fHiMnlM platefia v gotovInL 79. Jahrgang Nr. 14^ firtcbeint wöcbentlicb sechsmai {mit Aucnalraie der Keicrlaaej. Scluilt-Mtiug, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25^67, 2S-68 und 25-09. Man bor. Ropalilka ulici 6. Manutkriptt werden nicht rdooniiert Anlr«gen RAekpoito bcUegen. Dennerttag, den 29. )unl 19S> Inserateo* und AbonoenienU-Axuiatioie in Maribor, K.opaii£ka ulica 6 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatlich 23 Dir^ zustellen 24 Din, durefa die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1.50 und 2 Din. Preis Diu f'50 Preis Dtn rso Mntüinitr iUitiiiM Kosovo Genau vor 550 Jahren — am St, Veit«-ta$e des 'Jahres 1389 — standen sieh Serben und Türken zum ersten Male in einer großen Entscheidungsschlacht ge-genüber. Das Schicksal woäia es, daß die vom Z^a r a n Lanar angejahrten Serben, die bereits bis dorthin hvrlkhe Beweiea eigenstaatUehen LebvmotUans an den Tag gelegt uiid damit auch der ivesteuropäischen Zivilisation einen gro* Ben Dienst erwiesen hatten^ in diätem hittariechen Ringen am Amselfelde (Ko* sovo polje) ntit den nach Europa vor-dringenden Osmanen gesehlagen lour* den. Serbische Bigenstaatlichf^t u, ser» bische Selbständigkeit waren damit zu Ende, Es kamen Jahrhunderte tiefster Erniedrigung und erbarmungsloser Knechtschaft, Aber trotidem wurde die Niederlage von Kosovo aUmShlich xu einer sieghaften Idee, die im serbischen Volke immer^ mieder zum Ausbruche kam und in zahlreichen Aufständen gegen ' die tilrkische HerrsclMft seinen sichtbaren Ausdruck fand. Die heilige Idee,von Kosovo wurde zum Leitstern des unter türkischer Herrschaft schmaeh' tenden serbischen Volkes, das immer wieder den heldenhaften Versuch iMf-te, zur Selbständigkeit und Eigmstaat-lichkeit zurückzukehren. Etwa <4 Jahr-hunderte nach dem Schicksalstchlage von Kosovo war es dann endlich K er-r adjordje, der den Grund zum neu-' en serbischen und damit zum späteren | jugoslawischen Staate legte. Die diesen Ereignissen vorangehenden Jahrhundert \ te waren eine Zeit des Leidens, aberj auch eine, in der Geschichte einzig da- ^ stehende Epoche der geistig-nationalen Sammlung eines Volkes, das nicht einen Augenblick das Vertrauen in seine Zukunft verlor und allen Widerwärtigkeiten zum Trotz seine endliche Wiederauferstehung mit beispielgebendem Lebenswillen langsam' aber sicher vorbereitete und schließlich zum Siege führte. Das Vermächtnis der Helden von Kosovo wurde zur Wirklichkeit. Ein herrliches Reich entstand unter der weisen Führung der Dynastie K ar ad } or -d ievi6, ein Staat, der sieh bereits nach einer verhältnismäßig kurzen Zeit die Achtung und das Ansehen der übrigen Völker und Staaten zu sichern verstand. Heute gilt es ^ dem erhabenSt Ver- j mächtnis der Helden von Kosovo fol-1 gend — diesen Slaat. der in seinen äußeren Grundfesten unerschütterlich dasteht, auch nach innen fester zu fügen und alle Kräfte in diesem Streben zur Anspannung zu bringen, um unserem jungen Königreich jene gedeihliche Entwicklung zu gewährleisten, die von allen Staatsbürgern ohne Unterschied der Sprache und Konfession auf das sehnlichste erhofft wird. Ctjinas Sübfüfte 3ur (5än3(j blocJiert MARSCHALL TSCHIANQKAISCHEK VON ALLEN KRIEQSMATERIALLIEFERUN-OEN ABGESCHNITTEN — ENTSPANNUNO IN TIENTSIN — FUTSCHAU UND WANTSCHAU VON DEN JAPANERN BESETZT — NEUE LUFTKAMPFE IN DER MONGOLEI Tokio, 28. Juni. (Avala). Der Große Generalstab berichtet, daß cUe Blockade zwischen SchanfSlial tuid Kanloa am Fettlande und zur See fortgesetzt wird. Ge-st«m besetzte die Japaner Futschau und WtntKluui* Die iHÜttirkrelie tind überzeugt, daß durch die Blockade der gameo sfldcliincs'schen Kfiste die Zufuhr von Kriegamaterlal fflr MinchaU Ttchiang-kaitchek unmflgUcb gemacht worden Ist Die Kflste ndnflicti des Jangtse IM nicht 1)loekleft T! e n t s I n, 28. Juni. (Avaia). Die U-ge In Tlentsin hat sich etwas gebessert. Die Japanischen Wachen erhielten den Auftrag, die englischen, Staatsbürger nicht mehr unwürdig zu'behandeln, wenn sie die Grenze der Konzession überschreiten. Dieses neue Verhalten der Japaner wird der Möglichkeit der Einleitung von Ver- handlungen zwischen London und Tokio zugeschrieben. General Huma erklärte Presse Vertretern gegenüber, er habe den japanischen V^achen den Befehl erteilt, die englischen Staatsbürger bMm Passieren der Grenze der KonzesskM nicht mehr zu entkleiden. M o s k a u, 28. Juni. (Avala.) Agencc Havas meldet: Nach efaier gestern abends von der Agentur TAS herausgegebenen MitteHung griffen 18 japanische Jagd- und 30 Bombenflugzeuge das Gebiet der Mongolischen Republik Im Bezirk Tandjakbu-lak, 12i Kilometer von der Grenze entfernt an. Die russischen Flugzeuge ^teilten sich sofort dem Feind entgegen und schössen fünf Jagd- und zwei Bombenflugzeuge der Japaner ab. In Balnkumen wurden durch abgeworfene Bomben fünf Personen getötet (Sint Qflr6e 2)ala&irrd PESSIMISTISCHE BEURTEILUNG DER INTERNATIONALEN UGE - DAS ECHO IN DER PRESSE P a r i s, 28. JUni. (Avala.) In der gestrigen ScKluBsitzting der Kammer h'elt Ministerprlsident D a I a d i e r eine Rede, in der er u. a. ausfahrt«; »Den Sicherheitsmaßnahmen, die wir an der Grenze der Republik ergriffM haben, haben wir es zu verdanken, daß der Friede in der Welt erhalten werden konnte. Noch nie in den letzten zwanzig Jahren war die Lage so ernst wie Jetzt. An unteren Grenzen stehen drei Millionen Minner In Waffen, wozu noch die FrelwU ligenformatkmen kommen, deren Bedeutung genau bekannt ißt. Alle Kriegsindu- strien in den Nachbarstaaten arbeiten fieberhaft Für die nftchsten Wochen sind große TruppenkonzentratkMien angesagt deren Ausmaße bisher noch nie erreicht worden sind. Außerhalb der Grenzen Frankreichs betreibt man eine Religtons-und Rassenpropaganda, die den Zweck verfolgt, die englisch-französische Solidarität zu brechen. Die von Frankreich ergriffenen mOitftrischen Maßnahmen bedeo ten keineswegs eine MobUlsierung, Sondern es wurden nur gewisse Truppen, wo dies notwendig war, unter die Fahnen berufen. Die Einberufung zweier Jahrgänge zur Waffenubung war unbedingt notwendig.« »Die befestigten Grenzen«, fuhr Ministerpräsident Daladier fort, »bedeuten die BüiifSchaft für die Erhaltung des Friedens. Frankreich ist bereit alles zu unternehmen, um ein friedliches Zusammenarbeiten mit Jenen Völkern zu ermöglichen, die vom ähnlichen Wunsche nach der Zu-samn^arbeit beseelt sind. Frankreich ist aber auch bereit, sich mit allen Kräften dem Versuch einer Vorherrschaft zu widersetzen.« Schließlich wurde ein Antrag, die Kammersitzungen bis zum November zu vertagen, mit 350 mit 231 Stimmen angenommen. P a r i s, 28. Juni. (Avala.) Agence Havas meldet: Die Blätter kommentieren die gestrige Kammerrede des Ministerpräsidenten Daladier und schreiben, daß seine Ausftihnwgen keineswegs die Folge einer Verschlechterung der internationalen Lage seien, sondern sie seien nur als Aufforderung an die französische Oeffentlichkeit den Wirklichkeiten mutig in die Augen zu sehen, zu werten. Dalad'ers Rede ist, wie die Presse weiter ausführt, eine Mahnung, jedweder Demagogie entgegenzutreten, und eine Aufforderung zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Lage und der sachlichen Nüchternheit. Die Rede kündigt keine Verschlechterung der europäischen Lage an. Die Lage in f;''':ropa ist wohl ernst, aber nicht dramatisch. »PetitParisien« stellt fest, daß die Kammer nie Daladiers Ausführungen aufmerksamer verfolgt habe wie gestern. Seine Ausführungen bestätigen nur den Willen des französischen Volkes, den Frie den in der Welt zu erhalten. ^eur ffritdfn«infHatibt Stoofrbelte Paris, 28. Juni. Das hiesige Blatt »E X c e 1 s i 0 r« berichtet, daß man es in Pariser amerikanischen Kreisen für möglich hält, daß Präsident R o o s e -V e 1 t schon in den nächsten Tagen eilten neuen Friedensaippell an die Weltöffentlichkeit richten werde, mil dem Vorschlag, alle schwebenden Probleme auf friedliche Weise zu lösen. 2)00 6(Do örr (Slrftrifljjerungdtoeror&nung Zürich, 28. Juni. Devisen: Beograd 10, Paris 11.74625, London 20.76, New-york 443.375, Brüssel 75.40, Malland 23.33, Amsterdam 235.40, Berlin 177.87, Stockholm 106.90, Oslo 104.325, Kopenhagen 92.70, Prag 15, Sofia 5.40, Warschau 83.62. Budapest 87, Athen 3.90, Istanbul 3.60, Bukarest 3.25, Helsin}cl 9.1475. Buenos Aires 102.75. Dieser Tage erschien, wie bereits berichtet eine Verordnung, die die Frage der Elektrifizierung Jugoslawiens neu regelt und deutllcti die Etati-sierungstendenzen aufzeigt, die darnach gerichtet sind, mit der Zeit alle größeren Kraftwerke in d6r öffentlichen Hand zu vereinigen. In der Öffentlichkeit vor allem in Wirtschaftskrelsen, die auf den Strombezug am meisten angewiesen sind, wird diese Frage lebhaft erörtert und man hört Stimmen, die die in der erwähnten Verordnung ausgesprochenen Bestimmungen begrüßen, aber auch solche, die sich gegen die neuen Bestimmungen, richten. Die Beograder Wirtschaftskreise sind im allgenieinen der Ansicht daß die Verordnung der gehegten Erwartung nicht entspreche. Es wird hervorgehoben, daß ihr Mängel anhaften, die unbedingt beseitigt werden müssen, wenn die neuen Bestimmungen ihren Zweck voll und ganz erfüllen sollen. So wird u. a. hervorgehoben, daß der gegenwärtige Grad der Elektrifizierung Jugoslawiens mit einem Jahresverbrauch von kaum 70 Kilowatt pro Kopf der Bevölkerung viel zu niedrig ist, wenn man bedenkt daß unser Staat Wasserkräfte von 3Va bis 9 Millionen Pferdekräften besitzt wozu noch mindestens 6370 Millionen Tonnen guter Kohle hinzukommen. Bei der Elektrifizierung des Landes müssen vor allem folgende Grundsätze befolgt werden: Konzentration der Produktion, Organisation des Verbrauches, Erhöhung des Verbrauchspotentials, billigere Anlagen und Beseitigung aller Elemente, die das Risiko vergrößern. In der Verordnung Uber die Elektrifizierung des Landes werden diese Grundsätze nicht oder nur In geringem Masse berücksichtigt oder erwähnt im Gegenteil, es werden Verstaatlichungstendenzen erörtert, die die private Initiative stark beengen. Die beschränkte Frist für Privatuntemeh-mungen, die früher oder später in den Besitz des Staates oder der Selbstverwaltungen gelangen, bringt es mit sich, daß diese Kraftwerke höhere Strompreise In Anrechnung bringen müssen als die öffentlichen. Vom allgemeinen Standpunkt aus betrachtet sind verschiedene Strompreise nicht zweckmäßig. Die Wirtschaftskreise bemängeln es fer ner, daß die Verordnung der Organisation des Stromverbrauches keine Rechnung trägt. Es werden auch keine Bestimmungen über den Bau von Fernleitungen getroffen. Gerade d eser Punkt ist sehr wich tig, da am Lande, besonders in gebirgigen Gegenden, die Ortschaften oft weit auseinanderliegen. Auch erscheint die Frage der Gründenteignung beim Bau von Fem leitungen noch immer nicht gelöst. In der Verordnung wird besonders hervorgehoben, daß die Bestimmungen des Gewerbegesetzes auch bei der Durchführung der Elektrifizierung in Kraft bleiben. Durch die Verordnung wird, wie hervorgehoben wild, ein neues Regime eingeführt und die Möglichkeit des freien Vertragsabschlusses ausgeschaltet. Es ist zwar eine Genehmigung der früher erteilten Genehmigungen vorgesehen, aber auch diese werden durch die neuen Bestimmungen geschmälert. Die Verordnung ist als Zusatz zum Gewerbegesetz gedacht Deshalb ist es recht und billig, daß jene Bestimmungen abgeändert werden, die dem Geiste des Gesetzes widersprechen. Das Gewerbegesetz sichert die erworbenen Rechte, die Verordnung hebt dies jedoch auf. Noch eine ganze Reihe von Fraget wird durch die Verordnung offen gelassen, so die Stromversorgung auseinanderliegender Siedlungen, die von größter Wich tigkeit für den Fortschritt des Staates ist ferner die Rationalisierung der Erzeugung usw. 2l(juc Cuftlinicn BERUM—BEOORAO—ISTANBUL, TRANSKONTINENTALUNIE BIS ASIEN UND AFRIKA UND VERBINDUNO SARAJEVO—WIEN 3rtn forbtn boaüänöigc Unobtianoigfeli i\' e w y 0 r k, 28. Juni. »N e w y o r k n« bringt ein Interview mit einigen Führern der Irischen Freiheitsbewegung, die in d-en Vereinigten Staaten Geldmittel Kampf zur völligen Unabhängigkeit Irlands sammeln. Nach ihren Erklärungen handle es sich um eine Aktion zu einer formellen Kriegserklärung an England. Der Kampf werde fortgesetzt werden, bis England die vollständige Unabhängigkeit Irlands anerkenne. Alle irischen Männer und Frauen, die in den Ker kern schmachten, müssen sofort in Freiheit gesetzt werden. Wenn nur einer von ihnen hingerichtet werden oder im Kerker sterben sollte, dann würde man erst die Entschlossenheit Irlands, für seine Frei heit alles zu wagen, sehen. Mehrere Hunderttausend Iren seien bereit, gegen England zu kämpfen. Polnische Luftabwehranleihe. Warschau, 28. Juni. Die Zeichnung der polnischen Luftabwehranleihe brachte ein Ergebnis von 404 Millionen Zloty. Man erwartet, daß durch die zur Zeichnung aufgelegte Anleihe eine Milliarde Zloty voll hereingebracht werden würde. B e o g r a d, 28. Juni. In den Räumeo des Stabes des Luftfahrtkommandos fai Zemmi fanden gestcra Besprechungen zwi sehen Vertretern Jugoslawiens u. Deutsch lands zwecks Einrichtung neuer Loftyer* kehrsilnien zwischen den Zentren der beiden benachbarten Länder statt Es wurde eine Verelnt>arung erzielt, wonach auf Grundlage der Reziprozität den beiderseitigen Luftverkehrsgesellschaften die Möglichkeit geboten wird, ihre Aktivität zu erhöhen und neue Linien einzurichten, hi allen Fragen wurde ein volles Einvernehmen erzielt. Damach wird die Deutsche Lufthansa, die schon mehrere Jahre vom Frfihfahr bis Spätherbst ihre Maschinen auf dir Linie Berlin—Wien—Ehidapest—Beograd—Sofia—Saloniki—Athen fliegen läßt, noch im Laufe des bciirigen Sommers eine zweite Balkanllnle ehirichten, die täglich von Oer lln fiber Wien, Budapest, Beograd und So* fla bis Istanbul beftogen werden wird. In Aussicht ist ferner eine Transkontinentai-llnfe, die Europa mit AHen und Afrika ver blndi^ soll Die jugoslawische Unternehmung Aeroput-AG. wird, ebenfalls noch neuer, Ihre Flugzeuge auf der neuen Lhiie Sarajevo—Zagret^Wien verkehren lassen. In den nächsten Jahren werden Jugo slawiens Flugzeuge noch andere deutsche Städte berfihren, zu welchem Zweck die bereits bestehenden Linien erweitert werden soUeti. jedoch an Stelle des Propellers den Im Triebwagenbetrieb seit Jahren bewährten Achsantrieb erhalten. Die Gesamtdieselleistung von 1200 PS wird durch zwei Maybach-Motoren von je 000 PS erzeugi. Die hydraulischen Getriebe sind von der AEG.'unter Mitwirkung von Professor Föttinger gebaut worden. Das dreiteilige Fahrzeug bietet iOu Sitzplätze zweiter Klasse und enthält die für den Femverkehr notwendigen Nebenräume. Besonders bemerkenswert ist die außergewöhnliche Gestalt des Fahrzeuges, die nach den neuesten strömungstechnischen Erkenntnissen enlwlk-kelt worden ist und daher bei hohen Geschwindigkeiten einen außerordentlich geringen Luftwiderstand bietet. Weiterhin Ist als neuartige Lösung die Ausbildung des Laufwerks hervorzuheben, die dem Fahrzeug einen sehr ruhigen Lauf auch bei hohen Geschwindigkeiten verieihen soll. Bulgarischer Reg^ngschef besucht Deutschland S 0 f i a, 27. Juni. (Avala.) DNB meldet: In politischen Kreisen verlautet, daß Ministerpräsident und Außenminister Dr. Kjuseivanov demnächst einen mehr tägigen amtlichen Besuch in Berlin abstatten werde. Orofifeuer in London L o n d o n, 28. Juni. In der Londoner Oty brach gestern abends In e^nem Geschäftshaus ein Großfeuer aus, ,das bald auf die benachbarten Getreidespeicher Übergriff und auch andere große Objekte in Mitleidenschaft zog. Es wurden alle Feuerwehren eingesetzt, um den Brand zu löschen. Die Löschakfon ist noch nicht gänzlich abgeschlossen. Nach bisherigen Meldungen nimmt der Schaden überaus große Ausmaße an. 9rans0flfÄff denfrol After GolDlet-Suftiiottr P a r 1 s, 21. Juni. Der französische Mt-litärpoUtiker Oeneral Armengaud beschäftigt sich in einem Aufsatz in dier »Depeche de Toulouse«, in dem er im übrigen den Polen einen fertigen Operations plan für eine etwaige Luftkriegsfflhrung gegen deutsche Wirtschaftszentren empfiehlt, auch mit der Leistungsfähigkeit der Sowjet-Luftflotte. Armengaud schätzt die Zahl d^r sowjetischen Flugzeuge auf ca. 5000, davon 1500 Jagd-, 1500 Bomben-1000 Sturm- und 1000 Erkundungsflug-zeuge. Von diesen befinden sich 1500 im Femen Osten und 3500 im Westen; n1-15« und »1-16« leicht lenkbar und gut bestückt Die Fabrikation der ersteren sei allerdings im vergangenen Jahre wegen ungenügender Schnelligkeit ein-gestellt worden. Die Sturmflugzeuge könn ten als gut konstruiert und bestückt gelten, die Erkundungs- und Wasserflugzeu ge hingegen seien denen im übrpgen Europa unterlegen. Das sowjetrussische Fliegermaterial ist nach Armengaud zwar zahlreich, aber seine Ausbildung ist nur mittelmäßig u. Itann auf keinen Fall die Lücken des Ma-iterials wettmachen. Der Wert der Flic-|ger ist zufriedenstellend, der der Tech-'niker dagegen infolge ihrer zu oberflächlichen Allgemein'bildung ungenügend. Die 60.000, Mann-im stehen^den Heere und noch einmal 60.000 Mann in der Reservd Roosevelt enttäuscht Washington, 28. Juni. In einer Pressebesiprechung erklärte gestern Präsident RooS'evelt, das Beschneiden seiner Machtbefugnisse hinsichtlich der Währung werde für die Vereinigten Staaten keine guten Folgen nach sich ziehen. Im Interesse der Wirtschaft Amerikas müs-er freie Hand haben. sc Dr. Qdbbels besichtigt die SlegfHedlinie B e r I i n, 27. Juni. Reichsm'nister Dr. G ö b b e 1 s traf gestern in Aachen ein und besichtigte im Laufe, des Tages mehrere Stellungen des Westwalles. Die Arbeiterschaft bereitete ihm freundliche Kungebungen. General Valle in Deutschland. Berlin, 28. Juni, Anläßlich des Besuches des italienifschen Staatssekretärs für Luftfahrt Oeneral Valle gab Gene-ralfeldmarschall G ö r i n g gestern abends im Haus der Flieger einen Empfang. General Milch begrüßte die italienischen Gäste und verwies darauf, daß vor kaum einem Monat zwischen Italien und Deutschland in großzügigster Weise ein Arbeitsprogramm ausgeaÄeitet wur-'de, das bereits rasch in die Tat umgesetzt wird. General Valle danlkte für den freund liehen Empfang und er1kalte Mobilisierung« unter der Hand vorbereitet Diese Bereitmachung die gewöhnlich in der ersten Augusthälfte gehalten wurde, in diesem Jahre völlig ausfällt Zu dieser Erklärung der Admiralität wäre noch hinzuzufügen, daß die seit längerer Zelt vorbereitete und zum Teil auch schon staffelweise durchgeführte Einbe- schelnt vor allem die Flotte zu betreffen, rufung der Reservisten der Flotte ihren die von der zweiten Hälfte des Sommers Höhepunkt von Ende Juli ab erfahren ab in einer Art DauermobiÜsie-r u n g gehalten werden soll. Die Admira- soll. Das Gros der Reservisten, insbesondere der Reserveoffiziere der Flotte, ist lität hat heute angeordnet, daß die üb- für eine dreimonatige Periode von Ende liehe Sommeruriaubsperiode der Schiffe Juli ab einberufen worden. Die Auslands-der Home Fleet auf Juli vorveriegt wer- ^ sperre für aktive und Reserveoffiziere der den soll. Die offizielle Begründung ist, Flotte ist noch verschärft worden, das daß auf diese Weise Gelegenheit gegeben heißt, die unter normalen Umständen nur werden soll, die laufenden Reparaturar- ^ eine Formalität darstellende Vorschrift beiten im Juli zu vollenden, um die Flot- der Reserveoffiziere der Flotte, ihren Aus-te vom August ab operationsfähig für die landsuriaub wenn schon nicht aufzuge-Flottenmanöver zu halten. Die Admirall- ben, so doch anzumelden, wird jetzt äu-tät gibt weiter bekannt, daß diese Zeit-.ßerst streng eingehalten. planäflderung auch die Widerruhing aller I Thimfinini - ^eßgptra B u k a r e 6 t, 28. Juni. Der ägyptische Außenm'nister Jahia P a s c h a, der gegenwärtig in Bukarest wellt, hatte gestern Unterredungen mit dem Ministerpräsidenten C a 1 i n e s c u, dem Außenminister 0 a f e n c u und anderen Min'stern. Es wurde e'ne Veriautbarung herausgegeben, die die Freundschaft zwischen beiden Staaten unterstreicht und die Anbah-.ung engerer Handelsbeziehungen zwi-chen Rumänien und Aegypten ankündigt. recher an. Noch bevor dieser das Tier gesehea, hatte er schon einen Blfi ins Bein erhüten und itflrzte zvaammea. Harbaiellende Leute, die den Stcfbanden aoteraochten, fanden daa SehlangenbiB am Bein des Mannes und sahen zu ihrer Überraschung die Kobra wieder ruhig in ihrem Körtjchen liegen. Die Europäerin wird nun wohl niemals dazu zu bewegen sein, sich von ihrer Lebensretterin zu trenoem Oltartnriulii ein« <81^ manne« uno tofe er tu tonlNe Die Pariser Öffentlichkeit. Iiat mit großem' Vergnügen von dem Beginn eines Scheidungsprozesses Kenntnis genommen, der sich auf Grund eliies neuartigen Be-weisniaterlal abspielt. Es sind nicht die beiden Kelden dieser Scheidungskomödie, die da« lebhafii Interesse der Öffentlichkeit-hervorrufen, sondern eben die «Art und Welse, wie der Ehemann den Beweis für die Schuld seiner Frav an einer blns-iichen Knechtung führt« . Der auf Scheidung ErpkMe ist ein biederer Bäckermeltter, dar seit langem unter de» mehr als hefttgen Temperamant seiner Ehehiltle zu leiden hat Vor einiger Zeit beschloß er, diesem Martyrium ein Ende zu machen und besprach sich mit seinem ^ Anwalt Ober die Möglichkeiten einer Scheidung. Der Anwalt erklärte, daß er zunächst «inmal Zeugen und Beweise für den Offensivgeist seiner Frau erbringen mflBte. Der Qeplagte lud daraufhin mehrfach Freunde und'Bekannte ein, die vorher ^ entsprechend Instruiert waren. Aber 'seliie' ebenso' aggresive'wie kluge Gattin'hatte sofort das MenOver durchschaut und jedesmal, wen so ein »Zeuge« auf der Bildfläche erschien, war sie die Milde "und LiebenawBrdlgkelt In Person und- zeigte -sich als die scharmante und liebenswürdige Hausfrau. Nachdem das ManOver mehrmals ge-echeitert war, sah der ergrimmte Bäckermeister. daß ihm nur nodi ein einziger Weg- blieb. Er beschloß, die Errungenschaften • der Technllc ■ sich zunutze zu machen und dafür er^bllehe Kosten nicht zu scheuen. Während seine Xanthippe für einige Tage aufs Land zu Verwandten fuhr, ließ der Bäckemelster In der Wohnung mehrere Mikrophone Und ein Auf> nahmegerät anbringen.. So zur Schlacht gerüstet,erwartete er die Rückkehr seiner besseren Hälfte. Diese legte auch gleich in altgewohnter Weise los und wunderte nur über die stoische und sogar offensichtlich schmunzelnde Miene ihres geknechteten Mannes. Der Bäckermeister aber wußte schon, warum er schmunzelte. Nach drei Wochen hatte er ein so prachtvolles Material beisammen, daß sein Anwalt. als er Ihm dieses Material vorlegte, die. Antwort gab: »Damit brauchen Sie eigentlich ■ Überhaupt keinen Anwalt mehr!« U-Boot' »Thetls« wird gehoben London, 27. Juni. (Avala.) Mit der Hebung des gesunkenen U-Bootes »The-fis« wird am 28. d. begonnen werden. Um die Wasseroberfläche nicht zu trüben, darf sich der Unfallstelle für die Dauer der Hebearbeit kein Sch'ff auf eine Meile nähern. Die Arbeiten werden mehrere Tage dauern. ato Sebtn^rrtfcrin Der seltsame Fall, daß eine gefürchtete Giftschlange, statt Tod und Verderben zu bringen, ein Menschenleben rettete, ereignete sich vor kurzem in einer Indischen Stadt. • • ■ . ' Eine dort lebende Europäerin hatte eine Ranz junge Kobra zum Geschenk erhalten »ind als großp Tierfreundin mit Liebe und Soff^falt grof^gezogen. Oftmals riet man ihr dr'n^end. das gefflhrilche Tier doch aus dem Haus zu entfernen, aber die Frau wollte davon nichts wissen, da sie mit der Schlange umgehen konnte, wie sie wollte, 9Raf(&fnenmenf(l5eti fd^laorn 6fn ^Inö in Die Slu(Dt... EIN ZUKUNPraMLD. — DTO WUNDERROBOT VON MAN8PIELD. — MASCHl-NENMENSCHEN KONNTEN AUCH FÜR DAS KRIEOSHANDWERK ABOEWCH. TET WERDEN. AotNewyork wtid berichtet: Wahrend der Rcbot der Weltaasetellung »Elek tro« nach wie vor alle Besucher verblüfft, melden die amerllcanischen Zeitungen, daß ein neuer Wunderrobot in einer elektrotechnischen Fabrik in Mansfield konstruiert worden sei, der alle bisherigen Maschinenmenschen weit In den Schatten stelle. Der Robot von Mansfield- Ist 3 Meter hoch und wiegt 2500 Kilogramm. Er kami nicht weniger als 600 verschiedene Bewegungen • itisfQhren und zwar vermittels von 1200 Relalv die sein »Oe-him« daretellen und aus den verschieden-sten eldctrischeit Zellen, Radioapparaten, Mikrophonen ufid anderen Vorrichtungen bestehen.' Dir Selensellen eriauben den Augen des Robot, auf 24 Farben zu reagieren. Er kann nicht nur gehen und laufen, nicht nur sieh setzen, sondern sogar ekle Treppe hinaufgehen. Wenn er vor eine Türe kommt, die niedriger als drei Meter Ist, beugt er sich und zwar genau so tief, als nötig ist, um sie durchschreiten ztt können. Er wird vollständig ferngelenkt, und gerade dies ist es, was in der Pre»e zu einer lebhaften Diskussion darüber geführt hat, inwieweit man solche Robote für das Kriegshandwerk »abrichten« könne. Denn sefbstverständllbh ist es eine Leichtigkeit den Robot eine Gt-anate m\\ einer bestimmten Wucht in eine bestimmte Richtung werfen zu las« sen. Ein Angriff einer Abteilung von, sagen wir tausend solcher Ungeheuer dürfte jeden menschlichen Feind In die Flucht schlagen. Die Aussichten der Robote werden in den Zeiten der Kriegspsychose u. der Rüstungen Immer besser. @cele tDfrd efeftrifd^ „aefurM" PARISER NERVENARZTE FILMEN 0EF0HL8ENTLADUN0EN. . In einem Pariser Nervenaanato-rium wurden dieser Tage neue Y®r8tichc mit einem elektrischen * wedankeniese - Apparat« durchgenhrt. Das Gedankenlesen Ist eine sehr umstrittene Kunst. Jedenfalls Insofern sie von Zauberkünstlern und sogenannten »Hellsehern«, ausgeübt wird. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat .sich jedoch am Stamme der Wisse^haft ein neuer Zweig entwickelt, der weitaus ernster genommen werden muß. Auch er befaßt sich mit. der' Kunst' des ^ Gedankenlesens aber auf einer streng wissenschaftlichen Grund tage, die von jedem Laien nachgeprüft werden kann. In einem großen Pariser Institut für NervenAcunde wurde in diesen Tagen ein Apparat in Betrieb genommen, dessen Aufgabe es sein soll, die Geheimnisse der menschlichen Seele zu enträtseln. Es handelt sich hier um eine Erfindung, die für die Wissenschaft der Psychologie von außerordentlicher Bedeutung ist. Seit man erkannt hat, daß von dem menschlichen Gehifn elektrische Schwingungen ausgeh en, war es auch möglich geworden, diese Strahlungen mechanisch zu messen. Wissenschaftler aus aller Welt, haben sich um diese Probleme verdient gemacht. Der Apparat In dem Pariser Institut Ist in einem völlig schalldichten Raum untergebracht. Um jede Einwirkung fremder Schwingungen' auszuscheiden, wurde er auf einen Block aus Porzellan aufmontiert. Auf diesem Sockel steht eine einfache Cpuch, auf der sich das menschliche Versüchsobjelct ausstrecken muß. Gedämpftes rotes Licht erhellt den Raum. Es trägt dazu bei, das Versuchsobjekt eu einer völligen Entspannung und Inneren Ruhe zu zwingen. An der Stirn des Menschen werden zwei Elektroden befestigt, die durch einen Leitungsdraht mit dem eigentlichen Ged>ankenlesc-Apparat In einem, angrenzenden Raum verbunden sind. Gedanken aller Art, Erinnerungen und Stimmungen der. letzten Tage werden in dem Menschen, der auf der Couch ruht, wledet- lebendig oder klingen nach. Plötzlich entsinnt er sich eines schrecklichen Vorfalls, bei dem er fast verunglückt wäre. In diesem Augenblick leuchtet in dem Nebenraum eine Meine Lampe auf und ein dünner Lichtstrahl zeichnet auf einer lau- fenden Filmrolle eine spitze Kurve auf. War die Erregung stark, so ist auch die Kurve sehr steil, war sie nur schwach, so zeichnet auch der Lichtstrahl nur eine wenig bewegte Linie auf. Es handelt sich also darum, daß die Gedanken und seelischen Erregungen in ihrer gradmäßigen Stärke oder Schwäche buchstäblich pho-tographiert werden. Gelänge es nun, an deu Kurven abzulesen, welche Gedanken oder Erregungen sie verursachen, wäre das Problem der Scelenmeßkunst damit gelöst. Aber so weit ist die Wissenschaft heute noch nicht, wenn auch die Experimente in den letzten Jahrzehnten teilweise schon ganz erstaunliche Ergebnisse gezeitigt haben. Die Wissenschaft der maschinellen Oedankenlese-Kunst ist im Verhältnis zu anderen Zweigen der Forschung noch sehr jung. Trotzdem lösen die Erkenntnisse, die durcli diese neue Methode gewonnen wurden, bereits Erstaunen und Bewunderung aus. Das hindert natüriich nicht, aucli ihre Grenzen zu erkennen, die vor allem darin liegen, daß die ungeheuer weite Skala der Empfindungen, die noch dazu Individuell verschieden sind, höchsten« annähernd in Kurven festgehalten werden kann. ♦ Frauen, die mehrere Schwangersrhaf* te« flberstanden haben, können dadurch daß sie täglich früh nüchtern ein halbes Glas natürliches »Franz-jo8ef«-Bitterwas-ser trinken, leichte Darmentlehrung ürd geregelte Msfr^ntatlgkelt erreichen. Da? Franz-Josef «Wasser Ist alterprobt, wärm-stens anempfohlen und überall erhältlich. Reg. S. br. 30.474/35. BNEN SCHUTZ VOR DER SONNf verlangt aucR Ihre Haut. Die Sonne ermüdet siel Die Solea-Creme hingegen schOtzf, n ä h r f, kühlt und glatlef. ziuueisem. Kind aus einem Spital abholte, erschlug. Das Kind eriitt lebensgefährilche Brandwunden. In dem Banater Dorfe Uliuc schlug ein Blitz in den Wagen des vom Felde heimkehrenden Bauern Georg Ne-« gru ein und tötete den Bauern sowie seine beiden Pferde. Deutsches Dementi. B e rl i n, 27. Juni. In einigen englischen Blättern wurde die Meldung verbreitet, daß Reichs.propagandaminiS'ter Dr. Göb-6els in seiner Essener Gautagsrede erklärt hätte, England stehe da wie ein Idiot. Von zuständiger Seite wird diese Meldung entschieden in Abrede gestellt mit der Bemerkung, es brauche wohl nicht besonders betont werden, daß diese Behauptung erfunden sei. Wachsender Holzbedart Deutschlands. Berlin, 27, Juni. In der festlich geschmückten Kroll-Oper wurde gestern nachmittags in Anwesenheit des Reichsforstmeisters Generalfeldmarschalls G ö-r 1 n g die Reichstagung der deutschen Forstmeisterschaft eröffnet. Das Wort ergriff auch der Reichsforstmeister Göring, der auf den wachsenden Holzbedarf Deutschlands verwies. Das Reich müsse alle Kräfte anspannen, um den Holzbedarf soweit als möglich im Inlande zu decken, zu welchem Zwecke eine intensivere Bewirtschaftung der Forste notwen dig s;i. »er aMtö »lett rrttfte örnle... Bukarest, 27. Juni, Durch Blitzschlag in . verschiedenen Gegenden des Landes,kamen abennals vier Menschen ums Leben. In der Gemeinde Caprestl (Ko mltat.Dolj) suchte .die hochschwangere Bäuerin Maria Ciurea zusammen mit ihrem ftlnfjährigen Söhnchen in einem Schuppen vor. dem Unwetter Zuflucht. Ein Blitzstrahl steckte den Schuppen in Brand Mutter und Kind verbrannten bei lebendigem Leibe. Ein ähnlicher trauriger Vorfall trug sich in der Gemeinde Manasti-reni (Komitat Botosani) zu, wo der Blitz ehie junge Mutter, die ihr 2Viiährlge6 ErbschaftsprozeB der Familie Goga. Bukarest, 27. Juni. Der Gerichtshof von Kolozsvar hat als letzte Instanz die Entscheidung in einem Prozesse, den Verwandte des verstorbenen Ministerpräsiden ten Oktavian Goga gegen dessen Witwe angestrengt hatten, gefallt. Die Verwandten Gogas bestritten die Gültigkeit des Testamentes des Verstorbenen, in dem die Witwe als alleinige Erbin eingesetzt wurde und behaupteten, Goga habe später ein zweites Testament zugunsten der Verwandten und der Rumänischen Akademie der Wissenschaften abgefaßt. Da die Kläger aber dieses Testament nicht beibringen konnten, wurde ihr Anspruch kostenpflichtig abgewiesen. Btaustrümpfpriesterin feiert Hochzeit. Die alten Jungfern von Newyork sind verzweifelt. Eine ihrer sichersten Stützen und Säulen ist zusammengebrochen, und sie sehen sich vergeblich nach einem neuen Halt um. Im Jahre 1936 brachte eine Miß Marjornie H i 11 i s ein Buch heraus, das den schönen Titel hatte: »Lebt allein und freut Euch.« Das Werk war von einer alten Jungfer geschrieben, die in Newvork eine führende SteUnng unter rhren Art- genossinncn einnahm. Das »Lebt allein«-Busch war nicht nur für all* lebendigen Frauen ein starker Trost, sich über einsame Stunden und Jahre hinweg zu helfen, es wurde allmählich zu einer Art »Jung-gesellinnen-Bibek. Diese Stütze ist nun gefallen. Miß Marjorie Hillis, die jetzt 45 Jahre alt ist, hat sich in diesen Tagen verheiratet. Damit verliert natürltch auch ihr Buch den Wert, den man ihm bisher bei-Rcmessen hatte. da&e &rn 2Dotteon flefloMwi" Die französische Polizei sucht immer ♦lOch den Dieb, der den »Indifferent: von Watteau gestohlen hat. Bisher ergebnislos. In diesen Tagen ging Ihr jedoch ein Brief zu, der die Aktivität der Polizeibc-amten noch erhöht u. sie in eine bestimmte Richtung drängt. Aus der Stadt Angers traf bei der Pariser Polizeiverwaltung ein anonymes Schreiben ein, in dem sich ein x-Amateur-Maler« beschuldigt, den Watteau gestohlen zu haben. — Als Motiv für die Tat gibt er an, daß er sich an dem französischen Staat rächen wollte, gegen den er vor einigen Jahren einen Prozeß verloren habe. Der Brief wurde von verschiedenen Sachverständigten geprüft. Man ist sich noch nicht klar darü'ber, oib e»s sich bei dem Schreiber um den wirklichen Täter, um einen Menschen, der der Polizei einen Streich spielen will oder um einen Wahnsinnigen handelt. Für die letztere Annahme spricht jedenfalls die außerordentlich primitive Handschrift, von der Graphologen annehmen, daß sie von einem Geistesgestörten stammen könnte. Auf jeden Fall sind verschiedene Polizeibeamte damit bef.uftragt worden, die neue Spur ru Verfölgen. Unlver^tflt^ktor als Defrandant Baton Roose (Louisiana), 27. Juni. (Avala.) Agence Havas meldet: Die Polizei ließ alle wichtigen E'senbahn- und tuftverkehrsknotenpunkte durch Detektive besetzen, die die Aufgabe haben, den Präsidenten der Universität von Lou-siana E>r. James Monroe zu verhaften. Der Präsident legte gestern seine Stelle nieder und reiste in unbekannter Richtung ab. Er wird der Unterschlagung von'mehreren Hunderttausend Dollar Universitätsgelder bezichtigt. Frtsche Eiswaffeln aus dem Automaten. Für die Leipziger Herbstmesse (27. bis 31. August 1939) haben sich alle führenden deutschen Warenautomatenfirmen als Aussteller angemeldet. Sie werden, wie wir erfahren, wiederum eine Reihe von Verbesserungen und Neuerungen auf den Markt bringen. Als besonderer Schlager der Messe wird schon jetzt ein nunmehr vollkommen durchkonstruierter und einwandfrei arbeitender Speiseeis-Automat angesehen, der vollautomatisch verkauft. Es handelt sich dabei nicht etwa um die Abwandlung eines der bereits im Handel befindlichen Automaten, die Eis in abgeschlossenen Packungen, etwa in Pergament oder Schokoladenumhüllung abgeben. In dem neuen Modell ist das Eis viel mehr getrennt von den Waffeln aufbewahrt. Wie die also stets frischen Eiswaffeln in dem Automaten hergestellt werden, kann durch ein erleuchtetes Glas-fensier beobachtet werden. Der Automat faßt zehn Liter Speiseeis und 200 Waffeln, die Kühlung erfolgt elektrisch-auto-matisch, so daß keine schädliche Unterkühlung eintreten kann. Bei einer Lel-stungsprobe auf einer internationalen Ausstellung in Deutschland lieferte das neue Modell innerhalb von 12 Tagen zehntausend Waffeln ohne jede Störung. Der Eisautomat, der sowohl in geschlossenen Räumen als auch ohne Schattendach in der Sonne aufgestellt werden kann, ist das Ergebnis jahrelanger Versuche der Automatenindustrie. Die Rentabilität des Modells gilt als gesichert, da sich der Anschaffungspreis bei normaler Inanspruchnahme verhältnismäßig rasch amortisieren läßt. Kinderschlauheit. »Vergrößert deine Brille sehr, Oma?« »Ganz bedeutend!« »Dann setze sie doch bitte auf, wenn du dir zum Kaffee ein Stück Torte ab-schneidestl« 2)(r fatl^olifdDe 3uaen&(a(i VOM 20. JUNI BIS 2. JUU — GROSSE VORBERCITUNOEN POR DIE KOMMENDEN FESTTAGE. In den Tagen vom 29. Juni bis 2, Juli einhcrschreit«n werden. Im Nachfolgenden wird in A\arlbor ein großer Jugendtag bringen wir das genaue abgehalten, an dem die katholischen Jungmänner- und -mädchenverbände aus allen Teilen Sloweniens nach strömen und hier für ihre Idee und ihre Ziele manifestieren werden. Nach den bisherigen Anmeldungen zu schließen, wird Marlbor in den nächsten Tagen große wlHiIi-nA«' Massen auswärtiger Gäste beherbergen. Schon bisher sind gegen 10.000 Jungmän- PROQRAMM der Draustadt .der einzelnen Veranstaltungen: Donnerstag, 29. Janl Um 7 Uhr Messe in der Aloisikfrehe, Von 0 bis 12 sowie von 16 bis 20 Uhr Um 20.30 Uhr Aufführung des Volks- ner und -mädchen angemeldet. Außerdem Pfdtag, 3». JmiL nutttoodii, ocn 2S. 3uiii te, um den allzu schweren Gegner auf die Schulter zu bringen. Viel Staub wirbelten sodann M r n a und j a n e i auf, die gar bald das volle Haus mitrissen. Mma sorgte fOr Protest-stflrme, während man den geschmeld'gen und wirklich sauber kämpfenden janes förmlich mit Beifallskundgebungen ttber-schOttete. Mma machte sich aber nicht viel daraus und feierte nach einer Oesamtzelt von 56 Minuten auch einen schö nen Sieg, Im vierten Match stellten sich B e n o 1 d und K o p vor, doch mußte die kraftvolle Affäre nach zwei Gängen wegen der Polizeistunde abgebrochen werden. Das Programm für die heute, Mittwoch abends stattfindenden Käm-pfe laufet: H a n a (Slowakei) gegen M11 e u s n I c werden auch andere Festgäste aus Nah und Fem eintreffen, darunter mehrere Vertreter der Regierung, weshalb auch Wettumen, vom Standpunkt des Fremdenverkehrs der | Um 10 und 15 Uhr Ständeversammlun-Jugendtagung die größte Bedeutung zu- gen im Karlln-Saal. ' ' ' t Die Stadt rüstet fieberhaft zum Empfang „ „ . " der Gäste. Die Veranstaltungen werden Von 7 bis 12 Uhr VMturaen. am großen Stadion des Sportklubs Um 10 und 15 Uhr Ständeversammlun- »2 e 1 e z n I C a r« in der TriaSka cesta 8®" Karlin-Saal, Im ^aie der Volks- i . vVRußland'^ M r n a se- abgehalten werden. Der Sportplatz wird /"Jyereiar und bej Jen fniBt der pivancliekamof 7Ur Aufnahme der Massen der Zuschauer (Jugoslawien), Mrna (Böhmen-Mähren) gegen B e n o 1 d (Deutschland), J a n e 5 (Jugoslawien) gegen All ben Abdu (Afrika), Dazwischen wird der große Entscheidungskampf zwischen K o p (Jugoslawien) und I^macky (Polen) zur Erledigung gebracht. Am Donnerstag kämpfen H a n a ge- Um 15 Uhr Hauptprobe für das Schau-'gen K o p, dann folgt der Revanchekampf i u j u 1 u* * t? j fiirtii»!! • zwischen J a n e 5 und B e n o 1 d, wo-entsprechend hergerichtet. Es werden um- lunien. ^ ' • , , . I Aii hi»n Ahrfn unA Pirnacki fassende Vorbereitunuren für die Unter-1 i<21 Uhr Tumakademie im Theater. ______ Um ^21 Uhr Abendandacht am Slom-&k-Grab am alten städtischen Friedhof. Sonntag, 2. JtüL Um 5 Uhr Tagrevellle. Um 7.30 Uhr Sammeln der Teilnehmer fassende Vorbereitungen für die Unter bringung der Gäste, für deren Verpflegung usw. getroffen, . Vom Bahnhof, wo die auswärtigen Teilnehmer bei ihrem Eintreffen begrüßt werden, bis zum Stadion sind die Straßen von dicht aneinder gereihten Flatrrren-' j^j^u^izug mästen flankiert. Besonders vorteilhaft/^ n_ nimmt sich die Anordnung der Fahnen-' 8.30 Uhr-Festumzug. mäste am Hauptplatz und am Kralja Petra trg sowie am Festplatz aus. Vizebürgermeister 2 e b o t erließ an die Bevölkerung folgenden Aufruf: »Zu Ehren der Veranstaltungen im Rahmen des Jugendtages, der vom Peter- und Paultag, Donnerstag, den 20. d. bis einschließlich Sonntag, den 2. Juli abgehalten wird, sowie zu Ehren der Mitglieder der Regierung und der übrigen hervor- bis zur Entscheidung kämpfen werden. Um 10 Uhr Festmesse. Um 14 Uhr Sammeln, jfer Teilnehmer am Schautjumen. „ ,Um 15 ^r.öffetif)lc1iM Schauturnen« »Q^aDelter Wettcfbeil^ fttr Donncwlag; Vorwiegend, heiter und trocken, nur verehizelt^ bewölkt. i.Dafin allgemeine ra-rä'gend7ii"Öä8te''wlrd~d1e""stSSRemÄ fhe.Aufhelte^ uni weiterer Tempeta- Donnerstag früh ihre Gebäude mit Staa^- »uranstieg. flaggen schmüdken. Ich lade die Bürgerschaft höflich ein, auch Ihrerseits die Häuser zu beflaggen. Die Fahnen sollen bis Sonntag abends von den Häusern wehen.« Samstag abends wird die Stadt festlich 111 u m 11» i e r t werden. Die Stadtgemeinde bereitet eine Festbeleuchtung ihrer Gebäude vor. Besonders typische Baulichkeiten, wie das Rathaus, die Mariensäule, die Burg, die Fraaziskaner-kifche usw., werden im Lichte starker Reflektoren erstrahlen. Desgleichen ist für die festliche Beleuchtung des Stadions gesorgt. Die auswärtigen Teilnehmer an den 0ntcmationole 9Miio- Mit sichtbar steigendem Interesse ver- iHnnif in ftw Was Ist schon Absonderliches dabei, wenn ein Fernsprecher läutet, wenn das Summzeichen die Oeriusche des Tages übertönt? Mit der größten SeVbstverständ l'chkeit nimmt man den Hörer zur Hand, man spricht, man unterhält sich. Einmal — vielmals während eines Tages. Aber In der Nachtl In der Nacht erhält jedes Geschehen ein anderes Gesicht. Jedes Geräusch bekommt einen andern Tonfall, Anders, größer und unheimlicher, als am Tage erscheint uns alles. Da läutet m'tten in der Nacht der Femsprecher. Schreckt uns aus tiefem Schlaf. Hell steht der Mond am Himmel Von draußen fällt der mflde Schein einer Straßenlaterne Ins Zimmer and malt Streifen von Lfcht an die Wände. Über allem liegen d^e Fittiche der Nacht. Vielleicht hat man eben noch geträumt. Nelnl Da läutet es schon wieder — tönt das Zeichen »Du wirst verlangt« klar und deutlich durchs Zimmer. Herrgott, waa kann jetzt jemand mit^ ten In tiefer Nacht noch von mir wollen. Ist irgend etwas geschehen? Aber was? Tausend Dinge durchjagen wirr die Phantasie. Ist es ein Kranker, der mich in tle« fer Nacht noch sprechen will? Wer weiß, folgt man allseits die Entscheidungen der ^ in der Hörmuschel nicht das uie auswariiücii i ciiiiciiiiicr an u«i wiedemm jung Und alt mitreißenden Schicksal ^ine Mitteilung Wr mich bweit Feierlichkeiten Renießen auf der Bahn Riivgkanjpfabende im Oastgarten >Zar l" ***" besondere Nachlässe. Die Mitglieder der Linde«. In naheai a^len Kontor«, Warte- Jugendorganisationen entrichten auf Omnd z.mmern und öffentlichen Lokalen fOllen „«%lf des Hör^ ÄreS ihrer Ausweise nur den Viertelprets, die Ringkämpfe und deren pfundige Ak- H^d d« Qri« ^s Höre^ Aufger^^^^ die übrigen Teilnehmer jedoch auf Grund 'e""' "läs OesprScbstliema aus, das In el-des Tagungsausweises (ProgrammbOchel) nem verkrampften Doppelnehon des den haften F a h rip re i s. FOr die schwarzen All ben Abdu In einem so viel Fahrt nach Maribor gilt die PreisermäBl- verpönten und doch so gerne gesehenen gung bis 2. Juli und für die Rückfahrt bi« Rohheltsexzeß eines wütenden Mma eine elnschlieBlich 4. Juli. Die Fahrauswelse, besondere Würze erhält. Die Frage des sind am Festgelände zu bestätigen. stärksten Mannes läßt auch das zarte Oe-Um die Massen der auswärtigen Teil-,®^^'echt nicht zur Ruhe kommen, sod^ nchmer glatt und rasch bewältigen zu "'^ht Wunder nimmt, daß es allabend-können, werden SonderzÜge In Ver-Massenteesuch gibt, kehr gebracht, während die regelmäßigen einem Amateuncampf wurde ^- ZOge bedeutend verstärkt werden. • Anfang gemacht. Staatsmeister Das Programm umfaßt vor allem Wett- V e r b o S t stellte sich in einem flüs-tumen der einzelnen Gruppen und Kate- geführten Kampf gegen U 1 e s vor, gorlen, die Sonntag nachmittags mit dem Garaus machte, großen Schauturnen am Stadion ab-' Kurz darauf erschienen K i r I I o v geschlossen werden. Sonntag vormittags und M11 e u s n i d auf der Matte, die wird sich ein riesiger F e s t z u g durch sich mit aller Vehemenz bekämpften. Der' die Straßen der Stadt vor der Aleksandro- Russe machte kurzen Prozeß und führte va cesta, durch die Vetrinjska ulica und bereits nach zwei Runden die Entschel-Über den Hauptplatz, dann über die dung herbei. Zu einem dramatischen Kräf Reichsbrücke, durch die Dvovnkova cest^ itemessen gestaltete sich der folgende die Franikopanova ulica und die Gasse Ob Kampf zwischen P i r n a c k 1 ut^ dem_ ^eleznici zur TrJaSika cesta nach sagt man seinen Namen, spricht hastig die Nummer — dann hält man den Atem an »Verzeihung, falsch verbunden« sagt eine fremde Stimme am anderen Ende der Leitung. Lange hält man den Hörer in der Hand, ehe man ihn wieder auf die Gabel legt. Mit einem Aufatmen der Erleichterung sinkt man dann in die Kissen zurück. Die Erregung verklingt. Der Schlaf kommt leisen Schrittes wieder näher und näher. m. An der Hand0lsf0rtblldung*acliale der Kaufleuteinming In Mar'bor wurde am 20. d. der Unterricht beendet. Zu den Schlußprüfungen hatten sich 30 Kandidaten angemeldet, darunter 17 Lehrmädchen Die Prüfung bestanden m't ausgezeichnetem Erfolge 6 Lehrlinge, darunter 1 Lehrmädchen, mit sehr gutem 9 Lehrlinge (4), mit gutem 20 Lehrlinge (TO) und mit ge- nügendem Erfolg 4 Lehrlinge (2), Die dem stolzen Ali ben Abdu. Auch 'diesmal! Zeugnisverteilung fndet am 29. d. (Peter- Stadion hewcnrn, in dem auch Volks- galten die Sympathien dem Exoten, den und Paulstarr um 11 Ühr 'm Rahmen el-trachten und berittene Bauernburschen jedoch vergebliche Anstrengungen mach-' ner Intimen Feier statt, der sich um 14 < Uhr ein gemeinsamer Ausflug mit einem Imbiß anschließen wird. m. Die nächste Nummer der »Marlborer Zeltatisp» erscheint wegen des morgigen St Peter- und Paul-Feiertages erst F r e i-t a g, den 30. d. zur fibllchen Stunde. m. Börgermelster Dr. Juvan ist von seinem Jahresurlaub zurückgekehrt und hat wiederum se'ne Agenden übernommen. m. Aus dem JuStizdlenste. Der Staatsan walt Dr. Ivan B i z j a k iji Ljubljana wur de zum Inspektor des Justizministeriums ernannt. . " . . ' m. Aus dem Flnanzdlenste. Der Leiter der Finanzkontrolle in ,2alec Nikolaus L 1 c h t e n e g g e r wurde nach Dravo-grad versetzt. m. tMe Richteramtsprüfiing hat beim Appellationsgerichtshof in Ljubljana der Rechtspraktikant des Mariborer Kreisge-. richtes Joze V i di c erfolgreich abgelegt. Wir gratulieren! - m.- Frau Rosa Makotters letzter Weg. Das heute, Mittwoch, stattfindende Leichenbegängnis der Möbelhändierswitwe und- Hausbesitzerin Frau Rosa M a k o t-tetr wurde von 16 auf 15 Uhr vorgelegt, worauf alle Leidtragenden sowie Freunde und Bekannten der Verstorbenen aufmerk sam gemacht werden. m. Pepo Winterhalter wieder im Wiener RdchssMder. Samstag, den 1. Juli gelangt während des Mittagskonzertes im Wiener Reichssender wieder eine Komposition unseres in letzter Zeit überaus er-fglgfreichen heimisciien Tondiclrters Pepo Winterhalter zur Uraufführung und ^war wird als vierte Programmnummer des Konzertes der melodienreiche Walzer »Sonnige Süd Steiermark« gespielt werden. Die Leitung hat Kapellmeister Max Schönherr jun. inne. m. Konzert hn Stadtpark. Heute, Mittwoch, von halb 21 bis 22 Uhr konzertiert im Stadtpark die Musikkapelle der Eisen-bahnangestellten und -arbeiter unter der Leitung des Kapellmeisters Max Schön« lierrs sen. — Das nächste Konzert findet am .Fteitag, den 30. d. abends statt. m. Keine Arbeitertransporte nach Deutschland. Wie aus Beograd berichtet wird, i^t die Zahl der jugoslawischen Arbeiter flir Deutschland erschöpft, weshalb auch" keine we'^tereri Ausreisebewilligungen erteilt werden. m.-Badegast vom Ertrlnlcungstode gerettet In unserem Inselbad ereignete sich dieser. Tage ein aufregender Zwischenfall. Ein Badegast — es - war ein jüngerer Handwerker — verschwand plötzlich, offenbar an^ den Folgen eines Krampfes, unter der Wasseroberfläche des großen i^ssins. Im allgemeinen Trubel fiel sein Verschwinden zunächst gar nicht auf, als er jedoch nach mehreren Minuten dennoch nicht zum Vorschein kam, stellte man sofort Rettungsversuche an und tatsächlich gelang es dem Bademeister Z i e r e r, den fast leblosen Burschen mit Hilfe einiger beherzter Schwimmer aus dem Wasser zu ziehen. Glücklicherweise befand sich unter •den Badegästen der bekannte hiesige Arzt Dr. IvanSek, der sich des Burschen sofort annahm und unverzüglich die Wiederbelebungsversuche anstellte. Erst nach vielen, bangen Minuten gelang es Dr. IvanSek durch künstliche Atmung und j Herzmassagen den Burschen wiederum izum Leben zu erwecken, das diesmal wirklich nur an einem Haar hing. I m. Sein zwanzigjähriges Dlenstjubllä-um feiert dieser Tage der Geschäftsführer des Friseursalons Holzer-Fariö am SlomSkov trg, Herr Johann V e l 1 a, genannt Hansl. Einer alten Tradition des .Friseursalons Holzer-Fariß folgend, bedient auch der Jubilar, der sich wegen seines liebenswürdigen Wesens allgemei-. ner Beliebtheit erfreut, die meisten geistlichen Herren, darunter auch den Fürstbischof. m. Den ärztlich^ Inspektionsdienst in dringenden Fällen versieht morgen, den 29. d. der-Arzt Dr. Hugo V e 1 k e r in der PobreSka cesta 2. m. 198 Handelsiikademiker in Maribor. Zum Schluß des Schuljahres 1938/39 waren an der Handelsakademie in Maribor ins gesamt 198 Schüler eingeschrieben und zwar 1T)1 Knaben und 97 Mädchen. Mit posit.vem Erfolg beendeten «das Schuljahr 173 Schüler bzw. 87.37®/o, mit negativem Erfolge 5 Schüler bzw. 2.53®/». Eine Nachprüfung haben 20 Schüler (10.10*/o). m. Erdbeben. Sonntag frühmorgens wur den insbesondere in Oberkrain mehrere heftige Erdstöße verspürt. Etwaige Schäden werden nicht gemeldet. ni. Die Einschreibungen an der Handds akademie finden am 1., 2. und 4. September d. J. von 8 bis 12 Uhr statt. In die erste Klasse werden Schüler und Schülerinnen aufgenommen, die vier Klassen einer Mittelschule mit bestandener kleiner Matura bzw. vier Klassen Bürgerschule mit erfolgre'cher Schlußprüfung absolviert und am Tage der Einschreibung das 17. Lebensjahr noch nicht Überschritten haben. Aeltere Schüler, jedoch nur bis zum 19. Lebensjahr, können sich nur mit einer besonderen Erlaubnis der Banatsverwal-tung einschre'ben, die während der Ferien einzuholen ist. Repetenten der 5. bzw. 6. Klasse einer Mittelschule, die einen ungenügenden Studienerfolg aufzuweisen haben, werden in keinem Falle aufgenom- ^er 3ln(|Ier Der Angler angell — er ist Optlmlsle Und ob auch abends niclils in seiner KIsle, So wird er doch vergnüglicli heimwärts zieh*n, Selbst wenn durchaus vergebens sein Bemüh'n. Ein Angler angelt ja nicht, um zu fangen, Das Angeln macht ihm Spaß, und sein Verlangen Geht nichl dahin, nur Fische sich zu fischen — Ach was, die Fische mögen ihm getrost entwischen. Der Angler angelt mit der langen Schnur, So wandelt er auf Spuren der Natur: Gesetzt den Fall — die Fischc wollen nicht — Verschlägt es was? Er macht ein froh' Gesicht! Gewohne Dein Kind beizeiten an SARG*S KALODONt GEGEN ZAHNSTEIN Awi. (Weltbild-Wagenborg-M.) 2M UktcdtöftukQ (iine pouffierlidie Wdiirtite ■ Herr Pantoffel und Frau saßen im Kaf-reehaus. Er blickte gedankenvoll nach links, wo das Fenster war, und wußte nicht, was er reden sollte... Sie wurde immer nervöser, kl'mperte mit dem Kaffeelöffel und meinte endlich mit einem tüchtigen Stoß von Unmut: »Da guck' doch nicht immer zum Fenster hinaus? D'e be den jungen Damen, die eben vorübergingen, gefielen dir wohl sehr?« »Mein Gott«, sagte er erschrocken und richtete seine noch ganz versonnenen Augen auf seine Frau; »ich schwöre dir, ich habe ke ne Spur von jungen Damen gesehen ...« »Du' Schwör' lieber n'rht' Du könntest dich versündigen — du Pouss'erstengelf« meinte sie nachdrückl'ch. Me'n Gott — ich ein Poussierstengel, wollte Herr Pantoffel laut denken dachte es aber nur ganz le se. Dabei wendete er nien. In d'e 1. Klasse neueintretende Schü 1er bzw. Schülerinnen haben sich in der Zeit vom 20. bis 28. August zwischen 8 und 12 Uhr in Begleitung der Eitern persönlich vorzustellen; gleichzeit'g ist die mit einem 10-Dinar-Stempel versehene An meidung samt letztem Zeugnis, Taufschein und Steuerbestätigung abzugeben. Ueber die defin'tive Aufnahme der Schüler wird am 29. August eine besondere Kommission entscheiden. Die Namen der betreffenden Schüler werden am Schwarzen Brett angeschlagen sein. Erst auf Grund dieser Entscheidung erfolgt dann die defi nitive Einschreibung am l., 2. und 4. September, wobei noch ein weiterer Stempel von 40 Dinar, das Schulgeld und d e übrigen, an der schwarzen Tafel angekündig ten Gebühren zu erlegen sind. Abgelehnten Schülern werden die Dokumente am 30. 'August rückerstattet. In die erste Klas se werden insgesamt 40 Schüler und 40 Schülerinnen aufgenommen. m. Der erste Filmautomat Die Drogerie K a n c hat wiederum durch eine Neuerung unsere Öffentlichkeit überrascht. Bei ihrem modernst umgestalteten Verkaufsgeschäft an der Ecke der Gosposka und Slovenska ulica wurde ein Filmautomat angebracht, der die Möglichkeit bieten wird, auch an Sonn- und Feiertagen das nötige Photomaterial zu erhalten. Ausgefolgt werden Filme 6x9 und 620. Diese Novität werden gewiß alle Lichtbildner, vor allem Ausflügler und Touristen, aufs wärmste begrüßen. ♦ Der hiesige Bienenzuchtverein venan-staltet am Sonntag, den 2. Juli ab 15 Uhr im Gastgarten Sabeder in Tezno, Ptujska cesta, ein großes Sommerfest mit verschiedenen Belustigungen. Für gute Küche und Getränke sowie Honigweine usw. ist bestens vorgesorgt. 5015 m. In d?e Feriaikolonie nach Bakar erfolgt die Abfahrt der Mädchen zum dreiwöchigen Aufenthalt am Meere am 29. d. um 17.58 Uhr vom Hauptbahnhof. Die betreffenden Mädchen mögen sich um 17 den Kopf und blickte nun nach rechts... In diesem Augenblick ging die Tür auf. Eine weniger schöne als interessante Dame trat ein und setzte sich gerade dorthin, wo Herrn Pantoffels Blick we'lte. Da stieß dje gestrenge Ehefrau ihren Mann mit dem Fuße; »Ich bin wohl für dich ganz Luft? Guck' doch mich an!« Nun sah er, ohne etwas zu sagen, tapfer voraus, direkt auf ihre Stirnwarze ... . W'eder öffnete sich die Tür. Ein wunderschönes schwarzes Hexlein kam hereinstolziert und ließ sich ausgerechnet hinter Pantoffels Frau nieder — er konnte gerade noch die beiden schwarzen Kirschäuglein im rosgen Gesichtchen funkeln sehen. Doch auch die Augen von Pantoffels Ehefrau — nachdem sich diese umgeschaut hatte — begannen zu funkeln. »Komm«, meinte sie kurz und bündig, »setz dich mal auf meinen- Platz; wir wechseln!« Er kam 'hren Wunsch nach, konnte aber nicht ganz den frevelhaften Wunsch unterdrücken: Ach, könnt' ich dich doch auch wechseln! Noch war er ganz mit dem Unterdrük-ken dieses diabolischen Gedankens beschäftigt, als die Tür aufplatzte und eine ganze Horde junger, frischer Gören — wahrscheinrch einer höheren Töchterschule angehörend — hereinschwirrte und nach langem Hin und Her beschloß, sich an der Vereinstafel niederzulassen, die sich im Rücken von Pantoffels Frau ausbreitete. Nun war das Maß voll! »Herr Ober! — Zahlen!« schmetterte seine Frau scharf und enrgisch, und ihr Busen bebte... Fünf Minuten später traten Pantoffels aus dem männergefährlichen Kaffeehaus. Gerade dachte der Mann: Einmal und nicht wieder; ach, wäre ich doch allein gegangen! Da stieß sie ihm in d'e Seite, als hätte sie seine Gedanken erraten, und meinte: Das könnte dir so passen, was? Du sahst mir so ungezogen über die Schulter, hinüber zu den dummen Gänsen, daß es mir vorkam, als wäre ich überhaupt für dich Luft.« »— aber ohne Luft kann Ich nicht leben«, wagte er zu scherzen. »Sei still! Ich verb'tte mir derartige dumme Bemerkungen ganz entschieden! Du solltest nur eine andere Frau haben, die würde d'r's schon anstreichen!« Ja, warum habe ich denn keine andere Frau? wagter er zu denken, machte dabei aber — er hieß doch Pantoffel — das al-lerkläglichste, durchaus schuldbewußte Gesicht. So schritten sie über den Marktplatz ... Auf einmal fing se'no Frau an. zu raffen. Es war, als wollte sie sich den Rock jin die Höhe zieh'n. Ihre Hände krampf-ihaft an die Seiten gepreßt, ging sie 'mnier langsamer — wurde rot wie eine Tomate — fing an zu keuchen--blieb endlich stehen--- »Ja, was hast du denn nur?« meinte er besorgt. Da fiel se'n Blick auf etwas, das schon gefallen war —: auf ein paar Höschen! Resolut stieg seine Frau aus diesem diskreten und doch so indiskreten Kleidungsstück, wicler fm 3ulf Im Heuniond oder »Heuert«, der 31 Tage umfaßt, pflegen die heißesten Tage des Jahres einzutreten. Die lichten Tage sind wieder in langsam. Abgleiten begriffen. Am 1. Juli erscheint die Sonne 3 Uhr 41 Minuten, am 20. erst Punkt 4 Uhr, am 3i, Juli 4 Uhr 16 Minuten. Die Untergangs Zeiten an dengleichen Tagen sind: 20.07, 20.11 und 19.55. Am 23. Juli tritt die Sonne in das Zeichen des Löwen, wobei sie zugleich mit dem Hundsstern aufgeht; die sogenannten »Hundstage« beginnen mit diesem Zeitpunkt. — Mondwechselzeiten gibt es im Juli fünf, und zwar haben wir am ersten wie am letzten Tage dieses Monats Vollmond, am 9. letztes Viertel, am 16. Neumond und am 23. Juli erstes Viertel. — Was unsere Planeten betrifft, so ergibt sich im Monat Juli folgendes Bild: Der Merkur ist nicht sichtbar; dagegen kann die Venus als Morgenstern den ganzen Monat hindurch über eine halbe Stunde lang beobachtet werden. Der Mars ist die ganze Nacht über sichtbar. Der Jupiter geht zu Anfang des Monats 23 Uhr 45 Minuten auf {am Monatsende 21.50) und kann bei klarem Wetter bis zum Verschwinden in der Morgendämmerung beobachtet werden. Der Saturn ist am 1. Juli ab 0.30 Uhr zu sehen, am 31. des Monats ab 22.35 Uhr, und man kann ihn bis zum Verschwinden in der Mor-t^endämmerung betrachten. Burg-Tonkino. Der größte Film aller Zeiten, das einzigartige Monumentälwerk des Films: »König aller Könige«. Zum ersten Male wird der Versuch gewagt, die Heilige Schrift im Tonfilm festzuhalten. Es entstand ein mächtiges Werk, wie es grandioser nicht sein kann. ESplanade-Tonkino. Die Premiere des neuesten Filmschlagers »Zigeunerchen«. Ein einmaliger Musikfilm voll goldenen Humors und herzlichster Komik. Der Film schildert das Zigeunerleben in uns unbe-kann-ter Romanfk, die überrascht und gewinnt. Zigeunermusik, Temperament, Zigeunerliebe und Zigeunerlieder. Eine besondere Aufmerksamkeit ist dem phänomenalen virtuos. Orchester der Mundharmonika gewidmet. Der Film erntete überall, wo er aufgeführt wurde, einen Rekord erfolg. Union-Tonkino. Bis einschließlich Samstag »Einen Tag lachen«. Ein l4isti-ger Film in deutscher Fassung. Die drei besten Komiker Amerikas — die Brüder Marx — sorgen für einen Bomben-Lach-Erfolg. Die lust'ge und flotte Filmgeschichte ist mit gelungenen Scherzen, gesundem Humor und prickelndem Witz so reich durchwoben, daß der Zuschauer aus ganzer Herzenslust unentwegt lachen muß. Es folgt der Kriminalfilm »Der Vampir von London«. 3li>ot5efenna((lt(fenfi Bis Freitag, den 30. Juni versehen die M a r i a h i 1 f - A p 01 h e kc (Mag. pharm. König) in der Aleksandrova ce-sta 1, Tel. 21-79, und die St. Antonius-Apotheke (Mag. pharm. Al-baneze) in der Frankopanova uL 18. Tel. 27-01, den Nachtdienst. ItodiOrfjbOMüHtkt, Donnerstag, 29. Juni. Ljubljana, 9.30 Kirchenmusik. 11 Joze GostiC singt Opernarien. 12.30 Chorkonzerte 17 Vortrag, 17.30 Konzert. 19 Nachr. Nationalvortrag. 20 Konzert, — Beograd, 18.30 PI. 19.05 Tamburizzakonzert. 20 Lusitspiel, 21.10 Opernabend. — Sofia, 18 Leichte Musik. 19 Kammermusik. 20 Konzert. — Berlin, 18 Leichte Musik. 19 Schubert-Lieder. 20.15 Bunter Abend. — Bero-mfinster, 19.40 Hörspiel. 20.05 Konzert. — Budapest, 17.40 Zigeunermusik. 20 Hör-sipiel. —Leipzig, 18.15 Konzert. 20 Bunter Abend. — London, 18.40 Konzert. 20 Bun ter Abend. 21.15 Ansprache des Außenministers Halifax. — München, 20.15 Schö ne Melodien. 21 Hörspiel. — Paris, 18.30 Konzert. 21 Festkonzert aus Versailles. — Prag, 17.50 Konzert. 19.20 Hörspiel. 21 Bunter Abend. — Rom, 19.25 PI. 21 Oper. — Strasbourg, 19.30 Leichte Musik. 20.15 »Der Totentanz«, Drama von Claus^Rein-bolt. — Wien, 16 Konzert. 18.15 Vortrag. 10 Kammermusik. 20.15 Militärkonzert. Freitag, 30. Juni. Lft>i>ljana, 12 PI. 18 Für die Frau. 18.40 Vortrag. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Kammermusik. — Beograd, 18 Gesundheitsvortrag. 19.05 Opernarien. 20 Konzert (aus Zagreb). — Sofia, 18 Mili'är-musik. 19.05 Klavierkonzert. 19.45 »Die verkaufte Braut«, Oper von Smetana. — Berlin, 18 Konzert. 19 PI. 20.15 »Alessan-dro Stradella«, Oper von Flotow, — Bero-münster, 19.55 Konzert. 20.55 Hörspiel, — Budapest, 17,10 Konzert. 20.20 Hörspiel. 20.50 Zigeunermusik. — Leipzig, 18 Konzert, 19 Hörspiel. 20.15 Tanzabend. — London, 19.30 Klavier und Violine. 20.10 Abendmusik. ■— Mailand, 19.25 PI. 21 Operette. — München, 17.20 Konzert. 19 Vortrag. 20.10 Opernabend. — Paris, 18 Konzert. 21 Sinfoniekonzert. — Pra?, 1^ PI. 18.30 Kon-zert. 19.55 Hörspiel. 21 Liszt: »Fällst«, — Rom, 19.25 PI. 21 S'nfonle-konzert. — Strasbourg, 19.30 PI. 20.30 Sinfoniekonzert. — Wien, 15.30 Konzert der Donkosaken. 16 Konzert. 18.45 Konzertstunde. 20.15 Großes Vokal- und Instrumentalkonzert. Unterstützet die ) Donntrstag, rr aud ISiartö Eine htitige Begebenheit aus dem alten Petereburg. Von Heinrich RiedeL Graf Bruce, der einst Generalgouver-neur des alten heiteren Petersburg war — zu jener Zelt, als dort die Kultur des Speisens hoch in Blüte stand — Graf Bruce hatte einen Koch, der ihm aus Gott weiß welchen Gründen eines Tages davonlief. Der Graf, die repräsentativste Persönlichkeit der Stadt, geriet darob in eine sehr unangenehme Verlegenheit. Denn gute Koche waren damals rar. Niemand von den oberen Dreihundert gab einen bewahrten Koch her, auch leihweise nicht. Man hütete sie eifersüchtig, fast wie die Gnklmnchcr. Graf Bruce ging zum Pollzeipräfekten Kieifan, trug ihm den Fall vor und bat Ihn, eiligst Nachforschungen nach dem widerborstigen Ausreißer anstellen zu lassen. Die Polizei verfiel auch in fieberhafte Tätigkeit, aber diese blieb zunächst ohne Erfolg, Schon zwei Tage waren vergangen. Der Graf kam in Wut. Was solKe aus dem großen Staatsdiner werden, das für die bevorstehende Woche angesagt worden war? Da meldete sich am frühen Vormittag bei dem Polizeipräsidenten plötzlich ein Koch aus Paris namens Colbert, ein spärliches Männchen, an dem alles schwarz war: die Augen, das auf dem Kopf geklatschte ölige Haar und die Fingernägel. Auch sein Inneres war schwarz; aber das sah man nicht gleich. Er stahl nämlich gewohnheitsmäßig überall wie ein Rabe. Er war nach Petersburg gekommen, um sich dort nach einer Stelle umzusehen and Geld, Juwelen, goldene Tabaksdosen usw. zu machen. Hinsichtlich seiner kochkünstlichen Qualitäten brachte er die besten Auskünfte mit und war insbesondere von Pariser Bekannten des Präsidenten an diesen empfohlen worden. Vielleicht wollten sich iene einen eulensplegelmäßi-gen Scherz damit machen. Kleifan pfiff, nachdem er alles begriffen hatte, ein kleines Liedchen. »Väterchen, Väterchen!« erklärte er dem zierlichen Monsieur in Spitzenmanschetten, »was haben Sie für ein GUlrk' Sie können sofort in das erste Hau«« der Stadt eintreten. Gehen Sie nur zum Palast des Herrn Gouverneurs, Piotrprospekt, und sagen Sie. Sie seien von mir gcsrhlckt. Sie werden sicher sehr liebenswürdig empfangen werden.« Nach einer Viertelstunde beauftragte Monsieur Colbert einen vor der Gouver-nemenl'-'palast-Haustür herumluniferndeii Diener, seinem Herrn zu melden, er sei Koch und von dem Herrn Polizeipräsidenten geschickt. Der Diener beauftragte einen anderen Diener und dieser meldete dem Gouverneur, vielleicht etwas ungenau, der von dem Polizeipräsidenten gesandte Koch sei angekomnien. Mf^eHcherwelse auch hörte Graf Bruce, gerade mit anderen Dingen beschäftigt, nicht scharf penttg hin. Jeden falls rief er sogleich dem diensttnenden Leibgardisten zu: »Aha. da ist der Lorbas also wieder! Führt ihn in den Hof und zählt ihm fünfzig aufl Und dann steckt ihn in die Küche! Hopp hopp!« Leibgardisten fragen nicht lange nach den näheren Umständen. Der unsrige holte sich bloß von der Palastwache noch ein paar Kollegen zur Unterstützung heran. Colbert stand bereits in freudieer Er-v/artung im AnmfMrleTimtner und gliubte, als die Soldaten in ihren schweren luch-tenstiefeln /ur Tür her elnstanipften, das sei eine Ehrene^-korte, die ihn 7uni Gouverneur peleitpn sollp. F' machte deshalb den eintretenden, ziemlich strammen Herren eine höfliche Reverenz und schwänzelte mit zuckersüßem Gericht auf sie zu. Die aber ergriffen ihn ohne besondere Einleitung, zerrten ihn auf den Hof und taten, wie ihnen geheißen. Monsieur Colbert mochte sich wehren, mochte schreien, protestieren, beteuern — Fleisch preise: Ochsenfleisch prima 10—12, Sekunda 8—10, Stier-, Kuh-uncl Jungviehfleisch 6—12, Kalbfleisch prima 10—12, Sekunda 8—10 und frisches Schweinefleisch 10—16 Dinar je Kilogramm. X Der Dev'senausschuß der Nationalbank wird seine Tftt'gkelt spitestens am 1. Jttli aufnehmen. Der neugegründete Devisenausschuß bei der Nationalbank hat seine Tätigkeit noch nicht aufgenommen, weil der Finanzminister die Mitglieder dieses Auschusses noch nicht ernannt hat. Dies wird im Laufe dieser Woche erfolgen. Demzufolge wird der Devisenausschuß seine Tätigkeit bereits am 1. Jul' d. J. aufnehmen können. In erster Linie wird der Devisenausschuß eine Devisendienstordnung zu erörtern haben. X »Gozdarski vestntk«. Erschienen ist die Nummer 6 dieser hervorragend redigierten Monatsschrift für die Forstwirtschaft und Holzwirtschaft. Die mit mehreren Abbildungen versehene luninummer bringt u. a. Auf'sätze über die Forstwirt-schahspro'bleme in Prekmurje (Scheuß) von Martin P 0 10 5 n i k und über die Rentabilität des Waldes von Ing. Mirko S u § t e r § i ö, ferner Ratschläge, Vorschriften über die Forstwirtschaft, Mitteilungen über den Holzhandel usw. Druck der Mariborska tiskama. lahres-abonnement 60, für das Ausland 100 Din, Gläserne Fische im Aquarium. Die Glasbläser-Werkstätten des Thüringer Waldes haben eine Neuheit, die auf der letzten Leipziger Frühjahrsmesse in ihren ersten Muslern außerordentlichen Beifall gefunden hat, im Laufe der Sommermonate soweit entwickelt, daß sie auf der bevorstehenden Leipziger Herbstmesse (27. August bis 31. August) mit sorgfältig ausgearbeiteten, reichhaltigen Kollektionen aufwarten können. Es handelt sich um ganz dünnwandige, hohle, gläserne Fische, die in ihrer Schwere so berechnet sind, daß sie — wie lebende Fische — im Wasser schweben. Eine erstaunliche Mrn nigfaltigkeit vor allem an exotischen Fischmustern weisen die Messekollektionen auf, Karauschen und Schleierschwänze, die japanischen Zierfische und die Tiefseefische in ihren oft märchenhaften und bizarren Formen und mit ihren leuchtenden Farben. Auch stili^^ierte Phantasle-gebllde der maritimen Fauna haben die erfindungsreichen thüringischen Glas-bläS'er für ihr Angebot auf der Leipziger Messe vorbereitet. Die gläsernen Schwimm fische bilden etwa in einem in die Wand eingebauten Aquarium einen höchst originellen unid dezent wirkenden dekorativen Schmuok jeder gepflegten Hotelhalle, von Kurhäusern in Seebädern, aber auch von kultivierten Wohnräumen, sie können auch Verwendung fin'den als wirkungsvoller Blickfang in Schaufenstern. Die See geht hoch u. das Schiff stampft auf und nieder. Ein Passagier lehnt an der Rehlinj*. Ein Steward kommt vorbei: »Soll ich Ihnen vielleicht ein Vorbeugung? mittel bringen?« "«Danke, wenn es soweit ist, beuge ich mich schon selbst vor.« und fluchen, was er wollte. Die Soldaten verstanden kein Französisch und der Parlewuh kein Russisch. Man kümmerte sich Wenig um sein Geschrei und lieferte ihn, nach der vollz^hlicten Verabreichung der besagten Fünfzig, in der Küche ab. Von dort entwich er, begreiflicherweise einigermaßen aufgebracht, sob-^Id es ihm sein rückwärtiges Befinden erlaubte zu seinem Gönner, dem Poli7einrJie Xrrm'n^ Oer ^roatit(t)?n Su»l>Q'»iia In Zagreb wurde am Sonntag d'e Auslosung der Fußballkämpfe der Kroatischen Liga vorgenommen. Die Spielfolge lautet: 27. August; Sa§k — Slavija (V), Split — HaSk, Concordi.a — Slavija (O), BaCk- — Haiduk. 3. September: Concordia • Gracijniiüki, : SK. Rnnid (Fi!P^»a1fsekHon). Fol«?ende Sp'eler haben am Donnerstag um 15.30 Uhr am Rap'dsnortplgtz spielbereit zu se'n: Zelzer, Mnior, Sadek, Slnkoviö I und II, Stipper, Csaszar, Fran^^esch. Jur-n:ec, FiderSek, Löschnigg I und II, Jager, Schwarz und Schescherko. Der Sektions-'eitef. ' I : SK, Rf»üid /Fii«bnll8ek*?ort>. Am Donnerstag, den 29. d. um 16 Uhr snlelt im Vorspiel zum Pokalkampf »Maribor«— isMura« die Reservemannschaft ge^^en die UMaribor«-Reserve. ^Die Soleier h^ben um halb 16 Uhr am »Rapid«-Platze spielbereit zu sein. Die Sektionsleitung. : $ipoS übersiedelt nach Bukarest. Der jugoslawische Internaticmale Willy SipoS übersiedelte dieser Tage nach Bukarest, wo er beim dortigen SK. Rapid tätig sein wird. Die Rumänen .bieten dem Zagreber »Gradjanski« eine Ablöse von 60.000 Din. : Rennfahrer Seaman tödlich verun- gliicki- Beim sonntägigen Autorennen um 'den Großen Preis von Belgien prallte der 'englische Mercedes-Benz-Fahrer Richard Seaman mit seinem Wagen an einem Randstein an, wobei der Wagen Feuer 'fing. Seaman erlitt hiebei derart schwere Verbrennungen, daß er trotz sofortiger Hilfe der Ärzte gestern starb. Seaman war 26 Jahre alt und galt als einer der besten Vertreter des englischen Motor- und Auto-sports. : Im Großen Preis von' Bukarest, der am Sonntag zur Entscheidung kam, trug der deutsche Rennfahrer Stuck auf AutoUnion den Sieg davon. Dem Rennen wohnten 100.000 Zuschauer bei, darunter der König mit dem Kronprinzen. Spielemumerierung im englischen Fußbali. Im englischen Fußball hat es seit o'nigen Jahren Meinungsverschiedenheiten um die Spielernumerierung gegeben, die auf eine Anordnung des Verbandes in die sem Jahre zum ersten Mal offiziell 'n der Vorschlußrunde wie auch im Endsp'el des Pokals, dann aber auch in Englands internationalen Länderspielen durchgeführt wurde. Während diese Maßnahmen im englischen Fußball b'sher eine Ausnah me waren, hat es nunmehr auf der Jahresversammlung der Fußball-Liga 'n London e'nen überraschenden Beschluß gegeben. Von der nächsten Spielzeit ab soll Sp'clernumorlerung aiWemein be' allen Lignspielcn durchgeführt werden. Wie es in der englischen Presse he Bt, smd die Ligavereine von diesem Ergebnis ihrer Entscheidung selber überrascht. AusoUetWeä ,/%ifterflul)" befutlit blnue ^Jionne Wissenschaftler beobachten die Gespensterstunde. Der britische »Klub der Gespen-* sterfreunde« stattete dem sipuk-reichsten Gebäude Englands einen' wissenschaftlichen Besuch ab. — Die Engländer sind stolz darauf, daß es in ganz Groß-Britannien noch etwa 150 Schösser und andere Gebäude gibt, in denen Gespenster und Kobolde jhr Unwesen treiben. Das spukreichste Haus ist jedoch eine alte Pfarre in dem Ort Borney bei Ipswich. Soweit die Dorfbewohner zurückdenken können, kat es kein Pfarrer in diesem Hause länger als ein Jahr ausgehalten'. Poltergeister und Gespenster treiben in der Dämmerung und besonders in den Nachtstunden einen derartigen Unfug, daß die Bewohner sich genötigt sahen, buchstäblich die Flucht zu ergreifen. Im Mittelpunkt des Kobold-Unwesens stand stets die sogenannte — »Blaue Nonne« —,,die wie die Königin der Geister durch die Räume schwebte. Einige Pfarrer erzählen heute noch von ihren schaurigen Erlebnissen, die sie iti diesem Gebäude-des .Dorfes Borney auszustehen hatten. Unvermutet begann in der Küche das Geschirr zu klirren und zu klappern, irdene Töpfe flogen durch den Raum und zersplitterten auf dem Fußboden. — Wassergläser, die man abend^ gefüllt auf dem Tisch stehen ließ, waren am Morgen ausgetrunken. Mitten in de' Nacht wurde ein Geklirr von Schlüsseln vernehmbar und eine Unsichtbare GestaM hantierte an den Schlössern herum. — Besonders liebten es die Gespenster, des nachts die; Rolläden tind, niederzu-schieben. Hierin übten sie sich nächtelang. Einer der Pfarrer beklagte sicli auch, daß er unvermutet mit Ruß In seinem Gesicht angeschwärzt wurde, während er fern der Küche und .dem F?auch-fang in seinem Arbeitszimmer saß. Schließlich wollte kein Pfarrer, in diesem Haus mehr wohnen, sodaß es für längere Zeit freistand, pin beherzter Haupt-^ mapn a. D., der an Spuk und Gespenster nicht glauben wollte, mietete sich in dem Gebäude ein. Er .mußte ntin selber die schlimmsten Erfahrungen machen. Eines Abends, als er sich im Eßzimmer befand, begann sein^ Wachtelhund einen mörderlichen Spektakel. Die Haare sträubten sich ihm und er sprang bellend im Zimmer umher. Als .ider Hauptmann durch die Zimmer ging und vor der Haustür nachsah, benu^te der Hund die Gelegenheit, um bellend und jaulend davonzuiagen. Bis auf den heutigen Tag ist er nicht wieder gesehen worden. In diesem Frühjahr brannte das Gespenster-Pfarrhaus nieder. Die Dorfbewohner sind der festen Ueberzeutntng. daß die Kobolde den Brand angelegt haben. Sie wollen auch bemerkt haben, daß die »Blaue Nonne« in Begleitung eines männlichen Gespenster-Kollegen aus dem flammenden Haus herauskam und sich in königlichem Gantr entfernte. letzt hat der britische »Klub der Oesrtpn<'fp''freunde« beschlossen, die Reste des Snukhan^^es in ceine wissenschaftliche Obhut zu nehmen. Nach einer genauen Bestandaufnahme der heobj*'"hteten Snukereien wi" man ietz^ der »Blauen Nonne« auf den Z^^hn ffthlen. *^le nflegt nämlich nach Bprirh+en der Dorfbewohner in den letzten Tun'tagen zu mittemfrhtUcher Stunde durch den Garten des Pfarrhauses zu lustwandeln Einige Opsnencferfrenride wo"en sie zusammen mit etlichen beherzten Dorf^>ewoh-nem bei diesem hoohichten und. wenn es möglich sein wird, sie ztt** Rede stellen. jV^ntifro. »Haben Sie schon einmal einen Floh unterm Mikroskon ee'chpn mein Fräulein?« *V/n HcrtVon hin' Irh habe doch kein Mikroskop zu Hause.* .L)onners*ag^ (Jen 'unf 1930 .'>iVla''fbor«T ZeT^uni»'' \ummcr Kultur'CßroniK Kulturleben in üreFmurje Prekmurje erlebte von allen Teilen Sloweniens in den letzten zwanzig Jahren den größten geistigen Aufschwung. In d'rser Gegend, die früher keinen rlchtt-gen Kontakt mit den Ungarn hatte, aber auch keine Beziehungen zum Übrigen Slowenien pflegte, wuchs jetzt eine neue Generation heran, die sich ini Schaffen von Kulturwerten immer kräftiger aff'rmiert. So bellte Prekmurje t>ereits eine Anzahl von talentierten jungen Schriftstelle r n. Es sei nur der Romancier MiSko K r a n j e c erwähnt, der bereits zehn Werke herausgab und die Weg^ Cankars zu beschreiten begann. Vor d'e Oeffentllchkeit traten aber auch b i 1 d e n d e K ü n s 11 e r, die im Rahmen der Premkmurje-Woche Ihre erste gemeinsame Aussteifung im neuen Kaufleu teheim in Murska Sobota veranstalteten. Es sind dies der akademische Maler Karl J a k 0 b, der Bildhauer Franz K u h a r und der junge Autod'dakt Albin S a g a-d i n. Als Gast gesellte sich zu ihnen der Zeichenprofessor von Murska Sobota Raj ko S u b i c. Karl Jakob studierte die Malerakademie in Zagreb und beteiligte sich bere'ts an Ausstellungen in Marlbor und Ljublja-na. Seinem Wesen nach gehört er unserer jüngsten Generation von Malern an, die der »neuen Sachlichkeit« huld'gen, doch zeigt er schon jetzt eine eigene Note, die besonders in der Technik der Töne zum Ausdruck kommt. In Zeichnung und Komposition zwar Real'st, ist er hinsichtlich der Töne unseren ersten Expressionisten verwandt, und gerade darin liegt seine Besonderheit. Jakob stellte 15 Wer-j ke aiis, die alle deutlich vor Augen füh-l ren, daß sich e'n Talent in ihm verbirgt und daß er in absehbarer Zeit in der slowenischen Malkunst sicherlich bald eine sichtbare Stelle einnehmen wird. Der junge Bildhauer Franz K u h a r stellte s'ch mit elf Plastiken aus Gips und Holz vor. Er zeigt ein deutliches Talent, er besitzt jedoch,- da er studiert, noch keine eigene Note. Technisch ist er zwar ziemlich gut, sonst aber haften ihm noch Härte und Unaiisgeglxhenheit an. Wenn er seine Studien fortsetzen und sich in seine Arbeit vertiefen könnte, würde er sich noch zu einer ausgesprochenen Individualität entwickeln können. Der Autodidakt Albin S a g a d i n besitzt von Natur aus ebenfalls Talent, das er Jedoch nicht ausbilden kann. Vielleicht wird er durch Fleiß auch e'ne Linie der Entwicklung erreichen, falls er genug Beharrlichkeit an den Tag iegv und sich nicht im Dilettantismus verliert. Professor Rajko S u b i c ist in der Aus Stellung als Gast mit fünf Aquarellen vertreten, die alle dartun, daß er seinen Rxht linien, die wir aus seinen früheren Ausstellungen kennen, treu geblieben ist. Technisch überragt er beträchtl'ch die übrigen drei Künstler. Die Ausstelluni? erregte in der Oeffent-lichkeit ziemliches Interesse, materiell blieb sie jedoch hinter den Erwartungen zurück. D'e Veranstaltung könnte einen besseren Erfolg aufweisen, wenn man Murska Sobota mit dem kleinen Ru§e ver gleicht, wo wir gerade dieser Tage den Beweis erbracht sahen, daß derartige Kunstausstellungen auch am Lande große Erfolge erzielen können. jr. d&er-Qlmmeroou pro&t (Von onscrein Dr. ra.-Mi(arbHef). Berlin, im Juni. Wie der D.V. neidet, werden als Auftakt zu mFestspleljahr 1940 vom Juni bis September 19^9 im Kleinen Theater Übungsspiele aufgeführt, bei denen sich der Spielemachwuchs vorstellt. Spielbegabungen gibt es in Oberammer gau seit 300 Jahren immer; denn jeder Oberammergauer hat KUnstlerblut in den Adern. Und wenn er selbst auch noch nicht gespielt hat, so haben doch se'ne Vorfahren in d»r Passion irgendeine Rolle verkörpert Zudem wird schon in den kleinen Kindern der Spieltr'eb geweckt Die erste Rolle, die ein Oberammergauer spielen kann, ist das »Adamskind«, das in einem der lebenden Bilder des Spieles auf dem Schoß seiner Mutter Eva sitzt. So e'n herziges Adamskind ist meist nicht viel älter als zwei Jahre, aber schon begreift es, daß es stillhalten muß, daß es auf der Bühne ist. Etwas größere K'nder spielen dann bereits in den Straßenszenen in Jerusalem mit, und damit wächst die Jugend dann allmähHch hinein Ins Fach der Solorollen. Den Spieltr'eb wecken darüber hinaus auch die Kinder untereinander. In Oberammergau werden nur selten Spiele gespielt wie in anderen Orten. Die Oberammergauer spielen immer nur eines: d'e Passion. Sie kennen alle den Text auswendig; sie haben ihn ja gehört wenn der Vater, der größere Bruder, ihre Rollen lernten, sie kennen ihn vielle'cht vom Großvater her. der ein »Apostel« oder ein »Hoher Priester« gewesen ist Und nun spielen also d'e Kinder auf ihre Weise d'e Passion in den Gärten, auf den Wiesen hinter dem elterlichen Anwesen. Wer sie jemals sah, war erstaunt und gerührt über den Ernst und de Vertiefung, die dieses k'ndliche Spiel beseelen. Mit dem Spielgedanken im Herzen waclisen die Kinder heran. Schon bald zeigt es sich, ob in e'nem der jungen Bur-sciien, einem der jungen Mädchen eine besondere Begabung steckt. Denn es ist altes Herkommen, daß in iedem Jahr zwischen den Passionen irgendein Bühnen I stück gesp'elt wird, in dem junge Kräfte herausgestellt werden. Man spielt Thoma, Anzengruber, Qanghofer, Stücke religiö-|Sen Gepräges, und sehr bald stellt sich heraus, wer echtes Oberammergauer Künstlerblut in sich hat. In diesem Jahr, das der Passion 1940 vorausgeht, werden gleich zwei Stücke aufgeführt. Im Juni, JuV und August werden abwechselnd »Die Pestnot anno 1633« und »Dtr Brandtner Kaspar schaut ins Paradies« gegeben. Beide Stücke ergänzen sich aufs allerbeste. Das »Pestnotspiel« ist .ernst und zeigt die geschieht Tchen Hintergründe des Passionsgelübdes der Oberammergauer vor 306 Jahren. Das 'andere ist ein gemütliches Volksstück, besinnlich heiter wie die weißgoldenen 'Barockkirchen in Bayern. Joseph Maria ■Lutz hat das Stück geschreben; er gelhört selber zu Oberammergau, denn sein Vater ist ein Obcrammergauer gewesen. I Im Pestnotspiel, das bereits 1933 als Vorbereitung auf die Jubiläumspassion ;1934 aufgeführt wurde, sieht man zum großen Teil die Sp'eler, die auch bei der Passion 1934 auf der Bühne standen. Im '»Brandtner Kaspar« jedoch stellt sich der Spielernachwuchs vor, von dem man den allerbesten Eindruck bekommt. Man sieht, die jungen Oberammergauer sind mit aller Freude bei dem Stück, in dem der schlaue Tegernseer Jäger, der Brandtner Kaspar, den Tod überl'sten wird. Diesen Brandtner Kaspar, der so am Leben hängt und gar nicht gern sterben will, spielt der Schweighofer Ludwig. Der Schweig-hofer Ludwig ist nach allen Richtungen hin besehen ein Unikum. Erstens stammt er aus e'ner Familie, die-noch nicht gespielt hat, was in Oberammergau eine große Seltenheit ist. Dann ist er bisher immer nur in der Musik verwendet worden. Er ist ein großarfger Musiker; aber eines wünschte er sich auch einmal eine Büh-nenrolle — und da war das Erstaunen groß. Denn der Schweighofer Ludwig stand als vollendeter Schauspieter auf der Bühne! Er gilt heute als eines der größten Spieltalente im Dorf und jeder, der ihn als Brandtner Kaspar sieht, ist davon über- (zeugt Denn dieser zähe Jäger, der den Tod überlistet um noch etwas länger zu , leben, ist eine Prachtleistung. I M t ihm zusammen tritt dann der beste junge Nachwuchsspieler Oberammergaus auf: Hermann Haser. Von Beruf Ist er Schnitzer; er sitzt in der Werkstatt des I Oberammergauer Schnitzverlags Längs Erben am Marktplatz, und seine Künstler-hSnde fertigen zahlreiche der schönen Oberammergauer Schn'tzereien, die in alle Welt gehen. Im »Brandtner Kaspar« spielt er den Petrus, der die abgesch'edenen Seelen in den Himmel hineinläßt; und er spielt ihn wundervoll echt ganz so, wie 'sich Kinder den Petrus vorstellen: m't wei ßem Lockenbart und einer langen Pfeife. 'Seine Darstellung ist mit herrlichem bo-jdenständigem Humor gewürzt Man setzt große Hoffnungen auf Hermann Haser in Oberammergau, und man wird ihn bestimmt 1940 im Passionsspiel wiedersehen. I In den weiblichen Rollen kommen die Nachwuchsspielerinnen Maria Lang, die jdie Frau vom Brandtner Kaspar verkörpert und Herm'ne Freist die eine Senne-r'n spielt zur Geltung. Auch zwei kleine Oberammergauerinnen spielen als Engel mit Im ganzen sind es vierzehn künstlerische Kräfte, die man aus dem Nachwuchs ausgewählt und im gemütlichen Volks-I stück vom Brandtner und vom Tod auf die Bühne gestellt hat Die Spielleitung, die so wie die der Passion in den Händen von Georg Lang Hegt, gab diesen Nachwuchsspielern zwei der bekannten Rollen träger von 1934 zur Se te: den Tod, der sich so gern betrügen läßt um dafür einmal menschl'ch fühlen zu dürfen, spielt Melchior Breitsamter, der Pilatus der letzten Passion; den Jäger-Sepp verkörpert Willy Bierling, der 1934 den Johannes gespielt hat He'ni Rutz. der Orchesterdirigent von 1934, ist auch der musikalische Leiter der Brandtner-Kaspar-Aufführung. Welche Rollen dem Nachwuchs, der in diesem Jahre auf der Bühne steht in der kommenden Passion zugeteilt werden, weiß noch niemand. Das große Rätselraten wrd anhalten bis zu dem Tage im Oktober, an dem die gewählten Spieler verkündet werden. Eines aber ist sicher: daß sie eine Rolle erhalten werden, und daß ihnen ein Aufstieg als Passionsspieler bevorsteht »onmit^fr SeflfiHere loso B a y r e u t h, 27. Juni. In Bayreuth haben die Proben für das Festspieljahr 1939 bereits begonnen. Als erster der vier Dirigenten probt Frantz v. H o e ß 1 I n mit dem Bayreuther Festspielorchester den »P a r s i f a 1«. Auch der Festspielchor unter Leitung von Chordirektor Jung ist bereits an der Arbeit Das Festspieljahr 1939 in Bayreuth steht im Zeichen der Neuinszenierung des »Fliegenden Holländer« unter der musikalischen Leitung von Karl Elmendorf t — Zum erstenmal wird in Bayreuth der italienische Dirigent Viktor de S a b a t a von der Mailänder Scala am Dirigentenpult stehen, und zwar wird er den »T r i-stan« dirigieren. Die musikalische Leitung der beiden »R1 n g«-Zyklen hat wie der Generalintendant Staatsrat Heinz T i e t z e n übernommen, der auch die künstlerische Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele hat. Neben dem »Fliegenden Holländer« wird auch »Rhein-g 01 d« von Professor Emil P r a e t o -r I u s neu inszeniert Die Solisten der Bayreuther Festspiele sind unter andern: Beate Asserson, Rur Berglund, Rudolf Bockelmann, Paula Buchner, Robert Burg Ria Focke, Martha Fuchs, Karl Hartmann Käthe Heidersbach, Edwin Heyer, Ludwig Hofmann, Resi Iffland, Margarete Klose, Max Lorenz, Germaine Lubin, Josef von Manowarda, Elfriede Marherr, M. Müller, Jaro Prohaska, Hans Reinner, Michael v. Roggen, Hilde Scheppau, Karl Schlottmann, Franz Völker, Frit^ Wolff und E. Zimmermann. unterzieht d«r iVkisetr seine Erstlingsoper »0 u n t r a m«, die 1894 in Weimar ihre Uraufführung erlebte, einer Auffrischung, D'esem leider so lange »begrabenen« Musikdrama hatte Richard Strauß seihst das bel«annt€ Marterl im Garten seiner Villa in Garnrsch gewidmet; s^Hier ruht der ehr- und tugendsame Jüngling Guntram, Minnesänger, der vom symphonischen Orchester se'nes eigenen Vaters grausam erschlagen wurde.« Dieses Werk wird neueinstudiert und in der kommenden Spielzeit in Weimar herausgebracht werden. b. Nijinski nach 20 jähriger Umnachtung erwacht. Eine ergreifende Nachricht geht durch die Welt: dem Tänzer Serge jLifar ist es gelungen, für einige Sekunden |den Schle'er zu heben, der seit zwei Jahr-I zehnten das Gemüt Waslow Nijinskis, des {unerreichten Meisters der Tanzkunst umdüstert. Noch wissen wir nicht, ob der 'große russische Tänzer vielleicht gar einem Leben der Tät'gkeit zurückgewonnen wird, abr der Vorgang selbst hatte etwas geheimnisvoll Beglückendes. Die Umstände erlaubten es, daß »Die Woche« dcsen Augenblick der Erlösung im Bilde festhalten durfte. Diese sensationellen Auf nahmen veröffentlicht s'e in ihrem neue-stene Heft Ein aufschlußreicher Bildbe-I rieht von dem britischen Flottensiütz-ipunkt der Insel Malta Im Mittelmeer, eine , Schilderung von dem myster'ösen Bilder-jraub der Mona Lisa im Jahre 1911 im Pa-jriser Louvre und ein Reisebericht von »einer Fahrt in Stalins Reich« runden den [reichhaltigen Unterhaltungsteil ab. — Der aktuelle Teil, der diesmal seine erste »Sprechende Karte der Woche« veröffent-, licht, bringt wieder viele aktuelle Fotos von den jüngsten Ereignissen. Fernsehempfänger Im Kino. Zur Popularisierung des Fernsehens sollen demnächst, wie die Deutsche Allgemeine Zeitung aus London meldet in etwa 60 Lichtspielhäusern Londons Fernsehempfangsgeräte zur Aufstellung gelangen, dam't die zahlreichen Besucher dieser Kinos die Fernsehsendungen des Londoner Fernsehsenders kennen lernen. Eine japanische Autobahn. Nach dem Muster der deutschen Autobahnen will man in Japan eine rund 1075 km lange Autobahn, die die Verbindung zwischen Tokio und Fukuoka herstellt erbauen. Ein Rieseo-Offlnlbus wurde dieser Tage in einem süddeutschen Kraftwagenwerk fertiggestellt. Das über-fahrzeug ist mit einer Gesamtlänge von 20 m und einem Fassungsvermögen von 120 Fahrgästen wohl der größte Omnibus der Welt Die Probefahrten, die auch durch enge und kurvenreiche Straßen führten, haben ergeben, daß das Fahrzeug trotz seiner Länge von außerordentlicher Wendigkeit Ist. Der Omnibus ist als sogenanntes Sattelschleppfahrzeug ausgebildet. Obbus in England sehr erlblgreteh. Die Oberleitungsomnibusse erfreuen sich in England besonderer Beliebtheit Das beweist die immer noch steigende Zahl der Neueinrichtung von Obbuslinien. So gibt es jetzt bereits in 34 engl'schen Städten Obbuslinien, auf denen Insgesamt 3110 Oberleitungsomnibusse in Betrieb sind. Da neuerdings s'ch wieder mehrere bedeutende Städte Englands entschlossen haben, ihre Straßenbahnlinien nach und nach durch Oberleitungsomnibusse zu ersetzen, ist auch weiterhin mit einer lebhaften Ste'gerung des Obbusbetriebes in England zu rechnen. + Neue Pläne Richard Strauß'. Aus BerHn wird gemeldet: R'chard Strauß ist gegenwärtig mit einer neuen Oper beschäftigt, die den Titel »M i d a s und D a p h n e« eirhalten soll. Gleichzeitig Lehrer: »Wenn sechs Jungen an die See gehen, und dreien ist das Baden verboten, wieviel jungen gehen dann ins Wasser?« Fritzchen: >^8echs Jungen, Herr Lehrerl« Der Lehrer knü/pft an das Thema der letzten Religionsstunde an: ^Ka^l, jetzt sag' mir, wie der Kampf mit den Philistern ausging? ' »1:0, Herr Lehrer!«: ibneisen-NacUolgerdetMeiisclKn? Kulturleistun ^en der klügsten Tiere Von Alwin D r e 6 1 e r. Wenn manche Naturforscher die An- zu feindlichen Ueberfällen. Man hat besieht haben, daß die Amelsen nach dem obachtct, daß sich die Ameisen metho-Menschengeschlecht die Oberherrschaft disch auf einen Krieg vorbereiten, indem auf der Erde erringen werden, so ist dies sie die Zugänge zu ihren Bauten durch eine durchaus nicht scherzhaft aufzu- Erdbefestigungen in regelrechten Vertet-fassende Meinung, sondern man zieht die- digungszustand versetzen, durch den Rase Folgerung aus der Tatsache, daß die sen hindurch »strategische« Straßen anle-Ameisen schon jetzt ein Kulturvolk beil-jgen und die Rinnsale, die sich dort befinden, dessen Intelligenz und Vielseitigkeit; den, durch künstliche Dämme überbrük-größte Bewunderung erregt. ken. Bekanntlich betreiben die Ameisen ei-| Bricht dann wirklich mal ein Krieg aus nc regelrechte Landwirtschaft und Vieh- — dann würde er mit größter Erbitterung zucht. Das »Vieh« — meist sind es Blatt-' geführt, und nach der Schlacht ist die läuse, die von den Ameisen durch Betril-1 Wahlstatt oft mit gebissenen oder ablern gemolken werden — muß versorgt gerissenen Ameisenköpfen förmlich be-und vor feindlichen Angriffen behütet wer | sät. Mit großem Wagmut überfallen die den. Das »Jungvieh« muß auf günstige" Weideplätze gebracht werden, wie auch die Pflege der eigenen Brut große Arbeit und Sorgfalt erfordert. Maden müssen gefüttert und die Puppen saubergehalten werden. Bald werden sie vom feuchten Boden in die Sonne zum Trocknen gebracht, dann wieder bei eingetretener Trockenheit In tiefere Teile des Ameisenbaues geschafft. Der Pflanzenbau bzw. 'die Pilzzucht, die auf künstlich vorbereite fem Närboden betrieben wird, erfordert ebenfalls eine planmäßige Arbeit. Naturforscher, die sich mit dem Studium der Ameisenvölker eingehend beschäftigt haben, stellen fest, daß die Ameisen sich auch einer Gebärdensprache bedienen. — Hierzu gehören die verschiedenartigsten Amazonen fremde Nester, töten die Verteidiger und rauben aus dem .Nestlnnem in Massen die Puppen, die schleunigst zur eigenen Kolonie geschleppt werden. Dort werden sie dann von den Arbeiterinnen aufgezogen und die schlüpfende Ameise reiht sich dann ohne weiteres in die SklaventrUippe ihrer Herren ein. Ameisen als Nachfolger der Menschen! Eine Ameisenwelf in Jahrhunderttausen-den nach uns! — Es klingt wie eine phantastische oder komische Dichtung, aber es ist eine Vorstellung, die aus allem Ernst heraus heroorgegangen ist, den wissenschaftliches Denken nur hervorbringen kann. FRAUENWELT CHeisrnöe Segler EIN WORT AN FRAUEN, DIE SICH SELBST NICHT M<>0£N Wann ist eine Frau schön? Wenn ihr Typ dem Typ in den Modejournalen entspricht? Ach, wenn das so wäre, stünde es schlimm um uns. Wer einmal ohne Voreingenommenheit die eigene Schönheit oder die anderer Frauen prüft, wird fast Bewegungen des Körpers und der i jnmier entdecken, daß er zum »Manne-ma?sen, sowiie das gegenseitige Anstoßen i geboren ist. Gewiß und Rctnslen Auch Alarm- und Wnrns.g- V^^^lRröße von nalc sind ,n ihrer Sprache vorhanden -| autwarten. Uns paßt jedes Bemerkt die Ame sc om Gefahr so läuft Sie erregt und mit geöffneten Kiefern her- , . i .. »ut«« -iiif -Ha ^rauclien wir niclit lange zu wählen. Denn Ncstaeno^en denen wir sagen: »Bitte Fräulein, Größe Teil der Amdsen läult dann hinaus, um ^^hmiegt sich der Schuh den Feind abzuwehren ein anderer bringt angegossen um unBoren Fuß und w.r die Brut und NahrunKSvorräte in Sicher- "finnen den Schönsten wählen, ohne yie heit. Jeder tut seine Pflicht, die ihm ob- Probieren, ob er drückt oder nicht liegt und trägt zur Ordnung und Sicher- liclt des Anieisestaates bei. Der Bekannte Tiefseeforscher Beebe beobachtete einmal in Afrika stundenlang! Aber, aber... Drückt uns der Schuh nicht immer ganz wo anders? Haben Sie schon bemerkt, meine Liebe, daß die Som :nieie einrnai m . j^^gprossen auf Ihrem Wäschen jetzt ei- einen Zug wandernder Ameisen. ^ ' nen zarten braunen Schleier auf ihr Ant-den Seilten des ZuRes befanden sich Ar-,,.,^ hauchen?'Entsetzlich, Sie haben es heiter die den Fang des Tages mitschlepp bemerittl Aber woran liegt das? Sie ten, der hauptsächlich aus Teilen von kurzsichtig? Doch? Aber, setwelen Skorpionen bestand Die ^ 3 daten« sorgten für die Ordnung im Zu- Hornbrille, möglichst mit schwarzen Rändern, die fällt am meisten ge, V/cr nicht gehorchte, bekam von Ihren scharfen Zungen sofort einen Denkzettel. Wo eine Wasserlache das Vor- auf,.. Wie, Sie'finden Brillen gräßlich? sagen? Haben Sie noch nicht bemerkt, daß sie hinkt? Nein, nicht sehr... Aber wenn Sic genau aufpassen, mit dem linken Bein doch ein ganz klein wenig! Sie haben recht, schielen ist noch schlimmer. Und am traurigsten ist die arme Inge . . 1. 1 • -4 * ^ A',^ rvrwR Abef was soll die arme Lore dann erst wartsschreiten hinderte, bildeten die größ _____e;,_____ -.„u. tcn Ameisen eine Art von lebenden Brük- ken, indem sie sich zu langen Bändern ineinander festbissen, auf denen die große Masse der Ameisen dann ungefährdet fibcr das Wasser hinwegwanderte. Wenn eine Ameise eine zu große Last immer so feuchte Hände hat zu schleppen hi^te, kamen ihr sofort me Schönheitspreis werden die rere andere zu Hiltc Sobald eine Arbeits-1bestimmt nicht erringen... amcise durch einen Unglücksfall beschä-; • , c „ ■ u dißt wurde, mußte sie bei der großen ^ ^ Stimmt es wirklich? Soll man sich die Schar der auFgeschlossenen Krünpel ble!- Augen rot weinen, wenn irgendwo ein klei ben So tüchtig eine Ameise vor dem ,"er Schönheitsfehler sitzt? Ist man tat-Unglücksfall gewesen sein mag - hinter-1 fächlich nur schön, wenn man völlig ma-her ist sie nichts mehr wert, und man:Jie Sutter fflr btn Gvorgel 6let6t Dei» Die Spargelesser brauchen sich nicht -mehr über die abgekühlte Bytter zu Ärgern, wenn sie eine Butter-Sauciere aus feuerfestem Porzellan besitzen, in der die Butter erhitzt und auch auf den Tisch gebracht wird^ Durch das Umschütten der flüssigen' Butter von der Pfanne in d'e But terschüssel erleidet die Butter stets einen erheblichen Wärrtieverlust und der deckellose Butterbehalter sorgt dann für weite- »» re Abkühlung der Butter. Die Butter-Sau-cieren aus feuerfestem Porzellan, außen hellbraun, innen weiß, sehen gut aus. und gereichen jedem Eßtisch zur Zierde. Sie sind mit einer Giestülle und einem langen Griff versehen, so daß man ohne Gefahr für die Hände die Butter bequem über den Spargel gießen kann. Ein Deckel auf dem Gefäß verhindert eine zu schnelle Abkühlung des Inhaltes, und ein Teller schützt das Tischtuch vor etwa herabfallenden Fett-Tropfen. Das Material, aus dem diese Butter-Saucieren gefertigt werden, ist ein hartes und widerstandsfähiges Porzellan, das auch bei längerem Gebrauch we;^ der splittert, noch eine rissige Glasur zeigt. Neuzeitlich eingestellte Hausfrauen kennen die Vorrüge der Kochgeschirre aus feuerfestem Glas und Porzellan und wissen, daß die in ihnen zubereiteten Spei sen weder im Geschmack noch Iti der Farbe beeijiflußt werden, und daß sich solche Geschirre vorzüglich reinigen lassen. Es ist aber ratsam, diese Kochgeschirre nicht auf die offene Flamme zu setzen, sondern im Gebrauch ein Drahtsieb oder eine Asbestplatte unterzuschieben. Oltdnqel un& al0 jlombinafiondine&tl Nicht überall ist eine Heißmangel erreichbar, die das Mangeln und Bügeln in einem Arbeltsgang vereinigt, und d'e HausrnrnfTc! behält nach wie vor im Haus einander wohnen, kommt es nicht selten iiicr: Auch de Ausnalime, die Abwel-jliaU ilife Bedeutung. Bei engem Wohn- raum ohne entsprechendes Nebengelaß ist jedoch das Aufstellen e'ner Hausmangel meist mit Schwierigkeiten verknüpft, daher wird bei beschränktem Raüm die Mangel in Verb'ndung mit dem Küchentisch gern beschafft werden. Die Mangel tritt nur bei Gebrauch in Erscheinung, sonst führt sie unter dem KUchentisch e!n verborgenes Dasein. Es hand.elt sich bei dieser versenkbaren Tischmangel nicht etwa um eine leicht gebaute Zweiwalzenmangel, die ihre Arbelt nicht befriedigend verrichtet, sondern, um eine stabile Mangel mit 3 naturlasierten Walzen von 75 cm Länge aus Hartholz, mit kräftigem Räderwerk und starkem Federdruck. Ein einfacher Handgriff genügt, um diese Man gel emporzuheben oder unter den Tisch zu befördern. Ein auswechselbares Rolltuch ist an der Mangel befestigt. Der zu der Mangel gehörende Küchentisch ist 72 resp. 80,cm'breit und 107 resp, 120 cm lang und mit Linoleum belegt. Die Tischplatte in dieser Größe ist als Ablegeplatte beim Rollen, als Bügeltisch beim Bügeln und als Küchentisch bei den Küchenarbeiten zu benutzen. So dient dieses kombinierte Möbelstück bei geringen Raumansprüchen der verschiedensten Zwecken. ©oraracr in ©Iftfern Jetzt beginnt das Einkochen. Bhiiiienkohlg«mtiie . Blumenkohl wird in kleine Röschen zerteilt und 1—2 Stunden in kaltes Salzwas-sen gelegt, herausgenommen und etwa 10 Minuteri gedämpft. Man füllt ihn in Gläser oder Dosen,' bedeckt mit dem Dämpfwasser. Wenn dies nicht ^ausreicht, setzt man noch etwas Salzwasser zu^ Man schließt die Gläser oder Dosen und sterilisiert sie 60 Minuten auf 100 Orad. ^finengeinitse. . Junge grüne Brechbohnen oder zarte Wachsbohnen werden gebrochen, junge Schnittbohnen odei^ breite Wachsbohnen werden geschnippelt, nachdem man sie gut gewaschen und abgezogen hatte. Man bereitet weiter wie Blumenkohlgemüse. Die Bohnen müssen gut ausgekühlt sein, ehe man sie in Gläser einfüllt. Man sterilisiert 90 Minuten bei lOO Grad. Man kann die Bohnen auch roh einfüllen, muß 5ie dann zweimal sterilisieren. Erbsengemüse. Junge, zarte grüne Erbsen werden ausgeschotet, sauber gewaschen und 5 Min. gedämpft. Dann bereitet man .sie weiter wie Blumenkohlgemüse. Eingemachte Erbsten verderben sehr leicht. Je jünger sie sind, um so besser halten sie sich. Auf jeden Fall muß man sie oft nachsehen. Man kann Erbsen auch mit kleingeschnittenen Karotten oder Brechspargel Zusammen einmachen. Zubereitung und Einkochzeit bleiben gleich, Pilze. Pilzgemüse. Saubere, trockene, junge und sehr frische Pilze lassen sich als Gemüse einmachen. Man bereitet sie genau wie Blumenkohlgemüse. StangenspargeL Gleichmäßige, nicht zu dicke, ganz frische Spargel werden fein geschält und gleichlang geschnitten. Schale und Abfall werden zur Suppe gekocht. Dann packt man sie in Gläser von passender Höhe ein. Es empfiehlt sich, Gläser zu nehmen, die oben einen weiten Rand haben. Man bedeckt sie mit leicht gesalzenem Wasser und sterilisiert sie 20 Minuten auf 100 Grad. Nach 1 — 2 Tarren s+pr'H'^i'^rt man sie noch einmal 15 Minuten auf 100 Grad. \ Pet Lutämd (Sartenfalenüer Juli Obstgarten: Beim Ernten des Obstes sind folgende Winke zu beobachten: Die Sauerkirschen sind mit Stiel abzunehmen, durch einfaches Abreißen geht viel Fruchtsaft verloren und die Früchte sehen dann unschön aus. Reife Pfirsiche sind an ihrem angenehmen Duft, am Lockerwerden des Stieles und am Weichwerden des Fleisches zu erkennen. Die reifen Pfirsiche werden mit der Hand umfaßt und vom Fruchtholz abgedreht. Wichtig ist das Auflesen von Fallobst; denn in diesen Früchten steckt meist die äußerst gefräßige Obstmade. Bleibt das wurmstichige Obst liegen, dann kriecht die Made aus der Frucht heraus, um von neuem ihr Zerstörungswerk zu beginnen. — Bei eintretender Trockenheit ist eine Baumbewässerung angezeigt. Mit der ^ Schädlingsbekftm{)fung wird fortgefahren. Jetzt ist es auch an der Zeit, den söge-, nannten Sommerschnitt mit größter Korrektheit aus2uführen. Diese Artieit setzt eine gewisse Übung und Erfahrung voraus: die Herbelziehung eines tüchtigen Fachmannes ist empfehlenswert. Die Erdbeerkulturen erhalten eine gründliche Überholung (Säuberung, Entrankung und Düngung). Gemüsegarten: Die Hauptarbeit ist jetzt das Begießen der Gemüsebeete; besonders starkzehrende Gemüsearten brauchen eine reichliche Bewässerung. In der heißen Mittagszelt soll Jedoch nicht begossen werden. Unkrautvertllgung! Boden lockern un^ anhäufeln! Den Tomatenstöcken gilt unsere besondere Pflege; denn sie stehen jetzt auf dem Höhepunkt ihres Wachstums. Die Haupttriebe sind aufzubinden und alle Seltentriebe zu entfernen. Abgeerntete Beete werden neu hergerichtet und bestellt. Buschbohnen können noch gesteckt werden. Die Triebe'Dauer des Blumenflors zu verlängern, der Kückenkräuter werden kurz vor der | Schlingpflanzen und Stauden werden nö-Blüte abgeschnitten und in Bündeln zum itigenfalls zurückgeschnitten, ebenso die Trocknen aufgehängt. 'Buchsbaumeinfassungen u. Hecken. Auch Blumengarten: Der Gartenfreund greife an den trockenen Sommerabenden Immer wieder zur Gießkanne, um die darf die Pflege des Zierrasens nicht vernachlässigt werden. Abgeblühte Blumen sind zu entfernen. Samen einsammeln! In tiefer Trauer gebe ich bekannt, daß meine liebe, gute und schwergeprüfte Mutter Antonie Bernei heute um 9 Uhr vorm. nach geduldig ertragenem Leiden, versehen mit den hL Sterbesakramenten, im 78^ Lebensjahre verschieden ist. Die teure Verblichene wird am Freitag, den 30. Juni um 17 Uhr auf dem städt. Friedhofe nach erfolgter Einsegnung zur ewifjen Ruhe beigesetzt. Die hl. Seelenmesse wird am Samstag, den 1. Juh um Va7 Uhr früh in der Pfarkirche Celje gelesen. Celje, Wleo, Graz, Lrfko, Trbovlje, am 28. Juni 1930. (mmerich Barna als Sohn Im Namen aller Verwandten. Kauf laut« Achtungll In RolUn, ieder gewOnschten rarbt und Braite lltfart nur GROSSE LLOYD-NORDLANDFAHRT LLOYDS REISE nach ISLAND u. NORWEGEN mit dem Dampfer „General *e« Stanbea« fom 1«. !bU bis 4. Aa/iut mit dem Dampfer „Ceaeral von Stenben" »om 7. bi. 27. Auut 1939. 25 Tafe Reite, Relaeetreeke 5(34 Seemeilen oder 10.049 Km 1939. 20 Tage Reite. Re TELEPHON 42*6S VariratnBvaMi BEOGRAD. Karadiardlavft oL 91 — SOBBOR, Eara4|ord|eva »U 6 — LJUBLJANA, Tyriava oaataSl — SUSAK Ba&of oL 20 - ^ÜTRIE" Barlbor,Trf Svoboda - Movlaad, Subatiaa o. aniare GeMblftatellaB daa RaiiebOroa ^Pntnik« ROSWITHA uno die GERNOT-BUBEN RO^IAN VON ELSE JUNQ-UNDÜIANN U Urbebtr-Rechtsschutz: Dtat-schir Roman-VerltK vofm. C. Unverrichu Bad SacbM (Süd harz.) Doch sonderbar, . heute blieb es aus. Die Bubenhand In der seinen strömte eine Wärme aus, d'e ihn die frostig-kühle Feierlichkeit seines Hauses nicht empfinden ließ. Und dann war auch noch ein schwerer, süßer Duft nach Lavendel, der von seines Jungen Haupt aufstieg, und dieser Duft machte ihn weich und stammte ihn heiter. Friedrich Gernot lachte, als er das Eßzimmer betrat^ und seit langer, langer Zeit fühlte Frau Agnes zum erstenmal wieder seine Lippen mit e'nem warmen, zärtlichen Druck auf ihrem Munde. s>Du bist heute so froh . . . Friedrich?« Sie fragte es fast ungläubig, als wäre es ein unfaßbares Wunder, daß Ihr Mann so verwandelt war, daß er so heiter und unbeschwert m't den Kindern plauderte und immer wieder Klaus an sich zog. »Der Bengel riecht wie der wandelnde Frühling«, sagte er lachend, als sie am Eßtisch saßen, und dann forderte er die Buben auf, von ihrem Besuch bei Frau Rühle zu erzählen. »Sie wMl dir einen Besuch machen, Muttil« sagte Bernd und hatte blanke Augen. »Sie ist sehr lieb, Mutti, sie wird dir sicher gefallen.« »Ihr wart drüben?« Ekkeharts Gesicht war flammend rot geworden. »Und auf mich habt ihr nicht gewartet? Pfui... das war gemein I« »Na, na, na... gestritten wird nicht, sonst erfolgt Redeverbot«, mischte sich der Vater ein. Aber seifsam, heute klang seine Stimme nicht so streng, er lachte sogar ^'n paar Mal laut und herzlich ilber den Bericht seines Jüngsten, der noch Iganz erfüllt war von seiner staubsaugeri-! sehen Tätigkeit. Es wurde ein fröhliches Mahl. Frieda, die den zweiten Gang auftrug, traute kaum ihren Augen und Ohren und beerte |sich, die Neuigkeit in der Küche zu erzählen. Die heitere Stimmung hielt an, sie übertrug sich auf alle Bewohner des Hauses. D'e Buben nahmen sie mit in ihr Zimmer hinauf, wo Ekkehart die Brüder bestürmte, nun einmal alles ganz richtig und der Reihe nach zu erzählen, während Gernot auf seine Mittagszigarre verzichtete, seine Frau in 'hr Zimmer geleitete und sie sorglich auf die Couch bettete. Frau Agnes griff nach seiner Hand und schmiegte ihre Wange in sie hinein. I »Bleib' noch e'n wenig bei mir, Fried-'rich, es geht heute so viel Kraft und Frische von dir aus, die mir wohltut. Wäre Ich doch noch so jung und so gesund wie dul« I »Du bist doch noch jung, Agnes, und 'du wirst auch wieder gesund werden, glaube es m'r. In vierzehn Tagen fährst du nach Nauheim. Dr. Abendroth hat mir 'eine sehr tüchtige und zuverlässige Pflegerin empfohlen, die dich begleiten soll, und sobald sie frei ist, re'st ihr.« Frau Agnes drängte sich näher an ihn, und Gernot fühlte, daß sie zitterte. »Ich habt Angst vor dieser Reise, Lieber. Manchmal, wenn ich so allein b'n und Über m'ch nachdenke, dann komme ich mir nutzlos vor. Ich bin ja nur noch ein Schatten.^ Was habt Ihr von mir?... Nur RücWcM mußt ihr auf mich nehmen, und leb kann nicht mehr glauben, daß Ich wieder gesund werde. »Aber Kind, wer wird so mutlos sein?« Gemot strich zart über ihr Haar, das sehr dünn geworden war und die stumpfe Farbe der Kranken hatte. »Es wird alles gut, du mußt nur gesund werden wollen und nicht so trübe Gedanken haben.« »Die kommen von selbst, Friedrich, Du weißt ja nicht, wie das ist, wenn das Herz so angstvoll schlägt und der Körper keine Kraft hat. Du bist gesund, du kannst schaf fenl Ach, manchmal fürchte ich, es ist mir nur noch eine ganz kurze Frist gegeben, daß ich bei euch sein darf, und dann über fällt mich eine heiße Sehnsucht nach eurer Nähe, eine wahre Gier, euch bei mir festzuhalten, euch keine Stunde, keine Minute von mir zu lassen.« So ist das also, dachte Friedrich Ger-not, während seine Rechte die schmale, unruhige Hand seiner Frau fester umschloß. Ja, so mußte es wohl sein, wenn man fühlte, daß die Kräfte nachließen, daß das dunkle Tor immer näher rückte. Lieber Gott, wie egoistisch war er gewesen! Wie wenig hatte er über Agnes nachgedacht und nicht empfunden, womit sie sich quälte. Last waren ihm ihre Leiden gewesen, Ihre Bitten, sie doch nicht so viel allein zu lassen. In dieser Stunde schämte er sich vor seiner Frau und vor sich selbst. Und dann brachen ein tiefes Erbarmen und der heiße Wunsch In ihm auf, gutzumachen, das Versäumte nachzuholen, solange es noch nicht zu spät war. Innerlich aufgewühlt von dem, was eben in ihm vorgegangen war, beugte er sich über die Kranke, schob seine Hände unter ihren Körper und zog sie in seine Arme. So hielt er sie eine Welle eng an sich gepreßt und sprach weiqhe, behutsame Worte über ihrem Gesicht, voller Trost und Hoffnung. Seine Stimme schwankte nicht ein ein- ziges Mal, fast schien or selbst daran zu glauben, was er sagte. »Du bist wirklich zu viel allein gewesen, Agnes, das soll jetzt anders werden. Ich werde mich, solange du noch bei uns bist, mehr von der Arbeit befreien, und wenn Frau Rühle dir wirklich einen Besuch macht, so ergibt sich daraus vielleicht ein angenehmer Umgang für dich, der dir die Zelt meines Fernseins kürzen hilft. Die Jungen sind ja ganz begeistert von ihr.« Friedrich Gemot lachte wieder, nun er an seine Buben dachte und an die fröhliche Unterhaltung bei Tisch. »Es war heute wirklich nett beim Essen... ja, es, muß alles anders werden, auch mit den Kindern.« »Sie sind dir ganz offen, Friedrich, du hast sie nur eiti wenig durch deine Arbeit eingeschüchtert, du hattest auch für sie ke'ne Zeit.« Frau Agnes sagte es sehr schüchtern and war in Sorge, daß er nun wieder auffahren, sich unwillig verteidigen würde, aber Gernot stimmte ihr zu. »Ich weiß ... Ich habe über der drängenden Arbelt und über den neuen Plänen manches versäumt. Aber es muß ein Weg gefunden werden, um alles miteinander zu vereinen. Habe nur Vertrauen zu mir^ Agnes, es wird alles wieder gut werden.c Als Gernot ging, nahm er das Bewußtsein mit, seine Frau ruhiger und getrösteter zu wissen als b-sher. Ja, es war etwas wie eine neue Lebenshoffnung in ihr aufgekeimt, und sie lag nun ganz still und lächelte. So liebevoll, so innerlich aufgeschlossen und bereit war Fr'edrich schon lange nicht mehr gewesen. Vielleicht wurde wirklich alles gut, sie wollte es so gern glauben. Sie wollte nun auch die Buben wieder mehr zu sich heranziehen. Gewiß war sie zu empfindsam gewesen, zu ängstlich mit sich selbst? Die heutige frohe Mittagsstunde und die .Aussprache mit ihrem Manne hatten Ihr neue Kraft und Zuversicht gegeben. Mariborer Zeitung« Nummer 146 12 Donntrstag, den 20. Juni 1939 Wenn Sie tatsächlich gut und billig angezogen sein wollen, dann decken bit Ihren Bedarf im Tschachischen Hasaziii. Maribor neben der Stadtspoliiei ein. Dort finden Sie die grösste Auswahl in tschechischen und englischen Stoffen zu niedrigsten Preisen vor wovon Sie sich unverbindlich überzeugen können. Grosser Resteverkauf zum halben Preis. Schneiderzubehör. Das Leichenbegängnis der Frau ROSA MAKOTTER findet nichr — wie irrtümliclierweise anaetührt — um 16 Ulir sondern lieute Mittwoch den 28. Juni 1939 um 15 Uhr statt. 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