Nr. 47. -»— Montag, 28. Februar 1898. Jahrgang 117. Macher Zeitung. "Mu»^?^5"5' Mit Postveiieübun«: ganzjHhrig fl. 15, halbjähri«, fl. 7 z«. In, Comptoir: «tlne c>ni. '. halblährig fl. 5-50. Für bic Zustellung in» Ha»« ganzjährig fl. 1. — InsertionSgebür. Für -^ >ln!»llte h,z ^ 4 geilen 25 lr,, sslößcre per Icilc L tt,^ bei öfteren Wiebelholungeil per Zelle » lr. D« »Laib, Zt«,> erscheint täglich, mit Ausnahme d« Tonn- und Feiertage, Die «bminlftratton befindet stch Longrelsplav Dtr, ü, die Redaction Varmherzigergasse «r, 15, Sprechstunden der Nedaction v,n » bi« 11 Uhr vor» mittags, llüfrnnlierle Briefe werden nicht angenommen, Manujcripte nicht zurüHgestellt. Amtlicher Theil. W Aine k. und k. Apostolische Majestät haben mit "pochst unterzeichneten» Diplome dem Oberst- ^?"ucmt des Infanterie-Regiments von Milde Nr. 17 wo? Gressel den Adelstand mit dem Ehren- ali°? .,'^er» und dem Prädicate «Baraga» ""gnädigst zu verleihen geruht. M Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit h" Wster Entschließung vom 16. Februar b. I. ^ ..^^twnschef im Finanzministerium Dr. Friedrich ^ciyerrn von Winter stein den Orden der dt?5" Krone dritter Classe taxfrei allergnädigst zu "leihen geruht. Al,^ ^"^ ^ U"o k. Apostolische Majestät haben dem Zander Maximilian ^^n Vrin ts zu Falkenfür n!^ ^" Ministerialrathe im k. k. Ministerium hä^.°ndesvertheidigung und Lieutenant «im Ver-^""Me der Evidenz, des Landwehr-Uhlaneu.Regiments An, ^"! ^afen Messey de Bielle die ^ "^rerswürbe taxfrei aNergnädigst zu verleihen Att.,^ne k. und !. Apostolische Majestät haben mit dem V^ Entschließung vom 23. Februar d. I. z^ , ^lmsterial-Secretär un Ministerium des Innern M,v .^ e r is das Ritterkreuz des Franz-Iosef-Ordens ""gnädigst zu verleihen geruht. Al._^eine k. und k. Apostolische Majestät haben mit denl M^ Entschließung vom 17. Februar d. I. Lank A""uzrathe der niederösterreichischen Finanz- "noesdirection Dr. Josef Ritter von Bauer das verl,?c"ellz des Franz-Iofef-Ordens allergnädigst zu "eiyen geruht. Un^^eine k. und k. Apostolische Majestät haben mit dem m ^" Entschließung vom 22. Februar d. I. shy . "vrstand-Stellvertreter ^s Telegraphcn-Corre-^« ^nz.Vureau. Ministcrial-Secrctär im Ministerium C^/nnern Dr. Johann Kieres deu Titel und Ta!5 „ ""^ Negierungsrathes mit Nachsicht der ^ allergnädigst zu verleihen geruht. ^ GautsH m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Februar d. I. dem Kanzlei-Official erster Classe bei dem Prager Oberlandesgerichte Josef Kozeluch anlässlich der von ihm angesuchten Versetzung in den bleibenden Ruhestand den Titel und Charakter eines Kanzlei-Directors erster Classe allergnädigst zu verleihen geruht. Ruber m. p. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. Februar d. I. dem in der Kathareiner Zuckerfabrik der Troppauer Zuckerraffinerie-Actien-Gesellschaft bediensteten Arbeiter Peter Smija in Anerkennung seiner vieljä'hrigcn, einem und demselben Industrieunternehmen zugewendeten treuen und belobten Berufsthätigkeit das silbeine Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihe» geruht. Der Finanzminister hat den Finanzcommissär der Direction der Staatsschuld Karl Ritter von Pittner zum Finanzsecretär und den Finanzconcipisten Engen Ohe'ral zum Finanzcommissär im Pcrsonalstandc dieser Behörde ernannt. Der Handelsminister hat der Wiederwahl des Josef Houdek zum Präsidenten und des Heinrich Rudolf zum Vicepräsidenten der Handels« und Gewerbekammer in Pilsen für das Jahr 1896 die Bestätigung ertheilt. Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat den Archivadjuncten Josef Kupka zum Archivar des Abgeordnetenhauses des Reichsrathes rnannt. Nichtamtlicher Theil. Landtage. Sitzungsberichte vom 25. Februar. In der heutigen Sitzung des nieder österreichischen Landtages wurde zunächst ein neues ^ Gehaltsschema für die Landesbeamten beschlossen und hierauf über das Statut einer niederösterreichischen Landesanstalt für Rindvieh-Versicherung eine längere Debatte geführt, an welcher sich auch der Herr Statthalter Graf Kielmansegg betheiligte._________ Im böhmischen Landtage nahm nach Erledigung der Tagesordnung der Oberstlandmarschall Fürst Lobkowitz das Wort, um an das Haus eine besondere Bitte zu richten. Der Oberstlandmarschall erklärte in böhmischer und deutscher Sprache: «Hohes Haus! Am 2. December wird das fünfzigjährige Regicrungsjubiläum des Kaisers gefeiert. Alle Völker Oesterreichs erglühen in warmer Liebe und unverbrüchlicher Treue für den Kaiser. Auch der Landtag des Königreiches Böhmen empfindet das Bedürfnis, bei dieser Gelegenheit seinen Empfindungen Ausdruck zu geben. Es liegt zwar ein Connni'ssionsantrag vor, wonach eine Huldigungsdeputation an Seine Majestät abzusenden sei, und ein anderer Antrag mit demselben Ziele, der aber gcschäftsordnungsmäßig noch nicht soweit gediehen ist, um zur Verhandlung zu gelangen. Allein nicht auf die Verschiedenheit der Form und der politischen Meinung kann es hier ankommen, denn in der Sache selbst herrscht, so hoffe ich, nnter allen Abgeordneten dieses Hauses volle Einigkeit, ebenso wie unter allen Völkern unseres Reiches. Trotz aller Verschiedenheit der politischen Gesinnung und der Ueber» zeugung umfasst uns alle ein Band, das Band der Liebe nnd unerschütterlichen Treue für die geheiligte Person unseres Herrschers. Alle Völker Oesterreichs bereiten sich vor, anlässlich des Regiernngsjubiläums Seiner Majestät ihrer Treue und Loyalität an den Stufen des Thrones Ausdruck zu geben.» Der Obcrstlandmarschall führt weiters aus, dass er nicht auf alle vorbereitenden Schritte hinzuweifen brauche und nur seiner Bitte dahin Ausdruck geben wolle, er möge ermächtigt werden, an der Spitze von aus dem Landtage zu entsendenden dreißig Mitgliedern zur Zeit, in welcher das Regierungsjubiläum Seiner Majestät gefeiert wird, in das Allerhöchste Hoflager zu ziehen, um dort die Huldigung und die Glückwünsche des Landtages zu überbringen. Ferner möge er ermächtigt werden, seinerzeit die betreffenden Mitglieder zu bestimmen. Redner schließt: «Indem sich bereits alle Abgeordneten, nachdem ich zu sprechen begonnen habe, erhoben hatten, so sehe ich das als Zeichen Ihrer Zustimmung an und betrachte meine Bitte und meinen Antrag als angonommen.» Der Erklärung des Oberstlandmarschalls folgte stürmisches Händellatschen seitens der Landtagsmitglieder. Feuilleton. Die Wiedercroberuug des Herzogthums Kram im Jahre M3. IV. bis « /Oberst sammelte nun seine Mannschaft, drang bura Hauptstraße und von rückwärts in Weichsel- reich ^ ^" ^ nüt den beiden anderen ebenfalls sieg« G^.. ^^gedrungenen Colonnen zusammentraf. Das H^ Stauer-Bataillon ^^ ^^ ^^ zehnstündigen dann > ^ "ber Gebirge und die schlechtesten Wege, Feind !? sünfstündigen Gefechte, ganz erschöpft. Der wied," ^ä nach seinem angetretenen Rückzüge tz^ ^ nni, wurde aber sogleich wieder angegriffen, de. 5„flänller sogen fich znrück und demaskierten auf lM^ohe von Grohlnpp und St. Marein ein Va-dcr n Vellten, mit 2 Geschützen nnd 80 Dragonern 9:. ."glichen Garde, welche nnter dem General-Klen, " ^cchi und dem Artillerie-Obersten list? ^ Arcierengarde bildeten. Rittmeister Gras s^azy "lt einem Flügel Radetzky'Husarcn in der Ver-siH? begriffen, kaum diese Truppe erblickend, stürzte Nacbi , "^ ^kmge Husaren dem kühnen Rittmeister voll V ' """ vermochten, dennoch mit seiner Hand-nnd I^Ü^ ""s b"s Bataillon, welches, von Furcht web? Flecken ergriffen, nach einer Salve die Gc-eilten ^a.w"rf und ihm Platz machte. Unaufgehalten vall".""" bie Husaren der vor ihnen fliehenden Ca-bemN °" in ihrer Mitte die Geschütze führte, nach, na^w ^" sich derfelben und einer Standarte und «esan Obersten Clement nebst 40 Dragonern Da aber ohne der Position von St. Marein sich bis an den Vernberg leine haltbare befand, so nahm Oberst Milutinovich zum Schlüsse noch spät abends in einem Anlaufe St. Marein, wo sich dann die Oesterreicher festsetzten. Die Franzosen verloren an diesem Tage nebst oem genannten Obersten, 9 Officiere und 900 Mann an Gefangenen, 2 Standarten, 1 Fahne, 2 Geschütze, Verwnndete und Todte verhältnismäßig; die Oesterreicher an Gefangenen, Todten und Verwundeten 109 Mann, worunter zwei verwundete Officiere. Zum drittenmalc hatte der Widerstand auf der Straße von Laibach den Vicekönig in der Idee von dort vorhandenen Truppenmassen bestärkt und ihn, seinem eigenen Geständnisse nach, von ernstlichen Unternehmungen gegen das Centrum und den rechten Flügel der Ocstcrreicher abgehalten. Er glaubte uun, FZM. Baron Hitler beabsichtige, die Straße von Laibach zur Basis einer Operation zu machm, die ihn über Adelsberg und Görz nach Italien führen sollte. Infolgedessen verstärkte er seinen rechten Flügel so, dass zwischen Adclsberg, Laibach und St. Marein drei Armee-Divisionen zu stehen kamen und beschloss, den ihm so zahlreich und gefährlich scheinenden Feind auf der Straße von Laibach abermals durch die vierte Division uuter General Marescot in der Front und zugleich durch die fünfte Division unter General Palombim in der linken Flanke angreifen zu lassen. General Nebrovich stand am U). uon Sonnegg über Weißkirchen, St. Marrin Lestic ""d längs der Laibach bis an die Save m Vcrbmdung m d m G -neral Fölseis, als die Franzosen ihren Angnff begannen? indem sie abends drei Compagnien m Wech-lirchen überfielen und im ersten Anfalle zerstreuten. Die Gefahr diese« Einbrüche« in die österreichlschc Linie, kmz vor der Nacht, begann eine sehr ernsthafte Wendung zu nehmen, als Oberst Milutinovich in der linken Flanke des Feindes erschien, ihn aufhielt und Zeit zur Sammlung der Gesprengten gab, welche indes Weißkirchen doch nicht wieder erobern konnten. Auch langte zu derselben Zeit die Nachricht von der Vorrückung des Generals Palombini mit der Division Pino über Zirknitz ein, durch welche sich General Re-brovich in seiner linken Flanke zu sehr bedroht fand. Er trat abermals am 20. morgens, unter Begünstigung eines starken Nebels, den Rückzug auf den Am 22. besetzten die Franzosen unter General Marcognet Weichselburg mit zwei Bataillonen und einer Escadron. General Palombini, zwischen Zirknitz und Studenz aufgestellt, hatte den General Peyremont mtt zwei Bataillonen und einer Escadron auf Ober-Gnrk detachiert, der sich über Seisenberg und Posendorf durch Patrouillen mit General Marcognet m Vnbtn-duna sehte. General Nebrouich detachierte am 22 nach. mittaas seinen Generalstabs-Hauptmann Rodiczky mit dcn Obersten Graf Starhemberg von Nadetzky-Husaren und Milutinovich mit einem Bataillon Gradiskancr, einem St. Oeorgencr und einer Escadron nach Seifen-bcra um seine linke Flanke gegen Palombini zu dccken. Der Feind hatte sich an» 23. von Oder-Gurk nach Outenfcld zurückgezogen und sobald die beiden Obersten dies erfuhren, beschlossen sie, ihn dort zu überfallen. Nach dem beschwerlichsten Marsche über Pirlenfeld, St. Ambros und Kißovich über Gebirge und kaum gangbare Fußsteige, im unaufhörlichen Regen, erreichten ic spät in der Nacht Gutenfeld, von wo der Feind aber schon wieder bis Groß-Laschitz gewichen war. Sie beschlossen am 25. auch dort ihn anzugreifen. Laibacher Zeitung Nr. 47. 360 28. Februar 1898. Abg. Wolf, welcher nebst vier oder fünf anderen deutschnationalen Abgeordneten während der Erklärung des Oberstlandmarschalls sitzen geblieben war, verlangt zu sprechen, kann aber infolge des anhaltenden Applauses nicht zum Worte kommen. Er schreitet in die Mitte des Saales auf den Sitz des Oberstland-marschalls zu und macht Zwischenrufe, die durch Beifall und «Slava»-Nufe übertönt werden, so dass sie zumeist unverständlich bleiben. Man hört Rufe, wie «Brutales Wortentziehen! Rechtsbruch! Loyalitätsheuchelei! Wählt wenigstens mich in die Deputation, damit die Wahrheit gesagt werde!» worauf Gegenrufe «Roheit!' veruehmbar wurden. Theilwcisc kehren sich die Zwischenrufe des Abg. Wolf gegen die eigenen Parteigenossen, die an der allgemeinen Loyalitätskund^ gebung theilgenommen hatten. Der Oberstlandmarschall ertheilte dem Abg. Wolf den Ordnungsruf, den dieser mit den Worten beantwortet: «Das ist mir gleichgiltig!» worauf er die Zwischenrufe fortsetzt. Der Obcrstlandmarschall läutet und lässt in der Verlesung der Interpellation fortfahren. Abg. Wolf setzt die Zwischenrufe fort. Es wird hierauf die Tagesordnung der morgigen Sitzung verlesen. Als erster Gegenstand befindet sich auf derselben die zweite Lesung des Berichtes der Adresseommission Als bei Verlesung des deutschen Wortlautes der Tagesordnung das Wort «Adresse» vernehmbar wird, werden stürmische «Oho»-Rnfe ans deutscher Seite laut, während von böhmischer Seite ebenso stürmisch Beifall gespendet wird. Der Oberst« landmarschall schließt die Sitzung und entfernt sich. Die «Oho»-Rufe auf Seite der Deutschen und die Gegenrufe sowie der Applaus auf böhmischer Seite dauern eine Weile fort. Der Bukowina er Landtag nahm nach warmer Befürwortung dnrch den Landespräsidenten die Vorlage, betreffend die Einführung von Zuschlägen zur Weilmerzehrungssteuer und einer Lanocsanflage auf den Verbrauch geistiger Getränke behufs Schaffung einer Einnahmsquelle für die Erhühuug der Bezüge der Volksschullehrer, au. Politische Uebersicht. Laibach, 26. Februar. Der Oberstlandmarschall-Stellvertreter von Böhmen Julius Lippert veröffentlicht iu der «N. Fr. Pr.» eine längere Darstellung der Lage in Böhmen und spricht auch über die voraussichtlichen Parteivorgänge im Reichsrathe. Er spricht von der vor Beginn der Reichsrathssession zu erwartenden neuen SPrachenverordnun g und sagt: «Dass auch die Aufhebung der Badenischen Verordnungen und deren Ersatz durch minder drückende eine Lösung nicht bedeute, ist bei unserer Stellung zur Eumpetenzfrage ganz selbstverständlich. Was jene außer der Aufhebung enthalten werden, ist nur so weit bekannt, als sich die Negierung über die allgemeinen Grundsätze ausgesprochen hat. Diesen entsprechend werden sie — von der Kompetenzfrage ganz abgesehen — die letzten Forderungen der Deutschen keineswegs erfüllen. Damit aber ist doch auch wieder die Frage nicht entschieden, ob sie nicht als das, was sie sind, als Provisorium betrachtet, den Deutschen die Möglichkeit eröffnen, den Kampf um weitere Forderungen ini Neichsrathe in positiver Betheiligung an seinen Arbeiten zu führen. Unendlich viel hängt von der Entscheidung dieser Frage ab. Sie kann aber nicht einfach zusammen-fallcn mit dem Urtheil der deutschböhmischen Landtags-Abgeordneten über den Wert der neuen Verordnungen an sich; ihre Lösung muss den Vertretern des ge-sammtcn deutschen Volles im Ncichsrathc anheimgestellt bleiben, die auf richtigem Wege mit uu-befangenem Blicke das Gewicht unserer unerfüllt gebliebenen Fordernngen gegenwägen mögen gegen die großen Interessen dieses Reiches und des deutschen Voltes in ihm. So verlangt es die tren bewährte deutsche Gemeinbürgschaft.» Im u n garischeu Abgeo rdnctcnhausc wies bei Erörterung des Iustizbudgets der Justiz-minister die Bchauptuug der Opposition zurück, dass die jüngste Verordnung des Iustizministers eine Einschränkung der Pressfrciheit bedeutet. Er betonte, die Verordnung bewege sich durchaus iu dem Nahmen des 1848er-Gcsetzcs. Der Minister weist darauf hiu, dass die Nationalitäten-Agitation dnrch die Pressprocessc eine gewisse Eindämmnng erfuhr, während die Klage-bchördc bei allen Pressprocessen wegen der socialistischen Agitation eine Niederlage erlitt, welche die Agitatoren als wirksames Agitationsmittel benutzten, indem sie sich auf die im Namen des Bönigs gesprochenen Urtheile beriefen. In der jüngsten Zcit trete jedoch in dieser Beziehung eine Besserung ein, weil das große Publieum znr Kenntnis dieser Gefahr gelangte. Die Negierung werde, unterstützt von der liberalen Partei, die Prcssfreiheit stets schützen im Sinne des 1848er-Gesetzcs. Abg. Graf Apponyi erklärt, die Verfügung der Regierung gegen die socialistische Agitation in moi-ito zu billigen, nicht aber in der Form. Die Verordnung des Ministeriums des Innern, betreffend die Ein« schränkung des Versammlnngsrechtes, dürfe nur eine zeitweilige sei. Dies müsse ausdrücklich constatiert werden. Auch der Verordnung des Iustizministers würde er zustimme» als provisorischer Ausnahmsverfügung; denn sie enthalte eine Präventiucensur, die nicht in das 1848er-Prcssgesetz hincincommentiert werden kann. Der Minister sagt, die Opposition solle versuchen, ein solches Ausnahmsgesetz zu formulieren. Wenn Redner auf deu Stuhl des Iustizmiuisters gesetzt würde, werde er es versuchen. (Heiterkeit.) Wenn er dann nicht kann, werde er es als seine Pflicht erachten, sich von diesem Stuhle wegzusetzen. Redner lehnt den Voranschlag ab. Der deutsche Reichstag berieth gestern in zweiter Lesung den Gesetzentwurf, betreffend die Entschädigung der im Wiederaufnahmsverfahren Freigesprochenen. Die Commission hatte beschlossen, dass die Entschädigung auch zu leisten sei, wenn ein begründeter Verdacht gegen den Angeklagten nicht mehr vorliegt. Abg. Auer beantragte die ausnahmslose Entschädigung, wenn im Wicdcranfnahmsverfahren auf Freispruch oder eiu geringeres Strafmaß erkannt wurde. Staatssecretär Nürberding erklärte, der Antrag Auer sei unannehmbar. Die Redner des Centrums, die Conservative» und Nationalliberalen traten für die Commissionsfassung, die Freisinnigen und Socialdemokraten für den Antrag Auers ein. Der Antrag Aners wurde abgelehnt und die Sitzung unterbrochen. Nach Wiederaufnahme derselben wurden die Anträge auf Abänderung der Gerichtsverfaffuug berathen. Nach längerer Debatte wurde die Veschlussfä'higkeit ""' gezweifelt und die Sitzung abgebrochen. — NäW Sitzung Montag mit der Tagesordnung: Reichseis^ bahnetat. Im preußischen Abgeordnetenhause erklärte bei Berathung des Handclsetats Handels' minister Vrefeld, die Regierung würde es mit Freu^ begrüßen, wenn die Productenbörse wieder hergestellt oder aber, falls sich die Kaufleute nicht dazu vei> stünden, ein ähnliches Institut an ihre Stelle gesch' würde. Die «Times» melden aus Singapore: Gesten kam Prinz Heinrich von Preußen iu ^ Admirals-Uniform ans Land. Nach einem Besuche w dem Generalgouverueur und dem Admiral fuhr ^ nach dem deutscheu Consulate, wo er frühstückte ui'd das Cousularcurps cmpfieng. Hierauf begab sich dcl Prinz in das Regierungsgebäude zurück, erschien be> dem Empfange der Gemahlin des Gouverneurs Lad« Mitchell, speiste abends beim Gouverneur, nahm spä^ an einer vom «Tentonia-Club» veranstalteten Festlich keit theil und übernachtete in: Negierungsgebäudl' Morgen begibt sich der Prinz mit dem Gouverneur auf die Tigerjagd nach Iohore, wo er bis Samstag zu bleiben gedenkt. Tagesueuigteiten. — (Internationale Zucke rconfereni) Die «Magdeburger Zeitung» meldet aus Berlin: Oe von unterrichteter Seite verlautet, ist die Meldung, das' die internationale Zuckerconferenz im Laufe des Monath März stattfinden wird, unrichtig. Am 20. d. M. lieh Belgien Hieher die Meldung gelangen, dass Frankreich uni einen Aufschub voll acht Wochen ersucht habe. Auch Holland habe sich für einen Aufschub ausgesprochen. Del Gedanke an cine Vorconfercnz wird nicht weiter verfolgt. — (Sndpolar - Forschnug.) In Leipzig trat am 19. d. M. die vom deutschen Geographentag in Bremen im Jahre 1895 eingesetzte «Deutsche Commission für die Subpolar-Forschung» unter dem Vorsitze des Professo^ Ncnmayr, Directors der Sternwarte in Hamburg, j^ sammen. Der größere Theil der Mitglieder (aus Nord-, Mittel- und Süddeutschland) war erschienen. Fernel wohnte der Sitzung als Vertreter des Staatssekretärs des dmtschen Reichs-Marineamtes Caftitän Graf BaudissiN, Vorstand der nautischen Abtheilung des Neichs'Marin? mntes, bei. Nach längerer Berathung wurde einstimmig beschlossen, die Agitation anf Grund eines Planes zU betreiben, der die Ausscndnug eines Schiffes bezweck^ das etwa anf den Meridian der Insel Kerguelen südpolwärts vorgehen soll. Während der Fahrt sollen oceanische, er> magnetische und biologische Forschungen angestellt werden und sodann soll getrachtet werden, in der antarktische« Region ein Land zur Ueberwinterung zu erreichell» Während dieser sind auf einer festen Station ge^ physikalische Beobachtungen anzustellen und im Frühjahre Entdeckungsfahrten anf dem Binneneisc sowie nach del unbekannten Westküste dcs durch IameS Clarke Noh entdeckten Victoria-Landcs zu unternehmen. Im südliche" Herbste erfolgt die Rückkehr der Expedition, die im ganzes zwei Jahre währen und auch auf der Rückfahrt ähnlicht Beobachtungen wie anf der Ausreise anstellen wird. Zu^ Hlrn seinetwillen Roman von Vt. Lichtenberg. (35. Fortsetzung) Als Graf Steiufels uach eiuigeu Minuteu aus der Herreugarderobe wieder heraustrat, fiel sein erster Blick auf Mercedes und den Fürsten, welcher seine Gattin an der Thür der Damengarderobe erwartet hatte, uud indem er sich rasch beiden näherte, sah Bruno, wie Fürst Potemtin den leicht herabgeglittenen Hermelinmantel der schönen Frau wieder umhals und dabei, leise zärtliche Worte flüsternd, es wagte, den plastisch geformten Nacken Mercedes' mit seinen Lippen zu berühreu, ohue dass diese es ihm wehrte. Damit aber war es mit der mühsam bewahrten Mäßiguug des beleidigten Grafen zu Eude. Nasch vortretend, sprach er mit flammendem Blick: «Fürst Potemkin, Sie vergessen sich! Auch scheinen Sie nicht zu wissen, dass der Gatte dieser Dame ein kampferprobter Soldat und ein Mann voll Ehre ist, Ich hoffe, mein Herr, Sie verstehen mich uud siud bereit, mir Satisfaction zu gebcu!» «Gewifs biu ich das!» erwiderte der Fürst mit spöttischem Tollfall. «Nun wohl, so wird sich mein Secundant morgen mit Ihnen über alle näheren Details verständigen!» Und mit kurzem Gruß zog Graf Steiufels den Arm der jetzt fchneebleich gewordenen Mercedes durch den seinigen und führte sie an den ihrer bereits har-renden Wagen. __________ 6. Capitel. Am nächsten Vormittag befand Seraphine sich mit ihrem Töchterchen im Familensalon. Denn die kleine Kranke, welche den heftigen Krampfanfall trotz ihrer Schwächlichkeit glücklich überstanden hatte, aber noch fehr matt war, hatte mit dem ganzen Eigensinn eines kränklicheil lindes daranf bestanden, in ihrem Kinderwagen vor den hohen französischen Kamin gebracht zu werden, weil sie es so sehr liebte, sich an dem hellaufflammeuden Kamillfeuer zu ergötzeu, während die zärtliche Mutter ihr ihre Licblingsliedchen faug. Bleich vou der angstvoll durchwachteu Nacht, iu welcher des Kiudes Lebeu von höchster Gefahr bedroht gewesen war, faß die juuge Mutter jetzt mit eiuem fanften Lächeln neben ihrem kleinen Liebling. Wenn man Seraphine fo fah, im schneeig°weißen Morgenkleide, auf dem lockigeu Haar eiu duftig-zartes Tüllhäubchen, unter dessen leichtvcrschlnngenen, hellblaue» Bändern sich die goldigen Luckcnwcllen überall hervorstahlen und über den Nacken herabwogten, konnte man es kanm glaubeu, dass dieses blütenfrische, mädchenhaft liebliche Wesen die Mutter dieses gelblich-bleicheu kleiuen Geschöpfes sei, welches sie so zärtlich mit ihren Armen nmschtungen hielt, bis die müden Augen sich bei den weicheu Tollen des Wiegenliedes zu erquickendem Schlummer schlössen. Da plötzlich wnrden die schweren Seidcnportieren hastig zurückgeschlagen nnd Baron Landsberg trat mit finsterer Miene ein. «Weshalb ist das Kind hier und nicht in seinem Zimmer bei der Wärterin?» fragte er barsch. «Ich habe mit dir zn sprechen, und die Gegenwart des Kindes stört mich!» «Lilly verlangte so sehnlich, sich an dem Flackert des Kaminfeners zn ergötzen, dass ich sie hieherbringe" ließ, denn nach dem Willen des Arztes sollen wir jede unnütze Aufregung vermeiden, wenn wir das Kino am Leben erhalten scheu wollen. Jetzt aber ist Lilly eingeschlafen,» entgegnete Seraphine sanft, «und daru>N sage mir, Oswald, was du wüuschest.» «Vor allem wollte ich dir sagen, dass ich dich jetzt endlich durchschaut habe, du marmorkaltes Weib!' branste Baron Landsberg mit nicht mehr zu zügelndel Heftigkeit auf. «Gestern abends hast du dich verrathen-Jetzt weiß ich eudlich, warum du meine heiße Liebe nicht erwiderst. Jetzt weiß ich, dass du Bruno liebst» Dn hast ihm dein Herz zugewandt, als du mit W an seines Vaters Krankenbette weiltest, und Bruno, der Glückliche, aHute, begehrte deiue Liebe nichl Gestern, da du als Klärchen zu Brunos Füße" kuietest, las ich die Gefühle deines Herzens in deinen strahlenden Blicken. Doch eins nur begreife ich nicht-Weshalb wähltest du dann nicht ihn, dem du dein juugcs Herz geweiht hattest, zum Gatten, sondern reichtest mir die Hand zum Bunde fürs Leben^ Bruuo war, um uuferer Familieuehre willen, ebenso-gut gezwungen, dein Gatte zu werdeu, wie ich. Was also hiudcrte dich, den geliebten Mann für immer dein eigen zu nennen? Weshalb ließest du dir das Glücl seines unbestrittenen Besitzes entgehen, als die Wahl des Gatteil doch einzig und allein in deinen Willen gegeben war?» (Fortsetzung folgt.) ^aibacher Zeitung Nr. 47. 361 28. Februar 1696. dun 3 ^^k" ^"' der Expedition wurde Dr. Erich ^,^"Wlski, bekannt durch seine Grönlands-Forschuug, Äer^ ^" England findet in nächster Woche eine ÄM ü"6 ber «Royal Society» über die Frage der . swdung einer englischen Südpolar-Forschuugsfahrt, die l^n lange von der Londoner geographischen Gesellschaft ^-^ ^, statt. Die gelehrte Körperschaft hat ei.'!?^' Nelmmyr zur Theilnahme an der Berathung "Waden, Local- und Prouinzial-Nachrichten. Beninischer Landtag. XVI. Sitzung am 26. Februar. Ersitzender: Landeshauptmann Dctela. H "egicrungsvertrcter: Seine Excellenz Landespräsidcnt "on He in. ^ezirkscommissär: Baron Nechbach. l>n^ Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen " vrrificicrt. ausl^?^' ^^' ^ ajaron berichtet namens des Finanz-Gen - ^ "^" ^e Petition der Insassen von Gonice, M ^- Äiarein, um Subvention für die Er-^MMg einer Wasserleitung nnd über die Petition der ^ cmoe Trata um Subvention für die Herstellung des uncmdcwcges Trata-Lukne. e»tn ^ Petitiouen werden dem Landcsausschussc zur ^"chenden Erledigung abgetreten. l>ua,'6> 6' Visnikar berichtet namens des Finanz- ^'cyusses betreffs Regelung der Gehalte des Lehr-,^ Males au deu öffentlichen allgemeiueu Volksschulen Ctess ^ hauptsächliche Acuderuug besteht darin, dass an uch . ^"sclassen.Systems das Pcrsonalclassen-Systcm iede»^^ ^^"^'^ eingeführt werden soll. nach dem es ^Nj^ss ^ ermöglicht wird, nach einer bestimmten z>!riick """ ^^^'^" '" "'" ^^" Gehaltsstufe vor- kies« ^Wnuärtig sind 610 Lehrstellen systenüsiert; von «/ ! beziehen an Gehalten: 31 Lehrer 7N0 fl., "^ fl., 213 500 sl. und 305 450 fl. llinst' ^ ^'" Antrage des Finanzausschusses würden 91'Wn die Gehalte betragen: 61 Lehrer «00 fl.. "0 fl., 183 600 fl., 275 500 fl. Lebr " ^^ Remunerierung für 80 provisorische >vird ^" ^^ ^' "^ ^ ^' Iu^rcalarc gerechnet ft^ '^^'^ ^ch "n Gesamniterfordernis von 341.005 fl. Neu» ^^ "luch der vom Finanzausschufse beantragten ""l ^Ystenlisicrnng. ^ttb 3" ^^"^^rstattcr tritt in wärmster Weise für die beru^s "'6 materiellen Lage der opferwilligen, die N "b'M Lehrerschaft ein uud befürwortet bestens "M,ahme der Ausschussauträge. siinu ^^'^ Excellenz Landespräsident Baron Hein be« nahn "^ folgenden Worten die Vorlage znr An» des i^" Landtag! Auch ich erlaube mir im Namen be^^desschulrathes. das Eingehen in die Spccialdcbattc ban? ^ vorliegenden Gesehentwurfes dem hohen ^ aufs wärlnste zu cinpfehlcn. i'ber?^'""sügkcit, Gerechtigkeit und Wohlwollen gegen> di^/" Lehrerschaft bilden die Grundlage, auf welcher 'Gesetzentwurf aufgebaut ist. Nuns^M! es auch meinem perfönlichen Gefühle uud ^ese vorgesehenen Termine, nämlich vor dem blllw k' ^'^' ^ '""^ ich anf eine weitere Begrim-^^ u dufes Wunsches, dcu ich hege und dcu gewiss auch h°l,l?^ Lehrerschaft hegt, verzichten, weil mir ganz lebem " ^' ^"^ ^ Grüudc für das späte Ins-Land " ^^^ Gesetzes lediglich in der Finanzlage des in f^ ä" suchen sind, welche eine Regeluug der Gehalte N'rzerer Frist mcht gestattet. r,^^ ^„^pfer, welche das Laud mit diesen, Gesetz-über; "^crnimntt, sind zweifellos grosi, lind ich bin ^Vfe"'^' ^"^ ^^ ll""^' Lehrerschaft des Landes diese Anerf. ^" anerkennen wird, und in dieser dankbaren erblick ""'^ "'"^ der hohe Landtag auch die Bürgschaft !ch>vp ^ ^"^ ^' Lehrer gewiss bemüht sein werden, ihre erfüll ^"^"lien nach bestem Wissen uud Gewissen zu "ltwl?/^ ^^" Worteu erlaube ich mir deu Gesetz-(Gr^ Wohlwollen des hoheu Hauses zu einpfehlen, Mr Beifall.) l)W ' ^' ^ akiz begrüßt die Vorlage mit Genugthuung, laftu ^ Zweifel in Bezug auf' die finanzielle Be-Lehre ^^ Lande« nnd hätte gewüuscht, dass den ^en 91 ^" uerhältuismähig noch höhere Besoldung als Wk,p ^^'^"n,cn zugcstaudcu wordeu wäre, weil erstere «ere Bedürfnisse als letztere haben, ihn !"9^ Povjc betont, seine Gcsinnnngsgcnossen haben ^ass b"' Aufgabe betraut, die Erklärung abzugeben, teit d". ^'"^ ^""" ^ Berechtigung und Nothwendig, sie ^ ^cglllicrung der Lehrergehaltc anerkennt, indem dcr i» l?^^" Verdienste nnd die opferwillige Thätigkeit ^lls^ i ^"^ "°^ würdigt. Sie nicrdeu daher aus >' l Neberzeugung für die Vorlage in der Hoffnung stimmen, dass die Opferwilligkeit des Hauses auch ein Echo in der Lehrerschaft finden nnd dieselbe zu noch größerem Eifer in der Ansbilduug des sloveuische» Volkes anspornen wird. Redner streift dann die großen Opfer, die mit Rücksicht auf die finanzielle Lage dem Lande aufgebürdet werde»; die Zifferu fprechcu eine beredte Sprache, wenn man sich vor Augen hält, dass die Ausgaben für Üehrcr-gehalte im Jahre 1871 98.000 fl., 1884 184.000 fl., 1891 302.000 fl., 1895 353.000 fl., 1890 368.000 fl. uud iu nächster Zukunft gegen 400.000 fl. betragen werden, wozu die Gemeinde» noch die Kosten für andere Schulzwecke zu tragen haben. Das rechtfertigt gewiss diejenigen, die den finanziellen Standpunkt betont haben. Er erklärt schließlich, dass seine Partei für alle Positionen der Vorlage stimmen lverde. Abg. Dr. Schaffer erklärt, die Partei, der er anzugehöreu die Ehre habe, war feit der Grüudung der ueuen Voltsschule stets ein großer Freuud derselben, und es ist nnr eine Consequenz dieser Freuudschaft für die Schule, dass seiue Gesiuuuugsgenosseu auch Freunde der Lehrerschaft find, denn nur durch die Wirksamkeit und Thätigkeit der Lehrerschaft gewinnt ja die Schule Leben und Geist uud ist es möglich, dass die Schule wirklich das sei, was sie im Iutercsse der Wohlfahrt und Eut« wickelnng der Jugend sein soll. Von diesem Gesichts» punkte geleitet, werde seine Partei anch für sämmtliche Anträge des Finanzausschusses stimmeu, obwohl sie nicht verkennen dürfe, dass diese Anträge mit Rücksicht anf die finanziellen Verhältnisse des Landes diesem große nnd dauernde Opfer auferlege. Diese Opfer siud umso be« dcuteudcr, als alle wissen, dass diese Auslage,, nicht stationär sind, sondern eine steigende Tendenz haben, nnd dass infolge der Summen, die heute zur Regelung der Lehrergehalte bewilligt werden, man im Laufe vou sechs bis zehn Jahren zu noch bedeutenderen Summen kommen werde. Diese werden sich nicht nur vermehreu mit Rücksicht auf die Vermehrung der Zahl der Schuleu, soudcrn auch steigen mit Rücksicht auf die großen Summen, die man gegenüber den bisherigen für Penfioncn werde ausgeben müfsen. Wir thun aber alles das in der Erwartuug, dass wir sciteus der Lehrerschaft volles Verständnis für das Wohlwollen finden werden, welches das Land dnrch die heutige» Bcfchlüsse ihr entgegenbringt, uud iu dieser Er-wartuug werdcu wir für das Gesetz stimmen und hoffen, dass dasselbe den Lehrern zur Wohlfahrt gereicht und infolgedessen auch der Schule und ihre» Früchten. Abg. Dr. Tavtar weist darauf hin, dass die Lehrerschaft, die vielleicht von dieser oder jener Seite weniger geachtet wurde, leicht in den heutigen Beschlüssen beobachten könne, dass sich die Meinung vom Schulwesen und der Lehrerschaft in diesem Hause gründlich geäudert hat. Sie köune überzeugt sciu, dass niemand mehr zweifelt, dass die Schule eines der grüßten und wichtigsten Bedürfnisse im Lande bildet und niemand die großen Opfer, die für sie gebracht werden, bedauert. Die Schule ist allerdiugs theuer, aber die Koste» sind größtentheils auf den Altar des slovenischcn Vaterlandes gelegt, sie kamen auch dem Bauer zuuutzen, und mehr zuuutze dem Bauernstände, als der Lehrerschaft selbst, die bisher spärlich entlohnt war. Wenn es nach dem Wunsche seiner Partei gegangen wäre, dann hätte all das beantragt werden müssen, was der Landcsschnlrath in erster Linie vorgeschlagen hat, und das wäre schließlich auch auszuführen gewesen. Da seine Partei aber mit ihrer Ansicht nicht durchgedrungen sei, werde sie doch mit Frenden der Vorlage des Ausschusses zustimmen, die zwar nicht alle Wünsche der Lehrerschaft erfüllt, aber doch eine namhafte Verbesserung der Lage bedeute. Berichterstatter Abg. Visnitar spricht dem Herrn Landespräsidcnten den wärmsten Dank aus, da derselbe iu so sympathischer Weise der Lehrerschaft entgegengekommen sei, und fügt den Wunsch hiezu, dass die Ge-ncigthcit, die der Landtag der Lehrerschaft gezeigt hat, bei derselben die vollste Würdigung finden möge. Das lasse auch die Hoffnnng zu, dafs die Lehrerschaft auch iu Zuluuft mit Eifer uud Freude auf dem Felde des Schul» wcseus arbeiten werde, zur Ehre und znm Heile des slove-nischen Voltes. Es wird sodann in die Specialdebatte eingegangen. Die Paragraphe: «Die Iahresgchaltc der an bei, öffentlichen allgemeinen Volksschulen definitiv angestellten Lehrpersone» werden in vier Classen eingetheilt, und zwar: in Gehalte I. Classe mit 800 fl. , - II. - » 7t)0 » , , III. , » 600 » und , » IV. » ' 500 . Die Lehrerinnen werden mit den Lehrern gleich» gestellt, nnr in der I. und 11. Gchaltsclasse werden d.c G halte der Lehrerinnen mit 90 Percent des dem man», lichen Lehrpersonale in derselben Gehaltsclassc zukommen deu ^ahresgehaltes bemessen. Der Iahresgehalt provisorisch angestellter Lehrer (Lehrerinnen) wird mit 400 sl. festgesetzt. Von der Gesammtzahl der Üehrpcrsonen entfallen auf die I. Classe zehn Percent, auf die II. Classe fünfzehn Percent, auf die III. Classe dreißig Percent und auf die IV. Classe fünfundvierzig Percent, Unter Fcsthaltnng diefer Bestimmungen hat die Landesschulbehörde bei der ersten Feststellung des Personalstatus die Üchrpersoneu mit Rücksicht auf ihre Dienstzeit in definitiver Eigenschaft und ihre befriedigeude Dieust« leistuug einzureihen. Die spätere Vorrücknng aus einer Gehaltsclasse iu die nächsthöhere erfolgt nnter denselben Bedingungen. Mit Rücksicht auf vorzügliche Verweuduug und auf die besoudcren Verhältnisse eines Dienstpostens kann die Einreihung, beziehnngsweise Vorrückuug, in eine höhere Gehaltsclassc anch ohne Rücksicht auf die Dienstzeit statte finden, doch müssen von den freiwerdenden Stellen mindestens 4/, Stellen nach der Dienstzeit in der vorangehenden Gehaltsclasse beseht werden. Die Vorrücknng aus eiuer Gchaltsclasse iu die nächsthöhere findet in der Regel nur ciumal in, Jahre, und zwar uach Maßgabe des Persoualstatus von, 1. Jänner jedes Jahres statt. Wird eine bereits in einem anderen Kronlandc definitiv angestellte Lchrperson als Lehrer oder Lehrerin in strain angestellt, so bestimmt die Landcsschulbehördc im Eiuvernehmen mit dem Landcsausschnsse die Gehaltsclassc und die Rangordnung, in welche diese Lehrpcrson cinznreihen ist. Jeder Leiter (Leiterin) einer öffentlichen Voltsschule hat deu Anspruch auf ciue mindestens aus zwei Zimmcru und den erforderlichen Nebcnlocalitätcu bestehende Wohnung, welche ihn«, wenn möglich, im Schulgcbäudc auzuweiseu ist. Kaun eine solche nicht beigestellt werden, so gebürt ihm ein Qnatiergcld, welches bei Directorcn der Bürgerschulen nnd bei Leitern der allgemeinen Volksschulen iu Laibach mit 240 sl. und bei Lcitcriuucu mit 180 fl., außerhalb Laibachs bei Dircctoreu der Bürger-schuleu uud bei Leitern der allgemeine» Voltsschulen mit 100 fl., bei Leiterinnen mit 80 fl, bemessen wird.» — werden ohne Debatte anssenommen. Zn der Bestimmung über Ouartiergeldcr ergreift Abg. Hribar das Wort uud wendet sich dagegen, dass dem defiuitiv augestellten Lehrpcrsonale an den öffentlichen Volksschulen in Laibach ein Quartiergcld zuerkannt werden soll, welches fiir die Lehrer der I. und II. Gehaltsclassc mit 180 fl., für jene der III. und IV. mit 150 fl. uud endlich für die Lehreriuucu ohuc Unterschied der Gchaltsclasse mit 100 fl. festgesetzt wird. Bei den Wohnungsverhältnissen in Laibach ist es den, Verheirateten nicht möglich, um 150 st. eiue augemcsseuc Wohuuug zu fittbeu, uud er beantragt daher ohne Unterschied der Rangsclasse ein Quartiergeld uou 180 fl. fiir das Lchr-persouale in Laibach. Seine Excellenz Herr Landespräsident Baron He in befürwortet diesen Antrag nachfolgend: Ich begrüße den Antrag des Abg. Hriba'r mit größter Freude, nachdem er jenen Grnndsätzen entspricht, welche ich selbst im Finanzausschusse auzudeuteu die Ehre hatte. Die Treuuung der Quartiergelder in verschiedene Abstufungen nach den verschiedenen Gehaltsclassen ist sozusagen obsolet geworden mit der Einführung des neue» Gehaltsfystcms überhaupt. Die verschiedene Be-messuug der Quarticrgelder hatte ihren Grund im Ortsclassensystem, mit welchem nuu defiuitiv gebrochen wird; „lit den, Ortsclassensystem, welches in einer den, Gesetze allerdings nicht ganz vollkommen Rechnnng tragenden Anwendung znr Creierung von Stellen verschiedener Classen in derselben Ortschaft geführt hat. Ich habe damals schon die Auffassung gehabt, dass die Creiernng so verschiedener Stellen in ein nnd derselben Gemeinde, an einem und demselben Orte dem eigentlichen Tenor des Gesetzes nicht entspricht, noch viel weniger aber entspricht eine solche Differenzierung den hente in der gegenwärtigen Vorlage im 8 2 zum Ausdrucke gebrachten Gruudsätzeu, und ich kann nnr mit voller Ueberzeuguug für die gleichmäßige Bemessung der Quartiergelder eintreten. Die Sorge für das Obdach bildet für den Menschen, seit er aus dem Troglodyte», aus dem Nomaden zum eigeutlichcu Träger der Civilisation geworden ist, stets eine seiner wichtigsten nnd seiner zuerst zutage tretcudeu Vemühuugcu bei jeder Ansiedelung, sie ist eiue so vitale Sorge, dass ich wohl hoffen darf, dass der hohe Landtag bereitwilligst, nachdem es sich nur um eine tle.ue Summe handelt, auch diese Sorge den Lehreru Lmbachs alinehmen wird. . Wenn ich dabei nochmals auf den germgen Bezug an Quartieraeld, das für Lehrermueu mit 100 fl. bemessen worden ist, hinweise und auch gerne, wenn nicht eine vollständige Gleichstellung, so doch eine Erhöhung wünschen würde, so erlaube ich nur diese zwe,te Frage ebenfalls dem hohen Landtage zur wohlwollenden Er-wägung zu empfehle». Ich glaube, dass mü emem Betrage uo» 100 sl. per Jahr unter de» gegöltwärtigen Verhältnissen nur schwer eine Wohnung auch für Lehrerinnen gesunden werde», kam,, uachdem es sich ja in der Regel darum handeln wird, eine möblierte Wohnung auszunehmen, nnd die ist, glaube ich, nm 100 sl. nicht erhältlich. Laibacher Zeitung Nr. 47. 362 28. FebruarW98. Wenn der hohe Landtag daher die Anträge des Finanzausschusses nochmals in Erwägung zieht und einer Abänderung derselben in diesen» Punkte nicht abgeneigt ist, so erlaube ich mir, auch die Lehrerinnen dem Wohl' wollen des Hauses zu empfehlen. Der Berichterstatter erklärt sich, nachdem sämmtliche Abgeordnete den Antrag des Abg. Hribar unterstützt haben, namens des Finanzausschusses einuerstanden. Es gelangt der Paragraph in dieser Fassuug zur Aunahme, und es werden auch die übrigen Bestimmuugen des Gesetzes in zweiter und dritter Lesung einstimmig an« genommen. Ueber die Petitionen der Lehrer von Krainburg und Adelsberg wird zur Tagesordnung geschritten, die Petition der Lehrerinnen erscheint durch den angenommenen Gesetzentwurf erledigt. Abg. Gras Barbo berichtet namens des Ver» waltungsausschusses über die Petition der k. t. Landwirtschaftsgesellschaft für Kram, betreffend die Aufhebung des Mahlvertehrcs mit Ungarn. Der Mahlverkehr, dessen Urspruug zwar weit zurückzuführen ist, besteht in seiner gegenwärtigen Fassung seit dem Jahre 1882 uud hat folgende Gcfchichte, welche er mit Rücksicht auf die beschränkte Zeit, welche das Haus diesem Gegenstände widmen taun, sowie mit Rücksicht darauf, dass ja über diesen Gegenstand schon unendlich viel gesprochen und gcfchrieben und auch hier in den Sitzungen vom 1. u. 13. Februar 1895 eingehend verhandelt wurde, nun gauz kurz darlegen will. In der Zollnovcllc von« 25. Mai 1882 wird in der Classe VI, T.-Nr. 23 und 24, der Zoll für Getreide und in T.-Nr. 2? der Zoll auf die Mehlproduete bestimmt. Im Art. X., Abfatz 2, wird gefagt, dass von Ein-gangsabgaben befreit sind Gegenstände, welche zur Ver-edeluug, Reparatur oder Vearbcituug in das Zollgebiet eingeführt werden, unter der Vcdinguug, dafs die Wiederausfuhr diefer Gegenstände binnen einer gewissen, im vorhinein von der Finanzbehürde festgesetzten Frist geschieht, und zwar gegen dem, dass die Identität der ein- und ausgeführteu Waren sichergestellt werden kann. Diese Bestimmung ist vollkommen klar. Im Gegensatze hiezu wurde einige Tage später eine Ministerialverordnung erlassen, welche verlangt, dass das exportierte Mahlvroduct nur der Gattung uach niit importiertem Getreide übereinstimmen mnss. Aus Identität wurde Gattnngsglcichhcit. Gegen diesen Widerspruch zwischen Gcfctz und Verordnung erhoben sich bald Proteste von allen Seiten. Auch Baron Schwegel wies im Jahre 1886 im Reichsrathe daranf hin. Nicht genug au dem, wurde dann auch die Ver-ordnnng in Cis und Translcithanicn sehr ungleich gehandhabt, und sagt z. B. Tr. Lecher in seiner bekannten Obftructionsrcde, welche auch sachlich bedeutend ist, darüber Folgendes: Der Mahlverkehr ist auch einer der Momente, bei welchen Sonne und Wind zwischen Cis- und Trans-leithanicn nicht gleichmäßig vertheilt sind, obwohl zu-gegebcu werden kann, dass die schreiendsten Ucbelständc' am 6. Jänner 18W beseitigt wurden. Am 10. Juni 1880 wies Baron Schwegel in seiner Rede über den Mahlvcrtehr im Reichsrathe daranf hin, dafs die Durchführung desselben in den beiden Rcichs-hälften verfchieden gehandhabt werden kann und daher anch eine Gefahr für die Aufrcchthaltung des gemein-famen Zoll- und Handclsgcbietes inuolvicre. Der Ansturm gegen den Mahlvcrlehr wurde immer heftiger, und auf das allgemeine Dräugeu hin wurde zwischen den beiden Regierungen die Aufhebung des Mahlucrkehrcs mit 1. Jänner 1898 befchlossen, ungarischer-seits jedoch mit dem Vorbehalte, dass der Ausgleich bis l. December 189? auf dem parlamentarischen Wege zustande komme. Nachdem dies jedoch durch die unerquicklichen Ereignisse im Reichsrathe unmöglich wurde, erachtete sich die ungarische Regierung wieder für frei und macht nun Miene, als ob sie von der Aufhebung des Mahlverkehrs überhaupt nichts mehr wissen wolle, obwohl die Verhältnisse momentan anch dnrch die schlechte Ernte ungünstige sind. Um nun die österreichische Rcgieruug zu bestimmen, mit allem Nachdrncke für die Aufhebung des Mahlvertehrs einzntreten, werden von allen Seiten Petitionen nnd Knndgcbuuge» veranlafst. Betrachten wir die Licht« uud Schattcnfeiten des Mahlverkchrs, wein er nützt und wem er schadet, so ist die Antwort leicht: Nutzen nehmen nur die großen Mühlen, und zwar fast ausschließlich die ungarischen vermöge der Lage derselben, des billigen Transportes auf den Staatsbahnen und ans der Donau. Die mittleren und kleineren Mühlen können hingegen davon keinen Gebrauch inachen, weil ihnen der Credit fehlt, um das uöthigc Capital anfzubringen. Der Berichterstatter beantragt schließlich namens des Vcrwaltungsausfchusscs: 1.) Der Fortbestaud des Mahlverlehres mnss als eine schwere Schädigung der gcsammtcn österreichischen nnd ungarischen Landwirtschaft fowie auch der Klein- uud! Mittelmühlen-Industric erklärt werden. ! 2.) Der Landtag des Herzogthums Kram sieht sich daher veranlasst, die k. k. Regierung zu bitten, die sofortige Aufhcbuug des Mahlverkehres durchzuführen. ! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Die Beschlüsse der geheimen Sitzung werden verlesen, sie lauten: Der hohe Landtag wolle beschließen: 1.) Der in den Status der Landesbuchhaltuug ein-gereihte Official I. Classe Franz Zalar wird in den Persoualstand der Landeswohlthütigteits-Anstalten eingestellt, wogegen die bei denselben systemisierte Stelle eines Officiates II. Classe fo lange unbesetzt bleibt, als Franz Zalar den betreffenden Dienst versieht. 2.) Bei der Landesbuchhaltung wird die Stelle eines Praktikanten mit dem jährlichen Adjntum vom 500 fl. creiert. 3.) Dem Laudesbnchhalter Anton Prelesuil und dem Rcvidenten Vinecnz Vizjal werden Personalzulagen, und zwar dem Erstgenannteil im Betrage von 150 sl. und dem Zweitgenannten im Betrage von 100 fl. per Jahr, bewilliget. Ini Falle der Vorrückung der Genannten in eine höhere Gehaltsstufe verringert sich, beziehungsweise er-lifcht die Personalzulage nach Maßgabe der eingetretenen Gehaltserhöhung. Die Wahl ill die Erwerbsstcuer- und Berufungs-Commission ergab folgendes Resultat: 1.) Erwcrbsteuer. La udescommiffiou: I. Classe: Mitglied Ferdinand Souvan, Kaufmann ill Laibach; Stellvertreter: Andreas Gassner, Fabrikant in Neumarttl. II. Classe: Mitglied: Ivan Gogola, t. l. Notar in Laibach; Stellvertreter: August Drelfe, Fabrikant in Laibach. III. Classe: Mitglied: Dr. Danilo Majaron, Advocat in Laibach; Stellvertreter: Anton Belec, Bürgermeister uud Spengler m St. Veit ob Laibach. IV. Classe: Mitglied: Eduard Regnard, Florians-gaffe Nr. 30; Stellvertreter: Peter Strcl, Rathhausplatz Nr. 2. 2.) Ber ufun gs - C o m m i f si o n: Großgrundbesitz: Mitglieder: Baron Ludwig Berg, Gutsbesitzer in Nasfenfuß, Dr. Max von Wurzbach, Gutsbesitzer in Laibach. Stellvertreter: Dr. Theodor Rudefch, Gutsbesitzer in Neifuitz, als Stellvertreter des Barou Berg; Karl Luckmaun, Laudtagsabgeordneter, als Stellvertreter des Dr. v. Wurzbach. Städte und Märkte: Mitglieder: Ivan Muruik und Dr. Ivan Tavkar, Landtagsabgeordnete in Laibach. Stellvertreter: Peter Grasselli, Landtagsabgcordnetcr, Stellvertreter des I. Murnit, I. Lcuarcic, Landtags-abgeordneter, Stellvertreter des Dr. Tavcar. Landgemeinden: Mitglieder: Franz Povse nnd Andreas Kalan, Land-tagsabgcordnetc in Laibach. Stellvertreter: Gabriel Ielovöet, Landtagsabgeord-netcr in Oberlaibach, Stellvertreter des Franz Povsc, Ivan Bozn', Landtagsabgeordnetcr in Podraga, Stellvertreter des Andreas Kalan. Aus der ganzen Land es versa mmluug: Otto Dctcla, Landeshauptmann, k. t. Hofrath Josef Dralta in Laibach. Stellvertreter: Dr. Paftez, Landtagsabgeordnetcr, Stellvertreter des Landeshanptmanncs Otto Dctela, Felix von Lenth, Landtagsabgeordnctcr, Stellvertreter des Hofrathes Josef Dralka. Als Hllldiguttgö-Deputation an Seine Majestät den Kaiser aus Anlass des fünfzigjährigen Regierungs-Jubiläums wurdeu gewählt: Sc. Excellcuz Abg. Baron Schwegel, Abg. Hribar und Abg. Dr. Papez. All der Spitze der Deputation stehen: Landeshauptmann Otto Detcla, Landeshauptmann-Stellvertreter Baron Liechtenbcrg nnd die Landcsausschuss - Beisitzer: Murnit, Povse, Dr. Schaffer und Dr. Tavcar. Abg. Perd an und Genossen interpellieren den Ncgierungsvertreter wegen des Ausschankes von Petiot-Kunstwcin, der vorzugsweise als Tirolerwein in den Ans" schant gelangt, und fragen, ob jemandem in Krain hiezu die Concession ertheilt wurde, wenn nicht, ob nach dem Gcfetze vom 21. Juni 1880 vorgegaugeu werde und ob die Negieruug das weitere veranlassen will. Es folgte sodaun eine geheime Sitzung. Im Berichte über die X V. Sitzung soll es zum Schlüsse richtig Heiheu: Broschüre von «Combi,, nnd Abg. Dr. Schaffcr lenkt die Aufmerksamkeit alls einige Wider« fprüche in den Ausführuugeu Zelens, der die Karst-gcgcndcn als Paradies, die schöne Wochcin als Wüstenei geschildert hat. — (Postdienst.) Am 1. März l. I. tritt in Schcrannitz, politischer Bezirk Nadmannsdorf, ein neues Postamt iu Wirksamkeit, welches sich mit dem Brief- und Fahrpostdienste befassen, als Sammelstelle des Post-sparcassenamtes fungieren und seine Verbindung mit dem Postnctzc dnrch täglich siebenmalige Stationsgängc im Anschlüsse an die znm Positransporte benutzten Züge der Eisenbahnlinie Tarois-Laibach erhalten wird. — (Hydrologisches.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das k. t. Ackevbauministerium die Fortsetzung der hydrologischen Arbeiten ill den Kessclthälern vb LaasMtenmarkt, Zirknitz und Planina nach dem fur"" laufende Jahr festgefetzten Programme genehmigt, ^, - (Strohflechtcurse.) Wie uns mitM« wird, hat der Strohflechtcurs iu Moräutsch am 3-"" jeuer iu Zirllach am 18. Februar d. I. feinen AM"' gefunden. Am ersteren bctheiligten sich 1U0, an, lchter 115 Befncher. Der nächste diesbezügliche Curs Mld Lukowitz stattftndeu. ^^, — (Mehr Licht!) Man schreibt uns: ^ einigen Abenden herrscht «Finsternis» in der obc Mctelkogassc und Südbahnstraße. Glühlampen M ° oon Mastbäumcn uud Häuseru wohl angebracht, 3^ aber »licht! Abhilfe scheint geboten. - (Gellosse,lschaftliches.) Die neuen Stat"»" des schiedsgerichtlichen Ausschusses der «GenossenW aller Gewerbetreibenden des Gerichtsbezirtes MttlW wurdeu genehmigt. ^""' : * (Aus dem Polizeiraftporte.) Vom 24,"' den 25. d. M. wurden sieben Verhaftungen vorgenom^' Ulld zwar zwei wegen Vacicrens, zwei wegen ^"^, nach Z 8 des Strafgefctzes und tz 45 des Wehrgcsev^ eine wegen Verbrechens des Betruges, eine wegen ^ brechens der gefährlichen Drohung und eine wegen M^ ^ — Franz Strumbelj aus Viutoviurh und Franz Vob" aus Iablau wurden, da fie vor Erfüllung der ^!! .^ Pflicht nach Amerika auswandern wollten, verhaftet. "^ besahen falfche Pässe, lautend auf die Namen 3"^ Stopar und Johann Rozman. — Vorgestern "^. wurde dein Kleidermacher Anton Reißncr ill der Slow Gasse Nr. 7 die Firmatafel von einem imbclannl Thäter mit Tinte begossen. — Vom 25. auf den 2°^ wurden siebzehn Verhaftungen vorgenommen, und z' cilf wegen Vaciercns, zwei wegen Bettelns, zwei »veg Excesses, eine wegen Reversion und eine wegeu "^ brcchens der Veruntreuung. — Vom 2tt.anf den 27. d- ,. wurden nenn Verhaftungen vorgenommen, uud zwar v wegen Trunkenheit, drei wegen Vacierens, eine lveg Vettelns und eine wegen Uebertretung nach H 320, llt> des Strafgesetzes. ^'^ * (Deutsche Bühne.) Das Voltsdrama <^" Turascr» des mährischen Dichters Langman» "'^^ gestern einen außerordentlichen Erfolg, fo dass ""'^ des Dichters Herr Held dem Publicum, das ^ begeisterten Beifall die Dichtung und Darstellung ^ ' den Dank für die günstige Aufnahme ausdrücken ton" ' Wir werden dem Werke, das tiefgehende Wirkung "U übte, Raummangels halber eine nähere Besprechung be nächst widmen. Die Aufführung und Inscenierung ^ vorzüglich; die Hauptdarsteller, welche nun unsere ^a verlassen, zeigteil zum Abschiede ihr bestes Kon» und waren Gegenstand wohlverdienter schmeichelt)^ Ovationen. . — (Aus der Theaterkanzlci.) Wegen "> pässlichkeit von Fräulein Kollin wirb den he"t^ Abend statt «Flotte Bursche» die lustige Op"^ «Salon Pitzclberger » eröffnen. Herr A l t m a ^ ist als Violinvirtuofc, wie die hervorrageudsten Älat ^ schreiben, eine Capacität ersten Ranges, Herr CleMs' ein Sänger uon Geschmack und Distinction, ein g^^. reicher Abend ist daher verbürgt. In «Salon P'" berge» debütiert ein neuer Komiker, Herr Köppl, ^ Stadttheater in Salzburgs___________________ ^-i Neueste Nachrichten. Necrutcncontingeut. j Die gestrige «Wiener Zeitung ^ veröffentlicht ^ kaiferliche Verordung auf Grund des § 14 des Sta^ grundgesctzes, durch welche das Recrutencontinge bewilligt und dessen Aushebung angeordnet wird. "a^ deln Wehrgesetze hat nämlich die Haufttstellung in ^ Zeit vom 1. März bis 30. April zu erfolgen. Landtage. fOiig!naI'Ttltgr»mm,i Prag, 26. Februar. Das «Prager Abendbla^ weist auf die nicht genug zu uerurtheilende DeM^ stration der deutschilationalen Abgeordneten hin, wel^ bei der gestrigen Loyalitätskundgebung des Landtags sitzen geblieben waren, nnd rügt namentlich die Haltl^ des Abgeordneten Wolf, welche jeden Patrioten "'^ das herbste empören muffe. Abg. Wolf habe sich du^ feine gestrige unqualificierbare Haltnng zu ciN< trailrigen Berühmtheit verholfen. Das dcutfche "^ in Vühmen habe damit nichts gemein. . Vor Berathung des Adrefsentwnrfes der M" jorität gab Abg, Dr. Lippert namens der delltsch^' Abgeordneten die feierliche Erklärung ab, die Deutschs halten fest an der Einheit des Kaiserreiches Oesterttl^ nnd an der von dem Kaifer gegebenen VerfassiMgj > werden, da der vorgelegte Adresscntwnrf sich g^gc alles kehrt, was den Deutschen theuer, weder an ^ Berathung der Adresse noch an den anschließende' Verhandlungen des Landtages theilnehmen. (Anhalten der Beifall deutfcherseits; die Deutschen verlassen ve» Saal.) Nach Begründung des Adrefsentwurfes btt^ den Berichterstatter Dr.' Kramar erklärt der St"" Halter, die Regierung stehe nicht auf dem staatsreH lichen Standpunkte der Adresse. ^bacher geituna Nr. 47 363 28. Februar 1898. ^ner l,?sl - ^^ Februar. Der Landtag genehmigte in Landes' m?" ^nchmittagssitzung den Voranschlag des ich ss " °^' welcher ein Erfordernis von 535.804 fl. slG s,'V?en im Betrage von 121.036 fl. anfweist. >velch^ .''Ewiger Debatte über das Schulwesen, an bll oll,» ?c" b"" Referenten Abg. Dr. Lonftantini, halt^is'/^'Z^ ""b adnnnistrative Schulrcferent, Statt-von Czermak, und der Regierungs-^tdnete ^^^h"uptlnann Fabiani, sowie acht Ab-«ngcl^ , .^llnahmcn, wurden mehrere auf Schularbeit » bezügliche Resolutionen mit Stimmen-^ Aba ^'^"^"uncn. Sodann wurde eine Resolution ^>ten N l' ^"'ubini, betreffend die Herstellung einer land« üb?, n "'^"b""g. zwischen Trieft und dem In-^z 3lb" ^^awald-Lack-zlrainburg, sowie ein Antrag ^hentw c ^ubba, betreffend die Einbringung eines >°mmp5^ behufs Einführung von Fahrradtaxen, ^lussr^ ' Herauf wurde die Session nach der ""t emew >. - Landeshaufttlnannes Dr. Campitclli ^isei ^^"fachen Hoch auf Seine Majestät den u^Mossen. Attentat auf König Georg. As , (lXginal' lelezramm ^hr^?' ^' Februar. Als der König um ^ Ptial! '"'^ ^" Prinzessin Marie im Landauer !"^trak,. " ""ch der Stadt zurückkehrte, gaben zwei Asse a°'^"ben versteckte Individuen mehrere Gewehrte am U ^^uiftagc ab. Ein königlicher Reiter ^geil^. l"'"e verletzt. Dem vorbcigaloppiercndcn ^ das n s" ^ben Schüsse nachgesendet, verfehlten ^klsew - ^^ ^""'ll und die Prinzessin kehrten geheure ^.Palais zurück. Die Nachricht ruft Hlia as.) ^/ 27. Februar. (Meldung der «Agence ^ Ättent^/^ ^^^ wendet sich mit Entrüstung gegen Penis' s s ^ König. «DieProia», dasÖrgmi ^N ki./ ^' ^'e Nachricht werde in der ganzen v°Nus ^!"hl des Entsetzens und des Abscheues , "t. daa'ys ^ Leute seien keine Griechen. «Asty» ! gegen V"^" sei ebensowohl gegen den König, Mrlich^ucchcnland gerichtet gewesen; es sei die '^e, ^Wickelung der verwerflichen und unsinnigen ?""'lse Presse jeden Tag in'die ^hasten <^s senke, indem sie thue, als ob sie die Aulwe,. ,-"achlnationen «nd die romanhaften Er- M zu,» ?" verrath glauben würde, um Griechcn- ?^ hebt 3 ^" bringen und zu vernichten. Das .^er m>,? Muth des Königs hervor, der seine "ijehte d,„ '""^" Leibe deckte, und sich dem Tode "^lN.' .W " ""^ durch einen wunderbaren Zufall "Nopolis. sagt, die ganze Sympathie des Volkes wende sich dem edlen Herrscher zu. Das Volk sage sich feierlich von den zwei Mördern los, welche die einzigen Griechen seien, die von einer so verwerflichen Denkart beseelt seien. «Embros» erklärt das Attentat für scheußlich. Der König sei nicht verletzt, wohl aber das Nationalbewusstsein selbst. Der Rest der Presse führt eine ähnliche Sprache. Athen, 27. Februar. (11 Uhr 40 Minuten früh. Meldung der «Agenee Havas».) Die Polizei ist auf der Spur eines Elubs, dem die Mörder, welche durch das Los zur Ausführung des Attcntatcs bestimmt worden sein dürften, anzugehören scheinen. Man spricht von einigen Verhaftungen. Starte Patrouillen durchziehen die Stadt. Gel'egrarnrne. Wien, 26. Februar. (Orig.-Tel.) Frau Marie von Kodolitfch, welche bekanntlich in dein gegen sie wegen Tödtnng ihrer Nebenbuhlerin durchgeführten Processe in Korncuburg freigesprochen wurde, kehrt zu ihrem Manne zurück. Budapest, 27. Februar. (Orig.-Tel.) In einem unter dein Vorsitze des Kaisers stattgefundcnen Ministcr-rath ist beschlossen worden, die Delegationen zu Ende April nach Budapest einzuberufen. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Eeehühe 306-2 m. «„ 2U.35 7393 3^ S. mähig bewöltt l "^ ^ 9 » Ab. 739-2^2^0 ^ windstill ___Regen ____ 7U7Mg7 738^7 19 SO. schwach dewöllt 27. 2 . N. 7387 28 SSQ schwach Regen 14 9 » Ab. 7390 11 NW. schwach Regen________ 28.>?U.Mg. 7372> 1-0, N. schwach > Schnee ,5-8 Das Tagcsmittel der Temperatur vom Samstag und Sonntag 2 7 ° und 19°, beziehungsweise um 1 - 8 ° und 0 - 8" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsky Ritter Uon Wisschrad. fH^** LSitte scix vorsuchca! ""^p| Die beste KafTeemischung ist (755) 3—3 Excellent - KaflTee. Versandt in 5 Kilo - Originaldosen per 6 fl. 10 kr , zoll- und portofrei geg Geld Narr Vom Vlaatc zur Zahlung Kbcrnom,ur„c Eisenl».'P> !ar.» OlillglUiunr». Elisllbcthlml,!, «00 u, 3U0U M. <"/„ ab U>"/„ E, St. ... 11L 50 l 17-50 Elisllbcllchal),!, 400 U. 2000 M. 200 M, 4"/„...... 121 — 122 — Franz Jules Ä., Em. 1884, 4°/, luo in!ioi - Valizüche ,f!arl« Ludwig »Bahn, ! divl'rje Tülltc 4"/^ .... IU0 10 101 — VurailbeMr Vah». (tin, l«8t, 4"/«(biv.St,)S,. f. l«0 fl.N. 1«0- ,00-80 N»li, Voldrente 4"/« per Casse 1^2 50,122 70 t»u. bto. per Ultimo .... 122 50 122-70 dlo, Rente i» ttro>,eüwäl)r., 4"/,, steuerfrei für 2Nr<)!!e»Nom. 99 55 99-75 4"/„ bto. bto. per Ultimo . . 99 5ü! 9» 75 b<°,Lt,E,«Il,GllId1UUfl„4V,"/. 12U «0 1216« blo, dto, Silber 10N s>,, 4>/,"/« 100 75 101 7^ dlo, Staats Obliss, (Ung, Oslb.) v. I. I87!>, 5"/„..... 122-10 ,2!-10 dto,4'/,"/<>Echll»»iel,al^lbl,'Obl. ,,,,-__ ^, ^, bto. Präm,-Anl, k 1N0 ZI, b, W. 157 20^',8 - dto, dto. k 5u fl. 0. W. ,5><>-50 157 50 Iheih.«tg..2°,e 4«/o 100 fl. . 110 50 141^ Gruttl>enU.»ybl!gation«n (für 100 fl. CM.). 4»/, migaiische (100 sl, i>. W.) . ^L« u^-il> 4°/, lroatische und jlnuuiiifche . v?-75 u«-2.'> Ander« üssentl. Anlehen. Donau.Reg.'Lofe 5"/«.... ;gi._ lgi,^ dto. -Anleihe 187» . . 109-!^,,. Nnlehen der Slabt G«rz . . 112 50 — ^ flnlehen b, Stadlncmeinbe Men ^4 25 105 2,', Anlehcn b, Sladtsssmeind«' Wie» (Tillirr ubrr Gold» , , , . zZg-— 129 - Piümien Änl. b. Cwbtl,m,Wien 171 75 ,7^ 7s, Äöriebail-Axlehen, uerlulb, 5"/„ 100-75^111-75 4°/, Krainer Lmldei'Unlehen . 9«go^ 99 gn Geld Maie Zlsandbrltft (für l»o fl,). Vobcr, allg,öst. i!i5NI,verl,4'»/, z,g, _i<,l)^ dto. Plä»!,»Schlbv. S"/o, I. Lm. 119-25 120 25 bto. dlo. 8"/a, II, Em, 117-75 118 50 N «öslcrr, 2a»des-Hyp,-Anst. 4°/, gg,^ ,<»<,,^, 0est.-!l!,a, Äanl verl. 4"/„ . . 1^-20 10^ ^„ bto. blo, 50jähr. ,, 4°/<, . . i«a 8<» 1,,,-li» Spll«asse,i.sst.,3°I.5>/,°/«vl. ^i^! _,_. Irlolitätü.ybligalionen (für 100 fl.). fferblnands-Norbbahn V». 18»S 100 7ü,1«l 7« Oeslcrr, Nordwestbahn . . . 111-50 1>2 40 S!aat»bal,n3"/„ilssrcs,5N0p,Tt. 227' —.228 — Südbah!, ü"/<> tl ssrc«, 500 p, St. 185'— l8ü- - dlo, I>"/„tl20U fl, p. INO fl. I27-10^l2!<-1l> Ung,'I,ll!iz, «ahn..... 108!>0,!U!> 60 4°/«, Unterlrainer Bahnn» . , 9» 50,100 — Kank^cli»» >L 50 U,-od>,-r, «nst,,vest..200fl,S,4^/„ ^7,^ 459,^ Erot,.Anst. f, Hand, u, G. t0 »«2 — Del'„si!e,!ba!!l. Ällss, 200 fl, . 226-50 228-50 Ecci'inple Ges,, Norüst,, 500 fl. 7W-—7<>5- Gilo-uCasfeiw,, Wiener, 200fl, ^5._ »««__ b!,PU»ie!l>.,Oest„20Ufl.25"/n(t. ^4- 8N- Läichcrbanl, Oest., 200 fl. . . g,« »n L,7 U»i0!lbllnl 200 fl..... -!Nl>— >i<>2 — !8erlehr«ba,tt. Ull«., 1« fl. . ^.7 ^ ,77.75 Geld Ware Attie» 00» Tra>l«port» KInternelimungtn (per Stücl). «lnlsia Tepl, Eisenb. 800 fl. . 1834 1639 Uülim, Nurbliali» 150 fl, . . 262-- 26350 lii.ischtn'lMder Elf. 500 fl. CM. 1575 1585 blo, dto, (lit. U) 200 fl. . 570 50 571-50 Donau - Dampflchiffayrts - Gef., Oeslcrr,, 5<>« fl, CM, . . 451'- 454 - DuxÄode,!l'>icher!i,.Ä,200sl,T. 71-— 7150 sseri>ma„dsl,CM. 3440' 345C-Len.b^Lzern^w,- Iasfy - Eisenb.» Wcsellschaft 200 fl, T. . . 302 — 303 — Lloyb, Oest,, Trieft, 5W fl, <3M. ^426 — 420 — Oesterr, Nordwrsth, 200 fl. 3. 25ü 75 251-25 btu. dto, (lit, U) 200 fl, S. 26» — 2UU-5» Prag-Dnzer Elicnb. 150 fl. E.. 95 50 uu 50 Slnalscijeubahn 2«0 fl. S. . 33875 340 25 Südbahn 25i47-— Mu„!an°Oe,'clllch,, Ocst,°alplne !i5,-i0 l5i «n PlN„er llisriiInd'Oes, 200 fl. 709-— 710 Calno larj, Steiülohle» S0 fl. !i84-— 585 — ,,Lchlülll«üt>l", Papierf, 200 fl. >2»« — 211 — „Stey«r«.^, Paplerf. u. V.»G. ji?2 — l?4 — Gelb Ware Irislliler Kuh>enw,-Gef. 70 fl. !80 —180-10 Waffe»f.°G,.Oest.inW!en,tU0fl. :<03 50 3N5--WaanonLeilMnst., Nllg., iüPest, «<> fl........ . 555- 505'- Wr, Aangescllfchast 100 fl. . . H2'— 113 — Wlcnerberacr Zieael-ActieN'Ves. 336— 338 — Diverse Lose (per StNck). Vudnpesl'Vasilica (Dumbau) . ß-go 7,^ Lreditlüsc 100 fl . . . 20050 201-50 Clan, ^ose 40 fl, CM, , . . 61-25 <;2 25 -in/„Dll!m»Da!npfsch, lWfl,LM. i,;»-^ i7g.__ Ofener Luse 40 fl..... gg.__ «7.^. Palff» Vuse 10 fl, CM. . . . 84__ L4.50 Ätotlir» Kreuz, Oest.Gef.t>.,10fl. 20 10 2US0 Nu!!»'n Kreuz, Una, Gef. v., bfl. i<,__ n.^ Nudulp!, Luse 10 l..... ^750 28 50 Lau» Lose 40 fl, CM, . . . ^I> 81 - 2t, «e„M «use 4ui,ls!sch, b, ,'l"/.. Pr,-Schuldv. d, Vodencrebitlliistalt, I. z Brezovce. ^. seht Jno 80dišèe na Vrhniki, Ieb«ivarja 1898. Italienischer Correspondent und Comptoirist, junger Mann, 21 Jahre alt, mit Kenntnis der deutschen Sprache, suoht Stellung:. Anträge unter tpoffen ¦»*«¦"« <*•" die localen Verhältnisse unbekannt sind. Da ,,,, D,«-p.™™.. ail«-^!1^JZL^JF^"t%*L sssrsrj::ä: r^ i-c„,Xb.»Ä^eÄ und selbst .n d" ^""J^nffArci./und bitte mir das in den Vorjahren geschenkte SJÄrSÄnstÄ- «u woHen. Ich bitte die vor kurzem bedienten Kunden in- und außerhalb Laibachs, mich in ihren Bekanntenkreisen anzuempfehlen. Hochachtungsvoll (752) 3-1 I- T>ienst-VermittelungsbULreaii Egy.