkommen tints beslimmttn Falles die Nolhwendigkeit tintr gtsttzlichtn BerfS-gung trwitstn Hat, und dann trst daS Gesttz zu machtn, odtr ist tS weise, in dem Fattt, wo an dtr Moglichktit dts Vorkommtns nicht mehr gt-zwtifelt werden fanti, auch fur den Fall Vorforgt zu treffen, bag bit Moglichktit zur Wirklichkeit wird? iBcftnnt man sich zur tntgtgtngtsttzttn An» sicht, dah dtr Fall, dtr unzwtiftlhaft tinlrtttu kann, auch schon tine Regelung verditnl, dann ist die Frage entschieden; aber, meine Herren, Sit wtr. dtn ts wohl nicht in Abrtdt sttlltn fdnntn, boh btrgltichtn FSllt vorfommtn, bah fit an tinztlntn Punkttn in tpibtmifcher Wtist auftrctcn unb titf und Dcrbtrblich tingrtiftn fSnntn. Es lohnt also dtr Miiht, zu trwagtn, ob ts gut ist, fur biese Fallr Borsorgt zu treffen odtr nicht. Ist man abtr differ Ieuilleton. Gritnder, Banken und Redner. Bon Ludwig 8 a m b e v g c r. k 3nt Moiiate Jilnner 1873 stub 65 Personen geflorbtn, daDoii 39 mUmitichen nub 26 weib-lidjeii Gesd)lechleS. Theater. ©eute: Im Thiergarten, oder: Atricger im R-rirben. KomischeS Gtmebilb mil Gefaitg in 1 All von Poly Henrion. Personen: Johann Slrupsenberger. Bizegcsreiler . . Hr. Zwerenz. Eoi Meisleilhner, Kinbermiidcheu . . . Frl. Harbt. Adolfine, ein Kind . . ................Kl Louis. Diescm folgt: Englisch. Lnstspiel in 1 All Don 6. A. Gbruer. Personen: Abele Trennhr, eine junge Wilwe . . . Frl. Brand. Marie, ihr Mtidchen ....................Frl Kollaun. Banqnier Salomon Jppelberger . . . I. M. Kotzky. Stefa, befsen Gatlin.........................Fr. Kroseck. Edwarb Gibbon................................Hr. Sibber. John, dessen Diener..........................Hr. Hbller. Billig. Gastivirih zum „Stbinisrf)en Kaiser" Hr. Midaner. V- Zum Schlntz: Lowcn (friondjcw. Komische Operetle in 1 Silt. Mnsik Don I. Brandi. Personen: Gaston . . ................................Fr. Kropp. Magister Placide, bejjen Erzieher . . . Hr. Austin. £aer:tlC-} P°'h-N be« Magisters - - H°'dt Hr. Stoll. Danksagung. Fllr bie so ungem ein zahlr, iche ehrenbe Be-flleiliing meiiice babiiigefdjiebeueii, nuoergetzlicheu Gotten, Herrn Kaspar Haitzer zu seiner letzl.n Siuheflatte, filhie id) mid) Der-pslichlet, alien men hen Freiindeii imb Bekannlen, sowie fonfligeu Theilnebnienben den herzlidisten, lief empsniidenen Dank zn fagen, ganz besvi,derail d) den Hetren iUiiiglieberu ber sr iw. Feiicr-luihr fill- die nieinein geiiebten Gallen erwiesene letzle Ehre. Laibach, 3. Febrnar 1873. Anna Gaitzer. (Ein tiidjtiflcr Piatzageiit obet Stvifeiibec mirb silr tineii sehr gauqbaren Artikel, ber matzgebenb in doe W,'in- unb Srogiv ugrsdjaft fdjliigt, itnter sehr gilnfligeii Bediiignissen ansznnehmen gefucht. Cfferte Bub tfhiffre 1‘. A. 168 itbemiinnit ba« iiuionren* Bureau A.Oppelih, I’ra#;, Fetdinanbslratze 38. (74) Epileptische Krampfc (Fall- ufiolin heilt brieflich der Speeialarzt fiir Epilepsie Mil ili j o,. O. fti.ilIBerlin, Louisen-strasse 45 AugenblickliiVh Iibor tausend Patieriten in Behandlung. (732 24) KfttcunKunM.- rj Wiener Biirse bom 1. Febrnar Geld Ware Geld Ware 67.70 67.80 Deft. Hypoth.-Bank. 94.25 94.75 71.10 94 LL 71.2 91.50 rriuritilts-Obl^ 101 - 124 — 148 50 104.2 124.51 149.-T Sitdb.-Ges.zu 50 Fr. fcto Scit« c PCt. Nordwb. (iciofl. CM.) Sieb.^B.(r<»»fl. o3B.; 110.— 98.— 115.50 98.50 87.50 88.— . 91.60 92.— StaatSbahn pr. Stiid 129.— 130.— StaatSb. pr. St. 1S6 124.— 125.— 85.75 82 - 86.— 82.25 Rudolfb. (300fl.ii.SB.) Franz-Jos. ('00 fl.S.- 92.50 93.— 101.10 10130 83.75 84.- Lose. 79.75 80.50 Credit ’.00 fl. ii. W. . 185.— 186.50 Don.-Dampflch.-Gef. zn 100 fl. LM. . . 98.50 99.50 *58.— 960. Tri-st-r 100 fl. CM. 117.50 118.50 248.25 248.50 tto. fO fl o.W. . 58.- 59.— 332.76 833.25 Ofener . 40. fl o.W. 30.— 31.— 1165 1170 Salm . „ <0 „ 40.— 41.— 802.50! 303.- Palfsy . „ to „ Clary • „ 40 „ ©t.@enol6„ 40 „ 27.50 28.50 280.— 282.— 38.- 38 50 98. - 102.— 29.75 3075 297. - WindWgrLtz iO „ 24.— 25.- 129.50 130. - Waldstem . 20 „ 22.50 23.— 2185 194.25 2190 194.50 Keglevich . 10 „ RudolsSstist. 10 „ 18.— 16.25 18.50 15.50 250.25 229.75 209. fO 230.25 Weehsel (SSDZon.) 173.50 332. 174.50 333.— AngSb.ioofl.sildd.w. 90.- 92.— 220.50 186.5' 221.- 187.50 Franks. 100 ft. . „ London io Pf. Etcrl. 92.- 109.10 92.10 109 20 172.- 172.50 Paris 100 France . Mttnzcn. 42.65 42.75 92.30 92.50 Raif.Tlllns-Ducatcn so-Frantsftiltf . . . 5.11» 5.12 87.75 88.— 8.86 s 8.67* 102 25 102.75 BereinSthaler . . . 162.50 163. - 88.75 89.50 Silver 107.50 107.75 Staatsfonds. Lose V0N 1854 . . . t!ofe von j 8«io, Qa\\\ Lose von i860, FUns Pramiensch. V. 1864 Grundcntl.-Obl. Steiermark ju 6 pEt Xacnten. Stain. u. Silfienlanb 5 Nngarn ju . . 5 jkroat.u.Slav.S Eirbenbiirg. 1» 6 Action. fKationalfan! . Union - Bank . Grebitanftalt . . 91. o.