Nl. 28. Samstag, I. Fcbluar 1902. Jahrgang 121. Wbacher Zeitung. lihri« A !5",°nsvrcis: ^t Poftvcrsenbung: ganzjährig 3a K. halbjährig 15 li. Im Kontor: «an,. ^^, Yalblllhril, il li. Flir die ZustcNung in« Hau« ganzMiig L l<. — Insertionögeblihr: ssür l!e!ne ^ ""'"alt bis zu 4 Zeilen 50 d, größere per Zci>o <3 l>^ l'l'i uslrrr,, WisbcrlwImiiM fx-r geile 0 k. Dle »Laibachrr Zrituns,. erscheint täglich, mit Uusnahme der Sonn und sstirr»n«,e. Die «bminiftratwn befindet sich NoiMeftplah slr, li, die «ebaltion Talmntw-Gasse Nr, ß, Sprechstunden der «ebaltion von 8 bt< l0 Uh« vormittags, Unfrcn'lu'lK' Briefe werbe» »ich! cmgeilommei!, Maxussriple nicht zurückgestellt. Amtlicher Teil. , Gesetz vom 18. Jänner 1902, reffend die Vornahme einer Zahlung der gewerblichen und landwirtschaftlichen Verriebe, finl, ^ Zustimmung beider Häuser des Neichsrates ^ <,ch anzuordnen, wie folgt: 3 1. Nen ^ -^^ ^^ ^ '" ^"' "" Neichsrate vertrete-^, .^lngreichen und Länden! eine Zählung der ge< rvllchn, und landwirtfchaftliclM Betriebe vorzu-^Men. _. . . §2. llnf» ^' Mahlung hat den Stand der gewerbliclien tcn -> ^wirtschaftlichen Betriebe an einein bestimm-^. "e des Jahres 1902 (Stichtag) zu erfassen', die ^' Kchung dieses Tages erfolgt im Verordnungs» . §3. so^ ^e Zahlung ist durch staatlich bestellte und be-Ülin < ^t)lkomn!issäre und Revisoren unter Verheili° bc^> Handels- und Gewerbekammern an der Vor« "Ung und Leitung durchznführen. fiihf Mithilfe bei der Vorbereitung und Durch. ^ UN(, der Zählung können auch die Landeskultur-NleinÜ'^ ^undwirtschafts'Gesellschaften, sowie die Ge° ^>^ (Gutsgebiete) herangezogen werden. ^nd s ^^lnd der bei der Zählung der gewerblichen darf.^wirtschaftlichen Betriebe erfolgten Angaben ^ly«.^!^ Strafverfolgung wegen Ucbertretung von 9lvm ^" "^^ Steuervorfchriften erfolgen. Für itb^/ ^r Finanzverwaltung dürfen diese Angaben ^upt nicht verwendet werden. § 5. ^z^al'^ ^rmögens« und Eiilkoinmensverhälwisse ^ ^.,^ fragen dürfen anläßlich der Dlirchführung ^Mungnicht gestellt werden. Die Feststellung der bei der Zählung der gewerblichen und landwirtschaftlichen Betriebe zu verwenden, den Formularien hat mit Berücksichtigung der vor» stehenden Vorschrift im Verordnungswege zu erfolgen. §6. Wer sich der Zählung entzieht oder die auf Grund dieses Gesetzes verlangten Auskünfte zu geben ver weigert oder wissentlich wahrheitswidrig abgibt, ist durch die politische Behörde mit Geldstrafen bis zu 5/.' K, im Nichteinbringnngsfalle mit Arrest bis zu fünf Tagen ,;n belegen. 8 7. Die mit der Durchführung der Zahlung der ge-wcrblicljen und landwirtfchaftliäien Betriebe betrauten Zälilkommissäre und Revisoren haben die gewissen» hafte Erfüllung der ihnen obliegenden Pflichten an» zugeloben. Gröbliche Pflichtverletzungen dieser Organe, ins» besondere Ueberschreitungen ihrer Befugnisse anläß» liä- der Durchführung der Mahlung, sind von der Po» Mischen Behörde mit Geldstrafen bis zu 200 Iv oder Arrest bis zu acht Tagen zu ahnden. s 8. Mit der Durchführung dieses Gesetzes, welches mit dem Tage seiner Kundmachung in Wirksamkeit tritt, sind Mein Handelsminister, Mein Ackerbau-minister und Mein Minister des Innern im Einver-nehmen mit den beteiligten anderen Ministern be« auftragt. Wien, am 18. Jänner 1902. Franz Joseph m. p. Koerberm. p. Ca Il m. p. GiovanelIi m. p. Der Ackerbauminister hat den Forsteleven Nudolf 3? euringe r zum Forstassistenten ernannt. Ven 30. Jänner 1902 wurde ln der l. l. Hof. und Staat»« bruclerei das IV. Stilck de« Reichögesehblattes in deutscher Nu«< gäbe ausgegeben und versendet. Den 30. Jänner 1902 wurde in der k. l. Hof« und Staat«« bruclerei das XOVIII. Stück der italienischen NuSgabe des Reich»-aesehblattes vom Jahre 1901, sowie das I. uuo II. Stück der böhmischen Ausgabe deS ReichSgesehblattes vom Jahre 1902 ausgegeben und versendet. Nach demAmtsblattezur «WienerZeitung» vo« 30. Jänner 1902 (Nr. 24) wurde ole Weiterverbreltung folgender Preherzeug« nisse verboten: Rr. « «IIrv»t«ll» Krnnz» vom 22. Jänner 1902. 3.Heft iNbf" ^lllischor Jäger hatte Gelegenheit, den beoh^ s'visch^ einein Büffel und einem Tiger zu ^ten. d^, ^ folgendermaßen schildert: ^Ne" ^lie mit meinen Leuten für die Nacht das Ü'^ite^ ^"^ ^"^ Hügelkette aufgeschlagen und ^ H„""^ öm folgenden Morgen bei guter Zeit auf l klcii^' "'" ""en Ueverblick über das umliegende ^i' än betummen. Diefer Platz bot mir die Aus-^llan ^ "'"na! mit Bisons* zusammenzutreffen. ^ im m^"t.!"li ich und hörte nichts von Wild und 8er < "^Uiffe, meine Schritte wieder nach dem ^'^. ki s^"', "lö ich Plötzlich in einiger Entfer->^> li'^ ^ mir, ein merkwürdig dnmpfes Ge-Meh^ /' welches weder ich selbst, noch meine Leute ^che cws > lc". Wir entschlossen uns daher, der b "schw,! '" ^"'nd zll gehen. Der merkwürdige ^^zua?s ""^ Vertiefung zu kommen, an welche d'Mrcit " ^ ""^' ^^^ bewaldete Schilicht zu 3^?lu l^n hatten, und dann über einen Felsen« i ^Nnin ' l'nmen allf der äußersten Spitze deo n.'^N>y F^ nn und jetzt — welch ein Bild bot sich ^r! ^.'^"! Sicherlich, os war ein Anblick für U°^ zil'/s^ "'^" "ns war eine Vertiefung, deren H^^Ndl^ ^^ ^l^^- ausgenommen einige her« !v do,i .^lsblöcke, welche vor Gott weiß welcher "rr„. "Ni nngrenzendm Höhen herilntergerollt rad ""öln '^"'efung stand ein prächtiger Bison< ^iur^/ ^"l ^aer gegenüber. Wir kamen ge> ^. Ter >^" >^"t. llm einen Waffengang zu beob-,, ^^^^lLer gieng in einer kriechenden Körper- ^"^lich ^lhnuua Bison ist fälschlich gebraucht: e« handelt ' l>en Vüssel. stellung gegen den Bison vor, der Bison erlaubte ihm bic- auf 10 Jards heranzukommen, dann — hernnter lain des Bisons Kopf, und indem er ein fürchterliches Schnaufen hören ließ, stürzte er über seinen Gegner her. Der Tiger drückte sich beizeiten, indem er fich auf eine Seite legte; dabei gab er im Vorbeikommen dem Bifon einen Schlag mit der rechten Vorderbrante. Mi. diesem Schlage muß sich der Tiger etwas vei> rechnet haben: anscheinend hatte er etwas Härteres getroffen, als er erwartete, denn als er sich wieder auf° richtete, nachdem der Bison vorbei war, hielt er die rechte Brante lahmend von der Erde auf. Durch die Gewalt des Angriffeo wurde der Bison etwas fort-gerissen, aber er kam iin nächsten Augenblicke in einem kurzen Haldkreise wieder herum, und, ohne aus der Bcwegung zu fallen, stand er sofort seinem Feinde in der ursprünglichen Stellnng wieder gegenüber. Nach einer kurzen Weile machte der Tiger einen nenen Vorstoß in einer langsamen verstohlenen Weise, indem er dabei versuchte, durch die herumliegenden Felsblöcke mehr oder weniger Deckung zu bekommen. Der Bison mußte dies bemerkt haben, denn er ließ den Tiger diesmal etwas näher herankommen und dann, mit, einem kurzen .^opfschüttcli', machte er einen so gewal-tigen Angriff, daß der Tiger im nächsten Augenblicke aus die Spitze des nächstgclegencn Felsblockcs flog. Verschiedene Waffcngänge derselben Art folgten auseinander, immer mit kleinen Zwischenpausen. Wie large die Kämpfcnden fchon miteinander beschäftigt waren, läßt sich schwer beurteilen: auf jeden Fall müssen sie bereits längere Zeit aneinander gewesen sein, wenn ich nach dem zerstampften Boden und den ^lauenriisen, die der Bison am Kopfe und auf seineu Schultern hatte, urteilen soil. Die letzte Runde, die iä' mit ansah, endete zu Gunsten des Bisons — der Tiger machte seine gewöhnliche kriechende Vorwärts' bcwegung und der Bison seinen Angriff; aber durch irgendein Versehen konnt? kor Tiger nicht ?c>chtz?itist dem Angriffe des Bisons ausweichen, und nnt seinem rechten Hörne verabfolgte dieser dem Tiger schief von der Seite einen wohlgezielten Stoß in die Flanke, wodurch letzterer hoch in die Luft geschleudert wurde. Da das Horn des Bisons in einem kurzen Halbkreise nach innen gebogen ist, konnte die Spitze nicht ein» dringen. Das Schwirren durch die Luft hatte den Tiger anscheinend etwas ans der Fassung gebracht, und als er zauderte, wieder anzugreifen, dachte ich, er wollte die Partie aufgeben. Ich sah mich dadurch der» anlaßt, nlln meinerseits einzugreifen, besonders, da il. demfelben Momente der Tiger seine ganze Breit« seite bot, um einen guten Schuß auf 75 Aards cmzu« bringen. Sofort fuhr ich mit der Büchse an den Kopf. zielte sorgfältig und fchoß, leider jedoch etwas zu kurz. Da mir durch den Luftzug der Pnlverdampf ins Ge» ficht kam. konnte ich den zweiten Schliß nicht mehr rechtzeitig anbringen und als ich im nächsten Augen» blicke den Tiger wieder sah, war er gerade im Begriffe, in dem gegenüberliegenden Dschungel auf eine Ent-farming von 200 3)ards zu verschwinden. Auf den Schliß blieb der Bison unbeweglich stehen: dm Wider» , hall meines Schusses mag er für Donner gehalten haben; er hielt sein Auge fest allf den Tiger gerichtet, bi? nichts mehr von ihm zu sehen war: dann schüttelte er seinen gewaltigen Kopf, machte lehrt und schritt langsam in der entgegengesetzten Richtung davon. Bei dieser Gelegenheit kam er ans tt0 Z)ards ganz ruhig bei mir vorbei, wodurch er mir die Möglichkeit bot. einen sichereil Schuß anzubringen. Aber ich hatte nicht das Herz. ein so großartiges Tier zusammenzuschießen, nachdem es eine fo tapfere Verteidigung ci'nem über» legonen Gl'gner qcgeniiber so erfolgreich bestanden hatte. Wenige Stunden nachher ln achte ich den Tiger zu ' Strecke: beim Streifen der Decke zeigte eö M, daß durch den Stotz des Bisons mehrere Rippen gebrochen waren." ^^_____^ Laibacher Zeitung Nr. 26. 208 1. Februar 1902. Offenbar habe der niederländische Ministerpräsident Kuyper zunächst über den toten Punkt liinüberhelfen wollen, nin durch eine versuchsweise Anhörung der Bedingungen die schroffe beiderseitige Ablehnung zu mildem. Das „Neue Wiener Tagblatt" nennt es ein nicht zu unterschätzendes Ereignis, daß die niederländische Negierung sich überhaupt zu ihrem Schritte entschloß. Wenn man sich in England auf diese Mediation einlasse, so tue man es auch in der Einsicht, daß ein holländischer Minister, um vor seiner eigenen Nation be-stchen zu tonnen, dein stammverwandten Volte bessere Bedingungen als jeder andere Unterhändler erwirken muß. Auch mache niemand für jemand einen ssrieden, der nicht frieden haben will. Entweder haben also die Brüsseler Ableugnnngen nur taktischen Eharakter, oder es habe sich im burischen Lager tatsächlich schon vieles geändert und Paul Krüger steht heute mit seiner ^orderilng il outruns allein. Die „Wiener Morgenzeitung" rechnet mit der Möglichkeit, daß der erste, Schritt formell noch zu keinem positiven Ergebnisse führe, man hege aber die Hoffnung, daß es bei demselben nicht sein Bewenden haben und daß die Bemühungen diesmal zu einer Beendigung des Blutvergießens in Südafrika führen werden. Die ganze Welt würde dm Tag des Friedens» schlusses wie einen Festtag feiern. Die „Deutsche Zeitung" meint, nicht die Buren, sondern England habe es dringend nötig, wenn es nicht noch schwerereEinbußen erleiden will, frieden zu schließen. Nach den Stimmen der mit Ehamberlain in Fühlung stehenden Blätter zu urteilen, sei die Hoffnung, daßKuypers Versuch von einem günstigen Er folge begleitet sein werde, trotz alledem eine sehr geringe. Das „Neue Wiener Journal" hält es für zweifellos, daß die niederländische Negierung sich nicht an England gerichtet hätte, ohne die Meinung der einflußreichen Vertreter des Burenvolkes zn kennen, zum mindesten in Aezng auf den Hauptpunkt: die Frage der Annexion. Und daß man in England den Frieden wünsche, das beweise die londoner Börse. Die „Oesterr. Volkszeitung" hält die Vermittlung Hollands nicht für aussichtslos. Daß England die Note Hollands entgegennahm, müsse jedenfalls als eine Besserung der Situation bezeichnet werden. Auch das „Illustr. Wiener Extrablatt" ist der Meinuug, Ministerpräsident Kuyper müsse einen An-Haltspunkt gehabt haben, daß die Intervention Hol-lands nicht zurückgewiesen werde, sondern die Einleitung zu Friedensvcrhandlungen zwischen England und den kämpfenden Buren bilden dürfte. Politische Uebersicht. Laib ach. 31. Jänner. Der Vudgetausschuß hat den Titel „Volksschulen, Stiftungen und Beiträge" angenommen. Im Laufe der Debatte beantwortete der Nnterrichtsminister von Hartel mehrere Anfragen, und bemerkte hinsichtlich der angeregten Bewilligung von Staatsbeiträgen zu den Kosten des Volksschulwesens an die ein-zelnvn Länder, daß der Staat in dieser Hin> sicht ohne einer Aenderung des Reichs - Volks-schulgesetzes nichts tun könne. Bezüglich der Ncgelnng des Disziplinarwesens der Volksschul- lchrer betonte der Minister, daß die diesbezüglichen Verhandlungen im Unterrichtsausschusse noch nicht abgeschlossen seien. Uebrigeus werde es Sache der Landesvertretungen sein, auf Grund der seitens der Rcichsvertretung aufgestellten Gesichtspunkte einen jedcm einzelnen Lande angepaßten Ausbau der Dis-ziplinargesetzgebung vorzuzeichnen.DerMinister werde jederzeit auf eine gerechte und unparteiische Durchführung der Disziplinarfälle dringen, müsse es aber beklagen, wenn gewisse Lehrkräfte vielleicht in all« znstarker Weise ins politische Parteigetriebe hineingezogen werden. Bezüglich der Regelung der Bezüge de< Katecheten verwies der Minister auf die entgegenstehenden Schwierigkeiten. Die mehrseitig teils befür-wcrtete, teils bekämpfte Herabsetzung der Schulpflicht anf fieben Jahre könne nur in: Wege der Aenderung des Reichsvolksschulgesetzes herbeigeführt werden: der Minister erachte den gegenwärtigen Zeitpunkt hiezu nicht für gegeben. — Nächste Sitzung morgen. Das „Neue Wiener Tagblatt" teilt mit, daß nach dem Ergebnisse der bisherigen Besprechungen in par-lcmentarischen kreisen die Annahme herrsche, die Schwierigkeiten bezüglich der Frage der mähri s ch e n N n i ve rsität seien überwunden, wenn nicht im letzten Augenblicke ein Zwischenfall eintritt. — Die „Reichswehr" berichtet etwas abweichend, die Schwierigkeiten feien zwar noch nicht völlig beigelegt, doch seien sie durchaus nicht so schwerwiegend, um der Situation ein krisenhaftes Gepräge zu verleihen. — Die „Oesterreichische Volkszeitung" versichert, daß die deutschen Abgeordneten dem vom Ministerium Koer-ber festgehaltenen Verständiguugsgedanten nach wie vor sympathisch gegenüberstehen, aber auf demGebiete der Schule gebe es für die Dentschen lein faules Kompromiß. — Die „Arbeiterzeitung" schreibt: Jeder nationalen Forderung liegt ein Körnchen Recht zugrunde, aber jede anch ist mit Uebertreibung belastet.! Die wirklich berechtigte Forderung zn erfüllen, die UN' berechtigte aber als solche zum Bewußtsein zu briu-gen: das ist jene nationale Politik, die in Oesterreich anf lange hinaus überhaupt möglich ist. Den gegenwärtigen Beziehnngen zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn widmen die^ Petersburger „Novosti" an leitender Stelle einen längeren Artikel, welclx'r auch angesichts der bevorstehenden Reise des Erzherzogs Franz Ferdinand nach Rnß' land bemerkenswert ist. Das Blatt schreibt wörtlich: „Das russisch - österreichische Balkan - Abkommen von 189? entspricht nicht nnr den Interessen Rnßlands und Oesterreich'Ungarns, sondern auch den Interessen des allgemeinen Friedens, welcher durch die Balkan-Angelegenheiten so oft gefährdet wurde. Die gute?: Folgen dieses Abkommens liegen anf der Hand. Aber es bestehen für eine österreichisch'"lssischc Annähernng noch andere Gründe, in erster Reihe solche ökonomi-scher Natur. Bis jetzt beherrschte Deutschland den russi-schen Absatzmarkt, nnnmehr aber wird dieser Absatzmarkt auch für österreichische Fabrikate eröffuet wer-den, zumal diese Fabrikate in ihrer Qualität den deut-schen gleichwertig sind. Die Entwickelung der Handels-bezichungeu wird das Verhältnis zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn in mehr als einer Hinsicht be-festigen. Tiefe Rückkehr zu der traditionellen russischen Politik der früheren Zeiten wird durch die Umstände völlig gerechtfertigt."___________________ In Politischen Kreisen Hollands wird, wie nm" ans Amsterdam meldet, der Ueberzengung Ansdn^ gegeben, daß der von der niederländischen Regiern^ in London getane diplomatische Schritt über eine >^ frage, ob der englischen Regierung die guten Dienst Hollands znr Herbeiführung einer Einstellung ^'' Feindseligkeiten in Südafrika in einein gegebn nei> Zeitpunkte genehm wären, nicht hinausgegangn sei und nach der ganzen Sachlage nicht hinansgeg^ü gen sein könne. Es ist sicher, daß sich die holländisch Regiernng zu diesem Schritte aus eigener Initiativ entschlossen hat, ohne mit anderen Mächten hienU'^ in Fühlung getreten zn sein: man sieht es aber al-gl'.nz ausgeschlossen an, daß sie sich nicht znvor ill ^ tranlichem Wege über die Neigung sowohl auf emi lijcher, als burifcher Seite, ihre guten Dienste anzu luhmen, Sicherheit verschafft haben soll. Darm, ^^ da< Ergebnis seiner Sondierungen den holländisch Premier mindestens nicht abgeschreckt haben könw' sich namens der holländiscl^n Regierung nach London offiziell zu wenden, und in dem Umstände, daß er d?" gegenwärtigen ^eitpnnkt hiefür als den richtigen a» sehen zu dürfen geglaubt habe, seien selbst bei voM tigster Einschätzung der Aussichten des von H"'"' Kuyper ins Werk gesetzten VermittlungsvM'ncl>'' immerhin gewichtige Anzeichen gebesserter Disposi^ neu der beiden kriegführenden Teilen zu erblicken. Tagesneuigteiten. — (Das Ende der Wiener Pferdebah"^ Am 29. Jänner nachts sind, loie man ans Wien beliaM ^nm lehtenmllle mit Pferden bespannte Tramwaywagen '^ Veilchr gewesen. Am 81. Jänner morgens wurde auf aw" Linien der elektrische Betrieb aufgenommen. Aus den "^ mise-n von Penzing und im Prater fuhren am 29. Ia"^, zwischen 11 und 12 Uhr die letzten, die wirklich letzten "" Pferden bespannten „Blauen" aus. Die Wagen waren "^ rot.weißen Fähnlein und blauen Laternen, mit Reisig "" Blumen dekoriert, und auch Musit fehlte nicht. Mehl" Trompeter der Tramway Kapelle spielten Adschiedsli^' und das zu alleilci Ult aufgelegte Publikum, welches ^ Waggons füllte, sang die Lieder mit. Das Erscheine" °^ „Trauerwagen" auf der Straße zu mitternächtlicher Stu" machte beträchtliches Aufsehen. In der verlängerten Kal", nerstraße erwarteten viele Hunderte die Tramwaywagen, °" als sie in Sicht kamen, mit Zurufen empfangen wurden. ^ gante Damen traten an die Pferde heran und gaben H"' ^uclerstiicte, Herren in Smoäings, die gerade aus Ng^' einem Ballsaale des Weges lamen, beschenkten die KoN^ teure und .Nutscher mit Zigarren und Zigaretten, und »H und nochmals Hoch die alte Tramway!", „Hoch unsere O., bciln!" ertönte es von allen Seiten. Als die Wagen sich ^ der in Bewegung setzten, wurden die im Schritt weiterfah^ der „Letzten" unter Hüte- und Tücherschwenten ein ^., Weges begleitet. Erst nachdem der vierte Waggon unter 3 ^ fc.renllängen die Kreuzungsstelle bei der Oper passiert h"^ zerstreute sich die Menge. Aehnliche Straßenszenen sp'^, sich auch an anderen Punkten der Stadt ab. In Penzing^ tonierte eine größere Herrengesellschaft bei der Fahn ^ Wcgen zur Stadt einen Trauermarsch. Um 1 Uhr gab ^ .^, de- Bau- und Betriebsgesellschaft knin Pferd m'ehl ultiven Tramwaydienst. . ^ — (Die tt eh r sei te.) Aus Leipzig wird geschr" < Daö Dr. Heine-Ensemble erzielte am Sonntag im Ä> Theater mit der Aufführung von Heijermanns ^^'^ drama „Die Hoffnung" einen schönen Erfolg, ber nur ^ ei» fatales Vorkommnis gestört wurde. Als nämliH^ (Line Hamburger jDatriciertochter. Roman aus dem modernen Hamburg von OrmanoS Sandor. (24. Fortsetzung.) Der alte Herr hatte sich erhuben und war dicht an Gisela herangetreten. „Gisela, liebe Nichte," sagte er weich, mit einem unwiderstehlich herzlichen Tonfalle, „komm zu uns! Wir haben keine Tochter, nnr einen Sohn, und der ist nicht hier! Unser Haus soll dir eine rechte Heimat sein! Meine ^-rau und ich, wir werden nno bemühen, dir die verlorenen Eltern zn ersetzen. Dn sollst dich heimisch bei uns fühlen! Unfere Arme stehen dir offen, und unsere alten Herzeil schlagen dir warm entgegen! Du sollst nnsere liebe, einzige Tochter sein! Willst du zu uns kommen?" Gisela war so überrascht von der Plötzlichkeit des Anerbietens, daß sie minutenlang kein Wort der Erwiderung fand. „Sie, sind fehr gütig," stammelte sie endlich, „ich will mit Rudolf reden, Und Ihre ssrau Gemahlin — , ist sie mit Ihrem Vorschlage einverstanden?" Ein feines Lächeln stahl sich unter den weißen Bart des alten Herrn. Er dnrfte es ja nicht verraten, dak Henriette es gerade gewesen war, die ihm solange mü Vitten, Elchen nnd Vorstellungen zugesetzt hatte, l'i? er ihren Wünschen gefügig wurde. „Ich möchte dir einen Vorschlag inachen, liebes Kind," sagte er. „Mein Wagen wartet unten. Du machst dich gurecht und fährst mit mir, um deine Tante kennen zu lernen und dir zugleich unser Heim anzuMn, A ist jml'ch NW ! erschien. „Dem Neffen wollen wir hinterlassen, '.^ abgeblieben bist, wenn er dich etwa abholen '" .,si v>cl darf doch .Du' sagen?" setzte er mit trenlM Lächeln hinzu. . z>'' „Aber sicher!" gab Gisela ebenfalls läclM^j. rück. „Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass SW """ suchen.. ." F „ Daß ,du' uns aufsuchst!" korrigiere "gi^l Hn-r, „und /Onkel', wenn ich bitten darf! Od"^ i^ l dir erst meine Legitimatiunopapiere vorlegen, ^ ^ l wirklich der leibliche Vrnoer deines s^liM ^F», l bin? Eigentlich habt ihr ein Recht, das zn "^ x/ ! Könnte ja sonst jeder kommen und sich euch "l? l aufspielen!" ^te^'l Zum erstenmale, seit dem Tode ihres ^" » chelte Ws«Ia. l »Hi^che^Zeitung Nr. 2ft. 209 1. Februar 1902. üiit d^ 7^^nbs ihrem Sohne einen Spiegel vorhielt, da-^hnina? l!? ^^""" ^"H '"^ Schmucke der ihm geschenkten Kegels s "^' beachtete sie nicht eher die Rückseite des bi^s,< Ä." bis ein homerisches Gelächter den Saal durch-^seite .^ schrecken erlannte sie bann, daß auf dieser txi »en L,'" ^^^ aufgeklebt war. dessen Aufdruck gerade °- sei«!, in 2"" ^^st appetitreizend wirken mußte, denn lachen!" ^°^" Vuchstaben die Worte: „Heute Schweins- Vime'iil 3".^ Telephon in Abessinisn.) König ^"bes aüä ^ darauf bedacht, das Telephonnetz seines W and, ^"^"'' "'^ ^^ Verbindung der Hauptstadt ^tlehrsm!!! '^"^ ""^ ^^ durchgeführt. Um das naue d,> a^, ^ /" ""^" sollte, einen Telephondraht zu durch-^IdNr«l ^^^ Hand abgehauen und außerdem eine hohe _^A.auferlegt werden wirb, der ^ucka'.." °^ ^ S p r i ch w ö r t e r de r N e g e r.) Wenn HG >7° >urbt. ^""ert leine Henne. — Ohne Pulver ist die ^. Nlan s n"" "" ^^.^' " ^ bringt nichts ins .haus. schieh! ^."^ ^ 3'sch nicht fragen, was auf dem Lande ge-htute is^ >, Steigbügel ist der Anfang des Sattels. — "'"cht t>- ^ ^^"^ Vruder von morgen. — Ei» Tag Regen den, tt^ "" ""' Wochen gut. — Zorn zieht Pfeile aus gilviichg "'^edulb Nüsse aus dem Sacke. — Das Schling->Hone-r "^ ^^'^ Baume verwandt sein. — Ner eine vrau nimmt, nimmt Unruhe in sein .haus. "Ansll" ^ . ^'^ Vlitzzu g.") In der letzten Nummer der ^ffentt' ^"^ b. Liliencron ein Gedicht ..Dre Nlitzzug" Micht. dessen vorletzte Strophe folgendermaßen lautet: -"Un ist datz Dunkel dämonisch gewachsen. '" den Koupüö brennt die Gasflamme schon. s"tfortfortfortfortfort glühende Achsen, ^nllt ein Signal, klingt ein wimmernder Ton? ^ottfortfortfonfortfort steht an der Kurve, 'teht da der Tod mit der Bombe zum Wurfe? — ^.tln anderer Zug fährt mitten hinein. Holg^ "Münchener Allgemeine Zeitung" bemerlt hiezu ^'liencron, Liliemron. läßt du das lqsen °"s beiaem Brettl, geschieht ein Malheur! 3? bist doch stets ein Dichlcr gewesen! ^tenienienienienie mach so was mehr! Arbrrbrrbrrörrbrr, bei solcker Dichtung Zaubert mir fast vor der neuesten Richtung, ^Unge und Kiefer schlafen mir ein!!! Kiht^ (Studios Definition.) Karlchen: Warum °hn« 'u s" diese Tiere Kameele? — „Weil sie vierzehn Tage. ^^ufen. aushalten können." ! ^ollll. und Provillzial-Nachrichten. ^ l, ^.^,^ > te lv er le i hu n g.) Seine Excellenz der Htrr >' der ! ^'^ ^"^"^ und Unterricht hat dem Oberlehrer i "nz N^^en II. städtischen Knabenvoltöschule. Herrn '^lick ^ ^ lI, in Anerkennung seiner vieljährigen er- ^u Dienstleistung den Direltortitel verliehen. ^esi^ (Militärisches.) Angesichts dessen, daß der "üils^^emeniar-Schießplatz auf dem Grünen Berge mit !^Ml ^^' ^'^ ^ der Erbauung desselben eingetretene "" „.^"Mehrung der Garnison, sowie in Anbetracht ^^d' "^'^ entsprechenden baulichen Anordnung eines ^l, ^^ Umbaues bedarf, wird über den projektierten .8t b'chb Schießplatzes behufs Verfassung eines Bau-' s'^g»/^ ^'^ Sinne der Bestimmungen des Einquartiol-Xde^^ "" ^- d. M. eine gemischte Lolallommission ^^>^/ —^' — (Marttwesc n.) Die k, t. Landesregierung hat nach Anhörung der Handels- undGewerbelammer, dann des-Zentralau6>chu>ses der t. t. Landwirtschafts-Gejellschaft der Gemeinde Lee» bei Radmannsdorf die Bewilligung zur Av-hcltung von zwei neuen Warm- und Viehmärtten zu den bcreits am Osterdienstag und am 21. Oktober bestehenden zwei Jahrmärkten in Lecs, und zwar für den 24. Feburar und 29. September jeden Jahres mit der Maßgabe erteilt, daß, wenn auf einen dieser Tage ein Sonn- oder Feiertag fallen sollte, die Abhaltung des Marktes am nächstfolgenden Werktage stattfindet. ' —o. — (Voltsschuldienst.) Die absolvierte Lehr-amtslandidatin Frl. Rosa Ielenc wurde an der Voltsschule in Oberloitsch als Lehrerin in provisorischer Eigenschaft angestellt. —o. — (Unseren Lesern zur Kenntnis.) Die heutige Nummer der „Laibacher Zeitung" erscheint hinsichtlich ilner Schreibweise bereits in jener Form, welche durch die neueste deutsche Rechtschreibung in kürze vorgeschrieben werben soll. Es war nämlich mit Rücksicht auf verschiedene Schulartitel, welche in der Druckerei vorbereitet werden, nicht leicht möglich, in der Zeitung die bisherige Schreibweise brizubehalten, während die Schulbücher schon die neue Orthographie ausweisen sollen; eine derartige Doppelortho-graphie in ein und derselben Druckerei würde eben sowohl beim Satze als bei der Korrektur erhebliche Schwierigkeiten bereiten und zu lästigen Irrungen führen. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, daß in der ersten Zeit die Schreibweise nicht streng konsequent durchgeführt wird — Abweichungen durften sich ja im Uebergangsstadium auch anderswo ergeben — aber im großen und ganzen wird unser Blatt bestrebt sein, sofort im Anfange den Prinzipien der neuen. Rechtschreibung in möglichst einheitlicher Weise gerecht zu werden. — («Die Wohltätigtei t.") Seit heute befindet sich eine von Fräulein Elsa von Kastl in Ton modellierte Figurengruppe «Wohltätigkeit" im Schaufenster der Bam-brrg'schen Buchhandlung ausgestellt. Das Kunstwert, das wir Montag ausführlicher besprechen wollein, findet allgemein die schönste Anerkennung. — (Der I. Hausbesitzer-Verein in Lal» b l ch) hielt gestern im kleinen Saale des „Mestni Dom" seine sehr gut besuchte Generalversammlung ab. Herr Doktor Gregoriö eröffnete dieselbe mit einer Begrüßung der erschienenen Mitglieder und gebachte oes verstorbenen Vereinsmitgliedes Gogolai die Versammlung ehrte das Andenken desselben durch Erheben von den Sitzen. — Dem vom Herrn Vereinsselretär Tröel erstatteten Tätigkeitsberichte entnehmen wir Folgendes: Der Ausschuß trat im verflossenen Jahre zu 13 Sitzungen zusammen, in denen zumeist über die Altion, betreffend das Erdbebenbarlehen. verhandelt wurde. DerVereinsobmann hat über dieLage desHausbesitzerstandes, der Kaufmannschaft und des Gewerbestandes ein Memorandum ausgearbeitet, das an alle Reichsratsabgeorbneten und an die maßgebenden Faktoren in den Ministerien versendet wurde. Der Bericht gedenkt sodann unter anderem der bekannten Erleichterungen, welche zufolge Gesetzes vom 28sten März 1900 gewährt wurden, bemerkt weiters, daß der Ausschuß in Buchform eine Hausordnung ausgearbeitet hat, daß in der Vereinslanzlei seitens vieler Parteien Erkundigungen, betreffend die Abgabe von Wohnungen, eingezogen wurden, welche Einrichtung sich als sehr praktisch erwies. Dic Zahl der Mitglieder belief sich im Jänner 1901 auf 340, beigetreten sind 20. ausgetreten 1« Mitglieder: der heutige! Stand beträgt 314 Mitglieder. Dem Bürgermeister wird für die Ueberlassung der Lokalitäten im „Mestni Dom", der Laibacher Presse für die Veröffentlichung der Vereins-mitteilungen der Dank ausgedrückt. — Im darauf erstatteten Kassabeiichte werden die Einnahmen mit 1752 X. die Ausgaben mit 1383 X 09 ii angeführt; es ergibt sich daher für das Jahr 1901 ein Saldo von 368 X 91 d. hiezu der Ueber-rest aus dem Jahre 1900 im Betrage von 384 X 63 I,. demnach beträgt das Gesammtsaldo 753 X 54 k. Die Geldgeba- ^zW^lUrichn, PsoudoverwmMe Pflegen sich nur 3^n 7"' '""", bei den betreffenden Nichten nnd ^rh^/""as zu I^len ist. Unter den gegenwärtigen !^st fr, "^ bedingt die Anerkennung derVerwandt- " d^'/"ue Selbstverleugnnng. die an der Echt-^ ^^hnngen t'mml einen Zwcifel läßt." ^Moll ward die alte Dina verständigt, s lt d^'^' Schritte von der Gartenpforte entfernt s ''' (5K "^s"cl>, tt^. tadellose Privatgefährt Kley-^ltl> 5,' ^ltschor in dnnller, nnanffälliger Livree ^lci i„V"^'" wohlgenährten, wertvollen Pferde. , Nun« l ^'" "ahmen im 7>ond Platz. Ein leicht ^ ^ "'chnalzen des Kntscher5, nnd die Pferde >^ Nc^s" '""' s"l dem Todesfälle noch nicht dran->i' " ^'"l- Der alte Herr behielt alx>r recht. Diese .^lc^ ) "?n lachenden, sonnigen Sommernacht »>' >voli iwnr "^" Einflnsi ans ihr nmdiistertes Ge. b^.nicht a^" ^"' der Zusammenhang der Dinge d/^lss uanz liai- geworden, aber sie grübelte anch bo'"« Wcih^!?^"niber. ^hre vorwiegende Vmpftn^ l,/ ^chm I'. ^'"' ^"lirt war ein Gefühl der Nnhe, >vtt^^ltt , 4^'' ^eborgenseins. Sie hatte sich bi^ ticl?' al^ ' ..' "Nmtlich ,zn .zeigen: es war ihr so ge ^o "'' lil., '""M sich drauften aller Vlicke auf sie 'N i^'or N^^ man auf sie mit fingern zeigen. ^; iih^ "'Urchtung war in dieser Stnnde nichts ^ ^'Ndlicl ^"l- ^^ "^^ H^ "^en ihr mit "tövo3I" ^"^" "'^ ^"" gütigen Lächeln war ^ondtrr, der Prüder ihr?5 dln-stcrbme" Vaters. Sie dachte in diesen: Augenblicke nicht dar« i'ber nach, auo welchem Grunde die Brüder sich ge-lrennt nnd so entfremdet hatten, daß sie jahrelang in einerStadt gelebt hatten, ohne, eineVegegnung und Annäherung M sucheu; mochte die Ursache des fern-liegenden Konfliktes sein, welche sie wollte — viel-leicht war dieser Onkel ein Sonderling, jedenfalls al-er hatte er kein großes Unrecht begangen, nnd ob er sich hnndertinal selbst als „Geächteter", „Verfem« ter" bezeichnete. Schon der Umstand, daß er sich ihrer ieyt annähn: und ihr sogar eine Heinistätte, anbot, sprach für seine edelmütige Gesinnung. Am Glockengießerwall, in der Nähe der N'unst» balle stand X!isa Wagner, die in der Stadt Kommis-sionen gemacht hatte, plaudenid mit einer ssrenndin zusammen, als die Equipage ihres Onkels angefahren kam. Cilig nahm sie von dem anderen jungen Mäd° chen Abschied und winkte dein Kutscher, anzuhalten. ,)i' ihrem Erstaunen schien dieser aber keine Notiz davon zu nehmen, und auch der Onkel, der mit einer säwarzgekleideten jungen Dame im Fond saß, und der, sie bemerkend, grüßte, gab kein Zeickjen zum 3ln° halten. „Das war ja die Prinzessin ÜVeeder, die da bei deinem Onkel saß!" sagte die Freundin. „Weshalb nehmen sie dich denn nicht mit? Dein Onkel sah doch. daß du winktest!" „Wer war das?" fragte Lisa, den Atem anhal tend. (Forlsetzung folgl.) rung im Jahre 1902 dürfte sich beiläufig in den gleichen Grenzen bewegen. Die beiden Berichte wurden zur Kenntnis genommen und hierauf die bisherigen Rechnungsprüfer, die Herren Bahovec, Hudovernigg und K n e g, wiedergewählt. — Den austretenben Ausschußmitgliedern, und zwar den Herren Drelse, Dr. GiegoriS, Maurer und Dr. Starö, wurde der Dant der Versammlung ausgedrückt' gleichzeitig wurden dieselben por ncolniuationoiu in den Ausschuß wiedergewählt. — In der Höhe der Mit-glieberbeiträge tritt leine Aenderung ein. — Herr Leslo -vic wünscht eine Petition des Inhaltes, daß die ibAige Abschreibung für die Erhaltung der Gebäude wie in anderen Städten wenigstens auf 30 A> erhöht werbe- des weiteren tritt er dafür ein, daß inbetreff der Wafserinesser, begiehungs-trcise der Verrechnung des Wasser-Mehrverbrauches eine Gleichmäßigkeit erzielt werde. Der Vorsitzende verspricht, die beiden Angelegenheiten im Ausschüsse zur Sprache bringen z'l wollen. — Inbetreff oe? Rückzahlung der Erdbebendar« lehen entspann sich eine längere Debatte, in welcher unter anderem Herr Dr. Gregorii- in längerer Rebe die Ansicht entwickelte, daß der Staat jeden Hausbesitzer billigeNveise in den Stand vor dem Erbbeben setzen sollte; fei einer derselben blsser daran, so hätte für ihn jedwede Erleichterung zu entfallen. Ueber Antrag des Herrn Gerichtssetretäis Kavö-n i l wirb der Ausschuß ermächtigt, eine Deputation zu wählen, welche im Vereine mit den beiden Vertretern der Bundeshauptstadt Laibach. Bürgermeister Hribar und Grasselli sowie mit dem Herrn Reichsratsadgeordneten Dr. Tav 6 ar die Frage des Erbbebendarlchens im Sinne der Ausführungen des Herrn Dr. Gregoriö zu ventilieren und sodann eine diesfällige Petition an maßgebender Stelle vorzulegen haben wirb. Im übrigen hatten sich verschiedene Redner über die Art und Weise der Einforberung ber Erd< lxbendarlehen sehr abfällig ausgesprochen und die Meinung zun' Ausdrucke gebracht, daß hiebci zumindest analog wi< bei bcr Einforderung von Steuern (Zahlungsauftrag lc.) erfahren werben sollte. — Endlich trat Herr Dr. Grego « r i <- für die Gründung von Hausbesitzervcrcinen in sonstigen, speziell in krainischnn Stätten ein. worauf die Versammlung geschlossen wurde. — (Die H ygien e deö Ballsa ales.) Nicht da« Tanzen an und für sich bedrückt die Hygieniler, so schreibt das «Neue Wiener Tagblatt", sondern nur ber Unverstand dcl Menschen, der schuld ist. wenn man leine Schranten ttnnt oder alle Vorsicht außeracht läßt. bah oft schwere Er< tranlungen vorkommen. Mäßiges, vorsichtiges Tanzen schadet nie. nur die leider so häufig vorlommenden Ueber-» tnibungen sind vom Uebel. Alle Nachteile, die ber Tanz im Glfolge hat, verschuldet die Mode. die Nacht hindurch bis zum Morgen zu tanzen, und zwar die zweite Hälfte des ^c-lles mit gefülltem Magen, ferner die tolle Schnelligkeit der Tänze, das starle Schnüren, die unzweckmäßige Klei' bung, die leichtsinnige Erkältung burch Getränke unb lalte Luft. Wer vom Tanzen Vorteile für die Gesundheit ziehen will, beherzige folgende Regeln: 1.) Wie jede gesunde Ne» w>gung sich langsam steigern soll, so sei dies auch beim Tanzen. Man stürze sich daher nicht gleich in ben Wirbel eines Galopps, sondern tanze sich gleichsam erst ein. Sobald eine Dame Schwindel, Uebelleit ober Viustbellemmung fühlt, höre sie zu tanzen auf unb promeniere so lange.bis ihr wieder wohl ist. 2.) Man tanze nie mit vollem Magen, deshalb nicht mehr nach bem Souper unb bis in bie tiefe Nacht hinein. Leider wird nach der Pause auf den meisten Bällen erst recht toll getanzt. 3.) Man schütze sich vor Erlältung — unb dies ist ber wichtigste Punlt — indem man das Tanzen nicht übertreibt, Weber an Heftigteit noch an Dauer, sich lein« Zuglust aussetzt, nicht erhitzt, nicht lalt trinlt ober sich gleich niedersetzt und dergleichen mehr. Das beste Getränt beim Tanzen, um den Durst zu stillen und die ermatteten Nerven zu beleben, ist Mandelmilch ober Limonade; Punsch und 2 sofort alc, tatverdächtig gesucht; er wußte sich aber in verschiedenen Ortschaften so guc versteckt zu halten, daß ihn nur selten jcn'.and zu Gesicht bekam. Erst nach 42stündigcr ununterbrochener Verfolgung sowie nach unzähligen Stall-. Heuboden- und teilweise anch Hausdurchsuchungen gelang es der Gendarmerie-Patrouille, den Räuber Krei- in einer bei einer Säge in «marca stehenden, unbewohnten Hütte aufzugreifen nnd dem Bezirksgerichte in Stein einzuliefern. Kre5. der 28 Jahre alt ist, wird von der Bevölkerung als ein in jeder Hinsicht gefährlicher Vagant bezeichnet; er war anch schon mehrmals wegen Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigteil, des Betruges sowie wegen Uebcrtrewng gegen die körperliche Sicherheit bestraft. Auch soll er verschiedene sonstige Gesetzesübertretungen begangen haben; doch wollten ihn die Leute aus Furcht vor seiner Rache nicht anzeigen. —>-. — (V odnil - Un terha ltu ng in Schischla.) Der (Kalnica-Verein in Echischla begeht unter Mitwirkung einer Abteilung der Laibacher bürgerlichen Kapelle morgen die traditionelle Vodnilfeier. Das Programm umfaßt außer einer einleitenden Rede vier Männerchöre. Deklamationen von Pre^rens lvr^t pri Nnvn'i. Zither-Vorträge und ein Tanztränzchen. Anfang um 8 Uhr. Eintritt 50 k. Vcreins-mitglieder frei. " (Feue r.) Gestein nachmittags brach im Dachbodenraume des Haufes Nr. 2, Alter Weg in Udmat, ein Feuer aus. lvelches jedoch noch rechtzeitig bemerkt und von den her-beigecilten Leuten gelöscht wurde. Das Feuer entstand dadurch, daß glimmende Asche am Dachboden aufbewahrt wurde. Der Schaben beträgt etwa 200 X. '' (Rauferei.) Gestern abends gerieten in einem Gasthause in der Tirnau mehrere Burschen in einen Streit, der später auf der Straße in eine Rauferei ausartete, wobei zwei Burschen verletzt wurden. EinExzedent wurde verhaftet. — (Fasch i ngschr o n i l.) Heute findet im großttn Casino-Saale das Turnerlränzchen statt, welches alljährlich zu den flottesten Tanzunterhaltungen gezählt werben darf. Theater, Mnjt und Mcrutur. " (DeutscheBühn e.) Ib>en-AorstcUungcn gehören zu den groften Seltenheiten der oeuijchen nuync; lemev >el« nec ^tucte yat sich diefelbe zu erooern vermocht und feine kramen erfchenien nur ad und zu, wenn irgenoeine fremde Runstlerin den Ehrgeiz yat. lyr Talent m einer Hvien'lchen ^)lchiung zu zeigen. AM sind daher oer Gastin Frau Meta ^lUng zu ^ant ocipflichtci, daß fie den Anlalj zur Erpans-,lhrung dcs gedaimnNesen Brauer,pieles „lttosmersholm" gab, de>scn geinooUrr Inhalt und mciMyafle Technik es zu ocn hervorragendsten Werte» des grohen Norwegers stempelt. Has Paar, welches den Eheonnd «chlietzt, ^oll einander ten-nen, etnes M ins Herz des anderen fcyen; wel)c, wenn Mann uoe^ Irc.u, mit einer Schuld — und feiö auch eine Gedan cen>chuld — belastet, den Bund furs Leben schließt; die schuld rächt sich auch an dem Schuldlosen und reiyt iyn ins verderben. Das ist beiläufig der Grundgedanke des er>chüt-ttrnden Dramas, in de^en Einzylyciten einzugehen wir uns leider versagen mu^en. Hie Auffuyrung lann m Anbetracht oe>^ großen Anforderungen, die an die Kunstler infolge der emgeichooencn Gastspicliage yerangetreten sind, als zufrie-cnnilcllenb dezelchn« wcrdcn. ssrau Ming erwies sich in der iltollc der Rebecia als verständnisvolle Vertreterin jener ^chauspieltunst. deren Ziel darin besteht, aus der Wirtlichlen zu schöpfen, ein Haupterfordernis für die Darstellung Ibicn-Icher gestalten, ^hr ausdrucksvolles Miencnspiel, das die feinsten Seelenbewegungen dein Zufchauer vermittelte, unterstützt ihre künstlerische Gestaltung aufs wirksamste. Das Ein-dnngen in den Geist der Dichtung, die Eharalterisierung des oft rätselhaften Wesens der Rebccta gehört zu den schwersten Aufgaben der Schauspieltunst. Daß der Gastin die Lösung die,er Aufgabe meisterhaft gelang, bewies der reiche Beifall ber Zuhörerschaft, die Frau Illing auch durch eine prächtige Alumcnspende ehrte. Herr ^rimbour als Rosmer. Herr Sodet als Kroll. Frl. Stein als Helscth unterstützten o,e Gastin nach besten Kräften und zumeist auch mit gutem Erfolge; die Gedantenlücken erscheinen, wie erwähnt, zu entschuldigen. An Stelle dc» Herrn Reihncr war Herr Lang als Lrcndc! eingesprungen; er bot eine fein abgetönte Leistung oon trefflicher Eharalteristil. Herrn Mitsch hätten wir in se!ner Eigenschaft als streitbaren Schriftsteller mehr Selbstvertrauen gewünscht. — Das Haus war ausgezeichnet besncht, — lAus der deutschen T he a te r la n z lei.) Zur Feier deä 70. Gedurtötagcü deü gefeierten Vollsschrift stellers Karl E o st a wird morgen oincs seiner besten Werke ..Bruder Martin" aufgeführt. - Am Montag ist der Ghren-abcnd des Regisseurs und Eharaltertomilers Othmar Lang, aus welchem Anlasse Offenbachs „Schöne Helena" mit dem Benefizianten als Menelaus zur Aufführung gelangt. Die! Titelrolle singt Fräulein Vilma S e b r i a n. ^ — (OerkvLni ^lasdonik.) Inhalt dei' 1, Nummer: 1.) Kircheumusitalische Betrachtungen. 2.) Et-' was über Geschmacksrichtungen. 3.) Korrespondenzen. 4.)' Verschiedenes. — Die musikalische Beilage enthält ein dem ersten Protektor des Ccicilienveremes Fürstbischof Poga-5 ar gewidmetes ?> Oonm Inucinmus von A. F o e r st e r. in der FotnUrrcye. ^.^ Sonntag, den 2. Februar (Scxagesima), ^j fikalamt um 10 Uhr: Nizgu ?ütri»roda1is von Lorenzo Perosi, Graduate und Tractus 8ei»ut ist von Anton Foerster, Offertorium ?6rüeo ßrsZsus uon Tr. Franz Witt. F,l der Ktadtpfc»rrkirchs St. 3ako0> ! Sonntag, den 2. Februar (Sexagesimal^ ^/ Üichtmess), nm halb 9 Uhr Kerzenweihe, wahres.. Prozession ^.äorucl tl^alunum tu»m von Fr. Gcrbi^ ' dieser Hochanit: Atesse in ^-äur von Fr. Gerbic, ^, dualc nnd Tractus 8eiant zoutog von Anton 3^ Offcrtorillm ?«rüc« 8ro»8U8 von G. E. Stehle. . Der Kriea in Südafcila. .., Wie die ..Korrespondenz Neederlanb" schreibt, M",',! sehr viele Gefechte aus der zweiten Hälfte des Dezemb< ^ Niederlagen dcrEngländer heraus. So waren dieGefefv ,' Botha am Wilgeriuer und bei Vronthorftspruit für die ,. länder vollendete Niederlagen. Die darauf folgende 2^", bei Karolina am 19. Dezember war für die englisch^ ! lonncn so mörderisch, daß diese selber von einem «^^ «großen Unglück) sprachen. Zwischen Standerton und v hat Botha einen englische», Eonvoi im Werte von mitw! ^0.000 Pfund Sterling weggenommen. — Dewets ^, mandos haben die Engländer bei Kronstadt gcsckM^.^ si: in die Stadt zurückgeworfen. Bei dem blutigen O^ bei Bethlehem am 20. Dezember lieh Dewet die Eng^', einen Dummy-Camp (Scheinlager) stürmen und sch^ 1^00 Mann starkes Korps bis zur Vernichtung. 3t<^, offiziellen englischen Berichte sind ganze vier Mann "'. wunbet zurückgelehrt. Weiter hat Dewet die EnglaN" ^, Frankfort geschlagen, darauf Harrysmith besetzt U" ,^ Engländer u?n dort in d« Richtung von Kronstadt g> ^ wobei sie 400 Mann an Toten und Verwundeten ha^'^ Kcmp hat im Vereine mit Delarey den Häuptling ^^ss welaffern. die große Viehherden auf das Gebiet der s^ lanischen Republik zur Weide getrieben hatten, eine l ^, Menge Vieh abgenommen.Als auf Lingwes' Hllf^"',,^ englische Kommandant, unter Zurücklassung einer ^^/ »räche von 120 Mann, aus Rustenburg auszog, umg'^-.. Dclarel) und nahm Rustenburg in Besitz, das er, na^^ scine Vorräte ergänzt halte, nach einigen Tagen f^ ,^ wieder aufgab. Um dieselbe Zeit zwang Delarey aM', bington mit seinem ganzen Stäbe zur Uebergabe. ^^ blutigen, einer Vernichtung gleichenden Niederlage ^ ^, son'schen Kolonne bei Verlenlagte anfangs Novembel 'pi fielen den Buren sämtliche Kanonen und 58 Nagen '" Hände. ^! Gelegramme des K.K.Zelegrapilen^^rre^.-Oure^! Das Gyumafium in Cilli. Wien, 1, Februar. Die „Slavische Korresp^, ocröfs^ntllcht ein <><,ommumquc, wonach oie >looeni>ai^^ geordneten gestern mit dem ^iinisterprasidenten Koell"^ r> neiprechnng hatten. Sie bezeichneten den vom Referenz Uiiieirichtsvndgets in Ausstcht genommenen Re>o!Ut>l' ^ trag, betreffend das utraquiftlsche Gymnasium in ^' '^ gänzlich unannehmbar, erklärten, ihr weiteres Verhallt ^ oer Stellungnahme der Regierung gegenüber dieseM ^^ tionsantragc im Vudgctausfchu^e abhängig zu mach^ die gebotenen Konsequenzen rücksichtslos zu ziehen. Der Krieg in Südafrika. ,,:! London, 30. Jänner. Wie „Daily Telegraph! fährt, trägt die Antwort des ^>laatb>rlrelarö LaN^ '> cus die Mitteilung der niederländi>chen Regieinng '^^ gcmeinen Teildcnz nach die Form ber höflichen ^erM^i oas; der Mangel jeder Vollmacht auf Seite dieser ^cg>^ liu Namen fer es der Buren im Felde, sei es der ^^5 Europas, zu sprechen und das Fehlen jedes greifbare" Ichlages die Mitteilung praktisch unverwertbar macht' ^ 5! ondun , 30. Jänner. „Standard" meldet a"'^/ toria vom 30. v.: Eine 400 Mann starte 'Abteilung F Oberst Wilson ist mit knapper Mühe dem Schicks"" "F gen, von einer überlegenen Burenadtcünng am ^ ^/ arLeschnitten zu werden. 200 Mann der Abteilung,^ oor Tagesanbruch über eine Fnrt, um eine kleine ^! ^ A!.teilung zu verfolgen. Nachdem bei Tagcsanbn'ch <^ Biircn gefangengenommen worden waren, wurde die eN3 ^ ^>.'rhl!l plötzlich von allen Seiten von dem i)00 Ma"N > ^ Feind umringt. Sie vermochte sich nach der Furt t" ^ ,chlagcn, doch als sie diese passieren wollte, fand sie > ,^ geschnitten, und es gelang ihr nur durch einen ^ ^M^, Vorstoß, sich mit der Hauptabteilung wieder zu ^"M Die Hauptabteilung schlug sich hierauf, von Hügel z" lc.mpfend, auf Frankfort zurück. ""l „ ^ KabinetZausschusse gebilligt und eine Abschrift vessels ^ cnglischen Gesandten im Haag übersandt. Diesel > ,^ Abschrift erst nach telegraphischer Ermächtigung "^t/ wcnn die Note die formelle Genehmigung des .^h/ Ministerrates, dem alle 20 Kabinetsmitglieder be' ^ erhalten haben wird. > ltentl^i. London. 31. Jänner. Den heute vero>>' hF' Verlustlisten zufolge sind bei dem Gefechte in "^^ kraal am 28. d. M. Oberst Dumoulain und acht <" fallen und sieben Mann verwundet wo?den< ^^cherIeitung Nr. 2V. 2l1 I.Februar 1902. Seiden-Blouse ti,235 und höher — 4 Meter — sowie stets das Neueste in schwarzer, weißer und farbiger «.Henne« lierss-Eeidc» von 60 tr. bis sl. 14 6b per Meter — glatt, gestreift, carriert, gemustert, Damaste lc. Llllut 8«!s^ ^^ Jänner. Elisabelh Leslovic, Inwohnerin, "-. ^»l,o8 mulli cu!o culuriu. Aieteolologische Beobachtungen in ^aibach. ^ Eeehöhe 806'2 m. Mitll «»ftdruck 7^.0 mm. k K LD« ff« Wind d,,Hi'mnel« Z^Z 91. ^llz,i .45^ 18 S. mählg drwollt ^^^^^44 3 0 2 SW. mäßig Schnee ' ^ ' F. ! ?ii8 9 >—2-5^ HlW. jchwach Schnee ! 4 0 lnale'^.^lleömittcl der gestrigen Temperatur 1-0°, Noi« Verantwortlicher NedaÜeur: An!o>, F u n t e t. gf ^mf S^ Ueberall zu haben. «53 t _ unentbehrliche Zahn-Crcme '. L**W die Zähne rein, -weiss und gesund* Aufträge gegen Nachnahme. Eil^n Wein ^ Spacker* PlCCOLI in ffaiborlj. ^^ ^räfti^t blufarme. -^f HcrDöJe un3 fcljwactyc ^crsonca. «•»^^________ (8977) 14 Preis einer Halbliterflasche 2 Z. Curasao Jfaturel feinster Taf ei - Xjiq.-ae"UX- Eine Einhalbliter-Flasche 2 K. (4516jlO-8 Apotheke Piccoli, Laibach, Wienerstrassd. Auswärtige Aufträge gegen Nachnahme. Hl A\WJ IU DASBESTEHNATÜRLICHE BITTERWASSER k EIN NATURSCHATZ VON WELTRUF. MILD, ZUVERLÄSSIG. 35 BESlTZEfcÄHDREAS S&XIXHNLR.BUOAPEST.Ki>KHOFLteFLRANL " Flaschenbier ^^ au» dem Brauhause Perles. Eine Kiste mit 26 Halbliterflascben f I. 2'— Bestellungen und Einzel verkauf: (3286) 21 Prešerengasse 7 im Vorhause. Adler-Apotheke, Laibach. Empfehle meine medicinischen Artikel: Echten, infolge der Präparation leicht einzunehmenden Leberthran in Flaschen k 70 h und 1 K. — China-Eisen» Malaga, laut Vorschrift der Pharma-kopöe, k 2 K und 3 K 60 h. — Franz-brantweln, ausgezeichnetes Destillat a SO h und 1 K 20 h. — Das wirksame Kindereinstreupulver „Babypowder" a 30 h und 50 h. — Wiener Magen-krampftropfen a 20 h, 6 Stück 1 K. — ZIed. - Cognao, -"Weine. Parfums, Toilette-Seifen und-Mittel, so Haarwasser. Zahrnmiltel (Specialität Mentbol-mnndwasser a 1 K. Mentholzabn-pnlver a 60 h) — Puloherlncream, Hautverschönerangsmittel k 1 K. Probe-flasche20h. — Selbsterzeugle Verband-Stoffe, verlässliche ohircrglsohe und hyglenlsohe Apparate etc. Hocbachtun^svoU (4239) 26—11 Mr. PL Mardetschia^ger dipl. Apotheker und beeideter Geriehtschemiker. PortbesUtltagtii vndta prcnpt expediert. — Hu acht« set tit Tüm» na Adler. Zum Lackieren von Blechwaren, Vronze'Imitation, hochfein, auf Gipsfissuren Bronzieren von Stiegcnssittern lc. empfehlen sich Vrüder Eberl, Gchristenmaler, Lackierer, Van« und Vlöbel« Anstreicher, Laibach, Kranciseanergasse. (i>38) 11-10 Franz Wilhelms abführender Thee von Franz Wilhelm Apotheker, k. u. k. Hoflieferant in (3140) 26—10 Neunkirchen, Niederösterreich ist durch alle Apotheken zum Preise von 2 K ö. W. per Paket zu "beziehen. .A-lleiaa. eclrter Somatose- Kraft -Wein enthält in 100 g medic, feinstem Malaga 5 g Somatose. Vollkommen gelüst. — Gesetzlich geschiitzt Erprobtes Nähr- und Kräftigungsmittel, bereitet uuter der Controle des physiologischen Institutes der chemischt n Fabrik in Elberfeld. (3859) 15J Originalpreis einer Viertelliter - Flasche 3 K 40 h. Somatose-Kraft'Biscuit 5 Stück 60 h. — Depot: „Maria Hili-Apotheke" des M. Leustek Id Laibacb ResBelstrasMe Nr. 1, neben der Kaiser Franz Josef-Brücke. Grösstes Lager aller bewährtesten Haus- und Heilmittel. Täglich umgehender Postvorsandt. — Telephon Nr. 68. Kurse an der Wiener Börse vom 31. Jänner 1992. N«« km oWenm Kuisblauez Vle notierten Kurie verstehen sich in Kronenwähiung. Die Notierung lämmtllcher «ttien und der .Diversen Lose» versteht sich per Gtllck. ^«"Ntlnt Staatsschuld. ^"» W°« ?°z°mK"k in Noten Mai' ''^b,K'^u»,-pr.K.4'L°/<> lUU85io10ü ^Vwimß.ich°. ^ u'"en Königreiche ^M>°nen^r'st^ ^^°"iN°te,.^ '"b «"' ^v,.,< «»»,», >«,„,^, 4«««°,, »^^^^- - - «2ü0 4l!4z0 Veld Ware Vom Vtaate zur Zahlung übernommene Eisenb.»Pr00 Vl. 4°/y ab lU"/„......l15'ö« —-— Tlisllbethbah!,, 400 u. 2000 M, 4°/«.........1l«<« iiv'4^ Franz Iosef-V., Em. 1884 (div. Et.) Sill,,, 4°/„.....9« 8b 99'85 Valizijche Karl Ludwig »Vahn (diu. St,) Silb, 4°/„ . . . U7-70 W 70 Vorarlbergcr Vnhn, Cm. 1884 (biv. Ot,) Silb, 4°/» . . . 98'ü0 S9 b0 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/o ung. Golbrente per Kasse . 119 80 ilU'— bto. bto. per Ultimo , . . . 119 80 180 -4"/» dto. Rente ill Kronenwähr., stcuerfiel, per Kasse . . . 9« 80 97 — <°/o dto. dto, dto, per Ultimo . 9S 80 97 — Ung. Et.MsMnl, Void 100 sl. Ill» 3Ü I»g »5 bto, bto. Silber 100 sl. . . . 101'— 10» — dlo. Slaals-Oblig. (Ung. vstb.) V. I, l«76....... 120 U0 121 30 dto. Cchanlregal.-Nblös,4 50 4"/n «ngar. Grunbentl. - Oblig, Lbea 90 6U 4°/o lroat. »nd slavon. bclto 94 50 — — Andere öffentl. Hnlthen. 5"/» Dona».Neg>«lnle!he 1878 . 10S'50 107 50 «lnlelicn der Stadt «örz . . S9 Lb 99 75 Nnlehen der Stadt Wien . . . 10b — 1«5 40 bto. bto. (Silber ob, Gold) 183 60 1L4 l>0 dto, bto. (1894). . . . 9b— 95 bü d!o. dlo. (1898). . . . 96 lü 97 Iü Vür!lbauAnlel,en, verloSb. 5°/, 100 15 10II5 4"/« kralncr Lanbf«»«!!lchen . j 9ü —j 9 »4 70 9580 «,-i!stelr.Lllnbes-Hnp.°Nnft.4°/, 9?^ 9»>5o 0est..una. Vanl 40>/^ähr, Verl. 4°/,......... 90 70 100 70 bto. dto. bOjähr. veil, 4°/<> »9 70 ioa 70 Sparkasse, 1.ös».,«>I.,»erl.4°/<> 98 75 99 7b Eisenbahn.pri0ll»ät». Gbligationtn. Ferdinaobs.Nordbahn Lu>, 1S8S 99 «5 iooe5 Ocfterr. «ordwestbahn . , . 10? 90 108 93 Vtaatsbahn . . > - - - "0 — 442 — Nüduahn il 3°/<,verz.Iann,-IuIi ü»i —,8z«>._ blo. il 5«/« . . - - . Illi-— lL«-— Ung.-gallz. Bahn..... ll» S0 107 «0 4°/« Ulttertrainer Vahnen . . 99-t»u iu«-— Diverse z°ft (per Stück), verzinsliche Lose. 8«/« Vooentrebit-Lose ltm, 1880 »64'50 L«ß ü0 3°/n „ ,. Em. 1889 «56 50 ^58 - 4°/« DonaU'Dampssch, «XI fl, - b00'—b^o — ü°/» Donau'Megul.'Lolc , . . 2?4 — 8?r< — Unverzinsliche l!°se. Budllp,°Vasil!ca (Dombau) 5 fl. 18'— ig 90 Kreditlose 100 sl...... 40»-— 40S>- lllary Lose 4« fl, «M. . . . »S3 - i«? — ofener Lose 40 fl..... 191 — 1,5'— Pa,fit,°Lose 40 sl, «M. . . 177 — 1«1- RotenKreuz, veft. Ocs,,u.losl. 527b 52 75 , „ ung. ,, ,, 5sl. 28'— 29 — Rudolf^Lole 10 sl...... 93— 98'— SalM'Lose 40 fl..... 23« — ll4L — St, Grnoi« Lose 40 ,l, , . . 818 — 880'— Wiener nehmungen. ! «ussia°tepl. Elsenb, 500 sl. . . 8930' 8340-«au» u. V«trlet>«-Ves, für fl2dt. Straßenb. in Wien lit, X . «8H 50 28? 50 bto, dto. blo. lit. L . 282 — 2><3'-Vöbm. «ordbahn 150 fl. . . 885 50 88750 «ujchtlehrader «!>. 500 fl, KM, 2S«5' 2455 —456'— Prag.Purcr'O»ef. 886 — 690 — Devlftn. Kurze sichten. Amsterdam....... 19? 4» ii»7«5 Deutsche Plilhe...... 117 15 117 30 London........ 839 40 «39 6» Pari«......... 95 37 95 4? Vt. Petersburg...... — — —-^ Valuten. Dulalen........ l1'»4 IIS» ^N<.francs.Slül«'n» PrlorllÄlen, Aktien, ^^^^^ ««c„ l>^vl«eu iiu«! Vnlntfu. "".......¦....., ' "' ml I......H «JT. C Mayer ______Ij»Hm>c1i, 3pltalgaa»e. Privat-DepötH (Safe-Dfpositn) Vrilnii..» >¦¦ B»r.ElalMin !¦ O»ta-C«ffiDt- yd auf ilrQ-Cinto. Laibacher Zeitung Nr. 26. 212 1. Februar 1902^ Neuigkeiten vom Aüchcrim.rkte. Mau K.. Wanda, X 3. — Vrnst von Wolzogens ossiciclleS Repertoir, Bd. I, Buntes Thäter, herausgegeben von K. Fr. von Levetzov, k 1-20. — Varbey d'Aurevilly, Finfterniö, X 3 60. — 3 et, on ^lerriman U., ^e Velvet ßlov«, K 1 92. — Nopkin» I'., Ilie äun^eon» ol oiä r^ri». li 1 92. — Schuulal N., Einer, der seine Frau besucht, k 2 40. — Hölzer R.. Frühling, K 2 40. — Stern, M. R. v,, Das Nich'schwert von Tabor, li 2'40. — «aufberger Fr., Schloss Gumpenloch, k 2'40. — Heidl K. M.. Sein Vermächtnis, li^ 2 40. — Lefsler A. Ch..! WeMchleit und Erotik, li 3 60. — Vroich C,, Aus der Coulissenwclt, K 3. - Zabel E, Moslau. K3 60, — Her-NlNnn H., Die Goldminen im Transvaal, lv — 60. — Am ran. L. v,, Englands ^and- und Eecpolitil, X 1-20. — Pohle. Dr. L-, Deutschland am Scheidewege, li 5 76. — Marckö E, Wilhelm I.. K —-?<»<» — «z^ Einladung ^s !U a^s am 4. lebruar l. l. um kalb s Ms abends im calino ftalttlnlknsen siauptvmammlung. ^agesorclnung: Verlcht. — 1NU Bestes diätetisches un / ist jeden Samstag, Sonn- u. Feiert^ die ganze Nacht offen, j (257) 3-2 f ,,i,...........I.,,.........I.,,.., I, i —^i^,'.