Primi«erationS-Pretse Für Laiback: Ganzjährig - - 8 st. 40 lr. Halbjährig - - 4 " " vierteljährig . 2 » 10 » Nonallick • Laibacher Redaktion Bahnhofgaffe Nr. 132'. - - 70 Mir der Post: ganzjährig............... Halbjährig...................J " Vierteljährig............... ö " pi Zustellung ms Haus viertelj. 25 kr., monatl. 9 kr. Lmzelne Nummern 6 lr. Eogblatt, Anonyme Mittheilungen werten nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zuriickgesendet. Expedition- & Inserate« ' Bureau: Tongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. ÄleiN' mayr & Fed. Bamberg.) Jlisertions-reise^ Für die einspaltige ä 4 Jr., bei wieders schallung ä Anzeigen bis 5 Z Bei größeren Inseraten ..... öfterer Einschaltung entspre chender Rabatt. Für complicierten Satz beson dere Vergütung. Nr. 176. Donnerstag, 5. August 1875. — Morgen: Verklärung Jesu. 8. Jahrgang. Kerwaltungsresorm. (Schluß.) Wie in Preußen die Mitglieder des KreisauS-srfmffes könnten bei uns die Mitglieder des Be-Es'schusses von der Bezirksvertretung aus den 2ek?enen Bewohnern des Bezirks für eine be-LÄ s-»->!°»-d°u°° emätu netto. »ebb«, ITS rum Theile gegenwärtig auch schon bet uns. Kfinbe der Bezirksausschuß zum Zwecke der Ange-^ k- ten des Bezirks, also innerhalb des von oer ÖJoettrctung bewilligten Etats zu, Besorgung N'Utraßenwes?ns des Bezirks zur Verwaltung 2 &tLflmenfonbs, zur Vorbereitung und Aus fSbrurg der Beschlüsse der Bezirk-Vertretung u., w 2 aber auch zur Wahrnehmung der ihm durch K zugewiesenen Geschäfte, der allgemeinen Hi,b-i h°.l-d-t G-°°ds.S mal, orbend m iein, daß solche Angelegenheiten der allge- mit Srriiiaunflcn, b=i n»ld,=„ =» I>ch um Veite der Gemeinden oder Einzelner b2 dem Bezirksausschüsse zuzuweisen wären, Ehrend andere Gelegenheiten und alles was noth-(Meacnfianb der dtScretionaren Ge-- 618 öt-Kr «amt?« »u fititr unb fdbftOnbi«» (intldjtibung SS. W!< ZTÄirt* Dnst«"»»-" ""d »* ober an den Wein; an v°m r°bitsch-r Sauerbrunnen, das an. oae öaftcr v q(@ m seinen Wirkungen, ömhintr beim „ Don Römerbad. da« wieder fjj" seinen Folgen, al- angenehm durch Mamtt tn ' Aibt. an den Wein von Mar-W h«»sr»d g v ber clnftige Reichsverweser >g oder V«. ' btr befte Weinbauer geworden oder Luttenberg, und „Luttenberger" Vt von Pe> ,m Dierjetjnten Jahrhundert Österret- Ä^Rilter aus ihrem Kreuzzuge gegen die „hetb* ische <^reu^nma”ltabcr nicht denkt, wenn von dem , An unlersteirischen Boden gesprochen wird. Migesegnkle zahlreichen Monumente de« Älert» > dir aU® fielen ..weißen" WaUsabriökirchlein. ^lismus, v' tli£b t,je dichtbewaldeten kohlen, und denen na r des Sannthales und die Bor- ^rgr^deS Pacherngebirges gipfeln, und die mehr düngen über ganz bestimmte Angelegenheiten der Com-munalverwallung. in armenpolizeilichen, wasferrechtli-chen, wege-, selb-, gewerbe-, bau- und feuerpolizeilichen, sowie in Schulsachen, in Sachen der öffentlichen Gesundheitspflege u. s. w. als complenzmäßige Geschäfte zufallen. Selbstverständlich hätte der Vorsteher des landesfürstlichen Bezirksamts den Vorsitz im Bezirksausschüsse zu führen, die Beschlüsse desselben Dorzubereiten und durchzuführen. Da aber die Bezirksausschüsse nicht den Charakter von Verwaltungsgerichtehöfen, sondern nur den einer mit populären Elementen durchgesetzten Verwaltungseinrichtung haben sollen, so würden sie auch ihre Entscheidungen auf Grund des actenmiißigen Sachverhaltes und nicht auf Grund des Ergebnisses eines contradiclorischen schriftlichen oder mündlichen Verfahrens fällen; sie würben auch dort, wo durch ihre Entscheidungen über öffentliche Rechte der Parteien erkannt wird, den Charakter einer Verwaliungsbe. Hörde beibehalten, daher auch ihre Verhandlungen nicht öffentlich fein könnten. Allerdings setzt dies — wenigstens hinsichtlich aller jener Angelegenheiten, welche im Berufswege von den Bezirksausschüssen an die Statthaltern gelangen — auch bei dieser ein collegiales Verfahren und ein Mitwirken des Laienelemcnts voraus, dem dadurch entsprochen werden könnte, daß derlei Gegenstände bei der Statthalterei in einem Senate verhandelt werden, welcher aus einer gleichen Zahl von Mitgliedern der Statthaltern und des Landesausschusses zusammengesetzt würde. und mehr verfallenden Rlnsterrnauern der Karthäu ser von Seiz und Geyrach und andere Klöster, denen insgesammt der unvergeßliche Kaiser Josef ein raiches und ewiges Ende bereitet und in bereit Fensterhöhlen nunmehr bas Grauen wohnt, nachdem teergebrannt war die Stätte der Leidenschaften, „wilder Stürme" rauhes Bette, da ausgezogen waren in die Welt die Insassen, die mehr nur als l Mönche nebeneinanber gewohnt, denn als „Brüder" miteinander. Das merkwürdigste und vielsagendste Denkmal klerikalen Wesens und Unwesens ist aber der „Dom im Dorfe," den angesichts der himmelanragenden sulz-bacher Gebirge ein mit feinem Kapitel zerfallener Bischof im Trotz und Eigensinn in die ländliche Abgeschiedenheit unter ein paar Bauern^ehöste hin-gebaut hat, besser gesagt, hinbauen wollte, denn heute noch ist der „fromme Bau" ein — Fragment. Eine der schönsten, wenngleich bisher wenigst gekannten Partien des an landschaftlichen Reizen so I überreichen SteirerlandeS ist da« obere Sannthal, l ba» sich, breit unb weit eine prächtige Thalmulde, : hinzieht von EiÜi aus, westlich bis in die Sulzbach unb an den Fuß der gleichbenannten Alpen, die Steiermark von Krain scheiden und die schon Julius Cäsars Legionen übersetzten. Mit Beruhigung könnte man dann bei einer solchen Einrichtung für einen großen Kreis der Geschäfte der allgemeinen LandeSverwaltmig das Ministerium als eine letzte Instanz entfallen lassen. Die Thälitahme der staatlichen Organe an den Beschlüssen und Entscheidungen der unteren Verwaltungsbehörden, die durch die Zuziehung populärer Elemente gesicherte Unabhängkeit dieser Behörden, sowie das Correctiv, welches gegen fehlerhafte Entscheidungen in dem Verwaltungsgerichtshofe gelegen ist, machen das Eingreifen einer dritten und eventuell einer vierten Instanz entbehrlich, so daß die Ministerien nur in jenen Verwaltungs-Angelegenheiten als letzte Instanz noch einzutreten hätten, welche der selbständigen Entscheidung des Chef« der politischen Behörde überlassen sind. Man wird geneigt sein, einer solchen Organisation der Verwaltung die Einwendung entgegen» zu setzen, daß sie mit dem Grundsätze der Verantwortlichkeit der Regierung sich nicht vereinigen lasse. — Die staatsrechtliche Verantwortlichkeit der Minister wird dadurch gewiß nicht alteriert. Aber auch jene parlamentarische Verantwortlichkeit, welche von der Voraussetzung ausgeht, daß der Minister von allem, was von den Behörden seines Ressorts verfügt oder entschieden wird. Kenntnis haben müsfe und über alles Aufklärung zu geben habe, wird theilweife schon durch das Bestehen eines Verwaltungsgerichtshofes eingeschränkt. Wenigstens kann nicht angenommen werden, daß in den Fallen streitiger Verwaltung ein Parteienrecht verletzt sei, wenn Die Brust des Touristen athmet frisch und frei, wenn sie schlürft den balsamischen Hauch des NalurodemS, der vom Gebirge her über üppige, fruchtreiche Halden und blumenüberfäete faftiggrünc Matten ihr entgegenweht, zwischen denen sich in glänzenden und schimmernden Windungen das wohligste Gewässer, die milde Sann, dahinzieht. Von Cilli aus zur Linken die Wallfahrtskirche Maria Pletrovic, zur Rechten die Malteser-Kommende Heilenstein als klericale Wegweiser zur Seite lassend, kommt man lustwandelnd nach Sachsenfeld. dem sprechenden Zeugen deutscher Kultur inmitten windischm Landes, dann über Fraßlau, Pretzberg und Schloß Altenburg nach Oberburg, dem Ziele unserer Wanderung. Inzwischen hat man noch einige Wallfahrtsorte passiert, darunter auch das anmuthig auf einem Hügel hinter Altenburg gelegene Franziskaner-Kloster Nazareth, zu dem 1624 der Grundstein an jener Stelle gelegt wurde, wo bisda ein edler Ritter „Vogel gefangen, wo aber," nach den Worten des Bischofs, der das Kloster stiftete, „von nun an Menscheu gefangen werden sollten." Wir nahen uns Oberburg, der Stiftsherr-schuft des laibacher Bisthums und dessen hauptsächlichstes Einkommen. und so lange eine Entscheidung des Verwaltungs-gerichtshofes nicht prooociert wird. Uebrigens sind gegenwärlig sehr wichtige An. gelegenheiten der öffentlichen Verwaltung den autonomen Organen der Gemeinde-, Bezirks- und LandeS-auSschüsse zugewiesen und von deren Entscheidungen und Verfügungen geht keine Berufung an die staatlichen Behörden. Der Einfluß, welcher den Organen der Regierung auf diese Angelegenheiten zusteht, ist rin sehr beschränkter, und es ist daher eine Verantwortlichkeit der Minister für diese Zweige der Verwaltung, mögen dieselben auch noch so sehr vernachlässigt werden, fast gänzlich ausgeschlossen. Eine mit populären Elementen durchsetzte Verwaltung macht die administrative Eentralisation in den Ministerien zu einem guten Theile und zwar insbesondere in jenen Fällen entbehrlich, in welchen durch btt behördlichen Verfügungen öffentliche Rechte der Parteien berührt, oder welche nach einem vom Gesetze zugelassenen localen Gewohnheitsrechte getroffen werden, weil einer solchen Verwaltung das Bedenken der Willkür, Abhängigkeit und der Unkenntnis örtlicher Verhältnisse in weit geringerem Maße entgegensieht, als einer Verwaltung, welche auf dem Grundsätze des bloS persönlichen Ermessens und Entscheidend des Verwaltungsbeamten aufgebaut ist. Bei dem Bestände eines Verwaltungsgerichtshofes wäre in den bezeichneten Fällen eine Appellabilität an die Ministerien für die verwaltungsrechtliche Seite der öffentlichen Administration weder eine Notwendigkeit, noch ein Gewinn, besonders wenn dafür Gewißheit besteht, daß die untere Behörde, der Bezirksausschuß, ihre als gesetzwidrig erklärte Entscheidung zurücknimmt oder aber nach Umständen den Kläger schadlos hält oder mit Zugrundelegung der Rechtsanschauung des VerwaltuugSgerichtshoses eine neue Entscheidung fällt." Politische Rundschau. Laibach, 5. August 1875. Inland. Der Kaiser hat den Fürsten Milan von Serbien, wie es heißt, in halbstündiger Audienz empfangen, jedoch demselben jeden Zweifel darüber benommen, daß Oesterreichs Haltung in der Frage der Herzegowina nicht unverändert diejenige einer befreundeten Macht und loyalen Nachbarschaft mit der Türkei fei und daß die militärischen Vorkehrungen an der Grenze etwas anderes seien, als die Sicherung jener Mitttel, die nöthig sind, um eine Refpcct einflößende Bewachung der Grenze durchzuführen und den Zuzug bewaffneter Scharen von Oesterreich in das aufständische Gebiet zu hindern. Ucbereinstimmenb mit den gestern gebrachten Mitteilungen meldet „P. C.", der serbische Ministerpräsident Marinovic habe erklärt, die Reise des Fürsten Milan sei eine reine Privatangelegenheit, was aber nicht ausschließt, daß der Fürst die Gelegenheit wahrnehmen werde, um sich über die Anschauungen der competenten wiener Kreise hinsichtlich der Vorgänge in der Herzegowina zu informieren. Wie man sieht, dürste die Information ganz nach den Wünschen des als friedliebend bekannten serbischen Fürsten ausgefallen fein. Aus Lemberg kommt die nicht mehr unerwartete Nachricht, daß Graf Ägenor G o l u ch o w S k i, der Statthalter von Galizien, seiner schweren Krank» heit am 3. d. morgens im 64. Lebensjahre erlegen fei. Welche historische Persönlichkeit da aus dem Leben geschieden ist, das braucht kaum gesagt zu werden. Steht doch unter dem vielberufenen Oktober-Diplom, dem Ausgangspunkte unserer Verfassung, aber auch dem Urquell unserer konstitutionellen Kämpfe, der Name GoluchowSki'S. Von jener kurzen Periode, vom 21. August 1859 bis zum 14tcn Dezember 1860, während welcher GoluchowSki das Amt des Ministers des Innern bekleidete, schreibt sich die föderalistische Bewegung her, welche gegen die Februar- und Dezemberversassung mit aller Macht antämpfte und unter deren Zuckungen Oesterreich heute noch leidet. Von ganz besonderer Wich- tigkeit aber war GoluchowSki'S Lebenslauf für sein Heimatland Galizien. Dreimal: von 1849 bis zu seiner Berufung in die Regierung, dann wieder unter Belcredi und dem Bürgerministerium und zuletzt, nachdem feine Haltung in den Resolutions-Debatten des galizischen Landtages ihn unter Giskra unmöglich gemacht hatte, von Hohenwart abermals berufen, bekleidete er den galizischen Statthalterposten, auf welchem der Tod ihn ereilte. Seiner Wirsam-keil danken die Polen ihre heute unumschränkte Herrschaft in Galizien, und gegen ihn hauptsächlich richteten sich die Anklagen der galizischen Ruthenen. Mit seinem Hinscheiden ist einer der wichtigsten Verwaltungsposten des Reiches verwaist, und die Regierung wird bei der Wiederbesetzung desselben die sorgfältigste Auswahl zu treffen haben. Namen wurden in dieser Beziehung schon mehrere genannt, am häufigsten lehrte der des Ministers Ziemial -k o w s k i wieder, eines Maunes, der unter den Polen der verfassungstreuen Regierung sicherlich am nächsten steht. Der pragrr Professoren-(Sonflict kann als beigelegt angesehen werden. Herr v. Stremahr hat eine Verordnung erlassen, nach welcher der Verkehr der Universitäten mit dem Unterrichtsministerium fortan unmittelbar und ohne die Vermittlung der Landesstellen stattfindet, so wie dies rückstchtlich der wiener Universität bereits der Fall ist. Es ist mit Zuversicht anzunehmen, daß diese Maßregel, welche vollkommen geeignet ist, Eonflicte, wie sie an der medicinischen Facultät in Prag vorkamen, hintanzuhalten, zur Folge haben wird, daß die durch bureaukratische Rücksichtslosigkeit gekränkten prager Professoren der dortigen Universität erhalten bleiben. Auswärtige Blätter entnehmen der von Wien aus versendeten officiösen ,Correspondance Generale" eine Betrachtung über die Vorgänge in der Herzegowina. Darin heißt es am Schlüsse: „Was Oesterreich-Ungarn betrifft, fo muß man die Aufrichtigkeit besitzen, anzuerkennen, daß feine Situation, vom moralischen Gesichtspunkt aus betrachtet, eine schwierige, ja man könnte sagen, eine sehr peinliche gegenüber dieser Erhebung ist. Letztere tritt zutage säst unmittelbar nach der Reise Sr. Majestät in Dalmatien und gerade in denjenigen Bezirken, welche an letzteres Land grenzen und deren Einverleibung, zieht man die Karte zu Rathe, als eine geographische Notwendigkeit erscheinen kann. Die Aufständischen haben ferner auf einem Punkte mehr ober minder den Namen Franz Josefs angerufen. Mit ein wenig Uebelwollen nur hätte man im Auslanbe glauben können, bie Leute feien bazu ermächtigt gewesen. Glücklicherweise hat bie offene unb loyale Politik unserer Regierung die Grundlosigkeit all dieser Gerüchte augenfällig dargethan. Beharrt sie getreulich auf diesem Wege, so wird sie durch ihre Haltung vollends alle Zweifel zerstreuen." Ausland. Mit herzlichstem Entgegenkommen sind die österreichischen Theilnehmer an dem stutt-garter Schützense ste von der Bevölkerung der schwäbischen Hauptstadt empfangen worden. Der alte Familienzug trat kräftig und srohgemuth zu-tage, unb keine unliebsame Reminiscenz aus früheren Zeiten störte bie Harmonie. Man kann nur Ja unb Amen zu bem Wunsche sagen, welchem ber „Schwä. bische Mercur" in seinem Festartikel AuSbruck gibt, indem er sich überzeugt hält, baß die Freundschaft zwischen Deutschland und Oesterreich, welche schon ihre Proben bestanden hat, auch alle künftigen bestehen werbe. Das System ber Matricular-Bei-träge wird bis auf weiteres in dem deutschen Reichshaushalts-Etat noch bestehen bleiben. Allerdings gibt dasselbe den Bunbesstaaten zu bitteren Klagen Anlaß, allein bis jetzt hat über eine ander» weitige Aufbringung der nöthigen Mittel ein Ein-verstänbnis nicht erzielt werben können. Man ist im Reichskanzleramte eifrig auf ber Suche nach einem neuen Mobus, vermöge dessen bie ReichsauSgaben gebeckt werben könnten. Bis man ihn sinbet, müssen bie Kleinstaaten noch eine harte Geduldprobe bestehen. Wunberliche Heilige find bie baierischen Ultramontanen. Sie vertreiben sich jetzt bie Zeit bamit, alle Geistlichen zu benuncieren, welche bei den Wahlen liberal gestimmt haben, und werfen sogar dem Bischof Dinkel von Augsburg vor, daß er der klerikalen Fahne abtrünnig geworden sei. Was werden sie erst über das Schreiben zetern, welches der neue Erzbischof von Bamberg an die dortigen Gemeinbecollegien gerichtet hat! Es findet sich nemlich in bem Schriftstücke nicht ein Sterbenswörtchen, welches an ben Kirchenstreit erinnern könnte. Die französi fche Nationaler f atnra* kung hat am 2. b. in dritter Lesung das Se-natoren-Wahlgesetz mit 559 gegen 73 Stimmen angenommen. Da gleichzeitig auch der Gesetzentwurf über den Kanaltunnel votiert wurde, so hat die Kammer nur noch einen Theil des Budgets des Finanzministeriums, das Budget btt Staatseinnahmen und die Vorlage über die pariser Gürtelbahn zu erlebigen, unb wirb sie somit ihre Arbeiten im Laufe ber heutigen Sitzung vollenden unb morgen ihre Ferien antreten. Auch bas englische Parlament beeilt sich aufzuräumen. So streng es auch sonst die Samstage als Feiertage hält, am letzten Samstag hielt es boch eine Sitzung, um womöglich am 14ttn August zusperren unb ben Haselhühnern nachgehm zu können. Herr P 1 i m s o 11 hat sich bamit ein» verstauben erklärt, baß bie Regierungsvorlage Ad-berley's an Stelle der [einigen mit seinen Amendements als giltig für das nächste Jahr angenommen werbe. Die „Schiffsfchinder" finden jetzt ei» neues Mittel, ihr dunkles Handwerk fortzubetreibea, und es ist schon wiederholt daraus hingewiesen worden, daß Schiffseigenthümer, um fich den beschränkenden Bestimmungen des neuen Gesetzes zu entziehen, ihre Schiffe in Belgien eintragen und,""' ter belgischer Flagge segeln lassen. Die wwc Regierung sucht bieS so weit als möglich z» *«* Hinbern unb hat bie Übertragung in mehreren Fällen rückgängig gemacht. Ein Kaufmann in Antwerpen meldet inbeffen bie Namen von 21 englischen Schiffen, welche auf biese unehrenhafte Weise nachweisbar auf bas belgische Register übertragen worden sind. Die Sache soll im Unterhause zur Sprache gebracht werden. Der „Morning Post" wird von Berlin au* telegraphiert, daß Deutschland, Rußland und Oesterreich, ihren gemeinschaftlichen Einfluß beim Fürsten von Montenegro unb bei ber serbischen gierung anrocttben unb ihnen ben bringenden Rath ertheilen, jeden Anschein einer Unterstützung der Z"' surgenten in der Herzegowina zu vermeiden. — ®tC russische General-Consul in Raguso hat, einer Petersburger Depesche des londoner Blattes „Hont" infolge, an den Secretär für orientalische AngeW1* heilen im russischen Auswärtigen Amt telegraphier, daß des Fürsten von Montenegro Stellung eint sehr schwierige sei, und daß eS ihm angesichts der wachsenden Unzufriedenheit in ber Herzegowina unb tn seinem eigenen Fürstenthum äußerst fchwetfalleit werbe, ben kriegerischen Geist seines Volkes im Zaume zu halten. Die religiöse Intoleranz in Spanien wächst. Wie ber „Jmparcial* erzählt, wurden zwei ange* sehene Bürger Madrids vom Gerichte zu empfindlichen Strafen verurtheilt, weil fie auf einem Balcon mit bedeckten Häuptern flanbtn, währenb unten auf ber Straße eine Procession vorbeizog. Noch schöner ist ber Vorfall in Sevilla. Dort würbe ein junger Mensch von siebzehn Jahren, weil er im Vorüber, gehen an einer Procession nur einen Augenblick ben Hut auffetzte, von einigen fanatischen Betbrüder« niebergeschlagen unb lebensgefährlich verletzt, ohne baß die Polizei einschritt unb ohne baß das Gevtcht eine Untersuchung gegen bie rohen Attentäter anhängig machte. Zur Tagesgeschichte. _ Zwangsweise Aufforstung der Ge-birqszüge. Die großartigen Wetterschläge, welche nach ien bisherigen Berechnungen in Steiermark Heuer um meh. ine Millionen geschadet haben, lenken die allgemeine Auf. tzerksamkeit ganz naturgemäß auf die als milwirkende Ürsache anzusehende Kahlheit der Hänge und Gebirgszüge. §SüS in Versammlungen und öffentlichen Blättern bis zum Vrberdruß wiederholt, aber leider nur von den Einsichtigeren Glaubt wurde, hat jetzt eine überaus schmerzliche Ersah-' außer jeden Zweifel gestellt: die rücksichtslose Wald. insbesondere an den Kämmen der langgestreckten Lrbmrüae sowie die gesetzwidrige Nichtwiederaussorstnng der »nSaritilagenen Stellen ist die Quelle unabsehbarer Gesah. für das ohnehin vom Glücke nicht sehr begünstigte Land. fttf) die Bewohner schon jetzt über das Maß der ein-Litretenen Unfälle kaum mehr zu fassen, wie soll das erst --ick fünfzehn, zwanzig, dreißig Jahren werden, wenn mit dtz Waldverwirthschastung in dem bisherigen Style fort-ä i, milC? Es werden daher bereits fachmännische klimmen laut, welche aus das kräftigste eine staatliche Jmer-ttebrI für eine zwangsweise Aufforstung der gefährlichsten tzöbenzüge »erlangen. So war z. B. die untere Steier-Jtiarf lebt wenig von Gewittern he.rngesucht, ,o lange d.e vJite des Bacherngebirges den schützenden Waldmaniel knl ieitdem die unerbittliche Axt gewaltet, bringt )edes e Gewitter. D.e Wetterwolken, welche au-Kärn-^n °der Oberste.ermark kamen, zogen damals die wärmende an sich, wodurch eine raschere Ausgleichung der ÄLn und ein frühzeitiger, ungefährlicher viiederschlag Äk S^°m aber der Wald nicht mehr vorhanden ist. die Wollen über das Gebirge, gelangen ... L.e Ebene 47alb 6.ll., stoßen mit dem Südwinde zu.ammen und 2 sich in jenen schrecklichen Hagelwettern, von denen Wßrie matt seit Jahren heimgesucht w.rd. Aus d,e,em W*S der Darstellung eines Fachmannes fußenden SS läßt sich ersehen, welche fchreckl.chen Folgen d.e Antwortlich- Waldwirthschaft nach stch z.eht. _ Die Töchter des Fürsten von Monte-Wx0. Man schreibt aus Petersburg: Zwei Töchter des Mrsten Nikolaus von Montenegro. Ljubo w, eils Jahre mitica, neun Jahre alt, werden demnächst ... das NL.-r.Erziehungsinsti.ut des Stif.es Smolnoi e.ntreten tzs werden für sie -ig-ne Gemächer e.nger.chtet, m.t e.genen ^nstructoren und eigenem Dienstpersonal- uitD ^rööllljlll^Ällgelegekhelten. Pfahlbautenfund auf dem laitmdjtr Moor. Di- Aufdeckungsarbeite,. in der Lorfschich-e bei Brnnn-2men nicht nur das Interesse des gebildeten Städters, i jenes der sonnegger Landbevölkerung im hohen £ »tJmcb Aus den, letzteren Umstande dürste die Znft weitere Bortheile ziehen, denn wie uns aus ^.ssenfchaft wette interessante Entdeckungen au^er dem Moorbecken auf dem ei... US rer Bo z Mussicht: die Landleute wissen nunmehr, ä*?fla4unbe aus ihrer Gleichgiltigkeit für derle. Objecte Wh!! «Er manche ihnen räthselhaft geschienenen Objecte, ^ttt-lt, über stammend, zu berichten, aus die ihr“« ^arbeiten gestoßen waren, ohne dieselben S*ÜeLiu -^te Psahlbaut-,istätte selbst verspricht ein »» «*«««, die sich für die Urgeschichte W interessieren und künftighin gewiß auch wissen. >M-n,chhe. rme ,^llen. Viele Neugierige Östliche Eelevn ^^^„.den Weg zurück, um sich ben ^ “fle von der Wirklichkeit alles dessen z., über, und'S Erzählung als unglaubliche Mähre Nm' ®aS., Equipagen halten an der über Nacht zur ^9t; ! T aelangten klassischen Stelle an, Herren und ^ckhmtheu u nocf) nic den Torsgrund betreten, besehen j^mtn, dere (eit ben ausgehobenen Graben, aus dessen ^ mit aufw 6er Torfstecher mitunter bis zu den Eltern Scy ^ ter Stichschanfel die mannigfaltigsten ^lien rinsin ne6p Gegenständen des menschlichen Kunst- Frischen aD0 3703 2544 2696 2711 3028 3344 3567 3628 3781 4119 4642 f>279 5391 5476 5960 5976 5986 6169 6623 6796 6978 7725 7840 7881 7963 8409 8654 9218 9274 9452 9991 10074 10099 102E4 10978 11066 11305 11440 12161 12637 12819 1338a 13778 13997 14009 1408514583 14588 14741 14832 14855 15458 16796 16051 16360 16450 16717 17015 17562 18554 18898 18953 19084 19686 19733 und 19930. Die Verlosung der in den vorstehend verzeich. Wiener Börse vom 4. August. Im Hause Nr. 259 am Hauptplatz ist ein Verkaufs-Gewölbe ebenerdig und eine Wohnung mit 6 Zimmern, Küche, Keller und Holzlege von Michaeli an zu verjiietÜen. 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Schwefelsäure® Kali .................... Clornatrium ........................... Kohlensäuren Natron ...... Kohlensaurer Kalk...................... Eisenoxyd und Thonerde................. Kieselsäure............................ Freie und halbgebundene Kohlensäure 159-617 111071 1*167 18*978 i'M 8‘867 0 051 0998 1-96 300-335 In Anbetracht, dass dieses ausgezeichnete Mineralwasser . ungar. Universität sowie durch berühmte in- und ausländische Das natürliche Ofner Räköczy-Mineral-Bitterwasser wird von Dr. Walla, Primararzt zu St. Kochus, und von Dr, Frenrelsz, ofner Stadt-Oberphysicus, mit ganz besondera Erfolg angewendet: 1. bei Unterleibskrankheiten, nemlich Leber- und Milzanschop pungen, H&morrboidalleide», Stuhlverhaltung; 2. bei chronischem Magen- und Darmkatarrh, Gelbsucht; 3. bei Ureuhttionsstfirungen, Athmungsbeschwerden, namentl£ wenn selbe Kongestionen nach verschiedenen Organen 4. bei Qioht, um die An»- and Abnondernngs-Thitigkeit u* hiemit den Stoffwechsel zu beschleunigen; 5. bei chronischen Ilautausschl&gen, leichteren Graden to Skronhulose; 6. bei fettiger Entartung des Herzens; 7. gegen Fettansammlung überhaupt; 8. bei Erkrankungen der weiblichen Sexualorgane, wegen -einem nnabertrefflichen Keichthnme an Bchwefelmrer Magnesia (Bittersalz) bis heute alle in-” und ausl&ndisohun Bitterwässer weit Übertrifft, kann es einem leidenden .und hilfesuchen den Publicum bestens und gewissenhaft empfohlen werden. Hauptdepot Die Brunnen-Verwaltung bei den Eigentliümern Gebrüder Loser der Bäkdczy-Quelle in Budapest und Triest. bei Ofen. Hauptnicdei luge für das Kronland Krain bei Herrn Peter Lnssnik in Laioacft. Sonnt zn buben bei den Herren : Jakob Schober, Michael Kästner and Pohl & Suppan in L«ib*cb, «■ "« Johann Oarl Bchaunlg in Krain bürg; Franz Pauaer in Relfnto ; Jnl. Plautz und Baumbaoh uclie Apotheke i,'stein. Barthelme in tiotUcbee; Eugr. Mayr in Wippacb; J. Kenda in Kadolfewertb ; Adolf Jahn, P Druck von Jg. v. fticinmaot * geb. Bambrrg. Verleger Dttemar Bamberg. Für die «edaction verantwortlich: Franz Spitaler.