LaibllcherWMtllllg. Nr. 7«. Plänu merationsprei« : Im liomptoir ganzi. fl.il, I.',,!'i. sl. 5.60. Für die^njlcüllii^ >»« Hau5 halbj.50 lr. Mit der Post ganzj. st. 15, halbj. fl. 7.50, Dienst^,, «.April Inseiti onsge» ühr bis 10 feilen: imal ß(> lr., !iui.8<>lr., 'im. l ft.; lonft pr.^eile im. 6lr.,«m.8lr., Kni.la lr. u.s. >». Inscrtionsstcnipel jedc^m. 30 ll. 1869. Amtlicher Theil. Sc. k. und k. Apostolische Majestät habcn mit Allerhöchster Entschließung vom W. März d. I. über Au^ trag des Reichskanzlers, Ministers des kaiserlichen Hauses und des Acnßcin. dem Vcstalluugsdiplome dcs zum lais. russischen Consul in Nagusa eruaunlcu Collcgicn-rathcs Alcxaudcr Iouin das Allerhöchste Exequatur allcrguädigst zu ertheilen geruht. Sc. k. und k. Apostolische Majestät habcu mit Allerhöchster Entschließung vom 4. März d. I. über Antrag des Reichskanzlers, Ministers des kaiserlichen Hanfes und des Aclißcrn, die von dem derzeitigen Con-sol in Cardiff, Dr. Ferdinand Kraftf angcsnchtc Vcr-sctzung auf dcu erledigte» Cousulspostcn iu Liverpool allcrgnädigst zu genehmigen und an dessen Stelle dcu Gcucralcousulatskauzlcr in Marseille Heinrich Kohcn zum Cousul iu Cardiff huldreichst zu ernennen geruht. Mhtamtlicher Theil. Bestrebungen der neuen österreichischen Diplomatie. Vou der Donau. Ende März. Viel gescholten, viel verleumdet, hier als uuruhig und agitatorisch, dort als thatlos nnd ohnmächtig geschildert, hat die Diplomatie des österreichisch-ungarischen Reichs iu dcu letzten Jahren ohne Prunkcu, ohne Aufscheu ciuc Thätigkeit entfaltet, dcreu Eigcbuissc bereits iu dcutlichcu Umrissen hervortreten. Ohne tiefer in ihr Wirken nnd Thun eingeweiht zu sein, bieten sich dem sorgsamen Beobachter doch heute schon neuüalicl) Data und Momente, um die Umrisse eines Gcscmnulliild.es zu skizzircn das auf de» Geist und die Tendenz der österreichischen Diplomatie in der neuen Acra schließen läßt. Daß Ocstcrrcich-Ungarn dcu Frieden braucht, den Frieden will, mußte als oberstes Erfordernis; für die Sammluug uud Wicdcrcrstartuug der Monarchie dem Staatsmauue zumeist vor die Seele treten der in der ungliickseligsteu Periode, der Demüthigung nach außen und der Verwirrung im Iuucrn, an die Spitze dcr Staatsgcschäflc bcrnfcn worden war. Nach beiden Richtungen mußtcu neue Bahucn gebrochen uud geebnet, hemmende, tief gewurzcltc Traditionen beseitigt, ein neuer Geist entfaltet werden. Was nach inncn in diesem doch so kurzen Zeitraum geschehen um die Voller zu befriedigen, der Freiheit eine Gasse zu brechen, das öffent- liche Leben zu erfrischen, und damit den Pessimismus, die Apathie zu beseitigen, das Bürgcrlhum mit ucucm Sclbstbcwußlseiu zu erfüllen, es heran zu zichcu zur Veituug uud Controle der Angclcgcuhcitcu des Staats und des Reiches; danu — iu Folge des frischen Aufschwungs — die industrielle, commcrciclle uud agricole Thaikraft dcr Bevölkerung zur Hebung und Förderung dcs Natioualrcichthums sich entwickclu zu lassen: daö liegt so augenfällig vor, daß wir nicht darauf zurückzukommen brauchen. Es war die größere, die schwierigere Aufgabe, uud ihre ^ösuug mußte wenigstens die ersten schwersten Stadien überwunden habcn, ehe die Friedenspolitik nach außen, in größcrm Umfaugc auf die allgc-mciue Weltlage angewendet, zn einer combinirtcn Action in einheitlichen Gedanken gelangen tonnte. Für die crslc Ucbcrgangs-Pcriode durfte man iu dcr Staatökanzlci wohl befriedigt sciu, die momcutancu Gefahre» ciucr Fricdcnsstöruug aus auschciucud tlciucn Ursachen, in Rumäuicn, in Serbien, iu der Lnrcmburgcr Sache, zuletzt iu dcm griechisch türlischcu Conflict, durch eifriges liud nmsichtigcs Vcrmittelu und diplomatisches Eiu-schrcitcu, in Vcrbiuduug unt bcfrcuudetcu Mächtcu, für die uächstc Zcit beseitigt zu wisseu. Mau kouutc und durste uicht sagcu: ^uinimu. non oui'clt pruotor, denn dcr kleinste Funke, konnte einen Wcltbraud eutzüuden. Uutcrdcsscu schwirrcu die iVllximu vor den geängsteten Gemüthern dcS fricdcnsdurstigcn und in dcn Waf-fcn starrenden Eliropa's. Ohne noch nach innen alles oder nur das meiste geebnet, versöhnt, befriedigt zu haben, ist doch die constitntioncllc wie die volkswirthschaft-liche Consolidation iu beiden Rcichshälftcn bcrcits so weit vorgeschritten, daß eine umfasscndcrc diplomatische Combiuatiou, zur möglichstcu Beseitigung dcr drohenden Gefahr eines Krieges zwischen dcu zwci dermalen grüßten Militärmächten, in dcm Geiste des lcitcndcu österreichischen Staatsmannes cutstchcu konnte. Oc»u wenn auch Oesterreich dcn Fiiedcn will nnd selbst durch die verlockendsten Asprctc sich nicht zur Theilnahme au ciuciu 5i'iirc,c verlcilc» laßt, so ist damit allein dcr Fortbcstand dcr friedlichen Cntwickctimss Curopa's noch nicht gesichert, nnd dcr Verlauf dcr Ereignisse lüuntc cö nöthigen, wenn auch widerwillig, an einem zwischen andern Mächtcu aubbrcchcudcu Kriege sich bcthciligcu zu müsseu. Das „Sichsammcln," das bloße luwur lülur 0t, lui^or l.üro, gcuügt nicht zur Verhinderung solcher Gefahren. Ohuc alle Vorciugcuommcuhcit muß die ^agc dcr Dinge in Europa aufgefaßt, uach sichcru Daten beurtheilt, danu erst die Fricdcnscombiuation gcbildct, wo möglich durchgeführt wcrdcu. Alles Zcitungslärius uugcachtct stcht fcst, daß Frankreich, daß Kaiser Napo-lcou kcincn Krieg beginnen wird, solange dic dnrch die Ereignisse des Jahres i860 geschaffene territoriale und iutcruatioucilc Begrenzung dcr preußische» Großmacht uicht übcrschrittcu wird. Daß auch Preuße» einen Kricg mit Fraukrcich uicht sucht, dcusclbcn möglichst vcrmcideu will, stcht ebenfalls fcst: allein oii es auf dcr „schiefen Fläcke," welche die Anuczioncu und die mili-tärischeu, diplomatische» und Bundcsuutcrorduuugcn bis „zur Mainliuic" gccbuct habcu. sich selbst Eiuhalt gcbictcu kauu und wird, ist ciu Problem, das nnr eine (möglicherweise schou uähcrc) Zlikuuft entscheidet. Findet abcr Preußen in sich nicht die nöthige WidcrstaudS-traft gegen das Fortschrcitcu odcr Fortglcitcn auf dcr — im ersten Acte mit unerhörtem Glücke — betretene» Bahn, so wird Fraukrcich ciucr solchcu Erweitcruug dcr preußischen Machtsphäre unt dem Schwert iu dcr Hand cntgcgcutrcteu; muß es thuu aus iuuern uud äußcrcu Grüudcu. Darüber mache man sich keine Täuschung. Die also präcisirtc Sachlage läßt sodann als Hanptobjcct diplomatischcr Vcmühungcn crschciucn: die bezeichnete Cvcntuulität nicht eintreten zu lassen, die be» wnßtc „Haltstatiou" als einen Endpuult zu erhalten. In erster ^iuic war die Aufrechthaltuug des be-stchcudcu Zustandes dcr Dinge durch das enge Freuud-fchaftsvcrhältuiß zwischen Preußen uud Rußland, das einer stillen, selbstverständlichen Allianz sehr nahe kam, gefährdet. Mit gedecktem Rücken uud dcr begründeten Vorausficht zur geeigneten Zcit dnrch dcn nordische» Frcund die mitteleuropäische, d. i. die österreichische Großmacht vollauf occupirc» zu könne», würde Preußen auf die Lauge dein Zuge dcr „schiefen Fläche" kaum zu widerstehen vermöge». Nunmchr läßt sich mit Gruud auuehmcu, daß die Actiou dieses zum offcusiven Vor-schrcitcu drüngcudc Schwergewicht wcscutlich verringern würde, woran dcm Tuilcrienhof allerdings ein großer Theil dcs Verdienstes gebührt. Eine cmdere den Krieg fördcrudc Eombiuation lag nicht miudcr im Berathung^ kreise dcr betreffenden Mächte. Die letzte Allianz, welche Italien eingegangen, war die mit Preuße», uud auf welche Dimcusioucu hiu die Hcißsporuc iu dcr norddeut-schcu Gioßmacht^diplamatic ciu solches Büuduiß auszu-dehne» uud auszubcutcu wüuschtcu, dafür gibt »icht allein die fauiosc Uscdom'sche Note Zcuguiß, die nur ei» »mlicbsam zur öfftittlichcu Kunde gctommcncl' Bc-lcg war, sonder» ciuc ganzc Rcihc von Affiliationen mit dcr italienischen Atticmopartci, dic in Paris und anch in Wien nicht unbcachtct bleibe» konnte». Gclängc eS dcn cj,trcmcu Parteicu, Italic» vo» »cue»! aufzurege», es dauu zur Theilnahme an einem Krieg gcgm Frankreich zu bcwcgcu, so bcfäudc sich letzteres geuau iu der Lage, in welche das preußisch-italienische Kricgsbündniß Oesterreich versetzte: es müßte sciuc Hccrcskräftc lhcilcn, währcud Preußcu mit dcm ihm gehorchenden uorddcut- Fellisll'llNl. Keine Aufsichten. (?lliil dem Englischen.) 1- Mciue erste diplomatische Missiou. (Fottschling.) .. Ueber die lauge Uutcrredung, die uuu folgte, will ,,) "'ich uicht uähcr vcrbreitcu. Herr Temple kaiiutc so-,,°!^ Mich als auch mciucu Oukcl, uud die Geschichte d,77 Uuglücksfällc war ihm nicht fremd. Er war d«,, "lb um so mißtrauischer, und da er mir cine bc-tim c c S„„,„,c nnvcrtraucu sollte, so ließ er ciu Cau-p""^"mular auscrtigcu und schickte damit ciucu sciucr s^'U'S zu meinem Onkcl mit dcr Bittc, sciuc Uutcr-f '" darunter zu setzcu. Das uuterzcichuctc Papier j,'' rechtzeitig zurück; ich cmpfiug mciue Instructioucn lv .^n zu verfolgenden Weg bis zn dciu Momcntc, , lch nuch der Gesandtschaft in Rcapcl vorstellen f°r^ .'/^''^ die zur Bestreitung dcr Reisekosten cr-^ , ^lchc Geldsumme uud verließ ^oudon am nämliche« es ' - ^ ^^"bc uach Calais ciuschlagcnd. Soll ich beseelt '^'^"^ Obschou vou dcm lcbhaftcu Wuuschc zl, z..' '"""c erste officicllc Missiou mit Ehren durch-lannUcheu/'m) !^"'' ^°" u"d Geschicklichkcit i» hiu-zu ve^ "^ ^l zcigeu, um später ciuc Bcfördcruug für das 3>"' ^ '""' '.^ boch auch uicht glcichgillig die klcin,', 6""lM' auf Slaatskostcu zu rcise», ohne d" V llnc!ius?^^Ä^ """ ^' '"üss"', dic s° oft "»cnulz des Nelscus vertüulmert. Ich kam endlich in Ncapcl an. Dcr Tag neigte sich bereits; doch war es noch hcll gcnug, um die herrliche Bai und die Umrisse dcs Vesuvs im Hintcrgruudc bewundern zu können. Meine Missiou beschäftigte mich abcr zu sehr, um mir ciu längeres Herumschlendern zu erlauben, und ich begab mich sogleich auf die Gcsandlfchaft. Man hattc mir gcsagt, daß ich mciue letztcu Iu-strnctioncn von dcm iu Ncapcl rcsidircudcu Gesaudtcu Ihrer Majestät, ciucm qcwisscu Sir James Magrubcr. cmpfangcu würdc. Ich kcuuc die ^cute sciucr Classe nur wenig und mnß mich darauf beschränke», die Husf-nnng anszusprcchcn. daß er eine Ausnahme davon macht, denn niemals hat mich mein böfcr Stern i» dic Nähe eines schlechter crzogcncn, heftigem und gröbcru Mauucö geführt. Er war cbcu mit scincr Dincrtoilcttc beschäftigt, als man lhm meine Karte überreichte, uud er befahl, Mlch augenblicklich iu sein Zimmer zu führen. Wo lst Ihr Sack? fragte cr barsch, als ich iu daö Zmnucr trat. Iu dcr Meinung, daß cr vou mcincm persönlichen Ocpäck spreche nnd dic Absicht habe, mich einzuladen, bei ihi» zu wohncn, antwortete ich, daß ich meine Effecten i» dem Hotel dcpouirt habe, in wclchcm ich mit scincr Erlaubniß dic wcnigcn Stuudcu mciucs AufeuthallcS in Neapel bleiben wolle. Znm Tcufcl mit Ihrcu Effecte», wie Sie es nennen! Ich verlange dic Depeschen; sind Sie nicht der Courier der Rcgicrnng? Rein, mein Herr, ich bin uicht der Courier, antwortete ich stolz. Und warnm, zum Teufel, schickcu Sie mir Ihre Karte mit der Bittc, mich augenblicklich zu sprechen? Wcil mciue Augclcgcnhcit dringend ist, mein Herr, antwortete ich mulhig. Uud nachdem ich ihm dcu Zweck meiner Sendung erklärt hatte, setzte ich hinzu: Morgc» ist dcr zchutc, mciu Herr, uud ick muß spätestens am Morgen dcs zwölfte» in Nocco d'A»co sein. Während dieser ganzen Zcit bürstete cr scinc Haare uud ich glaube, daß cr nicht dic Hälfte meiner Erklärung anhörte. Wollen Sie mir glaube» machcu, daß es bei dcr englische» Regicruug solche Crzuarrcu gibt, die fähig wärcn, tausend Pfund für die Freilassung dieses Tauge-uichls vou Saiut-Iohu zu zahlcu? Sie löuucn sich überzeugen, mein Herr, daß ich einzig zu diesem Zwcck hergeschickt wurde. Nuu gut, daS ist dcr größte Wahusiu», vo» dcm ich jc sprcchcu hörte; cs ist uur schadc, daß der Schelm uicht schou vor Iahrcu gcfaßt wurdc. Wissen Sic wohl, daß es kaum ciu Vcrbrcchcu im Strafgesetzbuch gibt, dcsscu cr sich nicht schou schuldig gcmacht hätte? Ich wollte uicht darauf schwören, daß cr nicht auch schon jcmaud ermordet habe. Was mich betrifft, mein Herr, so hat cr mich betrogen .... mich .... mich, dcr zn Ihnen spricht, hat cr im Billard betrogen. Er hattc mciuc Qucuc mit Scifc nmMrichcu, mciu Herr, das ist bcwicscn, ohuc dcn Schattc» cincs Zwcifcls bewiesen. Dcr Böscwicht hat bchanptct, daß cs einfach nur ein Scherz gcwcsc» sci, abcr cr hatlc mciucu Füuf-Ducatcn-Eiusatz vcrgcsscu, uud dauu hattc er noch die uamcnlose Uuunschnmthcit, ganz Nraftcl auf mciuc Kostm zu belustige», iudcm cr mich uachahmlc. wie ich iu dcm Augenblicke, als mciuc Kugel auf die Seite rollte, dcu Marqueur, dcu ich sür den Schuldigen hielt, niederwarf. 550 schcn Bunde mit uugcthcilter Macht seinen Stoß führen könnte. Damit wärcu die Ergebnisse dcö KricgcS allerdings noch lange nicht gesichert, denn die Widerstandskräfte, über welche ein angegriffenes Frankreich mora-lisch wie materiell zn gebieten hat, sind unermeßlich: aber die Chancen lägen immerhin güusligcr. Auch diese Gefahr für die Erhaltung des europäischen Friedens ist — wenn unsere Wahrnehmungen uns nicht täuschen — zunächst beseitigt. Zwischen Italien und Oesterreich wnrdc ein loyales und nahezu intimes Eiuvcrstäuduiß hergestellt, das zwar des Charakters einer Allianz entbehrt, weil es nur auf Erhaltung des Fricdcus, ans Befriedigung des gleichen dringenden Bedürfnisses beider Nachbarreichc abzielt, welches aber nichtsdestoweniger von großem, vielleicht entscheidendem Einfluß auf die Gcsammtlagc Europa's sein wird. Wie der ehemalige deutsche Bund (natürlich von seinem inncrcu Gcbahrcn völlig abgesehen) fünfzig Jahre lang den allgemeinen europäischen Frieden durch die v>5 m,'!'l!!><' seiner großen, lediglich auf die Defensive orgauisirtcn Gcsammtmassc erhielt — iu ähnlicher Weise wird das gute völkerrechtliche Einvernehmen, die lionn«.» <'ni>n!> zwischen der österreichisch-nngarischcu Monarchie und dein Königreich Italien ein mächtiges Hcmmniß kriegerischer Vcllcitäten anderer Mächte sein. Was aber dicscr Politik (die wir dem österreichischen Reichskanzler, allerdings nach bloßen Indicicnbcwciscn, in die Seele hinein argu» mentiren), was der österreichisch-italienischen Combiua tion Lebensfähigkeit und Nachhalt in Aussicht stellen wird, das ist das gleichmäßige dringende Bedürfniß beider Reiche, eiuen längeren Zeitraum des Friedens zu gewinnen, um ihre iuucren Zustände, ihre Fiuauzcu, ihre Wehrkraft zu Wasfer uud Laud zu consolidiren und alle Anstrengungen anzuwenden, damit nicht fremde Wirren nnd fremde Kriege ihr beiderseitiges großes Rc-gcncrationsmcrk unterbrechen. Daß auch Großbritannien im wesentlichen einer solchen — im besten Sinne conscrvativcn — Politik getreulich zur Seite stehen wird, bedarf bei den betaun-teu Tcudcnzcn der britischen Nation uud der britischen Staatsmänner keiner wcitcrn Begründung. Wie der Krieg der natürliche Zerstörer, so ist der Friede die Nährmutter der Freiheit, des Wohlstandes nnd des Verständnisses uuter den Nationen. So wird auch das gesummte Deutschland und das südwestliche insbesondere, den Staatsmäuneru seine Anerkennung zollen, welche in weiser Voraussicht die Elemente zu einigen trachten, die das immerhin noch in der Ferne drohende Kriegsgcwitter zn beseitigen vermögen. Militärisches. Wien, 2. April. Es erschienen bereits die organischen Bcslinunnngen für die mit 1. d. M. in Wirksamkeit getretene MilitärrcchnunaScontrolc. Wir entnehmen denselben, daß dic beim Reichskriegsmiuistcriuu! bestehende FachrechniingsMhcilung und die bei den I? General- nod Mililärcomiuanden errichteten Rechnungs-abthcilnnacn einen Status umfassen von I Ministcrial-rath mit einem IahrcSgchalte von 4200 st., 3 Ober-rech!i!mg5rätl,en I. Elasse mit 2520 fl., 12 Oberrcch-UlmMäthcn 2. Elassc mit 2100 fl., 34 Rechnung^ rathen 1. Elassc mit 1020 fl, 34 RcchnungSräthcn 2. Classe mit 1200 fl. 72 Officiate,, 1. Elassc mit 9U0 Gulden, 72 Officiate», 2. Classe mit «40 fi., l>8 Of-ficialcn 3. Elassc mit 720 fl., 68 Officiate,, 4. Elasse mit <)24 fl., l'.tt Officials 5). Classe mit 5>28 fl,, 10 Acccssistcn mit 432 fl. Gehalt, dann 10 Rcchnuugs-Ele-veu, welche ciu Adjutum von 300 fl. beziehen. Diese Ecmtrolsbranchc ergänzt sich in den Chargen vom Rechnnngsrathc aufwärts durch die raugältestcn, znm Rcchnungsrathe geprüften Officiate und durch die Hauptlcntc- uud Nittiucister-RcchuuiigSführer. Als ein erfreulicher Fortschritt erscheint die Neuerung, daß die jährliche Einsendung von Conduitclistcu über Truppcnrcchnungsofficicre nnd Militärcontrolsbc-amtc aufhört und von nun an bloS in speciellen Fällen Qualificationsbcfchrcibungen verfaßt werden. Um den Auditoren, welche dnrch die ncnc Organisation der Militärjuslizbranchc als überzählig entfallen, eine Gelegenheit zu bieten, einen, anderen Bcrnfc sich zu widmen, wurde densclbc,, bedeutet, daß sie bei physischer Eignuug als Eombattantcu in die active Armee nnd zwar iu der Osficierschargc oder auch iu die Ci-viljnstizvcrwaltnng eintreten können, wenn sie nicht etwa die bleibende Pcnsiomrnng vorziehen. Oie Trnppcndiuisions- nnd Brigadccommandc», sowie anch die Militärplatz- nnd Stationscommandcn wnrdcn mit 1. April ihrer admiuistrativcn Agenden gänzlich enthoben, indem diese Functioncn iu der Armee ausschließlich von Organen der Mililäriutcndanz nnd von den Verwaltmigsconimissionen ausgeübt wer-d:u, — Die Trennung der Armccvcrwaltuug von der Arlucelcitnug ist somit eine durchgeführte Sache und die Trnppcncommandanten haben nur mehr mit der tacti-schcn Ausbildung fich zu befassen. Gras DislNlllks Dundcspolitik. Wien, 3. April. Der Aufsatz der „Prov.Corr." überschriebe,,: „Graf Aisiuarks Bundespolitik und die nationallibcrale Partei" bildet heute deu stchcudcu Artikel iu den meisten norddcntschen Blättern. Derselbe beginnt mit folgenden Worten: „Ans den Reihen der nationalliberalcn Partei lassen sich seit einiger Zeit Aeußerungen des Unbehagens nnd der Ungeduld in Bezug auf die Bundespolitik des Gra< fen Bismarck vernehmen: man vermeint demselben vorwerfen zu dürfcu, daß er mit dcn, Ausbau dcr Vuudcs-verfassnng nicht entschieden genug vorgehe nnd daß er die Ziele seiner nationalen Politik nicht so weit hinaus-rückcu wolle, wie man anf jener Seite geglaubt habe; es wird deshalb ziemlich unvcrholen angekündigt, daß Graf Bismarck auf die Uutcrstützuug der Mehrheit des Reichstages fernerhin nnr zn rechnen habe, menu cr sich entschließe, den Forderungen jener Partei für die weitere Cntwickluug des Bundes zn willfahren." Die ..Prou. Corr." entwickelt nuu die Ansicht, daß jcue „augenblickliche Verstimmung" der liberalen Partei durch die Stellung des Grafen Bismarck zur Frage der ..sogeiianutc,," Redefreiheit hcrvorgcr„fe„ worden fei. Sie untcr»immt es sodann, in längerer Ausführung diese Stellung zu vertheidige,,, um zu folgenden Schlnßbe-trachtuugcn zu gclaugcn: „Ungeachtet aller Schwicrigkcilcn glaubt die liberale Partei ihre Forderungen zur Geltung bringen u»d dem Bnudcsrathc politische Zugeständnisse abringen zu tön-ncn. Die natiouallibcralcu Blätter mahucu ihre Parteigenossen, „die Hebel am rechte,, Flecke anzusetzen nnd die Gelegenheit, wo man den Reichstag nöthig branchc, nicht ungenützt vorüberzulassen." Sie weisen ausdrücklich auf die Mariueaulcihc uud auf audcrc Forderungen hin, welche die Regierung znr Befriedigung dringender Er war damals meiner Gesandtschaft attachirt, dieser Samt-John, aber ich schrieb augenblicklich nach England, um seine Znrückbcrufnng zu fordern, nicht etwa zu bitleu, sondern zu fordern. Doch da die Stimme seines Vaters der Regierung nothwendig war, so wurde ich abgewiesen. Ja, 'mein Herr, ich wurde abgcwicscu mit dem Beisatz, daß ich ihm dic Erlaubniß gcbcn tonne, sich zu entfernen, wcnn mir nichts daran liege, ihn bei der Gcsandschast zu behalten. Das that ich denn anch, mein Herr. Und. dem Himmel sei Dank! der Taugenichts "ging nach Ealabricn nnd fiel in die Hände der Brigcmtcn, deren Gesellschaft sicherlich noch viel zu gut für ihn ist. Ich will gehangen werden, wcnn cr nicht noch Mittel findet, sie zu verderben. Und nuu lommcn Sie her und bringen das Lüscgcld für den Lnmpcn, der in jedem andern Lande als England bereits auf dcu Galeeren wäre! Hat er nichts Schlimmeres begangen als diefcn einfältige,, Scherz? fragte ich schlichter,,. Was mein Herr, Sie haben die Unverschämtheit mir eine solche Frage zu stellen? . . . mir. dem Minister Ihrer Majestät . . . mir, der d,e,cm Verrathcr als Zielscheibe gedient hat? 3st es zu duldeu, daß mau sich solche Freiheiten einem Manne von meiner Stellung gegenüber herausnehme uud ihu dem Gespött preiszugeben juche/ Glauben Sie, daß man sich ungestraft derartige grobe npaßc und Schelmereien erlauben könne in cincm Hanse, über dessen Thüre das königliche Wappen Englands prangt? No sind Sie denn anfgewachscn? . . . mit wem haben Sie gelebt? . . . Was ist Ihre Lebensstellung gewesen, daß Sie über alle Gebräuche des Lebens uud der Ei-vilisaliou so unwissend sind! Ich antwortete ihm trocken, daß ich ciu Gcntlc- manu von mindestens eben so gnter Geburt und Erziehung jci wie cr selbst. Bei diesen Worten stürzte cr auf deu Klingclzug uud machte einen solchen Lärm, daß eine Echaar von Dienern in das Zimmer stürzte, in der Meinung es sei Feuer ansgcbrochcn. Führt ihn fort . . . werft ihn hinaus . . . Gia-como . . . Hyppolito . . . Fvaucis! . . . brüllte er anS allen Kräften. Augenblicklich verlasse cr das Haus. Schickt um Herrn Earlion . . . Holt die Polizei, und wcnn er Widerstand leistet, so ruft die Gendarmen! Während cr sich so wie ein Rasender gebcrdctc, nahm ich mcincn Hut, schritt mitten durch dic Dicncr-schaar, nnd gelangte „„angefochten auf die Straße. Als ich im Hotel Victoria ankam bcfaud ich mich in einer vernichtenden Slimmung. Ich war gereizt, erbittert, außer mir und zu aufgeregt, um vernünftig zn entscheiden, ob die mir zugefügte Brlcidiguug eine unverzügliche Abbitte erheische oder ob die Grenzen, innerhalb welcher eine derartige Satisfaction auuehmbar sei, überschritte,, wordcu waren. Wcnn ich ihu zum Duell herausfordere, fo läßt cr mich durch die Polizei festnehmen, dachlc ich, d^s Uugc-hcucr wäre fähig, mich ans den, Lande answcisen zu lassen. Wer weiß, wie weil die Macht eines Gesandten sich erstreckt? Während ich dies alles hin und her erwog, brachte mir der Wirth ciuc Karte, ans welcher ich kaun, den Namen Herrn Spouninatous, Attache der englischen Gesandtschaft, gelesen hatte, als cr selbst in mein Zimmer trat. (Fortsetzung folgt.) Bedürfnisse des Bundes stellen muß; bei diesen unver^ mcidlichcn Fordcruugeu solle die liberale Partei ihrerseits die Hebel einsetzen um die Regierung zu politischen Zugcsläuduisscu zu nöthigen. Die VoltSvcrtrctnng, sagt man, dürfe für dic Zumuthuugcu und Anfordcrnngcn, die man an sie stelle, auch ihrerseits Zugestündnisse und Gcgcnlcistuugcu verlangen." „Es ist zu bezweifeln, daß der Reichstag so vcr-hängnißvollcn Rathschlägen folgen werde, aus dem einfachen Grunde, weil cr damit seine Pflichten gegen dcu Bund selbst bei Seite setzen uud das deutsche Volk in seinen Interessen schädigen würde." „Die Regierung stellt für sich selbst nnd für die Stärkuug ihrer Machtbefugnisse keine „Zunmthung" an dcu Reichstag; alle ihre Vorlagen habcn einzig nnd allein das Interesse des Bundes und seiner fruchtbringende,, Entwickluug, die Wohlfahrt und die Macht des dentschen Volkes znm Ziele. Ebenso wie die Regierung hicmit nur ihre verfassungsmäßige Pflicht erfüllt, so wird es der Reichstag als seine unabweiölichc Aufgabe erkennen, die Vorlagen in ihrer Bedeutung für die Entwicklung des Bnndcs an uud für sich gewissenhaft zu prüfe,,, uicht aber die Befriedigung der Bedürfnisse dcS Buudcs vou Fragen parlamentarischer Machtcrwcitcrung abhängig zu machen. Die Regierung steht in ihrer gc-sammtcu Wirksamkeit nach Recht uud Pflicht unbcdiugt auf dem Bodcu der Bundesverfassung, sie macht dein Reichstage keine andere „Zumuthung", als die selbstverständliche uud chrcuvolle, daß derselbe mit ihr znsam-mcuwirkc für daö Gedeihen und das Ansehen der Vnn-dcögcmcinschaft; für eine solche Forderung bedarf cS sicherlich tciuer Gegeulcistnng, keines ncncn Zugeständnisses an den Reichstag." „Für das Ansehen und die Macht des Reichstages uud für deu Ausbau der Bundesverfassuug wird die nationalliberalc Partei am sichersten wirken, wcnn sie aufrichtig und gewissenhaft dazu hilft, auf dem Gebiete der Vnndcsgcsetzgcbung heilsame Ergebnisse zu erzielen; je mehr die Einrichtungen des Bundes sich praktisch bewähren, desto früher wird „„der Genius des dcutfchcu Voltes auch die Bahnen zu weiteren Zielcu fiudcn lassen."" „Dagegen würde es für die Entwicklung des Blindes nur hiudcrlich uud verderblich sciu, weuu durch die Bestrebungen der Partciftolitit Fragen, die zn einer befriedigenden Lösnng nicht reif sind, zum Gcgcustand nnfruchlbarcr parlamentarischer Kämpfe gemacht würden." „Die VmldeSrcaicruug darf die Zuversicht hegen, daß die wirtliche Mehrheit des Reichstages ihr nach wie vor das volle Vertrauen bewahrt, daß sie zur Erfüllung dcr nationalen Aufgaben in jeder Bczichuug den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Wege zu wählen wissen wcrdc." Vlcbcr dic politischen MilMn bringt die Florentiner „Opinione" cinen zweiten Brief ihres Pariser Correspondents,, in welchen, zunächst wiederholt die Behauptung erhärtet wird, daß kcinc europäische Macht den Krieg wolle oder der Möglichkeit desselben mit Glcichgiltigleit entgegensehe. Obwohl aber sämmt-lichcu Cabinctcn au der Erhaltung des Friedens uugc-mciu viel gelcgcu sei, könne man doch nicht umhin, die Gefahren der gegenwärtigen Situatiou näher ins Auge zu fasse,,. Diese Gcfahrcu findet nun dcr Eorrcspou-dcnt vorzugsweise iu cincm zwischen dcr preußischen und französischen Nation obwaltenden Antagonismus. Dic Prcußcu fühlten lebhaft, daß ihucu Fraulreich dcu Weg „ach Stuttgart, Karlsruhe, München zum mindesten indirect verlege, uud die Frauzoscn könnten wieder den Gedanken an eine noch größere Ansdchnuug Prcnßcns in Dcntschland nicht ertragen, weil mit dcr Zustimmung zu einer solchen Frankreich gewissermaßen abdicircu würde. In diesen Verhältnissen liege nnn allerdings Grund zu Besorgnissen. Mau dürfe jedoch andererseits uicht außer Acht lasscu, daß England für die Erhaltung dcö Friedens unbläffig bemüht sei, daß Rußland erst kürzlich aufrichtig gcmciutc Versicherungen seiner Friedensliebe gegeben habe, daß Oesterreich den Frieden sicherlich wolle, uud daß Italien schon seiner geographischen Lage halber nun und uimmcrmchr ciue feindliche Haltung gegen ssrantrcich annehmen könne. Ein französisch' preußischer Krieg würde Italien sicherlich neutral finden nnd selbst dic Bcsorgniß, daß cö im Falle eines solchen Krieges die bewaffnete Hand nach Rom ausstrecken werde, sei nicht begründet. Eben so wenig dürfe man Frankreich dcr Schwäche fähig halten, dic Neutralität Italiens mit dem Aufgeben RomS erkaufen zu wollen. Im Gegentheil müßte die Lösung der römischen Fraac cincr grlcgcncrcn Zeit vorbehalten bleiben „ud darauf zicltcu auch die mit dem besten Fortgangc geführten Vcr-handlungcn zwischen Frankreich nnd Italic,, ab. Alle diese nnd endliche Vcrhandluugcu fäudcu jedoch nnr >'"' Hinblick anf eine Eventualität statt, die leine Macht herbeiführen wolle nnd die vcrmicdcu wcrdcu könne, falls Preußen nur die französische Auslegung dcS Pr«' acr Friedens acccptirt und Fraukrcich sich an dic uc„c Ordnung dcr Dinge gewöhnt. 551 Oesterreich. Wien, 2. April. (Gesetzen tw n rfc dc s Ackcr-b au Ministeriums.) Die ^ändcrstellen wurde», wie die „Eorr. Sch." meldet, vom Ackcrballiuiuistcriuiu aufgefordert, ein Gutachten abzugeben über ciuc allfällige Revision des bestehenden Forslgesctzes vom 3. December 185^. Es wurde ausgearbeitete Rcfcrcutcn-Eutwurf mitgetheilt zu ciucm Gesetze für Dalmatien „über die Benützung und lhcil-wcifc Vcrthciluug der Gemciudcgrüude und über die Aufforstung und Erhaltung der Waldungen/' uud zwar mit der Auffordcruug, zu prüfen, welche Bestimmungen dieses Entwurfes auch auf daö Forstwesen der übrigen Bänder, sowie auf dic Benützung uud Vcrthciluug der dort noch bestehenden Gemcingrüudc Anwendung finden können. Ferner wurden mitgetheilt: der Entwurf einer neuen Vcrordnuug über die Staatsprüfungen für Forstwirthc und für das Forsischutzpclsonalc; das für Slcicrmart crlasscue Gesetz zur Hebung der Rindvichzncht, dessen Entwurf vom stciermäriischcn ^andeSausschufsc vorbereitet und nach den Bemcrkungm des Ackcrballnünisteriums iu mchrcrcu Punkten ergänzt worden war: die vom nieder-österreichischen Landtage beschlossenen zwei Gesetze, betreffend den Schutz dc^Bodcucullur gegen Naupcuschädeu uud dcu Schutz der tlciucn Vögel; fcrucr der im Acker-daumiuistcrium ausgearbeitete Eutwurf des ^audcsgescz-zes „über Benützung, Leitung uud Abwehr der Gewässer," welcher Eutwurf den eiuzclueu Landtagen als Rc-gieruugsvorlagc vorgelegt werden soll, weuu die vorerst vom Ausschüsse des Abgeordnetenhauses geprüfte uud im Wesentlichen augcnommcuc Regierungsvorlage, betreffend die der Ncichö-Gcsctzgcbuug uorbchaltcucu Bestimmuugcu des Wasserrechtcö zum Gesetze crhobcu wird. Iu neuester Zeit wurde deu Läudcrstclleu auch noch der schon früher vou dcu Miuistcricu vorbereitete uud wiederholt ciucr Umarbeitung unterzogene Entwurf einer Fischerei-Ordnung mit Rücksicht auf die Verhältnisse der eiuzcluen Länder zur Prüfung und Begutachtung mitgetheilt. Pest, 2. April- (Die D ca k-P a r tc i.) Der Gcdlluke, daß die Dcak-Partci fortan eine energische Haltung gegenüber der Opposition zn beobachten habe, wird hmte wiederholt im „Naplo" ausgesprochen. Die Scho-nuug, welche die Majorität im vorigen Reichstage gegen die Opposition übte, habe schlechte Früchte getragen, und es sei nun die Zeit der Euergic gekommen. Eiucrscits N'üssc die Partei die Discussion staatsrechtlicher Fragen kl'äftigst verhindern, andererseits aber daö Gebiet innerer Urformen bctrcteu. Ausland. München, 3. April. (Die Abacorduetcu-kämm er) hat mit ()3 gegen 5>^ Stiinmcn dem Aus-schußautragc gemäß austatt des von der Regierung geforderten außerordentlichen Militärcredits von 4,?^).000 Gulden nur 1,100.000 Gulden genehmigt. Der Antrag Volks, nur 770.000 Gulden zu bcwilligcu und die Re-gicruug zur Vereinbarung mit dem norddeutschen Bunde wegen der Wahl eines gleichmäßigen Kalibers aufzufordern, wurde abgelehnt. Paris, 2. April. (Sitzung des gesetzgebenden Körpcrö.) In Erwiderung ans die Rathschläge Thiers' zu Gunsten des Friedens sagt Ronhcr, der Friede sei nothwendig für die Entwicklung der Civilisation, die Freiheit und die Größe des Landes. Die Nc-9>cruug habe sich eifrig für den Fortbestand des Friedens auf dem Eontincntc bemüht. Eine Gefahr für den Friedn würde nicht von dcr Regierung ausgehen, sondern vielmehr aus den Reden entstehen, welche dic inneren Institutionen unterwühlen und dcr Achtung vor diesen Inslitutiouen nach außcu schädlich sind. Hassesneuiqkeiteu. s. — Ee. Majestät der Kaiser haben der ar. katholi-Wu Pfarrgemeinde Bojar iu Galizieu zur Erbauung emer ^'che eilten Veitrag von 400 fl.; dcr gr. katholischen ^""^mciudc 5>"hy im Doliuaer Bezirke Galizicns zur ""enduna. ihrer neuen hölzcrueu Kirche ciue Uuterstützllug zl? ^^l) fl.^ ebenso der Etadtgcmeiude Wvjuicz in Gallig ^' Nchauriruug ihrer altcu Kirche einen Beitrag vou sz; " sl-l ferner dcu 'durch Fcucr vcrnugliickteu Insasseu der weinde Dalkovitz iu Vohmeu ciuc Uutcrstützuug vou 5." fl.; der Gesellschaft für öffentliche Wohlthätigst zu w.i ^" Dalmaticu ciucu Beitrag von 500 fl.; dcr Gc-d >,? Nenkowitz iu Schlesien zur Wiederherstellung ihrer W,? 6c,lcr zerstöricu Ortscapclle 200 fl.; der Gemeinde '"ch m Kärnten zur iuucrcu Ausschmückung ihrer ucu-^ vMtteu Pfarrkirche ciucn Veitrag vou 200 fl.; der Gc-Ä», ^"^bcrzsencze im Sohler Comitate Ungarns ziuu ^M'aue ihrer Echulc eiueu Veitrag vou 200 fl.; endlich "eue./^""^' buchst"» iu Mährcu zum Allsbauc ihrcr hb'chstis, !5 ""' Uuterstiitzuug vou 400 fl. aus Aller-" " ^U'atiliiltcln huldreichst zu bewilligen geruht, der ^ .^ lerauder Drcyschock 1>.) Eiu Tclcgramm bcn ">!> 's "ladete dem umsikalischcu Oesterreich cincu her-Apvu ,?V ^lerauder Drcyschock ist iu Venedig am Itcn t"ldst,' V ""'"'. Der Berstordcuc, neben Viszt der bedeutn 14 ^"'^"uose seiucr Zeit, war iu Hat iu Vöhmeu ^ ^tober 1818 geboren — (Aus Wicliczta.) Die ueuestcu Berichte des „Ezas" uleldeu, daß die Aufstellung der Wasserhebinaschine im Schachte Elisabeth nahezu vollendet ist. A»ch die Dampf, maschiue selbst, dcreu Bestandtheil diese Pumpe ist, verspricht gute Dienste zu leisten uud bestand eine Probe zur vollsteu Zufriedenheit der Arbeiter. Seit einigcu Tagen bemerkt mau hingegcu im Schachte „Klosl'i" ein Sinken des Bodeus. Welche Vedeutuug diesem Uiustaude beizn-ulcsscu sei, tanu uiau gegenwärtig noch uicht augebell, jedoch gibt mau sich iu den Salmen leinen Befürchtungen aus diesem Aulaß hin. Alle Anzeichen, so schließt der'Bericht des „Ezas," berechtigen zur Annahme, daß bis Ende April das Wasser bis zum Horizont des Schachtes „Haus Oesterreich" ausgepumpt sein werde. Der Wasserstaud im Schachte „Elisabeth" beträgt 2°, 5' uud 4". — (Eiu blutiger Kampf.) Dienstag Abends ereignete sich beim Holzmagaziue vor der Heltauervorstadt, in Hcrmaunstadt, ein entsetzlicher Vorfall. Dic dort po-stirte Schildwache sah ciuen Urlauber mit seiucr Dirne sich in der Rahe seiues Posteno auf einen Strohhaufen nieder-lasscu. Der Urlauber rauchte obendrein uoch gcuutthlich seiue Pfeife. Dic Schildwachc rief dem Licbeöpärchcu zn, es illöge sich von dem Orte entferne» und sich audcrswo einen Platz zu Liebesabenteuern und Muchvcrgniigcn snchen. Als Erwiderung hierauf schnitt dcr Urlauber der Wache ein Gesicht. Der Mauu ging jetzt auf das. Pärchen zu, um es von der Nähe aus zum Weggehen zn bringen; da springt der Urlauber auf, packt die Waffe, um sie der Schildwache zu entwinden. Während Beide ringen, schleich! sich die Dirne hinter die Schildwache uud packt letzlere, um ihrem Galan Hilfe zn leisten. Der Wachtposten er^ hält während des Ringens am Arm uud au dcr Haud mehrere Verwuudnugcn. es geliugt ihm aber, sich endlich vou dcu Angreiferu frei zu machcu, und in der Aufregnug rauutc er der Diruc das Haubajouuct durch den Leib/Die Dirne hauchte iu einigen Momenten ihren Geist aus. Der Urlauber wurde nachträglich eruirt und au die compcteute Behörde abgegeben. Eiucr anderen Versiou zufolge soll der beschriebene Vorfall die Folge einer Eifersucht gcwcscn sein. Der eingezogene Militär-Urlauber gibt uämlich au, daß das getödtetc Brotladeumädchen früher die Geliebte des Wachtpostens gewesen, der sie wahrscheinlich aus Eifersticht niedergestochen haben dürste. Die eingeleitete gerichtliche Erhebung wird die eigentliche Ursache dcr Katastrophe wohl an dm Tag bringen. — (Hohes Alter.) Aus Marisel im Kolozser Eomitate (Siebcubürgeu) wird gemeldet, daß dort am 24ten März eiu Landmanu, Ramens Athauasius Popp, iu dem hohcu Alter vou 126 Jahren gestorben ist. Derselbe soll iu seinem gauzcu Leben nie trank gewescu seiu. — (Rothschild's Hinterlassenschaft.) Aus Paris wird über das Vermögeu des daselbst jüugst verstorbenen Baron James Rothschild geschriebeu: Mau wußte, daß Freiherr u. Rothschild ein riesigcö Vermögen hiuter-lassen, aber die Ziffer war uicht bekannt und eö bedürfte mehrere Monate, nm sie genau zn kennen. Seit ewigen Tagen ist die Bilanz abgeschlossen. Freiherr v. Nothschild hat ein Vermögen vou ungefähr 700 Millioueu Gulden hiu-terlasseu. Vocale s. — (Das Concert deö Frl. Pichou) fiudct heute Abcuds im Theater statt. Das Programm ist sehr iutcressaut; es stehen Gesangsvorträge der Eoncertgcbcriu, dcr Frau Grcgoric, Frl. Echanmburg's, Hcrru Ander's uud Herrn Valenta'ö, dann musikalische Productioucu der Hcrrcu Elze, Harpf, Cchautl ulld Schaumburg, der Regi-mcutscapelle von Huyu-Iufanteric, endlich auch ein kleiues Lustspiel mit Frl. Echanmburg uud Herrn Bergnmun auf dcmfelbcu. Wir zwcifclu daher uicht au dem zahlreichen Vesuche, welcher ciu lhalfächlicher Beweis der allseitigen Sympathien für unsere geschätzte Primadonna sciu wird. — (Naubaufall.) Iu dcr Rächt vom Samstag auf Sonntag, ungefähr um 1 Uhr, wurde ein Vauc'r von zwei Strolchen, mit deucu cr früher im Wirthshause poculirt hatte, in der Rähc deö Schulgebäudes augefalleu uud seiller Barschaft beraubt. Die Thäter wurden bald darauf festgenommen. Aus dem Gemciudcrathe. Sitzung vom 0. April. (^eststellllnq der FnnctivnSsscl'ilhr des Vürgermei-ß das Rudcr dcr Stadt in dcn besten Häxdcu ruhcu wcrdc. (Aiavo.) Er war stclö ciu wackcrcr Vorkämpfer dcr Idec» der Freiheit, des dichtes, des Rechtes; in uüsercu Tagen thut cö uoth, daß dicsc Idccu ins ^cbcn dcr Bevölkerung übergehen. Sie sind dcr rechte Mann dafür. Dic schlnmmerndcn Keime des Volkslebens werden sich im pichle dcr Freiheit entfalten, während sie im Schatten der Finsterniß verwelken müßten. Wir erwarten, daß Sie ein eifriger Förderer des Schulwesens seiu wcrdcu. ö Fortschritts zu lenken nnd dic fremden Elemente mit dcu heimischen iu Einklang zn briugcu. Die Armen uud Bedürftige,! suchen im Bürgermeister ihrcu zweiten Vater. Sie kennen die Bedürfnisse einer Familie, Sie werden cs dahcr auch verstehen, der Beschützer dcr großen städtischcu Familie ;u scin. In unserer Gemeiudc fchlt noch EinS — die wünschcuswcrthc Eiutracht (Vravo), welche dic Bürger Laibachs zum Wohlc dcr Stadt bcscclcu soll. Sic siud dcr Mauu. das schwierige Werk dcr Vcvsöljuuug der Gemüther mit günstigem Erfolge durchzuführen. (Bravo!) Sie halim 552 in öffentlichen Stellungen stets das Beispiel weiser Mäßignmi gegeben, Ihr Blick war nie vom Nebel der Leidenschaft gctiiibt, Sic haben stets den Moment tlar und besonnen erfaßt. Wir sprechen die srcadigc Hoff-nnng an<<, daß Sie die Stadt zu dem machen werden, was sie sonst war, die von jedem Landcolind geliebte Mutter, die hul^.m, I^l>I)l>»!,, die HeiinatSstätle, zn der sich jeder mit seinen innigsten Gefühlen hingezogen fühlt. (5mpsangcn Sie darum unsern warnnn Hände-druck. Seien Sic versichert, daß wir Ihnen in guten und schlimmen Tagen treu zur Seite flehen werden. Der Himmel segne Ihr Wirken! Ein Hoch nnscrm Bürgermeister! l^o^ iivi nüß»'^ /uj'-xil»! (Allgeiucines Brauu. Sämmtliche Gcmeindcräthc verlassen die Sitze, um dem ncnerwähltcn Bürgermeister die Hand zn schütteln.) Es folat die Wahl dcS Bicclnirgelmeistcrö. Als solchlr wird GN. Dcschmann gewählt. lMuvn, Biauo!) Dcschlnann dantt für oic Wahl. GN. D>'. Kl, l ten egg er ergicift daö Wort, um in schlichten Worten die Flendc ndcr daö ^tcsultal der W^hl miözndlückcn, die anf cincn Älann gcfallc», de, Vlilmandcm an Patrioli^muS, Tüchtigleil lind ^csligteil dcS Eharaktc.S n.ichstchc. Wc>,n er, nachdem fchun ein Aüdcrcr gcspiochcn, noch das Wort ergreife, fo g^schchc rö m,r nm dcr Harmonie, wclchc in dics,r Bczichnng untcr den Gemeinderäthen hcrischc, Aliödlnck zn geben, Alterspräsident P. Srlinig übergibt den Botsitz an Picebürgei nicister D c sch >n a n n. Dr. K ceS l) ucher stellt den Di iüglichtcilSantlag auf Aildling dcr S>clionc». Die Wahl derselben wird sogleich vor^cnonuncn und cv^ibt fol^cndcS Rcsnllat: 1. Mllgistratsscction: Dcschlnann, Atallitsch. Fint, Seunig, Stcdry. 2. Ncchtsscclion: DDr. Kaltcncggcr, Pfcsfcrcr, Rcchcr, Schöppl, Snppantschitsch. Z. Finanz-stction: Drco. Haussen, ^cokomc, Nudcsch, Dr. Schöppl, Stcdry, Terpin. 4. Banscction: Bürger, Hansel, ^c-gat, Äiallitsch, Pauer, Samassa, Stcdry. l>. Armen-section: Dcschmann, Gollsch, iiomar, Äiahr, Sakraischcg, Scnnig, Terpin. 6. Pulizeiseclion.- Biliua, Fink, Dr. KeeSbachcr, Dr. Pfcffcrcr, Nudesch, Dr. Snppantschitsch. 7. Schulscction: Dcschmann, Haussen, Dr, ilaltcncggcr, Dr. KccSbachcr, Aiahr, Miknsch, Pirtcr. 8. Tiuoli-Verwaltung.- Mallitsch, ^aßnik, Samassa, Tcrpin. Ferner wird die Commission znr iltevision des Ocmciudestatuts gewühlt (Deschniann, Dr. Kaltcncggcr, Dr. Kecöbachcr, Dr. Pfeffcrer, Pirkcr, Dr. 9icchcr, Dr. Schüppl, Dr. Snppan, Dr. Suppantschilsch). Schließlich stellt 5t a l' ten cggcr nachstehende Dringlichlcitsauträgc: 1. Dcr Ge-meindcrath wolle beschließen, er erkenne die Dringlichkeit dcr Aufgabe, vur Allem cinc gcnanc itcnuiniß dcr finanziellen Verhältnisse dcr Stadt und des Gcschäfts-standcS dcS AiagistratcS zn erlangen und bcanftragc die Finanz- nnd bcziehnngsweisc die Äiagislratsscction zur entsprechenden Berichterstattung; A. dic Colinnifsion zur illcvision des Ocmcindcslalnlö sei aufzufordern, dic Be-rathnng hierüber soglc,ch zn beginnen nnd die bezüglichen Anträge sobald als nnr thunlich zn stellen. Beide An^ träge werden angenommen und dcr Vorsitzende schließt sohin dic Sitznng bchnfs dcr Eonstituirnng dcr Sec-tioncn. Verein dcr Aerzte. Am Samstag den 3. d. M. fand eine wissenschaftliche Vcr sammlung des Vereins dcr Aerzte statt, an welcher 11 Mitglieder und 1 Hast Theil nahmen. Nach Verlesung des Proto-tulls der letzten Versammlnng eröffnete Primararzt Dr. Kees-dach er die Reihe der Vortrage mit einer Besprechung eines auf seiner Abtheilung vorgekommenen Falles vmi Brnslfcllcxsndat, welches dnrch die Parazenthcsc (Anzapfung)der UrusllMc volllom» »nen geheilt wurde. Er tnllpst hieran einige Bemerkungen über die ^agc und dic Achsendrehung des Herzens beim Abfluß dcr Flüs^ sigleit. Sodann zeigte cr das Präparat eines riesigen Leber trebses vor, welcher bei einer 78jahrigcn Frau, ohne daß selbe liber andere als Altcrsbeschwerdcn sich dctlagte, vorgefunden wurde. Dr. F u x filhrte hierauf zwei Kraule vor, bei deren einem derselbe die künstliche Nascnbildnng nach Carcinom, bei dem an deren eine Unterbindung der Crnralarterie in Folge eines traumatischen Anenrisma mit Glück vollführt hatte. Hierauf besprach und zeigte Dr. Fux den Listcr'schen Verband mit Carbulsanrc, kreide und Ocl, dessen Vorzüge cr rühmend hervorhob, ferne« zeigte er die Szymanowsti'schen Wipslataplasmen, welche cr als vorzüglich schilderte nnd insbesondere für die Laudpraris und die Hlriegschirurgic anempfahl. Hierauf nahm Dr. Schiffer das Wort, um nochmals anf den Vortrag des Dr. Kecsbacher zurückzukommen, indem er cimn ähnlichen Fall erwähnte, dessen Section er zu machen iu der ^'agc war, bei dieser Gelegenheit anch cinflcchtend, daß er unlängst Echiiiotolcn im Gchirn eines ^leischlnct'crs fand. Ucbcr den Vortrag Dr. jtccöbachcrs cutspauu sich nun ciuc Discussion über die hidrostatischcn Druclvcrhältuisse voll Flüssig leiten innerhalb geschlossener Höhlen, an welcher sich die Herren Dr. Valenta, Fur und Dr. iieesbachcr bctheiligtcn. Die übrigen Gegenstände wurden wcgrn vorgeriickter Stunde auf die nächste Sitzung verlegt uud beschlossen, die Discnssion über Diftcritis als ersten Gegenstand dcr Tagesordnnng zn setzen. Ncuestr Post. Prag, 4. April. (Eousl. Borst.-Ztg,) Verläßlichen Mittheilungen zufolge foll am 24. eine allgemeine Prcß-amncstic für Oesterreich und zugleich dic Aufhebung des AusuahmSzustandcs in Pra^ erfolgen. Florenz, 4. April- Hcntc ertheilte Sc. Nlaj. der König dem FN!^. Moering die AbfchicdSaudicuz. Dem Diner bei dem Ministerpräsidenten wohnten anch die Herren dcr öslcrr. Gesandtschaft bei. Morgen begibt sich dcr FM^. aus Einlaonug Sr. Maj. nach San ^lossorc, bcglcttct von den Herren dcr öslerr. Gcsandschaft. Seine Abreise ist anf morgen festgesetzt. Paris, Z.April. In dcr heutigen Sitzung des gesetzgebenden Körpers erwiderte Inlcs Faurc anf die gestrige Rede dcS Staatsmiuisicrö Nouhcr. — Baroche antwortete demselben. Scguicr wies die gegen ihn gerichteten Angriffe zurück. Montag wird dic Debatte fortgesetzt, Paris, 3. April. Wegen dcr Affaire ill der Nuc Monthabor wnrdc Firo znm Tode verurthcilt. Paris, 4. April. Die Gerüchte über den Rücktritt des FinanzministcrS sind grnndlos. Paris, 5. April. Der „Etendaro" dcmcntirt das Gerücht über cinc nach Ehcrbourg erlassene Kriegsbereit-schastsordrc. Vrüiscl, 4. ^lpril. Wiinisiclpräsidcnt Fv'n'c-Orban wird voraussichtlich bis Äiillc April iu Paris verbleiben. — Die Nachricht dcr Pariser Blätlcr von cincr beabsichtigten Licisc dcr Kaiserin dcr Franzosen nach Belgien ist unbegründet. Brüssel, 5). April. Fr^rc-Orban verbleibt voraussichtlich bis Mitte April in Paris. M adrid, 5. April. Der „Impanial" meldet.-Der Minislerrall) beschloß, dic Eandidatnr Ferdinands vorzuschlagen. Bnlarc st. 4. April. Bci dcn Wahlen dcS ersten WahlcollcgiumS siegte die Negicrungspartci, In Bukarest wnrdc Ministerpräsident Ghlta gewählt. Telegraphische HUeciisvlcvuvse uum >i April. lipcrc. Mrtalliqnci,' tt^.70. — 5>prrc. Äi.taNiqnc« m>! Mm- nnd Äioue!Ulicr-Zinse!!<>^.70. — 5vnx.?lal!0!w!-Aulchcu7O 70.— l«<>»r Slaatiiaiilcheil K^.lK». — Äautaetlen 730.— Crcditaclicu 290.W. - i!oudou 125. — Silber i2!i. — K. l Ducatcn !>,92 Das Postdanlpfschiff „Allcmannia," Capitän Bardua, ging am cii. März mit (!47 Passagiercll von Hamburg viu Havre nach ^)iew-^)ork ab. Kandel uud 'Jolkswirthschastliches. Schwebende Tchnld. ,^n End» März !»<;!> bchnidm sich lain jluudmachiiuss dl,r ^üimissiu» znr Cliulrole drr Slaali«-schuld im Umlauf: an PaNialhypothl'larclinucifimgm ^>!>,^<^1.0^ sl. 50 kr.; an ;n Staat^notcu cltlältc» (5in. uud Filufguldeulmul-uotcu i»,^»?,«w fl., an fonuüchcü Slaat^uolsii ^90,^37.5^2 fl,, an Mimzschmieu z» ^hu ^irukrcuzcrn 0.842.605 fl. 60 kr., im amizm 400M!1,1I0 fl. 10 lr. Mouatsauöweis der Nationalba»f. Dcr am Id. aliögrgcbcuc MunatijauSwcis wciöt die nachfulqrudcnVcrnndcrun-sscu g^gru do, Vormonat »ach. Activa: Mctallschatz 108,721.547 fl, (uul 75Ü32 fl. uichr); in Mtlall zahlbare Wcchscl 3« 646.473 fl. (um t7 0,55<>.200 fl. (»im 1,434.959fl. mchr); in dcii Filialcn 15.646 300 fl. (um 977.8^)0 fl. mchr); Slac>ti22 sl. il'ciii^'l!; Hypothclar-DarlclM 67,049.258 fl. (nm 187.365 fl. wcl>ia.cl); börsrnmäßig angclaufte Pfaiidbricfc dcr Bank 9,233887 fl. (uui 11!» 616 fl. mchr), - Passiva: Baut' !iotcn»mllnif 90.l>00.000 fl. (»m 2.493.050 fl. mchr) ; nnbcho-l'cuc Cap!lnl^-N!lck;ahl!!uc,rn 562.072 ft. (um 206,820 fl. wcui-licr); rinzuloscndc Bankanweisung'',! 1.342.910 fl. (nm 799,769fl. wcnlgl'i) ; Oiro-GnlhadlN 108,814 ft, (um 12,2 3 ft. nicnisscr); »ubchodcuc Diuidcndc» 303.473 fl, (um 178 837 fl. wcnigcr); Psaiidbn.fc im Umlauf 60,000.000 fl. (um 37.700 sl, wcui'gcr); ungchobcnc Psaudbricfziiiscn 70 367 ft (nm 20,64-i fl. wcnisscr); öaldi lauf ndcr 3ccchnn!,c,cil 3,213.150 fl. (nm 710.715 fl mchr). Nudl'lfs-^'osc. Kczogcn wurden die Serien : Nr. 78 133 102 240 46? 932 971 979 1059 1101 126!» 1530 1568 1689 2023 2031 2126 2236 2495 2658 2745 3060 3,50 3217 3423 3458 uud 3953. Aus diesen 27 Serien fiel der Haupttreffer mit HO.Uiw fl. anf Scric 2023 Nr. 17, der zweite Treffer mit -lOttO fl. auf Scrie 240 Nr. 24 und dcr dritte Trcffer mit 2 fl. auf Scrie 1059 Nr. 45; ferner gewinnen je 400 fl. S. 971 Nr. 35 uud S. 3217 Nr. 36; je 250 fl. S. 1689 Nr. 11, S. 3150 Nr. 8 und S. 3458 Nr. 22; je 100 fl. S. 133 Nr. 22, S. 932 Nr. 5, S. 1101 Nr. 23, S. 1089 Nr. 23 uud S, 3150 Nr, 22; je 50 fl. S. 78 Nr. 20, S. 133 Nr. 10 und 43, S. 979 Nr. 42, S. 1209 Nr. 40, S. 7530 Nr. 42, S. 1508 Nr. 12 uud 40, S. 2120 Nr. 8, 30 und 40 nnd S. 3423 Nr. 14; endlich gewinnen je 30 fl. S. 78 Nr. 34, S. 102 Nr. 48, S. 932 Nr. '31, S. 971 Nr. 37, S. 979 Nr. 2«!, S. 1101 Nr. 10, S. 1530 Nr. 4, 9 nnd 20, S. 1568 Nr. 18, S. 1689 Nr. 1 und 15, S. 2230 Nr. 45, S. 2495 Nr. 15 uud 21, S. 2058 Nr. 40, S. 3060 Nr. 45, S. 3150 Nr. l2, S. 3123 Nr. 2, 28, 35 und 43, S. 3458 Nr. 14 uud endlich S. 3953 Nr. 17 nnd 30. Anf alle übrigen Nummern entfällt dcr geringste Gewinnst von je 12 ft. ö. N. Iludolföwertl), 5. April. Die Durchschnitts-Preise flell-icn sich auf dcm hcutigcu Markte, wie folgt: lr. Weizcu pcr Mctzcn 5 — v Butter pr. Pfnnd . — 50 >lorn „ 4 10 Eicr Pr. Stilct . . -- l!j Gcrstc „ 2 00 Milch pr, Maß . — ! 10 Hafcr ,. 2 - Nindflcii'ch pr. Pfd. - 20 H^lbfrncht „ 4 50 Kalbflrisch „ — 20 Hcidcn „ 2 88 Schwcincflcisch „ — ^4 Hirsc „ — , - , Schüpscuflcisch „ — ! — iinknrntz „ 2 80 Hähndcl pr. >Vti!ck — , 30 (5rdäpfcl „ 1 00 Tanben „ - ! 24 ^'inscu „ 0 <10 Heu pr. Eculncr . 1 80 Erbscn „ — ! — ^ Stroh „ . . i — Fisulcn „ 4 48 Holz, hartes, pr. jilst. 0 50 »iiudc'schüialz pc, Psd, — 45 — wcichcö, „ " , " SchN'ciücschmalz „ 45 Wciu.rnther, pr. Eimrr >^, Spcck. frisch, „ — — — wcißcr ., 4 — Speck, gcränchcrt, Pfd. — 3, BcsilM, Uü» Blodnig. — Fricdlich, Knnsin., oun Vrcölau. -- Ansscuck, Realitätcnbcs., au^ lliitcrlrc,!!,. - Frau Simic, Private, uun Gotlschre. Elcfallt. Dic Hcrrcn: Prcnirun, Bcsitzcr, von Adclobcrg. — Noblnu, von Kailischa, — Gaspcrin, von Uoh.-Fcistrit). — Schmidt und Kohlc, Kanflt.; Nruck, Gcschäflllvcis,, und Nitl,r u, Dcb^ly, vmi Wicn. - Waschilsch, k. k. Obcrlt., auö llutcr-train. — Hull, Ncalilätcnbcs., ans (5ronlicu. Atohvell. Hcrr ^rlluscld, Privaticv, vou Wicu. 3Ueteliroll,^ischo Nooüachlull^ll ill Lailwch. " n.5 ß " " « > 3;"A 0 ll. Mg. 323.7,1 -j- 2.3 windstill Ncbcl ^ 5. 2 „ N. 325.ZN -l^. 84 windstill , trübe ^''', 10 „ Ab. i 327.3? -l' 6.» W. schwach ! lrilbc , ^^" Morgcuucbcl, Voimittag ctwas Nc^cn, la^ilbcr gcschlusstnc Woltcudccte. Das Tagc^mülcl dcr Wiumc -^ 5'8, uin u9" iintcr dcm Normale. Vcrautwortlichcr zitcdactcnr: Ignnz u. K l c i n in a U. r. ^" «' l. '^l.^ 3^iel» 3 April. Im allgcmcincn >lnir dcr Fonds- nnd Aciicnmarlt hclitc bcsscr di3.10 „ Silber „ Iäuncr-Iuli . 71.- 71.20 „ „ „ Apnl-Oclober. —.— —.— ^u üslerr, Währ. . . zn 5pCt. 59.80 00.— dctto v. 7', 1800 . . 5 „ 04.90 00.-detto nlclzahlbar (>!) . 5 „ 98.7.-) 99.-detto „ (Z). l-, „ 97.75 98.- Silbcr-Anl. 1804 (Ü.St.) 5 „ 79.- -.— „ 1805 (FrcS,) 5 „ 82.— —.^7 MetalliqinS . . .zn4'/.pCt. 50,25 50.7<) MitVrrlos v.J. 1839 205.— 200.— MitVcrlos.v 1.1854 zu 25(1 ft. . . „4 „ !'575 9b.-MilVcrlos. v.J. i860 zu 500 st. . . „ 5 „ 103.50 103.00 Mt Verlos. v.J. 1800 zu 100 fl. . . ,. 5 „ 104.— 104.25 MilVerlos.v I.1864 zu 100 fl...... 127.50 127.00 Lomo-Nrutcusch. zu 42 Liro »usi. pr. Slilck.....23,50 24. Staatti-Doniäncn-Psaudl,ricfc zu 120 ft. 0 W. (300 ,U'. 5 Pi5t.) in Silber Pr. SUM . . . 118.- 118,25 1 Orlindentlastunsss-Obligatiollell. l Filr 100 fl. Geld Waare Nieder-Oesterreich . . zu 5 pCt. 92.50 93.^ Obcr-Ocstcrrrich . . „ 5 „ 91.-- 92,— Salzburg .... „ 5 „ 90.— 91.-. !ijot)mcn .... „ 5 „ 92.— 92.50 Mähren .... „ b „ l»0.50 91 — Schlesien .... „ 5 „ 90.- 91,— Slclcrmcnt ... „ 5 „ 9<>.— 91.— Ungarn..... „ 5 „ 78,75 79,50 Tcmcser-Aanat . . „ 5 „ 77,50 78.— Ernalicn uud Slavonien „ 5 „ 79. - 79.50 Galizicn .... „ 5 „ 71.40 71.90 Sicbcnbürgeu ... „ 5 „ 74.50 75.-^ Butoviua .... „ 5 „ 71.25 71,75 Uug. M. d. V.-C, 1807 „ 5 „ 77.75 78.25 Tem.B.m.d.V,-C. 1867,, 5 „ 75,50 7«.- Actie» (Pr. Stilcl). Nalioualbant......730.— 731.— Kaiser sscrdinands-Nordbahu zu 1000 ft. (^M.....2347.-2350- ssrcdit-Austalt zn 200 st. V. W, 295.80 29590 N !j,Eöcom.-Gcs.z,'500fl.ö.W. 812- 81,'.-Statsciscnb.-Gcs.zu200fl.2M. odcr 500 ssr.....li^.- 334.20 iiais. Mis. Nahn zn 200 f.. CM. 179 50 179,75 Sild.-norddVcr,-V.200„ „ 106.25 166.50 Geld Waare Süd.St.-,l.-veu.u.z.-i.E.200si. ü. W. odcr 500 Fr. ... 235.70 235 90 Gal.iiarl^'lid,-B, z.200ft.CM. 2>9,- 219..'X) Bohm. Wcslbahn zn 200 st. . 193,- 193 50 Ocst,Dou.-Dampssch.-Gcs. ^H 583.— 585.- Ocslcrrrich. i»loyd iu Tricst Z I 322,- 325,— Wieu.Dampsm.-Aclg . '. . 320.— 330.— Pcstcr Kcttcubrücke .... 075, - 085.— Anglo - Austria - Baut zu 200 ft, 314.50 315.— i,'emuerg Czcruowikcr Acticu . 185.50 180.-- Pcrsicher.-Gcsellschast Douau . 250 - 250.— Pfandbriefe (flir 100 st.) National- 1 bau! auf ^ verloöbar zu 5"/» ^0 70 100.90 C. M. j Nat,ouc,lb.anso.W.verlosb.5„ 95.80 90.-- Ung. Bod.-(5red.-Anst. zu 5'/, .. l>2 25 92.50 Allg. ost, Bodcn-Crcdit-'.'Instalt vcrlosbar zu 5"/.. "i Silbcr 108.— 108 5»! dto.in33I.ri!ckz.zu5pEt.wö.W. 92.50 92 75 ^ofe (pr. Stilck.) , Ered.-A.s.H.n.G.z.100ft.ü.W. 109.25 1 " Silbcr . . 123 „ 50 „ 123 „ 75 - Kraiuische Grundcntlaftungs - Obligationen, P"» vatnotlnmg: 86,50 Geld, 90 Waare