Nr. 82. Dienstag, 13. April 1909. 128. Jahrgang. MbachelOMma 22«, ")"""i°,ni«plliv: Mit Puslverlsi'd» »<,: ganzMrin !><> li , halbjähiin 1l> l<. Im Nmitor: n°n,jähliss I °"> z» 4 ^oils» l>0 li, „röüere pei Zrile 12 k i bei efirren W,edcil,o!i!»nrn prr Zsilc « l>, f Dir >^n!l>c>chsr Zrit,!»n» rvlchsin» «össlich. mil «»kiwlm,«' dcr koim- u»b sseirNanr, Tir Administration b,find»< sich Milloöiüslluf,«' Äll L«i dir Mldoltion MMl>i><''s!rllfts !1,'l, ^0, Epirä>l!!,„bsN drr »ii-duli,«» lw>, X l>>« ll) Ul^ I«lePH«n»Nr. der Nedaltio« 82. Amtlicher Heil. i9N»^!m^ ^"" ^lmwblatte zur «Wiener Zeitung, vom 9. April „,.' "l.l. 81) wurde dic Weitervcrbreitung folgender Prrh. ^e«s,u,ssc verboten: Al'^k>4 «I/^muncii)l>,2js>nl,» vom ^. April 1909. Ar, 3 «II (iormlo-> vo>n Ui. März 1909. "r, .N .Xü.,Iru!>a» von» :^. April 1909, "r. Z «0o8l<^ Domnkrn^j«. vom Monate April 1909. "r. 14 .I^o,„>»ll<; III:»8?» vom :i. April 1909. "r. 12 <^il.I^v8l<^ I.j«l>. vom ii. April 1909. Kl«« < «l'rvlii i!0()). uum 2. April 1909. "r. Nj .Pcutschcs Südmährerblatt, vom 2. April 1909. Nr. 16 .c<,«^ Kopoe.. ^ «Monnlcl» vom 8, ^lpril 1909. Nichtamtlicher Geil. Katholische Schulen in Konstantinopcl. k.nli ?!"'^ schreibt ausKonstantinopel: Dir hiesigen n ?'''^'u Schulcn sind in d?n lcNm»"lllmcherei schnldiy nnichen, ineuterten. "ln.^s/ ^ ^'^ Schule, die unter der Leitunq von dern I s^' 5"^' l«h sich durch diese Veschnldiqunq Ti«' f , betreffenden Tchüler «ulszuschlies'.en. 3li^, " '"l'ichen Schulen in der Türkei sind von i,„^"w i.olike", uon kriechen, Arineniern, Juden besucht, weil dort fremde Sprachen gelehrt werden. Die griechischen und arme-» nischen Schüler wohnen mit ihren katholischen Kameraden der Messe bei, jedoch ohne die Verpflichtung, zu beten. Die Israelites und Muselmanen sind dieser Vorschrift nicht unterworfen. Es besteht lein Beispiel darüber, daß Schüler dieser Anstali bewogen worden wären, zur katholischen .Uirchc überzutreten. Die katholischen Schulen in der Türlei fordern die ^ltalholiken auch nicht auf, ihre linder in diese Anstalten zu schicken. Nichtsdestoweniger sind sie wiederholt der Vcrleumduug ausgesetzt gewesen, daß sie Prosclytenmacherei betreiben. Ein Beweis für die Grundlosigkeit dieser Beschuldigung kaun auch darin erblickt werden, daß die ^ahl der griechischen Schüler sich trotz mancher Abmahnungen seitens eines Teiles der griechischen Geistlichkeit in den letzten Jahren fast vervierfacht hat. Seit dem erwähnten Zwischenfall bemächtigten sich einzelne griechische Blätter des Gegenstandes, um gegen alle katholischen Erziehungsinstitute in Konstantinopel loszuziehen. Ferner suchen Agitatoren die griechischen Zöglinge aufzuhetzen. Die uuter französischem Schutze stehenden Schulen von St. Michael, Sankt Johann dem Tänser und St. Josef, die von Schulbrüdern geleitet werden, und die Lazaristenschule St. Benoit sind Verleumdungen, Drohungen und Meutereien ausgesetzt. Viele Polizeiagenten bewachen infolgedessen ihre Zugänge. Allen jenen Schülern, welche einen hierauf bezüglichen Wunsch ihrer Eltern vorlegen, wird gestattet, den Schulmessen an Sonnlagen fernzubleiben. Die Agitatoren bestreilen jedoch, daß diefes Zugeständnis gemacht worden sei, und verbreiten fortgesetzt die falfche Behauptung, daß griechische Schüler zum Besuche der Messe gezwungen werden. Sehr bedauerlich ist es, daß die „?)eni Gazetla" kürzlich die französischen, englischen, amerikanischen, italienischen und deutschell Schulen in der Türkei als eine große Gefahr für das Land hinstellte und damit der gegen die katholischen Institute aus politischen Motiven betriebenen Aufreizung indirekt Vorschub leistete. Wie künstlich diese Hetze ist, geht auch daraus hervor, daß die griechischen Schüler, welche aus den katholischen Schulen ausgewiesen wurden, sich um die Wiedcr-zulassung bewerben und nach und nach zurückkehren. Sie werden aber nur unter der Bedingung aufgenommen, daß ihre Eltern eine Erklärung unterzeichnen, in welcher sie sich zu strenger Beobachtung der Schulordnung verpflichten. Chinesische Marincplänc. Nber die Flottenplänc Ehinas schreibt man aus Schanghai: Die Schaffung einer neuen Teemacht liege der Pekinger Negierung sehr am Herzen, ^iach mehrfachen Beratungen zwischen dem Prinz - Negenten, den Mitgliedern des Großen diätes und dem Kriegsminister sei man aber zu der Überzeugung gekommen, daß man aus finanziellen Gründen nur langfam vorgehen könne. Was von dem vorhandenen nördlichen und dem füdlichen Geschwader noch brauchbar ist, soll den Kern einer künftigen Flotte bilden. Die Provinzen werden Anweisung erhalten, die Mittel zum allmählichen Ausbau der Flotte bereitzustellen. Ebenso haben sie für die Ausbildung der nötigen Mannschaft zu sorgen. Auf diese Weise hofft man, im fünften Jahre der neuen Regierung über eine neue Flotte verfügen zu können, der in weiteren drei Jahren eine zweite folgen soll. Nun entsteht aber die Frage, wo die Flotte untergebracht werden soll. Seit längerer Zeit ist die Negieruug auf der Suche nach Hasen, die sich für die Zwecke einer Kriegsmarine eignen würden. Im südlichen Teile des weiches gibt es wohl manche geeignete Bucht. Dagegen will sich im Norden nichts Rechtes finden lassen, obgleich wegen der geographischen Lage der Hauptstadt die Schaffung eines neuen Kriegshafens gerade dort Feuilleton, Die japanischen Hosdamen. Eekm'""^" ÜN'Mlischen Frauenzeinmg „Dsogaku '^fdm, l^o" kaiserliche Hof in Tokio über :W0 Tends! s!!' ^" Wld in fünf Rangklassen eingeteilt und Schodsi, Gonschodsi und Miofu, ^flen/ <. " bchM in der Beaufsichtigung und richti, °^"'>"lichen Garderobe und ^immercin. den v ,. 1." ^"""" d"' höheren Rangstufeu wer. MW, , "' »brigeu Dannasan, etwa gnädige ^del,. ^?"'"' U'äl)N'nd sie diese Schimmio oder ^uln» . "" '"»men. Die Danna <>'<.,.-,) hoben d"l vm '" """ 'l' fünf bis acht Räumen und wer-l'esow.', Ü ^''" Tl-Himmio bedient. Einige Danna 'l'iaic .', " PM'öulichen Dienst der kaiserlichen U"d «" """ " Uhr morgens bis w Uhr abends, Telbs/,., "7" unglaublicher Gewissenhaftigkeit, sie st ,. ,!"' '" dem Namen nach frei sind, werden sie nie .,-^'^^UU' Ehrend des Schlafes haben ''lnuen l >. " '^"'^'" oder mit ausgestreckten Die täali! «l"? '^'^ gerolltem Garn zu liegen. ^"' ^'u Danna untergeordneten '' Uhr m,s ' ^""5wegs leicht. Sie stehen um Uberwie,.'/.'..''^'^" ^'^' ^mmer, ordnen die ihnen ""Ug js ^ i,7"Uettegegenstände: was zur Frisur dursten N^'l' ^"^ rote und weiße Schminke, "'"achi'^''"''''"len und Kübel. Wenn die Danna ""nimmt s/V"'^'b "uf dem Seidencr.'pekissen ^len Morqe^ die Schimmio ihr höflich ^' Toiltti w'^ ? ^"'l"uf "ncr Stunde, die mit ?? Präscnti N ' ^"'b n^ ^"'lhstück gebracht. "" zubec "ler 'st ^« von höchst geschmack-"UUn Speisen. Hofdamen legen jedoch mehr Wert aus hübsche Aufmachung des Tisches als auf den Gefchmack der Speisen. Verschiedene eingemachte Speisen, Seetang, heißes Salz uud saure Pflaumen verschönen stets die Tafel. Die Eßstäb-chen sind regelmäßig von Elfenbein oder Silber; die Damen haben aber deren drei Paar, eines für Gemüse, eines für Fleisch und Fisch und eines um für folche Speisen, die ihuen von den Majestäten zum Gescheut gemacht sind. Hofdamen dürfen essen, was sie mögen, ausgenommen Zwiebeln. Der Geruch der Zwiebeln ist den Hosdamen verhaßt. Erlaubt sich dennoch eine diesen Genuß, so ist sie für lange Zeit in Verruf bei ihren Amtsgcnossinnen. Der Hof hält Peinlich auf Reinlichkeit des Leibes und Sauberkeit der Kleidung. Dies scheint die notwendige Zugabc der tiefen Verehrung zu sein, die ulan für die kaiserliche Familie hegt. Die Nadelmädchen sind z. B. iu zwei blassen geteilt, die Olijosan und Olsugisan, Fräuleiu Reinlich und Fräulein Untergeordnet, heißen. Die Otsugisau haben mit der Kleidung zu tun, die unterhalb der Taille getragen wird; die Okifosan legen Hand an die Person der Danna oberhalb der Taille. Die Hand, die die Strümpfe berührt hat, darf mit den Kleidern oberhalb der Taille nicht in Berühruug kommen, bevor sie gewaschen ist. Infolgedessen herrscht große Verwirrung im Saal, wenn vier oder fünf Dannas die Kleidung wechseln, um die Kaiserin zu begleiten. Zu erwähnen ist, daß die Näh Mädchen, die den Danna beim Ankleiden helfen, sich nur auf den Knien bewegen und die Füße nicht gebrauchen dürfen, was bei dem langen (etwa 40 Zentimeter breiten) Gürtel, der den Hofdamen fünf- oder sechsmal um die Taille gewunden wird, große Übung erfordert. Wcnn sie (die Schimmio) schwitzen, was naturgemäß häufig der Fall ist, dürfen sie den Schweiß nicht in Gegenwart ihrer Dame abwischen. Sie warten daher, bis sie die Danna vollständig angekleidet haben und trocknen den Schweiß dann unter ehrfürchtigen Verbeugungen ab. Die erste Forderung, die an Hofdamen gestellt wird, ist Aufopferung und Ausdauer. Niedrige Herkunft ist kein Hindernis, da diese durch Adoption in eine höher stehende Familie leicht beseitigt werden kann. Viele Bewerberinnen melden sich jährlich an, aber nicht mehr als zwei oder drei gehen öurch das Sieb. Es ist nichts Ungewöhnliches, daß ein Mädchen plötzlich entlassen wird, weil es eine Postmarle mit der Zunge angefeuchtet hat. Gutes Benehmen ist das Haupterfordernis bei den Tchimmio oder Nadelmädchen. Nachtbedienstetc besichtigen die Schlafzimmer der Angeworbenen nächtlich dreimal, und wen» eine schnarcht ode!' die Arme ausgestreckt hat oder mit offenem Munde oder auf dem Rücken liegt oder ihre Kissen in Unordnung gebracht hat, so wird sie am nächsten Tage entlassen. Es läßt sich denken, daß Novizen leine angenehmen Nächte haben, innerhalb eines Jahres aber besitzen sie die notwendige Routine, die Gewohnheit wird zur zweiten Natur, und sie werden zu regelrechten Hofdamen vom Miofu-Rang ernannt mit einem Monatsgehalt von '')l> ?)en sl;-? Mnrk ?<» Pfennig). Das Höchstgehalt der vornehmsten Damen, die den Persönlichen Dienst bei den allerhöchsten Herrschaften verrichten, beträgt monatlich 250 ?)cn oder '»22 Mark 5)0 Pfennig. Nähen, Lesen, Kochen, Blumenarrangement und Spaziergänge in, kaiserlichen Park sollen die hauptsächlichsten Erholungen der Hosdamen sein. Laibacher Zeitung Nr. 82.____________________________730_____________________________________________13. April 1909. weit erwünschter wäre, als weiter nach Süden zu. Der Gencralgouverneur von Tschili hat die Küsten seiner Provinz sowie der benachbarten Landesteile noch einmal daraufhin untersuchen lassen, aber der Erfolg ist ausgeblieben. Man stieß wieder auf die Tatsache, daß die guten Häfen in Nordchina, nämlich Talienwan (Dalni), Port Artur, Wei-hai-wei und Kiautschou, sämtlich in ausländischen Händen sind. Nach einer Schanghaier Meldung vom 16ten März bemüht sich denn auch die chinesische Regierung um die Rückgabe von Nei-hai-wei, das sich in englischen Händen befindet, um dort eine Flottenbasis zu schaffen. Sonst sind nur noch der Vertragshafen Tschifu, der jedoch den im Winter oft recht heftigen Nordwinden ausgesetzt ist, und Taku an der Mündung des Peiho zu nennen, wo sich eigentlich nur eine Reede und kein Hafen befindet. Will man nun durchaus einen Kriegshafcn in Nordchinu haben, so wird man sich vermutlich für Tschifu entscheiden müssen. Tort aber vollständigen Schutz für alle Ankerplätze zu schaffen, würde sehr große Kosten verursachen. Politische Uebersicht. Laibach, 10. April. Aus Sofia wird gemeldet: In hiesigen poli. tischen Kreisen wird mit Genugtuung die entschiedene Änderung der Behandlung der politischen Parteien durch König Ferdinand seit seiner Vermählung besprochen. Es haben bereits drei Hoftafeln stattgefunden, welchen immer andere Parteiführer, die der regierenden Partei nicht angehörten, zugezogen wurden. Bei der letzten Hoftafel war Radoslavov der Gegenstand großer Auszeichnung seitens des Königspaares. Radoslavov saß zur Rechten der Königin und wurde nach dein Diner vom Könige durch eine längere Unterredung ausgezeich-, nct. '— Die für den 25. d. M. ausgeschriebenen Ersatzwahlen werden ganz gouvcrnemental ausfallen, trotz einer aus Agrariern und Gewerbetreibenden gebildeten Opposition. Minister des Innern Takcv äußerte sich zu einem Politiker über den Wert dieser Opposition. Sie ist so stark, daß die Regierung von den fünfundzwanzig vakanten Mandaten — sechsundzwanzig gewinnen wird. Die ägyptische Regierung hat ein neues Prcß-gesetz erlassen, bezw. das alte Preßgesetz vom Jahre 1881 wieder in Kraft gesetzt. Danach kann jede Leitung, europäische wie eingeborene, unterdrückt werden, wenn sie in regierungsfeindlichem Sinne schreibt. Die Maßregel kehrt sich gegen die Wühlereien der nationalistischen Presse. Etwa tausend Eingeborene, darunter Studenten der Rechts- und Medizinschule, haben Versammlungen abgehalten, in denen sie aufs schärfste gegen die Unterdrückung der Presse Widerspruch erhoben. Man zog vor das Unterrichtsministerium und vor das Schloß des Khedive und sendete an den Großwesir nach Kon-stantinovel Depeschen, in denen man um Hilfe bat. Das neue Preßgesetz findet im allgemeinen wenig Befriedigung. Allerdings ist die Preßfreiheit in Ägypten oft auch zu ungeheuerlichen Angriffen auf das Privatleben einzelner Personen ausgenützt worden. Von eingeborenen Blättern sind heute nur „Mojad" und „Mokattam" regierungsfreundlich, während „Al Lewa", „El Dustur"', „Misr-el-Fattat" und „Wadi-el-Nil" auf streng nationalistic schem Voden stehen. Der Ministerpräsident erklärte in einer Unterredung, daß die Regierung nicht die öffentliche Kritik, sondern nur ihre Auswüchse beseitigen wolle, die dem Ansehen Ägyptens und des ägyptischen Volkes schaden könnten. Die „Times" melden: Holland, England und Nordamerika übernehmen die Gewähr dafür, jede Revolution in Venezuela anläßlich der Rückkehr (Castros zu verhindern. (5astro bleibt in der Nähe von Venezuela; eine Landung in Venezuela wird aber nicht geduldet werden. Der Frau des ExPräsidenten soil die Landung gestattet werden, wenn sie sich verpflichtet, sich jeder Politik zu enthalten. Die Meldung von dem Rücktritte des gegenwärtigen Präsidenten Gomez ist unbegründet. Tagesnemgleiteu. — sDer Regen «nd die Tiere.j Löwen, Tiger, wie die anderen Angehörigen des Kahengeschlechtes fürchten den Negen. An einem Regentage lausen sie ruhelos in ihren Käfigen auf und ab, unaufhörlich brüllend nnd zitternd. Erst eine Extraratiun heißer Milch beruhigt sie, denn nun können" sie schlafen. Die Wölfe dagegen lieben einen trüben, regnerischen Tag; an diesen Tagen möchte man ihr Wesen fast freundlich nennen. So hin« terkstig der Wulf sonst ist, an diesen Tagen braucht ihn kein Wärter zu fürchten, er ist zu glücklich, um auch nur einer Fliege etwas zuleide zu tun. Auch Schlangen lieben den Negeu. Sobald das Barometer fällt, erholen sie sich ganz wunderbar. Die Affen macht der Negen traurig. Wenn sie durch die Fenster den Regen sehen, verschlingen sie die Hände über dem Kopse und sitzen so stundenlang. Diese Haltung schützt natür» lich den Kopf, es ist ein primitiver Regenschirm. — jDcr Baum, der die eheliche Liebe zerstört, aber a«ch Iahuschmcrzcn heilt.) Der Ieuoli oder (^olti^ K»'nmi5i« ist ein Baum, vor dem sich jedes Liebespaar hüten muß, wenn es nicht für immer aus° einander geraleu will. Im Mai der Liebe wagt daher kein Japaner und keine Japanerin, in die Nähe dieses Baumes zu gehen. Wer aber die Liebe zu dem Manu oder der Frau verloren hat, der gibt dem anderen Teil heimlich ein Pulver vom Ieno»Vaum in die Speise oder den Trank, damit auch der andere Teil die Liebe verliert und zur Scheidung bereit ist. Es gibt eine Masse IenoVäume in Japan und sie werden fleißig benützt. Ter sehr umfangreiche und hohe Ienu>Vuum iil Itabaschi, einer Vorstadt von Tokio, hat große Vc> rühmtheit. Er wurde sorgfällig umgangen, als die Prin» zessin Iso von Kioto nach Iedo lTokio) kam, um die Hauptgaltiu des Schoguns zu werden. Ebenso machten die Brautzüge der Prinzessinnen Naku und Kadsu cincn weiten Umweg. Wohltätig ist dagegen der Ieno>Na«m in Ienuki'Saka, der den Zahnärzten von Totio starke Konkurrenz macht, da er Zahnschmerzen heilt. Auch der Itscho-Vaum besitzt gespenstische Eigenschaften und kann die verschiedensten Gestalten annehmen, weshalb ihm bei Nacht jeder aus dem Wege geht. — lDie ttahe als Ziehmutter.) Einem hochinter» essantcn Artikel über die letzten deutschen Biber, den der in Stuttgart erscheinende „Kosmos" veröffentlicht, entnehmen wir das folgende seltene Vorkommnis: „Ve> Varby wurde in einem Fischerhause am Ufer der Elbe eine Katze gehalten, der mau, wie üblich, die NachkoM-menschaft ersäuft halte. Tagsdarauf brachte die Kahe einen frischgesetzten Biber mit heim und vertrat eis-rigst Mutterstelle an ihm, trotzdem ihre Gesänge von den scharfen Viberznhnen arg zugerichlct wurden. Leider wurde ihr der Biber fortgenommen, um ihn sicherer aufzuziehen, was auch pünktlichst sein Ende herbeiführt«'. Das; Katzen diese unnatürliche Mutlerliebe ausüben, >l< schon öfter beobachtet worden; aber das; dazu ein Biber gewählt wurde, dürfte wohl ein Unikum sein!" — Mn Kampf mit Kannibalen.) Aus Nigeria wird dem „Lotalanzeiger" berichtet: Hier war die eng< lische Abteilung der euglisch.deulscheu Grenzlommisswü, das erste „Southern Nigcria-Negiment", bestehend a»s 13l) Mann und einer Maximkanone, unter dem Vefel)! des Kapitäns E. E. Heathcote, in ein gänzlich unbe-tanntes Land gekommen, das von dem Gnyes'Stannne bewohnt sei, einem Voll, das den Kannibalismus in seiner schlimmsten Art betreibt. Deun die Gayleute essen nicht nur ihre im Kampfe erschlagenen Feinde, sondern verschlingen auch die Körper derer ihres Stammes, die eines natürlichen Todes sterben. Eincn weißen Manu hatten sie zuvor nie gesehen. In den ersten zehu Tagen ging alles glatt, dann aber machten die Kannibalen gegen die Europäer plötzlich entschieden Frout, mit dem Erfolge, das; der Kolonne die einge-boreneu Führer davonliefen. Am nächsten Tage griffen die Gayes auch schon das Lager der Weißen au. Merk' würdigerweise waren die Kannibaleu mit Gewehren be-wasfnet. Die Situation wurde sofort gefahrdrohend-Nach Angabe eines Offiziers wimmelten die umher' liegenden Klippen vou Eingeborenen, die große Steine auf die Soldaten hinabwarfen. Ein hartnäckiger Kampf entspann sich, eiu Soldat in der Nähe des Kapital Heathcode wurde elfmal verwundet. Uuler den größten Schwierigkeiten und fortwährenden Kämpfen erfocht siH die Kolonne ihren Weg uach dem Mrdeu. Ohne Führet uud ohuc Kenntnis des Weges, wurde ihre Lage innncr schwieriger. Dazu tam, daß auch die klimatischen Ver-haltnifse sich fortwährend verschlechterten, das ganze Land befand sich unter Wasser, und die Füße orr Offiziere und Mauuschasten lilteu fürchterlich. Schliß lich aber kam die Kolonne doch an ihrem Ziele nördlich vou der Grenze an, und die beiden Kommissäre, der englische mit 13l) Mann uud einer Maximlanone und der deutsche mit 90 Mann und einer 'Maximlanone, kehrte» dann in das unbekannte Land zurück. H>^ entspannen sich neue Kämpse, die Eingeborenen >varcN überaus mutig uud versuchten wiederholt, die iM' schinenkauouen im Sturm zu nehmen. Dem Leutnant Human wurde der Helm vom Kopf geschossen. Schliß lich gelang es, den Feind zurückzuschlagen, der in ^ Wälder entfloh. Während der Kämpse verfolgten^ Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (126. Fortsetzung.) «Nachdruck ucrbuten.) Als die Räume leer waren, fank der Freiherr, wie zu Boden gedrückt von übermenschlich harter Arbeit, in einen Sessel nieder, die Arme schlaff über der Brust gekreuzt; vorderhand unfähig, einen entscheidenden Schritt zu tun. Ein leiser Druck auf seine Schulter ließ ihn aufsehen. Helene stand vor ihm. In so durchgeistigter Schönheit, wie er sie nie gesehen. „Ich bin dir Wahrheit schuldig. Lies diesen Zettel. Evas böser Geist verleitete sie zu der Täuschung." „Die Elende —", stieß er heftig hervor, das Blatt Papier in Stücke reißend. Seine Brust atmete schwer. Mochte ihm der eifersüchtige Zorn gegen Wechting unter den Händen zerrinnen-, mochte die Unvefleckthcit seines Namens aufrecht erhalten bleiben; mochte der Spott der Welt ihm nichts anhaben, die Tatsache blieb; er hatte sein Weib verloren, in der er die eigene Jugend wiedergefunden, die erste, wahre Liebe mit all ihrem Glück. „Sei großmütig", sagte Helene bittend. „Geh zu Eva, sie ist sehr elend, schwerkrank, wie ich fürchte; du sahst sie nicht in ihr Schlafzimmer zurückschwanken." „Nein!" sagte er finster. „Hätte Nechting Mit-schist, — mir wäre wohl. So wüßte ich, wen ich aus dem Leben zu schaffen hätte." Sie schreckte leise zusammen und verkeß ihn. Tastend nur hatte Eva den Weg in das Ankleidezimmer gefunden. Die Kammerfrau muß noch kommen und sie entkleiden, das gehörte mit zur Abenofomödic. Tann erst war ihre Nolle zu Ende gespielt. Sie sank in den Sessel vor dem Toilettenspiegel und schloß die Augen. Selbst zu schwach für eine Träne fühlte sie sich. Morgen wollte sie zu ihren Eltern zurückkehren. Aber mit diesem Wunsche gemeinsam trat das Bild ihres zürnenden Vaters, ihrer weinenden Mutter vor ihre Seele. Und sie schauerte vor diesem Wiedersehen zurück, schuldbeladen, gedemütigt und elend, wie sie war. Wirklichkeit und Wahnvorstellungen flosfen ineinander. Sie meinte, es sei die weiße Frau gewesen, welche sie aus den verfallenen Räumen über die Galerie in ihr Zimmer geführt. Nur habe sie dazu Lenas Züge geliehen. Aber Helene weilte, mit Wechting fern von hier in Paris. Im blauen Ampelschein eines stillen Gemaches, an dessen Scheiben der geschwätzige Nachtwind raschelnd vorüberzog. Dort kniete er vor ihr an: Boden und küßte die Hände, welche sie über seine Augen deckte. Die Kammerfrau trat ein. Mit rafchem Griff löste sie das verschlungene Haar. Es fiel wie ein goldglänzender Mantel über den Sesfel, mit seinen Spitzen fast den Voden berührend.-------- Am frühen Morgen trat Helene an Evas Lager, ihren Beistand zu einer tunlichst friedlichen Lösung der Dinge anzubieten. Aber wie erschrak sie vor den Anzeichen einer schweren Erkrankung, die sich iil dem veränderten Antlitz der jungen Frau deutlich kennzeichneten. Sie rief nach ihrem Vater. Aber die erschütternde Abwehr der Leidenden zwang sie, diesen fernzuhalten. In Wahrheit eine barmherzige Schwester, nahm sie seinen Platz ein, ungeachtet eines schwachen Widerstandes, der ihre überzeugende Teilnahme bald entkräftete. Die 'Ärzte, durch alle Symptome einer atutcn Gehirnentzündung in Sorge versetzt, befürworteten dringend Evas Verlangen, die Eltern bei sich 3" sehen. Der Hofmarschall, betäubt von diesem gen'", ligcn Eingriff des Schicksals in sein Vorhabrn, s^^ eine Depesche auf. Ein erläuterndes Wort bricflw) anzuschließen, wäre ihm unmöglich gewesen. Nicht, daß sein ticfgefres'scner'Groll sich vcl' mindert hätte, noch zur Versöhnung neigte, ,^ schreckte lediglich vor der Vorstellung zurück, so ^ Jugend und Liebreiz dem Grabe versallen zu M'"' Daneben entwickelte sich ein krankhaft aufstrebend^ Haß gegen den zukünftigen Schwiegersohn, -u^ zum wenigsten veranlaßt durch die Ironie " Schicksals, seinen Lieblingswunsch auf diese W^'I zur Erfüllung gebracht zu haben. ^ Des Frei Herrn Depesche gelangte am Abend " Herrn von Soldens Hand. . ^ In der Frühe des kommenden Tages eilten oc Oberst und seine Gattin bereits die Stufen s" Wohnung ihrer Tochter empor. ., ..^ Herr von Lücken trat ihnen an der Tür o Korridors entgegen. Im bleichen Licht der Morgen sonne schien er um Jahre gealtert. ^.f Der Oberst, aus den finsteren LuM" "^ der Stirn des Freiherr» Verdacht gegen dtt! schöpfend, auch nicht mit einem Schatten des ^^ wohns die Schuldlosigkcit seines lindes ^> ^ felnd, gewann es schwer über sein verletztes ^" , herz, die ihm dargereichte Hand seines Schw'cl!^ sohnes zu ergreifen. Indes Frail von Solden, den beiden Herren vorübereilend, Helene mit tcm Aufschluchzen in die Arme sank. ^ Laibacher Zeitung Nr. 82. 731 13. April 1903. Eingeborene» eine Tallik, wie man sie in Nigeria nie Mvr geseheil halte. Sie beuahmen sich wie triegs-Nlatzlss ausgebildete Truppen. Während des Kaiupses Ware» s,e fast „ie sichtbar, und' a„f der ganzen «alilpscsllnlc herrschte Schweifn. ^ Mn Esperantotonzert in London.) Aus Lon-dun wird berichtet: In der Queens-Hall hat ein großes «unzert slallgesniiden, das den Nachweis erbringen wollte, wie vom innsilalischen Staudpuult die Esperaul» prache als Gesangslexl alle anderen Sprachen über» rmt. Tas interessante Experiment begann inil deu, ^yurgesang „O hebe deine'Angen", deren Esperanto-l'dcrtraqniiq ,.() Olc^I^u ^n der Esperautoübertraguug. Aber die mlisila-lljchcn Vorkämpfer der ileuen Sprache beschränkten slch Nlsyl auf eilglische Übersetzungen; auch Gounod .,nd ^>ainl°Sa^ns ivnrden geslingen und zum Schluß lamen ^Iperanloüberlragnnge» von Vrahmsschen Liedcrtexlen ^>'d Liedern von Eornelius zum Vortrag. Dcm Frühling cutgcsscu. (Fortsel.n>ng.) Palermo. 5,. März. Verehrte Freundin! Die an Bord der „Martha Washington" geschrie- ?? ^^efe Uierden Sie erhalteil »nd daraus viel- ^,lcyt auch die Überzeugung gewonnen haben, das; eine Seereise nicht so fürchterlich ist, wie man sie sich bei uns Landratte» in der Regel eigentlich vorstellt, ^o su' i,u Gegenteile, zumal, wenn sie aus einem so prächtigen Dampfer, wie uusere „Martha" eiuer ist, vmachl werden kaun, Reize und Negnemlichteiteu 'Uel, die man bei einer Eisenbahnfahrt niemals finden ^. I»« den folgenden Uriesen »vill ich es versuchen, ^'c.vW den, Fortgange unseres Auseulhalles aus sizi» ''un'lcheiil Boden zu unterrichten. Ich must inich dabei ls oil. perfönlichell Eindrücke beschränfeu, denn eme ^,/. ^,'^'"^ ">'ch nur des Hervorragendsten würde, bei r ,5»lle des hier zu findenden, „»eine bescheidenen "rcqte übersteigen. der ^"^,^'"' l"" uns also in unsereiu neuen Heim, kl?' . "^'" »Panormus" begnem gemacht, lvnrde ein lncr Elitdecllingsgmig dlirch Palermo angetreten, tl'il^ "'" ^'^' ^'"' .^asen zunächst gelegene» Stadt» ^ ue durchslreiseiid, siel uns vor allem der reiche bild-iiblVs ""^ s'lv'rale Schinucl, den jedes der landes-!ii.'i< " '^'U'"drigen Führloerke trägt. aus. Mit rassi- '^lenl Verständnis ifl die Achfe, ja jede Speiche des ^!^l '^ ^"^' ^'schlul't "nd bemalt, und jede größere Dn3,.'"" ^""^"' wildern, größtenteils sigurenreichen siä > '^'^ ""^' d"' biblischen Gescl)ichle, versehen, die l,H "?""r in naiver Darstellnilgsart gehalten, doch "i über die Bilder unferer sogenannten Äcarlerln stellt /'"^ ""^ vorgeschrittene gelverbsuläßige Her-' ^ung schließen lassen. Ebenso ist auch das Geschirr reiVl. ^""' >""' ^ »'in Pferde, Maultiere oder Esel, l'ine ""^ -^^"lleu besc!,Iage», trägt am Widerriste arti-.' ^'"^'lich mit Läutewerken ' versehenen lurm-"^ '^'"" "'^ '" ^'^ ^^'' "'" ^"pslV'stl'll eine Nett > "' ^"-' ^»^', meistenteils recht sauber nnd ^^^^haltene Gespann zengl von großer Liebe der Be- völkerung zum F»hr»verk>vese». Nicht im Einklang da» mit steht die Behandlung, die sich die Zugtiere ge» fallen lassen müssen. Diese werden in der schonuugs» losesten Weise von ihren Lenkern mit der Peitsche be» Handell, wenn es gilt, eine Laune zu befriedigen. Das Unglaublichste kann man da sehen. Es sälll z. N. einem in einer langen Fuhrwerlreihe dahinfahrenden Ge» spanne ein, vorzufahren, flugs entwickelt fich ein rich» liges Weltrennen und Pferde, Maultiere oder Esel werden unter Peitschenschlägen nnd anfeuerndem Ge» schrei verhalten, in gestrecktem Galopp ihren einmal eingenommeneil Platz in der Reihenfolge zu behaupten. Dabei ist es ganz gleichgültig, ob das fuhrwerk ein ele> ganter Kutschierwagen oder ein schwer beladener Esels' karren ist, alles rennt, wie von der Tarantel gestochen, in rasendem Tempo dahin. Ausgefallen ist mir hier auch die eigentümliche, ich möchte sagen, natürliche Art der Milchversorgnng der Stadt. Frühmorgens uud nachmittags ziehen endlose Herden von Kühen, besonders aber Ziegen, durch die Straßen der Stadt. Von den Balköne», Feilster gibt es in Palermo straßenseils keine, sondern nur Türen mit Balkönen, wird an einem Strick ein Körbchen mit einem Gefäß heruntergelassen, die Herde bleibt stehen, eines der Tiere wird gerufen, abgemolken und die Milch wandert mit Seilbahn — Kuh» oder Ziegenwaren — auf den Ballon. Nicht wahr, liebe Freundin, eine idyl-lische Art der Milchversorgnng, die zudem Gewähr gegen jede Verfälschnng nnd Verteuerung durch die Verz'eh. rnngssteuer bielet! Ziegen, die ihre Milchabnehmer kennen, ersparen fogar dein Hirten die Manipulation auf der Straße, besuchen ihre >inndschaslen bis in die höchsten Stockwerke selbst und lassen sich dvrl ruhig aus-melken! Das ganze Leben der Bevölkerung scheint sich auf der Straße abzuspielen. Arbeits» und Verlaufsräume der Gewerbetreibenden find, der Straße zu, ganz offen, im rückwärtigen Teile befinden sich, ohne Licht nnd Lnsl, Schlaf-' und Wohnstätten. Es ist daher begreif, lich, daß die Straße zu allen möglichen und unmöglichen Verrichtungen benutzt wird. Dabei wird nicht allein der Slraßenboden in Anspruch genommen, von einem Hause zum anderen sind Stricke gespannt, aus denen Wäsche trocknet, oder Meider zum Lüfteu baumeln. Sehr interessant sind die engen Gassen, in denen sich das Martlgetriebe abspielt. Da reiht sich Laden an Laden, in denen Fleisch, Gemüse, Obst, Brot nnd an-dere Lebensmiltel in nicht gerade appetitlicher Weise zum Verlauf ansgeboten werde», und dazwischen drängt fich eine große Menge von Hausierern, die mit nm so größerem' Geschrei ihre Waren anpreisen, n> weniger sie zu verlanse» haben. Ich bemerkte, lim nur ei» Beispiel anznsühren, einen halbwüchsigen Iungen, der »ur ein lleines Büschelchen Grünzeug m der Hcind herum schwenlle und zum Verlaus ausschrie, als ob er über weiß Gott wieviel Waren verfügen könnte, bis es ihm gelang, seiuen Vorrat um einen Soldo zu ver-laufen, woraus er sich sofort eiue Zigarette laufte, um rauchend nnd singend die Frucht seiner Erwerbstälig. leii zu genießen. Das bisher Gesagte gilt natürlich nnr vo» engen Gassen der Altstadt, wo sich dieses Leben abspielt. Ganz anders zeigt es sich i» de» großen Verkehrsadern der Via Magneda und dem Eorso Viltorio Emanuele, die scher s3?'""^ ^e"> sagte der Freiherr mit hcrri-dcre ^ ' ^"^ ^' unerträgliche Last auf eine mi-^. Auljl milhänscn zu löimen. „/'.uimM i»üsseu ^" llar sehen." ^ .^' schntl .^^ ^.^ ,^ .^,^ ^^,l^imm^, ^mlc die Tür hastig hiuter dein Obersten ius der ->' "'^' "^" diesen zum Niedersiheu miszufor-Ce«l Mach s^-h ^. angesammelte Bitterkeit von der schasl ^ Überstürzung, trotz verhaltener Leiden-LM. "" ^weilen sich st'lbst durch ein scharst 'Mn unterbrechend. lväl_?^ kummervolle Schweigen des Obersten we,!« ^' als Herr von Lücken, sich erregt ab-"loenh, rief: äusel"^'!,^ einzige Schuld ist, Ihre Tochter all-!vi/f littiebl zu haben. Von irgend einem Vorich /„'^" luich lann nicht die Rede sein. Eher tat js/ a" viel, als zn N'enig. Die schwere Enttäuschung Nir uus beide bedauerlich —" ^' brach ad und ging aus deni Zimmer. M,f d'^'"^/'"^ Bolden, aus alles eher gestcht. als derlel !^ ^"'N'Iluug, trat völlig unler denl Einflusz "Uui, zürnend au Evas Lager. ,'l'm .,"^"^ sie 'hn erlaultte und die :>lrme nach ^'ruli l "l^'cktc in stumnier Bitte, schnolz aller "" "nos Vaterherzens, keich s,""^Nc sich über sie, uud ihre Hände drük- ' >"zUc er liebevoll: N'o '" lN'hst dll »>it uus zurüä. limuj bleiben sollen nach meiuem Willen." 'velchor e. ^ ' "" ^' freudvolle Genugtuung, init ^treten n ""!"ls an die Spitze des Regimentes '^mpmli .lUr ^ ^^chem Eginhard Wech'ting als in die ,V,.'"'"''' ^'lches Herzeleid war ihm schieden gewcs "^ "'" ^'^'^' ^'"lnes lvilleu bc- Nun stand er vor dein General und das nämliche »erzeleid spann sich fort. Wo würde ihm ein Ziel gl'selu seinV Im Hinscheiden des einzigen >tin-des, aus das er allen Stolz, alle Liebe gehäuft? Er konnte es nicht ausdeuten. Einen schweren Kampf tostete es ihn auch, die verzweifelnde Mutter von der Schuld Evas iu .^euntuis zu setzen. Mer er unterzog sich diesem Akt der Gerechtigkeit qcaeu ihren Gatten. . , < <> < . ' ' Draußen brauste der Abendwind um d,e tah-leu Vaumtrouen des Gartens. Das ächzende knarren der Zweige schallte lvie 'Angstruse ineuschllcher Tlimmcn durch das ^'achtduntel. Vereiste Schneeflocken pochten gegen die Scheiben, als ob Nadelspitzen dagegen geschleudert würden. ^riuue'u im >Uantcnzimmel herrschte lautlose Ttille, der Vorbote des Voneiiiandergeheus. Die Ärzte halten nnr von „Ttunden" gespro. cheu. M'illute auf Minute treuule sich von dieser largen ^rist erbarmungslos ab, jede eiu Anhauch, der das verglimmende Lebenslicht trostloser ver- löfchte. Eva lag i»il geschlossenen ^'lugeu, schwer ntiueild, trotz'der Hagerkeit ihrer Züge uoch immer von unendlichem und rührendem Liebreiz um-flossen. Die Lippen waren leicht geöffnet, nichts spürend von deu Tränen, die um sie rannen. Plötzlich schlug sie die Lider auf uud blickte suchend um sich. Helene allein vermochte es, eine ^ragc ihr zuzuflüstern. „Albert", sagie Ew ki!«.. Der Oberst hatte sich über yc gebeugt. Ihm war, als trüge er Vlci an deu Gliedern. Tie sah ihn an. „Albert — allein ^ . , ,, ^Fortsetzung folgt.) sich in rechte»! Wintel schneiden, im Tchniltpuntle ein ^llogon, das nahezu im Zentrum der Tladt gelegene Plätzchen „Quatlro Eanti" bildend. .Hier herrscht groß. städtisches Leben vor eleganten Verlaufsgewölben. In den Nachmitlagsstunden ziehen endlofe Wagen» reihen durch die Via Magueda in deren Verlängerung, die Via delta Libert«, eine breit angelegte moderne Clraße, die durch das ganz neue Villenviertel führt, und man hat Gelegenheit, die vornehme Palermilaner Welt an sich voiÜbersahren zu lassen, auch gelingt es manchmal, einen Vlict ans den schwarzen Augen der »achlässig in ihren Wagen ruhende» schönen grauen zu "haschen. lIurtsetznng folgt.j Lolal- und Provinzial-Nachrichten. " 9.) Seine Exzellenz der Herr Aclerbanminister hat der l. k. LandwirtschaslSgesellschast in Laibach zur teil» weisen Deckung der dosten des für die Notlausschutz» impfungen in strain im Jahre 1909 erforderlichen Impfstoffes einen Beitrag von 1W0 X be>villigt. —r. — jDie Anliegen bei Ttalltsanqcstclltcn.j Das „Fremdenblatt" schreibt! Iiil Verlaufe der Zeit hat fich die llbung herausgebildet, daß Abordnungen von Staatsbeamten uud Staalsbediensteten der verschie» denen Kategorien, wenn sie bei den Zentralstellen und anderen Nehörden vorspreche!,, nahezu regelmäßig die Vermittlung eines Abgeordneten in Ansprnch nehmen und unter desfe» Führung erscheine». Demgegeuüblr trat nn» im Schoße der Negierung die Anschauung zu» tage, daß es dem dienstlichen Verhältnisse widerspreche, wenn die Staatsbediensteten, um ihre Anliegen bei den Vorgesetzten vorzubringen, eine, wenn auch uoch so wohlgemeinte Vermittluug in Anspruch nehmen zu müssen glanben. Die Ansicht der Negierung stützt sich daraus, daß ja die Slaalsbediensteten in ihren Vorgesetz» ten, zu denen ihnen der Zutritt jederzeit freisteht, die natürlichen Anwälte ihrer berechtigten Interessen zu er» blicken habe» und mit voller Zuversicht auf die bereit» willige Entgegennahme und wohlwollendste Würdigung ihrer Wünfche rechnen dürfen, während gerade durch die Anrufung einer anderen Intervention das alther. gebrachte Vertrauensverhältnis verdunkelt werden könnte. Es wurde daher seiteus der Negieruug der Gruudsatz aufgestellt, daß Staatsangestellte einzeln oder i» Abordnungen künftig ihre Anliegen auch bei den Zentralstellen ohne Zuziehung Dritter vorzubringen haben werde». — <Äuszcichnung.j Seine Majestät der Kaiser hat dem Nauzleiossizia»te» des Bezirlsgerichtes Nassen» suß Iohaun M a l u e aus Anlaß seiner Versetzung ili den danernden Ruhestand das Silberne Verdienst, kreuz mit der 5irone verliehen. * <Äcschung einer Bczirlöförsterstclle in Krain.j Im Nereiche der politischen Verwaltung in Kirai» ge» langt eine Nezirlssörsterstelle mit den svftemmäßigen Vezügen der Unlerbeamten zur Nesel.'.nng. Bewerber um diese Stelle haben ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche, belegt mit dem Nachweise ihres Alters und Standes, der genossenen Schul» und Fachbildung, der mit gutem Erfolge abgelegten Staatsprüfung für den Forstschul'., und technischen Hilfsdienst, der bisherigen Verwendung, der körperlichen Eignung zum Forst» dienste im Hochgebirge uud der Kenntnis der deutschen und sloveiiische» Sprache in Wort und Schrift bis ^'l>. Mai einzubringen. Bereits im Staatsdienste stehende Bewerber haben die Gesuche im vurgeschrie. benen Dienstwege, solche aus dem Stande der nach dein Gesetze vom 19.' April 1872, R. G. Nl. Nr. 60, bezw. der Kundmachung des f. k. Ministeriums für Landes» Verteidigung vom 1«. Juli 1879, N. G. Nl. Nr. 100, aiispruchsberechtigte» Unteroffiziere, die noch im aktiven Dienste stehen, im Wege ihres vorgesetzten Kommandus, alle übrigen Bewerber aber bei der k. l. Landesregie» rung sür ^lrain in Laibach einzubringe». —r. * sPerleihung militnrärztlichcr Stipendien an Ttu» dicrcnde der Medizin.j Mit Beginn jeden Winterseme» sters werden seitens des l. u. l. Neichstriegsministe» riums zufolge Erlasses Abt. 14, Nr. 232 von 1901, vom ersten Studieusemestcr an Stipendien an solche Hörer der Medizin der inländischen Universitäten verNehen, ».'eiche sich verpflichten, fechs Jahre unbeschadet der wehrgesetzlich zu erfüllenden Dienstpflicht im f. u. l. Heere aktiv zu dienen. Das Stipendium beträgt vom 1. Etudienfemester au jährlich 480 X, nach Ablegung des ersten Nigorofums jährlich 72s» !< und vom nennteu Ctudiensemester an bis zur Erlangung des Doktorgrades jährlich 1008 4<. Bewerber um ei» solches Stipendium, die an einer Universität noch nicht imma. tiiluliert sind, haben ihr diesfälliges eicienhm'dig ge. schriebenes und gehörig gestempeltes "H'ch b.s lang. te„5 1. August 1909 direkt Applilations^ule i» Wie», IX., Wahrmgerstraße ^ Laibacher Zeitung Nr. 82. 732 13. April 1909. zu richten und demselben beizuschliehen: 1.) den Hei» matsschein, 2.) den Tauf»lGeburts»)schein, 3.) die Zeug-nissc über die zwei letzten Gymnasialsemester und 4.) das Maturitätszeugnis in beglaubigter Abschrift. Gleich, zeitig hat sich der Bewerber durch einen k. u. k. Stabs» oder Oberstabsarzt auf seine physische Tauglichkeit untersuchen zu lassen, worüber ein Zeugnis durch den Aussteller direkt an die militärischen BeHürden einge-sendet wird. Das Gesuch hat ferner die Erklärung zu enthalten, daß dem Bittsteller die mit dem Stipendium verbundene Forderung der Heeresverwaltung zur min» destens sechsjährigen aktiven Dienstleistung im t. u. k. Heere bekannt ist und daß er sich derselben unterwerfe. Schließlich ist im Gesuche die gewählte Universität an> zugeben und der Unterschrift die genaue Adrefse, unter welcher die Zustellung der Erledigung des Gesuches er» beten wird, beizufügen. Gesuchsteller, welche die Matura mit Auszeichnung abgelegt haben, werden, wenn sie auch sonst vollkommen entsprechen, in erster Linie berück» sichtigt. ^l'. — ^Aufnahme in die l. u. k. .Kadettenschulen.) Mit Beginn des Schuljahres 1909/1910 »Mitte September) findet die Aufnahme von Aspiranten in den ersten Jahr-gang der Kadettenschulen statt. In die höheren Jahr» gange werden Aspiranten nur ganz aus nah ms» weise aufgenommen. Die Aufnahme in den vierten — bei der Kavallerie», Artillerie» und Pionierkadetten» schule auch in den dritten — Jahrgang ist unzulässig. Aspiranten, welche die Erlangung der Kadettcncharge in der Train» oder Sanitätstruppe anstreben, können in eine beliebige Kadettenschule eintreten nnd werden erst nach Absolvierung des drittel, Jahrganges nach Maßgabe des Bedarfes in den Infantcriekadcttenschulen in Budapest und Prag vereinigt. Die Vortragssprachc ist in den Infanteriekadettenschulcn in Budapest, Preß» bürg, Kaschau, Temesvar und Hermannstadt, dann in dei ungarischen Parallelklasse der Kavalleriekadctten» schule und der Artilleriekadettenschnle deutsch und unga» risch, in den ^nfanteriekadettcnschulen in Kamenitz nnd Karlstadt deutsch und kroatisch, in den übrigen dcntsch. Exemplare der Konlnrsansschreibnng, dann der Vor» schrift über die Aufnahme von Aspiranten in die k. u. k. Kadcttenschulen können von der l. k. Hof» und Staats» druckerci oder von der Hofbuchhandlung 2. W. Seidel und Sohn in Wien bezogen werden. * Ms dem Vollsschuldienstc.) Der k. k. Bezirks» schnlrat in Littai hat die bisherige Snpplentin an der Volksschule in Töplitz-Sagor Fräulein Joscfine S i» m o n nossen zählt, sei bereits die Hälfte der Verufsgenossen dein Vereine beigclrcten, während der Veitritt der übri» gen mit Sicherheit zu gewärtigen sei. Herr Dolni» öar verlas sodann die Vcrcinsstatnten, welche unver» ändert zur Annahme gelangten. Im Sinne der gcnch» migten Statuten hat es sich der neue Verein zur Auf» gäbe gemacht, die Standcsintcresscn zu wahren, durch Vermittlung von Dienststellen seinen Mitgliedern an die Hand zu gehen, ihnen unentgeltlichen Rechtsschutz zu bieten, ein streng sachliches, nicht politisches Infor-mationsregistcr anzulegen und schlichlich für seine ordentlichen Mitglieder und deren Angehörige verschie» dene Wohltätigkeitscinrichtungen ins Leben zu rufen. Zu letzterem Zwecke sollen drei Fonds gegründet wer» den, aus welchen erwerbsunfähige Mitglieder, dann Witwen und Waisen Unterstützungen erhalten und Vc» gräbniskostcn für verstorbene ordentliche Mitglieder be» stritten werden sollen. Die Beitrittsgcbühr wurde mit 5 K, der Jahresbeitrag mit 26 X festgesetzt. Der neu» gewählte Ausschuß setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen- Obmann Herr Alois Vidie, dessen Stell» Vertreter die Herren Dolniöar und Pleterski, Sekretär Herr Domicelj, dessen Stellvertreter Herr R. Sever , Kassier Herr Max Armi 5-, dessen Stell» Vertreter Herr I. 6 eluvin, Ausschußmitglieder die Herren Fantini, Kova 5,, Nemic, Träan und W a l l a n d. Schließlich wurden zu Nechnungsrevisorcn bestellt die Herren Weber und Nujnik. Der Vor» gewählte Ausschuß ist gestern zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten. — sÖsterkonzerte.) Am Ostersonntag abends fand im Kasiuu»Glassalon ein außerordentlich gut besuchtes Militärkonzcrt der vollständigen Kapelle der Regiments» musik Leopold II. König der Belgier unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Christuph statt. Das ab» wechslungsreiche Programm hielt das Publikum in der animiertesten Stimmung nnd fand rauschenden, wohl» verdienten Beifall. — Gestern abends veranstaltete das Orchester der Slovenischen Philharmonie im Hotel „Union" unter Leitung seines Dirigenten Herrn Ta» I i ch ein großes Volkskonzcrt mit reichhaltigein, ab» wechslungsvullem Programm. Der große Saal des Hotels „Union" war vollständig ausverkauft. Die Zahl der Besucher belief sich an fünfhundert. Als seriöse Pi^een der äußerst beifällig aufgenommenen Pro» grammnummern kamen insbesondere eine Phantasie aus Puccinis „Madame Butterfly", Griegs „Norwegischer Tanz Nr. 4", eine Phantasie aus Wagners „Lohengrin" in Betracht, während die heitere Opcrettenmusit durch Supp6 und Lehar vertreten war. — Mne wirklich begründete Beschwerde) kommt uns über den jetzt geradezu gesundheitsschädlichen Zu» stand der neuangelegtcn Straße zwischen dem Kuliseum nnd der evangelischen Kirche zu. Nachdem im vergan» genen Jahre ans der ehemaligen Radfahrer-Rennbahn und dem Erdreich, das bei der Lcguug der Wasfer» leitungsrohre auf der Bleiweisstraßc gewonnen wurden, die erste, fast vollständige Anschüttung hergestellt war, wird jetzt als Straßendecke aller mögliche und unmüg» liche Unrat zugeführt: Mist, Straßenkol, Topfscherbe», Fetzen, Ofenrohre, kurz aller nur denkbare Haus» nnd Hoftehricht wird abgeladen, und nicht nur auf dem neuen Straßenkörper, anch die alle, noch in Benützung stehende Straße wird rücksichtslos beschüttet. Dadnrch ist ein unerträglicher Znstand entstanden, der Auge und Nase gleichzeitig beleidigt, im höchsten Grade gesund» heitsschädlich werden kann, sobald die Sonne noch lräf» tiger wirkt, nnd einer aufstrebenden Stadt wie Laibach unwürdig ist. Wir sind überzeugt, daß unsere Stadt. Verwaltung, die ja angenscheinlich beflisseil ist, nnserer Stadt ein immer schöneres nnd ansprechenderes Bild zu verleiheil, »nr des Hinweises aus beredeten Übelstand bedarf, um vollständige Abhilfe herbeizuführen. — jVou der Erdbebenwarte.) Die Erdbebenmesser unserer Warte konnten in den jüngsten Tagen nicht znr Nnhe kommen, da täglich zwei starte Fernbebenaufzeich» nuilgeu erfolgten, die drei bis vier Stunden lang au» dauerten. Nach fast 20tägiger Ruhepause trat am ll). April gegen 6 Uhr 48 Minuten morgens das erste Fernbeben auf, welches sich um 7 Uhr 56 Minuten abends wiederholte. Am 11. April verzeichneten die Apparate um 5 Uhr 7 Minuten früh und nachmittags nm 8 Uhr 22 Minuten und am 12. April lim 2 Uhr 28 Minnten früh stärkere Fernbeben. N. — lTodesfall.j In Krainburg verschied am 9. d. inl 70. Lebensjahre Herr Matthäus öadcx, Haus» besitzer und gewesener Gelreidehändler. Das Leichen» begängnis fand am 1l. d. M. nachmittags unter zahl» reicher Beteiligung statt. —n. — lDie Wciuausstcllungl >n Verbiudung mit der Prämiieruug der Weine in Rudolfswerl beginnt Samstag, den 17. April, vormittags nm l l Uhr. Des-halb ist es notwendig, daß die Weine bis Freitag den 16. d. M. eingesendet werden. Am Samstag arbeitet die Prüfungskommission, für den Handel wird die Ans-stcllung am Weißen Sonntage den 18. d. M. von II Uhr vormittags an bis zum Montag, und zwar jeden Tag bis 6 Uhr abends offen stehen. Die Prü» snngstommission, in welcher sich Vertreter von Wein» gart'enbcsitzcrn, von Wcinhändlcrn und von Fachleuten befinden, arbeitet in drei Gruppeu, gesondert für rote, weiße und weißkrainische Weine. ^. * Erweiterung des Friedhofcs in Waitsch.) Über Ansuchen des Pfarramtes in Waitsch um die Vewil» ligung zur Erweiterung des dortigen Friedhofes findet am 20. April 1909 um 9 Uhr vormittags die Lokal-Verhandlung an Ort und Stelle statt. Die Kommission, bei der auch ein Staatstcchniler der k. k. Laudesregie-rung intervenieren wird, tritt am obgesagten Tage bei der'Filialtirche in Wailsch zusammen. —i-. — lTic weihe Fahne.) Am Karsamstag wehte vom Bezirksgerichtsgebände in Nudolfswert die weiße Fahne zum Zeichen, daß an diesem Tage die dortigen Arrest» lokale leer waren. 5v * ^Gewerbliche Fortbildungsschule in Gurlseld.) Wie man uns nutteilt, wurden in den Schnlausschuh der gewerblichen Fortbildungsschule in Gurtfeld für die Funltionspcriode vom l. Jänner 1909 bis 31. De> zember l911 nachbenannte Herren gewählt, und zwar: Dr. Thomas Numih, Gemeindevorsteher in Gurt» seid, als Obmann und zugleich als Vertreter der Ge-meinde, Anton Iugovic, Bäckermeister und Ncali» tätcnbesitzer, zum Obmannstellvertreter und zugleich als Vertreter der Handels» und Gewcrbekammer, Lorenz Glogovüek, Tischlermeister und Hausbesitzer, als Vertreter des krainischen Landesausschusses, Johann Sterle, Schmiedmelsler und Hansbesitzer, als Vcr» treter der Gewerbetreibenden, Johann Go lob, Schneidermeister und Hausbesitzer, als dessen Ersah» mann, nnd Dr. Johann V o n <-i n a , k. k. Bezirks» tommissär, als Vertreter der Unterrichtsverwaltung. —r. — lAutomobilausflüge von Abbazia nach Adels» berg.) Die Riviera-Altiengesellschaft veranstaltet mi< ihren eleganten nnd komfortablen elssitzigen Gesell» schaflswagen von nun an wöchentlich zwei» bis dreimal Ausflüge nach Adelsberg zur Besichtigung der »veil-berühmten Grotte. Eventuell sollen anch Ausflüge nach Schloß Luegg, Planina, Zirlnitzer See, Nackbachschlucht li^v. unternommen ».'erden. — Am Ostermontag kam ill zwei Automobilen die erste Gesellschaft in Adels» berg an- es wurde die Grotte in ihrer ganzen Ausdrh» iluilg besichtigt und konnten die Gäste nicht genug des Lobes sein über die unterirdischen Herrlichkeiten und komfortablen Weganlagen. Besucht wurde auch die Kleinhäusler Höhle bei Planina. Diese AnSsliige wer» den znr Hebung des iiiternatio»ale» Fremdenverkehrs in der einzig dastehenden Höhlcngcgend von Adclsberg von grußer Bedeutung sein. — lFlühlingsfahrten im Ouarnero, nach Nord» dalmatien und Nrioni.) Der Touristenverein „Adria" unternimmt in dem Falle, als sich bis längstens 30. April 100 Teilnehmer melden^ in der Zeit ooiN 19. bis 23. Mai l. I. einen Gesellschaftsausflug, "" welchem sich auch Nichtmitglieder beteilige» kön»en. Von Abbazia aus werden an drei nacheinander folgenden Tagen, den, 20., 21. und 22. Mai, Tagesausslüge in einem eigenen Separatdampfcr auf Routen und in Gc< genden unternommen, die sonst nnr mit einem beson» deren Aufwand von Zeit und Bequemlichkeit zugänglich sind, so nach den Inseln Arbe, Veglia und Pago, den« eigenartigen Meer von Novigrad und die Zermanja hinauf bis Ehrovazzo, dein Kanal von Arsa und dem lieblicheil Eilande Ärioni. — Der Preis sür diese fünflägige Reise beträgt für die Person bei Bahnfahrt von Graz nach Abbazia.Maltuglie mit zweiler Klasse Schnellzug für Mitglieder des Touri'steiwereines „Adria" 100 l(, für Nichtmitglieder 110 K- dritter Klasse Schnellzng für Mitglieder 85 X, für Nichlinil-glieder 95 K. Nur die Fahrt auf der elektrischen Ach» von Mattuglie uach Abbazia und die Tischgelränle sind besonders zu bezahlen. — Anmeldungen werden in der Kanzlei des Zentralausschusscs „Adria" in Graz, Franz Josefs-Kai 38, bis 30. April mündlich oder schriftlich entgegengenomme». — Die Teilnehmer haben eine ÄN' zahlnng von 20 1< gegen Quittung zu leisten, welche ihnen nur, im Falle die Reise nicht zustande luinnu'» sullte, zurückerstattet wird. Der genane Reisepla» wird Interessenten ans Wunsch kostenlos zugeschickt. — lVcrmißt) ^ird seit Montag den 5. d. M. der elfjährige Knabe Johann Perlo aus Hndeje, Gemeinde Treffen. An diesem Tage wnrde der genannte Knabc wegen Ungehorsams von seinen Eltern gezüchtigt, »rM'' alls er sich entfernte, ohne bisher zurückgekehrt zu sein- " Dinen Gaskandelaber niedergerannt.) Am 5^' samstag nachmittags hat ein Knecht dnrch unvorsichtiges Fahren in der Linharlgasse einen Gaskandelaber nieder» gerannt und hicdurch einen Schaden von 17 I< ^' ursacht. * lVcrhaftungcn.) Über Requisition des Kreis' gerichtes in Trient wurde am Karsamstag auf der Wiener Straße ei» gewesener,.Aahnbeamler verhastet, der dringend verdächtig ist, z»>» Schade» der SüdbchN' gesellschast anf der Bahnstation in Mezzolombardo >" Cüdtirol einen größereil Betrug verübt zu haben. Der Verhaftete wnrde dem Lcmdesgerichte übergebe» >."^ wird sodann dem Kreisgerichte in Trient eiügeliese' werde». — Des Nachts wnrde ei» hier beschäftigle/ Banlechniker aus Teinitz, Bezirk Stein, verhastet, we" gegen ihn der Verdacht vorliegt, daß er zum Nachlew einer Vorschnßlasse 1228 !< entwendet habe. Er wurde dem Landesgerichle eingelieserl. " Mem gehört das Fahrrad?) Am Sonntag abends brachte ei» IKjähriger Änrsche in das Haus Nr. ^ a» der Triesler Straße ein gnl erhaltenes Fchr"° Graziosa-Chaingleß, ohne Polizeiiinmmer nnd Vre>»!^ u»d ersuchte einen Knaben, das Fahrrad nach Wml>^ zn führen. Als der Bursche einen i» diesem H">>I wohnhaften Posloedienfleten anf sich znlommen sah, u^ er das Fahrrad stehen lind ergriff die Flucht, ^'stel wurde das herrenlose Fahrrad eine»! Sicherheilswal) i»a»» übergebe». Der Eigentümer »volle sich bel Polizeibehörde »leiden. * Mit ciner Literflasche verletzt.) Am Karsaü'slW abends entstand in einem Gasthanse i» Gradi^e z>^ sehen zwei bezechten Arbeitern ein Streit, in leisen ^ laufe der eine seine» Gegner »lit einer Liter!!"! ^ über den Kops schlug und ihm einige Verletzungen l^. brachte. Der Verletzte wurde aus die Zentralwachlst» gebracht und vom Polizeiarzte verbuilden. * lVerloren) wurde: eine schwarze Pompad"' tasche mit l0 K, ein Geldtäschchen mit 22 !<, "''H.„i de»cr Dame»ri»g, ein güldenes Anhängsel mil ^''^ ^.!^° Stein, eine lederne Handtasche mit 80 K und ^'^.i,i denen Quittungen, ein Geldtäschchen »lit 5 >^ ">'" Geldbetrag von 30 X. ^ — Mchtige Zeit.) Landhausuhr am 13. ^ —16 Sekunden. Soibadier «Rettuna 5Wr. 82. 733 13. «cril 1909. Theater, Kunst und Literatur. ^ lFür die Festspicle des Münchener Künstler. heaters,) die am 18. Juni unter Leitung ^n Ma^r ^cilchardt eröffnet werden, ist soeben das gesamte Ton-Nlnstler-Orchester unter Direktion des Kapellmeisters ^v>ef Lassalle gewonnen worden. Das Tontünsller. i Orchester wird unter anderem die Musik zum „Kauf. '"mm von Venedig", zu „Was ihr wollt", zum „Som-tncrnachtstraum" und zu „Faust" zur Ausführung drin-sM. Von modernen Komponisten, die für diese Fest-! 'plele die Musik komponiert haben, sind in erster Linie H"s. Engelbert Humperdinck, Prof. Mar. Schillings, Aws. Neer-Wallbrunn und Max Marschalk zu nennen, ^as Reiseburean Schenker H Ko. i>l München, Pro-luenadeplcch 16, »i,nmt bereits Nillettbestcllunaen an und erteilt kostenfrei Auskunft. ^ 17 ^.Österreichische Nundschau") Herallsgegeden von Dr. Alfred Freiherrn v. Nerger, Leopold Frei-y"rn v. Chlumecky, Dr. Karl Glossy, Dr. Felix Frei-/"'" wn Oppcnheimer. — Inhalt des zweiten Heftes: ^I.^ccher und Schmerlillg. Von Unwersitätsprofessor ^Mwts. ^,^ Landt'agsabgeordneten Dr. Josef ''l'dllch. 2.) Die flad»schen Haus-Kommuuionen. Von unibersitätsprufeffor Dr. Alfons Dopsch. 3.) Die ^ndel des Goelheschen „Faust". Von Dr. Alfred Frei-y"rn don Verger. 4.) Briefe Friedrich Nietzsches «^ dem Jahre 1885) an seine Angehörigen. 5.) Ans meinen, Merkbuch. „Der Lebemann". Von Dr. Karl ^lyonhcrr. tt.) Meine Damen! Eine Plauderei oon "'u ^ r n st. 7.) Aus Julie Nettichs Kinderzeit. Von M ^ Vcttelheim . Gabillon. 8.) Politische "urrstcht. Von Leopold Freiherrn von Chlu ,n c e l y. "- Feuilleton: Toslanische Ostcrgcbräuche. Von George ,"°,^ U).j Rundschau: Adolf Sonnenthal. Von .Hof-al ^^7?"''p^'l'ss" Dr. I. M i n o r. - Friih. ^Ausstellung im Künstlerhause. Von 3iegierungsrat ^' <5olnesics. __ W^ner Theater. Von Theodor N. n p p- ^ Ein Buch über das moderne Drama. ^^HsorDr. Ednard Ca st l e. Geschäftszeituny. der s^. lXXiX. Pferdeauostellung Wien 1Ntt!).> In da? (? " Sllmng der 6. Sektion für Pferdezucht wurde ^ ^iomnee für die diesjährige Pferdeausstellung ge-Sn!< "''b das Programin derselben festgesetzt. An der Gi sc7> ^ Nmnitees sleht Präsident Geheimer Nal sii.3. "mk Hardegg. Die Eröffnung der Ausstellung in N "" ^' M"' l-'Ä- "uf dem Platze der «. Sektion Ali^^ ' ^^' Dic Ausstellung, welche für In- uud 3ieil!s'^' ^l>" steht, wird Zuchtpferde, Jagd- und und ^ "'^'^ "l^l. lachte und fchloere Wagenpferde pf,,,..'^U"e Last. und landwirtschaftliche Gebrauchs-1 ^.'""fassen. Die Anmeldungen find bis längstens cM^"" das Ausstellungslomilee, Wien, l., Schaufler, stt'llu, s" ^'^'"' ^' Verbindung mit der Pferdeaus, welcli^,, ^ ""^ ^''"^' !il'>Ul'rbliche Spezialausstellnng, stand' ."" '^"^' »"d'Fahrsport verwendeten Gegen-dem k/ntl^"' '"'^' ^'^ '"""er, sind auch diesmal wlle sss'"^"' f»^ Prämiiernngszwecke zahlreiche »vert-di», , ?""p"'sl' zur Verfügung gestellt worden. Anßer» Nert^l "^'" Geldpreise in beträchtlichem Werte znr zwei S .^' ^" bemerken ist, das; die Ausstellung in vuin 1^'!^ "schalten wird, lind z»r>ar: die erste Serie vmn?n r- "»schließlich i8. Mai, die zweite Serie ^!" <". b,s einschließlich 28. Mai.________________ Telegramme k k. Telegraphen-Korrespondenz-Buleaus. Acgcnuuna. Bülows mit Tittoni. ist vu^m'.!''"' ^- ^'l- Minister des Äußern Tittoni H'irst.'. m^? l)>er eingetroffen, um dem Reichskanzler >'u -«nlow einen Besuch abzustatten, kunft d°!!'^?'.^pril. I" Vesprechnng der Zusammen-scheu ^/' , '"'^"-' dl's Äußern Iiltoni mit den, deut-lnnia" n- !ä'" ^ülsl"' V,ilo>o schreibt die „Tri-des ^ns, '^^ "m-auszusehn war, erfüllte Minister ^>'lmv n^ ^'"""' '"'< der Negriißnng des Fürsten lien de, " "^? ""^ l)">er s"'N' lnrzen Ferien in Ila-^'ese N,i "^ ' ""^' "»genehme Pflicht der Courtoisie. Altert), "'"^ ^'^' "'"" vollkommen intimen Cha-schell N, ' «^ >'^"lich auch ein Nelveis der sehr herz. bl'tdeil sj ")""""'' '"l'lche Deutschland mit Italien ver-NNinde n>! ^!"e °^'"' ^urch leine politischen Beweg-Politik, ^""Kt. Sie ist daher auch uicht bestimmt, burläl,s^ 5 ""' ^' l)nben. Diese Feststellnng schließt sNii^ ud'- - ^'"" ^U'issen Blättern über eine Besesti-^""ffcnii^l^"^' ^"'^'tige Ernelierung des Dreibundes ^rf wede ?" "3"""stereien aus. Der Dreibu.ld be.-'^u l)or,..i!i^ " ^^fesligling, noch dachte man je daran, ^"lig zu erneuern. New ^"' ^"de^"''.^ ^lpril. Nach einer Meldung aus ?"""ltsam a m ^" ^"sUo eröffnet, daß er eventuell 'llcn sollt. „'!.«< ^'^"bt "nd, falls er Widerstand ^ 3°rt de ^. ^'''"'ignis bestraft werden könne. "/u "nd ei^.7^ '/'-April. Castro ließ einen Advo- K"d unter uch,,?^,s^^'!o' ^' 1>inen Gesundheits- ^l'sei u^ e 7, ' s ^^^ ^ ""'"'" ^ abzureisen. ' '""n Hotel ^ " Menschenmenge befinden sich vor Fort de France, U». April. Der Gouverneur und der Generalprokurator haben einen Aufschub der Ab» reise Castros verweigert. Man geht daran, die Aus» Weisung mit Militärgewalt vorzunehmen. Die Bevöl-lerung ist erregt. Ncwyort, I I. April. Aus Fort de France wird ge> meldet, daß Castro gestern an Bord des Dampfers „Versailles" gebracht wnrde, der um 9 Uhr abends nach St. Nazaire in See ging. Fort de France, 11. April. Castro weigerte sich so hartnäckig abznreisen, weil er dazu unfähig sei, daß der Gouverneur Foureau gestern wieder eine Untersuchung seines Gesnndheitszustaudes durch drei Ärzte anordnete. Die Untersuchung ergab, daß die Neise das Leben Castros nicht gefährden würde. AIs Castro seinen Widerstand trotzdem fortsetzte, wurde die Anwendung von Gewalt besohlen. Das Erscheinen von Gendarmen im Hotel lockte eine tobende Volksmenge an. Da sich Castro weigerte, sich anzukleiden, wurde er aus riuer Matratze in eine Tragbahre gelegt und so eine Meile weit nach dem Dampfer gebracht. Der Transport schien ihm Schmerzen zu verursachen. Pcrsicn. Ncscht, 12. April. Meldimg der Petersburger Telegraphenagentur.) In Enseli ist ein russisches Kriegsschiff ans Krasnowodsl eingetroffen. Teheran, 12. April. «Meldung der Deutschen Kabel» giamm.Gesellschaft.) In Enseli landeten am 10. d. M. zwei Kanonenboote 4<»<> russische Soldaten. Petersburg, 11. April. Meldung der Petersbur-ger Telegraphenagentur.) Die Verleihung des Weißen Ädler-Ordens an den Ministerpräsidenten Stolypin wurde diesem in einem kaiserlichen Reslript mitgeteilt, in welchem es heißt: „Ihr talentvolles, von Liede zum Vaterlande beseeltes Wirken an der Spitze der Negie» rung wird von mir in gebührender Weise gewürdigt, wie es Ihnen anch allgemeine Achtnng erworben hat. lim Ihnen meine herzliche Anerkennung für die rast^ lose, dem Lande so nützliche Tätigkeit auszudrücken, ver» leihe ich Ihnen den Weißeil Adler-Orden." .Äonstantinopel, II. April. Die gestrige Meldung, daß der Senat das österreichisch.ungarisch.türlische Ententeprotuloll mit einigen Abänderungen angenom. inen habe, beruh! ans einem Irrtnm. Die Annahme elfolgte ohne irgendwelche Abänderung. Gutachten des Herrn Dr. Hans Adler, k. k. Pri< mararzt und Vorstand der Augcnabteilung des k. k. Kraukcuhauscs Mieden, Wien. Hcrru I. Serravallo Trieft. Mit Vergnügen bestätige ich, daß ich Eerravallos China »Wein mit Eisen bei sehr vielen Fällen von Anämie uud Neurasthenie mit bestem Erfolge verwendet habe. Nicht nur jugendliche Individuen, sondern auch ältere, durch Überarbeitung herabgekummeue Leute vertragen ihn sehr gut und erholen sich entsprechend. Wien, 5. April 1905. (Xktt) Dr. Hans Adler. l>s>uv«lüi!«' Untel-8tUtiul,y8mMel dci «»l-n»äu»-e, Liont, Dia- bst«8, «»«en- ,i»ll DLl-mliawl-rnen, 8lllltil-ennen «te. ?ro,pelrtv xr».tl» nnü tt»nIrV Hnrob obtxo rlrn»». Vl»!-!-«!, in »!!«n ^pllll'Sll»'' "N«l »!n«s»!»»,8»!-»,»n!l!!,!,,»«. Ilopnt in I^Nmc-,1! I»?i ^H«»R«?^»»«^^ M^»«»T»»«>»»« Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhc 3Ntt!i m. Mittl. Luftdruck 736 0 inm. K -Z k.Z« W wind «l''s'«t ?3Z ! __^,_ ^H_I^- ____________ ' ^ "- 9 u. Ab. 732 4 10^7 SW. mäßig »________ 7Ü.Z5 ^ÄZ'Z""^ N. schwach ' heiter' N. 2U.N. 730 0 18 0 S. fchwach teilw. heiter 0 0 «U. Ab. ! 729-2 N b> SW- mäßig heiter 7 U ^ 72 7 U. F. i?2« 1! » ^ windstill ! ^ ^?" Das Taaesmittel der Temperatur vom Samstag betragt 10 6' Normale «7°. vom Sonntag II 3°, Normale 8 9°, vom Montag 12 2°. Normale l» 1°. — In der Nacht auf Dienstag Gewitterregen. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte sssffrmit»'! vu» drr Kram, Lvall»s>t >»<»7) (Ort: Gebäude der l. l. Staats.Oberrealschule.) llage: N»rdl.Breite4« ' 03': Östl.Länge von («reeuwich 14«3l'. Beginn ^3 -U« Herd. Z^ H^ ^3 e^2i:Zu distanz 5.Z ZZ S3 ZK2 2Z I ^ lcm l»m8 t>m«dm« dm« bm ^ Aaib ach: 10. 17000 0656----------------------------7 49— 9- L t?U) 10. — 19 55 53 20 14 25 21 12 47 21 20 50 2Z - « (350) 11. - 650724 051620-----05 20 42 06 30 1: l80) 11. 9000 15 22 30 15 37 42-----------15 54 05 17 30 « 12. 12000 02 48—02 38 09!-----------03 20 20 05— 8 Veben berichte:" Am 5. April mittaas und am 6. früh leichte Erschütterungen in Messina. — Am 7. April gegen 21 Uhr 45 Minuten Erschütterung vierten Grades und gegen 22 Uhr Erschütterung dritten Grades, in der Nacht darauf weitere schwache Erdflöhe ebendort. No denunru h e:*" Vom 9. auf den 10. April zu» nehmend, vom 10. auf den II. abnehmend; «sehr schwach»; vom II. auf den 12. unverändert, vom 12. auf den 13. zu» nehmend; «mähig starl». " >!' ^«'i!n,,nnl>s>> l'szishs!, sich päi>chs ,>!s>! »»d wssds» »w» ÄÜ!!^»,,««^, !,!»! Miül'rlmch» <> Mn bi» «4 lllir ar^i!,!! »^' Dir B o d r i! » » r ü h s luirb i» olfffübf» Slarlrnrabs» lll>!sif>zisr!: ^»«ülchllisss hi« z„ l Milümelsl >!sl!s schwach», um, « bi« « Willimslfr »schümch», ho» « bi« 4 Mllimflsri! «lüaftiss ftall», vim 4 bis 7 Uillimsl,lN »slnrl', Öl,» 7 l'ie N> Millimeter» «l/hr slarl» »„d iibrr 10 MiNi,»s!,l »a»ker ords>,'!ich ftnrl», - »AI1s>!!!!si»f li<>it>!'!,»!,!l,l!s» hfb,»!,! „lfich^süi« ll»s!lf!s«dl 'Narl!'' N>>s>,I>s n,, nils» U>r,!di'>,, Lottoziehungen am 10. April 19l)l). Trieft: 64 8 16 33 24 Linz: 84 20 4!' 34 «4 llie lMenllMMit bringt mir!« mli um! ^^^^ Kaum freut man sich der Sonne - gleich lommt ^g?^V ein Schneetreiben, ein Regenschauer und eisiger Wind HOE^ hinterher, daß man bis in die Knochen hinein friert. ><«^ — Na ja, „icin Lieber, schön ist anders. Aber mir H5^V '"acht das nichts, ich hab' bei solchem Wetter immer ^^ cine Sodener Mineral »Pastille von Fay im Mund Hh<2^ '"^ crlälte mich mm überhaupt nicht mehr. Machen ^V Sie's wie ich. Die Schachtel, die Sie in jeder Npo- ^tzH thele, Drogerie oder Mineralwassrrhandlung laufen 3!!tl ^"'^"' lostet nur « I-^ü. iiasfen Sie sich aber unter <^^V> leinen Umständen Nachahmungen aufschwahcn, — Ge> H^tz^ neralrepräscntanz für Österreich-Ungarn: W, Th, Gun» "^^^ hert. Wien, IV/l., Grosze Neugasse !?, 044) 2—1 ^WtMs «V Nmilllil Vl! I'omnalnnollo" !^!>le VlsllWÜÜ »Us ,1MMII8II6 ^^^ ^ ^M Wer sloh um die Hygiene und Pilege des KörperB interesBiert, dor versäume nicht das interessante Buch über «Gesundheit und Desinfektion> zu verlangen und durch-zulesen. Jede Drogerie und Apotheke gibt das Buch gratis. Wo eventuell nicht vorrätig, dort wende man sich direkt an den Chemiker A. C. Hubrnann, Wien XX., Petraschgasse 4, welcher das Buch Bofort gratis und franko sendet. (1040a) 3 Ihßutßrverßin in Laiöach. t>ie findet Hontag den 26. April 1909 um halb 7 Uhr abends im Balkonzimmer des Kasino mit nachstehender Tagesordnung statt: 1.) Tätigkeitsbericht. 2.) Rechnungsabschluß. (1828) 3-2 3.1 Wahl der Mitglieder. 4.) Wahl deB Vereins- uud lteviBionsauBBcnuMes. Im Falle die Beschlußfähigkeit nach § 10 der Statuten nicht erzielt werden sollte, fandet eiue Stunde «päter eine zweite Generalversammlung aUtt, m-lche ohue liück-sicht auf die Anzahl der AnwoHeudou l»«BP.IjluflsübJ^ JBt. Vom nusschusse des Thealervereines in laltufe den 10. April iyoy. Lüiiachei Zeitung Nr, 82, 734 I«, April IUN8, Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrsblattc) vom w. April 1909. Die »oticrten Kurse verstehen sich in Kronenwährunn Tic Äluticrunss sämtlicher Altien und der «Diverje!» Lole» versteht sich per Vlüll. I Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Glitte: 4<", tonver, Neucrfrei, Klonen (Mal Nov,) per Kasse . . 9b 5b 9» 75 detto (Iänn,-In!i) per Kasse 9b 50 9b 7» 4 2"/„ ü, W, Noten 4<^ 15940 18«Uer ,, 100 !l, 4"/„ 215 0» 2,9 «0 I8«4er „ 100 sl, , . z«» 5o!2?2 50 1864er ,, 50 sl, . , 268 50 272 50 Dom,-Pfa»dbr, k ,20 fl, b"/„ 2!"'— 293 - Staatsschuld der im sleichsrate vertretenen Königreiche und Länder. veslerr, Guldre»te steuerfr., Gold per Kasse , , , , 4"/° 11« 4b 1>S 65 Oesterr, siente in Kronenwäh^, steurrsrci. per ttass« , 4"/„ 9b 45! 95 «5 detto per Ultimo , . 4»/» 9540! 9560 Oeft. Investilions-Rente, fteuer- srei, Kr, per Kasse 8>/,°/<> 8Ü 40 8b «0 Visenbahn-Ttaatöschuldverschreiliungen. Elisabeth-Bahn i, O., steuerfrei, zu 10,000 fl. . . . 4"/„ 11b 7b 11« 7b Franz Iofeph-Vahn, in Silber (bid. St., , , , 5'/<"/„ 1181b 11» 15 «alizische 'arl Ludwig-«ahn (div. St, Nronen , 4'V« 9K 5« W bO Nudols Bahn, in Krunenwähr. steuerfrei, ibiu. Et) , 4«/« 9b 7b 9675, Norarlbcraer Bahn, steuerfrei, 4«) und 2000 Kronen 4«/„ 9b b0 W 50 Zu N, bungen augeftempeltc Eisen» bal,„Äl«en. Elisabeth Val»,, 200 fl, KM. 5'/,°/,, uu» 400 Krone» . 454 — 4b8— detto Linz-Vndweis 200 fl. ü. W, in Silber, 5>/<"/<> . ^20 — 424 -oelto Lalzbura-Tirol 200 sl. ü. W, in Silber, 5"/» . . »20 — 425 — Nrcmstal zUahn 200 >'„d 2000! Kronen, 4"/«.....193—195'— Geld l Ware Vom Staate zur Zahlung übernommene Eisenbahn» Plioritätö'Tl>lia.atio«en. Bühln, Wcstbahn El», 1«!'5, 400, !^00>» u, INlXXlKroncn 4"/« 96 25 97 25 Elisabeth Aal,» «00 u, 3000 M. 4 ab t0"/n......IiN'bO 11750 Elisabeth Bah» 400 u, 2000 M, 4"/n........N7'4O11«4U Ferdinands-Norobahn Em.l8«6 t>« 7b 97 ?t» bctto Em. l!!04 9« 45 i,7 45 ^ranz Ioseph-Vah» Cm.i««4 (div, St.», Silber, 4"/n . W SO »7 20 walizische Karl Ludwig-Vahn ,div. St,», Silber, 4"/n . 9S'3b 97^35 Una..Galiz,Pllhn Ll)<> sl. S. 5>« « l< 3«0 104 t«U dctto 400 u. 50W K 3>/2"/n ^'60 89Ü0 Vorarlberger Vahn Em. 188^ sbiv. St), Silber, 4"/„ . 95 75 W 75 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/» u»g, Golbiciite prr Kasse , 112'bO 11270 4"/« detlu per Ultimo 1l2 50 112 7l> 4"/n »Nss, Nenle in Kronenwähr,, steuerfrei, per Nasse . . 92 85 93"5 4"/„ detto per Ultimo 92 80 !<3 — 3>/,"/n detto per Kasse . 82 !,o 83 10 Un«, Prämienanleihe ü, 100 fl, l94 75 198 7.^ detto il bO fl, l94 75l',»8 7ü IheiN,.Neg,.Luse 4"/„. . . ,143 25^147 25 4"/„ ung, Grund 'O-Obllg, . »3 45 94 45 4"/„ lroat, u, slc> Orunbentl. Obligationen , . . . 98 50 94'5ü Andere üfientl. Anlehen. Vos». Lllndesaülchen /^"/n - - 9940 I00'3ii 5«/„ Dona» Ness -Unlehe» 1878 «03 20 — — Wiener Perlchlöanlehcn 4"/„ , 96— 97 — deltll »900 4"/n !»U 10^ !)? IU Änlehe» der Stadt Wien , , 1»1'1» 102 10 detto (N, oder .) 1874 120 90 121 9« detto (1»9i).....94'25> 95'25 detto (Gas) v, I, 1898 . 95 35! 9« 35 detlll (Eleltr.» v. I 1!»00 95 30! !»6 30 detto (Inv, N,1 v, I, 1902 95 85 »« !»l, dello v. I, 1908 , . , !»5' —z !)6 - Bürsenbau Anlehen verlusb, 4"/„ Ub.50« 96 50 «»jsiiche Staatsanl, u, I. N»0« f. 100 k per Nasse . b'Vn ^ ^> "'" deltll per Ultimo 5"/„ N8N5 88'85 Nula. Staats-Hlipolhelaranlehe» 1892 ..... 6"/n 12250^12350 Geld IlWarr »ulg. Etaat«.Oolda»lcihe 1907 f. 100 Kronen. . 4>/,"/„ »8"75 89^7i> Pfandbriefe usw. Vodcntredit, alla, üstcrr,, in 50 Jahren verloebar . 4"/a 94-40 95,40 Vöhm, Hlipothrleüb., uerl, 4"/„ !»7'7b 98 7l> Zentral,-Vod,.Kred,.Vl..«s!crr,, -!5 Jahre verl, . 4'//V<> <01':><> 102 50 elto 65 I, vcrl, , . 4"/„ 97 - «8 ttred, I»st,,üfterr,.f,Verl,-Unt. u, üssen», Ärb, «at, ^ 4"/« 9460 »5 »0 iiandesb, d, »ünissr, Galizien u, iiodom,, 57'/i I. rüctz, 4"/n !"'" 95 40 Mähr, bnpulhelcnb,. ve,l. 4"/» "6'4«> 97 40 N,österr,Landes-Hhp, «nst, 4"/„ !<7- 9«- dcttoinll. ^"/nVrverI,3'/,"/n «»'2b 8!» 25 det,o N,Sch»ldsch.verl,:,'/,"/', ««2b 8!» 25 detto veil.....4°/„ W'7b 97 75 Oesterr,una. Vanl, 50 Jahre verl , 4»/„ ö W, ... U»/25 99 lil, de«o 4°/„ Kronen-W. . . 98b« 9ü'üu Spar!.. Erste üst, 60 I. veil. 4°/„ 99'7b - Eisenbahn Prioritäts-Oblia.ationcn. Oestcrr «ordwestbahn200fl. E. 104 - 105'— Staatsbahu 500 ssr.....400'- 4»4' Eüdbal,» tl 3"/„ IänneiIuli 50'» ssr, (per St.) , . . 27740 27!! 40 Tiibbnhn a 5".„ 200 sl. So,G, >19'4<) '20 40 Diverse Lose. !Pcr Slüll,) Verzinsliche Üose. 3"/„ Budenlrrdit-Lose Em, 1880 277- 283-betto Em. !»«!> li72 5!) 27« .',0 b"/„ Vunan Meaul. Lose 109 fl. 260— 266 -Serb,Prä!N,-«nl.V.1<>0Fi,«°/,, 95- 101 Unverzlnöliche Lose. !V»dap. Basilika lDombaui 5 fl. 20-60 22 <^0 Kreditlose ,00 fl...... ««'— 476' — Claru-llosc 40 fl. tt.-M, . . 145— ,55- llsener Lose 40 sl...... 230 — 240 - PalfsyLose 40 f>, K,-M. . . !95'- 2!!b - Rote» Krenz, ös«. Ges. v.. 10 fl. 5025 54^5 Note» Nrcnz, »»«. Ges. u., 5 fl, 3^75 32 75 Nndulf ^use <0 sl...... SÜ— 72' - Salm ^usi! 40 sl, K.-M. . . 24« — 256-T»i!. V,-«,-A»i,-Prä!n,'Oblill.. 400 Fr, per Nasse , , , 1X570 lß6 70 detlu per Medio . . . !«,'> 20 i«u ^0 Geld ^ Ware Wiener »omm-Lolc u, I, 1874 495 — 505-Gcw, Sä, d, :»"/<> Präm, Schuld, d Äl>de!>lr,.«»st. Em. 1889 73 50 77 50 Aktien. TranSportunternehmunnen. «nssiss-Tepüücr Eilend, 500 sl, 2290 — li300 - Vühüiiich'' Nurdbnhn >50 fl, . 403' -! 405- Bu!cht!ehlabeiEljb.:<0Of!,K,-M. 2770 —!27«0- detto ,!>t, II, ^00 sl, per Ult, N't8- ,024-Nona» Tampfschiifahr!« Oe!,,1.. l. I, priv,, 500 N, tt, M. , 895'— «00 — N»x.Vobc»bachciEi!e,!l!,4N0Kr ^>?4— !>7« - ^rdinand« ^lllrbb, 1»00!>,,VM, !l,3!'>b'— !'>385-Kaschan -llberbernrr Eiienbnh« 200 sl. S....... »«I'- 365 - Lrmb, Ezer»,.IassN-Eisn>bahn- Ges'Nlchast, 200 sl. G. . 55b - -'.57 - Lluyb. üslrrr., 400 Kronen , . 431' 435 — Orsterr,Nordwcstliahn,200fl,S, 459- 460- d,'0- Prall..T>li.er Eiscnb, ,00fl,aba,sl, 22«- li«4 ~ Ltaatseiscnb, 200 sl, S per Ult, 69725 6'.»8 25 Sndbahn ^00 sl, T, per Ultimo 111 «k> I'!i«5 Siidnurddenüche VclbindnnaM, 200 fl, K-M..... .0! 50 408- Transportnesl'lllch»!!, internal., Ä, O,. 20!» kruiw» , . . l>0- ÜO — Unstar, Wcstbah» (Raab Graz) 200 sl, S....... 409— 411 — Wiener Lolalb,-Alt,-Ges. 200 fl. —— 200 — Vanlen. ! NnaloOesterr, '^anl, ,20 sl, . 29375 29475 Äanluercin, Wiener, per Kasse — — —— detto per Ultimo 5LS- 527- Bodcnir..?lnst,.aNa,.öst,.:!l>NNr. 1W5 — 1,«1 - Zc!,ll,Vud. ,Nredbl.,üst,, i!U«f!, ! 533— 537-Kreditanstalt fiir Handel und Orw,, 320 Nr , per Kasse , —— — — dettu per Ultimo «38 - «3N Xreditbanl, unss, allss,, 200 Kr. 736 9b ?!>y 95 Vepusitcnbaül, all«, 200 fl, , 454' - 456-Eslumftte - Oelellschaft, nieder- österreichische, 400 «fronen !>!»?'- 598^0 Giro- n, Kassciw,, Wr,, 200 sl. 456— 4,Vanl. ,400 Krone» 177',!'— 17«0'- Uniunbanl, 20<» sl..... 53!»'2,'i 540 25 Uniunbanl, böhmische, ,00 sl, . 244 50 24550 Verlehr-banl. all,,,, ,40 sl, , ! 3.'!?— 338 — Oelb r.a» Induftrlt«nmu»ntn. Vnnariellschasl, allacm, österr,, 100 sl........ 17«' - 1?«^!> Vrüxer Nuhlenbcrnbau-Gescllsch. 100 sl........ N9b — s!'?'- oo Krone» , 422— 4cl, ?l2— 7<°'" Devisen. lturzr Sichten »nd TcheckS. Amsterdam...... ,98 25 19«'4» Ventsche Äanlplähe , . . . ,1'/12'> 1>7^» Ilalienijchc Vanlplätze . . . 9447 94'«» UllNdon........ 289 «2 289"» Parib......... 95 ,0' !'»'«' St. Petersbur«,...... 25175 252 2» Mrich nnd Vasel..... 9515 9»'»» Valuten. Dntaien........ 1183 <>'A 20ssranlc» Stiiclc..... <9 04 1«'?? 20MailSlücle...... 23 "<5 Ü3b« LrnÜche ilteichsbanlnoten , , 11?,«»' 11?'»" Italienische Äanlnute» , . . 9460 94 °" »inbel^ulc»....... 2'51> ^-"