Stud, knjižnica v Mariboru £T10f)32 Lehr- Und Beschäftigungspläne für die Schüler und Cheilnehmer an den verschiedenen Lehrgängen der steierm. tandes-Obst- und Weinbauschule I« Marburg a. b. Drau. M X.S ___________________________________________________________________jr&JiX Druck ü. »mlck in Marburg -V u/ vr, r0 „ Schnittweingärten und Rebschule 7.25 „ Obstanlagen und Baumschulen 16.25 „ Aecker und wiesen 1.25 „ Gemüse- und Ziergärten 1 (».()() „ Wald. Der Viehstand besteht aus 18 Stück Uindvieh, 2 Pferden, 4 Ochsen, 2 Eseln und 4 Schweinen. Der theoretische Unterricht wird außerdem unterstützt durch die de» Schüler» zugängliche Bücherei, welche gegenwärtig 1250 Baude zählt, sowie durch die Sammlungen. 2. Schüler-Aufnahinsbedingungeii. Zur Aufnahme wird da- zurückgelegte I (i. Lebensjahr nach entsprechend absolvierter Volksschule gefordert. Die Bewerber werden ausgenommen : ii) als Zahlzöglinge, die jährlich einen Betrag von 224 fl. für Kost, Wohnung und Unterricht zu bezahlen haben; I») als Stipendi st e », die »ach Steiermark zuständig, im Genüsse ganzer oder halber, vom Lande, einer Bezirksvertretuug, oder einer anderen Korporation gegründeter Freiplätze sich befinden; c) als Praktikanten, welche nur am Unterrichte im 1. oder Vorbereitungsjahre theilnehmeu, für die geleistete praktische Arbeit das Anrecht auf freie Wohnung und Verköstigung habe», und bei entsprechender Aufführung und Verwendung für das nächste Schuljahr die Autwartschaft auf freigewordene Stipendien erlange» ; (1) als Exte r niste », welche den Betrag von 24 fl. als Unterrichts-gelb zu erlegen und für Wohnung und Verköstigung außerhalb der Anstalt selbst zu sorgen haben. Zur Aufnahme ist erforderlich der Lauf- und Heimatschein, Gesundheitszeugnis und Impfschein, Nachweis über die Vermögensverhältnisse bei den Stipendienbewerbungen, Sitten- und Schulzeugnis. Ferner hat jeder Schüler beim Eintritt in die Schule folgende Gegenstände auf eigene Rosten anzuschaffen und immer in gutem Zustande zu erhalten: vier Hemden, drei Unterhose», vier paar Fußsocken, sechs bunte Sacktücher, einen Staub- und Frisierkamin, eine Kleiderbürste, eine kleine und große Schuhbürste, ein Nähzeug, einen vollständigen winter-lind Sommer-Arbeit-- und Sonntagsanzug und zwei paar gute Stiefeln. Außerdem: I Rebschere, 1 Gartenmesser, 1 Veredlungsmesser, sowie die für den Unterricht vorgeschriebene» Lehrbücher. Die genannten Werkzeuge werden durch die Anstalt zum Selbstkostenpreise besorgt. Die Reinigung der Wäsche, welche mit den Anfangsbuchstaben des Eigenthümers gezeichnet sein muss, wird von der Anstalt besorgt. Das Schuljahr beginnt am 15. September und schließt mit 15. August. Die Austretendeu erhalten am Schluffe des 3. Jahre-, nachdem sie sich einer, alle Fachgegenstände umfassenden prüfung unterzogen haben, ein Abgangs-Zeugnis, worin das sittliche Verhalten, die Leistungen in den einzelnen Unterrichtgegenständen, sowie die Verwendbarkeit und Geschicklichkeit in den praktischen Arbeiten und Verrichtungen beurtheilt erscheint. Schüler mit besonders guter Volksschulbildung, oder solche welche eine Bürgerschule oder die unteren Glasse» einer Mittelschule besucht haben, können in den I. Jahrgang aufgenommen werden. Hierüber entscheidet eine Aufnahmsprüfung. 5. Unterrichlsgegenstände für alle örei Jahrgänge. 1. Jahrgang, als Vorbereitungs-Jahr und zur Wiederholung des Volksschulunterrichts. Ls wird gelehrt : Deutsche Sprache, Rechnen, Schreiben, Religion, Singen. 2. Jahrgang: Erstes Jahr der Fachschule und Erweiterung der im vorbereitung-Cursus begonnenen Unterrichtsgegenstände. Es wird gelehrte Obstbauinzucht, Mbstbauiupflege, allgemeine Landwirtschaft, physti, allgemeine Chemie, Bau und Leben der pflanze, Geometrie, geometrisches und Freihandzeichnen, Zierschriften, Deutsch, Rechnen, Schreiben, Religion, Singen. Samariter-Cursus. :!. Jahrgang: Zweites Jahr der Fachschule. Es wird gelehrt: Weinbau, Rsllerwirtschaft, Formobstbau, Obstsortenkunde, Obstverwertung, Gemüsebau, spezieller landwirtschaftlicher Pflanzenbau, Thierzucht, Betriebslehre und Buchführung, Gährungserscheinungen und Chemie des Weines, chemische Uebnngen im Laboratorium, Bienenzucht, Religion, Gesang, Samariter Cursus. 4. Oertheilung der Unterrichtsfächer. Gegenstand Director Zweifler: Weinbau................ Kellerwirtschaft. . . Adjunkt Knauer: Allgemeine Landwirtschaft - Spec. landw. Pflanzenbau : Thierzucht............... Betriebslehre und Buchführung ................. Physik................... Gbstbaulehrer Brüders: Mbftbauinzucht . . . . Gbstbaumpflege.... .formobstbau............. Obstsortenkunde.... Obstverwertung.... Gemüsebau................. Director der landw. Versuchsstation Schmid: Allgemeine Chemie . . Gährungserscheinungen und Weinchemie. . . Bau u. Leben der Pflanze Bach Beendigung der Lese durch 4 Wochen je 3 Bachmittage Hebungen im chemischen Laboratorium. Dr. Terü: Bienenzucht.............. Professor Brelich: Beligion ..... cgusammen Wintersemester I. II. Stunden zu fammeu 8ommerfeme|ter I. II. Stunden z» lammen Vormittagsstunden 10 Alle Schüler 1 12 17 30 l: l Alle Schüler 1 8 14 23 Be- merkungen Obstverwer-tnng mit dem Director zusammen 3e »ach Witterung und Bedarf tUintrrfrmrllrr SommrrfnnrUrr Be- merkungen Gegenstand 1. IL 1 llli|fammen i. ii.|iii.!ä„ Stunden Stunden Nachnnltagsstunden UürgerfchuUehret phylippek: I Schreiben............... Geometrie der flächen Geometrisches und Frei-I handzeichnen . . . . ] Geometrie der Körper und Zeichnen.... Feldmesseu und Nivellieren (Oberlehrer pfeifet: Deutsch.................. Rechnen.................. Schreiben................ V Mävs. mittag. Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Allgemeine Landwirtschaft Obstbaumzucht Obstbaumzucht Physik Formobstbau Betriebslehre und Buchführung Thierzucht Gemüsebau Obstbauinpflege Allgemeine Landwirtschaft — Obstbauinpflege Weinbau Kellerwirtschaft Obstverwertung Betriebslehre u. Buchführung — — Bau und Leben der Pflanzen — Arbeitsstunde Mbstsortenknnde Arbeitsstunde Kellerwirtschaft — — — — Weinchemie — Gährungs- erfcheinungen — mittag. — — — — Zeichnen — — — — — -T — — — — — Zeichnen — — — — — — — — Volksschulunterricht Volksschulunterricht Schreiben Gesang Geometrie und Feldmessen Gesang von von 6 — 7 Uhr. — Volksschulunterricht (1—7 Uhr. volksschnlunterricht Geometrie — — II, und III. Jahrgang nach ZÌIitte November 10 Stunden Samariter* Cursus. 6. Stundenplan für vom V April Vor Zeit Jahrg. Sonntag Montag Dienstag 7,7-7,8 II. Vbstbaumpflege (vbstbaumpflege 111. Spezieller Pflanzenbau Specieller Pflanzenbau 8-9 II. / ■ — — III. Weinbau Weinbau 9—10 II. Allgem. Chemie Allgem. Chemie III. Betriebslehre und Buchführung — 7,11-7,12 I. II. Religion — — III. — Nach I. — “2—3 II. — — III. — — I. — — 3-4 II. — — 111. / — — 1. z Volksschulunterricht 7.5-7.« II. — Volksschulunterricht III. Geometrie und Feldmessen — I. Volksschulunterricht — 7,6-7,7 II. — Volksschulunterricht III. — — Anmerkung: wenn Feldmeßübungen in größerer Entfernung von bas Sommer-Semester. bis if>. August, mittag. IDittwocb Donnerstag Freitag Samstag Allgemeine Landwirtschaft Allgemeine Landwirtschaft phyftf — Formobstbau Formobstbau Gemüsebau Betriebslehre u. Buchführung — — — — Weinbau Acllerwirtschaft Aellerwirschaft Mbstsortenkunde Bau und Lebe» der Pflanze — — — — — — — — — — — — Bienenzucht — mittag. — — — — Zeichnen — — — — — — — — — — — Zeichnen — — — — — Volksschulunterricht — — Volksschulunterricht Gesang Geometrie und Feldmesse» — Gesang von 6—7 Uhr. Volksschulunterricht — von 6—7 Uhr. — Geometrie — — der Anstalt stattfinden, so wird nach Bedarf Zeit hiezu genommen. 7. Lehrstoff. Weinbau. Director Zweifler, s. Jahrgang. 3m Winter durch 3 Stunden wöchentlich, Dictnt und Erklärung des Geschriebenen. 1. Kurje Beschreibung der unter- und oberirdischen Rebstock-theile mit besonderer Rücksicht ans die sich darauf gründenden Kttlturmasmahmen. 2. Beschreibung der für einheimische und ähnliche Verhältnisse empfehlenswerten europäischen Traubensorten, sowie der mr Zeit brauchbaren amerikanischen veredlungsunterlagen, insbe sondere in Hinsicht auf die Anforderungen, welche sie an Klima, tage, Boden und die Behandlungsweise stelle». 3. ver,nehrungsarten des Weinstockes. Durch Stecklinge (Schnittreben, Blindreben, Stupfer, Anlage und Behandlung von Schnittweingärten). „ Veredlung. Die empfehlenswerten Frühjahrs- und Sonnnervered-lungsmethode». „ Ableger und durchs vergruben. „ 2lugen (Augenstecklinge). „ Samen. 4. Anlage und Bepflaiuung der Weinberge. Allgemeines über Einfluss des Klimas auf Weinbau, verschiedene Lagen und Bodenarten, ihr Einfluss auf Stock und wein. Die bei der Anlage vorzunehmenden Arbeiten unter den verschiedenen Verhältnissen. Dabei in Betracht kommende Geräthe. 5. Behandlung der jungen pflanjungen bis zu dem Zeitpunkte, wo der Stock der jeweiligen Lrziehungs-art entsprechend, fertig gebildet ist. (>. wichtige Schnitt- und Lrjiehungs,nethoden. Allgemeine Grundsätze für den Schnitt und die Form des Stockes. Einfluss des Schnittes auf den Stock, den Ertrag und die Beschaffenheit der Trauben. Beschreibung empfehlenswerter Lrziehungsarte». 7. Die jährlichen Lultur-Arbeiten im Weinberge. Ausführung des Rebschnittes, Ersatz der Rebpfähle, Instandhaltung der Nahmen, Haltbarmachungsmethoden der pfähle und Nahinenstützen. Anbinden der Bogreben (Gerten, Biegen). Die Bodenbearbeitung mit Hand- und Spanngeräthen, Sonunerarbeiten am Stocke, wie : Auspflücken, Aufbinden und Hefte», Linkürze» der grünen Triebe, Geize», Gipfeln (Ringeln, Läubeln). Sonstige Arbeiten. Grundtrage», Bänder aufschneiden. — li- tt. Die Düngung der Weinberge. Stalldünger, Kompost, Manche, Kunstdüngung. Schieferung und Erddüngung. 9. Die häufigen durch ungünstige witternngs- und Bodenverhältnisse hervorgerufenen Krankheitserscheinungen. wichtige Nebenfeinde aus dem Gebiete des Thier- und Pflanzenreiches. (Nach dem Schädlingsbuch des Landes-Ausfchuffes). Anhang. weinbergsbetrieb unter Zugrundelegung der einheimischen Verhältnisse. Taglohnarbeit. Accordarbeit. männerarbeit. Frauenarbeit. Arten der «Entlohnung. Winzerordnung. Arbeitsleistungen. Bedarf an Arbeitskräften. Gerüche» und materiale», weinbergsbrache. (Wustfeld). Verhältnis dieser und "der Znngfelder zum im «Ertrage stehenden Besitze. Ertragsberechnungen. Bewirtschaftungsmethode» in anderen Ländern. Erläuterung wichtiger gesetzlicher Bestimmungen, Verordnungen und Erlasse, betreffend die Reblaus. Kellermirtschaft. Director Zweifler. Dictat und Erläuterung des Geschriebene», durch 2 Stunden wöchentlich. 1. Die Lese und Verarbeitung der geernteten Trauben. Bestimmung der Lese, Ausführung der Lese, Zerquetsche», Rebeln, Kelterung. Gerüche und maschine». 2. Behandlung des Mostes, bis zu dessen Vergärung. Einfüllen des mostes in Fässer. Die Gärung und deren Leitung. Anwendung der Neinhefe, m oft versandt. Rochweinbereitung. Schilcher-(Krätzer-)bereitung. Erstes Auffüllen. 3. Behandlung des Weines. Abziehen, dessen Zweck und Ausführung, maschinell und Gerüche, welche dabei in Verwendung kommen. AuffiiUarbeit. Filtrieren. Schönen, pasteurisieren. weinverschnitt, weinversandt. Anwendung der Kohlensäure. Verwertung der Hefe und Trester» zu Brantwein- bezw. Nachweinerzeugung. 4. Keller und Fässer. tage, Einrichtung und Behandlung des Kelterhauses, Gährkellers, Lagerkellers, Flaschenkellers, verschiedene Fastformen und Größen und deren Einfluss auf den wein. Faßhölzer. Herrichtung neuer und alter Fässer zur Aufnahme von ZTtoft und wein. Behandlung voller und leerer Fässer. Kranke Fässer. Cementfäffer. 5. Flaschenwein. Behandlung. Weinflaschen und deren Reinigung. Abfüllen, verkorken, Ausstattung. ZTIaschiiieit und Geräthe. Flaschenlagerung und versandt. Umfüllen und Behandlung auf der Flasche trüb gewordener Meine. Sonstige maßnahinen. 6. Krankheiten uitb Fehler des Meines. mit besonderer Berücksichtigung derjenigen mastregeln, welche im Keller zur Verhütung, bezw. Bekämpfung derselben znr Anwendung kommen : Essigstich, Kahmigwerden, Zähewerden, Umschlagen, milchsäurestich, Schwarzwerden, Braunwerden, Böckser und Häufiger vorkonunende durch Aufnahme fremder Geruchs- und Geschmackstoffe hervorgerufene Fehler. 7. Anhang. Die weinkost. Mstbanmzucht. Obstbanlehrer Otto Bruders. 2. Jahrgang. Dictat und Erläuterung des Geschriebenen, im Wintersemester ,3 Stunden wöchentlich. 1. Vorbedingungen für den erfolgreichen Betrieb einer Baumschule. Wahl des Bodens, des Grundstückes. Lage. Einfriedigung. Allgemeine Einrichtung. Rigolen. Bodenverbesserung. 2. Vermehrung der (bbstgehöhe. Samen, Ableger, Stecklinge, wurzelhalstriebe, pikieren der Wildlinge, Saatschule. 3. Bepflanzung. Pflanzweite. Zeit der Pflanzung. Ausführung. Behandlung 1. Zahie nach der Pflanzung. 4. Veredlungsarten. Oknlation, Lopnlation, Rindenpfropfen, Spaltpfropfen, halber Spalt, Gaisfnst, Anplatten. Zur Veredlung nothwendige Instrumente. Bereitung von Baumwachs (warmflüssig, kaltflüssig). «Erziehung des Xiochftammes. von der Veredlung bis zur pflanzstärks, winterschnitt, Sommer-behandlnng, Zwischenveredlnng, Stammbildner, Kronenschnitt in dei Baumschule, halbhochstamm. 6. Kulturarbeiten in der Baumschule. 7. Etikettierung und Sortenverfeichnisse. 8. Ausgraben, verpacken, versandt der Bäume. Im Anschluss: Eultur der wichtigsten Binde-, pack und Korbweide». Obstbaumpsiege. . Obstbaulehrer (Otto Bruders, r. Jahrgang. Dictat und Erläuterung des Geschriebenen im Sommer- und Winter-semester je 2 Stunden wöchentlich. 1. Der Nutzen des Obstbaues, sowie die Art und weise des Betriebes in verschiedenen Ländern und Gegenden. 2. Die wichtigsten Obstarten, deren Ansprüche an Klima, Lage und Boden, a) Kernobst, b) Steinobst, c) Schalenobst, d) Beerenobst. 3. pflanssrte. Hausgarten, Grasgarten, Baumgüter, Viehweiden, Bergabhänge, Straße», Eanäle, Eisenbahndämme. 4. pslanning. Pflanzweite, Abmessen, Eintheilen und Abstecken eines Baumstückes. Vorbereitung des Bodens, Baumpfähle, pflauzeninaterial, Vorbereitung des Baumes zur Pflanzung. Schnitt der Krone, der wurzeln, Zeit der Pflanzung. Ausführung derselben. Baumschutz, Hügelpflanzung. 5. Behandlung der Bäume. von der Pflanzung bis ins ertragsfähige Alter. Kronenschnitt, Kronenform, Anslichte». 6. pflege älterer Bäume. Lockerung des Bodens, Bewässerung, Entwässerung, Kernige», Kalken, Wundenpflege, Ausputzen, verjüngen, Umpfropfen, Düngung, Erneuerung zurückgehender Obstpflanzungen. 7. Die wichtigsten Krankheiten und Leinde. Deren Bekämpfung. Nützliche Thiere. itmuobftlmu. (Obstbaulebrer Otto 23 rüber s. 3. Jahrgang. Dictat und Erklärung bes Geschriebene», im Sommer- unb Minter-semester je 2 Staube» wöchentlich. 1. vortheile m:b Bedeutung. 2. Einzelne Obstarten. Unterlage», Anforderungen a» bie tage. 3. Anlage von Zwergobstgärte», Errichtung ber Gestelle im Garten, sowie a» JTlaiter» imb lsauswäube». Kostenanschläge hierüber. 4. Zwergobstformen. Eigentliche Spaliere, Carbons (magrecht, senkrecht), U-Fonnen, Doppel U-Formcn, palmette», freiste He» be Formen: pyramiben, Spinbein. Anzucht derselbe» an Ort und Stelle. 5. Sorten, welche für Zwergobst besonders geeignet sind. 6. Schnitt bei den einzelnen Obstarten, keitzweige, Fruchtholz, Sommerte-Handlung. 7. verschiedene Arbeiten an Spalieren. Düngen, Spritzen mit Kupfervitriol. Einsetzen von Fruchtholz an fahlen Stellen. Ablaktieren. 8. Buschobstcultur mit wenig Schnitt, Massenanpslanzungen. Rationelle Cultur. 9. Rebenspaliersucht an fsäusenvänben. Olrstverniertung. Obstbanlehrer Otto Br übers. 3. Jahrgang. Zugrundelegung von Goethe, Obstverwertung. Im Wintersemester 1 Staube wöchentlich. 1. Ernte, Aufbewahrung und versandt des frischen Obstes sowie der Trauben. Obstmärkte, Centralstellen, verkauf auf genossenschaftlichem Wege. 2. Das Dörren, der einzelne» Mbftarten, Apparate. Ausführung des Dörrens. Bereitung von Kraut und Gelee. 4. Bereitung von Marmelade, Mus. 5. Lonferven für den tfansbedarf. Gentüseverwertung. Bereitung von Apfel- und1 Birnenwein. _ Dom Director Zweifler. Auswahl des Obstes, Derarbeitung und dabei zur Verwendung kommende Maschinen und Geräthe, Kelterung, Gährung, Anwendung von Neinhefe, Behandlung des Weines, Klärungsmethoden, Kohlensäurezusatz, Versand und Bereitung und Behandlung von Beerenwein nach obigen Gesichtspunkte», Iohannisbeer-, Stachelbeer-, Kirsch- und heidelbeerwein. Darstellung von Gbftessig. Einfache Methode. Darstellung von (vbstbrantwein. Zwetschken-, Pflaumen-, Kirschbrantwein. Gemüsebau. Obstbaulehrer Otto Bruders. 5. Jahrgang. Zugrundelegung von Cuca», Gemüsebau, im Sommer und Winter-semester 1 Stunde wöchentlich. l. Allgemeines. Wahl des Grundstückes, der tage, Bodenbeschaffenheit, Plan, Bodenbearbeitung, Düngung. 2. Betrieb. Abwechselnde Bestellung, Sämereien, Keimkraft, Aussaat, Anzucht der Pflanzen im Mistbeet oder auf der Rabatte. Lnltnr der einselnen Gentnsearten. Kohlgewächse, spinatartige Gewächse, Wurzelgewächse, Knollengewächse, Hülsenfrüchte, Zwiebelgewächse, Salatgewächse, Spargel und Rhabarber, Gewürzpflanzen. 4. Arbeitskalender für das ganze Jahr. Salat- und Gurkentreiberei im Mistbeet. Obstsortenkunde. Obstbaulehrer (Otto Bruders. 5. Jahrgang. Dictat und Erläuterung des Geschriebenen, vorführen in der Natur oder Nachbildung. 3m Sommer und Wintersemester je 1 Stunde wöchentlich. Beschreibung der für Steiermark wichtigsten Obstarte» und Obstsorte». 2lnsorbcniinjcit derselben au tage, Klima, Boden. Zeichnen von Durchschnitten der Kernobstfrüchte. PI,',stk. Adjnnct Knauer. (Nach Mitteregger Naturkunde); im Winter und Sommersemester 1 Stunde wöchentlich). 2. Jahrgang. Natur, Naturkörper Dimensionen der Körper, Stoff, Moleküle. Mole-kularzwischenräunie. Poren, Porosität. Verbindung der Moleküle. Feste, flüssige und gasförmige Körper. Gestalt der feste» Körper. Isärte. Aus-dehuuugskraft der Gase. Kohäsion, Adhäsion. Erscheinungen die auf de, Adhäsion beruhen. (Auflösung, Benetzung, yaarröhrcheuwirkung, Diffusion, Diosmose, Absorbtion). Absolutes Gewicht, spezifisches Gewicht. Dichte. Schwerkraft, Schwere, Schwerpunkt, Nichtuugslinie, Gleichgewicht, stabiles, labiles, unbestimmtes Gleichgewicht. Standfestigkeit der Körper. Die Lehre von der Wärme. Wärme, Wärmemenge, Temperatur. Wirkung der Wärme. Aus dehnung der Körper durch die Wärme. Thermometer, Maximum- und Minimumthermometer nach Kapeller. Bestimmung der Temperatur der festen, flüstigen und gasförmigen Körper, Wind und Luftzug. Die E» wärmung der Körper durch Ivänne. Erwärmung durch kväimeleituug (gute und schlechte Wärmeleiter und deren Verwendung) und durch Wärmestrahlung. Wärme durchlafsende und undurchlassende Körper und deren Anwendung. Die Aenderung des Aggregatzustaudes durch die Wärme. Schmelzen, Schmelzpunkt. Gebundene Wärme, spezifische Wärme, — it — Wärmeeinheit. Aschen uud Siede». Siedepunkt, Barometer, Dainpfmaschine. Anwendung des Dampfes, Kommunizierende Z^öhren, IV a ff e rstandgläs e r, Springbrunnen, artesische Brunnen, Manometer, Zerstäuber, Blasebalg, Stichheber, Winkelheber, Druckpumpe, Gas- und lVindmotoren, Magnetnadel, Dynamomaschine, Telegraph und Telephon. Verdunsten, Feuchtigkeitsgehalt der (uft. Größe der Verdunstung. Absoluter und relativer Feuchtigkeitsgehalt, Feuchtigkeitsmesser (August'sche). THan, Reif, Nebel, Wolken, Nege», Schnee, Graupeln, Hagel. Bewegungserscheinungen der Naturkörper. Allgemeines. Bewegserscheinunge» an festen Körpern. Bewegung, weg, Geschwindigkeit, Trägheit. Bewegungshindernisse, Reibung und widerstand des Mittels. von den Kräften. Kraft, Arten derselben und Darstellung. Zusammensetzung und Zerlegung der Kräfte, Kräfteparallelogramm. Statik und Dynamik. Die einfachen Maschinen. Allgemeiner Hebel (einarmiger, zweiarmiger), Krämerwage, Schnellwage, Decimalwage. Rolle. Fixe und bewegliche Rolle, Fchlaschenzug. wellrad (winde, Kurbel, Spindel, Haspel, Göpel, Getriebe). Schiefe Ebene, Keil, Schraube. Ziifammcingcfcutc Maschinen. a) Handgeräthe. b) Spanngeräthe. c) Sonstige: Göpel, Säemaschine, Mähemaschine, Dreschmaschine, Ge-treideputzinühle, Unkrautauslesemaschine, Getreidesortiermaschine, Heu-wender, Heurechen, Futterschneidemaschine, Melkuchenbrecher, Schrott-mühle, Mahlmühle, Milchzentrifuge. Allgemeine Kandmirtschaftslelsre. Adjunct Knauer. (Nach Droysen-Gisevius Ackerbaulehre.) 2. Jahrgang. Stunden wöchentlich im Winter-, 2 Stunden im Sommersemester. Lintheilung des Lehrstoffes. a) Bodenkunde. Bode». Entstehung desselben, Gestein, Mineral, Eigenschaften der Mineralien, Gestalt, (Krystall, Druse, Spaltbarkeit, Bruch, Struktur), specifisches Gewicht, Mirte, (Härtescala), Farbe, Glanz, Strich, Anfühle», Geruch, Geschmack, Löslichkeit im Wasser und Säuren, Erhalten beim Erhitze» und an der Luft. J)tc wichtigsten bsdenbildenden 21Uncrattett. (Quarz, Gyps, Kalfspach, Dolomit, Feldspati?, Glimmer, Talk, Hornblende, Thlorit, Notheisetistein, Brauneisenstein und Tho». Gesteine : Einfache, zusannnengesetzte, Struktur, Krystallinische und Massengesteine, Schichtnngs- und Schiefergesteine. «Einfache Gesteine : (Quarzit, Aalzit, Dolomit, Felsit, Talkschiefer, Chloritschiefer, Hornblendeschiefer. 5ufammcngefehte Gesteine. a) Krystallinische: Granit, Syenit, Porphyr, Basalt, Gneis, Glimmerschiefer, Thonschiefer. 1>) Mechanisch gemengte und Trümmergesteine: Mergel, Sandstein, Konglomerat, Breccie, Sand, Schotter, Thon. verwitterungsfactoren, verwitternngsproduete. Sand, Thon, Kalk, Humus, Pflanzennährstoffe des Bodens. Der Boden nach seinen Lagerungsverhältnissen, physikalische Eigenschaften des Bodens. Die Bodenarten nach ihren mechanischen Gemengtheilen, Mekonomische Lintheilung der Bodenarten. Ackerkrume, Untergrund und ihre gegenseitige Wechselwirkung. Mechanische Bodenanalyse. Ueich-thum und Kraft des Bodens. Düngerlehre. Wesen und Lintheilung der Düngemittel. Direct und indirect wirkende Düngemittel, allgemeine und spezielle Düngemittel. Allgemeine Düngemittel. Stallmist, dessen Arten, Bereitung, Eigenschaften, Benützungsweise, Menge- und Wertberechnung. Der Pferchdung, der flüssige Dünger menschlicher Exkremente, Kompost. Speftal-Dünger. Wesen und Wirkung derselben, deren Anwendung nnd Lintheilung. Stickstoffdünger Stickstoffphosphate, Phosphate, Kalihaltige Düngemittel. Düngerankauf, Düngerwert. Indirect wirkende Dünger. Gyps, Kalk, Mergel, Kochsalz, Erde, Torf, Schlamm und Gründünger. Bodenmelioration. a) Urbarmachung von Wald, wiese und weide. b) Standortsverbesserung. Entwässerung mit offenen nnd gedeckten Gräben (Drainage), Bodenbrenne», Kultur des Torf- und Moorbodens, Bodenmischung, Beseitigen der Steine, Planierung, Terrassierung, Einhegung. — li) — Bodenbearbeitung. Allgemeines. Zweck der Bodenbearbeitung, handgeräthe, 5punit= geräthe. Pflug, dessen Bestandtheile, Arten und Eigenschaften, pflugarbeit: Tiefe, Breite, Richtung des pflügens, Lage des umgewendeten Erdstreifens, Oberflächenbeschaffenbeit des gepflügten Feldes, Zeit und Häufigkeit des Pflügens. Brache und Brachbearbeitung. Der Exstirpator, Skarrifikator, Grubber und ihre Anwendung. Egge, Walze, Schleife, deren Arten und ihre Anwendung. Die Lehre von der Saat. Samen, Frucht, Saatgut, dessen Eigenschaften, Samengewinnung, Samenwechsel, Vorbereitung des Saatgutes zur Saat. Saatzeit, Saatniethoden, Saatmenge, Tiefe der Unterbringung des Saatgutes. Gemengsaat. Pflanzung. Säemaschinen (breitwürfige, Drill- und Dibbclsäemaschinen). pflege der pflanzen. Behacken, Behäufeln (ein- und mehrreihige pferdehacken), Schutz gegen nachtheilige Wittenuig (Frost, Nässe, Trockenheit, Wind und Hagel. Der Schutz gegen schädliche pflanzen). Unkräuter. Vertilgung von Unkraut, Pflanzenkrankheiten, (Schutz gegen dieselben). Der Schutz gegen schädliche Thiere. Verhalten bei Ärmlichkeit und Ueppigkeit des Pflanzenstandes. Ernte und Aufbewahrung. Die Sichel, Sense, Mähemaschine (Gras- lind Getreidemähemaschine), Dreschmaschine (Stiften- und Leistendreschmaschine), Getreidepntzmühle, die-treidesortiermaschine, Unkrautauslesemaschine. Die Reifmerkmale der Kulturpflanzen. Ernte der Körnerfrüchte, deren Trocknen, Einführen und Auf-bewahren. Das Ausdreschen, Reinigen und Aufbewahre» derselben. Ernte der Grünfntterpflanzen, der Aberntung. lheubereitungsnrethode» (Dürrheu, Sauerheu, Braunheu, Süßpreßheu). Die Ernte der Knollen und Wurzelgewächse. Zeitpunkt und Methoden der Ernte (Kartoffelernte- und Rübenhebepflug) und Aufbewahrung. besondere Manzenlmulehrc. Adjunct Knauer. (Nach Birnbaum-Gisevius pflanzeuhau). 3. Jahrgang. 2 Sunden wöchentlich im Sommerseinester. a) Bau der Lultnrpslaureu auf den» Ackerlands. Allgemeines. I. Mehlfrüchte: Weizen, Rogen, Gerste, Hafer, Mais, Hirse, Buch- iveizen, Mischfrüchte. II. Hülsenfrüchte: Erbse, Wicke, Linse, Pferdebohne, Fisole. Hl. Oelfrüchte: Raps, Rübsen, Leindotter, weißer und schwarzer Si'itf. IV. Gespinupflanzeu: Lein und paitf. V. Gewürzpflanzen: Hopfen, Are», Kümmel, Fenchel, Koriander. VI. Blattpflanzen: Tabak. VII. Knollen ü. wurzeln: Kartoffeln, Topinambur, Runkelrübe, Stoppelrübe, Möhre, Lichorie. VIII. Futterpflanzen: Rothklee, Luzerne, Esparsette, Weißklee, Bastard- klee, Kleegras, Kleegemenge, Mischling, Serradella, Spörgel, Lupine, Grünroggen, Mohar, Grünmais. b) Graslandban. wiesen und deren Arten. Wiesenpflanzen. Entwässerung und Re. Wässerung (Staubau, Rückenbau, paugbau, wilde Bewässerung). Zweck der Be- und Entwässerung. Wasser zur Bewässerung. Düngung und Pflege der wiesen, Anlage neuer wiesen, Verjüngung derselben, sowie deren Ertrag und Ernte, weiden, deren Arten, Lultnr und Ertrag. Thierzucht. Adjunct Knauer. (Nach Patzig Viehzucht), 2 Stunden wöchentlich im Wintersemester. 5. Jahrgang. A. Allgemeine Lhierzuehtlehre I. Die Züchtung. Züchtungsbegriff, Rassebegriff, Gattung, Art, Rasse, Stamm, Schlag, Zucht, perde, Familie Zndividum, Generation. Kunstausdrücke der Züch-tungslehre. Vererbung, Anpassung, Rückschlag, Blut, Neinblut, palbblut, Vollblut, Gemeines Blut zc. Leistungsfähigkeit. Frühreife, Futterverwertung, Genügsamkeit, Temperament, Züchtungsmethoden (Reinzncht, Kreuzung und deren Anwendung). Züchtungsgrundsätze, Körperformen der Thiere (Exterieur). II. Die Ccprc von der Fütterung. Allgemeines. Futter. Futtermittel, Zusammensetzung derselben, ihre Verdaulichkeit. Menge und Zusammensetzung des Futters. Nährstoffver-hältnis. Verhältnis zwischen Trockensubstanz und Wasser. Futtermischuugen. Die einzelnen Futtermittel. Grünfutter, peu, Stroh, Spreu, Knollen, wurzeln, Körner, Rück-stände der technischen Gewerbe, Milch, Molkerei und Küchenabfälle. Wasser (Tränke), Salz, Futter, Knochenmehl und Fleischfuttermehl. Ute Zubereitung der Futtermittel. ZTIechaiiifche und chemische Zubereitungsweisen. (Zerkleinern, Lin-weiche», Koche», Dämpfen, Uriche», Selbfterhifoeit, Liusäneru). Futterzu-beveitungsmafchine». Die Isäckselschueidemaschiue, (Delfuchenbrecher, Schrot-und ZKahlmiible», Futterquetschen, Futterdämpfer. Verabreichung des Futters. Schlussbetrachtung hiezu, pflege der Nutzthiere. Besondere Thierinchtlebre. Rindviehsucht. Allgemeines. Natur und Entwicklung des Rindes, dessen Benennung nach Alter und Geschlecht. Altersmerkmale. Gewicht des Rindes nach Alter und Geschlecht. Rassenknnde. Allgemeines hierüber. Die wichtigsten heimischen Rinderrafsen. Eiutbeilung der Rinderrassen »ach ihren Nützungs-leistungen. Züchtung. Züchtungszwecke. Auswahl der Rassen, Auswahl der ZuchttHiere. Ausführung der Zucht, paarung, Trächtigkeit, Aufzucht, Fütterung (weide-ernährnng, Stallfütterung). Fütterung des Milch-, Mast- und Zugviehes. Pflege des Rindes. Nutzung des Rindes. Milchnutzung. Milch, Melken, Menge und Beschaffenheit der Milch, Milchfehler, Prüfung der Milch. Verwertung der Milch (directer verkauf, Butterbereitung, Aufrahme», Holstein'sches, Schwarz'sches und Zentrifugen-Verfahren), Käsebereituug (Süß- und Sauer-Milchkäse). Die Mastnühung des Rindes. Auswahl der Thiere zur Mast. Arten der Mästung. Mittel, das Fortschreiten der Mast zu erkennen. Dauer und Ertrag der Mast. Die Zugnützung des Rindes. Betriebslehre und Buchführung. Adjunct Knauer. (Nach Konradi, Betriebslehre). 2 Stunden wöchentlich im Winter- und Sonunerseinester. 5. Jahrgang. A. Betriebslehre. I. Die landwirtschaftlichen Betriebsmittel. 1. Grund und Boden (Unterscheidung der Landgüter, deren Zusammensetzung und Zusammenhang), Meliorationen; 2. Gebäude; 3. Geräthe und Maschinen; 4. Arbeitsvieh; 5. Nutzvieh; (>. das umlaufende Betriebscapital; 7. das gegenseitige Wertsverhältnis der einzelnen Lapitalien; 8. die Arbeit (Gefpanuarbeit, Landarbeit, Arten der Löhnung, Bedarf au Landarbeit, Leistungen der Arbeit), Maschinenarbeit. II. Pie (Einrichtung, des landwirtschaftlichen Betriebes. 1. Verbindung des Ackerbaues mit der Viehzucht; 2. die Wahl der Viehzuchtszweige. 3. das Wirtschaftssystem. 1. Pie Wahl des Wirtschaftssystems. Auswahl der Nutzpflanzen. Auswahl des Nutz- und Spanuviehes. Die Feststellung des Verhältnisses zwischen Markt und Futterpflanzen. Pitwahl der Fruchtfolge. Der Pflanzenwechsel. 2. Pie Wirtschaftssysteme und die Fruchtfolgen. Körner- und Felderwirtschaft, die Feldgraswirtschaft, die Fruchtwechselwirtschaft, die Weidewirtschaft, die freie Wirtschaft, die waldfeld-und Brandwirtschaft, die Wirtschaft mit technischen Gewerben, der Stoppelfruchtbau, die Fruchtfolgen mit ausdauernden Futterkräutern, die Feld-eintheilung, der Uebergang iit eine neue Fruchtfolge. 3. Pie Statik des Landbaues. III. Pie Leitung des landwirtschaftlichen Betriebes. 1. Pie verschiedenen Formen der Betriebsleitung. Kauf und Pachtung, der Kauf, der Pacht. 2. Pie Prüfung über den Erfolg des Betriebes (Buchführung). Pie Aufgabe und Arten der Buchführung, der Nechuungstermine. B. Pie einfache Buchführung. Nach Leithiger Buchführung für de» Landwirt. A. Geldeinnahine. B. Geldausgabe. C. Handelsregister. 1. Einkäufe. 2. Verkäufe. 3. Fruchtfolgentabelle. D. Vermögensaufnahme. E. Wirtschaftstabellen. 1. Bestsllungs- und Ernte-Register. 2. Fntterernts-Register. 3. Schüttboden-Register. 4. Mahl-Register. 5. Zucht-Register. F. Steuer-Lrklärnng. Allgemeine Chemie. Director der landw.-chem. Versuchsstation L. Schmid. Rach Ban inhau er, Leitfaden der Chemie; wöchentlich 2 Stunden durch beide Semester. L. Jahrgang. Chemische Erscheinungen, Elemente, Äquivalent, Atom, Molekül, chemische Zeichen, Verwandschaft, Wertigkeit. a) Anorganische Chemie. Die Eigenschaften der Elemente: Wasserstoff, Sauerstoff, Chlor, Schwefel, Stickstoff, Phosphor, Silicium, Kohlenstoff, Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Aluminium, Eisen und Kupfer, sowie der wichtigsten ihrer Verbindungen mit besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendung und Bedeutung in der Landwirtschaft. Kleine Hebungen von Berechnungen einfacher Natur auf Grund der Moleknlarformeln. b) Organische Chemie. Eintheilung (hhfreie, N-hältigc) Fettkörper, Alkohole, Fettsäuren, Weinsäure, Apfelsäure, Oxalsäure, Kohlehydrate, Eiweißkörper. Kleine Berechnungen. Chemie des Weines. Director der landw.-chem. Versuchsstation E. Schmid. 3m Wintersemester 2 Stunden. 3. Jahrgang. Bildung und Zusammensetzung des Mostes, (Zucker, Säuren, Gerbstoff, Aschenbestandtheile), Gährung und Physiologie der tiefe; tieferem-Sucht ; Nachgährung, Lager» des Weines ; künstliche Verbesserung und Vermehrung der weine (Gallisieren, petiotisieren, Chaptalisieren, Schee-lisieren) ; weinähuliche Getränke ; Dessert- und Süßweine, Schaumweine; Fehler und Krankheiten der weine. Durch 4 Wochen mit je (> Stunden an 3 Tagen: Praktische Hebungen in der Chemie des Weines: Bestimmung von Zucker, Alkohol, Ertract, Säure, Essigsäure, Gerbstoff, allenfalls Prüfung auf Gyps und Theer-Farbstoffe. Erkennen der Fehler und Krankheiten, sowie Abhilfe. Kleine versuche mit Neinhefe, allenfalls Beurtheilung de- Bodenabsatzes mit dein Mikroskope. (Qualitative Prüfungen von Kunstdüngers, auf Kali, Kalk, Phosphorsäure, Salpetersäure, Ammoniak. Prüfung der Saatware» auf Reinheit und Keimfähigkeit. Bestini,nung des Kalkgehaltes in wein-garten- und Wiesenböden. Kau und Keimt im Psianze. Director der landw. ehem. Versuchsstation <£. Schmid. 5. Jahrgang. Zu beiden Semestern wöchentlich I Stunde. Lintheilnng der Naturkörper. Bau der Pflanzen-,Zelle. Gewebe und Zellevereinigungen; Pflanzenwachsthun, in Physik, und chem. Beziehung, Organe der Pflanzen, Wurzel, Samen, Blätter, Paare. Pflanzenernährung (mit Wasserculturen), geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung, Blüten, Früchte und Samen, schädliche Einflüjse, Pflanzenfeinde und Kiauf* heiten, sowie deren Bekämpfung im allgemeinen. §djveliseli) Geometrie) Feldmejseii. Bürgerschullehrer Victor Philippek. 2. Jahrgang. Win ter-Se,Nüster. Rondeschrift, Nadelschrift, für die vorgeschrittenen Die Blockschrift wöchentlich.................................1 Stunde Geometrie der Fläche.........................................1 Stunde Zeichnen: n) Geometrisches Zeichnen b) Freihandzeichnen................................2 „ Zusammen ... 4 Stunden Soinnrer-Seinester. Geometrie der Fläche 1 Stunde Zeichnen wie im Winter-Semester 2 „ Zusammen . . . 3 Stunden 5. Jahrgang. Winter- und Sonnner-Sen,ester. Geometrie der Körper. Die Elemente der projectionslehre. Zeichnen landw. Geräthe und Pläne 1 Stunde Feld,nesse». Die einfachen Meßinstrumente, tino Behandlung. Messen und Abstecken der Linien, ganzer Figuren; Berechnen . der Flächen. Theilen der Flächen. Abstecken regelmäßiger Pflanzungen. Nivellieren, Anwendung des Nivellements in der Landwirtschaft. Im Miuter hauptsächlich theoretischer, im Sommer praktischer Unterricht...............................1 Stunde Zusammen ... 2 Stunden Lehrbücher: praktische Geometrie von P. Ktutf, Feldmessen, Nivellieren von Peter Kcrp. Deutsche Sprache. Bon Oberlehrer Pfeifer. 1. Lesen. Geläufiges und siuuriclstiges Lesen, Mort- und Sacherläuterungen von Musterstücken; mündliche Miedergabe des Gelesenen. Memorie». 2. Jahrgang. Mie auf der vorigen Stufe mit gesteigerten Anforderungen. Hebungen in der Mannigfaltigkeit des Ausdruckes; freie Vorträge erzählender Gedichte und Prosastücks. (Je 1 Stunde wöchentlich). J. Jahrgang. 2. Rechtschreibung. Ginübung der deutschen Rechtschreibung durch Dictate und Be sprechung häuft« vorkommender orthogr. Fehler. (Jährlich 20 Unterrichtsstunden). 3. Aufsätze. Erzählungen und Beschreibungen, angeknüpft an Gelesenes und wahrgenonunenes. Briefe. (Jährlich 20 Unterrichtsstunden). 2. Jahrgang. Geschäftsaufsätze: Briefe, Telegramme, Rechnungen, Quittungen, Schuld- und Pfandscheine, Reverse, Vollmachten, Zeugnisse, Anzeige», Anerbieten, (Offerte), Bestellung, Frachtbrief, Empfangsschein, Anzeige im allgemeinen, Anzeige bei Ausbrüchen von Seuchen oder Elementarschäden, Gesuche im allgemeinen, Gesuche um Steuer-Nachlass, um Abschreibungen, um Erlangung von zinsenfreien Darlehen bei Neuanlage von Weingärten, Mahnschreiben, Pacht-, Rauf- und Dienstverträge, (wöchentlich 1 Stunde), Rechnen. T>ic 4 species in ganzen Zahlen und in Decimalen, Einfache Zins-rechnungen. ^lngewandte laudivirtschaftliche Rechnungen. Schlussrechnungen. Z. Jahrgang. Gemeine und Decimalbrüche. Angewandte landwirtschaftliche Rechnungen. preis-, Prozent-, Zinsen , Gesellschafts- und Mischungsrechnungen, Verhältnisse, proportione» und Schlussrechnungen; Quadrieren, Lubieren und Ausziehen der (Quadratwurzel, (wöchentlich je 1 Stunde). Schreiben. Heide Jahrgänge. Hebungen i» der deutschen und lateinischen Kurrentschrift behufs Aneignung einer deutlichen und gefälligen Handschrift. (1. Jahrgang 20 Unterrichtsstunden jährlich). (II. Jahrgang vom Schulbeginn bis (öfter» wöchentlich eine Unterrichtsstunde). Im I. Jahrgang in 4 wöchentlichen Stunden im Winter- und Sonnnersemester. Im 11. Jahrgang in 4 wöchentlichen Stunden im Winter und 3 Stunden im Sommer-Semester. Kienenzucht. Dr. med. phil. Terö. 3. Jahrgang. IVintev-Semeftev. November und December, wenn nöthig auch Jänner wöchentlich 1 Stunde systematische Vorträge über Anatomie. Physiologie bezw. Biologie (der Bienenstaat). Entwicklung und Lebensdauer. Die Schwärme, ihre Schicksale und pflege. Kunstschwärine, Honig, wachs, Wabenbau,' Bienengift, Krankheiten und Schädlinge. Bienenrassen. Entwicklung der Bienenzucht, ihre Bedeutung für die Landwirtschaft. Sommer- Semester. Sobald es die Witterung erlaubt wöchentlich einmal Demonstrationen am Bienenstände, praktische Hebungen der Zöglinge (jeder muss wenigstens 3mal arbeiten), gelegentliche Wiederholung des Lehrstoffes. Alle Arbeiten der Jahreszeit (auch Schleudern wenn möglich). II. Pie verschiedenen Lehrgänge. 1. Fvühjahrs-Lnrsus für Mein- und Obstbau. Dauer 14 Tage im Monat März. Für Wein- und Obstgärtenbesitzer und sonstige Freunde des wein-und Obstbaues. Die Theilnehmerzahl wird auf 40 festgesetzt. 2. Frühjahrs-Lursus für wtttjcr-, Baun»- u. Strayenwärter. Dauer 14 Tage im Monate März mit vorstehendem Cursus gleichzeitig. vorwiegend praktische Ausbildung. Die Theiluehmerzahl wird auf 30 festgesetzt. Dürftige Winzer u. s. w., welche selbständig sind, d. H. nicht von Herrschaften, Besitzern, Geineinden, Bezirke» hergesandt werde», erhalte» Unterstützungen in beide» Cursen. Bedürftigkeit ist nachzuweisen. 3. Cursus für Sonuuer-Veredluug und Behandlung der Beben und Mbstbäunre, Krankheiten und Feinde und deren Bekämpfung. Dauer (5 Tage im Monate schuü. Dieselben Theilnehmer werde» wieder einberufen. Neu hinzutretende finden nur nach Maßgabe des Raumes Aufnahme. 4. Obstverwertunas-Curfus für Männer. 3» der letzten Septemberwoche. Dauer (> Tage. (Letzte Woche). Theiluehmerzahl wird auf 30 festgesetzt. 5. Gbftverwertungs-Lursus für Frauen. 3» der vorletzten Septemberwoche. Dauer (i Tage, (vorletzte Woche). Theiluehmerzahl wird auf 30 festgesetzt. a) Lehrstoff. Vorträge: Director Zweifler, Adjunkt Knauer, Brüders, Belle. V Frühjahrs-Lurfus für wein- und Obstbau. von !)—12 Uhr vormittags. Weinbau. Bau und Ernährung der Reben und (.Obstbäume. Amerika», veredlungsunterlagen, deren Ansprüche an Klima, Lage, Boden, Vermehrung, Veredlung. Empfehlensw. europ. Rebsorten. Erzeugung veredelter Reben: Schnittweingärten, Schnittreben, Wurzelreben, Frühjahrsveredluug und verschiedene Methoden. Rebschule. Neuanlage der Weinberge und die dabei in Betracht kommenden Arbeiten : Vorbereitung des Bodens, Düngung, Rigolen, Ableitung des Grund- und Tagwassers, Terrassenbau, Abzeilen, Pflanzung, Behandlung bis zum Beginn der Tragbarkeit. Rebfchnitt. Düngung bor Weinberge, tese, Kelterung und Einkellerung des Mostes. Gühnmg, Neinhefe, Abziehen, Auffülle», Behandlung der Fässer, wichtige Weinkrankheiten und Fehler. (Obstbau. Veredlung. Pflanzung und Erziehung hochstämmiger Mbstbäume in der Baumschule. Das Wichtigste aus der Spalierzucht. Empfehlenswerte Apfel- und Birnensorte». Pflanzung und pflege der Bäume bis zum •S—4 Jahr. Auslichte», Auspuffen älterer Mbstbäume. Verjüngung, ilnv pfropfen, Düngung, wichtige Feinde: Fusicladkun, Apfelblütenstecher. Blutlaus, Blattläuse, Schildläuse, ZTiehlthau, Exoascus. 2. Somnter-tEurfus für wein- und (Obstbau. Von 9—12 Uhr. Weinbau. Sommerveredlung. Am Standorte, auf Stupfer. Stommerbehandlung der Weinberge und Nebfchulen, Schnittweingärte», wichtige Nebenfeinde und deren Bekämpfung: peronospora, schwarzer Brenner, Oidium, (Black roth), Traubenwickler. Schädliche, durch Witterung hervorgerufene Einflüsse : Gelbsucht, rother Brenner, Grind. (Obstbau. Bau und Leben der Mbstbäume und Neben. Sommerarbeite» in der Baumschule: Lntspitzen, Auspuffen, Aeugeln, Behandlung der Spalier« bäume im Sommer, wichtige Mbstbaumfeinde und deren Bekämpfung: Blutlaus, Mbstmade, pflaumenwickler, Frostnachtschmetterling. Beschreibung und Vermehrung wichtiger Beerensträucher. 5. Frühjabrs-Lursus für wtnicr und Baumivärter. Leichtverständliche Belehrung, deutsch und slovenisch durch de» Nebmann und den Gärtner. Nachmittags von 5—6 Uhr. Weinbau. Empfehlenswerte europ. und amerik. Nebsorten, Nigolen, planieren, Zeilen, Ausstecken, Ableitung des Tag- und Grundwassers, pflanzen, Veredlung, Schnittweingärten, Nebfchulen. Nebschnttt vom 1. Jahre ab. Düngung. Lose. Leitung der Gährung. Abziehe». Auffüllen. Behandlung der Fässer. (Obstbau. Anzucht der Wildlinge. (Orte für die Baumschule. Nigolen für Baumschule. Veredlung. Anzucht der hochstämmige» Mbstbäume in der Baumschule. Pflanzung. Schnitt in den ersten Jahre». Auslichten, Auspuffen und Reinigen der ältere» Mbstbäume. Verjüngung, Umpfropfen, Düngung. Feinde und Krankheiten und deren Bekämpfung. 4. Sommer-tEurfue für Winzer und Bauimvärter. Derselbe Stoff wie im wein- und Mbstbau-Lnrsus, in abgekürzter und einfacherer Form, b) Praktische |(butigni. Geleitet durch Brüders, Belle. V 3m Frühjahrs-Lursus für Mein- und Obstbau von 2 bis 4 Uhr nachmittags. Weinbau. Nebschnitt, Holzveredlung. Einschnlen der Veredlungen. Abzeilen, pflanzen. Abstecken der Ulauern und Wassergräben. Einleger machen, vergruben. Anbinden der Bögen, wichtige Kellerarbeiten. Excursione». Bekämpfung der Rebenfeinde und Krankheiten. Obstbau. Banmschnitt. Pflanzung der Bäume. Ansputzen älterer Gbstbäume. Arbeite» in der Baumschule. Bekämpfung der Obstbaumfeinde. Behandlung und Schnitt der Beerensträucher. veredlnngsübnNgen. Umpfropfen, verjüngen!. Düngung. Banmwachs. 2. 3m Souuner-Lursus für Obst- und Weinbau. Weinbau. Grünveredlung. Sonnnerbehandlnng der Rehen im Weinberge, Rebschule und im Schnittweingarten, wichtige Kellerarbeiten. Sommer-Bekämpfung der Rebenfeinde und Krankheiten. Obstbau. Einkürzen der grünen Triebe in der Baumschule und an Zwerg-bäumen. Bekämpfung der Leinde und Krankheiten. r ö. Lrühjahrs-Lursu» für Winzer, Baum- und Straszenwärter. f. Sommer-Tursns für Winzer, Baum- und Strafzenrvärter. Dieselben Arbeiten wie beim wein- und Gbstbau-Tursus. Geleitet durch den betheiligten Gärtner, bezw. Rebmann. von 8—12 und 1—5 Uhr. 5. Obstverwertungs-Turfus für Rianner und Frauen. Director Zweifler, Brüders, Belle. rNostgewicht und Säurebestimmnng. Obsternte, Gbstversandt, Aufbewahrung. Obstwein- und Beerenweinbereitung, Essig- und Branntweinbereitung, Dörren, Prünellenerzeugnng, Dbstmus, Obstkraut, Gelee, Tonserven. Beim Riänner-Turses wird auf Methoden mehr Gewicht gelegt, welche im Großen Anwendung finden, bei den Frauen werden Arten eingehender behandelt, welche im Haushalte von Wichtigkeit sind. von 9—12 und 2—4 Uhr. (>• 2Vm;crfd>uIc im Burguvalbe. Die theoretischen Erläuterungen beim 10monatliche» wiuzer-Lursus im Burgwald werde» an Regentagen und den Abende» durch den Rebmann Kraner, dem die Aufsicht der winzerschule obliegt, in deutscher uud slovenischer Sprache ertheilt. Sie beziehen sich i» der Hauptsache auf die Rebcultur mit £jilfe amerikanischer Sorten uud Obstbau aus Hochstämme». Der weitaus grostte Theil der Zeit dient zur Verrichtung der laufenden Arbeite» beim wein- und Obstbau, dem wiesen-und auch Waldbau. Beginn und Dauer aller der vorstehenden Lehrgänge, sowie die Bedingungen zur Zulassung werden jeweilig i» de» geleseusten Tages-blättern bekannt gemacht. Direction der steierm. Candes- Obst- und (Ueinbauscbule IDarburg an der Drau. /r. Zweifler, Director.