773 Amtsblatt Mr Laibacher Ieitnng Nr. tOß Freitag den 8. Mai 1868. (154—1) Nr, 3UN, ConcurMusschmbung. In Folge dcs hohcn Ministctial-Erlasses vom 25i. März 1868, Z. 1502, wird zur Besetzung der erledigten Directorsstclle des l. k. Ober-gylnnasilllus erster Gchaltsclasse in Zara hieiuit der Concurs ausgeschrieben. Vcit dieser Stelle ist der fixe Gehalt jährl. 1365 fl. nebst dem Ansprüche auf die systcmisir-ten Dcccnnalznlagcn jährlicher ><)5 fl. verbunden. Die Bewerber haben ihre Gesuche unmittelbar nnd längstens bis Ende Mai 1868 bei der gefertigten Statthalterci zu überreichen und in denselben ihr Alter, Religion, eine gesunde nnd kräftige Leibesbcschaffcnheit, die znriickgclcgten Studien, ihre Befähigung zum Gymuasial Lehr amte im Sinne der in der Ministerial-Berordnung vom 24. Juli 1856 (N. G. B. Nr. 143) enthaltenen Bestimmungen, die erworbenen Sprach-keuntnissc, wie auch ihre bisherige Dienstleistung durch gesetzliche Zeugnisse nachzuweisen. Zara, den 17. April 1868. Von der k. k. dlilmatinislyen S'wltljalterci. ^") Kundmachilllst. '^ ^"^ Jene Forstcandidaten, welche zn der mit Mi nisterial-^crordnuug voiu 16. Jänner 1850, N. G. B. Nr. 63, XXVI. Stück, Seite 640, vorgeschriebenen nnd im Herbste l. I. abzuhaltenden Staatsprüfung für den selbständigen Forstver-waltungsdicnst oder für das Forstschntz- und technische Hilfspersonale zngclassen zu werden wünschen, werden aufgefordert, ihre nach Vorschrift der obigen Ministcrial-Berordnung belegten Gesuche längstens bis (5ndc Juni d. I. bei dieser k. k. Landesregierung, und zwar, wenn sie derzeit bereits im Forstdienstc stehen, im Wege ihrer vorgesetzten Behörde einzubringen. Laibach, am 1. Mai 1868. ' , H. k. Fandcol!>liicrung für Krain. (156—1) Nr. 2937. Kmidlnachllilg über die in Krai» für da^ Jahr 5 Y rs sta tio » Vtassen-f« ft am » H. T e p t e m b e r ftattsindcude ^ertln'ilun«, von Prämien und Medaillen für St„tcl, »,»d Prämie» für Privntbesll,äll»cn^fte. In Kram wird für das Jahr 1868 die ^N'theilnng von Prämien und Medaillen jür ^utterstutcn niit Fohlen uud für dreijährige Stuten, dann von Präinicu für Privatbeschäl-Engste in ^asseufusi, als der einzigen Eon-Ntrsstation, auf den ^. , KI. September, ^Muittags uiu !) Uhr, anberaumt, nud es wer-bcn diesfallö auf Grund der Ministerialvcrord-"uugcn vom 17. März 1866 (N. G. B. XIV. Stück, Nr. 41, Abdrücke aus dem R. G. B. IV. Stück, Nr. 35) nnd vom 5. November 1866 (N. G. B. ^V1. Stück, Nr. 134, Abdrücke ans dem R. G. B. XII. Stück, Nr. 118) folgende Bestimmungen vcrlantbart: ^ In Betreff der Mutterstuten mit Fohlen .^^ und der dreijährigen Stuten: für Mntterstnten für dreijährige Stuten H"hl I". Preise n Ducateu iZahl^Prclsc < u Dlicatcn 1 10 1 tt 2 ^ 7 2 s; 3 4 >.; ^ Conmrsfähig sind: ^) Mntterstuten von ihrem vierten bis zum siebenten Lebensjahre mit gelnngencn Saugfohlen, we^^ h^ Stuten gut gepflegt, gesnnd und lästig sind nnd wenn sie die Eigen !Mt einer guten Zncht besitzen, dann !)) dreijährige Stuten, welche eine vorzügliche Znchtfähigkeit vcrsprechcu nnd durch Verwendung zum Zuge noch nicht sichtbar verdorben sind. Die Eigenthümer der nm Prämien concurrirenden Stuten müssen dnrch ein Zcngniß des Gemcindevorstandes nachweisen, daß entweder die sammt dem Saugfohlcn vorgeführte Muttcrstnte fchon vor der Geburt des Fohlens ihr Eigenthum war, oder aber, daß die vorgeführte dreijährige Stute von einer zur Zeit der Geburt ihnen gehörigen Stnte geboren nnd von ihnen auferzogcn worden ist. Eine mit einem Znchtpräminm bethcilte Mut ! tcrstutc kann bis znm siebenten Lebensjahre noch uni ein zweites Znchtprä'minm concurriren, wenn sie in einem der ersten Prämiirung nachfolgenden' Jahre wieder mit einem gelungenen Saugfohlen vorgeführt wird. Muttcrstuten, welche bereits zwei Zuchtprä-micn erhalten haben, siud von der weiteren Eon-cnrrcnz ausgeschlossen. Ebenso können dreijährige Stuten, welche in dieser Eigenschaft em Zuchtpräminm erhalten haben, als Mutterstnten noch zweimal prä'miirt! werden. ! ^ Zn jedem Stutenprämium lvird eine silberne ^ Medaille „für gute Zucht und Pflege der Pferde" ^ verliehen. Eigenthümer von Stuten, welche Preis-, würdig befunden werden, jedoch wegen'Nnzuläng--lichkcit der Prämien mit solchen nicht bctheilt wer-. den können, erhalten blos die Medaillen. »2. In Betreff der Prwatdrschälhen,,ste. ! Zahl der Prämien :, Gulden ö. W. ^ 150 .". 100 Diese Prämieu locrden zuerkannt den Bc sitzern von Hengsten deö Pinzgauer Schlages, welche das vierte Lebensjahr vollendet haben, bis zum vollendeten achten Jahre; welche ferner vollkommen znchttanglich, gilt gepflegt, gesund nnd kräftig sind; uctreffs welcher endlich durch ein Zeugniß des com-pelentcn k. k. Bezirksamtes nachgewiesen ist, daß der Pinzgaucr Zuchthengst in der lchtabgclaufenen Bcschälpcriodc auf Gruud der vorschriftmäßig erlangten Beschäl'Licenz zum Belegen der Landes-! stnten mit gutem Erfolge verwendet wurde. ^ Das Zeugniß des k. k. Bezirksamtes und der vurschriftmäßigc Beschäl-Licenzschein, welche Docu-^ mentc beizubringen sind, luüssen übrigens auch vom k. k. Militär-Hengsten Depot oder vom k. k.! BcschälHengsten Eommando bestätigt sein. ^ Ein mit einem Prä'minm bethcilter Zucht Hengst Pinzgaucr Schlages ist vou der weiteren Eoncurrcnz um Prämieu iuucrhall) des oben be- ^ zeichneten Alters nicht ausgeschlossen. Die Beurtheilung der Preiswürdigkeit der Mntterstutcn, dreijährigen Stntcn nnd Hengste, sowie die Zuerkcnnuug der Prämieu und Medaillen für die Stuten nnd der Prämien für die Hengste, erfolgt in der Eoncuwstation durch eine politifch-militärische Eommission, und es werden die Prämien gegen gestempelte Quittungen nnd die Medaillen gegen Empsangschciue sogleich ans dem Eon cnrsplatze ausgefolgt. Laibach', am 28. April 1868. Vl'n der ll. k. Landesregierung für Krain. (147^3) ^ir. 1054. Iagd-Verpachtling. Bom k. k. Bczirksamte Laibach werden die Iagdgcrechtfame der Ortsgenieindcn St. Georgen am 1o. Mai 1868, Großlnpp' „ 16. Mai 1868, Pianzbüchcl „ 30. Mai 1868, Bormittags von 11 bis 12 Uhr, in hiesiger Amts-kanzloi auf weitere fünf Jahre im Licitationswege ,^ verpachtet lind werden dazu Erstehuugslustige mit, dem Anhange eingeladen, daß die Caution und der einjährige Pachtschilling gleich nach dem Zuschlage zu erlegen sind. Ä. k. Bezirksamt Laibach,^an^14^Apnl 1868. ______ ^ .^2- Ankündigung Bom k. k. Graf Ielacic ersten Banal-Grenz^ Ncgimcnt zu Glina wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die heurige BadeTaison iil dem Mmnlbllde M Ellpusko im allftemeiuen niit _. Mai, ! für kranke Militärs jcvoch nlit Z«. Mai l. I. ^ beginnt. , Dieses in einem anmuthigcn Thale, welches der Glinafluß bewässert nnd die Ausläufer der ijulischcn Alpen mit interessant abfallenden Berg > ketten umsäumen, gelegene, mit ansehnlichen in neue ^ rer Zeit vermehrten, elegant eingerichteten Etablisse ments versehene Bad ist von der Eisenbahnsta tion in Sissek 5, von jener in Earlstadt 6 Meilen entfernt und bietet den Besuchern mit seiner malerischen Umgebung, seinem reizenden Parke und den sorgfältig kunstgemäß gepflegten Anlagen alle An nehmlichkeiten und jede wünfchenswerthc Erholung und Erheiterung, indem in unmittelbarer Nähe die Pctnoragoracr Eisenbcrge nnd HnttcnbawGewerk fchaft, dann die vortrefflichen Iellacic- und Benko-Trintwasscrqucllcn sich befinden, nnd bei sehr guten Straßen anch Ausflüge in den kaum eine ! halbe Meile entfernten Stabsort Glina, so wie auch die türkisch bosnische Grenze mit Leichtigkeit unternommen werden können. Die Heilmittel des Topusker Eurortes sind: 1. Die Mincral-Wasserqucllcn mit einer Temperatur von 3l).5 bis 46 ' Neaum., welche zu den stoffrcichstcn indifferenten Quellen zählen; 2. die einzig in ihrer Art dastehenden natürlichen Mineral-Schlammbäder, welche ihre stets gleiche Temperatur dnrch nnmittclbar iu den Schlamm^ bassins aufsteigende heiße Mineral-Wasserquel-lcn erhalten; 3. die ohne jede künstliche Nachhilfe, bloS durch eine unterliegende heiße Quelle mit Mineral-Wasscrdämpscn gefüllte Dampf-Eabine nebst den nöthigen Douche-Apparatcn. Die kräftigende nnd stärkende Wirkung der Mineral Wasserbäder bei Schwächczuständen und Nervenleiden ist ebenso altbekannt, als die gün stige Einwirkung der wärmeren Bäder bei Nheuma und Gicht in ihren milderen Hormen. Die Schlammbäder für sich^oder in Verbindung mit den Miueral-Wasserbädcru rcgcu einerseits energisch die pcriphäre Nerventhätigkcit an, wodnrch sich ihre Heilwirkungen bei den verschiedensten Arten von Schmerz und Lähmnngen erklären, andererseits sördcrn sie auf das kräftigste den Stoff-nmsatz nnd beschlcnnigcn die Aufsaugung und Ausscheidung krankhafter Ausschwitzungen nnd Ablagerungen, msgcn dieselben locale Erscheinungen eines ^ Allgemeinleidens, z. B.Gicht, Rheuma, Skrofeln :c., oder Folgen vou Entzündungen, Verletzungen, schweren Geburten u. s. w. sein. Der länger als 10 Jahre im Badeorte befindliche Vadcpächter Michael Miklausic ist eifrigst bemüht, die Eurgästc in jeder Beziehung zufrieden zu stellen. Nähere Details über das Bad sind in der Vom Badearzte Dr. Hintcrberger verfaßten, im Jahre 1864 im Buchhandel erschienenen Monographie über Topusko enthalten, i' Glina, den 5. Mai 1868. Dollouschak >» >,, Oberst.