Nr 377. Plänumtrationsplti«: Im Lomptoir ganzj. n. n, l.ilbj. fl. 5.5N. ylll die Zustellung in« Haus halbj. ü ^ lr. Mil der Pust ga»,j. st. 15, hall>j. st. 7.^0, Slnust^g, 3. December Vsserlionsgtbli hl bi« io Zeilen : Imnl so li., ?m. »l»ll., i>m. l si.; sonst pl.Zeil« >m.«lr., xm. »l?., »m. 10 lr. u. s. lv. Inilliionesteuipel jedesm. 30 ll. «870. Alntlichcr Theil. Der Instizmiulster hat die BezirksgerichtSadjuncten 3ranz Nieß uon Lilienfcld nach Sechshauö und Moriz Schadck von Dobersberg nach Hictzing über ihr Al,' suchen übersetzt mid weiter zu Bezirtögerichtsadjunctcn ernannt: die Au^ultantcn Dr. Michael Müllncr für bluing, Anton Aruszkay für Doucrsucrg, Dr. Iu< ^üls Pi a für Scchöhanö, Dr. Hermann Bcrgcr für ^lie-'ftld und Dr. ümerich Donberg er für Haag. Nichtamtlicher Theil. Wien, 1. December. Man kann den Wide, stand begreiflich finden, der sich bildet, wenn ein bedeulendcr Credit verlangt wird, um lcil, Krirgshccre fein no hwendigss Material zu vcr schusslü, ohne j'^uch denselben billigen zu müssen. Seit Iah»,'» gcht dao eifrige und rütnnenswerlhc Bestreben ^r Fmauzimnisttr und dcr Volksvertretung daliin, das ^lcich>ie>mcht in dem Staatshaushalte hel^n'lcUen und ^e slüsnuhmc ncucrÄnlchlN zu veihiudcrn. Höhcre ^!n. fovds.snii^in dcs Kriegsminineriunis haben nun aller« dn'gz die Tclldenz. die schnclle Crleichunq jcncS höchsten fi"a>,z,cll.'n ZielcS aufzuhallen. D>c Btsciligung dcs Deficits lsl wohl eine der wichtigsten Aufgaben im slaal-lichen Leben, aber dic allerwichtigslc ist si> dennoch nicht. Dic Vellheidigungsfählgtcit dcs Staates muß ihr vorangestellt wcrdcn. Aber felbst der Finanzmann, dcr nickt tinseitig d>,ill, dcr sich auf cinen fo hohen Standpunkt slellt, um die Interessen cincS gioßcn Staates über» bieten und wüidissen zu töunln, muß cs zugebe!', dliß ^ cine falsche Ollonomie wäre, eine Hcerei>machl mil lUoßcn ii often zu erhallen, die darum uuwillsam und Ungenügend für ihren Zweck wäre, weil man vcralisaumt ^t, etwas höhere Kuslen aufzuwenden, um dicscln Heere jencs Material zu schaffen, das die Gegner, dene,, es zu widerstehen hat. schon vcsitzen. Die besten und gcschul» leslcn Arbeitsträfle in enicr großcn Fabrik würden nichts ^utes zu leisten vermuten, wenn nur ungenügende Ma» schincn vorhanden wären, mit denen sie zu arbeiten hätten. Die Kriegskunst hat in neuerer Zcit auch einen technischen Charakter aügcnommcn, ohne dessen Bcrück-slchliglma Intelligenz. Gcsch'cklichleit und Uebung des Heeres nicht hinreichen, um dasselbe zur vollen Lei» Uuligssahigicil zu bringen. Dic wahre Ökonomie bci der Ansrüsturu ciucr l'llcg5macht bcsichl davin. sie in der FricdcnSzclt mit ^ujcnigen Mitteln zu versorgen, selche zn ihrer vollen ^chall'lcit nothwendig si"d. 6s entsteht leine größere ^ersG«l,derllng und Verschwendung dcr Kräfte cinc« ^watcs, als winn in dcr Übereilung, in dcn lltzlcn ^ugei.dlickcn dcr Gcsa^r bci dcr ÄuSliislung eines Hec-^ "achgcholt werben soll. was frühcr vcravsäumt wurde. ^>t doppotc und drcifachc ÄuS^adc schafft oft nicht her« ,!'' was s,ül,cr die einfache geleistet habcn würde, und ^ !äumige Oclslcllung des fehlenden Materials lann G"t und Blut dcr Nation nntzlos zum Opser wcrdcn '"ss"'. Die große Wirthschaft eines Kricgsministcriums !3"b nach einem tüchtigen und regelmäßig operircndcn ^Yücm geführt werden lvnncn nnd es darf nicht ge-^»unt wcrden. indem cine einseitige und kurzsichtige ^'ffnssung dmt (5lsuarnissc linlrcten lassen will. wo sie "Ht mö^ich si„f> ohne einen Schaden anulrichten. dcr ^hnsach y,,y^r ^ ^,^, h^ Nn^en. wclchcr aui< dcr lN'Ppen Geldbewilligung flicßcn soll. Dicien'gcn. welche °^" l'cruscn worden sind, mit staatsmäonischem Vl'cke ^ Wohl dcs Ganzen zu fördern, müsfcn sich vor dcm Dauben hütcn. als sei die Sparsamkeit, selbst wo stc °M Berstündniß und Acglündung angcwcndet wird, an ""d für sich «ine Tugend. g., Nicht die Einsicht allrin. auch das Gewissen eincS ^laalftmannes mnß ihn dazu drängen, einem Heere "'^te von seiner nothwendigen Ausrüstung vorzuenl-^ten. Das Vebcn und die Gesundheit von Tausenden ^'° aber Tanscndcn. nicht wringer die Sichcrhc.t d.? w aalt« hangen davon ab, daß cine f.lsie -parsamlc.t .'t Armee nicht dazu vcrnrthcile, mit Hindernissen zn 2 pen. welche nichl von dcm Feinde. sondern von den« i "°" gcschaffcn worden sind, in deren Verlhcidignng ' 'hrcn schweren und ruhmreichen Beruf erfüllt. Politisäie Uebersicht. Vaibnch, 2. December. Aus Pest, 30. Nov., wird gemeldet: Das Sub. comilü der ungarischen Delegation für das Militär. Budget beschloß in seiner hcntigen Sitzung, m der am 2. December abzuhaltenden Sitzung von dcm Kriegsminister, dem Minister dcö Aclchcrn und dem Ministerpräsidenten Auskunft über die Sitnation zu verlangen, um danach das Militär.lHrfurderniß zu beurtheilen. Ferner wurde beschlossen, dah über das bewegliche Vermögen! des Militär-Aerars künftig regelmäßige Inventarien zu führen find und daß das Vermögen des ^udoviccums zu den vom Stifter beabsichtigten Zwecken zu verwenden ist. Oic vein Krira,i>!N!n>stc> o^inlraglc^ehllllSelhohung winde für Oberste, Oderst!irulcna»te<, für Aerzte und Mllilür-Äudilo»e, wclche Olicrsieii' oder Oberstlieutenants-Rang besitzen, licunlliat, — Morgen wird der Kriegsminister !l!ttrp(,llirt wcrdcn, wic viel Truupcn und in wclchcr Zcil er nach dcm hcutigcn Standc auf cuien dcstimmlrn Puntl concrnniicn löinie. — Dcr Budgelau^schuß der rcichs-lälhllchcn Dclrgalion beschloß scinc iüeralhungcn gchcim zu hallen. Nach dcn der „Prcsse" zngchcndlN verläßlichen Nachnchll'n läßt fich dic Slcllllüg dcr einzeloen Mäctilc zu dcr Biommck'schcn Vc'riiiillluligS Proposition in Nach-slehen^cin znsa.nmcl.fusscn. E„gl.'nd zunächst hat dcu Conferenzvoischlac, unter dcr Vorbedingung angcnommcn. daß die Beschlüsse dcr Coufcrenz durch die vorausgegangenen Thalsachen in keiner Art und Weise pläjndicirt wcrdcn, daher die russisct!c Note in Bctrcff der Kündigung des Pariser Vertrages, wenn nicht als formcll zu» rückgezogen, doch als nicht angrtommcn zu betrachten sei. Italien betrachtet fchon in der vorausgegangenen Zustimmung Rußlands zu dem Confercuzvoischlag die Note vom AI. October virtuell als zurückgezogen und Itimmt seiüelscilS dcr Clmfciriiz vullloilimeil bci. Franl-reich hat elicnfalls seine Zustimmung eillärt und hegt besondere! dcn Wunsch, Wien als dcn Orl dcrConfcrenz gewühlt zu scheu. Oesterreich hat principiell seine lve» rettwilligrcit znm Vcitigunq ich den Verhandlungen des HauftS am 26. und ihnm Abschluß gefolgt, so glaube ich dennoch auf die damals angeregte ^ragc zurückkommen zu mllssün, Nicht unserctwlsten ge» ichieht solches, wir iin Lande stimmen alle übercln. Aber dem Auslande gegenüber gilt es, unsere Meinung darzulegen. Ich halte den Gedanken, welcher hier ausgesprochen : „Der Krieg wäre mit Sedan beendet gewesen und wir führten jetzt gegen die Republik einen andern Krieg, drssen Recht nicht so klar," für eine Verschiebung der Thatsachen und dcr politischen Grundbegriffe. Das ist der Inhalt der ganzen Politik Frankreichs, welche oe« Volle angeboren und anerzogen ist, daß es ihm vor ullem gilt, Deutschland niederzuhalten. Daher die ltthein-arenze, nach der das Bestreben der Republik ebenso gi« qangcn, als das der Bourbonen, von welchen es übernommen wurde. 3^er Beweis ist der Krieg von 1798. Liebknecht: Oho! Coalition!) Ich glaube, ich muß die Herren über die Geschichte klaren. Die Rhcinqrenze ist im Spicle in den FriebenSvcrhandlungen von Campo Formio, von Vuncville. (Liebknecht: Wer hat den Krieg damals angefangen?) Die Republik hat bci dcn Pzrleiungcn in Frankreich auch leinen Bestand. Nein, meine Herren, nichl gegen das eine Rcgimc haben »ir Kricg gcsührl, sondern gegen ssrankrtick. (Während dcs Vortraa.es gebot dcr Präsident dem Äbg. Vicblnccht, der denselben unterbrochen, Ruhe. Dieser erwiderte, nur ein Wicdervcrglltuugsrecht zu üben, da ihm Gleiches widerflihrcii. ohne dah er den Schutz des "Di'äsiornleli genossen. H,crauf erklärte dieser, er glaubt seine Pflicht auch Liebknecht gcaenüder erfüllt zu h«beu. Manches allerdings sei in dem Lärmen von ih» vielleicht nicht gehört worden.) Abg. Lasker (zur GcschH'lsordnung): Einige we« nige Personen in dieser Versammlung machen deren Verhandlungen durch bisher nnerhörtc Unterbrechungen un» möglich. Die Gcschäs'lsordnung hat an diesen Fall nicht denken können, an eine slrt von Hlo'rungeu, die man in anderen politischen Vereinen und Versammlungen an» wendet, um ihi-e Sitzungen unmöglich zu machen, (ir fiage d.n Prüsidmlcn, ob es nichl angemessen wäre, die Geschäftsordnung zur Abwehr dieser Störungen noch nachträglich zu ergänzen? Präsident Simson erwiedert, daß cs ihm, der berufen sei, die Verhandlungen auf Grund der Geschäftsordnung zu leiten, am wiuigstcn anstehen würde, im Sinne des Vorredners vorzugehen, Abq. L i e bl n e cht: Wenn man die Minorität nicht anhört, waS bleibt ihr übrig, als das Mille! der Uülcrdrechlmgcn? Man wirft ihr Unbildung vor: aber hat nicht ein Mitglied der Aristoklatie, welche doch im besonderen Sinne die Iulclligcnz im Staate dcr Intel« ligcnz darstellen soll. der Minorität am Samstag ge» sagt. daß sie eigentlich nichl mit a/sunde:, Knochen davonkommen dürfe, ohne vom Präsidenten eine Rüge zu erhalten. Solche Rahheilen müsse sie dulden? Präsident: H^rr v. Glanckenbusg hat nur gesagt, daß gewisse Redner in einer französischen Versammlung nicht mit gesunden Gliedmaßen davonkommen würdcn. Der stenographische Bericht wird dies nachzu» weisen haben. Wenn übrigens das haus mit meiner Leitung nicht einverstanden, dann bleibt mir nichls an» dcrcs übrig, als daS Präsidium niederzulegen (Rufe -Nein! Nein!) Zum Worte hiegcgen halte sich der Abg. Liebknecht gemcldct. Es wird jedoch Schluß beantrag! und angenommen. Das Haus geht in die Specialdebattc. Erster Red' ner zu § 1 ist: Abg. Liebknecht: Nach der Formulirung des GcsctzcS ist cs gleich, ob ich die Einwendungen, welche ich zu machen Habs. gegen dieses oder den einzelnen Pa-rairaphen richte. Es ist gesagt worden, cs läge in der urallen, angccrblen Natur des französischen Volle«, auf dic Zersplitterung Deutschlands hiuzuwirlcn. Weder das Voll. meine Herren, noch dic Republik sind die Urhebel-und Trägcr solcher Äbsichtcn und Pläne. Greifen wir in dcr Geschichle zurück, Wer war e«, dcr nach der Nefor» 1990 Vationszeit auf die Theilung Deutschlands hinwirkte? Es waren die deutschen Fürsten in ihrem Thun und Treidel, und nicht den kleinster! Theil Schuld hieran hat namentlich das Haus Hohenzollern. (Es entsleht im Saale ein Mxrren, da einzelne Mitglieder gehört habe,, wollen, Redner habe gesagt, der „Verrath des Hauses Hohen zollern". Auf Gefragen des Präsidenten crkläit derselbe, solches nickt gcsaqt zu haben. Er würde, halte er es gethan, es sicher nicht verhehlen, da er sich nickt scheue, auch dieses aufzusprechen. Unruhe und lautes Murren.) Redner fabrt fort: Ich habe von der Schuld der Fürsten gesprochen, durch welche Frankreich v^istärkt worden durch die deutsche Zersplitterung. Blicken Sie auf Metz, Toul und Verdun. Blicken sie auf Straßburg ... In Ausführung der historischen Deduction wird Redner unterbrocken. Präsident: Ich muß den Redner ersuchen, zu § 1 zu sprechen. Liebknecht behauptet nach dem Rechte ohne diese Nusführunqen sein Votum über die Anleihe nicht moliviren zu können. Der Präsident fragt das HauS, ob eS ihn ermächnge, dem Nedncr das Wort zu entziehen. Das Haus bejaht diese Frage mit seh, starker Majorität. Abg. Liebknecht: Ich danke dem Reichstage. Abg. Mende: Meine Herren! Sie gestatten leine Debatte, sie überschreiten damit das Maß. das selbst die spanische Inquisition in ihren Verhandlungen sich geseht. Dort dürfte der Gotteslästerer vor Gericht seine Lästerung wiederholen und hier sollte es nicht gestattet sein, line Regierung und einen König zu lästern. Die Negierung fordert hundert Millionen von dem norddeut' schen Volte, oder vielmehr dem Volte, welches im norddeutschen Bunde wohnt. Sehen Sie, aus welchen Wunden dieses Boll in Folge des Krieges blutet? Es will den Frieden, es will auch, daß seine Fürsten das Selbst-bestimmungsrccht fremder Völker achten, da es die Ge» fahr sieht, daß von ihnen dann das des eigenen Volles nicht geachtet wird. In namentlicher Abstimmung (beantragt von Ben» ninysen) werden die §§ 1 und 2 der Vorlage mit 178 g gen 8 angenommen — dagegen SchrapS, Ewald und die Socialisten. Klyger (Nordschleswia) enthält sich dcr Abstimmung. Arilgschronik. Paris. „Daily News" veröffentlicht folaende vom 25ten v. M. datirle Depesche ihres Spccial-Correspondentcn im Hauptquartier des Kronprinzen zu Versailles: ..Die Haltung der Armee vor Paris ist eine abwartende; es scheint sehr zweifelhaft, ob die französischen Vertheidigungswcrte angegriffen werden. Gerüchtsweise verlautet, daß die Blorade von Paris aus dem Grunde fortgesetzt wird, weil man erfahren hat, daß der Mund-vorralh in der Stadt geringer ist, als vermuthet wurde. Man glaubt immer noch, Trochu werde vor der Ueber» gäbe einen großen Ausfall wagen." Nach dem „Paris Journal" vom 25. d. M. schreitet die dritte von Vinoy befehligte Armee rasch in ihrer Bildung vor. Seit zwei Tagen ist die zu dieser Armee gehörige Cavallerie vom Fort dc Pincennes, nach der Avenue Vreteuil und dem Boulevard de Vaugirard verlegt worden. Der General Vernls befehligt diese Reiterei. Man ist soeben daran, die Artillerie und daö Geniecorps die? ser Armee zu formircn, und in einigen Tagen wird ein Theil der Infanterie dieser Armee die bis jetzt von der Division dcö Generals Maudhuy besetzten Punkte ein« nehmen. Dieses Heer wird mit Inbegriff der republicani» schen Garde-Escadronen 70,000 Mann zählen. Der „Opinionc Nationale" vom 24. entnehmen >vir wieder interessante Einzelheiten Uver die Vertheiln« gungswerte. Seit einem Monate, berichtet dieses Blatt, haben Erdarbeiter, von Emile Trclat geleitet, unter dem Feuer ncs Feindes die Approchen bis auf 1500 Meter jcn» sells von Vi'ry vorgeschoben. Mit Ausnahme des Oe^ nerals Tripicr gehören die leitenden Kräfte bei diesen Arbeiten nicht zur Armee. Es sind CioilingenieurS und Architekten. Dank ihrcn Anstrengungen ist die Vertheidigung zum Angriff geworden; denn diese Arbeiten beschützen das Leben dcr Soldale», die durch eine Reihenfolge gedeckter Wege ohne Gefahr bis unter die Kugeln des Fein des vordringen können. Und der Gegner, nun seinerseits belagert, sieht sich gezwungen, rückgängige Bewegungen zu machen. An verschiedenen Punkten dieser Arbeiten sind weit tragende Geschütze aufgestellt. Nach der Ansicht deS Generals Tripier müssen dicsc Arbeiten unfehlbar dazu führen, die preußischen Linien u> durchbrechen, ohne die Verluste an Menschenleben zu losten, welche ein offener Angriff nolhwendiqerweise herbeiführen müßte. Das nennt man den Krieg mit Schaufel und Spaten. Es ist dieselbe KampfeSweisc, die uns in der Krim der General Totlleben mit solchem Erfolge entgegensetzte. Diese gedeckten Wege verbinden auf dcr Süd- und Ostfront unsere verschiedenen Nedoutcn und Forts von sluderoilliers bis nach Cachan miteinander. Der „Parise r Petit Moniteur," welcher das Datum vom 25. November trägt, aber am 24. Abends erschien, schreibt: Wir haben am hellen Tage die Hock-ebene von Villejuif besucht, und wir gingen sogar bis über Vit,y hinaus; wir erstaunten über die Arbeiteu, welche auf beiden Seiten gemacht werden. Auf dieser Seite stößt man beinahe auf einander. Es muß dorl zu einem Kampfe kommen, und in Paris glaubte man schon am Montag Avcnd, daß wir Choisy°le-Roi genommen hättrn. Im Westen schießt man ohne Aufhören a„f einander in dcr Entfernung von 800 bis 1100 Metres. Die Forts von Montrouae. Vanves und Iory werfen im Durchschnitt 5- bis 600 Kugeln per Tag auf die preußischen Arbeiten und vergeuden weniger ihr Pulver, als Herr v. Vismark es behauptet. Außerdem haben die Forts des Südens Geschütze von einer Tragweite erhalten-, welche die Preußen binnen Kurzem zu würdigen Gelegenheit haben werden. Im Norden und Osten von Paris fanden am Montag und gestern große Truppenbewegungen statt. Auf dcr Seite von Bourgct haben die Franctireurs die Preußen zurückgewoifen, die sie angegriffen hatten. In Crcteil wurde ebenfalls ein feindlicher Angriff zurückgewiesen. Unbeachtet dcö schlechte», Wetters drängt sich die Menge im Bahnhöfe von Vin. cennes, um über die Wälle hinauszufahren. In den Wallgräben weiden einige Kühe; auf den Wegen fahren zahl- reiche Wagen, welche Gemüse nach der Stadt bringen. Nichts wird verloren: Kohl» und Nuntelrübenblütter. sowie die letzten Gräser sind für die Pferde und das sonstige Vieh von großem Nutzen. In Vincenncs sind d>e soldatcn zahlreich. Die Bewohner haoen den Ort nicht verlassen, aber die Masse der Kanonen und der Donncr der Geschütze beweisen, daß man dem Schlachtfeld! nahe >st. In Fonlenuy-auf'Roses macht man die Häuser wieder auf. Man w,ll noch etwas Landluft einathmen. In Noa.e»t-sur-Marne stellen sich auch wieder einige Einwohner ein. Die „Iiidepcndonce bclge" bringt ein Sch>e>bcn aus TourS vom 22. v. M., in dem es heißt: „Ich weiß nicht, ob Ihnen dicses Schreiben zukommen wird. Die Verbindungen si»d abgeschnitten oder stehen doch auf dem Punkte, abgeschnitten zu weiden. Heute Nichts Angriff anf Le Mans. Er gelang nicht, obgleich die feindliche Artilletic uns großen Schaden zufügte. Nach Empfang der ersten Nachricht gingen von hier ungefähr 32 000 Mann ab. Das Dcfilse dauerte von 1 Uhr Nachts bis 8 Uhr Morgens. Andererseits sollen 50.000 Mann unter dem Oen>ral Fiercck aus der Bretagne bei Le Mans angekommen sein. Ich glaube zu w sscn, daß uns die Strcittiäfle nicht fehlen, aber cS handelt sich darum, ob sie zur rechten Zeit ankammen. Die Reihe von Kämpfen, welche bei Dreux stattfanden, wa» ren uns nicht günstig. Indeß wurde die Loire-Armee nicht beschädigt. MontargiS ist seit Sonntag vom F.ini'e besetzt. W,e es heißt, nähern sich die Picußen anch Oien, und auf dcr Seile der Normandie bedrohen sie Eoreuf uud selbst Llsieuf. Sie scheinen als Ol'jett Le ManS zu haben, und deshalb glaube ich nicht, daß Ihnen diescS Schreiben zukommt. Die Bewohner von Mo»tara.is ha« bcn sich gut vertheidig. Gci den Kämpfen um Dreux herum sollen die Mobilen sich wacker gehalten haben, ein Bataillon ausgenommen, das davongelaufen ist. Gin Handstreich Nicciotti Garibaldi's. Ueber den Urberfall cineS westfälischen Landwehr-balaillons durch Frauctirems unter Ricciolli Garibaldi in Ehatillon sur Leine am 19 NovcmbcS enthält die „Wcstfäl. Ztg." folgenden Beiicht: Chnlmont, 21. November. Am 6. November rückte das Bataillon Uuua vou Pont«a-Moussun nach Nancy ab und von da weiter nach Chaumont, wo cs am 13. eintraf. Seinen 4 Compagnien waren noch 1 Compa« qnien Barmer Landwehr beigegebcn. Am 17. rückten die I., 2., 3., 4. u»o tt. Cump^guic vo>, Chanmont ab. Die 3. Compagnie zur Besatzung von Bar sur^Seine, die tt. (Barmer) zur Besatzung von Chateau Vilain bestimmt, während die 5. (Varmer) iu Chamnont blieb. Die I., 2. und 4. Compagnie mit dem Bataillons, unl> NegimentSstab (Oberst von Leta.au) bildeten die Besaj' zung vou Chalillon°su»Seine. Am 19. Nachmittags »ücktcn die genannten 3 CotN' ftagniti, — Hauptmanu Wendoif, Hanplmann B>>rde-l'ben und Hanplmanu von Schlichtmg, mit den SläbcN (Mlijor v. Vockclmann, Adjolant von Drabbe Salina.lt, Oberst v. Letgau, Adjutant Bender) —in Chat,llon ein. Die Wachen wurden in gewöhnlicher Weise ausgesetzt; der Abend und folgende Ta^e vcllicfcu ruhig. Äm 19., Fiüh 6 Uhr, nachdem die Feldwachen ringt' zogen, scheilieu die Garibaldianer und Franctircurs ^ die Stadt eingerückt zu sein. Gegcn halb 7 Uhr siclel! die ersten Schüsse und unmittelbar da,auf hörte mu» ü' Miß Ucll«. Vrinntrungcn aus dcm indischm Mecre. IV. Die Cobra.di-Capello. (Fortsetzung.) Während Gaorie. der lebhaftesten Angst zur Beute, auf allen Seiten ihre junge Herrin suchte, schritt jene weiter, nicht weniger unruhig, vorsichtig, wie die Gazelle, die fürchtet, die Mähne des Löwen im Sand der Wüste vor sich erscheinen zu sehen. Ihr Fuß glitt über den Staub und Rasen hin. ohne eine Spur darauf zurückzulassen; in der sie umgebenden Stille hörte sie das laute Pochen ihres Herzens. In dcr Nähe einer Hirten» hülle angelangt, deren Anblick ihr einige Sicherheit gab, setzte sich Nella unter ein dichtes Gedüich. um auszuruhen. Da erblickte sie plötzlich zu ihrer großen Verwun« dcrung Sir Edgar, dcr ganz in der Nähe unter einer Gruppe wilder Palmbänme eingeschlafen war. Der junge Iäqer schien von Müdigkeit überwältigt, sein Kopf ruhte auf einer Biumwurzel und seine blonden, weichen Haare sielen in Unordnung um seine Schläfcn. Ueber da« unerwartete Zusammentreffen bestürzt, blieb Nella unbeweglich und betrachtete durch die stachligen Z'l>e>> das edle und ammilhiac Gesicht 2,r Edgars. D'e ^nrcht. ,hn zu wcctcn und von >hm entdeckt zu werden, ^^Ä'^'"^'^ W'nebannt; sic glitt unter das Gebüsch und oc.barc, sich darin, wie der Fasan des H.malaya, der ,,ch auf den Boden lauert, um dem Bl'cke des Adlers m,t dcn mach,>ae>, Klauen a»Szu. weichen. Plötzlich machte die SNwrnc Ga°r,e s. die noch immer ihtt Gebieterin suchte, das junge Mädchen er« beben; leise zog sie sich aus ihrem Versteck zurück und stützte sich auf ihre Hände, um beim Aufstehen möglichst wenig Geräusch zu machen. Als sie aufrecht stand, tonnte sie dem Verlangen nicht widerstehen, noch einen Blick auf den jungen schlafenden Jäger zil wcrfen. In diesem Augenblicke schickte sich eine Schlange dcr gcfürchlctslen Art, eine Cobra-di-Capello, an, auf Sir Edgar zu kriechen, ihre Ringe mit dcr vorsichtigen Langsamkeit auf» rollend, welche dieses Reptil charattcrisirt. DaS Thier besaß nicht seine gewohnte Kraft Die Temperatur war nicht hciß genug für dasselbe, es witterte jedoch eine Beute und drang entschlossen gegen dcn Jäger vor. Nella sah die Gefahr u„d fühlte sich vou Schwindel erfaßt. Das Reptil bcrühttc fast das Gesicht seines Opfers; noch eine Minule. und seiu spitzer Zahn hallc das lödlliche Gift in die 'Acern Sir Edgars gegossen. Den Jäger wecken, hieß ihn einer Bewegung aussetzen, die ihm unfehlbar dcn Tod gebracht hätte; er konnte mit der Stirne oder dcr Hand den drohenden 5lopf dee Reptils berühi en, daS, sich mehr und mehr belebend, dcn Hals immer mehr aufblies und übermäßig erweiterte. Da nahm Nella ihren ganzen Muth zusammen — jenen Fraucnmuth. der auS dem Herzcn kommt — und stürzte sich dcr Eobra-d<-Capcllo entgegen; sie reizte dieselbe, in-dcm sie ihr Tuch hin und her bewegte, und zog ihre Aufmelisamteit und ihren Zorn auf sich. Ueber den plötzlichen Angriff erstaunt, sprang das Reptil, daS sick anf seinem Schwanz empm!,crichte< hallc, auf das junge Mädchen zu. DicscS wich zuiück, aber das wüthend Thicr verfolgte cS; erschrocken, vur Furcht erstarrt, stieß Nclla einen Schrei auS. Plötzlich aus seinem Schlum mer gerissen, fuhr Sir Edgar auf und ergriff seiln Waffe; schnell begriff er dic Gefahr, in welcher dae junge Mädchen fchweble, dcr Schuß ging lus und dic Schlange fiel löblich getroffen in den Staub. Großer Gott, rief Sir Edgar aus, indem er die Hand Nclla'S ergriff, welches Glück, daß ich mich auf der Jagd verirrt habe! Die Vorsehung selbst hat mich hergeführt, um Sie vor dem Zahn diese« entsetzlichen Ungeheuers zu retten. Zu bewegt, um zu antworten, neigte sich Nclla nnler dcm siegreichen Blicke Sir Edgars. Ihr Schrecke» wich bald, aber sie fühlte sich lief gedcmüihigt, da sie sah, daß Sir Edgar nicht Zeuge der mulhia.cn Hand' lung hatte sein können, welche sie socbcu vollzogen. Sic hdtlc ihr Leben für ihu gewagt und er hatte sich für sie nicht der geringsten Gefahr ausgesetzt; und doch mußte cr sich für den Helden des Tages hallen. 2ir Edgar, sagte sie. indcm Sie sich zusammen' nahm. Sie werden meinem Vater das soeben Oc-schehcnc nicht erzählen... Seicn Sic ruhig, Miß Nella. erwiderte Sir Edgar; cs würde mir schlecht anstchcn. mich vor dem Capita" Mackinson dcs t!cinm Dienstes zu rühmen, welchen w) so glücklich war, seiner Tochter zu erweisen. Ich bin Ihnen unendlich verbunden, antwortete Nella. Mein Vater muß dort in der Vertiefung der Bucht sein, bci dcn großen Bäumen, welche Sie da unten sehen. Sogleich werde ich ihm folgen, sagte Sir Edgar, aber Sie, Miß Nclla, kann ich Sie in dieser öl>c» Gegend allein lassen? Sie können gehen, erwiderte Nella, da kommt 1 mcinc treue Gaoric . . . Schcn Sie, da unten spi'ichl N mit cmcn, kleinen Hirten . . . Auf heut Abends. 6?' Eoaar, und vor allem kciu Wort über unser Zusammc»' l^ff"!. ,s« Sir Edgar zog süli in der von Nella anacdcutc Nichtung zurück und diese ging Gaoric entgegen, die M U herbeilief. . ...» Ach. meine kleine Nella, sagte die Amme, ind " sie ihre junge Herrin umarmte, Du willst mich a>! 1931 der ganzen Stadt lebhaftes Vcw'hrfeuer. Es wird Ge» neral>narsch geschlagen, aber nach kurzem Ruf verstummt Trommel üud Horn. l>ic SpicllVut«! si»d crschossen. Der ?är,l> weckt d'c Hlannschaflen. Äian fanlinclt sich, t« fiodel ei» Slsaßlnkmlpi statt, n- d sigen 9 lU,r zieht Man sich der Uebe macht weichend aus de, Stc>l»t z„ ück, 5ns der > äcrsl'n Hohe u>!rd H ll gcmachl; H>,ß'i-ren (es worcn urspiünglich etwa W Pferde der 3. Eom Paqnie bcigeqeden) waren in der Richtung nach Chatcau-V'llam (Cuaumont) enls.mdt, »im H lf? zil holen. Sie treffen unterwegs einen Trupp Erfatzülanschaften des lO Armeecorps, circa 5M) Mann aller Truppengattungen, welche dem Eorps nachrnck en; mit hurrah weiden sie b ylW, eilen iin ^auffchrill nor, nod nachdem die Stadl 'eeognoscirt. nickt duS ^c,l>'llon mit klingendem Spi>le »>'d wshe!>der l^ahne wieder in Ehatillon ein. Por dem Holrl dc Ville wild Halt gemacht und dic Sll,dt ad ^<"cht. Die Frauclircurs find verfchwundc». Nach und "ach kommcn einzelne unser, r Leute ans d^nr Bei steck, die Verluste werden festgestellt. Es f hl«-" l2ljMai^., und circa 7l) Pferde. Man findet in den Häusern w Todte >'nd 10 Verwundete. Todt sind Major v. Alvcnölebcn Von den Hußaren. beim Auszug aus der Sl^dl gefallc,', Schxß durch den Kopf. Berwui'del: H^uplmann Barde, leben. Schuß in die Schulter; Adjutant o. Drabbe, Ech>s; ins Vein, beide nicht schwer. Beimißt werden: Prcimer^ieutenant o. Werthern, Premicisieutenaut Kcm p", Lieutenant Vrmlmann. Giccf.ldwebel Mellin. Vi-ltftldwebel Thicme, Zahlmeister Schmidt und ein Assi» stmzarzt, Dr. Hensgen. Vei den Compagnien sind alio nur „och Hauplmann v. Schlichtin.i, Hauptmann Wen-^orf m,d 'ljrem'-'.^ieutenaüüt Belteiikampf. Der Major l'l'd d.l Qbe Chcilcail-Pilain, woselbst biooualitt wird. Dort slößl ü"ch der General v. Kraatz-Kaschlau. der mit enlspre-^ender Truppenmacht auf die erste Nachricht des lieber» falls von Ehaumont abgerückt war. dazu, und lxginnl Von Neuem den Vormarsch. Derselbe wird unt seinen Truppen und den Bataillon Unna heule Früh gegen N Uhr vor Ehatillon eintreffen. (Die Garibaldianer hallen sich bercitS wieder entfernt.) Es ist erwiesen, daß ein großer Theil der Bmgcr sich beim Kampf bclhciligt hat, da fa,t auS allen yau-lcn Soldaten vor den Meuchelmördern relte-len. Ein Piccwachlmeislcr von den Hußaren wurde von l'ncm Quarliergeder aus dem Gelt geholt und ohne weitere Velleidung im geliehenen FHsalrock im ss'ller oerslcckr, da die ,^ra,nlircurs oaS Hul der vortrefflichen ölellllügen. mit oclhäitliihmäßia sehr geringen Verlusten zuriickgtivirsen. Feindlicher Verlust bcdeullnd. Ueber 'i00 unverwundelc O^fangcne in u„se:en Handen. Von uns 3 Officicrc todt. (5lw., 70 Maniischas'cn lodl und verwundet. Der lommandircnde General des tt. Alinec-corps, v. Tllmpling. las «W, T. G." erhält aus Brüssel folgendee Telegramm: „Wie aus ^>lle gcmcldcl w rd, hat dc, Pläfcct dcS Departements Souime in einer 'l'rollallii, lion den Einwohnern angezigs, daß die Sladl A>N!c!,e> ron dein Feinde besetzt sei. Der Verlheidi^ungsiinsschns: cnlschied sich f»r den Rückzog der Nordarm?e und ordnete gleichzeitig die Entwaffnung der Nationalgarde an." Mcl.e5neniqkeileu. — Se. Majestät der Kaiser haben den durch Feuer Verunglückten der Geuieiude ^copoldsdorf iu Nicderöstel reich und der Gemeinde Iadachy in Galizien, ersteren eine Unler-stllhung von 400 ft. , letzleren eine solche von 200 fl., dann der Gcnleiiide Niwra in Galizieu zum Wiederausbaue ihrer abgebrannten Kirche eine Beihilfe vm, ^00 st. und der Kirchengemeinde Valalon-Henye im Zalaer Comiiale zur Herstellung ihrer Kirche und zum Baue eines Schulhauses einen Beilrag von 100 fl. auS Allerhöchster Privatcasse allergnädigst zu spenden geruht. '— (Die Esterhazy.Galerie in Pest) ist, wie „P. N." aus authentischer Quelle mittheilt, von dcr ungarischen Regierung bereits angelaufl und der Vertrag mit Vorbehalt der Genehmigung des Reichstages schon ab< gefchlossen. — (Ieldzeugme ister Graf Wimpffen. s) Am 26. November starb iu Gorz in Folge eines Schlag» anfallcs der l. l. Fcldzeugmcister Franz Gras Wimpfsen, geheimer Ralh, Großfreuz des Leopold-Ordens, Commandeur des Maria ThcrcsienlDrdcnS, ehemaliger Slatlhalter in Trieft uud dem Kustculandc und Marinodcrcommanoant, Ehrenbürger von Trieft, Inhaber des l. l. ^iuienillfanterie, regimenlö Nr. 22 lc. Dem mililariscken i.'cichcnbegänqniß am 28. November wohnle einc Deputation von 20 Offi-cieren des den Namen dcs Verblichenen führenden Regimentes, mil Obersten ,v. Schluderer an dcr Spitze, bei. Der Verewigte erreichlc das Alter von 74 Jahren, wovon 50 Jahre auf feine hervorragende militärische Laufbahn entfallen. — (Zur Ehrenrettung des C ommau oa n-ten von Erfurt) haben die daselbst inlernirten fran- zösischen Officiere eine Erklärung an di< „Erfurter Itg." gerichtet, in welcher sie die LUgen und Entstellungen französischer, belgischer und englischer Blätter über die Lage der französischen Gefangenen in Deutschland gebührend zurUck» weisen. Der aus den höchsten und ältesten Officieren gebildete Ehrenralh, heißt es in der Irtläruna., ha> sich zu einem Proteste geeinigt, um den falschen Berichten die Wahrheit entgegenzuhalten. Sie seien zwar nicht in» Htande, über die Lage der Truppen, zu denen ihre Beziehungen nach der Capitulation von Metz volllommen aufgehört haben, Genaues anzugeben, aber was die Osficiere betrifft, tonnen sie mit ihrer Behandluug zufrieden fein. Zwar fei da» Traclement sehr bescheiden, da die Unlerosficiere nur 4b Francs pro Monal erhalten und die meisten die Unter» siutzung ihrer Familien in Anspruch nehmen müssen, aber dafür lönne man nicht den Commandanten von Lrfurt verantwortlich machen. «Wir wollen aufrichtig sein und gestehen," heißt es weiter, „daß wir unglücklich sind; die» ist da« einzige Wvrt, das wir zugestehen tonnen. Unser größtes Unglück ist: Frankreich überflulhel zu wissen nnb mchtS zu feiner Vertheidigung thun zu tonnen . . . Aber so groß auch unser Unglück ist, so hart und schwer unsere Prüfungen sind, lann uns nichts zur Ungerechligteit verleiten. Wir wol» le>, den Mann, der alles gethan ha», um das Traurige unserer Gefangenschaft zu mildern, nicht durch ein ungesundes Urlhcil anschuldigen lassen; wir wollen auf ihm nicht die VelclNluwrllichleit von Thalsachen ruhen lasfen, denen er ganz fremd ist." Locales. — (Gewerbebanl.) Wir werden erfucht, mitzutheilen, daß die Frist zur Einzahlung der zweiten Rate von 10 M. oder 10 st. per Nctie der Laibacher Gewerbe-l'anl am 30. v. M. verstrichen ist, und etwa mtt der Anzahlung noch rückständige Aclionare aufmerksam zu machen, die 10 pCt. baldigst leisten zu wollen. — (Stipendien.) Im heuligen Amlsblalle wird eine Reihe von Stipendien für Studirende in wehr otzer minder hohen Beträgen als erledigt wieder auögelchrieben. — l,Arbeilerbilbungsverein.) Sonntag, den 4. December, Nachmittag um 2 Uhr findet eine autzerordent» liche Generalversammlung des Arbeitervereins im Vereins-locale, Gradischavorstadt beim «grlinen Kreuz." stall. Tages« ordnung: 1. Antrag des Ausschusses auf Abänderung des H 7 der Aereinsstaluten. 2. Ersatzwahl des ausgetretenen Obmann - Stellvertreters und Schriftführers. 3. Mfällige Anträge der Mitglieder. — (Feucrwchrlneipc) heute Abend im Glas» salon der Casinoreftauration. — (Theater.) Die gestrige Opernnovität, Doni« zetli's „Regimcntslochter," deren Popularität in den 40er Jahren wohl manchem i'aibacher Theaterfreunde noch erinnerlich sein wird, wollte nicht recht einschlagen. Frau Fran-leuberg in der Titelrolle schien uns im ersten Acte weniger disponirt, als sonst, entfaltete aber im zweiten Acte ihre schöne Coloralur und ihren echt dramatischen Vortrag aufs glücklichste, und erhielt wiederholt verdienten Beifall. Mit dcsonderer Anerkennung müssen wir der Leistung des Herrn Rüdinger als Tognio gedenken. Auch Herr Etainl in der zwar lleinen Rolle des Haushofmeisters verdient Er-wähnung durch die drastische Darstellungsweise, welche auch diese llciue Rolle zu einem sehr erheiternden Nuhepuntle gestaltete. Das Ensemble ließ wohl hie und da Einige« Kult ganz loll machcn?.. . Aber warum bllckst Du ""6) so an. ohne zu antworten? ES ist mir so bang um? Herz!---------<^" ""'' "tM ganzen Vcbc» habe ich nicht so große F.'lcht hrhal't. , Welche Unllugheit auch, die Schlange auf Dich zu hetzen! . Nella hob den Kopf empor. - Wer hat Dir das ae'agt, Gaorie? ,< ^. tt. r Der lleine Hirt, der alles gesehen hat . . . Er ^ da ga„z in der Nähe auf dem Gras Msaestreck, '" Schalten der Bäume verborgen. Als der Schuß stel. ")r er erschreckt empor und wollte fliehen. Ich habe ^'' aufgehalten, um ihn zu fragen, was geschehen je,, ""b er hat mir gesagt, daß Du ... .... Still! sagte Nclla; kehren wir zur Barke zurück, ""d es soll mcmalö mehr dic Rcdc davon scm.^ ,., Miß Nclla und Gaorie waren mchrere stunden 3' Bord der Bholia zurückgekehrt, als dcr Eap.tan ^ackinso,, und Sir Edgar von dcr Jagd zurüägclchr ^.7"- Als der Tag zur Neige ging, wurde daö ^ch'sf l °tt gemacht, und während der Emisamal) »mt dem ^cr^ ° .^' d" Dinc« beschäftigt war, entfalteten stch dlc zwc. n w-" Sencl der Barke im Winde. Dcr Tag war gut L"c,en; zwei oder drci Dutzend Wasscrvögcl, Wlldcntc», Mlsi"en und Ncac.wögcl lagcn auf dem Vodcn dcr ^l>",e und lcgtcn Zeugniß al) für die Ocschickl.chlc.t dcr l""r. Sir Edgar halle da.> Moor vcrlasicn. nachdem de« ?.' "nige Echüfsc atthan haltc, dcr qvöljtc Thci ^ Wlldcs war al o vom Capilän Mackm,on crlcgt und!!.'- ^' war auch schr heilcr währcud dcs Dmcro . '^ scherzte mit srinen Gefährte., über fe.üc Flucht, ein c3l" ^adrhcit, Sir Edgar! sagte er, indem er «hm 'Glas Purto andot, die Sportsmen von Bombay Wild ? "b" Sie lachen! Was, Sie fliehen vor dem Ich wollte das Innere des ttandcS kennen lcruen, erwiderte Sir Edgar. Und waS habcn Sie auf Ihrer Expedition entdeckt? fragte lachend dcr Eapitäu Maäinson. Nicrtwürdigc uud für mich neue Dinge ... Ich gestehe, daß ich, mich ermüdend fühlend, unter den Palm-bäumcn eingeschlafen bin ... Ich lag also im tiefen Schlafe, als ein Geräusch mich plötzlich weckte ... Ich stehe auf und da erblickte ich vor mir eine Gazelle dcr reizendsten Art. welche eine Schlange focoeu umschlingen wollte. Und Sie habcn die Schlange gelobtet? Das ist eine ritterliche und heroische Handlung, Sir Edgar; aber das „cniic ich nicht jagen. Fragen Sie Nella um die Zahl dcr Änffcl, welche ich n, den Gebirgen von Ncil-ghcrry nicdcrgcschosscn und wie viclc Tiger ich mit um. ncm Earabiucr in den Dschungeln von Candcish ge° tödtet habe. ^. Nclla wandte ihre großen schwarzen Augen «?lr Edqar zu. Einen traurigen Blick auf ihn richtend, antwortete fic: Glauben Sie mir. schlafen Sie niemals in unscrcm Vande auf dcr Jagd ein, wenn Sie nicht gewiß siud, daß ein ergebener Freund in der Nähc übcr Sie wacht. Nachdem sie also gesprochen, zog sich das imM Mädchen in daö kleine Gemach ,urück, daS ihr am Hinterdeck dcr Vholia rcscrvirt war. Sie blicb darin MMschlosscn, bis zu dcm Augenblicke, wo das Geräusch, das die mala-liarischcn Matrosen bcim Aufgcicn dcr Segel verursachten, sie benachrichtigte, das die Barkc das Ufer erreicht habc. Sir Edgar nahm Abschied vom Eapilän Mackinson und sticg iu seincu Palanlin, um nach Hanse zurückzukehren. Nclla und ihr Vater lchrtcn nuf die niwüichc Weise in ihre Villa zurück. Die Träger ware., bcimcht, die Palan-kius Seite an Seite zu halten. Dcr Capitän Mackinsou, der im Zug war, zu plaudern, richtete oft an seine Tochter das Wort. — Es war ein schöner und guter Tag, Nclla, fugte er, als man in der Nähe der Villa war. Eine Iagdpartie, wie man deren nur in diesen Gegenden habcn kann ... Ich habe mich außerordentlich gut unterhalten, und Du. mein licbcs Kind? Ich bin immer glücklich, wenn ich Sie begleiten kann, mein Vater! Unser Freund, fuhr der Eapitän fort, muß sich crst bilden. Ein wahrer Sportsman darf nicht so fenti» mentale Manieren und poetische Anwandlungen haben . . . Ich muß ihn auf die hohe Jagd führen, damit er sich an Müdigkeit uud Gefahr gewöhnt. Glauben Sie, daß er noch einige Zeit hier bleibt? Mindestens bis zur Regenzeit, antwortet« der 2a» pitän, und liis dahin haben wir noch srchö Monate. . . Holla, ihr Anocrcn, dlcilit stehen, wir werden zu Fuß durch dc„ Garten geheu, um dem Eonsamah Heit zu lassen, die dampen anzuzünden. Die Palantinträger machten an der Thür des Gar« lens Halt. Gaorie half ihrer jungen Gebieterin aus« steigen und schritt au ihrcr Seite hin, während dcr Ca-pitän leichten Schrittes durch die Hauptallcc hineilte. Der Mond strahlte in hellem Glänze und die Boequcts, aus Gesträuchen mit drcitcn Blattern aus der Familie dcr Aloes und Drachcnbäumc bestehend, glänzten in sildcr-hcllcm Vichlc. Inmitten dieser sanften uud durchsichtigen 5llächelt erschien daö häßliche alte Wciv, das Gaorie in dcr »orhcrgehcndcl, Nacht an dcr nämlichen Stelle erschreckt hatte. Sie mnchie cmcn Schritt vorwärts, wandte sich dann um, schüttelte ihr graues Haar uud murmelte einige unverständliche Worte. Gaoric erbebte, uud Nclla an die Salonlhiire ziehend, die wcit offen stand, wiederholte sic mit erstickter Stimme - ^- Unglück, Unglück droht uns, Nella! (FoNsttzUNg solg!) 1992 zu wUnschen Übrig. Es schienen die gesprochenett Stellen auch nicht gut memorirt zu fein. Das Haus war gut besucht. — (Sanitätsinspection.) Sanitäts-Truppen» commandant Oberst Ritter v. Leidl ist heute behufs Inspi« cirung der Sanitälsablheilungen in Laibach angekommen. — (Selbstmord.) In Ratschach sturzle sich dieser Tage eine 70jährige Frau in einem Anfalle von Trübsinn, an dem sie seit 8 Tagen gelitten, zur Nachtzeit in die Save. Schon vor 8 Jahren hat der Unglückliche einen glei» chen Selbstmordversuch gemacht, wurde damals jedoch von ihrer Tochter gerettet. Nruellr Psst. (Original'Telegramme der „Laibacher Zeitung.") '»Vest, H. December. Der russische Ge sandte Vtovikoff si^nalisirte das (Eintreffen politischer Mittheilung seines Eabiners, deren Inhalt als versöhnlich bezeichnet wird. - Im Tubcomit<5 der unssarischen Delegation er klärten Beust, Kühn nud Ändrassy, die mil« tärlsche Lage sei befriedigend, die politische Lage ernst, aber nicht Besorgnis) erregend. Berlin, 2. December, (^fficiell.) Bei den Ausfällen aus Paris am ittt November verlor die Brigade Dutrossel H Officiere und 7O Mann. Der Verlust der IVürttcmbergcr be» trägt 4O Officiere und >OO Ältaun, jener der Sachsen >HOfficiere und XXKVtann. Am >. December hat krin Ausfall stattgcfu»den. Tours, H. December. (^3ffiriell ) Nestern hat eine allgemeine Bewegung der Loire Armee begonnen. Unser linke Flügel warf die »Q.QOO Vtauu starken Preufteu aus starker Stellung von Gulllonville bis Terminier, besetzte hierauf Bonneville, Villeprau und Fave-rolles. Preußischer Verlust erheblich. Der Feind zog sich in der Nichtung von Loigny und <3hateau Oambray zurück —„Mouiteur" Meldung: Garibaldi warf gestern die Preußen aus zwei wichtigen Stellungen in der Nmge-bung von Autun hinaus. London, H. December. Das Parlament wurde bis zum R? Jänner vertagt. Der Wortlaut der Telegramme über die vor Paris am 30. November von französischer Seile ergriffene Offensive ift folgender: Berlin, 1. December. (Offiziell.) Versailles, 30. November. Der «ünig an dle Königin: Oeslcrn schlug das 6. Corps einen Ausfall sudllch bei ^ Hay siegreich zurück. Ucber 100 Ocfangcne. viele hunocil Vlejsitte und Todtc. Wir hallen 100 Mam, Berlnsl. — Heute fanden licdeuttndc sluesäUc slatl, nach Oslen gegen die Wurtlembcrgcr und Sachsen bei Äonncuil-sur> Marne, Champigny und PlUers, die genommen und bis zur Dulilclhelt mil Hilfe unferer 7. Brigade wiederge-nommcn wurden. Gleichzeitig fanden nach Nordosten bei St. Denis gegm die Oardc und das 4. Corps nur leichte Ausfälle statt. Ich tonnle Versailles nicht verlassen, um im Centrum zu bleiben. 6s scheint der Fcino auf einen slrg bei Olleans gerechnet zn haben, um dcm Siegcr entglgenzugehcn, was mißglücllc. W.lhelm. Versailles, 30. Novcmber. Nachdem gestern das 6. ÄrmeecorpS mchrfachc Angriffe dco 1. Coips der zwnlen Armee von Pans siegreich zurückgewiesen hatte, wurde wahrend der gan^cn ^liacht von den ForlS ein ungewöhnlich hcfligcs Feuer u»tnhallcn. Heule NiorftcliS enlwickclle dcr Feind unter gleichzti-tiger Demoniirallon auf vcrschieorücn Putillen der Cuccmlc von Paris schr bedeutende Zlrclltiüfle zwischen der Seine ui'd Marne und uriff mtt l-ens'licu um ll Uhr »mserc doiligen Posioonm a«. Es culspaün sich ein lebhafter Kampf, der nnseretseltö hauftisächlch von der wuiliem« belg'fchen Dio sion, dcm gio^u T^ile dcs 12, sowie durch Theile dcS 2. unq 6. NrmeecorpS geführt wurde. Dcr Kampf dauerte bis 6 Uhr Abends, wo unsce sicg-rcichcn Tnippcn dcu F<ü'ltd auf dcr gauzcn Linie zurück« geworfen hatten. Weitere Details sind noch unbekannt. Tours, 1, Dccem^er, 4 Uhr 30 Minuten Nach-mitlas. (Äiiö dem Ncgiclungc-sialaste.) Pcirift. 30. No> vemlcr. Abends p^r Ballon des VufischiffctS Ulfrcd Marliii. Proclamation! n dcr Gcucrale Trochu und Du-c>ot die », slUion client. Die Pioclamaiion Trochu's nmft die Vcr» llnlworllichteit fiii' das Blut. welches fließen wird, auf diejenigen zmück, dercli abfcheulichcr Ehrgeiz die moderne Civilisation und die Genchligk, it unt Füßen tri:t. Die Proclamation dcä Geicral Oiicrol s>gt: Ich schwöre vor der gni^cn Nation, nach Paris nur todt oder sieg-reich zuluckuiklhixli. Die Offensiv Operationen haben gestcrn begonnm. Die Vlasine-SoldattU mit den Nationalem den haben den 'Al,x bocllß vo,< Chaisy elstürmt. (Äleichzcilig wurde cm Äligliff heule und vciflosselie Nacht unter anhalte»' dcr Kanonade gegen V'Hay ^crichlct. Die Schlacht cnt' spa»u sich a»f vcischicdlncn Pnnllcn. General Ducrol ll!'crsch!itl dic Manie dies.,'. Morgen, besetzte Montme lise Milla,^, welches dilrauf wieder gcläumt wurde. Oic Hauptaclion der Schlacht eifolgte zwischen Cham-pigliy, Grie sur Marnc u»b V>ll>elt!'susU1ialne. Unser« Truppe» übclschrilttn rie Äiainc auf 8 Bliicken und bcdai'plcteli diese» Mend ih'.c Positionen, Sie machte» Gefangene und esbcutelcn 2 Kanonen. General Trochu, welcher in seinem Gerichte Allen Lob splndct, hat das scinige vergessen, denn in gewissen Augenblicken hat er den Kampf hergestellt, indem er die Infa»5.^5, — !>pcrc. National-Anlehen <^5,4(1. - I8«0er SiautÄ-Nulchm vl.«0. - Balitacliell 7^8 — Credit-Actiiu ^-i^.75. — ^oild^n !!, H. ^55 Nr. 81, T. 15^2 Nr. l3, 22, 29 uud «2, S. 2446 Nr. 80, S. 25^»3 Nr. 2!» und 42 und S. 34.50 Nr, 44 und 81. Je 400 fl. gewinnen: S. 437 Nr. 33, 34, 40 und «9, G. 855 Nr. 26. 5« und 85, S. 1542 Nr. 5« und 90, S. 2446 Nr. 18, 78, 92 und 98, S. 2593 Nr. 7, II, 20, 40, 58, «5 und 88, S. 3450 Nr. 43, 84, 86 und 98, und endlich S. 3885 Nr. 11, 12, 17, 26, 32 und 94. l Auf alle übrigen in den obigen verlosten 7 Serien ent- haltenen und hier uicht besouders aufgesilhrten 640 Gewinnst-Nummern dcr Prämienscheinc fällt dcr geringste Gewinust von je 165 fl. Ü. W. Vembern«<5zernowitz Iassy - Giseubahn. Nachdcin die in jüngster Znt wicdfiholt vorssslommeliell und noch immer sartdaucrudfn VrrlchrSuntcrbiechnusteu auf den i.'micu der i!cM" berg:.'s t. l, Han^ delsmniislerium« zur Wahrung der delheiligteu öff.ullichcu I»ter' cssl'n sich vcrllulaszt a/srhcu, die ganze Nahucrhaltuug uud «nsln' sonserc die NilSfilhrung dcr erforderliche« SichcrnngSaibcilen all den gesährdet!'!! Vahustcllcn durch einen blö aus wei^res dauern» expuuirtc» Aliqrc>rducten der Gcnclal,Inspection der ijslrrreichlsche'l Eise,,bahnen stirng ltlirrwachen zu lassen. Zu dicsem Ziurcle wurvt der Gciicral-Iusprcliouöcommissär li.Ullllmächiigt und angewicsc», von den Vclfilglliigeu dcr gefcllschasllichcli Banleilling ill V'lrcff d>'r bezeichneten Reconstrnctialieu 5lr»n!!i>ß zn lnhnnn, sich voü drr gennucslen Durchfllhiung dcr nothwendigen Helstclluugcn P"'^ sülilich zu überzeugen, elwaige liügeeigucte Vcrfilgnugcn rcr !i,nbosch, l, l, Oberlieutcna^ von Graz. — Krouatovic, Lieutenant, von Mudolföwerth. "7 Matiusy, l. l. Obcrlientcnant. von Nyregihaza. — Olajit, Privat, von Unterlraiu. Baierischrr H>of. Die Herren: Löwenstein, Bahnbeamtt- — Dr Gregoria, vo>t Trieft. Theater. Heute: Nichelieo's erster Waffonqang. Lustspiel >" 2 Acten. Hch» M.^dchc» »nd kei < Ma»,,. Operette. ^^ ncficc für Frl. M itscherliu g,______^^««- Z ^k ! y^ HZ i ^ ,« ^ ^ez l 6 N Mg? 327,5 - 5.l N, mäßig hrlier 2 2 „ N 326.^« — 2.« NO. z. sl,,rl dilniib^wülll 0.«« ,I<»„ Ab. 327.,« — 6.2 NO. mäßig ganz bciu. Dilnn bewölkt. Eisigsallcr Noldwil!,-, I„ oci, Bcrgcn Sch""' gcstödl'r. In dcr Eli>'uc di!n»r Schul-cftockcn. Daö TagcSlNUl^ der WälMl — 4 7", um 5 7" imtcr dcm Normale. limulll,l1,!'> ?tt<'lu,cif>i> -, ^ana< n. He < c > » "> ° U r ?1«1sli''lj'i'?'l''Nt '-!U'e>, , >. Dcc.mv>,'r. Au dcr Vorkurse slicgcu uiilcr der Furiwirtioig dcr Nachrichicn von gcstcrli AbcudS die Cuisc dcr Tpecnlalionspapicrc beornicod Milla^ t»!»l» ,Dlll^llvlTlili)l» auch bc> schmcrcn Schiantcupaplercu ciu^e stallc Amniccu zum Vorsch»i,i. Nichisocstuwlilgcr blicl» dcr N,»saug dc^ O^'chäitei! bcschiäukt. Man l>nlll'a!il 86. Ha»dclölia»t 1,,'.0. Thcisz 2^7. Napolco,,^ warcu'l'is 9 ft. 91 gcsuiilcu. Im weitttt" Vcclauft ermallele die Stimmung und die ^urfe bewegte» sich in dcr Mme zwischcu gcstligcr Nuiiniug und dcn höchsten Notizen ooil hculc. Hl. Allgemeine Staatsschuld. Fllr 100 ft. Hell» >lUaar' Hinhcitlichc Staatsschuld zu 5 pHe.: iu Noten oerziusiMai-Noucmder 56.- 56.10 „ « „ Fcbrual-Äugusl 56 — 56,10 « Silber „ Ianiier-Iuli 65 6', 65.75 « „ April-October . 65.55 era»lehen rückzahlbar !.;) —.— —.— Losr ° I. l^ . . . . 236.— ?39.- „ « 1»54 (4 "/,, zn 250 ", —. - -. « « I860 zu 500 st. . . 9.!.— 92 20 ,. 1»60 zu l'XI si. . . ,04 — l<>5.— » .. I«64 zu l»u sl. . 114.2, 114 75 .5<' ». «rundentlast..ng«° 0l>ligationen. F»r 100 ft. « . ^^ld Waare Böhmen .... zu5pHi 94- <,5 - ., 725,» 72'?5 Nieder-Oesserrelch. . „5.. <,«,^ 97 : Over-Oeslcrrelch . . „ b „ 95._ c,/^. ^ Slebenbieim- 230.— CreditallNal! s Handel u. Gew. . 251 25 ?51 50 Errduauslall, allgcm. ungar. . 81 50 A2 Escümpts-Gesellschafl, », ü. . . 8^5. 895. Frauco-ostcrr. «aul . . , . 96.— 96.50 Gcmralbllul.......8475 8525 Handelsbank.......1lcrn«sl, lNliNgen. «Hpls» ^lvaare Nlfüld-Fiumaner Bahn . . .167 50 168.— ! Ä„hm W'.'slliahn.....24>.— 242 —! 's!l,llhu . . .214 50 2,5 50 Eiilabrth-W.slb^hu (Linz-Vud- ! wclscr Vtrrclc) . . . . . 1^3.— 1835«) Fcr5n^!',!,?Nlndbahu . . . .20^5 206').-^ > Funfl'rchen-Varcser-«ahu . . 157.— 159.- -! ss^','.^^'v^,.«.ifin , 8850 '89-- Lc'nhera-l) 18-«.— Theiß Bahn.......2 ».'erlyöliar '-i 5 pCt. in Hilbcr 107 — 107 50 o!n.lu33I.rNclz.zu5p/, pEt. 88 75 8i'.-! »?. pri?ritätHobli^.,ti»i,lc». ^ 10^ fl. », W. Meld Maarc, ^ O!'s,-Wcs!b, m S. nerz. (!. <5mifs.) 93 25 93^0 Fcrdiunnds-Nordb, in Sllli verz. 10t.— 104.50 Frau» Iosiphe.Blilin . . . . 93 75 94.-! ^CaciL:^'!.,, G. i, G. ll^z.?. Änl. 101 50 102 -Oefterr. ««rd«tftl»0ft.z. 5"/„ filr 100 fl. 8s.- 8» 5<> Slioli.Bons 6"/„ l.1870—74) j. 500 Frc«......234 - 28li. 7 Uug. Ostbahn......85.— «5 >ii «. Privatlose ipcr S'ilck.) Creditauslall f. Handel u. Gew. Gcld Wa»' zu 100 si. ü W......16025 M " Nudolf-Ltifluu« zu 10 fl. . . 14 - !>'v. HUecksel <3M°n) t^ld W°a Nunsburg silr 100 ft s«,!)d. W. 102 80 W3 >' ^ra»t!„ri a,M. !00 sl. dctto 103.- !"' ^> Hamdulg. fllr ,O» Mar! Bülico 91 25 !".'" ^audou. fUr 10 P,nnd Sterling 123.25 >"<^ Purie, ,iir 10»1 Franc.' . . . —.-- ""' Ht. Münz-Duc°ttl. . 5 ll. 85 tr. 5 k, A ' ' Nl,pol^ou«t,'nr . . 9 .. 9l „ 9 -'' Verrin«th°ler. . . 1 .. 62 .. l "' Hilb r 121 „ 50 „ 122 ^ ^ " Krainischc <3ruudc„tlastuugs - Obligationen, PU > vlltuotirung: 96.— Vtld, - Waare.