V t r < s n'i g t t^HMs Laibach er Z e s"^u n g. Freit ag den 5. März 1619. Inland. I l l y » i e n. Anbekommene Schisse zu Trieft am »3., »4-, »5./ ,6., und »7. Februar: V. ine dänische Galeazzc», »on Oporto", mit verschiedenen Waaren; eine engl. Brigantine/ von Rio de Ianriro, mit Colonialwaaren; das Dampfboot/ von Venedig, zweymahl/ einmahl mit iZ, daö ande.e ,'Mahl, lm^2 Passagieren; verschiedene Barken. In den genannten Tagen segelten ab: Das Dampfboot mit 9o Passagieren; «ine engl. Brigantm/ Zon i2Z Tonnen; eine ionische Brigantine von ,2c> Tonnen; eine ottomanische Brigantine »on 2ao Tonnen; eine engl. Brigantine von »4o Tonnen; eine russische Polacre von 200 Tonnen; eine holländische Galcazze von 100 Tonnen; eine sva. nische Brigantine von 80 Tonnen; eine ösicrr. Pie-leghe von 5c> Tonnen; das Dampfboot, mit 25 Reisenden; eine ottomanische Pieleghe von 22 Tonnen ; eine österr. Brigantine von 127 Tonnen; außerdem 112 Barken mit und ohne Ladung. Lombardisch <- Venn lu n g. Die hohe Bundesversammlung hat m dM Mi, lltärverhältlussen des deutschen VunbeZ den Beschluß dahin gefaßt: daß die ^uber die- Kriegsverfassung des deutschen Bundes von dem dazu angeordneten Bun-destagsausschusi bearbeiteten Grundzüge und vorläufigen Bestimmungen lc. im Allgemeinen und Wesent« lichen, als Vorarbeit und Grundlage zur öffentlichen Festsetzung eines gemeinsamen Vertheidigungssystemt dei deutschcn Bundes, hiermit angenommen wären, und darüber unverzüglich ein definitiver Beschluß gefaßt werden solle, nachdem nur die dkßfallsigen Wün? sche und besondern Bemsrtungen zu einzelnen Puncten noch weiter zuvor in vertraulicher Sitzung vorgebracht/ darln erörtert und hicrnächst an den Bundestagsausschuß zur Zusammenstellung und allenfalls zu Ausgleichungsvorschlagen gewiesen worden. (Wdr.) Königreich Hanover.^ In der Ständeversammlung ist auf die Einführung eines neuen bürgerlichen Gesetzbuches, an die Stelle des bis jetzt gesetzliche Kraft habenden römischen, kanonischen und teutischen Rechts, angerragen worden. Es ist kaum zu bezweifeln, daß bey dem allgemein,gefühlten Bedürfnisse einer den Fortschritten der Cultur angemessenen Gesetzgebung das fremde, in einer todten Sprache geschriebene Recht, ei» nem wahrhaft vaterländischen, in beutscher Sprache verfaßten Gesehbuche weichen werde. (Wdr.) F r a u kr e i ch. Drei bis vierhundert Studenten von der medi< cinischen Fakultät zu Montpellier versammelten sich neulich vor dem Thore des Schauspielhauses, um den Directeur zu zwingen, sie jedesmal um einen Spottpreis einzulassen. Nachdem sie > nicht ohne Ausschwei« fungen, den schwachen'Directeur dahin gebracht hatten, ihnen um einen äußerst geringen Preis den Eintritt zu gestatten, »rächten sie solchen Mißbrauch davon, daß sie gewöhnlich während der Vorstellung Nnordungen. veranlaßten. Am 2. Aebr. wurde die Unordnung so arg, daß die Gendarmerie in das Innere des Sa ^ les drang, und einende« unruhigsten Eleven in Ve>? - 76 - haft nahm. Dl'ese Verhaftung war das Signal zu A'uftuhrgeschrci und zum Widerstand gegen die bewaffnete Macht. Es kam eine Abtheilung Mineurs, und verhaftete fünf der Aufrührer, aber mm verdoppelte sich der Tumult auf dem Platz vor dem Komödienhause, und um ihm ein Ende zu machen, mußte man zur militärischen Macht Zuflucht nehmen. Auf die Nachricht davon fasite derPräfect sogleich einen kräftigen Beschluß, wodurch die verhafteten sünf Studenten der Verfügung des königlichen Procura-torv übergeben wurden, um nach der Strenge der Gesetze gegen sie zu verfahren. Der Eintritt ms Schauspielhaus :st den Studenten verboten ; ein Kaffeehaus, welches dieser unruhigen Jugend zum Versammlungsort diente, wurde auf drei Tage geschlossen nnd ausierdem sind noch mehrere Maaßregeln getroffen, um der Erneuerung so bedauernswürdiger Ausschweifungen vorzubeugen. Die ersten der in mehreren Orten sich zeigenden Unruhen unter der studiren-den französischen Jugend waren in la Fleche; nachher kam der bekannte große Aufstand im Csllegium Ludwig des Grosien, auf welchen bald ein zweiter folgte, der dadurch gedämpft wurde, das; man einen'Vor-sicher/ an dem die Schuld zu liegen schien, entfernte. Indessen brachen auch unter den Schülern im Collegium zu Nantes Unruhen aus, die jedoch durch zweckmäßige Maaßregeln, besonders durch Fortjagung einiger Un»uhestifter, bald gedampft wurden. (Osti. Beob.) Unter denWohlthütigkeitsanstalten, deren Ver-' breitung und Beförderung eine Pflicht öffentlicher Blätter ist, besitzt Krankreich eiue< die unsers Wissens ihm allein eigen ist, nähmlich die Kindergesell-schaft zu Gunsten armer Greise; eine im Jahre i6o3 von der Mad. Dupont de Nemours gestiftete Anstalt, in der löblichen Absicht, die Kinder, besonders Mädchen , zum Wohlthun zu gewöhnen. Jedes Kind , welches Mitglied der Gesellschaft seyn will, musi wö-chenrlich 7 Sous aus seinem Sparbeurel hergeben , und sich verpflichten, diesen Beitrag wenigstens ein Jahr laug zu liefern. Sie ernennen jährlich ihren Präsidenten, Vicepräsidenten, Secretär und Schatzmeister. Sie besuchen mir ihren Ältern di« Armen, und statten ber Gesellschaft Bericht aber die Nothdurft derselben ab. Denjenigen Greisen, welche» die Gesellschaft helfen will, pflegen zwey neue Hemden und ei»: guter Überrock gerelcht zu weroeit. Diese Kleidungsstücke werden, so viel möglich, von de» Kindern selbst verfertigt. (Wdr.> Großbritannien. Man ist jetzt damit beschäftigt, die verschiedene» Gewichte und Maße in allen Ländern der handelnden Welt aufs' genaueste mit einander zu vergleichen, zu welchem Ende korb Castlereagh bekannter Masien schon im vorigen Jahre, zu Folge eines Um-lauffchreibcns vom l6. März ,618, allen auswärtigen Consuln und Agenten Befehle ertheilte, ein genaues Muster aller Maße und Gewichte der Länder ihrer respcctivqn Consulate, begleitet mit gerichtlichen Documenten ihrer Echtheit, einzusenden. Diese Befehle sind größten Theils ausgeführt, und wen» Alles vollständig ist, werden die fremden Gewichte und Masie mit den englischen bei der Londoner Münze verglichen. Man dürfte demnach in Kurzem ein für den allgemeinen Handel sehr wichtiges Werk erscheinen sehen. Ein öffentliches Blatt enthalt folgende Corre-spondenz-Nachrichr aus London: „Die Chemie hat seit einiger Zeit die merkwürdige Entdeckung gemacht, daß das natürliche Stahlerz, in Ost-Indien Wootz genannt, Kieselmei^ll enthält, und daß auch Kieselmetall in den Damascener Klingen sich befindet. Die hiesige Gesellschaft der Wissenschaften hat sich dah'er bemüht, solches natürliches Stahlerz in kleinen Quantitäbcn von Ost-Indien zu erhalten, und man hat seit Kurzein solches in Schecren, Federmessern und andern kleinen Instrumenten verarbeitet. Es ist aher wegen seiner ungewöhnlichen H^rte sehr schwer zu behandln. Ein Wootzmesscr haut das. beste Englische Me,ser in Stücken, und eine Wootzscheere schneidet Stahldraht öder Stahlblech wie Papier. Diese Sachen werden-außerordentlich theuer verlauft, z, B. eine Scheere um eine Guinee." ^W. Z.) — 7? — Schweden. Em off^r:uer Artikel der Stockholmer Reichs-zeirung vom 2. Februar zeigt an, daß eine neue Zolltaxe für ausgehende Waaren ausgefertigt und sogleich in Wirksamkeit geseht, worden, in welcher der Grundsatz hauptsachlich befolgt sey, daß keine andere Waaren zur Ausfuhr »erbothen sind, als einige wenige, deren Verschiffung Mangel einer im Lande erforderlichen rohen Materie oder sonstigen Schaden «nd Verlust für das Allgemeine verursachen konnte, nnd daß alle Waaren, die in schwedischen Schiffen auszuführen erlaubt sind, folglich auch Holzwaa«en, «bcnfallä in fremden Fahrzeugen ausgehen dürfen, «no zwar ohne irgend einige Beschränkung auf gewisse Quantitäten, oder andern Unterschied in den Zollabgaben, als daß jene mit 5 und diese mit »o pCt. vom Werth belegt sind, dagegen die nur mit i2 Schillingen von ioa Rthlr. Wcrth angesetzten Waagen ohne Erhöhung in fremde Schiffe verlade»: werden können. (Wdr.) Spanien. Der schon mehrmahls erwähnte General der Franziskaner, Pater Cyrillo, hatte Befehl erhalten, Ma» drid zu verlassen. Man tannt« die Ursache dieser Ungnade nicht. Man sprach von einem Complott, das zl» Valencia gegen den oort commandirenden General Elio geschmiedet, aber durch den persönlichen Much dieses Letzrern unterdrückt worden sey. Elio, erzahlt man, begab sich nur geringer Begleitung in die Versammlung der Verschwornen, unter denen sich mehrere Officiere befanden. Als er auf die Frage, was ihre . Absicht sey, keine genugthuende A»twort erhielt, befahl er sie zu verhaften. Ein Vcrschworner siel ihn m r dem Dolche an, verwundete ihn aber nur am Arin, wogegen ihn der General todt ;u seinen Füßen hinstrecke. Die Post zwischen. Cadiz und Madrid ist sammt ihrer Begleitung in der Sierra Morena von den dorr hausenden Banden aufgehoben worden, um etwas von den Anstalten zu erfahren, welche die Re-glcrlMH zu ihrer Zerstörung bereitet. (W. Z.) Portugal! und Brasilien. Man schreibt aus Rio de Janeiro vom i2. Na-vcmber: „Die Nachrichten aus dem Süden sind für die Insurgenten nicht sehr ermunternd. San M-a^-tin hat das Commando niedergelegt, und die Anfuhr rer sind im Streit. Zu Buenos-Ayres werden neue Contributionen auferlegt. Der Vice - König vol» Peru hatte indessen die Absicht, den Hafen von Lim«-für fremden Handel zu öffnen, um den Krieg gegen, die Insurgenten fortsetzen zu können; allein die Caöil^ da und daS Consulaoo